Ausland

Israels Polizei: Autounfall in Jerusalem war Terroranschlag

Die israelische Polizei hat einen Autounfall mit tödlichem Ausgang als Terroranschlag eingestuft. Ein Palästinenser hatte mit seinem Auto in der Nacht zum Donnerstag an einer Bushaltestelle in Ostjerusalem jüdische Passanten angefahren. Ein 25 Jahre alter Mann starb, eine Frau wurde schwer verletzt.

Israelische Medien zitierten heute den israelischen Polizeichef Johanan Danino, dass es sich dabei um einen Terroranschlag gehandelt habe. Israelische Medien hatten zuvor berichtet, dass der 37 Jahre alte Palästinenser nach dem Zwischenfall von Mitarbeitern des israelischen Inlandsgeheimdienstes verhört werden sollte.

Saudi-Arabien sagt 274 Mio. Dollar für Hilfe an Jemen zu

Saudi-Arabien hat der UNO für ihren humanitären Einsatz im Jemen 274 Millionen Dollar (253 Mio. Euro) zugesagt. Es komme damit seinen „Verpflichtungen gegenüber den Brüdern im Jemen“ nach, hieß es in einer Verlautbarung des königlichen Hofs, die gestern im staatlichen Fernsehen verlesen wurde.

Riad reagierte damit auf einen Hilfsappell der Vereinten Nationen (UNO), die gestern genau diese Summe gefordert hatten, um die mehr als 7,5 Millionen von dem Konflikt betroffenen Menschen im Jemen mit dem Nötigsten versorgen zu können. Tausende Familien seien durch die Kämpfe vertrieben worden. Ihnen fehle es an Medikamenten, Trinkwasser und Nahrung.

Saudi-Arabien bombardiert Huthi-Rebellen

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die seit drei Wochen Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen fliegt. Die schiitische Miliz und mit ihr verbündete Soldaten liefern sich seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die Hafenstadt Aden geflohen war.

Als die Rebellen Mitte März auf Aden vorgerückt waren, hat sich Hadi nach Saudi-Arabien abgesetzt und um militärische Hilfe gebeten. Am 26. März begann die von Riad angeführte Allianz ihre Angriffe.

Iran fordert Ende der Militärangriffe

Der iranische Präsident Hassan Rouhani rief unterdessen Saudi-Arabien dazu auf, die Militärangriffe auf Huthi-Rebellen im Jemen einzustellen. „Was immer Ihr (Saudis, Anm.) verfolgt, Angriffe auf unschuldige Kinder bringen Euch keine regionale Vormachtstellung, sondern nur Schande“, sagte Rouhani heute während einer Militärparade in Teheran. China bot sich unterdessen als Vermittler für eine rasche politische Lösung des Konflikts an.

Geheime IS-Dokumente enthüllen Strategie der Miliz

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat ihren Siegeszug in Syrien mit den Methoden eines hochkomplexen Geheimdienststaates angetreten. Das enthüllten Strategie- und Organisationspläne aus der innersten IS-Führung, berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

Spione als Prediger getarnt

Es habe mit flächendeckender Ausspionierung, Überwachung und mit Morden begonnen. Unter dem Deckmantel islamischer Missionierungsbüros seien in Städten und Dörfern Nordsyriens als Prediger getarnte Spione ausgebildet worden. Sie sollten Machtverhältnisse und Schwachstellen der jeweiligen Orte in Erfahrung bringen.

Widerstand schon im Vorfeld erstickt

In einem nächsten Schritt sollten charismatische Führungsfiguren und Rebellenführer von speziell etablierten Einheiten für „Ermordungen“ und „Entführungen“ beseitigt werden, um potenziellen Widerstand frühzeitig zu ersticken. Erst dann sollten militärische Angriffe erfolgen, unterstützt von „Schläferzellen“ mit Waffen und Kämpfern. Die Pläne seien exakt umgesetzt worden.

Geheimdokumente in verlassener Zentrale gefunden

Das ergaben monatelange Recherchen in verschiedenen Provinzen Nordsyriens sowie ein zweiter Aktenfund aus dem Anfang 2014 verlassenen IS-Hauptquartier in Aleppo, berichtete das deutsche Magazin weiter. Darin fänden sich auf Hunderten Seiten die Protokolle, wie die eroberten Gebiete ausspioniert, überwacht und unterworfen wurden.

