Ausland

Netanjahu: Israelische Militäroffensive geht weiter

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Offensive seines Militärs im Gazastreifen angekündigt. „Wir werden den Einsatz nicht beenden, bevor wir die Tunnel (der militanten Hamas, Anm.) zerstört haben“, sagte er heute Abend in einer Fernsehansprache.

„Die israelischen Bürger können nicht unter der Bedrohung durch Raketen und Tunnel leben - unter Todesdrohung von oben und von unten“, fügte er hinzu. Verteidigungsminister Mosche Jaalon, der neben ihm stand, sagte: „Wir werden nicht zögern, unsere Aktionen auszuweiten, um der Hamas noch mehr Schaden zuzufügen.“ Die Kämpfe um den Gazastreifen flammten am Abend wieder heftig auf.

Bewohner sollen Häuser verlassen

Die israelische Armee hatte zuvor die Einwohner mehrerer Wohngebiete im Gazastreifen zur sofortigen Räumung ihrer Häuser aufgerufen. Die Warnungen seien an Palästinenser in Sadschaija, Saitun und dem östlichen Teil von Dschebalia geschickt worden, teilte die Armee mit.

Die Zivilisten sollten sich in das Zentrum der Stadt Gaza begeben, hieß es in den Botschaften, die per Telefon oder SMS übermittelt wurden. Die Armee sendet solche Mitteilungen für gewöhnlich vor massiven Angriffen.

Vier Israelis getötet

Bei einem Mörsergranatenangriff militanter Palästinenser waren zuvor mindestens vier Israelis getötet worden. Es war der Angriff mit den meisten Opfern in Israel seit dem Beginn der Militäroffensive im Gazastreifen vor drei Wochen.

Dem Nachrichtenportal ynet zufolge schlugen die Granaten am frühen Abend in Eschkol nördlich der Grenze ein. Neben den Todesopfern waren auch mindestens sechs Verletzte zu beklagen, einige sollen sich in kritischem Zustand befinden.

Palästinenser bei Anschlagsversuch erschossen

Bei einem versuchten Anschlag auf israelischem Gebiet wurden zudem mindestens fünf militante Palästinenser getötet. Die bewaffneten Männer seien in der Nähe des Ortes Nachal Os offenbar durch einen Tunnel nach Israel gelangt, berichteten israelische Medien. Israelische Soldaten hätten das Feuer auf sie eröffnet. Die Truppen suchten nach weiteren Angreifern. Die Einwohner in dem Gebiet wurden aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Beim Einschlag einer Rakete in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Gazastreifen wurden mindestens acht Kinder getötet. Das Geschoß habe einen Spielplatz des Camps Schati an der Küste getroffen, sagte ein Arzt des Schifa-Krankenhauses in Gaza der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Armee wies die Vorwürfe zurück. Nach ihren Angaben handelte es sich um eine fehlgeleitete Hamas-Rakete.

Yukos-Zerschlagung: Moskau muss 50 Mrd. Dollar zahlen

Der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag hat heute Russland zu einer Zahlung von 50 Milliarden Dollar wegen der Zerschlagung des Ölkonzerns Yukos verurteilt. Ehemalige Eigentümer hatten Moskau auf 100 Milliarden Dollar geklagt. Sie hätten durch die Zerschlagung viel Geld verloren, so die Begründung. Der Prozess hatte sich über zehn Jahre lang hingezogen. Der ehemalige Yukos-Konzernchef und ehemals reichste Russe Michail Chodorkowski hatte sich nach seiner Enthaftung von der Klage distanziert. Das Urteil kommt für Moskau wegen der Ukraine-Krise zu einer Unzeit. Die Strafe macht mehr als zehn Prozent der Währungsreserven aus.

Mehr dazu in Russland in der Bredouille

Islamistenanschlag auf Philippinen: 21 Todesopfer

Bei einem Anschlag mutmaßlicher Islamisten ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben philippinischer Behörden auf 21 gestiegen. Kämpfer der Gruppe Abu Sayyaf hatten in der abgelegenen Stadt Talipao zwei Fahrzeuge beschossen, die gerade auf dem Weg zum Fastenbrechen am Ende des Ramadan gewesen seien, wie Brigadegeneral Martin Pinto mitteilte. Unter den Opfern seien Zivilisten und auch Kinder.

