Ausland

Verfahren gegen Ägyptens Ex-Staatschef eingestellt

Ein Strafgericht in Kairo hat den Prozess gegen Ägyptens Ex-Langzeitherrscher Husni Mubarak wegen des Todes von mehr als 800 Demonstranten eingestellt.

Damit wird es wegen dieser Vorwürfe kein Urteil gegen den 86-Jährigen geben. Zugleich sprach ihn das Gericht heute von dem Vorwurf frei, Staatsgelder veruntreut zu haben.

Anklage forderte Todesstrafe

Ebenfalls freigesprochen wurden der frühere Innenminister Habib Al-Adli, Mubaraks Söhne Gamal und Alaa sowie weitere Angeklagte. Nach dem Urteil brach im Gerichtssaal Jubel aus.

Die Anklage hatte gegen Mubarak die Todesstrafe gefordert. In einem anderen Verfahren war der Ex-Präsident im Mai bereits wegen Korruption zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der gesundheitlich angeschlagene Mubarak lebt in einem Kairoer Militärkrankenhaus.

In erstem Verfahren zu lebenslanger Haft verurteilt

Bei dem heutigen Richterspruch handelt es sich um ein Urteil in einem Revisionsprozess. Mubarak war im Juni 2012 in einem ersten Verfahren zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde aber wegen Verfahrensmängeln aufgehoben.

Der 86-Jährige hatte auch im zweiten Prozess jede Schuld an dem Tod der Demonstranten zurückgewiesen. Vor dem Strafgericht sagte er aus, er habe im Frühjahr 2011 sein Amt aufgegeben, um ein Blutvergießen zu vermeiden.

Wieder Zusammenstöße in Hongkong

Prodemokratische Aktivisten haben sich in Hongkong erneut Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Mindestens 28 Menschen seien festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin heute.

Einige Demonstranten bewarfen die Beamten mit Wasserflaschen und Eiern, diese reagierten mit dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken.

Geräumte Lager „zurückerobern“

Die Demonstranten hatten die vierte Nacht in Folge versucht, das Geschäftsviertel Mong Kok „zurückzuerobern“. Die Polizei hatte dort eines ihrer wichtigsten Lager sowie Straßenbarrikaden weitgehend geräumt.

Die Aktivisten gaben vor, auf einem Einkaufsbummel zu sein. Regierungschef Leung Chun-ying hatte die Bürger Hongkongs zuvor dazu animiert, zum Shopping in das Viertel zurückzukehren.

Demonstranten fordern echte Demokratie

Auslöser für die seit mehr als zwei Monate andauernden Demonstrationen sind die Pläne der kommunistischen Führung in Peking, zwar 2017 erstmals direkte Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie zuzulassen, aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern.

Die Demonstranten fordern echte Demokratie. Allerdings verliert die Bewegung zunehmend an Mitgliedern, und die Unterstützung der Hongkonger Bevölkerung schwindet.

Moskau meldet Test mit Interkontinentalrakete

Russland hat gestern nach eigenen Angaben erfolgreich eine neue Interkontinentalrakete getestet. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, das zwölf Meter lange Geschoß des Typs Bulawa sei von einem U-Boot in der Barentssee abgefeuert worden und wie geplant auf einem Militärübungsplatz auf der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands niedergegangen.

Die Rakete kann mit Atomsprengköpfen bestückt werden und soll zum Kernstück des russischen Nuklearwaffenarsenals werden. Bereits im September war die Bulawa („Keule“) erfolgreich getestet worden. Zuvor hatten mehrere Fehlstarts das Projekt aber zurückgeworfen.

Aufregung über russische Kriegsschiffe

Zuvor hatte es bereits Aufregung gegeben, weil Russland mit einer Übung der Kriegsmarine im Ärmelkanal seine seit Wochen andauernden militärischen Muskelspiele fortsetzte. Mehrere russische Fregatten sind derzeit im Ärmelkanal unterwegs.

Der Schiffsverband der russischen Nordflotte soll laut Angaben Moskaus bei seiner Fahrt Übungen durchführen. Militärische Manöver würden jedoch nicht durchgeführt, bestätigte die NATO. Zwar verstößt Russland mit der Marinepräsenz gegen kein internationales Recht. Trotzdem bemängelt der Westen die fehlende „Bereitschaft zur Deeskalation“.

