Ausland

UNO: Fast zehn Millionen Syrer auf der Flucht

Die Situation der Bürgerkriegsflüchtlinge in Syrien spitzt sich laut Vereinten Nationen dramatisch zu. Inzwischen sei fast die Hälfte aller Syrer wegen der Gewalt auf der Flucht oder aus den Heimatorten vertrieben worden.

Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) geht nach neuesten Zahlen von drei Millionen Flüchtlingen aus. 6,5 Millionen Menschen seien innerhalb Syriens auf der Flucht, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche, teilte das UNHCR heute in Genf mit. 

„Größter humanitärer Notfall unserer Zeit“

„Die Krise in Syrien ist zum größten humanitären Notfall unserer Zeit geworden, aber die Welt versagt dabei, den Menschen und den Ländern, in die sie flüchten, zu helfen“, sagte UNO-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres.

Selbst großzügige Angebote reichten nicht aus. „Die bittere Wahrheit ist, es ist zu wenig“, sagte Guterres. Zu den bisher gespendeten 3,1 Mrd. Euro würden zusätzlich bis Jahresende noch einmal 1,5 Mrd. Euro gebraucht, um die Flüchtlinge über den Winter zu bringen.

Flucht immer schwieriger

Laut UNHCR passieren die Menschen die Grenzen zusehends vollkommen erschöpft, im Schockzustand, völlig verängstigt und ohne Ersparnisse. Die meisten seien seit mindestens einem Jahr auf einer Odyssee von Dorf zu Dorf gewesen, bevor sie sich endgültig zur Flucht entschlossen hätten. Die Flucht selbst werde immer schwerer. Die Familien würden gezwungen, die Grenzposten zu bestechen oder Menschenschmuggler zu bezahlen. 

Inzwischen lebten im Libanon 1,1 Millionen syrische Flüchtlinge, in der Türkei 815.000, in Jordanien 600.000. Dort explodierten in einigen Regionen die Lebensmittelpreise, Brot koste inzwischen mehr als zehnmal so viel wie vor einem Jahr, berichtete die UNO weiter. Die Hilfsaktion im Syrien-Konflikt sei inzwischen das größte Projekt in der 64-jährigen Geschichte des Flüchtlingshilfswerks.

Blauhelme verteidigen Golan gegen syrische Rebellen

Nach der Entführung von 43 UNO-Soldaten auf den Golanhöhen haben sich Dutzende schwerbewaffnete Blauhelmsoldaten heute syrischen Rebellen entgegengestellt.

Insgesamt 75 philippinische Soldaten verteidigten zwei belagerte Posten in der UNO-Zone zwischen Syrien und Israel, sagte Oberst Roberto Ancan vor Journalisten in Manila. Die UNO hatte zunächst von 81 umzingelten Soldaten gesprochen, Ancan zufolge handelt es sich jedoch um insgesamt 75 Blauhelme in den beiden Stellungen.

Der philippinische Präsident Benigno Aquino nannte die Situation auf dem Golan „angespannt“, bisher erscheine die Lage aber „stabil“.

Von Al-Nusra-Kämpfern gefangen genommen

Insgesamt 43 UNO-Soldaten von den Fidschi-Inseln waren gestern auf der syrischen Seite der Golanhöhen gefangen genommen worden. Die USA machten die islamistische Al-Nusra-Front für die Tat verantwortlich. Die entführten Soldaten gehören der UNO-Beobachtertruppe für Truppenentflechtung (UNDOF) an, die eine 1974 zwischen Israel und Syrien geschlossene Waffenruhe überwacht.

Zu der UNDOF-Mission gehören derzeit rund 1.200 Soldaten aus sechs Ländern - aus Indien, Irland, den Niederlanden, Nepal, den Philippinen und den Fidschi-Inseln.

