Ausland

IS-Extremisten greifen Jesiden im Nordirak an

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat im Nordirak erneut Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden angegriffen. Eine große Gruppe IS-Milizionäre sei mit rund 20 Humvee-Fahrzeugen im Sindschar-Gebirge vorgerückt, zitierte die kurdische Nachrichtenseite Rudaw einen Kommandanten der Jesiden.

Bereits vor einer Woche hatten IS-Kämpfer Zugänge zu dem Hochplateau abgeschnitten, das an der Grenze zu Syrien liegt. Nach Angaben von Rudaw leben noch rund 7.000 Zivilisten im Sindschar.

Anfang August waren im Sindschar rund 80.000 vornehmlich jesidische Flüchtlinge eingeschlossen gewesen, nachdem der IS das Umland unter Kontrolle gebracht hatte. Peschmerga-Truppen konnten - unterstützt von US-Luftschlägen - die Belagerung durchbrechen. Viele Jesiden kamen in Flüchtlingslagern in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak unter. Nach Angaben von Rudaw haben die verbliebenen Jesiden mit Hilfe kurdischer Ausbilder eine Art Bürgerwehr gebildet.

Kritik an Moskau: Vertreterin der Soldatenmütter verhaftet

Die russischen Behörden haben eine Vertreterin der kremlkritischen Gruppe der Soldatenmütter vorübergehend festgenommen. Ljudmila Bogatenkowa sei nach zwei Nächten in Einzelhaft auf Kaution freigelassen worden, sagte der Anwalt Andrej Sabinin heute der Agentur Interfax. Die 73-Jährige hatte als eine der ersten vom Tod russischer Soldaten bei Kämpfen in der Ostukraine berichtet.

Russischen Medienberichten zufolge wird Bogatenkowa Betrug vorgeworfen. Sergej Kriwenko vom Menschenrechtsrat im Kreml bezeichnete die Festnahme als Versuch, die gesundheitlich angeschlagene Frau unter Druck zu setzen.

Den Soldatenmüttern zufolge sind die Namen von rund 400 Russen bekannt, die bei Gefechten zwischen ukrainischen Regierungstruppen und moskautreuen Separatisten verletzt wurden oder starben. Der Kreml hatte lange dementiert, dass russische Soldaten an der Seite der Aufständischen kämpfen. Staatsmedien berichteten aber Anfang September erstmals von „Freiwilligen“ in der Ostukraine und feierten getötete Soldaten als „Helden“.

Al-Kaida-Anschläge im Südjemen - mindestens 33 Tote

Mindestens 33 Menschen sind bei zwei Anschlägen der Terrororganisation Al-Kaida auf Stellungen der schiitischen Huthi im Südjemen ums Leben gekommen. Bei einer Explosion in der Stadt Radaa seien heute Abend 13 Menschen getötet und mindestens 20 verletzt worden, berichtete die jemenitische Nachrichtenseite Barakish. Die Angreifer hätten eine Autobombe vor einem von Huthis genutzten Gebäude gezündet.

Zuvor waren nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Masdar online in der Nacht auf heute bereits 20 Huthi-Kämpfer bei einem ersten Anschlag an gleicher Stelle getötet worden. Im Laufe der vergangenen Woche hatten die Huthis mehrere Städte südlich der von ihnen kontrollierten Hauptstadt Sanaa eingenommen. Örtliche Stammeskrieger wie auch Anhänger der sunnitischen Al-Kaida-Extremisten hatten sich den Rebellen entgegengestellt.

EU will Koordinator für Ebola-Krise ernennen

Zur besseren Eindämmung der Ebola-Epidemie haben sich die EU-Außenminister auf die Ernennung eines Koordinators auf europäischer Ebene verständigt. Alle Minister seien sich in dieser Frage „einig“, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius heute vor Journalisten in Luxemburg.

Wer das Amt übernehmen solle, werde „in den kommenden Tagen“ festgelegt. Ein EU-Koordinator sei ein „wichtiger Schritt“, damit sich alle an der Hilfe gegen die schwere Epidemie beteiligen könnten, sagte Fabius.

Hunderte Helfer sollen nach Westafrika

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich bereits 9.200 Menschen mit dem Virus infiziert, über 4.550 von ihnen starben. Aus eigener Kraft sind die am schwersten betroffenen westafrikanischen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone kaum in der Lage, die Seuche in den Griff zu bekommen. Europäische Länder wie Deutschland planen deshalb, in den kommenden Wochen Hunderte Freiwillige in die Krisenregionen zu schicken.

