Ausland

Angriff auf Zentrale von Kurdenpartei in Ankara

Unbekannte haben einen Anschlag auf die Zentrale der türkischen Kurdenpartei HDP in Ankara verübt. In der Nacht auf heute gaben die Angreifer aus einem Auto heraus mit Gewehren mehrere Schüsse auf das Gebäude ab, wie ein Sprecher der Partei berichtete. Wachleute vor dem Gebäude schossen zurück, worauf die Angreifer die Flucht ergriffen. Verletzt wurde niemand. Laut dem staatlichen Fernsehsender TRT wurden zwei Verdächtige festgenommen.

Der HDP-Abgeordnete Sirri Süreyya Önder sprach von einer Provokation im Vorfeld der Parlamentswahl im Juni. Die Regierung verurteilte den Anschlag. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sprach von einem Angriff „auf unsere Demokratie und Stabilität“ und versicherte, es werde alles getan, um die Täter zu fassen. Sein Stellvertreter Yalcin Akdogan sprach von einem Versuch, Spannungen zu schüren.

Bei der Parlamentswahl am 7. Juni hofft die Kurdenpartei, erstmals die Zehn-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament zu überspringen. Damit könnte sie verhindern, dass die regierende AKP die für Verfassungsänderungen zur Einführung eines Präsidialsystems notwendige Zweidrittelmehrheit erhält.

Russische Opposition meldet sich zurück

Die russische Opposition meldet sich zurück: Mit Unterstützung des Milliardärs Michail Chodorkowski wollen mehrere Oppositionsparteien bei der Parlamentswahl 2016 zusammen antreten.

Die Fortschrittspartei des Bloggers Alexej Nawalny und die Gruppe RPR-Parnas des ermordeten Ex-Regierungschefs Boris Nemzow beschlossen in Moskau, künftig mit einer gemeinsamen Liste anzutreten. „Wir wollen helfen, die Wahlen demokratisch zu machen“, teilte der in der Schweiz lebende Chodorkowski heute mit.

Mehrere kleine Gruppen schlossen sich dem Bündnis von Nawalny und RPR-Parnas-Chef Michail Kasjanow an. Einem ersten Stimmungstest wollen sich Nawalny und seine Gefolgsleute bereits bei den Regionalwahlen im September unterziehen.

Registrierung noch offen

Frühere Zusammenschlüsse oppositioneller Gruppen in Russland waren an internen Streitigkeiten gescheitert oder weil es keinen starken Anführer gab. Völlig offen ist, ob das neue Bündnis eine Registrierung erhält.

Die Rolle der durch rigide Gesetze geschwächten Opposition war auch Thema bei der großen Fernsehsprechstunde von Kremlchef Wladimir Putin am Donnerstag. Putin hatte die Parteien aufgefordert, sich an die Gesetze zu halten, wenn sie teilnehmen wollten. Der Kreml betrachtet viele Oppositionsgruppen als radikale Kräfte.

Finnen wählen neues Parlament

In Finnland wird morgen ein neues Parlament gewählt. Bei der Abstimmung deutet sich ein Regierungswechsel an. Das Mehrparteienbündnis unter Führung des konservativen Ministerpräsidenten Alexander Stubb steht wegen der seit drei Jahren anhaltenden Wirtschaftsflaute in der Kritik.

Als Favorit auf den Posten des Regierungschefs gilt der Chef der oppositionellen Zentrumspartei, Juha Sipilä. Laut jüngsten Umfragen kann seine Partei auf 24 Prozent der Stimmen hoffen. Sie liegt damit deutlich vor Stubbs Partei Nationale Koalition, die auf etwa 17 Prozent kommt. Knapp dahinter folgen die rechtspopulistischen Wahren Finnen sowie die Sozialdemokraten.

Etwa 4,5 Millionen Finnen sind zu den Urnen gerufen. Fast ein Drittel von ihnen hat bereits von der Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe Gebrauch gemacht.

30.000 demonstrierten in Warschau für mehr Lohn

Zehntausende Menschen haben heute in Warschau für Arbeit und mehr Lohn demonstriert. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer mit 30.000 an. Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaften und trafen aus allen Teilen Polens in der Hauptstadt ein.

Vier Marschkolonnen in den Nationalfarben rot und weiß passierten auf verschiedenen Routen die Ministerien für Finanzen, Bildung und Arbeit. Sammelpunkt am Ende des Sternmarsches war der Sitz der Regierungschefin Ewa Kopacz, die aber in Italien weilte.

