Inland

Asyl: Wochenende entscheidet über „Krisenszenario“

Am Wochenende wird sich entscheiden, ob das Innenministerium aufgrund überfüllter Asylbetreuungszentren ein Krisenszenario entwickeln muss oder nicht. Entscheidend sei die Frage, wie viele Neuanträge in den kommenden Tagen gestellt werden, hieß es aus dem Ressort heute gegenüber der APA. Derzeit habe man den Schwerpunkt weg von Traiskirchen auf andere Betreuungsstellen verlegt.

Schwerpunkt der Erstaufnahmen auf Thalham verlegt

Laut Innenministerium haben zum einen eine kurzfristig hohe Zahl an Neuanträgen, zum anderen zu wenig Übernahmen durch die Bundesländer zum Engpass bei der Betreuung geführt. Gestern etwa habe es mit 45 Personen eine relativ geringe Zahl an neuen Flüchtlingen in Österreich gegeben, was das Ressort nun hoffen lässt. „Ob es sich über das Wochenende ausgeht, ist eine Frage der Antragszahl“, hieß es aus dem Ressort. Sollte es Tage mit rund 130 neuen Asylwerbern geben, „müssen wir ein Notszenario entwickeln“.

Um Traiskirchen zu entlasten, hat das Innenministerium nun die Anträge stärker auf das Erstaufnahmezentrum West im oberösterreichischen Thalham konzentriert, an das wie in Traiskirchen auch eine Betreuungsstelle des Bundes angeschlossen ist. Deren gibt es in Österreich weitere vier, die nun ebenfalls verstärkt genutzt werden: in Reichenau an der Rax (Niederösterreich), in Bad Kreuzen (Oberösterreich), in Wien-Mitte sowie in Fieberbrunn in Tirol. Auch die Länder würden laut Innenministerium laufend Asylwerber übernehmen.

Viel Luft nach oben ist bei den Betreuungsstellen des Bundes dennoch nicht, man sei überall „praktisch voll“ und gehe „in Richtung Maximalbelastung“, heißt es aus dem Innenministerium.

Asyl: ÖVP attackiert Traiskirchner Bürgermeister

Rund um den Meningitis-Fall in Traiskirchen (Niederösterreich) ist ein politischer Streit entbrannt. Nach Kritik des Traiskirchner Bürgermeisters Andreas Babler am Innenministerium rückte ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel gestern Abend via Aussendung aus, um den SPÖ-Politiker zurechtzuweisen. Dieser habe „jede Grenze überschritten. Mit dem Schicksal von Menschen so pietätlos umzugehen geht mehr als zu weit.“

Blümel warf Babler vor, „den tragischen Tod eines Asylwerbers offensichtlich für parteipolitisches Geplänkel“ zu missbrauchen. „Ein solches Verhalten ist eines Bürgervertreters unwürdig“, so der ÖVP-Generalsekretär, der „endlich sachliche, lösungsorientierte Beiträge des SPÖ-Politikers“ einforderte, „statt sinnfreien, parteipolitischen Geplänkels, das auf dem Rücken eines Verstorbenen ausgetragen wird“.

Asylwerber starb in Traiskirchen an Meningitis

Ein Asylwerber aus Traiskirchen war an einer ansteckenden Gehirnhautentzündung gestorben. Der 24-jährige Mann dürfte bereits in seinem Heimatland Somalia erkrankt sein. Bewohner und Personal müssen nun eine Prophylaxe in Form von Antibiotika zu sich nehmen. Heute sind die medizinischen Maßnahmen voll angelaufen.

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In Salzburg wird unterdessen nach dem Aufnahmestopp in Traiskirchen nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge gesucht. Im Gespräch sei eine Turnhalle der Salzburger Polizei, heißt es aus informierten Kreisen.

