Ausland

Rüstungsexporte steigen ständig

Ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Kalten Krieges hat der weltweite Waffenhandel wieder deutlich zugelegt. Nach dem jüngsten Bericht des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI erreichte der Waffenexport in den vergangenen fünf Jahren sein größtes Volumen seit 1990. Zwischen 2012 und 2016 war der Rüstungstransfer um 8,4 Prozent höher als zwischen 2007 und 2011.

USA und Russland größte Exporteure

Die größten Exporteure waren nach Angaben von SIPRI die USA und Russland. Zusammen beherrschten sie 56 Prozent des Marktes, gefolgt von China, das in dem weltweiten Ranking Platz drei einnahm (6,2 Prozent). Die deutschen Exporte seien in den vergangenen fünf Jahren um 36 Prozent zurückgegangen. Im Ranking stand Deutschland mit einem Marktanteil von 5,6 Prozent auf Platz fünf der Rüstungsexporteure hinter Frankreich mit sechs Prozent an vierter Stelle.

„Die USA versorgen weltweit mindestens 100 Länder mit Waffen - deutlich mehr als jeder andere Zulieferstaat“, sagte Aude Fleurant, Direktorin des SIPRI-Waffen- und -Militärausgabenprogramms. Gehandelt würden Flugzeuge mit Cruise Missiles und anderer präzisionsgeführter Munition sowie die neueste Generation von Luft-und Raketenabwehrsystemen.

Indien größter Importeur

Russland mit einem Anteil von 23 Prozent am Export belieferte hauptsächlich Indien, Vietnam, China und Algerien. Der größte Importeur von Waffen war dem Bericht zufolge Indien mit 13 Prozent der globalen Summe.

Doch auch Staaten im Nahen Osten haben in den vergangenen zehn Jahren wieder kräftig aufgerüstet. Saudi-Arabien war zwischen 2012 und 2016 der zweitgrößte Waffenimporteur mit einem Anstieg von 212 Prozent gegenüber der Periode 2007 bis 2011. „Trotz des niedrigen Ölpreises haben die Länder in der Region im Jahr 2016 weitere Waffen bestellt, die sie als entscheidende Instrumente für den Umgang mit Konflikten und regionalen Spannungen sehen“, sagte Pieter Wezemann von SIPRI.

US-Vizepräsident Pence bei EU und NATO in Brüssel

Als erster Vertreter der neuen US-Regierung besucht Vizepräsident Mike Pence heute die EU in Brüssel. Pence kommt am Vormittag zunächst mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zusammen. Im Anschluss trifft er EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

US-Präsident Donald Trump hat bisher kein Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit der EU gezeigt. Er hatte den „Brexit“ begrüßt und geht von weiteren EU-Austritten aus.

Am Nachmittag wird Pence auch bei der NATO erwartet. Er trifft dort mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen. Nachdem Trump die NATO zunächst als „obsolet“ bezeichnet hatte, sagte er ihr nach seinem Amtsantritt „starke Unterstützung“ zu. Washington fordert dafür aber eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben der europäischen Verbündeten.

Mordfall: Nordkoreas Botschafter vorgeladen

Nach dem mutmaßlichen Giftmord an einem Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un gibt es diplomatische Verstimmungen zwischen dem isolierten Land und Malaysia. Die Regierung in Kuala Lumpur lud heute den nordkoreanischen Botschafter Kang-chol vor. Dabei sei es um Äußerungen des Diplomaten gegangen, Malaysia habe etwas zu verbergen, erklärte das Außenministerium.
Demnach wird auch der malaysische Botschafter in Pjöngjang zurück in seine Heimat beordert.

Kims Halbbruder Kim Jong-nam war vor einer Woche am Flughafen von Kuala Lumpur zusammengebrochen und auf dem Weg in ein Krankenhaus gestorben. Er soll einem schnell wirkenden Gift zum Opfer gefallen sein. Kim Jong-nam hielt sich lange im Ausland auf und äußerte sich kritisch über die Familiendynastie in seiner Heimat.

