Ausland

IS-Anhänger plante Terroranschlag auf Strand in Florida

US-Ermittler haben offensichtlich einen Terroranschlag am Strand von Florida durch einen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vereitelt. Die Bundespolizei FBI war im April auf den 23-Jährigen aufmerksam geworden, weil er extremistische Äußerungen im Sozialen Netzwerk verbreitete und dort auch für den IS warb.

Nach Angaben des Justizministeriums von gestern wollte der Mann eine in einem Rucksack versteckte Nagelbombe an einem öffentlichen Strand in Key West vergraben und sie per Handy aus der Ferne zünden. Er soll auch zwei Sturmgewehre gekauft und versucht haben, an Handgranaten zu kommen.

Ein weiterer IS-Anhänger wurde im Bundesstaat Georgia zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er hatte seit mehr als einem Jahr geplant, sich der Terrormiliz anzuschließen. Er war vergangenen Oktober am Flughafen von Atlanta mit einem Flugticket mit Ziel Türkei festgenommen worden.

Russische NGOs müssen als „Agenten“ kapitulieren

Das in Tschetschenien tätige russische Anti-Folter-Komitee stellt seine Arbeit ein. Die Organisation werde „ab kommender Woche“ nicht mehr existieren, sagte ihr Präsident Igor Kaljapin gestern in Moskau.

Der Grund dafür sei „ein ganz einfacher“ - nämlich, dass die Gruppe nach einem entsprechenden Gesetz fortan auf der Liste „ausländischer Agenten“ stehe. Die Behörden stuften außerdem erstmals eine ausländische Organisation als in Russland „unerwünscht“ ein.

Registrierung als „ausländische Agenten“

In Russland werden politisch tätige Organisationen, die ganz oder teilweise aus dem Ausland finanziert werden, seit 2012 per Gesetz gezwungen, sich als „ausländische Agenten“ registrieren zu lassen. Das erschwert ihre Arbeit erheblich. Das Anti-Folter-Komitee, das sich um Opfer von Folter kümmert, wurde bisher fast zur Hälfte mit ausländischen Geldern gestützt.

Kaljapin bezeichnete die Einstufung als „inakzeptabel“, da dies „schlicht falsch“ sei. Er kündigte an, seine Organisation werde unter dem neuen Namen Komitee zur Vermeidung von Folter ihre Arbeit fortsetzen. Um nicht wieder als „ausländische Agenten“ eingestuft zu werden, würden die Mitarbeiter der neuen Gruppe dann nur noch russische Gelder annehmen.

„Bedrohung“ für die Sicherheit

Nach dem russischen Gesetz können auch ausländische Organisationen in Russland für „unerwünscht“ erklärt werden. Die Behörden stuften am Dienstag erstmals eine ausländische Gruppe dementsprechend ein, nämlich die Nationale Stiftung für Demokratie (NED) aus den USA. Sie wird vom US-Kongress unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft nahm die Einstufung vor, weil sich die NED angeblich örtlicher Organisationen bediene, um Wahlen zu untergraben und politische Kundgebungen zu organisieren. Die Gruppe sei eine „Bedrohung“ für die verfassungsmäßige Ordnung und die Sicherheit Russlands, erklärten die Ermittler.

Irak protestiert gegen türkische Luftangriffe auf PKK-Lager

Der Irak hat die türkischen Luftangriffe auf Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Norden des Landes als gefährliche Eskalation und Verletzung der Souveränität bezeichnet.

Der Ministerrat habe die Türkei aufgefordert, die guten Beziehungen zu respektieren, schrieb Regierungschef Haider al-Abadi gestern im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Der Irak fühle sich seinerseits verpflichtet, Angriffe auf die Türkei von irakischem Boden aus zu unterbinden.

Erdogan erklärt Friedensprozess für beendet

Türkische Kampfflugzeuge hatten in den vergangenen Tagen Angriffe auf ein Hauptquartier der verbotenen PKK im Nordirak geflogen. Darüber hinaus erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Friedensprozess mit den Kurden für beendet. „Es ist nicht möglich, einen Lösungsprozess fortzuführen mit denjenigen, die die Einheit und Integrität der Türkei untergraben“, sagte er in Ankara.

