Ausland

Mindestens vier Tote bei Bombenanschlag in Kairo

Bei einem Bombenanschlag unter einer Brücke nahe dem Außenministerium im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind heute mindestens vier Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich nach Polizeiangaben um zwei Zivilisten und zwei Polizisten. Die eingesetzte Bombe hatte nach Angaben aus Kreisen der Sicherheitsbehörden eine sehr hohe Sprengkraft.

Fernsehbilder zeigten einen auf ein Auto gestürzten Baum und Polizisten, die mit Spürhunden die Umgebung absuchten. Die ägyptische Polizei ist seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli vergangenen Jahres durch das Militär immer wieder Ziel von Anschlägen. Dabei wurden Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Zu den Angriffen bekennen sich regelmäßig radikalislamische Gruppierungen.

Afghanistan: Politrivalen besiegeln Einheitsregierung

Nach monatelangem Streit haben die beiden Rivalen um das afghanische Präsidentenamt eine Vereinbarung über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit getroffen. Ein entsprechendes Dokument unterzeichneten die früheren Minister Ashraf Ghani und Abdullah Abdullah heute bei einer Zeremonie in der Hauptstadt Kabul.

Nach bisherigen vorläufigen Ergebnissen hat Ghani die Stichwahl vom Juni gewonnen, das offizielle Endergebnis nach vollständiger Neuauszählung aller Stimmen wird noch für heute erwartet.

Teilung der Macht

Beobachtern zufolge könnte Ghani nun Präsident werden. Abdullah könnte demnach bestimmen, wer den neuen Posten eines sogenannten Chefverwalters - eine Art Regierungschef - erhält, und sich dabei selbst ernennen. Der Präsident hat in Afghanistan sehr weitreichende Befugnisse.

Eine Regierung der nationalen Einheit dürfte sich angesichts der erbitterten Rivalitäten zwischen den Lagern allerdings als schwierig erweisen. Nach der Stichwahl zwischen Ghani und Abdullah hatten beide Seiten Betrugsvorwürfe erhoben. Die Stimmen wurden daraufhin komplett neu ausgezählt.

Kerry vermittelte

Bis zuletzt fanden wegen der verfahrenen Lage Gespräche zwischen den Kontrahenten über eine Teilung der Macht und die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit statt. Unter anderen schaltete sich US-Außenminister John Kerry als Vermittler ein.

MH17: Hinterbliebene wollen Ukraine verklagen

Hinterbliebene deutscher Opfer des in der Ukraine abgestürzten Passagierflugzeugs von Malaysia Airlines wollen das Land vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagen. Nach internationalem Recht sei „jeder Staat für den Luftraum über seinem Staatsgebiet verantwortlich, wenn er ihn für Durchflüge öffnet“, sagte der Rechtsanwalt und Luftfahrtrechtsprofessor Elmar Giemulla.

Könne ein Staat die Sicherheit nicht gewährleisten, müsse er seinen Luftraum sperren, was im Fall von Flug MH17 nicht geschehen sei, sagte Giemulla, der drei deutsche Opferfamilien vertritt, der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Bericht: Anschlag auf EU-Kommission in Brüssel geplant

In Belgien festgenommene Dschihadisten sollen nach Informationen des niederländischen Fernsehsenders NOS einen Anschlag auf den Sitz der EU-Kommission in Brüssel geplant haben. „Eines der Ziele war das Gebäude der EU-Kommission“, hieß es in einem NOS-Bericht von gestern, in dem keine konkreten Quellen benannt wurden.

Zuvor berichtete die belgische Tageszeitung „L’Echo“, die belgischen Sicherheitsbehörden hätten mehrere Anschläge von Syrien-Rückkehrern und Sympathisanten der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) vereitelt. Mindestens zwei der in Belgien festgenommenen mutmaßlichen Dschihadisten stammten aus Den Haag, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS. Laut „L’Echo“ zielten die Pläne darauf, ähnliche Attentate wie auf das Jüdische Museum in Brüssel im Mai zu verüben.

