Ausland

Sanders und Trump gewinnen Vorwahl in New Hampshire

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und der demokratische Kandidat Bernie Sanders haben die Vorwahlen ihrer Parteien im US-Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Mehrere US-Fernsehsender verkündeten unmittelbar nach Schließung der Wahllokale am Abend (Ortszeit) den Sieg des rechtspopulistischen Geschäftsmanns und des linken Senators. Umfragen hatten den Erfolg der beiden Bewerber vorausgesagt, die sich gegen die Eliten in Washington positionieren.

Sanders setzte sich in dem Bundesstaat im Nordosten der USA gegen die frühere Außenministerin Hillary Clinton durch, die den Vorwahlauftakt vor einer Woche in Iowa noch hauchdünn für sich entschieden hatte. Nach Auszählung von elf Prozent der Stimmbezirke kam der Senator auf 56 Prozent, Clinton auf 42 Prozent.

Mit den Vorwahlen sieben die Parteien ihre Kandidaten aus. Bei den Demokraten sind mit Sanders und Clinton nur noch zwei Bewerber im Rennen. Das Feld der Republikaner ist mit noch acht ernsthaften Kontrahenten deutlich größer.

US-Höchstgericht stoppt Obamas Klimapläne

Der Oberste Gerichtshof der USA hat den ambitionierten Klimaschutzplan von Präsident Barack Obama auf Eis gelegt. Der Supreme Court blockierte die Umsetzung von Vorgaben für den CO2-Ausstoß von Kraftwerken, bis die Klagen einer Reihe von republikanisch regierten Bundesstaaten und Industrieverbänden gegen Obamas „Clean Power Plan“ gerichtlich entschieden sind.

In dem Anfang August vorgestellten Plan will Obamas Regierung erstmals landesweit verbindliche Ziele für die Reduzierung der Treibhausgase im Energiesektor vorschreiben. Im Vergleich zum Jahr 2005 soll der Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken bis 2030 um 32 Prozent gesenkt werden. Dazu sollen vermehrt erneuerbare Energien an die Stelle von fossilen Brennstoffen und insbesondere der Kohle treten. 27 US-Bundesstaaten und mehrere Unternehmen klagten dagegen.

Die Erderwärmung und der Kampf gegen die Folgen sind in den USA ein politisch hoch umstrittenes Thema.

Griechische Bauern lockern Grenzblockaden

Die griechischen Bauern haben ihre Protestblockaden an den Grenzübergängen zu Bulgarien nach bilateralen Gesprächen zwischen beiden Ländern vorübergehend aufgehoben. Bulgarische Lastwagen konnten am wichtigen Grenzübergang Kulata-Promachon gestern wieder durchfahren, berichtete das Staatsfernsehen in Sofia.

Beide Seiten hätten vereinbart, dass die Kontrollstellen tagsüber für mehrere Stunden geöffnet werden sollen, sagte Bulgariens Transportminister Iwajlo Moskowski. Die griechischen Bauern blockieren die Grenzübergänge aus Protest gegen eine Pensionsreform und neue Sparmaßnahmen der Regierung in Athen.

Die Spannungen auf der bulgarischen Seite der seit drei Wochen blockierten Grenzübergänge war gestern eskaliert. Aufgebrachte Fernfahrer hatten aus Protest gegen die griechischen Blockaden ihrerseits die Grenzübergänge gesperrt. Außenminister Daniel Mitow kündigte an, die EU-Kommission werde nach einem Schreiben aus Sofia ein Strafverfahren gegen Griechenland einleiten.

Das ärmste EU-Land Bulgarien besteht auf Entschädigung für die Verluste seiner Spediteure. Diese wurden auf rund 180.000 Euro pro Tag beziffert.

US-Geheimdienst: Nordkorea produziert wieder Plutonium

Schon der umstrittene Start einer Langstreckenrakete in Nordkorea am Sonntag hat international für harsche Reaktionen gesorgt. Der UNO-Sicherheitsrat kündigte bereits eine härtere Resolution an - unterstützt von China. Auftrieb könnte das durch eine neue Warnung aus den USA kommen. Laut einem aktuellen Bericht, den der US-Geheimdienst gestern vorstellte, nahm Nordkorea unter seinem Machthaber Kim Jong Un wieder die Produktion von Plutonium auf. Damit könnte Pjöngjang Atomwaffen bauen.

