Ausland

Boko-Haram-Angriff auf Millionenstadt Maiduguri abgewehrt

Ein neuer Angriff der Islamistengruppe Boko Haram auf die Millionenstadt Maiduguri im Nordosten Nigerias ist von der Armee nach eigenen Angaben abgewehrt worden. „Die terroristische Attacke auf Maiduguri am frühen Sonntag wurde rasch zurückgeschlagen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Hauptstadt Abuja. „Die Terroristen haben massive Verluste erlitten“, fügte er hinzu.

Die Lage sei „ruhig“, es werde aber noch nach Boko-Haram-Kämpfern gefahndet. Die Islamisten hatten die Hauptstadt des Bundesstaats Borno in der Früh zum wiederholten Mal unter Beschuss genommen. Bei Schusswechseln mit Soldaten seien mindestens acht Menschen getötet worden, sagten Anrainer und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Eine Einnahme der Stadt durch Boko Haram würde eine schwere Niederlage für die Armee bedeuten und wahrscheinlich eine humanitäre Katastrophe auslösen. Hunderttausende Menschen aus anderen Teilen des Landes suchen in der Stadt Zuflucht vor der Terrormiliz. In ihrem Kampf für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias tötete Boko Haram seit dem Jahr 2009 etwa 13.000 Menschen bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen.

Tote bei Anschlag im Nordosten Nigerias

In der Stadt Potiskum im Nordosten Nigerias kamen unterdessen mehrere Menschen bei einem Selbstmordanschlag ums Leben. Am Anschlagsort seien acht Leichen, darunter die des Täters, geborgen worden, sagte ein Polizeivertreter. Sieben weitere Menschen wurden verletzt.

Ägypten: Australischer Reporter offenbar begnadigt

Der seit 400 Tagen in Ägypten inhaftierte australische Reporter Peter Greste ist offenbar begnadigt worden. Nach einem Erlass von Präsident Abdel Fattah al-Sisi konnte Greste das Gefängnis verlassen, wie die ägyptische Nachrichtenagentur MENA heute berichtete. Reuters zufolge ist Greste bereits Richtung Australien abgereist.

Der Reporter war im Juni vergangenen Jahres gemeinsam mit weiteren Al-Jazeera-Mitarbeitern wegen angeblicher Unterstützung der islamistischen Muslimbruderschaft verurteilt worden. Das Urteil war international scharf kritisiert worden. Greste wurde gemeinsam mit zwei Kollegen des arabischen Fernsehsenders al-Jazeera Ende 2013 festgenommen. Sie sollen die in Ägypten verbotenen Muslimbrüder unterstützt haben. Ein Gericht verurteilte sie im Juni vergangenen Jahres zu Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren. Das Urteil stieß weltweit auf scharfe Kritik.

Der Anklage zufolge sollen die Reporter heimlich und ohne Akkreditierung gearbeitet haben. Kairo betrachtet al-Jazeera als Sprachrohr der Regierung in Katar, wo der Sender seinen Sitz hat. Kairo wirft Katar vor, die Muslimbrüder zu unterstützen. Die Bewegung selbst wurde in Ägypten nach dem Sturz des aus der Muslimbruderschaft hervorgegangenen Präsidenten Mohammed Mursi als Terrororganisation eingestuft und verboten.

Saudi-Arabien: Bereits fünfte Hinrichtung seit Thronwechsel

Die saudi-arabische Justiz hat zum fünften Mal seit der Amtsübernahme von König Salman vor rund einer Woche ein Todesurteil vollstreckt. Nach offiziellen Angaben wurde heute ein verurteilter Mörder enthauptet. Die Hinrichtung erfolgte in der Stadt Medina im Westen des Landes.

Salman hatte nach dem Tod von König Abdallah in der Nacht zum 23. Januar den Thron bestiegen. Unter Abdallahs zehnjähriger Herrschaft waren zuletzt jährlich etwa 80, im vergangenen Jahr sogar 87 Todesurteile vollstreckt worden. Im Jahr 2010 hatte es noch 27 Hinrichtungen gegeben. Wegen der Exekutionen sieht sich Riad scharfer internationaler Kritik ausgesetzt.

OSZE: Separatisten ließen Ukraine-Gespräche scheitern

Nach dem erneuten Scheitern der Ukraine-Gespräche hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den prorussischen Separatisten eine Blockadehaltung vorgeworfen. Statt über eine Feuerpause und den Abzug schwerer Waffen im Donbass zu sprechen, hätten die Aufständischen bei den Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk eine Revision bisheriger Vereinbarungen gefordert, teilte die OSZE heute mit.

