Letzte Meldung

Zwei ukrainische Kampfjets abgeschossen

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben zwei Kampfjets der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen. Das teilten ein ukrainischer Militärsprecher sowie die Aufständischen heute mit. Ein Sprecher der Streitkräfte sagte, über das Schicksal der Piloten der beiden Suchoi-Maschinen sei derzeit noch nichts bekannt. Die Jets seien nahe der Stadt Snischne östlich der Rebellenhochburg Donezk abgeschossen worden.

Ausland

Erste MH17-Opfer auf dem Weg in die Niederlande

Sechs Tage nach dem mutmaßlichen Abschuss der Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord sind die ersten Opfer des Absturzes auf dem Weg in die Niederlande. Zwei Flugzeuge sollen am Nachmittag mit insgesamt 38 Särgen am Flughafen in Eindhoven landen, wo sie von Angehörigen, dem niederländischen Königspaar und Ministerpräsident Mark Rutte erwartet werden. Die niederländische Regierung erklärte den heutigen Tag zugleich zum Tag der nationalen Trauer.

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Gericht in Kairo: Journalisten „vom Teufel gesteuert“

Nach den international kritisierten Urteilen gegen Journalisten des arabischen Nachrichtensenders al-Jazeera hat das zuständige ägyptische Gericht heute die ausführliche Begründung seiner Entscheidung nachgeliefert. Die Richter kommen darin zu dem Schluss, dass die Verurteilten vom „Teufel gesteuert“ worden seien, ihre journalistische Arbeit „gegen diese Nation zu richten“.

Die Verurteilten hätten die Ziele des „edlen Journalistenberufs“ in ihr Gegenteil verkehrt und die Wahrheit verfälscht, statt nach ihr zu suchen, meinten die Richter.

Je sieben Jahre Haft

Wegen vermeintlicher Unterstützung der islamistischen Muslimbruderschaft waren sieben Angeklagte, unter ihnen der australische Journalist Peter Greste, der ägyptisch-kanadische frühere Al-Jazeera-Bürochef Mohammed Fadel Fahmi und der Ägypter Baher Mohammed, Ende Juni zu je sieben Jahren Haft verurteilt worden. Gegen Mohammed wurde außerdem eine zusätzliche dreijährige Freiheitsstrafe verhängt.

Elf weitere Journalisten wurden in Abwesenheit zu je zehn Jahren Gefängnis verurteilt, darunter zwei Briten und die Niederländerin Rena Netjes. Die Urteile sorgten international für Entrüstung.

Nächste Atomverhandlungen mit Iran Anfang September

Die nächsten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland werden Anfang September stattfinden. Auf den Ort müssen sich die beiden Seiten aber noch einigen, sagte die iranische Außenamtssprecherin Marsieh Afcham heute.

Möglicherweise werde das Treffen in New York stattfinden, wurde in Teheran spekuliert. Dafür spreche, dass sowohl Außenminister Mohammed Dschawad Sarif als auch Präsident Hassan Rouhani dort im September an der UNO-Vollversammlung teilnehmen wollten.

Keine Einigung in Wien

Beide Seiten konnten vergangene Woche bei den Verhandlungen in Wien bis zum Ablauf der selbst gesetzten Frist von sechs Monaten noch keine Einigung erzielen. Jedoch vereinbarten sie eine Fristverlängerung für die Gespräche bis zum 24. November. Die internationale Gemeinschaft will sicher sein, dass Teheran keine Atombombe baut. Die Islamische Republik wiederum erhofft sich ein Ende der schmerzhaften Wirtschaftssanktionen.

Indonesien: Wahlverlierer will gegen Ergebnis klagen

Nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl in Indonesien will der frühere General Prabowo Subianto doch vor Gericht gegen das Ergebnis klagen. „Wir sind dabei, unsere Klage vor dem Verfassungsgericht vorzubereiten“, sagte ein Sprecher des Wahlkampfteams von Prabowo heute.

Der Schritt kam als Überraschung, nachdem Prabowo wenige Stunden vor Verkündung des Ergebnisses gestern seinen Rückzug aus dem Rennen angekündigt hatte. Aus seinem Team hatte es anschließend zudem geheißen, er wolle nicht vor Gericht gegen den Sieg von Joko Widodo Einspruch einlegen.

