Letzte Meldung

20 Jahre Haft für Ägyptens Ex-Präsident Mursi

Ein ägyptisches Gericht hat den früheren ägyptischen Staatschef Mohammed Mursi wegen seiner Beteiligung am Tod von Demonstranten im Dezember 2012 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Entscheidung wurde heute live im Fernsehen verlesen. Es war das erste Urteil gegen das führende Mitglied der islamistischen Muslimbruderschaft seit seinem Sturz im Juli 2013.

Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden. Zwölf weitere Anführer der Muslimbrüder wurden ebenfalls zu 20 Jahren Haft verurteilt. Unter ihnen der frühere Vizechef der mittlerweile verbotenen Organisation, Essam al-Arian.

Ausland

D: Auschwitz-Prozess gegen früheren SS-Mann Gröning

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat heute in Deutschland ein historischer Prozess begonnen. Wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen muss sich der frühere SS-Mann Oskar Gröning in Lüneburg (Bundesland Niedersachsen) vor Gericht verantworten.

Mit Rollator in Gerichtssaal

Der Angeklagte erschien mit einem Rollator im Gerichtssaal, gestützt von seinen Anwälten. Unter den mehr als 60 Nebenklägern sind Holocaust-Überlebende und Angehörige.

Gröning soll im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau geholfen haben, das von Häftlingen zurückgelassene Gepäck wegzuschaffen. Er wird deswegen „Buchhalter von Auschwitz“ genannt. Den mittlerweile 93-Jährigen erwartet eine Haftstrafe von mindestens drei Jahren, sollte er verurteilt und für haftfähig erklärt werden.

Letzter großer Auschwitz-Prozess

Es ist eine der voraussichtlich letzten großen Gerichtsverhandlungen, in der sich die deutsche Justiz mit den Gräueltaten im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz beschäftigt. Für den Prozess sind bis Ende Juli 27 Verhandlungstage angesetzt.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Korruption: Südkoreas Premier bietet Rücktritt an

Angesichts von Korruptionsvorwürfen hat Südkoreas Ministerpräsident Lee Wan Koo nach nur zwei Monaten im Amt seinen Rücktritt angeboten. Lee habe Präsidentin Park Geun Hye, die derzeit auf einem offiziellen Besuch in Südamerika ist, von seinen Rücktrittsabsicht informiert, teilte eine Sprecherin des Präsidentenamts in Seoul heute mit.

Schmiergelder von Unternehmer angenommen

Der frühere Fraktionsvorsitzende der konservativen Regierungspartei Saenuri steht im Verdacht, vor zwei Jahren Schmiergelder von einem Unternehmer angenommen zu haben. Lee (64) bestreitet das. Die Staatschefin, die im Präsidialsystem des Landes alle wichtigen Entscheidungen trifft, muss dem Rücktritt noch zustimmen.

Park gerät angesichts des neuen Korruptionsskandals zunehmend unter Druck. Neben Lee stehen weitere hochrangige Regierungsvertreter und Politiker im Verdacht der Bestechlichkeit, darunter der Stabschef im Präsidialamt, Lee Byung Kee. Park habe eine gründliche Untersuchung gefordert, sagte eine Sprecherin.

Unternehmer listete bestochene Politiker

Der Skandal kam durch den Unternehmer Sung Woan Jong ins Rollen, der kurz vor seinem Tod vor einigen Tagen eine Liste mit den Namen der acht Politiker hinterlassen hatte, die von ihm angeblich Geld angenommen haben. Sung behauptete zudem in einem Zeitungsinterview, dass Ermittlungen gegen ihn durch Ministerpräsident Lee in Gang gesetzt worden seien.

Lee selber soll 30 Millionen Won (etwa 25.800 Euro) an illegalen Wahlkampfspenden von dem früheren Geschäftsmann erhalten haben. Sungs Leiche wurde am 9. April in Seoul gefunden. Die Ermittler gehen von einem Suizid aus.

Bericht: Deutscher in Afghanistan vermisst

Ein deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan ist in der nordafghanischen Stadt Kunduz verschwunden.

Die „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, der Mann arbeite für die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Im deutschen Auswärtigen Amt in Berlin hieß es heute, ein Krisenstab befasse sich mit dem Fall. Eine Entführung des Deutschen wird nicht ausgeschlossen. Laut „Bild“ soll bereits ein Verhandlungsteam auf dem Weg sein. Die Polizei in Kunduz wollte zunächst weder einen Entführungs- noch einen Vermisstenfall bestätigen.

