Ausland

UNO: Fünf Millionen in der Ostukraine brauchen Hilfe

Fast fünf Millionen Menschen im umkämpften Osten der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf Unterstützung angewiesen. „Es gibt in den von den Separatisten kontrollierten Gebieten eine humanitäre Krise“, sagte der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Ukraine, Neal Walker, gestern in Brüssel.

Da die Kämpfe zuletzt abgeflaut seien, sei zu hoffen, dass der Waffenstillstand nun halte. Dann werde es den Vereinten Nationen möglich sein, den Bedürftigen Hilfe zukommen zu lassen. Notwendig ist Walker zufolge unter anderem der Bau von Schutzräumen und sanitären Einrichtungen sowie die Verbesserung der Wasserversorgung. Außerdem bestehe ein großer Bedarf an Medikamenten. Walker hielt sich in Brüssel auf, um die EU-Einrichtungen dazu zu bewegen, in einen neu aufgelegten Hilfsfonds einzuzahlen.

OSZE sieht Waffenabzug

Nach zweitägiger Feuerpause wurde der Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten wieder gebrochen. Drei Soldaten seien in den vergangenen 24 Stunden getötet worden, so das ukrainische Militär. Dennoch wurde der Abzug schwerer Waffen aus dem Kampfgebiet fortgesetzt, und das durch beide Seiten. Auch die OSZE bestätigte Waffenverschiebungen. So richtig glauben will an eine friedliche Lösung aber offenbar kaum jemand.

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Tsipras: „Wird kein neues Hilfsprogramm geben“

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras schließt ein weiteres Hilfsprogramm für sein Land aus. Manche würden auf ein drittes Hilfsprogramm im Juni wetten, aber die werde er enttäuschen, sagte Tsipras gestern Abend in einer im Fernsehen übertragenen Rede vor seinem Kabinett. „Sie können ein drittes Hilfsprogramm vergessen. Das griechische Volk hat die Programme abgewählt.“

Andere Euro-Länder wie Portugal oder Irland hatten zuletzt erklärt, Griechenland werde nicht um ein drittes Hilfsprogramm seiner internationalen Geldgeber herumkommen. Das deutsche Finanzministerium hatte indes erklärt, es sei zu früh, um über ein drittes Hilfsprogramm zu spekulieren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung beziffert die Finanzierungslücke Griechenlands für die kommenden drei Jahre auf 30 bis 40 Milliarden Euro.

Das Land wird über zwei Hilfspakete schon mit 240 Mrd. Euro von seinen Geldgebern gestützt und hat dafür im Gegenzug zahlreiche Reformenauflagen akzeptiert, die die neue Regierung um Tsipras aber zurückdrehen will. Nach der Zustimmung des deutschen Bundestags für eine Verlängerung des Hilfspakets versprach Tsipras aber, nun „hart“ an einer Umsetzung der zugesagten Reformen zu arbeiten.

Orban lobte Volk und eigene Leistungen

„Das Volk ist im finanziellen Sinne volljährig geworden“. Das erklärte der rechtskonservative Premier Viktor Orban in seiner 17. Rede an die Nation gestern in Budapest. Orban lobte die Bürger und vor allem ausführlich die Erfolge seiner Regierung.

Staat, Unternehmen, Familien hätten sich verhalten wie verantwortliche und erwachsene Menschen, die ihre vernünftigen Entscheidungen trafen und diese diszipliniert durchführten. In den kommenden Jahren müsse es „vor allem um die hart arbeitenden Menschen gehen“.

Gegen multikulturelle Gesellschaft

Das Ziel sei, dass ein jeder arbeitende Bürger von seiner Arbeit leben und immer leichter leben könne. Laut Orban habe die Regierung das „Dogma der politischen Korrektheit aufgegeben“. Die Ungarn seien hinsichtlich ihrer Natur „politisch inkorrekt“, das heiße, sie hätten „ihren nüchternen Verstand noch nicht verloren“. Die Menschen interessiere nicht „das Geschwätz sondern Fakten. Sie wollen Ergebnisse, keine Theorien“.

Die Regierung habe die neoliberale Wirtschaftspolitik, die Politik der Einschränkungen, den „Irrglauben“ der multikulturellen Gesellschaft und die liberale Gesellschaftspolitik losgelassen, die das Allgemeinwohl nicht anerkennt und die christliche Kultur ablehnt. Ungarn sei heute nicht isoliert, sondern würde an die Spitze streben. Laut Orban würde das Land bald erneut zum Spitzenreiter in Mitteleuropa werden.

