Letzte Meldungen

Piech legt Vorsitz im VW-Aufsichtsrat nieder

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech tritt von seinem Amt mit sofortiger Wirkung zurück. Auch seine Frau Ursula Piech gibt ihr Mandat in dem Kontrollgremium ab, wie die Volkswagen AG am Samstag in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt mitteilte. Nähere Details über die Hintergründe wenige Tage nach dem Machtkampf mit VW-Vorstandschef Martin Winterkorn sind noch nicht bekannt.

Ausland

70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in Italien

Italien hat den 70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und nationalsozialistischer Besetzung gefeiert. Staatspräsident Sergio Mattarella legte heute einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten in Rom nieder.

Der 25. April sei ein Fest der „Freiheit für alle“ und eine „Feier der Hoffnung“ für die junge Generation, sagte Mattarella später bei einer Gedenkveranstaltung in Mailand. Der Widerstand gegen Krieg und unmenschliche Gewalt sei das „ethische Fundament“ der italienischen Nation.

Der 25. April ist in Italien Nationalfeiertag. Gefeiert werden die Kapitulation der Deutschen und das Ende der faschistischen Sozialrepublik des Diktators Benito Mussolini. An diesem Tag übernahmen die Befreiungskomitees der Partisanen im Norden des Landes offiziell die Macht. Drei Tage später, am 28. April 1945, wurden Mussolini und seine Geliebte erschossen und tags darauf an einer Tankstelle in Mailand kopfüber aufgehängt.

Medien: Israelische Luftangriffe in Syrien

Israelische Kampfflugzeuge sollen an der syrisch-libanesischen Grenze zwei Brigaden der syrischen Armee angegriffen haben, die mit strategischen Waffen und Langstreckenraketen ausgerüstet sind. Das berichtete heute das israelische Internetportal Ynet unter Berufung auf den Sender al-Jazeera. Der Sender al-Arabija meldete, Israel habe bereits am Mittwoch zwei Konvois mit Waffenlieferungen angegriffen. Dabei habe es einen Toten gegeben.

Laut al-Jazeera ereigneten sich die Angriffe gegen die 155. und 65. Brigade der syrischen Armee gestern Nacht in al-Kalamun. Das libanesische Internetportal Elnashra, das der Hisbollah nahesteht, berichtete über israelische Angriffe auf syrische Stellungen bei Karah.

Keine Bestätigung durch Israel

Die israelische Armee wollte die Berichte nicht kommentieren. Auch offizielle Stellungnahmen aus Damaskus oder von der Hisbollah lagen nicht vor. Nach Angaben internationaler Beobachter hat Israel bereits seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs vor mehr als vier Jahren mehrere Ziele in Syrien angegriffen, darunter für die Hisbollah bestimmte Waffenlager. Israel hat das nie bestätigt, hat allerdings betont, dass man Waffenlieferungen an die Hisbollah unterbinden werde.

Dschihadisten in Syrien im Vormarsch

Unterdessen gehen die Kämpfe in Syrien zwischen Regierungstruppen und den islamistischen Rebellen weiter. Die Al-Nusra-Front, ein syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, hat im Nordwesten des Landes die strategisch wichtige Stadt Dschisr al-Schughur fast vollständig erobert. Die Dschihadisten hätten fast die gesamte Stadt in ihre Gewalt gebracht, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, gegenüber einer Nachrichtenagentur. Die Regierungstruppen seien geflohen. Bei den Kämpfen wurden Dutzende Rebellen und Soldaten getötet.

Die Dschihadisten hatten kürzlich bereits die Provinzhauptstadt Idlib eingenommen, woraufhin sich die Regierungstruppen nach Dschisr al-Schugur zurückzogen. Sonst kontrolliert die Armee in der Provinz praktisch nur noch die kleine Stadt Ariha und die Militärbasis al-Mastumah. Dschisr al-Schugur liegt an der Autobahn von Idlib zur Küstenprovinz Latakia. Die Eroberung der Stadt ermöglicht es den Rebellen nun, weiter Richtung Latakia vorzudringen, der Heimatregion von Präsident Baschar al-Assad.