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Neue Mittelschule: ÖVP stellt Ausbau infrage

ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka hat heute in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ den Ausbau der Neuen Mittelschule (NMS) infrage gestellt. 2012 hatte die Regierung ohne vorherige Evaluierung beschlossen, bis 2015/16 alle Hauptschulen auf NMS umzustellen.

Lopatka: „Im Ernstfall rückgängig machen“

Bis Anfang nächsten Jahres soll die federführend von Experten der Uni Salzburg und der Uni Wien durchgeführte Untersuchung der ersten beiden Jahrgänge der 2008 als Schulversuch gestarteten NMS vorliegen. „Dann müssen wir uns sehr genau anschauen, ob sich das bewährt hat“, so Lopatka. Er habe „größte Zweifel“ daran. „Im Ernstfall muss man auch den Mut haben, das rückgängig zu machen.“

Grund für seine Skepsis sind unter anderem die Ergebnisse der Anfang 2014 veröffentlichten Englisch-Bildungsstandardtestungen, bei denen die NMS keine besseren Ergebnisse als die Hauptschulen geliefert haben.

Dazu kämen die vom Rechnungshof monierten hohen Kosten durch den Einsatz mehrerer Lehrer pro Klasse in einzelnen Fächern (Lehrerpersonalkosten pro Schüler an NMS: 7.200 Euro, an AHS-Unterstufe: 4.700). „Wenn sich dann noch herausstellt, dass es auch pädagogisch wenig bringt, wenn es also bedeutet, ‚außer Spesen nichts gewesen‘, dann kann man nicht sagen, die NMS muss trotzdem bleiben“, so Lopatka.

Hypo-Sondergesetz in Kraft: Schuldenschnitt Mitte August

Nach der Unterschrift von Bundespräsident Heinz Fischer und Gegenzeichnung von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) tritt das umstrittene Hypo-Sondergesetz mit seiner Kundmachung offiziell in Kraft. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat nun zwei Wochen Zeit, die in Arbeit befindliche Umsetzungsverordnung zu erlassen.

Auf dem Verordnungsweg werden die vom Schuldenschnitt, der Mitte August anläuft, erfassten Anleihen benannt. Sie werden für erloschen erklärt. Dann darf von den Gegnern - das sind in erster Linie vom Schnitt betroffene Parteien - Beschwerde eingebracht werden, was zu erwarten ist.

Gläubiger schauen durch die Finger

Mit dem Sondergesetz für die staatliche Krisenbank Hypo Alpe-Adria lässt die Republik Gläubiger von landesgarantierten Nachranganleihen im Volumen von 890 Mio. Euro bluten. Betroffene Anleihegläubiger und etliche Juristen sehen die Wertloserklärung der Verbindlichkeiten als Enteignung.

Zwar können Anleiheinvestoren auf die Herausgabe von Geldern erst klagen, wenn die jeweilige Bond-Tranche fällig ist. Verfassungs- und Feststellungsklagen sind aber schon früher möglich. Etwa von der Weltbank, die in Hypo-Anleihen mit Kärntner Landesgarantie investiert ist, wird erwartet, dass sie vor Gericht auf ihren rechtlichen Sonderstatus verweist und sich wohl durchsetzt. Im Gesetz ist auch die Einrichtung einer Abbaugesellschaft für die Hypo festgeschrieben.

Die Präsidentschaftskanzlei teilte mit, dass Fischer das Gesetz mit dem ehemaligen Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und jetzigen Berater in der Präsidentschaftskanzlei, Ludwig Adamovich, geprüft habe.

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NEOS will VfGH-Prüfung parlamentarisch anstoßen

Dass der Verfassungsgerichtshof das Hypo-Sondergesetz samt Schuldenschnitt wird prüfen müssen, weil Gläubiger wie ihrerseits vielfach angekündigt klagen werden, gilt als fix. NEOS fordert nun jedoch, eine Prüfung des Gesetzes durch Absicht von mindestens einem Drittel der Abgeordneten zum Nationalrat zu erwirken. Rechtlich ist das möglich.

