Ausland

Djindjic-Attentäter in Spanien festgenommen

Die spanische Polizei hat heute bestätigt, dass es sich bei einem festgenommenen Serben um einen der Attentäter handelt, die 2003 den serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ermordet haben. Die Identität von Vlada Milisavljevic alias „Budala“ (Dummkopf) sei festgestellt worden, meldete die amtliche serbische Nachrichtenagentur Tanjug.

Milisavljevic, ein ehemaliger Angehöriger der Zemun-Mafia, wurde gestern Nachmittag in Spanien zusammen mit drei weiteren Serben, darunter der derzeit führende Mafia-Boss Luka Bojovic, festgenommen. Er wurde wegen Beteiligung am Mordanschlag auf Djindjic in Abwesenheit zu 35 Jahren Haft verurteilt. In einem anderem Verfahren gegen die Zemun-Mafia erhielt er eine 40-jährige Haftstrafe.

Reformpremier Djindjic wurde im März 2003 vor dem Regierungsgebäude in Belgrad erschossen. Am Anschlag waren mehrere Angehörige der Sonderpolizeieinheit „Rote Barette“ und der Zemun-Mafia beteiligt. Über die Auftraggeber ist weiterhin nichts bekannt.

Spanische Polizei bekam Tipp

Wie die Belgrader Tageszeitung „Blic“ heute berichtete, war die Polizei den vier nun festgenommenen Personen dank eines Freundes von Bojovic auf die Spur gekommen. Milos Petrovic, der sich in einem niederländischen Gefängnis befindet, soll den serbischen Ermittlern im November den Aufenthaltsort von Bojovic verraten haben. Die spanische Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein.

Bojovic, ein Freund des einst berüchtigten Milizenführers Zeljko Raznatovic („Arkan“), gilt seit Jahren als neuer Chef der Zemun-Mafia. Die Ex-Chefs Dusan Spasojevic und Mile Lukic waren beim Versuch, sie nach dem Attentat auf Djindjic festzunehmen, ums Leben gekommen.

Orban sieht „Putschversuch“ mit CNN-Beteiligung

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat angeblich dem US-Nachrichtensender CNN vorgeworfen, den Sturz seiner Regierung herbeiführen zu wollen.

Wie ungarische Medien heute berichteten, hatte Orban zwei Tage zuvor auf einer Fraktionsklausur seiner rechtskonservativen Regierungspartei FIDESZ (Bund Junger Demokraten) in der nordungarischen Stadt Eger behauptet, gegen ihn sei „ein auf drei Beinen stehender Putschversuch“ unternommen worden. Daran soll auch CNN beteiligt gewesen sein.

In den Umsturzversuch verwickelt seien auch ungarische Diplomaten, die mit der Opposition sympathisierten, und nicht näher genannte Geheimdienste. Der US-Sender CNN habe in seiner Berichterstattung über Ungarn im Dezember „absichtlich den Eindruck erwecken wollen“, dass die Unzufriedenheit mit seiner Person innerhalb von FIDESZ wachse und sein Einfluss deshalb sinke, zitierten die Medienberichte den Regierungschef unter Berufung auf Teilnehmer der Klausur.

Beobachter meinen, das Erzeugen einer Rückzugsmentalität durch das Beschwören angeblicher Putschbestrebungen könne die mögliche Verunsicherung unter den eigenen Anhängern abschwächen. Kritiker werfen Orban autoritäre Tendenzen und den Abbau der Demokratie in Ungarn vor.

Slowenien bekam neue Mitte-rechts-Regierung

Zehn Wochen nach der vorgezogenen Parlamentswahl hat Slowenien eine neue Regierung. Das Parlament in Ljubljana wählte heute Nachmittag die neue Mitte-rechts-Regierung unter dem konservativen Premier Janez Jansa. Für das zwölf Minister umfassende Kabinett stimmten 50 der 90 Abgeordneten, dagegen waren zehn Mandatare. Die Minister wurden unmittelbar nach der Wahl angelobt. Die neue Regierung soll noch heute zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen.

Jansa will Land aus der Krise führen

„Vor uns steht ein schwieriges Mandat. Slowenien ist in einer Wirtschaftskrise und teilweise auch in einer sozialen Krise. Die politische Krise wurde heute gelöst“, sagte Premier Jansa nach der Bestätigung seiner Regierung im Parlament. „Unser Hauptziel ist es, Slowenien aus der Krise zu führen. Das ist eine Anti-Krisen-Regierung“, fügte er hinzu.

Bereits in der vorhergehenden Parlamentsdebatte kündigte Jansa an, dass seine Regierung keine spektakulären Ankündigungen machen kann außer harter Arbeit. Die Regierung hat sich die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, eine Konjunkturbelebung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu ihren wichtigsten Zielen gesetzt.