Joko, der bisherige Gouverneur von Jakarta, war gestern nach einem knappen Rennen mit 53 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger ausgerufen worden. Viele seiner Anhänger hoffen darauf, dass Widodo wichtige Reformen einleitet. Der 53-Jährige stammt aus einfachen Verhältnissen und gilt als volksnah. Der frühere General Prabowo gehört dagegen zur politischen und militärischen Elite des Landes und war lange mit einer Tochter des 1998 abgetretenen Machthabers Suharto verheiratet. Er hatte noch am Wahltag den Sieg beansprucht und seinem Gegner Betrug vorgeworfen.

1.000 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Melilla

Etwa 1.000 afrikanische Flüchtlinge haben heute erneut den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla gestürmt. Marokkanische Sicherheitskräfte und neu angebrachte sogenannte Antiklettermaschen hätten sie aber daran gehindert, über den Hochsicherheitszaun zu klettern, sagte ein Sprecher der Verwaltung von Melilla. „Niemand ist durchgekommen“, gab er an.

In Melilla und der spanischen Exklave Ceuta gibt es die einzigen Landgrenzen zwischen Afrika und der Europäischen Union. In den vergangenen Monaten nahm der Ansturm auf die Grenzzäune stark zu. Hunderten Flüchtlingen gelang es, diese zu überwinden, weshalb der sieben Meter hohe Zaun in Melilla zusätzlich durch engere Maschen gesichert wurde.

Das Auffanglager für Migranten in Melilla ist stark überfüllt. Spanien fordert mehr Unterstützung der Europäischen Union.

Inland

Umstrittenes Dollfuß-Porträt bekommt Infotafel

Das wiederholt diskutierte Porträt von Engelbert Dollfuß im ÖVP-Parlamentsklub wird noch diesen Sommer eine zusätzliche Infotafel bekommen. Ein Klubsprecher bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der „Tiroler Tageszeitung“. Die Tafeln vom Umfang einer A4-Seite werden bis zur nächsten Klubsitzung der ÖVP, voraussichtlich vor der nächsten Nationalratssitzung, angebracht.

Bei jedem im ÖVP-Parlamentsklub hängenden Porträt werden entsprechende Tafeln montiert, denn bisher fanden sich bei den Bildern lediglich Schilder mit Namen und Lebensdaten. Für die Formulierung der Texte wurde der ÖVP-nahe Historiker Helmut Wohnout beauftragt.

Lopatka für „differenzierte Betrachtung“

ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka plädierte in einer Aussendung anlässlich des 80. Todestags von Dollfuß am 25. Juli für eine „differenzierte Betrachtung“ von dessen Persönlichkeit.

So sei diesem etwa „positiv anzurechnen, dass er an dieses Österreich zu einem Zeitpunkt glaubte, als viele den Glauben schon aufgegeben hatten“. Auch die „dunklen Seiten“ gebe es zu beleuchten, verwies Lopatka darauf, dass Dollfuß die Aufhebung der Verfassung und des Parlaments zu verantworten habe.

Ermittlungen gegen Hans-Peter Martin abgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft Wien hat ihre Erhebungen gegen den früheren EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin abgeschlossen, berichtete der „Kurier“ heute. Der Vorhabensbericht liegt nun bei der Oberstaatsanwaltschaft Wien, wo man „mit Hochdruck an der Prüfung“ arbeitet, wie deren Sprecher der Zeitung sagte.

In der Causa geht es um Vorwürfe, Martin habe Parteienförderung missbräuchlich verwendet. Ins Rollen gebracht hatte das Verfahren Martins früherer Weggefährte Martin Ehrenhauser, der nach seinem Zerwürfnis mit dem EU-Mandatar Anzeige erstattet hatte. Martin selbst stritt die Vorwürfe ab und sprach von einer Rufmordkampagne. Mit einer Klage gegen Ehrenhauser blitzte er indes ab.

Akademikerball: Josef S. verurteilt

Am dritten Verhandlungstag ist der Prozess gegen Josef S. zu Ende gegangen. Gestern Nachmittag verkündete Richter Thomas Spreitzer das Urteil des Schöffensenats: Der deutsche Student wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu zwölf Monaten Haft, davon acht bedingt, verurteilt. Dabei konnte sich die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage bis zuletzt lediglich auf die Angaben eines einzigen Zeugen stützen.

