Ausland

32 Extremisten bei Gefecht in Pakistan getötet

Nach dem Massaker pakistanischer Taliban in einer Schule hat die Armee ihre Offensive gegen die Extremisten intensiviert. An der Grenze zu Afghanistan hätten die Soldaten Taliban-Kämpfern aufgelauert und 32 von ihnen getötet, erklärte das Militär heute.

Das Tirah-Tal im Nordwesten Pakistans sei eine Schmuggelroute, auf der die Taliban Kämpfer und Waffen zwischen Afghanistan und Pakistan transportierten. Bei Gefechten andernorts seien 27 weitere Extremisten getötet worden. Die Armee geht seit Monaten insbesondere in den Regionen Khyber und Nordwaziristan gegen die Taliban vor.

131 Schüler bei Talibanangriff getötet

Aus Vergeltung gegen diese Offensive hatten die Taliban am Dienstag eine vom Militär betriebene Schule in der Stadt Peshawar überfallen. Die Angreifer töteten 131 Schüler, neun Lehrer und einen Soldaten. Die Taliban werfen dem Militär vor, ebenfalls Zivilisten umzubringen

Zehn Jahre Haft für Putin-Kritiker Nawalni gefordert

Gegen den russischen Dissidenten Alexej Nawalni hat die Staatsanwaltschaft heute eine Haftstrafe von zehn Jahren gefordert. Ein Moskauer Gericht verlängerte zudem den Hausarrest des Regierungskritikers um einen Monat bis zum 15. Februar.

Vorwurf: 400.000 Euro veruntreut

In dem aktuellen Prozess werden Nawalni und seinem Bruder Oleg Untreue und Diebstahl vorgeworfen. Für Oleg Nawalni fordert die Staatsanwaltschaft acht Jahre Haft. Sie sollen von zwei Firmen, darunter einer Tochter des französischen Kosmetikkonzerns Yves Rocher, durch überhöhte Rechnungen 30 Millionen Rubel (rund 400.000 Euro) veruntreut haben.

Dabei sei es auch um Geldwäsche gegangen. Beide bestreiten die Anschuldigungen. Das Strafmaß gegen Alexej Nawalni soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine frühere Verurteilung einschließen.

Auf Freilassung folgte Hausarrest

Im vergangenen Jahr war er wegen Veruntreuung von 16 Millionen Rubel zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Sie wurde später jedoch ausgesetzt und Nawalni unter Auflagen freigelassen. So durfte er Moskau nicht verlassen. Später wurde er unter Hausarrest gestellt, weil er gegen die Auflagen verstoßen haben soll. Zusammen mit dem Hausarrest wurde ihm die Nutzung des Internets und des Telefons verboten.

Versuch, Nawalni mundtot zu machen?

Alexej Nawalni hat sich als regierungskritischer Blogger einen Namen gemacht. In seinen Veröffentlichungen prangerte er insbesondere die Korruption in Russland an. 2011 und 2012 führte er Massendemonstrationen gegen Präsident Wladimir Putin an. Beobachter sehen in den Gerichtsverfahren daher einen Versuch Putins, Nawalni mundtot zu machen.

Palästinenser feuern Geschoß auf Israels Süden

Militante Palästinenser haben ein Geschoß auf Israels Süden abgefeuert. Bisher sei unklar, ob es sich um eine Rakete oder eine Mörsergranate handelt, sagte eine israelische Armeesprecherin heute.

Es ist der dritte Angriff aus dem Gazastreifen seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern Ende August: Im September und Oktober war je eine Mörsergranate auf Israel abgefeuert worden. Nach dem Beschuss Ende Oktober hatte Israel seine Grenzübergänge zum Gazastreifen vorübergehend geschlossen.

Serbien-Kosovo-Dialog wird im Jänner fortgesetzt

Die Premierminister Serbiens und des Kosovo werden ihren Dialog auf Einladung der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini im Jänner in Brüssel fortsetzen. Das berichtete die kosovarische Tageszeitung „Zeri“ heute. Ein genauer Termin für das Treffen wurde nicht genannt.

Die Gespräche waren bis April von den Vorgängern der amtierenden Regierungschefs geführt worden, danach jedoch aufgrund vorgezogener Parlamentswahlen und der darauffolgenden Koalitionsverhandlungen in Serbien und dem Kosovo unterbrochen worden.