Und damit nicht genug: Vor dem Hintergrund einer Neuwahldiskussion in der Türkei forderte er die Aufhebung der parlamentarischen Immunität für Politiker mit „Verbindungen zum Terrorismus“ und meinte - wohl in Richtung der zuletzt bei der Wahl erfolgreichen prokurdischen Parlamentspartei HDP -, er würde ungern ganze „Parteien schließen“ müssen.

Mehr dazu in PKK-Friedensangebot abgelehnt?

Ukraine und Georgien: Kreml warnt vor NATO-Erweiterung

Russland hat vor einer Erweiterung der NATO um die Ukraine und Georgien gewarnt. Ein derartiges „politisches Spiel“ könne „tiefgreifende geopolitische Folgen für ganz Europa“ haben, sagte der russische Botschafter bei der Militärallianz, Alexander Gruschko, gestern dem russischen TV-Sender LifeNews.

Er hoffe, dass sich die Verantwortlichen in Brüssel und den anderen europäischen Hauptstädten der „Gefahr“ einer erweiterten NATO und der damit verbundenen „katastrophalen Folgen“ bewusst seien.

Militärdoktrin geändert

Als Reaktion auf die anhaltenden Spannungen mit dem Westen hatte Russland am Wochenende seine Marinedoktrin geändert. Mit einer angemessenen Präsenz der Marine im Atlantik reagiere Moskau auf die „Expansion der NATO im Osten“, hieß es. Arktis und Atlantik zählten nun künftig zu den wichtigsten Interessengebieten der russischen Marine. Auch die „Infrastruktur“ der russischen Schwarzmeerflotte auf der annektierten Krim-Halbinsel soll ausgebaut werden.

Bereits Ende Dezember hatte Moskau eine neue Militärdoktrin verabschiedet. Darin wird die NATO-Osterweiterung als Bedrohung für Russlands Sicherheit bezeichnet. Als Konsequenz unter anderem auf den Ukraine-Konflikt hatte das westliche Militärbündnis seinerseits im Februar die Schaffung einer schnellen Eingreiftruppe aus 5.000 Soldaten beschlossen.

UNO verurteilt Todesstrafe für Gaddafi-Sohn

UNO-Organisationen haben die Todesstrafe eines libyschen Gerichts gegen den Sohn des 2011 gestürzten Diktators Muammar al-Gaddafi kritisiert. In dem Prozess gegen Saif al-Islam al-Gaddafi und weitere Angeklagte seien anerkannte Rechtsnormen verletzt worden, erklärte die Sprecherin des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte in Genf, Ravina Shamdasani.

Das Gericht in Tripolis habe die individuelle Schuld der Angeklagten nicht hinreichend nachgewiesen. Zudem habe es ernsthafte Probleme hinsichtlich des Zugangs zu Verteidigern gegeben.

Auch die Verfolgung von mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfe nur durch faire Strafverfahren und Prozesse geschehen, in denen die Rechte der Angeklagten respektiert werden, sagte Shamdasani. Ähnlich äußerte sich der Leiter der Menschenrechtsabteilung der UNO-Unterstützungsmission in Libyen (UNSMIL), Claudio Cordone.

Prozessteilnahme per Videoschaltung

Saif al-Islam erschien aus Sicherheitsgründen niemals persönlich vor den Richtern, sondern nahm zeitweise per Videoschaltung an den Verhandlungen teil. Er wird seit seiner Gefangennahme Ende 2011 in der westlibyschen Stadt al-Sintan festgehalten. Kurz zuvor war sein Vater mit 69 Jahren in seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen erschossen worden.

Neben Saif al-Islam wurden auch Gaddafis letzter Ministerpräsident Al-Baghdadi al-Mahmudi sowie der ehemalige Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi zum Tode verurteilt. Alle drei sollen 2011 zur Tötung friedlicher Demonstranten aufgerufen haben. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Saif al-Islam al-Gaddafi hatte ab den 1990er Jahren teilweise in Österreich gelebt und in Wien studiert. Er unterhielt unter anderem enge Beziehungen zum damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider und zu FPÖ-Funktionären.

