Ausland

Zusammenstöße nach Freitagsgebet in Jerusalem

Die Lage in Jerusalem bleibt weiter angespannt: Nach dem Aufruf der palästinensischen Fatah-Partei zu einem „Tag des Zorns“ ist es heute nach dem Freitagsgebet erneut zu Zusammenstößen gekommen. Israelischen Medienberichten zufolge setzte die Polizei vereinzelt auch Tränengas ein. Trotz Verbots versuchten zudem junge Palästinenser auf den für sie geschlossenen Tempelberg zu gelangen.

Nachdem das Gelände gestern noch vollständig abgeriegelt wurde, durften heute über 50-Jährige den Tempelberg für das Freitagsgebet besuchen. Nach Angaben der israelischen Polizei galten höchste Sicherheitsvorkehrungen, Tausende Beamte waren im Einsatz. Ausschreitungen wurden unterdessen auch aus anderen Vierteln von Ostjerusalem sowie aus Hebron gemeldet.

Laut Abbas „Kriegserklärung“

Zur jüngsten Gewalteskalation kam es, nachdem der jüdische Ultranationalist Jehuda Glick in Jerusalem angeschossen und der mutmaßliche palästinensische Schütze von der Polizei getötet worden war. In der Folge gab es Zusammenstöße, die an den Beginn der zweiten Intifada erinnerten. Es war das erste Mal seit Jahren, dass das Tempelberg-Areal vollständig geschlossen wurde. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas nannte die Schließung gleichbedeutend mit einer Kriegserklärung.

Glick hatte vor dem Attentat einen Vortrag über jüdische Ansprüche auf den Tempelberg gehalten. Sein Zustand wurde heute weiter als ernst bezeichnet. Der mutmaßliche palästinensische Attentäter, Muatas Hidschasi, der bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden war, wurde inzwischen beerdigt. Zwischenfälle gab es dabei nicht.

Heiligtum zweier Religionen

Der Tempelberg ist ein Hügel mit einem künstlich angelegten Plateau mitten in der Altstadt von Jerusalem. Der Ort ist Juden wie Muslimen gleichermaßen heilig, doch nur Muslimen ist das Gebet dort erlaubt.

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Afghanische First Lady verteidigt Burka-Bann in Frankreich

Die Frau des neuen afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani findet das französische Verbot der Ganzkörperverschleierung gut. Nikab und Burka würden Frauen daran hindern, sich frei zu bewegen und zu sehen, sagte Rula Ghani in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

„Ein bisschen wie Scheuklappen“

Und weil der Nikab „ein bisschen wie Scheuklappen“ funktioniere, sei sie hinsichtlich des Verbots „völlig einverstanden mit der Regierung Frankreichs“. Die vollständige Verschleierung in der Öffentlichkeit wurde in Frankreich vor drei Jahren verboten.

Die 66-jährige US-Libanesin mit christlichen Wurzeln sorgte in ihrer tief muslimischen und patriarchalischen Heimat schon im Frühjahr für Aufsehen: Während des Präsidentschaftswahlkampfs zeigte sie sich an der Seite ihres Mannes in der Öffentlichkeit. In Afghanistan ist es höchst unüblich, dass sich Ehefrauen politisch ins Rampenlicht stellen. In der 13-jährigen Präsidentschaft Hamid Karsais war dessen Frau Sinat praktisch unsichtbar geblieben.

Kampf für mehr Respekt

Bei dem Interview im Präsidentschaftspalast in Kabul trug Rula Ghani ein Kopftuch der französischen Modemarke Hermes. Sie sei noch dabei, ihre eigene Rolle als First Lady Afghanistans zu finden, sagte Ghani. Sie hoffe aber, dass die Männer in ihrem Land zum Abschluss der fünfjährigen Amtszeit ihres Gatten „eine größere Bereitschaft haben, die Rolle ihrer Frauen anzuerkennen, wie auch immer diese aussieht“. „Mit einem Wort: mehr Respekt“, fasste sie ihr Anliegen zusammen.

