Inland

Heta ließ Defizit 2014 auf 2,4 Prozent des BIPs steigen

Das Budgetdefizit ist im Jahr 2014 auf 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 7,9 Mrd. Euro gestiegen - nach 1,3 Prozent (bzw. 4,1 Mrd.) im Jahr 2013. Der Anstieg ist allein auf die Abbaubank der Hypo Alpe-Adria (Heta) zurückzuführen, wie die Statistik Austria heute bei der Präsentation der „Öffentlichen Finanzen 2014“ bekanntgab.

Ohne den Sondereffekt der Heta wäre das Defizit bei nur 1,0 Prozent des BIPs gelegen. Gegenüber dem Bundesvoranschlag der Regierung von 2,7 Prozent (Gesamtstaat/nach Maastricht) zeigte sich das Defizit leicht verbessert. Grund dafür ist laut Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer, dass das Finanzministerium den Effekt der Krisenbank schon bei der Erstellung der Finanzplanung berücksichtigt habe - und das zu erwartende Defizit entsprechend hoch angesetzt hatte.

Auch neue Berechnungsregeln

Der Schuldenstand stieg auf 84,5 Prozent des BIPs bzw. 278,1 Mrd. Euro. 2013 hatte dieser noch 80,9 Prozent bzw. 261 Mrd. Euro ausgemacht. Im Bundesvoranschlag war hier noch ein niedriger Wert von 79,2 Prozent angenommen worden. Der große Unterschied zum Bundesvoranschlag erklärt sich allerdings nicht allein durch die Heta, sondern vor allem durch die im September 2014 vorgenommenen Umstellung auf neue Berechnungsregeln der EU (ESVG 2010), die zahlreiche bis dahin nicht dem Budget zugeordnete Einheiten (außerbudgetäre Einheiten) dem Staat zurechnen.

Die Heta hatte aber auch an dem gegenüber 2013 gestiegenen Schuldenstand große Auswirkungen: Insgesamt hob die Abbaubank die Schuldenquote um 4,1 Prozentpunkte (bzw. 13,4 Mrd. Euro) auf die genannten 84,5 Prozent. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Schuldenstand bei 80,4 Prozent des BIPs gelegen.

Gerald Grosz tritt als BZÖ-Obmann ab

Gerald Grosz tritt als Parteichef des BZÖ zurück. Das teilte er heute den Parteimitgliedern per E-Mail und gegenüber der APA mit. Sein berufliches Engagement lasse vollen Einsatz für das Bündnis nicht zu, begründete er den Schritt in dem Schreiben.

Grosz übernahm die vom verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider gegründete Partei nach der Wahlschlappe bei der Nationalratswahl 2013. Heute Abend findet nun eine Sitzung des Bundesparteivorstands statt. Für morgen wurde zu einer Pressekonferenz zum Thema „Personelle Entscheidungen und Weichenstellungen für die Zukunft“ in Klagenfurt eingeladen.

Ausland

Große Runde tagt bei Atomgesprächen mit Iran

Das Ringen um eine Lösung des Atomkonflikts mit dem Iran geht weiter. In der entscheidenden Runde im schweizerischen Lausanne sind heute Vormittag erstmals die Außenminister aller sieben beteiligten Länder zusammengekommen.

Zuletzt hatten die Unterhändler zwar den Einigungswillen aller betont, aber auch von noch erheblichen Differenzen gesprochen. Ein Rahmenabkommen soll spätestens bis morgen vereinbart sein. Bis Ende Juni könnte dann die Ausarbeitung einer kompletten Lösung mit allen technischen Details erfolgen.  

Die UNO-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) und Deutschland wollen die Gewissheit, dass der Iran keine Atombombe baut. Dazu soll der Iran sein Atomprogramm beschränken und unmfangreiche Kontrollen zulassen. Der Iran hat jegliche Absicht bestritten, eine Bombe zu bauen. Für ihn ist die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen von zentraler Bedeutung. Ein Vertrag wäre auch ein historischer Schritt in den Beziehungen der Islamischen Republik zum Westen. 

Syriens Assad lehnt Rücktritt erneut ab

Syriens Herrscher Baschar al-Assad hat in einem Interview einen Rückzug vom Präsidentenamt erneut abgelehnt. Er werde erst aufgeben, wenn er den Rückhalt der Bevölkerung nicht mehr habe, sagte Assad gestern (Ortszeit) in einem Interview der US-Fernsehsendung „60 Minutes“ des Senders CBS. Diesen Rückhalt könne er von der Bevölkerung spüren, zu der er täglich Kontakt habe.

