Ausland

Dschihadisten töten Anführer der Al-Nusra-Front in Syrien

Machtkampf unter Dschihadisten: Einer der Anführer der radikalislamischen Al-Nusra-Front wurde in Syrien gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter getötet.

Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mitteilte, griffen vier Angehörige der rivalisierenden Miliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) den Kommandanten Abu Mohammed al-Ansari gestern Abend in einem Haus in der Provinz Idlib an. Sie erschossen ihn sowie seine Familienangehörigen. Auch ein Bruder des Milizenführers kam laut den Angaben bei dem Überfall ums Leben.

ISIS und Al-Nusra-Front liefern einander seit Monaten Gefechte um die Vorherrschaft in den von ihnen eroberten Gebiete. Die Al-Nusra-Front ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet, das sich wiederum von der ISIS-Miliz distanziert hat. Der Syrien-Konflikt hat Schätzungen zufolge bereits mehr als 150.000 Menschen das Leben gekostet.

Jordanische Luftwaffe zerstört Fahrzeuge aus Syrien

Jordanische Kampfflugzeuge haben laut offiziellen Angaben mehrere Fahrzeuge beschossen und zerstört, die aus Syrien kommend die Grenze überquerten. „Es gab einen Versuch, mit mehreren Autos über die syrische Grenze nach Jordanien einzudringen“, sagte ein Regierungssprecher heute.

In Sicherheitskreisen hieß es, es habe sich um syrische Rebellen mit zivilen Fahrzeugen gehandelt, auf denen Maschinengewehre montiert gewesen seien. Ob die Rebellen Schutz vor syrischen Regierungstruppen suchten, war zunächst unklar.

Die jordanische Führung will verhindern, dass islamistische Terroristen, die in Syrien kämpfen, nach Jordanien gelangen. Außerdem hat sie die Sorge, das Regime von Präsident Baschar al-Assad könne versuchen, Jordanien zu destabilisieren.

Albanien und Kosovo gedenken der Vertreibung

Mit einer gemeinsamen Regierungssitzung haben Albanien und das Kosovo der Vertreibung Hunderttausender Menschen gedacht. Serbisches Militär und Paramilitär hatten 1999 mehr als 700.000 Albaner aus dem Kosovo nach Albanien vertrieben, wo sie in Flüchtlingslagern Zuflucht fanden.

Die Massenvertreibung war durch NATO-Bomben gestoppt worden. Die Regierungschefs Edi Rama und Hashim Thaci stellten ihr Treffen heute in der nordalbanischen Stadt Kukes unter das Motto „Vom Exodus zur strategischen Partnerschaft“.

Attentatswelle gegen Regierungstreue auf Sinai

Unbekannte haben auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel ein Attentat auf einen Stammesführer verübt. Scheich Samir wurde laut Angaben aus Sicherheitskreisen heute in dem nordöstlichen Bezirk al-Scheich Suweid erschossen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Scheich von militanten Islamisten wegen seiner loyalen Haltung zu Polizei und Armee getötet wurde. Seit Beginn der Offensive der Armee gegen Terroristen auf dem Sinai seien bereits sechs Scheichs und andere Persönlichkeiten ermordet worden, die mit den Sicherheitskräften kooperiert hätten.

Politiker vor Wahl im Irak verhaftet

Zwei Wochen vor der Parlamentswahl sind im Irak drei Mitglieder einer Partei verhaftet worden. Das berichtete al-Sumeria News heute unter Berufung auf die Partei Irakischer Nationalkongress. Was den Festgenommenen vorgeworfen wird, blieb unklar.

Die Partei sprach von einer „Kampagne, um vor der Wahl politischen Druck auszuüben“. Der Vorsitzende des Irakischen Nationalkongresses ist Ahmed al-Chalabi, der den USA vor ihrem Einmarsch im Irak falsche Informationen über das Regime von Diktator Saddam Hussein geliefert hatte. Die Partei gilt selbst für irakische Verhältnisse als besonders korrupt.

