Ausland

IS greift irakische Stadt Samarra an

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat einen Angriff auf die irakische Stadt Samarra begonnen, wo sich Regierungstruppen und Milizen für eine Offensive gegen den IS sammeln. Sicherheitskreise und Einwohner berichteten von mehreren Selbstmordattentätern, die heute Früh Autobomben im Norden und Süden des Ortes gezündet hätten.

Gleichzeitig hätten Islamisten die Sicherheitskräfte im Westen von Samarra mit Granaten angegriffen. Augenzeugen zufolge hing schwarzer Rauch über der Stadt, Ärzte berichteten zunächst von drei getöteten Verteidigern.

In der Umgebung der nordirakischen Stadt sind Tausende Soldaten und schiitische Milizionäre zusammengezogen worden, die die Islamisten aus ihren Stellungen entlang des Tigris vertreiben wollen.

19 Tote nach zwei Autobombenexplosionen

Bei einem weiteren Doppelanschlag auf einen schiitischen Ort nordöstlich von Bagdad kamen heute 19 Menschen ums Leben. Nach Angaben von Sicherheitsquellen explodierten in der Kleinstadt Baladruz nacheinander zwei Autobomben. Unter den Toten seien auch drei Kinder. 25 Menschen wurden verletzt.

Lebenslange Haft für Chef der ägyptischen Muslimbrüder

Ein Gericht in Kairo hat den Chef der Muslimbrüder, Mohammed Badie, sowie weitere führende Mitglieder der Organisation zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Es bestätigte zugleich die Todesurteile gegen vier weitere Islamisten, wie die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram berichtete.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagten Ende Juni 2013 bei Protesten in Kairo für den Tod von Demonstranten verantwortlich waren. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 geht die Regierung hart gegen Islamisten vor. Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten als Terrororganisation eingestuft.

Kuba sieht Fortschritte in Gesprächen mit USA

Kuba sieht die historischen Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen mit den USA auf einem guten Weg. „Wir haben Fortschritte in unseren Diskussionen gemacht“, sagte die kubanische Delegationsleiterin Josefina Vidal nach der zweiten Verhandlungsrunde gestern in Washington.

Die USA hoffen auf die Eröffnung einer Botschaft in Havanna noch vor dem Amerika-Gipfel am 10. und 11. April. „Ich glaube, wir können das rechtzeitig erledigen“, sagte die Abteilungsleiterin für Lateinamerika im US-Außenministerium, Roberta Jacobson.

Weiter viele Streitpunkte vorhanden

Gleichzeitig mahnte sie aber, dass es weiter „ernste Meinungsverschiedenheiten“ über die Normalisierung des Verhältnisses gebe. So fordert der kubanische Staatschef Raul Castro die vollständige Aufhebung des Handelsembargos. Ein weiterer Streitpunkt ist der US-Militärstützpunkt Guantanamo im Südosten Kubas: Havanna verlangt die Rückgabe des Gebiets und betrachtet einen Anfang des 20. Jahrhunderts geschlossenen Pachtvertrag als ungültig - die USA wollen die strategisch wichtige Basis dagegen nicht aufgeben.

Delegationsleiterin Vidal sagte, dass Kuba außerdem von der US-Liste der Unterstützerstaaten des Terrorismus gestrichen werden müsse. „Es wäre sehr schwierig, zu erklären, dass Kuba und die Vereinigten Staaten normale diplomatische Beziehungen aufgenommen haben, wenn Kuba auf dieser Liste bleibt“, sagte die Verhandlungsführerin bei einer Pressekonferenz.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es aus Regierungskreisen in Washington geheißen, dass die diplomatischen Beziehungen bis zu dem Gipfeltreffen in Panama offiziell wieder aufgenommen werden könnten. Castro hat sein Kommen zu dem Treffen zugesagt, es sei die erste Teilnahme eines kubanischen Staatschefs am Amerika-Gipfel.

UNO: Fünf Millionen in der Ostukraine brauchen Hilfe

Fast fünf Millionen Menschen im umkämpften Osten der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf Unterstützung angewiesen. „Es gibt in den von den Separatisten kontrollierten Gebieten eine humanitäre Krise“, sagte der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Ukraine, Neal Walker, gestern in Brüssel.

