Ausland

Turbanbombe tötet Cousin von Karzai

Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan ist heute ein Cousin des scheidenden Präsidenten Hamid Karzai getötet worden. Nach Angaben der Behörden kam der als Gast verkleidete Attentäter zum Haus von Hashmat Karzai nahe der unruhigen südlichen Stadt Kandahar, um ihn zum religiösen Fest des Fastenbrechens zu grüßen.

Als die beiden einander umarmten, zündete der Mann demnach einen Sprengsatz, den er unter seinem Turban versteckt hatte. Außer Karzai wurde niemand sonst verletzt oder getötet.

Bruder Hamid Karzais unterstützt

Im Präsidentschaftswahlkampf hatte Hashmat Karzai zunächst für den Bruder von Hamid Karzai, Kayum Karzai, gearbeitet. Nachdem dieser seine Kandidatur zurückgezogen hatte, unterstützte er den Wahlkampf von Aschraf Ghani, der bei der Stichwahl um das Amt Mitte Juni gegen Abdullah Abdullah angetreten war.

Das Ergebnis der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl steht weiter nicht fest. Abdullah wirft seinem Rivalen Ghani Wahlbetrug vor. Klarheit soll nun eine Neuauszählung der Stimmen bringen.

USA werfen Russland Bruch von Abrüstungsabkommen vor

Die US-Regierung wirft Russland die Verletzung eines bedeutenden Abrüstungsvertrages vor. Moskau habe nach Ansicht der Amerikaner unerlaubt eine landgestützte Mittelstreckenrakete getestet, berichtete die „New York Times“ in ihrer Onlineausgabe.

Präsident Barack Obama habe die US-Erkenntnisse gestern in einem Brief an Kreml-Chef Wladimir Putin dargelegt. „Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, die wir schon einige Zeit lang mit Russland zu erörtern versuchen“, erklärte ein Regierungsvertreter gestern Abend (Ortszeit).

Vorwurf seit Monaten untersucht

Bereits im Jänner hatte die Zeitung über den Vorwurf berichtet. Damals hieß es, die USA prüften noch, ob Moskau seit 2008 landgestützte Marschflugkörper eines neuen Typs namens RS-26 getestet habe.

Meilenstein auf Weg zu Ende des Kalten Kriegs

Konkret sei der INF-Vertrag von 1987 zwischen beiden Ländern über die Vernichtung aller nuklearen Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern missachtet worden. Er verbietet die Produktion, den Besitz sowie den Test von Mittelstreckenraketen und war damals von den Regierungschefs der USA und der Sowjetunion, Ronald Reagan und Michail Gorbatschow, unterzeichnet worden. Die Übereinkunft galt als ein Meilenstein auf dem Weg zur Beendigung des Kalten Krieges.

EU verhängt Sanktionen gegen Putin-Vertraute

In der Ukraine-Krise nimmt die EU Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier. Die Botschafter der 28 EU-Staaten fassten gestern nach Angaben von Diplomaten einen vorläufigen Beschluss, Sanktionen gegen Unterstützer und Nutznießer der Destabilisierung der Ostukraine und des Krim-Anschlusses an Russland zu verhängen.

Zu den Betroffenen zählten sowohl Einrichtungen als auch Personen, darunter Vertraute der russischen Führung, sagte einer der Diplomaten. Einem anderen Diplomaten zufolge gelten die Sanktionen für acht Personen und drei Einrichtungen. Die Namen sollen nach einem endgültigen Beschluss durch die Botschafter Dienstag oder Mittwoch veröffentlicht werden.

Ausweitung der Wirtschaftssanktionen?

Heute wollen die EU-Botschafter deshalb auch über weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beraten. Damit würden zum ersten Mal ganze Branchen von Maßnahmen der EU betroffen sein. Sollten die Botschafter keine Einigung erzielen, könnte noch in dieser Woche ein EU-Sondergipfel folgen.

Wegen Unterstützung der Separatisten

Vorige Woche hatten sich die EU-Staaten auf eine Erweiterung der Sanktionskriterien geeinigt. Bisher verhängte die EU Strafmaßnahmen gegen 87 Personen und 20 Organisationen. Die EU wirft der Regierung in Moskau vor, zu wenig zur Aufklärung des mutmaßlichen Abschusses der malaysischen Passagiermaschine über der Ostukraine beizutragen und die prorussischen Separatisten zu unterstützen.

