Ausland

EU einig über Verlängerung der Russland-Sanktionen

Die EU-Außenminister haben bei ihrer Sondersitzung heute in Brüssel nach schwierigen Verhandlungen angesichts teilweise deutlich unterschiedlicher Positionen doch Einigkeit bei der Verlängerung der Russland-Sanktionen gezeigt. Die Sanktionen wurden um ein halbes Jahr bis September 2015 verlängert. Auch Griechenland, dessen neue Regierung sich zuvor gegen eine Verschärfung des Kurses gegen Kreml-Chef Wladimir Putin ausgesprochen hatte, stimmte zu.

Außerdem soll eine Ausdehnung der Personenliste bis zum EU-Gipfel am 12. Februar vorbereitet werden. Bei einer Eskalation der Gewalt sei dann auch eine Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau möglich, sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Appell an Konfliktparteien

Vereinbart worden sei beim Sonderrat, dass die Gewalt der Separatisten in der Ostukraine „inakzeptabel und in jeder Hinsicht unerträglich“ sei. Die Konfliktparteien wurden aufgefordert, die Kämpfe einzustellen. Außerdem werde die bestehende Sanktionsliste sämtlicher Personen und Unternehmen, die ab März auslaufe, bis September verlängert. Schließlich sei der Europäische Auswärtige Dienst von EU-Außenbeauftragter Federika Mogherini beauftragt worden, weitere Vorschläge für Personenlistungen zu machen.

Darüber hinaus sei das Minsker Abkommen umzusetzen. Die Beschlüsse seien „so gefasst, dass sich bis zum EU-Gipfel im Februar ein Zeitfenster auftut, mit dem wir mit aller Kraft versuchen müssen, Schlimmeres zu verhüten und eine Deeskalation hinzukriegen“, so Steinmeier.

Kurz für Dialog mit Moskau

Befragt, welche Maßnahmen beschlossen werden, wenn tatsächlich eine Eskalation der Gewalt eintritt, sagte Steinmeier, „nichts ist ausgeschlossen. Mein Interesse geht dahin, dass das nicht eintritt.“ Er versuche, den zum Stillstand gekommenen Gesprächsprozess wiederzubeleben. Ohne Waffenstillstand werde es nicht gehen.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuvor erklärt, Sanktionen gegen Russland seien „kein Selbstzweck“. Er sprach sich für einen Dialog mit Russland aus, um im Gespräch eine friedliche Lösung finden zu können. Gleichzeitig bekräftigte er seine Skepsis gegenüber Wirtschaftssanktionen. Es wäre heute „der falsche Schritt gewesen, Wirtschaftssanktionen zu setzen“. Dagegen hält er neue Namen auf der Personenliste, die als Verantwortliche für die Eskalation der Situation in der Ostukraine mit Einreise- und Kontensperren bedroht werden, für „durchaus legitim“.

Präsidentenwahl in Rom: Erste Runde ohne Ergebnis

Bei der ersten Abstimmung für die Wahl eines neuen italienischen Präsidenten ist es heute im Parlament in Rom zu keinem Ergebnis gekommen. Der Verfassungsrichter Sergio Mattarella, der als Kandidat von Premier Matteo Renzi als Favorit ins Rennen um das Amt des Staatsoberhaupts gegangen war, erreichte nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit von 673 Stimmen.

Viele Wahlberechtigte hatten vor dem ersten Wahlgang angekündigt, einen leeren und damit ungültigen Stimmzettel abgeben zu wollen. Renzi will den Kandidaten Mattarella nun am Samstag im vierten Durchgang wählen lassen. Dann reicht eine absolute Mehrheit aus.

Geheime Abstimmung

Gegen Mattarella wehren sich unter anderen Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine Mitte-rechts-Partei Forza Italia. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung unterstützt unterdessen die Kandidatur des Ex-Richters Ferdinando Imposimato, die rechte Oppositionspartei Lega Nord den Starjournalisten Vittorio Feltri.