Die Separatisten in Donezk und Lugansk hätten zudem nicht jene Vertreter nach Minsk entsandt, die persönlich eingeladen worden seien. So sei es gestern unmöglich gewesen, einen detaillierten Plan der Kontaktgruppe aus Vertretern der OSZE, Russlands und der Ukraine zu beschließen, kritisierte die Organisation in Wien.

„Friedensprozess in Gefahr“

Auch der Vizechef der ukrainischen Präsidialverwaltung, Waleri Tschaly, gab den Separatisten die Schuld am Scheitern der jüngsten Gespräche in Minsk. „Sie haben ultimative Forderungen gestellt. Leider ist der Friedensprozess in Gefahr“, teilte er in Kiew mit.

Die Separatisten wiesen die Vorwürfe zurück. Separatistensprecher Denis Puschilin beschuldigte die prowestliche Führung in Kiew, auf einer im September in Minsk festgelegten Pufferzone beharrt zu haben. Diese sei aber durch Gebietsgewinne der „Volkswehr“ jetzt überholt.

19 Tote bei Kämpfen

Bei heftigen Kämpfen in der Ostukraine wurden unterdessen nach Angaben von Regierung und Separatisten mindestens 19 Menschen getötet. Binnen 24 Stunden seien 13 Soldaten getötet und 20 weitere verletzt worden, sagte ein ukrainischer Militärsprecher heute. Bei Gefechten rund um die Rebellenhochburgen Lugansk und Donezk starben sechs Zivilisten.

Tausende bei Großkundgebung für freie Wahlen in Hongkong

Erstmals seit Wochen haben heute in Hongkong wieder Tausende Menschen für freie Wahlen demonstriert. Mit gelben Regenschirmen, dem Symbol der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone, zogen sie langsam durch das Stadtzentrum, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

An der Kundgebung nahmen nach Angaben der Organisatoren rund 13.000 Menschen teil, deutlich weniger als die erwarteten 50.000 Teilnehmer. Die Polizei sprach von rund 8.800 Demonstranten.

Die Demokratiebewegung fordert freie Wahlen in der ehemaligen britischen Kronkolonie und jetzigen chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Regierung in Peking will zwar erlauben, dass Hongkongs Verwaltungschef 2017 erstmals von den Bürgern gewählt wird, die Kandidaten will sie aber selbst bestimmen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Pfandflaschenaffäre: Vorwürfe gegen Netanjahus Ehefrau

Israels First Lady, Sara Netanjahu, muss sich gegen immer neue Vorwürfe verteidigen, sie sei raffgierig und führe einen verschwenderischen Lebensstil. Der Rechtsanwalt der Familie Netanjahu wies heute Berichte zurück, die Frau des Ministerpräsidenten habe jahrelang Tausende von Schekel für Flaschenpfand in die eigene Tasche gesteckt. Das Geld habe eigentlich dem Staat zugestanden, hieß es in den Berichten.

Netanjahus Anwalt sagte dem israelischen Rundfunk, es sei der Fahrer der Familie gewesen, der das Geld für eine „kleine Kasse“ gesammelt habe. Diese sei den Angestellten im Amtssitz von Netanjahu zugutegekommen.

Entscheidung über Untersuchung

Zipi Livni von der Mitte-links-Opposition warf Benjamin und Sara Netanjahu gestern vor, sie hätten binnen zwei Jahren 100.000 Schekel (umgerechnet rund 22.700 Euro) für Alkohol ausgegeben. Das Geld, das Netanjahu monatlich vertrinke, entspreche dem Durchschnittsgehalt eines Arbeiters in Israel, sagte Livni.

Israels Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein muss nun entscheiden, ob er angesichts der Vorwürfe eine Untersuchung einleitet. Netanjahu streitet alle Anschuldigungen mit dem Argument ab, seine Gegner wollten ihn so bei den Parlamentswahlen am 17. März „stürzen“.

Im vergangenen Monat musste er seine Frau bereits gegen Vorwürfe von Ex-Angestellten in Schutz nehmen. Diese beschuldigen die First Lady, sie mit Wutausbrüchen und übertriebenen Wünschen tyrannisiert zu haben - besonders unter Alkoholeinfluss.

