Letzte Meldung

Israel mobilisiert weitere 16.000 Reservisten

In der vierten Woche der israelischen Offensive im Gazastreifen mobilisiert die Armee weitere 16.000 Reservisten. Das berichtete die Tageszeitung „Haaretz“ (Onlineausgabe) heute unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärs. Der Schritt solle den Truppen „Raum zum Atmen“ geben, erklärte ein hochrangiger Vertreter. Die Zahl der mobilisierten Soldaten beläuft sich damit auf 86.000.

Ausland

150 Tote bei Flüchtlingstragödie vor Libyens Küste

Bei einer Flüchtlingstragödie vor der libyschen Küste sind mindestens 150 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Die libysche Küstenwache habe die Leichen und Wrackteile eines Schiffes rund vier Kilometer vor der Stadt Khums entdeckt, berichtete das Nachrichtenportal Libya Herald gestern.

Bereits tags zuvor seien Tote an Land gefunden worden, hieß es weiter. Bei den Opfern, unter ihnen Frauen und Kinder, handele es sich wahrscheinlich um Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Nach Erkenntnissen der Küstenwache war das Schiff am Montagabend in See gestochen.

UNO verlängert Irak-Mission

Der UNO-Sicherheitsrat hat die militanten Islamisten im Irak als „Hauptgefahr für die Zukunft“ des Landes bezeichnet. Der Rat sei zutiefst besorgt, hieß es in einer gestern einstimmig verabschiedeten Resolution. Mit dem Papier wurde zugleich das Mandat der UNO-Mission im Irak um ein Jahr verlängert. Die Resolution verurteilt die Angriffe der Gruppe Islamischer Staat und ruft zum Dialog auf, um die Regierung zu stärken.

Bei zwei Anschlägen mit Autobomben in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind unterdessen mindestens 15 Menschen getötet worden. 43 weitere Menschen wurden verletzt, wie das irakische Nachrichtenportal Al-Mada gestern Abend unter Berufung auf das Innenministerium berichtete. Demnach explodierten die Sprengkörper in zwei überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen im Osten Bagdads.

Seitdem die sunnitische Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) Anfang Juni ihren Vormarsch im Irak begonnen hat, ist die Zahl der Anschläge in Bagdad wieder stark gestiegen. Erst vor elf Tagen waren bei einer Attentatsserie in der Hauptstadt mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Anschlägen bekannten sich die IS-Terroristen.

Türkische Präsidentschaftswahl beginnt in Deutschland

In Berlin und sechs anderen Städten quer durch die deutsche Republik beginnt heute die erste türkische Wahl auf deutschem Boden. Vier Tage lang können mehr als 1,4 Millionen türkische Staatsbürger in Deutschland ihre Stimme für einen neuen türkischen Staatspräsidenten abgeben. Mit Spannung wird erwartet, ob der derzeitige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (AKP) die Wahl für sich entscheiden kann. In der Türkei findet sie am 10. August statt.

Es ist das erste Mal, dass im Ausland lebende Türken dort an einer Wahl in ihrem Herkunftsland teilnehmen können. Zudem wird der Staatspräsident erstmals direkt gewählt.

US-Republikaner: Obama soll vor Gericht

Das von den Republikanern dominierte US-Repräsentantenhaus hat dafür gestimmt, Präsident Barack Obama vor Gericht zu stellen. Die Kongresskammer votierte für eine Resolution, in der Obama Überschreitung seiner Amtsbefugnisse bei der Umsetzung der von den Republikanern erbittert bekämpften Gesundheitsreform vorgeworfen wird. 225 Abgeordnete stimmen für die Resolution, 201 dagegen. Alle Abgeordneten der Demokraten votierten gegen den Entwurf.

Obama habe seine Amtsbefugnisse überschritten und es liege in der Verantwortung des Repräsentantenhauses, die „Verfassung zu verteidigen“, sagte der republikanische Vorsitzende der Kammer, John Boehner, vor der Abstimmung. Ein Ziel der Republikaner dürfte sein, mit der Resolution vor den Kongresswahlen im November um Stimmen zu werben.

