Ausland

Nigeria: Angebliche Befreiung entführter Mädchen

Widersprüchliche Äußerungen haben Verwirrung um das Schicksal der in Nigeria von Islamisten verschleppten Schulmädchen ausgelöst. Das nigerianische Verteidigungministerium meldete am Abend die Befreiung von mehr als einhundert Schülerinnen. Nur noch acht von ursprünglich 129 Mädchen seien in der Hand der Entführer, sagte Ministeriumssprecher Chris Olukolade. Die Angaben widersprechen den Berichten zahlreicher Augenzeugen in der Region sowie von örtlichen Behörden im nordöstlichen Staat Borno.

Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter in der Region sagte der Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Donnerstag, mehr als einhundert Schülerinnen seien weiterhin in der Hand der islamistischen Gruppe Boko Haram. Eltern entführter Schulmädchen hatten zuvor berichtet, die Schülerinnen seien in eine Hochburg der islamistischen Organisation Boko Haram verschleppt worden.

Schwerbewaffnete Männer hatten am Montagabend ein Mädchengymnasium überfallen und mehr als hundert Schülerinnen gezwungen, auf Lastwagen zu steigen. Für die Tat wurde die islamistische Gruppe Boko Haram verantwortlich gemacht. Boko Haram kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Staat und verübt regelmäßig Anschläge. Der Name bedeutet übersetzt etwa „westliche Bildung ist Sünde“.

19 Tote bei mehreren Anschlägen im Irak

Bei einem koordinierten Anschlag auf den Sitz der Regionalregierung der irakischen Provinz Anbar sind gestern drei Soldaten, ein Polizist und ein Zivilist getötet worden. Vor den beiden Eingängen des Komplexes in der Stadt Ramadi hätten sich gleichzeitig zwei Selbstmordattentäter in ihren Wagen in die Luft gesprengt, teilten Sicherheitskräfte mit. Insgesamt kamen bei Anschlägen in mehreren Städten 19 Iraker ums Leben.

Seit Anfang Jänner halten islamistische Aufständische Teile von Ramadi unter ihrer Kontrolle, das nahe gelegene Falludscha haben sie ganz in ihre Gewalt gebracht. Den Sicherheitskräften ist es bisher nicht gelungen, die wichtigen Städte zurückzuerobern.

Bei einem weiteren Autobombenanschlag in Sadr City im Norden Bagdads wurden mindestens vier Menschen getötet und elf weitere verletzt. In Saba al-Bur nördlich der Hauptstadt wurde ein Armeestützpunkt mit Mörsern angegriffen, zwei Soldaten wurden getötet.

In zwei Wochen wird im Irak ein neues Parlament gewählt. Es ist die erste Wahl seit dem Abzug der US-Truppen Ende 2011. Beobachter befürchten, dass die Gewalt zu dem Anlass weiter zunehmen wird.

Israel und Palästinenser verschieben Vermittlungsgespräch

Israel und die Palästinenser haben ein Krisengespräch auf heute verschoben. Die israelische Zeitung „Haaretz“ (Mittwoch-Ausgabe) führte dafür zwei Gründe an.

Zum einen warteten beide Seiten auf US-Vermittler Martin Indyk. Zum anderen widerstrebe es Israel, am Tag des Begräbnisses eines erschossenen Polizeioffiziers Friedensgespräche abzuhalten.

Der 47-jährige Familienvater wurde am Montag kurz vor Beginn des jüdischen Pessach-Festes getötet, als ein mutmaßlich palästinensischer Angreifer bei Hebron mit einer automatischen Waffe Schüsse auf vorbeifahrende Autos abgab, Seine Frau erlitt ebenfalls eine Schussverletzung, und ein neunjähriger Bub in einem anderen Auto wurde verletzt. Der Täter konnte zunächst entkommen.

Verletzte bei Zusammenstößen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eine Mitschuld an der Tat. Demnach wiegelt sie mit Propaganda zu Gewalttaten gegen Israel auf. Die israelische Nachrichtenseite Walla berichtete, Abbas habe den Anschlag heute jedoch bei einem Treffen mit israelischen Abgeordneten in Ramallah verurteilt.

