Ausland

Schlappe für Morales bei Regionalwahlen in Bolivien

In Bolivien hat die Partei von Präsident Evo Morales bei Regionalwahlen eine schwere Schlappe erlitten. Hochrechnungen zufolge verlor die Regierungspartei Bewegung zum Sozialismus (MAS) mit El Alto und La Paz gestern zwei ihrer Hochburgen an die Opposition.

Laut dem Umfrageinstitut Ipsos wird in El Alto mit der Erzieherin Soledad Chapeton künftig die Mitte-rechts-Partei von Oppositionsführer Samuel Doria Medina die Bürgermeisterin stellen. In La Paz setzte sich der frühere Bildungsminister Felix Patzi gegen die sozialistische Kandidatin durch.

Morales war 2006 als erster indigener Politiker an die Spitze des Anden-Staates gewählt worden. Im Oktober 2014 wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Bei den Regionalwahlen waren rund sechs Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, neun Regionalgouverneure, 300 Bürgermeister und mehr als 4.000 Vertreter in den Gemeinderäten des Landes neu zu bestimmen.

Israel: Weiterer Schuldspruch gegen Olmert

Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert (69) ist in einem weiteren Fall wegen Bestechlichkeit schuldig gesprochen worden. Das Bezirksgericht in Jerusalem verkündete heute seine Entscheidung und hob damit einen früheren Freispruch auf. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Olmert hatte laut der Anklage während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Jerusalem und später als Handelsminister zwischen 1993 und 2007 Hunderttausende Dollar von einem jüdischen US-Geschäftsmann angenommen. Das Geld sei teilweise bar in Briefumschlägen übermittelt worden.

Nigeria: Demos gegen angeblichen Wahlbetrug

Tausende Anhänger der nigerianischen Opposition haben gestern im ölreichen Bundesstaat Rivers gegen angeblichen Wahlbetrug protestiert.

Bei der Demonstration in der Hafenstadt Port-Harcourt forderten die Anhänger von Oppositionsführer Muhammadu Buhari eine Wiederholung der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Ein Sprecher der Wahlkommission in der Hauptstadt des Bundesstaates wies die Vorwürfe zurück.

Erste Ergebnisse der Wahlen sollten morgen vorliegen. Bei der Präsidentenwahl wurde ein enges Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Goodluck Jonathan und Oppositionsführer Buhari erwartet.

Knapp 70 Millionen Menschen hatten sich in die Wahllisten eingetragen. In 300 Wahllokalen wurde die Abstimmung gestern nachgeholt, weil dort am Samstag die elektronische Wählerregistrierung nicht funktioniert hatte.

Atomgespräche mit dem Iran: Zeichen stehen auf Einigung

Bei den Gesprächen über das umstrittene iranische Atomprogramm ist laut Angaben aus Verhandlungskreisen eine vorläufige Einigung in zentralen Punkten erzielt worden. Das teilten westliche Diplomaten gestern im schweizerischen Lausanne mit. Zuvor hatte ein US-Regierungsvertreter Beratungen der 5+1-Gruppe aus den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland mit dem Iran in großer Runde angekündigt.

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Amtskollege Laurent Fabius sagten wegen der Atomverhandlungen einen gemeinsamen Besuch in Kasachstan kurzfristig ab. Die Gespräche in Lausanne seien „in einer wichtigen und möglicherweise entscheidenden Phase“, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Zuvor hatte bereits US-Außenminister John Kerry mitgeteilt, dass er entgegen bisherigen Plänen weiter am Verhandlungsort bleiben wolle.

„Noch nie so nah an einem Abkommen“

Nach den Worten Steinmeiers ist das „Endspiel“ bei den Verhandlungen im schweizerischen Lausanne erreicht. „Wir waren noch nie so nah an einem Abkommen, aber es müssen noch entscheidende Punkte gelöst werden“, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Die Außenminister aus den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland wollen mit dem Iran bis zur selbst gesetzten Frist am 31. März ein Rahmenabkommen aushandeln, um darauf aufbauend bis Juni endgültig den Atomstreit beizulegen. Es geht um die Gewissheit, dass Teheran keine Atombombe baut. Der Iran fordert im Gegenzug, dass der Westen seine lähmenden Wirtschaftssanktionen aufhebt.

