Ausland

IS-Video soll Ermordung äthiopischer Christen zeigen

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat heute ein Video veröffentlicht, das ihren Angaben zufolge die Ermordung von rund 30 äthiopischen Christen in Libyen zeigt.

In dem halbstündigen Internetvideo ist zu sehen, wie mehrere Männer an einem Strand getötet werden, andere werden in einer Wüste erschossen. Die Getöteten werden in dem Video als Angehörige der „feindlichen äthiopischen Kirche“ präsentiert.

Iran und Afghanistan gemeinsam gegen IS-Terror

Die Präsidenten der beiden Nachbarländer Iran und Afghanistan, Hassan Rouhani und Ashraf Ghani, wollen gemeinsam die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. „Der Terrorismus könnte sich demnächst auf die ganze Region ausbreiten, daher brauchen wir uns gegenseitig, um ihn zu bekämpfen“, sagte Rouhani heute in Teheran.

Selbstmordattentat in Afghanistan

Deshalb würden beide Länder nicht nur Informationen austauschen, sondern gegebenenfalls auch gemeinsam operativ zusammenarbeiten. „Afghanistan wird zum Friedhof der Terroristen werden“, sagte Ghani. Zuvor hatte sich der IS erstmals zu einem Selbstmordattentat in Afghanistan bekannt. Dabei kamen gestern in der ostafghanischen Provinzhauptstadt Dschalalabad mindestens 34 Menschen ums Leben.

21 Tote bei Gefechten im Jemen

Im Südwesten des Jemen haben Huthi-Rebellen und Anhänger von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi auch in der Nacht auf heute einander schwere Gefechte geliefert. In Taes, der drittgrößten Stadt des Landes, wurden zehn Rebellen und vier haditreue Kämpfer getötet, wie Ärzte und örtliche Behördenvertreter berichteten.

Die Regierungstruppen erhielten dabei nach Angaben von Einwohnern Unterstützung durch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die Stellungen der Huthis aus der Luft angriff. Weiter östlich wurden in der Nacht in Atak nach Angaben von Stammesvertretern sieben Rebellen von sunnitischen Milizen getötet. Auch die südliche Hafenstadt Aden ist weiterhin umkämpft. Die Huthis zogen derweil weitere Kämpfer in der nördlich von Taes gelegenen Stadt Ibb sowie in Hodeida am Roten Meer zusammen.

Seit Wochen heftige Kämpfe

Schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Soldaten liefern sich im Jemen seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die Hafenstadt Aden geflohen war. Als die Rebellen Mitte März auf Aden vorrückten, setzte sich Hadi nach Saudi-Arabien ab und bat um militärische Hilfe. Seit dem 26. März fliegt die von Riad angeführte Allianz Luftangriffe im Jemen.

Jemen weist iranischen Friedensplan zurück

Der Jemen lehnte unterdessen den Friedensplan für das Land ab, den der Iran bei den Vereinten Nationen (UNO) vorgelegt hatte. „Wir weisen die iranische Initiative zurück“, sagte Regierungssprecher Rajeh Badi gestern der Nachrichtenagentur Reuters. Es handele sich bei dem Vorstoß nur um ein „politisches Manöver“.

Der Iran hatte einen Plan vorgelegt, der eine sofortige Feuerpause, ein Ende aller militärischen Angriffe, humanitäre Hilfe und die Rückkehr zu einem Dialog zum Aufbau einer Regierung der nationalen Einheit im Jemen fordert. Westliche Regierungen und arabische Diplomaten hatten sich aber zurückhaltend geäußert und erklärt, der Iran sei kein neutraler Friedensmakler.

Hungersnot in Niger droht

Wegen Ernteausfällen ist im westafrikanischen Niger nach Regierungsangaben die Ernährung von mehr als zweieinhalb Millionen Menschen nicht sichergestellt. Für gut 400.000 Menschen sei die Gefahr einer Lebensmittelknappheit besonders hoch, sagte Landwirtschaftsminister Maidagi Allambeye gestern vor Abgeordneten.

