Inland

Hypo-Ausschuss verzögert sich

Der Herbstauftakt heute im Hypo-U-Ausschuss erfolgt ohne den ersten geladenen Zeugen. Harald Dobernig (FPÖ/BZÖ/FPK), früherer Kärntner Finanzreferent, Ex-Hypo-Aufsichtskommissär und -Büroleiter des ehemaligen Landeshauptmannes Jörg Haider (FPÖ/BZÖ), ist nicht im Parlament erschienen. Sein Anwalt informierte den Ausschuss darüber, dass Dobernig die Klärung der Zulässigkeit seiner Vertrauensperson Franz Großmann durch den VFGH abwarten wird, bevor er sich der Befragung stellt.

Dobernig war schon einmal unverrichteter Dinge aus dem U-Ausschuss abgezogen, da seine Vertrauensperson Großmann vom Ausschuss ausgeschlossen worden war und der freiheitliche Ex-Politiker dann von seinem Recht Gebrauch gemacht hatte, ohne diese nicht Rede und Antwort stehen zu brauchen.

Bussfeld planmäßig am Nachmittag dran

Die Befragung der zweiten Auskunftsperson Klaus Bussfeld kann nicht vorgezogen werden, und findet am Nachmittag statt. Bussfeld war von August 2004 bis April 2005 Aufsichtsratschef der früheren Hypo Group Alpe-Adria. Bussfeld sei als „Mann des Vertrauens von Haider“ in die Hypo-Funktion gekommen, hatte Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer in seiner Befragung vor dem U-Ausschuss vor der Sommerpause ausgesagt.

Bisher über 40 Personen befragt

Bisher wurden im U-Ausschuss über 40 Personen befragt, von Prüfern über Landespolitiker bis hinauf zum ehemaligen Topmanagement der Bank, dem prominentesten Zeugen Wolfgang Kulterer.

Die Fragen drehten sich um undurchsichtige Geschäfte, die Kärntner Landeshaftungen in astronomischer Höhe und immer wieder auch um den Einfluss der Politik. Nun geht es mit prominenten Zeugen, darunter Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Alfred Gusenbauer sowie Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, weiter - ein Rück- und Ausblick, die bisher besten Sager inklusive.

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Schönborn kündigt 1.000 Flüchtlingsplätze in Erzdiözese an

Zuletzt ist fehlendes Engagement der katholischen Kirche in der Frage laut geworden. Nun kündigte Kardinal Christoph Schönborn an, in den nächsten Wochen „sicher gut 1.000 Flüchtlinge“ unterzubringen.

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Traiskirchen weiterhin überbelegt

Das Innenministerium sucht weiterhin Quartiere für Flüchtlinge, denn noch immer ist das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich mit 3.800 Asylwerbern überbelegt. 1.600 müssen die Nächte nach wie vor in Zelten verbringen.

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Tausende wollen Flüchtlingen helfen

Nicht nur auf dem Wiener Westbahnhof ist die Hilfsbereitschaft vieler Wiener gegenüber Flüchtlingen derzeit sehr groß. Auf der Hilfsplattform der Stadt, Fluechtlinge.wien, sind im August Tausende Angebote eingegangen.

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Viele Sympathien für ÖBB

Für die ÖBB ist der Zugsverkehr von Budapest über Wien nach Deutschland derzeit nur schwer zu planen. Verspätungen sind programmiert, auch in den nächsten Tagen. Doch der Umgang mit den Flüchtlingen brachte den ÖBB viele Sympathien.

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WIFO-Chef: 70.000 Einwanderer „durchaus möglich“

Eine sofortige Änderung der Asylstrategie der heimischen Regierung hat gestern der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Karl Aiginger, gefordert. Es sei „durchaus möglich“, 70.000 Einwanderer in die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren, so Aiginger am Rande des Forums Alpbach.

Eine schnelle Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt forderte auch Integrations- und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und kündigte ein „Anerkennungsgesetz“ an. Die FPÖ schoss sich angesichts der aktuellen Arbeitslosenzahlen hingegen einmal mehr auf Zuwanderer und Asylwerber ein.

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Ausland

Kriegsschiffe und U-Boote gegen Schlepper?

