Ausland

IS vertreibt syrische Armee aus Provinz Raka

In Syrien scheinen sich Berichte über eine schwere Niederlage der syrischen Armee gegen radikalislamische Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat (IS, früher ISIS) zu bestätigen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zog sich die Armee gestern Abend komplett aus ihrer Militärbasis in der nördlichen Provinz Raka zurück.

Diese war zuvor von IS-Kämpfern angegriffen worden, mindestens 50 Soldaten wurden dabei laut der oppositionsnahen Beobachtungsstelle getötet. Die IS selbst sprach von 75 getöteten Soldaten.

Raka ist eine der Hochburgen der sunnitischen Dschihadisten, die mittlerweile weite Teile im Irak und mehrere Provinzen in Syrien kontrollieren und dort einen islamischen Gottesstaat ausgerufen haben. In Raka stand nur noch die große Basis der 17. Division, eine weitere Basis des 93. Regiments sowie der Flughafen von Tabka unter Kontrolle der syrischen Führung. Was aus der Basis der 17. Division wird, war zunächst unklar, die staatlichen Medien schwiegen zu der Niederlage. Es war die erste größere Konfrontation zwischen der syrischen Armee und der IS.

PKW-Maut für Seehofer deutsche Koalitionsfrage

CSU-Chef Horst Seehofer hat den Fortbestand der Großen Koalition in Deutschland an die Einführung der umstrittenen Pkw-Maut für Ausländer geknüpft. So wie der Mindestlohn im Koalitionsvertrag stehe, so stehe auch die Maut im Koalitionsvertrag, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Welt am Sonntag“. Er fügte hinzu, Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) „hat unsere totale Unterstützung“.

Unter keinen Umständen werde die CSU von der Maut abrücken, die immerhin ein zentrales Wahlkampfthema der Partei gewesen sei. Finanzminister Wolfgang Schäuble warnte davor, die geplante Pkw-Maut zu zerreden. Der Koalitionsvertrag gelte auch in dieser Frage, und der Vorschlag des Verkehrsministers sollte jetzt „sorgfältig geprüft“ werden, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. Zugleich forderte Schäuble ein vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Unter dem Strich müsse sich der Verwaltungsaufwand für die Pkw-Maut lohnen. Andernfalls ergebe sie keinen Sinn.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte der „Passauer Neuen Presse“, die Pkw-Maut sei ein „Wunschprojekt der CSU, nicht der SPD“. Seine Partei stehe aber zum Koalitionsvertrag. Wenn Verkehrsminister Dobrindt eine Lösung finde, die mit dem Europarecht konform gehe und keinen deutschen Autofahrer mehr belaste, werde die Pkw-Maut kommen. Er empfehle Dobrindt „jetzt seine Hausaufgaben zu machen und alle Bedenken auszuräumen“.

OSZE will in Ukraine Drohnen einsetzen

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will in der Ukraine Überwachungsdrohnen einsetzen. Eine entsprechende öffentliche Ausschreibung der Organisation für unbewaffnete, „schlüsselfertige“ Drohnensysteme endete gestern.

Der Schweizer Außenminister und derzeitige OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter hatte zuvor den Einsatz von Drohnen auch an der russisch-ukrainischen Grenze ins Spiel gebracht. Der Vorschlag sei sowohl von ukrainischer als auch von russischer Seite positiv aufgenommen worden, hieß es von der OSZE.

In 4.000 Meter Höhe

Die Drohnen sollen in etwa 4.000 Meter Höhe fliegen und bewegliche Objekte aus einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern erkennen können, berichtete die „Frankfurter Rundschau“ (Samstag-Ausgabe). Erst am Donnerstag hatte der Ständige Rat der OSZE in Wien beschlossen, 16 Beobachter zur Kontrolle zweier russischer Grenzposten zu entsenden.

Im Gegensatz zu dieser eher vertrauensbildenden Maßnahme könnte die Grenze mit Hilfe der Drohnen deutlich umfassender kontrolliert werden. Im Rahmen einer Sondermission für die Ukraine befinden sich derzeit bereits etwa 230 OSZE-Beobachter im Land. Einige davon kontrollieren auch die Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs nahe Donezk.