NEOS fordert dahingehend die Klubobleute der weiteren Oppositionsparteien FPÖ, Grüne und Team Stronach (TS) in einem offen Brief auf, „dieses Begehren auf Prüfung des Hypo-Sondergesetzes gemeinsam zu verfassen und vor den Verfassungsgerichtshof zu bringen“. Im Schreiben, das der APA vorliegt, geht die kleinste Oppositionspartei davon aus, „wir sind uns alle einig, dass dieses Gesetz verfassungsrechtlich höchst bedenklich ist (...)“.

Ausland

Steinmeier beklagt „Welle antisemitischer Hetze“ in EU

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, die Kritik an Israels Militäreinsatz in Gaza mit antisemitischen Ausfällen zu vermengen. Er sei schockiert über die „Welle antisemitischer Hetze und Übergriffe, die in den vergangenen Wochen in unseren Städten ausgebrochen ist“, so Steinmeier in einem gestern veröffentlichten Beitrag für die Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“.

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Was Israel-Kritik zu Antisemitismus macht

Immer wenn Israel Krieg führt, gibt es weltweit Empörung. Neben berechtigter Kritik wird dabei oft in die Kiste des Antisemitismus gegriffen. Das ist auch beim aktuellen Gaza-Konflikt der Fall. Die spezielle Rolle, die das Internet dabei spielt, untersuchen derzeit deutsche Sprachforscherinnen.

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Renzi schlägt Mogherini formell als Außenbeauftragte vor

Italien hat seine Außenministerin Federica Mogherini offiziell als EU-Außenbeauftragte vorgeschlagen. Das schrieb der italienische Premier Matteo Renzi in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker, wie italienische Medien berichteten.

Die 41-jährige Politikwissenschaftlerin Mogherini ist seit Ende Februar im Amt. Sie gilt als Vertraute von Premier Renzi, der durch den Triumph seiner Demokratischen Partei (PD) bei der Europawahl im Mai und dank des italienischen EU-Vorsitzes zum neuen starken Mann der europäischen Linken geworden ist und daher bei den Kandidaturen in Brüssel ein wichtiges Wort mitsprechen kann. Bisher wollte sich die Römerin zu ihrer Kandidatur nicht äußern.

Jung und unerfahren bezeichnen Kritiker Mogherini, eine der acht Ministerinnen, die der dynamische Renzi in sein Kabinett geholt hat. „Mogherini genießt die Unterstützung der gesamten SPE“, versicherte der für Europapolitik zuständige italienische Staatssekretär Sandro Gozi. Ob das genügen wird, um Mogherini zur EU-Außenbeauftragten zu machen, ist noch äußerst ungewiss.

China bestätigt erstmals Bau neuer Langstreckenrakete

China hat erstmals die Entwicklung eines neuen Typs von Langstreckenraketen bestätigt. In einer Armeeeinrichtung der Provinz Shaanxi würden Raketen vom Typ Dongfeng-41 (DF-41) gebaut, berichtete die staatliche Zeitung „Global Times“ heute unter Verweis auf einen entsprechenden Eintrag auf der Website einer Umweltbehörde.

Nach Angaben des US-Fachblatts „Jane’s Strategic Weapon Systems“ gehört diese neue Raketengeneration mit etwa 12.000 Kilometern Reichweite zu den Raketen mit der längsten Reichweite der Welt. Sie würde damit auch Ziele in den USA erreichen können.

In einem Bericht des US-Außenministeriums vom Juni heißt es, die DF-41 könne womöglich mehrere unabhängig voneinander lenkbare Atomsprengköpfe gleichzeitig transportieren. „Weil die USA ihr Raketenabwehrsystem weiter ausbauen, geht der Trend zu Trägerraketen der dritten Generation mit mehreren Atomsprengköpfen“, zitierte die „Global Times“ einen chinesischen Militäranalysten. Dem Blatt zufolge ist es das erste Mal, dass Peking offiziell die Existenz der DF-41-Raketen bestätigt.

