Ausland

Trump optimistisch mit Blick auf Korea-Gipfel

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut zuversichtlich geäußert, dass der mit Spannung erwartete Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zustande kommt. Ein US-Verhandlungsteam sei gestern in Nordkorea angekommen, um das Treffen vorzubereiten, schrieb er auf Twitter.

Das Land habe aus seiner Sicht sehr großes Potenzial, eines Tages eine wirtschaftlich starke Nation zu sein. „Kim Jong Un stimmt mir darin zu. Es wird geschehen!“, schrieb er weiter.

Das Gipfeltreffen, das Trump am Donnerstag eigentlich offiziell abgesagt hatte, sollte bisherigen Planungen zufolge am 12. Juni in Singapur stattfinden. Verhandelt werden soll über die Frage, unter welchen Umständen das abgeschottete kommunistische Regime zur Abrüstung seiner Atomwaffen bereit ist. Nordkorea verfügt nach eigenen Angaben über Atomraketen, die das US-Festland erreichen können.

EU-Außenminister beraten über Iran-Atomabkommen

Die Außenminister der EU-Staaten wollen heute bei einem Treffen in Brüssel über den Stand der Rettungsbemühungen für das Atomabkommen mit dem Iran beraten. Nach dem einseitigen Rückzug der USA aus dem Abkommen geht es dabei vor allem darum, trotz amerikanischer Sanktionsdrohungen den Handel mit dem Iran aufrechtzuerhalten.

Sollte dies nicht gelingen, könnte der Iran sein Programm zur Anreicherung von Uran, das zum Atombombenbau benötigt wird, wieder aufnehmen. Für die Einstellung des Programms war dem Iran über das Atomabkommen versprochen worden, dass die wirtschaftliche Isolierung des Landes aufgehoben wird.

Weiteres Thema des Ministertreffens wird die künftige EU-Zusammenarbeit mit den Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten) sowie die Lage im Kongo und in Venezuela sein. Auf die Entwicklungen in den beiden letzteren Ländern blickt die EU mit großer Sorge.

Deutsche Asylaffäre: Seehofer sagt lückenlose Aufklärung zu

In der Affäre um massenhaft zu Unrecht erteilte Asylbescheide hat der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) eine lückenlose Aufklärung angekündigt. „Eine unabhängige Aufklärung steht da an erster Stelle, und zwar ohne Ansehen von Personen, umfassend und auf allen Ebenen“, erklärte Seehofer gestern in Berlin.

Der CSU-Politiker wird morgen ebenso wie die Leiterin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, vor dem Innenausschuss des Bundestages zu der Affäre um die Asylbescheiden in der BAMF-Außenstelle Bremen befragt. Seehofer forderte eine komplette Neuordnung des Asylsystems. „Mein Masterplan ist fertig.“ Ohne Begrenzung werde man mit dem Problem nicht frtig.

1.200 fehlerhafte Bescheide?

Die „Bild am Sonntag“ zitierte aus vertraulichen Mails, nach denen das BAMF bereits am 14. Juli 2017 über Unregelmäßigkeiten bei der Asylvergabe informiert wurde. Das Innenministerium sagte, dass das Ministerium das BAMF am 10. Oktober 2017 gebeten habe, den Gründen für die überdurchschnittlich hohe Erteilung positiver Asylbescheide in der BAMF-Außenstelle Bremen nachzugehen.

Dort sollen mindestens 1.200 fehlerhafte Bescheide erteilt worden seien. Es gibt Vorwürfe nicht nur gegen die zuständigen Beamten, sondern auch gegen Rechtsanwälte, Übersetzer und Ärzte, sie hätten gegen Geldzahlungen Verfahren manipuliert.

Kolumbien: Duque siegt in erster Runde bei Präsidentenwahl

Der konservative Kandidat Ivan Duque hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien gewonnen. Der Bewerber der rechten Partei Centro Democratico kam auf 41,29 Prozent, wie das Wahlamt gestern nach Auszählung von fast der Hälfte der Stimmen mitteilte.

An zweiter Stelle lag mit 24,17 Prozent demnach Gustavo Petro von der linken Bewegung Colombia Humana. Die beiden Bestplatzierten treten bei der Stichwahl am 17. Juni gegeneinander an.