Obama droht Kindermigranten erneut mit Abschiebung

US-Präsident Barack Obama hat mit seinen Kollegen aus Honduras, El Salvador und Guatemala über die humanitäre Krise wegen des massiven Zustroms von Kindern und Jugendlichen aus Mittelamerika beraten. Juan Orlando Hernandez, Salvador Sanchez Ceren und Otto Perez Molina trafen mit Obama im Weißen Haus zusammen. Dabei drohte der US-Präsident erneut mit der Abschiebung der Kindermigranten.

„Mitgefühl mit diesen Kindern“

Kinder und Jugendliche ohne Asylanspruch „werden irgendwann in ihre Heimatländer zurückgebracht“, sagte Obama nach dem Gespräch, an dem auch US-Vizepräsident Joe Biden teilnahm. „Ich habe betont, dass die amerikanische Bevölkerung und meine Regierung großes Mitgefühl mit diesen Kindern haben.“ Zugleich müssten aber die Gesetze der USA eingehalten und Minderjährige davon abgebracht werden, sich mit der Reise nach Norden „großen Gefahren“ auszusetzen.

„Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, dieses Problem anzugehen“, sagte Obama. Mit seinen Kollegen aus Mittelamerika habe er daher eine weitere Zusammenarbeit vereinbart. Dabei müssten auch die „tieferen Ursachen“ wie Armut und Gewaltkriminalität in den Herkunftsländern der Kindermigranten bekämpft werden.

Kinder in Händen von Schleusern

Seit vergangenem Oktober kamen mehr als 57.000 Minderjährige ohne Begleitung eines Erwachsenen illegal über die Grenze in die USA. Bis Ende September könnte die Zahl nach Schätzungen der US-Regierung auf 90.000 steigen. Vor allem aus Honduras, El Salvador und Guatemala machen sich Kinder und Jugendliche auf den Weg, oftmals begeben sie sich in die Hände von Schleuserbanden.

Die massenhafte Ankunft der Kindermigranten überfordert die US-Behörden und befeuert die Debatte über die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten. Anfang Juli bat Obama den Kongress um eine Sonderfinanzierung von 3,7 Milliarden Dollar (2,7 Mrd. Euro), um mit der „dringenden humanitären Situation“ an der Grenze zu Mexiko umzugehen.

Mit den Mitteln soll die Unterbringung der Kindermigranten gewährleistet werden, außerdem will das Weiße Haus mit zusätzlichen Asylbeamten und Richtern den Abschiebeprozess beschleunigen.

UNO: Nahrungsmittelkrise im Südsudan

Der UN-Sicherheitsrat hat die Nahrungsmittelkrise im Südsudan als „die schlimmste der Welt bezeichnet“ und die Geberländer zu großzügiger Hilfe aufgefordert. In einer am Freitagabend von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats einstimmig angenommenen Entschließung heißt es, die Krise drohe wegen des Konflikts zwischen Regierungstruppen und Aufständischen bald zu einer Hungersnot zu werden.

An die Geberländer, die im Mai auf einer Konferenz in Oslo mehr als 618 Millionen Dollar (460 Millionen Euro) für den Südsudan zusagten, appellierte der Rat, ihre Zusagen einzuhalten und die Hilfsgelder aufzustocken. Die Konfliktparteien wurden aufgerufen, die Zivilisten, insbesondere Frauen und Kinder, zu schützen und humanitäre Hilfe nicht zu behindern.

In einer weiteren Entschließung beklagt der UN-Sicherheitsrat, den mangelnden Fortschritt bei den Bemühungen um Frieden und Versöhnung im Südsudan. Die Konfliktparteien müssten die Feindseligkeiten sofort einstellen und Verhandlungen aufnehmen. Angriffe gegen Zivilisten oder UN-Soldaten könnten als Kriegsverbrechen gewertet werden.

Der im Dezember eskalierte Konflikt zwischen Regierungstruppen und Aufständischen im Südsudan hat die Hungersnot im Land mitverursacht. Bei Kämpfen wurden in den vergangenen Monaten tausende Menschen getötet. Wegen der Gewalt haben Millionen Menschen ihre Felder verlassen und können nun nicht säen. Die einsetzende Regenzeit wird weite Teile der Infrastruktur lahmlegen.