US-Regierung lehnt Begnadigung von Snowden weiter ab

Die US-Regierung hat eine Begnadigung des Geheimdienstenthüllers Edward Snowden erneut abgelehnt. Eine von mehr als 167.000 Menschen unterzeichnete Petition, die Gnade für Snowden fordert, beschied das Weiße Haus gestern negativ.

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter habe vertrauliche Informationen gestohlen und die Sicherheit der Vereinigten Staaten aufs Spiel gesetzt, schrieb Lisa Monaco, Anti-Terror-Beraterin von Präsident Barack Obama, in ihrer Antwort. Über das Schicksal Snowdens müsse ein Geschworenengericht in den USA entscheiden.

An geheimem Ort in Russland

Snowden „läuft vor den Folgen seines Handelns davon“ und „versteckt sich mit dem Schutz eines autoritären Regimes“, erklärte Monaco. In der Petition wurde Snowden als „Nationalheld“ bezeichnet, den Obama umgehend begnadigen sollte.

Snowden hält sich derzeit an einem geheimen Ort in Russland auf, das ihm politisches Asyl gewährte. Die US-Justiz sucht den 32-Jährigen mit einem internationalen Haftbefehl und wirft ihm unter anderem Spionage vor.

Snowden war über das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton als externer Computerexperte für den US-Geheimdienst NSA tätig gewesen und hatte sich vertrauliche Informationen über die Spähprogramme von den Servern des US-Geheimdienstes herunterladen können. 2013 setzte er sich nach Hongkong ab, wo er dann die Unterlagen Medien zuspielte.

Die Enthüllungen brachten einen massiven Überwachungsapparat ans Licht: Die NSA späht demnach nicht nur im großen Stil die Telefon- und Internetkommunikation von Menschen in aller Welt aus, sondern nahm über mehrere Jahre auch Spitzenpolitiker befreundeter Staaten ins Visier.

Inland

Wilders kritisiert Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Wien gegen ihn wegen mutmaßlicher Volksverhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren kritisiert.

Diese seien ein Angriff gegen die Meinungsfreiheit. „Gegen mich wird nun ein legaler Dschihad geführt“, zitierte die „Presse“ (Mittwoch-Ausgabe) Wilders Aussagen in der Zeitung „De Telegraaf“.

„Im Krieg mit dem Islam“

Es sei „besonders bitter, dass ausgerechnet in dem westlichen Land, wo vor einigen hundert Jahren der Westen gegen den Islam verteidigt wurde“, gegen ihn ermittelt werde, so Wilders in Anspielung auf die Verteidigung Wiens gegen das osmanische Heer 1683 (Zweite Wiener Türkenbelagerung). Außerdem kündigte der Chef der Freiheitspartei (PVV) an, weiter die „Wahrheit“ über den Islam und Migration aussprechen zu wollen.

Wilders hatte in einem Vortrag am 25. März 2015 in Wien Europa als „im Krieg mit dem Islam“ bezeichnet, den Koran mit Hitlers „Mein Kampf“ verglichen und dessen Verbot gefordert. Eingeladen wurde der Rechtspopulist von der FPÖ. Die „Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen“ erstattete daraufhin Anzeige, wie der „Kurier“ berichtete.

Ministerien verstärken Kampf gegen Schlepperei

Das Innen- und das Justizministerium verstärken ihren Kampf gegen die Schlepperei. Ein „Fünfpunkteplan“ sieht etwa verstärkte Grenzkontrollen zu Ungarn, eine Aufstockung der Ermittlungsteams, Strafverschärfungen gegen Schlepper sowie eine Spezialisierung von Staatsanwälten vor, bestätigten die Ressorts einen Bericht der „Kronen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) gegenüber der APA.

Mehr Kontrollen an den Grenzen

Seitens des Innenministeriums werden derzeit mit den Amtskollegen im Nachbarland Gespräche betreffend einer lückenlosen Kontrolle sämtlicher internationaler Züge, die aus Ungarn kommen, geführt.

