Letzte Meldung

Geisterfahrer-Unfall: Zwei Kinder tot

Bei dem schweren Verkehrsunfall auf der A1 in Oberösterreich wurden in der Nacht zwei Kinder getötet, wie ein Polizeisprecher gegenüber Ö3 mitteilte.

Ein Geisterfahrer war bei Allhaming auf die Fahrspur in Richtung Wien aufgefahren und dort frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. In dem Wagen war laut Polizei eine Familie aus Deutschland unterwegs. Der Lenker und seine Beifahrerin wurden lediglich leicht verletzt, die beiden mitfahrenden Kinder kamen ums Leben.

Der Geisterfahrer, der laut Polizei unverletzt blieb, war mit 1,4 Promille alkoholisiert.

Ausland

Wieder UNO-Schule im Gazastreifen getroffen

Bei den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen ist wieder eine Schule der UNO-Hilfsorganisation UNRWA getroffen worden. Mehr als 20 Menschen seien getötet und mehr als 50 verletzt worden, teilte der Sprecher der palästinensischen Rettungsdienste mit. Die Schule liegt im Flüchtlingslager Jabalia im
nördlichen Gazastreifen. Die Menschen hätten in der Region Zuflucht gesucht.

Die UNO-Hilfsorganisation verwaltet mehr als 80 Schulen. Angesichts israelischer Aufforderungen zum Verlassen bestimmter Angriffszonen suchen tausende Palästinenser in den Schulgebäuden Zuflucht. Am 24.Juli waren bei einem Angriff auf eine UNRWA-Schule bei Beit Hanun mindestens 15 Menschen getötet und 200 verletzt worden.

Washington reagiert verstimmt auf israelische Kritik an Kerry

Die USA haben verstimmt auf israelische Kritik an den Bemühungen von US-Außenminister John Kerry reagiert, eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt zu vermitteln. Kerry selbst wies seine Kritiker gestern in Washington in die Schranken. „Persönliche Angriffe stören mich nicht“, sagte er. Ihm und US-Präsident Barack Obama gehe es darum, die grundlegenden Probleme des Konfliktes am Verhandlungstisch zu lösen.

Israelische Medien hatten Missfallen darüber bekundet, dass sich der US-Außenminister auch mit Vertretern von Katar sowie der Türkei getroffen und damit angeblich das Gleichgewicht in den Gesprächen zugunsten der Hamas verändert hatte.

„Nicht Art, wie Partner miteinander umgehen“

Die linksliberale Tageszeitung „Haaretz“ kritisierte, dass in dem Entwurf für eine Waffenruhe Israels Sicherheitsbedürfnisse praktisch nicht erwähnt worden seien. Ein Kommentator der „Haaretz“ bezeichnete das Vorgehen Kerrys als fahrlässig.

US-Außenamtssprecherin Jen Psaki hatte zuvor verärgert von einer bewussten Desinformationskampagne aus Israel gesprochen. „Aus unserer Sicht ist das einfach nicht die Art, wie Partner und Verbündete miteinander umgehen“, sagte sie. Psaki betonte, dass ein vertrauliches Ideenpapier aus dem Umfeld Kerrys offenbar an israelische Medien gegangen sei. Es habe sich bei dem Papier nie um einen offiziellen US-Vorschlag gehandelt.

UNO in Gaza überfordert

Unklarheit über Waffenruhe

Drei Wochen nach Beginn der israelischen Militäroperation werden die Kämpfe im Gazastreifen mit immer größerer Härte geführt. Augenzeugen berichteten, die israelischen Bombenangriffe von Wochenbeginn seien die schlimmsten seit Beginn der Militäroffensive gewesen. Rund zehn Prozent der Einwohner des Gazastreifens haben mittlerweile Zuflucht in UNO-Einrichtungen gesucht. Es könnten keine weiteren Flüchtlinge mehr versorgt werden, warnte die UNO: Ihre Teilorganisationen in Gaza seien überfordert.

