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Ausland

Bericht: US-Mitspracherecht bei neuen EU-Gesetzen

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA sieht laut einem Bericht ein Mitspracherecht der USA bei der Ausarbeitung von EU-Gesetzen vor. Die EU, die Mitgliedsstaaten und einzelne Regionen sollen wichtige Gesetze und Standards im Voraus mit den USA abstimmen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“, Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf ein internes Verhandlungspapier der EU-Kommission.

Mindestens einmal im Jahr sollten beide Seiten eine Liste der - auf zentraler und nicht zentraler Ebene - geplanten Gesetzesvorhaben offenlegen. Dieses „Frühwarnsystem“ soll den Angaben zufolge Zuschnitt und Ziele der geplanten Gesetze nennen sowie einen Zeitplan. Außerdem sollten die erwarteten Folgen für den transatlantischen Handel und Investitionen enthalten sein.

Auf dieser Basis sollen laut „FAZ“ die Handelspartner ihrer Ansicht nach bedenkliche Gesetzesvorhaben oder geplante Standards identifizieren und bei der vorgesehenen zentralen Anlaufstelle der Gegenseite Beratungen darüber beantragen können.

Keine Einschränkungen vorgesehen

Der Gesetzgebungsspielraum der Staaten solle durch die Beratungen weder inhaltlich noch zeitlich eingeschränkt werden, heißt es in dem der Zeitung vorliegenden Text weiter. Wenn sich ein Partner am Ende der Beratungen entschließe, die Bedenken des anderen nicht zu berücksichtigen und das Gesetz oder den Standard dennoch zu verabschieden, solle er das ohne Einschränkungen tun können.

Über das geplante Freihandelsabkommen wird seit Juli 2013 verhandelt. Die Befürworter erhoffen sich von einer Freihandelszone einen enormen Schub für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks, indem Zölle und andere Handelshemmnisse abgebaut werden. Kritiker in Europa befürchten jedoch eine Erosion von Standards bei Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

OSZE zieht ernüchternde Bilanz der Ukraine-Mission

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat eine ernüchternde Bilanz ihres Einsatzes im ostukrainischen Bürgerkriegsgebiet gezogen. „Es ist schon fast eine Blauhelmmission, die wir dort übernommen haben - ohne dass wir dafür ausgerüstet wären“, sagte OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier der deutschen „Welt“ (Dienstag-Ausgabe).

In der Region toben heftige Kämpfe zwischen ukrainischen Einheiten und prorussischen Separatisten. Zannier warf den Rebellen eine Blockade vor. Sie erlaubten keine Ausdehnung der Mission an die russische Grenze. Stattdessen ließen sie die OSZE-Beobachter „oft nur dorthin, wo sie uns haben möchten“, sagte Zannier. „Damit riskieren wir, dass unsere Mission als Propagandainstrument missbraucht wird.“

EU-Finanzminister beraten über neue Milliardenhilfen

Die EU-Finanzminister beraten heute in Brüssel über neue Milliardenhilfen für die pleitebedrohte Ukraine. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, der Regierung in Kiew weitere 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Thema ist der Kampf gegen die Terrorfinanzierung. Dabei soll es um Wege gehen, die Geldquellen von Terrorgruppen wie dem Islamischen Staat (IS) auszutrocknen. Die Ressortchefs werden zudem über den Plan von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zur Ankurbelung von Investitionen sprechen.

Nach Nisman-Tod: Kirchner will Geheimdienst auflösen

Nach dem mysteriösen Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman will Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner den Geheimdienst des Landes auflösen.

Dieser solle durch eine neue föderale Behörde ersetzt werden, deren Chef von ihr persönlich bestimmt werde, sagte Kirchner gestern (Ortszeit) in einer Fernsehansprache. Der Tod ihres Kritikers Nisman hat Kirchner in arge Bedrängnis gebracht. Die Präsidentin geht von einem Komplott gegen sie aus.