Bombenanschlag auf Busbahnhof in Nordnigeria

Bei einem Bombenanschlag auf einen Busbahnhof im Nordosten Nigerias sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere seien bei der Explosion Freitagfrüh in der Stadt Gombe verletzt worden, berichtete die Zeitung „Daily Trust“. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand, jedoch wird vermutet, dass die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich ist.

Der örtliche Polizeichef Abdullahi Kudu Nma erklärte, drei Verdächtige seien festgenommen worden. Es war noch unklar, ob die Bombe von einem Selbstmordattentäter gezündet wurde oder ob der Sprengstoff am Tatort versteckt war.

Die Boko Haram will im Norden Nigerias einen Gottesstaat einrichten. Bei Angriffen der Gruppe sind allein in diesem Jahr mehr als 3.000 Menschen getötet worden.

Internetsteuer: Orban beugt sich Protesten

Nach heftigen Protesten rückt Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban von seinen Plänen einer Internetsteuer ab. Die Steuer könne nicht in der derzeitigen Form eingeführt werden, sagte der Regierungschef heute in einem Radiointerview. „Wenn das Volk etwas nicht nur nicht mag, sondern es auch für unvernünftig hält, sollte es nicht gemacht werden“, so Orban. Völlig ad acta legen will er die Besteuerung von Datenverkehr aber nicht.

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Mutmaßliche IS-Terrorzelle in der Schweiz ausgehoben

Die Schweizer Behörden haben nach eigenen Angaben Anschlagspläne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Europa vereitelt. Drei irakische Staatsangehörige würden verdächtigt, IS unterstützt und Bombenangriffe vorbereitet zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft (BA) heute in Bern mit. Sie sitzen bereits seit Ende März in der Schweiz in Untersuchungshaft.

Die Behörden gingen aber erst jetzt damit an die Öffentlichkeit. „Aufgrund der internationalen Verflechtung dieses Falles zählt die BA auch auf die Kooperation anderer Staaten“, hieß es weiter. Zu möglichen Anschlagszielen gab es keine näheren Angaben.

F: Staudammbau nach Tod von Demonstranten gestoppt

Nach dem Tod eines jungen Demonstranten bei Protesten gegen einen Staudamm in Südfrankreich ist das umstrittene Projekt vorerst gestoppt worden. Der Generalrat des südfranzösischen Departements Tarn gab heute bekannt, dass die Bauarbeiten an dem Staudamm von Sivens ausgesetzt würden, ohne eine Frist für den Baustopp zu nennen.

Erneut Proteste

Es war aber auch nicht davon die Rede, das Projekt komplett aufzugeben. Bei Protesten infolge des Todes des Demonstranten Remi Fraisse, der offenbar durch eine Polizeigranate starb, kam es gestern Abend erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten.

Der sozialistische Präsident des Generalrats, Thierry Carcenac, sprach sich für eine Umsetzung von Expertenempfehlungen zu dem Staudammprojekt aus. Diese hatten zwar für eine Fortsetzung des Projekts plädiert, allerdings in abgespeckter Version, um dem Naturschutz besser gerecht zu werden. Regionale Bauern- und Handelsverbände forderten in einer gemeinsamen Erklärung ein Festhalten an dem Projekt.

Hunderte bei Protesten

Vor dem Sitz des Generalrats, dem die Abgeordneten des Departements Tarn angehören, demonstrierten heute etwa 200 Kritiker des Projekts friedlich. Mehrere hundert Demonstranten hielten zudem weiterhin den Ort der Baustelle besetzt. In ganz Frankreich war es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen gegen den Staudamm und gegen „Polizeigewalt“ nach dem Tod des 21-jährigen Fraisse gekommen.

Inland

Experte sieht deutsche Pkw-Maut als nicht EU-konform

In Deutschland ist am Donnerstag der Gesetzesentwurf für eine Pkw-Maut präsentiert worden. Sie soll nicht, wie zuvor propagiert, für alle Straßen, sondern nur für Autobahnen gelten. Europarechtsexperte Walter Obwexer äußert zu dem Entwurf seine Bedenken, da letztlich nur Ausländer zahlen müssen.

