Ausland

Laut Kiew russische Soldaten auf Krim zusammengezogen

Rund 4.000 auf der annektierten Krim stationierte russische Soldaten sind nach Angaben aus Kiew an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen worden.

„Nach unseren Informationen wurden fast alle russischen Militäreinheiten, die im Norden der besetzten Krim stationiert waren (...), an der administrativen Grenze zusammengezogen“, sagte der ukrainische Armeesprecher Andrej Lyssenko heute.

Russland hatte die Schwarzmeer-Halbinsel im März offiziell seinem Staatsgebiet einverleibt. Die Annexion wird von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt. Am Dienstag hatte Moskau angekündigt, seine Militärpräsenz auf der Krim zu verstärken.

Aus russischer Sicht Situation „verschärft“

„Die Situation in der Ukraine hat sich gravierend verschärft, und die ausländische Truppenpräsenz in der unmittelbaren Nähe unserer Grenze hat zugenommen“, sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Im Osten der Ukraine gilt seit dem 5. September eine Feuerpause. Allerdings wurden bei Gefechten seit Sonntag nach offiziellen Angaben etwa zehn Zivilisten getötet. Nach UNO-Angaben flohen seit dem Beginn der Kämpfe vor fünf Monaten 367.000 Menschen in Nachbarländer, die meisten davon nach Russland. Weitere 260.000 Menschen seien in der Ukraine auf der Flucht.

Extremisten greifen in Nordsyrien 16 kurdische Dörfer an

Die dschihadistische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Norden Syriens 16 mehrheitlich von Kurden bewohnte Dörfer eingenommen. Die Orte liegen in der Nähe der Stadt Ain al-Arab an der Grenze zur Türkei, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London heute berichtete.

Angriffe mit schwerer Artillerie

Sie gehören zu einer Enklave, die unter Kontrolle kurdischer Bürgerwehren steht. Die radikalislamischen Extremisten versuchen seit Monaten, das Gebiet einzunehmen. Die Dschihadisten hätten zuletzt heftige Angriffe auf die Region begonnen, hieß es. Dabei hätten sie auch Panzer und Artillerie eingesetzt. Zahlreiche Menschen seien auf beiden Seiten ums Leben gekommen, darunter auch Zivilisten. Aus Angst vor IS-Massakern seien viele Einwohner in benachbarte Gebiete geflohen, hieß es weiter.

Rücken US-Luftangriffe näher?

Die syrische Luftwaffe griff währenddessen die von den Extremisten kontrollierte Stadt Al-Bab an. Dabei seien mindestens 15 von ihnen getötet worden. Die Beobachtungsstelle berichtete außerdem, dass im Norden Syriens über IS-kontrolliertem Gebiet zumindest eine Aufklärungsdrohne in der Luft gesichtet worden sei. Nach Luftangriffen im Irak erwägen die USA auch Militärschläge gegen den IS im Bürgerkriegsland Syrien. US-Präsident Barack Obama hat dazu Aufklärungsflüge über Syrien bewilligt.

Iran lehnt Inspektion von Militäranlage durch IAEA ab

Der Iran will auch in dieser Runde der Atomverhandlungen keine Inspektion seiner Militäranlage Parchin durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zulassen.

„Das ist nicht im Zuständigkeitsbereich der IAEA, außerdem wurde diese Anlage bereits zweimal von der IAEA besichtigt, und es wurde nichts gefunden“, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bei einem Treffen mit amerikanischen Akademikern in New York.

„Falsche Geheimdienstinformationen“

Bei den Atomverhandlungen fordern die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland (5+1) eine Inspektion der Anlage Parchin in Südostteheran, wo der Iran angeblich an Atomwaffentests gearbeitet haben soll.

„Das sind falsche Geheimdienstberichte, und was nicht ist, kann auch nicht gefunden werden“, sagte Sarif nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Teheran verfolge lediglich ein friedliches Atomprogramm unter der Aufsicht der IAEA. Man sei außerdem weiterhin bemüht, eine Einigung im Atomstreit zu erreichen.

