Ausland

Ein Toter bei Protesten von Muslimbrüdern in Kairo

Bei Protesten von Anhängern des früheren ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ist gestern ein Mensch getötet worden. Zwei weitere Personen seien verletzt, verlautete aus Sicherheitskreisen.

Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft hatten sich anlässlich des zweiten Jahrestags des Sturzes Mursis durch die Armee in der ägyptischen Hauptstadt versammelt. Ihrer Darstellung zufolge eröffneten Kräfte des Innenministeriums das Feuer auf die Demonstranten.

Seit dem Sturz Mursis gehen die ägyptischen Behörden mit großer Härte gegen die Muslimbruderschaft vor. Im vergangenen Monat verurteilte ein Gericht Mursi zum Tode. Er wurde für schuldig befunden, 2011 während der Proteste gegen den damaligen Präsidenten Hosni Mubarak Polizisten getötet zu haben. Die Muslimbrüder bezeichneten den Richterspruch als politisch motiviert.

IS bekennt sich zu Raketenabschuss von Sinai auf Israel

Der ägyptische Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich gestern Abend zu den Angriffen von der ägyptischen Sinai-Halbinsel auf Israel bekannt. Drei Grad-Raketen seien auf Israel abgefeuert worden, schrieb der IS-Ableger im Kurznachrichtendienst Twitter. Es handle sich um Vergeltung für eine israelische Unterstützung der ägyptischen Streitkräfte.

Nach Angaben der israelischen Armee schlugen zwei Geschoße im Süden des Landes ein, es wurde niemand verletzt. Auch Sachschäden seien nicht entstanden, erklärte der israelische Militärsprecher, ohne sich zu Details zu äußern.

Am Mittwoch war auf der Sinai-Halbinsel heftig gekämpft worden: Bei einer Anschlagsserie militanter Islamisten starben mehr als 100 Menschen. Israel verstärkte daraufhin seine Militärpräsenz an der Grenze zu Ägypten und schloss eine wichtige Schnellstraße in der Gegend.

Jemen-Rebellen greifen saudi-arabische Städte an

Die Houthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben zwei Städte im Nachbarland Saudi-Arabien angegriffen. Mehrere saudiarabische Soldaten seien bei den Attacken auf Najran und Jizan getötet beziehungsweise verletzt worden, meldete die von den Houthi kontrollierte Nachrichtenagentur Saba.

Die Angriffe hätten unter anderem dem Flughafen von Jizan gegolten. Auch militärische Einrichtungen seien getroffen worden.

Seit Ende März fliegt eine von Saudi-Arabien geführte Allianz Angriffe auf Houthi-Stellungen im Nachbarland Jemen. Gestern wurden mindestens 16 Menschen im Jemen bei Luftangriffen getötet. Zudem liefern sich saudiarabische Soldaten und Houthi immer wieder an der Grenze Scharmützel.

Die schiitische Houthi-Miliz kämpft gegen Anhänger des ins Exil geflohenen Präsidenten Abed Rabbu Mansour Hadi. Der Konflikt ist auch eine Stellvertreter-Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Das sunnitische Saudi-Arabien unterstützt die Kräfte Hadis. Die Houthi sollen Hilfe vom Iran erhalten, der sich als Schutzmacht der Schiiten begreift.

Atomdeal: Fortschritte, aber „noch viel zu tun“

Im Atomstreit zwischen der 5+1-Gruppe und dem Iran gab es gestern Nachmittag, vier Tage vor der Deadline, laut Verhandlern zwar eine Annäherung, aber noch keinen Durchbruch. „Wir haben viele Fortschritte erzielt“, meinte etwa der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, der vom Westen „einen politischen Willen“ für einen Deal einforderte.

Sarif wies darauf hin, dass es zwar eine allgemeine Bereitschaft gebe, aber die andere Seite das auch durch Taten beweisen müsse. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, sprach ebenfalls von einer Annäherung, stellte aber gleichzeitig klar, dass man im Streit über die Kontrollen der Nuklearanlagen noch keinen Durchbruch erreicht habe. Zuvor hatten iranische Medien berichtet, dass dieser Punkt geklärt sei.

