Ausland

Präsidentenwahl in Tunesien: Essebsi-Lager verkündet Sieg

Aus der ersten freien Präsidentenwahl in Tunesien ist der Favorit Beji Caid Essebsi nach Angaben seiner Partei als Sieger hervorgegangen. „Essesbi hat gewonnen. Der Stimmenvorsprung ist klar“, sagte sein Kampagnenleiter Mohsen Marzouk gestern Abend unmittelbar nach Schließung der Wahllokale in Tunis.

Der 88-jährige langjährige Regierungspolitiker hatte im November schon in der ersten Runde die meisten Stimmen errungen, musste aber gegen Übergangsstaatschef Moncef Marzouki in die Stichwahl. Marzouki hatte auch auf Stimmen der Islamisten gehofft. Sein Lager ging heute Abend noch von einem knappen Ergebnis aus. Ein Sprecher wollte zunächst keine Tendenz nennen.

Übergriff auf Wahllokal

Die Präsidentenwahl schließt den nach der Jasminrevolution vor vier Jahren eingeleiteten Weg Tunesiens in die Demokratie ab. Die Wahlkommission will erste Teilergebnisse erst heute Abend verkünden. Mehr als fünf Millionen Wahlberechtigte hatten sich für die Abstimmung registriert.

Überschattet wurde der Wahltag von einem bewaffneten Übergriff auf ein Wahllokal in der Provinz Kairouan südlich von Tunis. Dabei wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht auf gestern ein Angreifer getötet und ein Soldat verletzt. Etwa 100.000 Soldaten und Polizisten waren am Wahltag im Einsatz.

Griechenland: Oppositionsparteien lehnen Neuwahl ab

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras hat gestern eine Regierungsumbildung und eine Neuwahl bis Ende 2015 in Aussicht gestellt. Die stärkste Oppositionskraft, das Bündnis der radikalen Linken (SYRIZA) erteilte dem Ansinnen ebenso wie die kleine rechtsgerichtete Partei Unabhängige Griechen umgehend eine Absage.

Die Demokratische Linke kündigte an, den Vorschlag des Regierungschefs zu prüfen. Der pro-europäische unabhängige Abgeordnete Vassilis Economou begrüßte Samaras’ Angebot und rief andere Unabhängige zur Unterstützung der Regierung auf. SYRIZA kann nach Umfragen damit rechnen, bei Neuwahlen die stärkste Partei zu werden und die derzeitige Koalition an der Regierung abzulösen, allerdings schurmpft ihr Vorsprung.

Konsens bei Präsidenten-Wahl

Samaras möchte einen überparteilichen Konsens bei der derzeitigen Wahl eines neuen Staatspräsidenten erzielen. Damit will er drohende Neuwahlen im Frühjahr abwenden und einen erfolgreichen Abschluss der Gespräche mit Griechenlands Kreditgebern erzielen.

Sollte es dazu kommen, könnte die Regierung im Anschluss „um Personen, die an die europäische Perspektive des Landes glauben“ erweitert werden, so Samaras. „Es ist unsere nationale Pflicht und nur vernünftig, die Verhandlungen mit unseren Kreditgebern abzuschließen“, erklärte der Regierungschef in einer überraschend gehaltenen Fernsehansprache.

Bis Ende des Jahres muss im Athener Parlament ein neuer Präsident gewählt werden. Scheitert die Regierung bei der Durchsetzung ihres Kandidaten Stavros Dimas auch im dritten Wahlgang am 29. Dezember daran, 180 der 300 Abgeordneten zu gewinnen, gibt es automatisch Neuwahlen. Schon im Jänner oder Februar müsste dann ein neues Parlament gewählt werden. Im ersten Wahlgang stimmten nur 160 Abgeordnete für Dimas als Präsidenten.

Schulmassaker: Pakistan richtete weitere Terroristen hin

Nach dem Massaker der Taliban an einer Schule in Peshawar sind in Pakistan vier weitere Terroristen gehängt worden. Die vier Männer seien gestern für ihre Beteiligung an einem erfolglosen Anschlag auf den damaligen Militärmachthaber Pervez Musharraf im Jahr 2003 hingerichtet worden, sagte der Innenminister der Provinz Punjab, Shuja Khanzada.

