Ausland

Terrorgruppe ETA verspricht „glaubwürdige“ Entwaffnung

Rund zwei Jahre nach ihrem Gewaltverzicht will die baskische Terrorgruppe ETA offenbar mit ihrer Entwaffnung fortfahren. Wie spanische Tageszeitungen heute in ihren Onlineausgaben veröffentlichten, bestätigten Anti-Terror-Spezialisten der spanischen Polizei, die Terrororganisation wolle bereits nach dem Sommer eine „glaubwürdigere“ Waffenniederlegung als im vergangenen Februar durchführen.

Spanien erkennt CIV-Kommission nicht an

Anfang des Jahres hatten Experten der internationalen Kommission zur Überwachung des Waffenstillstands (CIV) in Bilbao erklärt, die ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit) habe im Jänner „eine gewisse Menge an Waffen versiegelt und unbenutzbar gemacht“. Als Beweis diente ein Video, auf dem vermummte Bandenmitglieder einem CIV-Experten ein paar unbrauchbar gemachte Pistolen und Panzerfäuste zeigten.

Die spanische Regierung, welche die bereits 2011 gebildete CIV-Kommission nicht anerkennt, bezeichnete die Entwaffnung als „Theater“. „Wenn sie wirklich die Waffen abgeben wollen, dann sollen sie sie abgeben, das ist sehr einfach“, erklärte damals Spaniens Außenminister Jorge Fernandez Diaz (PP). Die Terrorbande müsse nun „einfach alle Waffen abgeben und endlich von der Bildfläche verschwinden“, kritisierte auch Elena Valenciano, Generalsekretärin der sozialistischen Oppositionspartei PSOE.

Polizei soll Teilentwaffnung mitverfolgen

Wie die spanischen Anti-Terrorspezialisten sagen, soll es nun zwar erneut nicht zur Abgabe sämtlicher Waffen kommen. Dennoch wollen die Terroristen anscheinend die zweite Teilentwaffnung unter Kontrolle einer neuen internationalen Beobachtergruppe durchführen, die vom ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan geleitet werden könnte.

Außerdem soll die Teilentwaffnung diesmal auch von Vertretern der spanischen Polizei mitverfolgt werden können. Die Anti-Terrorexperten vermuten hinter dem Schritt einen erhöhten Druck der separatistischen Baskenparteien, die sich von dieser Geste eine Verbesserung ihrer Wahlchancen bei den 2015 stattfindenden Lokalwahlen im Baskenland versprechen.

Die ETA hatte im Oktober 2011 nach fast 50 Jahren das Ende ihres bewaffneten Kampfes für die Unabhängigkeit des Baskenlandes verkündet. Im November desselben Jahres erklärten sie ihre Bereitschaft zur Abgabe ihrer Waffen. Bisher hatten sie aber keine konkreten Schritte zur Entwaffnung unternommen. Mehr als 800 Menschen fielen dem Unabhängigkeitskampf der ETA zum Opfer.

Iran-Konflikt: Nächste Atomkonferenz in New York

Die nächste Atomkonferenz auf Expertenebene wird vom 5. bis zum 9. Mai am UNO-Sitz in New York stattfinden. Die Ergebnisse der Expertenrunde werden dann am 13. Mai in Wien auf politischer Ebene zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland überprüft. Das sagte der iranische Vizeaußenminister, Abbas Araghchi, heute dem Fernsehsender IRIB.

In der iranischen Presse wird darüber spekuliert, dass die Verhandlungen in Wien diesmal voraussichtlich länger als die üblichen zwei Tage dauern werden. Grund dafür sei, dass beide Seiten den Entwurf der für den 20. Juli geplanten endgültigen Einigung ohne Zeitdruck vorbereiten wollen.

