Inland

Republiksjubiläum: Mahnende Worte von Fischer

Mit einem Staatsakt hat Österreich heute der Gründung der Zweiten Republik gedacht. Am 27. April 1945 unterzeichnete die provisorische Staatsregierung die Unabhängigkeitserklärung und erklärte Österreich darin zum ersten Opfer Hitler-Deutschlands. 70 Jahre später lud Bundespräsident Heinz Fischer zu den offiziellen Feierlichkeiten in die Hofburg - und erinnerte in seiner Rede daran, dass Österreicher „nicht nur Opfer“, sondern „auch rücksichtslose Täter“ waren.

Mehr dazu in Gauck als Ehrengast in Wien

Finanzausgleich: Schelling will bis Mai 2016 Abschluss

Die Verhandlungen zum Finanzausgleich zwischen Bund, Ländern und Gemeinden sind heute Nachmittag offiziell eröffnet worden. Diesmal geht es nicht nur um die Verteilung von rund 80 Milliarden Steuereinnahmen, sondern auch um eine grundsätzlichere Reform. Deshalb hat sich Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) Zeit bis Mitte 2016 genommen.

Neu auf der Agenda ist bei den aktuellen Verhandlungen eine mögliche Steuerautonomie für die Bundesländer. Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) zeigte sich diesbezüglich durchaus aufgeschlossen. In der benachbarten Schweiz habe man damit gute Erfahrungen gemacht. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) ist ebenfalls offen. Wenn man solch eine Autonomie aber angehe, dürfe es sich nicht nur um Bagatellsteuern handeln.

Ziemlich unbestritten ist, dass das äußerst komplexe System Finanzausgleich durch eine stärkere Aufgabenorientierung transparenter werden soll. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer beklagte, dass die derzeitigen Regelungen „zum Teil undurchschaubar“ seien, die Finanzströme würden wirr laufen. Mehr Verantwortung könnten seiner Meinung nach die Kommunen in der Kinderbetreuung übernehmen, Spitäler sollten dafür von Bund und Ländern allein finanziert werden.

Umfangreiche Studie über Toleranz der Österreicher

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Befreiung vom Nationalsozialismus hat das Mauthausen Komitee Österreich erhoben, wie es um die Toleranz in Österreich bestellt ist. Das Meinungsforschungsinstitut Meinungsraum.at befragte 1.000 Österreicherinnen und Österreicher zu heiklen Toleranzthemen - gegliedert in die Bereiche Sexualität, ethnische Herkunft und Hautfarbe, Religion, Geschlecht und Behinderung. Dabei zeigte sich: Bei der Religion scheiden sich die Geister.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Ausland

Berichte über schwere Gefechte in der Ostukraine

Die Kämpfe im Kriegsgebiet Donbass haben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zufolge wieder zugenommen. Bei der Ortschaft Schyrokyne hätten sich ukrainisches Militär und prorussische Separatisten den schwersten Beschuss seit dem Beginn einer offiziellen Waffenruhe Mitte Februar geliefert, teilten die OSZE-Beobachter mit.

Das Granatfeuer bei der Ortschaft in der Nähe der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer habe zwölf Stunden gedauert, sagte ein Militärsprecher am Montag in Kiew. Er warf den Aufständischen Provokationen vor. In Donezk teilte Separatistenführer Eduard Bassurin mit, das Kampfgebiet bei Schyrokyne sei größer geworden.

Im gesamten Frontbereich im Donbass sei bei Beschuss innerhalb von 24 Stunden mindestens ein Soldat getötet worden, sagte Militärsprecher Alexander Motusjanik in Kiew. Die Separatisten berichteten zudem von einem Toten in den eigenen Reihen.

Über tausend tote Zivilisten bei Kämpfen in Angola

Bei Gefechten zwischen der Polizei und Mitgliedern einer christlichen Sekte in Angola sind nach Oppositionsangaben in diesem Monat mehr als tausend Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien Männer, Frauen und Kinder, sagte der Chef der Unita-Parlamentsfraktion, Raul Danda, heute.