Mehr dazu in „Keine militärischen Manöver“

Papst in Türkei: Erster Gast in Erdogans Prunkbau

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ist Papst Franziskus gestern zu seinem mit Spannung erwarteten Besuch in der Türkei eingetroffen.

Als erste Station besuchte Franziskus das Mausoleum von Republiksbegründer Mustafa Kemal Atatürk. Gleich im Anschluss wurde Franziskus, der sich selbst als Vertreter der Armen sieht, vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als erster Staatsgast in seinem 1.000-Zimmer-Palast empfangen.

Der Besuch des Palastes war im Vorfeld stark kritisiert worden. Bei einer Rede in dem umstrittenen Prunkbau mahnte Franziskus die Religions- und Meinungsfreiheit ein.

Mehr dazu in Heftige Kritik im Vorfeld

UNO-Komitee kritisiert Polizeigewalt gegen Schwarze in USA

Das UNO-Komitee gegen Folter hat die Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA kritisiert. „Das Komitee ist besorgt über die zahlreichen Berichte über Polizeibrutalität und den unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt durch die Sicherheitskräfte, insbesondere gegen Menschen bestimmter rassischer und ethnischer Gruppen“, schrieb das Komitee in einem gestern veröffentlichten Bericht.

Es forderte Washington auf, sicherzustellen, dass alle derartigen Fälle „umgehend, effektiv und unabhängig“ untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

„Zutiefst besorgt“

Das Komitee in Genf untersucht regelmäßig die Situation in den 156 Unterzeichnerstaaten der UNO-Konvention gegen Folter. Am 12. und 13. November wurde die Lage in den USA überprüft. Dabei waren auch die Eltern des schwarzen Jugendlichen Michael Brown anwesend, der im August in der US-Stadt Ferguson nach einem Handgemenge von einem weißen Polizisten auf offener Straße erschossen worden war. Eine Jury verzichtete am Montag auf eine Anklage, da sie zu dem Schluss kam, dass dem Polizisten kein Fehlverhalten nachzuweisen sei.

„Wir haben gewisse Bedenken, dass Ermittlungen nicht richtig zu Ende geführt und Sicherheitskräfte nicht effektiv bestraft werden, wenn sie die (rote) Linie überschritten haben“, sagte das Komitee-Mitglied Jens Modvig vor Journalisten in Genf.

Ein anderer führender Ermittler, Alessio Bruni, sagte, man sei „zutiefst besorgt“ über die häufigen tödlichen Schüsse von Polizisten auf unbewaffnete Schwarze. Das Komitee beklagte auch die gezielte Kontrolle von Personen aufgrund ihrer Hautfarbe sowie die „zunehmende Militarisierung“ der Polizei.

Finnlands Parlament stimmt für Homoehe

Das finnische Parlament hat sich für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen. Mit 105 zu 92 Stimmen nahmen die Abgeordneten gestern den Vorschlag einer Bürgerinitiative an.

Damit ist nun der Weg frei für eine Gesetzesänderung, die 2016 in Kraft treten könnte. Regierungschef Alexander Stubb äußerte sich erfreut über das Votum. Finnland folge damit in dieser „schwierigen Frage“ den Nachbarstaaten und anderen westlichen Ländern.

Nach Unterschriftenkampagne

Die Aktivisten hatten während ihrer Kampagne mehr als 160.000 Unterschriften gesammelt, mehr als dreimal so viel wie nötig, um eine Entscheidung im Parlaments zu erreichen.

Unterstützt wurde der Antrag von den meisten Abgeordneten der Regierungskoalition aus Sozialdemokraten und Konservativen. Die Grünen votierten einstimmig dafür, die euroskeptischen „Wahren Finnen“ lehnten den Vorschlag ab.

Inland

SPÖ für Cannabis-Entkriminalisierung

Die SPÖ tritt für die Entkriminalisierung von Cannabis ein. Auf einen entsprechenden Initiativantrag hat man sich gestern vor Beginn der inhaltlichen Debatte am Parteitag in der Wiener Messe geeinigt, wurde von der Antragskommission bestätigt.

Ursprünglich Legalisierung gefordert

Ursprünglich hatten die Jugendorganisationen mit der Sozialistischen Jugend an der Spitze eine Legalisierung gefordert. Nunmehr einigte sich die SJ mit der Parteispitze darauf, sich fürs Erste mit der Entkriminalisierung zufrieden zu geben.

