Liveticker

Hypo-Ausschuss: „Enormer Druck“ auf Bankenprüfer

Glocke zu Runde zwei

Das Läuten von Bures’ Glocke (gleich drei Mal) und einem entschlossenen „soda“ eines Parlamentsmitarbeiters geht es weiter.

Runde eins ist zu Ende - frische Luft gefragt

Bures verweist darauf, dass Runde eins schon relativ lange dauert, verweist auf „diese 18.00-Uhr-Regelung“, unterbricht kurz und bittet um Frischluft.

Inland

Ernst Strasser ab heute mit Fußfessel zu Hause

Der ehemalige Innenminister und ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Ernst Strasser, schläft ab heute mit Fußfessel zu Hause. Das berichtete die Tageszeitung „Österreich“ unter Berufung auf eine Sprecherin der Justizanstalt Simmering. „Er hat die Fußfessel schon“, wurde diese zitiert.

Strasser war wegen Bestechlichkeit in der sogenannten Lobbyistenaffäre zu drei Jahren Haft verurteilt worden und hatte die Strafe im November 2014 angetreten. Nach acht Wochen hinter Gittern wurde er Freigänger. Im Mai wurde die Entscheidung bekannt, dass er den elektronisch überwachten Hausarrest antreten darf.

Asyl: Abbau der Zelte nicht in Sicht

Auch nach dem Angebot der Länder für weitere Unterkünfte ist ein Abbau der Zeltlager für Asylwerber nicht in Sicht. Täglich kämen mehr Flüchtlinge nach Österreich, als das mit den neuen Quartieren kompensiert werden könne, hieß es heute aus dem Innenministerium. Mit den vom Bund geschaffenen Notunterkünften könne man so „bestenfalls“ den Belagsstand gleich halten.

Durchschnittlich 250 Flüchtlinge kommen laut Innenministerium täglich nach Österreich. Dem stehen insgesamt 250 zusätzliche Plätze in den Bundesländern im Laufe der kommenden Woche gegenüber. „Bei allem Bemühen“ der Länder sei es daher nicht möglich, die Zeltlager aufzugeben, hieß es aus dem Innenministerium.

Bundesländer bieten Unterkünfte an

Die Bundesländer haben beim heutigen Asylgipfel die Schaffung weiterer Plätze für Flüchtlinge angeboten. Zu den aktuell 300 zur Verfügung gestellten Unterkünften würden in der kommenden Woche weitere rund 250 dazukommen, teilte das Innenministerium in einer Aussendung mit. Im Laufe des Juni sollen voraussichtlich weitere 750 neue Unterkünfte geschaffen werden.

FPÖ Wien bringt Misstrauensantrag gegen Vassilakou ein

Die Wiener FPÖ wird bei der morgigen Gemeinderatssitzung erneut einen Misstrauensantrag gegen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) einbringen - wegen ihrer „ideologisch motivierten Geldverschwendungspolitik“, wie die Stadt-Blauen heute in einer Aussendung betonten. Der FPÖ sind unter anderem die neuen Ampelpärchen ein Dorn im Auge.

„Fußwegekarte mit Nullwert“

„Homo-Ampeln um 63.000 oder die 580.000 Euro teure Fußwegekarte mit Nullwert etwa sind Vehikel zur Klientelbetreuung der Grünen und zugleich ein Taschenraub auf offener Straße am Steuerzahler“, so FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus und FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik in einer Aussendung. Misstrauensanträge gegen Vassilakou gab es schon in Sachen Parkpickerl und Mariahilfer Straße.

Ärztekammer gegen Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz

Die Ärztekammer hat heute ihre Ablehnung des in Begutachtung befindlichen Sozialbetrugsbekämpfungsgesetzes bekräftigt. Vizepräsident Johannes Steinhart sagte, die geplanten Ausweiskontrollen und das „Mystery-Shopping“ seien „auf das Schärfste abzulehnen“. Er befürchtet ein „staatliches Bespitzelungswesen“ und eine Störung des Arzt-Patienten-Verhältnisses.

