Ausland

Athen dementiert Bericht über Hilfsgesuch an EU

Die griechische Regierung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach sie von der EU-Kommission einen Korb für ein kurzfristiges Spitzentreffen erhalten habe.

Ministerpräsident Alexis Tsipras habe nicht um einen Gesprächstermin vor Montag bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gebeten, hieß es heute in der Athener Regierung.

Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, Brüssel habe Tsipras abblitzen lassen, als dieser um ein kurzfristiges Krisentreffen gebeten habe. Die Athener Regierung teilte mit, Tsipras und Juncker wollten sich vor dem EU-Gipfel in gut zwei Wochen treffen.

Kreml-Kritiker Nawalny nach Arrest wieder frei

Nach 15 Tagen Arrest wegen unerlaubter Werbung für eine Oppositionskundgebung ist der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny wieder frei. „Hallo allerseits“, twitterte Nawalny, als er heute ein Moskauer Gefängnis verließ.

Wegen seines Arrests konnte Nawalny nicht an Boris Nemzows Beerdigung am Dienstag teilnehmen. Nemzow war vor einer Woche hinterrücks in der Nähe des Kreml von einem Unbekannten erschossen worden. Nawalny ist wie Nemzow Gegner von Präsident Wladimir Putin. Gegenüber Journalisten sagte Nawalny beim Verlassen der Haftanstalt, dass er nun das Grab Nemzows besuchen und sich von ihm verabschieden wolle.

Polizeischutz für Nemzows Lebensgefährtin

Die ukrainische Lebensgefährtin des ermordeten Oppositionspolitikers erhält nach Morddrohungen in ihrer Heimat unterdessen Polizeischutz. Generalstaatsanwalt Viktor Schokin habe angeordnet, „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“, um „das Leben und die Gesundheit“ der 23-Jährigen zu schützen, sagte ein Sprecher der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft.

Es seien mehrere „Spezialkräfte der Polizei“ abgestellt worden, um Durizka zu beschützen. Nähere Angaben zu den Morddrohungen machte er nicht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ermittelt die Polizei in Bila Tserkwa wegen Mordversuchs. Durizka war am Montagabend in die Ukraine zurückgekehrt. Die 23-Jährige ist die Hauptaugenzeugin des Mordes an Nemzow. Das Model war mit dem 55-Jährigen in Moskau unterwegs, als dieser in der Nacht auf Samstag getötet wurde.

Ukraine: EU droht Russland mit neuen Sanktionen

Die EU droht Russland laut britischen Angaben mit neuen Sanktionen. Weitere mögliche Strafmaßnahmen würden vorbereitet, sagte der britische Außenminister Philip Hammond heute in Warschau.

Sollte das Abkommen von Minsk gebrochen werden oder es zu „weiteren russischen Aggressionen“ kommen, könnten diese rasch in Kraft treten, ergänzte Hammond. Bestehende Sanktionen müssten aufrechterhalten werden, bis die Minsker Vereinbarung vollständig umgesetzt sei.

Kurz gegen neue Sanktionen

Heute treffen sich die EU-Außenminister in Lettlands Hauptstadt Riga zu informellen Beratungen. Während Hammond die Einigkeit der Europäischen Union (EU) in der Sanktionsfrage betonte, hat sich Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) heute erneut gegen neue EU-Sanktionen ausgesprochen.

„Die EU-Außenminister sollten heute in erster Linie besprechen, wie wir gemeinsam mit der OSZE zur nachhaltigen Sicherung des Waffenstillstandes beitragen können. Das Abkommen von Minsk ist ein Hoffnungsschimmer“, sagte Kurz heute vor dem informellen Treffen in Riga.

„Heute nicht auf der Tagesordnung“

Auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die EU-Staaten müssten finanzielle, technische und personelle Unterstützung für die OSZE-Mission in der Ukraine besprechen. Deutschland wolle, dass sich mehr Beobachter zur Verfügung stellen. Entscheidend sei, dass die OSZE-Mission von den Konfliktparteien akzeptiert werde. Neue Sanktionen gegen Russland werden „heute nicht auf der Tagesordnung stehen“, sagte Steinmeier.

Mehrere Verletzte bei Angriff mit Auto in Jerusalem

Bei einer erneuten mutmaßlichen Attacke auf Fußgänger mit einem Auto sind heute in Jerusalem mehrere Menschen verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Angriff an der Bahnlinie, die entlang der alten Grenze zwischen West- und Ostjerusalem verläuft. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden fünf Menschen verletzt.

