Ausland

UNO spricht von Schreckensherrschaft in Ostukraine

Die Bevölkerung der Ostukraine leidet nach UNO-Angaben unter einer Schreckensherrschaft prorussischer Separatisten. Um ihre Macht zu sichern, würden die bewaffneten Gruppen Menschen entführen, einsperren, foltern und exekutieren, heißt es in einem heute in Genf veröffentlichten Bericht des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte. Seit Mitte April wurden laut UNO in dem Konflikt mindestens 1.129 Menschen getötet und mehr als 3.400 verletzt.

Die straff organisierten und militärisch stark ausgerüsteten Rebellen hätten ihre Herausforderung der ukrainischen Regierung weiter intensiviert, heißt es in dem Bericht. Regierungstruppen hätten mit verstärkten Angriffen reagiert. Kämpfen in besiedelten Gegenden seien zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen, Tausende seien geflohen.

HM17-Absturzstelle als Kampfzone

„Beide Seiten müssen verhindern, dass noch mehr Zivilisten getötet werden“, forderte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay. Das Vorgehen sowohl der Separatisten als auch der Armee müsse unter Umständen als Verletzung des humanitären Völkerrechts eingestuft und verfolgt werden. Bei Kämpfen in Donezk und Lugansk hätten beide Seiten schwere Waffen in bewohnten Gegenden eingesetzt, darunter Artillerie, Panzer und Raketen.

Heftige Kämpfe rund um die Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine behinderten unterdessen gestern erneut die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks. Einen geplanten Besuch internationaler Experten sagte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ab: „Wir können das Risiko nicht eingehen.“

Mehr dazu in Expertenbesuch abgesagt

Widerstand gegen IS im Irak wächst

Mit Unterstützung der sunnitischen Stämme konnte die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS, früher ISIS) ihr erobertes Gebiet im Irak von Mossul Richtung Bagdad ausdehnen. Mit aller Härte gehen die Dschihadisten seit Beginn der Offensive vor sechs Wochen gegen Christen und Schiiten vor - aber auch gegen sunnitische Stammesführer, die sich nicht unterordnen wollen.

Nun regt sich zunehmend auch bei den eigentlich verbündeten sunnitischen Stämmen Widerstand. Sie wehren sich gegen die Zerstörung von Heiligtümern und die von den Dschihadisten verlangte Unterordnung.

Mehr dazu in „Rache“ für zerstörte Heiligtümer

Venezuelas Regierungspartei bleibt auf Sozialismuskurs

Venezuela soll nach dem Wunsch der regierenden Sozialisten fest auf dem Kurs des verstorbenen Staatschefs Hugo Chavez bleiben. Bis 2019 soll das Fundament des „bolivarischen Sozialismus“ gefestigt sein. Präsident Nicolas Maduro wurde zum Chef der im März 2008 ins Leben gerufenen Chavista-Partei ernannt.

Mit einem klaren Bekenntnis zu Chavez und dessen linksgerichtetem Staatsmodell begannen Venezuelas regierende Sozialisten ihren ersten Parteitag nach dem Tod des „Comandante“. Der verstorbene Chavez wird als Gründungspräsident und „Ewiger Führer“ geehrt.

Zum Auftakt des sechstägigen Parteitages in Caracas ernannten die über 900 Delegierten - darunter 537 von landesweiten Regionalverbänden gewählte Vertreter - Staatschef Maduro am Samstag (Ortszeit) zum Präsidenten der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV). Der 51-jährige Maduro betonte, bis 2019 solle Venezuela die erste Phase auf dem Weg zu einem sozialistischen Land abgeschlossen haben.

Boko-Haram-Terror greift auf Kamerun über

Der Terror der islamistischen Extremistengruppe Boko Haram breitet sich vom Norden Nigerias immer weiter aus. Nun dürfte auch der eigentlich als stabil geltende Norden Kameruns immer mehr zur Zielscheibe werden. Seit Tagen gibt es vermehrt Kämpfe zwischen Soldaten und Boko-Haram-Kämpfern.

Gestern starben bei einem Sturm auf das Haus des kamerunischen Vizeministerpräsidenten Amadou Ali mindestens drei Menschen, seine Frau wurde entführt. Die UNO warnt, dass mittlerweile die Sicherheit in ganz Westafrika gefährdet ist.