Gegen E-Card-Missbrauch

Mit dem Gesetz als Teil der Gegenfinanzierung der Steuerreform soll gegen E-Card-Missbrauch in Spitälern die Identität des Patienten jedenfalls mittels Ausweiskontrolle geprüft werden. Im niedergelassenen Bereich ist die Identitätsüberprüfung dann vorzunehmen, wenn der Patient dem behandelnden Arzt nicht persönlich bekannt ist.

Beim „Mystery-Shopping“ sollen Testpatienten von den Krankenkassen in die Ordinationen geschickt werden, um zu überprüfen, ob nicht berechtigte Krankenstände ausgestellt oder Leistungen von Ärzten abgerechnet werden, die nicht oder nicht im angegebenen Ausmaß erbracht wurden.

Ärzte: Foto auf der E-Card

Der Ärztekammer-Vizepräsident schlägt als Alternative zum Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz die Anbringung eines Fotos auf der E-Card vor. Eine Abgeltung für den durch die Regierungspläne bei den Ärzten zu erwartenden Mehraufwand könne man zwar überlegen, wichtiger wäre es nach Ansicht Steinharts aber, die Bürokratie vor vornherein gar nicht erst ausufern zu lassen und stattdessen das Geld in zusätzliche Leistungen für die Patienten zu investieren.

McDonald weist Kritik zurück

Hauptverbandsvorsitzender Peter McDonald hat die neuerliche Kritik der Ärztekammer am Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz zurückgewiesen. Es gehe darum, dass mit den Beitragsgeldern der Versichertengemeinschaft ordentlich und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen umgegangen wird, meinte McDonald in einer Aussendug.

Ausland

Vertrauter der Milliardenerbin Bettencourt zu Haft verurteilt

Im Verfahren um die L’Oreal-Milliardenerbin Liliane Bettencourt ist ihr langjähriger Vertrauter Francois-Marie Banier zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Sechs Monate davon setzte das Gericht in Bordeaux heute zur Bewährung aus. Der Jetset-Fotograf soll die Demenzerkrankung der vermutlich reichsten Frau der Welt für sich ausgenutzt haben.

Banier, der mindestens 400 Millionen Euro bekommen haben soll, muss neben 350.000 Euro Strafe auch 158 Millionen Euro Schadenersatz bezahlen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Banier hatte beteuert, Geld und Geschenke nicht erschlichen zu haben.

Ex-Minister freigesprochen

Der früherer Wahlkampfmanager des Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy, Eric Woerth, wurde vom Gericht freigesprochen. Auch der Staatsanwalt hatte einen Freispruch für den konservativen Ex-Minister gefordert. Ihm war vorgeworfen worden, Schwarzgeld für Sarkozys Wahlkampf 2007 angenommen zu haben.

Die heute 92 Jahre alte Bettencourt steht seit 2011 unter Vormundschaft ihres Enkels. Der Erbin des Kosmetikkonzerns wird ein Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro zugeschrieben.

470 Leichen aus IS-Massengräbern in Tikrit geborgen

Aus mehreren Massengräbern in der zentralirakischen Stadt Tikrit sind laut Behördenangaben die sterblichen Überreste von 470 Menschen geborgen worden. Dabei handle es sich um „Märtyrer“ eines Massakers durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im vergangenen Sommer, sagte die irakische Gesundheitsministerin Adila Hammud heute in Bagdad.

Namensliste kommende Woche veröffentlicht

Der Chefarzt des größten Leichenhauses von Bagdad, Siad Ali Abbas, sagte, die Leichen seien aus vier Gräbern geborgen worden. In dem größten davon hätten sich allein rund 400 Leichen befunden. Die Leichen werden nun mit Hilfe internationaler Experten untersucht, darunter Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Erste Namenslisten der Opfer sollen kommende Woche veröffentlicht werden.

Nahe der Militärbasis Camp Speicher waren im vergangenen Sommer bis zu 1.700 zumeist schiitische Armeerekruten verschleppt worden, nachdem die Dschihadisten im Zuge einer Blitzoffensive weite Gebiete im Norden und im Zentrum des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Die IS-Miliz hatte anschließend im Internet Bilder und Videos veröffentlicht, die die Ermordung der Männer zeigen sollten.

Bangladesch: Sondergerichte für Menschenschmuggler

Bangladesch will Menschenschmugglern künftig vor Sondergerichten den Prozess machen. Die Gerichte würden vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise in Südostasien in allen sieben Provinzen des Landes eingerichtet, teilte Justizminister Anisul Huq heute mit. Wann die Sondergerichte ihre Arbeit aufnehmen sollen, ist noch unklar.

