Ausland

F: Polizei geht mit Tränengas gegen 300 Flüchtlinge vor

In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais ist die Polizei mit Tränengas gegen mehr als 300 Flüchtlinge vorgegangen. Diese hätten heute Nachmittag eine lange Schlange von Lastwagen gestürmt, die auf die Fähre nach England warteten, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach wollten die Flüchtlinge die Lkws erklimmen, um heimlich mit der Fähre nach England zu gelangen. Die Polizei habe versucht, die Menschen zu vertreiben. Dennoch sei es wohl einigen gelungen, sich an Bord eines Transporters zu verstecken.

In Calais kampieren nach Schätzung der Stadtverwaltung bis zu 1.500 Flüchtlinge in improvisierten Lagern. Sie suchen nach einer Gelegenheit, nach Großbritannien weiterzureisen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Sudan, Eritrea oder Syrien und könnten nach Angaben des UNO-Flüchtlingswerks UNHCR in Frankreich Asyl beantragen. Viele wollten aber unter Verweis auf ihre in Großbritannien lebenden Verwandten nicht in Frankreich bleiben.

IS-Extremisten greifen Jesiden im Nordirak an

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat im Nordirak erneut Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden angegriffen. Eine große Gruppe IS-Milizionäre sei mit rund 20 Humvee-Fahrzeugen im Sindschar-Gebirge vorgerückt, zitierte die kurdische Nachrichtenseite Rudaw einen Kommandanten der Jesiden.

Bereits vor einer Woche hatten IS-Kämpfer Zugänge zu dem Hochplateau abgeschnitten, das an der Grenze zu Syrien liegt. Nach Angaben von Rudaw leben noch rund 7.000 Zivilisten im Sindschar.

Anfang August waren im Sindschar rund 80.000 vornehmlich jesidische Flüchtlinge eingeschlossen gewesen, nachdem der IS das Umland unter Kontrolle gebracht hatte. Peschmerga-Truppen konnten - unterstützt von US-Luftschlägen - die Belagerung durchbrechen. Viele Jesiden kamen in Flüchtlingslagern in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak unter. Nach Angaben von Rudaw haben die verbliebenen Jesiden mit Hilfe kurdischer Ausbilder eine Art Bürgerwehr gebildet.

U-Ausschuss in Kiew bestätigt Hunderte Tote bei Ilowaisk

Bei Kämpfen um die ostukrainische Stadt Ilowaisk sind einem parlamentarischen U-Ausschuss in Kiew zufolge mehr Soldaten getötet worden als angenommen. Allein Anfang September seien mehr als 300 eingekesselte Soldaten von prorussischen Separatisten getötet worden, hieß es in einem heute vorgestellten Bericht.

Insgesamt seien bei den Kämpfen um die strategisch wichtige Stadt in den vergangenen Monaten rund 1.000 Soldaten ums Leben gekommen oder verletzt worden, zitierten örtliche Medien. Der frühere Verteidigungsminister Waleri Geletej hatte von rund 100 Toten gesprochen. Der Ausschuss warf dem Ministerium vor, die Arbeit des Gremiums behindert zu haben.

D: Thüringer SPD-Spitze für Rot-Rot-Grün

Rund fünf Wochen nach der Landtagswahl im deutschen Thüringen hat sich der SPD-Landesvorstand für Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen ausgesprochen. Der Vorstand beschloss heute Abend in Erfurt eine entsprechende Empfehlung, die aber noch durch eine Mitgliederbefragung bestätigt werden muss. Ein Ergebnis soll Anfang November vorliegen.

Entscheidung gegen CDU

Die Thüringer SPD-Spitze entschied sich damit gegen ebenfalls mögliche Koalitionsverhandlungen mit der CDU. Sowohl eine schwarz-rote Koalition als auch Rot-Rot-Grün hätten im Thüringer Landtag nur eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme. Sollte es tatsächlich zu einem rot-rot-grünen Bündnis kommen, könnte mit Bodo Ramelow erstmals ein Politiker der Linken Ministerpräsident eines Bundeslandes werden.

