Ausland

Türkei beschießt kurdische Stellungen in Syrien

Das türkische Militär hat heute in Syrien Stellungen von Kurdenmilizen nördlich der umkämpften Stadt Aleppo beschossen. Die Streitkräfte hätten Ziele nahe Asas ins Visier genommen, verlautete aus Regierungskreisen in Ankara. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Die der syrischen Opposition nahestehende Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete ebenfalls von Angriffen der Türkei.

Ziele seien ein Dorf und ein Luftwaffenstützpunkt gewesen, die in den vergangenen Tagen von syrischen Kurden erobert worden seien. Auch ein Kurdenvertreter bestätigte den Beschuss. Er habe der Luftwaffenbasis Menagh gegolten. Der Süden der Türkei grenzt in Syrien an Gebiete der Kurden, syrischer Rebellen und der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Im Kampf gegen den IS erwägt das NATO-Land Türkei unterdessen die Entsendung von Bodentruppen nach Syrien. Im Syrien-Krieg steht die Türkei aufseiten von Rebellen, die in ihrem Kampf gegen die syrische Regierung zuletzt durch russische Luftangriffe ins Hintertreffen geraten waren. So rücken derzeit Soldaten von Präsident Baschar al-Assad weiter auf Aleppo zu, das rund 50 Kilometer südlich von Asas entfernt liegt.

Ankara denkt über Bodentruppen nach

Der Syrien-Konflikt könnte militärisch bald weitere Kreise ziehen. Die Türkei denkt laut über den Einsatz von Bodentruppen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nachbarland nach - „wenn es eine Strategie gibt“. Saudi-Arabien hatte zuvor Ähnliches signalisiert. Riad betonte außerdem, Syrien könne nur eine Zukunft ohne Präsident Baschar al-Assad haben. Dessen Ablaufdatum sei quasi fix.

Mehr dazu in Riad sieht Assads Zeit abgelaufen

EU und USA fordern rasche Regierungsbildung in Libyen

Nach einem Treffen mit Vertretern Libyens am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz haben mehrere EU-Staaten und die USA die rasche Bildung einer Einheitsregierung in dem Krisenstaat angemahnt.

„Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren“, sagte Frankreichs neuer Außenminister Jean-Marc Ayrault heute nach Beratungen auf Einladung von Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und US-Ressortchef John Kerry. Steinmeier forderte verantwortungsvolles Handeln in Libyen.

„Zeit des Taktierens ist vorbei“

Die neue Regierung müsse bald „die Arbeit aufnehmen“, sagte Ayrault. Eine rasche Regierungsbildung sei „im Interesse des libyschen Volks, der Staaten der Region und Europas“. Neben Ayrault, Steinmeier und Kerry nahmen auch die Außenminister Italiens und Ägyptens, Paolo Gentiloni und Sameh Schukri, die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Libyen, der deutsche Diplomat Martin Kobler, an dem Treffen teil.

„Die Zeit des Taktierens ist vorbei“, erklärte Steinmeier nach dem Treffen. Nun sei „der Moment, Verantwortung zu zeigen für Libyen“. Die Einheitsregierung müsse „so schnell wie möglich die Arbeit antreten“. „Deutschland, Europa und die internationale Gemeinschaft sind bereit, jede mögliche Hilfe anzubieten“, erklärte Steinmeier. Dies gelte „auch für den Aufbau staatlicher Strukturen und für die Ausbildung von Sicherheitskräften“.

Chaos seit Sturz von Gaddafi

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von dutzenden bewaffneten Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten in Tobruk und in der Hauptstadt Tripolis um die Macht. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat nutzt die Lage, um sich auszubreiten.

Im Dezember unterzeichneten Vertreter der beiden rivalisierenden Regierungen ein von den Vereinten Nationen vermitteltes Abkommen zur Bildung einer Übergangsregierung. Zudem sollen ein neues Parlament gewählt und eine Verfassung verabschiedet werden. Die Pläne sind aber in den Parlamenten umstritten.

Al-Schabaab bekannte sich zu Anschlag auf Flugzeug

Knapp zwei Wochen nach einer Bombenexplosion in einem Passagierflugzeug hat sich die islamistische Terrormiliz Al-Schabaab zu dem Anschlag bekannt. Dieser sei eine Vergeltungsmaßnahme für Verbrechen westlicher „Kreuzfahrer“ in Somalia, hieß es in der Botschaft von heute. Die Angaben der sunnitischen Terrormiliz konnten nicht unabhängig bestätigt werden.