Japanische Ministerinnen auf Fotos mit Rechtsradikalen

Wegen Fotos mit Rechtsradikalen sehen sich neue Ministerinnen von Japans rechtskonservativem Regierungschef Shinzo Abe mit unangenehmen Fragen konfrontiert. Ministerin Eriko Yamatani gab heute zu, dass sie auf einem 2009 entstandenen Foto mit einem Ex-Mitglied einer antikoreanischen Organisation zu sehen sei.

Sie sei sich über den Hintergrund des Mannes nicht im Klaren gewesen, verteidigte sich Yamatani laut der Nachrichtenagentur Kyodo. Der Mann stand einer Gruppe vor, die mit Hassreden gegen koreanische Bürger in Japan agitiert. Yamatani kritisierte solche Hassreden und sagte, die Polizei müsse sich damit auseinandersetzen, berichtete Kyodo weiter.

Alle wollen von nichts gewusst haben

Auch die neue Innenministerin Sanae Takaichi sah sich zuvor mit einem Foto konfrontiert, das sie zusammen mit dem Anführer einer japanischen Neonazi-Gruppe zeigt. Sie sagte ebenfalls, nicht gewusst zu haben, wer dieser Mann war. Auch die neue Politikchefin von Abes regierender Liberaldemokratischer Partei (LDP), Tomomi Inada, posierte mit dem Mann auf einem Foto. Auch sie wusste angeblich nichts über ihn und hat keinerlei Kontakt zu ihm.

Abe hatte kürzlich eine Rekordzahl von fünf Frauen in sein Kabinett geholt. Damit wollte er ein Zukunftssignal setzen und seine Entschlossenheit unterstreichen, Frauen auf Führungspositionen in Japans weiterhin männerdominierter Gesellschaft zu fördern.

UNO vor Einstellung von Hilfe an Syrien-Flüchtlinge

Die Vereinten Nationen müssen die Nahrungsmittelhilfen für rund vier Millionen Menschen in Syrien aus Geldgründen wohl drastisch einschränken. Im Oktober könnten nur noch 60 Prozent des Bedarfs geliefert werden, im November nur noch 40 Prozent, sagte UNO-Direktor John Ging gestern gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das bedeute zu Beginn des Winters noch größeren Hunger für die ohnehin vom Bürgerkrieg geplagten Menschen.

Es fehle einfach an Geld, so Ging. Dabei gebe es jetzt einen besseren Zugang zu den Gebieten, in denen die Hilfsbedürftigen lebten. Diplomaten zufolge könnte es sein, dass im November in Syrien nur noch Nahrungsmittel mit einem Brennwert von 825 Kalorien pro Tag und Person zur Verfügung stünden, weniger als die Hälfte der empfohlenen Menge.

Jeder zweite Syrer auf der Flucht

Ging, bei der UNO für die Koordination humanitärer Hilfen zuständig, äußerte sich nach einem Treffen in Genf, bei dem es um Syrien-Hilfen ging. Daran nahmen auch Diplomaten aus westlichen Geberländern und Vertreter der Syrien-Verbündeten Iran und Russland teil. In Syrien versucht das Regime von Präsident Baschar al-Assad seit mehr als drei Jahren, einen Aufstand niederzuschlagen.

In dem Bürgerkrieg sind laut UNO-Erkenntnissen etwa 200.000 Menschen getötet worden. Drei Millionen Syrer sind der UNO zufolge in Nachbarländer wie den Libanon, die Türkei und Jordanien geflüchtet. 6,5 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben. Damit sind der UNO zufolge fast die Hälfte aller Syrer auf der Flucht.

