Ausland

Russland schickt weiteres Kriegsschiff vor syrische Küste

Im Syrien-Konflikt schickt Russland ein weiteres Kriegsschiff vom Schwarzen Meer in die Unruheregion. Der mit Marschflugkörpern vom Typ „Kalibr“ ausgerüstete Raketenkreuzer „Seljony Dol“ werde vor der Küste des Bürgerkriegslands vor Anker gehen, meldete die Agentur Ria Nowosti heute. „Die Teilnahme an Kampfhandlungen ist nicht ausgeschlossen“, sagte ein Militärsprecher.

Auch Rebellen im Visier

Russland fliegt zur Unterstützung des Regimes in Damaskus seit Ende September Luftangriffe in Syrien und feuerte auch Marschflugkörper auf Ziele in dem Land ab. Der Westen wirft Moskau vor, auch Zivilisten und gemäßigte Regimegegner zu treffen.

Russlands Luftwaffenchef Viktor Bondarew lobte die Luftangriffe. Von den russischen Bombardements profitiere nicht nur die syrische Armee, sondern auch die westliche Militärkoalition in ihrem Kampf gegen Terrororganisationen im Irak, meinte der General.

Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow sagte zu den laufenden Gesprächen über eine mögliche Feuerpause in Syrien, er halte eine solche Waffenruhe für gut denkbar. Voraussetzung sei eine Einigung der syrischen Armee mit der „bewaffneten Opposition“. „Wir handeln allein auf Bitten von Präsident Baschar al-Assad“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates.

Medwedew: „Kein weiteres Libyen“

Der russische Regierungschef Dimitri Medwedew beteuerte am selben Tag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, Russland werde weiter an der Umsetzung der Friedensinitiative für das Bürgerkriegsland Syrien arbeiten. „Wir müssen einen einheitlichen syrischen Staat erhalten.“ Der Zerfall des Landes dürfe nicht zugelassen werden. Die Welt könne sich „kein weiteres Libyen“ leisten.

Medwedew forderte einen entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) müsse „ohne Zwischentöne“ bekämpft werden. Der IS folge einem „Tierinstinkt“, um zu zerstören und zu töten. „Der Terrorismus ist ein zivilisatorisches Problem. Entweder wir oder sie. Das müssen alle verstehen, ohne Detail und Halbtöne, ohne Aufteilung in Freunde, Radikale und angeblich Gemäßigte.“

Frankreich lehnt Aufnahme weiterer Flüchtlinge strikt ab

Frankreich hat kurz vor einem wegweisenden EU-Gipfel die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ausgeschlossen und damit einer Forderung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel eine Absage erteilt. „Frankreich hat sich engagiert, 30.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Dazu sind wir bereit, aber nicht zu mehr“, sagte Premierminister Manuel Valls heute nach Angaben seinen Büros am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

Für den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel bergen die klaren Äußerungen von Valls politischen Sprengstoff. Denn Merkel will erreichen, dass zumindest mittelfristig ein Teil der in der Türkei ankommenden Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien auf EU-Staaten verteilt wird. Dafür soll die Türkei, die derzeit die meisten Flüchtlinge beherbergt, die unkontrollierte Weiterreise von Migranten in Richtung EU durch bessere Grenzkontrollen unterbinden.

Gegen Umverteilung

Valls stellte zudem klar, seine Regierung sei gegen ein dauerhaftes System zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas. „Jetzt ist es an der Zeit, das umzusetzen, was wir ausgehandelt haben“, sagte der Premierminister. Dies seien unter anderem die Kontrolle der Außengrenzen der EU und der Aufbau von Registrierungszentren für Flüchtlinge in Griechenland und Italien.

Tausende Ungarn protestieren gegen Orbans Schulreform

In Ungarn sind heute Tausende Menschen gegen die Schulreform von Ministerpräsident Viktor Orban auf die Straße gegangen. Kritiker werfen dem rechtsgerichteten Politiker vor, er wolle mit den Neuerungen im Bildungssystem seine Kontrolle über staatliche Einrichtungen ausweiten.

Eingriff in Autonomie

„Wir lassen das nicht zu“, skandierten Lehrer und Eltern, die sich im Regen vor dem Budapester Parlamentsgebäude versammelten. Bereits vor drei Jahren hatte Orban örtlichen Schulämtern Kompetenzen entzogen und auf eine zentrale Behörde übertragen. Seitdem traten neue Lehrpläne in Kraft, und die Unterrichtsstunden der Lehrer nahmen zu. Zur Pflicht wurden auch Schulbücher, die Gegner der Reform als fehlerhaft kritisieren.

