Ausland

Weitere türkische Panzer nach Syrien vorgerückt

Die Türkei hat ihre Bodenoffensive in Nordsyrien verstärkt. Zehn weitere Panzer drangen heute Früh auf syrisches Territorium vor, begleitet von mehreren Krankenwagen und schweren Geschützen.

Die an der Seite der Türkei kämpfenden, politisch gemäßigten syrischen Rebellen hatten zuvor die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus dem syrischen Grenzort Dscharabulus vertrieben.

Laut dem türkischen Premier Binali Yildirim wird Ankara seine Militäreinsätze in der Region fortsetzen. Jetzt gehe es darum, die Kurdenmiliz YPG über den Euphrat zurückzudrängen. „Bis das verwirklicht ist, werden unsere Operationen weitergehen“, sagte Yildirim. „Unsere Abmachung mit den USA lautet, dass sich die Kurden aus Manbidsch und der Region auf die Ostseite des Euphrats zurückziehen müssen“, führte Yildirim aus.

Deutschland bereitet Abzug von Stützpunkt vor

Unterdessen berichtete der deutsche „Spiegel“, die deutsche Bundeswehr bereite sich auf einen möglichen Abzug vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik vor. Unter Berufung auf Bundeswehrkreise meldete das Magazin, es werde geprüft, ob die „Tornados“ und Tankflugzeuge nach Jordanien oder Zypern verlegt werden können.

Dazu müssten jedoch die Aufklärungseinsätze wegen des Umzugs für mindestens zwei Monate unterbrochen werden. In Incirlik sind 250 Bundeswehrsoldaten stationiert, die den US-geführten Kampf gegen den IS mit Aufklärungsflügen unterstützen.

Biden auf heikler Mission

Spannungen gibt es auch zwischen der Türkei und den USA. Dazu war US-Vizepräsident Joe Biden in Ankara zu Besuch - ein Versuch, Risse zu glätten. Vor allem das Auslieferungsgesuch für den Prediger Fethullah Gülen nach dem Putschversuch Mitte Juli und die US-Unterstützung für die Kurden im Nordirak waren Thema. Biden betonte die Bedeutung des Verbündeten Türkei für die USA, brachte einige Versprechen mit, zog aber auch rote Linien.

Mehr dazu in USA bremsen bei Auslieferung Gülens

UNO: Syrien und IS setzten Chemiewaffen ein

Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen (UNO) ist eindeutig zu dem Schluss gekommen, dass die syrische Regierung und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in den vergangenen zwei Jahren Chemiewaffen eingesetzt haben.

Der Kommissionsbericht zeige „klar, dass das syrische Regime und IS Chemiewaffenangriffe in Syrien“ in den Jahren 2014 und 2015 verübt hätten, erklärte gestern Frankreichs stellvertretender UNO-Botschafter Alexis Lamek in New York.

Bericht ein Jahr in Arbeit

Der sogenannte Gemeinsame Untersuchungsmechanismus (Joint Investigative Mechanism, JIM) war im August 2015 nach Chlorgasangriffen auf drei syrische Dörfer eingesetzt worden, bei denen 13 Menschen starben. Die 24 JIM-Ermittler bekamen bis zum 31. August 2016 Zeit, einen Bericht über insgesamt neun Angriffe vorzulegen.

An der Gründung des Untersuchungsausschusses war neben der UNO auch die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) beteiligt. Schon lange vor Veröffentlichung des Untersuchungsberichts hatten westliche Länder die Chemiewaffenangriffe in der Mehrzahl den Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad zugeschrieben. Seine Regierung wies die Vorwürfe zurück.

Ball liegt bei Sicherheitsrat

Der UNO-Sicherheitsrat hatte angedroht, Strafmaßnahmen gegen die Schuldigen zu beschließen. Allerdings könnten das nun das mit Assad verbündete Russland sowie China mit ihrem Veto verhindern. Lamek forderte den Sicherheitsrat auf, „seine Verantwortung zu übernehmen“. Der Konflikt in Syrien wütet bereits seit dem Frühjahr 2011. Seitdem wurden mehr als 280.000 Menschen getötet.

Farage als Trumps Wahlkampfhelfer

Der Anführer der britischen „Brexit“-Bewegung, Nigel Farage, ist gestern im US-Bundesstaat Mississippi als Verstärkung für die Kampagne des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgetreten. Bei der Veranstaltung in der Stadt Jackson wurden die beiden Politiker von der Menge mit großem Beifall begrüßt.

