Ausland

Kolumbien wählt Nachfolger von Nobelpreisträger Santos

Kolumbien ist morgen zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen, der dem Amtsinhaber und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos nachfolgen soll. Bei der Wahl geht es auch um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung FARC, das der Favorit Ivan Duque in wesentlichen Punkten ändern will, was zu neuer Gewalt führen könnte.

Duques stärkster Konkurrent Gustavo Petro aus dem linken Lager hingegen will an dem Abkommen festhalten. Der international bejubelte Friedensprozess ist in dem südamerikanischen Land äußerst umstritten. Nach dem Geschmack der Rechten hat der Staat den Rebellen zu viele Zugeständnisse gemacht, nach Ansicht der Linken wiederum erfüllt die Regierung ihre Zusagen an die Ex-Guerilleros nicht.

Präsident Santos darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren. Seine Zustimmungswerte sind ohnehin auf unter 20 Prozent gesunken. Im ersten Wahlgang am Sonntag dürfte sich keiner der insgesamt sieben Kandidaten durchsetzen. Die Stichwahl zwischen den zwei stärksten Bewerbern ist für den 17. Juni angesetzt.

Nord- und Südkorea: Überraschender Gipfel Kim - Moon

Die Chancen auf ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sind trotz der Volten der vergangenen Tage offenbar intakt. Trump hatte gestern weniger als 24 Stunden nach seiner abrupten Absage ein Treffen mit Kim am 12. Juni erneut in Aussicht gestellt.

Heute kam es zu einem überraschenden Treffen zwischen Kim und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae an der innerkoreanischen Grenze. Sie hätten sich ausgetauscht, um den Weg für den Gipfel zwischen Kim und Trump zu ebnen, heißt es aus Seoul.

Mehr dazu in Erneutes Treffen an der Grenze

Spanien: Auch Liberale wollen Rajoy stürzen

Für den konservativen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy wird es immer enger. Nachdem die oppositionellen Sozialisten gestern einen Misstrauensantrag gegen Rajoy angekündigt haben, wollen nun auch die liberalen Ciudadanos (Bürger) den Premier stürzen. Ciudadanos-Generalsekretär Jose Manuel Villegas nannte heute jedoch die Wahl eines „neutralen“ Übergangspremiers als Bedingung.

Die spanische Verfassung ermöglicht eine Abwahl des Regierungschefs nur durch die Wahl eines Nachfolgers. Rajoys Minderheitsregierung war bisher von den liberalen Ciudadanos gestützt worden, die ihm erst diese Woche den Beschluss eines Zweijahresbudgets ermöglicht hatten.

Korruptionsurteil als Anstoß

Der konservative Ministerpräsident ist aber für die anderen Parteien durch ein am Donnerstag ergangenes Korruptionsurteil untragbar geworden. Im Fall „Gürtel“ wurde der frühere PP-Schatzmeister Luis Barcenas wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit schwarzen Kassen der Volkspartei (PP) zu 33 Jahren Haft verurteilt.

Sozialisten-Chef Pedro Sanchez kündigte daraufhin das Misstrauensvotum gegen Rajoy an. Die in den Umfragen führenden Ciudadanos wollen umgehende Neuwahlen und sehen ein Misstrauensvotum gegen Rajoy als Instrument, um diese zu erreichen, wie Villegas sagte. Allerdings werde man Sanchez nicht unterstützen. Stattdessen soll eine „neutrale“ Person eine Übergangsregierung bis zu den Wahlen führen.

Sozialisten signalisieren Zustimmung

Die Sozialisten (PSOE) signalisierten Zustimmung zur liberalen Forderung von vorgezogenen Neuwahlen. „Das wird kein Hindernis sein, eine Vereinbarung mit Ciudadanos zu erreichen“, sagte PSOE-Generalsekretär Jose Luis Abalos. Er betonte, dass das Misstrauensvotum „kein Manöver ist, um an die Macht zu gelangen“. Außerdem schloss er aus, dass sich Sanchez mit Unterstützung von Regionalparteien und der katalanischen Separatisten in den Regierungspalast Moncloa hieven lassen wird.

