Letzte Meldung

Beben der Stärke 7,5 in Mexiko

Ein schweres Beben hat heute das Zentrum und den Süden Mexikos erschüttert. Das Epizentrum mit einer Stärke 7,5 lag rund 37 Kilometer nördlich der Ortschaft Tecpan im Bundesstaat Guerrero, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die mexikanische Erdbebenwarte hatte die Stärke mit 7,0 beziffert.

In Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Tausende Menschen verließen in Panik ihre Häuser und Büros. Kurz nach dem Beben kreisten Hubschrauber auf der Suche nach Schäden über dem Zentrum von Mexiko-Stadt. „Im Moment liegen uns noch keine Berichte über Schäden vor“, schrieb der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Das Beben war auch in den Bundesstaaten Jalisco, Puebla und Oaxaca zu spüren. In den Badeorten Acapulco und Puerta Vallarta an der Pazifikküste wurden einige Hotels geräumt. Die Osterwoche ist Hauptreisezeit in Mexiko.

Ausland

Hollande stellt neuerliche Kandidatur infrage

Frankreichs Präsident Francois Hollande will bei der Präsidentschaftswahl 2017 nicht mehr antreten, falls die Arbeitslosigkeit bis dahin nicht sinkt. Der Sozialist sagte heute am Rande eines Firmenbesuchs im zentralfranzösischen Clermont-Ferrand, es gebe für ihn „keinen Grund, Kandidat zu sein“, wenn die Arbeitslosigkeit bis 2017 nicht zurückgehe.

Trotz aller Bemühungen der sozialistischen Regierung steigt die Arbeitslosigkeit seit dem Amtsantritt Hollandes im Mai 2012 stetig an. Hollande hatte bereits versprochen, den Anstieg der Arbeitslosigkeit bis Ende 2013 zu stoppen.

Zuletzt war die Arbeitslosigkeit aber auch im Februar auf eine neue Rekordzahl von 3,34 Millionen Menschen gestiegen. Allerdings wird in diesem und im nächsten Jahr mit einer leichten Erholung der Konjunktur in Frankreich gerechnet.

Berater zurückgetreten

Ein zentraler Berater von Hollande reichte unterdessen nach dem Vorwurf von Interessenkonflikten seinen Rücktritt ein. Aquilino Morelle, der seit 2012 zum Stab des Staatschefs gehört, schrieb auch wichtige Reden für Hollande. Er wolle völlig frei auf die Vorwürfe gegen ihn reagieren können, begründete Morelle seien Schritt. Er habe keinen Fehler begangen und noch nie in einem Interessenkonflikt gesteckt, betonte der 51-Jährige.

Nach einem zuvor veröffentlichten Bericht des Onlinemediums Mediapart soll Morelle vor mehreren Jahren während seiner Tätigkeit für die Generalinspektion für soziale Angelegenheiten (IGAS) heimlich auch für Pharmakonzerne gearbeitet haben. Die IGAS überwacht und überprüft französische Ministerien ressortübergreifend bei Themen aus dem Sozialbereich.

Nigeria: Dutzende entführte Schülerinnen weiter unauffindbar

Das Schicksal von rund hundert in Nigeria von Islamisten verschleppten Schülerinnen ist weiterhin ungeklärt: Die meisten der 129 am Montag entführten Schulmädchen würden weiter vermisst, erklärten die Behörden des nördlichen Bundesstaates Borno heute.

Ein Offizier, der nicht namentlich genannt werden wollte, warf den fundamentalistischen Entführern vor, die Mädchen als militärische Schutzschilde, Hauspersonal und „die meisten als Sexsklavinnen“ zu missbrauchen.

Vorübergehend gab es zuvor widersprüchliche Angaben, ob die meisten Schülerinnen noch immer in der Hand der Entführer seien. Nun zog das Verteidigungsministerium jedoch eigene Angaben vom Vortag zurück und stellte klar, dass die Behörden des Bundesstaates und die Schulbehörden die zutreffenden Zahlen mitteilten. Von den 129 entführten Mädchen konnten sich demnach bisher nur 30 in Sicherheit bringen.