Abu Sayyaf wird von den USA als „ausländische Terrororganisation“ geführt. Washington und Manila betrachten sie als Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Anfang der 1990er Jahre gegründete Gruppe ist für zahlreiche Anschläge verantwortlich und hat zudem wiederholt Menschen entführt, darunter viele Ausländer, um Lösegeld zu erpressen.

Tote bei Selbstmordanschlag auf Kerosindepot in Nigeria

Bei einem Selbstmordanschlag mutmaßlicher Islamisten in der nordnigerianischen Stadt Kano sind heute drei Menschen und der Täter ums Leben gekommen. Acht weitere seien verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe einer Verkaufsstelle für Koch-Kerosin in die Luft gesprengt habe, sagte Polizeisprecher Frank Mba.

„Der Attentäter hat sich in die Menge wartender Menschen gemischt“, fügte Mba hinzu. „Es könnte sich um eine Frau gehandelt haben.“ Es wird vermutet, dass die Terrorgruppe Boko Haram hinter der Tat steckt. Sie verübt seit Jahren Anschläge in der Region. In Kano war es der vierte Anschlag binnen 24 Stunden.

König Felipe macht Spaniens Monarchie transparenter

Mitte Juni hat Spaniens neuer König bei seiner Krönung versprochen, die Monarchie zu modernisieren und transparenter zu machen. Heute ließ Felipe VI. seinen Worten Taten folgen. Neue Regeln sollen das schlechte Image des Königshauses aufpolieren, das durch den Steuer- und Korruptionsskandal um seinen Schwager Inaki Urdangarin und seiner Schwester Cristina entstanden ist.

Keine Privatgeschäfte mehr für Königsfamilie

Laut spanischen Medienberichten ist es Angehörigen der Königsfamilie fortan nicht mehr gestattet, privaten Geschäften nachzugehen. Auch Felipes Vater Juan Carlos und Königsmutter Sofia sind davon betroffen. Zudem erließ Felipe strenge Kriterien, nach denen Mitglieder der Königsfamilie Geschenke von Staatsgästen, Unternehmern oder anderen Einrichtungen entgegennehmen dürfen.

Seine Schwestern, Neffen, Schwager, Onkel und Tanten und alle anderen Verwandten, die nicht der königlichen Kernfamilie angehören, dürfen ab demnächst auch keine institutionellen oder repräsentativen Aufgaben mehr übernehmen. Es sei denn, Felipe VI. bittet sie dezidiert darum.

Bessere Finanzkontrolle angestrebt

Auch versucht Spaniens neuer König, mehr Licht und Transparenz in die finanzielle und steuerliche Lage im Madrider Zarzuela-Palast zu bringen. Bereits im kommenden Jahr soll sich eine externe Firma um die Finanzen und die Steuererklärung kümmern, die zudem verstärkt unter die Kontrolle des spanischen Finanzamtes und der Staatsanwaltschaft gestellt werden sollen, damit es zu keinen Unregelmäßigkeiten kommen kann.

Vorerst schaut Felipe weiterhin besorgt auf die Entwicklung im Korruptions- und Steuerhinterziehungsfall um seinen Schwager Inaki Urdangarin, der nun auch direkt Felipes Schwester, Infantin Cristina, betrifft. Der spanische Ermittlungsrichter Jose Castro sieht ausreichend Beweise dafür, dass auch die Schwester des Königs im „Fall Noos“ involviert ist. Ihr Ehemann Urdangarin soll mit einer gemeinnützigen Stiftung namens Noos bis zu sechs Millionen Euro öffentlicher Gelder ergaunert und am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Cristina wird vorgeworfen, von den Vergehen nicht nur gewusst, sondern dabei auch geholfen zu haben. Der Richter wirft ihr Steuerhinterziehung und Geldwäsche vor. Ihr könnten bis zu elf Jahre Gefängnis drohen. Bereits im September könnte der Gerichtsprozess beginnen. Der Fall fügte dem Ansehen der spanischen Monarchie großen Schaden zu und war einer der Gründe, warum Felipes und Cristinas Vater Juan Carlos Anfang Juni nach 39 Jahren auf den Thron verzichtete.