Wirtschaft

Arbeitslosigkeit gestiegen - Prognose negativ

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli in Österreich weiter gestiegen. Ende Juli waren 351.313 Personen ohne Job, um 9,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Prognosen für die Zukunft verheißen ebenfalls nichts Gutes, wie das Sozialministerium heute selbst bei der Präsentation der Zahlen einräumte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

IBAN und BIC lösen Kontonummer und Bankleitzahl ab

Ab heute gilt bei Überweisungen und Lastschriften nur noch die neue, europaweit einheitliche Kontonummer IBAN und der BIC, der sogenannte Business Identifier Code. Die bisher verwendeten Kontonummern und Bankleitzahlen haben endgültig ausgedient, auch alte Zahlscheine verlieren ihre Gültigkeit.

Durch das neue System SEPA (Single Euro Payments Area) sollen Banküberweisung innerhalb der EU nur noch einen Geschäftstag dauern und nicht mehr kosten als Inlandsüberweisungen.

LED-Siegeszug überrascht Anbieter

Als Brüssel vor wenigen Jahren der Glühbirne den Kampf angesagt hat, war es die Energiesparlampe, die als stromsparende Alternative angepriesen wurde. Zwei Jahre nachdem auch die schwächsten Glühbirnen von der EU-Kommission verbannt wurden, zeigt sich aber immer mehr, dass sich der Markt längst weiter-, und damit weg von den Energiesparlampen entwickelt hat. LED ist das Zauberwort, das die ungeliebten Energiesparlampen immer mehr verdrängt. Wie rasch sich der Markt derzeit wandelt, überrascht selbst große Hersteller - zuletzt etwa Osram. Hinzu kommt ein enormer Konkurrenzdruck aus Asien.

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Indien lässt globales Handelsabkommen platzen

Das erste globale Abkommen über Handelserleichterungen in der fast 20-jährigen Geschichte der Welthandelsorganisation (WTO) ist am Widerstand Indiens bis auf weiteres gescheitert. Die letzte Frist zur Unterzeichnung eines Protokolls, mit dem entsprechende Vereinbarungen der Welthandelskonferenz auf Bali im vergangenen Dezember besiegelt werden sollten, lief in der Nacht auf heute aus.

„Nicht in der Lage, eine Lösung zu finden“

„Wir waren nicht in der Lage, eine Lösung zu finden, mit der wir den Graben hätten überbrücken können“, erklärte WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo bei der entscheidenden Sitzung des WTO-Generalrates in Genf vor den Vertretern der 160 Mitgliedsstaaten. US-Außenminister John Kerry und die US-Handelsministerin Penny Pritzker hatten kurz zuvor bei Gesprächen in Neu-Delhi noch versucht, Indiens neue nationalkonservative Regierung umzustimmen.

Indien und einige wenige Unterstützer - darunter Kuba und Venezuela - waren zwar im WTO-Generalrat isoliert. Jedoch können wichtige Beschlüsse der Organisation nur in Kraft treten, wenn sämtliche WTO-Staaten sie absegnen.

GoPro mit höherem Verlust nach Börsengang

Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat bei seinen ersten Quartalszahlen nach dem erfolgreichen Börsengang einen höheren Verlust verbucht. Das Minus stieg im zweiten Quartal auf knapp 20 Millionen Dollar nach gut fünf Millionen Dollar vor einem Jahr.

Höhere Kosten überwogen den Umsatzzuwachs von 38 Prozent auf 244,6 Millionen Dollar. Die Aktie fiel gestern nachbörslich um knapp zehn Prozent. Zuvor hatte sich ihr Preis seit dem Börsengang Ende Juni auf rund 48 Dollar verdoppelt. GoPro verkauft kleine Kameras, die man bei sportlichen Aktivitäten benutzen kann.

