Inland

Schulsparpläne: Landesschulräte, Gewerkschaft zufrieden

Sparen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung - damit haben weder die Landesschulräte noch die Gewerkschaft ein Problem. Das ist das Ergebnis von zwei Treffen von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) mit Vertretern der beiden Gruppen in Wien.

Lehrergewerkschafter Paul Kimberger zeigte sich heute im Ö1-Interview froh, dass man die ursprünglichen Sparpläne abwenden konnte.

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Eltern: Hauptsache kein Sparkurs im Unterricht

Auch Elternvertreter nehmen die neuen Sparpläne hin. Begeisterung komme nicht auf, aber die Kürzungen der Gantagesschulausgaben sei akzeptabel, weil nicht beim Unterricht gespart werde.

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Faymann verteidigt Heinisch-Hosek

Gestern musste sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) im Parlament einer Dringlichen Anfrage der Grünen zur Bildungspolitik stellen. Dabei verteidigte der Kanzler die Schulsparpläne seiner Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek.

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Armenier in Wien gedachten Genozids vor 99 Jahren

Die armenische Gemeinde in Österreich hat gestern Abend in der Feierstunde in Wien des Völkermordes an ihren Landsleuten in der Türkei vor 99 Jahren gedacht. Heinrich Neisser (ÖVP), der frühere Zweite Nationalratspräsident, forderte die Anerkennung des Genozids durch die Europäer.

Für die EU, die für die Einhaltung der Menschenrechte eintritt, wäre die Anerkennung „eine Testfrage“, so Neisser. Gerade für Menschen, die in der Diaspora leben wie viele Armenier, sei die Identitätsfrage besonders wichtig, führte Neisser aus. Eine Anerkennung dieses Völkermordes wäre eine Anerkennung von Fakten.

Die oft beschworene europäische Identität sei nur dann möglich, wenn es einen Konsens hinsichtlich der Geschichte in Europa gibt. Im Übrigen wäre es „ein fataler Irrtum“ zu glauben, dass es keinen Genozid mehr geben könne. Völkermorde der jüngeren Zeit wie in Afrika hätten das gezeigt.

Kurz skeptisch über EU-Beitritt der Ukraine

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) fordert neue Impulse in der EU-Erweiterungspolitik. Ein „Mehr an Erweiterungsperspektive“ wäre eine Antwort auf die Frustration viele Bürger, sagte Kurz gestern bei einer Festveranstaltung zum zehnten Jahrestag der großen EU-Osterweiterung in Wien. Skeptisch äußerten sich er und mitteleuropäische Amtskollegen zu einem EU-Beitritt der Ukraine.

Die EU müsse sich weiterentwickeln, damit sie international nicht den Anschluss verliere, betonte Kurz. „Wir brauchen als Antwort auf die Frustration ein Mehr an Transparenz, ein Mehr an Mitsprachemöglichkeit und ein Mehr an Erweiterungsperspektive für die Länder, die noch nicht Mitglied werden konnten“, sagte er mit Blick auf die Westbalkan-Staaten.

EU müsse Partnerschaftsmodelle „überdenken“

Er verwies auf die positiven Erfahrungen der Erweiterungsrunde 2004, von der nicht nur die Neumitglieder profitiert hätten, sondern die auch Österreich ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent jährlich beschert habe. Das müsse man sich „in Erinnerung rufen, wo immer mehr Kritik an der EU laut wird“.

Allerdings müsse die EU ihre Partnerschaftsmodelle „überdenken“, weil sie „mit dem reinen Streben nach Erweiterung Länder wie Moldawien oder die Ukraine in eine Zerreißprobe gedrängt“ habe. Für diese Länder müsse es Lösungen geben, die „keine Entweder-Oder-Entscheidung“ bedeuten.

U-Ausschuss-Reform: Zeitplan für Verhandlungen steht

Nach der Nationalratssondersitzung hat gestern im Parlament ein Klubobleute-Treffen zur Reform der Untersuchungsausschüsse stattgefunden. Dabei ist laut Angaben von SPÖ und ÖVP der weitere Zeitplan für die Verhandlungen festgelegt worden.