Devise des Antrags ist eigentlich „helfen statt strafen“. Ausgebaut werden soll die Prävention. Wie man im Strafrecht die weitere Entkriminalisierung gestalten will, dazu soll eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet werden.

Grüner Bundeskongress startet mit Sozialschwerpunkt

Die Grünen starten heute in Wien ihren zweitägigen Bundeskongress. Im Mittelpunkt steht ein Leitantrag, mit dem ein Rechtsanspruch auf soziale Leistungen gefordert wird. Wahlen stehen diesmal so gut wie keine an, lediglich die Nachfolge von Johannes Rauch im Bundesvorstand wird im Kongresszentrum der Wiener Messe geregelt.

Zu den Forderungen der Grünen, die beschlossen werden sollen, zählt ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro sowie eine Grundpension von 850 Euro. Am zweiten Tag sind Reden von Bundessprecherin Eva Glawischnig und der deutschen EU-Mandatarin Ska Keller angesetzt. Anträge gibt es zum fairen Anteil und zur Frauenquote im Parlament.

Fortpflanzungsmedizin: „Breite Zustimmung“ im ÖVP-Klub

Rund vier Stunden hat der ÖVP-Klub gestern Nachmittag über die geplante Liberalisierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes diskutiert. Auch Experten kamen dabei zu Wort. Der Entwurf finde breite Zustimmung, berichtete ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka im Anschluss. Das Nein von Behindertensprecher Franz Josef Huainigg werde im Klub akzeptiert.

Eine Entscheidung, ob die Abstimmung für die ÖVP-Abgeordneten im Nationalrat tatsächlich freigegeben wird, wie es Parteichef Reinhold Mitterlehner in der Vorwoche angeregt hatte, gab es nicht: Diese Frage sei von niemandem gestellt worden, und deshalb brauche man das auch nicht entscheiden, so Lopatka.

Laut einer Aussendung des Parlamentsklubs hat sich Behindertensprecher Huainigg einmal mehr kritisch geäußert: „Hier wird das Leben in wertes und unwertes Leben unterschieden.“ Es hat laut Lopatka in der Diskussion auch kritische Wortmeldungen gegeben, aber außer Huainigg habe niemand gesagt, dass er gegen das Gesetz stimmen werde - auch nicht Finanzsprecher Andreas Zakostelsky, der das vor der Sitzung noch angedeutet hatte.

Gesetz soll Kommerzialisierung verhindern

Man mache es sich in der ÖVP nicht leicht und sei gerade deshalb auch für klare Rahmenbedingungen und genaue Vorgaben für die Fortpflanzungsmedizin, so der Klubchef. Entschieden wehrte sich Lopatka gegen Falschmeldungen, in denen etwa von Designerbabys die Rede sei. „All das wird durch das neue Fortpflanzungsmedizingesetz dezidiert ausgeschlossen.“

Die Regelungen im neuen Gesetz, um Missbrauch und Kommerzialisierung im Bereich der Fortpflanzungsmedizin zu vermeiden, hob auch ÖVP-Familiensprecher Georg Strasser hervor. ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger wies darauf hin, dass die Präimplantationsdiagnostik bis auf wenige Ausnahmen weiterhin verboten bleibe.

Wirtschaft

Schoko-Nikolos auf dem Prüfstand

Zum Nikolausfest sind Schoko-Nikolos ein beliebtes kleines Geschenk. Damit die Schokolade für Kinder nicht aus Kinderarbeit stammt, achten viele Konsumenten mittlerweile auf Qualitätssiegel, die auf soziale und biologische Richtlinien bei der Herstellung verweisen. Doch nicht jedes Siegel gewährleistet dieselben Standards. Auch unter den zertifizierten Schoko-Nikolos gibt es bessere und schlechtere, wie ein Test von Greenpeace gezeigt hat.

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Miserable Arbeitsbedingungen bei Paketzustellern

Bei den Arbeitsverhältnissen der Paketzusteller gibt es große Mängel: viele Zusteller sind selbständig, bezahlt wird oft pro zugestelltem Paket, mitunter kommt dabei ein Stundenlohn von nur fünf Euro brutto heraus. Aber auch wer angestellt ist, kämpft damit, dass immer mehr Pakete in immer kürzerer Zeit zugestellt werden müssen.
Was können Konsumenten und Konsumentinnen gegen unfaire Arbeitsbedingungen tun? Gibt es auch „faire“ Paketzusteller?

