Ausland

Ukraine: EU droht Russland mit neuen Sanktionen

Die EU droht Russland nach britischen Angaben mit neuen Sanktionen. Weitere mögliche Strafmaßnahmen würden vorbereitet, sagte der britische Außenminister Philip Hammond heute in Warschau.

Sollte das Abkommen von Minsk gebrochen werden oder es zu „weiteren russischen Aggressionen“ kommen, könnten diese rasch in Kraft treten, ergänzte Hammond. Bestehende Sanktionen müssten aufrechterhalten werden, bis die Minsker Vereinbarung vollständig umgesetzt sei.

Kurz gegen neue Sanktionen

Heute treffen sich die EU-Außenminister in Lettlands Hauptstadt Riga zu informellen Beratungen. Während Hammond die Einigkeit der Europäischen Union (EU) in der Sanktionsfrage betonte, hat sich Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) heute erneut gegen neue EU-Sanktionen ausgesprochen.

„Die EU-Außenminister sollten heute in erster Linie besprechen, wie wir gemeinsam mit der OSZE zur nachhaltigen Sicherung des Waffenstillstandes beitragen können. Das Abkommen von Minsk ist ein Hoffnungsschimmer“, erklärte Kurz heute vor dem informellen Treffen in Riga.

Mehrere Verletzte bei Angriff mit Auto in Jerusalem

Bei einer erneuten mutmaßlichen Attacke auf Fußgänger mit einem Auto sind heute in Jerusalem mehrere Menschen verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Angriff an der Bahnlinie, die entlang der alten Grenze zwischen West- und Ostjerusalem verläuft. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden fünf Menschen verletzt.

Zuletzt weitere Vorfälle

In den vergangenen Monaten waren in Jerusalem bereits mehrere ähnliche Attentate verübt worden. Im Oktober raste ein junger Palästinenser an einer Straßenbahnhaltestelle mit seinem Auto in eine Fußgängergruppe. Ein Baby und eine junge Frau wurden getötet, der flüchtende Attentäter wurde von einem Polizisten erschossen.

Anfang November hatte ein Palästinenser aus einem Flüchtlingslager in Ostjerusalem drei Grenzpolizisten überfahren und war dann mit seinem Wagen nur wenige hundert Meter von dem ersten Anschlagsort entfernt in eine Menschenmenge an einer Straßenbahnhaltestelle gerast. Dann sprang er aus seinem Wagen und schlug mit einer Eisenstange auf Passanten ein, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Ein Polizist wurde bei dem Anschlag getötet, neun weitere Menschen wurden verletzt.

Iran deutet Entgegenkommen im Atomstreit an

Der Iran hat Bereitschaft angedeutet, zumindest Teile seines umstrittenen Atomprogramms für zehn Jahre auf Eis zu legen. Wenn es eine Abmachung gebe, sei der Iran vorbereitet, bestimmte Beschränkungen für eine bestimmte Zeitspanne zu akzeptieren, sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif gestern in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN.

Iranische Medien hatten zwei Tage zuvor noch unter Berufung auf Sarif berichtet, dass die Forderung von US-Präsident Barack Obama nach einem Einfrieren des Atomprogramms unannehmbar sei.

Frist bis Ende Juni

Der Iran verhandelt seit vielen Monaten mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates Russland, China, USA, Frankreich und Großbritannien sowie mit Deutschland über sein Atomprogramm.

Westliche Staaten werfen der Islamischen Republik vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Nuklearenergie Atomwaffen zu entwickeln. Die Verhandlungspartner haben sich eine Frist bis Ende Juni für eine Einigung gesetzt, bei der im Gegenzug für Einschränkungen beim Atomprogramm die internationalen Sanktionen gegen den Iran gelockert würden. Die westlichen Staaten setzen darauf, dass bis Ende März ein politisches Rahmenabkommen gelingen könnte.

Vier Todesurteile in Tansania wegen Mordes an Albino-Frau

Wegen der Ermordung einer Albino-Frau in Tansania hat ein Gericht vier Angeklagte zum Tode verurteilt. Das Gericht in Mwanza im Norden des Landes hat das Urteil gestern gefällt.

Die 32-jährige Frau war bereits 2008 ermordet und verstümmelt worden. Die Täter hatten ihr beide Arme und ein Bein abgetrennt. Unter den Verurteilten ist auch der Mann des Opfers.