Vorstufe zum Amtsenthebungsverfahren?

Die Republikaner werfen Obama schon seit längerem vor, angesichts der Blockade zwischen dem mehrheitliche republikanischen Abgeordnetenhaus und dem von den Demokraten beherrschten Senat, im Stile eines Monarchen mittels Dekreten am Kongress vorbei zu regieren. Die Demokraten vermuten, dass die Republikaner ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten anstreben könnten.

Die Spitzen der Republikaner wiesen den Vorwurf, auf Obamas Amstenthebung abzuzielen, zuletzt jedoch vehement zurück. Obama gab sich am Abend unbeeindruckt vom juristischen Säbelrasseln der Opposition: „Statt gegen mich zu klagen, weil ich meine Arbeit mache, will ich, dass der Kongress seine Arbeit erledigt, und das Leben der Amerikaner, die sie gewählt haben, ein bisschen besser macht“, forderte er.

Öffentliche Untersuchung des Giftmords an Litwinenko beginnt

Der Mord an dem mit radioaktivem Polonium 210 vergifteten Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko in London wird ab heute öffentlich untersucht. Dabei versuchen Juristen unter der Leitung des erfahrenen Richters Robert Owen, die Umstände der Tat vom November 2006 zu klären.

Sie dürfen Zeugen befragen und Akten einsehen, auch Unterlagen britischer Geheimdienste. Sie sind aber nicht befugt, vermeintliche Schuldige anzuklagen oder zu verurteilen.

Öffentlichkeit zugelassen

Zu den Sitzungen in einem Londoner Gerichtsgebäude sind Medien und die Öffentlichkeit zugelassen, solange keine besonders heiklen Fragen besprochen werden, die die nationale Sicherheit Großbritanniens gefährden könnten.

Litwinenko hatte für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet und war 2000 nach Großbritannien gekommen. Der Fall hatte zu diplomatischen Verwerfungen zwischen Großbritannien und Russland geführt, weil Moskau die von den Briten ausgemachten Hauptverdächtigen nicht ausliefern wollte.

Inland

Hausräumung: Laut Mikl-Leitner 500 Polizisten direkt vor Ort

Nicht die kolportierten 1.700 Polizisten waren bei der Räumung der „Pizzeria Anarchia“ im Einsatz, sondern nur 500 „direkt“ in der Mühlfeldgasse und 1.000 „für andere Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet“ von Wien. Das sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gestern in der ZIB2.

Nicht alle gleichzeitig

Die 500 Polizisten in der Mühlfeldgasse seien auch nicht alle zur gleichen Zeit anwesend gewesen, sondern über den Tag verteilt, von 6.00 bis 21.00 Uhr. Die Polizei hat die Zahl der Einsatzkräfte bisher nicht bekanntgegeben. Die kolportierten 1.700 wurden nicht bestätigt, Polizeisprecher Roman Hahslinger sprach am Montag von „sicher nicht weniger als 1.000“.

Mikl-Leitner verteidigte den heftig kritisierten Polizeieinsatz: Er sei „umfassend geplant“ und „kein einfacher“ gewesen. Man habe - nach Aufrufen im Internet - mit „großem Widerstand“ rechnen müssen, auch mit Demonstrationen oder anderen Hausbesetzungen. Und „wäre es zur Eskalation gekommen“, hätte sich die Polizei, wenn sie nicht vorgesorgt hätte, „den Vorwurf gefallen lassen müssen, es waren zu wenig Einsatzkräfte“.

Josef S. kritisiert Strafvollzug

Der vergangene Woche im Akademikerball-Prozess nicht rechtskräftig verurteilte Demonstrant Josef S. befindet sich mittlerweile wieder in Deutschland. In einem Statement kritisiert er nun den österreichischen Strafvollzug.

