Ausland

Weitere Tote bei Kämpfen in Ostukraine

Bei weiteren schweren Kämpfen in der Ostukraine sind laut Angaben des Militärs fünf Soldaten getötet und 23 verwundet worden. Die prorussischen Separatisten hätten Stellungen nahe der strategisch wichtigen Städte Debalzewe und Mariupol mit Mörsergranaten, Grad-Raketen und Artillerie angegriffen, erklärte die Armee heute. Die ukrainischen Truppen hätten das Artillerie- und Mörserfeuer erwidert.

Die Gefechte im Osten der Ukraine sind inzwischen so schwer wie seit der Vereinbarung des Waffenstillstandsabkommens von Minsk im September nicht mehr. Vertreter der sogenannten Kontaktgruppe wollen einen neuen Anlauf zur Beruhigung der Lage in der Ostukraine unternehmen.

Abgesandte Kiews, Moskaus, der prorussischen Separatisten und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) treffen dazu heute in der weißrussischen Hauptstadt Minsk zusammen.

EU einig über Verlängerung der Sanktionen

Die EU-Außenminister hatten sich zuvor bei ihrer gestrigen Sondersitzung in Brüssel nach schwierigen Verhandlungen auf eine Verlängerung der Russland-Sanktionen geeinigt. Die Sanktionen wurden um ein halbes Jahr bis September 2015 verlängert. Auch Griechenland, dessen neue Regierung sich zuvor gegen eine Verschärfung des Kurses gegen Kreml-Chef Wladimir Putin ausgesprochen hatte, stimmte zu.

Außerdem soll eine Ausdehnung der Personenliste bis zum EU-Gipfel am 12. Februar vorbereitet werden. Bei einer Eskalation der Gewalt sei dann auch eine Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau möglich, sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Afrikanische Union will Eingreiftruppe gegen Boko Haram

Die Afrikanische Union (AU) unterstützt Pläne für eine regionale Eingreiftruppe gegen die nigerianische Terrororganisation Boko Haram. Die Truppe soll mindestens 7.500 Soldaten umfassen. Das wurde nach einem Treffen des Friedens- und Sicherheitsrates der Staatengemeinschaft gestern Abend in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba bekannt.

Die AU wolle jetzt die Vereinten Nationen (UNO) davon überzeugen, eine solche Militäroffensive zu finanzieren, berichtete der französische Sender RFI.

AU-Chefin Nkosazana Dlamini Zuma hatte Afrika bereits vor wenigen Tagen dazu aufgerufen, eine Führungsrolle im Kampf gegen die Extremisten zu übernehmen. Sie sei „zutiefst entsetzt“ über die Bluttaten der Islamisten, ihr Terror sei „inakzeptabel“. In Addis Abeba beginnt heute das zweitägige Gipfeltreffen der AU, bei der Boko Haram ganz oben auf der Tagesordnung stehen soll.

Dijsselbloem-Besuch: Athen setzt auf Verhandlungen

Trotz aller Differenzen und Drohungen der letzten Tage zwischen Athen und der EU: Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein Team dürften weiter auf den Verhandlungstisch setzen - und schnell Nägel mit Köpfen machen wollen.

Mit dem Besuch von Euro-Gruppe-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen beginnen heute die Verhandlungen über die griechischen Schulden, hieß es gestern aus dem griechischen Finanzministerium. Zuvor war die Regierung in Athen mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zusammengetroffen - und konnte diesen offensichtlich von ihrer grundsätzlichen Verhandlungsbereitschaft überzeugen.

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Putin-Freund soll Brücke auf die Krim bauen

Die geplante Brücke zwischen dem russischen Festland und der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim soll von einem mit Präsident Wladimir Putin befreundeten Unternehmer gebaut werden. Die Firma Strojgasmontash (SGM) solle das Bauwerk bis Dezember 2018 fertigstellen, erklärte die Regierung in Moskau heute.

