Ausland

48 Tote bei syrischen Luftangriffen: 13 Kinder unter Opfern

Bei Angriffen der syrischen Luftwaffe auf die Stadt Talbisa sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Zivilisten.

Unter den Toten sind auch Frauen und 13 Kinder, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mitteilte. Zudem starben demnach zwölf Kämpfer gemäßigter und islamistischer Rebellengruppen. Dutzende Menschen seien verletzt worden.

Die Luftwaffe habe den Ort in den vergangenen beiden Tagen mehrfach bombardiert, erklärten die Menschenrechtler. Talbisa liegt rund 20 Kilometer nördlich der Stadt Homs. Der Ort hatte sich 2011 zu einem frühen Zeitpunkt der Rebellion gegen das Regime angeschlossen.

Lockerung von striktem Demogesetz in Ägypten möglich

Das umstrittene ägyptische Demonstrationsgesetz könnte schon bald gelockert werden. Der Ministerrat wolle innerhalb der nächsten Tage über eine entsprechende Novellierung beraten, berichtete die Zeitung „Al-Masri al-Jom“ (Onlineausgabe) heute unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Verstöße sollen künftig nicht mit Haftstrafen, sondern mit Geldstrafen geahndet werden.

Das Demonstrationsgesetz war im November vergangenen Jahres verabschiedet worden. Die Übergangsregierung hatte damit auf anhaltende Proteste von Anhängern der Muslimbruderschaft nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 reagiert. Kritiker sahen in dem Gesetz, das das Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationen stark einschränkt, eine Rückkehr zur Regierungspraxis des gestürzten Langzeitherrschers Hosni Mubarak.

Am Montag hatte ein Gericht 25 ägyptische Demokratieaktivisten, darunter den Blogger Alaa Abdel Fattah, gegen Kaution aus der Haft entlassen. Fattah hatte im vergangenen Herbst gegen das Demonstrationsgesetz protestiert und war daraufhin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Friedliche Wahl acht Jahre nach Fidschi-Putsch

Nach fast acht Jahren Militärherrschaft haben die Einwohner der pazifischen Fidschi-Inseln heute ein neues Parlament gewählt. Die Stimmabgabe verlief nach ersten Angaben von Wahlbeobachtern friedlich. Vor den Wahllokalen in der Hauptstadt Suva und umliegenden Orten bildeten sich laut Medienberichten lange Schlangen.

Wie das Nachrichtenportal Fiji Times Online berichtete, nahmen einige Menschen einen Fußmarsch von bis zu fünf Kilometern auf sich, um ihre Stimme abgeben zu können. Wahlberechtigt waren rund 530.000 Fidschianer. Putschführer Voreqe Frank Bainimarama trat selbst an und hat laut Umfragen gute Aussichten auf einen Wahlsieg.

Iran stellt sich gegen US-Allianz in Kampf gegen IS

Im Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich unter der Führung der USA eine internationale Allianz formiert. Neben europäischen Staaten bekundeten zuletzt auch mehrere islamische Länder ihre Unterstützung. Doch ein wichtiger Partner fehlt: Der Iran lehnt eine Zusammenarbeit mit dem Westen ab.

Zu tief ist das Misstrauen der iranischen Konservativen angesichts der zähen Atomverhandlungen. Auch die arabischen Mitglieder der Allianz stoßen bei der Regierung in Teheran auf Ablehnung. Vielmehr will der Iran seine eigene Taktik gegen IS umsetzen - und könnte den USA dabei in die Quere kommen.

Mehr dazu in Iran befürchtet Machtverlust

Die serbische Regierung kündigte an, die Allianz gegen die Dschihadisten unter Führung der USA zu unterstützen. Das sagte der serbische Außenminister Ivica Dacic gegenüber der Tageszeitung „Blic“ (Mittwoch-Ausgabe). Das internationale Bündnis sei auch für die Westbalkan-Region von Bedeutung, meinte Dacic.