In den vergangenen Wochen waren mehr als 3.500 Flüchtlinge der Rohingya-Minderheit aus Burma und Armutsflüchtlinge aus Bangladesch nach Indonesien, Malaysia und Thailand geflohen, viele weitere befinden sich teils seit Wochen in völlig überfüllten Booten auf See.

Flüchtlinge noch immer auf offener See

Eine „bedeutende Zahl“ von Bootsflüchtlingen treibt nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) noch immer auf offener See im Golf von Bengalen. Rund 3.600 Migranten seien aber inzwischen in Indonesien und Malaysia an Land gegangen, sagte IOM-Direktor William Lacy Swing heute in Bangkok.

Dort beginnt morgen eine außerordentliche Konferenz zur Lösung der Flüchtlingskrise. „Die erste Priorität ist, Leben zu retten“, sagte Swing weiter. Ursprünglich sollen sich bis zu 8.000 Menschen auf See befunden haben.

Putin: Gefallenenzahlen „top secret“

Der russische Präsident Wladimir Putin hat heute einen Erlass unterzeichnet, der Informationen über in Friedenszeiten gefallene russische Soldaten zum Staatsgeheimnis erklärt.

Bisher hatte diese Geheimhaltung nur für Verluste in Kriegszeiten gegolten. Russischen Medien, die über etwaige Verluste russischer Spezialeinheiten in der Ostukraine berichten, drohen mit dem Erlass nun rechtliche Konsequenzen.

„Informationen über Verluste des Verteidigungsministeriums und über Soldaten, die in Friedenszeiten im Rahmen von Sondereinsätzen fallen“, gelten mit dem Erlass des Präsidenten als eine von vielen Kategorien, die in Russland nunmehr offiziell der Geheimhaltung unterliegen.

Medien unter Druck

Probleme durch den Erlass sind für russische Massenmedien zu erwarten, die über etwaige tote russische Soldaten in der Ostukraine berichten. Laut russischem Medienrecht ist es verboten, Informationen zu verbreiten, die der staatlichen Geheimhaltung unterliegen. Bei einem Verstoß gegen diese Bestimmungen können die betreffenden Medien verwarnt werden, im Wiederholungsfall innerhalb eines Jahres droht der Verlust der Medienlizenz.

Griechenland: Geldgeber sehen noch keine Lösung

Wenige Tage vor der nächsten Millionenhürde für Griechenland ist eine rasche Lösung für die Finanzprobleme des Landes fragwürdig. Während sich Athen heute weiter zuversichtlich zeigte, dass bis zum Sonntag eine Übereinkunft mit den Geldgebern erzielt wird, dämpften die Verhandlungspartner die Hoffnung auf eine rasche Einigung über weitere Hilfen für das Land.

„Die griechische Lesart wird hier in Dresden von niemandem geteilt“, sagte ein Verhandlungsführer heute beim G-7-Finanzgipfel in der sächsischen Landeshauptstadt.

Athen steht mit dem Rücken zur Wand: Griechenland muss trotz leerer Kassen bis zum 5. Juni 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Insgesamt sind im Juni etwa 1,55 Milliarden Euro beim IWF fällig. Zudem können ohne verbindliche Reformzusagen der seit vier Monaten amtierenden Links-rechts-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras Hilfskredite in Höhe von 7,2 Milliarden Euro nicht fließen.

Deutsches BKA überprüft 10.000 Menschen vor G-7-Gipfel

Das Deutsche Bundeskriminalamt (BKA) überprüft vor dem G-7-Gipfel auf Schloss Elmau rund 10.000 Menschen. Dabei handelt es sich um alle Dienstleister, Organisatoren und Journalisten, die sich für den Zutritt zu einem der Sicherheitsbereiche rund um den Gipfel akkreditiert haben, wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek hieß.

Kein Zugriff für ausländische Behörden

Es sei mit einem „Aufkommen von etwa 10.000 zu überprüfenden Personen zu rechnen“, heißt es in dem Papier. Janecek wertete diese Zahl als „enorm“. Die Daten gehen auch an das Bundesamt für Verfassungsschutz und das bayerische Landeskriminalamt - „zum Abgleich in dortigen Dateien“, so Janecek. Keinen Zugriff erhalten laut Bundesregierung dagegen ausländische Behörden und Geheimdienste.