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Sport

Formel 1: Ferraris Leiden wird immer schlimmer

Wie kein anderes Team in der Formel 1 sehnt Ferrari die Sommerpause herbei. Die Bilanz vor dem letzten Rennen der ersten Saisonhälfte am kommenden Wochenende auf dem Hungaroring bei Budapest liest sich für die erfolgsverwöhnte „Scuderia“ ernüchternd. 250 Punkte fehlen in der Konstrukteurswertung auf Branchenprimus Mercedes. Ein fünfter Platz in Deutschland muss schon als Erfolg gewertet werden. Und die Leiden werden immer schlimmer: Sogar der ehemalige Ferrari-Held Niki Lauda zog über die Italiener her - und das mit deftigen Worten.

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Wirtschaft

EU-Minister segnen Euro-Beitritt Litauens ab

Der EU-Außenministerrat hat heute in Brüssel endgültig den Euro-Beitritt Litauens ab 2015 abgesegnet. Der litauische Außenminister Linas Linkevicius erklärte, er freue sich über das grüne Licht. Sein Land werde ein verlässliches Mitglied der Währungsunion sein.

Litauen wird das 19. Mitglied der Euro-Zone sein. Linkevicius sagte, bei der Währungsunion handle es sich nicht nur um ein „Stück Münze“, sondern „wir gehören zum richtigen Club“. Die Euro-Zone „gibt mehr Vertrauen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und ist für Investitionen attraktiver“. Prozedural handelte es sich heute beim Außenministerrat um den letzten Schritt, nachdem der Beitritt schon zuvor auf Empfehlung der EU-Kommission vom Europäischen Parlament, den Finanzministern und vom EU-Gipfel befürwortet worden war.

Der italienische Europastaatssekretär Sandro Gozi erwartet sich „frischen Wind“ durch den Beitritt Litauens. „Das ist sehr gut für uns, für Europa, für Litauen“, die Währungsunion werde „in der Zukunft noch besser arbeiten“.

Ungarn: Zwangsumwandlung aller Fremdwährungskredite

Auf die Banken in Ungarn - darunter die österreichischen Institute Erste, Raiffeisen und Bank Austria - kommen neue Bürden zu. Bis Jahresende sollen per Gesetz alle Fremdwährungskredite in Forint konvertiert werden. Die Hauptbelastung daraus sollen die Banken tragen, kündigte der ungarische Wirtschafts- und Finanzminister Mihaly Varga im „Standard“ (Mittwoch-Ausgabe) an.

Bis zum Jahresende werde ein Gesetz über die Abschaffung der Fremdwährungskredite kommen. Ab 2015 sollen Hypotheken-Fremdwährungskredite nicht mehr in den Bankbilanzen stehen, so Varga.

Banken und Staat sollen sich Belastung teilen

Da die Hauptverantwortlichen für die heutige Situation die Banken seien, wäre es „merkwürdig, wenn der Staat die Kosten voll übernehmen würde“, kündigte Varga eine Belastung der Finanzinstitute an und verwies auf 2011/12. Damals habe bei der Möglichkeit, Kredite in Schweizer Franken günstig in Forint zurückzuzahlen, eine Lastenteilung gegriffen: Zwei Drittel der Kosten hätten die Banken, ein Drittel der Staat übernommen.

Das Problem mit Fremdwährungskrediten sei in Ungarn sehr groß: 350.000 Hypothekendarlehen seien in Fremdwährungen vergeben, Hunderttausende Menschen könnten ihre Kreditraten kaum zahlen. „Für die österreichischen Banken rächt sich nun die aggressive Strategie zur Marktgewinnung vor der Krise“, betonte der Minister der rechtskonservativen FIDESZ-Regierung von Premier Viktor Orban.

Fiat-Chef dementiert Berichte über Fusion mit VW

Fiat-Chef Sergio Marchionne hat Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Volkswagen (VW) zurückgewiesen. Ein solches Vorhaben sei nie auf der Tagesordnung gestanden, sagte Marchionne heute. Zuvor hatten bereits der Fiat-Großaktionär Exor und der italienische Autohersteller selbst Berichte über Fusionsabsichten dementiert.