Der bisherige Amtsinhaber Giorgio Napolitano trat vor rund zwei Wochen vorzeitig zurück. Napolitano selbst beteiligte sich als Senator auf Lebenszeit an der Wahl seines Nachfolgers. Er wurde im Parlament mit Applaus begrüßt.

Die Präsidentenwahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Der 1.009 Mitglieder zählenden Wahlversammlung gehören neben den Mitgliedern beider Kammern des Parlaments 58 Vertreter der 20 italienischen Regionen an.

Jordanien fordert von IS Lebenszeichen von Piloten

Nach dem Ablauf eines Ultimatums ist das Schicksal der beiden von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) entführten Geiseln ungewiss. Jordaniens Regierungssprecher Mohammed al-Momani sagte heute, Amman sei bereit, im Austausch gegen den Piloten Maas al-Kassasbeh die inhaftierte Extremistin Sadschida al-Rischawi freizulassen. Voraussetzung sei aber ein Lebenszeichen des Entführten. Von den Verhandlungen hängt auch das Leben des vom IS verschleppten japanischen Kriegsreporters Kenji Goto ab.

Momani sagte, auf die Frage, ob der Pilot am Leben sei, habe es bisher keine Antwort gegeben. Die IS-Kämpfer hatten mit seiner Tötung gedroht, sollte nicht bis Donnerstagabend die irakische Dschihadistin Rischawi im Tausch gegen die japanische Geisel freikommen. Ob die Entführer auch bereit sind, den jordanischen Piloten freizulassen, blieb zunächst unklar.

Während die von den Extremisten gesetzte Frist am Abend verstrich, warteten an dem türkischen Grenzübergang nahe der von den IS-Kämpfern kontrollierten syrischen Stadt Tall Abjad Dutzende Journalisten, unter ihnen Vertreter japanischer Medien. „Bis jetzt haben wir keinerlei Hinweis darauf erhalten, dass er noch am Leben ist“, sagte der Vater des jordanischen Piloten, Safi al-Kassasbeh, über seinen Sohn.

Russische Flugzeuge nahe GB: Botschafter einbestellt

Russische Militärflugzeuge sind nach Informationen des Außenministeriums in London dem britischen Luftraum nahegekommen. Die Flugzeuge seien von britischen Kampfflugzeugen eskortiert worden. Großbritannien habe den russischen Botschafter in London einbestellt, um den Vorfall zu erklären.

„Die Manöver russischer Flugzeuge am gestrigen Tag sind Teil eines Musters zunehmender Out-of-area-Operationen“, sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums heute. Er betonte, die Maschinen seien nicht in den britischen Luftraum eingedrungen. Sie hätten aber eine Störung des zivilen Luftverkehrs im britischen Interessenbereich verursacht.

In den vergangenen Monaten hatte es bereits in Skandinavien ähnliche Vorfälle gegeben. Schweden und Dänemark warfen Russland im Dezember vor, einen Beinahezusammenstoß zweier Flugzeuge nahe Kopenhagen verursacht zu haben. Auch sie bestellten die jeweiligen Botschafter in ihren Ländern ein.

Anschläge auf Militärbasis im Nordsinai: Sechs Tote

Bei mehreren Anschlägen auf eine Militärbasis im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind heute Abend sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 30 weitere seien verletzt worden, meldete das Staatsfernsehen. Der Anschlag habe sich in der Nähe des Ortes Al-Arisch nahe der Grenze zu Israel ereignet.

Ein Sicherheitsbeamter sagte der Deutschen Presse-Agentur, Unbekannte hätten die Militärbasis vor Al-Arisch mit drei Mörsergranaten beschossen. Laut Anwohnern waren im Anschluss Schusswechsel zu hören.

In der Region kämpft die ägyptische Armee gegen eine Terrorgruppe, die sich als lokaler Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versteht. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor eineinhalb Jahren haben islamistische Kämpfer im Nordsinai ihre Angriffe auf ägyptische Sicherheitskräfte stark erhöht.

