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Ausland

EU-Regierungen und EU-Parlament ringen weiter um Finanzen

Die Finanzplanung für die EU in den Jahren 2014 bis 2020 bleibt zwischen dem Europaparlament und den EU-Regierungen weiter umstritten.

Vertreter beider Seiten vertagten in der Nacht auf heute Verhandlungen über die Ausgaben in Höhe von rund einer Billion Euro. Alle Teilnehmer müssten weiter nachdenken, sagte eine EU-Diplomatin in der Früh in Brüssel. Die Verhandlungen sollen gegen Mittag fortgesetzt werden.

Erhebliche Meinungsunterschiede

Bei den Gesprächen geht es um den mehrjährigen Finanzrahmen (MFF) mit einem Volumen von 997 Milliarden Euro. Ohne Zustimmung des Europaparlaments kann er nicht in Kraft treten. Diplomaten sagten, es habe noch erhebliche Meinungsunterschiede gegeben. Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten im Februar den Finanzrahmen beschlossen.

Bei dem Trilog - bei dem neben Ministerrat und Parlament auch die EU-Kommission vertreten ist - forderten die Europaparlamentarier Zugeständnisse der Regierungen in wichtigen Punkten. Dabei ist die Höhe der Ausgaben, die vom Parlament als zu gering erachtet wird, nicht mehr umstritten.

Obama in Berlin: Rede vor dem Brandenburger Tor

Berlin steht heute ganz im Zeichen des Besuchs von US-Präsident Barack Obama. Mit Spannung wird vor allem seine Rede am Brandenburger Tor am Nachmittag erwartet, fast auf den Tag genau 50 Jahre nach dem legendären Auftritt von US-Präsident John F. Kennedy im damals geteilten Berlin, als er sagte: „Ich bin ein Berliner.“

Bereits gestern landete Obama in Berlin. Die Präsidentenmaschine „Air Force One“ setzte gegen 20.20 Uhr auf dem Flughafen Tegel auf. Obama wurde von Außenminister Guido Westerwelle begrüßt. Das Staatsoberhaupt trifft heute unter anderen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck.

Beim Besuch Obamas dürfte die geplante Freihandelszone zwischen den USA und der Europäischen Union eine große Rolle spielen. Das Treffen mit Merkel wird von der Debatte über das Spähprogramm „Prism“ überschattet, mit dem US-Geheimdienste Zugriff auf Millionen Nutzerdaten der wichtigsten Internetkonzerne haben sollen.

UNO-Sicherheitsrat hält an Mission auf den Golanhöhen fest

Auch nach dem angekündigten Rückzug der österreichischen Truppen hält der UNO-Sicherheitsrat weiter an der Mission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel fest.

Alle 15 Mitglieder des mächtigsten UNO-Gremiums hätten übereingestimmt, dass die UNDOF genannte Mission fortgesetzt und verstärkt werden müsse, sagte der britische UNO-Botschafter und derzeitige Ratsvorsitzende Mark Lyall Grant gestern in New York.

In Kürze würden rund 170 Soldaten aus dem Pazifikstaat Fidschi auf dem Golan eintreffen, um die bereits im März abgezogenen kroatischen Blauhelmsoldaten zu ersetzen, sagte UNO-Botschafter Grant. Fidschi habe zudem angeboten, noch mehr Truppen zu entsenden.

Flüchtlingszahl auf höchstem Stand seit zwei Jahrzehnten

Bewaffnete Konflikte und andere Bedrohungen haben die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten steigen lassen. 2012 seien mehr als 45,2 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR gestern in Genf mit.

Das sei der höchste Stand seit 1994, als der Völkermord in Ruanda und der Zusammenbruch von Jugoslawien die Flüchtlingszahlen in die Höhe schnellen ließen, sagte der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Antonio Guterres.

