Ausland

Fiorina steigt aus US-Präsidentschaftswahlkampf aus

Carly Fiorina steigt aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner aus. Das gab die 61-Jährige heute in einer Stellungnahme bekannt. „Ich werde weiterhin durch dieses Land reisen und für die Amerikaner kämpfen, die sich nicht damit abfinden, wie die Dinge gerade sind“, hieß es darin.

Fiorina zog damit die Konsequenz aus ihrem schlechten Ergebnis bei der Vorwahl gestern in New Hampshire. Sie holte vier Prozent der Wählerstimmen und landete damit auf dem siebenten Platz. Die Ex-Chefin von Hewlett-Packard war die einzige Frau im Bewerberfeld der Republikaner.

Bei der zweiten TV-Debatte in diesem Wahlkampf hatte sie überzeugen können, ansonsten aber nicht mehr viel von sich Reden gemacht.

Damit sind bei den Konservativen noch sieben Männer im Rennen: Jeb Bush, Ben Carson, Ted Cruz, Marco Rubio, John Kasich, Chris Christie und Donald Trump. Auf den Wahlzetteln steht weiter Jim Gilmore, er ist irrelevant. Auch über Christie gab es Gerüchte, dass er den Wahlkampf beenden will. Die Republikaner waren in den Kampf für die Nachfolge Barack Obamas mit einem Rekordfeld von 17 Bewerbern gestartet.

50.000 Menschen bei Kämpfen um Aleppo vertrieben

Die jüngsten Kämpfe in der syrischen Region Aleppo haben nach Schätzungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) rund 50.000 Menschen in die Flucht getrieben.

Außerdem seien Versorgungsrouten unterbrochen, teilte das IKRK heute Abend in Genf mit. Das Rote Kreuz versuche, medizinische Hilfe, Wasser und Essen zu den Menschen zu bringen. 

Russland intensivierte Angriffe

Die Kämpfe würden den Menschen stark zusetzen, zudem seien die Temperaturen extrem niedrig. „Die Vertriebenen versuchen, ohne Schutz, Wasser und Nahrung unter sehr gefährlichen Bedingungen zu überleben“, hieß es vom IKRK.

In den vergangenen Tagen sei es gelungen, Essen für rund 10.000 Familien in der umkämpften Region zu verteilen. In der Großstadt Aleppo selbst seien die Menschen auf die 100 vom IKRK eingerichteten Wasserstellen angewiesen.

Russland hatte mit Luftangriffen auf die Opposition in der Region Aleppo die Kämpfe wieder intensiviert. Im fünfjährigen Bürgerkrieg in Syrien sind bisher 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Bei der Offensive der syrischen Armee in der Provinz Aleppo wurden nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 500 Menschen getötet.

Neue Gespräche in München

Im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz kommen morgen in der bayrischen Landeshauptstadt Vertreter der Syrien-Kontaktgruppe zu neuen Gesprächen über eine Beendigung des Bürgerkriegs zusammen. Unter anderen werden US-Außenminister John Kerry, seine Kollegen aus Russland und Deutschland, Sergej Lawrow und Frank-Walter Steinmeier, sowie der Syrien-Sonderbeauftragte der UNO, Staffan de Mistura, erwartet.

Die Friedensgespräche in Genf wurden zuletzt ohne Ergebnis vertagt. Die Fronten zwischen der syrischen Staatsführung, die insbesondere von Russland und dem Iran unterstützt wird, und ihren Gegnern sind verhärtet. Der Kontaktgruppe gehören 17 Staaten sowie die UNO, die Arabische Liga und die EU an.

EU: Grenzkontrollen kosten bis zu 18 Mrd. Euro pro Jahr

Eine flächendeckende Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum könnte nach Berechnungen der EU-Kommission pro Jahr bis zu 18 Milliarden Euro verschlingen. Schätzungen zufolge würde die langfristige und systematische Einführung von Kontrollen zwischen fünf und 18 Milliarden Euro allein an direkten Kosten verursachen, warnte die Brüsseler Behörde heute.