Mord an Ex-IRA-Führer: Festnahme in Belfast

Nach dem Mord an einem früheren Führungsmitglied einer IRA-Splittergruppe am Karfreitag ist in Belfast ein 26-Jähriger festgenommen worden. Der Mann werde derzeit verhört, teilte die nordirische Polizei heute mit. Das 43 Jahre alte Opfer war am Vortag auf einem Industriegelände im früher umkämpften Westen Belfasts erschossen worden.

Zuvor soll es Todesdrohungen gegen den Mann aus den eigenen Reihen gegeben haben. Er hatte früher zum Führungskader der Continuity IRA (CIRA) gehört und sechs Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis verbracht.

Der Karfreitag als hoher christlicher Feiertag hat große Symbolkraft für die Katholiken im Nordirland-Konflikt, in dem sich bis heute republikanische Katholiken und probritische Protestanten gegenüberstehen. Zuletzt hatte es bei den republikanischen Rebellen immer wieder interne Graben- und Machtkämpfe gegeben. Der nordirische Regierungschef Peter Robinson verurteilte den Mord.

Mindestens 14 Tote bei Drohnenangriff im Jemen

Bei einem Drohnenangriff sind im Jemen laut arabischen Medienberichten mindestens 14 Menschen getötet worden. Wie das jemenitische Nachrichtenportal Marib Press berichtete, galt der Luftschlag einem Fahrzeug, das mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen transportierte.

Zwölf von ihnen seien bei der Attacke ums Leben gekommen. Außerdem starben zwei Unbeteiligte, die zufällig heute in der Provinz Al-Baida in ihrem Fahrzeug auf der Straße unterwegs waren. Fünf Menschen wurden dem Bericht zufolge verletzt.

Die südliche Provinz al-Baida gilt als Hochburg der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Das Militär geht schon seit Jahren mit Hilfe von US-Drohneneinsätzen gegen die bewaffneten Gruppen vor. Doch nach wie vor kommt es fast täglich zu Überfällen, Anschlägen und Entführungen.

Streit über Film: Ägyptens Oberzensor zurückgetreten

Der Leiter der Zensurbehörde in Ägypten ist wegen eines Streits über einen freizügigen Film zurückgetreten. Er protestierte damit laut Medienberichten gegen eine Order von Ministerpräsident Ibrahim Mahlab, wonach die ägyptischen Kinos den Film mit der libanesischen Sängerin und Schauspielerin Haifa Wehbe aus dem Programm nehmen müssen.

Das Gesellschaftsdrama „Halawet Ruh“ handelt von einer alleinerziehenden Mutter, die in einem ägyptischen Arbeiterviertel lebt und den Nachbarn den Kopf verdreht. Die Zensurbehörde hatte den Film vor dem offiziellen Kinostart am 8. April für erwachsenes Publikum zugelassen. Doch viele Ägypter empörten sich über das „pornografische“ Werk.

Der nun zurückgetretene Behördenleiter und Filmemacher Ahmed Awaad sagte dem privaten Fernsehsender CBC 2, dass er sich nicht nur als Mitarbeiter der Zensurbehörde, sondern auch als Künstler zum Rücktritt veranlasst gesehen habe.

Moskau plant Webüberwachung von Schülern

Das russische Bildungsministerium soll derzeit eine weitreichende Überwachung der Internetnutzung von Schülern und Studenten planen. Die Leiter von Bildungseinrichtungen sollen dazu verpflichtet werden, die persönlichen Websites von Schülern, Studenten und auch des eigenen Kollegiums zu überwachen und Berichte über alle anzulegen, die „zum Übertreten der Regeln neigen“. Erkenntnisse über auffälliges Verhalten sollen dem Inlandsgeheimdienst FSB zugeleitet werden, um „Terroraktivitäten“ zu bekämpfen, hieß es gestern.

Der Chef der Lehrergewerkschaft, Andrej Demidow, sagte in einer ersten Reaktion, es handle sich „entweder um eine bürokratische Groteske“ oder um den Versuch, alle Schüler und Lehrer zu überwachen, die „die aktuelle Regierung nicht unterstützen“. Das Bildungsministerium erklärte daraufhin, vorerst befinde sich das Gesetzesvorhaben im „Stadium der öffentlichen Diskussion“.

