Liveticker

Turbulenter und pausenreicher Hypo-Ausschuss

Es gibt keine Wortmeldungen mehr. Bures erklärt die Befragung von Sobotka für beendet. Bures bedankt sich bei der Auskunftsperson.

Sobotka verlässt den Sitzungssaal - die Abgeordneten folgen: Die Sitzung ist für eine - späte - Mittagspause unterbrochen.

Berater rund um die Verstaatlichung

Koglers Fragen drehen sich erneut um die niederösterreichische Landesbeteiligungsholding. Ob Sobotka bekannt sei, dass „Herr Dr. Lentsch“ auch im Aufsichtsrat gesessen sei. Sobotka bestätigt das.

Kogler findet spannend, dass Michael Lentsch Ende 2009 für die Kanzlei Kosch & Partner auch bei der Verstaatlichung dabei gewesen sei. Ob Lentsch mit Sobotka jemals darüber geredet habe, will Kogler wissen. Der verneint.

Kogler hat heute Nachmittag aber ohnehin die Möglichkeit, noch einmal auf diese Frage einzugehen. Der zweite Zeuge des Tages, Gerhard Schilcher, war ebenfalls für die Kanzlei rund um die Hypo-Verstaatlichung tätig.

Ausland

Türkei beendet Einsatz gegen PKK in Cizre

Die türkische Regierung hat eine zweimonatige Militäraktion gegen die Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der südostanatolischen Stadt Cizre für beendet erklärt. Der Einsatz sei „sehr erfolgreich“ gewesen, sagte Innenminister Efkan Ala heute nach einem Bericht der offiziellen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Ausgangssperre in Cizre bleibe allerdings bis auf Weiteres in Kraft.

In Cizre hatten sich Soldaten und Polizisten seit Dezember verbissene Häuserkämpfe mit PKK-Anhängern geliefert. Dabei wurden auch schwere Waffen eingesetzt und ganze Straßenzüge zerstört.

HDP wirft Regierung Massaker vor

Die Kurdenpartei HDP wirft der Regierung vor, in Cizre ein Massaker an rund 60 Menschen verübt zu haben, die in einem Keller Schutz vor den Kämpfen suchten. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück. In anderen Städten des kurdischen Südostens wird weiter gekämpft.

Die Gefechte waren entflammt, nachdem die PKK in einigen Städten einseitig Autonomiegebiete ausgerufen und diese mit Straßengräben und Barrikaden gegen die Sicherheitskräfte verteidigt hatte. Laut HDP wurden allein in Cizre seit Mitte Dezember 80 Zivilisten getötet, die Gesamtbilanz für das Kurdengebiet liegt demnach bei 211 zivilen Opfern. Nach Angaben der Regierung wurden mehrere hundert PKK-Kämpfer bei den Gefechten getötet.

Erdogan droht mit Eingreifen in Syrien

Die Türkei hat mit einem Eingreifen in Syrien gedroht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte heute in Istanbul, irgendwann werde das Land die Geduld verlieren. Dann werde die Türkei gezwungen sein, aktiv zu werden.

Zugleich warf Erdogan dem Iran vor, an „gnadenlosen Massakern“ beteiligt zu sein. Die Vereinten Nationen müssten mehr tun, um eine „ethnische Säuberung“ in dem Bürgerkriegsland zu verhindern.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien sind fast eine halbe Million Menschen ums Leben gekommen. Millionen sind auf der Flucht. Viele von ihnen brachten sich in der Türkei in Sicherheit. Derzeit bereite sich die Türkei auf die Ankunft von weiteren Flüchtlingen vor, die durch Luftangriffe vertrieben worden seien, sagte Erdogan.

NATO-Marineverband wird sofort in Ägäis geschickt

Nach der Grundsatzentscheidung für einen Einsatz in der Flüchtlingskrise schickt die NATO sofort einen Marineverband in die Ägäis.

