Ausland

Terrorakt: Autofahrer raste in Jerusalem in Menschengruppe

Ein Palästinenser hat nach Angaben der israelischen Polizei bei einem Anschlag in Jerusalem ein Baby getötet und acht weitere Menschen verletzt. Der Mann aus dem arabischen Ostjerusalem sei heute mit hoher Geschwindigkeit mit einem Auto in eine Menschenmenge an einer Straßenbahnhaltestelle gerast, berichteten Rettungskräfte. Die Polizei sprach von einem Terroranschlag.

Der mutmaßliche Täter wurde nach Polizeiangaben von Sicherheitskräften angeschossen, als er versuchte zu fliehen. Zwei der Verletzten befanden sich nach Angaben von Rettungskräften in einem kritischen Zustand. Auch der Fahrer des Wagens sei durch Polizeikugeln schwer verletzt worden.

„Wir können bestätigen, dass es sich um einen Terroranschlag gehandelt hat“, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Der Fahrer des Wagens sei einschlägig terroristisch bekannt, sagte er. Er sei bereits wegen Anschlägen in Haft gesessen.

Bombenanschlag vor Kairoer Universität

Bei einem Bombenanschlag vor der Universität von Kairo sind mindestens sechs Polizisten und drei Zivilisten verletzt worden. Nahe dem Eingang der schwer bewachten Hochschule sei heute Nachmittag ein kleinerer Sprengsatz detoniert, teilte die Polizei mit. Unter den Verletzten ist demnach auch der stellvertretende Polizeichef des Stadtviertels.

Die Universität ist immer wieder Schauplatz von Protesten gegen die Regierung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi, weshalb dort zahlreiche Sicherheitskräfte stationiert sind. Diese sollen sich früher am Tag Auseinandersetzungen mit Studenten geliefert haben.

Ein Kairoer Gericht verurteilte unterdessen 25 Dschihadisten zu langen Haftstrafen, davon drei in Abwesenheit. Die zwölf verhängten lebenslangen Haftstrafen entsprechen nach ägyptischem Recht 25 Jahren Gefängnis. Den Verurteilten wurde die Planung „terroristischer Attentate“ gegen den Staat vorgeworfen.

Ex-Blackwater-Angestellte wegen Massakers im Irak verurteilt

Vier frühere Mitarbeiter der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater sind im Prozess um die Tötung von mindestens 14 irakischen Zivilisten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen an einem Bundesgericht in Washington verkündeten heute einen Schuldspruch wegen Mordes, drei weitere Angeklagte wurden wegen Totschlags im Affekt schuldig befunden.

Strafmaß noch nicht bekannt

Die Angeklagten hatten auf unschuldig plädiert. Ein Datum für die Verkündung des Strafmaßes stand zunächst nicht fest. Die Blackwater-Mitarbeiter hatten laut der Anklage im September 2007 in Bagdad willkürlich in die Menge gefeuert.

Einer US-Untersuchung zufolge wurden dabei 14 Zivilisten getötet, irakische Ermittlungen gehen von 17 Todesopfern aus. Das offenbar unprovozierte Blutbad im Zentrum der irakischen Hauptstadt sorgte für große Empörung und kostete Blackwater seine Aufträge im Irak. Die private Sicherheitsfirma war vor allem mit dem Schutz von US-Botschaftsmitarbeitern beauftragt. Nach dem Massaker benannte sich Blackwater zunächst in Xe um, seit 2011 heißt das Unternehmen Academi.

Ein erster Prozess gegen die Beschuldigten war im Dezember 2009 geplatzt, im April 2011 ordnete ein Berufungsgericht in Washington dann die Wiederaufnahme des Strafverfahrens gegen vier Angeklagte an. Der Prozess begann schließlich im Juni. Die Staatsanwaltschaft erklärte in ihrem Schlussplädoyer, die unbewaffneten Zivilisten hätten für die Angeklagten keinerlei Gefahr dargestellt.

Spanien schickt Melilla-Flüchtlinge künftig zurück

Spanien will Flüchtlinge, die die Grenzanlagen in den Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla überklettern, künftig unmittelbar nach Marokko zurückschicken. Das sieht eine gesetzliche Regelung vor, die die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy heute im Parlament vorlegte.

Danach sollen Ausländer, die illegal nach Spanien eindringen wollen und an den Grenzanlagen aufgegriffen werden, zurückgewiesen werden. Nach spanischen Gesetzen ist es nicht erlaubt, Flüchtlinge, die spanisches Territorium erreicht haben, sofort über die Grenze zurückzuschicken.