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Deutsche Pkw-Maut soll 2016 starten

Bereits im Wahlkampf hat die von der CSU in Aussicht gestellte Maut für ausländische Pkw-Fahrer auf deutschen Autobahnen für heftige Debatten gesorgt. Das umstrittene Konzept schaffte es dennoch in das Koalitionsprogramm und liegt nun auch als Gesetzesentwurf vor. Geht es nach dem neu überarbeiteten Konzept von Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), soll die Maut 2016 starten und in Summe 500 Mio. Euro an Einnahmen bringen.

Mehr dazu in Stöger will Gutachten abwarten

Weiter Streit über Eislaufplatz in Stadt Salzburg

Auf dem Mozartplatz in der Stadt Salzburg wird es auch heuer wieder einen Eislaufplatz geben. Das hat der ressortzuständige Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) heute klargestellt. Dem Stadtverein sind der Eislaufplatz und der Punschstand auf dem Platz ein Dorn im Auge. Auch das Altstadtmarketing hatte kürzlich die Dimension des Eislaufplatzes kritisiert.

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Wirtschaft

Einfuhrzölle: EU bringt Russland vor WTO

Die Europäische Union (EU) zerrt Russland wegen Einfuhrzöllen auf Agrarprodukte und Industriegüter vor die Welthandelsorganisation (WTO). Die EU beklagt, dass Russland auf zahlreiche Erzeugnisse höhere Abgaben erhebe als erlaubt.

„Diese höheren Zölle haben ganz klar einen negativen Einfluss auf die europäischen Exporte von Papierprodukten, Kühlschränken und Palmöl, die sich auf ein Volumen von jährlich nahezu 600 Millionen Euro belaufen“, erläuterte die EU heute. Russland hat nun 60 Tage Zeit, Gespräche mit ihr aufzunehmen. Nach Ablauf dieser Frist könne die WTO ein Urteil fällen. Es ist die fünfte Auseinandersetzung zwischen Russland und der EU vor der Welthandelsorganisation.

Die Handelsbeziehungen zwischen beiden Seiten sind seit Beginn der Ukraine-Krise angespannt. Als Antwort auf Wirtschaftssanktionen des Westens stoppte Russland jüngst die Einfuhr von Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch sowie Milch und Molkereiprodukten aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen.

Gewinnzuwächse für Fukushima-Betreiber

Der Betreiber der Atomruine Fukushima hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres den Gewinn erhöht. Obwohl TEPCO wegen der Abschaltung seiner Atomkraftwerke deutlich höhere Ausgaben durch die Einfuhr von Öl und Gas schultern muss, konnte der Konzern zwischen Juli und September einen Nettoerlös von 463,4 Mrd. Yen (3,4 Mrd. Euro) erzielen.

Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte TEPCO noch einen Gewinn von 178 Mrd. Yen erwirtschaftet. Möglich wurde das dank Kostenkürzungen, teilte TEPCO heute mit. Der Umsatz sank um 0,7 Prozent auf 1,77 Billionen Yen. Der verstaatlichte Konzern hatte das vergangene Geschäftsjahr erstmals seit Beginn der Katastrophe vor drei Jahren mit Gewinn abgeschlossen.

Für das noch bis zum 31. März laufende Geschäftsjahr gab TEPCO keine Ertragsprognose ab, da unklar ist, wann der Konzern wieder Atomreaktoren hochfahren kann. Derzeit sind sämtliche Atommeiler in Japan in der Folge der Katastrophe weiter zu Sicherheitsüberprüfungen abgeschaltet. Als Ersatz importiert Japan riesige Mengen Öl und Gas.

Inflationsrate in der Euro-Zone leicht gestiegen

Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist wieder leicht gestiegen. Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise betrug im Oktober nach ersten Berechnungen 0,4 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in Luxemburg mitteilte. Im September war der Wert bei 0,3 Prozent gelegen, das war das niedrigste Niveau seit fast fünf Jahren gewesen.

