Ausland

Regierung: Neuwahlen in Athen im Herbst „wahrscheinlich“

Nach dem Verlust ihrer Mehrheit im Parlament hält die griechische Regierung vorgezogene Neuwahlen im Herbst für wahrscheinlich. „Wahlen im Herbst sind wahrscheinlich“, sagte die Regierungssprecherin Olga Gerovasili heute dem Radiosender Vima. „Es hängt hauptsächlich davon ab, wie stabil die Regierung in der kommenden Zeit sein wird.“

Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte selbst vergangene Woche gesagt, er sei zur Abhaltung von Neuwahlen bereit. Er war erst im Jänner bei vorgezogenen Neuwahlen an der Spitze der linken SYRIZA-Partei an die Macht gelangt.

Nach seiner Zustimmung zu neuen Spar- und Reformauflagen im Gegenzug für ein drittes Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber am 13. Juli verlor Tsipras zunehmend am Rückhalt in der eigenen Partei. Mehr als 30 SYRIZA-Abgeordnete weigerten sich bei zwei Abstimmungen, den geforderten Reformen zuzustimmen.

Die Reformen wurden daher nur dank der Unterstützung der liberalen und konservativen Opposition verabschiedet. Tsipras fürchtet, dass noch mehr Abgeordnete abtrünnig werden, wenn das gesamte Reformpaket zur Abstimmung kommt.

Türkei kündigt Ausweitung der Offensive gegen IS an

Die von den USA angeführte Allianz bereitet zusammen mit der Türkei eine deutliche Ausweitung ihrer Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor.

„Wir sehen, dass bemannte und unbemannte amerikanische Flugzeuge ankommen, und bald werden wir alle zusammen einen umfassenden Kampf gegen den Islamischen Staat beginnen“, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu heute bei einem Besuch in Malaysia.

Nach monatelangem Zögern hatte die Türkei Ende Juli erstmals Stellungen der Extremisten in Syrien und im eigenen Land angegriffen. Zudem genehmigte die Türkei den USA, den US-Stützpunkt Incirlik als Ausgangsbasis für Luftangriffe in Syrien zu nutzen.

Seit Monaten fliegt die von den USA angeführte Allianz Angriffe gegen Ziele des IS in Syrien und im Irak. Der IS kontrolliert große Gebiete im Irak und in Syrien und hat dort ein „Kalifat“ ausgerufen.

Terroranschlag im Irak: 13 Sicherheitskräfte getötet

Bei einem Selbstmordanschlag nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 13 irakische Sicherheitskräfte getötet worden. Neun weitere Menschen seien bei dem Angriff auf Polizisten und verbündete schiitischen Milizen in der Provinz Dijala heute verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

Erste Ermittlungsergebnisse hätten ergeben, dass der Anschlag von einem Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgeführt worden sei. Der IS selbst bekannte sich zunächst nicht zu dem Anschlag.

Im Juli waren in der Provinz Dijala beim bisher schwersten Anschlag im Irak in diesem Jahr mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Die Terrormiliz bekannte sich zu dem Angriff. 2014 hatte der IS einige Teile der betroffenen Region erobert, wurde von der irakischen Armee und kurdischen Einheiten aber wieder aus der Provinz hinausgedrängt. Er kontrolliert weite Teile im Westen des Landes

Anklage gegen 18 Journalisten in Türkei

In der Türkei sind 18 Journalisten wegen der Veröffentlichung eines Fotos angeklagt worden. Bei einer Verurteilung wegen Verbreitung terroristischer Propaganda drohen ihnen bis zu siebeneinhalb Jahre Haft, wie mehrere Zeitungen heute berichteten.

Auf dem Foto ist zu sehen, wie Extremisten dem Istanbuler Staatsanwalt Mehmet Selim Kiraz eine Schusswaffe an den Kopf halten. Er war von Mitgliedern einer linksradikalen Gruppe als Geisel genommen worden. Beim Versuch seiner Befreiung wurden die beiden Geiselnehmer und der Jurist Anfang April getötet.

