Ausland

Hunderte Migranten in der Ägäis aufgegriffen

Die griechische Küstenwache hat am Wochenende bis heute Mittag erneut mehr als 850 Migranten aufgegriffen. Allein auf der Insel Lesbos sind nach offiziellen Angaben mehr als 600 Menschen angekommen. Migranten kamen auch auf die Inseln Farmakonisi, Samos, Kos und Chios, teilte die Küstenwache am Sonntag mit.

Die meisten stammten aus Syrien, Somalia und Afghanistan, berichteten örtliche Medien. Durch die Ägäis führen Routen, über die Schlepperbanden Migranten nach Europa bringen. Die Aufnahmelager in Griechenland sind überfüllt.

Zeitung: Gerüchte über Rauswurf von Varoufakis

In Athen verdichten sich nach Informationen der heimischen Presse die Gerüchte, dass der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis bald ersetzt werden könnte. Varoufakis habe „jede Glaubwürdigkeit verloren“, berichtete die Athener Wochenzeitung „To Vima“ (Sonntag-Ausgabe).

War einmal mehr „unvorbereitet“

Während der Tagung der Euro-Gruppe am Freitag in Riga sei festgestellt worden, dass Varoufakis einmal mehr „unvorbereitet“ vor seinen Kollegen erschienen und völlig isoliert sei. „Wir wissen nicht, ob der Ministerpräsident (Alexis Tsipras, Anm.) ihn ‚opfern‘ wird“, in der Hoffnung, das Land zu retten, hieß es in einem Kommentar der „To Vima“. Die Frage laute eigentlich, ob Tsipras selbst begreife, wie ernst die Situation im Land ist.

Brüssel will europäisches Anti-Terror-Zentrum

Die EU-Kommission will laut Informationen der „Welt“ (Onlineausgabe) ein Zentrum zur Terrorismusbekämpfung unter dem Dach der europäischen Polizeibehörde Europol. In dem abhörsicheren Zentrum sollen Informationen über terroristische Netzwerke und europäische Dschihadisten, verdächtige Finanztransaktionen und den Waffenhandel zusammenfließen. Das berichtet die Zeitung heute unter Berufung auf ein Papier der EU-Kommission.

Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans und Innenkommissar Dimitris Avramopoulos wollten das Papier „Die Europäische Agenda für Sicherheit“ am Dienstag der Öffentlichkeit vorstellen, schreibt das Blatt. Brüssel fordere die EU-Staaten auf, Informationen über verdächtige Personen zu teilen und die Kontrollen an den Außengrenzen des Schengen-Raums zu verbessern. Bis Juni wolle die Kommission zudem Vorschläge für gemeinsame Risikomerkmale für Grenzkontrollen vorlegen, um zum Beispiel Dschihadverdächtige besser erkennen zu können.

Russische Hacker lasen Obamas E-Mails

Russische Hacker haben einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr E-Mails von und für US-Präsident Barack Obama gelesen. Wie die „New York Times“ („NYT“) berichtet, sollen die Cyberkriminellen in Verbindung mit der russischen Regierung gestanden sein oder sogar für sie gearbeitet haben.

Vorfall „weitaus besorgniserregender“ als gedacht

Vor einiger Zeit hatten US-Regierungsvertreter eingeräumt, es habe Ende letzten Jahres einen „Cybervorfall“ gegeben. Wie die „NYT“ nun unter Berufung auf ranghohe Regierungsbeamte schreibt, war dieser jedoch „weitaus besorgniserregender“ als öffentlich dargestellt.

Dem Bericht zufolge gelangten die Hacker über die E-Mail-Archive von Mitarbeitern des Weißen Hauses in dessen „nicht klassifiziertes“ Computersystem sowie in das des US-Außenministeriums. Von diesen Konten aus hätten sie E-Mails einsehen können, die der Präsident abgesandt oder empfangen habe. Es seien keine als geheim eingestuften Netzwerke gehackt worden, hieß es weiter.

Auch „hochsensible“ Informationen

Dennoch enthält auch das „nicht klassifizierte“ System Informationen, die laut Regierungsvertretern „hochsensibel“ sind: dazu zählen Terminpläne und E-Mail-Wechsel mit Botschaftern und Diplomaten, wie es in dem Bericht weiter heißt. Unklar ist laut „NYT“, wie viele von Obamas E-Mails gelesen wurden. Dessen Konto selbst sei nicht gehackt worden, ebenso wenig wie die Server, die die Nachrichten von Obamas Blackberry-Mobiltelefon kontrollieren. Besondere Sorge bereite aber der „russische Aspekt“ an dem Fall, wurde ein ranghoher Beamter zitiert.

