Letzte Meldung

Kobane: USA werfen Waffen für Kurden ab

Die kurdischen Verteidiger der nordsyrischen Stadt Kobane sind von der Luft aus mit Waffen versorgt worden. Wie das US-Militärkommando am Abend mitteilte, wurden Waffen, Munition und medizinische Hilfsgütern in der Nähe der von Jihadisten belagerten Stadt abgeworfen. Es habe „mehrere“ Versorgungsflüge gegeben. Das Material stamme von den kurdischen Behörden im Nordirak.

Am Wochenende hatten sich Kurden und Islamisten die heftigsten Kämpfe seit Tagen um Kobane geliefert. Die Miliz „Islamischer Staat“ (IS) nahm die kurdischen Verteidiger dabei wieder verstärkt unter Beschuss, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Inland

Asyl: Bundesländer wollen künftig ihre Quote erfüllen

Die Bundesländer wollen ihre Asylquote bis zum 31. Jänner 2015 zu 100 Prozent erfüllen, Aufnahme-Quote für einzelne Gemeinden soll es hingegen keine geben. Das erklärte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) gestern bei einer Pressekonferenz während einer Sitzung der Flüchtlingsreferenten in Klagenfurt.

„Die Länder sollen die Flüchtlinge nach ihrem Gutdünken auf Bezirke oder Regionen verteilen; das kann man nicht von Wien aus“, sagte Kaiser. In Bezug auf die Bundesländerquote fordern die Flüchtlingsreferenten ein geändertes Berechnungssystem.

Die Quote soll künftig nicht mehr nach einem Stichtag, sondern über einen längeren Zeitraum erhoben werden. Fix schein jedenfalls, dass die Länder bereit sind, ihre Vorgaben künftig zu erfüllen.

Anpassung von Tagessätzen und Betreuungsquote gefordert

„Es braucht im Asylwesen auch eine Aufstockung des Personals“, sagte Kaiser. Rechtliche Feststellungen und Bescheide würden derzeit zu lange dauern. Der Betreuungsschlüssel für Asylwerber soll von derzeit 1:170 auf 1:80 erhöht werden. Konkret bedeutet das eine beinahe Verdoppelung des Betreuungspersonals. Dies würde neben einer verbesserten Qualität auch ein „Signal an die Bevölkerung“ sein, meinte der SPÖ-Politiker.

Weiters verlangen die Flüchtlingsreferenten auch eine Anhebung der Maximal-Tagessätze von derzeit 19 auf 21 Euro. Darüber hinaus soll der Informationsaustausch zwischen Bund und Ländern wesentlich verbessert werden. „Bundesländer können nur dann gut handeln, wenn sie relevante Informationen besitzen“, sagte der Landeshauptmann.

Wunsch nach EU-weiter Lösung

Kaiser bekräftigte die Forderung nach einer EU-weiten Lösung. „Die Flüchtlingsproblematik muss Gemeinschaftssache sein“, so Kaiser. Ein entsprechender - an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gerichteter - Antrag wurde von den Flüchtlingsreferenten verabschiedet.

Die Vorschläge der Bundesländer sollen in der Landeshauptleutekonferenz, die im November in Kärnten stattfindet, beschlossen werden. Kaiser selbst will vorher Innenministerin Mikl-Leitner umfassend über die Ergebnisse informieren. Der Politiker betonte jedenfalls den Willen der Länder zu einer Lösung beizutragen. Von ihnen seien in den vergangenen Wochen immerhin rund 2.500 Betten geschaffen worden, sagte Kaiser.

Karmasin will stärkere Flexibilisierung bei Kindergeld

ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin will eine stärkere Flexibilisierung beim Kindergeld. Zu der geplanten Reform des Kindergeldes ließ Karmasin gestern in der ORF-„Pressestunde“ allerdings einige Fragen offen. Einzig das Grundkonzept, wonach sie die derzeit geltenden Pauschalvarianten durch ein Konto ersetzen will, gab die Ministerin preis. Wie lange man dann das Kindergeld wird beziehen können, sagte Karmasin aber nicht.

