Ausland

Über 70 Tote bei Anschlag auf Moschee im Irak

Im Irak sind bei einem Angriff auf eine sunnitische Moschee nach Angaben der Sicherheitsbehörden mindestens 70 Menschen getötet worden.

Mitglieder einer schiitischen Miliz hätten heute in dem Gebetshaus das Feuer eröffnet. Augenzeugen berichteten von noch mehr Todesopfern. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Dijala im Osten des Landes, wo vom Iran ausgebildete Schiitenmilizen mächtig sind.

Kämpfer der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben weite Teile des Nordirak unter ihre Kontrolle gebracht und dort ein „Kalifat“ ausgerufen. Im Irak schwelt seit langem der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten.

Hamas lässt 18 Palästinenser wegen „Spionage“ hinrichten

Die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas hat laut dem Fernsehsender Hamas TV 18 Palästinenser wegen des Vorwurfs hinrichten lassen, sie hätten mit Israel zusammengearbeitet.

Sechs der mutmaßlichen Kollaborateure seien nach dem Freitagsgebet vor den Augen Hunderter Moscheebesucher von Mitgliedern der Essedin-al-Kassam-Brigaden erschossen worden, berichteten Augenzeugen. Die Brigaden sind der bewaffnete Arm der Hamas.

Zuvor hatte das hamasnahe Nachrichtenportal Madschd berichtet, elf Palästinenser seien in der Früh in der Polizeizentrale von Gaza wegen des Vorwurfs der Spionage für Israel exekutiert worden.

Laut UNO bereits über 190.000 Tote in Syrien

Im syrischen Bürgerkrieg sind laut UNO-Angaben bereits weit mehr als 190.000 Menschen umgekommen. Eine Erhebung von Datenspezialisten im Auftrag des UNO-Menschenrechtsrates kommt für den Zeitraum von März 2011 bis Ende April 2014 auf 191.369 bestätigte Todesfälle. Die Zahl der Todesopfer habe sich innerhalb eines Jahres verdoppelt, so UNO-Hochkommissarin Navi Pillay heute in Genf.

Für die Erfassung hätten die Datenexperten aus Angaben zu mehr als 318.000 Todesfällen nur jene berücksichtigt, bei denen eindeutig überprüfbare Angaben vorlagen. Außerdem gebe es viele Hinweise, wonach zahlreiche Tötungen gar nicht registriert wurden.

Auch Tausende Kinder unter Toten

Bei der Erfassung wurden keine Unterschiede zwischen Kämpfern und Zivilisten gemacht. Die weitaus meisten Opfer seien Männer gewesen, etwas mehr als neun Prozent Frauen. Aber es seien auch mindestens 8.803 Kinder und Jugendliche getötet worden.

„Ich bedaure zutiefst, dass die Kämpfe in Syrien und die furchtbaren Folgen für Millionen von Zivilisten angesichts so vieler anderer bewaffneter Konflikte in diesen Zeiten einer globalen Destabilisierung vom internationalen Radar verschwunden sind“, sagte Pillay.

Eskalation zwischen Regierung und Rebellen im Jemen

Der Konflikt zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der Regierung im Jemen spitzt sich zu. Der jemenitische Übergangspräsident Abd Rabbuh Mansur Hadi rief die höchste Alarmstufe für die Sicherheitskräfte aus, wie die Nachrichtenseite Yemen Post heute berichtete.

Stamm will Autonomie

Seit Tagen zieht die Volksgruppe der Huthi Männer nördlich der Hauptstadt Sanaa zusammen. Rund 30.000 sollen nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Maschhad al-Jemeni bereits zusammengekommen sein. Die Rebellen fordern die Unabhängigkeit ihrer Stammesgebiete im Norden des Landes und eine Senkung der Benzinpreise.

