Ausland

EU „sehr besorgt“ über Gewalt in der Türkei

Angesichts der Eskalation der Gewalt in der Türkei hat die EU „sehr besorgt“ reagiert und von Ankara gefordert, den demokratischen Prozess in dem Land nicht zu gefährden. Angriffe gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) müssten „verhältnismäßig“ sein und dürften „auf keinen Fall den demokratischen politischen Dialog“ gefährden, erklärte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn heute.

Negative Auswirkung auf Friedensprozess

Bei einem Gespräch mit dem türkischen Europaminister Volkan Bozkir sagte Hahn, die EU erkenne das Recht der Türkei an, „auf jede Form von Terrorismus zu reagieren“. Der EU-Kommissar brachte laut einer Erklärung seines Büros aber „die große Sorge der EU“ angesichts der jüngsten Entwicklungen zum Ausdruck, die „eine negative Auswirkung auf den Friedensprozess zwischen den Kurden und der Türkei“ hätten.

Auch die USA mahnten eine Deeskalation an. In Washington sagte Außenamtssprecher Mark Toner, die PKK solle auf Gewalt verzichten und wieder Gespräche mit der türkischen Regierung aufnehmen. Zugleich forderte er wie die EU von Ankara, „verhältnismäßig“ in dem Konflikt zu reagieren.

Erneut drei Tote bei PKK-Angriff

Unterdessen sind bei einem Sprengstoffangriff kurdischer Rebellen im Südosten der Türkei drei Soldaten getötet worden. Vertreter der Sicherheitskräfte machten die PKK für den Angriff auf einen Militärkonvoi in der Region Arakoy der Provinz Sirnak verantwortlich. Im Nordosten der Türkei wurde zudem ein Anschlag auf eine Pipeline verübt, auch in diesem Fall machen türkische Behörden die PKK verantwortlich.

Laut einer Agenturzählung wurden seit der Eskalation des Konflikts mit der PKK vor zwei Wochen 20 türkische Sicherheitskräfte getötet.

Neuwahlen in Griechenland immer wahrscheinlicher

In Athen werden vorgezogene Wahlen immer wahrscheinlicher: Der Anführer des linken Flügels der Regierungspartei SYRIZA, Panagiotis Lafazanis, rief heute alle Abgeordneten seiner Partei zur Ablehnung eines neuen Reform- und Sparprogramms auf, falls ein solches in den kommenden Tagen von Ministerpräsident Alexis Tsipras vorgelegt werden sollte.

Regierungssprecherin Olga Gerovasili bezeichnete daraufhin im griechischen Fernsehen Neuwahlen als „wahrscheinlich“. Ein Datum hierfür nannte sie nicht. Wegen des Richtungsstreits in seiner SYRIZA hatte Tsipras bereits vergangene Woche Neuwahlen nicht ausgeschlossen.

Verhalten des linken Flügels „surreal“

Bei den bisherigen beiden Abstimmungen hatte fast jeder vierte SYRIZA-Abgeordnete gegen die Reform- und Sparmaßnahmen votiert, nur mit Hilfe der Opposition kam jeweils eine Mehrheit zustande. Das könne so nicht weitergehen, sagte Tsipras vergangene Woche in einem Interview. Es sei „surreal“, wenn Abgeordnete nicht für die Regierungspolitik stimmten, aber trotzdem erklärten, diese Politik zu unterstützen, fügte Tsipras hinzu.

Bei den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern werden unterdessen heute die geplanten Privatisierungen von Staatsunternehmen im Mittelpunkt stehen, wie Kreise des Finanzministeriums mitteilten.

Morgen soll damit begonnen werden, die Details des Abkommens Athens mit den Gläubigern niederzuschreiben. Das Abkommen soll voraussichtlich am 18. August vom griechischen Parlament gebilligt werden.

IOM: Bereits 2.000 Tote bei Flucht über Mittelmeer

Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 2.000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer gestorben. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) heute in Genf mit.

Insgesamt hätten seit Jänner rund 188.000 Flüchtlinge und Migranten die gefährliche Reise über das Mittelmeer nach Europa unternommen, sagte IOM-Sprecher Itayi Virri.