Bei der Sitzung haben die Parteien ihre Positionen ausgetauscht. Für SPÖ-Klubchef Andreas Schieder herrschte dabei „gutes Klima“, er sei zuversichtlich, dass der Zeitplan, bis zum Sommer zu einer Einigung zu kommen, hält, teilte eine Sprecherin der APA mit. Auch für ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka war das Treffen ein „durchaus konstruktiver Start“.

Wöchentliche Treffen

Ab nächster Woche soll es nach Angaben der Regierungsparteien wöchentliche Treffen der zuständigen Abgeordneten geben, zwölf Termine bis Anfang Juli seien vereinbart worden, sagte Lopatka. Die Klubobleute wollen sich dazwischen auch immer wieder treffen, wenn es Ergebnisse gebe, das nächste Mal am 15. Mai.

Ausgemacht wurde laut Lopatka auch, dass die Themen der Reform in einer geordneten Reihenfolge diskutiert werden sollen. Starten will man demnach mit der Einsetzung und dem Untersuchungsgegenstand, dann sollen Vorsitz und Streitbeilegung verhandelt werden.

Wie Team-Stronach-Klubchefin Kathrin Nachbaur und NEOS der APA mitteilten, ist außerdem von SPÖ und ÖVP in Aussicht gestellt worden, bis nächste Woche ein gemeinsames Papier vorzulegen. Man werde eine gemeinsame Position vorlegen, soweit es möglich sei, so Lopatka. Angaben von NEOS zufolge könnte es auch sein, dass die Opposition einen gemeinsamen Vorschlag erarbeitet.

Ausland

UNO droht wegen Gewalt im Südsudan mit Sanktionen

Wegen der Gewalt im Südsudan hat der UNO-Sicherheitsrat allen beteiligten Parteien mit Sanktionen gedroht. In einer gestern in New York verabschiedeten Erklärung zeigte sich das Gremium „entsetzt und erzürnt“ über die Tötung hunderter Zivilisten.

Zugleich drohte der Sicherheitsrat in klarer Anspielung auf mögliche Sanktionen damit, „geeignete Maßnahmen gegen alle Verantwortlichen“ zu erwägen. Die angedrohten Massnahmen würden sowohl für die Regierung als auch für die Rebellen im Südsudan gelten. Alle Menschenrechtsverletzungen müssten sofort aufhören.

Seit 2001 Tausende Menschen getötet

Nach Angaben der Vereinten Nationen hatten Anhänger des früheren südsudanesischen Vizepräsidenten Riek Machar nach der Wiedereroberung der Stadt Bentiu im Norden des Landes in der vergangenen Woche hunderte Menschen anderer Stämme getötet.

Die Rebellen machten demnach zwei Tage lang gezielt Jagd auf Menschen, die sie für ihre Gegner hielten. Die Rebellen wiesen diese Vorwürfe zurück und machten ihrerseits Regierungstruppen verantwortlich.

900.000 Zivilisten auf der Flucht

Im Südsudan war Mitte Dezember ein schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dem im Jahr 2013 entmachteten Machar eskaliert. Die beiden Politiker gehören unterschiedlichen Ethnien an, deren Verhältnis untereinander seit Jahren gespannt ist.

Seit Beginn des bewaffneten Konflikts in dem erst im Jahr 2011 gegründeten afrikanischen Staat wurden tausende Menschen getötet. Etwa 900.000 Zivilisten sind auf der Flucht.

Wut bei Beisetzung von Tänzer nach Unruhen in Rio

Zwei Tage nach den schweren Unruhen nahe der Copacabana in Rio de Janeiro ist unter großer Anteilnahme der Tänzer beigesetzt worden, dessen Tod die Straßenschlachten ausgelöst hatte.

Rund 400 Menschen erwiesen Douglas Rafael da Silva Pereira gestern die letzte Ehre. Dabei mischte sich in die Trauer immer wieder Wut auf die brasilianischen Sicherheitskräfte, die den 25-Jährigen getötet haben sollen.

Tumulte nach dem Begräbnis

Während die meisten der Trauernden nach der Beisetzung friedlich nach Hause gingen, lieferten sich etwa 20 bis 30 Menschen an einer Straßenkreuzung Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei setzte die Polizei laut Medienberichten Tränengas ein.