Die Zahl der Hungernden könnte der UNO zufolge bis August auf vier Millionen steigen. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks (Unicef) müssen zehntausende Kinder schon jetzt von dem leben, was sie in der Natur finden, etwa Pflanzenzwiebeln und Wurzeln. Der Südsudan ist der jüngste Staat der Erde, erst 2011 hatte er seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt.

Inland

Schwangerschaftsabbruch: Stöger will Option auch im Westen

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) drängt darauf, dass in allen Regionen Österreichs Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern möglich sind. Im Burgenland soll es ab Herbst so weit sein. Säumig sieht Stöger hier nur noch den Landeswesten - Tirol und Vorarlberg.

Der Gesundheitsminister hat bereits wiederholt die Möglichkeit zu Abtreibungen in öffentlichen Krankenhäusern in allen Regionen gefordert. Diese Forderung sei nach wie vor aufrecht, hieß es aus seinem Büro gegenüber der APA. Aus dem Burgenland sollen Frauen im Fall einer ungewollten Schwangerschaft nicht länger auspendeln müssen. Ab Herbst sollen Ärzte aus anderen Bundesländern Abtreibungen auch im östlichsten Bundesland durchführen. Derzeit sei man auf Partnersuche, erklärte eine Sprecherin von Soziallandesrat Peter Rezar (SPÖ).

Stöger zeigte sich darüber gegenüber der APA erfreut: „Am Beispiel Burgenland sieht man, wie gut eine Kooperation funktionieren kann. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstbestimmung für Frauen. Wir wünschen uns eine Lösung für den Westen Österreichs.“ Zwar werden Abtreibungen auch von niedergelassenen Ärzten durchgeführt, allerdings zu sehr unterschiedlichen Preisen, hieß es aus Stögers Büro.

30.000 Abbrüche pro Jahr

Laut Schätzungen von Christian Fiala, Gynäkologe und Begründer des privaten Ambulatoriums „Gynmed“ in Wien, werden in Österreich jährlich rund 30.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt, das sind zwei- bis dreimal mehr als in der Schweiz, Deutschland und Holland. „In Österreich haben wir eine unnötig hohe Rate an Abbrüchen im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern“, so Fiala zur APA. Zurückzuführen sei das auf die mangelhafte Verhütung. „Eine wichtige Maßnahme wäre die Kostenübernahme der Verhütung und des Abbruchs“, fordert der Gynäkologe.

Neue Debatte über Sprachförderung

Sprachförderung für Kinder, insbesondere solche mit nichtdeutscher Muttersprache, gilt als heißes Eisen der Bildungs- und Integrationspolitik. Im von Minister Sebastian Kurz (ÖVP) initiierten Integrationsbericht schlagen Experten nun eigene Vorbereitungsklassen für neu nach Österreich gekommene Kinder vor. Diese Klassen sollen allerdings nur temporär als eine Art „Crashkurs“ fungieren. Mit dem Schlagwort „Ausländerklassen“ wollen die Experten nichts zu tun haben - die FPÖ fühlt sich dennoch bestätigt. Und auch sonst ist die Debatte neu entfacht.

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Wieder Politstreit um Nebenbahnen

Der Streit rund um die Übernahme von Nebenbahnen durch das Land Oberösterreich geht in die nächste Runde. Laut einem internen Papier würden die ÖBB nur noch das Allernotwendigste in die betroffenen Bahnstrecken investieren.

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Kanzler lädt nach Fußballeklat zu Religionsdialog

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat nach dem Platzsturm bei einem Fußballspiel des israelischen Fußballvereins Maccabi Haifa in Bischofshofen (Salzburg) die Spitzen der in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften zu einem Dialogtreffen eingeladen. „Das friedliche Zusammenleben aller Religionen ist mir besonders wichtig“, betonte Faymann gestern in einer Aussendung. Das Treffen findet am 25. August im Kanzleramt statt.

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Sport

Bundesliga: Rekord-„Bulle“ gehört RB Leipzig

Bei Red Bull Salzburg ist Massimo Bruno Anfang Juni noch als teuerster Transfer in Österreichs Bundesliga-Geschichte gefeiert worden. Doch im Jubel über den Coup ging der entscheidende Satz des Neuzugangs aus Belgien unter. „Auch die Perspektiven, die über RB Leipzig bestehen, sind für mich außerordentlich spannend“, sagte der U21-Nationalspieler vor drei Wochen.