Berichte über Massaker an Sunniten im Irak

Im Irak sollen schiitische Milizen in einem Dorf Dutzende junge sunnitische Männer erschossen haben. Angesichts der Vorwürfe von Überlebenden des mutmaßlichen Massakers ordnete der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi heute laut AFP eine Untersuchung an.

Das Massaker an mehr als 70 Männern soll sich am Montag im Dorf Barwana in der zentralen Provinz Didschala ereignet haben, wo zahlreiche Sunniten vor Monaten Zuflucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gesucht hatten.

Die Armee hatte am Montag verkündet, die gesamte Provinz Didschala von den Dschihadisten zurückerobert zu haben. Laut Augenzeugen kamen am Nachmittag aber schiitische Milizionäre, die die irakische Armee im Kampf gegen die IS-Miliz unterstützen, in das Dorf Barwana. Dort hätten sie alle junge Männer zur Kontrolle ihrer Papiere zusammengerufen und sie sodann an die Wand gestellt und erschossen. Zwischen 71 und 77 männliche Dorfbewohner, darunter auch Kinder und Jugendliche, sollen getötet worden sein.

Wahlkampffinanzen: Ermittlungen gegen Le-Pen-Vertrauten

Gegen einen Vertrauten der rechtsextremen Parteichefin Marine Le Pen ist in Frankreich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Im Zusammenhang mit Nachforschungen zum Verdacht auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahlkampffinanzierung der rechtsextremen Front National (FN) werde Frederic Chatillon insbesondere Betrug vorgeworfen, verlautete heute aus Justizkreisen in Paris.

Die Justiz nimmt seit dem vergangenen Jahr die Finanzierung mehrerer Wahlkämpfe der FN unter die Lupe, darunter auch den Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2012. Im Visier der Ermittler ist dabei auch das Kommunikationsunternehmen Riwal, das von Chatillon, einem früheren Chef einer rechtsextremen Studentenorganisation, geführt wird.

Le Pen in Umfragen derzeit voran

Le Pen hatte 2012 im Rennen um die Präsidentschaft im ersten Wahlgang 17,9 Prozent der Stimmen erzielt. Es war das beste Ergebnis eines FN-Kandidaten bei einer Präsidentenwahl in Frankreich, reichte aber nicht aus, um in die Stichwahl einzuziehen.

In Umfragen liegt die rechtsextreme Parteichefin derzeit mit rund 30 Prozent für die erste Runde der Präsidentschaftswahlen, zu denen sie 2017 erneut antreten will, vorne. Den etablierten Parteien hält sie vor, gleichermaßen korrupt und in Affären verstrickt zu sein.

Inland

Rechnungshof kritisiert Länderhaftungen

Der Rechnungshof (RH) zweifelt an der Sinnhaftigkeit der Haftungsobergrenzen in den Bundesländern. Laut einem Rohbericht, aus dem „Die Presse“ (Freitag-Ausgabe) zitiert, führen die in jedem Bundesland unterschiedlichen Regeln zu „Intransparenz“. Die Länder sollen Haftungen von 70,4 Mrd. Euro (u. a. durch Risikogewichtungen und Weglassen von Bankenhaftungen) auf 19,4 Mrd. Euro kleingerechnet haben.

Dass sich die Länder bei der Festlegung ihrer Haftungsobergrenzen selbst jede Menge Ausnahmen gewährt haben, ist bekannt. Der Fiskalrat hat bereits im Vorjahr „zu großzügige Limits“ kritisiert. Der Rechnungshof zweifelt nun an der Sinnhaftigkeit dieser im Stabilitätspakt vereinbarten Regelung und kritisiert die „Intransparenz durch unterschiedliche Vorgangsweisen, die den gesamtstaatlichen Nutzen der Regelung zur Haftungsbegrenzung infrage stellt“.

