Ausland

Vierergipfel: Einigung auf Entwaffnung in Ostukraine

Allen pessimistischen Stimmen im Vorfeld zum Trotz hat es beim Vierergipfel zur Krise in der Ukraine gestern doch eine Einigung gegeben. Zur Deeskalation der brandgefährlichen Lage im Osten des Landes sollen alle „illegal bewaffneten Gruppen“ entwaffnet werden, bestätigten Russlands Außenminister Sergej Lawrow, sein US-Ressortkollege John Kerry und EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Damit gemeint sind vor allem prorussische Separatisten, die sich in den letzten Tagen Gefechte mit ukrainischen Sicherheitskräften geliefert hatten. Doch trotz der Einigung: Vorerst bleibt die Skepsis.

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UNO-Ausschuss: Nordkorea muss vor internationales Gericht

Wegen „beispielloser Menschenrechtsverletzungen“ soll Nordkorea nach Ansicht eines UNO-Untersuchungsausschusses vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gebracht werden. „80.000 bis 120.000 Menschen sitzen in Lagern für politische Häftlinge, Millionen Menschen leiden. Der Hunger ist unvorstellbar“, sagte der Vorsitzende der Kommission, Michael Donald Kirby, gestern Abend (Ortszeit) in New York nach einer Anhörung des UNO-Sicherheitsrates.

Kim Jong Un „Hauptverantwortlicher“

„Die Menschen essen Gras und kleine Nagetiere, während das Regime die viertgrößte Armee der Welt unterhält und moderne MiG-Jagdflugzeuge kauft“, sagte der Australier. Der Bericht sei auch Machthaber Kim Jong Un zugeschickt worden. „Denn er ist der Hauptverantwortliche, alle Drähte laufen bei ihm zusammen. Deshalb wäre er auch der erste Adressat einer Anklage.“

Russland und China waren als einzige Mitglieder der Sitzung ferngeblieben. Kirby sagte, dass er dennoch mit breiter Unterstützung für die Forderung seiner Expertengruppe rechne. „Auch China muss besorgt sein, ein Land vor der Tür zu haben, das Atomwaffen und Trägersysteme hat und dabei noch so instabil ist.“ Es sei eine Ironie, dass die USA Nordkorea aus humanitären Gründen mit Nahrung versorgten und das Regime in Pjöngjang seinem Volk die Lebensmittel als Reparationen verkaufe, die die USA zahlen müssten.

Angriff auf UNO-Stützpunkt im Südsudan: 20 Tote

Bei dem Angriff auf einen UNO-Stützpunkt im Südsudan sind nach Angaben der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen mindestens 20 Menschen getötet worden. Mindestens 70 weitere Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, sagte Botschafterin Samantha Power gestern Abend(Ortszeit) in New York

Power verurteilte den „schamlosen, unmenschlichen Angriff auf unbewaffnete Zivilisten“. Es handle sich um eine „Beleidigung der internationalen Gemeinschaft und eine Verletzung der Grundprinzipien zum Schutz von Zivilisten“. Die Verantwortlichen für den Angriff müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die UNO hatte zuvor von zahlreichen verletzten Zivilisten bei dem Angriff bewaffneter Männer berichtet.

Machtkampf eskalierte

In dem UNO-Komplex in Bor, der Hauptstadt des umkämpften Bundesstaats Jonglei, haben fast 5.000 Zivilisten Schutz vor der anhaltenden Gewalt in dem afrikanischen Land gesucht.

Im erst Mitte 2011 gegründeten Südsudan war vergangenen Dezember ein schon länger schwelender Machtkampf zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Die Kämpfe waren von Gräueltaten auf beiden Seiten geprägt, Schätzungen zufolge wurden landesweit mehr als 10.000 Menschen getötet, rund 900.000 Zivilisten sind auf der Flucht.

Nur wenige entführte Schülerinnen in Nigeria wieder frei

Nach der Entführung von bis zu 129 Schülerinnen in Nigeria sind nach offiziellen Angaben nur 20 wieder auf freiem Fuß. Die Streitkräfte nahmen gestern eine Mitteilung zurück, wonach die meisten der Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren freigekommen seien.