Die meisten Flüchtlinge kamen in Griechenland und in Italien an. Allein in Griechenland seien es bisher schätzungsweise 97.000 Menschen gewesen. Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zählten die dortigen Behörden im gesamten vergangenen Jahr nur 34.000 Flüchtlinge.

Netzpolitik.org zeigt sich unbeeindruckt von Ermittlungen

Die Journalisten des deutschen Blogs Netzpolitik.org zeigen sich demonstrativ unbeeindruckt von den Ermittlungen wegen des Verdachts des Landesverrats gegen sie.

„Wir hoffen, dass sich keiner von diesem Einschüchterungsversuch irgendwie auch eingeschüchtert fühlt“, sagte der Betreiber des Blogs, Markus Beckedahl, heute im ZDF-„Morgenmagazin“ auch mit Blick auf Informanten. „Wir haben zumindest bei uns in der Redaktion jetzt eine Jetzt-erst-recht-Stimmung.“

Der „Bild“-Zeitung sagte Beckedahl: „Wir werden die Öffentlichkeit nutzen, uns gegen die Ermittlungen zu wehren.“ Man sei überrascht, dass der deutsche Generalbundesanwalt Harald Range die Aufnahme der Ermittlungen gegen das Blog wegen Landesverrats für berechtigt halte. „Das klingt danach, als dass die gerade ruhenden Ermittlungen bald weiterlaufen“, sagte Beckedahl. Das sehe man klar als Einschüchterungsversuch an.

Jemen: Armee eroberte wichtige Militärbasis zurück

Einen Tag nach dem Beginn eines Großangriffs auf die Luftwaffenbasis von al-Anad hat die jemenitische Regierung die Rückeroberung des größten Militärstützpunkts im Land verkündet. Das Verteidigungsministerium sprach heute von einem Sieg für die Regierungstruppen über die schiitischen Huthi-Rebellen, die seit März die Basis im Süden des Landes kontrolliert hatten.

Aus Militärkreisen verlautete, es habe in der Nacht heftige Gefechte auf dem weitläufigen Stützpunkt gegeben. Etwa 70 Huthi-Kämpfer seien getötet und zehn weitere gefangen genommen worden. Aufseiten der Regierungstruppen habe es 24 Tote und 23 Verletzte gegeben. Die Truppen hätten die Kontrolle über die Gebäude und Lagerhallen übernommen und suchten nun nach verbliebenen Huthi-Kämpfern, hieß es.

Die US-Armee hatte den Stützpunkt 60 Kilometer nördlich der Hafenstadt Aden genutzt, um den Drohnenkrieg gegen die Islamistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel zu leiten. Im März fiel die strategisch wichtige Basis aber in die Hände der vorrückenden Huthi-Rebellen.

Heftiger Gegenwind für Obamas Klimapläne

Mit der Ankündigung seiner ambitionierten Klimaschutzziele ist US-Präsident Barack Obama auf heftigen Widerstand gestoßen. Die Republikaner im US-Kongress laufen gegen die Pläne Sturm. „Ich werde alles tun, um sie zu stoppen“, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell gestern.

Doch die Republikaner sind nicht die einzigen Gegner, die mobilmachen. Laut Recherchen der „New York Times“ haben sich Anwälte, Lobbyisten und Republikaner schon vor einem Jahr zusammengeschlossen und mittlerweile ein enges Netzwerk geknüpft mit dem Ziel, Obamas Klimapläne zu bekämpfen.

Mehr dazu in „Kostspielig“ und „arrogant“

Inland

Hilfsorganisationen üben Kritik an „Asyl auf Zeit“

Der Vorschlag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), über „Asyl auf Zeit“ zu diskutieren, stößt bei Hilfsorganisationen auf Skepsis. Caritas, Diakonie und das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) erinnerten heute daran, dass es bereits den befristeten subsidiären Schutz gebe.

„Es braucht dieses neue System eigentlich nicht“, so Wiens Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner zur APA. Diakonie-Direktor Michael Chalupka sprach von einem „Ideenwettbewerb der Grausamkeiten“.

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OECD: Österreich macht Fortschritte bei Steuertransparenz

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bescheinigt Österreich Fortschritte bei der Steuertransparenz und beim Austausch von Steuerinformationen.

