Ausland

Lage an israelisch-libanesischer Grenze beruhigt

Nach dem Angriff auf ein israelisches Militärfahrzeug und anschließenden Gefechten an der israelisch-libanesischen Grenze hat sich die Lage vorerst beruhigt. Der israelische Rundfunk berichtete heute, die israelische Führung tendiere dazu, vorerst keine weiteren Angriffe zu unternehmen.

Bei dem Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz wurden gestern zwei israelische Soldaten getötet. Vermutlich bei einem israelischen Artilleriegegenschlag kam wenig später ein spanischer UNO-Soldat ums Leben.

Hisbollah mit Signalen für Deeskalation

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief alle Seiten zu größter Zurückhaltung auf. „Alle Parteien sollten von jeder Handlung Abstand nehmen, die die Stabilität in der Region untergraben könnte“, sagte Ban gestern in New York. Jeder solle verantwortungsvoll handeln und jede Eskalation in der ohnehin gespannten Situation vermeiden.

Israelische Medien berichteten, die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz habe Israel über einen Kommandanten der UNO-Friedenstruppe mitteilen lassen, dass sie kein Interesse an einer weiteren Eskalation habe. Das israelische Militär ist im Norden des Landes weiterhin in Alarmbereitschaft. Der Schulunterricht in der Region findet heute wie gewohnt statt.

Die Hisbollah wollte mit dem Beschuss des Fahrzeugs einen Luftangriff auf den syrischen Golanhöhen am 18. Jänner rächen. Bei dem Angriff, der Israel zugeschrieben wird, waren ein iranischer General und mindestens sechs Hisbollah-Kämpfer getötet worden.

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Kuba fordert Ende des US-Wirtschaftsembargos

Der kubanische Staatschef Raul Castro hat von der US-Regierung ein Ende des Wirtschaftsembargos gegen sein Land gefordert. Die jüngste Annäherung der beiden seit langem verfeindeten Staaten habe ansonsten keinen Sinn, sagte er gestern beim Gipfel der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) in Costa Rica.

„Die Handels- und Finanzblockade verursacht enorme wirtschaftliche Schäden und verstößt gegen internationales Recht“, sagte Castro weiter. Der Karibik-Staat und die USA hatten Mitte Dezember überraschend die Normalisierung ihre Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit angekündigt. Die Verhandlungen dazu wurden in der vergangenen Woche in Havanna aufgenommen. Sie sollen bald in Washington fortgesetzt werden.

US-Kontakte zu Dissidenten ärgern Castro

Ein genauer Termin für die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sowie die Eröffnung regulärer Botschaften in Washington und Havanna steht noch nicht fest. Vor allem die Frage der Menschenrechte erschwert die Verhandlungen. Castro verbat sich eine Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Kubas.

Die US-Delegation war am Rande der Gespräche in Kuba auch mit Dissidenten zusammengetroffen. „Unsere US-Partner sollten keine Kontakte zu der kubanischen Gesellschaft aufnehmen, als ob es in Kuba keine souveräne Regierung gebe“, sagte der Staatschef. Seine Regierung bedürfe keiner Ratschläge in inneren Angelegenheiten.

Eine Geisel von Sydney starb durch Polizeischüsse

Eines der Todesopfer der Geiselnahme in einem Cafe im australischen Sydney im Dezember ist durch Polizeischüsse gestorben. Katrina Dawson sei bei der Erstürmung des belagerten Cafes durch die Polizei von mehreren Querschlägern getroffen worden, teilten die Ermittler heute mit. Die andere getötete Geisel, Tori Johnson, wurde laut den Angaben von dem Geiselnehmer erschossen.

Der radikale Islamist Man Haron Monis hatte Mitte Dezember in einem Cafe im Zentrum der australischen Metropole 17 Menschen in seine Gewalt gebracht. Einige konnten im Laufe der stundenlangen Geiselnahme fliehen. Nach mehr als 16 Stunden stürmten Einsatzkräfte das Cafe. Neben den beiden Geiseln wurde auch Monis getötet.