Autonomie für Kosovo-Serben im Fokus

Wichtigstes Thema bei den Verhandlungen über eine Normalisierung der Beziehungen beider Staaten ist aktuell die Umsetzung der im April 2013 erzielten Vereinbarung über die Bildung einer Gemeinschaft der serbischen Gemeinden im Kosovo - eine Art Autonomie für die Kosovo-Serben.

Belgrad lehnt die im Februar 2008 ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo ab. Nach Aussagen mehrerer EU-Politiker gilt eine Normalisierung der Beziehungen der beiden Staaten jedoch als Beitrittsvoraussetzung für das EU-Kandidatenland Serbien. Der serbische Präsident Tomislav Nikolic kündigte diese Woche in einem Interview mit dem Wochenmagazin „Nin“ an, der Regierung demnächst eine „endgültige Lösung“ für das Kosovo vorschlagen zu wollen.

EU-Gipfel gibt grünes Licht für Junckers Investitionsplan

Ungewöhnlich schnell haben sich die Staats- und Regierungschefs auf ihrem letzten EU-Gipfel in diesem Jahr geeinigt: Sie gaben gestern Abend grünes Licht für das milliardenschwere Investitionsprogramm von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Der Investitionspakt, der mit einer Hebelwirkung aus 21 Mrd. Euro einen Gesamtumfang von 315 Mrd. Euro erreichen und der Wirtschaft wieder stärker auf die Beine helfen soll, wurde im Grundsatz einhellig genehmigt. Im Detail sind jedoch noch viele Fragen offen - etwa, welche Länder sich tatsächlich beteiligen und welche Projekte mit dem Fonds finanziert werden sollen.

Mehr dazu in Konkrete Vorschläge erst im Jänner

Inland

Causa Alijew: Laut Anwalt zahlreiche Beweise manipuliert

Kurz vor der erwarteten Mordanklage gegen den kasachischen Ex-Botschafter Rachat Alijew hat dessen Anwalt Stefan Prochaska die Verteidigungslinie erläutert.

„Die Geschichte stinkt von A bis Z, egal wo man hinschaut“, so Prochaska mit Verweis auf zahlreiche manipulierte Beweise. Opferanwalt Gabriel Lansky sieht hingegen eine „geschlossene Indizienkette“.

„Kasachstan rechtsstaatlich auf Niveau von Nordkorea“

Als Beispiel nannte Prochaska das von der kasachischen Justiz vorgelegte Video vom angeblichen Fundort der Leichen der kasachischen Bankmanager, die Alijew getötet haben soll. Im Video aus dem Jahr 2011 fänden sich auch Passagen einer Aufnahme aus dem Jahr 2008, so Prochaska. „Alle Beweise stammen aus Kasachstan“, einem Land, das rechtsstaatlich „auf dem Niveau von Nordkorea“ sei, so Prochaska.

Gänzlich anders sieht Lansky die Angelegenheit. Es gebe eine „geschlossene Indizienkette“, während Alijews Anwälte „keine Argumente“ und „kein Alibi“ hätten, sagte er. Die Staatsanwältin werde die Mordvorwürfe gegen Alijew im Verfahren „auf Hunderten Seiten“ detailliert ausführen. Auch Lanskys Medienberater, der einstige „News“-Chefredakteur Herbert Langsner, verwies darauf, dass bereits gerichtlich festgestellt worden sei, dass die angeblich manipulierten Beweise valide und glaubwürdig seien.

Innenpolitische Brisanz

Der Fall ist auch innenpolitisch brisant, weil Justizminister Wolfgang Brandstetter früher der Rechtsanwalt Alijews war. Allein aus diesem Grund glaubt Prochaska nicht an eine Einstellung des Verfahrens gegen seinen Mandanten.

Sowohl Prochaska als auch Lansky rechnen mit einem Prozessbeginn frühestens im zweiten Quartal des kommenden Jahres. Beobachter erwarten, dass die offizielle Anklageerhebung Mitte Jänner erfolgen wird. Dem Vernehmen nach war die vom Weisenrat im Justizministerium angeordnete Zeugeneinvernahme bis heute noch nicht abgeschlossen.

Kärntner U-Ausschuss zu HCB startet Ende Jänner

Der HCB-U-Ausschuss des Kärntner Landtages nimmt immer konkretere Formen an. Er startet Ende Jänner. In der zweiten internen Sitzung heute wurden die notwendigen Beweismittelanträge beschlossen und auch eine vorläufige Zeugenliste erstellt.