Mehr dazu in help.ORF.at

Hypo-Balkantöchter: Deal in letzter Minute geplatzt

Knalleffekt im Ringen um den Verkauf der Südosteuropa-Geschäfts der Hypo Alpe-Adria: Nach dem Protest der BayernLB eröffnet Österreich das Bieterverfahren für die insgesamt sechs Hypo-Töchter am Balkan neu, wie Freitagnachmittag bekanntwurde.

Das ist auch ein Rückschlag für den bereits auserkorenen Käufer, ein Konsortium um den US-Finanzinvestor Advent. In dem neuen Verkaufsverfahren hat Advent nun keine Exklusivität mehr. Trotzdem erhält Advent sein Angebot aufrecht.

Mehr dazu in Kein Kaufvertrag zustandegekommen

Lufthansa: Bald weitere Streiks?

Die Tarifverhandlungen der Vereinigung Cockpit mit der Lufthansa in Deutschland um die Übergangsversorgung der Piloten sind erneut gescheitert.

Ab sofort muss jederzeit wieder mit Streikmaßnahmen bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gerechnet werden", erklärte die Piloten-Gewerkschaft gestern Abend in einer Mitteilung.

Keine echten Fortschritte erzielt

Die Lufthansa betonte, sie sei weiter gesprächsbereit. „Wir sind davon überzeugt, dass zukunftsfähige Lösungen nur gemeinsam und am Verhandlungstisch gefunden werden können und setzen deshalb weiterhin auf konstruktive Gespräche“, sagte Lufthansa-Sprecher Christoph Maier.

Die Piloten kritisierten jedoch, in mehreren Verhandlungsrunden seit dem letzten Streik im Oktober seien keine echten Fortschritte erzielt worden. Das Management der Lufthansa habe die Kompromissvorschläge der Piloten nicht aufgegriffen und beharre auf Maximalforderungen, hieß es in der Erklärung weiter.

Streitpunkt: Höheres Pensionsalter

Lufthansa und Cockpit streiten vor allem um die Übergangsversorgung für 5.400 Piloten im Lufthansakonzern. Die Fluggesellschaft will, dass ihre Piloten künftig frühestens mit 60 statt wie bisher mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Die Pilotengewerkschaft wehrt sich dagegen.

Heimische Wirtschaft überraschend geschrumpft

Die heimische Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend geschrumpft, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) gestern mitteilte. Zuvor war die Prognose noch von einem Nullwachstum ausgegangen.

Die neue Berechnung habe aber ein Minus von 0,1 Prozent ergeben. Österreich schlittert damit weiter auf eine Rezession - laut Definition ein Minuswachstum in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen - zu. Auch die Aussichten für das vierte Quartal sind alles andere als rosig. Eine weitere Verschlechterung der Lage wird erwartet.

Mehr dazu in Rezession immer wahrscheinlicher

Saab-Eigner wollen Fristverlängerung

Die chinesischen Eigner des schwer angeschlagenen schwedischen Autokonzerns Saab wollen Aufschub für die Sanierung des Unternehmens. „Wir wollen am Montag um eine Verlängerung bitten“, sagte ein Sprecher des Konsortiums National Electric Vehicle Sweden (NEVS) gestern der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Eigentlich läuft heute die gerichtliche Frist von drei Monaten für NEVS ab, neue Investoren vorzustellen. „Danach entscheidet das Gericht über das Ende der Sanierung, wenn keine Verlängerung beantragt wird“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.

Produktion steht seit Mai still

NEVS brauche mehr Zeit, sagte der Sprecher. „Vermutlich wird das Gericht ein Treffen für eine Woche später festlegen.“ Die Saab-Eigner verhandeln schon länger mit zwei asiatischen Autobauern über die Zukunft des Unternehmens, das seinen Zulieferern inzwischen fast eine halbe Milliarde schwedische Kronen (54 Mio. Euro) schuldet.

Laut einem Radiobericht handelt es sich bei den potenziellen Investoren um den indischen Hersteller Mahindra und das chinesische Unternehmen Dongfeng. Die Produktion im schwedischen Trollhättan steht seit Mai still. Im August hatte das Gericht ein Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz genehmigt.