Inland

Bildung: ÖVP beharrt auf Einsparvolumen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat bei den Sparmaßnahmen im Bildungsbereich die Notbremse gezogen. Koalitionspartner ÖVP gibt sich zurückhaltend. Eines wird aber festgehalten: Die Gesamteinsparsumme - knapp 120 Millionen Euro für zwei Jahre - ist für die Volkspartei nicht verhandelbar.

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SPÖ fordert Rücknahme von Sparvorgaben

Auch bei der SPÖ herrscht eher Zurückhaltung. Lediglich SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann stellt klare Forderungen. So soll etwa Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) die Sparvorgaben zumindest teilweise zurücknehmen.

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Alternative Sparmaßnahmen

Heinisch-Hosek zog gestern nach heftigen Protesten - auch aus den eigenen Reihen - die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich wieder zurück. „Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden, denn das Finanzministerium beharrt auf der vereinbarten Einsparungssumme.

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Strache sieht Putin als „lupenreinen Demokraten“

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin verteidigt. Dieser sei „mit Sicherheit ein reiner Demokrat, aber mit einem autoritären Stil“, meinte Strache im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe) auf die Frage, ob er den Kreml-Chef für einen „lupenreinen Demokraten“ halte.

Als Letzteren hatte der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Putin einst bezeichnet. Putin sei als Präsident durch die Verfassung - wie in den USA - mit einer großen Machtfülle ausgestattet, so Strache. Er versuche aus seinem Blickwinkel heraus, die russischen Interessen zu bewahren. So würde US-Präsident Barack Obama auch vorgehen.

Erneut Kritik übte Strache an der österreichischen Außenpolitik. „Österreich ist von der Verfassung her neutral, wir verhalten uns aber in diesem Konflikt nicht als neutraler Staat“, kritisierte er einmal mehr. Die Eskalation in der Ukraine sei „von der EU und den USA provoziert“ worden, da solle und dürfe man als neutraler Staat nicht mitmachen. Es müsse doch jedem neutralen Beobachter sauer aufstoßen, mitanzusehen, wie die EU und die USA „mit Putschisten gemeinsame Sache machen“, so der FPÖ-Obmann.

Salzburger Polizei für Bettelverbot

Die Polizei in der Stadt Salzburg fordert jetzt neuerlich ein generelles Bettelverbot - auch wenn das vom Verfassungsgerichtshof bereits schon einmal gekippt wurde. Die ÖVP ist dafür, Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) dagegen.

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Sport

Fußball: Im Sog des deutschen Abstiegsstrudels

Gleich vier Vereine kämpfen in der deutschen Bundesliga um Platz 15 und den Klassenerhalt. Mittendrin sind auch Martin Harnik mit dem VfB Stuttgart und Emanuel Pogatetz mit dem 1. FC Nürnberg, der es in der 31. Runde mit Leverkusen zu tun bekommt.

Stuttgart ist gegen Schalke 04 gefordert. Schlusslicht Braunschweig steht gegen Meister Bayern München, der ohne den erkrankten David Alaba das Auslangen finden muss, vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Vierter Club im Sog des Abstiegsstrudels ist der HSV, der gegen Wolfsburg um seine Existenz in der Bundesliga kämpft. Aus dem Schneider sind aber auch Bremen und Freiburg noch nicht.

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Eishockey: Junge ÖEHV-Cracks auf dem Prüfstand

Das Duell mit der Ukraine könnte für Österreichs Nationalteam morgen (5.30 Uhr MESZ, live in ORF Sport + und im Livestream) zum Auftakt der Eishockey-B-WM schon vorentscheidend sein. Die verjüngte Mannschaft von ÖEHV-Headcoach Manny Viveiros steht in Südkorea also von Beginn an auf dem Prüfstand.