Staatsanwalt tot aufgefunden

Nisman war vor gut einer Woche tot in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden worden, wenige Stunden vor einer geplanten brisanten Anhörung im Parlament. Darin wollte der Staatsanwalt Präsidentin Kirchner vorwerfen, iranische Regierungsangehörige nach einem tödlichen Anschlag auf eine jüdische Wohlfahrtsorganisation 1994 vor der Strafverfolgung zu schützen.

Die genauen Umstände des Todes sind bisher nicht geklärt. Erste Autopsieergebnisse deuteten nach Angaben der Behörden auf Selbstmord hin. Allerdings wurde zwar neben Nisman die mutmaßliche Waffe gefunden, an seinen Händen waren aber keine Schmauchspuren. Viele Argentinier und auch die Opposition glauben deshalb, dass Nisman im Auftrag der Regierung ermordet wurde, weil diese seinen geplanten Parlamentsauftritt fürchtete.

Kirchner geht von Verbrechen aus

Auch Kirchner sagte am Donnerstag, dass sie von einem Verbrechen ausgehe. Allerdings mutmaßte die Präsidentin, der 51-Jährige sei ermordet worden, um ihr im Anschluss einen Vertuschungsskandal vorwerfen zu können. Beweise für ihre Theorie legte sie nicht vor, auch nannte sie keine konkreten Verdächtigen.

Aus ihrem Umfeld wurde aber auf frühere Geheimdienstmitarbeiter verwiesen, die sich womöglich für ihre kürzliche Entlassung rächen wollten. Kirchner hatte im Dezember die damalige Spitze des Geheimdienstes abgelöst, was ein Erdbeben in Sicherheitskreisen auslöste.

Nun will Kirchner nach eigenen Angaben eine neue Behörde schaffen. Deren Chef solle vom Staatschef bestimmt werden, der Senat solle aber zustimmen müssen, kündigte sie in ihrer Fernsehansprache an. Die notwendigen Gesetze wolle sie so schnell wie möglich ins Parlament einbringen.

Fidel Castro gibt Annäherung an USA seinen Segen

Kubas jahrzehntelanger Anführer Fidel Castro hat der Annäherung des kommunistischen Staates an die USA seinen Segen gegeben. Erstmals seit Verkündung des Tauwetters zwischen Havanna und Washington Mitte Dezember meldete sich Castro dazu in einer am Montagabend (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung zu Wort.

Er traue den USA weiterhin nicht, aber er lehne eine friedliche Annäherung mit den USA dennoch nicht ab, schrieb der frühere Machthaber, dessen Wort in Kuba weiterhin großes Gewicht besitzt.

„Jede friedliche oder ausgehandelte Lösung für die Probleme zwischen den Vereinigten Staaten und den Völkern oder eines Volkes in Lateinamerika, die nicht auf Gewaltanwendung aufbaut, sollte nach internationalen Normen und Prinzipien behandelt werden“, heißt es in dem im Staatsfernsehen verlesenen Schreiben Castros. „Wir werden immer die Kooperation und Freundschaft der Völker der Welt verteidigen, auch die mit unseren politischen Gegner.“

Zuletzt hatte es wegen des Schweigens Castros Spekulationen über den Gesundheitszustand des 88-Jährigen gegeben. Nach längerer Zeit ohne Äußerung oder öffentlichen Auftritt berichteten Kubas Medien zuletzt jedoch am 12. Jänner von einem Brief Castros.

Konfrontationen in Jerusalem nach Festnahme eines Buben

Bei Unruhen im arabischen Teil Jerusalems ist gestern eine Polizistin verletzt worden. Dutzende junge Palästinenser hätten Sicherheitskräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen, berichteten israelische Medien. Auslöser der Konfrontationen war nach Angaben der Zeitung „Haaretz“ die vorübergehende Festnahme eines zehnjährigen Palästinensers durch verdeckt agierende Polizisten.

Das Kind sei verdächtigt worden, Steine auf die Straßenbahn geworfen zu haben. Nach der Festnahme seien Einwohner des Viertels Schoafat von einer Entführung des Buben durch radikale Juden ausgegangen. Im vergangenen Sommer war dort ein palästinensischer Teenager entführt und bei lebendigem Leib verbrannt worden.