Flüchtlinge verschärfen Situation

Als Gründe für die Ernteausfälle nannte Allambeye unter anderem Dürreperioden und Überschwemmungen. Zusätzlich angespannt sei die Lage, weil etwa 200.000 Menschen aus den Nachbarländern Nigeria und Mali auf der Flucht vor radikalen Islamisten im Niger Schutz suchten.

Die Regierung habe ein Projekt zur Bewässerung von 130.000 Hektar Land gestartet und hoffe auf zusätzliche 500.000 Tonnen an Nahrungsmitteln, so Allambeye.

Der Niger ist ein trockenes und armes Land mit einer schnell steigenden Bevölkerungszahl, in dem es immer wieder Lebensmittelkrisen gibt.

Medien: Kim Jong Un besteigt Nordkoreas höchsten Berg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat laut Berichten der Staatsmedien den höchsten Berg des isolierten kommunistischen Staates erklommen. Die Medien veröffentlichten heute Fotos des lächelnden Kim auf einem schneebedeckten und windumtosten Gipfel, während die Sonne hinter ihm aufgeht.

„Den Paektu zu besteigen gibt wertvolle geistige Energie, die stärker als jede Art von Atomwaffen ist“, sagte Kim laut der Staatszeitung „Rodong“. Der 2.750 Meter hohe Vulkan an der Grenze zu China spielt eine wichtige Rolle in der koreanischen Folklore.

Mythische Geburt auf dem Berg

Der Berg hat zudem einen zentralen Platz in den Mythen um die Kim-Familie, die Nordkorea seit drei Generationen mit eiserner Hand regiert. Laut der offiziellen Propaganda wurde Staatsgründer Kim Jong Il auf dem Berg geboren - nach Ansicht von Historikern kam er dagegen in Russland zur Welt.

Sein Enkel Kim Jong Un steht ebenso wie sein Vater und Großvater im Zentrum eines allgegenwärtigen Personenkults. Ihm werden immer wieder bedeutende und eher unwahrscheinliche sportliche und intellektuelle Leistungen zugeschrieben.

Zypern-Türken wählen neuen Präsidenten

Die Zypern-Türken wählen heute ein neues Oberhaupt. Etwa 176.000 Einwohner der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahllokale öffneten um 7.00 Uhr (MESZ) für zehn Stunden. Dem Amtsinhaber Dervis Eroglu stehen sechs Herausforderer gegenüber. Der Wahlkampf wurde von der Frage nach dem zukünftigen Status der Türkischen Republik Nordzypern und der Beziehung zu den griechischen Zyprern dominiert.

Zypern ist seit einem griechisch-zyprischen Putsch und einer anschließenden türkischen Militärintervention seit 1974 geteilt. Die 1982 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern wird nur von Ankara anerkannt. Etwa tausend UNO-Blauhelme überwachen die Waffenstillstandslinie, die durch Europas letzte geteilte Hauptstadt Nikosia verläuft. Im Norden der Insel sind Zehntausende türkische Soldaten stationiert.

Plan zur Wiedervereinigung gescheitert

Die Republik Zypern trat 2004 der EU bei. Völkerrechtlich ist die ganze Mittelmeerinsel Mitglied der Europäischen Union. Einen UNO-Plan zur Wiedervereinigung hatten die griechischen Zyprer im April 2004 mehrheitlich abgelehnt, während die meisten türkischen Zyprer dafür gestimmt hatten.

Der UNO-Sonderbeauftragte für Zypern kündigte Anfang April an, dass die Verhandlungen über eine Wiedervereinigung der Insel nach sechsmonatiger Unterbrechung „in einigen Wochen“ wieder aufgenommen werden sollen.

20 Jahre Oklahoma: Als eine Bombe die USA erschütterte

Vor genau 20 Jahren hat ein Terroranschlag in Oklahoma City die USA erschüttert. Am 19. April 1995 zerstörte die Explosion einer Autobombe ein Behördengebäude und riss 168 Menschen, darunter 19 Kinder, in den Tod. Bis zu den Angriffen auf das World Trade Center sechs Jahre später war „Oklahoma Bombing“ der schlimmste Anschlag auf US-amerikanischem Boden.