Dutzende Tote bei Attentat in Afghanistan

Beim schwersten Anschlag in Afghanistan seit dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes sind Dutzende Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter riss heute im belebten Zentrum der ostafghanischen Provinzhauptstadt Dschalalabad mindestens 33 Menschen mit in den Tod, wie der Sprecher der Regierung der Provinz Nangarhar, Ahmad Sia Abdulsai, sagte.

96 weitere Menschen seien verletzt worden, die Taliban verurteilten den Anschlag und wiesen jede Verantwortung dafür zurück. Zum Zeitpunkt der Explosion warteten Staatsbedienstete vor dem Geldinstitut auf die Auszahlung ihrer Gehälter.

Der Attentäter sprengte sich während der Hauptgeschäftszeit in der Stadtmitte in die Luft. Die meisten der Toten und Verletzten sind unschuldige Zivilisten. (iptv.ORF.at)

Nach Polizeiangaben detonierte am Anschlagsort einige Minuten später eine an einem Motorrad versteckte zweite Bombe, die aber keine Opfer forderte. Kurz darauf wurden bei einem Sprengstoffanschlag in dem an Dschalalabad angrenzenden Distrikt Behsud ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt, wie Abdulsai sagte. Der Sprengsatz sei magnetisch an einem Auto angebracht gewesen.

IS-Kämpfer „bekannten sich zu Anschlag“

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat die Dchihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) für einen Selbstmordanschlag verantwortlich gemacht. Während eines Besuchs in der Provinz Badachschan im äußersten Nordosten des Landes sagte der Präsident, die IS-Kämpfer hätten sich zu dem „entsetzlichen Angriff“ bekannt.

Auch ein Mann, der sich als Sprecher des IS bezeichnete, sagte in einem Anruf bei der Nachrichtenagentur AFP, die Gruppe habe das Attentat verübt. Das stand auch in einer E-Mail, die vermeintlich vom IS stammt. Zuvor hatte ein Sprecher im Namen der islamistischen Taliban jegliche Verantwortung für den Anschlag bestritten.

Schiitische Zivilisten enthauptet

In der südostafghanischen Provinz Ghasni enthaupteten Unbekannte vier schiitische Zivilisten. Der Sprecher der Provinzregierung, Nang Safi, sagte, die Angehörigen der religiösen Minderheit seien vor einigen Tagen entführt worden. Ihre Leichen seien heute entdeckt worden.

Die Gewalt in Afghanistan hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Der NATO-Kampfeinsatz wurde zum Jahreswechsel von einer kleineren Mission namens „Resolute Support“ zur Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte abgelöst.

Deutschland plant Führerscheinabnahme bei Straftätern

Steuerbetrüger, Ladendieben und andere Straftäter sollen in Deutschland von 2016 an auch mit einem Fahrverbot bestraft werden können.

Einen entsprechenden Gesetzentwurf solle der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) in der zweiten Jahreshälfte 2015 vorlegen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Samstag-Ausgabe).

Ein Sprecher von Maas bestätigte, man prüfe die Umsetzung dieses Vorhabens aus dem schwarz-roten Koalitionsvertrag. „Zum Zeitplan kann ich mich derzeit nicht äußern“, ergänzte er.

Tschechien sieht russische Motorradtour als „Provokation“

Nach Polens Ministerpräsidentin Ewa Kopacz hat nun auch der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek die geplante „Siegesfahrt“ des russischen Rockerclubs „Nachtwölfe“ quer durch Europa als „Provokation“ verurteilt.

Bisher habe niemand bei den tschechischen Konsulaten in Russland offiziell ein Visum für die Fahrt beantragt, sagte Zaoralek heute dem Nachrichtensender CT24. „Jeder, der zu uns kommt, muss die Gesetze der Tschechischen Republik einhalten“, so der Sozialdemokrat.

Auf den Spuren der Roten Armee

Ziel der Rallye der kremlnahen Rockergruppe ist es laut Organisatoren, auf den Spuren der Roten Armee das Andenken an diejenigen zu ehren, die im Kampf gegen den Faschismus gefallen sind.

In Polen und Tschechien werden die sowjetischen Truppen allerdings nicht nur als Befreier gesehen. Polen verlor im Zweiten Weltkrieg Teile seines Staatsgebietes an die Sowjetunion. In Tschechien schlugen sowjetische Panzer im Sommer 1968 die Demokratisierungsbewegung des „Prager Frühlings“ nieder.