Unternehmer auf Sanktionsliste der EU

Besitzer von SGM ist der 63-jährige Arkadi Rotenberg, ein Judopartner Putins aus Kindertagen. Er zählt zugleich zu den ersten russischen Geschäftsleuten, die die EU in der Ukraine-Krise auf ihre Sanktionsliste setzte und mit Einreiseverboten und Kontensperren belegte.

SGM wurde 2008 aus mehreren Geschäftsteilen gegründet, die der staatliche Gaskonzern Gasprom zum Verkauf stellte. Seither ist der Umsatz des Unternehmens stark gestiegen. SGM erhielt unter anderem Regierungsaufträge und verlegte Rohre für Gasprom und andere Konzerne.

Rotenberg hält einen Anteil von 51 Prozent an dem Unternehmen. Sein geschäftlicher Erfolg hat laut den Worten Rotenbergs jedoch nichts mit seinen Beziehungen zu Putin zu tun.

Klage gegen Schweizer Volksentscheid zu Zuwanderung

Gegen den Schweizer Volksentscheid für eine Begrenzung der Zuwanderung ist vor dem obersten Gericht der Eidgenossenschaft Klage erhoben worden. Zwei Beschwerdeführer machen geltend, dass im Abstimmungskampf rassistische Parolen verwendet worden seien und das Resultat des Referendums am 9. Februar 2014 deshalb für ungültig erklärt werden müsse.

Die Klage sei gestern beim Schweizerischen Bundesgericht eingegangen, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA.

EU sieht Verstoß gegen Personenfreizügigkeit

Das Ja zur Initiative „Gegen Massenzuwanderung“ der Schweizer Volkspartei verpflichtet die Regierung, bis 2017 Kontingente für Zuwanderer festzulegen - auch für EU-Bürger, die bisher ohne Einschränkungen in der Schweiz arbeiten und wohnen dürfen. Die EU sieht darin einen Verstoß gegen die mit der Schweiz vereinbarte Personenfreizügigkeit.

Italienische Präsidentenwahl wird fortgesetzt

In Rom wird heute Vormittag die Wahl des neuen Staatspräsidenten fortgesetzt. Beim ersten Wahlgang war es gestern Abend zu keinem Ergebnis gekommen. Kein Kandidat erreichte die notwendige Zweidrittelmehrheit von 673 Stimmen.

Sollte in den kommenden beiden Wahlgängen erneut kein Kandidat genügend Stimmen auf sich vereinigen, reicht im vierten Wahlgang bereits eine absolute Mehrheit aus. Premier Matteo Renzi hatte sich bereits vor Beginn der Wahl für den Verfassungsrichter Sergio Mattarella starkgemacht.

Geheime Abstimmung

Gegen Renzis Kandidaten wehren sich unter anderen Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine Mitte-rechts-Partei Forza Italia. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung unterstützt unterdessen die Kandidatur des Ex-Richters Ferdinando Imposimato, die rechte Oppositionspartei Lega Nord den Starjournalisten Vittorio Feltri.

Der bisherige Amtsinhaber Giorgio Napolitano trat vor rund zwei Wochen vorzeitig zurück. Napolitano selbst beteiligte sich als Senator auf Lebenszeit an der Wahl seines Nachfolgers. Er wurde im Parlament mit Applaus begrüßt.

Die Präsidentenwahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Der 1.009 Mitglieder zählenden Wahlversammlung gehören neben den Mitgliedern beider Kammern des Parlaments 58 Vertreter der 20 italienischen Regionen an.

Bulgariens erster Nach-Wende-Präsident Schelew gestorben

Der erste demokratisch gewählte Präsident in Bulgarien nach der Wende, Schelju Schelew, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das meldeten bulgarische Nachrichtenagenturen heute unter Berufung auf Schelews Familie.

