Ausland

Netanjahu widerspricht Obamas Kritik an seiner Kongressrede

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat heute Kritik von US-Präsident Barack Obama an seiner umstrittenen Rede in Washington abgetan. Er habe in seiner Ansprache vor beiden Häusern des US-Kongresses „eine praktikable Alternative vorgeschlagen, die dem iranischen Nuklearprogramm härtere Auflagen machen würde und so die Zeitspanne, in der der Iran Atomwaffen entwickeln könnte, um Jahre verlängert“, sagte Netanjahu bei seiner Rückkehr nach Israel auf dem Flughafen. Obama hatte dagegen erklärt, die Rede habe „nichts Neues“ enthalten und „keine brauchbaren Alternativen“ aufgezeigt.

Netanjahus Ansprache vor dem Kongress war unter Umgehung des Weißen Hauses mit den oppositionellen Republikanern eingefädelt worden. Er warf dort der US-Regierung vor, sie habe gegenüber der iranischen Regierung zu stark nachgegeben und sei zusammen mit den anderen Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland dabei, ein schlechtes Abkommen abzuschließen, das den Iran nach dessen Ende kurzfristig zu einem Atomstaat mache.

Zwei Wochen vor Wahl in Israel

Netanjahu wiederholte nach der Landung in Israel seine Forderung an die Verhandlungspartner Teherans, „die Wirtschaftssanktionen erst aufzuheben, wenn der Iran die weltweite Förderung des Terrorismus, die Aggressionen gegen seine Nachbarländer und seine Aufrufe zur Zerstörung Israels einstellt“. Netanjahus Kurzauftritt in Washington fand genau vier Wochen vor dem Zieldatum zum Abschluss eines Rahmenabkommens bei den Iran-Verhandlungen und zwei Wochen vor Parlamentswahlen in Israel statt. Da der Wahlausgang offen ist, muss der seit 2009 amtierende Ministerpräsident seine Abwahl befürchten.

Moskau: Mehrere Verdächtige im Mordfall Nemzow

Die russischen Behörden haben im Fall des ermordeten Oppositionellen Boris Nemzow Medienberichten zufolge mehrere Verdächtige ausgemacht. Allerdings sei das nur eine Möglichkeit, die in Betracht gezogen werde, zitierte heute die Nachrichtenagentur Interfax den Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow.

Putin: „Solche Morde darf es nicht geben“

Präsident Wladimir Putin erklärte indes, dass der Fall auch eine politische Note trage. Solche Morde dürfe es in Russland nicht geben, sagte der Staatschef während eines Treffens mit Vertretern des Innenministeriums. „Solche Morde sind eine Schande für Russland“, so Putin.

Nemzow wurde am Freitag unweit des Kreml in Moskau erschossen. Die Hintergründe liegen im Dunkeln. Anhänger des prominenten Oppositionellen werfen der Regierung vor, Hass gegen Kritiker zu säen.

Auch im Ausland steht die Staatsführung in der Kritik. „Die Tat spiegelt ein Klima innerhalb Russlands wider, in dem sich die Zivilgesellschaft, kritische Journalisten und Internetnutzer zunehmend bedroht und eingeschränkt fühlen“, sagte US-Präsident Barack Obama in einem Reuters-Interview am Montag. Berater Putins erklärten wiederholt, die Regierung habe mit dem Attentat nichts zu tun.

Juncker: „Wahlversprechen Tsipras’ werden nicht halten“

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wird nach Ansicht von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seinen Wählern erklären müssen, dass er nicht all seine Wahlversprechen halten kann. „Tsipras hat einen grundlegenden Schritt getan: Er hat begonnen, Verantwortung zu übernehmen. Doch es gibt ein Problem. Er muss noch erklären, dass gewisse Versprechen, mit denen er die Wahlen gewonnen hat, nicht gehalten werden“, sagte Juncker. Die Verträge würden sich durch Wahlen nicht ändern. Tsipras habe zwar die „richtigen Fragen“ gestellt, aber niemals eine Antwort darauf gegeben.

Es sei klar, dass man die Finanzkrise in Griechenland auf andere Weise angehen und mehr Flexibilität zeigen könne, sagte Juncker. Der Sieg von Tsipras erlaube aber nicht, alles zu ändern. Tsipras’ Partei SYRIZA - ebenso wie die linkspopulistische Partei Podemos in Spanien - „analysiere die Situation auf realistische Weise“, sagte Juncker. Doch sei das Programm dieser Parteien nicht realistisch und mit den Regeln der EU nicht kompatibel. Vielmehr würden sie zu einer „totalen Blockade“ führen.