Eine unabhängige Bestätigung für die Darstellung war zunächst nicht zu erhalten. Der Ort des Geschehens wurde abgeriegelt. Die Polizei hatte die Zahl der getöteten Sektenmitglieder mit 13 angegeben. Bei ihnen habe es sich um Scharfschützen von Sektenchef Jose Kalupeteka gehandelt. Auch neun Polizisten seien getötet worden.

Die Regierung des afrikanischen Landes stuft die 3.000 Mitglieder zählende Sekte „Licht der Welt“, die die Apokalypse für den 31. Dezember vorhersagt, als illegale Organisation ein. Sektenführer Kalupeteka wurde bei der Polizeiaktion seinem Anwalt zufolge festgenommen. Er befinde sich an einem unbekannten Ort in Polizeigewahrsam. Vertreter von Regierung und Polizei lehnten Stellungnahmen zu den Oppositionsvorwürfen ab. Die Regierungspartei MPLA wirft der Unita vor, hinter Unruhen in der Provinz Huambo zu stecken.

Afghanische Taliban vor Einnahme von Kunduz

Die afghanischen Taliban stehen offenbar vor der Einnahme der Stadt Kunduz. Aufständische seien bereits in den Stadtbezirk Gul Tepa vorgedrungen, teilten Vertreter der Provinzregierung heute mit. Rund sechs Kilometer südlich der Stadt werde gekämpft. In der Stadt sei schweres Artilleriefeuer der afghanischen Streitkräfte zu hören.

Bei den Gefechten seien zuletzt 30 Kämpfer und Soldaten getötet worden. Auch in der gleichnamigen Provinz sind die Taliban auf dem Vormarsch. Vor der Intervention des Westens 2011 war Kunduz eine Hochburg der Islamisten.

Polen verweigert „Nachtwölfen“ weiter Einreise

Die polnischen Behörden haben den Teilnehmern der umstrittenen Motorradtour des russischen Rockerclubs „Nachtwölfe“ nach Berlin die Einreise nach Polen verweigert.

Das teilten die als kremlnah geltenden Biker heute in einem Weblog mit. Die Gruppe habe nicht die formellen Kriterien zur Einreise erfüllt, meldete die polnische Agentur PAP. Zuvor seien die rund 20 Motorradfahrer von den polnischen Beamten am Grenzübergang Terespol stundenlang gefilzt worden, beklagte der Anführer des Trosses, Andrej Bobrowski.

„Sie nehmen uns ganz schön in die Mangel, durchsuchen alle Sachen bis zu jedem T-Shirt, Schlüssel und Schraubenzieher“, sagte er der Agentur Interfax. „Jeder von uns wird einzeln befragt.“ Einigen Mitgliedern des Motorradclubs dürfte es nach Angaben der Zeitung „Gazeta Wyborcza“ (Onlineausgabe) dennoch bereits gelungen sein, die Grenze zu überqueren.

Auch Durchfahrt nach Österreich geplant

Die „Nachtwölfe“ hatten ihre Tour am Samstag in Moskau begonnen. Gestern trafen sie in Weißrussland ein. Laut dem polnischen Radiosender RMF FM hatten die ersten drei russischen Biker die polnische Grenze bei Terespol bereits überquert.

Alle drei besaßen Schengen-Visa. Auch vom Grenzübergang Slawatycze meldeten sich zwei russische Bürger auf Motorrädern. Ihre Mitgliedschaft bei den „Nachtwölfen“ wurde jedoch nicht bestätigt.

Der umstrittene russische Motorradclub plant im Rahmen seiner „Siegesfahrt“ nach Berlin auch einen Aufenthalt in Wien am 2. und 3. Mai. Aus dem Wiener Außenministerium hieß es, mit einem gültigen Schengen-Visum sei eine Einreise der russischen Biker nach Österreich möglich: „Wenn jemand ein Schengen-Visum hat, kann er reisen, wenn er keines hat, kann er nicht reisen. Dazwischen gibt’s nichts.“

Athen schickt neuen Chefunterhändler in Verhandlungen

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras zieht aus den schleppenden Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern personelle Konsequenzen.