Varoufakis fordert mehr Höflichkeit

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat deutsche und griechische Politiker dazu aufgerufen, einander nicht mehr zu beschimpfen. Man sei inzwischen bei „offener Feindseligkeit“ angekommen, kritisierte Varoufakis in einem Gastbeitrag für das deutsche „Handelsblatt“ (Montag-Ausgabe). „Von diesem giftigen Schwarzer-Peter-Spiel profitieren einzig Europas Feinde“, schrieb er. „Es muss aufhören.“

Varoufakis verteidigte, Anfang 2010 dafür plädiert zu haben, griechische Staatsschulden abzuschreiben und keine neuen Kredite der europäischen Partner anzunehmen. „Tatsache ist, dass Griechenland kein Recht hatte, sich zu einer Zeit, als seine öffentlichen Schulden nicht mehr zu bewältigen waren, Geld von den deutschen oder anderen europäischen Steuerzahlern zu borgen.“

Seiner Ansicht nach sei damals schon abzusehen gewesen, dass die geplante Rettungspolitik die Einkommen der Menschen so sehr würde einbrechen lassen, dass auch die Bedienung der neuen Kredite unmöglich werden würde. „Fünf Jahre nach Umsetzung der ersten Rettungsaktion steckt Griechenland weiter in der Krise“, so der 54-Jährige.

Griechenland-Rettung bleibt Zitterpartie

Die Rettung Griechenlands vor der Staatspleite bleibt eine Zitterpartie. Auch dreitägige Verhandlungen über eine Reformliste, die Athen rund drei Milliarden Euro neue Einnahmen bringen sollen, brachten am Wochenende keinen Durchbruch. Die Geldgeber werteten die griechischen Vorschläge als unzureichend und verlangten Nachbesserungen.

Neue Reformen sind Voraussetzung dafür, dass die Geldgeber von Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) die bisher blockierten 7,2 Milliarden Euro Finanzhilfen freigeben. Athen braucht das Geld dringend, weil seine Kassen schon Mitte April leer sein könnten.

Es gebe keine brauchbare Verhandlungsgrundlage, verlautete gestern aus Kreisen der Teilnehmer in Brüssel. Statt der versprochenen Reformliste habe die griechische Delegation lediglich Dokumente in elektronischer Form auf mobilen Geräten präsentiert - und dann auch noch auf Griechisch.

Die Regierungsvertreter hätten die Vorschläge mündlich vorgetragen. Auch am dritten Tag der Gespräche habe es quasi keine Fortschritte gegeben. „Die Liste ist viel zu vage, nicht glaubwürdig und nicht überprüfbar“, sagte ein EU-Diplomat.

Frühere HP-Chefin erwägt US-Präsidentschaftskandidatur

Die frühere Chefin des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP), Carly Fiorina, stellt ihre Kandidatur für die US-Präsidentenwahl 2016 in Aussicht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich bewerbe, liege bei über 90 Prozent, sagte die Republikanerin dem Fernsehsender Fox News. Ihre genauen Pläne werde sie bis Anfang Mai bekanntgeben.

Derzeit arbeite sie daran, ein Team zusammenzustellen und die Finanzierung zu sichern. Bisher hat bei den Republikanern als hochrangiger Politiker lediglich der Senator von Texas, Ted Cruz, seine Kandidatur bekanntgegeben. Bei den Demokraten wird weiter mit Spannung erwartet, ob und wann Ex-Außenministerin Hillary Clinton ihren Hut in den Ring wirft.

Fiorina war jahrelang Firmenchefin von HP. Sie war die erste Frau an der Spitze eines Unternehmens, das zu den größten Konzernen der USA gehört und auf der „Fortune 50“-Liste geführt wird.

