Ausland

Entführte Mädchen laut Boko Haram zwangsverheiratet

Rund 200 in Nigeria von Islamisten entführte Mädchen sind angeblich mit Kämpfern der Boko-Haram-Miliz zwangsverheiratet worden. Das habe ein Mann mitgeteilt, der sich als Milizenchef Abubakar Shekau ausgegeben habe, meldete heute die Nachrichtenagentur AFP.

Damit würde die Gruppe Angaben der Regierung widersprechen, denen zufolge eine baldige Freilassung der vor sechs Monaten entführten Mädchen bevorstehe. Die Nachrichtenagentur AFP erhält Videobotschaften der Gruppe regelmäßig einen Tag bevor diese ins Internet gestellt werden.

Peschmerga als Verstärkung in Kobane eingetroffen

Die seit Tagen als Verstärkung gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erwarteten nordirakischen Peschmerga sind in der belagerten nordsyrischen Stadt Kobane eingetroffen. Zehn Fahrzeuge hätten gestern Abend die türkisch-syrische Grenze überquert, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Konvoi wurde von türkischen Soldaten begleitet. Am Straßenrand jubelten Hunderte Kurden den Kämpfern zu. Insgesamt sollen 150 Peschmerga mit schweren Waffen den Verteidigern von Kobane helfen. Der IS versucht seit Wochen, die Stadt einzunehmen.

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10.000 demonstrierten in Athen gegen Sparpolitik

Rund 10.000 Mitglieder der kommunistischen griechischen Gewerkschaft PAME haben heute in Athen gegen die harte Sparpolitik der Regierung demonstriert. Sie zogen durch das Zentrum der Hauptstadt und versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude. „Es reicht. Wir können nicht mehr“, skandierte die Menge.

Die Demonstration verlief friedlich, wie die Polizei mitteilte. In Griechenland sind wegen der schweren Finanzkrise mehr als 26 Prozent ohne Job. Die Griechen haben zudem nach offiziellen Angaben im Vergleich zum Jahr 2008 mehr als ein Viertel ihres Einkommens verloren.

Italien beendet Mittelmeer-Rettungsaktion „Mare Nostrum“

Trotz heftiger Kritik von Hilfsorganisationen beendet Italien seinen „Mare Nostrum“-Einsatz zur Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer. Stattdessen sollen die EU-Grenzen im Rahmen des Programms „Triton“ unter dem Dach der EU-Grenzschutzagentur Frontex überwacht werden.

Flüchtlingsorganisationen kritisieren, das Frontex-Mandat betreffe nur die Grenzschutzsicherung und diene nicht dazu, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Sie befürchten einen Anstieg der Toten, weil auch das Einsatzgebiet zu klein sei. Italien selbst hat in einem Jahr 120.000 Flüchtlinge im Rahmen von „Mare Nostrum“ gerettet.

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Machtstreit innerhalb der Armee in Burkina Faso

In Burkina Faso zeichnet sich ein neuer Machtkampf ab: Der Vizechef der Präsidentengarde, Oberst Isaac Zida, beanspruchte heute das Amt des Interimsstaatschefs für sich und stellte sich damit gegen Militärchef Honore Traore.

Zida erklärte, er werde als Übergangsstaatschef die „staatliche Kontinuität“ wahren und für einen „ruhigen demokratischen Übergang“ sorgen. Eine zuvor von Traore abgegebene Erklärung, wonach dieser das Präsidentenamt übernehme, wies Zida als „unwirksam“ zurück.

Langzeitpräsident Compaore geflohen

Burkina Fasos früherer Präsident Blaise Compaore hat sich unterdessen ins Ausland abgesetzt. Compaore sei in die benachbarte Elfenbeinküste geflohen, meldete der Sender Radio France International heute. Er soll sich laut anonymer Quelle im Strandressort Assinie aufhalten. Auch einige Familienmitglieder sollen bei ihm sein.

USA und OSZE kritisieren Wahlen in der Ostukraine

Die USA und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben die für morgen von den prorussischen Separatisten angesetzte Wahl in der Ostukraine als unrechtmäßig kritisiert. Die US-Regierung werde das Ergebnis nicht anerkennen, bekräftigte eine Präsidialamtssprecherin in Washington. Zugleich forderte sie Russland zur Zurückhaltung auf.