Die dafür zuständige Teilorganisation Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes hat Österreich zugestanden, dass die Bedingungen der Organisation inzwischen „im Wesentlichen erfüllt“ seien. 2013 waren die Kriterien erst „teilweise erfüllt“.

Sieben von zehn Kriterien voll erfüllt

Das globale Forum für Transparenz und Austausch von Steuerinformationen hat zehn Kriterien definiert, von denen Österreich nun sieben voll erfüllt und drei „im Wesentlichen“. Volle Punkte bekommt Österreich nun unter anderem beim Zugang zu heimischen Bankdaten und bei der Wahrung der Vertraulichkeit.

Verbesserung bei Datenaustausch

Vor zwei Jahren war ein zentraler Kritikpunkt, dass Inhaberaktien nicht konkreten Personen zugeordnet werden konnten. Da die Registrierung aber erst seit Anfang 2014 verpflichtend sei, müsse noch die Wirkung geprüft werden. Deshalb erfüllt Österreich hier erst „im Wesentlichen“ die Kriterien.

Zudem kann Österreich inzwischen vom Großteil der Partnerländer, mit denen es einen Informationsaustausch gibt, Bankinformationen erhalten. Auch hier gibt es ein „Im Wesentlichen“ erfüllt. „Im Wesentlichen“ in Ordnung ist auch das Netz von Abkommen über den Informationsaustausch.

Innerhalb von zwölf Monaten soll der nächste Bericht über weitere Fortschritte Österreichs vorliegen, Ende 2015 ist die nächste Überprüfung von Österreichs Gesetzgebung gegen Geldwäsche und im Kampf gegen die Finanzierung von Terrorismus vorgesehen.

Gesundheitsministerium kürzt Aids-Hilfen Förderungen

Den Aids-Hilfen in Vorarlberg, Salzburg und Kärnten werden im kommenden Jahr die Förderungen durch den Bund in der bisherigen Form gestrichen. Das Gesundheitsministerium begründete die Maßnahme heute mit Sparmaßnahmen, durch die man durch das Finanzrahmengesetz gezwungen sei.

„Auch uns schmerzt das sehr“, sagte die Sprecherin von Ministerin Sabine Oberhauser (SPÖ), Raphaela Pammer, zur APA. Ihren Angaben zufolge müssen die Aids-Hilfen der drei Länder auf die Hälfte der 640.000 Euro direkten Förderung für Prävention verzichten, die sie heuer insgesamt erhielten.

Ministerium: Geld fließt in System zurück

Allerdings, so Pammer, flössen die eingesparten 320.000 Euro in das System der Aids-Hilfen zurück, und zwar zur Hälfte in Form von Geld an de Aids-Hilfe Wien, das für österreichweite Prävention zur Verfügung stehen werde: Dabei handle es sich unter anderem um Infofolder und das Design von Workshops. Die restlichen 50 Prozent stünden zur Finanzierung anonymer Tests zur Verfügung.

Kritik aus Vorarlberg

Kritik kam vom Vorarlberger Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP), der gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“ von einer überfallsartigen Vorgangsweise des Bundes sprach. „Es ist der falsche Weg, bei niederschwelligen Beratungseinrichtungen im Gesundheitsbereich zu kürzen“, wurde der grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser von der Zeitung zitiert.

Sport

Champions League: Rapid mit breiter Brust gegen Ajax

Rapid hat vor dem heutigen Rückspiel der dritten Qualirunde zur Champions League bei Ajax Amsterdam kräftig Selbstvertrauen aufgebaut. Mit dem 2:1-Sieg bei Red Bull Salzburg prolongierte der Vizemeister am Wochenende seinen perfekten Saisonstart und rechnet sich nun trotz eines 2:2 im Hinspiel Chancen auf den Play-off-Einzug aus.

„Wir fahren als großer Außenseiter nach Amsterdam, wollen das sogenannte Wunder aber unbedingt schaffen“, sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic.