Bei der Abstimmung ging es vor allem um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung FARC. Der international bejubelte Friedensprozess ist in dem südamerikanischen Land selbst äußerst umstritten. Duque will den Vertrag in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben. Petro hingegen will an dem Abkommen festhalten.

Tausende protestierten in Berlin für und gegen AfD

Anlässlich einer Demonstration der Alternative für Deutschland (AfD) sind gestern in Berlin Zehntausende Anhänger und Gegner der Rechtspopulisten auf die Straße gegangen. An der Kundgebung der Partei nahmen nach Polizeiangaben ungefähr 5.000 Menschen teil, dabei wandte sich AfD-Chef Jörg Meuthen gegen weitere Migration nach Deutschland. An verschiedenen Gegenveranstaltungen beteiligten sich nach Angaben der Polizei insgesamt 25.000 Menschen. Es gab vereinzelte Zusammenstöße mit der Polizei.

Bei der AfD-Demonstration vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor trugen die Teilnehmer Deutschland-Fahnen, die Menge skandierte immer wieder „Merkel muss weg“ - die Kundgebung richtete sich gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Meuthen wandte sich gegen die „illegale Massenmigration“ nach Deutschland.

Gegendemonstranten versuchten, die AfD-Kundgebung durch ein lautstarkes Pfeifkonzert zu stören. Immer wieder waren „Nazis-raus“-Rufe zu hören, die Teilnehmer der AfD-Demonstration beschimpften wiederum die Anhänger der Antifa-Bewegung. Zehntausende beteiligten sich nach Veranstalterangaben allein an einem Demonstrationszug mit lauter Techno-Musik unter dem Motto „Bass statt Hass“. Die Veranstalter sprachen von insgesamt 70.000 Teilnehmern. Gewerkschaften und weitere Gruppierungen hatten zu Protesten gegen die AfD aufgerufen, auch Vertreter von Linken und Grünen nahmen teil.

Massenkundgebung für Stierkampfverbot in Spanien

Zehntausende Menschen haben in Spanien für ein landesweites Verbot von Stierkämpfen demonstriert. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten gestern in Madrid auch die Streichung aller Spektakel mit Stieren aus dem nationalen Kulturerbeverzeichnis, das Ende der Förderung solcher Veranstaltungen mit Steuergeldern sowie eine Verschärfung der Tierschutzgesetze.

Demonstration gegen Stierkämpfe

APA/AFP/Gabriel Bouys

Nach Angaben der Hauptorganisatoren, der Bewegung „Stierkampf ist Gewalt“ nahmen an der Demonstration mehr als 40.000 Menschen teil. Auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum Madrids brachen rund 500 Aktivisten Torerolanzen, aus denen ein roter Staub ausströmte, der das Blut der rund 20.000 Stiere symbolisierte, die jährlich in Spanien bei den Veranstaltungen mit oft jahrhundertealter Tradition getötet werden. Die Kundgebungsteilnehmer trugen Plakate mit Aufschriften wie „Stierkampf: Nationale Schande“.

Seit 2013 „nationales Kulturerbe“

Zum Protest hatten anlässlich des Madrider Volksfestes „Feria de San Isidro“ (8. Mai bis 10. Juni), bei dem Stierkämpfe im Mittelpunkt stehen, 17 Organisationen aufgerufen. Rund 170 weitere Organisation aus dem In- und Ausland unterstützten die Kundgebung. Die Demonstranten forderten unter anderem auch, dass allen Minderjährigen die Teilnahme an Spektakeln mit Stieren untersagt wird und dass Kinder auch keine Torero-Schulen besuchen dürfen.

Die konservative Regierung hatte 2017 die Mehrwertsteuer für Stierkämpfe auf zehn Prozent gesenkt. Stierkampf wurde in Spanien 2013 zum „nationalen Kulturerbe“ erklärt. Die Corridas können deshalb mit öffentlichem Geld gefördert werden.

Inland

Kneissl „absolut“ für Rettung des Iran-Abkommens

Das Atomabkommen mit dem Iran soll ungeachtet des Ausstiegs der USA gerettet werden - „absolut“, wie FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl gestern in der ORF-„Pressestunde“ bekräftigte.