Die Schiffe unter deutscher Führung würden „jetzt“ in Bewegung gesetzt und sofort beginnen, Informationen über Schleppernetzwerke zu sammeln, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg heute in Brüssel. Aufgabe sei allein die Seeraumüberwachung. „Es geht nicht darum, Flüchtlingsboote zu stoppen und zurückzudrängen.“

Die NATO-Verteidigungsminister hatten zuvor grünes Licht für den Einsatz gegeben, der von Deutschland, Griechenland und der Türkei beantragt worden war. Konkret geht es um drei Schiffe. Stoltenberg sagte, „mehrere Alliierte“ hätten bereits zugesagt, weitere Schiffe bereitzustellen. Nach Angaben von Militärvertretern wären fünf bis sieben Schiffe ideal, um den Seeraum zu überwachen.

Seerettung nicht vorrangiges Ziel

Mit Griechenland und der Türkei sei vereinbart, dass griechische Boote nicht in türkischen Hoheitsgewässern tätig werden und türkische nicht in griechischen, so Stoltenberg weiter. Dem NATO-Generalsekretär zufolge besteht die Aufgabe in Aufklärung und Überwachung des Seegebiets vor der türkischen Küste.

Die Informationen würden dann an die nationalen Küstenwachen und die EU-Grenzschutzbehörde Frontex weitergegeben. Ein direktes Eingreifen ist nicht vorgesehen.

Auch eine Seenotrettung ist anders als bei einer ähnlichen EU-Mission vor Libyen nicht das Ziel. In Notfällen seien jedoch auch die NATO-Schiffe verpflichtet, Flüchtlinge zu retten, sagte die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Es sei mit Ankara „fest verabredet“, dass diese Flüchtlinge dann „zurück in die Türkei gebracht werden“.

Nordkorea: Südkoreaner sollen Kaesong verlassen

Als Vergeltung für die Entscheidung Südkoreas zur Schließung eines gemeinsamen Industrieparks hat Nordkorea alle verbliebenen Südkoreaner zum Verlassen der Sonderwirtschaftszone in Kaesong aufgerufen. Außerdem würden dort alle südkoreanischen Anlagen beschlagnahmt, berichteten Staatsmedien heute.

Beschlagnahmung südkoreanische Güter angekündigt

Alle südkoreanischen Arbeiter müssten das Gebiet sofort verlassen und dürften nur ihre persönlichen Gegenstände mitnehmen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA das Komitee für die friedliche Wiedervereinigung von Korea. Vermögen und Bestände südkoreanischer Firmen und Organisationen würden beschlagnahmt, darunter „Maschinen, Rohstoffe und Güter“, hieß es.

Die Schließung des Komplexes auf nordkoreanischem Boden hatte Südkorea gestern als Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Raketenstart beschlossen. Tags darauf wurden nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums die ersten Mitarbeiter abgezogen. Nordkorea erklärte nun, der Süden werde einen „schmerzhaften Preis“ dafür zahlen. Seoul will das nordkoreanische Regime damit von einer wichtigen Devisenquelle abschneiden.

Gerüchte um Royal als Frankreichs neue Außenministerin

In Paris brodelt die Gerüchteküche. Nachdem Frankreichs Außenminister Laurent Fabius gestern seinen Rücktritt verkündet hat, scharrt Medienberichten zufolge ein bekanntes Gesicht der französischen Politik in den Startlöchern, um sein politisches Erbe anzutreten: Segolene Royal, ihres Zeichens nicht nur amtierende Umweltministerin, sondern auch Ex-Lebensgefährtin und Mutter der vier Kinder von Präsident Francois Hollande.

Mehr dazu in Umbau am Quai d’Orsay

Inland

Mehr Soldaten bei freiwilligem Assistenzeinsatz

Mehr und mehr Soldaten melden sich zum freiwilligen Assistenzeinsatz an der Grenze. Nachdem sich ein Zug Milizsoldaten aus Oberösterreich geschlossen zum Einsatz gemeldet hat und seit 28. Jänner in Salzburg eingesetzt ist, gehen am 1. März 74 Rekruten des Jägerbataillons 18 in St. Michael im Anschluss an ihren Grundwehrdienst als Milizsoldaten an die steirische Grenze.

