Ausland

Kiew motiviert Soldaten mit „Abschussprämien“

Im Kampf gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew „Abschussprämien“ für ihre Soldaten eingeführt. Einem heute veröffentlichten Beschluss zufolge zahlt der Staat für ein vernichtetes Fahrzeug der Aufständischen umgerechnet 600 Euro.

Zerstörte Panzer werden mit 2.400 Euro belohnt, und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6.000 Euro geben. Zusätzlich will die Regierung den Soldaten für jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Armeeangehörige klagen jedoch oft darüber, dass der finanziell angeschlagene Staat ihnen den Sold schuldet.

Im Bürgerkriegsgebiet berichteten die Konfliktparteien erneut von gegenseitigem Beschuss. Nach Darstellung der Separatisten gab es Tote und Verletzte. Vor allem bei dem Verkehrsknotenpunkt Debalzewo nordöstlich der Großstadt Donezk gebe es heftige Gefechte, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax. Das Militär in Kiew warf den Aufständischen Dutzende Angriffe auf Soldaten vor.

Offenbar neues IS-Ultimatum an Japan und Jordanien

Die radikalislamische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat Japan und Jordanien offenbar ein neues Ultimatum gestellt und mit der Tötung zweier Geiseln gedroht.

Ein Sprecher des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe sagte heute (Ortszeit) in Tokio, es gebe eine neue Audioaufnahme, auf der vermutlich der von IS-Kämpfern verschleppte japanische Journalist Kenji Goto zu hören sei.

Audiobotschaft mit Stimme Gotos?

Dieser sage, ein ebenfalls gefangen gehaltener jordanischer Luftwaffenpilot werde getötet, sollte Jordanien nicht eine inhaftierte irakische Extremistin freilassen. Als Frist werde nun der Sonnenuntergang im nordirakischen Mossul genannt.

Auch das US-Unternehmen SITE, das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisiert ist, berichtete von einer verbreiteten Audiobotschaft, auf der die Stimme Gotos zu hören sein soll.

Der Mann, der sich selbst als Goto identifizierte, sagte in der im Internet verbreiteten Aufnahme in englischer Sprache: „Wenn Sadschida al-Rischawi nicht bis Donnerstag, den 29. Jänner, bei Sonnenuntergang nach Mossuler Zeit zum Austausch gegen mein Leben an der türkischen Grenze bereitsteht, dann wird der jordanische Pilot Muath al-Kasasba sofort getötet.“ Diese Äußerungen legen den Schluss nahe, dass Kasasba nicht ebenfalls gegen die Extremistin ausgetauscht werden soll, sondern nur Goto.

Jordanien stimmte Gefangenenaustausch zu

Ein Sprecher der jordanischen Regierung hatte zuvor gesagt, sein Land sei bereit, Rischawi freizulassen, sollte der Pilot verschont werden. Die Frau bleibe aber in jordanischem Gewahrsam, bis der Mann tatsächlich frei sei. Gestern hatte die japanische Regierung erklärt, Goto habe in einer Videoaufnahme vom Dienstag erklärt, die Geiselnehmer würden ihn binnen 24 Stunden töten, sollte die Extremistin nicht freikommen.

Lage an israelisch-libanesischer Grenze beruhigt

Nach dem Angriff auf ein israelisches Militärfahrzeug und anschließenden Gefechten an der israelisch-libanesischen Grenze hat sich die Lage vorerst beruhigt. Der israelische Rundfunk berichtete heute, die israelische Führung tendiere dazu, vorerst keine weiteren Angriffe zu unternehmen.

Bei dem Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz wurden gestern zwei israelische Soldaten getötet. Vermutlich bei einem israelischen Artilleriegegenschlag kam wenig später ein spanischer UNO-Soldat ums Leben.

Hisbollah mit Signalen für Deeskalation

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief alle Seiten zu größter Zurückhaltung auf. „Alle Parteien sollten von jeder Handlung Abstand nehmen, die die Stabilität in der Region untergraben könnte“, sagte Ban gestern in New York. Jeder solle verantwortungsvoll handeln und jede Eskalation in der ohnehin gespannten Situation vermeiden.