„Sollte der in Gang gesetzte Prozess die wirtschaftliche Integration inklusive des ordnungsgemäßen Funktionierens der Wirtschafts- und Währungsunion gefährden, könnten die indirekten Kosten mittelfristig dramatisch höher sein als die direkten Kosten“, so die EU-Kommission in einem 22-seitigen Papier an das EU-Parlament und den EU-Rat.

Auswirkungen weit über Transportsektor hinaus spürbar

Das wahrscheinlichste Szenario seien Extrakosten in Höhe von 7,1 Milliarden Euro. Davon resultierten 3,4 Milliarden Euro aus zusätzlichen Wartezeiten von einer Stunde für Lkws sowie 2,6 Milliarden Euro aus längeren Fahrtzeiten und Staus für Pkw-Fahrer. Auf die Mitgliedsländer kämen in diesem Szenario zudem 1,1 Milliarden Euro an Kosten wegen der Einführung der Kontrollen hinzu.

Nach den Annahmen der EU-Kommission sind die Auswirkungen weit über den Transportsektor hinaus spürbar, da auch Umfang und Kosten für den Warenhandel sowie die Leistungsfähigkeit der europäischen Logistikbranche betroffen seien. Auch der Arbeitsmarkt werde in Mitleidenschaft gezogen, da im Schengen-Raum ein Prozent der Beschäftigten in einem Nachbarland einen Job hätten und künftig Grenzkontrollen über sich ergehen lassen müssten.

Auf die Tourismusbranche kämen Simulationen zufolge im Falle einer möglichen Zersplitterung der Visaregeln Einbußen zwischen zehn und 20 Milliarden Euro zu.

Zustimmung der Briten zu EU-Austritt steigt

Immer mehr Briten sind einer Umfrage zufolge für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union, den „Brexit“. Wie das Institut ICM heute mitteilte, kommen die Befürworter des Schrittes inzwischen auf 42 Prozent, während das proeuropäische Lager 41 Prozent erreicht. Unter Herausrechnung der Unentschiedenen ergibt sich demnach ein Verhältnis von 50 zu 50.

Cameron für Verbleib in EU

In der vergangenen Woche führten die EU-Befürworter noch mit 52 Prozent. Bei der jüngsten YouGov-Umfrage für die konservative „Times“ führten die Europaskeptiker mit 45 zu 36 Prozent.

Premierminister David Cameron ist nach eigenem Bekunden für einen Verbleib des Königreiches in der EU, verlangt aber von den 27 anderen Staaten Reformen der Union. So will die Regierung in London Sozialleistungen für EU-Bürger einschränken.

Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn erklärten heute gemeinsam, die geplanten Einschränkungen seien nach wie vor das Hauptproblem bei den britischen Forderungen. Sie dürften nur vorübergehend sein und die Dauer von vier Jahren keinesfalls übersteigen.

Tusk für Vermeidung von „Brexit“

EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte indes alle seine Verpflichtungen für die kommenden Tage ab, um mit Gesprächspartnern wie der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande Strategien zur Vermeidung eines Austritts Großbritanniens aus der EU zu erörtern.

Tusk sagte heute vor dem Europäischen Parlament, er hoffe, dass es beim Europäischen Rat am 18. und 19. Februar in Brüssel Konsens über seinen Kompromissvorschlag geben werde. Es handle sich aber um einen „sehr fragilen politischen Prozess“, sagte Tusk.

Emirate ernennen Ministerinnen für Glück und Toleranz

In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es künftig Ministerinnen für Glück und Toleranz. Regierungschef Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, der zugleich Herrscher des Emirats Dubai ist, verkündete heute über den Kurzbotschaftendienst Twitter eine großangelegte Regierungsumbildung mit insgesamt acht neuen Posten.

„Glück ist nicht nur ein Wunsch in unserem Land“, sagte er. Es werde „Projekte und Programme“ für soziales Wohlbefinden und Zufriedenheit geben.

Neue Glücksministerin des Landes wird den Angaben zufolge Ohud al-Rumi. Geschaffen wurde auch ein Ministerposten für Toleranz - diesen übernahm die frühere Ministerin für internationale Kooperation und Entwicklung, Lubna al-Kassimi.

