Ausland

Frauen zünden Bomben: 50 Tote bei Boko-Haram-Anschlag

Bei einem Selbstmordanschlag mutmaßlicher Islamisten sind im Nordosten Nigerias mindestens 50 Menschen getötet worden. Mehr als 100 weitere seien teilweise schwer verletzt worden, als sich mehrere Frauen gestern in dem Ort Zabarmari inmitten einer Menschenmenge in die Luft gesprengt hätten, sagte der Anführer einer örtlichen Bürgerwehr heute.

„Die Zahl der Opfer könnte noch weit höher sein, weil viele Menschen so schwer verletzt sind, das sie wahrscheinlich nicht überleben“, sagte der Mann, der anonym bleiben wollte. Mittlerweile habe das Militär die Kontrolle über den Ort etwa zehn Kilometer vor der Stadt Maiduguri gewonnen. In der Region hat es bereits mehrfach Selbstmordanschläge von Frauen gegeben.

Anschläge werden häufiger

Es wird vermutet, dass die Täterinnen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram angehören. Bei Kämpfen mit weiteren Mitgliedern der radikalen Sunnitenorganisation seien auch mehrere Extremisten getötet worden, hieß es.

Die Boko Haram hat ihre Anschläge seit der Amtseinführung des neuen Präsidenten Muhammadu Buhari vor wenigen Wochen weiter intensiviert. Buhari hatte der Gruppe den Kampf angesagt. Bei mehreren Angriffen auf Dörfer und Moscheen waren in der vergangenen Woche fast 150 Menschen getötet worden.

Le Pen bekämpft Entzug von FN-Ehrenpräsidentschaft

Der Gründer von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, geht gerichtlich gegen den geplanten Entzug seiner Ehrenpräsidentschaft in der Partei vor. Für Dienstag sei eine Gerichtsanhörung in Nanterre bei Paris geplant, sagte Le Pen gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Um dem 87-Jährigen die Ehrenpräsidentschaft zu entziehen, soll dieser Titel aus den Parteistatuten gestrichen werden. Die FN-Mitglieder haben bis zum 10. Juli Zeit, darüber per Briefwahl abzustimmen.

Clinch mit der Tochter

Le Pens Anwalt Frederic Joachim sagte, die Abstimmung erfolge „unter illegalen Bedingungen“ und laufe den Parteistatuten zuwider. Sein Mandant werde deshalb unter anderem die Wahlmethode anfechten.

Le Pen liegt mit seiner Tochter, der derzeitigen FN-Chefin Marine Le Pen, im Streit. Diese hatte im April mit ihrem Vater gebrochen, nachdem dieser mit erneuten antisemitischen Provokationen für Aufregung gesorgt hatte. Er torpedierte damit den Kurs seiner Tochter, der FN mit einer Abkehr von den offen rassistischen und antisemitischen Parolen ein respektableres Ansehen zu verschaffen und so neue Wähler zu gewinnen.

Anfang Mai setzte die FN-Spitze als Reaktion auf die Äußerungen die Parteimitgliedschaft des 87-Jährigen aus. Das Gericht in Nanterre erklärte die Suspendierung am Donnerstag jedoch aus formalen Gründen für nicht rechtens.

Mehrere Tote bei Bombenanschlägen in Libyen

In der libyschen Stadt Derna sind bei mehreren Anschlägen gestern mindestens sechs Menschen getötet worden. Weitere zehn Menschen wurden verletzt, als mehrere Autobomben gezündet wurden. In der Hafenstadt im Osten des Landes kämpfen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), andere islamistische Kämpfer und Truppen der international anerkannten Regierung gegeneinander.

Karte zeigt Derna in Libyen

APA/ORF.at

Vier Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi versinkt das nordafrikanische Land im Chaos. Radikale Gruppen wie Al-Kaida und IS fassen immer mehr Fuß. Gleichzeitig droht ein Machtkampf zwischen zwei Regierungen und zwei Parlamenten, das Land zu spalten. Die international anerkannte Regierung agiert vom Osten aus, seit sie im August die Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis und den Westen Libyens verloren hat.

Serben zieht es eher Richtung Russland als in die EU

Die Bürger Serbiens wünschen sich derzeit laut einer Umfrage mehrheitlich ein Bündnis mit Russland. Eine EU-Mitgliedschaft wollen nur etwa 44 Prozent.