Die türkischen Behörden hatten seinerzeit Internetdienste wie Facebook und Google aufgefordert, das Foto zu entfernen. Das trat in der Türkei eine weitere Debatte über Meinungs- und Pressefreiheit los. Einer der Angeklagten, „Cumhuriyet“-Chefredakteur Can Dündar, sagte, mit dem Foto habe die Zeitung das hässliche und dunkle Gesicht des Terrorismus dokumentieren wollen. Für die Staatsanwaltschaft porträtiert es aber eine Terrorgruppe, die stark und handlungsfähig sei. Sie sieht darin Propaganda für diese Gruppe.

UNO: Heuer schon fast 5.000 zivile Opfer in Afghanistan

Im Afghanistan-Krieg sind in den ersten sechs Monaten seit dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes so viele Kinder und Frauen getötet oder verletzt worden wie nie zuvor. Bis Ende Juni seien in diesem Jahr 320 getötete und 950 verletzte Kinder registriert worden, teilte die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) heute in Kabul mit.

Das sei ein Plus von 13 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. 164 getötete und 395 verletzte Frauen bedeuteten eine Zunahme von 23 Prozent in diesem Bereich. Insgesamt verzeichnete die UNAMA mit fast 5.000 zivilen Opfern (1.592 Tote und 3.329 Verletzte) im ersten Halbjahr ein Plus von einem Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Die UNO machte die Taliban und andere Aufständische für 70 Prozent der zivilen Opfer verantwortlich. Auf das Konto von Regierungskräften gingen demnach 15 Prozent. Internationale Truppen verantworteten ein Prozent. Die verbliebenen Opfer konnten keiner Konfliktpartei zugeordnet werden.

Der NATO-Kampfeinsatz lief Ende vergangenen Jahres aus. Die verbliebenen ausländischen Truppen konzentrieren sich seitdem auf die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte. Die USA gehen aber weiterhin mit Spezialkräften und Luftangriffen gegen Extremisten vor. Seit 2009 verzeichnete die UNAMA 52.653 zivile Opfer, darunter 19.368 Tote und 33.285 Verletzte.

Stockholm: Wirbel um rechte Kampagne in U-Bahn

Eine neue Kampagne der rechtspopulistischen Schwedendemokraten in der stark frequentierten Stockholmer U-Bahn-Station Östermalmstorg sorgt für Empörung und Proteste. Auf riesigen englischsprachigen Spruchbändern entschuldigt sich die Partei vordergründig bei den Touristen für das „Chaos“ in Schweden - ihrer Ansicht nach hervorgerufen durch Obdachlose und Bettler.

Eine immer größer werdende Protestwelle in Stockholm und in Sozialen Netzwerken ist die Folge. Doch noch denken die Stockholmer Verkehrsbetriebe nicht daran, die menschenverachtende Kampagne abzubrechen.

Mehr dazu in Entschuldigung für „Chaos“ bei Touristen

Australien: Höchstgericht stoppt Start von Kohlebergwerk

Das höchste Gericht Australiens hat den Start eines riesigen Kohlebergwerks im Bundesstaat Queensland vorerst gestoppt. Die Genehmigung der Regierung sei ausgesetzt, teilte das Umweltministerium heute mit.

Umweltschützer hatten gegen die Genehmigung für die Kohlemine geklagt und argumentiert, sie werde enorme Mengen von klimaschädlichem Treibhausgas produzieren und hätte negative Folgen für gefährdete Arten. Zudem seien die Umweltauflagen nicht ausreichend.

Kohlehafen in der Nähe des Great Barrier Reef

Die in der Mine im Tage- und Untertagebau geförderte Kohle soll über 189 Kilometer per Zug zum Kohlehafen Abbot Point gebracht und dann nach Indien verschifft werden. Abbot Point liegt in der Nähe des weltberühmten Great Barrier Reef.