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Schwimm-WM: Zaiser scheitert auch über 200 m Kraul

Den österreichischen Schwimmern bleibt bei der WM in Kasan in den Finalsessionen weiter nur die Zuschauerrolle. Lisa Zaiser schied heute auch über 200 m Kraul im Vorlauf aus und setzte damit die Serie von verpassten Halbfinal-Einzügen der heimischen Vertreter fort. Als Gesamt-24. fehlte Zaiser mehr als eine Sekunde auf das Erreichen der Vorschlussrunde der besten 16.

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Wirtschaft

Meinl Bank klagt Republik in USA auf 200 Mio. Euro

Die Meinl Bank bzw. deren Eigentümerin hat ein Schiedsverfahren gegen die Republik Österreich bei einer Schiedsstelle bei der Weltbank in Washington eingeleitet.

Die Far-East-Gesellschaft beruft sich dabei auf internationalen Investorenschutz und fordert von Österreich „mindestens“ 200 Mio. Euro. Ihre Anwälte begründen die Klage mit einer „achtjährigen Hexenjagd der Regierung“ gegen die Bank.

Bei der Schiedsstelle International Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) bei der Weltbank in Washington DC wurde laut Homepage die Klage der B.V. Belegging-Maatschappij Far East am 30. Juli registriert. Die Far East wird von der US-amerikanischen Anwaltskanzlei Baker & Hostetler vertreten.

Es ist laut Anwaltsangaben die erste Investorenklage gegen die Republik Österreich. Sie stütze sich auf das bilaterale Investitionsschutzabkommen Österreichs mit Malta.

Gewaltentrennung missachtet

Die Anwälte Kenneth Reisenfeld und Mark Bailen vertreten die Meinl-Bank-Muttergesellschaft Far East bei ihrer Klage. Im Gespräch mit der APA sagte Reisenfeld, die österreichische Regierung sei gemäß internationalem Recht verantwortlich für alle Handlungen anderer Staatsorgane, die gegen die Meinl Bank bzw. deren Organe gerichtet seien. Gewaltenteilung zwischen der Regierung (Exekutive) und dem Justizsystem (Judikatur) werde nicht akzeptiert.

Daher sei auch das Vorgehen der Staatsanwaltschaft und der Finanzmarktaufsicht gegen die Meinl Bank bzw. deren Organe der Republik direkt zuzurechnen, argumentiert der Anwalt.

Jahrelange Ermittlungen

Das Investment der Far East in Österreich, also die Meinl Bank, sei durch das Vorgehen der Justiz und der Finanzmarktaufsicht geschädigt worden, so Reisenfeld. „Die blindwütige Kampagne gegen die Meinl Bank ... und dass das Interesse der Far East an der Meinl Bank nicht geschützt wurde, waren unfair, ungerecht und ein absichtlicher Machtmissbrauch“, hieß es in einer Aussendung der Anwaltskanzlei. Das habe eine „Enteignung“ der Far-East-Investition in die Meinl Bank zur Folge gehabt.

Die österreichische Justiz ermittelt seit Jahren gegen Julius Meinl und Direktoren der Meinl Bank sowie weitere Personen. Die Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Immobilienfonds Meinl European Land (MEL) lauten auf Anlegerbetrug bzw. Untreue. Die Beschuldigten bzw. ihre Anwälte weisen die Vorwürfe entschieden zurück und haben ihrerseits zahlreiche Beschwerden eingebracht. Es gilt die Unschuldsvermutung.

AMS: 29.000 Stellen in Gastronomie offen

Im ersten Halbjahr 2015 hat die Gastronomie 14.259 Kellner, 10.227 Köche und 5.091 Kochgehilfen gesucht. Starke Nachfrage gab es auch für Hilfskräfte in den Bereichen Reinigung (9.598) und Warenverpackung (7.574), allgemeine Hilfskräfte (5.995) und Lagerarbeiter (4.788), teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) heute mit.

