Letzte Meldung

Fähre mit 450 Menschen sinkt

Vor der Küste Südkoreas ist eine Fähre mit rund 450 Menschen an Bord in schwere Seenot geraten. „Es läuft Wasser hinein, das Schiff sinkt“, sagte ein Sprecher der Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP. An Bord seien rund 450 Menschen. Schiffe der Küstenwache, andere Schiffe, die in der Region unterwegs sind und Hubschrauber seien an dem Rettungseinsatz beteiligt.

Die Nachrichtenagentur Yonhap zitierte Einsatzkräfte, denen zufolge bereits 130 Passagiere gerettet wurden. Demnach sank die überwiegend mit Schülern besetzte Fähre auf dem Weg von der westlichen Hafenstadt Incheon zur südlichen Insel Jeju, rund 20 Kilometer von der Küste entfernt.

Ausland

USA gedenken Terroranschlag in Boston vor einem Jahr

Ein Jahr nach dem Terroranschlag auf den Boston Marathon mit drei Toten und 260 Verletzten haben die USA der Opfer gedacht. „Dies ist ein wichtiger Tag für Amerika“, sagte Vizepräsident Joe Biden gestern bei einer Veranstaltung in der Ostküstenstadt.

Zugleich machte er klar, dass sich Boston und die USA niemals von „feigen Terroristen“ unterkriegen lassen. „Amerika wird niemals, niemals unterliegen.“ Höhepunkt der Feierlichkeiten war eine Schweigeminute auf dem Zieleinlauf des Marathons, wo die Bomben detonierten. Unter den Toten war damals auch ein achtjähriger Bub.

Obama: Unsägliche Tragödie

„Ein Jahr später haben wir Ehrfurcht vor den Männern und Frauen, die uns weiterhin inspirieren - indem sie lernen, wieder zu stehen, zu gehen, zu tanzen und zu laufen“, sagte US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung mit Blick auf zahlreiche Opfer, denen nach dem Anschlag Gliedmaßen amputiert werden mussten. Obama würdigte den „unglaublichen Mut“ der Bürger Bostons. Er sprach von einer „unsäglichen Tragödie“.

Der Anschlag am 15. April 2013 war die bisher einzige größere Terrorattacke in den USA seit dem 11. September 2001. Am Zieleinlauf des Marathonlaufs explodierten am 15. April kurz hintereinander zwei selbst gebastelte Sprengsätze. Bei der Jagd nach den Bombenlegern kamen wenig später ein Polizist sowie einer der mutmaßlichen Täter ums Leben.

Marathon am Montag

Für den diesjährigen Marathon am kommenden Montag hat die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verschärft. Die Stadt erwartet Hunderttausende Besucher. Auch für die Läufer wird es ein besonderes Ereignis: Mit der Rekordzahl von 36.000 Teilnehmern wollen die Veranstalter sicherstellen, dass all jene ihren Lauf beenden können, die ihn vergangenes Jahr vorzeitig abbrechen mussten.

Prozess soll im November beginnen

Der mutmaßliche Attentäter Dschochar Zarnajew, dessen Bruder bei einem Schusswechsel mit der Polizei kurz nach dem Anschlag getötet wurde, wartet in isolationsähnlicher Haft auf seinen Prozess. Während seiner Zeit in einem Krankenhausgefängnis in Devens (Massachusetts) kann er nicht mit anderen Häftlingen sprechen oder beten, berichtete die „New York Times“ (Dienstag-Ausgabe). Seine einzigen Besucher seien seine Anwälte, ein Berater für psychische Gesundheit sowie - selten - seine engsten Familienmitglieder, hieß es. Der Prozess gegen ihn soll am 3. November beginnen.

USA: Todesstrafe nach Attacke in jüdischen Zentren gefordert

Nach den tödlichen Schüssen in jüdischen Einrichtungen in den USA droht dem mutmaßlichen Täter die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft in Kansas legte Frazier Glenn Cross gestern dreifachen Mord zur Last und kündigte an, die Höchststrafe für den 73-Jährigen zu fordern.

Die Anklageschrift ist noch vorläufig und könnte um zusätzliche Punkte erweitert werden. Außerdem könnte das Verfahren an die Bundesjustiz abgegeben werden, die Cross wegen eines „Hassverbrechens“ anklagen will. Auch dort könnte dem Mann, der mit dem Ku-Klux-Klan und anderen rechtsextremen Gruppen in Verbindung steht, ein Todesurteil drohen.