Südkoreanischen Regierungskreisen zufolge erteilte Nordkoreas Machthaber bereits vor Jahren den Auftrag zur Ermordung seines Halbbruders. Die Regierung in Pjöngjang hat bereits angekündigt, das Ergebnis der Obduktion nicht anzuerkennen.

Ecuador: Moreno gewinnt - aber Stichwahl

Der linke Regierungskandidat Lenin Moreno hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Ecuador deutlich gewonnen, muss aber wohl in eine Stichwahl. Er kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 38,26 Prozent, wie die nationale Wahlbehörde mitteilte. Moreno will den linken Kurs von Präsident Rafael Correa fortsetzen, der nach zehn Jahren an der Macht nicht mehr angetreten war.

Auf Platz zwei lag mit 29,86 Prozent der konservative Politiker Guillermo Lasso. Er will neben einem Politikwechsel auch das Asyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden.

Damit würde Moreno sehr knapp einen Wahlsieg schon in der ersten Runde verpassen - eine Stichwahl ist für den 2. April angesetzt worden. Für einen Sieg in der ersten Runde muss ein Kandidat 40 Prozent erreichen und zugleich zehn Prozentpunkte vor dem Zweiten liegen. Auf Platz drei landete die einzige Frau unter den acht Kandidaten, Cynthia Viteri von der Christsozialen Partei (15,4 Prozent).

Zusammenstöße bei Demo von Ultranationalisten in Kiew

Bei einer Demonstration von Ultranationalisten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist es gestern zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und Sicherheitskräften gekommen. Bewacht von Hunderten Polizisten marschierten rund tausend Ultranationalisten vom zentralen Maidan-Platz zum Präsidentenpalast. Dort kam es zu den Zusammenstößen. Mindestens sieben Demonstranten wurden festgenommen.

Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, war unter den Verletzten der Anführer der Organisation ukrainischer Nationalisten, Mikola Kochaniwskji. Die meisten der Festgenommenen waren verletzt, mehrere hatten Kopfverletzungen und einer eine Verletzung am Bein.

Protest gegen Kohletransport aus der Ostukraine

Die Demonstration galt der Unterstützung für eine Aktion, mit der ukrainische Ultranationalisten seit mehr als zwei Wochen die für den Kohletransport aus der Ostukraine benötigten Eisenbahnstrecken blockieren. Ihr Protest richtet sich dagegen, dass die ukrainische Energiewirtschaft immer noch Kohle aus den Gebieten im Osten des Landes bezieht, die unter Kontrolle prorussischer Rebellen stehen. Die Blockade führte bereits zu Nachschubproblemen, die Regierung in Kiew rief am Mittwoch den Energienotstand aus.

Die Kohlelieferungen aus der Ostukraine waren trotz der dortigen Kampfhandlungen in den vergangenen Jahren fortgesetzt worden, weil Kraftwerke in der ganzen Ukraine auf diese Kohle angewiesen sind. Die Blockierer beklagen, dass die Ukraine damit Geld in die Taschen der Rebellen im Osten spüle.

20. Protesttag in Rumänien: Tausende bei Demos

In Rumänien sind gestern Abend wieder Tausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Es war der 20. Protesttag in Folge. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, korrupte Politiker begünstigen zu wollen. Trotz heftigen Regens versammelten sich etwa 3.000 Demonstranten vor dem Regierungssitz in Bukarest, weitere 3.000 protestierten in der siebenbürgischen Stadt Cluj.

Auslöser der Proteste war eine Eilverordnung, die eine Strafverfolgung von Amtsmissbrauch nur noch dann zulässt, wenn der Schaden bei mindestens 200.000 Lei (rund 44.000 Euro) liegt. Die Regierung nahm diese Verordnung zwar auf Druck der Dauerproteste zurück, doch hat das Parlament diesen Vorgang noch nicht abgesegnet. Regierungskritiker befürchten, dass diese Regelung doch noch in Kraft treten könnte. 