Entführter Sohn von Kandidatin flüchtete

Im nördlichen Bezirk al-Sab konnte sich unterdessen der Sohn einer Kandidatin des Blocks der Araber von Kirkuk selbst aus der Gewalt von Geiselnehmern befreien. Er war am Sonntagabend vor seinem Haus verschleppt worden. Die Iraker sollen am 30. April ein neues Parlament wählen.

EU-Parlament stimmt für Eindämmung von Plastiksackerln

Das EU-Parlament will in den nächsten Jahren die Plastik- und Kunststoffabfälle in der EU drastisch verringern. In etwa fünf Jahren solle es bei den dünnen Sackerln (Obst- und Gemüsesackerln), die am häufigsten genutzt werden, 80 Prozent weniger geben, hieß es in der Entscheidung des Parlaments heute in Straßburg.

EU-Regierungen müssen noch zustimmen

„Mit diesen Regeln können wir den Verbrauch von Einwegsackerln schnell deutlich verringern“, kommentierte Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament, die heutige Entscheidung.

Die Abstimmung ist allerdings nicht endgültig. Das Parlament muss erst noch mit den EU-Regierungen verhandeln. Die Gespräche sollten nach der Europawahl beginnen, möglicherweise noch in diesem Jahr.

100 Milliarden Plastiksackerln pro Jahr in EU

In der EU werden jedes Jahr 100 Milliarden Plastiksackerln ausgegeben - Tendenz steigend. 89 Prozent davon werden nur einmal benutzt und landen dann im Müll oder in der Umwelt.

Polizei in Nigeria fahndet nach 100 entführten Schülerinnen

Die Polizei in Nordnigeria hat im Bundesstaat Borno eine Suchmannschaft damit beauftragt, nach rund 100 in der Nacht auf gestern entführten Schülerinnen zu fahnden.

Sicherheitsbeamte sagten der Nachrichtenagentur dpa, es gebe Hinweise aus der Bevölkerung darauf, wo die Täter mit ihren Opfern hingefahren sein könnten. „Wir haben einige sehr nützliche Infos bekommen. Viele Leute sind besorgt, weil die Zahl solcher Verschleppungen immer mehr zunimmt“, hieß es.

Stundenlang Dorfbevölkerung terrorisiert

Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram handeln. Sie waren am Montagabend in dem Dorf Chibok in eine Schule eingedrungen und hatten die Dorfbevölkerung stundenlang terrorisiert. Später verschleppten sie zahlreiche Mädchen auf Lastwagen. Experten zufolge verlangt die Gruppe fast nie Lösegeld. Die Opfer werden häufig als Sexsklavinnen missbraucht.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte die Entführung „aufs Schärfste“. „Ich bin besorgt über die zunehmende Häufigkeit und Ausbreitung terroristischer Angriffe“, fügte Ashton in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung hinzu.

Bombenanschläge und Überfälle

Zu Wochenbeginn waren bei einem Doppelanschlag in einem Busbahnhof der Hauptstadt Abuja mehr als 70 Menschen getötet und rund 160 weitere verletzt worden. Auch hier fiel der Verdacht auf Boko Haram. Am Wochenende hatten mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder mehrere Dörfer im Bundesstaat Borno angegriffen und mindestens 60 Menschen getötet.

Inland

EU mahnt Österreich wegen Rechten von Türken

Die EU-Kommission hat Österreich aufgefordert, einige Bestimmungen seines Niederlassungs- und Aufenthaltsrechts zu ändern, um sie mit Rechten für türkische Staatsbürger und ihre Familienangehörige in Einklang zu bringen.

Die EU-Kommission erklärte heute in Brüssel, sie habe an Österreich im vergangenen Jahr ein Aufforderungsschreiben gerichtet. Österreich habe der Kommission in seiner Antwort mitgeteilt, dass es keine Notwendigkeit sehe, seine nationalen Rechtsvorschriften zu ändern.