Assad zeigte weiter Bereitschaft für Gespräche mit den USA: „Wir sind immer offen dafür. Unsere Türen sind nie verschlossen.“ Washington müsse aber zu Gesprächen und Verhandlungen bereit sein. Außenminister John Kerry hatte Mitte März Gespräche mit Assad in Aussicht gestellt, danach aber klargestellt, dass es keine direkten Verhandlungen geben könne und dass Assad in der Zukunft Syriens keine Rolle spielen dürfe.

„Wir haben Bomben“

Assad stritt ab, dass das syrische Regime international geächtete Fassbomben sowie Chlorgas gegen die Bevölkerung einsetze. Chlorgas könne man überall kaufen, es könne nur schwer als Waffe eingesetzt werden. Das Regime habe keine Fassbomben: „Es gibt so etwas wie Fassbomben überhaupt nicht. Wir haben Bomben.“

Assad äußerte zudem Zweifel an der Wirksamkeit der US-Luftangriffe auf Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in seinem Land. Zwar gebe es zuweilen örtlich positive Auswirkungen, sagte Assad in dem Interview. Im Allgemeinen aber habe sich der Zulauf zum IS seit Beginn der Angriffe im September verstärkt.

Jeden Monat rekrutiere der IS tausend neue Kämpfer im Norden Syriens. In anderen Ländern wie dem Irak und Libyen schlössen sich zudem viele Al-Kaida nahestehende Gruppen dem IS an.

Seit 2011 sieht sich Assad einem Aufstand islamistischer und anderer Rebellen gegenüber. Die USA treten für eine Verhandlungslösung im Bürgerkrieg ein, in der Assad jedoch keine Rolle mehr spielen soll. Oberste Priorität hat für die USA aber der Kampf gegen die IS-Miliz, die weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Schlappe für Morales bei Regionalwahlen in Bolivien

In Bolivien hat die Partei von Präsident Evo Morales bei Regionalwahlen eine schwere Schlappe erlitten. Hochrechnungen zufolge verlor die Regierungspartei Bewegung zum Sozialismus (MAS) mit El Alto und La Paz gestern zwei ihrer Hochburgen an die Opposition.

Laut dem Umfrageinstitut Ipsos wird in El Alto mit der Erzieherin Soledad Chapeton künftig die Mitte-rechts-Partei von Oppositionsführer Samuel Doria Medina die Bürgermeisterin stellen. In La Paz setzte sich der frühere Bildungsminister Felix Patzi gegen die sozialistische Kandidatin durch.

Morales war 2006 als erster indigener Politiker an die Spitze des Anden-Staates gewählt worden. Im Oktober 2014 wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Bei den Regionalwahlen waren rund sechs Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, neun Regionalgouverneure, 300 Bürgermeister und mehr als 4.000 Vertreter in den Gemeinderäten des Landes neu zu bestimmen.

Israel: Weiterer Schuldspruch gegen Olmert

Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert (69) ist in einem weiteren Fall wegen Bestechlichkeit schuldig gesprochen worden. Das Bezirksgericht in Jerusalem verkündete heute seine Entscheidung und hob damit einen früheren Freispruch auf. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Olmert hatte laut der Anklage während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Jerusalem und später als Handelsminister zwischen 1993 und 2007 Hunderttausende Dollar von einem jüdischen US-Geschäftsmann angenommen. Das Geld sei teilweise bar in Briefumschlägen übermittelt worden.

Varoufakis fordert mehr Höflichkeit

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat deutsche und griechische Politiker dazu aufgerufen, einander nicht mehr zu beschimpfen. Man sei inzwischen bei „offener Feindseligkeit“ angekommen, kritisierte Varoufakis in einem Gastbeitrag für das deutsche „Handelsblatt“ (Montag-Ausgabe). „Von diesem giftigen Schwarzer-Peter-Spiel profitieren einzig Europas Feinde“, schrieb er. „Es muss aufhören.“

Varoufakis verteidigte, Anfang 2010 dafür plädiert zu haben, griechische Staatsschulden abzuschreiben und keine neuen Kredite der europäischen Partner anzunehmen. „Tatsache ist, dass Griechenland kein Recht hatte, sich zu einer Zeit, als seine öffentlichen Schulden nicht mehr zu bewältigen waren, Geld von den deutschen oder anderen europäischen Steuerzahlern zu borgen.“

Seiner Ansicht nach sei damals schon abzusehen gewesen, dass die geplante Rettungspolitik die Einkommen der Menschen so sehr würde einbrechen lassen, dass auch die Bedienung der neuen Kredite unmöglich werden würde. „Fünf Jahre nach Umsetzung der ersten Rettungsaktion steckt Griechenland weiter in der Krise“, so der 54-Jährige.

