Ausland

Tote bei Gefechten in Konfliktgebiet Bergkarabach

Bei blutigen Gefechten in dem von Armenien kontrollierten Konfliktgebiet Bergkarabach im Südkaukasus sind nach aserbaidschanischen Angaben zahlreiche Soldaten getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Baku sprach heute Medien zufolge von zehn Toten in den eigenen Reihen.

Auch zwei armenische Soldaten seien getötet worden, teilten Behörden der nicht anerkannten Republik Bergkarabach mit. Die Konfliktseiten warfen sich gegenseitig vor, die Demarkationslinie durchbrochen zu haben.

Armenien wirft der autoritär geführten ölreichen Südkaukasusrepublik Aserbaidschan seit Jahren vor, das Militär massiv hochzurüsten, um Bergkarabach zurückzuerobern. Bergkarabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber seit einem Krieg Anfang der 1990er Jahre von Armenien kontrolliert. Ein Waffenstillstand von 1994 gilt als brüchig, immer wieder kommt es zu Scharmützeln. Armeniens Schutzmacht ist Russland.

Ugandas Höchstgericht kippt Anti-Homosexuellen-Gesetz

Ugandas Verfassungsgericht hat das international kritisierte Gesetz gegen Homosexuelle gekippt. Das Gesetz sei im Parlament mit einer unzureichenden Stimmenzahl beschlossen worden und damit „null und nichtig“, sagte der Vorsitzende Richter bei der Verkündung der Entscheidung heute in der Hauptstadt Kampala.

Ugandas Präsident Yoweri Museveni hatte das Gesetz, das unter anderem lebenslange Haftstrafen für Homosexuelle zulässt und Bürger verpflichtet, Schwule bei den Behörden zu denunzieren, im Februar in Kraft gesetzt.

„Gerechtigkeit hat die Oberhand bekommen“

„Die Gerechtigkeit hat die Oberhand bekommen, wir haben gewonnen“, sagte der Anwalt Nicholas Opiyo, der die Kläger vor dem Verfassungsgericht vertreten hatte. Die Unterstützer des Gesetzes kündigten an, sie würden gegen die Entscheidung vor dem Obersten Gerichtshof des Landes in Berufung gehen.

Das Gesetz hatte einen internationalen Proteststurm ausgelöst. US-Außenminister John Kerry verglich es mit der antisemitischen Gesetzgebung der Nazis, und seine Regierung verhängte ebenso wie andere Länder Sanktionen gegen Kampala. Auch internationale Organisationen wie die Weltbank stoppten Hilfen für das Land.

Homophobie und die Diskriminierung sexueller Minderheiten waren schon vor dem Gesetz in Uganda weit verbreitet. Ursprünglich war in dem Gesetzentwurf sogar die Todesstrafe für wiederholte homosexuelle Handlungen vorgesehen gewesen. Erst nachdem diese gekippt wurde, stimmte das Parlament im Dezember vergangenen Jahres zu.

Druck durch Sanktionen: Russland führt neue Steuer ein

Nach der Einführung einer Kriegssteuer in der Ukraine steht auch den Russen eine zusätzliche finanzielle Belastung ins Haus. Präsident Wladimir Putin habe die Einführung einer zusätzlichen Verkaufssteuer beschlossen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit sollten die staatlichen Haushalte entlastet werden, die durch die Sanktionen von EU und USA noch stärker unter Druck geraten dürften.

Den Informationen zufolge wird es keine Mehrwertsteuererhöhung geben, die in der Diskussion war. Die Regionen sollen stattdessen die Möglichkeit erhalten, ab 2015 je nach Finanzlage eine zusätzliche Verkaufssteuer von bis zu drei Prozent zu erheben. Die zusätzlichen Einnahmen sollen voll und ganz den Regionen zufallen, hieß es gestern.

Analysten der Sberbank erwarten, dass die zusätzliche Steuer einen Preisanstieg in derselben Höhe zur Folge haben werde. Wenn alle Regionen die neue Steuer einführten, würde das 2,1 Prozentpunkte zur Inflation beitragen. „Auf jeden Fall wird der Preissprung den Konsum negativ beeinflussen“, erklärten die Sberbank-Experten.