Der Philosoph und einstige Dissident war von 1990 bis 1997 Staatspräsident. Schelew hatte im Dezember 1989 den oppositionellen Verband der demokratischen Kräfte, SDS, gegründet. Schelew vertrat 1990 die junge demokratische Opposition bei den Gesprächen am runden Tisch mit den Kommunisten über Mehrparteienwahlen.

Inland

OÖ: Spitalsärzte stimmen über Gehaltspaket ab

Seit gestern Abend ist es fix, dass die 3.200 Spitalsärzte Oberösterreichs in einer Urabstimmung zum Gehaltsabschluss befragt werden, den die Vertreter der Ärztekammer am Wochenende mit dem Land und den Spitalsvertretern verhandelt haben.

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Wien einigt sich mit Spitalsärzten

Die Gemeinde Wien hat sich unterdessen nach mehreren als schwierig titulierten Verhandlungsrunden mit den beim Krankenanstaltenverbund (KAV) angestellten Spitalsärzten auf ein neues Arbeitszeitmodell geeinigt. Das gab die zuständige Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) gemeinsam mit Ärztevertretern gestern bekannt. Das Gehalt wird teils um bis zu 30 Prozent angehoben, die Arbeitszeiten werden auf 48 Stunden pro Woche begrenzt. Die Gehaltskurve wird abgeflacht. Durch Umstrukturierungen werde der Personalbedarf gesenkt, so Wehsely, die von einer „Strukturreform“ sprach. Die Umsetzung soll 2018 abgeschlossen sein.

Mehr dazu in Wehsely sieht Strukturreform

Rechnungshof kritisiert Länderhaftungen

Der Rechnungshof (RH) zweifelt an der Sinnhaftigkeit der Haftungsobergrenzen in den Bundesländern. Laut einem Rohbericht, aus dem „Die Presse“ (Freitag-Ausgabe) zitiert, führen die in jedem Bundesland unterschiedlichen Regeln zu „Intransparenz“. Die Länder sollen Haftungen von 70,4 Mrd. Euro (u. a. durch Risikogewichtungen und Weglassen von Bankenhaftungen) auf 19,4 Mrd. Euro kleingerechnet haben.

Dass sich die Länder bei der Festlegung ihrer Haftungsobergrenzen selbst jede Menge Ausnahmen gewährt haben, ist bekannt. Der Fiskalrat hat bereits im Vorjahr „zu großzügige Limits“ kritisiert. Der Rechnungshof zweifelt nun an der Sinnhaftigkeit dieser im Stabilitätspakt vereinbarten Regelung und kritisiert die „Intransparenz durch unterschiedliche Vorgangsweisen, die den gesamtstaatlichen Nutzen der Regelung zur Haftungsbegrenzung infrage stellt“.

Kreative Rechentricks

Laut „Presse“ machten die tatsächlichen Haftungen der Länder 2012 70,4 Mrd. Euro aus - mehr als das Doppelte der kumulierten Haftungsobergrenzen von 30,6 Mrd. Euro. Möglich war das, weil die Länder ihre Haftungen durch günstige Risikogewichtungen kleingerechnet bzw. bestimmte Haftungen gleich aus der Obergrenze herausgerechnet haben - etwa die Bankenhaftungen im Burgenland, in Wien, Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg -, womit die stabilitätspaktrelevante Haftungssumme offiziell nur noch 19,4 Mrd. Euro betrug.

Ohne derartige kreative Rechentricks hätten sich dem Bericht zufolge im Jahr 2012 nur Tirol und Oberösterreich an ihre eigenen Haftungsobergrenzen halten können. Die anderen Länder hätten die Limits deutlich überschritten - zwischen 318 Prozent in Niederösterreich und 8.994 Prozent in Kärnten. Letzteres wegen der milliardenschweren Hypo-Haftungen, deren Risiko von der damaligen Landesregierung mit null Euro bewertet wurde. Finanzausgleich und Stabilitätspakt werden heuer neu verhandelt.

