Ausland

Italien entsendet Kriegsschiffe vor Libyens Küste

Italienische Kriegsschiffe sind von den Hafenstädten La Spezia und Taranto in Richtung Libyen gestartet. Die Schiffe beteiligen sich an einem Training vor der libyschen Küste, sind jedoch zum Eingriff bereit, sollte der Konflikt im nordafrikanischen Land eskalieren, berichteten italienische Medien heute.

Laut der Tageszeitung „La Stampa“ besteht große Sorge in Rom vor einer Verschärfung des Konflikts in Libyen. Italien befürchtet nicht nur einen zunehmenden Ansturm von Flüchtlingen, sondern bangt auch um die Öllieferungen aus seiner ehemaligen Kolonie.

20.000 Soldaten schützen Pipeline

Der italienische Ölriese Eni ist seit Jahrzehnten in Libyen stark präsent. Der Konzern betreibt die 520 Kilometer lange Gaspipeline „Greenstream“, die unter dem Meer Gas vom libyschen Mellitah nach Gela auf Sizilien führt. 20.000 Soldaten der Regierung in Tobruk schützen die Struktur aus Angst, sie könnte in die Hände von IS-Kämpfern geraten.

In Libyen konkurrieren zwei Regierungen, die von verfeindeten Milizen unterstützt werden. Die eine herrscht von der Hauptstadt Tripolis aus, die vom Westen unterstützte Regierung ist nach Tobruk im Nordosten geflohen.

Geheimdienste warnen vor Anschlägen in Italien

Inzwischen wächst in Italien die Angst vor dschihadistischen Anschlägen, nachdem im Internet das politische, soziale und religiöse Manifest der IS-Kämpfer in italienischer Sprache erschienen ist. Der Text enthält Propaganda für den IS und den islamischen Staat.

Die italienischen Geheimdienste warnen indes vor einer Anschlagsgefahr in Italien. Dschihadistische Kämpfer könnten sich unter Migranten mischen, die aus Libyen nach Süditalien gelangen, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Geheimdienste, der dem Parlament in Rom vorgelegt wurde.

Venezuela verhängt Einreiseverbot gegen US-Politiker

Die Regierung Venezuelas hat ein Einreiseverbot gegen den früheren US-Präsidenten George W. Bush und andere prominente Politiker aus den USA verhängt. Auch Ex-Vizepräsident Dick Cheney, der ehemalige CIA-Chef George Tenet und mehrere Kongressmitglieder stehen auf der Liste.

Damit antworte Caracas auf ein Einreiseverbot der USA für venezolanische Regierungsmitglieder, sagte Präsident Nicolas Maduro gestern. Er habe zudem das Außenministerium angewiesen, die Belegschaft der US-Botschaft in Caracas von 100 auf 17 Mitarbeiter zu reduzieren, um einen Gleichstand mit dem Personalstand der venezolanischen Botschaft in Washington zu erreichen.

Die USA hatten Anfang Februar beschlossen, mehreren venezolanischen Regierungsmitgliedern die Einreise zu verweigern. Es handelte sich um Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen und Korruptionsfälle, teilte das State Departement mit. Die Namen der Betroffenen wurden nicht veröffentlicht.

Visapflicht für US-Bürger

Maduro kündigte gestern außerdem die Einführung einer Visapflicht für alle US-Bürger an. Diese diene „dem Schutz unseres Landes“, sagte der Linkspolitiker vor Anhängern in der Hauptstadt Caracas. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem ein US-Pilot im westlichen Staat Tachira wegen des Verdachts „verdeckter“ Spionageaktivitäten festgenommen worden sei. Einzelheiten zu der Festnahme nannte er nicht.

US-Wahl 2016: Konservative Republikaner für Rand Paul

Wenige Monate vor Beginn des republikanischen Vorwahlkampfes in den USA hat der radikale Querdenker Rand Paul Rückenwind als potenzieller Präsidentschaftsbewerber erhalten. Der für seine libertären Ansichten bekannte Senator, der Regierung und Steuern möglichst klein halten will, wurde gestern bei einer traditionellen alljährlichen Abstimmung besonders konservativer Aktivisten zum Vorzugskandidaten gekürt.