Westbahn: Wieder Millionenverlust

Die mehrheitlich private Westbahn hat auch im Vorjahr wieder einen Millionenverlust eingefahren. Laut der Bilanz 2013 lag der Verlust der Westbahn Management GmbH unter dem Strich bei 14,54 Mio. Euro, gegenüber 23,45 Mio. im Jahr 2012.

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Sport

Europa League: Nach Selbstfaller will Grödig Wende

Im zweiten Duell mit Zimbru Chisinau steht der SV Grödig am nächsten Donnerstag (21.05 Uhr, live in ORF eins) unter Siegeszwang. Die 1:2-Heimniederlage in der dritten Europa-League-Qualirunde war ein klassischer Selbstfaller. Dennoch will Grödig-Trainer Michael Baur nichts von einer Vorentscheidung wissen. „Die Chancen sind noch aufrecht“, betonte er vor dem Rückspiel. Das 4:0 bei Cukaricki Belgrad in der zweiten Runde soll ein zusätzlicher Ansporn sein.

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Tennis: Thiem steht im Kitz-Viertelfinale

Dominic Thiem hat bei dem mit 485.760 Euro dotierten ATP-Turnier bet-at-home Cup in Kitzbühel gestern zu seiner Form gefunden. Nach den Schwierigkeiten in der ersten Runde in der Dreisatzpartie gegen den Brasilianer Joao Souza zeigte sich Österreichs Nummer eins im Achtelfinale gegen den tschechischen Hoffnungsträger Jiri Vesely stark verbessert und bewies neben spielerischer Klasse auch Kämpferqualitäten, als er im zweiten Durchgang einen Rückstand noch umdrehte und die Partie für sich entschied. Als „Lohn“ warten auf Thiem morgen vielleicht gleich zwei Spiele.

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Chronik

Mordprozess: Angeklagter will „lebenslänglich“

Mit einem Paukenschlag hat heute ein Mordprozess in Korneuburg (Niederösterreich) begonnen: Der 65-jährige Angeklagte bekannte sich schuldig und verlangte nach einer „lebenslänglichen“ Strafe für sich selbst. Er soll seine Ehefrau im gemeinsamen Haus in Hollabrunn nach einem Streit mit zwölf Messerstichen getötet haben.

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Wanderer in Vorarlberg tödlich verunglückt

Bei einer Wanderung in Buchboden im Großen Walsertal (Vorarlberg) ist gestern Abend ein 61-Jähriger rund 200 Meter abgestürzt, nachdem er auf einer steilen nassen Wiese ausgerutscht war. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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Gestern spätabends ist auch im Kärntner Lesachtal ein 23-jähriger Mann rund 50 Meter über eine steile Wiese und dann rund 100 Meter über felsigen Wald abgestürzt. Er hatte sich zu weit von der Terrasse eines Hauses entfernt. Er wurde von der Bergrettung geborgen.

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Wegen des schlechten Wetters sind gestern in Tirol zwei Gruppen in Bergnot geraten. Die starken Regenfälle hatten Bergwege unpassierbar gemacht. Bergretter mussten die Wanderer aus ihrer misslichen Lage befreien.

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Polizist verhinderte Geisterfahrerunfall

Ein beherzt eingreifender Polizisten hat gestern auf der Südautobahn bei Völkermarkt (Kärnten) einen möglichen Geisterfahrerunfall verhindert. Ein Pensionist war im Bereich eines Beschleunigungsstreifens in die falsche Richtung abgebogen.

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Gasexplosionen in Taiwan - 24 Tote

Bei mehreren Gasexplosionen in der taiwanesischen Stadt Kaohsiung sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 270 weitere seien verletzt worden, meldete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua heute. Unter den Toten seien mehrere Feuerwehrmänner.

