Ausland

Irak: IS-Hochburg al-Dur unter Kontrolle von Armee

Am fünften Tag ihrer Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben irakische Streitkräfte nach eigenen Angaben den strategisch wichtigen Ort al-Dur unter ihre Kontrolle gebracht. Armee und Kämpfer schiitischer Milizen hätten die südlich der Stadt Tikrit gelegene Ortschaft eingenommen, meldete das irakische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Militärführung. Eine unabhängige Bestätigung für die Eroberung gab es zunächst nicht.

Die Einnahme von al-Dur gilt als eines der ersten Ziele der Offensive, mit der die irakischen Streitkräfte Tikrit rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad befreien wollen. Der Ort ist Heimatstadt von Issat Ibrahhim al-Duri, einem früheren Getreuen von Langzeitherrscher Saddam Hussein und heutigen Anführer sunnitischer Rebellen, die mit dem IS verbündet sind.

Die irakische Regierung hat für ihre Offensive gegen die sunnitischen Extremisten nach eigenen Angaben rund 30.000 Mann mobilisiert, neben der Armee vor allem Kämpfer schiitischer Milizen. Der Vormarsch der Kräfte war in den vergangenen Tagen nur langsam vorangekommen. Der IS versucht, die Offensive vor allem mit Selbstmordattentätern und Hunderten von Sprengfallen aufzuhalten.

Libyen-Affäre: Ex-Sarkozy-Vertrauter in Gewahrsam

Die Affäre um mögliche illegale Gelder aus Libyen für den Wahlkampf von Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy im Jahr 2007 ist wieder aufgeflammt. Nach Justizangaben wurde der langjährige Sarkozy-Vertraute und einstige französische Innenminister Claude Gueant heute in Polizeigewahrsam genommen.

Die Untersuchungsrichter interessieren sich insbesondere für eine Überweisung in Höhe von 500.000 Euro auf das Konto Gueants, der ein Jahrzehnt lang die rechte Hand des heutigen konservativen Oppositionschefs Sarkozy war.

2012 waren erstmals Vorwürfe gegen den damaligen Staatschef Sarkozy laut geworden, er habe vom früheren libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi Gelder für seinen Wahlkampf 2007 erhalten. Ein französisch-libanesischer Geschäftsmann sprach von mehr als 50 Millionen Euro. Sarkozy wies die Vorwürfe als „grotesk“ zurück.

Frontex warnt vor Flüchtlingsansturm aus Libyen

Die EU muss in diesem Jahr nach Angaben des obersten Grenzschützers der Union mit einer Rekordzahl von Flüchtlingen rechnen. Zwischen 500.000 und einer Million Menschen seien in Libyen zur Reise nach Europa bereit, sagte der Direktor der Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Schlepperbanden nutzten das Chaos in Afrika und dem Nahen Osten immer aggressiver aus, um Menschen über das Mittelmeer zu bringen, sagte Leggeri. Vor allem der Verfall der staatlichen Ordnung in Libyen schaffe eine ideale Umgebung für Schlepper.

Frontex benötige mehr Ressourcen und Mitteln, um einen stärkeren Einsatz im Mittelmeer zu garantieren. Der Einsatz der EU-Grenzschutzagentur allein genüge nicht. Von zentraler Bedeutung sei Leggeri zufolge unter anderem auch „die Kooperation zwischen der EU und den afrikanischen Ländern“.

Putin kürzt sich selbst und Beamten Gehälter

Wegen der Wirtschaftskrise in Russland hat Präsident Wladimir Putin sich selbst und Regierungschef Dmitri Medwedew bis Ende 2015 demonstrativ das Gehalt um zehn Prozent gekürzt.

Von dem entsprechenden Erlass, den Putin heute in Moskau unterzeichnete, sind weitere ranghohe russische Beamte betroffen.

Vormals 6.800 Euro pro Monat

Putins deklariertes Gehalt lag 2013 nach Kreml-Angaben bei monatlich 306.017 Rubel (damals etwa 6.800 Euro). Der Präsident verfügt aber außerdem über zahlreiche staatliche Ressourcen wie Immobilien und Fahrzeuge.

Zudem verordnete Putin - wie zuvor angekündigt - eine Lohnkürzung für die Mitarbeiter der Präsidialverwaltung und des Regierungsapparats um ebenfalls zehn Prozent vom 1. Mai bis zum 31. Dezember. Auch die Parlamentarier sollen davon betroffen sein.