Die Kontrollen sollen gemeinsam mit der ungarischen Polizei in den Zügen ab Budapest sowie direkt an den infrage kommenden ungarischen Bahnhöfen stattfinden. Eine Weiterfahrt der illegalen Personen nach Österreich soll damit verhindert werden, hieß es aus dem Innenministerium.

Auch in den Grenzbezirken an der österreichisch-ungarischen Grenze soll künftig verstärkt kontrolliert werden, um Schlepper aus dem Verkehr zu ziehen. Die Ermittlungsteams im Bereich Menschenhandel und Schlepperei im Bundeskriminalamt will das Ressort zudem aufstocken.

Gesetze sollen verschärft werden

Das Justizministerium plant wiederum gesetzliche Verschärfungen der Strafbestimmungen gegen Schlepper sowie die Einrichtung spezialisierter Staatsanwälte im Bereich des Schlepperwesens. Die Polizei solle künftig noch mehr in die Arbeit der Anklagebehörde eingebunden werden.

„Wir haben bereits wirksame Maßnahmen, aber es braucht weitere Verschärfungen“, kommentierte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Pläne der beiden Ressorts. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) sprach ebenfalls davon, „den Kampf gegen das Schlepperunwesen auch weiter zu optimieren“.

Wirtschaft

Athener Börse vor Wiedereröffnung

Die Börse in Athen wird voraussichtlich heute oder morgen wieder öffnen. Die griechische Börsenaufsicht werde in der Früh über den genauen Zeitpunkt entscheiden, sagte der Chef der griechischen Kapitalmarktkommission, Konstantinos Botopoulos. Für einheimische Investoren soll es allerdings noch einige Handelsbeschränkungen geben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) akzeptierte zuvor die Vorschläge zur Wiedereröffnung des Handels. Die Börse ist seit Ende Juni geschlossen. Griechische Banken hatten nach einer dreiwöchigen Zwangspause bereits am 20. Juli wieder ihre Schalter geöffnet. Kapitalverkehrskontrollen sind aber weiterhin in Kraft.

Verhandler wieder in Athen

Erstmals seit Herbst vergangenen Jahres nehmen die Chefunterhändler von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) wieder Gespräche in Athen auf. Mit von der Partie in den Verhandlungen für das dritte Hilfsprogramm sind außerdem Experten des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

EU, IWF und EZB waren als „Troika“ bereits an den Hilfsprogrammen der Jahre 2010 und 2012 beteiligt. Nach Einschätzung der Gläubiger benötigt das hoch verschuldete Griechenland in den kommenden drei Jahren zwischen 82 und 86 Mrd. Euro.

Aktionäre feiern Twitter trotz roter Zahlen

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter wird trotz roter Zahlen an der Börse gefeiert. Grund ist ein überraschend starkes Umsatzplus im zweiten Quartal.

Twitter meldete gestern nach US-Börsenschluss verglichen mit dem Vorjahreswert einen Anstieg der Erlöse um 61 Prozent auf 502 Mio. Dollar (455 Mio. Euro). Die Markterwartungen wurden damit deutlich übertroffen. Die Aktie legte nachbörslich zunächst um mehr als zehn Prozent zu.

Immer noch defizitär

Dabei verliert das Unternehmen weiterhin Geld - allerdings sank das Minus unter dem Strich zum Vorjahr immerhin von 145 auf 137 Mio. Dollar. Interimschef und Twitter-Mitgründer Jack Dorsey - der den Spitzenjob vom im Juni nach Dauerkritik von Aktionären zurückgetretenen Dick Costolo übernahm - sieht offenbar noch viel Luft nach oben. „Wir sind mit unserem Wachstum nicht zufrieden“, kommentierte er den Finanzbericht.

Auch wenn Börsianer mit schlechteren Ergebnissen gerechnet hatten und die Zahlen sehr positiv aufnahmen, war es die bisher schwächste Umsatzentwicklung in einem Quartal seit dem Börsengang im November 2013.

