Inland

20 Anzeigen nach Attacke auf israelische Fußballer

Nach Krawallen propalästinensischer Demonstranten bei dem Fußballspiel OSC Lille gegen Maccabi Haifa in Bischofshofen (Salzburg) am Mittwoch werden jetzt 20 türkischstämmige Salzburger angezeigt. Der Vorfall hatte österreichweit für Empörung gesorgt.

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Spiel in Tirol abgesagt

Haifa-Testspiel in Tirol jetzt abgesagt

Nach den Vorfällen in Salzburg geht man jetzt auf Nummer sicher. Ein ursprünglich für morgen im Tiroler Kirchbichl angesetztes Match zwischen Maccabi Haifa und dem SC Paderborn wurde abgesagt.

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Freihandelsabkommen TTIP: Rupprechter äußert Zweifel

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hält die Chancen für das umstrittene Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) für „wirklich nicht mehr sehr gut“. Das Ziel der Einigung bis 2015 werde „sicher nicht eingehalten“, er gehe davon aus, dass vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 keine Verhandlungen stattfinden, so Rupprechter gestern in der ZIB2.

Rupprechter betonte, dass die höheren Standards Europas in der Lebensmittelproduktion - Gentechnikverbot, Verzicht auf Hormone in der Rinder- und Schweineproduktion - akzeptiert werden müssten, sonst werde das Abkommen scheitern. Außerdem müssten die Verhandlungen transparent geführt werden: „Sonst wird es auf jeden Fall scheitern.“ Der Landwirtschaftsminister geht davon aus, dass die neue EU-Kommission transparenter vorgeht, auch das EU-Parlament werde „ganz klar eine Rolle spielen müssen“.

Ein wenig selbstkritisch äußerte sich der ÖVP-Minister über die Arbeit der österreichischen Regierung: „Mit der aktuellen Performance können wir nicht ganz zufrieden sein, sie ist verbesserungswürdig, da braucht man sich nichts vormachen.“

Hymne, Binnen-I: Grüne werben für Initiativen

Die Grünen wollen die Diskussion über die Bundeshymne und das Binnen-I nutzen und in frauenpolitische Initiativen ummünzen. Sie forderten heute unter anderem einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro und eine 40-Prozent-Quote für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen.

Glawischnig wendet sich an Unterzeichner gegen Binnen-I

Die Barrieren für und die Schwierigkeiten von Frauen würden meist lediglich rund um den Frauentag thematisiert, Lösungen vermisst Parteichefin Eva Glawischnig jedoch. Sie lud daher bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Sozialsprecherin Judith Schwentner ein, sich den grünen Initiativen anzuschließen. Gezielt sprach Glawischnig jene 800 Unterzeichner an, die sich in einem Schreiben gegen das Binnen-I ausgesprochen hatten.

Die beiden verwiesen etwa darauf, dass gerade die Niedriglohnbranchen wie der Handel jene sind, in denen hauptsächlich Frauen tätig sind. Im Alter von 40 bis 45 Jahren gelangen viele von der Kindererziehung direkt zur Pflege Angehöriger, und die Teilzeitquote sei weiter gestiegen, so Schwentner. „Dringenden Handlungsbedarf“ ortet die Abgeordnete auch was die Pensionen betrifft, schließlich seien viele ältere Frauen aufgrund ihrer geringen Pension armutsgefährdet.

Ausland

Israel berät über Kerry-Vorschlag zu Waffenruhe

Die Bemühungen um ein Ende des Blutvergießens im Gazastreifen gehen weiter. US-Außenminister John Kerry hat den Konfliktparteien nach Medienberichten einen konkreten Vorschlag über eine einwöchige Feuerpause unterbreitet. Das israelische Sicherheitskabinett wollte heute über die Vorschläge des Verbündeten beraten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ bisher keine Bereitschaft erkennen, die Angriffe einzustellen.

Mit Einstellung der Kämpfe sollten dem Kerry-Vorschlag zufolge unter ägyptischer Vermittlung Gespräche über eine längerfristige Friedenslösung aufgenommen werden, so die israelische Zeitung „Haaretz“. Israel darf demnach in dem Zeitraum weiterhin Tunnel im Gazastreifen zerstören, die die Hamas für Terrorzwecke gebaut hat. Kerry erwarte noch heute konkrete Antworten.

