Inland

Heinisch-Hosek: Mehr Autonomie statt Schulversuche

Im Hinblick auf die Kritik des Rechnungshofs (RH) an der großen Anzahl an Schulversuchen verweist das Bildungsministerium heute darauf, dass durch mehr Schulautonomie auf den Großteil der Schulversuche verzichtet werden könnte. Das Thema Schulversuche werde in der Arbeitsgruppe zur Bildungsreform behandelt.

Kritik an der Unübersichtlichkeit der Kosten für Schulversuche weist man im Ministerium zurück. Das Kostenargument treffe nicht zu, „da alle Schulversuche als Abweichungen von Regellehrplänen streng kostenneutral sein müssen und auch nur unter diesem Aspekt genehmigt werden“. Wie Schulversuche künftig gestaltet werden und in welchem Umfang es sie überhaupt noch geben wird, hänge davon ab, wie weit die Schulautonomie gehen werde.

Opposition sieht RH-Kritik als berechtigt

Die Opposition fand die RH-Kritik naturgemäß berechtigter: Die Regierung müsse in Sachen Autonomie „jetzt endlich konkret Meter machen“, so der Bildungssprecher der NEOS, Matthias Strolz. Für FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz zeigt „allein die Zahl von 5.367 Schulversuchen an insgesamt 2.900 Schulstandorten auf, dass von einer durchdachten und konsequenten Schulpolitik in Österreich keine Rede sein kann“.

Der RH hatte zuvor eine Reduktion der Anzahl der zahlreichen Schulversuche empfohlen. Im Schuljahr 2012/13 fanden laut dem RH-Bericht an praktisch genau der Hälfte der rund 5.800 Schulstandorte Versuche statt. Zum Teil laufen Schulversuche bereits rund 50 Jahre.

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ÖBIB-Regierungsduo fix: ÖVP nominiert Andritz-Chef Leitner

Das SPÖ-ÖVP-Nominierungskomitee für den ÖIAG-Nachfolger ÖBIB ist komplett. Nachdem die SPÖ bereits bekanntgegeben hatte, VIG-Manager Günter Geyer zu entsenden, soll sich nun auch die ÖVP entschieden haben. Sie schickt Andritz-Chef Wolfgang Leitner in die Staatsholding, berichtet der „Kurier“. Eine offizielle Bestätigung war auf APA-Anfrage heute Abend kurzfristig nicht zu erhalten.

Der Steirer zog bereits im Juli 2014 in den sich selbst erneuernden Aufsichtsrat der ÖIAG ein, verabschiedete sich aber im Dezember wieder. Beide Manager werden ehrenamtlich arbeiten und für die Dauer der Legislaturperiode bestellt.

Der Beirat entscheidet über jene 18 Aufsichtsräte, die auf die Mandate der Staatsholding in Telekom Austria, OMV und Post gesetzt werden.

Akademikerball-Demoverbot: Grüne gespalten

Solidarität oder nicht, das ist bei den Grünen eine Frage der Generationen. Während sich die grüne Studentenfraktion GRAS heute empört über das Verbot der NOWKR-Demos zeigte und sich mit „allen antifaschistischen Protesten“ gegen den rechten Akademikerball solidarisierte, erklärte der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz auf seiner Facebook-Seite in Richtung NOWKR: „Wir gehen euch nicht in die Soli-Falle.“

Pilz hatte bereits zuvor in einer Presseaussendung an die NOWKR-Demonstranten appelliert, sich von Gewalt zu distanzieren. In seinem Facebook-Eintrag wurde er noch deutlicher: „Haltet uns doch nicht für dumm. Das Verbot eurer Demo ist ebenso euer Ziel wie der Krawall. Es geht nicht um Antifaschismus, es geht euch nur um euch selbst.“ Weiters hielt er fest: „Ihr könnt euch sicher sein: Wir gehen euch nicht in die Soli-Falle.“

Parteiinterner Zwist schon letztes Jahr

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) sahen das anders. Die Untersagung der NOWKR-Demo sei „skandalös“. Die GRAS solidarisiere sich mit allen antifaschistischen Protesten gegen den Akademikerball, ließen sie in einer Aussendung wissen. Die Wiener Polizei hatte kurz zuvor die NOWKR-Demo verboten.