Fast 23 Millionen Binnenvertriebene

„Wir erleben eine Zunahme neuer Konflikte, und es scheint, dass die alten nicht enden“, fügte Guterres hinzu. Mit 55 Prozent stammten gut die Hälfte der Flüchtlinge aus Konfliktgebieten wie etwa Afghanistan, Somalia, dem Irak und Syrien.

Auch in den afrikanischen Krisenländern Mali, Demokratische Republik Kongo und Sudan wuchs dem UNO-Bericht zufolge die Zahl der Flüchtlinge. Von 45,2 Millionen Betroffenen flüchteten sich demnach 15,4 Millionen ins Ausland, 28,8 Millionen Menschen waren Binnenvertriebene, zudem gab es 937.000 Asylwerber.

Pakistan am meisten betroffen

Die Hauptlast von Flucht und Vertreibung tragen dem Bericht zufolge Entwicklungsländer. Dort leben 87 Prozent der Flüchtlinge weltweit. Pakistan war 2012 als Aufnahmeland mit 1,6 Millionen Flüchtlingen, gefolgt vom Iran (868.000) und Deutschland (590.000) am stärksten betroffen.

Das Land, aus dem die meisten Flüchtlinge stammen, war wie bereits seit mehr als 30 Jahren Afghanistan: Jeder vierte Flüchtlinge stammt aus diesem Land.

Mit 46 Prozent machten Minderjährige fast die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit auf. Dass Kinder zunehmend allein auf der Flucht seien, entwickle sich zu einem „der schwersten humanitären Probleme“, so Guterres. 2012 suchten demnach 21.300 Minderjährige auf eigene Faust Schutz.

Stiller Protest gegen Polizeigewalt in Istanbul

In der Türkei schließen sich immer mehr Menschen dem stillen Protest gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an.

Auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul waren gestern Abend mehrere hundert schweigende Menschen versammelt, wie Augenzeugen berichteten. Sie protestierten gegen die aus ihrer Sicht autoritäre Regierung und die Polizeigewalt der vergangenen Tage.

Am Nachmittag waren es einige Dutzend Menschen gewesen. Ein türkischer Choreograph, der in der Nacht auf gestern als „stehender Mann“ stundenlang auf dem Taksim-Platz verharrte, hatte die neue Protestform initiiert.

Blick auf Atatürk

Die Demonstranten richteten ihren Blick auf das zum Abriss vorgesehene Atatürk-Kulturzentrum und ein daran angebrachtes Porträt des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Eine in Schwarz gekleidete junge Frau hielt in einer Hand eine leere Tränengaspatrone, in der anderen das türkische Strafgesetzbuch.

Andere Demonstranten hatten sich in türkische Flaggen gehüllt. Die Polizei, die in den vergangenen Tagen massiv Tränengas eingesetzt hatte, hielt sich zunächst im Hintergrund. Allerdings standen Wasserwerfer bereit.

Ban besorgt

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich weiter besorgt über das harte Vorgehen der türkischen Regierung gegen die Demonstranten. Er verfolge die Entwicklungen weiter genau und sei sehr traurig über die Toten und Verletzten, die es bei den Zusammenstößen gegeben habe, sagte Ban gestern laut Mitteilung.

Er forderte alle Beteiligten zu größtmöglicher Zurückhaltung und zur Aufnahme eines konstruktiven Dialogs auf, um vorhandene Differenzen zu beseitigen und weitere gewalttätige Zusammenstöße zu vermeiden.

Dutzende Festnahmen

Gestern hatte die Polizei mindestens 85 Regierungsgegner festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, in die Proteste gegen die Regierung verwickelt und für Gewalt gegen Polizisten verantwortlich zu sein, hieß es in Medienberichten.

Raketenalarm in israelischer Stadt Aschkelon

In der israelischen Küstenstadt Aschkelon ist heute Früh Raketenalarm ausgelöst worden. Israelische Medien berichteten, militante Palästinenser hätten drei Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert.