Das Ergebnis überraschte allerdings nicht: Paul ist ein ausgesprochener Liebling der Radikalkonservativen und hatte bereits die Abstimmungen in den beiden Vorjahren gewonnen. Es scheint aber Beobachtern zufolge fraglich, dass er in der gesamten Partei mehrheitsfähig ist.

„Jeb“ Bush belegte Platz fünf

Vor diesem Hintergrund betrachten Experten den Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, als wahren Sieger der alljährlichen sogenannten Straw Poll. Er landete auf Platz zwei, nachdem er bereits in den vergangenen Wochen in Umfragewerten zugelegt hatte.

Der bisher als wohl aussichtsreichster potenzieller Bewerber eingestufte John Ellis „Jeb“ Bush schnitt mit dem fünften Platz ebenfalls gut ab. Der Sohn und Bruder von Ex-Präsidenten gilt primär als Vertreter des Parteiestablishments und muss daher versuchen, auch im konservativen Lager Fuß zu fassen. Der texanische Senator Ted Cruz und der bekannte afroamerikanische Neurochirurg Ben Carson, beide ausgesprochene Tea-Party-Männer, kamen auf die Plätze drei und vier.

Clinton mögliche Kandidatin

Bei den Demokraten wird die frühere First Lady und Außenministerin Hillary Clinton als mögliche Präsidentschaftskandidatin gehandelt. Noch hat Clinton ihre Entscheidung über eine erneute Bewerbung aber nicht bekanntgegeben. Im Jahr 2008 war sie im parteiinternen Vorwahlkampf an Barack Obama gescheitert, der nach zwei Amtszeiten bei den Wahlen 2016 nicht mehr antreten darf. Ende November hatte der frühere Senator Jim Webb als erster Demokrat seine Präsidentschaftsbewerbung erklärt.

Terrorwarnung in Bremen: Zwei Festgenommene wieder frei

Nach der Warnung der Polizei vor einer erhöhten Gefährdung durch islamistische Gewalttäter hat es Bremen in der Nacht auf heute eine zweite vorläufige Festnahme gegeben. Diese Person wie auch eine gestern vorläufig festgenommene Person seien mittlerweile wieder auf freiem Fuß, teilte eine Polizeisprecherin heute mit.

Islamisches Kulturzentrum durchsucht

Eine gestern Abend angelaufene Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums (IKZ) sei inzwischen abgeschlossen. Zu den Details wollte sich die Polizei nicht äußern. Die Schutzmaßnahmen mit einer erhöhten sichtbaren Präsenz schwerbewaffneter Polizisten in der Innenstadt wie auch vor der Synagoge würden aufrechterhalten.

Die Bremer Polizei hatte gestern vor einer erhöhten Gefährdung durch islamistische Gewalttäter gewarnt. Sie berief sich dabei auf eigene Erkenntnisse sowie Hinweise des Verfassungsschutzes und einer Bundesbehörde.

2.000 Gegendemonstranten bei PEGIDA-Demo in England

Bei der ersten Demonstration eines britischen PEGIDA-Ablegers sind gestern in Newcastle fünfmal mehr Gegendemonstranten als Befürworter erschienen. Etwa 375 Menschen waren dem Aufruf der Gruppe PEGIDA UK gefolgt, in der nordostenglischen Stadt gegen eine angebliche „Islamisierung“ Europas zu demonstrieren. Etwa 2.000 Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen.

Beide Demonstrationen seien ohne Probleme verlaufen, sagte Polizeisprecherin Laura Young. Nach Angaben der Polizei wurden allerdings fünf Männer festgenommen. Es wurde nicht mitgeteilt, ob es sich bei den Festgenommenen um PEGIDA-Anhänger oder Gegendemonstranten handelte. Ihnen wurden gewaltsame Übergriffe, Friedensbruch sowie Trunkenheit und Ruhestörung vorgeworfen.

Die deutsche PEGIDA-Bewegung hat bereits in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Österreich, Nachahmer gefunden. Diese konnten aber nicht annähernd so viele Menschen für ihre Proteste mobilisieren wie die Organisatoren in Deutschland, wo sich nach Behördenangaben seit Oktober vergangenen Jahres insgesamt rund 170.000 Menschen an Demonstrationen beteiligten, die meisten davon in Ostdeutschland.