22 Jahre alte Jugendministerin

Das Ministeramt für Toleranz sei geschaffen worden, um diese als „fundamentalen Wert in der Gesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate“ zu verankern, sagte Scheich Mohammed.

Gerade einmal 22 Jahre alt ist die neue Jugendministerin Schamma al-Masrui. Das Kabinett in den Emiraten besteht nun aus 29 Ministern und Ministerinnen. Viele der Schlüsselposten der Regierung verbleiben in den Händen der herrschenden Familien.

Über 60 Tote bei Anschlägen auf Flüchtlingslager in Nigeria

Im Norden Nigerias sind bei zwei Selbstmordanschlägen auf ein Flüchtlingslager offiziellen Angaben zufolge mehr als 60 Menschen getötet worden. Ein Vertreter des Militärs teilte heute mit, die Bombenattentate in der Nähe von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, seien bereits gestern verübt worden.

Weil die Telefonverbindung unterbrochen gewesen sei, habe man erst einen Tag später von dem Vorfall erfahren. In dem rund 85 Kilometer von Maiduguri entfernten Lager haben den Angaben zufolge zahlreiche Menschen Zuflucht vor der Gewalt der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram gefunden. Ob diese hinter den beiden Bombenanschlägen steckt, war nicht klar.

Anschläge auch in Kamerun

Im Norden Kameruns wurden bei zwei Selbstmordanschlägen von Boko Haram laut Militärangaben elf Menschen getötet.

Bei den Attentaten in Nguetchewe nahe der nigerianischen Grenze wurden auch rund 20 Menschen verletzt, wie ein Militärangehöriger sagte. Die zwei Attentäterinnen hätten sich bei einer Totenwache als Angehörige ausgegeben und unter die Trauernden gemischt, bevor sie ihre Sprengsätze zündeten.

Inland

FPÖ-Aschermittwoch im Zeichen der Flüchtlingspolitik

Der 25. Politische Aschermittwoch der FPÖ in Ried in Oberösterreich ist im Zeichen der Bundespräsidentschaftswahl und der Fremdenpolitik gestanden.

In seiner Rede widmete FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache viel Zeit den Flüchtlingen. „Der Halbmond ist wunderschön, wenn er am Himmel steht oder wenn er als Vanillekipferl daherkommt. Ab als Symbol für Österreich brauche ich ihn wirklich nicht“, so Strache. Sein Vorbild sei vielmehr der „ungarische Schützer der Staatsgrenzen, Viktor Orban“.

Rundumschlag gegen Regierung

Auch einen verbalen Rundumschlag gegen die Regierung („rücktrittsreif“) gab es. SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann schickte er wegen dessen verfehlter „Willkommenskultur“ umgehend „in die politische Pension“. Neo-Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) sei nicht mehr als ein „Tausendsassa des Versagens“.

Gegen die ÖVP teilte Strache ebenfalls aus: Außenminister Sebastian Kurz ist für ihn eine „minderjährige Plaudertasche“. Der Arbeitseifer von Innenministerin Johanna-Mikl Leitner, ständig Obergrenzen zu aktualisieren, von jährlich auf täglich zu stündlich, reduziere sich auf „Placebo-Forderungen“. Und zu Finanzminister Hans-Jörg Schelling hätte man früher noch sagen können: „Besser Schilling als Schelling.“

Strache rechnet mit Neuwahl im Herbst

Anwesend war bei der Rede vor 2.000 Anhängern auch Norbert Hofer, FPÖ-Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl. Hofer versprach, „ein Schutzherr für die Österreicher und Österreicherinnen werden zu wollen, die es ohnehin im Land schon schwer genug haben“. Strache verteidigte zudem die Weigerung Hofers, ein Fairnessabkommen für den Wahlkampf zu unterzeichnen, es sei in Wahrheit ein „Mundtot-Abkommen“.