Die EU will ihren Kampf gegen Schlepper im Mittelmeer ausweiten und plant angeblich ab Oktober den Einsatz von sieben Kriegsschiffen und auch von U-Booten, Drohnen und Flugzeugen. Diese sollten in der nächsten Phase der Anti-Schleuser-Strategie zunächst außerhalb der libyschen Küstengewässer eingesetzt werden, berichtete die deutsche Tageszeitung „Welt“ unter Berufung auf EU-Diplomaten.

Schon Mitte September sollen die EU-Länder laut dem Bericht bei einer Truppenstellerkonferenz melden, in welcher Stärke sie sich an der Operation beteiligen. Nach dem Tod von 700 Flüchtlingen im Mittelmeer hatten sich die EU-Staats- und -Regierungschefs im Mai auf einen Dreistufenplan zur Bekämpfung krimineller Schlepper verständigt. In einer ersten Phase wurden Informationen gesammelt und die Seenotrettung ausgeweitet.

In Brüssel empfahl der zuständige Befehlshaber, der italienische Konteradmiral Enrico Credendino, nun den Start von Phase zwei, wie Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP bestätigten. Dabei sollen Schiffe von Schleppern, die außerhalb der libyschen Küstengewässer fahren, gestoppt, beschlagnahmt und womöglich zerstört werden. Die Schmuggler selbst sollen festgenommen werden.

EU-Verteidigungsminister diskutieren Anti-Schlepper-Mission

Die EU-Verteidigungsminister diskutieren heute und morgen über die Ausweitung der EU-Militärmission gegen Schlepper im Mittelmeer (EUNAVFOR Med). Bisher sammeln die Soldaten zwar Informationen auf hoher See, dürfen aber noch nicht gegen Schlepper vorgehen. Österreich wird bei der Sitzung durch Ressortchef Gerald Klug (SPÖ) vertreten.

An dem Treffen soll auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilnehmen. Es beginnt mit einem informellen Abendessen der Minister. Tags darauf steht dann zunächst die Weiterentwicklung der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU auf der Tagesordnung.

Anschließend beraten die EU-Verteidigungsminister über alle laufenden EU-Militäreinsätze - darunter auch die Mission gegen Piraten vor dem Horn von Afrika (Atalanta) und Beratungs- und Trainingseinsätze in der Demokratischen Republik Kongo, in Mali, Somalia sowie in der Zentralafrikanischen Republik.

Mindestens elf Flüchtlinge in Ägäis ertrunken

In der Ägäis sind mindestens elf Flüchtlinge bei der Überfahrt von der Türkei auf die griechische Insel Kos ertrunken. Wie die türkische Zeitung „Hürriyet“ (Onlineausgabe) heute meldete, wurden nach dem Untergang von zwei Flüchtlingsbooten in der Nähe des Badeortes Bodrum noch drei Menschen vermisst.

Die türkische Küstenwache suche noch nach ihnen. Türkische Medien veröffentlichten Fotos von der Leiche eines kleinen Kindes, die an einem Strand in der Türkei aufgefunden wurde.

2.500 Flüchtlinge in Piräus angekommen

Unterdessen kamen rund 2.500 Flüchtlinge heute Früh an Bord der griechischen Fähre „Eleftherios Venizelos“ in der Hafenstadt Piräus an. Bereits am Vorabend hatte die Fähre „Tera Jet“ mehr als 1.700 Migranten nach Piräus gebracht, wie die Küstenwache mitteilte. Die Schiffe hatten die Flüchtlinge von der völlig überfüllten Insel Lesbos abgeholt.

Die Flüchtlinge ziehen in der Regel von Piräus ins nahe Athen und von dort weiter zur griechisch-mazedonischen Grenze, um in Mazedonien in einen der Züge zu kommen, die nach Serbien fahren. Von dort aus wollen sie über Ungarn weiter in Zielländer wie Österreich und Deutschland.

USA wollen Freilassung von 20 inhaftierten Frauen weltweit

Die Vereinigten Staaten haben von mehreren Länder, darunter China, Myanmar, Äthiopien und der Iran, die Freilassung von insgesamt 20 Frauen gefordert, die als politische Gefangene gelten.

Anlässlich der Kampagne „Free The 20“ zeigte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, im US-Außenministerium in Washington Aufnahmen der nach ihren Worten „ungerechterweise inhaftierten“ und von ihren Regierungen „ihrer Rechte beraubten“ Frauen.