Scharfe Kritik der Opposition

Ungarns Opposition hat mit scharfer Kritik auf die Rede Orbans reagiert. Als „nichtssagend“ bezeichnete sie die ungarische sozialliberale Partei „Gemeinsam-PM“. Dabei habe der „müde und lügende“ Premier einen „traurigen Anblick geboten“, erklärte Parteichef Viktor Szigetvari.

Laut den Sozialisten (MSZP) trat Orban als Vorsitzender seiner „schwächelnden“ Partei auf. Die Partei sei in der Krise, hätte eine Million Wähler verloren, zitierte die Ungarische Nachrichtenagentur MTI den Partei-Vize Roland Marton. Fidesz-MPSZ könne „die Realität nicht mehr überschreien“, sei nicht mehr in der Lage, die Menschen zu schützen, zu vertreten.

Laut der Demokratischen Koalition (DK) habe das Land einen „geistig und in seiner politischen Handlungsfähigkeit zusammengebrochenen“ Premier erlebt. Der Chef der rechtsradikalen Jobbik-Partei, Gabor Vona, sieht die einzige „Neuigkeit“ der Rede in deren „kämpferischen Ton“, was als Beweis der Probleme innerhalb der Orban-Partei angesehen werden könne.

Kurdische Kämpfer dringen in IS-Hochburg in Syrien ein

Kurdische Milizionäre haben nach Angaben von Aktivisten gestern im Nordosten Syriens eine Hochburg der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) teilweise zurückerobert.

Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mitteilte, drangen Kämpfer der syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in der Provinz Hassaka in die Ortschaft Tal Hamis ein.

Sie brachten demnach östliche und südliche Außenbezirke unter ihre Kontrolle. Tal Hamis liegt im Nordosten der Provinzhauptstadt Hassaka und wurde vor mehr als einem Jahr von den Dschihadisten eingenommen.

Unterstützung durch Luftangriffe

Der Kampf um Tal Hamis hatte am Donnerstag vergangener Woche begonnen. Die YPG-Kämpfer sind in der Region seit einigen Tagen auf dem Vormarsch. Sie wurden auf dem Boden durch Luftangriffe der von den USA geführten Anti-IS-Koalition aus westlichen und arabischen Staaten unterstützt.

Seit Samstag wurden dabei der Beobachtungsstelle zufolge mindestens 175 IS-Kämpfer getötet. Aufseiten der Kurden und mit ihnen verbündeten arabischen Kämpfern gab es 30 Tote, darunter auch einen Australier.

Die Aktivisten hatten zuvor gemeldet, IS-Kämpfer hätten in den vergangenen Tagen mindestens 220 assyrische Christen aus zehn Dörfern verschleppt. 5.000 Menschen flohen vor der IS-Miliz in die Städte Kamischli und Hassaka. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

GB: Farage-Kampfansage bei UKIP-Parteitag

Mit einem Generalangriff auf die etablierten Parteien hat Parteichef Nigel Farage gestern den Parteitag seiner rechtspopulistischen United Kingdom Independent Party (UKIP) eröffnet. UKIP sei die einzige Partei, die Großbritannien sicher aus der politischen Union in Europa in eine eigenständige, florierende Zukunft führen könne, betonte Farage in seiner Eröffnungsrede.

Sowohl die regierenden Torys von Premierminister David Cameron als auch deren Vorgänger Labour hätten in der Regierungsverantwortung versagt und den Schuldenstand Großbritanniens verdoppelt.

UKIP hatte im vergangenen Jahr die Europawahl in Großbritannien gewonnen und hofft, bei der bevorstehenden Parlamentswahl gut abzuschneiden. Obwohl Meinungsumfragen die Rechtspopulisten bei rund 15 Prozent der Stimmen sehen, geben die Experten aufgrund des britischen Mehrheitswahlsystems nur Chancen auf den Gewinn von rund fünf Sitzen. „Wir haben gute Chancen, alleine in dieser Grafschaft fünf Mandate zu holen“, sagte Farage auf dem Parteitag im ostenglischen Margate.