Der Anführer der Huthi, Abdelmalik al-Huthi, hatte der Regierung ein Ultimatum gestellt. Sollten seine Forderungen nicht angenommen werden, folge „die zweite Phase“ des Aufstands, sagte er dem von Huthis betriebenen TV-Sender al-Masira. Er warnte Präsident Hadi vor Angriffen auf die „friedlichen Demonstranten“: „Wir werden keine Attacke unbeantwortet lassen.“

Mordanklagen gegen Ex-Angehörige der bosnischen Armee

Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen hat heute Anklage gegen vier Angehörige der einstigen bosnischen Armee (ABiH) erhoben. Sie wirft ihnen Mord an 21 serbischen Zivilisten im August 1992 unweit der Stadt Gorazde vor.

Auf Basis einer zwischen Belgrad und Sarajevo im Vorjahr erzielten Vereinbarung wird der Prozess vor einem bosnischen Gericht stattfinden. Unter den Angeklagten befindet sich laut Medienberichten auch der Befehlshaber einer einstigen ABiH-Sondereinheit.

Die von den muslimischen Bosniaken dominierte Armee der Republik Bosnien und Herzegowina hatte im Bosnien-Krieg (1992-1995) vor allem die Streitkräfte der bosnischen Serben zum Gegner.

Medien: Chinas zweiter Test mit Hyperschallwaffe gescheitert

China hat laut einem Zeitungsbericht zum zweiten Mal erfolglos einen Hyperschallflugkörper erprobt. Der Raketenträger mit dem Gleiter sei am 7. August kurz nach dem Start in Nordwestchina auseinandergebrochen, berichtete die Hongkonger „South China Morning Post“ heute.

Zwei Quellen, die dem chinesischen Militär nahestehen, berichteten der Zeitung, es sei schon das zweite Mal gewesen, dass das Waffensystem versagt habe. Ein erster Test mit dem experimentellen Flugkörper, der aus großer Höhe auf sein Ziel zuschießen und fünf- bis zehnfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll, hatte im Jänner stattgefunden.

Keine Chance für Raketenabwehrsysteme

Nur die USA haben bisher ähnliche Waffentechnologie getestet. Aber auch Russland und Indien arbeiten angeblich daran. Hyperschallwaffen gelten als destabilisierend, auch weil Raketenabwehrsysteme nichts gegen sie ausrichten können.

Die US-Zeitung „The Washington Free Beacon“ sowie die Hongkonger „Oriental Daily“ hatten zuerst über den Versuch mit dem System berichtet, das im Pentagon Wu-14 genannt wird. In China kursierten im Internet Bilder von Trümmern einer Raketenstufe.

„Schießendes Personal“: Wirbel um Witz von der Leyens

Trotz Kritik steht die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu ihrem Witz über die Entsendung von „schießendem Personal“ zu den Fußballweltmeisterschaften in Russland und Katar. „Selbstverständlich war das ein Scherz“, sagte ihr Sprecher Jens Flosdorff heute in Berlin. „Die Ministerin steht zu ihren Äußerungen.“

Regierungssprecher Steffen Seibert empfahl, die Äußerung nicht überzubewerten. Ob er sie angemessen findet, wollte er nicht verraten. „Ich habe doch hier keine Noten zu vergeben über Interviews, die Mitglieder der Bundesregierung geben“, sagte er.

„Wo immer auch gespielt wird“

Von der Leyen war in einem „Zeit“-Interview gefragt worden, ob es angesichts der mutmaßlichen Finanzierung der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) durch das Golfemirat Katar und der Annexion der Krim durch Russland bei den beiden Austragungsorten der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bleiben könne.

Die CDU-Politikerin antwortete: „Wo auch immer gespielt wird: Deutschland schickt schießendes Personal.“ SPD und Linke hatten die Äußerung kritisiert.

Inland

Laut Behörden bereits 130 Dschihadisten aus Österreich

Nach Angaben des Innenministeriums kämpfen bereits 130 Personen aus Österreicher als Dschihadisten im Ausland, sind von dort zurückgekehrt oder auf dem Weg zu Kriegsschauplätzen. Ihre Zahl und die radikaler Islamisten steige, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) heute bei einer Pressekonferenz in Wien.