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Kein Schadenersatz für Tierschützer Balluch

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien hat gestern die Schadenersatzklage des Obmanns des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, abgewiesen. Er hatte die Republik nach seinem Freispruch im Tierschützerprozess in Wiener Neustadt auf knapp 600.000 Euro geklagt.

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Wirtschaft

Banco Espirito Santo schreibt 3,6 Milliarden Euro Verlust

Die angeschlagene portugiesische Bank Espirito Santo hat wegen der Geldprobleme ihrer Gründerfamilie im ersten Halbjahr einen Milliardenverlust geschrieben. Der Fehlbetrag belaufe sich auf 3,6 Milliarden Euro, teilte das Institut gestern Abend mit.

Damit hat die Bank nach eigenen Angaben nur noch eine Kernkapitalquote (Tier 1) von fünf Prozent statt der vorgeschriebenen sieben Prozent. Der Aktienkurs des Unternehmens brach bereits im Laufe des Tages um mehr als zehn Prozent ein. Mehrere Unternehmen der Familie Espirito Santo sind insolvent.

Bank of America büßt mit 1,3 Mrd. für Hypothekendeals

Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise holen die Bank of America schmerzlich ein. Ein New Yorker Richter verurteilte das Kreditinstitut gestern zur Zahlung von knapp 1,3 Milliarden Dollar (1 Mrd. Euro) wegen Betrugs an den beiden staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac. Eine in die Sache maßgeblich verwickelte Bankerin muss darüber hinaus eine Zivilstrafe von einer Million Dollar zahlen.

Faule Kredite weiterverkauft

In dem Fall ging es um den Verkauf von Hypothekenpapieren durch den Hausfinanzierer Countrywide an Fannie Mae und Freddie Mac kurz vor der Finanzkrise. Viele der in diesen Papieren enthaltenen Hauskredite seien von vornherein faul gewesen, hatte eine Jury bereits im Oktober 2013 geurteilt. Nun erging das Strafmaß. Die Bank of America steht in der Verantwortung, weil sie Countrywide 2008 geschluckt hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte der Bank und der verantwortlichen Bankerin vorgehalten, ein Programm namens „The Hustle“ (Die Hetze) aufgelegt zu haben, durch das Kunden besonders zügig einen Hauskredit bekamen. Die Qualitätskontrolle sei dabei „ein Witz“ gewesen, hatte Bundesstaatsanwalt Preet Bharara zu Beginn des Verfahrens erklärt. Richter Jed Rakoff sah das nun genauso: „Es war von Anfang bis Ende das Instrument für einen dreisten Betrug durch die Beklagten.“

US-Notenbank drosselt monatliche Anleihenkäufe weiter

Die US-Notenbank Federal Reserve blickt immer zuversichtlicher auf die Entwicklung der amerikanischen Konjunktur. Der Offenmarktausschuss der Fed sieht eine „grundlegende Stärke in der Wirtschaft“, die ausreiche, um die Arbeitslosigkeit weiter zu senken, wie die Fed gestern in Washington mitteilte.

Ihre Anfang des Jahres begonnene Senkung der Konjunkturhilfen setzt die Zentralbank unverändert fort. Wann die stärkeren Wirtschaftsdaten aber letztlich auch zur Erhöhung der Leitzinsen führen, ließ die Fed weiter völlig offen.

Anleihenkäufe um zehn Mrd. gedrosselt

Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren wird bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr um zehn Milliarden Dollar (7,5 Mrd. Euro) pro Monat zurückgefahren. Damit sinken die Ankäufe von ursprünglich 85 auf künftig 25 Milliarden Dollar monatlich. Experten hatten diesen Schritt erwartet.

Leitzinsanhebung noch in weiter Ferne

Hält die Fed am bisherigen Tempo bei dem sogenannten Tapering (Verringerung) fest, wird die Konjunkturmaßnahme im Oktober beendet sein. Eine „erhebliche“ Zeit danach könnte auch der Leitzins angehoben werden, heißt es in der Mitteilung. Er liegt seit Ende 2008 auf dem Rekordtief zwischen null und 0,25 Prozent.

