Ausland

Parlamentswahl in Albanien begonnen

In Albanien hat heute die mit Spannung erwartete Parlamentswahl begonnen. Knapp 3,5 Millionen Bürger können zwischen zwei großen politischen Lagern wählen: Den regierenden Sozialisten unter Edi Rama und den oppositionellen Demokraten von Lulzim Basha.

Umfragen, die in Albanien allerdings mit Vorsicht zu genießen sind, sehen Vorteile für die Sozialisten. Vor allem das Ausland hofft durch die Wahl auf klare politische Verhältnisse, damit die Justizreform abgeschlossen und Reformen in der Staatsverwaltung und der kriselnden Wirtschaft durchgesetzt werden können.

Argentiniens Ex-Präsidentin kehrt in die Politik zurück

Argentiniens frühere Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner kehrt nach anderthalb Jahren in die aktive Politik zurück. Die 64-Jährige meldete gestern Abend kurz vor Fristablauf ihre Kandidatur für einen Senatssitz an, wie argentinische Medien berichteten. Kirchner strebt ein Mandat für ihre kürzlich neu gegründete politische Bewegung „Unidad Ciudadana“ (Bürgereinheit) an.

Die linke Ex-Präsidentin (2007-2015) kritisiert die wirtschaftsliberale Politik ihres konservativen Nachfolgers Mauricio Macri. „Wir müssen dieser Regierung eine Grenze zeigen“, sagte Kirchner bei der Vorstellung ihrer neuen politischen Heimat in der vergangenen Woche.

Vorwahl Mitte August

Zuvor waren Verhandlungen für eine Kandidatur für ihre bisherige Partei Partido Justicialista gescheitert.

Die Parlamentswahl gilt als wichtiger Test für die Präsidentschaftswahl von 2019. Gemäß argentinischen Gesetzen muss Kirchner zunächst in einer obligatorischen Vorwahl antreten. Diese Abstimmung ist für den 13. August angesetzt. Die offizielle Parlamentswahl findet am 22. Oktober statt.

Getrennte Familien treffen sich an Grenze USA-Mexiko

Dutzende durch die Grenze zwischen den USA und Mexiko getrennte Familien haben gestern ein Wiedersehen gefeiert - wenn auch nur ein kurzes. Mehr als 2.500 Mitglieder von 195 durch Auswanderung oder Abschiebung getrennten Familien trafen sich im zu dieser Jahreszeit ausgetrockneten Flussbett des Rio Grande zwischen der mexikanischen Stadt Ciudad Juarez und dem texanischen El Paso.

„Es waren sehr lange elf Jahre“, sagte die 42-jährige Claudia Pastrana aus Ciudad Juarez, nachdem sie ihre Schwester und ihre Nichte umarmt hatte, die in Texas leben. „Es ist ein unvergesslicher Augenblick.“ Organisiert wurde die drei Minuten lange Massen-Familienzusammenführung von der Menschenrechtsgruppe Border Network of Human Rights.

„Das ist ein Weg, zu protestieren und die Stimme gegen die aggressive Politik des derzeitigen (US)-Präsidenten zu erheben“, sagte Fernando Garcia vom Border Network.

Japan treibt Pläne für Verfassungsreform voran

Japans Regierungschef Shinzo Abe will Medienberichten zufolge die Pläne für eine Verfassungsreform beschleunigen. Der Ministerpräsident dürfte noch vor Jahresende den Abgeordneten Änderungsvorschläge unterbreiten, berichteten mehrere japanische Zeitungen heute.

Ursprünglich war eine Nachbesserung von Artikel 9 bis 2020 geplant, der Japan bisher das Recht auf Kriegsführung untersagt.

Seit 70 Jahren lebt Japan nun mit einer Verfassung, die dem Land von der damaligen Besatzungsmacht USA gegeben wurde. Seitdem gab es keine einzige Änderung. Dafür braucht es eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament und ein erfolgreiches Referendum. Erneute Raketentests Nordkoreas auf dem Japanischen Meer hatten die Regierung in Tokio zuletzt verärgert.

Bericht über Tote bei Anschlag auf Markt in Syrien

Bei einem Anschlag auf einen Markt im Norden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zehn Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern mitteilte, explodierte eine Autobombe, als Menschen ihre Einkäufe für das Fest des Fastenbrechens tätigten.