Bericht: „Jihadi John“ stand in Kontakt mit MI5

Nach der Enthüllung der Identität des IS-Kämpfers „Jihadi John“ wird Kritik an der Arbeit der britischen Sicherheitsbehörden laut. Wie die Zeitung „Daily Telegraph“ gestern berichtete, hatten der britische Inlandsgeheimdienst MI5 und die Polizei seit 2009 mindestens zwölfmal Kontakt zu Mohammed Emwazi. Der MI5 soll sogar vergeblich versucht haben, ihn als Informanten zu rekrutieren.

Die Sicherheitsbehörden hätten in dem Fall mehrere „dumme Fehler“ gemacht, weshalb „Jihadi John“ ihnen entwischt sei, schrieb der „Daily Telegraph“. Mehrere britische und US-Medien hatten Emwazi, der mehrere westliche Geiseln enthauptet haben soll, gestern identifiziert.

Die britische Regierung nahm die Sicherheitsbehörden gegen die Kritik in Schutz. Polizei und Geheimdienst machten jeden Tag eine „exzellente Arbeit“, sagte Premierminister David Cameron. Die Regierung werde zusammen mit den Sicherheitsbehörden alles dafür tun, „um diese Leute zu finden und sie außer Gefecht zu setzen“.

IS-Henker „lebendig fangen“

Die Witwe jenes britischen Sozialarbeiters, der von dem IS-Henker „John“ ermordet wurde, will, dass dieser „lebendig“ gefasst und vor ein Gericht gestellt wird. Dragana Haines sagte gegenüber der BBC, „das Letzte“, was sie wolle, sei, dass jener Mann, der für die Ermordung ihres Mannes David Haines verantwortlich sei, einen „ehrenhaften Tod“ sterbe. Haines’ Tochter teilt diese Meinung allerdings nicht.

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Inland

Alijew-Tod: Anwalt fordert Einbeziehung von FBI

Nach dem Tod des ehemaligen kasachischen Botschafters Rachat Alijew fordert einer seiner Anwälte den Einsatz der US-Bundesbehörde FBI. Wie schon beim Fall Natascha Kampusch sollten die „besten Experten“ zu Ermittlungen herangezogen werden, sagte Manfred Ainedter gestern in der ZIB2.

Ainedter zweifelt wie weitere Rechtsvertreter des am Dienstag in der Justizanstalt Josefstadt erhängt aufgefundenen Ex-Botschafters daran, dass dieser Selbstmord begangen haben soll. Die Zweifel werden durch Berichte über Betäubungsmittel genährt, die in einer Blutprobe gefunden worden seien.

Expertenkommission eingesetzt

Der Tod Alijews wird jetzt von einer Expertenkommission des Justizministeriums untersucht. Die Justiz geht weiter von einem Selbstmord aus, die Anwälte zweifeln daran.

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Betäubungsmittel in Blutprobe

Wie Ö1 gestern Früh unter Berufung auf einen Alijew-Anwalt berichtete, wurde in einer Blutprobe ein Betäubungsmittel gefunden. Mehr Licht in den brisanten Fall mit politischem Hintergrund kann vielleicht das toxikologische Gutachten bringen.

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ÖVP beriet in Linz über Steuerreform

Die ÖVP-Chefverhandler zur Steuerreform haben sich gestern Nachmittag im Linzer Landhaus zu einer Klausur getroffen. „Konstruktiv“ seien die Gespräche gewesen, hieß es im Anschluss, lange waren sie mit rund vier Stunden allemal. Zu Inhalten gaben sich die Verhandler jedoch zugeknöpft. Der Zeitplan, bis Mitte März eine Steuerreform auszuverhandeln, solle halten.

Während Finanzminister Hans Jörg Schelling und der Vorarlberger LH Markus Wallner nach der Besprechung rasch davoneilten, erklärte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner gegenüber der APA, man habe „sehr konstruktiv“ beratschlagt und Vorschläge entwickelt. „Wir werden das dem Koalitionspartner in den nächsten Tagen auch übermitteln.“ In der kommenden Woche sollen die Details außer Streit gestellt werden, „damit wir über die gleichen Grundlagen sprechen“, am 8. März wird dann „über die Substanz“ weiterverhandelt. Inhaltlich wollte er allerdings nichts sagen.