Am 24. Mai hatte ein bewaffneter Mann im Eingangsbereich des Jüdischen Museums das Feuer eröffnet. Vier Menschen starben. Der mutmaßliche Täter, ein algerischstämmiger Franzose, sitzt in Belgien in Haft. Er hatte mehr als ein Jahr auf der Seite von Islamisten in Syrien gekämpft.

400 Belgier sollen als Kämpfer nach Syrien gereist sein

Die belgischen Behörden gehen laut „L’Echo“ davon aus, dass bis zu 400 Belgier als Kämpfer nach Syrien reisten. Rund 90 von ihnen seien bisher zurückgekehrt. Die Behörden in Brüssel bestätigten der Nachrichtenagentur Belga, dass es mehrere Einsätze gegeben habe. „Wir arbeiten rund um die Uhr am Problem der zurückgekehrten Kämpfer“, sagte ein Vertreter der Justizbehörden.

Im Juni hatte ein belgisches Gericht 46 mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Sharia4Belgium angeklagt. Die radikale Gruppe wird verdächtigt, junge Kämpfer für den Bürgerkrieg in Syrien anzuwerben.

Weltweite Großkundgebungen für besseren Klimaschutz

Zum Auftakt eines weltweiten Aktionstags haben heute in Australien Hunderte Menschen für einen besseren Klimaschutz demonstriert. In Sydney bildeten sie in einem Park eine lange Menschenkette und forderten ein stärkeres Augenmerk auf erneuerbare Energien. In Cairns, wo das zweitägige Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) zu Ende ging, trugen Demonstranten Anhänger in der Form grüner Herzen.

Prominente Unterstützer

Den Höhepunkt des internationalen Aktionstags soll eine Großkundgebung in New York bilden, zu der etwa 100.000 Teilnehmer erwartet werden. Zu den prominenten Unterstützern zählen Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der frühere US-Vizepräsident Al Gore.

Geplant ist ein rund drei Kilometer langer Protestzug vom Central Park ins Zentrum von Manhattan. Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Klimawandels soll es einen sogenannten Lärmalarm gegen den Klimawandel mit Blasinstrumenten, Pfeifen und Glocken geben.

UNO-Sondergipfel zum Klimaschutz

Am Dienstag findet in New York auf Initiative Bans ein UNO-Sondergipfel zum Klimaschutz statt. Dieser soll das anstehende Gipfeltreffen im kommenden Jahr in Paris vorbereiten, wo eine bindende Übereinkunft der Staaten zur Reduzierung schädlicher Emissionen getroffen werden soll.

Tausende zu Friedensdemonstration in Moskau erwartet

In Moskau formiert sich Widerstand gegen die Ukraine-Politik von Präsident Wladimir Putin. Tausende Menschen werden heute zu einer Friedenskundgebung im Zentrum der russischen Hauptstadt erwartet. Die Stadtverwaltung hat die Demonstration genehmigt. Die Regierungsgegner protestieren unter anderem gegen den Einsatz russischer Soldaten, die in der Ostukraine an der Seite von moskautreuen Separatisten kämpfen.

Die Demonstranten fordern Ermittlungen dazu. Russische Journalisten und Politiker hatten verheimlichte Todesfälle russischer Soldaten bekanntgemacht. Die Regierung in Kiew und die Separatisten einigten sich zwei Wochen nach Beginn einer offiziellen Feuerpause in der Ostukraine auf eine waffenfreie Pufferzone. Im Konfliktgebiet sollen damit Verstöße gegen die brüchige Waffenruhe verhindert werden.

Umfassender Aktionsplan

Bei Verhandlungen in Minsk vereinbarten die Konfliktparteien gestern einen umfassenden Aktionsplan. Beide Seiten stimmten darin auch der Überwachung der Waffenruhe durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu.

Die ukrainischen Regierungstruppen und die prorussischen Aufständischen müssen laut Vereinbarung schwere Waffen um jeweils 15 Kilometer zurückziehen. „Dadurch entsteht eine Sicherheitszone von 30 Kilometern“, sagte der Repräsentant der ukrainischen Führung, der frühere Staatspräsident Leonid Kutschma.