Kneissl verwies darauf, dass sich nach dem Alleingang von US-Präsident Donald Trump alle anderen Vertragspartner des Atomdeals wie auch alle EU-Staaten klar für die Beibehaltung des Abkommens ausgesprochen haben. Und sie ergänzte völkerrechtliche Bedenken: Ein Ausstieg aus dem Deal „hat gewaltige Auswirkungen auf unsere Glaubwürdigkeit, dann ist ein Vertrauensverlust in Verträge grundsätzlich gegeben“.

Trump denkt „rein privatwirtschaftlich“

Kneissl verwies auch darauf, dass „die allerwichtigste Vertragspartei, die Islamische Republik Iran“ ihren Willen bekräftigt habe, sich weiterhin an das Abkommen zu halten. Teheran erwarte aber auch wirtschaftliche Zugeständnisse, weil diesbezüglich „in den letzten zwei Jahren wenig geschehen“ sei.

Den Auslöser dieser und anderer Krisen, US-Präsident Trump, sieht Kneissl als „Kind seiner Zeit“, der „vieles rein privatwirtschaftlich denkt“. Allerdings könne man Weltpolitik „nicht wie der Chef eines Familienkonzerns führen“.

Heinrich Schellhorn neuer Grünen-Chef in Salzburg

Die Landesversammlung der Grünen ist gestern in Salzburg ganz im Zeichen von Abschied und Aufbruch gestanden. Heinrich Schellhorn übernahm die Agenden von Astrid Rössler, die nach der Wahlniederlage zurücktrat.

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Überraschung bei ÖVP-Landesräten

Der Parteivorstand der ÖVP stellte zwei neue Landesräte vor: Stefan Schnöll, Vorsitzender der Jungen ÖVP (JVP), und Maria Hutter, Landwirtin und Lehrerin aus dem Pinzgau. Die Personalentscheidungen sorgten für eine Überraschung.

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Zentralmatura: Eltern gegen „harten Notenschlüssel“

Der Bundeselternverband (BEV) fordert angesichts der zu erwartenden schlechten Mathematikergebnisse ein „Neuaufsetzen“ der Zentralmatura. In Mathe seien etwa der „harte“ Notenschlüssel und die „sprachlastigen Texträtsel“ zu hinterfragen, hieß es in einer Aussendung gestern.

In Mathematik seien bei manchen Beispielen nur die exakt richtigen Antworten und keine Teilantworten als richtig zu werten, monieren die Elternvertreter. „Wie kann es sein, dass Schüler, und das sind keine Einzelfälle, in der gesamten Oberstufe ausschließlich ‚Sehr gut‘ und ‚Gut‘ haben und dann bei der Matura extrem schlecht abschneiden?“, fragt sich BEV-Präsident Gernot Schreyer.

„Offensichtlich haben sich Maturaaufgaben und Unterricht sehr weit voneinander entfernt.“ Man gewinne immer mehr den Eindruck, dass das „System“ und seine Durchführung wesentlich wichtiger seien, als Schüler zu einem positiven Abschluss zu führen.

Wirtschaft

Neue Kampfansage an Plastikmüll

Riesige „Inseln“ in den Meeren führen ständig vor Augen, welche Hinterlassenschaften die „To-go-Gesellschaft“ produziert. Plastikmüll aus Verpackungen und Einwegprodukten ist mittlerweile eines der größten Umweltprobleme. Einzelne Staaten reagieren mit neuen Pfandsystemen, zuletzt waren Verbote für Strohhalme im Gespräch. Nun will laut Presseberichten vom Wochenende auch die EU gezielt dem Plastikmüll den Kampf ansagen, unter anderem über eine Art Steuer. Zahlen sollen diesmal aber nicht die Verbraucher.

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Sport

Formel 1: Start-Ziel-Sieg für Ricciardo in Monaco

Trainingsdominator Daniel Ricciardo ist seiner Favoritenrolle beim Grand Prix von Monaco in Monte Carlo gerecht geworden. Der Red-Bull-Pilot feierte gestern im Fürstentum trotz eines technischen Problems einen Start-Ziel-Sieg vor Ferrari-Star Sebastian Vettel, der den Australier auf dem Weg zu seinem zweiten Saisonsieg und dem siebenten insgesamt nie richtig gefährden konnte. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hielt sich in seinem Mercedes als Dritter schadlos.