Libyens Übergangsregierung tritt zurück

Inmitten der anhaltenden Gewalt in Libyen hat die Übergangsregierung ihren Rücktritt erklärt. Ministerpräsident Abdullah al-Thani und seine Minister hätten den Rücktritt „beim gewählten Parlament“ eingereicht, hieß es in einer Erklärung der Regierung.

Das Parlament sei die „einzige legitime Autorität des Landes“. Es müsse nun eine neue Regierung benennen, „die das gesamte libysche Volk vertritt“.

Die Übergangsregierung hat keine wirkliche Macht in Libyen. Ihr Sitz ist im Osten des Landes, weil sie so dem Einflussbereich von islamistischen Milizen in Tripolis entgehen wollte. Auch das Parlament sitzt 1.600 Kilometer östlich der Hauptstadt in der Stadt Tobruk. Es war im Juni gewählt worden und hatte anschließend offiziell die Befugnisse des libyschen Nationalkongresses übernommen.

Hamas schließt Verzicht auf Waffen aus

Der Chef der radikalislamischen Hamas, Khaled Meschaal, hat nach dem Ende der wochenlangen militärischen Konfrontation mit Israel einen Verzicht seiner Bewegung auf Waffen für ausgeschlossen erklärt. „Die Waffen des Widerstandes sind heilig“, sagte Meschaal gestern vor Journalisten in Doha im Ölemirat Katar, wo er im Exil lebt.

„Niemand kann die Hamas und den Widerstand entwaffnen“, so Meschaal. Vorerst gibt es nur eine Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern. Israel will bei den anstehenden Verhandlungen eine Demilitarisierung des Gazastreifens erreichen. Die Waffen im Besitz der Hamas seien eine Garantie dafür, dass ihre „Forderungen nicht übersehen“ würden, so Meschaal.

Er forderte, die ägyptische Regierung müsse rasch den Grenzübergang Rafah wieder öffnen, über den die Bevölkerung im Gazastreifen aus Ägypten kommende Hilfslieferungen erhält. Die Waffenruhe für den Gazastreifen wurde am Dienstag verkündet. In dem vorausgegangenen 50-tägigen Konflikt wurden 2.140 Palästinenser getötet und 11.000 weitere verletzt. Auf der israelischen Seite gab es 70 Tote.

Lesbisches Paar im kolumbianischen Kabinett

In Kolumbien hat sich Wirtschaftsministerin Cecilia Alvarez erstmals öffentlich zu ihrer lesbischen Beziehung zu Bildungsministerin Gina Parody geäußert. „Ich danke dem Präsidenten (Juan Manuel Santos, Anm.), weil er sich nie um unsere persönlichen Angelegenheiten geschert, sondern unsere beruflichen Qualitäten gesehen hat“, sagte Alvarez gestern dem Radiosender RCN.

„Ich kann nicht leugnen, was ich bin“, sagte Alvarez weiter. Sie bestritt, dass ihre Beziehung mit Parody ihre Arbeit beeinflusse.

Die Langzeitbeziehung zwischen Alvarez und Parody war in Kolumbien kein wirkliches Geheimnis. Dennoch war es das erste Mal, dass ein so hochrangiger Politiker in dem südamerikanischen Land öffentlich über seine Homosexualität sprach. Das Coming-out fiel in eine Zeit, in der das Verfassungsgericht des Landes prüft, auch homosexuellen Paaren Adoptionen zu erlauben.

Erdogan-Antrittsrede: EU-Beitritt vorantreiben

Der neue türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, sich verstärkt für einen Beitritt seines Landes zur Europäischen Union einzusetzen. „Der Pfad der Türkei zur EU, der ein strategisches Ziel ist, wird entschiedener fortgesetzt“, sagte Erdogan in seiner ersten Rede als Staatsoberhaupt nach seiner Vereidigung gestern. Zu den weiteren Schwerpunkten seiner Politik gehörten demokratische Reformen und der Friedensprozesses im Konflikt mit den Kurden.