Mehr dazu in Waffenlager in nicht genutzter UNO-Schule

Hunderttausende Kolumbianer nach Anschlag ohne Strom

Ein Anschlag der Guerillaorganisation FARC auf eine Hochspannungsleitung hat gestern die kolumbianische Großstadt Buenaventura an der Pazifikküste von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Rebellen hätten einen Mast in einem Vorort der Hafenstadt gesprengt, sagte der Marinekommandeur der Region, Admiral Pablo Romero. Die Streitkräfte hätten Telefongespräche der FARC abgehört, in denen sich die Gruppe zu dem Anschlag bekannte.

Es könnte bis zu drei Tage dauern, bis die rund 400.000 Einwohner von Buenaventura wieder Strom haben, berichtete die Zeitung „El Pais“. Vor den Reparaturarbeiten müsse der Tatort gesichert werden, da die FARC häufig Minen verlege, sagte Romero. Die Guerilla verhandelt seit Ende 2012 mit der kolumbianischen Regierung über einen Friedensvertrag. Eine Waffenruhe wurde für die Zeit der Gespräche allerdings nicht vereinbart.

Staatsmedien: Dutzende Tote in chinesischer Unruheregion

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua gestern unter Berufung auf Polizeiangaben meldete, sind am Montag bei einem blutigen Zusammenstoß zwischen Polizisten und aufgebrachten Bürgern in der chinesischen Unruheregion Xinjiang Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Xinhua berichtete von einem „Terrorakt“. Der Weltkongress der Uiguren sprach hingegen von Polizeigewalt.

Xinhua: Mit Messern bewaffneter Mob

Nach der Darstellung von Xinhua war ein bewaffneter Mob durch die Gemeinde Shache gezogen. Die mit Messer bewaffneten Menschen hätten sich zunächst vor Polizeistationen und Regierungsgebäuden im Ort Elixku versammelt. Anschließend seien sie in die Gegend Huangdi weitergezogen, hätten Zivilisten attackiert und Autos beschädigt. Dutzende Han-Chinesen und muslimische Uiguren seien ums Leben gekommen. Dann habe die Polizei das Feuer auf die Menge eröffnet und Dutzende Mitglieder des Mobs getötet.

Uiguren sprechen von Polizeigewalt

Der Weltkongress der Uiguren erhob hingegen schwere Anschuldigungen gegen die Sicherheitskräfte. Sie hätten 20 Uiguren getötet und zehn weitere verletzt. „Es war ein Aufstand, um gegen die extreme Repression der chinesischen Polizei aufzubegehren“, sagte der Sprecher des in München ansässigen Weltkongresses, Dilxat Raxit. Provokationen durch die Polizei und Diskriminierungen seien die Ursache für die Konflikte.

Wegen der Spannungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen gilt Xinjiang seit langem als Konfliktherd. Das muslimische Turkvolk fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell von den herrschenden Chinesen unterdrückt. Umgekehrt wirft Chinas Regierung uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorismus vor. Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 hatte China das frühere Ostturkestan annektiert.

USA werfen Moskau Bruch von Abrüstungsabkommen vor

Die US-Regierung wirft Russland die Verletzung eines bedeutenden Abrüstungsvertrages vor: Moskau habe unerlaubt eine landgestützte Mittelstreckenrakete getestet, hieß es gestern Abend in Medienberichten aus Washington.

Präsident Barack Obama habe die US-Erkenntnisse in einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin dargelegt. Der Vorfall soll schon Jahre zurückliegen. Bereits im Jänner hatte die „New York Times“ über den Vorwurf berichtet. Damals hieß es, die USA prüften noch, ob Moskau nach 2008 landgestützte Marschflugkörper eines neuen Typs namens RS-26 getestet habe. Diese Untersuchung sei nun mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, dass Russland eine „ernsthafte Verletzung“ des Abkommens begangen habe. Obama wolle die Angelegenheit durch einen Dialog auf hoher Ebene klären lassen.