Inland

Bürgern „wurscht“: Sobotka verteidigt Flüge

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) versteht die Kritik, die vergangene Woche an seinen Charterflügen laut geworden war, nicht. Derlei Dinge seien „den Landsleuten ziemlich wurscht“ - ähnlich wie etwa Spekulationen über Neuwahlen. Die Bevölkerung interessiere die Sicherheit, zeigte sich der Innenminister mehrfach überzeugt und bleibt dementsprechend auf Linie - auch bei seinen umstrittenen Vorhaben.

Mehr dazu in Minister will da und dort „nachschärfen“

Kern-Vorstoß: Jobbonus nur für heimische Arbeitslose

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) will einen Zuzug von weiteren Arbeitssuchenden aus dem EU-Ausland - vorwiegend aus Osteuropa - unterbinden. Daher will er den „Beschäftigungsbonus“ auf jene beschränken, die bereits beim AMS arbeitslos gemeldet sind, so Kern in der „Kronen Zeitung“ (Sonntag-Ausgabe). Die ÖVP ist skeptisch: „Kerns Modell würde automatisch österreichische Jobwechsler, Schulabgänger, Lehrlinge und Uniabsolventen ausschließen.“

Mehr dazu in „Österreicher sollen profitieren“

Wirtschaft

Eurofighter: Airbus kritisiert geplanten U-Ausschuss

Dass es in der Causa Eurofighter einen weiteren parlamentarischen U-Ausschuss geben soll, stößt bei der Hersteller-Firma Airbus nicht auf Gegenliebe. Konzernsprecher Rainer Ohler übte gestern Abend in einer schriftlichen Stellungnahme geharnischte Kritik und sah Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) auf seiner Seite. Auch Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) wurde attackiert.

Konzernsprecher warnt vor „kostspieligen Polit-Theater“

„Was ein Untersuchungsausschuss bisher nicht aufgeklärt hat, Staatsanwälte in zwei Ländern in Jahren nicht feststellen konnten und unser Bericht nicht erbracht hat, hat wenig Aussicht, durch einen neuen U-Ausschuss befördert zu werden“, meinte Ohler: „Vor diesem Hintergrund sollte das österreichische Parlament wirklich ernsthaft prüfen, ob ein neuer UA wirklich mehr als ein kostspieliges Polit-Theater bringen kann.“

Die Typenentscheidung für den Airbus liege 15 Jahre zurück, der Vertrag von 2007 sei zehn Jahre alt, und die letzte Auslieferung der Kampfflugzeuge sei 2009 erfolgt. „Bei Airbus gibt es kaum jemanden, der mit den damaligen Vorgängen noch befasst war“, erklärte der Konzernsprecher. Einen Vorgeschmack auf das, was in einem neuen Ausschuss zu erwarten wäre, habe die Pressekonferenz Doskozils und die Reaktionen darauf gezeigt.

Ohler sieht Mitterlehner auf seiner Seite - Attacken gegen Doskozil

Ohler sprach von „wüsten Ankündigungen, einem Fokus auf PR und nicht auf die Sache, Rufen nach dem Sheriff und alles in allem wenig bis gar keine neue Substanz“.‎ Darauf habe der Wirtschaftsminister besonders hingewiesen, bezog sich Ohler auf Mitterlehners Wortmeldung vom Freitag. „Dem schließen wir uns an“, ließ er wissen.

Sauer ist man bei Airbus speziell auf Doskozil. Dieser habe ein lange vereinbartes Gespräch mit Dirk Hoke, dem Chef der Rüstungs-und Raumfahrtsparte bei Airbus, kurzfristig abgesagt. „Der Minister hat gekniffen, und das hat offensichtlich Methode“, ärgerte sich Ohler.

ÖVP gegen Vereinnahmungsversuche

ÖVP-Generalsekretär Werner Amon wies Vereinnahmungsversuche durch Airbus zurück. Zu versuchen, Mitterlehner auf seine Seite zu ziehen, indem man seine Äußerungen missinterpretiere, sei ein einzigartiger Vorgang. Er weise dies zurück, sagte er in der ORF-Sendung „Im Zentrum“.