In den vergangenen Wochen hatten die Parteien in mehreren Sondierungsgesprächen die Möglichkeiten für beide Bündnisse ausgelotet. Die Spitze der Thüringer Linken gab bereits vergangene Woche grünes Licht für Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen. Die Grünen wollen am Donnerstag über die Aufnahme von gemeinsamen Koalitionsgesprächen entscheiden.

EU will Koordinator für Ebola-Krise ernennen

Zur besseren Eindämmung der Ebola-Epidemie haben sich die EU-Außenminister auf die Ernennung eines Koordinators auf europäischer Ebene verständigt. Alle Minister seien sich in dieser Frage „einig“, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius heute vor Journalisten in Luxemburg.

Wer das Amt übernehmen solle, werde „in den kommenden Tagen“ festgelegt. Ein EU-Koordinator sei ein „wichtiger Schritt“, damit sich alle an der Hilfe gegen die schwere Epidemie beteiligen könnten, sagte Fabius.

Hunderte Helfer sollen nach Westafrika

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich bereits 9.200 Menschen mit dem Virus infiziert, über 4.550 von ihnen starben. Aus eigener Kraft sind die am schwersten betroffenen westafrikanischen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone kaum in der Lage, die Seuche in den Griff zu bekommen. Europäische Länder wie Deutschland planen deshalb, in den kommenden Wochen Hunderte Freiwillige in die Krisenregionen zu schicken.

Auf UNO-Ebene gibt es mit Anthony Banbury bereits einen Sondergesandten für Ebola. Auch Deutschland hatte Anfang Oktober seinen eigenen Ebola-Beauftragten ernannt, den Diplomaten Walter Lindner.

Hollande rügt Angriff auf Pariser Tannenbaum-Kunstwerk

Der französische Staatspräsident Francois Hollande hat die Zerstörung des umstrittenen Tannenbaum-Kunstwerks des US-Künstlers Paul McCarthy in Paris kritisiert. „Frankreich wird immer den Künstlern zur Seite stehen, so wie ich an der Seite von Paul McCarthy stehe“, sagte Hollande heute in Paris.

Nicht „Ignoranz und Intoleranz“ nachgeben

Frankreich dürfe nicht der „Ignoranz und Intoleranz“ nachgeben, sagte der Präsident am Rande der Einweihung des Pariser Kunstmuseums Stiftung Louis Vuitton.

Die eigenwillige Tannenbaum-Skulptur McCarthys auf der eleganten Pariser Place Vendome war in der Nacht auf Samstag, nur zwei Tage nach ihrer Errichtung, angegriffen worden. Vandalen ließen dem 24 Meter hohen, aufblasbaren Werk des US-Künstlers die Luft ausgehen. Das Kunstwerk war zuvor scharf kritisiert worden, viele Franzosen sahen sich an ein überdimensioniertes Sex-Spielzeug erinnert.

Ihm sei aufgefallen, dass ein Analdildo und ein Tannenbaum eine ganz ähnliche Form hätten, hatte McCarthy selbst über seine Inspiration zu dem Kunstwerk gesagt. Aus Angst vor weiteren „potenziellen Problemen“ soll das Kunstwerk nicht wieder aufgerichtet werden. Die Skulptur war anlässlich der Internationalen Messe für zeitgenössische Kunst im Pariser Zentrum präsentiert worden.

Inland

Strasser-Prozess: Entscheidung im Internet veröffentlicht

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat heute seine Entscheidung im Fall des früheren Innenministers und EU-Abgeordneten Ernst Strasser (ÖVP) im Internet veröffentlicht. Strassers Freiheitsstrafe wegen Bestechlichkeit in der sogenannten Lobbying-Affäre war vor einer Woche vom OGH bestätigt, jedoch von dreieinhalb auf drei Jahre reduziert worden.