Israelische Medien berichteten, die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz habe Israel über einen Kommandanten der UNO-Friedenstruppe mitteilen lassen, dass sie kein Interesse an einer weiteren Eskalation habe. Das israelische Militär ist im Norden des Landes weiterhin in Alarmbereitschaft. Der Schulunterricht in der Region findet heute wie gewohnt statt.

Die Hisbollah wollte mit dem Beschuss des Fahrzeugs einen Luftangriff auf den syrischen Golanhöhen am 18. Jänner rächen. Bei dem Angriff, der Israel zugeschrieben wird, waren ein iranischer General und mindestens sechs Hisbollah-Kämpfer getötet worden.

Mehr dazu in Heftige Gefechte in umstrittener Region

Kuba fordert Ende des US-Wirtschaftsembargos

Der kubanische Staatschef Raul Castro hat von der US-Regierung ein Ende des Wirtschaftsembargos gegen sein Land gefordert. Die jüngste Annäherung der beiden seit langem verfeindeten Staaten habe ansonsten keinen Sinn, sagte er gestern beim Gipfel der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) in Costa Rica.

„Die Handels- und Finanzblockade verursacht enorme wirtschaftliche Schäden und verstößt gegen internationales Recht“, sagte Castro weiter. Der Karibik-Staat und die USA hatten Mitte Dezember überraschend die Normalisierung ihre Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit angekündigt. Die Verhandlungen dazu wurden in der vergangenen Woche in Havanna aufgenommen. Sie sollen bald in Washington fortgesetzt werden.

US-Kontakte zu Dissidenten ärgern Castro

Ein genauer Termin für die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sowie die Eröffnung regulärer Botschaften in Washington und Havanna steht noch nicht fest. Vor allem die Frage der Menschenrechte erschwert die Verhandlungen. Castro verbat sich eine Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Kubas.

Die US-Delegation war am Rande der Gespräche in Kuba auch mit Dissidenten zusammengetroffen. „Unsere US-Partner sollten keine Kontakte zu der kubanischen Gesellschaft aufnehmen, als ob es in Kuba keine souveräne Regierung gebe“, sagte der Staatschef. Seine Regierung bedürfe keiner Ratschläge in inneren Angelegenheiten.

Eine Geisel von Sydney starb durch Polizeischüsse

Eines der Todesopfer der Geiselnahme in einem Cafe im australischen Sydney im Dezember ist durch Polizeischüsse gestorben. Katrina Dawson sei bei der Erstürmung des belagerten Cafes durch die Polizei von mehreren Querschlägern getroffen worden, teilten die Ermittler heute mit. Die andere getötete Geisel, Tori Johnson, wurde laut den Angaben von dem Geiselnehmer erschossen.

Der radikale Islamist Man Haron Monis hatte Mitte Dezember in einem Cafe im Zentrum der australischen Metropole 17 Menschen in seine Gewalt gebracht. Einige konnten im Laufe der stundenlangen Geiselnahme fliehen. Nach mehr als 16 Stunden stürmten Einsatzkräfte das Cafe. Neben den beiden Geiseln wurde auch Monis getötet.

Die Geiselnahme hatte die Australier schockiert. Neben der gerichtlichen Untersuchung läuft derzeit noch eine gesonderte Ermittlung der australischen Regierung zu der Geiselnahme. Der Bericht dazu soll demnächst veröffentlicht werden. Nach der Geiselnahme war unter anderem die Frage aufgekommen, weshalb der amtsbekannte und vorbestrafte Geiselnehmer auf Kaution frei war.

EU-Außenminister beraten über weitere Russland-Sanktionen

Bei einem Sondertreffen zum Ukraine-Konflikt beraten die Außenminister der EU-Staaten heute Nachmittag über mögliche neue Strafmaßnahmen gegen Russland. Im Raum stehen weitere Wirtschaftssanktionen wegen der mutmaßlichen Unterstützung für die Separatisten im Osten der Ukraine.