Nach dem Schulmassaker am Dienstag hatte Premierminister Nawaz Sharif eine 2008 angeordnete Aussetzung der Todesstrafe für Terroristen beendet. Am Freitag waren die ersten beiden Terroristen hingerichtet worden. Bei dem Angriff auf die Schule waren mehr als 150 Menschen getötet worden, die meisten davon Kinder und Jugendliche.

Tausende gedenken der Opfer

Nach dem blutigen Taliban-Angriff auf eine Schule im pakistanischen Peshawar haben Tausende Menschen an dem Anschlagsort der Opfer gedacht. Männer, Frauen und Kinder aus Peshawar und anderen Städten legten heute Blumen nieder, zündeten Kerzen an und forderten ein hartes Vorgehen der Armee gegen die radikalen Islamisten.

Video dazu in iptv.ORF.at

Menschenrechtsgruppen kritisierten indes die nach dem Schulattentat seit Jahren erstmals wieder vollstreckte Todesstrafe. Nach dem Angriff der Taliban auf die von der Armee geführte Schule in Peshawar hatten Regierung und Militär angekündigt, den Kampf gegen die Islamisten zu verstärken.

Armeechef Raheel Sharif erklärte, der Angriff habe die Entschlossenheit der Streitkräfte noch verstärkt, die Aufständischen „endgültig zu eliminieren“. Bei Gefechten der Armee und einem US-Drohnenangriff wurden in den Stammesgebieten im Nordwesten des Landes gestern mindestens zwölf Taliban-Kämpfer getötet.

New York: Mann erschießt zwei Polizisten

In New York sind am Samstag zwei Polizisten in ihrem Streifenwagen erschossen worden. Der mutmaßliche Täter habe die Polizisten ohne Vorwarnung durch Kopfschüsse getötet, sagte New Yorks Polizeichef bei einer Pressekonferenz. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einer „Hinrichtung“.

Der Täter, ein 28-jähriger Afroamerikaner, tötete sich wenig später selbst. Es war zunächst unklar, ob die Tat in Zusammenhang mit den jüngsten Protesten gegen Polizeigewalt in den USA steht. Die Familie des in der US-Kleinstadt Ferguson durch Polizeischüsse getöteten Jugendlichen Michael Brown verurteilte den Mord an den beiden Polizisten als sinnlos. US-Präsident Barack Obama rief seine Landsleute noch in der Nacht auf Sonntag dazu auf, „sich der Gewalt zu widersetzen“.

Mehr dazu in Medien: Ankündigung auf Instagram

TV-Hinweis

Inland

Sport

Ski alpin: Hirscher hängt wieder alle ab

Marcel Hirscher bleibt in den technischen Disziplinen weiter ein Klasse für sich. Der 25-jährige Salzburger feierte gestern beim Riesentorlauf von Alta Badia seinen dritten Sieg in Folge und seinen 27. Weltcup-Triumph insgesamt. Hirscher, bereits nach dem ersten Lauf in Front, wehrte in der Entscheidung den Angriff von Ted Ligety souverän ab und holte sich 1,45 Sekunden vor dem Amerikaner und dem Franzosen Thomas Fanara seinen vierten Sieg in dieser Saison. Der Rest der ÖSV-Läufer hatte weniger Grund zur Freude.

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Ski alpin: Görgl im Super-G vor Fenninger

Elisabeth Görgl hat gestern beim Damen-Super-G in Val d’Isere ihren siebenten Karriereerfolg gefeiert und sich damit zur ältesten Weltcup-Siegerin der alpinen Skigeschichte gekürt. Die 33-jährige Steirerin löste Michaela Dorfmeister ab.

Görgl fing mit ihrer Fahrt noch die bis dahin führende Anna Fenninger um 0,05 Sekunden ab und sorgte so für einen ÖSV-Doppelsieg. Für Lindsey Vonn, die ihren 62. Weltcup-Sieg und damit den Allzeitrekord von Annemarie Moser-Pröll jagt, endete das Rennen hingegen mit einer Schrecksekunde.

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Eishockey: VSV bezwingt Salzburg im Shoot-out

Der VSV hat gestern in der 29. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) Tabellenführer Salzburg im Penaltyschießen bezwungen. Die Capitals befinden sich unterdessen weiter in der Krise, die Wiener verloren auswärts gegen die vorletzten Dornbirner und fielen auf Platz fünf zurück.

