Letzte Meldung

Erdbeben in Taiwan: Opfer befürchtet

Nach einem schweren Erdbeben in Südtaiwan werden Hunderte Menschen in eingestürzten Gebäuden der Millionenstadt Tainan vermutet. Dies berichtete das taiwanesische Fernsehen am Samstag (Ortszeit) in der Früh. Es wurde befürchtet, dass zahlreiche Menschen im Schlaf überrascht und verschüttet wurden, hieß es. Vorerst gab es keine Berichte über Todesopfer.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Einsatz, um Verschüttete aus den Gebäuden zu retten. Aus einem siebenstöckigen Wohnhaus seien 30 Menschen geborgen worden, berichtete der TV-Sender Formosa-TV. Das Beben ließ viele Häuser schwanken, berichteten Augenzeugen.

Das Beben der Stärke 6,4 war auf der ganzen Insel zu spüren. Es überraschte auch Superstar Madonna und ihre Musiker, die in Taiwan auf Tour sind. Ihr Manager Guy Oseary schrieb aus Taipeh auf Instagram: „Wir sind alle OK... Hoffe, dass es vorbei ist.“ Das Epizentrum lag zehn Kilometer unter der Erdoberfläche, 39 Kilometer nördlich der südtaiwanesischen Hafenstadt Kaohsiung.

Ausland

Iran: Hunderte Reformer dürfen doch zur Wahl antreten

Bis zu 25 Prozent der ursprünglich vom Wächterrat abgelehnten Kandidaten dürfen nun doch an der Parlamentswahl am 26. Februar im Iran teilnehmen. Ratssprecher Nejatollah Ebrahimi sagte der Nachrichtenagentur Fars heute, dass die Kandidatur von 20 bis 25 Prozent der disqualifizierten Personen wieder bestätigt sei. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Laut Beobachtern handelt es sich bei den wieder zugelassenen Kandidaten hauptsächlich um Reformer, die Präsident Hassan Rohani unterstützen. Es dürften mehrere Hundert sein.

Im Vorfeld der Wahl waren viele von ihnen vom Wächterrat, einem erzkonservativen Kontrollgremium, disqualifiziert worden. Das führte zu Protesten. Rohani hatte den Wächterrat am Dienstag gewarnt, bei den Menschen sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass der Wahlausgang im Voraus organisiert und orchestriert sei. Die Ratsmitglieder sollten daher zumindest einige ihrer Entscheidungen revidieren.

Nach der Umsetzung des Atomabkommens und der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen vor einem Monat haben die Reformer gute Chancen auf einen Wahlsieg. Die Hardliner, die in den letzten drei Legislaturperioden das Parlament dominiert haben, sehen dadurch ihre politische Existenz gefährdet.

PEGIDA-Aktionstag in zahlreichen europäischen Städten

Die deutsche PEGIDA-Bewegung und weitere fremdenfeindliche Zusammenschlüsse in anderen europäischen Staaten planen morgen einen gemeinsamen Aktionstag. Demonstrationen sind in Dresden und anderen Städten geplant, darunter Prag, Warschau, Amsterdam und Birmingham. Der österreichische PEGIDA-Ableger demonstriert in Graz.

In Dresden werden bis zu 15.000 PEGIDA-Anhänger sowie 10.000 Gegendemonstranten erwartet. Die Polizei befürchtet Zusammenstöße zwischen Pegida-Anhängern und Gegnern und ist mit rund 1.000 Polizisten im Einsatz. In Graz will die Polizei die PEGIDA-Anhänger von den Gegendemonstranten trennen, die 95-jährige Widerstandskämpferin Maria Cäsar wird als Ehrengast der „Mahnwache gegen PEGIDA“ erwartet.

Serbischer Minister nach sexistischer Aussage abgesetzt

Das serbische Parlament hat heute die von Premier Aleksandar Vucic in der Vorwoche vorgeschlagene Amtsenthebung des Verteidigungsministers Bratislav Gasic einstimmig beschlossen. Gasic, einer der engsten Mitarbeiter des Regierungschefs, verlor sein Ressort wegen einer sexistischen Bemerkung gegenüber einer Journalistin im Dezember.

