Ausland

Friedliche Lösung im Korea-Konflikt könnte scheitern

US-Präsident Donald Trump zieht das Scheitern einer diplomatischen Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea ins Kalkül. Er hoffe zwar, dass die Krise friedlich gelöst werden könne, sagte Trump heute in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters im Weißen Haus. „Aber es ist sehr gut möglich, dass das nicht gelingt.“

Gleichzeitig erhob der US-Präsident schwere Vorwürfe gegen Russland. Die Regierung in Moskau helfe Nordkorea dabei, die internationalen Sanktionen zu unterlaufen. „Russland hilft uns bei Nordkorea überhaupt nicht.“

„Aber sie sind nah dran“

Dagegen lobte er China für seine Bemühungen, die Öl- und Kohlelieferungen an das kommunistische Land zu unterbinden, auch wenn die Regierung in Peking mehr tun könnte. Die chinesische Hilfe werde allerdings durch Russland zum Teil aufgehoben: „Russland macht einen Teil dessen zunichte, was China leistet.“

Noch sei Nordkorea nicht in der Lage, die USA mit Raketen anzugreifen, ergänzte Trump: „Sie sind noch nicht so weit, aber sie sind nah dran. Und jeden Tag kommen sie dem näher.“ Nach dem Test einer Interkontinentalrakete im November erklärte die Führung in Pjöngjang, das gesamte Gebiet der USA läge in der Reichweite nordkoreanischer Atomangriffe.

„Sie haben unsere Präsidenten ausgenutzt“

Während des knapp einstündigen Interviews äußerte Trump Zweifel, ob ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un den Konflikt entschärfen könnte. „Ich bin nicht sicher, ob Gespräche zu irgendetwas Sinnvollem führen könnten“, sagte Trump. Auch Verhandlungen seiner Vorgänger hätten Nordkorea nicht dazu gebracht, bei seinem Raketen- und Atomprogramm einzulenken. „Sie haben 25 Jahre gesprochen, und sie haben unsere Präsidenten ausgenutzt, unsere früheren Präsidenten ... Ich würde mich hinsetzen, weiß aber nicht, ob das das Problem lösen würde.“

Senator: Trump missbraucht Wahrheit wie niemand zuvor

Der republikanische Senator Jeff Flake hat eine Rede vor dem Senat zu einer Generalabrechnung genutzt und den US-Präsidenten offen der Lüge bezichtigt. „Im Jahr 2017 wurde die Wahrheit - die objektive, empirische, nachweisliche Wahrheit - mehr missbraucht und in Mitleidenschaft gezogen als jemals zuvor in der Geschichte unseres Landes“, sagte Flake heute.

Zu verantworten habe das die „mächtigste Persönlichkeit innerhalb unserer Regierung“, so Flake. Das ständige Wiederholen von Unwahrheiten unterhöhle das Vertrauen in wichtige Institutionen und bringe die Öffentlichkeit dazu, diesen nicht mehr zu glauben. „Der zerstörerische Effekt dieser Art von Verhalten auf unsere Demokratie kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, sagte Flake.

Vehementer parteiinterner Trump-Gegner

Eine freie Presse sei der Feind von Despoten, und das mache die freie Presse zum Wächter der Demokratie, betonte der Senator. „Wenn eine an der Macht befindliche Person reflexhaft jede Veröffentlichung, die ihm nicht passt, als ‚Fake News‘ bezeichnet, dann ist es diese Person, die Verdacht erregen sollte, nicht die Presse.“

Flake ist ein vehementer parteiinterner Kritiker von Trump. Er hat angekündigt, seinen Senatssitz Anfang 2019 zu räumen und zur Wahl im November dieses Jahres nicht mehr anzutreten.

Appell an den Kongress

Der Senator aus Arizona ging hart mit Trumps permanenter Medienschelte ins Gericht. Die vierte Gewalt im Staate als „Fake News“ und gar als „Feinde des Volkes“ zu bezeichnen, sei eines Präsidenten nicht würdig. Die Bezeichnung von Medien als Volksfeinde stamme von Sowjetdiktator Josef Stalin. Der Vergleich sei selbst von Parteichef Nikita Chruschtschow verboten worden.

