Ausland

NSA spionierte auch Brasiliens Regierung aus

Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) hat nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks nicht nur Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ausgespäht, sondern auch weite Teile ihrer Regierung.

Während Rousseffs erster Amtszeit von 2010 bis 2014 hätten unter anderem die Minister für Wirtschaft und Äußeres, der Chef der Zentralbank, Rousseffs Assistent sowie ihr Stabschef zu den Spionagezielen gezählt, wie aus gestern von Wikileaks und der Zeitung „O Globo“ veröffentlichten neuen Dokumenten hervorgeht. Insgesamt standen laut den Berichten 29 Telefonnummern der brasilianischen Regierung auf der NSA-Liste.

Lauschen in der Präsidentenmaschine

„Selbst auf ihren Amtsreisen war Präsidentin Rousseff nicht davor geschützt, abgehört zu werden“, erklärte die Enthüllungsplattform, nach deren Angaben auch das Satellitentelefon in der Präsidentenmaschine abgehört wurde.

Laut dem Internetportal The Intercept begann der Lauschangriff spätestens im Jahr 2011. Es gebe keine Hinweise darauf, dass er inzwischen beendet worden sei, berichtete The Intercept weiter und wies darauf hin, dass der US-Geheimdienst auf Fragen des Portals nicht reagiert habe.

Erste Berichte über die NSA-Spähaktionen gegen Rousseff hatten die Beziehungen zwischen den USA und Brasilien bereits vor zwei Jahren schwer belastet. Die brasilianische Präsidentin sagte einen Staatsbesuch ab, den sie erst jetzt nachholte - die neuen Spionagevorwürfe wurden nach ihrer Rückkehr bekannt.

Atomgespräche mit dem Iran auf der Zielgeraden

Die Verhandlungen über das Ende des Atomstreits mit dem Iran sind auf der Zielgeraden. Kurz vor Ablauf der Frist für ein umfassendes Abkommen wollen die Außenminister der sieben beteiligten Länder von heute an in Wien die letzten Hürden ausräumen. Bis zum 7. Juli sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein.

Alle reisen an

US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammad Dschavad Sarif verhandeln bereits seit dieser Woche im Wiener Palais Coburg. Heute werden im Laufe des Tages die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ebenso wie die Außenminister Frankreichs und Deutschlands, Laurent Fabius und Frank-Walter Steinmeier, wieder anreisen, hieß es aus Diplomatenkreisen. Für morgen werden mit den Außenminister Großbritanniens (Philip Hammond), Russlands (Sergej Lawrow) und Chinas (Wang Yi) die restlichen Vertreter der 5+1-Gruppe erwartet.

In dem seit 13 Jahren andauernde Konflikt geht es darum, dass der Iran dem Westen glaubhafte und überprüfbare Garantien gibt, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Charakter hat. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran ausgesetzt werden. Der Iran hat jegliche Absicht zum Bau einer Nuklearwaffe stets bestritten, aber hat bisher keine lückenlose Überprüfungen zugelassen.

Gedenkstätte für britische Opfer des Tunesien-Anschlags

Die britischen Opfer des Anschlags auf ein Strandhotel in Tunis erhalten nach den Worten von Premierminister David Cameron eine eigene Gedenkstätte. Ein weiteres Mahnmal soll an alle anderen britischen Opfer von Terrorattentaten im Ausland erinnern, erklärte Cameron gestern. Es sei richtig, der Opfer von Sousse und aller anderen im Ausland von „Terroristen“ getöteten Briten zu gedenken.

Über den Ort, an dem die Gedenkstätten errichtet werden, soll in den kommenden Monaten entschieden werden, erklärte Außenamtsvertreter Tobias Ellwood, dessen Bruder Jonathan vor 13 Jahren bei einem Terroranschlag auf Bali getötet worden war.

52 Tote vor zehn Jahren

Bei dem Anschlag auf das Hotel bei Sousse hatte ein tunesischer Student vor einer Woche 38 Touristen getötet, bevor er selbst erschossen wurde. 30 seiner Opfer waren Briten, drei weitere stammten aus Irland und zwei aus Deutschland, die anderen kamen aus Belgien, Portugal und Russland. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Tunesien verhängte inzwischen den Ausnahmezustand.