Die Sicherheitsvorkehrungen für den Gipfel werden in den kommenden Tagen auch in Österreich verstärkt. Ab 1. Juni wird die Tiroler Polizei Kontrollen auf zwei Hauptverbindungsrouten aus dem Inntal in Richtung Garmisch-Partenkirchen durchführen. „Die Kontrollpunkte werden rund um die Uhr besetzt sein“, sagte Christoph Hundertpfund, Vizechef des Tiroler Landeskriminalamts.

2.000 österreichische Polizisten

Die österreichische Hilfe für den Gipfel beschränkt sich nicht nur auf die normale Polizeiarbeit - insgesamt werden mehr als 2.000 österreichische Polizisten im Einsatz sein. Darunter sind 24 Spezialisten der Anti-Terror-Eliteeinheit Cobra. „Die werden in der Nähe von Mittenwald stationiert“, sagte Hundertpfund.

Sport

Europa League: Sevilla bejubelt historischen Erfolg

Titelverteidiger und Favorit FC Sevilla und nicht Außenseiter Dnjepr Dnjepropetrowsk hat den Titel in der UEFA Europa League geholt und darf damit einen historische Erfolg bejubeln. Mit vier Triumphen im zweitwichtigsten Europacup-Bewerb (zwei davon noch im Vorgängerbewerb UEFA-Cup) sind die Spanier nämlich Rekordsieger.

Nach dem 3:2-Finalerfolg in Warschau sprach Sevilla-Trainer Unai Emery von einem „sehr besonderen Moment“, den man „komplett auskosten“ werde. Nicht zuletzt brachte der Erfolg den Andalusiern auch das Ticket für die kommende Champions League.

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Fußball: HSV kämpft gegen historischen Abstieg

Der Hamburger SV startet heute Abend mit dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC in den Kampf um den letzten freien Platz in der deutschen Bundesliga. Die Hanseaten wollen sich in der Relegation gegen den Zweitligadritten KSC eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Montag verschaffen.

Für den HSV steht alles auf dem Spiel. Sowohl finanziell als auch der Nimbus der Einzigartigkeit: Denn die Elf von Bruno Labbadia ist als einziger deutscher Bundesligist in 52 Jahren noch nie aus der deutschen Eliteliga abgestiegen.

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Wirtschaft

Diskussion über Österreichs Wettbewerbsfähigkeit

Nachdem das Schweizer Institut für Management (IMD) Österreich in puncto Wettbewerbsfähigkeit für 2015 noch schlechtere Noten als in den Vorjahren gegeben hat, geht im Inland die Diskussion über den Wirtschaftsstandort wieder los. Während AK-Direktor Werner Muhm das IMD-Ranking für „wertlos“ hält, sehen Industrie und Wirtschaft Feuer am Dach.

Seit 2007 verschlechtert

Österreich hat sich im IMD-Standortranking seit 2007 bis auf eine Ausnahme 2014 kontinuierlich verschlechtert. Damals lag Österreich noch auf Platz elf, 2015 landete es nur noch auf Rang 26. Das aktuelle IMD-Ranking umfasst 61 Länder und bewertet diese danach, wie attraktiv es für Firmen ist, sich anzusiedeln.

Für AK-Direktor Muhm ist das Ranking „unwissenschaftlich und wertlos“, denn „aus den Befindlichkeiten von Managern ist wenig Erkenntnisgewinn zu erwarten“, wie er in einer Aussendung meinte. Österreich zähle seit 20 Jahren zu den wohlhabendsten Ländern Europas, „darauf können wir stolz sein“.

Ganz anders sieht das die Industriellenvereinigung, die das IMD-Ranking als „Gelbe Karte“ für die heimische Standortpolitik interpretiert. Im Ranking spiegelten sich die Reformversäumnisse der vergangenen Jahre wider.