Zuletzt weitere Vorfälle

In den vergangenen Monaten waren in Jerusalem bereits mehrere ähnliche Attentate verübt worden. Im Oktober raste ein junger Palästinenser an einer Straßenbahnhaltestelle mit seinem Auto in eine Fußgängergruppe. Ein Baby und eine junge Frau wurden getötet, der flüchtende Attentäter wurde von einem Polizisten erschossen.

Anfang November hatte ein Palästinenser aus einem Flüchtlingslager in Ostjerusalem drei Grenzpolizisten überfahren und war dann mit seinem Wagen nur wenige hundert Meter von dem ersten Anschlagsort entfernt in eine Menschenmenge an einer Straßenbahnhaltestelle gerast. Dann sprang er aus seinem Wagen und schlug mit einer Eisenstange auf Passanten ein, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Ein Polizist wurde bei dem Anschlag getötet, neun weitere Menschen wurden verletzt.

Iran deutet Entgegenkommen im Atomstreit an

Der Iran hat Bereitschaft angedeutet, zumindest Teile seines umstrittenen Atomprogramms für zehn Jahre auf Eis zu legen. Wenn es eine Abmachung gebe, sei der Iran vorbereitet, bestimmte Beschränkungen für eine bestimmte Zeitspanne zu akzeptieren, sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif gestern in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN.

Iranische Medien hatten zwei Tage zuvor noch unter Berufung auf Sarif berichtet, dass die Forderung von US-Präsident Barack Obama nach einem Einfrieren des Atomprogramms unannehmbar sei.

Frist bis Ende Juni

Der Iran verhandelt seit vielen Monaten mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates Russland, China, USA, Frankreich und Großbritannien sowie mit Deutschland über sein Atomprogramm.

Westliche Staaten werfen der Islamischen Republik vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Nuklearenergie Atomwaffen zu entwickeln. Die Verhandlungspartner haben sich eine Frist bis Ende Juni für eine Einigung gesetzt, bei der im Gegenzug für Einschränkungen beim Atomprogramm die internationalen Sanktionen gegen den Iran gelockert würden. Die westlichen Staaten setzen darauf, dass bis Ende März ein politisches Rahmenabkommen gelingen könnte.

Vier Todesurteile in Tansania wegen Mordes an Albino-Frau

Wegen der Ermordung einer Albino-Frau in Tansania hat ein Gericht vier Angeklagte zum Tode verurteilt. Das Gericht in Mwanza im Norden des Landes hat das Urteil gestern gefällt.

Die 32-jährige Frau war bereits 2008 ermordet und verstümmelt worden. Die Täter hatten ihr beide Arme und ein Bein abgetrennt. Unter den Verurteilten ist auch der Mann des Opfers.

Auch viele Kinder unter getöteten Albinos

Trotz eines Verbots der Regierung verwenden selbst ernannte Zauberer in Tansania immer wieder die Körperteile von Albinos für ihre Rituale. Albinos, denen Farbpigmente in Haut, Haaren und Augen fehlen, gelten in dem Land und anderen Teilen Afrikas als Glücksbringer und Vorboten von Reichtum.

Ihre Körperteile werden nach UNO-Angaben für umgerechnet je rund 500 Euro verkauft, ein ganzer Leichnam wird mit bis zu 65.000 Euro gehandelt.

Allein in Tansania wurden seit dem Jahr 2000 74 Albinos ermordet, darunter viele Kinder. UNO-Experten warnen vor einer Zunahme von Angriffen im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im Oktober, da Wahlkämpfer häufig auf die Unterstützung von Hexern setzten.

Inland

Heta-Schuldscheine: Anadi Bank will nicht zahlen

Die Austrian Anadi Bank, die die Hypo Österreich vor zwei Jahren übernommen hat, soll 99 Millionen Euro für Heta-Schuldscheine zahlen. Die ausländischen Investoren seien „irritiert“, sagte Anadi-Vorstand Martin Czurda heute. Man werde den Bescheid vermutlich anfechten - dann müsste das Land einspringen.

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„Optimalvariante“: Kärnten setzt auf Hypo-Generalvergleich

Spätestens seit der jüngsten Entwicklung in der Causa Hypo Alpe-Adria steht das Thema auch in der Kärntner Landespolitik wieder ganz oben auf der Agenda. Gestern wurde nach einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung von der Landesregierung bekräftigt, sich nun „auf alles“ vorbereiten zu wollen.