Griechenland-Rettung bleibt Zitterpartie

Die Rettung Griechenlands vor der Staatspleite bleibt eine Zitterpartie. Auch dreitägige Verhandlungen über eine Reformliste, die Athen rund drei Milliarden Euro neue Einnahmen bringen sollen, brachten am Wochenende keinen Durchbruch. Die Geldgeber werteten die griechischen Vorschläge als unzureichend und verlangten Nachbesserungen.

Neue Reformen sind Voraussetzung dafür, dass die Geldgeber von Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) die bisher blockierten 7,2 Milliarden Euro Finanzhilfen freigeben. Athen braucht das Geld dringend, weil seine Kassen schon Mitte April leer sein könnten.

Es gebe keine brauchbare Verhandlungsgrundlage, verlautete gestern aus Kreisen der Teilnehmer in Brüssel. Statt der versprochenen Reformliste habe die griechische Delegation lediglich Dokumente in elektronischer Form auf mobilen Geräten präsentiert - und dann auch noch auf Griechisch.

Die Regierungsvertreter hätten die Vorschläge mündlich vorgetragen. Auch am dritten Tag der Gespräche habe es quasi keine Fortschritte gegeben. „Die Liste ist viel zu vage, nicht glaubwürdig und nicht überprüfbar“, sagte ein EU-Diplomat.

Nigeria: Demos gegen angeblichen Wahlbetrug

Tausende Anhänger der nigerianischen Opposition haben gestern im ölreichen Bundesstaat Rivers gegen angeblichen Wahlbetrug protestiert.

Bei der Demonstration in der Hafenstadt Port-Harcourt forderten die Anhänger von Oppositionsführer Muhammadu Buhari eine Wiederholung der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Ein Sprecher der Wahlkommission in der Hauptstadt des Bundesstaates wies die Vorwürfe zurück.

Erste Ergebnisse der Wahlen sollten heute vorliegen. Bei der Präsidentenwahl wurde ein enges Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Goodluck Jonathan und Oppositionsführer Buhari erwartet.

Knapp 70 Millionen Menschen hatten sich in die Wahllisten eingetragen. In 300 Wahllokalen wurde die Abstimmung gestern nachgeholt, weil dort am Samstag die elektronische Wählerregistrierung nicht funktioniert hatte.

China: Sechs Jahre Haft für langen Bart

In China muss ein Angehöriger der muslimischen Minderheit der Uiguren sechs Jahren hinter Gitter, weil er sich einen Bart wachsen ließ. Lange Bärte gelten in seiner Heimatprovinz Xinjiang als Zeichen für Extremismus. Seine Frau sei wegen des Tragens von Schleier und Burka zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, berichtete die Zeitung „China Youth Daily“ (Sonntag-Ausgabe).

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Sport

Formel 1: Vettel lässt Ferrari vom Titel träumen

Sebastian Vettel hat eine grandiose Vorstellung beim Grand Prix von Malaysia gekrönt und ist vor den Silberpfeilen zu seinem ersten Ferrari-Sieg gerast. Im packenden Reifenpoker von Sepang feierte der vierfache Weltmeister gestern seinen 40. WM-Sieg und zeigte den Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg die Grenzen auf.

„Die Mission ist, den Titel nach Maranello zurückzubringen“, sagte Vettel. Für Ferrari ist bereits klar: „Numero uno is back.“ Die Konkurrenz verneigte sich ebenfalls vor dem Deutschen im Ferrari.

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Eishockey: Salzburger mit „Sweep“ ins Finale

Mit einem „Sweep“, also 4:0 in der „Best of seven“-Serie, ist der amtierende Meister Red Bull Salzburg über den KAC in die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) eingezogen. In der Overtime fixierten die Salzburger gestern in Klagenfurt den vierten Sieg im Halbfinale.