Maulkorb für Varoufakis?

Die „Bild“-Zeitung berichtete derweil unter Berufung auf Athener Regierungskreise, Tsipras habe seinem Finanzminister Gianis Varoufakis einen „Maulkorb“ erteilt, nachdem Varoufakis mit seinen öffentlichen Äußerungen zu den Verhandlungen mit den Euro-Partnern für scharfe Kritik gesorgt hatte. Laut der „Bild“-Zeitung soll Varoufakis zum nächsten Treffen der EU-Finanzminister am kommenden Montag von Vizeministerpräsident Gianis Dragasakis begleitet werden. Dieser sei nicht nur formal Varoufakis’ Vorgesetzter, sondern ebenfalls Fachmann in Finanzfragen.

Schäuble: „Kein Grund für Ende der Auflagen“

Laut dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble sind Griechenlands Finanznöte kein Grund für eine Lockerung von Auflagen der Kreditgeber. „Bevor Geld fließt, muss geprüft werden, ob Athen die vereinbarten Bedingungen erfüllt“, sagte Schäuble der „Stuttgarter Zeitung“. Die griechische Regierung habe es selbst in der Hand, wann die verbliebenen Mittel aus dem zweiten Hilfsprogramm überwiesen werden.

Zugleich widersprach Schäuble seinem Athener Amtskollegen Varoufakis. „Wenn der griechische Finanzminister feststellt, die Vereinbarung der Euro-Gruppe mit Griechenland sei unklar, sagt er das wider besseres Wissen“, bemängelte Schäuble. Die Erklärung der Euro-Gruppe sei völlig eindeutig.

Varoufakis hatte jüngst die akuten Finanznöte seines Landes deutlich gemacht. „Der März ist gesichert“, sagte er mit Blick auf die Zahlungstermine Griechenlands. Unklar sei aber, wie es danach weitergehe. Insgesamt muss das Land in diesem Jahr noch 17 Milliarden Euro an Zinsen und Tilgungen zurückzahlen, davon knapp die Hälfte an den Internationalen Währungsfonds (IWF).

Einstweilige Verfügung gegen Vergewaltigungsdoku in Indien

Eine britisch-indische Dokumentation über Vergewaltigungen in Indien darf auf dem Subkontinent vorerst nicht gezeigt werden. Gegen „Indiens Tochter“ wurde eine einstweilige Verfügung ausgesprochen. Der Film „beleidigt die Sittsamkeit von Frauen und gefährdet den Frieden“, sagte Polizeisprecher Rajan Bhagat.

In der Doku spricht Filmemacherin Leslee Udwin mit einem der Vergewaltiger und Mörder einer Studentin in einem Bus vor zwei Jahren. In dem Gespräch sagt der zum Tode verurteilte Mann, die Schuld für das Verbrechen liege beim Opfer: „Eine Frau trägt eine weitaus größere Verantwortung für eine Vergewaltigung als ein Mann.“

Das Verbot des Films wurde auch im Unterhaus des Parlaments in Neu-Delhi diskutiert. Der Film sei ein Affront gegen die Würde der ermordeten Frau, sagte Innenminister Rajnath Singh. Städtebauminister Venkaiah Naidu meinte, die Dokumentation verfolge die Absicht, Indiens Ansehen in der Welt zu schaden. Der Film soll zum Frauentag am Sonntag in mehreren Ländern gezeigt werden.

Erneut Drohnen über Paris gesichtet

Über Paris sind in der Nacht auf heute erneut eine Reihe von Drohnen unbekannter Herkunft gesichtet worden. Ob es sich bei allen gemeldeten Vorfällen tatsächlich um Drohnen handelte, werde nun geprüft, hieß es aus Polizeikreisen. Von den etwa zehn Meldungen seien „drei recht glaubwürdig“.

Höchste Terrorwarnstufe

Fluggeräte seien etwa über der Innenstadt im achten Arrondissement, in dem der Place de la Concorde liegt, und über Montreuil im Osten von Paris entdeckt worden. Wie in den Fällen zuvor konnte niemand festgenommen werden, obwohl die Polizei wegen der höchsten Terrorwarnstufe mit einem großen Aufgebot in der französischen Hauptstadt präsent ist.

Diesmal berichtete ein Zeuge aber von „vier Männern, die dabei waren, ein Gerät einzuladen, das gerade in der Nähe der Porte de Vincennes gelandet war“, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Die Porte de Vincennes als Verkehrsknotenpunkt im Osten von Paris liegt nicht weit von Montreuil entfernt.