Kreml-Beamte verdienten 2013 nach Angaben des Statistikamtes durchschnittlich im Monat 232.375 Rubel (damals 5.100 Euro), Regierungsbeamte erhielten 249.178 Rubel.

27 Kilo Gold im Gepäck von nordkoreanischem Diplomaten

27 Kilogramm Gold sind im Gepäck eines nordkoreanischen Diplomaten auf dem Flughafen in Dhaka sichergestellt worden. Zollbeamte beschlagnahmten 170 Goldbarren in den Koffern eines Mitarbeiters der Botschaft Nordkoreas in der Hauptstadt von Bangladesch, wie der Zoll berichtete.

Der Mann wurde wegen seiner diplomatischen Immunität freigelassen. Das Außenministerium wurde über den Vorfall informiert, da ein Passagier nur 200 Gramm Gold zollfrei einführen darf.

Hohe Nebenverdienste: Slowenische Ministerin tritt zurück

Die slowenische Bildungsministerin Stanka Setnikar Cankar ist heute wegen hoher Nebenverdienste in ihrer Zeit als Universitätsprofessorin zurückgetreten. Wie am Vortag bekanntgeworden war, erhielt sie im vergangenen Jahrzehnt mehr als eine halbe Million Euro an Honoraren von der Fakultät für Verwaltung, deren Dekanin sie war.

Weil politische Folgen der Enthüllung unvermeidlich seien, habe sie Ministerpräsident Miro Cerar ihren Rücktritt angeboten, sagte Setnikar Cankar nach Medienberichten. Sie zeigte sich jedoch überzeugt, dass eine weitere Untersuchung ihren Namen reinwaschen werde. Mit den Nebenverdiensten habe sie nicht gegen das Gesetz verstoßen.

Letzter Sozialdienst für Berlusconi: „Bewegende Erfahrung“

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi hat heute seinen Sozialdienst in einem Altersheim bei Mailand beendet. Diesen hatte der Medienunternehmer seit Mai 2014 nach seiner Verurteilung wegen Steuerbetrugs ableisten müssen.

„Phase der Seelenruhe“

Der 78-Jährige bezeichnete seine Zeit mit kranken Patienten als „bewegend“. „Ich werde diese Erfahrung fortsetzen“, so Berlusconi laut Medienberichten. „Die Politik hätte viel von der Menschlichkeit jener Personen zu lernen, die sich um die Behandlung der Kranken kümmern.“

Die Zeit, die er wöchentlich im Altersheim in Cesano Boscone nahe Mailand verbracht habe, sei für ihn eine Phase der Seelenruhe gewesen. Dank einer Strafverkürzung von 45 Tagen wegen guter Führung kann Berlusconi den Sozialdienst zehn Monate nach seinem Beginn beenden.

Arbeitszeugnis an Justizministerium

Das Seniorenheim wird dem Justizministerium demnächst einen Bericht über Berlusconis Leistungen vorlegen. Der Bericht soll dann dem Mailänder Richter weitergeleitet werden. Der Medienmogul musste nach seiner rechtskräftigen Verurteilung im August 2013 wegen seines hohen Alters nicht ins Gefängnis.

Ruby-Prozess geht am Dienstag weiter

Der Mitte-rechts-Politiker hat jedoch noch weiterhin Probleme mit der Justiz. Am Dienstag beginnen die Beratungen im sogenannten Ruby-Prozess.

Italiens Kassationsgericht in Rom wird in dritter Instanz über den Fall entscheiden, in dem Berlusconi Sex mit der minderjährigen Prostituierten Karima El Marough alias Ruby und Amtsmissbrauch vorgeworfen wird.

Berlusconi war im vergangenen Jahr zweitinstanzlich freigesprochen worden, wogegen die Mailänder Staatsanwaltschaft Einspruch eingereicht hat. In erster Instanz war Berlusconi 2013 zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Inland

Sport

Fußball: Star-Auflauf in neuer MLS-Saison

Mit einer geballten Ladung Fußballstars startet die Major League Soccer (MLS) am Wochenende in die neue Saison. Bereits am Sonntag stehen sich beim Duell zwischen Liganeuling Orlando City mit dem Brasilaner Kaka und New York City mit Spaniens David Villa zwei Fußballgrößen gegenüber. Mehr als 60.000 Karten wurden für den Erstrundenschlager im Citrus Bowl abgesetzt. „Ich freue mich riesig auf dieses Spiel und darauf, dass es endlich losgeht“, sagte Kaka. Dabei gab es vor dem Auftakt zur 20. MLS-Auflage auch einige störende Nebengeräusche.