Auch unter den zehn am Montag festgenommenen Verdächtigen waren drei laut Behörden bereits als Kämpfer auf fremdem Boden. Über fünf weitere Verdächtige aus dieser Gruppe wurde heute U-Haft verhängt.

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Von den 130 von den Behörden als Dschihadisten bezeichneten Personen sind laut Mikl-Leitner eine Vielzahl russische Staatsbürger, 40 davon sind österreichische. Zwei Drittel der 130 seien bereits von den Kriegsschauplätzen zurückgekehrt, ein Drittel ist an Ort und Stelle oder auf dem Weg dorthin.

Asylstatus aberkannt

In Zusammenhang mit Radikalisierungsprozessen sei allein im Vorjahr in Österreich 96 Personen - allesamt russische Staatsbürger - der Asylstatus aberkannt worden, sagte Mikl-Leitner. So soll auch im konkreten Fall vorgegangen werden. Die mutmaßlichen Dschihadisten sollen aus Tschetschenien stammen.

Im Fall der zehn Festgenommenen ermitteln die Behörden wegen mehrerer Straftatbestände. Neben Mitgliedschaft und Finanzierung einer terroristischen Vereinigung geht es dabei auch um Sozialbetrug, um für den Kampfeinsatz die nötigen Mittel aufzutreiben, sagte der Generaldirektor des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Konrad Kogler. Auf die aktuellen Festnahmen würden nun weitere Ermittlungen im Umfeld der Verdächtigen folgen.

Strache fordert „Null Toleranz“-Politik

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache forderte bei einer Pressekonferenz in Wien scharfe Maßnahmen gegen radikale Islamisten auf dem Weg in Kriegsgebiete: Die festgenommenen mutmaßlichen Dschihadisten müssten sofort abgeschoben werden - und außerdem alle 30.000 hier lebenden Tschetschenen überprüft werden. Strache verlangte „null Toleranz“ gegenüber radikalislamischen Strömungen und Einrichtungen in Österreich.

Karmasin will ihre Arbeit künftig „messen“

Familienministerin Sophie Karmasin will die Fortschritte ihrer Arbeit künftig regelmäßig messen. Zu diesem Zweck hat sie heute einen „Familienfreundlichkeitsmonitor“ vorgestellt. So sollen Indikatoren wie die Anzahl der Familien mit Kindern bis 2025 steigen, konkret bezifferte Ziele bleibt man aber vorerst schuldig.

„Österreich soll zum familienfreundlichsten Land Europas werden“, bekräftigte Karmasin bei einer Pressekonferenz ihre „Vision“. Mit Hilfe des Messmodells mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Universität Wien sollen nun einmal jährlich Fortschritte überprüft werden.

Man wolle dabei „ehrlich diskutieren“, wo diese zufriedenstellend seien und wo man noch „nachschärfen“ müsse, sagte Karmasin. Festgelegt wurden dazu insgesamt zehn Indikatoren - diese reichen von der Einschätzung der Familienfreundlichkeit bis zur Bekanntheit und Inanspruchnahme von Familienleistungen.

Ziele eher allgemein gehalten

Die Zahl der Familien mit Kindern im Haushalt soll bis 2025 ebenso gesteigert werden wie das Geld für Familienleistungen (mit Fokus auf Sach- und Steuerleistungen), die Kinderbetreuungsquoten, die Einschätzung der Vereinbarkeit und der Anteil von Frauen in Führungspositionen. Ebenso gewünscht ist „mehr Väterbeteiligung“, die derzeit in allen Kindergeldmodellen bei rund 17 Prozent liegt.

Die Ziele sind generell allgemein gefasst. Angst vor einer konkreteren Messlatte habe man nicht, versicherte die Ministerin. Es handle sich einmal um ein Startmodell, das vielleicht auch verfeinert und mit Detailzielen versehen werden könnte. Und dass nicht alle Daten international vergleichbar sind, sei „sekundär“, denn es gehe darum, Österreich voranzutreiben.

