Liveticker

GraWe-Ausstieg Thema im Hypo-Ausschuss

GraWe wollte 2007 aus Hypo raus - erfolglos

Es geht wieder darum, wann die GraWe angesichts der steigenden Risken aus der Bank rauswollte. Ederer antwortet ruhig und bestimmt: es stimmt, man habe den Bayern 2007 die eigenen Anteile angeboten, zu dem Deal kam es aber nicht. Also blieb man bei der Beibehaltung des Engagements und auch des Volumens. Man habe beschlossen: „Wir investieren nicht mehr weiter, weil die Risiken erscheinen uns zu hoch“. Aber es habe keine Verkaufsanbahnungen gegeben.

Worum es bisher geht

Die Befragung drehte sich bisher vor allem um die Frage, wie die Einschätzung der GraWe zu den Risiken bei der Hypo (schon Jahre vor der Verstaatlichung) aussah, und warum der Aussteig erfolgte, wenn man davon ausgegangen sei, die Bank sei sanierbar.

Inland

Richard Lugner tritt bei Hofburg-Wahl an

Mit 83 will es Richard Lugner politisch noch einmal wissen: Zum zweiten Mal nach 1998 tritt Österreichs bekanntester Baumeister zur Bundespräsidentschaftswahl an. 9,91 Prozent der Stimmen erreichte er 1998.

„Wir treten an“, sagte Lugner heute zur APA. Er hatte sein Antreten von einer Umfrage abhängig gemacht, deren Ergebnisse heute vorliegen. Details will Lugner morgen in einer Pressekonferenz in der Lugner City vorstellen.

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Ausland

Aleppo-Offensive: Aktivisten melden Hunderte Tote

Bei der Offensive der syrischen Armee in der Provinz Aleppo sind nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 274 syrische Rebellen und ausländische Dschihadisten sowie 89 Zivilisten, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mit. Die Angaben der den Rebellen nahe stehenden Beobachtungsstelle sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Karten in Syrien neu gemischt

Der Vormarsch der syrischen Armee auf die Großstadt Aleppo und weiter Richtung türkische Grenze legt einmal mehr die chaotischen Zustände im Syrien-Konflikt dar. Denn während sich die Regierungstruppen mit Unterstützung russischer Luftangriffe, der libanesischen Hisbollah und russisch-tschetschenischer Einheiten vorankämpfen, kommen Rebellenverbände in Bedrängnis und verlieren Gebiete - auch zugunsten kurdischer Einheiten, die an der Grenze zur Türkei ebenfalls in Syrien kämpfen. Die Konsequenzen hat die Zivilbevölkerung zu tragen, die derzeit zu Zehntausenden Richtung Türkei flieht, dort aber vor geschlossenen Grenzen steht.

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Nordkorea: Südkorea verlässt Industriepark Kaesong

Südkorea zieht sich nach dem nordkoreanischen Raketenstart aus dem von beiden Staaten betriebenen Industriepark Kaesong zurück. Damit solle der Norden von einer wichtigen Geldquelle für seine Raketen- und Atomwaffenprogramme abgeschnitten werden, sagte der für die Wiedervereinigung zuständige Minister Hong Yong Pyo heute. Die Regierung in Pjöngjang sei bereits über das Vorhaben informiert.

Der Industriepark liegt in Nordkorea an der Grenze zum Süden und ist eines der wenigen Projekte, in dem die beiden verfeindeten koreanischen Staaten zusammenarbeiten. 124 südkoreanische Firmen beschäftigen in dem Park fast 55.000 Nordkoreaner. Für das verarmte Nordkorea ist Kaesong eine wichtige Einnahmequelle, allein im vergangenen Jahr flossen nach Angaben des Ministers fast 100 Millionen Euro an Gehältern und Gebühren.

Propagandabeschallung verstärkt

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas verstärkt Südkorea zudem die Propagandabeschallung des Nachbarlandes. Es seien weitere Lautsprecher an der Grenze aufgebaut worden. Laut Verteidigungsministerium werde der Norden nun auch länger als bisher mit lauter Musik, Nachrichten und Propagandabotschaften beschallt.