Die Behörden befürchten demnach, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Die Explosionen hätten Löcher in die Straßen gerissen, Menschen könnten dort hineingefallen sein. Dem Bericht zufolge brannte es in der Früh in mehreren Straßen der südlichen Stadt noch immer.

Die Feuerwehr sei wegen Gaslecks im Distrikt Cianjhen alarmiert worden, anschließend habe es mehrere Explosionen gegeben, hieß es. Von den Detonationen betroffen war eine Fläche von rund drei Quadratkilometern. Wie es zu dem Gasaustritt kam, war zunächst unklar.

Erdbeben nahe algerischer Hauptstadt

Ein Erdbeben hat heute Früh die algerische Hauptstadt Algier erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 14 Kilometer südöstlich der Stadt, in nicht einmal zehn Kilometern Tiefe.

Video dazu in iptv.ORF.at

Gesundheit

WHO kündigt 100-Millionen-Programm gegen Ebola an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verstärkt mit einem 100-Millionen-Dollar-Programm den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika. Der Aktionsplan soll heute auf einem Krisengipfel in Conakry, der Hauptstadt Guineas, gestartet werden, wie die WHO in Genf mitteilte. Damit soll unter anderem deutlich mehr medizinisches Personal eingesetzt werden können.

„Ausmaß macht es notwendig“

In Conakry wollen Präsidenten westafrikanischer Staaten mit WHO-Generaldirektorin Margaret Chan konkrete Schritte zur Intensivierung des Kampfes gegen die Seuche erörtern. Chan sagte dazu: „Das Ausmaß des Ebola-Ausbruchs und die davon ausgehende Gefahr machen es notwendig, dass die WHO sowie Guinea, Liberia und Sierra Leone die Gegenmaßnahmen erheblich verstärken.“

Am dringendsten sei der Einsatz weiterer Ärzte und Krankenschwestern, Seuchenexperten, Logistiker sowie Sozialarbeiter. Der Aktionsplan sieht auch stärkere Maßnahmen zur Aufklärung vor. „Die Lage ist außer Kontrolle“, sagte Mariano Lugli, Koordinator von Ärzte ohne Grenzen, in Genf. Das Virus sei nicht zu stoppen, lokale Gesundheitsbehörden seien überfordert.

Mehr dazu in Notstand in Sierra Leone

IT

Facebook-Gegner wollen Sammelklage starten

Datenschutzaktivisten sind derzeit auf der Suche nach Mitstreitern für eine gemeinsame Klage gegen das Soziale Netzwerk Facebook. Kläger ist der Salzburger Max Schrems, der sich bereits mehrfach bei den Behörden über mangelnden Datenschutz auf Facebook beschwert hatte. Er klagt vor dem Handelsgericht Wien gegen Facebook.

Heute rief er andere Facebook-Mitglieder auf, sich ihm anzuschließen. „Mit jedem zusätzlichen Teilnehmer steigt auch der Druck auf Facebook“, erklärte Schrems. Er will für jeden Teilnehmer 500 Euro Schadenersatz von Facebook einklagen.

Schrems hält Facebooks Bestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten nach EU-Recht für ungültig. Außerdem würden viele Daten „hinter dem Rücken“ der Nutzer gesammelt. Auch die Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA über das Programm Prism ist Teil der Klage. Facebook und andere Internetfirmen mit Sitz in den USA sind gesetzlich verpflichtet, Behörden unter bestimmten Umständen Zugriff auf Nutzerdaten zu gewähren.

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Google verteidigt Vorgehen bei Löschung von Links

Google hat die umstrittene Benachrichtigung der Websitebetreiber bei der Löschung von Links aus der Vergangenheit von Europäern verteidigt. Das solle unter anderem helfen, ungerechtfertigte Anfragen herauszufiltern, erklärte Google in einer Antwort an europäische Datenschützer, die unter anderem das „Wall Street Journal“ (Onlineausgabe) gestern Abend veröffentlichte. Google brauche für dieses Vorgehen keine zusätzliche rechtliche Grundlage, argumentierte der Internetkonzern.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Die Informationen selbst müssen dabei von den Urhebern nicht entfernt werden. Nur die Verweise auf die Inhalte tauchen dann nicht mehr in der Google-Suche auf. Es geht um Informationen, die nicht mehr relevant sind oder das Recht auf Privatsphäre verletzen.