Die Geiselnahme hatte die Australier schockiert. Neben der gerichtlichen Untersuchung läuft derzeit noch eine gesonderte Ermittlung der australischen Regierung zu der Geiselnahme. Der Bericht dazu soll demnächst veröffentlicht werden. Nach der Geiselnahme war unter anderem die Frage aufgekommen, weshalb der amtsbekannte und vorbestrafte Geiselnehmer auf Kaution frei war.

EU-Außenminister beraten über weitere Russland-Sanktionen

Bei einem Sondertreffen zum Ukraine-Konflikt beraten die Außenminister der EU-Staaten heute Nachmittag über mögliche neue Strafmaßnahmen gegen Russland. Im Raum stehen weitere Wirtschaftssanktionen wegen der mutmaßlichen Unterstützung für die Separatisten im Osten der Ukraine.

Als ersten Schritt in diese Richtung könnten weitere Unterstützer von Kreml-Chef Wladimir Putin auf eine Liste gesetzt werden, die für das EU-Territorium Einreiseverbote und Kontensperren vorsieht. Konkrete Entscheidungen zu einer möglichen Ausweitung von Wirtschaftssanktionen werden nach Angaben von Diplomaten allerdings vermutlich erst bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs am 12. Februar getroffen.

Erste Runde zur Wahl des italienischen Präsidenten

Die italienischen Abgeordneten und Senatoren treten heute Nachmittag zur ersten Runde in der Wahl eines neuen Präsidenten zusammen. Vor der Abstimmung in Rom waren keine Kandidaten für die Nachfolge von Giorgio Napolitano öffentlich genannt worden, doch hinter den Kulissen versucht Regierungschef Matteo Renzi, einen mehrheitsfähigen Kandidaten zu finden.

Als mögliche Kandidaten gelten die früheren Ministerpräsidenten Romano Prodi und Giuliano Amato, Ex-Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan, Verteidigungsministerin Roberta Pinotti und der frühere Bürgermeister Roms, Walter Veltroni. Es wird erwartet, dass in den ersten drei Wahlrunden kein Bewerber die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhält. In der vierten Runde ist nur noch eine einfache Mehrheit nötig. Der 89-jährige Napolitano war Mitte Jänner zurückgetreten.

Inland

Arbeitszeiten: Einigung für Wiens städtische Spitäler

Im Tauziehen um die Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetztes für Spitalsärzte gibt es eine Einigung für die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). In der Nacht wurden neue Arbeitszeit- und Gehaltsmodelle vereinbart.

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Oberösterreichs Ärzte wollen Urabstimmung

Die am Sonntag in Oberösterreich erzielte Einigung zwischen Spitalsärzten und den Krankenhäusern wackelt, denn die Mediziner fordern jetzt eine Urabstimmung. Der für heute geplante Beschluss in der Kurie der Ärztekammer wurde bereits verschoben.

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Polizei will nicht genehmigte WKR-Demos notfalls auflösen

Das Verbot zweier Kundgebungen der Initiative NOWKR gegen den rechten Akademikerball am Freitag - neben anderen - hat gestern für heftige Debatten gesorgt. Das Bündnis kündigte an, trotzdem zu demonstrieren. Der Vorwurf seitens der Behörden lautet, NOWKR würde zu Gewalt aufrufen.

In der ZIB2 nahm Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl dazu Stellung. Man habe „mit einer größeren Menge an Gewaltbereiten zu rechnen“, so Pürstl. Das Wesentliche sei aber, dass mit allen beteiligten Seiten gesprochen worden sei und „die gesetzlichen Grenzen“ abgesteckt worden seien.

Nützt dieser Dialog nichts, werde konsequent eingegriffen. Auf die Frage, was das für NOWKR-Kundgebungsteilnehmer heiße, sagte Pürstl, die Versammlungen seien verboten. Die nicht genehmigten Kundgebungen würden im äußersten Fall aufgelöst, das sei „keine Frage“.

NOWKR kündigte an, trotzdem „auf die Straße zu gehen“, und warnte vor chaotischen Zuständen in der Stadt.