In den vergangenen Wochen herrschte in Jerusalem relative Ruhe. Zum Jahresende war es nach einem Streit über die Nutzung des Tempelbergs immer wieder zu Unruhen und zu einer Serie von Anschlägen gekommen.

Inland

Abdullah-Zentrum: Bericht fordert Reform

Der Evaluierungsbericht des Außeninisteriums über das umstrittene, von Saudi-Arabien finanzierte Abdullah-Zentrum für Interreligiösen Dialog in Wien ist fertig.

Das berichtete heute Früh das Ö1-Morgenjournal. Vor allem wegen der fehlenden Distanzierung von der Auspeitschung des saudischen Bloggers Raif Badawi in seiner Heimat war das Zentrum zuletzt heftig unter Beschuss geraten.

Das Außenministerium, auf dessen Initiative hin das Zentrum in Österreich angesiedelt wurde, kommt in dem Bericht nun zum Schluss, dass eine „tiefgreifende Reform unerlässlich“ sei. Eine sofortige Schließung könnte Nachteile für Österreich bringen, warnt der Bericht

Mehr dazu in oe1.ORF.at.

Mehrere Aktivitäten seien vom Zentrum gestartet worden, aber nur wenige Projekte seien einem breiteren Publikum zugänglich gemacht worden. Kritisiert wird in dem Bericht vor allem, dass es dem Zentrum nicht möglich gewesen sei, konkrete Menschenrechtsverletzungen aufzuzeigen.

Ministerium für bilaterale Verhandlungen

Das Ministerium spricht sich daher für Verhandlungen mit den Vertragspartnern Saudi-Arabien und Spanien aus, um hier Änderungen zu erreichen.

Gewarnt wird in dem Bericht ausdrücklich vor einem erzwungenen Abzug - eine Möglichkeit, die aber auch SPÖ-Kanzler Werner Faymann, der sich zuletzt an die Spitze der Kritiker gestellt hatte, bereits ausgeschlossen hat. Das wäre laut dem Bericht nur unter Missachtung völkerrechtlicher Verträge möglich und drohe die bilateralen Beziehungen ebenso zu belasten wie den Ruf Wiens als verlässlichen Sitz für internationale Organisationen. Konkret wird etwa vor einem möglichen Abzug der OPEC aus Wien gewarnt.

Justizministerium wird reorganisiert - Strafvollzug wird Sektion

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) plant eine Reorganisation seines Ministeriums. Die Präsidial- soll mit der Personalsektion zusammengelegt werden und der Strafvollzug wieder unter das Dach einer eigenen Sektion kommen. Das berichtet die Tageszeitung „Der Standard“ gestern vorab.

Keine zusätzliche Sektion erlaubt

Derzeit ist eine Arbeitsgruppe mit der Evaluierung und Umsetzung dieser Idee beschäftigt. Der Strafvollzug wird bereits per 1. Juli 2015 wieder ins Ministerium zurückgeholt. Da es aber gemäß der Sparvorgaben aus dem Bundeskanzleramt keine zusätzliche Sektion geben darf, wird fusioniert. „Im Sinne der Effizienzsteigerung und Verwaltungsvereinfachung“, sagte Sprecherin Katharina Holzinger.

Das Ministerium hat vier Sektionen: die Präsidialsektion, je eine Sektion für Zivilrecht, Personal und Strafvollzug und Strafrecht sowie die direkt dem Minister unterstehende Stabsstelle für europäische und internationale Justizangelegenheiten. Der Strafvollzug, der bisher in einer Abteilung betreut wurde, wird künftig wieder eine eigene Sektion bekommen.

Sport

Radsport: Armstrong würde wieder dopen

Der gefallene Radsuperstar Lance Armstrong hat in einem BBC-Interview mit einer klaren Ansage aufhorchen lassen. Der Dopingsünder, dem alle sieben Titel bei der Tour de France aberkannt wurden, würde unter gleichen Umständen wie 1995 wieder zu verbotenen Mitteln greifen.