Das geplante Bergwerk mit dem Namen Carmichael kostet die indische Betreiberfirma Adani 16,5 Mrd. australische Dollar (11,1 Mrd. Euro) und soll jährlich 60 Millionen Tonnen Kohle abwerfen. Damit könnte sie nach Regierungsangaben die größte in Australien und eine der größten weltweit werden. Mit der Kohle könne Strom für bis zu 100 Millionen Inder produziert werden.

Rückschlag für Regierung

Die Regierung hatte die Pläne im Juli vergangenen Jahres genehmigt. Der Federal Court in Sydney stoppte sie nun nach Angaben des Umweltministeriums wegen „Mängeln im Genehmigungsverfahren“.

Gutachten, die zur Entscheidung von Umweltminister Greg Hunt für die Kohlemine führten, hätten „in einer bestimmten Form“ vorliegen müssen. Es handle sich um eine „verwaltungstechnische“ Sache. Es werde voraussichtlich sechs bis acht Wochen dauern, die Gutachten regelkonform zu erstellen, sodass Hunt erneut entscheiden könne.

Umweltschützer begrüßten das Urteil; Adani kündigte umgehend an, seine Pläne weiterzuverfolgen. Es sei „bedauerlich“, dass ein „technischer, juristischer Fehler“ des Umweltministeriums die Genehmigung „einer gegensätzlichen Entscheidung aussetzt“, erklärte das Unternehmen.

Inland

Diskussion über neue Regeln bei Klubwechsel

Der Übertritt der insgesamt vier Team-Stronach-Nationalratsmandatare in den ÖVP-Parlamentsklub hat eine Diskussion über eine Umgestaltung der Klubförderung ausgelöst.

Die FPÖ verlangte bereits gestern, dass bei einem Klubwechsel die neue Partei für die gewechselten Abgeordneten keine Klubförderung mehr erhalten sollte. Grüne und NEOS können dem etwas abgewinnen, auch die SPÖ ist gesprächsbereit.

NEOS fordert „Cooling-off“ vor Wechsel

NEOS denkt neben einer Streichung der Förderung auch an „Cooling-off“-Perioden, damit Abgeordnete nicht direkt in einen anderen Klub wechseln können, berichtete das Ö1-Morgenjournal heute. Die Grünen sprachen sich für einen gemeinsamen Oppositionsantrag zu diesem Thema aus.

SPÖ-Klubchef Andreas Schieder zeigte sich durchaus diskussionsbereit: Es sei sicher nicht im Sinne der Geschäftsordnung des Nationalrates, dass ein Wechsel „so einfach vonstattengehen kann“.

48.000 Euro pro Abgeordneten im Jahr

Seitens der ÖVP und des Teams Stronach (TS) gab es laut Ö1 zu der Frage der Streichung der Förderung keine Auskunft. ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka hatte aber bereits gestern darauf hingewiesen, dass die FPÖ bei Wechseln von Mandataren in ihren Klub in der Vergangenheit nicht auf die Förderungen verzichtet hatte. Die Förderung bringt den Klubs pro Abgeordneten 48.118 Euro im Jahr.

Lugar übernimmt TS-Klubführung

Nach den Abgängen tauschte das TS einmal mehr die Klubführung im Nationalrat aus. Robert Lugar übernimmt die Position wie bereits erwartet von Waltraud Dietrich. Diese zeigte sich bei der Pressekonferenz gestern erleichtert, die „Last der letzten Monate“ abgeben zu können.

Lugar gab sich - wie Parteigründer Frank Stronach am Vortag beim ORF-„Sommergespräch“ - optimistisch: Die Situation sei nicht einfach, aber machbar. Nun wolle man die „geistige Revolution“ vollziehen.

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Petition zu gleichgeschlechtlicher Ehe im Parlament

Die Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare fordert die Bürgerinitiative „Ehe gleich“, deren Petition heute an die Parlamentsdirektion übergeben wurde.