Was die Präsidentschaftswahl angeht, so rechnet Strache wie schon zuvor Hofer damit, dass bei einer Abfuhr für die beiden Kandidaten von ÖVP und SPÖ, Andreas Kohl und Rudolf Hundsdorfer, beide Parteien „die Nerven verlieren“ und im Herbst eine Neuwahl anstehe. Die „unabhängige“ Kandidatur von Alexander van der Bellen, der zehn Jahre den Grünen vorstand, bezeichnete er hingegen als „Verhöhnung“.

Erstmals als Landeshauptmann-Stellvertreter von Oberösterreich sprach noch vor Strache Manfred Haimbuchner. Er bekannte sich zur Reduzierung der Mindestsicherung für anerkannte Asylwerber sowie zur Deutschpflicht in Schulpausen. „Der politische Rechtsruck in Europa ist die Lösung“, so Haimbuchner.

„Graue Eminenz“ und Chefcontroller im Hypo-Ausschuss

Sehr unterschiedlich sind heute die beiden Befragungen im Hypo-U-Ausschuss ausgefallen. Erster, prominenter Zeuge war GraWe-Chef und Ex-Hypo-Aufsichtsrat Othmar Ederer, in dem mancher Abgeordnete die „graue Eminenz“ der Hypo sah. Ederer wies eine solch bedeutende Rolle seiner Person zurück - er antwortete sachlich und ausführlich, ließ sich aber nicht aus der Reserve locken.

Zugeknöpft hingegen gab sich der zweite Zeuge, Ex-Rechnungswesen-Chef Stephan Holzer. Seine vielen Erinnerungslücken brachten die Abgeordneten mitunter auf die Palme.

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PISA-Auswertung: „Sitzenbleiben“ Gift für Bildungschancen

In einer Detailauswertung zu ihrer PISA-Bildungsstudie hat sich die OECD mit den allerschwächsten Schülerinnen und Schülern beschäftigt und kommt zum Schluss: „Sitzenbleiben“ bringt aus statistischer Sicht für das Aufholen bei Bildungsdefiziten gar nichts, im Gegenteil: Das Wiederholen einer Klasse macht laut OECD alles nur noch schlimmer.

Auch sonst hat es die Auswertung in sich: Elf Prozent weisen so gravierende Schwächen auf, dass sie sich als Erwachsene in der Gesellschaft nicht werden zurechtfinden können. Auch das Profil einer fiktiven Schülerin mit den schlechtestmöglichen Bildungschancen wurde erstellt.

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„Aula“-Anzeige: Mauthausen-Komitee kritisiert Justiz

Nach der Aufregung über die eingestellten Ermittlungen wegen NS-Wiederbetätigung gegen die Zeitschrift „Aula“ hat das Mauthausen-Komitee Österreich (MKÖ) heute wiederholte „Justizskandale“ und die Haltung vieler Richter und Staatsanwälte kritisiert. Das Justizministerium ließ das nicht gelten und verwies auf aktuelle Urteilszahlen zu NS-Wiederbetätigung und Verhetzung.

„Das NS-Verbotsgesetz ist ein Grundpfeiler unserer Rechtsordnung. Nicht wenige Richter und Staatsanwälte setzen es aber faktisch außer Kraft“, so der Vorwurf des MKÖ-Vorsitzenden Willi Mernyi in einer Aussendung. Neben dem nicht weiter verfolgten „Aula“-Artikel, in dem Überlebende Häftlinge des KZ Mauthausen als „Landplage“ und „Massenmörder“ bezeichnet worden waren, nannte er zudem zwei weitere Beispiele. „Diese Skandalliste ließe sich noch lange fortsetzen“, so Mernyi, der die Haltung von ÖVP-Ressortchef Wolfgang Brandstetter aber positiv hervorhob.

Das Ministerium ließ die Vorwürfe nicht auf sich sitzen. Es könne keine Schlussfolgerung von drei Einzelfällen auf die allgemeine Einstellung der Justiz gegenüber nationalsozialistischer Wiederbetätigung und Verhetzung geben, hieß es in einer der APA übermittelten schriftlichen Stellungnahme. Hingewiesen wurde auf 89 Anklagen und 55 (teilweise noch nicht rechtskräftige) Urteile nach dem Verbotsgesetz im Jahr 2015, davon lediglich sieben Freisprüche und fünf teilweise Freisprüche.