Erdogan hatte vor knapp drei Wochen die erste direkte Präsidentenwahl in der Türkei gewonnen. Kritiker werfen ihm eine an Autokratie grenzende Amtsführung als Ministerpräsident vor. Es wird damit gerechnet, dass er sich für mehr Vollmachten für den Präsidenten einsetzen wird.

Seine Machtposition zementierte er durch die Ernennung seines Vertrauten und langjährigen Außenministers Ahmet Davutoglu als kommissarischer Ministerpräsident. Er soll das Kabinett führen, bis Erdogan ihn offiziell um die Bildung einer neuen Regierung bittet.

Tränengaseinsatz bei Protesten

Begleitet wurde der erste Amtstag Erdogans als türkischer Präsident auch von Protesten. In der zentralen Istanbuler Einkaufsmeile Istiklal Caddesi versammelten sich am Abend rund 150 Demonstranten, um gegen Erdogan zu protestieren, wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete. Auf einem Transparent war zu lesen: „Kein Platz für die Diktatur.“ Medienberichten zufolge ging die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor.

Inland

Heeresdebatte für Offiziere „verantwortungslos“

Die Offiziere sehen die derzeitige Debatte über das Bundesheer bzw. dessen budgetäre Ausstattung kritisch bis „verantwortungslos“. Aus Sicht der Interessengemeinschaft der Berufsoffiziere (IGBO) ist das Parlament als „Aufsichtsrat für die Bundesregierung“ gefordert.

Das Parlament müsse etwa den „vollinhaltlichen Vollzug der einschlägigen Gesetze wie etwa die Verpflichtung zu Milizübungen“ prüfen. Weiters müsse die Personalstärke des Heeres und dessen Organisation im Wehrgesetz präzise festgelegt werden. „Als Basis dafür ist eine seriöse Beurteilung der Lage und Definition der Absichten Österreichs vorzunehmen“, hieß es heute in einer Aussendung.

Verbindlicher Budgetplan gefordert

Außerdem müsse genau festgelegt werden, welche finanziellen Mittel die Truppe für ihre Aufgaben braucht. Zu den Auslandseinsätzen merken die Offiziere an, dass es nicht sein könne, „dass das Bundesheer sparsam wirtschaftet und dann alle zwar politisch beschlossenen, aber nicht vorhersehbaren Einsätze im Ausland aus dem laufenden Budget selbst bezahlen muss“. Sie fordern außerdem, dass die Bestellung des Chefs des Generalstabes durch das Parlament erfolgen solle.

Zeltstädte für Asylwerber nicht ausgeschlossen

Bisher hat das Innenministerium diese Unterbringungsart noch ausgeschlossen, angesichts steigender Flüchtlingszahlen wackelt nun die Entscheidung: Zeltstädte für Asylwerber könnte es in naher Zukunft auch in Österreich geben, hieß es gestern aus dem Innenressort.

Einmal mehr wurde an die Länder appelliert, weitere Quartiere zur Verfügung zu stellen. Ungewöhnlich harsch wetterte das Innenministerium gegen Hilfsorganisationen - allen voran die Caritas. Diese wies die Kritik zurück und warf Bund und Ländern gleichzeitig vor, einander „das Thema wie eine heiße Kartoffel zuzuspielen“.

Mehr dazu in „Nicht mehr ausgeschlossen“

Wirtschaft

Pilotenstreik bei Germanwings sorgt für Flugausfälle

Ein Streik der Piloten bei der Lufthansa-Tochter Germanwings hat heute auf mehreren deutschen Flughäfen zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Am stärksten betroffen waren die Flughäfen Köln-Bonn und Stuttgart. Germanwings strich etwa auch Flüge in Berlin-Tegel und Hamburg. Unter den vom Streik betroffenen Verbindungen sind aber auch einige Flüge von und nach Wien-Schwechat.