Für ein Bündnis mit Moskau sprachen sich in der Befragung der Zeitschrift „Nova Srpska Politicka Miskao“ („NSPM“), auf die sich heute die Tageszeitung „Politika“ berief, 61,2 Prozent, 19,9 Prozent waren dagegen. Für eine EU-Eingliederung stimmten mit 44,4 Prozent wesentlich weniger Bürger. Gegen die EU-Mitgliedschaft Serbiens sprachen sich 37,5 Prozent aus.

Nach wie vor besonders hoch - 73 Prozent - ist die Abneigung gegenüber einem eventuellen NATO-Beitritt Serbiens. Die Gründe liegen vorwiegend in den NATO-Luftangriffen gegen Serbien im Frühjahr 1999. Dadurch hatte die Allianz damals dem Kosovo-Krieg (1998-’99) ein Ende gesetzt.

Wahrheitskommission für US-Invasion in Panama 1989

Eine Wahrheitskommission soll die US-Invasion in Panama vor über 25 Jahren aufarbeiten. Vor allem sollten die Opfer des Militäreinsatzes der Vereinigten Staaten gegen die damalige Regierung von General Manuel Noriega zum Jahreswechsel 1989/1990 identifiziert werden, sagte Panamas Außenministerin Isabel Saint Malo gestern.

Mehr als 3.000 Tote

Während der Operation „Just Cause“ („Gerechte Sache“) waren Schätzungen zufolge in dem mittelamerikanischen Land mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zahlreiche Zivilisten. Die genaue Zahl und die Identität der Opfer ist allerdings unklar, weil viele Leichen in anonymen Massengräbern bestattet wurden.

Nachdem Noriega lange Zeit eng mit den USA zusammengearbeitet hatte, fiel er Ende der 1980er Jahre wegen seiner Verbindungen zum kolumbianischen Medellin-Kartell in Ungnade. Im Rahmen von „Just Cause“ stürzten die USA ihren einstigen Verbündeten und machten ihm dann wegen Drogenhandels den Prozess.

Deutsche Linke will EU-Referendum zu Sparpolitik

Die deutsche Linkspartei will am Wochenende eine Initiative für eine europaweite Volksabstimmung über die EU-Sparpolitik beschließen.

Die Entscheidung solle bei einem Treffen des Parteivorstands fallen, berichtete der „Tagesspiegel“ (Samstag-Ausgabe). „Wir wollen, dass Austerität und die Alternativen zur Austerität in ganz Europa den Bevölkerungen zur Entscheidung vorgelegt werden“, sagten die Parteivorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping dem Blatt. Ein solches Referendum sei wichtig für ein „demokratisches Europa“.

Neuer König auf Südseeinsel Tonga gekrönt

Mit großem Pomp ist heute auf der Pazifikinsel Tonga der neue König Tupou VI. gekrönt worden. Da Tongaer den Kopf ihres Königs nicht berühren dürfen, wurde er von einem eigens aus Australien eingeflogenen pensionierten Methodistenpfarrer gekrönt. Die feierliche Zeremonie ist der Höhepunkt der bereits seit einer Woche andauernden Feierlichkeiten zur Inthronisierung des 55-Jährigen.

König Tupou VI.

APA/AP/Magangi Tonga/Linny Folau

Zahlreiche Gäste

Rund 15.000 im Ausland lebende Tongaer reisten für den Anlass in die Heimat. Zu den Gästen zählten auch mehrere ausländische Würdenträger, darunter der japanische Kronprinz Naruhito und seine Frau, Prinzessin Masako.

Der neue König, ein ehemaliger Diplomat, folgt auf seinen Bruder Tupou V., der vor drei Jahren starb. Dieser führte während seiner sechsjährigen Amtszeit eine Reihe demokratischer Reformen ein. Mit seiner Krönung wurde der 55-Jährige automatisch auch zum 24. Tu’i Kanokupolu - ein Titel, der schon Jahrhunderte vor Einführung der Monarchie existierte.

Eine Woche dauernde Feiern

Ein zentraler Teil der Krönungszeremonie ist der Genuss von Kava, einem Getränk mit betäubender Wirkung. Zu Beginn der Feierlichkeiten vergangene Woche setzten sich rund 150 Würdenträger in einen Kreis, tranken gemeinsam mit dem neuen König aus Kokosnüssen Kava und starteten damit die einwöchigen Feiern. Tonga mit seinen rund 110.000 Einwohnern ist die einzige Monarchie unter den Inselstaaten des Südpazifiks.