In der vergangenen Woche waren in Paris in zwei Nächten in Folge mehrere Drohnen über sicherheitsrelevanten Punkten der Hauptstadt gesichtet worden. Dazu zählten unter anderem die US-Botschaft und das Parlament. Der Hintergrund der mysteriösen Flüge ist bisher völlig unklar.

Vater von IS-Henker „John“ bestreitet Vorwürfe gegen Sohn

Der Vater von Mohammed Emwazi, der als „Dschihadi John“ mehrere westliche Geiseln enthauptet haben soll, hat die Vorwürfe gegen seinen Sohn zurückgewiesen. „Es gibt nichts, das beweist, was in den Medien zirkuliert, besonders über Videoclips, die meinen Sohn Mohammed beschuldigen und ihn als angeblichen Henker von Daesch darstellen“, sagte Dschassem Emwazi der kuwaitischen Zeitung „Al-Kabas“ (Mittwoch-Ausgabe) unter Verwendung der arabischen Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Nichts belege, dass sein Sohn tatsächlich „Dschihadi John“ sei.

„Ich habe eine Botschaft an das kuwaitische Volk: Viele dieser Gerüchte sind falsch“, sagte Dschassem Emwazi. Er habe einen Anwalt beauftragt, gegen die Vorwürfe vorzugehen. Der Anwalt Salem al-Haschasch kündigte seinerseits an, er werde Anzeige gegen jene erstatten, die in der Öffentlichkeit Vorwürfe gegen Dschassem Emwazi und seine Familie erheben. Auch in Großbritannien, wo zahlreiche Medien seit vergangener Woche Berichte über Mohammed Emwazi und seine Familie veröffentlichten, werde ein Anwalt die Interessen der Familie verteidigen.

Dschassem Emwazi wurde laut „Al-Kabas“ vom kuwaitischen Innenministerium ausführlich befragt und lebt derzeit an einem geheimen Ort. Sein Sohn Mohammed, ein in Kuwait geborener britischer Bürger, ist Medienberichten zufolge der Mann, der in mehreren Internetvideos dabei zu sehen ist, wie er schwarz vermummt mehrere westliche Journalisten und Entwicklungshelfer enthauptet.

Inland

Frauenanteil: Karmasin für freiwillige „Flexiquoten“

ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin tritt weiterhin für freiwillige „Flexiquoten“ ein, um den Frauenanteil in der Chefetage zu erhöhen.

Starre Quoten für Unternehmen lehne sie ab, sei das Thema doch viel zu komplex, erklärte sie heute bei einer Pressekonferenz. Karmasin präsentierte dabei eine Kampagne, die zum Nachdenken über Stereotype anregen soll.

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Zielvorgaben für Branchen definieren

„Ich halte nichts davon, der Wirtschaft starre Quotenregelungen vorzuschreiben“, so die Ressortchefin. Gemeinsam mit den Sozialpartnern sollten demnach auf freiwilliger Basis, je nach Branche, Zielvorgaben definiert werden.

Bessere Ergebnisse bei gemischten Teams

Wissenschaftliche Studien würden belegen, dass gemischte Teams in Firmen zu besseren Ergebnissen führen. Es sei daher „erstaunlich“, dass Österreichs Wirtschaft das Potenzial nicht so nutzt, stellte die Familienministerin fest.

Karmasin fordert aber auch einen Kulturwandel in Österreich: „Wir brauchen neue Rollenbilder.“ Die heute vorgestellte Kampagne dreht daher gängige Stereotype um, indem etwa vom „Hausväterchen“ oder dem „Powermann“ die Rede ist, und soll zum Nachdenken anregen.

Mehr Frauen arbeiten in Teilzeit

67,6 Prozent der Frauen gehen einer Erwerbstätigkeit nach, 45,5 Prozent davon sind teilzeitbeschäftigt. Das geht aus der aktuellen Gender-Statistik der Statistik Austria hervor. Demnach liegen Frauen auch beim Gehalt weiter hinten. Sie verdienen im Schnitt 18,2 Prozent weniger als Männer.

Team Stronach sprengte Wahlkampfkostengrenze deutlich

Das Team Stronach (TS) hat die Wahlkampfkostengrenze bei der Nationalratswahl 2013 klar gesprengt. Im heute vom Rechnungshof veröffentlichten Rechenschaftsbericht kommt die Partei auf Ausgaben von 13,5 Millionen Euro. Inklusive Landtagswahlen flossen 2013 20,4 Mio. Euro in Wahlkämpfe.