Staatsbegräbnis: Singapur stand still

Singapur hat gestern Abschied von Staatsgründer Lee Kuan Yew genommen. Zahlreiche ausländische Würdenträger nahmen an den Begräbnisfeierlichkeiten teil, unter ihnen der frühere US-Präsident Bill Clinton, der australische Ministerpräsident Tony Abbott und der japanische Regierungschef Shinzo Abe.

Zehntausende Menschen begleiteten den Sarg auf seinem 15 Kilometer langen Weg durch den Stadtstaat. Die sonst so emsige Millionenmetropole stand für einen Tag fast völlig still.

Mehr dazu in Trauerzug im strömenden Regen

Inland

ÖVP-Programmentwurf liefert Diskussionsstoff

Die ÖVP hat einen Zwischenentwurf für ihr neues Parteiprogramm vorgelegt, der Diskussionsstoff liefert. Unter anderem denkt die Partei in ihrem „Evolutionsprozess“ die Einführung des Mehrheitswahlrechts an und spricht sich für eine europäische Armee sowie Selbstbehalte bei der Sozialversicherung aus. Wie die ÖVP den Frauenanteil in der Partei heben will, werde noch diskutiert, sagte Generalsekretär Gernot Blümel.

Sieben Kernwerte

Basis für das neue Parteiprogramm - das derzeitige ist 20 Jahre alt - sind die Ergebnisse der Mitgliederbefragung, die Anfang Februar vorlagen. Der entsprechende Antrag für den Bundesparteitag soll im Parteivorstand am 20. April beschlossen werden, beim „Reformparteitag“ am 12. und 13. Mai in der Hofburg sollen die Neuerungen diskutiert und dann beschlossen werden.

Laut Blümel wird sich der Zwischenentwurf, der auch eine Präambel enthält, noch „x-fach ändern“, da man die Inhalte noch breit diskutieren wolle. „Klar ist aber, dass die Grundlinien bleiben werden“, betonte er. Das in Arbeit befindliche mittlerweile achte Parteiprogramm definiert sieben „Kernwerte“: Freiheit, Leistung, Verantwortung, Solidarität, Nachhaltigkeit, Subsidiarität und Gerechtigkeit.

„Da werden die Fetzen fliegen“

Der ÖVP-Generalsekretär erwartet sich nun nach Bekanntgabe des Zwischenentwurfs noch einige interne Diskussionen. „Da werden die Fetzen fliegen bei einigen Punkten“, glaubt er. Etwa beim Mehrheitswahlrecht. Klar verankert ist im Zwischenentwurf („Europa & die Welt: Modell Österreich“) das Bekenntnis zur allgemeinen Wehrpflicht, aber auch zu einer gemeinsamen europäischen Armee.

Keine großen Sprünge macht die ÖVP in den Bereichen Bildung (Bekenntnis zu einer „differenzierten Schule“) und Familie, wobei bei Letzterem zumindest das Bekenntnis steht, den „gesellschaftlichen Wandel“ in der Politik zu berücksichtigen. Wenngleich Blümel zum Diskussionsfeld homosexueller Partnerschaften meint, das sei mittlerweile breit akzeptiert.

Sport

Formel 1: Vettel lässt Ferrari vom Titel träumen

Sebastian Vettel hat eine grandiose Vorstellung beim Grand Prix von Malaysia gekrönt und ist vor den Silberpfeilen zu seinem ersten Ferrari-Sieg gerast. Im packenden Reifenpoker von Sepang feierte der vierfache Weltmeister gestern seinen 40. WM-Sieg und zeigte den Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg die Grenzen auf.

„Die Mission ist, den Titel nach Maranello zurückzubringen“, sagte Vettel. Für Ferrari ist bereits klar: „Numero uno is back.“ Die Konkurrenz verneigte sich ebenfalls vor dem Deutschen im Ferrari.