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Zwei positive Fischproben

Heute gab das Land Kärnten bekannt, dass in zwei Fischproben aus dem Görtschitztal HCB gefunden wurde, allerdings unter dem Grenzwert von 0,025 mg/kg. Es wird trotzdem weiterhin vom Verzehr abgeraten.

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Heute Krisensitzung zur Zentralmatura

Ein halbes Jahr vor dem Start der Zentralmatura erhöhen Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter den Druck auf Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Bei einer Sitzung der Bundesreifeprüfungskommission soll heute über eine bessere Vorbereitung für die mündliche Prüfung beraten werden.

Auch die neue schriftliche Zentralmatura wird ein Thema sein. Probeschularbeiten im Mai in Mathematik fielen je nach Bundesland teilweise sehr schlecht aus.

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Wirtschaft

Strafzinsen: Schweizer „Schlacht“ gegen EZB

Mit der Einführung von Strafzinsen hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) tief in den Werkzeugkasten gegriffen, um den Franken vor einer weiteren Aufwertung zu schützen. Viele Investoren flüchten in den „sicheren Hafen“ Schweiz und verteuern damit unter anderem Exporte deutlich.

Gerichtet ist die Maßnahme ganz klar gegen die Europäische Zentralbank (EZB). Für Devisenexperten hat damit die „erwartete Schlacht“ zwischen EZB und SNB begonnen. Im nächsten Jahr könnte der Strafzins auch erhöht werden.

Mehr dazu in Versuchter Befreiungsschlag

Brüssel: Details zu Investitionsplan schon Mitte Jänner

Die EU-Kommission will den Gesetzesentwurf für ihren 315 Mrd. Euro schweren Investitionsplan bereits am 13. Jänner vorlegen. Das kündigte ein Sprecher von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute in Brüssel an. Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs hatte gestern die EU-Kommission mit der Ausarbeitung beauftragt.

Programm soll 2015 anlaufen

Die EU soll den Gesetzesplan bis zum Juni annehmen, damit neue Investitionen bereits Mitte 2015 anlaufen könnten, vereinbarten die Staats- und Regierungschefs. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Juncker-Sprecher mit den Beschlüssen: „Das ist ein Grund zu großer Befriedigung.“ Eine der Lektionen sei, dass die Staats- und Regierungschefs verstanden hätten, dass sie mit dem Juncker-Plan vom Gemeinschaftsgeld profitieren könnten.

Die Staats- und Regierungschefs gaben nach wenigen Stunden grünes Licht für das milliardenschwere Investitionsprogramm. Im Detail sind jedoch noch viele Fragen offen - etwa, welche Länder sich tatsächlich beteiligen und welche Projekte mit dem Fonds finanziert werden sollen.

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Statistiker: Chinas Wirtschaft größer als angenommen

Chinas Wirtschaft ist nach neuen Berechnungen des Statistikamtes größer als bisher angenommen.

Bei einer Überarbeitung der Zahlen aus dem vergangenen Jahr sei herausgekommen, dass die absolute Größe des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit 58,8 Billionen Yuan (7,7 Billionen Euro) 3,4 Prozent oberhalb des bisherigen Berechnungen lag, wie das Amt heute in Peking mitteilte. Die höhere Zahl gehe auf bessere Erhebungsmethoden zurück, ändere jedoch nichts an den bisher veröffentlichten Wachstumszahlen.

2012 und 2013 war Chinas Wirtschaft mit 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr so langsam wie zuletzt Ende der 90er Jahre gewachsen. Für dieses Jahr hat die Regierung ein Wachstumsziel von etwa 7,5 Prozent vorgegeben.

Mayonnaise-Krieg: Unilever gibt klein bei

Der Mayonnaise-Krieg ist einseitig beilegt: Der Lebensmittelriese Unilever hat seine Klage gegen das US-Start-up Hampton Creek und dessen eifreies Produkt „Just Mayo“ zurückgezogen.

Unilever hatte dem Unternehmen vorgeworfen, Konsumenten mit dem Produktnamen „Just Mayo“ in die Irre zu führen, da es keine Eier enthält, sondern auf veganer Basis (gelbe Erbsen) hergestellt wird.

Angst vor Silicon Valley?

Die Klage wurde laut „Financial Times“ an dem Tag zurückgezogen, an dem Hampton Creek 90 Millionen Dollar Kapital bei prominenten Investoren aus dem Silicon Valley und Asien einsammelte. Damit will das Start-up eine internationale Expansion und die Entwicklung neuer Produkte finanzieren.