Bundesgeschäftsführer Ronald Bauer hofft, der nun drohenden Millionenstrafe zu entgehen. „Ich gehe nicht davon aus, dass das Team Stronach eine Strafe, und schon gar nicht die Höchststrafe, ausfassen wird, weil nur privates Geld verwendet wurde und 2013 noch keine Parteienförderung bezogen wurde.“

Der Rechnungshof hat die ersten beiden Rechenschaftsberichte veröffentlicht, die die Parteien nach den neuen Transparenzregeln erstellen mussten. Ein Teil davon ist die genaue Aufstellung der Wahlkampfkosten für die Nationalratswahl sowie die vier Landtagswahlen des Jahres. Eigentlich müssten sich die Parteien dabei an eine Sieben Mio.-Euro-Grenze halten. Bei der Nationalratswahl lag das Team Stronach aber um 6,5 Mio. Euro darüber.

Strafe bis zu 1,1 Millionen Euro droht

Bekannt ist die Überschreitung der Kostengrenze schon seit dem Vorjahr. Mit der Veröffentlichung des Rechenschaftsberichts wird nun allerdings auch die Frage aktuell, wie teuer die Kostenüberschreitung das Team Stronach kommt. Der Parteientransparenzsenat im Kanzleramt kann nämlich eine Strafe von bis zu 1,1 Mio. Euro verhängen. Der Senat will darüber „so zügig wie möglich“ entscheiden, wie sein Vorsitzender Ludwig Adamovich der APA sagte.

Wirtschaft

Steuerreform: Stifter befürchten Verschlechterungen

Zwei Wochen vor der Präsentation der Steuerreform steigen die Privatstifter auf die Barrikaden, fürchten sie doch weitere Verschlechterungen. Schon jetzt sei die rechtliche Lage unsicher, Geld ein scheues Reh. „Schweiz und Liechtenstein sind gute Nachbarländer“, meint Banker Heinrich Spängler - wenngleich die Stifter, unter ihnen Industrielle, die viele Jobs stellten, nicht freiwillig abwanderten.

„Keiner möchte Österreich verlassen“, stellte Veit Sorger, Präsident des Verbands der Österreichischen Privatstiftungen (VÖP) und frühere Chef der Industriellenvereinigung (IV), heute klar. Aber wenn man die Wirtschaftsparameter der Schweiz mit jenen Österreichs vergleiche (Franken versus Euro, Staatsschulden), sei klar, welcher Standort besser abschneide.

Sein Nachfolger bei der IV, Georg Kapsch, hatte vorige Woche öffentlich damit gedroht, seine eigene Stiftung mit Firmenanteilen ins Ausland zu verlagern, sollte das Stiftungsrecht neuerlich verschärft werden. Konkret wissen die Privatstifter freilich noch nicht, welche steuerlichen Belastungen auf sie zukommen könnten. Sie fürchten aber, dass die Abgabe auf Dividenden erhöht und das Vererben teurer werden könnte, so VÖP-Generalsekretär und Ex-Kathrein-Bank-Chef Christoph Kraus. Auch könnten Privatstiftungen womöglich zu mehr Transparenz „gezwungen“ werden, sprich dazu, Privatvermögen offenzulegen.

Großbritannien steigt beim Ärmelkanal-Zug Eurostar aus

Großbritannien steigt komplett beim Betreiber des Schnellzugverkehrs unter dem Ärmelkanal aus. Der Abschied von Eurostar spült insgesamt rund 757 Millionen Pfund (1,04 Mrd. Euro) in die Staatskasse, wie Finanzminister George Osborne heute in London mitteilte. So trennt sich Großbritannien für 585 Millionen Pfund von seinem 40-Prozent-Anteil an Eurostar.

Die Beteiligung geht an ein Konsortium um den kanadischen Pensionsfonds Caisse de Depot et Placement du Quebec (CDPQ). Zudem kauft Eurostar Vorzugsaktien aus dem Regierungsanteil zurück, was weitere 172 Millionen Pfund bringt.

Der Schnellzug unter dem Ärmelkanal verbindet die britische Hauptstadt mit Paris und Brüssel. Die restlichen Anteile am Eurostar gehören der französischen Bahngesellschaft SNCF (55 Prozent) und der belgischen SNCB (fünf Prozent).

Der Eurostar ist Teil eines 20 Milliarden Pfund (rund 26 Mrd. Euro) umfassenden Pakets von Staatseigentum, das die Regierung von Premierminister David Cameron verkaufen möchte. Hintergrund ist die nach wie vor immense Schuldenlast, unter der Großbritannien leidet.