Gül gegen Ämtertausch mit Erdogan

Vier Monate vor der Präsidentenwahl in der Türkei hat Amtsinhaber Abdullah Gül einen Wechsel in das Amt des Ministerpräsidenten abgelehnt. Vor Journalisten deutete er heute ein mögliches Ende seiner politischen Karriere an.

„Ich will mitteilen, dass ich unter den aktuellen Rahmenbedingungen keinen politischen Plan habe“, sagte Gül. Ein Ämtertausch mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nach russischem Vorbild passe nicht zur Türkei.

Ein Verzicht Güls auf eine erneute Bewerbung um das Präsidentenamt würde den Weg für eine Kandidatur von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan frei machen. Abgeordnete der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP sagten Erdogan in geheimer Wahl bereits Unterstützung zu. Die AKP war bei den von Erdogan zum Test erklärten Kommunalwahlen Ende März mit mehr als 45 Prozent der landesweit abgegeben Stimmen erneut die mit Abstand stärkste politische Kraft geworden.

Veneto-Sezessionisten wieder auf freiem Fuß

13 mutmaßliche Veneto-Sezessionisten, die am 2. April wegen Terrorismus festgenommen worden waren, sind aus der Haft entlassen worden. Fünf von ihnen müssen unter Hausarrest bleiben, darunter der Ex-Parlamentarier Franco Rocchetta, berichteten italienische Medien heute.

„Wir begrüßen die Freilassung, doch es ist eine Schande, dass der italienische Staat Unschuldige wegen ihrer politischen Ideen inhaftiert“, protestierte der Chef der föderalistischen Oppositionspartei Lega Nord, Matteo Salvini. In den vergangenen Tagen hatten Lega-Aktivisten einen Hungerstreik für die Freilassung der inhaftierten Sezessionisten durchgeführt.

Der ermittelnde Staatsanwalt in der lombardischen Stadt Brescia wirft den mutmaßlichen Separatisten vor, „die Unabhängigkeit vom italienischen Staat mittels Gewalt und Volksaufstand“ anzustreben. Sie hätten die demokratische Ordnung untergraben wollen. Die Separatisten hätten im Mai 2012 in Erbusco bei Brescia eine „Die Allianz“ genannte Untergrundorganisation aus der Taufe gehoben, die Kontakte zu anderen sezessionistischen Gruppierungen mit dem gemeinsamen Ziel der Trennung vom italienischen Zentralstaat unterhalte.

ISIS-Terroristen sagen sich von Al-Kaida los

Die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) hat sich von der Führung des Al-Kaida-Netzwerkes losgesagt. Das geht aus einer heute veröffentlichten Audiobotschaft hervor, die ihrem Sprecher Abu Mohammed al-Ansari zugeschrieben wird.

Darin heißt es, die Al-Kaida-Führung unter Eiman al-Sawahiri habe sich von den Grundsätzen des „Heiligen Krieges“ entfernt und die Bewegung der „Gotteskrieger“ gespalten.

ISIS war im Irak entstanden, nachdem die US-Truppen 2003 den Diktator Saddam Hussein gestürzt hatten. Die Terrorgruppe hat ihr Einflussgebiet inzwischen auf die syrischen Rebellengebiete ausgedehnt.

GB: Labour setzt auf Obama-Wahlkampfstrategen Axelrod

Die britische Labour-Partei hat für den Wahlkampf 2015 US-Präsident Barack Obamas Wahlkampfstrategen David Axelrod engagiert. Das gaben die britischen Sozialdemokraten heute bekannt. Axelrod hat Obama in den Jahren 2008 und 2012 zu Wahlsiegen geführt.

Die Labour-Partei führt derzeit in den Umfragen klar vor den regierenden Torys. Allerdings kann Spitzenmann Ed Miliband nicht mit Premierminister David Cameron mithalten.

Die Briten wählen im Mai 2015 ein neues Parlament. Derzeit regiert eine Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten unter Führung Camerons.