„Das ist die Chance für junge Spieler, aufzuzeigen und den nächsten Schritt zu machen“, erwartet sich Viveiros nach Olympianachwehen, Absagen und Rücktritten einen positiven Schub. Auf dem Weg in die A-Gruppe sei die völlig offene Partie gegen die Ukraine jedenfalls „richtungsweisend“.

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Wirtschaft

OMV-Chef Roiss warnt vor russischem Gasboykott

OMV-Chef Gerhard Roiss hat heute im Ö1-Magazin „Im Journal zu Gast“ die EU zum Dialog mit Russland aufgerufen. „Wir können alle nicht abschätzen, was es heißt, wenn kein Gas mehr aus Russland kommt“, so Roiss. Österreich könne zwar eine Alternativversorgung aufbauen, weitere Lieferstrecken würden aber die Gaspreise erhöhen. Sehr schwer würde es für jene EU-Länder, die zu 100 Prozent von russischem Gas abhängig sind.

Roiss erinnerte an den Spruch „Wo Handel getrieben wird, gibt es keinen Krieg“ - und mit Russland gebe es seit Jahren gewachsene Wirtschaftsbeziehungen, die Handelsbilanzen seien ziemlich ausgeglichen. Man dürfe nicht vergessen, dass die Wirtschaftswelt nicht nur arbeitsteilig, sondern auch ressourcenteilig funktioniere.

Die Krise zeige aber, dass es notwendig sei, die Gasproduktion in Europa zu forcieren, dazu bedürfe es Investitionen, sagte Roiss. Es bedürfe einer europäischen Energiepolitik, derzeit habe sogar jedes Bundesland seine eigenen Ansprüche.

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Korruptionsvorwürfe: Chinesischer Topmanager gefeuert

Chinas Führung kann in ihrem Feldzug gegen die Korruption einen weiteren prominenten Fang aus der Wirtschaft präsentieren. Der Vorstandsvorsitzende des mächtigen staatseigenen Mischkonzerns China Resources, Song Lin, hat seinen Posten verloren, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute mitteilte.

Xinhua berief sich auf Angaben aus dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei. Begründet wird der Rausschmiss mit dem Verdacht „ernsthafter Disziplin- und Gesetzesverstöße“. So werden im Parteijargon Korruptionsvergehen bezeichnet.

Bereits am Donnerstag hatten behördliche Ermittlungen gegen Song begonnen. Angestoßen wurden sie durch Äußerungen eines Journalisten, der dem Topmanager öffentlich Geldwäsche vorwarf. Song hatte das energisch zurückgewiesen. China Resources ist eine Holdinggesellschaft, die eine große Gruppe von Unternehmen unterschiedlicher Branchen wie Energieerzeugung, Immobilienindustrie und Einzelhandel zusammenfasst.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat den Kampf gegen Bestechlichkeit in Partei und Wirtschaft zu einem Schwerpunkt seiner politischen Agenda erklärt. Er versprach, mit gleicher Härte gegen Spitzenkräfte („Tiger“) wie gegen kleinere Funktionäre („Fliegen“) vorzugehen.

Kfz-Versicherungen bei Autohändlern meist teurer

Es ist bequem, nach dem Autokauf die Kfz-Versicherung gleich im Autohaus abzuschließen. Die Bequemlichkeit hat aber ihren Preis.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat Versicherungsangebote von Autohändlern mit Angeboten auf Online-Versicherungsplattformen verglichen. Die meisten sind teurer. Aufschläge und unnötige Zusatzleistungen treiben die Prämie in die Höhe.

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Chronik

Interpol fahndet nach Wiener Mädchen in Syrien

Nach den beiden seit über einer Woche abgängigen Wiener Mädchen, die sich nach eigenen Angaben auf den Weg nach Syrien machten, um dort im Bürgerkrieg zu kämpfen, fahndet nun auch die internationale Polizeiorganisation Interpol. Damit bestätigte Polizeisprecher Roman Hahslinger gegenüber der APA heute entsprechende Medienberichte. Weitere Angaben konnte Hahslinger nicht verifizieren.