Menschenrechtlerin in Pakistan erschossen

Die pakistanische Menschenrechtlerin Sabeen Mehmud ist gestern im Anschluss an eine Diskussionsveranstaltung Opfer eines Mordanschlags geworden. Zwei Attentäter auf einem Motorrad hätten in der Hafenstadt Karachi mehrere Schüsse auf das Fahrzeug der Aktivistin abgegeben, teilte die pakistanische Polizei heute mit. „Sie wurde bei dem Angriff getötet und ihre Mutter lebensgefährlich verletzt.“

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Mehmud hatte zuvor in ihrem Restaurant eine Diskussion organisiert, bei der es um das gewaltsame Verschwinden von Menschen ging. Teilgenommen hatten Aktivisten aus der im Südwesten gelegenen Provinz Baluchistan. Menschenrechtler machen die Sicherheitskräfte für das Verschwinden von Hunderten Personen in den vergangenen Jahren verantwortlich.

Hinrichtung zweier Australier in Indonesien steht bevor

Die Hinrichtung zweier wegen Drogenhandels verurteilter Australier in Indonesien steht nach Angaben der australischen Regierung „unmittelbar“ bevor. Die indonesischen Behörden hätten australische Konsularbeamte heute entsprechend informiert, erklärte Australiens Außenministerin Julie Bishop.

Die Hinrichtung von Andrew Chan and Myuran Sukumaran soll „umgehend“ im Gefängnis auf der Insel Nusakambangan angesetzt werden. Die beiden Australier waren nach Angaben der indonesischen Justiz die Anführer der Drogenbande „Bali Neun“, die wegen des Versuchs, Heroin aus Indonesien zu schmuggeln, 2006 zum Tode verurteilt wurden.

Weiteren Ausländern droht Hinrichtung

Es wird erwartet, dass die Australier gemeinsam mit weiteren von der indonesischen Justiz verurteilten Ausländern, darunter Bürger Frankreichs, Brasiliens, Nigerias, Ghanas und der Philippinen, hingerichtet werden.

Der Fall hat zu einem heftigen diplomatischen Streit zwischen Jakarta und dem Ausland geführt. Neben Australien bemühten sich bisher auch Frankreich und Brasilien vergeblich darum, ihre Bürger vor der Hinrichtung zu bewahren. Frankreichs Präsident Francois Hollande drohte heute mit diplomatischen „Konsequenzen“, sollte der verurteilte Franzose Serge Atlaoui hingerichtet werden.

Inland

Ärztearbeitszeit: Auswirkung auf Krebspatienten

Das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte bekommen auch krebskranke Menschen in Österreich zu spüren. Maximal 48 Stunden Wochenarbeitszeit bedeuten, dass Ärzte nach einem Nachtdienst heimgehen müssen und in den Krebszentren tagsüber ausfallen. Bei der Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie spricht man davon, dass am Tag somit um ein Fünftel weniger Ärzte im Einsatz sind.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Sport

Fußball: Liendl trifft bei Okotie-Comeback

Nach eineinhalb Monaten Verletzungspause hat ÖFB-Teamstürmer Rubin Okotie heute sein Comeback für 1860 München gegeben. Beim 1:1 in Düsseldorf stahl ihm aber Landsmann Michael Liendl die Show, denn der Mittelfeldmann erzielte knapp nach der Pause den Ausgleich für die Fortuna. Das siebente Saisontor Liendls schmerzte Okotie und Co., denn trotz des Auswärtspunktes blieben die Sechziger in der zweiten Bundesliga in akuter Abstiegsgefahr.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Rapid will gegen Admira mehr als Remis

Drei Spiele, dreimal Remis: Rapid ist in dieser Saison gegen die Admira noch sieglos. Im Kampf um Platz zwei und den damit verbundenen CL-Qualiplatz zählen für die Hütteldorfer heute allerdings nur drei Punkte, um den Vorsprung auf die Verfolger Sturm Graz und Altach zu halten. Da sich die Admira aber mitten im Abstiegskampf befindet, erwartet Zoran Barisic im Happel-Stadion ein hartes Stück Arbeit. „Die Admira wird um ihr Leben spielen“, lautet die Prognose des Rapid-Trainers.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Heta-Bilanz: Verschiebung für Schelling „sauber“

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sieht in der Verschiebung der Bilanzerstellung für die Hypo-Abbaubank Heta von vier Wochen kein Problem. Es sei ein üblicher Vorgang, der der „sauberen Abwicklung“ diene. Jedenfalls werde „kein weiteres Steuergeld direkt vom Bund in die Heta fließen“.