Er verwies darauf, dass gerade aus dieser Region viele Dschihadisten kämen. Laut Polizeiangaben haben sich etwa 40 Bürger Serbiens den IS-Kämpfern in Syrien angeschlossen. Sie wurden vor allem im Sandschak angeworben. In der Region im Südwesten des Landes leben die meisten Muslime in Serbien.

US-Justiz klagt IS-Sympathisanten an

Wegen Rekrutierungsversuchen für IS klagte die US-Justiz gestern einen US-Bürger jemenitischen Ursprungs an. Moufid E. wird vorgeworfen, 2013 und Anfang 2014 zwei Informatiker, die für die Bundespolizei FBI arbeiteten, für die Extremisten im Irak und Syrien angeworben zu haben, wie das Justizministerium in Washington mitteilte.

Zudem habe er einem Mann im Jemen 600 Dollar (463 Euro) zukommen lassen, damit sich dieser in Syrien dem Kampf des IS anschließe. E. aus Rochester im US-Staat New York wird weiter vorgeworfen, die Ermordung von US-Soldaten geplant zu haben, die aus dem Irak zurückkehrten. Er soll im Besitz von zwei Schusswaffen mit Schalldämpfer gewesen sein. Über seine Absicht soll der Verdächtige im Mai mit einem der beiden Informatiker gesprochen haben, teilte das Justizministerium weiter mit.

Ebola: Weltbank hilft mit 105 Mio. Dollar

Die Weltbank hat eine Hilfszahlung von 105 Millionen Dollar (77 Mio. Euro) für die von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten Westafrikas beschlossen. Die Hälfte des Geldes soll Liberia erhalten, wo bisher die meisten Infektionen verzeichnet wurden, wie die Weltbank gestern mitteilte.

Sierra Leone bekommt demnach 28 Millionen Dollar, Guinea 25 Millionen Dollar. Das Geld wird den Gesundheitsbehörden der drei Länder zur Verfügung gestellt sowie für zusätzliches medizinisches Fachpersonal und Nahrungsmittelhilfen für die Quarantänegebiete.

UNO fordert Milliarde im Kampf gegen Ebola

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich inzwischen knapp 5.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, mehr als 2.460 Menschen überlebten die Infektion nicht. Die Vereinten Nationen forderten von der internationalen Gemeinschaft eine Milliarde Dollar (774,53 Mio. Euro) für den Kampf gegen Ebola - und damit doppelt so viel, wie sie noch Ende August für ihr Maßnahmenpaket veranschlagt hatten.

In den von der Epidemie betroffenen Regionen Westafrikas leben nach UNO-Schätzungen 22,3 Millionen Menschen. Mit der schlimmsten Ebola-Krise aller Zeiten wird sich morgen auch der UNO-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung beschäftigen.

USA entsenden 3.000 Soldaten

Die USA wollen rund 3.000 Soldaten zum Kampf gegen Ebola nach Westafrika entsenden. Das ist Teil eines Notfallplans von US-Präsident Barack Obama zur Eindämmung der tödlichen Seuche.

Die Soldaten sollen beim raschen Aufbau von 17 Behandlungszentren helfen. Parallel dazu sollen lokale Pflegekräfte im Umgang mit Ebola geschult werden. Die Kommandozentrale des US-Hilfseinsatzes soll in Liberias Hauptstadt Monrovia eingerichtet werden.

Mehr dazu in 17 Behandlungszentren

Inland

Aufregung über neues Flüchtlingsquartier in Abtenau

In der Salzburger Gemeinde Abtenau gehen die Emotionen hoch. Bereits diese Woche sollen in einem ehemaligen Hotel 120 Flüchtlinge untergebracht werden. Der Bürgermeister von Abtenau sprach sich dagegen aus, er fühlt sich vom Innenministerium „überrumpelt“.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Über 100 Flüchtlinge in Tirol gestoppt

In Innsbruck wurden gestern Nachmittag in einem internationalen Reisezug nach Deutschland erneut 72 Flüchtlinge gestoppt, darunter auch Kinder unter fünf Jahre. Im Bahnhof in Wörgl wurden am Abend 46 weitere Flüchtlinge entdeckt.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

ÖGB und ÖAAB konkurrieren mit Ideen zu Steuerreform

ÖGB und Arbeiterkammer sowie der ÖAAB haben gestern ihre Idee für eine Steuerreform, die die Arbeitnehmer entlasten soll vorgestellt. Bei der Summe zwischen 5,5 und 5,9 Mrd. Euro sind die beiden Konzepte ähnlich, doch bei den konkreten Maßnahmen gibt es erhebliche Unterschiede.