Südkorea hatte die Beschallung im Jänner wieder aufgenommen, als Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest. Dieser wurde international ebenso verurteilt wie der Raketenstart am Sonntag

Der UNO-Sicherheitsrat kündigte bereits eine härtere Resolution an - unterstützt von China. Auftrieb könnte das durch eine neue Warnung aus den USA kommen. Laut einem aktuellen Bericht, den der US-Geheimdienst gestern vorstellte, nahm Nordkorea unter seinem Machthaber Kim Jong Un wieder die Produktion von Plutonium auf. Damit könnte Pjöngjang Atomwaffen bauen.

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Türkei meldet Fund von Sprengstoffwesten an Grenze

Die türkische Armee hat an der Grenze zu Syrien mehrere Kilogramm Sprengstoff sichergestellt. Eine Gruppe von 34 Menschen, unter ihnen 20 Kinder und zehn Frauen, sei in der Grenzstadt Karkamis von türkischen Soldaten gestoppt worden, teilte die Armee heute mit. Neben vier Sprengstoffwesten seien in zwei Rucksäcken zwölf bis 15 Kilogramm Sprengstoff gefunden worden.

Vor einem Monat hatte ein aus Syrien in die Türkei eingereister mutmaßlicher Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei einem Selbstmordanschlag in der Altstadt von Istanbul elf deutsche Touristen getötet. Die türkischen Behörden befürchten, dass die IS-Miliz weitere Anschläge planen könnte.

Chomeinis Enkel von Iran-Wahl ausgeschlossen

Trotz zahlreicher Proteste ist jetzt der Enkel des früheren Revolutionsführers Ruhollah Chomeini endgültig von der Wahl im Iran ausgeschlossen worden. Er war zunächst vom Wächterrat disqualifiziert worden. Das wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur ILNA heute von dem konservativen Kontrollgremium erneut bestätigt.

Gegen die erste Entscheidung hatte Hassan Chomeini Protest eingelegt und eine Revision gefordert. „Ich bin ja wahrlich kein Unbekannter im Iran“, sagte er. Die erzkonservativen Kleriker im Wächter- und Expertenrat hatten sich an den reformorientierten Ansichten und der Nähe des 43-Jährigen zu Präsident Hassan Rouhani gestoßen.

Der Expertenrat ist eines der wichtigsten Gremien im Iran, weil die inzwischen 88 geistlichen Mitglieder sowohl über die Wahl als auch über die Abwahl des obersten Führers bestimmen können. Nach Chomeinis Tod im Juni 1989 wurde Ajatollah Ali Chamenei vom Expertenrat zum Führer ernannt. Laut Verfassung hat er das letzte Wort in allen strategischen Belangen.

US-Höchstgericht stoppt Obamas Klimapläne

Der Oberste Gerichtshof der USA hat den ambitionierten Klimaschutzplan von Präsident Barack Obama auf Eis gelegt. Der Supreme Court blockierte die Umsetzung von Vorgaben für den CO2-Ausstoß von Kraftwerken, bis die Klagen einer Reihe von republikanisch regierten Bundesstaaten und Industrieverbänden gegen Obamas „Clean Power Plan“ gerichtlich entschieden sind.

In dem Anfang August vorgestellten Plan will Obamas Regierung erstmals landesweit verbindliche Ziele für die Reduzierung der Treibhausgase im Energiesektor vorschreiben. Im Vergleich zum Jahr 2005 soll der Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken bis 2030 um 32 Prozent gesenkt werden. Dazu sollen vermehrt erneuerbare Energien an die Stelle von fossilen Brennstoffen und insbesondere der Kohle treten. 27 US-Bundesstaaten und mehrere Unternehmen klagten dagegen.

Die Erderwärmung und der Kampf gegen die Folgen sind in den USA ein politisch stark umstrittenes Thema.

F: Parlament für möglichen Entzug der Staatsbürgerschaft

Die französische Nationalversammlung hat für die Aufnahme des möglichen Entzugs der Staatsbürgerschaft in die Verfassung gestimmt. Die Mehrheit der Parlamentarier votierte gestern Abend für den zweiten Teil der von Präsident Francois Hollande angestrebten Verfassungsreform. Damit sollen die Möglichkeiten ausgeweitet werden, Menschen nach einer Terrorverurteilung die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Bisher war der Entzug der Staatsbürgerschaft nur bei Verurteilten mit doppeltem Pass möglich, die im Laufe ihres Lebens Franzosen wurden. Künftig soll die Strafmaßnahme auch bei gebürtigen Franzosen anwendbar sein. Der zweite Teil der Verfassungsreform regelt auch die Bedingungen, unter denen Rechte aberkannt werden können, die an die Staatsangehörigkeit gebunden sind, etwa das Wahlrecht.