Nigel Farage und Donald Trump

APA/AP/Gerald Herbert

Farage wollte sich allerdings nicht als dezidierter Unterstützer Trumps deklarieren. Er selbst habe es als Einmischung kritisiert, dass sich US-Präsident Barack Obama in der „Brexit“-Kampagne zu Wort gemeldet habe.

Farage: „Ich kann Ihnen wohl nicht sagen, wie Sie in dieser Wahl abstimmen sollen. Aber ich verstehe. Ich höre Sie. Ich sage Ihnen aber, wenn ich ein amerikanischer Staatsbürger wäre, würde ich Hillary Clinton auch dann nicht wählen, wenn ich dafür Geld bekommen würde.“

Extremisten auf den Philippinen enthaupteten Geisel

Muslimische Extremisten haben auf den Philippinen eine Geisel enthauptet, nachdem kein Lösegeld gezahlt worden war. Der abgeschlagene Kopf des Opfers sei in einer Plastiktasche in einem Dorf auf der Insel Jolo gefunden worden, sagte heute ein Militärsprecher. Der Mann, ein philippinischer Staatsbürger, war Mitte Juli von der Rebellengruppe Abu Sayyaf entführt worden.

Sie hatte umgerechnet 19.000 Euro Lösegeld gefordert. Die Extremisten haben heuer bereits zwei kanadische Geiseln enthauptet und sollen noch weitere Geiseln auf Jolo gefangen halten. Die Kämpfer von Abu Sayyaf haben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.

Kolumbien: Votum über Friedensvertrag am 2. Oktober

Nach dem historischen Friedensschluss in Kolumbien nach mehr als 50 Jahren Gewalt steht ein Datum für ein Referendum fest: Am 2. Oktober sollen die Kolumbianer das Vertragswerk absegnen. Den Termin setzte Präsident Juan Manuel Santos an.

Gestern waren Kolumbiens Regierung und die linksgerichteten FARC-Rebellen nach vierjährigen Verhandlungen einig. In den Kriegsjahren zuvor waren über 250.000 Menschen getötet worden, Millionen wurden in die Flucht getrieben. Die nunmehrige Einigung markiere „das Ende des Leidens, des Schmerzes und der Tragödie des Kriegs“, sagte Santos.

„Es soll kein Opfer mehr geben“

Bei der erzielten Einigung handle es sich um ein „abschließendes, umfassendes und endgültiges Friedensabkommen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Es besiegle „das Ende des Konflikts und den Aufbau eines stabilen und dauerhaften Friedens in Kolumbien“. Der kubanische Vermittler Rodolfo Benitez sagte: „Es soll kein einziges Opfer mehr in Kolumbien geben.“

Der FARC-Unterhändler Ivan Marquez sagte: „Wir können verkünden, dass der Kampf der Waffen endet und der Kampf der Ideen beginnt.“

1,4 Millionen Kinder vor Boko Haram auf der Flucht

Die Gewalt der islamistischen Terrororganisation Boko Haram hat im Nordosten Nigerias und den Anrainerstaaten schätzungsweise 1,4 Millionen Kinder zur Flucht gezwungen.

Etwa eine Million weitere Kinder sind noch in Gebieten gefangen, die von Boko Haram kontrolliert werden oder für Helfer nicht zu erreichen sind, wie das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) heute erklärte. Die Krise gehöre auf der globalen Agenda zu Migration und Flucht nach oben gesetzt, forderte der UNICEF-Direktor für West- und Zentralafrika, Manuel Fontaine.

Rund 475.000 Kinder werden zudem nach UNICEF-Schätzungen in der Region des Tschad-Sees an akuter Mangelernährung leiden. Davon können sich Kinder nur mit Hilfe einer spezialisierten Ernährungstherapie wieder völlig erholen. Zur Region des Tschad-Sees gehören neben Nigeria auch Kamerun, Tschad und der Niger.

Hilfsorganisationen seien angesichts der wachsenden Bedürfnisse überfordert, erklärte Fontaine. UNICEF etwa habe bisher nur 13 Prozent von den rund 308 Millionen Dollar erhalten, die das Kinderhilfswerk für die Unterstützung von Kindern und Familien in der Region brauchte.