Während beim ÖGB-AK-Modell der Einstiegssteuersatz gesenkt werden und mit insgesamt sechs Steuerstufen der kalten Progression entgegengewirkt werden soll, setzt die ÖVP-Arbeitnehmerorganisation auf ein „lineares“ Modell ohne Tarifstufen und auf ein „Familienpaket“. Klare Unterschiede gibt es auch in der Frage der Gegenfinanzierung.

Mehr dazu in Unterschiedliche Reformansätze

Sport

Champions League: Dortmund bezwingt Arsenal

Mit einem Sieg und einer Niederlage sind die ersten zwei deutschen Clubs gestern in die Champions League gestartet. Borussia Dortmund setzte sich im Schlager gegen Arsenal mit 2:0 durch und feierte damit den ersten Heimsieg gegen den CL-Dauerrivalen aus London seit 2002. Bayer Leverkusen musste sich beim Königsklassendebüt von Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt hingegen geschlagen geben. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor bei AS Monaco mit 0:1.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Rapid vor Wiener Neustadt gewarnt

Der starke Regen hat am Samstag die Austragung der Bundesliga-Partie zwischen Wiener Neustadt und Rapid unmöglich gemacht, heute soll sie nachgeholt werden. Die Gäste haben dabei ein klares Ziel vor Augen: Sie wollen sich mit dem ersten Auswärtssieg wieder Rang drei in der Tabelle zurückholen. Dass die Wiener Neustädter aber nicht zu unterschätzen sind, haben sie zuletzt mit ihrem Sieg beim neuen Tabellenführer WAC gezeigt.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Formel 1: FIA macht bei Boxenfunk Ernst

Beim Grand Prix von Singapur am Sonntag (14.00 Uhr MESZ) werden erstmals die vom Internationalen Automobilverband (FIA) angekündigten Einschränkungen im Boxenfunk zum Tragen kommen. Wenige Tage davor hat die FIA diese nun genauer ausgeführt.

So ist es ab nun etwa verboten, Informationen über den Spritverbrauch an den Fahrer weiterzugeben. Dieser darf auch keine technischen Fragen mehr an die Renningenieure stellen. Einige Punkte - etwa Angaben über Reifen- und Bremsentemperatur - treten erst ab dem übernächsten Rennen in Japan in Kraft.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Hedgefonds zeigen offenbar Interesse an adidas

Die Krise beim deutschen Sportausrüster adidas zieht einem Magazinbericht zufolge mehrere Hedgefonds an. Angelsächsische Investoren sondierten einen Einstieg bei adidas, berichtete das „manager magazin“ heute vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Im Fall eines Anteilskaufs wollten diese risikofreudigen Großanleger radikale Änderungen bewirken, insbesondere die Ablösung von Vorstandschef Herbert Hainer.

Ein Fonds dementiert

Zu den Interessenten zählten Third Point, Knight Vinke und TCI, berichtete das Magazin. Eric Knight, Gründer des Fonds Knight Vinke, dementierte allerdings ein Interesse: „Wir haben keinen Anteil (an adidas) und haben das auch nicht vor“, sagte er.

Von den übrigen Investoren und von adidas waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten. Der Sportausrüster hatte seine Aktionäre wiederholt mit unerwartet schwachen Geschäften in Russland und den USA enttäuscht. Die Aktie, die seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert verloren hat, legte heute 1,4 Prozent auf 59,55 Euro zu.