Poster der 20 inhaftierten Frauen

APA/EPA/Michael Reynolds

Plakat mit den Bildern der 20 Frauen

Im September jährt sich die Unterzeichnung der Erklärung von Peking, die 1995 auf der vierten Weltfrauenkonferenz verabschiedet worden war. Die Erklärung wurde im Beisein von Hillary Clinton unterzeichnet, die damals First Lady der USA war. Power erinnerte daran, dass Clinton damals gesagt habe: „Menschenrechte sind Frauenrechte, und Frauenrechte sind Menschenrechte“.

Netanjahu bietet Abbas sofortige Friedensgespräche an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich zu sofortigen Friedensgesprächen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas ohne Vorbedingungen bereiterklärt.

„Ich bin bereit, nach Ramallah oder an jeden anderen Ort zu gehen, um direkt zu verhandeln“, sagte er gestern vor Mitgliedern der Gruppe Women Wage Peace (Frauen machen Frieden).

„Ich habe keine Vorbedingungen für Verhandlungen“, fügte er hinzu. Die Bemerkungen wurden nach dem Treffen mit den Aktivistinnen von seinem Büro verbreitet. Allerdings betonte Netanjahu darin auch seine altbekannte Position: „Die Lösung ist: zwei Staaten für zwei Völker - einen demilitarisierten palästinensischen Staat, der den Nationalstaat des jüdischen Volkes anerkennt.“

Wenn die Aktivistinnen den palästinensischen Präsidenten träfen, sollten sie ihm sagen: „Ich bin bereit zu einem Treffen, wenn er es ist“, sagte Netanjahu weiter. Die letzte Runde der Friedensgespräche unter US-Schirmherrschaft war im April 2014 nach neun Monaten ergebnislos abgebrochen worden.

Polizeigewalt gegen Demonstranten in Istanbul

Die türkische Polizei ist offenbar mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschoßen gegen regierungskritische Demonstranten in Istanbul vorgegangen. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden festgenommen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP gestern Abend berichtete.

Rund 500 Teilnehmer hatten sich zu dem anfangs friedlichen Protest gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan und die Kurdenpolitik Ankaras in der Istiklal-Straße im europäischen Teil der Metropole versammelt. Als die Demonstranten eine Kette bilden wollten und Parolen gegen Erdogan riefen, schritt die Polizei ein.

Mehrere Festnahmen

Die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von 14 Festnahmen. Unter den Festgenommenen war auch ein türkischer AFP-Fotograf. Nach einer Behandlung im Krankenhaus wegen einer Verletzung am Arm wurde der Fotoreporter später wieder auf freien Fuß gesetzt. Berichten zufolge wurde auch ein Kameramann von Anadolu bei den Auseinandersetzungen verletzt.

Die türkische Polizei geht mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschoßen gegen regierungskritische Demonstranten vor. (iptv.ORF.at)

Das Verhältnis zwischen der kurdischen Bevölkerung und den türkischen Sicherheitskräften ist stark angespannt, seitdem die Regierung und die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ihre seit zwei Jahren geltende Waffenruhe aufkündigten. Der Konflikt konzentriert sich vor allem auf den Südosten des Landes, doch gibt es auch in Istanbul regelmäßig Zwischenfälle.

Neues Massengrab in Mexiko entdeckt

In Mexiko haben Ermittler ein neues Massengrab entdeckt. In dem Grab auf einer Ranch in der Stadt Salinas Victoria könnten Zehntausende Knochenteile verscharrt sein, die zu mindestens 31 Toten gehören könnten, teilten Menschenrechtler gestern (Ortszeit) mit.

Die Ermittler wurden unter anderem durch die Aussagen von Inhaftierten auf die Spur geführt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft des Staats Nuevo Leon sagte.

Tote bereits identifiziert

Die Sprecherin wollte keine Angaben zu der Zahl der Leichen in dem Grab machen. Consuelo Morales von der Menschenrechtsorganisation CADHAC sagte, laut den Behörden wurden 31.000 Knochenfragmente in dem Grab gefunden, das schon vor einiger Zeit entdeckt worden sei. Laut Staatsanwaltschaft seien die 31 Toten bereits anhand von Genmaterial identifiziert worden.