Sport

Bundesliga: Rapid will „Altach-Fluch“ ablegen

In der 23. Runde der Bundesliga kommt es heute zum direkten Duell der punktegleichen Salzburg-Verfolger Rapid und Altach, die beide neun Punkte hinter der Spitze liegen. Die Bilanz gegen die Vorarlberger schaut aber nicht gut aus für die Grün-Weißen. Gegen Altach hat Rapid die bisherigen Saisonpartien jeweils zu null verloren und ist zudem seit mittlerweile zehn Spielen gegen den Aufsteiger sieglos. „Ich gehe davon aus, dass wir die Lehren daraus gezogen haben“, ist sich Rapid-Coach Zoran Barisic sicher. Tabellenführer Salzburg plant unterdessen beim Gastspiel bei der Admira drei Punkte ein.

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DFB-Pokal: Braunschweig vor „unlösbarer“ Aufgabe

Gemessen an der Statistik kann sich Zweitligist Eintracht Braunschweig heute den Weg zum DFB-Pokal-Achtelfinale nach München eigentlich sparen. Denn der FC Bayern ist im Cup zu Hause eine fast unbezwingbare Macht. Nur eines der vergangenen 31 Heimspiele ging verloren. Zudem blicken die Braunschweiger gegen den deutschen Rekordmeister auf eine schier endlose Torflaute. Seit 31 Jahren ist es keinem Eintracht-Spieler mehr gelungen, dem großen Bayern ein Tor zu schießen. Doch ausgerechnet die klare Rollenverteilung lässt den Außenseiter von einer Überraschung träumen.

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Davis-Cup: Neue Rolle für Haider-Maurer

Wenn Österreich am Wochenende in der Europa-Afrika-Zone I des Davis-Cups in Schweden antritt, kommt auf Andreas Haider-Maurer eine neue Aufgabe zu. Der 27-Jährige führt das ÖTV-Team erstmals als Nummer eins in einen Länderkampf. Aus der Fassung lässt er sich dadurch aber nicht bringen. „Es ist sicher ungewohnt, als Nummer eins für Österreich zu spielen, ändert aber an der Situation wenig. Der Druck ist der gleiche.“

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Ski nordisch: Kraft mit voller Konzentration in den Weltcup

Die nordische WM in Falun ist Geschichte, die Saison aber noch nicht vorbei. Für die Springer, Kombinierer und Langläufer geht es schon am Wochenende in Lahti mit dem Weltcup weiter. Am Schauplatz der WM 2017 möchte Stefan Kraft Spitzenreiter Peter Prevc zusetzen. „Ich fühle mich oben im Norden sehr wohl und mag die Schanzen dort sehr gerne. Da werde ich noch einmal angreifen“, sagte der 21-Jährige. Und auch die anderen ÖSV-Athleten haben in Skandinavien einiges vor.

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Chronik

Fahndung nach Serienbankräuber in Vorarlberg

Nach dem gestrigen Überfall auf die Sparkassen-Filiale in Vorarlberg ist sich die Polizei nun sicher: Auch diese Tat ist dem „Postkartenräuber“ zuzurechnen. Damit ist es bereits der zehnte Überfall, der auf das Konto des Serientäters geht.

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Banküberfall mit Löffel gescheitert

Ein 24 Jahre alter Mann ist gestern Nachmittag mit seinem Versuch gescheitert, eine Bank in Wien-Leopoldstadt mit einem Löffel als Waffe zu überfallen. Vermutlich wollte er damit vortäuschen, ein Messer in der Hand zu halten.

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Einbruchserie in Wien und NÖ: 22 Männer in Haft

Einbruch, Raub und Drogen: Das Landeskriminalamt Wien (LKA) hat 22 Männer festgenommen, die für mindestens 70 Einbrüche im Raum Wien und Niederösterreich verantwortlich sein sollen. Der Sachschaden beträgt rund 300.000 Euro.