„Die Eingetragene Partnerschaft (EP) ist ein Modell des vorigen Jahrhunderts“, heutiger Standard sei aber die Gleichbehandlung, sagte Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees Lambda. Unterstützung sagten SPÖ, Grüne und NEOS zu.

Initiatoren glauben an Rückhalt aus Bevölkerung

„Drei Viertel der Österreicher befürworten die Aufhebung des Eheverbots“, so Graupner bei einer Pressekonferenz in der Säulenhalle des Parlaments, wo im Anschluss die bereits gesammelten fast 15.000 Unterschriften übergeben wurden.

Nun sei es an der Zeit, dass Österreich wieder Anschluss an die westliche Welt findet. Andernfalls werde Österreich ab 1. Jänner 2016 das einzige Land der Welt sein, das gleichgeschlechtlichen Paaren zwar die gleichen Familiengründungsrechte gewähre, ihre Kinder aber zwangsweise unehelich mache.

Graupner kritisierte, dass die österreichische Politik in Sachen Gleichbehandlung meist erst auf die Urteile der Höchstgerichte reagiert. „Es gibt keine Homoehe oder Heteroehe, es gibt nur die Ehe“, sieht er für die Politik eine „letzte Chance, die Ehre zu retten“ und nicht immer Gerichtsentscheidungen abzuwarten. Passiert das trotz Appells und Petition wieder nicht, bereitet Graupner bereits den Gang zum Verfassungsgerichtshof vor.

NEOS, SPÖ und Grüne hoffen auf Gleichstellung

Zur Pressekonferenz geladen waren auch alle Parlamentsparteien, SPÖ, Grüne und NEOS nahmen schließlich auch teil. Die stellvertretende NEOS-Klubchefin Beate Meinl-Reisinger kritisierte dabei ebenfalls, dass oft nur auf Gerichtsentscheidungen reagiert werde. Über die ÖVP sei sie „verwundert“, schließlich handle es sich um ein „zutiefst bürgerliches“ Thema: „Ich bedauere, dass die liberale Viertelstunde vorbei ist.“

Dass nur die Hälfte der Fraktionen anwesend war, bedauerte SPÖ-Klubchef Andreas Schieder, schließlich sei die Bevölkerung bereits „wesentlich fortgeschrittener“ als die Politik. Ziel sei die absolute Gleichstellung, und er hoffe, eine parlamentarische Mehrheit zur Öffnung der Ehe zustande zu bringen.

Auf den möglichen Einwand, ob man denn keine anderen Sorgen wie etwa die Arbeitslosigkeit habe, meinte Schieder: „Ja, man hat auch andere Sorgen.“ Hierbei gehe es aber um ein Thema, das das direkte Leben mancher betreffe, außerdem wäre die legistische Umsetzung einfach, so der Klubobmann.

Der grüne Justizsprecher Albert Steinhauser sagte, es sei „nicht einzusehen, warum ein Unterschied gemacht wird“. Es sei die Aufgabe der Politik, den rechtlichen Rahmen für jene zur Verfügung zu stellen, die gegenseitige Verantwortung übernehmen wollen. Steinhauser hielt es daher für „unwürdig“, dass die Konservativen die Gleichbehandlung verhinderten.

FPÖ weiter dagegen

Die Freiheitlichen lehnen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare weiter ab. Das Modell der Eingetragenen Partnerschaft (EP) sei „ohnehin bereits entgegenkommend“, so Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller in einer Aussendung. Den Initiatoren der Petition „Ehe gleich“ gehe es lediglich um die „Aufweichung familiärer Strukturen“, kritisierte sie.