Die „New York Times“ berichtete ebenfalls von einem Zweistufenplan, wonach zuerst die Waffen schweigen und dann Gespräche folgen sollen. Die Verhandlungen seien an einem „heiklen“ Punkt angekommen, wurde ein US-Regierungsvertreter zitiert. Unklar sei unter anderem noch, ob israelische Truppen während der angedachten Feuerpause in Gaza bleiben würden. Ob die radikalislamische Hamas dem Plan zustimmt, sei auch noch nicht geklärt. Die Hamas fordert ein Ende der Blockade. Das Thema soll voraussichtlich nach einer Feuerpause zur Sprache kommen.

Erneut Raketen abgefangen

Die Hamas nahm eigenen Angaben zufolge mit drei Raketen erneut den Ben-Gurion-Flughafen nahe der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ins Visier. Die israelische Armee erklärte, es habe einen Angriff gegeben, zwei Raketen seien „über Tel Aviv“ abgefangen worden.

Mehrere Fluggesellschaften setzten in den vergangenen Tagen aus Sicherheitsgründen ihre Flüge Richtung Tel Aviv aus. Gestern Abend wurde der Stopp von der Lufthansa-Gruppe verlängert, so dass Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines Tel Aviv weiterhin nicht anfliegen - mehr dazu in „An der Bedrohungslage nichts geändert“.

Milizen hindern libyschen Übergangspremier an Flugreise

Milizionäre in Libyen haben nach Berichten lokaler Medien Übergangsregierungschef Abdullah al-Thinni an einem Flug in den Osten des Landes gehindert. Wie das unabhängige Nachrichtenportal al-Wasat heute berichtete, wollte der Ministerpräsident mit anderen Regierungsmitgliedern vom Militärflughafen Mitiga der Hauptstadt Tripolis in die Stadt Tobruk reisen. Die Bewaffneten werden islamistischen Gruppierungen in dem Krisenland zugeordnet.

Staat kontrolliert Flughafen nicht mehr

Die Regierung kritisierte das Vorgehen der Milizionäre in einer Erklärung scharf. Diese Aktion unterminiere die Legitimität des Staates. „Sie bestätigt, dass der Flughafen Mitiga nicht mehr im Einflussbereich des Staates steht.“ Die libysche Armee hatte zuvor noch erklärt, sie habe diesen Flughafen von Milizen übernommen, die den Airport seit August 2011 kontrolliert hatten. Da der internationale Flughafen in Tripolis seit Wochen heftig umkämpft ist, weichen Flugzeuge nach Mitiga aus.

Nach dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi vor drei Jahren haben die damaligen Revolutionsbrigaden große Teile des Landes und große Mengen an Waffen unter ihre Kontrolle gebracht. Die Regierung ist weitgehend machtlos. Inzwischen gibt es massive Kämpfe zwischen islamistischen Milizen und ihren Gegnern.

Jordanien schießt angeblich Drohne nahe Syrien-Grenze ab

Jordaniens Armee hat nach Angaben aus Militärkreisen eine Drohne nahe der Grenze zu Syrien abgeschossen. Zu dem Zwischenfall sei es heute Früh drei Kilometer von syrischem Territorium entfernt gekommen.

Das unbemannte Fluggerät sei in der Nähe des Flüchtlingscamps Saatari in den jordanischen Luftraum eingedrungen und dort etwa eine Stunde gekreist. Nach Angaben von Augenzeugen wurde das Absturzgebiet anschließend weiträumig abgesperrt. Wer die Drohne gesteuert hat, war zunächst unklar. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Jordanien hat eine 370 Kilometer lange Grenze zu Syrien.

15 Zivilisten im Zentrum Afghanistans erschossen

Bewaffnete Angreifer haben im Zentrum von Afghanistan zwei Fahrzeuge gestoppt und 15 Insassen erschossen. Wie die Regierung in der Provinz Ghor heute erklärte, zwangen die Täter die beiden Fahrzeuge zum Anhalten, zwangen die Zivilisten, sich in einer Reihe aufzustellen, und schossen nacheinander elf Männern, drei Frauen und einem Kind in den Kopf und in die Brust.