Ihre Organisation habe die Behörden bereits im Jänner darauf hingewiesen, dass sich auf der Ranch Las Abejas ein Massengrab befinden könnte, sagte Morales. Die Knochenfragmente seien im Laufe von mehreren Monaten ausgegraben worden. Die Knochen würden im Universitätskrankenhaus von Monterrey untersucht. Salinas Victoria liegt rund 35 Kilometer nördlich der Industriestadt Monterrey.

In Mexiko werden immer wieder Massengräber entdeckt. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit dem Jahr 2006 mehr als 80.000 Menschen getötet, rund 22.000 weitere gelten als vermisst.

Wirtschaft

Winterkorn soll bis Ende 2018 VW-Chef bleiben

Nach dem Machtkampf an der Konzernspitze im Frühjahr will Volkswagen den Vertrag von VW-Chef Martin Winterkorn verlängern.

Das Präsidium des Aufsichtsrates habe einstimmig beschlossen, dem Aufsichtsrat vorzuschlagen, in seiner Sitzung am 25. September mit Winterkorn einen neuen Vertrag als Vorstandsvorsitzender mit einer Laufzeit bis Ende 2018 zu schließen, teilte das Unternehmen heute in Wolfsburg mit.

„Wir werden mit Professor Martin Winterkorn an der Spitze den Erfolgsweg der vergangenen Jahre weitergehen“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Berthold Huber.

Piech verlor internen Machtkampf

Der langjährige Aufsichtsratschef und VW-Patriarch Ferdinand Piech hatte Winterkorn Mitte April öffentlich das Vertrauen entzogen und erklärt, er sei auf „Distanz“ zum VW-Chef.

Das Aufsichtsratspräsidium sprach sich eine Woche später in einer Krisensitzung in Salzburg aber für den Verbleib Winterkorns an der Konzernspitze und für eine Vertragsverlängerung aus. Piech legte daraufhin seine Ämter nieder.

Lufthansa-Piloten drohen wieder mit Streik

Die Piloten der AUA-Mutter Lufthansa drohen zum Ende der Ferienzeit erneut mit Streik. Der Lufthansa-Vorstand habe ein Angebot der Pilotengewerkschaft zu einem „Bündnis für Wachstum und Beschäftigung“ abgelehnt, teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) heute mit.

„Ab sofort muss bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings jederzeit mit Arbeitskampfmaßnahmen gerechnet werden“, sagte VC-Sprecher Markus Wahl. Die Lufthansa lehnte zunächst eine Stellungnahme ab.

5.400 Piloten betroffen

In dem Tarifkonflikt geht es um die betriebsinterne Frühpension für 5.400 Piloten und die Konzernstrategie. Die Pilotengewerkschaft hatte der Lufthansa nach eigenen Angaben ein Angebot unterbreitet, das eine nachhaltige Kostenentlastung von über 500 Millionen Euro enthielt.

Zugleich machte die Gewerkschaft gegen Pläne der Konzernspitze mobil, wonach Piloten der Lufthansa-Billigtochter Eurowings künftig geringer bezahlt werden sollen als Flugzeugführer der Kernmarke.

„Ausflaggen ist das genaue Gegenteil eines Bündnisses für Wachstum und Beschäftigung“, sagte Wahl. „Wenn ein solches Paket von über einer halben Milliarde Euro abgelehnt wird, zeigt sich, dass es Lufthansa nicht um marktgerechte Bedingungen, sondern um Tarifflucht und Auslagerung von Arbeitsplätzen geht.“

Die Piloten legten die Lufthansa seit Frühjahr 2014 bereits zwölfmal lahm.

IWF-Chefin warnt vor Gefahren durch Lage in China

IWF-Chefin Christine Lagarde hat vor Ansteckungsgefahren durch die Börsenturbulenzen in China gewarnt. Die jüngsten Schwankungen auf den weltweiten Finanzmärkten zeigten, wie rasch die Risiken von einer Volkswirtschaft zur nächsten übergreifen könnten, sagte Lagarde heute (Ortszeit) in Jakarta.