Von Reagan und Gorbatschow unterzeichnet

Missachtet worden sei der INF-Vertrag von 1987 zwischen beiden Ländern über die Vernichtung aller nuklearen Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern. Er verbietet die Produktion, den Besitz sowie den Test von Mittelstreckenraketen und war damals von den Staatsoberhäuptern der USA und der Sowjetunion, Ronald Reagan und Michail Gorbatschow, unterzeichnet worden. Die Übereinkunft galt als ein Meilenstein auf dem Weg zur Beendigung des Kalten Krieges.

Russische Militärexperten wiesen den Vorwurf der US-Regierung zurück. Moskau habe zwar 2009 tatsächlich eine Interkontinentalrakete vom Typ „Topol“ mit einer Reichweite von 9.000 Kilometern über eine kürzere Distanz getestet, sagte Generalleutnant Jewgeni Buschinski der Nachrichtenagentur Interfax in Moskau. Das sei damals aber mit Einverständnis Washingtons geschehen. Der Vorwurf der USA sei Teil eines „Propagandakrieges“ vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts, so Buschinski.

EU sieht Organhandel während Kosovo-Konflikts bestätigt

Eine Untersuchungskommission der EU hat nach eigenen Angaben klare Hinweise darauf, dass ranghohe Mitglieder der Kosovarischen Befreiungsarmee (UCK) während des Kosovo-Konflikts am Handel mit den Organen von Gefangenen beteiligt waren.

Den Verdächtigen würden Mord, illegaler Organhandel und weitere Verbrechen vorgeworfen, sagte der von der EU eingesetzte US-Staatsanwalt Clint Williamson gestern in Brüssel. Demnach ist aber die Anzahl der Fälle erheblich kleiner, als frühere Berichte hatten vermuten lassen.

Die Vorwürfe wurden erstmals 2008 erhoben und fanden sich in einem Bericht des Schweizer Ermittlers Dick Marty, der 2011 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats angenommen wurde. Demnach sollen kosovarische Untergrundkämpfer Serben und anderen Gefangenen Organe entnommen und verkauft haben. In dem Bericht wurde auch der Name des heutigen kosovarischen Ministerpräsidenten Hashim Thaci genannt.

Taten einzelner UCK-Mitglieder

„Es gibt überzeugende Hinweise darauf, dass diese Praxis in einem sehr begrenzen Maß stattfand und eine kleine Anzahl von Menschen getötet wurde, um ihre Organe zu entnehmen und zu verkaufen“, sagte Williamson, dessen Mandat im August ausläuft. Zugleich widersprach er Vermutungen, wonach Hunderte vermisste oder getötete Angehörige ethnischer Minderheiten den kosovarischen Organhändlern zum Opfer gefallen seien. Er bezifferte die Zahl der Opfer auf etwa zehn.

Williamson wollte weder Namen noch die Anzahl der Beschuldigten nennen. Er betonte aber, dass es sich bei den Organentnahmen um die Taten einzelner UCK-Mitglieder gehandelt habe. Diese hätten „politische Macht und persönlichen Reichtum für sich selbst“ gewollt und keiner höhere Sache gedient. Thaci und seine Regierung hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Inland

Hausräumung löst Politdebatte aus

Reichten 2011 für die Räumung eines von 30 Menschen besetzten Hauses in Wien noch 100 Beamte, sind an dem Einsatz gegen die 19 Hausbesetzer der „Pizzeria Anarchia“ am Montag mindestens zehnmal so viele Polizisten beteiligt gewesen. Für Kritiker ist dieses Großaufgebot „unverhältnismäßig“. Die Grünen wollen mit einer parlamentarischen Anfrage nun die tatsächliche Zahl der Polizisten und Räumungskosten klären. Es sei Aufgabe der Polizei, Assistenzleistung zu erbringen, wenn das Gericht das fordert, verteidigt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den Einsatz - auch wenn sie „mit derartigen Aktionen keine Freude“ habe.

