Ausland

Nigerias Militär zerstört Boko-Haram-Camps

Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben vier Camps der Terrorgruppe Boko Haram im Nordosten des Landes zerstört. Bei den Luft- und Artillerieangriffen seien Dutzende militante Islamisten getötet worden, sagte Armeesprecher Chris Olukolade heute, ohne Einzelheiten zu nennen.

20 Frauen und Kinder seien bei der Aktion aus der Gewalt der Terrorgruppe befreit worden. Ein Soldat sei bei dem Einsatz getötet worden.

Boko Haram ist im Nordosten Nigerias immer wieder für Gewalttaten verantwortlich. Die Gruppe will in der Region einen sogenannten Gottesstaat errichten und hat seit 2009 über 13.000 Menschen getötet. Zuletzt wurde sie vom Militär und einer multinationalen Truppe zurückgedrängt.

IS ließ Antikenstätte in Palmyra bisher offenbar unversehrt

Nach der Eroberung der syrischen Stadt Palmyra sind Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in das Museum eingedrungen, haben die weltberühmte Antikenstätte vor der Stadt bisher aber nicht betreten.

Das gab der Leiter der syrischen Altertümerverwaltung, Mamun Abdelkarim, heute unter Berufung auf Anwohner Palmyras in Damaskus bekannt. Die Extremisten gingen demnach am Donnerstag in das Museum und zerstörten Gipsrepliken, tags darauf postierten sie Wachen vor dem Gebäude und sperrten es zu.

Wichtige Exponate in Sicherheit gebracht

Die wichtigsten Exponate des Museums seien vor dem Ansturm des IS nach Damaskus in Sicherheit gebracht worden, sagte Abdelkarim. Allerdings hätten einige Kulturgüter wie die Sarkophage nicht bewegt werden können. „Das beunruhigt uns.“

In den archäologischen Stätten, die zum UNESCO-Welterbe zählen, „gab es noch keine Bewegungen des IS“, sagte Abdelkarim. Er hoffe, dass die Extremisten dort nicht wüteten wie im Irak. Dort hatten sie die Kulturstätten Nimrud und Hatra in Schutt und Asche gelegt.

Irakische Armee startet Rückeroberung Ramadis

Irakische Regierungstruppen haben knapp eine Woche nach der Erstürmung der Stadt Ramadi durch den IS Gelände östlich der Stadt zurückerobert. Bei ihrem ersten Gegenangriff konnten sie Positionen der Extremisten in Husaibah im Euphrat-Tal einnehmen, hieß es: „Die Polizeistation und das umliegende Gelände wurden befreit. Es gibt erhebliche Fortschritte.“

Unterstützt von Stammeskämpfern

Husaibah ist eine Ortschaft, von der aus auch Ramadi angegriffen werden könnte. Die Provinzhauptstadt der überwiegend sunnitischen Anbar-Provinz hatten die IS-Extremisten am Sonntag erobert. Ein Stammesvertreter bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP den Beginn der Gegenoffensive. Die Regierungstruppen würden von den Stammeskämpfern unterstützt, sagte Scheich Rafia Abdelkarim al-Fahdawi. „Die Sicherheitskräfte kommen voran, sie haben schon ein großes Gelände zurückerobert.“

Russland besteht auf Schuldenrückzahlung der Ukraine

Russland hat der Ukraine mit einer harten Gangart gedroht, sollte das hoch verschuldete Land seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen. Ministerpräsident Dimitri Medwedew sagte heute in einem Interview des russischen Fernsehens, man werde die nationalen Interessen verteidigen und eine härtestmögliche Haltung einnehmen.

Streitpunkt in Höhe von drei Milliarden Dollar

Hintergrund ist ein vom ukrainischen Parlament beschlossenes Gesetz, das ein Moratorium bei der Rückzahlung von Auslandsschulden ermöglicht. Konkret geht es um eine Summe von drei Milliarden Dollar, die Russland der Ukraine 2013 unter dem mittlerweile gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch geliehen hatte. Medwedew kritisierte das Gesetz als widersprüchlich. Eigentlich betreffe es private Schulden, sagte er.