Eine israelische Armeesprecherin sagte in Tel Aviv, es habe weder Sachschaden noch Verletzte gegeben. Man suche noch nach Überresten der Geschoße.

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Raketen versehentlich im Gazastreifen selbst einschlugen. Seit einer Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas im November war es nur noch sporadisch zu Raketenangriffen gekommen.

Inland

WIFO-Chef Aiginger fordert Verwaltungsreform

Die Nationalratswahl naht. Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Karl Aiginger, sieht die Gefahr, dass „Wahlgeschenke“ nach der Wahl mit Steuererhöhungen bezahlt werden müssen. Er fordert eine Verwaltungsreform nach dem Motto „Zuerst sparen, dann ausgeben“.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Regierung verspricht mehr Geld für Familien

Die Regierung verspricht mehr Geld für Familien, was allerdings erst nach der Nationalratswahl, so es denn wieder zu einer rot-schwarzen Koalition kommt, schlagend werden soll. Die Umsetzung vor der Wahl gehe sich nicht mehr aus, so Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gestern nach dem Ministerrat.

Insgesamt sollen in vier Jahren 1,2 Milliarden Euro in eine nach Alter abgestufte Familienbeihilfe und in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen. Von einem Wahlzuckerl wollen SPÖ und ÖVP allerdings nicht sprechen. Es sei eine lange vorbereitete Einigung, so Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Mehr dazu in „Grundsatzeinigung“ beschlossen

OeNB-Skandal: Vizechef nach Anklage suspendiert

Der gestern einberufene außerordentliche Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hat die sofortige Suspendierung von Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek beschlossen. Nationalbank-Chef Ewald Nowotny übernimmt interimistisch die von Duchatczek geführten Bereiche. Hintergrund ist eine nicht rechtskräftige Anklage gegen Duchatczek wegen dubioser Geschäfte der OeNB-Töchter OeBS und Münze Österreich mit Syrien und Aserbaidschan.

Mehr dazu in Anklage gegen weitere acht Personen

Bundesland Salzburg läutet neue politische Ära ein

Im Bundesland Salzburg wird heute eine neue politische Ära eingeläutet. Der wegen des Finanzskandals vorzeitig neu gewählte Landtag tritt zur konstituierenden Sitzung zusammen und wird die erste Nachkriegsregierung ohne SPÖ-Beteiligung wählen. Die ÖVP unter dem künftigen Landeshauptmann Wilfried Haslauer bildet eine Koalition mit den Grünen - angeführt von der designierten LHStv. Astrid Rössler - und dem Team Stronach (TS) unter dem künftigen Landesrat Hans Mayr.

Volkspartei und Grüne stellen je drei Regierungsmitglieder, das TS ist mit einem Landesrat im Boot. Die drei Parteien haben ein 73 Seiten umfassendes Arbeitsübereinkommen ausverhandelt, das in der Vorwoche von den Parteigremien gutgeheißen und schließlich unterzeichnet wurde.

Zeitung: Stronach wollte NR-Kandidat via TV küren

Das Team Stronach (TS) wollte einen Nationalratssitz via TV-Show vergeben. Wie der Kurier (Mittwoch-Ausgabe) berichtet, hätte die Castingshow „The Candidat“ heißen sollen. Parteichef Frank Stronach selbst sollte einen von drei Publikumslieblingen auf die Bundesliste hieven.

Bei der Show hätte es um „die besten Ideen für unser Land“ gehen sollen. Bürger sollten einer Jury ihre politischen Vorstellungen via Text und Video präsentieren. Konzipierter Höhepunkt: Das Publikum kürt aus den zehn Kandidaten telefonisch die drei aus seiner Sicht geeignetsten Politanwärter. Das letzte Wort hätte Stronach gehabt. Er sollte am 10. August – via Fernsehen – kundtun, wer auf seine Liste für die Nationalratswahl kommt.