Inland

Einkommensberichte: ÖGB-Frauen drängen auf Sanktionen

Geht es nach den ÖGB-Frauen, sollen Firmen, die keine Einkommensberichte erstellen, künftig Sanktionen drohen. Das forderte die neue geschäftsführende ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl. Grundsätzlich seien die Berichte ein „richtiger Schritt“ für mehr Transparenz. Eine Umfrage von ÖGB und Arbeiterkammer (AK) zeigt auch, dass es in den großen Firmen bereits Verbesserungen gab.

Pflicht seit 2011

Die Pflicht zur Erstellung von Einkommensberichten besteht seit 2011 und wurde schrittweise für Unternehmen eingeführt. Per 2014 wurde die letzte Stufe erreicht, nun sind auch Betriebe ab einer Mitarbeiterzahl von 150 dazu verpflichtet. Die großen Firmen mit mehr als 1.000 Beschäftigte erstellten bereits zwei Einkommensberichte.

ÖGB und AK haben im Frühjahr eine Umfrage unter Betriebsräten gestartet, deren Ergebnisse der APA nun kurz vor dem Equal Pay Day (10. Oktober) vorliegen. 2.660 Beantwortungen langten ein, wobei in 830 Fällen ein Bericht vorlag. In 60 Prozent der Fälle handelte es sich bereits um den zweiten Einkommensbericht. Repräsentativ sei die Umfrage allerdings nicht, da Mehrfachbeantwortungen innerhalb von Betriebsratskörperschaften möglich waren. Aussagekräftig seien die Antworten aber dennoch, hieß es.

Erneut Flüchtlinge aus Italien festgenommen

Erneut sind in Tirol und Kärnten mehrere Flüchtlinge festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden gestern Abend in einem aus Italien kommenden Reisezug 16 Syrer, darunter auch Kinder, entdeckt. Bereits zuvor waren in Gries am Brenner zehn Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak angehalten worden. Auch in Kärnten wurden gestern und in der Nacht auf heute bei fremdenrechtlichen Kontrollen Flüchtlinge in Zügen aus Italien angehalten.

Mehr dazu in tirol.ORF.at und kärnten.ORF.at

Sport

Fußball: Stöger fordert Mut vor Rhein-Derby

Köln liegt am Sonntag im Derby-Fieber. Das Rhein-Duell gegen den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach hat auch Coach Peter Stöger in seinen Bann gezogen. Im restlos ausverkauften Stadion wird der Wiener nichts dem Zufall überlassen. „Es wird schwierig, aber wir wissen auch, dass es für uns Möglichkeiten geben wird", sagte der Ex-Meistercoach der Wiener Austria, der von seinen Spielern zugleich Mut einforderte. Brisant ist das Duell allerdings nicht nur in sportlicher Hinsicht, die Rivalität der beiden Fangruppen macht das Rhein-Derby zu einem Risikospiel. „Wir wissen um die Brisanz“, sagte Stöger.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Rapid besiegt Leader WAC klar

Mit dem dritten Bundesliga-Sieg in Folge hat Rapid am Samstag den Tabellenführer Wolfsberger AC entzaubert und gleichzeitig Platz drei gefestigt. Zoran Barisic entschied das Trainerduell mit seinem Freund und Ex-Rapid-Teamkollegen Dietmar Kühbauer mit 3:0 im Ernst-Happel-Stadion klar für sich. Für das bisherige Sensationsteam aus Kärnten war es im neunten Saisonspiel die zweite Niederlage. Robert Beric war bei Rapid mit einem Doppelpack Mann des Tages.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

G-20-Staaten: Konjunktur durch Investitionen ankurbeln

Mit Hilfe von Investitionen wollen die G-20-Staaten ihre Konjunktur ankurbeln. Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) erklärten heute zum Abschluss ihrer zweitägigen Beratungen im australischen Cairns, angesichts einer weltweiten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums seien Investitionen notwendig, um die Nachfrage zu steigern und das Wachstum zu erhöhen.

Ziel sei es, bis zum Jahr 2018 ein Wachstum von 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der G-20-Staaten zu erreichen. Analysen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hätten ergeben, dass diese Maßnahmen „unser gemeinsames Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent steigern werden“, hieß es in der Abschlusserklärung.