Sie haben sich noch während ihrer Zeit als Grundwehrdiener freiwillig gemeldet. Von den frischgebackenen Milizsoldaten kämen 50 aus der Steiermark, 18 aus Wien, vier aus Niederösterreich und jeweils einer aus Oberösterreich und dem Burgenland, teilte das Verteidigungsministerium heute mit.

Die neue Assistenzkompanie des Jägerbataillons 18 löst mit März das Jägerbataillon 17 an der steirischen Grenze ab. Sie besteht aus 124 Soldaten, darunter 50 Berufssoldaten und 74 Milizsoldaten. Sie werden Personen und Fahrzeuge im Grenzbereich kontrollieren sowie Straßen, Bahnhöfe und Notunterkünfte sichern.

Sport

Eishockey: ÖEHV-Team testet vor WM den Ernstfall

Rund zweieinhalb Monate vor der B-WM in Katowice (Kattowitz) in Polen testet die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft von heute bis Samstag in Innsbruck den Ernstfall. Mit Slowenien, der Slowakei und Frankreich warten gleich drei starke Mannschaften auf die Auswahl von Teamchef Daniel Ratushny, der seinen WM-Stamm bereits gefunden hat. „Diese Mannschaft ist im Großen und Ganzen die, die auch nach Polen zur WM fährt“, so Ratushny.

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Skispringen: Kraft auf Rang zwei in Trondheim

Nach seinem Sieg in Zakopane Ende Jänner hat Stefan Kraft heute zum zweiten Mal in dieser Saison den Sprung auf das Podest geschafft. Der 22-jährige Salzburger belegte in Trondheim Rang zwei. „Es waren zwei super Sprünge von mir“, jubelte Kraft.

Der Sieg ging einmal mehr an Peter Prevc. Der Slowene behielt bei schwierigen Bedingungen die Nerven und gewann überlegen. Für den Sprung des Tages sorgte aber Noriaki Kasai. Der 43-Jährige kam mit Schanzenrekord im zweiten Durchgang noch auf das Podest.

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Wirtschaft

Republik sichert Exporte in Iran wieder ab

Österreich hat heute die Wiederaufnahme der staatlichen Exportfinanzierungsgarantien für Geschäfte österreichischer Unternehmen im Iran bekanntgegeben. Wegen der Sanktionen war die Neuvergabe solcher Absicherungen auch für kurzfristige Geschäfte seit Oktober 2012 eingestellt gewesen.

Unternehmen in den Startlöchern

Der Iran ist in der OECD-Länderkategorie als höchstes Risiko klassifiziert, also auf Stufe sieben der siebenteiligen internationalen Länderrisikoskala.

Viele internationale Unternehmen stehen bereits in den Startlöchern, die Geschäfte mit dem Iran nach dem Abbau der Sanktionen wiederaufzunehmen bzw. neu einzusteigen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass für Ausfuhren und Investitionen wieder Versicherungen übernommen werden.

Vorraussetzungen geklärt

In Wien hätten heute das Finanzministerium und die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) „die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Absicherung von Exportgeschäften und Auslandsinvestitionen in den Iran geklärt“, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung hieß.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Atomverhandlungen und der Aufhebung der Wirtschafts- und Finanzsanktionen am 16. Jänner stünden österreichischen Unternehmen die Instrumente der Exporthaftung damit wieder zur Verfügung.

Glencore produziert weniger Kupfer und Kohle

Der Schweizer Rohstoff- und Minenkonzern Glencore hat im Geschäftsjahr 2015 die Produktion von Kupfer, Kohle und Nickel zurückgefahren. Dem Konzern machen die tiefen Rohstoffkosten zu schaffen, weshalb er weniger produzieren und seine Schulden abbauen will.

Die Kupferproduktion von Glencore ging gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen zurück. Dieser Rückgang spiegle die Aussetzung der Verarbeitungsaktivitäten in Katanga und eine deutliche Produktionsdrosselung bei Mopani, teilt das Unternehmen heute mit.