Zugleich deute die Führung in Kiew an, die Altschulden aus der Zeit Janukowitschs nicht begleichen zu wollen. Eine Weigerung werde auch für die Vereinbarungen zwischen der Ukraine und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Konsequenzen haben, sagte Medwedew mit Blick auf IWF-Regeln, nach denen Verpflichtungen gegenüber anderen Regierungen bedient werden müssen.

Das Parlament in Kiew hatte das Gesetz angesichts der ins Stocken geratenen Verhandlungen über eine Umschuldung im Umfang von 23 Milliarden Dollar verabschiedet. Die ukrainische Wirtschaft leidet unter den Kosten des Aufstandes der Separatisten und den Folgen der Annexion der Krim durch Russland.

Zusammenstöße zwischen türkischer Polizei und Islamisten

Bei Protesten von Islamisten im überwiegend kurdischen Südosten der Türkei ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Mindestens elf Sicherheitskräfte seien in der Provinz Diyarbakir verletzt worden, als sie nach dem Freitagsgebet gegen die Demonstranten vorgingen, teilte der Gouverneur heute mit.

Die Demonstranten hatten sich vor einer Moschee versammelt und mit dem Ruf „Allah ist groß“ gegen das Todesurteil für den früheren ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi protestiert, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Zahlreiche Festnahmen

Die Polizisten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, als die Menge zum größten Platz von Diyarbakir marschieren wollte. Bei den Zusammenstößen habe es auch „erhebliche Zerstörungen“ gegeben, erklärten die Behörden weiter. Rund 20 Menschen wurden festgenommen.

Die Türkei hatte das Todesurteil gegen den Islamisten Mursi scharf kritisiert. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist einer der größten Unterstützer der Muslimbrüder, aus deren Reihen Mursi stammt.

Mursi war vor einer Woche zum Tode verurteilt worden. In dem Prozess um Gefängnisausbrüche und Gewalt gegen Polizisten während der Revolte gegen Mursis Vorgänger Hosni Mubarak im Jahr 2011 wurde zudem gegen 128 weitere Angeklagte die Todesstrafe verhängt, unter ihnen der Chef der islamistischen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie.

24.000 Flüchtlinge in Italien sollen auf EU verteilt werden

Die EU-Kommission will in der kommenden Woche die Verteilung von 24.000 Flüchtlingen von Italien aus auf andere EU-Staaten vorschlagen. Dafür verpflichte sich Italien, Brüssel genaue Angaben über die Einrichtungen zu liefern, in denen die Flüchtlinge nach internationalen Standards identifiziert werden sollen, wie die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ heute berichtete.

Neue Zentren für Identifizierung

Laut dem Plan verpflichtet sich die italienische Regierung auch zur Einrichtung von Zentren zur Flüchtlingsidentifizierung. Das erste soll für maximal 300 Personen im Hafen der apulischen Stadt Taranto eröffnet werden.

Weitere Zentren sind in den sizilianischen Städten Pozzallo, Porto Empedocle und in Augusta geplant, in denen täglich Hunderte Flüchtlinge eintreffen. Dazu sollen zwei Kasernen in der sizilianischen Hafenstadt Messina und in Civitavecchia nördlich von Rom adaptiert werden. Auch hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden.

Die Verteilung von 40.000 Flüchtlingen, die in Italien und Griechenland eingetroffen sind, auf andere EU-Staaten ergänzt das Quotensystem, das die EU-Kommission Mitte Mai vorgestellt hatte. Die Pläne sollen am Mittwoch vorgelegt werden.