Auch viele Kinder unter getöteten Albinos

Trotz eines Verbots der Regierung verwenden selbst ernannte Zauberer in Tansania immer wieder die Körperteile von Albinos für ihre Rituale. Albinos, denen Farbpigmente in Haut, Haaren und Augen fehlen, gelten in dem Land und anderen Teilen Afrikas als Glücksbringer und Vorboten von Reichtum.

Ihre Körperteile werden nach UNO-Angaben für umgerechnet je rund 500 Euro verkauft, ein ganzer Leichnam wird mit bis zu 65.000 Euro gehandelt.

Allein in Tansania wurden seit dem Jahr 2000 74 Albinos ermordet, darunter viele Kinder. UNO-Experten warnen vor einer Zunahme von Angriffen im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im Oktober, da Wahlkämpfer häufig auf die Unterstützung von Hexern setzten.

Tadschikischer Oppositioneller in Türkei getötet

In Istanbul ist einem Medienbericht zufolge ein führender Oppositionspolitiker aus Tadschikistan erschossen worden.

Der 47-jährige Umarali Kuwatow sei durch einen Schuss in den Kopf auf offener Straße niedergestreckt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Dogan heute. Der Angreifer habe nach der Tat unerkannt fliehen können.

Chef der Oppositionsvereinigung „Gruppe 24“

Kuwatow lebte in der Türkei im Exil. Er war ein scharfer Kritiker des langjährigen tadschikischen Staatschefs Emomalii Rahmon. In seiner Heimat wurde Kuwatow wegen verschiedener Vorwürfe polizeilich gesucht. Die Türkei hatte eine Auslieferung an die ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien abgelehnt.

Kuwatow war Chef der Oppositionsvereinigung „Gruppe 24“, die vom obersten Gericht in Tadschikistan unlängst als Extremistengruppe verboten wurde. Dem Oppositionsführer selbst wurden neben Extremismus auch Wirtschaftsvergehen und Geiselnahmen zur Last gelegt. Vor seinem Exil in der Türkei hatte Kuwatow in den vergangenen Jahren in Russland und in den Vereinigten Arabischen Emiraten gelebt.

Tsipras richtete Hilferuf an Juncker

Die dramatische Finanznot in Griechenland hat den Athener Regierungschef Alexis Tsipras nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“) zu einem ungewöhnlichen Hilferuf veranlasst.

Tsipras habe EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker telefonisch um ein kurzfristiges Treffen noch heute gebeten, berichtete das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise in Athen.

Gehälter nicht ausbezahlt

Die Regierung Tsipras habe bereits im Februar nicht alle Staatsbediensteten bezahlen können, hieß es in der Zeitung weiter. Erstmals hätten etwa Hilfslehrer kein Gehalt bekommen.

Juncker lehnte spontanes Krisentreffen ab

Juncker habe die Bitte nach einem Treffen noch heute - vor allem mit Blick auf den Termin - abgelehnt, hieß es. Tsipras und Juncker seien übereingekommen, zunächst das Treffen der Euro-Finanzminister am Montag abzuwarten und danach über einen Termin zu reden. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte laut „SZ“ dazu lediglich, dass Juncker und Tsipras „in permanentem telefonischen Kontakt“ stünden.

Ausgabe kurzlaufender Anleihen

Die griechische Regierung kämpft praktisch Tag für Tag gegen die drohende Pleite. Im März muss Athen Verpflichtungen im Umfang von gut 6,85 Milliarden Euro erfüllen. Am Mittwoch hatte sich der Staat kurzfristig 1,138 Milliarden Euro über die Ausgabe kurzlaufender Anleihen auf dem Kapitalmarkt verschafft.

„Mit kreativer Buchführung nicht weiter durchmogeln“

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, warnte die Regierung in Athen vor diesem Hintergrund davor, sich mit Finanz- und Buchungstricks neues Geld zu beschaffen. „Es kann nicht angehen, dass die griechische Regierung versucht, sich über kreative Buchführung oder Tricks weiter durchzumogeln“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung.

Inland

„Optimalvariante“: Kärnten setzt auf Hypo-Generalvergleich

Spätestens seit der jüngsten Entwicklung in der Causa Hypo Alpe-Adria steht das Thema auch in der Kärntner Landespolitik wieder ganz oben auf der Agenda. Gestern wurde nach einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung von der Landesregierung bekräftigt, sich nun „auf alles“ vorbereiten zu wollen.