Tour führt auch durch Österreich

Die „Siegesfahrt“ soll aus Russland nach Weißrussland, Polen, Tschechien, in die Slowakei, nach Österreich und schließlich nach Deutschland führen. Die Biker wollen die Fahrt am 25. April beginnen und am 9. Mai in Berlin beenden.

Südkoreas Polizei geht gegen „Sewol“-Demonstranten vor

Die südkoreanische Polizei ist heute gewaltsam gegen Angehörige der mehr als 300 Todesopfer des Untergangs der „Sewol“ vor einem Jahr vorgegangen. Die Polizisten setzten in Seoul unter anderem Tränengas und Pfefferspray gegen rund 3.000 Demonstranten ein, die zum Sitz der Präsidentin marschieren wollten.

In Sprechchören forderten sie immer wieder: „Bergt die Sewol.“ Mehrere Demonstranten wurden laut dem Bericht eines AFP-Reporters in Polizeiwagen gestoßen und weggefahren.

Unabhängige Untersuchung gefordert

Die überladene Fähre war am 16. April 2014 vor der Insel Jindo gekentert. Dabei ertranken 304 Menschen, die meisten der Opfer waren Schüler. Das Unglück hatte in Südkorea große Empörung hervorgerufen. Der Kapitän der „Sewol“ wurde im November zu einer 36-jährigen Haftstrafe verurteilt, weitere leitende Besatzungsmitglieder erhielten ebenfalls langjährige Gefängnisstrafen.

Die Angehörigen verlangen eine unabhängige Untersuchung des Unglücks und die Bergung des Wracks. Sie hoffen, dass dann die neun noch vermissten Opfer geborgen werden können. Angesichts des zunehmenden Drucks, nicht zuletzt durch anhaltende Straßenproteste, kündigte Präsidentin Park Geun Hye am Donnerstag zum Jahrestag der Katastrophe die Hebung des Schiffswracks an. Das konnte die Proteste aber nicht stoppen.

Inland

Sparen bei Beamten: Schlagabtausch in Koalition

Die Ankündigung von Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ), dass zur Gegenfinanzierung der Steuerreform bei den Beamten gespart werden müsse, sorgt für Unfrieden in der Koalition.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) warf in ihrer Funktion als ÖAAB-Chefin dem Koalitionspartner sogar „Wortbruch“ vor. Das wollte die SPÖ wiederum nicht auf sich sitzen lassen.

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„Exiljuden“-Sager: Späte Entschuldigung von Vbg.-FPÖ-Chef

Dieter Egger, Chef der Vorarlberger Freiheitlichen, hat sich sechs Jahre nach seinem „Exiljuden“-Sager beim Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy, entschuldigt.

Die Äußerung sei „missverständlich“ und „unangebracht“ gewesen. Zuletzt scheiterte Egger bei der Wahl zum Bürgermeister von Hohenems, nachdem eine Bürgerinitiative gegen ihn mobilmachte.

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Sport

Bundesliga: Salzburg will den Druck erhöhen

Im Kampf um die Meisterschaft, der nach dem 3:3 bei Verfolger Rapid noch einmal an Spannung zugelegt hat, will Tabellenführer Salzburg nun den Druck erhöhen. Der Titelverteidiger steht im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Wr. Neustadt heute Abend (18.30 Uhr) vor einem Pflichtsieg, hat er doch gegen die Niederösterreicher bisher noch nie verloren.

„Es sind noch acht Spiele. Es ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel, es geht um die Meisterschaft“, sagte Trainer Adi Hütter vor dem Duell mit dem auswärtsschwächsten Team der Liga.

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Formel 1: Red-Bull-Pilot Ricciardo bleibt optimistisch

Bisher hat Daniel Ricciardo in dieser Saison wenig Grund zur Freude gehabt. Der dreifache Grand-Prix-Sieger des Vorjahres liegt in der Formel-1-WM mit elf Punkten nur auf Rang acht der Fahrerwertung.

Doch der Red-Bull-Pilot will sich von den vielen Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. „Ich glaube, es steckt noch viel mehr in dem Auto drinnen“, sagte der Australier vor dem vierten Saisonrennen morgen in Bahrain (17.00 Uhr, MESZ, live in ORF eins und im Livestream).

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Basketball: Warriors-Traumsaison auf dem Prüfstand

Heute Abend biegt auch die National Basketball Association (NBA) mit dem Start ins Play-off in die Zielgerade. Großer Favorit sind die Golden State Warriors, die nach einer Traumsaison mit neuem Clubrekord bereits in der ersten Runde gegen die New Orleans Pelicans auf dem Prüfstand stehen. Die Hoffnung auf den ersten Titel seit 40 Jahren trägt dabei Dreipunktespezialist Stephen Curry. Im Osten erwarten die Experten zwischen Atlanta und Cleveland ein Duell um einen Platz im Finale.