Zahlreiche EU-Staaten, darunter Spanien, Frankreich und viele osteuropäische Länder, wehren sich gegen die Festlegung von Quoten. Deutschland und Österreich, die vergleichsweise viele Flüchtlinge aufnehmen, begrüßen dagegen den Brüsseler Vorschlag zur Verteilung von Flüchtlingen.

Nach den bisherigen Plänen der EU-Kommission sollen zudem 20.000 Menschen, die vornehmlich in Flüchtlingslagern außerhalb der Union leben, über die EU verteilt werden.

Paris verschärft Grenzkontrollen

Inzwischen mehren sich in Italien Berichte über strenge Kontrollen am italienisch-französischen Grenzübergang Ventimiglia. Paris habe die Kontrollen verschärft, um die Einreise von Asylsuchenden nach Frankreich zu verhindern. Hunderte Migranten würden wöchentlich versuchen, über Ventimiglia nach Frankreich zu gelangen. Die französische Polizei würde viele von ihnen nach Italien zurückdrängen, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ am Samstag.

Die meisten Flüchtlinge versuchen, die Polizeikontrollen in Ventimiglia zu umgehen, und mit dem Zug Frankreich zu erreichen, berichteten Medien in Italien. In der französischen Ortschaft Menton wurden seit Jahresbeginn zahlreiche Migranten angehalten und abgeschoben.

Grundlage ist die sogenannte Dublin-II-Verordnung, die vorsieht, dass jenes Land für die Asylanträge zuständig ist, in dem die Migranten als Erstes europäischen Boden betreten. Oft versuchen die Migranten auch, zu Fuß die Grenze zu überqueren.

Sudetendeutscher Karlspreis an UNO-Diplomaten Inzko

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat heute ihren Europäischen Karlspreis an den Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Valentin Inzko, verliehen. Die Auszeichnung fand im Rahmen der Eröffnung des zweitägigen Pfingsttreffens der Sudetendeutschen in Augsburg statt.

Der 66-Jährige Kärntner ist seit 2009 Hoher Repräsentant für Bosnien-Herzegowina. Die Sudetendeutschen hatten seine Ehrung damit begründet, dass Inzko ein überragender Europäer sei, der aus eigenem Erleben und aus seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Spitzendiplomat wisse, was völkerrechtswidrige Vertreibung sowie Unterdrückung von Volksgruppen bedeute.

In den Mittelpunkt seiner Dankesrede stellte Inzko laut einer Aussendung seine Bemühungen um Versöhnung und Rechtsstaatlichkeit in Bosnien und Herzegowina: „Was wir mittel- bis langfristig anstreben müssen, ist auch die von allen Seiten zu erfolgende Auseinandersetzung mit der jeweils eigenen Schuld. Mit dem Finger nur auf das Unrecht der anderen zu zeigen wird weder nachhaltig zu Versöhnung führen, noch wird die Geschichte das eigene Unrecht einfach zum Verschwinden bringen.“

US-Senat will NSA nicht bremsen

Der Senat in Washington hat den Plänen von US-Präsident Barack Obama für eine Geheimdienstreform eine Absage erteilt. Nachdem ein entsprechender Gesetzesvorschlag bereits letzte Woche mit großer Mehrheit das Repräsentantenhaus passiert hatte, fiel er heute im Senat knapp durch.

Der USA Freedom Act hätte die National Security Agency (NSA) - zumindest in den Vereinigten Staaten - bremsen sollen. Gegner von Obamas Plänen sehen darin aber ein Sicherheitsrisiko und winken ab. Ihr Nein könnte sich allerdings bald als Bumerang erweisen.

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Inland

Leitl will bei Steuerreform verhandeln statt drohen

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) wünscht sich Nachbesserungen bei der Steuerreform, will anders als seine steirischen Parteikollegen bei den Kontenöffnung aber nicht zu Vetodrohungen greifen.