Kreative Rechentricks

Laut „Presse“ machten die tatsächlichen Haftungen der Länder 2012 70,4 Mrd. Euro aus - mehr als das Doppelte der kumulierten Haftungsobergrenzen von 30,6 Mrd. Euro. Möglich war das, weil die Länder ihre Haftungen durch günstige Risikogewichtungen kleingerechnet bzw. bestimmte Haftungen gleich aus der Obergrenze herausgerechnet haben - etwa die Bankenhaftungen im Burgenland, in Wien, Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg -, womit die stabilitätspaktrelevante Haftungssumme offiziell nur noch 19,4 Mrd. Euro betrug.

Ohne derartige kreative Rechentricks hätten sich dem Bericht zufolge im Jahr 2012 nur Tirol und Oberösterreich an ihre eigenen Haftungsobergrenzen halten können. Die anderen Länder hätten die Limits deutlich überschritten - zwischen 318 Prozent in Niederösterreich und 8.994 Prozent in Kärnten. Letzteres wegen der milliardenschweren Hypo-Haftungen, deren Risiko von der damaligen Landesregierung mit null Euro bewertet wurde. Finanzausgleich und Stabilitätspakt werden heuer neu verhandelt.

Asyl: Länder weit von Quotenerfüllung entfernt

Bereits am Samstag läuft die Frist zur Erfüllung der Asylquoten ab, doch trotz aller Beteuerungen sind die meisten Länder weit von ihren Vorgaben entfernt. Besonders säumig ist unverändert Tirol, das die Quote nicht einmal zu 83 Prozent einhält.

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Landeshauptleute-Konferenz im Februar

Die Landeshauptleute werden Mitte Februar zu einer außerordentlichen Sitzung in Sachen Asyl zusammentreten. Angepeilt werde ein Termin Mitte Februar, sagte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) als derzeitiger Vorsitzender der Konferenz. Es gehe um den anschwellenden Flüchtlingsstrom und dessen Bewältigung.

Mehr dazu in noe.ORF.at.

Wien löst Asylzusatzquartiere auf

Die in Wien geschaffenen Asylzusatzquartiere werden Ende Jänner wieder geschlossen. Am Wochenende dürfte das Quartier in den ehemaligen WU-Räumlichkeiten leer sein, nächste Woche soll auch die Unterkunft in Erdberg schließen.

Die beiden Quartiere waren im September zwischen der Bundesregierung und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) vereinbart worden, nachdem angesichts der Säumigkeit anderer Länder die Errichtung von Zeltstädten für die Flüchtlingsunterbringung gedroht hatte.

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Ex-Luxushotel wird Verteilzentrum

Das ehemalige Luxushotel Kobenzl auf dem Gaisberg bei der Stadt Salzburg wird zu einem Flüchtlingserstaufnahmezentrum. Das vereinbarten Bund, Land, Stadt und die Eigentümer. Schon in wenigen Tagen soll der Betrieb dort starten.

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Steuern: Schelling rechnet mit planmäßigem Abschluss

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ist zuversichtlich, dass die in Verhandlung stehende Steuerreform planmäßig kommen wird.

„Es wird sich ausgehen“, zeigte sich der Ressortchef heute nach einem Arbeitsgespräch mit dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) im Landhaus Bregenz vor Medienvertretern optimistisch. Die Regierung will die Steuerreform ja am 17. März vorstellen.

Schelling bekräftigte zudem, dass es zur Gegenfinanzierung des Reformvolumens sicher „keine Vermögens- und Schenkungssteuer“ geben werde. „Ich bleibe dabei“, sagte der Finanzminister und erinnerte an seine Marschrichtung, Entlastungen durch die Steuerreform nicht nur über neue Einnahmen, sondern ebenso auch ausgabenseitig abzusichern.

Zudem gehe er davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum entgegen düsteren Prognosen positiver entwickeln werde, was den Spielraum für die Steuerreform ebenfalls vergrößern werde.

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Wirtschaft

Dänische Zentralbank erhöht erneut Strafzinsen

Die dänische Zentralbank hat nach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) für ein massives Anleihekaufprogramm ihren Strafzins für Einlagen erneut angehoben. Mit dem Schritt will die Notenbank eine Aufwertung der Landeswährung Krone verhindern. Auf Geldeinlagen bei ihr werde jetzt ein Strafzins von 0,5 Prozent statt wie zuletzt von 0,35 Prozent fällig, teilte die Zentralbank heute mit.