Unter den Toten seien mindestens drei Kinder. Zudem seien mindestens 30 Menschen verletzt worden. Den Angaben zufolge ereignete sich der Anschlag auf dem Markt von Al-Dana in der nordsyrischen Provinz Idlib. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle bezieht ihre Angaben aus einem Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Heute beginnt für Muslime in aller Welt das wichtige Fest Eid al-Fitr, das den Fastenmonat Ramadan beendet. Die Provinz Idlib wird von verschiedenen Rebellengruppen kontrolliert, darunter die Dschihadistenmiliz Tahrir al-Scham.

Jubel für Labour-Chef Corbyn bei Glastonbury-Festival

Labour-Chef Jeremy Corbyn ist wie ein Rockstar von den Besuchern des Glastonbury-Musikfestivals in England bejubelt worden. „Eine andere Welt ist möglich!“, rief der britische Oppositionspolitiker der Menge gestern zu. Vor einem Auftritt der Band Kaiser Chiefs warb der 68-Jährige für eine pazifistische, ökologische und antirassistische Politik.

Jeremy Corbyn

APA/AP/Invasion/Grant Pollard

Zu Beginn seiner Rede sprach Corbyn die Brandkatastrophe im Londer Sozialbau Grenfell Tower mit 79 Toten an. „Ist es gerecht, dass so viele Menschen in Armut leben, in einer Gesellschaft mit so viel Reichtum?“ fragte er.

Über Flüchtlinge sagte er, diese seien „menschliche Wesen, die einen Ort zum Leben in Frieden suchen“. An US-Präsident Donald Trump gerichtet warb Corbyn für den Klimaschutz: „Wir haben nur eine Erde, selbst Donald Trump glaubt nicht, dass wir irgendwo einen anderen Planeten haben, schützen wir sie also!“

Hymne an Corbyn

Die Labour-Partei hatte bei der Parlamentswahl vor gut zwei Wochen ein überraschend gutes Ergebnis eingefahren, was sie vor allem den jungen Wählern verdankte. Dagegen verloren die Konservativen ihre absolute Mehrheit im Unterhaus; Premierministerin Theresa May blieb stark angeschlagen im Amt.

Das Glastonbury-Musikfestival, das jeden Sommer in der Nähe des Dorfes Pilton in der Grafschaft Somerset stattfindet, hat angesichts von Brexit und Trump in diesem Jahr einen besonders politischen Anstrich. Der Sänger von Radiohead, Thom Yorke, forderte May auf, sie solle „die Tür hinter sich zumachen“. Das Publikum sang daraufhin eine Hymne auf den Labour-Chef: „Oh Jeremy Corbyn“.

Großdemo in Warschau gegen Urwald-Abholzung

In Warschau haben gestern tausende Menschen gegen die groß angelegte Abholzung in dem als letzter Urwald Europas geltenden Wald von Bialowieza demonstriert. Der Protest richtet sich gegen den Beschluss der polnischen Regierung, den Holzeinschlag in dem zum UNESCO-Weltnaturerbe zählenden Wald im Osten des Landes zu verstärken.

„Verbrechen gegen unser Erbe“

Die nationalkonservative Regierung begründet die Maßnahme unter anderem mit der Bekämpfung des Borkenkäfers und der Vorbeugung von Waldbränden. Wissenschaftler, Umweltschützer sowie die Europäische Union sehen dagegen eine massive Bedrohung der Umwelt.

Der Chef von Greenpeace Polen, Robert Cyglicki, sagte, es finde ein „Verbrechen gegen unser Erbe vor unseren Augen“ statt. „Man muss nur auf Satellitenfotos schauen, um zu sehen, dass Europas letzter Urwald in eine Baumplantage verwandelt wird“, sagte er während des Protestmarschs durch das Warschauer Stadtzentrum. „Wir wollen, dass das aufhört.“

EuGH droht mit Verfahren

Die EU-Kommission hatte Ende April eine „letzte Mahnung“ an Warschau gerichtet und mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gedroht, wenn das Land die Abholzung in dem Naturschutzgebiet nicht einstellt. Auch die UNESCO äußerte sich besorgt. Polens Umweltminister Jan Szyszko forderte dagegen vor wenigen Tagen, den Wald von der UNESCO-Liste zu streichen. Die Einstufung als Weltnaturerbe beinhaltet die Auflage, dass menschliche Eingriffe nur sehr eingeschränkt erlaubt sind. Besucher dürfen sich nur auf bestimmten Routen bewegen.