Außerdem zeige die Auswertung, dass die Diskussionen über Arbeitszeitverkürzungen in die völlig falsche Richtung gingen. „Bei der durchschnittlichen Anzahl der Arbeitsstunden liegt Österreich deutlich unter dem Durchschnitt der untersuchten Länder“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Österreich holt Gold zurück

Österreich will künftig einen größeren Teil seiner 280 Tonnen umfassenden Goldreserven im Inland lagern. Bis 2020 solle sich die Hälfte des Bestands in Österreich, 30 Prozent in London und weitere 20 Prozent in der Schweiz befinden, teilte die Nationalbank heute mit.

80 Prozent in London

Derzeit sind 80 Prozent des Goldes in Großbritannien. Die Nationalbank hatte das damit begründet, dass London ein wichtiger Handelsplatz für Metalle sei. Daher sei es sinnvoll, das Edelmetall dort aufzubewahren, wo es bei Bedarf auch verkauft werden könne.

Gewinn gestiegen

Die Nationalbank meldete unterdessen für 2014 ihr zweitbestes Ergebnis seit 2006. Der Gewinn stieg um 14 Prozent von 298 auf 341 Mio. Euro. Der Bund erhält davon 315 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 256 Mio. Euro.

Das erwirtschaftete Ergebnis des Vorjahres konnte um fast ein Viertel übertroffen werden und machte 811 Mio. Euro aus. OeNB-Präsident Claus Raidl sprach bei der Jahresbilanzpressekonferenz von einem respektablen Ergebnis, das trotz des sehr niedrigen Zinsumfeldes erwirtschaftet werden konnte.

TTIP: EU-Handelsausschuss für reformierten Investorenschutz

Der Handelsausschuss des Europaparlaments hat sich für einen reformierten Investorenschutz im geplanten US-Handelsabkommen (TTIP) ausgesprochen. Allerdings lehnten die Abgeordneten in Brüssel die umstrittenen bestehenden privaten Schiedsgerichte (ISDS) in einer heute mit deutlicher Mehrheit verabschiedeten Entschließung auch nicht ausdrücklich ab.

Mit 28 zu 13 Stimmen votierte der Ausschuss für den TTIP-Handelspakt der Europäer mit den Vereinigten Staaten. In der - rechtlich nicht bindenden - Resolution heißt es, die EU sollte auf den jüngsten Vorschlägen von Handelskommissarin Cecilia Malmström aufbauen „und sie als Grundlage für Verhandlungen über ein neues und wirksames System des Investorenschutzes verwenden“. Ausländische Investoren dürften nicht diskriminiert werden.

„Permanenten Lösung für Streitschlichtung“

Die EU-Parlamentsresolution hält fest, dass die „entwickelten Rechtssysteme der EU und der USA in Betracht gezogen“ und den Gerichten auf beiden Seiten des Atlantiks vertraut werden sollte. Die Abgeordneten sprechen sich ähnlich wie Malmström für die Schaffung einer „permanenten Lösung für die Streitschlichtung zwischen Investoren und Staaten“ aus, mit transparenten Verfahren und unabhängigen Richtern sowie Berufungsmöglichkeiten.

Kritik an der Zustimmung des Handelsausschusses des EU-Parlaments für einen reformierten Investitionsschutz beim TTIP übten heute mehrere Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Das Bündnis „TTIP Stoppen“ wirft den Sozialdemokraten vor, ihr Versprechen gebrochen und im Handelsausschuss für Konzernklagerechte gestimmt zu haben. Für das Bündnis bieten die bestehenden Rechtssysteme in den USA und in Europa ausreichenden Schutz für Investoren.

Airbus erwägt, A320-Produktion stärker auszuweiten

Der Flugzeughersteller Airbus wird die Produktion seines Kassenschlagers A320 womöglich noch stärker hochfahren als ohnehin schon geplant. Vertriebschef John Leahy sagte heute, die erwartete Nachfrage der Airlines übersteige bereits jetzt das Produktionsziel von 50 Jets pro Monat.

Eine Anpassung nach oben werde dementsprechend erwogen. Die Entscheidung dazu werde wohl im Laufe des Jahres gefällt.

Momentan fertigt der europäische Boeing-Rivale monatlich 42 Maschinen des Kurz- und Mittelstreckenflugzeugs. Anfang 2017 sollen es 50 A320 sein. Die Nachfrage auf dem Markt könnte auch mehr als 60 pro Monat rechtfertigen, sagte Leahy. Vor 2018 sei das aber nicht in die Tat umzusetzen, ergänzte Tom Williams, der bei Airbus für das operative Geschäft zuständig ist.