Der amtierende OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter erinnertet die Konfliktparteien daran, dass die Wahlen gegen den vereinbarten Friedensplan verstoßen würden. Zuvor hatten auch Deutschland und Frankreich die Abstimmung in Donezk und Lugansk kritisiert. Die Regierung in Moskau will anders als der Westen die Wahlen in den ostukrainischen Separatistengebieten anerkennen.

Die übrige Ukraine hatte mit Ausnahme der von Russland annektierten Halbinsel Krim am vergangenen Wochenende das neue Parlament gewählt. Dabei gingen die proeuropäischen Kräfte von Präsident Petro Poroschenko und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk als Sieger hervor.

Mehr als 300 Tote in zehn Tagen

Im Osten der Ukraine wurden nach UNO-Angaben in den vergangenen zehn Tagen mehr als 300 Menschen getötet. Damit steige die Zahl der seit dem Ausbruch des Konflikts im April getöteten Menschen auf 4.035, teilte die UNO mit. Die Opferbilanz der UNO schließt jene 298 Menschen mit ein, die im Juli beim Absturz der Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine ums Leben kamen.

Eigentlich gilt seit Anfang September eine Waffenruhe zwischen den ukrainischen Streitkräften und prorussischen Separatisten in den Großstädten Donezk und Lugansk.

Inland

Projekt im Regelbetrieb: Weniger U-Haft für Jugendliche

Mit 1. November ist das Pilotprojekt „Sozialnetzkonferenzen“ in den Regelbetrieb der Justiz übernommen worden. Dabei sollen strauchelnde Jugendliche unter Einbindung ihres sozialen Umfelds auf den richtigen Weg zurückgebracht werden. Das Ziel war, über weniger Jugendliche die U-Haft zu verhängen beziehungsweise die Haftzeit dabei zu verkürzen.

Das Projekt wurde vom Bewährungshilfeverein Neustart entwickelt. Für Jugendliche in U-Haft soll gemeinsam mit nahen Angehörigen und Spezialisten ein Plan erstellt werden, damit ein Verbleib des Verdächtigen hinter Gittern überflüssig wird.

Abhängig von der Situation des Jugendlichen, - zum Beispiel ein Suchtverhalten - werden weitere Experten beigezogen. Am Ende soll die Zustimmung des Richters zur Enthaftung stehen. Auch für Jugendliche in Strafhaft soll die Reintegration nach einer Entlassung über Sozialnetzkonferenzen erfolgen.

ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter begrüßte die Übernahme in den Regelbetrieb. „Diese sinnvolle Einrichtung trägt einerseits zur Verkürzung der Untersuchungshaft von Jugendlichen bei, und unterstützt andererseits auch eine möglichst frühe bedingte Entlassung“, sagte er.

Wirtschaft

Streiks bei Amazon vorerst beendet

Zum vorläufigen Ende eines mehrtägigen Streiks haben Beschäftigte des Versandhändlers Amazon an zwei deutschen Standorten erneut die Arbeit niedergelegt. Heute beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di 200 Mitarbeiter am größten deutschen Standortort in Bad Hersfeld an dem Protest. In Leipzig waren rund 120 Beschäftigte im Ausstand. Der Streik sollte bis zum Ende der Spätschicht dauern.

Wann ver.di in dem seit mehr als einem Jahr andauernden Tarifkonflikt zum nächsten Streik aufruft, ist unklar. „Amazon muss damit rechnen, dass sie keine ruhige Minute mehr haben“, sagte Thomas Schneider von ver.di in Leipzig. Zu jeder Zeit und an jedem Ort könnte die Arbeit niedergelegt werden.

Ver.di will Branchenprimus Amazon zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels bewegen. Amazon sieht sich selbst aber als Logistikunternehmen und lehnt die Forderungen ab. Mittlerweile wird an bis zu fünf Standorten gestreikt. Involviert sind auch die Lager in Rheinberg und Werne (beide NRW) und Graben in Bayern.

Metaller-KV: Abschlüsse für Fahrzeug- und Gießereiindustrie

Die Gewerkschaften PRO-GE (Produktionsgewerkschaft) und GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) haben bei einer zweiten Gesprächsrunde mit dem Fachverband Fahrzeugindustrie einen Abschluss für die knapp 30.000 Beschäftigten der Branche erzielt. Das teilten die Arbeitnehmervertretungen heute mit.