Der Haupttäter, der US-Golfkriegsveteran Timothy McVeigh, wurde 2001 hingerichtet, doch der Anschlag beschäftigt die Justiz bis heute. Der Grund: Die Vermutungen, dass mehrere Attentäter beteiligt waren, sind nie verstummt.

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Inland

Finanzrahmen bringt Brisanz in den Nationalrat

Eigentlich ist das Programm des Nationalrats kommende Woche eher unspektakulär. Die Gesetzesbeschlüsse sind kaum umstritten, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist nicht zum ersten Mal in der Fragestunde zu Gast, und die Positionen in der Raucherdebatte sind auch vor der „Aktuellen Stunde“ auf Antrag der FPÖ bekannt. Brisant wird es trotzdem, denn der Finanzrahmen soll vorgestellt werden.

Dieser gibt die Ausgabenobergrenzen für die kommenden vier Jahre an. Grundsätzlich bekennt sich die Regierung dazu, den bisherigen Finanzrahmen auch für den neuen Zeitraum bis 2018 fortzuschreiben und 2016 das strukturelle Nulldefizit zu erreichen. Angesichts der Kosten von Hypo-Desaster und Steuerreform ist somit schon jetzt klar, dass Bund und Länder ihre Gürtel enger schnallen werden müssen.

Umstrittene Einsparungen

Dazu kommt, dass der Finanzrahmen zwar mit Sicherheit am Tag davor vom Ministerrat koalitionär einmütig beschlossen wird. Doch wie man die aufgelisteten Zahlen erreicht, darüber besteht alles andere als Einvernehmen, wie der seit Tagen andauernde Disput der Parteisekretariate über Einsparungen im Verwaltungsbereich gezeigt hat.

Allerdings wird es wohl auch innerhalb der Parteien, vor allem in der ÖVP, noch Gesprächsbedarf geben. Denn Finanzminister Hans-Jörg Schelling hat der ÖVP-dominierten Beamtenschaft am Wochenende unmissverständlich mitgeteilt, dass im öffentlichen Dienst gespart werden muss, und er will auch die Frage einer längeren Unterrichtsverpflichtung für Lehrer diskutieren.

Der weitere Fahrplan

Beschlossen wird der Finanzrahmen am Mittwoch freilich noch nicht. Es handelt sich bloß um die sogenannte „erste Lesung“, das heißt eine Aussprache darüber, was die Fraktionen vom Vorschlag des Finanzministers halten.

Nach der Behandlung im Ausschuss wird der Finanzrahmen in einigen Wochen zum Beschluss ins Plenum zurückkehren. Das Budget, das auf den jetzt festgelegten Zahlen beruhen muss, wird überhaupt erst im Herbst vorgelegt. Bis dahin haben die Ressorts also Zeit, sich zu überlegen, wie sie ihre Sparziele erreichen.

Tausende demonstrierten gegen TTIP

Im Rahmen eines europaweiten Aktionstages gegen das geplante EU-Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) sind gestern auch in Österreich Tausende Menschen auf die Straße gegangen. In Wien versammelten sich laut Polizei rund 6.000 Demonstranten vor dem MuseumsQuartier und zogen dann vor das Parlament.

Die Veranstalter zählten in Wien 15.000 Teilnehmer und österreichweit 22.000. Anfang kommender Woche gehen die EU und die USA in New York in die neunte Verhandlungsrunde zu dem umstrittenen Abkommen. Gegen TTIP und andere Handelsverträge wurde gestern in 45 Ländern weltweit demonstriert.

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Sport

Formel 1: Vettel hat zweiten Sieg im Visier

Sebastian Vettel könnte heute beim Grand Prix von Bahrain (17.00 Uhr MESZ, live in ORF eins) im vermeintlichen Duell der Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg zum zweiten Mal nach Sepang der lachende Dritte sein.

Im Qualifying schob sich der Ferrari-Star bereits zwischen die beiden Silberpfeil-Piloten. Bei Mercedes ist man daher gewarnt. „Ferrari wird schwer zu schlagen sein, ihr Rennspeed ist beeindruckend“, sagte Polemann Hamilton.

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Bundesliga: Salzburg hat „alle Karten in der Hand“

Mit dem 6:0 gegen Wr. Neustadt hat Red Bull Salzburg gestern die Verfolger auf Distanz gehalten und damit einen weiteren Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung in der heimischen Bundesliga gemacht.