Bei Schießerei zwischen Polizei und Dealern getötet

Der durch TV-Sendungen bekannte Tänzer war ein Idol für viele junge Slumbewohner. Er geriet nach Darstellung von Freunden in eine Schießerei zwischen Drogendealern und Polizisten. Er habe sich in einen Kinderhort geflüchtet, sei jedoch von den Sicherheitskräften aufgegriffen und zu Tode geprügelt worden. Die Polizei sprach hingegen davon, der 25-Jährige sei nach einem Sturz gestorben.

Obama in Südkorea - Warnschüsse gegen Nordkorea

US-Präsident Barack Obama ist heute zur zweiten Station seiner Asienreise in Südkorea eingetroffen. Unmittelbar vor seiner Ankunft hatte die südkoreanische Marine Warnschüsse auf zwei Patrouillenboote Nordkoreas abgefeuert.

Die Schiffe des kommunistischen Nordens seien „eine Seemeile weit“ in südkoreanische Hoheitsgewässer eingedrungen, so das Verteidigungsministerium in Seoul.

Beim Treffen mit Präsidentin Park Geun Hye in Seoul stehen die Sicherheitsallianz beider Länder und das nordkoreanische Atomprogramm im Mittelpunkt. Nach Einschätzung Südkoreas könnte Nordkorea jederzeit seinen vierten Atomtest unternehmen.

Nordkorea selbst hatte Ende März mit einer „neuen Form eines Atomtests“ gedroht. In Japan hatte Obama gestern betont, dass im Atomstreit mehr Druck auf das kommunistische Regime in Pjöngjang nötig sei. Weitere Stationen seiner einwöchigen Asientour sind Malaysia und die Philippinen.

Kreml-Kritiker Nawalny bleibt in Hausarrest

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny entgeht zunächst einer Haftstrafe, soll aber weitere sechs Monate im Hausarrest bleiben. Das ist das Ergebnis der ersten Verhandlung eines Betrugsprozesses gegen den 37-jährigen Angeklagten gestern vor einem Moskauer Gericht.

Nawalny und seinem Bruder Oleg wird vorgeworfen, 26 Millionen Rubel (590.000 Euro) aus einem Geschäft mit der russischen Tochter des französischen Kosmetikkonzerns Yves Rocher und mehr als vier Millionen Rubel von der russischen Firma MBK veruntreut sowie 21 Millionen Rubel Schwarzgeld weißgewaschen zu haben.

Zahlreiche Verfahren noch offen

Bei einer Verurteilung in diesem Fall drohen Nawalny bis zu zehn Jahre Straflager. Derzeit steht Nawalny unter Hausarrest. Er muss sich in zahlreichen Verfahren vor Gericht verantworten. So befand ihn ein Gericht in Moskau für schuldig, einen Vizepräsidenten der Staatsduma im Zusammenhang mit einer angeblichen Immobilienaffäre verunglimpft zu haben. Nawalny wurde dazu verurteilt, die von ihm verbreiteten Informationen öffentlich zurückzuziehen.

Am Dienstag war Nawalny wegen Beleidigung eines Kommunalpolitikers eine Geldstrafe in Höhe von 300.000 Rubel (6.000 Euro) auferlegt worden. Auch in diesem Fall verzichtete das Gericht jedoch darauf, die gegen Nawalny bereits bestehende Bewährungsstrafe aufgrund des neuen Urteils in eine Gefängnisstrafe umzuwandeln.

Wirtschaft

Mehr Geld für Wissenschaftsfonds

Der Wissenschaftsfonds FWF erhält zwischen 2016 und 2018 insgesamt 550 Mio. Euro. Das berichtet der „Standard“ unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Insgesamt wird das Wissenschaftsbudget im Finanzrahmen in diesem Zeitraum um 300 Mio. Euro aufgestockt. 243 Mio. Euro davon gehen an den FWF, der so zusammen mit seinem derzeitigen Budget auf 550 Mio. Euro kommt.

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hatte für den Hochschul- und Forschungsbereich bis 2018 einen zusätzlichen Finanzbedarf von 1,6 Mrd. Euro angemeldet. Davon waren für die Absicherung der Forschungsfinanzierung etwa beim FWF und der ÖAW 383 Mio. Euro veranschlagt. Die nun zugesagten zusätzlichen 300 Mio. Euro liegen zwar unter dieser Forderung, der FWF soll damit aber erstmals ein abgesichertes Budget erhalten.