Inland

Grüne kritisieren Steuerpläne von ÖGB und ÖAAB

Die Grünen üben Kritik an den Steuerkonzepten von ÖGB und ÖAAB. Budgetsprecher Bruno Rossmann erklärte heute bei einer Pressekonferenz, das ÖAAB-Modell sei ein „Schnellschuss“, und beim ÖGB-Modell fehlen ihm unter anderem ökologische Aspekte.

Die Vorschläge des ÖAAB sind für Rossmann „nicht nachvollziehbar und nicht finanzierbar“. Der vorgeschlagene Gleittarif sei zwar „etwas Faszinierendes“, müsse jedoch für alle nachvollziehbar sein. Als „problematisch“ bezeichnete er außerdem, dass der ÖAAB auf Kinderfreibeträge beharrt. Trotz Deckelung sei das eine sehr teure Variante, und jene, die keine Steuern zahlen müssen, würden davon gar nicht profitieren, gab er zu bedenken.

Am Modell der schwarzen Arbeitnehmervertreter stören den Abgeordneten weiters die Annahmen zur Gegenfinanzierung. Eine Steuerreform kurzfristig durch eine Verwaltungsreform zu finanzieren sei nicht möglich: „Die Gegenfinanzierung steht auf sehr tönernen Beinen. Die Gefahr, dass man budgetäre Löcher aufreißt, ist sehr groß.“

Grüne arbeiten an eigenem Konzept

Am ÖGB-Modell begrüßt Rossmann zumindest die klaren Tarife und die Vorschläge zur Negativsteuer. Dadurch würden 2,5 Millionen Menschen deutlich entlastet. Problematisch sei jedoch, dass die oberste Progressionsstufe noch erhöht werden soll. „Obere Einkommen werden dadurch stärker entlastet als untere und mittlere Einkommen“, ortet Rossmann ein weiteres Ungleichgewicht. Da Frauen jene mit geringeren Einkommen sind, ergeben sich dadurch auch „fatale Konsequenzen“.

Was ihm beim ÖGB-Tarif fehlt, ist eine Ökologisierungskomponente, und enttäuschend sei, dass sich durch die geplanten Vermögenssteuern die Schieflage zwischen der Besteuerung von Arbeit und jener von Vermögen nur sehr geringfügig ändern würde. Auch die Grünen arbeiten laut Rossmann an einem Steuermodell. Geplant sei etwa eine Tarifentlastung mit einer Senkung des Eingangssteuersatzes in Richtung 25 Prozent und generell eine ökosoziale Steuerreform.

FPÖ schließt Kampl wegen NS-Sagers aus

Die FPÖ hat heute Abend auf Interviewaussagen über den Nationalsozialismus von Siegfried Kampl, FPK-Bürgermeister der Kärntner Gemeinde Gurk, reagiert und ihn aus der Partei ausgeschlossen. „Jemand, der mit dem Nationalsozialismus liebäugelt, hat in der FPÖ nichts verloren“, gab FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in einer Aussendung bekannt.

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Nach seinem Ausschluss könnte Kampl trotzdem bei der Gemeinderatswahl als unabhängiger Bürgermeister kandidieren. Kampl lehnte das in einer ersten Reaktion ab. Einen Ersatzkandidaten gibt es bisher nicht.

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Kurz-Plan gegen Dschihadisten

Die Angst vor Terrorkämpfern geht in Europa um: Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der auch für die Integrationsagenden innerhalb Österreichs zuständig ist, will mit einem Fünfpunkteprogramm Präventionsarbeit leisten.

Kurz will erreichen, dass die Internetplattformen Facebook und YouTube für das Thema sensibel werden. Kurz will die Islamische Glaubensgemeinschaft einbinden und sowohl unter Muslimen als auch Nicht-Muslimen in Österreich eine Aufklärungskampagne starten.

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Salzburger als Dschihadisten im Nahen Osten?

Aufregung gibt es über zwei junge Männer aus dem Pinzgau (Salzburg). Sie sollen als Dschihadisten in den Nahen Osten übersiedelt sein. Die Mutter eines der beiden Männer habe ihn als vermisst gemeldet, bestätigte die Polizei.