Tschechien hat laut Babis keine Eile mit Euro-Einführung

Tschechien stuft derzeit die eigene Währung vorteilhafter ein als einen Beitritt zur Eurozone. Das betonte der geschäftsführende Regierungschef Andrej Babis heute bei einer Diskussion mit seinem slowakischen Amtskollegen Peter Pellegrini im Rahmen einer Festival-Eröffnung in Brno.

Teschechische Krone „segensreich“

Die Euro-Einführung habe für ihn deshalb keine Priorität, wiederholte Babis nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK mehrmals. „Ich bin mit der Tschechischen Krone sehr zufrieden und glaube, dass es sehr segensreich für unsere Wirtschaft ist, dass die tschechische Nationalbank im Falle eines Problems die Möglichkeit zur Intervention hätte“, erläuterte der Gründer der liberal-populistischen Bewegung ANO seine Skepsis gegenüber dem Euro.

Seinem slowakischen Kollegen Pellegrini wünschte er viel Glück, dass die 2009 der Eurozone beigetretene Slowakei „nicht für die griechischen und italienischen Schulden zahlen“ müsse. Pellegrini entgegnete, sein Land sei mit dem Euro sehr zufrieden. Die Slowakei habe auch dank des Euro ein hohes Wirtschaftswachstum und die niedrigste Arbeitslosigkeit seit der Staatsgründung.

Keine Frist festgelegt

Tschechien hat sich wie die neun anderen im Jahr 2004 der Europäischen Union beigetretenen Staaten verpflichtet, den Euro einzuführen. Eine Frist dafür ist im Beitrittsvertrag jedoch nicht festgelegt.

Babis’ reservierte Haltung zum Euro ist bekannt. Nicht einmal das Kabinett, dass er jetzt in Prag zusammenstellt, will einen Termin des Beitrittes zur Eurozone festlegen, wie aus dem Entwurf des Regierungsprogramms hervorgeht. Als Grund hatte Babis in der Vergangenheit wiederholt den Unwillen, griechischen Schulden mitzuzahlen, erwähnt. Dabei erfüllt Tschechien die Kriterien für die Einführung der europäischen Währung.

NGO: Tote bei Fluchtversuch aus libyschem Gefangenenlager

Libysche Menschenhändler haben nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mindestens 15 aus Gefangenschaft fliehende Migranten erschossen. Dutzende weitere seien nahe der Stadt Bani Walid im Nordwesten des Landes verletzt worden, teilte die Organisation gestern mit. Sie seien von den Geiselnehmern angeschossen worden, als diese sie wieder einfangen wollten.

Mehr als 100 Menschen seien zuvor aus einem Geheimgefängnis ausgebrochen. Die Überlebenden, vor allem Teenager, stammten den Angaben zufolge hauptsächlich aus Eritrea, Äthiopien und Somalia und strebten Asyl in Europa an. Sie berichteten, bis zu drei Jahre lang gefangen gewesen zu sein.

EU-Sozialdemokraten wollen Kandidaten in Wien nominieren

Die SPÖ will innerhalb der EU-Sozialdemokraten „eine stärkere Rolle einnehmen“. Das sagte SPÖ-Chef Christian Kern in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Der Standard“ (Freitag-Ausgabe). So werde der gesamteuropäische Spitzenkandidat der EU-Sozialdemokraten „wahrscheinlich“ in Wien nominiert werden, sagte Kern.

Timmermans für Kern „exzellente Wahl“

„Wir Sozialdemokraten müssen einen Spitzenkandidaten anbieten, der mindestens mit derselben Leidenschaft für Europa kämpft, wie Macron es tut. Das müssen wir aus eigener Kraft schaffen“, so Kern mit Blick auf die Europawahl in einem Jahr. Den Vizepräsidenten der EU-Kommission, den Niederländer Frans Timmermans, bezeichnete er auf eine entsprechende Frage als „exzellente Wahl“. Es gebe aber „auch unter den Regierungschefs einige, die hervorragend geeignet wären“.