Einen Tag vor dem Pessach-Fest

Cross hatte am Sonntag in zwei jüdischen Einrichtungen in Overland Park nahe Kansas City das Feuer eröffnet. Zunächst erschoss er auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums einen 14-Jährigen und dessen 69-jährigen Großvater. Anschließend tötete er in einem Altersheim eine 53-jährige Frau, die gerade ihre Mutter besuchte. Die Polizei konnte Cross später auf dem Parkplatz einer Volksschule festnehmen.

Die Attacke ereignete sich am Tag vor dem Beginn des Pessach-Fests, mit dem die Juden des Auszugs des israelischen Volkes aus Ägypten gedenken. Vieles deutet auf eine Straftat mit antisemitischem Hintergrund hin.

US-Medien zeigten Aufnahmen des mutmaßlichen Schützen nach der Festnahme, wie er auf dem Rücksitz eines Polizeiautos „Heil Hitler“ schreit. Das Southern Poverty Law Center, das rechtsradikale Gruppen in den USA beobachtet, bezeichnete Cross als „langjährigen Antisemiten“. In den 80er Jahre führte er demnach einen „paramilitärischen“ Ableger des berüchtigten Ku-Klux-Klans an.

Saudi-Arabien löst einflussreichen Geheimdienstchef ab

Saudi-Arabien hat seinen einflussreichen Geheimdienstchef Prinz Bandar bin Sultan abgelöst. In einem königlichen Dekret wurde Bandar gestern „auf eigenen Wunsch“ von seinem Posten entlassen und durch seinen Stellvertreter Jusef al-Idrissi ersetzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.

Der langjährige Botschafter in Washington galt als einer der einflussreichste Männer in dem Königreich und darüber hinaus. Als Geheimdienstchef hatte er seit 2012 insbesondere eine Schlüsselrolle im Bürgerkrieg in Syrien.

Syrien-Politik läutete Fall ein

Als er im Dezember zur medizinischen Behandlung ins Ausland gereist war, hatten Diplomaten das als Zeichen gewertet, dass er den internen Streit über die Haltung zu den Rebellen in Syrien verloren hatte. Demnach wurde ihm die Zuständigkeit für Syrien entzogen und an Innenminister Prinz Mohammed bin Najef übertragen. Im Februar wurden diese Berichte bestätigt, als nicht Bandar, sondern der Innenminister an einem Treffen westlicher Geheimdienste in Washington zum Syrien-Konflikt teilnahm.

Gute Kontakte zu Familie Bush

Laut Diplomaten hatte Bandar den USA verübelt, dass sie in Syrien nicht militärisch aufseiten der Rebellen intervenierten und ihre Verbündeten auch an der Lieferung von Waffen hinderten. Die USA ihrerseits kritisierten die Unterstützung radikaler islamistischer Rebellengruppen in Syrien durch Saudi-Arabien. Bandar, der gute Kontakte zu den US-Präsidenten George Bush und George W. Bush unterhielt, spielte in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt eine zentrale Rolle bei Ereignissen im Irak, im Libanon und Syrien.

Türkei: Wirbel um Pläne für Gefängnisse für Schwule

Die geplante Unterbringung homosexueller Häftlinge in gesonderten Gefängnissen sorgt in der Türkei für Empörung. „Das sind mittelalterliche Methoden. Diese Art von Trennung ist nichts anderes als eine Strafe“, sagte der Sprecher des Homosexuellenverbands Kaos GL, Murat Koylu, gestern.

Justizminister Bekir Bozdag hatte am Wochenende entsprechende Pläne publik gemacht. Demnach sollen für offen homosexuelle Häftlinge separate Gefängnisse errichtet werden.

Nach Angaben des Ministeriums dient die Maßnahme zum Schutz vor Übergriffen. In den regulären Gefängnissen müssten Homosexuelle oft in Einzelhaft untergebracht werden, um sie zu schützen.

Menschenrechtsgruppen laufen jedoch Sturm gegen das Vorhaben, das aus ihrer Sicht die Diskriminierung weiter verschärft. Die Regierung habe sich erneut dazu entschieden, „Homosexuelle zu verbannen“, monierte Koylu.

Cambadelis neuer Parteichef der französischen Sozialisten

Zwei Wochen nach ihrer verheerenden Niederlage bei den Kommunalwahlen haben die französischen Sozialisten einen neuen Parteichef gewählt: Der 62-jährige Abgeordnete Jean-Christophe Cambadelis erhielt gestern Abend im Parteirat der Sozialistischen Partei (PS) eine Mehrheit von 67,12 Prozent der Stimmen, wie sein Umfeld und Teilnehmer der Sitzung in Paris mitteilten.

