Ausland

Nahost: Interne Kritik an Netanjahu wächst

Nach der Waffenruhe im Gaza-Krieg hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit wachsender interner Kritik zu kämpfen. Oppositionsführer Jizchak Herzog sagte nach Angaben des israelischen Rundfunks, Netanjahu habe das Vertrauen der Öffentlichkeit und vor allem der Einwohner der Grenzorte zum Gazastreifen verloren.

„Die Armee hat gewonnen, aber die Regierung hat verloren“, sagte Herzog, Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeitspartei. Auch innerhalb seiner eigenen Regierung war Netanjahu in die Kritik geraten. Rechtsorientierte Minister wie Avigdor Lieberman und Naftali Bennett hatten einen Sturz der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen gefordert.

Laut Medienberichten stimmte Netanjahu der Waffenruhevereinbarung unter ägyptischer Vermittlung im Alleingang zu. Die Abmachungen seien nicht von seinem Sicherheitskabinett gebilligt worden. Dieses hätte das Abkommen über eine Feuerpause möglicherweise abgelehnt.

Irak: US-Luftschläge zur Befreiung von Amerli

Angesichts der Not der Bevölkerung in der von Dschihadisten belagerten irakischen Stadt Amerli denken die USA nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium über gezielte Luftangriffe in der Region nach.

Auch werde eine humanitäre Mission erwogen, sagte gestern in Washington ein Vertreter des Verteidigungsministeriums, der anonym bleiben wollte. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen.

Derzeit versuchten die USA, sich ein genaueres Bild von der Situation zu verschaffen. Sollte es zu einer Hilfsaktion kommen, könne diese ähnlich verlaufen wie kürzlich für die Jesiden im Sindschar-Gebirge.

Seit zwei Monaten belagert

Die zwischen Kirkuk und Bagdad gelegene Kleinstadt Amerli wird seit zwei Monaten von der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) belagert. In ihr leben rund 12.000 Menschen - überwiegend schiitische Turkmenen, die von den radikalsunnitischen Dschihadisten wegen ihres Glaubens als „Ketzer“ betrachtet werden.

Nach UNO-Angaben gelang es bisher nicht, die Bewohner in Sicherheit zu bringen oder ausreichend Hilfsgüter in die Stadt zu liefern. Der UNO-Sondergesandte für den Irak, Nickolay Mladenov, warnte kürzlich, dass den Einwohnern im Fall einer Einnahme durch die Dschihadisten ein „Massaker“ drohe.

Erdogan wird als Präsident der Türkei vereidigt

Nach mehr als elf Jahren als Ministerpräsident wird Recep Tayyip Erdogan heute als Staatsoberhaupt der Türkei vereidigt. Erdogan leistet seinen Amtseid um 14.00 Uhr (13.00 MESZ) im Parlament in Ankara, das zu einer Sondersitzung zusammenkommt.

Der 60-Jährige wird der erste direkt vom Volk gewählte Präsident des Landes. Bei der Wahl am 10. August hatte Erdogan knapp 52 Prozent der Stimmen gewonnen. Erdogan machte deutlich, dass er auch als Staatspräsident die Geschicke einer von ihm proklamierten „neuen Türkei“ lenken will.

Erdogans Nachfolger an der Spitze der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP wurde der bisherige Außenminister Ahmet Davutoglu (55). Als einziger Kandidat erhielt der Gefolgsmann Erdogans bei einem Sonderparteitag in Ankara 100 Prozent der gültigen Stimmen. Nach Erdogans Vereidigung übernimmt Davutoglu auch das Amt des Ministerpräsidenten.

Mittelmeer-Flüchtlinge: Neue EU-Mission geplant

Zur Unterstützung Italiens beim Umgang mit Flüchtlingen, die über das Mittelmeer kommen, will die EU eine neue Grenzschutzmission auf den Weg bringen. Das teilten EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström und der italienische Innenminister Angelino Alfano gestern nach einem Treffen in Brüssel mit.