Länder mit MH17-Opfern ermitteln gemeinsam

Die Ukraine und elf Länder, die nach dem MH17-Absturz Opfer zu beklagen haben, haben sich gestern auf die Bildung eines gemeinsamen Ermittlungsteams geeinigt, das auch strafrechtliche Aspekte in den Blick nehmen soll.

In einer Erklärung von Eurojust, der EU-Behörde für Justizzusammenarbeit, hieß es, die Einigung sei bei einem Treffen im niederländischen Den Haag zustande gekommen. Vertreten waren Australien, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Malaysia, Neuseeland, die Niederlande, die Philippinen, die Ukraine und die USA sowie die Polizeibehörden Interpol und Europol.

Der Vertreter der Niederlande, Han Moraal, erklärte, die Aufgabe sei „beträchtlich“. Bei einem „so breiten Ansatz“ und dem „Willen zur Zusammenarbeit“ bestehe aber die Chance, die Unglücksursache herauszufinden und den 298 unschuldigen Opfern an Bord des abgestürzten Passagierflugzeugs Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

„Nach starker Explosion“ abgestürzt

Der Absturz von Flug MH17 der Malaysia Airlines ist nach ukrainischen Angaben durch einen „Druckabfall in Verbindung mit einer starken Explosion“ verursacht worden. Die Untersuchung eines Expertengremiums soll das ergeben haben. Die Suche nach Beweisen an der Absturzstelle ist durch heftige Kämpfe in der unmittelbaren Umgebung nahezu unmöglich.

Mehr dazu in Heftige Kämpfe blockieren Absturzstelle

Personenkult um Chinas Staatschef Xi ähnlich wie bei Mao

Der Personenkult um Chinas neuen Staats- und Parteichef Xi Jinping in Staatsmedien ähnelt dem um Mao Tsetung. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Hongkong, die das Parteiorgan „Volkszeitung“ auswertete.

In den ersten 18 Monaten seiner Amtszeit wurde Xi in 4.186 Artikeln innerhalb der ersten acht Seiten der Zeitung erwähnt. Bei seinen Vorgängern Jiang Zemin und Hu Jintao zählten die Wissenschaftler jeweils in den ersten 18 Monaten ihrer Amtszeiten weniger als 2.000 Berichte.

„Großer Steuermann“

Nur unter Chinas ehemaligem Staatsführer Mao wurden mehr Artikel mit Maos Namen veröffentlicht. Die Forscher werteten das als Hinweis darauf, dass die Propaganda um Chinas obersten Führer wieder zunimmt.

Der einst als „großer Steuermann“ idealisierte Revolutionär Mao (1893 - 1976) einte China 1949. Im Kampf gegen seine Widersacher stürzte Mao das Land dann in das Chaos der Kulturrevolution (1966 - 76). Während der Kulturrevolution entwickelte sich ein massiver Personenkult um Mao. Die „Aussprüche des Vorsitzenden Mao“ in der kleinen roten „Mao-Bibel“ wurden zur Pflichtlektüre und in zahllose Sprachen übersetzt.

UNO verurteilt Ölgeschäfte mit Dschihadisten

Der UNO-Sicherheitsrat hat Ölgeschäfte extremistischer Gruppierungen in Syrien und im Irak verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die 15 Mitglieder des Gremiums darauf hin, dass der Ankauf von Öl aus den Händen der in beiden Ländern aktiven Gruppierungen Islamischer Staat (IS) und Al-Nusra-Front zu Sanktionen führen könne. Wer den Extremisten Öl abkaufe, leiste „finanzielle Unterstützung für Terroristen“, heißt es in dem Dokument.

Die Erklärung kam auf Betreiben Russlands zustande. Das Land ist einer der letzten Unterstützer des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. In Syrien wütet seit über drei Jahren ein Bürgerkrieg, Ausgangspunkt waren Mitte März 2011 zunächst friedliche Proteste gegen Assad.

IS-Dschihadisten eroberten im Juni Teile des Irak. IS ist zudem in Syrien aktiv. In beiden Ländern verschafften sich Extremisten verschiedener Gruppierungen in der Vergangenheit Zugang zu Ölvorkommen, mit denen sie versuchen, Geld zu verdienen.

