Ausland

Dschihadisten ließen in Syrien 19 Geiseln frei

Nach der Entführung von mindestens 220 assyrischen Christen im Nordosten von Syrien hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) 19 der Geiseln freigelassen. Ein islamisches Gericht der Extremisten hatte diesen Schritt zuvor angeordnet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute berichtete.

Über weitere Freilassungen wird verhandelt

Die Verhandlungen über die Freilassung der restlichen Geiseln gingen indes weiter. Arabische Stammesführer vermittelten in den Gesprächen. Der IS hatte Anfang der Woche nahe der Stadt Hasaka mehrere christliche Dörfer eingenommen und Dutzende Menschen verschleppt. Assyrische Aktivisten sprachen sogar von fast 270 Geiseln.

Estland-Wahl: Regierung bei Online-Stimmen klar vorne

Die estnische Regierung hat beim E-Voting zur heutigen Parlamentswahl klar die Nase vorne gehabt. Laut dem eine halbe Stunde nach Wahlschluss veröffentlichten Ergebnis entfielen auf die rechtsliberale Reformpartei von Regierungschef Taavi Roivas 37,5 Prozent der Online-Stimmen.

Dahinter rangieren die konservative Pro-Patria- und Res-Publica-Union (IRL) mit 17,2 Prozent und die Sozialdemokraten mit 16,9 Prozent. Abgeschlagen bei den Online-Votern lag die oppositionelle Zentrumspartei mit 7,7 Prozent. Sowohl die „Freie Partei“ (12 Prozent) als auch die rechte Konservative Volkspartei würden den Online-Wählern zufolge den Einzug ins Parlament schaffen.

Das Teilergebnis beruht auf einem knappen Fünftel der Wählerstimmen. Es lässt noch keine Rückschlüsse auf das zu erwartende Endergebnis zu.

Parlamentswahl in Ägypten nach Gerichtsurteil verschoben

Nach einem Urteil des ägyptischen Verfassungsgerichts zum neuen Wahlgesetz wird die für Ende März geplante Parlamentswahl verschoben. Die von dem Gericht als verfassungswidrig eingestuften Teile des Wahlgesetzes würden überarbeitet und es werde ein neuer Zeitplan für die Abstimmung ausgearbeitet, teilte die Wahlkommission heute in Kairo mit. Wenige Stunden zuvor hatten die Verfassungsrichter Teile des kürzlich verabschiedeten Wahlgesetzes verworfen.

Wahlbestimmungen werden überarbeitet

Die Richter erklärten die Bestimmungen über den Zuschnitt der Wahlkreise für verfassungswidrig. Gegner des Gesetzes hatten argumentiert, dass die Wählerschaft durch die neuen Wahlkreise nicht angemessen repräsentiert werde. Präsident Abdel Fattah al-Sisi kündigte daraufhin an, das Gesetz binnen eines Monats überarbeiten zu lassen. Er sprach sich dafür aus, „rechtliche Maßnahmen“ zu treffen, um eine Verzögerung der Wahl zu vermeiden.

Bisher sah der Zeitplan vor, zwischen 21. März und 7. Mai in mehreren Etappen zu wählen. Der Sprecher der Wahlkommission, Omar Marwan, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Wahl werde bestimmt nicht wie geplant am 21. März beginnen. Das Verwaltungsgericht muss nun entscheiden, wann die Wahl stattfinden soll.

Erste Wahl seit dem Sturz Mursis

Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi. Ägyptens erster demokratisch gewählter Präsident war Anfang Juli 2013 durch den damaligen Armeechef Sisi gestürzt worden. Seither gehen die Behörden mit aller Härte gegen Unterstützer Mursis vor. Tausende Islamisten wurden inhaftiert und Hunderte in Schnellverfahren zum Tode verurteilt, darunter große Teile der Führung der islamistischen Muslimbruderschaft.

USA: Kerry um Entspannung vor Netanjahu-Besuch bemüht

Vor dem Eintreffen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu seinem umstrittenen Besuch in Washington hat sich US-Außenminister John Kerry bemüht, die Wogen zu glätten. „Der Ministerpräsident Israels ist natürlich willkommen, in den Vereinigten Staaten zu sprechen. Und wir haben heute engere Beziehungen im Sicherheitsbereich mit Israel denn jemals zuvor“, sagte Kerry heute dem Fernsehsender ABC. Der Besuch und die umstrittene Rede Netanjahus vor dem Kongress sollten nicht zu einem „großen politischen Fußball“ werden.