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Rund um den Ball hatte es bereits im Vorjahr parteiinterne Unstimmigkeiten gegeben. Bundessprecherin Eva Glawischnig drohte damals den Jungen Grünen mit dem Rauswurf als Jugendorganisation, nachdem auf einer von ihnen unterhaltenen Website Gegner des Balls den Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ veröffentlicht hatten.

Grünes Licht für „tägliche Bewegungseinheit“ in Schule

Das Gesetzespaket zur „täglichen Bewegungseinheit“ an Ganztagsschulen ab dem Schuljahr 2015/16 hat heute den parlamentarischen Unterrichtsausschuss passiert. Realisiert wird das durch Turnstunden und Sport im Freizeitteil. Dafür können erstmals Trainer aus Vereinen an Schulen geholt werden, und das Berufsbild des „Bewegungscoach“ wird neu etabliert, teilte das Bildungsministerium mit.

Ganztagsschulen dürfen zwar weiterhin autonom festlegen, wie viel Zeit für Lernen und Freizeit vorgesehen ist, künftig sind dabei aber fünf Bewegungseinheiten pro Woche vorgesehen. Für Trainer wird die Anerkennung bestehender Qualifikationen an Pädagogischen Hochschulen (PH) erleichtert.

Zusätzlich werden auch die Aufgaben und Ziele von Lernzeit bzw. die Ausgestaltung von Freizeit über die Betreuungspläne als Teil der Lehrpläne aufgenommen und präzisiert. Die Qualitätssicherung wird auch in diesem Bereich die Schulaufsicht übernehmen. Schließlich werden Gesundheitsbewusstsein und eine „sportlich aktive Lebensweise“ noch im Gesetz als Aufgaben der Schule festgeschrieben.

Ausland

Paris startet drastische Kampagne gegen Dschihadismus

Drei Wochen nach den islamistischen Anschlägen in Frankreich hat die Regierung in Paris eine Kampagne gegen die Propaganda von Dschihadisten gestartet. Auf einer neuen Website im Internet zeigte die Regierung heute eine Reihe von Filmmontagen, in denen islamistische Versprechen der brutalen Realität gegenübergestellt werden.

„Sie sagen dir: ,Opfere dich an unserer Seite, du wirst eine gerechte Sache verteidigen.‘“ Dann heißt es - begleitet von Fotos über Hinrichtungen und Massaker: „In Wirklichkeit wirst du die Hölle auf Erden erleben und allein sterben, weit weg von zu Hause.“ Auch an junge Frauen richtet sich die Regierung direkt: „Sie sagen dir: ,Komm, um eine Familie zu gründen mit einem unserer Helden.‘ In Wirklichkeit wirst du deine Kinder zwischen Krieg und Terror aufziehen.“

Auf der Website werden darüber hinaus Informationen etwa zur Funktionsweise der islamistischen Propaganda, zum Erkennen der Radikalisierung eines jungen Menschen und zum französischen Anti-Terror-Plan angeboten. An dem Infoportal hatte die französische Regierung monatelang gearbeitet. Seit den islamistischen Anschlägen Anfang Jänner mit 17 Toten im Großraum Paris geht die sozialistische Regierung verschärft gegen gewaltbereite Islamisten vor.

Russische NGO Memorial wird nicht aufgelöst

Das Moskauer Verfassungsgericht hat die Auflösung der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial abgelehnt. Ein entsprechender Antrag des Justizministeriums sei zurückgewiesen worden, sagte Richterin Alla Nasarowa heute.

Sieg des „gesunden Menschenverstands“

Vertreter der ältesten und größten NGO Russlands feierten das Urteil. Der Memorial-Verantwortliche Jan Ratschinski sprach von einem Sieg des „gesunden Menschenverstands“. Sein Kollege Oleg Orlow führte die Gerichtsentscheidung auf die „sehr breite Unterstützung aus der Gesellschaft“ zurück.