Als ersten Schritt in diese Richtung könnten weitere Unterstützer von Kreml-Chef Wladimir Putin auf eine Liste gesetzt werden, die für das EU-Territorium Einreiseverbote und Kontensperren vorsieht. Konkrete Entscheidungen zu einer möglichen Ausweitung von Wirtschaftssanktionen werden nach Angaben von Diplomaten allerdings vermutlich erst bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs am 12. Februar getroffen.

Inland

Arbeitszeiten: Einigung für Wiens städtische Spitäler

Im Tauziehen um die Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetztes für Spitalsärzte gibt es eine Einigung für die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). In der Nacht wurden neue Arbeitszeit- und Gehaltsmodelle vereinbart.

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Oberösterreichs Ärzte wollen Urabstimmung

Die am Sonntag in Oberösterreich erzielte Einigung zwischen Spitalsärzten und den Krankenhäusern wackelt, denn die Mediziner fordern jetzt eine Urabstimmung. Der für heute geplante Beschluss in der Kurie der Ärztekammer wurde bereits verschoben.

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Polizei will nicht genehmigte WKR-Demos notfalls auflösen

Das Verbot zweier Kundgebungen der Initiative NOWKR gegen den rechten Akademikerball am Freitag - neben anderen - hat gestern für heftige Debatten gesorgt. Das Bündnis kündigte an, trotzdem zu demonstrieren. Der Vorwurf seitens der Behörden lautet, NOWKR würde zu Gewalt aufrufen.

In der ZIB2 nahm Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl dazu Stellung. Man habe „mit einer größeren Menge an Gewaltbereiten zu rechnen“, so Pürstl. Das Wesentliche sei aber, dass mit allen beteiligten Seiten gesprochen worden sei und „die gesetzlichen Grenzen“ abgesteckt worden seien.

Nützt dieser Dialog nichts, werde konsequent eingegriffen. Auf die Frage, was das für NOWKR-Kundgebungsteilnehmer heiße, sagte Pürstl, die Versammlungen seien verboten. Die nicht genehmigten Kundgebungen würden im äußersten Fall aufgelöst, das sei „keine Frage“.

NOWKR kündigte an, trotzdem „auf die Straße zu gehen“, und warnte vor chaotischen Zuständen in der Stadt.

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Thema spaltet die Grünen

Solidarität oder nicht, das ist bei den Grünen eine Frage der Generationen. Während sich die grüne Studentenfraktion GRAS heute empört über das Verbot der NOWKR-Demos zeigte und sich mit „allen antifaschistischen Protesten“ gegen den rechten Akademikerball solidarisierte, erklärte der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz auf seiner Facebook-Seite in Richtung NOWKR: „Wir gehen euch nicht in die Soli-Falle.“

Pilz hatte bereits zuvor in einer Presseaussendung an die NOWKR-Demonstranten appelliert, sich von Gewalt zu distanzieren. In seinem Facebook-Eintrag wurde er noch deutlicher: „Haltet uns doch nicht für dumm. Das Verbot eurer Demo ist ebenso euer Ziel wie der Krawall. Es geht nicht um Antifaschismus, es geht euch nur um euch selbst.“

Parteiinterner Zwist schon letztes Jahr

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) sahen das anders. Die Untersagung der NOWKR-Demo sei „skandalös“. Die GRAS solidarisiere sich mit allen antifaschistischen Protesten gegen den Akademikerball, ließen sie in einer Aussendung wissen. Die Wiener Polizei hatte kurz zuvor die NOWKR-Demo verboten.

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Rund um den Ball hatte es bereits im Vorjahr parteiinterne Unstimmigkeiten gegeben. Bundessprecherin Eva Glawischnig drohte damals den Jungen Grünen mit dem Rauswurf als Jugendorganisation, nachdem auf einer von ihnen unterhaltenen Website Gegner des Balls den Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ veröffentlicht hatten.

Abdullah-Zentrum: Einigung auf „Neuaufstellung“

Die Debatte über das Abdullah-Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog (KAICIID) in Wien ist noch lange nicht am Abebben, aber wenigstens zwischen den Koalitionspartnern SPÖ und ÖVP scheinen sich die Wogen zu glätten.