Kein Treffen mit Obama

Netanjahu war von den oppositionellen Republikanern ohne vorherige Absprache mit der US-Regierung eingeladen worden, vor dem Kongress über die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm zu sprechen. Dieser Verstoß gegen das diplomatische Protokoll erzürnte US-Präsident Barack Obama, der es ebenso wie Kerry ablehnt, Netanjahu während seines Besuchs zu empfangen. Kerry sagte nun aber, die Umstände der Einladung sollten nicht weiter zu Streit führen.

„Offenkundig war es merkwürdig, wenn nicht sogar einzigartig, dass wir davon vom Repräsentantenhaus-Sprecher John Boehner erfuhren und die Regierung nicht in den Prozess eingebunden war, doch die Regierung will das nicht politisieren“, sagte Kerry. Israel und die USA stimmten darin überein, dass der Iran keine Atomwaffen erhalten darf. Netanjahu soll am Dienstag vor dem US-Kongress sprechen.

Streit um Atomprogramm des Iran

Netanjahu ist ein entschiedener Gegner der seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen dem Iran sowie den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland zur Beilegung des jahrelangen Atomkonflikts.

Die Frist zur Ausarbeitung eines dauerhaften Abkommens läuft am 31. März aus. Netanjahu befürchtet, dass die USA und die anderen Verhandlungspartner Teheran zu weit entgegenkommen. Allerdings verweisen Unterhändler darauf, dass eine Verschärfung der Forderungen gegenüber Teheran zum Abbruch der Gespräche führen würde und damit letztlich der Iran sein Atomprogramm unkontrolliert weiterentwickeln könnte.

EU verschärft Handgepäckkontrollen auf Flughäfen

Zur Verhinderung von Terroranschlägen in Flugzeugen gelten ab sofort in der EU strengere Kontrollen für das Handgepäck. Neue technische Vorschriften sorgen dafür, dass Sprengstoffdetektoren (EDS-Geräten) an Flughäfen bestimmte Standards einhalten müssen und feiner kontrollieren als zuvor.

Zudem ist vorgeschrieben, dass Handgepäck mit tragbaren Computern oder anderen großen elektronischen Geräten genauer untersucht wird. Das sieht ein geändertes EU-Gesetz vor, das heute in Kraft trat.

„Jüngste Erkenntnisse haben gezeigt, dass Terroristen weiter versuchen, neue Verstecke für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen zu entwickeln“, heißt es in dem Text. Damit wollten Terroristen die geltenden Sicherheitsregeln bei der Kontrolle von Handgepäck unterlaufen. Die EU müsse auf diese Bedrohung reagieren.

Flughäfen fordern mehr Sicherheitspersonal

Die neuen Regeln bedeuten für Europas Flughäfen zusätzliche Kosten. So fallen nach Angaben der spanischen Flughafenbehörde Aena allein für die spanischen Flughäfen Mehrkosten von 17 Millionen Euro im Jahr an. Der Direktor der Flughafensparte von Aena, Fernando Echegaray, sagte, es müsse mehr Sicherheitspersonal für die Kontrolle des Handgepäcks eingestellt werden.

Terroralarm: Ganz Bremen unter „Sicherheitsnetz“

In der norddeutschen Stadt Bremen hat die Polizei vor einem möglicherweise bevorstehenden Terroranschlag gewarnt - und seit gestern Früh ein „Sicherheitsnetz“ über die ganze Stadt gezogen.

Erst nach rund 30 Stunden gab es heute Nachmittag eine vorläufige Entwarnung. Zwei Männer waren in Bremen vorübergehend festgenommen und ein islamisches Kulturzentrum durchsucht worden.

Mehr dazu in „Noch nicht außer Verdacht“

Inland

Kurz kontert Erdogan-Kritik an neuem Islamgesetz

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Kritik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am neuen österreichischen Islamgesetz zurückgewiesen. „Wir wollen einen Islam in Österreich, der sich frei und ohne Bevormundung aus dem Ausland entfalten kann“, so Kurz laut einem Sprecher.

Erdogan hatte das Islamgesetz als Verstoß gegen die Normen der Europäischen Union und als Maßnahme zur Unterdrückung von Muslimen kritisiert, wie türkische Medien heute berichteten.

