Liveticker

Hypo-Ausschuss über „Wegräumen“ von Kritikern

Die Befragung ist zu Ende. Es geht noch kurz nicht medienöffentlich weiter.

Ziemlich selten - Zeit noch nicht vorbei, keine Fragen

Bisher ist das noch nicht oft vorgekommen.

Ausland

Griechenland fängt Waffenlieferung nach Libyen ab

Die griechische Küstenwache hat nach eigenen Angaben eine Lieferung von Waffen auf dem Weg von der Türkei in das Bürgerkriegsland Libyen abgefangen. Der Frachter mit siebenköpfiger Besatzung sei etwa 37 Kilometer nordöstlich von Kreta gestoppt und in den Hafen von Heraklion eskortiert worden, teilten die griechischen Behörden heute mit.

Welche Waffen an Bord waren, wurde zunächst nicht bekannt. Die Besatzung werde derzeit befragt und der Inhalt von Containern an Bord geprüft, erklärte ein Sprecher der Küstenwache.

Türkei: Waffen laut Dokumenten für sudanesische Polizei

Ein Sprecher des türkischen Außenministeriums bestätigte, dass das Schiff Waffen transportiert habe. Die Fracht sei vollständig dokumentiert und für die sudanesische Polizei bestimmt. Zudem habe der Frachter Baumaterialien für Libyen transportiert. Sollten sich die Dokumente jedoch als falsch erweisen, werde das Konsequenzen haben, ergänzte der Sprecher.

Die Vereinten Nationen haben gegen Libyen ein Waffenembargo verhängt. In weiten Teilen Libyens herrscht seit dem Sturz des Machthabers Muammar Gaddafi im Jahr 2011 Gesetzlosigkeit. Zwei rivalisierende Regierungen mit eigenen Parlamenten und Truppen bekämpfen einander. Extremistische Gruppen wie der Islamische Staat (IS) nutzen das aus und versuchen in dem Land Fuß zu fassen.

Obama sichert sich Zustimmung im Kongress für Iran-Deal

US-Präsident Barack Obama hat im Ringen um die umstrittene Atomvereinbarung mit dem Iran die entscheidende Hürde genommen. Im Senat sicherte er sich heute die 34. Stimme und kann damit eine Ablehnung des Iran-Kompromisses verhindern.

Die demokratische Senatorin Barbara Mikulski teilte mit, sie werde für den vor allem von Israel scharf kritisierten Deal stimmen. Die Republikaner haben zwar in beiden Kongresskammern die Mehrheit, sie können aber mit einer entsprechenden Sperrminorität der Demokraten das Abkommen nicht mehr verhindern.

Kongress sicherte sich Mitspracherecht

Der US-Kongress hatte sich beim Atomdeal mit dem Iran gesetzlich ein Mitspracherecht gesichert. Die Prüffrist für den Kongress läuft am 17. September ab. Während dieser Zeit darf Obama dem Gesetz zufolge keine Sanktionen gegen den Iran aussetzen, aufheben oder verringern.

Stimmt nach Ablauf der Frist eine Mehrheit der Abgeordneten und Senatoren gegen das Abkommen, kann Obama diesen Schritt binnen zehn Tagen mit seinem Veto zurückweisen. Er hat bereits angekündigt, dass er von diesem Recht Gebrauch machen wird, sollte der Kongress sich gegen den Atomdeal sperren.

Veto nur mit Zweidrittelmehrheit aufzuheben

Nach einem Veto blieben dem Parlament wiederum zehn Tage Zeit, Obama zu überstimmen. Dazu wäre aber eine Zweidrittelmehrheit in Abgeordnetenhaus und Senat nötig, die mit den angekündigten 34 Stimmen aus dem Lager der Demokraten im Senat aber nicht zustande kommen würde.

Das Obama-Lager will nun auch noch versuchen, insgesamt 41 Stimmen im Senat auf sich zu vereinen. Damit ließe sich bereits eine erste Abstimmung gegen das vom Präsidenten mit ausgehandelte Abkommen verhindern. Die Demokraten halten 44 der insgesamt 100 Sitze im Senat.