„Ein Präsident, der keine Kritik annehmen kann, der sich ständig genötigt sieht, auszuweichen, abzulenken, der ständig jemanden braucht, dem er die Schuld zuweisen kann, der wandelt auf einem sehr gefährlichen Pfad“, sagte Flake. „Und ein Kongress, der seine Funktion als Korrektiv des Präsidenten nicht wahrnimmt, trägt zu der Gefahr bei.“ 2018 müsse das Jahr werden, in dem die Wahrheit wieder die Oberhand gewinnt.

McCain: Trump als Vorbild für Diktaturen

Auch der zweite Senator von Arizona, John McCain, kritisierte Trump in einem Gastbeitrag für die „Washington Post“ scharf. Trump fahre schwere Angriffe auf die Integrität von Journalisten und Nachrichtenorganisationen. Das diene Diktaturen in aller Welt als Vorbild. „Ob es Trump bewusst ist oder nicht, solche Schritte werden genau beobachtet von Politikern im Ausland, die seine Worte bereits als Deckmantel hernehmen, während sie eine wichtige Säule der Demokratie zum Schweigen bringen.“

GB: Unterhaus verabschiedet wichtiges „Brexit“-Gesetz

Das Unterhaus des britischen Parlaments hat ein wichtiges „Brexit“-Gesetz verabschiedet. Der heute Abend mit 324 zu 295 Stimmen angenommene Gesetzesentwurf beendet den Vorrang des EU-Rechts vor nationalem Recht und ist für das Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union von grundlegender Bedeutung. Das Gesetz muss nun noch vom Oberhaus verabschiedet werden. Dort soll es ab Ende des Monats erörtert werden.

Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus. Premierministerin Theresa May hatte im vergangenen September eine zweijährige Übergangsphase nach dem „Brexit“ vorgeschlagen, in der London noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion bleiben will. Die Briten hatten im Juni 2016 in einem Referendum mit knapp 52 Prozent für den „Brexit“ gestimmt. Inzwischen ist aber die Skepsis beim Thema „Brexit“ in Großbritannien gewachsen.

Schweden für Einsatz der Armee gegen Verbrecher

Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität erwägt der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven den Einsatz der Armee. „Es wäre nicht meine erste Wahl, das Militär einzusetzen. Aber ich will alles Nötige tun, um der schweren, organisierten Kriminalität den Garaus zu machen“, sagte der Sozialdemokrat heute der Nachrichtenagentur TT.

Im internationalen Vergleich ist die Mordrate in Schweden zwar niedrig, in den vergangenen Jahren nahm jedoch die Bandenkriminalität zu. Viele Bürger sind besorgt, dass die Polizei der Verbrecher nicht mehr Herr wird. Die Regierung hat deswegen mehr Geld für die Polizei und schärfere Waffengesetze angekündigt. Auch sollen Ermittler einfacher Telefongespräche und E-Mails überwachen dürfen.

Die innere Sicherheit dürfte bei der Parlamentswahl im September ein wichtiges Thema werden. So argumentieren die rechtspopulistischen Schwedendemokraten, dass Kriminalität und die gestiegene Zahl von Einwanderern zusammenhingen.

CNN: Bannon kooperiert mit Sonderermittler Mueller

Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, wird einem Medienbericht zufolge mit Sonderermittler Robert Mueller zusammenarbeiten. Bannon habe eingewilligt, von Muellers Team befragt zu werden, statt vor einer Anklagejury auftreten zu müssen, berichtete der Sender CNN heute unter Berufung auf Insider in Bannons Umfeld.

Die „New York Times“ hatte gestern berichtet, Mueller habe Bannon für seine Ermittlungen zur Russland-Affäre vorgeladen. Dabei geht es um den Verdacht, dass die Regierung in Moskau die Präsidentenwahl 2016 beeinflusst haben könnte. Russland weist das zurück.

Weniger formell als Anklagejury

Die Vorladung Muellers könnte ein taktischer Schritt gewesen sein, um Bannon zur Zusammenarbeit zu bewegen. Zeugen dürfen bei einer Befragung durch eine Anklagejury nicht von ihren Anwälten begleitet werden. Sie können während der Befragung nur den Raum verlassen und sich mit ihrem Rechtsbeistand beraten. Eine Befragung durch Muellers Team wäre dagegen weniger formell.