Inland

Bildung: ÖVP fordert von Heinisch-Hosek „Kassasturz“

Die ÖVP fordert von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) einen „Kassasturz“ Es sei höchst an der Zeit, dass alle Zahlen und Fakten im Bildungsbereich auf den Tisch kommen, sagte ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel heute per Aussendung.

Blümel rief die Unterrichtsministerin auf, „nicht Geld freihändig mit beiden Händen auszugeben, sondern in ihrem Bereich für Ordnung zu sorgen“. Er verwies auf den Rechnungshof-Bericht, der die Vielzahl an Schulversuchen kritisiert hatte, und sagte: „Gerade im Schulbereich ist es wichtig, dass die Mittel sinnvoll und bestmöglich genutzt werden.“

IKG: Akademikerball in der Hofburg „eine Schande“

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien, Oskar Deutsch, hat es heute in der ORF-Pressestunde als „eine Schande“ bezeichnet, dass der von der FPÖ veranstaltete Akademikerball in der Hofburg stattgefunden hat.

Die Burschenschafter, die dort feiern, hätten sich von Antisemitismus nicht abgegrenzt, so der IKG-Präsident. An den Demonstrationen dagegen hat Deutsch selbst nicht teilgenommen, er findet sie aber richtig. Dass eine kleine Minderheit gewalttätig vorgegangen sei, schade der Sache.

Die IKG habe Kontakt zu allen politischen Parteien, mit der FPÖ gebe es aber „keine Gesprächsbasis“, so Deutsch. Er kritisierte, dass Repräsentanten der FPÖ dem Deutschnationalen nicht abgesagt hätten und es immer wieder „Hetze“ gebe. Als Beispiel nannte er den Wahlslogan „Daham statt Islam“ oder die Karikatur mit einem reichen Juden.

FPÖ: „Inakzeptabel und beschämend“

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wies Deutschs Kritik als „inakzeptabel und beschämend“ zurück. „Herr Deutsch ist nicht die Instanz, die darüber zu entscheiden hat, welche demokratische Partei in Österreich wann und wo einen Ball abhält“, so Kickl in einer Ausendung.

Kritik auch an Islamischer Glaubensgemeinschaft

Kritik übte Deutsch auch an der Islamischen Glaubensgemeinschaft IGGiÖ. Er habe den Eindruck, dass die IGGiÖ zu wenig dagegen tue, wenn in Moscheen oder islamischen Schulen gegen Juden gepredigt werde. Er wolle nicht eine ganze Religion in Geiselhaft nehmen, aber von einigen aus dem Islam komme „Hetze“. Die IGGiÖ sei gefragt, dagegen anzukämpfen, sagte Deutsch.

Juden in Österreich „in Sorge“

Die Juden in Österreich hätten zwar keinen Grund für Angst, „aber wir sind in Sorge“. Es sei nicht die Frage, ob, sondern wann und wo in Europa der nächste Anschlag stattfinde. Möglich sei das auch in Österreich. In Österreich werde aber alles für die Sicherheit getan, die jüdischen Institutionen seien gut geschützt.

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Strolz will Mittlere Reife für 15-Jährige

NEOS-Obmann Matthias Strolz will die Mittlere Reife für 15-Jährige. „Ein gemeinsames Bild“, was ein 15-Jähriger können soll, stelle er sich darunter vor, das Voraussetzung für die Aufnahme einer Lehre oder den Besuch einer weiterführenden Schule ist.

„Da geht es uns um einen ganzheitlichen Bildungsbegriff. 15-Jährige sind dran, den Mopedführerschein zu machen, sie werden demnächst wählen, wir trauen ihnen also alles Mögliche zu“, so der NEOS-Chef im APA-Interview.

Auch soziale Kompetenzen würde die Mittlere Reife einschließen. „Das ist keine Prüfung zwischen zwölf Uhr und halb eins am Freitagnachmittag, sondern das ist eine prozessorientierte Herangehensweise“, so Strolz. „Gehe ich in eine Lehre, gehe ich in eine weiterführende Schule, gehe ich in den Dschihad, oder mache ich den Mopedführerschein oder zwei Dinge davon parallel?“, solle die Frage danach lauten.

Wirtschaft

Zeitung: Schweiz verfolgt inoffiziellen Euro-Mindestkurs

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) arbeitet laut einem Pressebericht mit einer Art inoffiziellem Euro-Mindestkurs. Von einem Korridor von 1,05 bis 1,10 Franken sei die Rede, berichtete die „Schweiz am Sonntag“ unter Berufung auf SNB-nahe Kreise.