Ministerium: „Nicht unser Stil“

Im Verteidigungsministerium reagierte man unterkühlt. „Es war zu erwarten, dass der Minister persönlich angegriffen wird. Da wird auch noch mehr kommen“, hieß es gegenüber der APA. „Das ist aber nicht unser Stil. Dem Minister geht ausschließlich um die Interessen der Republik und des Steuerzahlers.“

Die Absage des Treffens bestätigte man. Nach der Anzeige sei für den Minister nun nicht der Zeitpunkt für Gespräche, es seien die Anwälte am Zug. Auf Expertenebene sei der Gesprächskanal aber offen, sofern Airbus an einer umfassenden Aufklärung interessiert sei. „Leider lässt die unsachliche Reaktion des Konzerns nicht darauf schließen“, wurde betont.

Sport

Biathlon-WM: Eder überrascht mit Massenstart-Bronze

Simon Eder hat der Biathlon-WM in Hochfilzen einen würdigen Abschluss beschert. Der 33-jährige Routinier des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) belegte im Massenstart-Bewerb der Herren gestern überraschend den dritten Rang und holte sich nach Bronze mit der Staffel seine zweite Medaille bei den Heimspielen. Nach einer makellosen Leistung auf dem Schießstand ging Eder als Führender in die Schlussrunde, musste in einem packenden Finish aber noch den Deutschen Simon Schempp und den Norweger Johannes Thingnes Bö vorbeiziehen lassen.

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Eishockey: Salzburg ringt „Haie“ bei Torfestival nieder

Red Bull Salzburg hat gestern in der neunten Zwischenrunde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) einen hochdramatischen Sieg gefeiert. Die Bullen rangen die Innsbrucker Haie auswärts in einem verrückten Spiel mit insgesamt 16 Toren nieder und übernahmen damit wieder Platz eins, da sich die Vienna Capitals beim KAC geschlagen geben mussten. In der Qualifikationsrunde kommt es am letzten Spieltag unterdessen zu einem Dreikampf um die beiden letzten Play-off-Plätze.

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Ski-WM: Fellers Märchen im Schatten von Hirscher

So oft ist Manuel Feller in dieser Saison an sich selbst gescheitert und ausgefallen. Die Silbermedaille im denkwürdigen WM-Slalom von St. Moritz hat dies gestern alles vergessen lassen. Der 24-jährige Tiroler schrieb im Schatten des strahlenden Siegers Marcel Hirscher sein persönliches WM-Märchen - und das trotz hartnäckiger Rückenprobleme, die sein Antreten gefährdet hatten.

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Fußball: Leipzig meldet sich mit Sieg zurück

Nach zwei Niederlagen in Serie hat sich RB Leizpig im Titelkampf in der deutschen Bundesliga zurückgemeldet. Das Team von Coach Ralph Hasenhüttl gewann gestern in der 21. Runde bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1. Die Leipziger nutzten das glückliche Remis der Bayern bei Hertha BSC und verkürzten wieder den Rückstand auf den Tabellenführer aus München. Für die Gladbacher ging unterdessen ein Erfolgslauf unter Coach Dieter Hecking zu Ende.

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Chronik

D: 15.000-Volt-Leitung stürzte auf ICE - Hunderte saßen fest

Eine 15.000-Volt-Oberleitung ist gestern Abend im Hamburger Hauptbahnhof gerissen und auf einen einfahrenden ICE gestürzt. Ein Teil der mehr als 400 Fahrgäste in dem Schnellzug aus München saß über Stunden fest, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Verletzt worden sei aber niemand. Am späten Abend sei damit begonnen worden, die verbliebenen Passagiere aus dem hinteren Teil des Zuges zu bringen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Ursache ungeklärt

Der ICE hatte sein Ziel fast erreicht, als gegen 18.30 Uhr die Oberleitung aus noch ungeklärter Ursache riss. Die ersten Waggons waren bereits am Bahnsteig. Die Leitung fiel auf den hinteren Zugteil. Sie musste zunächst geerdet werden, weil die Gefahr eines Stromschlags bestand. Gegen 20.00 Uhr konnten die ersten 150 Passagiere den vorderen Zugteil verlassen, wie der Sprecher sagte.