Laut heutigen Angaben aus Regierungskreisen wird der Chefunterhändler der griechischen Delegation bei den Geldgebern ausgetauscht. Der frühere Unterhändler Giorgos Chouliarakis ersetze Nikos Theocharakis, den Vertrauten des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis.

Chouliarakis war bereits während der vorigen Regierung als Fachmann bei den Verhandlungen dabei und soll das Vertrauen der Geldgeberexperten haben. Zudem sei eine Arbeitsgruppe der griechischen Regierung für die politischen Verhandlungen mit den Geldgebern einberufen worden. Dieser gehöre auch Varoufakis an. Die Koordination werde aber der stellvertretende Außenminister Euklides Tsakalotos haben.

Nach Spekulationen über eine bevorstehende Ablösung sprach Tsipras unterdessen seinem Finanzminister Varoufakis gleichzeitig das Vertrauen aus. Wie es aus Regierungskreisen hieß, sei Varoufakis zur „Zielscheibe der internationalen Presse“ geworden. Er bewege sich aber im Rahmen der kollektiven Entscheidungen der Regierung und werde weiterhin „für eine nachhaltige Lösung arbeiten“.

Sudan: Präsident Baschir mit 94 Prozent wiedergewählt

Der umstrittene Langzeitpräsident des Sudan, Omar al-Baschir, hat die Präsidentenwahl in dem ostafrikanischen Land mit haushohem Vorsprung gewonnen und bleibt damit weitere fünf Jahre im Amt. Der 71-Jährige, der seit einem Putsch im Jahr 1989 an der Macht ist, habe bei der viertägigen Wahl Mitte April rund 94 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission NEC heute mit.

Sein Sieg galt als sicher, da politisch Andersdenkende systematisch unterdrückt werden. Die großen Oppositionsparteien hatten die Wahl boykottiert. Baschir hatte 15 Mitbewerber, die jedoch in dem Wüstenstaat völlig unbekannt sind. Der Zweitplatzierte bekam nach NEC-Angaben 1,43 Prozent der Stimmen.

Von den 13 Millionen Wahlberechtigten seien 46,4 Prozent zu den Urnen gegangen, hieß es weiter. Beobachter halten diese Zahl für zu hoch, da in den Wahllokalen fast überall gähnende Leere herrschte und viele Wähler entschieden hatten, nicht an der Abstimmung teilzunehmen. Wahlbeobachter der Afrikanischen Union (AU) hatten erklärt, vermutlich seien nur 30 bis 35 Prozent der Sudanesen wählen gegangen.

Schleswig-Holstein erwägt Dänisch als weitere Amtssprache

Platt, Friesisch und Dänisch sollen offizielle Amtssprachen im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein werden. Es gebe entsprechende Pläne, sagte ein Sprecher des Innenministeriums heute in Kiel. Wann sich das Kabinett mit dem Thema befasse, sei aber noch unklar.

Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Der Vorstoß sei Teil des Handlungsplans Sprachenpolitik, zitiert die Zeitung die Landesminderheitenbeauftragte Renate Schnack.

Nach der bisherigen Formulierung im Landesverwaltungsgesetz ist die einzige Amtssprache in Schleswig-Holstein Deutsch. Das bedeutet, Behörden können eine Übersetzung verlangen, wenn in einer fremden Sprache beispielsweise Anträge gestellt oder Urkunden vorgelegt werden. In begründeten Fällen kann sogar die Vorlage einer beglaubigten Übersetzung gefordert werden. Künftig soll das den Plänen zufolge etwa für Beschwerden und Bauanträge zumindest auf Plattdeutsch, Friesisch oder Dänisch kostenfrei für den Bürger sein.

Wirtschaft

China mit weltweit zweitgrößter Weinanbaufläche

China ist inzwischen nach Spanien und vor Frankreich das Land mit der zweitgrößten Weinanbaufläche der Welt. Im vergangenen Jahr wurde in China auf insgesamt 799.000 Hektar Wein angebaut, wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) heute in Paris mitteilte. Spanien lag mit 1,02 Millionen Hektar Rebfläche auf dem ersten Platz, Frankreich mit 792.000 Hektar auf Platz drei.