„Für viele Eltern ist die quälende Wartezeit nicht vorbei“, sagte der Bildungsbeauftragte des Bundesstaates Borno, Inuwa Kubo, der Nachrichtenagentur Reuters. Die meisten der 20 freigekommenen Schülerinnen seien geflohen.

Die Armee hatte am Mittwoch erklärt, bis auf acht seien alle aus der Gewalt der Islamistengruppe Boko Haram („Westliche Erziehung ist Sünde“) befreit worden. Die Extremisten kämpfen seit fast fünf Jahren für die Errichtung eines islamischen Staates. In den vergangenen Monaten wurden Hunderte Menschen getötet.

China fordert von Russland strengere Kontrolle des Internets

China hat Russland und andere Staaten in Zentralasien zu einer strengeren Kontrolle des Internets aufgefordert. Ausländische Kräfte nutzten gesellschaftliche Widersprüche und Probleme, um Revolutionen anzuzetteln und Regierungen zu stürzen, sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Guo Shengkun, gestern.

Guo forderte zudem Maßnahmen, um eine Einmischung in innere Angelegenheiten zu verhindern. Der Minister spielte mit seinen Bemerkungen auf die Ukraine, Georgien und Kirgistan an, wo Regierungen im Zuge von Demonstrationen gestürzt wurden. Die Regierung in Moskau beschuldigt den Westen, die ukrainische Opposition zu unterstützen und so zur Ablösung des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch beigetragen zu haben.

Gewalt während Polizeistreiks in Brasilien: 39 Tote

Bei einer Welle der Gewalt während eines zweitägigen Polizeistreiks im brasilianischen WM-Austragungsort Salvador da Bahia sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Die Regierung entsandte Elitepolizisten und Hunderte Soldaten, nachdem die städtische Polizei am Dienstag wegen eines Tarifstreits die Arbeit niedergelegt hatte.

In der Küstenstadt kam es zu zahlreichen Plünderungen. Der Zwischenfall weckt neue Sorgen um die Sicherheit bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Totenzahl „nicht absurd hoch“

Die Behörden erklärten den Streik gestern nach 48 Stunden für beendet. Ein Sprecher der Regierung des Bundesstaates sagte zur Zahl der Todesopfer in der Stadt, sie sei „ein gutes Stück höher als normal, aber nicht absurd hoch“. Vor zwei Jahren waren während eines zwölftägigen Polizeistreiks in Salvador da Bahia 157 Menschen getötet worden.

Während des Streiks wurden zahlreiche Supermärkte, Apotheken und Elektronikmärkte geplündert. Nach Behördenangaben wurden mindestens 50 Verdächtige festgenommen.

Salvador da Bahia etwa 1.000 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro ist mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Brasiliens und hat einen Ruf als eine der gefährlichsten Städte des Landes. Die Mordrate schnellte zwischen 2000 und 2010 um 400 Prozent in die Höhe und lag zuletzt laut Statistik bei 41,1 Morden pro 100.000 Einwohner. In der Stadt finden sechs Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt.

Berichte: Japan will im Pazifik weiter Wale jagen

Japan will trotz eines kürzlich verhängten Walfangverbots für die Antarktis die Jagd auf die Meeressäuger im Pazifik offenbar fortsetzen. An dem Programm im Pazifischen Ozean solle festgehalten werden, berichteten der öffentlich-rechtliche Sender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo heute unter Berufung auf eine interne Prüfung der Regierung. Das Fischereiministerium lehnte eine Stellungnahme zunächst ab.

Verbot seit Ende März

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Japan Ende März verboten, im Antarktischen Ozean weiter Wale zu fangen. Zur Begründung hieß es, das Programm diene nicht wie vorgegeben wissenschaftlichen, sondern kommerziellen Zwecken. Im Anschluss hatte Tokio erklärt, das Urteil zu befolgen und den Walfang zumindest für ein Jahr einzustellen.