Inland

Integrationsbericht: EU-Bürger als neue Sorgenkinder

Hat der Integrationsbericht im vergangenen Jahr noch den interkulturellen Dialog und gesundheitspolitische Fragen thematisiert, konzentriert sich der heurige Bericht neben Bildung und Arbeitsmarkt vor allem auf die Einwanderer aus der EU. Die Migration innerhalb der EU habe sich in den vergangenen Jahren intensiviert, die Europäische Union ihre Förderstrategie aber nicht angepasst, so der Bericht. Die von der Union bereitgestellten Mittel kämen vor allem Zuwanderern aus Drittstaaten zugute, kritisierte Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) gestern bei der Präsentation des Berichts.

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U-Haft für Alijew verlängert

In der Causa Alijew ist gestern die U-Haft um weitere zwei Monate verlängert worden. Der ehemalige kasachische Botschafter in Wien, Rachat Alijew, soll in die Ermordung zweier Anfang 2007 entführter kasachischer Banker verwickelt gewesen sein.

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Bürokratieposse um Tippfehler

Ein Tippfehler der Gemeinde Schwarzach in Salzburg führt jetzt zu einer bürokratischen Posse. In den Bescheid des Landes über die Förderung der Krabbelgruppe im Ort hat sich eine falsche Jahreszahl eingeschlichen. Eine simple Korrektur sei nicht möglich, heißt es vom Land. Obwohl allen Beteiligten der Fehler bewusst ist, muss der Rechtsweg beschritten werden.

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Sport

Beachvolleyball: Aufschlag zum Fest am Wörthersee

Die österreichischen Hoffnungen auf Spitzenplätze beim Beachvolleyball-Grand-Slam in Klagenfurt ruhen diesmal auf den Herren. Clemens Doppler/Alexander Horst sowie Alexander Huber/Robin Seidl sollen es richten. Bei den Damen ist nach dem Rücktritt von Doris Schwaiger, die im Vorjahr mit ihrer Schwester Stefanie am Wörthersee EM-Gold gewann, dagegen aktuell kein Topduo in Sicht. Eine emotionale Rückkehr ist es auf jeden Fall für Doppler, der sich im Vorjahr zum bereits zweiten Mal auf dem Klagenfurter Centre-Court einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

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Erste Liga: Später Elfer rettet St. Pölten Punkt

Der SKN St. Pölten hat sich bei der Generalprobe für das Europacup-Gastspiel beim niederländischen Topclub PSV Eindhoven mit einem Remis begnügen müssen. Ein 2:2 (0:1) beim Kapfenberger SV gereichte den Niederösterreichern gestern Abend aber zur Tabellenführung in der Ersten Liga. Ein später Elfmeter von Torjäger Daniel Segovia in der 86. Minute rettete den Niederösterreichern zumindest einen Punkt.

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Tennis: Thiem kämpft sich ins Achtelfinale von Kitzbühel

Dominic Thiem hat gestern mit Mühe das Achtelfinale beim mit 485.760 Euro dotierten Bet-at-home-Cup in Kitzbühel erreicht. Der 20-jährige ÖTV-Jungstar, den auch eine Regenpause nicht stoppen konnte, schlug nach 2:41 Stunden den brasilianischen Qualifikanten Joao Sousa mit 7:6 (7/4) 3:6 7:5. Schon zuvor hatte ein Österreicher die erste Runde überstanden, was angesichts des ÖTV-Duells Andreas Haider-Maurer gegen Gerald Melzer nicht überraschend kam.

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Formel 1: Ricciardo läuft Vettel den Rang ab

Der Grand Prix von Ungarn hat das Kräfteverhältnis bei Red Bull endgültig verschoben. Daniel Ricciardo feierte in einem spektakulären Rennen nicht nur seinen zweiten Saisonsieg, sondern läuft dem vierfachen Weltmeister und Titelverteidiger Sebastian Vettel den Rang ab. Als „wirklich beeindruckend“ und „sensationell“ bezeichnete die Chefetage den Triumph des Australiers. Auch die Konkurrenz lobte Ricciardo. Vettel sieht indes seine Felle langsam, aber sicher davonschwimmen und geht frustriert in die Sommerpause. „Das ist charakterbildend für ihn“, erklärte Teamchef Christian Horner.