WIFO: Pflegeausgaben verdoppeln sich bis 2030

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) rechnet mit mehr als einer Verdoppelung des öffentlichen Aufwandes im Pflegebereich bis ins Jahr 2030. Eine Verlagerung von stationärer zu mobiler Pflege würde zwar den Kostenanstieg dämpfen, das Potenzial dazu scheine aber insgesamt gering, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut in einer Aussendung erklärte.

Den zu erwartenden Anstieg in den einzelnen Bundesländern gibt das WIFO mit 112 bis 159 Prozent an. Im Jahr 2012 hatten die Länder und Gemeinden insgesamt netto 1,67 Mrd. Euro für Sachleistungen in der Langzeitpflege aufgewendet, so das Institut. Laut der aktuellen Studie dürften die Ausgaben bereits im Jahr 2020 um mehr als 40 Prozent über dem Niveau von 2012 liegen. Am stärksten steigt der Aufwand dabei in Vorarlberg (plus 60,9 Prozent bis 2020, plus 159 Prozent bis 2030), am schwächsten im Burgenland (plus 42,6 bzw. plus 112 Prozent).

Das WIFO empfiehlt, die Zunahme der Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen vor allem durch den Ausbau alternativer Betreuungsdienste wie betreubares Wohnen, teilstationäre Dienste und Kurzzeitpflege zu verzögern bzw. zu verringern. Aus der Befragung von Pflegedienstleistern durch das WIFO gehe hervor, dass das Potenzial zur Verlagerung aus dem stationären Bereich zu mobilen und alternativen Pflegeformen rund zehn Prozent betrage.

Positiv sei, dass mit der Einführung des Pflegefondsgesetzes 2011 der Ausbau mobiler und alternativer Pflege- und Betreuungsdienste Vorrang gegenüber der stationären Pflege erhalten habe.

Chinas Zentralbank pumpt 500 Mrd. Yuan in Banken

Chinas Zentralbank pumpt laut einem Bericht der Zeitung „Wall Street Journal“ 500 Mrd. Yuan (62,85 Mrd. Euro) in die fünf größten staatlichen Banken des Landes. Die People’s Bank of China werde den Banken das zusätzliche Kapital in Form dreimonatiger Niedrigzinskredite zur Verfügung stellen, berichtet das Blatt heute unter Berufung auf einen hochrangigen Bankmanager.

Die Zentralbank werde den fünf Geldhäusern je 100 Mrd. Yuan zukommen lassen. Diese gezielte Finanzierung sei nicht explizit an Bedingungen geknüpft, sagte der chinesische Bankmanager dem Blatt. Die Zentralbank dürfte aber den großen chinesischen Banken empfehlen, die Kredite in die Wirtschaftsbereiche zu schleusen, die die Regierung für wichtig hält.

Als unterfinanzierte Bereiche gelten unter anderem der soziale Wohnbau sowie private und kleine Unternehmen. Das Wachstum in China hat sich nach Jahren zweistelliger Zuwachsraten verlangsamt und erreichte im zweiten Quartal ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht gleichwohl dem Ziel der Regierung.

Mieses Smartphone-Geschäft bringt Sony in Bedrängnis

Der japanische Elektronikriese Sony rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem drastisch höheren Verlust wegen Problemen im Smartphone-Geschäft. Die Prognose wurde heute auf ein Minus von 230 Mrd. Yen (1,66 Mrd. Euro) angehoben. Erst vor zwei Monaten hatte Sony für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr noch einen deutlich geringeren Verlust von 50 Mrd. Yen in Aussicht gestellt.

Auslöser für den höheren Verlust sei eine Abschreibung auf den Bereich mobile Kommunikation, teilte der Konzern mit. Sony rechne mit niedrigeren Erlösen im Smartphone-Geschäft. Entsprechend werde der Wert der Sparte in den Büchern um 180 Mrd. Yen gesenkt. Es sei der einzige Faktor für die höhere Verlustprognose im Geschäftsjahr, betonte das Unternehmen.