„Was sich in den vergangenen Wochen erwiesen hat, ist, wie sehr Asien im Zentrum der Weltwirtschaft steht“, sagte die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einer Konferenz in der indonesischen Hauptstadt. Es habe sich auch gezeigt, wie sehr Störungen auf einem Markt in Asien auf den Rest der Welt übergreifen könnten.

Die Weltwirtschaft spüre Gegenwind durch die Anpassungen in China, das langsame Wachstum in Japan, fallende Rohstoffpreise und Unsicherheiten in Bezug auf eine Anhebung der US-Zinsen. Lagarde forderte angesichts des Finanzbedarfs in der Region eine enge Zusammenarbeit zwischen internationalen Organisationen wie der von China angestoßenen Asiatischen Infrastruktur- und Investitionsbank (AIIB), der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und der Weltbank.

Sport

Mountainbike: Federspiel radelt zu WM-Gold

Der Tiroler Daniel Federspiel hat sich bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Vallnord (Andorra) gestern Nachmittag zum Weltmeister im Eliminator-Bewerb gekürt.

Der 28-Jährige, dessen Konzentration heuer ganz der WM galt, sorgte damit für einen historischen Erfolg für Österreich, das noch nie ein Eliminator-Gold eroberte. Dabei hatte es in der Qualifikation gar nicht gut für Federspiel ausgesehen.

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EM-Qualifikation: Hintereggers Knie spielt nicht mit

ÖFB-Teamchef Marcel Koller muss in den EM-Qualifikationsspielen gegen Moldawien (Samstag, 20.45 Uhr live in ORF eins) und Schweden auf eine wichtige Stütze in der Verteidigung verzichten: Martin Hintereggers linkes Knie spielt nicht mit, der 22-Jährige von Meister Salzburg muss daher für die vorentscheidenden Partien im Kampf um das Ticket für die EM in Frankreich passen. Hintereggers Pech ist Michael Madls Glück. Der Sturm-Spieler steht vor seinem Teamdebüt.

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Chronik

Leichtes Erdbeben in Südtirol

Nördlich der Südtiroler Stadt Meran hat sich in der Nacht auf heute gegen 0.40 Uhr ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,0 ereignet. Das teilte der Österreichische Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in einer Aussendung mit. Das Beben sei vereinzelt verspürt worden, Schäden an Gebäuden sind nicht bekannt.

Tödliche Schüsse auf Polizisten in Chicago

Tödliche Schüsse auf einen Polizisten nahe der US-Metropole Chicago haben einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach einer großangelegten Suche nach drei Verdächtigen habe die Polizei schließlich einen Mann festgenommen, berichtete CNN unter Berufung auf die Polizei.

Wie die „Chicago Tribune“ berichtete, wurde der Beamte mit Schusswunden verletzt und ohne seine Waffe und andere Ausrüstung aufgefunden. Laut einem CBS-Bericht fielen die Schüsse während einer Verkehrskontrolle.

Mit Hunden und Helikoptern suchte die Polizei in Geschäften und Wäldern nach den drei Männern und forderte Anrainer auf, in Häusern zu bleiben. Auch eine SWAT-Spezialeinheit war im Einsatz. Mehrere umliegende Schulen wurden abgeriegelt.

Acht Tote bei Brand in Pariser Wohnhaus

Bei einem Brand in einem Wohnhaus im Norden von Paris sind heute acht Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind auch zwei Kinder, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Vier Menschen wurden überdies verletzt. Die Unglücksursache ist unklar.

Das Feuer brach gegen 4.30 Uhr in dem Haus im nördlichen 18. Arrondissement aus, wie die Polizei mitteilte. Der Brand habe sich zunächst im Erdgeschoß des Gebäudes entwickelt und dann auf das Stiegenhaus übergegriffen. Von den acht Toten kamen zwei Menschen bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben.

Mehr als hundert Feuerwehrleute waren an Ort und Stelle, um den Brand zu löschen. Innenminister Bernard Cazeneuve begab sich an den Unglücksort und sagte, es sei noch zu früh, um „die Ursache dieses Dramas festzustellen“. Die Pariser Staatsanwaltschaft beauftragte jedoch die Kriminalpolizei mit den Ermittlungen. Es war einer der schlimmsten Brände in der französischen Hauptstadt in den vergangenen zehn Jahren.