Zu den neuen Investoren gehört unter anderen der Facebook-Mitbegründer Eduardo Saverin. Zuvor betiligte sich unter anderen bereits Microsoft-Gründer Bill Gates an Hampton Creek. Das Unternehmen ist eine von mittlerweile mehreren Silicon-Valley-Firmen, die die Lebensmittelproduktion auf neue Beine stellen wollen. So versucht etwa Impossible Foods Burger ohne Fleisch und Käse ohne Milch zu entwickeln.

„Teilen eine Vision“

Unilever hatte in seiner im November eingereichten Klage behauptet, Hampton Creek schade dem globalen Lebensmittelriesen und dessen Mayonnaise-Marke Hellman’s durch falsche Behauptungen in seiner Werbekampagne. Mayonnaise müsse laut US-Lebensmittelkennzeichnungsregeln Eier enthalte, so Unilever.

Nun erklärte Unilever, dass es seine Vorwürfe nicht zurückziehe, die Angelegenheit aber nicht länger gerichtlich verfolgen werde. „Unilever hat entschieden, seine Klage zurückzuziehen, damit Hampton Creek seine Marke direkt mit Industrievertretern und den zuständigen Zulassungsbehörden verhandeln kann“, so Unilever in einer Mitteilung. Beide Unternehmen würden die „Vision ... einer nachhaltigeren Welt teilen“.

Hampton Creeks missionarischer Anspruch

Hampton Creek freute sich erwartungsgemäß über den Erfolg und beanspruchte in einer Stellungnahme für sich nicht weniger als die Rolle eines Vorkämpfers für eine bessere Welt: „Hampton Creek wurde gegründet, um unsere Augen für die Probleme der Welt zu öffnen. Dieser Augenblick (die Unilever-Entscheidung, Anm.) hat das nur bestätigt“, so der Gründer und Geschäftsführer Josh Tetrick.

Sport

Snowboard: ÖSV-Teams verpassen bei Premiere Podest

Die Weltcup-Premiere ist gelungen. Eine ÖSV-Topplatzierung blieb allerdings aus: Österreichs Parallel-Snowboarder verpassten heute im Montafon beim ersten Mixed-Team-Bewerb der Weltcup-Geschichte das Podest und landeten mit Benjamin Karl und Sabine Schöffmann als beste Paarung auf dem fünften Platz.

Den Halbfinal-Einzug verpasste das Duo dabei allerdings nur um eine Hundertstelsekunde. „Die Duelle gehen bei den Topmannschaften knapp aus, das ist ein cooler Event“, sagte Karl.

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Fußball: „Superabstand“ als Bayerns Winterziel

Weihnachtsgeschenke für die Gastgeber sind bei Bayern München nicht eingeplant. Zum Abschluss einer herausragenden Hinrunde in der deutschen Bundesliga hat der Rekordmeister auch in Mainz drei Punkte fest eingeplant - und das trotz Personalsorgen mit den kurzfristigen Ausfällen von vier Spielern, darunter Robert Lewandowski und Xabi Alonso.

Trainer Josep Guardiola forderte dennoch einen Sieg heute Abend: „Wir sind Profis, das ist unser Beruf. Wir wollen mit einem Superabstand in die Winterpause gehen.“

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Chronik

Erdbeben: Angst in Florenz nach weiterem Erdstoß

Ein zweiter Erdstoß, der eine Magnitude von 4,1 nach Richter erreicht hat, wurde heute im Raum von Siena und Florenz gespürt. Mehrere Menschen liefen in Florenz auf die Straßen. Bei der Feuerwehr riefen zahlreiche besorgte Menschen an.

Das Beben ereignete sich 7,1 Kilometer unter der Erdoberfläche, teilte das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mit. Überprüft wird, ob der Erdstoß Schäden verursacht hat. Nach Angaben des Denkmalschutzes haben die städtischen Museen die Erdstöße unbeschadet überstanden.

Davor hatte sich am Vormittag im toskanischen Chianti-Gebiet ein Erdbeben mit der Stärke 3,8 nach Richter ereignet. In Florenz wurden daraufhin Schulen und einige Büros aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Vermisster Österreicher in Neuseeland gefunden

Ein aus Österreich stammender 21-jähriger Wanderer ist nach vorübergehender Abgängigkeit wiedergefunden worden. Aus zunächst ungeklärten Gründen war er im Tararua-Waldpark nördlich von Wellington von seiner Reisegruppe getrennt worden.