Die Fahrgäste im hinteren Zugteil mussten deutlich länger ausharren. Es habe Schwierigkeiten gegeben, den Zug vorwärts zu bewegen, damit auch sie am Bahnsteig aussteigen konnten. Sie konnten auch nicht durch den Zug nach vorn gehen, weil dieser aus zwei Teilen bestand. Aus Sorge vor Stromschlägen wurden zeitweise kleinere Straßen am Hamburger Hauptbahnhof gesperrt, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch eine Fußgängerbrücke sei betroffen gewesen.

Explosion bei Stierkampfarena in Bogota - viele Verletzte

Bei der Explosion eines Sprengsatzes sind gestern im Zentrum der kolumbianischen Hauptstadt Bogota mindestens 30 Personen verletzt worden, darunter mehrere Polizisten. Zunächst hatte Bogotas Bürgermeister Enrique Penalosa von einem Toten gesprochen, widerrief aber später diese Angabe.

Das Viertel ist bei Touristen beliebt. Die Explosion ereignete in der Nähe einer Gruppe von Polizisten, die einen geplanten Stierlauf durch die Straßen bewachen sollten. Diese Wettkämpfe waren am 22. Jänner vom Verfassungsgericht nach fünf Jahren Verbot wieder zugelassen worden, was in dem Viertel, wo auch die Stierkampfarena liegt, zu Protesten von Tierschützern geführt hatte.

Die Polizei verfolgt unter anderem aber auch den Verdacht, dass eine Zelle der linken ELN-Guerilla dahinter stecken könnte - mit der letzten verbliebenen Guerillagruppe, die noch rund 1.500 Mitglieder hat, haben gerade Friedensverhandlungen begonnen. Innenminister Juan Fernando Cristo erklärte auf Twitter, die Regierung verurteile „den Sprengstoffangriff“, der eine „eine inakzeptable Gewalttat“ sei.

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat kein Teilnehmer die richtigen sechs Zahlen getippt. Im Topf liegen nun rund 860.000 Euro.

12 23 24 31 34 43 / Zusatzzahl 29

Zwei Spielteilnehmer hatten den richtigen Joker auf der Quittung, sie erhalten je rund 290.000 Euro. Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

4 9 4 1 3 0

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

USA: „Great Wall“ scheitert an „Batman“ und „Fifty Shades“

Keine Chance für die chinesische Mauer: Der mit 150 Millionen Dollar (141 Millionen Euro) gedrehte Fantasy-Action-Film „The Great Wall“ von Regisseur Zhang Yimou scheiterte bei seinem Nordamerika-Debüt am Lego-Batman und der Erotikfilm-Folge „Fifty Shades Darker". Das kostspielige Leinwandspektakel mit Matt Damon, in dem europäische Söldner gegen Monster hinter Chinas Mauer kämpfen, musste sich mit dem dritten Rang auf der Kinocharts begnügen, berichtete der "Hollywood Reporter“ gestern Abend.

Nach ersten Schätzungen des Blattes nahm der familienfreundliche Familienfilm „The Lego Batman" an seinem zweiten Wochenende in den USA und Kanada die Hundert-Millionen-Dollar-Hürde. "Fifty Shades Darker“ legte 20,9 Millionen Dollar zu. Zusammen mit dem erwarteten Ticketverkauf am Montag, dem US-Feiertag „Presidents’ Day“, dürften die Einnahmen der „Fifty Shades of Grey“-Folge auf 24,1 Millionen steigen, kalkulierte die Zeitung. Für „The Chinese Wall“, der in Deutschland schon seit Wochen läuft, blieben lediglich geschätzte 18,1 Millionen Dollar. 

Regisseur Danny Boyle: „Erfolg ist schrecklich“

Der britische Regisseur und Oscar-Preisträger Danny Boyle („Slumdog Millionär“) fürchtet den Erfolg. „Erfolg ist schrecklich, weil er lähmt“, sagte der 60-Jährige der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag-Ausgabe). „Man sollte ihn so weit wie möglich ignorieren. Erfolg verändert einen, ob man will oder nicht.“

Erfolg führe zu Selbstsicherheit, aber dies sei nicht immer gut. „Viele selbstsichere Leute machen fürchterliche Filme.“ Allerdings sei auch Misserfolg „absolut furchtbar“, schränkte Boyle ein. Ihm helfe es, Kinder zu haben, die sich nicht für seinen Erfolg interessierten. „Das lässt mich nicht abheben.“ Boyles neuer Film „T2 Trainspotting“, Fortsetzung des Kultfilms „Trainspotting“ von 1996, kommt am 10. März in die österreichischen Kinos.