Sparpaket soll kommen

Ganz oben auf der Prioritätenliste der neuen Regierung steht die Senkung der Staatsausgaben um zehn Prozent. Dies sei „keine drastische Kürzung“, sagte Jansa. Zum Vergleich nannte er baltische Staaten, die 2009 ihre öffentlichen Ausgaben um 30 Prozent gesenkt haben, weshalb sie jetzt Wirtschaftswachstum verzeichneten. Laut Jansa wird aber Slowenien nur mit Rationalisierung und Sparen nicht aus der Krise kommen können; es müssten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bei der Krisenbekämpfung setzt Jansa auch auf die Zusammenarbeit mit der linksgerichteten Opposition und den Sozialpartnern. Die oppositionellen Parteien, Positives Slowenien (PS) von Wahlsieger Zoran Jankovic und die bisher regierenden Sozialdemokraten (SD) haben der neuen Regierung zugesichert, eine konstruktive Opposition sein zu wollen.

Zweites Psychiatergutachten Breiviks angeordnet

Der als nicht straffähig eingestufte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik muss vor Prozessbeginn erneut auf seinen Geisteszustand geprüft werden. Eine entsprechendes Gutachten ordnete das Gericht in Oslo heute gegen den Widerstand des rechtsradikalen Islamhassers an. Breivik soll ab 16. April vor Gericht stehen.

Breivik hatte am 22. Juli vergangenen Jahres bei zwei Anschlägen 77 Menschen getötet. Seine Einstufung durch zwei Rechtspsychiater als psychotisch und paranoid-schizophren - und damit als nicht straffähig - hatte in Norwegen eine heftige Debatte ausgelöst. Breivik begründete seine Tagen mit den Worten, er habe die Regierung für ihre Migranten-freundliche Politik bestrafen wollen.

Entscheidung zu Prozessbeginn

Die Richterin Wenche Elizabeth Arntzen ordnete an, dass die Untersuchung in Breiviks Haftanstalt bis Ende März durchgeführt werden soll. Zum Auftakt des Gerichtsprozesses wird endgültig über die Zurechnungsfähigkeit des geständigen Täters entschieden. Die Richterin hatte bereits Mitte Jänner von der Notwendigkeit einer Zweitmeinung zum Gesundheitszustand Breiviks gesprochen.

Das Gericht teilte zudem mit, mit der Auswahl von drei Schöffen begonnen zu haben. Zuvor waren bereits die beiden Richter, unter ihnen Arntzen, bestimmt worden.

Vatikan dementiert Bericht über Mordkomplott gegen Papst

Die italienische Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ hat heute über ein angebliches Mordkomplott gegen Papst Benedikt XVI. berichtet. Das wurde vom Vatikan umgehend dementiert.

Die Redakteure hätten Wahnvorstellungen, sagte der Sprecher des Vatikans, Frederico Lombardi, in Bezug auf die Meldung. Und weiter: „Ich finde diese Gerüchte so absurd und unseriös, dass ich all das nicht einmal kommentieren will.“

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Lebenslang für Attentäter vom Frankfurter Flughafen

Knapp ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen muss der islamistische Attentäter lebenslang in Haft. Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte den 22-Jährigen Arid Uka heute wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs.

Er hatte am 2. März 2011 in einem Bus am Frankfurter Flughafen auf die unbewaffneten Soldaten gefeuert und zwei von ihnen getötet. Zwei andere wurden schwer verletzt. Erst eine Ladehemmung seiner Pistole stoppte Uka - er hatte schon auf einen fünften Soldaten angelegt und abgedrückt.

Keine vorzeitige Haftentlassung

Der Staatsschutzsenat stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren praktisch ausschließt. Die Richter folgten damit dem Antrag der Bundesanwaltschaft. Die Verteidigung kündigte Revision an.

„Wir haben es hier tatsächlich mit dem ersten islamistisch motivierten Terroranschlag auf deutschem Boden zu tun“, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel in seiner Urteilsbegründung. Er beschrieb darin noch einmal den Tatablauf. Uka habe sich von einem der späteren Opfer sogar noch eine Zigarette geben lassen und die Soldaten ausgefragt. Die US-Militärs waren zuvor in Frankfurt gelandet. Ein Bus wartete vor dem Terminal, um sie zur US-Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz zu bringen. Von dort aus sollten sie zum Einsatz in Afghanistan.

Hinweis

Sondersendung zum Sparpaket in ORF2 und im Livestream

Mit der Präsentation des heimischen Sparpakets ändert ORF2 ab 18.30 Uhr sein Programm. Alle Fakten, Interviews und Analysen zum Sparpaket sind auch im Livestream zu sehen. Um 18.30 Uhr überträgt ORF2 live die Pressekonferenz von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP). Die ZIB um 19.30 Uhr, ORF2, steht ebenfalls ganz im Zeichen des innenpolitischen Themas Nummer eins.