Doch die Walfänger sollen offenbar nur für die Antarktis-Region an die Leine gelegt werden. Im Pazifik hingegen solle das Programm fortgesetzt werden, wenngleich weniger Wale gefangen werden sollten und stattdessen die Forschung in den Vordergrund gestellt werden solle, hieß es in den Medienberichten.

Ausfahrt am 26. April

Gestern hatte die Fischereibehörde bestätigt, dass die Pazifik-Walfangflotte statt wie geplant am 22. April erst am 26. April auslaufen soll. In Medienberichten wurde spekuliert, es solle vermieden werden, dass der Starttermin einen Besuch von US-Präsident Barack Obama in Japan überschattet. Washington gehört zu den schärfsten Kritikern des Walfangs.

Die japanische Regierung veröffentlichte in der vergangenen Woche Zahlen, wonach in der letzten Jagdsaison in der Antarktis 251 Zwergwale getötet wurden. Im Pazifik wurden demnach insgesamt 190 Wale gefangen, darunter Zwerg-, Sei- und Pottwale.

Bouteflika-Anhänger feiern nach Wahl in Algerien

Bei der Präsidentenwahl in Algerien zeichnet sich wie erwartet ein Sieg von Amtsinhaber Abdelaziz Bouteflika ab. Erste inoffizielle Auszählungsergebnisse sahen den gesundheitlich schwer angeschlagenen 77-Jährigen in der Nacht auf heute klar vor den fünf Gegenkandidaten. In der Hauptstadt Algier versammelten sich daraufhin zahlreiche Anhänger Bouteflikas zu Jubelfeiern auf der Straße.

Ein Vertrauter Bouteflikas sagte zur Nachrichtenagentur Reuters, der Amtsinhaber habe „zweifellos einen Erdrutschsieg erzielt“. Bouteflikas schärfster Gegner, der frühere Ministerpräsident Ali Benflis (69), sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „großangelegten Wahlbetrug“. Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei lediglich 51,7 Prozent. 2009 war die Quote noch mit rund 75 Prozent angegeben worden.

Kritik von Opposition

Die vierte Kandidatur Bouteflikas war vor der Abstimmung vonseiten der Opposition stark kritisiert worden. Einige Parteien in dem öl- und gasreichen Land an der afrikanischen Mittelmeer-Küste hatten sogar zu einem Boykott des Urnengangs aufgerufen. Kritiker werfen Bouteflika vor, nur noch die „Marionette“ eines korrupten Staatsapparates zu sein.

Als Argument führen sie unter anderem den Gesundheitszustand des Politikers an. Der frühere Unabhängigkeitskämpfer ist nach einem Schlaganfall im vergangenen Jahr kaum noch in der Lage, öffentlich aufzutreten, und musste seine eigene Stimme gestern im Rollstuhl abgeben.

Inland

Bildungssparpläne: Auch Schuldirektoren verärgert

Wegen der Sparpläne im Bildungsbereich steigen jetzt auch die Direktoren auf die Barrikaden. Die Sparvorhaben gingen eindeutig zulasten der Schüler, sagen sie. So leide wegen größerer Klassen eindeutig die Qualität der Ausbildung. Wenn schon gespart werden müsse, dann nicht beim Unterricht, sondern in der aufgeblähten Verwaltung.

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Ausländische Raser: Anzeigen erst ab Mai

Auch heuer überwacht die Polizei wieder verstärkt den Osterverkehr. Mehr als 200 Radargeräte und rund 1.200 Laserpistolen werden im Einsatz sein. Geblitzt werden zwar alle Autofahrer, die zu schnell fahren. Die Strafe zugestellt bekommen nach Ostern aber weiterhin nur die Österreicher. Erst im Mai startet ein grenzüberschreitender Probebetrieb.

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Salzburg ohne wirkliche Lösung für Obdachlose

Die Bettler, die in der Stadt Salzburg unter den Brücken schlafen, müssen jetzt weg. Das bedeutet allerdings, dass sich das Problem lediglich verlagern wird. Im Mai soll es zwar einen runden Tisch dazu geben, eine Lösung für Quartiere ist derzeit aber nicht in Sicht.