Seit Jahren in roten Zahlen

Sony kämpft schon seit Jahren mit roten Zahlen, die vor allem im Geschäft mit Fernsehgeräten entstanden. Konzernchef Kazuo Hirai sanierte den Elektronikbereich unter anderem mit einem Jobabbau. Zuletzt zeichnete sich aber auch das Smartphone-Geschäft als Problemfall ab. Unter anderem Weltmarktführer Samsung und aufstrebende chinesische Hersteller graben Sony das Wasser ab.

Sony setzt bei Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das den Markt mit über 80 Prozent dominiert. Allerdings gibt es viele Hersteller von Android-Geräten - und den Großteil des Gewinns sahnt Samsung ab.

Längere Akkulaufzeiten

Sony will sich jetzt stärker auf teurere Premium-Smartphones fokussieren. Das Angebot an Handys im mittleren Preissegment solle ausgedünnt werden. Sony-Mobile-Chef Kunimasa Suzuki hatte vor kurzem zur Elektronikmesse IFA angekündigt, der Konzern wolle bei den Kunden unter anderem mit längeren Akkulaufzeiten und wasserfesten Gehäusen punkten.

Studie: Klimaschutz kann Wirtschaft ankurbeln

Eine neue Studie lässt aufhorchen. Der Klimaschutz könne die Wirtschaft ankurbeln. Der technologische Wandel schaffe neue Möglichkeiten, um das Wachstum zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen, Unternehmensgewinne zu erhöhen und die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, fasste der Vizedirektor der mit hochkarätigen Experten besetzten Globalen Kommission für Wirtschaft und Klima, der ehemalige mexikanische Ministerpräsident Felipe Calderon, die Studie bei der Präsentation gestern zusammen. Doch die Zeit dränge, mahnte er die Regierungen. Die nächsten 15 Jahre seien für die Weichenstellung zur „grünen Revolution“ entscheidend.

Mehr dazu in „Beide Ziele vereinbar“

Chronik

Philippinischer Vulkan wird Gefahr für 60.000 Menschen

Der aktivste Vulkan der Philippinen steht allen Anzeichen nach kurz vor einem Ausbruch. Die Vulkan- und Erdbebenwarte registrierte auf dem Mayon innerhalb von 24 Stunden 45 Erdstöße und zahlreiche Gesteinsstürze am Krater, wie die Behörde heute mitteilte. 60.000 Menschen lebten in der unmittelbaren Gefahrenzone.

Das Militär hatte gestern damit begonnen, die Menschen in Sicherheit zu bringen. Der knapp 2.500 Meter hohe Vulkan liegt rund 330 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila. „Im Krater befindet sich Magma, und ein gefährlicher Ausbruch ist innerhalb der nächsten Wochen möglich“, berichtete die Erdbebenwarte.

Unfall nach Wendemanöver auf vierspuriger Straße

Eine 17-jährige Pkw-Lenkerin hat gestern ihren Pkw auf der an dieser Stelle vierspurigen Friesacher Straße (B317) in Kärnten trotz Sperrlinien gewendet, weil sie eine Ausfahrt verpasste. Es kam zum Zusammenstoß mit einem anderen Wagen. Die 17-Jährige wurde eingeklemmt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Unfall stellt Polizei vor Rätsel

Die Polizei ermittelt zudem nach einem schweren Unfall auf der Tauernautobahn (A10) bei Feistritz (Kärnten). Ein Wagen kam von der Straße ab, drei junge Leute wurden schwer verletzt. Kennzeichen und Wagen passten nicht zusammen, auch bei den Ausweisen gibt es offene Fragen.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

IT

Über eine Milliarde Internetseiten online

Gut ein Vierteljahrhundert nach der Erfindung des World Wide Webs hat die Zahl der Internetseiten die Hürde von einer Milliarde genommen. Wie die Statistikseite internetlivestats.com mitteilte, waren in der Nacht auf heute 1,06 Milliarden Internetseiten online. Der als Vater des Internets geltende britische Physiker Tim Berners-Lee verkündete das Erreichen dieses Meilensteins auf der Kurznachrichtenseite Twitter.