Die Kohleproduktion nahm um zehn Prozent auf 131,5 Mio. Tonnen ab. Grund dafür waren vor allem die Produktionskürzung als Reaktion auf die niedrigen Preise sowie die Einstellung des Betriebs des südafrikanischen Werks Optimum Coal. Rückläufig war auch die Nickelproduktion, nämlich um fünf Prozent.

Weniger Verschuldung angestrebt

Angezogen hat dagegen die Zinkproduktion, wo 1,44 Mio. Tonnen und damit vier Prozent mehr als im Jahr davor gefördert wurden. Aber auch in diesem Bereich will Glencore reduzieren. Die Produktion von eigenem Erdöl legte um 44 Prozent auf 10,6 Mio. Fass zu.

Der Konzern arbeitet weiter am Abbau seiner Verschuldung. Glencore hatte Anfang November den Schuldenabbau bekanntgegeben und nannte als Ziel eine Verschuldung im „tiefen 20-Milliarden-Dollar-Bereich“ bis Ende 2016. Den neuesten Plänen zufolge soll die Verschuldung bis zum genannten Zeitpunkt auf 18 bis 19 Mrd. Dollar (16 bis 17 Mrd. Euro) sinken. Die Liquidität des Unternehmens liege aktuell bei mehr als 14 Mrd. Dollar.

Heta: „Psychologische Kriegsführung“ um Angebot

Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny sieht im Augenblick eine „psychologische Kriegsführung“ um das Angebot an die Gläubiger in Sachen Heta/Hypo. „Ich kann nur sagen, aus rein ökonomischer Sicht ist sicherlich jeder gut beraten, dieses Angebot anzunehmen“, sagte Nowotny heute in Brüssel.

Es handle sich um ein „faires Angebot“, das auch wirtschaftlich adäquat sei. Anfang März laufe die Frist aus. Dann seien die nächsten Schritte zu unternehmen. „Aber man muss ganz nüchtern sagen, dass klarerweise alle Varianten vorschauend berücksichtigt werden, auch die Konkursvariante muss in dieses Worst-Case-Szenario mit hineinkommen“, so Nowotny.

Zur Bankensituation in Österreich generell meinte der Notenbank-Gouverneur, „unerwartet gut gelöst“ worden sei der Volksbankenbereich. Das werde auch von der EU-Kommission so gesehen. „Da ist tatsächlich ein Strukturwandel eingetreten mit einer massiven Restrukturierung des Sektors.“ Das sei auch ohne Panik erfolgt. „Das ist wichtig. Natürlich ist das ganze Thema Hypo/Heta jetzt da, und da ist jetzt die Phase der psychologischen Kriegsführung unterwegs.“

Arbeitslosenrate von Pflichtschulabsolventen steigt

Die Arbeitslosenrate von Personen nur mit Pflichtschulabschluss ist seit der Wirtschaftskrise 2008/09 in Österreich um zehn Prozentpunkte auf 26 Prozent nach oben geschnellt.

Die Krise habe Strukturveränderungen „eher beschleunigt“, kommentierte AMS-Chef Johannes Kopf im APA-Gespräch den Anstieg. Dramatisch ist die Lage in Wien mit einer Arbeitslosenrate von 39 Prozent bei Pflichtschulabsolventen.

Für dieses Problem sei das AMS „nicht stark genug“, verweist Kopf auf nötige Reformen im Bildungssystem. Die Jobs für niedrig ausgebildete Arbeitskräfte würden hierzulande immer mehr verschwinden. Der österreichische Arbeitsmarkt sei bestimmt von den „großen Trends“ Globalisierung, Technologisierung und Ökologisierung.

Firmen suchen „höhere Qualifizierung“

Die Unternehmen würden vor allem Arbeitskräfte mit „höherer Qualifizierung“ suchen. Das AMS ermöglicht derzeit rund 20.000 Arbeitslosen pro Jahr eine Höherqualifizierung mit Abschluss. Insgesamt waren im Jahr 2015 rund 354.000 Personen arbeitslos gemeldet (ohne Schulungsteilnehmer), ein Plus von 35.000 Arbeitslosen oder elf Prozent.