„Viele Ideen und Vorschläge“

Der oö. LH Josef Pühringer bezeichnete die Atmosphäre als „sehr sachlich, sehr zielorientiert“. „Wir werden viele Ideen und Vorschläge vorlegen, aber auch auf die Ideen und Vorschläge des Koalitionspartners warten“, sagte er, inhaltliche Details nannte aber auch er nicht. Die großen Bereiche seien „Selbstfinanzierung“ im Ausmaß eines Fünftels, die Bekämpfung von Steuerbetrug, Fragen von Steuerausnahmen und -umgestaltungen.

Ein Teil werde aber auch durch Einsparungen in den Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden hereingebracht werden müssen. Dadurch entstehe der Druck auf Reformen, zum Teil auf Subventionskürzungen. Die Definitionsgrenze zwischen Vermögenssubstanz- und- zuwachssteuern sei Sache der Hauptverhandlungen.

Wirtschaft

Österreich-„AAA“: Moody’s verschiebt neue Bewertung

Die Ratingagentur Moody’s hat gestern doch keine Aktualisierung ihres Länderratings für Österreich veröffentlicht. In einer Mitteilung am Abend hieß es lediglich, die Bewertung Österreichs - und zahlreicher anderer Gebietskörperschaften - habe heute nicht stattgefunden. Das nächste Datum für die Veröffentlichung eines Ratings für Österreich ist nun der 26. Juni oder der 23. Oktober 2015.

Damit bleibt das Rating von Moody’s für die Republik Österreich vorerst unverändert die Spitzennote „AAA“ mit einem stabilen Ausblick. Die anderen beiden großen Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch haben Österreich auf die zweitbeste Note „AA+“ zurückgestuft.

Berüchtigter Ex-AIG-Chef Benmosche gestorben

Der langjährige Chef des US-Versicherers AIG, Robert Benmosche, ist tot. Der Manager, der den Konzern vom Herbst 2009 bis zum Herbst 2014 geführt hatte, starb nach AIG-Angaben von gestern im Alter von 70 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus. Er war seit längerem wegen einer Krebserkrankung in Behandlung.

Benmosche war berüchtigt für seinen oft barschen Umgangston. Kritiker bezeichneten ihn einst als „Elefanten im Porzellanladen“ - eine Umschreibung, der Benmosche nicht widersprach.

Der einst weltgrößte Versicherer AIG war während der Finanzkrise 2008 von der US-Regierung mit 182 Milliarden Dollar (160 Mrd. Euro) vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Die Schulden sind inzwischen beglichen. Derzeit durchläuft AIG einen Sanierungskurs. Benmosche übergab sein Amt vor wenigen Monaten an Peter Hancock.

Spanische Großbank Bankia zahlt erstmals Dividende

Die Großbank Bankia, ein Symbol der spanischen Bankenkrise, plant erstmals eine Dividende. Man werde für 2014 bei Zustimmung der Hauptversammlung 0,0175 Euro pro Aktie bzw. 202 Millionen Euro ausschütten, teilte das Geldhaus gestern Abend mit. Der spanische Staat, über die Dachgesellschaft BFA mit 62,67 Prozent Mehrheitsaktionär, werde davon rund 126 Mio. Euro erhalten.

Bankia war Ende 2010 - gut zwei Jahre nach Beginn der spanischen Immobilienkrise - aus der Fusion angeschlagener Finanzinstitute entstanden und im Mai 2012 verstaatlicht worden. Im Jahre 2012 hatte die Bank einen Verlust von 19 Milliarden Euro verbucht. Spanien beantragte ein europäisches Rettungspaket von 41 Mrd. Euro für seine Banken, wovon mehr als 22 Mrd. Euro an Bankia gingen.

2013 schrieb die Bank mit einem Überschuss von 509 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen. Doch das Kreditinstitut wird von mehreren Skandalen erschüttert. Bankia droht wegen angeblich geschönter Bilanzen beim Börsengang im Jahre 2011 Ungemach. Zudem ermittelt die Justiz gegen 78 frühere Aufsichtsratsmitglieder sowie gegen ehemalige Topmanager, die auf Kosten des Unternehmens private Ausgaben finanziert haben sollen.

Italien erwartet erstes Wirtschaftswachstum seit 2011

Die italienische Wirtschaft wird nach offiziellen Schätzungen im ersten Quartal des Jahres erstmals seit Mitte 2011 wieder wachsen. Das Statistikamt ISTAT sagte gestern für die ersten drei Monate einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal voraus.