Brasiliens Atomkonzern in Korruptionsskandal verwickelt

Im Zuge des landesweiten Korruptionsskandals hat die brasilianische Polizei den Atomkonzern des Landes ins Visier genommen. Der bisherige Präsident von Eletronuclear, Othon Luiz Pinheiro da Silva, sei gestern festgenommen worden, wie mehrere Medien unter Berufung auf die Bundespolizei berichteten. Er hatte sein Amt schon seit April ruhen lassen müssen.

Es gehe um Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe und Versuche zur Beschleunigung der Bauarbeiten beim Reaktor Angra 3. Die Anlage soll der dritte brasilianischen Reaktor werden. Das 1.405-Megawatt-Projekt wird am Standort von Angra 1 und Angra 2 rund 190 Kilometer südwestlich von Rio gebaut.

Ausweitung der Ermittlungen

Mit der Ausweitung der Ermittlungen wurde die 16. Phase der Operation Lava Jato eingeleitet. Im Zentrum stehen der Ölkonzern Petrobras und führende Baufirmen. Mehrere Unternehmensbosse wurden zuvor bereits festgenommen.

Bei dem Skandal soll es um ein Volumen von mindestens 3,7 Milliarden US-Dollar (3,4 Mrd. Euro) gehen - über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Auch viele Politiker des fünftgrößten Landes der Welt sollen bestochen worden sein, um Einfluss auf bestimmte Auftragsvergaben zu nehmen.

New Yorker Airport La Guardia wird neu gebaut

Der 1939 eröffnete und mittlerweile reichlich veraltete New Yorker Flughafen LaGuardia genießt seit Jahrzehnten alles andere als einen guten Ruf. Zusammen mit US-Vizepräsident Joe Biden, der LaGuardia einmal als „Dritte-Welt-Flughafen“ bezeichnete, präsentierte der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, nun die Pläne für eine Runderneuerung. Eine Renovierung allein reicht nicht aus - der Flughafen, der „derzeit der Stadt nicht würdig“ sei, soll komplett abgerissen und neu gebaut werden.

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Sport

Fußball: Bayern setzt Alaba Vidal vor die Nase

Der Wechsel von Arturo Vidal zu Bayern München ist perfekt. Wie der Club von ÖFB-Teamspieler David Alaba mitteilte, unterschrieb der chilenische Mittelfeldstar beim deutschen Meister einen Vierjahresvertrag bis 2019 mit der Option auf ein weiteres Jahr. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, wurde der Neuzugang von Juventus Turin auf der Bayern-Website zitiert. Für Alaba scheint damit zumindest vorerst der Traum von einem Einsatz als Bayern-„Sechser“ oder „Achter“ ausgeträumt.

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Champions League: Malmö sieht „Bullen“ unter Druck

Vor einem Jahr hat Malmö FF im Play-off den Traum von Red Bull Salzburg vom erstmaligen Einzug in die Gruppenphase der Champions League beendet. Heuer wartet der „Sargnagel“ schon in der dritten Qualifikationsrunde auf die „Bullen“.

Die Schweden sind vor dem heutigen Hinspiel (19.00 Uhr, live in ORF eins) nicht nur aufgrund des Vorjahres motiviert. „Sie haben Druck, vielleicht sogar mehr als vergangenes Jahr“, sagte Malmö-Coach Aage Hareide. Der Norweger hat aber so wie Salzburg viele neue Gesichter im Kader.

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Beachvolleyball-EM: Gelungener Auftakt für ÖVV-Damen

Österreichs Beachvolleyball-Damen haben gestern für einen gelungenen Auftakt bei der Heim-EM in Klagenfurt gesorgt. Von den vier ÖVV-Duos durften sich drei über einen Sieg freuen.

Vor allem die größten Hoffnungsträgerinnen Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel freuten sich über einen glatten Erfolg. „Ich hatte am Anfang schon weiche Knie, aber wir sind super gestartet und haben gut gespielt“, war Hansel über den guten Start erleichtert.

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Chronik

Kolumbien hilft Mexiko bei Fahndung nach „El Chapo“

Die kolumbianische Polizei unterstützt Mexiko bei der Jagd auf den geflohenen Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman. Ehemalige Generäle und aktive Offiziere berieten die mexikanischen Kollegen bei der Fahndung nach dem Chef des Drogenkartells von Sinaloa, berichtete die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“ gestern.