Bannon verweigerte Aussage im Kongress

Zehn Stunden lang war Bannon im Kongress zur Russland-Affäre befragt worden - doch auf viele Fragen verweigerte er die Antwort. Er berief sich dabei gestern auf Instruktionen des Weißen Hauses, sich zu bestimmten Themen nicht zu äußern.

Vertreter der oppositionellen Demokraten reagierten frustriert. Bannon und sein Anwalt hätten eine „bemerkenswert breite Definition“ des „exekutiven Privilegs“ vertreten, sagte der Abgeordnete Jim Himes dem Fernsehsender CNN. Laut diesem Vorrecht ist der Präsident dazu ermächtigt, dem Kongress oder den Gerichten bestimmte Informationen vorzuenthalten.

Ungarns Regierung plant Strafsteuer für Flüchtlingshelfer

Ungarns rechtsnationale Regierung plant eine neue Strafsteuer für Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen und ihre Kosten überwiegend durch Unterstützung aus dem Ausland decken. Das gab der ungarische Innenminister Sandor Pinter gestern nach einer Regierungssitzung bekannt. Die Steuer werde 25 Prozent betragen.

Die Maßnahme ist Teil eines geplanten Gesetzespakets, das die Tätigkeit von Organisationen regulieren soll, die mit dem angeblichen „Soros-Plan“ in Zusammenhang gebracht werden. Das „Stop-Soros-Paket“ sieht weiter vor, dass sich Organisationen, die - wie es im Gesetzesentwurf heißt - „illegalen Migranten“ helfen, bei Gericht registrieren lassen müssen.

Ausländische Mitarbeiter solcher Organisationen können des Landes verwiesen werden. Das Gesetzespaket soll nach der Erörterung in verschiedenen Gremien und Verbänden vom Parlament beschlossen werden.

Bezeichnung „auslandsgeförderte Organisation“ verpflichtend

Seit dem Vorjahr gilt bereits ein Gesetz, das alle Zivilorganisationen, die mehr als 24.000 Euro im Jahr an Hilfen aus dem Ausland erhalten, dazu zwingt, sich bei Gericht zu registrieren. Sie müssen außerdem in allen Publikationen die Bezeichnung „auslandsgeförderte Organisation“ anführen. Das Gesetz ist derzeit Gegenstand eines Vertragsverletzungsverfahrens der EU.

Der „Soros-Plan“ steht wiederum im Mittelpunkt eines monatelangen Propagandakreuzzuges der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Diese beschuldigt den US-Milliardär George Soros, der zahlreiche Zivilorganisationen unterstützt, Europa mit Flüchtlingen „überschwemmen“ zu wollen, um es seiner „christlichen und nationalen Identität“ zu berauben. Für einen derartigen Plan des in Ungarn geborenen Philanthropen gibt es keine Beweise.

„Heimliche“ Aufnahme von 1.300 Flüchtlingen

Unterdessen gab der stellvertretende Staatssekretär im Außenministerium, Kristof Altusz, im Interview mit der „Times of Malta“ zu, dass Ungarn letztes Jahr „heimlich“ 1.300 Flüchtlinge aufgenommen hatte. Laut Altusz ist die Aufnahme nicht veröffentlicht worden, da „die Begünstigten nicht in Gefahr gebracht werden sollten“.

Die Opposition fordert umgehend die Einberufung des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit. Dort müsse Premier Orban Stellung nehmen und beantworten, ob Ungarn die seitens der EU auferlegte Flüchtlingsquote von - in Ungarns Fall - 1.294 Flüchtlingen mit der „geheimen“ Aufnahme sogar überboten hat. Orban lehnte die verpflichtenden Flüchtlingsquoten bisher trotz Drucks aus Brüssel vehement ab.

Inland

Außenministerin Kneissl auf Antrittsbesuch in Sofia

FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl besucht heute das derzeitige EU-Ratspräsidentschaftsland Bulgarien. Bei Gesprächen mit ihrer Amtskollegin Ekaterina Sachariewa in Sofia soll vor allem die EU-Ratspräsidentschaft beider Länder besprochen werden. Derzeit führt Bulgarien den EU-Ratsvorsitz, im Juli übernimmt Österreich für ein halbes Jahr.