Cambadelis tritt die Nachfolge von Harlem Desir an, der für das Kommunalwahldebakel mitverantwortlich gemacht wurde und als Staatssekretär in die sozialistische Regierung gewechselt war.

Gegen Parteilinke durchgesetzt

Der eher zur wirtschaftsfreundlichen Parteimitte zählende 62-Jährige war von Desir selbst als Nachfolger vorgeschlagen worden. Desir ist nun als Europastaatssekretär auch für die deutsch-französischen Beziehungen zuständig. Cambadelis setzte sich bei der Abstimmung im Parteirat - dem Parlament der PS zwischen der Parteitagen - deutlich gegen den in letzter Minute nominierten Kandidaten der Parteilinken, Sylvain Mathieu, durch.

Cambadelis war in der Partei bisher für Europa und Internationales zuständig. Er leitete auch den Europawahlkampf der französischen Sozialisten. Er war zudem der Hauptautor jenes umstrittenen Positionspapiers, in dem der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „egoistische Unnachgiebigkeit“ in der Europapolitik vorgeworfen worden war. Nach harscher Kritik waren die Attacken gegen die „Sparkanzlerin“ entschärft worden. Cambadelis, der Abgeordneter von Paris ist, war schon 2012 als Nachfolger der damaligen Parteichefin Martine Aubry im Gespräch.

Kritik an mangelnder interner Demokratie

An dem nun gewählten Verfahren zur Neubesetzung der Parteispitze hatte es parteiintern allerdings heftige Kritik gegeben. Vor allem die Parteilinke forderte ein Votum der PS-Mitglieder und sprach von mangelnder innerparteilicher Demokratie.

Als Konsequenz aus der schweren Niederlage bei den Kommunalwahlen hatte Frankreichs Präsident Francois Hollande auch seinen Premierminister ausgetauscht. Im Zuge dieser Regierungsumbildung bei den Sozialisten wurde auch Desir sein neuer Posten zugewiesen.

Inland

Sparen an Schulen: Ministerin will Landeshauptleute treffen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek will sich nach Kritik mehrerer Landeshauptleute an ihren Sparplänen für ihren Bereich mit diesen persönlich sprechen. „Ich will mich demnächst mit den Landeshauptleuten zusammensetzen und mit ihnen gemeinsam über mehr Qualität und Transparenz im Bildungswesen diskutieren“, sagte sie gestern in einer Aussendung.

„Gemeinsam über Wege diskutieren“

Es gehe darum, über die Details der geplanten Maßnahmen zu reden und gemeinsam über Wege zu diskutieren, das Bildungssystem noch besser zu machen, begründete Heinisch-Hosek ihre Einladung zu Gesprächen.

„Ich will die Vorschläge der Länder zur Verbesserung unseres Bildungswesens diskutieren und auch darüber reden, wie wir durch Umschichtungen mehr Qualität schaffen“, so Heinisch-Hosek weiter. Sie will auch die Kosten für die Landeslehrer ansprechen: „Hier brauchen wir mehr Transparenz, das hat auch der Rechnungshof wiederholt gefordert, und darüber will ich mit den Ländern reden.“

Kritik von Häupl und Niessl

Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte gestern Kritik an der Bundesregierung geübt. 57 Millionen Euro sollen an den Schulen eingespart werden. „Ich halte Sparen im Bildungsbereich für falsch“, sagte er im ORF-Interview.

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Auch von Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) kam Kritik an den Sparplänen im Bildungsbereich: Im Klassenzimmer zu sparen sei der falsche Weg.

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Platter: „Freies Betreten der Berge bleibt“

In der Debatte über die von Jägern geforderten Schutzzonen in den Bergen hat sich gestern der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zu Wort gemeldet. „Das freie Betreten der Berge bleibt bestehen“, so Platter. Der Alpenverein hatte sich zuvor bereits strikt gegen eine Einschränkung der Wegefreiheit im alpinen Gelände ausgesprochen.

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Sport

Fußball: Dortmund meistert Pokal-Hürde Wolfsburg

Borussia Dortmund hat gestern im DFB-Pokal das Finalticket gelöst. Die Auswahl von Trainer Jürgen Klopp setzte sich im mit 80.600 Zuschauern ausverkauften Signal-Iduna-Park gegen einen starken VfL Wolfsburg mit 2:0 durch und leistete damit ihren Beitrag für das prognostizierte Traumfinale gegen den FC Bayern, der heute gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern das zweite Halbfinale bestreitet. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, gestand Kapitän Sebastian Kehl nach dem Kraftakt. Einen besonderen Abend erlebte Torjäger Robert Lewandowski, der in seinem sechstletzten BVB-Spiel vor seinem Wechsel zum Erzrivalen nach München sein 100. Pflichtspieltor für die Borussia erzielte.

