Liveticker

Äußerst gereizte Befragung im U-Ausschuss

Bures gewährt eine Pause

„Obwohl“ die nächste Auskunftsperson schon seit 13.00 Uhr warte. Bures unterbricht die Sitzung bis 15.20 Uhr.

Die Abgeordneten entscheiden sich dafür, die angebotene Referenzliste von Malleg in der Klassifizierungsstufe zwei in die Unterlagen aufzunehmen.

Ausland

Russland gedenkt der Opfer von Geiseldrama in Beslan

Mit Trauerfeiern haben Tausende Menschen in zahlreichen russischen Städten der Opfer des blutigen Geiseldramas in Beslan in der Konfliktregion Nordkaukasus vor elf Jahren gedacht.

Bei der dreitägigen Geiselnahme in einer Schule in der russischen Teilrepublik Nordossetien waren 2004 insgesamt 334 Menschen getötet worden, darunter 186 Kinder. Zwei Glockenschläge um 13.05 Uhr erinnerten heute in Beslan an den Sturm des Gebäudes durch die Sicherheitskräfte. Anschließend ließen die Veranstalter der Gedenkfeier 334 weiße Luftballons zu Ehren der Toten steigen.

Viele werfen Behörden Versagen vor

Rund 30 islamistische Extremisten hatten damals zu Beginn des Schuljahres mehr als 1.100 Geiseln etwa 50 Stunden lang festgehalten. Die Lage eskalierte am 3. September 2004 mit einer Explosion und einem stundenlangen Feuergefecht mit den Spezialkräften.

Nach einer Erhebung der Zeitung „Moskowski Komsomolez“ sehen fast 50 Prozent der Befragten die Schuld für das Ausmaß der Tragödie in Beslan bei den Behörden oder der Einsatzleitung.

Auch in Moskau und anderen Großstädten ehrten zahlreiche Menschen die Opfer des Terrorismus. In der russischen Hauptstadt legten die Bürger Blumen an mehreren Orten nieder, wo seit 1999 bei Anschlägen insgesamt Hunderte Menschen ums Leben gekommen waren.

Chamenei: Kein Atomdeal ohne Sanktionsaufhebung

Für den obersten geistlichen Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, wird es keine Zustimmung zum Wiener Atomabkommen vom 14. Juli geben, wenn nicht alle gegen Teheran verhängten Sanktion aufgehoben werden.

Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Expertenrates in Teheran betonte Chamenei heute nach Angaben des staatlichen Senders Press TV, die Verhandlungen mit der 5+1-Gruppe (die fünf UNO-Vetomächte plus Deutschland) seien geführt worden, um eine vollständige Aufhebung der Sanktionen zu erreichen.

Chamenei verurteilte Aussagen von US-Regierungsvertretern, wonach Strafbestimmungen gegen den Iran aufrechterhalten bleiben sollten. Damit hätten die Atomverhandlungen keinen Sinn gehabt, meinte er.

Zudem sprach sich Chamenei dafür aus, dass das Parlament über den Atomdeal abstimmen sollte. Dieses sollte ein Wort mitzureden haben. Er wolle den Abgeordneten nicht sagen, ob sie dem Abkommen zustimmen oder es ablehnen sollen. „Es ist an ihnen zu entscheiden“, sagte Chamenei laut Nachrichtenagentur Reuters.

Tusk will „mindestens 100.000 Flüchtlinge“ in EU verteilen

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die „faire Verteilung“ von „mindestens 100.000 Flüchtlingen“ in Europa gefordert.

Die EU-Regierungen müssten die Flüchtlingskrise „ernsthaft angehen“, sagte Tusk heute bei einem Treffen mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban in Brüssel. Er rief alle EU-Staats- und -Regierungschefs auf, „ihre Anstrengungen zu verdoppeln“ und „Solidarität“ mit den Staaten zu zeigen, die Hauptziel der Flüchtlinge seien.

Kein Kommentar von EU-Kommission

Die EU-Kommission wollte Berichte über einen neuen Vorschlag für eine Verteilung von 120.000 Flüchtlingen zwischen den 28 Staaten nicht kommentieren.