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Sport

Champions League: Bayern knacken ManCity-Festung

Für Bayern München hat die Champions-League-Saison mit einem Last-Minute-Heimsieg begonnen. Der deutsche Meister setzte sich gestern dank einem Treffer von Jerome Boateng in der 90. Minute gegen den englischen Champion Manchester City 1:0 durch. David Alaba & Co. gelang damit auch die Revanche für die 2:3-Heimniederlage im Vorjahr. Christian Fuchs holte mit Schalke 04 ein unerwartetes Remis bei Mitfavorit Chelsea.

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Bundesliga: Rapid bejubelt „beste Saisonleistung“

Mit dem klaren 5:1-Sieg im Nachtragsspiel bei Wiener Neustadt ist Rapid der erhoffte erste Auswärtssieg der Saison gelungen. Die Wiener, die auf Rang drei der Tabelle vorrückten, freuten sich über ihre offensiv bisher „beste Saisonleistung“, wie es Mittelfeldspieler Stefan Schwab formulierte. Die Hütteldorfer richteten aber bereits den Blick nach vorn, denn am Samstag wartet das Duell mit dem Tabellenführer vor eigenem Publikum. „Wir müssen jetzt weiter Gas geben“, lautete daher das Credo bei den Grün-Weißen.

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Wirtschaft

Ericsson steigt aus Modem-Geschäft aus: 1.000 Jobs weg

Der Telekomausrüster Ericsson gibt sein verlustträchtiges Modem-Geschäft auf und entlässt rund 1.000 Beschäftigte. Der schwedische Konzern begründete den Schritt heute mit dem scharfen Wettbewerb in der Branche, der insbesondere von der Konkurrenz in Asien und den USA angefacht wird.

Um auf dem Modem-Markt Erfolg zu haben, wären erhebliche Investitionen nötig gewesen, erläuterte das Management.

Defizitäres „Erbstück“

Das Geschäft mit der Entwicklung der Datenübertragungsgeräte hat Ericsson vom früheren Partner STMicroelectronics geerbt, der vor einem Jahr aus dem Joint Venture ausgestiegen war. Die bei den Schweden verbliebene Sparte beschäftigt rund 1.600 Menschen.

Nur rund 600 der Beschäftigten sollen im Konzern bleiben und dort künftig in der Entwicklung von Funknetzen eingesetzt werden. Der Rest müsse Ericsson verlassen, sagte Firmenchef Hans Vestberg. Das Unternehmen insgesamt zählte zur Jahresmitte mehr als 115.000 Beschäftigte.

Bayer bringt Kunststoffsparte an die Börse

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will seine Kunststoffsparte abspalten und an die Börse bringen. Das deutsche Unternehmen wolle sich künftig auf das Pharmageschäft und die Agrarchemie konzentrieren, teilte Bayer heute mit. Details nannte der DAX-Konzern zunächst nicht.

Seit dem Amtsantritt von Vorstandschef Marijn Dekkers 2010 gab es entsprechende Gerüchte, zuletzt berichtete das „Wall Street Journal“ darüber. Die Kunststoffsparte soll von Analysten dem Bericht zufolge mit etwa zehn Milliarden Dollar (7,8 Mrd. Euro) bewertet werden.

Übernahmen in der Pharmasparte

Das Geschäft mit Polymerwerkstoffen gilt als konjunkturanfällig, zuletzt schwächelte es. 2013 ging der Umsatz der Bayer-Sparte im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 11,24 Mrd. Euro zurück. Zuletzt hatte sich auch Bayer selbst im Pharmabereich verstärkt.

Im Mai nahmen die Leverkusener dem US-Konzern Merck & Co. dessen Sparte für hoffnungsträchtige, rezeptfreie Medikamente ab - das Geschäft war Dekkers 10,4 Mrd. Euro wert. Für den norwegischen Krebsspezialisten Algeta gab Bayer fast zwei Mrd. Euro aus. Die Medizintechnik hingegen stieß der Konzern jüngst ab.