Für Slim-Deal: ÖIAG braucht bis zu 280 Millionen

Die Staatsholding ÖIAG wird sich mit 250 bis 280 Millionen Euro neu verschulden müssen, um ihren Mehrheitsanteil an der Telekom Austria (TA) halten zu können. Das sagte ÖIAG-Chef Rudolf Kemler gestern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem künftigen mexikanischen Partner America Movil (Amov) des Milliardärs Carlos Slim.

Der ÖIAG-Aufsichtsrat hatte am Mittwochabend nach einem Sitzungschaos die neue Allianz besiegelt. Kritik kommt weiterhin vonseiten der Arbeiterkammer und der Kleinaktionäre. Sie sehen in dem Abkommen einen „Unterwerfungsvertrag“.

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Neuer Schuldenschnitt für Griechenland möglich

Der frühere Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hält einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland für möglich. „Ich wünsche keinem Präsidenten der Eurogruppe, das erneut tun zu müssen, aber ich schließe es aber auch nicht endgültig aus“, so der Spitzenkandidat der europäischen Christdemokraten für das Amt des nächsten EU-Kommissionschefs zur deutschen "Stuttgarter Zeitung.

Das finanziell weiterhin angeschlagene Griechenland hatte am Mittwoch erstmals seit zehn Jahren wieder einen Primärüberschuss im Haushalt verbucht. Die Zinslast ist dabei zwar herausgerechnet - Athen hat nun aber bessere Aussichten auf ergänzende Finanzhilfen. Vor zwei Wochen gab Griechenland auch erfolgreich neue Staatsanleihen aus.

Private mussten auf Forderungen verzichten

Im Rahmen des letzten Schuldenschnitts mussten private Gläubiger 2012 auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Die Last der Verbindlichkeiten wurde so um rund 100 Milliarden Euro gedrückt. Die griechische Regierung strebt derzeit aber nur Erleichterungen wie die Streckung von Zahlungsfristen und eine Senkung der Zinsen an.

Japan und USA ohne Einigung bei Handelsabkommen

Japan und die USA haben bei ihren zähen Verhandlungen über ein transpazifisches Freihandelsabkommen (TPP) weiter keine Einigung erzielen können.

Einen Tag nach dem Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe hielten beide Seiten heute in einer gemeinsamen Erklärung fest, dass es für eine Vereinbarung noch viel Arbeit bedürfe.

USA im Inselstreit auf Japans Seite

Darin wird auch noch einmal schriftlich festgehalten, dass die USA im Inselstreit zwischen Japan und China an der Seite Tokios stehen. Entsprechende Worte Obamas hatten umgehend Kritik aus China nach sich gezogen.

Amazon übertrifft Umsatzerwartungen

Der US-Onlinehändler Amazon hat seinen Umsatz deutlicher als erwartet gesteigert. Die Erlöse im ersten Quartal seien um 23 Prozent auf rund 19,7 Milliarden Dollar (14,2 Mrd. Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 19,4 Milliarden gerechnet. Der Nettogewinn kletterte um 32 Prozent auf 108 Millionen Dollar.

Pro Aktie waren es 23 Cent, was die Erwartungen punktgenau traf. Amazon-Aktien stiegen nachbörslich um 1,7 Prozent.

Sport

Tennis: Thiem und Melzer in Barcelona out

Für Dominic Thiem und Jürgen Melzer war gestern beim ATP-Turnier in Barcelona Endstation. Der 20-jährige Thiem musste sich nach hartem Kampf dem Kolumbianer Santiago Giraldo in drei Sätzen geschlagen geben, wobei er im Entscheidungssatz eine 5:3-Führung verspielte. Der 32-jährige Melzer unterlag dem als Nummer zehn eingestuften Philipp Kohlschreiber in zwei Sätzen und verlor damit auch sein viertes Duell mit dem Deutschen.

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Judo: Filzmoser erobert EM-Bronze

Sabrina Filzmoser hat ihrer Sammlung die nächste Medaille hinzugefügt. Die Oberösterreicherin gewann gestern bei den Judo-Europameisterschaften in Montpellier die Bronzemedaille. Die 33-Jährige setzte sich in der Klasse bis 57 kg im Kampf um den dritten Platz gegen die Bulgarin Iwelina Iljiewa durch. Ludwig Paischer wurde in der Kategorie bis 60 kg Siebenter.