Bei Zusammenstößen mit israelischen Einsatzkräften wurden gestern auf dem Tempelberg in Jerusalem etwa 25 Palästinenser verletzt. Die Polizei habe Tränengas gegen arabische Gläubige eingesetzt, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Nach Angaben der israelischen Polizei hatten zuvor Dutzende von jugendlichen Palästinensern jüdische Besucher auf dem Tempelberg sowie Polizisten mit Steinen angegriffen.

Die USA bemühen sich derzeit, ein Scheitern des Nahost-Friedensprozesses zu verhindern. Ursprünglich wollte US-Außenminister John Kerry bis zum 29. April einen fertig ausgehandelten Friedensvertrag erreichen. Die Verhandlungen ziehen sich bereits seit neun Monaten hin. Kerry kämpft darum, den Gesprächskontakt zwischen den Konfliktparteien aufrechtzuerhalten.

Dschihadisten töten Anführer der Al-Nusra-Front in Syrien

Machtkampf unter Dschihadisten: Einer der Anführer der radikalislamischen Al-Nusra-Front wurde in Syrien gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter getötet.

Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mitteilte, griffen vier Angehörige der rivalisierenden Miliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) den Kommandanten Abu Mohammed al-Ansari am Dienstag in einem Haus in der Provinz Idlib an. Sie erschossen ihn sowie seine Familienangehörigen. Auch ein Bruder des Milizenführers kam laut den Angaben bei dem Überfall ums Leben.

ISIS und Al-Nusra-Front liefern einander seit Monaten Gefechte um die Vorherrschaft in den von ihnen eroberten Gebiete. Die Al-Nusra-Front ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet, das sich wiederum von der ISIS-Miliz distanziert hat. Der Syrien-Konflikt hat Schätzungen zufolge bereits mehr als 150.000 Menschen das Leben gekostet.

Albanien und Kosovo gedenken der Vertreibung

Mit einer gemeinsamen Regierungssitzung haben Albanien und das Kosovo der Vertreibung Hunderttausender Menschen gedacht. Serbisches Militär und Paramilitär hatten 1999 mehr als 700.000 Albaner aus dem Kosovo nach Albanien vertrieben, wo sie in Flüchtlingslagern Zuflucht fanden.

Die Massenvertreibung war durch NATO-Bomben gestoppt worden. Die Regierungschefs Edi Rama und Hashim Thaci stellten ihr Treffen heute in der nordalbanischen Stadt Kukes unter das Motto „Vom Exodus zur strategischen Partnerschaft“.

Inland

Sparen an Schulen: SPÖ-Länder drohen mit Widerstand

Die Schulsparpläne von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) werden zu einem SPÖ-internen Tauziehen. Die SPÖ-Landeshauptleute proben den Aufstand gegen die Einsparungen und drohen mit vehementem Widerstand. Nach Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) meldete sich gestern Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) zu Wort. Man werde das nicht einfach hinnehmen, kündigte auch er Widerstand an. Neben den Einsparungen stößt den SPÖ-Landeshauptleuten auch sauer auf, dass sie dem Bund für die Lehrer nun mehr überweisen müssen. Das Ministerium weiß hingegen den Rechnungshof auf seiner Seite.

Mehr dazu in Aufregung in den Bundesländern

Leiharbeiter: Gesetz brachte nur wenig Verbesserung

Leiharbeiter sind in Österreich noch immer benachteiligt, kritisieren Gewerkschaft und Arbeiterkammer. Ein neues Gesetz, das seit Anfang 2013 gilt, hat zwar Verbesserungen gebracht. Doch von fairer Gleichbehandlung mit der Stammbelegschaft sei man noch immer weit entfernt.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Sport

ÖFB-Cup: Salzburger Torreigen gegen WAC

Red Bull Salzburg ist ins Semifinale des ÖFB-Cups eingezogen. Der Meister feierte heute einen souveränen Kantersieg beim WAC und wahrte damit die Chance auf das zweite Double nach jenem vor zwei Jahren. Die Salzburger hatten in der Lavanttal-Arena gegen die ambitionierten Kärntner zu Beginn aber mehr Mühe als erwartet. Erst nach Seitenwechsel brach Florian Klein die Torsperre der Gastgeber, die Salzburg davor erfolgreich Paroli geboten hatten. Mit der Führung im Rücken ging es dann allerdings Schlag auf Schlag.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Bayern fixieren Traumfinale im DFB-Pokal