Aber auch das Migrationsthema stünde auf der Agenda, sagte Kneissl-Sprecherin Elisabeth Hechenleitner zur APA. Laut bulgarischem Außenministerium soll zudem über die EU-Integration der Westbalkan-Länder (Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Albanien und Kosovo), den „Brexit“, die Kohäsionspolitik und den Finanzrahmen der EU gesprochen werden.

Blümel für EU-Agenden zuständig

Es handelt sich um die dritte Auslandsreise Kneissls nach der Slowakei und Italien. Seit 8. Jänner ist Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) für die zuvor im Außenministerium angesiedelten EU-Agenden zuständig.

Sport

Tennis: Außenseiter soll Thiem nicht bremsen

Dominic Thiem geht nach seinem souveränen Auftakt bei den Australian Open als klarer Favorit in sein Zweitrundenmatch gegen den Amerikaner Denis Kudla. Die Nummer 190 der Welt soll den Lauf des Niederösterreichers in der Nacht auf heute nicht bremsen. Denn Thiem hat in Melbourne heuer mehr vor, als nur wie im Vorjahr das Achtelfinale zu erreichen: „Ich bin mit einer vierten Runde nicht mehr zufrieden.“

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Handball: Selbstkritik und Frust nach EM-Aus

Die Qualifikation für die Handball-EM 2018 in Kroatien ist für Österreichs Männer-Team ein nicht unbedingt zu erwartender Erfolg gewesen. Für das Weiterkommen im Konzert der Großen fehlte diesmal einiges. Einer knappen Niederlage im Schlüsselspiel gegen Weißrussland folgten klare „Packungen“ gegen Frankreich und Norwegen. Gänzlich unerwartet kam das natürlich nicht. Enttäuschung und Frust waren nach dem punktelosen Aus in der Gruppenphase dennoch groß. „Es hat nicht gereicht“, sagte Topwerfer Nikola Bylik treffend. Und Teamchef Patrekur Johannesson fand in seiner ersten EM-Bilanz auch deutliche Worte.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Spekulationen um weitere Ablösungen im ÖBB-Aufsichtsrat

Bei den ÖBB soll nicht nur Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer gehen, sondern auch die anderen von der SPÖ nominierten Aufseher sollen abgelöst werden, schreibt die „Presse“ (Donnerstag-Ausgabe) und nennt Namen der Nachfolger: Andreas Reichhardt, Barbara Kolm und Helga Berger sollen einziehen. Vom Infrastrukturministerium wird das auf APA-Anfrage nicht bestätigt.

Man führe laufend Diskussionen mit mehreren Kandidaten, auch der Zeitpunkt der Veränderungen sei noch offen, hieß es heute Abend von einem Sprecher des Infrastrukturministeriums zur APA. Fix ist also bisher lediglich die Ablöse von Ederer durch Arnold Schiefer, ehemals Vorstand der ÖBB Rail Cargo und - wie Minister Norbert Hofer (FPÖ) - Burschenschafter. Schiefer sitzt seit 2015 im Vorstand der staatlichen Hypo-Alpe-Adria-Abbaufirma Heta.

Laut „Presse“ FPÖ-nahe Kandidaten

Reichhardt ist neuer Generalsekretär des Infrastrukturministeriums und ebenfalls Burschenschafter (Grenzlandsmannschaft Cimbria), er war stellvertretender Kabinettschef von Ex-Verkehrsminister Hubert Gorbach (FPÖ/BZÖ) und Forschungssektionschef. Kolm ist Präsidentin des Friedrich August von Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center, in den Koalitionsverhandlungen war die neoliberale Ökonomin auf FPÖ-Seite beteiligt.

Berger ist Budgetsektionschefin im Finanzministerium und war einst Kabinettschefin von FPÖ-Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer. Dass FPÖ-Minister Hofer die „roten“ ÖBB-Aufsichtsräte ablösen werde, hatten schon mehrere Zeitungen berichtet. Das betreffe die frühere Direktorin in der Europäischen Zentralbank (EZB), Gertrude Tumpel-Gugerell, und Rechtsanwalt Leopold Specht.

