Ausland

82 Tote vor Libyen geborgen, über 100 Vermisste

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der libyschen Küste sind bis heute Vormittag 82 Leichen geborgen worden. Über 100 Menschen werden noch immer vermisst, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond, Ibrahim al-Attoushi. Etwa 198 Personen sollen gerettet worden sein.

Der britische Sender BBC zeigte heute Früh Fernsehbilder von zahlreichen Leichensäcken. Mindestens 100 Leichen seien in das Krankenhaus von Zuwara westlich von Tripolis gebracht worden, sagte ein Anrainer dem Sender. Zuwara nahe der tunesischen Grenze ist eine Hochburg von Schleppern, die Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien bringen. Libyen ist zum wichtigsten Ausgangspunkt für Fluchten über das Mittelmeer geworden.

Bereits über 300.000 Menschen über Mittelmeer geflohen

Seit Beginn des Jahres haben nach UNO-Angaben bereits mehr als 300.000 Flüchtlinge den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa auf sich genommen. Rund 2.500 Menschen seien dabei ums Leben gekommen, sagte die Sprecherin des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Melissa Fleming, heute. Fast 200.000 Menschen erreichten Griechenland, weitere 110.000 gelangten nach Italien.

Klitschko führt ukrainische Präsidentenpartei in Wahlen

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko ist knapp acht Wochen vor den Kommunalwahlen in der Ukraine zum Chef der Präsidentenpartei Solidarnist (Solidarität) bestimmt worden.

„Wir schaffen eine vereinte politische Kraft, die sich ihrer Verantwortung für effektive Reformen und reale Veränderungen bewusst ist“, sagte der 44-jährige Ex-Boxer heute auf dem Vereinigungsparteitag seiner Partei Udar (Schlag) mit Solidarnist von Präsident Petro Poroschenko. Es gab keinen Gegenkandidaten. Poroschenko rief auf dem Kongress andere Parteien dazu auf, sich dem neuen Bündnis anzuschließen. „Vereinigung ist das, was die Ukraine braucht“, betonte der 49-Jährige.

D: Gericht erklärt Demoverbot in Heidenau für rechtswidrig

Das Verwaltungsgericht Dresden hat das vom zuständigen Landratsamt für das Wochenende erlassene Versammlungsverbot im deutschen Heidenau für rechtswidrig erklärt. Die Richter gaben damit heute einem Eilantrag eines Klägers statt, der an einer der geplanten Kundgebungen teilnehmen wollte.

Das Landratsamt hatte für das Wochenende alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel in Heidenau untersagt. Die Behörde begründete das mit einem polizeilichen Notstand. Betroffen ist unter anderem ein Willkommensfest eines Anti-Nazi-Bündnisses für Flüchtlinge. Das Gericht begründete seine Entscheidung insbesondere damit, dass der polizeiliche Notstand, mit dem das Verbot begründet worden sei, von den Behörden nicht hinreichend belegt worden sei.

Heftige Kritik am Versammlungsverbot

In Heidenau gab es vergangenes Wochenende Ausschreitungen von Rechtsradikalen. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel hatte das Versammlungsverbot scharf kritisiert. „Ich verstehe die Entscheidung überhaupt nicht“, sagte Gabriel heute in Marburg. Er verstehe, dass Neonazis angesichts der jüngsten Ausschreitungen vor der Flüchtlingsunterkunft in dem sächsischen Ort keine Versammlung erlaubt werde. Er könne jedoch nicht verstehen, wieso auch Demokraten betroffen seien, die für einen vernünftigen Umgang mit Flüchtlingen plädierten.

Mit Unverständnis und Kritik hatte auch die Polizeigewerkschaft das Versammlungsverbot aufgenommen. „Es ist ein Kniefall vor dem Mob in Heidenau“, kritisierte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, in Berlin. „Diese Botschaft ist verheerend.“

Feuer in Flüchtlingsunterkunft ausgebrochen

Im deutschen Aue im Erzgebirge hat heute unterdessen ein Flüchtlingsheim gebrannt. Wie ein Sprecher der Polizei im sächsischen Chemnitz mitteilte, mussten 70 Bewohner in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar.

Bereits in der Nacht auf heute hatten nach Angaben der Beamten Unbekannte einen Müllcontainer auf dem Gelände der Unterkunft für Asylwerber angezündet. Die Feuerwehr löschte den Brand. Den Angaben der Polizei zufolge blieb das Gebäude trotz des zweiten Feuers bewohnbar.