Gegenüber einer Reporterin des Fernsehsenders B-92, die einer schwenkenden Kamera auswich, erklärte der Minister, er mag Journalistinnen, die gerne in die Knie gingen. Vucic hatte daraufhin Gasics Amtsenthebung angekündigt, sie allerdings erst zwei Monate später nach wiederholten Protesten der Journalistenverbände dem Parlament auch vorgeschlagen. Das Verteidigungsministerium wird vorläufig von Finanzminister Dusan Vujovic geleitet. Im Frühjahr soll eine vorgezogene Parlamentswahl stattfinden.

Bulgarien erlaubt Luftraumschutz durch NATO

Trotz scharfer Kritik der Opposition hat Bulgarien einer Beteiligung der NATO an der nationalen Luftraumüberwachung zugestimmt. Mit 96 Jastimmen verabschiedete das bulgarische Parlament heute eine entsprechende Novelle des Verteidigungsgesetzes des NATO-Mitgliedstaates.

34 Abgeordnete stimmten mit Nein, 13 enthielten sich ihrer Stimme. Die Armee des Schwarzmeer-Anrainerstaates kann jetzt den bulgarischen Luftraum gemeinsam mit den Streitkräften von NATO-Verbündeten schützen.

Kritik von Opposition

„Von heute an ist Bulgarien ein zuverlässigerer NATO-Verbündeter“, sagte Verteidigungsminister Nikolaj Nentschew beim Treffen der EU-Verteidigungsminister in Amsterdam nach einer Mitteilung seines Ministeriums.

Die Neuregelung wurde von den oppositionellen Sozialisten und Nationalisten in dem einstigen Ostblockland scharf kritisiert - diese prorussischen politischen Kreise sehen die NATO-Jets als „fremde Kräfte“.

Verhaftung nach Übergriffen in Hamburger Silvesternacht

Nach den sexuellen Übergriffen in der Hamburger Silvesternacht hat die Polizei einen 33-jährigen Iraner festgenommen. Zwei Frauen hätten den Mann auf einer Übersichtsaufnahme erkannt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit.

Sein Zimmer in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge wurde durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Im Zuge der Vernehmung habe sich der Verdacht erhärtet. Darum habe ein Richter Haftbefehl wegen sexueller Nötigung (Paragraf 177 Strafgesetzbuch) in zwei Fällen erlassen.

236 Anzeigen zu Vorfällen in Hamburg

Wegen der Diebstähle und der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht sind bei der Hamburger Polizei bis Anfang Februar 236 Anzeigen mit insgesamt 393 Geschädigten eingegangen. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ war der Großteil der Taten sexuell motiviert. Das wollten weder Polizei noch Staatsanwaltschaft zunächst bestätigen.

Bisher sitzt außer dem Iraner ein 29 Jahre alter Mann aus Afghanistan in Hamburg in Untersuchungshaft. Zudem sucht die Polizei mit Fahndungsfotos nach mehreren Männern, die von Opfern auf Übersichtsbildern aus der Silvesternacht wiedererkannt wurden. Die Übergriffe werden in der kommenden Woche auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY-...ungelöst“ aufgegriffen.

21-Jährige täuschte Vergewaltigung durch Flüchtling vor

Im Fall einer 21-jährigen Deutschen aus dem thüringischen Sonneberg stellte sich nach Behördenangaben unterdessen heraus, dass sie eine Vergewaltigung frei erfunden hatte und die vermeintliche Straftat Asylwerbern anhängen hatte wollen. Nun wird gegen die junge Frau wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Sie habe sich an die Polizei gewandt und angegeben, von drei Flüchtlingen angegriffen und sexuell missbraucht worden zu sein, sagte Polizeisprecherin Heidi Sonnenschmidt heute.