Der Anschlag galt Al-Schabaab zufolge eigentlich einer Maschine der Turkish Airlines. Daallo Airlines hatte nach dem Zwischenfall erklärt, dass der mutmaßliche Attentäter an jenem Tag auf einem Flug von Turkish Airlines gebucht war. Daallo beförderte ihn und weitere Passagiere nur Richtung Dschibuti, weil Turkish Airlines den eigenen Flug kurzfristig abgesagt hatte.

Die Bombe an Bord des Airbus A321 der Daallo Airlines war am 2. Februar kurz nach dem Start in Mogadischu explodiert. Die Explosion riss ein etwa ein Meter hohes Loch in die Außenhülle des Flugzeugs, durch das der Attentäter nach außen geschleudert wurde. Der Pilot konnte das Flugzeug noch in Mogadischu notlanden. Alle außer dem Attentäter überlebten. Wäre die Bombe erst nach Erreichen der Reiseflughöhe gezündet worden, wäre eine Katastrophe Experten zufolge wohl unausweichlich gewesen.

Russland schickt weiteres Kriegsschiff vor syrische Küste

Im Syrien-Konflikt schickt Russland ein weiteres Kriegsschiff vom Schwarzen Meer in die Unruheregion. Die mit Marschflugkörpern vom Typ „Kalibr“ ausgerüstete Korvette „Seljony Dol“ werde vor der Küste des Bürgerkriegslands vor Anker gehen, meldete die Agentur Ria Nowosti heute. „Die Teilnahme an Kampfhandlungen ist nicht ausgeschlossen“, sagte ein Militärsprecher.

Auch Rebellen im Visier

Russland fliegt zur Unterstützung des Regimes in Damaskus seit Ende September Luftangriffe in Syrien und feuerte auch Marschflugkörper auf Ziele in dem Land ab. Der Westen wirft Moskau vor, auch Zivilisten und gemäßigte Regimegegner zu treffen.

Russlands Luftwaffenchef Viktor Bondarew lobte die Luftangriffe. Von den russischen Bombardements profitiere nicht nur die syrische Armee, sondern auch die westliche Militärkoalition in ihrem Kampf gegen Terrororganisationen im Irak, meinte der General.

Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow sagte zu den laufenden Gesprächen über eine mögliche Feuerpause in Syrien, er halte eine solche Waffenruhe für gut denkbar. Voraussetzung sei eine Einigung der syrischen Armee mit der „bewaffneten Opposition“. „Wir handeln allein auf Bitten von Präsident Baschar al-Assad“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates.

Medwedew: „Kein weiteres Libyen“

Der russische Regierungschef Dimitri Medwedew beteuerte am selben Tag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, Russland werde weiter an der Umsetzung der Friedensinitiative für das Bürgerkriegsland Syrien arbeiten. „Wir müssen einen einheitlichen syrischen Staat erhalten.“ Der Zerfall des Landes dürfe nicht zugelassen werden. Die Welt könne sich „kein weiteres Libyen“ leisten.

Medwedew forderte einen entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) müsse „ohne Zwischentöne“ bekämpft werden. Der IS folge einem „Tierinstinkt“, um zu zerstören und zu töten. „Der Terrorismus ist ein zivilisatorisches Problem. Entweder wir oder sie. Das müssen alle verstehen, ohne Detail und Halbtöne, ohne Aufteilung in Freunde, Radikale und angeblich Gemäßigte.“

Frankreich lehnt Aufnahme weiterer Flüchtlinge strikt ab

Frankreich hat kurz vor einem wegweisenden EU-Gipfel die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ausgeschlossen und damit einer Forderung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel eine Absage erteilt. „Frankreich hat sich engagiert, 30.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Dazu sind wir bereit, aber nicht zu mehr“, sagte Premierminister Manuel Valls heute nach Angaben seinen Büros am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

Für den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel bergen die klaren Äußerungen von Valls politischen Sprengstoff. Denn Merkel will erreichen, dass zumindest mittelfristig ein Teil der in der Türkei ankommenden Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien auf EU-Staaten verteilt wird. Dafür soll die Türkei, die derzeit die meisten Flüchtlinge beherbergt, die unkontrollierte Weiterreise von Migranten in Richtung EU durch bessere Grenzkontrollen unterbinden.

Gegen Umverteilung

Valls stellte zudem klar, seine Regierung sei gegen ein dauerhaftes System zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas. „Jetzt ist es an der Zeit, das umzusetzen, was wir ausgehandelt haben“, sagte der Premierminister. Dies seien unter anderem die Kontrolle der Außengrenzen der EU und der Aufbau von Registrierungszentren für Flüchtlinge in Griechenland und Italien.