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Eishockey: Salzburger mit „Sweep“ ins Finale

Mit einem „Sweep“, also 4:0 in der „Best of seven“-Serie, ist der amtierende Meister Red Bull Salzburg über den KAC in die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) eingezogen. In der Overtime fixierten die Salzburger gestern in Klagenfurt den vierten Sieg im Halbfinale.

Der Gegner für das Duell um den Titel steht noch nicht fest. Da die Vienna Capitals einen Heimsieg über die Black Wings Linz feierten und damit in der Serie auf 3:1 stellten, spricht aber einiges für das erste EBEL-Finale zwischen Wien und Salzburg.

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Motorrad: Traumstart für Rossi in Katar

Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi hat gestern einen Traumstart in die Motorrad-WM-Saison erwischt. Der 36-jährige Yamaha-Pilot triumphierte beim GP von Katar in Doha in einem spannenden MotoGP-Rennen vor seinen italienischen Landsleuten Andrea Dovizioso und Andrea Iannone. Für den „Dottore“ war es der 109. Sieg. Der Spanier Marc Marquez, der seinen dritten WM-Titel in der Königsklasse in Folge anpeilt, musste sich mit Rang fünf begnügen.

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Wirtschaft

Wieder Streik bei Amazon

Beim Onlineversandhändler Amazon in Bad Hersfeld im deutschen Bundesland Hessen haben Beschäftigte erneut ihre Arbeit niedergelegt. „Der Streik hat mit der Nachtschicht begonnen“, sagte eine Vertreterin der Gewerkschaft ver.di. Auch in Leipzig traten Amazon-Beschäftigte in den Ausstand.

In der Frühschicht folgen die Standorte Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen sichert seinen Kunden eine pünktliche Zustellung bis Ostern zu, wenn bis morgen Abend bestellt wird.

Die Gewerkschaft will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere. Weil Amazon nicht einlenkt, kommt es seit dem Frühjahr 2013 immer wieder zu Streiks. In Bad Hersfeld wurde zuletzt Mitte März gestreikt.

Bier bald mit Nährwertangaben

Der Mythos vom „Bierbauch“ hält sich hartnäckig. Wie viele Kalorien tatsächlich in einer Flasche stecken, haben Konsumenten wahrscheinlich bald schwarz auf weiß. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ planen die größten europäischen Brauer eine entsprechende Etikettierung.

Auch auf anderen alkoholischen Getränken sollen sich künftig Angaben über den Nährwert - Fett, Salz und Kohlehydrate inklusive - finden. Derzeit sind Getränke mit höherem Alkoholgehalt noch von einer Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Die Brauer argumentierten, sie wollten die Konsumenten mit mehr Informationen über ihre Produkte versorgen. Andere sagen, sie würden die Flucht nach vorne antreten.

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Chronik

Air-Canada-Maschine traf vor Bruchlandung Stromleitung

Die Passagiermaschine von Air Canada, die gestern in Halifax eine Bruchlandung hingelegt hat, ist nach Angaben der Ermittler kurz vor der Landebahn in eine Stromleitung geraten. Die Maschine sei zu schnell gesunken, außerdem sei wegen eines Schneesturms die Sicht schlecht gewesen, sagte Mike Cunningham von der zuständigen Verkehrssicherheitsbehörde vor Journalisten.

Video dazu in iptv.ORF.at

Dann habe die Maschine rund 350 Meter vor der Landebahn eine Stromleitung getroffen. Durch den Vorfall sei die Maschine stark beschädigt worden, so Cunningham. Unter anderem seien das Fahrwerk und die Nase des Flugzeugs abgerissen worden. Die Maschine schlitterte dann noch 300 Meter weiter, bevor sie zum Stillstand kam. Die beiden Flugschreiber wurden geborgen und zur Auswertung weitergegeben.

Bei der Bruchlandung in der ostkanadischen Provinz Nova Scotia waren 23 Menschen verletzt worden. Bis auf einen Passagier konnten gestern alle Verletzten das Krankenhaus wieder verlassen. Insgesamt waren 138 Menschen an Bord der A320-Maschine.