Mehr dazu in Warnung vor Atomplänen

MSF: Drei Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus in Syrien

Bei einem Luftangriff am Freitag auf ein Krankenhaus im Süden Syriens hat es nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) drei Tote gegeben.

Sechs weitere Menschen seien bei der Bombardierung des von MSF unterstützten Hospitals in der Stadt Tafas zwölf Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt verletzt worden, stand in einer Mitteilung der Organisation von gestern.

Sie äußerte sich nicht dazu, wer den Angriff am flog. In der Region gab es zuletzt intensive Luftangriffe der syrischen Luftwaffe und der mit ihnen verbündeten russischen Streitkräfte zur Unterstützung der Regierungstruppen. 20.000 Einwohner von Tafas sind laut MSF aus der Stadt geflohen.

„Allein seit Jahresbeginn wurden 13 Gesundheitseinrichtungen in Syrien bombardiert. Das zeigt, dass auch Kliniken keine Orte mehr sind, an denen Patienten in Sicherheit genesen können“, beklagte MSF.

FBI bestätigt Ermittlungen in E-Mail-Affäre um Clinton

Die US-Bundespolizei FBI hat Ermittlungen wegen der E-Mail-Nutzung der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton während deren Zeit als Außenministerin bestätigt.

In einem nun veröffentlichten Brief vom 2. Februar schrieb der FBI-Chefjurist James Baker, dass die Untersuchung „andauert“. US-Medien hatten bereits im vergangenen Sommer über die Ermittlungen berichtet. Clinton habe ihren privaten E-Mail-Server zur Auswertung an die Bundespolizei übergeben.

Keine dienstliche E-Mail-Adresse

Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton hatte im März 2015 zugegeben, als Außenministerin von 2009 bis 2013 keine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Rund 30.000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Außenministerium aus, die Schriftstücke wurden anschließend schrittweise veröffentlicht. Gut 30.000 weitere E-Mails, die nach ihren Angaben privater Natur waren, hatte Clinton löschen lassen.

Debatte über geheime Informationen

Die oppositionellen Republikaner werfen ihr vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Clinton weist das zurück und erklärte, sie habe aus Bequemlichkeit gehandelt, um ein einziges Smartphone verwenden zu können.

Die Ermittlungen drehen sich um die Frage, ob durch Clintons E-Mail-Nutzung möglicherweise geheime Informationen preisgegeben wurden. Eine Reihe von E-Mails wurde rückwirkend als vertraulich eingestuft.

14 Polen hinter Angriffsplan auf Asylheim in Schweden

Die schwedische Polizei hat offenbar einen bewaffneten Großangriff polnischer Rechtsextremisten auf eine Flüchtlingsunterkunft verhindert: Nach einem Hinweis seien 14 Männer aus Polen festgenommen worden, bei denen Äxte, Messer und Eisenrohre sichergestellt worden seien, teilte die Polizei gestern mit. Die Ermittler gingen davon aus, dass eine Flüchtlingsunterkunft in Nynashamn, 60 Kilometer südlich von Stockholm, das Ziel des Anschlag war.

„Es sind polnische Staatsbürger, und sie zählen zur rechtsextremen Szene“, sagte Polizeisprecher Lars Alvarsjo dem schwedischen Rundfunk. Die Zeitung „Aftonbladet“ berichtete, alle Verdächtigen hätten ausländische Pässe bei sich gehabt; bei einigen von ihnen handle es sich um Polen, die in Schweden lebten und arbeiteten. Der Polizeieinsatz erfolgte gestern.

Schweden hat im vergangenen Jahr bei 9,8 Millionen Einwohnern 163.000 Flüchtlinge aufgenommen, das ist eine der höchsten Quoten in Europa. Die Zuwanderung führt zunehmend zu Spannungen. Im Jänner hatten sich Dutzende mutmaßliche Hooligans und Neonazis in Stockholm versammelt und auf Flugblättern zu Anschlägen auf junge Flüchtlinge aufgerufen. Die Regierung hat inzwischen wieder Kontrollen an der Grenze zu Dänemark eingeführt. Dennoch rechnet sie mit 140.000 neuen Asylsuchenden in diesem Jahr.