Ministerium: Schlechterstellung wird nicht angewendet

Das Innenministerium habe demnach den zuständigen Behörden erster Instanz bereits ein Rundschreiben geschickt mit der Anweisung, diejenigen Bestimmungen, die eine rechtliche Schlechterstellung im Vergleich zum Zeitpunkt des EU-Beitritts Österreichs bewirken, nicht auf türkische Staatsangehörige anzuwenden.

EU: Rundschreiben nicht ausreichend

„Die Kommission betrachtet diese Maßnahme jedoch als nicht ausreichend, da die betreffenden türkischen Staatsangehörigen sich nicht auf unveröffentlichte Rundschreiben verlassen können, die von der Verwaltung jederzeit geändert werden können“, so die EU-Kommission. Die EU-Kommission droht in der Causa mit Klage vor dem EU-Gerichtshof.

U-Ausschuss: Grüne für durchgehendes Minderheitsrecht

Die grüne Klubobfrau Eva Glawischnig pocht darauf, dass nicht nur die Einsetzung von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen Minderheitsrecht werden muss, sondern der gesamte Verfahrensgang von der Zeugenladung bis zur Beendigung. Ablehnend äußerte sie sich zur ÖVP-Forderung nach einem Richter als Vorsitzenden. Für die SPÖ ist das dagegen inzwischen vorstellbar.

Das Minderheitsrecht müsse durchgehend kommen, „sonst kann man sich alles sparen“, so Glawischnig am Rande einer Pressekonferenz heute. In der Vorsitzfrage stellte sie sich klar gegen den Richtervorschlag. Der Idee ihres Vizeklubchefs Werner Kogler, der einen Doppelvorsitz aus Richter und Parlamentarier ins Spiel gebracht hatte, konnte sie ebenfalls nichts abgewinnen.

Intern sei das auch nicht diskutiert worden. Aus ihrer Sicht hat sich das bisherige Zusammenspiel aus Verfahrensanwalt und politischem Vorsitzenden als zweckmäßig erwiesen.

Warnung vor Verzögerungen

Generell wünscht sich Glawischnig, dass sich SPÖ und ÖVP auf ein gemeinsames U-Ausschuss-Modell einigen und mit diesem in die Verhandlungen mit der Opposition gehen. Andernfalls drohten wieder einmal Verzögerungen.

Die rot-schwarze Annäherung zeichnete sich heute auch schon ab. SPÖ-Klubchef Andreas Schieder sagte im „Kurier“, dass er sich entgegen dem Mehrheitswunsch seines Klubs einen Richter als Vorsitzenden nun doch vorstellen könne. „Mir geht es darum, dass der Vorsitz objektiv und unparteiisch geführt wird. An der Vorsitzfrage wird die U-Ausschuss-Reform nicht scheitern“, sagte er.

Verfahrensanwalt: Reformverweigerung „Harakiri“

An der Reform der Untersuchungsausschüsse führe kein Weg vorbei, und diese Reform werde bald kommen, sagt Klaus Hoffmann, Verfahrensanwalt im letzten Untersuchungsausschuss. Denn die Regierungsparteien seien unter so großem Druck, dass eine weitere Reformverweigerung politisches Harakiri wäre, so Hoffmann gegenüber Ö1.

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Sonderpensionen: Grüne und NEOS schließen Pakt

Grüne und NEOS pochen auf die Umsetzung der künftigen Regeln für Sonderpensionen auch in den Bundesländern. Das Verfassungsgesetz zur Begrenzung von Sonderpensionen ist derzeit in Begutachtung - darin wird die Übernahme in Landesgesetze jedoch lediglich ermöglicht.

„In den Verhandlungen ist sehr viel gelungen, die verpflichtende Umsetzung für die Länder jedoch nicht“, kritisierte die grüne Sozialsprecherin Judith Schwentner gegenüber der APA. NEOS und die Grünen schlossen daher einen „Pakt“ und wenden sich gemeinsam an die Bundesländer.