Bruno gehört nämlich eigentlich RasenBallsport Leipzig und wurde an die Salzburger nur verliehen. Der Belgier ist allerdings nur ein weiteres Beispiel für die rege frequentierte Tauschbörse im Fußballimperium des Getränkekonzerns.

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Fußball: Drogba und Chelsea sind wieder vereint

Zwei Jahre sind sie getrennte Wege gegangen: Nun sind der FC Chelsea und Didier Drogba wieder vereint. Der 36-jährige Starstürmer, der 2012 maßgeblichen Anteil am Gewinn der Champions League und bis dahin 157 Tore für die Londoner erzielt hatte, einigte sich gestern mit den „Blues“ auf einen Einjahresvertrag.

Nur aufgrund der guten alten Zeiten gibt der Ivorer aber nicht sein Comeback an der Stamford Bridge: „Er kommt zurück, da er einer der besten Stürmer Europas ist“, stellte Trainer Jose Mourinho klar.

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Formel 1: „Silly season“ auf dem Fahrermarkt

Sportlich ist Mercedes das Maß aller Dinge in dieser Saison. Meistens stellt sich nur die Frage, ob Lewis Hamilton oder Nico Rosberg das Rennen gewinnen wird. Da das auf Dauer etwas langweilig ist, dürstet die Szene nach Sensationen vom Fahrermarkt.

Da kommt der Formel 1 gerade recht, dass wieder die „silly season“ - die Zeit der absurden Wechselgerüchte - begonnen hat. Mit Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Fernando Alonso stehen diesen Sommer drei Weltmeister im Zentrum der Spekulationen. Bei den ganzen Aufgeregtheiten ist aber wie üblich viel heiße Luft dabei.

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Fußballtumulte: Ausweichspiel in Leogang

Das geplante Fußballspiel Maccabi Haifa gegen Paderborn findet heute in Leogang in Salzburg statt. Nach rassistischen Tumulten in Bischofshofen (Pongau) hatte Kirchbichl in Tirol als Austragungsort abgesagt. In Leogang betont man, von Randalierern dürfe man sich nicht einschüchtern lassen.

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Wirtschaft

Bericht: Juncker will eigenen Finanzmarkt-Kommissar

In der neuen EU-Kommission soll es einem Magazinbericht zufolge einen Kommissar geben, der eigens für die Finanzmärkte zuständig ist. Die „Wirtschaftswoche“ berichtete unter Berufung auf EU-Kreise: „Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will ein eigenes Ressort für Finanzmärkte schaffen.“ Der Plan werde von Deutschland mitgetragen, hieß es.

Bisher war der Franzose Michel Barnier als Binnenmarktkommissar auch für die Finanzmärkte zuständig. In dem Sektor stehen gewaltige Reformen an. Die angestrebte Bankenunion, mit der die Steuerzahler in der Euro-Zone künftig besser vor den Folgen von Finanzkrisen geschützt werden sollen, ist das größte wirtschaftliche Projekt in Europa seit Einführung des Euro.

Kandidatenliste soll demnächst stehen

Zu dem Vorhaben gehört die gemeinsame Aufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB), die im November ihre Arbeit aufnehmen soll. Zweiter Pfeiler ist ein Abwicklungsmechanismus für marode Geldhäuser, der nach langem politischen Tauziehen in den kommenden Jahren entstehen soll.

Der neue Kommissionspräsident Juncker soll bis zum EU-Gipfel Ende August sein Konzept für die Besetzung der neuen Kommission vorlegen. Die 28 nationalen Regierungen sollen deshalb bis Ende Juli ihre Kandidaten nominieren.

Alpine-Pleite: Banken früh eingeweiht?

Ein neues Gutachten nach der Milliardenpleite des Salzburger Baukonzerns Alpine lässt darauf schließen, dass Banken schon früh über die Finanzschwäche des Bauriesen Bescheid gewusst haben sollen. Das schreibt das Magazin „Format“.

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US-Klage: Deutsche Bank soll Silberpreis manipuliert haben

Mehrere Geldinstitute sind in den USA wegen angeblicher Manipulation des Silberpreises verklagt worden, darunter die Deutsche Bank. Auch die britische HSBC und die kanadische Bank of Nova Scotia sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, über Jahre hinweg das Silber-Fixing beeinflusst zu haben. Die Klage reichte gestern ein Bewohner aus Washington DC bei einem New Yorker Bezirksgericht ein.