Rund 15.000 Passagiere betroffen

Wie eine Sprecherin von Germanwings bestätigte, begann der auf sechs Stunden angesetzte Streik wie von der Pilotengewerkschaft Cockpit angekündigt um 6.00 Uhr. Bereits in der ersten Stunde mussten zahlreiche Verbindungen gestrichen werden.

Insgesamt würden etwa 116 von 164 Flüge ausfallen. Betroffen seien überwiegend deutsche Inlandsverbindungen. Nach Angaben der Fluggesellschaft sind von den Flugstreichungen rund 15.000 Passagiere betroffen.

Keine Verzögerungen in Salzburg

Keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb in Salzburg erwarten Manager des Flughafens durch den Pilotenstreik der Lufthansa-Tochter Germanwings. Deren Kapitäne und Kopiloten kämpfen unter anderem für die Beibehaltung des Pensionssystems der Lufthansa.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Streit über Übergangsregelung

Grund für den Streik ist der Tarifstreit beim Mutterkonzern Lufthansa. Piloten und Geschäftsführung liegen seit Monaten wegen einer Regelung zur Übergangsversorgung im Clinch. Sie erlaubt es Piloten bisher, ab dem Alter von 55 Jahren in die bezahlte Frühpension zu gehen.

Die Lufthansa will die Altersgrenze erhöhen und die Piloten an der Finanzierung beteiligen. Die Gewerkschaft Cockpit lehnt das ab. Gespräche beider Seiten blieben ergebnislos.

Boeing muss um Exklusivauftrag für Air Force One bangen

Der US-Flugzeugproduzent Boeing muss um seine exklusive Position beim Bau der Präsidentenmaschine zittern. Im Dezember werde entschieden, ob Boeing einen Großauftrag für die nächste Air Force One mit anderen Firmen teilen muss, sagte ein Sprecher der US-Luftwaffe gestern (Ortszeit) dem Wirtschaftsnachrichtenportal Bloomberg.

Konkurrent Airbus hält sich zurück

Die aktuelle Präsidentenmaschine ist eine alternde Boeing, die 2017 über 30 Jahre auf dem Buckel und damit eigentlich ihre planmäßige Pflicht getan haben wird. Der Luftwaffe zufolge will sie den Kauf einer neuen Maschine 2016 über die Bühne bringen und ab Anfang nächsten Jahres Angebote sondieren.

Denkbar sei, wieder ein Modell 747-8 von Boeing zu nehmen, aber andere Firmen für die spezielle Ausrüstung einzuspannen. Das Flugzeug dürfte vermutlich nicht vor 2018 ausgeliefert werden. Der europäische Konkurrent Airbus hatte bereits angekündigt, Boeing nicht beim Bau der Air Force One herausfordern zu wollen.

Neuer Ford Mustang: Erstmals weltweiter Export

Ford hat in den USA die Produktion einer neuen Mustang-Serie anlaufen lassen. Erstmals in der 50-jährigen Geschichte des Sportwagenklassikers werden die Modelle weltweit in 120 Länder exportiert. Die sechste Generation des Kultautos soll im Herbst auf den Markt kommen, teilte Ford gestern (Ortszeit) mit.

Millionenfach verkauftes Kultauto

Die im Werk Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan gefertigten Wagen sind zum ersten Mal auch als rechtsgelenkte Variante zu haben. So sollen sie in Großbritannien, Australien und Südafrika verkauft werden, wo Linksverkehr gilt.

Das Spitzenmodell kommt mit 435-PS-V8-Motor, die günstigste Variante mit 300 PS und V6-Motor. Außerdem wird erstmals eine spritsparende Version angeboten. Seit der erste Mustang 1964 auf den Markt kam, hat Ford laut eigenen Angaben 9,2 Millionen Stück davon verkauft.

Nationalbank stutzt aktuelle BIP-Prognose kräftig zurück

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Wachstumsprognose für Österreich für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent kräftig gesenkt.