Auf UNO-Ebene gibt es mit Anthony Banbury bereits einen Sondergesandten für Ebola. Auch Deutschland hatte Anfang Oktober seinen eigenen Ebola-Beauftragten ernannt, den Diplomaten Walter Lindner.

Polen: Minister entschuldigt sich nach „Trottel“-Sager

Der polnische Landwirtschaftsminister Marek Sawicki hat Bauern, die Äpfel zu Niedrigpreisen verkaufen, statt EU-Gelder dafür zu nehmen, sinngemäß als „Trottel“ bezeichnet. Zudem seien die polnischen Bauern „dümmer als die deutschen“, hatte der Ressortchef am Wochenende gegenüber Journalisten erklärt. Nach scharfer Kritik durch die Opposition entschuldigte er sich heute dafür.

„Es tut mir leid, ich schäme mich“, sagte Sawicki im Gespräch mit dem Fernsehsender TVN24. Der Minister erklärte, dass er sich über den Vorwurf eines Journalisten geärgert hatte. Dieser hatte der Regierung unterstellt, nichts dagegen zu unternehmen, dass Landwirte Äpfel für zehn Groschen pro Kilo verkaufen, wenn sie 27 Groschen Entschädigung von der EU bekommen könnten.

Bei dem Gespräch mit dem Sender betonte er auch, dass er in Brüssel um die Verdoppelung der Vergütungsquote kämpfe. Die EU hatte die Entschädigung für Landwirte eingeführt, um Verluste durch die Russland-Sanktionen auszugleichen.

Inland

Bandion-Ortner fühlt sich missinterpretiert

Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner fühlt sich nach ihrem „profil“-Interview missinterpretiert. In einer schriftlichen Stellungnahme des König-Abdullah-Zentrums beklagt sie sich, das Interview sei nicht autorisiert, nicht korrekt und aus dem Kontext gerissen.

Zudem heißt es in der Aussendung, dass Bandion-Ortner wiederholt ihre klare Ablehnung der Todesstrafe geäußert habe. Freilich ist diese ablehnende Haltung auch dem „profil“-Text zu entnehmen. Über die schriftliche Stellungnahme hinaus wolle sie sich zu dem Thema öffentlich nicht äußern, so Bandion-Ortner auf Anfrage der APA.

„Profil“ widerspricht

In einer Reaktion dementierte „profil“ „mit aller Entschiedenheit“ den Vorwurf, dass das Interview nicht autorisiert worden sei. Der Interviewtext sei der Aussendung zufolge Donnerstagabend per Mail an Bandion-Ortners persönlichen Pressesprecher Christoph Hasslböck geschickt worden.

Von der Mailadresse des Pressesprechers des KAICIID, Peter Kaiser, wurde das Interview spät am Abend mit kleinen Änderungen retourniert. In dieser Fassung fehlte der Satz bezüglich der Todesstrafe, der sich so am Tonband befand: „Das ist nicht jeden Freitag, das ist ein Blödsinn. Natürlich bin ich da dagegen.“

Am Tag darauf retournierte das Magazin den Text mit dem Hinweis, dass man „fast alle Änderungen akzeptiert“ habe, und sandte das gesamte Interview, wie es dann auch gedruckt wurde. Die entsprechende Passage lautete nun: „Das ist nicht jeden Freitag. Natürlich bin ich gegen die Todesstrafe.“

In der Antwort von Kaiser hieß es kurz darauf: „Ich habe verstanden.“ Er werde „in etwa 20 Minuten Frau B-E (sic!)“ erreichen können, so „Profil“. Um 11.52 Uhr kamen laut „Profil“ ein Dankeschön und freundliche Grüße und die Nachricht, dass Rabbi David Rosen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit doch nach Saudi-Arabien werde einreisen können.

Aussagen für Richterchef „schockierend“

Bestürzt reagiert der Vorsitzende der Richtervereinigung, Werner Zinkl, auf die umstrittenen Aussagen Bandion-Ortners zur Todesstrafe in Saudi-Arabien. Die karenzierte Richterin hatte im „profil“ gemeint, dass nicht jeden Freitag geköpft werde.