Das TS blitzte mit der Idee allerdings bei zwei privaten TV-Anstalten ab. Bei ATV langte sein „Candidat“-Ansuchen Ende vergangener Woche ein, die Antwort lautete: Nein. Eine Sprecherin von Puls4 erklärte: „Bei uns wird es diese Show nicht geben.“ Stronachs Wahlkampfleiter, Ex-ATV-Boss Tillmann Fuchs, bestätigte laut APA, mit TV-Sendern „Gespräche darüber geführt“ zu haben. „Wir haben das aber wieder verworfen.“

Sport

Tennis: Paszek droht bitterer Absturz

Das Jahr 2013 ist für Tamira Paszek weiter zum Vergessen. Auch in Eastbourne - dort, wo sich die Vorarlbergerin im Vorjahr am eigenen Schopf aus der Krise gezogen hatte - setzte es für Paszek einen herben Dämpfer. Die Verletzungsprobleme der 22-Jährigen reißen nicht ab, jetzt droht Paszek in der Weltrangliste ein bitterer Absturz. Eine wieder akut gewordene Beinverletzung lässt auch ihren Antritt in Wimbledon wackeln. Und dort hat Paszek gleich 500 Punkte zu verteidigen.

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Chronik: Alaba stiehlt Bundespräsidenten die Show

Als erster Österreicher hat David Alaba Ende Mai mit Bayern München die Champions League gewonnen. Für seine Freudenfeier auf dem Feld hatte der erst 20-jährige Wiener eine Überraschung parat. Er feierte gehüllt in eine außergewöhnliche Flagge. Die Fahne vereinte die Farben der Philippinen, Nigerias und Österreichs - die Geburtsländer seiner Mutter, seines Vaters und seiner selbst. „Alle drei Länder spielen eine wichtige Rolle in meinem Leben“, sagte er. Doch nirgendwo ist Alaba derzeit so populär wie in Österreich. Das musste gestern auch Bundespräsident Heinz Fischer erfahren.

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Wirtschaft

Vignette wird 2014 teurer

Wie schon in den Jahren zuvor wird der Vignettenpreis auch 2014 an die Inflationsrate angepasst. Die Jahresvignette verteuert sich im kommenden Jahr dadurch um 2,10 Euro auf 82,70 Euro. Das teilte die ASFINAG gestern in einer Aussendung mit.

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Chrysler ruft nun doch Jeep-Geländewagen zurück

Auf Druck der US-Verkehrssicherheitsbehörde startet Chrysler einen der größten Rückrufe der Vereinigten Staaten. Die Behörde NHTSA hatte von dem Hersteller verlangt, insgesamt 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty unter die Lupe zu nehmen. Die Beamten fürchten, dass der Tank bersten und ein Feuer entstehen könnte, wenn die Geländewagen von hinten gerammt werden. Die NTHSA zählte bis zurück ins Jahr 1996 Dutzende derartige Unfälle mit 51 Todesopfern auf.

„Visuelle Inspektion“

Konzernchef Sergio Marchionne hatte noch vor zwei Wochen einen Rückruf vehement abgelehnt. Die Fiat-Tochterfirma teilte nun gestern mit, die betroffenen Wagen einer „visuellen Inspektion“ zu unterziehen und gegebenenfalls die hintere Struktur zu verstärken, um die bei einem Auffahrunfall auftretenden Kräfte besser in den Griff zu bekommen. Der Hersteller bestand aber weiter darauf, dass „diese Fahrzeuge nicht defekt sind und zu den sichersten ihrer Klasse gehören“. Der Fall habe jedoch Bedenken bei den Kunden geweckt, hieß es.