Die anhaltend niedrige Inflationsrate wird von der europäischen Politik und ganz besonders von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit großer Sorge beobachtet. Denn eine zu geringe Inflation kann unter anderem dazu führen, dass Unternehmen nur zögerlich investieren, weil sich die Investitionen nicht rentieren, und Verbraucher in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise Anschaffungen zurückstellen. Das würde das Wirtschaftswachstum hemmen.

Unverändert hohe Arbeitslosigkeit

Unverändert hoch blieb vor den Wintermonaten die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone. Im September hatten 11,5 Prozent der Männer und Frauen in den 18 Euro-Ländern laut Eurostat keinen Job. Damit hat sich die Quote seit Juni nicht mehr verändert. In der Währungsunion sind den Berechnungen zufolge 18,3 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Deutschland verdrängt Österreich von Spitzenplatz

Beim Blick auf die einzelnen Länder hat sich Deutschland mit fünf Prozent Arbeitslosenrate an Österreich vorbei auf Platz eins geschoben. In Österreich stieg der Wert im Jahresvergleich leicht von fünf auf 5,1 Prozent.

Das Spitzentrio vervollständigt nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat Tschechien, das auf 5,7 Prozent Arbeitslosenquote kommt. Am anderen Ende der Skala finden sich Griechenland mit 26,4 Prozent im Juli (dem bis dato letzten vorliegenden Wert) und Spanien mit 24 Prozent. Allerdings kann Spanien mit einem Minus von 2,2 Prozentpunkten auch einen der höchsten Rückgänge bei der Arbeitslosenrate vermelden.

Babynahrung: Danone steigt in chinesische Molkerei ein

Der französische Lebensmittelkonzern Danone baut sein Geschäft mit Babynahrung in China weiter aus. Für umgerechnet 437 Millionen Euro hat sich Danone bei der chinesischen Molkerei Yashili eingekauft. Das Unternehmen sei einer der größten Hersteller für Säuglingsmilch in China, teilte Danone am Freitag mit.

Die Franzosen sicherten sich nun einen Anteil von 25 Prozent an Yashili, dessen Hauptaktionär weiterhin der chinesische Milchkonzern Mengniu ist. Zusammen wollen die beiden Eigentümer Yashili weiter entwickeln.

Wachsender chinesischer Markt

Danone will mit dem Schritt seine Rolle in dem wichtigen Markt für Babynahrung in China erweitern. Experten erwarten, dass sich das Geschäftsvolumen bis 2017 auf mehr als 191,3 Milliarden Yuan (25 Mrd. Euro) verdoppeln wird. Danone ist bereits Besitzer der in Asien verbreiteten Babymilchpulvermarke Dumex.

Mengniu wiederum war in der Vergangenheit in mehrere Skandale um verunreinigte Milchprodukte verwickelt. Viele Chinesen griffen deshalb lieber zu Produkten aus dem Ausland. Mengniu versucht nun, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Sport

Fußball: Wayne Rooneys Rückkehr im Manchester-Derby

Ausgerechnet im Duell mit dem Stadtrivalen und amtierenden Meister Manchester City gibt Wayne Rooney am Sonntag sein Comeback für United nach abgesessener Dreispielesperre. Dass sich der Star der „Red Devils“ wieder an Bord befindet, ist aber nicht der einzige Grund für Optimismus bei Trainer Louis van Gaal und den United-Spielern. Auch die aktuelle Formkrise der Citizens lässt sie Blut lecken.

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Boxweltmeisterin Voraberger: „Golden Baby“ mit Schlagkraft

Knapp vier Monate nach dem errungenen WM-Titel peilt Österreichs erste Boxweltmeisterin Eva Voraberger morgen im Admiral Dome in Wien ihre nächste Sternstunde an. Bis in die Fingerspitzen motiviert nimmt das „Golden Baby“ die WM-Herausforderung von Renata Domsodi an und verspricht der Ungarin, „von Anfang an Vollgas zu geben“. Mit ORF.at sprach die 24-Jährige im Vorfeld der „Fight Night“ über ihre harte Vorbereitung, ihren Werdegang und darüber, worauf sie sich nach dem Kampf am meisten freut.

