Ausland

Schweden beendet Suche nach mysteriösem „U-Boot“

Schweden hat die tagelange Suche nach einem mysteriösen Unterwasserobjekt im Küstengebiet vor der schwedischen Hauptstadt Stockholm offiziell für beendet erklärt. In einer kurzen Pressemitteilung teilte das Militär mit, der Großteil der Schiffe sei heute Früh in den Hafen zurückkehrt. Seit einer Woche hatten bis zu 200 Mann nach einem mysteriösen Unterwasserobjekt gesucht.

Erst gestern hatte ein Armeesprecher in Bezug auf die medial zur „U-Boot-Jagd“ stilisierte Operation eingeräumt, man wisse selbst nicht, wonach man eigentlich genau suche. „Es kann sich um einzelne Personen handeln, sogenannte Mini-U-Boote oder um U-Boote. Solange man nicht weiß, was man jagt, kann man es nicht ‚U-Boot-Jagd‘ nennen“, zitierte die schwedische Nachrichtenagentur TT Armeesprecher Dan Enander.

Mexiko: Studenten verschwunden - Gouverneur tritt zurück

Fast einen Monat nach dem Verschwinden Dutzender Studenten im Südwesten Mexikos ist der Gouverneur des Bundesstaats Guerrero zurückgetreten. Angel Aguirre Rivero kündigte gestern (Ortszeit) an, den Kongress zu bitten, ihn von seinem Amt freizustellen. Der Politiker der Partei der Demokratischen Revolution (PRD) war wegen seines Krisenmanagements zuletzt immer stärker in die Kritik geraten.

Nach Auseinandersetzungen in der Stadt Iguala am 26. September hatten Polizisten 43 Lehramtsstudenten verschleppt. Sie übergaben sie der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“. Von den jungen Menschen fehlt bislang jede Spur. Der Bürgermeister der Stadt soll den Einsatz angeordnet haben. Die „Guerreros Unidos“ haben nach Einschätzung der Ermittler die Stadtverwaltung und die örtlichen Sicherheitskräfte infiltriert.

US-Armee: IS-Offensive in Kobane vorerst gestoppt

Die Einnahme der nordsyrischen Kurdenstadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) durch Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Einschätzung der US-Armee vorerst abgewendet worden. Die Offensive der Extremisten sei ins Stocken geraten, sagte ein Vertreter der US-Zentralkommandos gestern.

Die kurdischen Kämpfer seien mit Unterstützung der US-geführten Militärallianz in der Lage, die Stadt weiter zu verteidigen. Der Frontverlauf in Kobane habe sich den Angaben zufolge seit mehr als einer Woche nicht verändert.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte lieferten einander beide Seiten zuletzt weiter heftige Gefechte. Die IS-Miliz weitete demnach ihre Kontrolle über den Norden und das Zentrum der Stadt aus. Die Lage ist höchst unübersichtlich. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die der nicht islamistischen syrischen Opposition nahesteht, sind von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.

Neue Beweise im Mladic-Prozess zugelassen

Das UNO-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien lässt nach dem Fund eines weiteren Massengrabes in Bosnien neue Beweise der Anklage gegen den früheren bosnisch-serbischen Armeechef Ratko Mladic zu. Wie das Gericht in Den Haag gestern mitteilte, wurde einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben.

Eigentlich hatte die Anklage ihren Beweisvortrag schon im Februar beendet. Mit Blick auf die zusätzlichen Beweise hat das UNO-Gericht einer Verlängerung des Prozesses zugestimmt. Mladic werden Völkermord sowie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnien-Krieg der Jahre 1992 bis 1995 zur Last gelegt.

Er muss sich wegen „ethnischer Säuberungen“ in Teilen Bosniens verantworten. Insbesondere wird ihm das Massaker von Srebrenica zur Last gelegt, bei dem im Juli 1995 rund 8.000 muslimische Buben und Männer ermordet wurden. Mladic wird unter anderem auch vorgeworfen, für die 44-monatige Belagerung von Sarajevo verantwortlich zu sein. Insgesamt liegen gegen den 72-Jährigen elf Anklagepunkte vor.

UNO fordert Milliardenhilfe für irakische Bevölkerung

Die Vereinten Nationen haben zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung im Irak 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Mrd. Euro) gefordert. Insgesamt seien 5,2 Millionen Iraker infolge des blutigen Konflikts auf Hilfe angewiesen, sagte der UNO-Hilfskoordinator für den Irak, Neill Wright, gestern in Bagdad.