Tausende Menschen versammelten sich im Regen vor dem Budapester Parlamentsgebäude.
(iptv.ORF.at)

Bei der Kundgebung forderten Lehrer eine Verringerung ihres Unterrichtspensums und die freie Wahl von Schulbüchern. Der Demonstration schlossen sich auch andere gewerkschaftlich organisierte Berufsgruppen an, darunter Bergarbeiter und Beamte.

Der Protest hatte vor einer Woche in der Stadt Miskolc begonnen, als dort Lehrer eine Petition zur Wiederherstellung der Schulautonomie initiierten. Orban entließ daraufhin den Bildungsstaatssekretär und nahm Verhandlungen mit den Pädagogen auf. Zuvor hatte Orban bereits umstrittene Reformen staatlicher Medien und anderer öffentlicher Institutionen durchgesetzt.

Erneut Proteste gegen geplante Pensionsreform in Athen

In Athen haben heute erneut Tausende Menschen gegen die von der Regierung geplante Pensionsreform demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 12.000 Demonstranten auf dem Syntagma-Platz in der griechischen Hauptstadt. Bei der Mehrzahl von ihnen handle es sich um Mitglieder der Gewerkschaftsfront der Kommunistischen Partei (PAME).

Sie bekundeten ihre Unterstützung für die Landwirte, die gestern aus allen Landesteilen zu einer Protestkundgebung nach Athen gekommen waren. Dabei hatten sich diese teils Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

Sozialversicherung verdoppelt

Griechenland muss auf Druck seiner internationalen Gläubiger die staatlichen Pensionsausgaben um 1,8 Mrd. Euro reduzieren. Um das zu erreichen, sieht ein Gesetzesentwurf der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras eine Beschneidung der bisherigen Höchstrenten sowie einheitliche Pensionsbeiträge von 20 Prozent vor.

Die Landwirte erzürnt vor allem eine dabei vorgesehene Erhöhung ihrer Beiträge zur Sozialversicherung. Außerdem soll ihre Einkommensteuer bis 2017 verdoppelt werden, Vorteile wie vergünstigte Treibstoffe sollen gestrichen werden.

Medwedew sieht „neuen Kalten Krieg“ mit Europa

Der russische Regierungschef Dimitri Medwedew hat die Beziehungen zwischen Moskau und Westeuropa als „neuen Kalten Krieg“ bezeichnet. „Wir sind in eine neue Periode des Kalten Kriegs hineingeraten“, sagte Medwedew heute bei der Münchner Sicherheitskonferenz. „Die Beziehungen zwischen Europäischer Union und Russland sind verdorben, in der Ukraine tobt ein Bürgerkrieg.“

Praktisch täglich „zur größten Bedrohung erklärt“

„Praktisch jeden Tag werden wir zu der größten Bedrohung erklärt, mal für die NATO insgesamt, mal für Europa, mal für die USA“, sagte Medwedew. Die Welt brauche „die Zusammenarbeit und nicht die Konfrontation“. Er sei zuversichtlich, dass die Welt heute „weiser, erfahrener und verantwortungsbewusster“ sei als in den 60er Jahren, als ein Atomkrieg drohte.

Dimitri Medwedew, russischer Regierungschef

Reuters/Michael Dalder

NATO kritisiert atomares Säbelrasseln Russlands

Unterdessen kritisierte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Drohgebärden Russlands mit seinen Atomwaffen scharf. Russland hatte im Ukraine-Konflikt mehrfach mit seinem Atomarsenal gedroht. „Unsere Abschreckung hat ebenfalls eine atomare Komponente“, sagte Stoltenberg bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

„Russlands Rhetorik, Auftreten und die Manöver seiner Atomwaffentruppe zielen darauf, die Nachbarstaaten einzuschüchtern und das Vertrauen und die Stabilität in Europa zu untergraben“, so Stoltenberg. Die NATO dagegen reduziere die Zahl ihrer Atomwaffen und halte sie zur Abschreckung bereit und nicht, um jemanden zu nötigen oder einzuschüchtern.