Appell an Euro-Länder

Die Staaten wollen überlegen, mit welchen weiteren Maßnahmen das zuvor ausgegebene Ziel von zwei Prozent Wachstum erreicht werden kann. Im November kommen die Staats- und Regierungschefs der G-20-Staaten im australischen Brisbane zusammen. US-Finanzminister Jack Lew rief die Länder der Euro-Zone auf, mehr für die Ankurbelung ihrer Konjunktur zu tun. Die Diskussionen während des Treffens in Cairns hätten gezeigt, dass das notwendig sei.

Indien - China: Gute Geschäfte unter Erzrivalen

Nach langen Jahren der unterkühlten Beziehungen zueinander versuchen die beiden asiatischen Wirtschaftsriesen China und Indien eine vorsichtige Annäherung - vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Mit Milliardeninvestitionen aus China will der neue Premier Narendra Modi die im Wahlkampf versprochenen Arbeitsplätze schaffen. China hingegen hofft auf neue Möglichkeiten für Investitionen. Für seinen dreitägigen Staatsbesuch brachte Chinas Präsident Xi Jinping bereits milliardenschwere Verträge mit. Der Besuch wurde allerdings vom jahrelangen Streit über die gemeinsame Grenze im Himalaya überschattet.

Mehr dazu in Charmeoffensive von beiden Seiten

Gesundheit

Ebola-Entdecker warnt vor Ausbreitung nach Indien

Der Entdecker des Ebola-Virus warnt vor einer Ausbreitung der Epidemie auf weitere Kontinente. Er befürchte etwa, dass einer der zahlreichen in Westafrika lebenden Inder die Krankheit in seine Heimat bringen könnte, sagte der belgische Infektionsmediziner Peter Piot dem Hamburger Magazin „Der Spiegel“ laut einer Vorabmitteilung von heute.

„Auch in Indien tragen Ärzte und Krankenschwestern oft keine Handschuhe, sie würden sich sofort anstecken und das Virus verbreiten“, so Piot.

„Nicht mehr nur eine Epidemie“

Eine Ausbreitung des Virus in Europa oder den USA hält Piot hingegen für beherrschbar. Sollten Ebola-Kranke die Krankheit nach Europa bringen, könne es zwar auch hier Tote geben, das Virus ließe sich aber schnell eindämmen. Besorgt zeigte sich Piot angesichts des Ausmaßes der Epidemie in Westafrika: „Das ist nicht mehr nur eine Epidemie, sondern eine humanitäre Katastrophe.“

Mit mehr als 2.600 Toten erlebt Westafrika derzeit den schlimmsten Ausbruch von Ebola seit der Entdeckung des Virus vor 38 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo. Der Erreger in Westafrika verläuft in etwa jedem zweiten Fall tödlich. „Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass es so schlimm kommen könnte“, sagte Piot dem „Spiegel“.

Chronik

16-Jähriger flüchtete vor Polizei - Unfall

Ein 16-jähriger Mopedfahrer ist einer Polizeistreife in Pichl bei Wels (Oberösterreich) davongefahren. Die Polizisten wollten ihn anhalten, weil er ohne Kennzeichen unterwegs war. Der Bub flüchtete vor der Polizei und prallte dabei gegen ein Auto.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Mofaunfall in Graz

Bei einem Verkehrsunfall in Graz wurden am Freitag zwei Jugendliche verletzt. Eine 15-jährige Mofalenkerin wurde von einem links abbiegenden Pkw erfasst und stürzte auf die Straße; sie wurde schwer, ihr Beifahrer leicht verletzt.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Thailändischer Offizier hatte Falschgeld in Millionenwert

Ein thailändischer Militäroffizier und zwei Komplizen sind laut Medienberichten in Kambodscha mit Falschgeld im Wert von mehreren Millionen festgenommen worden. Die drei seien seit Wochen im Visier der Polizei gewesen und durch einen Polizisten, der sich als Geldhändler ausgegeben habe, überführt worden, berichtete die Zeitung „Cambodia Daily“ gestern.