Einem Mann gelang nach Angaben der Behörden die Flucht. Der Polizeichef der Provinz bestätigte den Vorfall von gestern Abend und machte die radikalislamischen Taliban für den Überfall verantwortlich.

Zwei Finninnen getötet

Ebenfalls gestern waren zwei Finninnen im westlichen Herat erschossen worden. Die Frauen saßen in einem Taxi, als sie von einem Motorrad aus angegriffen wurden. Sie arbeiteten als Psychiaterinnen für eine internationale Hilfsorganisation. Die Sicherheitslage in Afghanistan hatte sich zuletzt wieder deutlich verschlechtert.

Medien: Neue MH17-Wrackteile und Leichen gefunden

Mehr als eine Woche nach dem Absturz des Malaysia-Airlines-Flugzeugs in der Ostukraine haben Ermittler nach australischen Medienberichten ein neues großes Wrackteil sowie weitere Leichen gefunden. Sie beriefen sich auf Sprecher der OSZE, die unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet hatten.

Der Fundort sei unweit der anderen Wrackteile. Die Ermittler - darunter zwei australische Diplomaten und ein Forensiker - seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen, berichteten der Fernsehsender ABC und die Zeitung „Sydney Morning Herald“ heute. Bei dem Wrackteil handelt es sich demnach um ein Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren.

Wrackteile durchlöchert

Malaysische Ermittler am Absturzort gehen nach Angaben der OSZE von einem Raketentreffer als Ursache für die Katastrophe aus. Dafür sprächen stark durchlöcherte Wrackteile.

„Es geht um drei Teile der Außenhaut. Auch die Malaysier gehen davon aus, dass es Metallsplitter, Schrapnelle einer Rakete waren“, sagte Michael Bociurkiw von der OSZE-Beobachtermission gestern dem ZDF.

Der Sender zeigte Aufnahmen eines an der Absturzstelle gefundenen Wrackteils der Maschine der Malaysia Airlines. Das stark durchlöcherte Trümmerstück sei auch eine Woche nach der Katastrophe noch immer nicht sichergestellt worden.

Die USA und die ukrainische Regierung haben prorussische Aufständische in der Ostukraine beschuldigt, die Boeing 777 mit insgesamt 298 Menschen an Bord abgeschossen zu haben. Die Rebellen bestreiten das. Eindeutige Beweise für die Täterschaft wurden bisher nicht vorgelegt.

Polen kritisiert Urteil zu geheimen CIA-Gefängnissen

Die polnische Regierung hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu geheimen CIA-Gefängnissen im Land kritisiert. Regierungssprecherin Malgorzata Kidawa-Blonska sagte heute im Sender TVN 24, Polen „bedauere“ das Urteil.

„Das Gericht hätte mit dem Urteil bis zum Abschluss der Ermittlungen der polnischen Staatsanwaltschaft warten können.“ Die Straßburger Richter hatten Polen mitverantwortlich für die illegale Inhaftierung eines Palästinensers und eines Terrorverdächtigen aus Saudi-Arabien im Jahr 2003 gemacht. Jeder der Männer soll daher von Polen mit mindestens 100.000 Euro entschädigt werden.

Die Regierung hat nach Angaben der Sprecherin noch nicht entschieden, ob sie Berufung einlege. „Aber wir müssen die Sache aufklären.“ Auch wenn es in mehreren Ländern geheime CIA-Gefängnisse gegeben haben soll, sei Polen das einzige Land, das in dieser Sache Ermittlungen führe. Die geheim geführten Ermittlungen dauerten so lange, „weil sich die Zusammenarbeit mit den Amerikanern schwierig gestaltet.“

Moscheebaustelle in Schweden zerstört

Eine Moscheebaustelle im schwedischen Norrköping ist in der Nacht auf heute offenbar Ziel eines Brandanschlags geworden. Die Baucontainer, die von den örtlichen Muslimen als provisorische Versammlungsräumlichkeiten benützt wurden, brannten nach Angaben der Feuerwehr völlig nieder. Verletzt wurde niemand.