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Tankstellenüberfall in Vorarlberg missglückt

Ein maskierter Mann hat gestern Abend versucht, einen Tankstellenshop in Vorarlberg zu überfallen. Er scheiterte aber beim Versuch, die Kasse zu öffnen, und flüchtete daraufhin ohne Beute.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Burgenland: 26-Jähriger erfand Raub

Im Burgenland hat sich ein versuchter Raub als vorgetäuscht herausgestellt. Das 26-jährige „Opfer“ gab zu, den Vorfall erfunden zu haben, weil er bei seiner Lehrausbildung einen Kurs nicht zeitgerecht besuchen konnte.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Turkish-Airlines-Flugzeug verfehlt Landebahn in Kathmandu

Ein Flugzeug der Turkish Airlines hat heute bei der Landung in Nepals Hauptstadt Kathmandu die Landebahn verfehlt und ist auf einer angrenzenden Rasenfläche zum Stehen gekommen. Ein Flughafensprecher sagte, die Maschine sei beim ersten Landeversuch über die Rollbahn hinausgeschossen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Beim zweiten Versuch sei die Maschine dann von der Landebahn abgekommen und im Gras stecken geblieben. Ein Sprecher der Fluglinie teilte mit, eine Person sei bei der Bruchlandung verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden.

Das Flugzeug war mit 224 Passagieren auf dem Weg von Istanbul nach Kathmandu. Augenzeugen berichteten, die Passagiere seien in Panik von den Sitzen gesprungen, als Rauch die Kabine füllte. Schließlich seien die Insassen über Rutschen in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der örtlichen Medien war das Fahrgestell zusammengebrochen. Im Internet veröffentlichte Fotos zeigten das Flugzeug mit der Nase auf dem Boden. Der Flughafensprecher sagte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Es sei neblig gewesen, doch seien die Sichtverhältnisse in Ordnung gewesen.

Australischer Sender wegen „Queen“-Scherzanrufs verurteilt

Ein Scherzanruf mit tragischen Folgen hat jetzt wohl doch noch ein Nachspiel für einen Radiosender aus Australien. Es sei illegal gewesen, das Telefonat auszustrahlen, urteilte heute das höchste australische Gericht .

Krankenschwester nahm sich das Leben

Vor mehr als zwei Jahren hatten Radiomoderatoren in einem Krankenhaus angerufen, in dem Prinz Williams Frau Kate behandelt wurde. Sie gaben sich als Prinz Charles und Königin Elizabeth aus. Die Krankenschwester, die den Anruf damals annahm und weiterstellte, weil sie tatsächlich glaubte, die Queen sei am Apparat, nahm sich drei Tage später das Leben.

Sender droht Lizenzentzug

Die Moderatoren hätten die Zustimmung zur Ausstrahlung von dem Spital einholen müssen, hielt das Gericht fest. Dem Sender 2Day FM droht nach Medienberichten nun eine Strafe oder sogar der Lizenzentzug.

Die Moderatoren aus Sydney hatten im Dezember 2012 im King-Edward-VII.-Krankenhaus mit verstellten Stimmen nach Kate gefragt. Die Herzogin wurde dort wegen Schwangerschaftsübelkeit behandelt. Die Moderatoren bekamen tatsächlich Auskunft und spielten das Stück dann im Radio ab. Sie hätten nicht im Traum mit solch tragischen Folgen gerechnet, sagten sie später.

Explosion in Bergwerk in Ostukraine: Opferzahl unklar

Nach der Explosion in einer Kohlegrube im Krisengebiet Donbass hat der ukrainische Parlamentspräsident Wladimir Groisman seine Angaben zur Opferzahlen nach unten korrigiert. „Das Schicksal von 32 Bergarbeitern ist ungewiss. Bisher gibt es einen Toten“, sagte Groisman heute Agenturen zufolge in Kiew.

Video dazu in iptv.ORF.at

Zuvor hatte er von 32 Toten in der Kohlegrube Sasjadko bei Donezk gesprochen. Die Behörden in der von prorussischen Separatisten kontrollierten Stadt Donezk sowie die Bergwerksleitung bestätigten die Zahl nicht. Eine Sprecherin des ukrainischen Zivilschutzes sprach von einem Toten und 15 Verletzten.

Religion

IT

Schwachstelle bei Internetverschlüsselung entdeckt

Sicherheitsforscher haben diese Woche eine seit Jahren vorhandene Schwachstelle in der Verschlüsselung beim Internetsurfen mit dem Safari-Browser von Apple sowie Smartphones mit dem Google-System Android entdeckt. Dadurch konnte der Datenverkehr beim Besuch eigentlich abgesicherter Websites entschlüsselt werden. Allerdings ist dafür Fachwissen notwendig.

Lücke soll demnächst geschlossen werden

Eine Apple-Sprecherin sagte der „Washington Post“, die Lücke in dem Safari-Webbrowser solle kommende Woche geschlossen werden. Google erklärte, dass den Herstellern von Android-Geräten bereits eine Lösung für das Problem zur Verfügung gestellt worden sei. Unklar ist noch, wie die Hersteller der Android-Geräte die Updates verteilen werden.