Um 20.15 Uhr bitten live in ORF2 Ingrid Thurnher und Armin Wolf in einer ZIB-Spezialausgabe Faymann und Spindelegger zum Interview.

„Runder Tisch“ mit allen Parteien

Auf das Gespräch im Bundeskanzleramt folgt um 21.10 Uhr - ebenfalls live - ein „Runder Tisch“ zum Thema. Hans Bürger diskutiert unter dem Titel „Sparpaket 2012: Großer Wurf oder kleinster gemeinsamer Nenner?“ mit je einem Vertreter der fünf Parlamentsparteien sowie dem Vorsitzenden des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer.

Um 22.00 Uhr führt Tarek Leitner in einer verlängerten ZIB2 Liveinterviews mit Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sowie Beamtengewerkschaftschef Fritz Neugebauer (ÖVP).

Auch Ö1 ändert sein Programm um bringt um 18.00 Uhr ein verlängertes Abendjournal spezial.

Inland

Blaulichtfunk: Auslieferungsantrag für Himmer bestätigt

Nächster Paukenschlag in den Korruptionsaffären um die Telekom Austria (TA). Gegen den Vizepräsidenten des Bundesrates, Harald Himmer (ÖVP), hat die Staatsanwaltschaft Wien einen Auslieferungsantrag wegen der Blaulichtfunk-Affäre gestellt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft heute Früh auf APA-Anfrage.

Himmer ist auch Chef von Alcatel-Lucent Österreich. Eine Stellungnahme der ÖVP war bis dato nicht zu erhalten. Himmer wurde im Wiener Wahlkampf mit dem Slogan „Bonzen quälen, Himmer wählen“ bekannt.

Projektvergabe durch Strasser

Wie der grüne Abgeordnete Peter Pilz schon gestern berichtete, soll Himmer vom ehemaligen TA-Manager Gernot Schiezler, der eine Kronzeugenregelung anstrebt, schwer belastet worden sein. Es steht der Verdacht im Raum, dass bei der Vergabe des Blaulichtfunksystems Tetron an ein Alcatel-TA-Konsortium über den Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly Schmiergeld geflossen sein soll. Sowohl Himmer als auch Mensdorff-Pouilly haben stets alle Vorwürfe zurückgewiesen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Der Blaulichtfunk (Tetron) sollte ein bundesweites, gruppentaugliches und abhörsichereres Funksystem für Polizei, Rettung und Feuerwehr werden, allerdings ist es bis heute nicht bundesweit im Einsatz. Ursprünglich sollte das System 2009 bundesweit funken. Vergeben wurde das Projekt unter dem damaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser, gegen den in einer anderen Causa (EU-Lobbying gegen Bares) ermittelt wird. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Unzufriedenheit mit Arbeit der Regierung

Kein gutes Zeugnis stellen die Österreicher kurz vor der Präsentation des Sparpakets der Arbeit ihrer Bundesregierung aus. Aus einer aktuellen Umfrage geht hervor, dass mehr als jeder zweite Österreicher mit der bisherigen Arbeit unzufrieden ist.

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Prozess wegen Hetze: Ex-Soldat freigesprochen

Wegen Hetze gegen Minderheiten ist ein Ex-Soldat des Bundesheeres heute in Salzburg vor Gericht gestanden. Er soll zu Rekruten wörtlich gesagt haben, dass „der Judenverein verbrannt gehört“. Er wurde freigesprochen, weil er laut Gericht die Äußerung nicht vor einer Vielzahl von Menschen gemacht hatte.

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Sport

Davis-Cup: Österreich führt gegen Russland

Jürgen Melzer hat dem Druck standgehalten. Der 30-jährige Niederösterreicher gewann heute zum Auftakt des Davis-Cup-Erstrundenduells mit Russland in der Wiener Neustädter Arena Nova gegen Igor Kunizin nach mehr als vier Stunden 6:2 6:7 (3/7) 6:4 3:6 6:1 und stellte auf 1:0 für Österreich. Melzer gelang damit der erste Erfolg im dritten Vergleich mit dem Russen. Nun hat Andreas Haider-Maurer die Chance, mit einem Erfolg über Alex Bogomolow die ÖTV-Auswahl sogar 2:0 in Führung zu bringen.

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Ski alpin: Starker Wind verhindert Andorra-Premiere

Mit dem ersten Weltcup-Rennen in Andorra ist es heute nichts geworden. Starker Wind in Soldeu verhinderte den Riesentorlauf der Damen. Der Start wurde zunächst um zweieinhalb Stunden verschoben, da sich die Wetterbedingungen allerdings nicht besserten, entschied sich die FIS schließlich zur Absage. Aufgrund der schlechten Prognose für das Wochenende entschied die Jury eine Programmänderung. Morgen soll der Slalom gefahren werden, am Sonntag der RTL.