Inland

KZ-Befreite als „Belästigung“: Eklat erreicht Bundespolitik

SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim hat sich gestern erschüttert über die Aussagen des Rechtsschutzbeauftragten des Justizministeriums, Gottfried Strasser, gezeigt, der eine Grazer Justizentscheidung, wonach KZ-Befreite eine „Belästigung“ für die Bevölkerung von Mauthausen gewesen seien, für „unbedenklich“ hielt. In einer Aussendung stellte Jarolim Strasser, aber auch das System an sich infrage.

Strasser habe - „beim heutigen Kenntnisstand über die Verbrechen der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern“ - zur Untermauerung seiner Position auf seine Kindheit in der Nähe des KZ und diesbezügliche Erinnerungen verwiesen. Aus Jarolims Sicht ist hingegen Strafrechtssektionschef Christian Pilnacek voll und ganz zuzustimmen, der die Begründung der Verfahrenseinstellung durch eine Grazer Staatsanwältin als „unfassbar und menschenverachtend“ bezeichnet hatte.

Zweifel an Strassers Eignung

In diesem Zusammenhang stellt sich für den SPÖ-Justizsprecher die Frage, „ob Gottfried Strasser die geeignete Person für den Rechtsschutzbeauftragten der Justiz darstellt“. Darüber hinaus müsse zumindest darüber diskutiert werden, inwieweit das System der Rechtsschutzbeauftragten verbessert werden könnte, so Jarolim. Strasser war erst vergangenen Herbst für weitere drei Jahre wiederbestellt worden.

Auch der Verein Gedenkdienst zeigte sich gestern empört. Man wolle nicht hinnehmen, dass 71 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ehemalige KZ-Häftlinge in der rechten Publikation „Aula“ pauschal als „Landplage“ und „Massenmörder“ bezeichnet würden.

„Es ist beschämend, in welcher Art hier über NS-Opfer geschrieben wird und dass es keine rechtlichen Folgen für den Autor und Herausgeber geben soll. Durch die Verfahrenseinstellung setzt die Staatsanwaltschaft Graz die NS-Logik indirekt fort, dass KZ-Häftlinge Kriminelle gewesen seien, und übersieht die Täter-Opfer-Umkehr des Autors“, hieß es in einer Aussendung.

Arbeitsgruppe feilt an Pensionspapier

Die Regierung hat gestern eine politische Arbeitsgruppe eingesetzt, die bis zum 29. Februar einen gemeinsamen Entwurf für Reformen im Pensionsbereich erarbeiten soll. Mitglieder sind für die SPÖ Sozialminister Alois Stöger und der scheidende AK-Direktor Werner Muhm, auf ÖVP-Seite Finanzminister Hans Jörg Schelling und Sozialsprecher August Wöginger.

Diese Gruppe solle „kurzfristig, also bis 29. Februar, aber auch mittelfristig“ Pensionsvorschläge akkordieren, sagte eine Sprecherin von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zur APA. Wann sich die vier zusammensetzen, wird nicht bekanntgegeben - nur so viel: „Sehr zeitnah“ soll das erste Treffen stattfinden.

Das Thema Pensionen hatte zuletzt wiederholt für raue Töne in der Koalition gesorgt. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) versprach nach dem Ministerrat, „dass wir die einzelnen Scharmützel jetzt beenden“. Auf Expertenebene hatte es am Vortag eine erste Verhandlungsrunde gegeben.

Sport

DFB-Pokal: Grillitsch trifft bei Bremer Husarenritt

Werder Bremen ist gestern überraschend in das Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesliga-Nachzügler ließ sich beim Gastspiel in Leverkusen auch von einem frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen und drehte die Partie noch zu seinen Gunsten.