„Natürlich geben wir zu Gerüchten keinen Kommentar ab“, sagte eine Sprecherin in Brüssel auf die Frage, ob die bisherigen 40.000 in den 120.000 verpflichtend zu verteilenden Flüchtlingen enthalten seien. Auch über die Aussage von Tusk, mindestens 100.000 Flüchtlinge in der EU zu verteilen, ging sie nicht ein. „Der EU-Rat und die EU-Kommission sind zwei getrennte Institutionen“. Sie könne nicht für Tusk sprechen.

Deutschland: Erstmals mehr als 100.000 Flüchtlinge in einem Monat

100.000 Flüchtlinge kamen allein im August nach Deutschland. Damit reisten mehr Flüchtlinge als je zuvor in einem einzelnen Monat in die Bundesrepublik ein. Die Zahl nannte der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere nach Angaben der Bundestagspressestelle im Innenausschuss des Bundestags.

Insgesamt sei die Zahl der Flüchtlinge seit Jahresanfang damit auf 413.000 gestiegen. Mehr als jeder Vierte (112.000) davon sei aus Syrien gekommen. Bis Ende des Jahres rechnet die deutsche Regierung mit 800.000 Asylsuchenden - viermal so viele wie im vergangenen Jahr. De Maiziere sagte den Angaben zufolge auch, dass bis Ende August 340 Anschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland gezählt worden seien.

Nummerierung von Flüchtlingen: Tschechien räumt Fehler ein

Nach einer Welle der Entrüstung in Sozialen Netzwerken will Tschechien fortan auf die Nummerierung von Flüchtlingen mit Filzstiften verzichten. Fotos hatten gezeigt, wie eine Polizistin Zahlen auf die Hände von Flüchtlingskindern schrieb. Das hatte Kritiker an die Kennzeichnung von Häftlingen in NS-Konzentrationslagern im Zweiten Weltkrieg erinnert.

„Die Einsatzregeln sind präzisiert worden, sodass es nicht mehr zu ähnlichen Situationen kommen kann“, teilte das Innenministerium in Prag mit. Tschechien sei sich der menschlichen Dimension der Flüchtlingswelle bewusst, so ein Sprecher. Es habe sich nicht um eine gängige Praxis gehandelt, hieß es.

„Es kam dazu wegen der Zeitnot, in der sich die Polizisten befanden, und vor allem, damit Kinder in der großen Menge nicht von ihren Eltern getrennt werden“, lautete der Erklärungsversuch der Behörden.

Vier Polizisten im türkischen Kurdengebiet getötet

Vier Polizisten sind im mehrheitlich kurdischen Südosten der Türkei nach Angaben aus Sicherheitskreisen heute bei einem Anschlag mutmaßlicher PKK-Rebellen getötet worden.

Bei den Opfern handle es sich um einen örtlichen Polizeichef und drei weitere Beamte, sagten Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Ihr Fahrzeug sei in der Provinz Mardin von einer ferngezündeten Bombe in die Luft gesprengt worden. Hinter dem Anschlag stehe die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Seit dem Ende der Waffenruhe zwischen der Regierung und der PKK Ende Juli liefern einander Sicherheitskräfte und Anhänger der kurdischen Rebellenbewegung täglich Gefechte. Etwa tausend PKK-Kämpfer wurden seitdem bei Angriffen der Armee getötet. Fast 70 Mitglieder der Sicherheitskräfte fielen Anschlägen mutmaßlicher PKK-Anhänger zum Opfer.

Guatemalas Staatschef tritt zurück

In der Korruptionsaffäre in Guatemala ist Staatschef Otto Perez heute zurückgetreten. Perez habe diese Entscheidung getroffen, um auf die gegen ihn eingeleiteten Maßnahmen reagieren zu können, sagte sein Sprecher Jorge Ortega. Kurz zuvor war gegen Perez Haftbefehl erlassen worden.

Richter Miguel Angel Galvez habe dem Antrag auf Haftbefehl zugestimmt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Julia Barrera, gestern (Ortszeit) in Guatemala-Stadt. Nach guatemaltekischem Gesetz hätte Perez ohnehin zurücktreten müssen, wenn er in Untersuchungshaft genommen wird.

Das Parlament des zentralamerikanischen Landes hatte am Dienstag die Immunität des konservativen Politikers aufgehoben und damit den Weg für eine Strafverfolgung frei gemacht. Die 132 anwesenden Abgeordneten stimmten geschlossen für die Aufhebung der Immunität des Staatschefs.