Datenschützer hatten kritisiert, dass der Internetkonzern die Urheber - wie etwa Medien - über die Löschung der Links informiert. Dadurch wurden mehrere Personen, die Links aus den Google-Ergebnissen entfernen ließen, in den vergangenen Wochen öffentlich genannt.

Science

Der Trugschluss des Torwarts beim Elfmeter

Beim Elfmeterschießen muss sich der Torwart intuitiv für eine Ecke entscheiden. Ein vom Profifuß getretener Ball ist meist schlichtweg zu schnell für eine gezielte Reaktion. Bei der Entscheidung für den richtigen Sprung erliegen die Torhüter laut einer neuen Studie häufig einem „Spielertrugschluss“ - ähnlich wie viele Glücksspieler.

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Kultur

Bundestheater - Ostermayer: „Es ist niemand sakrosankt“

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) lässt derzeit den desaströsen Rechnungshof-Bericht zu den Bundestheatern auf strafrechtliche Konsequenzen und Schadenersatzansprüche prüfen. Auch die Verantwortung seiner Vorgängerin Claudia Schmied (SPÖ) sowie des amtierenden Sektionschefs Michael Franz wird untersucht. „Es ist niemand sakrosankt“, so Ostermayer zur APA. Das Gutachten liegt kommende Woche vor.

Noch keinen Kontakt mit Vorgängerin Schmied

Ob Schmied aufgrund der Versäumnisse innerhalb des Kulturressorts vor dem parlamentarischen Ausschuss Rede und Antwort stehen sollte, „müssen die Abgeordneten entscheiden“, erklärte der Minister: „Da mische ich mich nicht ein.“ Kontakt zu Schmied habe es bisher jedenfalls nicht gegeben: „Sie ist aus der Politik ausgeschieden und hat auch von ihrer Seite nicht Kontakt aufgenommen.“ Für ihn sei nun die strafrechtliche Prüfung der nächste Schritt.

Würde auch bei Sektionschef Konsequenzen ziehen

Man habe aus den Ergebnissen von Gutachten stets Konsequenzen gezogen, so Ostermayer. „Und ich würde sie auch in anderen Fällen ziehen, wenn das Ergebnis ein solches ist.“ Eine mögliche Entlassung von Franz hatte der Minister zuletzt aufgrund von dessen Dienstverhältnis als nicht möglich bezeichnet. „Sollten Schritte notwendig sein, um Schaden abzuwenden, dann muss man in meiner Funktion diese Schritte auch setzen, so unangenehm sie auch sein mögen.“

Bei den Bundestheatern sei ihm daran gelegen gewesen, erst einmal Ruhe in die Bühnen hineinzubringen und Konsolidierungsmaßnahmen zu treffen. In weiterer Folge gehe es nun darum, die Struktur des Konzerns zu verbessern: „Mein Ziel ist, dass so etwas, das geschehen ist, nicht mehr passiert.“

„La Strada“ bringt ganzes Dorf nach Graz

Schon zum 17. Mal findet heuer in Graz „La Strada“, das internationale Festival für Straßenkunst und Figurentheater, statt. Dabei wird auch die Struktur eines Dorfes auf einer Grünfläche nachgezeichnet und teils mit dessen Bewohnern bespielt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

„Hinkemann“: Weltkrieg trifft den Unterleib

Das vom Sponsor Montblanc verlassene Young Directors Project ist heuer nach 13 Jahren in die letzte Runde gegangen: Einmal noch treten vier internationale junge Regisseure mit ihren Inszenierungen an, um neben einer wertvollen Füllfeder vor allem die prestigeträchtige Auszeichnung zu erspielen. Den Anfang machte gestern Abend der serbische Theatermacher Milos Lolic mit Ernst Tollers „Hinkemann“ - einer Kriegsheimkehrertragödie, bei der im wahrsten Sinne des Wortes die Eier fehlen.