Damit setzten die dänischen Währungshüter den Aufschlag für Einlagen inzwischen bereits das dritte Mal innerhalb von zwei Wochen hinauf. Der Leitzins in Dänemark liegt wie in der Euro-Zone bei plus 0,05 Prozent.

Die dänische Landeswährung ist eng an den Euro gekoppelt. Vereinbart ist, die Krone in einem Korridor mit einem maximalen Abstand von 2,25 Prozent zu einem Wechselkurs von 7,46038 zur Gemeinschaftswährung zu halten. Tatsächlich beträgt der Abstand in der Praxis eher 0,5 Prozent in beide Richtungen. Die Schweiz hatte vor kurzem völlig überraschend die Kopplung des Franken zum Euro aufgegeben.

OMV schwenkt wegen Ölpreises auf Sparkurs ein

Wegen des seit Mitte 2014 um mehr als die Hälfte eingebrochenen Ölpreises verstärkt die OMV ihre Sparanstrengungen und kürzt ihre Investitionspläne. Von 2015 bis 2017 will man nur noch 2,5 bis drei Mrd. Euro jährlich ausgeben, bisher waren für 2014 bis 2016 im Schnitt 3,9 Mrd. Euro an Investitionen geplant. Zudem wird das für 2016 geplant gewesene Förderziel von 400.000 Barrel/Tag auf später verschoben.

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Vor Rezession: Schweiz sucht Wege aus Franken-Krise

Nach der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Franken freizugeben, bleibt in der Schweizer Wirtschaft kein Stein auf dem anderen. Ökonomen prognostizieren für das erste Halbjahr bereits eine Rezession. Der Einkaufstourismus in die Nachbarländer bekommt weiteren Zustrom, während der Schweizer Tourismus mit fixen Wechselkursen und Pauschalrabatten verzweifelt um ausländische Gäste buhlt. Mittlerweile meint selbst der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, dass es an der Zeit sei, über Lohnsenkungen nachzudenken.

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Sport

Bundesliga: Reynas Abgang schmerzt Grödig sehr

Der SV Grödig verliert seine „Bullen“-Leihgabe Yordi Reyna an den deutschen Zweitligisten RB Leipzig. Dass die Salzburger mitten in der Vorbereitung ihren Topstürmer verlieren, „tut natürlich weh“, sagte Manager Christian Haas heute, „aber man kann einem jungen Mann so eine Chance nicht verbauen.“ Haas habe selbst erst zu Mittag davon erfahren.

Für Grödig war es ein rabenschwarzer Tag im Trainingslager in Side, denn Einsergoalie Cican Stankovic musste zudem am Abend im Krankenhaus in Manavgat operiert werden.

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Tennis: Murray zieht in Australian-Open-Endspiel ein

Andy Murray ist bei den Australian Open als erster Spieler ins Endspiel eingezogen. Der als Nummer sechs gesetzte Brite setzte sich heute in Melbourne gegen den Tschechen Tomas Berdych nach hartem Kampf durch. Im Endspiel trifft Murray am Sonntag auf den Sieger des Duells zwischen dem serbischen Weltranglistenersten Novak Djokovic und Titelverteidiger Stan Wawrinka aus der Schweiz.

Bei den Damen ist indes das Traumfinale bereits perfekt: Mit Serena Williams und Maria Scharapowa kämpfen am Samstag die zurzeit besten Spielerinnen um den Titel.

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ZIB2

EU-Zwist wegen Russland-Sanktionen

Liveschaltung nach Brüssel, Moskau und Berlin: Die Debatte über die EU-Sanktionen gegen Russland ist neu entbrannt. Die Stimmen gegen eine weitere Verschärfung werden lauter. Mit ein Grund sind die negativen Folgen, unter denen auch die Wirtschaft in einigen EU-Ländern leidet.