Bitcoin stürzt unter 10.000-Dollar-Marke

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihre Talfahrt fortgesetzt und ist erstmals seit Anfang Dezember wieder unter die 10.000-Dollar-Marke gerutscht. Ein Bitcoin war gestern Nachmittag gut 9.730 Dollar (rund 7.960 Euro) wert, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Damit habe die bekannteste Kryptowährung seit dem 18. Dezember rund 50 Prozent an Wert verloren.

„Spekulative Komponente“

Im vergangenen Jahr hatte Bitcoin seinen Wert verfünfundzwanzigfacht und sich Ende Dezember der Marke von 20.000 Dollar genähert. Der Höhenflug habe „eindeutig eine erhebliche spekulative Komponente“ gehabt, sagte Analyst Craig Erlam von Oanda Trading. Der jetzige Kurssturz werde „sehr entmutigend“ für diejenigen sein, die angenommen hätten, mit der Digitalwährung schnell zu Geld kommen zu können.

Zuletzt war die Digitalwährung, die im Jahr 2009 als ein von Zentralbanken und anderen staatlichen Institutionen unabhängiges Zahlungsmittel aus der Taufe gehoben worden war, verstärkt unter Druck geraten. In Südkorea - einem der wichtigsten Handelsplätze für Bitcoin - sorgten in der vergangenen Woche Pläne für ein Verbot des Handels mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel.

KLM streicht 220 Flüge wegen Sturmwarnung

Im Zusammenhang mit dem erwarteten heftigen Sturm hat die niederländische Fluggesellschaft KLM 220 Flüge für morgen gestrichen. Passagiere müssten mit weiteren Annullierungen und Verspätungen rechnen, teilte der Amsterdamer Flughafen Schiphol heute mit. Der niederländische Wetterdienst KNMI sagte für Donnerstag einen Sturm mit Windstärken von bis zu 130 km/h voraus.

Der KNMI verhängte für große Teile des Landes für Donnerstag den Wetteralarm „Orange“. Die niederländische Eisenbahn kündigte an, dass vorsorglich weniger Züge eingesetzt würden. Die Bahn warnte auch vor Verspätungen.

Zuletzt waren die Niederlande am 3. Jänner von einem starken Sturm getroffen worden. Vorsorglich waren an dem Tag erstmals die fünf wichtigsten Sturmflutwehre geschlossen worden. Die Wasserschutzbehörden rechnen nun aber nicht mit extremem Hochwasser an der Nordsee.

IT

Apple will Milliarden in den USA investieren

Apple hat als Reaktion auch auf die US-Steuerreform milliardenschwere Ausgaben im Heimatland angekündigt. Der Technologiekonzern wolle in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden US-Dollar in den USA investieren, teilte das Unternehmen heute im kalifornischen Cupertino mit. Zudem sollen 20.000 neue Jobs an bereits existierenden Standorten entstehen. Ferner wolle Apple einen neuen Campus für seine Mitarbeiter eröffnen.

Zudem rechnet Apple nun mit einer Steuerzahlung in Höhe von rund 38 Milliarden Dollar für bisher außerhalb der USA vorhandenes Kapital, das nun ins Heimatland zurückgeholt werden soll.

US-Konzerne wie Apple und Microsoft horten riesige Dollar-Beträge im Ausland. Ziel der jüngst in Kraft getretenen Steuerreform von Präsident Donald Trump ist es unter anderem, diese Gelder wieder in die Vereinigten Staaten umzuleiten.

Chronik

OÖ: Zwölf Jahre Haft für Mordversuch an Ehefrau

Ein 38-jähriger Afghane ist gestern am Landesgericht Linz zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, weil er seine Frau mit einem Messer angegriffen und - mit einem Benzinkanister in der Hand - gedroht haben soll, alles niederzubrennen.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Mordversuch mit Messer: Vier Jahre unbedingt

Wegen Mordversuchs stand heute ein 21-Jähriger in Eisenstadt vor Gericht. Er soll im Vorjahr in Mattersburg den neuen Freund seiner Ex-Freundin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Das Urteil: vier Jahre unbedingt.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat kein Teilnehmer die „sechs Richtigen“ getippt. Das heißt Jackpot bei der Ziehung am Sonntag.