Tank hinter der Hinterachse

Die fraglichen Autos sind der Jeep Grand Cherokee der Modelljahre 1993 bis 2004 sowie der kleinere Jeep Liberty aus den Jahren 2002 bis 2007. Bei diesen Fahrzeugen sitzt der Tank hinter statt vor der Hinterachse. Durch diese Konstruktion sei der Tank verwundbarer für rückwärtige Crashs, schrieben die Experten der Behörde Anfang Juni in einem Brief an Chrysler. Nach Angaben des Center for Auto Safety gehört der Rückruf zu den 20 größten des Landes.

Niemetz-Übernahme ist besiegelt

Jetzt ist es rechtskräftig: Der insolvente Wiener Schwedenbomben-Hersteller Niemetz wird von der rumänischen Meinl-Tochter Heidi Chocolat übernommen. Das gesamte Geld sei bereits an den Masseverwalter übergeben worden.

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Chronik

Zentrum von Hallstatt vermurt

Die Innenstadt von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut ist gestern Abend vermurt worden. Nach einem Wolkenbruch ist ein Bach über die Ufer getreten, wie es seitens der Feuerwehr Hallstatt gegenüber Ö3 hieß. Ein gewaltiger Wolkenbruch habe um etwa 18.30 Uhr zu Überflutungen geführt und den historischen Marktplatz von Hallstatt verwüstet. Angrenzende Häuser wurden vermurt, 30 Personen in Sicherheit gebracht.

Heftiges Gewitter in Vorarlberg: 30 Feuerwehreinsätze

Unwetter gab es auch in Vorarlberg: Wegen eines heftigen Gewitters mit Hagelschlag musste die Feuerwehr rund 30-mal ausrücken. Nach Informationen der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) gab es wegen Starkwindes auch drei Einsätze auf dem Bodensee.

Das Gewitter zog zwischen 19.00 und 20.00 Uhr über Vorarlberg hinweg. Laut Angaben der RFL galt es in erster Linie überschwemmte Keller und Unterführungen auszupumpen. Zudem mussten Äste von den Straßen geräumt werden. Am gesamten Bodensee bestand am Abend Sturmwarnung, das heißt, die Windböen konnten mehr als 60 km/h erreichen.

NÖ: Kinder versehentlich in Autos eingesperrt

Gleich zweimal an einem Tag ist gestern ein ÖAMTC-Pannenfahrer zu einer „Kinderbefreiungsaktion“ in Niederösterreich ausgerückt. Ein acht Monate altes Mädchen und ein neun Monate alter Bub waren versehentlich in Autos eingesperrt worden.

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Zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in den Dolomiten

Beim Absturz eines französischen Kleinflugzeugs in den Dolomiten sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Der dritte Insasse der Maschine sei schwer verletzt worden, berichteten italienische Medien gestern.

Das Flugzeug sei in Locarno in der Schweiz gestartet und unterwegs zur slowenischen Küstenstadt Portoroz gewesen. Nahe dem See Barcis, rund hundert Kilometer nördlich von Venedig, sei die Maschine abgestürzt.

Nach Angaben der Rettungskräfte wurden die Leichen von zwei Menschen gefunden. Der dritte Insasse des Fliegers sei in der Nähe des Wracks entdeckt und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Maschine war zum Zeitpunkt des Unglücks im Sichtflug unterwegs. Die italienische Luftsicherheitsbehörde nahm Ermittlungen auf.

Munitionsdepot in Russland explodiert - Zahlreiche Verletzte

Bei ungeplanten massiven Detonationen von Granaten in einem Munitionsdepot sind in Russland mindestens 34 Menschen verletzt worden. Mehr als 6.000 Bewohner der Stadt Tschapajewsk hätten ihre Wohnungen teilweise panikartig verlassen, da die Explosionen auch ein nahes Lager mit insgesamt 13 Millionen Artilleriegeschossen gefährdeten. Das meldete die Agentur Interfax gestern aus dem Wolga-Gebiet Samara.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu entsandte Spezialkräfte mit schwerer Technik zum Unfallort. Umherfliegende Bombensplitter behinderten die Löscharbeiten, hieß es.