Erdogan greift türkische Notenbank scharf an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan greift die Notenbank des Landes immer schärfer an. Wer die hohen Zinsen verteidige, begehe Verrat an der Nation, sagte der Politiker gestern vor Journalisten. Aus seiner Sicht würgen die Leitzinsen von derzeit 7,5 Prozent das Wachstum im Land ab.

Investoren befürchten aber, dass die Unabhängigkeit der Zentralbank verloren geht. Zuletzt gab es sogar Spekulationen, Notenbank-Chef Erdem Basci könne wegen der Kritik zum Rücktritt gezwungen werden, was dieser aber zurückwies.

Die Zentralbank hatte den Schlüsselsatz zur Versorgung des Bankensystems mit Geld zuletzt um einen Viertelprozentpunkt gesenkt - zu wenig aus Sicht der Regierung.

Öcalan ruft PKK zur Entwaffnung auf

Der inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan hat seine Anhänger zur Niederlegung der Waffen aufgefordert und damit neue Hoffnung auf ein Ende des seit Jahrzehnten andauernden kurdischen Aufstands in der Türkei genährt.

In einer gestern von dem Abgeordneten Sirri Süreyya Önder von der prokurdischen Oppositionspartei HDP verlesenen Botschaft rief Öcalan seine Bewegung auf, die Entwaffnung konkret einzuleiten. Die Friedensverhandlungen zwischen der türkischen Regierung und dem Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) liegen seit Monaten auf Eis.

„Wir nähern uns einer Lösung dieses 30 Jahre alten Konflikts in Form eines endgültigen Friedens“, sagte Öcalan in der Botschaft, die Önder in einer nie zuvor in der Art dagewesenen Pressekonferenz mit Vizeregierungschef Yalcin Akdogan verlas. „Und unser erstes Ziel ist es, zu einer demokratischen Lösung zu kommen.“ Öcalan forderte die PKK auf, im Frühjahr einen außerordentlichen Parteitag einzuberufen, um die „strategische und historische Entscheidung der Entwaffnung“ zu treffen.

Inland

IV startet Kampagne gegen Vermögenssteuern

Die Industriellenvereinigung (IV) platzt mit einer Kampagne in die Schlussphase der koalitionären Verhandlungen über die Steuerreform. Über die Auswirkungen von Vermögensteuern will die Industrie bundesweit mit Plakaten „aufklären“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer in einer Aussendung.

„Der einfache wirtschaftliche Sachverstand warnt: Vermögensteuern gefährden die Gesundheit unserer Wirtschaft“, sagte Neumayer und warnte vor einem Verlust von Arbeitsplätzen. Bei der vorgeblichen Millionärssteuer handle es sich zudem in Wahrheit um eine massive Mittelstands- und Familiensteuer. Dabei sei die Belastungsgrenze für Menschen und Unternehmen längst erreicht.

Alijew-Tod: Immer mehr offene Fragen

Der Fall des am Dienstag erhängt in einem Wiener Gefängnis aufgefundenen kasachischen Ex-Botschafters Rachat Alijew wird noch länger für Aufsehen sorgen. Dessen Anwälte, die nicht an die offizielle Version eines Suizids glauben, fordern nun die Mitarbeit des FBI. Das Justizministerium setzte jedenfalls eine Expertenkommission ein.

Die im Hintergrund stehende Frage ist, ob das offizielle Kasachstan, bei dessen Machthaber Alijew in Ungnade gefallen war, in den Fall verwickelt ist - und ob österreichische Stellen dabei möglicherweise mitgeholfen haben. Entschieden dementierte der Anwalt Gabriel Lansky gestern Medienberichte und den Verdacht, dass er mit dem kasachischen Geheimdienst kooperiert hat.

Mehr dazu in Lansky bestreitet Vorwürfe vehement

Lohndifferenz Männer - Frauen: Österreich in EU Vorletzter

Österreichs Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer - laut dem „Gender Pay Gap“ von Eurostat beläuft sich die Differenz auf 23 Prozent. Im EU-Vergleich rangiert Österreich damit an vorletzter Stelle, noch größere Unterschiede gibt es nur in Estland (29,9 Prozent). In Österreich belief sich die Differenz 2006 auf 25,5 Prozent, seither wurde sie stetig zumindest etwas geringer, bis sie zuletzt 2013 bei 23 Prozent lag.