Die Ist- und kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter steigen demnach um 2,1 Prozent. Die Lehrlingsentschädigungen steigen um 2,1 Prozent, die Aufwandsentschädigung und Zulagen um 1,7 Prozent.

Entsprechend der Maschinen- und Metallwarenindustrie

Zudem haben die Gewerkschaften mit dem Fachverband eine Freizeitoption vereinbart: Die Ist-Erhöhung kann in zusätzliche Freizeit - bis zu 38,5 Stunden - umgewandelt werden. Die Beschäftigten der Fahrzeugindustrie könnten nun individuell mitentscheiden, ob sie kürzer arbeiten, also die Lohn- und Gehaltserhöhung in Freizeit eintauschen, hieß es. Dafür zwingend notwendig sei allerdings der Abschluss einer Betriebsvereinbarung.

In zweiter Runde erzielten die beiden Gewerkschaften außerdem mit dem Fachverband Gießereiindustrie einen gleichlautenden Abschluss für die mehr als 6.000 Beschäftigten. Eine Freizeitoption konnte den Informationen zufolge hier jedoch nicht vereinbart werden. Die beiden Abschlüsse entsprechen jenem, der zunächst in der Maschinen- und Metallwarenindustrie diese Woche erzielt worden war.

Airbus vor neuem Großauftrag aus China

Airbus steht einem Medienbericht zufolge vor einem neuen Großauftrag aus China. Der europäische Flugzeugbauer verhandle mit der China Aircraft Leasing Group (CALG) über die Lieferung von rund 100 Kurz- und Mittelstreckenfliegern vom Typ A320 im Volumen von neun bis elf Milliarden Dollar (8,78 Mrd. Euro), schreibt die französische Zeitung „Le Figaro“ (Samstag-Ausgabe).

Das chinesische Unternehmen, das Verkehrsmaschinen an Fluggesellschaften vermietet, wolle schon in Kürze eine Absichtserklärung dazu unterzeichnen. Es hatte bereits vor zwei Jahren 36 A320-Maschinen bestellt und will seine Position im boomenden Luftverkehr in China ausbauen.

Airbus hatte erst Anfang Oktober 70 Flugzeuge der A320-Familie für etwa 5,5 Milliarden Euro an den Staatskonzern China Aviation Supplies (CAS) verkauft.

Sport

Formel 1: FIA fordert Kostenbremse ein

Neun statt elf Teams und damit ein Rennen mit nur 18 Fahrern: Der Grand Prix der USA am Sonntag in Austin (21.00 Uhr, live in ORF eins) zeigt der Formel 1 ihre Grenzen auf. Grenzen, die zumindest die kleinen Teams betreffen. Nach dem Ausstieg von Marussia und Caterham hat der Automobil-Weltverband (FIA) daher wieder einmal darauf hingewiesen, dass eine Ausgabenobergrenze dringend notwendig sei, um auch in Zukunft ein großes Starterfeld zu ermöglichen.

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Eishockey: KAC stoppt Wiener Siegeszug

Der Siegeszug der Vienna Capitals in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) ist gesternAbend gestoppt worden. Der Tabellenführer musste sich zu Hause dem KAC überraschend mit 2:5 geschlagen geben und kassierte die erste Pleite seit 5. Oktober. Danach hatten die Capitals sieben Siege in Serie verbucht. Der Vorsprung der Wiener in der Tabelle auf Salzburg schrumpfte damit auf drei Punkte, denn die „Bullen“ behielten im Schlager gegen die Black Wings Linz die Oberhand.

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Radsport: Brändle auf Liste mit „großen Champions“

Seit Donnerstagabend befindet sich der Österreicher Matthias Brändle in prominenter Gesellschaft. Mit der Verbesserung des Stundenweltrekordes auf 51,852 Kilometer trug sich der 24-jährige Vorarlberger in eine Liste mit Allzeitgrößen des Radsports wie Fausto Coppi, Jacques Anquetil und Eddy Merckx ein. „Ich bin sehr glücklich, dass ich es geschafft habe und nun auf derselben Liste wie viele große Champions vor mir stehe“, freute sich Brändle.