Grüne wollen gemeinsam mit NEOS Druck machen

Geht es nach den beiden Parteien, sollen sich diese klar dazu bekennen, dass sie die Systematik des Bundes übernehmen und die neuen Regeln für die Sonderpensionen umsetzen werden. Über den Sommer könnten sie herausarbeiten, wo diese künftig gelten sollen - etwa bei Landesenergieversorgern und Verkehrsbetrieben. Einer Umsetzung im Herbst stünde dann nichts im Weg, meinte Schwentner: „Gemeinsam mit den NEOS wollen wir Druck machen.“

Sport

Fußball: Barcelona mit Notabwehr im Cup-„Clasico“

Für den FC Barcelona ist das spanische Cupfinale heute Abend gegen Real Madrid fast schon die letzte Chance, in dieser Saison noch einen Titel zu holen. Nach dem Aus in der Champions League und dem Rückschlag in der Meisterschaft kämpfen die Katalanen auch vor dem Cup-„Clasico“ in Valencia mit großen Problemen. Barca-Trainer Gerardo Martino hat nämlich nur einen fitten Innenverteidiger zur Verfügung, und der ist ein gelernter Mittelfeldspieler. Der Ausfall von Cristiano Ronaldo scheint für Real vergleichsweise glimpflich zu sein.

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Eishockey: Vanek startet in Mission Stanley Cup

Mit dem Beginn des NHL-Play-off in der kommenden Nacht nimmt Thomas Vanek erstmals seit 2011 wieder einen konkreten Anlauf auf den Gewinn des Stanley Cups. Der 30-Jährige trifft dabei in der ersten Runde mit den Montreal Canadiens auf die Tampa Bay Lightning. „Unsere Spieler wissen, was sie da draußen zu tun haben“, versicherte Coach Michel Therrien. Mit Michael Raffl steht ein zweiter Österreicher im Play-off. Laut dem Kärntner ist mit seinen Philadelphia Flyers „alles möglich“.

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Extremsport: Monsterwellen als Lebenselixier

Erst wenn das Meer tobt und Wellen sich auf die Größe von Wohnhäusern auftürmen, fühlen sich Big-Wave-Surfer wohl. Sebastian Steutdner ist einer der besten Tow-in-Surfer der Welt und immer auf der Suche nach den perfekten Wellen - seien es die „Witwenmacher“ von Nazare in Portugal, die „Chopes“ knapp über dem gefährlichen Korallenriff in Tahiti oder die berüchtigte „Jaws“ am Northshore von Hawaii.

Im ORF.at-Interview spricht der mit dem „Oscar“ der Surfszene geadelte Deutsche über seinen Werdegang, die Gefährlichkeit seines Sports und darüber, wie es sich anfühlt, von einer Monsterwelle verschluckt zu werden.

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Wirtschaft

Keine Steuertricks mehr? Starbucks verlegt Europazentrale

Die wegen ihrer Steuerpolitik kritisierte Kaffeehauskette Starbucks verlagert ihren Sitz für das Europa-, Nahost- und Afrikageschäft von Amsterdam nach London.

„Die Entscheidung spricht für sich selbst“, sagte der für die Region zuständige Starbucks-Chef Kris Engskov heute. Der Wechsel bedeute auch, dass Starbucks in Großbritannien mehr Steuern zahlen werde, teilte das US-Unternehmen mit.

Millionen an Steuern mit legalen Tricks gespart

Die Kette steht seit Jahren in Großbritannien in der Kritik, weil sie ihre Steuern mit legalen Steuertricks auf ein Minimum gedrückt hat. Ende 2012 wurden Starbucks und andere multinationale Konzerne wie Google, Amazon und Apple von einem Parlamentsausschuss wegen ihrer Steuerpolitik scharf angegangen.

Daraufhin beugte sich Starbucks der Kritik und kündigte an, das Unternehmen werde 2013 und 2014 rund 20 Millionen Pfund (24 Mio. Euro) an zusätzlichen Steuern zahlen. Damit verzichtete Starbucks auf Ausnahmen im Steuerrecht wie die Zahlung von Lizenzgebühren für die Markennutzung und den Übertrag der Einnahmen auf andere Filialen.