Baltimore untersucht Tod von Schwarzem nach Festnahme

Der Tod eines schwarzen Verdächtigen in Polizeigewahrsam hat in der US-Stadt Baltimore Proteste ausgelöst. Der 25 Jahre alte Afroamerikaner erlitt vor gut einer Woche laut ersten Erkenntnissen eine Rückenmarksverletzung, während er nach seiner Festnahme in einem Polizeiwagen transportiert wurde, wie die Behörden der Stadt mitteilten. Er fiel ins Koma und starb.

Genaue Todesumstände unklar

Ein Video zeigt, wie Beamte den Mann, der mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt war, in den Transporter zerrten. Dabei sei keine Gewalt angewendet worden, erklärte die Polizei. Während der Fahrt habe er über Probleme beim Luftholen geklagt. Als er aus dem Wagen geholt wurde, habe er nicht mehr geatmet.

Beamte von Polizeidienst suspendiert

Der Anwalt der Familie des Opfers wirft der Polizei vor, brutal mit dem Mann umgegangen zu sein. Er sei grundlos festgenommen worden. Die Verantwortlichen sicherten eine eingehende Untersuchung zu. Die beteiligten Beamten wurden vom Dienst suspendiert.

Inland

Mikl-Leitner wirbt weiter für Vorratsdaten neu

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) lässt bezüglich der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung in Österreich nicht locker. Im Ministerrat präsentierte sie heute die Leitlinien des deutschen Justizressorts zur dortigen Regierungseinigung. Von SPÖ-Seite kam erneut Ablehnung.

Deutscher Neustart als Vorlage

Sie wolle einen Prozess für eine Nachfolgeregelung des vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) gekippten Gesetzes starten, betonte die Ministerin vor der Regierungssitzung. Experten aus Justiz und Exekutive forderten eine solche, sagte Mikl-Leitner.

Angesprochen auf die in Deutschland nun viel knapper gefassten Speicherpflichten betonte sie, dass sie „klar“ kompromissbereit sei. Wichtig sei das „klare sicherheitspolitische Bekenntnis“.

Stöger verweist auf Datenschutz

Auf SPÖ-Seite will man davon dennoch nichts wissen. Infrastrukturminister Alois Stöger verwies auf die VfGH-Entscheidung und die Aufhebung der EU-Richtlinie durch den Europäischen Gerichtshof. Grundrechtsschutz sei wichtig, Datenschutz sei da ganz entscheidend. „Ich glaube daher, dass in Österreich diese Vorratsdatenspeicherung nicht wieder eingeführt werden kann“, sagte er.

Asyl: Fremdenrechtsnovelle heute im Ministerrat

Im Schatten der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer mit Hunderten Toten beschließt die Regierung heute im Ministerrat eine Verschärfung des Fremdenrechts. Nach der Begutachtung wurden zahlreiche kleinere Änderungen vorgenommen.

Die Grundlinie, dass die Verfahren für chancenarme Asylwerber beschleunigt werden, wurde aber beibehalten. Zudem werden die Erstaufnahmezentren entlastet.

Registrierung in Bundesamtsaußenstellen

Vorgesehen ist laut dem Entwurf, dass neben den Erstaufnahmestellen wie jener in Traiskirchen künftig auch Außenstellen des Bundesamts für Fremdenwesens und Asyl Erstabklärungen durchführen werden. Nur unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen künftig grundsätzlich in den Erstaufnahmezentren registriert werden.

Nach der Erstabklärung sollen die Flüchtlinge in den Bundesländern in Verteilerzentren kommen, von wo aus sie innerhalb kurzer Zeit in kleinere Unterkünfte gebracht werden sollen. Die Anwesenheitsverpflichtung in den Erstaufnahmezentren fällt.

Beschleunigung der Verfahren

Beschleunigt werden Verfahren für Asylwerber aus „sicheren Herkunftsstaaten“ wie dem Kosovo. Zwar steht für sie im Gesetz eine Frist von maximal fünf Monaten, es sei jedoch eine Entscheidung binnen zehn Tagen anzustreben.

Eine Änderung gegenüber dem Begutachtungsentwurf gibt es, was ein beschleunigtes Verfahren zur Aberkennung des Asylstatus angeht. Hier wird nun ergänzend festgehalten, dass die Dreimonatsfrist nur dann gilt, wenn der jeweilige Sachverhalt und Erkenntnisstand eine derart rasche Entscheidung ermöglicht.