Er strebt die Zulassung als Sammelklage an. Deutsche Bank und HSBC lehnten eine Stellungnahme ab, bei Nova Scotia war zunächst niemand zu erreichen.

Auch wegen mutmaßlicher Manipulationen des täglich festgesetzten Goldpreises wurden bereits Klagen eingereicht. Die in diesen Fällen betroffenen Banken wiesen die Vorwürfe zurück.

Honig könnte knapp und teurer werden

Heuer ist für heimische Imker kein süßes Jahr. Die Witterung und die Nachwirkungen des Bienensterbens im Vorjahr brachten eine sehr magere Honigernte. Es gibt kaum noch Lagerbestände, Honig könnte knapp und teurer werden.

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Häufige Probleme bei Handyvertragskündigungen

Konsumentinnen und Konsumenten berichten immer wieder von Schwierigkeiten bei der Kündigung ihrer Mobilfunkverträge. Da werden Kündigungen per E-Mail ignoriert, Aufklärungspflichten verletzt und Kündigungstermine eigenmächtig verschoben. Mobilfunkbetreiber verweisen im Gegenzug auf nicht vertragskonforme Kündigungswünsche.

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Chronik

Betrunkener Pilot abgestürzt

Ein 38-jähriger Pilot aus dem Innviertel ist gestern Abend mit seinem Ultraleichtflugzeug bei Vichtenstein (Oberösterreich) abgestürzt. Er und sein 29-jähriger Begleiter wurden dabei verletzt und ins Klinikum Passau gebracht. Ein Alkotest bei dem Piloten ergab 1,8 Promille.

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Lebensgefahr nach Autoexplosion

In Laussa (Bezirk Steyr-Land) in Oberösterreich ist ein 66-jähriger Mann bei der Explosion eines Autos lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann wollte das Altfahrzeug mit einer Flex auseinanderschneiden. Dabei entzündeten sich Benzindämpfe im Tank. Das Fahrzeug explodierte.

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Fahrerflucht mit drei Promille

Mit fast drei Promille Alkohol im Blut hat ein Autofahrer in Enns einen Verkehrsunfall verursacht und anschließend Fahrerflucht begangen. Der 54-jährige Niederösterreicher konnte ausgeforscht werden.

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Betrunkener randalierte auf Tankstelle

Polizisten haben in Sieghartskirchen (Niederösterreich) einen alkoholisierten Randalierer festgenommen. Der 26-Jährige verhielt sich laut niederösterreichischer Polizei aggressiv und versuchte einen Beamten zu attackieren. Er hatte auch Waffen bei sich.

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Radelnder US-Friedensaktivist in Russland tödlich verunglückt

Der seit Jahren mit dem Fahrrad durch die Welt reisende US-Friedensaktivist Ron McGerity ist in Russland von einem betrunkenen Lastwagenfahrer überfahren worden. Der Mann habe nach dem tödlichen Unfall auf einer Landstraße der zentralrussischen Region Iwanowo Fahrerflucht begangen, sei inzwischen aber gefasst worden, teilte die Polizei gestern mit.

McGerity radelte seit 1998 als „Friedensbotschafter“ durch die Welt. 61 Länder hatte er dabei mit seinem Liegefahrrad besucht. Seine letzten Einträge auf Facebook stammten vom Dienstag. Auf Fotos posierte er dort unter anderem vor dem Lenin-Mausoleum in Moskau. Auf seinen Reisen blieb McGerity stets allein.

Keine Überlebenden bei Air-Algerie-Crash

Traurige Gewissheit gibt es für die Angehörigen der 116 Insassen der über Mali abgestürzten Air-Algerie-Passagiermaschine. Laut der spanischen Fluggesellschaft Swiftair, von der Air Algerie das Flugzeug geleast hatte, gibt es keine Überlebenden des Unglücks. Das bestätigte auch der französische Präsident Francois Hollande. Die Maschine dürfte aufgrund schlechten Wetters im Norden des Landes in Wüstengebiet abgestürzt sein. Laut Rettungskräften sei das Wrack völlig ausgebrannt und zerstört. An Bord befanden sich zahlreiche Europäer, darunter 51 französische Staatsbürger.

