Ausland

Erdogan gibt jüdische Auszeichnung zurück

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, eine ihm 2004 verliehene Auszeichnung des American Jewish Congress (AJC) zurückzugeben. Die jüdische Gruppe hatte die Rückgabe verlangt, nachdem Erdogan scharfe Kritik an Israel wegen des Gazakonflikts geäußert hatte.

Wie die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtete, schrieb der türkische Botschafter in den USA, Serdar Kilic, im Namen Erdogans einen Brief an AJC-Präsident Jack Rosen. Darin heißt es, Erdogan gebe den Preis mit Freude zurück wegen Israels Vorgehen im Gazastreifen und der „bedauerlichen Haltung der gegenwärtigen Führung des AJC angesichts der jüngsten Angriffe auf unschuldige Zivilisten in Gaza“.

Vergleich mit Hitler-Regime

Rosen hatte vorige Woche den türkischen Premier in einem offenen Brief als den „wahrscheinlich virulentesten antiisraelischen Führungspolitiker in der Welt“ bezeichnet. Erdogan sei 2004 der Preis für seinen persönlichen Mut („Profile of Courage award“) wegen seines Engagements für eine Friedenslösung im Nahen Osten und für den Schutz von Juden in der Türkei verliehen worden.

Erdogan, der sich um das türkische Präsidentenamt bewirbt, hatte Israel wegen des Vorgehens im Gazastreifen unter anderem des Völkermordes beschuldigt und mit dem Hitler-Regime verglichen.

Aktivisten senden 10.000 Schokokuchen nach Nordkorea

Südkoreanische Aktivisten haben mit Hilfe großer heliumgefüllter Ballons Tausende Schokoladenkuchen in den verarmten Norden geschickt. Nach Angaben der Organisatoren schickten heute etwa 200 Menschen von der nordwestlich gelegenen Grenzstadt Paju aus 50 Riesenballons auf die Reise nach Nordkorea, die insgesamt 350 Kilogramm Naschwerk transportierten, darunter 10.000 Schokoladenkuchen.

Schokokuchen als Währungsersatz

Diese seien „eines der beliebtesten Nahrungsmittel vor allem bei hungernden Nordkoreanern“, sagte einer der Organisatoren, Choo Sun Hee.

Die Schokoladenkuchen waren einst an nordkoreanische Arbeiter ausgegeben worden, die in der gemeinsamen Industriezone beider Länder, Kaesong, für südkoreanische Firmen arbeiteten. Sie wurden zu einem Renner auf dem nordkoreanischen Schwarzmarkt und dienten dort als regelrechter Währungsersatz.

Als „Symbol des Kapitalismus“ verboten

Nach Berichten südkoreanischer Medien verbot deshalb Nordkoreas autoritäre Staatsführung im Mai den Firmen in Kaesong, weiter Kuchen an die Arbeiter auszuteilen. „Beschämt von der wachsenden Beliebtheit der Schokokuchen verdammte Nordkorea sie als Symbol des Kapitalismus“, sagte Choo, der in Zukunft noch mehr süße Lebensmittel verschicken will.

Südkoreanische Aktivisten schicken regelmäßig an Ballons aufgehängte Güter und Informationen in den Norden. Die Führung von Kim Jong Un beschwerte sich schon mehrfach in Seoul darüber und drohte mit Rache.

Vier Kurzstreckenraketen aus Nordkorea

Nordkorea feuerte unterdessen laut südkoreanischem Militär vier Kurzstreckenraketen in Richtung Osten ab. Zwei Raketen seien heute Früh abgeschossen worden, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap einen Beamten aus dem Generalstab (JCS) der südkoreanischen Streitkräfte. Dabei habe es sich vermutlich um 300-Millimeter-Mehrfachraketen gehandelt. Beide Geschoße seien nur wenige Sekunden geflogen, ihr Abschuss sei vermutlich fehlgeschlagen.

Zwei weitere Raketen mit einer vermuteten Reichweite von 130 und 210 Kilometern seien heute Nachmittag von derselben Stelle aus abgefeuert worden. Letztere Rakete soll im Japanischen Meer (Ostmeer) gelandet sein.