Änderungen auch bei Grundversorgung

Was die Grundversorgung angeht, sollen in erster Instanz gescheiterte Asylwerber aus dieser fallen, wenn das Bundesverwaltungsgericht keine aufschiebende Wirkung ausspricht. Allerdings kann gemäß jüngster Änderung der Bund Fremde, die an der freiwilligen Ausreise mitwirken, für die Dauer ihrer Mitwirkung bis zum Zeitpunkt der freiwilligen Ausreise weiterversorgen.

Bezüglich der neuen Schubhaftbestimmungen wurde noch ergänzt, dass auch bei Dublin-Fällen, also Causen, wo ein anderer Staat zuständig ist, „besondere Gesichtspunkte", die auf eine Verfahrensvereitelung durch den Flüchtling hinweisen, für die Schubhaft vorliegen müssen.

Schließlich wurde noch geändert, dass Konventionsreisepässe auf eine wesentlich längere Dauer (von bis zu fünf Jahren) ausgestellt werden können.

Parlamentsklubs verurteilen Völkermord an Armeniern

Alle sechs Nationalratsfraktionen haben sich zu einer gemeinsamen Erklärung zusammengefunden, die den vor 100 Jahren verbrochenen Massenmord an Armeniern im Osmanischen Reich offiziell als Genozid verurteilt. Verwiesen wird dabei auch auf die historische Verantwortung Österreichs, war die k. u. k. Monarchie doch im Ersten Weltkrieg mit dem Osmanischen Reich verbündet.

Papst: „Erster Genozid des 20. Jahrhunderts“

Der Mord an 1,5 Millionen Armenien war zuletzt wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, da Papst Franziskus und das Europaparlament den Völkermord verurteilt hatten. Der Papst sprach vom ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reagierte empört und sprach in einer ersten Reaktion von „Unsinn“.

Inzwischen ist die Türkei im Streit über die Massaker jedoch einen ersten Schritt auf Armenien zugegangen. In einer gestern veröffentlichten Erklärung des türkischen Regierungschefs Ahmet Davutoglu, heißt es: „Wir teilen den Schmerz der Kinder und Enkelkinder der Armenier, die ihr Leben bei Deportationen 1915 verloren.“

Der Forderung der Armenier, ihre Verfolgung im Osmanischen Reich als Völkermord anzuerkennen, verschloss sich die türkische Regierung aber erneut.

Türkei zu ehrlicher Aufarbeitung aufgefordert

In dem österreichischen Papier wird die Türkei aufgefordert, „sich der ehrlichen Aufarbeitung dunkler und schmerzhafter Kapitel ihrer Vergangenheit zu stellen und die im Osmanischen Reich begangenen Verbrechen an den Armeniern als Genozid anzuerkennen“.

In der Erklärung, die morgen öffentlich präsentiert werden soll, wird auch Zehntausender Angehöriger anderer christlicher Bevölkerungsgruppen im Osmanischen Reich, etwa der Aramäer, Assyrer, Chaldäer und der Pontos-Griechen, gedacht, die ebenfalls vor 100 Jahren gewaltsam zu Tode kamen.

Sport

Champions League: Ibrahimovic als letzte PSG-Hoffnung

Der FC Barcelona steht nach dem 3:1-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel bei Paris Saint-Germain (PSG) mit einem Bein im Semifinale der Champions League. Die Franzosen klammern sich aber noch an ihre geringe Chance.

Hoffnung auf ein Wunder gibt PSG die Rückkehr von Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic. Zudem agierte die Abwehr von Barca zuletzt nicht immer in Topform. Dafür war der Traumsturm der Katalanen in jüngster Zeit nur schwer zu stoppen.

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Bundesliga: Austria für Ogris „nicht bissig genug“

Die Heimpremiere auf der Bank der Wiener Austria ist für Interimscoach Andreas Ogris enttäuschend verlaufen. Die Violetten mussten sich gestern gegen den WAC mit einem 1:1 begnügen, vor allem die Offensivleistung der Hausherren ließ sehr zu wünschen übrig. „Wir waren nicht bissig genug, um den Torerfolg zu erzwingen“, sagte Ogris, der sogar von „Angsthasenfußball“ sprach.

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Wirtschaft

Piraterie auf See nimmt zu

Die Piraterie macht der internationalen Schifffahrt wieder stärker zu schaffen. Nach einem stetigen Rückgang sei die Zahl der Angriffe weltweit im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Zehntel gestiegen. Das teilte das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) heute in Paris mit.