Kultur

Filmfestival von Venedig startet mit viel Prominenz

Mit viel Prominenz werden heute die 72. Filmfestspiele Venedig eröffnet. Zum Auftakt läuft am Abend das Bergsteigerdrama „Everest“ des Isländers Baltasar Kormakur („101 Reykjavik“).

Um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen, konkurrieren 21 Filme im Wettbewerb. Dazu gehören etwa „Rabin, the Last Day“ über die Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Jizchak Rabin sowie „The Danish Girl“, in dem der Brite Eddie Redmayne eine Transsexuelle spielt.

Hinzu kommen zwei deutsche Koproduktionen: „Remember“ von Atom Egoyan über die Rache an einem Nazi (besetzt mit Christopher Plummer und Bruno Ganz) sowie Alexander Sokurows „Francofonia“ über den Pariser Louvre zur NS-Zeit. Österreichische Beiträge sind dieses Jahr nicht im Wettbewerb vertreten, dafür wird Andreas Horvaths Schauspielerporträt „Helmut Berger, actor“ in einer Dokumentarfilmschiene gezeigt.

Die Preise des 72. Festivals werden am 12. September von einer internationalen Jury verliehen. Das Filmfest Venedig ist das älteste der Welt und gehört zu den wichtigsten der Branche.

Science

Drei Raumfahrer zur ISS gestartet

Drei Raumfahrer sind vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus zu einer Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS) gestartet.

Raketenstart

APA/AP/Dmitry Lovetsky

Der Däne Andreas Mogensen, der Kasache Aidyn Aimbetow und der russische Kosmonaut Sergej Wolkow hoben heute Früh mit einer Sojus-Rakete in der kasachischen Steppe in Richtung Weltall ab, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte.

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IT

Google gibt sich neues Logo

Der US-Internetriese Google hat gestern sein neues Logo präsentiert. Das aktualisierte Markenzeichen zeigt weiterhin den Unternehmensnamen in bunten Buchstaben, soll durch eine schnörkellose Schriftart aber frischer und moderner daherkommen.

neues Google-Logo

APA/EPA/Google

Google erklärte, das neue Logo passe besser zu Smartphones, auf denen immer mehr Menschen die Internetsuchmaschine ansteuern würden. Das mobile Internet löst zunehmend den Zugang zum Netz über Desktopcomputer ab. „Wir führen ein neues Logo und eine neue Identität der Firmenfamilie ein, die diese Realität widerspiegeln“, erklärte das Unternehmen auf seinem Firmenblog.

Konzernumbau bringt neuen Dachkonzern

Der vor 17 Jahren gegründete Internetgigant hatte vergangenen Monat überraschend einen weitreichenden Konzernumbau angekündigt. Die verschiedenen Dienste des Google-Universums sollen künftig unter einem Dachkonzern mit dem Namen Alphabet firmieren.

Google ist die dominierende Suchmaschine im Netz, entwickelte das auf vielen Smartphones verwendete Betriebssystem Android und bietet einen E-Mail-Dienst an. Außerdem startete das Unternehmen einen Onlinebezahldienst und experimentiert mit zukunftsweisenden Produkten wie fahrerlosen Autos.

Leute

Robert De Niro wäre gern 30 Jahre jünger

Robert De Niro (72) wäre gerne 30 Jahre jünger. „Klar, das wäre schon schön. Aber das heißt nicht, dass ich mit meinem Alter nicht zurechtkomme. Ich fühle mich auch jenseits der 70 wohl“, sagte De Niro der dpa in New York.

„Altern ist Teil des Lebens, man muss es hinnehmen. Man kann es leugnen und sich selbst belügen. Oder man akzeptiert es einfach und lebt die Vorteile aus“, sagte der Oscar-Gewinner. „Denn jedes Alter hat seine Vorzüge, auch mit 70, glauben Sie mir!“

De Niro spielt im Film „Man lernt nie aus“ einen Pensionisten, der aus Langeweile mit 70 noch einmal Praktikant und zur unentbehrlichen Hilfe seiner 40 Jahre jüngeren Chefin (Anne Hathaway, 32) wird. „Ein bisschen von ihm steckt in mir. Auch ich kann mir ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen“, sagte der 72-Jährige. „Aber in meinem Alter wird man nachdenklich. Ich habe schließlich höchstens noch 30 Jahre Karriere vor mir.“