Mehr dazu in Sicherheit in Westafrika gefährdet

Elizabeth Warren mischt US-Wahlkampf auf

Bis vor kurzem hätten die meisten Amerikaner darauf gewettet, dass die Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 zu einem knappen Match zwischen der Demokratin Hillary Clinton und einem deklariert konservativen männlichen Republikaner wird. Nun ist aber alles offener denn je. Grund dafür ist die explodierende Popularität von Elizabeth Warren.

Die demokratische US-Senatorin entwickelt sich mit Hemdsärmeligkeit und markigen Sprüchen still und heimlich zum Star ihrer Partei. Schon jetzt macht sie Clinton Sympathisanten abspenstig - und könnte damit einen parteiinternen Zwist heraufbeschwören. Das wird wohl auch ein Grund dafür sein, dass Warren selbst Ambitionen auf das Weiße Haus strikt dementiert. Noch.

Mehr dazu in Sind USA „bereit für Warren“?

Inland

Vilimsky hofft weiter auf Rechtsaußen-EU-Fraktion

Die FPÖ hofft trotz des bisherigen Scheiterns weiterhin auf die Bildung einer Rechtsaußen-Fraktion im EU-Parlament. Der FPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament, Harald Vilimsky, zeigt sich weiterhin optimistisch. „Ja. Obwohl sich das nur langsam aufbaut, rechne ich damit, dass wir bis Herbst sieben, acht Mitgliedsparteien haben werden“, sagte er gegenüber der ungarischen Zeitung „Magyar Hirlap“.

Seine Zuversicht rühre auch daher, dass „wir jetzt miteinander reden können, Vertrauen aufbauen. Wir hatten uns zuvor nicht mit allen Parteien, die infrage kommen, so gut gekannt“. Außerdem will Vilimsky das „gezeichnete dämonisierte Bild“ für eine Rechtsaußen-Fraktion infrage stellen.

Nach den EU-Wahlen im Mai hatte es die FPÖ inklusive anderer Rechtsparteien nicht geschafft, sich zu einer Fraktion zusammenzuschließen. Für eine Fraktion müssen sich mindestens 25 Europaabgeordnete aus wenigstens sieben EU-Staaten zusammenschließen. Der Fraktionsstatus würde den Parteien Zugang zu zusätzlichen Mitteln von 20 bis 30 Millionen Euro und mehr öffentliche Präsenz geben.

Asylreform: Mikl-Leitner stellt Ländern Ultimatum

Da fünf Bundesländer die Flüchtlingsbetreuungsquote nicht erfüllen, stellt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den betroffenen Landeshauptleuten ein Ultimatum, berichtete der „Kurier“ (Montag-Ausgabe). „Verbessert sich die Lage bis Freitag nicht, indem alle Bundesländer die vereinbarten Plätze schaffen, werden wir dort Privatunterkünfte suchen“, sagte die Innenministerin gegenüber der Zeitung.

Im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich etwa sind derzeit 1.342 Asylwerber. 480 sollten es maximal sein. Im Bedarfsfall will Mikl-Leitner auf Kasernen zurückgreifen. „Mit diesem Schauspiel der unwürdigen Herbergssuche für Asylwerber muss Schluss sein.“

Die Innenministerin fordert, dass künftig der Erstantrag auf Asyl nicht mehr in den Erstaufnahmezentren, sondern in den Regionaldirektionen des Bundesasylamts in den Bundesländern zu stellen ist. Die Erstaufnahmezentren wären nur noch für „Dublin-Fälle“ zuständig, wenn bereits in einem anderen Land um Asyl ersucht wurde.

Umfrage: Österreicher für einheitliche EU-Maut

Die geplante deutsche Straßenmaut, die nur Ausländer treffen soll, hat die Österreicher in Sachen Maut offenbar zu Paneuropäern gemacht. Laut einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für das Wirtschaftsmagazin „trend“ halten 73 Prozent der 404 Befragten eine einheitlich europäische Maut für sehr oder eher sinnvoll. 27 Prozent sind für nationale Lösungen in den 28 EU-Staaten.

Strittig unter den Umfrageteilnehmern ist die Frage, ob Österreich mit einem Gegenfoul reagieren soll. Eine knappe Mehrheit von 55 Prozent hält das Prinzip „Aug um Aug, Zahn um Zahn“ für eine schlechte Idee. 26 Prozent sehen das, so wie manche Regionalpolitiker, als eine gute Idee. 19 Prozent sind unsicher.

Sollte es hierzulande zu einer Neuausrichtung des Mautsystems kommen, ist die Mehrheit für einen Wechsel zu einer kilometer- und verbrauchsabhängigen Maut: 56 Prozent sprechen sich dafür aus, nur 26 Prozent favorisieren eine pauschale Maut, wie sie die aktuelle Autobahnvignette darstellt.