In Europa werden seit Jahren die Weinanbauflächen reduziert, um die Qualität der Weine zu steigern - nicht aber in Ländern wie China. Bei der Weinproduktion indes liegt Frankreich mit großem Abstand vor China auf dem ersten Platz: Im vergangenen Jahr wurden in dem Land 46,7 Millionen Hektoliter Wein produziert.

In Italien waren es laut den noch nicht endgültigen OIV-Zahlen 44,7 Millionen, in Spanien 41,6 Millionen Hektoliter. In China wurden 2014 knapp 11,2 Millionen Hektoliter Wein produziert, die Volksrepublik liegt damit international auf dem achten Platz.

EZB kaufte Staatsanleihen für 85 Milliarden Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt ihr über eine Billion Euro schweres Programm zum Kauf von Staatsanleihen voran. In den ersten sieben Wochen des festgelegten Zeitraums erwarben die Währungshüter für insgesamt 85 Milliarden Euro öffentliche Schuldtitel, wie die EZB heute mitteilte. In der Zahl sind bis zum 24. April abgewickelte Käufe enthalten. Die EZB gibt wöchentlich Auskunft über den aktuellen Stand.

Pro Monat wollen die EZB und die nationalen Notenbanken Papiere im Umfang von rund 60 Milliarden Euro erwerben. Darin sind auch Pfandbriefe („Covered Bonds“) und Hypothekenpapiere („ABS“) enthalten. Die Währungshüter starteten ihr Kaufprogramm am 9. März. Bis September 2016 wollen sie Wertpapiere im Gesamtumfang von rund 1,14 Billionen Euro erwerben.

EZB-Präsident Mario Draghi will mit dem in der Fachwelt „Quantitative Easing“ (QE) genannten geldpolitischen Schritt die Kreditvergabe der Banken anschieben und damit der angeschlagenen Konjunktur in der Euro-Zone wieder auf die Beine helfen.

Steuersünder zahlten im Vorjahr 132 Mio. an Strafen

Im Jahr 2014 sind 131,7 Millionen Euro an Strafzahlungen, die Steuersündern abgeknöpft worden sind, an den österreichischen Staat geflossen. Die Summe umfasst die von den Verwaltungsbehörden und von den Gerichten festgesetzten Strafen. Sie war mehr als doppelt so hoch wie 2013 (58,35 Mio. Euro). Dabei ist die Zahl der mit Bestrafung oder Verwarnung abgeschlossenen Fälle gesunken - von 9.458 auf 9.009.

Das geht aus einer Anfragebeantwortung des Finanzministers auf eine Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Walter Schopf und Dietmar Keck hervor, die sich nach den Strafen gemäß Finanzstrafgesetz erkundigten. 1.077 Fälle wurden 2014 eingestellt.

Die eingehobenen Strafen wegen Abgabenverkürzungen waren in den vergangenen Jahren stetig gesunken: 2005 etwa waren 179,5 Millionen Euro kassiert worden, im Jahr 2010 dann 140,5 Millionen. 2011 lag die Summe unter der 100-Millionen-Marke, bei 83,9 Mio. Euro, und 2012 bei 70 Mio. Euro.

China will Zahl der Staatskonzerne reduzieren

Die chinesische Regierung will einem Medienbericht zufolge die Zahl staatseigener Großkonzerne durch Zusammenschlüsse drastisch reduzieren. Von derzeit 112 derartigen Konglomeraten sollen am Ende nur noch 40 übrig bleiben, wie die staatliche Zeitung „Economic Information Daily“ heute berichtete.

Ziel sei es, die heimische Wirtschaft auf den internationalen Märkten schlagkräftiger zu machen. Die Fusionen sollten zunächst in hart umkämpften Schlüsselbranchen forciert werden. Das Blatt verwies auf das milliardenschwere Zusammengehen der beiden Zugshersteller CNR und CSR, die gemeinsam bessere Chancen im Wettstreit mit Rivalen wie Siemens und Bombardier haben sollen.