Schwache Konjunkturimpulse von der Inlandsnachfrage, eine geringe Exportdynamik nach Deutschland und der fehlende Anstieg bei den Investitionen hätten zur Revision der Prognose vom Juni geführt, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny im Tiroler Alpbach.

Trotz schwacher Konjunktur rechnet die Nationalbank allerdings nur mit „geringem zusätzlichen Konsolidierungsbedarf“ für den Staatshaushalt. Das prognostizierte Budgetdefizit soll laut OeNB 2014 bei 2,5 Prozent liegen.

Hypo reißt Loch ins Budget

Die Reorganisation der Krisenbank Hypo Alpe-Adria, der Wegfall der Einnahmen aus den Mobilfunklizenzen
und die schwache Konjunktur würden das Budgetdefizit stark verschlechtern. Ohne Bankenhilfe läge das Minus bei nur 1,1 Prozent.

Das Steueraufkommen sei heuer „ziemlich stark“, sagte Nowotny. Der Schuldenstand soll heuer voraussichtlich - vor allem wegen der Hypo - auf über 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen.

Für das vierte Quartal rechnet die OeNB mit einem Quartalswachstum von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das sei ein „Unsicherheitselement“, und das BIP-Wachstum Österreichs könnte „bei der Endabrechnung noch etwas geringer ausfallen“, so Nowotny. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 war die Wirtschaft um 2,9 Prozent gewachsen, 2012 um 0,7 und 2013 um 0,3 Prozent. Auch das Budget 2015 werde „schwierig“, meinte Nowotny.

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Zeitung: ÖVAG droht 800-Millionen-Kapitalloch

Der teilstaatlichen Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) könnten nach dem anstehenden Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) 600 bis 800 Millionen Euro an Kapital fehlen. Das berichtet die Tageszeitung „Der Standard“ (Freitag-Ausgabe) mit Verweis auf Notenbankkreise.

Die Notenbank wollte die genannten Zahlen APA-Angaben zufolge nicht kommentieren. Auch zum Prozedere gab es demnach keine Kommentare.

Der Zeitung zufolge sollen die Aufseher Druck machen, dass das Thema ÖVAG-Kapitalspritze noch im September geregelt wird. So wolle man verhindern, dass es beim EZB-Bankenstresstest einen österreichischen Sitzenbleiber gibt.

Sport

Champions League: Wiedersehen mit alten Bekannten

Deja-vu für David Alaba in der Champions-League-Gruppenphase: Der ÖFB-Legionär bekommt es wie in der letzten Saison mit Manchester City zu tun. Das ergab die gestrige Auslosung in Monaco. Auch sonst hat es die Bayern-Gruppe E in sich.

Die beiden anderen deutsch-englischen Duelle Dortmund gegen Arsenal (Gruppe D) und Schalke gegen Chelsea (Gruppe G) hatte es ebenfalls bereits 2013/14 gegeben. Real Madrid nimmt seine Titelverteidigung in Gruppe B gegen Basel, Liverpool und Ludogorez Rasgrad in Angriff. Salzburg-Bezwinger Malmö trifft auf die Meister aus Spanien und Italien.

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Fußball: Rangnick versichert: Kein Aderlass bei Salzburg

Nach dem neuerlichen Verpassen der CL-Gruppenphase hat Ralf Rangnick gestern ein klares Bild für die Zukunft von Salzburg gezeichnet. Der Sportdirektor sieht nach dem siebenten Scheitern keinen Grund für einen personellen Aderlass.

Auch der Fokus von Red Bull wird sich in absehbarer Zeit nicht in Richtung Leipzig verschieben. Spieler an den deutschen Zweitligisten abzugeben sei absurd. „Wir wollen an beiden Standorten so erfolgreich wie möglich sein“, erklärte Rangnick. Der Philosophie in Salzburg soll treu geblieben werden, auch in der Europa League besteht die Chance zur Weiterentwicklung.