Team Stronach bietet sich für Wahlallianzen an

Das Team Stronach kann sich Wahlallianzen vorstellen: „Wenn die Inhalte zusammenpassen (...), sind wir da offen, mit jedem zusammenzuarbeiten“, meinte Klubobfrau Kathrin Nachbaur gegenüber der APA. Sie hofft, dass ihre Partei bei allen Landtagswahlen 2015 antreten wird. Als politisches Schwerpunktthema hat man den „Schuldenberg“ auserkoren.

Parteigründer Frank Stronach zeige sich durchaus offen für Allianzen, es gebe auch „viele Gespräche“, sagte Nachbaur. Mit wem genau, wollte die Vizeparteichefin aber auf Nachfragen nicht preisgeben. „Wenn die Inhalte zusammenpassen und in Wirklichkeit das Programm das Ausschlaggebende ist - nämlich weniger Verwaltung, keine Schulden, Steuern senken -, dann sind wir da offen, mit jedem zusammenzuarbeiten.“

Landtagswahlen werfen Schatten voraus

Das Thema Wahlallianz dürfte vor allem in Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen 2015 in Wien, der Steiermark, Oberösterreich und dem Burgenland aktuell werden. Für sein Heimatbundesland, die Steiermark, hat Stronach selbst bereits ein Antreten der Partei angekündigt. Nachbaur hofft, dass das Team Stronach überall antreten wird - aber „die Entscheidung ist noch nicht final gefällt“, man werde sich anschauen, welches Team man habe und wo die Prioritäten liegen sollen.

Besonders in Wahljahren wichtig sind gut gefüllte Parteikassen. Nachbaur geht davon aus, dass Stronach im Laufe der Zeit auch noch die weiterhin offenen restlichen neun Mio. Euro Darlehen an die eigene Partei in Spenden umwandeln wird - er habe das immer gesagt, sofern sich die Partei an die Grundprinzipien halte, was man auch weiterhin tun wolle.

Sport

Bundesliga: Austria droht böses Erwachen

Bei der Austria läuten nach der herben Niederlage beim WAC schon die Alarmglocken. Mit nur einem Punkt aus den ersten zwei Spielen legten die Wiener unter Neocoach Gerald Baumgartner sogar den schlechtesten Bundesliga-Saisonstart seit 2006 hin.

Baumgartner sparte danach nicht mit öffentlicher Kritik an den Spielern und deren Einstellung. „Wir werden einigen den Kopf waschen müssen“, drohte Baumgartner. Manager Thomas Parits brachte es auf den Punkt: „Wir müssen uns sehr stark steigern, sonst kommt das böse Erwachen.“

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Später Doppelschlag rettet Grödig Sieg

Innerhalb von nur sechs Minuten hat der SV Grödig gestern einen 0:1-Rückstand gegen Sturm Graz im Finish noch in einen 2:1-Sieg verwandelt. Während die Salzburger nach dem Remis bei der Austria damit auch im ersten Heimspiel überzeugten, muss man bei den Steirern nach der zweiten Niederlage endgültig von einem kapitalen Saison-Fehlstart sprechen.

Matchwinner der am Donnerstag wieder in der Europa-League-Qualifikation engagierten Grödiger waren die Stürmer-Legionäre Tomi (Spanien) und Yordy Reyna (Peru).

Mehr dazu in sport.ORF.at

Tour de France: Nibali am Ziel seiner Träume

Vincenzo Nibali ist am Ziel seiner Träume. Nach drei Wochen harter Arbeit durfte er sich gestern als erster Italiener seit Marco Pantani vor 16 Jahren in Paris als Gesamtsieger der Tour de France gratulieren lassen. Zugleich stieß Nibali in den elitären Kreis jener Fahrer vor, die neben der Tour auch den Giro d’Italia und die Vuelta gewinnen konnten.

Dass der 29-Jährige nach dem frühen Aus seiner Mitstreiter Christopher Froome und Alberto Contador die 101. Auflage wie Lance Armstrong in seinen besten Zeiten dominierte, rief natürlich die Kritiker auf den Plan, aber auch sein Teamumfeld warf Fragen auf.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Neuer Arbeitgeber für ÖFB-Goalie Almer

Rechtzeitig vor dem Saisonbeginn ist Robert Almer auf seiner Suche nach einem neuen Verein fündig geworden. Österreichs Teamtormann unterschrieb beim deutschen Bundesligisten Hannover 96 einen Vertrag bis Sommer 2015. „Wir freuen uns, einen sehr erfahrenen Torwart für unser Team zu bekommen“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner.