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Champions League: Alaba rechnet mit Finaleinzug

Auch wenn das Halbfinal-Hinspiel bei Real Madrid am Mittwoch mit 0:1 verloren gegangen ist, rechnet David Alaba weiter mit dem Einzug seiner Bayern ins Finale der Champions League: „Wir glauben weiter daran. Der Trainer wird uns mitgeben, was wir brauchen“. Vor allem der am Mittwoch fehlende letzte Pass soll am Dienstag in München wieder kommen. „Das müssen wir im Rückspiel besser machen“, hofft der Wiener auf mehr Torchancen des Titelverteidigers.

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Chronik

Wien leidet unter Raupenplage

Eine Raupenart, die sich heuer besonders stark vermehrt, setzt derzeit in Wien den Blättern der Bäume stark zu. Vom sogenannten Frostspanner besonders stark betroffen sind der Wienerwald, die Steinhofgründe und der Laaer Wald.

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Weniger Verkehrsunfälle und -tote 2013

Der Straßenverkehr hat 2013 knapp neun Menschenleben pro Woche gefordert. Insgesamt starben 455 Menschen. Das ist die geringste Zahl seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1961. Gegenüber 2012 bedeutet das einen Rückgang um 76 Tote bzw. 14 Prozent.

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Saudi-arabischer Prinz tötet 2.000 bedrohte Vögel

Ein saudi-arabischer Prinz und Liebhaber der altüberlieferten Falknerei hat bei einer einzigen Jagdpartie in Pakistan mehr als 2.000 Vögel einer Art getötet, die vom Aussterben bedroht ist. Die örtlichen Behörden der südwestlichen Provinz Belutschistan zeigten sich gestern betrübt angesichts der Vogeljagd von Prinz Fahd Bin Sultan.

Bei der Falknerei, die auch Beizjagd genannt wird, werden abgerichtete Falken zum Jagen kleiner Vögel eingesetzt. Bei der Jagd des Prinzen traf es über 2.000 sogenannte Kragentrappen.

Ausnahmelizenz für Jagdgesellschaft

Eigentlich ist die Jagd auf Kragentrappen verboten, die pakistanischen Behörden vergeben aber mitunter Ausnahmelizenzen zum Fangen von 100 Vögeln in zehn Tagen. Der Prinz habe bei seinem dreiwöchigen Streifzug im Jänner aber „allein 1.977 Vögel selbst getötet und seine Begleiter 123“, beklagte ein Behördenvertreter. Nun wurden Forderungen laut, die Jagd ausnahmslos zu verbieten.

Medien

Concordia-Medienpreise an Ramsauer, Barth und Bacher

Kriegsreporterin Petra Ramsauer, Josef Barth und das Team des „Forums für Informationsfreiheit“ sowie der ehemalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher wurden gestern im historischen Sitzungssaal des Parlaments mit den Concordia-Medienpreisen ausgezeichnet.

Als „Mensch mit Widerspruch“ bezeichnete der Publizist Peter Huemer den Empfänger des Preises für das Lebenswerk: Der dreimalige ORF-Generalintendant Bacher habe das heutige Erscheinungsbild des Senders maßgeblich geprägt.

Barth und das „Forum für Informationsfreiheit“ wurden für ihre Initiative Transparenzgesetz.at mit dem Concordia-Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet. Der Medienexperte und Rechtsanwalt Alfred Noll illustrierte in seiner Laudatio das „elementare Recht auf Wissen, freie Rede und Information“ aller Bürger.

Krisen- und Kriegsreporterin Ramsauer wurde in der Kategorie Menschenrechte ausgezeichnet. Ihr gelinge es mit ihren Reportagen „den Blick auf das vermeintlich Kleinere zu lenken“, wie ORF-Journalistin Cornelia Vospernik in der Laudatio festhielt. Ihre Texte würden zeigen, „dass der Zusammenbruch von Ordnung immer mit dem Zusammenbruch von Menschenrechten einhergeht“.

Kultur

Architekt Hans Hollein ist tot

Der österreichische Stararchitekt Hans Hollein ist gestern im Alter von 80 Jahren gestorben. Wie seine Familie mitteilte, erlag er einer langen, schweren Krankheit. Hollein feierte erst am 30. März seinen 80. Geburtstag. Er war seit 1985 Österreichs einziger Träger des renommierten Pritzker-Preises und einer der Weltstars der Architektur. Hollein zeichnete für zahlreiche spektakuläre Bauten von New York bis zum Wiener Stephansplatz verantwortlich.