Kopf eines Korruptionsnetzwerks?

Perez wird von der guatemaltekischen Staatsanwaltschaft und UNO-Ermittlern beschuldigt, einer der führenden Köpfe eines Korruptionsnetzwerks beim Zoll gewesen zu sein. Gegen Schmiergelder sollen Importeuren Zollabgaben in Millionenhöhe erlassen worden sein.

Seit April verlangten Demonstranten bei wöchentlichen Massenprotesten seinen Rücktritt. Perez beharrte aber bis zuletzt darauf, bis zum Ende seines Mandats Mitte Jänner zu amtieren. Bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl darf Perez aus verfassungsrechtlichen Gründen ohnehin nicht antreten.

Inland

Freiwillige als Stütze für Flüchtlinge

Angesichts der katastrophalen Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen ist die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge bereits vor Wochen sichtbar geworden. Seitdem wächst die Unterstützung durch private Initiativen und NGOs stetig. Tausende engagieren sich mit Sachspenden, mit Zeit für Deutschunterricht oder einfach, indem sie Flüchtlinge zum Arzt begleiten. Immer mehr wollen Wohnraum zur Verfügung stellen. Aus der Flüchtlingshilfe ist dieses Engagement nicht mehr wegzudenken, ist auch Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer überzeugt: „Es sind überwiegend Freiwillige, die die Flüchtlinge versorgen und betreuen.“

Mehr dazu in „Es ist etwas passiert in der Stadt“

SPÖ lehnt Forderung nach Sonderparteitag ab

Einen baldigen Sonderparteitag in der SPÖ wird es nicht geben. Eine solche Forderung hatte der steirische Landesrat Jörg Leichtfried zur inhaltlichen Neuausrichtung der Partei gefordert.

Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid stellte allerdings klar, dass es einen Parteitag wie geplant erst am Ende des Prozesses für ein neues Parteiprogramm in etwa einem Jahr geben werde.

Im „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe) hatte sich Leichtfried „möglichst schnell“ einen Sonderparteitag gewünscht, der sich ausschließlich der inhaltlichen Programmatik widmen sollte. „Wenn wir jetzt nicht rasch mit konkreten Ideen reagieren, werden wir weiter Wahlen verlieren“, wurde der frühere SPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament und jetzige steirische Landesrat zitiert.

Kommunikationschef Matthias Euler-Rolle teilte dazu auf Anfrage der APA mit, dass Schmid zu diesem Thema bereits mit Leichtfried telefoniert und ihn eingeladen habe, am laufenden Prozess für das neue Parteiprogramm mitzuarbeiten. Leichtfried habe zugesagt, dass er sich einbringen werde. Am Ende dieses Prozesses werde auch wie geplant ein Parteitag stattfinden, dem habe auch der steirische Landesrat zugestimmt, so Euler-Rolle.

Container für Flüchtlingskoordinator Konrad

Der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Ex-Raiffeisen-Manager Christian Konrad, hat sich einen symbolträchtigen Arbeitsplatz für seinen neuen Job ausgedacht.

Er wird in einem Container arbeiten. Auf Konrads Wunsch hin wird nächste Woche auf einem Platz in der Wiener Innenstadt ein Bürocontainer aufgebaut, berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Donnerstag-Ausgabe).

Die Blechhütte wird das Basislager für die Koordinierung der Flüchtlingsaktion - und ein bildhaftes Symbol. Ein Sprecher bestätigte auf APA-Anfrage den Bericht. Wo genau der Container aufgestellt werden soll, verrät man aber noch nicht, „jedenfalls nicht in Traiskirchen und nicht im Marchfeld“.

Neben Konrad kümmert sich Terezija Stoisits um Flüchtlingskinder in Schulen, Kilian Kleinschmidt wird die Regierung beraten, wie das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen besser verwaltet werden kann. Von positiven Signalen spricht man beim Roten Kreuz.

Im Ö1-Mittagsjournal kritisierte der Verfassungsrechtler Heinz Mayer die Koordinatoren hingegen: Diese drei würden Aufgaben übernehmen, die eigentlich Beamte in der Verwaltung machen müssten.