Strache skeptisch zur Regierungsumbildung

Skeptisch sieht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die Personalrochaden in der SPÖ. Mit einiger Häme bedachte er heute bei einer Pressekonferenz Alois Stöger, der vom Gesundheits- ins Verkehrsministerium wechselt. Ein wenig Anerkennung hatte er für die künftige Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser übrig und ziemliche Bedenken gegen Doris Bures als Nationalratspräsidentin.

Allen voran nahm sich Strache SPÖ-Chef Werner Faymann, vor, den er den „führungsschwächsten Bundeskanzler aller Zeiten“ nannte - und dem er einen „Eiertanz“ bei der durch den Tod von Barbara Prammer ausgelösten Personalrochade attestierte.

Kritik an allen

Dann ging er die jobwechselnden SPÖ-Politiker durch: Die bisherige Infrastrukturministerin Bures werde erst beweisen müssen, dass sie das Amt der Nationalratspräsidentin objektiv führen kann, sei sie doch eine „in der Wolle rot gefärbte Parteisoldatin“.

Der Wechsel von Stöger ins Infrastrukturressort erinnerte Strache an die „Häme und Bösartigkeiten“, die FPÖ-Ministerin Monika Forstinger erleiden habe müssen - obwohl diese besser qualifiziert gewesen sei als der bisherige Gesundheitsminister mit seiner „Ausbildung zum Dreher“, dem „skurril anmutenden Titel diplome“ und dem Gewerkschaftshintergrund.

Seine Nachfolgerin, die ÖGB-Vizechefin Oberhauser, sei immerhin Ärztin - und Raucherin, was Strache hoffen lässt, dass unter ihr das „sinnlose Raucher-Bashing“ aufhört. Allzu viel erwartet er von ihr aufgrund ihrer Performance als Gesundheitssprecherin aber auch nicht.

Sport

Fußball: Rapid redet EL-Niederlage schön

Rapid Wien kommt weiter nicht auf Touren. Auch im Hinspiel des Play-off der Europa League gegen HJK Helsinki gelang den Hütteldorfern trotz 1:0-Führung nicht der Befreiungsschlag. Helsinki drehte das Spiel noch in einen 2:1-Sieg um und hat nun die Trümpfe für den Aufstieg in die Gruppenphase in der Hand.

Rapid konnte erneut aus optischer Überlegenheit kein Kapital schlagen und präsentierte sich gegen die gut verteidigenden Finnen vorne harmlos und hinten fehleranfällig. Bei Rapid redete man das Ergebnis jedoch schön, immerhin gibt es den Strohhalm Auswärtstor.

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Formel 1: Vettel glaubt nicht an Trendwende

Vor dem Grand Prix von Belgien am Sonntag liegt Vorjahressieger Sebastian Vettel bereits 114 Punkte hinter WM-Leader Nico Rosberg. Dass der amtierende Weltmeister seinen fünften Titel vor dem Rennen in Spa-Francorchamps abhaken kann, ist nicht nur dem 27-Jährigen selbst klar: Statt weiter auf eine Trendwende zu hoffen, blickt man bei Vettels Rennstall Red Bull lieber bereits auf das kommende Jahr.

2015 sollen die „Zuverlässigkeitsprobleme“ an Vettels Boliden, wie es Berater Helmut Marko formulierte, ausgemerzt und damit die beispiellose Pechsträhne des Red-Bull-Stars beendet werden.

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Wirtschaft

Air Berlin erwägt Zusammenlegung von Töchtern

Die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin könnte im Zuge ihres Sparprogramms auch Änderungen in der Unternehmensstruktur vornehmen. Womöglich werden Tochterunternehmen zusammengelegt - davon betroffen wäre auch die Österreich-Tochter Niki.