Somalische Islamisten ermordeten wieder Abgeordneten

Kämpfer der islamistischen Al-Schabab-Miliz haben heute in Somalia nach eigenen Angaben den fünften Abgeordneten in diesem Jahr umgebracht. Ein Milizensprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Abgeordnete sei „auf Anordnung Allahs“ getötet worden. Alle anderen Abgeordneten seien ebenfalls „legitime Ziele“.

Bewaffnete Männer hatten auf Scheich Adan Maseer, den Vorsitzenden des Finanzausschusses im Parlament, geschossen, als dieser nach dem Freitagsgebet eine Moschee in Mogadischu verließ.

Der Al-Schabab-Sprecher Abdiaziz Abu Musab sagte, das Parlament habe der „Stationierung fremder Soldaten in Somalia zugestimmt“ - eine Anspielung auf den Einsatz von Truppen des Nachbarlands Äthiopiens sowie der Afrikanischen Union. Die Abgeordneten seien außerdem maßgebliche Stützen der „widerrechtlichen“ Regierung in Mogadischu.

Alle gegen alle: Komplizierte Fronten in Libyen

Seit Wochen toben im Land heftige Kämpfe, ausländische Diplomaten ziehen ab, Staatsmacht gibt es keine mehr: Libyen scheint nun vollends im Chaos zu versinken. Im Juni wurde ein neues Parlament gewählt, weil die Regierung versuchte, damit mehr Legitimität und Autorität zu bekommen. Ob das gelingt, scheint fraglich. Praktisch niemand weiß, wie die Wahl ausgegangen ist.

Angesichts des Machtvakuums werden die Kämpfe immer heftiger. Diverse Verbände der libyschen Armee, Stadt- und Stammesmilizen, Liberale und Islamisten: Bei einer Vielzahl von bewaffneten Gruppen bekriegen sich all jene, die einst Machthaber Muammar al-Gaddafi gestürzt haben, nun gegenseitig. Und die meisten Milizen werden von der Regierung sogar finanziell unterstützt.

Mehr dazu in Keine Chance für neue Führung?

Libysch-tunesischer Grenzübergang geschlossen

Der für libysche Flüchtlinge wichtige Grenzübergang Ras Ajdir nach Tunesien ist laut Medien geschlossen worden. Das meldete die offizielle tunesische Nachrichtenagentur TAP unter Berufung auf Sicherheitskreise. Zuvor seien an dem Übergang Schüsse gefallen. Über diese Grenze waren in den vergangenen Tagen Tausende Libyer vor den Kämpfen in ihrem Land nach Tunesien geflohen.

Inland

Asyl: Wochenende entscheidet über „Krisenszenario“

Am Wochenende wird sich entscheiden, ob das Innenministerium aufgrund überfüllter Asylbetreuungszentren ein Krisenszenario entwickeln muss oder nicht. Entscheidend sei die Frage, wie viele Neuanträge in den kommenden Tagen gestellt werden, hieß es aus dem Ressort heute gegenüber der APA. Derzeit habe man den Schwerpunkt weg von Traiskirchen auf andere Betreuungsstellen verlegt.

Schwerpunkt der Erstaufnahmen auf Thalham verlegt

Laut Innenministerium haben zum einen eine kurzfristig hohe Zahl an Neuanträgen, zum anderen zu wenig Übernahmen durch die Bundesländer zum Engpass bei der Betreuung geführt. Gestern etwa habe es mit 45 Personen eine relativ geringe Zahl an neuen Flüchtlingen in Österreich gegeben, was das Ressort nun hoffen lässt. „Ob es sich über das Wochenende ausgeht, ist eine Frage der Antragszahl“, hieß es aus dem Ressort. Sollte es Tage mit rund 130 neuen Asylwerbern geben, „müssen wir ein Notszenario entwickeln“.