54 Piratenangriffe seit Jahresbeginn

Das Büro registrierte seit Jahresbeginn 54 Piratenangriffe und bewaffnete Überfälle, mehr als die Hälfte passierte vor den Küsten Südostasiens. Dabei wurden insgesamt 140 Geiseln genommen, dreimal so viele wie im Vergleichszeitraum 2014. Von 13 angegriffen Seeleuten wurden laut den Angaben drei verletzt.

Zunahme vor allem in Südostasien

Die Zunahme in Südostasien sei ein wachsender Grund zur Sorge, berichtete IMB-Direktor Pottengal Mukundan. Er forderte ein strengeres, koordiniertes und regionales Vorgehen gegen die Piraterie.

Vor Südostasien seien seit April 2014 binnen eines Jahres 23 Schiffe entführt worden. Im ersten Quartal wurden fünf Tankschiffe und ein Küstenschlepper gekapert. Die Ölladungen sind laut IMB begehrtes Diebesgut. Vor allem vor Indonesien gelangten mehr Piraten an Bord. In Vietnam würden vermehrt ankernde Schiffe von Bewaffneten überfallen, acht Fälle wurden im ersten Quartal dokumentiert.

Auch Westafrika weiter betroffen

Im Gegensatz dazu erfasste das IMB in Ostafrika vor den Küsten Somalias keinen Vorfall. Jedoch blieb es vor Westafrika gefährlich: Vor den Küsten Ghanas sei ein Mann bei einem Angriff auf ein Fischerboot ums Leben gekommen. Außerdem berichtet das IMB dort über Entführungen von fünf Crewmitgliedern und eines Tankers.

Deutsche Lokführer streiken wieder

Bahnreisende in Deutschland müssen sich in den nächsten Tagen wieder auf Verspätungen und Stillstand einstellen. Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn (DB) setzen die Lokführer erneut auf Streik. Der Ausstand beginnt heute im Güterverkehr. Ab morgen trifft es dann auch die Fahrgäste. Der Personenverkehr soll bis Donnerstagabend bestreikt werden.

Mehr Geld, kürzere Arbeitszeit gefordert

Der Chef der Gewerkschaft der Lokführer (GDL), Claus Weselsky, warf der DB eine Hinhaltetaktik vor. Er kritisierte, auch nach 16 Tarifverhandlungsrunden fehlten noch immer Ergebnisse in zentralen Fragen. Als Beispiel nannte er eine Begrenzung der Überstunden. Die GDL verlangt außerdem fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche.

Ein Streitpunkt ist auch die Rolle der Lokrangierführer. Diese Kollegen machten die gleiche Arbeit wie Lokführer, würden aber deutlich schlechter bezahlt und hätten viel schlechtere Arbeitszeitregeln, so Weselsky.

Bereits siebente Streikaktion

Die DB reagierte mit Unverständnis auf die siebente Streikaktion seit Beginn des Tarifkonflikts. „Die GDL hätte ihr gewünschtes Zwischenergebnis in den Verhandlungen in nahezu allen Punkten haben können“, betonte DB-Personalvorstand Ulrich Weber.

Chronik

Arlbergtunnel gesperrt: Polizei gerüstet

Seit Mitternacht ist der Arlbergtunnel gesperrt. 400 Mitarbeiter arbeiten ab sofort in drei Schichten rund um die Uhr an der Sanierung des Tunnels. Für diese erste Totalsperre hat sich auch die Polizei gerüstet. Es wird verstärkt kontrolliert.

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Die Sperre wird sieben Monate dauern. Der Schwerverkehr benötigt für die Passstraße zwischen Vorarlberg und Tirol eine Sondergenehmigung. Frächter weichen auch auf andere Routen aus. Das Transportgewerbe rechnet in jedem Fall mit höheren Kosten.

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WC-Problem der Wiener Linien weiter ungelöst

Seit rund einem Jahr sind die Wiener Linien für die WC-Anlagen in den U-Bahn-Stationen zuständig. Die neue „Klo-Strategie“ lässt seither aber auf sich warten. „Versperrte und verdreckte“ Toiletten sind an sich für alle Fahrgäste ärgerlich und unangenehm - das Behindertenberatungszentrum BIZEPS macht aber darauf aufmerksam, dass die Situation gerade bei barrierefreien Anlagen noch weitere Probleme in sich birgt.