Die Schwachstelle geht auf die 1980er und 1990er Jahre zurück, als es US-Firmen noch verboten war, effiziente Verschlüsselungstechnologien ins Ausland zu verkaufen. Das Verbot wurde Ende der 1990er Jahre aufgehoben, die alte unsichere Verschlüsselung verschwand allerdings nicht komplett.

Beim Ansteuern von bestimmten Websites, darunter amerikanische Regierungsseiten wie etwa das Webangebot der Bundespolizei FBI, konnten die betroffenen Browser dazu bewegt werden, die veraltete Verschlüsselung zu verwenden. Diesen Fehler stellten Experten unter anderem des französischen Computerforschungsinstituts Inria und von Microsoft fest. Dadurch könnte die Verschlüsselung mit Hilfe heutiger Computer innerhalb weniger Stunden geknackt werden.

China verteidigt Überwachung ausländischer Firmen

China hat ein geplantes Anti-Terror-Gesetz verteidigt, das chinesischen Behörden einen Zugang zu Daten ausländischer Technologiefirmen einräumen soll. „Das Gesetz ist zur Abwehr von Terroraktivitäten gedacht“, sagte die Sprecherin des Volkskongresses, Fu Ying, heute in Peking.

Ein erster Entwurf sieht vor, dass ausländische Technologiefirmen chinesischen Behörden Zugriff auf ihre Verschlüsselungscodes einräumen müssen und Hintertüren einbauen, die eine Überwachung aus China ermöglichen.

Obama: Für USA nicht akzeptabel

US-Präsident Barack Obama hatte die Pläne scharf kritisiert. Der Gesetzentwurf zwinge US-Unternehmen, der chinesischen Regierung Möglichkeiten zum Ausspionieren ihrer Kunden einzuräumen, sagte Obama in einem Interview. Das sei für die Vereinigten Staaten nicht akzeptabel.

Fu Ying entgegnete, durch das Gesetz würden die Geschäftsinteressen von ausländischen Unternehmen nicht berührt. „Selbst Länder im Westen und die USA verlangen oft von Unternehmen, ihnen Sicherheitsschlüssel auszuhändigen“, sagte die Funktionärin.

Science

Kultur

New York: Ausstellung über Björk im Museum of Modern Art

Das renommierte Museum of Modern Art (MoMA) in New York widmet der isländischen Sängerin Björk (49) ab Sonntag eine umfangreiche Ausstellung. Musikvideos, Tagebücher, Fotos, Texte, Kompositionen und Kostüme zeigen die Vielfältigkeit des musikalischen Multitalents. Die Erstellung der Schau sei eine „intime Reise“ für sie gewesen, sagte Björk bei einer Vorabbesichtigung, zu der sie in einem schwarzen Kaktuskostüm erschien.

„Es ist eine Ausstellung, die dieses Museum verändern wird, und sie wird auch die Art und Weise verändern, wie Museen mit Musik umgehen", sagte der deutsche MoMA-Kurator Klaus Biesenbach. Björk sei schon lange nicht mehr nur Sängerin, sondern eine "sehr reife, fortgeschrittene Künstlerin, die eine hohe Anerkennung erlangt hat“. Die Retrospektive ist bis 7. Juni zu sehen.

DiCaprio nimmt „The Crowded Room“ in Angriff

Hollywood-Star Leonardo DiCaprio will mit seiner Produktionsfirma das Drama „The Crowded Room“ auf die Leinwand bringen. Dem „Hollywood Reporter“ zufolge wurden nun zwei Drehbuchautoren engagiert. DiCaprio soll als Produzent und als Hauptdarsteller in Aktion gehen. Die auf wahren Tatsachen beruhende Story über einen psychisch Gestörten zirkuliert schon lange durch Hollywood.

Das Projekt weckte in der Vergangenheit das Interesse von Schauspielern wie Sean Penn und Brad Pitt und von Regisseuren wie David Fincher und James Cameron. „The Crowded Room“ dreht sich um einen Mann, der in den 1970er Jahren wegen Vergewaltigung verhaftet wurde. Ärzte stellten fest, dass er 24 verschiedene Persönlichkeiten auslebte. In einem Prozess wurde er wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen. Er starb im vergangenen Dezember mit 59 Jahren an Krebs.