Sport

Fußball: Harnik glänzt bei VfB-Befreiungsschlag

Das Comeback von Ex-Salzburg-Coach Huub Stevens als Cheftrainer des VfB Stuttgart hätte gestern kaum besser laufen können - nicht zuletzt dank Martin Harnik.

Der österreichische Stürmer, der wie sein ÖFB-Teamkollege Florian Klein durchspielte, traf beim überzeugenden 4:1-Befreiungsschlag der krisengebeutelten Schwaben im Doppelpack. Eine Rote Karte gegen Freiburg holte Harnik noch dazu heraus.

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Erste Liga: LASK überwintert auf Platz eins

Mit einem 2:2-Auswärtsremis gegen Hartberg hat sich der erste Aufstiegsaspirant LASK gestern vor dem SV Mattersburg zum „Winterkönig“ der Sky Go Erste Liga gekrönt. Da unmittelbar zuvor die Burgenländer ihr letztes Pflichtspiel im Jahr 2014 in Horn mit 1:0 gewonnen hatten, beträgt der Vorsprung der Linzer noch einen Zähler. Nach Punkten gleichauf mit Mattersburg überwintert der FC Liefering, der sich zu Hause gegen den FAC durchsetzte.

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Eishockey: Salzburg ringt Caps im Finish nieder

Die Vienna Capitals haben gestern im Schlager der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) bei Red Bull Salzburg bis knapp vor Schluss geführt, schließlich aber noch mit 1:3 verloren.

Der ÖEHV-Meister schaffte in der 57. Minute den Ausgleich und in der Schlussminute zwei weitere Treffer. Damit erhöhte der Tabellenführer seinen Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Wien auf drei Punkte.

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Skispringen: Kofler schrammt an Podest vorbei

Andreas Kofler hat gestern als Vierter des ersten Einzel-Springens in Kuusamo das Podest knapp verpasst. Der Tiroler war im ersten Durchgang mit 144,5 Metern die Tageshöchstweite geflogen, hatte für die Landung allerdings deutliche Abzüge kassiert.

Im Finale erwies sich dann der Schweizer Simon Ammann einmal mehr als nervenstark. Der vierfache Olympiasieger verteidigte seine Halbzeitführung souverän und siegte vor den Japanern Daiki Ito sowie Noriaki Kasai. Michael Hayböck wurde als zweitbester Österreicher hinter Kofler Fünfter.

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Chronik

Ferguson: Proteste legen Einkaufszentrum lahm

Mitten in der traditionellen Rabattschlacht zum Black Friday haben in der US-Stadt Ferguson Demonstranten die Schließung eines Einkaufszentrums erzwungen. „Hört auf zu shoppen und schließt Euch der Bewegung an“, riefen die Demonstranten, die aus Solidarität mit dem im August von einem Polizisten erschossenen schwarzen Jugendlichen Michael Brown einen Einkaufsboykott forderten.

Rund hundert Protestteilnehmer streckten sich in Erinnerung an die mehr als vier Stunden, die Browns Leiche auf der Straße liegen blieb, auf dem Boden der Einkaufspassage aus.

Geschäfte sperrten zu

Aus Sorge vor Unruhen schlossen die Geschäfte, bevor die Demonstranten nach einer Stunde das Gebäude verließen. Als die Polizei eintraf, räumte sie offiziell das Einkaufszentrum. Der Black Friday ist der Freitag nach Thanksgiving.

Traditionell locken die Geschäfte in den USA an diesem Tag Scharen von Käufern mit hohen Rabatten. Mehrere prominente Schwarze machten sich im Vorfeld dieses Jahr jedoch für einen Boykott der Einkaufsschlacht stark.

Der Fall des 18-jährigen Brown, der am 9. August nach einem Handgemenge von dem weißen Polizisten Darren Wilson erschossen worden war, erregt seit Monaten die Gemüter. Die Wut kochte am Montag über, als eine Jury bekannt gab, dass sie auf eine Anklage gegen Wilson verzichten werde, da sie kein Fehlverhalten feststellen konnte. Die Tötung des unbewaffneten Schwarzen führte zu einer landesweiten Debatte über Rassismus und Polizeigewalt.