Die Operation unter dem Namen Frontex Plus unter dem Dach der EU-Grenzschutzagentur Frontex soll laut Alfano die italienische Kontroll- und Rettungsmission Mare Nostrum ablösen. Allerdings sind sowohl die Finanzierung als auch der Umfang der Mission noch unklar. Damit Frontex-Missionen zustande kommen, müssen die EU-Staaten Material und Personal stellen.

Venezuela geht hart gegen Schmuggler vor

Angesichts der Versorgungskrise in Venezuela haben die Sicherheitskräfte ihren Kampf gegen die Schmugglerbanden an der Grenze zu Kolumbien verstärkt. In den vergangenen Wochen seien 148 Verdächtige festgenommen worden, teilte Informationsministerin Delcy Rodriguez gestern mit. Die Polizei habe über 600 Tonnen Lebensmittel und rund 400.000 Liter Treibstoff beschlagnahmt.

In Venezuela fehlt es häufig an Dingen des täglichen Bedarfs. Schmuggler verkaufen die stark subventionierten Güter im Nachbarland Kolumbien. Die linksgerichtete Regierung von Präsident Nicolas Maduro spricht von einem Wirtschaftskrieg gegen das südamerikanische Land.

Künftig sollen die Verkäufe in Supermärkten begrenzt werden. Die Opposition macht hingegen eine verfehlte Wirtschaftspolitik für die Engpässe verantwortlich und bezeichnet die geplanten Kontrollen als verfassungswidrig.

Jemen: Zehntausende fordern Regierungsrücktritt

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben gestern erneut Zehntausende Menschen gegen die Regierung demonstriert und deren Rücktritt gefordert. „Wir werden nicht zurückweichen, wir werden den Druck erhöhen“, riefen die Protestierenden. Vielfach wurden Flaggen der Partei des im Jahr 2011 gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh geschwenkt, der dieser immer noch vorsitzt.

In Sanaa und rund um die Stadt hatten in den vergangenen Tagen Tausende bewaffnete Anhänger der Huthi-Rebellen unter ihrem Anführer Abdulmalik al-Huthi Stellung bezogen. Von den Aufständischen gehen auch die Proteste gegen die Regierung und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi aus. Sie fordern die Rücknahme einer Benzinpreiserhöhung und werfen der Regierung Korruption vor.

Nach Einschätzung von Experten wollen die Huthi mit ihren Protesten ihren Einfluss im Norden ausbauen und sich mehr Macht in einer künftigen Regierung sichern. Seit dem Jahr 2004 gab es bereits wiederholt Aufstände der Huthis, die sich durch die von der sunnitischen Mehrheit dominierte Zentralregierung benachteiligt fühlen. Gespräche zwischen Regierung und Rebellen zur Beilegung der Krise scheiterten am Sonntag.

Inland

Faymann: Kompromisse bei Steuerreform möglich

Bundeskanzler SPÖ-Chef Werner Faymann hat im Ö1-Interview Vorwürfe zurückgewiesen, der Druck der SPÖ für eine Steuerreform und Vermögenssteuern sei mitschuldig am Rücktritt von Ex-ÖVP-Chef Michael Spindelegger. Und er deutete an, dass es bei Finanzierung und Zeitpunkt der Steuerreform Kompromisse geben könnte, hielt aber grundsätzlich an vermögensbezogenen Steuern und einer Millionärsabgabe fest.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Sport

Tennis: Thiem feiert bei US Open klaren Auftaktsieg

Dominik Thiem hat sein Debüt bei den US Open erfolgreich über die Bühne gebracht. Österreichs Nummer eins setzte sich gestern (Ortszeit) in seinem Auftaktmatch in New York gegen den Slowaken Lukas Lacko souverän in drei Sätzen durch. Der 20-Jährige, der auf der ATP-Tour zuletzt zweimal in der ersten Runde verloren hatte, war von Beginn an der Bessere auf dem Platz, gab insgesamt nur acht Games ab und zog damit als einziger ÖTV-Vertreter in die zweite Einzel-Runde ein.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Champions League: Leverkusen spaziert in Gruppenphase