Mit Blick auf die rund zehn Milliarden schweren Landeshaftungen wird nicht zuletzt aber auf die Verhandlungen zwischen Bund und Gläubigern gesetzt und als „Optimalvariante“ ein Generalvergleich genannt. Auch werde keine unmittelbare finanzielle Verpflichtung gesehen - Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) stellte gleichzeitig aber klar: „Zahlungen bis hin zur Insolvenz bedrohen unser Bundesland.“

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Sport

Eishockey: Bühne frei für Play-off-Spektakel in EBEL

In der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) beginnt heute mit dem Viertelfinale die heiße Phase. Die Rollen beim Play-off-Start sind dabei unterschiedlich klar verteilt. Während Red Bull Salzburg gegen den VSV als klarer Favorit in die „Best of seven“-Serie startet, geht es in den anderen drei Paarungen enger her.

Die Black Wings Linz empfangen mit dem HC Bozen den EBEL-Titelverteidiger, die Vienna Capitals reisen zum Nachbarschaftsduell nach Fehervar. Und der KAC fühlt sich gegen Znojmo im Aufwind. Ein Spektakel scheint garantiert.

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Bundesliga: Lage im „Keller“ spitzt sich zu

Nicht nur die Übergabe der roten Laterne von Wr. Neustadt an die Admira hat dem Ringen um den Bundesliga-Klassenerhalt neue Schärfe verliehen. Auch in Grödig geht spätestens seit der Heimpleite gegen die Neustädter am Mittwoch die Abstiegsangst um, wenn man auch zwei Partien weniger ausgetragen hat.

Nur vier Punkte liegen zwischen den achtplatzierten Salzburgern und den Südstädtern. SV Ried dagegen verschaffte sich mit dem Sieg beim WAC wieder Luft.

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Fußball: Kunstschütze Alaba als Bayern-Torgarant

45 Minuten lang hat sich Bayern München im DFB-Pokal gegen beherzt kämpfende Braunschweiger schwergetan. Dann legte sich David Alaba den Ball zurecht und versenkte einen Freistoß aus gut 20 Metern unhaltbar im rechten Kreuzeck. Der Bann war gebrochen, die Weichen für den Viertelfinal-Einzug waren gestellt.

Für den ÖFB-Star war es der dritte Treffer im dritten Cupspiel, so oft traf heuer kein anderer Münchner Akteur. „Man hat gesehen, dass wir sehr ehrgeizig und hungrig sind“, sagte der 22-Jährige, der nun offenbar erneut das Interesse von Real Madrid geweckt hat.

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Wirtschaft

Nach Club Med: Chinesen steigen bei Thomas Cook ein

Der britische Reisekonzern Thomas Cook hat einen neuen Großaktionär aus China. Der Club-Med-Eigner Fosun des chinesischen Milliardärs Guo Guangchang steigt mit fünf Prozent bei Thomas Cook ein, wie die Unternehmen heute mitteilten.

Fosun will den Anteil nach eigenen Angaben auf zehn Prozent aufstocken. Der Fosun-Vorstand erklärte, nicht an einer Komplettübernahme des Reisekonzerns interessiert zu sein.

Erst vor kurzem Club Med übernommen

Erst seit kurzem hat der chinesische Konzern ein Standbein im europäischen Tourismussektor. Fosun verleibte sich Anfang des Jahres den französischen Ferienclubbetreiber Club Mediterranee ein.

Für den fünfprozentigen Anteil an Thomas Cook legt Fosun nun umgerechnet 127 Millionen Euro (91,9 Mio. Pfund) auf den Tisch. Thomas Cook erhofft sich von dem Deal, dass sich für den Konzern mittelfristig die Tür zum chinesischen Tourismusmarkt öffnet. Zudem sollen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Club Mediterranee ausgelotet werden.

Fitch: Grexit könnte Euro-Zone stärken

Die Ratingagentur Fitch hält einen Abschied Griechenlands vom Euro immer noch für wahrscheinlich, sieht darin aber keine Gefahr für die Euro-Zone.

Stärkung für Währungsunion?

Ein sogenannter Grexit wäre für den Währungsraum zwar ein ziemlicher Schock, würde ihn aber nicht in eine ähnliche systemische Krise stürzen wie 2012, teilte Fitch heute mit.

So sei eine Kettenreaktion bis hin zum Auseinanderbrechen der Euro-Zone unwahrscheinlich. Ein Grexit könnte vielleicht sogar die Institutionen im Euro-Raum und damit die Währungsunion stärken.