Bei der EU-Wahl 2014 hatten die Parteienfamilien erstmals europaweite Spitzenkandidaten nominiert, die den Anspruch auf das Amt des Kommissionspräsidenten stellten. Für die Sozialdemokraten ging der damalige Parlamentspräsident Martin Schulz ins Rennen, für die konservative Europäische Volkspartei (EVP) der luxemburgische Ex-Premier Jean-Claude Juncker.

Die EVP wurde stärkste Kraft im Europaparlament, woraufhin Juncker von den Staats- und Regierungschefs zum Kommissionspräsidenten ernannt wurde. Laut dem EU-Vertrag müssen die Staats- und Regierungschefs bei ihrer Entscheidung den Ausgang der Europawahl berücksichtigen.

Kein Bündnis mit Macron

Der Spitzenkandidat der EU-Sozialdemokraten müsse „eine starke europäische Persönlichkeit sein, die zeigt, dass wir für ein Anti-Orban-Europa stehen, für ein offenes, pluralistisches und liberales Europa“, sagte Kern dem „Standard“. SPÖ-Spitzenkandidat werde „jemand sein, der ein europapolitisches Schwergewicht ist“. Er selbst sehe sich als nicht geeignet.

„Nur schwer möglich“ werde eine Wahlplattform mit Macron sein, weil das eine Auflösung von zwei bestehenden Bewegungen bedeuten würde, sagte Kern. „Das wird Macron nicht attraktiv vorkommen, ich hielte es auch nicht für zielführend. Aber was schon entscheidend ist: Wir brauchen Bündnispartner.“

Inland

BVT-Affäre: Gridling mit Kickl-Aussprache zufrieden

Der wiedereingesetzte Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Peter Gridling, hat sich heute gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal zufrieden über die gestrige Aussprache mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) gezeigt. Es habe sich um ein konstruktives Gespräch gehandelt, so Gridling.

Gespräch über Umbau

Dabei soll Kickl auch von Gridling angestoßene Neuerungen zur Verbesserung der Qualität der Arbeit des Verfassungsschutzes unterstützt haben. Man habe zudem über den im Regierungsprogramm vorgesehenen Umbau der Geheimdienste gesprochen.

Ein gemeinsames Anliegen sei es, das BVT aus den Negativschlagzeilen zu bringen, so Gridling. Bereits gestern hatte auch Kickls Büro von einem „sehr konstruktiven“ Treffen „in guter Atmosphäre“ gesprochen.

Fragen zu entlassenem Spionagechef

Gegenüber dem Mittagsjournal äußerte sich Gridling auch zu der jüngsten Entlassung seines Abteilungsleiters für Spionageabwehr. Diesem wird vorgeworfen, geheime Unterlagen mit nach Hause genommen zu haben. Sein Anwalt, Otto Dietrich, hält diesen Vorwurf für „sehr paradox, wenn man bedenkt, dass durch die Vorgehensweise dieser BVT-Ermittlungen Arbeitsmethoden, Ressourcen des BVT in die Öffentlichkeit getragen werden.“

Zudem sei Arbeit zu Hause aufgrund des Personalmangels im BVT gang und gäbe gewesen. Er halte es auch für keinen Zufall, dass die Entlassung kurz nach der Aufhebung der Suspendierung ausgesprochen wird, so Dietrich gegenüber dem Mittagsjournal.

Verweis auf Vertrauen im Ausland

Gridling stellte sich in der Causa jedoch auf die Seite des Ministers: Nachlässiger Umgang mit Informationen von ausländischen Geheimdiensten könne dazu führen, dass das BVT im Ausland an Vertrauen verliere, so der BVT-Chef.