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Wirtschaft

Umfrage: Schlechte Chefs vermiesen den Job

Der Einfluss der Führungskräfte eines Unternehmens auf das Betriebsklima und die Jobzufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, geht aus dem jüngsten Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor: 90 Prozent der Beschäftigten, die mit ihrem Vorgesetzten zufrieden sind, sind es auch mit ihrem Job.

Der Umkehrschluss liegt nahe: Bei jenem knappen Drittel der Befragten, das mit dem Führungsstil der Chefs hadert, bewerten nur 57 Prozent den Job insgesamt als positiv. Wie man seine Mitarbeiter gewinnt und motiviert, macht derzeit ein US-Jungunternehmer in wohl beispielloser Manier vor.

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Winterkorn bleibt: Zweifel am Ende der „Schlacht“ bei VW

Martin Winterkorn bleibt Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Autokonzerns: Das sechsköpfige Präsidium des Volkswagen-Aufsichtsrats hat sich gestern für den Verbleib des 67-Jährigen an der Konzernspitze und eine Vertragsverlängerung ausgesprochen.

Aufsichtsratschef Ferdinand Piech, der auf Distanz zu Winterkorn gegangen war, hat sich somit nicht durchsetzen können. Wichtige strategische und personelle Fragen bleiben nach dem Krisentreffen des innersten VW-Machtzirkels in Salzburg dennoch offen. Und Experten sehen im „Etappensieg“ Winterkorns noch kein Ende der „Schlacht“ bei VW.

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Chronik

Betrunkener Lkw-Lenker streifte Mopedfahrer

In der Steiermark hat heute ein alkoholisierter Lkw-Lenker einen Verkehrsunfall verursacht. Er streifte mit seinem Kleinlaster einen 15 Jahre alten Mopedlenker und beschwor den Jugendlichen, danach keinesfalls die Polizei zu verständigen.

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Alkolenker manövriert Pkw in Bachbett

In Salzbug landete ein 30-Jähriger heute Früh mit seinem Auto in einem Bachbett. Laut Polizei hatte der Mann mehr als zwei Promille Alkohol im Blut.

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Alkolenker verursacht Frontalzusammenstoß

In Vorarlberg verursachte heute Früh ein alkoholisierter 22-jähriger Mann einen schweren Verkehrsunfall. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen.

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Streunenden Kater mit Pfeil getötet: Tierärztin verliert Job

Im US-Bundesstaat Texas hat eine Tierärztin mit der Jagd auf einen Kater für Empörung gesorgt. Die Frau tötete das Tier mit einem Pfeilschuss in den Kopf.

Anschließend veröffentlichte sie ein Foto mit dem Kadaver auf Facebook. „Nur ein streunender Kater mit einem Pfeil im Kopf ist ein guter streunender Kater“, kommentierte sie die Aufnahme.

Kater von älterem Ehepaar als vermisst gemeldet

Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen gegen die Tierärztin ein. Ihr Arbeitgeber erklärte gestern, die Frau sei entlassen worden. „Wir sind vollkommen abgestoßen, geschockt, traurig und angeekelt“, erklärte die Washington-Tierklinik im Austin County: „Wir akzeptieren ein solches Verhalten nicht und verurteilen es aufs Schärfste.“ Laut örtlichen Medien hat der Kater einem älteren Ehepaar gehört, das ihr Haustier als vermisst gemeldet hatte.

Schiffsuntergang vor Kanaren: Umweltschäden befürchtet

Nach dem Sinken des russischen Trawlers „Oleg Naydenov“ in der Nähe der Kanarischen Inseln wächst die Furcht vor einem weiteren Auslaufen der ursprünglich fast 1.500 Tonnen Treibstoff an Bord.

Wie spanische Spezialkräfte mitteilten, behinderten schlechtes Wetter und heftige Winde gestern die Bemühungen, die Ausbreitung des Öls einzudämmen.

25 Kilometer südlich von Maspalomas gesunken

Gefährdet ist ein Gebiet vor der mauretanischen Küste, das Heimstatt für Wale und andere seltene Meeresfauna und -flora ist. Auf dem Schiff war vor einer Woche ein Brand ausgebrochen, als es im Hafen von Las Palmas auf der Insel Gran Canaria vor Anker gelegen war. Die 72 Besatzungsmitglieder konnten in Sicherheit gebracht werden.