Berners-Lee hatte seine Idee für das World Wide Web, das den Datenaustausch unter Forschern vereinfachen sollte, am 12. März 1989 seinem Chef am schweizerischen Forschungszentrum CERN präsentiert. Dieser Tag gilt gemeinhin als der Geburtstag des Internets. Mit seiner Idee schuf der heute 59-Jährige die Grundlage für das heutige Internet, das die Kommunikation von Milliarden Menschen revolutionierte.

Nach Angaben von internetlivestats.com gingen allein gestern 3,1 Milliarden Suchanfragen bei Google ein. Es wurden mehr als 170 Milliarden E-Mails verschickt. Aktuell gibt es demnach 2,97 Milliarden Internetnutzer, die Grenze von drei Milliarden könnte bald überschritten werden.

Japans Polizei fahndet nach Kameraschuhen für Spanner

In Japan fahndet die Polizei nach mehr als 2.000 Menschen, die Schuhe mit versteckten Minikameras für heimliche Aufnahmen unter Frauenröcken gekauft haben.

Die Beamten in der alten Kaiserstadt Kyoto hatten zuvor die Betreiber einer Website, auf der solche Schuhe vertrieben wurden, zu Geldstrafen verdonnert, wie die japanische Zeitung „Mainichi Shimbun“ heute meldete. Die Kameras werden per Fernbedienung gesteuert.

In Japan fliegen immer wieder Männer auf, die Minikameras oder Smartphones in Schuhen verstecken, um damit illegale Aufnahmen unter den Kleidern von Frauen zu machen. Die Onlineverkäufer hatten daraus eine Geschäftsidee entwickelt.

Bei ihnen habe die Polizei eine Kundenliste mit rund 1.500 Namen sichergestellt und gehe nun von Tür zu Tür, um die Käufer zur Aushändigung der Schuhe aufzufordern. Es sollen über die Website insgesamt rund 2.500 Paare verkauft worden sein.

Kultur

Erste Live-CD von Whitney Houston

Liveaufnahmen von Whitney Houston werden zum ersten Mal auf einem Album und einer DVD veröffentlicht. Das gab die Plattenfirma Legacy Records in New York bekannt.

Der Langspieler soll am 10. November auf den US-Markt kommen und den Titel „Whitney Houston Live: Her Greatest Performances“ tragen.

Unter anderem sollen Ausschnitte aus ihrem ersten Auftritt im nationalen US-Fernsehen aus dem Jahr 1983 enthalten sein und aus der „Oprah Winfrey Show“ im Jahr 2009. Houston war 2012 im Alter von 48 Jahren gestorben. 

Science

Boeing soll neuen NASA-Shuttle bauen

Die USA wollen wieder in die bemannte Raumfahrt einsteigen. Der Flugzeughersteller Boeing soll zusammen mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX einen neuen Shuttle für die US-Weltraumbehörde NASA bauen, wie diese gestern Abend bekanntgab.

Insgesamt sind für die Entwicklung und den Bau des neuen Raumgleiters fast sieben Milliarden Dollar veranschlagt - 2017 soll es dann so weit sein. 2011 hatte die NASA das Spaceshuttle-Projekt eingestellt und ist seitdem etwa für Reisen zur Internationalen Raumstation (ISS) auf russische Sojus-Raketen und private Unternehmen angewiesen. Und auch diese Abhängigkeit kostet Geld.

Mehr dazu in „Aufregend und ehrgeizig“

Lifestyle

Richtige Bürodeko macht produktiv

Ein Blick in die Großraumbüros von New York bis Wien zeigt ein ähnliches Bild: steriles Design, funktionale Möbel, austauschbare Arbeitsplätze - und unzufriedene Mitarbeiter. Lange wurde das perfekt auf Arbeitsprozesse abgestimmte „Lean Office“ als der ideale Arbeitsplatz gesehen.

Doch aktuelle Studien belegen nun, was Psychologen schon lange fordern: Persönliche Gegenstände, Bilder und Pflanzen sorgen für eine deutlich höhere Zufriedenheit am Arbeitsplatz und damit auch eine höhere Produktivität. Doch es kommt darauf an, wer das Büro dekorieren darf.

Mehr dazu in Individualität vs. Funktionalität

Leute