Diese „Verharmlosung der Todesstrafe“ sei „eigentlich schockierend“, meinte Zinkl auf Anfrage der APA. Er verstehe Bandion-Ortner nicht, so der Richterpräsident. Denn eigentlich wäre es angemessen gewesen, wenn sie sich bei einem Besuch in Saudi-Arabien dort gegen die Todesstrafe ausgesprochen hätte. Stattdessen verharmlose sie diese.

150 Prozent mehr Asylanträge im September

Die Zahl der Asylanträge ist im September stark gestiegen. 3.360 Ansuchen bedeuten ein Plus von 149,8 Prozent im Vergleich zum September 2013. Insgesamt gab es heuer bisher rund 3.500 Anträge mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Säumig bei der Unterbringung sind indes weiter die Länder.

Was die Asylanträge angeht, gibt es das starke Plus erst seit den Sommermonaten. Schwankten die Zahlen bis dahin zwischen minus 5,5 Prozent (Juni) und 20,8 Prozent (Mai), ging es danach gehörig nach oben. 2.341 Anträge wurden im August gezählt und damit 73,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die 3.360 Ansuchen des September sind überhaupt der stärkste Monat seit vielen Jahren.

Flüchtlinge vor allem aus Syrien

Zurückzuführen sind die steigenden Zahlen vor allem auf den Bürgerkrieg in Syrien. Bürger dieses Landes bilden mittlerweile die bei weitem stärkste Flüchtlingsgruppe. 4.720 der gesamt 16.238 Asylansuchen kamen heuer von Syrern. Alleine im September waren es mehr als 1.200. Auf den nächsten Plätzen in der Antragsstatistik kommen die dort traditionell stark vertretenen Flüchtlinge aus Afghanistan (2.818) und der Russischen Föderation (1.230).

Der stärkere Zustrom trägt auch dazu bei, dass die Länder unverändert ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Am Wochenende gingen 275 Anträge ein. Von den Ländern heute übernommen wurden allerdings nur 70 Flüchtlinge. Wie lange es noch dauern wird, bis die Länder tatsächlich ihren Verpflichtungen nachkommen, bleibt abzuwarten. Bei einer Flüchtlingskonferenz hat man nun als neues Datum Ende Jänner in Aussicht gestellt.

Steiermark will Quote erfüllen

Mit heute erfüllt die Steiermark die mit dem Bund vereinbarte Flüchtlingsquote zu 88,5 Prozent. Für die angepeilten 100 Prozent sei aber eine gemeinsame Kraftanstrengung von Kirchen, Gemeinden und Land nötig, sagte der zuständige Landesrat Siegfried Schrittwieser (SPÖ).

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Migrantengründer: Selbstständigkeit zwischen den Kulturen

Fast jeder dritte Firmengründer in Österreich ist ein Migrant. In Wien sind es sogar noch mehr - 46.000 Arbeitsplätze wurden durch Migranten hier geschaffen. Oft ist die Selbstständigkeit der einzige Ausweg, Ausbildung und Qualifikationen passend einzusetzen oder überhaupt einen Job zu finden. Die gegründeten Unternehmen gehen dann aber meist über das traditionelle Lebensmittelgeschäft hinaus. Der Trend zeigt deutlich: Gründer mit Migrationshintergrund sind immer besser gebildet, werden innovativer und wissen ihre Vorteile für das grenzüberschreitende Business gezielt einzusetzen.

Mehr dazu in Jeder dritte Gründer ist Migrant

Sport

Tennis: Wien-Sieger Murray visiert Masters an

Der Plan von Andy Murray scheint aufzugehen: Der Schotte, der erst zwei Tage vor Turnierbeginn eine Wildcard für die Erste Bank Open angenommen hatte, holte sich in der Wiener Stadthalle den Turniersieg und die damit verbundenen 250 Punkte für das Race To London.

Die besten acht dieser Wertung, die nur die Ergebnisse des laufenden Jahres beinhaltet, dürfen zum Masters nach London – und Murray katapultierte sich mit seinem Wien-Triumph von Rang zehn auf acht.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Salzburg ortet Verbesserungsbedarf

Dank einem 4:2-Heimsieg gegen Ried und der WAC-Niederlage gegen Grödig hat Meister Red Bull Salzburg am Wochenende die Tabellenführung in der Bundesliga erobert. Kevin Kampl, Jonatan Soriano und Co. tankten damit viel Selbstvertrauen für das kommende Europa-League-Spiel gegen Dinamo Zagreb.