Demnach brauchen im Irak 1,8 Millionen Binnenvertriebene, 1,5 Millionen Menschen in den Gemeinden, in denen die Flüchtlinge untergekommen sind, sowie 1,7 Millionen Menschen außerhalb des von der Regierung kontrollierten Gebiets Hilfe.

Sorge vor Winter

Nach UNO-Schätzungen benötigen 2,8 Millionen Iraker Lebensmittel, während rund 800.000 Menschen dringend Unterkünfte brauchen. Ein Großteil der Menschen, die dieses Jahr vor der Gewalt geflohen sind, habe in der relativen Sicherheit der autonomen Kurdengebiete im Nordirak Zuflucht gefunden. In der bergigen Gegend fallen die Temperaturen im Winter deutlich unter null Grad.

Zu den irakischen Binnenvertriebenen kommen rund 200.000 Flüchtlinge aus Syrien hinzu. Frühere Hilfsappelle für Syrien und den Irak wurden nur zum Teil erfüllt. Für die Versorgung der syrischen Binnenflüchtlinge etwa sind bisher nur 38 Prozent der von der UNO geforderten Mittel eingegangen, bei den syrischen Flüchtlingen in den Nachbarländern sind es 52 Prozent.

Libanon erschwert syrischen Flüchtlingen die Einreise

Der Libanon will die Einreise von Flüchtlingen aus Syrien ab sofort beschränken. Die Regierung beschloss, dass Syrer nur noch unter „humanitären oder außergewöhnlichen“ Voraussetzungen ins Nachbarland kommen.

Der Libanon werde keine neuen Flüchtlinge registrieren, ohne dass dies zuvor vom libanesischen Sozialministerium gebilligt wurde, sagte Informationsminister Ramsi Jreij nach der Kabinettssitzung libanesischen Fernsehsendern. Flüchtlinge, die aus relativ sicheren Gebieten in Syrien stammten, würden gebeten, in ihr Land zurückzukehren.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind mehr als 1,1 Millionen Flüchtlinge aus Syrien in den Libanon geflüchtet. Das kleine arabische Land hat Schätzungen zufolge rund vier Millionen Einwohner.

Nigeria: Erneut Dutzende Mädchen entführt

Trotz einer von der nigerianischen Regierung ausgerufenen Waffenruhe mit der islamistischen Terrormiliz Boko Haram sind in zwei Dörfern erneut Dutzende Mädchen entführt worden. Das berichten Augenzeugen gestern, eine Bestätigung der Behörden steht vorerst aus.

Seit dem Wochenende sollen bei Überfällen auf Dörfer etwa 120 Mädchen gekidnappt worden sein. Auch ein neuer Bombenanschlag erschüttert die Hoffnung auf eine stabile Friedensvereinbarung. Welche Auswirkungen die neuesten Gewalttaten auf die von der Regierung angestrebte Freilassung von 200 Schülerinnen aus den Händen von Boko Haram haben, ist ungewiss.

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Inland

Kemler nur noch bis 2015 ÖIAG-Chef

Worüber bereits seit Tagen spekuliert wurde, ist seit gestern Abend beschlossene Sache: Der Vertrag von ÖIAG-Chef Rudolf Kemler endet zwei Jahre eher, als er hätte laufen können. Offen bleibt nach der mit Spannung erwarteten ÖIAG-Aufsichtsratssitzung aber nicht nur, wer Kemler nachfolgen soll.

Mit Blick auf die laufende Debatte über die weiter ausstehende ÖIAG-Reform ortet Aufsichtsratschef Siegfried Wolf vielmehr noch viel Diskussionsbedarf. Auch ob Kemler tatsächlich bis Oktober 2015 an der ÖIAG-Spitze bleiben wird, sei in diesem Zusammenhang noch nicht absehbar.

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Nationalrat beschloss kürzere Dienstzeiten für Spitalsärzte

Die Dienste von Spitalsärzten werden kürzer. Der Nationalrat hat mit rund einem Jahrzehnt Verspätung eine entsprechende EU-Vorgabe erfüllt. Gegen die Vorlage stimmte nur NEOS. Bis Mitte 2021 soll mit dem neuen Gesetz die wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von derzeit bis zu 60 auf maximal 48 Stunden reduziert werden.

Bereits ab 2015 dürfen Ärzte im Krankenhaus nur noch dann länger als 48 Stunden Dienst machen, wenn sie schriftlich ihr Einverständnis erklären. Tun sie das, überlegen es sich aber später wieder, sei ein Widerruf möglich, sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) in der Plenardebatte.