Wörtlich heißt es im Entscheidungstext des OGH: „Die Tatrichter stützten die Urteilsannahmen zur Forderung von 100.000 Euro für die im Urteil näher geschilderte pflichtwidrige Einflussnahme des Angeklagten auf den legislativen Prozess im Europäischen Parlament im Wesentlichen auf (aufgezeichnete) Gespräche, die Dr. Ernst S* am 11. November und am 3. Dezember 2010 mit den vorgeblichen Lobbyistenvertretern geführt hatte, sowie auf dessen Nachtatverhalten.“

Der Berufungssenat unter dem Vorsitz von Eckart Ratz begründet wie bereits mündlich, dass die Freiheitsstrafe tat- und schuldangemessen „sowie der Täterpersönlichkeit entsprechend“ sei. Es sei zur Stärkung des Vertrauens in demokratische Institutionen erforderlich, potenziellen Straftätern im Bereich der Korruptionsdelikte „deutlich vor Augen zu führen, dass diesbezügliche Verfehlungen entsprechende Sanktionen nach sich ziehen“. Andererseits dürften generalpräventive Aspekte nicht Anlass dafür geben, die Strafe jenseits der schuldangemessenen Höhe zu verhängen.

Bandion-Ortner fühlt sich missinterpretiert

Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner fühlt sich nach ihrem „profil“-Interview missinterpretiert. In einer schriftlichen Stellungnahme des König-Abdullah-Zentrums beklagt sie sich, das Interview sei nicht autorisiert, nicht korrekt und aus dem Kontext gerissen.

Zudem heißt es in der Aussendung, dass Bandion-Ortner wiederholt ihre klare Ablehnung der Todesstrafe geäußert habe. Freilich ist diese ablehnende Haltung auch dem „profil“-Text zu entnehmen. Über die schriftliche Stellungnahme hinaus wolle sie sich zu dem Thema öffentlich nicht äußern, so Bandion-Ortner auf Anfrage der APA.

„Profil“ widerspricht

In einer Reaktion dementierte „profil“ „mit aller Entschiedenheit“ den Vorwurf, dass das Interview nicht autorisiert worden sei. Der Interviewtext sei der Aussendung zufolge Donnerstagabend per Mail an Bandion-Ortners persönlichen Pressesprecher Christoph Hasslböck geschickt worden.

Von der Mailadresse des Pressesprechers des KAICIID, Peter Kaiser, wurde das Interview spät am Abend mit kleinen Änderungen retourniert. In dieser Fassung fehlte der Satz bezüglich der Todesstrafe, der sich so am Tonband befand: „Das ist nicht jeden Freitag, das ist ein Blödsinn. Natürlich bin ich da dagegen.“

Am Tag darauf retournierte das Magazin den Text mit dem Hinweis, dass man „fast alle Änderungen akzeptiert“ habe, und sandte das gesamte Interview, wie es dann auch gedruckt wurde. Die entsprechende Passage lautete nun: „Das ist nicht jeden Freitag. Natürlich bin ich gegen die Todesstrafe.“

In der Antwort von Kaiser hieß es kurz darauf: „Ich habe verstanden.“ Er werde „in etwa 20 Minuten Frau B-E (sic!)“ erreichen können, so „Profil“. Um 11.52 Uhr kamen laut „Profil“ ein Dankeschön und freundliche Grüße und die Nachricht, dass Rabbi David Rosen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit doch nach Saudi-Arabien werde einreisen können.

Aussagen für Richterchef „schockierend“

Bestürzt reagiert der Vorsitzende der Richtervereinigung, Werner Zinkl, auf die umstrittenen Aussagen Bandion-Ortners zur Todesstrafe in Saudi-Arabien. Die karenzierte Richterin hatte im „profil“ gemeint, dass nicht jeden Freitag geköpft werde.

Diese „Verharmlosung der Todesstrafe“ sei „eigentlich schockierend“, meinte Zinkl auf Anfrage der APA. Er verstehe Bandion-Ortner nicht, so der Richterpräsident. Denn eigentlich wäre es angemessen gewesen, wenn sie sich bei einem Besuch in Saudi-Arabien dort gegen die Todesstrafe ausgesprochen hätte. Stattdessen verharmlose sie diese.

150 Prozent mehr Asylanträge im September

Die Zahl der Asylanträge ist im September stark gestiegen. 3.360 Ansuchen bedeuten ein Plus von 149,8 Prozent im Vergleich zum September 2013. Insgesamt gab es heuer bisher rund 3.500 Anträge mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Säumig bei der Unterbringung sind indes weiter die Länder.