Wirtschaft

Deutsche Eisenbahngewerkschaft droht mit Streik

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn (DB) hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit Warnstreiks ab Anfang nächster Woche gedroht. Wenn der DB-Vorstand das von der EVG gestellte Ultimatum verstreichen lasse, das heute um 16.00 Uhr abläuft, seien „Warnstreiks unweigerlich die Folge“, sagte EVG-Chef Alexander Kirchner der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag-Ausgabe).

„Diese sind dann mit Beginn der nächsten Woche möglich“, fügte er hinzu. Trotz mehrfacher Verhandlungen mit der Bahn habe die EVG bisher keinen „ernsthaften Willen zur Einigung“ beim Unternehmen erkennen können, sagte Kirchner der Zeitung.

Einmalige Abschlagszahlung

Im jüngsten Streit zwischen EVG und Deutscher DB geht es um Details einer Einmalzahlung für das vergangene Jahr. Die Beratungen darüber wurden am vergangenen Freitag nach mehrstündigen Gesprächen unterbrochen.

Die EVG fordert für ihre Mitglieder eine Abschlagszahlung von 100 Euro für jeden Monat seit dem Auslaufen der Tarifverträge. „Das macht bis Ende Februar für EVG-Lokführer 800 Euro, für die meisten anderen Beschäftigten 700 Euro und für den Dienstleistungsbereich 300 Euro - je nachdem, wann die Tarifverträge ausgelaufen sind“, sagte der EVG-Vorsitzende der „Passauer Neuen Presse“.

Separate Verhandlungen mit Lokführern

Im langwierigen Tarifkonflikt mit der DB hat die Lokführergewerkschaft GDL bereits mehrfach gestreikt und teils tagelang den Zugverkehr stark beeinträchtigt. Die EVG hingegen hat bisher nicht zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die Verhandlungen der DB mit den beiden Gewerkschaften laufen jeweils separat, nachdem sich die drei Parteien nicht auf die Modalitäten für gemeinsame Gespräche einigen konnten. Die DB strebt trotzdem Tarifabschlüsse an, die für gleiche Berufsgruppen gleiche Bedingungen vorsehen.

In ihrem Tarifstreit mit den Lokführern hat die DB auch in der jüngsten Verhandlungsrunde keinen Durchbruch erzielt. Am 2. Februar wird weiterverhandelt.

Rückrufaktion belastet Hondas Bilanz

Nach den Airbagrückrufen hat der japanische Autobauer Honda seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten geschraubt. Wie der Konzern heute nach Börsenschluss in Tokio bekanntgab, dürfte sich der Nettoertrag zum Bilanzstichtag 31. März auf 545 Mrd. Yen (4,1 Mrd. Euro) belaufen. Zuvor hatte Honda mit 565 Mrd. Yen gerechnet.

Als Grund nannte der drittgrößte japanische Autohersteller die Folgen eines weltweiten Rückrufs wegen defekter Airbags des Zulieferers Takata. Hinzu kommt ein schwacher Absatz auf dem Heimatmarkt. Im dritten Geschäftsquartal sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,1 Prozent auf 136,5 Mrd. Yen. Der Umsatz stieg unter anderem dank dem schwachen Yen um 8,9 Prozent auf 3,3 Billionen Yen.

Euro leicht im Aufwind

Der Euro hat sich heute
weiter stabilisiert und leicht zugelegt. In der Früh wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1342 US-Dollar gehandelt. Der Kurs war damit etwas höher als am Vorabend. Gestern Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1315 (Mittwoch: 1,1344) Dollar festgesetzt.

Eine Reihe von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus der Euro-Zone vom Vortag hätten den Euro weiter gestützt, hieß es aus dem Handel.

Blick nach Griechenland

Auf dem Devisenmarkt haben die Investoren vor allem die politische Lage in Griechenland im Blick. Im Verlauf des Tages wird sich Euro-Gruppe-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen über die Pläne der neuen Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise informieren.