Chronik

Tod auf Bahnübergang: Beifahrerin hatte Führerschein

Bei jenem Autounfall, bei dem letzte Woche im niederösterreichischen Purgstall ein Paar und drei seiner fünf Kinder gestorben sind, bestätigt die Polizei nun: Der 26-jährige Unfalllenker hatte weder einen Führerscheinkurs besucht noch je eine -prüfung absolviert. „Noch tragischer“ macht den Fall für die Polizei, dass die getötete Beifahrerin sehr wohl eine Lenkerberechtigung besaß.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

200.000 Haifischflossen in Ecuador beschlagnahmt

Die Behörden in Ecuador haben bei Razzien in der Hafenstadt Manta rund 200.000 Haifischflossen beschlagnahmt und drei mutmaßliche Schmuggler festgenommen.

Der ecuadorianische Innenminister Jose Serrano verkündete den Schlag gegen den verbotenen Handel gestern im Internetdienst Twitter und stellte mehrere Bilder der dunklen Flossen dazu. Die Haijagd und der Handel mit den Tieren sind in Ecuador verboten.

Begehrte Speise

Die Flossen sind aber vor allem in der asiatischen Küche sehr begehrt und werden dort auch in der traditionellen Medizin verwendet. Nach Angaben der ecuadorianischen Behörden sollen die drei festgenommenen Schwarzhändler mindestens 300.000 Haie getötet haben. Damit handle es sich um eines der schlimmsten Umweltverbrechen der vergangenen Jahre.

Religion

IT

Google plant neues Bezahlsystem für Android

Google will laut einem Zeitungsbericht ein neues Bezahlsystem für Android-Geräte vorstellen. Mit dem Service Android Pay sollen Händler Kreditkartenzahlungen über Apps annehmen und Kundenbindungsprogramme einbinden können, berichtete die „New York Times“. Der Internetkonzern wolle die Plattform bei der Entwicklerkonferenz Google I/O heute Abend europäischer Zeit präsentieren.

Außerdem sollen einander Verbraucher über die digitale Brieftasche Google Wallet Geld schicken können, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Google-Manager Sundar Pichai hatte die Arbeit an einem Android-Bezahlsystem erstmals Anfang März bekanntgegeben.

Apps für das Auto

Ein Schwerpunkt ist auch dem Thema Auto gewidmet: Erst am Dienstag hatte Hyundai angekündigt, das erste Auto mit Googles Autobetriebssystem auszurüsten, nun will Google die Entwickler offenbar auch dazu bringen, dafür entsprechende Apps zu entwickeln, die die Fahrer unter anderem nicht zu stark ablenken sollen. Spannend dürfte zudem der Vortrag über Design für Virtuelle Realität werden.

Auch in Sachen Wearables wie Smartwatches hat Google viel Neues versprochen – entsprechend viele Gerüchte gibt es über mögliche neue Geräte, die Google vorstellen könnte. Auch Neues zur Zukunft von Google Glass könnte gezeigt werden. Weitere Themen sind Fitness-Apps, Spiele und Kartenanwendungen. Für Googles schwach laufendes Projekt Google+ wird ebenfalls ein Neustart erwartet.

Die zweitägige jährliche Google I/O ist das zentrale Event, bei dem der Internetriese Neues zum Mobilbetriebssystem Android und seinen anderen Produkten und Diensten vorstellt.

Science

Kultur

Castellucci: Moses und der Teilchengenerator

Wenn der Blitz der spirituellen Erleuchtung in die Einstürzenden Neubauten einschlüge, könnte so etwas wie das Wirkungsszenario der Theaterarbeit von Romeo Castellucci 2015 herauskommen. Reinigung und Rätsel liegen eng nebeneinander, wenn in einer eineinviertelstündigen Installation die Geburt von Moses und die Unsicherheit seiner Mission zu einer hybriden Collage mit viel Lärm verdichtet wird. Das Publikum bei den Festwochen, unter ihnen viele Castellucci-Fans, reagierte höflich.

Mehr dazu in news.ORF.at/festwochen

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