Vielmehr müssen die Personalien aufgenommen und festgestellt werden, ob die Flüchtlinge politisch verfolgt werden. Diese Regelung solle nicht geändert werden, sagte Innenminister Jorge Fernandez Diaz. Sie gelte aber nicht für Flüchtlinge, die im Grenzbereich von spanischen Beamten aufgegriffen werden. Diese befänden sich noch nicht auf spanischem Gebiet, sagte der Minister.

Erdogan kritisiert US-Waffenabwurf über Kobane

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA scharf für den Abwurf von Waffen über der umkämpften Kurdenstadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) im Norden Syriens kritisiert. Das sei ein Fehler gewesen, da ein Teil der Waffen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in die Hände gefallen sei, sagte Erdogan heute in Ankara.

Die USA hatten eingeräumt, dass mindestens eines von 28 Paketen der Waffenlieferung bei den IS-Kämpfern gelandet sei. Aber auch andere Waffen dürften ihren Weg in die Hände von IS-Kämpfern gefunden haben. In einem IS-Propagandavideo sind deutsche Handgranaten älteren Fabrikats zu sehen.

Mehr dazu in Rätsel über deutsche Handgranaten

NATO-Jets fingen russisches Flugzeug über Ostsee ab

Kampfjets der NATO haben über der Ostsee ein russisches Aufklärungsflugzeug abgefangen. Die Maschine vom Typ Il-20 sei ohne Erlaubnis in den Luftraum des westlichen Verteidigungsbündnisses eingedrungen, teilte ein Sprecher heute Abend im belgischen Mons mit. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Dienstag.

Portugiesische F-16-Piloten hätten daraufhin Sichtkontakt mit der Besatzung der Maschine aufgenommen und sie aus dem NATO-Luftraum hinausbegleitet. Neben portugiesischen Jets waren auch belgische F-16 sowie Flugzeuge des Kooperationspartners Schweden an der Abfangmission beteiligt.

Nach Zugeständnis: Grünes Licht für Juncker-Kommission

Die neue EU-Kommission unter der Führung von Jean-Claude Juncker hat es geschafft: Das Europaparlament in Straßburg erteilte dem Gremium heute mehrheitlich die Zustimmung. Konservative, Sozialdemokraten und Liberale stimmten überwiegend für die neue Kommission. Damit kann Junckers Team die Arbeit wie geplant am 1. November aufnehmen. Zuvor hatte Juncker noch einige Zuständigkeiten neu verteilt - dem umstrittenen Ungarn Tibor Navracsics wurde ein Bereich weggenommen.

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Inland

800.000 Unterschriften für ÖGB-Steuerreform

Der ÖGB hat eigenen Angaben zufolge für seine Kampagne zur Lohnsteuersenkung die Marke von 800.000 Unterschriften übertroffen. Damit habe die Gewerkschaft mit dem Aktionstag ihr selbst gestecktes Ziel erreicht, hieß es heute Nachmittag.

Ende Oktober wird das endgültige Ergebnis der Unterschriftenaktion feststehen. „Es sind noch Unterschriften vom Aktionstag mit der Post auf dem Weg, außerdem werden viele, die wir am erfolgreichen Aktionstag angesprochen haben, noch online unterschreiben“, erklärt ÖGB-Kampagnenleiter Willi Mernyi in einer Aussendung.

Voraussichtlich Mitte November wollen die Spitzen des ÖGB und der AK die mehr als 800.000 Unterschriften offiziell der Bundesregierung übergeben. ÖGB-Präsident Erich Foglar bekräftigte, dass er im Sinne der Arbeitnehmer „jetzt ernsthafte Gespräche mit Ergebnissen“ erwarte.

„Dringliche“ von NEOS an Oberhauser

NEOS glaubt, dass auch unter der neuen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) in Sachen Gesundheitsreform zu wenig weitergeht, und hat daher an sie heute im Nationalrat gleich 68 „dringliche“ Fragen gestellt. Selbst will NEOS etwa flexiblere Arbeitszeitmodelle im Gesundheitsbereich und die Zusammenführung der Finanzverantwortung für Gesundheit und Pflege.

In der Beantwortung der „Dringlichen“ hatte Oberhauser keine wesentlichen Neuigkeiten zu bieten. Weder gab es neue Terminpläne noch neue Projekte, dafür die ein oder andere Belehrung, etwa dass die von den Pinken eingeforderten Informationen über die Spitalsleistungen schon jetzt unter Spitalskompass.at abgerufen werden können.