Die Männer seien in Besitz von 100-Dollar-Scheinen im Gesamtwert von sieben Millionen US-Dollar (rund 5,5 Mio. Euro) gewesen. Einer der Festgenommenen sei Kommandeur thailändischer Truppen im Grenzgebiet, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei.

Religion

Papst Franziskus in Albanien eingetroffen

Papst Franziskus ist heute zu einem eintägigen Besuch in Albanien eingetroffen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche landete in der Früh auf dem Flughafen von Tirana. In der Hauptstadt und ihrer Umgebung will Franziskus unter anderem Gespräche mit Politikern, Geistlichen und Waisenkindern führen. Am Vormittag soll ein Gottesdienst auf dem Mutter-Teresa-Platz im Zentrum Tiranas stattfinden.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen

Albaniens Bevölkerung ist mehrheitlich muslimisch. Der Papst hatte angekündigt, sich während der Reise für den Dialog zwischen den Religionen starkzumachen und die Opfer des Kommunismus zu ehren. Nach Warnungen aus dem Irak vor Bedrohungen durch radikale Islamisten verstärkte Albanien zuletzt die Sicherheitsvorkehrungen.

Bei dem Besuch in Albanien handelt es sich um die erste Auslandsreise des Papstes in ein europäisches Land abseits von Italien. Nach seinem Amtsantritt im März vergangenen Jahres besuchte Franziskus bereits Brasilien, den Nahen Osten und Südkorea.

Kultur

Schwulen-Doku „Der Kreis“ wird Schweizer Oscar-Kandidat

Der bei der Berlinale ausgezeichnete Film „Der Kreis“ ist der Schweizer Kandidat für den Auslands-Oscar. Die Arbeit von Regisseur Stefan Haupt über die schwule Szene im Zürich der 50er Jahre verbinde gelungen dokumentarische und fiktionale Elemente, begründete das Bundesamt für Kultur in Bern gestern die Entscheidung. „Der Kreis“ erhielt im Februar einen Teddy, den schwul-lesbischen Filmpreis der Berlinale.

Am 15. Jänner gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl für den besten nicht englischsprachigen Film kommen. Die Oscar-Verleihung ist dann am 22. Februar.

Österreich schickt „Das finstere Tal“ ins Rennen

Der österreichische Kandidat für den Auslands-Oscar ist „Das finstere Tal“ von Andreas Prochaska. Seit ihrer Uraufführung im Rahmen der Berlinale wurde die vom ORF-koproduzierte Adaptierung des Romans von Thomas Willmann mit zwei Bayrischen Filmpreisen sowie Lolas in acht Kategorien ausgezeichnet.

Für Deutschland ist das Schiller-Epos „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf im Rennen.

IT

Wieder Hackerangriff auf Nacktfotos von Prominenten

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat es laut Medienberichten Hackerangriffe auf Fotos von Prominenten gegeben: Wie die US-Website TMZ berichtete, kursierten gestern unter anderem Nacktbilder von TV-Star Kim Kardashian in Onlinenetzwerken. Auch von der Schauspielerin Vanessa Hudgens seien kurzzeitig Nacktbilder im Internet zu sehen gewesen, bevor sie entfernt worden seien.

Laut der Website BuzzFeed wurden zudem persönliche Videos und Fotos aus dem Besitz der Schauspielerinnen Aubrey Plaza, Mary-Kate Olsen, Hayden Panettiere und Leelee Sobieski gepostet. Zudem habe es im Internet bisher unbekannte Bilder der Schauspielerin Jennifer Lawrence zu sehen gegeben.

Apple versprach iCloud-Verbesserungen

Lawrence und Panetierre gehörten auch zu den Opfern des Hackerangriffs von Anfang September, bei dem Dutzende Nacktfotos von Stars aus dem Apple-Onlinespeicherdienst iCloud gefischt und ins Internet gestellt wurden. Die US-Bundespolizei FBI leitete Ermittlungen ein, das Unternehmen Apple versprach Verbesserungen der Sicherheit der iCloud.

Leute

Lifestyle