Inland

Eurofighter-Ermittlungen im Wirtschaftsministerium

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen einen Beamten aus dem Wirtschaftsministerium, der interne Informationen an die Eurofighter-Firma EADS weitergegeben haben soll.

Ein entsprechender Bericht des Nachrichtenmagazins „News“ wurde heute gegenüber der APA bestätigt. „Es gibt Ermittlungen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs“, so eine Sprecherin der Anklagebehörde.

Informationen über Strategie

In einer ersten Befragung durch die Dienstbehörde im Ministerium soll der Mann unter anderem zugegeben haben, EADS im Jahr 2003 über die Verhandlungsstrategie des damaligen Wirtschaftsministers Martin Bartenstein (ÖVP) in Bezug auf den Eurofighter-Gegengeschäftsvertrag informiert zu haben. Das geht laut „News“ aus einem Aktenvermerk hervor.

Vertrauliches Protokoll zu Hypo 2009 aufgetaucht

Das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet von einem vertraulichen Dokument zur früheren Hypo Alpe-Adria, das ein neues Licht auf die Streitfrage der Verstaatlichung der maroden Bank Ende 2009 werfen soll.

Die, hieß es heute in einer Aussendung zur am Montag erscheinenden Ausgabe, wäre so „überhastet“ nicht nötig gewesen. Laut dem Dokument, einem Protokoll aus der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), referierte seinerzeit OeNB-Direktor Andreas Ittner während einer Direktoriumssitzung am 9. Dezember 2009, „dass gestern im BMF (Finanzministerium, Anm.) ein Treffen (ohne die Anwesenheit der OeNB) mit der BayernLB zur aktuellen Situation der HGAA (Hypo Groupe Alpe-Adria, Anm.) stattgefunden hat und dabei von der BayernLB eine kurzfristige, über den Jahreswechsel laufende Kapitalbereitstellung für die HGAA sowie eine Verschiebung der Hauptversammlung vorgeschlagen wurde“.

Widerspruch zur gängigen Version

Das, so das „profil“, widerspreche „der gängigen Darstellung, wonach die Bayern mit höchstem Druck die Republik zur Verstaatlichung gepresst hätten“. Laut dem „profil“ vorliegenden Protokoll habe Ittner die vorgeschlagene Maßnahme jedoch für „nicht zweckmäßig“ gehalten. „Dabei hätte die Republik Zeit gewonnen, Alternativszenarien zu prüfen.“ Ittner sagt laut „profil“, er habe „zum Ausdruck bringen wollen, dass nur eine dauerhafte Lösung sinnvoll“ sei. Aus dem Finanzministerium heiße es, eine Kapitalbereitstellung über den Jahreswechsel sei nie Thema gewesen.

Mehrheit gegen weiteres Entgegenkommen für Athen

Laut einer Umfrage sprechen sich 56 Prozent der Österreicher gegen ein weiteres Entgegenkommen gegenüber Griechenland aus. 38 Prozent sind dafür, so das heute veröffentlichte Ergebnis einer Befragung der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Im Februar hatte eine Befragung im Auftrag der ÖGfE ergeben, dass 58 Prozent gegen und 28 Prozent für ein Entgegenkommen gegenüber Athen waren. „Die Lage hat sich zugespitzt. Daher ist auch die Zahl jener, die Athen verstärkt helfen wollen, in den letzten Monaten von 28 auf 38 Prozent angestiegen“, erklärte ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt dazu in einer Aussendung. Die aktuelle Situation habe zu einer Schärfung des Meinungsbildes beigetragen: „Die Zahl der ‚Weiß nicht‘-Nennungen ist von 15 auf sechs Prozent zurückgegangen.“

Referendum „durchaus skeptisch“ gesehen

Während sich Befragte mit Hochschulabschluss laut der aktuellen Umfrage zu 64 Prozent für und zu 32 Prozent gegen ein Zugehen auf Griechenland aussprachen, waren unter Personen mit Berufs-, Handels-und Fachschulabschluss 29 Prozent dafür, aber 64 Prozent dagegen.

Die „Entscheidung der griechischen Regierung, die Gespräche mit den Kreditgebern vorläufig zu beenden und ein Referendum anzusetzen“, werde in Österreich „durchaus skeptisch“ gesehen, so Schmidt. 46 Prozent beurteilten dieses Vorgehen laut der Umfrage „eher negativ“, 39 Prozent „eher positiv“.