Für die Vienna war es die zehnte Niederlage in den letzten zwölf Spielen. Während Linz knapp nach Verlängerung bei Südtirol verlor, feierte Innsbruck in Graz einen klaren Auswärtserfolg. Znojmo schaffte einen Heimsieg gegen Fehervar.

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Skispringen: Hayböck erneut Dritter in Engelberg

Michael Hayböck hat seiner Serie von dritten Plätzen einen weiteren hinzugefügt. Der 23-jährige Oberösterreicher belegte gestern im zweiten Springen in Engelberg bereits zum vierten Mal in dieser Saison Rang drei.

Den Sieg holte sich der Tscheche Roman Koudelka, der seine Zwischenführung erfolgreich verteidigte und Lokalmatador Simon Amman den Heimsieg vermasselte. Von den restlichen ÖSV-Adlern kam bei der Tournee-Generalprobe nur Stefan Kraft in die Top Ten.

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Wirtschaft

Lebensversicherung: Die Krux der garantierten Zinsen

Sparen ist ein Thema, das Kopfzerbrechen verursacht. Die Zinsen sind im Keller, eine Besserung scheint so schnell nicht in Sicht. Spürbar ist das bei allen Sparinstrumenten. Lange galt die Lebensversicherung für weniger Risikobewusste als noch relativ interessantes Vorsorgemodell. Doch der Garantiezins sinkt seit Jahren und geht mit Jahreswechsel noch einmal zurück.

Hat das Produkt ausgedient? Geht es nach Konsumentenschützern, lautet die Antwort Ja. Zumindest dann, wenn sich die Modalitäten nicht deutlich änderten. Mehr Flexibilität und Transparenz seien nötig, um die Lebensversicherung am Leben zu halten. Kritikpunkte, auf die Versicherer zum Teil bereits reagieren - und so ganz nebenbei auch ihr zentrales Kostendilemma lösen.

Mehr* dazu in Garantiezins ab 1. Jänner bei 1,5 Prozent

Saudi-Arabien will bei Ölförderungskürzung nicht mitziehen

Saudi-Arabien will trotz des rasanten Ölpreisverfalls unabhängig vom Verhalten anderer Förderländer an seinem Produktionsniveau festhalten. Selbst wenn Länder außerhalb des OPEC-Kartells ihre Förderung drosseln sollten, werde sein Land das nicht tun, erklärte Ölminister Ali al-Naimi gestern in Abu Dhabi.

„Wenn sie ihre Produktion kürzen wollen, können sie das gerne tun. Wir kürzen nicht - Saudi-Arabien wird mit Sicherheit nicht kürzen“, so Naimi. Mit den derzeitigen Preisen sei er zwar völlig unzufrieden, der Ölpreis werde sich jedoch auch wieder erholen - auch wenn bisher unklar sei, wann.

Preisrutsch nimmt kein Ende

Die OPEC hatte bei ihrem jüngsten Treffen im November auf Drängen Saudi-Arabiens beschlossen, den Preisrutsch nicht mit einer geringeren Förderung zu bekämpfen. Dahinter steckt das Kalkül, mit vorübergehend niedrigen Preisen teure Fördermethoden unrentabel zu machen und so Marktanteile zurückzugewinnen. Das hatte den Preisrutsch beim Öl beschleunigt. Zuletzt musste für ein Fass (159 Liter) des Rohstoffs mit rund 60 Dollar (48,86 Euro) nur noch halb so viel bezahlt werden wie im Sommer.

Chronik

Mann steuerte Auto in Passanten: Elf Verletzte

In der französischen Stadt Dijon hat ein Mann gestern Abend sein Auto in Fußgängergruppen gesteuert und dabei elf Menschen zum Teil schwer verletzt. Wie aus Ermittlerkreisen weiter verlautete, ist der Autofahrer wahrscheinlich geistig verwirrt. Er werde offenbar in einem psychiatrischen Krankenhaus behandelt, hieß es.

Nach Polizeiangaben fuhr der 30-jährige Mann an fünf verschiedenen Stellen im Zentrum von Dijon in Gruppen von Passanten. Elf Menschen erlitten demnach leichte Verletzungen, zwei weitere wurden schwer verletzt, waren aber „über dem Berg“. Zeugen berichteten, der Mann habe „Allahu Akbar“ (Arabisch für: Gott ist groß) gerufen und erklärt, dass er „für die Kinder Palästinas“ handle.