Auszeichnen konnte sich auch ÖFB-Legionär Florian Grillitsch, der den 3:1-Endstand fixierte. Im zweiten Dienstag-Spiel verkaufte sich Stuttgart gegen Dortmund lange Zeit gut, biss sich an den Borussen aber die Zähne aus.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Kunstschnee als ÖSV-Problemzone

Vincent Kriechmayr als Dritter im Super-G hat die ÖSV-Bilanz bei den Olympiatestrennen in Jeongseon aufpoliert. In der Abfahrt wurde Otmar Striedinger als bester Österreicher nur Sechster. Das Problem ortete die ÖSV-Mannschaftsführung im aggressiven Kunstschnee, der nicht den geringsten Fehler erlaubt. „Das muss unser Thema für die Olympiaabfahrt in zwei Jahren sein, wir müssen dieses Problem in den Griff bekommen. Da müssen wir den Hebel ansetzen“, so ÖSV-Herren-Chef Andreas Puelacher, der umfangreiche Tests ankündigte.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski nordisch: ÖSV-Kombinierer in Trondheim chancenlos

Ohne Chance auf absolute Spitzenplätze waren Österreichs Nordische Kombinierer gestern beim ersten von zwei Weltcup-Bewerben in Trondheim. Als bester ÖSV-Athlet wurde Mario Seidl mit mehr als einer Minute Rückstand Zehnter, Weltmeister Bernhard Gruber kam nicht über Rang 13 hinaus.

Im Kampf um den Sieg setzte sich der norwegische Olympiasieger Jörgen Graabak vor dem deutschen Weltcup-Spitzenreiter Eric Frenzel und seinem jungen Landsmann und Holmenkollen-Sieger Jarl Magnus Riiber durch.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

„Star Wars“ verhilft Disney zu Rekordquartalsgewinn

Der jüngste „Star Wars“-Film hat dem US-Unterhaltungsriesen Disney zum Jahresende so viel Geld in die Kasse gespült wie noch nie zuvor in einem Quartal.

Der Überschuss kletterte in den drei Monaten bis Ende Dezember verglichen mit dem Vorjahreswert um 32 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar (2,6 Mrd. Euro), wie Disney gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent auf 15,2 Mrd. Dollar.

Analysten hatten wegen des großen Erfolgs des Blockbusters „Das Erwachen der Macht“ mit einem besonders guten Ergebnis gerechnet. Der siebente Teil der Sternenkrieger-Saga hatte die erste Milliarde bereits zwölf Tage nach dem Kinostart im Dezember eingespielt - so schnell wie kein anderer Film zuvor. Der Rekordquartalsgewinn übertraf die Erwartungen aber noch. Die Disney-Aktie stieg nachbörslich zunächst um 2,8 Prozent.

Telekom Austria drehte Nettoergebnis 2015 ins Plus

Die teilstaatliche Telekom Austria (TA) hat erwartungsgemäß ein gutes Ergebnis für das Jahr 2015 präsentiert. Das Nettoergebnis drehte von minus 185,4 auf plus 392,8 Mio. Euro.

Der Umsatz lag stabil bei 4,03 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 6,7 Prozent auf 1,373 Mrd. Euro zu.

Der Ausblick wurde beibehalten. Es wird ein Umsatzplus von rund einem Prozent erwartet, das Dividendenziel liege weiterhin bei 0,05 Euro je Aktie, teilte die TA am Abend ad hoc mit. Weitere Zahlen wurden vorerst nicht veröffentlicht.

Airbus A321neo auf Erstflug

Der Airbus A321neo mit neuen Triebwerken des Herstellers CFM International hat von Hamburg aus seinen erfolgreichen Erstflug absolviert. Der Jet aus der Airbus-Serie für Mittelstreckenmaschinen hob vom Werk im deutschen Finkenwerder zu einem fünfeinhalbstündigen Testflug ab, wie der europäische Flugzeughersteller gestern mitteilte.