Oberhauser weist Kritik zurück

Bezüglich der NEOS-Kritik, dass die Kosten im Gesundheitssektor immer mehr in den privaten Bereich wandern, was NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker in der Ausbreitung der Wahlärzte belegt sieht, informierte Oberhauser, dass es beim Besuch dieser Nichtkassenmediziner immerhin eine 80-prozentige Rückerstattung der Sozialversicherung gebe. Nicht ausschließen konnte die Gesundheitsministerin, dass die Streichung des Strukturfonds für die Kassen negative Auswirkungen auf deren Gebarung haben könnte.

Loacker hatte in der Begründung der „Dringlichen“ beklagt, dass im österreichischen Gesundheitswesen alles nur sehr schleppend vorangehe. So dauere es schon lange, bis Länder, Kammern und Kassen überhaupt bereit seien, über Reformen zu sprechen.

Kritik an „Dringlicher“ von allen Seiten

Wenig anfangen konnten die Abgeordneten mit der „dringlichen Anfrage“. Die SPÖ warf NEOS vor, Leistungen einschränken zu wollen. Die ÖVP merkte an, dass Österreich ohnehin eines der besten Gesundheitssysteme der Welt habe. Von einer „Kraut-und-Rüben-Anfrage“ sprach die FPÖ. Und auch die Grünen warnten davor, am Patienten zu sparen. Das Team Stronach lobte hingegen die Tatsache, dass nun mit Oberhauser eine Ärztin Ressortchefin sei.

Sport

Europa League: Zagreb verspricht Salzburg heißen Tanz

Auf Red Bull Salzburg wartet in der Europa League morgen (21.05 Uhr live in ORF eins) der nächste schwere Brocken. Mit Dinamo Zagreb gastiert der kroatische Serienmeister in Wals-Siezenheim. Und die Gäste versprechen den Salzburgern einen heißen Tanz.

„Wir fahren nach Salzburg, um dort zu gewinnen“, sagte Trainer Zoran Mamic. Für Ex-Salzburg-Coach und Zagreb-Insider Otto Baric stehen die Chancen „50:50“. Der 81-Jährige ortet bei den Kroaten die höhere Klasse, bei Salzburg dafür mehr Konstanz.

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Ski alpin: Fenninger und Hirscher als Gejagte

Am Wochenende wird traditionell mit zwei Riesentorläufen in Sölden die 49. Weltcup-Saison gestartet. Insgesamt stehen 72 Rennen auf dem Programm, ehe beim Finale in Meribel die großen Kristallkugeln überreicht werden. Zu den großen Gejagten im Gesamtweltcup zählt das ÖSV-Duo Marcel Hirscher und Anna Fenninger.

„Sicher liegt die Latte hoch“, geht die 25-jährige Salzburgerin von einer schwierigen Saison aus. Trotz des Karriereendes von Maria Höfl-Riesch gibt es einige Damen, die Fenninger auf der Rechnung haben muss. Für Hirscher werden wohl Ted Ligety und Alexis Pinturault die härtesten Gegner.

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ZIB24

Schießerei in Ottawa

In der kanadischen Hauptstadt Ottawa ist die Polizei weiter auf der Jagd nach den Angreifern, die etliche Schüsse im Parlament und in der Nähe des Parlaments abgegeben haben. Ein Soldat und einer der Angreifer wurden getötet. Aber wer sind die Attentäter? Wie ist die Situation in Ottawa?

EU-Kommission steht

Die neue EU-Kommission von Jean-Claude Juncker steht. Was erwartet die Kommission? Was sind die Hürden? Was sind die Chancen? Dazu im Studio ist Alexandra Föderl-Schmied, die Chefredakteurin von „Der Standard“, und Otmar Lahodynsky von der Zeitschrift „profil“.

ZIB24 mit Lisa Gadenstätter, 23.43 Uhr, ORF eins

Mail an die ZIB24

Textfassung: Zeit im Bild

Wirtschaft

Hausdurchsuchungen bei Ex-Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt

Die Justiz hat bei Ex-Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt Hausdurchsuchungen durchgeführt. Auslöser war der Verdacht auf Bestechungszahlungen des Glücksspielkonzerns an Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser im Zuge der Reform des Glücksspielgesetzes im Jahr 2000. Ein Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des Wirtschaftsmagazins „Format“.