Dieses Ziel, das nicht nach außen kommuniziert werde, lasse sich die Nationalbank einiges kosten: Verluste von bis zu zehn Milliarden Franken (9,5 Mrd. Euro) dürften in Kauf genommen werden, zitierte das Blatt einen Insider. Ein SNB-Sprecher wollte sich zu dem Bericht laut Reuters nicht äußern. Ein starker Franken begünstigt zwar Exporte in die Schweiz, belastet aber Schweizer Firmen auf dem Weltmarkt und die wichtige Tourismusbranche des Landes.

Die SNB hatte Mitte Jänner völlig überraschend ihren Euro-Mindestkurs aufgehoben und damit dem Franken zu einem Höhenflug verholfen. Zuletzt konnte sich der Euro aber etwas erholen und stieg bis auf rund 1,04 Franken. Seit Tagen spekulierten Devisenhändler, dass die SNB interveniert haben könnte.

Ford über Russland-Geschäft: „2015 sieht nicht gut aus“

Ford befürchtet dieses Jahr anhaltende Probleme im russischen Markt. „2015 sieht nicht gut aus“, sagte Finanzvorstand Bob Shanks dem „Handelsblatt“ (Montag-Ausgabe) laut Vorabbericht. Der US-Autobauer hatte wegen der schwachen Konjunktur in Russland kürzlich seine Prognose für das Europageschäft im laufenden Jahr gesenkt.

Ford verlor laut Shanks in Russland durch aggressive Preissenkungen von Konkurrenten vor allem aus Japan und Korea Marktanteile. Die japanischen Hersteller nutzten den Wettbewerbsvorteil des schwachen Yen, während „die Koreaner mit den Japanern mithalten wollen“.

Kampflos wolle Ford den Markt aber nicht räumen: „Wir passen unsere Preise aggressiv an“, sagte Shanks. Bisher entließ Ford einige hundert russische Arbeiter und kürzte die Produktion. Der Finanzchef sprach von weiteren Maßnahmen, ohne ins Detail zu gehen. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch“, sagte er, schloss aber einen Marktaustritt aus.

Sport

Super Bowl: Der Meister fordert die „Dynastie“

Heute treffen in der 49. Super Bowl die Seattle Seahawks auf die New England Patriots. Der regierende Meister visiert dabei in der Wüste von Arizona seinen zweiten Titel und damit den Beginn einer Dynastie an. New England will indes seinen Status als erfolgreichste Mannschaft des 21. Jahrhunderts aufleben lassen.

„Wir haben einen Plan zusammengestellt, der uns gefällt“, sagte Patriots-Quarterback Tom Brady, der mit zwei Legenden gleichziehen könnte. Seattle hält seine hervorragende Defensive dagegen. Vor allem Patriots-Tightend Rob Gronkowski gilt es dabei in den Griff zu bekommen.

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Ski-WM: Hosp peilt ihre achte Medaille an

Für Nicole Hosp ist die WM in Vail/Beaver Creek schon so etwas wie „Normalbetrieb“. Für die Tirolerin sind es bereits die siebenten Titelkämpfe, bei den vorangegangenen sechs hat sie insgesamt sieben Medaillen geholt. Nun soll die nächste her.

Möglichkeiten dazu hat Hosp im Super-G, der Kombination und dem Slalom, für die Abfahrt muss sie in die Qualifikation. „Ich weiß, was ich zu tun habe und auf was ich mich konzentrieren muss“, sagte die 31-Jährige über ihr Erfolgsrezept.

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Chronik

Lawine in Vorarlberg: Zweite Skifahrerin in Spital gestorben

Jene 32-jährige Frau, die am Samstag nach einem Lawinenabgang in Damüls von einer Skitourengruppe geborgen werden konnte, starb in der Nacht auf Sonntag im Krankenhaus Innsbruck. Ihr Ehemann war bereits gestern verstorben.

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Lawine auf Hochkar: Polizei sucht Zeugen

Nach dem gestrigen Lawinenabgang auf dem Hochkar (Niederösterreich) mit einer schwer verletzten Person sucht die Polizei nach Zeugen. Zwei andere Wintersportler dürften die Lawine ausgelöst haben.