Geteilter Meinung sind die Österreicher auch über die Zukunft Griechenlands als Euro-Land: Auf die Frage, ob Griechenland in der Euro-Zone gehalten werden solle, antworteten 41 Prozent der Befragten mit Ja, 46 Prozent mit Nein. Die Umfrage wurde von 30. Juni bis 1. Juli von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Insgesamt 523 Personen wurden österreichweit telefonisch befragt.

Weiter keine Lösung im Streit über Zeltquartiere

Nach der Ankündigung neuer Zeltstädte für Flüchtlinge gehen in dem laufenden Politstreit erneut die Wogen hoch. Einig waren sich Vertreter von Bund und Bundesländern wieder einmal lediglich darin, dass Zelte keine Dauereinrichtung werden dürfen - doch eine nachhaltige Lösung zeichnet sich nicht ab. Sowohl in Kärnten als auch im Burgenland waren Landespolitiker empört über die vom Innenministerium angeordneten Notlager. Innenministerium Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zeigte sich über die Aufregung um die Zelte verwundert.

Mehr dazu in Gegenseitige Schuldzuweisungen

Wirtschaft

Brasiliens Kartellamt ermittelt gegen 15 Banken

Das brasilianische Kartellamt hat Ermittlungen gegen 15 internationale Banken wegen illegaler Absprachen mit dem Ziel der Manipulation von Wechselkursen eingeleitet.

Wie die Behörde in der Nacht auf gestern (Ortszeit) bekanntgab, ist auch die Deutsche Bank unter den Instituten, außerdem die Citigroup und die HSBC. Es gebe Hinweise auf „wettbewerbswidrige Praktiken“ wie Preisabsprachen und die Festlegung von Bedingungen zum Kauf und Verkauf von Devisen.

Dem Kartellamt zufolge erstreckt sich der mutmaßliche Betrug über einen Zeitraum von 2007 bis mindestens 2013. Die Behörde leitete nach eigenen Angaben auch Ermittlungen gegen 30 Privatpersonen ein, gab dazu aber keine Details bekannt.

Bericht: Toshiba vor Gewinnberichtigung von 1,2 Mrd. Dollar

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba wird einer Zeitung zufolge eine milliardenschwere Berichtigung auf seine Bilanzen vornehmen. Erwartet werde eine Korrektur von mehr als 1,2 Milliarden Dollar (150 Mrd. Yen), berichtete die angesehene Wirtschaftszeitung „Nikkei“ gestern.

Vor einigen Tagen hatte Toshiba bereits erklärt, Untersuchungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten in der Bilanz auszuweiten. Damals hatte es geheißen, die Gewinne der vergangenen Jahre könnten um mindestens 415 Millionen Dollar zu hoch angesetzt worden sein.

Dividende gestrichen

Anfang Juni hatte Toshiba wegen der Untersuchungen die Dividende gestrichen, die Prognose für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2014/2015 kassiert und die Veröffentlichung der Zahlen verschoben.

Es ist bereits das zweite Mal in weniger als zwei Jahren, dass Toshiba seine Bilanzierungsmethoden überprüft. Der Konzern räumte bereits ein, dass Kosten für einige Projekte zu niedrig angesetzt worden seien.

Ferrari soll an der Börse zehn Mrd. Euro wert sein

Fiat Chrysler geht davon aus, dass seine Sportwagentochter Ferrari bei dem geplanten Börsengang mit mindestens zehn Milliarden Euro bewertet wird. Konzernchef Sergio Marchionne nannte diese Summe gestern am Rande einer Firmenveranstaltung in Turin.

Der italienisch-amerikanische Autobauer hatte 2014 das Vorhaben bekanntgegeben, zehn Prozent der Ferrari-Anteile an die Börse zu bringen. Mit den Einnahmen will der weltweit siebentgrößte Autobauer, der vor einigen Jahren aus der Übernahme von Chrysler durch Fiat entstanden war, seine Expansionspläne finanzieren.

Ursprünglich war der Ferrari-Börsengang für 2015 angekündigt, inzwischen wird aber eine Verschiebung bis 2016 hinein nicht ausgeschlossen.

Sport

Formel 1: Red Bull schöpft etwas Hoffnung

Zwei Wochen nach dem Debakel beim Heimrennen in Österreich schöpft man bei Red Bull Racing vor dem Qualifying zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone heute (14.00 Uhr live in ORF eins) wieder etwas Hoffnung. Zahlreiche Umbauten am Chassis, darunter an den Flügeln, sorgten für passable Vorstellungen in den gestrigen Freien Trainings. „Es ist insgesamt eine Verbesserung“, sagte Motorsportchef Helmut Marko.