Hartes Sanierungsprogramm

Derzeit hält der Konzern Lizenzen für vier verschiedene Flugbetriebe - neben Air Berlin sind das Niki, die Schweizer Belair und die deutsche Regionalfluglinie LGW. Laut Konzernchef Wolfgang Prock-Schauer soll das nun „überprüft“ werden, wie er heute in der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert wird.

Die Air Berlin hatte zuletzt erste Details aus ihrem Sparprogramm genannt. Die Fluglinie startet unter den Fittichen des arabischen Großaktionärs Etihad einen neuerlichen Sanierungsversuch. Etihad hat Air Berlin seit 2011 800 Mio. Euro zugeschossen.

OMV legt Förderprojekte vor Krim und im Irak auf Eis

Der Öl- und Gaskonzern OMV legt Förderprojekte im Irak und südlich der Halbinsel Krim auf Eis. „Wir konnten in Kurdistan zwar einen Gasfund verbuchen, sind aber zurzeit nicht aktiv. Alle Mitarbeiter, die vor Ort waren, sind ausgereist“, sagte Firmenchef Gerhard Roiss dem „Wirtschafts-Blatt“ (Freitag-Ausgabe). „Auch südlich der Krim, wo wir zusammen mit Exxon Pläne hatten, warten wir ab“, sagte Roiss.

Die OMV sei zu 20 Prozent in risikoreichen Ländern engagiert - etwa auch in Libyen. Dort habe der Konzern sein Geschäft ebenfalls ausbauen wollen, diesen Plan aber dann wegen der Unruhen verworfen.

Neuausrichtung des Gasgeschäfts

Nach dem Verkauf eines Teils des Raffinerie- und Tankstellengeschäfts will OMV nun das Gasgeschäft der Firma umbauen. Damit will Roiss auf die sinkenden Gaspreise und das aktuelle Überangebot auf dem europäischen Markt reagieren.

„Die Strategie für den Gasbereich ist noch in Arbeit, daher sage ich dazu nichts. In sechs bis zwölf Monaten müsste der Prozess abgeschlossen sein“, sagte Roiss dem Blatt.

Auch Zahlscheingebühren von Versicherungen gesetzwidrig

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat nach der Mobilfunkbranche nun auch der Versicherungsbranche eine Abfuhr für die Einhebung der Zahlscheingebühr erteilt. Das Verbot gilt für alle Zahlungen, die seit dem 1. November 2009 gemacht wurden. Versicherungskunden können die bezahlten Entgelte zurückverlangen, egal wann die Versicherung abgeschlossen wurde, informiert die Arbeiterkammer (AK), die das Urteil erwirkt hat.

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Chronik

Längstmögliches Schuljahr steht bevor

Eine geballte Menge Schule kommt heuer auf Schüler, Eltern und Lehrer zu. Das Schuljahr startet zum frühestmöglichen Zeitpunkt - am 1. September in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, am 8. September im Rest Österreichs - und endet am spätestmöglichen Termin (3. bzw. 10. Juli 2015). Darüber hinaus fallen im Herbst fast alle möglichen Feiertage auf Wochenenden.

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„Problemkuh“ macht Wald in Deutschland unsicher

Eine trächtige und aggressive Kuh streift seit Wochen durch einen Wald im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Bei Gaildorf stellte sie sich einem Autofahrer in den Weg, wie die Polizei heute mitteilte. Der Mann habe rechtzeitig bremsen können, passiert sei nichts. Man könne aber durchaus von einer „Problemkuh“ sprechen.

Erinnerungen an „Yvonne“

Nach Angaben des Besitzers lasse sich das Tier nicht mehr einfangen, hieß es. Ein Versuch, die Kuh wieder in die Herde einzugliedern, scheiterte - sie brach erneut aus. Wenn sich Menschen nähern, nehme das Tier Reißaus, das wegen seiner Trächtigkeit nicht erschossen werden soll. Bis der Halter eine Lösung gefunden hat, soll die Kuh weiter im Wald leben.