„Ich würde es wahrscheinlich wieder tun“, weil damals „Doping allgegenwärtig war“, sagte der 43-Jährige. Wenn Armstrong aktuell aktiv wäre, würde er es aber nicht machen, „weil ich es nicht müsste“. An den Folgen seines Dopinggeständnisses hat der US-Amerikaner immer noch zu knabbern.

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Handball: ÖHB blickt optimistisch in die Zukunft

Das ÖHB-Team hat sich mit dem Aus im Achtelfinale erhobenen Hauptes von der Handball-WM in Katar verabschiedet. „Wir haben nachgewiesen, dass wir zu den besten 16 der Welt gehören“, sagte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner.

Teamchef Patrekur Johannesson beteuerte in Doha, dass er „stolz“ auf seine Mannschaft ist. Nun gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und neue Ziele in Angriff zu nehmen. Der ÖHB blickt dabei trotz des baldigen Karriereendes zweier Leistungsträger optimistisch in die Zukunft.

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Wirtschaft

China will 2015 zehn Millionen Jobs schaffen

China will trotz des langsameren Wirtschaftswachstums in diesem Jahr mindestens zehn Millionen neue Stellen schaffen. Stresstests zufolge bestehe die Möglichkeit einer hohen Arbeitslosigkeit, sagte Ministerpräsident Li Keqiang laut einem Bericht der Zeitung „China Daily“ (Dienstag-Ausgabe).

Das könne zu sozialer Instabilität führen, sollte die Konjunktur sich zu schnell abkühlen, sagte Li dem Bericht zufolge gestern bei einem Treffen mit Unternehmern und Wirtschaftsexperten.

Im vergangenen Jahr wurden in China 13 Millionen neue Jobs geschaffen. Zugleich wuchs die Wirtschaft 2014 wegen schwächelnder Exporte und eines abflauenden Immobilienbooms so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr. Eine niedrige Arbeitslosenquote hat für die Führung in Peking oberste Priorität, denn sie ist eine wesentliche Bedingung für die innere Stabilität der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Chinas Industrie steht unter Druck

Die chinesische Regierung räumte ein, dass die Industrie in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt unter Druck steht. Die Weltwirtschaft stehe vor zahlreichen Unsicherheiten, sagte der stellvertretende Industrieminister Mao Weiming. Ihre Erholung sei fragil. China könne das relativ rasche Wachstum der Industrie 2015 aufrechterhalten, sagte der Vizeminister. Angepeilt sei ein Plus von acht Prozent.

Es laste aber in der „neuen normalen Wirtschaft“ Druck auf der chinesischen Industrie. So gebe es unangemessene Strukturen und eine zu schwache Innovationsleistung. Die Industrie ist in China traditionell der wichtigste Treiber für die Wirtschaft.

Microsoft-Gewinn sinkt durch Sparkosten

Der Softwareriese Microsoft hat im Weihnachtsquartal wegen der Kosten des laufenden Sparprogramms schlechter verdient. Der Gewinn sank im Jahresvergleich um 10,7 Prozent auf 5,86 Milliarden Dollar, wie der Windows-Konzern nach US-Börsenschluss gestern mitteilte.

Microsoft baut gerade unter anderem rund 18.000 Stellen nach der Übernahme des Handygeschäfts von Nokia ab. Das geht zunächst ins Geld, bevor der Effekt der Sparmaßnahmen einsetzt. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel gut drei Prozent.

Der Umsatz in dem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal legte um knapp acht Prozent auf fast 26,5 Milliarden Dollar zu. Dafür sorgte unter anderem das wachsende Geschäft mit Cloud-Diensten im Internet.