Raketentests: Nordkorea provoziert auf neuem Niveau

Mit einem neuerlichen Raketentest hat Nordkorea die Spannungen in Ostasien weiter verschärft. Von einem U-Boot vor der Ostküste schoss die nordkoreanische Armee eine Rakete ab, die mehr als 500 Kilometer zurücklegte und damit die Reichweite früherer Flugkörper weit übertraf, wie Südkoreas Generalstab gestern mitteilte.

Damit beweist das Regime eine deutliche Verbesserung ihrer Raketentechnik, was Beobachter als Indiz dafür werten, dass Nordkoreas Atompotenzial eine neue Ebene erreicht hat. Japan und die USA reagierten mit scharfem Protest - und selbst aus China kam ungewohnt scharfe Kritik.

Mehr dazu in „Unverzeihlicher und rücksichtsloser Akt“

Inland

Drogendelikte: 33.000 Anzeigen im Vorjahr

Die österreichische Polizei hat im Vorjahr 33.000 Anzeigen wegen Drogendelikten erstattet. Das ist ein Anstieg von fast neun Prozent gegenüber 2014. Heuer wird ein weiterer Anstieg erwartet. Die meisten Tatverdächtigen im Vorjahr waren Österreicher.

Asylsuchende dealen offenbar selten mit harten Drogen wie Heroin und Kokain, sondern vor allem mit Cannabis, das in manchen Ländern bereits legalisiert ist.

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Sobotka will kleine Delikte aus Strafrecht nehmen

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) tritt dafür ein, kleinere Delikte wie Ladendiebstähle aus dem Strafrecht herauszunehmen. Stattdessen sollte eine Verwaltungsstrafe zum Einsatz kommen.

„Wenn diese bei 200 Euro läge und ich sofort auf das Eigentum des Beschuldigten zugreifen könnte - etwa auf das Handy -, dann träte ein unmittelbarer Lerneffekt ein“, sagte Sobotka gegenüber dem „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe).

In welcher juristischen Form und für welche Delikte eine allfällige Neuregelung gelten könnte, werde gerade mit dem Justizministerium diskutiert, so der Innenminister.

Sport

Fußball: Ronaldo vor nächster Auszeichnung

Nach dem Gewinn der Champions League mit Real Madrid und dem Triumph bei der EM in Frankreich mit Portugal darf sich Cristiano Ronaldo wohl auf den nächsten Titel freuen. Der 31-jährige Superstar geht als großer Favorit in die Wahl zu Europas Fußballer des Jahres heute Abend. Auf der Shortlist stehen auch sein Clubkollege Gareth Bale und Frankreichs EM-Held Antoine Griezmann.

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Fußball: CL-Kantersiege für Gladbach und Rostow

Borussia Mönchengladbach und der FK Rostow sind heute in die Gruppenphase der UEFA Champions League marschiert. Die Gladbacher ließen den Young Boys Bern auch im Rückspiel keine Chance und schickten die Auswahl von Coach Adi Hütter mit einer 6:1-Packung nach Hause.

Rostow fertigte Ajax Amsterdam vor heimischer Kulisse mit 4:1 ab. Manchester City ließ es nach der Torgala bei Steaua Bukarest indes daheim etwas ruhiger angehen. Spät jubeln durfte auch der FC Kopenhagen in Nikosia.

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Paralympics: ÖPC-Team angelobt und verabschiedet

Österreichs Aufgebot bei den XV. Paralympischen Sommerspielen ab 7. September in Rio de Janeiro ist gestern Abend von Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) vereidigt und verabschiedet worden.

Die Delegation wurde um einen Athleten aufgestockt und wird damit 27 Aktive umfassen. Leichtathlet Mario Bauer (Marathon) erhielt einen der durch die Sperre Russlands freigewordenen Quotenplätze.

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Wirtschaft

VKI sieht riesige Preisunterschiede im Lebensmittelhandel

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in einer neuen Erhebung im Lebensmittelhandel teils riesige Preisunterschiede für die gleichen Produkte erhoben. Bei einem knappen Drittel der Produkte gibt es Kostenunterschiede von 50 bis 257 Prozent. Am billigsten fährt man jedenfalls immer mit Eigenmarken, heißt es im aktuellen VKI-Magazin „Konsument“.