Hilfsgelder für Griechenland verlängert

Die Euro-Partner hatten kürzlich das geltende Hilfsprogramm für Griechenland um vier Monate bis Ende Juni verlängert. Damit hat das Land die Chance, nach dem April wieder Hilfsgelder seiner Partner zu erhalten, wenn es versprochene Reformen in die Wege leitet und umsetzt. Andernfalls droht die Staatspleite, die auch zu einem Austritt aus der Euro-Zone führen könnte.

Uniqa erhöht nach Gewinnanstieg Dividende

Der heimische Versicherungskonzern Uniqa hat im vergangenen Jahr angesichts geringerer Verwaltungskosten und höherer Erträge aus dem Kernversicherungsgeschäft deutlich mehr verdient.

Dividende von 42 Cent

Der Vorsteuergewinn stieg um knapp 23 Prozent auf 378 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 42 Cent nach 35 Cent für das Jahr davor erhalten. Für 2015 erwartet Uniqa unverändert einen Vorsteuergewinn zwischen 425 und 450 Millionen Euro.

Eigentlich hatte sich Firmenchef Andreas Brandstetter für dieses Jahr eine Größenordnung von bis zu 550 Millionen Euro zum Ziel gesetzt, er musste diesen Plan aber angesichts der durchwachsenen Wirtschaftsentwicklung in Teilen Osteuropas verschieben.

Chronik

Aggressiver Dachs besetzte Luxushotel in Stockholm

Ein aggressiver Dachs hat heute Früh Gäste und Mitarbeiter eines Stockholmer Luxushotels verschreckt. Das Tier blockierte den Eingang des Hotels Radisson Blu in der schwedischen Hauptstadt.

„Ein verrückter oder gestresster Dachs hindert das Personal und die Kunden eines großen Hotels, ihr Auto hinauszufahren oder ihr Gepäck zu holen“, erklärte die Polizei auf ihrer Website. „Das gestresste Tier weigert sich, den Ort zu verlassen, daher muss die Polizei die Wildtierbehörde einschalten, um das Problem zu lösen.“

Nach etwa 40 Minuten konnte das Raubtier vertrieben werden. In dem von Wasser und Wäldern durchzogenen Stockholm gibt es viele Wildtiere. Am Stadtrand leben sogar Elche.

Science

Gesundheit

Jede fünfte Frau von Eisenmangel betroffen

Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Schlafstörungen: In Österreich leidet jede fünfte Frau an Eisenmangel. Die Symptome ähneln jenen einer Depression, daher ist die Diagnose nicht leicht, warnten heute Ärzte bei einer Pressekonferenz des Netzwerks Eisencheck.at.

Betroffene fühlen sich müde und schlapp

Die Hauptaufgabe des Spurenelements Eisen besteht in der Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen. Passiert das nicht, fehlt den Zellen Energie, die Betroffenen fühlen sich angeschlagen und schleppen sich durchs Leben.

„In manchen Fällen geht der Eisenmangel in eine Blutarmut über“, führte Sabine Lahnsteiner, Allgemeinmedizinerin aus Amstetten, aus. „Dann kann es zu Herzrasen, Atemnot, Schwindel und schließlich dem Kollaps kommen.“

Schwangere und Sportler mit erhöhtem Bedarf

Besonders in der Schwangerschaft haben Frauen einen erhöhten Eisenbedarf - der Körper muss 30 Prozent mehr Blut bilden, um das Kind zu versorgen. Ebenfalls häufig tritt Eisenmangel bei Sportlern auf. Für ein ansprechendes Leistungsniveau ist ein gefüllter Eisenspeicher jedoch unabdingbar.

Hülsenfrüchte und Fleisch

Die Ärzte fordern eine erhöhte Aufmerksamkeit und Bekämpfung der häufigste Mangelerkrankung weltweit. Denn Eisen wird vom Körper nicht selbst produziert, sondern wird über die Nahrung - einerseits über pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse und Hülsenfrüchte, andererseits über Fleisch, Innereien, Fisch und Meeresfrüchte - aufgenommen. Zusätzlich ist die Einnahme von Tabletten oder Säften möglich, die dem Körper künstlich Eisen zuführen sollen.

Ebola: Neue Hoffnung auf erfolgreichen Impfstoff

Während aus Liberia gute Nachrichten kommen, melden Sierra Leone und Guinea einen Anstieg an Ebola-Neuerkrankungen. Hoffnung, die Epidemie bekämpfen zu können, gibt nun eine großangelegte Impfaktion eines entwickelten Wirkstoffs, die am Wochenende in den betroffenen Ländern startet.