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US Open: Serena Williams fertigt King ab

Topfavoritin Serena Williams hat sich auch in der zweiten Runde der US Open in New York keine Blöße gegeben. Die Titelverteidigerin fegte ihre Landsfrau Vania King gestern in nur 56 Minuten vom Platz und gab nur ein Game ab.

Auch bei den Herren erreichte der top gesetzte Novak Djokovic ohne Satzverlust die dritte Runde. Der Weltranglistenerste aus Serbien besiegte den Franzosen Paul-Henri Mathieu klar in drei Sätzen.

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Chronik

Bis zu zehn Tonnen Kokain in Peru sichergestellt

Beim bisher größten Schlag gegen den Drogenhandel in Peru sind bis zu zehn Tonnen Kokain sichergestellt worden. Das Rauschgift wurde in einem Kohledepot in Huanchaco in der nordperuanischen Provinz Trujillo gefunden, wie die Nachrichtenagentur Andina berichtete.

Bis gestern Abend (Ortszeit) waren 7,6 Tonnen Kokain aus Kohlesäcken geholt worden, wie die Zeitung „El Comercio“ berichtete. Es waren aber noch zahlreiche Säcke zu durchsuchen. Laut Polizeiangaben sollte das Kokain als Kohlefracht getarnt nach Belgien und Spanien verschifft werden.

„Es ist der größte Schlag gegen den Drogenhandel in der Geschichte Perus“, sagte Staatschef Ollanta Humala. Zwei Mexikaner und sechs Peruaner wurden festgenommen.

Vulkan Bardarbunga auf Island ausgebrochen

Nach mehreren Erdbeben ist in der Nacht auf heute der isländische Vulkan Bardarbunga ausgebrochen. Der Luftraum über dem größten Vulkan des Landes wurde geschlossen, wie der Zivilschutz mitteilte.

Allerdings sei zunächst keine Vulkanasche ausgestoßen worden, hieß es von den Behörden. Der Vulkan rumort bereits seit gut zehn Tagen. Der Ausbruch zwischen den Vulkanen Bardarbunga und Askja, verlief laut Behörden vorerst ruhig. Trotzdem gilt für den internationalen Flugverkehr die Alarmstufe Rot. Das bedeutet, dass im gesperrten Luftraum kein Instrumentenflug erlaubt ist.

Die Spalte, aus der die Lava kurz nach Mitternacht erstmals austrat, ist nach Angaben der in die Region geflogenen Wissenschaftler rund einen Kilometer lang. Das Gebiet des Ausbruchs liegt etwa in der Mitte Islands. Die Region ist praktisch unbewohnt.

Erneut Hinrichtungen in Japan

In Japan sind erneut zwei zum Tode verurteilte Mörder gehängt worden. Es handle sich um einen 56- und einen 59-Jährigen, gab das Justizministerium heute nach Vollstreckung des Urteils bekannt.

Seit dem Amtsantritt des rechtskonservativen Regierungschefs Shinzo Abe Ende 2012 wurden damit bereits elf Menschen gehängt. Die drittgrößte Wirtschaftsnation gehört zu den wenigen Industrieländern, die noch an der Todesstrafe festhalten. 

Rotherham-Missbrauchsskandal: Auch Polizist verwickelt

In die sexuelle Ausbeutung von jungen Mädchen im nordenglischen Rotherham ist auch ein Polizeibeamter verwickelt gewesen. Ein 27-jähriger Polizist sei bereits im November vergangenen Jahres festgenommen und am 21. August angeklagt worden, teilte die Polizei von South Yorkshire mit.

Der Mann erschien demnach gestern vor Gericht. Ihm werde vorgeworfen, ein 15 Jahre altes Mädchen zu sexuellen Handlungen genötigt zu haben. Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht machte deutlich, dass in der Stadt zwischen 1997 und 2013 rund 1.400 Kinder und Jugendliche Opfer von sexueller Ausbeutung geworden sind.