Mit Blick auf die rund zehn Milliarden schweren Landeshaftungen wird nicht zuletzt aber auf die Verhandlungen zwischen Bund und Gläubigern gesetzt und als „Optimalvariante“ ein Generalvergleich genannt. Auch werde keine unmittelbare finanzielle Verpflichtung gesehen - Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) stellte gleichzeitig aber klar: „Zahlungen bis hin zur Insolvenz bedrohen unser Bundesland.“

Mehr dazu in „Kärnten auf den Kopf stellen“

Sport

Eishockey: Bühne frei für Play-off-Spektakel in EBEL

In der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) beginnt heute mit dem Viertelfinale die heiße Phase. Die Rollen beim Play-off-Start sind dabei unterschiedlich klar verteilt. Während Red Bull Salzburg gegen den VSV als klarer Favorit in die „Best of seven“-Serie startet, geht es in den anderen drei Paarungen enger her.

Die Black Wings Linz empfangen mit dem HC Bozen den EBEL-Titelverteidiger, die Vienna Capitals reisen zum Nachbarschaftsduell nach Fehervar. Und der KAC fühlt sich gegen Znojmo im Aufwind. Ein Spektakel scheint garantiert.

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Bundesliga: Lage im „Keller“ spitzt sich zu

Nicht nur die Übergabe der roten Laterne von Wr. Neustadt an die Admira hat dem Ringen um den Bundesliga-Klassenerhalt neue Schärfe verliehen. Auch in Grödig geht spätestens seit der Heimpleite gegen die Neustädter am Mittwoch die Abstiegsangst um, wenn man auch zwei Partien weniger ausgetragen hat.

Nur vier Punkte liegen zwischen den achtplatzierten Salzburgern und den Südstädtern. SV Ried dagegen verschaffte sich mit dem Sieg beim WAC wieder Luft.

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Fußball: Stuttgart startet in Wochen der Wahrheit

Fünf Punkte fehlen Schlusslicht Stuttgart in der deutschen Bundesliga bereits auf den rettenden 15. Tabellenrang. Die Auswahl von Trainer Huub Stevens ist im Abstiegskampf damit elf Runden vor Schluss auf jedes Erfolgserlebnis angewiesen. Ohne den gesperrten Martin Harnik wollen die Stuttgarter deshalb bereits heute gegen Hertha BSC die Basis für eine Aufholjagd schaffen.

Allerdings wartet der VfB daheim seit September auf einen vollen Erfolg. Stevens blieb vor seinem vermeintlichen Abschiedsspiel betont gelassen. „Danach kommen noch zehn Schicksalsspiele“, relativierte der Niederländer die Bedeutung der Partie.

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Wirtschaft

Athen zahlt fristgemäß Schuldenrate an IWF

Griechenland hat heute fristgemäß 310 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) gezahlt. Das bestätigten Kreise des Finanzministeriums heute.

Das Land muss bis Ende März weitere 1,19 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Die Kassen in Athen sind fast leer. Insgesamt muss Athen im März Verpflichtungen im Umfang von gut 6,85 Milliarden Euro erfüllen.

In Athen wird mit Hochdruck an einer Liste von Maßnahmen gearbeitet, die noch heute an die Euro-Gruppe verschickt werden soll. Darin werden nach Aussagen eines Mitarbeiters des Finanzministeriums „konkrete Zahlen und Maßnahmen“ genannt, wie sie die Euro-Gruppe sehen will. Erst dann könnte Athen auf eine Teilauszahlung ausstehender Hilfen in Höhe von 7,2 Milliarden Euro hoffen.

Nach Club Med: Chinesen steigen bei Thomas Cook ein

Der britische Reisekonzern Thomas Cook hat einen neuen Großaktionär aus China. Der Club-Med-Eigner Fosun des chinesischen Milliardärs Guo Guangchang steigt mit fünf Prozent bei Thomas Cook ein, wie die Unternehmen heute mitteilten.

Fosun will den Anteil nach eigenen Angaben auf zehn Prozent aufstocken. Der Fosun-Vorstand erklärte, nicht an einer Komplettübernahme des Reisekonzerns interessiert zu sein.

Erst vor kurzem Club Med übernommen

Erst seit kurzem hat der chinesische Konzern ein Standbein im europäischen Tourismussektor. Fosun verleibte sich Anfang des Jahres den französischen Ferienclubbetreiber Club Mediterranee ein.