Nach einem Gespräch zwischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) - auch Bundespräsident Heinz Fischer dürfte sich in die Debatten eingeschaltet haben - gestern wurde überraschend der „Versuch einer Neuaufstellung“ angekündigt.

Dazu soll es weitere Gespräche geben. Gelinge die „Neuaufstellung“ nicht, bleibe immer noch die Ausstiegsvariante, hieß es. Über diese dürfte Saudi-Arabien ziemlich verärgert sein.

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Wirtschaft

OMV schwenkt wegen Ölpreises auf Sparkurs ein

Wegen des seit Mitte 2014 um mehr als die Hälfte eingebrochenen Ölpreises verstärkt die OMV ihre Sparanstrengungen und kürzt ihre Investitionspläne.

Von 2015 bis 2017 will man nur noch 2,5 bis drei Mrd. Euro jährlich ausgeben, bisher waren für 2014 bis 2016 im Schnitt 3,9 Mrd. Euro an Investitionen geplant. Zudem wird das für 2016 geplant gewesene Förderziel von 400.000 Barrel/Tag auf später verschoben.

Außerdem seien „weitere Maßnahmen zur Kostensenkung“ geplant, so der heimische Öl- und Gaskonzern heute. Da sich das Umfeld für die Branche in den letzten Monaten fundamental geändert habe, reagiere man darauf entsprechend mit Umsicht, so Generaldirektor Gerhard Roiss.

Weitere Sparmaßnahmen möglich

Mit der „Anpassung“ der Investitionen reagiere man „im Gleichklang mit der Branche“ und sei „vorbereitet, falls notwendig“ das Investprogramm noch weiter zu reduzieren, sagte Finanzvorstand David C. Davies in einer Aussendung.

Für die Zukunft sei die OMV mit ihrer soliden Finanzstruktur und komfortablen Liquiditätsposition gut aufgestellt, versicherte Davies. Bei einigen Projekten nehme die OMV nun das Tempo der Umsetzung zurück, so Roiss: „Dies wird unausweichlich dazu führen, dass das zuvor festgelegte Produktionsziel für 2016 von rund 400.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erst später erreicht werden kann.“

McDonald’s-Chef Thompson tritt ab

Der Chef der weltweit größten Fast-Food-Kette McDonald’s, Don Thompson, tritt Ende Februar ab. Nachfolger werde mit 1. März der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook, teilte der US-Konzern gestern mit. Easterbrook ersetze Thompson auch als Präsident und Mitglied des Boards. Er ist seit 1993 bei dem Unternehmen und war unter anderem Präsident von McDonald’s Europe.

McDonald’s-Aktien legten nach Bekanntgabe der Personalie nachbörslich um drei Prozent zu. Der 51-jährige Thompson gehört der Schnellrestaurantkette seit 1990 an. Seit Juli 2012 steht er an der Spitze des Konzerns. Über Thompsons Rücktritt war nach schlechten Quartalszahlen schon eine ganze Weile spekuliert worden.

Sinkende Zahlen im Kernbereich

Die Fast-Food-Kette hat vor allem wegen geschlossener Filialen in Russland, veränderter Konsumgewohnheiten in China und harter Konkurrenz auf dem Heimatmarkt ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der Gewinn ging 2014 um 14,8 Prozent zurück, der Umsatz fiel um 2,36 Prozent. Die Kette ist in mehr als hundert Ländern mit etwa 36.000 Restaurants vertreten.

Der scheidende Konzernchef sagte, er sei „zuversichtlich“, dass sein Nachfolger das Unternehmen nach vorne bringen werde. „2014 war ein herausforderndes Jahr für McDonald’s rund um den Globus“, hatte Thompson bei der Vorlage der Zahlen eingeräumt. Zum ersten Mal seit 2002 sanken die weltweiten Verkäufe in Filialen, die mindestens ein Jahr auf dem Markt sind.