Bis Ende 2017 sind bei Einwilligung maximal 60 Stunden erlaubt, ab 2018 höchstens 55 Arbeits- und Bereitschaftsstunden, ab Mitte 2021 ist dann die 48-Stunden-Woche Vorschrift. Hundstorfer glaubt, dass sich die Vorgaben früher umsetzen lassen werden. Auf Wunsch zweier Länder habe man aber zur Sicherheit noch etwas mehr Zeit, also bis 2021 gegeben.

Freilich ist die 48-Stunden-Regelung auch in Zukunft nicht starr. Der Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen (vier Monate) kann nämlich „unter besonderen Umständen“ auf ein Jahr (52 Wochen) ausgedehnt werden, die maximale Arbeitszeit in einzelnen Wochen bleibt weiter bei 72 Stunden.

Ärztekammer in Kärnten beharrt auf höherem Grundgehalt

Seit Monaten wird hinter den Kulissen eifrig über die künftige Arbeitszeit für Krankenhausärzte und ihre Entlohnung verhandelt. Die Ärztekammer in Kärnten fordert - trotz eines Neins vonseiten der Politik - weiter die Anhebung des Grundgehalts und die Erlaubnis für Nebenbeschäftigungen.

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Neue Ärztearbeitszeit: Druck auf Notärzte steigt

Das neue Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz könnte eine weitere Verschärfung für das steirische Notarztwesen bringen. Notarztdienste sollen damit nicht mehr außerhalb der normalen Dienstzeiten möglich sein.

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EU-Budgetrüge: Faymann will nicht „Vorzugsschüler“ sein

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat gestern vor dem EU-Gipfel in Brüssel bestätigt, dass Österreich eine Rüge der EU-Kommission für sein Budget für 2015 bekommen hat.

„Wir werden nicht die Vorzugsschüler sein, die immer versuchen, irgendetwas zu machen, von dem sie nicht überzeugt sind, sondern wir werden das tun, was ordentliche Schüler machen: ihren Standpunkt vertreten“, sagte Faymann.

„Nicht nur Ja und Danke sagen“

Auf den Inhalt des Briefes der EU-Kommission wollte Faymann nicht eingehen. Der Brief sei an Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ergangen. Er habe bereits mit dem Finanzminister in dieser Angelegenheit telefoniert, sagte der Kanzler.

Dieser habe ihm gesagt, dass es „ein relativ freundlicher Brief“ sei. „Man kann nicht immer nur Ja und Danke zu allem sagen, was jemand in der Kommission, in der Europäischen Union, kommentiert, sagt, will und an Rechenmodellen vorlegt“, sagte Faymann in der Nacht auf heute.

Schelling sieht „Einladung zum Dialog“

Auch Schelling beunruhigt der Budgetbrief aus Brüssel nicht sonderlich, wie er im Ö1-Abendjournal betonte. Er sehe darin eine „Einladung zum Dialog“. Es sei ein Unterschied, ob man zwischen „0,9 und ein Prozent schwankt“ oder ein strukturelles Defizit von über vier Prozent habe, so Schelling, der Österreich mitnichten als „Defizitsünder“ bezeichnet sehen will.

Bei der Kontrolle der Budgets für 2015 schlug die EU-Kommission bei mehreren Euro-Staaten Alarm. Mahnschreiben gingen neben Österreich auch an Italien und Frankreich. Die Brüsseler EU-Behörde untersucht seit einer Woche die Haushaltsentwürfe. Die Überprüfung gilt als politisch delikat, da sich insbesondere große Euro-Staaten wie Italien und Frankreich nicht an die Sparvorgaben halten.

Sport

Fußball: Endspiel für Bremen-Coach Dutt

Mit einem echten Schicksalsspiel wird heute die neunte Runde der deutschen Bundesliga eröffnet. Bei der Partie zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln steht besonders ein Mann im Mittelpunkt: Nach dem völlig verpatzten Saisonstart ohne Sieg und nur vier Punkten aus acht Spielen kann sich Bremen-Coach Robin Dutt keine weitere Niederlage mehr leisten. „Wir wollen einfach aus dieser Scheiße raus“, verspricht ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic seinem Cheftrainer vollen Einsatz.