Da die Kämpfe zuletzt abgeflaut seien, sei zu hoffen, dass der Waffenstillstand nun halte. Dann werde es der UNO möglich sein, den Bedürftigen Hilfe zukommen zu lassen. Notwendig ist Walker zufolge unter anderem der Bau von Schutzräumen und sanitären Einrichtungen sowie die Verbesserung der Wasserversorgung. Außerdem bestehe ein großer Bedarf an Medikamenten. Walker hielt sich in Brüssel auf, um die EU-Einrichtungen dazu zu bewegen, in einen neu aufgelegten Hilfsfonds einzuzahlen.

OSZE sieht Waffenabzug

Nach zweitägiger Feuerpause wurde der Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten wieder gebrochen. Drei Soldaten seien in den vergangenen 24 Stunden getötet worden, so das ukrainische Militär. Dennoch wurde der Abzug schwerer Waffen aus dem Kampfgebiet fortgesetzt - und das durch beide Seiten. Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigte Waffenverschiebungen. An eine friedliche Lösung will aber offenbar kaum jemand so richtig glauben.

Merkel und Proschenko beraten

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte unterdessen gestern Abend in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko erneut die „umfassende Umsetzung“ der Minsker Friedensvereinbarung. Sie habe betont, dass vor allem die russische Regierung nun in der Verantwortung sei, entsprechend auf die prorussischen Rebellen einzuwirken, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Poroschenko habe Merkel über die Fortschritte bei der Umsetzung des Friedensabkommens berichtet - insbesondere über den Beginn des Abzugs schwerer Waffen von der Frontlinie, so Seibert. Poroschenko habe den prorussischen Kämpfern vorgeworfen, Regierungstruppen während ihres Rückzugs beschossen zu haben.

Mehr dazu in Poroschenko eher pessimistisch

Tsipras: „Wird kein neues Hilfsprogramm geben“

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras schließt ein weiteres Hilfsprogramm für sein Land aus. Manche würden auf ein drittes Hilfsprogramm im Juni wetten, aber die werde er enttäuschen, sagte Tsipras gestern Abend in einer im Fernsehen übertragenen Rede vor seinem Kabinett. „Sie können ein drittes Hilfsprogramm vergessen. Das griechische Volk hat die Programme abgewählt.“

Andere Euro-Länder wie Portugal oder Irland hatten zuletzt erklärt, Griechenland werde nicht um ein drittes Hilfsprogramm seiner internationalen Geldgeber herumkommen. Das deutsche Finanzministerium hatte indes erklärt, es sei zu früh, um über ein drittes Hilfsprogramm zu spekulieren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung beziffert die Finanzierungslücke Griechenlands für die kommenden drei Jahre auf 30 bis 40 Milliarden Euro.

Das Land wird über zwei Hilfspakete schon mit 240 Mrd. Euro von seinen Geldgebern gestützt und hat dafür im Gegenzug zahlreiche Reformenauflagen akzeptiert, die die neue Regierung um Tsipras aber zurückdrehen will. Nach der Zustimmung des deutschen Bundestags für eine Verlängerung des Hilfspakets versprach Tsipras aber, nun „hart“ an einer Umsetzung der zugesagten Reformen zu arbeiten.

Kim Jong Un: Armee soll sich auf „Krieg“ vorbereiten

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat Staatsmedien zufolge die Armee seines Landes angewiesen, sich auf einen „Krieg“ mit den USA und deren Verbündeten vorzubereiten.

Alle Einheiten der Volksarmee müssten sich „politisch und ideologisch, militärtechnisch und materiell“ vollständig auf einen Krieg vorbereiten, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA Kim heute. Das Militär müsse hart trainieren, um das „Sternenbanner in Stücke zu reißen“, fügte er unter Hinweis auf die US-Fahne hinzu.