Bayern München hat das erhoffte Traumfinale im DFB-Pokal fixiert. Einen Tag nach dem Erzrivalen Borussia Dortmund setzte sich das Team von ÖFB-Teamspieler David Alaba gestern gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern locker mit 5:1 durch und zog souverän ins Endspiel in Berlin ein. Dort kommt es am 17. Mai zu einer Neuauflage des Finales von 2012. Damals hatten sich die Dortmunder das Double gesichert. Während es für den BVB heuer allerdings um die letzte Titelchance geht, lebt in München der Traum vom zweiten Triple in Serie weiter.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Formel 1: Mercedes gibt jetzt den Ton an

Mercedes ist in der Formel 1 momentan das Maß aller Dinge. Nach bisher drei Saisonsiegen werden wohl auch in Schanghai Nico Rosberg und Lewis Hamilton den Sieg unter sich ausmachen. „Die Mannschaft hat nun ein Niveau erreicht, bei dem der Erfolg kein Bonus mehr ist, sondern der Anspruch“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor dem China-GP am Sonntag (9.00 Uhr, live in ORF eins). Das enorm gewachsene Selbstbewusstsein bei Mercedes bekamen zuletzt die wankenden Branchenriesen Red Bull und Ferrari zu spüren.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Reedereien Hapag-Lloyd und CSAV fusionieren

Die Containerreederei Hapag-Lloyd und der chilenische Konkurrent CSAV gehen zusammen. Das teilten die Unternehmen gestern in Hamburg mit. Durch den Zusammenschluss entsteht das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche, hinter Maersk, MSC und CMA CGM.

CSAV erreicht im Containerbereich mit mehr als 50 Schiffen einen Umsatz von rund drei Mrd. Dollar (2,2 Mrd. Euro). Damit rangiert das Unternehmen weltweit unter den Reedereien auf Platz 20. Hapag-Lloyd mit rund 150 Schiffen ist ungefähr dreimal so groß und momentan auf Platz sechs.

Die Schifffahrtsbranche ist seit Jahren von einer Krise gezeichnet. Beide Unternehmen wiesen für 2013 rote Zahlen aus. Mit der Fusion sollen Kosten von 300 Mio. Dollar eingespart werden. Es sei ein bindender Vertrag über die Zusammenlegung des Containergeschäfts geschlossen worden, berichteten die Unternehmen.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden soll das Containergeschäft von CSAV vollständig in Hapag-Lloyd aufgehen. Hauptsitz des Unternehmens bleibt Hamburg. Zudem wird Hapag-Lloyd für das Lateinamerikageschäft eine Regionszentrale in Chile bekommen.

Fed: US-Konjunktur gewinnt an Fahrt

Die US-Konjunktur hat nach Angaben der US-Notenbank in den vergangenen Wochen an Fahrt gewonnen. In den meisten Landesteilen habe die wirtschaftliche Aktivität zuletzt zugelegt, hieß es in dem gestern veröffentlichten Beige Book, dem Konjunkturbericht der zwölf Distriktbanken der Fed.

Grund sei vor allem eine Besserung des Wetters. Sieben Regionen hätten berichtetet, dass die Auswirkung des Winterwetters weniger stark gewesen sei als noch zu Beginn des Jahres.

Millionen-Rückruf: GM beantragt Schutz vor Klagen

General Motors wehrt sich gegen Klagen im Zusammenhang mit dem Rückruf von Millionen Fahrzeugen wegen fehlerhafter Zündschlösser. Vor US-Gerichten in Südtexas und Kalifornien beantragte der Autobauer am Dienstag die Aussetzung von Klagen mutmaßlich Geschädigter. Die Opel-Mutter ist der Ansicht, dass sie für Vorfälle vor 2009, als das Unternehmen aus der Insolvenz kam, nicht belangt werden kann.

Seit 2009 sei GM rechtlich ein neues Unternehmen. Ansprüche vor 2009 müssten an die Überbleibsel der alten GM gerichtet werden, so der Autokonzern.

Mindestens 13 Tote bei Unfällen wegen defekter Zündschlösser

Bei Unfällen, die durch die defekten Zündschlösser ausgelöst wurden, sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Bisher wurden 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen.

Seit Beginn der Rückrufaktion im Februar wurden Dutzende Klagen gegen den Autobauer eingereicht: entweder im Namen von Opfern oder von Fahrzeughaltern, die den Wert ihres Autos durch die Rückrufe gemindert sehen. Die US-Verkehrsaufsicht untersucht vor allem, warum GM mit dem Rückruf wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren.