Präsident Xi Jinping will den schwerfälligen Staatssektor auf Vordermann bringen. Wichtig sei allerdings, bei den Zusammenschlüssen Korruption und das Ausschlachten von Unternehmen zu vermeiden, berichtete die Zeitung weiter. Zu den Konglomeraten im Besitz der Zentralregierung gehörten 277 börsennotierte Firmen mit einer Marktkapitalisierung von zusammen umgerechnet mehr als 1,5 Billionen Euro.

EU plant Alkoholsperren in Fahrzeugen

Die EU-Kommission drängt auf die generelle Einführung von Alkoholsperren in Fahrzeugen. Damit soll für betrunkene Autolenker das Starten des Fahrzeugs verhindert werden.

Die entsprechende Richtlinie für einheitliche Alkolockgeräte soll am 15. Mai in Kraft treten. Ob die Staaten diese dann einführen oder nicht, bleibt aber eine nationale Entscheidung.

Es gebe bereits in einigen Staaten derartige technische Einrichtungen. Allerdings seien sie unterschiedlich. Nun soll EU-weit ein einheitliches technisches System vereinbart werden, mit dem eine generelle Einführung leichter werden könnte.

Die vier „Killer“

Die EU-Kommission unterstrich heute die Notwendigkeit der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit. Alkohol am Steuer sei neben überhöhter Geschwindigkeit, dem Nichtanlegen von Sicherheitsgurten und der Nichtbeachtung von Ampeln einer der vier „Killer“, die 75 Prozent der Straßentoten verursachten.

Auch Warnetiketten im Gespräch

Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch stehen auch Warnetiketten auf alkoholischen Getränken zur Debatte. Heute Abend diskutieren die Abgeordneten in Straßburg über eine entsprechende EU-Strategie. Verlangt wird eine EU-weite Etikettierung, mit der Konsumenten vor den Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft und am Steuer gewarnt werden.

Sport

Bundesliga: Dreikampf um Platz zwei spitzt sich zu

Da Titelverteidiger Red Bull Salzburg mit großen Schritten dem neuerlichen Meistertitel entgegeneilt, wird die Bundesliga ihre Spannung in den nächsten Wochen vor allem aus dem packenden Dreikampf um Rang zwei beziehen.

Denn der Heimsieg von Aufsteiger Altach über die Austria und die Punkteverluste von Rapid und Sturm haben das Rennen um den zweiten Champions-League-Qualifikationsplatz noch einmal angeheizt. Schon am Sonntag (16.30 Uhr, live in ORF eins) kommt es in der ausverkauften UPC-Arena in Graz zum Schlüsselspiel zwischen Sturm und Rapid.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: „Boring“-Rufe machen Mourinho wütend

Nach dem 0:0 gestern im Spitzenspiel gegen Arsenal ist Chelsea der Meistertitel kaum noch zu nehmen. Coach Jose Mourinho war trotzdem wütend, denn die „Boring“-Sprechchöre der Arsenal-Fans aufgrund der destruktiven Spielweise der „Blues“ brachten den Portugiesen auf die Palme.

Der 52-Jährige wehrte sich aber in bewährter Manier und verwies auf die lange Titeldurststrecke der „Gunners“ in der Premier League. „Das ist sehr langweilig“, traf der Mourinho-Konter mitten ins Arsenal-Herz.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Golf: Wiesberger bereit für nächstes Highlight

Bernd Wiesberger hat sich mit Rang 33 in New Orleans für die anstehende Matchplay-Championship „aufgewärmt“. Obwohl der Österreicher bei der Zurich Classic alle vier Runden unter 70 spielte, blieben ihm beim „Bestschießen“ in Louisiana am Ende mit 13 unter Par nur ein Platz im Mittelfeld und 39.000 Dollar Preisgeld. Der Sieg ging mit dem Turnierrekord von 22 unter Par an Justin Rose (ENG).

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Atomreaktor in Taiwan nach Feuer abgeschaltet

Nach einem Brand durch einen defekten Transformator musste ein Reaktorblock eines Kernkraftwerkes im Süden von Taiwan abgeschaltet werden.

Das Feuer außerhalb des nuklearen Bereichs des Atommeilers in Pingtung sei innerhalb von 17 Minuten gelöscht worden, berichtete der Betreiber Taiwan Power Company (Taipower). Es sei keine Radioaktivität ausgetreten.