Mehr dazu in Erst im März 2014 aufgehoben

Mit einer Schweigeminute gedachte Großbritannien am Freitag der Anschlagsopfer. Am Dienstag wird mit einer Kranzniederlegung und einem Trauergottesdienst in London an die 52 Opfer der Anschläge islamistischer Selbstmordattentäter vor zehn Jahren in der britischen Hauptstadt erinnert.

Türkische Nationalisten attackierten Koreaner

In Istanbul haben türkische Nationalisten bei einem Protest gegen die Behandlung der Uiguren in China eine Gruppe koreanischer Touristen angegriffen, die sie versehentlich für Chinesen hielten. An der Solidaritätskundgebung für die muslimische Minderheit in China nahmen gestern Hunderte Extremisten der Grauen Wölfe.

Vor dem Topkapi-Palast attackierten sie eine Gruppe koreanischer Besucher, dabei riefen sie „Allahu Akbar“ (Gott ist der Größte). Sie ließen erst von ihren Opfern ab, als die Polizei mit Tränengas einschritt.

Auf Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur Dogan ist zu sehen, wie ein bestürzter Tourist nach dem Vorfall der Presse versichert, er sei Koreaner und kein Chinese.

Berichte über angebliche Ramadan-Verbote

Die Beziehungen zwischen Ankara und Peking sind aufgrund von türkischen Medienberichten, wonach die Uiguren in China nur eingeschränkt den Fastenmonat Ramadan begehen dürfen, angespannt. Für weitere Spannungen sorgte die Entscheidung der Türkei vom vergangenen Dienstag, 173 Uiguren aufzunehmen, die von China nach Thailand geflüchtet waren.

In der vergangenen Woche hatten Hunderte türkische Nationalisten im ganzen Land gegen die angeblichen Ramadan-Beschränkungen in China protestiert. Dabei wurden am vergangenen Mittwoch die Schaufenster eines beliebten China-Restaurants in Istanbul eingeworfen - erst später erfuhren die Angreifer, dass der Besitzer Türke ist und der Koche Uigure. Die Uiguren sind ein Turkvolk und mit der Türkei kulturell und religiös verbunden.

Bosnischer Serbenführer: Srebrenica war kein Völkermord

Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica hat der bosnische Serbenführer Milorad Dodik einen Völkermord geleugnet. Bei einer Gedenkfeier in Bratunac für die serbischen Opfer des Konflikts von 1992 bis 1995 kritisierte der Präsident des bosnischen Teilstaats Republika Srpska gestern eine britische UNO-Initiative, die eine Anerkennung des Massakers von Srebrenica als Völkermord fordert. Der Genozid von Srebrenica sei eine „Lüge“, sagte Dodik.

8.000 Männer und Burschen ermordet

Bosnische Serben hatten während des Bürgerkriegs in der früheren jugoslawischen Teilrepublik nach der Eroberung der Kleinstadt im Juli 1995 fast 8.000 muslimische Männer und Burschen ermordet. Es war das schlimmste Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg und wurde von zwei internationalen Gerichten als Völkermord eingestuft.

Karte zeigt das Massaker von Srebrenica

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Noch im April anderer Meinung

Im April hatte Dodik noch der Opfer des Massakers von Srebrenica gedacht. „Es ist wahr, dass hier ein Verbrechen begangen wurde und ich bedauere alle Opfer“, sagte Dodik damals laut örtlichen Medien an der Gedenkstätte für die Opfer. In Begleitung des muslimischen Bürgermeister von Srebrenica, Camil Durakovic, hatte er einen Kranz auf dem Friedhof niedergelegt, auf dem tausende der Opfer begraben sind. Allerdings kritisierte Dodik, die damaligen Ereignisse seien „zu sehr politisiert“ worden.

IS-Video zeigt Massaker im antiken Palmyra

Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat Videoaufnahmen veröffentlicht, die die Tötung dutzender syrischer Regierungssoldaten in der Oasenstadt Palmyra zeigen. In dem gestern bekannt gewordenen rund zehnminütigen Video sind mehrere Teenager und offenbar auch Kinder zu sehen, die das Massaker an 25 Soldaten im Amphitheater der Stadt vollziehen.

Dazu weht eine übergroße schwarz-weiße Jihadistenflagge. Auf den Sitzen des antiken Amphitheaters sind mehrere Menschen zu sehen, die die Hinrichtung verfolgen, darunter auch Kinder.