Die kolumbianischen Sicherheitsexperten hätten in den 1980er und 1990er Jahren im Kampf gegen das Medellin- und Cali-Kartell wichtige Erfahrungen gesammelt, die sie nun mit der mexikanischen Polizei teilten. Die Generäle seien nach einer Woche bereits wieder nach Kolumbien zurückgekehrt, die aktiven Beamten würden ihre Beratung in Mexiko fortsetzen, hieß es in dem Bericht.

„El Chapo“ war am 11. Juli durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano geflohen. Tausende Soldaten und Polizisten suchen seitdem im ganzen Land nach dem Drogenboss.

IT

Microsoft startet Auslieferung von Windows 10

Microsoft liefert ab heute sein neues Betriebssystem Windows 10 an die Kunden aus. Das Softwarepaket wird in insgesamt 190 Ländern und in 111 Sprachen zur Verfügung gestellt. Microsoft erhofft sich einen Schub bei den Kunden nach dem Flop der Vorgängerversion Windows 8.

Das Unternehmen verspricht ein schnelleres System und eine vereinfachte Bedienung. Die Nutzer einer lizenzierten Version von Windows 7 und Windows 8.1 erhalten das Upgrade auf die neue Software innerhalb des ersten Jahres kostenlos.

Mit Windows 10 kehrt das beliebte Startmenü von Windows 7 in einer erweiterten Version wieder zurück. Bestimmte Bedienelemente von Windows 8.1 wie die sogenannte Charm-Leiste, die von Anwendern kritisiert wurde, werden abgeschafft. Neu ist außerdem ein runderneuerter Webbrowser, ein Startmenü in Kacheloptik sowie die Sprachsteuerung Cortana.

Sicherheitsupdate von Chrysler gefährlicher als Hack

Der erfolgreiche Hackangriff auf einen fahrenden Pkw hat eine breite Öffentlichkeit rund um die Welt aufschrecken lassen. Bei Sicherheitsexperten, die ein solches Szenario bereits seit Jahren prognostizieren, sorgte erst die Reaktion des Herstellers für Gänsehaut.

Bevor sich Fiat Chrysler nämlich zum Rückruf von 1,4 Millionen betroffenen Pkws entschloss, wurde den Eigentümern der Download und die Selbstinstallation eines Sicherheitsupdates angeboten.

Wie aus der wenig später wieder zurückgezogenen Webanleitung des Herstellers hervorgeht - eine Kopie liegt ORF.at vor -, wurden die Kunden aufgefordert, eine ganze Reihe von .exe- und .zip-Dateien auf ihre privaten PCs herunterzuladen und dabei alle Warnungen des Betriebssystems zu ignorieren. Dann sollten die Dateien auf einem USB-Stick installiert werden und so das „Sicherheitsupdate“ in den Bordcomputer des Wagens eingespielt werden.

Ein solches Prozedere im Jahr 2015 anzubieten, sei „hochgradig dilettantisch“ und potenziell weit gefährlicher als die Sicherheitslücke selbst, sagte Joe Pichlmayr von der österreichischen Securityfirma Ikarus gegenüber ORF.at.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Science

Eisverlust in Arktis bringt Sibirien mehr Schnee

Der Verlust von Meereis in der Arktis führt zu größeren Schneefällen im südlichen Sibirien. Denn das eisfreie Wasser erwärmt sich und nimmt vermehrt Feuchtigkeit auf, was in der Atmosphäre die Bildung von Stürmen begünstigt. In Sibirien gehen diese im Herbst und Winter als Schnee nieder.

Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen der Eisbedeckung in der Barents- und der Karasee und den Schneehöhen in Russland, heißt es im Fachjournal „Environmental Research Letters“ von den Wissenschaftlern um Martin Wegmann und Stefan Brönnimann vom Oeschger Zentrum für Klimaforschung der Schweizer Universität Bern. Sie untersuchten Daten von 820 Messstationen in Russland seit den 1970er Jahren.