Der EU-Durchschnitt beträgt seit einigen Jahren rund 16 Prozent. Eine ähnlich große Einkommensdifferenz wie Österreich weisen Tschechien (22,1 Prozent) und Deutschland (21,6 Prozent) auf. Ungefähr im EU-Durchschnitt liegen etwa Frankreich, Zypern und die Niederlande. Exakt 16,4 Prozent sind es in Dänemark.

Größte Lohngerechtigkeit in Slowenien

Die größte Lohngerechtigkeit bietet Slowenien, hier beträgt die Lohndifferenz nur 3,2 Prozent. Ebenfalls geringe Unterschiede zwischen Männer- und Frauengehältern gibt es in Malta (5,1 Prozent) und Italien (7,3 Prozent).

Die aktuellen Daten wurden von Eurostat vor wenigen Tagen veröffentlicht, bei manchen davon handelt es sich um vorläufige Zahlen, vom krisengeschüttelten Griechenland wurden außerdem seit 2010 keine Daten mehr eingemeldet. Verglichen wird der Bruttostundenverdienst standardisierter Löhne und Gehälter von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.

Nachschärfung bei Einkommensberichten möglich

Bei den Einkommensberichten, die für mehr Transparenz und damit eine geringere Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen sorgen sollen, könnte es im Herbst Neuerungen geben. Derzeit wird die 2011 beschlossene Maßnahme evaluiert. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will bei den Berichten nachschärfen, sagte sie anlässlich des diesjährigen Frauentages.

Betriebe wurden durch Inkrafttreten der Gleichbehandlungsgesetzesnovelle 2011 verpflichtet, Einkommensberichte zu erstellen. Eingeführt wurden sie stufenweise. Seit 2014 müssen auch Unternehmen mit 150 Mitarbeitern einen Bericht erstellen. Eine Verpflichtung besteht seither auch für die Gehaltsangabe in Stellenanzeigen. Ziel beider Maßnahmen ist die Lohngerechtigkeit.

Österreich beteiligt sich stärker an Ukraine-Mission

Österreich baut seine Beteiligung an der Friedensmission in der Ostukraine auf bis zu 30 Personen aus. Der Ministerratsbeschluss für die Aufstockung auf 15 Soldaten und 15 zivile Beobachter soll am Dienstag erfolgen, hieß es aus dem Außenministerium. Österreich ist derzeit mit 16 Personen für die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine im Einsatz.

Die OSZE-Mission sei stärker gefordert, die im Minsker Abkommen vereinbarte Einhaltung der Waffenruhe und den Abzug schwerer Waffen zu beobachten. Derzeit sind insgesamt 280 OSZE-Beobachter in der Ostukraine. Das Ziel ist eine Aufstockung auf 350 Mann.

Klug: „Deeskalation im Interesse Österreichs“

„Österreich übernimmt Verantwortung und will einen aktiven Beitrag für den Frieden in der Ukraine leisten“, sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) sagte: „Die Lage in der Ukraine betrifft direkt österreichische Sicherheitsinteressen. Eine Deeskalation muss unbedingt in unserem Interesse sein.“ Das österreichische Bundesheer hat die Ausbildung aller OSZE-Beobachter für diese Mission übernommen.

Die Situation in der Ukraine ist nach Angaben des Außenministeriums „katastrophal“. In dem Konflikt starben bisher rund 5.600 Menschen, 13.400 wurden verletzt. Es gibt über eine Millionen Vertriebene.

Sport

Fußball: Chelsea peilt im Ligacup ersten Titel an

Für Chelsea geht heute im Ligacup-Finale der erste Akt des angestrebten Titel-Hattricks über die Bühne. Während man in der Meisterschaft komfortabel in Führung liegt und sich auch in der Champions League mit einem 1:1 bei Paris St. Germain eine gute Ausgangslage für das Achtelfinal-Rückspiel geschaffen hat, steht den „Blues“ mit Tottenham in der Endspiel-Neuauflage von 2008 eine vermeintlich leichte Aufgabe ins Haus. Allerdings strebten die „Blues“ auch vor sieben Jahren gleich mehrere Trophäen an und gingen am Ende leer aus.

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Fußball: Dortmund weiter auf der Siegerstraße

Borussia Dortmund hat gestern in der 23. Runde der deutschen Bundesliga seine Siegesserie fortgesetzt und den vierten Erfolg en suite gefeiert. Lange Zeit sah es im Revierderby gegen den Erzrivalen Schalke nach einer Nullnummer aus, ehe in der Schlussphase die Elf von Trainer Jürgen Klopp doch noch den Weg zum Tor fand. Damit scheint die Abstiegsangst vorerst vertrieben zu sein.