Der Fall erinnert an die Kuh Yvonne, die im Sommer 2011 in Bayern Verstecken spielte. Bei der Suche nach ihr kamen ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera und ein Lockstier zum Einsatz. Die prominente Kuh kam letztlich auf einem Gnadenhof unter.

IT

Microsoft präsentiert angeblich im September neues Windows

Der US-Softwareriese Microsoft bereitet einem Bericht zufolge die Präsentation der nächsten Windows-Version vor. Die Neuauflage des Betriebssystems solle am 30. September vorgestellt werden, berichtete die auf IT-Nachrichten spezialisierte Website The Verge heute unter Berufung auf Insider. Das künftige Windows 9 firmiere vorerst unter dem Codenamen „Threshold“ (Schwelle).

Das bisher neueste Windows, die Version 8, war Ende Oktober 2012 veröffentlicht worden. Microsoft hatte damit versucht, sich auf die Nutzungsbedingungen bei Tabletcomputern und Smartphones einzustellen. Allerdings stieß das Betriebssystem auf wenig Begeisterung.

Aufholbedarf bei mobilen Geräten

Bei klassischen PCs ist Windows immer noch weit verbreitet, doch bei Smartphones und Tablets sieht es ganz anders aus. Einer Schätzung der Marktforschungsfirma Strategy Analytics zufolge liegt der Marktanteil bei internetfähigen Handys unter drei Prozent.

Rund 85 Prozent der in den vergangenen Monaten verkauften Smartphones laufen demnach mit dem Betriebssystem Android von Google. Rund zwölf Prozent sind iPhones von Apple mit dem Betriebssystem iOS.

Die geplante Präsentation Ende September richtet sich laut The Verge an Entwickler, die andere Software auf das neue Windows abstimmen müssen. Bei Windows 9 solle das klassische Startmenü zurückkehren, das bei Windows 8 zum Leidwesen vieler Nutzer abgeschafft wurde. Microsoft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Kultur

Deutsche Kunstbetrugsaffäre weitet sich aus

Seit über zwei Monaten sitzt der deutsche Kunstberater Helge Achenbach in Untersuchungshaft. Jetzt weitet die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aus. Ein weiteres mögliches Betrugsopfer hat sich gemeldet.

Nach der Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht reichte auch die Unternehmerfamilie Viehof aus Mönchengladbach eine Anzeige gegen Achenbach ein. Auch hier geht es um einen Millionenbetrag.

Rund eine Mio. Schaden?

„Wir haben einige Geschäfte unserer Firma Vibro Art geprüft und vergangene Woche Strafanzeige gegen Helge Achenbach gestellt“, sagte Eugen Viehof, einer der vier Viehof-Brüder, der „Rheinischen Post“ (Freitag-Ausgabe). Es gehe um einen Schaden von rund einer Million Euro beim Erwerb von Kunstwerken von Georg Baselitz.

Die Staatsanwaltschaft Essen bestätigte gestern lediglich, dass eine zweite Anzeige eingegangen sei. Außerdem werde in einem weiteren Verdachtsfall ermittelt.

Die erste Anzeige der Albrecht-Witwe hatte zur Inhaftierung des international vernetzten Achenbach am 10. Juni geführt. Er hatte dem 2012 gestorbenen Albrecht Kunstwerke und Oldtimer im Wert von rund 120 Millionen Euro verkauft. Dabei soll er verdeckte Preisaufschläge vorgenommen und Rechnungen gefälscht haben. Albrechts Witwe verlangt nach Medienberichten über eine Zivilklage Schadenersatz in Höhe von fast 20 Millionen Euro.

Science

Der „iTunes-Moment“ der Hochschulbildung

ITunes hat das das Musikgeschäft revolutioniert, weil man plötzlich nicht mehr ein ganzes Album erwerben musste, sondern den Lieblingssong kaufen konnte. Genau das passiere derzeit in der Bildung, meint Hannes Klöpper: Anstatt einen ganzen Lehrgang online zu machen, wird es immer üblicher, sich einzelne Vorlesungen aus dem globalen Angebot herauszupicken.