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Thema spaltet die Grünen

Solidarität oder nicht, das ist bei den Grünen eine Frage der Generationen. Während sich die grüne Studentenfraktion GRAS heute empört über das Verbot der NOWKR-Demos zeigte und sich mit „allen antifaschistischen Protesten“ gegen den rechten Akademikerball solidarisierte, erklärte der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz auf seiner Facebook-Seite in Richtung NOWKR: „Wir gehen euch nicht in die Soli-Falle.“

Pilz hatte bereits zuvor in einer Presseaussendung an die NOWKR-Demonstranten appelliert, sich von Gewalt zu distanzieren. In seinem Facebook-Eintrag wurde er noch deutlicher: „Haltet uns doch nicht für dumm. Das Verbot eurer Demo ist ebenso euer Ziel wie der Krawall. Es geht nicht um Antifaschismus, es geht euch nur um euch selbst.“

Parteiinterner Zwist schon letztes Jahr

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) sahen das anders. Die Untersagung der NOWKR-Demo sei „skandalös“. Die GRAS solidarisiere sich mit allen antifaschistischen Protesten gegen den Akademikerball, ließen sie in einer Aussendung wissen. Die Wiener Polizei hatte kurz zuvor die NOWKR-Demo verboten.

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Rund um den Ball hatte es bereits im Vorjahr parteiinterne Unstimmigkeiten gegeben. Bundessprecherin Eva Glawischnig drohte damals den Jungen Grünen mit dem Rauswurf als Jugendorganisation, nachdem auf einer von ihnen unterhaltenen Website Gegner des Balls den Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ veröffentlicht hatten.

Terrorismusexperte fordert mehr Mittel für Deradikalisierung

Die westlichen Gesellschaften sollten nach Ansicht des Politologen und Terrorismusexperten Thomas Schmidinger von der Universität Wien mehr Geld in Deradikalisierungsprogramme investieren, um dem Extremismus vorzubeugen. „Es ist viel wichtiger, Geld in die Deradikalisierung zu investieren, als nur die Polizei zu bewaffnen“, sagte Schmidinger gestern vor dem EU-Parlament in Brüssel.

Gründe „liegen nicht in der Religion“

Notwendig seien solche Programme etwa in Gefängnissen. Die Gründe für die Radikalisierung liegen nach Erkenntnissen des Experten nicht in der Religion. „Die Leute sind nicht auf der Suche nach Religion.“ Vielmehr gehe es eine Entfremdung von der Gesellschaft und persönliche Krisen. In Österreich kämen Dschihadisten hauptsächlich aus Bevölkerungsgruppen, die selbst in ihrer Kindheit eine Kriegstraumatisierung erlebt hätten, wie etwa Tschetschenen und Bosnier.

„Elemente einer Jugendsubkultur“

Der Dschihadismus sei eine Ideologie, die sich selbst von traditionellen Muslimen distanziere, indem ihre Anhänger selbst definierten, wer „ein richtiger Muslim“ sei, und auch den Dschihad als individuelle religiöse Pflicht definierten. Dabei habe der Dschihadismus in Europa auch Elemente einer Jugendsubkultur, etwa Pop- und Rapsongs sowie Comicstrips, in denen die Ideologie transportiert werde, sagte Schmidinger.

Abdullah-Zentrum: Einigung auf „Neuaufstellung“

Die Debatte über das Abdullah-Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog (KAICIID) in Wien ist noch lange nicht am Abebben, aber wenigstens zwischen den Koalitionspartnern SPÖ und ÖVP scheinen sich die Wogen zu glätten.

Nach einem Gespräch zwischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) - auch Bundespräsident Heinz Fischer dürfte sich in die Debatten eingeschaltet haben - gestern wurde überraschend der „Versuch einer Neuaufstellung“ angekündigt.

Dazu soll es weitere Gespräche geben. Gelinge die „Neuaufstellung“ nicht, bleibe immer noch die Ausstiegsvariante, hieß es. Über diese dürfte Saudi-Arabien ziemlich verärgert sein.

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Mikl-Leitner will Vorzugsstimmenhürde weiter senken

Die Vorzugsstimmenhürden bei Nationalratswahlen sollen weiter gesenkt werden, hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gestern im Verfassungsausschuss angekündigt. Analog zur EU-Wahl sollen auf Bundes- und Landesebene künftig fünf Prozent für die Vorreihung reichen, im Regionalwahlkreis neun Prozent.