Die Behörden gehen aufgrund des Umstandes, dass das Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrach, von Brandstiftung aus. Der Rohbau der eigentlichen Moschee, die im Jahr 2016 fertiggestellt werden soll, blieb indes unbeschädigt. Die Baugenehmigung an die islamische Glaubensgemeinschaft in Norrköping erging im Mai dieses Jahres.

Zeitung: Vier Journalisten im Iran festgenommen

Vier Journalisten sind nach einem Bericht der Zeitung „Washington Post“ offenbar im Iran festgenommen worden, darunter drei Amerikaner. Die Zeitung habe „glaubhafte Berichte“ erhalten, dass ihr Korrespondent Jason Rezaian und dessen Ehefrau Yeganeh Salehi am Dienstag festgenommen wurden, hieß es nach Angaben des Auslandschefs der Zeitung gestern (Ortszeit).

Zwei weitere Amerikaner, die als freie Fotografen arbeiten, seien ebenfalls in iranischem Gewahrsam. Das US-Außenministerium habe von dem Vorfall Kenntnis, wurde Sprecherin Marie Harf zitiert. Ein Sprecher der iranischen UNO-Mission in New York sagte in einer ersten Reaktion, iranische Diplomaten gingen Berichten über die Festnahmen nach.

Sport

U19-EM: ÖFB-Jungstars fordern Titelfavoriten

Die bereits fix für das Semifinale qualifizierten Österreicher haben heute bei der U19-EM in Ungarn die Chance, die Vorrunde mit einem Sieg gegen Portugal auf dem ersten Gruppenplatz abzuschließen. Teamchef Andreas Heraf richtet den Blick aber bereits auf das Halbfinale, gegen den iberischen Titelfavoriten sollen daher einige Stammkräfte geschont werden. „Natürlich wollen wir uns auch gegen Portugal gut präsentieren“, betonte der 46-Jährige. „Aber wir müssen uns die Kräfte ökonomisch einteilen.“

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Europa League: Neuling Grödig hat Blut geleckt

Auf „50:50“ schätzt Clubmanager Christian Haas die Chancen des SV Grödig, bei der erstmaligen Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation auch die dritte Runde zu überstehen. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Cukaricki, die nach einem 4:0 in Belgrad klar zum Aufstieg reichte, bekommen es die Salzburger mit dem moldawischen Vertreter Zimbru Chisinau zu tun. Für Coach Michael Baur war der durchwachsene erste „Heim“-Auftritt in der Red-Bull-Arena ein „guter Lernprozess“ im internationalen Geschäft.

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Formel 1: Red Bull spekuliert mit Überraschung

Für Red Bull und Sebastian Vettel hat es in dieser Saison noch nicht viel Grund zum Feiern gegeben. Dennoch gibt man beim Weltmeisterteam die Hoffnung nicht auf, heuer doch noch einen Sieg einfahren zu können. Vielleicht schon am Sonntag beim Grand Prix von Ungarn (14.00 Uhr, live in ORF eins), wo der PS-Nachteil der „Bullen“ keine so große Rolle spielt wie auf anderen Strecken. „In Budapest kommt unsere Chance“, gibt sich Teamchef Christian Horner selbstbewusst.

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Wirtschaft

Bahn-KV - Zahlenspiele um Abschluss

Nachdem die Verhandler des Bahnkollektivvertrags in der Nacht auf gestern zu einer Einigung gefunden haben, geht es nun um die Wiedergabe des Ergebnisses. Wobei derselbe Abschluss von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern unterschiedlich dargestellt wird.

2,4 oder 2,6 Prozent?

Der Chefverhandler des Schienenverkehrfachverbands, Thomas Scheiber, pocht darauf, dass eine Erhöhung von „2,4 Prozent, mindestens aber 55 Euro“ vereinbart wurde. Bahn-Spitzengewerkschafter Roman Hebenstreit verweist darauf, dass das im Schnitt eine Erhöhung um 2,6 Prozent ergebe.