Modekonzern Strenesse will sich über Insolvenz sanieren

Das deutsche Modeunternehmen Strenesse flüchtet sich in die Insolvenz. Die Firma wolle sich über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung sanieren, teilte Strenesse gestern mit. Sonst drohe in absehbarer Zeit die Zahlungsunfähigkeit. Die drückenden Altlasten behinderten den laufenden tiefgreifenden Umbau.

Der Ulmer Rechtsanwalt Michael Pluta, der unter anderem als Insolvenzverwalter des Modellbahnbauers Märklin bekanntgeworden war, soll Strenesse nun als Restrukturierungsvorstand sanieren. „Wir wollen, dass Strenesse schnellstmöglich wieder profitabel wird“, sagte Pluta.

Noch im Februar schien Unternehmen gerettet

Überwacht wird Strenesse von Jörg Nerlich aus der Insolvenzverwalterkanzlei Görg, der vom Amtsgericht Nördlingen als Sachwalter eingesetzt wurde. Beim Verfahren in Eigenverwaltung gibt es keinen klassischen Insolvenzverwalter.

Noch im Februar schien das Unternehmen gerettet, als die Gläubiger eine mit neun Prozent verzinste Anleihe über zwölf Mio. Euro um drei Jahre bis 2017 stundeten. Doch ächzt Strenesse auch unter knapp fünf Mio. Euro Bankschulden und einem Gesellschafterdarlehen von Gerd Strehle, dem Vater von Vorstandschef Luca Strehle. Mehr als ein Dutzend Emittenten sogenannter Mittelstandsanleihen sind inzwischen insolvent.

Umsatz schrumpfte auf die Hälfte

50 von 400 Stellen hat Strenesse bereits abgebaut. Doch die Suche nach einem neuen Investor zog sich hin. Und mit der Ausdünnung der Kollektionen schrumpfte der Umsatz von einst 100 Mio. Euro auf nur noch die Hälfte. Von Juni bis November 2013 schrieb Strenesse 3,5 Mio. Euro Verlust.

Mut macht Luca Strehle die Auftragslage. Die Vorbestellungen für die Herbst/Winter-Kollektion 2014 seien erfreulich, der Trend in den eigenen Läden positiv. „Der operative Geschäftsbetrieb wird weiter uneingeschränkt fortgeführt“, sagte Strehle. Bekannt war Strenesse unter anderem als Ausstatter der deutschen Fußballnationalmannschaft. Seit dem vergangenen Jahr tragen die Spieler und der deutsche Bundestrainer Joachim Löw bei offiziellen Anlässen aber Kleidung des Rivalen Hugo Boss.

Amtlich: Letzte Hypo-Bankbilanz mit 2,748 Mrd. Euro Verlust

Nach wochenlangem Ringen um das Wirtschaftsprüfertestat ist die Bilanz 2013 der Hypo Alpe-Adria jetzt fertig und vom Aufsichtsrat gebilligt: Ihr letztes Jahr als Bank hat die staatliche Krisenbank im Einzelabschluss mit einem Verlust von 2,748 Mrd. Euro abgeschlossen. Zum Vergleich: Im Jahr davor lag der AG-Verlust bei 231 Mio. Euro.

In der Konzernbilanz nach internationalen Bilanzierungsvorschriften (IFRS) lag der Verlust 2013 bei 1,864 Milliarden Euro. Das Jahr davor hatte der Konzern mit einem kleinen Minus von 22,9 Mio. Euro abgeschlossen.

Das jetzige große Minus - das wieder mit der Hilfe der Steuerzahler ausgeglichen werden musste - resultierte aus teuren Kreditabschreibungen und Wertberichtigungen auf Finanzierungen und Vermögenswerte. Für die Bilanz 2013 gab es insgesamt 2,5 Mrd. Euro an Staatshilfe, der letzte Kapitalnachschuss von 750 Mio. Euro wurde erst am 9. April von einer Sonderhauptversammlung durchgewinkt.

Die Verlustzahlen waren bereits vorige Woche bekanntgegeben worden, damals noch untestiert. Nach einer Sitzung des Aufsichtsrats gab die Bank gestern Abend Eckpunkte des testierten Abschlusses bekannt.