„NYT“: EU-Regierungen finanzieren mit Lösegeldern Al-Kaida

Europäische Regierungen stützen laut einem Bericht der „New York Times“ indirekt das Terrornetzwerk Al-Kaida, indem sie in Entführungsfällen Lösegelder in Millionenhöhe zahlen.

Die Terroristen hätten seit 2008 Lösegeld in Höhe von insgesamt mindestens 125 Millionen Dollar (rund 94 Mio. Euro) eingenommen, so die „NYT“ unter Berufung auf eigenen Recherchen.

Außenministerium weist Bericht zurück

Auch Österreich wird in dem Artikel erwähnt. Wien habe 2008 für die Freilassung von zwei im Norden Malis festgehaltenen Österreichern zwei Millionen Euro bezahlt, schreibt die „NYT“ unter Berufung auf einen Parlamentarier aus Mali, der in die Verhandlungen involviert gewesen sei.

Der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Martin Weiss, dementierte das heute und bekräftigte, dass Österreich „in keiner Art und Weise“ Lösegeld bezahle, Österreich lasse sich nicht erpressen. Die österreichische Regierung habe auch nicht andere gebeten, „Lösegeld in unserem Namen zu bezahlen“, so Weiss. Österreich habe, so wie andere Regierungen auch, die Pflicht, seine Bürger zu schützen, was aber nie die Zahlung von Lösegeld umfasse.

„NYT“: Nur USA und Briten verweigern Lösegeld

Laut „NYT“ betrugen 2013 die Zahlungen europäischer Regierungen 66 Millionen Dollar. Gemäß Verlautbarungen des US-Finanzministeriums seien seit 2008 sogar 165 Millionen Dollar Lösegeld bezahlt worden. Dieses sei teilweise unter dem Titel „Entwicklungshilfe“ geflossen und durch Mittelsmänner gezahlt worden. Als Quellen nennt die NYT Verhandler, Ex-Geiseln, Regierungsvertreter, und Diplomaten.

Nur die USA und Großbritannien weigerten sich beharrlich, Lösegeld zu bezahlen, was oft zur Ermordung von Geiseln aus diesen Ländern führe, schreibt das Blatt. Andererseits würden aus demselben Grund aber auch weniger US-Bürger und Briten entführt.

800 Flüchtlinge in 24 Stunden vor Sizilien gerettet

Rund 800 Bootsflüchtlinge sind innerhalb von 24 Stunden von der italienischen Marine vor Sizilien gerettet worden. Sie wurden zum Großteil an Bord von Schiffen der Marine nach Sizilien gebracht, berichteten italienische Medien.

Bei einem neuerlichen Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste waren erst gestern mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Wie die libysche Marine mitteilte, konnte sie 22 Menschen retten, die sich an Trümmerteile ihres sinkenden Schiffes geklammert hatten. Das Schiff kenterte rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis.

Rom rechnet mit 100.000 Migranten

Jeden Monat versuchen Tausende Menschen vor allem aus Afrika, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen in den kommenden Wochen weiter zunehmen werden, weil das Mittelmeer während des Sommers eher ruhig ist. Die Regierung in Rom befürchtet, dass seit Jahresbeginn bis Ende des Sommers über 100.000 Migranten Italien erreicht haben werden.

Israel: Festnahmen nach brutalem Angriff auf Palästinenser

Nach einem brutalen Angriff auf zwei junge Palästinenser in Ostjerusalem hat die israelische Polizei drei Verdächtige festgenommen. Ein Gericht solle über eine Verlängerung der Untersuchungshaft von drei jungen Israelis entscheiden, teilte die Polizei heute mit. Sie würden verdächtigt, am vergangenen Freitag „zwei Einwohner von Ostjerusalem angegriffen zu haben“.

Angriff mit Knüppeln und Eisenstangen

Die beiden 20-jährigen Opfer hatten angegeben, am Freitagabend nahe einer jüdischen Siedlung in Ostjerusalem von einer etwa zwölfköpfigen Gruppe jüdischer Extremisten angegriffen worden zu sein. Unter anderem sollen diese mit Knüppeln und Eisenstangen auf ihre Köpfe eingeschlagen haben.

Die jungen Männer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und erhoben den Vorwurf, Polizisten hätten nicht umgehend einen Krankenwagen gerufen. Die Polizei wies das zurück und gab an, die beiden hätten jegliche Hilfsangebote zurückgewiesen.