Später habe die 21-Jährige in einer Befragung aber gestanden, sich das Ganze nur ausgedacht zu haben. Zum genauen Motiv wollte Sonnenschmidt nichts sagen, allerdings liege ein ausländerfeindlicher Hintergrund nahe. Über den Fall hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

Inland

Faymann: Frontex soll Flüchtlinge in Türkei schicken

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) will alle an der griechischen EU-Außengrenze von der Grenzschutzagentur Frontex aufgegriffenen Flüchtlinge direkt in die Türkei zurückschicken. Einen entsprechenden Vorschlag habe er am Rande der Londoner Syrien-Konferenz dem türkischen Premier Ahmet Davutoglu unterbreitet, sagte Faymann der „Kronen Zeitung“ und „Österreich“ (Samstag-Ausgaben).

„Es müssen alle gerettet werden, aber dann müssen die Menschen zurück in die Türkei geschickt werden. Dann wäre Frontex nicht mehr nur ein Rettungsprogramm, sondern tatsächlich auch ein Grenzschutzprogramm“, sagte Faymann laut „Österreich“. Er räumte ein, dass Ankara bei dieser „Maximalvariante“ mitspielen müsste.

„Einzige Maßnahme“

Faymanns Sprecherin konkretisierte auf APA-Anfrage, dass dieser Vorschlag die Umsetzung des drei Milliarden Euro schweren Flüchtlingsdeals zwischen Ankara und der EU erleichtern solle. Eine Bedingung des Deals ist nämlich, dass die Türkei die Flüchtlinge von der Weiterreise abhält. Das sei aber „schwer nachweisbar“. In der „Kronen Zeitung“ bezeichnete Faymann seinen Vorschlag auch als „einzige Maßnahme, die radikal wirkt und das Schlepper-Modell zur Gänze durchbricht“.

Als „Plan B“ will der Kanzler parallel am Schutz der österreichischen Grenze arbeiten. „Das ist eine Notlösung, aber wir dürfen uns nicht Plan A ausliefern“, sagte er der „Kronen Zeitung“. Laut „Österreich“ will Faymann auch an den möglichen Ausweichrouten ein Grenzsystem wie in Spielfeld bauen lassen.

Mögliche Einigung bei Fingerabdrücken

In der Debatte über die Speicherung der Fingerabdrücke von Flüchtlingen auf der Ein- und Durchreise scheint sich eine Einigung abzuzeichnen. SPÖ und ÖVP sind sich grundsätzlich einig, dass sie gespeichert werden sollen. Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) meint, dass das bereits jetzt „ausnahmslos und lückenlos“ möglich ist, die ÖVP besteht aber auf einer gesetzlichen Klarstellung. Nun soll laut Innenministerium möglichst schnell ein Konsens für eine entsprechende Gesetzesformulierung gefunden werden. Die Weisung, dass sofort alle Abdrücke gespeichert werden, gibt es laut Innenministerium nicht.

Mehr dazu in Gesetzesänderung im Frühjahr

Heta: Angebot an Gläubiger „nicht verhandelbar“

Pattsituation in Kärnten: Nachdem einige Gläubiger einmal mehr klargemacht haben, dass sie sich nicht mit 75 Prozent ihres Investments abspeisen lassen, hat heute Abend die Kärntner Finanzreferentin Gaby Schaunig (SPÖ) via Aussendung festgehalten: „Das Heta-Angebot ist einmalig und nicht verhandelbar.“

Kärnten, das laut der Ratingagentur Moody’s, dem Bund und der Nationalbank bei einem Scheitern der Gespräche mit den Gläubigern von der Pleite bedroht ist, gibt sich jedenfalls weiterhin kämpferisch. „Aus diesen Gründen müssen sich die Gläubiger klar sein, dass sie hier das einzige, nicht verhandelbare Angebot und das bestmögliche Ergebnis vor sich liegen haben“, betonte die Finanzreferentin.