Der Gegner für das Duell um den Titel steht noch nicht fest. Da die Vienna Capitals einen Heimsieg über die Black Wings Linz feierten und damit in der Serie auf 3:1 stellten, spricht aber einiges für das erste EBEL-Finale zwischen Wien und Salzburg.

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Wirtschaft

Österreichs Wirtschaftsklima hellt sich auf

Das Wirtschaftsklima in Österreich ist im März mit einem Plus von 2,3 Prozent am zweitstärksten innerhalb aller 28 EU-Staaten gewachsen.

Nur Italien konnte gegenüber Februar mit plus 2,4 Prozent einen noch höheren Anstieg erzielen. Die EU legte um 0,9 Prozent zu, die Euro-Zone konnte sich beim Economic Sentiment Indicator (ESI) um 1,6 Prozent steigern, teilte die EU-Kommission heute mit.

In insgesamt 13 Ländern wurde eine Abnahme des Wirtschaftsklimas verzeichnet, am stärksten in Großbritannien (minus 2,7 Prozent). Dann folgten Malta (minus 2,4 Prozent), Luxemburg (minus 2,3 Prozent), Bulgarien (minus 2,2 Prozent), Schweden und die Slowakei (je minus 2,0 Prozent), Griechenland (minus 1,4 Prozent), Estland (minus 1,1 Prozent), Dänemark und Tschechien (je minus 0,5 Prozent), Polen und Rumänien (je minus 0,4 Prozent) sowie Zypern (minus 0,2 Prozent).

14 EU-Staaten konnten mit einem Plus aufwarten. Hinter Italien und Österreich kamen Litauen (plus 2,2 Prozent), Deutschland und Slowenien (je plus 1,8 Prozent), Lettland und Spanien (je plus 1,7 Prozent), Portugal (plus 1,3 Prozent), Finnland und Kroatien (je plus 1,2 Prozent), die Niederlande (plus 0,9 Prozent), Belgien (plus 0,8 Prozent), Frankreich (plus 0,4 Prozent) und Ungarn (plus 0,3 Prozent). Keine Daten lagen aus Irland vor.

Wieder Streik bei Amazon

Beim Onlineversandhändler Amazon in Bad Hersfeld im deutschen Bundesland Hessen haben Beschäftigte erneut ihre Arbeit niedergelegt. „Der Streik hat mit der Nachtschicht begonnen“, sagte eine Vertreterin der Gewerkschaft ver.di. Auch in Leipzig traten Amazon-Beschäftigte in den Ausstand.

In der Frühschicht folgen die Standorte Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen sichert seinen Kunden eine pünktliche Zustellung bis Ostern zu, wenn bis morgen Abend bestellt wird.

Die Gewerkschaft will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere. Weil Amazon nicht einlenkt, kommt es seit dem Frühjahr 2013 immer wieder zu Streiks. In Bad Hersfeld wurde zuletzt Mitte März gestreikt.

Giroguthaben bei Schweizer Notenbank gestiegen

Schweizer Banken haben in der vergangenen Woche etwas mehr Geld bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) geparkt als in der Woche davor.

Die Giroguthaben der Banken bei der Notenbank betrugen in der Woche zum 27. März 379,4 Mrd. Franken (362,16 Mrd. Euro), wie die SNB heute mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von knapp drei Mrd. Franken gegenüber der Woche davor.

Die Guthaben gelten als Indiz dafür, ob die SNB auf dem Devisenmarkt interveniert oder nicht. In den letzten Wochen hatten sie sich nicht nennenswert geändert.

Chronik

Air-Canada-Maschine traf vor Bruchlandung Stromleitung

Die Passagiermaschine von Air Canada, die gestern in Halifax eine Bruchlandung hingelegt hat, ist nach Angaben der Ermittler kurz vor der Landebahn in eine Stromleitung geraten. Die Maschine sei zu schnell gesunken, außerdem sei wegen eines Schneesturms die Sicht schlecht gewesen, sagte Mike Cunningham von der zuständigen Verkehrssicherheitsbehörde vor Journalisten.

Video dazu in iptv.ORF.at

Dann habe die Maschine rund 350 Meter vor der Landebahn eine Stromleitung getroffen. Durch den Vorfall sei die Maschine stark beschädigt worden, so Cunningham. Unter anderem seien das Fahrwerk und die Nase des Flugzeugs abgerissen worden. Die Maschine schlitterte dann noch 300 Meter weiter, bevor sie zum Stillstand kam. Die beiden Flugschreiber wurden geborgen und zur Auswertung weitergegeben.