Auslöser der neuerlichen Eskalation

Anfang Juli war ein 16-jähriger Palästinenser entführt und bei lebendigem Leib verbrannt worden. Wegen der Tat wurde Anklage gegen drei jüdische Extremisten erhoben. Vorausgegangen war die Entführung und Ermordung dreier israelischer Religionsschüler im Westjordanland. Die Verbrechen gelten als wesentliche Auslöser für die neue Eskalation der Gewalt im Nahost-Konflikt.

Inland

Ermittlungen wegen Hasspostings gegen Politiker

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt wegen Postings auf der Facebook-Seite von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Konkret gehe es um den Verdacht der gefährlichen Drohung, erklärte die Sprecherin der Behörde heute. Hintergrund ist die Debatte über die „Töchter“ in der Bundeshymne.

Heinisch-Hosek hatte auf Facebook ein Foto gepostet, auf dem sie den aktuellen Hymnentext in die Kamera hält - als „Lernhilfe“ für den Schlagersänger Andreas Gabalier, der ja Front für die alte, töchterlose Version macht. Daraufhin gab es zwar jede Menge Zuspruch, aber auch kritische Kommentare. Manche User beschränkten sich indes nicht auf kritische Töne, teilweise waren die Reaktionen extrem feindselig und konnten auch als Bedrohung ausgelegt werden.

Verdacht der gefährlichen Drohung

Die Staatsanwaltschaft wurde durch Medienberichte darauf aufmerksam und von Amts wegen aktiv. Nach Prüfung, ob der Anfangsverdacht der gefährlichen Drohung besteht, wurden nun Ermittlungen eingeleitet. Somit befasst sich die Behörde schon in mindestens zwei Fällen - Heinisch-Hosek und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) - mit jenseitigen Postings auf Politikerseiten.

Juristisch gesehen ist es nicht von Belang, wo bedrohliche, verhetzende oder beleidigende Äußerungen getätigt werden - egal ob in einem klassischen Medium, auf einer Veranstaltung oder eben im virtuellen Raum. Allenfalls die Größe des Adressatenkreises spielt eine Rolle bei der strafrechtlichen Bewertung.

Einnahmen des Fiskus aus Lohnsteuer steigen deutlich

Die Einnahmen des Finanzministeriums aus der Lohnsteuer steigen weiter, wie aus aktuellen Daten für das erste Halbjahr hervorgeht. Und auch das Steuerpaket - seit 1. März in Kraft - zeigt Wirkung: Vor allem Alkohol- und Schaumweinsteuer brachten deutlich mehr Geld als zuerst angenommen.

Insgesamt betrugen die Bundeseinnahmen aus öffentlichen Abgaben im ersten Halbjahr brutto 36,5 Mrd. Davon kamen 12,4 Mrd. aus der Lohnsteuer, um rund 654 Mio. Euro oder 5,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Umsatzsteuer brachte rund 12,7 Mrd., um 2,2 Prozent bzw. rund 271 Mio. Euro mehr.

Verbrauchssteuern kräftig angehoben

Ein deutlicher Anstieg zeigt sich etwa auch bei der Alkoholsteuer, die erstmals seit 2000 um 20 Prozent angehoben wurde. Sie brachte dem Fiskus insgesamt 127 Mio. Euro, knapp 60 Mio. Euro mehr als 2013, was in Prozent beeindruckende 88,9 Prozent Steigerung bedeutet. Die Einnahmen aus der Schaumweinsteuer stiegen um rund 61 Prozent: in absoluten Zahlen von 600.000 auf eine Mio. Euro.

Die ebenfalls kräftig erhöhte motorbezogene Versicherungssteuer brachte deutliche Mehreinnahmen von 119 Mio. Euro (plus 14,8 Prozent auf 924 Mio. Euro). Bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) dagegen blieb das Aufkommen praktisch stabil (231,1 Millionen Euro nach 230,7 Mio. im ersten Halbjahr 2013). Bei der Tabaksteuer brachte die Erhöhung plus 0,5 Prozent, insgesamt 817 Mio. Euro.

Kasernenverkäufe bringen Geld fürs Heer

Im Streit über Asylquartiere drängt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) darauf, leerstehende Kasernen zu nutzen. Doch Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) braucht das Geld aus den Verkäufen von Kasernen für das Bundesheer. Drei Liegenschaften stehen derzeit zum Verkauf, etliche wurden schon veräußert.