Auch die Menschenrechtsbeauftragte des Kreml, Ella Pamfilowa, äußerte sich „sehr zufrieden“ mit dem Urteil. „Ich hoffe, dass die älteste Menschenrechtsorganisation Russlands ihre Arbeit fortsetzen wird“, sagte sie der Nachrichtenagentur Interfax.

NGO arbeitet Sowjetverbrechen auf

Das Justizministerium hatte sein Vorgehen gegen Memorial mit der Organisationsstruktur der Gruppe begründet, unter deren Dach sich rund 50 Teilorganisationen zusammengeschlossen hatten. Inzwischen zentralisierte Memorial aber seine Struktur. Das Justizministerin räumte ein, dass die Organisation der Gruppe nun den gesetzlichen Vorgaben entspreche.

Memorial war 1989 von Dissidenten wie dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow mit dem Ziel gegründet worden, die Erinnerung an die Opfer sowjetischer Unterdrückung wachzuhalten. Memorial listet Verbrechen auf, die im Namen der Sowjetunion begangen wurden, und wacht über die Einhaltung der Menschenrechte.

UNO-Mitarbeiter aus Bulgarien im Sudan festgehalten

Sudanesische Rebellen halten sechs UNO-Mitarbeiter aus Bulgarien fest. Die Rebelleneinheit SPLM-N habe bisher kein Lösegeld gefordert, meldete der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Sofia. Für die Freilassung der Bulgaren werde auf höchster UNO-Ebene verhandelt, sagte der bulgarische Außenminister Daniel Mitow heute.

Die Bulgaren waren im Auftrag des Humanitären Flugdienstes der Vereinten Nationen mit einem Helikopter im Sudan unterwegs, wie das Außenministerium in Sofia mitteilte. Dieser sei am Montag von den Rebellen aus unbekannten Gründen zur Landung in Kadugli im Südsudan gezwungen worden.

PEGIDA-Sprecherin Oertel zurückgetreten - Demo abgesagt

Schwere Führungskrise bei PEGIDA: Die Sprecherin der islamkritischen Bewegung, Kathrin Oertel, und vier weitere Mitglieder des Organisationsteams haben ihre Ämter niedergelegt. Das bestätigte das Bündnis heute auf seiner Website. Zuerst hatte das Magazin „Stern“ darüber berichtet.

„Kathrin hat vorerst ihr Amt als Pressesprecherin niedergelegt“, teilte PEGIDA mit und sprach von einer „Auszeit“ wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile. Weiter hieß es, der frühere CDU-Stadtrat von Meißen, Thomas Tallacker, habe in letzter Zeit wegen der Presseberichterstattung berufliche Nachteile gehabt. In einer Sondersitzung soll in den nächsten Tagen ein neuer Vorstand gewählt werden.

Interner Clinch nur schwer zu verdecken

PEGIDA-Mitbegründer Lutz Bachmann sagte der „Süddeutschen Zeitung“, Oertel sei zurückgetreten, weil sie aus Antifa-Kreisen massiv bedroht worden sei. Weder Oertel noch er stünden künftig für Vorstandsposten zur Verfügung. Bachmann war vor einer Woche wegen ausländerfeindlicher Facebook-Posts als Vereinschef zurückgetreten. Auch der Wirtschaftsberater Bernd-Volker Lincke trat aus dem Führungskreis zurück. Er sagte, er könne und wolle sich „mit den Äußerungen von Lutz Bachmann nicht identifizieren.“

Laut Linckes Angaben steigen auch AfD-Mitglied Achim Exner und Vereinsvize Rene Jahn aus. Nach Berichten mehrerer Medien wurde zuletzt bei einer Sitzung des Vereinsvorstands über die Rolle Bachmanns diskutiert. Er wollte sich entgegen seinen Ankündigungen offenbar doch nicht ganz aus der Bewegung zurückziehen.

Demo abgesagt

Nach den Rücktritten wurde die für Montagabend geplante Demonstration in Dresden abgesagt, das bestätigte ein Stadtsprecher in der sächsischen Landeshauptstadt. An der PEGIDA-Kundgebung am Sonntag nahmen nach Angaben der Polizei 17.300 Menschen teil und damit weniger als bei der Demonstration zwei Wochen zuvor. Gegner der Bewegung setzen darauf, dass sich PEGIDA allmählich selbst zerlegt und der Zulauf schwindet.