Was seinem Ex-Club Red Bull Salzburg verwehrt geblieben ist, ist Trainer Roger Schmidt mit seinem neuen Arbeitgeber Bayer Leverkusen ohne große Probleme gelungen. Der deutsche Bundesligist gewann gestern Abend das Play-off-Rückspiel gegen den FC Kopenhagen mit 4:0 und zog nach einem 3:2 im Hinspiel locker in die Gruppenphase ein. Härter zu kämpfen hatte Premier-League-Club Arsenal, dem gegen Besiktas Istanbul mit ÖFB-Teamspieler Veli Kavlak ein einziges Tor zum Aufstieg reichte. Nichts mit der Königsklasse wurde es indes für den SSC Napoli, dem Athletic Bilbao keine Chance ließ. Für eine Überraschung sorgte Ludogorets Rasgrad, bei denen ein Feldspieler zum Elfmeterhelden avancierte.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Judo: Filzmoser bleibt ohne WM-Medaille

Sabrina Filzmoser hat bei den Judo-Weltmeisterschaften im russischen Tscheljabinsk ihr drittes WM-Edelmetall verpasst. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin von 2005 und 2010 unterlag gestern nach zwei Siegen in der Klasse bis 57 kg im Kampf um den Gruppensieg der Olympiadritten Automne Pavia (FRA) durch Ippon und verlor anschließend den ersten Kampf in der Hoffnungsrunde gegen Sanne Verhagen (NED).

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Germanwings-Piloten kündigen Streik an

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings wollen morgen streiken. Bestreikt werden sollen alle Germanwings-Flüge von 6.00 bis 12.00 Uhr mit Abflügen von deutschen Flughäfen, teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit heute mit.

Die Piloten hatten bereits Anfang April mit einem dreitägigen Streik Europas größte Fluglinie weitgehend lahmgelegt, um ihrer Forderung nach mehr Geld und der Beibehaltung einer betriebsinternen Frühpension Nachdruck zu verleihen.

Lufthansa bedauert

Die Lufthansa reagierte zurückhaltend auf die Streikdrohung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bei der Tochter Germanwings. „Welche Auswirkungen das für die heute angesetzten Gespräche hat, müssen wir prüfen“, sagte eine Sprecherin des Konzerns und fügte hinzu: „Wir bedauern die Streikankündigung sehr, insbesondere die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten für die Kunden der Germanwings.“

Autokonzern Kia baut Werk in Mexiko

Der koreanische Autohersteller Kia baut eine Fabrik in Mexiko. Ab 2016 könnten in dem Werk nahe Monterrey im Nordosten des Landes bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt werden, sagte Kia-Vorstandsvorsitzender Hyoung-Keun Lee gestern. Das Unternehmen investiere über eine Milliarde US-Dollar (759 Mio. Euro).

Gemeinsam mit dem Mutterkonzern Hyundai ist Kia der fünftgrößte Autobauer weltweit. Derzeit zieht es immer mehr Fahrzeughersteller nach Mexiko.

Die Unternehmen schätzen vor allem die Nähe zum wichtigen US-Markt, ein gut ausgebautes Zulieferernetz und die relativ niedrigen Lohnkosten. Zuletzt hatten auch Daimler und BMW den Bau von Fabriken in Mexiko angekündigt.

Russland plant SWIFT-Alternative

Russland bereitet den Aufbau eines eigenen Systems für den elektronischen Zahlungsverkehr vor. Hintergrund ist offenbar die Sorge, neue Sanktionen könnten das Land vom führenden Finanzdaten-Transfersystem SWIFT abschneiden. Die Regierung habe bereits ein entsprechendes Gesetz vorbereitet, erklärte gestern Vizefinanzminister Alexej Moiseew laut russischen Nachrichtenagenturen.