Grundsätzlich will sie eine stärkere Flexibilisierung, man solle selbst in einem - eben noch nicht näher definierten Rahmen - wählen können, in welchem Zeitraum man den zur Verfügung stehenden Gesamtbetrag verbraucht. Zudem angedacht ist ein Partnerbonus, wenn Vater und Mutter beide möglichst zu gleichen Teilen in Karenz gehen. Bestehen bleiben wird das einkommensabhängige Kindergeld.

Nicht genügend Krippenplätze

Nichts wird es zumindest in nächster Zeit mit einem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung schon ab dem ersten Lebensjahr. Dafür habe man in Österreich nicht die Infrastruktur, erklärte Karmasin. Gleichzeitig wies die Ministerin aber darauf hin, dass man bei der jüngsten Initiative zum Ausbau der Kinderbetreuungsplätze besonderes Augenmerk auf die Kleinsten gelegt habe.

Bezüglich der in der ÖVP umstrittenen Position, wonach der Fokus der Familienförderungen künftig verstärkt auf Sachleistungen gerichtet werden sollte, versucht Karmasin einen Mittelweg. Sie will, dass die Geldleistungen nicht eingeschränkt, die Sachleistungen aber ausgebaut werden, also insgesamt ein höheres Budget für Familienleistungen als die derzeit rund drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Kritik an Karmasin

Die Opposition ist großteils von den Vorstößen von Karmasin keineswegs angetan. Für FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller ist die Motivforscherin „noch nicht am Spielfeld Politik eingelaufen“. Kitzmüller kritisierte, dass Plattitüden und Absichtserklärungen Familien rein gar nichts helfen würden: „Mehr hat Karmasin aber nicht zu bieten.“

Team-Stronach-Familiensprecher Leo Steinbichler ortete einen „blassen Auftritt“ der Ministerin. Die Einsicht Karmasins, was alles an Reformen umzusetzen wäre, sei gut und schön, befand Steinbichler, fragte sich jedoch: „Wann wird diese Regierung endlich die angekündigten Reformen umsetzen?“

Einzig die grüne Familiensprecherin Daniela Musiol begrüßte die „teilweise fortschrittlichen Aussagen“ Karmasins. Setze sie diese auch um, bekomme sie sicher die Unterstützung der Grünen.

Ausland

Rowdyspiel: Serbien-Besuch von Albaniens Premier vertagt

Der historische Besuch des albanischen Regierungschefs Edi Rama in Serbien ist wegen neuer Querelen zwischen beiden Ländern verschoben worden. Das teilte die serbische Regierung gestern Abend in Belgrad mit. In einem Telefongespräch zwischen Regierungschef Aleksandar Vucic und seinem albanischen Amtskollegen sei man übereingekommen, den für Mittwoch geplanten Besuch auf den 10. November zu verschieben, heißt es in der Regierungsmitteilung.

Es gebe „weiter klare Meinungsverschiedenheiten“ über den Skandal bei dem Qualifikationsspiel zur Fußball-EM am vergangenen Dienstag in Belgrad zwischen beiden Ländern, wurde die Verschiebung begründet. Dabei war eine Drohne mit einer Landkarte von Großalbanien während des Spiels ins Stadion geschwebt. Daran hatten sich Prügeleien zwischen den Spielern einerseits und zwischen Zuschauern und albanischen Fußballern auf der anderen Seite entzündet. Das Match war abgebrochen worden. Rama wollte als erster Regierungschef seit 68 Jahren Belgrad einen Besuch abstatten.

Pentagon bildet mobiles Team für Ebola-Einsätze

Pentagonchef Chuck Hagel hat die Bildung eines mobilen Teams von Spezialisten für Einsätze bei etwaigen künftigen Ebola-Fällen in den USA angeordnet. Wie ein Sprecher gestern mitteilte, wird die Gruppe vom Chef des US-Nordkommandos, General Chuck Jacoby, zusammengestellt und aus 20 Pflegekräften, fünf Ärzten und fünf Ausbildern bestehen, die sich im Kampf gegen Infektionskrankheiten auskennen.