„Erfolgreicher Eingriff“ bei Helmut Schmidt

Ein vierköpfiges Ärzteteam hat einen „erfolgreichen Eingriff“ bei Deutschlands Altkanzler Helmut Schmidt durchgeführt. Das sagte ein Sprecher der Asklepios Kliniken heute gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Schmidt war gestern wegen eines Gefäßverschlusses im rechten Bein auf die Intensivstation der Asklepios Klinik St. Georg eingeliefert worden.

„Das Bein wird wieder gut durchblutet“, sagte der Leiter des Ärzteteams gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Der alte Zustand ist wiederhergestellt.“ Schmidt werde die Intensivstation in zwei bis drei Tagen verlassen können. Gestern Abend war bekanntgeworden, dass Schmidt in die Intensivstation des Hamburger Krankenhauses eingeliefert worden war. Die Lage sei „ernst“, zitierte das „Hamburger Abendblatt“ einen Freund.

Erst Anfang August war der SPD-Politiker für wenige Tage in dem Krankenhaus gewesen. Damals hatte nach Medienberichten Flüssigkeitsmangel dem 96-Jährigen gesundheitliche Probleme bereitet. Der SPD-Politiker Schmidt regierte von 1974 bis 1982. Noch immer ist er starker Raucher. In den vergangenen Jahren hatte er immer wieder gesundheitliche Probleme.

Bericht: Türkei griff erneut PKK-Stellungen an

Nach dem Tod eines Soldaten in der Südosttürkei hat die Luftwaffe heute laut einem Medienbericht einen Vergeltungsschlag gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) geflogen.

20 PKK-Kämpfer seien in der Provinz Hakkari getötet worden, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Sicherheitskreise.

F-16-Kampfflugzeuge seien aufgestiegen, nachdem der Soldat bei Gefechten zwischen Armee und PKK getötet worden war. Die Armee habe auch Maschinengewehrstellungen zerstört.

Zwei Rotkreuz-Mitarbeiter im Jemen getötet

Im Jemen sind zwei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erschossen worden. Die beiden Jemeniten seien auf dem Rückweg von der Rebellenhochburg Saada im Norden zur Hauptstadt Sanaa gewesen, als ein Mann das Feuer auf ihre Fahrzeuge eröffnet habe, sagte eine IKRK-Sprecherin heute.

Die Wagen seien klar als Fahrzeuge des Roten Kreuzes gekennzeichnet gewesen, sagte die Sprecherin und verurteilte den Angriff aufs Schärfste. Zwei weitere Mitarbeiter hätten den Beschuss unbeschadet überstanden.

Das IKRK hatte zuvor seine Arbeit in der südlichen Hafenstadt Aden ausgesetzt, nachdem bewaffnete Männer die örtliche Zentrale überfallen und geplündert hatten. Die humanitäre Lage im Jemen ist katastrophal.

Seit der Eskalation des Konflikts zwischen den Huthi-Rebellen und ihren Verbündeten in der Armee sowie den Regierungstruppen und ihren ausländischen Unterstützern Ende März wurden bereits mehr als 4.400 Menschen getötet. Ein Großteil der Bevölkerung des ohnehin armen Landes ist infolge des Konflikts von Hunger bedroht.

Den Haag: Prozessstart gegen kongolesischen Ex-Rebellen

Der frühere Warlord Bosco Ntaganda („Terminator“) aus der Demokratischen Republik Kongo muss sich seit heute wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verantworten.

Früherer kongolesischer Warlord Bosco Ntaganda vor Gericht

APA/AP/Michael Kooren

Gegen den 41-Jährigen liegen 18 Anklagen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Ntaganda sagte mit kaum hörbarer Stimme, er sei „in allen Punkten unschuldig“.

Richter Robert Fremr eröffnete die Verhandlung im Beisein des Angeklagten. Ntaganda soll als Kommandant der Rebellenmiliz Patriotische Front für die Befreiung des Kongo (FPLC) seinen Einheiten die Vergewaltigung von Kindersoldatinnen erlaubt und einen Priester mit mehreren Kopfschüssen getötet haben.