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Acht Tote bei Lawinen in der Schweiz

Im Schweizer Kanton Graubünden riss gestern eine Lawine in 2.200 Metern Höhe drei Männer in den Tod. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo zwei Frauen starben. Drei weitere Tote gab es im Berner Oberland und im Toggenburg.

In Deutschland waren bereits am Freitag bei zwei Lawinenabgängen auf dem Feldberg und auf dem nahe gelegenen Berg Herzogenhorn im Südschwarzwald ein 20 Jahre alter Mann und eine 58 Jahre alte Frau ums Leben gekommen.

Sturm in der Türkei: Taxifahrer von Baukran erschlagen

Ein Baukran ist in der Türkei bei einem Sturm umgestürzt und hat einen Taxifahrer erschlagen. Ein Fahrgast sei bei dem Unfall in der nordwesttürkischen Provinz Bursa heute schwer verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Wegen des Unwetters strich die Fluggesellschaft Turkish Airlines zahlreiche Flüge. Der Fährverkehr in Istanbul wurde vorübergehend eingestellt. Das türkische Meteorologieinstitut sagte voraus, dass es noch bis Dienstag stürmisch bleiben soll.

D: Polizist erschießt nackten Angreifer

Ein Polizist hat im niedersächsischen Bad Zwischenahn einen bewaffneten Angreifer erschossen. Der nackte 31-Jährige habe bei einem Polizeieinsatz heute auf einen auf dem Boden liegenden Beamten in einem Mehrfamilienhaus mit einem Messer einstechen wollen. Daraufhin habe der Kollege die Schusswaffe gezogen und mehrmals gefeuert, teilte die Polizei mit. Der 31-Jährige starb noch an Ort und Stelle. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt.

Die Beamten wurden zu dem Haus gerufen, weil der Mann Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung warf. Beim Eintreffen der Streife habe der 31-Jährige die Beamten sofort angegriffen, teilten die Ermittler weiter mit.

Ein Polizist sei gestürzt und habe sich am Arm und an den Händen verletzt. Pfefferspray zeigte bei dem Mann laut Polizei keine Wirkung. Als der Angreifer nicht von dem auf dem Boden liegenden Beamten abgelassen habe, habe der Kollege die Dienstwaffe gezogen und gefeuert.

Schiffsunglück vor Galapagosinseln: Umweltschäden drohen

Nach einem Schiffsunglück vor den Galapagosinseln fürchtet die Verwaltung des ecuadorianischen Nationalparks schwere Umweltschäden. Wie die Behörde gestern angab, strebt sie die Verhängung des Notstands an, um die Bergung der auf Grund gelaufenen „Floreana“ zu erleichtern. Das Schiff ist mit etwa 1.400 Tonnen Gütern, darunter Gefahrstoffe, beladen. Zudem wird das Auslaufen von Sprit befürchtet.

Die Verhängung des Notstands würde für „die notwendigen wirtschaftlichen Mittel“ zur Entladung und Bergung der „Floreana“ sorgen, gab die Verwaltung des Galapagos-Nationalparks an.

Die Inselgruppe im östlichen Pazifik etwa tausend Kilometer vom Festland entfernt ist Heimat zahlreicher bedrohter Tierarten und UNESCO-Weltkulturerbe. Das Schiffsunglück ist bereits der dritte vergleichbare Unfall in der Region binnen zwölf Monaten

Gesundheit

Kultur

„Schreiße“: Der Urschrei der Moderne

Mit „Merdre“ („Schreiße“), dem ersten Wort seines Theaterstücks „Ubu Roi“, hat der erst 23 Jahre alte Alfred Jarry bei der Uraufführung in Paris 1897 die Moderne eingeläutet. Fäkalsprache, bewusst eingesetzte Provokation, Gesellschaftskritik, Intellektualität und die Ablehnung jedweder Konvention ergaben eine explosive Mischung, von der die Kunstwelt teilweise noch heute zehrt.

Seiner Zeit um Jahrzehnte voraus, gerieten der 1907 verstorbene, von Anekdoten umrankte und als Exzentriker verschriene „Urvater der Moderne“ Jarry und seine Pataphysik zwischenzeitlich lange in Vergessenheit.