Heta: Haber sieht Bund bei Haftungen nicht in der Pflicht

Kärntens Versuch, den Bund bei den Landeshaftungen für die Hypo-Abbaueinheit Heta in die Verantwortung zu ziehen, stößt auch beim Wirtschaftswissenschaftler Gottfried Haber, der derzeit das Land Kärnten berät, auf kein Verständnis. Juristisch sei der Versuch, den Bund verantwortlich zu machen, „sicher nicht“ haltbar, sagte Haber im Ö1-Morgenjournal.

„Argumentationslinie lässt sich nicht halten“

Kärntens Landespolitiker argumentieren derzeit, der Bund habe von Haftungen gewusst und diese nicht verhindert und sei daher ebenfalls in der Pflicht.

„Inhaltlich stellt sich die Frage, ob man selbst etwas versprechen kann und im Nachhinein sagt, weil irgendjemand anderer es nicht verhindert hat, ist der schuld und muss die Haftungen übernehmen. Das ist eine Argumentationslinie, die sich sicher nicht halten lässt, und daraus lässt sich sicher nicht ableiten, dass die Haftungen gar ungültig wären“, sagte Haber, der vor einem Jahr nach dem Rücktritt von Michael Spindelegger mit Unterstützung aus Niederösterreich als möglicher ÖVP-Finanzminister im Gespräch war.

Bund wird Kärnten nicht pleitegehen lassen

Auch wenn der Bund juristisch nicht haftet, „faktisch wird sich der Bund sehr schwertun, ein Bundesland pleitegehen zu lassen. Es würde auch ökonomisch überhaupt keinen Sinn machen“, sagte Haber. Daher sollte man jetzt schon diskutieren, was man macht, wenn die Haftungen des Landes für die Heta wirklich schlagend werden.

„Da wird es Finanzierungen geben müssen, und da wird der Bund faktisch mithelfen müssen.“ Auch wenn weder andere Bundesländer noch der Bund formal haften, am Ende des Tages beträfen die Heta-Milliarden alle Steuerzahler, so Haber.

Wirtschaft

Krebsverdacht gegen Glyphosat - Prüfung dauert länger

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nimmt sich mehr Zeit für ihre Bewertung einer neuerlichen Zulassung des unter Krebsverdacht stehenden Unkrautvernichters Glyphosat.

Die Einschätzung werde Ende Oktober oder Anfang November und nicht wie ursprünglich vorgesehen bis 13. August abgegeben, sagte ein EFSA-Sprecher heute am Sitz der Behörde in der italienischen Stadt Parma.

Grund für die Verschiebung ist der in der vergangenen Woche vorgelegte offizielle Bericht der Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie hält das Mittel nach Auswertung zahlreicher Studien für wahrscheinlich krebserregend. Das solle in die Bewertung einbezogen werden, sagte der EFSA-Sprecher.

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Die Genehmigung in der Europäischen Union läuft Ende 2015 nach zehn Jahren aus, über eine Erneuerung muss die EU-Kommission entscheiden. Die EFSA-Empfehlung ist dafür zentral.

Griechische Banken erleiden weitere Verluste an Börse

Kräftige Verluste haben am dritten Tag in Folge die Stimmung an der griechischen Börse geprägt. Im Tagesverlauf wurde für den Leitindex Athex Composite ein Minus von gut 3,4 Prozent verzeichnet. Vor allem die vier systemrelevanten Banken des Landes rauschten erneut in den Keller.

Die Aktien der Piraeus Bank und der Alpha Bank verloren erneut um die 30 Prozent. Das ist der größtmögliche Tagesverlust. Die Eurobank nahm etwas weniger Schaden und verlor am frühen Nachmittag minus 26,8. Lediglich die National Bank (NBG) konnte sich am Vormittag mit minus 1,66 Prozent halten, doch auch sie brach anschließend ein und verlor am frühen Nachmittag knapp 28 Prozent.

Am Montag - dem ersten Handelstag nach gut einem Monat Zwangspause - hatte es an der Athener Börse einen Kurssturz von gut 16 Prozent gegeben. Gestern erholte sich der Athex Composite deutlich und lag am Schluss mit einem Minus von 1,22 Prozent bei 659,94 Punkten.