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Österreich-Rundfahrt: Bergspezialist Denifl will es wissen

Nach einer halbjährigen Trainingspause hat Stefan Denifl die Saisonvorbereitung erst Ende März aufgenommen. Bei der heute beginnenden Österreich-Rundfahrt gilt der 27-jährige Tiroler dennoch als heißer Kandidat auf den Gesamtsieg. Seine langwierige Knieverletzung hat der Stubaier nun endlich überwunden. Nicht zuletzt der starke Auftritt bei der Tour de Suisse ließ das Selbstvertrauen des Bergspezialisten wachsen. Die Topografie der Ö-Tour 2015 kommt Denifl ebenfalls entgegen.

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WM-Qualifikation: ÖFB-Team schrammt an Topf 1 vorbei

Das ÖFB-Team kann nächste Woche österreichische Sportgeschichte schreiben. Laut aktuellen Berechnungen dürfte die Koller-Elf nach dem Auswärtserfolg in Russland in der FIFA-Weltrangliste auf einem Allzeithoch landen. Aktuell rangieren die Österreicher auf Platz 20, die beste Platzierung datiert vom Mai 1999. Damals befand sich das ÖFB-Team auf Rang 17. Nur knapp vorbeischrammen dürften die Österreicher damit auch am Topf 1 für die Qualifikation für die WM 2018 in Russland.

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Tennis: Duell der Williams-Schwestern in Wimbledon

Bereits viermal sind einander die fünffachen Wimbledon-Siegerinnen Serena und Venus Williams im Finale des Rasenklassikers gegenübergestanden, heuer kommt es bereits im Achtelfinale zum Duell der beiden US-Schwestern.

Während sich Venus in der dritten Runde gegen die Serbin Aleksandra Krunic ohne Probleme durchsetzte, stand Serena gegen die Britin Heather Watson am Rande einer Niederlage. Die Weltranglistenerste holte aber einen 0:3-Rückstand im dritten Satz noch auf und wahrte damit die Chance auf ihren vierten Major-Sieg in Serie sowie auf den Grand Slam.

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Chronik

Verkehr im Ärmelkanal-Tunnel wegen Flüchtlingen gestoppt

Versuche Dutzender Flüchtlinge, von Frankreich aus nach Großbritannien zu gelangen, haben den Verkehr durch den Ärmelkanal-Tunnel in der Nacht auf heute immer wieder zum Erliegen gebracht. Seit 22.30 Uhr hätten rund 150 Migranten versucht, auf die Verladestege des Tunnels zu gelangen, sagte ein Sprecher der Präfektur im nordfranzösischen Pas-de-Calais.

Während der Verkehr gegen 00.45 Uhr wieder Fahrt aufnahm, standen am Rand des Tunnels weiter Gruppen von meist jungen Männern und Frauen aus Afrika. Calais ist seit Jahren ein Anziehungspunkt für Tausende von Migranten, die von dort aus nach Großbritannien gelangen wollen. Am 26. Juni war ein äthiopischer Flüchtling beim Versuch, am Rand des Tunnels auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, ums Leben gekommen.

Temelin meldet leicht erhöhte Strahlung an Block 2

Auf dem Betriebsgelände des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Temelin sind geringfügig erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen worden. Das teilte ein Sprecher des Betreibers CEZ gestern mit.

Grenzwerte seien nicht überschritten worden, hieß es. „Die Werte wurden aber an Stellen gemessen, wo das nicht vorkommen sollte, und deshalb haben wir die staatliche Atomaufsicht und die Öffentlichkeit in Tschechien und Österreich informiert“, teilte der Sprecher des AKW mit. Aus dem Lebensministerium hieß es, dass an den Messstellen des heimischen Strahlenfrühwarnsystems keine erhöhten Werte gemessen werden konnten.

Betroffen sei das Dach des zweiten Reaktorblocks. Dieser ist nach einer undichten Stelle im Kühlsystem derzeit wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb. Umweltschützer kritisieren den AKW-Standort Temelin seit langem als störanfällig und gefährlich. Er ist rund 60 Kilometer von der bayerischen und österreichischen Grenze entfernt.