Trotz des größeren Optimismus zeigen sich die Notenbanker weiter unzufrieden mit dem Arbeitsmarkt. Eine Reihe von Daten zeige, dass viel zu wenige Bürger einen Arbeitsplatz hätten. Die Konsumausgaben stiegen nur moderat, der Immobilienmarkt erhole sich langsam, und auch die Einsparungen in den öffentlichen Haushalten seien ein Hindernis für die Konjunktur, mahnte die Fed. Es bestünden noch Risiken für die Wirtschaft.

Allerdings bewege sich sowohl die Arbeitslosenquote als auch die Inflationsrate auf den Zielwert der Fed zu. „Die Wahrscheinlichkeit einer Inflationsrate von anhaltend unter zwei Prozent ist etwas gesunken“, heißt es in der Mitteilung.

ÖVAG braucht für Stresstests angeblich halbe Milliarde

Mit Blick auf die Bilanzchecks und Stresstests der europäischen Bankenaufsicht geht einem Zeitungsbericht zufolge die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) davon aus, dass der teilstaatlichen Volksbanken AG (ÖVAG) im strengen „Stress“-Szenario zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro an Eigenkapital fehlen werden.

„Ganz sicher“ 500 Millionen

Laut „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe) hat die Notenbank schon erste Zahlen auf dem Tisch. 500 Millionen Euro würden es „ganz sicher“ sein. Bei strenger Auslegung der Zahlen durch die Europäische Zentralbank (EZB) bzw. European Banking Authority (EBA) könnte sich der Eigenkapitalbedarf der Bank aber bis auf das Doppelte erhöhen.

Versuche der OeNB, die ÖVAG-Eigentümer - die Republik hält rund 43 Prozent - dafür zu gewinnen, die drohende Kapitallücke noch vor Veröffentlichung des Stresstest-Ergebnisses zu stopfen, sollen gescheitert sein.

Italien verkauft Teil seines Energienetzes an China

Italien gibt grünes Licht für den Verkauf von Anteilen an seinem Energienetz an ein chinesisches Unternehmen. Für mindestens 2,1 Milliarden Euro solle eine Beteiligung von 35 Prozent an der Energieholding CDP Reti dem Netzbetreiber State Grid International Development aus der Volksrepublik überlassen werden, teilte die staatliche Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) gestern mit. Der CDP-Verwaltungsrat habe dem zugestimmt.

Die Übernahme ist eine der größten Investitionen Chinas in Italien. Die vollständig der CDP gehörende Energieholding Reti hält ihrerseits 30 Prozent am Gasnetzbetreiber Snam. In Kürze soll ein 30-Prozent-Anteil am Stromnetzbetreiber Terna dazukommen. Mit den Einnahmen will die Regierung in Rom den Staatshaushalt sanieren und Infrastrukturprojekte finanzieren. Ein Teil der Netze soll in staatlicher Hand bleiben.

Gewinneinbruch bei Samsung

Das langsamere Absatzwachstum bei Smartphones setzt Marktführer Samsung zu. Der Nettogewinn des führenden südkoreanischen Technologie-Unternehmens schrumpfte im zweiten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,5 Prozent auf 6,3 Billionen Won (rund 4,6 Milliarden Euro).

Der Umsatz ging um 8,9 Prozent auf 52,4 Billionen Won zurück, wie der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys heute weiter mitteilte. Das Unternehmen hatte zu Monatsbeginn bereits einen Gewinneinbruch prognostiziert.

Besonders bei teuren Smartphone-Modellen spüren Samsung und auch Rivale Apple zunehmenden Gegenwind von Anbietern günstigerer Geräte. Zwei Drittel der Smartphones werden inzwischen in Schwellenländern wie China oder Brasilien gekauft. Davon profitieren die Billiganbieter.