Wirtschaft

Millionenzahlung: HSBC und US-Behörden legen Streit bei

Die britische Bank HSBC hat im Streit mit den US-Behörden über die Vergabe von Krediten an Hausbesitzer einen Vergleich erzielt und zahlt 470 Millionen Dollar (419,42 Mio. Euro). Das Justizministerium teilte heute mit, 370 Millionen Dollar kämen Verbrauchern zugute. Der Rest gehe zum größten Teil über die Behörden an Menschen, die ihr Haus durch Zwangsvollstreckungen verloren hätten.

Die HSBC begrüßte den Vergleich: Er nutze den Hausbesitzern und der Immobilienwirtschaft gleichermaßen. Gegen den Finanzkonzern hatten unter anderem die Regierung in Washington und fast alle Bundesstaaten wegen seiner Praxis bei der Kreditvergabe und Zwangsvollstreckungen verklagt.

Im Zuge der Immobilienkrise in den USA zwischen 2007 und 2009 hatten viele Bürger ihre Häuser verloren, weil sie ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten und die Banken daraufhin die Zwangsvollstreckung erwirkten. Ermittlungen gegen die HSBC ergaben, dass die Bank dabei nicht sorgfältig genug war.

New Jersey verklagt VW im Abgasskandal

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte nimmt die Klagewelle gegen den Volkswagen-Konzern in den USA weiter Fahrt auf. Auch der Bundesstaat New Jersey hat ein Verfahren gegen den deutschen Autokonzern eröffnet, wie der zuständige Generalbundesanwalt John J. Hoffmann heute mitteilte.

VW wird vorgeworfen, durch den Einbau von illegaler Manipulationssoftware Verbraucher getäuscht und das Gesetz zur Luftreinhaltung verletzt zu haben. „Im letzten Jahrzehnt hat sich Volkswagen in einem der größten Betrugsfälle in der Geschichte der Automobilindustrie engagiert“, heißt es in der Anklage.

Klagen auch in anderen Bundesstaaten

Der Konzern, auch die Töchter Audi und Porsche sind explizit genannt, habe von den Manipulationen profitiert, weil er Absatz, Marktanteil und Gewinne dadurch habe steigern können. VW hatte am 18. September auf Druck der US-Umweltbehörde EPA eingeräumt, seit 2009 in großem Stil bei Abgastests betrogen zu haben.

New Jersey folgt etlichen anderen ähnlich gelagerten Klagen von US-Landkreisen und -Bundesstaaten. Anfang Jänner hatte auch das Justizministerium im Auftrag der EPA ein Zivilverfahren gegen den Wolfsburger Konzern eröffnet. VW drohen Strafen in zweistelliger Milliardenhöhe. Zudem muss sich der Konzern mit den Vorwürfen zahlreicher privater Klägern zumeist wegen Vertragsbruchs und Betrugs auseinandersetzen. Mehr als 500 solcher Klagen sind bei einem Bezirksrichter in San Francisco gebündelt.

Gläubiger beenden erste Kontrollrunde in Athen

Die Chefkontrolleure der Gläubiger Griechenlands haben eine erste Prüfung der Bücher in Athen beendet. Dabei ging es vor allem um umstrittene Reformen bei Pensionen und Steuern, die im Land bereits zu einem Generalstreik führten.

Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos sagte nach dem Ende der Gespräche heute, es gebe Punkte, auf die sich die Gläubiger und Athen grundsätzlich geeinigt hätten. Bei anderen Themen müsse es hingegen noch mehr Fortschritte geben.

„Einigung auf Grundsatzarchitektur“ bei Pensionsreform

Bei der in Griechenland umstrittenen Pensions- und Steuerreform gebe es eine „Einigung auf die Grundsatzarchitektur“ der vorgelegten Gesetzentwürfe, sagte Tsakalotos. Die Kontrolleure wollten zurückkehren, wenn eine endgültige Einigung mit Athen abzusehen sei, berichteten griechische Medien.