Um Traiskirchen zu entlasten, hat das Innenministerium nun die Anträge stärker auf das Erstaufnahmezentrum West im oberösterreichischen Thalham konzentriert, an das wie in Traiskirchen auch eine Betreuungsstelle des Bundes angeschlossen ist. Deren gibt es in Österreich weitere vier, die nun ebenfalls verstärkt genutzt werden: in Reichenau an der Rax (Niederösterreich), in Bad Kreuzen (Oberösterreich), in Wien-Mitte sowie in Fieberbrunn in Tirol. Auch die Länder würden laut Innenministerium laufend Asylwerber übernehmen.

Viel Luft nach oben ist bei den Betreuungsstellen des Bundes dennoch nicht, man sei überall „praktisch voll“ und gehe „in Richtung Maximalbelastung“, heißt es aus dem Innenministerium.

Asyl: ÖVP attackiert Traiskirchner Bürgermeister

Rund um den Meningitis-Fall in Traiskirchen (Niederösterreich) ist ein politischer Streit entbrannt. Nach Kritik des Traiskirchner Bürgermeisters Andreas Babler am Innenministerium rückte ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel gestern Abend via Aussendung aus, um den SPÖ-Politiker zurechtzuweisen. Dieser habe „jede Grenze überschritten. Mit dem Schicksal von Menschen so pietätlos umzugehen geht mehr als zu weit.“

Blümel warf Babler vor, „den tragischen Tod eines Asylwerbers offensichtlich für parteipolitisches Geplänkel“ zu missbrauchen. „Ein solches Verhalten ist eines Bürgervertreters unwürdig“, so der ÖVP-Generalsekretär, der „endlich sachliche, lösungsorientierte Beiträge des SPÖ-Politikers“ einforderte, „statt sinnfreien, parteipolitischen Geplänkels, das auf dem Rücken eines Verstorbenen ausgetragen wird“.

Asylwerber starb in Traiskirchen an Meningitis

Ein Asylwerber aus Traiskirchen war an einer ansteckenden Gehirnhautentzündung gestorben. Der 24-jährige Mann dürfte bereits in seinem Heimatland Somalia erkrankt sein. Bewohner und Personal müssen nun eine Prophylaxe in Form von Antibiotika zu sich nehmen. Heute sind die medizinischen Maßnahmen voll angelaufen.

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In Salzburg wird unterdessen nach dem Aufnahmestopp in Traiskirchen nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge gesucht. Im Gespräch sei eine Turnhalle der Salzburger Polizei, heißt es aus informierten Kreisen.

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Ausgaben für Pensionen lagen 2013 bei 47,7 Mrd. Euro

Die Ausgaben für die Pensionen inklusive Ruhestandsbezüge der Beamten betrugen im Jahr 2013 47,7 Mrd. Euro. Das geht aus der Aufstellung der Sozialausgaben hervor, die die Statistik Austria auf ihrer Website veröffentlichte, wie die Tageszeitung „Österreich“ heute berichtete. Demnach stiegen die Pensionskosten im Vorjahr im Vergleich zum Jahr 2012 um 3,7 Prozent oder 1,7 Mrd. Euro.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung wurden im Vorjahr 15,2 Prozent für Pensionsleistungen aufgewendet. Im Jahr 1980 waren es noch 12,4 Prozent des BIP, im Jahr 2012 15 Prozent. Der Anstieg erkläre sich aus demografischen Faktoren, hieß es aus dem Sozialministerium gegenüber der APA, eine Explosion der Ausgaben gehe aus den Zahlen nicht hervor.

Alterspension gestiegen, Invaliditätspension ging zurück

Die Ausgaben für die Alterspensionen sind im Vorjahr im Vergleich zu 2012 um 4,6 Prozent gestiegen. Etwas zurückgegangen sind die Ausgaben für die Invaliditätspensionen, die 4,4 Mrd. Euro ausmachten. Die Ausgaben für Hinterbliebenenpensionen machten 5,9 Mrd. Euro aus.

Nicht nur die gesetzliche Pensionsversicherung, sondern auch Betriebspensionen, Leistungen der Unfallversicherung oder Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung sind in den Gesamtausgaben enthalten.

