Ausland

70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in Italien

Italien hat den 70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und nationalsozialistischer Besetzung gefeiert. Staatspräsident Sergio Mattarella legte heute einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten in Rom nieder.

Der 25. April sei ein Fest der „Freiheit für alle“ und eine „Feier der Hoffnung“ für die junge Generation, sagte Mattarella später bei einer Gedenkveranstaltung in Mailand. Der Widerstand gegen Krieg und unmenschliche Gewalt sei das „ethische Fundament“ der italienischen Nation.

Der 25. April ist in Italien Nationalfeiertag. Gefeiert werden die Kapitulation der Deutschen und das Ende der faschistischen Sozialrepublik des Diktators Benito Mussolini. An diesem Tag übernahmen die Befreiungskomitees der Partisanen im Norden des Landes offiziell die Macht. Drei Tage später, am 28. April 1945, wurden Mussolini und seine Geliebte erschossen und tags darauf an einer Tankstelle in Mailand kopfüber aufgehängt.

Medien: Israelische Luftangriffe in Syrien

Israelische Kampfflugzeuge sollen an der syrisch-libanesischen Grenze zwei Brigaden der syrischen Armee angegriffen haben, die mit strategischen Waffen und Langstreckenraketen ausgerüstet sind. Das berichtete heute das israelische Internetportal Ynet unter Berufung auf den Sender al-Jazeera. Der Sender al-Arabija meldete, Israel habe bereits am Mittwoch zwei Konvois mit Waffenlieferungen angegriffen. Dabei habe es einen Toten gegeben.

Laut al-Jazeera ereigneten sich die Angriffe gegen die 155. und 65. Brigade der syrischen Armee gestern Nacht in al-Kalamun. Das libanesische Internetportal Elnashra, das der Hisbollah nahesteht, berichtete über israelische Angriffe auf syrische Stellungen bei Karah.

Keine Bestätigung durch Israel

Die israelische Armee wollte die Berichte nicht kommentieren. Auch offizielle Stellungnahmen aus Damaskus oder von der Hisbollah lagen nicht vor. Nach Angaben internationaler Beobachter hat Israel bereits seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs vor mehr als vier Jahren mehrere Ziele in Syrien angegriffen, darunter für die Hisbollah bestimmte Waffenlager. Israel hat das nie bestätigt, hat allerdings betont, dass man Waffenlieferungen an die Hisbollah unterbinden werde.

Dschihadisten in Syrien im Vormarsch

Unterdessen gehen die Kämpfe in Syrien zwischen Regierungstruppen und den islamistischen Rebellen weiter. Die Al-Nusra-Front, ein syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, hat im Nordwesten des Landes die strategisch wichtige Stadt Dschisr al-Schughur fast vollständig erobert. Die Dschihadisten hätten fast die gesamte Stadt in ihre Gewalt gebracht, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, gegenüber einer Nachrichtenagentur. Die Regierungstruppen seien geflohen. Bei den Kämpfen wurden Dutzende Rebellen und Soldaten getötet.

Die Dschihadisten hatten kürzlich bereits die Provinzhauptstadt Idlib eingenommen, woraufhin sich die Regierungstruppen nach Dschisr al-Schugur zurückzogen. Sonst kontrolliert die Armee in der Provinz praktisch nur noch die kleine Stadt Ariha und die Militärbasis al-Mastumah. Dschisr al-Schugur liegt an der Autobahn von Idlib zur Küstenprovinz Latakia. Die Eroberung der Stadt ermöglicht es den Rebellen nun, weiter Richtung Latakia vorzudringen, der Heimatregion von Präsident Baschar al-Assad.

Menschenrechtlerin in Pakistan erschossen

Die pakistanische Menschenrechtlerin Sabeen Mehmud ist gestern im Anschluss an eine Diskussionsveranstaltung Opfer eines Mordanschlags geworden. Zwei Attentäter auf einem Motorrad hätten in der Hafenstadt Karachi mehrere Schüsse auf das Fahrzeug der Aktivistin abgegeben, teilte die pakistanische Polizei heute mit. „Sie wurde bei dem Angriff getötet und ihre Mutter lebensgefährlich verletzt.“

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Mehmud hatte zuvor in ihrem Restaurant eine Diskussion organisiert, bei der es um das gewaltsame Verschwinden von Menschen ging. Teilgenommen hatten Aktivisten aus der im Südwesten gelegenen Provinz Baluchistan. Menschenrechtler machen die Sicherheitskräfte für das Verschwinden von Hunderten Personen in den vergangenen Jahren verantwortlich.