Fluglotsen streiken

Reisende nach Griechenland müssen heute mit Problemen im Flugverkehr rechnen. Aus Protest gegen die Sparpolitik der Regierung in Athen wollen die griechischen Fluglotsen die Arbeit für vier Stunden niederlegen.

Zwischen 14.00 und 18.00 Uhr Ortszeit (13.00 bis 17.00 Uhr MESZ) gibt es keine Flüge von und nach Griechenland. Sämtliche Flüge wurden für diesen Zeitraum annulliert, teilte der Flughafen Athen mit.

Verspätungen in Wien

Zahlreiche Inlandsflüge fallen aus. Die meisten internationalen Verbindungen sollen dagegen zeitlich versetzt außerhalb der Zeiten der Arbeitsniederlegung bedient werden, teilten die Fluglinien mit.

Der Streik führte auch in Wien bereits zu Verspätungen. „Aus derzeitiger Sicht sind zehn Flüge verspätet“, sagte ein Sprecher des Wiener Flughafens zu Mittag zur APA. Ausfälle gebe es vorerst nicht. Insgesamt seien für heute 30 Flugverbindungen zwischen Wien und Griechenland geplant - davon zwölf im Streikzeitraum.

Juncker erwartet Einigung bis 20. August

In den Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Hilfsprogramm erwartet EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker indes eine Einigung bis zum 20. August. „Alle Berichte, die ich erhalte, deuten auf eine Einigung diesen Monat hin, vorzugsweise vor dem 20.“, wenn Athen 3,4 Mrd. Euro an die EZB zahlen muss, sagte Juncker in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Auch Tsipras bestätigte heute, man sei in den Verhandlungen schon sehr weit. „Wir sind auf der Zielgeraden für eine Vereinbarung mit den Institutionen“, so der Regierungschef in Athen. Er hoffe, dass es trotz aller Schwierigkeiten eine Verständigung gebe, die die Unsicherheit für Griechenland und die Euro-Zone beendete.

Dank Sondereffekten: Voestalpine verdoppelt Gewinn

Der österreichische Stahlkonzern voestalpine ist vor allem aufgrund von Sondereffekten mit einem Gewinnsprung ins neue Geschäftsjahr gestartet. In dem von April bis Ende Juni laufenden ersten Quartal 2015/16 stieg der operative Gewinn (EBIT) um 68,7 Prozent auf 368,5 Millionen Euro, wie das Linzer Unternehmen heute mitteilte.

Unter dem Strich verdoppelte sich der Gewinn beinahe von 150 Millionen im Vorjahr auf 289,4 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf drei Milliarden Euro.

Im Auftaktquartal sei es zu einer Geschäftsverbesserung in allen vier Divisionen gekommen. Der starke Ergebnisanstieg sei jedoch auf positive Sondereffekte zurückzuführen, die sich aus der Neubewertung von Anteilen von zwei Gesellschaften ergeben hätten.

Bereinigt um die Sondereffekte legte der Betriebsgewinn nur um 8,5 Prozent auf 237 Millionen Euro zu. An den Plänen, im laufenden Geschäftsjahr operativ zuzulegen, hält der Konzern fest.

Sport

Leichtathletik: Neue Details zu Grünbergs Unfall

Der folgenschwere Unfall von Stabhochspringerin Kira Grünberg hat sich anders zugetragen als ursprünglich angenommen. Thomas Herzog, Manager der seit dem Trainingssturz querschnittgelähmten Tirolerin, brachte auf Grünbergs Wunsch neue Details zum Unfallhergang an die Öffentlichkeit. Die 21-Jährige, die sich an den Unfall genau erinnern kann, sei nicht wie ursprünglich vermeldet kopfüber, sondern in flacher Position im Einstichkasten gelandet. Der Bewegungsablauf sei völlig normal gewesen.