Ausnahmezustand in Verfassung

Die Nationalversammlung hatte am späten Montagabend bereits für eine Verankerung des Ausnahmezustands, der nach den Pariser Attentaten vom November mit 130 Toten verhängt worden war, in der Verfassung gestimmt. Heute sollen die Abgeordneten über die gesamte Verfassungsreform abstimmen. Diese muss dann noch vom Senat abgesegnet werden.

Besonders die geplante Verschärfung der Möglichkeiten zum Entzug der Staatsbürgerschaft hatte in den vergangenen Wochen für heftige Kritik gesorgt. In dem Streit über die Reform trat Ende Jänner die französische Justizministerin Christiane Taubira zurück.

Westen verliert laut IISS Vorsprung beim Militär

Die technische Überlegenheit des Westen im Militärischen geht zurück. Wie der Chef des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS), John Chipman, gestern in London bei der Vorlage des Jahresberichts erklärte, führe die Verbreitung von fortgeschrittenen militärischen Fähigkeiten und von neuen und innovativen Technologien zu einer zunehmend komplexeren Balance militärischer Macht.

Langsam verliere der Westen den seit Langem gehaltenen militärischen Vorsprung. Komplexe militärische Technologie wie etwa Marschflugkörper und unbemannte Drohnen seien in den vergangenen Jahren mehr Ländern zugänglich geworden als bisher.

Privatsektor mischt zunehmend mit

Komplizierte Rüstungstechnologie werde zudem zunehmend im Privatsektor entwickelt und nicht länger in staatlich finanzierten Forschungseinheiten. Somit sei es für Regierungen auch schwieriger geworden, die Verbreitung dieser Technologien im Auge zu behalten.

China und Russland seien bei Entwicklung und Einsatz fortschrittlicher militärischer Fähigkeiten zunehmend aktiv. Beide Länder seien dabei, ihre militärischen Arsenale zu modernisieren, hieß es weiter. In der Golfregion könnten sich nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran auch Veränderungen im militärischen Gleichgewicht ankündigen, sollte sich Teheran zu einer Modernisierung seiner Waffensysteme entscheiden.

Sport

ÖFB-Cup: St. Pölten sorgt für Überraschung

Der Erstligaverein SKN St. Pölten hat im ÖFB-Samsung-Cup für eine Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Karl Daxbacher setzte sich gestern auswärts gegen den SV Mattersburg durch und zog damit ins Halbfinale ein. Andreas Dober und Tomasz Wisio sorgten für die Entscheidung zugunsten des Außenseiters, der es als einzige Erstligamannschaft in die Runde der letzten vier schaffte. Im Semifinale steht auch die Wiener Austria. Der Vorjahresfinalist hatte beim Heimsieg gegen den LASK allerdings mehr Mühe als erwartet.

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DFB-Pokal: Grillitsch trifft bei Bremer Husarenritt

Werder Bremen ist gestern überraschend in das Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesliga-Nachzügler ließ sich beim Gastspiel in Leverkusen auch von einem frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen und drehte die Partie noch zu seinen Gunsten.

Auszeichnen konnte sich auch ÖFB-Legionär Florian Grillitsch, der den 3:1-Endstand fixierte. Im zweiten Dienstag-Spiel verkaufte sich Stuttgart gegen Dortmund lange Zeit gut, biss sich an den Borussen aber die Zähne aus.

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Wirtschaft

Gescheiterte Partnerschaft: Suzuki zahlt VW Schadenersatz

Die beiden Autokonzerne Suzuki und Volkswagen wollen mit einer Schadenersatzzahlung der Japaner einen Schlussstrich unter ihre verunglückte Partnerschaft ziehen. Suzuki kündigte heute an, im Zuge einer Einigung eine „bestimmte Summe Geld“ an VW zu überweisen. Details nannte der Konzern nicht. Das Geld soll bis Ende März fließen.

Beide Partner hatten 2009 eine Allianz vereinbart, bei der VW rund ein Fünftel der Anteile an Suzuki erwarb, die Japaner erhielten wiederum 1,5 Prozent der VW-Aktien. Beide Unternehmen hatten aber grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Zusammenarbeit.