Energiekonzern BP friert wegen Ölpreisverfalls Löhne ein

Der britische Energiekonzern BP verstärkt wegen des Ölpreisverfalls die Sparanstrengungen. BP-Chef Bob Dudley teilte den Mitarbeitern gestern in einem internen Schreiben mit, der Konzern friere aufgrund der sich verschärfenden Bedingungen die Gehälter 2015 ein. BP hat bereits in allen Sparten Stellen abgebaut.

Im Dezember hatte BP angekündigt, dass im Rahmen der Restrukturierung eine Belastung von rund einer Milliarde Dollar anfallen werde. Der größte Teil entfalle dabei auf die Streichung von Arbeitsplätzen sowohl bei der Ölförderung als auch bei Raffinerien, Handel und Verwaltung.

Der Ölpreisverfall zwingt immer mehr Größen der internationalen Energiebranche zu tiefen Einschnitten. Die Ölfirmen haben damit zu kämpfen, dass sich das Rohöl seit Mitte 2014 um fast 60 Prozent verbilligt hat. Grund ist ein internationales Überangebot, zu dem die nur zögerliche Erholung der Weltwirtschaft und der US-Schiefergasboom maßgeblich beigetragen haben.

Chronik

Drohne vor Weißem Haus von Regierungsmitarbeiter

Die kleine Drohne, die auf den Rasen des Weißen Hauses in Washington gestürzt ist, gehört einem Regierungsangestellten. Der Mann habe sich bei den Behörden gemeldet, berichtete die Zeitung „USA Today“ unter Berufung auf den Secret Service. Er gab an, in der Nacht auf gestern die Kontrolle über den kleinen Hubschrauber verloren zu haben.

Der Mann, der nicht im Weißen Haus arbeitet, kooperiere bei der Aufklärung des Vorfalls, hieß es weiter. Die Untersuchung werde fortgesetzt. Drohnen dieser Art sind in Geschäften schon ab 100 Dollar zu kaufen. In letzter Zeit hatte es wiederholt Sicherheitspannen im Weißen Haus gegeben.

Auto krachte gegen Zug: Nordbahn unterbrochen

Auf der Nordbahn ist derzeit der Zugsverkehr eingestellt. Ein Auto rutschte heute Früh auf den Bahnübergang in Deutsch Wagram (Niederösterreich), ein herannahender Zug erfasste den Wagen. Verletzt wurde niemand.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Lenker verstarb nach Kollision mit Zug

Der 85-jähriger Mann, der gestern Vormittag in Mönchhof (Burgenland) mit seinem Pkw gegen einen Zug geprallt war, ist auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Der Autolenker wurde bei dem Unfall im Auto eingeklemmt.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Zehn Tote in Spanien: Kampfjet stürzt auf Luftwaffenstützpunkt

Bei einem dramatischen Zwischenfall auf einem Luftwaffenstützpunkt in Spanien sind gestern zehn Menschen ums Leben gekommen. Ein griechisches Kampfflugzeug stürzte bei einem NATO-Übungsflug nach dem Start auf eine Parkfläche, auf der andere Maschinen abgestellt waren. Bei acht der Todesopfer soll es sich um Franzosen handeln. Mehrere Menschen wurden zudem verletzt. Es kam zu Explosionen, eine dunkle Rauchsäule stieg auf.

Mehr dazu in Acht Franzosen, zwei Griechen tot

Song Contest

IT

Facebook und Instagram kurzzeitig ausgefallen

Facebook und der Fotodienst Instagram sind heute in vielen Weltregionen für rund 45 Minuten komplett ausgefallen. Die Website des weltgrößten Sozialen Netzwerks ließ sich nicht aufrufen, die Apps funktionierten nicht.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Facebook-Ausfälle gegeben, die zum Teil einige Stunden dauerten. Gründe für den Ausfall wurden von den Anbietern zunächst nicht genannt.

Facebook und die ebenfalls zum Konzern gehörende Instagram-Plattform entschuldigten sich. Bei Twitter wurde auch über Probleme bei den Chatdiensten AIM und HipChat sowie der Partnersuch-App Tinder berichtet.