Viel Spielpraxis wird der 30-Jährige, der im Frühjahr bei Energie Cottbus nicht zum Einsatz gekommen war, aber wieder nicht bekommen. Klare Nummer eins bei Hannover ist Ron-Robert Zieler, der im Aufgebot von Weltmeister Deutschland stand.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Ryanair hebt nach Gewinnsprung Jahresprognose an

Ryanair blickt nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal optimistischer in die Zukunft. Die irische Billigfluggesellschaft verbuchte einen Nettogewinn von 197 Millionen Euro nach 78 Millionen ein Jahr zuvor, wie das in Dublin ansässige Unternehmen heute mitteilte. Ryanair steuere nun im Gesamtjahr auf einen Gewinn von mindestens 620 Millionen Euro zu, hieß es nun. Zuvor war das die Maximalprognose.

Mit seiner höheren Prognose setzt sich Europas größte Billigfluggesellschaft deutlich von der Konkurrenz der Traditionsunternehmen ab: Lufthansa und Air France KLM hatten jüngst ihre Erwartungen heruntergeschraubt. Ryanair-Finanzchef Howard Millar führte den Gewinnzuwachs im Berichtszeitraum auf Erfolge einer Kampagne für mehr Kundenfreundlichkeit zurück.

„Wir haben in den vergangenen sechs, sieben Monaten große Fortschritte beim Service erzielt“, sagte Millar. Die Firma profitierte zudem von einer neuen Preispolitik mit Frühbucherrabatten. Die Quartalszahlen seien allerdings nicht vollständig mit dem Vorjahr vergleichbar, räumte die Gesellschaft ein. Das traditionell bei Reisenden stark gefragte Osterfest sei nicht in dasselbe Quartal gefallen wie ein Jahr zuvor.

„FT“: Danone plant Verkauf von Spezialernährungssparte

Der französische Molkereikonzern Danone verhandelt laut „Financial Times“ („FT“) über einen Verkauf seines Geschäftes mit medizinischer Spezialernährung. Interessent ist das US-Unternehmen Hospira, wie die „FT“ (Onlineausgabe) gestern berichtete. Demnach würde die Sparte, die etwa Sondennahrung für schwer kranke Patienten herstellt, mit fünf Mrd. Dollar (3,72 Mrd. Euro) bewertet.

Ein Abschluss sei aber nicht ausgemacht, und die Verhandlungen würden fortgesetzt. Dem Bericht zufolge könnte Hospira seinen Firmensitz mit dem Kauf nach Europa verlegen und damit in den USA Steuern sparen. Diese Praxis stößt etwa bei Präsident Barack Obama auf Kritik. Danone ließ den Bericht unkommentiert. Hospira reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Der weltgrößte Joghurthersteller Danone hat im ersten Halbjahr 2014 wegen schwächerer Geschäfte in Europa und Asien überraschend wenig Geld verdient. In Europa macht dem Hersteller von Fruchtzwergen und Dany-Sahne-Pudding eine schleppende Nachfrage nach Milchprodukten zu schaffen, während er in China Babynahrung zurückrufen musste. An der Gewinn- und Umsatzprognose für dieses Jahr hält Danone aber fest. Das Unternehmen hatte im Juni angekündigt, wegen einer schwachen Auslastung mehrere Molkereien in Europa zu schließen, darunter ein Werk in Hagenow bei Schwerin.

Uneinigkeit über Getreidepreise

Derzeit wird Getreide geerntet. Während die Bauern Gerste und Weizen einholen, sind sich ihre Vertreter uneinig über die Preise dafür. Laut unabhängigem Bauernverband seien die Preise viel zu niedrig. Ein Eindruck, den die Landwirtschaftskammer nicht teilt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Achter Sozialmarkt eröffnet in Wien

In Wien-Favoriten wird heute der achte Wiener Sozialmarkt eröffnet, im August soll ein weiterer in Ottakring dazukommen. Neben der Zahl der Märkte steigt auch die Zahl der sozial schwachen Menschen, die um eine Berechtigungskarte ansuchen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Gesundheit

Schon zwei US-Helfer in Liberia mit Ebola infiziert

Infolge der grassierenden Ebola-Epidemie in Liberia haben sich inzwischen zwei Helfer aus den USA mit dem tödlichen Virus angesteckt. Neben einem 33-jährigen Arzt wurde auch eine Missionarin infiziert, die für die Desinfektion von Schutzanzügen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zuständig war, wie die karitative Stiftung Samaritan’s Purse gestern mitteilte.