Wirtschaft

Ratingagentur S&P vor Mrd.-Vergleich mit US-Regierung

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) steht im Rechtsstreit mit der US-Regierung um geschönte Kreditbewertungen laut einem Zeitungsbericht vor einer Einigung. Bereits morgen könne ein Vergleich über 1,37 Mrd. Dollar (1,21 Mrd. Euro) bekanntgegeben werden, meldete das „Wall Street Journal“ heute.

Mit der Zahlung würde sich S&P in einem vor fast zwei Jahren gestarteten Verfahren freikaufen. Das Justizministerium wirft der Ratingfirma vor, Bonitätsnoten für Hypothekenanleihen frisiert zu haben. 20 US-Staaten hatten sich der Klage später angeschlossen.

Strafe und teilweises Ratingverbot

Die zu positiven Bewertungen der Papiere gelten als Brandbeschleuniger der Finanzkrise von 2008. S&P würde mit der Strafe wohl noch relativ glimpflich davonkommen - das Justizministerium hatte ursprünglich fünf Mrd. Dollar gefordert.

S&P hatte die Vorwürfe zunächst vehement bestritten. Niemand habe das Ausmaß des Einbruchs auf dem Immobilienmarkt voraussehen können. Das Unternehmen ist die führende der drei großen Ratingagenturen, zu denen noch Moody’s und Fitch zählen. In der vergangenen Woche hatte sich S&P bereits mit der US-Börsenaufsicht auf einen Vergleich geeinigt, um Vorwürfe wegen geschönter Kreditbewertungen aus der Welt zu schaffen. S&P zahlt 77 Mio. Dollar und darf ein Jahr lang keine Ratings mehr für bestimmte durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen vergeben.

EU genehmigt Mrd.-Deal von Novartis und GlaxoSmithKline

Die EU-Kommission hat die milliardenschwere Transaktion der beiden Pharmariesen Novartis und GlaxoSmithKline unter Auflagen genehmigt. Die Kartellwächter erlaubten heute den Kauf der Novartis-Impfstoffsparte durch die Briten und das Gemeinschaftsunternehmen der beiden Konzerne, in das die Schweizer ihr Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Arzneien einbringen.

Genehmigung unter Auflagen

Novartis darf im Gegenzug das Krebsgeschäft von GlaxoSmithkline übernehmen. Ihre Zustimmung knüpfte die EU-Kommission an Bedingungen: Novartis muss sich von zwei Krebstherapien trennen. Die Briten haben zugesichert, einen Meningitis-Impfstoff zu veräußern und für einen weiteren eine Lizenz zu vergeben. Zudem wollen sie weitere Zugeständnisse in Deutschland und Italien machen.

Die Transaktionen sind Teil des im April eingeleiteten Konzernumbaus, der den Schweizer Arzneimittelhersteller rentabler machen soll. Käufe und Verkäufe im Wert von insgesamt rund 27 Milliarden Dollar sollen bis zum Ende des ersten Quartals 2015 abgeschlossen sein. Bereits im Oktober hatte die EU-Kommission den Verkauf des Tiergesundheitsgeschäfts von Novartis an den US-Pharmakonzern Eli Lilly zugestimmt.

Tourismus verbuchte 2014 Minus bei Nächtigungen

Das Urlaubsland Österreich hat zwar 2014 mehr Touristen angelockt als je zuvor, doch sind sie weniger lang geblieben. Bei der Zahl der Übernachtungen verbuchten die Beherbergungsbetriebe daher ein leichtes Minus von 0,6 Prozent auf 131,9 Millionen - im Jahresabstand fehlten rund 785.000 Nächtigungen, wie aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria hervorgeht.

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Russland schnürt 30 Mrd. Euro schweres Konjunkturpaket

Russland hat im Kampf gegen die Wirtschaftskrise ein Konjunkturpaket von umgerechnet rund 30 Mrd. Euro geschnürt.

Darin enthalten sein solle eine „Bad Bank“ für problematische Geschäftsbereiche der Kreditinstitute, teilte die Regierung in Moskau heute mit. Zudem solle die staatliche Förderbank VEB rund vier Mrd. Euro erhalten, um die Kreditvergabe an die Wirtschaft anzuschieben.