Dem Prozess wird besondere Bedeutung beigemessen, weil sich erstmals im internationalen Strafrecht ein Kommandant wegen Vergewaltigung und sexueller Versklavung in seiner eigenen Miliz verantworten muss.

Stellte sich 2013 freiwillig

Die Anklage beruft sich auf Aussagen von 2.149 Opfern. Etwa 80 Zeugen, unter ihnen drei ehemalige Kindersoldaten, sollen während des Prozesses gegen Ntaganda aussagen. Dem früheren Kriegsherrn werden vor allem Taten zur Last gelegt, die in der kongolesischen Provinz Ituri in den Jahren 2002 und 2003 begangen wurden.

Ungeklärt ist, warum sich Ntaganda im März 2013 in der US-Botschaft in der ruandischen Hauptstadt Kigali selbst stellte. Der IStGH hatte Ntaganda bereits im Jahr 2006 zur Fahndung ausgeschrieben und die Liste der Fahndungsgründe im Jahr 2012 verlängert. Vor Ntaganda stellte sich noch niemand freiwillig dem IStGH. Möglicherweise fürchtete Ntaganda um sein Leben.

Inland

Flüchtlinge übersiedeln in Nova-Rock-Halle

Jene Flüchtlinge, die bisher in der Erstaufnahmestelle unter dem Flugdach des ehemaligen Grenzüberganges in Nickelsdorf (Burgenland) versorgt wurden, sind in die Nova-Rock-Halle übersiedelt. Rund 70 Menschen sind nun dort untergebracht.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Schönborn kündigt 1.000 Flüchtlingsplätze an

Zuletzt wurde Kritik am fehlenden Engagement der katholischen Kirche in der Frage der Flüchtlingsversorgung laut. Nun kündigte Kardinal Christoph Schönborn an, in den nächsten Wochen „sicher gut 1.000 Flüchtlinge“ unterzubringen.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Traiskirchen weiterhin überbelegt

Das Innenministerium sucht weiterhin Quartiere für Flüchtlinge, denn noch immer ist das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich mit 3.800 Asylwerbern überbelegt. 1.600 müssen die Nächte nach wie vor in Zelten verbringen.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Wirtschaft

Katar verspricht ausländischen Arbeitern pünktliche Löhne

Ausländische Arbeiter im Emirat Katar werden ab November mehr Rechte bekommen. Die eigentlich schon für Mitte August geplante Reform zur pünktlichen Bezahlung werde am 3. November in Kraft treten, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch an. Profitieren sollen etwa die Arbeiter auf den Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022.

Den neuen Regelungen zufolge müssen ausländische Arbeiter alle zwei Wochen oder einmal im Monat bezahlt werden. Das Geld muss auf das Konto des jeweiligen Arbeiters überwiesen werden. Wer die Regelungen nicht befolge, dem drohe eine Gefängnisstrafe und Bußgelder bis zu 6.000 Riyal (1.460 Euro), erklärte das Ministerium heute. Menschenrechtsorganisationen hatten immer wieder verspätete oder gänzlich ausbleibende Lohnzahlungen an die Betroffenen beklagt.

Eine weitere, weit wichtigere Reform, lässt dagegen weiter auf sich warten - die des Kafala-Systems. Es bestimmt, dass ausländische Arbeitnehmer in Katar einen einheimischen Bürgen haben müssen. In der Regel ist das ihr Arbeitgeber. Dieser kann den Angestellten unter anderem untersagen, den Arbeitgeber zu wechseln oder das Land zu verlassen. Manche Kritiker betrachten das Kafala-System als eine Form von moderner Sklaverei. Die katarische Führung hat schon mehrmals die Abschaffung versprochen.

Finanzministerium ruft wegen Casino-Lizenzen VwGH an

Das Finanzministerium beharrt darauf, dass die drei Casino-Lizenzen in Wien und Niederösterreich zu Recht an Novomatic und eine schweizerisch-deutsche Gruppe vergeben wurden. Daher geht das Ministerium gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) vom Juli, die Lizenzvergabe aufzuheben, vor und hat Revisionen an den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) erhoben.