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Champions League: Rapid siegt bei Ajax Amsterdam

In einem Europacup-Thriller hat der SK Rapid gestern Abend einen sensationellen 3:2-Auswärtssieg über Ajax Amsterdam gefeiert und damit das Qualifikations-Play-off zur Champions League erreicht. Nach dem 2:2 im Drittrundenhinspiel in Wien avancierte Louis Schaub mit einem Doppelpack zum Matchwinner der über weite Strecken besseren Rapid-Mannschaft. Robert Beric traf ebenfalls für die fulminanten Hütteldorfer, die nun im schlechtesten Fall in der Europa-League-Gruppenphase stehen.

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Olympia 2016: Rio verspricht sauberes Wasser

In einem Jahr werden im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro die ersten Olympischen Spiele in Südamerika eröffnet. Die Arbeiten in der brasilianischen Metropole laufen auf Hochtouren. Auch jene, um die Wasserqualität in den Griff zu bekommen. Denn 365 Tage vor dem Startschuss der Spiele ist die Situation noch immer prekär. Vor allem im Segelrevier an der Atlantikküste ist die Gesundheit der Athleten weiterhin akut gefährdet. Die Organisatoren versprechen jedoch bis 2016 sauberes Wasser.

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Chronik

Zwei Motorräder prallten frontal gegen Bus

Auf der Buchnerstraße bei Telfs in Tirol ist es gestern Nachmittag zu einem schweren Unfall gekommen. Zwei Motorräder kollidierten frontal mit einem entgegenkommenden Bus. Die beiden Motorradlenker wurden schwer verletzt.

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Lastwagen stürzte auf Lastwagen

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz musste gestern die Feuerwehr im Gemeindegebiet von Groß-Siegharts (Niederösterreich) ausrücken. Ein Lastwagen war auf einen anderen Lastwagen gestürzt.

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Schwere Unwetter: Drei Tote nach Erdrutsch in Norditalien

Mindestens drei Menschen sind von einem Erdrutsch in Italien verschüttet worden und ums Leben gekommen. Rettungskräfte bargen die Opfer heute aus den Schlammmassen, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete. 

Mindestens drei Menschen starben unter den Erdmassen. (iptv.ORF.at)

Die Erdmassen lösten sich gestern Abend nach einem schweren Unwetter in San Vito di Cadore bei Cortina d’Ampezzo in Norditalien und rissen mehrere Autos mit. Ein polnischer Tourist wurde unter dem Erdrutsch begraben und kam ums Leben, seine Frau konnte gerettet werden.

Auch eine junge Frau und ein Mann wurden von den Schlammmassen getötet. Ob weitere Menschen begraben wurden, war zunächst unklar.

Gepäckchaos auf Flughafen von Barcelona

Auf dem Flughafen der spanischen Metropole Barcelona sind Tausende Gepäckstücke von abreisenden Passagieren auf dem Boden geblieben. Wie die Zeitung „El Periodico de Catalunya“ heute berichtete, wurden seit dem vorigen Wochenende etwa 6.000 Koffer nicht abgefertigt und in Sälen des Flughafens gelagert.

Davon seien vor allem spanische Urlauber betroffen, die in die Ferien abgereist und ohne Gepäck am Urlaubsort angekommen seien. Flughafenkreise führten das Chaos darauf zurück, dass die Gepäckabfertigung wegen des hohen Passagieraufkommens überlastet gewesen sei. Außerdem fehle es an Personal, hieß es.

Kultur

Ai Weiwei darf nach China zurück

Der derzeit in Deutschland weilende chinesische Künstler und Regierungskritiker Ai Weiwei ist nach eigenen Angaben auch in seinem Heimatland wieder willkommen.

Der 57-Jährige sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe), er habe unter „fast keinen“ Bedingungen seinen Reisepass wiederbekommen. „Sie haben mir auch versprochen, ich dürfe zurückkommen, was mir sehr wichtig war“, sagte Ai. Die Behörden hätten ihm gesagt, er sei „ein freier Mensch“.