Geräumtes Haus: Eigentümer weist Vorwürfe zurück

In der Causa „Pizzeria Anarchia“ haben sich nun erstmals auch die Hausbesitzer zu Wort gemeldet: Gegenüber dem „Kurier“ wiesen sie alle Vorwürfe der Spekulation zurück. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) will indes nur noch unbefristete Mietverträge.

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Wirtschaft

Argentinien will mit Hedgefonds reden

Nachdem es gestern zu einem - zumindest partiellen - Zahlunsgausfall Argentiniens gekommen ist, schlägt Wirtschaftsminister Axel Kicillof versöhnlichere Töne an. Man stehe für ein Treffen mit den dafür verantwortlichen Hedgefonds zur Verfügung, so Kicillof und beteuerte, seine Regierung sei nicht grundsätzlich gegen eine Einigung mit den privaten Anlegern. Zuvor hatte Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner die Forderungen der Fonds freilich noch mit „Raketen in einem Krieg“ verglichen.

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UniCredit verkauft DAB an Franzosen

Die deutschen Internetbroker Cortal Consors und DAB Bank kommen unter ein gemeinsames Dach. Die deutsche HypoVereinsbank (UniCredit) verkauft ihre Mehrheit an der DAB an die französische BNP Paribas, die schon 2002 die Nürnberger Direktbank Consors gekauft hatte.

BNP zahlt für die 81,4 Prozent an der DAB 354 Mio. Euro. Das Angebot von 4,78 Euro je Aktie liegt 16 Prozent über dem Schlusskurs der DAB vom Donnerstag. Das Papier legte zum Handelsauftakt bis Freitagnachmittag mehr als 15 Prozent auf 4,75 Euro zu.

Wenn auch die Kartellbehörden das Vorhaben billigen, erhalten die Kleinaktionäre der DAB ein Übernahmeangebot. Insgesamt könnte der Zukauf BNP bis zu 435 Mio. kosten. DAB und Consors, vor 20 Jahren gegründet, waren die Pioniere im Onlinebanking in Deutschland.

2002 hatte die französische Großbank BNP die Direktbank Consors gekauft und dann mit ihrer Tochter Cortal zusammengelegt.

ARBÖ Vorarlberg in Konkurs

Über den ARBÖ Vorarlberg ist auf Eigenantrag das Konkursverfahren eröffnet worden. Das teilte der Kreditschützerverband Creditreform der APA mit. Zuletzt waren beim Vorarlberger Zweig der Autofahrerorganisation noch sechs Dienstnehmer beschäftigt.

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Volkswagen trennt sich von Produktionsvorstand

Europas größter Autobauer Volkswagen trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Produktionsvorstand Michael Macht. Der Topmanager und der Aufsichtsrat des Konzerns hätten sich „einvernehmlich“ darauf verständigt, dass er das Amt niederlege, teilte das Unternehmen heute in Wolfsburg mit.

Vorstandschef Martin Winterkorn ließ erklären: „Wir danken ihm für seine Leistung.“ Eine nähere Begründung für die Personalie nannte Volkswagen nicht. Bis zur Berufung eines Nachfolgers übernehme Thomas Ulbrich, Produktionschef der Kernmarke VW-Pkw, die Aufgaben kommissarisch.

Volkswagen hatte Macht am 1. Oktober 2010 zum Produktionschef gemacht. Der Konzern mit seinen zwölf Marken zählt weltweit 106 Fabriken.

Winterkorn kritisierte Probleme

Mitte Juli hatte Winterkorn vor einer internen Runde mit mehr als 1.000 Führungskräften in Wolfsburg dringliche Probleme im Konzern angesprochen. Dabei kritisierte er nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch die Fabrikkosten: Die Planung der Anlagen sei oft zu groß, zu komplex und zu teuer. Zudem sei die volle Verfügbarkeit häufig erst mit Verspätung gewährleistet.

Winterkorn monierte auch die Umsetzung der zentralen Strategie für das Baukastensystem MQB, mit dem der Konzern aus Kostengründen immer mehr identische Bauteile in unterschiedliche Modelle bringen will. Das Ausrollen der Baukästenstrategie sei „ein echter Kraftakt“, wobei Winterkorn neben Entwicklung und Einkauf auch die Werke erwähnte.