Hinrichtung zweier Australier in Indonesien steht bevor

Die Hinrichtung zweier wegen Drogenhandels verurteilter Australier in Indonesien steht nach Angaben der australischen Regierung „unmittelbar“ bevor. Die indonesischen Behörden hätten australische Konsularbeamte heute entsprechend informiert, erklärte Australiens Außenministerin Julie Bishop.

Die Hinrichtung von Andrew Chan and Myuran Sukumaran soll „umgehend“ im Gefängnis auf der Insel Nusakambangan angesetzt werden. Die beiden Australier waren nach Angaben der indonesischen Justiz die Anführer der Drogenbande „Bali Neun“, die wegen des Versuchs, Heroin aus Indonesien zu schmuggeln, 2006 zum Tode verurteilt wurden.

Weiteren Ausländern droht Hinrichtung

Es wird erwartet, dass die Australier gemeinsam mit weiteren von der indonesischen Justiz verurteilten Ausländern, darunter Bürger Frankreichs, Brasiliens, Nigerias, Ghanas und der Philippinen, hingerichtet werden.

Der Fall hat zu einem heftigen diplomatischen Streit zwischen Jakarta und dem Ausland geführt. Neben Australien bemühten sich bisher auch Frankreich und Brasilien vergeblich darum, ihre Bürger vor der Hinrichtung zu bewahren. Frankreichs Präsident Francois Hollande drohte heute mit diplomatischen „Konsequenzen“, sollte der verurteilte Franzose Serge Atlaoui hingerichtet werden.

Israel: Palästinenser nach Anschlagsversuch getötet

Das israelische Militär hat offiziellen Angaben zufolge einen Palästinenser erschossen, der zuvor einen Anschlag auf Soldaten verüben wollte. Der Zwischenfall habe sich in der Nacht auf heute in der Nähe eines Kontrollpunktes bei Ostjerusalem ereignet, teilte die Polizei weiter mit.

Der junge Palästinenser habe die Soldaten mit zwei Messern attackieren wollen. Da er nicht auf Warnschüsse reagiert habe, sei das Feuer auf ihn eröffnet worden.

Besonders in der Region von Jerusalem kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern. Der politische Status von Ostjerusalem, das beide Seiten für sich beanspruchen, ist ein zentraler Streitpunkt des Nahost-Konflikts.

Ukrainische Separatisten bestehen auf ganz Donezk

Die ukrainischen Separatisten wollen die Herrschaft über das ganze Donezker Gebiet erringen. Das solle „möglichst auf friedlichem Wege“ geschehen, sagte der Chef der „Donezker Volksrepublik“, Alexander Sachartschenko, dem Magazin „Spiegel“. Bis zur Grenze des alten Donzeker Gebietes seien es 120 Kilometer. Er rief die ukrainische Regierung zu direkten Gesprächen auf.

Friedentruppen werden abgelehnt

Internationale Friedenstruppen im Donbass lehnte Sachartschenko ab. „Wir sind in der Lage, die Probleme hier selbst zu lösen“, sagte er. Auch Kiew wolle keine Friedenstruppen, weil ein solches Eingeständnis eines Kriegszustandes zur Verweigerung von Krediten des Internationalen Währungsfonds (IWF) führen würde.

Von allen Punkten der Minsker Vereinbarung für eine Konfliktlösung habe Kiew „keinen einzigen erfüllt“. Die Separatisten sicherten dagegen wie vereinbart ihre Grenzen. „In den nächsten drei Wochen wird der Aufbau von Grenzposten beendet.“ Den ukrainischen Truppen warf Sachartschenko vor, schwere Waffen nicht abzuziehen und auf die Separatisten zu feuern. „Deswegen kehren die schweren Waffen der Separatisten in ihre alten Stellungen zurück.“

Polens Autorität Bartoszewski ist tot

Nur wenige Tage nach einem Auftritt anlässlich des Gedenkens an den Warschauer Ghettoaufstand ist die wohl wichtigste Integrationsfigur Polens gestorben. Der ehemalige polnische Außenminister, Botschafter in Wien, Historiker und KZ-Überlebende Wladyslaw Bartoszewski erlitt am Freitag einen Schwächeanfall und starb wenig später. Bartoszewski hatte sich insbesondere um die deutsch-polnische Versöhnung verdient gemacht. Präsident Bronislaw Komorowski sagte, „ein großer Pole“ sei tot, und sprach von einem „ungeheuren Verlust“.