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Europa League: Krawalle bei Spiel in Bratislava

Der dritte Spieltag der Europa League ist von schweren Fanrandalen in Bratislava überschattet worden. Beim Prestigeduell zwischen Gastgeber Slovan und Sparta Prag lieferten sich Fans beider Clubs eine Schlägerei auf den Tribünen, nachdem laut slowakischen Agenturen Anhänger der Gäste einen Zaun durchbrochen hatten. Der schwedische Schiedsrichter unterbrach die Partie daraufhin für fast eine Dreiviertelstunde. Nach Wiederbeginn gab es für Slovan auch sportlich einen Dämpfer.

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Eishockey: Graz bezwingt VSV nach Kraftakt

Die Graz 99ers haben sich gestern mit einem Kraftakt zum ersten Verfolger der Vienna Capitals in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gekürt. Die Steirer setzten sich zum Auftakt der 13. Runde daheim gegen den VSV knapp mit 3:2 nach Penaltyschießen durch und sind damit vorläufig Tabellenzweiter. Die Fans in Graz-Liebenau erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Denn im ersten Drittel zogen die Villacher schnell davon, doch die 99ers drehten die Partie noch zu ihren Gunsten.

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Wirtschaft

Neuer Karstadt-Chef startet mit Standortschließungen

Aufräumen bei Karstadt: Sechs Häuser des deutschen Krisenkonzerns sollen noch 2015 geschlossen werden. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt kündigte der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl gestern erste Schließungen an.

Betroffen sind zwei der noch verbliebenen 83 klassischen Warenhäuser in Hamburg und Stuttgart, die bis Mitte nächsten Jahres ihre Tore schließen sollen. Ferner betroffen sind die Filialen der auf junge Mode spezialisierten Kette K-Town in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte des Konzerns in Paderborn und Frankfurt/Oder.

„Filialrentabilität verbessern“

Fanderl betonte: „Die Sanierung wird uns viel abverlangen. Ohne zum Teil sehr schmerzliche Entscheidungen wie auch Filialschließungen wird es nicht gehen, um das Überleben des Gesamtunternehmens zu sichern.“

Man habe aber auch in kürzester Zeit ein Zukunftskonzept erarbeitet, mit dem das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet werden könne. Bereits im nächsten Jahr sollten einzelne neue Warenhauskonzepte an den Start gehen. „Alle Anstrengungen müssen parallel darauf ausgerichtet bleiben, operativ besser zu werden und die Filialrentabilität zu verbessern“, so Fanderl.

Der Karstadt-Aufsichtsrat berief den 51-jährigen Manager gestern zum neuen Konzernchef und füllte damit nach drei Monaten die durch den überraschenden Abgang von Eva-Lotta Sjöstedt hinterlassene Lücke. Fanderl war bisher Aufsichtsratsvorsitzender der Warenhauskette. Seinen Posten übernahm Wolfram Keil, der als Vertrauter des österreichischen Karstadt-Eigentümers Rene Benko gilt und auch Geschäftsführer der für das Handelsgeschäft zuständigen Benko-Firma Signa Retail GmbH ist.

Südkoreas Wirtschaft mit schnellerem Wachstum

Die südkoreanische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2014 trotz eines Rückgangs der Exporte wieder schneller gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent, wie die Zentralbank des Landes heute mitteilte.

Im zweiten Quartal war Asiens viertgrößte Volkswirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich legte das BIP um 3,2 Prozent zu. Der Anstieg des BIP wird auf das Konjunkturprogramm der Regierung und einen höheren Privatverbrauch zurückgeführt. Allerdings gingen die Ausfuhren des exportorientierten Landes im Vergleich zum zweiten Quartal um 2,6 Prozent zurück.

Im Juli hatte die Regierung ein Konjunkturprogramm im Volumen von 41 Billionen Won (etwa 30,6 Mrd. Euro) aufgelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der größte Teil des Pakets sollte im laufenden Jahr eingesetzt werden. Die Notenbank hatte in der vergangenen Woche ihre diesjährige Wachstumsprognose von 3,8 auf 3,5 Prozent korrigiert.

UniCredit erwägt Verkauf fauler Kredite an Konsortium

Die italienische Großbank UniCredit steht vor dem Verkauf fauler Kredite an ein Konsortium rund um die US-Beteiligungsgesellschaft Fortress und die italienische Immobiliengesellschaft Prelios. Das Management tendiere zu dieser Lösung, sagte UniCredit-Chef Federico Ghizzoni gestern Abend.