Betroffen von den Razzien waren laut Magazin die Kanzlei und die Wohnung von Ex-Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt in Wien und dessen frühere Büroräume in der Novomatic-Zentrale in Gumpoldskirchen in Niederösterreich. Der Sprecher der WKSta, Thomas Haslwanter, bestätigte der APA, es gehe um den Verdacht der „Bestechungszahlungen an Karl-Heinz Grasser“, aber auch um den Verdacht der Geschenkannahme durch Beamte sowie den Verdacht der Untreue.

Grasser - und auch der frühere FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger - haben bisher jedes strafrechtlich relevante Verhalten im Zusammenhang mit einer geplanten Glücksspielnovelle 2005/2006 zurückgewiesen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Wohlfahrt hielt gegenüber „Format“ schriftlich fest, „der von der Staatsanwaltschaft erhobene Verdacht im Zusammenhang mit dem seit Jahren öffentlich bekannten Sachverhalt aus den Jahren 2005/2006 entbehrt jeder Grundlage. Weder ich noch sonst ein Organ oder Mitarbeiter der Novomatic-Gruppe haben unmittelbar oder mittelbar an Untreue- oder Bestechungshandlungen mitgewirkt oder dazu beigetragen. Allfällige Zahlungsflüsse zwischen Ing. Meischberger und Mag. Grasser waren und sind uns völlig unbekannt, ebenso wie allenfalls darauf beruhende Vereinbarungen.“

Ein Novomatic-Sprecher sagte zur APA, seine Firma kooperiere mit den Behörden zur Aufklärung der Angelegenheit seit Jahren. Die Novomatic AG habe in der Sache immer korrekt gehandelt. „Weder die Novomatic AG, ihr Eigentümer, noch ihre Organe oder Mitarbeiter stehen in diesem Zusammenhang unter Verdacht oder werden beschuldigt.“ Wohlfahrt hat das Unternehmen im Juli nach zehn Jahren Tätigkeit überraschend verlassen.

USA drängen Deutschland zu mehr Investitionen

Im Ringen um eine Erholung der europäischen Wirtschaft drängen die USA auf verstärkte Investitionen Deutschlands. US-Finanzminister Jack Lew habe Bundeswirtschaftminister Sigmar Gabriel heute bei dessen Besuch in Washington nahegelegt, dass Deutschland und auch andere europäische Länder ihre Binnennachfrage stärken sollten, erklärte ein Sprecher des Finanzministeriums in Washington. Das gehöre zu einer guten Mischung aus Finanz-, Geld- und Strukturpolitik.

Die USA haben Deutschland bereits wiederholt aufgefordert, durch eine größere Binnennachfrage die europäische Wirtschaft anzukurbeln. Investoren sorgen sich, dass die Konjunkturschwäche in Europa auch die US-Wirtschaft deutlich belasten könnte. Deutschland steht auch innerhalb Europas unter Druck, seine Investitionsausgaben zu erhöhen.

Elternprotest: Toys"R"US zieht „Breaking Bad“-Figuren zurück

Nach dem Protest einer Mutter aus Florida hat Toys"R"Us in den USA Spielzeugfiguren mit den „Breaking Bad“-Charakteren aus dem Programm genommen. „Sagen wir einfach, sie nehmen eine unbefristete Auszeit“, twitterte das Unternehmen gestern (Ortszeit).

Zuvor hatte die Frau eine Petition im Internet gestartet und dafür mehr als 9.000 Unterstützer gewonnen. Ihr waren die Figuren aus der düsteren Krimiserie mit Revolver und Säckchen voller Drogen oder Bargeld in der Hand zu schädlich für Kinder. So etwas dürfe nicht „neben Barbies und Disney-Figuren verkauft werden“.

Die Petition hat allerdings auch eine Gegenbewegung entfacht. „Es gibt Spielsachen für alle Altersgruppen“, heißt es in einer Petition, die die Figuren im Regal lassen will. Allerdings hatte sie bis gestern nur 3.300 Unterschriften.

Hauptdarsteller Bryan Cranston reagierte auf die Petition der Mutter aus Florida mit Spott per Twitter: „Ich bin so wütend, dass ich meine ‚Mutter aus Florida‘-Spielzeugfigur aus Protest verbrannt habe.“

Gesundheit

USA: Jeder Reisende aus Ebola-Ländern 21 Tage beobachtet

Die US-Gesundheitsbehörde CDC will künftig jeden Flugreisenden aus den hauptsächlich von Ebola betroffenen Ländern nach seiner Ankunft in den USA 21 Tage lang beobachten. Nach einer ersten Untersuchung am Flughafen würde der Zustand von Reisenden aus Sierra Leone, Guinea und Liberia an ihrem endgültigen Zielort täglich untersucht, teilte das CDC heute in Atlanta mit.