Daneben würden die Staatsgarantien für bestimmte Investitionsprojekte aufgestockt. Änderungen an dem Paket seien möglich, die Summe stehe noch nicht endgültig fest. Die Regierung hatte bereits Hilfen für die Banken über gut 15 Mrd. Euro angekündigt.

Der russischen Wirtschaft machen die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt und der Ölpreisverfall zu schaffen. Ihr droht dieses Jahr eine tiefe Rezession.

VKI-Lebensmittelcheck: Über 400 Beschwerden

Viel Luft, wenig Inhalt: Gerade bei Lebensmitteln sind Mogelpackungen sehr beliebt - oft auch in Kombination mit Versprechungen darüber, wie „gesund“ ein Produkt angeblich sein soll.

Seit drei Jahren dokumentiert der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gezielt Beschwerden über Lebensmittel, die nicht halten, was sie versprechen. Mehr als 400 Fälle wurden bisher gemeldet.

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Sport

Ski alpin: Ein Russe mischt die Weltspitze auf

Mit seinem Sieg beim prestigeträchtigen Nachtslalom in Schladming hat Alexander Choroschilow sich in den Favoritenkreis für den WM-Slalom in Beaver Creek geschoben. Der erste Sieg des 30-jährigen Russen kam nicht wirklich überraschend, denn er hatte in dieser Saison schon ein paarmal auf sich aufmerksam gemacht. Auch für ihn selbst sei es keine Sensation gewesen, so Choroschilow. Er habe nur die Trainingsleistung auch ins Rennen umsetzen müssen.

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Ski alpin: WM-Chance für ÖSV-Slalom-Talente

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat heute den Kader für die WM in Vail/Beaver Creek bekanntgegeben. Große Überraschungen blieben dabei aus. Klar wurde aber auch, dass der ÖSV bereits an die Zukunft denkt - vor allem im Herren-Technikbereich.

Statt der Routiniers Klaus Kröll und Andrea Fischbacher wurden mit Michael Matt und Marco Schwarz zwei Slalom-Talente nominiert. Allerdings wird nur einer der beiden am 11. Februar auch ins Flugzeug steigen.

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Ski nordisch: Stecher sauer nach WM-Ausbootung

Mario Stecher hat in seiner 22. Weltcup-Saison ein großes Ziel gehabt: die nordischen Weltmeisterschaften in Falun. Der letzte Höhepunkt in seiner langen Karriere bleibt dem 37-jährigen Kombinierer allerdings verwehrt.

Cheftrainer Christoph Eugen meinte, andere Athleten hätten bessere Resultate erreicht, und nominierte Stecher nicht für die WM-Generalprobe in Val di Fiemme. Dort hätte der Routinier die letzte Chance gehabt, sich für die WM zu empfehlen. „Ich frage mich, ob ich nicht eine faire Chance verdient hätte“, war Stecher enttäuscht.

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Religion

Graz: Generalvikar Schnuderl wird Diözesanadministrator

Das Grazer Domkapitel hat heute Nachmittag den bisherigen Generalvikar Heinrich Schnuderl zum Diözesanadministrator ernannt, wie die Diözese Graz-Seckau bekanntgab. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem Papst Franziskus heute den Rücktritt von Bischof Egon Kapellari angenommen hatte. Eine Bestätigung der Wahl Schnuderls vonseiten des Vatikans ist laut Kirchenrecht nicht erforderlich.

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Chronik

Lawinenopfer nach eineinhalb Stunden lebend geborgen

Bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Lech in Vorarlberg ist heute ein Skifahrer verschüttet worden. Nach eineinhalb Stunden konnte der Mann lebend geborgen werden - und das, obwohl er sein Suchgerät abgeschaltet hatte. In Oberösterreich konnte hingegen ein Verschütteter nur noch tot geborgen werden.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at und ooe.ORF.at

Auf der Innsbrucker Nordkette am Hafelekar sind am Mittwochvormittag zwei Lawinen im freien Skiraum abgegangen. Drei Variantenfahrer wurden verschüttet. Zwei Verschüttete gab es auch auf dem Kitzbüheler Horn. Eine Person wurde schwer verletzt.