Mehr dazu in Provokationen, Skandale und die Kunst

Peter Handke mit Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis geehrt

Für sein Gesamtwerk hat der Schriftsteller Peter Handke den deutschen Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis erhalten.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1993 von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur vergeben. Sie soll die deutschsprachige Dramatik fördern und zählt zu den höchstdotierten Dramatikerpreisen Deutschlands. Ausgezeichnet wurden bisher unter anderem Rene Pollesch (2012), Roland Schimmelpfennig (2010) und Elfriede Jelinek (2003).

„Umstrittener und streitbarer Autor“

Handke sei ein renommierter Dramenautor, der mit seinen innovativen Stücken über Jahrzehnte hinweg die Bühnensprache in Deutschland und Österreich bereichert und verändert habe, hatte die Jury die Vergabe an den 72-Jährigen begründet.

Handke sei ein durchaus umstrittener und streitbarer Autor, dessen Engagement für Serbien und dessen Kritik an der Medienberichterstattung vehemente Debatten ausgelöst habe. Das schmälere aber seine Verdienste nicht.

Sundance: Preise für „Me & Earl & The Dying Girl“

Das Freundschaftsdrama „Me & Earl & The Dying Girl“ hat den Hauptpreis beim Sundance Film Festival gewonnen. Der Film des amerikanischen Fernseh- und Filmregisseurs Alfonso Gomez-Rejon handelt von einem Highschoolschüler (Thomas Mann), der sich mit einem leukämiekranken Mädchen (Olivia Cook) anfreundet. Das bewegende Drama gewann auch den Zuschauerpreis.

Die Auszeichnung für die beste Dokumentation ging an „The Wolfpack“. Darin zeichnet die New Yorker Regisseurin Crystal Moselle das Leben von sieben Geschwistern nach, die von ihren Eltern in New York von der Außenwelt isoliert großgezogen wurden. Die Preisträger wurden gestern Abend im Wintersportort Park City im US-Staat Utah bekanntgegeben.

Im vorigen Jahr hatte das Musikdrama „Whiplash“ die Auszeichnungen der Jury und der Zuschauer gewonnen. Der Film über einen jungen Schlagzeuger, der von einem Musiklehrer unter Druck gesetzt wird, ist jetzt für fünf Oscars nominiert, darunter als bester Film. Vor 31 Jahren hatte Hollywood-Star Robert Redford das inzwischen größte US-Festival der Independentszene ins Leben gerufen.

Ian McEwan führt ORF-Bestenliste im Februar an

Mit 40 Punkten schafft es der britische Starautor Ian McEwan mit seinem Justizroman „Kindeswohl“ auf den ersten Platz, gefolgt von „Die Flügel“, ein Familien- und Gesellschaftsporträt Mircea Cartarescus, das bereits zum dritten Mal Platz zwei belegt.

Mit derselben Punkteanzahl, jedoch neu auf der Bestenliste vertreten, ist ein Roman, der dieser Tage für Aufregung gesorgt hat: „Unterwerfung“ vom französischen Skandalautor Michel Houellebecq.

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„Drachenzähmen leicht gemacht“ räumt Zeichentrickpreise ab

Der DreamWorks-Zeichentrickfilm „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ ist der große Gewinner bei der diesjährigen Vergabe der Annie-Awards-Animationspreise. In der Nacht auf heute holte der Zeichentrickfilm sechs Trophäen, darunter als bester Film, für Regie und Musik. Das Werk ist in diesem Jahr auch unter den fünf Anwärtern für einen Zeichentrick-Oscar.

Als Stimmentalent wurde der britische Schauspieler Ben Kingsley (71) mit seiner Vertonung der Figur Archibald Snatcher in „Die Boxtrolls“ gefeiert.

Die Annie Awards für Film-, Fernseh- und Videospielproduktionen wurden in Los Angeles zum 42. Mal vergeben. Im vorigen Jahr holte „Die Eiskönigin - völlig unverfroren“ den Annie-Hauptpreis und danach auch den Oscar als bester Zeichentrickfilm.

Religion

Katholische Aktion ruft zu kritischem Umgang mit PEGIDA auf

Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) ruft dazu auf, sich mit den Schlagworten und Zielen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) kritisch auseinanderzusetzen.

Mit Blick auf die erste PEGIDA-Kundgebung in Wien morgen Abend sagte KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer, mit unscharfen Schlagworten wie „Islamisierung“ und „Verteidigung des christlichen Abendlandes“ ließen sich zwar „Ängste schüren und Menschen für Demonstrationen mobilisieren“. Damit werde aber kein einziges der Probleme gelöst.

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Lifestyle