Bei der Bruchlandung in der ostkanadischen Provinz Nova Scotia waren 23 Menschen verletzt worden. Bis auf einen Passagier konnten gestern alle Verletzten das Krankenhaus wieder verlassen. Insgesamt waren 138 Menschen an Bord der A320-Maschine.

Schweres Erdbeben vor Papua-Neuguinea

Ein schweres Erdbeben im Südpazifik hat eine lokale Tsunami-Warnung ausgelöst. Das Beben der Stärke 7,5 ereignete sich im Osten von Papua-Neuguinea rund 1.500 Kilometer nordöstlich der australischen Stadt Cairns.

„Tsunami-Wellen von einem bis drei Metern sind an den Küsten von Papua-Neuguinea möglich“, teilte das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mit. In anderen Teilen des Pazifiks seien höchstens Wellen von bis zu 30 Zentimetern zu erwarten. „Keine Gefahr für australische Territorien“, meldete das dortige Tsunami-Warnzentrum. Auch Neuseeland gab Entwarnung.

Schäden wurden nach Angaben des Amtes für Katastrophenschutz in Papua-Neuguinea nicht gemeldet. „Bisher gibt es keine Berichte über Schäden, ich gehe deshalb davon aus, dass das Beben keine Folgen hatte“, sagte dessen Direktor Martin Mose dem neuseeländischen Rundfunk. Einwohner der Region berichteten Radio Neuseeland von einem deutlich spürbaren Erdstoß, aber ohne Schäden.

Die US-Geologiebehörde gab die Stärke des Bebens zunächst mit 7,7 an. Sie korrigierte die Angaben später auf 7,5. Das Zentrum lag südöstlich der Stadt Kokopo auf der Insel Neubritannien. Auf der gut 500 Kilometer langen Insel leben rund eine halbe Million Menschen.

Pkw auf A2 über Leitschiene katapultiert

Ein schwerer Unfall hat sich heute auf der Südautobahn (A2) beim Knoten Guntramsdorf in Niederösterreich ereignet. Ein Fahrzeug überschlug sich und flog über die Leitschiene auf die andere Fahrbahn. Drei Personen wurden verletzt.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Zusammenstoß mit Lkw

Bei einem weiteren Unfall heute Früh auf der Tauernautobahn in Salzburg wurde ein Autofahrer schwer verletzt. Sein Wagen stieß beim Brentenbergtunnel südlich des Pass Lueg mit einem Lastwagen zusammen.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Wiener kletterte auf Turm der Votivkirche

Am Samstag ist ein 20-jähriger Wiener völlig ungesichert auf den Südturm der Votivkirche in Wien geklettert, um „den Sonnenaufgang zu genießen“. Der „Roofer“ hielt seine waghalsige Aktion mit Fotos aus rund 100 Meter Höhe fest. Der Erste war der Wiener Kletterer aber nicht: Bereits vor einem halben Jahr war ein Ukrainer auf einen der beiden Türme der Votivkirche geklettert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der jüngsten Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gibt es keinen Sechser. Das bedeutet Jackpot, im Topf liegen zusätzlich zum ersten Rang
der nächsten Runde 866.083,60 Euro

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

4 14 18 20 28 33/Zusatzzahl 2

Gleich drei Mitspieler durften sich über den richtigen Joker auf ihrem Lottoschein und somit
jeweils 65.414,60 Euro freuen.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

1 8 2 2 1 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Religion

Science

Sonnenflugzeug startete zu 19-stündigem Flug

Trotz einer defekten Solarzelle hat sich das Schweizer Sonnenflugzeug „Solar Impulse 2“ („Si2“) auf den Flug von Mandalay in Burma nach China gemacht. Es ist die fünfte und bisher anspruchsvollste Etappe der ersten Weltumrundung eines Solarflugzeuges. Alles laufe nach Plan, teilte die „Si2“-Flugkontrolle wenige Stunden nach dem Start heute Früh mit.

Der Flug über die Ausläufer des Himalaya-Gebirges in die südwestchinesische Metropole Chongqing wird voraussichtlich 19 Stunden dauern - länger als die bisherigen Strecken. Im Cockpit des Flugzeugs, das nur mit Sonnenenergie fliegt, sitzt der Schweizer Bertrand Piccard (57).