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Wirtschaft

Gerücht um Milliardenverlust bei Espirito Santo

Spekulationen um Milliardenverluste und eine weitere Kapitalerhöhung haben die portugiesische Krisenbank Banco Espirito Santo (BES) heute ins Minus gedrückt. Die Aktien der größten börsennotierten Bank Portugals brachen um bis 9,4 Prozent auf 0,39 Euro ein. In ihrem Sog gab der Leitindex der Börse Lissabon gegen den europäischen Trend 0,4 Prozent nach.

Auslöser der Spekulationen war ein Bericht in der Online-Ausgabe der Zeitung „Expresso“, dem zufolge das Geldhaus wegen der Affäre rund um die Gründerfamilie am Mittwoch einen Verlust von 3 Milliarden Euro ausweisen wird.

„Erhebliche Unregelmäßigkeiten“

Daraufhin betonte die portugiesische Notenbank, dass die Finanzpolster der Bank in diesem Fall durch eine Kapitalerhöhung wieder aufgefüllt werden sollten.

In den vergangenen Tagen hatten drei Holding-Gesellschaften der Bankiersfamilie Espirito Santo Gläubigerschutz beantragt. Gegen einige Firmen des Clans ermitteln die Behörden wegen angeblicher „erheblicher Unregelmäßigkeiten“. Außerdem wurde das Oberhaupt der Familie, Ricardo Espirito Santo Salgado, vorübergehend festgenommen.

Deutsche Bank profitiert von Sparstift

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal ihre Talfahrt gestoppt. Das Institut steigerte seinen Vorsteuergewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 917 Mio. Euro, wie die Bank heute mitteilte.

Damit übertraf das größte deutsche Geldhaus Erwartungen von Analysten. Unterm Strich blieb aber weniger Überschuss. Das schlug sich vorbörslich in einem leichten Kursrückgang nieder.

Starkes Plus bei Vermögensverwaltung

Zu dem höheren Vorsteuergewinn trugen vor allem Kosteneinsparungen bei. Zudem hielt sich das schwankungsanfällige Investmentbanking besser als gedacht. Deutliche Zuwächse gab es in der Vermögensverwaltung.

Unter dem Strich stand trotzdem ein deutlicher Gewinnrückgang um 29 Prozent auf 238 Mio. Euro. Das lag vor allem an einer deutlich gestiegenen Steuerlast. Für Rechtsrisiken legte die Bank weitere 470 Mio. Euro zurück.

Allein die Investmentbanker lieferten dieses Mal 885 Mio. Euro ab, ein Plus von 17 Prozent. Der Anleihehandel entwickelte sich stabil - anders als bei vielen US-Konkurrenten.

Weniger Rückstellungen für Rechtsstreite

Dieses Mal gab es zudem nur kleinere Aufstockungen bei den Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Dieser Posten wird zu einer immer größeren Unbekannten in der Bankbilanz.

Die Analystenschätzungen reichten deshalb auch von einem Vorsteuerverlust von fast 700 Mio. Euro bis zu einem Gewinn von gut einer Milliarde Euro. Nicht alle Experten berücksichtigen die milliardenschweren Rückstellungen in ihren Prognosen.

Argentinien zahlt erste Schuldentranche zurück

Kurz vor Ablauf der Frist im Streit mit mehreren Hedgefonds hat Argentinien eine erste Tranche zur Begleichung seiner Schulden bei einer anderen Gläubigergruppe zurückgezahlt. Die im Pariser Club zusammengeschlossenen Staaten hätten 642 Millionen Dollar (477,93 Mio. Euro) bekommen, teilte das Wirtschaftsministerium in Buenos Aires gestern mit.

Auf diese Weise setze Argentinien den Weg fort, seinen durch die Staatspleite vor zwölf Jahren entstandenen Verpflichtungen nachzukommen. Im Mai hatte sich das südamerikanische Land mit dem Pariser Club geeinigt, seine Schulden in Höhe von etwa 9,7 Milliarden Dollar binnen fünf Jahren zu begleichen.