Die abgängigen Jugendlichen sollen sich nach Angaben der britischen Zeitung „Daily Mail“ (Onlineausgabe), die sich auf österreichische Behörden berufen, bereits in einem Trainingscamp befinden, bereits verheiratet sein und in den Häusern ihrer jeweiligen Ehemänner leben. Entsprechende Berichte darüber gebe es auch auf der Facebook-Seite der Mädchen bzw. ihrem Blog.

Im Internet sollen die beiden Minderjährigen außerdem gepostet haben: „Wir fürchten nicht den Tod, der Tod ist unser Ziel.“ Die Familien der beiden bosnischstämmigen Mädchen bezweifeln nach Angaben der Tageszeitung „Kurier“ und „Österreich“ die Echtheit der Postings. Der genaue Aufenthaltsort der 15-jährigen Samra K. und der 16-jährigen Sabina S. ist derzeit unklar. Am Donnerstag vergangener Woche verließen sie Österreich per Flugzeug Richtung Türkei, von wo aus sie nach Syrien reisen wollten, wie die Mädchen in einem Abschiedsbrief ankündigten.

Lawine auf Mount Everest: Keine Hoffnung auf Überlebende

Nach dem schweren Lawinenunglück auf dem Mount Everest haben die Rettungskräfte keine Hoffnung mehr auf Überlebende. „Es ist ausgeschlossen, dass wir die vier vermissten Männer lebend finden“, sagte heute ein Vertreter des Tourismusministeriums in Kathmandu, Dipendra Paudel. Die Vermissten seien bereits länger als 24 Stunden im Schnee eingeschlossen.

Die nepalesischen Bergführer waren gestern verschüttet worden. Bisher wurden zwölf Leichen geborgen. Sieben Sherpas wurden nach Behördenangaben gerettet. Es handelt sich um das bisher schlimmste Unglück auf dem höchsten Berg der Welt.

Die Männer - Einheimische, die für internationale Expeditionsagenturen tätig waren - hatten offenbar keine Zeit, die Gefahr zu erkennen, in der sie sich befanden. Vor ihnen hatten offenbar bereits Dutzende Träger die betreffende Passage überquert - bei scheinbar perfekten Bedingungen.

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Zwei Tote bei nächtlichem Angriff im Osten Belgiens

Im Osten Belgiens hat ein Unbekannter in der Nacht auf heute Schüsse abgefeuert und dabei einen zehnjährigen Buben sowie einen Mann tödlich getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, ereignete sich der Angriff in Vise nahe Lüttich. Zudem wurde eine Frau schwer verletzt.

Das Motiv für die Tat und die Zusammenhänge waren zunächst nicht klar. „Ein in einem Auto sitzender Mann schoss auf einen Mann, eine Frau und einen Buben, die auf dem Heimweg waren“, sagte der Bürgermeister des Orts an der belgisch-niederländischen Grenze, Marc Neven.

Der Bub sei unmittelbar getötet worden, der Mann, der nicht der Vater des Buben sei, sei seinen schweren Verletzungen später erlegen. Die verletzte Frau ist eine Patin des getöteten Kindes. Den Behörden waren keine familiären Probleme bekannt, die den Angriff erklären könnten.

OÖ: Kind von Minitraktor überrollt

Zu einem schweren Unfall mit einem Kleinkind ist es am Vormittag in Bad Zell (Oberösterreich) gekommen. Ein eineinhalb Jahre altes Kind ist auf dem Hof der Eltern von einem sogenannten Hoftrak überrollt und verletzt worden.

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Fassadenkletterer in Linz zwölf Meter abgestürzt

In Linz ist gestern ein Fassadenkletterer rund zwölf Meter abgestürzt. Der Mann kletterte bei einem Mehrparteienhaus an der Dachrinne entlang bis zum dritten Stock und verlor dann den Halt. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht.