„Ich habe ein altes Grundprinzip. Man droht nicht, man verhandelt“, sagte er heute in der Ö1-Radioreihe „Im Journal zu Gast“. Er sei überzeugt, so auch zu einer guten Lösung kommen zu können. Es bleibe auch noch Zeit und Gelegenheit, das gesamte Paket unternehmerfreundlicher zu machen.

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Grüne betonen Rechtsschutz bei Kontenöffnung

Nach den ÖVP-internen Protesten stellen auch die Grünen Bedingungen für die Verhandlungen zur Betrugsbekämpfung im Zuge der Steuerreform. „Es muss ein Rechtsschutz eingeführt werden, der jenem im gerichtlichen Strafverfahren entspricht“, forderte Klubobfrau Eva Glawischnig heute in einer Aussendung. Das Team Stronach plädierte hingegen erneut für den Erhalt des Bankgeheimnisses.

Aus grüner Sicht können die Gespräche über eine Zweidrittelmehrheit wieder aufgenommen werden, „sobald sich die ÖVP darüber klar geworden ist, ob sie die Bekämpfung von Steuerbetrug im großen Stil nach wie vor verfolgen will“. Allerdings brauche es klare gesetzliche Regelungen für den Grundrechtseingriff der Konteneinsicht durch die Finanzämter. „Wir haben von Beginn an klargestellt, dass der Vorschlag der Regierung hier noch nicht ausreichend ist“, betonte Glawischnig.

Kein Verständnis für NEOS-Kritik

Glawischnig betonte zudem, dass die Arbeitnehmerveranlagung kein Anlass für eine Konteneinsicht sein dürfe. Für die Kritik von NEOS zeigte sie kein Verständnis. Dessen Chef Matthias Strolz werde sich entscheiden müssen, „ob er es mit Betrugsbekämpfung ernst meint oder ob er der neue Schutzpatron der Steuerhinterziehung im großen Stil in Österreich werden will“.

Auch ÖVP-Justizminister mit Bedenken

Die Abschaffung des Bankgeheimnisses wäre ein schockierender Höhepunkt „auf dem Weg zur willkürlichen und lückenlosen Überwachung“, hieß es davor von NEOS. Man werde dagegen „mit allem zu Gebote stehenden Mitteln antreten.“ Bedenken äußerte aber auch ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter.

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Team-Stronach-Klubobfrau Waltraud Dietrich stellte sich per Aussendung erneut gegen die Konteneinsicht. „Das Bankgeheimnis ist die letzte Bastion gegenüber staatlicher Bespitzelung“, meinte sie. Man habe eine Petition zur Beibehaltung an Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) gerichtet.

Asylstreit: Proteste in Oberösterreich

Die Kritik am Zeltlager im Asylerstaufnahmezentrum Thalham in St. Georgen (Oberösterreich) reißt nicht ab. Bei einer Kundgebung forderten die Bürgermeister der drei Attergau-Gemeinden St. Georgen, Berg und Straß gestern ein Ende der „untragbaren Zustände“.

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Hoteliervereinigung will Unterkünfte anbieten

Unterdessen kündigte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) an, Betten für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Das berichtete die „Wiener Zeitung“ heute. Man stelle in einer Pension in Wien bzw. in einem Mitarbeiterhaus in Lech Zimmer zur Verfügung, teilten die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch auf der Website der ÖHV mit.

Ihre Mitglieder rief die Hoteliervereinigung dazu auf, leer stehende Mitarbeiterhäuser Schutzsuchenden zur Verfügung zu stellen oder ihre Solidarität mit Sachspenden zum Ausdruck zu bringen.

Die jüngst errichteten Zeltstädte füllten sich über das Wochenende weiter, hieß es auf APA-Anfrage im Innenministerium.

Stmk. & Bgld.: Landesvater-Slogans als riskanter Poker

Am 31. Mai wählen die Steiermark und das Burgenland. So unterschiedlich die Ausgangslagen in beiden Ländern sind, so sehr gleichen sich die Wahlkampagnen der Amtsinhaber. Da wie dort wird auf den „Landesvater-Bonus“ als Allheilmittel gesetzt.