Investoren bieten für Deutschland-Sparte von Conwert

Ein Investorenkonsortium um den ehemaligen Conwert-Verwaltungsratchef Johannes Meran hat dem österreichischen Immobilienkonzern Conwert ein Angebot für sein Deutschland-Geschäft gemacht.

„Ich kann bestätigten, dass wir ein Angebot bekommen haben“, so Conwert-Chef Clemens Schneider heute. „Wir sind derzeit dabei, das Angebot genau zu prüfen.“

Das Angebot des von einem US-Versicherungskonzern angeführten Konsortiums soll sich laut der Nachrichtenagentur Reuters auf rund 750 bis 800 Millionen Euro belaufen. Schneider wollte die Angebotshöhe nicht kommentieren.

Conwert hatte bereits 2013 Gespräche über einen Verkauf des Deutschland-Geschäfts geführt. Diese waren aber ergebnislos abgebrochen worden.

Industrieller Josef Taus hat Interesse an Weltbild

Der Industrielle und ehemalige ÖVP-Politiker Josef Taus, Gründer und Vorstand der Management Trust Holding (MTH), hat Interesse an der katholischen Verlagsgruppe Weltbild. „Man sollte versuchen, den Namen Weltbild zu erhalten“, wurde Taus in der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert.

Taus bestätigte laut Zeitung sein Interesse sowohl an dem insolventen Medienhandelshaus als auch an dessen Filialtochter Weltbild Plus mit ihren 220 Geschäften: „Wir sind durchaus interessiert und waren schon zweimal in Augsburg“, so Taus laut Bericht. Verwaltung, Onlinehandel und auch die Filialen würde er gerne zusammen mit „einem bedeutenden deutschen Unternehmen“ übernehmen. Den Namen des Partners nannte er allerdings nicht.

Entscheidung Mitte Mai

Neben MTH gilt auch der deutsche Holtzbrinck-Verlag als potenzieller Weltbild-Käufer. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz kommentierte beide Namen laut Zeitung nicht, er strebt eine Entscheidung bis Mitte Mai an. Diesen Zeitplan erachtet Taus allerdings als „viel zu schnell“.

Bei einem Kaufpreis von 50 bis 70 Mio. Euro (ohne Filialen) kann er sich kaum vorstellen, dass sich ein seriöser Investor so schnell entscheidet, ohne abzuwarten, wie das Geschäft nach der ersten Entlassungswelle Anfang April läuft.

Chronik

Todesopfer bei Großbrand in Wien

Bei den Ermittlungen nach dem Großbrand in der Wiener Innenstadt ist eine Leiche gefunden worden. Ob es sich dabei um die vom Feuer betroffene Wohnung handelt, wird derzeit noch ermittelt. Mehrere Benzinkanister wurden sichergestellt.

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Mit Pkw unter Laster gerutscht

Den Alptraum jedes Autofahrers hat gestern ein 65-jähriger Oberösterreicher auf der Westautobahn erlebt. Er konnte mit seinem Auto nicht mehr rechtzeitig hinter einem Lkw anhalten, rutschte unter das Schwerfahrzeug und wurde im Autowrack eingekeilt.

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Betrug mit Aluminiumteilen um 50.000 Euro

Einen Betrugsversuch mit Aluminiumteilen im Wert von 50.000 Euro hat jetzt die Polizei geklärt: Das Industrieunternehmen SAG in Lend im Salzburger Pinzgau schickte sie nach Großbritannien. Doch der Spediteur soll sie zu verkaufen versucht haben.

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Raser filmte sich bei Verfolgungsjagd mit Polizei

Mit bis zu 170 statt erlaubter 80 km/h ist gestern ein 26-jähriger Motorradfahrer von Lustenau in Richtung Hohenems (Vorarlberg) gefahren. Obwohl die Polizei ihn mit Blaulicht und Folgetonhorn verfolgte, hielt er nicht an. Stattdessen filmte er sich noch selbst mit einer Kamera.