Amano erklärte, dass es bei seinem Blitzbesuch in Teheran am Donnerstag nur teilweise gelungen sei, sich in strittigen Fragen näher zu kommen. „Es gibt noch viel Arbeit zu tun.“ Er hatte unter anderem mit Präsident Hassan Rouhani gesprochen. Die IAEA ist für die Implementierung eines Deals zuständig. Der Sondergesandte des Iran, Rouhanis Kabinettschef Mohammad Nahavandian, soll verbleibende Differenzen beseitigen.

Erneut heftige Kämpfe um Aleppo

Im syrischen Bürgerkrieg hat eine Islamistenallianz ihre größte Offensive seit drei Jahren gegen die strategisch wichtige Stadt Aleppo vorangetrieben. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte gestern, die Aufständischen hätten im Westen der Metropole Erfolge erzielt und rückten nun auf das Zentrum vor.

Aus syrischen Militärkreisen verlautete dagegen, der Angriff sei abgewehrt worden. Die syrische Luftwaffe bombardierte Stellungen der Aufständischen. Im Staatsfernsehen wurden Dutzende Leichen von Kämpfern gezeigt und berichtet, mindestens 100 Rebellen seien bei einem Gegenangriff getötet worden, hieß es.

Zweigeteilte Stadt

Aleppo war vor dem Krieg die größte Stadt des Landes und ist heute zwischen Aufständischen und der Regierung geteilt. Die Allianz von Islamistengruppen wie der Al-Nusra-Front und Ahrar al-Scham haben ankündigt, die Stadt ganz zu erobern und dort die streng islamischen Regeln der Scharia einzuführen. Die Türkei verlegte zuletzt zusätzliche Soldaten, Ausrüstung wie auch Spezialkräfte an die Grenze zu Syrien.

Sollte Aleppo an die Rebellen fallen, wäre das ein schwerer Rückschlag für Syriens Präsident Baschar al-Assad. Syrien wäre faktisch geteilt: Im Westen hätte Assad das Sagen, das übrige Gebiet wäre unter Kontrolle verschiedener Rebellengruppen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert weite Teile Syriens und des benachbarten Irak.

Nigeria: Jugendliche Attentäterin tötete zwölf Gläubige

Im Nordosten Nigerias hat eine jugendliche Selbstmordattentäterin in einer Moschee zwölf Gläubige mit in den Tod gerissen. Die etwa 15 Jahre alte Attentäterin sei in die Moschee gerannt und habe sich dort in die Luft gesprengt, sagte der Milizchef Danlami Ajaokuta, der am Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram beteiligt ist, gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag im Dorf Malari, Augenzeugen hätten ihn bestätigt, so die AFP. Zu dem Selbstmordanschlag in Malari bekannte sich Boko Haram zunächst nicht, allerdings setzte die Gruppe schon wiederholt Jugendliche als Selbstmordattentäter ein.

Anschlagsserie von Boko Haram

Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari verurteilte die jüngste Serie von Anschlägen als „inhuman und barbarisch“. Er forderte die Bildung einer „effizienteren internationalen Koalition gegen den Terrorismus“.

In der Nacht auf gestern wurden in dem Dorf Miringa im Teilstaat Borno elf Männer erschossen, die aus dem Teilstaat Yobe dorthin geflohen waren, um einer Zwangsrekrutierung durch Boko Haram zu entgehen. Zwei Einwohner Miringas schilderten, wie Boko-Haram-Kämpfer in der Nacht 13 Männer auf einen Platz am Dorfrand geschleppt und auf sie geschossen hätten. Nur zwei Männern gelang demnach die Flucht.

Erst am Donnerstag waren zwei Überfälle bekanntgeworden, bei denen mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer im Nordosten des Landes mindestens 145 Menschen töteten.

Inland

Bildungsreform: Faymann weiterhin optimistisch

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat sich nach dem SPÖ-Vorstand gestern neuerlich absolut zuversichtlich gezeigt, dass die Bildungsreform auch nach dem Absprung der Landeshauptleute Hans Niessl (SPÖ) und Erwin Pröll (ÖVP) zum Erfolg wird. Wie bei der Steuerreform werde auch hier rechtzeitig ein Ergebnis vorliegen.