Inland

Aufregung über Karas-Plakat mit Bono-Zitat

Das Plakat der Europäischen Volkspartei, auf dem ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas mit einem Zitat des irischen Popstars Bono für die EU-Wahl wirbt, sorgt für Ärger.

Die Rechteverwaltungsfirma des Sängers habe die EVP überraschend informiert, nicht mit der Verwendung des Zitats einverstanden zu sein, hieß es auf APA-Anfrage aus Karas’ Büro, die Verwendung sei aber rechtlich wasserdicht.

Sport

Tennis: Frühes Aus für Nadal in Monte Carlo

Nach seiner Finalniederlage im vergangenen Jahr hat Rafael Nadal diesmal in Monte Carlo bereits im Viertelfinale den Kürzeren gezogen. Der achtfache Sieger des Turniers und Weltranglistenerste musste sich heute seinem spanischen Landsmann David Ferrer in zwei Sätzen geschlagen geben. Ferrer revanchierte sich mit seinem erst sechsten Triumph im insgesamt 27. Duell gegen Nadal auch für die Niederlage im Endspiel der French Open in der vergangenen Saison.

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Fußball: Sehnsucht der „Reds“ vor Erfüllung

Für Liverpool könnte in diesem Jahr eine schier endlose Leidenszeit zu Ende gehen. 24 Jahre ist es mittlerweile her, dass sich die „Reds“ zum bisher letzten Mal die englische Fußballkrone aufgesetzt haben. Nun ist der 19. Titel der Vereinsgeschichte zum Greifen nah. Vier Runden vor Schluss hat es die Auswahl von Brendan Rodgers, der Liverpool neues Selbstvertrauen eingeimpft hat, selbst in der Hand, den Meistercoup zu landen. Emotionale Momente durchlebt Kapitän Steven Gerrard, der mit den „Reds“ durch dick und dünn ging. „In all den Jahren gab es Hochs und Tiefs“, sagte der 33-Jährige. „Im Moment liebe ich jede Minute.“

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NHL: Pleite für Raffl zum Play-off-Auftakt

Michael Raffl hat mit den Philadelphia Flyers einen Fehlstart in die NHL-Play-offs hingelegt. Bei den New York Rangers setzte es gestern (Ortszeit) eine klare 1:4-Niederlage, wobei die Gastgeber erst im Schlussdrittel mit drei Toren für die Entscheidung sorgten. Viel enger ging es in St. Louis zu, wo die Blues gegen Titelverteidiger Chicago Blackhawks in der dritten Overtime jubelten.

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Wirtschaft

Spätes Ostern lässt Kassen klingeln

Ostern steht vor der Türe und damit meist eine ganze Reihe von Festen, Familienfeiern und Events. Seit vielen Jahren gehört Ostern - hinter Weihnachten - für den Handel zu den lukrativsten Tagen. Neben Schokolade und Ostereiern werden vor allem Spielsachen für Kinder und Kosmetikartikel oder Gutscheine für die Partnerin oder den Partner gekauft. 201 Mio. Euro haben die Österreicher im vergangenen Jahr zu Ostern ausgegeben - und der späte Termin des heurigen Fests könnte das Ergebnis noch toppen.

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Jobinserate: Ratespiel mit Gehaltsangaben

Die meisten Unternehmen halten sich mittlerweile an die gesetzlichen Bestimmungen zur Gehaltstransparenz. Allerdings: Die Angaben in Stellenanzeigen sind sehr oft sehr schwammig geblieben, so das Fazit der Arbeiterkammer (AK), nachdem diese über zwei Monate lang Hunderte Inserate in Tageszeitung und Onlinejobbörsen unter die Lupe genommen hat. Die Aussagekraft der Anzeigen habe sich im letzten Jahr sogar vermindert, kritisiert die AK. Stellensuchende erhalten oft nur Informationen über das gesetzliche Mindestgehalt, die Kalkulation der tatsächlichen Verdienstperspektiven bleibt oft ein Ratespiel.