Massentötung kurz nach Eroberung

Die Massentötung fand offenbar kurz nach der Eroberung der Stadt durch den IS Ende Mai statt. Damals hatte bereits die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte über das Massaker berichtet. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre schwer überprüfbaren Informationen aus einem Netzwerk an Ort und STelle.

Seit die Dschiihadisten in die Stadt eingefallen sind, zerstörten sie bereits mehrere Mausoleen und Skulpturen. Die antiken Stätten von Palmyra im Zentralsyrien gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Inland

Neue Pflegeausbildung könnte in Begutachtung gehen

Die Verhandlungen zur Neuordnung der Ausbildung im Pflegesektor könnten nun doch rascher zu einem Ergebnis führen als zuletzt vermutet. Das Gesundheitsministerium hofft, noch vor dem Sommer im Begutachtung gehen zu können.

Fix ist, dass die Ausbildung künftig über drei Schienen laufen soll: Statt der bisherigen Pflegehilfe ist die Schaffung einer Ausbildung zur Pflege-Assistenz vorgesehen. Wie schon bisher die Pflegehelfer soll die Ausbildung dieses neuen Berufsfelds an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und den Schulen für medizinische Assistenzberufe erfolgen. Die Dauer dieser Ausbildung soll ein Jahr betragen.

Keine fachfremden Hilfstätigkeiten mehr

Als wichtige Neuerung gilt die Festlegung, dass Pflege-Assistenten künftig von administrativen, hauswirtschaftlichen und logistischen Tätigkeiten ausgenommen sein sollen. Hilfstätigkeiten wie etwa Geschirrwegräumen sollen künftig ausschließlich von nicht-medizinischem Personal durchgeführt werden.

Neben der Pflegeassistenz ist auch die Schaffung einer „Pflege-Fachassistenz“ vorgesehen, die mehr Kompetenzen haben wird als die Assistenzkraft. Dauern wird diese Ausbildung zwei Jahre

Die gehobenen Pflegefachkräfte (derzeit „diplomierte Pflegekräfte“) sollen künftig ausschließlich im akademischen Bereich an Fachhochschulen ausgebildet werden. Zwar ist auch jetzt schon eine Ausbildung an Fachhochschulen möglich, sie erfolgt aber auch noch parallel dazu an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen. Inwieweit auch eine Kompetenzerweiterung für die Pflegekräfte vorgesehen ist, ist derzeit noch unklar.

Zulauf zu FPÖ frustriert Pühringer

Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) muss sich im Herbst Wahlen stellen und zeigt sich einigermaßen frustriert über den Zulauf, den die FPÖ derzeit erlebt. Dass die Partei „in der Asyldebatte fußfrei in der Komfortzone sitzt, sich das Spiel anschaut, nichts zur Lösung beiträgt und an Stimmen zulegt“, ärgere ihn, so der aktuelle Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz gestern gegenüber Ö1. Kritik übte er beim Asylthema an den Zelten für Asylwerber - „die werden wegkommen“, ist er überzeugt. Dass Oberösterreich bei der Erfüllung seiner Asylquote noch immer säumig ist, sieht er gelassen - man werde sie „bald“ erfüllen.

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ÖVP-Attacke auf Klug: „Irrweg“ beim Heer

Die ÖVP macht Druck auf Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ). Der müsse seinen „Irrweg beenden, und zwar rasch“, forderte ÖVP-Wehrsprecher Bernd Schönegger im APA-Gespräch. Das eigentlich akkordierte Sparpaket will Schönegger wieder aufschnüren, er verlangt ein „Zurück an den Verhandlungstisch“.

Es brauche einen „sofortigen Stopp dieser blindwütigen Strukturreduktion“ und stattdessen eine Sicherheitsdebatte, meinte Schönegger. Der Minister lasse Strukturen herunterfahren, die man im Notfall nicht schnell genug wieder aufbauen könne, ist Schönegger überzeugt. „Landesverteidigung ist wie eine Versicherung für das Land und wenn man die Prämie nicht einzahlt, hat man ein Riesenproblem.“ Die Verschrottung von Kampfpanzern und Artilleriegeschützen müsse gestoppt werden, forderte der ÖVP-Abgeordnete.