Schelling erklärte am Rande des EU-Finanzministerrats in Riga, bei der Asset Quality Review vor einigen Monaten sei die Bandbreite der Risiken dargestellt worden, die Zahlen hätten zwischen vier und sieben Milliarden Euro geschwankt. Jetzt bei der Bilanzerstellung sei es wichtig, den tatsächlichen Wert für die Testierung herauszufinden. „Dieser Prozess dauert, mir ist lieber, das sauber abzuwickeln.“

„Erstaunt“ über angeblichen Heta-Anleihen-Rückkauf

Angesprochen auf Berichte, wonach Kärnten Heta-Anleihen zurückkaufen sollte, sagte Schelling: „Also ganz ehrlich, mich erstaunt einigermaßen, welche Botschaften aus Kärnten kommen. Das ist mit mir nicht koordiniert. Natürlich geistert immer wieder herum, weil der Kurs der Anleihen ein relativ günstiger ist. Was alle übersehen ist, wir haben gar keinen Handlungsspielraum.“ Die Entscheidung, wie es mit Bonds weitergehe, „hat allein die FMA zu treffen“, weil die HETA unter Moratorium gestellt worden sei.

Chronik

Odenwaldschule steht vor dem Aus

Die krisengeschüttelte Odenwaldschule im deutschen Heppenheim steht vor dem Aus. Trotz aller Bemühungen sei es nicht gelungen, die Finanzierung für die nächsten Jahre zu stemmen, teilte die Schule heute mit. „Das Schuljahr wird noch zu Ende geführt“, sagte ein Sprecher.

Die Eltern wurden laut der Mitteilung informiert und müssen nunmehr entscheiden, „welche Schule für ihre Kinder zum neuen Schuljahr die Richtige ist“.

Missbrauch jahrelang vertuscht

Vor fünf Jahren war an der privaten Reformschule ein jahrelang vertuschter sexueller Missbrauch von mindestens 132 Schülern bekannt geworden. Auch deshalb ging die Zahl der Schüler spürbar zurück und damit auch Schulgeld für das Privatinternat.

Die Odenwaldschule braucht eine neue Genehmigung, weil sie nach neuen Missbrauchs-Verdächtigungen auf Drängen der Behörden ihre Struktur und Organisation änderte. Dafür verlangen die Aufsichtsbehörden ein schlüssiges Finanzkonzept.

„Kredit verspielt“

„Die Zeit für das neue Team war kurz, offenbar zu kurz“, teilten Leitung und Trägerverein der Schule mit. „Vor allem aber mussten wir feststellen, wieviel Kredit nicht nur bei Schülern, Eltern und Behörden, sondern wie viel Vertrauen - vor allem auch bei Banken und vielen Ehemaligen, die der Schule zum Teil seit Jahrzehnten verbunden waren - verspielt worden ist.“

Turkish-Airlines-Maschine in Istanbul notgelandet

Eine Maschine der Fluggesellschaft Turkish Airlines ist nach einem technischen Problem auf dem internationalen Flughafen von Istanbul notgelandet. Das Flugzeug sei anschließend von der Landebahn gerutscht, teilte Turkish Airlines mit. Keiner der 97 Passagiere sei verletzt worden.

„Die Evakuierung ist sicher und umgehend erfolgt“, hieß es weiter. Ermittlungen sollen nun die genaue Ursache der Notlandung klären. Die Maschine kam aus Mailand und hatte Istanbul als Ziel. Auf Fotos des Senders CNN Turk war zu sehen, dass eine Turbine offenbar Feuer fing.

Australischer Surfer verlor Bein bei Haiangriff

Ein australischer Surfer hat bei einem Haiangriff ein Bein verloren. Er befand sich nach Polizeiangaben zunächst in kritischem Zustand. Sie hätten einen sechs Meter langen Weißen Hai gesehen, berichteten andere Surfer der Zeitung „Adelaide Advertiser“ (Onlineausgabe).

Zunächst sei der 26-jährige Verletzte aus Port Lincoln in ein lokales Krankenhaus gebracht, später dann ins Royal Adelaide Hospital ausgeflogen worden, berichtete die Polizei. Der Angriff hatte sich heute Vormittag (Ortszeit) 350 Meter vor der Küste nahe Port Lincoln an einer Stelle ereignet, wo es bereits zuvor zu Zwischenfällen mit Weißen Haien gekommen war. Zu dem Zeitpunkt befanden sich mehrere Surfer im Wasser.