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Giro: Fragezeichen hinter Froomes Meisterstück

Sky-Profi Christopher Froome hat sein Meisterstück abgeliefert und als erst dritter Fahrer nach Eddy Merckx und Bernard Hinault die drei großen Landesrundfahrten hintereinander gewonnen. Dabei hatte der Giro für Froome denkbar schlecht begonnen. Die Trendwende gelang erst mit einem Husarenritt auf der 19. Etappe. Hinter Froomes erstem Triumph beim Giro blieb jedoch ein Fragezeichen. Als starker Gesamtsiebenter erreichte Patrick Konrad das Ziel der Schlussetappe, die wegen der schlechten Straßen in Rom neutralisiert worden war.

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Champions League: Goalie bittet um Verzeihung

Loris Karius ist am Samstag bei der 1:3-Niederlage im Champions-League-Finale gegen Real Madrid zur tragischen Figur geworden. Mit zwei fatalen Fehlern war der Goalie hauptverantwortlich, dass Liverpool in Kiew als Verlierer vom Platz ging. In der schlimmsten Stunde seiner Karriere blieb Karius nichts anderes übrig, als Team und Fans um Verzeihung zu bitten. „Es tut mir unglaublich leid. Ich weiß, dass ich meine Kollegen im Stich gelassen habe“, sagte der 24-Jährige, der nach der Partie nur noch ein Häufchen Elend war und in Liverpool vor einer schweren Zukunft steht.

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Chronik

Kultur

„Solo: A Star Wars Story“ enttäuscht an Kinokassen

Der „Star Wars“-Ableger „Solo“ hat an den nordamerikanischen Kinokassen zunächst enttäuscht. „Solo: A Star Wars Story“ spielte am langen Feiertagswochenende in den USA und Kanada bis heute rund 83 Millionen Dollar (etwa 71 Millionen Euro) ein, wie der „Hollywood Reporter“ berichtete.

Werbetafel "Solo: A Star Wars Movie"

APA/AFP/Getty Images/Ethan Miller

Für heute - ein Feiertag in den USA - wurden aktualisierte Zahlen erwartet. Der Film erzählt die Geschichte des jungen Han Solo, einer Figur aus der „Star Wars“-Reihe. Der erste „Star Wars“-Ableger, „Rogue One: A Star Wars Story“, hatte an seinem Eröffnungswochenende 2016 in Nordamerika rund 155 Millionen Dollar eingespielt.

Die meisten anderen Filme rutschten im Vergleich zur Vorwoche um einen Platz nach unten. So landete die Actionkomödie „Deadpool 2“ mit Ryan Reynolds mit rund 43 Millionen Dollar auf dem zweiten Rang. „Avengers: Infitiny War“ spielte rund 16 Millionen Dollar ein, das reichte für den dritten Platz. Dahinter landeten die Frauen-Komödie „Book Club“ mit rund neun Millionen Dollar und die Melissa-McCarthy-Komödie „How To Party With Mom“ mit rund fünf Millionen.

Kafka-Handschrift für 150.000 Euro versteigert

Ein Manuskript von Franz Kafka (1883 bis 1924) ist am Samstag in Hamburg für 150.000 Euro versteigert worden. Es sei die handgeschriebene Einleitung zu einem Romanprojekt von Kafka und seinem Freund Max Brod (1884 bis 1968), erklärte das Auktionshaus Christian Hesse. Die beiden Autoren hätten im Jahr 1911 gemeinsam einen Roman mit dem Titel „Richard und Samuel“ schreiben wollen.

Inhalt sollte eine gemeinsame Reise der beiden Hauptfiguren, die für die Autoren selbst stehen sollten, durch die Schweiz und Norditalien sein. Das Projekt sei an den unterschiedlichen Arbeitsweisen von Kafka und Brod gescheitert. Nur ein erstes Kapitel sei 1912 in den „Herderblättern“ erschienen. Die handschriftliche Einleitung habe sich seit 1983 in Schweizer Privatbesitz befunden.

Es sei die erste Versteigerung einer Kafka-Handschrift seit 1988 gewesen, als das Manuskript des Romans „Der Prozess“ unter den Hammer kam, hieß es. Das Mindestgebot für die sechs beschriebenen Seiten war mit 90.000 Euro angegeben worden. Den Zuschlag erhielt nach Informationen des NDR-„Hamburg Journals“ eine private Sammlung.