„Wie im Belagerungszustand“

Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur dpa in Moskau telefonisch von einer Stadt „wie im Belagerungszustand“ mit Mitarbeitern vom Zivilschutz und Sicherheitskräften. „Das ist wie Krieg“, sagte eine 50-jährige Einwohnerin. Nachdem die Detonationen die Scheiben ihrer Wohnung bersten ließen, sei sie zu nahen Verwandten geflohen.

Jetzt mache sich Angst vor Plünderern breit, da viele Häuser leer stünden. Die Bewohner von Tschapajewsk, das zu Sowjetzeiten eine geschlossene Stadt war, beklagen seit langem, dass gefährliche Munition so nahe an Wohnsiedlungen lagert. Experten gehen davon aus, dass der Brand mehrere Tage andauern wird. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Krokodil tötet Schwangere in Indonesien

Ein Krokodil hat eine schwangere Frau in Indonesien angefallen und getötet. Von ihrem dreijährigen Sohn fehlte heute noch jede Spur, wie eine Vertreterin der Lokalbehörde in Lembata in Ostindonesien berichtete.

Die Frau wollte mit ihrem Sohn eine niedrige Holzbrücke über den Fluss Waimea überqueren, als das Tier angriff. Das Krokodil wurde mit der Leiche der Frau im Maul gestern gesichtet. Der Bub blieb verschwunden.

In der Region sind in den vergangenen fünf Jahren mindestens fünf Menschen von Reptilien getötet worden. Im April fraß ein Krokodil eine 75-jährige Frau.

Strontium im Grundwasser bei Fukushima gefunden

Im Grundwasser am beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima I ist ein erhöhtes Niveau des strahlenden Stoffes Strontium gefunden worden.

Das teilte der Kraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power (TEPCO) heute mit. Im Grundwasser nahe dem Turbinengebäude von Reaktor 2 seien Spuren des Isotops Strontium 90 gefunden worden.

Tumore und Leukämie möglich

Strontium 90 gibt eine energiereiche Strahlung ab. Wenn der Stoff in den menschlichen Körper gelangt, können dadurch Zellen in Knochen verändert werden. Knochentumore und Leukämie können die Folge sein.

Das Kraftwerk Fukushima I wurde vor zwei Jahren durch ein Erdbeben und den folgenden Tsunami schwer beschädigt. In drei Reaktoren fand eine Kernschmelze statt. Es war der schwerste Atomunfall seit der Explosion eines Reaktors in Tschernobyl 1986.

Kultur

Hollywood in der „Flopbuster“-Falle

Im Kinosommer schaut es schlecht aus für die Erde: Feindliche Aliens machen sich breit („After Earth“), ein Zombie-Virus greift um sich („World War Z“), und Roland Emmerich jagt wieder einmal etwas in die Luft („White House Down“). Freunde des Action-, Trash- und Superheldenkinos dürfen sich freuen, kaum jemals waren derart viele Großproduktionen am Start wie heuer. Doch nicht alles, was teuer, laut und in Starbesetzung daherkommt, überzeugt das Publikum. Selbst wenn: Viele Filme drohen auch bei großem Andrang zu „Flop-“ statt Blockbustern zu werden.

Mehr dazu in Große Auswahl für Actionfans

Ehrungen für Dornhelm und Resetarits

Der Regisseur Robert Dornhelm ist gestern im Wiener Rathaus mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet worden. Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erhielt Willi Resetarits.

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IT

Facebook meldet mehr als eine Million Werbekunden

Das Onlinenetzwerk Facebook hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als eine Million Werbekunden. Er wolle den „über eine Million Unternehmen“ danken, die bei Facebook als Werbekunden aktiv seien, schrieb Marketingmanager Dan Levy gestern in einem Blog.