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Aus Österreich stammende Nonne in Südafrika getötet

Eine aus Österreich stammende Nonne ist am Wochenende in Südafrika getötet worden. Die Polizei der Provinz KwaZulu-Natal im Osten des Landes geht davon aus, dass die 86 Jahre alte Frau Opfer eines Raubmordes wurde. Nach Angaben eines Polizeisprechers ist vermutlich Geld in ausländischer Währung aus dem Zimmer des Opfers verschwunden.

Die Frau gehörte nach Informationen von Polizeisprecher Thulani Zwane dem Herz-Jesu-Orden an und lebte in Ixopo. Der Polizeichef von KwaZulu-Natal, Mmamonnye Ngobeni, sprach von einem „barbarischen Mord“ und versicherte, dass die Kriminalbeamten mit Nachdruck an der Ausforschung der Täter arbeiten.

Gesundheit

Meditationstherapie hilft bei Depressionen

Eine Art Meditation schützt Patienten vor einem Rückfall in eine Depression so gut wie herkömmliche Medikamente. Zu diesem Schluss kommt eine großangelegte Vergleichsstudie mit 424 Teilnehmern, die heute im britischen Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Während des zweijährigen Versuchs bekam die eine Hälfte der Probanden, die in der Vergangenheit unter Depressionen gelitten hatten, Antidepressiva. Die andere Hälfte wurde mit der Achtsamkeitsmeditation (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) behandelt

Gruppensitzungen und Übungen zu Hause

Dabei werden Patienten darin geschult, negative Gedanken und Gefühle zu erkennen, zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen, anstatt in neue Depressionen abzugleiten. Bei dem Versuch nahmen die Teilnehmer in Großbritannien an acht Gruppensitzungen teil und mussten zudem jeden Tag Übungen zu Hause machen. Außerdem wurden in den folgenden Monaten vier weitere Sitzungen angeboten. Über zwei Jahre wurden alle Versuchsteilnehmer regelmäßig befragt, um ihren Gemütszustand zu erfahren.

Der Studie zufolge gab es bei den Patienten, die sich der meditativen Therapie unterzogen hatten, eine Rückfallsrate von 44 Prozent. Bei den mit Antidepressiva behandelten Versuchsteilnehmern lag die Rückfallsrate bei 47 Prozent.

Wirksame Alternative zu Medikamenten

Die Therapie sei eine „neue Alternative für Millionen von Menschen“, sagte Studienleiter Willem Kuyken von der Universität Oxford. Seinen Angaben zufolge werden ohne jede Behandlung vier von fünf Depressionspatienten rückfällig.

Science

Maßnahmen gegen Smog in China zeigen Wirkung

Dank der strengeren Regeln zur Luftreinhaltung in China ist der Smog in einigen Städten deutlich zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten Analyse der Umweltorganisation Greenpeace. „Unsere Analyse zeigt, dass die Maßnahmen der Regierung wirken“, sagte Zhang Kai von Greenpeace.

Messbarer Rückgang von bis zu 31 Prozent

In Peking sei die Belastung mit den besonders gefährlichen Feinstaubpartikeln kleiner als 2,5 Mikrometer im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zurückgegangen. In der angrenzenden Provinz Hebei, die wegen der starken Stahl- und Zementindustrie besonders von Smog betroffen ist, gingen die Werte sogar um 31 Prozent zurück.

Erst eine von zehn Städten hält Werte ein

Trotzdem ist China noch weit von einer Lösung des Smogproblems entfernt. Nur eine von zehn Städten hält laut Greenpeace die Grenzwerte für saubere Luft ein. „Trotz der leichten Verbesserungen in wichtigen Städten wie Peking zeichnen die Daten insgesamt noch ein düsteres Bild“, sagte Zhang.

IT

Twitter ermöglicht Direktnachrichten von jedem

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter ändert eine wichtige Regel: Ab sofort kann man als Twitter-Nutzer von allen anderen Anwendern persönliche Nachrichten erhalten. Bisher mussten die Nutzer einander folgen, um Direktnachrichten austauschen zu können.

Mit der Neuerung wolle man dafür sorgen, dass Nutzer unkomplizierter miteinander kommunizieren können, ohne dass dies alle anderen mitbekommen, schrieb Nhu Vuong aus Twitters Entwicklerteam im Unternehmensblog. Für die Neuerung ist eine Zustimmung in den Einstellungen des Kontos notwendig.

Google stellt mobile Suchergebnisse um

Vor acht Wochen hat Google den Schritt angekündigt, heute ist es so weit: Die Suchmaschine ändert ihren streng geheimen Algorithmus auf mobilen Geräten. Wer also mit seinem Smartphone oder Tablet nach Inhalten sucht, bekommt andere Ergebnisse als am Desktop.