Die Hackergruppe Lizard Squad versuchte, den Eindruck zu erwecken, dass sie mit dem Ausfall zu tun habe: In einem Tweet wurden die Namen der fünf Dienste aufgelistet. Hackergruppen hatten allerdings schon häufiger behauptet, hinter Ausfällen zu stehen, die dann auf gewöhnliche technische Probleme zurückgeführt wurden.

Science

Boeing soll für NASA Astronauten zur ISS bringen

Der US-Konzern Boeing soll als erstes Privatunternehmen im Auftrag der Raumfahrtbehörde NASA Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) befördern. Der erste Testflug sei für Juli 2017 geplant, teilte die NASA gestern mit. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ein bemannter Raumflug von Boeings Wettbewerber SpaceX folgen.

Die NASA hatte die beiden Unternehmen im vergangenen September ausgewählt, eine neue Generation von Raumfähren für die Reise zur ISS zu entwickeln. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,8 Milliarden Dollar (gut sechs Mrd. Euro).

Boeing erhält mit 4,2 Milliarden Dollar den Löwenanteil, SpaceX muss sich mit 2,6 Milliarden Dollar zufriedengeben. Die NASA ist seit dem Ende ihres Shuttle-Programms im Sommer 2011 bei Flügen ihrer Astronauten zur ISS auf russische „Sojus“-Kapseln angewiesen.

Abhängigkeit von Russland beenden

In Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft will die US-Raumfahrtbehörde diese Abhängigkeit in den kommenden zwei, drei Jahren beenden. Der Luft- und Raumfahrtriese Boeing plant eine eichelförmige Raumkapsel mit dem Namen CST-100. Den ersten Testflug im Juli 2017 sollen ein Boeing-Pilot und ein US-Astronaut absolvieren. Ab Dezember 2017 seien dann reguläre Missionen geplant, sagte Boeing-Manager John Elbon.

Die vergleichsweise kleine und junge Firma SpaceX des Unternehmers Elon Musk führt im Auftrag der NASA bereits seit 2012 mit ihrem Raumtransporter „Dragon“ Versorgungsflüge zur ISS aus. Für die Beförderung von Astronauten entwickelt SpaceX derzeit eine neue Version des „Dragon“.

Gesundheit

D: Weiterer mit multiresistentem Keim Infizierter gestorben

Im Universitätsklinikum Kiel ist ein weiterer Patient gestorben, der auch den gefährlichen multiresistenten Erreger hatte. Damit erhöhte sich die Zahl der verstorbenen Patienten, die zusätzlich zu ihren teils schweren Erkrankungen auch das Bakterium Acinetobacter baumannii trugen, auf zwölf.

Insgesamt wurden an der Klinik nun 31 Patienten positiv auf das gegen fast alle Antibiotika resistente Bakterium getestet, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Jens Scholz, gestern in Kiel.

Religion

Ägyptens Großmufti spricht IS religiösen Anspruch ab

Ägyptens Großmufti Scheich Schauki Allam hat den Anspruch der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bestritten, gemäß den Geboten des Islam zu handeln. Der IS sei „weder ein Staat noch ist er durch den Islam gerechtfertigt“, sagte der oberste islamische Geistliche Ägyptens gestern bei eine Veranstaltung in Singapur. Die Errichtung eines islamischen Staats müsse bis zu den Wurzeln reichen.

Der Begriff Islamischer Staat sollte nicht im Zusammenhang mit der IS-Miliz benutzt werden, sagte Scheich Allam weiter.

Missbrauch des Islam

Die Miliz hatte im Sommer weite Gebiete im Irak und Syrien in ihre Gewalt gebracht und verfolgt seither brutal religiöse Minderheiten und Andersdenkende. Scheich Allam betonte, die IS-Kämpfer missbrauchten den Islam. „Die wichtigste Absicht Allahs war gewiss nicht Zerstörung, Tötung und Krieg“, sagte der Großmufti. „Was wir suchen, ist Stabilität. Wenn diese Leute allein Zerstörung verbreiten und dabei sagen, im Namen des Islam zu handeln, ist das gewiss nicht, worum es im Islam geht.“

Kultur

„Mission: Impossible 5“ kommt früher in die Kinos

Fans von „Mission: Impossible“ müssen sich nicht mehr bis Weihnachten gedulden. Das zunächst für Ende Dezember geplante Kinodebüt des fünften Teils der Agentenreihe mit Tom Cruise in der Hauptrolle soll in den USA schon im kommenden Juli erfolgen.