Der bekannte Künstler war am Donnerstag in München gelandet. Auf seinem Programm in Deutschland steht auch ein Besuch in Berlin, wo er das Angebot für eine Gastprofessur an der Universität der Künste (UdK) hat. Ai hatte erst kürzlich seinen Pass zurückerhalten und ein Visum für Deutschland bekommen.

80 Tage an unbekanntem Ort festgehalten

Der als offen regierungskritischer Künstler bekannte Ai war unter anderem 2011 mehr als 80 Tage lang an einem unbekannten Ort festgehalten worden. Die Behörden, die ihm Steuerbetrug vorwerfen, behielten danach seinen Pass ein.

Heute fühlt er sich deutlich freier. „Die Restriktionen werden immer lockerer“, sagte Ai der „Süddeutschen Zeitung“. So seien seine Ausstellungen in China nicht verhindert worden. „Sie beobachten sie, aber schreiten nicht ein“, sagte er über die Behörden. Allerdings werde er „natürlich“ im Ausland auch weiter überwacht. „Sie verfolgen genau, was ich sage und tue. Aber es ist ganz anders als früher. Die Atmosphäre ist offener.“

Drama mit Meryl Streep eröffnet Filmfest Locarno

Etwa 200 Filme sind beim 68. Internationalen Filmfestival bis zum 15. August im schweizerischen Locarno zu sehen.

Mit der Galaaufführung des US-amerikanischen Spielfilms „Ricki and the Flash“ wird das Filmfest heute Abend eröffnet. Meryl Streep verkörpert in dem Drama mit komödiantischem Einschlag eine Rocksängerin, die sich familiären Problemen stellen muss.

19 Spiel- und Dokumentarfilme aus aller Welt bewerben sich im internationalen Wettbewerb um den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden. Die Preisverleihung findet am Abend des 15. August statt.

Für Österreich geht Elisabeth Scharangs Jack-Unterweger-Biopic „Jack“ ins Rennen um den großen Preis.

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Science

Leute

„#penisgate“: Lenny Kravitz platzte Lederhose bei Auftritt

Der US-amerikanische Musiker Lenny Kravitz (51) hat sich bei einem Konzert in Stockholm aus Versehen entblößt. Wie im Internet verbreitete Fotos zeigen, riss ihm am Montag mitten in einem Lied die Lederhose - und der Rockstar hatte darunter nichts an. Der Vorfall sorgte für zahlreiche Reaktionen auf Twitter.

Die Tierrechtsorganisation PETA schrieb etwa: „Noch ein Grund, kein Leder zu tragen! Wir werden Lenny Kravitz eine extra-robuste, vegane Lederhose schicken.“ Aerosmith-Sänger Steven Tyler (67) beschwerte sich über den Kurznachrichtendienst bei Kravitz: „Alter ... Keine Unterhose und gepierct ... Verdammt ... Du hast mir den Scheiß nie gezeigt.“ Kravitz verbreitete den Tyler-Tweet auf seinem eigenen Account unter „#penisgate“.

Religion

Ministrantentreffen: Papst predigte auf Deutsch

10.000 junge Ministranten aus 23 Ländern, davon 3.000 aus Österreich, haben gestern Abend im Vatikan Papst Franziskus getroffen. Wegen der hohen Zahl an Österreichern sprach Papst Franziskus mehrere Texte auf Deutsch.

Bei den Teilnehmern der als Abendgebet gestalteten Feier handelte es sich um die mit Abstand größte Gruppe von Österreichern, die bisher dem Papst aus Südamerika begegnet ist. Begleitet wurden die heimischen Ministranten von den Bischöfen Franz Lackner, Wilhelm Krautwaschl und Ludwig Schwarz.

Mehr* dazu in religion.ORF.at

Lifestyle