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Hotel in Tschechien will keine Russen mehr beherbergen

Ein Hotelier in Tschechien nimmt keine russischen Gäste mehr auf. Grund sei die Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Moskau, hieß es heute auf der Website des Viersternhotels Brioni Boutique im Zentrum der Industriestadt Ostrava. Die Hotelleitung entschuldige sich bei allen „anständigen Bürgern“ der Russischen Föderation, hieß es weiter.

„Vielleicht erreiche ich damit nichts, aber ich habe zumindest meine Meinung gesagt“, sagte Hotelbesitzer Tomas Krcmar einer örtlichen Zeitung. Dafür nimmt er nach eigenen Angaben auch deutliche Umsatzeinbußen in Kauf.

Kleine Panne bei U-Boot-Suche nach MH370

Neue Panne beim Einsatz des unbemannten U-Boots zur Suche nach dem MH370-Wrack: „Das Unterwasserfahrzeug Bluefin-21 war gezwungen aufzutauchen, um ein technisches Problem zu lösen“, teilte die Koordinationsstelle für die Suche nach dem seit gut fünf Wochen verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug heute mit.

Schon der erste Einsatz war schiefgegangen: Das Boot kann nur 4.500 Meter tief tauchen. Weil das Wasser aber an der Stelle tiefer war, beförderte ein Sicherheitsmechanismus es nach wenigen Stunden wieder an die Oberfläche.

Die Reparatur verlief dann problemlos. Das fünf Meter lange Vehikel sei kurze Zeit später wieder ins Wasser gelassen worden, teilte die Koordinationsstelle mit. Die Experten nutzten die Gelegenheit, um Daten davon herunterzuladen, was das Vehikel vorher auf dem Meeresboden erfasst hatte. Das Ergebnis war enttäuschend: „Eine erste Analyse deutet nicht auf bedeutende Funde hin“, hieß es.

Suche nach Mörder von Liechtenstein-Banker läuft weiter

Neun Tage nach dem Mord an einem Bankdirektor in Liechtenstein hat die Polizei des Fürstentums die großangelegte Suchaktion nach dem mutmaßlichen Schützen im Gebiet Ruggell eingestellt.

Nach dem Tatverdächtigen werde entgegen einigen Medienberichten aber nach wie vor auf Hochtouren gefahndet, zahlreiche Ermittlungen und Abklärungen seien im Gange, so die Liechtensteiner Landespolizei heute.

Fondsmanager soll auf Bankchef geschossen haben

Der Ex-Fondsmanager Jürgen Hermann soll am 7. April in der Tiefgarage der Bank Frick in Balzers auf den Bankenchef Jürgen Frick drei Schüsse abgefeuert und ihn so getötet haben. Hermann machte die Bank Frick für den Ruin seiner Investmentfirma mitverantwortlich.

Die Spur des mutmaßlichen Täters endete am kanalisierten Rhein im Gebiet von Ruggell. Man fand unter anderem einen Pass mit handschriftlichen Notizen, die als Abschiedsbrief und Geständnis gewertet wurden. Die Polizei geht davon aus, dass Hermann in den Rhein sprang und Suizid beging.

IT

Twitter will mit Zukauf Datenschätze heben

Der Kurznachrichtendienst Twitter will aus seinen riesigen Datenbeständen künftig viel mehr Profit schlagen. Dazu kaufte das Unternehmen die auf Informationsanalyse spezialisierte bisherige Partnerfirma Gnip.

Ziel sei es, den riesigen Schatz, den die mehr als 500 Millionen täglich über Twitter versendeten Kurznachrichten (Tweets) bergen, effizienter heben zu können, erklärte das Management gestern.