Das Team soll in der kommenden Woche in Fort Sam Houston (Texas) zunächst ein siebentägiges Training beginnen und dann 30 Tage lang für etwaige Einsätze ausschließlich in den USA bereitstehen, hieß es weiter. Hagel folge mit dem Schritt einem Ersuchen des US-Gesundheitsministeriums.

In den USA war in den vergangenen Tagen massive Kritik am Umgang mit Ebola-Patienten laut geworden, nachdem sich zwei Krankenschwestern in einer Klinik in Dallas (Texas) bei einem Erkrankten aus Liberia angesteckt hatten.

„Carnival Magic“ in die USA zurückgekehrt

Unterdessen kehrte ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff, das wegen Angst vor Ebola in zwei Karibik-Häfen abgewiesen worden war, in die USA zurück. Die „Carnival Magic“ legte gestern im texanischen Hafen Galveston an.

Das Schiff hatte wegen einer Frau, die als Laborleiterin in einem Krankenhaus mit Ebola-Proben in Kontakt gekommen sein soll, weder in Belize noch auf der mexikanischen Insel Cozumel anlegen dürfen. Die Kreuzfahrtgesellschaft ordnete daraufhin die Rückkehr nach Galveston an. Das Unternehmen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, die Frau zeige keinerlei Symptome und stelle keine Gefahr für Passagiere und Besatzung dar.

Spanische Krankenpflegerin außer Lebensgefahr

Auch die spanische Krankenpflegerin, die sich als erster Mensch außerhalb Afrikas mit dem Ebolavirus infizierte, ist offenbar außer Lebensgefahr. Ein Test auf das Virus war negativ, wie die Regierung in Madrid mitteilte. Ein weiterer Test werde vorgenommen, hieß es. Der Gesundheitszustand der Patientin entwickle sich positiv.

Die 44 Jahre alte Krankenpflegerin Teresa Romero war am 6. Oktober in die Madrider Klinik Carlos III. eingeliefert worden, wo sie selbst arbeitete. Im August und September starben dort zwei spanische Missionare nach ihrer Rückkehr aus Westafrika an Ebola.

Mindestens 18 Tote bei Anschlag auf Moschee in Bagdad

Beim Bombenanschlag eines Selbstmordattentäters auf eine schiitische Moschee der irakischen Hauptstadt Bagdad sind gestern mindestens 18 Menschen getötet worden. 30 Menschen wurden nach Angaben von Behörden und Rettungskräften verletzt. Zu dem Attentat im westlichen Stadtteil Harthiya bekannte sich zunächst niemand.

Selbstmordanschläge werden im Irak in der Regel sunnitischen Islamisten zugeschrieben. Dazu gehören auch Kämpfer der radikal-sunnitischen Jihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS).

Die IS-Milizen im Irak haben seit Juni weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Bisher versuchten sie vergeblich, auf Bagdad vorzustoßen. Hauptopfer der Anschläge im Irak sind Mitglieder der schiitischen Mehrheit. Von jihadistischen Sunniten werden sie als Ketzer angesehen.

Vertragstext: Pharmalobby dominiert Freihandelsabkommen

Mitten in die Versuche auf höchster Ebene, die festgefahrenen Verhandlungen zum pazifischen Freihandelsabkommen TPP (Trans-Pacific
Partnership) wieder in Gang zu bringen, platzte das jüngste Leak des geheimen Vertragstexts. Die am Donnerstag veröffentlichte, neueste Version des TPP-Kapitels zum „Schutz geistigen Eigentums“ zeigt, dass es nicht nur in Bezug auf die Nahrungs- und Autoindustrie schwerwiegende Differenzen gibt.