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Tödliches Feuer: Wiener bestreitet Brandstiftung

Über den mutmaßlichen Brandstifter vom Hohen Markt ist am Donnerstag die U-Haft verhängt worden. Der „Mietnomade“ soll den Brand in der Wiener City gelegt haben, bei dem eine 23-Jährige starb. Die Polizei griff den stark alkoholisierten Mann in Wien-Landstraße auf.

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Science

Alte Wiener WU wird BOKU-Ersatzstandort

Die Universität für Bodenkultur (BOKU) platzt aus allen Nähten. Seit 2004 hat sich die Zahl der Studenten verdreifacht. Zudem sind die Gebäude desolat und müssen saniert werden. Rund 3.000 Studenten weichen nun in die alte WU aus.

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Stammzellen aus Hautzellen von Erwachsenen geklont

Forscher in den USA haben nach eigenen Angaben erstmals durch ein Klonverfahren aus Hautzellen von Erwachsenen embryonale Stammzellen erzeugt. Die Autoren der auf der Website der Fachzeitschrift „Cell Stem Cell“ veröffentlichten Studie beschrieben ihre Ergebnisse als großen Fortschritt bei den Bemühungen, durch geklonte Stammzellen neue Behandlungsmethoden für diverse Krankheiten zu entwickeln.

Zugleich dürfte ihre Arbeit die Ethikdebatte über das therapeutische Klonen neu befeuern. Das Forscherteam um Robert Lanza von der im US-Bundesstaat Massachusetts ansässigen Firma Advanced Cell Technology entfernte das Erbmaterial aus einer Eizelle und ersetzte es mit der DNA einer erwachsenen Hautzelle. Anschließend setzten sie mit einem Stromstoß die Zellteilung in Gang. Die daraus entstandenen Stammzellen waren genetisch identisch mit dem Spender der Hautzelle.

Wissenschaftler im US-Bundesstaat Oregon hatten das Verfahren im vergangenen Jahr bereits erfolgreich mit Hautzellen eines Säuglings angewendet. Nun gelang das Klonen auch mit den Zellen eines 35-Jährigen und eines 75-Jährigen. Das „Reprogrammieren“ von Eizellen sei im Fall von Erwachsenen schwieriger, schrieben die Autoren um Lanza.

Privater Raumtransporter „Dragon“ auf dem Weg zur ISS

Nach mehrfachem Aufschub ist der private Raumtransporter „Dragon“ gestern erfolgreich zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die Trägerrakete mit der unbemannten Raumkapsel hob um 15.25 Uhr (Ortszeit, 21.25 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Mehrere Probleme verzögerten Start

Die „Dragon“ soll 2,2 Tonnen Nachschub zur ISS bringen, unter anderem sind ein neuer Raumanzug und Material für wichtige wissenschaftliche Experimente an Bord. Der Versorgungsflug der Raumkapsel des Unternehmens SpaceX war ursprünglich bereits für Mitte März geplant gewesen, hatte sich aber verzögert. Eine Computerpanne auf der ISS hatte den Start gefährdet, außerdem machte ein Helium-Lck an der Falcon-9-Trägerrakete Probleme.

Die Privatfirmen SpaceX und Orbital Sciences fliegen für die NASA Nachschub zur ISS, seit die US-Raumfahrtbehörde ihr Shuttle-Programm 2011 nach 30 Jahren eingestellt hatte. Der erste Versorgungsflug fand 2012 statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte.