Bisher kein wirklicher Effekt

Schon mit dem „Demokratiepaket“ 2013 war die Vorzugsstimmenhürde gesenkt worden. Seither wird ein Nationalratskandidat vorgereiht, wenn er Vorzugsstimmen im Ausmaß von 14 Prozent der Parteisumme im Wahlkreis, zehn Prozent auf Landes- und sieben Prozent auf Bundesebene bekommt. Die Ankündigung, dass die Wähler damit mehr Einfluss auf die Zusammensetzung des Nationalrats haben, bestätigte sich allerdings nicht.

Bei der Nationalratswahl 2013 wurde kein einziger Kandidat auf den Bundeslisten vorgereiht. Auf Landesebene schaffte nur einer die Hürde, der ohnehin auf Platz eins stand. In den Wahlkreisen verdankt nur eine Abgeordnete (Martina Diesner-Wais von der ÖVP) ihr Mandat den Vorzugsstimmen.

Wirtschaft

OMV schwenkt wegen Ölpreises auf Sparkurs ein

Wegen des seit Mitte 2014 um mehr als die Hälfte eingebrochenen Ölpreises verstärkt die OMV ihre Sparanstrengungen und kürzt ihre Investitionspläne.

Von 2015 bis 2017 will man nur noch 2,5 bis drei Mrd. Euro jährlich ausgeben, bisher waren für 2014 bis 2016 im Schnitt 3,9 Mrd. Euro an Investitionen geplant. Zudem wird das für 2016 geplant gewesene Förderziel von 400.000 Barrel/Tag auf später verschoben.

Außerdem seien „weitere Maßnahmen zur Kostensenkung“ geplant, so der heimische Öl- und Gaskonzern heute. Da sich das Umfeld für die Branche in den letzten Monaten fundamental geändert habe, reagiere man darauf entsprechend mit Umsicht, so Generaldirektor Gerhard Roiss.

Weitere Sparmaßnahmen möglich

Mit der „Anpassung“ der Investitionen reagiere man „im Gleichklang mit der Branche“ und sei „vorbereitet, falls notwendig“ das Investprogramm noch weiter zu reduzieren, sagte Finanzvorstand David C. Davies in einer Aussendung.

Für die Zukunft sei die OMV mit ihrer soliden Finanzstruktur und komfortablen Liquiditätsposition gut aufgestellt, versicherte Davies. Bei einigen Projekten nehme die OMV nun das Tempo der Umsetzung zurück, so Roiss: „Dies wird unausweichlich dazu führen, dass das zuvor festgelegte Produktionsziel für 2016 von rund 400.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erst später erreicht werden kann.“

McDonald’s-Chef Thompson tritt ab

Der Chef der weltweit größten Fast-Food-Kette McDonald’s, Don Thompson, tritt Ende Februar ab. Nachfolger werde mit 1. März der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook, teilte der US-Konzern gestern mit. Easterbrook ersetze Thompson auch als Präsident und Mitglied des Boards. Er ist seit 1993 bei dem Unternehmen und war unter anderem Präsident von McDonald’s Europe.

McDonald’s-Aktien legten nach Bekanntgabe der Personalie nachbörslich um drei Prozent zu. Der 51-jährige Thompson gehört der Schnellrestaurantkette seit 1990 an. Seit Juli 2012 steht er an der Spitze des Konzerns. Über Thompsons Rücktritt war nach schlechten Quartalszahlen schon eine ganze Weile spekuliert worden.

Sinkende Zahlen im Kernbereich

Die Fast-Food-Kette hat vor allem wegen geschlossener Filialen in Russland, veränderter Konsumgewohnheiten in China und harter Konkurrenz auf dem Heimatmarkt ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der Gewinn ging 2014 um 14,8 Prozent zurück, der Umsatz fiel um 2,36 Prozent. Die Kette ist in mehr als hundert Ländern mit etwa 36.000 Restaurants vertreten.

Der scheidende Konzernchef sagte, er sei „zuversichtlich“, dass sein Nachfolger das Unternehmen nach vorne bringen werde. „2014 war ein herausforderndes Jahr für McDonald’s rund um den Globus“, hatte Thompson bei der Vorlage der Zahlen eingeräumt. Zum ersten Mal seit 2002 sanken die weltweiten Verkäufe in Filialen, die mindestens ein Jahr auf dem Markt sind.