Auf Transparenten und Plakaten forderten die Demonstranten „gutes Geld für gute Arbeit“, ein Ende der Schulschließungen, höhere Mindestlöhne sowie Reformen bei Pensionen und Steuern. Unter den Demonstranten waren unter anderem Lehrkräfte, Bergarbeiter und Feuerwehrleute.

Kiew nennt Namen russischer Einheiten in der Ukraine

Das ukrainische Militär hat erstmals die Namen russischer Armeeeinheiten genannt, die in der Ostukraine im Einsatz sein sollen. Trotz des im Februar unterzeichneten Abkommens über eine Waffenruhe, das den Abzug ausländischer Kämpfer vorsieht, seien weiterhin reguläre russische Truppen im Land, sagte der Generalstabschef der ukrainischen Streitkräfte, Viktor Muschenko, heute.

Unter anderem seien die 15. mechanisierte Infanteriebrigade der russischen Armee, die achte mechanisierte Infanteriebrigade sowie die 331. und die 98. Luftlandedivision im Osten der Ukraine im Einsatz.

„Haben Beweise“

„Wir haben Einzelheiten über sämtliche russischen Einheiten, wo sie im Einsatz sind, ihre Zahlen und ihre Bewaffnung“, sagte Muschenko. Er verfüge über Beweise, dass reguläre russische Armeeeinheiten im Februar an mindestens drei Gefechten beteiligt gewesen seien.

Kiew und der Westen beschuldigen Russland seit langem, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine militärisch und mit Waffen zu unterstützen. Moskau weist dies zurück. In dem bewaffneten Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen im Osten der Ukraine wurden nach Angaben der UNO seit dem Frühjahr 2014 bereits mehr als 6.000 Menschen getötet.

Heftige Kritik an Massenbrautschau in Spanien

Eine umstrittene Kuppelaktion hat in der spanischen Provinz trotz heftiger Proteste von Frauenverbänden und politischen Parteien stattgefunden. Dutzende von Frauen, die aus der Hauptstadt Madrid in Bussen gebracht worden waren, trafen sich heute nahe der Gemeinde Merida im Westen des Landes mit Männern, die für die Teilnahme an der Massenbrautschau 50 Euro hatten zahlen müssen.

Der Körper der Frau werde in Merida zur Ware erniedrigt, hatte der Frauenverband Malvaluna protestiert, während die Linkspartei Podemos geklagt hatte, die Veranstaltung gleiche einem Viehmarkt.

„Ganz normale Partnervermittlungsaktion“

Die beiden Veranstalter der sogenannten „Karawane der Frauen“ - ein Hotel und eine Agentur - beteuerten, es handle sich um eine ganz normale Partnervermittlungsaktion, mit der man vor allem einsamen Männern helfen wolle, die von der Landflucht betroffen seien.

Empörung hatte vor allem die auf der Homepage des veranstaltenden Hotels prominent platzierte Werbung ausgelöst. Den ersten 55 sich einschreibenden Männern war da die „Begleitung von ledigen Mädchen während des Essens, des Dinners und in der Diskothek garantiert“ worden.

„Das erweckt den Eindruck, als ob Männer eine Frau nicht zu erobern brauchen und dass man die Begleitung einer Frau kaufen kann“, meinte der Männerverband für Geschlechtergleichheit Ahige. Aussagen der teilnehmenden Frauen lagen vorerst nicht vor.

Inland

„Exiljuden“-Sager: Späte Entschuldigung von Vbg.-FPÖ-Chef

Dieter Egger, Chef der Vorarlberger Freiheitlichen, hat sich sechs Jahre nach seinem „Exiljuden“-Sager beim Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy, entschuldigt.

Die Äußerung sei „missverständlich“ und „unangebracht“ gewesen. Zuletzt scheiterte Egger bei der Wahl zum Bürgermeister von Hohenems, nachdem eine Bürgerinitiative gegen ihn mobilmachte.

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Sport

Wirtschaft

IWF-Länder warnen wegen „asynchroner Geldpolitik“

Die Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds (IWF) blicken besorgt auf die unterschiedliche Geldpolitik in Europa und den USA. Während die Europäische Zentralbank (EZB) in den kommenden Jahren den Markt mit billigem Geld flutet, steht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vor einer Zinserhöhung.