Aus Sicht des Finanzministeriums seien bei der Erteilung der Konzessionen „sowohl die Bestimmungen des Glücksspielgesetzes als auch die sich aus der Judikatur des EuGH ergebenden Vorgaben berücksichtigt worden“, heißt es in einer Aussendung von heute.

Da sich der VwGH noch nicht zur Erteilung von Casinokonzessionen geäußert habe und „wesentliche Fragen“ zum Verfahren zur Konzessionserteilung vom BVwG nicht beantwortet worden seien, „wurde eine Anrufung des Höchstgerichts schon aus Gründen der Rechtssicherheit notwendig“.

Bundesverwaltungsgericht bemängelte Verfahren

Das Finanzministerium vergab Ende Juni 2014 drei Casino-Lizenzen: in Wien je eine an Novomatic (im Prater) und die Plaza 3, hinter der die Schweizer Stadtcasino Baden AG und der deutsche Automatenkonzern Gauselmann stehen (im Palais Schwarzenberg), sowie eine im Niederösterreichischen Bruck/Leitha ebenfalls an Novomatic.

Dagegen riefen Konkurrenten das Bundesverwaltungsgericht an. Dieses stellte in seinem Urteil am 21. Juli 2015 fest, dass wesentliche Details der Bewertungskriterien im Rahmen der Konzessionserteilungsverfahren den antragstellenden Unternehmen nicht im Vorhinein zur Kenntnis gebracht worden seien, was dem Transparenzgebot widerspreche. Insgesamt sei das Verfahren mangelhaft abgewickelt worden. Gegen diese Entscheidung ist nun außerordentliche Revision eingelegt worden.

Novomatic schloss sich Revision an

Novomatic-Sprecher Hannes Reichmann bestätigte der APA, dass sein Unternehmen sich der Revision angeschlossen habe. Von zwei unabhängigen Quellen hieß es außerdem zur APA, dass sich auch Plaza 3 der Revision angeschlossen habe.

Für Novomatic hat sich seit dem Zuschlag im Jahr 2014 die Lage dramatisch verändert. Denn inzwischen ist man beim früheren Konkurrenten Casinos Austria eingestiegen, bisher Monopolist für Casinos in Österreich. Eine mehrheitliche Übernahme steht im Raum. Die wettbewerbsrechtliche Prüfung dieses Einstiegs ist noch offen und soll bis Dezember vorliegen.

Wenn Novomatic zwei der drei neuen Lizenzen erhält und zugleich alle alten Casinos kontrolliert, ist die geplante Ausweitung der Konkurrenz kaum mehr darstellbar. Es bliebe nur ein Casino von Plaza 3, das nicht in der Hand von Novomatic wäre.

Lego lässt Mattel bei Umsatz hinter sich

Der Spielzeugkonzern Lego hat im ersten Halbjahr seinen Konkurrenten und Barbie-Hersteller Mattel abgehängt. Die Dänen steigerten ihren Umsatz binnen Jahresfrist um 18 Prozent auf 14 Milliarden dänische Kronen (etwa 1,9 Mrd. Euro), wie der Konzern heute mitteilte. Der US-Rivale kam nur auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Der Markt für Spielzeug habe in den ersten sechs Monaten zugelegt, sagte Lego-Finanzchef John Goodwin dem Sender TV2. Man sei weiter bemüht, Innovationen rund um die Lego-Steine auf den Markt zu bringen. „Auch wenn es noch früh ist, um das Ergebnis für das Gesamtjahr einzuschätzen: Wir erwarten erneut ein zufriedenstellendes Ergebnis“, sagte Goodwin.

Dem Unternehmen gelang ein PR-Coup: Der erste dänische Astronaut Andreas Mogensen nahm bei seinem Flug in einer russischen Sojus-Rakete 20 Lego-Figuren mit dem Logo der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) mit ins All. Die Figuren sollen nach ihrer Rückkehr als Preis bei einem Wettbewerb ausgehändigt werden.

