Inland

Ministerium: Asylvertrag mit Gabcikovo bleibt aufrecht

Das Votum in der slowakischen Stadt Gabcikovo ist mehr als eindeutig ausgefallen. 97 Prozent sprachen sich gegen die Unterbringung von Flüchtlingen aus. 500 Menschen, die derzeit in Traiskirchen sind, sollen in der Stadt versorgt werden. Das österreichische und das slowakische Innenministerium stellen klar, dass sich daran trotz des Referendums nichts ändern wird.

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Bundesheer: Fliegerhorst Zeltweg mit neuer Führung

Das Überwachungsgeschwader auf dem Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg (Steiermark) sowie das Heereslogistikzentrum Wien bekommen jeweils eine neue Leitung.

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) habe über die Nachbesetzung der Posten entschieden, erklärte sein Büro heute. Oberst Hansjörg Kobald wird neuer Kommandant des Heereslogistikzentrums, Oberst Franz Six übernimmt den Posten in Zeltweg.

Der 53-jährige Kobald weise u. a. mit Einsätzen auf dem Golan und in Afghanistan sowie als Militärberater der UNO umfangreiche Erfahrungen im Ausland auf, gab das Ministerium in einer Aussendung bekannt. Der gebürtige Tiroler war bereits von 2005 bis 2008 stellvertretender Kommandant im Logistikzentrum.

Der ebenfalls 53-jährige Six wurde nach Absolvierung der Militärakademie zum Militärpiloten ausgebildet. Ab 1984 war er im Überwachungsgeschwader in diversen Kommandantenfunktionen tätig. 1995 bis 2002 übte der gebürtige Kärntner die Funktion des Kommandanten der Düsenstaffel aus. Bis 2006 war er stellvertretender Kommandant des Überwachungsgeschwaders, danach war er zwischenzeitlich auch mit der Führung desselben beauftragt.

Klug sei der Empfehlung einer unabhängigen Bewertungskommission gefolgt, so das Verteidigungsministerium. „Ich wünsche den neuen Führungskräften alles Gute und viel Erfolg für ihre neue Position“, sagte der Minister.

Keine Strafen für störende Besucher im Nationalrat

Geldbußen für protestierende Besucher von Nationalratssitzungen sind unzulässig, hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) geurteilt. Wie die „Presse“ heute berichtete, sprach sich das Höchstgericht gegen eine nachträgliche Bestrafung aus.

Die Entfernung von Ruhestörern von der Besuchergalerie und auch das Aussprechen von Hausverboten durch die Nationalratspräsidentin bleibt aber möglich.

Der Anlassfall ereignete sich bereits im Oktober 2012. Ein Mann warf Flugzettel in den Plenarsaal und rief: „Frechheit und Sauerei, Österreich ist ein korruptes Land!“ Die damalige, inzwischen verstorbene Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) unterbrach die Sitzung, der Störenfried verließ nach einer entsprechenden Aufforderung die Besuchergalerie.

100 Euro Ordnungsstrafe

Für die Aktion bekam der Mann von der Landespolizeidirektion Wien für die Störung der öffentlichen Ordnung 100 Euro Strafe aufgebrummt. Das Verwaltungsgericht Wien bestätigte die Sanktion gemäß Sicherheitspolizeigesetz.

Der VfGH sah das anders und hob das Straferkenntnis wegen Willkür auf. Das Sicherheitspolizeigesetz dürfe hier nicht angewendet werden, denn gemäß Geschäftsordnungsgesetz obliegt den Präsidenten des Nationalrats die Ausübung der Sitzungspolizei, und zwar „abschließend“. Für eine nachträgliche Bestrafung bleibe daher kein Raum.

Ausland

Kampf um größte Militärbasis des Jemen begonnen

Regierungstreue Truppen haben heute im Jemen eine Großoffensive zur Rückeroberung der größten Militärbasis des Landes aus der Hand der schiitischen Huthi-Rebellen gestartet. „Der Kampf zur Rückeroberung des Stützpunkts al-Anad hat begonnen“, hieß es aus Militärkreisen.

Nach Angaben eines Kommandeurs wurden Hunderte Soldaten und Milizionäre mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen rund um die Basis nördlich der Stadt Aden stationiert. Aus Militärkreisen verlautete zudem, dass Kampfjets der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition den Truppen Schutz aus der Luft gewährten.

Der Stützpunkt al-Anad ist von strategischer Bedeutung. Im März fiel die Basis in die Hand der vorrückenden Huthis, woraufhin die US-Armee den Stützpunkt räumen musste. Die US-Soldaten hatten von al-Anad aus den Drohnenkrieg gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida im Jemen überwacht.