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Südafrikas Nationaltormann getötet - Festnahme

Nach den tödlichen Schüssen auf Südafrikas Fußballnationaltormann Senzo Meyiwa hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 25-Jährige werde „der Tötung und des bewaffneten Raubüberfalls“ beschuldigt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Der Verdächtige sei einem Haftrichter vorgeführt worden und bleibe mindestens bis zum 11. November in U-Haft.

Meyiwa war am Sonntag im Township Vosloorus nahe Johannesburg im Haus seiner Freundin, der Popsängerin Kelly Khumalo, überfallen und von einem Eindringling erschossen worden. Der Polizei zufolge erbeuteten die Angreifer ein Handy und flohen zu Fuß. Meyiwa wurde 27 Jahre alt. Er soll am Samstag in seinem Heimatort Umlazi nahe Durban beigesetzt werden.

Chronik

Landesweiter Stromausfall in Bangladesch

In Bangladesch ist heute landesweit der Strom ausgefallen. Nach Angaben des Energieministeriums war der Defekt einer Hochspannungsleitung aus Indien verantwortlich für die Panne. Techniker seien damit beschäftigt, den Stromausfall zu beheben, sagte ein ranghoher Ministeriumsvertreter.

Die Behörden versuchen mit Generatoren die Stromversorgung in einigen Teilen des Landes wiederherzustellen. Es war der schwerste Blackout seit 2007, als ein Zyklon über das Land zog und die Versorgung für mehrere Stunden lahmlegte. Damals starben 2.500 Menschen.

Mit 156 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von knapp 148.000 Quadratkilometern ist Bangladesch der am dichtesten besiedelte Staat der Welt - sofern reine Stadtstaaten nicht mitgezählt werden. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Elektrizität.

Das Land selbst ist abhängig von Stromimporten. Gemeinsam mit ausländischen Energiekonzernen soll in den nächsten Jahren daran gearbeitet werden, Kraftwerke zu errichten.

Flug MH17: Überreste von Opfern geborgen

Ein niederländisches Bergungsteam hat an der Absturzstelle des Passagierfluges MH17 in der Ostukraine erneut Überreste von Opfern geborgen. Das teilte die niederländische Regierung gestern Abend in Den Haag mit.

Die Leichenteile würden nun in der ukrainischen Stadt Charkiw von forensischen Experten untersucht und sollten später in die Niederlande ausgeflogen werden.

Bei dem mutmaßlichen Abschuss der Maschine der Malaysia Airlines am 17. Juli waren 298 Menschen getötet worden - die meisten der Opfer kamen aus den Niederlanden.

Noch neun Opfer nicht identifiziert

Bisher wurden 289 der Toten identifiziert. Von neun Menschen hatten die Experten im niederländischen Hilversum bisher keine DNA feststellen können. Wegen der andauernden Kämpfe in dem Gebiet waren die Bergungsarbeiten unterbrochen worden. Das niederländische Bergungsteam hatte nun überraschend die Unglücksstelle gemeinsam mit dem ukrainischen Katastrophenschutz besucht.

Rekordmenge geschmuggelter Nashornhörner entdeckt

In Südafrika sind zwei Vietnamesen mit einer Rekordmenge geschmuggelter Rhinozeroshörner im Gepäck festgenommen worden.

Die beiden 25 und 26 Jahre alten Männer seien gestern in einem Flugzeug beim Zwischenstopp in Johannesburg gefasst worden, nachdem die Polizei Informationen über die Schmuggelware in ihrem Gepäck erhalten hatte, sagte ein Polizeisprecher. Demnach befanden sie sich auf einem Flug von Mosambiks Hauptstadt Maputo in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi.

Eigentlich hätten die Passagiere während des einstündigen Zwischenstopps in Johannesburg an Bord bleiben sollen, doch ließ die Polizei wegen der Hinweise auf die Schmuggelware alle aussteigen und das Gepäck von einem Spürhund untersuchen. Laut dem Polizeisprecher wurden dabei 18 intakte Nashornhörner entdeckt. Es handelt sich um den größten Fund aller Zeiten in Südafrika.