Bei den 21 Tagen handelt es sich um die maximale Inkubationszeit von Ebola, also dem Zeitraum zwischen Anstecken und Auftreten von Symptomen. Die neue Maßnahme soll am 27. Oktober in Kraft treten.

Auf fünf Flughäfen eingegrenzt

Betroffen sind insgesamt fünf Flughäfen, an denen in den USA Reisende aus Liberia, Sierra Leone und Guinea ankommen: New York (John F. Kennedy), Newark, Atlanta, Chicago und Washington. Das US-Heimatschutzministerium hatte das Einreisen aus von Ebola betroffenen Ländern tags davor auf diese fünf Flughäfen begrenzt.

Zuvor waren rund sechs Prozent der Reisenden aus diesen Ländern auch auf anderen Flughäfen in den USA angekommen. 70 Prozent der Reisenden verteilen sich nach der Ankunft nach Angaben der CDC auf sechs Bundesstaaten: New York, Pennsylvania, Maryland, Virginia, New Jersey und Georgia.

Chronik

Vermisste Studenten in Mexiko: Bürgermeister verdächtigt

Fast einen Monat nach dem Verschwinden Dutzender Studenten im Südwesten Mexikos hat die Generalstaatsanwaltschaft den Bürgermeister der Stadt Iguala und dessen Frau für die Tat verantwortlich gemacht. Jose Luis Abarca habe die örtliche Polizei und Mitglieder der kriminellen Organisation Guerreros Unidos angewiesen, die jungen Leute abzufangen, sagte Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam heute.

Offenbar wollte er verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Frau als Vorsitzende des lokalen Familien- und Kinderschutzbundes störten. Maria de los Angeles Pineda stammt aus einer Drogenhändlerfamilie und ist nach Einschätzung der Ermittler die örtliche Chefin der Guerreros Unidos. Das Ehepaar ist untergetaucht.

Rathaus bei Protesten angezündet

Bei erneuten Protesten gegen den Umgang der mexikanischen Behörden mit dem Fall ist das Rathaus der Stadt Iguala in Brand gesteckt worden. Tausende Lehrer und Studenten gingen in der Hauptstadt des Bundesstaat Guerrero auf die Straße, um Klarheit über das Schicksal der vermissten Studenten zu fordern. Dabei setzten einige Demonstranten das Rathaus in Brand, in dem sich jedoch keine Mitarbeiter befanden, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Mexikos Justiz machte unterdessen offiziell den flüchtigen Bürgermeister von Iguala für die Verschleppung der Studenten verantwortlich. Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam sagte, es seien Haftbefehle ausgestellt worden gegen Bürgermeister Jose Luis Abarca, seine Frau und den Sicherheitschef von Iguala wegen ihrer Rolle bei den Ereignissen in der Stadt Ende September. Der Bürgermeister war zuvor bereits seines Amtes enthoben worden und befindet sich mit seiner Frau auf der Flucht.

Fund von sechs Babyleichen in Kanada: Frau festgenommen

Nach dem Fund von sechs Babyleichen in einem Lagerraum in der zentralkanadischen Stadt Winnipeg hat die Polizei eine Frau festgenommen. Der 40-Jährigen werde vorgeworfen, die Leichen versteckt zu haben, teilte die Polizei heute mit.

Ob es sich bei der Frau auch um die Mutter handelt und ob sie die Babys umgebracht hat, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Leichen, die in dem anmietbaren Lagerraum gefunden wurden, seien unterschiedlich stark verwest.

Zunächst hatte es von der Polizei geheißen, dass vier Babyleichen entdeckt worden seien. Eine genauere Untersuchung ergab den Angaben zufolge aber, dass es sich um sechs handelte. Das Alter der Kinder war zunächst unklar. Mitarbeiter der Lagerraumvermietung hatten den Raum geöffnet, weil die Miete nicht bezahlt worden war. Sie entdeckten die Leichen und alarmierten die Polizei. Eine Autopsie wurde angeordnet.