Nicht das zentrale Thema sind für ihn „Verwaltungsfragen“ wie jene der von Niessl und Pröll bis dato vergeblich propagierten „Verländerung“ der derzeitigen Bundeslehrer. Diese Frage könne man am Schluss im Herbst klären.

Besonderes Augenmerk verdienten die Kinderbetreuungseinrichtungen schon vor Schuleintritt, Ganztagesschulen, verstärkte Schulautonomie und eine Ressourcenvergabe, die sich auch nach der sozialen Zusammensetzung in den einzelnen Regionen richte, so Faymann.

ÖVP entsendet Platter

Nach dem Rückzug von Erwin Pröll entsendet ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter in die Bildungsreformarbeitsgruppe der Regierung.

Österreich könne sich keinen Bildungsstillstand leisten. Die Verhandlungen müssten weitergehen, betonte Platter heute in einer Aussendung.

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Häupl: Lehrer sollen Länderkompetenz werden

Neben Platter ist auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) neues Mitglied in der Arbeitsgruppe zur Bildungsreform. Er übernahm den Platz Niessls. Auch er wolle alle Lehrer in die Kompetenz der Länder übertragen, die Bildungsprobleme lägen aber woanders, sagte Häupl im ORF-Interview.

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Später in Pension: Jobs für Ältere fehlen

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat sich gestern zufrieden mit der aktuellen Entwicklung des Pensionsantrittsalters gezeigt. Mit Stichtag 30. Juni gingen die Österreicher durchschnittlich mit 60,1 Jahren in Pension und damit 13 Monate später als noch im Vorjahr.

Getrübt wurde die Statistik jedoch von der geringen Beschäftigungsquote der 60- bis 65-Jährigen. Denn nur jeder Vierte in dieser Altersgruppe hat einen Arbeitsplatz - und die Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmer geht schleppend voran.

Mehr dazu in Beschäftigungsquote bei 26,9 Prozent

SPÖ: Schmid einstimmig neuer Bundesgeschäftsführer

Der SPÖ-Vorstand hat gestern einstimmig Gerhard Schmid zum Bundesgeschäftsführer und damit zum Nachfolger des in die burgenländische Landesregierung wechselnden Norbert Darabos (SPÖ) bestellt. Drei Gegenstimmen in dem rund 100 Personen großen Gremium gab es für den neuen Kommunikationschef Matthias Euler-Rolle.

Bisher stellvertretender Kabinettchef

Schmid diente Parteichef Werner Faymann (SPÖ) bisher als stellvertretender Kabinettchef, Euler-Rolle als Pressesprecher. Nicht nur angesichts der großen Zustimmung im Vorstand für seine Vertrauensleute sieht sich der medial teils sogar schon als Ablösekandidat geschilderte Kanzler von seiner Partei gestärkt. Es habe im Vorstand ausschließlich Wortmeldungen gegeben, die den Parteivorsitzenden unterstützten, erklärte Faymann in einer Pressekonferenz im Anschluss.

Dass er Schmid, der seit 40 Jahren sein Mitstreiter ist, als Bundesgeschäftsführer ausgewählt hat, begründete der SPÖ-Chef damit, dass dieser ein guter Organisator sei und Ruhe und Überblick besitze. Schmid sei niemand, den man als Haxlbeißer bezeichnen würde.

Tirolerin folgt Leichtfried ins EU-Parlament

Schließlich beschloss der SPÖ-Vorstand auch formell, wer das Mandat des in die steirische Landesregierung gewechselten Delegationsleiters im EU-Parlament, Jörg Leichtfried, erhält. Gemäß der Listenreihung geht es an die Tirolerin Karoline Graswander-Hainz, die sich in Brüssel für ein „Europa der Fairness und der Chancengleichheit“ einsetzen will, wie sie bei der Pressekonferenz betonte.

Für Faymann angesichts der immer wieder aufflammenden innerparteilichen Quotendebatte besonders erfreulich ist, dass nun in der roten Europarlamentarier-Riege ein 60-prozentiger Frauenanteil erreicht ist. Dazu kommt, dass Eveyln Regner von Leichtfried die Delegationsleitung übernehmen wird.