Brandanschlag in der Nacht

In Deutschland häufen sich derzeit Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Im niedersächsischen Salzhemmendorf warfen Unbekannte ebenfalls in der Nacht auf heute einen Brandsatz in ein Wohngebäude für Asylwerber, in dem eine Mutter mit drei Kindern wohnt. Die Familie hielt sich zur Tatzeit in einem Nebenraum auf und sei „körperlich unverletzt“ geblieben, erklärte die Polizei in Hameln. Sie habe aber psychologisch betreut werden müssen.

Interimsregierung in Griechenland ernannt

Die griechische Interimsregierungschefin Vasiliki Thanou hat heute ihren Übergangsministerrat zusammengerufen. Die wichtigsten Posten des geschäftsführenden Kabinetts besetzen Experten, die das Vertrauen der Mehrheit der Parteien haben.

Diese Übergangsregierung soll das Land bis zur Bildung einer neuen Regierung, die sich nach den vorgezogenen Wahlen ergeben wird, führen. Die Wahlen sollen am 20. September stattfinden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT1).

Griechenlands Interimsregierungschefin Vasiliki Thanou

Reuters/Alkis Konstantinidis

Das Finanzministerium wird der langjährige Unterhändler in den Verhandlungen mit den Gläubigern, Giorgos Chouliarakis, führen. Er war bisher als Fachmann bei den Kreditverhandlungen dabei und soll das Vertrauen der Geldgeberexperten haben. Außenminister wird der altgediente Diplomat Petros Molyviatis (87).

Weg für Neuwahl frei

Gestern hatte Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos die Präsidentin des höchsten Gerichtshofes (Areopag), Vasiliki Thanou, mit der Bildung der Interimsregierung beauftragt. Zuvor seien alle Bemühungen gescheitert, in den Reihen des bestehenden Parlaments eine neue Regierungsmehrheit zu finden, teilte das Büro des Präsidenten mit. Damit wurde der Weg zur Neuwahl frei, die der bisherige Ministerpräsident Alexis Tsipras mit seinem Rücktritt vor einer Woche erreichen wollte.

Rekordmilitärmanöver der USA und Südkorea

Wenige Tage nach der Entspannung in einem schweren Konflikt zwischen Nord- und Südkorea haben Truppenverbände der USA und Südkoreas das größte jemals abgehaltene gemeinsame Militärmanöver gestartet. Die Übung nahe der Grenzstadt Pocheon fand heute im Beisein von 2.000 Gästen statt, darunter die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye.

Das Manöver sehe mehrere Phasen vor, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Dabei werde eine nordkoreanische „Provokation“ simuliert, der eine Eskalation der militärischen Auseinandersetzung mit einem Gegenangriff bis auf nordkoreanisches Gebiet folge.

Militärübung in Südkorea

APA/EPA/Kim Hee-Chul

Bisher größtes gemeinsames Manöver

„Was Munition und eingesetztes Personal anbelangt, ist das das größte Militärmanöver unter realen Bedingungen, das südkoreanische Truppen jemals allein oder zusammen mit US-Truppen ausgeführt haben“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Beteiligt waren 3.000 Soldaten aus den USA und Südkorea, rund hundert Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, 45 Hubschrauber und mehr als 40 Kampfjets.

Großübung nahe der Grenzstadt Pocheon vor 2.000 Zusehern (iptv.orf.at)

Der Konflikt zwischen den beiden koreanischen Staaten hatte sich zuletzt dramatisch zugespitzt, nachdem bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion zwei Mitglieder einer südkoreanischen Patrouille schwer verletzt worden waren. Seoul machte Pjöngjang für den Vorfall verantwortlich und verlangte eine Entschuldigung. Nordkorea wiederum setzte dem Süden eine Frist, um die Beschallung mit Propaganda einzustellen, die Seoul nach mehr als zehnjähriger Pause wieder aufgenommen hatte.

In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten schließlich eine militärische Konfrontation ab, was am Dienstag besiegelt wurde. Die Propagandabeschallung, die ursprünglich auch in das gemeinsame Manöver der USA und Südkoreas integriert werden sollte, wurde daraufhin abgeschaltet. Auch Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un begrüßte die Einigung. Die US-Streitkräfte haben seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953 dauerhaft fast 30.000 Soldaten in Südkorea stationiert.