Mehr dazu in Parlamentarische Anfrage der Grünen

Unterirdisch: Das versteckte Datencenter der Königswarte

Die Station Königswarte des österreichischen Bundesheers zur Satellitenüberwachung ist weitaus größer dimensioniert, als es bis jetzt den Anschein hatte. Wie aus Luftaufnahmen hervorgeht, die ORF.at zugespielt wurden, befindet sich dort ein unterirdisches Rechenzentrum mit einem Mehrfachen an Grundfläche der beiden Gebäude darüber.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Integration: Strache pocht auf „Deutschlernklassen“

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sieht sich nach der Präsentation des Integrationsberichts durch den Expertenrat für Integration in seinen Forderungen bestätigt: Es brauche „Deutschlernklassen“ und eine Begrenzung des Ausländeranteils in den Klassen, meinte er gestern bei einer Pressekonferenz. Bei fehlender Integration sollten Zuwanderer abgeschoben werden, bekräftigte er.

Strache hat den Bereich Inneres und damit auch Integration von Harald Vilimsky übernommen, der ins EU-Parlament wechselt, und das Thema damit „zur Chefsache erklärt“, wie er betonte. Strache begrüßte, dass die Regierung alte FPÖ-Forderungen übernehme, etwa was das Erlernen der deutschen Sprache vor dem Schuleintritt betrifft. Freilich gab es auch massive Kritik am Integrationsbericht: Die FPÖ vermisst einen Wertekatalog und Maßnahmen für jene Zuwanderer, die sich nicht integrieren wollen.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Kritik an Kurz

Positiv am Integrationsbericht seien die empfohlenen Maßnahmen, die die FPÖ seit Jahren fordere, meinte Strache, und diese „erkennt jetzt auch der Expertenrat vom Herrn Kurz“. Man müsse vor dem Regelunterricht die deutsche Sprache beherrschen, und dazu brauche es gezielte Vorbereitungsklassen - das sei zum Vorteil aller Kinder, betonte Strache.

Der Integrationsbericht sei ein Impuls, diese Maßnahmen im Bildungsbereich „ernsthaft und sachlich“ zu diskutieren, hofft Strache. Bei Minister Sebastian Kurz (ÖVP) erkenne er aber nicht die notwendige Entschlossenheit, das umzusetzen.

Dass sich Kurz künftig mehr um EU-Bürger kümmern will, hält der FPÖ-Chef für eine „Vernebelung“. Strache ortet Schwierigkeiten nicht bei dieser Gruppe, sondern vorwiegend mit Zuwanderern aus der Türkei.

Sport

Tennis: Spanier verdirbt Melzers Comeback

Jürgen Melzers erster Auftritt nach seiner Zehenoperation hat nur kurz gedauert. Der Niederösterreicher musste sich beim ATP-Turnier gestern in Kitzbühel in der ersten Runde dem Spanier Pablo Andujar glatt in zwei Sätzen geschlagen geben. Dem Sieger des Turniers von Gstaad vergangene Woche genügte dabei in jedem Satz nur ein Break, um den Widerstand des 33-jährigen Österreichers zu brechen. Damit halten beim Heimturnier in Kitzbühel nur noch Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer die rot-weiß-rote Fahne hoch.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Formel 1: Mercedes rudert bei Stallorder zurück

Die von der Mercedes-Box angeordnete und von Lewis Hamilton verweigerte Anweisung, seinen Teamkollegen Nico Rosberg überholen zu lassen, hat beim Ungarn-GP für ordentlichen Ärger beim deutschen Rennstall gesorgt. Jetzt gibt es ein Umdenken im Team: Hamilton wird nicht bestraft, und eine Stallorder wird es künftig wohl nicht mehr geben. Ab jetzt kämpft jeder für sich. „Das wird intensiv“, kündigte der verärgerte Rosberg an.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Lampenhersteller Osram streicht weitere 7.800 Stellen

Der deutsche Leuchtmittelhersteller Osram setzt erneut den Rotstift an. Wegen des wegbrechenden Geschäfts mit Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren will das Unternehmen weitere 7.800 Stellen streichen, davon 1.700 in Deutschland, wie die ehemalige Siemens-Tochter gestern Abend mitteilte.