400-Megawatt-Windpark in Nordsee eingeweiht

In der deutschen Nordsee ist heute erneut ein großer Offshore-Windpark in Betrieb genommen worden. „Global Tech I“ liefere mit seinen 80 Windkraftanlagen eine Gesamtleistung von 400 Megawatt und könne damit etwa 445.000 Haushalte mit Strom versorgen, teilte das Betreiberkonsortium Global Tech I Offshore Wind GmbH in Hamburg mit.

Das Feld ist laut dem Betreiber mit einem Abstand von etwa 140 Kilometern zur niedersächsischen Küste zudem der am weitesten von Land entfernte deutsche Windpark. Erst einen Tag zuvor hatte der Stadtwerke-Verbund Trianel seinen neuen 200-Megawatt-Windpark „Trianel Windpark Borkum“ offiziell eingeweiht.

Auch an „Global Tech I“ sind mit den Münchner Stadtwerken und der hessischen Entega AG aus Darmstadt zwei große kommunale deutsche Versorger mit je knapp 25 Prozent führend beteiligt. Dazu kommen das Energieunternehmen Axpo, das sich im Besitz Schweizer Kantone und ihrer Energieversorger befindet, sowie eine Reihe privater Investoren.

Sport

EM-Qualifikation: Kollers Fokus voll auf Moldawien

Österreichs Nationalteam kann bereits am Samstag (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) die Teilnahme an der EM 2016 in Frankreich fixieren: Sollte die Truppe von Marcel Koller im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion gegen Moldawien gewinnen und Russland zuvor Schweden nicht geschlagen haben, ist das EM-Ticket fix. Das Parallelspiel interessiert den Teamchef aber nur am Rande, seine volle Konzentration gilt Gegner Moldawien. Drei Punkte sind das Ziel für den ÖFB, von einem Pflichtsieg gegen den 127. der FIFA-Weltrangliste will Koller aber nicht sprechen.

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Fußball: Englische Transfers sprengen Grenzen

Die Clubs der englischen Liga haben in der Sommertransferperiode erneut alle Grenzen gesprengt. Mehr als eine Milliarde Euro gaben die Vereine der Premier League insgesamt für neue Spieler aus - ein einsamer Rekord in der europäischen Fußballlandschaft. So gaben im Vergleich die Clubs der italienischen Serie A nicht einmal halb so viel Geld wie die Engländer aus. Möglich macht es ein milliardenschwerer TV-Deal auf der Insel. Der Plafond ist laut Experten noch nicht erreicht.

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Tennis: Thiem kann sich Geburtstag versüßen

Österreichs Tennis ist nach der ersten Runde der US Open in New York noch mit allen drei Spielern - Dominic Thiem, Jürgen Melzer und Andreas Haider-Maurer - vertreten. In der zweiten Runde darf sich aber nur Thiem laut Papierform Chancen auf den Aufstieg ausrechnen. Der Niederösterreicher könnte sich mit einem Sieg über den 50 Ränge schlechter platzierten Usbeken Denis Istomin zudem seinen 22. Geburtstag versüßen. „Aber es ist ein Match und ein Tag wie jeder andere“, sagte Thiem.

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Chronik

Australisches Schaf droht an eigener Wolle zu verenden

In Australien ist ein freilaufendes Merino-Schaf entdeckt worden, das so viel schwere Wolle mit sich herumträgt, dass das Leben des Tieres bedroht ist. Das extrem wollige Schaf wurde von Wanderern im Buschland Mulligan Flats nahe der Hauptstadt Canberra entdeckt, wie die Tierschutzorganisation RSPCA heute mitteilte.

Die örtliche RSPCA-Leiterin Tammy Ven Denge sagte, es sei „eindeutig eines der größten Schafe, die wir je gesehen haben“. Durch die riesige Menge Wolle sei das Tier „vier- bis fünfmal größer als gewöhnlich“.