„Bis zu einem gewissen Grad“ mitbeschlossen

Auf den Einwand, dass die ÖVP Klugs Sparpaket ihren Segen gegeben hat, räumte Schönegger ein: „Das ist leider bis zu einem gewissen Grad richtig, aber zu einem gewissen Grad auch falsch.“ So habe man der Schließung der Kasernen Tamsweg und Horn nicht zugestimmt - hier sind sich SPÖ und ÖVP seit Monaten nicht einig über die Interpretation eines entsprechenden Ministerratsbeschlusses.

Der sicherheitspolitische Rahmen habe sich außerdem geändert, verwies Schönegger auf die „Panzerschlacht“ auf europäischem Boden in der Ukraine, Salafisten in Bosnien und den Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nahen Osten.

Sport

Fußball: DFB-Frauen verpassen WM-Bronze

England hat sich bei der Fußball-WM der Frauen in Kanada den dritten Platz gesichert. Die „Lionesses“ setzten sich gestern in einem spannenden Spiel um Platz drei gegen Deutschland in der Verlängerung mit 1:0 (0:0) durch und feierten damit zum ersten Mal einen vollen Erfolg gegen den Erzrivalen. Das Goldtor für die Engländerinnen erzielte Fara Williams per Foulelfmeter in der 108. Minute.

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Tour de France: Debütant Brändle startet mit Topplatz

Matthias Brändle hat gestern einen hervorragenden Einstand bei seiner ersten Tour de France gefeiert. Der 25-jährige Vorarlberger bewies zum Auftakt seine Klasse im Einzelzeitfahren und landete mit dem siebenten Platz mitten in der Weltspitze.

Damit sorgte der Ex- Stundenweltrekordler auch für die erste Top-Ten-Platzierung eines Österreichers bei der Tour seit 2010. Den Tagessieg und das Gelbe Trikot sicherte sich bei großer Hitze der Australier Rohan Dennis.

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Wirtschaft

Chinesische Fonds stemmen sich gegen Kursrutsch

Chinas führende Broker und Fondsanbieter wollen die heimischen Aktienmärkte nach dem Kurseinbruch der vergangenen Wochen nun selbst stabilisieren. Die 21 größten Börsenmakler des Landes kündigten gestern an, zur Stützung des Handels gemeinsam umgerechnet mindestens 17,3 Milliarden Euro in Wertpapiere zu investieren.

Wollen eigene Aktien zurückkaufen

Die Firmen versprachen, keine Dividendenpapiere mehr zu verkaufen, bis sich der Shanghaier Leitindex auf über 4.500 Punkte erholt habe. Am Freitag war er um 5,8 Prozent auf 3.684 Zähler eingebrochen. Auf Wochensicht stürzte er um mehr als zwölf Prozent ab. Die Broker erklärten zudem, eigene Aktien zurückzukaufen, sofern sie börsennotiert sind. Diese Maßnahmen könnten den Maklern jedoch heftige Verluste einbrocken.

Unterstützung erhielten sie von den Chefs der 25 größten Fondsgesellschaften Chinas. Sie sicherten zu, die Aktienfonds auch selbst zu zeichnen. Darüber hinaus wollen sie sich dafür einsetzten, dass die Fonds schneller auf den Markt kommen, wie der Verband der chinesischen Vermögensverwalter mitteilte.

Einschränkungen für spekulativen Handel

Niedrigere Zinsen und geringere Handelsgebühren hatten den Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt bislang nicht stoppen können - seit Mitte Juni ging es rund 30 Prozent abwärts. Im Ringen um Stabilität wollen die Finanzmarktaufseher nun verstärkt nach Hinweisen auf Marktmanipulationen suchen.

Viele chinesische Anleger glauben, dass ausländische Investoren Schuld sind, die massiv auf fallende Kurse gewettet haben sollen. Die Regierung in Peking versucht mittlerweile, den hoch spekulativen Handel mit Hebelprodukten einzudämmen, bei dem schon mit geringen Beträgen große Summen bewegt werden können. So wurden die Bedingungen für das mit geliehenem Geld betriebene Geschäft („Margin Lending“) verschärft und höhere Sicherheiten von den Investoren gefordert.