Kultur

Empörung über Politiker-Tweet zum Tod von Garcia Marquez

Eine Nachricht einer kolumbianischen Politikerin zum Tod des Literaturnobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez auf dem Onlinedienst Twitter hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die rechtsgerichtete Abgeordnete Maria Fernanda Cabal veröffentlichte ein Bild des Schriftstellers und des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro mit dem Satz: „Bald werden sie gemeinsam in der Hölle sein.“

Parteispitze distanziert sich

Gestern löschte sie den Tweet wieder. Cabals Partei Centro Democratico, der auch Ex-Präsident Alvaro Uribe angehört, schrieb in einer Stellungnahme: „Unsere Bewegung bekräftigt ihren Stolz auf das ausgezeichnete Werk dieses Kolumbianers, der in die Annalen eingegangen ist und das Vaterland auf den Gipfel der klassischen Literatur geführt hat.“

Wegen seiner Unterstützung der kubanischen Revolution und seiner langjährigen Freundschaft mit Castro stehen Konservative zumindest den politischen Ansichten von Garcia Marquez kritisch gegenüber.

Lifestyle

Lokalgäste bestimmen den Preis

Immer mehr Lokale lassen die Gäste selbst entscheiden, was sie für ihr Essen bezahlen wollen. In Krems setzt ein vegetarisches Restaurant beim Mittagsbuffet seit einem Jahr auf „freie Wertschätzung“ und ist damit erfolgreich.

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Neuer Anlauf für Urban Gardening in Innsbruck

Im zweiten Anlauf ist gestern in Innsbruck ein Urban-Gardening-Projekt der Stadt gestartet. Ein erstes Projekt im Stadtteil Pradl war am Widerstand der Anrainer gescheitert. In der Innsbrucker Reichenau konnte das Gemeinschafts-Garten-Projekt nun umgesetzt werden.

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Religion

Rom: 40.000 Menschen bei Kreuzweg mit Papst

Papst Franziskus hat am Karfreitagabend den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom geleitet. An der Zeremonie vor Roms Wahrzeichen beteiligten sich 40.000 Gläubige, Pilger und Touristen. Die Andacht am Karfreitagabend stand in diesem Jahr im Zeichen derer, die durch die Wirtschaftskrise und die globale Ungerechtigkeit zu Ausgegrenzten geworden sind, keine Arbeit mehr haben und ihre Heimat verlassen müssen.

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Gesundheit

Lieferengpass bei Impfstoffen

Wer sich oder seine Kinder dieser Tage gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio impfen lassen will, weil er eine Auffrischung braucht, muss warten. Grund sind Lieferengpässe auf den Pharmamärkten.

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Leute

USA: 275.000 Unterschriften für Anti-Justin-Bieber-Petition

Eine auf der Website des Weißen Hauses veröffentlichte Petition, in der die Abschiebung des kanadischen Popstars Justin Bieber aus den USA gefordert wird, hat 275.000 Unterschriften gesammelt. Damit wurde die Schwelle von 100.000 Unterschriften locker überschritten, die notwendig ist, damit sich Präsident Barack Obama mit dem Thema befasst.

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Missbrauchsvorwürfe: „X-Men“-Regisseur Singer abgetaucht

„X-Men“-Regisseur Bryan Singer zieht sich nach Beschuldigungen, in den 90er Jahren einen Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben, US-Medien zufolge vorläufig aus dem Scheinwerferlicht zurück. Das Branchenblatt „The Hollywood Reporter“ berichtete gestern, dass der 48-jährige Filmemacher die Teilnahme an zwei Konferenzen an diesem Wochenende in letzter Minute abgesagt habe.

Derweil habe der TV-Sender ABC alle Werbespots für seine neue Serie „Black Box“ gestrichen, die Singer als Produzenten erwähnen. Ein 31-Jähriger hatte am Dienstag eine Zivilklage gegen Singer in Hawaii eingereicht. Dort können auch Fälle vorgebracht werden, die Jahre zurückliegen. Ein Anwalt des Regisseurs wies den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs als absurd und erfunden zurück.

Singer könne anhand von Flugtickets und Hotelrechnungen nachweisen, dass er in dem genannten Zeitraum 1999 nicht in Hawaii war, wo der Missbrauch angeblich stattgefunden hat. Vielmehr habe Singer damals in Toronto gedreht, berichtete das Promiportal TMZ.com unter Berufung auf den Anwalt.