14 Islamisten im Nordkaukasus getötet

Spezialeinheiten des russischen Geheimdienstes FSB haben laut amtlichen Angaben 14 Islamisten im Nordkaukasus getötet. Das nationale Komitee für Terrorabwehr teilte heute mit, am Vortag seien in Inguschetien acht Aufständische getötet worden, die in „terroristische Verbrechen“ verwickelt gewesen seien.

Dazu zählten die Ermordung von Vertretern des Sicherheitsapparats und Schutzgelderpressung. Unter den Getöteten sei Adam Tagilow, der für die Kämpfe in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny verantwortlich sei, bei denen im Dezember 2014 über 20 Soldaten und Polizisten getötet worden seien.

Radikale Islamisten haben im vorwiegend muslimischen Nordkaukasus ein „Kalifat“ ausgerufen. Die Zentralregierung in Moskau bekämpft die Dschihadisten mit aller Härte

Ermittlungen wegen Drohungen gegen Israels Präsidenten

Die israelische Polizei hat Ermittlungen wegen „bedrohlicher Äußerungen“ gegen Präsident Reuven Rivlin auf Facebook eingeleitet. Wie ein Sprecher des Staatsoberhaupts heute sagte, folgte die Welle von Schmähungen auf Rivlins scharfe Verurteilung von Attentaten auf Palästinenser.

Dieser hatte am Freitag auf seiner Facebook-Seite zum nächtlichen Brandanschlag auf zwei palästinensische Wohnhäuser, bei dem ein Kleinkind getötet und drei weitere Familienmitglieder schwer verletzt wurden, geschrieben: „Es schmerzt mich, dass einige meiner Landsleute ihre Menschlichkeit verlieren und den Weg des Terrorismus wählen. Das ist nicht der Weg des Staates Israel und des jüdischen Volkes. Leider haben wir das Phänomen des jüdischen Terrorismus bisher offensichtlich zu nachlässig behandelt.“

Rivlin forderte ein hartes Durchgreifen der Sicherheitsbehörden gegen die Extremisten.

„Du wirst schlimmer enden als Scharon“

Die Stellungnahme des Präsidenten löste auf Facebook ein lebhaftes Echo aus, mehr als 2.000 Nutzer kommentierten den Eintrag. Neben viel Zustimmung gab es zahlreiche hasserfüllte Äußerungen, von denen manche in Drohungen gipfelten: „Du dreckiger Verräter wirst schlimmer enden als Ariel Scharon“, schrieb eine Frau unter Verweis auf den früheren Regierungschef, der vor seinem Tod acht Jahre lang im Wachkoma lag.

Ein anderer Nutzer richtete drohende Worte an das Staatsoberhaupt: „In Russland wärst Du jetzt schon zerstückelt in Schuhschachteln gefunden worden.“

Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben belastendes Material vom Sicherheitsdienst des Präsidialamts und leitete Ermittlungen ein, um „die Strafbarkeit der bedrohlichen Äußerungen in Sozialen Netzwerken zu prüfen“.

Syrisches Militärflugzeug über Stadt abgestürzt

Im Nordwesten Syriens ist ein Militärflugzeug der Regierungstruppen über einer von gegnerischen Kämpfern gehaltenen Stadt abgestürzt. 27 Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, heute.

Die tief fliegende Maschine sei wegen eines „technischen Problems“ über der Stadt Ariha in der Provinz Idlib abgestürzt, als sie gerade ein Viertel im Zentrum bombardierte. Die Provinz war vor wenigen Monaten von einer islamistischen Allianz eingenommen worden, der die Al-Nusra-Front angehört.

Es ist nicht bekannt, wie viele der Opfer durch das Bombardement und wie viele durch den Absturz ums Leben kamen. „Durch den Absturz gab es auch Dutzende Verletzte“, sagte Rahman. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle gibt an, über ein dichtes Netz von Informanten in Syrien zu verfügen. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite aber schwer bis gar nicht zu überprüfen.

Netzpolitik-Affäre: Merkel bezweifelt Landesverrat

Wie der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) hat auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Zweifel am Vorwurf des Landesverrats gegen die Journalisten des Blogs Netzpolitik.org.

Der Justizminister habe die volle Unterstützung der Bundeskanzlerin, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz heute in Berlin. Innenminister Thomas De Maiziere (CDU) ließ ebenfalls mitteilen, er halte wie Maas den Vorwurf des Landesverrats für zweifelhaft.