Erst am Samstag hatte ein 20-jähriger Mann in einem Polizeikommissariat des Ortes Joue-les-Tours nahe der Stadt Tours drei Polizisten mit dem Messer verletzt, bevor die Polizei ihn erschoss. Auch er rief nach Polizeiangaben „Allahu Akbar“. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Sonntagabend im Fernsehsender TF1, der zum Islam konvertierte Täter von Joue-les-Tours erscheine ihm „sowohl rätselhaft als auch seelisch gestört“.

Medien

Interview bei PEGIDA-Demo: RTL trennt sich von Reporter

Der deutsche TV-Sender RTL trennt sich von einem Reporter, der bei einer Demonstration des Anti-Islam-Bündnisses PEGIDA in Dresden ein Interview als angeblicher Anhänger der Gruppierung gegeben hat.

„Wir werden den betreffenden Kollegen nicht mehr einsetzen und die Zusammenarbeit mit ihm beenden“, teilte der Chef des RTL-Landesstudios Ost, Thomas Präkelt, gestern mit. Präkelt nannte das Verhalten des Journalisten fatal, das gegenseitige Vertrauen sei zerstört. „Mit seinem Auftreten hat er unserem Berufsstand schwer geschadet.“

„Eindeutig falsche Entscheidung“

Laut RTL sollte der Mann am vergangenen Montag verdeckt auf der PEGIDA-Demo in Dresden recherchieren. Dabei war er von einem TV-Team des NDR-Magazins „Panorama“ befragt worden und hatte islamfeindliche Ansichten geäußert. RTL hatte am Samstag erklärt, die Aussagen gäben weder seine wirkliche Meinung noch die von RTL wieder.

In der schriftlichen Erklärung teilte RTL mit, der Journalist habe gegenüber den NDR-Kollegen drei Möglichkeiten gehabt: „Nichts sagen, sich als Kollege outen - oder in der gespielten Rolle eines PEGIDA-Anhängers verbleiben. Er entschied sich für Möglichkeit drei - und traf damit die eindeutig falsche Entscheidung.“ Die ARD schrieb auf ihrer Website unter der Verlinkung zu dem Interview, das am 18. Dezember gesendet worden war, man habe erst nach der Ausstrahlung von der Täuschungsaktion des RTL-Reporters erfahren.

Kultur

Verdi-Premiere: Wenn Rigoletto die Stimme versagt

Mit seinen wunderlichen Figuren, schauerlichen Handlungssträngen und schmelzenden Melodien gehört „Rigoletto“ zu den meist gespielten Werken der Opernliteratur. Auch die Wiener Staatsoper hat ein Jahr nach Giuseppe Verdis 200-Jahr-Jubiläum am Samstag eine Neuproduktion des Klassikers rund um den buckligen Hofnarren auf die Bühne gebracht. Präsentiert wurde eine konventionelle Deutung - mit unvorhersehbaren Momenten jedoch. Dass ausgerechnet der Titelheld die Stimme verlor, war nur einer davon.

Mehr dazu in Hohe Erwartungen an Opernklassiker

Erfolgreicher US-Kinostart für dritten „Hobbit“-Film

Nach seinem Riesenerfolg in Europa hat der dritte und letzte Teil der „Hobbit“-Reihe von Regisseur Peter Jackson auch Nordamerika im Flug genommen. „Der Hobbit 3: Die Schlacht der fünf Heere“ spielte nach ersten Studioangaben seit seinem Kinostart am Mittwoch in den USA und Kanada 90,6 Millionen Dollar (74 Mio. Euro) in die Kassen.

Damit platzierte sich der letzte „Hobbit“-Teil mit Abstand an die Spitze der Kinocharts, wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ gestern Abend berichtete. Das Nachsehen hatten die beiden anderen Neulinge.

„Nachts im Museum 3: Das geheimnisvolle Grabmal“ musste sich in Nordamerika mit einem Startergebnis von 17,3 Millionen Dollar zufriedengeben, dem bisher schlechtesten Ergebnis der Reihe. „Annie“, das für die Leinwand adaptierte Broadway-Musical von Will Smith und Jay-Z, schaffte es auf 16,3 Millionen Dollar und damit Platz drei der Charts.