Das ist innovativer, als es scheint: Sowohl das steirische „Reformduo“ Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) als auch der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) scheinen sich an den Unwillen der Wähler nach früher oft brutalen Wahlkämpfen zu erinnern. Sollte der Wahlkampf, bei dem Untergriffe der Konkurrenz schlicht ignoriert wurden, am Ende funktioniert haben, dürfte das Folgen für die gesamte Innenpolitik haben.

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Im Burgenland haben bereits viele den zum ersten Mal stattfindenden zusätzlichen Wahltag gestern genutzt. 21.438 Personen, das sind 8,55 Prozent der insgesamt 250.607 Wahlberechtigten, haben ihre Stimme abgegeben, teilte die Landeswahlbehörde mit.

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Song Contest

Die Siegeschancen der Kandidaten

In wenigen Stunden ist es so weit, und die große Song-Contest-Finalshow startet. Dann heißt es Bühne frei für die Kandidaten aus 27 Ländern. 20 von ihnen kennen das Gefühl, vor einem Millionenpublikum live im TV aufzutreten, schon aus den Halbfinale, für die „Big Five“ sowie die Kandidaten aus Australien und Österreich wird es eine Premiere sein. Dass der Song Contest immer für Überraschungen gut ist, zeigte sich in den letzten Tagen - trotzdem kristallisierten sich einige Favoriten heraus.

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Was das Finale besonders macht

Es ist das große Finale: Auf der viel bestaunten Bühne rittern 27 Länder um den Titel. Und es ist kein Song Contest wie jeder andere: Denn heuer, da sind sich langjährige Eurovision-Kenner einig, gibt es viele neue Trends - akustisch wie optisch. Das Paarduett erlebt ein großes Comeback, es dominiert aber die eskalierende Powerballade. Bei der Show haben fast alle Länder auf den üblichen Trash verzichtet, dafür gibt es recht dramatische Kleiderausschnitte. Und viele Acts haben eine Botschaft mitgebracht.

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Regisseur Pongratz: Zu 130 Prozent vorbereitet

Wenn heute Abend die größte TV-Musikshow der Welt über die Bühne geht, hat er die Fäden in der Hand: Kurt Pongratz führt Regie und wird gemeinsam mit seinem Team knapp 200 Millionen Zusehern ein unvergessliches Fernseherlebnis bescheren. Im Exklusivinterview mit songcontest.ORF.at spricht er über die Herausforderungen einer Show dieser Größenordnung und verrät, warum er aufgehört hat, seine Arbeitsstunden zu zählen, und wie er dem Stress der letzten Wochen standhält.

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Sport

Bundesliga: Magath sagt Austria laut Medien ab

Das Engagement des Deutschen Felix Magath als Trainer der Wiener Austria dürfte geplatzt sein. Magath, einst doppelter Double-Sieger mit dem FC Bayern München und Meistermacher des VfL Wolfsburg, habe dem 24-fachen österreichischen Meister abgesagt, berichtete die deutsche Website Sport1.de heute und berief sich dabei auf Exklusivinformationen aus dem Umfeld des 61-Jährigen.

Über die Gründe für das mögliche Scheitern der Verhandlungen ist vorerst nichts bekannt. Das deutsche Fachmagazin „kicker“ hatte zuletzt sogar WAC-Coach Dietmar Kühbauer als Kandidat für den Trainerjob bei der Austria ins Spiel gebracht.

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Bundesliga: Salzburg und Vize winken Millionen

Fast-Meister Salzburg und sein designierter Vize Rapid dürfen sich im Herbst auf einen wahren Geldregen freuen. Sollten es die beiden Clubs in der Champions-League-Qualifikation zumindest bis in die dritte Runde schaffen, würden sie fix drei Millionen Euro bekommen. Richtig abkassiert wird allerdings erst in der Gruppenphase, in der zwölf Millionen nur als Startgeld ausgeschüttet werden. Für das Topduo und auch für Österreichs restliche Europacup-Starter würde sich aber bereits die Europa-League-Gruppenphase kräftig auszahlen.