Das Innenministerium teile die Zweifel des Justizministers, „ob die Journalisten mit ihrer Veröffentlichung die Absicht verfolgt haben, die Bundesrepublik Deutschland zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu begünstigen“, sagte ein Sprecher de Maizieres.

Die deutsche Bundesanwaltschaft lässt die Ermittlungen wegen Landesverrats gegen die Verantwortlichen inzwischen ruhen. Dass sie überhaupt aufgenommen wurden, hatte Rücktrittsforderungen gegen Behördenchef Harald Range ausgelöst.

Streit über Ermittlungen gegen Blog

Range wurde laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ schon frühzeitig vor Ermittlungen wegen Landesverrats gegen Journalisten von Netzpolitik.org gewarnt. Seit Tagen gehen in Deutschland rund um die Ermittlungen gegen die Journalisten die Wogen hoch. Die Website hatte über eine Ausweitung der Internetüberwachung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz berichtet und vertrauliche Unterlagen ins Netz gestellt.

Mehr dazu in „Mit Kanonen auf Blog-Spatzen schießen“

Homepage gehackt

Die Website des deutschen Generalbundesanwaltes Range wurde unterdessen von unbekannten Hackern angegriffen. „Unsere Homepage ist gehackt worden“, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, der Nachrichtenagentur Reuters. Der Angriff sei am Freitag bemerkt worden, ob ein Zusammenhang zur Affäre bestehe, sei unklar.

Erdogan: Russland lässt Assad fallen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht laut Presseberichten Anzeichen dafür, dass der russische Staatschef Wladimir Putin den syrischen Machthaber Baschar al-Assad „fallen“ lässt. Putin „teile nicht länger die Meinung, dass Russland Assad bis zum Ende unterstützen muss. Ich glaube, er (Putin, Anm.) kann Assad fallen lassen“, sagte Erdogan heute laut türkischen Medien.

Erdogan hatte im Juni bei der Eröffnung der Europaspiele in Aserbaidschans Hauptstadt lange mit Putin gesprochen. „Unser Treffen in Baku und das nachfolgende Telefongespräch haben mir den Eindruck gegeben, dass er dabei ist, seine Haltung“ zum Konflikt in Syrien zu ändern, sagte Erdogan laut den Berichten.

USA wollen syrische Rebellen schützen

US-Präsident Barack Obama ordnete Insidern zufolge an, die vom amerikanischen Militär ausgebildeten Kämpfer in Syrien notfalls auch vor etwaigen Angriffen von Regierungstruppen zu schützen, wie das „Wall Street Journal“ berichtete. Damit könnte es zu einer direkten Konfrontation zwischen US-Einheiten und der Armee von Assad kommen.

Kritik an den Plänen der US-Regierung kam aus Russland. Ein solches Vorgehen schwäche die Möglichkeiten der Regierung in Damaskus, die radikalislamische IS-Miliz zu bekämpfen, und führe zu einer weiteren Destabilisierung des Landes, sagte ein Sprecher des Präsidialamts in Moskau.

Nigerias Armee befreite 101 Kinder

In ihrer Offensive gegen Boko Haram ist der nigerianischen Armee ein weiterer Schlag gegen die radikalislamische Gruppe gelungen: Laut offiziellen Aussagen konnten nun 178 Boko-Haram-Geiseln befreit werden, davon 101 Kinder. Sie waren in einem Versteck im Sambisa-Wald festgehalten worden - in jenem Gebiet, das schon seit Jahren als Operationsbasis der terroristischen Kämpfer bekannt war. Nach ebenso viel Druck und Unterstützung durch Nachbarländer, auf die der Terror überzugreifen begann, hatte sich Nigeria zu der Offensive entschlossen. Jetzt ist bereits von der bevorstehenden „Auslöschung“ der Terrorgruppe die Rede.

Mehr dazu in Neue multinationale Truppe vor Einsatz

Sport

Motorsport: Dicke Luft in DTM nach Funkspruch

Ein Funkspruch aus der Audi-Box hat beim Rennen des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in Spielberg gestern für viel Ärger gesorgt. Unmittelbar nach den Worten „Timo, schieb ihn raus“ bugsierte Audi-Pilot Timo Scheider die vor ihm liegenden Mercedes von Robert Wickens und Pascal Wehrlein in der letzten Runde von der Strecke.