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Burgtheater: Aufsichtsrat genehmigt Bilanz

Der Aufsichtsrat des Wiener Burgtheaters hat in seiner gestrigen Sitzung die Bilanz 2012/13 genehmigt und die Geschäftsführung mit einem über 100 Punkte umfassenden Maßnahmenpaket für 2014/15 beauftragt.

Details sollen heute im Rahmen einer Pressekonferenz von der interimistischen künstlerischen Geschäftsführerin Karin Bergmann und dem kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Königstorfer vorgestellt werden.

Verlust von bis zu 19 Mio. Euro

„Die Presse“ bezifferte jüngst den zu erwartenden Bilanzverlust auf über 19 Millionen Euro. Die Bilanz dürfte laut „Presse“ nicht nur durch deutlich höhere zu erwartende Nachzahlungen für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge (acht Mio.), sondern auch durch Rückstellungen für die vom entlassenen Direktor Matthias Hartmann und der entlassenen Vizedirektorin Silvia Stantejsky angestrengten Verfahren beim Arbeits- und Sozialgericht (drei Mio.) getrübt werden.

Für eine dennoch positive Prognose und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer sollen eine Patronatserklärung der Holding in der Höhe von zehn Millionen, der Verkauf der Burg-Probebühne an Art for Art sowie ein günstiger Kredit der Bundesfinanzierungsagentur verantwortlich sein.

Glawogger-Tod: Ursprünglich Typhus-Diagnose

Einen Tag nach Bekanntwerden des plötzlichen Malaria-Todes des Filmemachers Michael Glawogger wurden in Absprache mit der Produktionsfirma Lotus Film sowie Glawoggers Witwe Details zum Krankheitsverlauf bekanntgegeben. Demnach erkrankte Glawogger am vergangenen Freitag in Harper, Liberia. Die Symptomatik habe vorerst eine Typhusinfektion nahegelegt, gegen die er entsprechend behandelt wurde.

Zunächst war „ein hochfiebriger Krankheitsverlauf von etwa drei Tagen erwartet“, heißt es in dem Statement. Am Ostermontag wurde, nachdem sich „nur instabile Besserungsphasen“ eingestellt hatten, bei einem zweiten Test Malaria tropica diagnostiziert, die Medikation entsprechend umgestellt und Michael Glawogger ins Krankenhaus von Monrovia geflogen.

Rückholung nicht mehr möglich

„Gleichzeitig wurde die Rückholung in die Wege geleitet, nach der er am frühen Morgen des Mittwoch in Wien eintreffen sollte. Die von Montag auf Dienstag eintretende rapide Verschlechterung seines Allgemeinzustandes führte aber währenddessen zu einem schrittweisen Organversagen, infolge dessen er am Dienstag um 23.40 Uhr MEZ auf dem Weg vom Krankenhaus zum Flughafen verstarb“, heißt es weiter.

„Die Reanimierung durch das kurz davor gelandete österreichische Ärzteteam blieb ohne Erfolg - ebenso wie zuvor die Versuche, in Liberia ein Dialysegerät beizustellen bzw. aus einem der Nachbarländer ein solches einzufliegen.“ Ob eine Dialyse geholfen hätte, bleibe jedoch Spekulation. „Eine bessere medizinisch-technische Ausstattung hätte die Chancen zur Rettung wohl erhöht, aber dieser Wettlauf mit der Krankheit wurde verloren.“

Science

Rieseneisberg auf dem Weg ins Südpolarmeer

Ein gewaltiger Eisberg von der Fläche des Bodensees treibt vor der antarktischen Küste. Er befindet sich rund 2.500 Kilometer südwestlich der Spitze Südamerikas. Die „B31“ benannte Scholle war bereits Anfang November vergangenen Jahres vom antarktischen Pine-Island-Gletscher abgebrochen.

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Deutsche Forscher wollen im All Tomaten züchten

Deutsche Wissenschaftler wollen herausfinden, ob Tomaten auch in der Schwerelosigkeit und ohne menschliche Pflege gedeihen können.