Ausschreitungen in Baltimore nach Tod von Schwarzem

Bei den Protesten nach dem Tod eines offenbar bei seiner Festnahme verletzten jungen Schwarzen in der US-Großstadt Baltimore ist es zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen gestern Steine auf Polizeiwagen und Geschäfte. Zunächst hatten rund 1.200 Menschen friedlich an der bisher größten Kundgebung teilgenommen, bei der Gerechtigkeit für den 25-jährigen Freddie Gray gefordert wurde.

Schaufenster eingeschlagen, Kreuzungen blockiert

Doch die Lage eskalierte, als mehrere Gruppen junger Demonstranten zum Camden-Yards-Baseballstadion weiterzogen. Örtliche Fernsehsender zeigten Hubschrauberaufnahmen von der Menge, die Flaschen und Abfalleimer auf Polizisten warf. „Die Demonstranten schmeißen jetzt Fenster ein und werfen Gegenstände auf uns“, teilte die Polizei von Baltimore im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auch wurden die Schaufenster von Geschäften eingeschlagen und Straßenkreuzungen blockiert, wie der Sender WBAL berichtete. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die Scheiben von fünf Polizeiwagen zerstört worden seien. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, machte die Polizei Demonstranten von außerhalb für die Krawalle verantwortlich.

Die zunächst bis zu 300 Demonstranten waren von dem Wohnblock, in dem Gray festgenommen wurde, bis zu einer Polizeiwache gegangen. Dabei skandierten sie „Ohne Gerechtigkeit kein Frieden“. Im Laufe des Marsches schwoll die Zahl der Teilnehmer immer weiter an.

Nach Festnahme im Koma

Gray war am vergangenen Sonntag, eine Woche nach seiner Festnahme, an Rückenmarksverletzungen gestorben. Der genaue Hergang der Ereignisse vom 12. April ist noch unklar, möglicherweise wurde der Afroamerikaner aber von Polizisten misshandelt. Auf einem Handyvideo von Zeugen ist zu sehen, wie die Beamten Gray auf einem Gehweg festhalten, bevor sie den vor Schmerz schreienden jungen Mann zu einem Polizeibus schleifen. Rund eine Stunde später wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er ins Koma fiel.

Sechs Beamte wurden inzwischen vom Dienst suspendiert. In einem Polizeibericht hatte es zunächst geheißen, die Festnahme sei ohne Gewaltanwendung verlaufen. Gray war der Besitz eines Springmessers zur Last gelegt worden.

Nach dem Tod des jungen Mannes gab es täglich Proteste in Baltimore, bei denen vollständige Aufklärung von Grays Tod gefordert wurde. Das Justizministerium leitete Ermittlungen wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte ein. Der junge Mann soll am Montag beigesetzt werden.

Neuer Autoanschlag nach Tod zweier Palästinenser

Nach dem Tod zweier Palästinenser hat ein arabischer Einwohner Jerusalems israelische Polizisten mit seinem Auto gerammt. Der Tatverdächtige sei heute festgenommen worden, teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld mit. Er soll sein Fahrzeug am Vorabend absichtlich in eine Gruppe von Polizisten gelenkt und dabei vier von ihnen verletzt haben. Die Tat folgte auf den Tod zweier Palästinenser, die israelische Sicherheitskräfte mit Messern angegriffen hatten.

In Hebron im Westjordanland wurde gestern ein Palästinenser erschossen, nachdem er auf einen israelischen Grenzpolizisten eingestochen hatte. Zuvor hatten in der Nacht Mitglieder der israelischen Grenzpolizei in Jerusalem einen 16-jährigen Palästinenser erschossen. In einer Mitteilung der Polizei hieß es, der junge Mann habe nahe eines Kontrollpostens ein großes Messer gezogen und sei damit auf die Sicherheitsbeamten zugelaufen. Als er auf Warnschüsse nicht reagiert habe, sei er erschossen worden.

In Ostjerusalem kam es nach dem Vorfall zu gewaltsamen Protesten. In den vergangenen Wochen hatten sich dort zumeist junge Palästinenser immer wieder Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften geliefert.