Breite Basis für Gesetz

Kurz sagte auch, das Islamgesetz sei eine Entscheidung gewesen, „die in Österreich zu treffen war. Entscheidend war, dass die Muslime in Österreich sowie die Islamische Glaubensgemeinschaft und die Aleviten zugestimmt haben.“ Österreich ist laut Kurz „Vorreiter in der Anerkennung des Islam“.
„Der Islam ist seit 1912 anerkannt, und mit dem neuen Gesetz bekommt die Glaubensgemeinschaft Rechte und Pflichten, die vorbildlich sind“, so Kurz.

Erdogan verglich die Lage in europäischen Ländern mit der Entmachtung des islamistischen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan durch die Militärs in der Türkei im Jahr 1997. Die Intervention der Generäle zum Sturz der Regierung Erbakan wird von Erdogan und anderen islamisch-konservativen Politikern in der Türkei als Aktion zur Entrechtung gläubiger Muslime gesehen.

Erdogan für Präsidialsystem in der Türkei

Der türkische Staatschef sagte, er trete für die Errichtung eines Präsidialsystems in der Türkei ein, um „die Rechte unserer Brüder in den EU-Ländern besser verteidigen zu können“.

Das österreichische Islamgesetz wird auch von anderen türkischen Politikern abgelehnt. EU-Minister Volkan Bozkir sagte, die Türkei werde alles unternehmen, um Muslime in Österreich „vor Schaden wegen dieses Gesetzes“ zu schützen. Auch die staatliche Religionsbehörde der Türkei hatte das neue Gesetz kritisiert.

Vom neuen Islamgesetz ist die Türkei konkret betroffen, zumal 65 türkische Imame, die von der Religionsbehörde Diyanet bezahlt werden, künftig ihr Gehalt nicht mehr aus dem Ausland beziehen können. Zudem wird eine laufende Finanzierung islamischer Einrichtungen aus dem Ausland nicht mehr möglich sein.

Pröll bei Steuerreform „sehr optimistisch“

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat sich heute in der ORF-„Pressestunde“ „sehr optimistisch“ gezeigt darüber, dass sich die Koalition auf eine Steuerreform einigt. Allerdings zweifelte er auch an der zuletzt als Kompromiss gehandelten Erhöhung der Kapitalertragssteuer. Erbschafts- und Millionärssteuer kommen für ihn nicht in Frage. Eine Kandidatur als Bundespräsident schloss Pröll aus.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Lohndifferenz Männer - Frauen: Österreich in EU Vorletzter

Österreichs Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer - laut dem „Gender Pay Gap“ von Eurostat beläuft sich die Differenz auf 23 Prozent. Im EU-Vergleich rangiert Österreich damit an vorletzter Stelle, noch größere Unterschiede gibt es nur in Estland (29,9 Prozent). In Österreich belief sich die Differenz 2006 auf 25,5 Prozent, seither wurde sie stetig zumindest etwas geringer, bis sie zuletzt 2013 bei 23 Prozent lag.

Der EU-Durchschnitt beträgt seit einigen Jahren rund 16 Prozent. Eine ähnlich große Einkommensdifferenz wie Österreich weisen Tschechien (22,1 Prozent) und Deutschland (21,6 Prozent) auf. Ungefähr im EU-Durchschnitt liegen etwa Frankreich, Zypern und die Niederlande. Exakt 16,4 Prozent sind es in Dänemark.

Größte Lohngerechtigkeit in Slowenien

Die größte Lohngerechtigkeit bietet Slowenien, hier beträgt die Lohndifferenz nur 3,2 Prozent. Ebenfalls geringe Unterschiede zwischen Männer- und Frauengehältern gibt es in Malta (5,1 Prozent) und Italien (7,3 Prozent).

Die aktuellen Daten wurden von Eurostat vor wenigen Tagen veröffentlicht, bei manchen davon handelt es sich um vorläufige Zahlen, vom krisengeschüttelten Griechenland wurden außerdem seit 2010 keine Daten mehr eingemeldet. Verglichen wird der Bruttostundenverdienst standardisierter Löhne und Gehälter von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.

Nachschärfung bei Einkommensberichten möglich

Bei den Einkommensberichten, die für mehr Transparenz und damit eine geringere Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen sorgen sollen, könnte es im Herbst Neuerungen geben. Derzeit wird die 2011 beschlossene Maßnahme evaluiert. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will bei den Berichten nachschärfen, sagte sie anlässlich des diesjährigen Frauentages.

Betriebe wurden durch Inkrafttreten der Gleichbehandlungsgesetzesnovelle 2011 verpflichtet, Einkommensberichte zu erstellen. Eingeführt wurden sie stufenweise. Seit 2014 müssen auch Unternehmen mit 150 Mitarbeitern einen Bericht erstellen. Eine Verpflichtung besteht seither auch für die Gehaltsangabe in Stellenanzeigen. Ziel beider Maßnahmen ist die Lohngerechtigkeit.