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IT

Wikipedia sperrt IP-Adresse von US-Kongress

Die Änderungen, die von Computern im US-Kongress auf Wikipedia vorgenommen wurden, ließen die Administratoren der Onlineenzyklopädie aufhorchen. Lee Harvey Oswald habe beim Attentat auf den US-Präsidenten John F. Kennedy im Auftrag des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro gehandelt, war zum Beispiel plötzlich auf der Website zu lesen.

„Störende Bearbeitung“

Wegen dieses und einer Reihe anderer unsachlicher Einträge hat Wikipedia nun die Bearbeitung seiner Inhalte von einigen Kongress-Computern aus für zehn Tage geblockt. Eine Sprecherin der Wikimedia-Stiftung, die das Internetlexikon betreibt, bestätigte, dass eine IP-Adresse des Kongresses von einer Sperre betroffen sei.

Über diese Adresse laufen eine Reihe von Computern im Parlament in Washington. Mit der „störenden Bearbeitung“ von Einträgen sei gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen worden, so die Sprecherin weiter.

Ein automatisiertes Twitter-Konto, das alle im Kongress verfassten Wikipedia-Beiträge anzeigt, hatte die dubiosen Änderungen ans Licht gebracht. Die Einträge in der Onlineenzyklopädie werden von freiwilligen Autoren geschrieben. Eine öffentliche Debatte auf der Seite soll gewährleisten, dass die Verfasser sich an die Fakten halten und Fehlinformationen schnell korrigiert werden.

Science

Lesebegabte Kinder werden klüger

Lesen macht Kinder intelligent - insgesamt, und nicht nur sprachlich, zeigt eine englische Studie. Kinder, die in jungen Jahren ihre Lesefähigkeit verbessern, seien auch später die besseren Denker.

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Kultur

Technisches Museum braucht dringend neues Depot

95 Prozent aller Objekte, über die das Technische Museum in Wien verfügt, lagern in einer Industriehalle im Bezirk Floridsdorf. Weil der Mietvertrag nicht verlängert wird, muss ein neues Depot her. Ein Neubau kostet bis zu 19 Millionen Euro.

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20 Jahre Amazon: Marktmacht brutal

Vor 20 Jahren hat Jeff Bezos ein Unternehmen gegründet. Einige Monate später, im November 1994, ließ er die Internetadresse Amazon.com freischalten. Zu Beginn wurden hauptsächlich Esoterikbücher und Anleitungen für Webentwickler verkauft. Heute ist Amazon ein Handelsgigant und verkauft buchstäblich alles - von der Schraube bis zum Fernseher. Die Geschäftspraktiken von Amazon gelten als umstritten. Vor allem im Verlagswesen gilt Bezos als Beelzebub, als ultimativer Zerstörer der Buchkultur. Und Anleger sind sauer: Es wird so viel in den Ausbau der Marktmacht investiert, dass vom Gewinn nichts bleibt.

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Leute

US-Filmemacher Michael Moore trennt sich von Frau

In seinen Dokumentarfilmen wettert Michael Moore gegen den Kapitalismus, mit seinem Erfolg an der Kinokasse hat der Oscar-Preisträger aber selbst ein Vermögen angehäuft.

Die Scheidung von seiner Frau warf nun ein Schlaglicht auf Moores Besitztümer, die auf 50 Millionen Dollar (37 Mio. Euro) geschätzt werden. Aus Gerichtsdokumenten ging hervor, dass ein Grund für die Trennung Streitereien ums Geld gewesen seien.

Verschwenderischer Villenvergrößerung?

Den Angaben zufolge warf Moore seiner Gattin Kathleen Glynn bei der Vergrößerung der gemeinsamen Villa im Bundesstaat Michigan Verschwendung vor. Der Wert des Anwesens wird laut der Zeitung „Detroit News“ auf zwei Millionen Dollar geschätzt.

Michael und Kathleen Moore waren 22 Jahre lang verheiratet. Der Filmemacher („Bowling for Columbine“, „Fahrenheit 9/11“, „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“) erklärte, die Scheidung sei „einvernehmlich und freundschaftlich“ vollzogen worden.