Doch neben viel Licht gibt es auch eine Problemzone. „Nach vorne war es gut, defensiv aber teilweise fahrlässig“, sieht Salzburg-Trainer Adi Hütter Verbesserungspotenzial in den Abwehrreihen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Real und Barcelona für „Clasico“ bereit

Der „Clasico“ zwischen Real und Barcelona am Samstag könnte in die Geschichte eingehen, zumindest die Vorzeichen stehen gut für ein Spektakel im Estadio Bernabeu. Nicht nur, dass sich beide Teams mit klaren Siegen für das 229. direkte Duell warmgeschossen haben, mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi präsentieren sich zurzeit auch die beiden Topstars in Hochform.

Ausgerechnet im Stadion des Erzrivalen könnte Messi dabei für eine Sternstunde in der Primera Division sorgen und den Uralttorrekord brechen - in einer Partie, in der zudem Luis Suarez vor seinem Debüt für Barcelona steht.

Mehr dazu in sport.ORF.at

ZIB2

Waffen für Kobane aus der Luft

Die USA unterstützen die Kurden in der nordsyrischen Stadt Kobane mit Waffenlieferungen aus der Luft. Kann die Terrorgruppe Islamischer Staat damit gestoppt werden? Dazu ist der langjährige ORF-Kriegsberichterstatter und Buchautor Friedrich Orter im Studio.

Geheimnisvolles U-Boot

In Schweden herrscht Aufregung, weil angeblich ein russisches U-Boot vor der Küste einen Notruf abgesetzt hat. Russland will davon nichts wissen. War es wirklich ein U-Boot, vielleicht sogar ein Spionageboot?

Machtkampf in der Kirche

Wie soll sich künftig die Kirche zu Themen wie Umgang mit Homosexuellen positionieren? Darüber haben Kardinäle bei einer Synode beraten, und es zeigen sich tiefe Gräben bei diesen Themen in der Kirche. Dazu ist Kardinal Christoph Schönborn zu Gast im Studio.

Wiederaufnahme gefordert

Vier Polizisten, die wegen Misshandlung von Bakary J. verurteilt wurden, wollen jetzt wieder die Wiederaufnahme des Verfahrens.

ZIB2 mit Tarek Leitner, 22.45 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Wirtschaft

Lufthansa-Streik legt Flugverkehr lahm

Die Piloten der AUA-Mutter Lufthansa weiten ihren Arbeitsausstand stark aus: So sind von dem mittlerweile achten Streik allein in diesem Jahr auch Langstreckenflüge betroffen. Ursprünglich wurde angekündigt, dass Kurz- und Mittelstrecken von heute Nachmittag an 35 Stunden lang bestreikt werden. Doch jetzt sollen ab morgen Früh auch Langstreckenflüge dazukommen. Hunderttausende Fluggäste sind betroffen. Auch Verbindungen von und nach Österreich werden bestreikt.

Mehr dazu in Germanwings von Streik ausgenommen

Russland weitet Sanktionen gegen EU-Produkte aus

Russland erweitert seinen Einfuhrstopp für zahlreiche Lebensmittel aus der EU auf Schlachtabfälle, Tierfett und Tiermehl. Auch weitere Nebenprodukte der Schweine-, Rind- und Geflügelfleischproduktion dürften ab morgen nicht mehr eingeführt werden, sagte der Sprecher der für Lebensmittel zuständigen Aufsichtsbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Grund dafür sei der Bruch von Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit.

In Reaktion auf die westlichen Sanktionen in Zusammenhang mit der Ukraine-Krise hatte Russland bereits Anfang August einen umfassenden Importstopp für Lebensmittel verhängt. Betroffen sind davon Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Japan.

Über fünf Mrd. EU-Förderungen für Österreich bis 2020

Bis 2020 wird Österreich EU-Förderungen im Wert von mehr als fünf Mrd. Euro bekommen, wie das nunmehr von der EU-Kommission genehmigte Partnerschaftsabkommen dokumentiert. Die 5,18 Mrd. fließen aber nur dann, wenn die konkreten Programme mit Bundes- und Ländermitteln kofinanziert werden.

Allein 3,9 Mrd. davon kommen aus dem Europäischen Fonds für die ländliche Entwicklung (ELER), je rund eine halbe Milliarde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

In dem zwischen Brüssel und Wien während der vergangenen zweieinhalb Jahre ausgearbeiteten Partnerschaftsabkommen werden die geplanten Beiträge dieser Fonds zu den strategischen Zielsetzungen beschrieben, die sich in den übergeordneten Bereichen Wachstum und Beschäftigung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie Beschäftigung, Bildung und Integration zusammenfassen lassen.