Was die Asylanträge angeht, gibt es das starke Plus erst seit den Sommermonaten. Schwankten die Zahlen bis dahin zwischen minus 5,5 Prozent (Juni) und 20,8 Prozent (Mai), ging es danach gehörig nach oben. 2.341 Anträge wurden im August gezählt und damit 73,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die 3.360 Ansuchen des September sind überhaupt der stärkste Monat seit vielen Jahren.

Flüchtlinge vor allem aus Syrien

Zurückzuführen sind die steigenden Zahlen vor allem auf den Bürgerkrieg in Syrien. Bürger dieses Landes bilden mittlerweile die bei weitem stärkste Flüchtlingsgruppe. 4.720 der gesamt 16.238 Asylansuchen kamen heuer von Syrern. Alleine im September waren es mehr als 1.200. Auf den nächsten Plätzen in der Antragsstatistik kommen die dort traditionell stark vertretenen Flüchtlinge aus Afghanistan (2.818) und der Russischen Föderation (1.230).

Der stärkere Zustrom trägt auch dazu bei, dass die Länder unverändert ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Am Wochenende gingen 275 Anträge ein. Von den Ländern heute übernommen wurden allerdings nur 70 Flüchtlinge. Wie lange es noch dauern wird, bis die Länder tatsächlich ihren Verpflichtungen nachkommen, bleibt abzuwarten. Bei einer Flüchtlingskonferenz hat man nun als neues Datum Ende Jänner in Aussicht gestellt.

Steiermark will Quote erfüllen

Mit heute erfüllt die Steiermark die mit dem Bund vereinbarte Flüchtlingsquote zu 88,5 Prozent. Für die angepeilten 100 Prozent sei aber eine gemeinsame Kraftanstrengung von Kirchen, Gemeinden und Land nötig, sagte der zuständige Landesrat Siegfried Schrittwieser (SPÖ).

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Wirtschaft

Lufthansa-Piloten weiten Streiks auf Langstrecken aus

Die Piloten der AUA-Mutter Lufthansa weiten ihre Streiks morgen auf Langstreckenflüge aus. Von 6.00 Uhr bis kurz vor Mitternacht will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit zusätzlich zu Kurz- und Mittelstrecken auch Interkontinentalflüge der Lufthansa bestreiken.

In Frankfurt stellt Europas größte Airline den Langstreckenflugverkehr fast vollständig ein. In München sollten etwa die Hälfte der Flüge starten, Langstreckenflüge von und nach Düsseldorf sollten planmäßig abheben, hieß es von der Lufthansa. Insgesamt streicht Lufthansa nun 1.511 Flüge, betroffen sind etwa 166.000 Passagiere. Auch Verbindungen von und nach Österreich werden bestreikt.

Mehr dazu in Germanwings von Streik ausgenommen

Deutschland und Frankreich wollen Investitionen stärken

Deutschland und Frankreich wollen mit gemeinsamen Vorschlägen einen stärkeren wirtschaftlichen Abschwung in Europa verhindern. „Wir wollen die Investitionen verstärken“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) heute nach einem Treffen mit Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und mit Finanzminister Michel Sapin.

Bis zum deutsch-französischen Wirtschaftsrat am 1. Dezember würden gemeinsame Vorschläge für mehr Investitionen erarbeitet. Macron relativierte seinen Vorschlag, Deutschland müsse zur Ankurbelung der Konjunktur in Europa bis 2017 rund 50 Milliarden Euro zusätzlich investieren.

„Ich habe nichts gefordert oder verlangt“, sagte Macron, ergänzte aber zugleich: „Deutschland hat mehr Kapazitäten als wir im Bereich der Investitionen.“ Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte allgemein vor „Schulmeisterei“ und einem Schlechtmachen des jeweils Anderen in Europa.

Deutschland habe bei den Investitionen einen Anteil von 17 Prozent an der Wirtschaftsleistung, Ziel seien 20 Prozent. Diese Lücke entspreche in etwa den 50 Milliarden Euro an Investitionen, die die französische Seite angesprochen habe, betonte Gabriel. Statt Strohfeuerprogramme aufzulegen, wolle die Bundesregierung aber vor allem private Investitionen in Unternehmen stärken, etwa im Bereich Forschung.