Im Zentrum der Kontroverse steht auch die Praxis der Pharmaindustrie, ablaufende Medizinpatente durch Tricksereien mit den Inhaltsstoffen immer wieder zu verlängern. Da das TPP-Abkommen das pazifische Gegenstück zum transatlantischen TTIP zwischen der EU und USA darstellt, die den globalen Pharmasektor zusammen haushoch dominieren, ist abzusehen, dass diese Tendenzen im TTIP noch radikaler zutage treten werden.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Korruption: Bürgermeister von Zagreb festgenommen

Der langjährige Oberbürgermeister der kroatischen Hauptstadt Zagreb, Milan Bandic, ist wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Das bestätigte die staatliche Antikorruptionsbehörde USKOK, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Gemeinsam mit ihm seien gestern noch andere Spitzenvertreter der städtischen Holding festgenommen worden, die alle Investitionen der Großstadt steuert. Der 58-Jährige Bandic ist einer der prominentesten Politiker des jüngsten EU-Mitglieds Kroatien.

Mehrere Säureattacken auf Frauen im Iran verübt

In der iranischen Stadt Isfahan hat es mehrere Säureattacken auf mutmaßlich unverschleierte Frauen gegeben. Der stellvertretende Polizeichef Hossein Ashtari bestätigte gestern laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA vier derartige Angriffe.

Mehrere Tatverdächtige seien festgenommen worden, die Ermittlungen dauerten an. Gerüchte, wonach die Opfer sich nicht an die islamische Kleiderordnung zur Verschleierung gehalten haben sollen, bestätigte er nicht.

Geistlicher verurteilte Taten

Ein ranghoher Geistlicher in Isfahan, Hojatoleslam Mohammad Taghi Rahbar, verurteilte die Taten. Weder das Gesetz noch das islamische Scharia-Recht würden derartige Angriffe erlauben, sagte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ISNA. Auch wenn eine Frau „auf schlimmstmögliche Weise“ auf die Straße gehe, seien solche Taten nicht zu rechtfertigen, betonte er.

Ein derzeit im Parlament diskutiertes Gesetzesvorhaben sieht vor, Bürger darin zu unterstützen, ihre Mitmenschen mündlich zur Einhaltung islamischer Werte zu ermutigen. Aktives eigenmächtiges Handeln zur Umsetzung soll aber untersagt sein.

Säureattacken sind im Iran eher selten. In den vergangenen Jahren haben sich derartige Übergriffe in Pakistan, Afghanistan und Indien gehäuft. Die Täter lasten den Opfern an, sie hätten ihre „Ehre“ oder die der Familie durch „unanständiges“ Verhalten „beschmutzt“.

MH17-Abschuss: BND hat Belege gegen Separatisten

Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) hat laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ in der Causa des Abschusses der Passagiermaschine MH17 mit fast 300 Toten Belege gegen russische Separatisten. Diese hätten die Maschine im Juli über der Ostukraine abgeschossen, wie eine „umfangreiche Analyse“ des vorhandenen Materials zeige. So habe die Auswertung von Fotos und Satellitenaufnahmen die Darstellung Russlands, dass ukrainischen Soldaten die Rakete abgefeuert hätten bzw. ein ukrainischer Jagdbomber in der Nähe der Passagiermaschine geflogen sei, widerlegt.

Mehr dazu in Umfangreiches Material ausgewertet

Sport

Ski alpin: Svindal fällt für WM-Saison aus

Der norwegische Ski-Star Aksel Lund Svindal hat sich gestern die Achillessehne im linken Bein gerissen. Die Verletzung passierte nach dem Training des norwegischen Teams in Sölden bei einem Ballspiel. Svindal unterzog sich noch am selben Tag in Innsbruck einer Operation, die WM-Saison ist für den 31-Jährigen vorzeitig beendet. „Shit happens“, kommentierte der Weltcup-Gesamtzweite der letzten Saison die Verletzung auf seiner Facebook-Seite enttäuscht.