Scheiber betont gegenüber der APA, dass eine Erhöhung um „2,4 Prozent, mindestens jedoch um 55 Euro brutto“ für alle Gehaltstabellen vereinbart wurde. Der Mindestbetrag bringe eine gewollte stärkere Anhebung der Bezüge in den unteren Gehaltsbereichen, die Vereinbarung wirke sich also auf verschiedene Gehälter unterschiedlich aus. Die Darstellung der Gewerkschaft könne er aber nicht nachvollziehen, diese sei „unseriös“.

Hebenstreit unterstreicht auf APA-Anfrage, dass die Gewerkschaft vida die Wirkung der Vereinbarung für alle Gehaltsstufen ausgerechnet habe. Daraus ergebe sich dann eine Bandbreite der Erhöhungen von 2,4 bis 3,8 Prozent. Durch den Mindestbetrag von 55 Euro und die 2,4-prozentige Erhöhung ergebe sich im Schnitt eine Lohnerhöhung um 2,6 Prozent (brutto).

Agentur: Italienisch-russisches U-Boot-Projekt gestoppt

Wegen der wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland ist nach Angaben der russischen Agentur ITAR-TASS ein italienisch-russisches U-Boot-Projekt gestoppt worden. Betroffen sei ein seit langem vereinbartes Geschäft zwischen der russischen Firma Rubin und der italienischen Werft Fincantieri, die gemeinsam ein U-Boot (S-1000) mit Dieselantrieb und Brennstoffzelle entwickeln wollen.

„Zu unserem Bedauern wurde das Projekt wegen der bekannten politischen Situation gestoppt“, zitierte ITAR-TASS den Chef des Marine-Entwicklungsbüros der Firma Rubin, Igor Wilnit. Die Firma wollte sich offiziell nicht dazu äußern.

Frankreich will weiter liefern

Die Europäische Union (EU) diskutiert derzeit über einen generellen Stopp von Waffenlieferungen an Russland. Frankreich hat sich bisher geweigert, die Auslieferung eines bestellten Hubschrauberträgers nach Russland zu stoppen. Großbritannien wickelt mit Russland ebenfalls noch Geschäfte in Milliardenhöhe ab.

Die deutsche Bundesregierung hat dagegen die Auslieferung eines bestellten Gefechtsübungszentrums für das russische Heer auf Eis gelegt. Die EU will bis Ende Juli auch über Sanktionen gegen Russland in einzelnen Wirtschaftsbereichen entscheiden.

Mitfahrdienst Uber droht Verbot in deutschen Großstädten

Dem umstrittenen Fahrdienstanbieter Uber droht einem Zeitungsbericht zufolge in mehreren deutschen Städten ein Verbot. Das bestätigten Behördenvertreter aus Berlin, Frankfurt und München der „Süddeutschen Zeitung“ von heute. Berlin und Frankfurt prüfen demnach derzeit, ob und wie sie dem App-Anbieter seine Dienstleistung untersagen können.

Fahrer brauchen Personenbeförderungsschein

Nach übereinstimmender Auffassung der zuständigen Ämter in den drei Städten sei das Angebot des kalifornischen Unternehmens nicht mit geltenden Gesetzen vereinbar, berichtete die Zeitung. Demnach müssten Fahrer, die bei Uber ihre Dienste anbieten, einen Personenbeförderungsschein vorweisen. Außerdem benötige das Unternehmen möglicherweise Taxikonzessionen. In München wolle man noch abwarten, aber zielgenau die Fahrer kontrollieren.

Die Verkehrsbehörde der Hansestadt Hamburg hatte Uber Anfang der Woche verboten und dem Unternehmen eine sogenannte Untersagungsverfügung zugestellt. Uber kündigte gestern an, beim Verwaltungsgericht Widerspruch dagegen einzulegen. Die Behörden in Hamburg hätten ihre Befugnisse überschritten. „Uber wird seinen Service auch weiterhin in allen Städten anbieten“, kündigte das Unternehmen in der „Süddeutschen Zeitung“ an.