Religion

Science

Kultur

Crossing Europe: Russland-Fokus zeigt Licht und Schatten

Zwei hervorragende russische Filme erzählen beim Linzer Festival Crossing Europe auf sehr unterschiedliche Weise vom hohen Norden ihres Landes. Die Form einer historischen Satire benutzte Aleksei Fedorchenko in „Angels of Revolution“, als dezente Hommage an Landschaft und Bewohner gestaltete Andrei Kontschalowski „The Postman’s White Nights“.

Mehr dazu in ORF.at/crossingeurope

Losniza: Der distanzierte Blick des Beobachters

Und: Mit dem Tribute für den ukrainischen Regisseur Sergej Losniza (Loznitsa) ehrt Crossing Europe einen Künstler, der sich vor allem mit seinen präzise und distanziert beobachteten Dokumentarfilmen über die Sowjetunion, Russland und die Ukraine einen Namen gemacht hat. Sein bekanntestes Werk dürfte „Maidan“ sein.

Mehr dazu in ORF.at/crossingeurope

„Turandot“-Ausstellung im Museum der Mailänder Scala

Im Museum der Mailänder Scala wird am Donnerstag anlässlich der am 1. Mai geplanten „Turandot“-Aufführung unter der Leitung von Musikdirektor Riccardo Chailly eine Ausstellung zu Ehren der Puccini-Oper eingeweiht. Kostüme, Dokumente und Bühnenfotos sind bis 30. Juni zu sehen.

Auch Original-Notenseiten sind zu sehen

Original-Notenseiten mit Puccinis Entwürfen für das Finale der unvollendeten Oper, Bühnenkleider, die von legendären Sängerinnen von Puccini-Opern wie Gina Cigna und Birgit Nilsson getragen wurden, und Zeichnungen für die Kostüme zählen zu den Exponaten, von denen viele bisher noch nie ausgestellt wurden. „Turandot“ hatte am 25. April 1926 an der Scala Premiere gefeiert. Dirigent war damals Arturo Toscanini. Seitdem wird die Oper regelmäßig im Mailänder Theater aufgeführt.

Die „Turandot“-Ausstellung ist Teil des Scala-Programms am Rande der am 1. Mai beginnenden Weltexpo in Mailand. Am Freitag wird „Turandot“ mit einem Finale des italienischen Komponisten Luciano Berio inszeniert. Die Regie der Oper übernimmt Nikolaus Lehnhoff, in den Hauptrollen sind Nina Stemme, Aleksandrs Antonenko und Maria Agresta zu sehen.

Song Contest

Lisa Angell zur Ehrenrettung Frankreichs

Frankreich zählt zu den erfolgreichsten Ländern in der Song-Contest-Geschichte. Seit 1956 mit dabei, konnte die „Grande Nation“ den Wettbewerb bereits fünfmal gewinnen. Der letzte Sieg im Jahr 1977 liegt allerdings schon weit zurück, und 2014 belegte Frankreich erstmals den letzten Platz. Zur Ehrenrettung soll dieses Jahr Lisa Angell mit dem Titel „N’oubliez pas“ punkten.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Leute

Kim Kardashians Stiefvater outet sich als transsexuell

Der Stiefvater von TV-Sternchen Kim Kardashian (34), Bruce Jenner (65), hat sich als transsexuell geoutet. „Ich bin eine Frau“, sagte Jenner in einem gestern Abend (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Interview. „Mein Gehirn ist viel mehr weiblich als männlich. Es ist schwer für Menschen, das zu verstehen, aber so ist meine Seele.“

Er wisse davon schon seit er ein kleiner Bub war, habe sich aber erst jetzt entschieden, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. „Ich kann mich nicht mehr hinter einem Vorhang verstecken.“ Er habe einige Schönheitsoperationen hinter sich und Hormone genommen, sei aber nicht vollständig umoperiert.

Jenner hatte 1976 als Zehnkämpfer Olympiagold gewonnen und danach in einigen Filmen mitgespielt. Er war dreimal verheiratet, zuletzt mehr als 20 Jahre mit Kris Jenner. Im vergangenen Jahr ließ sich das Paar scheiden. Die beiden sind Eltern von Kendall und Kylie und haben aus früheren Ehen jeweils vier weitere Kinder. Der Familienclan ist unter anderem durch die Reality-Serie „Keeping Up With the Kardashians“ bekannt.

Lifestyle