Video dazu in iptv.ORF.at

Medien

30 Jahre 3sat: Im Anfang war Vera Russwurm

„Was die Österreicher und die Deutschen trennt, ist die gemeinsame Sprache“, meinte Karl Kraus einst in Anlehnung an Mark Twain. Womit er nicht kalkulierte in seiner „Gemeinsamkeitsrechnung“, war die Schweiz. Dass diese drei Länder aber viel Gemeinsames schaffen trotz oder wegen der „gemeinsamen“ Sprache, zeigt ein Sender seit gut 30 Jahren.

Was als Kulturprogramm via Satellit für 8.000 Haushalte begann, ist mittlerweile ein öffentlich-rechtliches Grundangebot für 40 Millionen Haushalte. 3sat, die Kooperation zwischen ORF, ZDF und Schweizer Fernsehen, später auch mit der ARD im Verbund, ist 30 Jahre alt. Und die erste 3Sat-Anchor-Woman für Österreich: Vera Russwurm.

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Kultur

Mexikanischer Komiker Gómez Bolaños gestorben

Der mexikanische Schauspieler und Komiker Roberto „Chespirito“ Gomez Bolanos ist tot. Er sei im Alter von 85 Jahren in Cancun gestorben, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber Televisa. Er hatte bereits einige Jahre mit gesundheitlichen Problem zu kämpfen. Zu einer Ehrung für sein Lebenswerk 2012 erschien er im Rollstuhl und mit Atemgerät.

Goóez Bolanos war einer der beliebtesten Komiker Lateinamerikas. Seine bekannteste Figur ist „El Chavo del Ocho“, ein Bub der in einem Fass lebt. Die Serie wurde seit 1971 ausgestrahlt und für Cartoons und Videospiele adaptiert. Zitate aus dem Programm wurden in der gesamten spanischsprachigen Welt in die Alltagssprache übernommen.

Erster „Star Wars“-Trailer veröffentlicht

Der erste, von Fans sehnsüchtig erwartete Trailer für „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ ist gestern via iTunes veröffentlicht worden.

Der nicht einmal einminütige Clip zur legendären „Force Theme“ von Filmkomponist John Williams lässt die einzelnen Hauptfiguren aufblitzen und gewährt einen kurzen Blick auf die Millennium Falcon, das kultige Raumschiff von Han Solo.

Mehr dazu in oe3.ORF.at

Gesundheit

Italien ermittelt nach Todesfällen durch Grippe-Impfstoff

Nach mehreren noch ungeklärten Todesfällen, die mit einem Grippe-Impfstoff des Schweizer Pharmakonzerns Novartis zusammenhängen könnten, schaltet sich jetzt die italienische Justiz ein.

Die Staatsanwaltschaft von Siena hat Ermittlungen um die Todesfälle aufgenommen. Zwei beanstandeten Chargen des Impfstoffs waren in einer Novartis-Fabrik in der Toskana hergestellt worden.

Chargen ausschließlich in Italien verkauft

Bisher gäbe es noch keine Verdächtigen, teilten die Justizbehörden mit. Elf Todesfälle werden nach Angaben italienischer Medien zurzeit überprüft, die auf das Mittel Fluad zurückzuführen seien.

Novartis teilte mit, dass sich 500.000 Dosen in den zwei Chargen befanden, die von der italienischen Arzneimittelbehörde (Aifa) verboten wurden. Diese seien lediglich in Italien vertrieben worden, nachdem sie alle Sicherheits- und Qualitätskontrollen bestanden haben, hieß es in einer Mitteilung von Novartis.

Allein in diesem Jahr seien sieben Millionen Dosen Fluad geliefert worden, teilte Novartis mit. Bisher sei der Zusammenhang zwischen dem Mittel und den Todesfällen nicht bewiesen, erklärte das Unternehmen.

WHO rät Ebola-Infizierten zu sexueller Enthaltsamkeit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat alle Ebola-Infizierten aufgerufen, rund drei Monate nach den ersten Symptomen sexuell enthaltsam zu bleiben oder zumindest Präservative zu benutzen. Einige Studien hätten gezeigt, dass das Sperma möglicherweise bis zu 82 Tage lang das Virus übertragen könne, erklärte die UNO-Behörde gestern.

Deshalb sollte in der Zeit nach Möglichkeit ebenso auf Oralsex verzichtet werden, auch wer masturbiere, solle extrem vorsichtig sein, warnte die WHO.