Weiter Probleme bereitet unterdessen der A320neo mit neuen Triebwerken des US-Herstellers Pratt & Whitney. Mit den Kunden würden aktuell Gespräche über neue Auslieferungstermine geführt, bestätigte ein Airbus-Sprecher in Toulouse. Berichte über Verzögerungen von rund zwei Monaten wollte Airbus nicht bestätigen. Es gebe „Verschiebungen“ der Auslieferungen. Wichtig sei das Ziel, bis zum Jahresende insgesamt 650 Maschinen aller Modelle auszuliefern.

Ende Jänner war der erste A320neo in Hamburg an die Lufthansa übergeben worden. Der eigentlich geplante Erstkunde Qatar Airways hatte die Abnahme des ersten Jets abgelehnt. Kritik zielte auf die neuen Triebwerke, die zur Kühlung aktuell noch Extralaufzeiten brauchen. Airbus und die Triebwerkshersteller werben mit deutlichen Einsparungen beim Kerosinverbrauch in der neo-Klasse.

Chronik

Mordverdächtiger Brite nach 23 Jahren in Berlin gefasst

Die britische Polizei hat 23 Jahre lang nach ihm gesucht, nun sind die Kollegen in Berlin fündig geworden: Ein inzwischen 60 Jahre alter Brite, der 1993 einen Mord begangen haben soll, wurde in der deutschen Hauptstadt festgenommen.

Wie die Berliner Polizei gestern mitteilte, wurde der Mann gestern in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte gefasst. Er soll 1993 in Großbritannien mit zwei Mittätern einen Menschen erschossen haben.

Seitdem sei er auf der Flucht gewesen - er habe in mehreren Ländern und unter mindestens 15 verschiedenen Personalangaben gelebt. Über Geldtransaktionen wurden die Ermittler nun auf den mutmaßlichen Täter aufmerksam. Er werde der britischen Polizei übergeben.

Vier Festnahmen nach Handgranatenangriff in Deutschland

Eineinhalb Wochen nach dem Anschlagsversuch mit einer Handgranate auf ein Flüchtlingsheim im deutschen Bundesland Baden-Württemberg sind vier Tatverdächtige festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei in Tuttlingen wurden die Männer im Alter zwischen 22 und 37 Jahren gestern und am Montag festgenommen, gegen drei von ihnen wurde Haftbefehl erlassen.

Fremdenfeindlicher Hintergrund ausgeschlossen

Die Männer hätten „überwiegend“ einen osteuropäischen Migrationshintergrund und arbeiteten im Sicherheitsgewerbe, hieß es weiter. Der Anschlagsversuch hatte deutschlandweit für Entsetzen gesorgt.

Die Täter hatten Ende Jänner eine Granate auf das Gelände einer Unterkunft in Villingen-Schwenningen geworfen, die jedoch nicht explodierte. Die Polizei schloss zunächst einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus und ermittelte in alle Richtungen.

Nun erklärten die Beamten, Konflikte zwischen den in der Region tätigen Sicherheitsunternehmen dürften das Motiv für den Angriff gewesen sein. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund könne ausgeschlossen werden. Zu Details wollte sich die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen nicht äußern. Im Zusammenhang mit dem Angriff wurden mehr als hundert Menschen verhört.

Religion

Papst-Schwindelei über Telefonat mit Merkel?

Ein Telefonat zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Papst, in dem sich die Merkel laut Franziskus verärgert gezeigt haben soll, hat offenbar nie stattgefunden. Ein Sprecher der deutschen Regierung sagte dazu gestern in Berlin, „dass die Bundeskanzlerin sich nicht an einen Anruf beim Papst erinnern kann“. „Und sie schätzt ansonsten jede Begegnung mit ihm außerordentlich“, fügte er hinzu.

Die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ hatte den Papst am Montag mit den Worten zitiert, er habe einen Anruf von Merkel erhalten, in dem sie ihn für Äußerungen zu Europa kritisiert habe. „Sie war ein bisschen verärgert, weil ich Europa mit einer unfruchtbaren Frau verglichen habe“, habe Franziskus gesagt. Merkel habe auf die Papst-Rede vor dem EU-Parlament im November 2014 reagiert.