Tausende Ungarn protestieren gegen Orbans Schulreform

In Ungarn sind heute Tausende Menschen gegen die Schulreform von Ministerpräsident Viktor Orban auf die Straße gegangen. Kritiker werfen dem rechtsgerichteten Politiker vor, er wolle mit den Neuerungen im Bildungssystem seine Kontrolle über staatliche Einrichtungen ausweiten.

Eingriff in Autonomie

„Wir lassen das nicht zu“, skandierten Lehrer und Eltern, die sich im Regen vor dem Budapester Parlamentsgebäude versammelten. Bereits vor drei Jahren hatte Orban örtlichen Schulämtern Kompetenzen entzogen und auf eine zentrale Behörde übertragen. Seitdem traten neue Lehrpläne in Kraft, und die Unterrichtsstunden der Lehrer nahmen zu. Zur Pflicht wurden auch Schulbücher, die Gegner der Reform als fehlerhaft kritisieren.

Tausende Menschen versammelten sich im Regen vor dem Budapester Parlamentsgebäude.
(iptv.ORF.at)

Bei der Kundgebung forderten Lehrer eine Verringerung ihres Unterrichtspensums und die freie Wahl von Schulbüchern. Der Demonstration schlossen sich auch andere gewerkschaftlich organisierte Berufsgruppen an, darunter Bergarbeiter und Beamte.

Der Protest hatte vor einer Woche in der Stadt Miskolc begonnen, als dort Lehrer eine Petition zur Wiederherstellung der Schulautonomie initiierten. Orban entließ daraufhin den Bildungsstaatssekretär und nahm Verhandlungen mit den Pädagogen auf. Zuvor hatte Orban bereits umstrittene Reformen staatlicher Medien und anderer öffentlicher Institutionen durchgesetzt.

Erneut Proteste gegen geplante Pensionsreform in Athen

In Athen haben heute erneut Tausende Menschen gegen die von der Regierung geplante Pensionsreform demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 12.000 Demonstranten auf dem Syntagma-Platz in der griechischen Hauptstadt. Bei der Mehrzahl von ihnen handle es sich um Mitglieder der Gewerkschaftsfront der Kommunistischen Partei (PAME).

Sie bekundeten ihre Unterstützung für die Landwirte, die gestern aus allen Landesteilen zu einer Protestkundgebung nach Athen gekommen waren. Dabei hatten sich diese teils Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

Sozialversicherung verdoppelt

Griechenland muss auf Druck seiner internationalen Gläubiger die staatlichen Pensionsausgaben um 1,8 Mrd. Euro reduzieren. Um das zu erreichen, sieht ein Gesetzesentwurf der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras eine Beschneidung der bisherigen Höchstrenten sowie einheitliche Pensionsbeiträge von 20 Prozent vor.

Die Landwirte erzürnt vor allem eine dabei vorgesehene Erhöhung ihrer Beiträge zur Sozialversicherung. Außerdem soll ihre Einkommensteuer bis 2017 verdoppelt werden, Vorteile wie vergünstigte Treibstoffe sollen gestrichen werden.

Inland

Faymann will Entsendungen auf Arbeitsmarkt begrenzen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) präzisiert seine Vorstellungen zur Verschärfung der Entsenderichtlinie. Um die Zahl der von ausländischen Firmen nach Österreich entsendeten Arbeitnehmer zu reduzieren, will er eine Maximaldauer für deren Tätigkeit festsetzen, sagte er zur Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

Gleicher Lohn wie für inländische Arbeiter

Außerdem will Faymann zwingend die österreichische Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung heranziehen, damit es künftig für Arbeitgeber nicht günstiger ist, ausländische Arbeitnehmer anzustellen. Bereits bekannt ist, dass Faymann für „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ eintritt, also dafür, dass etwa ungarische Arbeitnehmer zu gleichen - und nicht günstigeren - Konditionen beschäftigt werden wie Österreicher.

Khol gegen Beschränkung der Freizügigkeit

Gegen eine Beschränkung der Personenfreizügigkeit in der EU zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sprach sich im Ö1-„Journal zu Gast“ ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol aus. Es habe sieben Jahre Übergangsfrist gegeben, die Erfahrungen mit mittel- und osteuropäischen Arbeitern seien gut. „Ich sehe nicht, dass man hier zudrehen sollte“, sagte Khol.