Langenscheidt sichert sich sein Gelb

Der Wörterbuchverlag Langenscheidt hat den Markenrechtsstreit um die Farbe Gelb gegen einen Konkurrenten gewonnen. Dieser darf die Farbe nun nicht mehr verwenden, wie der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) heute in Karlsruhe entschied. Die obersten deutschen Zivilrichter begründeten das damit, dass der Verbraucher aufgrund der Farbe die beiden Marken verwechseln könnte.

Der BGH sah eine „hochgradige“ Waren- und Zeichenähnlichkeit. Langenscheidt hatte 2010 die Farbmarke Gelb für seine zweisprachigen gedruckten Wörterbücher eintragen lassen. Weil der Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone beim Internetauftritt, in der Werbung und für Verpackungen ebenfalls einen gelben Farbton verwendet, hatte der Münchner Verlag eine Verletzung seiner Markenrechte geltend gemacht.

Langenscheidt hatte Rosetta Stone deshalb auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt und schon vor dem Oberlandesgericht Köln 2012 recht bekommen. Dagegen hatte Rosetta Revision eingelegt. Diese wurde nun auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

Chronik

Waldbrand in Kalifornien bedroht mehr als 2.000 Häuser

Ein schwerer Waldbrand im Norden Kaliforniens bedroht mehr als 2.000 Häuser. Nach Angaben der Behörden kämpften gestern am späten Abend (Ortszeit) rund 3.300 Feuerwehrleute nahe der Ortschaft Pollock Pines rund 100 Kilometer östlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento gegen die Flammen.

Ungünstige Wetterprognose

Über Nacht breitete sich das Feuer in der Bergregion der Sierra Nevada schnell auf eine Fläche von etwa 7.500 Hektar aus. Trotz ihres Großeinsatzes konnte die Feuerwehr die Flammen im Bezirk El Dorado zunächst kaum eindämmen.

Mehr als 2.000 Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Die Lage bleibe voraussichtlich angespannt, da Meteorologen in den kommenden Tagen starken Wind vorhersagen, berichtete die „Los Angeles Times“. In dem von Dürre geplagten US-Westküstenstaat ist die Feuerwehr derzeit insgesamt gegen ein Dutzend größere Brände im Einsatz.

Zweite lebenslange Haft für „Bikini-Mörder“ in Nepal

Der einst meistgesuchte Verbrecher Asiens ist in Nepal ein zweites Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Charles Sobhraj wurde als „Bikini-Mörder“ bezeichnet, da er in Thailand in den 1970er Jahren Frauen in Bikinis getötet haben soll. Wie Medien heute berichteten, wurde Sobhraj nun schuldig gesprochen, im Jahr 1975 einen kanadischen Rucksackreisenden in Nepal ermordet zu haben.

Der Mann, der als psychisch krank gilt, sitzt seit 2003 wegen eines anderen Mordes in Nepal im Gefängnis. Der Serienmörder ist ein Franzose mit vietnamesischen und indischen Wurzeln. Er wurde auch „die Schlange“ genannt, da er immer wieder entkommen konnte. Einmal floh er in Indien aus einem Krankenhaus, obwohl er mit einer Kette ans Bett gefesselt war.

Verdachtsfälle in Thailand verjährt

Für die Morde in Thailand wurde Sobhraj nie vor Gericht gestellt. Durch Prozessverschleppung und Flucht verzögerte er eine drohende Auslieferung von Indien so lange, bis die 20-jährige Verjährungsfrist für die mutmaßlichen Taten abgelaufen war. Bei einer Verurteilung wegen mehrfachen Mordes hätte ihm in Thailand die Todesstrafe gedroht. Verdächtigt wurde er auch, Morde an Touristen aus Frankreich, den Niederlanden und Israel begangen zu haben.