Chronik

Großbrand in Wien war offenbar gelegt

Offenbar gelegt worden ist das Feuer, bei dem gestern Früh in der Wiener Innenstadt eine Frau ums Leben gekommen ist. Die Polizei sucht nach dem Mieter der Wohnung, von der das Feuer ausging. Es sollen mehrere Benzinkanister gefunden worden sein.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Massenkarambolage legte A1 lahm

Etwa 40 Fahrzeuge sind gestern Vormittag in eine Massenkarambolage auf der Westautobahn (A1) bei Altlengbach (Bezirk St. Pölten) verwickelt gewesen. Mutmaßliche Ursache war laut Feuerwehr plötzlich aufgetretene Glätte, elf Personen wurden verletzt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Solosechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gibt es einen Solosechser. Ein Mitspieler hat alle Zahlen richtig getippt und darf sich über einen Gewinn von genau einer Million Euro freuen.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

5 13 21 28 36 44 Zusatzzahl 39

Ein Teilnehmer hat die richtige Joker-Zahl auf seinem Tippschein, er erhält rund 164.300 Euro.

Die Joker-Zahl lautet:

7 6 0 0 2 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Kim Jong Uns Frisur führt zu diplomatischen Verwicklungen

Ein zu Werbezwecken in einem Londoner Friseurgeschäft aufgehängtes Poster mit dem Bild des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hat zu diplomatischen Verwicklungen geführt. Nordkoreas Botschaft habe sich beim Außenministerium in London offiziell beschwert, bestätigte das Ministerium gestern. Man denke nun über eine Antwort nach, hieß es aus dem Ministerium.

„Bad hair day?“

Der Saloninhaber hatte vergangene Woche das Bild Kim Jong Uns mit der Aufschrift „bad hair day?“ ins Schaufenster gehängt und damit für eine neue Rabattaktion geworben. Der Koreaner war wegen seiner eigenwilligen Frisur häufiger Gegenstand von Spott.

Zwei Tage später seien Repräsentanten der nordkoreanischen Botschaft in den Salon gekommen und hätten Fragen zu dem Poster gestellt, sagte der Friseur Karim Nabbach dem Sender BBC.

Vor verschlossenen Türen

Er habe den Koreanern die Tür gewiesen und die Polizei verständigt, erzählte der Friseur weiter. Nach deren Angaben gegenüber der BBC wurde jedoch keine Anzeige erstattet.

Dennoch: Gestern war das Poster weg, das Geschäft blieb geschlossen. Ein Kunde, der einen Friseurtermin hatte, blieb genauso ratlos vor dem Schaufenster stehen wie enttäuschte Schaulustige.

Zwölfjährige Britin wird Mutter

Eine Zwölfjährige ist zu einer der jüngsten Mütter Großbritanniens geworden. Das Mädchen aus dem Londoner Norden sei von ihrem ein Jahr älteren Freund schwanger gewesen und habe nach acht Monaten am vergangenen Sonntag einen Buben zur Welt gebracht, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA gestern.

Das junge Elternpaar soll demnach schon ein Jahr zusammen sein. Der Großvater hatte sich bei einem Rundfunksender gemeldet und erklärt, er werde seine Tochter und deren junge Familie voll unterstützen. Die Großmutter ist selbst erst 27 Jahre alt und damit 15 Jahre älter als ihre Tochter.

IT

Nutzer sammeln 6,2 Mio. Dollar für Neil Youngs Musikplayer

Die Idee des kanadischen Musikers Neil Young, ein Abspielgerät für Musik in besonders hoher Qualität zu bauen, hat mehr Interessenten als erwartet gefunden. Auf der Finanzierungsplattform Kickstarter kamen für den „PonoPlayer“ bis Dienstag gut 6,2 Millionen Dollar von über 18.000 Geldgebern zusammen. Den angestrebten Betrag von 800.000 Dollar hatte das Projekt schon am ersten Tag eingesammelt.

Damit zeigt sich, dass es zumindest einen Nischenmarkt für Musik in hoher Qualität und entsprechende Abspielgeräte gibt. Die meiste Aufmerksamkeit bekommen derzeit die schnell wachsenden Streamingdienste, die Musik aus dem Netz für einen monatlichen Abobetrag direkt aus dem Netz abspielen und dafür beim Sound eine starke Kompression anwenden. Youngs „PonoPlayer“ ist ein Gegenentwurf dazu.