Facebook hat nach Angaben von Ende März mittlerweile 1,11 Milliarden aktive Nutzer weltweit. Es wird aber immer wieder bezweifelt, ob das Soziale Netzwerk aus seinen Nutzerzahlen auch finanziellen Profit ziehen kann. Das ist ein Grund, warum der Börsengang von Facebook im vergangenen Jahr zum Debakel geriet.

Aktienkurs erholt sich

War der Ausgabepreis der Aktie bei 38 Dollar (28,41 Euro) gelegen, rutschte der Preis bis September auf 17,73 Dollar ab. Inzwischen hat sich die Aktie etwas erholt, gestern wurde sie zum Handelsschluss an der New Yorker Börse mit 24,21 Dollar gehandelt.

Im ersten Quartal 2013 betrugen die Werbeeinnahmen von Facebook laut Angaben von Anfang Mai 1,25 Milliarden Dollar (935 Mio. Euro). Sie machten damit 86 Prozent des Gesamtumsatzes des US-Unternehmens aus. Facebook hatte im vergangenen Jahr seine Anstrengungen zur Gewinnung von Werbekunden, insbesondere bei mobilen Angeboten, deutlich verstärkt.

Radikaler Wandel bei Adobe drückt Quartalszahlen

Der radikale Umbruch des Geschäftsmodells beim Softwareanbieter Adobe belastet weiter deutlich die Zahlen des Photoshop-Entwicklers.

In dem Ende Mai abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 1,01 Milliarden Dollar (760 Mio. Euro). Der Gewinn sackte um fast zwei Drittel auf 76,5 Millionen Dollar ab, wie das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss mitteilte.

Abo statt Verkauf

Adobe befindet sich im Umbruch: Die Kreativprogramme wie Photoshop werden künftig nur noch im Abomodell statt als Verkaufsversionen weiterentwickelt. Damit will sich Adobe einen stabilen Erlösfluss ohne die bisherigen Schwankungen durch Produktzyklen sichern.

Vier Millionen Abonnenten angepeilt

Der Umbau begann vor über einem Jahr mit dem Start der Aboversionen unter der Marke Creative Cloud. Zuletzt gewann der Wandel deutlich an Schwung: Die Zahl der Abokunden stieg im vergangenen Quartal um 221.000 auf rund 700.000. Die Börsianer würdigten die Dynamik mit einem nachbörslichen Kursplus von gut vier Prozent.

Adobe hatte bereits wiederholt gewarnt, dass die hohen Kosten in der Umbauphase zunächst einmal die Gewinne drücken werden. Bis Herbst 2015 will Adobe vier Millionen Abokunden haben.

Google will Zahlen zu US-Datenabfragen veröffentlichen

In der Affäre um das US-Spähprogramm „Prism“ hat der Internetkonzern Google offiziell um Erlaubnis für die Veröffentlichung von genaueren Angaben zu Datenabfragen der Geheimdienste gebeten.

Ein Google-Sprecher sagte gestern, das Unternehmen habe einen entsprechenden Antrag bei dem Spezialgericht in Washington gestellt, das für die Aufsicht der geheimdienstlichen Überwachung elektronischer Kommunikation zuständig ist. Der Konzern berief sich dabei auf den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Redefreiheit schützt.

Google weist den Angaben zufolge bereits die Gesamtzahl der Abfragen von Justiz- und Sicherheitsbehörden aus. Doch eine detaillierte Aufstellung, die nur die geheimdienstlichen Auskünfte erfasst, sei bisher verboten.

Huawei präsentiert vermutlich dünnstes Handy der Welt

Der chinesische Elektronikkonzern Huawei hat nach eigenen Angaben das dünnste Handy der Welt entwickelt. Das lediglich 6,18 Millimeter dicke und 120 Gramm leichte Mobiltelefon Ascend P6 mit zwei Kameras wurde gestern in London vor Wirtschaftsvertretern und Journalisten präsentiert.