Mit Pkw über Steilhang gestürzt - Mann tot

Gestern Abend ist bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindegebiet von St. Margarethen/Raab in der Steiermark ein 47-jähriger Mann getötet worden. Er war mit seinem Auto rund 60 Meter über einen Steilhang abgestürzt.

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Fahrzeugabsturz in Kitzbühel

20 Meter über steiles Gelände stürzte eine Fahrzeuglenkerin auf dem Einsiedeleiweg in Kitzbühel in Tirol ab. Ihr Wagen überschlug sich mehrmals, ehe er auf einem Wanderweg seitlich liegend zum Stillstand kam. Die Frau wurde in das Krankenhaus St. Johann gebracht.

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Gesundheit

Mehrtägige Ausgangssperre in Sierra Leone wegen Ebola

Zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie hat Sierra Leone von morgen bis Sonntag eine Ausgangssperre für alle Bürger verhängt. In dieser Zeit sollen Gesundheitsarbeiter von Haus zu Haus gehen, die Bevölkerung über das Virus aufklären und mögliche Ebola-Kranke ausfindig machen.

Wie die Tageszeitung „Concord Times“ zuletzt berichtete, sind rund 21.000 Helfer beauftragt, den Menschen Vorbeugemaßnahmen zu erklären und insgesamt 1,5 Mio. Stück Seife zu verteilen.

Viel zu wenig medizinisches Personal

Die Seuche zu besiegen werde aber Zeit brauchen, sagte der Chef der Notfallbehörde (EOC), Steven Gaojia. „Die Situation wird sich wahrscheinlich noch verschlechtern, bevor sie besser wird. Die dreitägige Ausgangssperre ist deshalb als rein psychologische und erzieherische Maßnahme gedacht.“

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatte den Schritt bereits vor Tagen kritisiert. Es brauche Helfer mit viel Erfahrung, um bei einem solchen Tür-zu-Tür-Screening Menschen mit Ebola-Symptomen auszumachen, hieß es in einer Stellungnahme.

„Entscheidend aber ist: Selbst wenn potenzielle Patienten ausgemacht sind, wird es nicht genug Ebola-Zentren geben, die sich um sie kümmern könnten.“ Ohne Platz zur Untersuchung und Behandlung von Verdachtsfällen habe das ganze Vorhaben keinen Sinn.

IT

Apples iOS 8 vorerst ohne Gesundheits-Apps

Ein Fehler in Apples jüngstem mobilen Betriebssystem iOS 8 zwingt den Anbieter dazu, den Start der neuen Gesundheits-Apps vorerst zu verschieben.

Wie Apple mitteilte, sollten die HealthKit-Anwendungen bis Ende des Monats im App Store verfügbar sein. Details über den Fehler gab Apple nicht bekannt. IOS 8 ist seit gestern verfügbar.

Die Apps sind zentraler Bestandteil der jüngsten iOS-Version, sie sollen dabei helfen, Daten etwa von Fitnessarmbändern wie den Kalorienverbrauch und auch den Herzschlag eines Nutzers zentral zu erfassen. Zudem können die Daten direkt mit Kliniken geteilt werden.

Google startet Filmangebot in Österreich

Der Onlinevideomarkt in Österreich erhält weiteren Zuwachs: Nach dem Start von Netflix hat nun auch das US-Unternehmen Google ein eigenes Angebot gestartet. Google Play Movies ist ab sofort über den Play Store des Suchmaschinenanbieters zugänglich. Darüber können Filme als Download gekauft oder mittels Streaming geliehen werden, wie Google in einer Aussendung mitteilte.

Kürzlich auf DVD und Blu-ray erschienene Titel wie beispielsweise „Grand Budapest Hotel“ kosten 11,99 Euro als Download bzw. 3,99 Euro als Stream. Serien hat Google derzeit nicht im Angebot. Die Filme sind für Android- und iOS-Geräte erhältlich.