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Bundesliga: Schlusslicht Wr. Neustadt punktet wieder

Kein Tor hat es gestern im Abschlussspiel der zwölften Runde der Bundesliga zwischen Wiener Neustadt und Sturm Graz gegeben. Die Niederösterreicher beendeten damit ihre Serie von vier Niederlagen in Serie, bleiben aber trotzdem Tabellenschlusslicht. Die Steirer verpassten den Sprung auf Platz vier und sind weiter Fünfter. Am Samstag waren die Wiener Traditionsclubs Rapid und Austria gegen die Admira bzw. in Altach ebenfalls nicht über Unentschieden hinausgekommen.

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Fußball: In Dortmund liegen die Nerven blank

So brenzlig wie lange nicht mehr ist die Lage bei Borussia Dortmund. Nach der bitteren 1:2-Pleite bei Aufsteiger 1. FC Köln verschärft sich der Ton, die Harmonie beim deutschen Vizemeister scheint dahin. „Man darf es gern Krise nennen. Wie auch sonst?“ meinte Sportdirektor Michael Zorc frustriert. BVB-Trainer Jürgen Klopp forderte nach der dritten Niederlage in Folge, die den Rückfall auf den 14. Tabellenplatz bedeutete: „Wir müssen die Fehler abstellen. Nicht morgen, nicht übermorgen, sondern sofort!“.

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Wirtschaft

Lufthansa-Streik: 2.150 Flüge und 200.000 Kunden betroffen

Die Lufthansa streicht wegen des Streiks der Piloten rund 1.450 Flüge. Die Airline teilte mit, über den gesamten Streikraum von heute Mittag bis morgen Nacht hinweg seien rund 2.150 Flüge betroffen, von denen aber gut 700 durch verschiedene Maßnahmen dennoch bedient werden könnten. Die Zahl der von dem Streik betroffenen Kunden bezifferte das Unternehmen mit „mehr als 200.000“.

Bei ihnen könne sich die Lufthansa nur in aller Form entschuldigen, hieß es. Durch die sichergestellten Flüge könnten dennoch mehr als 70.000 Passagiere bis morgen Nacht an ihre Ziele gebracht werden.

Bereits achter Streik in diesem Jahr

Der 35-stündige Ausstand soll heute um 13.00 Uhr beginnen und morgen um 23.59 Uhr enden, wie die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ankündigte. Vom achten Piloten-Streik in diesem Jahr seien Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa betroffen, die von einem deutschen Flughafen starten, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Langstreckenflüge sowie Flüge von Lufthansa-Töchtern wie Germanwings, Austrian Airlines und Swiss sollen dagegen planmäßig abheben.

Chronik

Deutscher bei Bergtour im Zillertal abgestürzt

Im Zillertal (Tirol) ist gestern ein Deutscher bei einer Wanderung ums Leben gekommen. Der Mann stürzte unterhalb des Gipfels des Dristner (2.767 m) ab. Er zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Touristin bei Kletterunfall schwer verletzt

Bei einem Kletterunfall in der Stadelwand auf dem Schneeberg in Niederösterreich wurde ebenfalls gestern eine Touristin schwer verletzt worden. Auf der Route „Des Kessel’s neue Kleider“ (Schwierigkeitsgrad -7) sei sie bei der achten Seillänge ins Seil gestürzt, meldete die Bergrettung.

Mehr dazu in noe.ORF.at

2.600 Unfälle im Sommer

Das schöne Wetter der vergangenen Wochen lockt viele Wanderer und Kletterer auf die Berge. Die Bergretter haben alle Hände voll zu tun. Allein im heurigen Sommer hat es in Österreich 2.600 Unfälle auf den Bergen gegeben.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Solosechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat ein Spielteilnehmer die richtigen Zahlen getippt. Er erhält 1.939.892 Euro. Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

7 9 20 25 30 32 Zusatzzahl 21

Über die richtige Joker-Zahl darf sich ebenfalls ein Teilnehmer freuen, er hat damit 267.627,60 Euro gewonnen.