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Auch ein Lawinenabgang auf dem Seekareck in Obertauern (Salzburg) ging glimpflich aus: Ein Variantenfahrer, der das Schneebrett ausgelöst hatte, wurde nur teilweise verschüttet und konnte sich unverletzt befreien.

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Kultur

IT

Facebook lässt Kurzfilme für 3-D-Brille Oculus drehen

Die Entwickler der 3-D-Brille Oculus experimentieren mit neuartigen Filmerlebnissen, die den Zuschauer mitten ins Geschehen versetzen sollen. Das Oculus Story Studio plant für dieses Jahr fünf animierte Kurzfilme. Der erste davon, „Lost“ wurde beim Sundance-Filmfestival im US-Wintersportort Park City (Utah) gezeigt.

Die Brille hat einen Bildschirm vor den Augen des Nutzers und Sensoren, die seine Bewegungen erkennen. Damit können sehr realistische Erlebnisse in der virtuellen Realität erzeugt werden, die Geräte sind allerdings noch recht klobig und nicht reif für den Massenmarkt.

Oculus für 2,3 Mrd. Dollar übernommen

Facebook übernahm die Entwicklerfirma Oculus VR im vergangenen Sommer für rund 2,3 Milliarden Dollar. Schon kurz darauf berichtete das Technologieblog The Information, das Onlinenetzwerk versuche, Hollywood für die Technologie zu begeistern. Das Story Studio holte sich nun unter anderen Mitarbeiter vom bekannten Animationsstudio Pixar.

Sony kippt eigenen Musikdienst und setzt auf Spotify

Sony setzt bei Musik künftig auf eine Kooperation mit dem Streamingdienst Spotify und gibt gleichzeitig sein bisher in Eigenregie betriebenes Angebot auf. Spotify werde ab dem Frühjahr hinter dem neuen Service „PlayStation Music“ stehen, das auf Sonys Spielekonsolen sowie auf Sonys Smartphones und Tablets laufen soll.

Allein das PlayStation-Netzwerk hat laut Sony 64 Millionen aktive Kunden. Der bisherige hauseigene Musikdienst „Music Unlimited“ werde zum 29. März eingestellt, kündigte Sony heute an.

Spotify gilt als der Marktführer bei Streamingdiensten, bei denen die Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird. Die schwedische Firma hat 60 Millionen Nutzer, von denen ein Viertel zahlende Abokunden sind.

Medien

Streit über verdeckte Geheimdienstler in Rumäniens TV

In Rumänien gibt es Streit über mutmaßliche verdeckte Mitarbeiter, die der Inlandsgeheimdienst SRI in Redaktionen von Medienbetrieben eingeschleust haben soll. Heute verlangte der Direktor des öffentlich-rechtlichen Fernsehens TVR, Stelian Tanase, in einem Brief an die SRI-Leitung, der Geheimdienst möge seine Spitzel aus dem Sender zurückziehen. TVR müsse „unabhängig“ bleiben, schrieb Tanase.

Der erst gestern zurückgetretene SRI-Direktor George Maior hatte Tage zuvor eingeräumt, dass sein Dienst verdeckte Mitarbeiter habe, die offiziell als Journalisten arbeiteten. Das sei eine gängige Praxis, „wie in anderen demokratischen Staaten auch“, sagte Maior dem privaten Nachrichtenkanal B1 TV. Derartige Mitarbeiter seien „eine starke Waffe eines jeden Geheimdienstes“.

Maior hatte kurz vor seinem Rücktritt dem Verfassungsgericht des Landes vorgeworfen, die nationale Sicherheit zu gefährden, weil dieses mehrere Gesetze zur Überwachung der Kommunikation per Internet und Telefon gekippt hatte. Das Gericht sah Menschenrechte und Gewaltenteilung durch diese Gesetze gefährdet. Maiors Nachfolger beim SRI steht noch nicht fest. Darüber entscheidet das Parlament auf Vorschlag des Staatspräsidenten.