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Ausbau der Kinderbetreuung: Einigung mit Ländern

Versprochen waren die 350 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung schon länger, nun hat sich Familienministerin Sophie Karmasin mit den Ländern auf die Modalitäten der Ausschüttung geeinigt. Das berichteten mehrere Medien gestern Abend. Einer der Eckpunkte: Wie von Karmasin bereits im Vorfeld angedeutet, wird der Kofinanzierungsanteil der Länder von 50 auf 35 Prozent gesenkt.

Laut Informationen auf der ÖVP-Website bringt die Einigung, die in einer 15a-Vereinbarung münden soll, flexiblere Öffnungszeiten, einen besseren Betreuungsschlüssel und eine kindgerechte Ausstattung der Kindergärten. Bei den unter Dreijährigen soll das Barcelona-Ziel, also eine Betreuungsquote von 33 Prozent, geschafft werden. Die 350 Mio. Euro sind für die Dauer der Legislaturperiode vorgesehen.

Konkret soll der Betreuungsschlüssel künftig bei Krippen 1:4, bei Kindergärten 1:10 betragen. Erstmals können durch Bundesmittel nicht nur Kindergartenpädagogen, sondern auch Hilfskräfte finanziert werden. Neu ist zudem, dass gemeindeübergreifende Angebote mit Bundesmitteln gefördert werden, und bei Tageseltern gibt es erstmals Lohnkostenzuschüsse von maximal 10.000 Euro pro Jahr. Per Investitionskostenzuschuss fließt nun auch Geld etwa für zusätzliche Bewegungsräume oder die kindgerechte Gestaltung des Außengeländes.

Gusenbauer als Berater für Kurz im Gespräch

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wird künftig ein prominentes Beratergremium, dem auch Ex-SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer angehören soll, zur Seite stehen. Es gebe bereits „losen Kontakt“ zu den Experten aus den verschiedenen Bereichen, dieser soll nun „institutionalisiert“ werden, bestätigte Kurz-Sprecher Gerald Fleischmann gegenüber der APA einen Bericht des „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe).

Neben Gusenbauer gehören dem „Kurier“ zufolge auch noch der frühere Generalsekretär des Außenamtes, Albert Rohan, die Leiterin des Jüdischen Museums der Stadt Wien, Danielle Spera, die Unternehmensberaterin Antonella Mei-Pochtler, Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, Ex-EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, Ex-Kommissar Franz Fischler (beide ÖVP) sowie der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, dem Beratungsgremium an.

Hausinterner "Thinktank zur Unterstützung

Fleischmann betonte, dass es nicht nur diese acht Berater gebe, sondern auch noch „viele andere“, die „ehrenamtlich“ je nach Thema hinzugezogen werden können. Ein Schwerpunkt werde der Westbalkan sein.

Der Einsatz des Beratergremiums ist einer von drei Schritten, das Außenministerium zu modernisieren. Ein hausinterner „Thinktank“ unter der Leitung von Spitzendiplomaten Alexander Schallenberg und die Öffnung des Hauses für Debatten und Veranstaltungen sollen künftig die Arbeit von Kurz unterstützen.

Sport

NHL: Pleite für Raffl zum Play-off-Auftakt

Michael Raffl hat mit den Philadelphia Flyers einen Fehlstart in die NHL-Play-offs hingelegt. Bei den New York Rangers setzte es gestern (Ortszeit) eine klare 1:4-Niederlage, wobei die Gastgeber erst im Schlussdrittel mit drei Toren für die Entscheidung sorgten. Viel enger ging es in St. Louis zu, wo die Blues gegen Titelverteidiger Chicago Blackhawks in der dritten Overtime jubelten.

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Billard: Langsamer Abschied der Snooker-Ikone Steve Davis

Er war sechsmal Weltmeister und gilt als einer der besten Snooker-Spieler aller Zeiten, bei der morgen in Sheffield beginnenden WM ist Steve Davis aber nur Zuschauer. Der 56-jährige Engländer verpasste die Qualifikation und verlor dadurch erstmals nach 36 Jahren auch seinen Platz unter den besten 64 Spielern, die bei den großen Turnieren startberechtigt sind. Damit verliert Davis auch seinen Profistatus und gilt nun formal als Amateur. Seine Karriere will er noch nicht beenden, in welcher Form sie weitergeht, ist allerdings offen.