Debatte in Sozialen Netzwerken

Auch sei der andere Reaktorblock normal in Betrieb geblieben. Es war der zweite Zwischenfall dieser Art in zwei Jahren in dem Kraftwerk, berichtete die Nachrichtenagentur CNA. Der Brand löste in Sozialen Netzwerken der demokratischen Inselrepublik heftige Diskussionen über die Risiken aus. Taiwan hat drei Atomkraftwerke und bezieht rund ein Sechstel seines Stroms aus der Kernenergie. Das 1985 in Betrieb genommene Atomkraftwerk ist der jüngste Meiler Taiwans.

Bei dem letzten Unfall 2013 konnte der Reaktor erst 85 Tage später wieder angefahren werden. Diesmal soll es innerhalb von zwei Wochen möglich sein, wie Taipower mitteilte.

Einkaufszentrum in Kopenhagen in Flammen

Ein Großbrand hat heute in einem Einkaufs- und Erlebniszentrum nahe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gewütet. Meterhohe Flammen und eine Rauchwolke stiegen am Nachmittag aus dem Gebäude in Hellerup auf. Mehrere Etagen brannten lichterloh.

„Der Brand ist explosionsartig entstanden und hat sich auf das Nachbargebäude ausgebreitet“, sagte der Leiter des Erlebnismuseums Experimentarium, Kim Herlev. Das Feuer sei während Dacharbeiten ausgebrochen, zwei Arbeiter seien leicht verletzt worden.

Weil sowohl das Shoppingcenter als auch das Experimentarium wegen der Renovierung geschlossen waren, waren keine Besucher in Gefahr.

Science

Religion

Regensburger Domspatzen arbeiten Missbrauch auf

Das renommierte Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen lässt die jahrelangen sexuellen Übergriffe und körperliche Gewalt in dem weltbekannten Knabenchor von einem unabhängigen Gutachter aufklären. Die Diözese Regensburg war seit 2010 intensiv mit der Aufarbeitung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs und der Körperverletzung in kirchlichen Einrichtungen beschäftigt. Die Opferzahl liegt bei etwa 80 Personen.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Gesundheit

Kultur

Digitales Kino: Der neue Job der Filmvorführer

Sie sind so etwas wie die DJs des bewegten Bildes gewesen. Statt aufzulegen, legten sie die Filmrollen ein, passten den richtigen Moment ab und schärften händisch nach. Mit der Umstellung der Kinos auf die digitale Projektion hat sich ihr Beruf von Grund auf verändert. Was machen Filmvorführer eigentlich heute? ORF.at traf am Rande des Linzer Festivals Crossing Europe zwei von ihnen zum Gespräch.

Mehr dazu in news.ORF.at/crossingeurope

Crossing-Europe-Doku: Renommierter Maler und obdachlos

Waleri Liaschkewitsch ist ein renommierter Maler, der als Obdachloser auf dem Bahnhof der weißrussischen Stadt Gomel lebt. Mit „Perekrestok“ („Kreuzung“) hat Anastasija Miroschnitschenko dem alten Mann, dessen Werke in Museen und Galerien nicht nur in Weißrussland ausgestellt werden, ein filmisches Denkmal gesetzt, das nun beim Festival Crossing Europe in Linz zu sehen ist.

Mehr dazu in News.ORF.at/crossingeurope

Song Contest

Deutschlands Ann Sophie: Angriff aus der zweiten Reihe

Die Sängerin Ann Sophie vertritt nach dem turbulenten Vorentscheid Deutschland beim Song Contest. Die in London geborene Künstlerin spricht im Interview über Zukunftspläne und darüber, warum sie versucht, bei Entscheidungen auf ihr Herz zu hören. Die Aufregung darüber, dass sie als eigentlich Zweitplatzierte des Vorentscheids geschickt wird, hat sich bei ihr schnell gelegt. Für die Platzierung beim Bewerb selbst will sie sich so wenige Gedanken wie möglich machen - ein Ziel hat sie freilich trotzdem.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at