Putin besuchte Krim-Halbinsel

Russlands Präsident Wladimir Putin hat gestern die annektierte Krim-Halbinsel besucht. Nach Angaben des Kreml besuchte er unter anderem das Ferienlager Artek, das noch aus Zeiten der Sowjetunion stammt und nach der Krim-Annexion wiederbelebt wurde. „Es ist nicht lange her, dass Artek durch schwere Zeiten gegangen ist“, sagte Putin bei seinem Besuch vor jungen Leuten. „Aber jetzt ist es wiedergeboren als internationales Feriencamp.“

Putin

APA/AFP/Alexey Druzhinin

Das Lager am Schwarzen Meer wurde 1925 als Sanatorium für tuberkulosekranke Kinder gegründet und später als Ferienlager für die Jugendorganisation der Kommunistischen Partei genutzt. Nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 verfiel das Ferienlager zunehmend, nach der russischen Annexion der Krim 2014 wurde es renoviert.

Protest in Kiew

Putin hat seit der Annexion bereits mehrmals die Krim besucht, und wie zuvor löste auch die jüngste Visite Empörung in Kiew aus. Das ukrainische Außenministerium sprach von einer „Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine“, wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Die USA und ihre Verbündeten sehen die Eingliederung der Krim in russisches Staatsgebiet als Verletzung des Völkerrechts an. Die EU hat wegen der Annexion Sanktionen gegen Russland verhängt.

Waffenstillstand erneut verletzt

Unterdessen meldete die ukrainische Armee, dass zwei ihrer Soldaten bei Kämpfen im Osten der Ukraine getötet worden seien. Erst um Mitternacht war eine neue Waffenstillstandsvereinbarung in Kraft getreten, die bis Ende August gelten soll. Die ukrainische Armee schrieb auf ihrer Facebook-Seite, ungeachtet des Waffenstillstands seien zwei Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden.

Inland

Rendi-Wagner will Einheitlichkeit bei Krankenkassen

Die von den Krankenkassen erbrachten Leistungen sollen einheitlicher werden. Eine entsprechende Initiative hat die Trägerkonferenz des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger vor kurzem gesetzt. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) sieht hier einen guten Schritt, will aber, dass die Vereinheitlichung etwa auch auf die Zahnmedizin ausgedehnt wird.

Es gilt ja seit Jahren als Ärgernis, dass es oft von der Krankenkasse abhängt, welche Leistungen dem Versicherten zur Verfügung gestellt werden bzw. wie viel er dazu beizutragen hat - und das selbst wenn die selben Beiträge gezahlt werden. Der neue Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger Alexander Biach kann nun als Erfolg vorweisen, dass in mehr als zehn Gesundheitsfeldern eine Vereinheitlichung zustande kommt. Bis zum Herbst soll die Umsetzung erfolgen.

„Begonnener Weg muss weitergehen“

Einheitlich sind etwa künftig die Zuschüsse zu Rollstühlen, Windeln oder Zeckenimpfungen. Eine klare Verbesserung gibt es für chronisch Kranke, die Transportdienste in Anspruch nehmen müssen. Sie zahlen künftig keinen Selbstbehalt, wenn sie etwa zu Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie gebracht werden.

Rendi-Wagner betont nun in einem Statement, ihr sei wichtig, dass alle Menschen im Gesundheitssystem die gleichen Leistungen bekämen, unabhängig davon wo sie versichert seien. Die Sozialversicherung habe mit den Leistungsangleichungen einen guten ersten Schritt gesetzt. Diesen begonnenen Weg müsse man jetzt weitergehen und sich auch andere Bereiche anschauen, wo es noch Verbesserungen und Angleichungen zwischen den verschiedenen Krankenkassenleistungen brauche, beispielsweise eben in der Zahnmedizin.