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Kein Schadenersatz für Tierschützer Balluch

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien hat heute die Schadenersatzklage des Obmanns des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, abgewiesen. Er hatte die Republik nach seinem Freispruch im Tierschützerprozess in Wiener Neustadt auf knapp 600.000 Euro geklagt.

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Sport

Fußball: Europas Elite auf US-Business-Tour

In den USA ist Fußball bei weitem noch nicht so populär wie in Europa, doch dank der WM gab es zuletzt einen gewaltigen Schub. Viele europäische Topclubs touren derzeit durch Amerika. Denn der US-Markt verspricht Hunderte Millionen Euro - auch für den englischen Rekordchampion Manchester United und Bayern München mit David Alaba. Während Bayern-Coach Josep Guardiola marketinglinientreu seine Begeisterung für die lukrative US-Tour äußerte, unterdrückt United-Trainer Louis van Gaal nur mit Mühe seinen Ärger über die praktisch nicht durchführbare Saisonvorbereitung nach der WM.

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Tennis: Spanier verdirbt Melzers Comeback

Jürgen Melzers erster Auftritt nach seiner Zehenoperation hat nur kurz gedauert. Der Niederösterreicher musste sich beim ATP-Turnier gestern in Kitzbühel in der ersten Runde dem Spanier Pablo Andujar glatt in zwei Sätzen geschlagen geben. Dem Sieger des Turniers von Gstaad vergangene Woche genügte dabei in jedem Satz nur ein Break, um den Widerstand des 33-jährigen Österreichers zu brechen. Damit halten beim Heimturnier in Kitzbühel nur noch Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer die rot-weiß-rote Fahne hoch.

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Formel 1: Mercedes rudert bei Stallorder zurück

Die von der Mercedes-Box angeordnete und von Lewis Hamilton verweigerte Anweisung, seinen Teamkollegen Nico Rosberg überholen zu lassen, hat beim Ungarn-GP für ordentlichen Ärger beim deutschen Rennstall gesorgt. Jetzt gibt es ein Umdenken im Team: Hamilton wird nicht bestraft, und eine Stallorder wird es künftig wohl nicht mehr geben. Ab jetzt kämpft jeder für sich. „Das wird intensiv“, kündigte der verärgerte Rosberg an.

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Wirtschaft

Österreich bei Erwerbsquote 2013 auf viertem Platz in EU

Österreich liegt bei der Erwerbsquote 2013 auf Platz vier unter allen 28 EU-Staaten. Mit 76,8 Prozent Erwerbstätigkeit der 20- bis 64-Jährigen rangiert Österreich hinter Schweden (81,3 Prozent), Deutschland (78,7 Prozent) und den Niederlanden (77,3 Prozent), geht aus heute veröffentlichten Zahlen von Eurostat hervor.

Schlusslichter in diesem Bereich sind neben dem weiterhin schwer verschuldeten Griechenland (53,4 Prozent) Kroatien (53,9 Prozent), Spanien und Italien (je 59,5 Prozent).

Unterschiede zwischen EU- und Nicht-EU-Bürgern

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Erwerbsquote zwischen der jeweiligen einheimischen Bevölkerung und Nicht-EU-Bürgern. Im EU-Durchschnitt beträgt der Unterschied 68,9 gegenüber 56,1 Prozent.

Die höchste Differenz gibt es dabei in Schweden, wo 81,3 Prozent der Staatsbürger erwerbstätig sind, gegenüber 50,2 Prozent der Nicht-EU-Bürger. Österreich liegt mit 76,8 Prozent zu 62,0 Prozent in dieser Rangliste an achter Stelle hinter Schweden, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Finnland, Deutschland und Dänemark.

AK: Eltern geben 26 Mio. Euro für Nachhilfe in Ferien aus

Das Lernen für die Nachprüfung kann teuer kommen: Im vergangenen Sommer haben Eltern für Nachhilfe in den großen Ferien 26 Mio. Euro ausgegeben, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) in 3.000 Haushalten mit 5.060 Kindern im Auftrag der Arbeiterkammer (AK).