Die Organisation richtete eine Hilfsappell an geübte Schafscherer, um das Tier von seiner Wolllast zu befreien. Daraufhin meldete sich der australische Landesmeister im Scheren, Ian Elkins. „Sie haben mir ein Foto geschickt, und ich habe niemals so viel Wolle auf einem Schaf gesehen“, sagte er.

Schaf steht stundenlage Schur bevor

Die anstehende Schur, die ein bis zwei Stunden dauern werde, könnte „eine meiner größten Herausforderungen werden“. Normalerweise wächst bei Schafen die Wolle rund sieben Zentimeter im Jahr. Das lässt darauf schließen, dass das Tier mehrere Jahre in der Wildnis verbrachte.

Laut Ven Denge reagiert das bisher unbenannte Schaf nervös auf die Gegenwart von Menschen. „Es ist im Moment völlig gestresst.“ Die Tierschützerin sagte, Merino-Schafe, die wegen ihrer feinen Wolle begehrt sind, könnten Gesundheitsbeschwerden entwickeln oder sogar verenden, wenn sie nicht regelmäßig geschoren werden.

Schaf Shrek

Reuters/Simon Baker

Schaf Shrek wurde 2004 zur Berühmtheit

Das jetzt entdeckte Schaf könnte noch größer als das berühmte Merino-Schaf Shrek sein, das 2004 in Neuseeland nach sechs Jahren in der Wildnis von 27 Kilogramm Wolle befreit worden war.

IT

Britische Klinik verbreitet Namen Hunderter HIV-Positiver

Ein Krankenhaus in London hat versehentlich die Namen von fast 800 Patienten verbreitet, von denen viele HIV-positiv sind. Die Klinik im Stadtteil Soho verschickte einen Newsletter für die Teilnehmer eines speziellen Programms für HIV-Patienten so, dass Namen und E-Mail-Adressen sichtbar waren.

Ein Sprecher sagte heute, es habe sich um „menschliches Versagen“ gehandelt. Der Fall werde untersucht, und man habe die Patienten in einer weiteren Mail um Entschuldigung gebeten. Nicht alle Betroffenen seien mit dem Aidserreger HIV infiziert. Die britische Aidshilfe forderte zügige Aufklärung.

Wikipedia sperrt „Erpressergruppe“

Wikipedia hat 381 Konten von Nutzern gesperrt, die gegen Geld Artikel für das Onlinenachschlagewerk geschrieben haben, ohne das öffentlich zu machen. Es habe sich um eine organisierte Gruppe gehandelt, die von Personen und Unternehmen teils sogar Geld für den „Schutz“ ihrer Wikipedia-Einträge erpresst habe, berichtete der „Independent“.

Die Wikipedia-Betreiber teilten in ihrem Blog mit, dass Mitarbeiter nach „wochenlanger Ermittlung“ die Nutzerkonten gesperrt und 210 Artikel gelöscht hätten. Firmen, Unternehmer und Künstler seien betroffen gewesen.

Gebühren für „Schutz und Pflege“

Die Artikel seien in der Regel werbend gewesen und oft einseitig. Das nun entdeckte Netzwerk „Orangemoody“ habe sich offenbar auf Selbstdarsteller spezialisiert, die nach den Relevanzkriterien nie einen eigenen Wikipedia-Artikel hätten bekommen dürfen. Wenn die Beiträge tatsächlich in dem Onlinelexikon erschienen waren, verlangten die Hintermänner zusätzliche Gebühren für den Schutz und die Pflege des Artikels.

Bei der Manipulation gingen die „Sockenpuppen“ offenbar äußerst planmäßig vor. Mit harmlosen Änderungen von bestehenden Artikeln versuchten sie zunächst, als vollwertige Wikipedia-Autoren anerkannt zu werden. Zusätzlich verifizierten sie gegenseitig ihre Accounts, um die Schutzmaßnahmen der Wikipedia-Commpunity gegen Spammer und Onlinevandalen zu unterlaufen.

Die Manipulationen fielen auf, nachdem sich Kunden von „Orangemoody“ öffentlich beschwert hatten, dass bezahlte Artikel gelöscht oder verändert worden waren.