Chronik

„Blitzüberfall“ auf Wiener Innenstadtjuwelier

Zwei Räuber haben mit Hämmern heute Nachmittag einen „Blitzüberfall“ auf einen noblen Wiener Innenstadtjuwelier verübt. Die unbekannten Täter stürmten die Schmuckwerkstatt in der Spiegelgasse, zertrümmerten mehrere Vitrinen und flüchteten mit der Beute.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Verletzter bei bewaffnetem Banküberfall

Heute Früh wurde die BKS-Bank in Pörtschach (Kärnten) überfallen. Der Räuber soll mit einer Gaspistole einen Schuss abgegeben haben. Ein Angestellter der Bank wurde verletzt. Derzeit läuft eine Alarmfahndung nach dem flüchtigen Bankräuber, der beim Überfall nicht maskiert war.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

77-Jähriger bei Polizeieinsatz in Deutschland erschossen

Bei einem Polizeieinsatz wegen eines Ehestreits hat ein Beamter heute einen 77-Jährigen im deutschen Bundesland Niedersachsen erschossen. Der Pensionist habe in Gegenwart der Polizisten geschossen und sei dann aufgefordert worden, die Waffe abzugeben, teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg mit.

Weil er sich weigerte, habe einer der beiden Polizisten auf den Mann geschossen und ihn tödlich verletzt. Die Beamten waren wegen einer Auseinandersetzung zwischen dem Mann und seiner Frau gerufen worden.

Science

Psychologe kritisiert Selfie-Kultur

Konkurrenzdenken, Individualismus und narzisstische Selfie-Kultur: Der belgische Psychologe Paul Verhaeghe stellt dem Menschen der Gegenwart kein besonders gutes Zeugnis aus. Als Ursache ortet er das Diktat der Wirtschaft, das auch die Psyche ökonomisiert. „Wir sind wie kleine Inseln, auf denen wir mit unseren Selfies einsam leben und Angst vor anderen Menschen haben“, sagt er in einem ORF.at-Interview anlässlich einer Konferenz am Wochenende im Sigmund Freud Museum in Wien.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Fotograf Rene Burri gestorben

Der Fotograf Rene Burri ist tot. Der Schweizer, dessen Porträts von Che Guevara Weltruhm erlangten, starb heute im Alter von 81 Jahren zu Hause in Zürich. Burris langjähriger Freund, der Fotograf Michael von Graffenried, bestätigte auf Anfrage Burris Tod.

Burri, 1933 in Zürich geboren, war Mitglied der Agentur Magnum. Für die Agentur reiste er um die Welt und publizierte seine Reportagen über die großen politischen Geschehnisse des 20. Jahrhunderts. Weltbekannt neben seinen Bildern des kubanischen Revolutionshelden Guevara waren auch seine Porträts von Picasso oder Alberto Giacometti.

Sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert - unter anderem in seiner Heimatstadt Zürich, als das Museum für Gestaltung vor einem Jahr Rene Burris Bilder zeigte. Erst im Jänner gastierte er mit seinem „Doppelleben“ in der Wiener Galerie OstLicht. Sein Oeuvre ist auch mehrfach ausgezeichnet worden. Zuletzt erhielt der Fotograf 2011 den mit 20.000 Franken (16.564,52 Euro) dotierten Swiss Press Photo Life Time Achievement Award der Fondation Reinhardt von Graffenried.

Gurlitt hatte Monets „Abendliche Landschaft“ im Koffer

Bei dem Monet-Gemälde, das Monate nach dem Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt in dessen Koffer gefunden wurde, handelt es sich um das Bild „Abendliche Landschaft“. Die deutsche Taskforce Schwabinger Kunstfund bestätigte heute einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Das Gemälde wurde inzwischen auch als „Kofferfund“ in die Onlinedatenbank Lostart eingestellt.

Das Bild, das nach „Bild“-Angaben 60 Jahre lang verschollen war, wurde vier Monate nach Gurlitts Tod in einem Koffer gefunden, den der 81-Jährige vor seinem Tod im Krankenhaus bei sich hatte. Erst im September wurde es dem Nachlassverwalter übergeben.

Gurlitt war am 6. Mai in München gestorben. Als Alleinerben setzte er das Kunstmuseum Bern ein. Am 26. November soll eine Entscheidung darüber fallen, ob das Museum die Erbschaft annimmt oder nicht.