15-Jährige in US-Schule vergewaltigt: 30 Jahre Haft drohen

Ein 18-Jähriger hat eine 15-jährige Schülerin auf einem Schulgang in den USA vergewaltigt und muss nun mit bis zu 30 Jahren Haft rechnen. Ein Gericht in Salisbury im US-Staat Maryland gab der Staatsanwaltschaft in allen Punkten der Anklage recht, berichtete die Zeitung „USA Today“.

Sie umfasst Freiheitsberaubung, Körperverletzung, vorsätzliche Gefährdung einer Minderjährigen und Vergewaltigung. Der 18-Jährige hatte das Mädchen während der Schulzeit im vergangenen Mai auf dem Gang seiner Schule geküsst und dann zum Sex gezwungen. Die Schülerin gab an, dass sie ihn zwar freiwillig geküsst habe, aber keinen Sex mit dem 18-Jährigen wollte.

Das habe sie der Lokalzeitung „Daily Times“ zufolge mit mehrmaligem „Nein“-Sagen verdeutlicht. Es gibt demnach keine weiteren Zeugen für den Vorfall. Der junge Mann verweigerte die Aussage und wartet nun auf die Verkündung des Strafmaßes.

Wettersturz: Westen rüstet sich für Schnee

Nach dem Sturm kommt der erste richtige Schnee - zumindest im Westen. Auf den Bergen können in der Nacht und morgen größere Mengen niedergehen, doch erstmals wird es in diesem Herbst auch teils bis in die Täler herunter schneien. Bis in die Obersteiermark ist dort, wo es nicht schneit, mit Dauerregen zu rechnen, dazu kommt weiter böiger Wind. Die Straßenmeistereien der ASFINAG und die ÖBB sind in erhöhter Einsatzbereitschaft.

Mehr dazu in „Vorkehrungen früher hochgefahren“

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

In der heutigen Spielrunde von Lotto „6 aus 45“ hatte ein Spielteilnehmer die „sechs Richtigen“ getippt. Die Gewinnsumme beträgt exakt eine Mio. Euro.

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

10 15 30 32 37 40, Zusatzzahl 2

Zwei Spielteilnehmer hatten den richtigen Joker auf der Quittung, sie erhalten je 105.356,70 Euro.

Der aktuelle Joker lautet:

5 4 1 6 2 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Religion

Polen: Geistlicher wegen Missbrauchsverdachts angeklagt

Wegen Kindesmissbrauchs hat die Staatsanwaltschaft Warschau Anklage gegen einen polnischen Missionar erhoben. Die Übergriffe auf sechs Minderjährige sollen sich zwischen 2009 und 2013 in der Dominikanischen Republik ereignet haben. Zudem werde dem katholischen Ordensmann P. Wojciech Gil vorgeworfen, in den Jahren 2000 und 2001 zwei Kinder in Polen missbraucht zu haben. Gil gehört den Michaeliten (Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael) an.

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Kultur

Pink-Floyd-Drummer: Neues Album ist wohl das letzte

Die englische Rockband Pink Floyd wird nach den Worten von Schlagzeuger Nick Mason wohl kein Album mehr aufnehmen. Er sei zwar ein „ewiger Optimist“, sagte der 70-Jährige heute in London vor der Verleihung der „Q“-Awards. „The Endless River“, das im November erscheint, sei aber vermutlich das letzte Album. „Ich glaube nicht, dass danach noch irgendwas kommt.“

Selbst wenn sich in den Archiven noch unveröffentlichte Songs fänden, seien diese eher nicht gut genug, um veröffentlicht zu werden. Die Musiker von Pink Floyd gewannen für „The Dark Side of the Moon“ (1973) den „Q“-Award des gleichnamigen Musikmagazins für den besten Albumklassiker.

Leute

Renee Zellweger: „Neues Gesicht“ löst Mediendebatte aus

Es braucht schon mehr als einen Blick, um Renee Zellweger auf den jüngsten Bildern von einem Auftritt Anfang der Woche zu erkennen. Schuld daran ist aber weder die Qualität der Bilder noch eine verfrühte Halloween-Maskerade. Vielmehr scheint mindestens ein plastischer Chirurg seine Hände im Spiel gehabt zu haben, mutmaßen Fans und Medien, überschlagen sich in Analysen des „neuen Gesichts“ und überschütten die Bridget-Jones-Darstellerin mit Spott.

Nur wenige Kommentatoren stellen sich auf die Seite der Schauspielerin. Zellweger selbst findet das Gerede „albern“ - dementiert die OP-Gerüchte aber nicht dezidiert.

Mehr dazu in „Lasst Renee Zellweger in Ruhe“