An der Börse sorgte der nicht bezifferte Deal für Jubel. Der Twitter-Kurs zog mit elf Prozent so stark an wie an keinem anderen Tag seit dem Handelsdebüt im November. Zuletzt hatten schwache Kundenzuwächse des Internetkonzerns noch große Enttäuschung ausgelöst.

Science

70 Prozent der Maturanten beginnen Unistudium

Knapp 70 Prozent der jährlich rund 42.000 Maturanten und Maturantinnen beginnen innerhalb von drei Jahren nach der Reifeprüfung ein Hochschulstudium. Das zeigen Zahlen der Statistik Austria. Am höchsten ist diese Quote bei den AHS-Maturanten mit fast 90 Prozent.

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Rohstoffe: Der Schatz unter dem Asphalt

Unter dem Schlagwort „Urban Mining“ suchen Forscher und Firmen nach Wegen, um Rohstoffe zu bergen, die in Mülldeponien vergessen oder unter Straßen vergraben wurden. In Schweden konsultieren Umweltwissenschaftler dafür nun sogar Hunderte Jahre alte Karten. Sie haben es auf alte und vergessene Kupferleitungen abgesehen.

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Studie: Die Schönheit von Bärten ist relativ

Koteletten, Schnauzer oder Vollbart: „Mann“ lässt in den vergangenen Jahren aus modischen Gründen wieder verstärkt Haare im Gesicht sprießen. Forscher haben nun untersucht, wie gut die Bärte tatsächlich ankommen. Ihr Schluss: Es kommt darauf an. Gibt es in der Umgebung viele Glattrasierte, werden Bartträger als besonders attraktiv empfunden.

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Kultur

AC/DC-Sänger dementiert Trennungsgerüchte

AC/DC-Sänger Brian Johnson (66) hat Gerüchte über ein nahendes Aus der legendären australischen Rockband dementiert. „Wir kommen definitiv im Mai in Vancouver zusammen“, sagte er heute der britischen Zeitung „The Telegraph“. Die Band wolle dann auch wieder zusammen Musik machen.

Johnson reagierte damit auf Trennungsgerüchte in den Medien. Die australische Zeitung „Sydney Morning Herald“ hatte berichtet, Gitarrist und Gründungsmitglied Malcolm Young (61) sei krank, und über ein mögliches Aus der Gruppe spekuliert. Johnson bestätigte gegenüber dem „Telegraph“, dass ein Bandmitglied Probleme mit der Gesundheit habe, nannte aber keinen Namen.

Donauturm: 50 Jahre Fernsicht statt Fernsehen

Vor 50 Jahren wurde der Donauturm für die Wiener Internationale Gartenschau (WIG 64) in Rekordzeit aus dem Boden gestampft. Gedacht als Symbol für das moderne Nachkriegswien veränderte er die Skyline der Stadt aus jedem erdenklichen Blickwinkel für immer.

Wenige Jahre nach den Vorbildern der Fernsehtürme in Stuttgart und Dortmund fertiggestellt, überragte er diese um einige Meter und war damit bei der Eröffnung Europas höchster Stahlbetonturm - nur ganz ohne TV-Sendeanlagen.

Das höchste Bauwerk Österreichs ist er erst seit 2010, trotzdem muss er sich seit knapp einem Jahr gefallen lassen, dass man vom benachbarten DC-Tower auf seine Aussichtsplattform herunterblickt.

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Religion

Ostern: Fundament des christlichen Glaubens

Christen in aller Welt gedenken in der Karwoche und zu Ostern der Botschaft vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu Christi. Das Fest fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen. Das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus stellt den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Ostern ist damit das wichtigste und höchste Fest der Christenheit.

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Lifestyle

Ischgl: Diskussion über Tickets für Megakonzert

Das Robbie-Williams-Konzert im Skigebiet Ischgl Anfang Mai sorgt für Kontroversen. AK-Chef Erwin Zangerl sieht eine Diskriminierung der Einheimischen, weil das Konzertspektakel nur mit einem mehrtägigen Skipass oder einer Saisonkarte besucht werden kann.

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