Wirtschaft

Brasiliens Kartellamt ermittelt gegen 15 Banken

Das brasilianische Kartellamt hat Ermittlungen gegen 15 internationale Banken wegen illegaler Absprachen mit dem Ziel der Manipulation von Wechselkursen eingeleitet.

Wie die Behörde in der Nacht auf gestern (Ortszeit) bekanntgab, ist auch die Deutsche Bank unter den Instituten, außerdem die Citigroup und die HSBC. Es gebe Hinweise auf „wettbewerbswidrige Praktiken“ wie Preisabsprachen und die Festlegung von Bedingungen zum Kauf und Verkauf von Devisen.

Dem Kartellamt zufolge erstreckt sich der mutmaßliche Betrug über einen Zeitraum von 2007 bis mindestens 2013. Die Behörde leitete nach eigenen Angaben auch Ermittlungen gegen 30 Privatpersonen ein, gab dazu aber keine Details bekannt.

Bericht: Toshiba vor Gewinnberichtigung von 1,2 Mrd. Dollar

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba wird einer Zeitung zufolge eine milliardenschwere Berichtigung auf seine Bilanzen vornehmen. Erwartet werde eine Korrektur von mehr als 1,2 Milliarden Dollar (150 Mrd. Yen), berichtete die angesehene Wirtschaftszeitung „Nikkei“ gestern.

Vor einigen Tagen hatte Toshiba bereits erklärt, Untersuchungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten in der Bilanz auszuweiten. Damals hatte es geheißen, die Gewinne der vergangenen Jahre könnten um mindestens 415 Millionen Dollar zu hoch angesetzt worden sein.

Dividende gestrichen

Anfang Juni hatte Toshiba wegen der Untersuchungen die Dividende gestrichen, die Prognose für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2014/2015 kassiert und die Veröffentlichung der Zahlen verschoben.

Es ist bereits das zweite Mal in weniger als zwei Jahren, dass Toshiba seine Bilanzierungsmethoden überprüft. Der Konzern räumte bereits ein, dass Kosten für einige Projekte zu niedrig angesetzt worden seien.

Ferrari soll an der Börse zehn Mrd. Euro wert sein

Fiat Chrysler geht davon aus, dass seine Sportwagentochter Ferrari bei dem geplanten Börsengang mit mindestens zehn Milliarden Euro bewertet wird. Konzernchef Sergio Marchionne nannte diese Summe gestern am Rande einer Firmenveranstaltung in Turin.

Der italienisch-amerikanische Autobauer hatte 2014 das Vorhaben bekanntgegeben, zehn Prozent der Ferrari-Anteile an die Börse zu bringen. Mit den Einnahmen will der weltweit siebentgrößte Autobauer, der vor einigen Jahren aus der Übernahme von Chrysler durch Fiat entstanden war, seine Expansionspläne finanzieren.

Ursprünglich war der Ferrari-Börsengang für 2015 angekündigt, inzwischen wird aber eine Verschiebung bis 2016 hinein nicht ausgeschlossen.

Gasstreit: Ukraine erhöht Strompreis für Krim

Die Ukraine hat den Strompreis für die von Russland annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim deutlich erhöht. Die Kosten für eine Kilowattstunde seien um 14,4 Prozent auf etwa fünf Cent gestiegen, teilte das Staatsunternehmen Ukrinterenergo gestern in Kiew mit.

Beobachter schließen einen indirekten Zusammenhang mit den jüngst gescheiterten Gasgesprächen zwischen den Nachbarländern nicht aus. Russland hatte der Ukraine vor kurzem das Gas abgestellt, weil die prowestliche Führung in Kiew keine Vorkasse geleistet hatte. Die Krim bezieht bis zu 80 Prozent ihres Stroms vom ukrainischen Kernland.

Sport

WM-Qualifikation: ÖFB-Team schrammt an Topf 1 vorbei

Das ÖFB-Team kann nächste Woche österreichische Sportgeschichte schreiben. Laut aktuellen Berechnungen dürfte die Koller-Elf nach dem Auswärtserfolg in Russland in der FIFA-Weltrangliste auf einem Allzeithoch landen. Aktuell rangieren die Österreicher auf Platz 20, die beste Platzierung datiert vom Mai 1999. Damals befand sich das ÖFB-Team auf Rang 17. Nur knapp vorbeischrammen dürften die Österreicher damit auch am Topf 1 für die Qualifikation für die WM 2018 in Russland.