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Steuerstreit beigelegt: Armani zahlt 270 Millionen

Das Modehaus Giorgio Armani hat den italienischen Steuerbehörden im Rahmen eines Vergleichs 270 Millionen Euro gezahlt. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Il Sole 24 Ore“, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Dem Blatt zufolge wurde das Geld in der vergangenen Woche bezahlt. Damit seien alle Steuerermittlungen beigelegt. Die italienischen Behörden schauen angesichts der Wirtschaftskrise verstärkt auf die Steuermoral der Unternehmen.

OGH kippt Provisionssystem von Finanzvertrieben

Der Oberste Gerichtshof hat die Vergütungspraxis von Finanzvertrieben wie dem Ex-AWD (heute Swiss Life Select) und OVB gekippt. Die bisher übliche Praxis, „freien“ Beratern Vorschüsse auf Provisionen zu zahlen, wird künftig nicht mehr möglich sein. Das könnte den Beruf unattraktiv machen. Bei Kundenstornos wiederum können die Firmen keine Provisionen mehr zurückfordern. Die Branche ist nervös.

Laut OGH-Urteil entsteht der Provisionsanspruch eines Beraters schon dann, wenn der von ihm gewonnene Kunde bezahlt; bei länger laufenden Verträgen anteilig mit der Ratenzahlung, berichtete das „WirtschaftsBlatt“ (Freitag-Ausgabe).

Bis dato war das aber in der Branche nicht üblich. Im behandelten Fall hatte der AWD den „Freiberuflern“ keine Provisionen direkt bezahlt, sondern „Vorschüsse“. Der Grund: Wenn ein Kunde storniert, wird vom Berater auch die erhaltene Provision (anteilig) zurückverlangt. Das ist dem Höchstgericht zufolge unzulässig.

Chronik

Fährunglück: Weiter Suche nach Überlebenden in Südkorea

Am Wrack des südkoreanischen Fährschiffs „Sewol“ suchen die Rettungsmannschaften weiter fieberhaft nach Überlebenden unter den mehr als 250 vermissten Insassen. Zwei Tage nach dem Untergang der „Sewol“ sei es Tauchern heute erstmals gelungen, bis ins Innere des Wracks vorzudringen, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS unter Berufung auf einen Krisenstab der Regierung.

Es sei damit begonnen worden, Luft ins Innere der Fähre zu pumpen. Angehörige der vermissten Insassen hoffen nach wie vor, dass Überlebende gefunden werden können. Es wird befürchtet, dass im Rumpf der mehrstöckigen Fähre ein Großteil der über 470 Insassen eingeschlossen wurde.

Mehr als 300 Passagiere waren Schüler auf einem Ausflug. Bisher wurden nach offiziellen Angaben 26 Leichen aus dem Wasser um das am Mittwoch vor der Südwestküste gekenterte Schiff gezogen. Fast 180 Insassen konnten gerettet werden, 270 Menschen gelten als vermisst.

Schwere Vorwürfe an Regierung

Familien von vermissten Insassen richteten unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Regierung. In einer Erklärung warfen sie ihr vor, nicht genug für die Rettung von möglichen Überlebenden zu tun. „Unsere Kinder schreien im eiskalten Wasser nach Hilfe, bitte helft ihnen“, hieß es laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap in einer Erklärung der Familien. Viele Angehörige befinden sich in der Nähe der Unglücksstelle auf der Insel Chindo.

Mehr dazu in Kaum noch Hoffnung für Überlebende

Tiroler gesteht massenhafte sexuelle Belästigung

Ein 20-Jähriger Tiroler hat seit drei Jahren Tausende Mädchen im Alter von elf bis 18 Jahren in Innsbruck online sexuell belästigt. Auf seine Spur ist man nach dem Hinweis einer Elfjährigen gekommen. Der junge Mann zeige sich geständig, so die Polizei.