Sport

ÖFB-Cup: Salzburg setzt sich bei Sturm durch

Salzburg hat auf dem Weg zum dritten Cuptitel in Folge auch die Hürde Sturm Graz genommen. Die „Bullen“ setzten sich heute bei den Steirern knapp mit 1:0 durch und komplettierten damit das Semifinale.

Der Erfolg in Graz fiel nicht unglücklich aus. Beim Goldtor profitierte das Team von Neo-Coach Oscar Garcia von einem Tormannfehler. Sturm hatte Pech bei einem Lattenschuss sowie bei einer Chance in der Schlussminute und konnte damit den 16. Sieg in Serie von Salzburg in einem Cupspiel nicht verhindern.

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Skispringen: Kraft auf Rang zwei in Trondheim

Nach seinem Sieg in Zakopane Ende Jänner hat Stefan Kraft heute zum zweiten Mal in dieser Saison den Sprung auf das Podest geschafft. Der 22-jährige Salzburger belegte in Trondheim Rang zwei. „Es waren zwei super Sprünge von mir“, jubelte Kraft.

Der Sieg ging einmal mehr an Peter Prevc. Der Slowene behielt bei schwierigen Bedingungen die Nerven und gewann überlegen. Für den Sprung des Tages sorgte aber Noriaki Kasai. Der 43-Jährige kam mit Schanzenrekord im zweiten Durchgang noch auf das Podest.

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Fußball: Abruptes Ende für Trainer Stevens

Huub Stevens hat heute völlig überraschend seinen Rücktritt als Coach beim abstiegsbedrohten deutschen Bundesligisten 1899 Hoffenheim bekanntgegeben.

Der Niederländer leidet nach eigenen Angaben an Herzrhythmusstörungen und erklärte, in der brisanten Situation verdiene der Club „einen Trainer, der 120 Prozent“ bringen kann. Dazu sei er derzeit aber nicht in der Lage. Stevens geht nun von einem Ende seiner Trainerkarriere aus. „Ich denke schon“, sagte der Ex-Salzburg-Coach.

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Wirtschaft

Deutsche Hersteller rufen 2,5 Mio. Autos in USA zurück

Wegen möglicherweise defekter Airbags des japanischen Herstellers Takata müssen deutsche Autohersteller in den USA 2,5 Millionen Autos in die Werkstätten rufen. Neben Volkswagen und Audi gab heute auch BMW einen entsprechenden Rückruf bekannt. Zuvor hatte bereits Daimler bekanntgegeben, in den USA Hunderttausende Fahrzeuge zurückzurufen.

Bei VW sind laut Unternehmensangaben 680.000 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2006 bis 2014 betroffen, bei Audi 170.000 aus den Jahren 2005 bis 2014. BMW und Daimler beordern jeweils 840.000 Autos in die Werkstätten.

Daimler sagte, von der NHTSA darüber informiert worden zu sein, dass die problematischen Airbagmodelle in etwa 705.000 Mercedes-Benz-Pkws und etwa 136.000 Daimler-Vans eingebaut seien. Die Kosten bezifferte der Konzern auf rund 340 Millionen Euro.

US-Notenbank-Chefin Yellen warnt vor Ölpreisen und China

Die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, will an ihrer Politik der moderaten Zinserhöhungen grundsätzlich festhalten, sieht aber Risiken durch eine schwächer gewordene US-Konjunktur und das Stottern des Wachstums in China.

„Wirtschaftliche Entwicklungen im Ausland bedeuten im Besonderen ein Risiko für das Wachstum in den USA“, sagte Yellen heute in ihrem halbjährlichen Rechenschaftsbericht vor dem Finanzausschuss des Abgeordnetenhauses in Washington.

Sie ließ offen, ob die Risiken groß genug seien, um eine Verschiebung des Planes moderater Erhöhungen der Leitzinsen in naher Zukunft zu rechtfertigen. „Das Gremium geht davon aus, dass mit graduellen Justierungen bei der Geldpolitik die wirtschaftliche Aktivität langsam größer werden wird und dass die Signale vom Arbeitsmarkt stärker werden“, sagte Yellen.