Amoklauf an US-Schule: Dritter Teenager gestorben

Eine Woche nach dem jüngsten Amoklauf an einer Schule im US-Staat Washington ist ein drittes Opfer seinen Verletzungen erlegen. Ein 14 Jahre altes Mädchen sei gestorben, teilte das Krankenhaus von Providence gestern mit.

In einer kurzen Erklärung äußerte sich die Familie des verstorbenen Teenagers bestürzt. Ihre Herzen seien „gebrochen“ angesichts des Todes „unserer schönen Tochter“. „Wir können uns ein Leben ohne sie nicht vorstellen“, hieß es in der Erklärung der Familie.

Weiterer Bub weiter in Lebensgefahr

Ein zuvor als beliebt und freundlich geltender Schüler hatte am Freitag vor einer Woche in der Kantine der Highschool in Marysville um sich geschossen und dabei eine Mitschülerin getötet und insgesamt vier weitere Schüler verletzt. Anschließend tötete er sich selbst.

Am vergangenen Sonntag war bereits eine weitere 14-jährige Schülerin verstorben. Ein Bub schwebt nach dem Amoklauf mit schweren Kopfverletzungen weiter in Lebensgefahr. Ein weiterer Bub wurde wegen ernster Kieferverletzungen behandelt. Das Motiv des Schützen ist weiter unklar.

Umgekippter Lkw sorgte für A1-Sperre

Zu mehreren schweren Unfällen ist es in der Nacht auf heute auf der Westautobahn (A1) gekommen. Zum Teil herrschte dichter Nebel. Im Raum Amstetten musste die Autobahn sogar für sechs Stunden gesperrt werden, ein Tankwagen war umgestürzt.  

Mehr dazu in noe.ORF.at

Auto überschlug sich auf A1

Mit voller Wucht ist gestern ein Auto auf der Westautobahn (A1) zwischen St. Georgen und Oberwang in Oberösterreich gegen die betonierte Leitschiene des Mittelstreifens gefahren. Der Pkw überschlug sich, die Fahrerin musste in ein Spital gebracht werden.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Kultur

Die ORF-Bestenliste im November 2014

„Kanns nicht und wills nicht“ heißt Lydia Davis’ siebenter Erzählband, der 2013 mit dem International Man-Booker-Prize ausgezeichnet wurde und im November auf Platz eins der ORF-Bestenliste liegt. Marica Bodrozic belegt mit ihrem autobiografischen Buch „Mein weißer Frieden“ bereits zum zweiten Mal den zweiten Platz. Und auch Gerhard Roth ist abermals mit seinem Roman „Grundriss eines Rätsels“ auf der Bestenliste vertreten - diesmal auf Platz drei.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Religion

Schweiz: Pfarrer segnete lesbisches Paar

In der katholischen Kirche in der Schweiz herrscht Aufregung über den Segen eines Priesters für ein lesbisches Paar. Mit dem Akt widersetzte sich der Geistliche aus dem Ort Bürglen der Meinung der Kirchenoffiziellen. Das Bistum Chur will dem Fall nun nachgehen. Stattgefunden hat die umstrittene Segnung im Oktober, sagte ein Sprecher des Bürgler Pfarreirats gestern.

„Nach reiflicher Überlegung“

Er habe sich nach reiflicher Überlegung für eine Segnung entschieden, hatte der Pfarrer zuvor dem „Urner Wochenblatts“ gesagt. Heutzutage würden Tiere, Autos und sogar Waffen gesegnet. Warum solle nicht auch ein Paar gesegnet werden können, das den Weg gemeinsam mit Gott gehen möchte, fragte der Pfarrer.

Der Geistliche informierte vor der Segnung des gleichgeschlechtlichen Paares das Pfarreiteam, den Kirchenrat und den Pfarreirat. Dieser habe sich in einer Sitzung mit dem Thema befasst und sich im Grundsatz dafür ausgesprochen, sagte der Ratssprecher. Die Entscheidung für die Segnung sei aber letztlich beim Pfarrer gelegen.

Kirche will prüfen

Dem Bistum Chur liegen nach eigenen Angaben keine Fakten zum Fall von Bürglen vor. Es werde jedoch die Hinweise prüfen, sagte Bistumssprecher Giuseppe Gracia auf Anfrage. Zu möglichen Konsequenzen für den Pfarrer sagte der Sprecher von Bischof Vitus Huonder nichts.