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Wirtschaft

CO2-Recycling: Abgas für die Limonade

Industrie, Verkehr und Heizungen blasen jährlich Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Die Folgen für das Klima sind bekannt. Weniger bekannt ist die Rolle, die CO2 als Rohstoff spielt. Der Bedarf beläuft sich auf Hunderte Millionen Tonnen pro Jahr. Dafür wird das Gas größtenteils synthetisch produziert, auf dem Recyclingweg lässt es sich nur mit einigem Aufwand gewinnen. In Österreich experimentieren der Zucker- und Ethanolhersteller Agrana und der Energieversorger EVN bereits länger mit entsprechenden Verfahren. Mittlerweile ist das Recycling-CO2 reif für Kosmetika und Limonade.

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VKI plagen zum Jubiläum Geldsorgen

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) feiert heute sein 50-Jahre-Jubiläum. Die Mitarbeiter sehen die Zukunft aber gefährdet. Während laut Betriebsrat die Arbeit immer mehr wird und die Kosten steigen, sei die finanzielle Absicherung des VKI ungewiss.

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Geldanlage: Österreicher setzen auf Sicherheit

Laut einer Umfrage denken beinahe drei Viertel der Österreicher in Zeiten der Schuldenkrise beim Thema Geldanlage an Sicherheit. Die beliebtesten Anlageformen sind Sparbuch, Bausparvertrag und Immobilien.

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Kälte: Bulgarien stellt gesamten Stromexport ein

Bulgarien hat wegen der extremen Winterkälte den gesamten Stromexport eingestellt. Der Exportstopp für andere Balkan-Länder begann in der Nacht auf heute. Grund dafür waren der drastisch gestiegene Stromverbrauch und eine Panne in einem wichtigen Kraftwerk, sagte Energieminister Trajtscho Trajkow dem Staatsradio in Sofia.

In Bulgarien wurden heute Temperaturen bis zu minus 14 Grad erwartet. Die Donau war bei Silistra im östlichen Flussabschnitt Bulgariens nach amtlichen Angaben weiterhin zu 90 Prozent zugefroren. Die Schifffahrt wurde eingestellt.

Chronik

Großbrand in Recyclingfirma in Leopoldsdorf

In Leopoldsdorf (Niederösterreich) stand ein Entsorgungsbetrieb in Flammen. Das Feuer brach in einer Lagerhalle aus und griff mittlerweile auch auf einen angrenzenden Pharmaziebetrieb über. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle.

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Drogentoten „entsorgt“: Haftstrafe für 20-Jährige

Weil sie ihrem Freund im Dezember 2012 Drogen gegeben und so seinen Tod verursacht haben soll, ist heute im Landesgericht Ried im Innkreis (Oberösterreich) eine 20-Jährige wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen zu sieben Monaten Haft, zwei davon unbedingt, verurteilt worden. Ihre Mutter und ein weiterer Freund, die die Leiche des Mannes entsorgt haben sollen, fassten teilbedingte Geldstrafen aus.

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Pensionistin nach Sturz beinahe erfroren

In Oberlungitz (Steiermark) ist heute eine Pensionistin beinahe erfroren. Die 62-Jährige wollte in der Früh vor ihrem Wohnhaus die Zeitung holen und stürzte dabei. Ihr Zustand ist kritisch.

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Tauernautobahn: Massenkarambolage in Tunnel

Auf der Tauernautobahn (A10) hat sich heute beim Hieflertunnel in Salzburg ein Verkehrsunfall ereignet, in den sechs Autos verwickelt waren. Eine Person wurde leicht verletzt.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen

Straßenglätte führte im Frühverkehr zu einer Serie schwerer Unfälle in Oberösterreich. Autofahrer schlitterten gegen Strommasten, Leitschienen, andere Pkws und sogar gegen Streufahrzeuge.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Tödlicher Verkehrsunfall in Tirol

Auf der Tiroler Straße in Schwoich hat sich ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Bei einem Frontalzusammenstoß kam eine 57-jährige Frau aus Kirchbichl ums Leben. Eine weitere Person wurde schwer verletzt.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Pkw prallte gegen Räumfahrzeug

Auf der Südautobahn (A2) kam es heute Früh bei Schwarzau am Steinfeld (Niederösterreich) zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Lenker eines Pkw krachte dabei gegen ein Räumfahrzeug der Straßenmeisterei, er blieb unverletzt.