Dämpfer für weltweite Wirtschaft

Auf den Finanzmärkten wurde mit zwei bis vier weiteren, kleineren Zinsschritten im Verlauf des Jahres 2016 gerechnet. Die nächste Gelegenheit dazu wäre bei der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed am 16. März. Im vergangenen Dezember hatte die Fed erstmals nach sieben Jahren auf fast Nullniveau ihre Leitzinsen leicht um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Danach erlitt die weltweite Wirtschaft jedoch einen Dämpfer.

Besonders die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise könnten zum Problem werden, sagte Yellen. „Niedrige Rohstoffpreise können finanziellen Druck in Exportländern erhöhen, besonders in den anfälligen Schwellenländern, und in rohstoffnahen Industrien in aller Welt“, sagte Yellen.

„Sollten sich einige dieser Risiken bewahrheiten, könnte sich die Wirtschaftstätigkeit im Ausland abschwächen genauso wie die Nachfrage nach Exporten aus den USA, und die Situation auf den Finanzmärkten würde sich weiter verschärfen“, betonte die Fed-Chefin.

Die Abwertung des chinesischen Renminbi habe jüngst zu Unsicherheiten geführt, wenngleich die US-Notenbank nicht von einem starken Abwärtstrend in China ausgehe. Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt in den USA und schnelleres Wachstums bei den Einkommen lösten auch positive Signale aus und erhöhten den privaten Konsum.

Aktienkurs der Deutschen Bank legt um zehn Prozent zu

Spekulationen über einen möglichen Schuldenrückkauf durch die Deutsche Bank haben den Wertverlust des größten deutschen Kreditinstituts an der Frankfurter Börse vorerst gestoppt. Der Aktienkurs legte heute zeitweise um 13 Prozent zu und schloss mit zehn Prozent im Plus. Er machte damit die seit Wochenbeginn aufgelaufenen Verluste fast wieder gut.

Hintergrund des Kurssprungs waren Berichte der „Financial Times“ und der Nachrichtenagentur Bloomberg über ein mögliches milliardenschweres Programm zum Rückkauf von Schuldpapieren. Erwogen werde der Aufkauf von vorrangigen Anleihen, von denen Papiere im Umfang von 50 Milliarden Euro in Umlauf seien, berichtete die „Financial Times“. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen, hieß es in beiden Berichten.

Deutsche Bank will wieder Vertrauen aufbauen

Mit einem Rückkauf eigener Schulden könnte die Deutsche Bank dem Markt Vertrauen zurückgeben und zugleich die eigene Bilanz stärken, da sich die Höhe der ausstehenden Forderungen reduzieren würde. Das Kreditinstitut wollte die Berichte jedoch nicht kommentieren.

Die Investoren der Deutschen Bank hatten sich in den vergangenen Tagen, vor allem am Montag, verunsichert darüber gezeigt, ob das Geldhaus in der Lage ist, Schulden und bestimmte Anleihen zu bedienen. Ihr Chef John Cryan veröffentlichte deshalb gestern einen Brief an die Mitarbeiter, in dem er versicherte, dass die Finanzen der Deutschen Bank „grundsolide“ seien.

Auch Aktienkurse anderer Banken in Abwärtsstrudel

Auch die Aktienkurse anderer Banken in Europa waren in den vergangenen Tagen in einen Abwärtsstrudel geraten. Heute ging es aber wieder bergauf. Neben der Deutschen Bank führte die Commerzbank mit einem Plus von gut acht Prozent den deutschen Leitindex DAX an. Dieser legte um 1,55 Prozent zu.

Steigende Aktienkurse der italienischen Banken verhalfen auch der Börse in Mailand zu einem kräftigen Plus von gut fünf Prozent. Auch die Börsen in Paris und London verbuchten Gewinne.

Chronik

Zugsunglück in Bayern: Polizei gegen „Spekulation“

Die Polizei in Bayern weist einen Tag nach dem verheerenden Zugsunglück in Bad Aibling mit zehn Toten Berichte über die mögliche Unfallursache zurück: Zahlreiche deutsche Medien berichteten, dass ein Fahrdienstleiter das automatische Bremssystem abgeschaltet habe, damit einer der beiden Züge, die frontal zusammenstießen, eine Verspätung aufholen kann. Ein Polizeisprecher nannte das aber reine „Spekulation“.