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Formel 1: Ricciardo-Trotzreaktion auf FIA-Urteil

Daniel Ricciardo hat sich durch den abgewiesenen Red-Bull-Einspruch gegen seine Disqualifikation in Australien nicht entmutigen lassen. Der 24-Jährige reagierte vielmehr mit einer Kampfansage. Er sei natürlich enttäuscht, sagte Ricciardo. „Aber wenn überhaupt, dann gibt mir das Urteil höchstens noch mehr Motivation, so schnell wie möglich auf das Podest zurückzukehren.“ Auch Red Bull reagierte auf die Niederlage vor dem FIA-Berufungsgericht enttäuscht. „Es tut uns leid für Daniel“, schrieb das Team, dem immerhin weitere Sanktionen, wie Mercedes sie gefordert hatte, erspart geblieben waren.

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Tennis: Melzer verpasst Sieg bei Comeback

Nach über einem halben Jahr Verletzungspause ist Jürgen Melzer bei seinem Einzel-Comeback auf der ATP-Tour nicht mit einem Sieg belohnt worden. Der 32-Jährige unterlag gestern in der ersten Runde des Sandplatzklassikers in Monte Carlo dem Franzosen Julien Benneteau.

Nach verlorenem Auftaktsatz kämpfte sich Melzer zurück in die Partie. Im Entscheidungssatz hatte Österreichs Nummer eins sogar die Chance auf den Sieg, musste sich aber am Ende doch zum sechsten Mal im achten Duell mit Benneteau geschlagen geben.

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Wirtschaft

Kaufkraft: Wien verliert Spitzenplatz

Niederösterreich ist nun mit 20.630 Euro pro Kopf und Jahr das kaufkraftstärkste Bundesland gefolgt von Salzburg. Wien hat unterdessen seine Vormachtstellung verloren und liegt nur noch an dritter Stelle, so die aktuelle RegioData-Studie.

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Campari kauft Averna

Wer demnächst Aperol Spritz, Campari Orange und als Digestif einen Averna ordert, bestellt Getränke aus einem Haus. Die börsennotierte Mailänder Davide-Campari-Gruppe verkündete gestern die Übernahme des sizilianischen Unternehmens Fratelli Averna. Die Campari-Gruppe, die fast ein Fünftel ihres Umsatzes für Werbung ausgibt, ist auf der Suche nach neuen Nischen auf dem doch einigermaßen gesättigten Spirituosenmarkt.

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EU-Parlament will Herkunftssiegel zur Pflicht machen

Das EU-Parlament will die Herkunftsbezeichnung „Made in ...“ für alle Waren zur Pflicht machen. Die Abgeordneten stimmten gestern in Straßburg mit großer Mehrheit für diesen Entwurf. Dadurch soll das bisherige freiwillige System ersetzt werden. Die Pflicht soll für alle Verbraucherprodukte außer Lebensmitteln gelten.

Eine Einigung ist wegen der Opposition zahlreicher Länder, angeführt von Deutschland, aber noch lange nicht in Sicht.

Chronik

Sechs Jahre Haft wegen Menschenhandels

Ein 33-jähriger Bulgare ist gestern in Wien wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, grenzüberschreitenden Prostitutionshandels, Menschenhandels, Zuhälterei und Freiheitsentziehung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

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Schneewechte verschüttete Alpinistinnen

Gestern Nachmittag sind in Salzburg zwei Alpinistinnen von einer herabstürzenden Schneewechte verschüttet worden. Die beiden Frauen wurden verletzt - sie wurden ins Krankenhaus geflogen.

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Wintereinbruch führt zu Straßensperren in der Steiermark

In der Steiermark sorgte der späte Gruß vom Winter für Straßensperren: Die Triebener Straße (B114) war wegen Schneeglätte in beide Richtungen gesperrt. Auf der Mariazeller Straße (B20) blieben Lkws hängen.

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Fünf Menschen bei Studentenparty in Kanada erstochen

Bei einer Studentenparty in Kanada sind fünf Studenten erstochen worden. Die Opfer, vier junge Männer und eine Frau, hatten nach Polizeiangaben in der Nacht auf gestern an einer Feier zum Semesterende in einem Wohnviertel von Calgary teilgenommen. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Der Bürgermeister der Stadt und die Universität äußerten sich bestürzt über die Bluttat.