RBI will Russland-Risiken reduzieren - keine Verkäufe

Die Raiffeisen Bank International (RBI), deren Aktienkurs seit Wochen auf Talfahrt ist, trifft Vorsorgen: Dabei werden Bilanzrisiken (risikogewichtete Aktiva, RWA) von „mindestens 20 Prozent“ abgebaut. Damit soll der Kapitalpuffer ausgebaut werden, hieß es in einer Pflichtmitteilung nach Aufsichtsratsberatungen gestern Abend.

Der Abbau der risikogewichteten Aktiva werde auch das Russland-Geschäft der RBI-Gruppe betreffen, heißt es in der Mitteilung. Dazu hielt die Bank fest, „dass entgegen Marktgerüchten keine Verkaufsgespräche“ zu ihrer russischen Tochterbank geführt würden.

Kapitalpuffer „komfortabel“

In den vergangenen Tagen hatten Gerüchte über einen möglichen Rückzug aus Russland, aber etwa auch aus Polen, die Runde gemacht. Aus dem Russland-Segment erwartet die RBI nach eigenen Angaben für 2014 weiterhin deutlich über 300 Mio. Euro Gewinn. Trotz erwarteter höherer Wertberichtigungen rechne man auch für 2015 in Russland mit einem positiven Ergebnis.

Noch vor der Zahlenbekanntgabe für 2014 - die seit einigen Tagen auf den 9. Februar vorverlegt ist - nannte die Bank auch eine Kapitalkennzahl: Per 31. Dezember sei die harte Kernkapitalquote (Tier 1 Ratio) der RBI bei rund zehn Prozent gelegen, die Eigenmittelquote betrage über 15 Prozent. Die Bank erfülle somit sämtliche regulatorische Kapitalerfordernisse komfortabel. „Der Vorstand der RBI stellt klar, dass keine Kapitalerhöhung geplant ist“, heißt es in der Pflichtmitteilung.

Sport

Handball-WM: Sensation und Krimis in Viertelfinal-Spielen

Das Viertelfinale der WM in Doha hat es gestern in sich gehabt. Die mit eingebürgerten Europäern gespickte „Weltauswahl“ von Gastgeber Katar warf nach Österreich auch Deutschland aus dem Turnier. Im Schatten dieser Sensation entwickelten sich zwei weitere Spiele in der Runde der letzten Acht zu echten Krimis. Titelverteidiger Spanien erzielte das Siegestor gegen Dänemark praktisch mit der Schlusssirene. Polen setzte sich hauchdünn gegen Kroatien durch. Nur Frankreich behielt gegen Slowenien klar die Oberhand.

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Ski alpin: Dämpfer für Hirscher vor WM

Marcel Hirscher wird wie geplant morgen zur alpinen Ski-WM in Vail/Beaver Creek in den USA aufbrechen. Der 25-jährige Weltcup-Leader tritt die Reise zwar fieberfrei an, wie sein Pressesprecher mitteilte. Allerdings bereitete ihm sein „katastrophales“ Abschneiden beim Nachtslalom in Schladming Kopfzerbrechen.

„Alles, was wir daher mit Blick auf die WM tun können, ist, konzentriert weiterarbeiten und positiv bleiben“, sagte der WM-Titelverteidiger nach dem Dämpfer bei der Generalprobe.

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Chronik

AirAsia-Absturz: Kopilot steuerte Unglücksmaschine

Die vor einem Monat vor Indonesien abgestürzte AirAsia-Maschine ist Ermittlern zufolge vom Kopiloten gesteuert worden. „Der Stellvertreter ist geflogen“, sagte Chefermittler Mardjono Siswosuwarno heute. Er betonte, die Maschine sei flugtauglich gewesen, die Ladung sei im Rahmen des Zulässigen gelegen.

Der AirAsia-Airbus war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur aus bisher ungeklärten Gründen in die Javasee gestürzt. Alle 162 Menschen an Bord kamen ums Leben. Bisher wurden 70 Leichen geborgen. Bei den Arbeiten am Wrack gab es vor allem wegen des Wetters große Schwierigkeiten.