UniCredit will sich im Zuge des Stresstests der Europäischen Zentralbank von Problemkrediten trennen und deswegen die Tochter UniCredit Credit Management Bank (UCCMB) abstoßen. Im September hatte es von Insidern geheißen, dass der Konzern zwei Interessenten in die Endauswahl genommen habe.

IHS-Chef Keuschnigg zurückgetreten

Das Institut für Höhere Studien (IHS) muss einen neuen Chef suchen. Das Kuratorium lehnte gestern das Restrukturierungskonzept des seit 2012 amtierenden Leiters Christian Keuschnigg ab. Dieser bat daraufhin um Auflösung des Dienstverhältnisses.

Das Institut ist in Geldnot, weil es ein neues Büro braucht, Keuschnigg schlug vor, die Forschungsschwerpunkte Soziologie und Politik einzustampfen. Hinter den Kulissen tobt der Streit zwischen wissenschaftlicher Ausrichtung und wirtschaftspolitischem Engagement schon lange.

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Chronik

Schnee sorgt für Behinderungen und Stromausfälle

Nach den starken Schneefällen sind laut dem Tiroler Energieversorger TINETZ heute Früh immer noch rund 470 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Grund sind teils lawinengefährdete Gebiete, so die TINETZ.

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Probleme auf den Straßen

Am Tag nach dem Wintereinbruch im Gebirge mit Starkregen im Voralpenland sind in Salzburg noch nicht alle Probleme beseitigt: Bundesstraßen sind weiter gesperrt. In einigen Gemeinden gibt es zudem noch Probleme mit der Stromversorgung.

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Pegelstände gehen zurück

In Oberösterreich gehen seit der Früh die Pegelstände der Flüsse kontinuierlich zurück. Zwar gab es in der Nacht noch mehrere Einsätze der Feuerwehren, insgesamt beruhigt sich die Situation aber merklich, seit der Regen aufgehört hat.

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Entwarnung in Niederösterreich

In Niederösterreich gab der Hydrologische Dienst des Landes inzwischen Entwarnung. Kurzfristig stiegen die Pegel der Donau in der Nacht zwar an, mittlerweile beruhigte sich die Situation, Sicherungsmaßnahmen waren aber notwendig.

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Sturm riss Bäume um

Im Burgenland sorgte in der Nacht ein heftiger Sturm für mehrere Feuerwehreinsätze. In den meisten Fällen mussten umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden.

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Überraschende Wende im Wiener Brandstifterprozess

Der Richter und der Schöffensenat haben nach Ende des ersten Prozesstages die Anklage auf Brandstiftung mit tödlichem Ausgang verworfen - die Anklage gegen den 45-jährigen Mietnomaden soll nun auf Mord ausgedehnt werden.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im April 2014 seine Wohnung in der Innenstadt gesprengt zu haben. Durch die Explosion starb eine Nachbarin.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Keine Entwarnung nach Gasexplosion in Ludwigshafen

Nach der gewaltigen Gasexplosion im deutschen Ludwigshafen haben die Einsatzkräfte noch keine Entwarnung gegeben. Die Feuerwehr habe ein neu entdecktes Leck zwar abgedichtet, dennoch seien bei Messungen immer noch leichte Gasausdünstungen festgestellt worden, sagte ein Polizeisprecher heute früh.

Dabei handle es sich eventuell um Restgas aus der Leitung, das über das Erdreich nach oben trete. Die Gefahrensituation habe sich nicht verschärft, die Feuerwehr werde aber noch mehrere Stunden benötigen, um die Situation zu klären, sagte der Sprecher weiter.

Anrainer in einem Radius von 150 Metern rund um den Ort der Explosion waren aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben.

Die Detonation während Arbeiten an einer Gasleitung im Ludwigshafener Stadtteil Oppau hatte einen Bauarbeiter getötet, 26 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion haben Staatsanwaltschaft und Polizei übernommen. Das werde längere Zeit in Anspruch nehmen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Video dazu in iptv.ORF.at

Mann griff Polizisten in New York mit Axt an

Mit einer Axt hat ein Unbekannter in New York zwei Polizisten angegriffen und schwer verletzt. Der Mann wurde bei dem Vorfall gestern (Ortszeit) von anderen Polizisten erschossen. Dabei wurde auch eine Passantin getroffen, deren Zustand als kritisch bezeichnet wurde. Das Motiv der Tat war völlig rätselhaft.

Ein Ermittler sagte laut dem TV-Sender CNN, es gebe derzeit keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Queens und wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen. Zu sehen ist ein Mann Anfang 30 in Parka und mit Kapuze, der sich den Polizisten schnell nähert und mit der Axt ausholt.