Zwei Prozent Energie fehlen

Wegen eines Schadens an einer Solarzelle fehlen dem Flugzeug zwei Prozent der sonst zur Verfügung stehenden Energie. Der Defekt habe aus Zeitgründen in Mandalay nicht repariert werden können, teilte die Flugkontrolle mit. Eine einzelne Zelle könne nicht einfach ausgewechselt werden, so dass acht Zellen abgeschaltet werden mussten. Jetzt müsse die Energie auf alle Batterien gleichmäßig neu verteilt werden, hieß es.

Mit der Erdumrundung wollen Piccard und sein Schweizer Kollege Andre Boschberg (62) für einen stärkeren Einsatz von Sonnenenergie werben. In Mandalay hatte „Solar Impulse 2“ einen zehntägigen Zwischenstopp einlegen müssen, um auf besseres Wetter in China zu warten. Vor dem Start in den frühen Morgenstunden verkündete Piccard endlich: „Das Wetter ist gut.“

Gesundheit

Kultur

US-Regisseur Gene Saks gestorben

Gene Saks, Regisseur von Komödien wie „Barfuß im Park“ und „Ein seltsames Paar“, ist tot. Er starb gestern in seinem Haus in East Hampton (US-Bundesstaat New York) an einer Lungenentzündung, wie die „New York Times“ gestern unter Berufung auf die Ehefrau des Filmemachers berichtete. Saks wurde 93 Jahre alt.

Der gelernte Schauspieler hatte sich zunächst am New Yorker Broadway einen Namen gemacht. Für seine Bühnenstücke wurde er dreimal als bester Regisseur mit einem Tony ausgezeichnet. Er war vor allem für die Umsetzung von Stücken des Bühnen- und Drehbuchautors Neil Simon bekannt.

„Barfuß im Park“ mit Jane Fonda und Robert Redford als Jungverheiratete war 1966 sein Filmdebüt. Im nächsten Jahr folgte „Ein seltsames Paar“ mit Walter Matthau und Jack Lemmon.

Als Schauspieler hatte er kleine Rollen in Filmen wie „Melinda und Melinda“ (2004) und „Harry außer sich“ (1997). Saks war von 1950 bis zur Scheidung 1980 mit der „Golden Girl“-Schauspielerin Bea Arthur verheiratet. Das Paar hatte zwei Söhne. Aus seiner Ehe mit Keren Saks ging eine Tochter hervor.

Zeichentrickfilm „Home“ an Spitze der US-Filmcharts

Der neue Zeichentrickfilm „Home - Ein smektakulärer Trip“ hat sich am Wochenende auf Anhieb an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts gesetzt. Der Film über einen Außerirdischen und ein kleines Mädchen, die zusammen die Welt retten müssen, spielte bei seinem Debüt nach ersten Schätzungen 54 Millionen Dollar (50 Mio. Euro) ein. Damit schnitt die DreamWorks-Produktion besser als erwartet ab, wie das Branchenblatt „Variety“ gestern berichtete.

Auf Platz zwei legte die Komödie „Der Knastcoach“ mit Will Ferrell und Kevin Hart mit über 34 Mio. Dollar (31 Mio. Euro) ebenfalls einen guten Start hin. Der derbe Klamauk um einen korrupten Banker, der sich von einem Autowäscher Tipps für seine Zeit im Gefängnis holt, soll im Mai in die deutschen Kinos kommen.

Der Science-Fiction-Film „Die Bestimmung -Insurgent“ rutschte an seinem zweiten Wochenende auf den dritten Rang ab. Dort verdiente der Film des deutschen Regisseurs Robert Schwentke 22 Mio. Dollar (20 Mio. Euro). Nach zwei Wochen in den nordamerikanischen Kinos hat die Fortsetzung von „Die Bestimmung - Divergent“ nun schon über 86 Mio. Dollar (78 Mio. Euro) eingespielt.

Song Contest

Alle Highlights in einem Schmöker

Drei Wiener Historiker haben tief in die Geschichte des Song Contest geschaut. Das Ergebnis liegt nun in Form des Buches „The Very Best Of Song Contest“ vor.

Pannen und Peinlichkeiten thematisiert der Schmöker ebenso, wie er skurriles Wissen zutage fördert und auch viel Song-Contest-Personal zu Wort kommen lässt - etwa auch eine ehemalige Schülerin der Autoren, die im Jahr 2011 für Kroatien am Song Contest teilnahm.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at