Inland

Faymann will Entsendungen auf Arbeitsmarkt begrenzen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) präzisiert seine Vorstellungen zur Verschärfung der Entsenderichtlinie. Um die Zahl der von ausländischen Firmen nach Österreich entsendeten Arbeitnehmer zu reduzieren, will er eine Maximaldauer für deren Tätigkeit festsetzen, sagte er zur Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

Gleicher Lohn wie für inländische Arbeiter

Außerdem will Faymann zwingend die österreichische Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung heranziehen, damit es künftig für Arbeitgeber nicht günstiger ist, ausländische Arbeitnehmer anzustellen. Bereits bekannt ist, dass Faymann für „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ eintritt, also dafür, dass etwa ungarische Arbeitnehmer zu gleichen - und nicht günstigeren - Konditionen beschäftigt werden wie Österreicher.

Khol gegen Beschränkung der Freizügigkeit

Gegen eine Beschränkung der Personenfreizügigkeit in der EU zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sprach sich im Ö1-„Journal zu Gast“ ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol aus. Es habe sieben Jahre Übergangsfrist gegeben, die Erfahrungen mit mittel- und osteuropäischen Arbeitern seien gut. „Ich sehe nicht, dass man hier zudrehen sollte“, sagte Khol.

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Niessl für Aus

Der Chef der Wiener Arbeiterkammer (AK), Werner Muhm, hatte mit seiner Forderung nach einem Ende der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Irritationen gesorgt. Im burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) fand er einen Verbündeten.

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Sport

Fußball: ManUnited stolpert über Nachzügler

Manchester United hat in der 26. Runde der englischen Premier League einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die „Red Devils“ unterlagen heute Nachmittag Nachzügler Sunderland mit 1:2 und verpassten damit weiter Boden auf das Spitzenquartett gutzumachen.

Die Entscheidung fiel dabei erst acht Minuten vor Schluss. Tragische Figur wurde Uniteds Torhüter David de Gea.

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Ski alpin: Hirscher „erwischt“ es in Naeba-RTL

Marcel Hirscher hat sich heute beim RTL im japanischen Naeba mit Platz sechs begnügen müssen. Der Salzburger wurde vom Wind „verblasen“ und fiel im zweiten Durchgang zurück. „Heute hat es mich erwischt“, sagte Hirscher, der wegen der schlechten Bedingungen mit seiner Platzierung zufrieden war.

Der Sieg ging an Alexis Pinturault, der sich vor seinem französischen Landsmann Mathieu Faivre und dem Italiener Massimiliano Blardone durchsetzte.

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Ski alpin: Schnee verhindert Abfahrt der Damen

Für den Weltcup-Tross der Damen heißt es warten. Wegen zu viel Neuschnees musste die Abfahrt im Schweizer Crans-Montana auf morgen (10.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) verschoben werden. Ein halber Meter Neuschnee ließ Renndirektor Atle Skaardal keine andere Wahl.

Die für Sonntag ursprünglich angesetzte alpine Kombination wurde in der Folge ersatzlos gestrichen. Der Slalom mit dem Comeback von US-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin dagegen soll am Montag wie geplant in Szene gehen.

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Wirtschaft

Stornogebühren bei Maturareisen: VKI sucht Betroffene

Nach der Matura kommt die Party - das soll auch so sein. Was aber nicht sein soll: Die beiden großen Maturareiseveranstalter X-Jam und Splashline werben auch direkt in den Schulen – obwohl das Bildungsministerium diese Praxis per Erlass eindeutig untersagte.

Wer vorschnell unterschreibt und von der einwöchigen Partypauschalreise, die üblicherweise in die Türkei führt und jenseits von 1.000 Euro kostet, zurücktreten möchte, von dem werden hohe Stornogebühren verlangt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) sucht nun Betroffene.

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Turbulente Woche: Die vielen Sorgen der Börsianer

Ganz zu Ende der Börsenwoche ging es zumindest an den Aktienmärkten in Europa und den USA wieder leicht bergauf. Von einer tatsächlichen Entspannung wagt zurzeit aber kaum jemand zu sprechen.

Vielmehr gehen Beobachter davon aus, dass die Zeichen an den Börsen weltweit auch weiterhin auf Verkauf stehen werden. Dahinter steht eine um sich greifende Verunsicherung bei den Anlegern. Sie können derzeit gleich aus einer Vielzahl an Gründen, sich zu sorgen, auswählen.

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Chronik

Kaputte Skibindung: Mit Hubschrauber gerettet

Weil die Bindung seines Tourenskis kaputtgegangen ist, musste ein Tourengeher heute im Montafon (Vorarlberg) mit dem Hubschrauber gerettet werden. Auch die Bergrettung war ausgerückt, weil der Hubschrauber zuerst witterungsbedingt nicht starten konnte.