Sport

Tennis: Endstation für Haider-Maurer in Kitzbühel

Für Andreas Haider-Maurer ist im Achtelfinale des ATP-Turniers von Kitzbühel Endstation gewesen. Der Niederösterreicher musste sich gestern dem als Nummer drei gesetzten Tschechen Lukas Rosol nach einem Kampf im zwei Sätzen geschlagen geben. Der Tag in Kitzbühel begann für die Spieler aufgrund strömenden Regens mit deutlicher Verspätung. Und auch Haider-Maurer kam gegen Rosol erst spät auf Touren. Im zweiten Satz hielt der 27-Jährige das Spiel lange offen.

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Formel 1: Waffenstillstand im Mercedes-Stallduell

Rechtzeitig vor der Sommerpause in der Formel 1 ist beim Topteam Mercedes so etwas wie Ruhe eingekehrt. Nach den Aufregungen über den Ungehorsam von Lewis Hamilton, der WM-Spitzenreiter Nico Rosberg beim GP von Ungarn trotz Teamorder nicht überholen ließ, redete Motorsportchef Toto Wolff den beiden Piloten vor deren Urlaub noch einmal ins Gewissen. „Diese Sache ist damit aus der Welt geschafft“, sagte der 42-Jährige. Allerdings stellte Wolff auch klar, wer im Team das Sagen hat: „Wenn Paddy (Technikdirektor Lowe, Anm.) auf dem Funk etwas sagt, dann gilt das. Das ist zu befolgen.“

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Europa League: Youngster Ritzmaier setzt bei PSV Zeichen

2010 hat ÖFB-Youngster Marcel Ritzmaier den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Der damals 16-Jährige wechselte in die Nachwuchsabteilung von PSV Eindhoven und versuchte sich durch starke Leistungen für das erste Team zu empfehlen. Knapp vier Jahre und einen Profivertrag später scheint die Rechnung des mittlerweile 21-Jährigen voll aufzugehen. „Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt“, sagt Ritzmaier, der heute (19.00 Uhr, live in ORF eins) auch in der Europa-League-Qualifikation gegen St. Pölten einlaufen dürfte. „Je höher man hinaufkommt, desto größer die Konkurrenz. Aber da muss man sich einfach durchbeißen.“

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Gesundheit

Liberia schloss wegen Ebola vorübergehend Schulen

Angesichts der Ebola-Seuche in Westafrika hat Liberia die vorübergehende Schließung aller Schulen im Land verfügt. Die Maßnahme gelte, bis das Bildungsministeriums neue Anweisungen erteile, sagte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf gestern. Bis auf Weiteres geschlossen würden auch alle Märkte in Grenzregionen. Außerdem sollen alle abkömmlichen Staatsbediensteten in 30-tägigen Zwangsurlaub gehen.

Neben weiteren Maßnahmen erklärte Sirleaf ferner den Freitag zu einem arbeitsfreien Tag. Dann sollten alle öffentlichen Einrichtungen desinfiziert werden. Zuvor hatte die Organisation Ärzte ohne Grenzen Alarm geschlagen. Einsatzleiter Bart Janssens bezeichnete die Epidemie in der Zeitung „Libre Belgique“ vom Mittwoch als „beispiellos“. Sollte sich die Lage vor Ort nicht rasch verbessern, könnten bald weitere Länder betroffen sein.

Schon 670 Tote

Die Epidemie war im März in Guinea ausgebrochen und hatte sich schnell nach Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Es ist die erste Ebola-Epidemie in Westafrika und die schwerste bisher registrierte. Mehr als 1.200 Menschen wurden nach WHO-Angaben bisher infiziert, mehr als 670 von ihnen starben. Betroffenen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone, hinzu kommt ein erster Todesfall in Nigeria. Das Ebola-Virus löst hämorrhagisches Fieber aus, das in einer Vielzahl von Fällen zum Tod führen kann. Medikamente dagegen gibt es nicht.