Science

60.000 Jahre alte Mikroorganismen gefunden

Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde Nasa haben in einem mexikanischen Höhlensystem bis zu 60.000 Jahre alte lebende Mikroorganismen gefunden, die in Kristalle eingeschlossen waren. Die Entdeckung mache Hoffnung, dass es auch auf anderen Planeten Mikroorganismen geben könnte, die unter äußerst unwirtlichen Bedingungen überlebten, sagte Penelope Boston, Leiterin des Nasa-Instituts für Astrobiologie, am Wochenende bei einer Konferenz in Boston.

Es handele sich um etwa hundert verschiedene Mikroorganismen, vor allem um Bakterien, die in zwischen 10.000 und möglicherweise 60.000 Jahre alte Kristalle eingeschlossen gewesen seien. 90 Prozent von ihnen seien bisher auf der Erde völlig unbekannt. Die fremdartigen Mikroben hätten sich von Sulfiten, Mangan oder Kupferoxid ernährt, sagte Boston.

Bei dem Fundort handelt es sich um die stillgelegte Blei- und Zink-Mine von Naica im Bundesstaat Chihuahua mit einer Tiefe von rund 800 Metern.

Kampf gegen Eschensterben in den Wäldern

Eine der wichtigsten heimischen Laubbaumarten ist bedroht: Seit Jahren wuchert ein importierter, besonders aggressiver Pilz in den Wäldern, der für Eschen ein riesiges Problem darstellt. Das Falsche Weiße Stengelbecherchen führt zum Absterben von Ästen, Kronenteilen und schließlich des ganzen Baumes. Manche Auwälder mussten bereits aufgrund der Gefahr von umstürzenden Bäumen gesperrt werden. Experten haben ein großangelegtes Rettungsprogramm gestartet - frei von Chemie oder sonstigen künstlichen Mitteln lautet das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.

Mehr dazu in Rettungsprogramm für bedrohten Baum

Lifestyle

Panorama

Hitlers rotes Telefon für 243.000 Dollar versteigert

Ein nach Kriegsende im Berliner Führerbunker gefundenes rotes Telefon aus dem Besitz von Adolf Hitler ist in den USA für 243.000 Dollar (rund 229.000 Euro) versteigert worden.

Der Erlös der Auktion gestern entsprach den Erwartungen des Auktionshauses Alexander Historical Auctions im US-Bundesstaat Maryland: Dieses hatte den den Wert des Apparats auf 200.000 bis 300.000 Dollar geschätzt.

rotes Telefon aus dem Besitz von Adolf Hitler

APA/AFP/Ho

Über die Identität des Käufers wollte das Auktionshaus keine Angaben machen, auch die Nationalität des Meistbietenden hielt es geheim. An der Versteigerung konnten Interessenten aus aller Welt per Telefon teilnehmen.

„Vielleicht zerstörerischste Waffe aller Zeiten“

Über den roten Apparat hatte Hitler in den beiden letzten Kriegsjahren die meisten seiner Befehle erteilt. In das tragbare Siemens-Telefon sind Hitlers Name sowie ein Hakenkreuz mit Reichsadler eingraviert. Nach Hitlers Suizid und dem Untergang des „Dritten Reiches“ wurde der Apparat im Berliner Führerbunker gefunden. Russische Offiziere übergaben es an einen britischen Soldaten, der es an seinen Sohn vererbte.

Die ursprüngliche schwarze Farbe des Bakelit-Telefons ist aufgrund des Alters des Apparats wieder zum Vorschein gekommen. Das Auktionshaus bezeichnete das Telefon als „vielleicht zerstörerischste Waffe aller Zeiten“, weil Hitler darüber Befehle zur Ermordung von Millionen Menschen gab.