Für die Nutzung am Fernseher benötigt man den TV-Stick Chromecast, den Google mittlerweile ebenfalls offiziell zum Kauf in Österreich anbietet. Bei entsprechendem WLAN-Netzwerk kann der Stick mittels mobiler Devices angesteuert werden.

Science

Wetterextreme: Experten warnen vor Klimafolgen

Drei Jahre haben 240 heimische Forscher den Klimawandel in Österreich dokumentiert - nun liegt das Ergebnis auf dem Tisch. Fakt ist, dass der Klimawandel den Alpen-Raum besonders stark trifft, wenn auch nicht überall in der gleichen Weise. Während sich laut Prognose im Süden und Osten die Zahl der Tropentage in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln und auch der Regen ausbleiben wird, droht der Region nördlich der Alpen eine Zunahme an Extremniederschlägen. Die Landwirtschaft müsse darauf reagieren, raten die Studienautoren, und rechtzeitig auf spezielle Sorten umsteigen.

Mehr dazu in Hitze wird in Städten zum Problem

Kultur

„Schoßgebete“ folgen im Kino „Feuchtgebieten“

Als frech-gewitzte Fernsehmoderatorin hat Charlotte Roche für hohe Einschaltziffern gesorgt, jetzt schreibt sie provokante Romane, die sich millionenfach verkaufen. Und die Produzenten stehen Schlange, um ihre Bücher zu verfilmen.

Letztes Jahr erregte und ekelte der Film „Feuchtgebiete“ - und war ein Kassenschlager. Morgen kommt die Verfilmung ihres zweiten Romans in die Kinos: „Schoßgebete“ schlägt tragische Töne an, denn in diesem Film offenbart sich auch die reale Tragödie der Privatperson Roche.

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Religion

Kardinal warnt vor „theologischem Krieg“ um Geschiedene

Nachdem sich fünf hochrangige Kardinäle gemeinsam gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen haben, warnt der deutsche Kardinal Walter Kasper vor einem „theologischen Krieg“ in der am 1. Oktober beginnenden Familiensynode.

„In der nächsten Synode wollen einige einen theologischen Krieg auslösen. Die Kirchendoktrin ist offen, aber einige wollen eine ‚eingefrorene‘ Wahrheit. Ziel der Polemik bin nicht ich, sondern der Papst“, sagte Kasper im Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Mattino“ (Donnerstag-Ausgabe).

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Saudische Islam-Gelehrte erlassen Fatwa gegen IS

Hochrangige saudi-arabische Religionsgelehrte haben in einer Fatwa (Rechtsgutachten) den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gutgeheißen. Terrorismus sei ein „abscheuliches Verbrechen“ und das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere, begründete der Rat der Höchsten Religionsgelehrten nach Angaben der saudi-arabischen Nachrichtenagentur SPA gestern seine Entscheidung.

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Leute

Lifestyle

„Easy Rider“-Chopper von Peter Fonda wird versteigert

Das legendäre Motorrad von Peter Fonda (74) aus dem Kultfilm „Easy Rider“ (1969) kommt unter den Hammer. Das Auktionshaus Profiles in History will den Chopper mit dem langgezogenen Lenker am 18. Oktober im kalifornischen Calabasas versteigern. Die Harley-Davidson-Spezialanfertigung soll nach Schätzungen der Versteigerer mindestens eine Million Dollar (770.000 Euro) einbringen.

In Dennis Hoppers Roadmovie „Easy Rider“ spielt Fonda an der Seite von Jack Nicholson und Hopper den Motorradfreak und Aussteiger „Captain America“. Fonda hatte seinem Kollegen Dan Haggerty das bei den Dreharbeiten beschädigte Motorrad hinterlassen, wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ berichtete.

Der restaurierte Chopper wurde zeitweise in einem Museum ausgestellt, dann von einem Geschäftsmann erworben. Das Motorrad wird bei der mehrtägigen Auktion „Hollywood Auction 65“ mit anderen Hollywood-Andenken versteigert.