Unterdessen teilte das US-Friedenscorps mit, dass Hunderte Freiwillige aus Guinea, Liberia und Sierra Leone wegen der Epidemie abgezogen würden. Eine Sprecherin sagte, zwei Freiwillige seien mit Ebola in Berührung gekommen, nachdem sei mit einem inzwischen verstorbenen Infizierten Kontakt gehabt hätten. Sie seien aber bisher ymptomfrei und stünden in einer Isolierstation unter medizinischer Aufsicht. Das Peace Corps ist eine unabhängige US-Behörde, die zur Verständigung zwischen US-Bürgern und Bürgern anderer Länder beitragen soll.

Chronik

Heftige Unwetter im Burgenland und Niederösterreich

Nach heftigen Unwettern mussten gestern Abend und in der Nacht zahlreiche Feuerwehren im gesamten Burgenland zu Einsätzen ausrücken. Betroffen waren die Bezirke Neusiedl am See, Güssing und Oberwart, später dann auch Oberpullendorf.

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342 Feuerwehreinsätze im Burgenland

Großalarm die Feuerwehren gab es gestern ab dem frühen Abend für die Feuerwehren im Burgenland. Das angekündigte Unwetter war von wolkenbruchartigen Regenfällen begleitet, unzählige Keller und Straßen standen unter Wasser. Insgesamt waren 342 Feuerwehren im gesamten Land im Einsatz.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Südbahnstrecke lahmgelegt

Auch im Bezirk Neunkirchen (Niederösterreich) hat ein starkes Unwetter zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Die Südbahnstrecke musste zwischen Gloggnitz und Payerbach-Reichenau gesperrt werden, weil zwei Muren die Gleise verschüttet hatten.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Messerstich in Laufhaus: 15 Monate teilbedingt

Ein Freier ist gestern am Straflandesgericht Wien wegen schwerer Körperverletzung zu 15 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Der Mann hatte in einem Laufhaus in Wien-Favoriten einen Securitymitarbeiter niedergestochen und lebensgefährlich verletzt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Geschwister bei Geisterfahrerunfall auf A1 getötet

Ein neunjähriges Mädchen und ihr 20-jähriger Bruder sind in der Nacht auf gestern bei einem Geisterfahrerunfall auf der Westautobahn (A1) ums Leben gekommen. Drei Erwachsene sind zum Teil schwer verletzt. Ein Alkotest bei dem Geisterfahrer ergab 1,4 Promille Alkohol im Blut.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Video dazu in iptv.ORF.at

KfV fordert Alkokontrollen auf Autobahnen

Alkoholisierte Lenker auf der Autobahn sind keine Seltenheit, Experten weisen darauf hin, dass Betrunkene oft sogar gezielt auf Autobahnen ausweichen, um Kontrollen zu entgehen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fordert nun nächtliche Kontrollen an den Auf- und Abfahrten.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Kein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es keinen Sechser gegeben. Es sind 771.166,30 Euro im Topf.

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

7 20 27 30 38 42/ Zusatzzahl 16

Beim Joker wartet in der nächsten Runde ein Doppeljackpot.

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

6 1 0 2 3 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Ebola-Verdacht: Friedenscorps-Freiwillige unter Quarantäne

Zwei Freiwillige des US-Friedenscorps sind im westafrikanischen Staat Liberia unter Quarantäne gestellt worden. Wie der US-Sender CBS berichtet, hatten die beiden Kontakt mit einem Ebola-Infizierten, der später an dem Virus starb. Die zwei US-Bürger wiesen derzeit allerdings keine Symptome auf.

Liberia schließt Schulen

Im Kampf gegen die tödliche Viruskrankheit kündigte Liberia an, alle Schulen des Landes zu schließen. Die Regierung erwägt zudem, mehrere Ortschaften unter Quarantäne zu stellen. „Wir müssen handeln, um die Ausbreitung zu stoppen“, sagte Gesundheitsminister Lewis Brown. Mit der Durchsetzung der Maßnahmen wurden die Sicherheitskräfte beauftragt. Alle Behördenmitarbeiter, die nicht unbedingt nötig sind, werden einen Monat lang in den Zwangsurlaub geschickt.