Jesiden – die Opfer des IS-Terrors

Die Vertreibung der Jesiden durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben im vergangenen Sommer zu Militärschlägen gegen den IS geführt. Jene Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden, die sich retten konnten, leben jetzt schwer traumatisiert in Flüchtlingslagern im Irak. Markus Müller hat eines besucht.

Trippelschritte zur Verwaltungsreform

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Rechnungshof-Präsident Josef Moser drängen einmal mehr auf eine Strukturreform. Wie langsam Reformen bei der Verwaltung voranschreiten, zeigt das Beispiel des „Amts der Bundesregierung“. Die Idee gibt es seit zehn Jahren, die Umsetzung steht noch aus.

Lawinengefahr bleibt hoch

In vielen Skiregionen Österreichs herrscht Lawinenwarnstufe 3. Das bedeutet „erhebliche Gefahr“. Dieser Winter hat mit ungewöhnlich vielen Lawinentoten begonnen. Angesichts der bevorstehenden Semesterferien in Ostösterreich warnen Experten vor Leichtsinn beim Skifahren.

ZIB 2 mit Rainer Hazivar, 22.00 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Chronik

Explosion in Kinderspital von Mexiko-Stadt - mehrere Tote

Bei einer Gasexplosion in einem Kinderkrankenhaus in Mexiko-Stadt sind heute mindestens sieben Menschen getötet worden. Dutzende wurden verletzt. Unter ihnen sind vier Kinder, wie ein Vertreter der Gemeinde Cuajimalpa dem Rundfunksender MVS Radio sagte.

Ein Tanklaster sei während der Belieferung des Krankenhauses explodiert und habe einen Teil des Krankenhauses und seiner Entbindungsstation zum Einsturz gebracht, sagte Bürgermeister Miguel Angel Mancera. Zivilschutz-Chef Fausto Lugo schloss weitere Opfer unter den Trümmern nicht aus.

Die meisten Opfer seien von Glassplittern getroffen worden, andere hätten einen Nervenzusammenbruch erlitten. Alle Verletzten würden nun in andere Krankenhäuser der Stadt verlegt. Das Fernsehen zeigte Bilder von Patienten mit blutüberströmten Gesichtern, die in Krankenwagen gebracht wurden.

Video dazu in iptv.ORF.at

ÖBB droht Millionenklage in den USA

Die ÖBB sehen sich womöglich mit einem millionenschweren Schadenersatzverfahren vor einem US-Gericht konfrontiert. Eine Amerikanerin, der im Jahr 2007 nach einem Unfall auf dem Bahnhof in Innsbruck beide Beine teilweise amputiert werden mussten, verlangt von der Bahn 20 Millionen Dollar Schadenersatz. „Wir warten jetzt die Entscheidung des Supreme Court ab", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Medien

Kultur

„Gruber geht“ im Kino: Der Leidensweg des armen Yuppies

John Gruber bewegen die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Designermöbel, sein Porsche und die Frage, welche „Tusse“ er heute wohl ins Bett kriegt. Doch dann ändert sich von einem Tag auf den anderen alles, weil plötzlich zwei nervige Themen auftauchen: wahre Liebe und eine Krebsdiagnose. Jungregisseurin Marie Kreutzer hat Doris Knechts Bestseller „Gruber geht“ mit Manuel Rubey, Doris Schretzmayer und Bernadette Heerwagen in den Hauptrollen in Szene gesetzt. Nicht nur der Soundtrack des Films überzeugt.