Inland

Asyldebatte: Pröll über Klug empört

In der Debatte über die Entlastung der Asylerstaufnahmestelle Traiskirchen in Niederösterreich und den Vorschlag, Asylwerber in Kasernen unterzubringen, hat Minister Gerald Klug (SPÖ) verhalten reagiert. Für den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) ist es „unfassbar“, mit welcher „Nonchalance“ Klug die Innenministerin links liegen lasse.

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Bundesheer: Lehrlinge dürfen Heeresführerschein machen

Lehrlingen beim Bundesheer ist es ab sofort möglich, einen Heeresführerschein der Klasse B zu erlangen. Das teilte Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) heute in einer Aussendung mit. Der Erwerb der militärischen Lenkberechtigung kann dabei für die zivile Führerscheinausbildung „umgeschrieben“ werden.

Diese Maßnahme soll das Interesse der Lehrlingsausbildung beim Bundesheer weiter steigern. Gegenwärtig gehört das Heer laut eigenen Angaben zu den größten Lehrlingsausbildern im Land.

Klug ist dabei von dem Wert dieser Reform überzeugt: „Unsere Lehrlinge profitieren von der Bundesheerfahrschule doppelt: Sie sind dadurch berechtigt, ein geländegängiges Heeresfahrzeug zu lenken und sparen sich gleichzeitig die kosten- und zeitintensive zivile Führerscheinausbildung.“

1914-2014: Österreichs Krampf mit dem Gedenkjahr

Am 28. Juli 1914 hat Österreich-Ungarn Serbien den Krieg erklärt und damit den Auftakt zum Ersten Weltkrieg gegeben. Dem wollen etliche Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen, die sich dem laufenden Gedenkjahr widmen, durchaus Rechnung tragen. Dennoch bleibt der Eindruck, dass das Thema in Österreich ein stiefmütterliches Dasein fristet.

Mit teils ernüchternden Antworten unterstreichen Historiker das gegenüber ORF.at. Im „Heroisieren und Verdrängen“ wird etwa ein „typisch österreichischer“ Zugang geortet. Dazu kommt die dank dem Gedenkjahrbestseller „Die Schlafwandler“ nun „allseits geteilte Schuld“ - offenbar mit ein Grund, dass das Buch gerade hierzulande „so gut ankommt“.

Mehr dazu in „Eine Zeit, in der der Kaiser noch lebte“

Faymann: Auch heute „große Herausforderungen“

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) sprachen sich zum 100. Jahrestag der Kriegserklärung in Aussendungen dafür aus, angesichts der aktuellen Konfliktherde „die richtigen Lehren“ aus den damaligen Ereignissen zu ziehen.

Faymann betonte, dass man nicht nur der „schrecklichen Ereignisse“ des Ersten Weltkriegs gedenke. „Wir müssen uns auch eingestehen, dass wir uns gerade in diesen Tagen und Wochen mit Konfliktherden in Europa und im Nahen Osten konfrontiert sehen, die uns zum wiederholten Male vor große Herausforderungen stellen.“ Es gehe darum, „Frieden in jenen Gebieten zu ermöglichen, wo er derzeit weit entfernt scheint“.

„Das Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erinnert uns heute daran, wie wichtig es ist, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen“, betonte auch Spindelegger. Nationalismus, Extremismus und Hass seien immer noch eine Bedrohung für den Frieden. „Vor allem auch die aktuellen Geschehnisse im Gazastreifen und der Ostukraine sind traurige Beweise dafür, dass durch Kriege verursachtes Leid auch im 21. Jahrhundert noch Realität ist.“

U-Haft für Alijew verlängert

In der Causa Alijew ist heute die U-Haft um weitere zwei Monate verlängert worden. Der ehemalige kasachische Botschafter in Wien, Rachat Alijew, soll in die Ermordung zweier Anfang 2007 entführter kasachischer Banker verwickelt gewesen sein.

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Sport

Fußball: Salzburg pflügt durch die Liga

Dem 6:1-Auftaktsieg gegen Rapid hat Meister Red Bull Salzburg am Samstag in der zweiten Runde der tipico-Bundesliga auswärts in Wiener Neustadt einen 5:0-Kantersieg folgen lassen. Und das, obwohl die Salzburger längere Zeit in Unterzahl spielen mussten. „Wir haben eine Topleistung gebracht“, sagte ein höchst zufriedener „Bullen“-Coach Adi Hütter. In dieser Form müssen sich die Salzburger auch vor der Reise nach Aserbeidschan nicht fürchten, wo am Mittwoch Karabach Agdam als Gegner der dritten Runde der Champions-League-Quali wartet.