Bei Wikipedia kann jeder zu jedem Thema schreiben und Artikel überarbeiten. Es gehört aber zu den Geschäftsbedingungen, dass dabei Interessen offengelegt werden - etwa, wenn Mitarbeiter eines Museums Einträge zu diesem Museum oder seinen Ausstellungen bearbeiten.

Hacker plündern Konten von 225.000 Apple-Nutzern

Unbekannte haben weltweit mehr als 225.000 Apple-Smartphones und -Tablets gehackt und die Anmeldedaten der Nutzerkonten gestohlen.

Mit einem Schadprogramm griffen sie auf Mobilgeräte zu, die für den Gebrauch nicht lizenzierter Apps umprogrammiert worden waren, wie die Firma Palo Alto Networks mitteilte. Das Sicherheitsunternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien sprach vom bisher größten bekannten Diebstahl von Apple-Konten.

Viele Smartphones können vom Nutzer so manipuliert werden, dass er Anwendungen herunterladen und installieren kann, die nicht aus dem App-Store des Herstellers stammen. Auf solche Geräte hatten es die Hacker nach Angaben von Palo Alto abgesehen.

Sie nutzten eine Schadsoftware namens „KeyRaider“, die auf denselben Wegen vertrieben wird wie andere nicht lizenzierte Programme, um Handys und Tablets des Herstellers Apple zu infiltrieren.

Nutzer in 18 Ländern betroffen

Das Programm liest den Datenverkehr eines Nutzers aus, wenn sich dieser mit seinem Gerät beim Apple-Musikdienst iTunes oder im App Store anmeldet, wie Palo Alto Networks erklärte. So seien die Täter an Apple-Konten in bis zu 18 Ländern gelangt, unter anderem in den USA, Frankreich und Australien. Schon im Juli hätten sich in China iPhone-Besitzer gemeldet, deren Zugangsdaten von Fremden für Einkäufe missbraucht worden seien.

Die Hacker könnten Smartphones und Tablets auch komplett sperren, um die Nutzer damit zu erpressen, erklärte die Sicherheitsfirma.

Gesundheit

Erstmals seit 2010 Kinderlähmung in Europa

In Europa gibt es der Weltgesundheitsorganisation zufolge erstmals seit 2010 wieder Fälle von Kinderlähmung. Zwei Kinder im Südwesten der Ukraine seien an Polio erkrankt, teilte die WHO heute in Genf mit. Es gebe ein hohes Risiko, dass sich die Krankheit in dem Land weiter verbreite, da nur die Hälfte der Kinder dort gegen Kinderlähmung geimpft sei.

Für die Nachbarländer Rumänien, Polen, Ungarn und die Slowakei sei das Risiko hingegen gering, so die WHO. Der Ausbruch ist dennoch ein Rückschlag für die Weltgesundheitsorganisation, die sich die Ausrottung der Krankheit zum Ziel genommen hat.

In Europa war zuletzt vor fünf Jahren in Tadschikistan ein Ausbruch gemeldet worden. Damals breitete sich das Virus nach Russland, Turkmenistan und Kasachstan aus. Polioviren können das zentrale Nervensystem befallen und zu Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führen. Gegen die Krankheit gibt es kein Heilmittel. Vor allem Kinder in Regionen mit schlechten Hygieneverhältnissen werden von den Viren befallen.

Kultur

Österreichischer Kabarettpreis an Florian Scheuba

Der Österreichische Kabarettpreis 2015 geht an Florian Scheuba für sein Programm „Bilanz mit Frisur“. Den Programmpreis erhalten Matthias Egersdörfer und Martin Puntigam für „Erlösung“, der undotierte Sonderpreis geht an das Onlinesatireprojekt „Die Tagespresse“. Das wurde heute bekanntgegeben. Die Verleihungsgala findet am 3. November in der Wiener Urania statt.

„Bilanz mit Frisur“ sei „ein grandioses Programm eines für dieses Land elementaren Künstlers“, hieß es in der Jurybegründung. Es werde ein Künstler ausgezeichnet, „der wie kein anderer derzeit einen scharfen Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Zustände unseres Heimatlandes wirft“.