Wegen Seemanöver Südkoreas und USA gereizt

Pjöngjang reagiert stets äußerst gereizt auf das alljährliche große Militärmanöver Südkoreas und der USA. Kurz vor dem offiziellen Beginn des Manövers am Montag hatten beide Länder schon gestern eine gemeinsame Übung auf See gestartet. An der Übung nahmen neben zehn Kriegsschiffen auch Aufklärungsflugzeuge und Hubschrauber teil, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte.

Im vergangenen Jahr waren die Spannungen auf einen Höhepunkt gestiegen, als das stalinistisch geführte Nordkorea angesichts der Manöver mit einem Atomangriff gedroht und atomwaffenfähige US-Tarnkappenbomber über die koreanische Halbinsel geflogen hatte.

Parlamentswahl in Lesotho nach Putschversuch

Ein halbes Jahr nach dem gescheiterten Militärputsch wählen die Bürger im südafrikanischen Königreich Lesotho heute ein neues Parlament. Schon am frühen Morgen bildeten sich in der Hauptstadt Maseru Schlangen vor den Wahllokalen. Es wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der ABC-Partei von Ministerpräsident Thomas Thabane und dem Demokratischen Kongress (DC) von Ex-Regierungschef Pakalitha Mosisili erwartet.

Die vorgezogene Wahl in dem von Südafrika umgebenen Staat war nach dem Putschversuch unter Vermittlung des Nachbarlandes ausgehandelt worden. Die Armee ist aufgerufen, während der Abstimmung in den Kasernen zu bleiben. Stattdessen sollen Polizisten aus Ländern der Region für Sicherheit sorgen.

Regierungschef nach Flucht wieder zurück

Lesotho ist seit 1966 unabhängig und hat etwa 2,1 Millionen Einwohner. Das Land ist im politischen Chaos versunken, seit die Armee Ende August 2014 wichtige Polizeistationen angriff und den Regierungssitz umstellte. Regierungschef Thabane musste nach Südafrika fliehen, konnte Anfang September aber wieder in sein Land zurückkehren. Thabane, der auch bei seinen politischen Verbündeten in der Kritik steht, hatte das Parlament im Juni aufgelöst, um ein Misstrauensvotum zu verhindern. Südafrikas Vizepräsident Cyril Ramaphosa vermittelte zwischen den Konfliktparteien.

US-Heimatschutzetat vorläufig verlängert

Das US-Ministerium für Heimatschutz bleibt zumindest vorläufig flüssig. Kurz vor Ablauf einer entscheidenden Mitternacht-Frist einigten sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress nach erbittertem Streit auf eine einwöchige Verlängerung des Budgets der Behörde, die beim Schutz vor Terrormaßnahmen auf heimischem Boden eine wesentliche Rolle spielt.

Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde nun vom Senat und Abgeordnetenhaus verabschiedet. Andernfalls wären dem Ministerium ab heute das Geld ausgegangen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Streit um die Ausländerpolitik. Große Teile der Republikaner wollen die Umsetzung einer Anordnung von Präsident Barack Obama zum Schutz von Millionen illegalen Immigranten vor einer Abschiebung verhindern. Sie machten eine längerfristige Weiterfinanzierung des Ministeriums von einem Verzicht auf diese Maßnahme abhängig. Die einwöchige Verschnaufpause soll Zeit für einen Kompromiss geben, den aber beide Seiten bisher strikt abgelehnt haben.

Inland

Abdullah-Zentrum: Gerüchte um Nachfolger nicht bestätigt

Laut einem Bericht der Tageszeitung „Kurier“ wird der ehemalige Spitzendiplomat Karl Schramek als potenzieller Nachfolger von Claudia Bandion-Ortner für den Posten des Vizegeneralsekretärs im umstrittenen Abdullah-Zentrum (KAICIID) gehandelt. Das haben KAICIID und die SPÖ jedoch zurückgewiesen.

„Uns liegen keine Informationen über die Nachfolge oder jegliche Kandidaten vor“, so KAICIID-Sprecher Peter Kaiser auf APA-Anfrage. Es liege zudem in der Macht der Gründerstaaten, zu entscheiden, ob der Posten nachbesetzt wird, so Kaiser weiter.