Kleinkinder in Betreuung seit 2007/2008 verdoppelt

Im abgelaufenen Kindergartenjahr haben mehr als 57.000 Kleinkinder bis zwei Jahre eine Kinderbetreuungseinrichtung besucht - das sind mehr als doppelt so viele wie noch vor sieben Jahren. Auch bei den Drei- bis Fünfjährigen bedeuten über 223.000 betreute Kinder einen neuen Höchststand, wie aus der heute von der Statistik Austria veröffentlichten Kindertagesheimstatistik hervorgeht.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

ÖGB-Präsident Foglar für 1.700 Euro Mindestlohn

Nach GPA-Chef Wolfgang Katzian hat sich nun auch ÖGB-Präsident Erich Foglar für eine Anhebung des kollektivvertraglichen Mindestlohns auf 1.700 Euro brutto im Monat als untere Grenze ausgesprochen.

Derzeit beträgt er meist 1.500 Euro monatlich, rund 200.000 Beschäftigte verdienten aber nach wie vor weniger, sagte Foglar heute beim Forum Alpbach.

Einen gesetzlichen Mindestlohn wie in Deutschland hält er hingegen nicht für nötig. „Hätten wir in Österreich nicht 95 Prozent KV-Deckung (Abdeckung durch Kollektivverträge, Anm.), hätten wir auch eine Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn.“

Leitl dagegen

Foglars Forderung erteilte WKÖ-Chef Christoph Leitl umgehend eine Absage: „Davon halte ich nichts, das hebelt die KV-Autonomie aus.“ Zwischen den Sozialpartnern sind die Fronten bei dem bereits vor Monaten angekündigten Arbeitsmarktgipfel verhärtet.

Der Gipfel wurde mehrmals verschoben, nun heißt es, dass er im September stattfinden soll, ein Termin wurde aber noch nicht gefunden. Sowohl AK-Präsident Rudolf Kaske als auch Leitl verwiesen in puncto Terminfindung auf die Regierung und meinten, man sei „in Gesprächen“.

Bonus-Malus-Regelung „nicht vom Tisch“

Die Bonus-Malus-Regelung, eine Forderung der Arbeitnehmervertreter zum Schutz älterer Beschäftigter, sei nicht vom Tisch. „Gar nichts ist vom Tisch“, widersprach Kaske am Rande des Forums Alpbach zuletzt anderslautenden Spekulationen, wonach die Bonus-Malus-Regelung doch nicht kommen soll, stattdessen die bereits bestehende Auflösungsabgabe nach Alter gestaffelt werden soll. Damit wäre die Kündigung eines älteren Mitarbeiters teurer als die eines jüngeren.

Wirtschaft

Bericht: Air Berlin könnte 1.000 Stellen streichen

Bei der deutschen Billigfluglinie Air Berlin könnten einem Magazinbericht zufolge 1.000 der konzernweit 9.000 Stellen wegfallen.

Um die chronisch defizitäre Fluggesellschaft aus den roten Zahlen zu bringen, könnte ein Teil der Arbeitsplätze, etwa die Personalverwaltung, an Dienstleister in osteuropäische Niedriglohnländer ausgelagert werden, berichtete die „WirtschaftsWoche“ heute vorab.

„Jeder Bereich muss sparen“

„Zu etwaigen Personalmaßnahmen möchte ich mich erst zu gegebener Zeit äußern“, sagte Air-Berlin-Chef Stefan Pichler dem Magazin. „Aber klar ist: Jeder Bereich des Unternehmens wird beim Sparen helfen müssen.“ Dabei gehe Air Berlin auch der Frage nach, wo Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft welche Leistungen beziehe und welche großen Projekte sie global ausschreiben könne.

Ein Air-Berlin-Sprecher betonte, das Unternehmen habe noch nicht entschieden, welche Maßnahmen ergriffen werden. Auch über einen eventuellen Jobabbau gebe es keine Entscheidung.

Der seit Februar amtierende Air-Berlin-Chef hat dem Konzern ein neues Sanierungsprogramm verordnet, zu den Details hat Pichler bisher aber weitgehend geschwiegen. Bei der Vorlage der Halbjahresbilanz Mitte August ließ er durchblicken, dass die Neugestaltung des Streckennetzes ein wichtiger Teil sein werde.