Um 500 Euro pro Kind für Feriennachhilfe

Insgesamt haben sieben Prozent der befragten Eltern in den vergangenen großen Ferien Nachhilfestunden für ihre Kinder finanziert, durchschnittlich haben sie dabei 468 Euro ausgegeben. Am teuersten kommt private Lernunterstützung in Wien (556 Euro), am günstigsten in der Steiermark (284 Euro). Bei Einzelunterricht liegt der Stundenpreis zwischen 18 und 46,67 Euro, bei Kleingruppenunterricht zwischen 6,23 und 33,33 Euro.

Kinder von Wenigverdienern, vor allem von Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern bzw. Eltern nicht deutscher Muttersprache, hätten angesichts dieser Kosten schlechtere Chancen auf professionelle Unterstützung bei Lernproblemen, so die AK in der Aussendung.

Kostengünstige Lernangebote gefordert

Damit mehr Schüler das Schuljahr positiv abschließen können, braucht es aus Sicht der AK einen zweckgebundenen Fördertopf für Förderunterricht, mehr Geld für Schulen mit vielen Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Haushalten und kostengünstige institutionelle Kinderbetreuungsangebote mit Lernhilfe in den Ferien.

Außerdem pocht die AK auf einen Ausbau der Ganztagsschulen „unter strenger Qualitätskontrolle“, wobei Bundesländer, die die Fördermittel nicht abholen, diese an aktive Bundesländer übertragen müssten.

Konkursverfahren über Ex-FPÖ-Politiker Rumpold eröffnet

Über das Vermögen von Ex-FPÖ-Politiker Gernot Rumpold ist heute auf Antrag eines Gläubigers am Handelsgericht Wien ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Über die Höhe der Verschuldung und die Frage, welcher Gläubiger den Konkursantrag stellte, ist den Gläubigerschutzverbänden nichts bekannt. Als aktueller Wohnsitz von Rumpold wird Zypern genannt. Indessen wurde bekannt, dass eine weitere Firma des Ex-FPÖ-Politikers Walter Meischberger pleite ist.

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14.906 neue Firmen im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr sind in Österreich 14.906 Firmen neu gegründet worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es insgesamt 15.050, wie die Daten der Wirtschaftskammer zeigen. Die meisten Gründungen in den ersten sechs Monaten 2014 entfielen auf Einzelunternehmer mit einem Anteil von 74,9 Prozent oder 11.170.

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Britische Notenbank verschärft Bonusregeln für Banker

Großbritannien knöpft sich die Banken des Landes vor und verschärft die Bonusregelungen nochmals. Künftig kann Bankern der Bonus bis zu sieben Jahre nach dessen Auszahlung wieder weggenommen werden, wenn sich die damit belohnten Erfolge als nicht nachhaltig entpuppen.

Die Bankenaufseher wollen damit verhindern, dass Banker nur auf kurzfristige Erfolge aus sind und die langfristig möglicherweise negativen Folgen ihres Handels ignorieren. Exzessive Bonuszahlungen gelten als ein Grund für Verfehlungen in der Branche.

Neue Regeln gelten ab 2015

Die Notenbank reagiert mit den Beschränkungen auf die Finanzkrise, in der die britische Regierung unter anderem die Royal Bank of Scotland und Lloyds mit Milliardenbeträgen vor dem Zusammenbruch bewahren musste. Es wurden aber nur wenige Banker individuell in Haftung genommen.

Die Regeln träten 2015 in Kraft und würden auf Sonderausschüttungen ab dem 1. Jänner angewendet, teilte die britische Zentralbank heute mit. Die Bank of England dehnte den Zeitrahmen in letzter Minute von sechs auf sieben Jahre aus.

Chronik

Geschwister bei Geisterfahrerunfall auf A1 getötet

Ein neunjähriges Mädchen und ihr 20-jähriger Bruder sind in der Nacht bei einem Geisterfahrerunfall auf der Westautobahn (A1) ums Leben gekommen. Drei Erwachsene sind zum Teil schwer verletzt. Ein Alkotest bei dem Geisterfahrer ergab 1,4 Promille Alkohol im Blut.

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KfV fordert Alkokontrollen auf Autobahnen

Alkoholisierte Lenker auf der Autobahn sind keine Seltenheit, Experten weisen darauf hin, dass Betrunkene oft sogar gezielt auf Autobahnen ausweichen, um Kontrollen zu entgehen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fordert nun nächtliche Kontrollen an den Auf- und Abfahrten.