Neun neue ÖBB-Railjets für Weststrecke

Die ÖBB kaufen neun neue Railjet-Garnituren für den Fernverkehr um 145 Mio. Euro und verfügen damit künftig über 60 Railjet-Garnituren. Die neuen Railjets sollen auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg die IC-Reisezugwagen ersetzen.

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Sport

Europa League: St. Pölten glaubt an Sensation

Herbert Gagers „No Names“ vom SKN St. Pölten sorgen in der Europa-League-Qualifikation für Aufsehen. Als österreichischer Zweitligist beim PSV Eindhoven nur 0:1 zu verlieren und dabei durchwegs auf Augenhöhe mit dem niederländischen Spitzenclub zu agieren sollte das Selbstvertrauen für das Rückspiel in einer Woche weiter steigen lassen. „Die PSV-Spieler hatten keine Idee, wie sie uns ausspielen können“, bilanzierte Coach Gager stolz. Vor eigenem Publikum will er mit seinem Team nun „das fast Unmögliche möglich machen“. Der SKN träumt von der ganz großen Sensation, dem Einzug ins Play-off.

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Fußball: Zweite deutsche Liga mit 18 Österreichern

So viele Österreicher wie nie und mit Abstand die meisten Legionäre aus einem Land nehmen ab Freitagabend die neue Saison in der zweiten deutschen Bundesliga in Angriff. Gleich 18 Österreicher werden in der zweithöchsten Spielklasse im Land des Weltmeisters um den Aufstieg oder den Nichtabstieg kämpfen. Dazu kommt mit Ralph Hasenhüttl noch der Trainer des FC Ingolstadt. Gründe genug also für einen Überblick über die Österreicher in Deutschlands Bundesliga II.

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Chronik

Mordprozess: Angeklagter will „lebenslänglich“

Zu 18 Jahren Haft ist heute ein 64-jähriger Mann im Landesgericht Korneuburg in Niederösterreich verurteilt worden. Der Angeklagte hatte sich schuldig bekannt, im Februar seine Ehefrau erstochen zu haben. Zu Prozessbeginn hatte er auf die Frage, welche Strafe angemessen wäre, mit „lebenslänglich“ geantwortet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Passanten retteten Kajakfahrer aus Donau

Ein 68-jähriger Linzer ist heute in seiner Heimatstadt mit einem Kajak gekentert und drohte, unter ein Schiff gedrückt zu werden. Ein 24-jähriger Passant hörte die Hilfeschreie und barg den Mann aus der reißenden Donau - „in selbstloser Weise und unter größter Gefahr“, so die Polizei.

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Bär wilderte am Kärntner Weißensee

Ein Braunbär ist im Gitschtal in Kärnten unterwegs. Ein Schaf und ein Bienenstock fielen ihm bereits zum Opfer. Auch ein toter Rehbock wurde gefunden, der dem Bären zugeordnet werden könnte. Allgemein gingen die Schäden heuer aber zurück.

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Südafrika: Giraffe stieß mit Kopf gegen Brücke - tot

Der grausame Tod einer Giraffe während eines Transports hat Tierschützer in Südafrika auf den Plan gerufen. Die Giraffe stieß Medienberichten von heute zufolge während der Fahrt in einem offenen Transporter mit dem Kopf gegen eine Brücke. „Die Giraffe starb an einem Schädeltrauma“, sagte Rick Allan von der Tierschutzorganisation SPCA dem Nachrichtenportal iol.com.za.

Dem Bericht zufolge war unklar, ob der Fahrer den Vorfall bemerkte. Eine zweite Giraffe, die ebenfalls auf dem Anhänger stand, soll in einer Tierklinik sein. Die Tierschützer erwägen nun eine Anzeige gegen den Besitzer, da der Transport möglicherweise gegen geltende Vorschriften verstieß. Auf im Internet veröffentlichten Fotos von Augenzeugen ist zu sehen, dass beide Tiere während der Fahrt verbundene Augen hatten.