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2011 um 0,8 Prozent weniger Geburten in Österreich

77.159 Babys haben 2011 in Österreich das Licht der Welt erblickt - laut Statistik Austria ein Rückgang von 0,8 Prozent verglichen mit 2010. Bis auf Wien und das Burgenland verzeichneten alle Bundesländer ein Minus, am höchsten war der Rückgang in Kärnten.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Kälte: Behinderungen im Flug- und Bahnverkehr in Italien

Wegen des extremen Winterwetters ist es heute in Italien zu erheblichen Schwierigkeiten im Flug- und Bahnverkehr gekommen. Die italienische Fluggesellschaft Alitalia musste zwölf Flüge zwischen Rom und Mailand streichen.

Verzögerungen gab es auch auf den Flughäfen der Adria-Städte Rimini und Perugia. Der Flughafen von Pescara wurde wegen der verschneiten Landebahnen bis morgen geschlossen.

Heftig schneite es in der Lombardei, in Umbrien und in der Toskana. Im Mailänder Raum wurde die Autobahn A1 für den Lkw-Verkehr gesperrt. In Ligurien tobten heftige Winde. In Triest erreichte der Sturm eine Geschwindigkeit von bis zu 117 km/h. Schneefälle wurden auch in Süditalien, darunter in Kalabrien, gemeldet. Auch im Bahnverkehr kam es zu Problemen. Gefahren wurde nach einem „Schneeplan“ mit weniger Zügen.

Obdachlose in Rom tot aufgefunden

In Venedig klagten Hoteliers, dass viele Touristen wegen der Kälte ihren Aufenthalt in der Lagunenstadt an diesen Faschingstagen abgesagt haben. Über zehn Prozent der Reservierungen für das bevorstehende Wochenende seien abgesagt worden, klagte Vittorio Bonacini, Präsident des venezianischen Hotelierverbands.

Auch in Rom schneite es heftig. Die Stadt befürchtet wegen der bis morgen zu erwartenden Schneefälle chaotische Zustände wie jene, die vergangene Woche den Verkehr in der Hauptstadt zum Erliegen gebracht hatten. Ämter und Schulen blieben geschlossen. In Rom wurde eine 42-jährige Obdachlose tot aufgefunden. Die Frau soll erfroren sein, teilten die Behörden mit. Seit Anfang Februar wurden mehr als 40 Todesopfer wegen der Kältewelle in Italien gemeldet.

Polizei in Rio streikt kurz vor Karneval

Polizisten im brasilianischen Staat Rio haben gestern Abend eine Woche vor Beginn des weltberühmten Karnevals in Rio de Janeiro einen Streik beschlossen.

Damit wollen sie trotz der bereits versprochenen Lohnerhöhung für mehr Geld kämpfen. Die gestern vom Parlament genehmigte Lohnerhöhung beträgt nämlich nur die Hälfte der von den Polizisten geforderten Steigerung. In kaum einem brasilianischen Bundesstaat werden Polizisten schlechter bezahlt.

Mit dem Arbeitsboykott der Gesetzeshüter steht auch der geregelte Ablauf des am 17. Februar beginnenden Karnevals auf der Kippe. Jedes Jahr kommen rund 800.000 Touristen in die Metropole, die allein schon sechs Millionen Einwohner zählt. Soldaten sollen nun während des Streiks an der Copacabana für Ordnung sorgen.

Wertvolle Alkoholfracht in Wrack vor finnischer Küste

Erneut haben Taucher vor der finnischen Küste ein Wrack mit wertvoller Alkoholfracht an Bord entdeckt. Neben verschiedenem Stückgut sollen sich bis zu 300 Flaschen Likör und 1.000 Flaschen Cognac im Frachtraum des 1917 von einem deutschen U-Boot versenkten Dampfschiff „Kyros“ befinden.

Das Wrack wurde bereits vor sechs Jahren aufgespürt, aber erst jetzt berichteten die Taucher von ihrem Fund. Die Bergung des Wracks dürfte kompliziert werden, da es langsam auseinanderfällt und weitgehend mit Sediment bedeckt ist. „Es ist unglaublich schwierig, dort zu arbeiten“, sagte ein Taucher dem finnischen Rundfunk YLE. Allzu viel Geld könne man auch nicht investieren, da noch nicht klar sei, wo genau sich die Fracht befinde.

Vor knapp zwei Jahren hatten Taucher etwa 200 Jahre alte Champagnerflaschen in einem Wrack vor den Aland-Inseln entdeckt. Einige Flaschen wurden vergangenes Jahr zu Rekordpreisen versteigert. Für eine Flasche Veuve-Clicquot zahlte ein Käufer 30.000 Euro.

IT

Kostenbegrenzung bei mobilen Datendiensten fix

Ab 1. Mai brauchen sich Nutzer des mobilen Internets nicht mehr vor extrem hohen Telefonrechnungen wegen Downloads zu fürchten. Der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) zufolge wird ab 1. Mai 2012 bei mobilen Datendiensten eine Kostenbegrenzung von 60 Euro gelten.