Was es nicht gibt, ist ein Anbieter, der am billigsten oder am teuersten ist. Der VKI hat drei Warenkörbe - Billigprodukte, Markenartikel und Bioprodukte - verglichen, und zwar bei den Diskontern Hofer, Lidl und Penny sowie bei den Supermärkten Billa, Merkur, Spar und MPreis.

Wer der Billigste ist, darauf gibt es keine Antwort. Die Ergebnisse der Preiserhebung seien differenziert zu betrachten, es dürfe nicht verallgemeinert werden. So kostete beim „günstigen“ Anbieter Hofer ein Kilo Biorispentomaten 7,11 Euro, während das gleiche Produkt im Durchschnitt aller Anbieter 3,38 Euro kostete und bei Penny gar nur 1,99 Euro (Preisunterschied: 257 Prozent).

Mit Eigenmarken fährt man am billigsten

Welche Einkaufsquelle am günstigsten ist, hängt von den Produktgruppen und -qualitäten ab, die einem als Verbraucher wichtig sind. Tief sind Preise, die praktisch jeder Konsument im Kopf hat, „natürlich rein zufällig und ohne jegliche Absprache“ liegen diese auch nach den Geschäften „auf gleichem Niveau“, schreibt das Magazin. „Für den Rest scheint das nicht zu gelten.“

Eine Verallgemeinerung hält der VKI dann auch doch wieder für möglich - und zwar: „Eigenmarke gewinnt“, egal, wo man einkauft, wenn der Preis Entscheidungsgrundlage ist.

Unterschiede bei 50 Prozent

Eingekauft hatten die VKI-Tester in der zweiten Juli-Woche. 69 Produkte kamen ins Billigeinkaufswagerl, 49 ins Markenwagerl und 25 ins Biowagerl. Bei 51 gleichwertigen Produkten überstiegen die Preisunterschiede 50 Prozent. Weniger viele Marken- und Bioartikel verglichen wurden wegen des geringeren Angebots solcher Produkte bei Diskontern. Der VKI will seine neue Art der Warenkorberhebung regelmäßig wiederholen und online veröffentlichen.

Marktforscher GfK könnte verkauft werden

Der Mehrheitseigner des deutschen Marktforschers GfK prüft einem Magazinbericht zufolge verschiedene Varianten für die Zukunft des Konzerns. Die Überlegungen des GfK-Vereins, der 56,5 Prozent des Unternehmens hält, könnten bis zu einer Fusion oder dem Verkauf von Anteilen an einen Wettbewerber reichen, berichtete die „WirtschaftsWoche“ heute vorab.

Die Konkurrenten Nielsen Holdings und IMS Health aus den USA sowie Kantar, Tochter des Londoner Werberiesen WPP, prüften eine Übernahme, berichtete das Magazin unter Berufung auf Insider. Auch Finanzinvestoren rechneten einen Einstieg durch. An der Börse ist das im SDAX gelistete Unternehmen rund eine Mrd. Euro wert.

Nach mehreren verpatzten Prognosen und einem herben Quartalsverlust hatten Vorstandschef Matthias Hartmann und Aufsichtsratschef Arno Mahlert Mitte August ihren Rücktritt angekündigt. Im zweiten Quartal machte der Nürnberger Marktforscher unter dem Strich einen Verlust von 148,3 Millionen Euro.

Gesundheit

Sinkende Lebenserwartung in arabischen Krisenländern

Kriege und politische Wirren lassen einer wissenschaftlichen Studie zufolge die Lebenserwartung der Menschen in den Ländern des „arabischen Frühlings“ spürbar sinken. Die Lebenserwartung in Syrien sei zwischen 2010 und 2013 um knapp sechs Jahre gesunken, hieß es in einer Studie, die heute im Fachmagazin „The Lancet Global Health“ veröffentlicht wurde.

In Tunesien, Ägypten und im Jemen nahm der Wert um immerhin drei Monate ab. Während Männer in Syrien am Vorabend des Konflikts im Durchschnitt bis zum Alter von 75 Jahren lebten, sank das Sterbealter bis 2013 im Schnitt auf 69 Jahre, heißt es in der Untersuchung. Bei Syrerinnen sank der Wert von 80 auf 75 Jahre.