Weil es zunächst nicht gelang, das Feuer zu löschen, wurde der Trawler aufs offene Meer hinausgeschleppt, um eine Verschmutzung in Küstennähe zu vermeiden. Am Mittwoch sank das Schiff rund 25 Kilometer südlich des auch bei deutschen Touristen beliebten Badeorts Maspalomas auf Gran Canaria.

Science

UNO streicht „ISIS“ von Hurrikan-Namensliste

Die UNO-Wetterorganisation WMO hat den Namen ISIS, die frühere Bezeichnung der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS), von einer Liste von Namen zur Benennung pazifischer Wirbelstürme gestrichen.

Auf der Hurrikan-Namensliste für den östlichen Nordpazifik wurde ISIS, zugleich der Name einer ägyptischen Göttin, durch Ivette ersetzt. Das teilte WMO-Sprecherin Clare Nullis gestern mit.

Namenslisten laufend aktualisiert

Die Entscheidung fiel bei einer Sitzung im mittelamerikanischen Costa Rica. Die WMO hält für große Wirbelstürme mehrere alphabetische Namenslisten bereit, die fortlaufend an die Reihe kommen. Bezeichnungen werden in der Regel gestrichen, wenn ein Sturm viele Todesopfer forderte.

So wurde etwa zuletzt der Name Odile durch Odalys ersetzt, nachdem durch den Hurrikan Odile in Mexiko im vergangenen Jahr elf Menschen ums Leben gekommen waren.

IT

Bürgerrechtler kämpfen für freies Internet in Europa

In den USA sind kostenpflichtige Überholspuren im Internet seit Ende Februar verboten. Dem sogenannten Zweiklassennetz wurde ein Riegel vorgeschoben.

„Das sollte in Europa auch gelingen“, sagte Thomas Lohninger, Sprecher der Initiative für Netzfreiheit, die mit Bürgerrechtsorganisationen aus ganz Europa zum Kampf für das freie Internet aufruft. Denn in Brüssel geht die Gesetzgebung in die heiße Phase.

Mehr dazu in help.ORF.at

Religion

Lessings „Ringparabel“ als Schlüsseltext der Aufklärung

Ist eine friedliche Koexistenz der Religionen möglich? Ein hochkarätig besetztes Symposium der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien würdigte – anlässlich des 650-Jahr-Jubiläums der Wiener Universität - das Werk von Gotthold Ephraim Lessing.

Wissenschaftler aus dem deutschen Sprachraum diskutierten den geschichtlichen Kontext und die Bedeutung der „Ringparabel“ für den Dialog der Religionen in der heutigen Zeit.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Möbelmesse Mailand: Das kühle Design wird aufgetaut

Zwei Wochen bevor die Expo in Mailand eröffnet wird ist die Stadt schon ganz im Messefieber. Nicht nur wegen der Weltausstellung, sondern auch wegen des bis Sonntag laufenden Salone Internazionale del Mobile. Hunderttausende Gäste aus aller Welt kommen jährlich, um bei der wichtigsten Möbelmesse neueste Kreationen von Stardesignern und Newcomern zu entdecken.

Ein Trend, der sich heuer recht deutlich zeigt: Die Zeit der puren Sachlichkeit ist vorbei - man setzt auf die Verbindung von Tradition und Moderne. Vor allem im Büro soll man sich künftig offenbar wohler fühlen: Es wird wohnlicher.

Mehr dazu in Der überarbeitete Arbeitsplatz

Kolosseum in Rom bekommt wieder Gladiatorenarena

Das Kolosseum in Rom soll wieder seine Gladiatorenarena zurückbekommen. Der italienische Kulturminister Dario Franceschini unterstützt ein Projekt, mit dem der jetzt sichtbare Unterbau des Amphitheaters mit einer Plattform überdeckt werden soll, wie es bis zum 19. Jahrhundert der Fall war. Damit soll das 2.000 Jahre alte Wahrzeichen Roms wieder als Arena für Open-Air-Aufführungen genutzt werden.

„Wir wollen Besuchern das Kolosseum zeigen, wie es früher war, als es noch als Arena diente“, so der Kulturminister laut der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“.