Französische Bauern rollen mit tausend Traktoren nach Paris

Aus Protest gegen sinkende Preise für landwirtschaftliche Produkte sind französische Bauern heute mit rund tausend Traktoren über verschiedene Autobahnen in Richtung Paris gerollt. Die Landwirte hissten Flaggen des Bauernverbandes FNSEA und Transparente mit Aufschriften wie „Frankreich - lass deine Bauern nicht im Stich“.

Bauern demonstrieren mit Traktoren in Paris

APA/AP/Christophe Ena

Die Polizei zählte nach Angaben einer Sprecherin zunächst 1.365 Traktoren, der Bauernverband FNSEA sprach von mehr als 1.700 Fahrzeugen auf den Straßen. Frankreichs Landwirte sehen sich wegen niedriger Preise und zu viel Bürokratie in ihrer Existenz bedroht.

Proteste gegen sinkende Milchpreise

Französische Viehzüchter protestieren schon seit Wochen mit Straßenblockaden im ganzen Land gegen sinkende Preise für Milch und Fleisch. Sie sehen das Überleben ihrer Betriebe gefährdet. Die französische Regierung legte deswegen im Juli einen 600 Millionen Euro schweren Hilfsplan auf. Die Bauern fordern aber weitergehende Maßnahmen - unter anderem weniger Regulierung.

Die Wiedereinführung der Milchquote dürfte beim EU-Agrarsonderrat am Montag diskutiert werden. Eine neuerliche Milchquote, auch wenn sie nur befristet wäre, sei allerdings schwer umzusetzen. Es handle sich um ein sehr starkes Instrument, das man nicht sofort entscheiden und am nächsten Tag implementieren könne, hieß es. Jedenfalls würde die Milchquote starke Auswirkungen auf den Markt und die Bauern haben. Deshalb wäre eine Wiedereinführung eine riesige politische Entscheidung, wurde erklärt.

Sport

Fußball: Hütter neuer Coach bei Young Boys Bern

Der ehemalige Salzburg-Coach Adi Hütter ist neuer Trainer des Schweizer Erstligisten Young Boys Bern. Wie der elffache Meister heute bekanntgab, unterzeichnete Hütter einen Vertrag bis Sommer 2017. Der Vorarlberger folgt beim aktuellen Fünften der Super League auf Uli Forte, der vor vier Wochen nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation und nur drei Remis zum Saisonstart entlassen wurde.

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EM-Qualifikation: Tag der Wahrheit für Niederlande

Wollen die Niederlande den Sprung zur EM-Endrunde in Frankreich noch schaffen, darf sich der WM-Dritte von 2014 keinen Ausrutscher mehr leisten. Fünf Punkte fehlen der „Elftal“ in der Gruppe A vor den abschließenden vier Spielen bereits auf Spitzenreiter Island. Heute kommt es in der AmsterdamArena zum Duell mit dem Überraschungsleader. Für Danny Blind mutiert sein Debüt als Bondscoach damit gleich zu einem Schicksalsspiel. „Ich bin bereit für diese Aufgabe“, sagte er selbstbewusst.

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Vuelta: Aus für Froome nach Kahnbeinbruch

Christopher Froome hat bei der Vuelta a Espana vorzeitig die Segel streichen müssen. Der als Mitfavorit gestartete Tour-de-France-Sieger zog sich gestern bei seinem schweren Sturz zu Beginn der elften Etappe, als er sich mit mehr als acht Minuten Rückstand noch ins Ziel gerettet hatte, einen Kahnbeinbruch im Fuß zu, wie eine genaue medizinische Untersuchung ergab. Der 30-Jährige bestätigte heute sein Aus via Twitter. Froome hätte als insgesamt dritter Radprofi die Tour und die Vuelta im selben Jahr gewinnen können.

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Tennis: Haider-Maurer unterliegt Djokovic bei US Open

Andreas Haider-Maurer ist am späten Mittwochabend in der zweiten Runde der US Open in New York ausgeschieden. Der 28-jährige Niederösterreicher war im Duell mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic chancenlos und verlor mit 4:6 1:6 2:6. Trotz der glatten Niederlage war Haider-Maurer von der Atmosphäre im Arthur Ashe Stadium angetan. „Das war schon etwas ganz Besonderes.“

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Chronik

Kiews Schulen bekommen hitze- und rauchfrei

Wegen mehrerer Waldbrände in der Umgebung und einer neuen Hitzewelle bleiben die Schulen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew morgen geschlossen. Bereits heute wurde der Unterricht deutlich verkürzt, das Rathaus riet zudem allen Bewohnern, auf ihr Auto und lange Spaziergänge zu verzichten und die Fenster geschlossen zu halten.