Voraussichtlich im Frühjahr 2016 wollen Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg und des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) einen Satelliten mit zwei Gewächshäusern und einer eigens dafür gezüchteten Tomatensorte in die Erdumlaufbahn schießen. „Die Experimente werden wichtige Ergebnisse liefern, um ein Überleben der Menschheit in lebensfeindlichen Räumen zu ermöglichen“, teilte der DLR-Forscher Jens Hauslage mit. Er ist der wissenschaftliche Leiter der Mission.

Gesundheit

Macht Preisdruck Medikamente knapp?

Immer öfter sind in Österreich bestimmte Medikamente nicht lieferbar - nicht nur Impfstoffe, auch Antibiotika und Krebsmedikamente. Den Vierfachimpfstoff gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Polio gibt es derzeit gar nicht - vielleicht wieder Ende des Jahres.

Zu den Ursachen gibt es mehrere Theorien, eine davon: Österreich ist ein Medikamenten-Billigpreisland und daher für Pharmafirmen zu klein und unwichtig.

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Pharmabranche: „Kein Versorgungsproblem“

Die Pharmaindustrie weist die Vorwürfe zurück. Das seien Einzelfälle, aber kein generelles Versorgungsproblem, so der Sprecher der Pharmaindustrie, Jan Oliver Huber.

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Lifestyle

US-Universität verbietet „Selfies“

Stars bei den Oscars tun es, ein Astronaut beim Weltraumspaziergang und sogar US-Präsident Barack Obama - doch eine Uni im US-Staat Florida hat ihren Studenten nun untersagt, Selbstporträts mit dem Smartphone zu knipsen.

Laut Studentenzeitung „The Oracle“ wies der Dekan die Absolventen an, bei der Abschlussfeier unangemessenes Verhalten zu unterlassen. Zuletzt hätten dort immer mehr Studenten Smartphones in ihrer Robe versteckt, um sie dann bei der Zeugnisübergabe durch die Unipräsidentin zu zücken. „Das ist ein bisschen respektlos“, sagte der Dekan der Studentenzeitung, „es ist schließlich eine ernsthafte akademische Zeremonie.“

Leute

Justin Bieber bei US-Einreise vier Stunden verhört

Der kanadische Sänger Justin Bieber (20) ist bei der Einreise in die USA vom Zoll lange und ausführlich befragt worden. Der Popstar habe gestern bei der Rückkehr aus Asien fast vier Stunden bei den Behörden festgesessen, nachdem er auf dem Internationalen Flughafen von Los Angeles gelandet war.

Das Promiportal „TMZ.com“ meldete, dass Bieber zu all den Fällen befragt wurde, wegen deren er Ärger mit der US-Justiz hat. So war der Sänger im Jänner in Florida wegen Schnellfahrens festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei war er ohne gültigen Führerschein, dafür mit Alkohol und Marihuana im Blut, unterwegs.

Bieber: „Immer positiv bleiben“

Der 20-Jährige verließ den Flughafen ohne Kommentar, twitterte aber später: „Das Leben ist gut. Immer positiv bleiben.“ Eine Online-Petition auf der offiziellen Seite der US-Regierung, Bieber nach Kanada abzuschieben, war kürzlich aus formalen Gründen abgewiesen worden.

Sally Field erhält Stern am „Walk of Fame“ in Hollywood

Die zweifache Oscar-Preisträgerin Sally Field (67) wird in Hollywood mit einem Stern geehrt. Am 5. Mai soll die Schauspielerin die Plakette auf dem „Walk of Fame“ im Herzen von Hollywood enthüllen. Nach Angaben der Veranstalter erhält Field Stern Nr. 2.524 auf dem berühmten Gehsteig.

Mit starken Frauenrollen hatte Field vor vielen Jahren ihre beiden Oscars gewonnen. 1979 machte sie in dem Sozialdrama „Norma Rae“ als kämpferische Arbeiterin Dampf. 1984 mimte sie in „Ein Platz im Herzen“ eine junge Witwe während der großen Depression, die als Baumwollfarmerin in Texas ums Überleben kämpft.

Der Durchbruch in Hollywood gelang Field 1977 mit Burt Reynolds in der Hit-Komödie „Ein ausgekochtes Schlitzohr“. 2013 war sie für ihren Auftritt als Präsidentengattin Mary Todd Lincoln in Steven Spielbergs „Lincoln“ für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.