Nicht so aber bei Schlusslicht Stuttgart, wo sich die ÖFB-Legionäre Florian Klein und Martin Harnik mit einem Remis gegen Hannover zufrieden geben mussten. Harnik sah zusätzlich auch noch Rot.

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Nordische WM: ÖSV-Springer holen Team-Silber

Österreichs „Adler“ haben gestern bei der nordischen WM in Falun in der Besetzung Stefan Kraft, Michael Hayböck, Manuel Poppinger und Gregor Schlierenzauer im Mannschaftsspringen von der Großschanze die Silbermedaille gewonnen.

Es war das fünfte Edelmetall für den ÖSV bei den Titelkämpfen in Schweden. Für die erfolgsverwöhnten Österreicher riss damit jedoch eine Erfolgsserie. Zum ersten Mal seit 2003 musste ein ÖSV-Team im Kampf um Gold einer anderen Mannschaft den Vortritt lassen. Diesmal war es Norwegen, das sich deutlich durchsetzte.

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Wirtschaft

Starinvestor Buffett hat Nachfolger gefunden

Der Starinvestor Warren Buffett hat nach fast 50 Jahren an der Spitze der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway einen Nachfolger ausgesucht, hält den Namen allerdings noch unter Verschluss. Der 84-jährige US-Amerikaner erklärte am Wochenende in einem Schreiben an die Aktionäre, der neue Firmenchef werde es schwerer haben als er. Die Wachstumsraten dürften in den nächsten 50 Jahren magerer ausfallen.

Interne Kandidaten heiß gehandelt

Spätestens seit bei Buffett 2012 Prostatakrebs diagnostiziert wurde, wird offen über seinen Nachfolger gesprochen. Dabei werden vor allem interne Kandidaten heiß gehandelt. Der selbst bereits 91 Jahre alte Vize-Chairman Charlie Munger lobte die Arbeit der beiden Manager Greg Abel (52) und Ajit Jain (63), die bei Berkshire für die Sparten Energie beziehungsweise Versicherungen zuständig sind. Sie seien Topkandidaten. Der von manchen Investoren favorisierte Matthew Rose, der Berkshires Bahn-Sparte leitet, wurde indes nicht erwähnt.

Knapp 20 Mrd. Dollar Gewinn 2014

Buffett, einer der reichsten Menschen der Welt, hat Berkshire Hathaway zu einem Imperium mit mehr als 80 Firmen ausgebaut. An der Börse ist die Gesellschaft inzwischen 363 Milliarden Dollar wert. Alleine im vergangenen Jahr verdiente er mit Berkshire fast 20 Milliarden Dollar (17,79 Mrd. Euro).

Vor allem die Versicherungsbranche hat es Buffett angetan. Bekanntgeworden ist er aber auch mit seinen Engagements bei internationalen Großunternehmen wie General Electric, Goldman Sachs, Coca-Cola, IBM, Münchener Rück und Sanofi.

Ikea will drahtlose Ladestationen in Möbel einbauen

Das könnte dem drahtlosen Aufladen von Smartphones und Tablets einen Schub geben: Ikea will entsprechende Ladestationen direkt in seine Möbel einbauen. Die Technik solle von April an unter anderem in einige Nachttische und Tische integriert werden, erklärte die Branchenorganisation Wireless Power Consortium heute vor der Mobilfunk Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Damit würde es ausreichen, Geräte mit drahtloser Ladefunktion einfach auf die Möbelstücke zu legen. Ikea setze dabei auf den Ladestandard Qi, der aktuell von über 80 Smartphones sowie diversem Zubehör unterstützt werde, hieß es.