Mit den Ergebnissen wird in den kommenden Wochen gerechnet. „Wenn sich der Impfstoff als erfolgreich herausstellt, wird das die erste erfolgreiche Maßnahme gegen Ebola sein“, sagte WHO-Generaldirektorin der Margaret Chan.

Mehr dazu in Impfungen in Guinea starten am Samstag

IT

Auch Windows- und Linux-Systeme von SSL-Lücke betroffen

Von der jüngst entdeckten Sicherheitsschwachstelle Freak sind offenbar mehr Systeme betroffen als ursprünglich angenommen. Microsoft warnt, dass auch alle aktuellen Windows-Versionen sowie der Internet Explorer eine Schwachstelle haben, die das Auslesen von Datenverkehr über SSL-Verbindungen erleichtert.

Wie die IT-Website Heise berichtet, sind auch Linux-Systeme betroffen. Bisher hieß es, dass vor allem Google-Browser (Android und Chrome) sowie Apples Safari vor Angriffen nicht sicher sind.

Veraltete Verschlüsselung leicht zu knacken

Die Schwachstelle Freak (Factoring Attack on RSA-EXPORT Keys) ermöglicht, dass beim Ansteuern bestimmter Websites eine alte und schwache Verschlüsselung zum Einsatz kommt, die leicht geknackt werden kann.

Damit könnten sensible Daten, für die gerade SSL-Verbindungen als Schutz zum Einsatz kommen, ausgelesen werden. Betroffen sind davon unter anderem auch die Website der US-Bundespolizei FBI.

Medien

„Charlie Hebdo“-Website in Türkei gesperrt

Die türkische Regierung hat eine Sperrung der Website des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ durchgesetzt. Auf Antrag der staatlichen Internetbehörde ordnete ein Gericht in Ankara die Sperrung an, wie türkische Medien heute berichteten. Insgesamt seien fast 50 Websites oder einzelne Seiten dieser Websites betroffen.

Wegen Beleidigung religiöser Gefühle

Grund für die Sperre ist eine angebliche Beleidigung religiöser Gefühle durch die Verbreitung der Mohammed-Karikaturen, die „Charlie Hebdo“ nach dem islamistischen Anschlag im Jänner veröffentlicht hatte.

Das Gericht in Ankara hatte vor einigen Tagen bereits die Website des ersten Atheistenverbandes der Türkei wegen angeblicher religiöser Hetze sperren lassen.

Zudem wird gegen eine türkische Tageszeitung ermittelt, die das „Charlie Hebdo“-Titelblatt mit dem weinenden Propheten Mohammed veröffentlicht hatte. Kritiker beklagen eine zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit unter der islamisch-konservativen Regierung in Ankara.

Religion

Song Contest

Deutscher Sieger will nicht in Wien singen

Eklat beim deutschen Vorentscheid für den Song Contest: Rockröhre Andreas Kümmert hat gestern das Publikumsvoting bei der ARD-Show „Unser Song für Österreich“ gewonnen, nahm den Titel aber nicht an.

Stattdessen fährt nun die eigentlich Zweitplatzierte nach Wien: Ann Sophie mit „Black Smoke“ wird Deutschland vertreten - sie war erst durch eine Wildcard ins Finale gerutscht.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Kultur

Leute

Tschechien verlost Abendessen mit Präsident Zeman

Ein einzigartiger Tombolapreis wird in Tschechien verlost: ein Fünfgängiges Abendessen mit Staatspräsident Milos Zeman und dessen Ehefrau Ivana Zemanova. Das Abendessen ist der Hauptpreis beim ersten Ball des Staatschefs auf der Prager Burg am 20. März.

Der Ball findet anlässlich des zweiten Jahrestags von Zemans Amtsantritt am 8. März 2013 statt, wie tschechische Medien heute unter Berufung auf Zemans Sprecher Jiri Ovcacek berichteten.

Eishockeytickets und Wild als weitere Preise

Weitere Preise sind eine Karte für das Finale der heurigen Eishockeyweltmeisterschaft, die in Tschechien stattfinden wird, sowie Wild aus dem Gehege des Präsidentenschlosses im mittelböhmischen Lany.

Zum Ball werden 700 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Diplomatie erwartet, wobei die Eintrittskarte bis zu 10.000 Kronen (364,67 Euro) kostet. Der Erlös soll in Stiftungen des Präsidentenpaares fließen, je zur Hälfte in die Kinderschutzstiftung von Ivana Zemanova und in Zemans Fonds für die Tilgung der Staatsschulden.