In dieselbe Kerbe schlug laut „Kurier“ auch SPÖ-Kanzleramtsminister Josef Ostermayer. Er sieht keine Notwendigkeit für eine Nachbesetzung: „Die Personalfrage ist die allerletzte Frage, die sich stellt.“ Bandion-Ortner war kürzlich zurückgetreten, nachdem sie wegen einer Reihe umstrittener Aussagen unter scharfe Kritik geraten war.

Zentrum: Neubeginn oder Schließung?

Das Ringen um die Zukunft des von Saudi-Arabien finanzierten Zentrums innerhalb der Koalition geht indessen munter weiter. „Wir klären gerade, ob eine zukünftige Neuaufstellung unter Berücksichtigung fundamentaler Fragen möglich ist - oder ob sich Österreich aus diesem Zentrum zurückziehen soll“, sagte Ostermayer.

Während SPÖ und Grüne einen Rückzug Österreichs beziehungsweise eine Schließung forcieren, pochen Präsidentschaftskanzlei und ÖVP auf einen Neubeginn.

11.000 Erstwähler bei Kärntner Gemeinderatswahl

Die Kärntner wählen morgen ihre neuen Gemeinderäte und Bürgermeister. Die größte Gruppe der 464.364 wahlberechtigten Personen sind die über 60-Jährigen. 150.000 älteren Wählern stehen nur 37.000 junge Wähler gegenüber, unter denen 11.000 Erstwähler sind.

Je nach Zielgruppe greift die Wahlwerbung in Kärnten verschieden stark, sagte die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle: „Der erste Blick fällt auf die Listen der Kandidaten.“

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Alijew-Tod: Anwalt fordert Einbeziehung von FBI

Nach dem Tod des ehemaligen kasachischen Botschafters Rachat Alijew fordert einer seiner Anwälte den Einsatz der US-Bundesbehörde FBI. Wie schon beim Fall Natascha Kampusch sollten die „besten Experten“ zu Ermittlungen herangezogen werden, sagte Manfred Ainedter gestern in der ZIB2.

Ainedter zweifelt wie weitere Rechtsvertreter des am Dienstag in der Justizanstalt Josefstadt erhängt aufgefundenen Ex-Botschafters daran, dass dieser Selbstmord begangen haben soll. Die Zweifel werden durch Berichte über Betäubungsmittel genährt, die in einer Blutprobe gefunden worden seien.

Expertenkommission eingesetzt

Der Tod Alijews wird jetzt von einer Expertenkommission des Justizministeriums untersucht. Die Justiz geht weiter von einem Selbstmord aus, die Anwälte zweifeln daran.

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Betäubungsmittel in Blutprobe

Wie Ö1 gestern Früh unter Berufung auf einen Alijew-Anwalt berichtete, wurde in einer Blutprobe ein Betäubungsmittel gefunden. Mehr Licht in den brisanten Fall mit politischem Hintergrund kann vielleicht das toxikologische Gutachten bringen.

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Sport

Ski alpin: Chaos-Super-G in Bansko abgebrochen

Die Weltcup-Rennen in Bansko stehen weiter unter keinem guten Stern. Nach der Absage gestern musste der Damen-Super-G auch heute nach mehrfachen Neustartversuchen wegen Nebels abgebrochen werden. Für Kritik sorgte vor allem die Strecke, die im unteren Teil wellig, löchrig und unruhig war.

„Es ist schade, dass so ein Rennen gestartet wird, obwohl es die Verhältnisse nicht zulassen“, sagte die Deutsche Viktoria Rebensburg. Nicole Hosp wäre das Rennen beinahe zum Verhängnis geworden, die Tirolerin konnte „in letzter Not“ einen kapitalen Sturz verhindern.

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Ski alpin: Reichelt als Favorit in die Garmisch-Abfahrt

Hannes Reichelt kann heute mit einiger Zuversicht in die Abfahrt der Herren in Garmisch-Partenkirchen (11.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) gehen. Der Salzburger war in beiden Trainingseinheiten auf der Kandahar-Strecke der Schnellste.