Gegenwind aus Taxibranche

Uber ist mittlerweile in 42 Ländern tätig und stößt vielerorts auf Widerstand, insbesondere in der Taxibranche. Es erlaubt unter anderem Privatleuten, via Smartphone-App Fahrten anzubieten, die in der Regel deutlich günstiger sind als die jeweils ortsüblichen Taxitarife.

Weitere Espirito-Santo-Holding beantragt Gläubigerschutz

Das portugiesische Geschäftsimperium Espirito Santo gerät immer tiefer in Turbulenzen. Nach den Holdings Espirito Santo International (ESI) und Rioforte beantragte gestern auch die Espirito Santo Financial Group (ESFG), unter Gläubigerschutz gestellt zu werden. Die Finanzholding sei nicht mehr in der Lage, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen, hieß es in einer Erklärung an die portugiesische Börsenaufsicht.

Die ESFG hält 20,1 Prozent an der Banco Espirito Santo (BES), der größten Privatbank Portugals. An dieser ist auch die französische Credit Agricole beteiligt.

Ermittlungen gegen Ex-Bankenchef

Derweil leitete die portugiesische Justiz Ermittlungen gegen den früheren BES-Chef und Firmenpatriarchen Ricardo Salgado wegen des Verdachts auf Betrug, Vertrauensmissbrauch, Fälschung und Geldwäsche ein. Er war gestern festgenommen und verhört worden. Nach einer siebenstündigen Befragung sei er am Abend nach Zahlung einer Kaution von drei Millionen Euro wieder auf freien Fuß gesetzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sein Anwalt erklärte, Salgado werde weiter mit den Behörden zusammenarbeiten.

Das Verfahren gegen Salgado steht nach Justizangaben in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen ein riesiges Geldwäschenetz in Portugal, gegen das die Staatsanwaltschaft seit 2011 vorgeht. In dieser Sache hatte Salgado bereits im Dezember 2012 freiwillig bei den Behörden ausgesagt. Die Staatsanwaltschaft stufte ihn damals nicht als Verdächtigen ein.

Salgado war am 20. Juni auf Druck der portugiesischen Zentralbank als BES-Chef zurückgetreten, nachdem Unregelmäßigkeiten bei der Dachholding ESI bekanntgeworden waren. Sie soll Verluste in Höhe von 1,3 Milliarden Euro verschleiert haben.

Anhaltende Verluste verärgern Amazon-Anleger

Anhaltende Verluste verärgern die Aktionäre des weltgrößten Online-Händlers Amazon. Im zweiten Quartal verlor das US-Unternehmen wegen hoher Investitionen in Service und Produkte unterm Strich 126 Millionen Dollar (94 Mio. Euro). Das Minus hatte im Vorjahreszeitraum sieben Mio. Dollar (5,1 Mio. Euro) betragen. Für das laufende Quartal rechnet das Management sogar mit einem operativen Verlust von bis zu 810 Mio. Dollar (601 Mio. Euro). Die Aktie rutschte nach Bekanntwerden der Zahlen nachbörslich um acht Prozent ab.

„Wir arbeiten hart daran, das Einkaufserlebnis bei Amazon stetig zu verbessern“, erklärte Firmengründer und -chef Jeff Bezos gestern am Sitz in Seattle. Sein teurer Expansionskurs lässt Amazon aber immer wieder in die Verlustzone rutschen.

Bezos’ Ziel ist es, rasch Marktanteile zu gewinnen, neuerdings etwa durch eine Lieferung am Sonntag in den USA. Amazon wuchs bis zuletzt tatsächlich rasant: Der Quartalsumsatz stieg um 23 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar (14,3 Mrd. Euro).

Chronik

Urteile im Testamentsprozess erwartet

Im Prozess gegen fünf Angeklagte wegen mutmaßlicher Fälschung von Testamenten am Bezirksgericht Dornbirn (Vorarlberg) werden heute die Urteile erwartet. Eine suspendierte Richterin beteuerte erneut ihre Unschuld.

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Ein Toter, zwei Verletzte bei Schießerei in US-Psychiatrie

Bei einer Schießerei in einem Krankenhaus im US-Staat Philadelphia hat ein Psychiatriepatient eine Fürsorgerin getötet und einen Arzt verletzt. Der angeschossene Psychiater zog darauf nach ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft selbst eine Waffe, schoss zurück und verletzte den Angreifer schwer.