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

6 8 4 3 7 1

Alle Angaben ohne Gewähr

Überschwemmungen nach Unwetter auf Teneriffa - eine Tote

Ein heftiges Gewitter hat auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa im Atlantik ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt. In der Inselhauptstadt Santa Cruz kam eine Frau bei dem Unwetter ums Leben. Wie die Rettungsdienste gestern mitteilten, war die 56-Jährige zusammen mit ihrem Ehemann von Wassermassen mitgerissen worden. Dabei erlag die Frau einem Herzinfarkt.

Die Hauptstadt von Teneriffa war von dem Unwetter am stärksten betroffen. Dort gingen nach Angaben der Behörden bis zum Mittag 136 Liter Wasser pro Quadratmeter nieder. Einzelne Straßen verwandelten sich in Sturzbäche, Geschäfte, Garagen und Wohnungen wurden überschwemmt, der Busverkehr wurde vorübergehend eingestellt. Mehrere Landstraßen auf der kanarischen Insel wurden wegen Erdrutschen gesperrt.

Video dazu in iptv.ORF.at

Mehr als 30 Verletzte: Krawalle bei Kürbisfestival in den USA

Bei Ausschreitungen beim jährlichen Kürbis-Festival in der US-Universitätsstadt Keene (New Hampshire) sind mehr als 30 Menschen verletzt und Dutzende festgenommen worden. Wie die Zeitung „Union Leader“ und andere Medien berichteten, brachen die Krawalle am Samstag in der Nähe des Campus der Staatsuniversität Keene aus und dauerten bis in die Nacht auf gestern.

Demnach warfen Teilnehmer mit Flaschen, Büchsen und anderen Gegenständen, entzündeten Feuer auf der Straße und kippten Fahrzeuge um. Polizisten in Schutzausrüstung hätten Tränengas eingesetzt. Wie es weiter hieß, wurden etwa 20 der Verletzten in Krankenhäuser gebracht. Sie hätten Schnittwunden durch Glasscherben erlitten, seien von Flaschen getroffen oder von Festivalteilnehmern zu Boden getrampelt worden.

Religion

Synode: Schönborn „nicht in allen Punkten zufrieden“

„Das Resultat ist zufriedenstellend, aber nicht in allen Punkten.“ So bewertet Kardinal Christoph Schönborn gestern am Ende der außerordentlichen Sitzung der Bischofssynode gegenüber dem ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ das Ergebnis.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Katholische Kirche verpasst Öffnung

Mit Spannung ist der Abschlussbericht der zweiwöchigen Familiensynode der Bischöfe im Vatikan erwartet worden, hatte sich doch im Vorfeld eine neue Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexuellen und Geschiedenen abgezeichnet. Der vorgestellte Bericht spart allerdings heikle Themen aus. Die Chance auf eine Öffnung der Kirche wurde verpasst. Umstrittene Passagen wie etwa der Zugang zur Homo-Ehe und Kommunion für Geschiedene erhielten nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

Mehr dazu in „Mehr Frische wünschenswert“

Kultur

Kriegsdrama „Fury“ erobert US-Kinocharts

Das neue Kriegsdrama „Fury“ über eine verwegene Offensive der Alliierten gegen Nazi-Deutschland mit Brad Pitt in der Hauptrolle hat Nordamerikas Kinocharts im Flug erobert. Nach ersten Hochrechnungen brachte das Debüt am Wochenende in den USA und Kanada 23,5 Mio. Dollar (18,4 Mio. Euro) ein. In Österreich läuft „Fury“ mit dem Untertitel „Ein Herz aus Stahl“ am 1. Januar 2015 an.

Platz zwei der Charts ging an den Thriller „Gone Girl“, der mit den jüngsten 17,8 Mio. vom Wochenende jetzt die Hundert-Millionen-Dollar-Hürde in Nordamerika geschafft hat.

Ihm folgt dicht auf den Fersen die animierte Komödie „Manolo und das Buch des Lebens“ von Regisseur Jorge Gutierrez mit den Stimmen von Channing Tatum, Christina Applegate und Ice Cube. Seine Ersteinnahmen von 17 Millionen Dollar am Wochenende decken bereits ein Drittel der Produktionskosten.