„Es liegt jetzt rein an uns, wir haben alle Karten in der Hand“, sagte Trainer Adi Hütter und machte klar, dass er dem Saisonfinale zuversichtlich entgegenblicke. Konzentration sei allerdings weiterhin gefragt: „Wir müssen hellwach bleiben.“

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Marathon: Kenianische Siege in Linz

Die Topläufer haben heute beim Linz-Marathon ausgelassen - trotz optimaler Bedingungen ist der Streckenrekord von 2:07:33 Stunden deutlich verpasst worden.

Es siegten die Kenianer Anthony Maritiem, der die 42,195 Kilometer in einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:09:39 Stunden absolvierte, und Sarah Jebet, die in 2:32:52 erfolgreich war. Die Staatsmeistertitel gingen an Edwin Kemboi und Karin Freitag.

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Wirtschaft

Draghi: Gerüstet gegen Übergreifen der Griechenland-Krise

Die Euro-Zone ist laut Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), inzwischen besser vorbereitet auf ein mögliches Übergreifen der Krise in Griechenland auf andere Länder des Währungsraums. „Wir sind heute besser gerüstet als 2012, 2011 oder 2010“, sagte Draghi gestern am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington.

„Haben gelernt, Mauern zu errichten“

Ähnlich äußerte sich dort der französische Finanzminister Michel Sapin: „Wir sind ganz sicher nicht mehr in der gleichen Situation wie vor vier oder fünf Jahren.“ Sollte etwas Dramatisches passieren, werde es für Griechenland und seine Bürger ernst werden, nicht für die anderen Länder der Euro-Zone. „Wir haben gelernt, Mauern zu errichten, um uns selbst zu schützen“, Europa habe sich selbst vor Turbulenzen geschützt. „Gefährlich wird es für Griechenland.“

Das vom Kapitalmarkt weitgehend abgeschnittene Land braucht dringend Geld. Die neue griechische Regierung streitet aber seit Monaten mit den Euro-Partnern und dem IWF über Bedingungen für weitere Hilfskredite. Griechenland wird seit 2010 mit insgesamt 240 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt.

Mahnung zu Haushaltsdisziplin

Draghi forderte die Länder der Euro-Zone auf, in ihren Bemühungen um Schuldenabbau nicht nachzulassen. „Die Flexibilität innerhalb des Stabilitäts- und Wachstumspakts sollte weise genutzt werden und nicht zu erhöhten Risiken führen, was die Tragfähigkeit der Schulden betrifft.“ In einer Erklärung für die 31. Tagung des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC) in Washington, die am Freitag veröffentlicht wurde, befand Draghi weiters, Länder sollten nicht für wirtschaftliche Schocks in der Zukunft anfällig werden.

Nach Einschätzung des EZB-Präsidenten stehen viele Euro-Länder noch vor erheblichen Aufgaben, um hohe Schuldenquoten zu verringern und tragfähige Haushalte sicherzustellen. Es sei wichtig, dass die Euro-Länder jetzt ausreichend Fortschritte hin zu ihren mittelfristigen Haushaltszielen machen.

Winterkorn sagt Auftritt bei Automesse in Schanghai ab

Kein schneller Auftritt nach dem Machtkampf: Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wird bei einer großen VW-Veranstaltung vor dem Beginn der Automesse in Schanghai fehlen. „Herr Winterkorn hat sich wegen eines grippalen Infekts dazu entschieden, nicht nach Asien zu reisen“, sagte Konzernsprecher Andreas Lampersbach heute. China-Chef Jochem Heizmann werde ihn vertreten. Der hatte zuvor bereits angedeutet, dass Winterkorns fest eingeplanter Auftritt auf der Kippe stehe.

Erst gestern hatte der Kern des Aufsichtsrats eine sieben Tage lang schwelende Führungskrise beendet, nachdem VW-Patriarch Ferdinand Piëch den Manager öffentlich kritisiert und damit dessen Zukunft im Konzern infrage gestellt hatte. Das Gremium will den Vertrag mit Winterkorn nun sogar über 2016 hinaus verlängern.