Bei Mercedes fordert man nun harte Strafen gegen die Übeltäter. Einer davon ist Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich, von dem der verhängnisvolle Funkspruch kam. Ullrich beteuert aber, keine böse Absicht gehabt zu haben.

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Leichtathletik: Grünberg vom Hals abwärts gelähmt

Die bei einem Trainingsunfall am Donnerstag schwer verletzte Stabhochspringerin Kira Grünberg ist nach ihrem Halswirbelbruch vom Hals abwärts gelähmt. Das gab der Manager der 21-jährigen Tirolerin, Thomas Herzog, heute bekannt.

Die Ärzte der Universitätsklinik Innsbruck informierten Grünberg und ihre Familie am Wochenende über Details zum Grad der Verletzung. Die Schädigungen seien permanent, die Prognosen würden wenig Spielraum für einen positiven Verlauf lassen, teilte Herzog mit.

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Chronik

Deutschland: Vater stürzte sich mit Kindern in den Tod

Der Fund von drei Leichen unter einer Brücke in der Nähe der deutsche Stadt Fulda ist laut Behördenangaben aufgeklärt.

Ein 37-jähriger Mann stürzte sich mit seinen beiden Kindern von der Rombachtalbrücke in den Tod, weil er offenbar Angst hatte, die Kinder in einem Sorgerechtsstreit an deren Mutter zu verlieren, wie die Staatsanwaltschaft in Gießen heute mitteilte.

Die Leiche des aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Mannes, seiner zehnjährigen Tochter und seines neunjährigen Sohns waren gestern Nachmittag unter der 95 Meter hohen Brücke gefunden worden. Die dort verlaufende ICE-Strecke von Fulda nach Kassel musste deshalb für mehrere Stunden gesperrt werden.

Den weiteren Angaben zufolge lebten die Eltern getrennt, die beiden Kinder seien jedoch mit dem Einverständnis der Mutter beim Vater gewesen. Die Mutter wird der Staatsanwaltschaft zufolge psychologisch betreut.

180 Tote nach Starkregen in Indien, Myanmar und Vietnam

Unwetter und Monsunregen haben in den vergangenen Tagen in Südasien und Südostasien etwa 180 Menschen in den Tod gerissen. Von den Überschwemmungen seien allein im Nordosten Indiens vier Millionen Menschen betroffen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Delhi heute.

Überschwemmungen in Indien

AP/Rajesh Kumar Singh

Besonders hart getroffen wurde Westbengalen in Indien, wo 48 Menschen starben. Große Teile der Landeshauptstadt Kolkata (früher Kalkutta) standen unter Wasser. Im Bundesstaat Manipur kamen 20 Menschen bei einem Erdrutsch ums Leben. Im Wüstenstaat Rajasthan wurden 28 Tote gemeldet, im Bundesstaat Odisha fünf Tote.

60 Tote in Myanmar, 22 Tote in Vietnam

In Myanmar stieg die Zahl der Toten auf 60. Das Rote Kreuz und die UNO-Behörde für humanitäre Angelegenheiten fürchten, dass die Zahl der Toten noch beträchtlich steigen könnte. Lokale Medien berichteten von 200.000 Menschen, die mit den Fluten zu kämpfen hatten.

In Myanmar wurden mehr als 200.000 Hektar Ackerfläche überschwemmt. (iptv.ORF.at)

In Vietnam regnete es so viel wie seit 40 Jahren nicht mehr. Es starben 22 Menschen. Der Gesamtschaden in dem südostasiatischen Land wurde auf 100 Millionen Dollar (etwa 91 Mio. Euro) beziffert.

Peking: Weniger Verkehr für bessere Luft zu Kriegsgedenken

Peking begrenzt Autoverkehr und Industrieproduktion, um bei den Feiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes für bessere Luft zu sorgen. Von 20. August bis 3. September werde die Zahl der Fahrzeuge, die in der Hauptstadt fahren dürften, halbiert, berichtete das Parteiblatt „Volkszeitung“ heute.

Zudem müssten Industrieunternehmen und mit Kohle betriebene Anlagen ihren Betrieb befristet drosseln oder einstellen. Beschäftigte sollen drei Tage freibekommen, um der Verkehrsstaus Herr zu werden.

In Peking, das unter hoher Luftverschmutzung leidet, wird am 3. September eine Militärparade abgehalten. Sie ist der Höhepunkt der Veranstaltungen, mit denen die Regierung den Jahrestag der Kapitulation Japans am Ende des Zweiten Weltkriegs am 2. September 1945 begeht.