Kindersterblichkeit nahm zu

Der Konflikt wirkte sich auch auf die Kindersterblichkeit aus. Zwischen 2000 und 2010 sei die Sterblichkeit von Kleinkindern etwa in Syrien im Schnitt jedes Jahr um sechs Prozent gesunken, heißt es in der Studie. Seit Beginn der Krieges drehte sich die Entwicklung um, die Kindersterblichkeit nahm jährlich um neun Prozent zu.

Die Konflikte in der Region drohten die gesundheitlichen Fortschritte von Jahrzehnten zunichtezumachen, warnte der Hauptautor der Studie, der Medizinprofessor Ali Mokdad von der University of Washington. Viele Ärzte und Krankenschwestern seien geflohen.

Chronik

OÖ: Tödlicher Absturz auf Großem Priel

Vor den Augen eines Bergsteigers ist gestern Abend eine 70-jährige Wanderin auf dem Großen Priel (Oberösterreich) in die Tiefe gestürzt. Die Frau aus St. Marien (Bezirk Linz-Land) war auf der Stelle tot.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Wanderin in Vorarlberg tödlich verunglückt

Eine 51-jährige Deutsche verunglückte gestern bei einer Wanderung auf dem Hohen Ifen im Kleinwalsertal (Vorarlberg) tödlich. Die Frau stürzte vor den Augen ihrer Schwestern rund 120 Meter über felsdurchsetztes Gelände in eine steile Geröllrinne ab.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Junger Mopedfahrer bei Zusammenstoß getötet

Im Kärntner Ort Kühnsdorf im Bezirk Völkermarkt ist es am Abend zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Das Auto eines 18-Jährige kollidierte mit dem Moped eines 15 Jahre alten Schülers. Der Jugendliche starb trotz notärztlicher Maßnahmen an der Unfallstelle.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Unfall mit Dreiradmoped: 15-Jähriger verletzt

Bei einem Unfall mit einem dreirädrigen Mopedlieferwagen wurde gestern Abend in Straßwalchen in Salzburg ein 15-Jähriger verletzt. Der Jugendliche war von einem Auto gerammt worden.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Vermisste Neuseeland-Touristin nach Wochen gefunden

Eine verschollene tschechische Touristin ist nach einem Monat in einem neuseeländischen Wandergebiet gefunden worden. Ihr Begleiter war am 28. Juli in der gebirgigen Gegend auf der Südinsel des Landes einen Abhang hinuntergestürzt und gestorben, wie die Polizei mitteilte. Bei einer Suche per Hubschrauber hätten Retter die Frau gestern in einer Hütte entdeckt.

Der Polizei war den Angaben zufolge wenige Stunden zuvor gemeldet worden, dass das Paar aus Tschechien nicht mehr gesehen worden war, seit es am 24. Juli begonnen hatte, entlang der 32 Kilometer langen Routeburn-Strecke zu wandern.

Die Frau war den Angaben zufolge seit Anfang August in der Hütte. Sie sei bei guter Gesundheit, wenn auch verständlicherweise erschüttert, hieß es. Es sei sehr ungewöhnlich, dass jemand so lange im neuseeländischen Wald verloren gehe, ohne dass es gemeldet werde.

Fünf Tote an britischer Küste

An der britischen Küste bei Sussex sind innerhalb weniger Stunden fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Ursachen und Hintergründe waren zunächst unklar, möglicherweise wurden sie Opfer tückischer Strömungen. Zunächst konnten Retter und Badende gestern drei Leichen bergen, als die Flut am Abend zurückging, wurden zwei weitere Tote gefunden. Die Identität war den Angaben zufolge zunächst unklar.

Rettungskräfte suchten das Wasser mit Hubschraubern nach möglichen weiteren Opfern ab. Zugleich warnten sie die Menschen zur Vorsicht im Meer, auch bei ruhiger See könne es gefährliche und unvorhersehbare Strömungen geben.

Bereits am Wochenende waren bei schweren Stürmen und meterhohen Wellen an britischen Küsten vier Menschen gestorben. Die Küstenwache hatte vor dem Unwetter gewarnt, mancherorts waren die Wellen mehr als vier Meter hoch.

Doppeljackpot im Lotto „6 aus 45“

Wieder hat kein Spielteilnehmer die richtige Zahlenkombination der gestrigen Ziehung im Lotto „6 aus 45“ getippt. Am Sonntag wird daher ein Doppeljackpot ausgespielt, in dem jetzt schon rund 1,8 Mio. Euro liegen.