Science

Tutanchamun mit Kleber repariert: Verantwortliche bestraft

Zuerst wollte das ägyptische Antikenministerium von den Gerüchten über die notdürftig restaurierte Totenmaske des Pharaos Tutanchamun im Ägyptischen Museum in Kairo nichts wissen - nun hat es die Leiterin der Restaurationsabteilung strafversetzt.

Ab sofort Dienst im Streitwagenmuseum

Ilham Abdel Rahman müsse fortan ihren Dienst im Streitwagenmuseum verrichten, gab das Ministerium gestern Abend bekannt. Sie werde durch einen Kollegen des Koptischen Museums ersetzt. Weitere Verantwortliche des Museums müssten sich einer Untersuchung stellen.

Die Maßnahme kommt eine Woche nachdem Medien über einen missglückten Reparaturversuch an der berühmten goldenen Maske von Tutanchamun berichtet hatten. Der Bart der Maske war beim Reinigen abgebrochen und eilig mit Epoxidharzkleber wieder befestigt worden.

Ägyptische Offizielle hatten die Berichte zunächst dementiert, am Wochenende jedoch Fehler zugegeben. Der auf Metall spezialisierte deutsche Konservator Christian Eckmann wurde mit der Aufgabe betraut, die Schäden zu beseitigen.

Lifestyle

Roboterhotel in Japan geplant

In Japan soll ein Hotel mit Robotern als Personal entstehen. Die Maschinen sollen unter anderem die Gäste empfangen, die Zimmer reinigen und Kaffee servieren, wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ heute berichtete.

Als Standort der futuristischen Herberge mit dem passenden Namen „henna hoteru“ (seltsames Hotel) ist der in der südlichen Provinz Nagasaki gelegene Freizeitpark „Huis Ten Bosch“ vorgesehen, der thematisch den Niederlanden gewidmet ist.

Sollen Personalkosten drücken

Die Roboter dienten weniger als Attraktion, sondern sollten vor allem die Personalkosten niedrig halten, hieß es. So ist etwa geplant, dass ein weiblicher Androide in Gestalt einer jungen Japanerin an der Rezeption „arbeitet“.

Das Konzept für das geplante Hotel, dessen erstes Gebäude mit 72 Zimmern im Juli öffnen soll, sehe zudem den Einsatz einer energiesparenden Photovoltaikanlage zur Stromversorgung vor, hieß es. Statt Schlüssel benutzen die Gäste ein Gesichtserkennungssystem, um in ihre Zimmer zu kommen.

Auf diese Weise sollten die Personal- und Energiekosten auf ein Drittel herkömmlicher Hotels reduziert werden, berichtete das „WirtschaftsBlatt“. Der Betreiber von „Huis Ten Bosch“ wolle diese kostengünstigen Hotels mit containerähnlichen Zimmern in Zukunft auch in Schwellenländer exportieren, hieß es weiter.

Leute

Angeklagte Schwester von König Felipe VI. verkauft Palast

Die in eine Finanzaffäre verwickelte Infantin Cristina, die Schwester des spanischen Königs Felipe VI., will eine prachtvolle Villa in Barcelona verkaufen. Die 49-Jährige und ihr Mann Inaki Urdangarin (47) stellten bei der Justiz in Palma de Mallorca den Antrag, die Teilbeschlagnahmung des kleinen Palasts im Stadtteil von Pedralbes aufzuheben.

Auf sechs Mio. Euro geschätzt

Die Entscheidung zum Verkauf des Anwesens, dessen Wert in den Medien auf etwa sechs Millionen Euro geschätzt wird, sei der Infantin nicht leichtgefallen, betonte ihr Anwalt Miquel Roca Junyent in Barcelona.

Das Ehepaar lebt derzeit mit seinen vier Kindern in Genf. Der Ermittlungsrichter Jose Castro hatte die Villa zu 50 Prozent beschlagnahmen lassen, weil Urdangarin dem Gericht eine Sicherheit von 13,6 Millionen Euro vorlegen musste. Dem Ex-Handballstar wird zur Last gelegt, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung mit einem Komplizen Steuergelder in Höhe von sechs Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Cristina muss sich in der Affäre wegen des Verdachts eines Steuervergehens verantworten.