Song Contest

Internationale Kandidaten: Erste Trends und Favoriten

Die Kandidatenfindung für den Song Contest geht in die heiße Phase - mehr als die Hälfte der Teilnehmer steht fest. Zeit für eine erste grobe Analyse: Die Bandbreite der Künstler reicht von einer italienischen Boyband über eine finnische Punkband bis hin zu einem armenischen Casting-Projekt, dessen Teilnehmer teilweise erst gefunden werden müssen. Bei Buchmachern und Experten hat sich jedenfalls bereits ein Favorit herauskristallisiert.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Leute

Vaterschaftsklage gegen Juan Carlos soll abgelehnt werden

Die spanische Staatsanwaltschaft hat sich dafür ausgesprochen, die Vaterschaftsklage einer Belgierin gegen den früheren König Juan Carlos zurückzuweisen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur EFE in der Nacht auf heute. Die 48-jährige Ingrid Sartiau habe keine ausreichenden Indizien für ihre Behauptung vorgelegt, eine uneheliche Tochter des Ex-Monarchen zu sein, betonte die Anklagebehörde in einem Schreiben an den Obersten Gerichtshof in Madrid.

Der Gerichtshof hatte die Klage der Frau zugelassen, der Ex-König ging aber dagegen vor. Nun schloss sich die Staatsanwaltschaft diesem Gesuch an und forderte das Gericht auf, die Zulassung der Vaterschaftsklage zurückzunehmen.

Die Staatsanwaltschaft habe auch das Verlangen der Klägerin abgelehnt, den 77 Jahre alten Juan Carlos zur Abgabe einer DNA-Probe aufzufordern, berichtete EFE unter Berufung auf Justizkreise. Die Belgierin behauptet, ihre Mutter habe 1965 in Marbella in Südspanien eine Romanze mit dem damaligen spanischen Prinzen gehabt.

Kaffeekapselerfinder trinkt Filterkaffee

Der US-Unternehmer John Sylvan hat mit den K-Cups den amerikanischen Kaffeekapselmarkt erobert. Seine Firma Keurig Green Mountain hat einen Jahresumsatz von 4,7 Milliarden Dollar (3,2 Mrd. Euro). Doch mittlerweile bereut Sylvan den Kapselboom. Der Umwelt zuliebe trinkt er heute Filterkaffee.

In Interviews erklärt Sylvan immer öfter, er „fühle sich manchmal schlecht“ über das, was er getan habe - und er fürchte sich vor dem, was seine Erfindung mit der Umwelt mache.

Seine K-Cups sind in den USA besonders populär. Sie ähneln den in Europa beliebten Nespresso-Kapseln, sind jedoch fast vollständig aus Plastik. Umweltgruppen haben ausgerechnet, dass mittlerweile so viele K-Cups produziert wurden, um damit die Erde jedes Jahr zehnmal zu umrunden. Der Großteil davon landet im Müll, nur ein verschwindend kleiner Teil wird recycelt.

Keurig Green Mountain hat darauf reagiert und in seinem aktuellen Geschäftsbericht hervorgehoben, dass bis 2020 alle Kapseln „100 prozentig recycelbar“ sein sollen. Sylvan, der 1995 in der Entwicklungsphase seiner Kapseln ins Krankenhaus eingeliefert wurde, weil er 40 Tassen Kaffee am Tag getrunken hatte, hält heute von seinem Produkt wenig. Er besitzt privat nur eine Filterkaffeemaschine.

Lifestyle

Mallorcas Partyort Magaluf bekommt „Benimmregeln“

Nach den Exzessen trinkfreudiger Touristen in Magaluf will die Urlauberhochburg auf der spanischen Ferieninsel Mallorca nun ebenfalls „Benimmregeln“ einführen. Der vor allem bei Briten beliebte Partyort folgt damit dem Beispiel der Inselhauptstadt Palma de Mallorca, die im vorigen Jahr für die Gegend um den „Ballermann“ Saufgelage unter freiem Himmel unter Strafe stellte.

In Magaluf soll es künftig untersagt sein, zwischen 22.00 und 8.00 Uhr im Freien Getränke zu sich zu nehmen. Wie die Lokalzeitungen „Diario de Mallorca“ und „Ultima Hora“ heute berichteten, sieht das der Entwurf einer Verordnung vor, die im April von der zuständigen Gemeindeverwaltung in Calvia verabschiedet werden soll.

Zudem soll der Verkauf alkoholischer Getränke von Mitternacht bis 8.00 Uhr verboten werden. Für organisierten Lokaltouren („Pub-Crawling“) werden strenge Einschränkungen eingeführt. Magaluf hatte im vorigen Sommer mit Sex- und Saufexzessen britischer Urlauber für Schlagzeilen gesorgt. Die Tourismusbranche fürchtete um den Ruf Mallorcas als Reiseziel.