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Wirtschaft

Chronik

Fünf Tote bei Unfall: Weiterer Bub in Lebensgefahr

Nach dem tragischen Unfall in Purgstall an der Erlauf (Niederösterreich) sind zwei schwer verletzte Kinder nach der Operation stabil. Der Zustand des zwölfjährigen Buben sei aber kritisch, hieß es. Fünf Menschen starben, nachdem ein Pkw gegen einen Zug geprallt war.

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Große Betroffenheit in Gemeinde

Große Betroffenheit herrscht in Purgstall. Ein Augenzeuge versuchte vergeblich, eines der Kinder zu reanimieren.

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Überschwemmungen in der Südoststeiermark

Die steirischen Feuerwehren sind durch die starken Regenfälle seit gestern im Dauereinsatz. Einige Straßen sind überflutet, vereinzelt mussten Keller ausgepumpt werden.

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Auch im Burgenland hat der Dauerregen für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Bei der Landessicherheitszentrale wurden allein über Mittag rund 25 Einsätze verzeichnet. Hauptsächlich waren die Feuerwehrleute mit Pumparbeiten beschäftigt.

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Elf Verletzte bei Unfall auf Westautobahn

Bei einem Verkehrsunfall auf der Westautobahn (A1) bei Haunoldstein (Niederösterreich) hat es heute nach Angaben von Notruf NÖ und des ÖAMTC mehrere zum Teil Schwerverletzte gegeben. Es entstanden zwölf Kilometer Stau.

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Drei junge Verletzte bei Verkehrsunfall

Bei einem Verkehrsunfall auf der Inntalautobahn bei Völs (Tirol) sind heute Früh drei junge Oberländer verletzt worden. Die Lenkerin kam von der Fahrbahn ab, und der Wagen stürzte über eine Böschung.

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40 Mio. Hühner wegen Vogelgrippe in USA gekeult

Zur Eindämmung der Vogelgrippe sind in den USA inzwischen fast 40 Millionen Hühner und anderes Geflügel gekeult worden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums aus dieser Woche sind mehr als 39 Millionen Vögel von dem aggressiven Erreger H5N2 betroffen. Industriekreisen zufolge trieb die Epidemie den Preis für Eier in den USA seit Beginn des Ausbruchs um 80 Prozent in die Höhe.

Dutzende Betriebe betroffen

Alleine im US-Bundesstaat Iowa, dem größten Eierproduzenten des Landes, wurden 25 Millionen Tiere gekeult, die meisten von ihnen waren Legehennen. „Das Ausmaß dieses Ausbruchs ist beispiellos. Wir müssen deswegen alle Schritte unternehmen, um die weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern“, sagte Iowas Landwirtschaftsminister Bill Northey. Er rief schon am Donnerstag den Notstand aus, so dass nun unter anderem alle Geflügelschauen verboten sind, nachdem die Zahl der betroffenen Betriebe auf 63 gestiegen war.

Die besonders gefährliche Variante der Vogelgrippe war im vergangenen Jahr zunächst im US-Staat Washington aufgetaucht, sie wurde vermutlich von Wildtieren übertragen. Inzwischen sind 15 US-Staaten und die kanadischen Provinzen British Columbia und Ontario betroffen. Neben den Eierpreisen ist auch der Preis für Truthahnfleisch gestiegen.

Auch wenn die Ansteckungszahlen zurückgehen, ist keine Entspannung bei den Preisen abzusehen. Die Epidemie klinge offenbar ab, sagte der Sprecher von Iowas Landwirtschaftsministerium, Dustin Vande Hoef. Das wärmere Wetter mache es für das Virus schwieriger, zu überleben. Aber es werde Zeit brauchen, um das gekeulte Geflügel zu ersetzen. Die angespannte Versorgungslage könne bis Ende des Jahres andauern.