Suzuki stieg 2011 aus und forderte von den Deutschen die Anteile zurück. Es folgte ein längerer Streit. Ein Schiedsgericht entschied Ende August 2015, dass VW die Aktien abgeben muss. Das Schiedsgericht räumte den Deutschen grundsätzlich aber auch Schadenersatzansprüche gegenüber Suzuki ein.

EU verschiebt Reform von Wertpapiermarkt

Die EU-Kommission hat die Reform des Wertpapiermarktes auf Anfang 2018 verschoben. Angesichts der Komplexität der technischen Herausforderungen bei der Umsetzung der Richtlinie Mifid II mache die Verschiebung Sinn, sagte Finanzmarktkommissar Jonathan Hill heute in Brüssel.

Die EU-Wertpapieraufsicht Esma muss für die Reform nach Angaben der Brüsseler Behörde Daten von rund 300 Handelsplattformen über 15 Millionen Finanzinstrumente einholen. Weder die zuständigen Aufsichtsbehörden noch die Marktteilnehmer könnten die notwendigen Kontrollsysteme bis zum bisherigen Stichtag am 3. Januar 2017 bereitstellen.

Bereits im November hatten EU-Abgeordnete und EU-Mitgliedstaaten generell Zustimmung zur Verschiebung der Reform signalisiert. Die neuen Regeln sollen Lehren aus der Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 ziehen sowie den rasanten technischen Fortschritten im Wertpapierhandel Rechnung tragen.

Gewinneinbruch bei Reederei Moeller-Maersk

Historisch niedrige Frachtraten und der gefallene Ölpreis haben dem dänischen Reederei- und Ölgiganten A. P. Moeller-Maersk 2015 schwer zu schaffen gemacht. Unter dem Strich rutschte der Gewinn der Gruppe um 82 Prozent von knapp 5,2 Milliarden auf 925 Millionen US-Dollar (823,5 Mio. Euro) ab.

Weil die Gruppe mit einem anhaltend niedrigen Ölpreis rechne, habe Moeller-Maersk in der Ölsparte Abschreibungen in Höhe von 2,6 Mrd. US-Dollar vorgenommen, erklärte Unternehmenschef Nils Smedegaard Andersen.

Im November 2015 hatte Maersk angekündigt, in seiner Containersparte, dem größten Standbein des Unternehmens mit rund 23.000 Mitarbeitern, bis Ende 2017 etwa 4.000 Stellen streichen zu wollen. Für 2016 rechnen die Dänen erneut mit einem schwierigen Jahr.

„Star Wars“ verhilft Disney zu Rekordgewinn

Der jüngste „Star Wars“-Film hat dem US-Unterhaltungsriesen Disney zum Jahresende so viel Geld in die Kasse gespült wie noch nie zuvor in einem Quartal.

Der Überschuss kletterte in den drei Monaten bis Ende Dezember verglichen mit dem Vorjahreswert um 32 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar (2,6 Mrd. Euro), wie Disney gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent auf 15,2 Mrd. Dollar.

Analysten hatten wegen des großen Erfolgs des Blockbusters „Das Erwachen der Macht“ mit einem besonders guten Ergebnis gerechnet. Der siebente Teil der Sternenkrieger-Saga hatte die erste Milliarde bereits zwölf Tage nach dem Kinostart im Dezember eingespielt - so schnell wie kein anderer Film zuvor. Der Rekordquartalsgewinn übertraf die Erwartungen aber noch. Die Disney-Aktie stieg nachbörslich zunächst um 2,8 Prozent.

Chronik

400 Flüchtlinge mussten wegen Sturms Zelte verlassen

Wegen des Sturms in der Nacht auf heute mussten rund 400 Flüchtlinge im Transitquartier in Salzburg-Liefering die Großraumzelte dort vorübergehend verlassen. Verletzt wurde niemand.

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Kran fiel in Vorarlberg auf Kirchendach

Seit gestern herrscht auch Hochbetrieb bei den Vorarlberger Feuerwehren. Ein starker Föhn knickte vor allem im Süden des Landes zahlreiche Bäume. In Fraxern fiel ein Kran auf das Kirchendach.