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Tourengruppe löste gewaltige Lawine aus

Eine achtköpfige Skitourengruppe aus Frankreich überstand heute im Gemeindegebiet von Schmirn (Tirol) den Abgang einer riesengroßen Lawine glimpflich. Bei erheblicher Lawinengefahr traten die Touristen beim Aufstieg zum Jochgrubenkopf ein Schneebrett los, das weitere Lawinen auslöste. Vier Personen wurden teilweise verschüttet, blieben aber unverletzt.

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Haftpflicht für Skifahrer gegen Fahrerflucht?

Wegen der Häufung von Fahrerfluchtunfällen auf Skipisten, schlägt ein Salzburger Anwalt vor, dass beim Kauf einer Liftkarte eine Haftpflichtversicherung für Skifahrer inkludiert sein soll. Liftbetreiber und Polizei sind aber skeptisch.

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Am Vormittag ist bei einer Kollision auf einer Piste auf der Schmittenhöhe bei Zell am See ein fünfjähriger Bub schwer verletzt worden. Der junge Einheimische war mit einer 19-Jährigen zusammengestoßen.

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Fünfjährige schwer verletzt - Fahrerflucht

In Vorarlberg wurde ein ebenfalls fünfjähriges Kind bei einer Kollision auf der Piste schwer verletzt. Der Mann, mit dem das Kind zusammengestoßen war, fuhr nach einem kurzen Gespräch mit der Mutter weiter.

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Schwerbewaffnete lösen Panik in Casino in Frankreich aus

Bei einem Überfall auf ein Spielcasino in Südfrankreich sind Hunderte Besucher mit dem Schrecken davongekommen. Mindestens drei schwer bewaffnete Männer lösten nach Angaben der Präfektur in Marseille in dem Casino eine Panik aus und verschwanden mit der Kassa. 15 Personen seien leicht verletzt worden.

Mit Kalaschnikows in die Luft geschossen

Bei dem Überfall in der Nacht auf heute gegen 2.00 Uhr breiteten sich unter den etwa 700 Besuchern des Casinos in Aix-en-Provence Angst und Schrecken auch vor einem Terroranschlag aus. „Die Männer haben mit Kalaschnikows in die Luft geschossen, Besucher haben sich unter Tischen versteckt“, sagte ein Besucher. Andere hätten sich auf den Boden geworfen. Einige Menschen hätten sich in dem dichten Gedränge verletzt.

Die Angreifer „waren in Weiß gekleidet und hatten dunkle Kapuzen auf“, schilderte der Zeuge. Sie hatten das Sicherheitssystem des Casinos deaktiviert. Als die Polizei wenige Minuten nach den Schüssen eintraf, war schon alles vorbei. Die Täter waren mit ihrer Beute spurlos verschwunden.

Bergungsarbeiten in Taiwan nach Beben eingestellt

Eine Woche nach dem schweren Erdbeben in Südtaiwan ist die Zahl der geborgenen Toten auf 116 gestiegen. Eine Frau werde noch vermisst, teilte der Bürgermeister der Stadt Tainan, Lai Ching Te, heute mit. Sie gehöre aber nicht zu den Bewohnern des 16-stöckigen Wohnhauses, das eine Woche zuvor bei dem Beben der Stärke 6,4 umgestürzt war.

Da man in den Trümmern keine weiteren Bewohner vermute, seien die Rettungsarbeiten eingestellt worden. Insgesamt waren rund 550 Menschen bei dem Beben verletzt worden. Die Einsatzkräfte hatten den zerstörten Wohnblock in den vergangenen Tagen nach und nach mit Baggern abgetragen und zuletzt noch die Untergeschoße durchsucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob Pfusch am Bau oder spätere Veränderungen der Grund dafür sind, dass das Gebäude dem Erdbeben nicht standhalten konnte. Drei Manager der Baufirma wurden festgenommen.

Die Erschütterungen hatten in Tainan insgesamt zehn Gebäude zum Einsturz gebracht. Rund 120 weitere seien schwer beschädigt worden und müssten gestützt oder abgerissen werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur CNA.

Science

Song Contest

Zoe als strahlende Siegerin

Zoe fährt für Österreich zum 61. Eurovision Song Contest nach Stockholm. Die junge Wienerin entschied das Finale von „Wer singt für Österreich?” mit „Loin d’ici” für sich.

Spannend blieb die Show bis zum Ende. Denn Zoe und Elly V boten sich ein Finale auf Augenhöhe, das letztlich für Zoes französischsprachigen Song und die außerordentlich farbenfrohe und psychedelische Inszenierung ausging.