Auch ein VW-Sprecher sagte, Übernahmen stünden derzeit nicht auf der Agenda. Das „Manager Magazin“ hatte gemeldet, der Wolfsburger Konzern habe mit den Eigentümern von Fiat Chrysler über einen Kauf des italienischen Konzerns oder von Teilen davon verhandelt. Dem Magazin zufolge schielt die VW-Führung vor allem auf Fiats US-Tochter Chrysler, die nach grundlegender Sanierung als Hoffnungsträger für das Unternehmen gilt.

ARBÖ: Ungarischen Mautbeleg prüfen und aufheben

Bei Autobahnfahrten in Ungarn sollte man darauf achten, ob auf dem Mautbeleg das richtige Kennzeichen und Datum eingetragen wurden, und den Beleg mindestens ein Jahr aufheben, rät der ARBÖ. Bußgelder werden von einem Londoner Inkassobüro eingefordert, ohne Beleg sei ein Einspruch schwierig, wie der Fall eines Clubmitglieds gezeigt habe.

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Verhaftungen in chinesischem Gammelfleischskandal

Im Gammelfleischskandal in China ist es zu ersten Festnahmen gekommen. Die Polizei von Schanghai setzte heute nach eigenen Angaben fünf Verdächtige fest, darunter den Chef des Fast-Food-Lieferanten Husi Food. Auch der Qualitätsmanager des Unternehmens sei verhaftet worden.

Husi Food wird verdächtigt, große Restaurantketten wie McDonald’s, die zum Yum-Konzern gehörenden Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut, Starbucks und Burger King mit umetikettiertem altem Fleisch beliefert zu haben. Nach Einschätzung der Lebensmittelbehörde handelt es sich nicht um Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter, sondern wenigstens zum Teil um einen vom Unternehmen selbst organisierten Betrug.

Mehr dazu in Abgelaufenes Fleisch umetikettiert

EU genehmigt staatliche Beihilfen für Flughäfen

Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen für die drei deutschen Flughäfen Dortmund, Leipzig/Halle und Niederrhein-Weeze genehmigt. Nach Mitteilung der Behörde von heute in Brüssel stehen die Beihilfen ebenso wie bei drei französischen Flughäfen im Einklang mit neuen EU-Leitlinien vom Februar 2014.

Bei der Entscheidung sei die Bedeutung der Flughäfen für die geografische Anbindung und die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt worden. Den Leitlinien zufolge können Flughäfen mit weniger als drei Millionen Passagieren jährlich zehn Jahre lang Beihilfen erhalten.

Chronik

100 Fahrraddiebstähle in Linz aufgeklärt

Nach einem Tipp einer aufmerksamen Frau hat die Polizei in Linz rund 100 Fahrraddiebstähle in Linz klären können. Die beiden mutmaßlichen Täter sind in Haft. Der von ihnen angerichtete Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

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Mordversuch: Sohn attackierte Mutter

Wie vor kurzem bekanntgeworden ist, ermitteln Kriminalisten im Bezirk Melk (Niederösterreich) wegen eines Mordversuchs. Ein 42-Jähriger soll versucht haben, seine Mutter zu töten. Die Frau befindet sich in Lebensgefahr.

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Lkw blieb in Mautstelle stecken

Heute Vormittag hat ein deutscher Lkw-Lenker auf der Brennerautobahn bei der Mautstelle Schönberg (Tirol) seinen Sattelschlepper fälschlicherweise in eine Pkw-Spur gelenkt. Das Fahrzeug blieb stecken.

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„Höchster Slum der Welt“ wird geräumt

Er wurde als „höchster Slum der Welt“ bekannt - nun lassen Venezuelas Behörden in der Hauptstadt Caracas einen 190 Meter hohen Wolkenkratzer-Rohbau räumen, in dem seit 2007 Hunderte obdachlose Familien wohnen. Die Menschen sollen in Wohnanlagen südlich der Stadt umgesiedelt werden, teilte der zuständige Minister Ernesto Villegas gestern Abend (Ortszeit) mit.

In dem 45-stöckigen Hochhaus, das im Volksmund „Torre de David“ (Turm des David) genannt wird, sei es wegen fehlender Mauern und anderer Mängel zu gefährlich. Mehrere Kinder seien schon in die ungeschützten Treppenschächte gestürzt. „In dem Turm ist selbst ein Minimum an Sicherheit und Würde nicht gewährleistet“, sagte Villegas. Zunächst seien 160 der insgesamt 1.156 Familien mit Hilfe des Militärs umgesiedelt worden. Die Räumung verlaufe friedlich.