Mehr dazu in „Ungeheurer Verlust“

Inland

Wie Kärnten zu Geld kommen kann

Eine erste Verhandlungsrunde hat kein Ergebnis gebracht, nun hofft man auf Montag: Kärnten ringt mit der Bundesregierung, um sein Finanzloch zu schließen. Doch Reformen wolle sich Kärnten nicht vorschreiben lassen, betonte Finanzreferentin Gabriele Schaunig (SPÖ). Neben der kurzfristigen Liquidität wird nun ein Rückkauf von landesbehafteten Heta-Papieren diskutiert. So könnte man einen Teil der Verbindlichkeiten billiger zurückkaufen, bevor der Heta-Schuldenschnitt in rund einem Jahr akut wird. Das Geld müsste allerdings wohl vom Bund kommen - denn viele Möglichkeiten hat Kärnten nicht mehr.

Mehr dazu in Bundesregierung fordert Altlastenrückkauf

Ärztearbeitszeit: Auswirkung auf Krebspatienten

Das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte bekommen auch krebskranke Menschen in Österreich zu spüren. Maximal 48 Stunden Wochenarbeitszeit bedeuten, dass Ärzte nach einem Nachtdienst heimgehen müssen und in den Krebszentren tagsüber ausfallen. Bei der Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie spricht man davon, dass am Tag somit um ein Fünftel weniger Ärzte im Einsatz sind.

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Sport

Fußball: Liendl trifft bei Okotie-Comeback

Nach eineinhalb Monaten Verletzungspause hat ÖFB-Teamstürmer Rubin Okotie heute sein Comeback für 1860 München gegeben. Beim 1:1 in Düsseldorf stahl ihm aber Landsmann Michael Liendl die Show, denn der Mittelfeldmann erzielte knapp nach der Pause den Ausgleich für die Fortuna. Das siebente Saisontor Liendls schmerzte Okotie und Co., denn trotz des Auswärtspunktes blieben die Sechziger in der zweiten Bundesliga in akuter Abstiegsgefahr.

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Bundesliga: Rapid will gegen Admira mehr als Remis

Drei Spiele, dreimal Remis: Rapid ist in dieser Saison gegen die Admira noch sieglos. Im Kampf um Platz zwei und den damit verbundenen CL-Qualiplatz zählen für die Hütteldorfer heute allerdings nur drei Punkte, um den Vorsprung auf die Verfolger Sturm Graz und Altach zu halten. Da sich die Admira aber mitten im Abstiegskampf befindet, erwartet Zoran Barisic im Happel-Stadion ein hartes Stück Arbeit. „Die Admira wird um ihr Leben spielen“, lautet die Prognose des Rapid-Trainers.

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Wirtschaft

Heta-Bilanz: Verschiebung für Schelling „sauber“

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sieht in der Verschiebung der Bilanzerstellung für die Hypo-Abbaubank Heta von vier Wochen kein Problem. Es sei ein üblicher Vorgang, der der „sauberen Abwicklung“ diene. Jedenfalls werde „kein weiteres Steuergeld direkt vom Bund in die Heta fließen“.

Schelling erklärte am Rande des EU-Finanzministerrats in Riga, bei der Asset Quality Review vor einigen Monaten sei die Bandbreite der Risiken dargestellt worden, die Zahlen hätten zwischen vier und sieben Milliarden Euro geschwankt. Jetzt bei der Bilanzerstellung sei es wichtig, den tatsächlichen Wert für die Testierung herauszufinden. „Dieser Prozess dauert, mir ist lieber, das sauber abzuwickeln.“

„Erstaunt“ über angeblichen Heta-Anleihen-Rückkauf

Angesprochen auf Berichte, wonach Kärnten Heta-Anleihen zurückkaufen sollte, sagte Schelling: „Also ganz ehrlich, mich erstaunt einigermaßen, welche Botschaften aus Kärnten kommen. Das ist mit mir nicht koordiniert. Natürlich geistert immer wieder herum, weil der Kurs der Anleihen ein relativ günstiger ist. Was alle übersehen ist, wir haben gar keinen Handlungsspielraum.“ Die Entscheidung, wie es mit Bonds weitergehe, „hat allein die FMA zu treffen“, weil die HETA unter Moratorium gestellt worden sei.