Italiens Wirtschaft war in den vergangenen drei Jahren geschrumpft und schaffte seit Mitte 2011 Quartal für Quartal kein Wachstum. Für das laufende Jahr traut die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der nach Deutschland und Frankreich drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone allerdings einen BIP-Anstieg von 0,6 Prozent zu.

Sport

Fußball: Köln-Sensation bei Bayern blieb aus

Die erhoffte Sensation des von Peter Stöger betreuten Aufsteigers Köln gegen Rekordmeister Bayern ist gestern ausgeblieben. Die Münchner feierten am 115. Gründungstag des Vereins einen klaren Heimsieg in der ausverkauften Allianz-Arena.

Nach zwei frühen Toren wurden die Hausherren mit ihrer Chancenauswertung fahrlässig, die Kölner gaben sich nicht auf und erzielten kurz vor der Pause den Anschlusstreffer. In der zweiten Spielhälfte sorgten Arjen Robben und Robert Lewandowski aber für die Entscheidung.

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Erste Liga: LASK-Fehlstart in Frühjahrssaison

„Winterkönig“ LASK hat einen Fehlstart in die Frühjahrsrunde hingelegt. Die Linzer mussten sich am 21. Spieltag der Ersten Liga zu Hause gegen St. Pölten mit einem 0:0 begnügen und rutschten in der Tabelle vom ersten auf den dritten Rang zurück. Neuer Tabellenführer ist der SV Mattersburg. Die Burgenländer hatten gegen Schlusslicht Hartberg am Freitag nur zu Beginn Probleme und feierten letztlich einen ebenso sicheren Erfolg wie Liefering - nunmehr Tabellenzweiter - in Lustenau.

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Eishockey: Salzburg vorzeitig „Pick round“-Sieger

Salzburg steht seit gestern Abend durch einen Sieg nach Penaltyschießen bei den Vienna Capitals vorzeitig als Sieger der „Pick round“ fest. Die „Bullen“ haben nach acht von zehn Spielen in der Platzierungsrunde fünf Punkte Vorsprung auf Linz, das fix als zweitbestes Team ins Viertelfinale einzieht.

In der Qualifikationsrunde wahrte der KAC mit einem Erfolg in Graz seine Aufstiegschancen. Leader Bozen verlor bei Dornbirn und ist damit noch nicht fix durch. Das Quartett Bozen, KAC, Graz und Dornbirn kämpft in den letzten beiden Runden um zwei Play-off-Tickets.

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Nordische Kombi: Stecher zieht Schlussstrich

Mit Mario Stecher hat gestern einer der erfolgreichsten ÖSV-Kombinierer seinen Rücktritt erklärt. Nach 21 Jahren im Weltcup zog der 37-Jährige einen Schlussstrich unter seine Karriere. „Das ist der richtige Zeitpunkt“, sagte Stecher am Rande der nordischen WM. Dass er nicht für Falun nominiert worden war, ist für den Steirer eine „große Enttäuschung“ gewesen, die ihn sein Karriereende um zwei Monate vorziehen ließ. Der jüngste Sieger auf dem legendären Holmenkollen (1994) kann aber auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückblicken, wobei Einzel-Silber bei der WM 2013 Stechers „emotionales Highlight“ war.

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Chronik

Mann erschoss sieben Menschen in Missouri

Ein 36-Jähriger hat anscheinend im US-Bundesstaat Missouri sieben Menschen erschossen, darunter mehrere Verwandte. Ein achtes Opfer wurde verletzt und wird überleben, wie die Polizei mitteilte. Demnach ereigneten sich die Bluttaten in der Nacht auf gestern in mehreren Häusern in der Ortschaft Tyrone. Der mutmaßliche Todesschütze habe sich später in einem Auto selbst das Leben genommen.

Zu den Opfern zählen der Polizei zufolge zwei Ehepaare. Über die Identität der weiteren Toten wurden zunächst keine Angaben gemacht. Bestätigt wurde aber, dass der Tatverdächtige der Cousin einiger der Opfer sei.

Eine 74-jährige Frau, die in der Tatnacht ebenfalls leblos aufgefunden worden war, aber nach vorläufigen Erkenntnissen eines natürlichen Todes gestorben war, ist die Mutter des Schützen. Spekulationen, dass ihr Ableben die Serie der tödlichen Schüsse ausgelöst haben könnte, wies die Polizei mit Hinweis auf den frühen Stand der Ermittlungen zurück.