Ungarn will biometrische Daten aller Bürger speichern

Das ungarische Innenministerium will die biometrischen Daten von zehn Millionen Staatsbürgern in einer eigenen Datenbank speichern. Die Gesichtsprofile würden aufgrund der biometrischen Fotografien gesammelt, die die Bürger bei der Beantragung eines Reisepasses, Personalausweises oder einer Fahrerlaubnis einreichen, berichtete das Internetportal Napi.hu heute.

Die Website berief sich auf einen Gesetzesvorschlag des Innenministeriums, der am Vortag vorgelegt wurde. Die Datenbank solle der Verbrechensbekämpfung dienen und die Arbeit der Geheimdienste und der mit dem Schutz der Regierungspolitiker betrauten Sicherheitsorgane erleichtern, hieß es in dem Bericht. In der Datenbank, die bis Jänner 2016 stehen soll, würden nur die biometrischen Profile gespeichert werden. Über Codes sollen aber die zur Nutzung ermächtigten Stellen die Profile mit den Daten anderer Behörden - wie denen des Melderegisters - verknüpfen können.

Einwände vonseiten des Datenschutzbeauftragten dürften in Ungarn nicht zu erwarten sein. Die Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte nach dem Machtwechsel 2010 das unabhängige Amt in eine regierungsabhängige Behörde umgewandelt. Ihr Leiter gilt als regierungsnah.

Mehrere Tote bei Gewalt an indisch-pakistanischer Grenze

Bei Schusswechseln an der Grenze zwischen den Erzfeinden Indien und Pakistan sind nach Militärangaben mehrere Zivilisten getötet worden. Die pakistanische Armee warf den indischen Grenzschützern am Freitag vor, vier Männer sowie eine Frau und ein Kind in der Nähe von Sialkot erschossen zu haben. Bei den Zusammenstößen seien rund 50 Menschen verletzt worden.

Aus den indischen Streitkräften hieß es, pakistanische Truppen hätten in der Unruheregion Kaschmir drei Inder getötet, darunter auch eine Frau. Tausende Menschen flohen aus ihren Häusern, wie auf Bildern im pakistanischen Fernsehen zu sehen war.

Die beiden Atommächte sind seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1947 verfeindet. Sie führten drei Kriege gegeneinander, zwei davon um das Himalaya-Gebiet Kaschmir. Zahlreiche Friedens- und Gesprächsversuche wurden in den vergangenen Jahren durch Schüsse an der Grenze konterkariert.

Inland

Wie sinnvoll ist ein Bundesheer-Grenzeinsatz?

Die FPÖ trommelt das Thema seit Monaten: Das Bundesheer müsse wieder an die Grenze geschickt werden, um diese vor den Flüchtlingen abzuschotten. Aber auch immer mehr Regierungspolitiker und Minister wollen einen solchen Bundesheer-Grenzeinsatz nicht mehr ausschließen, auch der Verteidigungsminister nicht. Von 1990 bis 2011 stand das Heer an der Grenze, aber ist das heute wirklich noch sinnvoll?

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Sport

Leichtathletik-WM: Schmerzhaftes Aus für Schrott

Für Beate Schrott ist die Leichtathletik WM in Peking unglücklich zu Ende gegangen. Die 27-Jährige schied heute im Hürdensprint-Halbfinale aus, nachdem sie ihren Lauf verletzt abbrechen musste. Nach einem Griff aufs Bein befürchtete Schrott in Tränen aufgelöst: „Das ist was Ärgeres.“

Schrott hatte nach fast einwöchiger Zwangspause wegen einer schmerzhaften Muskelverhärtung am Beinbeuger erst am Mittwoch wieder mit dem Hürdentraining begonnen. In ihrem Vorlauf war sie schmerzfrei geblieben.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Europa League: Salzburg zahlt bitteres Lehrgeld

Der FC Salzburg ist gestern nach einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Dinamo Minsk bereits im Play-off der Europa League gescheitert. Die riesige Enttäuschung über das bittere Aus stand Fans, Spielern und Betreuern ins Gesicht geschrieben. Obwohl in beiden Partien spielerisch klar besser, konnte Salzburg das Ausscheiden nicht verhindern. Während Trainer Peter Zeidler die Schuld daran auch beim niederländischen Schiedsrichter sah, wussten die Spieler, dass sie ihre Aufstiegschancen bereits im Hinspiel vergeben hatten. Beide Partien zeigten auch: Die Mannschaft hat Talent, muss aber noch reifen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Europa League: Altacher ziehen positives Resümee