Laut einer Sprecherin der Organisation befinden sich beide Patienten in stabilem Zustand. Die vor Monaten ausgebrochene Ebola-Epidemie in Westafrika hat ihren Ausgangspunkt in Guinea. Insgesamt infizierten sich dort sowie im benachbarten Sierra Leone und in Liberia nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher fast 1.100 Menschen mit dem Erreger. Bis zum 20. Juli starben mehr als 660 von ihnen an der Krankheit.

Auf Nigeria übergegriffen

In Nigeria wurde am Freitag in der Millionenmetropole Lagos der erste Ebola-Tote gemeldet. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich das hoch ansteckende Ebola-Virus in der Region ausbreitet. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Gegen die Krankheit gibt es bisher keine Medikamente.

Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Es wird angenommen, dass es vor allem von Tieren wie Fledermäusen übertragen wird, die ihres Fleisches wegen gejagt werden. Unter Menschen reicht schon eine Berührung zur Infektion mit dem Virus.

Chronik

Hochstand umgestürzt - Jagdpächter tot

In Wildalpen im Bezirk Liezen (Steiermark) ist am Wochenende ein Jagdpächter beim Umsturz eines Hochstands ums Leben gekommen. Die vermoderten Holzpfosten gaben nach, als der 64-Jährige den fast vier Meter hohen Hochsitz betrat.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Landwirt bei Fahrzeugabsturz getötet

Bei einem Fahrzeugabsturz wurde gestern Abend in Innerschmirn (Tirol) ein 54-jähriger Landwirt getötet. Der Mann war gegen 20.15 Uhr auf eine Alm gefahren, um dort nach dem Vieh Nachschau zu halten.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Toter bei Wohnungsbrand in Wien

Ein 72-jähriger Mann ist in der Nacht auf heute bei einem Brand in einem Mehrparteienhaus in Wien-Brigittenau ums Leben gekommen. Nach ersten Berichten gab es keine Verletzten. Die Brandursache ist noch ungeklärt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Nach Unfall: Streit legte Verkehr auf A1 lahm

Ein Streit nach einem Auffahrunfall hat gestern den Verkehr bei Salzburg-West (Flachgau) auf der Westautobahn (A1) lahmgelegt. Polizisten konnten die sechs beteiligten Streithähne trennen. Die beiden Lenker dürften sich bereits vorher eine Verfolgungsjagd geliefert haben.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Pkw machte sich bei Streit selbstständig

Bei einem Streit zwischen zwei Verkehrsteilnehmern bei Mils (Bezirk Innsbruck-Land) geriet ein Pkw-Fahrer offenbar unabsichtlich auf das Gaspedal seines Wagens. Der Wagen machte sich selbstständig und krachte beinahe in ein entgegenkommendes Auto.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Abbau der Seebühne am Wörthersee begonnen

Heute hat der teilweise Abbau der Seebühne in der Ostbucht des Wörthersees in Klagenfurt begonnen. Der vieldiskutierte Bau soll demnach von derzeit 2.200 auf etwa 1.000 Sitzplätze verkleinert werden und danach in den Besitz der Stadt Klagenfurt übergehen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei Lotto „6 aus 45“ hat es einen Solosechser gegeben. Beim Joker gibt es keinen Hauptgewinner und damit einen Jackpot.

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

3 9 15 22 41 43 Zusatzzahl 32

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

1 1 1 1 4 5

Alle Angaben ohne Gewähr

„Costa Concordia“ steht zur Verschrottung bereit

Die am 13. Jänner 2012 vor der Insel Giglio begonnene Odyssee der „Costa Concordia“ hat gestern im Hafen von Genua ihr Ende gefunden. Das Schiff „ist nach Hause zurückgekehrt“, so Genuas Hafenpräsident Luigi Merlo, nachdem die „Costa“ ihren unweit vom Schauplatz ihres Stapellaufs gelegenen letzten Bestimmungsort erreichte.

Zuvor galt es noch, das Schiff in einer mehrstündigen Prozedur durch den Hafen zu lotsen. „Mission erfüllt“ verkündete im Anschluss Italiens Umweltminister Gian Luca Galletti, der angesichts der in Genua zelebrierten „Costa Concordia“-Show daran erinnerte, dass es sich keineswegs um einen Feiertag handle.