„Wenn man im Training vorne ist, schaut das schon recht gut aus. Es gibt Selbstvertrauen, wenn man weiß, dass man schnell ist“, sagte Reichelt. Sein schärfster Konkurrent könnte Kjetil Jansrud werden, der Norweger war zweimal Zweitschnellster.

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Nordische WM: ÖSV-Team im Sprint weit zurück

Die österreichischen Kombinierer liegen nach dem Springen auf der Großschanze beim WM-Team-Sprint in Falun mit großem Rückstand nur auf Platz sieben. Sowohl Sepp Schneider (114,5 m) als auch Einzel-Weltmeister Bernhard Gruber (117 m) präsentierten sich heute auf der Schanze nicht wie erhofft. Das ÖSV-Paar geht daher 1:32 Minuten hinter Spitzenreiter Frankreich in den Langlauf über 2 x 7,5 km am Nachmittag.

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Fußball: Revierderby mit brisanten Vorzeichen

Für die beteiligten Fans ist es die Mutter aller Derbys, für die Spieler der ultimative Kick und für die Polizei eine der größten Herausforderungen der Saison. Das Duell der Erzrivalen Borussia Dortmund und Schalke 04 garantiert auch diesmal viel Leidenschaft und Emotionen.

Das 146. Aufeinandertreffen der beiden Kultclubs birgt diesmal aber besonders viel Brisanz. Vor allem der BVB ist gegen die „Ergebnismaschine“ Schalke auf Punkte angewiesen. „Wir müssen sie bearbeiten, brauchen Geduld, ohne einzuschlafen. Das wird eine Herausforderung“, sagte Coach Jürgen Klopp.

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Wirtschaft

Österreich-„AAA“: Moody’s verschiebt neue Bewertung

Die Ratingagentur Moody’s hat gestern doch keine Aktualisierung ihres Länderratings für Österreich veröffentlicht. In einer Mitteilung am Abend hieß es lediglich, die Bewertung Österreichs - und zahlreicher anderer Gebietskörperschaften - habe heute nicht stattgefunden. Das nächste Datum für die Veröffentlichung eines Ratings für Österreich ist nun der 26. Juni oder der 23. Oktober 2015.

Damit bleibt das Rating von Moody’s für die Republik Österreich vorerst unverändert die Spitzennote „AAA“ mit einem stabilen Ausblick. Die anderen beiden großen Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch haben Österreich auf die zweitbeste Note „AA+“ zurückgestuft.

Moskau öffnet Ölbranche für China

Die EU-Sanktionen treffen Russland immer härter, je länger der Ukraine-Konflikt dauert. Umso intensiver sucht der Kreml nach Alternativen zum Westen und findet sie - zusehends öfter - in China.

Russland will nun offenbar sogar eines der größten wirtschaftspolitischen Tabus brechen und sein Öl- und Gasgeschäft für chinesische Investoren öffnen. Selbst ausländische Mehrheitsbeteiligungen in der strategisch wichtigen Branche werden nicht mehr ausgeschlossen.

Mehr dazu in „Entscheidungen fallen schneller“

IBM streicht in Deutschland etwa 400 Stellen

IBM streicht als Teil seines weltweiten Entlassungsprogramms heuer etwa 400 Stellen in Deutschland. Die Mitarbeiter sollen Aufhebungsverträge unterschreiben, berichtete die „WirtschaftsWoche“ unter Berufung auf Kreise des IBM-Aufsichtsrates.

Damit würde die Zahl der Angestellten des weltgrößten IT-Dienstleisters in Deutschland auf etwa 16.500 fallen. IBM Deutschland habe einen Kommentar zu den Angaben abgelehnt.

Gerüchte um weitere Massenentlassungen

Der amerikanische Mutterkonzern hat einen Stellenabbau angekündigt, der „mehrere tausend Beschäftigte“ betreffen soll. Einen Bericht des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ über eine Massenentlassung von 26 Prozent der Belegschaft, etwa 112.000 Mitarbeiter, haben die Amerikaner zurückgewiesen.

Der einst für seine Großrechner und PCs bekannte IT-Konzern treibt einen Umbau in Richtung Cloud Computing sowie Big Data und Sicherheitssoftware voran.