Ratenzahlung als Signal

Argentinien will mit der jetzt ausgezahlten Tranche offenbar demonstrieren, dass es grundsätzlich bereit ist, seine Schulden zu begleichen. Das Land liefert sich derzeit mit mehreren Hedgefonds einen erbitterten Streit über die Auszahlung von Schuldtiteln. Gelingt bis morgen keine Einigung, droht nach 2002 erneut eine Staatspleite. Noch heute erwartet der amerikanische Mediator Daniel Pollack nach eigenen Angaben in seinem New Yorker Büro eine Delegation der argentinischen Regierung.

Die von der Regierung in Buenos Aires als „erpresserische Geierfonds“ geschmähten Gläubiger haben in New York vor Gericht Forderungen in Höhe von 1,33 Milliarden Dollar plus Zinsen erstritten. Sie hatten einen Schuldenschnitt für die in Dollar ausgegeben Anleihen des Landes nicht mitgemacht.

Mit der Mehrzahl der Gläubiger hatte sich Argentinien dagegen arrangiert und damit die Krise zwischenzeitlich entschärft. Die Fonds wollen nach langem Rechtsstreit endlich Geld sehen. Doch Argentinien befürchtet weit höhere Kosten, wenn es sich darauf einlässt: Eine Prozesslawine weiterer Gläubiger könnte Nachzahlungen von 400 Milliarden Dollar ins Rollen bringen.

Chronik

Briefzusteller hortete 24.000 Briefe

Die Polizei in Feldbach im Bezirk Südoststeiermark hat einen Briefzusteller ausgeforscht, der bei sich zu Hause rund 24.000 Briefe gehortet hatte. Der 49-Jährige stapelte die Briefe in seiner Wohnung anstatt sie zuzustellen.

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Bootsunfall: Weiter Suche nach 71-Jährigem

Nach dem Bootsunfall auf der Donau bei Schönbühel (Bezirk Melk) am Samstagnachmittag wird ein 71-Jähriger weiterhin vermisst. Die Suche nach dem Verunglückten soll auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden, heißt es seitens der Einsatzkräfte.

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NÖ: Anrainer gegen „pfeifende Züge“

In Wöllersdorf-Steinabrückl (Niederösterreich) sorgt das Pfeifen der Züge an unbeschrankten Bahnübergängen für Unruhe. Nun kämpft eine Bürgerinitiative, bestehend aus geplagten Anrainern, gegen die Lärmbelästigung.

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Touristenbetrug auf Gran Canaria: Österreicher in Haft

In einen aufgeflogenen Schwindel mit Ferienwohnungen auf der spanischen Insel Gran Canaria ist offenbar auch ein Österreicher involviert. Laut dem norwegischsprachigen Urlauberportal Canariajournalen.no nahm die Polizei gestern 15 Personen fest, zwölf Spanier, einen Norweger, einen Briten und einen Österreicher.

Als „Hirn“ des Betrügerrings wird ein deutscher Staatsbürger vermutet. Dieser habe bisher aber nicht dingfest gemacht werden können, sagte ein Ermittler auf Gran Canaria gegenüber dem norwegischen Portal.

Zahlreiche Geschädigte in ganz Europa

Die mutmaßlichen Betrüger arbeiteten im sogenannten Time-Sharing-Geschäft. Über ein Callcenter in Las Palmas sollen sie Touristen via Vorkasse zum Teil beträchtliche Beträge entlockt haben. Die Beschuldigten dürften diese Art krimineller Tätigkeit seit mehreren Jahren betrieben haben. Es gibt offenbar eine große Anzahl Geschädigter in ganz Europa.

15 Tote durch Hitzewelle in Japan

In Japan sind durch eine extreme Hitzewelle 15 Menschen ums Leben gekommen. Das ging heute aus amtlichen Angaben hervor. Fast 8.600 Japaner wurden demnach innerhalb weniger Tage wegen diverser Hitzebeschwerden ins Krankenhaus gebracht.

Mehr als die Hälfte der Patienten, die wegen der Hitzewelle in Krankenhäuser eingeliefert wurden, war 65 Jahre alt oder älter. Weiter herrschen Temperaturen von 35 Grad Celsius und mehr. Im vergangenen Jahr hatte Japan neue Rekordtemperaturen im Sommer verzeichnet - mit bis zu 41 Grad in einigen Gegenden des Landes.