RBI will Russland-Risiken reduzieren - keine Verkäufe

Die Raiffeisen Bank International (RBI), deren Aktienkurs seit Wochen auf Talfahrt ist, trifft Vorsorgen: Dabei werden Bilanzrisiken (risikogewichtete Aktiva, RWA) von „mindestens 20 Prozent“ abgebaut. Damit soll der Kapitalpuffer ausgebaut werden, hieß es in einer Pflichtmitteilung nach Aufsichtsratsberatungen gestern Abend.

Der Abbau der risikogewichteten Aktiva werde auch das Russland-Geschäft der RBI-Gruppe betreffen, heißt es in der Mitteilung. Dazu hielt die Bank fest, „dass entgegen Marktgerüchten keine Verkaufsgespräche“ zu ihrer russischen Tochterbank geführt würden.

Kapitalpuffer „komfortabel“

In den vergangenen Tagen hatten Gerüchte über einen möglichen Rückzug aus Russland, aber etwa auch aus Polen, die Runde gemacht. Aus dem Russland-Segment erwartet die RBI nach eigenen Angaben für 2014 weiterhin deutlich über 300 Mio. Euro Gewinn. Trotz erwarteter höherer Wertberichtigungen rechne man auch für 2015 in Russland mit einem positiven Ergebnis.

Noch vor der Zahlenbekanntgabe für 2014 - die seit einigen Tagen auf den 9. Februar vorverlegt ist - nannte die Bank auch eine Kapitalkennzahl: Per 31. Dezember sei die harte Kernkapitalquote (Tier 1 Ratio) der RBI bei rund zehn Prozent gelegen, die Eigenmittelquote betrage über 15 Prozent. Die Bank erfülle somit sämtliche regulatorische Kapitalerfordernisse komfortabel. „Der Vorstand der RBI stellt klar, dass keine Kapitalerhöhung geplant ist“, heißt es in der Pflichtmitteilung.

Sport

Ski alpin: Dämpfer für Hirscher vor WM

Marcel Hirscher wird wie geplant morgen zur alpinen Ski-WM in Vail/Beaver Creek in den USA aufbrechen. Der 25-jährige Weltcup-Leader tritt die Reise zwar fieberfrei an, wie sein Pressesprecher mitteilte. Allerdings bereitete ihm sein „katastrophales“ Abschneiden beim Nachtslalom in Schladming Kopfzerbrechen.

„Alles, was wir daher mit Blick auf die WM tun können, ist, konzentriert weiterarbeiten und positiv bleiben“, sagte der WM-Titelverteidiger nach dem Dämpfer bei der Generalprobe.

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Fußball: Figo wirft sich in den FIFA-Machtkampf

Nach Prinz Ali bin al-Hussein, Jerome Champagne, Michael van Praag und David Ginola hat die Anzahl der Herausforderer von FIFA-Boss Joseph Blatter für die Präsidentenwahl im Mai weiter Zuwachs erhalten. Diesmal hat der Kandidat aber einen klingenden Namen und auch bei den Fußballfans einen gewissen Bekanntheitsgrad: Luis Figo. „Der Fußball verdient etwas Besseres“, erklärte der 42-jährige Weltfußballer von 2001, dem im Vergleich zu den anderen Kandidaten bessere, aber im Endeffekt auch nur geringe Chancen eingeräumt werden.

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Handball-WM: Sensation und Krimis in Viertelfinal-Spielen

Das Viertelfinale der WM in Doha hat es gestern in sich gehabt. Die mit eingebürgerten Europäern gespickte „Weltauswahl“ von Gastgeber Katar warf nach Österreich auch Deutschland aus dem Turnier. Im Schatten dieser Sensation entwickelten sich zwei weitere Spiele in der Runde der letzten Acht zu echten Krimis. Titelverteidiger Spanien erzielte das Siegestor gegen Dänemark praktisch mit der Schlusssirene. Polen setzte sich hauchdünn gegen Kroatien durch. Nur Frankreich behielt gegen Slowenien klar die Oberhand.