Umweltauflagen bei Großveranstaltungen

Zu Großereignissen werden in Peking, das in den vergangenen Wochen unter dichtem Smog lag, häufig Umweltauflagen verhängt. Das war unter anderem bei den Olympischen Spielen 2008 und beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) im vergangenen Jahr der Fall.

Während des Zweiten Weltkrieges kämpften in China Kommunisten und Nationalisten gegen die japanischen Besatzer. Nach deren Niederlage kam es zum Bürgerkrieg in China, den die kommunistischen Kämpfer 1949 für sich entschieden.

Wirtschaft

Kroatien erwägt Einführung von Autobahnvignette

Der kroatische Verkehrsminister Sinisa Hajdas Doncic hat heute mitgeteilt, dass er sich die Einführung eines Vignettensystems anstelle der bisherigen kilometerabhängigen Autobahnmaut vorstellen kann, wenn das finanziell sinnvoll sei.

Hajdas Doncic reagierte auf einen Vorstoß des früheren Wirtschaftsministers Goranko Fizulic, der in einem offenen Brief ein Vignettensystem nach dem Vorbild Sloweniens und Österreichs gefordert hatte. Er verspricht sich davon mehr Verkehrssicherheit und ein Ende der kilometerlangen Staus vor den Mautstationen.

Vorbild Slowenien

Dem umstrittenen slowenischen Vorbild folgen will Fizulic auch, was die Preisgestaltung betrifft. Nach seinem Willen soll die Jahresvignette 72 Euro kosten, die Wochenvignette 30 Euro. Urlauber, die länger als sieben Tage am Meer bleiben, müssten somit insgesamt 90 Euro für jeweils zwei Kurzzeitvignetten in Slowenien und Kroatien ausgeben.

In einer Internetumfrage der Tageszeitung „Vecernji list“ unterstützten drei Viertel der gut 6.000 Befragungsteilnehmer das Vignettensystem. Hajdas Doncic zeigte sich offen für den Plan. Er verwies auf die geplante Teilprivatisierung der Autobahngesellschaft.

Das künftige Mautsystem werde so gewählt, dass der höchstmögliche Erlös erzielt werde. Sollte das mit der Vignette oder einem Chipsystem der Fall sein, „werden wir dieses Modell wählen“, betonte der Minister.

VfGH kippt Trafikmonopol für E-Zigaretten-Verkauf

Das geplante Verkaufsmonopol für E-Zigaretten in Tabaktrafiken widerspricht der Verfassung. Die von der Regierung angegebenen Argumente des Gesundheits- und Jugendschutzes seien nicht so stichhaltig, dass damit der im Gesetzesentwurf vorgesehene schwere Eingriff in das Recht auf Freiheit der Erwerbsausübung gerechtfertigt werden könnte, urteilte der Verfassungsgerichtshof (VfGH).

Das Tabakmonopolgesetz sah vor, dass ab Oktober E-Zigaretten nur noch in Trafiken verkauft werden dürfen. Derzeit können elektrische Zigaretten noch frei verkauft werden - und das bleibt nun auch so. Die Händler von E-Zigaretten hatten argumentiert, dass es sich um ein ganz anderes Produkt handle, das teilweise nicht einmal Nikotin enthalte. Bei E-Zigaretten wird eine Flüssigkeit verdampft und dann inhaliert, die Nikotin enthalten kann, aber nicht muss.

Trafikanten kritisieren VfGH-Urteil

Für die Trafikanten ist es „nicht nachvollziehbar“, dass der VfGH gegen das Verkaufsmonopol der Trafikanten für E-Zigaretten entschieden hat. Branchensprecher Josef Prirschl verwies in einer Aussendung darauf, dass eine kontrollierte Vertriebsform, wie sie Trafiken bieten, für E-Zigaretten im Interesse des Jugendschutzes wichtig wäre.

Es sei „unverständlich“, dass nikotinhaltige Produkte, die laut Tabakprodukterichtlinie Hinweise auf ihr Suchtpotenzial und ihre Toxizität enthalten müssen, unkontrolliert verkauft werden dürfen, „etwa auf jedem Flohmarkt“, so Prirschl. Zugleich verwies er darauf, dass die EU-Tabakprodukterichtlinie vom April 2014 bis 20. Mai 2016 in nationales Recht umzusetzen ist.

Russland-Geschäft drückt Immofinanz ins Minus

Der börsennotierte Immofinanz-Konzern ist im Geschäftsjahr 2014/15 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust dürfte sich auf 361,4 Mio. Euro belaufen, wie das Unternehmen heute warnte.