Debatte über Dioxin auf Flughafen Rom

Vor rund zwei Monaten hat ein Brand den römischen Flughafen Fiumicino ins Chaos gestürzt - unter den Spätfolgen leidet Italiens größter Airport noch immer. Terminal 3 ist nach wie vor großteils gesperrt und damit auch in der angelaufenen Hauptsaison der Flugbetrieb weiter eingeschränkt. Für reichlich Schlagzeilen sorgten zuletzt aber Berichte über „bis zu 30-fach über dem Grenzwert“ liegende Dioxinbelastung. Von der italienischen Luftfahrtbehörde wurde, sollte sich eine Gesundheitsgefahr bestätigen, selbst eine Schließung des gesamten Flughafens nicht ausgeschlossen. Entwarnung folgte von der zuständigen Gesundheitsbehörde.

Mehr dazu in „Ab Ende Juli wieder Normalität“

Alligator tötete in Texas Schwimmer

Ein Alligator hat im US-Bundesstaat Texas einen Mann getötet. Der 28-Jährige habe Warnschilder ignoriert und sei in einem Wasserarm am Rande der Stadt Orange am Golf von Mexiko nachts schwimmen gegangen, berichteten US-Medien gestern (Ortszeit).

Der Mann sei gleich nach dem Sprung ins Wasser angegriffen worden, meldete der Sender KFDM-TV unter Berufung auf Augenzeugen. Eine Begleiterin des Opfers habe noch versucht, dem schreienden Mann aus dem Wasser zu helfen. Sie sei unverletzt geblieben. Die Leiche des Mannes wurde von der Polizei erst zwei Stunden nach dem Vorfall entdeckt.

Kultur

IT

Ausnahmen bei Netzneutralität sorgen für Kritik

Anfang der Woche hat es nicht nur einen Kompromiss bei den Roaminggebühren gegeben, Unterhändler von EU-Parlament und Mitgliedsstaaten haben sich auch beim heiß umkämpften Thema Netzneutralität grundsätzlich geeinigt.

Dabei geht es um die Frage, ob Netzbetreiber ihre Daten gleichberechtigt durch die Leitungen schicken, egal, woher sie kommen. Kritiker befürchten schwerwiegende Nachteile für Unternehmen, aber auch für private Internetnutzer.

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Baldiges Aus?

Nach der Einigung auf die partielle Abschaffung des Roaming und die EU-weiten Regelungen zur Netzneutralität fallen die Reaktionen recht unterschiedlich aus. Was für die einen eine vernünftige Lösung nach langen Verhandlungen ist, ist für andere bestenfalls ein fauler Kompromiss. Die Arbeiterkammer (AK) etwa befürchtet, dass die neuen Regeln für Konsumenten nicht zwangsläufig Erleichterungen bringen.

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Science

Sonnenflieger schafft riskanten Flug über Pazifik

Der Schweizer Sonnenflieger „Solar Impulse 2“ ist gestern Früh (Ortszeit) nach der längsten und risikoreichsten Etappe seiner Weltumrundung sicher auf der Pazifik-Inselgruppe Hawaii gelandet. Das Solarflugzeug war nach dem Start in Japan fünf Tage und fünf Nächte nonstop unterwegs.

Solar Impulse 2

APA/AP/SI2/Jean Revillard

Der von dem Piloten Andre Borschberg gesteuerte Solarflieger legte auf seiner achten Etappe fast 8.300 Kilometer zurück. Dabei stellte der Schweizer Rekorde für den längsten Soloflug und für die weiteste Distanz eines Solarflugzeugs auf.

Die einsitzige Karbonfaser-Maschine hat eine Spannweite von 72 Metern. Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Flügeln zapfen die Energie für die vier Elektromotoren ab. Mit der Weltumrundung sollen die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufgezeigt werden. „Solar Impulse 2“ war Anfang März im Golfemirat Abu Dhabi gestartet.

Lifestyle

Die Stadt als Fitnessstudio

Der öffentliche Raum ist in Sachen Sport längst nicht mehr nur Joggern und Radfahrern vorbehalten. Vor allem in städtischen Gebieten drängen diesen Sommer die Kraftsportler ins Freie. Parks werden zusehends mit Fitnessgeräten ausgestattet. Daneben organisiert sich eine wachsende Zahl an Sportbegeisterten und Hobbyathleten über Soziale Netzwerke, um den Körper mit Kniebeugen, Sit-ups, Liegestützen und Strecksprüngen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit zu bringen.

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