Mehr dazu in Begegnungspunkt nicht erreicht

Tausende Londoner Taxifahrer protestierten gegen Uber

Aus Protest gegen Konkurrenz durch den US-Fahrdienstvermittler Uber haben mehrere tausend Londoner Taxifahrer heute ein Verkehrschaos ausgelöst.

Taxi-Protest in London gegen Uber

APA/AP/Frank Augstein

Über 8.000 Fahrer der traditionellen schwarzen Cabs blockierten hupend die Straßen im Regierungsviertel Whitehall, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Zeitweise ging gar nichts mehr.

„Regierung unternimmt nichts“

„Wir sagen nicht: Weg mit Uber“, sagte ein „Cabbie“. „Sie sollen nur dieselben Regeln befolgen wie wir.“ Ein anderer Fahrer kritisierte: „Die Regierung unternimmt nichts.“

Der umstrittene Uber-Fahrdienst, den Kunden per App bestellen können, ist in der Regel billiger als die traditionellen und geräumigen schwarzen Taxis.

124 Krokodile verendeten bei Transport in Mexiko

Qualvoll sind 124 Krokodile beim Transport zu einer Farm in Mexiko verendet. Die Tiere seien erstickt und zerdrückt worden, teilte die nationale Umweltbehörde mit. Dem verantwortlichen Unternehmen droht eine Geldstrafe von bis zu 175.000 Euro.

Insgesamt 350 Krokodile sollten über 2.500 Kilometer von Culiacan an der Pazifikküste nach Chetumal auf der Halbinsel Yucatan gebracht werden. Auf der Farm „Crocodilia“ werden vor allem Beulenkrokodile gehalten, die sich Besucher anschauen können. Zudem werden Haut und Fleisch der Tiere vermarktet. Beulenkrokodile werden bis zu 3,5 Meter lang und können ein Alter von 80 Jahren erreichen.

Gesundheit

Religion

Aschermittwoch: Papst fordert Leben ohne Heuchelei

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, die Fastenzeit zur Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen zu nutzen. In der 40-tägigen Fastenzeit sollten die Menschen „das Herz und das Leben reinigen“, um die christliche Identität wiederzugewinnen, sagte er laut der katholischen Nachrichtenagentur Kathpress bei der Aschermittwoch-Messe im Petersdom.

Es gehe dabei um „die dienende Liebe und nicht um den Egoismus, der uns dient“. „Lasst euch mit Gott versöhnen!“, zitierte Franziskus den Apostel Paulus. Jesus rufe dazu auf, Gebet, Nächstenliebe und Buße „kohärent und authentisch zu leben und so die Heuchelei zu besiegen“, so Franziskus.

Aschenkreuz während der Messe

Falschheit, Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit gegenüber anderen müssten eine Absage erteilt werden, ebenso wie dem „Besessensein von materiellen Dingen“, die einen am Ende arm zurückließen, sagte der Papst. Wie üblich teilte er während der Messe das Aschenkreuz aus.

Aus Anlass des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit feierte Franziskus den Gottesdienst nicht wie sonst auf dem Aventin-Hügel, sondern im Vatikan. Zum Ende der Messe entsandte er mehr als 1.000 ausgewählte Priester aus aller Welt als „Missionare der Barmherzigkeit“, darunter auch mehrere Österreicher.

Science

Braucht die Wissenschaft ein neues Erdzeitalter?

Seit einigen Monaten debattieren Forscher über die Reform der geologischen Zeitrechnung: Braucht die Wissenschaft ein neue Epoche, das Anthropozän? Und falls ja: Wann sollte dieses Menschzeitalter beginnen? ORF.at hat zwei Wissenschaftler zu einem Streitgespräch gebeten.

Michael Wagreich von der Universität Wien ist Teil der internationalen Anthropozän-Arbeitsgruppe, die klären soll, ob das aktuelle geologische Zeitalter, Holozän genannt, durch das Anthropozän abgelöst werden soll.