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Formel 1: Ricciardo läuft Vettel den Rang ab

Der Grand Prix von Ungarn hat gestern das Kräfteverhältnis bei Red Bull endgültig verschoben. Daniel Ricciardo feierte in einem spektakulären Rennen nicht nur seinen zweiten Saisonsieg, sondern läuft dem vierfachen Weltmeister und Titelverteidiger Sebastian Vettel den Rang ab. Als „wirklich beeindruckend“ und „sensationell“ bezeichnete die Chefetage den Triumph des Australiers. Auch die Konkurrenz lobte Ricciardo. Vettel sieht indes seine Felle langsam, aber sicher davonschwimmen und geht frustriert in die Sommerpause. „Das ist charakterbildend für ihn“, erklärte Teamchef Christian Horner.

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Tennis: Österreicher-Duell in Kitz an Haider-Maurer

Andreas Haider-Maurer ist morgen als erster Österreicher in die zweite Runde des mit 485.760 Euro dotierten bet-at-home Cup in Kitzbühel eingezogen. Der 27-Jährige musste zum Auftakt im internen ÖTV-Duell gegen Gerald Melzer aber am Anfang und am Ende hart kämpfen.

Jungstar Dominic Thiem bekommt es in der ersten Runde mit einem Qualifikanten zu tun, schwieriger ist die Aufgabe für Jürgen Melzer, auf den ein frischgebackener Turniersieger wartet.

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Wirtschaft

EU-Kommissar Kallas weiter gegen deutsche Mautpläne

Den Plänen des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt für eine Maut auf allen deutschen Straßen droht nach wie vor eine Ablehnung durch die EU-Kommission.

Einseitige Belastung „niemals akzeptieren“

Es sei „absolut nicht richtig“, wenn in Berlin behauptet werde, die EU-Kommission habe Dobrindts Vorschläge bereits gebilligt, sagte EU-Verkehrskommissar Sim Kallas der „Deutschen Verkehrs-Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe) laut Vorabbericht. „Wir werden sehr aufmerksam verfolgen, ob es im deutschen System Diskriminierungen gibt“, unterstrich der EU-Kommissar. Eine einseitige Belastung von Ausländern auf deutschen Straßen, „das werden wir niemals akzeptieren“, kündigte er an.

Kallas signalisierte anhaltende Vorbehalte gegen das Konzept des Ministers, deutschen Autofahrern durch eine Entlastung bei der Kfz-Steuer Ausgleich für künftige Mautkosten zu gewähren. „Das darf niemanden diskriminieren und soll ausreichende Einnahmen bescheren. Und ein direkter Link zwischen Maut und steuerlicher Entlastung ist nicht möglich“, sagte Kallas.

Bures sieht sich bestätigt

Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) sieht die Einwände gegen die geplante deutsche Pkw-Maut durch Kallas’ Aussagen bestätigt und begrüßt seine klare Stellungnahme zur geplanten „Ausländermaut“ in Deutschland. „Der EU-Kommissar bestätigt meine kritische Haltung zu der Art und Weise, wie Deutschland seine Maut ausgestalten will“, so Bures. „Alle Experten sehen darin einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz“, so die Ministerin.

Umstrittene Pläne

Dobrindt hatte Anfang Juli sein Konzept für eine Pkw-Maut auf allen deutschen Straßen vorgestellt und war dabei auf großen Widerstand aus Österreich gestoßen. Seine Pläne sind aber auch innerhalb der Koalition umstritten. CSU-Chef Horst Seehofer sah sich am Wochenende veranlasst, die Einführung der Infrastrukturabgabe mit der Zukunft der großen Koalition zu verknüpfen. „Käme die Maut nicht, würde sich die Frage der Legitimation der Koalition ebenfalls stellen“, warnte er.