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Tennis: Duell der Williams-Schwestern in Wimbledon

Bereits viermal sind einander die fünffachen Wimbledon-Siegerinnen Serena und Venus Williams im Finale des Rasenklassikers gegenübergestanden, heuer kommt es bereits im Achtelfinale zum Duell der beiden US-Schwestern.

Während sich Venus in der dritten Runde gegen die Serbin Aleksandra Krunic ohne Probleme durchsetzte, stand Serena gegen die Britin Heather Watson am Rande einer Niederlage. Die Weltranglistenerste holte aber einen 0:3-Rückstand im dritten Satz noch auf und wahrte damit die Chance auf ihren vierten Major-Sieg in Serie sowie auf den Grand Slam.

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Formel 1: Hamilton spürt Druck von Rosberg

In Silverstone steigt heute das neunte von 19 Formel-1-Saisonrennen. Titelverteidiger Lewis Hamilton führt die WM-Wertung zwar seit dem Auftakt an, mit Siegen in allen drei bisherigen Europarennen ist ihm Nico Rosberg aber gefährlich nahe gerückt.

„Ich fühle mich wieder in der Form des letzten Sommers“, ließ der Deutsche seinen britischen Stallrivalen vor dessen Heim-GP wissen. Hamilton spürt den Druck offenbar - er verstieß gegen die Mercedes-Teamräson und gab zu, mit Siegen Rosbergs keine Freude zu haben.

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Chronik

35 Grad aufwärts: Europa wird zum Glutofen

Die Hitzeperiode in Europa hält an. In Österreich und weiten Teilen Mitteleuropas wird die Temperatur am Wochenede auf bis zu 35 Grad Celsius steigen. Aus Frankreich und Großbritannien wurden bereits Rekordwerte gemeldet, beim Tennisturnier in Wimbledon wurde die „heißeste Partie“ aller Zeiten gespielt. Hierzulande macht die Wetterlage der Infrastruktur zu schaffen, die Hitze führt zu Schäden auf Straßen und an Gleisen.

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Temelin meldet leicht erhöhte Strahlung an Block 2

Auf dem Betriebsgelände des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Temelin sind geringfügig erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen worden. Das teilte ein Sprecher des Betreibers CEZ gestern mit.

Grenzwerte seien nicht überschritten worden, hieß es. „Die Werte wurden aber an Stellen gemessen, wo das nicht vorkommen sollte, und deshalb haben wir die staatliche Atomaufsicht und die Öffentlichkeit in Tschechien und Österreich informiert“, teilte der Sprecher des AKW mit. Aus dem Lebensministerium hieß es, dass an den Messstellen des heimischen Strahlenfrühwarnsystems keine erhöhten Werte gemessen werden konnten.

Betroffen sei das Dach des zweiten Reaktorblocks. Dieser ist nach einer undichten Stelle im Kühlsystem derzeit wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb. Umweltschützer kritisieren den AKW-Standort Temelin seit langem als störanfällig und gefährlich. Er ist rund 60 Kilometer von der bayerischen und österreichischen Grenze entfernt.

Amokfahrt in Graz: Verlegung nach Wien beantragt

Nach der Amokfahrt in Graz, bei der ein 26-Jähriger mit seinem Wagen drei Menschen getötet haben soll, hat die Leitung der Justizanstalt (JA) Graz-Jakomini nun die Verlegung des Verdächtigen in die Wiener Justizanstalt Josefstadt beantragt.

Der Sprecher der Generaldirektion für den Strafvollzug, General Josef Schmoll, bestätigte der APA gestern einen Vorabbericht der Tageszeitung „Österreich“.

26-Jähriger soll autoaggressiv sein

Zum einen geht es Schmoll zufolge um eine große Emotionalität in der Grazer JA bei Personal und Insassen, zum anderen um suizidale Tendenzen des 26-Jährigen. „Österreich“ zitierte den Sprecher der JA Jakomini, Manfred Ulrich, demzufolge der Beschuldigte „autoaggressive Handlungen“ gesetzt haben soll.