Dass die Staatsanwaltschaft geheime Akten aus dem BVT beschlagnahmen durfte und dass diese auf dem Umweg über die Akteneinsicht durch Anwälte und Strafverteidiger öffentlich bekannt werden könnten, hält er aber für problematisch.

Gridling glaubt an Einstellung der Ermittlungen

Auf die Frage, ob er Kickl die Suspendierung übel nehme, sagte Gridling, er sei Beamter, seine Richtlinien seien die rechtlichen Rahmenbedingungen und das sehe auch Kickl so. Kickl habe die Aufhebung der Suspendierung zur Kenntnis genommen.

Gridling geht zudem davon aus, dass auch die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn eingestellt werden, zumal ein Belastungszeuge die Aussagen gegen ihn stark relativiert habe. Er habe sich nichts vorzuwerfen und werde auch einen Antrag auf Einstellung der Ermittlungen stellen, so Gridling.

Audio dazu in oe1.ORF.at

Regierung geht auf Klausur in Mauerbach

Die Regierung versammelt sich ab morgen Mittag in Mauerbach in Niederösterreich, um im Rahmen einer Klausur die Vorbereitungen für die im Juli startende österreichische EU-Ratspräsidentschaft abzuschließen. Ebenfalls thematisiert werden soll die Klimastrategie, die dann am Montag durch den Ministerrat gehen wird.

Heikles Thema Mindestsicherung

Bei der Regierungssitzung am zweiten Klausurtag steht auch das politisch heikelste Thema an, nämlich die Reform der Mindestsicherung. Die Regierung will die Länder mit einem Rahmengesetz dazu bringen, die Leistung möglichst einheitlich zu gestalten. Geht es nach ÖVP und FPÖ, sollen Zuwanderer zumindest anfangs weniger Mittel erhalten.

Ob es eine Deckelung der Leistung gibt, ist noch offen. Der VfGH hatte zuletzt das niederösterreichische Modell, das den Plänen der Koalition zumindest ähnlich war, gekippt.

Wirtschaft

Russland und Türkei beenden Streit um Gaslieferung

Russland und die Türkei haben ihren Gasstreit beendet. Der russische Staatskonzern Gasprom teilte heute mit, dass man mit dem türkischen Pipeline-Betreiber Botas eine Einigung über die Bedingungen der Gaslieferungen erzielt habe. Dieser Schritt sei außerhalb des internationalen Schiedsgerichts gelungen, das Botas angerufen hatte.

Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gesagt, dass sich Ankara und Moskau auf einen Preisabschlag verständigt hätten. Die Türkei bezahle demnach 10,25 Prozent weniger für das Erdgas, das Ankara von Moskau gekauft habe. Dies beinhalte die Jahre 2015 und 2016. Dadurch erhalte die Türkei eine Zahlung von einer Milliarde Dollar aus Russland.

Fortschritte bei TurkStream

Gasprom gab zudem bekannt, beim Bau der Gaspipeline TurkStream Fortschritte erzielt zu haben. Es habe eine Einigung für den Teil der Pipeline gegeben, der über das türkische Festland führe. Zuletzt war es wegen einer fehlenden Genehmigung von türkischer Seite zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten gekommen.

Die Türkei und Russland hatten 2016 die Errichtung der Gaspipeline TurkStream unter dem Schwarzen Meer besiegelt. Vorgesehen ist, Röhren unter dem Meer zu verlegen und damit die Ukraine zu umgehen. Die Türkei soll im Rahmen der Vereinbarungen auch vergünstigtes Erdgas erhalten.