Griechenland stellt Anleihenrückzahlung an EZB infrage

Griechenland hat die Rückzahlung von Staatsanleihen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro infrage gestellt, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) gehalten und im Sommer fällig werden. Finanzminister Gianis Varoufakis sagte gestern in einem TV-Interview, er wolle über die Anleihen verhandeln - mit welchem Ziel, ließ er offen. „Wenn wir das Geld hätten, würden wir bezahlen“, so Varoufakis. „Sie wissen, dass wir es nicht haben.“

Der deutsche Bundestag hatte am Freitag einer Verlängerung des laufenden Rettungsprogramms durch die Euro-Zone um vier Monate bis Ende Juni zugestimmt. Grundlage dafür war eine Zusage Griechenlands, alle Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Griechenland muss im März einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) von rund 1,6 Milliarden Euro zurückzahlen und im April 800 Millionen Euro für Zinszahlungen aufbringen. Im Juli und August benötigt das Land dann etwa 7,5 Milliarden Euro, um griechische Staatsanleihen in Händen der EZB zurückzuzahlen und andere Zinsverpflichtungen zu bedienen.

Hyundai ruft 205.000 Autos zurück

Hyundai ruft wegen technischer Probleme mit der Servolenkung knapp 205.000 Autos in die Werkstätten. Betroffen seien Elantra-Modelle, die zwischen 2008 und 2010 produziert worden sind, teilte der südkoreanische Hersteller der US-Verkehrssicherheitsbehörde mit.

Nach Schätzungen geht man davon aus, dass drei Prozent dieser Fahrzeuge Mängel haben. Der Fahrer könne zwar weiter lenken, müsse dafür aber mehr Kraft aufbringen. Dadurch steige tendenziell das Unfallrisiko. Hyundai teilte nicht mit, ob es wegen der Probleme bereits Zwischenfälle gegeben hat.

China: Industrie schrumpft weiter

Die chinesische Industrie ist im Februar den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanager-Index (EMI) des Landes stieg zwar um 0,1 auf 49,9 Punkte, wie aus der nun veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Damit liegt der Wert aber immer noch minimal unter der Marke von 50 Zählern, ab dem Wachstum angezeigt wird.

Hier spiegeln sich schwächere Exporte und nachlassende Investitionen der Unternehmen wider. Ökonomen hatten allerdings mit einem Rückgang auf 49,7 Punkte gerechnet. Die Dienstleistungsbranche wächst unterdessen. Hier kletterte der entsprechende Index zum Vormonat um 0,2 auf 53,9 Punkte.

Die Daten aus der Industrie könnten die Erwartung schüren, dass die chinesische Notenbank weitere Maßnahmen ergreifen wird, um die Wirtschaft zu stützen. Erst gestern hatte sie erneut die Zinsen gesenkt.

Der amtliche EMI berücksichtigt insbesondere große Staatsunternehmen. Das Barometer der Großbank HSBC und des Markit-Instituts, das an den Börsen ebenfalls sehr genau verfolgt wird, konzentriert sich dagegen stärker auf kleinere Firmen.

Schneechaos in Dallas: Ein Drittel der Flüge gestrichen

Schneefall und Eisregen haben heute auf dem internationalen Flughafen von Dallas im US-Bundesstaat Texas zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Mehr als 350 Abflüge seien gestern Vormittag (Ortszeit) gestrichen worden, teilte der drittgrößte Flughafen der Welt mit.

Das entspreche etwa einem Drittel der täglichen Abflüge auf dem Airport Dallas/Fort Worth. Den Angaben zufolge bedeckten Eis und „mehr als fünf Zentimeter“ Schnee die Start- und Landebahnen.

Bezogen auf das Passagieraufkommen ist der Flughafen von Dallas der drittgrößte der Welt. Pro Jahr nutzen 62 Millionen Passagiere den Flughafen, auf dem täglich 1.850 Flüge starten und landen. Von Dallas aus werden 55 Ziele im Ausland und 148 Ziele innerhalb der USA angeflogen.

Chronik

Spanien: Dörfer wegen Hochwassers evakuiert

Wegen Überschwemmungen sind in Nordspanien zwei Dörfer evakuiert worden. Insgesamt seien mehr als tausend Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden, teilten die Behörden gestern mit. Der Ebro ist über die Ufer getreten, an manchen Stellen lag der Pegel des größten nordspanischen Flusses 3,6 Meter über dem Normalstand.

Aus der Ortschaft Boquineni mussten rund 150 Anrainer in einer Turnhalle übernachten, auch in Altersheimen und bei Nachbarn wurden viele Menschen untergebracht. Das Nachbardorf Pradilla wurde ebenfalls teilweise evakuiert, um die Menschen vor den Wassermassen zu schützen. In der Region sind nach Angaben der Behörden mehrere tausend Hektar Land überflutet.