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US-Medien: Google arbeitet an Musikanlage

Google will laut US-Zeitungsberichten ins Geschäft mit Unterhaltungselektronik einsteigen. Der Internetkonzern entwickele eine Musikanlage, mit der man drahtlos verschiedene Räume beschallen könne, berichtete das „Wall Street Journal“.

Der „New York Times“ zufolge könnte es mit der Zeit auch um andere Medieninhalte gehen. Das Gerät mit dem Betriebssystem Android solle im Laufe des Jahres auf den Markt kommen und unter dem Google-Markennamen verkauft werden. Google hoffe, das Geschäft mit vernetzter Heimelektronik mit günstigen Preisen aufrollen zu können.

Spekulationen über Antrag für Gerät

Schon seit Tagen wurde darüber spekuliert, welches Gerät sich hinter einem Google-Antrag bei der US-Telekomaufsicht FCC verbirgt. Der Internetkonzern erbat dort die Erlaubnis, von Mitte Jänner an 252 nicht näher bezeichnete Unterhaltungselektronikgeräte ein halbes Jahr lang in Häusern seiner Mitarbeiter zu testen.

Google hatte bereits im vergangenen Mai den Prototyp einer Android-Musikanlage demonstriert. Das bisher vor allem in Smartphones genutzte Betriebssystem soll nach damaligen Ankündigungen auch verstärkt bei Hausgeräten zum Einsatz kommen. Bisher tat sich in dieser Richtung jedoch nicht viel.

Gesundheit

Chemotherapie in der Schwangerschaft schädigt Baby nicht

Frauen, die sich während ihrer Schwangerschaft einer Chemotherapie unterziehen müssen, brauchen sich einer Studie zufolge keine Sorgen um die Gesundheit ihres Babys zu machen: Das Kind wird durch eine Chemotherapie nicht geschädigt.

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Science

Germanistin: „Regiolekte verdrängen Dialekte“

Dialekte sterben nicht aus, aber sie verlieren ihre lokalen Besonderheiten. Denn der Einfluss der Globalisierung macht auch vor der Sprache nicht halt. Auch die Medien, allen voran das Fernsehen, verändern die deutsche Sprache nachhaltig. Im Interview spricht die Germanistin Alexandra Lenz über Dialekte und welche sprachlichen Besonderheiten ihr in Ostösterreich begegnet sind.

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EU-Bildungsbericht warnt vor Lehrermangel

Nicht nur in Österreich ist in Zukunft mit einem Engpass bei Lehrern zu rechnen. Ein Bildungsbericht der EU-Kommission warnt nun vor einem Lehrermangel in mehreren europäischen Staaten, darunter Deutschland, Belgien, Luxemburg, Türkei, Großbritannien und Niederlande. Der Bericht wurde heute den EU-Bildungsministern in Brüssel vorgelegt.

Dem EU-Bericht zufolge droht Österreich neben Deutschland und Italien in den kommenden Jahren aufgrund einer Pensionierungswelle ein Lehrerengpass. So sind in der Sekundarstufe II (berufsbildende mittlere Schule, Lehre, Matura) 23 Prozent der Lehrer in Österreich in der Altersgruppe von 50 bis 55 sowie 16 Prozent von 55 bis 59 Jahren.

In der Mehrzahl der EU-Staaten seien Investitionen im Bildungsbereich auch bis zum Krisenjahr 2008 stabil geblieben, heißt es in dem Bericht. In der Antwort auf die Krise hätten mehrere Regierungen spezielle Maßnahmen erwogen, um die bestehende Mittelausstattung weiter abzusichern.

Im Durchschnitt geben die 27 EU-Staaten demnach weiter rund 5,1 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildung aus. Österreich wendete laut dem EU-Bericht im Jahr 2008 5,5 Prozent seines BIP für die Bildung auf. Spitzenreiter ist Dänemark mit 7,8 Prozent des BIP, Schlusslicht die Slowakei mit 3,6 Prozent.

Schmied sieht sich bestätigt

Das Unterrichtsministerium sieht sich durch den EU-Bericht bestätigt. Dieser würde anerkennen, dass in Österreich trotz der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise im Bildungsbereich nicht gekürzt werde „und der Reformpfad in die richtige Richtung“ weise, betonte das Ministerium heute in einer Aussendung.

Die öffentlichen Investitionen Österreichs in den Bildungsbereich würden weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen. Gemeinsam mit dem gestern veröffentlichten OECD-Bericht, „in dem unter anderem die Einführung der Neuen Mittelschule als ein erster Schritt zu einem längeren gemeinsamen Lernen und einer späteren Selektion hervorgehoben wird“, würden die heimischen Reformen international „starken Rückenwind“ bekommen, so Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ).