Mit Hubschrauber geborgen

Der Mann war als letzter einer Gruppe von Wanderern plötzlich verschwunden, hatte Bill Nicholson, Koordinator der Suchtrupps, berichtet. Bei der Suchaktion waren zunächst Überreste eines Lagerfeuers und von Essen entdeckt worden - auch eine Gitarre, die dem 21-Jährigen gehörte, so das neuseeländische Nachrichtenportal One News.

Der Mann wurde schließlich fünf Kilometer von einer Hütte entfernt an einem Fluss entdeckt und von einem Hubschrauber der neuseeländischen Luftwaffe geborgen.

Frau in Säure aufgelöst: Lebenslang für Mafiosi

Das Kassationsgericht in Rom, die letzte und dritte Instanz in der italienischen Strafgerichtsbarkeit, hat die lebenslange Strafe für vier Mafiosi bestätigt.

Sie wurden schuldig erkannt, 2009 in der Nähe von Monza eine Frau getötet und ihre Leiche in Säure aufgelöst zu haben. Das Opfer, Lea Garofalo, hatte mit der Justiz zusammengearbeitet.

Insiderinfos über ’Ndrangheta

Schon Lea Garofalos Vater und ihr Bruder waren im Rahmen einer Fehde unter rivalisierenden Mafia-Clans getötet worden. Die Frau hatte den Staatsanwälten Informationen über die ’Ndrangheta, die Mafia in der süditalienischen Region Kalabrien, geliefert.

Von Freund in Falle gelockt

Zu lebenslanger Haft wurde Lea Garofalos ehemaliger Lebensgefährte und Vater ihrer 20-jährigen Tochter verurteilt, berichteten italienische Medien. Die Frau war nach ihrer Aussage vor den Justizbehörden zwar in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden, ihr früherer Lebensgefährte Carlo Cosco lockte sie aber über die gemeinsame Tochter aus ihrer Deckung und tötete sie.

Die Tochter hatte als Nebenklägerin gegen ihren Vater vor den Richtern ausgesagt. Für einen fünften Angeklagten wurde eine Haftstrafe von 25 Jahren bestätigt. Der Fall hatte wegen seiner Grausamkeit die italienische Öffentlichkeit entsetzt.

Science

„Rosetta“-Mission zum Durchbruch 2014 gekürt

Eine Premiere im Weltall ist der wissenschaftliche Durchbruch des Jahres: Die Mission der Raumsonde „Rosetta“ mit der ersten Landung eines Minilabors auf einem Kometen ist aus Sicht des Fachmagazins „Science“ der Durchbruch des Jahres 2014. Die Daten werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Entwicklung solcher Kometen, begründen die Herausgeber ihre Entscheidung.

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IT

Trendforscher Horx warnt vor ständigem Onlinesein

Ständiges Onlinesein mit dem Smartphone ist nach Ansicht des deutschen Trendforschers Matthias Horx schädlich. „Wir realisieren allmählich, dass wir in einer Kultur der Störung leben, in der wir zunehmend abgelenkt, unkonzentriert, fahrig und nervös, ja geradezu asozial werden“, sagte der Leiter des Zukunftsinstituts in Frankfurt am Main.

Verbote und Ächtung

In wenigen Jahren werde die Sucht nach elektronischen Medien allerdings so sanktioniert werden wie heute das Rauchen, meint Horx. „Man wird dann als ungebildet und charakterschwach gelten, wenn man auf sein Smartphone starrt. Und an vielen Orten wird die Nutzung elektronischer Geräte verboten sein.“

Umkehr zur „technologischen Schüchternheit“

Mehr und mehr Menschen zögen Bilanz und hinterfragten die Heilsbotschaft des Digitalen, sagte Horx. „Führt das Internet wirklich zu mehr Wissen, besserer Information, guter Kommunikation und höherer Produktivität? Sind Beurteilungen von Hotels und Produkten im Netz glaubwürdig?“, merkte er kritisch an. In den USA gebe es bereits den entgegengesetzten Trend der „technologischen Schüchternheit“.