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OGH: ÖBB haften nicht für gestohlenes Gepäck

Wem auf einer Zugsreise sein Gepäck gestohlen wird, das er auf Anordnung des Zugbegleiters in ein vom eigenen Sitz nicht einsehbares offenes Gepäckregal deponieren musste, der hat keinen Haftungsanspruch gegenüber der Bahn. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat nun entschieden, eine derartige Anweisung des Schaffners könne nicht als Übernahme von Verwahrungspflichten gedeutet werden.

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Eingeschlossene Höhlenforscher in Frankreich gerettet

Sieben spanische Höhlenforscher sind heute aus einer Höhle bei Herran in den französischen Pyrenäen gerettet worden. Nach einigen Stunden konnte der Kontakt wiederhergestellt werden. Es gebe keine Verletzten, teilte die zuständige Präfektur heute mit.

Die sieben Höhlenforscher waren nach Schlechtwetter in den vergangenen Tagen wegen Hochwassers in der Höhle eingeschlossen. Von der ursprünglich aus 15 Höhlenforschern bestehenden Gruppe hatten acht bereits in der Nacht den Ausgang erreicht.

109 Festnahmen bei Razzia gegen Cosa Nostra

Im Rahmen einer großen Anti-Mafia-Razzia sind heute 109 Personen festgenommen worden. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Mitglieder des einflussreichen Clans der Cosa Nostra Laudani, wie die Polizei berichtete. 500 Polizisten waren im Einsatz. Die Festnahmen erfolgten in Sizilien, anderen italienischen Regionen und im Ausland.

Koordiniert wurde die Aktion von der Staatsanwaltschaft Catania. Den Festgenommenen wird unter anderem Mafia-Zugehörigkeit, Erpressung, Waffen- und Drogenhandel vorgeworfen. Auch Morde und Attentate werden dem in der Stadt Catania verankerten Clan zur Last gelegt.

Der Laudani-Clan, der unter anderem Allianzen mit der ́Ndrangheta, der Mafia in der süditalienischen Region Kalabrien, geschlossen hat, rivalisierte in den vergangenen Jahren mit anderen kriminellen Gruppen um die Kontrolle der illegalen Machenschaften auf Sizilien. Der Clan soll sich vor allem mit der Erpressung von Unternehmern bereichert haben.

Militärflugzeug stürzt auf Haus: Drei Tote in Indonesien

Beim Absturz eines Militärflugzeugs sind in Indonesien drei Menschen getötet worden. Die Maschine sei heute während eines Testflugs auf ein Wohngebiet gestürzt, teilte die Luftwaffe mit. Der Pilot und zwei Zivilisten auf dem Boden seien ums Leben gekommen, der Flugzeugmechaniker werde noch vermisst.

Der Kontakt zum Piloten war den Angaben zufolge etwa 45 Minuten nach dem Start in Malang auf der Insel Java abgebrochen. Das Flugzeug stürzte laut Zeugenaussagen direkt in ein Haus. „Ich habe einen Mann und eine Frau geborgen, die unter den Trümmern ihres Hauses begraben waren“, sagte ein Anwohner.

Sieben Tote bei Crash in Myanmar

Beim Absturz eines weiteren Militärjets wurden mindestens sieben Menschen getötet. Ein Flieger sei kurz nach dem Start in Myanmars Hauptstadt Naypyidaw verunglückt, sagte ein hochrangiger Militär. Vier Besatzungsmitglieder starben, darunter der Pilot. Ein weiteres Crewmitglied sei lebend aus den Trümmern der Maschine geborgen worden.

Science

Kultur

Berlinale: Starrummel auf höchstem Niveau

Es gibt Berlinale-Jahrgänge, die eher aufgrund großer Hollywood-Namen auffallen, und solche, bei denen das künstlerische Niveau überzeugt. Heuer kommt beides zusammen. Scarlett Johansson, George Clooney, John Cusack, Samuel L. Jackson, Isabelle Huppert, Gerard Depardieu und viele andere Topstars spielen in Filmen von Regisseuren wie den Coen-Brüdern, Spike Lee und Mia Hansen-Love. Dokus von Michael Moore bis zum Österreicher Nikolaus Geyrhalter werden mit Spannung erwartet. Die deutsche Filmszene leckt indes ihre Wunden - sie bleibt heuer fast außen vor.