Eis beeinflusst Klima direkt

In Jahren mit wenig Meereis kam es laut den Daten zu größeren Schneefällen und Schneestürmen in Südsibirien. Die Wissenschaftler konnten auch nachweisen, dass zumindest ein Teil der Feuchtigkeit hierzu aus offenen arktischen Gewässern stammte. Auf einen schneereichen Herbst folgte den Resultaten zufolge im Winter eine kalte Hochdrucklage in Eurasien.

„Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig das arktische Klima für die südlicheren Breiten ist“, schreiben die Autoren. Seit Beginn der Satellitenmessungen 1980 hat die Ausdehnung des Meereises im Sommer in der Arktis um zehn Prozent abgenommen.

Kultur

Erfinder des modernen Schlagzeugstocks tot

Der Erfinder moderner Schlagzeugstöcke, Vic Firth, ist tot. Wie die nach ihm benannte Firma in den USA mitteilte, starb er im Alter von 85 Jahren. Seine „grenzenlose Leidenschaft für die Musik beeinflusste alle seine Entscheidungen“, hieß es in einer Erklärung.

Everett "Vic" Firth, 2002

APA/AP/The Boston Globe/Lane Turner

Firth stammte aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und spielte als Perkussionist beim Boston Symphony Orchestra. Weil er mit den damals verwendeten Trommelstöcken und Schlägeln nicht zufrieden war, baute er kurzerhand seine eigenen.

„Es war nicht nur die Qualität der Schlagzeugstöcke, es war die fehlende Auswahl“, erinnerte er sich später. Für die Klangqualität sei die Form der Stöcke aber enorm wichtig. Schon kleinste Veränderungen im Herstellungsprozess könnten das Ergebnis stark beeinflussen.

1963 gründete Firth seine eigene Firma. Die von ihm produzierten Stöcke und Schlägel werden mittlerweile von Musikern auf der ganzen Welt genutzt. 2010 fusionierte das Unternehmen mit dem Beckenhersteller Zildjian.

Leute

Friedensnobelpreisträger Tutu erneut im Krankenhaus

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu ist erneut in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte verordneten dem 83-jährigen früheren Erzbischof einige Tage Bettruhe, nachdem er erneut über Beschwerden geklagt hatte, wie seine Stiftung gestern mitteilte.

Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu

Reuters/B Mathur

Krebsdiagnose 1997

Der Krankenhausaufenthalt habe jedoch nichts mit der Behandlung seines Prostatakrebsleidens zu tun, hieß es der örtlichen Nachrichtenagentur News24 zufolge.

Tutu war Anfang Juli zur Behandlung einer nicht näher erläuterten Infektion in ein Krankenhaus in Kapstadt eingewiesen worden. Nach etwa einer Woche wurde er wieder entlassen. Bei Tutu wurde 1997 Prostatakrebs diagnostiziert. Im vergangenen Dezember verschob er wegen einer medizinischen Behandlung eine Reise nach Rom.

Der anglikanische Geistliche bekam für seinen Kampf gegen das rassistische Apartheidsregime 1984 den Friedensnobelpreis. Nach dem Übergang zur Demokratie wurde Tutu von Präsident Nelson Mandela zum Vorsitzenden der Wahrheits- und Versöhnungskommission bestimmt. Diese arbeitete die Verbrechen des Apartheidsregimes auf.

Wahl-Russe Depardieu hat Einreiseverbot für Ukraine

Gerard Depardieu, Wahl-Russe und französischer Filmstar, darf für die kommenden fünf Jahre nicht mehr in die Ukraine reisen. Das sei im Interesse der nationalen Sicherheit, begründete der Geheimdienst der Ex-Sowjet-Republik gestern knapp. Der 66-jährige Depardieu gilt als Freund von Kreml-Chef Wladimir Putin und hatte 2013 nach Kritik an Frankreichs Steuersystem einen russischen Pass erhalten.

Nach „antiukrainischen Äußerungen“ hatten die Behörden in Kiew den Schauspieler („Green Card“, „Asterix & Obelix“) auf eine schwarze Liste gesetzt. Das Kulturministerium hat später mitgeteilt, dass Depardieus Filme voraussichtlich nicht verboten würden.