Russland weitet Sanktionen gegen EU-Produkte aus

Russland erweitert seinen Einfuhrstopp für zahlreiche Lebensmittel aus der EU auf Schlachtabfälle, Tierfett und Tiermehl. Auch weitere Nebenprodukte der Schweine-, Rind- und Geflügelfleischproduktion dürften ab morgen nicht mehr eingeführt werden, sagte der Sprecher der für Lebensmittel zuständigen Aufsichtsbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Grund dafür sei der Bruch von Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit.

In Reaktion auf die westlichen Sanktionen in Zusammenhang mit der Ukraine-Krise hatte Russland bereits Anfang August einen umfassenden Importstopp für Lebensmittel verhängt. Betroffen sind davon Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Japan.

Über fünf Mrd. EU-Förderungen für Österreich bis 2020

Bis 2020 wird Österreich EU-Förderungen im Wert von mehr als fünf Mrd. Euro bekommen, wie das nunmehr von der EU-Kommission genehmigte Partnerschaftsabkommen dokumentiert. Die 5,18 Mrd. fließen aber nur dann, wenn die konkreten Programme mit Bundes- und Ländermitteln kofinanziert werden.

Allein 3,9 Mrd. davon kommen aus dem Europäischen Fonds für die ländliche Entwicklung (ELER), je rund eine halbe Milliarde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

In dem zwischen Brüssel und Wien während der vergangenen zweieinhalb Jahre ausgearbeiteten Partnerschaftsabkommen werden die geplanten Beiträge dieser Fonds zu den strategischen Zielsetzungen beschrieben, die sich in den übergeordneten Bereichen Wachstum und Beschäftigung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie Beschäftigung, Bildung und Integration zusammenfassen lassen.

Sport

Tennis: Thiem unterliegt Goffin in Basel

Dominik Thiem hat die Revanche für die Finalniederlage in Kitzbühel verpasst. Der Niederösterreicher, der Anfang August mit einer Dreisatzniederlage im Endspiel gegen David Goffin seinen ersten ATP-Turniersieg verpasst hatte, musste sich heute auch beim ATP-Turnier in Basel dem Belgier in der ersten Runde geschlagen geben. Für Thiem war es die vierte Niederlage im vierten Duell mit Goffin, der von seinen letzten 42 Spielen nur zwei verlor.

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Erste Liga: Innsbruck kassiert vierte Pleite in Folge

Bundesliga-Absteiger Wacker Innsbruck hat heute zum Auftakt der 15. Runde der Ersten Liga seine Negativserie prolongiert. Die Tiroler unterlagen daheim dem TSV Hartberg, der aber Tabellenletzter bleibt, und kassierten damit die vierte Niederlage in Folge.

In den letzten sechs Meisterschaftsspielen gab es für Wacker nur die magere Ausbeute von zwei Punkten zu holen. Die Tore für die Gäste aus der Steiermark erzielten ausgerechnet zwei Ex-Innsbrucker.

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Bundesliga: Salzburg ortet Verbesserungsbedarf

Dank einem 4:2-Heimsieg gegen Ried und der WAC-Niederlage gegen Grödig hat Meister Red Bull Salzburg am Wochenende die Tabellenführung in der Bundesliga erobert. Kevin Kampl, Jonatan Soriano und Co. tankten damit viel Selbstvertrauen für das kommende Europa-League-Spiel gegen Dinamo Zagreb.

Doch neben viel Licht gibt es auch eine Problemzone. „Nach vorne war es gut, defensiv aber teilweise fahrlässig“, sieht Salzburg-Trainer Adi Hütter Verbesserungspotenzial in den Abwehrreihen.

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ZIB24

EU-Kommission: Finale im Hearing

Wenn alles glatt läuft, hat der designierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker noch in dieser Woche sein Kommissionsteam endlich komplett beisammen. Nachdem das EU-Parlament die Slowenin Alenka Bratusek zu Fall brachte, mussten Ersatz gefunden und Ressorts neu verteilt werden. Die beiden Kommissaranwärter Maros Sefcovic und Violeta Bulc haben sich heute Abend den letzten Anhörungen gestellt. Wir schalten live zu unserem Korrespondenten nach Brüssel.