Eines der am schwersten betroffenen Länder

Es handelt sich um die schärfsten Maßnahmen gegen die Seuche, die ein westafrikanisches Land erlassen hat. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind bei dem Ausbruch in Liberia, Guinea und Sierra Leone 672 Menschen ums Leben gekommen. Knapp ein Fünftel der Todesopfer sind in Liberia gezählt worden. Informationsminister Brown rief die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf. „Wir brauchen dringend jede Hilfe, die wir kriegen können.“

IT

Briten testen ab 2015 selbst fahrende Autos

In Großbritannien sollen ab Jänner 2015 selbst fahrende Autos auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Die Testserie in drei noch nicht ausgewählten Städten werde eineinhalb bis drei Jahre dauern, teilte die britische Regierung gestern mit.

Bis Ende des Jahres werde das Verkehrsgesetz so überarbeitet, dass es die Probefahrten zulasse. Wie viele der autonom fahrenden Autos auf die Straße sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Über Kameras und Sensoren gesteuerte Fahrzeuge sind testweise auch schon in den USA und Japan unterwegs.

Die Briten wollen sowohl Roboterautos ohne Fahrer testen als auch solche, bei denen ein Fahrer im Notfall ins Geschehen eingreifen kann.

Science

Forscher liefern Erklärung für Form des Mondes

Die keineswegs kreisrunde Form des Mondes gab lange Zeit Rätsel auf. In einer gestern in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichten Studie liefert eine Gruppe von Wissenschaftlern nun eine Erklärung. Allgemein wird angenommen, dass der Mond vor etwa 4,4 Milliarden Jahren durch den Zusammenstoß der jungen Erde mit einem anderen Planeten entstanden ist.

Die Forscher um Ian Garrick-Bethell von der University of California in Santa Cruz fanden nun heraus, dass die Erde - von der Masse her sechsmal so groß wie der Mond - zu Beginn der Entstehung des damals noch extrem heißen Erdtrabanten mächtige Gravitationskräfte auf diesen ausübte.

Zitrone statt Kugel durch unterschiedliche Kräfte

Aus der ungleichmäßigen Einwirkung der Schwerefelder von Erde und Sonne bildete sich aus dem abgekühlten weichen Mondgestein schließlich die ungewöhnliche Form des Planeten, die eher an eine Zitrone als an die Kugel des Vollmondes erinnert. Zugleich entstanden die Wulste auf der Mondoberfläche.

Krakenweibchen mit Rekordbrutzeit

Viereinhalb Jahre hat ein Krakenweibchen in Dauerdunkel und Kälte der Tiefsee ausgeharrt, um seine Eier bis zum Schlüpfen zu betreuen. Eine ähnlich lange Brutzeit ist von keinem anderen Tier bekannt, berichten US-Forscher, die das Tier per Tauchroboter beobachtet haben.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Proteststurm für „Siegfried“ in Bayreuth

Ein wahrer Proteststurm hat die Aufführung des „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen begleitet. Als gestern Abend der Vorhang nach Frank Castorfs Inszenierung des dritten Teils von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ fiel, brach ein Buhkonzert los - nur unterbrochen von einigen Bravo-Rufen. Die Publikumsreaktion dürfte ein Vorgeschmack sein auf das, was Regisseur Castorf morgen nach der „Götterdämmerung“ erwartet. Der Berliner Theatermacher hat sich bislang noch nicht auf der Bühne gezeigt.

Gefeiert wurde dagegen vor allem wieder Dirigent Kirill Petrenko - dicht gefolgt von Brünnhilde-Darstellerin Catherine Foster, Wolfgang Koch als Wotan und Burkhard Ulrich als Mime. Etwas weniger Applaus gab es für Lance Ryan als Siegfried.