UNO ruft Indonesien zur Aussetzung von Hinrichtungen auf

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Indonesien zur Aussetzung der angekündigten Hinrichtungen für neun Ausländer und einen Indonesier wegen Drogendelikten aufgefordert. „Die Todesstrafe sollte internationalem Recht zufolge - wenn überhaupt - nur für die schlimmsten Verbrechen auferlegt werden, wie Mord, und nur mit entsprechender Absicherung“, sagte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen gestern (Ortszeit) in New York. „Drogendelikte fallen nicht in diese Kategorie.“

Die Vereinten Nationen lehnten die Todesstrafe darüber hinaus insgesamt ab, so Ban weiter. Er rief den indonesischen Präsidenten Joko Widodo zu einem Moratorium für die Todesstrafe mit Aussicht auf deren Abschaffung auf. Die indonesische Justiz will die drei Nigerianer, zwei Australier, einen Franzosen, einen Philippiner, einen Brasilianer, einen Ghanaer und einen Indonesier in der kommenden Woche trotz internationaler Proteste vor ein Erschießungskommando stellen.

Inland

Schieder fordert sechste Urlaubswoche für alle

Die sechste Urlaubswoche für alle Arbeitnehmer wird wieder Thema: SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder forderte in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Trend“ diese Maßnahme, „um Arbeit fairer zu verteilen“. Man müsse „weg von starren Arbeitszeitmodellen, hin zu mehr Flexibilität“ kommen. Die Leute wollten „freie Tage zwischendurch“, so Schieder.

„Sollte allen zustehen“

Die sechste Urlaubswoche ist laut Schieder „ganz wichtig“. Heute seien kaum noch Menschen so lang bei einem einzelnen Unternehmen, dass diese regulär auf diese sechste Woche kommen - „die sollte allen zustehen“. Zuletzt war der Ruf nach einer sechsten Urlaubswoche vor knapp zwei Jahren aus der Gewerkschaft gekommen.

Flüchtlinge: Grüne wollen Faymann-Erklärung

Nach dem EU-Krisengipfel zur Flüchtlingstragödie im Mittelmeer wünschen sich die Grünen eine EU-Erklärung von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) im Nationalrat. Man sei bereit, gemeinsam mit den anderen Klubs eine Sondersitzung einzuberufen, um eine derartige Erklärung zu ermöglichen, so Klubobfrau Eva Glawischnig heute in einem Schreiben an den Kanzler.

Bei dem Sondergipfel in Brüssel war eine Verdreifachung der Mittel für Grenzschutz- und Seenotrettung beschlossen worden. Auch soll es laut Faymann ein Pilotprojekt für die Flüchtlingsverteilung geben, um Asylwerber gemeinsam mit dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geschützt in die EU zu holen. Eine konkrete Zahl nennt die Gipfelerklärung jedoch nicht. Die Grünen wollen sich diese Informationen nun direkt von Faymann holen.

Fischer: „Flüchtlinge fair in der EU verteilen“

Österreich muss mehr in die Entwicklungszusammenarbeit investieren. Das fordert Bundespräsident Heinz Fischer angesichts des Flüchtlingselends. Österreich und Europa hätten eine riesige Verantwortung, sagte Fischer. Man müsse die Menschen überzeugen, dass das ein moralisches Problem sei. Die Flüchtlinge sollten gerechter in der EU verteilt werden.

Mehr dazu in oe1.ORF.at/

Wirtschaft

GB: Superreiche legten kräftig an Vermögen zu

Wer zu den tausend reichsten Menschen in Großbritannien gehören will, muss ein Vermögen von 100 Millionen Pfund - knapp 140 Millionen Euro - vorweisen. Das sind 15 Millionen Pfund mehr als noch vor einem Jahr, wie aus der heute veröffentlichten „Sunday Times“-Liste der Reichen des Vereinigten Königreichs hervorgeht.

Vor zehn Jahren reichten noch 50 Millionen Pfund, um zu dem exklusiven Club zu gehören. Seit 2005 haben die tausend reichsten Menschen ihr Vermögen trotz Finanzkrise verdoppelt und verfügen jetzt über insgesamt 547.126 Milliarden Pfund, 117 Milliardäre sind inzwischen darunter.

Ukrainischstämmiger US-Investor an der Spitze

Das reichste Mensch in Großbritannien ist laut „Sunday Times“ der aus der Ukraine stammende US-Investor Leonard Blavatnik. Sein Vermögen betrage 13,17 Milliarden Pfund, alleine im vergangenen Jahr kamen 3,17 Milliarden dazu. Bei den Stars der Musikbranche liegen weiter Ex-Beatle Paul McCartney und seine Frau Nancy Shevell mit 270 Millionen Pfund vorn, gefolgt von Musical-Komponist Andrew Lloyd-Webber (650 Mio.) und der Rockband U2 (431 Mio.).