Leute

Ex-US-Präsident Bush erneut im Krankenhaus

Der ehemalige US-Präsident George H.W. Bush ist nur drei Wochen nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus erneut in stationärer Behandlung. Der 93-Jährige werde im nordöstlichen US-Bundesstaat Main wegen niedrigen Blutdrucks und Müdigkeit behandelt, teilte ein Sprecher gestern via Twitter mit. Der frühere Präsident solle einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Er sei wach und aufmerksam und fühle sich nicht unwohl.

Bush war Ende April in seiner Heimatstadt Houston ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem sich eine Infektion aufs Blut übertragen hatte. Erst kurz zuvor war seine Frau Barbara gestorben, mit der der 41. US-Präsident 73 Jahre lang verheiratet war.

Panorama

Google-Katzenpflege sorgt für Eulensterben im Silicon Valley

Der starke Rückgang einer seltenen Eulenart im Shoreline Park im Silicon Valley hat bei US-Naturschützern lange für Rätselraten gesorgt. Zwar war klar, dass Katzen für den Tod zahlreicher Kaninchenkäuze verantwortlich waren - woher allerdings die vielen Katzen kamen, blieb eine offene Frage.

Katzenfreunde bei Google versorgen Streuner

Wie die „New York Times“ („NYT“) nun am Freitag berichtete, führte die Spur zu Katzenliebhabern in der nahe gelegenen Google-Zentrale. Eine kleine, firmeninterne Gruppe namens „GCat Rescue“ soll rund um den „Googleplex“ streunende Katzen versorgt und damit eine regelrechte Katzenkolonie geschaffen haben.

Während jüngere Tiere an neue Besitzer weitervermittelt wurden, ließ die Gruppe ältere Tiere kastrieren, chippen und setzte sie wieder aus. Dazu wurden die Tiere über eigens eingerichtete Futterstellen versorgt, die sich teils nahe an Brutorten der Eulen befinden sollen.

„Katzen jagen weiterhin“

Für Umweltschützer ist dieses Vorgehen ein Eingriff in das sensible ökologische Gleichgewicht: „Katzen, die gefüttert werden, jagen auch weiterhin“, so der Biologe Travis Longcore gegenüber der „NYT“. „Wenn man ein Katzenasyl in der freien Natur pflegt, hat das Konsequenzen für die wild lebenden Tiere“.

Google sei in Sachen Umweltschutz grundsätzlich sehr kooperativ, so Umweltschützerin Eileen McLaughlin gegenüber der Zeitung. Bei dem Thema Katzen sperre sich der Konzern allerdings. Sie habe bereits 2012 bei Google um die Entfernung der Fütterungsstationen gebeten, doch nichts sei passiert. Facebook hingegen habe Katzenfütterungen bereits vor Jahren verboten.

Katzen Faktor für Vogelsterben

Dass Katzen ein erheblicher Faktor beim Vogelsterben sind, ist bereits länger bekannt. Laut einer im Fachjournal „Biological Conservation“ veröffentlichten Studie für Australien sterben im Durchschnitt etwa 316 Millionen Vögel im Jahr durch wild lebende Katzen, 61 Millionen Vögel werden jährlich von Hauskatzen geraubt.

Lifestyle

Kate und der lange Schatten McQueens

Bei der königlichen Hochzeit vor rund einer Woche ist nicht nur die Braut unter modischer Beobachtung gestanden, auch das Outfit ihrer Schwägerin, Kate Middleton, wurde umgehend analysiert. Die Herzogin von Cambridge griff zu einem ihrer Lieblingsoutfits: einem Mantelkleid des britischen Labels „Alexander McQueen“, und damit zu einem Design von Sarah Burton.

Herzogin Kate trug das Kleid bei der Hochzeit bereits zum dritten Mal - ein modisches Opfer, um der Braut nicht die Show zu stehlen. Gleichzeitig demonstrierte sie damit ihre Begeisterung für die Designerin, die seit Jahren hinter dem Label „McQueen“ steht.

Mehr dazu in Lieblingsdesignern der Herzogin