Video dazu in iptv.ORF.at

Streit in McDonald’s-Restaurant: Zwei Tote in Kanada

Bei einem Streit zwischen Kunden in einem McDonald’s-Restaurant in der kanadischen Metropole Toronto sind zwei Menschen erschossen worden. Die Opfer, 25 und 40 Jahre alte Männer, hätten sich mit einem bewaffneten Wachmann gestritten, der sich in dem Schnellrestaurant etwas zu Essen kaufen wollte, teilte die Polizei gestern mit.

Als der Streit eskalierte, habe der Wachmann auf die Männer geschossen. Er selbst sei an der Hand verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei sichtete Aufnahmen von Überwachungskameras, um den Streit zu rekonstruieren. Während des Vorfalls befanden sich rund 20 Menschen in dem Restaurant.

Song Contest

Irland setzt auf ein junges Talent

Die 16-jährige Molly Sterling hat es geschafft: Sie konnte sich mit dem Song „Playing With Numbers“ im Vorentscheid gegen vier Mitbewerber durchsetzen und wird Irland beim Song Contest in Wien vertreten.

Die Erwartungen an die Schülerin sind groß - gilt Irland doch mit sieben Siegen, einem doppelten Gewinner und drei Triumphen in Folge als der unangefochtene Champ beim Song Contest.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Kultur

Türkischer Schriftsteller Yasar Kemal gestorben

Einer der bekanntesten türkischen Schriftsteller, Yasar Kemal, ist tot. Der Autor starb gestern im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus in Istanbul, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Dort sei er seit dem 14. Jänner wegen Komplikationen nach einer Lungenentzündung und wegen Herzrhythmusstörungen behandelt worden.

Kemal war 1955 mit seinem Roman „Memed mein Falke“ berühmt geworden. Das Werk wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Der 1923 im Süden der Türkei geborene Kurde wurde mit zahlreichen Literatur- und Menschenrechtspreisen ausgezeichnet. Im Jahr 1997 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Der Literaturnobelpreis, für den Kemal ebenfalls nominiert wurde, blieb ihm verwehrt.

Kemal engagierte sich auch im linken politischen Spektrum. Wegen seines Einsatzes für die Kurden wurde er mehrmals vor Gericht gestellt, nach dem Militärputsch 1971 wurde er inhaftiert. Mehrere Jahre lang lebte Kemal im schwedischen Exil. Der türkische Kulturminister Ömer Celik äußerte sich bestürzt über den Tod Kemals. „Die Trauer in unseren Herzen ist groß“, schrieb er via Twitter: „Die Türkei und die gesamte Menschheit haben eine große Seele verloren.“

Monaco: Ermittlungsverfahren gegen Kunsthändler Bouvier

Der bekannte Schweizer Kunsthändler Yves Bouvier muss sich in Monaco wegen Betrugs und Geldwäsche verantworten. Gegen den am Donnerstag festgenommenen Kunsthändler wurde gestern ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie es laut AFP aus Justizkreisen hieß. Zudem werfe ihm die Staatsanwaltschaft Beihilfe zur Geldwäsche vor.

Bouvier wird verdächtigt, Dutzende Bilder berühmter Maler wie Picasso, Modigliani, Gauguin, Degas und Da Vinci mit Hilfe gefälschter Dokumente zu überhöhten Preisen verkauft zu haben. Mutmaßliches Opfer des Betrugs ist der Besitzer des Fußballclubs AS Monaco, der russische Milliardär Dimitri Rybolowlew. Eine mutmaßliche Komplizin Bouviers, eine Schweizer Freundin der Familie Rybolowlew, wurde ebenfalls der Geldwäsche beschuldigt.

Zehn Millionen Euro Kaution

Die beiden Verdächtigen waren am Donnerstag mit einem weiteren mutmaßlichen Mittäter in Polizeigewahrsam genommen worden. Gegen Zahlung einer Kaution, die für Bouvier auf zehn Millionen Euro festgelegt wurde, könnten beide aber vorerst auf freien Fuß kommen.

Bouvier ist für sein Geschäft im Kunsthandel und für die Lagerung insbesondere von Kunstwerken in Zollfreilagern in Genf, Luxemburg und Singapur bekannt. Die Summe, um die es bei dem Betrug gehen soll, nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

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