Wie das Branchenblatt „Variety“ gestern berichtete, verlegte das Studio Paramount den US-Start fünf Monate vor. Durch den früheren Start geht der Film den großen Winterkonkurrenten aus dem Weg. Im November kommt der neue Bond-Film „Spectre“ in die Kinos, im Dezember folgt „Star Wars: Das Erwachen der Macht“.

Cruise (52) in der Rolle des Agenten Ethan Hunt hatte im vorigen August in Wien unter der Regie von Christopher McQuarrie („Jack Reacher“) die Dreharbeiten aufgenommen. An seiner Seite spielen Jeremy Renner, Simon Pegg und Rebecca Ferguson.

Leute

EAV-Sänger: Zoff mit Gabalier-Fans war Missverständnis

Klaus Eberhartinger, Sänger der Pop-Gruppe Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV), ist überrascht über die Reaktionen von Gabalier-Fans auf das Lied „Lederhosen-Zombies“. „Wir wurden massiv angegriffen“, sagte der 64 Jahre alte Eberhartinger gegenüber der dpa.

Anhänger des Sängers Andreas Gabalier, der seine Auftritte in Lederhosen absolviert, fühlten sich und ihr Idol kritisiert und reagierten teils heftig. „Vor allen im Internet kamen auch Beschimpfungen aus der rechten Ecke. Das erinnert mich an eine Zeit, in der Tracht und Volksmusik vereinnahmt wurden von einer Ideologie, in der ‚Intoleranz‘ drübersteht.“

Mit dem Lied vom neuen Album „Werwolf-Attacke“, das am 30. Jänner erscheint, habe die EAV weder Gabalier noch dessen Fans noch die Tracht an sich angreifen wollen. Es gehe in dem Song vielmehr um den alpenländischen Ballermann, der immer mehr um sich greife. „Darum, dass auf Volksfesten wie der Wiesn in Schickimicki-Zelten champagnerisiert und gelagemäßig der höchste Leberwert angestrebt wird. Und das noch in vermeintlicher Tracht“, sagte der EAV-Sänger. Mit Gabalier sei das längst geklärt.

PEGIDA: Grönemeyer gegen „verbale Brandstiftung“

Mehr als ein Dutzend Künstler und Bands haben sich bei einem Gratiskonzert in der PEGIDA-Hochburg Dresden für Toleranz und Weltoffenheit eingesetzt. Sänger Herbert Grönemeyer zeigte gestern Abend vor Zehntausenden Zuschauern auch Verständnis für die Politikverdrossenheit mancher Demonstranten.

Dies dürfe aber nicht dazu führen, "dass man sich als Zielscheibe und Projektion für diese Ängste, die man auch hat, plötzlich wieder eine Religion aussucht. „Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung und ignorante Verblendung“, so Grönemeyer.

Während der Großteil der Zuschauer zur Musik von Künstlern wie Gentleman oder Adel Tawil tanzte, gaben sich vereinzelt auch PEGIDA-Anhänger mit Deutschland- und Sachsenfahnen zu erkennen. Aus einer kleineren Gruppe waren immer wieder „Wir sind das Volk“-Rufe zu hören. Auf Plakaten stand „Der Islam gehört nicht zu Sachsen“.

PEGIDA hatte zum Konzertbesuch ermuntert und seine eigene Montagsdemo kurzerhand um einen Tag vorverlegt. Der Veranstalter sprach von mehr als 25.000 Konzertbesuchern. Die Polizei zählte 22.000 Menschen und sprach von einem insgesamt „absolut friedlichen Verlauf“.