Zwei Tote bei Lawinen in Steiermark und OÖ

Gestern ist auf der Tauplitzalm in der Steiermark ein 26 Jahre alter Skitourengeher von einer Lawine verschüttet worden. Für den Obersteirer kam jede Hilfe zu spät: Er erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen.

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Auch in Oberösterreich konnte ein Verschütteter nur noch tot geborgen werden.

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Nach eineinhalb Stunden lebend geborgen

Bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Lech in Vorarlberg wurde gestern ein verschütteter Skifahrer nach eineinhalb Stunden lebend geborgen - und das, obwohl er sein Suchgerät abgeschaltet hatte.

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Auf dem Hafelekar in der Innsbrucker Nordkette waren zuvor am Vormittag zwei Lawinen im freien Skiraum abgegangen. Drei Variantenfahrer wurden verschüttet. Zwei Verschüttete gab es auch auf dem Kitzbüheler Horn. Eine Person wurde schwer verletzt.

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Auch ein Lawinenabgang auf dem Seekareck in Obertauern (Salzburg) ging glimpflich aus: Ein Variantenfahrer, der das Schneebrett ausgelöst hatte, wurde nur teilweise verschüttet und konnte sich unverletzt befreien.

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Drei Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es drei Sechser gegeben. Laut Ausendungen der Österreichischen Lotterien kommen die Gewinner aus Niederösterreich und der Steiermark. Sie erhalten jeweils rund 2,5 Mio. Euro. Der Vierfachjackpot war der erste des Jahres, mehr als 9,3 Mio. Tipps waren abgegeben worden.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

8 10 12 21 26 36 / Zusatzzahl 43

Die Jokerzahl lautet:

0 2 0 0 7 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Siemens-Musikpreis für Christoph Eschenbach

Der Dirigent Christoph Eschenbach bekommt dieses Jahr den renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Eschenbach sei eine künstlerische Ausnahmeerscheinung und ziehe nicht nur vom Dirigentenpult herab Orchester, Solisten und Publikum in seinen Bann, erläuterte die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Er überzeuge dabei als Dirigent genauso wie als Pianist, hieß es.

Der 1940 in Breslau geborene Christoph Eschenbach stellte sein Leben in den Dienst der Musik. Eschenbachs Mutter starb bei der Geburt, der Vater wenige Jahre später in einem Strafbataillon an der Kriegsfront. Nach dem Krieg erkrankte er als Kind in einem Waisenhaus in Mecklenburg an Typhus.

„Nobelpreis der Musik“ ist mit 250.000 Euro dotiert

Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, eine Cousine der leiblichen Mutter, soll Eschenbach als Rettung empfunden haben. Die Sängerin und Pianistin brachte dem verstummten Kind die Musik nahe. Die Musik habe seinem Leben den Sinn zurückgegeben, sagte Eschenbach laut einer Mitteilung der Musikstiftung. „Ich bin deshalb dankbar, ganz in ihrem Dienst zu stehen.“

Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert und wird Eschenbach am 31. Mai im Herkulessaal der Münchner Residenz überreicht. Insgesamt vergibt die Stiftung drei Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern.

30 Banksy-Werke für 612.000 Euro versteigert

30 Werke des geheimnisvollen Streetart-Künstlers Banksy haben bei einer Auktion in London umgerechnet rund 612.000 Euro eingebracht. Die Drucke und Skulpturen stammten aus dem Besitz des Galeriebesitzers Steve Lazarides, der lange als Agent für Banksy gearbeitet hatte.

Am meisten war einem Bieter mit 40.000 Pfund (rund 53.500 Euro) das Bild "Precision Bombing" aus dem Jahr 2000 wert. Banksy ist vor allem für seine oft gesellschaftskritischen Kunstwerke bekannt, die häufig über Nacht auf Mauern auftauchen. Wer hinter dem Namen steckt, ist nicht bekannt.