Schweres Erdbeben vor Papua-Neuguinea

Ein schweres Erdbeben im Südpazifik hat eine lokale Tsunami-Warnung ausgelöst. Das Beben der Stärke 7,5 ereignete sich im Osten von Papua-Neuguinea rund 1.500 Kilometer nordöstlich der australischen Stadt Cairns.

„Tsunami-Wellen von einem bis drei Metern sind an den Küsten von Papua-Neuguinea möglich“, teilte das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mit. In anderen Teilen des Pazifiks seien höchstens Wellen von bis zu 30 Zentimetern zu erwarten. „Keine Gefahr für australische Territorien“, meldete das dortige Tsunami-Warnzentrum. Auch Neuseeland gab Entwarnung.

Schäden wurden nach Angaben des Amtes für Katastrophenschutz in Papua-Neuguinea nicht gemeldet. „Bisher gibt es keine Berichte über Schäden, ich gehe deshalb davon aus, dass das Beben keine Folgen hatte“, sagte dessen Direktor Martin Mose dem neuseeländischen Rundfunk. Einwohner der Region berichteten Radio Neuseeland von einem deutlich spürbaren Erdstoß, aber ohne Schäden.

Die US-Geologiebehörde gab die Stärke des Bebens zunächst mit 7,7 an. Sie korrigierte die Angaben später auf 7,5. Das Zentrum lag südöstlich der Stadt Kokopo auf der Insel Neubritannien. Auf der gut 500 Kilometer langen Insel leben rund eine halbe Million Menschen.

Tote bei Zusammenstößen mit Polizei in Brasilien

Im Osten Brasiliens sind gestern Medienberichten zufolge bei verschiedenen Zusammenstößen mit der Polizei elf Menschen getötet worden. Wie das Nachrichtenportal G1 berichtete, wurden in Currais Novos im Staat Rio Grande do Norte sieben Menschen von der Polizei erschossen, die zu einer Bande von Bankräubern gehört haben sollen.

Sie hätten das Feuer auf die Polizei eröffnet, die zurückschoss. Ein Mann wurde festgenommen - er gab an, von der Gruppe entführt worden zu sein.

In Mangueira nahe der Metropole Rio de Janeiro wurden außerdem vier Menschen erschossen, als die Polizei bei Zusammenstößen zwischen zwei rivalisierenden Drogenbanden eingriff, wie „Folha de Sao Paulo“ berichtete. Die Gruppen stritten demnach um Gebietsansprüche. Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden außerdem zwei Polizisten verletzt. Bei beiden Einsätzen beschlagnahmten die Beamten eine Reihe von Waffen und Munition.

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der jüngsten Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gibt es keinen Sechser. Das bedeutet Jackpot, im Topf liegen zusätzlich zum ersten Rang
der nächsten Runde 866.083,60 Euro

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

4 14 18 20 28 33/Zusatzzahl 2

Gleich drei Mitspieler durften sich über den richtigen Joker auf ihrem Lottoschein und somit
jeweils 65.414,60 Euro freuen.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

1 8 2 2 1 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Gesundheit

Science

Sonnenflugzeug startete zu 19-stündigem Flug

Trotz einer defekten Solarzelle hat sich das Schweizer Sonnenflugzeug „Solar Impulse 2“ („Si2“) auf den Flug von Mandalay in Burma nach China gemacht. Es ist die fünfte und bisher anspruchsvollste Etappe der ersten Weltumrundung eines Solarflugzeuges. Alles laufe nach Plan, teilte die „Si2“-Flugkontrolle wenige Stunden nach dem Start heute Früh mit.

Der Flug über die Ausläufer des Himalaya-Gebirges in die südwestchinesische Metropole Chongqing wird voraussichtlich 19 Stunden dauern - länger als die bisherigen Strecken. Im Cockpit des Flugzeugs, das nur mit Sonnenenergie fliegt, sitzt der Schweizer Bertrand Piccard (57).