Ein 25 Jahre alter Polizeineuling wurde bei der Attacke am Kopf getroffen und lebensgefährlich, ein Kollege schwer verletzt. Zwei weitere Polizisten erschossen den Angreifer, durch eine Kugel wurde die weit weg stehende Passantin verletzt.

Hubschrauber stößt in USA mit Leichtflugzeug zusammen

Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers mit einem Leichtflugzeug sind im US-Bundesstaat Maryland drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden.

Die Kollision ereignete sich unweit des Flughafens der Stadt Frederick, wie ein Sprecher der zuständigen Rettungskräfte gestern Abend (Ortszeit) sagte. Krankenwagen brachten die beiden Verletzten auf die Traumastation einer Klinik.

Aus welcher der beiden Maschinen die fünf Unfallopfer kamen, sagte der Sprecher nicht. Die Transportbehörde NTSB teilte mit, Ermittler zur Unfallstelle zu schicken.

IT

Amazon schockiert Anleger

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steckt mit seinen hohen Ausgaben tief in den roten Zahlen fest. Im vergangenen Quartal lief ein Verlust von 437 Millionen Dollar (345 Mio. Euro) auf.

Auch für das laufende Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft konnte Amazon keine klare Prognose geben. Die Vorhersage beim operativen Ergebnis liegt zwischen einem Minus von 570 Millionen Dollar und einem Gewinn von 430 Millionen Dollar. Die Investoren straften die Aktie im nachbörslichen Handel gestern mit einem Kurseinbruch von mehr als zehn Prozent ab.

Der Verlust im dritten Quartal fiel deutlich höher aus als auf dem Markt erwartet. Dazu trug auch eine Abschreibung von 170 Millionen Dollar auf das erst im Sommer herausgekommene erste Amazon-Handy Fire Phone bei. Das groß angekündigte Smartphone wurde bisher nicht zum Verkaufsschlager und bekam auch schlechte Kritiken in der Fachpresse.

Markenname Nokia bei Handys bald Geschichte?

Bald wird es möglicherweise keine Handys mehr unter dem Namen Nokia geben. Der Windows-Konzern Microsoft, der die Handysparte von Nokia im Frühjahr übernahm, wolle die Geräte künftig unter der Marke „Microsoft Lumia“ verkaufen, berichtete die Technologiewebsite The Verge.

Nokias Handygeschäft war einst das Aushängeschild des finnischen Unternehmens. Nokia verpasste aber den Anschluss bei Smartphones und fuhr Verluste ein. Microsoft hatte vor gut einem Jahr zum Kauf von Nokias Handysparte angesetzt und die Transaktion im Frühjahr abgeschlossen. Der Softwarekonzern leitete im Sommer den Abbau von Tausenden Stellen in den zugekauften Bereichen ein.

Das Unternehmen Nokia existiert allerdings weiterhin. Seit dem Verkauf des Handybereichs ist Nokias Hauptgeschäft die Ausrüstung von Netzen der Telekommunikationsanbieter. Das zweite Standbein ist der Kartendienst Here.

Science

Kultur

Leute

Bud Spencer hat sich von Klinikaufenthalt erholt

Dem Schauspieler Bud Spencer (84) geht es nach einem Krankenhausaufenthalt im Frühjahr wieder besser. Er habe sich gut erholt, sagte sein Sohn Giuseppe Pedersoli der Nachrichtenagentur dpa in Rom. Der als Carlo Pedersoli geborene Italiener („Vier Fäuste für ein Halleluja“) wird in einer Woche 85 Jahre alt.

Nach Angaben seines Sohnes wird er den Geburtstag mit einer Feier in Rom begehen. Möglicherweise werde auch die wegen des Klinikaufenthalts abgesagte Buchtour in Deutschland bald nachgeholt. Neue Termine gibt es nach Angaben seines Berliner Verlags noch nicht.

Spencer war im April in einem Krankenhaus in Rom behandelt worden. Der „Bild“-Zeitung sagte er vor kurzem, er sei auf Drängen seiner Frau Maria zum Arzt gegangen. Dabei sei dann festgestellt worden, dass sich eine kleine Tablette nicht richtig aufgelöst und eine Wunde im Magen verursacht habe. Daraufhin habe er unbemerkt viel Blut verloren. „Gerettet hat mich am Ende meine liebe Frau Maria“, sagte Spencer.

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