Außerdem dürfte am Nachmittag eine erste Schätzung zum Wirtschaftswachstum in den USA im vierten Quartal 2014 für neue Impulse im Handel auf dem Devisenmarkt sorgen.

Sport

Ski Alpin: Reichelt für „Tag X“ gerüstet

Hannes Reichelt gilt als Spezialist für nordamerikanische Schneeverhältnisse, was drei Super-G-Siege in Beaver Creek unterstreichen. Die Vorfreude auf die WM und die legendäre Raubvogelpiste „Birds of Prey“ ist beim 34-jährigen Salzburger dementsprechend groß. Dass der vom Allrounder zum reinen Speed-Spezialisten gewordene Reichelt den jüngsten Kitzbühel-Flop verdaut hat, bekräftigte er bei seiner Ankunft in Nordamerika. Die WM-Medaillenhoffnung fühlt sich vielmehr für den „Tag X“ gerüstet.

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Tennis: „Becker-Gen“ macht Djokovic noch stärker

Vor dem Australian-Open-Semifinale gegen Stan Wawrinka hat Novak Djokovic die Bedeutung seines Trainers Boris Becker hervorgehoben. Die mentale Kraft und Stärke beim Service führt der in Melbourne ohne Satzverlust dastehende Weltranglistenleader auf die Arbeit mit dem dreimaligen Wimbledon-Sieger zurück. „Er kennt die Hindernisse und Herausforderungen, die ich während eines Matches bestehen muss“, erklärte der Serbe in Anlehnung an Beckers Einsatz und Kampfgeist als Spieler. „Ich fühle mich wie Boris auf dem Court“, so Djokovic über seine mentale Stärke, die man als „Becker-Gen“ bezeichnen könnte.

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Chronik

Der Ferienstart wird winterlich

Gute Nachricht für den Ferienstart in Niederösterreich und Wien: Wer einen Skiurlaub plant, darf sich über winterliches Wetter freuen. Schon zum Wochenende hin wird es kälter, Anfang nächster Woche gehen die Temperaturen noch einmal ein Stück zurück, zumindest in den Bergen wird viel Schnee erwartet. Auch in den Tälern kann es zeitweise schneien - bei zumindest ab und zu etwas Sonnenschein. So schön dieser Mix auf der Skipiste ist, abseits davon - im ungesicherten Gelände und auf den Straßen - sorgt das Wetter für gefährliche Bedingungen.

Mehr dazu in Zeit für den warmen Anorak

Indisches Vergewaltigungsopfer verklagt Uber

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung durch einen Fahrer des Fahrdienstes Uber in Neu-Delhi hat eine 25-jährige Inderin in den USA Klage gegen das US-Unternehmen eingereicht. Die Frau werfe dem Fahrdienst vor, Gewinn über Sicherheit zu stellen, und verklage die Firma wegen „körperlichen und seelischen Leids“ auf Schadenersatz, teilte der US-Anwalt der Inderin, Douglas Wigdor, AFP mit.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen Uber wollte sich zu der Klage nicht äußern, sondern sprach sein „tiefes Mitgefühl mit dem Opfer dieses entsetzlichen Verbrechens“ aus. Ein Sprecher sagte, Uber kooperiere mit Behörden, um sicherzustellen, dass der Täter zur Verantwortung gezogen werde.

Vorläufiges Ende für Uber in Indien

Anfang Dezember hatte die indische Uber-Kundin ausgesagt, in Neu-Delhi von einem Fahrer des Dienstes vergewaltigt worden zu sein. Die indische Polizei warf Uber vor, die Vergangenheit des Fahrers nicht überprüft und kein Ortungsgerät in dessen Auto installiert zu haben. Der Mann war zum Zeitpunkt seiner Einstellung bei Uber wegen Körperverletzung, Raub und Vergewaltigung auf Bewährung frei.