Großbritannien erlaubt Fracking auch in Nationalparks

Die britische Regierung will die umstrittene Gasfördermethode Fracking in „außergewöhnlichen Fällen“ auch in Nationalparks erlauben. Die heute in London vor einem neuen Bieterwettbewerb um Förderlizenzen veröffentlichten Richtlinien erlauben Fracking unter bestimmten Umständen auch in weiteren Schutzgebieten wie Welterbestätten und außergewöhnlichen Landschaften.

Wirtschafts- und Energieminister Matthew Hancock sagte, die Gebiete sollten unter anderem durch eine gründliche Überwachung der Fördermethoden geschützt bleiben.

Umstrittener Einsatz von Chemikalien

Bei der Frackingmethode wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas zu fördern. Die Technologie ist unter anderem umstritten, weil durch die eingesetzten Chemikalien das Trinkwasser verunreinigt werden könnte. Kritiker befürchten zudem, dass die Methode weitere Umweltschäden anrichten und Beben auslösen können.

Die britische Regierung will dennoch nach dem Vorbild USA das Fracking ausbauen, um Arbeitsplätze zu schaffen, die Wirtschaft anzukurbeln und unabhängiger von Energieimporten zu werden.

Gammelfleisch-Skandal: Engpass bei McDonald’s in China

Rund eine Woche nach Bekanntwerden des Gammelfleisch-Skandals haben viele Chinesen vergeblich bei der Fast-Food-Kette McDonald’s um Burger angestanden. „Ich liebe Burger. Hoffentlich gibt es sie bald wieder im Sortiment“, schrieb ein Kunde im Internet. „Ich vermisse die Cheese-Burger so sehr“, meinte ein anderer.

Nachdem chinesische Behörden gegen einen der wichtigsten Fleischzulieferer wegen Hygieneverstößen ermitteln, hat McDonald’s das Fleisch des Produzenten aus dem Programm genommen. „In der Folge bieten wir derzeit ein reduziertes Menü in unseren Restaurants an“, räumte McDonald’s heute im Internet ein.

Frühestens im August wieder gesamte Auswahl

Das Netzwerk von Lieferanten werde ausgeweitet. „In einigen Restaurants werden wir im frühen August wieder die komplette Auswahl anbieten können. Bei anderen könnte es ein wenig länger dauern“, hieß es weiter in der Mitteilung.

Mit versteckter Kamera hatte ein Fernsehsender Verstöße gegen Hygieneauflagen in einer Fleischfabrik gefilmt. Anschließend hatten Behörden 160 Tonnen Fleisch des Unternehmens konfisziert und fünf Verdächtige festgenommen. Das Unternehmen hatte US-Fast-Food-Ketten in China beliefert. Von anderen Fast-Food-Ketten waren zunächst keine Stellungnahmen zu Engpässen veröffentlicht worden.

EU-Kommission billigt Kauf von Beats durch Apple

Die EU-Kommission hat die drei Milliarden Dollar schwere Übernahme des Kopfhöreranbieters Beats durch Apple durchgewunken. Es gebe keine Wettbewerbsbedenken, weil der gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen bei Kopf- und Ohrhörern gering sei und es viele globale Konkurrenten gebe, teilte die Kommission heute mit.

Auch die Übernahme des Musikstreamingdienstes von Beats werde Apples Einfluss nicht übermäßig werden lassen, erklärte die Brüsseler Behörde. Unter den Wettbewerbern im Kopfhörermarkt zählte sie auch die Firma Bose auf, die Beats vergangene Woche mit dem Vorwurf von Patentverletzungen verklagt hatte.

Casinolizenzen: Anwälte üben harsche Kritik an Vergabe

Laut den Anwälten, die die Casinos Austria (Casag) heute zur Kritik über drei aktuelle und zumindest vorerst verlorene Casinolizenz-Vergaben in Wien und Niederösterreich vorgeschickt haben, „wären bei einer korrekten Verfahrensdurchführung die Casinos Austria zum Zug gekommen“. Es wurde Beschwerde eingebracht.

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ZIB2

Probleme bei der Integration

Der heute vorgelegte Integrationsbericht zeigt unter anderem, dass es nach wie vor Probleme bei der Integration gibt, vor allem auch bei türkischstämmigen Österreichern. Dazu ist der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde Österreich, Birol Kilic, zu Gast im ZIB2-Studio.