Vor Streik bei Billigfluglinie Norwegian Air

Bei Europas drittgrößter Billigairline Norwegian Air wird in den nächsten Tagen gestreikt. Nach Gewerkschaftsangaben soll der Ausstand zunächst 70 Piloten umfassen. Er könne aber kurzfristig auf 650 ausgeweitet werden. Die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete, ab Mittwoch könnte es zu der Eskalation kommen. Von der Fluglinie hieß es, dass am Wochenende Verspätungen möglich seien.

Langstreckenflüge nicht betroffen

Die Langstreckenverbindungen nach Asien und in die USA sollen aber nicht betroffen sein. Die Piloten des Ryanair- und easyJet-Konkurrenten befürchten, dass ihre finanziellen Absicherungen geschwächt werden, weil das zuletzt defizitäre Unternehmen Kosten sparen will.

Chronik

Sieben Morde in Missouri: Offenbar Familiendrama

An verschiedenen Orten der ländlichen US-Kleinstadt Tyrone (Bundesstaat Missouri) wurden in der Nacht auf gestern insgesamt neun Leichen gefunden. Die Polizei teilte mit, dass sieben Opfer erschossen worden seien. Unter den Toten sei zudem der mutmaßliche Schütze, der sich offenbar das Leben genommen hat.

Eine alte Frau starb den Angaben zufolge eines natürlichen Todes. Das genaue Motiv der Bluttat sei noch nicht bekannt, sagte Polizeisprecher Jeff Kinder bei einer Pressekonferenz. Vieles deutet aber auf ein Familiendrama hin.

Vier Opfer Cousins des Täters

Laut den Erkenntnissen der Behörden erschoss ein 36-jähriger Bewohner von Tyrone sieben Menschen in vier verschiedenen Häusern. Vier der Opfer seien Cousins des mutmaßlichen Täters gewesen. Bei der tot aufgefundenen Pensionistin handelt es sich den Angaben zufolge um die 74-jährige Mutter des Schützen. „Sie scheint eines natürlichen Todes gestorben zu sein“, so Kinder. Die Leiche werde aber noch gerichtsmedizinisch untersucht.

Der Verdächtige wurde den Angaben zufolge mitten auf einer Schnellstraße tot in einem Auto gefunden. Die Schusswunden deuteten darauf hin, dass der Mann die Waffe gegen sich selbst gerichtet hatte.

Mädchen flüchtete vor Täter

Der Notruf war am späten Donnerstagabend (Ortszeit) bei der Polizei eingegangen. Ein Mädchen, das zu Nachbarn geflohen war, meldete Schüsse in ihrem Haus. Die alarmierten Beamten fanden zunächst zwei Leichen und stießen bei ihren Ermittlungen auf die weiteren Tatorte. Bei der Gewalttat wurde den Angaben zufolge auch ein Mensch verletzt. Tyrone hat 2.000 Einwohner und liegt gut 200 Kilometer südwestlich der Großstadt St. Louis.

Riesiger Waldbrand im argentinischen Patagonien

Ein gewaltiger Waldbrand hat im argentinischen Teil von Patagonien massive Zerstörungen angerichtet. Mehr als 17.000 Hektar Wald seien den Flammen schon zum Opfer gefallen, teilten die Behörden der Provinz Chubut gestern mit.
Die Feuerwalze sei 30 Kilometer breit und 15 Kilometer tief, sagte Zivilschutzdirektor Evaristo Melo.

„Situation besorgniserregend“

Das Feuer sei „das schlimmste seiner Art“, das die Region je heimgesucht habe. Der Waldbrand wurde vermutlich vor elf Tagen von Blitzen entfacht. Inzwischen rollt er auf mehrere Dörfer und einen Nationalpark mit 1.000 Jahre alten Bäumen zu. „Die Situation ist besorgniserregend und sehr schwer zu kontrollieren“, sagte Antonio Reato, Bürgermeister des Bergdorfs Epuyen.