Für den fünfprozentigen Anteil an Thomas Cook legt Fosun nun umgerechnet 127 Millionen Euro (91,9 Mio. Pfund) auf den Tisch. Thomas Cook erhofft sich von dem Deal, dass sich für den Konzern mittelfristig die Tür zum chinesischen Tourismusmarkt öffnet. Zudem sollen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Club Mediterranee ausgelotet werden.

Chronik

Aggressiver Dachs besetzte Luxushotel in Stockholm

Ein aggressiver Dachs hat heute Früh Gäste und Mitarbeiter eines Stockholmer Luxushotels verschreckt. Das Tier blockierte den Eingang des Hotels Radisson Blu in der schwedischen Hauptstadt.

„Ein verrückter oder gestresster Dachs hindert das Personal und die Kunden eines großen Hotels, ihr Auto hinauszufahren oder ihr Gepäck zu holen“, erklärte die Polizei auf ihrer Website. „Das gestresste Tier weigert sich, den Ort zu verlassen, daher muss die Polizei die Wildtierbehörde einschalten, um das Problem zu lösen.“

Nach etwa 40 Minuten konnte das Raubtier vertrieben werden. In dem von Wasser und Wäldern durchzogenen Stockholm gibt es viele Wildtiere. Am Stadtrand leben sogar Elche.

Neun Tonnen Schildkrötenfleisch in Pakistan beschlagnahmt

In Pakistan haben Zollbeamte rund neun Tonnen Schildkrötenfleisch beschlagnahmt. Die Schmuggelware sei für China und Hongkong bestimmt gewesen, sagte Irfan Javed von der Zollbehörde in der Hafenstadt Karachi heute.

Das Schildkrötenfleisch war als getrockneter Fisch gekennzeichnet gewesen, aber Zollbeamte bemerkten den ungewöhnlichen Geruch und öffneten die Sendung gemeinsam mit Wildtierexperten.

Fleisch von 4.000 Schildkröten

Wie Jein Vertreter der der Tierschutzbehörde der Provinz Sindh sagte, wurden geschätzte 4.000 gefährdete Süßwasserschildkröten für diese Fleischmenge getötet. Gegen den Exporteur wurde Anzeige erstattet.

Science

Gesundheit

Jede fünfte Frau von Eisenmangel betroffen

Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Schlafstörungen: In Österreich leidet jede fünfte Frau an Eisenmangel. Die Symptome ähneln jenen einer Depression, daher ist die Diagnose nicht leicht, warnten heute Ärzte bei einer Pressekonferenz des Netzwerks Eisencheck.at.

Betroffene fühlen sich müde und schlapp

Die Hauptaufgabe des Spurenelements Eisen besteht in der Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen. Passiert das nicht, fehlt den Zellen Energie, die Betroffenen fühlen sich angeschlagen und schleppen sich durchs Leben.

„In manchen Fällen geht der Eisenmangel in eine Blutarmut über“, führte Sabine Lahnsteiner, Allgemeinmedizinerin aus Amstetten, aus. „Dann kann es zu Herzrasen, Atemnot, Schwindel und schließlich dem Kollaps kommen.“

Schwangere und Sportler mit erhöhtem Bedarf

Besonders in der Schwangerschaft haben Frauen einen erhöhten Eisenbedarf - der Körper muss 30 Prozent mehr Blut bilden, um das Kind zu versorgen. Ebenfalls häufig tritt Eisenmangel bei Sportlern auf. Für ein ansprechendes Leistungsniveau ist ein gefüllter Eisenspeicher jedoch unabdingbar.

Hülsenfrüchte und Fleisch

Die Ärzte fordern eine erhöhte Aufmerksamkeit und Bekämpfung der häufigste Mangelerkrankung weltweit. Denn Eisen wird vom Körper nicht selbst produziert, sondern wird über die Nahrung - einerseits über pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse und Hülsenfrüchte, andererseits über Fleisch, Innereien, Fisch und Meeresfrüchte - aufgenommen. Zusätzlich ist die Einnahme von Tabletten oder Säften möglich, die dem Körper künstlich Eisen zuführen sollen.