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Behindertensport: Lanzinger kündigt Karriereende an

Nach elf Jahren im alpinen Ski- und Behindertensport hat Matthias Lanzinger sein Karriereende angekündigt. Nach der Para-WM in Panorama in Kanada, bei der der 34-Jährige gestern (Ortszeit) seine zweite Silbermedaille holte, ist für den Salzburg endgültig Schluss.

„Die Weltmeisterschaft ist ein schönes Event zum Aufhören“, sagte Lanzinger im Ö3-Interview. An den 2. März 2008, als ihm nach seinem Sturz beim Super-G in Kvitfjell der linke Unterschenkel amputiert werden musste, denkt er ohne Wehmut zurück.

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Eishockey: Bühne frei für Play-off-Spektakel in EBEL

In der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) beginnt heute mit dem Viertelfinale die heiße Phase. Die Rollen beim Play-off-Start sind dabei unterschiedlich klar verteilt. Während Red Bull Salzburg gegen den VSV als klarer Favorit in die „Best of seven“-Serie startet, geht es in den anderen drei Paarungen enger her.

Die Black Wings Linz empfangen mit dem HC Bozen den EBEL-Titelverteidiger, die Vienna Capitals reisen zum Nachbarschaftsduell nach Fehervar. Und der KAC fühlt sich gegen Znojmo im Aufwind. Ein Spektakel scheint garantiert.

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Wirtschaft

Deutschem Energieriesen E.ON droht Milliardenverlust

Deutschlands größter Energiekonzern E.ON steht laut Schätzungen aus Branchenkreisen vor einem Milliardenverlust für 2014. Das Unternehmen hatte Ende vergangenen Jahres bereits 4,5 Mrd. Euro Abschreibungen im vierten Quartal angekündigt - zusätzlich zu 700 Mio. Euro Wertberichtigungen aus den ersten neun Monaten. 2013 hatte E.ON noch 2,1 Mrd. Euro Überschuss erreicht. Das Unternehmen legt am Mittwoch seine mit Spannung erwartete Jahresbilanz vor.

Von einem E.ON-Sprecher bereits bestätigt wurde ein ARD-Bericht, wonach derzeit die Stilllegung eines mit drei kommunalen Versorgern gemeinsam betriebenen Gaskraftwerks im bayerischen Irsching geprüft werde.

Das Kraftwerk hat zusammen mit einem weiteren, reinen E.ON-Block insgesamt 1,4 Gigawatt Leistung und gilt als eine der modernsten Anlagen in Europa. Eine Abschaltung könnte Probleme für die Versorgung Bayerns bringen. Die notwendige Genehmigung durch die Bundesnetzagentur gilt deshalb als unwahrscheinlich.

Außerdem soll E.ON einen möglichen Verkauf seiner Gasförderung in der Nordsee vorantreiben. Das Unternehmen habe die Investmentbanker der Bank of America damit beauftragt, bei dem anstehenden Prozess beratend tätig zu werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise berichtet. Der Verkauf könnte E.ON rund zwei Mrd. Euro bringen. E.ON lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Apple verdrängt AT&T aus Dow-Jones-Index

Apple zieht in den Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte ein und verdrängt den Telekomkonzern AT&T. Der Wechsel werde am 18. März vollzogen, teilte das Unternehmen S&P Dow Jones Indices heute mit. Die Aktie des an der Börse wertvollsten Unternehmens war bisher kein Bestandteil des Leitindex, weil der Preis eines Anteilsscheins zu hoch war.

Im vergangenen Jahr aber sank er wegen einer Aktienteilung auf unter 100 Dollar, weil die Aktionäre für ihre bisherigen Papiere sieben neue Scheine bekamen. Der Aufstieg in den Dow war deswegen erwartet worden.

Es ist der erste Wechsel im Index seit 2013. Hintergrund ist laut S&P der Aktiensplit beim Kreditkartenbetreiber Visa. Dadurch sinke das Gewicht der Technologiebranche im Index, was durch die Apple-Aufnahme nun kompensiert werden solle. Der iPhone-Hersteller war bisher nur im Technologieindex NASDAQ 100 gelistet. Mit Microsoft und Intel sind auch andere Technologieriesen in beiden Börsenbarometern gelistet.