Schlagabtausch zwischen WKÖ und vida

Erst am Donnerstag hatte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl gemeint: „Wenn ich lese, dass Wirtshäuser zusperren müssen, weil sie keine Leute mehr bekommen, die bereit sind, am Wochenende zu arbeiten, dann stimmt doch etwas in unserem Land nicht.“ An möglicherweise unzureichender Bezahlung liege es jedenfalls nicht.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Gottfried Winkler, reagierte umgehend. Es sei richtig, dass die Gastronomie Probleme habe - und das habe folgenden Grund: „Es stimmen nämlich die Arbeitsbedingungen nicht. (...) Solange die Einkommen im Hotel- und Gastgewerbe unterdurchschnittlich niedrig - der Bruttostundenlohn liegt bei rund acht Euro - und die Belastungen überdurchschnittlich hoch sind, darf sich niemand über Arbeitskräftemangel im Tourismus wundern.“

Seit dem 1. Mai 2015 gilt für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe ein Mindestlohn von 1.400 Euro brutto im Monat. Im ersten Lehrjahr gibt es 625 Euro, im zweiten Lehrjahr 695 Euro, im dritten Lehrjahr 830 Euro und im vierten Lehrjahr 910 Euro.

Finanzinvestor steigt bei Parfümeriekette Douglas ein

Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas bekommt einen neuen Mehrheitseigentümer. Die EU-Kommission gab heute dem luxemburgischen Finanzinvestor CVC Capital Partners grünes Licht für die Übernahme des Parfum- und Kosmetikspezialisten.

Negative Auswirkungen auf den Wettbewerb seien nicht zu erwarten, da es keine Überschneidungen zwischen den Geschäftsfeldern beider Unternehmen gebe, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Douglas soll in Europa weiter wachsen

CVC hatte Anfang Juni angekündigt, die Mehrheit an Douglas vom bisherigen Eigentümer, dem Finanzinvestor Advent, übernehmen zu wollen. Die Gründerfamilie Kreke bleibt mit 15 Prozent an der Parfümeriekette beteiligt.

CVC-Partner Sören Vestergaard-Poulsen hatte bei der Bekanntgabe des Deals betont, der Investmentfonds sehe für Douglas noch erhebliches Wachstumspotenzial in Europa. Das Unternehmen solle hier sowohl organisch als auch durch Zukäufe wachsen. Douglas sei zudem stark genug, eine globale Marke zu werden. Deshalb werde man auch Wachstumsmöglichkeiten außerhalb Europas prüfen.

Rufnummernmitnahme kann im Handel teuer werden

Die Regulierungsbehörde RTR hat heute in einer Aussendung vor teuren Rufnummernportierungen im Einzelhandel gewarnt. Für die Mobilfunkanbieter ist das Portierentgelt zwar per Verordnung festgelegt und darf nicht mehr als 19 Euro betragen, Handelsunternehmen fallen aber nicht unter diese Bestimmungen, sagte eine RTR-Sprecherin. Laut Beschwerden werden bis zu 38 Euro verlangt.

Mehr dazu in help.ORF.at

US-Airlines stoppen Beförderung von Jagdtrophäen

Die Empörung über den Tod des Löwen Cecil in Simbabwe hat die beiden großen US-Airlines Delta und American zum Handeln veranlasst. „Ab sofort“ werden beide Fluggesellschaften keine Jagdtrophäen bestimmter großer Wildtiere mehr als Fracht befördern, kündigten sie gestern an. Weitere Verschärfungen würden überprüft.

Delta teilte mit, Trophäen erlegter Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel würden weltweit nicht mehr als Fracht angenommen. Die Beförderungsbedingungen für Trophäen anderer Tierarten werde das Unternehmen mit den zuständigen Behörden und Organisationen überarbeiten.

American teilte in einem Tweet mit, das Unternehmen werde keine Trophäen mehr von Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörnern und Büffeln verfrachten. Die Fluggesellschaften Emirates und South African Airways hatten zuvor bereits ein ähnliches Verbot erlassen.

Die Airlines reagieren damit auf den Skandal um den bei Touristen beliebten Löwen Cecil, der Anfang Juli von einem US-Touristen auf Großwildjagd in Simbabwe erlegt wurde. In zahlreichen afrikanischen Ländern ist derzeit die Hauptsaison für die Jagd.

Chronik

Polizei fasste Kremser Brandstifter

Die Brandserie in Krems (Niederösterreich) dürfte geklärt sein: Die Polizei hat in der Nacht einen jungen Mann festgenommen. Der 19-Jährige wurde auf frischer Tat ertappt, als er zum dritten Mal einen Holzstoß anzünden wollte.