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Chronik

Zwei Tote bei Lawinen in Steiermark und OÖ

Gestern ist auf der Tauplitzalm in der Steiermark ein 26 Jahre alter Skitourengeher von einer Lawine verschüttet worden. Für den Obersteirer kam jede Hilfe zu spät: Er erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen.

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Auch in Oberösterreich konnte ein Verschütteter nur noch tot geborgen werden.

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Nach eineinhalb Stunden lebend geborgen

Bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Lech in Vorarlberg wurde gestern ein verschütteter Skifahrer nach eineinhalb Stunden lebend geborgen - und das, obwohl er sein Suchgerät abgeschaltet hatte.

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Auf dem Hafelekar in der Innsbrucker Nordkette waren zuvor am Vormittag zwei Lawinen im freien Skiraum abgegangen. Drei Variantenfahrer wurden verschüttet. Zwei Verschüttete gab es auch auf dem Kitzbüheler Horn. Eine Person wurde schwer verletzt.

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Auch ein Lawinenabgang auf dem Seekareck in Obertauern (Salzburg) ging glimpflich aus: Ein Variantenfahrer, der das Schneebrett ausgelöst hatte, wurde nur teilweise verschüttet und konnte sich unverletzt befreien.

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Drei Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es drei Sechser gegeben. Laut Ausendungen der Österreichischen Lotterien kommen die Gewinner aus Niederösterreich und der Steiermark. Sie erhalten jeweils rund 2,5 Mio. Euro. Der Vierfachjackpot war der erste des Jahres, mehr als 9,3 Mio. Tipps waren abgegeben worden.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

8 10 12 21 26 36 / Zusatzzahl 43

Die Jokerzahl lautet:

0 2 0 0 7 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Mäzen Flick schenkt Museen Berlin 104 Kunstwerke

Der Mäzen Friedrich Christian Flick schenkt den Staatlichen Museen Berlin 104 Werke zeitgenössischer Kunst. Darunter seien Arbeiten von Cindy Sherman, Rodney Graham, Candida Höfer, Paul McCarthy, Thomas Schütte und Thomas Struth, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gestern mit. Sie sollen in den Bestand des Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart übergehen.

Dem Museum hatte Flick 2008 bereits 166 Werke überlassen. Mit der Schenkung könne der Hamburger Bahnhof in Zeiten knapper Kassen seine Bestände um bedeutende Kunstwerke erweitern, sagte Direktor Udo Kittelmann. Die Schenkung soll im Herbst 2015 in einer Ausstellung vorgestellt werden.

30 Banksy-Werke für 612. 000 Euro versteigert

30 Werke des geheimnisvollen Streetart-Künstlers Banksy haben bei einer Auktion in London umgerechnet rund 612.000 Euro eingebracht. Die Drucke und Skulpturen stammten aus dem Besitz des Galeriebesitzers Steve Lazarides, der lange als Agent für Banksy gearbeitet hatte.

Am meisten war einem Bieter mit 40.000 Pfund (rund 53.500 Euro) das Bild "Precision Bombing" aus dem Jahr 2000 wert. Banksy ist vor allem für seine oft gesellschaftskritischen Kunstwerke bekannt, die häufig über Nacht auf Mauern auftauchen. Wer hinter dem Namen steckt, ist nicht bekannt.

IT

Facebook wächst stärker als erwartet und verdient mehr

Facebook bleibt auf Wachstumskurs. Dank höherer Werbeeinnahmen stieg der Nettogewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Jahr davor um 34 Prozent auf 701 Mio. Dollar (rund 620 Mio. Euro), wie das Unternehmen gestern Abend nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte um 49 Prozent auf 3,85 Mrd. Dollar zu. Die Prognosen der Analysten konnten übertroffen werden.

Fast 1,4 Mrd. Mutzer weltweit

Die Zahl der monatlichen Nutzer stieg um 13 Prozent auf 1,39 Mrd. Im besonders wichtigen mobilen Markt kletterte sie um 26 Prozent auf 1,19 Mrd. Die Werbeeinnahmen legten um 53 Prozent auf 3,59 Mrd. Dollar zu, etwa 69 Prozent steuerten die umkämpften Anzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones bei. Die Markterwartungen wurden zwar übertroffen, doch die Aktie reagierte nachbörslich kaum auf die Zahlen.

Religion

Lifestyle