„Mehrheit ist gegen Piëch“

Nach dem verlorenen Machtkampf gegen Winterkorn sieht sich Piëch in dem Gremium offenbar einer breiten Front von Gegnern gegenüber. „Die Mehrheit ist gegen Piëch“, zitierte die „Bild am Sonntag“ aus Berlin einen Aufsichtsrat. Demnach wollen neben den zehn Arbeitnehmervertretern auch die jeweils zwei Aufsichtsräte des Landes Niedersachsen und der Porsche-Familie Piëch abwählen. Das wären 14 der 20 Aufsichtsräte.

VW prüft neue Günstigmodelle

VW will mit neuen Modellen das Wachstum in China wieder beschleunigen. Dort hatte der deutsche Autobauer im ersten Quartal Probleme, mit dem Gesamtmarkt Schritt zu halten, wie Heizmann heute vor Journalisten eingeräumt hat. Um das zu ändern, prüfe der Konzern die Entwicklung günstiger Geländewagen (SUVs) und Kombiwagen (MPVs).

In diesen Segmenten habe es zuletzt die stärksten Zuwächse gegeben. Heizmann sprach von „konkreten Projekten“, um das Problem anzugehen: „Wir sprechen über eine Produktfamilie dort. Wir sprechen nicht über ein oder zwei Autos.“ Konzernangaben zufolge befinden sich die Entwicklungsvorhaben derzeit in der Sondierungsphase und sind noch nicht endgültig beschlossen.

Franken-Kredite: Erste Klage gegen Bank

Die Verteuerung des Schweizer Franken, die rund 150.000 österreichische Kreditnehmer schmerzlich zu spüren bekommen hatten, hat ein juristisches Nachspiel. Ein Anlegeranwalt brachte nun die erste Klage gegen eine Bank ein, und zwar die Hypo-Bank Burgenland. Es geht um die sogenannten Stop-Loss-Order, die die Fremdwährungskredite absichern sollten, ihre Funktion aber nicht erfüllt haben.

Das Prinzip der Stop-Loss-Aufträge: Verändert sich der Kurs einer Fremdwährung über eine vereinbarte Grenze hinaus, wird der Kredit automatisch in Euro umgewandelt. Damit sollen weitere Verluste vermieden werden.

Im Falle von Franken-Krediten, die in großem Stil an Häuslbauer vergeben wurden, gaben viele Verbraucher eine Konvertierung bei knapp unter 1,20 in Auftrag. Das ist der Mindestkurs gewesen, von dem die Schweizer Nationalbank (SNB) im Jänner abgelassen hatte. In der Folge ist der Euro binnen kurzer Zeit auf unter einen Franken abgesackt. Derzeit ist ein Euro 1,03 Franken wert.

Zu weit tieferen Kursen ausgeführt

Die Stop-Loss-Order wurden aber Anfang des Jahres zu weit tieferen Kursen ausgeführt, oft sogar unter 1,00. Der Verlust und damit die zurückzuzahlende Schuld hat sich also deutlich erhöht. Der Klage zufolge wirkten die Stop-Loss-Aufträge als „Brandbeschleuniger“, da der Euro-Franken-Markt ein „künstlich illiquider“ sei.

Der Bankberater, argumentierte Anlegeranwalt Michael Poduschka, hätte das wissen und den Kunden mitteilen müssen. „Der richtige Ratschlag wäre daher gewesen, entweder kein Stop-Loss zu setzen und das Risiko bei Aufwertung des Schweizer Franken ‚auszusitzen‘ oder sofort in Euro zu wechseln.“

Chronik

Autobahnsperre nach schwerem Unfall in Tirol

Ein Pkw und ein Wohnmobil sind heute Früh in einen schweren Verkehrsunfall auf der Inntalautobahn (A12) bei Kufstein in Tirol verwickelt gewesen. Eine Person wurde schwer verletzt. Die Fahrbahn Richtung Deutschland war rund eine Stunde lang gesperrt.

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Unfalllenker floh nach Fahrzeugüberschlag

Nach einem Verkehrsunfall auf der Achenseestraße bei Wiesing (Tirol) suchte heute Früh der Unfalllenker das Weite. Er konnte von der Polizei Stunden später telefonisch erreicht werden. Der Mann blieb unverletzt, am Wagen entstand Totalschaden.