Kommt es zu einer Einigung mit den Gläubigern, dann muss Athen die Pensionsreform vom Parlament billigen lassen. Nur dann würden die Kontrolleure grünes Licht für die Auszahlung weiterer Hilfen geben.

Die Koalition von Ministerpräsident Alexis Tsipras hat eine knappe Mehrheit von 153 Abgeordneten in einem Parlament mit 300 Sitzen. Bei nur drei Abweichlern könnte es politische Turbulenzen in dem pleitebedrohten Land geben.

Sport

Ski alpin: Speed-Karten werden neu gemischt

Wäre Aksel Lund Svindal nicht der folgenschwere Sturz in Kitzbühel passiert, hätte der Norweger heuer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Speed-Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G gewonnen.

So ist die Ausgangsposition vor den Rennen in Südkorea aber wieder offen. Am Samstag (Abfahrt) und Sonntag (Super-G, jeweils 4.00 MEZ, live in ORF eins) machen Hannes Reichelt und Co. nun Jagd auf den nach den Trainings favorisierten Kjetil Jansrud.

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Super Bowl: Die „Monster“ aus der zweiten Reihe

„Defense wins Championships“ - Verteidigung gewinnt Meistertitel, lautet ein alter Spruch in der National Football League (NFL). Auf Super Bowl 50 zwischen den Denver Broncos und Carolina Panthers trifft das besonders zu.

Denn für viele Experten könnten die Linebacker Von Miller auf der einen und Luke Kuechly auf der anderen Seite spielentscheidend werden. Beide räumen in der zweiten Reihe hinter der Defense Line auf, beide sind wahre „Monster“ auf dem Feld und beiden fehlt nur noch der Meistertitel in ihren Vitrinen.

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Chronik

Fast 40 Tote bei Busunglück in Indien

Bei einem Busunglück in Indien sind heute fast 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Linienbus stürzte im Staat Gujarat von einer Brücke mehr als zehn Meter tief in einen Fluss. Nach Behördenangaben kamen mindestens 37 Menschen ums Leben, 24 weitere wurden verletzt.

Fernsehaufnahmen zeigten, wie Rettungskräfte und Anrainer Tote und Verletzte aus dem Buswrack bargen und zu Krankenwagen trugen. Das Dach des Busses hatte sich bei dem Sturz gelöst, der Bus selbst lag zur Hälfte im schlammigen Wasser. Der Staat Gujarat sagte den Angehörigen umgerechnet gut 5.000 Euro Entschädigung für jedes Todesopfer zu.

Der indische Straßenverkehr zählt zu den gefährlichsten der Welt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben auf Indiens Straßen jährlich mehr als 200.000 Menschen. Experten führen die hohe Opferzahl auf den schlechten Zustand der Straßen, die mangelhafte Wartung der Fahrzeuge und das unverantwortliche Verhalten der Fahrer zurück.

Tödliche Schüsse vor Boxkampf in Dublin

Nach der Wiegeprozedur für einen Boxkampf in einem Dubliner Hotel haben heute Unbekannte das Feuer eröffnet. Ein Mann wurde laut Angaben der Polizei getötet, zwei weitere wurden verletzt. Die Opfer seien zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Regency Airport Hotel in Dublin

APA/AFP/Caroline Quinn

Die genauen Umstände der Tat waren zunächst unklar. Die Angreifer konnten fliehen. „Wir wissen nicht, wie sie entkommen konnten“, sagte ein Polizeisprecher in Dublin. Man wolle zunächst keine Einzelheiten bekanntgeben.

Wie der Sender RTE berichtete, trugen die Angreifer Polizeiuniformen und schossen mit Kalaschnikow-Maschinengewehren. Es handle sich vermutlich um eine Abrechnung im Drogenmilieu und um einen Racheakt für einen Mord im vergangenen Jahr in Spanien.

Schauspieler erhängte sich vor Publikum

Ein Schauspieler hat sich während einer Aufführung in der Toskana vor den Augen des Publikums vermutlich versehentlich selbst stranguliert.