Sport

Ski alpin: Hirscher siegt mit Riesenvorsprung

Marcel Hirscher ist im Riesenslalom von Garmisch-Partenkirchen eine Klasse für sich gewesen. Der Salzburger gewann heute mit dem gewaltigen Vorsprung von 3,28 Sekunden vor dem Deutschen Felix Neureuther. Den dritten Platz und zugleich das 94. Weltcup-Podest in seiner Karriere holte Benjamin Raich, der sich einen Tag nach seinem 37. Geburtstag selbst das schönste Geschenk bereitete. Doch Hirscher stand über allen. Mit klaren Bestzeiten in beiden Läufen deklassierte er die Konkurrenz auf dem Weg zu seinem insgesamt 30. Weltcup-Erfolg. Die kleine Kristallkugel vor Ted Ligety ist ihm mehr oder weniger sicher.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Fenninger sorgt für Kombi-Sensation

Anna Fenninger hat heute ihre Hochform nahtlos fortgesetzt: Die Salzburgerin verteidigte im Slalom sensationell ihre Zwischenführung nach dem Super-G und gewann in Bansko erstmals in ihrer Karriere eine Weltcup-Superkombi. „Dass ich das runterbringe, hätte ich mir nie gedacht“, jubelte Fenninger.

Im Kampf um die große Kristallkugel machte die Doppelweltmeisterin ebenfalls weiter Boden gut und liegt nur noch 64 Punkte hinter der in der Kombi zweitplatzierten Tina Maze. Kathrin Zettel schaffte als Dritte noch den Sprung auf das Podest.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Junuzovic trifft bei turbulenter Bremen-Pleite

Werder Bremen hat heute zum Abschluss der 23. Runde eine bittere Niederlage in der deutschen Bundesliga kassiert. Das Team der ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl musste sich in einer turbulenten Partie dem VfL Wolfsburg mit 3:5 geschlagen geben.

In der ersten Hälfte fielen in 28 Minuten gleich fünf Tore, wobei Junuzovic für die erste von insgesamt drei Bremer Führungen sorgte. Mit einem Dreifachschlag nach der Pause drehten die Wolfsburger aber angeführt von Torjäger Bas Dost noch die Partie.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Nordische WM: Gold für Northug im Langlauf-Marathon

Petter Northug hat sich zum Abschluss der nordischen WM in Falun die vierte Goldmedaille gesichert. Nach Siegen in Sprint, in der Staffel und im Team-Sprint gewann der 29-jährige Norweger heute auch im Langlauf-Marathon.

Mit einem Kraftakt im Finale nach 50 Kilometern verwies Northug den Tschechen Lukas Bauer und den schwedischen Titelverteidiger Johan Olsson noch auf die Ränge zwei und drei. Der Österreicher Bernhard Tritscher, dem bei einem Sturz ein Stock brach und dadurch viel Zeit einbüßte, erreichte das Ziel auf Platz 28.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Windkraft: Asien überholt Europa

Der Ausbau der Windkraftkapazitäten hat im Vorjahr weltweit ein neues Rekordniveau erreicht: Spitzenreiter dabei war China. Mit einem Zubau um rund 51.500 Megawatt (MW) oder 16 Prozent auf rund 370.000 MW sei der letztjährige Ausbau deutlich gesteigert worden, teilte die IG Windkraft Österreich kürzlich mit.

Südamerika als Newcomer

Mit Südamerika sei zudem ein neuer Windenergieerdteil mit großen Schritten unterwegs. Europa sei hingegegen dabei, die langjährige Führungsrolle im Bereich der erneuerbaren Energien durch sukzessive verschlechterte Bedingungen abzugeben. Die installierte Windkraftleistung lag im Vorjahr in Asien bei mehr als 142.000 MW, in Europa waren es knapp 134.000 MW.

Leichtes Plus in Österreich

In Österreich stieg die installierte Leistung um 411,2 MW auf mehr als 2.095 MW. In Europa sei in vielen Ländern der Windkraftausbau beinahe zum Stillstand gekommen, nur in wenigen Ländern habe es einen deutlichen Zubau gegeben, hieß es in der IG-Windkraft-Mitteilung. „Europa ist dabei, die über Jahrzehnte mühsam aufgebaute Vorreiterrolle im Bereich der erneuerbaren Energien zu verlieren“, sagte IG-Geschäftsführer Stefan Moidl.