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Niessl für Aus

Der Chef der Wiener Arbeiterkammer (AK), Werner Muhm, hatte mit seiner Forderung nach einem Ende der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Irritationen gesorgt. Im burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) fand er einen Verbündeten.

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Sport

Fußball: ManUnited stolpert über Nachzügler

Manchester United hat in der 26. Runde der englischen Premier League einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die „Red Devils“ unterlagen heute Nachmittag Nachzügler Sunderland mit 1:2 und verpassten damit weiter Boden auf das Spitzenquartett gutzumachen.

Die Entscheidung fiel dabei erst acht Minuten vor Schluss. Tragische Figur wurde Uniteds Torhüter David de Gea.

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Skifliegen: Slowenen dominieren weiter in Vikersund

Weltmeister Peter Prevc hat heute dem zweiten Bewerb in Vikersund den Stempel aufgedrückt und damit die Dominanz der Slowenen auf der größten Flugschanze der Welt fortgesetzt. Nach dem Tagessieg seines Landsmannes Robert Kranjac am Freitag flog diesmal der Weltcup-Dominantor in einer eigenen Liga und setzte sich mit zweimal Höchstweite überlegen durch.

Pech hatte Stefan Kraft, der als Dritter nach dem ersten Durchgang noch in Reichweite des nun zehnfachen Saisonsiegers lag und in der Entscheidung bei ungünstigen Verhältnissen ein paar Plätze einbüßte.

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Ski alpin: Hirscher „erwischt“ es in Naeba-RTL

Marcel Hirscher hat sich heute beim RTL im japanischen Naeba mit Platz sechs begnügen müssen. Der Salzburger wurde vom Wind „verblasen“ und fiel im zweiten Durchgang zurück. „Heute hat es mich erwischt“, sagte Hirscher, der wegen der schlechten Bedingungen mit seiner Platzierung zufrieden war.

Der Sieg ging an Alexis Pinturault, der sich vor seinem französischen Landsmann Mathieu Faivre und dem Italiener Massimiliano Blardone durchsetzte.

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Wirtschaft

Turbulente Woche: Die vielen Sorgen der Börsianer

Ganz zu Ende der Börsenwoche ging es zumindest an den Aktienmärkten in Europa und den USA wieder leicht bergauf. Von einer tatsächlichen Entspannung wagt zurzeit aber kaum jemand zu sprechen.

Vielmehr gehen Beobachter davon aus, dass die Zeichen an den Börsen weltweit auch weiterhin auf Verkauf stehen werden. Dahinter steht eine um sich greifende Verunsicherung bei den Anlegern. Sie können derzeit gleich aus einer Vielzahl an Gründen, sich zu sorgen, auswählen.

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Chronik

Kaputte Skibindung: Mit Hubschrauber gerettet

Weil die Bindung seines Tourenskis kaputtgegangen ist, musste ein Tourengeher heute im Montafon (Vorarlberg) mit dem Hubschrauber gerettet werden. Auch die Bergrettung war ausgerückt, weil der Hubschrauber zuerst witterungsbedingt nicht starten konnte.

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Tourengruppe löste gewaltige Lawine aus

Eine achtköpfige Skitourengruppe aus Frankreich überstand heute im Gemeindegebiet von Schmirn (Tirol) den Abgang einer riesengroßen Lawine glimpflich. Bei erheblicher Lawinengefahr traten die Touristen beim Aufstieg zum Jochgrubenkopf ein Schneebrett los, das weitere Lawinen auslöste. Vier Personen wurden teilweise verschüttet, blieben aber unverletzt.

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Haftpflicht für Skifahrer gegen Fahrerflucht?

Wegen der Häufung von Fahrerfluchtunfällen auf Skipisten, schlägt ein Salzburger Anwalt vor, dass beim Kauf einer Liftkarte eine Haftpflichtversicherung für Skifahrer inkludiert sein soll. Liftbetreiber und Polizei sind aber skeptisch.

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Am Vormittag ist bei einer Kollision auf einer Piste auf der Schmittenhöhe bei Zell am See ein fünfjähriger Bub schwer verletzt worden. Der junge Einheimische war mit einer 19-Jährigen zusammengestoßen.

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Fünfjährige schwer verletzt - Fahrerflucht

In Vorarlberg wurde ein ebenfalls fünfjähriges Kind bei einer Kollision auf der Piste schwer verletzt. Der Mann, mit dem das Kind zusammengestoßen war, fuhr nach einem kurzen Gespräch mit der Mutter weiter.