Den Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League hat SCR Altach durch das torlose Remis gestern bei Belenenses Lissabon verpasst, dennoch gab es bei aller Enttäuschung auch positive Aspekte. „Ich denke, dass wir in diesem Spiel als bessere Mannschaft leider nicht aufgestiegen sind“, sagte Trainer Damir Canadi. „Wir haben uns leider nicht selbst belohnt.“ Die starken Vorstellungen in der Europa League sollen nun in die Meisterschaft mitgenommen werden.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Fakten und Zahlen zur Königsklasse

Die Königsklasse im europäischen Clubfußball geht heuer in die 24. Runde. Seit der Saison 1992/93 wird der beste Verein Europas in der Champions League ermittelt. Aus dem Experiment der Europäischen Fußballunion (UEFA) wurde in den vergangenen 23 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Vom Premierensieg von Olympique Marseille - auf ORF Sport + heute (17.15 Uhr) zum Nachsehen - bis hin zum Duell um den Rekordtorschützen zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo spannt sich der Bogen der Fakten und Zahlen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Österreichs BIP wuchs im zweiten Quartal mehr als vorher

Die österreichische Wirtschaftsleistung ist im ersten Halbjahr leicht gestiegen, und dabei hat sich das Wachstum im zweiten Quartal etwas beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag von April bis Juni um 0,3 Prozent über dem Vorquartal, bestätigte das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) heute seine erste Schätzung von Ende Juli. Im ersten Quartal hatte das Plus nur 0,2 Prozent betragen.

Im Jahresabstand ist der BIP-Anstieg im zweiten Quartal mit 0,5 Prozent doch etwas kräftiger ausgefallen als die Ende Juli zunächst errechneten 0,4 Prozent. Sonst nahm das WIFO diesmal keine Revisionen vor.

Erholung im Export

Begünstigt wurde das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal durch erste Erholungsanzeichen in der Exportwirtschaft und bei der Nachfrage nach Ausrüstungsinvestitionen. Auch die Industriekonjunktur kam langsam in Schwung. Der Privatkonsum sei dagegen verhalten geblieben, so das WIFO in einer Aussendung.

Die privaten Konsumausgaben stiegen nur um 0,1 Prozent, ebenso schwach legte auch die Konsumnachfrage insgesamt zu, obwohl der öffentliche Konsum eine etwas stärkere Dynamik aufwies.

Griechische Wirtschaft mit kräftigem Wachstum

Die griechische Wirtschaft wächst noch schneller als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von April bis Juni um 0,9 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt heute in Athen mitteilte. Damit wurde das Ergebnis einer ersten Schätzung von 0,8 Prozent nach oben revidiert.

Zu Jahresbeginn gab es ein Miniplus von 0,1 Prozent, nachdem bisher von Stagnation die Rede gewesen war.

Konsum wieder stärker

Angekurbelt wurde die Wirtschaft im Frühjahr vom steigenden Konsum. Dieser zog um 1,1 Prozent an. Dagegen investierten die Unternehmen deutlich weniger: Hier gab es einen Einbruch von 10,6 Prozent. Die Exporte wuchsen minimal, während die Importe deutlich schrumpften.

Die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen erwarten trotz der guten ersten Jahreshälfte eine Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt soll 2015 um gut zwei Prozent schrumpfen. Ein Grund dafür sind die seit Ende Juni geltenden Kapitalverkehrskontrollen. Derzeit können die Griechen maximal 420 Euro die Woche abheben. Zudem schlossen die Banken für drei Wochen. Nach sechsjähriger Talfahrt war das Bruttoinlandsprodukt 2014 erstmals wieder gewachsen.

Milliarden-Rüstungsauftrag für Boeing

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat einen Auftrag zum Bau von Seefernaufklärungsflugzeugen des Typs P-8A in Höhe von 1,49 Milliarden Dollar erhalten. Wie das US-Verteidigungsministerium gestern mitteilte, sollen dafür 13 Maschinen gebaut sowie Titan und andere Materialien für 20 weitere Flugzeuge gekauft werden.