„Sie hat mich gefragt, ob ich tatsächlich der Meinung sei, Europa könne keine Kinder mehr bekommen“, sagte der Papst laut der Zeitung. Er habe geantwortet, dass Europa das durchaus könne, „weil Europa starke und tiefe Wurzeln hat“. „In seinen dunkelsten Momenten“ habe der Kontinent „gezeigt, dass er unerwartete Ressourcen hat“. Vor dem EU-Parlament hatte der Papst Europa als „Großmutter“ bezeichnet, die „nicht mehr fruchtbar und dynamisch“ sei.

Science

Lifestyle

„Beyonce Bounce“ wird zur neuen Abfahrtshocke

Der „Beyonce Bounce“, die neuste Tanzbewegung von US-Sängerin Beyonce Knowles, präsentiert bei der Pausenshow der Super Bowl, entwickelt sich zum Renner in Sozialen Netzwerken in Kurzvideo- und GIF-Formaten.

Beim „Beyonce Bounce“ wird die tiefe Hocke nie verlassen - und Füße müssen dabei nach vorne und hinten springen. Wer dabei noch die Beyonce-Wippbewegung zustande bringt, hat Chancen auf ein effektiveres Training, als man es früher bei der Ski-Telegymnastik mit Hansi Hinterseer und Co. je hätte simulieren können.

via GIPHY

Kultur

Cerha in Komponistenleben „hineingeschlittert“

„Ich habe mich in meinem Leben eigentlich nie um etwas bemüht (...). In diese Laufbahn des Komponisten bin ich geschlittert.“ Friedrich Cerha wird am 17. Februar 90 Jahre alt. In Österreich, Deutschland und England wird der Jubilar ausgiebig gefeiert - mit Konzerten, Vorträgen und Ausstellungen. Und im Ö1-„Kulturjournal“ mit einem fast sendungsfüllenden Gespräch - über das bildnerische und kompositorische Schaffen, Unabhängigkeit und Widerstand.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Neue Regeln für Oscar-Reden: Dankesmarathon verboten

Die Dankreden bei den Oscar-Verleihungen sollen entschlackt werden. Wie die Organisatoren der Academy Awards mitteilten, wurde für die Vergabe der beliebten Hollywood-Filmpreise am 28. Februar ein neues Reglement erlassen.

Gemäß den neuen Regeln sollen sich die Empfänger der Preise in ihren 45-Sekunden-Dankreden auf ihre Hauptbotschaft konzentrieren - jedoch nicht auf die Dankesworte für Mama, Papa, die „Academy“ und ihre sonstigen Lieblinge.

Die neuen Regeln wurden beim traditionellen Vortreffen der Oscar-Nominierten erläutert, das Montag Abend (Ortszeit) in Beverly Hills stattfand. Die Oscar-Kandidaten können an die Organisatoren der Preisverleihung eine Liste mit den Namen aller Menschen übergeben, denen sie sich zu Dank verpflichtet fühlen. Die Namen werden dann schriftlich eingeblendet.

Leute

Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor im Krankenhaus

Der 99-jährigen Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor steht eine Operation bevor. Die Ärzte wollen der früheren „Miss Ungarn“ eine neue Magensonde einsetzen, teilte ihr neunter Ehemann, Frederic Prinz von Anhalt (72), am Dienstag der dpa mit.

„Das macht mir natürlich Angst, denn dieser Eingriff findet unter Narkose statt“, sagte der gebürtige Deutsche. Die Operation solle innerhalb der nächsten Tagen stattfinden. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Einlieferung nach Atembeschwerden

Zwei Tage nach ihrem 99. Geburtstag am Samstag war Gabor am Montag mit Atembeschwerden per Notarztwagen in das Ronald Reagan UCLA Medical Center in Los Angeles gebracht worden. Von Anhalt zufolge sei es zu Wasser in der Lunge und Fieber gekommen, nachdem sich zunächst viel Schleim im Hals gesammelt habe. Das Pflegeteam im Haus des Paares habe nicht weiter helfen können.

Nach einer Beinamputation im Jahr 2011 und mehreren Schlaganfällen ist die Schauspielerin schon länger bettlägerig und muss rund um die Uhr gepflegt werden. Über eine Magensonde wird sie künstlich ernährt.