Große Oper

Seine Haft mit Fußfessel hat sich Hannes Kartnig, der ehemalige Präsident des Fußballklubs Sturm Graz, schöner vorgestellt. Dabei wollte er doch nur einen schönen Opernabend mit seiner Frau genießen - doch während eines Hausarrests gelten auch Regeln, wenn man Ausgang hat. Am Samstag aber war er in der Grazer Oper - Premiere von Tosca. So war der Hausarrest nicht ausgemacht.

Wettmafia im Rücken

Ein Fußballtrainer, der vor der Wettmafia flüchtet - das klingt wie in einem Krimi. Geschehen in Österreich. Ivo Istuk, der ehemalige Coach des Erstligisten Hartberg, behauptet, dass man ihn dazu gedrängt hat, Spiele zu manipulieren. Jetzt ist das Bundeskriminalamt am Ball.

ZIB24 mit Lisa Gadenstätter, 23.31 Uhr, ORF eins

Mail an die ZIB24

Textfassung: Zeit im Bild

Chronik

„Blitzüberfall“ auf Wiener Innenstadtjuwelier

Zwei Räuber haben mit Hämmern heute Nachmittag einen „Blitzüberfall“ auf einen noblen Wiener Innenstadtjuwelier verübt. Die unbekannten Täter stürmten die Schmuckwerkstatt in der Spiegelgasse, zertrümmerten mehrere Vitrinen und flüchteten mit der Beute.

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Verletzter bei bewaffnetem Banküberfall

Heute Früh wurde die BKS-Bank in Pörtschach (Kärnten) überfallen. Der Räuber soll mit einer Gaspistole einen Schuss abgegeben haben. Ein Angestellter der Bank wurde verletzt. Derzeit läuft eine Alarmfahndung nach dem flüchtigen Bankräuber, der beim Überfall nicht maskiert war.

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Drogenpate aus Montenegro in Österreich gefasst

Der mutmaßlich führende Heroin-Dealer Montenegros soll laut Medienberichten heute in Österreich festgenommen worden sein. Safet K. aus der nordmontenegrinischen Kleinstadt Rozaje befand sich seit 2011 auf der Flucht. In Montenegro läuft gegen ihn soeben ein Verfahren wegen Geldwäsche in der Höhe von 7,7 Millionen Euro.

Das gewaschene Geld soll vom Drogenverkauf in Deutschland in der Zeitspanne von 2005 bis 2011 stammen, meldeten Medien in Podgorica. Auf der Anklagebank befinden sich auch ein Bruder von Safet K. und seine Frau Amina K. Das Urteil soll am 3. November verkündet werden. In Podgorica waren zuerst keine Details über die Festnahme des flüchtigen Heroin-Dealers bekannt.

D: 77-Jähriger bei Polizeieinsatz erschossen

Bei einem Polizeieinsatz wegen eines Ehestreits hat ein Beamter heute einen 77-Jährigen im deutschen Bundesland Niedersachsen erschossen. Der Pensionist habe in Gegenwart der Polizisten geschossen und sei dann aufgefordert worden, die Waffe abzugeben, teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg mit.

Weil er sich weigerte, habe einer der beiden Polizisten auf den Mann geschossen und ihn tödlich verletzt. Die Beamten waren wegen einer Auseinandersetzung zwischen dem Mann und seiner Frau gerufen worden.

Mutmaßlicher Serienkiller in USA gefasst

US-Ermittlern ist ein mutmaßlicher Serienkiller ins Netz gegangen, der mindestens sieben Frauen getötet haben soll. Der 43-Jährige habe sich nach seiner Festnahme kooperativ verhalten und die Polizei zu den Leichen mehrerer Frauen im Bundesstaat Indiana geführt, sagte Polizeichef John Doughty in Hammond.

Einige der Taten könnten bis zu 20 Jahre zurückliegen. Der Mann, der die Taten laut Polizei allein beging, sollte noch heute angeklagt werden. 2009 war er bereits in Texas wegen schwerer Körperverletzung an einer 25-Jährigen verurteilt worden.