Nach einem Monolog, der die Existenzkrise eines Jugendlichen thematisierte, habe der 27-Jährige in der Nacht auf vergangenen Sonntag in einem Theater in Pisa einen Suizid durch Erhängen darstellen wollen, berichtete die Zeitung „Il Messaggero“ heute.

Behörden gehen von Unfall aus

Da er eine Kapuze über den Kopf gezogen habe, hätten die Zuschauer aber zunächst gar nicht bemerkt, dass etwas nicht gestimmt habe. Eine Medizinstudentin habe schließlich Alarm geschlagen. Jedoch war der Mann zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos und lag seither im Koma, er starb gestern Abend.

Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte, jedoch wurden gleichzeitig Ermittlungen wegen Totschlags gegen zwei Regisseure und zwei Techniker des Theaters eingeleitet. Möglicherweise seien Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten worden, hieß es.

19 Tote bei Hotelbrand in irakischer Stadt Erbil

Bei einem Brand in einem Viersternehotel der irakischen Kurdenstadt Erbil sind nach Behördenangaben heute mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. 14 Todesopfer stammten von den Philippinen, Dutzende Menschen wurden verletzt.

Erste Ermittlungen ergaben als Brandursache einen elektrischen Defekt in einer Sauna, wie der Gouverneur der Provinz Erbil, Nawsad Hadi, mitteilte.

Erbil ist die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak. Von der tödlichen Gewalt in anderen Teilen des Landes blieb die Region weitgehend verschont.

25 Verletzte bei Erdbeben in Nepal

Mindestens 25 Menschen sind bei einem Erdbeben in Nepal verletzt worden. Das Beben der Stärke 5,5 traf Teile des Landes heute Abend (Ortszeit), wie die Polizei mitteilte - neun Monate nach einem verheerenden Erdbeben.

Laut Polizeiangaben wurden einige Menschen verletzt, als sie bei dem Beben aus Fenstern sprangen. Ein Mann, der aus dem dritten Stock seines Haus gesprungen sei, schwebe in Lebensgefahr. Die Verletzten seien in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden. Ein Nachbeben traf die Menschen, als sie gerade ins Bett gingen, und trieb sie auf die Straße in die Kälte.

Im April und Mai vergangenen Jahres töteten schwere Beben mindestens 8.800 Menschen und verletzte Hunderte. Tausende leben noch immer in vorübergehenden Unterkünften, nachdem sie ihre Häuser verloren.

Bei dem Beben am 24. April 2015 der Stärke 7,8 wurden rund 600.000 Häuser völlig zerstört. Laut nepalesischen Medienberichten starben bisher zwölf Menschen infolge der Kälte in den Notunterkünften.

Gesundheit

Womöglich drei Tote durch Zika-Virus in Kolumbien

In Kolumbien hat es nach Angaben der Regierung drei Todesfälle gegeben, die durch das Zika-Virus ausgelöst worden sein könnten. Gesundheitsminister Alejandro Gaviria sagte heute in Bogota, es gebe eine „Kausalbeziehung“ zwischen den Todesfällen im Department Antioquia und auf den Karibik-Inseln San Andres und Providencia und dem Zika-Virus.

Denn, so der Minister, die drei Personen seien an der Lähmungskrankheit Guillain-Barre gestorben. Die Zahl möglicher Zika-Infektionen liege inzwischen bei 80.000 bis 100.000.

Im Zusammenhang mit dem Zika-Virus wurden auch in Rio de Janeiro mehrere schwere Fälle der Lähmungskrankheit Guillain-Barre bekannt. Wie die Zeitung „O Globo“ berichtete, habe das auf die Behandlung von Nervenkrankheiten spezialisierte Hospital Universitario Antonio Pedro seit Jänner 16 Fälle behandelt. Zwei Patienten, die sich mit Zika infiziert hätten, befänden sich in sehr ernstem Zustand. Normalerweise habe man fünf Fälle pro Jahr.