Probleme mit Türen: Ford ruft fast 400.000 Autos zurück

Der US-Autohersteller Ford hat in Nordamerika wegen Problemen mit der Türverriegelung rund 390.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen. Betroffen seien die Modelle Fiesta (Baujahr 2012 bis 2014), Fusion (2013 bis 2014) und Lincoln MKZ, teilte das Unternehmen gestern (Ortszeit) mit. Ein defektes Bauteil der Verriegelung könnte möglicherweise dazu führen, dass sich die Tür während der Fahrt öffnet.

Medien: Sony vervierfacht Gewinnprognose für 2015

Sony hat einem Medienbericht zufolge für das laufende Geschäftsjahr seine Gewinnprognose vervierfacht. Auf operativer Basis rechne der japanische Elektronikkonzern nun mit 300 Milliarden Yen (2,3 Mrd. Euro), meldete heute die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ . Das wäre das höchste Ergebnis seit 2008.

Gute Verkaufszahlen bei PlayStation

Sony sei vor allem wegen des sprudelnden Absatzes seiner Bildschirmsensoren, die in Smartphones verwendet werden, und guter Verkaufszahlen seiner PlayStation zuversichtlich. Der Konzern war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Erst am Mittwoch hatte Sony seine Gewinnprognose für das im März beendete Geschäftsjahr angehoben. Der operative Gewinn sei bis Ende März 2015 voraussichtlich auf rund 530 Millionen Euro gestiegen, hieß es. Damit scheint der Konzern langsam die Früchte seines Umbaus zu ernten. Sony hat seine Produktpalette zuletzt deutlich verkleinert und seine Fernsehersparte abgespaltet, um Kosten zu sparen. Vor allem das schwache Smartphone-Geschäft hatte die Firma immer tiefer in die roten Zahlen gedrückt.

Chronik

Entwarnung nach Vulkanausbruch in Chile

Nach dem Ausbruch des Vulkans Calbuco in Südchile hat sich die Lage in den umliegenden Regionen wieder beruhigt. Der Evakuierungsbefehl für die Regionen Chamiza, Correntoso und Lago Chapo wurde in der Nacht auf heute (Ortszeit) aufgehoben. Die Bewohner könnten in ihre Häuser zurückkehren, sagte Innenminister Rodrigo Penailillo nach einer Sitzung des Einsatzstabes. Für die Ortschaften Puerto Montt, Puerto Varas und Puerto Octay zog das Ministerium die Ausgangssperre vorerst zurück.

Am Hang des ausgebrochenen Vulkans hatten sich zuvor bedrohliche Schlamm- und Schuttströme ergossen, wie der Katastrophendienst Onemi mitteilte. Insgesamt waren über 6.500 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die Aktivitäten des Vulkans hatten sich nach den beiden starken Ausbrüchen vom Mittwoch und Donnerstag abgeschwächt. Der Aschestrahl ist nach Angaben des Katastrophendienstes von 15 auf zwei Kilometer Höhe gesunken. Ein neuer Ausbruch könne jedoch noch nicht ausgeschlossen werden, teilte der Geologische Dienst Sernageomin mit.

Turkish-Airlines-Maschine in Istanbul notgelandet

Eine Maschine der Fluggesellschaft Turkish Airlines ist nach einem technischen Problem auf dem internationalen Flughafen von Istanbul notgelandet. Das Flugzeug sei anschließend von der Landebahn gerutscht, teilte Turkish Airlines mit. Keiner der 97 Passagiere sei verletzt worden.

„Die Evakuierung ist sicher und umgehend erfolgt“, hieß es weiter. Ermittlungen sollen nun die genaue Ursache der Notlandung klären. Die Maschine kam aus Mailand und hatte Istanbul als Ziel. Auf Fotos des Senders CNN Turk war zu sehen, dass eine Turbine offenbar Feuer fing.

Australischer Surfer verlor Bein bei Haiangriff

Ein australischer Surfer hat bei einem Haiangriff ein Bein verloren. Er befand sich nach Polizeiangaben zunächst in kritischem Zustand. Sie hätten einen sechs Meter langen Weißen Hai gesehen, berichteten andere Surfer der Zeitung „Adelaide Advertiser“ (Onlineausgabe).

Zunächst sei der 26-jährige Verletzte aus Port Lincoln in ein lokales Krankenhaus gebracht, später dann ins Royal Adelaide Hospital ausgeflogen worden, berichtete die Polizei. Der Angriff hatte sich heute Vormittag (Ortszeit) 350 Meter vor der Küste nahe Port Lincoln an einer Stelle ereignet, wo es bereits zuvor zu Zwischenfällen mit Weißen Haien gekommen war. Zu dem Zeitpunkt befanden sich mehrere Surfer im Wasser.