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Wirtschaft

Continental wird in GM-Zündschlossskandal geklagt

Der Autozulieferer Continental könnte in den juristischen Streit über einen Zündschlossdefekt von General Motors (GM) hineingezogen werden. In einer am Mittwoch bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Klage wird erstmals eine US-Tochter des deutschen Konzerns genannt. Hintergrund ist ein Defekt in GM-Fahrzeugen: Stößt der Fahrer etwa an den Zündschalter, geht unter Umständen der Motor aus.

Auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags funktionieren dann nicht mehr. Der Fehler wird mit 13 Todesfällen in Verbindung gebracht. 2,6 Millionen Fahrzeuge der Opel-Mutter wurden zurückgerufen. Nach Darstellung der Kläger stellte Continental Airbagsysteme für die zurückgerufenen Autos her. Demnach gehören dazu auch Sensoren, die bestimmen sollen, ob und wann ein Airbag bei einem Unfall aufgeblasen wird.

Schwere Vorwürfe von Anwalt

Das System von Continental sei fehlerhaft, weil es sich ausschalte, wenn der Zündschlüssel in andere Position gebracht werde, heißt es in der Klageschrift. Der Anwalt Adam Levitt erklärte, Continental habe anscheinend bereits im Jahr 2005 von dem Fehler gewusst. Damals habe es ein Treffen mit GM gegeben, um nach einem Unfall zu ermitteln. Continental habe weder seine Airbags überarbeitet noch die zuständige Behörde oder die Öffentlichkeit gewarnt, sagte der Jurist.

Der Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Eine Sprecherin hatte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vergangener Woche gesagt, es sei in der Branche weltweit üblich, dass Airbags bei ausgeschalteter Zündung nicht ausgelöst würden.

Aktie des Twitter-Pendants Weibo nach IPO rasant gestiegen

Die Aktie des chinesischen Twitter-Pendants Weibo ist bei ihrem Börsendebüt in den USA rasant in die Höhe geschossen. Zeitweise verteuerte sich das Papier gestern um mehr als 40 Prozent.

Allerdings hatte der Kurznachrichtendienst zuvor einen Dämpfer erlitten, als er den Ausgabepreis am untersten Ende der von 17 bis 19 Dollar reichenden Preisspanne ansetzte und statt der angestrebten 20 Aktien nur 16,8 Millionen bei Investoren unterbrachte. Darin spiegelten sich Sorgen wider, dass sich das Kundenwachstum abschwächen und die Medienzensur in der Volksrepublik die Geschäfte beeinträchtigen könnten.

Das dem Internetportal Sina gehörende Unternehmen zählte im März rund 144 Millionen aktive Nutzer. Im vergangenen Jahr verdreifachte die 2009 gegründete Firma ihren Umsatz nahezu auf 188 Mio. Dollar (knapp 136 Mio. Euro).

Biohersteller Sonnentor vor Großinvestition

Bei der Firma Sonnentor in Sprögnitz im niederösterreichischen Waldviertel steht nun die größte Investition in der Firmengeschichte an, und die betrifft gleich mehrere Projekte. Unter anderem werden eine Lager- und eine Produktionshalle gebaut.

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Chronik

Wegen vorgetäuschter Liebe vor Gericht

Wie blind Liebe machen kann, zeigt ein Fall aus Linz, der heute ein Nachspiel vor Gericht haben wird. Knapp zwei Millionen Euro soll eine Frau gemeinsam mit ihrem Ehemann einem früheren Vermieter herausgelockt haben. Das Opfer nahm sogar Kredite auf.