Mehr dazu in noe.ORF.at

In Vorarlberg brach in der Nacht im Feldkircher Bahnhofsareal Feuer aus. Nach ersten Informationen der Polizei Feldkirch brannte ein leerstehendes Gebäude. Auch der angrenzende Friedhof geriet in Brand.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Hamburg: 43 Verletzte bei Explosion in Wohngebiet

Bei einer Explosion und einem Brand in einem früheren Bunker mitten in einem Wohngebiet im Stadtteil Rothenburgsort im deutschen Hamburg sind heute mindestens 43 Menschen verletzt worden.

In dem Gebäude gerieten 100 Tonnen ätherische Öle in Brand - sie explodierten, während die Feuerwehr löschte. Mindestens 19 Menschen mussten ins Krankenhaus. Unter den Verletzten waren auch zwölf Feuerwehrleute.

Explosion in einem Bunker in Hamburg

APA/dpa/Daniel Bockwoldt

„Wir hatten Glück im Unglück, dass alle Verletzungen nur leicht bis mittelschwer sind“, sagte Feuerwehrsprecher Thorsten Grams. Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens blieben zunächst unklar.

Feuerwehrleute von Druckwelle erfasst

Die Feuerwehr war um 4.23 Uhr alarmiert worden. In dem Bunker ist außer dem Lager noch eine Tischlerei. 60 Anrainer wurden aus den Wohnungen geholt. Sie klagten über Husten und Atemreizungen. Gegen 7.00 Uhr folgte eine heftige Detonation mit großer Stichflamme.

„Es gab eine schlagartige Durchzündung mit einer erheblichen Druckwelle, die so stark war, dass Fahrräder durch die Luft gewirbelt wurden“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Brandort. Feuerwehrleute in dem etwa 25 Meter hohen Bunker seien von der Druckwelle erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden.

Kultur

ImPulsTanz: Die zweite sexuelle Befreiung im Odeon

Sex war noch nie so frei und zugleich so vielen Disziplinierungspraktiken unterworfen wie in der Gegenwart - bedarf es also einer neuen Befreiung der Sexualität? Auf diese Grundfrage ließe sich die Performance der österreichischen Choreografin Christine Gaigg gemeinsam mit drei Tänzerinnen gestern Abend beim Festival ImPulsTanz in Wien zusammenfassen. Deutlich wurde: Der autobiografische Anspruch auf die „eigene“ Sexualität entkommt nicht einer politischen Debatte über den Körper.

Mehr dazu in news.ORF.at/festspielhighlights15

„Buoni a nulla“: Ein Regisseur und die Charakterschwäche

Mit Filmen wie „Festmahl im August“ und „Gianni und die Frauen“ hat der römische Regisseur Gianni di Gregorio eine eigene Marke innerhalb des italienischen Komödienfachs etabliert: Er zeigt sich quasi selbst und ist dabei auch ganz offen im Umgang mit seinen eigenen, stets liebenswürdigen Charakterschwächen. Dieses Konzept behielt Di Gregorio auch in seinem neuen Film „Buoni a nulla“ bei.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Religion

Science

Leute

Gwen Stefani und Gavin Rossdale vor Scheidung

Die Sängerin und Modedesignerin Gwen Stefani soll laut US-Medienberichten die Scheidung von Ehemann und Rockstar Gavin Rossdale eingereicht haben. Die beiden waren 20 Jahre lang ein Paar, 13 Jahre davon verheiratet.

Gwen Stefani und Gavin Rossdale

Reuters/Danny Moloshok

Laut US-Medien sollen „unüberbrückbare Differenzen“ als Scheidungsgrund genannt worden sein. Sowohl Stefani als auch Rossdale sollen das gemeinsame Sorgerecht für die drei Kinder Kingston (neun Jahre), Zuma (sechs Jahre) und Apollo (ein Jahr) beantragt haben.

Die Musiker lernten einander 1995 kennen, als Stefanis Band No Doubt gemeinsam mit Rossdales Band Bush auf Tour war. 2002 folgte die Hochzeit.