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Der Vorentscheid in animierten GIFs

Cybergeigen und Pyrotechnik, Laufbänder, Hoverboards und Schattenspiele: Die österreichischen Kandidaten für den Song Contest haben sich in Sachen Performance heuer nicht lumpen lassen. ORF.at gibt einen Rückblick auf die schönsten Szenen von „Wer singt für Österreich“ in animierten GIFs. Hinweis: Aufgrund der hohen Anzahl von Bildern kann es zu erhöhtem Datenverbrauch kommen.

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Kultur

Architekt und Glasdesigner Borek Sipek gestorben

Der tschechische Glasdesigner und Architekt Borek Sipek ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK heute unter Berufung auf die Familie.

Seine meist farbenfrohen Skulpturen waren bei Prominenten wie Bob Dylan, Mick Jagger, Karl Lagerfeld und Bill Clinton beliebt. Von 1992 an war er unter dem damaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel 20 Jahre lang Chefarchitekt der Prager Burg, dem Sitz des Staatsoberhauptes. In dieser Zeit gestaltete er zahlreiche moderne Leuchter, Skulpturen und Möbelstücke für die repräsentativen Räumlichkeiten auf dem Hradschin.

Borek Sipek, 2015

AP/CTK/Michal Kamaryt

Nach dem Tod Vaclav Havels im Jahr 2011 übernahm Sipek die künstlerische Gestaltung von Erinnerungsorten an den Dramatiker und Bürgerrechtler in aller Welt. Die Vaclav-Havel-Bänke sollen unter einer Linde, dem Nationalbaum der Tschechen, zum Verbleiben und zum Gespräch einladen. Es gibt sie unter anderem in Washington, Dublin und Barcelona.

Sipek war 1968 aus der damaligen sozialistischen Tschechoslowakei emigriert und hatte lange Zeit in Deutschland und den Niederlanden gelebt. Nach der demokratischen Wende von 1989 kehrte er nach Prag zurück.

Medien: Rap-Star Dr. Dre dreht Serie für Apple

Apple dreht laut Medienberichten eine erste eigene TV-Serie mit Rapstar Dr. Dre (50), um seine Onlinedienste attraktiver zu machen. Der Sechsteiler mit dem Namen „Vital Signs“ („Lebenszeichen“) greife auch auf Episoden aus dem Leben von Dr. Dre zurück, schrieben unter anderem der „Hollywood Reporter“, die „New York Times“ („NYT“) und der Finanzdienst Bloomberg gestern Abend (Ortszeit).

Apple folge damit dem Beispiel von Streaminganbietern wie Netflix und Amazon, die massiv auf eigene Inhalte setzen, um sich voneinander abzuheben. So kündigte etwa Amazon Video vor wenigen Tagen die erste eigene Serie aus Deutschland an, bei der Matthias Schweighöfer (34) die Hauptrolle spielen und auch Regie führen wird.

In den Berichten blieb unklar, wann die Serie laufen könnte, es gab auch widersprüchliche Angaben dazu, auf welchem Wege Apple sie verbreiten wolle. Dem „Hollywood Reporter“ zufolge soll der Streamingdienst Apple Music als Plattform dienen, laut „NYT“ die Fernsehbox Apple TV.

Dr. Dre, der eigentlich Andre Young heißt, gehört zum Apple-Führungskreis, seit er den von ihm mitgegründeten Kopfhöreranbieter Beats 2014 für drei Milliarden Dollar an den iPhone-Konzern verkaufte.

Religion

Papst Franziskus von Mexikos Präsident empfangen

Papst Franziskus ist heute offiziell von Staatspräsident Enrique Pena Nieto in Mexiko begrüßt worden. Das Staatsoberhaupt empfing den Papst zu einer Willkommenszeremonie und einem Höflichkeitsbesuch im Nationalpalast der Hauptstadt. Es war die erste Einladung an einen Papst in diesem Rahmen. Zum Auftakt seiner mehrtägigen Mexiko-Reise warnte Franziskus vor Korruption, Rauschgifthandel und Gewalt.

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Medien

News-Gruppe braucht Geld der Eigentümer für Verluste

Die Verlagsgruppe News - Österreichs marktbeherrschender Magazinkonzern - braucht Geld von ihren Gesellschaftern, um Verluste abzudecken. Das bestätigte Horst Pirker - der den Verlag von „News“, „profil“, „Woman“, „TV-Media“, „trend“, „Gusto“ und „Autorevue“ seit 2014 führt und umstrukturiert - dem „Standard“ (Wochenend-Ausgabe).