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Gesundheit

Nigeria: 18 Tote durch mysteriöse Krankheit

In Nigeria sind nach Behördenangaben mindestens 18 Menschen an einer mysteriösen Krankheit gestorben. Weitere fünf Menschen seien erkrankt, sagte gestern der Chef der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Ondo, Dayo Adeyanju.

Nach Behördenangaben brach die Krankheit Anfang der Woche in der Stadt Ode-Irele im Südosten des Landes aus. Die Betroffenen litten unter Kopfschmerzen, verschwommener Sicht und Bewusstlosigkeit und starben binnen eines Tages nach Ausbruch der Krankheit. In Labortests seien Ebola und andere bekannte Viren ausgeschlossen worden, sagte ein Sprecher der Regierung von Ondo.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben bisher Informationen über 14 Fälle mit mindestens zwölf Toten. Blut- und Urinproben seien zur Untersuchung an die Universitätsklinik in Lagos gesandt worden.

Science

Heli vs. Trampolin: US-Firmen wollen Raketen einfangen

Die Weltraumforschung erlebt nach mageren Jahren wieder einen Boom. Doch auch hier muss gespart werden. So sollen Raketenteile, die bisher beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht sind oder beim Aufprall auf der Erde zerstört wurden, rechtzeitig aufgefangen werden, um sie wiederverwenden zu können.

Zwei große Technologiekonzerne liefern einander derzeit ein Wettrennen um die beste Technologie. Doch das aufwendige „Recycling“ rechnet sich nur, wenn der Bedarf an Altteilen auch groß genug ist.

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Religion

Turiner Grabtuch erstmals seit fünf Jahren ausgestellt

Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist ab heute das Turiner Grabtuch wieder für die Öffentlichkeit zu sehen. Bis zum 24. Juni wird das gut vier Meter lange und einen Meter breite Leinentuch - eine der bedeutendsten Reliquien der Christenheit - in der Kathedrale der norditalienischen Stadt Turin zu bestaunen sein.

Mit einer feierlichen Messe im Dom ist in Turin offiziell die Ausstellung des Grabtuches eröffnet worden. (iptv.ORF.at)

Das Tuch zeigt das Körperbildnis eines Menschen. Viele Christen halten es für das Tuch, in das Jesus nach seiner Kreuzigung gewickelt wurde. Wissenschaftler wiesen jedoch nach, dass das Tuch erst im Mittelalter hergestellt wurde.

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Kultur

Leute

„Waldmopszentrum“ zu Ehren Loriots eröffnet

Sie schnüffeln, liegen, sitzen: Bronzene gehörnte Waldmöpse bilden das „Waldmopszentrum“ im deutschen Brandenburg an der Havel. Die Geburtsstadt Loriots setzt damit ihrem Ehrenbürger Vicco von Bülow (1923 bis 2011) ein Denkmal, das sich an seinen Sketch über den „Wilden Waldmops“ anlehnt.

Gestern eröffnete der Vorsitzende des Kulturvereins Brandenburg, Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier, die Kunstinstallation anlässlich der Bundesgartenschau in der Havelregion.

„Leben ohne Mops ist sinnlos“

Die Anlage besteht aus einem Rudel gehörnter Bronzewaldmöpse, einem Sockel mit den Fußabdrücken Loriots und Informationstafeln. Acht Bronzefiguren waren ursprünglich geplant, sechs weitere wurden gestiftet. Sie sollen nach und nach gefertigt und aufgestellt werden.

„Ich bin schon dabei, die nächsten Objekte zu modellieren“, sagte die Berliner Künstlerin Clara Walter. Sie hatte sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und die Plastiken in Handarbeit geschaffen.

Von Loriot stammt der Satz: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ In seinem Sketch hatte er einst über den „wilden Waldmops“ referiert, der ein kleines Geweih trage und vereinzelt in unbewohnten Waldungen Nordschwedens lebe. Auch Stuttgart, wo der Humorist zur Schule ging, hat ein Denkmal: Dort thront auf einer Loriot-Gedächtnissäule ein Bronzemops.