Der Verdächtige wurde nach Polizeiangaben nach einer Verfolgungsjagd mit Spürhunden gefasst. Er sei mit leichten Bissverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Anrainer Doug Jones sagte dem Fernsehsender CBC, die Polizei sei gegen 1.20 Uhr in das Haus im Nordosten der Stadt gerufen worden, in dem rund 15 bis 20 Studenten zunächst im Garten und später im Inneren eine Party gefeiert hatten.

Calgarys Bürgermeister Naheed Nenshi erklärte, „die Gedanken und Gebete aller Bewohner Calgarys“ seien bei den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden. Die Universität erklärte, sie trauere „über den Tod von fünf jungen Menschen, die getötet worden sind“.

Religion

IT

Yahoo kann Umsatz leicht steigern

Beim einstigen US-Internetpionier Yahoo laufen die Geschäfte wieder etwas besser. Der Umsatz ohne Berücksichtigung der Gebühren für Partnerportale legte im ersten Quartal leicht auf 1,087 Milliarden Dollar (786,14 Mio. Euro) zu, wie das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Reingewinn betrug 311,6 Millionen Dollar oder 29 Cent je Aktie.

Bei den Investoren kamen die Zahlen gut an: Die Yahoo-Aktie legte nachbörslich um bis zu acht Prozent zu.

Die seit rund eineinhalb Jahren amtierende Yahoo-Chefin Marissa Mayer versucht mit diversen Übernahmen, wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Das Ziel ist es dabei, neue Trends nicht zu verpassen, die von kleinen Start-ups vorangetrieben werden.

Medien

Springer-Chef Döpfner hat Angst vor Google

Die Dominanz des US-Internetgiganten Google macht dem deutschen Medienkonzern Axel Springer Sorgen. „Wir haben Angst vor Google“, schrieb Springer-Chef Mathias Döpfner in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe).

„Ich muss das einmal so klar und ehrlich sagen, denn es traut sich kaum einer meiner Kollegen, dies öffentlich zu tun. Und als Größter unter den Kleinen müssen wir vielleicht auch in dieser Debatte als Erste Klartext reden“, erklärte der Vorstandschef des Medienkonzerns, der die deutschen Zeitungen „Bild“ und „Welt“ herausgibt. Von den Algorithmen von Google hänge der gesamte Werbemarkt im Internet ab. „Wir - und viele andere - sind von Google abhängig“, schrieb Döpfner.

Streit mit Verlagen und EU

Erst in der vergangenen Woche hatte Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bei deutschen Verlagen um eine bessere Zusammenarbeit geworben. Er verwies dabei auf die Partnerschaft mit dem Springer-Verlag zur automatisierten Werbevermarktung im Netz und auf mobilen Geräten.

Die Verlage streiten mit Google darüber, ob der Suchmaschinenkonzern für Textteile von Presseerzeugnissen den Verlagen eine Gebühr bezahlen muss. Das US-Unternehmen lehnt das ab. Nach dem deutschen Leistungsschutzrecht dürfen Internetsuchmaschinen wie Google nur noch einzelne Wörter oder „kleinste Textteile“ unentgeltlich anzeigen.

Google befindet sich zudem in einem jahrelangen Streit mit der EU-Kommission über die Marktmacht des Internetriesen, der kurz vor der Einigung steht. Mehrere Unternehmen hatten sich über Google beschwert und dem Konzern vorgeworfen, bei der Suchmaschine auf unfaire Weise eigene Dienste in den Vordergrund zu stellen.

ORF erweitert HbbTV-Angebote

Der ORF erweitert seine bisherigen HbbTV-Angebote. Im Rahmen des ORF-HbbTV-Portals, das bisher die ORF-TVthek und multimediale Wetterinfos umfasste, wird ab sofort auch der ORF Teletext bereitgestellt. Damit kann der Teletext nun zusätzlich in einer insbesondere bei der Navigation modernisierten Version genutzt werden.

„HbbTV gibt uns die Möglichkeit, wichtige Contents und Produkte des ORF für die Nutzung via TV-Gerät anzupassen und in Design und Navigation zu optimieren“, so ORF-Onlinechef Thomas Prantner.