Gesundheit

Science

Schuppentiere von Ausrottung bedroht

Alle acht Arten der Schuppentiere sind nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Wie die IUCN heute erklärte, werden Schuppentiere vor allem in China noch als Delikatesse und wegen mutmaßlicher medizinischer Heilkräfte verspeist.

„Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich keine Arten mehr essen, die dadurch vom Aussterben bedroht sind“, sagte der Covorsitzende einer Expertengruppe der IUCN, Jonathan Baille. Das Aussterben der Schuppentiere würde eine 80 Millionen Jahre alte evolutionäre Entwicklung beenden. Die Schuppentiere bilden im Tierreich eine eigene Ordnung.

Appell an China und Vietnam

Die Weltnaturschutzunion forderte die Regierungen der betroffenen Länder, insbesondere China und Vietnam, auf, den illegalen Handel mit Schuppentieren zu unterbinden und als Grundlage dafür Berichte über die aktuellen Bestände an Schuppentieren vorzulegen.

Die Schuppentiere sind im Tierreich durch ihren Schuppenpanzer einzigartig. Sie können zwischen 30 und 150 Zentimeter groß werden und zwischen zwei und 35 Kilogramm wiegen. Die Schuppentiere sind nachtaktiv und ernähren sich von Insekten. International sind sie auch unter ihrem malaysischen Rufnamen Pangolin (ursprünglich: pengguling) bekannt, mit dem ihre Fähigkeit bezeichnet wird, sich bei Gefahr zusammenzurollen.

Denkvermögen: Bildung ändert Geschlechterunterschiede

Frauen können besser Sprachen lernen, Männer besser rechnen: An diesen Stereotypen rüttelt eine neue Studie, die europaweit das Denkvermögen der Geschlechter verglichen hat. Je höher der Lebensstandard und je gleicher die Erziehung, desto geringer werden die Unterschiede. Ausnahme: Bei Gedächtnisaufgaben ziehen Frauen davon.

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Kultur

Erste Probe für „Mary Poppins“-Musical

Basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch und Disney-Klassiker kommt die Geschichte von Mary Poppins, dem magischen Kindermädchen der Familie Banks, auf die Bühne des Wiener Ronacher - in der deutschsprachigen Erstaufführung. Gestern haben die Proben begonnen.

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Trailer zum letzten „Hobbit“-Film veröffentlicht

Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson (52) hat die Fans der „Hobbit“-Trilogie mit einem ersten Trailer für den letzten Teil der Filmreihe überrascht. Jackson veröffentlichte den zwei Minuten langen Clip gestern Abend unter anderem auf seiner Facebook-Seite und schrieb dazu: „Ich denke, der ein oder andere hatte danach gefragt.“ Innerhalb weniger Minuten drückten Zehntausende „Gefällt mir“.

„Das wird das große Finale der Saga um Mittelerde. Ich kann es nicht erwarten, beim letzten Kapitel dabei zu sein“, schrieb ein Fan. „The Hobbit: The Battle of the Five Armies“ kommt Mitte Dezember weltweit in die Kinos. Ein deutscher Titel steht noch nicht fest.

Leute

Bohlen will kein Comeback von Modern Talking

Dieter Bohlen (60) hat nach eigenen Angaben ein Millionenangebot für ein Modern-Talking-Comeback abgelehnt. „So schön die 20 Millionen auch gewesen wären: In meiner zweiten Lebenshälfte mache ich Dinge nur noch, wenn sie mir wirklich Spaß machen“, so Bohlen dem Magazin „Closer“. Laut Bohlen habe es eine Anfrage für zehn Auftritte in Russland und eine Deutschland-Tour gegeben.

„Welt vor Katastrophe gerettet“

Ich habe die Welt doch vor einer Katastrophe gerettet", erklärte der Musiker. „Ein Comeback von Modern Talking wäre so gewesen, als wenn ein Dinosaurier auf dem Marktplatz umfällt. Alle Geier der Stadt hätten sich gefreut und gedacht: Wow, jetzt machen wir uns die Taschen voll.“ Das in den 80er Jahren erfolgreiche Popduo um Bohlen und Thomas Anders hatte sich nach einem mehrjährigen Comeback 2003 erneut getrennt.