Russland unter Druck

Der Ukraine-Konflikt und der vermutliche Abschuss eines Passagierflugzeuges treiben die internationale Isolation Russlands voran. Wie geht man im Kreml damit um? Eine Reportage aus Moskau.

Außer Kontrolle

Die Situation in Libyen ist völlig außer Kontrolle geraten. Nicht nur militärisch und politisch. Zwei riesige Treibstofftanks drohen zu explodieren.

Endstation

Die „Costa Concordia“ wird in Genua abgewrackt. Wie nimmt man ein derartig großes Schiff auseinander, was passiert mit den Einzelteilen, und was lässt sich damit verdienen?

Großeinsatz gegen Punks

Für die Räumung eines Hauses in Wien wurde ein Großaufgebot der Polizei eingesetzt: 1.700 Polizisten gegen 50 Punks. Viele lässt dieses Verhältnis staunen - zu Recht? Wir schalten live zum Ort des Geschehens.

ZIB2 mit Armin Wolf, 22.00 Uhr, ORF2

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Textfassung: Zeit im Bild

Gesundheit

Hepatitis-E-Viren in Spenderblut in Großbritannien gefunden

Nach dem Fund von Hepatitis-E-Viren in Spenderblut in Großbritannien sind Forderungen nach entsprechenden Tests in der EU laut geworden. Einer heute veröffentlichten Studie zufolge ist einer von fast 3.000 Blutspendern in Großbritannien mit dem Virus infiziert, das Leberkrankheiten auslösen kann.

79 von 225.000 Spenden infiziert

Eine Übertragung des Virus gab es demnach in 18 von 43 Fällen, in denen Patienten dem infizierten Blut ausgesetzt waren. Ein Patient entwickelte demnach eine leichte Form der Hepatitis. Laut der Studie, die im medizinischen Fachjournal „The Lancet“ veröffentlicht wurde, waren insgesamt 79 von 225.000 Blutspenden in Großbritannien mit einer bestimmten Variante des Hepatitis-E-Virus, dem Genotyp 3, infiziert. Menschen können sich über kranke Schweine, verseuchtes Blut oder verunreinigtes Trinkwasser anstecken.

„Wir schätzen, dass es im Jahr der Untersuchung insgesamt zwischen 80.000 und 100.000 menschliche Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus in England gegeben hat“, sagte Forscher Richard Tedder von der englischen Gesundheitsbehörde. Eine ähnliche Verbreitung sei vor Kurzem auch aus anderen europäischen Ländern gemeldet worden. Die Wissenschaftler gingen dennoch davon aus, dass es „keine dringende Notwendigkeit“ für eine Kontrolle von Spenderblut gibt.

In einem Kommentar zu der Studie schrieb jedoch Jean-Michel Pawlotsky vom Henri-Mondor-Krankenhaus in Paris, dass diese Schlussfolgerung „überraschend“ sei. Nach seiner Interpretation der Studienergebnisse sollte eine „systematische Kontrolle“ von Spenderblut auf das Hepatitis-E-Virus in der Europäischen Union erfolgen.

Gefährlich für Menschen mit Immunschwäche

Den meisten Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, geht es nach einiger Zeit mit Symptomen wie Appetitverlust oder Fieber wieder gut. Das Virus kann aber für Menschen mit Immunschwäche wie etwa Krebspatienten oder Patienten nach einer Organtransplantation sowie für schwangere Frauen gefährlich sein. Eine Therapie gibt es nicht.

Ebola-Patient könnte in Deutschland behandelt werden

Ein Ebola-Patient aus Westafrika könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angefragt, ob der Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation dort betreut werden könnte, wie UKE-Sprecherin Christine Trowitzsch heute sagte.

„Wichtiger Mediziner“

„Wir haben daraufhin den Hamburger Seuchenstab aktiviert und in Abstimmung mit allen zuständigen Behörden und öffentlichen Einrichtungen unsere grundsätzliche Bereitschaft erklärt, den Patienten aufzunehmen und zu behandeln.“ Die Sicherheitsvorkehrungen seien so hoch, dass es für Mitarbeiter und Öffentlichkeit keinen Grund zur Sorge gebe. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ soll es sich um einen „wichtigen Mediziner“ handeln, der im Kampf gegen Ebola in Sierra Leone bisher viel bewegt habe.