Mehr dazu in news.ORF.at/festspielhighlights

ORF-Bestenliste im August

Sieben Neuzugänge hat die ORF-Bestenliste im August aufzuweisen - neu sind auch die drei Erstplatzierten: Marlene Streeruwitz belegt mit ihrem vielseits gelobten Roman „Nachkommen“ mit großem Punktevorsprung Platz eins. Die Neuauflage des polnischen Klassikers „Das Salz der Erde“ von Josef Wittlin folgt auf Platz zwei, und drittplatziert ist Robert Seethalers neuer Roman, der nicht weniger als „Ein ganzes Leben“ erzählt.

Mehr dazu in http://tv.orf.at/matinee/bestenliste/story

Lifestyle

Wetter verdirbt Badesaison

Klassisches Badewetter ist heuer im Juli nicht auf der Tagesordnung gestanden. Das bekamen etwa auch die See- und Freibäder im Burgenland empfindlich zu spüren: So wenige Gäste wie in diesem Sommer gab es schon lange nicht.

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Leute

Spaniens Ex-König Juan Carlos droht Vaterschaftsklage

Der oberste spanische Gerichtshof prüft eine Vaterschaftsklage gegen den abgedankten König Juan Carlos. Die Klage, die zuvor von einer niedrigeren Instanz abgewiesen worden war, wurde am Dienstag an das Oberste Gericht weitergeleitet, wie eine Gerichtssprecherin gestern in Madrid sagte. Es handelt sich um die Klage des Katalanen Alberto Sola Jimenez.

Immunität mit Abdankung verloren

Mit seiner Abdankung im Juni verlor der 76-jährige Ex-König seine Immunität. Allerdings beschloss das Parlament mit den Stimmen der rechtskonservativen Regierungspartei eigens ein umstrittenes juristisches Sonderrecht für ihn. Es sieht vor, dass nur der Oberste Gerichtshof Juan Carlos zur Rechenschaft ziehen kann. Damit sind die Hürden deutlich höher, weil eine höhere Beweislast nötig ist.

2012 hatten zwei spanische Gerichte Vaterschaftsklagen gegen den damaligen Monarchen unter Verweis auf die Verfassung abgewiesen. Sola und die Belgierin Ingrid Sartiau sind davon überzeugt, uneheliche Kinder von Juan Carlos zu sein und wollten einen Vaterschaftstest erwirken.

Solas Berufungsklage muss nun vom Obersten Gericht geprüft werden. Der 58-Jährige behauptet, dass seine leibliche Mutter, die Tochter eines angesehenen Bankers aus Barcelona, mit Juan Carlos eine Affäre hatte, bevor dieser Königin Sofia heiratete. Aus dieser Affäre sei er hervorgegangen, sagt Sola.

Kelly Rowland: „Es wird ein Bub“

Die schwangere US-Sängerin Kelly Rowland hat das Geschlecht ihres Kindes verraten: „Es wird ein Bub“, sagte sie Fox411 gestern (Ortszeit). Ganz freiwillig war die Aussage allerdings nicht. Denn die ehemalige Sängerin der R&B-Band Destiny’s Child hatte sich zuvor verplappert, als sie erklärte, es seien „ihm“ bereits alle Badesachen und Spielzeuge besorgt worden.

Nach dem Fauxpas habe Rowland ihre Managerin gebeten, Ehemann Tim Witherspoon anzurufen, berichtete das US-Promiportal. „Kannst Du ihm bitte sagen, dass ich alles ausgeplaudert habe?“