Die Behörden von Neu-Delhi verboten den Fahrdienst nach dem mutmaßlichen Angriff. Der Vorfall war ein schwerer Schlag für das Unternehmen aus San Francisco, das nach eigenen Angaben der Kundensicherheit „oberste Priorität“ beimisst. Vergangene Woche beantragte Uber eine neue Lizenz für die indische Hauptstadt, was die Behörden jedoch ablehnten.

Bereits Zimmermädchen gegen Strauss-Kahn vertreten

US-Anwalt Wigdor hatte bereits das New Yorker Zimmermädchen Nafissatou Diallo vertreten, das dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, vorgeworfen hatte, sie in einem Luxushotel zum Oralsex gezwungen zu haben.

17-Jährige in Polizeiwache in Texas erschossen

Ein neuer Fall von Polizeigewalt beschäftigt die USA: Im Bundesstaat Texas ist ein 17 Jahre altes Mädchen in einer Polizeiwache erschossen worden. Ein Überwachungsvideo, das die örtliche Polizei gestern bei einer Pressekonferenz veröffentlichte, zeigt die Szene in der Stadt Longview östlich von Dallas.

Darin ist zu sehen, wie die Jugendliche die Polizeiwache betritt. Es kommt zum Gerangel mit einem Polizisten. Die 17-Jährige habe ein Messer bei sich getragen, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Als weitere Beamte dazukamen und die Jugendliche auf einen Polizisten losstürmte, feuerten zwei Beamte insgesamt fünf Schüsse auf sie ab.

Das Mädchen soll Medienberichten zufolge psychisch krank gewesen sein. Der Vorfall vom 22. Jänner wird nun untersucht, die drei beteiligten Polizisten wurden vom Dienst suspendiert.

Geistig beeinträchtigter Mann in USA hingerichtet

Im US-Bundesstaat Texas ist ein verurteilter Vergewaltiger und Mörder hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen den 57-jährigen Robert Ladd wurde gestern Abend in Huntsville per Giftspritze vollstreckt, wie die Behörden mitteilten.

Sein Anwalt hatte den Obersten Gerichtshof angerufen, um die Todesstrafe noch abzuwenden, weil der Mann geistig beeinträchtigt war. Er hatte einen Intelligenzquotienten von 67. Außerhalb von Texas wäre er damit zu lebenslanger Haft verurteilt worden, aber nicht zur Todesstrafe, sagte der Anwalt Brian Stull.

Ladd hatte im Jahr 1996 eine junge Frau vergewaltigt und ermordet. Er war auf Bewährung auf freiem Fuß; 18 Jahre zuvor hatte er ein ähnliches Verbrechen begangen. Seine Hinrichtung war die sechste in den USA in diesem Jahr.

Gesundheit

Kultur

Festival in Wien: Popbands lassen Nordlicht strahlen

Bands aus dem hohen Norden Europas gelten als die ganz großen Einflüsterer für vieles, was sich international in Sachen Popkultur tut. Das kommt nicht von ungefähr: Von Island bis Finnland werden junge Musiker intensiv gefördert, beginnend bei der Bandgründung und auch in Sachen internationales Standing. Heute Abend kann man sich in Wien beim „JaJaJa“-Festival davon überzeugen, dass sich diese Förderungen auszahlen. Bands wie Vök aus Island lassen in Wien ein Nordlicht erstrahlen.

Mehr dazu in Verträumte Lässigkeit

Dirigent Israel Yinon bei Konzert gestorben

Bei einem Konzert in Luzern ist gestern Abend der Dirigent Israel Yinon gestorben. Der 59-Jährige brach während der Vorstellung vor den Augen der Zuhörer zusammen und verstarb trotz sofortiger ärztlicher Hilfe. Das Konzert wurde abgebrochen.

Marc Reinhardt, Kommunikationsleiter der Hochschule Luzern, die das Konzert veranstaltete, bestätigte heute gegenüber der Nachrichtenagentur sda entsprechende Medienberichte.