Besser sieht die Lage für Personen mit höheren Bildungsabschlüssen aus: Die Arbeitslosenrate für Personen mit Lehrabschluss lag im Jahr 2015 bei 7,8 Prozent, mit allgemeinbildender höherer Schule (AHS) bei 5,2 Prozent, mit berufsbildender höherer Schule (BHS) bei 4,7 Prozent, mit berufsbildender mittlerer Schule (BMS) bei 3,9 Prozent und mit Uni-, FH-, PH- oder Akademie-Abschluss bei 3,4 Prozent.

Ausbildungsgarantie als Chance

Knapp die Hälfte der arbeitslosen Personen hatte im vergangenen Jahr nur eine Pflichtschulbildung, drei von zehn Arbeitslosen verfügten über einen Lehrabschluss. Insgesamt wiesen damit fast 80 Prozent aller arbeitslosen Personen maximal eine Lehrausbildung auf, geht aus dem aktuellen „AMS-Spezialthema Arbeitsmarkt & Bildung“ hervor.

Als positiv hob der AMS-Vorstand die ab Herbst gelten sollende Ausbildungsgarantie bis 18 Jahre hervor. Damit könnte man den Anteil von Jugendlichen mit nur Pflichtschulabschluss von aktuell sieben Prozent auf womöglich drei Prozent senken, so Kopf. Österreich liege bei diesem Wert bereits im Spitzenfeld Europas. Für die Qualifizierung von Flüchtlingen kann sich der AMS-Chef die Schaffung von „Erwachsenenschulen“ vorstellen.

Chronik

Sechs Tote bei Schulbusunfall in Frankreich

Sechs Jugendliche sind beim Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Lastwagen in Westfrankreich ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich heute in Rochefort südlich der Stadt La Rochelle, wie die Präfektur des Departements Charente-Maritime mitteilte.

Nach einer vorläufigen Bilanz des Pariser Elysee-Palasts wurden zudem drei Jugendliche verletzt. Die Präfektur sprach dagegen von zwei Verletzten, die in Krankenhäuser gebracht worden seien. Um neun weitere Personen hätten sich die Rettungsdienste gekümmert.

„Die Umstände des Unfalls sind recht speziell“, sagte Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies dem TV-Sender BFMTV. Der Laster habe einen Teil seiner Ausstattung verloren. Nach ersten Erkenntnissen soll eine Seitenwand des Lastwagens gegen den hinteren Teil des Busses geprallt sein, wie der Vorsitzende des Departement-Rates, Dominique Bussereau, im Sender France Info erläuterte.

130 Schulen wegen Leopardenalarms in Indien geschlossen

Leopardenalarm in der indischen Stadt Bangalore: 130 Schulen mussten heute auf Anweisung der Behörden schließen, weil angeblich mindestens eine der Großkatzen in der Gegend gesichtet wurde.

Ein Leopard streune sechs Kilometer von einer Schule entfernt umher, wo am Sonntag mehrere Wildhüter von einem der Raubtiere attackiert wurden, bevor es eingefangen wurde. Einwohner wurden angewiesen, nicht durch die von Eukalyptusplantagen und Felsen geprägte Gegend zu streifen.

„Einer oder zwei Leoparden wurden in der Nachbarschaft gesichtet“, sagte ein Behördenvertreter. In den vergangenen Tagen hatten Forstmitarbeiter die Gegend durchsucht, ohne jedoch auf weitere Leoparden zu stoßen. Zwei Fallen wurden ihren Angaben zufolge aufgestellt.

In Indien leben 12.000 bis 14.000 Leoparden in freier Wildbahn. Angesichts ihres schrumpfenden Lebensraums dringen sie immer häufiger in Wohngebiete ein.