Folgende Gewinnzahlen sind bei der aktuellen Ziehung ermittelt worden:

9 14 15 17 31 42 / Zusatzzahl: 3

Die Zahlen bei Lotto plus waren:

5 12 14 19 30 38

Der richtige Joker lautet:

4 7 6 3 6 9

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Medien

Debatte.ORF.at im neuen Gewand

Die Debatten in ORF.at präsentieren sich in neuem Gewand: Die Übersicht über die Debatten wurde erneuert, das Update bringt ein attraktiveres Layout mit größeren Bildern und neuer Typografie. Langjährige Kenner von ORF.at werden vielleicht die grafische Referenz an eine Version der Debattenübersicht aus den Frühzeiten von ORF.at erkennen.

Vor allem ist debatte.ORF.at nun „responsive“, d. h. auch auf Smartphones und Tablets optimiert und unterwegs nutzbar. Gleichzeitig sind auch die Anmelde- und Registrierungsfunktionen unter login.ORF.at überarbeitet worden. Auch diese sind nun mobil optimiert nutzbar.

Nichts geändert hat sich am bewährten Diskussionssystem. Und weiterhin bietet ORF.at ein umfassendes Debattenpaket zu allen relevanten aktuellen Ereignissen, das im Kontext der TV-, Radio- und Onlineberichterstattung den Diskussions- und Meinungsbildungsprozess unterstützt.

Kultur

Deadpool gratuliert „Golden Girl“ Betty White zum 96.

Die US-Schauspielerin Betty White hat an ihrem 96. Geburtstag Glückwünsche von einem Superhelden bekommen. „Happy Birthday für die einmalige Betty White“, gratulierte gestern der Comicheld Deadpool auf dem Kurznachrichtendienst Twitter in seinem rot-schwarzen Kostüm. Mit einem Martini-Drink und einem Hotdog in den Händen posierte er vor einem Foto von White, die darauf genüsslich in ein heißes Würstchen beißt.

Die TV-Legende White aus der Serie „Golden Girls“ hatte sich im vorigen Jahr als großer Deadpool-Fan geoutet. In einem Video schwärmte sie von dem Superheldenfilm und machte Darsteller Ryan Reynolds Komplimente.

In der Marvel-Comicverfilmung spielt Reynolds den krebskranken Ex-Soldaten Wade Wilson, der nach einem riskanten Experiment zwar geheilt, aber auch entstellt ist und mit neuen Kräften zum Superhelden wider Willen wird.

Die Sitcom „Golden Girls“ über vier ältere Damen in einer Wohngemeinschaft machte White in den 80er und 90er Jahren weltbekannt. Die 1922 im US-Bundesstaat Illinois geborene White arbeitet seit rund 75 Jahren im Film- und Fernsehbusiness und schaffte es damit auch ins Guinness-„Buch der Rekorde“.

Religion

Science

Panorama

Indonesien: Nachwuchs bei bedrohten Sumatra-Elefanten

Artenschützer jubeln über Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten in Indonesien. Die Elefantenkuh Seruni brachte auf der Insel Sumatra ein Kalb zur Welt, wie die Artenschutzbehörde des Landes gestern berichtete. Mitarbeiter sichteten das Muttertier mit dem etwa eine Woche alten Jungtier jetzt in dem Schutzgebiet Riau.

„Die Geburt ist ein Geschenk für die Arterhaltung“, erklärte die Behörde. Das Kalb werde ständig von seiner Mutter und zwei weiteren ausgewachsenen Elefanten bewacht.

Sumatra-Elefanten gelten als akut vom Aussterben bedroht. Die Tierart steht zwar unter Schutz, für Palmölplantagen wird jedoch immer mehr ihres natürlichen Lebensraums abgeholzt. Immer wieder töten Bauern Elefanten im Konflikt um Land, im vergangenen Monat war eine trächtige Elefantenkuh tödlich vergiftet worden. Schätzungen zufolge leben nur noch etwa 2.000 Sumatra-Elefanten in Freiheit.