Kultur

„American Sniper“: Eastwood wagt sich ins Kreuzfeuer

„American Sniper“ hat offenbar alles, was das US-Kinopublikum sehen möchte. In Clint Eastwoods Verfilmung der Lebensgeschichte des „tödlichsten Scharfschützen“ Chris Kyle sieht man einen heroischen Kriegshelden, der kaltblütig und warmherzig zugleich ist, amerikanische Zeitgeschichte und viel Patriotismus. Die Zuschauerzahlen des nun auch in Österreich anlaufenden Films ließen in den USA gleich mehrere Rekorde purzeln. Doch „American Sniper“ polarisiert gleichzeitig auch wie schon lange kein Film mehr.

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Deutschland: Goldene Kamera an Ulrich Matthes

Der Schauspieler Ulrich Matthes ist mit dem diesjährigen deutschen Film- und Fernsehpreis als „Bester Schauspieler National“ ausgezeichnet worden. Die Goldene Kamera erhielt der 55-Jährige vor allem für seine Rolle in der ebenfalls preisgekrönten Tatort-Folge „Im Schmerz geboren" sowie im nominierten Film "Bornholmer Straße“.

„Ich bin wirklich over the top, irre dankbar“ sagte der Schauspieler in seiner Rede. In einer Show mit Hollywood-Stars wie Susan Sarandon, Arnold Schwarzenegger und Kevin Spacey zu sein, sei schon verrückt. Dann auch noch eine goldene Kamera zu bekommen mache ihn überglücklich.

Katy Perry in Wien: Zu viel bunt ist nicht gesund

Katy Perry, derzeitige Twitter-Königin mit 66 Millionen Followern und wahrscheinlich im Hauptberuf Sängerin, hat in der Wiener Stadthalle gastiert. Tatsächlich zwei Stunden lang bot sie Liveversionen - wobei „live“ ein dehnbarer Begriff ist - ihrer ja nicht ganz uncharmanten Pophits. Musik stand aber nicht so im Vordergrund der Show. Optische Opulenz bis zum Anschlag, kunterbuntes Treiben auf der Bühne. Wie andere Ohrenstöpsel verwenden, hätte man sich fast eine Schwarz-Weiß-Brille für die Show gewünscht.

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Gesundheit

WHO: Entscheidung über Ebola-Impfstoff nicht vor August

Ein unabhängiges Beratergremium wird nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) frühestens im August über die großangelegte Einführung eines Ebola-Impfstoffs in Afrika entscheiden.

Das hänge von den Ergebnissen der klinischen Studien wie auch von der weiteren Entwicklung der Seuche ab, sagte ein WHO-Sprecher gestern in Genf. Bisher gebe es noch viele Unbekannte.

Großflächige Tests geplant

Die drei hauptbetroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone beabsichtigen, die Impfstoffe in Phase-III-Studien an einer großen Zahl von Menschen auszuprobieren. Tausende medizinische Helfer und andere Personen, die der tödlichen Gefahr ausgesetzt sind, haben sich zur Teilnahme an den Impftests bereiterklärt.

Liberia testet bisher schon Impfstoffe der Unternehmen GlaxoSmithKline sowie von Merck-NewLink. Sierra Leone und Guinea wollen ihre Pläne in Kürze bekanntgeben. In allen drei Staaten infizieren sich weiterhin Menschen mit der Krankheit. Insgesamt haben sich in ihnen seit Dezember 2013 mehr als 23.500 Menschen angesteckt. Mindestens 9.500 sind daran gestorben.

Science

Leute

Ex-Popstar Gary Glitter zu 16 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Rock- und Popstar Gary Glitter ist gestern wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Die Jury eines Gerichtes in London hatte den 70 Jahren alten Glitter bereits am 5. Februar für schuldig befunden, in den 1970er Jahren mehrere Mädchen missbraucht zu haben.

Eines der Opfer soll jünger als zehn Jahre gewesen sein. Der Richter am Southwark Crown Court warf Glitter, der mit bürgerlichem Namen Paul Gadd heißt, bei der Urteilsverkündung vor, er habe kaum Reue gezeigt. Glitter ist in Großbritannien und in Vietnam einschlägig vorbestraft.