Todesopfer des Zugunglücks in Bayern identifiziert

Nach dem schweren Zugsunglück in Bayern wurde heute das letzte Todesopfer identifiziert. Es handelt sich um einen 38-jährigen Mann aus dem Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Die neun Toten, deren Identität bereits zuvor feststand, waren Männer im Alter zwischen 24 und 59 Jahren. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich derweil schwierig.

Von den bei dem Unglück verletzten Passagieren gelten nach den jüngsten Angaben der Polizei 21 als schwer und 62 als leicht verletzt. Der Gesundheitszustand einiger Schwerverletzter sei nach wie vor ernst. Zwei Regionalzüge mit etwa 150 Fahrgästen waren am Dienstagvormittag bei Bad Aibling in Oberbayern auf eingleisiger Strecke frontal zusammengeprallt und hatten sich ineinander verkeilt.

Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle gingen heute weiter. Dabei müsse vorsichtig vorgegangen werden, weil die ineinander verkeilten Züge unter hoher Spannung stünden und Einsatzkräfte durch umherfliegende Teile gefährdet werden könnten, erklärte die Polizei.

Gesundheit

Religion

Historischer „Kirchengipfel“: Gemeinsame Erklärung

Vor ihrem historischen Treffen morgen in Kuba haben sich Papst Franziskus und der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill auf den Text einer geplanten gemeinsamen Erklärung geeinigt, wie Metropolit (Erzbischof) Hilarion gestern in Moskau sagte. Das Treffen auf dem Flughafen der kubanischen Hauptstadt Havanna wird die erste Begegnung eines katholischen und eines russisch-orthodoxen Kirchenoberhauptes sein.

Mehr dazu in religion.ORF.at

IT

Facebook-Chef weist Investor nach Entgleisung zurecht

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich in der Diskussion über das vor kurzem in Indien untersagte Gratisinternetservice des Sozialen Netzwerks von einem seiner wichtigsten Investoren distanziert.

Webbrowser-Pionier und Risikokapitalist Marc Andreessen hatte nach der Entscheidung in einem schnell wieder gelöschten polemischen Tweet geschrieben: „Anti-Kolonialismus war für das indische Volks über Jahrzehnte wirtschaftlich katastrophal.“ Vor allem dieser Satz löste neben weiteren Vorwürfen an die indische Regierung einen Sturm der Kritik aus.

Andreessen rudert zurück

Zuckerberg nannte Andreessens Äußerungen gestern „sehr bestürzend“ und betonte, sie entsprächen nicht den Ansichten von Facebook oder von ihm persönlich. Andreessen gehört dem einflussreichen Verwaltungsrat von Facebook an. Er entschuldigte sich via Twitter für seinen Kommentar uns versicherte, er sei „zu 100 Prozent gegen Kolonialismus“.

Indische Behörden hatten Facebooks Projekt für den Gratiszugang zu einigen Onlinediensten am Montag einen Riegel vorgeschoben. Die Regulierer untersagten Telekomanbietern grundsätzlich Ausnahmeregeln für einzelne Services. Davon ist auch Facebooks Angebot „Free Basics“ betroffen, das in erster Linie Zugang zum weltgrößten Sozialen Netzwerk bot.

Indiens Branchenaufsicht TRAI verwies auf eine strikte Umsetzung der Regeln zur Netzneutralität, laut denen alle Daten in den Netzen gleich behandelt werden müssen. Für Facebook war es eine schmerzhafte Niederlage - der US-Konzern hatte in den vergangenen Wochen angesichts des drohenden Verbots eine massive PR-Kampagne in dem Land organisiert.

Science

Böden verschlechtern sich weltweit stark

Die Böden auf etwa 30 Prozent der Landfläche weltweit verschlechtern sich einer Studie zufolge deutlich. Fruchtbarkeit und Produktivität verringerten sich in den vergangenen 30 Jahren auf Weide- und Ackerland ebenso wie auf Waldflächen, so die Studie

Betroffen seien arme wie reiche Länder, insgesamt der Lebensraum von 3,2 Milliarden Menschen. Der Trend sei „signifikant negativ“, sagte der Mitherausgeber der Studie, Joachim von Braun (Universität Bonn), heute in Berlin.