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Chronik

Fluten spülten in Norwegen ganze Häuser weg

Nach starkem Regen haben heftige Fluten in Norwegen Straßen überschwemmt und ganze Häuser mit sich gerissen. Einwohner im Westen des Landes konnten ihre Dörfer nicht mehr erreichen. Die Wassermassen spülten auch Autos weg. Allein in dem Ort Flam zerstörten die Fluten 13 Häuser.

In der Provinz Sogn og Fjordane mussten etwa 200 Menschen ihr Zuhause verlassen. „Ganz Norwegen verfolgt, was hier gerade passiert. Wir haben schreckliche Bilder gesehen“, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg gestern Abend in Oslo. Sie wolle der Region einen Besuch abstatten, sobald es das Wetter zulasse. Für Samstag wurden erneut Regenschauer erwartet.

US-Geschwister erschossen in Mexiko gefunden

Drei seit zwei Wochen vermisste Geschwister aus den USA und ein Begleiter sind nahe der mexikanischen Grenzstadt Matamoros tot gefunden worden. Alle hatten Schusswunden, wie die Behörden im Bundesstaat Tamaulipas heute mitteilten.

Sie waren verschwunden, nachdem sie von Progreso im angrenzenden US-Bundesstaat Texas nach Tamaulipas gereist waren, um ihren Vater zu besuchen. Der Mann habe die Leichen seiner 26-jährigen Tochter und der 21 und 22 Jahre alten Söhne identifiziert, sagte Generalstaatsanwalt Ismael Quintanilla dem Radiosender Formula. Die Staatsanwaltschaft kündigte Ermittlungen an.

Kripo fahndet öffentlich nach Kinox.to-Betreiber

Die deutsche Kriminalpolizei fahndet jetzt öffentlich nach den beiden mutmaßlichen Betreibern des laut Staatsanwaltschaft illegalen Onlineportals Kinox.to. Die beiden 25 und 21 Jahre alten Männer würden mit internationalem Haftbefehl gesucht und als gewaltbereit eingestuft, wird in der Anzeige des Landeskriminalamtes gewarnt.

Womöglich bewaffnet

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass diese im Besitz von Schusswaffen seien. Sie stünden im dringenden Tatverdacht, Gründer und Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung zu sein. Gesucht werden Hinweise zu deren Aufenthaltsort.

Kinox.to hatte sich im Web als „offizieller Nachfolger“ der Website Kino.to positioniert, wo von 2008 bis 2011 massenhaft illegal kopierte Kinofilme, Serien und TV-Dokumentationen zu sehen waren. Im Juni 2011 wurde Kino.to vom Netz genommen und die Betreiber verhaftet. Danach tauchten etliche Nachahmerprojekte im Web auf.

Lange Liste an Anschuldigungen

Laut Staatsanwaltschaft haben im aktuellen Fall die aus dem Raum Lübeck stammenden Brüder Deutschland schon im Juli oder August verlassen. Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern hatten Spezialkräfte in der vergangenen Woche versucht, sie aufzuspüren. Insgesamt gibt es vier Hauptbeschuldigte - zwei von ihnen wurden im Raum Neuss und Düsseldorf festgenommen.

Ihnen wird gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen, Steuerhinterziehung von mindestens 1,3 Millionen Euro, Erpressung und in einem Fall auch Brandstiftung vorgeworfen. Die Männer sollen „massiv“ versucht haben, Konkurrenz aus dem Internetmarkt zu drängen.

Kultur

Bob Dylan kündigt neues Album an

Der US-Folk-Star Bob Dylan will im kommenden Jahr ein neues Album veröffentlichen, das 36. seiner langen Karriere. Der 73-Jährige kündigte das einige Tage vor der Veröffentlichung seiner CD-Sammlung mit Aufnahmen aus dem Jahr 1967 mit seiner Gruppe The Band an. Das Paket „The Basement Tapes Complete: The Bootleg Series, Volume 11“ soll kommenden Dienstag erscheinen.