Folgende Gewinnzahlen wurden gezogen:

3 10 14 18 22 24/Zusatzzahl: 26

Auch beim Joker gab es keinen Spielteilnehmer mit der richtigen Kombination auf dem Wettschein. Im Jackpot für Sonntag liegen fast 190.000 Euro.

Der aktuelle Joker lautet:

0 6 1 3 6 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Lifestyle

Angeblich Geheimnis von Kentucky Fried Chicken enttarnt

Das Geschmacksgeheimnis der frittierten Hendlteile von Kentucky Fried Chicken ist angeblich aufgedeckt worden. Die „Chicago Tribune“ berichtete, bei einer Reportagereise sei ein Mitarbeiter praktisch aus Versehen auf die Gewürz- und Kräutermischung gestoßen, die von der US-Fast-Food-Kette streng geheim gehalten wird. Die Schlüsselzutat sei weißer Pfeffer.

Die Zeitung hatte einen Journalisten in die Kleinstadt Corbin in Kentucky geschickt. Hier lebte der Gründer von Kentucky Fried Chicken (KFC), Harland Sanders, besser bekannt als KFC-Werbefigur Colonel Sanders. Er verkaufte die ersten Hendlteile vor mehr als 75 Jahren in Corbin.

Nachstellung in der Versuchsküche

Sanders’ Neffe Joe Ledington öffnete dem Bericht zufolge dem Journalisten seine Tür - und sein Familienalbum. Dort fand sich ein handgeschriebenes Rezept. „Das sind die originalen elf Kräuter und Gewürze, die so geheim sein sollten“, sagte Ledington der Zeitung zufolge. In einem späteren Telefont sei er sich allerdings nicht mehr ganz sicher gewesen, dass es sich wirklich um das Original handelt.

Die Zeitung jedenfalls schritt zur Tat und benutzte in einer Versuchsküche die fragliche Mischung. Ein Vergleich mit einer bei KFC gekauften Portion habe gezeigt, dass die beiden Varianten „praktisch nicht unterscheidbar“ waren, berichtete das Blatt. KFC wies die Darstellung prompt zurück.

Rezept im Tresor

Viele Menschen hätten schon behauptet, dass sie das Originalrezept herausgefunden hätten. Keine dieser Behauptungen sei richtig gewesen, „und diese ist es ebenfalls nicht“. Der Fast-Food-Konzern macht viel Aufhebens um das Geheimrezept. Es wird nach Firmenangaben in einem Tresor aufbewahrt und in einem gepanzerten Wagen transportiert.

Auch die Zeitung „Courier-Journal“ aus Louisville in Kentucky, wo KFC seinen Hauptsitz hat, schaltete sich ein. Er sei in diesem Fall auf der Seite der Fast-Food-Kette, erklärte ein Journalist des „Courier-Journal“ und urteilte über die Würzmischung der „Chicago Tribune“: „Zu viel Paprika darin“.

Panorama

Singapur testet fahrerlose Taxis

In dem asiastischen Stadtstaat Singapur will man in Zukunft auf selbstfahrende Auto setzen. Heute begann ein Versuch mit autonomen Robotertaxis - der erste weltweit. Die Taxis ohne Fahrer werden von den Testpassagieren per App gerufen.

Betreiber ist das US-Start-up nuTomony, seit April führte man in Singapur erste Studien durch. Ganz allein ist nun in den gestarteten Versuchen die Passagierin nicht. Ein Techniker der Firma sitzt als Begleitung dabei. Er kann jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen. Als Fahrzeuge hat man sich für umweltfreundliche E-Autos entschieden: Die Wagen kommen von Renault bzw. Mistsubishi.

Uber folgt in wenigen Wochen

Mit der Versuchsphase will man den Konkurrenten Uber abhängen. Der US-Fahrdienstvermittler will in den kommenden Wochen damit beginnen, autonome Taxis in der US-Stadt Pittsburgh zu testen. Es sind die ersten Tests in einer Großstadt, bisher wurden fahrerlose Fahrzeuge erst auf Landstraßen getestet.