Schlechter Start für Sparks-Verfilmung

Dagegen floppte die jüngste Nicholas-Sparks-Verfilmung „Best of Me - Mein Weg zu Dir“ mit Michelle Monaghan und James Marsden. Sie spielte gerade 10,2 Mio. Dollar ein und debütierte damit auf Platz fünf der nordamerikanischen Kinocharts. Österreichische Sparks-Fans müssen sich noch etwas gedulden. Die Geschichte von zwei einst unsterblich ineinander verliebten Teenagern, die erst nach Jahren wieder zusammenkommen und dabei ein Geheimnis aufdecken, läuft erst im Dezember an.

„Easy Rider“-Harley-Davidson für eine Mio. Euro versteigert

Durch den Film „Easy Rider“ wurde sie fast so berühmt wie ihr Fahrer Peter Fonda: Jetzt ist die Harley Davidson aus dem Kultfilm von 1969 versteigert worden. Für 1,35 Millionen Dollar (1,06 Mio. Euro) sei die „Captain America“ bei der Versteigerung im kalifornischen Calabasas bei Los Angeles an den Höchstbieter gegangen, teilte das Auktionshaus Profiles in History gestern mit.

Zusätzlich zu der legendären Maschine mit dem langgezogenen Lenker bekam der neue Besitzer demnach Dokumente, die ihre Echtheit bezeugen, darunter auch ein Schreiben von Peter Fonda. Der Schauspieler hatte beim Design des Choppers eine wichtige Rolle gespielt.

Für den Film wurden gleich zwei Harleys mit den Stars und Stripes der US-Fahne auf dem Tank gebaut. So konnte bei Pannen unverzüglich weiter gedreht werden. Die jetzt versteigerte Maschine wurde ausgerechnet für den tödlichen Crash in der Schlussszene eingesetzt. Bei der Auktion wurden auch andere Sammlerstücke aus Hollywood versteigert. Geboten wurde per Telefon oder Online.

Science

Komet „Siding Spring“ am Mars vorbeigerast

Der Komet „Siding Spring“ ist gestern nahe am Planeten Mars vorbeigerast. Wie die Europäische Weltraumagentur (ESA) mitteilte, passierte der Komet von der Größe eines kleinen Berges den Roten Planeten mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200.000 Stundenkilometern im Abstand von nur knapp 140.000 Kilometern - weniger als halb soviel wie die Entfernung zwischen Erde und Mond.

Die Begegnung, die sich nur einmal in einer Million Jahren ereignet, fand um 20.27 Uhr (MESZ) statt. Davor war der Schweifstern zu sehen, wie er im All auf Mars zuschoss. Weltweit hatten Wissenschaftler gespannt auf den kosmischen Streifschuss gewartet. Sie dürfen auf spektakuläre Bilder der Begegnung des Roten Planeten mit dem Kometen hoffen.

Forscher wollen Bestandteile identifizieren

Mit dem Teilchendetektor „Aspera 3“ an Bord der ESA-Sonde „Mars Express“ werden Forscher versuchen, nach der Mars-Passage von „Siding Spring“ Bestandteile von dessen Schweif zu identifizieren. Der rund eineinhalb Kilometer große Kometenkern dürfte die Konsistenz von Talkumpuder haben, wie Nasa-Wissenschaftler herausfanden.

So spektakulär der enge Vorbeiflug des Kometen war - kurz nach der Entdeckung von „Siding Spring“ im Januar 2013 hatten die Wissenschaftler sogar mit einem noch weitaus dramatischeren Verlauf des kosmischen Rendezvous gerechnet. Aufgrund erster Bahndaten des Kometen schien es zunächst möglich, dass Siding Spring auf dem Mars einschlagen würde. Erst nach genaueren Berechnungen in den Folgemonaten gaben die Astronomen dann Entwarnung.