IT

Auch Windows- und Linux-Systeme von SSL-Lücke betroffen

Von der jüngst entdeckten Sicherheitsschwachstelle Freak sind offenbar mehr Systeme betroffen als ursprünglich angenommen. Microsoft warnt, dass auch alle aktuellen Windows-Versionen sowie der Internet Explorer eine Schwachstelle haben, die das Auslesen von Datenverkehr über SSL-Verbindungen erleichtert.

Wie die IT-Website Heise berichtet, sind auch Linux-Systeme betroffen. Bisher hieß es, dass vor allem Google-Browser (Android und Chrome) sowie Apples Safari vor Angriffen nicht sicher sind.

Veraltete Verschlüsselung leicht zu knacken

Die Schwachstelle Freak (Factoring Attack on RSA-EXPORT Keys) ermöglicht, dass beim Ansteuern bestimmter Websites eine alte und schwache Verschlüsselung zum Einsatz kommt, die leicht geknackt werden kann.

Damit könnten sensible Daten, für die gerade SSL-Verbindungen als Schutz zum Einsatz kommen, ausgelesen werden. Betroffen sind davon unter anderem auch die Website der US-Bundespolizei FBI.

Medien

Zeitungsartikel online gestellt: Sechs Jahre Haft für Spanier

Zwei Spanier sind wegen Urheberrechtsverletzungen im großen Stil zu sechs Jahren Haft verurteilt wurden. Sie hatten die Inhalte zahlreicher europäischer Zeitungen und Zeitschriften über ein Internetportal verbreitet, ohne die Zustimmung der jeweiligen Verlage einzuholen.

Der Nationale Gerichtshof in Madrid verurteilte die beiden Männer zu je sechs Jahren Haft. Das ist nach spanischen Medienberichten die härteste Strafe, die in Spanien je wegen Urheberrechtsverletzungen im Netz verhängt wurde.

Inhalte von über 17.000 Exemplaren publiziert

Die Männer hatten nach Angaben des Gerichts ohne Erlaubnis der jeweiligen Verleger die Inhalte von über 17.000 Exemplaren von Zeitungen und Zeitschriften aus Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Russland und den Niederlanden angeboten.

Die beiden Männer seien sich der Illegalität ihrer Aktivität bewusst gewesen, betonte das Gericht. Sie wurden wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums und wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt.

Höhe des Schadenersatzes noch nicht festgelegt

Die Angeklagten müssen nach dem Urteil der Richter auch Entschädigungszahlungen leisten, deren Höhe später festgelegt werden soll. Sie dürfen zudem fünf Jahre lang keine Websites betreiben. Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen, weil seine Beteiligung an der Tat nicht nachgewiesen werden konnte.

Religion

Song Contest

„Du fährst nach Wien“: Deutschlands Zweite wird Erste

Der deutsche Vorentscheid „Unser Song für Österreich“ ist nicht so verlaufen, wie von der ARD geplant. Der Gewinner des Abends - Andreas Kümmert - übergab noch auf der Bühne sein Wien-Ticket an die zweitplatzierte Ann Sophie. Moderatorin Barbara Schöneberger akzeptierte die Übergabe mit einem klaren „Du fährst jetzt nach Wien“ - das bietet Stoff für Diskussionen.

Mehr dazu in in songcontest.ORF.at

Kultur

Leute

Tschechien verlost Abendessen mit Präsident Zeman

Ein einzigartiger Tombolapreis wird in Tschechien verlost: ein Fünfgängiges Abendessen mit Staatspräsident Milos Zeman und dessen Ehefrau Ivana Zemanova. Das Abendessen ist der Hauptpreis beim ersten Ball des Staatschefs auf der Prager Burg am 20. März.

Der Ball findet anlässlich des zweiten Jahrestags von Zemans Amtsantritt am 8. März 2013 statt, wie tschechische Medien heute unter Berufung auf Zemans Sprecher Jiri Ovcacek berichteten.

Eishockeytickets und Wild als weitere Preise

Weitere Preise sind eine Karte für das Finale der heurigen Eishockeyweltmeisterschaft, die in Tschechien stattfinden wird, sowie Wild aus dem Gehege des Präsidentenschlosses im mittelböhmischen Lany.

Zum Ball werden 700 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Diplomatie erwartet, wobei die Eintrittskarte bis zu 10.000 Kronen (364,67 Euro) kostet. Der Erlös soll in Stiftungen des Präsidentenpaares fließen, je zur Hälfte in die Kinderschutzstiftung von Ivana Zemanova und in Zemans Fonds für die Tilgung der Staatsschulden.