Zuvor rasanter Kursanstieg

Zuvor waren die Kurse in China - befeuert von diesen riskanten Wetten - monatelang gestiegen. Experten hatte wegen des Kurspluses von rund 150 Prozent von November bis Mitte Juni von einer Spekulationsblase gesprochen.

Chronik

Erneut Badeunfall: 81-Jähriger in Salzburg ertrunken

Im Hintersee bei Faistenau (Salzburg) hat sich gestern ein tödlicher Badeunfall ereignet. Ein 81-Jähriger konnte nur noch tot geborgen werden. Seine Ehefrau hatte zuvor die Einsatzkräfte alarmiert, weil der Mann plötzlich im See verschwunden war.

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Bei Sprung in Wörther See schwer verletzt

Nach einem Kopfsprung in den Wörthersee liegt ein 27 Jahre alter Mann aus Graz im Krankenhaus. Der Mann schlug bei dem Sprung ins seichte Wasser mit dem Kopf auf dem Boden auf.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Tote bei Einsturz von Schuhfabrik im Osten Chinas

Beim Einsturz einer Schuhfabrik im Osten Chinas sind staatlichen Medienberichten zufolge neun Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt hätten sich 51 Arbeiter in dem Gebäude der Stadt Wenling in der Provinz Zhejiang aufgehalten, 42 seien aus den Trümmern gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua heute.

Die Ursache des Unglücks von gestern ist unklar. Der Einsturz von Fabriksgebäuden oder andere Unglücksfälle in der Industrie sind in China keine Seltenheit. Viele Einrichtungen sind veraltet, Sicherheitsstandards oft lax.

Kultur

Religion

Papst beginnt große Südamerika-Reise

Papst Franziskus beginnt heute seine große Südamerika-Reise. Auf der ersten Station seines achttägigen Besuchs reist der Argentinier nach Ecuador. Danach geht es nach Bolivien und Paraguay. Es ist nach dem Besuch des Weltjugendtages in Rio de Janeiro die zweite Reise des Oberhauptes der katholischen Kirche in diese Region, aber die erste in spanischsprachige Länder seit seinem Amtsantritt.

Der Papst will mit seiner Südamerika-Reise nach Aussage von Vatikansprecher Federico Lombardi auch die Aufarbeitung der Militärdiktaturen und autoritären Regime in Ecuador, Bolivien und Paraguay fördern - mehr dazu in religion.ORF.at.

Wichtige Bastion für Rom

Südamerika ist eine der wichtigsten Bastionen der katholischen Kirche, viele Länder leiden jedoch unter sozialer Ungleichheit und steigendem Einfluss von Sekten. In Ecuador, wo der Anteil der Katholiken bei fast 90 Prozent liegt, wird der Papst zwei Messen in der Hauptstadt Quito und in der Pazifikmetropole Guayaquil feiern. Zudem wird er Präsident Rafael Correa und Bischöfe treffen sowie ein Altenheim besuchen.

Ein Thema könnten auch die Proteste der indigenen Bevölkerung gegen die umstrittene Erdölförderung im Amazonasgebiet sein. Die weiteren Stationen sind Bolivien und Paraguay. Seine Heimat Argentinien besucht der 78-Jährige voraussichtlich erst nächstes Jahr.

Lifestyle

62 Hotdogs in zehn Minuten: Kalifornier gewinnt Wettessen

Der 23-jährige Matt Stonie hat erstmals das jährliche Hotdog-Wettessen in New York gewonnen. Der schlanke Kalifornier verschlang gestern in zehn Minuten 62 Hotdogs. Er schlug damit den 31-jährigen Kalifornier Joey Chestnut, der diesmal  „nur“ 60 Hotdogs schaffte.

Acht Jahre lang hintereinander hatte Chestnut das traditionelle Wettessen am amerikanischen Unabhängigkeitstag gewonnen. Der Essprofi mit dem Spitznamen „Jaws“ (Kiefer) hält aber weiter an seinem Weltrekord fest, den er 2013 mit 69 Würstchenbroten aufstellte.

Matt Stonie während des Hotdog-Wettessens in New York

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29-Jährige siegt mit 38 Hotdogs

In der Frauenriege aß sich die 29-jährige Miki Sudo aus Las Vegas mit 38 Hotdogs an die Spitze. Sie schlug damit die amtierende Weltrekordhalterin Sonya Thomas (47), die es in diesem Jahr auf 31 Stück brachte. 2012 stellte die gebürtige Koreanerin mit sensationellen 45 Hotdogs den Frauen-Weltrekord auf.