Science

Psychologe kritisiert Selfie-Kultur

Konkurrenzdenken, Individualismus und narzisstische Selfie-Kultur: Der belgische Psychologe Paul Verhaeghe stellt dem Menschen der Gegenwart kein besonders gutes Zeugnis aus. Als Ursache ortet er das Diktat der Wirtschaft, das auch die Psyche ökonomisiert. „Wir sind wie kleine Inseln, auf denen wir mit unseren Selfies einsam leben und Angst vor anderen Menschen haben“, sagt er in einem ORF.at-Interview anlässlich einer Konferenz am Wochenende im Sigmund Freud Museum in Wien.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Fotograf Rene Burri gestorben

Der Fotograf Rene Burri ist tot. Der Schweizer, dessen Porträts von Che Guevara Weltruhm erlangten, starb heute im Alter von 81 Jahren zu Hause in Zürich. Burris langjähriger Freund, der Fotograf Michael von Graffenried, bestätigte auf Anfrage Burris Tod.

Burri, 1933 in Zürich geboren, war Mitglied der Agentur Magnum. Für die Agentur reiste er um die Welt und publizierte seine Reportagen über die großen politischen Geschehnisse des 20. Jahrhunderts. Weltbekannt neben seinen Bildern des kubanischen Revolutionshelden Guevara waren auch seine Porträts von Picasso oder Alberto Giacometti.

Sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert - unter anderem in seiner Heimatstadt Zürich, als das Museum für Gestaltung vor einem Jahr Rene Burris Bilder zeigte. Erst im Jänner gastierte er mit seinem „Doppelleben“ in der Wiener Galerie OstLicht. Sein Oeuvre ist auch mehrfach ausgezeichnet worden. Zuletzt erhielt der Fotograf 2011 den mit 20.000 Franken (16.564,52 Euro) dotierten Swiss Press Photo Life Time Achievement Award der Fondation Reinhardt von Graffenried.

Gurlitt hatte Monets „Abendliche Landschaft“ im Koffer

Bei dem Monet-Gemälde, das Monate nach dem Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt in dessen Koffer gefunden wurde, handelt es sich um das Bild „Abendliche Landschaft“. Die deutsche Taskforce Schwabinger Kunstfund bestätigte heute einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Das Gemälde wurde inzwischen auch als „Kofferfund“ in die Onlinedatenbank Lostart eingestellt.

Das Bild, das nach „Bild“-Angaben 60 Jahre lang verschollen war, wurde vier Monate nach Gurlitts Tod in einem Koffer gefunden, den der 81-Jährige vor seinem Tod im Krankenhaus bei sich hatte. Erst im September wurde es dem Nachlassverwalter übergeben.

Gurlitt war am 6. Mai in München gestorben. Als Alleinerben setzte er das Kunstmuseum Bern ein. Am 26. November soll eine Entscheidung darüber fallen, ob das Museum die Erbschaft annimmt oder nicht.

Mehr als tausend Kunstwerke beschlagnahmt

Im Februar 2012 hatte die Staatsanwaltschaft die ersten 1.280 Kunstwerke wegen des Verdachts auf ein Steuer- und Vermögensdelikt in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt und zunächst unter Verschluss gehalten. Anfang 2014 war bekanntgeworden, dass sich weitere 238 Werke in Gurlitts Haus in Salzburg befanden - darunter Werke von Picasso und auch Monet.

Im Juli wurden bei der Auflösung von Gurlitts Schwabinger Wohnung dann weitere Kunstwerke gefunden, über deren Verbleib bis dahin Unklarheit geherrscht hatte.

Viennale: Rekord beim Kartenvorverkauf

Die Viennale freut sich vor Eröffnung der 52. Ausgabe über ihren bisher stärksten Vorverkaufsstart. Rund 42.000 Tickets wurden am ersten Wochenende verkauft - und das ohne nennenswerte technische Störungen.

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Viennale-Doku: Mit dabei auf dem Maidan

„Maidan“ wirkt auf den ersten Blick wie eine bloße Aneinanderreihung von Archivmaterial: Sergej Losniza setzt in seiner Dokumentation auf lange Einstellungen und aufwendig konstruierte Klangkulissen aus dem Zentrum der ukrainischen Proteste in Kiew. Im Dickicht der demonstrierenden Menge auf dem Maidan-Platz bleiben zwar viele Fragen unbeantwortet, aber als Kinobesucher erlebt man die Ereignisse aus ungewöhnlicher Nähe - wie durch ein Fenster.

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