Grund dafür waren die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland, die sich in der Bewertung der Moskauer Einkaufszentren niederschlugen. Auch Bürogebäude in Osteuropa musste die Immofinanz abwerten.

Keine Dividende für Aktionäre

Die Aktionäre werden laut Unternehmen heuer keine Dividende sehen. „Die Ergebnissituation im zurückliegenden Geschäftsjahr sowie die mit Ungewissheit behaftete weitere Einschätzung für Russland sind ausschlaggebend dafür, dass der Vorstand der Immofinanz der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014/15 keine Dividende vorschlagen wird“, so der Konzern in einer Pflichtmitteilung.

Das operative Ergebnis hingegen stieg 2014/15 um 17 Prozent auf 316,5 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Es handelt sich dabei um vorläufige Zahlen, die endgültigen Ergebnisse werden am 6. August nach Börsenschluss veröffentlicht.

Auch Währungseffekte spürbar

Neben der Russland-Krise bekam die Immofinanz auch Währungseffekte zu spüren. Das Finanzergebnis habe sich „deutlich verringert“, sagte der Konzern. Überwiegend sei das auf unbare negative Wechselkurseffekte aus der Bewertung der US-Dollar-Finanzierungen der Moskauer Einkaufszentren sowie einen negativen unbaren Effekt aus der Bewertung der Umtauschanleihe auf BUWOG-Aktien zurückzuführen. Der Wohnimmobilienkonzern BUWOG ist die frühere Tochter der Immofinanz und notiert nun selbst an der Börse.

Zum operativen Ergebnis erklärte die Immofinanz, gestiegene Ergebnisbeiträge aus Immobilienverkäufen und aus der Immobilienentwicklung hätten den erwarteten Rückgang beim Ergebnis aus Asset-Management, der auf temporär geringere Mieterlöse in Russland sowie Immobilienverkäufe zurückzuführen sei, deutlich überkompensieren können.

Science

Gletscherschwund erreicht Rekordwert

Die Gletscher weltweit schmelzen seit Beginn des 21. Jahrhunderts in Rekordtempo. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des „World Glacier Monitoring Service“ mit Sitz an der Universität Zürich. „Die Eisdicke der beobachteten Gletscher nimmt derzeit jedes Jahr zwischen einem halben und einem ganzen Meter ab, das ist zwei- bis dreimal mehr als der entsprechende Durchschnitt im 20. Jahrhundert“, sagt Studienautor Michael Zemp. Allerdings gibt es Ausnahmen. Manche Gletscher – etwa jene in Norwegen - sind zwischenzeitlich sogar gewachsen.

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Religion

Geburtstag von Kardinal König jährt sich zum 110. Mal

Heute jährt sich der Geburtstag von Kardinal Franz König (1905-2004) zum 110. Mal. „Brückenbauer“, „Visionär“, „Jahrhundertbischof“ sind nur einige der Bezeichnungen, die das Wirken des Erzbischofs beschreiben. Wie wenige andere österreichische Persönlichkeiten war König über alle ideologischen und religiösen Grenzen hinweg geachtet und als Gesprächspartner gefragt.

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Kultur

„Kultur.montag“: 70 Jahre Hiroshima und Nagasaki

Vor 70 Jahren sind die beiden Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki gefallen - ein gewaltiger Tabubruch in der Kriegsgeschichte. Gleichwohl hält sich hartnäckig der Mythos, die Nuklearschläge seien unabdingbar gewesen, Japan zur Kapitulation zu zwingen und so den Zweiten Weltkrieg zu beenden.

Der deutsche Journalist Klaus Scherer hat jahrelang recherchiert und mit Dutzenden Überlebenden der Katastrophe gesprochen. In seinem Buch „Nagasaki – Der Mythos der entscheidenden Bombe“ meldet er Zweifel an dieser Lesart an. „Kultur.montag“ bittet Scherer zum Interview.

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Rise & Shine: Rasta-Messe in Falkenstein

Am Wochenende hat in den Weinbergen der niederösterreichischen Gemeinde Falkenstein das Rise-&-Shine-Festival stattgefunden - nicht einfach nur ein Reggae-Festival. Es wurden Vorlesungen und Workshops abgehalten, und es wurde Jah genauso gehuldigt wie Haile Selassie I., dem wiedergekehrten Messias der Rastafari. Auch die Götter des Dub waren anwesend, darunter UK-Dub-Legende Mad Professor, Channel One aus London und Blackboard Jungle aus Frankreich.

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