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„The Lobster“: Gefangen im Singleresort

In einer dystopischen Zukunft müssen Menschen als Paare leben. Wer zu lange Single ist, kommt in ein abgelegenes hotelähnliches Resort und hat dort 45 Tage Zeit, einen passenden Partner zu finden - sonst droht die Verwandlung in ein Tier.

Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos hat sich trotz knapper Budgets während der letzten Jahre ein beachtliches Renommee über reine Cineastenkreise hinaus erarbeitet. Sein neuer und erster englischsprachiger Film ist eine schräge Liebesgeschichte, gedreht mit internationaler Starbesetzung: Colin Farrell, Rachel Weisz und John C. Reilly.

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IT

Chinesisches Milliardenangebot für Opera

Der Internetbrowser Opera geht wohl in chinesische Hände. Ein Konsortium von Unternehmen aus China biete rund eine Milliarde Euro für das norwegische Internet- und Werbeunternehmen, teilte Opera heute mit.

Firmenchef Sverre Munck sagte, es sei entscheidend für das Internet- und Werbeunternehmen, Partner zu finden. Nur so könne Opera an den Erfolg von Internetriesen wie Facebook und Google anschließen.

Die Gruppe biete 71 norwegische Kronen (7,3 Euro) je Aktie für das 20 Jahre alte Unternehmen, wie Opera weiter mitteilte. Das entspreche einem Aufpreis von 45,6 Prozent auf den Schlusskurs der vergangenen Woche. Unter den Käufern sind Internetfirmen und Investmentfonds aus China.

US-Behörde: Computer als Fahrer von Autos möglich

Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft mit selbstfahrenden Auto: Die US-Verkehrssicherheitsbehörde stellte fest, dass Computer grundsätzlich als Fahrer anerkannt werden können. Zugleich schränkte sie aber auch ein, dass das aktuelle Regelwerk an vielen Stellen eindeutig Menschen am Steuer und entsprechende Kontrollmechanismen wie Pedale voraussetze.

Google wollte von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) vor allem wissen, wie sie zur Idee komplett vom Computer gesteuerter Autos ohne Lenkrad, Pedale oder Lichtschalter steht. Die Behörde sieht hier zum Teil wenig Spielraum für eine Interpretation. Etwa bei Bremsen werde derzeit eindeutig gefordert, dass sie sich per Fuß oder Hand bedienen lassen müssten. Google könne aber eine Ausnahme für seine Fahrzeuge beantragen.

Historisch könnte aber die Feststellung sein, dass automatische Systeme rechtlich als Fahrer eines Fahrzeugs gelten können. „Wenn kein menschlicher Insasse das Fahrzeug fahren kann, ist es sinnvoller, als Fahrer das anzuerkennen, was auch immer es fährt“, schrieb die Behörde in ihrer Antwort an den Internetkonzern. Man stimme Google zu, dass sein selbstfahrendes Auto keinen „Fahrer“ in dem seit über 100 Jahren gängigen traditionellen Sinne haben werde. Zugleich mache das auch neue Prüfverfahren für die Technik notwendig.

Religion

Leute

Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor im Krankenhaus

Der 99-jährigen Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor steht eine Operation bevor. Die Ärzte wollen der früheren „Miss Ungarn“ eine neue Magensonde einsetzen, teilte ihr neunter Ehemann, Frederic Prinz von Anhalt (72), am Dienstag der dpa mit.

„Das macht mir natürlich Angst, denn dieser Eingriff findet unter Narkose statt“, sagte der gebürtige Deutsche. Die Operation solle innerhalb der nächsten Tagen stattfinden. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Einlieferung nach Atembeschwerden

Zwei Tage nach ihrem 99. Geburtstag am Samstag war Gabor am Montag mit Atembeschwerden per Notarztwagen in das Ronald Reagan UCLA Medical Center in Los Angeles gebracht worden. Von Anhalt zufolge sei es zu Wasser in der Lunge und Fieber gekommen, nachdem sich zunächst viel Schleim im Hals gesammelt habe. Das Pflegeteam im Haus des Paares habe nicht weiter helfen können.

Nach einer Beinamputation im Jahr 2011 und mehreren Schlaganfällen ist die Schauspielerin schon länger bettlägerig und muss rund um die Uhr gepflegt werden. Über eine Magensonde wird sie künstlich ernährt.