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Mann wollte Frau mit Kopftuch erwürgen

In Stockerau in Niederösterreich ist, wie jetzt bekanntwurde, am Freitag ein Mordversuch verübt worden. Ein 30-jähriger Mann soll dabei versucht haben, seine Frau mit ihrem Kopftuch zu erwürgen. Hintergrund der Tat dürfte ein Beziehungsstreit sein.

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Angestellter stahl 115 Tonnen Fleisch

Die Polizei in Leibnitz in der Steiermark hat einen riesigen Fleischdiebstahl aufgedeckt: Ein Betrieb wurde unter anderem von einem Angestellten um mehr als 100.000 Kilogramm Fleisch gebracht - insgesamt sitzen drei Männer in Haft.

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Schwelbrand in Klagenfurter Schule

Heute ist es im Schulzentrum Wölfnitz in Klagenfurt zu einem Schwelbrand im Dachbereich gekommen. Derzeit werden Bauarbeiten an der Schule durchgeführt, verlegte Kabel waren verschmort. Das Dach musste geöffnet und Dämmplatten entfernt werden.

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Erdrutsch in Indien - Zahlreiche Tote und Vermisste

Eine riesige Schlammlawine hat 45 bis 50 Häuser eines Dorfs in der Nähe von Pune in Indien unter sich begraben. Zehn Leichen wurden geborgen, über 160 Personen werden noch vermisst. Nur zwei Menschen wurden nach offiziellen Angaben bisher lebend aus den Erd- und Steinmassen gerettet.

Zahlreiche Katastrophenteams, Polizisten und Soldaten wurden in die abgelegene Region geschickt. Heftiger Monsunregen erschwert die Suche. Der Schlamm steht drei bis fünf Meter hoch in den Straßen des Dorfes, das etwa 200 Kilometer von Mumbai entfernt liegt.

Derzeit Monsunzeit

In Indien herrscht gerade Monsunzeit. Auch in den nördlichen Bundesstaaten Uttarakhand und Himachal Pradesh gingen in den vergangenen Wochen zahlreiche große Erdrutsche ab und blockierten Nationalstraßen.

Zahlreiche Pilgerwege zu Schreinen in den Himalaya-Bergen, die im Sommer von Zehntausenden Hindus genutzt werden, wurden gesperrt. Im vergangenen Jahr kamen bei mehreren Erdrutschen in Uttarakhand Tausende Menschen ums Leben.

IT

Briten testen ab 2015 selbst fahrende Autos

In Großbritannien sollen ab Jänner 2015 selbst fahrende Autos auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Die Testserie in drei noch nicht ausgewählten Städten werde eineinhalb bis drei Jahre dauern, teilte die britische Regierung heute mit.

Bis Ende des Jahres werde das Verkehrsgesetz so überarbeitet, dass es die Probefahrten zulasse. Wie viele der autonom fahrenden Autos auf die Straße sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Über Kameras und Sensoren gesteuerte Fahrzeuge sind testweise auch schon in den USA und Japan unterwegs.

Die Briten wollen sowohl Roboterautos ohne Fahrer testen als auch solche, bei denen ein Fahrer im Notfall ins Geschehen eingreifen kann.

Science

„Blaues Licht“ hilft der inneren Uhr

Bei einem Mangel an natürlichem Tageslicht kann der biologischen Uhr des Menschen mit Kunstlicht mit erhöhtem Blauanteil laut einer neuen Studie auf die Sprünge geholfen werden. Anwendungsgebiete für das Kunstlicht gibt es unter anderem in polarnahen Gegenden der Welt und an Arbeitsstellen mit einem Mangel an Tageslicht.

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Was tun mit dem „Hitler-Haus“?

„Braunau gilt für viele Menschen als Geburtsort des Bösen“, schreibt der österreichische Politikwissenschaftler Andreas Maislinger in einem ORF.at-Gastbeitrag: Er plädiert dafür, ein historisches Zeichen zu setzen und das Geburtshaus Adolf Hitlers in ein „Haus der Verantwortung“ zu verwandeln.