Es solle jedoch erst in Kraft treten, wenn klar sei, dass die Notenbank über die dafür nötige Technologie verfüge. Russland hat bereits ein eigenes nationales Zahlungssystem für Kreditkarten in die Wege geleitet, nachdem MasterCard und Visa wegen der Sanktionen Geschäfte mit einigen russischen Banken eingestellt hatten.

SWIFT ist das größte Netzwerk für den weltweiten Austausch von Finanzdaten und hat seinen Hauptsitz in Belgien. Die Abkürzung steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Der 1973 gegründete Verband sorgt dafür, dass Mitgliedsbanken rund um den Globus Geschäfte über ein einheitliches Telekommunikationsnetz, das SWIFT-Netz, machen können. Dazu zählen etwa Überweisungen an ein ausländisches Institut. An das Netz sind mehr als 10.000 Finanzinstitute angeschlossen.

Chronik

Videos zu Vorarlberger Zwergendiebstahl aufgetaucht

Nachdem in Vorarlberg 400 Wahlwerbezwerge der SPÖ verschwunden sind, ermittelt die Polizei wegen Diebstahls. Laut Polizeipressesprecherin Susanne Dilp gingen verschiedenste Hinweise zum Verschwinden und Verbleib der Zwerge ein - darunter auch Videomaterial.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

US-Medien entdecken das „Zwergenland“

„Vorarlberg, bist zwar als Land ein Zwerg“, heißt es in der inoffiziellen Landeshymne - und Zwerge sind es, die das „Ländle“ nun in die Schlagzeilen rund um die Welt bringen. Das plötzliche Verschwinden der SPÖ-Wahlkampfzwerge sehen etliche internationale Medien als skurril genug an, um darüber zu berichten. Die BBC machte den Anfang, die Nachrichtenagentur AP sorgte für weitere Verbreitung, und nun hat sich sogar die „Washington Post“ der Sache angenommen.

Mehr dazu in Nachricht geht um die Welt

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Nach der heutigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ kann sich ein Mitspieler über die sechs Richtigen und damit 3.190.329,10 Euro freuen.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

6 7 8 15 37 44 Zusatzzahl 39

Beim Joker heißt es unterdessen Jackpot - im Topf für die nächste Runde liegen 211.385,90 Euro.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

6 0 0 3 6 8

Alle Angaben ohne Gewähr

Crewmitglied bei Reality-Serie „Cops“ erschossen

Ein Toningenieur der Reality-Fernsehserie „Cops“ ist während eines Raubüberfalls in den USA versehentlich von einem Polizisten getötet worden.

Das Kamerateam begleitete die Polizei zu dem Einsatz, als es in einem Schnellimbiss in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska) zu einem Schusswechsel kam. Der Räuber und der 38-jährige Mitarbeiter der „Cops“-Crew wurden dabei tödlich getroffen, teilte die Polizei mit.

Im 25-jährigen Bestehen der US-Serie war er der erste Mitarbeiter, der bei Dreharbeiten getötet wurde, sagte eine Sprecherin der Produktionsfirma der Nachrichtenagentur dpa. Der Tonmann habe eine schusssichere Weste getragen, doch eine Kugel sei in eine ungeschützte Lücke unter seinem Arm geraten.

MH370 soll früher Kurs verlassen haben

Die seit März verschollene Passagiermaschine von Malaysia Airlines ist womöglich eher von ihrem Kurs abgekommen als bisher gedacht. Das ergebe sich aus der nochmaligen Auswertung von Satellitendaten, sagte heute Australiens stellvertretender Regierungschef Warren Truss.

Die Suche nach Spuren von Flug MH370 werde sich deshalb innerhalb der bereits festgelegten Zone auf ein Gebiet „ein bisschen weiter südlich“ als bisher konzentrieren. Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Seitdem fehlt von der Boeing 777 jede Spur.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge verließ die Maschine aus unbekannten Gründen mitten im Flug ihre geplante Route und drehte erst nach Westen und dann Richtung Süden ab. Australien leitet die Suche nach dem Flugzeug.