Starinvestor Buffett hat Nachfolger gefunden

Der Starinvestor Warren Buffett hat nach fast 50 Jahren an der Spitze der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway einen Nachfolger ausgesucht, hält den Namen allerdings noch unter Verschluss. Der 84-jährige US-Amerikaner erklärte am Wochenende in einem Schreiben an die Aktionäre, der neue Firmenchef werde es schwerer haben als er. Die Wachstumsraten dürften in den nächsten 50 Jahren magerer ausfallen.

Interne Kandidaten heiß gehandelt

Spätestens seit bei Buffett 2012 Prostatakrebs diagnostiziert wurde, wird offen über seinen Nachfolger gesprochen. Dabei werden vor allem interne Kandidaten heiß gehandelt. Der selbst bereits 91 Jahre alte Vize-Chairman Charlie Munger lobte die Arbeit der beiden Manager Greg Abel (52) und Ajit Jain (63), die bei Berkshire für die Sparten Energie beziehungsweise Versicherungen zuständig sind. Sie seien Topkandidaten. Der von manchen Investoren favorisierte Matthew Rose, der Berkshires Bahn-Sparte leitet, wurde indes nicht erwähnt.

Knapp 20 Mrd. Dollar Gewinn 2014

Buffett, einer der reichsten Menschen der Welt, hat Berkshire Hathaway zu einem Imperium mit mehr als 80 Firmen ausgebaut. An der Börse ist die Gesellschaft inzwischen 363 Milliarden Dollar wert. Alleine im vergangenen Jahr verdiente er mit Berkshire fast 20 Milliarden Dollar (17,79 Mrd. Euro).

Vor allem die Versicherungsbranche hat es Buffett angetan. Bekanntgeworden ist er aber auch mit seinen Engagements bei internationalen Großunternehmen wie General Electric, Goldman Sachs, Coca-Cola, IBM, Münchener Rück und Sanofi.

Chronik

Verirrte Tourengeher wollten Rettungskräfte nicht „belästigen“

Zwei 65-jährige Alpinisten haben die Nacht auf heute im Vorarlberger Gebirge verbracht, weil sie den Rettungskräften nicht „lästig sein wollten“. Sie hatten sich auf einer Skitour vom Kleinwalsertal nach Schönenbach verirrt.

Als sie von einem Schneebrett mitgerissen wurden, entschlossen sie sich zum Notbiwak. Die beiden Pensionisten gaben an, sie hätten auf den nächsten Morgen gewartet, weil sie die Rettungskräfte abends nicht mehr belästigen wollten. „Es sind Zwei vom alten Schlag“, so die Polizei.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Junger Autolenker starb nach Verkehrsunfall

Ein junger Autolenker ist heute Früh bei einem Verkehrsunfall in der Steiermark ums Leben gekommen. Das Fahrzeug des 22-Jährigen überschlug sich. Der Lenker wurde aus dem Kastenwagen geschleudert und von diesem erdrückt.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

NÖ: Motorradfahrer prallte gegen Auto

Bei einem Verkehrsunfall zwischen Münchendorf und Laxenburg (Niederösterreich) wurde ein Motorradfahrer tödlich verletzt. Der 49-Jährige war mit seiner Maschine gegen einen Pkw geprallt, beide Fahrzeuge waren in Flammen aufgegangen.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Tödlicher Fahrzeugabsturz in Tirol

In Umhausen (Tirol) kam ein Wagen von einem steilen Weg ab und stürzte ab. Der Autofahrer starb bei dem Unfall.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

US: Mädchen nach Streit auf Facebook erschossen

Ein auf Facebook entflammter Streit zwischen Mädchen hat im US-Staat Alabama nach Medienberichten zu einer Tragödie mit einer Toten und zwei Verletzten geführt. Wie die Sender NBC und CNN gestern und heute berichteten, begann alles mit einer Auseinandersetzung in einer Gruppe Mädchen in dem Sozialen Netzwerk.

Daraufhin hätten sich die Teenager am Freitag in einem Park der Stadt Birmingham zu einem Faustkampf verabredet. Der Schlagabtausch sollte demnach aufgezeichnet und als Video ins Internet gestellt werden.