Internationales Klimaabkommen: EU-Pläne veröffentlicht

In Vorbereitung eines neuen internationalen Klimaabkommens hat die Europäische Union heute ihr Angebot präsentiert. Die EU will den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bis 2030 um mindestens 40 Prozent reduzieren, im Vergleich mit 1990.

Das hatten die Staats- und Regierungschefs zwar schon im Herbst im Grundsatz entschieden. Mit dem Beschluss der EU-Umweltminister kann die Position nun aber auch an die zuständige UNO-Stelle in Bonn geschickt werden. Dort reichen Staaten aus aller Welt ihre Angebote für den Klimaschutz ein. Sie bilden die Verhandlungsgrundlage für die nächste große Klimakonferenz im Dezember in Paris.

51 Kündigungen bei Sandvik Mining in Zeltweg

Der schwedische Industriekonzern Sandvik Mining sorgt für eine weitere Hiobsbotschaft für den steirischen Arbeitsmarkt: Am Standort Zeltweg in der Steiermark werden 51 Mitarbeiter abgebaut - sie wurden heute zur Kündigung beim AMS-Frühwarnsystem angemeldet. Sandvik ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für den Bergbau und die Bauindustrie. Der Standort Zeltweg soll erhalten bleiben.

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Athen zahlt fristgemäß Schuldenrate an IWF

Griechenland hat heute fristgemäß 310 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) gezahlt. Das bestätigten Kreise des Finanzministeriums heute.

Das Land muss bis Ende März weitere 1,19 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Die Kassen in Athen sind fast leer. Insgesamt muss Athen im März Verpflichtungen im Umfang von gut 6,85 Milliarden Euro erfüllen.

In Athen wird mit Hochdruck an einer Liste von Maßnahmen gearbeitet, die noch heute an die Euro-Gruppe verschickt werden soll. Darin werden nach Aussagen eines Mitarbeiters des Finanzministeriums „konkrete Zahlen und Maßnahmen“ genannt, wie sie die Euro-Gruppe sehen will. Erst dann könnte Athen auf eine Teilauszahlung ausstehender Hilfen in Höhe von 7,2 Milliarden Euro hoffen.

Chronik

Neun Tonnen Schildkrötenfleisch in Pakistan beschlagnahmt

In Pakistan haben Zollbeamte rund neun Tonnen Schildkrötenfleisch beschlagnahmt. Die Schmuggelware sei für China und Hongkong bestimmt gewesen, sagte Irfan Javed von der Zollbehörde in der Hafenstadt Karachi heute.

Das Schildkrötenfleisch war als getrockneter Fisch gekennzeichnet gewesen, aber Zollbeamte bemerkten den ungewöhnlichen Geruch und öffneten die Sendung gemeinsam mit Wildtierexperten.

Fleisch von 4.000 Schildkröten

Wie Jein Vertreter der der Tierschutzbehörde der Provinz Sindh sagte, wurden geschätzte 4.000 gefährdete Süßwasserschildkröten für diese Fleischmenge getötet. Gegen den Exporteur wurde Anzeige erstattet.

Nepal: Tausende Touristen sitzen weiter fest

In Nepal sitzen Tausende Touristen wegen eines liegengebliebenen Linienflugzeuges fest. Der A330 von Turkish Airlines hatte bereits am Mittwoch eine Bruchlandung hingelegt und war neben der Landebahn zu stehen gekommen. An Bord waren auch zwei Österreicher. Alle Versuche, das Flugzeug zu bergen, schlugen bis heute fehl. Deswegen fielen alle Flüge auf Nepals einzigem internationalen Flughafen aus.

Die Luftwaffe des Nachbarlandes Indien hilft bei der Bergung des Flugzeuges, da Nepal selbst nicht über die notwendige Ausrüstung verfügt. Fotos zeigten, wie die Nase des Airbus zuletzt aus dem Gras gehoben wurde. „Wir haben es geschafft, das Flugzeug hochzulagern“, sagte Teknath Situala von der zivilen Luftfahrtbehörde. Nun müsse die Oberfläche darunter mit Kies bedeckt und dann geteert werden.

Täglich fallen derzeit 40 Landungen und 40 Starts aus. Nepal auf dem Landweg über Indien zu erreichen dauert sehr lange. Derzeit beginnt die wichtigste Touristensaison, und Alpinisten aus aller Welt gehören zu den Haupteinnahmequellen des armen Himalaya-Landes. „Viele Hotels haben schon Stornierungen ihrer ausländischen Kunden erhalten“, sagte Pravin Bahadur Pandey vom Hotelverband Nepals.