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Jagd aus der Luft: Zwei Diebe gefasst

Zwei international gesuchte Diebe konnten von der Polizei in Niederösterreich verhaftet werden. Bei der ersten Einvernahme gelang ihnen allerdings die Flucht. Nach einer Jagd mit dem Hubschraueber wurden sie endgültig gefasst.

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„Rollstuhlfahrerin“ erfand Überfall

Der Überfall auf eine Rollstuhlfahrerin Anfang April hat sich als Betrug herausgestellt. Die Polizei hatte auf Bildern einer Überwachungskamera gesehen, wie die Frau zu Fuß in eine Bank ging. Die 42-Jährige wurde angezeigt.

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Kultur

Spielmann und Voss in Burgtheater-Kommission

Eine Kommission wird die Suche nach dem neuen Burgtheater-Direktor unterstützen, Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) hat heute die sechs Mitglieder bekanntgegeben. Unter ihnen sind Schauspieler Gert Voss und Regisseur Götz Spielmann.

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Causa Pereira: Scala-Delegation kommt nach Salzburg

Mitglieder des Scala-Aufsichtsrats werden laut italienischen Medienberichten kommende Woche nach Salzburg reisen, um Dokumente über den Verkauf von Opern der Salzburger Festspiele an das Mailänder Opernhaus zu sammeln. Das Kontrollorgan befasst sich dann am 28. April mit dem Fall des Intendanten der Salzburger Festspiele und künftigen Scala-Chefs Alexander Pereira.

An diesem Tag soll der Mailänder Bürgermeister Giuliano Pisapia den Aufsichtsräten den Bericht vorlegen, den die Scala beim Kulturministerium in Zusammenhang mit dem Erwerb der Salzburger Opern einreichen will. Die Aufsichtsräte sollen dem Bericht des Bürgermeisters ihre Zustimmung geben. Pereira, derzeit noch Intendant der Festspiele, hat der Scala, deren Chefposten er im Herbst übernimmt, Produktionen verkauft.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

„Moliere auf dem Fahrrad“: Die Tücken des Männerkitschs

Es soll Situationen geben, in denen sich Männerfreundschaft fast zur Brüderlichkeit auswächst. Alte Theaterfreunde, die in einem verfallenen Haus auf der stürmischen Ile de Re Moliere proben und dabei ihre Liebe zum Theater zelebrieren, am Abend Rotwein trinken und den Tücken des Alltags trotzen, wird man eine besondere Nähe zu dem attestieren können, was man gemeinhin als Männerkitsch bezeichnet.

Doch Beziehungen sind brüchig - und der Männerkitsch ist es am allermeisten. Was passiert, wenn man dem Kitsch die Maske abnimmt, ist ab Freitag in den Kinos zu bewundern. „Moliere auf dem Fahrrad“ entpuppt sich als eine der temporeichsten französischen Komödien der letzten Jahre - und straft all jene Lügen, die das französische Kino mit einem in Zeitlupe heruntergehenden Bahnschranken gleichsetzen.

Mehr dazu in Ein Hahnenkampf auf der Ile de Re

Science

NASA-Sonde „LADEE“ planmäßig auf Mond zerschellt

Die vorerst letzte Mondmission der US-Raumfahrtbehörde NASA ist zu Ende. Die Sonde „LADEE“ (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) ist wie geplant mit fast 6.000 km/h auf die Oberfläche des Mondes zugerast und dort zerschellt, wie die NASA heute mitteilte.

Dabei seien viele Teile der Sonde, die ungefähr die Größe eines Getränkeautomaten hat, aufgrund der großen Hitze wahrscheinlich verdampft.

„LADEE“ war Anfang September von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia in Richtung Mond gestartet und dann rund ein halbes Jahr lang um den Himmelskörper gekreist, um dessen Atmosphäre zu untersuchen. NASA-Experten haben die rund 250 Millionen Dollar (etwa 190 Mio. Euro) teure Mission bereits als großen Erfolg bewertet.

IT

Snowden verteidigt Teilnahme an Putins TV-Show

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden muss für seinen Videoauftritt bei der TV-Sendung „Direkter Draht“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin viel Kritik einstecken. Auf Twitter nennen User ihn bereits „Putins Pudel“. Jetzt wehrt sich der Whistleblower im britischen „Guardian“ (Freitag-Ausgabe).