Das Konzert fand im Rahmen des am Sonntag eröffneten Festivals Szenenwechsel der Musikhochschule Luzern statt. Die Aufführung hätte heute im Mythen-Forum in Schwyz wiederholt werden sollen.

Vergessenen und unbekannten Werke gewidmet

Israel Yinon war ein international tätiger Dirigent. Der Israeli dirigierte verschiedene europäische Orchester wie das Berliner Sinfonie-Orchester und war für zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen verantwortlich.

Yinon machte sich unter anderem einen Namen durch die Entdeckung verschollener Werke aus dem Zweiten Weltkrieg und brachte Opern von unbekannten Komponisten zur Aufführung.

Juliette Greco kündigt Abschiedstournee an

Die französische Chanson-Sängerin Juliette Greco verlässt die Bühne. Ihre Tournee „Merci“ im April werde ihre letzte sein, sagte die Künstlerin und Muse der Existenzialisten in einem Interview. Wenn sie auf der Bühne stehe, sei sie gar nicht müde, versicherte Greco. Jedoch werde sie bald 88 Jahre alt und sie wolle kein „Spektakel einer alten Frau“ abgeben, die sich an etwas festklammere. „Ich möchte mich nicht schämen, nicht zu weit gehen.“

Entdeckt wurde die zierliche Frau mit der tiefen Stimme kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von keinem Geringeren als Jean-Paul Sartre, der sie in einem Pariser Kellerlokal traf und einen der ersten Liedtexte für sie schrieb. Die stets in Schwarz gekleidete Interpretin von bekannten Liedern wie „Accordeon“ war auch in mehreren Filmen als Schauspielerin zu sehen. Als ihre wahre „Heimat“ bezeichnete sie aber stets die Bühne.

IT

Facebooks neue Datenschutzregeln treten in Kraft

Heute verpasst sich Facebook - mit einem Monat Verspätung - neue Nutzungsbedingungen und Richtlinien zum Datenschutz. Ablehnen können die Nutzer die Änderungen nicht - wer sich einloggt, akzeptiert. Dafür musste das Unternehmen in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken.

Dem Sozialen Netzwerk wird vorgeworfen, den eigenen Nutzern zu Werbezwecken noch umfassender und weitreichender hinterherzuschnüffeln. Dabei veränderte Facebook gar nicht so sehr die Art, wie es Daten sammelt und verwertet, als vielmehr die Art, wie es das seinen Nutzern mitteilt.

Mehr dazu in Vagheit in der Direktheit

Leute

Rapper „Suge“ Knights soll zwei Männer überfahren haben

Rapper und Hip-Hop-Produzent Marion „Suge“ Knights (49) steht im Verdacht, nach einem Streit zwei Männer überfahren zu haben. Ein 55-Jähriger sei dabei gestorben, sagte Polizeisprecher John Corina der „Los Angeles Times“. Der zweite - ein 51-Jähriger - wurde verletzt.

Dem Bericht zufolge geriet Knight gestern bei Dreharbeiten mit den Männern in Streit. Diese seien dann zu einem Burgerrestaurant gegangen. Der Rapper sei ihnen mit seinem Truck gefolgt und stehe im Verdacht, sie auf dem Parkplatz überfahren zu haben, sagte der Polizeisprecher. Ein Mitarbeiter von Knights Anwalt sagte der „Los Angeles Times“, man werde nun die nächsten Schritte diskutieren.

Der Mitgründer der Plattenfirma Death Row Records saß im Jahr 1992 im Gefängnis, nachdem er gegen Bewährungsauflagen verstoßen und in Las Vegas einen Gangrivalen niedergeschlagen hatte. Im Jahr 2003 landete er wegen einer Schlägerei vor einem Nachtclub in Hollywood abermals für zehn Monate hinter Gittern. Im vergangenen Jahr wurden bei einer Party sechs Schüsse auf ihn abgefeuert.

Lifestyle