Kultur

Ai Weiwei hüllte Prager Tierkreis-Skulptur in Rettungsdecken

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat in Prag Tierkreis-Skulpturen in goldfarbene Rettungsdecken gehüllt, um an das Schicksal von aus dem Meer geretteten Migranten zu erinnern. „Ich weiß, dass es in Tschechien Widerstand gegen die Aufnahme von Flüchtlingen gibt“, sagte er heute der Agentur CTK zufolge. Er rief dazu auf, mehr Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.

Chinesischer Künstler Ai Weiwei vor in Gold gehüllten Tierkreis-Skulpturen in Prag

AP/CTK/Michal Krumphanzl

Die Plastik „Circle of Animals/Zodiac Heads“ mit Figuren aus dem chinesischen Tierkreis wie Löwe, Schlange und Hase steht seit dieser Woche vor dem Ausstellungsgebäude für moderne Kunst der Prager Nationalgalerie. Anfang Jänner hatte der 58-Jährige gesagt, er wolle auf der griechischen Insel Lesbos ein Mahnmal für ertrunkene Flüchtlinge errichten.

Fransen und Schleierkraut auf dem Opernball

„Der Opernball ist wieder cool geworden.“ Zu dieser Bilanz kam Ballorganisatorin Desiree Treichl-Stürgkh in der Nacht auf heute. Für die Frage aller Fragen an sie, wie es ihr denn mit dem letzten offiziellen Opernball gehe, hatte sie sogar eine Träne übrig. Und sonst ging es ihr gut. Denn der Opernball lieferte keine Skandale, und auch die eingeflogenen Promis hatten sich, bis auf den Kurzauftritt von Delon junior, so weit ganz gut im Griff, dass über den 60-Jahre-Opernball-Ball-der-Bälle das Schleierkraut des Friedens zu breiten wäre. Die buschige Dekoration des Abends war der Renner in den Sozialen Medien. Genauso omnipräsent wie der Blumenschmuck war die Ballchefin: Mit Gold und Gigafransen am Kleid durfte sie zu Recht für sich beanspruchen: „Wir haben den Ball entstaubt.“

Mehr dazu in Fransenkleid und Schleierkraut

Lifestyle

Rio startet Karneval

Überschattet von der Sorge um das sich rasant ausbreitende Zika-Virus ist in Rio de Janeiro der Karneval offiziell eröffnet worden. Bürgermeister Eduardo Paes übergab heute den Stadtschlüssel symbolisch an König Momo (Wilson Dias), seine Karnevalskönigin Clara Paixao und die Prinzessin Uillana Adaes.

In der ganzen Stadt sind bis nächste Woche über 600 Umzüge geplant - wegen der tiefen Wirtschaftskrise wurden aber über 20 Umzüge aus finanziellen Gründen abgesagt. Das Sambodromo, wo vor über 80.000 Zuschauern die Parade der Sambaschulen stattfindet, wurde im Vorfeld mit Chemikalien desinfiziert, um die Feiernden vor dem Zika-Virus zu schützen, das durch die Moskitoart Aedes aegypti übertragen wird.

Eine Million Touristen erwartet

Die Ausrichterstadt der Olympischen Spiele im August rechnet trotz Zika mit rund einer Million Touristen, die Hotels seien zu 85 Prozent ausgebucht. Es werden Umsätzen von schätzungsweise drei Milliarden Real (680 Mio. Euro) erwartet.

Und auch wenn einiges etwas kleiner ausfallen wird, weniger Tänzer auf die Straße geschickt werden und beim Stoff der Kostüme zum Teil auf billigeres Material gesetzt werden musste - bei einem wird nicht gespart: 25.500 Chemieklos will die Stadt aufstellen, damit das Wildpinkeln eingedämmt wird.

Nach dem Karneval sollen allein im Bundesstaat Rio de Janeiro am 13. Februar 71.000 Soldaten im Einsatz sein, um den Bürgern beim Kampf gegen die Moskitos zu helfen und um über Schutzmaßnahmen aufzuklären.