Huawei hofft, damit in Wettbewerb zu den Branchenriesen Apple und Samsung treten zu können. Hinter dem neuen Smartphone steht nach Firmenangaben das Motto „Eleganz mit dem gewissen Etwas“.

Ab Ende Juli wird das Ascend P6 in 19 Ländern zu kaufen sein, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und China. Später soll es in mehr als hundert Ländern angeboten werden. Marktanteile abjagen will Huawei seinen Konkurrenten auch über den Preis des Smartphones, für das eine unverbindliche Preisempfehlung von 449 Euro gilt.

Science

Archäologen entdecken vergessene Maya-Stadt in Mexiko

Internationale Archäologen haben im Osten Mexikos eine vergessene Maya-Stadt entdeckt. Die antike Stätte im Bundesstaat Campeche sei jahrzehntelang im Wald unentdeckt geblieben, teilte Mexikos Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) gestern(Ortszeit) mit.

Vor zwei Wochen habe eine Wissenschaftlergruppe die Maya-Stadt jedoch entdeckt und Chactun getauft, was in der Maya-Sprache „roter Stein“ und auch „großer Stein“ bedeutet. Vor 1.400 Jahren sei die Stadt Entscheidungszentrum einer großen Region gewesen.

Bauwerke bis zu 23 Meter hoch

Die Forschungsmission war von der National Geographic Society der USA sowie von dem österreichischen Unternehmen Villas und der slowenischen Firma Ars longa finanziert worden. Die Maya-Stadt ist den Angaben zufolge 22 Hektar groß und hatte ihre Blütezeit von etwa 600 bis 900 nach Christus.

In der Stadt finden sich viele pyramidenförmige und palastartige Bauwerke von bis zu 23 Meter Höhe. Auch Wohnhäuser, Höfe, Plätze und Fußballfelder gehören zu der Anlage.

Die Stelen und Altäre von Chactun, von denen einige noch mit Stuck geschmückt seien, spiegelten am besten „den Glanz der Stadt“ wider, hieß es in der Mitteilung weiter. Der Archäologe Ivan Sprajc vom Forschungszentrum der Slowenischen Akademie für Wissenschaften und Kunst, der die Mission leitete, sagte, es handle sich mit Sicherheit um eine der größten Maya-Stätten der Region.

Leute

Katy Perry: Laufpass von Russell Brand per SMS

US-Sängerin Katy Perry (28) ist von dem britischen Komiker Russell Brand (38) seit einem knappen Jahr geschieden. Wie Perry jetzt in einem Interview des Modemagazins „Vogue“ (US-Juli-Ausgabe) offenbarte, wurde sie im Dezember 2011 von Brand via SMS über das Ende ihrer Ehe informiert.

Er habe ihr per SMS eröffnet, dass er sich scheiden lassen werde. Seitdem habe sie nichts mehr von ihm gehört, so Perry. Nach nur 14 Monaten Ehe gab das Paar damals seine Trennung bekannt. Im Juli 2012 wurde die Scheidung amtlich.

Problem mit starker Frau?

Perry räumte ein, dass sie während der kurzen Ehe sehr viel auf Tour war. Sie habe sich aber bemüht, ihren Mann so oft wie möglich zu sehen. „Er ist ein sehr kluger Mann, und ich war in ihn verliebt, als wir heirateten“, sagte die Erfolgsmusikerin („I Kissed a Girl“). Er habe Probleme gehabt, mit einer starken Frau zusammen zu sein, glaubt die Sängerin. Zudem gab es weitere Gründe für die Trennung, die sie aber nicht enthüllen wollte.

Der 68er Dieter Haspel wird 70

Der Regisseur Dieter Haspel feiert heute seinen 70. Geburtstag. Der in Gloggnitz (Niederösterreich) Geborene war 45 Jahre lang in der Wiener Theaterszene präsent und leitete von 1982 bis 2009 das Ensembletheater in Wien.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at