Reichster Sportler ist Formel-1-Star Lewis Hamilton, der über 88 Millionen Pfund verfügt, gefolgt von Fußballer Wayne Rooney (72 Mio.). Die „Sunday Times“ zählt etwa Land und Immobilien, Aktien und Unternehmen zum Vermögen, aber keine Bankkonten. Auf der Liste stehen nicht nur Briten, sondern Menschen mit Wohnsitz in Großbritannien. Viele Angaben sind geschätzt und oft nur bedingt vergleichbar, weil etwa Paare, Geschwister oder Bands gemeinsam betrachtet werden.

Germanwings-Chef Winkelmann bei AUA im Gespräch

Der Chef der Lufthansa-Billigtochter Germanwings, Thomas Winkelmann, ist als neuer AUA-Vorstand und Nachfolger von Jaan Albrecht im Gespräch. Winkelmann habe gute Aussichten, sagte ein Insider zur APA. Laut AUA-Kreisen wird der Chefposten der Austrian Airlines innerhalb des Lufthansa-Konzerns besetzt. „Es gibt noch keine Entscheidung“, sagte dazu AUA-Pressesprecher Peter Thier heute.

Wer neuer AUA-Chef wird, werde im Mai in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung beschlossen, so Thier am APA-Anfrage.

Albrecht verordnete der AUA 2012 einen harten Sparkurs. Nach den Sanierungserfolgen in Wien schickt die Lufthansa den 60-Jährigen nun in die Türkei zur SunExpress, der gemeinsamen Tochterairline von Lufthansa und Turkish Airlines. Winkelmann (55) ist seit fast 20 Jahren bei der Lufthansa. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der Germanwings.

Die Lufthansa baut derzeit ihre Billigangebote unter dem „Wings“-Konzept aus - womöglich schon bald ohne Winkelmann. Dass der Name Germanwings bereits im Herbst aus Werbung und Buchungssystemen verschwindet, war aber schon vor dem Absturz des Airbus A320 in den französischen Alpen geplant.

Sport

Motorsport: Stohl startet in Rallycross-WM durch

Manfred Stohl ist wieder da - nicht auf der ganz großen Bühne der Rallye-WM, wo er jahrelang in der Weltspitze mitgefahren war. Der 42-jährige Wiener startet nach zwei Jahren Stockcar aber in der Rallycross-WM durch - und zwar ab heute (14.55 Uhr, live in ORF Sport +) in Portugal. Stohl wird im Team Austria mit einem Ford Fiesta RX alle 13 WM-Läufe bestreiten, zweiter Pilot ist der Rallycross-erfahrene Max Pucher. Den Unterschied zwischen Rallye und Rallycross beschreibt Stohl wie jenen zwischen Marathon und Sprint.

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Bundesliga: Rapid und Sturm lassen Punkte liegen

Trotz einer keineswegs souveränen Leistung hat Red Bull Salzburg gestern in der 30. Bundesliga-Runde den nächsten Schritt ich Richtung erfolgreiche Titelverteidigung gemacht. Der Tabellenführer mühte sich gegen Ried zu einem 2:1-Heimsieg und baute den Vorsprung auf die Verfolger aus, weil diese gegen Nachzügler Punkte liegen ließen. Rapid musste sich gegen die Admira mit einem 1:1 begnügen, Sturm Graz beendete seine Siegesserie mit einem dramatischen 4:4 bei Schlusslicht Wiener Neustadt.

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Fußball: Bayern praktisch zum 25. Mal Meister

Der FC Bayern München hat seine 25. Meisterschaft so gut wie sicher. Nach einem - allerdings mühevollen - 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC ist der deutsche Rekordchampion vom VfL Wolfsburg nur noch theoretisch einzuholen. Der Verfolger, der heute bei Borussia Mönchengladbach gastiert, hat fünf Bundesliga-Spiele vor dem Ende 15 Punkte Rückstand auf die Bayern und die um 32 Treffer schlechtere Tordifferenz.

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Chronik

Schiff mit zwei Tonnen Kokain vor Schottland gestoppt

Die britische Küstenwache hat auf einem Schiff vor der Küste Schottlands mehr als zwei Tonnen Kokain entdeckt. Das Schiff sei nach einem Hinweis der französischen Zollbehörden am Donnerstag rund hundert Kilometer östlich von Schottland gestoppt worden, teilten die britischen und französischen Behörden heute mit.