Diese „asynchrone Geldpolitik“ sei konjunkturell angemessen, erfordere aber eine „vorsichtige Justierung und wirksame Kommunikation“, um negative Folgen für die Weltwirtschaft zu vermeiden, so der IWF-Lenkungsausschuss (IMFC) heute im Abschlusspapier seiner Frühjahrstagung in Washington.

„Banken weiter stärken“

„Wir wissen um die Risiken für die Finanzstabilität“, gaben die Finanzminister und Notenbankchefs zu Protokoll. In entwickelten Volkswirtschaften müssten Banken weiter gestärkt werden, damit die Geldpolitik wirksam sein könne. Die Entwicklungsländer müssten sich rüsten, um mit dem Abfluss von Kapital fertig zu werden.

Dass sich die Wechselkurse zwischen den Währungen wegen der Maßnahmen der Zentralbanken verändern werden, müsse zugelassen werden, um die weltwirtschaftliche Anpassung nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Kreml dementiert: Keine Finanzhilfe für Athen

Griechenland kann nach Kreml-Angaben nicht mit Finanzhilfen aus Russland rechnen. Es habe keine entsprechenden Absprachen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras beim Treffen Anfang April gegeben, sagte Kremlsprecher Dpmitri Peskow heute dem Radiosender Business FM. Moskau habe keine konkrete Finanzhilfe angeboten, und Athen habe keine beantragt.

Bei ihrem Treffen hätten Putin und Tsipras aber durchaus über eine Zusammenarbeit im Energiebereich gesprochen. Putin hat dem krisengeschüttelten EU-Staat Hunderte Millionen Euro an Transitgebühren in Aussicht gestellt, wenn er sich an der Gaspipeline „Turkish Stream“ beteiligt. Auch aus China will Athen Geld lukrieren.

Mehr dazu in Schnelles Geld für Staatskasse

Draghi mahnt Euro-Länder zu Haushaltsdisziplin

EZB-Präsident Mario Draghi hat die Länder der Eurozone aufgefordert, in ihren Bemühungen um Schuldenabbau nicht nachzulassen. „Die Flexibilität innerhalb des Stabilitäts- und Wachstumspakts sollte weise genutzt werden und nicht zu erhöhten Risiken führen, was die Tragfähigkeit der Schulden betrifft“, so Draghi.

In einer Erklärung für die 31. Tagung des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC) in Washington, die gestern Abend (Ortszeit) veröffentlicht wurde, befand Draghi weiters, Länder sollten nicht für wirtschaftliche Schocks in der Zukunft anfällig werden.

Nach Einschätzung des EZB-Präsidenten stehen viele Euro-Länder noch vor erheblichen Aufgaben, um hohe Schuldenquoten zu verringern und tragfähige Haushalte sicherzustellen. Es sei wichtig, dass die Euro-Länder jetzt ausreichend Fortschritte hin zu ihren mittelfristigen Haushaltszielen machten.

Chronik

2,25 Tonnen Kokain in Karibik beschlagnahmt

Der französische Zoll hat auf einem Segelschiff vor der Antilleninsel Martinique 2,25 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Es handelt sich nach Angaben des französischen Finanzministeriums von heute um einen rekordverdächtigen Fund.

Die Fracht sei bereits am Mittwoch 200 Kilometer vor der Insel in der Karibik auf einem Schiff unter falscher Flagge entdeckt worden. Drei Menschen an Bord wurden demnach festgenommen. Die französische Nachrichtenagentur AFP zitierte einen lokalen Behördenchef, laut dem die beschlagnahmte Ware etwa 70 Millionen Euro Schwarzmarktwert haben könnte.

Bei der Aktion wurde der französische Zoll von britischen und spanischen Kollegen unterstützt. Im Jahr 2014 beschlagnahmte der französische Zoll insgesamt 6,6 Tonnen Kokain.

Gedenken an verunglückte Sherpas am Mount Everest

Hunderte Bergsteiger und Sherpas haben heute an die Opfer des schweren Lawinenunglücks am Mount Everest vor einem Jahr erinnert. Im Basislager am höchsten Berg der Welt hielten die Leiter der Expeditionsteam eine Schweigeminute für die 16 Sherpas ab, die am 18. April 2014 durch eine Lawine getötet worden, als sie die Route zum Gipfel vorbereiteten. In der Hauptstadt Kathmandu fanden Gedenkfeiern statt.

„Alle Teams haben entschieden, heute nicht zu klettern, um an unsere Freunde zu erinnern, die wir im vergangenen Jahr verloren haben“, sagte der Bergführer Pasang Sherpa der Nachrichtenagentur AFP.