Für Konzerte und Aufführungen

Der Denkmalschutz arbeitet bereits an einem umfangreichen Projekt, das den Bau einer Holzplattform vorsieht. Im Kolosseum sollen unter anderem Konzerte und Aufführungen stattfinden. Im Unterbau soll ein Museum eingerichtet werden. Franceschini sucht jetzt nach Finanzierungen für sein Projekt.

Fünf Millionen Besucher pro Jahr

Das Kolosseum wurde zwischen 70 und 80 nach Christus erbaut und war bei den Römern blutiger Schauplatz von öffentlichen Hinrichtungen und Gladiatorenkämpfen. Als Arena war das Kolosseum fast 450 Jahre lang in Betrieb.

Neben dem Forum gehört es zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien, pro Jahr kommen rund fünf Millionen Besucher. Derzeit wird es für rund 25 Millionen Euro restauriert.

Song Contest

Die Stars der Baustelle

Der Countdown läuft – noch 31 Tage bis zum Song Contest. Damit der spektakuläre TV-Event am 23. Mai reibungslos über die Bühne gehen kann, wird in der Stadthalle bereits jetzt intensiv gearbeitet.

Songcontest.ORF.at hat einigen Mitarbeitern über die Schulter geschaut und dabei einen Einblick in die unterschiedlichsten Arbeitsbereiche erhalten: Trotz des hohen Arbeitspensums herrscht entspannte Stimmung, Teamwork wird großgeschrieben.

Mehr dazu in songcontest.orf.at

Leute

Waltz: Weltruhm ist „gut für mein Ego“

Christoph Waltz (58) ist froh, dass er seinen ersten Oscar erst als 52-Jähriger bekommen hat. „In diesem Alter ist man nicht mehr so anfällig für Eskapaden, die einen dann völlig aus der Bahn werfen können“, so der Schauspieler gegenüber der „Berliner Zeitung“.

Auf die Frage, ob Weltruhm einen gestandenen Mann wie ihn verändere, sagte der zweifache Oscar-Preisträger: „Ein wenig, er ist gut für mein Ego, für mein Selbstbewusstsein.“ Er sei in letzter Zeit vor allem beruflich souveräner geworden. „Der meisten kleinkarierten Zwänge und Behinderungen von früher habe ich mich entledigt.“

Clarkson nach Rauswurf: „Werde ‚Top Gear‘ vermissen“

Nach seinem Rausschmiss durch die BBC hat sich der ehemalige „Top Gear“-Moderator Jeremy Clarkson erstmals zu Wort gemeldet. „Ein inniges Dankeschön an alle, die mir geschrieben haben, um mir zu sagen, dass sie mich bei ‚Top Gear‘ vermissen werden“, so Clarkson in einer Kolumne der „Sun“, „ich werde es jedoch noch viel mehr vermissen.“

Nach Schimpftiraden und Schlägen gegen Produzent gefeuert

Clarkson war im März nach einer Auseinandersetzung mit seinem Produzenten Oisin Tymon suspendiert worden. Laut einer internen Untersuchung hatte sich der Moderator darüber aufgeregt, dass er nach einem langen Drehtag nur eine kalte und keine warme Mahlzeit bekommen hatte.

Rund 20 Minuten lang beschimpfte er Tymon demnach rüde und schlug dann auch noch zu. Mit geplatzter Lippe ließ sich der Produzent anschließend in der Notaufnahme behandeln.

Fans wollten BBC zu Rücknahme überreden

Nach dem Vorfall startete Clarkson mehrere Anläufe, sich bei Tymon zu entschuldigen, zudem zeigte er sich selbst bei seinen Chefs an. Seit seiner Suspendierung setzten sich eine Onlinepetition mit einer Million Unterzeichnern und selbst sein Freund, der britische Premierminister David Cameron, für den langjährigen Moderator ein. Doch vergeblich: Die Regeln müssten für alle gelten, unabhängig vom Rang des Betroffenen oder „kommerziellen Erwägungen“, erklärte die BBC.

350 Millionen Zuseher weltweit

„Top Gear“ ist die erfolgreichste Sendung der BBC: Allein in Großbritannien wird sie von 6,5 Millionen Zuschauern verfolgt, weltweit sind es 350 Millionen. Nach Angaben der BBC soll die Sendung nun für das kommende Jahr generalüberholt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Clarkson ausfallend wurde. Unter anderem wegen rassistischer Bemerkungen wurde der Moderator mehrfach von der BBC verwarnt. Dennoch war er wegen seines respektlosen Auftretens bei seinen Anhängern äußerst beliebt.