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Schwerbewaffnete lösen Panik in Casino in Frankreich aus

Bei einem Überfall auf ein Spielcasino in Südfrankreich sind Hunderte Besucher mit dem Schrecken davongekommen. Mindestens drei schwer bewaffnete Männer lösten nach Angaben der Präfektur in Marseille in dem Casino eine Panik aus und verschwanden mit der Kassa. 15 Personen seien leicht verletzt worden.

Mit Kalaschnikows in die Luft geschossen

Bei dem Überfall in der Nacht auf heute gegen 2.00 Uhr breiteten sich unter den etwa 700 Besuchern des Casinos in Aix-en-Provence Angst und Schrecken auch vor einem Terroranschlag aus. „Die Männer haben mit Kalaschnikows in die Luft geschossen, Besucher haben sich unter Tischen versteckt“, sagte ein Besucher. Andere hätten sich auf den Boden geworfen. Einige Menschen hätten sich in dem dichten Gedränge verletzt.

Die Angreifer „waren in Weiß gekleidet und hatten dunkle Kapuzen auf“, schilderte der Zeuge. Sie hatten das Sicherheitssystem des Casinos deaktiviert. Als die Polizei wenige Minuten nach den Schüssen eintraf, war schon alles vorbei. Die Täter waren mit ihrer Beute spurlos verschwunden.

Science

Song Contest

Zoe als strahlende Siegerin

Zoe fährt für Österreich zum 61. Eurovision Song Contest nach Stockholm. Die junge Wienerin entschied das Finale von „Wer singt für Österreich?” mit „Loin d’ici” für sich.

Spannend blieb die Show bis zum Ende. Denn Zoe und Elly V boten sich ein Finale auf Augenhöhe, das letztlich für Zoes französischsprachigen Song und die außerordentlich farbenfrohe und psychedelische Inszenierung ausging.

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Der Vorentscheid in animierten GIFs

Cybergeigen und Pyrotechnik, Laufbänder, Hoverboards und Schattenspiele: Die österreichischen Kandidaten für den Song Contest haben sich in Sachen Performance heuer nicht lumpen lassen. ORF.at gibt einen Rückblick auf die schönsten Szenen von „Wer singt für Österreich“ in animierten GIFs. Hinweis: Aufgrund der hohen Anzahl von Bildern kann es zu erhöhtem Datenverbrauch kommen.

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Kultur

Architekt und Glasdesigner Borek Sipek gestorben

Der tschechische Glasdesigner und Architekt Borek Sipek ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK heute unter Berufung auf die Familie.

Seine meist farbenfrohen Skulpturen waren bei Prominenten wie Bob Dylan, Mick Jagger, Karl Lagerfeld und Bill Clinton beliebt. Von 1992 an war er unter dem damaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel 20 Jahre lang Chefarchitekt der Prager Burg, dem Sitz des Staatsoberhauptes. In dieser Zeit gestaltete er zahlreiche moderne Leuchter, Skulpturen und Möbelstücke für die repräsentativen Räumlichkeiten auf dem Hradschin.

Borek Sipek, 2015

AP/CTK/Michal Kamaryt

Nach dem Tod Vaclav Havels im Jahr 2011 übernahm Sipek die künstlerische Gestaltung von Erinnerungsorten an den Dramatiker und Bürgerrechtler in aller Welt. Die Vaclav-Havel-Bänke sollen unter einer Linde, dem Nationalbaum der Tschechen, zum Verbleiben und zum Gespräch einladen. Es gibt sie unter anderem in Washington, Dublin und Barcelona.

Sipek war 1968 aus der damaligen sozialistischen Tschechoslowakei emigriert und hatte lange Zeit in Deutschland und den Niederlanden gelebt. Nach der demokratischen Wende von 1989 kehrte er nach Prag zurück.

Medien: Rap-Star Dr. Dre dreht Serie für Apple

Apple dreht laut Medienberichten eine erste eigene TV-Serie mit Rapstar Dr. Dre (50), um seine Onlinedienste attraktiver zu machen. Der Sechsteiler mit dem Namen „Vital Signs“ („Lebenszeichen“) greife auch auf Episoden aus dem Leben von Dr. Dre zurück, schrieben unter anderem der „Hollywood Reporter“, die „New York Times“ („NYT“) und der Finanzdienst Bloomberg gestern Abend (Ortszeit).