Brand in Gästehaus in Bayern: Sechs Leichen entdeckt

Bei dem Großbrand in Schneizlreuth (Bayern) sind laut Auskunft der Polizei in den Brandruinen die Leichen von sechs Menschen gefunden worden. Davor hatte noch eine Person als vermisst gegolten.

Das Feuer war heute gegen 3.00 Uhr in dem Gebäude ausgebrochen. Laut Polizei konnten sich von den 47 untergebrachten Gästen zumindest 41 Personen mit zum Teil schwersten Verletzungen ins Freie retten. Sieben Personen mussten in umliegende Krankenhäuser und Spezialkliniken eingeliefert werden.

Sechs Personen sind vermutlich beim Brand ums Leben gekommen. (iptv.ORF.at)

250 Einsatzkräfte an Ort und Stelle

Ein Großaufgebot der Rettungsdienste mit 250 Personen war zur Brandbekämpfung und Betreuung der Geretteten an Ort und Stelle. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer erst am frühen Vormittag unter Kontrolle bringen. Die Löscharbeiten konnten teilweise nur von außen durchgeführt werden, da Einsturzgefahr bestand.

Über die Brandursache in dem älteren, umgebauten Bauernhaus einer Outdoor-Agentur liegen noch keine Erkenntnisse vor. Im Gebäude waren in der Nacht Mitarbeiter einer Firma in Niederbayern untergebracht, die eine Veranstaltung gebucht hatten.

Kultur

Gurlitt: Restituiertes Liebermann-Gemälde wird versteigert

Bei Sotheby’s in London wird am 24. Juni ein Gemälde aus der umstrittenen Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt zur Versteigerung gelangen. Das Bild „Zwei Reiter am Strand“ (1901) von Max Liebermann war erst kürzlich als Raubkunstwerk an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben worden. Laut einer Aussendung erwartet Sotheby’s dafür nun mindestens 350.000 Pfund (480.000 Euro).

Hollywoods Angst vor Frauen über 35

Weltweit gibt es eine Spur mehr Frauen als Männer. In Hollywood stellen sie sieben Prozent der Regisseurinnen und sind in zwölf Prozent der Hauptrollen zu sehen. Besonders stark unterrepräsentiert sind Schauspielerinnen über 35. Zuletzt soll Maggie Gyllenhaal (37) von Studiobossen gesagt worden sein, sie sei zu alt, um in einem Film die Geliebte eines 55-Jährigen zu spielen. Wegen der anhaltenden Diskriminierung droht eine Bürgerrechtsorganisation bereits mit rechtlichen Schritten.

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Leute

Fans nahmen Abschied von Blueslegende B. B. King

Rund eine Woche nach dem Tod von B. B. King haben Hunderte Menschen in Las Vegas der Blueslegende die letzte Ehre erwiesen.

Vier Stunden lang hatten Fans gestern (Ortszeit) Gelegenheit, in einem Bestattungsinstitut am Sarg des Musikers Abschied zu nehmen, wie US-Medien berichteten. Vor dem Gebäude habe sich eine lange Schlange gebildet. King war am 14. Mai mit 89 Jahren in Las Vegas gestorben.

Bestattung im eigenen Museum

Nächste Woche soll der Sarg nach Memphis, Tennessee, geflogen werden. Dort ist am Mittwoch eine Trauerprozession in der legendären Beale Street geplant. Riley King, so der bürgerliche Name des Musikers, hatte seine größten Erfolge in Memphis, wo man ihn „Blues Boy“ - B. B. - nannte. Der Musiker soll am Samstag (30. Mai) nach einer Trauerfeier in seinem Museum in Indianola im Bundesstaat Mississippi beigesetzt werden.