Auch gegen andere soll der 26-Jährige laut Medienberichten aggressiv geworden sein. Laut Schmoll wäre in diesem Zusammenhang eine Verlegung in die Josefstadt sinnvoll, weil hier eine entsprechende Sonderkrankenstation zur Behandlung zur Verfügung stünde.

Die Staatsanwaltschaft Graz muss nun über den Verlegungsantrag entscheiden. Dabei dürfte abzuwägen sein, ob und wie sehr die Verlegung den Fortgang der Ermittlungen beeinträchtigen könnte.

Kultur

Bachmann-Wettlesen: Schwitter überzeugte am Nachmittag

Nach einem dynamischen Vormittag ist mit Monique Schwitter und Ronja von Rönne gestern der zweite Lesetag beim Bachmann-Wettlesen zu Ende gegangen: Schwitters Text wurde von den Juroren gelobt, von Rönne fiel mit ihrem Text durch.

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Neu in der Jury sind der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger, und der aus Bern stammende Stefan Gmünder, Literaturredakteur des „Standard“. Das heurige Jahr sei ein gutes Jahr, so Gmündner im Gespräch mit Ö1: „Sogar die Texte, mit denen man nicht zurechtkommt, haben für mich einen literarischen Wert.“

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Premiere für Verdis „Rigoletto“ in Klosterneuburg

Zum 22. Mal findet heuer das Sommerfestival operklosterneuburg statt - unter Opernfreunden eines der beliebtesten Festivals im Wiener Raum. Und eines der wenigen, das noch ohne tontechnische Verstärkung auskommt. Bei der heute stattfindenden Premiere im Kaiserhof des Stiftes ist mit „Rigoletto“ erstmals eine Verdi-Oper zu hören - mit Daniela Fally, die als Gilda debütiert

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Religion

Vatikan-Klimakonferenz: Lösungen statt Appelle

Die katholische Kirche will in der Klima- und Armutsdebatte weg von Appellen kommen und stattdessen das lösungsorientierte Handeln und Allianzen stärken: Das war der Tenor einer hochrangige Expertentagung, die die internationale Allianz der katholischen Hilfswerke (CIDSE) gemeinsam mit dem vatikanischen Friedensrat diese Woche in Rom veranstaltet hat. Im Zentrum der Debatten der rund 200 Wissenschaftler, Politiker, NGO- und Kirchenvertreter stand die jüngste Enzyklika von Papst Franziskus und deren praktische Umsetzung.

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Science

Sonnenflieger schafft riskanten Flug über Pazifik

Der Schweizer Sonnenflieger „Solar Impulse 2“ ist gestern Früh (Ortszeit) nach der längsten und risikoreichsten Etappe seiner Weltumrundung sicher auf der Pazifik-Inselgruppe Hawaii gelandet. Das Solarflugzeug war nach dem Start in Japan fünf Tage und fünf Nächte nonstop unterwegs.

Der von dem Piloten Andre Borschberg gesteuerte Solarflieger legte auf seiner achten Etappe fast 8.300 Kilometer zurück. Dabei stellte der Schweizer Rekorde für den längsten Soloflug und für die weiteste Distanz eines Solarflugzeugs auf.

Die einsitzige Karbonfaser-Maschine hat eine Spannweite von 72 Metern. Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Flügeln zapfen die Energie für die vier Elektromotoren ab. Mit der Weltumrundung sollen die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufgezeigt werden. „Solar Impulse 2“ war Anfang März im Golfemirat Abu Dhabi gestartet.

Lifestyle

Fitness: Die Stadt als Kraftkammer

Der öffentliche Raum ist in Sachen Sport längst nicht mehr nur Joggern und Radfahrern vorbehalten. Vor allem in städtischen Gebieten drängen diesen Sommer die Kraftsportler ins Freie. Parks werden zusehends mit Fitnessgeräten ausgestattet. Daneben organisiert sich eine wachsende Zahl an Sportbegeisterten und Hobbyathleten über Soziale Netzwerke, um den Körper mit Kniebeugen, Sit-ups, Liegestützen und Strecksprüngen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit zu bringen.

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