Es sei nun der erste Versuch, fahrerlose Autos direkt im Stadtgebiet einzusetzen, so nuTomony laut Financial Times. In Singapur ist allerdings auch nicht die gesamte Stadt das Versuchsgebiet der autonomen Taxis. Der Versuch findet auf sechs Kilometer Straßennetz statt.

Kultur

Kronos Quartet gastiert in Schloss Esterhazy

Das Kronos Quartet steht seit mittlerweile 43 Jahren für Grenzgänge zwischen westlicher Neuer Musik, World Music, Jazz und Pop. In Europa und besonders im deutschsprachigen Raum ist es in den vergangenen Jahren um das legendäre Ensemble aus San Francisco etwas stiller geworden. Nach zehn Jahren ohne Österreich-Auftritt findet heute im Schloss Esterhazy in Eisenstadt ein Konzert des Ensembles statt.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Historischer Bücherschatz aus Bayern sorgt für Streit

Ein großer Bestand an historischen kirchlichen Handschriften, auf den Forscher in einem Kloster im oberbayrischen Altomünster gestoßen sind, befindet sich vorerst unter Verschluss. Wie Projektleiter Volker Schier gestern sagte, hatten er und ein internationales Team geplant, die Bücher, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, zu digitalisieren.

Seitdem das Kloster aufgelöst wird, hält der Vatikan die Bestände jedoch zurück. Über das Thema hatte zuerst die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Interna sollen diskret behandelt werden

Der Heilige Stuhl hatte im Dezember 2015 die Auflösung des Klosters verfügt, nachdem nur noch eine Nonne im Konvent verblieben war. Die verbliebene Priorin habe zum Zeitpunkt des Fundes im Oktober 2015 den Forschern ihre Zustimmung erteilt, sagte Schier. Die päpstliche Kommissarin für die Auflösung verweigere aber nun den Zugriff und jegliche Kommunikation.

Der deutsche Mittelalterforscher Schier, der das internationale Forscherteam an der US-amerikanischen Arizona State University leitet, befürchtet, dass Bücher verkauft werden oder anderweitig verschwinden könnten. Die päpstliche Kommissarin, Schwester Gabriele Konrad, sagte zur Begründung, in der Bibliothek seien liturgische Schriften mit den Archiven des Klosters vermischt.

Diese Interna seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. „Das soll diskret behandelt werden“, sagte Konrad. Sobald die Bestände getrennt seien, könne sie sich eine Zusammenarbeit mit den Forschern vorstellen.

Religion

Leute

Rassistische Cyberattacke auf „Ghostbusters“-Star Jones

Leslie Jones, Crewmitglied der neuen, weiblichen “Ghostbusters”-Riege, ist Opfer von Hackern geworden. Ihre Homepage wurde mit rassistischen Motiven versehen, und intime Fotos der Schauspielerin wurden online gestellt, wie mehrere Medien berichten. Zudem veröffentlichten die Täter Jones’ Führerschein und Pass.

Leslie Gore

Reuters/Mario Anzuoni

Die Website wurde offline genommen. Kürzlich verließ die 48-Jährige bereits den Kurznachrichtendienst Twitter, nachdem sie dort rassistisch beschimpft worden war.

Prince-Anwesen öffnet für Besucher

Der Ort, an dem der amerikanische Popstar Prince am 21. April tot aufgefunden wurde, soll für Besucher geöffnet werden. Wie die Familie des Sängers und die Nachlassverwalter, Bremer Trust, gestern mitteilten, werden in dem Paisley-Park-Anwesen und Studio des Sängers in Chanhassen im US-Staat Minnesota ab dem 6. Oktober Besichtigungstouren durchgeführt.

„Die Öffnung von Paisley Park hat sich Prince immer gewünscht und auch aktiv daran gearbeitet", sagte Tyka Nelson, die Schwester des Sängers. Den Plänen zufolge soll die Tour durch das riesige Studio führen, wo der "Purple Rain“-Sänger die meisten seiner Hits aufgenommen hatte. Daneben werden die Besucher auch Tausende persönliche Gegenstände, darunter Kostüme, Instrumente und Kunstobjekte, zu sehen bekommen, heißt in der Mitteilung.

Prince war im Alter von 57 Jahren an einer versehentlichen Überdosis eines Schmerzmittels gestorben. Mitarbeiter hatten den Sänger in einem Aufzug in seinem Studio entdeckt.