Grüne küren neue Doppelspitze

Die Grünen wählen heute beim Bundeskongress in Linz Ingrid Felipe zur Bundessprecherin und Ulrike Lunacek zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl. Beide folgen der zurückgetretenen Eva Glawischnig nach.

Vergeben werden auch die vorderen Plätze auf der Bundesliste für die Wahl. 17 Personen haben sich dafür beworben. Glawischnig hatte sich Mitte Mai aus allen politischen Funktionen zurückgezogen.

Sport

Confed-Cup: Bitteres Aus für Gastgeber Russland

Russland hat die Generalprobe für die Heim-WM in einem Jahr verpatzt. Die Gastgeber mussten sich im letzten Spiel in Gruppe A des Confederations Cups in Kasan Mexiko geschlagen geben und schieden damit zur großen Enttäuschung der Fans bereits in der Vorrunde aus.

Russland scheiterte gestern in einer temporeichen Partie an der eigenen Abschlussschwäche und an defensiven Mängeln, die von den Mexikanern eiskalt ausgenutzt wurden.

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Formel 1: Hamilton rast in Baku auf Pole

Lewis Hamilton geht vom ersten Startplatz aus in den heutigen (15.00 Uhr live in ORF eins) Grand Prix von Aserbaidschan. Der englische Mercedes-Pilot sicherte sich gestern im Qualifying in überlegener Manier zum 66. Mal in seiner Karriere die Poleposition.

Nur sein Teamkollege Valtteri Bottas konnte mit Hamilton auf dem selektiven Stadtkurs mithalten. Eine Niederlage gab es für WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel im Ferrari.

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Motorrad: Zarco sorgt in Assen für Premiere

Das Qualifying für den Grand Prix der Niederlande in Assen hat in der MotoGP mit einer Premiere geendet. Johann Zarco, zweifacher Moto2-Weltmeister, schaffte es im achten Anlauf in der Königsklasse erstmals auf die Poleposition.

Der Franzose setzte sich gestern in einem spannenden Schlagabtausch hauchdünn vor Weltmeister Marc Marquez durch. WM-Spitzenreiter Maverick Vinales muss das Rennen hingegen von weit hinten in Angriff nehmen.

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Wirtschaft

Audi-Vorstände in internem Dossier scharf kritisiert

Die Audi-Spitze um Vorstandschef Rupert Stadler ist einem Medienbericht zufolge in einem internen Dossier scharf kritisiert worden. „Vom Vorstand gibt es keine Signale zu Aufbruch, Veränderung, Zukunftsfähigkeit. Desaströse Nicht-Entscheidungen frustrieren die Mitarbeiter“, zitiert die „Bild am Sonntag“ vorab aus einem Papier, das von Audi-Managern erstellt worden sei.

In dem vertraulichen Dossier würden auch einzelne Vorstände beurteilt. Über Vorstandschef Stadler heiße es: „Keine Visionen, kein strategisches Zielbild. Nach fast zehn Jahren an der Spitze unglaubwürdig als zupackender Veränderer.“

Ein Audi-Sprecher sagte, dass es keine Pläne zur Ablösung Stadlers gebe. Trotz des Diesel-Skandals hatte der Aufsichtsrat Mitte Mai Stadler fünf weitere Jahre an der Audi-Spitze bestätigt.

Freihandel mit Japan: Kritik an „Paralleljustiz“ für Konzerne

Seit vier Jahren wird ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan - JEFTA - verhandelt. Zuletzt gab es nicht nur wegen der „America first“-Politik von US-Präsident Donald Trump Verhandlungsfortschritte. Nun regt sich in Österreich und Europa - vorerst vor allem durch die Umweltschutzorganisation Greenpeace - ähnlicher Widerstand wie schon gegen TTIP und CETA.

Greenpeace Niederlande hatte bisher geheime Unterlagen zu den Verhandlungen zwischen Japan und der EU veröffentlicht. Greenpeace moniert, dass in der EU nicht aus CETA und TTIP gelernt worden sei.