Der Stellenabbau solle im Herbst beginnen und bis September 2017 abgeschlossen werden. Die Kosten bezifferte Osram auf rund 450 Mio. Euro. Durch die Stellenstreichungen sollen die Kosten bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 (Ende September) dauerhaft um rund 260 Mio. Euro gedrückt werden.

Nicht die erste Entlassungswelle

Der Stellenabbau ist nicht der erste bei dem Unternehmen mit Hauptsitz in München. Durch das bereits laufende Sparprogramm fallen bis zum Herbst dieses Jahres 8.700 Arbeitsplätze weg, knapp 1.500 davon in Deutschland. Da es Osram nicht gelingt, das rückläufige Geschäft mit herkömmlichen Leuchtmitteln für Gebäude durch den Verkauf von LED-Leuchtdioden auszugleichen, wird der Sparkurs nun verschärft. Im dritten Quartal sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum dem Unternehmen zufolge um ein Prozent auf 1,2 Mrd. Euro.

Lostag für Argentinien im Streit mit Hedgefonds

Im Streit zwischen Argentinien und zwei US-Investmentfonds entscheidet sich heute, ob das Land 13 Jahre nach der Staatspleite von den Ratingagenturen erneut als zahlungsunfähig eingestuft wird. Am 30. Juli läuft die Frist ab, bis zu der Argentinien laut einem Beschluss des Obersten Gerichtshofs der USA 1,3 Milliarden Dollar (960 Mio. Euro) an die Hedgefonds NML Capital und Aurelius zahlen muss.

Sie hatten sich nicht an einem Schuldenschnitt beteiligt, sondern verlangen den Nennwert der argentinischen Staatsanleihen, die sie nach der Staatspleite billig aufgekauft hatten. Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner lehnt die Zahlung ab. Bis zuletzt waren Verhandlungen angesetzt, um eine Staatspleite noch abzuwenden.

Meischberger-Firma Valora Solutions insolvent

Die Firma Valora Solutions Projektbegleitung GmbH des Ex-FPÖ-Politikers Walter Meischberger befindet sich in einem Insolvenzverfahren. Dabei handelt es sich um eine PR-Agentur, die ursprünglich von Peter Hochegger, Meischberger und Karl-Heinz Grasser gegründet wurde.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Chronik

Letzter europäischer Raumtransporter gestartet

Der letzte europäische Raumtransporter ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Das in Deutschland gebaute Versorgungsschiff startete in der Nacht an Bord einer Ariane-5-Rakete ins All. Wenn alles nach Plan läuft, wird es am 12.August am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde andocken.

Die sechs ISS-Besatzungsmitglieder, darunter auch ein deutscher ESA-Astronaut, dürfen sich dann auf frische Lebensmittel und Nachschub an Treibstoff, Wasser und Atemluft freuen. Zudem sind neue Experimente an Bord des unbemannten ATV (Automated Transfer Vehicle).

Grund für die Einstellung des ATV-Programmes sind vor allem die knappen Kassen in Mitgliedsländern der ESA. Ursprünglich war geplant, eine weitaus größere Zahl an europäischen Transportern zur ISS zu schicken. Künftig wird die ISS vor allem von US-amerikanischen und russischen Transportern versorgt.