Zwei Prozent Energie fehlen

Wegen eines Schadens an einer Solarzelle fehlen dem Flugzeug zwei Prozent der sonst zur Verfügung stehenden Energie. Der Defekt habe aus Zeitgründen in Mandalay nicht repariert werden können, teilte die Flugkontrolle mit. Eine einzelne Zelle könne nicht einfach ausgewechselt werden, so dass acht Zellen abgeschaltet werden mussten. Jetzt müsse die Energie auf alle Batterien gleichmäßig neu verteilt werden, hieß es.

Mit der Erdumrundung wollen Piccard und sein Schweizer Kollege Andre Boschberg (62) für einen stärkeren Einsatz von Sonnenenergie werben. In Mandalay hatte „Solar Impulse 2“ einen zehntägigen Zwischenstopp einlegen müssen, um auf besseres Wetter in China zu warten. Vor dem Start in den frühen Morgenstunden verkündete Piccard endlich: „Das Wetter ist gut.“

Kultur

US-Regisseur Gene Saks gestorben

Gene Saks, Regisseur von Komödien wie „Barfuß im Park“ und „Ein seltsames Paar“, ist tot. Er starb gestern in seinem Haus in East Hampton (US-Bundesstaat New York) an einer Lungenentzündung, wie die „New York Times“ gestern unter Berufung auf die Ehefrau des Filmemachers berichtete. Saks wurde 93 Jahre alt.

Der gelernte Schauspieler hatte sich zunächst am New Yorker Broadway einen Namen gemacht. Für seine Bühnenstücke wurde er dreimal als bester Regisseur mit einem Tony ausgezeichnet. Er war vor allem für die Umsetzung von Stücken des Bühnen- und Drehbuchautors Neil Simon bekannt.

„Barfuß im Park“ mit Jane Fonda und Robert Redford als Jungverheiratete war 1966 sein Filmdebüt. Im nächsten Jahr folgte „Ein seltsames Paar“ mit Walter Matthau und Jack Lemmon.

Als Schauspieler hatte er kleine Rollen in Filmen wie „Melinda und Melinda“ (2004) und „Harry außer sich“ (1997). Saks war von 1950 bis zur Scheidung 1980 mit der „Golden Girl“-Schauspielerin Bea Arthur verheiratet. Das Paar hatte zwei Söhne. Aus seiner Ehe mit Keren Saks ging eine Tochter hervor.

Zeichentrickfilm „Home“ an Spitze der US-Filmcharts

Der neue Zeichentrickfilm „Home - Ein smektakulärer Trip“ hat sich am Wochenende auf Anhieb an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts gesetzt. Der Film über einen Außerirdischen und ein kleines Mädchen, die zusammen die Welt retten müssen, spielte bei seinem Debüt nach ersten Schätzungen 54 Millionen Dollar (50 Mio. Euro) ein. Damit schnitt die DreamWorks-Produktion besser als erwartet ab, wie das Branchenblatt „Variety“ gestern berichtete.

Auf Platz zwei legte die Komödie „Der Knastcoach“ mit Will Ferrell und Kevin Hart mit über 34 Mio. Dollar (31 Mio. Euro) ebenfalls einen guten Start hin. Der derbe Klamauk um einen korrupten Banker, der sich von einem Autowäscher Tipps für seine Zeit im Gefängnis holt, soll im Mai in die deutschen Kinos kommen.

Der Science-Fiction-Film „Die Bestimmung -Insurgent“ rutschte an seinem zweiten Wochenende auf den dritten Rang ab. Dort verdiente der Film des deutschen Regisseurs Robert Schwentke 22 Mio. Dollar (20 Mio. Euro). Nach zwei Wochen in den nordamerikanischen Kinos hat die Fortsetzung von „Die Bestimmung - Divergent“ nun schon über 86 Mio. Dollar (78 Mio. Euro) eingespielt.