Das Gebäude hat seinen Spitznamen von seinem Erschaffer, dem Investor David Brillembourg. 1994 erzwangen dessen Tod und die Finanzkrise den Baustopp. Das Haus ging in Staatsbesitz über und rottete jahrelang vor sich hin. Eine Auktion 2001 scheiterte. Schließlich wurden 28 der 45 Stockwerke besetzt. Die Besetzer sorgten für Strom- und Wasserversorgung und richteten Gärten ein. Die Biennale von Venedig prämierte 2012 diese Eigeninitiative. Das Gebäude war auch einer der Drehorte der US-Serie „Homeland“.

Kleinbus kollidierte mit Lastzug: Acht Tote in Spanien

Bei einem Frontalzusammenprall eines Kleinbusses mit einem Lastzug sind im Südosten Spaniens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer verbrannten in den Trümmern des Kleinbusses, der bei dem Unfall in der Gegend von Alicante in Flammen aufgegangen war.

Wie die Polizei in der Nacht auf heute mitteilte, hatte der Laster in der Nähe der Ortschaft Cox auf einer Autobahn aus ungeklärter Ursache die Mittelleitplanke durchbrochen und war auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort prallte er mit dem entgegenkommenden Kleinbus zusammen. Der Fahrer des Lkws wurde schwer verletzt geborgen. Die aus Rumänien stammenden Insassen des Kleinbusses - drei Männer, drei Frauen und zwei Kinder - starben an der Unfallstelle.

IT

„ITime“: Apple sichert sich Patente für Smartwatch

Apple macht bei der Entwicklung einer Smartwatch Fortschritte: Das US-Patentamt genehmigte dem Konzern ein Patent auf eine „elektronische Armbanduhr“, wie aus gestern veröffentlichten Unterlagen hervorgeht. Diese soll über ein Touchscreen-Display verfügen und sich drahtlos mit mobilen Geräten wie dem iPhone verbinden können. Auch ein Name für die Smartwatch wird genannt: „iTime“.

Sensoren und Gestensteuerung

Die Gerüchte um eine schlaue Apple-Uhr geistern seit langem durch die Branche, bisher mit der Bezeichnung „iWatch“. Das Unternehmen selbst hat dem Projekt aber offenbar einen anderen Namen gegeben: Auf einer Zeichnung, die laut Patentamt im Jänner 2011 mit dem Antrag auf Patentierung eingereicht wurde, wird die Uhr als „iTime“ bezeichnet. Sie soll mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet sein und kann vermutlich auch über Gesten gesteuert werden.

Apple selbst hält sich zu geplanten Produkten stets bedeckt - auch das befeuert regelmäßig die Neugier der Kunden. Auch die Erwartungen der Investoren, die auf neue, innovative Geräte der Kultmarke warten, ist groß. Konzernchef Tim Cook hält regelmäßig die Spannung aufrecht. Bei mehreren Auftritten verweis er auf neue Produkte, die entwickelt werden, ohne Details zu nennen - so auch gestern bei der Vorstellung der Quartalszahlen.

Zeitung: Google wollte Streamingdienst Spotify kaufen

Der US-Internetriese Google hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr versucht, sich den erfolgreichen Musikstreamingdienst Spotify einzuverleiben. Der Plan des US-Konzerns sei aber an den hohen Preisvorstellungen der Schweden gescheitert, berichtete das „Wall Street Journal“ gestern unter Berufung auf informierte Kreise.

Spotify wollte zehn Mrd. Dollar

Spotify forderte demnach mehr als zehn Milliarden Dollar von Google, obwohl es im vergangenen Jahr mit vier Milliarden Dollar bewertet worden sei.

In einem Ende 2013 an die US-Börsenaufsicht SEC gerichteten Brief, der erst Monate später veröffentlicht wurde, hatte Google mitgeteilt, für den Zukauf von Unternehmen und Technologien im Ausland 20 bis 30 Milliarden Dollar ausgeben zu wollen. Google habe kürzlich versucht, für vier bis fünf Milliarden Dollar ein ausländisches Unternehmen zu kaufen, den Plan aber aufgegeben, erklärte Google, ohne den Namen des Unternehmens zu nennen.