Tirol: Auto landet in Pumpstation

Zwei spektakuläre Unfälle haben sich gestern in Schwaz (Tirol) ereignet. Eine Frau und ein Kind stürzten mit dem Auto zehn Meter ab, sie blieben aber unverletzt. Bei einem weiteren Unfall landete ein Auto in einem Gebäude auf einem Grundwasserbrunnen.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Tödlicher Unfall auf A3

Ein Toter und drei zum Teil Schwerverletzte, das ist die Bilanz eines nächtlichen Verkehrsunfalls auf der Südostautobahn (A3). Ein voll besetzter Pkw prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Leitschiene.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Science

IT

Auch Google träumt von „Zustelldrohne“

Wie der Onlinehändler Amazon arbeitet auch Google an der Warenzustellung aus der Luft mit Hilfe von Drohnen. Die kleinen Fluggeräte seien bereits in Australien getestet worden, enthüllte der Internetkonzern heute unter anderem in der „Berliner Zeitung“.

Die Drohnen könnten zum Beispiel in schwer zugänglichen Gebieten und in Großstädten mit überlasteten Verkehrswegen die Zustellung beschleunigen, sagte der Chef des Forschungslabors Google X, Astro Teller, der Zeitung. Google veröffentlichten außerdem ein Video von den Testflügen.

Automatisch ans Ziel

„Das langfristige Ziel ist es, nahezu jeder Person nahezu alles innerhalb von ein bis zwei Minuten bringen zu können“, zitierte die „Berliner Zeitung“ Teller. Google arbeite seit rund zwei Jahren an dem Projekt. Die Drohnen in Googles Project Wing sehen wie kleine Flugzeuge aus.

Sie stehen auf dem Boden auf dem Heck, starten senkrecht und gehen dann in den Horizontalflug über. Bei der Zustellung der Fracht landen sie nicht, sondern lassen sie an einem Seil herunter. Das sei unter anderem für die Sicherheit gedacht, erläuterte Projektleiter Nick Roy der US-Website The Atlantic. Kunden neigten dazu, nach dem Paketen zu greifen, auch wenn sie wüssten, dass die Rotoren der Drohnen gefährlich seien. Man habe auch den Abwurf der Fracht mit kleinen Fallschirmen ausprobiert - das sei aber zu ungenau gewesen.

Die Drohnen sollen automatisch zu ihrem Ziel fliegen. Inzwischen seien in Project Wing bereits Dutzende Mitarbeiter eingebunden, berichtete The Atlantic. Australien sei ausgesucht worden, weil es lockerere Regeln für Drohnenflüge als andere Länder habe.

Apple vor Präsentation von iPhone 6

Das Warten auf neue Apple-Produkte hat wohl bald ein Ende: Der US-Konzern verschickte gestern per E-Mail Einladungen zu einer Konferenz am 9. September - und blieb dabei gewohnt wortkarg. „Wünschten, wir könnten mehr sagen“, stand lediglich unter der Ankündigung für den Termin im kalifornischen Cupertino.

Seit Monaten spekuliert die Branche, dass Apple im September eine neue Version seines iPhones und auch eine Smartwatch namens iTime vorstellen könnte. Das iPhone 6 könnte demnach mit einem größeren Bildschirm und einem schnelleren Prozessor als seine Vorgänger ausgestattet sein.

Innovationsschub dringend nötig

Im Zusammenspiel von Smartphone und Smartwatch könnte auch das neue Betriebssystem IOS 8, mit dem auch die neuen Telefone ausgestattet sein dürften, eine wichtige Rolle spielen, glauben Branchenbeobachter. Der Konzern arbeitet derzeit daran, dieses mit Plattformen für mobile Zahlungssysteme und Gesundheitsanwendungen aufzurüsten, die gut zu einer Smartwatch passen könnten, die etwa Aktivität, Schlaf und Puls der Nutzer misst.