Über der Stadt lag dichter Rauch, zudem ächzt sie seit Anfang September unter Rekordtemperaturen von bis zu 36 Grad Celsius. Seit drei Tagen wüten im Nordwesten von Kiew zwei Waldbrände, ein weiterer brach im Südwesten der Hauptstadt aus.

Medien

Stefan Aust vorübergehend Chefredakteur bei WeltN24

Ein Sesselrücken beim deutschen Verlag Axel Springer sorgt dafür, dass der langjährige „Spiegel“-Chef Stefan Aust wieder eine Position als Chefredakteur übernimmt - zumindest vorübergehend. Dieses Amt tritt der 69-Jährige im Jänner 2016 kommissarisch bei WeltN24 an, wo er bereits Herausgeber ist, wie Springer heute mitteilte.

Aust soll dann einen Nachfolger für Jan-Eric Peters finden, der künftig stellvertretender Chef von Upday werden soll, der gemeinsamen Nachrichtenplattform von Springer und dem Elektronik- und Mobilfunkriesen Samsung.

Upday-Chef werde Peter Würtenberger, der zuletzt vor allem Zukäufe für Springer im englischsprachigen Raum sondieren sollte. Einen direkten Nachfolger für Würtenberger in New York werde es vorerst wohl nicht geben, erklärte Springer. Dennoch sei die Expansion auf den US-Markt weiter im Fokus.

Gesundheit

Kultur

Filmfestival Venedig: Eisiger Start mit „Everest“

Der Kinoherbst beginnt eisig: Mit dem Bergsteigerdrama „Everest“ ist das Filmfestival von Venedig gestern Abend eröffnet worden. Der Film basiert auf den wahren Ereignissen an einem der tödlichsten Tage in der Besteigungsgeschichte des höchsten Bergs der Welt und erzählt von den Schicksalen einer zusammengewürfelten Gemeinschaft.

Unter Daunenanzügen und vereisten Bärten versteckt sich eine Starbesetzung, der unter anderen Jake Gyllenhall und Josh Brolin angehören. An die Wand gespielt werden sie in „Everest“ trotzdem alle: „Der Berg hat immer das letzte Wort.“

Mehr dazu in Ein Tag, ein Berg, acht Tote

Hollywood-Schauspieler Dean Jones gestorben

Der US-Schauspieler Dean Jones ist tot. Der vor allem für seine Rolle in dem Film „Ein toller Käfer“ aus dem Jahr 1968 bekannte Darsteller starb im Alter von 84 Jahren in Los Angeles nach Komplikationen in Zusammenhang mit einer Parkinson-Erkrankung, wie sein Agent gestern mitteilte. Jones starb laut den Angaben bereits am Dienstag.

Einen Namen machte sich Jones vor allem in seiner Rolle als Fahrer Jim Douglas in dem Disney-Film „Ein toller Käfer“. Der weiße VW-Käfer verfügt in dem Streifen über ein Eigenleben. Wegen des großen Erfolgs des Films wurden vier Fortsetzungen gedreht. Jones war in Hollywood vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren gefragt.

Der im südlichen US-Bundesstaat Alabama geborene Jones war als US-Soldat im Korea-Krieg stationiert, bevor er mit seiner Schauspielkarriere durchstartete. Neben seinen Kinoauftritten war er auch im Fernsehen und am Broadway an der Seite von Stars wie Elvis Presley und Jane Fonda zu sehen.

Religion

Kultusgemeinde öffnet Türen: Jüdisches Leben in Wien

Im Rahmen eines Tages der offenen Tür bietet die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien Besuchern einen Einblick in die jüdische Kultur- und Musikszene, jüdische Literatur und Kulinarik. Es gibt außerdem Führungen durch den mehr als 150 Jahre alten Wiener Stadttempel und durch den sonst schwer zugänglichen Währinger jüdischen Friedhof. In einer gemeinsamen Aktion mit der Caritas werden auch Spendengelder für Flüchtlinge gesammelt.

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Science