Es sei „richtig, dass die Verlagsgruppe News - wie bekannt und veröffentlicht - in den letzten Jahren wie viele andere Medienunternehmen verlegerischer Herkunft negative Betriebsergebnisse hinnehmen musste“, sagte Pirker.

In den vielen erfolgreichen Jahren hätten die Gesellschafter „die Gewinne - mit Recht - immer zur Gänze entnommen“. Also müssten sie jetzt zur Abdeckung der negativen Betriebsergebnisse der letzten Jahre Mittel zuführen. Das sei immer allen Beteiligten klar gewesen und „dazu sind sie auch bereit“, so Pirker.

Angeblich bis zu neun Mio. Euro

Wie hoch der Verlust 2015 ausfiel, verriet Pirker nicht - laut „Standard“ sind es acht bis neun Millionen Euro Minus. Die Bilanz 2015 sei noch nicht abgeschlossen, ihre Testierung stehe aber außer Zweifel, so der Verlagschef. 2014 sank der Umsatz laut Bilanz von 99 auf 89 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug minus 4,6 Millionen Euro, der Jahresverlust 5,4 Millionen.

Die News-Gruppe gehört zu 56 Prozent der Hamburger Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr. 18,7 Prozent hält die News-Gründerfamilie Fellner, die nun die Mediengruppe um Österreich betreibt. Gruner und Fellner besitzen über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft 74,7 Prozent an der Verlagsgruppe. 25,3 Prozent hält der „Kurier“, eine Tochter von Raiffeisen und deutscher Funke Mediengruppe.

Leute

Rihanna stellt erste Modekollektion in New York vor

R&B-Sängerin Rihanna (27) hat unterstützt von Topmodels wie Lexi Boling, Gigi Hadid und Imaan Hammam in New York ihre erste eigene Modekollektion vorgestellt. Die in weiß und schwarz gehaltene „Fenty“-Reihe für den Sportartikelhersteller Puma erinnert an Streetwear der 1990er Jahre.

Rihanna

APA/AP/Invision/Andy Kropa

Rihanna selbst erschien zur Schau gestern Abend (Ortszeit) im übergroßen Kapuzenpullover und Stiletto-Stiefeln. Auch der Turnschuh „Creeper“, den Rihanna vergangenes Jahr für das deutsche Unternehmen entworfen hatte, war auf dem Laufsteg zu sehen. Im Publikum saßen unter anderem Topmodel Naomi Campbell, Comedian Chris Rock und Rapper Wale.

Bill Cosby will Strafprozess wegen Missbrauchs abwenden

US-Komiker Bill Cosby will mit aller Macht einen Strafprozess wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs vermeiden. Seine Anwälte legten gestern (Ortszeit) Berufung gegen die Entscheidung eines Richters im Bundesstaat Pennsylvania ein, der grünes Licht für einen Strafprozess gegeben hatte.

Es ist derzeit der einzige Strafprozess, der dem von mehr als 50 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Schauspieler droht. Die Mehrzahl der Fälle sind verjährt, einige wenige werden vor Zivilgerichten verhandelt.

Nur in Pennsylvania droht dem 78-Jährigen ein Strafverfahren. Richter Steven O’Neill hatte Anfang des Monats entschieden, dass die Klage wegen eines Falls aus dem Jahr 2004 weiterverfolgt wird. Bei einer Verurteilung drohen dem einstigen TV-Star bis zu zehn Jahre Haft und 25.000 Dollar Geldstrafe.

Beschuldigt in mehr als 50 Fällen

In dem Fall legt die Staatsanwaltschaft Cosby „schwere sexuelle Nötigung“ zur Last. Der Schauspieler soll die Universitätsmitarbeiterin Andrea C. unter Drogen gesetzt und missbraucht haben. Die Straftat soll sich 2004 im Haus des Schauspielers in Cheltenham bei Philadelphia geschehen sein. C. habe Cosby damals als „Mentor und Freund“ vertraut, argumentierten die Ankläger.

Insgesamt beschuldigen inzwischen mehr als 50 Frauen den einstigen Star der „Cosby Show“, sie sexuell missbraucht zu haben. Zu Cosbys mutmaßlichen Opfern gehören Models, Kellnerinnen und Mitarbeiterinnen aus dem Showgeschäft. Die Fälle reichen bis in die 1960er Jahre zurück, die meisten sind daher bereits verjährt. Cosby bestreitet alle Vorwürfe vehement.