Science

Uni-Klo macht aus Urin Strom

Englische Studenten können beim Urinieren Strom erzeugen. Das „Urinstrom“-Klo auf dem Campus der University of the West of England in Bristol werde schon eifrig genutzt, so ein Unisprecher.

Die erzeugte Energie sorgt dabei für die Innenbeleuchtung. Der Prototyp war gestern in Betrieb gegangen und steht praktischerweise neben einem Lokal - für Nachschub dürfte damit gesorgt sein.

Mit Hilfsorganisation entwickelt

Die Erfindung solle künftig Licht in dunkle Toiletten in Flüchtlingslagern bringen, die besonders für Frauen ein gefährlicher Ort seien, teilte die Universität dazu mit. Wissenschaftler haben das Konzept gemeinsam mit der Hilfsorganisation Oxfam entwickelt.

Abfallprodukt effektiv nutzen

Forscher in Bristol hatten schon 2013 gezeigt, dass sie mit Strom aus Urin ein Handy laden können. Dabei arbeiten Brennstoffzellen mit Hilfe von Mikroben, die sich von Urin ernähren.

„Diese Technologie ist so grün wie nur möglich, weil wir keine fossilen Brennstoffe brauchen und ein Abfallprodukt effektiv nutzen, das reichlich vorhanden sein wird“, erklärte Ioannis Ieropoulos, der das Forscherteam leitet.

Politologe: Demokratien in der Krise

Gab es am Ende des Zweiten Weltkriegs nur in etwa 50 Ländern gewählte Regierungen, trifft das heute für die Mehrheit aller Nationen zu. Bei der Qualität der Wahlen allerdings zeigen sich enorme Unterschiede, wie ein aktueller weltweiter Bericht zeigt.

Und trotz des Zuwachses befindet sich die repräsentative Demokratie heute in einer Krise. Das betont Markus Pausch im Gespräch mit ORF.at. Der Politologe am Zentrum für Zukunftsstudien der FH Salzburg war einer der österreichischen Experten, die im Rahmen des Electoral Integrity Projects befragt wurden.

Mehr dazu in science.ORF.at

Gesundheit

Jede fünfte Frau von Eisenmangel betroffen

Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Schlafstörungen: In Österreich leidet jede fünfte Frau an Eisenmangel. Die Symptome ähneln jenen einer Depression, daher ist die Diagnose nicht leicht, warnten heute Ärzte bei einer Pressekonferenz des Netzwerks Eisencheck.at.

Betroffene fühlen sich müde und schlapp

Die Hauptaufgabe des Spurenelements Eisen besteht in der Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen. Passiert das nicht, fehlt den Zellen Energie, die Betroffenen fühlen sich angeschlagen und schleppen sich durchs Leben.

„In manchen Fällen geht der Eisenmangel in eine Blutarmut über“, führte Sabine Lahnsteiner, Allgemeinmedizinerin aus Amstetten, aus. „Dann kann es zu Herzrasen, Atemnot, Schwindel und schließlich dem Kollaps kommen.“

Schwangere und Sportler mit erhöhtem Bedarf

Besonders in der Schwangerschaft haben Frauen einen erhöhten Eisenbedarf - der Körper muss 30 Prozent mehr Blut bilden, um das Kind zu versorgen. Ebenfalls häufig tritt Eisenmangel bei Sportlern auf. Für ein ansprechendes Leistungsniveau ist ein gefüllter Eisenspeicher jedoch unabdingbar.

Hülsenfrüchte und Fleisch

Die Ärzte fordern eine erhöhte Aufmerksamkeit und Bekämpfung der häufigste Mangelerkrankung weltweit. Denn Eisen wird vom Körper nicht selbst produziert, sondern wird über die Nahrung - einerseits über pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse und Hülsenfrüchte, andererseits über Fleisch, Innereien, Fisch und Meeresfrüchte - aufgenommen. Zusätzlich ist die Einnahme von Tabletten oder Säften möglich, die dem Körper künstlich Eisen zuführen sollen.

IT

Auch Windows- und Linux-Systeme von SSL-Lücke betroffen

Von der jüngst entdeckten Sicherheitsschwachstelle Freak sind offenbar mehr Systeme betroffen als ursprünglich angenommen. Microsoft warnt, dass auch alle aktuellen Windows-Versionen sowie der Internet Explorer eine Schwachstelle haben, die das Auslesen von Datenverkehr über SSL-Verbindungen erleichtert.