Ein Polizist sagte nach dem Vorfall gestern (Ortszeit) in Darby, der Arzt habe mit seiner schnellen Reaktion „zweifelsfrei Leben gerettet“, wie die Lokalzeitung „Philadelphia Daily News“ berichtete. Einzelheiten seien noch unklar, hieß es. Der Schwerverletzte sei operiert worden. Unklar sei auch, ob Ärzte in der Klinik Waffen tragen dürfen.

Science

Neu entdeckte japanische Insel wächst immer weiter

Eine erst im November entdeckte neue kleine Insel in japanischen Gewässern gewinnt weiter an Fläche. Laut aktuellen Bildern der japanischen Behörden wuchs das kleine Eiland mittlerweile so stark an, dass es sie mit der unbewohnte Insel Nishinoshima zusammengewachsen ist, die zur Ogasawara-Inselgruppe gehört. Die Bilder hatte die Küstenwache des Landes in dieser Woche aufgenommen.

1.550 Meter lang

Die Insel war durch einen Vulkanausbruch rund 1.000 Kilometer südlich von Tokio entstanden und maß in den ersten Tagen ihrer Entdeckung 400 mal 200 Meter. Mittlerweile beträgt die Ausdehnung der zusammengewachsenen Inseln 1.550 Meter von Ost nach West und 1.350 Meter von Nord nach Süd, wie ein Vertreter der Küstenwache dem Sender NHK sagte.

Auf den Bildern waren zudem drei Krater zu sehen, von denen zwei noch aktive Vulkane sind. In Japans Gewässern waren schon in den frühen 70er Jahren und Mitte der 80er Jahre durch Eruptionen kleine Inseln entstanden. Sie wurden mittlerweile aber teilweise oder vollständig vom Meer überflutet. Auch bei der im November entdeckten Insel waren die Behörden davon ausgegangen, dass sie möglicherweise nicht lange bestehen bleibe.

Religion

Vatikan prüft Verkürzung von Eheannullierungen

Der Vatikan prüft laut dem Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Interpretation von Gesetzestexten, Francesco Coccopalmerio, konkrete Schritte für eine Verkürzung von kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren. In einem Ehenichtigkeitsverfahren geht es um die amtliche Feststellung, ob eine gültige Ehe im katholischen Sinne besteht. Es ist derzeit der einzige Weg, eine katholische Ehe aufzulösen und noch einmal zu heiraten.

Eine Straffung könnte eine mögliche Antwort des Vatikans auf die langjährige Forderung reformorientierter Katholiken nach einer Lösung für das Problem der wiederverheirateten Geschiedenen sein.

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Kultur

Bundestheater: Rechnungshof fordert Konsequenzen

Alles muss raus - kein Schlussverkauf, aber der Rechnungshof-Bericht über die Bundestheater-Holding fordert Konsequenzen: Die Holding hat ihre Kontrollpflicht und strategische Führungsrolle gegenüber den Bundestheatern verabsäumt, und das Kulturministerium hatte nicht kontrolliert, was die Holding treibt.

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Uma Thurman und Daniel Brühl in Film über Koch

Hochkarätige Zutaten für den kulinarischen Streifen „Adam Jones“: Uma Thurman (44) wird Hauptdarsteller Bradley Cooper (39) in dem Film über einen exzentrischen Chefkoch in Paris Gesellschaft leisten. Wie die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ berichteten, spielen auch Daniel Brühl, Sienna Miller, Emma Thompson, Jamie Dornan und Omar Sy mit.

Nach dem Drehstart in New Orleans in diesem Monat sollen die Dreharbeiten in London fortgesetzt werden. Cooper mimt den ehemaligen Starkoch, der nach einer beruflichen Pleite auf einen weiteren Michelin-Stern aus ist. Regie führt John Wells („Im August in Osage County“, „Company Men“) nach einem Drehbuch von Steven Knight („Tödliche Versprechen“, „No Turning Back - Locke“).