Ermittlungen nach Razzia im Waldviertel

Nachdem 60 Polizisten am Montag einen Bauernhof in Hollenbach (Niederösterreich) geräumt haben, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Krems. Die Gruppierung wollte eine Anwältin nach ihren eigenen Gesetzen „verurteilen“.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Arbeiter auf Weide von Stier getötet

Einen Tag nach dem tödlichen Angriff einer Kuhherde auf eine deutsche Wanderin in Tirol, ist ein 43-jähriger Mann heute auf einer Weide in Mooshuben im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark) von einem Stier getötet worden. Der landwirtschaftliche Hilfsarbeiter war mit dem Einfangen ausgebrochener Kühe beschäftigt, als er offenbar von dem Tier angegriffen wurde.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Drei Jahre Haft nach Vergewaltigung von Au-pair

Im Prozess um die Vergewaltigung eines Au-pair-Mädchens am Landesgericht Wels (Oberösterreich) ist gestern der angeklagte 38-jährige Familienvater zu drei Jahren Haft, davon zehn Monate unbedingt, verurteilt worden. Er erbat sich Bedenkzeit. Der Angeklagte habe „eine Art Geständnis abgelegt“, sagte die Richterin.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Totes Kind in Fahrwerk von US-Militärmaschine in Ramstein

Im Fahrwerksschacht einer Militärmaschine ist laut Angaben des US-Verteidigungsministeriums auf der deutschen Luftwaffenbasis Ramstein die Leiche eines Buben gefunden worden.

Die genaue Todesursache und die Hintergründe des Vorfalls würden untersucht, teilte das Ministerium gestern über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ramstein ist der wichtigste militärische Transport- und Frachtflughafen der US-Streitkräfte in Europa. Auf der Basis starten und landen nicht nur Truppen und Fracht, sondern es werden auch verletzte Soldaten eingeflogen, die in der nahen US-Klinik in Landstuhl behandelt werden.

Drei Tote nach Unwettern in Deutschland

Heftige Unwetter haben in den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg drei Menschenleben gefordert. In Münster ertrank ein Mann in seinem überschwemmten Keller, in der Nähe der westfälischen Stadt kam ein Autofahrer von einer überfluteten Straße ab und starb.

Enorme Regenmengen binnen Stunden

In Baden-Württemberg lösten ebenfalls Gewitter Erdrutsche und Überflutungen aus. Ein Autofahrer starb bei einem Unfall auf regennasser Straße. Starke Unwetter führten in Frankfurt zu Flugausfällen und zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. Bis gestern Abend seien insgesamt 92 Flüge annulliert worden, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Zwölf Flüge seien umgeleitet worden.

Die Stadt Münster registrierte die unglaubliche Menge von 206 Litern Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden an einer Station. In Baden-Württemberg fielen teilweise bis zu 50 Liter Regen pro Stunde, wie das Innenministerium in Stuttgart mitteilte.

Österreicher in Kolumbien ums Leben gekommen

Das Außenministerium hat gestern Abend den Tod eines Österreichers in Kolumbien bestätigt. Der Mann sei gestern beim Schwimmen von einem Boot schwer verletzt worden und anschließend im Krankenhaus gestorben, sagte Ministeriumssprecher Martin Weiss gegenüber der APA.

Der kolumbianische Radiosender Bluradio hatte zuvor berichtet, ein 46-jähriger Österreicher sei beim Schwimmen an der kolumbianischen Karibik-Küste von einem Boot überfahren worden und habe dabei tödliche Kopf- und Brustverletzungen erlitten. Laut dem Onlinebericht wird gegen den Fahrer des Bootes ermittelt. Nach Zeugenangaben soll sich der österreichische Tourist allerdings abseits einer für Badegäste ausgewiesenen Stelle an den Stränden von Rodadero, einem Vorort der Hafenstadt Santa Marta, befunden haben.

Science

Physiker entwickeln „Quanten-Grinsekatze“

Einen literarischen Vergleich ziehen Wiener Quantenphysiker für eine neue Studie: So wie das Grinsen der „Grinsekatze“ im Roman „Alice im Wunderland“ übrigblieb, obwohl sich die Katze selbst in Luft auflöste, so verhalten sich Neutronen in ihrem Experiment. Wobei die Katze für die Teilchen steht und das Grinsen für eine ihrer Eigenschaften.