Zusatzdienste auf HbbTV-Standard

Darüber hinaus wird durch das ORF-HbbTV-Portal, das bisher via ORF eins und ORF2 (Digitalsatellit (HD), -Kabel und -Terrestrik) abrufbar war, nun auch über den digitalen Empfang von ORF Sport + und ORF III verfügbar. Das TVthek-Angebot wird außerdem auf HbbTV um optional einblendbare Untertitel und Transkripte ergänzt.

„Im Rahmen unserer Smart-TV-Strategie möchten wir unserem Publikum am TV-Gerät im Wohnzimmer möglichst breitgefächerte Zusatzdienste auf Basis des Technologiestandards HbbTV zur Verfügung stellen“, so auch Michael Götzhaber, ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien.

Science

Mehr ausländische Titel werden anerkannt

Die Zahl der Anerkennung ausländischer Titel ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Seit 2010 sei die Zahl der Anträge bei der zuständigen Serviceeinrichtung im Wissenschaftsministerium durchschnittlich um 40 Prozent pro Jahr gewachsen, hieß es in einer Aussendung gestern. 2013 wurden bereits 4.600 Anträge gestellt, von denen rund 95 Prozent grundsätzlich positiv erledigt werden.

Zwischen 2010 und 2013 wurden insgesamt knapp 13.000 Ansuchen auf Titelanerkennung bei der Serviceeinrichtung ENIC NARIC eingereicht. „Um Internationalität und Mobilität in Österreich zu fördern, braucht es Transparenz und einheitliche Qualitätskriterien. Mit diesem Service geben wir den Antragstellern Klarheit über den Stellenwert ihrer Qualifikation und schaffen Sicherheit für künftige Arbeitgeber, dass die Titel der Bewerber seriös und international anerkannt sind“, so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Fünf Prozent abgewiesen

Der Großteil der Antragsteller kommt aus osteuropäischen Ländern. An erster Stelle liegt dabei Ungarn, gefolgt von Russland und Rumänien. Das erste nicht europäische Land in der Statistik ist Ägypten auf Platz zehn. Die meisten Personen lassen ihre im Ausland erworbenen Titel aus beruflichen Gründen oder für eine geplante Weiterbildung nostrifizieren.

80 Prozent aller Anträge werden im Sinne des Antragstellers erledigt, weitere 15 Prozent mit Modifikationen. Die Änderungen betreffen dabei etwa Ansuchen auf Nostrifizierung eines Mastertitels, die dann „nur“ als Bachelor anerkannt werden. Knapp fünf Prozent der Anträge werden abgewiesen: Gründe dafür sind etwa nicht anerkannte Hochschulen, ungültige Diplome sowie fehlende Unterlagen.

Kultur

Rabl-Stadler: Pereira hat korrekt gehandelt

Die Querelen um Alexander Pereira kommen nicht zur Ruhe. Nachdem der Festspielintendant an sich selbst als künftigen Scala-Chef Opern verkauft hat, gibt es nun in Mailand Zweifel, ob das möglich ist. Salzburgs Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler ist sich unterdessen sicher, dass Pereira korrekt gehandelt hat.

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„Scala um Informationen gebeten“

Italiens Kulturminister Dario Franceschini warnte im Fall Pereira vor voreiligen Schlüssen. „Wir haben die Scala um einen Bericht gebeten, ich habe noch keine Elemente für ein Urteil. Ich bin ein Rechtsanwalt. Ich bilde mir keine Meinung, bevor ich nicht die Dokumente überprüft habe“, sagte Franceschini nach Angaben italienischer Medien.

Der für die Aufsicht der italienischen Opernhäuser zuständige Kabinettchef im Kulturministerium, Salvatore Nastasi, sagte, es sei Pflicht des Ministeriums festzustellen, ob es in Zusammenhang mit dem Opernkauf aus Salzburg zu Interessenkonflikten gekommen sei.

Pereira in Mailand unter Druck

„Wir haben keine Stellung bezogen, sondern die Scala lediglich um Informationen gebeten. Das Opernhaus wird sich auch in Salzburg bemühen, uns Dokumente zu liefern. Ich glaube, dass wir innerhalb von zwei Wochen eine Antwort des Mailänder Opernhauses haben werden“, sagte Nastasi im Gespräch mit der APA.

Inzwischen gerät Pereira in Mailand zunehmenden unter Druck. Die für Kulturfragen zuständige Rätin des lombardischen Regionalparlaments, Cristina Cappellini, forderte Pereira auf, auf sein Mandat zu verzichten. Die Scala brauche ein Management, das jenseits jeglichen Verdachts der Interessenkollision stehe, so Cappellini nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“.