Die Kosten dieses Prozesses wurden auf 300 Milliarden Euro jährlich beziffert. Als eine der Ursachen nennen die Forscher nicht nachhaltige Landnutzung. Das internationale Team hatte etwa Satellitendaten ausgewertet und Länderstudien angefertigt. Um die Kosten zu berechnen, bezog es neben dem Wert landwirtschaftlicher Erzeugnisse auch Folgen für Wasser, Artenvielfalt und Klima ein.

Kultur

Diagonale ehrt Erni Mangold mit Großem Schauspielpreis

Erni Mangold wird zur Eröffnung der Diagonale 2016 mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet. Die 89-jährige Künstlerin wird die Auszeichnung bei der Gala am 8. März in der Grazer Helmut-List-Halle persönlich entgegennehmen, kündigte das Filmfestival heute an.

Die Auszeichnung wird heuer zum neunten Mal verliehen, wobei sich unter den bisher Geehrten Größen wie Senta Berger und Josef Hader finden. Die Preisskulptur besteht dabei aus einem Werk der jungen Wiener Künstlerin Anna Paul.

Mangold zählt heute mit ihrem trockenen Humor und ihrem ungeschönten Mundwerk zu den prägenden Charakterdarstellern der Bühne und der Leinwand. In bis dato über 80 Fernseh- und Kinofilmen wirkte die gebürtige Niederösterreicherin mit.

Song Contest

Lifestyle

Minisuperheld „rettete“ Sydney vor Comic-Schurken Ultron

Auf Wunsch eines schwerkranken Buben hat sich Sydney heute in die Comicwelt des Superhelden Iron Man verwandelt. Unter den Augen Tausender Zuschauer zog der neunjährige Domenic Pace als Iron Man in den Kampf gegen den Schurken Ultron und seine Gefährten. Polizei und Bevölkerung spielten begeistert mit.

„Iron Boy“ musste Reporter retten

Für Domenics Ausflug in die Comicwelt war ein Jahr Vorbereitung nötig. Der Polizeichef von New South Wales sagte, der Bub habe in einem Park gespielt, als ihn ein Polizeihubschrauber zu einer Geheimmission abgeholt und zum Polizeihauptquartier geflogen habe. Denn die Behörden hätten dringend seine Hilfe gebraucht, weil Make-A-Wish-Reporter Hope Joy entführt worden sei.

Ein Neunjähriger Bub ist in Sydney als Comic-Superheld Iron Man verkleidet

APA/AFP

„Die Beamten haben bestätigt, dass Clark Island von Ultrons Bande eingenommen wurde und Hope Joy gefangen gehalten wird“, sagte Polizeichef Andrew Scipione in einer Videoaufnahme zu Pace. „Wenn ich einen Wunsch hätte, dann der, dass du uns hilfst, Iron Boy.“

Pace schlüpfte daraufhin in einen eigens angefertigten „Iron Man“-Anzug, während sein zwölfjähriger Bruder Joseph seinen Helfer Colonel James Rhodes spielte. In einem Schlauchboot wurden die Retter nach Clark Island gebracht, um den entführten Reporter zu befreien. Auf den Stiegen des weltberühmten Opernhauses von Sydney kam es schließlich zum Showdown mit dem martialischen Ultron.

Angefeuert von Robert Downey Jr.

Schauspieler Robert Downey Jr., der „Iron Man“ im Film verkörpert, feuerte Pace via Twitter an: „Ein außergewöhnlicher Bub auf geheimer Mission heute. Los, hol sie dir, Domenic“, schrieb der Star.

Organisiert hatte das Spektakel die Make-A-Wish-Stiftung, die schwerkranken Kindern ihre sehnlichsten Wünsche erfüllt. Der an der angeborenen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leidende Domenic hatte sich gewünscht, als „Iron Man“ auf Verbrecherjagd zu gehen.