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Vor Schülerinnen entblößt: 29-Jähriger verurteilt

Weil er sich mehrmals in der Nähe von Schulen vor jungen Mädchen entblößt haben soll, ist ein 29-Jähriger gestern in Salzburg zu 20 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er sei unter Drogeneinfluss gestanden, begründete der junge Mann die Belästigung vor Gericht.

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Nächtlicher Megastau auf der Innkreisautobahn

Das Einrichten einer Baustelle hat in der Nacht auf der Innkreisautobahn (A8) einen mehr als 20 Kilometer langen Stau ausgelöst. Wegen der bevorstehenden Osterfeiertage waren besonders viele Autofahrer unterwegs.

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Gleich zweimal kam es in der Nacht in Niederösterreich zu Verkehrsunfällen auf der Westautobahn. Zum Glück entstanden nur Blechschäden, es kam aber in beiden Fällen zu kurzfristigen Sperren der West- beziehungsweise der Außenringautobahn.

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Drohender Vulkanausbruch in Peru

Die peruanischen Behörden bringen Tausende Menschen vor einem drohenden Vulkanausbruch in Sicherheit. Etwa 4.000 Bewohner müssen das Gebiet um den seit Tagen aktiven Vulkan Ubinas im Süden des Landes verlassen, wie die Regierung in Lima gestern mitteilte. Ein Gebiet im Umkreis von 20 Kilometer um den Vulkan sei bereits mit Asche bedeckt.

Asche und Rauch drohten die Gesundheit der Dorfbewohner zu gefährden, sagte Agrarminister Juan Benites der staatlichen Nachrichtenagentur Andina. Außer den Bewohnern werden laut Benites auch rund 30.000 Tiere in Sicherheit gebracht. Am Dienstag hatte die Regierung wegen der verstärkten Aktivität des Ubinas einen dreimonatigen Ausnahmezustand für die Region erklärt.

Südkorea: Wut bei Angehörigen nach Fährunglück

Nach dem schweren Fährunglück vor der südkoreanischen Küste schwindet für die fast 290 nach wie vor vermissten Passagiere Stunde um Stunde die Chance auf Rettung - so wie Verzweiflung und Wut ihrer Angehörigen wachsen. Nach der Katastrophe vom Mittwoch suchten Marine und Küstenwache auch im Dunkeln mit Tauchern und Scheinwerfern, aber schlechtes Wetter und starker Seegang behinderten die Arbeiten stark. Angehörige sollen auf eigene Faust an der Unglücksstelle zu suchen begonnen haben, der Kapitän muss sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Angehörige attackierten bei einer Trauerfeier Regierungsvertreter und Premierminister Chung Hong Won.

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Kultur

„Moliere auf dem Fahrrad“: Die Tücken des Männerkitschs

Es soll Situationen geben, in denen sich Männerfreundschaft fast zur Brüderlichkeit auswächst. Alte Theaterfreunde, die in einem verfallenen Haus auf der stürmischen Ile de Re Moliere proben und dabei ihre Liebe zum Theater zelebrieren, am Abend Rotwein trinken und den Tücken des Alltags trotzen, wird man eine besondere Nähe zu dem attestieren können, was man gemeinhin als Männerkitsch bezeichnet. Doch Beziehungen sind brüchig - und der Männerkitsch ist es am allermeisten. Was passiert, wenn man dem Kitsch die Maske abnimmt, ist ab Freitag in den Kinos zu bewundern. „Moliere auf dem Fahrrad“ entpuppt sich als eine der temporeichsten französischen Komödien der letzten Jahre - und straft all jene Lügen, die das französische Kino mit einem in Zeitlupe heruntergehenden Bahnschranken gleichsetzen.

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Starmusiker „Cheo“ Feliciano bei Autounfall gestorben

Der puertoricanische Salsa- und Bolero-Star Jose Luis „Cheo“ Feliciano ist tot. Der Musiker starb am Mittwoch bei einem Autounfall in der Hauptstadt San Juan, wie lokale Medien gestern berichteten. Laut einem Polizeibericht prallte der 78-Jährige mit seinem Auto gegen einen Strommast und erlitt dabei tödliche Kopfverletzungen.