Kultur

„American Sniper“: Eastwood wagt sich ins Kreuzfeuer

„American Sniper“ hat offenbar alles, was das US-Kinopublikum sehen möchte. In Clint Eastwoods Verfilmung der Lebensgeschichte des „tödlichsten Scharfschützen“ Chris Kyle sieht man einen heroischen Kriegshelden, der kaltblütig und warmherzig zugleich ist, amerikanische Zeitgeschichte und viel Patriotismus.

Die Zuschauerzahlen des nun auch in Österreich anlaufenden Films ließen in den USA gleich mehrere Rekorde purzeln. Doch „American Sniper“ polarisiert gleichzeitig auch wie schon lange kein Film mehr.

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Religion

Song Contest

Die Finalisten zum zweiten Mal auf dem Prüfstand

In der zweiten Show zum Vorentscheid von „Wer singt für Österreich?“ hatten die sechs Finalisten gestern die Gelegenheit, mit Coversongs und Überraschungsacts neue Seiten von sich zu präsentieren.

Das Publikum durfte am Ende jedes Liedes über die Kandidaten abstimmen. Am meisten überzeugen konnten diesmal The Makemakes, Celina Ann und folkshilfe. Aller sechs Finalisten haben sich die vier Coaches Anna F., Nazar und das Duo The BossHoss angenommen.

Am kommenden Freitag tritt jeder Kandidat wieder mit zwei neuen Songs in der dritten Showrunde an.

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Leute

Udo Jürgens posthum geehrt

Bei der Verleihung der achten Swiss Music Awards gestern Abend in Zürich ist Sänger und Entertainer Udo Jürgens posthum mit dem Tribute Award geehrt worden.

Mit einer schrägen Eigeninterpretation verwandelte Tobias Jundt, Frontmann der Band Bonaparte, den Jürgens-Klassiker „Aber bitte mit Sahne“ kurzerhand in den heimlichen Hit des Abends. Jürgens war am 21. Dezember im Alter von 80 Jahren an akutem Herzversagen verstorben.

Verschwundenes Oscar-Kleid wieder aufgetaucht

Zwei Tage nach dem Diebstahl der Oscar-Robe von Schauspielerin Lupita Nyong’o (31) aus ihrem Hotelzimmer ist das weiße Perlenkleid möglicherweise wieder aufgetaucht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin in Los Angeles wurde gestern eine Robe gefunden, bei der es sich um das verschwundene Designerkleid handeln könnte, wie die „Los Angeles Times“ berichtete.

Video dazu in iptv.ORF.at

Sprecherin Nicole Nishida zufolge ging die Polizei einem Hinweis des Internetdienstes TMZ.com nach. Ein anonymer Anrufer habe dem Promiportal erzählt, dass er das Kleid in das Hotel, aus dem es am Mittwoch verschwunden war, zurückgebracht habe.

150.000 Dollar wert

Der Anrufer soll weiter angegeben haben, dass er das auf 150.000 Dollar (133.451 Euro) geschätzte perlenbesetzte Kleid von einem Modeexperten habe prüfen lassen, doch die Perlen seien nicht echt gewesen, so die Polizeisprecherin. Daraufhin habe er nach eigener Darstellung das Kleid zurückgebracht und in einem leeren Badezimmer des Hotels abgelegt.

Das mit 6.000 Perlen bestickte Kleid von Calvin-Klein-Designer Francisco Costa, das Nyong’o bei der Oscar-Verleihung trug, war am Mittwoch aus ihrem Hotelzimmer verschwunden. Die Kenianerin hatte im vorigen Jahr für ihre Nebenrolle in dem Sklavendrama „12 Years a Slave“ den Oscar gewonnen.

Mr. Spock Leonard Nimoy gestorben

Seine Rolle als Spock machte Leonard Nimoy weltberühmt - gestern ist der Schauspieler im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit in Los Angeles gestorben. Als Spock bestieg Nimoy in der Serie „Star Trek“ („Raumschiff Enterprise“) 1966 zusammen mit dem gleichaltrigen William Shatner alias Captain Kirk erstmals die Kommandobrücke und trat seither in zahllosen „Star Trek“-TV- und Kinofilmen auf. „Spock war die Rolle meines Lebens“, so Nimoy, der zuletzt 2013 erneut für „Star Trek“ vor die Kamera trat.

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