Sechs Tote bei Erdbeben in Algerien

Bei einem Erdbeben sind in Algerien mindestens sechs Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf Mediziner schrieb, wurden bei einer Massenpanik nach dem Beben heute rund 420 Menschen verletzt. Den Angaben nach warfen sich vier Menschen aus Angst aus dem Fenster. Zwei weitere hätten einen Herzinfarkt erlitten.

Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,6 lag nach Angaben des Recherchezentrums für Astronomie, Astrophysik und Geophysik 19 Kilometer nordöstlich der Vororts Bologhine der Hauptstadt Algier.

Zwei Tote bei Absturz von Sportflugzeug in Bremen

Beim Absturz eines kleinen Sportflugzeugs nahe dem Bremer Flughafen sind heute die beiden Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ Saab 91 stürzte nach Angaben der Polizei kurz nach dem Start in eine Halle auf dem Gelände eines Autohauses, in der Reifen gelagert werden. Nähere Informationen über die Identität der beiden Toten gab es zunächst nicht.

Wie die Polizei weiter mitteilte, stürzte das Flugzeug unmittelbar nach dem Start auf dem Bremer Flughafen gegen 12.45 Uhr ab. In der Lagerhalle brach anschließend ein Feuer aus, das von der Feuerwehr gelöscht werden musste. Zudem waren den Angaben zufolge etwa 150 Polizisten an Ort und Stelle, um das Gebiet abzusperren. Auch zwei Wohnhäuser wurden geräumt.

Zur Unfallursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor. Polizei und Experten des Luftfahrtbundesamts begannen mit den Ermittlungen. Nach Angaben des betroffenen Fluganbieters ProFlight war die historische Sportmaschine auf einem Rundflug unterwegs. Das teilte das Unternehmen im Internet mit.

IT

Salzburger Polizei klärt Fall per Facebook

Dank Sozialer Netzwerke wie Facebook hat die Polizei in Salzburg jetzt eine Körperverletzung beim Electric-Love-Festival vor drei Wochen auf dem Salzburgring bei Koppl (Flachgau) geklärt. Ein 21-Jähriger war von einer Wasserbombe im Gesicht schwer verletzt worden.

Polizisten der Polizeiinspektion Hof bei Salzburg sichteten daraufhin über 1.500 Bilder des Festivals mit seinen 30.000 Besuchern auf Sozialen Netzwerken wie Facebook, nahmen über die Soziale Medien Kontakte auf und kamen schließlich auf die richtige Spur.

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Science

Was Israel-Kritik zu Antisemitismus macht

Immer wenn Israel Krieg führt, gibt es weltweit Empörung. Neben berechtigter Kritik wird dabei oft in die Kiste des Antisemitismus gegriffen. Das ist auch beim aktuellen Gaza-Konflikt der Fall. Die spezielle Rolle, die das Internet dabei spielt, untersuchen derzeit deutsche Sprachforscherinnen.

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Religion

Irak: Brandmal „N“ wird zum Solidaritätszeichen

Der arabische Buchstabe „N“ (für „Nazarener“, also Christen), mit dem christliche Häuser im Irak von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gebrandmarkt worden sind, hat sich im Internet zu einem Zeichen der Solidarität entwickelt. Der US-Amerikaner Jeremy Courtney, von dem die Welle der Solidarität unter dem Hashtag „WeAreN“ ausging, sieht diese inzwischen aber kritisch. Durch die Solidaritätsbekundungen für die irakischen Christen würden nämlich andere Gruppen, die ebenso litten, ausgeblendet.

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Kultur

Wirtschaftsuni als Filmkulisse für Thriller

Derzeit geben sich die internationalen Großproduktion in Wien die Klinke in die Hand: Nach „Woman in Gold“ mit Helen Mirren wird derzeit der hochkarätig besetzte Thriller „Deus Ex Machina“ mit Weltstar Sam Neill („Das Piano“) als Bösewicht gedreht.

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„Lindenstraße“-Schauspieler Philipp Brammer tot

Der seit Montag vermisste und aus der deutschen Fernsehserie „Lindenstraße“ bekannte Schauspieler Philipp Brammer ist heute tot in den Berchtesgadener Alpen aufgefunden worden. Suchtrupps haben am Vormittag die Leiche des 44-Jährigen aus München gefunden. Nach ersten Erkenntnissen ist der Bergsteiger im Gebiet der Reiter Alpe bei einem Absturz ums Leben gekommen.