Religion

Bericht: Franziskanerorden am Rande der Pleite

Der weltweite Franziskanerorden steht wegen hoher Schulden am Rande des finanziellen Zusammenbruchs. Die Schweizer Justizbehörden sollen Millionen Euro beschlagnahmt haben, berichtete die italienische Tageszeitung „La Stampa“. Die Gelder sollen in Gesellschaften investiert worden sein, gegen die wegen illegaler Geschäfte, unter anderem Drogen- und Waffenhandel, ermittelt wird.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Christina Stürmer nimmt neues Album auf

Die österreichische Popsängerin Christina Stürmer („Millionen Lichter“) nimmt zum Jahreswechsel ein neues Album auf. Von Neujahr an werde sie im Musikstudio stehen, so die 32-Jährige heute. „Die Ideen haben es von meinem Kopf schon aufs Papier geschafft. Von Jänner an werden wir sie im Studio zum Klingen bringen.“

Das neue Album erscheine voraussichtlich im Sommer. Vor dem Start der Aufnahmen konzentriere sie sich auf die Familie und Weihnachten. „Das ist für uns die Zeit der Ruhe und der persönlichen Gespräche. Und auch die Zeit, in der wir alle das Handy ausschalten." 

Gericht erlaubt „Körperwelten“-Museum in Berlin

Der Leichenpräparator Gunther von Hagens darf in Berlin ein „Körperwelten“-Museum eröffnen. Das entschied das deutsche Verwaltungsgericht heute.

Plastiken keine Leichen

Die Ausstellungsmacher brauchten dafür keine Genehmigung nach dem Bestattungsgesetz. Die plastinierten Körper seien keine Leichen im Sinne des Gesetzes, begründete der Vorsitzende Richter Björn Schaefer das Urteil.

Der Berliner Bezirk Mitte hatte das anders gesehen und die Dauerausstellung am Fuße des Fernsehturms untersagt. Das Gericht ließ die Berufung wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles zu. In der geplanten Schau sollen etwa 20 Körper und bis zu 200 Präparate zu sehen sein.

„Serial“: Beliebtester Podcast der USA zu Ende gegangen

Finale einer Erfolgsgeschichte im Radio: Nach zwölf Folgen ist „Serial“, der beliebteste Podcast der USA, gestern (Ortszeit) zu Ende gegangen. Durchschnittlich rund drei Millionen hatten den wöchentlich veröffentlichten Episoden der US-Journalistin Sarah Koenig gelauscht.

„Serial“ untersuchte einen Kriminalfall aus dem Jahr 1999 in Baltimore, bei dem die Highschool-Schülerin Hae Min Lee ermordet wurde. Ihr Ex-Freund Adnan Syed sitzt seitdem in Haft, hat die Tat aber immer abgestritten.

Über das Ende des Podcasts waren Fans geteilter Meinung. Viele kommentierten auf Twitter, dass sie sich ein eindeutigeres Ergebnis gewünscht hätten, andere fanden das Ende genau richtig. Bei einem waren sich die Fans aber weitgehend einig, wie ein Twitter-Nutzer schrieb: „‚Serial‘ ist vorbei - was soll ich denn jetzt nur machen?“

Leute

Schwedens Prinzessin Madeleine wieder schwanger

Die schwedische Prinzessin Madeleine (32) ist wieder schwanger. Das gab das Königshaus heute bekannt. Die Schwester von Kronprinzessin Victoria werde das Kind im Sommer zur Welt bringen.

„Wir sind sehr glücklich und freuen uns auf ein neues Mitglied in unserer Familie“, ließen Prinzessin Madeleine und ihr Mann, Christopher O’Neill, verlauten.

Erst im Februar hatte Madeleine in New York Prinzessin Leonore zur Welt gebracht, das zweite Enkelkind für König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia.

„Minecraft“-Erfinder kauft teuerstes Haus in Beverly Hills

Der schwedische Spieleentwickler und „Minecraft“-Erfinder Markus Persson hat nach dem Verkauf seiner Firma Mojang für 2,5 Milliarden Dollar an Microsoft ein neues Luxusanwesen in Beverly Hills gekauft.

Mit 70 Millionen Dollar ist es laut der Immobilienagentur John Aaroe Group das teuerste dort jemals verkaufte Haus. Unter anderen sollen auch Beyonce und Jay Z ein Gebot für die moderne Villa abgegeben haben.

„Bin außer mir“

„So verrückt. All das ist so verrückt. Ich fühle mich so glücklich und bin außer mir“, so Persson auf Twitter. Auch ein Foto der riesigen Süßigkeitenbar im Wohnzimmer postete Persson.

Das etwa 2.100 Quadratmeter große Anwesen umfasst einen Kinosaal, acht Schlafzimmer, 15 Badezimmer und einen Weinkeller. Der Garten mit Infinity-Pool bietet einen Blick über Hollywood und den Pazifischen Ozean. Der Fuhrpark wird in einer Garage mit gläsernem Autolift ins Innere des Hauses verwahrt.