IT

Elf Millionen US-Bürger vorübergehend ohne Internet

Etwa elf Millionen US-Bürger sind gestern (Ortszeit) vorübergehend ohne Internetzugang gewesen. Der verantwortliche Anbieter Time Warner Cable sprach von einem „sehr schweren Störfall“ und entschuldigte sich bei seinen Kunden. Auslöser seien Routinearbeiten zur Wartung des Netzes gewesen, bei denen es zu einer fehlerhaften Konfiguration gekommen sei.

Nach Angaben des „Wall Street Journal“ dauerte die morgendliche Störung mindestens eine Stunde. Obwohl Time Warner Cable im Laufe des Tages über den Kurznachrichtendienst Twitter das Ende der Probleme vermeldete, waren einige US-Bürger Medienberichten zufolge auch Stunden nach der Panne noch ohne Zugang zum weltweiten Datennetz.

FBI verdächtigt Russland wegen Hacker-Großangriffs

Der US-Inlandsgeheimdienst FBI untersucht laut einem Medienbericht, ob Russland sich mit einer staatlich gesteuerten Cyberattacke für die jüngsten Handelssanktionen aus dem Westen gerächt haben könnte.

Bei einem Großangriff auf das US-Finanzsystem seien Mitte August Daten der Bank JPMorgan und mindestens eines anderen Geldinstituts gestohlen worden, berichtete der Finanzdienst Bloomberg gestern unter Berufung auf zwei mit den Ermittlungen vertraute Personen.

Den Quellen zufolge könnten auch große europäische Banken Opfer der Hackerattacke geworden sein. Die Angriffe sollen äußerst versiert ausgeführt worden sein. Die US-Sicherheitsdienste hätten Spuren gefunden, die auf die Verwicklung einer Regierung hindeuteten, seien sich aber noch nicht sicher.

Science

Kultur

Kunst im Teletext: Bombast mit Minimalismusfaktor

Kunst für alle mit Fernsehanschluss, gratis und mitten im Wohnzimmer: Das bietet das Internationale Teletext Art Festival (ITAF). 16 Künstler sind angetreten, sich in Minimalismus zu üben. Ein paar Zeilen, ein paar Pixel, ein paar Buchstaben, mehr stand ihnen nicht zur Verfügung. Das Ergebnis ist dennoch bombastisch, knallbunt, manches erinnert an Street-Art, anderes an Comics, visuelle Poesie oder gar an Stickerei. Ausgestellt sind die Werke im ORF Teletext, aber nicht nur dort.

Mehr dazu in „Die größte Kunstveranstaltung“

Filmfestspiele von Venedig offiziell eröffnet

Die 71. Internationalen Filmfestspiele von Venedig sind gestern Abend offiziell eröffnet worden. Zum Auftakt wurde die Komödie „Birdman“ des Mexikaners Alejandro Gonzalez Inarritu gezeigt. An der Eröffnungszeremonie beteiligte sich auch Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano. Moderatorin des Abends war die italienische Schauspielerin Luisa Ranieri.

Im Wettbewerb des ältesten Filmfestivals der Welt konkurrieren bis 6. September 20 Beiträge um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen. „Ich möchte neue Filme, neue Themen, neue Gesichter entdecken. Ich hoffe, dass wir sehr starke und originelle Sichtweisen finden können“, sagte Filmkomponist und Jurypräsident Alexandre Desplat vor der offiziellen Eröffnung der Festspiele.

Neben Desplat gehören acht weitere Filmschaffende zur Jury, darunter die österreichische Regisseurin Jessica Hausner, der deutsche Filmemacher Philip Gröning und der britische Schauspieler Tim Roth. Sie werden am 6. September die Preise im Wettbewerb verleihen. Österreichische Produktionen sind heuer nicht im Wettbewerb vertreten, dafür ist Ulrich Seidls neuer Dokumentarfilm „Im Keller“ außer Konkurrenz am Freitag zu sehen.

Mehr dazu in Klamauk zur Eröffnung

Lifestyle