Mehr als tausend Kunstwerke beschlagnahmt

Im Februar 2012 hatte die Staatsanwaltschaft die ersten 1.280 Kunstwerke wegen des Verdachts auf ein Steuer- und Vermögensdelikt in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt und zunächst unter Verschluss gehalten. Anfang 2014 war bekanntgeworden, dass sich weitere 238 Werke in Gurlitts Haus in Salzburg befanden - darunter Werke von Picasso und auch Monet.

Im Juli wurden bei der Auflösung von Gurlitts Schwabinger Wohnung dann weitere Kunstwerke gefunden, über deren Verbleib bis dahin Unklarheit geherrscht hatte.

Viennale: Rekord beim Kartenvorverkauf

Die Viennale freut sich vor Eröffnung der 52. Ausgabe über ihren bisher stärksten Vorverkaufsstart. Rund 42.000 Tickets wurden am ersten Wochenende verkauft - und das ohne nennenswerte technische Störungen.

Mehr dazu in news.ORF.at/viennale

Viennale-Doku: Mit dabei auf dem Maidan

„Maidan“ wirkt auf den ersten Blick wie eine bloße Aneinanderreihung von Archivmaterial: Sergej Losniza setzt in seiner Dokumentation auf lange Einstellungen und aufwendig konstruierte Klangkulissen aus dem Zentrum der ukrainischen Proteste in Kiew. Im Dickicht der demonstrierenden Menge auf dem Maidan-Platz bleiben zwar viele Fragen unbeantwortet, aber als Kinobesucher erlebt man die Ereignisse aus ungewöhnlicher Nähe - wie durch ein Fenster.

Mehr dazu in news.ORF.at/viennale

„Kultur.montag“: Neues Theater für Meidling

Wien–Meidling: ein klassisches Zuwanderergebiet, typischer Arbeiterbezirk, bekannt für das geschmeidig gesprochene L, weniger bekannt für sein kulturelles Angebot. Jetzt hat hier ein neues Theater eröffnet. Das Werk X bemüht sich um zeitgenössisches Theater mit sozialkritischem Anspruch.

Zum Auftakt wurden namhafte Autoren wir Kurt Palm und Tex Rubinowitz mit Dramoletten beauftragt, die Meidling erkunden. „Kultur.montag“ begibt sich seinerseits auf einen Streifzug durch den Bezirk und hat den waschechten Meidlinger Roman Gregory als Führer engagiert.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Religion

Lifestyle

Der Traum von der Fitness-„Wunderwaffe“

So alt wie die Fitnessbewegung selbst ist der Wunsch nach einem Gerät, das alle essenziellen Körperpartien in wenigen Minuten und ohne Schweiß formt. Viele „Wunderwaffen“ wie Bauchtrainer, Saunagürtel und Vibrationsgeräte, die über die Jahre angeschafft werden, landen wohl bald wieder in der Ecke. Doch die Hoffnung lebt weiter und erhält durch vollmundige Versprechen in TV-Shoppingkanälen und im Internet laufend neue Nahrung. Findige Produktentwickler gehen sogar so weit, dass sie nur noch Ideen anbieten - die Produktion der Geräte müssen die Kunden dann selbst bezahlen.

Mehr dazu in Ohne Schweiß kein Preis

Leute

William und Kate erwarten zweites Kind im April

Das zweite Kind von Prinz William und seiner Frau Kate wird voraussichtlich im April zur Welt kommen. Das teilte der Kensington-Palast heute mit. William und Kate haben bereits einen kleinen Sohn: Prinz George kam am 22. Juli 2013 zur Welt.

Nach offiziellen Angaben wird Kate morgen erstmals seit über zwei Monaten wieder in der Öffentlichkeit auftreten. Die 32-Jährige und ihr Mann werden demnach Königin Elizabeth II. bei einem Empfang für Singapurs Präsidenten Tony Tan Keng Yam und seine Frau vertreten. Zudem werde die Herzogin von Cambridge an einer Preisverleihung für das beste Tierfoto des Jahres im Londoner Naturkundemuseum teilnehmen.

Die Nummer zwei der britischen Thronfolge und seine Frau hatten Anfang September bekanntgegeben, dass sie zum zweiten Mal Nachwuchs erwarten. Wie schon beim ersten Mal leidet die Herzogin von Cambridge an einer extremen Form der Schwangerschaftsübelkeit und musste deshalb bisher alle öffentlichen Termine absagen.