Eingriff in nationales Recht

„Es ist keine Paralleljustiz für Konzerne notwendig“, bekräftigte Joachim Thaler von Greenpeace Österreich gestern im Ö1-„Mittagsjournal“. Durch die reguläre Gerichtsbarkeit seien Konzerne ausreichend vor Enteignungen geschützt. Auch bei CETA, dem EU-Kanada-Freihandelsabkommen, dem die nationalen Parlamente für eine volle Umsetzung noch zustimmen müssen, hätten die Fortschritte rund um Sonderklagsrechte besser ausfallen können, kritisierte Thaler.

Die Gefahr bei Freihandelsabkommen der neuen Generation sei grundsätzlich, dass Standards aufs niedrigere Niveaus abgesenkt werden könnten. Handel sei wichtig, aber es werde bei den neuen Abkommen tief in nationalstaatliche Rechte eingegriffen. „Das ist das Problem das wir damit haben, nicht mit dem Handel an sich.“

EU-Kommission weist Kritik zurück

Die EU-Kommission wies die Kritik an den Freihandelsverhandlungen mit Japan zurück. „EU-Standards in Bereichen wie Umwelt- und Verbraucherschutz stehen ebensowenig zur Disposition wie das sogenannte Vorsorgeprinzip“, so ein Sprecher. „Wir streben ein Abkommen an, das die Globalisierungsprozesse in Einklang mit den europäischen Werten gestaltet, und das die Bürger schützt, stärkt und verteidigt.“

Chronik

Doppeldeckerbus bleibt unter Pariser Brücke stecken

In der französischen Hauptstadt ist gestern ein Unfall glimpflich verlaufen: Ein oben offener Doppeldeckerbus fuhr unter der zentralen Pont Alexandre III in Paris durch und stieß dabei dagegen. Vier Menschen wurden verletzt, wie mehrere Medien berichteten. Der obere Teil des Busses wurde von der Brücke zusammengequetscht, nach wenigen Metern blieb der Bus stehen.

Der Bus wird betrieben vom Tourismusunternehmen Big Bus Tours. Der Unfall passierte während einer Großveranstaltung, die für die Olympiakandidatur von Paris 2024 die Werbetrommel rühren sollte. Auch die Brücke Alexandre III war Schauplatz von entsprechenden Events.

Bus steckt unter Brücke fest

APA/AFP/Geoffroy Van Der Hasselt

Laut Polizei fuhr der Bus nicht seine übliche Route. Wegen der Veranstaltung sei er umgeleitet worden. Es gebe aber Warnschilder an der Brücke, die zeigten, welche Fahrzeuge die Unterführung benutzen dürfen, hieß es. Der Fahrer habe diese ignoriert.

London: Widerstand gegen Hochhausräumungen

Mehr als eine Woche nach dem Brand eines Hochhauses in London, bei dem mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen sind, wurden weitere Hochhäuser evakuiert. Über 650 Wohnungen waren von der Räumung wegen erhöhter Brandgefahr betroffen, doch 83 Menschen wehrten sich gegen die Unterbringung in Ausweichquartieren.

Viele Bewohner reagierten verärgert auf die kurzfristig angekündigte Evakuierung. Gestern gab die Regierung bekannt, dass weitere Hochhäuser von Sicherheitsmängeln betroffen sein könnten.

Mehr dazu in Verunsicherung und Ärger bei Anrainern

Mehr als 120 Tote bei Brand von Tank-Lkw in Pakistan

Beim Brand eines Tanklastwagens sind in Pakistan mindestens 123 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere wurden nach Behördenangaben heute bei dem Unglück nahe der Stadt Ahmedpur East im Zentrum des Landes verletzt. Nach Angaben eines Verwaltungssprechers handelte es sich bei den Opfern um Menschen, die ausgelaufenen Treibstoff abfüllen wollten, nachdem der Tanklaster bei einem Unfall umgestürzt war.

Die Armee kündigte die Entsendung von Hubschraubern an, um die Verletzten in Krankenhäuser zu bringen. Sämtliche Kliniken der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die Ursache für den Unfall und das anschließende Feuer war zunächst unklar.

Tote bei Grubenunglück in Kolumbien

Bei einem Grubenunglück in Kolumbien sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Ein Mensch wurde verletzt, und fünf weitere galten als vermisst, wie die Rettungsdienste gestern mitteilten. Das Unglück ereignete sich in der Gemeinde Cucunuba, etwa 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bogota.