In einem Kloster in Kathmandu beteten Mönche gemeinsam mit Angehörigen eines bei dem Unglück getöteten alleinerziehenden Sherpas, der fünf Kinder hinterließ. Die nepalesische Regierung kündigte zum Jahrestag des Unglücks die Schaffung eines Fonds für Opfer von Bergunglücken an.

Wichtige Einnahmequelle für Nepal

Das Unglück im vergangenen April war das bisher schwerste am Mount Everest. Die Sherpas, die normalerweise die Route zum Gipfel vorbereiten und das Gepäck der Expeditionen tragen, hatten daraufhin in einem noch nie dagewesenen Schritt die Everest-Saison abgesagt. Hunderte Bergsteiger mussten auf den erhofften Gipfelsturm verzichten.

Bergsteigertourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für das arme Land im Himalaya. Eine Lizenz zur Besteigung des 8.848 Meter hohen Mount Everest kostet rund 10.000 Euro.

Betrunkener Lkw-Lenker streifte Mopedfahrer

In der Steiermark hat heute ein alkoholisierter Lkw-Lenker einen Verkehrsunfall verursacht. Er streifte mit seinem Kleinlaster einen 15 Jahre alten Mopedlenker und beschwor den Jugendlichen, danach keinesfalls die Polizei zu verständigen.

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Alkolenker manövriert Pkw in Bachbett

In Salzbug landete ein 30-Jähriger heute Früh mit seinem Auto in einem Bachbett. Laut Polizei hatte der Mann mehr als zwei Promille Alkohol im Blut.

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Alkolenker verursacht Frontalzusammenstoß

In Vorarlberg verursachte heute Früh ein alkoholisierter 22-jähriger Mann einen schweren Verkehrsunfall. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Gesundheit

Nigeria: 18 Tote durch mysteriöse Krankheit

In Nigeria sind nach Behördenangaben mindestens 18 Menschen an einer mysteriösen Krankheit gestorben. Weitere fünf Menschen seien erkrankt, sagte heute der Chef der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Ondo, Dayo Adeyanju.

Nach Behördenangaben brach die Krankheit Anfang der Woche in der Stadt Ode-Irele im Südosten des Landes aus. Die Betroffenen litten unter Kopfschmerzen, verschwommener Sicht und Bewusstlosigkeit und starben binnen eines Tages nach Ausbruch der Krankheit. In Labortests seien Ebola oder andere bekannte Viren ausgeschlossen worden, sagte ein Sprecher der Regierung von Ondo.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben bisher Informationen über 14 Fälle mit mindestens zwölf Toten. Blut- und Urinproben seien zur Untersuchung an die Universitätsklinik in Lagos gesandt worden.

Religion

Turiner Grabtuch erstmals seit fünf Jahren ausgestellt

Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist ab morgen das Turiner Grabtuch wieder für die Öffentlichkeit zu sehen. Bis zum 24. Juni wird das gut vier mal ein Meter große Leinentuch - eine der bedeutendsten Reliquien der Christenheit - in der Kathedrale der norditalienischen Stadt Turin zu bestaunen sein.

Das Tuch zeigt das Körperbildnis eines Menschen. Viele Christen halten es für das Tuch, in das Jesus nach seiner Kreuzigung gewickelt wurde. Wissenschafter wiesen jedoch nach, dass das Tuch erst im Mittelalter hergestellt wurde.

Wer in den kommenden 67 Tagen einen Blick darauf werfen möchte, muss dafür einen Termin reservieren. Bis heute hatten dies schon eine Million Menschen getan.

Flüchtlingstragödie: Bischöfe skeptisch zu Berichten

Die Italienische Bischofskonferenz hat angesichts von Augenzeugenberichten über eine angeblich religiös motivierte, tödliche Auseinandersetzung zwischen Muslimen und Christen an Bord eines Flüchtlingsboots zur Besonnenheit aufgerufen.

Man müsse erst den genauen Tathergang kennen, bevor man diese „schreckliche Tat“ mit einem „Religionskrieg“ in Zusammenhang bringe, sagte ihr Generalsekretär Bischof Nunzio Galantino in einem Interview der italienischen Tageszeitung „La Stampa“.

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Kultur

Möbelmesse Mailand: Das kühle Design wird aufgetaut

Zwei Wochen bevor die Expo in Mailand eröffnet wird ist die Stadt schon ganz im Messefieber. Nicht nur wegen der Weltausstellung, sondern auch wegen des bis Sonntag laufenden Salone Internazionale del Mobile. Hunderttausende Gäste aus aller Welt kommen jährlich, um bei der wichtigsten Möbelmesse neueste Kreationen von Stardesignern und Newcomern zu entdecken.