Sport

Tennis: Thiem gewinnt in Lyon Jubiläumstitel

Zwei Tage vor seinem Start in die French Open hat sich Dominic Thiem einen großen Schub Selbstvertrauen geholt. In Lyon gewann der 24-jährige Niederösterreicher heute seinen zehnten Titel auf der ATP-Tour. Das Finale gegen den Franzosen Gilles Simon drehte Thiem nach einem 0:1-Satzrückstand noch erfolgreich um. Nach Buenos Aires ist es der zweite Titel für Thiem in diesem Jahr.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Formel 1: Ricciardo rast zur Monte-Carlo-Poleposition

Erstmals in dieser Saison geht weder Sebastian Vettel noch Lewis Hamilton aus der Poleposition in einen Formel-1-Grand Prix. Im Qualifying für den Klassiker in Monte Carlo raste Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo wie schon in allen Trainings zur Bestzeit und startet damit morgen (15.10 Uhr, live in ORF eins) zum zweiten Mal in seiner Karriere vom ersten Platz in ein Rennen.

Der Australier verwies den deutschen Ferrari-Star und den britischen Mercedes-Weltmeister auf die Startplätze zwei und drei. Ein Desaster erlebte hingegen Ricciardos Teamkollege Max Verstappen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Giro d’Italia: Großschartner nach Husarenritt Dritter

Felix Großschartner hat auf der vorletzten Etappe des Giro d’Italia nach einem Husarenritt den dritten Platz belegt. Der 24-Jährige aus dem deutschen Bora-Team musste sich bei der Bergankunft in Cervinia nach 214 Kilometern nur dem spanischen Solosieger Mikel Nieve und dem Niederländer Robert Gesink geschlagen geben. Alle drei hatten einer zunächst großen Fluchtgruppe angehört, die auf dem vorletzten von drei Anstiegen der ersten Kategorie zerfallen war. Am Gesamtsieg von Chris Froome ist nicht mehr zu rütteln.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Hinweis

DSGVO: Mehr Kontrolle über Social-Media-Elemente in ORF.at

Die nun in Kraft tretende EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird auch eine Verbesserung in ORF.at mit sich bringen. Das betrifft die Nutzung von Inhalten aus Sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Instagram und YouTube in ORF.at-Berichten.

Nutzerinnen und Nutzer von ORF.at können selbst bestimmen, ob sie eingebundene Postings aus Sozialen Netzwerken in ORF.at sehen möchten - und ob sie damit den Datenaustausch mit diesen Plattformen erlauben.

Social-Media-Hinweis auf ORF.at

ORF.at

Wenn ein Posting – sei es Donald Trumps morgendliche Tweet-Tirade, sei es ein Hochzeitsfoto vom Instagram-Account des Kensington Palace – aus einem Netzwerk geladen wird, tauscht der verwendete Internetbrowser Daten mit diesem Netzwerk aus.

ORF.at hat weder Zugriff noch Einfluss auf diese Daten, ihre Speicherung und Verarbeitung. Sie obliegen den jeweils eigenen Datenschutzinformationen, die von den Sozialen Netzwerken zur Verfügung gestellt werden.

In zwei Stufen zum vollständigen Inhalt

In Berichte eingebettete Social-Media-Elemente werden zuerst in Form einer reduzierten Vorschau angezeigt – mit dem Text des Postings, allerdings ohne Bilder und Videos. Dadurch entsteht noch kein Datenaustausch mit dem jeweiligen Anbieter.

Durch Klick auf „Soziale Netzwerke vollständig anzeigen“ können User den gesamten Inhalt aus Sozialen Netzwerken laden. Außerdem können sie diese Einstellung dauerhaft und quer über alle ORF.at-Angebote hinweg aktivieren – oder nur vorübergehend bis zum nächsten Neustart des Browsers oder der App.

Ein ähnlicher Mechanismus steuert die Darstellung von ORF.at-Seiten, die zu einem großen Teil aus Inhalten aus Sozialen Netzwerken bestehen. Die getroffene Wahl kann zudem jederzeit auf einer Einstellungsseite geändert werden.

Rund um das Inkrafttreten der DSVGO gibt es im ORF.at-Netzwerk zahlreiche weitere Verbesserungen, etwa umfangreichere und besser auffindbare Informationen zum Datenschutz.