Seltenes Mendel-Manuskript wieder in Tschechien

Nach einem jahrelangen Tauziehen ist ein wichtiges Manuskript des Genetik-Begründers Gregor Johann Mendel nach Tschechien zurückgekehrt. Das bestätigte heute das Außenministerium in Prag.

Das historische Dokument mit dem Titel „Versuche über Pflanzenhybriden“ gelangte in den 1990er Jahren auf Umwegen zu Nachfahren Mendels in Deutschland. Über den Besitz des Manuskripts für einen Vortrag stritten daraufhin die Familie, der Augustinerorden in Österreich und der tschechische Staat.

Der jetzige Eigentümer, die Augustinerabtei in Brünn, will das Werk der Öffentlichkeit zugänglich machen. In der südmährischen Stadt führte der Augustinermönch Mendel (1822 bis 1884) seine Kreuzungsversuche mit Erbsen durch. Dabei entdeckte er die nach ihm benannten Gesetze der Vererbung. Brünn feiert 2012 den 190. Geburtstag Mendels.

Sturm legt antike Stadt an Bulgariens Küste frei

Ein Sturm mit mächtigen Wellen hat an der bulgarischen Schwarzmeerküste eine römische Siedlung freigelegt.

Die Wellen hätten den Sand am Strand des Badeortes Sarafowo bei Burgas abgetragen und so Reste antiker Bauten und Säulen ans Licht gebracht, berichtete die Zeitung „Trud“ heute in Sofia. Die antike Siedlung hatte demnach auch eine eigene Kanalisation. An dem Standort wurden Tontöpfe, ein Sarg und Tierknochen entdeckt.

Bei dem Fund handle es sich um eine spätrömische Stadt, sagte der Geschichtsprofessor und Leiter des Museums für Geschichte in Sofia, Boschidar Dimitrow, der Zeitung. Die Wissenschaftler hätten bisher nicht gewusst, dass es an diesem Ort eine solche Siedlung gab.

Seegras: Das älteste Lebewesen der Welt?

Als erstaunlich langlebig erweist sich eine Seegras-Art im Mittelmeer: Laut einem internationalen Forscherinnenteam hat das langsam wachsende Neptungras stellenweise bis zu 15 Kilometer große Klone gebildet, die einige zehntausend Jahre alt sein könnten. Damit wäre es der älteste lebende Organismus der Erde.

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Kultur

Gericht: „Tim und Struppi im Kongo“ nicht rassistisch

Der 1931 entstandene Comic „Tim und Struppi im Kongo“ wird in Belgien nicht wegen Rassismus verboten. Ein Gericht in Brüssel wies heute eine entsprechende Klage des kongolesischen Studenten Bienvenu Mbutu Mondondo ab. Das Buch des Belgiers Herge (Georges Remi) über die Abenteuer des jugendlichen Reporters Tim in der damaligen belgischen Kolonie seien nicht als Verstoß gegen heutige Gesetze zu werten.

Das Gericht wies ebenfalls einen Antrag der Verlage Casterman und Moulinsart zurück, die wegen unbegründeter Strafverfolgung 15.000 Euro Geldstrafe für den Kläger gefordert hatten. Die Klage sei durchaus zulässig, aber unbegründet gewesen.

Verbot gefordert

Mondondo hatte argumentiert, in dem Comic würden Afrikaner als dumm, arbeitsscheu und unfähig dargestellt. Dagegen werde der Weiße Tim als überlegener Kolonialherr gezeigt. Das sei „eine Beleidigung für jeden Menschen schwarzer Hautfarbe“ und ein Verstoß gegen ein Gesetz gegen den Rassismus von 1981. „Tim und Struppi im Kongo“, der 1946 von Herge noch einmal überarbeitet und „entschärft“ wurde, müsse deswegen verboten werden.

Die Richter folgten jedoch der Auffassung des Staatsanwalts. Dieser hatte argumentiert, Herge habe mit dem Comic nicht zum Rassenhass aufstacheln wollen. Vielmehr spiegele seine Darstellung der Afrikaner die damalige Zeit wider. Zudem zeige das Buch Tim niemals in einer Konfrontation mit Schwarzen - sondern mit einer Gruppe von Gangstern. Und bei diesen handle es sich um Weiße.

Die Bücher über „Tim und Struppi“ des 1983 gestorbenen Herge gehören zu den erfolgreichsten Comics der Welt und zum kulturellen Erbe Belgiens. Erst im Oktober war der Film „Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn“ von Steven Spielberg in die Kinos gekommen.

Berlinale: Eisensteins Meisterwerk „Oktober“ restauriert

Der legendäre russische Revolutionsfilm „Oktober“ von Sergej Eisenstein („Panzerkreuzer Potemkin“) ist durch eine aufwendige Rekonstruktion gerettet worden. Nach der heutigen Premiere der restaurierten Fassung bei der Berlinale ist die Aufzeichnung am Mittwoch bei arte zu sehen. Festival-Chef Dieter Kosslick nannte „Oktober“ ein „Meisterwerk der Filmgeschichte“.