Auf dem Schlepper, der auf den Marshallinseln im Pazifik registriert ist und einer ukrainischen Firma gehört, seien neun Verdächtige festgenommen worden. Die Männer sollten am Montag einem Haftrichter vorgeführt und wegen Drogenhandels angeklagt werden.

Die französischen Zollbehörden waren auf das Schiff aufmerksam geworden, weil es nach seiner Abfahrt auf den Kanarischen Inseln Mitte April einen ungewöhnlichen Kurs Richtung Nordeuropa genommen hatte. Die Ermittler vermuteten daher, dass es Drogen aus Südamerika transportiert.

Science

NASA-Sonde soll auf Merkur stürzen

Nach zehn Jahren Merkur-Forschung soll die NASA-Sonde „Messenger“ kontrolliert auf dem Planeten abstürzen. Wenn alles nach Plan läuft, knallt das nur drei Meter große Fluggerät dann mit fast vier Kilometern pro Sekunde auf den Merkur. Der Sonde ist der Treibstoff ausgegangen.

"Der Betrieb der Sonde wird dann vorbei sein, aber wir feiern „Messenger" als eine mehr als erfolgreiche Mission“, sagte NASA-Manager John Grunsfeld. Anschließend müssen die von der Sonde gesendeten Informationen analysiert werden. Sie hat mehr als 250.000 Fotos gemacht und viele Terrabyte an Daten gesammelt. Weil Zustand und Tank es zuließen, war die Mission zweimal verlängert worden.

Kultur

Religion

Katholische Frauenbewegung hat neue Vorsitzende

Veronika Pernsteiner ist neue Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung (kfbö), Österreichs größter Frauenorganisation. Die 56-jährige Oberösterreicherin folgt in dieser Position der Tirolerin Barbara Haas nach. Barbara Haas schied nach dreijähriger Funktionsperiode aus dem Vorstand aus. Zur stellvertretenden Vorsitzenden und damit Nachfolgerin von Pernsteiner in dieser Funktion wählte die kfbö bei ihrer Vollversammlung in Linz Andrea Ederer aus der Diözese Graz-Seckau.

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Song Contest

Georgien: Multitalent mit Freude am Experiment

Georgien hat beim Song Contest bereits das eine oder andere Mal für Schlagzeilen gesorgt. Um die künstlerische Leistung ging es dabei selten. Das soll sich dieses Jahr ändern. Mit Nina Sublatti schickt das Land am Kaukasus ein vielseitiges Talent ins Rennen, das trotz seiner Jugend auf einige Erfolge zurückblicken kann und mit seiner eigenwilligen Musik eine internationale Karriere anstrebt.

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Lifestyle

Leute

Andre Agassi: „In Las Vegas sind wir keine Legenden“

Ex-Tennisprofi Andre Agassi (44) will mit seiner Frau Steffi Graf ein normales Familienleben führen. „In Las Vegas sind wir keine Legenden, sondern einfach nur ganz normale Leute. Das ist schön“, sagte der frühere Weltranglistenerste der „Welt am Sonntag“.

Seinem Sohn (13) und seiner Tochter (11) wolle er „eine schöne Kindheit ermöglichen - ohne Drogen, ohne Gewalt. Ich weiß, wovon ich rede, denn bei mir lief es ein wenig anders ab“. 2009 gestand Agassi in seiner Biografie „Open“, Crystal Meth genommen zu haben.

Als einer von wenigen Tennisprofis gewann Agassi alle vier Grand-Slam-Turniere. Nach einer gescheiterten Ehe mit Schauspielerin Brooke Shields („Die blaue Lagune“) heiratete er seine ein Jahr ältere Kollegin Graf. In ihrer Ehe setzen sie auf eine gute Balance, erzählte er im Interview.

„Keine Muskelspiele“

„Zwischen uns beiden gibt es keine Muskelspiele, sondern nur Verständnis. Wenn es Probleme gibt, versuchen wir sie gemeinsam zu lösen. Daher passiert es auch nie, dass der eine den anderen anschreit.“

Eine Karriere als Tenniscoach - etwa wie Boris Becker oder Ivan Lendl - kommt für den Familienmenschen nicht infrage: „Um das richtig zu machen und mit der nötigen Konsequenz, müsste ich jeden Tag bei meinem Schützling sein.“ Dann müsse er wieder pausenlos reisen. „Das will ich aber nicht. Ich will sehen, wie meine Kinder aufwachsen.“