Liberia schließt Grenzen

Als Reaktion auf die verheerende Ebola-Epidemie hat Liberia gestern die meisten seiner Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten geschlossen. Ausgenommen seien nur die wichtigsten Einreisepunkte, sagte die Präsidentin des westafrikanischen Landes, Ellen Johnson Sirleaf. Dort würden jedoch Test-Zentren eingerichtet.

Zwei US-Helfer infiziert

Infolge der grassierenden Ebola-Epidemie in Liberia haben sich inzwischen zwei Helfer aus den USA mit dem tödlichen Virus angesteckt. Neben einem 33-jährigen Arzt wurde auch eine Missionarin infiziert, die für die Desinfektion von Schutzanzügen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zuständig war, wie die karitative Stiftung Samaritan’s Purse gestern mitteilte.

Laut einer Sprecherin der Organisation befinden sich beide Patienten in stabilem Zustand. Die vor Monaten ausgebrochene Ebola-Epidemie in Westafrika hat ihren Ausgangspunkt in Guinea. Insgesamt infizierten sich dort sowie im benachbarten Sierra Leone und in Liberia nach Angaben der WHO bisher fast 1.100 Menschen mit dem Erreger. Bis zum 20. Juli starben mehr als 660 von ihnen an der Krankheit.

Auf Nigeria übergegriffen

In Nigeria wurde am Freitag in der Millionenmetropole Lagos der erste Ebola-Tote gemeldet. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich das hoch ansteckende Ebolavirus in der Region ausbreitet. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Gegen die Krankheit gibt es bisher keine Medikamente.

Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Es wird angenommen, dass es vor allem von Tieren wie Fledermäusen übertragen wird, die ihres Fleisches wegen gejagt werden. Unter Menschen reicht schon eine Berührung zur Infektion mit dem Virus.

Chronik

Tirol: Deutsche Touristin von Kuhherde tödlich verletzt

Eine 45-jährige deutsche Wanderin ist heute Nachmittag auf einer Alm im Tiroler Stubaital von 20 Kühen und Kälbern attackiert und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei der APA sagte, war die Frau in dem eingezäunten Bereich mit ihrem Hund auf einem Wanderweg unterwegs, als die Tiere plötzlich seitlich auf sie zuliefen.

Die Frau wurde an Ort und Stelle rund 45 Minuten lang reanimiert, erlag jedoch schließlich ihren schweren Verletzungen, sagte die ÖAMTC-Flugrettung der APA. Nach Angaben der Exekutive hatte es die Herde vermutlich auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen. Das Tier soll sich laut einem Zeugen zuvor aber nicht aggressiv den Kühen gegenüber verhalten haben.

Zu einem ähnlichen Vorfall mit einem Wanderer, der ohne Verletzungen endete, soll es kurz zuvor gekommen sein. Dabei handle es sich aber um eine noch nicht gesicherte Information, betonte die Polizei. Der Angriff auf die 45-Jährige hatte sich gegen 15.00 Uhr im Bereich der Pinnisalm ereignet.

60 Polizisten bei Hausdurchsuchung in NÖ

Im Bezirk Waidhofen an der Thaya (Niederösterreich) läuft derzeit ein großer Polizeieinsatz. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Krems geht es dabei um eine Hausdurchsuchung bei einer Organisation, die Österreich nicht als Staat anerkennt. 200 Mitglieder und 60 Polizisten sind derzeit an Ort und Stelle.

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Mädchen bei Kirtag aus Fahrgeschäft geschleudert

In Böheimkirchen (Niederösterreich) ist laut „Niederösterreichischen Nachrichten“ gestern Abend beim Kirtag ein Mädchen schwer verletzt worden. Das neunjährige Kind dürfte aus einem Fahrgeschäft gestürzt sein. Es habe schwere Kopfverletzungen erlitten.

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Vbg.: Vier Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses ist heute ein 47-jähriger Mann am Landesgericht Feldkirch (Vorarlberg) zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er soll sein Patenkind mehr als ein Jahr lang zu geschlechtlichen Handlungen gezwungen haben.

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16-Jähriger aus U-Haft entlassen

Der 16-jährige Tatverdächtige, der beschuldigt wird, nach einem Fest in Gaissau (Vorarlberg) eine 20-jährige Frau vergewaltigt zu haben, wurde heute aus der Untersuchungshaft entlassen. Er muss allerdings gerichtliche Auflagen erfüllen.