Mehr dazu in science.ORF.at

IT

Twitter-Aktie schießt nach Quartalszahlen in die Höhe

Ein starker Anstieg der Werbeeinnahmen und der Nutzerzahlen hat der Aktie des Kurznachrichtendiensts Twitter gestern zu einem kräftigen Sprung nach oben verholfen. Das Papier schoss nachbörslich um über 30 Prozent auf mehr als 50 Dollar (über 37 Euro) in die Höhe. Nach einer rasanten Berg- und Talfahrt in den vergangenen Monaten ist die Aktie damit fast doppelt wieder so viel wert wie beim Börsengang im November mit einem Ausgabepreis von 26 Dollar.

Trotzdem in den roten Zahlen

Der Kurznachrichtendienst erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Umsatz von 312 Mio. Dollar (233 Mio. Euro) - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Haupteinnahmequelle ist die Werbung auf mobilen Geräten. Die Zahl der Nutzer stieg im gleichen Zeitraum um ein Viertel auf 271 Millionen. „Wir sind überzeugt, dass wir Twitter einem noch breiteren Publikum nahebringen können“, sagte Firmenchef Dick Costolo am Unternehmenssitz in San Francisco.

Der Wermutstropfen: Wegen der aktienbasierten Vergütung der Mitarbeiter rutschte Twitter noch tiefer in die roten Zahlen - und zwar von unter dem Strich 42 auf 145 Mio. Dollar. Ohne diese Aufwendungen hätte es einen Überschuss gegeben, rechnete das Unternehmen vor.

US-Partnerbörse spielte mit Nutzerprofilen

Die Aufregung über Facebooks Nutzerexperimente ist kaum verflogen, da dreht die US-Datingplattform OkCupid - nicht ganz ohne Augenzwinkern - erneut an der Erregungsschraube. Wie einer der Gründer der Seite in einem Blogeintrag mitteilte, experimentierten die Betreiber der Onlinepartnerbörse in der Vergangenheit ebenfalls mit den Profilen ihrer Nutzer - und wollen dabei auf aufschlussreiche Zusammenhänge gestoßen sein.

Mehr dazu in Liebe in Zeiten des Internets

Kultur

Festspielhighlights - eine Oper in fünf Dimensionen

Jede Saison eine Opernuraufführung - mit diesem Vorhaben hat Alexander Pereira vor nunmehr drei Jahren sein Amt als Intendant der Salzburger Festspiele angetreten. In seiner letzten Saison ist ihm das nun spät gelungen. Marc Dalbavies „Charlotte Salomon“ setzt einer von den Nazis ermordeten Künstlerin ein Monument und schreibt über Autobiografie Geschichte. Erzählt wird in kunstvollen Doppellungen und Überblendungen aber auch eine Geschichte der Kunst und Musik seit dem späten 19. Jahrhundert.

Mehr dazu in festspielhighlights.ORF.at

Leute

Pistorius-Prozess geht langsam ins Finale

Der Prozess gegen den südafrikanischen Paralympics-Star Oscar Pistorius geht heute in die letzte Phase. Staatsanwalt Gerrie Nels wird hinter verschlossenen Türen eine Zusammenfassung der Beweislage an Richterin Thokozile Masipa übergeben.

Verteidiger Barry Roux soll am Montag seine Argumente bringen. Am 7. und 8. August werden die abschließenden Plädoyers gehalten. Insgesamt gab es seit März 39 Prozesstage, an denen 36 Zeugen angehört wurden.

Im äußersten Fall lebenslange Haft

Der 27-jährige Pistorius soll am Valentinstag 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp durch eine geschlossene Tür erschossen haben. Er hatte die Schüsse zugegeben, beteuerte aber stets, hinter der Toilettentür einen Einbrecher vermutet zu haben. Wenn der beinamputierte Sprinter des vorsätzlichen Mordes für schuldig befunden wird, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil wird für Ende August erwartet.