Nach Angaben der Nationalen Bergbaubehörde (ANM) wurde das Unglück in der „illegalen Kohlegrube“ tags zuvor durch eine Methangasexplosion verursacht. An den Rettungsarbeiten waren 35 Bergleute und sieben Ingenieure beteiligt. Präsident Juan Manuel Santos übermittelte über den Kurznachrichtendienst Twitter seine „Solidarität mit den Opfern“.

Die Zahl illegaler Minen hat in Kolumbien in den vergangenen Jahren zugenommen. Laut ANM gab es in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 28 Zechenunglücke, drei Fünftel davon in Kohlegruben. Dabei starben 23 Menschen, 33 weitere wurden verletzt. 2016 wurden 114 Unglücke mit 124 Toten registriert.

Kultur

Wim Wenders bei Debüt als Opernregisseur gefeiert

Fachwechsel mit 71 Jahren: Für sein Debüt als Opernregisseur ist Wim Wenders gestern in Berlin lautstark gefeiert worden. Zum Abschluss seiner Inszenierung von Georges Bizets Oper „Die Perlenfischer“ erhielt der Filmemacher („Paris, Texas“) viel Beifall in der Staatsoper im Schiller Theater. Wenders zeigte sich auf der Bühne zusammen mit Dirigent Daniel Barenboim (74), der den Regisseur an die Staatsoper eingeladen hatte.

Wenders hatte sich das 1863 uraufgeführte und selten gespielte Werk ausgesucht, nachdem er in jungen Jahren in einem Cafe in San Francisco eine Arie aus der Oper aus einer Jukebox gehört hatte.

Besonders gefeiert wurde die russische Sopranistin Olga Peretyatko-Mariotti in der Partie der männerbetörenden Leila, um die Nazir (Francesco Demuro) und Zurga (Gyula Orendt) streiten.

IT

Onlinepartnerbörse Parship macht Kunden Ausstieg schwer

Der Abschluss einer Partnervermittlung ist meist mit wenigen Klicks erledigt. Los wird man so ein Singlebörsenabo aber nicht mehr ganz so leicht. Vor allem Parship-Nutzer berichten von Problemen beim Ausstieg aus dem Vertrag. Verbraucherschützer kennen die Beschwerden und gehen gegen nachteilige Klauseln bei der Vertragsverlängerung und zu hohe Geldforderungen bei Vertragsrücktritt vor.

Mehr dazu in help.ORF.at

Gesundheit

Panorama

Hündin Martha ist „hässlichster Hund der Welt“

Lange Hautlappen hängen von Marthas Kopf, ihre Augen sind blutunterlaufen, ihr Fell grau - dafür ist die Hündin nun zum „hässlichsten Hund der Welt“ gewählt worden. Das drei Jahre alte Tier gewann den Wettbewerb World’s Ugliest Dog im kalifornischen Petaluma.

Der "Hässlichste Hund der Welt"

APA/AFP/Josh Edelson

Hunderasse bekannt aus „Harry Potter“

Martha ist ein Mastino Napoletano - eine italienische Hunderasse, bekannt als Hund von Wildhüter Hagrid in den „Harry Potter“-Filmen. Sie ist eine Rettungshündin und Teil einer Hundestaffel in Sebastopol im US-Bundesstaat Kalifornien. Dorthin gehen nun 1.500 Dollar (rund 1.300 Euro) Preisgeld und eine 1,60 Meter hohe Trophäe.

14 Tiere hatten an der diesjährigen Auflage des seit den 1970er-Jahren laufenden Wettbewerbs teilgenommen. Im vergangenen Jahr hatte „Sweepee Rambo“ gewonnen, ein blinder Chihuahua. Davor ging unter anderem „Quasi Modo“, ein Pitbull-Schäferhund-Mix mit Buckel, als Sieger von der Bühne.

Liebenswert durch „Geist und Imperfektionen“

Den Veranstaltern zufolge soll der Wettbewerb „den Geist und die Imperfektionen“ der Tiere feiern, schließlich machten diese die Hunde liebenswert. Viele hätten „ein Gesicht, wie es nur eine Mutter lieben könnte“, heißt es auf der Website - aber der Wettbewerb sei offen für alle Hunde, die im Inneren schöner als von außen seien.