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Kultur

Vor 35 Jahren gestohlener Rembrandt wiedergefunden

Ein vor 35 Jahren gestohlenes Ölgemälde des niederländischen Malers Rembrandt (1606 - 1669) ist von der Polizei in Venedig mithilfe französischer Sicherheitskräfte sichergestellt worden.

Das Gemälde des Heiligen Lukas war mit anderen Werken in der Nacht von 12. auf 13. Dezember 1979 von den Sälen des Schlosses Cini in der Ortschaft Monselice bei Padua entwendet worden.

Ahnungsloser Sammler kaufte Bild

Die Werke standen damals im Besitz der Stiftung Giorgio Cini, die seit 1981 unter Kontrolle der Region Veneto steht. Nach der Entwendung war das Rembrandt-Gemälde von einem ahnungslosen französischen Sammler erworben worden. Erst kürzlich hatte dieser das Gemälde einem Pariser Auktionshaus zur Versteigerung übergeben.

In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass das Gemälde gestohlen war, berichtete die Polizei in Venedig. Das Werk konnte mithilfe einer großen Datenbank verschwundener Kunstschätze identifiziert werden, die die italienischen Carabinieri verwalten.

Neues Jazzalbum von Lady Gaga mit Tony Bennett

Popparadiesvogel Lady Gaga und die 87-jährige Entertainerlegende Tony Bennett veröffentlichen demnächst ein gemeinsames Jazzalbum. Einmal im Duett, einmal solo versammeln die beiden Stars auf „Cheek to Cheek“ Klassiker von „It Don’t Mean A Thing (If It Ain’t Got That Swing)“ bis „Sophisticated Lady“.

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Kaum „Frauenfilme“? Wie eine Branche Geld verschenkt

Frauen gehen statistisch gesehen gerne in Filme, in denen Frauen die tragende Hauptrolle spielen. Das ist lediglich in 15 Prozent der für ein Massenpublikum gedrehten Kinostreifen der Fall.

In einem mit Zahlenmaterial untermauerten Rundumschlag wirft das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ Hollywood vor, seine wichtigste Zielgruppe zu übersehen und damit Geld zu verschenken. Filme wie Luc Bessons „Lucy“ mit Scarlett Johansson als knallharter Actionheldin, der am Wochenende in den USA mit fulminantem Erfolg angelaufen ist, sind noch immer die Ausnahme.

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Lifestyle

GB: Schwarze Katzen zu wenig fotogen für Facebook und Co.

Britische Tierschutzhäuser berichten über einen starken Anstieg an abgegebenen schwarzen Katzen. Grund dafür sei aber nicht der alte Mythos, dass sie Unglück bringen. Wie der „Telegraph“ berichtet, würden viele Besitzer sie deswegen abgeben, weil sie sich angeblich weniger gut für Katzenfotos im Internet, vor allem in Sozialen Netzwerken, eignen.

Die Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) berichtet, dass 70 Prozent der aufgenommenen Katzen in ihren Tierheimen mittlerweile schwarz oder schwarz-weiß seien. Und die Organisation Blue Cross verkündete, die Zahl der jährlich aufgenommenen schwarzen Katzen sei von 2007 bis 2013 um 65 Prozent gestiegen. Auch bei der Platzvergabe berichten die Tierschutzhäuser, dass Katzen mit nicht schwarzem Fell derzeit weit größere Chancen hätten, neue Besitzer zu finden.

Leute

Senta Berger spricht über ihr „bewegtes Eheleben“

Schauspielerin Senta Berger (73) hält nichts von der Idee der Ehe als völliger Verschmelzung beider Partner. „Ich finde es besser, dass man zwei bleibt als dass man eins wird“, sagte Berger. Obwohl sie bereits seit 1966 mit Filmregisseur Michael Verhoeven (76) verheiratet ist, hat sie kein Patentrezept.

„Ich habe ein so bewegtes Eheleben, das kann ich eigentlich niemandem empfehlen“, sagte Berger lachend, „wir haben uns zwar beide grundsätzlich in die gleiche Richtung entwickelt. Aber es gibt Eigenschaften, die wir schon vor 40 Jahren nicht aneinander gemocht haben - und die sich nun verstärken.“ So sei ihr Ehemann ein Chaot in der Wohnung, während sie ein ordnungsliebender Mensch geworden sei, sagte Berger.