Apple folge damit dem Beispiel von Streaminganbietern wie Netflix und Amazon, die massiv auf eigene Inhalte setzen, um sich voneinander abzuheben. So kündigte etwa Amazon Video vor wenigen Tagen die erste eigene Serie aus Deutschland an, bei der Matthias Schweighöfer (34) die Hauptrolle spielen und auch Regie führen wird.

In den Berichten blieb unklar, wann die Serie laufen könnte, es gab auch widersprüchliche Angaben dazu, auf welchem Wege Apple sie verbreiten wolle. Dem „Hollywood Reporter“ zufolge soll der Streamingdienst Apple Music als Plattform dienen, laut „NYT“ die Fernsehbox Apple TV.

Dr. Dre, der eigentlich Andre Young heißt, gehört zum Apple-Führungskreis, seit er den von ihm mitgegründeten Kopfhöreranbieter Beats 2014 für drei Milliarden Dollar an den iPhone-Konzern verkaufte.

Religion

Papst warnt vor Korruption, Rauschgifthandel und Gewalt

Papst Franziskus hat sich in Mexiko für mehr Gerechtigkeit und innere Sicherheit in dem von Gewalt und sozialen Gegensätzen geprägten Land eingesetzt. Zum Auftakt seiner mehrtägigen Mexiko-Reise sagte er heute, das Streben nach Privilegien und persönlichen Vorteilen für wenige bereite in der Gesellschaft den Boden für Korruption, Rauschgifthandel, für Gewalt, Menschenhandel, Entführungen und Tod. Das verursache Leiden und bremse die Entwicklung des Landes.

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Medien

News-Gruppe braucht Geld der Eigentümer für Verluste

Die Verlagsgruppe News - Österreichs marktbeherrschender Magazinkonzern - braucht Geld von ihren Gesellschaftern, um Verluste abzudecken. Das bestätigte Horst Pirker - der den Verlag von „News“, „profil“, „Woman“, „TV-Media“, „trend“, „Gusto“ und „Autorevue“ seit 2014 führt und umstrukturiert - dem „Standard“ (Wochenend-Ausgabe).

Es sei „richtig, dass die Verlagsgruppe News - wie bekannt und veröffentlicht - in den letzten Jahren wie viele andere Medienunternehmen verlegerischer Herkunft negative Betriebsergebnisse hinnehmen musste“, sagte Pirker.

In den vielen erfolgreichen Jahren hätten die Gesellschafter „die Gewinne - mit Recht - immer zur Gänze entnommen“. Also müssten sie jetzt zur Abdeckung der negativen Betriebsergebnisse der letzten Jahre Mittel zuführen. Das sei immer allen Beteiligten klar gewesen und „dazu sind sie auch bereit“, so Pirker.

Angeblich bis zu neun Mio. Euro

Wie hoch der Verlust 2015 ausfiel, verriet Pirker nicht - laut „Standard“ sind es acht bis neun Millionen Euro Minus. Die Bilanz 2015 sei noch nicht abgeschlossen, ihre Testierung stehe aber außer Zweifel, so der Verlagschef. 2014 sank der Umsatz laut Bilanz von 99 auf 89 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug minus 4,6 Millionen Euro, der Jahresverlust 5,4 Millionen.

Die News-Gruppe gehört zu 56 Prozent der Hamburger Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr. 18,7 Prozent hält die News-Gründerfamilie Fellner, die nun die Mediengruppe um Österreich betreibt. Gruner und Fellner besitzen über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft 74,7 Prozent an der Verlagsgruppe. 25,3 Prozent hält der „Kurier“, eine Tochter von Raiffeisen und deutscher Funke Mediengruppe.

Leute

Rihanna stellt erste Modekollektion in New York vor

R&B-Sängerin Rihanna (27) hat unterstützt von Topmodels wie Lexi Boling, Gigi Hadid und Imaan Hammam in New York ihre erste eigene Modekollektion vorgestellt. Die in weiß und schwarz gehaltene „Fenty“-Reihe für den Sportartikelhersteller Puma erinnert an Streetwear der 1990er Jahre.

Rihanna

APA/AP/Invision/Andy Kropa

Rihanna selbst erschien zur Schau gestern Abend (Ortszeit) im übergroßen Kapuzenpullover und Stiletto-Stiefeln. Auch der Turnschuh „Creeper“, den Rihanna vergangenes Jahr für das deutsche Unternehmen entworfen hatte, war auf dem Laufsteg zu sehen. Im Publikum saßen unter anderem Topmodel Naomi Campbell, Comedian Chris Rock und Rapper Wale.