„Cheo“ Feliciano war ein beliebter Komponist und Sänger in Puerto Rico. Mit seinem Spitznamen wollte er sich von seinem gleichnamigen blinden Landsmann Jose Feliciano („Feliz Navidad“) abheben, mit dem er nicht verwandt war.

Im Alter von 17 Jahren zog er nach Spanish Harlem in New York, wo er seine Laufbahn als Schlagzeuger begann. Seine Salsa- und Bolero-Songs machten ihn später in ganz Lateinamerika berühmt. Laut der Zeitung „El Nuevo Día“ wollte Feliciano für einen Auftritt nach Mexiko reisen.

Science

Erster erdgroßer Planet in bewohnbarer Zone

US-Astronomen haben nach eigenen Angaben erstmals einen erdgroßen Planeten in der bewohnbaren Zone rund um einen anderen Stern entdeckt. Wasser könnte auf der fernen Welt flüssig sein - und das ist die Grundvoraussetzung für Leben.

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Stress ist offenbar ansteckend

Nicht nur Gähnen, auch Stress kann ansteckend sein. Wer selbst entspannt sei, für den könne es stressig werden, wenn er einen anderen Menschen in einer angespannten Situation sehe, berichteten Forscher aus Leipzig und Dresden gestern.

Allein die Beobachtung reiche oftmals, damit der eigene Körper das Stresshormon Kortisol ausschütte, ergänzte das Team um Tania Singer vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (Leipzig) und Clemens Kirschbaum von der Technischen Universität Dresden. Die Wissenschaftler nennen das empathischen Stress.

Bei einem Stresstest mussten Probanden etwa schwierige Kopfrechenaufgaben lösen und Bewerbungsgespräche meistern. Bei insgesamt 26 Prozent der Beobachter stieg daraufhin der Kortisolwert an. Waren die Zuschauer in einer partnerschaftlichen Beziehung mit den Probanden verbunden, so reagierten 40 Prozent auf diese Weise. Bei fremden Menschen sprang der Stress immerhin noch auf zehn Prozent der Beobachter über.

IT

Facebook zeigt in den USA Freunde in der Nähe

Das Soziale Netzwerk Facebook gibt seinen Nutzern in den USA die Möglichkeit zu sehen, welche Freunde in ihrer Nähe sind. Dafür müssen sie die gestern vorgestellte Funktion in der Facebook-App einschalten.

Danach sieht man zunächst die Namen und die Entfernung zu den Facebook-Freunden und kann ihnen für einen bestimmten Zeitraum den exakten eigenen Aufenthaltsort anzeigen lassen. Facebook sucht damit einen eigenen Weg unter solchen ortsbezogenen Diensten. Beim Anbieter Foursquare etwa ist es notwendig, sich an jedem Ort „einzuchecken“. Bei Apples „Freunde“-App hingegen sind automatisch immer die aktuellen Aufenthaltsorte auf einer Karte zu sehen.

Stromschlaggefahr bei Nokia-Tablet Lumia 2520

Nokia hat einem Reuters-Bericht zufolge den Verkauf des Tablets Lumia 2520 in mehreren Ländern Europas gestoppt und Kunden vor der Verwendung des zugehörigen Ladegeräts gewarnt. Bei dem Gerät könne sich die Abdeckung lösen, und dann bestehe die Gefahr eines Stromschlags, erklärte der Konzern den Angaben zufolge gestern.

Betroffen seien etwa 30.000 Ladegeräte des Typs AC-300, darunter 600 Reisestecker. Betroffen seien Kunden in Österreich, Deutschland, Dänemark, Finnland, Russland, der Schweiz, Großbritannien und den USA.

Das Lumia 2520 gehörte zu den letzten Geräten, die Nokia vor dem Verkauf seiner Handysparte an Microsoft entwickelte.

Religion

Papst Franziskus zelebrierte traditionelle Fußwaschung

Papst Franziskus hat am Gründonnerstag zwölf behinderten und kranken Menschen eines römischen Therapiezentrums die Füße gewaschen, unter anderem einem 75 Jahre alten libyschen Muslim. Die Demutsgeste vollzog Franziskus kniend und ohne Kopfbedeckung. Er kniete vor jedem nieder, übergoss die Füße mit Wasser, trocknete sie mit einem weißen Handtuch und küsste sie.