Der Hauptpreis ist mit 5.001 Euro dotiert, der Programmpreis mit zwei Euro weniger. „Erlösung“ sei „ein Programm, das theatralisch brillant, vielseitig und effektvoll Grobes und Feines nebeneinanderstellt“, befand die Jury.

„Bodenloses Fass origineller Fantasie“

Fritz Jergitsch habe mit „Die Tagespresse“ „einen gewaltigen Erfolg gelandet“, hieß es weiter. „Dort nimmt er alle Verantwortungsträger und ihre Untaten auf die Schaufel. Und schöpft zu diesem Zweck aus einem offenbar bodenlosen Fass origineller Fantasie und böser Pointen. Eine Million User finden Jergitsch und sein Team gut - und schauen fast täglich vorbei. Um herzhaft zu lachen. Und sich nie sicher zu sein, was komischer ist: Realität oder Satire.“

Der Kabarettpreis wird seit 1999 verliehen, die Moderation der Verleihungsgala übernimmt erneut die Kabarettistin Verena Scheitz.

Religion

Caritas und Diakonie helfen Familien zum Schulstart

Als Unterstützung von einkommensschwachen Familien zum Schulstart bietet die Wiener Caritas in ihren „carla“-Läden preisgünstige Schulartikel. Auch die Stadtdiakonie Wien bietet Akuthilfe zum Schulstart. „Wir wissen: Bildungsniveau und Armut korrelieren, und Bildung ist der effektivste Schutz vor Armut. Daher wollen wir die Eltern schulpflichtiger Kinder auch heuer wieder mit unserer Schulstartaktion entlasten“, so Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner heute in einer Aussendung.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Science

Lifestyle

J. K. Rowling wünscht Potter jr. schönen Schulbeginn

Zwei kurze Tweets - und „Harry Potter“-Fans auf der ganzen Welt sind in Aufruhr. Abgesetzt wurden die Nachrichten von der Schöpferin des Zauberlehrlings, J. K. Rowling, persönlich. „Ich bin in Edinburgh, könnte irgendjemand in King’s Cross in meinem Namen James S. Potter alles Gute wünschen? Er fängt heute in Hogwarts an“, schrieb die Schriftstellerin zum fiktiven Sohn ihrer Buchfigur.

Am Abend verbreitete Rowling, dass der Sprechende Hut bereits entschieden habe. „Habe gerade gehört, dass James S. Potter - nicht wirklich überraschend - nach Gryffindor gekommen ist“, also in das Haus, in dem schon sein Vater war.

Rowling versorgt die Fans von Harry Potter immer wieder mit sporadischen Neuigkeiten über ihren Held. Das letzte Buch der siebenbändigen Serie hatte die Autorin 2007 veröffentlicht. Die Gerüchte wollen jedoch nicht versiegen, dass Rowling nach nur bedingtem Erfolg etwa im Krimi-Genre wieder zu dem Zaubersujet zurückkehrt.

Stück vom Hochzeitskuchen der Queen versteigert

Ein fast 68 Jahre altes Stück vom Hochzeitskuchen Königin Elizabeths II. hat bei einer Auktion 500 Pfund (knapp 680 Euro) eingebracht. Bei dem Früchtekuchen, der wegen seines hohen Alkoholgehalts angeblich noch essbar ist, handelt es sich um eines der Stücke, die nach der Hochzeit von Elizabeth und Philip 1947 an Gäste verteilt wurden.

Stück vom Hochzeitskuchen Königin Elizabeths II.

Gorringes Auction

Gekauft hat das Stück ein anonymer Bieter aus Los Angeles, wie das Auktionshaus Gorringes heute im südengelischen Lewes mitteilte.

Der Kuchen ist noch in seiner Originalverpackung, einer elfenbeinfarbenen Schachtel verziert mit einem silbernen E und P und der Aufschrift „Buckingham Palace 20th November 1947“. Verkauft hat es eine Frau, deren Vater Gast auf der königlichen Hochzeit war.