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Koala überlebt 90-Kilometer-Autofahrt auf Kofferraum

Festgeklammert auf dem Kofferraum eines Wagens hat ein Koalabär eine Reise über eine Schnellstraße im australischen Queensland überlebt. Als einzige Verletzung nach der rund 90 Kilometer langen Tour habe er sich eine Kralle abgerissen, berichtete der nördlich von Brisbane gelegene Australia Zoo, bei dem sich das etwa vier Jahre alte Tier derzeit erholt. „Das ist eine irre Geschichte, dieser Koala hat wirklich Schwein gehabt“, sagte Zooveterinär Claude Lacasse.

Nach Angaben des Tierarztes wurde „Timberwolf“, wie der auf die Behandlung von Koalas spezialisierte Zoo seinen Patienten taufte, am Freitag in der Nähe von Maryborough von dem Wagen angefahren. Geistesgegenwärtig rettete er sich durch einen Sprung auf den Kofferraum, dort blieb er, bis die Familie rund 90 Kilometer weiter auf einem Rastplatz anhielt und ihn entdeckte. Die Zooexperten wollen nun herausfinden, wo genau „Timberwolfs“ Reise begann, um ihn dort auch wieder auszusetzen.

Stürme mit heftigem Regen sorgen für Chaos in Südengland

Stürme mit heftigem Regen und Hagel haben Teile von England heimgesucht und Verkehrsprobleme verursacht. Überflutete Straßen gab es heute in Teilen Londons sowie in den Grafschaften Essex und Sussex in Südostengland.

In Ruislip, im Nordwesten Londons, wurden Grundstücke und Gebäude überflutet, wie der Sender BBC 50 berichtete. In Thaxted in Essex retteten Feuerwehrleute fünf Menschen aus überschwemmten Häusern. An der Südküste Englands waren Züge verspätet. Ein Blitz habe nahe dem Küstenort Hove in Sussex ein Transformatorhäuschen getroffen, hieß es bei Network Rail.

Kultur

Salzburg: „Don Giovanni“ hinter den Erwartungen

Die erste Opernpremiere dieses Festspielsommers hat gestern Abend Mozarts „Don Giovanni“ gegolten. Sven-Eric Bechtolf musste allerdings für seine Inszenierung von Mozarts Da-Ponte-Oper heftige Buh-Rufe des Premierenpublikums einstecken.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Die zweite Arbeit im neuen Da-Ponte-Zyklus von Regisseur Sven-Eric Bechtolf und Dirigent Christoph Eschenbach wird auch, so die Ö1-Kritik, als Rückschritt gegenüber den letzten „Don Giovanni“-Produktionen in Salzburg gewertet - mehr dazu in oe1.ORF.at.

„Kultur.montag“: Placido Domingo live zu Gast

In jede neue Produktion gehe er wie ein Student, sagt Regisseur Alvis Hermanis über Placido Domingo und meint das als Kompliment.
Keiner habe sich annähernd so sehr Neugier und Begeisterungsfähigkeit erhalten, wie der Opernstar in rund 50 Karrierejahren.

Bei den Salzburger Festspielen singt Domingo den Grafen Luna an der Seite von Anna Netrebko in „Il Trovatore“. Alle Vorstellungen sind restlos ausverkauft. Domingo ist Stargast in einer Spezialausgabe von „kultur.montag“.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Science

Schakale siedeln sich in der Slowakei an

Schakale scheinen sich in der Slowakei anzusiedeln. Seit rund einem Jahr seien immer häufiger Kadaver und auch lebende Exemplare der wolfsähnlichen Tierart im Osten und Süden des Landes gesehen worden, berichteten Zoologen und Naturparkverwalter dem Internetportal Sme.sk.

Historisch war der Schakal in Mitteleuropa nie heimisch. Er lebt vor allem in Nordafrika und weiten Teilen Asiens, aber auch auf dem Balkan und in der Ukraine. Eben aus der Ukraine wird das Eindringen des Goldschakals in den grenznahen slowakischen Nationalpark Poloniny und die Region Zemplin vermutet.

Lifestyle