Song Contest

IT

Nokia profitiert von Boom im mobilen Internet

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat im vergangenen Quartal von der starken Nachfrage nach schnellen Mobilfunknetzen profitiert. Der Umsatz zog im Jahresvergleich um neun Prozent auf 3,8 Mrd. Euro an, wie der finnische Konzern heute mitteilte. Dabei verwies Nokia vor allem auf ein robustes Geschäft in Nordamerika.

Der Gewinn stieg um fast 80 Prozent auf 327 Mio. Euro. Nokia hatte im vergangenen Jahr die verlustreiche Mobilfunksparte an Microsoft verkauft und konzentriert sich seitdem auf Netzwerktechnik und Kartendienste.

Das Netzwerkgeschäft macht fast 90 Prozent der Erlöse aus. Der Umsatz des Segments dürfte in diesem Jahr über die Vorjahresmarke steigen. 2014 Jahr war er trotz der Erholung zum Jahresende noch leicht gesunken. Im Gesamtkonzern blieben die Erlöse 2014 mit 12,7 Mrd. Euro auf vergleichbarer Basis stabil.

Facebook wächst stärker als erwartet und verdient mehr

Facebook bleibt auf Wachstumskurs. Dank höherer Werbeeinnahmen stieg der Nettogewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Jahr davor um 34 Prozent auf 701 Mio. Dollar (rund 620 Mio. Euro), wie das Unternehmen gestern Abend nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte um 49 Prozent auf 3,85 Mrd. Dollar zu. Die Prognosen der Analysten konnten übertroffen werden.

Fast 1,4 Mrd. Mutzer weltweit

Die Zahl der monatlichen Nutzer stieg um 13 Prozent auf 1,39 Mrd. Im besonders wichtigen mobilen Markt kletterte sie um 26 Prozent auf 1,19 Mrd. Die Werbeeinnahmen legten um 53 Prozent auf 3,59 Mrd. Dollar zu, etwa 69 Prozent steuerten die umkämpften Anzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones bei. Die Markterwartungen wurden zwar übertroffen, doch die Aktie reagierte nachbörslich kaum auf die Zahlen.

Gesundheit

WHO: Weniger als 100 Ebola-Infektionen in einer Woche

Die Zahl der Ebola-Neuinfektionen ist erstmals seit Juni 2014 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf unter 100 in einer Woche gefallen. In der Woche bis zum 25. Jänner seien 99 Neuerkrankungen verzeichnet worden, teilte die UNO-Organisation heute in Genf mit.

Damit beginne nun die zweite Phase der Ebola-Bekämpfung mit dem Schwerpunkt, die Epidemie zu beenden. Bisher waren die internationalen Bemühungen darauf konzentriert, die Verbreitung der oft tödlichen Seuche zu verhindern.

An Ebola sind nach WHO-Angaben im vergangenen Jahr 21.724 Menschen erkrankt, 8.641 von ihnen starben. Am schlimmsten betroffen waren die westafrikanischen Staaten Liberia, Sierra Leone und Guinea.

Ärzte ohne Grenzen warnt

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnte davor, angesichts der sinkenden Infektionszahlen die Anstrengungen zur Ebola-Bekämpfung zu verringern. Ebola sei in Westafrika noch längst nicht besiegt, sagte der Präsident der deutschen Sektion der Hilfsorganisation, Tankred Stöbe, heute.

Es gebe immer noch viele Patienten, deren Ansteckungswege unbekannt seien. „Jederzeit ist es möglich, dass ein einziger Patient neue und unkontrollierte Übertragungsketten auslöst und es zu einem Wiederaufflammen der Epidemie kommt“, sagte der Arzt.

VKI: Kindermilchprodukte als Zuckerbombe

Vermeintlich kindgerechte Joghurts und Desserts werden häufig als besonders gesund oder vitaminhaltig beschrieben. In Wahrheit gilt leider oft das Gegenteil, wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in einem aktuellen Test herausgefunden hat.

Alle getesteten Produkte enthielten über zehn Prozent Zucker, einige auch deutlich mehr. Kindermilchprodukte sind daher eher eine Süßigkeit, weniger ein gesunder Snack, so das Fazit des Tests.

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