Zwei weitere Opfer verletzt

Während des Kampfes zogen zwei männliche Jugendliche dem Bericht zufolge Schusswaffen und eröffneten das Feuer auf die Mädchen. Eine 14-Jährige sei tödlich getroffen worden, zwei weitere Opfer seien verletzt worden. Zwei Verdächtige im Alter von 17 und 19 Jahren wurden von Augenzeugen identifiziert und von der Polizei festgenommen, hieß es weiter. Die Behörden gingen davon aus, dass einer der Schützen mit einer Gegnerin der 14-Jährigen befreundet war.

Sierra Leone: Vizepräsident nach Ebola-Fall in Quarantäne

Nach einem Ebola-Fall in seinem Umfeld hat sich der Vizepräsident von Sierra Leone, Samuel Sam-Sumana, Medienberichten zufolge freiwillig in Quarantäne begeben. Wie mehrere Rundfunksender des westafrikanischen Landes heute berichteten, war in der vergangenen Woche einer seiner Leibwächter an der Krankheit gestorben.

Sam-Sumana will demnach als Vorsichtsmaßnahme 21 Tage lang ohne Körperkontakt zu anderen Menschen bleiben. Auch einige seiner Mitarbeiter, die mit dem infizierten Leibwächter zu tun hatten, würden beobachtet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben seit März 2014 in Sierra Leone, Guinea und Liberia mehr als 9.000 Menschen an Ebola.

Science

Leute

IT

Erste Überwachungspläne für das „Internet der Dinge“

Die Entscheidung der US-Regulationsbehörde FCC vom Donnerstag, die Internetprovider zur Gleichbehandlung aller Daten zu verpflichten, könnte den Beginn eines neuen Kontinentaldrifts markieren. Europa bewegt sich hier mit dem geplanten, eigenen Datenkanal für das „Internet der Dinge“ in allen Netzen nämlich in die entgegengesetzte Richtung. Die betreffenden europäischen Standards sind an den Übertragungsprotokollen der Telekoms ausgerichtet, denen das kommende Geschäft etwa mit vernetzten Autos zukommen soll. In den USA sind es hingegen die Internetkonzerne - allen voran Google - die in das rasch wachsenden Marktsegment der Maschinenkommunikation (M2M) drängen.

Im European Telecom Standards Institute (ETSI) sind bereits Standards in Entwicklung, die das Transportregelwerk für diesen künftigen M2M-Datenkanal festlegen, der Messdaten aus Autos, Produktionsanlagen oder dem Gesundheitssektor transportieren wird. Neben den technischen Protokollen der Telekoms werden allerdings auch dieselben juristischen Voraussetzungen für diese Daten gelten. Die aber sehen vor, dass in Telekomnetzen Schnittstellen zur Überwachung des Datenverkehrs für die Strafverfolger bereitgestellt werden müssen. Beim Technischen Komitee „Gesetzliche Überwachung“ im ETSI sind die Vorgaben für einen entsprechenden Überwachungsstandard denn auch bereits in Arbeit.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Religion

Kultur

Die ORF-Bestenliste im März

Arno Geiger beschreibt in seinem neuen Roman „Selbstporträt mit Flußpferd“ die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und belegt damit Platz eins der ORF-Bestenliste im März.

Bereits zum zweiten Mal kann Michel Houellebecq mit seinem neuen Roman „Unterwerfung“ den zweiten Platz der Bestenliste für sich einnehmen - diesmal gemeinsam mit Iris Hanika und ihrem scharfsinnigen Roman „Wie der Müll geordnet wird“.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Kunderas Manifest: Altern mit Humor

Damit hätten viele nicht mehr gerechnet: Nach 14 Jahren Abwesenheit vom literarischen Betrieb hat Milan Kundera im Alter von 85 Jahren doch noch einen neuen Roman vorgelegt, „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“.

In dem Buch erzählt er von vier alten Freunden, die auf eine Cocktailparty gehen und über die Humorlosigkeit der Welt jammern. Die anekdotenreiche Erzählung hat einen pessimistischen Unterton, aber eines ist sie mit Sicherheit nicht: humorlos.

Mehr dazu in Das wäre doch gelacht

Song Contest

Down-Syndrom-Punks vertreten Finnland

Die Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät (PKN) hat sich unter den letzten neun Teilnehmern durchgesetzt und den finnischen Vorentscheid „Uuden Musiikin Kilpailu“ (UMK) gewonnen. Etwas ganz Besonderes zeichnet sie aus: Drei von vier Bandmitgliedern haben das Down-Syndrom, einer ist Autist. Das hält sie nicht davon ab, sich für einen Platz im Song-Contest-Finale ordentlich ins Zeug zu legen.

Mehr* dazu in songcontest.ORF.at