Religion

Science

Kultur

Crossing Europe: Russland-Fokus zeigt Licht und Schatten

Zwei hervorragende russische Filme erzählen beim Linzer Festival Crossing Europe auf sehr unterschiedliche Weise vom hohen Norden ihres Landes. Die Form einer historischen Satire benutzte Aleksei Fedorchenko in „Angels of Revolution“, als dezente Hommage an Landschaft und Bewohner gestaltete Andrei Kontschalowski „The Postman’s White Nights“.

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Losniza: Der distanzierte Blick des Beobachters

Und: Mit dem Tribute für den ukrainischen Regisseur Sergej Losniza (Loznitsa) ehrt Crossing Europe einen Künstler, der sich vor allem mit seinen präzise und distanziert beobachteten Dokumentarfilmen über die Sowjetunion, Russland und die Ukraine einen Namen gemacht hat. Sein bekanntestes Werk dürfte „Maidan“ sein.

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„Turandot“-Ausstellung im Museum der Mailänder Scala

Im Museum der Mailänder Scala wird am Donnerstag anlässlich der am 1. Mai geplanten „Turandot“-Aufführung unter der Leitung von Musikdirektor Riccardo Chailly eine Ausstellung zu Ehren der Puccini-Oper eingeweiht. Kostüme, Dokumente und Bühnenfotos sind bis 30. Juni zu sehen.

Auch Original-Notenseiten sind zu sehen

Original-Notenseiten mit Puccinis Entwürfen für das Finale der unvollendeten Oper, Bühnenkleider, die von legendären Sängerinnen von Puccini-Opern wie Gina Cigna und Birgit Nilsson getragen wurden, und Zeichnungen für die Kostüme zählen zu den Exponaten, von denen viele bisher noch nie ausgestellt wurden. „Turandot“ hatte am 25. April 1926 an der Scala Premiere gefeiert. Dirigent war damals Arturo Toscanini. Seitdem wird die Oper regelmäßig im Mailänder Theater aufgeführt.

Die „Turandot“-Ausstellung ist Teil des Scala-Programms am Rande der am 1. Mai beginnenden Weltexpo in Mailand. Am Freitag wird „Turandot“ mit einem Finale des italienischen Komponisten Luciano Berio inszeniert. Die Regie der Oper übernimmt Nikolaus Lehnhoff, in den Hauptrollen sind Nina Stemme, Aleksandrs Antonenko und Maria Agresta zu sehen.

Lifestyle

Song Contest

Lisa Angell zur Ehrenrettung Frankreichs

Frankreich zählt zu den erfolgreichsten Ländern in der Song-Contest-Geschichte. Seit 1956 mit dabei, konnte die „Grande Nation“ den Wettbewerb bereits fünfmal gewinnen. Der letzte Sieg im Jahr 1977 liegt allerdings schon weit zurück, und 2014 belegte Frankreich erstmals den letzten Platz. Zur Ehrenrettung soll dieses Jahr Lisa Angell mit dem Titel „N’oubliez pas“ punkten.

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Leute

Kim Kardashians Stiefvater outet sich als transsexuell

Der Stiefvater von TV-Sternchen Kim Kardashian (34), Bruce Jenner (65), hat sich als transsexuell geoutet. „Ich bin eine Frau“, sagte Jenner in einem gestern Abend (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Interview. „Mein Gehirn ist viel mehr weiblich als männlich. Es ist schwer für Menschen, das zu verstehen, aber so ist meine Seele.“

Er wisse davon schon seit er ein kleiner Bub war, habe sich aber erst jetzt entschieden, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. „Ich kann mich nicht mehr hinter einem Vorhang verstecken.“ Er habe einige Schönheitsoperationen hinter sich und Hormone genommen, sei aber nicht vollständig umoperiert.

Jenner hatte 1976 als Zehnkämpfer Olympiagold gewonnen und danach in einigen Filmen mitgespielt. Er war dreimal verheiratet, zuletzt mehr als 20 Jahre mit Kris Jenner. Im vergangenen Jahr ließ sich das Paar scheiden. Die beiden sind Eltern von Kendall und Kylie und haben aus früheren Ehen jeweils vier weitere Kinder. Der Familienclan ist unter anderem durch die Reality-Serie „Keeping Up With the Kardashians“ bekannt.