Wie die IT-Website Heise berichtet, sind auch Linux-Systeme betroffen. Bisher hieß es, dass vor allem Google-Browser (Android und Chrome) sowie Apples Safari vor Angriffen nicht sicher sind.

Veraltete Verschlüsselung leicht zu knacken

Die Schwachstelle Freak (Factoring Attack on RSA-EXPORT Keys) ermöglicht, dass beim Ansteuern bestimmter Websites eine alte und schwache Verschlüsselung zum Einsatz kommt, die leicht geknackt werden kann.

Damit könnten sensible Daten, für die gerade SSL-Verbindungen als Schutz zum Einsatz kommen, ausgelesen werden. Betroffen sind davon unter anderem auch die Website der US-Bundespolizei FBI.

Medien

Zeitungsartikel online gestellt: Sechs Jahre Haft für Spanier

Zwei Spanier sind wegen Urheberrechtsverletzungen im großen Stil zu sechs Jahren Haft verurteilt wurden. Sie hatten die Inhalte zahlreicher europäischer Zeitungen und Zeitschriften über ein Internetportal verbreitet, ohne die Zustimmung der jeweiligen Verlage einzuholen.

Der Nationale Gerichtshof in Madrid verurteilte die beiden Männer zu je sechs Jahren Haft. Das ist nach spanischen Medienberichten die härteste Strafe, die in Spanien je wegen Urheberrechtsverletzungen im Netz verhängt wurde.

Inhalte von über 17.000 Exemplaren publiziert

Die Männer hatten nach Angaben des Gerichts ohne Erlaubnis der jeweiligen Verleger die Inhalte von über 17.000 Exemplaren von Zeitungen und Zeitschriften aus Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Russland und den Niederlanden angeboten.

Die beiden Männer seien sich der Illegalität ihrer Aktivität bewusst gewesen, betonte das Gericht. Sie wurden wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums und wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt.

Höhe des Schadenersatzes noch nicht festgelegt

Die Angeklagten müssen nach dem Urteil der Richter auch Entschädigungszahlungen leisten, deren Höhe später festgelegt werden soll. Sie dürfen zudem fünf Jahre lang keine Websites betreiben. Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen, weil seine Beteiligung an der Tat nicht nachgewiesen werden konnte.

Song Contest

„Du fährst nach Wien“: Deutschlands Zweite wird Erste

Der deutsche Vorentscheid „Unser Song für Österreich“ ist nicht so verlaufen, wie von der ARD geplant. Der Gewinner des Abends - Andreas Kümmert - übergab noch auf der Bühne sein Wien-Ticket an die zweitplatzierte Ann Sophie. Moderatorin Barbara Schöneberger akzeptierte die Übergabe mit einem klaren „Du fährst jetzt nach Wien“ - das bietet Stoff für Diskussionen.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Video dazu in iptv.ORF.at

Kultur

Kunstbiennale Venedig: 136 Künstler aus 53 Ländern

Die Kunstbiennale von Venedig präsentiert in diesem Jahr Arbeiten von 136 Künstlern aus 53 Ländern. 88 von ihnen sind zum ersten Mal dabei, wie Biennale-Präsident Paolo Baratta heute in München bei der Vorstellung des Programmes sagte. Die Länder, die ihr Biennale-Debüt geben, sind Grenada, Mauritius, die Mongolei, Mosambik und die Seychellen.

Im 120. Jahr ihres Bestehens trägt die Biennale den Titel „All the World’s Futures“. „Heute erscheint uns die Welt voll schwerer Brüche und Wunden, starker Ungleichheiten und Unsicherheiten“, sagte Baratta. „Wir durchleben eine Art Zeitalter der Angst.“

Die Biennale, die 56. Internationale Kunstausstellung, startet in diesem Jahr einen Monat früher als sonst üblich und findet vom 9. Mai bis zum 22. November 2015 statt.

Leute

Harrison Ford bei Flugzeugcrash verletzt

Hollywood-Star Harrison Ford (72), der als begeisterter und erfahrener Hobbypilot gilt, hat sich bei einer Bruchlandung mit einem Kleinflugzeug im US-Bundesstaat Kalifornien verletzt.

Der Schauspieler, der mit „Star Wars“ und „Indiana Jones“ zur Legende wurde, war als Pilot alleine an Bord des Flugzeugs, als es zu technischen Problemen kam und seine gelbe Vintage-Maschine nach einem Notruf auf einen Golfplatz krachte.

Mehr dazu in „Angeschlagen, aber ok!“