Chronik

Europa-Park Rust nach Feuer komplett geräumt

Im Freizeitpark Europa-Park im deutschen Rust ist heute ein Großbrand ausgebrochen. Wie der Freizeitpark über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, brennt es bei der Attraktion „Die Piraten von Batavia“. Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei war eine Lagerhalle in Flammen geraten, das Feuer griff vermutlich auch auf Fahrgeschäfte über.

Der Brand befand sich am Abend unter Kontrolle. Das Feuer breite sich nicht mehr aus, so ein Sprecher der Polizei Offenburg zur dpa. Es gebe allerdings noch einige aktuelle Brandherde. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

25.000 Gäste

Alle Besucher hatten dem Polizeisprecher zufolge den Park verlassen. „Der Park wurde komplett geräumt“. Nach Schätzungen der Einsatzkräfte wurden nach Ausbruch des Feuers Tausende Besucher in Sicherheit gebracht. Laut Polizei zählte der Park am Samstag insgesamt 25.000 Gäste.

Auf Bildern war zu sehen, wie dichter Rauch über der Lagerhalle aufstieg. Luftaufnahmen, die während des Feuers entstanden, zeigten Flammen auf mehreren Seiten des Gebäudes. Die Rauchsäule war weithin zu sehen. Die Einsatzkräfte versuchten unter Hochdruck, ein Übergreifen des Feuers auf andere Areale zu verhindern.

Entwarnung nach Bombendrohung vor CL-Finale in Kiew

Wenige Stunden vor dem Champions-League-Finale in Kiew hat die ukrainische Hauptstadt mehrere Metrohaltestellen wegen eines Bombenalarms vorübergehend gesperrt.

Ein anonymer Anrufer habe gesagt, dass an fünf Stationen Bomben explodieren könnten, meldete die Agentur Interfax heute unter Berufung auf Polizeiangaben. Bei einer Prüfung sei nichts gefunden worden, teilten die Metrobetreiber bei Facebook mit. Die Stationen wurden wieder geöffnet.

Am Abend spielen Real Madrid und der FC Liverpool das Champions-League-Finale in der ukrainischen Hauptstadt. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind rund 10.000 Fans aus dem Ausland angereist. Etwa 10.000 Sicherheitskräfte sind rund um das Spiel im Einsatz.

Tote und Verletzte bei Unfällen auf Österreichs Straßen

Ein 34 Jahre alter Weststeirer ist heute bei einem Motorradunfall tödlich verletzt worden. Der Mann prallte in einer Kurve gegen einen Wegweiser. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Mann in OÖ gestorben

Mehrere Verletzte und einen Toten forderte heute Nachmittag ein Unfall im Großraum Linz auf der Umfahrung Ebelsberg. In der Uferkurve der B1 zwischen Ebelsberg und Pichling stießen zwei Autos zusammen.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Zwei Mädchen bei Mopedunfall verletzt

Ebenfalls in der Steiermark wurden zwei Mädchen bei einem Mopedunfall in Feldbach teils schwer verletzt. Die Lenkerin – eine 15-Jährige – dürfte sich wegen eines Vogels erschrocken haben und verriss ihr Fahrzeug.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Autos überschlugen sich

Im Burgenland wurden heute drei Personen bei Verkehrsunfällen verletzt. Bei zwei Unfällen überschlug sich das Auto. In einem Fall wurde ein Motorradfahrer von einem Auto erfasst.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Kultur

Architektur für eine bessere Welt bei der Biennale

Die Architekturbiennale von Venedig möchte in ihrer 17. Ausgabe Freiräume ausloten und sie dazu nützen, eine bessere Welt zu errichten. Bis zum 25. November sind neben einer großen Ausstellung auch die Präsentationen der 61 nationalen Pavillons zu sehen. Österreich vertreten drei Architektenteams mit einer großen Rauminstallation - die Besucherinnen und Besuchern körperlich einiges abverlangt.