„Reine Vorsichtsmaßnahme“

Sie wies darauf hin, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle, da die wenigen Studien zu den Ansteckungsgefahren durch Sperma nur bedingt Aussagekraft besäßen. Unter anderem wies im Jahr 1995 das Sperma eines Ebola-Patienten aus der Demokratischen Republik Kongo noch 82 Tage nach Beginn der Infektion Spuren des Virus auf.

Ebola-Schnelltest soll Ergebnis in 15 Min. liefern

Die britische Regierung kündigte unterdessen Versuche mit einem neuen Ebola-Schnelltest an, der das Virus bereits nach 15 Minuten nachweisen kann statt der bisher üblichen zwei Stunden. Die Versuche würden in den kommenden Wochen in einem Ebola-Zentrum der Hauptstadt von Guinea, Conakry, beginnen. Vorgenommen würden sie von Experten des in Dakar stationierten Pasteur-Instituts, teilten das britische Entwicklungsministerium und die Wohltätigkeitsorganisation Wellcome Trust in London mit.

Die neuen Tests sind den Angaben zufolge robust genug, um später selbst in einfachen Krankenstationen auf dem Land ausgewertet zu werden, in denen oftmals der Strom und damit die Kühlsysteme ausfallen. Die herkömmlichen Tests müssen in Labors ausgewertet werden.

Leute

Fünf Mitarbeiter wegen Fotos von Hollande und Gayet versetzt

Wegen der Fotos von Frankreichs Präsident Francois Hollande mit der Schauspielerin Julie Gayet werden fünf Mitarbeiter im Elysee-Palast versetzt. Die Mitglieder des „privaten Dienstes“ des Staatschefs würden nach der Veröffentlichung der Fotos „neu eingeteilt“, hieß es bei der Präsidentschaft in Paris.

Die Zeitung „Liberation“ hatte gemeldet, die Mitarbeiter würden alle versetzt, weil nicht herauszufinden sei, wer die offensichtlich mit einem Handy vom Elysee-Palast aus gemachten Aufnahmen geschossen habe. Vier der fünf Mitarbeiter seien noch von Hollandes konservativem Vorgänger Nicolas Sarkozy eingestellt worden.

Keine Aufnahme durch Drohne

Das Klatschmagazin „Voici“ hatte die drei Fotos von Hollande und Gayet auf einer Terrasse vor den Privatzimmern des Präsidenten im Elysee-Palast vor rund einer Woche veröffentlicht. „Voici“-Chefredakteurin Marion Alombert versicherte danach: „Die Fotos wurden nicht vom Inneren des Elysee-Palastes aus aufgenommen.“ Es sei aber auch keine „Drohne“ im Spiel gewesen. Nähere Einzelheiten wollte sie nicht preisgeben.

Die Fotos hatten auch die Diskussion über die Sicherheit des französischen Präsidenten neu entfacht. Die Sicherheit war bereits nach der Enthüllung seiner heimlichen Liebesaffäre mit Gayet im Jänner entbrannt, denn der Staatschef hatte sich nachts auf einem Motorroller in Paris zu der Schauspielerin bringen lassen.

Nach der Enthüllung hatte sich Hollande von seiner langjährigen Lebensgefährtin Valerie Trierweiler getrennt. Zu seinem Verhältnis zu Gayet äußerte sich Hollande öffentlich bisher nicht.

Lifestyle

HBO rüstet sich mit 160 Anwälten für Scientology-Doku

Der US-Sender HBO sichert sich mit einer ganzen Armee an Anwälten gegen mögliche Klagen wegen einer neuen Dokumentation über die Sekte Scientology. „Wir haben um die 160 Anwälte engagiert,“ erklärte Sheila Nevins von HBO gegenüber dem „Hollywood Reporter“.

200 Mitglieder interviewt

Die Doku „Going Clear“ basiert auf dem gleichnamigen Scientology-Aufklärungsbuch von Lawrence Wrights und soll Anfang 2015 ausgestrahlt werden. 200 ehemalige und aktuelle Scientology-Mitglieder wurden für das Buch interviewt. Auch die Rolle von Hollywood-Schauspielern wie Tom Cruise und John Travolta innerhalb der Organisation wird beleuchtet.

Klagefreudige Sekte verhinderte UK-Veröffentlichung

In den USA sorgte die Veröffentlichung des Buches für viel Wirbel. In Großbritannien hatte die finanziell gut abgesicherte Sekte mit Klagen bereits erfolgreich verhindert, dass das Buch auf den Markt kommt.