Mehr dazu in „Italien hat es geschafft“

16-jährige Japanerin soll Mitschülerin enthauptet haben

Die japanische Polizei hat eine 16-jährige Schülerin festgenommen, die eine 15 Jahre alte Klassenkameradin erwürgt und anschließend enthauptet haben soll. Die mutmaßliche Täterin habe das Opfer zunächst mit einem Metallgegenstand geschlagen, teilten die Ermittler heute in der südjapanischen Stadt Sasebo in der Präfektur Nagasaki mit.

Die Leiche war demnach gestern mit abgetrenntem Kopf und abgetrennter linker Hand in der Wohnung der seit April alleine lebenden 16-Jährigen gefunden worden. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Bekannt ist, dass die Mutter der mutmaßlichen Mörderin im vergangenen Jahr gestorben war und der Vater erneut geheiratet hatte.

Kultur

Durchwachsener Festspielauftakt in Salzburg

Die erste Opernpremiere dieses Festspielsommers hat gestern Abend Mozarts „Don Giovanni“ gegolten. Sven-Eric Bechtolf musste allerdings für seine Inszenierung von Mozarts Da-Ponte-Oper heftige Buh-Rufe des Premierenpublikums einstecken.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Louis de Funes: Der Mann hinter der cholerischen Grimasse

„Ganz mies und doch ganz liebenswert“ - so hat der französische Filmkomiker Louis de Funes seine Filmfiguren beschrieben. Seine Fans liebten ihn für seine cholerischen Schimpftiraden, grimassierenden Ausbrüche und hysterischen Entgleisungen - ob als Gendarm von Saint Tropez, als gnadenloser Restaurantkritiker oder als rassistischer Fabrikchef. Sein Privatleben hielt der Schauspieler, der am 31. Juli 100 Jahre alt geworden wäre, stets aus der Öffentlichkeit, indem er sich hinter der grantelnden Fassade versteckte.

Mehr dazu in Französischer Starkomiker wäre 100

Science

Shrimps essen schadet dem Klima

Forscher haben eine CO2-Bilanz der Fischindustrie erstellt. Resultat: Der Treibstoffverbrauch unterscheidet sich beim Fang verschiedener Arten erheblich. An der Spitze liegen Shrimps und Hummer.

Mehr dazu in science.ORF.at

„Smart City kann man nicht verordnen“

Unter dem Schlagwort „Smart City“ werden vor allem technische und ökonomische Innovationen für die Stadt der Zukunft diskutiert. Warum es genauso wichtig ist, die Bedürfnisse und Einstellungen der Menschen in diesen Konzepten zu berücksichtigen, erklärt die Soziologin Nadine Haufe in einem ORF-Interview.

Mehr dazu in science.ORF.at

Lifestyle

Neues Hotelmodell: Arbeiten im Urlaub

Im Urlaub zu arbeiten, das ist nichts Ungewöhnliches mehr. Für viele gehören Laptop und E-Mail zur Freizeit. Ein junger Unternehmer aus Flachau (Salzburg) will hier eine Marktlücke entdeckt haben. Er plant ein völlig neues Hotelkonzept.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Leute

Udo Jürgens im Hymnenstreit gegen Gabalier

Sänger Udo Jürgens hält die textliche Erweiterung der österreichischen Bundeshymne um die Töchter des Landes für legitim. Dass „Volks-Rock-’n’-Roller“ Andreas Gabalier auf die alte Version pocht, „passt doch zu ihm: Er ist ein Künstler in Lederhosen. Wenn Sie in der Lederhose auftreten, verkörpern Sie auch die entsprechenden Werte. Aber dass ihm der alte Text besser gefällt, ist sein gutes Recht.“

Auch ihm sei gendergerechte Sprache oft ein Gräuel, so Jürgens gegenüber der APA. Im Fall der Bundeshymne halte er das Problem aber für gut gelöst. „Zweifellos ist es richtig, dass man auch die Frauen in der Hymne anspricht", wenn schon die Männer explizit angesprochen werden.“

„Das war nicht sehr geschickt im ursprünglichen Text“, so Jürgens weiter. „Man hätte gleich alle Menschen, alle Bürger des Landes ansprechen müssen.“ Der Sänger hat in seinem 53. Album mit dem Lied „Der Mann ist das Problem“ seinen Geschlechtsgenossen gehörig die Leviten gelesen. Den neuen Text der Hymne hat er aber noch nicht gesungen: „Niemand erwartet, dass ich die Hymne singe.“