Auf Bergtour verunglückt

Brammer war zu Wochenbeginn zu der anspruchsvollen Bergtour aufgebrochen. Am Abend erstatteten Angehörige eine Vermisstenanzeige, nachdem der Schauspieler nicht zurückgekehrt war. Tagelang suchten Bergwacht und Alpine Einsatzgruppe der Polizei bei widrigsten Wetterverhältnissen nach dem Vermissten.

Schließlich wurde heute gegen 11.15 Uhr die Leiche des 44-Jährigen auf knapp 1.700 Meter Höhe am Edelweißlahnersteig entdeckt. Brammer dürfte laut Informationen der Polizei in dem anspruchsvollen und steilen Gelände beim Aufprall nach einem 70-Meter-Absturz gestorben sein. Die Polizei hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Aus „Lindenstraße“ bekannt

Dem Fernsehpublikum ist der 44-Jährige aus der Rolle des Jan Günzel in der ARD-Serie „Lindenstraße“ bekannt. Außerdem hat Brammer bereits viele Synchronrollen übernommen, unter anderem sprach er als Kind den Nils in der Zeichentrickserie „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“.

Medien

Hass-Postings: „Profil“ führt Klarnamenpflicht ein

Der profil-Verlag erteilt anonymen Postings eine Absage. Seit heute werden Kommentare auf der Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins mit Vor- und Nachnamen der Verfasser versehen, teilte „profil“ mit. „Die Grenze der Erträglichkeit ist längst überschritten“, begründete Herausgeber Christian Rainer diesen Schritt mit Verweis auf die jüngste Debatte über die Häufung von „Hass-Postings“.

Wie bisher werden die Kommentare mit dem vom User gewählten Nickname versehen, dazu aber werden der Vor- und der Nachname angezeigt, mit denen die Registrierung durchgeführt wurde. Die User werden vor jedem Posting auf diese Neuregelung hingewiesen. Alle bisher veröffentlichten Postings bleiben unverändert, erläuterte „profil“.

„Die Anonymität im Netz widerspricht unserer Rechtsordnung“, so Rainer. „Denn so kann man für Verleumdungen und Verhetzungen kaum zur Rechenschaft gezogen werden.“ Er hatte sich bereits zuvor für eine Klarnamenpflicht stark gemacht, nun schreite „profil“ voran, wurde heute betont.

Lifestyle

Muhammad Alis Boxhandschuhe für 290.000 Euro verkauft

Gebrauchte Handschuhe für den Preis eines Hauses: Ein Paar Boxhandschuhe von Sportlegende Muhammad Ali sind in den USA für 388.375 Dollar (290.000 Euro) versteigert worden. Ali hatte sie 43 Jahre zuvor getragen, als er im „Kampf des Jahrhunderts“ gegen Joe Frazier boxte.

Die braunen Lederhandschuhe wurden nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions am Donnerstagabend (Ortszeit) in Cleveland an einen anonymen Sammler verkauft. Die jetzt verkauften Handschuhe hatten Alis Trainer Angelo Dundee gehört, der vor zwei Jahren mit 90 gestorben war.

Leute

Richard Lugner heiratet zum fünften Mal

Richard Lugner heiratet zum fünften Mal: Bei einer als Medienshow geplanten Verlobungsfeier im Casino Velden in Kärnten machte der Baumeister zur Überraschung der Gäste Cathy Schmitz alias „Spatzi“ heute einen Antrag. Die Hochzeit findet am 13. September im Wiener Schloss Schönbrunn statt.

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Baumgartner auf Abwegen zur Landung gezwungen

Stratosphärenspringer Felix Baumgartner hat gestern mit einem Helikopter den Luftraum des Flughafens München verletzt und wurde deshalb von einem deutschen Polizeihubschrauber bis nach Salzburg verfolgt und zur Landung aufgefordert. Er muss jetzt mit einer Strafe rechnen.

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