Mehr dazu in Nur keine halben Sachen

Arno-Geiger-Roman: Die erste Trennung prägt

Die erste Trennung ist einschneidend und prägend, erklärt Arno Geiger. In „Selbstporträt mit Flusspferd“ erzählt er von Julian, der an der Vetmed studiert und sich eben von seiner Freundin getrennt hat. Während er im Sommer 2004 das Flusspferd eines Professors betreut, verliebt er sich in dessen Tochter. Im Spannungsfeld dieser beiden Frauen und von globalen Katastrophen verunsichert sucht der 22-Jährige seinen Platz in der Welt.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Song Contest

IT

Outlook-App nun auch für iOS- und Android-Geräte

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat heute eine App für sein E-Mail-Programm Outlook gestartet, die auch auf Smartphones mit Betriebssystemen der Konkurrenz läuft. Nutzer von Apples iPhone oder von Multimediahandys mit dem Google-Betriebssystem Android sollen so einfacher auf ihre Mails zugreifen können, wenn sie zum Beispiel in ihrer Firma mit Outlook arbeiten.

Über die App könnten auch die Kalenderfunktion und das Adressbuch des Mailprogramms genutzt werden, teilte Microsoft in einem Blogeintrag mit. Außerdem könnten E-Mails gezielter bearbeitet und gefiltert werden.

Der Konzern dominiert mit seinem Betriebssystem Windows das klassische PC-Geschäft, liegt im Zukunftsmarkt des mobilen Internets aber hinter Konkurrenten wie Apple und Google. Im November hatte Microsoft bereits angekündigt, seine Bürosoftware Office für das Apple-Betriebssystem iOS und Android zu öffnen.

Science

Deutschland prüft Flughäfen für Raumschifflandungen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sucht in Deutschland nach möglichen Landeplätzen für bestimmte Raumschiffe. Im vergangenen Jahr seien in Vorstudien verschiedene deutsche Flughäfen unter die Lupe genommen worden, unter anderem Rostock-Laage, sagte DLR-Sprecher Andreas Schütz heute. Ergebnisse der Untersuchungen seien ihm noch nicht bekannt.

„Sicherlich ist der Dream Chaser ein mögliches Beispiel“, sagte Schütz. Das Raumschiff soll ab dem Jahr 2017 Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

Das „Handelsblatt“ und die "Wirtschaftswoche (Freitag-Ausgaben) hatten berichtet, der Konstrukteur des Dream Chaser, das US-Luftfahrtunternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC), suche in Deutschland nach Landeplätzen. Vor allem das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wäre mit wenig Flugverkehr und dünner Besiedlung ideal, sagte Jürgen Drescher, der in Washington das DLR-Büro leitet.

„Vater des Lasers“ Charles Townes gestorben

Ein halbes Jahr vor seinem 100. Geburtstag ist der Nobelpreisträger Charles Townes, der als „Vater des Lasers“ gilt, gestorben. Die University of California in Berkeley, an der der Physiker lange forschte, bestätigte heute seinen Tod. Townes starb am Dienstag in einem Krankenhaus in Oakland bei San Francisco.

Townes hatte im Zweiten Weltkrieg an Radargeräten gearbeitet und sie so verkleinert, dass sie in Flugzeuge eingebaut werden konnten. Nach dem Krieg widmete er sich dem Laser, einem scharf gebündelten Energiestrahl. Zusammen mit dem Physiker Arthur Schawlow, seinem Schwager, gilt er als Erfinder des Lasers. Dafür bekam er 1964, Schawlow 1981 den Physik-Nobelpreis.

„Er war ein visionärer Physiker, dessen Forschung zur Entwicklung des Lasers geführt hat“, schrieb die „New York Times“ in ihrem Nachruf. „Letztlich machte er es möglich, dass CDs gespielt, an der Supermarktkasse Preise gescannt, Zeit exakt gemessen, Planeten und Galaxien erforscht und selbst die Geburt von Sternen verfolgt werden können.“

Gesundheit

Biomarker: Medizinische Revolution mit Verzögerung

Sie sollen nicht nur anzeigen, ob man Krebs hat oder an Alzheimer erkranken wird, sondern auch, welche Behandlung ideal ist und wie gut diese wirkt - die neuen Biomarker. Tausende Kandidaten wurden bereits identifiziert, in den klinischen Alltag haben es vergleichsweise wenige geschafft. Die meisten Forscher glauben weiter an eine Erfolgsgeschichte, wenn auch mit Hindernissen.

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