Eine neue Revolution aus dem Hause Apple wird von der Börse von Apple-Chef Tim Cook dringend erwartet. Die letzten wirklich bahnbrechenden Produkte stammen mit dem ersten iPhone und dem Ursprungs-iPad noch aus den Jahren 2007 beziehungsweise 2010 - und damit aus der Ära des 2011 verstorbenen Firmengründers Steve Jobs.

Mitbewerber drängen nach vorn

Die Konkurrenz schläft nicht: Der Anteil des iPhone auf dem Markt für Smartphones lag laut der Branchenbeobachtungsfirma IDC zuletzt bei 11,9 Prozent, beim iPad waren es 26,9 Prozent. Der Konkurrent Samsung aus Südkorea liegt bei den Telefonen mit 25,2 Prozent klar in Führung, bei Tabletcomputern mit 17,2 Prozent hinter dem US-Konzern. Wachsende Konkurrenz kommt inzwischen auch von chinesischen Fabrikanten wie Lenovo und Huawei.

Kultur

„Goldrausch“ bei Kunstaktion auf englischem Strand

Der deutsche Künstler Michael Sailstorfer hat gestern mit einer ungewöhnlichen Kunstaktion in England für einen kleinen Goldrausch gesorgt. Sailstorfer vergrub im Sand des Strandes von Folkestone an der südenglischen Kanalküste 30 Goldbarren.

Teil der Aktion ist es, dass jeder, der das Gold findet, es behalten kann. Schon kurz nach Beginn des Projekts im Rahmen der Kunsttriennale in Folkestone versuchten rund 150 Goldgräber ihr Glück. Der Strandabschnitt mit den 24-Karat-Barren wird nur bei Ebbe vom Meer freigegeben.

Festivalkurator Lewis Biggs sagte der BBC: „Wir werden nie erfahren, ob das Gold gefunden wurde oder nicht.“ Er hoffe, dass die Grabenden auf dem Strand ihren Teil zur Kunst beitragen, in dem sie etwa Sandburgen bauen. Mit den Goldbarren wurde auch eine große Zahl anderer Metallstücke vergraben, um Metalldetektoren zu verwirren.

Zeitung: Versteigerung von Essl-Sammlung ab Oktober

Die Kunstsammlung von Karlheinz Essl, Gründer der angeschlagenen Baumarktkette bauMax, könnte laut einem unbestätigten Bericht vom deutschen „Handelsblatt“ bereits im Oktober in einer ersten Tranche in London zur Versteigerung gelangen.

Der Erlös der Bilder soll helfen, bauMax zu retten. Die Auktion soll laut „Handelsblatt“ mit den wertvollsten Gemälden aus dem Privatmuseum in Klosterneuburg starten. Laut früheren Medienberichten ist der internationale Teil der Essl-Sammlung vom Auktionshaus Sotheby’s mit Beteiligung von Christie’s auf mindestens 100 Millionen Euro geschätzt worden. Der kolportierte Höchstwert lag bei 160 Mio. Euro.

Die Sammlung umfasst knapp 5.000 Werke, unter anderem Gemälde von Gerhard Richter und Martin Kippenberger. Der Unternehmer und Sammler Essl hatte den Buchwert mit 86 Mio. Euro taxiert.

Leute

Lifestyle

Verschimmelte Hochzeitstorte von Lady Di versteigert

Mehr als 30 Jahre nach der Trauung des britischen Thronfolgers Charles mit der 1997 verunglückten Lady Diana ist ein verschimmeltes Stück Hochzeitstorte von der Feier in den USA versteigert worden.

Das rechteckige Stück habe bei einer Onlineauktion 1.375 Dollar (etwa 1.000 Euro) eingebracht, teilte das Auktionshaus Nate D. Sanders gestern (Ortszeit) in Los Angeles mit.

Die Torte habe sich noch in der silber-weißen Originalverpackung von der Hochzeit im Juli 1981 befunden. Auch eine Grußkarte sei dabei gewesen. Wer das ungenießbare Tortenstück ersteigerte, wurde nicht mitgeteilt.