Streamingdienst Songza übernommen

Google kaufte kürzlich den Streamingdienst Songza, um sein eigenes Musikangebot Play Music All Access zu stärken. Songza bietet Musik je nach Stimmung und Tätigkeit, zählt allerdings nur rund 5,5 Millionen Nutzer. Unbestätigten Berichten zufolge zahlte Google dafür rund 15 Millionen Euro.

Spotify ist die Nummer eins der Musikstreamingdienste und hatte im Mai rund 40 Millionen Nutzer in 56 Ländern. Davon haben mehr als zehn Millionen Menschen den Dienst abonniert.

Nach Copyright-Urteil: Provider befürchten „Missbrauch“

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH), wonach Internetprovider verpflichtet werden können, den Zugriff auf Websites mit illegalen Inhalten zu sperren, stößt auf Kritik seitens der Internet Service Providers Austria (ISPA). Diese befürchten „Missbrauch“ durch die Möglichkeit von Sperren. Problematisch sei zudem, dass Rechteinhaber für eine Sperrforderung keinen Nachweis erbringen müssen.

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Science

Spermien sind in der Gruppe schneller

Der Weg zum Ei gleicht einem Wettrennen, in dem allerdings nur ein Spermium ins Ziel kommt. Dennoch kooperieren die schnellen Schwimmer mitunter. Am besten gelingt ihnen das bei Arten mit wechselnden Geschlechtspartnern, wie eine Studie an Mäusen gezeigt hat.

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Kultur

Song Contest: Finaltag fix, Ort noch offen

Das Finale des Eurovision Song Contest 2015 soll am Samstag, den 23. Mai 2015 stattfinden. Das hat heute ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bekanntgegeben. Als Austragungsort sind neben Wien weiterhin auch Graz und Innsbruck im Rennen.

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ImPulsTanz: Ovationen für „Swan Lake“

Gestern Abend hatte beim ImPulsTanz-Festival das Stück „Swan Lake“ der Südafrikanischen Choreographin und Tänzerin Dada Masilo Wien-Premiere. Wie der Name schon sagt, ist es eine Bearbeitung von Tschaikowskis „Schwanensee“: der Ballett-Klassiker gemischt mit Elementen des afrikanischen und des zeitgenössischen Tanzes. Das Resultat ist atemberaubend. Stehende Ovationen waren die Folge.

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Bundestheater: Scharfe RH-Kritik an Holding und Politik

Nicht genehmigungsfähige Dreijahrespläne, „keine realistischen“ Finanzierungskonzepte und teure Evaluierungen ohne Konsequenzen: Laut einem heute veröffentlichten Rechnungshof-Bericht sind weder die Bundestheater-Holding noch das zuständige Kulturministerium ihren Kontrollaufgaben in Bezug auf die Bundestheater hinreichend nachgekommen.

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Lifestyle

Religion

Kickstarter-Projekt: Ein Redesign der Bibel

Der US-amerikanische Designer Adam Lewis Greene hat sich ein Mammutprojekt vorgenommen. Er will die Bibel mit neuem Design zum „Lesevergnügen“ machen. Mehr als eine halbe Million Dollar hat er auf der Onlinefinanzierungsplattform Kickstarter bereits dafür gesammelt. Ursprünglich erbeten waren 37.000.

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Leute

Ehemann: Peaches Geldof war heroinabhängig

Bob Geldofs Tochter Peaches war ihrem Mann zufolge heroinabhängig und hat in den zweieinhalb Jahren vor ihrem Tod die Ersatzdroge Methadon genommen. Seit Februar habe sie wieder zu Heroin gegriffen, sagte der australische Musiker Thomas Cohen heute bei einer gerichtlichen Untersuchung im englischen Gravesend. Peaches, die als Model und Moderatorin arbeitete, war Anfang April mit 25 Jahren gestorben.

Vor ihrem Tod hatte sie nach Polizeiangaben Heroin genommen. Cohen fand seine Frau, die Tochter des irischen Rockstars Bob Geldof, am 7. April leblos auf dem Bett im Gästezimmer des gemeinsamen Hauses. Das Paar hat zwei kleine Kinder. Peaches Mutter, die Moderatorin Paula Yates, war im Jahr 2000 auch an Heroin gestorben.