Das Wettessen am US-Unabhängigkeitstag gibt es seit fast 100 Jahren. 1916 hat das Restaurant „Nathan’s“ zum ersten Mal an der New Yorker Strand- und Promeniermeile Coney Island den Wettbewerb veranstaltet. Der damalige Sieger schaffte 13 Hotdogs.

H&M-Konkurrent Uniqlo mit Kopftuch-Modelinie

Die japanische Billig-Modekette Uniqlo bringt nun eine „dezente Kleidungslinie“ mit Kopftüchern und Kebayas - eine traditionelle Bluse, die in Südostasien verbreitet ist - heraus.

Die Kollektion wurde von dem japanischen H&M-Konkurrenten gemeinsam mit der in Großbritannien bekannten Modebloggerin Hana Tajima entwickelt. Tajima konvertierte mit 17 Jahren zum Islam. Die Linie beinhaltet auch Röcke, Hosen, Tunikas und lange Kleider.

In die Geschäfte kommt die Linie nun mitten während des islamischen Fastenmonats Ramadan - eine Zeit, die laut dem Webmagazin „Quartz“ auch andere Modeketten wie Net-a-Porter oder Tommy Hilfiger nutzen, um Modelinien extra für muslimische Kundinnen herauszubringen. Die Modeartikel sind allerdings nur in einem Geschäft in Singapur und im Online-Shop erhältlich. Die Modekette selbst gibt sich überzeugt, dass „unsere konservativen Kunden sicherlich erfreut sein werden über die Auswahl an modischen Kopftüchern“.

Die japanische Kette Uniqlo ist in Europa vor allem in Großbritannien präsent, aber auch auf dem Festland. In Österreich gibt es keinen Shop.

Leute

US-Musiker Billy Joel heiratet zum vierten Mal

US-Musiker Billy Joel hat mit 66 Jahren zum vierten Mal geheiratet. Wie die Sprecherin des-Sängers der US-Zeitschrift „People“ mitteilte, überraschten Joel und seine 33-jährige langjährige Freundin Alexis Roderick gestern mit der Eheschließung ihre Gäste auf einer Party zum Unabhängigkeitstag.

US-Musiker Billy Joel und Alexis Roderick

picturedesk.com/EPA/Ron Sachs

Die Feier im Kreis von Familie und Freunden habe auf Joels New Yorker Landsitz auf Long Island stattgefunden, hieß es. Das Paar ist seit 2009 zusammen. In diesem Sommer erwarten sie ihr erstes gemeinsames Kind.

Joel hat eine Tochter, Alexa Ray (29), aus seiner 1994 geschiedenen Ehe mit Supermodel Christie Brinkley. Seine erste Ehe mit Elizabeth Weber dauerte von 1973 bis 1982. 2009 war die fünfjährige Ehe des Grammy-Preisträgers mit Katie Lee geplatzt. 

US-Schauspielerin Diana Douglas tot

Die amerikanische Schauspielerin Diana Douglas, Ex-Frau von Kirk Douglas (98) und Mutter von Michael Douglas (70), ist tot. Wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ unter Berufung auf ihren Ehemann Donald Webster berichtete, starb die Schauspielerin gestern in einem kalifornischen Altersheim.

Filmdreharbeiten aus dem Jahr 1955 mit Kirk und Diana Douglas

AP

Sie wurde 92 Jahre alt. Sie war von 1943 bis 1951 mit Kirk Douglas verheiratet. Das Paar trennte sich, als die Söhne Michael und Joel noch klein waren.

Zuletzt 2003 vor der Kamera

Diana Douglas spielte zuletzt 2003 in der schwarzen Komödie „Es bleibt in der Familie“ mit, in der drei Generationen des Douglas-Clans auftraten. Sie und ihr Ex-Mann mimten ein Ehepaar. Diana und Kirk hatten sich beim Schauspielstudium in New York kennengelernt. Sie spielte in über 20 Filmen mit, darunter „Hüter der Flamme“ (1942), „Blutsfeindschaft“ (1949), „Ein anderer Mann, eine andere Frau“ (1977) und „Ein Ticket für Zwei“ (1987).