Snowden, der aus den USA geflüchtet ist, lebt zurzeit in Russland. In einem Beitrag für die Zeitung erklärte er, er habe an Putins TV-Sendung teilgenommen, weil sich der russische Präsident genauso wie US-Präsident Barack Obama für die massenhafte Überwachung seiner Bürger verantworten müsse.

Frage mit erwartbarer Antwort

Snowden hatte Putin am Donnerstag gefragt, ob Russland die Kommunikationsdaten von Millionen Menschen abfängt und diese speichert. Der Präsident hatte darauf geantwortet: Sein Land setze bestimmte Mittel ein, um Telefongespräche abzuhören und Internetkommunikation abzufangen. „Das passiert aber nur mit gerichtlicher Zustimmung“, beteuerte Putin. „So etwas wie in den USA kann es bei uns nicht geben.“

Eine massenhafte und unkontrollierte Ausspähung finde in Russland nicht statt, versprach Putin Snowden. Das bezweifelt dieser nun im Nachhinein: „Es gibt ernsthafte Unstimmigkeiten in seinem Dementi.“ Russische Menschenrechtler beklagen immer wieder, dass unter Putin die Vollmachten der Geheimdienste in den vergangenen Jahren systematisch ausgeweitet worden seien, die Dienste außerhalb des Rechts agierten.

Leute

Liliana Matthäus in New York festgenommen

Liliana Matthäus, Ex-Frau des ehemaligen deutschen Fußballstars Lothar Matthäus, hat Ärger mit der US-Justiz: Die 26-Jährige wurde in ihrem New Yorker Apartment festgenommen, wie ein Polizeisprecher laut AFP heute bestätigte. Der „New York Daily News“ zufolge soll sie die Kreditkarte eines Ex-Freundes gestohlen haben und damit in Luxusgeschäften auf Shoppingtour gegangen sein. Matthäus sei wegen schweren Diebstahls angeklagt worden, hieß es weiter.

Die Polizei führt die gebürtige Ukrainerin in der Strafsache unter dem Namen „Christina Matthäus“. Die „New York Post“ berichtete, dass Matthäus mit der Kreditkarte Tausende Dollar für Kleider und Accessoires ausgegeben habe. Außerdem habe sie damit ein Flugticket nach Europa gebucht. Das Model ist wieder auf freiem Fuß, ein Gerichtstermin wurde den Medienberichten zufolge für den 12. August angesetzt.

Matthäus’ Anwalt Mark Jay Heller wies die Vorwürfe zurück. Seine Mandantin sei von ihrem Ex-Freund demnach aus Verärgerung über das Ende der Beziehung beschuldigt worden: „Seine Reaktion ist sehr unglücklich und der Auslöser dieser falschen Anklage wegen schweren Diebstahls.“ Nur deshalb drohten Matthäus bis zu sieben Jahre Gefängnis.

Trauerfeier für Peaches Geldof am Ostermontag

Familie und Freunde von Peaches Geldof wollen der verstorbenen Tochter des Musikers Bob Geldof am Ostermontag die letzte Ehre erweisen. Das gab die Familie heute bekannt. Die Trauerfeier soll in derselben Kirche in der Grafschaft Kent stattfinden, in der Peaches Geldof 2012 geheiratet hatte und in der auch die Trauerfeier für ihre Mutter Paula Yates abgehalten worden war. Yates war im Jahr 2000 an einer Überdosis Drogen gestorben.

Peaches Geldof war am 7. April tot in ihrem Haus in Kent gefunden worden. Sie hinterlässt zwei Kinder und ihren Ehemann Thomas Cohen.

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung hat bisher keine klare Ursache für den Tod der 25-jährigen Moderatorin erkennen lassen. Die Untersuchung nach Giftstoffen im Körper steht noch aus, Ergebnisse werden in den nächsten Wochen erwartet.