Jürgen Reitner von der Geologischen Bundesanstalt sieht die Initiative kritisch: Die Umweltzerstörung sei zwar offensichtlich, doch mit Diskussionen über neue Namen löse man keine Probleme. Wagreich kontert: „Das Anthropozän ist da. Den Begriff wird man nicht mehr wegbringen.“

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Nach Paris-Anschlägen: Bataclan will 2016 wieder öffnen

Der bei den Pariser Terrorattacken angegriffene Musikclub Bataclan will bis Ende des Jahres wieder öffnen. „Wir haben die Renovierung des Bataclan entschieden“, teilte das Team der Konzerthalle heute in Paris mit. Es sollte alles getan werden, um bis Ende 2016 wieder Konzerte möglich zu machen.

Eagles of Death Metal in Paris

Das Bataclan war am 13. November von einem der drei Terrorkommandos überfallen worden. Die meisten der 130 Opfer bei den Attacken in Saint-Denis und Paris starben in dem Club, wo gerade die US-Band Eagles of Death Metal spielte. Die Band tritt am Dienstag erstmals seit den Anschlägen wieder mit einem eigenen Konzert in Paris auf, am 22. Februar ist sie im Wiener Gasometer zu Gast.

Buch und Theaterstück: Harry Potter in der Midlife-Crisis

Im Zuge des für Sommer geplanten Londoner „Harry Potter“-Theaterstücks wird J. K. Rowlings Zauberer auch in die Buchhandlungen zurückkehren - zumindest in Großbritannien und Nordamerika. Einen Tag nach der Uraufführung des Stücks „Harry Potter and the Cursed Child“ am 30. Juli kommt der Text in den Buchhandel, wie der US-Verlag Scholastic mitteilte.

Der Text in der „Proben-Spezialedition“ könnte noch leicht von der Version abweichen, die auf der Londoner Bühne gezeigt wird. Die zweite Edition wird dann den endgültigen Text beinhalten, heißt es seitens des Verlags, der für die Nordamerika-Ausgabe verantwortlich zeichnet.

Harry Potter als Vater

Das Stück wird einen erwachsenen, überlasteten Harry als Angestellten des Zauberministeriums zeigen, der drei Kinder im schulfähigen Alter hat und den die Vergangenheit immer wieder heimsucht.

Insgesamt wird die zweiteilige Inszenierung über 30 Charaktere beinhalten, einer davon ist Harrys jüngster Sohn Albus, der ebenfalls mit der Last des familiären Erbes zu kämpfen hat.

Die Voraufführungen sind für den 7. Juni im Palace Theater im Londoner West End angesetzt, bevor am 30. Juli die Premiere beider Teile folgt. Die Autorin der „Harry Potter“-Buchserie ist einer von drei Autoren des Theaterstückes.

IT

Sicherheitsexperten warnen vor Lernspielzeug

IT-Sicherheitsexperten warnen vor Lernspielzeug des Anbieters VTech aus Hongkong, der vor Kurzem Ziel eines Hackerangriffs war. Grund für die Warnung sind laut einem Bericht der BBC die nach dem Angriff geänderten Geschäftsbedingungen, wonach Eltern bei künftigen derartigen Angriffen die Verantwortung übernehmen sollen.

VTech sagte gegenüber der BBC, kein Anbieter könne zu 100 Prozent garantieren, niemals gehackt zu werden. Derartige Einschränkungen seien durchaus üblich, so eine Sprecherin. Von dem Angriff im vergangenen Jahr waren die Profile von fast 6,4 Millionen Kindern betroffen.

Kritik an den neuen Geschäftsbedingungen äußerte erstmals ein australischer Sicherheitsforscher, der der Aussage von VTech widersprach, wonach der Angriff ausgeklügelt war. Weitere Sicherheitsexperten bezeichneten die neuen Geschäftsbedingungen als „arrogante und abschätzige“ Antwort des Anbieters. Ein Anwalt bezeichnete das Vorgehen VTechs als ungewöhnlich und „eigenartig“.