Ein Trend, der sich heuer recht deutlich zeigt: Die Zeit der puren Sachlichkeit ist vorbei - man setzt auf die Verbindung von Tradition und Moderne. Vor allem im Büro soll man sich künftig offenbar wohler fühlen: Es wird wohnlicher.

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Kolosseum in Rom bekommt wieder Gladiatorenarena

Das Kolosseum in Rom soll wieder seine Gladiatorenarena zurückbekommen. Der italienische Kulturminister Dario Franceschini unterstützt ein Projekt, mit dem der jetzt sichtbare Unterbau des Amphitheaters mit einer Plattform überdeckt werden soll, wie es bis zum 19. Jahrhundert der Fall war. Damit soll das 2.000 Jahre alte Wahrzeichen Roms wieder als Arena für Open-Air-Aufführungen genutzt werden.

„Wir wollen Besuchern das Kolosseum zeigen, wie es früher war, als es noch als Arena diente“, so der Kulturminister laut der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“.

Für Konzerte und Aufführungen

Der Denkmalschutz arbeitet bereits an einem umfangreichen Projekt, das den Bau einer Holzplattform vorsieht. Im Kolosseum sollen unter anderem Konzerte und Aufführungen stattfinden. Im Unterbau soll ein Museum eingerichtet werden. Franceschini sucht jetzt nach Finanzierungen für sein Projekt.

Fünf Millionen Besucher pro Jahr

Das Kolosseum wurde zwischen 70 und 80 nach Christus erbaut und war bei den Römern blutiger Schauplatz von öffentlichen Hinrichtungen und Gladiatorenkämpfen. Als Arena war das Kolosseum fast 450 Jahre lang in Betrieb.

Neben dem Forum gehört es zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien, pro Jahr kommen rund fünf Millionen Besucher. Derzeit wird es für rund 25 Millionen Euro restauriert.

Leute

„Waldmopszentrum“ zu Ehren Loriots eröffnet

Sie schnüffeln, liegen, sitzen: Bronzene gehörnte Waldmöpse bilden das „Waldmopszentrum“ im deutschen Brandenburg/Havel. Die Geburtsstadt Loriots setzt damit ihrem Ehrenbürger Vicco von Bülow (1923-2011) ein Denkmal, das sich an seinen Sketch über den „Wilden Waldmops“ anlehnt.

Heute eröffnete der Vorsitzende des Kulturvereins Brandenburg, Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier, die Kunstinstallation anlässlich der Bundesgartenschau in der Havelregion.

„Ein Leben ohne Mops ist sinnlos“

Die Anlage besteht aus einem Rudel gehörnter Bronzewaldmöpse, einem Sockel mit den Fußabdrücken Loriots und Informationstafeln. Acht Bronzefiguren waren ursprünglich geplant, sechs weitere wurden gestiftet. Sie sollen nach und nach gefertigt und aufgestellt werden. „Ich bin schon dabei, die nächsten Objekte zu modellieren“, so die Berliner Künstlerin Clara Walter. Sie hatte sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und die Plastiken in Handarbeit geschaffen.

Von Loriot stammt der Satz: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ In seinem Sketch hatte er einst über den „Wilden Waldmops“ referiert, der ein kleines Geweih trage und vereinzelt in unbewohnten Waldungen Nordschwedens lebe. Auch Stuttgart, wo der Humorist zur Schule ging, hat ein Denkmal: Dort thront auf einer Loriot-Gedächtnissäule ein Bronzemops.

Waltz: Weltruhm ist „gut für mein Ego“

Christoph Waltz (58) ist froh, dass er seinen ersten Oscar erst als 52-Jähriger bekommen hat. „In diesem Alter ist man nicht mehr so anfällig für Eskapaden, die einen dann völlig aus der Bahn werfen können“, so der Schauspieler gegenüber der „Berliner Zeitung“.

Auf die Frage, ob Weltruhm einen gestandenen Mann wie ihn verändere, sagte der zweifache Oscar-Preisträger: „Ein wenig, er ist gut für mein Ego, für mein Selbstbewusstsein.“ Er sei in letzter Zeit vor allem beruflich souveräner geworden. „Der meisten kleinkarierten Zwänge und Behinderungen von früher habe ich mich entledigt.“