Mehr dazu in Freiräume zwischen Kunst und Konsum

Gesundheit

Gute Noten für vegane Fertiggerichte

Das Angebot an veganen Produkten wird zusehends größer. Auch vegane Fertigmenüs erobern mittlerweile die Supermarktregale. Fertiggerichte werden jedoch häufig kritisiert. Zu viel Salz und zu viel Fett, so lauten die gängigsten Beanstandungen. Aber sind diese berechtigt? Wie hochwertig und gesund ist vegane Fertigkost wirklich? Das deutsche Magazin „Ökotest“ hat nachgeforscht.

Mehr dazu in help.ORF.at

Leute

US-Astronaut Alan Bean ist tot

Der US-Astronaut Alan Bean, der 1969 als vierter Mensch den Mond betrat, ist tot. Bean sei heute im Alter von 86 Jahren in einem Krankenhaus im texanischen Houston gestorben, teilte seine Familie und die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Zwei Wochen zuvor sei er während einer Reise plötzlich krank geworden.

Der 1932 in Texas geborene Bean war nach einer ersten gescheiterten Bewerbung 1963 in die Astronauten-Truppe der NASA aufgenommen worden. In den kommenden zwei Jahrzehnten verbrachte Bean insgesamt 1671 Stunden und 45 Minuten im Weltall und betrat im November 1969 den Mond, gemeinsam mit seinem Kollegen Pete Conrad.

Der US-Astronaut Alan Bean

AP/Jacquelyn Martin

1981 ging Bean in den Ruhestand und widmete sich ganz der Malerei. Bean war zweimal verheiratet und hatte zwei Kinder.

Panorama

„Wolfsähnliches“ Tier stellt USA vor Rätsel

Ein von einem Farmer im US-Bundesstaat Montana erschossenes Tier, das wie ein Wolf aussieht, aber doch nicht so ganz, beschäftigt seit gestern die englischsprachigen Medien. Für die Boulevardpresse ist der „Werwolf“ ein gefundenes Fressen.

Faktum ist aber, dass das weibliche „wolfsähnliche Wesen“ auch Wildbiologen vorerst vor ein Rätsel stellt. DNA-Tests sollen dieses Rätsel lösen. Bis sie fertig ausgewertet sind, blühen die Spekulationen darüber, worum es sich bei dem Tier wirklich handeln könnte.

Mehr dazu in Die Stunde der „Experten“

Jahrhundertealter Wein für 104.000 Euro versteigert

Eine fast 250 Jahre alte Flasche Wein ist bei einer Auktion in Frankreich für knapp 104.000 Euro versteigert worden. Wie das Auktionshaus in der Stadt Lons-le-Saunier heute mitteilte, handelt es sich um einen Dessertwein aus dem Jura von 1774, den der Winzer Anatoile Vercel (1725-1786) gekeltert hatte.

Zwei weitere Flaschen desselben Weins wurden bei der Auktion für rund 73.000 und etwa 76.000 Euro verkauft. Ersteigert wurden die historischen Tropfen demnach von Kanadiern und einem Käufer im Auftrag von US-Weinliebhabern, die sich Frankreich verbunden fühlen.

Unterirdisch aufbewahrt

Die Weinflaschen wurden von den Nachfahren des Winzers über die Jahrhunderte in einer unterirdischen Höhle aufbewahrt. Bereits 2011 und 2012 waren zwei Flaschen aus den Beständen versteigert worden und hatten Preise von rund 38.000 Euro und 57.000 Euro erzielt. Inzwischen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingen aber geändert, erklärte die zufriedene Auktionatorin Brigitte Fenaux.

Aufgrund einer früheren Verkostung des Dessertweins aus dem Jura ist sogar bekannt, wie dieser schmeckt. 1994 hatten ihn 24 Experten probiert. Sie lobten anschließend seine gelbe Farbe und seinen Geschmack nach „Nüssen, Gewürzen, Curry, Zimt, Vanille und Trockenfrüchten“. Auf einer Skala bis zehn gaben sie ihm die Note 9,4.