Der Streifen über die Revolutionsereignisse von 1917 war nach seiner Uraufführung 1928 in Moskau zensiert und aus den Kinos verbannt worden. Bei der Berlinale gehört er zur Retrospektive „Die rote Traumfabrik“, in der 40 Stumm- und Tonfilme des legendären deutsch-russischen Filmstudios zu sehen sind - darunter „Das Mädchen mit der Hutschachtel“ (1927) und „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?“ (1932). Die Meschrabpom-Film und ihr deutscher Zweig Prometheus schrieben in den Jahren 1922 bis 1936 Kinogeschichte.

Le-Corbusier-„Wohnmaschine“ nach Brand evakuiert

Ein Brand in der Cite radieuse in Marseille hat zu einer Evakuierung der berühmten Wohnmaschine von Le Corbusier geführt. Nach stundenlangen Löscharbeiten gab die Feuerwehr heute Früh Entwarnung für den 334 Appartements umfassenden Komplex. Fünf Menschen waren nach dem Ausbruch des Feuers am Vortag in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Die Cite radieuse war am Vortag komplett geräumt worden, nachdem ein am Nachmittag ausgebrochenes Feuer am Abend wieder aufgeflammt war. Acht Wohnungen und vier Zimmer eines in dem 138 Meter langen Betonbau untergebrachten Hotels seien direkt von dem Brand betroffen gewesen, teilte die Feuerwehr mit.

Mehr als 150 Feuerwehrleute im Einsatz

Fünf Bewohner wurden demnach ins Krankenhaus gebracht, darunter eine schwer verletzte 91-jährige Frau, die aus noch ungeklärten Gründen in die Tiefe gesprungen war. Auch eine hochschwangere Frau und ihr zwei Jahre alter Sohn wurden vorsichtshalber in eine Klinik gebracht. Insgesamt waren mehr als 150 Feuerwehrleute im Einsatz, von denen zwei leicht verletzt wurden.

Die Cite radieuse war im Jahr 1952 eingeweiht worden. Le Corbusier hatte den Gebäudetyp zur Behebung des Wohnungsmangels nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Eine dieser Wohnanlagen steht in Berlin - das in den Jahren 1956 bis 1958 gebaute Corbusierhaus.

Leute

Kammersänger Holecek auf Straße zusammengebrochen

Kammersänger Heinz Holecek hat gestern Abend in Wien-Währing einen Kollaps erlitten. Nachdem er von der Rettung wiederbelebt worden war, wurde er in das AKH eingeliefert.

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„Bergdoktor“ Lippert in künstlichem Tiefschlaf

Der durch seine Rolle als Bergdoktor in der gleichnamigen Fernsehserie bekanntgewordene bayrische Schauspieler Gerhart Lippert, der am Dienstag in seinem Haus in Niederdorf verunfallt ist und dabei schwer am Kopf verletzt wurde, wurde in der Nacht auf heute in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Sein Zustand sei aber weiterhin stabil, gab die Klinik bekannt.

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Peter Alexander bei Madame Tussauds in Wien

Fast ein Jahr nach dem Tod von Peter Alexander ist die detailgetreue Wachsfigur des Entertainers bei Madame Tussauds in Wien präsentiert worden. Alexanders Sohn Michael Neumayer zeigte sich dabei vom Ergebnis beeindruckt.

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Stalker von Madonna flüchtet aus Psychiatrie

Ein aufdringlicher Fan von US-Popdiva Madonna ist aus der Psychiatrie geflohen. Der als gefährlich geltende 54-Jährige entkam der Klinik in Norwalk südöstlich von Los Angeles laut Polizeiangaben bereits am Freitag vergangener Woche. Der Stalker war 1996 zu zehn Jahren Haft verurteilt und nach dem Gefängnis in die Klinik eingewiesen worden.

Video dazu in iptv.ORF.at

Nach einer kurzzeitigen Entlassung wurde er im vergangenen Juli erneut festgenommen. Die Polizei sagte, der Mann sei „hochgradig psychotisch“, wenn er seine Medikamente nicht nehme, und habe zudem „gewalttätige Tendenzen“.

Der Stalker hatte Madonna damals damit gedroht, ihr „die Gurgel durchzuschneiden“, wenn sie ihn nicht heiratet. Er kletterte zudem über die Mauer vor der Villa des Popstars in Hollywood. Dabei wurde er von einem Leibwächter durch zwei Schüsse verletzt. In dem Prozess hatte Madonna später ausgesagt, sie habe sich von ihrem hartnäckigen Bewunderer sogar schon im Schlaf verfolgt gefühlt und Alpträume gehabt.