Universitäten seien gefordert, ihre Studierenden im Umgang mit diesen neuen Möglichkeiten zu schulen - und Standards zur Anerkennung zu entwickeln, sagte der auf Onlinekurse spezialisierte Unternehmer anlässlich der Technologiegespräche in Alpbach zu science.ORF.at.

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Religion

In Israel Mehrheit gegen interreligiöse Ehen

Eine große Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist laut einer Umfrage gegen Eheschließung mit Partnern, die nicht der eigenen Religion angehören. Die von der Zeitung „Haaretz“ (Onlineausgabe) heute veröffentlichte Umfrage ergab, dass mehr israelische Juden gegen interreligiöse Heiraten sind als israelische Araber: 75 Prozent der Juden in dem Nahost-Staat sagten aus, sie würden eine solche Ehe für sich ablehnen. Nach der Störung einer interreligiösen Hochzeit am Sonntag war in Israel eine Debatte über das Thema entbrannt.

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Leute

Miley Cyrus in Dominikanischer Republik unerwünscht

US-Popstar Miley Cyrus kann nicht wie geplant Mitte September in der Dominikanischen Republik auftreten. Die Regierungskommission für öffentliche Veranstaltungen verbot laut lokalen Medienberichten das Konzert aus moralischen Gründen.

Handlungen im „Widerspruch zu Sitten und Gebräuchen“

In dem Dekret heißt es: „Miley Cyrus nimmt in ihren Konzerten Handlungen vor, die im Widerspruch zu den Sitten und Gebräuchen stehen und nach den dominikanischen Gesetzen verboten sind.“

Die Kommission bemängelte außerdem „unangemessene Kleidung, Missbrauch der Sprache, perverse Bilder und Sätze“ sowie „doppeldeutige Phrasen, die Kriminalität, Gewalt und Missbrauch verteidigen“.

Das Konzert der „Bangerz Tour“ war für den 13. September im Quisqueya-Stadion in Santo Domingo geplant.

Lifestyle

Trampender Roboter beendet Reise durch Kanada

Der trampende Roboter hitchBot hat seine Reise durch Kanada beendet. „Mein guter Freund hitchBot und ich haben es bis Victoria geschafft“, teilte seine PR-Agentin Johanna VanderMaas gestern (Ortszeit) am Ziel der 6.000 Kilometer langen Reise per Autostopp von der Atlantik- zur Pazifikküste mit.

Das Experiment, das sich um die Frage drehte, ob der kleine Roboter mit den gelben Kindergummistiefeln und dem freundlichen Lächeln den Menschen vertrauen kann, ist offensichtlich gelungen.

HitchBot sieht aus wie ein Kinderspielzeug: Arme und Beine bestehen aus blauen Schwimmnudeln, der Körper aus einem Kübel, das lächelnde LED-Gesicht wird von einer Tortenhaube geschützt. Geschaffen wurde er von zwei Wissenschaftlern der Ryerson University in Toronto.

Selbst Einladung zu Hochzeit

Ende Juli setzten seine Erfinder das Robotermännchen in Halifax an der Atlantikküste am Straßenrand aus. Der nach oben gereckte Daumen seiner rechten Gummihandschuh-Hand signalisierte: „Nehmt mich mit!“

Unzählige Reisende kamen der Aufforderung nach, manchmal nahmen sie ihn nur wenige Kilometer mit, manchmal waren es fast 1.000 Kilometer. Auf eine Mitfahrgelegenheit warten musste er nie lange, und immer wieder wurde er eingeladen - selbst zu einer Hochzeit.

Jeder habe ihn unterstützen wollen, berichtete einer der Entwickler. „Das ist ein interessantes Phänomen: Die Menschen entwickeln eine Beziehung zu dem Roboter, selbst jene, die hitchBot nie begegnen, sondern ihm nur in den Sozialen Medien folgen.“