Eine kurze Notiz in der CD-Sammlung enthielt nun die schlichte Ankündigung, dass 2015 das neue Album „Bob Dylan, Shadows in the Night“ erscheinen werde. Weitere Details gab der Musiker nicht bekannt. Dylan hatte zuletzt mit „Tempest“ im Jahr 2012 ein Studioalbum veröffentlicht.

Science

IT

Urheberrecht: Oettinger will alle User zahlen lassen

Der deutsche EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat im Interview mit der ZIB24 seine Pläne für eine Reform des Urheberrechts konkretisiert. Und er will dabei offenbar jeden Internetuser zur Kasse bitten: „Wer sich geistiges Eigentum reinzieht, wer es herunterlädt, der es sieht, der es hört, der kann einen Beitrag leisten wie auch im Kino und Theater", so Oettinger.

Man müsse Wege finden, "wie das geistige Eigentum nicht wertlos wird, indem in der digitalen Welt jeder kostenlos darauf Zugriff hat. Konkrete Modelle sollen in einem Jahr feststehen, er kann sich aber sowohl eine Internetsteuer pro Internetanschluss als auch eine Festplattenabgabe vorstellen.

Video dazu in tvthek.ORF.at

Neuer Anlauf gegen Google

Aber auch Internetkonzerne wie Google möchte Oettinger in die Pflicht nehmen. „Wenn Google intellektuelle Werte aus der EU bezieht und damit arbeitet, dann kann die EU diese Werte schützen und von Google eine Abgabe dafür verlangen“, sagte Oettinger bei seinem ersten Vorstoß in diese Richtung im „Handelsblatt“. Für den gemeinsamen Binnenmarkt soll es klare Regeln geben, so Oettinger in der ZIB24. Auch Strafmaßnahmen brachte er ins Spiel.

In Deutschland sind in diesem Zusammenhang vor kurzem die Verlagshäuser in die Knie gegangen, die bei der Durchsetzung eines Leistungsschutzrechts Zahlungen von Google für die Verwendung von Textfragmenten bei Suchergebnissen gefordert hatten.

Smartphone-Probleme drückten Sony tief in rote Zahlen

Das schleppende Smartphone-Geschäft hat Sony im zweiten Quartal einen hohen Verlust eingebrockt. Zwischen Juli und September liefen rote Zahlen von 136 Mrd. Yen (990,75 Mio. Euro) auf, teilte der japanische Elektronikriese heute mit. Im Vorjahresquartal hatte Sony 116,3 Mrd. Yen verloren. Der Chef der Mobilfunksparte wurde ausgetauscht.

PlayStation federte Verluste ab

Die Absatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde erneut gekappt. Der Erfolg der Spielekonsole PlayStation 4 konnte die Verluste etwas abfedern.

Die PlayStation half auch dem Konzernumsatz von Sony auf die Sprünge, der im Jahresvergleich um 7,2 Prozent auf 1,9 Billionen Yen wuchs. Sony wurde 3,3 Millionen Geräte der neuen Konsolengeneration los. Die Sparte erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 21,8 Mrd. Yen, der Umsatz schoss um gut 83 Prozent auf 309,5 Mrd. Yen hoch. Damit sind Spiele zum größten Sony-Bereich geworden.

Der Smartphone-Absatz lag mit 9,9 Millionen Geräten in etwa auf Jahresniveau, aber die Sparte verbuchte wegen einer Abschreibung auf die Bestände einen operativen Verlust von 172 Mrd. Yen. Die Prognose für den Absatz in dem noch bis 31. März 2015 laufenden Geschäftsjahr wurde weiter von 43 auf 41 Millionen Geräte reduziert. Der bisherige Spartenchef Kunimasa Suzuki wurde durch Hiroki Totoki ersetzt, der bisher für Planung auf Konzernebene zuständig war.

Lifestyle