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Leute

„X-Men“-Regisseur Singer wegen Missbrauchs verklagt

Der „X-Men“-Regisseur Bryan Singer (48) ist wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen verklagt worden. Ein Anwalt des Regisseurs habe die Vorwürfe als absurd und verleumderisch zurückgewiesen, berichtete der US-Sender CNN gestern.

Die Zivilklage wurde vor Gericht in Hawaii eingereicht, wo auch Fälle, die Jahre zurückliegen, vorgebracht werden können. Der heute 31-jährige Kläger trat gestern Nachmittag (Ortszeit) mit seinem Anwalt Jeff Herman in Los Angeles vor die Presse.

„Wie ein Stück Fleisch“

Der Kläger, der als Teenager eine Schauspielkarriere verfolgte, berichtete über angebliche Sexpartys im Raum Los Angeles und auf Hawaii, bei denen er und andere Minderjährige von Männern aus der Filmbranche missbraucht und mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht worden seien. Er sei „wie ein Stück Fleisch“ herumgereicht worden, sagte der Mann. Im Poolbereich hätte jeder nackt herumlaufen müssen. Er sei bedroht und eingeschüchtert worden. Singer sei einer der Männer gewesen, der sich wiederholt an ihm vergangen habe, sagte der Kläger.

„Jahrelang unter Folgen gelitten“

Bereits als 15-Jähriger sei er missbraucht worden, hätte sich aber gefürchtet, über die Vorfälle zu berichten. Nach der Aussage des Mannes schaltete seine Mutter die Polizei ein, als er ihr mit 17 Jahren von den Übergriffen erzählte. Doch die Behörden hätten damals nichts unternommen. Jahrelang habe er unter den Folgen gelitten, sich aber erst jetzt mit Hilfe von Traumatherapie zu gerichtlichen Schritten entschlossen, sagte der Kläger. Sein Anwalt kündigte an, er wolle noch weitere Männer zur Rechenschaft ziehen.

Singer zählt zu Hollywoods erfolgreichsten Regisseuren. Neben „X-Men“ und „X-Men 2“ drehte er unter anderem „Superman Returns“ und „Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat“. Sein neuester Film „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ läuft im Mai in Europa an.

Chelsea Clinton erwartet erstes Kind

Chelsea Clinton, die Tochter von Ex-Präsident Bill Clinton und der früheren Außenministerin Hillary Clinton, erwartet ihr erstes Kind. Die 34-Jährige machte das gestern bei einer Veranstaltung der Clinton-Stiftung in New York öffentlich, an der sie mit ihrer Mutter teilnahm. Chelsea Clinton ist seit 2010 mit dem Banker Marc Mezvinsky verheiratet.

„Marc und ich sind sehr aufgeregt, dass später in diesem Jahr unser erstes Kind kommt“, sagte Clinton. Ob das Paar einen Sohn oder eine Tochter erwartet, verriet sie dem Publikum bei der Veranstaltung für Frauenrechte nicht.

Stolze Großeltern in spe

Hillary Clinton, die als mögliche Kandidatin der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2016 gilt, verfolgte die Äußerungen ihrer Tochter mit stolzem Blick. In Interviews hatte sie mehrfach gesagt, dass sie es kaum erwarten könne, Großmutter zu werden. Bill Clinton erklärte auf dem Onlinedienst Twitter, er freue sich darauf, Großvater zu werden. „Ich freue mich so für Chelsea und Marc.“

Lifestyle

Osterfeuer als tödliche Gefahr für Igel

Am Karsamstag werden traditionsgemäß Osterfeuer angezündet. Erlaubt sind nur „Traditionsfeuer“ auf frei zugänglichen Plätzen. Tierschützer mahnen nun zu Vorsicht, denn viele Tiere - etwa Igel - nutzen den angehäuften Grünschnitt als Unterschlupf.

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