Die „Mobil-Freundlichkeit“ einer Website wird Rankingkriterium. Einige Firmen und Organisation zittern vor diesem Schritt - vielleicht nicht ganz zufällig auch einige, die mit Google im Clinch liegen. Auch sonst macht der US-IT-Riese den Schritt nicht nur aus Kundenfreundlichkeit.

Mehr dazu in Websitebetreiber zittern um mobile Klicks

Religion

Bischöfe gedenken des Genozids an den Armeniern

Die österreichischen Bischöfe gedenken der Opfer des Genozids an den Armeniern und den Christen syrischer Tradition vor 100 Jahren im Osmanischen Reich. Was sich damals in Anatolien und anderen Teilen des Osmanischen Reichs ereignete, „war eine der größten Katastrophen der Christenheit in ihrer ganzen Geschichte“, heißt es in einer offiziellen Erklärung der Bischofskonferenz.

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Kultur

Comeback für TV-Serie „Full House“ auf Netflix

Die Sitcom „Full House“ kehrt über 20 Jahre nach ihrem Ende auf den Bildschirm zurück. Das verkündete John Stamos (51), der „Onkel Jesse“ aus der Serie, gestern Abend in der Talkshow von Jimmy Kimmel.

„Wir haben jahrelang versucht, es richtig anzustellen. Jetzt haben wir es perfekt hinbekommen.“ Das 13teilige Seriencomeback soll den Namen „Fuller House“ tragen und 2016 auf Netflix laufen.

Auch die ehemaligen Serienstars Candace Cameron Bure (D. J. Tanner), Jodie Sweetin (Stephanie) und Andrea Barber (Kimmy) seien mit an Bord. Die Serienmacher verhandeln außerdem mit Bob Saget (Familienvater Danny) und den Olsen-Zwillingen über einen Gastauftritt. Mary-Kate und Ashley, zum Drehstart nicht einmal ein Jahr alt, hatten sich für die Serie eine Rolle geteilt.

„Full House“ lief in den USA von 1987 bis 1995. In der Serie ging es um den Vater von drei Kindern, der nach dem Unfalltod seiner Frau seinen Bruder und einen Freund ins Haus holt, um die Familie zu bewältigen. Das Spin-off dreht sich nun um die alleinerziehende D. J. Tanner und ihre zwei Kinder.

Song Contest

Von Eurodance zur Song-Contest-Doktorin

Beim Song Contest 2011 ist die Wienerin Daria Kinzer für Kroatien angetreten. Der Eurodance-Track „Celebrate“ kam zwar nicht über das Semifinale in Düsseldorf hinaus – doch umso bemerkenswerter ist der Lebenslauf der Sängerin.

Neben ihrer Musikkarriere absolvierte Kinzer zwei Hochschulstudien, derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Schlageralbum, und auch in Sachen Wissenschaft ist sie aktiv: Sie schreibt an ihrer Doktorarbeit zum Thema „Alternative Finanzierungsmöglichkeiten für den Song Contest“.

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Leute

Shatner plant Wasserpipeline gegen Dürre in Kalifornien

„Raumschiff Enterprise“-Star William Shatner (84) macht mit einem ungewöhnlichen Vorschlag zur Bekämpfung der Dürre in Kalifornien Schlagzeilen. Mit einer riesigen Pipeline will er Wasser aus dem regenreichen Norden der USA in den trockenen Westküstenstaat transportieren.

30 Mrd. Dollar via Kickstarter benötigt

In einem Interview mit „Yahoo Tech“ sagte der „Captain Kirk“-Darsteller, er wolle über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter.com versuchen, 30 Milliarden Dollar für ein entsprechendes Bauvorhaben zu mobilisieren.

Vergleichbar mit der Ölpipeline in Alaska könne damit Wasser, etwa aus dem regenreichen Seattle, durch ein großes, oberirdisches Rohr nach Kalifornien fließen. Seit vier Jahren leidet der bevölkerungsreichste US-Staat unter einer Dürre. Nach Anordnung der Regierung müssen Städte und Gemeinden ihren Wasserverbrauch um 25 Prozent reduzieren.

„Wenn es im nächsten Jahr nicht regnet, was können 20 Millionen Menschen in der Kornkammer der Welt dann tun?“, sagte Shatner. Falls er das Geld selbst nicht zusammenbekomme, wolle er den gespendeten Betrag Politikern geben, die das Pipelineprojekt angehen würden.