Erstmals leitet Frau Literaturnobelpreis-Komitee

Die Schwedische Akademie für den Literaturnobelpreis soll erstmals in ihrer über 200-jährigen Geschichte von einer Frau geführt werden.

Der Historiker und Schriftsteller Peter Englund wird sein Amt als Ständiger Sekretär des Gremiums Ende Mai 2015 aufgeben. Seine Nachfolgerin und somit Chefin der Jury, die über den Literaturnobelpreis entscheidet, wird die Ästhethik-Professorin Sara Danius.

Widmet sich Proust, Joyce und Flaubert

Diese Entscheidung kündigte Englund bei einer Rede auf dem Jahresabschlusstreffen der Akademie in Stockholm an. Englund hatte den Posten seit 2009 inne. Die 52 Jahre alte Literaturwissenschaftlerin Danius aus Stockholm war im Dezember 2013 für den gestorbenen Knut Ahnlund als Nobeljurorin in das Gremium aufgenommen worden. In ihrer Forschung widmete sie sich nach Angaben der Akademie etwa Marcel Proust, James Joyce und Gustave Flaubert.

Mitgliedschaft gilt lebenslang

Danius tritt als erste Frau an die Spitze der traditionell von Männern dominierten, 18 Mitglieder starken Runde. Die Mitgliedschaft gilt nach den Statuten der Akademie von 1786 lebenslang. Das Gremium wählt seine neuen Mitglieder selbst aus.

Am Samstag wurde zudem der Autor Klas Östergren formell in die Jury aufgenommen. Der 59-Jährige arbeitet auch als Drehbuchschreiber und Übersetzer. Bei der Sitzung waren der schwedische König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria anwesend.

Michelangelos „David“ bekommt Erdbebenschutz

Eine der weltbekanntesten Skulpturen - Michelangelos „David“ in Florenz - soll mit einem erdbebensicheren Sockel ausgestattet werden. Das kündigte Italiens Kulturminister Dario Franceschini nach einer Serie leichter Erdbeben in der Toskana an.

Ein Erdstoß der Stärke 4,1 war am Freitag unter anderem in Florenz und Siena zu spüren gewesen. Kleine Erschütterungen folgten auch gestern.

Zu Schäden kam es nach Angaben des Zivilschutzes nicht. Das Kulturministerium hatte dennoch einen Krisenstab einberufen, um das Kulturerbe der Region zu prüfen. "Ein absolutes Meisterwerk wie der „David" darf keinem Risiko ausgesetzt werden“, sagte Franceschini. Die kolossale Marmorskulptur wurde 1504 in Florenz aufgestellt. Seit 1873 zieht sie in der Floretiner Galleria dell’Accademia Besucher an.

Leute

Elton John heiratet langjährigen Partner David Furnish

Auf den Tag genau neun Jahre nach ihrer Verpartnerung haben der britische Popstar Elton John und sein langjähriger Lebensgefährte David Furnish gestern offiziell geheiratet. „Der rechtliche Teil ist getan, jetzt kommt die Feier“, schrieb der 67-jährige Popstar über das Soziale Netzwerk Instagram. Auf einem Foto waren beide in marineblauen Anzügen zu sehen, an Johns linker Hand war ein Ehering zu erkennen.

Feier in privatem Rahmen

Die Hochzeitsfeier sollte auf dem Anwesen der beiden Frischverheirateten in Windsor westlich von London stattfinden, unweit des Schlosses von Queen Elizabeth II. Mit rund 50 Gästen sollte die Feier im Vergleich zu der Verpartnerungsfeier im Jahr 2005 eher im kleinen Kreis vonstattengehen. Damals waren 650 Gäste eingeladen. Zu den diesjährigen Gästen zählen britischen Medienberichten zufolge Stars wie David und Victoria Beckham, Elizabeth Hurley und Ozzy und Sharon Osbourne.

Elton John hatte nach der Einführung der Homoehe in England und Wales im März erklärt, den Filmemacher Furnish heiraten zu wollen. Das Paar ist seit mehr als 20 Jahren zusammen und hat zwei Söhne, die von einer Leihmutter zur Welt gebracht wurden. Am 21. Dezember 2005 war das Paar in Großbritannien eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen.

Lifestyle