Erste Serie für Oktober geplant

Im Netz gibt es bereits diverse Downloadplattformen für Musik in hoher Auflösung. In US-Medien wird spekuliert, dass auch Apple auf einer iTunes-Plattform einen solchen Dienst anbieten könnte, um sich von den Streamingdiensten abzuheben.

Die „PonoPlayer“ der ersten Serie sollen im Oktober für 399 Dollar auf den Markt kommen. Die Entwickler setzen nicht auf Varianten des digitalen Formats MPEG, also MP3 oder AAC, sondern auf das Format FLAC mit hoher Auflösung. Das bedeutet bessere Qualität, aber auch grundsätzlich größere Dateien. Auf den „PonoPlayer“ mit einer Speicherkapazität von bis zu 128 Gigabyte passen je nach Auflösung 800 (ultrahohe Auflösung) bis 5.000 (CD-Qualität) Songs.

Science

Wie Eizellen und Spermien einander finden

Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt die Entstehung eines Embryos. Forscher haben nun ein Protein auf der Oberfläche von Eizellen entdeckt, ohne das dieser grundlegendste Schritt unserer Entwicklung nicht möglich ist. Sie haben es nach Juno benannt, der römische Göttin der Fruchtbarkeit.

Mehr dazu in science.ORF.at

Auch Schimpansen bevorzugen stabile Betten

Nicht nur Menschen, auch Schimpansen haben gewisse Ansprüche an ihr Bett: Unter allen zur Verfügung stehenden Baumarten wählen sie laut einer neuen Studie die mit dem stabilsten, festesten Holz für ihr typisches Schlafnest aus.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Russland: Verfahren gegen Performance-Künstler eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen den Performance-Künstler Pjotr Pawlenski eingestellt, der im November seine eigenen Hoden auf das Pflaster des Moskauer Roten Platzes genagelt hatte. Pawlenskis Anwalt Dinar Idrisow sagte der Nachrichtenagentur AFP gestern, die Akte sei geschlossen, weil seinem Mandanten „mangels Verbrechen“ nichts vorgeworfen werden konnte. Gegen Pawlenski war wegen „Rowdytums“ ermittelt worden, das mit bis zu fünf Jahren Lagerhaft bestraft werden kann.

Ein Sprecher der Moskauer Polizei erklärte, ein Experte sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Aktion weder „politisch, ideologisch oder rassistisch“ motiviert gewesen sei und sich „nicht gegen eine ethnische, soziale oder religiöse Gruppe gerichtet“ habe.

Gegen Entwicklung zum Polizeistaat

Polizisten hatten den nackt vor dem Lenin-Mausoleum auf dem Boden hockenden Performance-Künstler im November mit einer Decke verhüllt und abgeführt. Der 29-Jährige erklärte, mit seiner Aktion habe er gegen die Untätigkeit der russischen Gesellschaft angesichts der Entwicklung des Landes zu einem Polizeistaat protestieren wollen.

Gegen Pawlenski wird in einem anderen Fall wegen „Vandalismus“ ermittelt. In St. Petersburg hatte er im Februar auf der Straße Reifen verbrannt, um sich mit der Kiewer Protestbewegung gegen die ukrainische Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch zu solidarisieren. Im Mai 2013 war er festgenommen worden, weil er nackt und mit Stacheldraht umwickelt vor einem Regierungsgebäude in St. Petersburg demonstriert hatte.

2012 hatte er sich den Mund zugenäht, um gegen die Inhaftierung von Mitgliedern der Frauen-Punkband Pussy Riot zu protestieren, die mittlerweile wieder auf freiem Fuß sind.

Hochkonjunktur für Superhelden im Kino

Mit „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ kommt nur wenige Wochen nach „The Return of the First Avenger“ der nächste Superheld ins Kino. Gekämpft wird aber nicht nur auf der Leinwand, sondern auch hinter den Kulissen. Denn dass Superhelden die wirklich harte Währung im Filmgeschäft sind, darin scheinen sich die großen Filmstudios einig zu sein. Die Rechte an den Charakteren und ihren Geschichten sind dementsprechend heiße Ware. Denn auch wenn hinter dem Großteil der Comics ursprünglich nur zwei Verlage stehen, will sich bei den Kinoadaptionen kein Studio den Teil am Kuchen streitig machen lassen, auch wenn dabei durchaus auch ein Kollisionskurs eingeschlagen wird.

Mehr dazu in Das Kräftemessen der Filmstudios