Neun Maschinen seien für die US-Marine, vier für die australische Luftwaffe vorgesehen. Von den 20 weiteren Maschinen sollen 16 an die USA und vier nach Australien gehen.

Chronik

Sieben Tote durch Wirbelsturm auf Karibikinsel Dominica

Auf der Karibikinsel Dominica sind laut Medienberichten mindestens sieben Menschen durch den Tropensturm „Erika“ ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer könnte weiter steigen, berichtete die Zeitung „The Dominican“ (Onlineausgabe) gestern Abend. Der Wirbelsturm verursachte heftige Regenfälle in dem Inselstaat in der östlichen Karibik.

Schäden an einem Haus

APA/AP/Carlisle Jno Baptiste

Laut dem Nationalen Hurrikanzentrum (NHC) in Miami zog „Erika“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde Richtung Westen in der Region. Erwartet wird, dass sich der Sturm über Nacht Puerto Rico nähert. Auch die Dominikanische Republik könnte betroffen sein. Mehrere Karibikstaaten riefen eine Tropensturmwarnung aus.

Kultur

Salzburger Festspiele: Mehr Einnahmen, höhere Auslastung

Die Salzburger Festspiele haben heute eine positive wirtschaftliche Bilanz 2015 gezogen: Zwar kamen etwas weniger Besucher zu deutlich weniger Veranstaltungen - doch sowohl die Einnahmen als auch die Auslastung stiegen.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

99 Prozent Auslastung in Innsbruck

Die 39. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zogen ebenfalls eine positive Bilanz über die abgelaufene Spielzeit. Demnach waren die Veranstaltungen zu 99 Prozent ausgelastet, auch das Interesse der Medien war enorm.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Der Urschrei des Gangsta-Rap

Gary Grays Biopic „Straight Outta Compton“ lässt derzeit in den USA die Kinokassen klingeln. Das Musikdrama erzählt die Geschichte der Hip-Hop-Formation N.W.A., die Ende der Achtzigerjahre selbst das FBI auf den Plan rief, und aus der mit Dr. Dre und Ice Cube zwei der wichtigsten Protagonisten des US-amerikanischen Hip-Hop hervorgingen. Der Film wurde in den USA zum Überraschungskinohit - sicher nicht zuletzt aufgrund seiner politischen Aktualität, Stichwort Polizeigewalt und Diskriminierung.

Mehr dazu in Die frühen Tage des Bling-Bling

Medien

Science

IT

Facebook erstmals mit einer Mrd. Nutzer an einem Tag

Das Onlinenetzwerk Facebook hat nach eigenen Angaben erstmals die Marke von einer Milliarde Nutzer innerhalb eines einzigen Tages geknackt. „Wir haben gerade einen wichtigen Meilenstein passiert“, teilte Firmenchef Mark Zuckerberg gestern auf seiner Facebook-Seite mit.

Am Montag habe jeder siebte Mensch auf der Erde das Soziale Netzwerk genutzt. Damit sei Facebook „zum ersten Mal“ binnen eines Tages von einer Milliarde Menschen aufgerufen worden, „und das ist erst der Anfang“, fügte Zuckerberg hinzu.

Facebook hatte vergangenen Monat mitgeteilt, dass die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,49 Milliarden gewachsen sei. 968 Millionen von ihnen nutzten Facebook demnach täglich. Die Zahl derjenigen, die Facebook via Mobiltelefon aufrufen, stieg den Angaben zufolge auf 1,31 Milliarden.

Religion

Lifestyle

Islands Hauptstadt benennt Straße nach Darth Vader

Die isländische Hauptstadt Reykjavik benennt eine Straße nach dem berühmten „Star Wars“-Bösewicht Darth Vader. Die Entscheidung der Stadt verbreitete Bürgermeister Dagur B. Eggertsson über Twitter. Die Umbenennung der Straße in einem Industriegebiet ist der Initiative „Better Reykjavik“ zu verdanken, einem Onlineforum, bei dem Bürger Ideen für ihre Stadt einreichen können.

Die beliebtesten Vorschläge werden im Stadtrat diskutiert. Reykjaviks damaliger Bürgermeister und Clown Jon Gnarr hatte sich 2010 für das Forum starkgemacht. Der „Star Wars“-Fan kommentierte die Straßenumbenennung auf Facebook: „Wurde langsam Zeit!“