Ausland

Ukrainische Armee stellt Offensive für einen Tag ein

Die Ukraine stellt ihre Offensive gegen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes für einen Tag ein. Man sei einer Bitte von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon nachgekommen, um internationalen Ermittlern den Zugang zur Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs zu ermöglichen, hieß es heute.

„Der Generalstab der Anti-Terror-Operation hat entschieden, einen ‚Tag des Schweigens‘ und eine Einstellung der Kämpfe anzuordnen“, sagte ein Armeesprecher. In der weißrussischen Hauptstadt Minsk sollte noch heute ein Treffen zwischen Vertretern der ukrainischen Regierung und den prorussischen Separatisten stattfinden.

US-Republikaner: Obama soll vor Gericht

Das von den Republikanern dominierte US-Repräsentantenhaus hat dafür gestimmt, Präsident Barack Obama vor Gericht zu stellen. Die Kongresskammer votierte für eine Resolution, in der Obama die Überschreitung seiner Amtsbefugnisse bei der Umsetzung der von den Republikanern erbittert bekämpften Gesundheitsreform vorgeworfen wird. 225 Abgeordnete stimmen für die Resolution, 201 dagegen. Alle Abgeordneten der Demokraten votierten gegen den Entwurf.

Obama habe seine Amtsbefugnisse überschritten, und es liege in der Verantwortung des Repräsentantenhauses, die „Verfassung zu verteidigen“, sagte der republikanische Vorsitzende der Kammer, John Boehner, vor der Abstimmung. Ein Ziel der Republikaner dürfte sein, mit der Resolution vor den Kongresswahlen im November um Stimmen zu werben.

Vorstufe zum Amtsenthebungsverfahren?

Die Republikaner werfen Obama schon seit längerem vor, angesichts der Blockade zwischen dem mehrheitlich republikanischen Abgeordnetenhaus und dem von den Demokraten beherrschten Senat, im Stile eines Monarchen mittels Dekreten am Kongress vorbeizuregieren. Die Demokraten vermuten, dass die Republikaner ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten anstreben könnten.

Die Spitzen der Republikaner wiesen den Vorwurf, auf Obamas Amtsenthebung abzuzielen, zuletzt jedoch vehement zurück. Obama gab sich am Abend unbeeindruckt vom juristischen Säbelrasseln der Opposition: „Statt gegen mich zu klagen, weil ich meine Arbeit mache, will ich, dass der Kongress seine Arbeit erledigt, und das Leben der Amerikaner, die sie gewählt haben, ein bisschen besser macht“, forderte er.

150 Tote bei Flüchtlingstragödie vor Libyens Küste

Bei einer Flüchtlingstragödie vor der libyschen Küste sind mindestens 150 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Die libysche Küstenwache habe die Leichen und Wrackteile eines Schiffes rund vier Kilometer vor der Stadt Khums entdeckt, berichtete das Nachrichtenportal Libya Herald gestern.

Bereits tags zuvor seien Tote an Land gefunden worden, hieß es weiter. Bei den Opfern, unter ihnen Frauen und Kinder, handele es sich wahrscheinlich um Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Nach Erkenntnissen der Küstenwache war das Schiff am Montagabend in See gestochen.

UNO verlängert Irak-Mission

Der UNO-Sicherheitsrat hat die militanten Islamisten im Irak als „Hauptgefahr für die Zukunft“ des Landes bezeichnet. Der Rat sei zutiefst besorgt, hieß es in einer gestern einstimmig verabschiedeten Resolution. Mit dem Papier wurde zugleich das Mandat der UNO-Mission im Irak um ein Jahr verlängert. Die Resolution verurteilt die Angriffe der sunnitischen Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) und ruft zum Dialog auf, um die Regierung zu stärken.

Bei zwei Anschlägen mit Autobomben in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind unterdessen mindestens 15 Menschen getötet worden. 43 weitere Menschen wurden verletzt, wie das irakische Nachrichtenportal al-Mada gestern Abend unter Berufung auf das Innenministerium berichtete. Demnach explodierten die Sprengkörper in zwei überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen im Osten Bagdads.

Seitdem IS Anfang Juni den Vormarsch im Irak begonnen hat, ist die Zahl der Anschläge in Bagdad wieder stark gestiegen. Erst vor elf Tagen waren bei einer Attentatsserie in der Hauptstadt mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Anschlägen bekannten sich die IS-Terroristen.

Öffentliche Untersuchung des Giftmords an Litwinenko beginnt

Der Mord an dem mit radioaktivem Polonium 210 vergifteten Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko in London wird ab heute öffentlich untersucht. Dabei versuchen Juristen unter der Leitung des erfahrenen Richters Robert Owen, die Umstände der Tat vom November 2006 zu klären.

Sie dürfen Zeugen befragen und Akten einsehen, auch Unterlagen britischer Geheimdienste. Sie sind aber nicht befugt, vermeintliche Schuldige anzuklagen oder zu verurteilen.

Öffentlichkeit zugelassen

Zu den Sitzungen in einem Londoner Gerichtsgebäude sind Medien und die Öffentlichkeit zugelassen, solange keine besonders heiklen Fragen besprochen werden, die die nationale Sicherheit Großbritanniens gefährden könnten.

Litwinenko hatte für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet und war 2000 nach Großbritannien gekommen. Der Fall hatte zu diplomatischen Verwerfungen zwischen Großbritannien und Russland geführt, weil Moskau die von den Briten ausgemachten Hauptverdächtigen nicht ausliefern wollte.

Inland

Richter wehren sich gegen „unsachliche Kritik“ an Justiz

Manche Kritik an Entscheidungen der Justiz, etwa an dem Urteil gegen Josef S., geht den Standesvertretern der Richter zu weit. Man könne nicht aus einer „unpopulären Entscheidung“ auf mangelhafte Richterausbildung oder -auswahl schließen. Sachlichkeit und Äquidistanz seien Grundpfeiler der Justiz, „sie könnten auch dem öffentlichen Diskurs nicht schaden“, schreiben sie in einem Offenen Brief.

Dass der deutsche Anti-Akademikerball-Demonstrant Josef S. in erster Instanz wegen Landfriedensbruchs, versuchter schwerer Körperverletzung und schwerer Sachbeschädigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt wurde, wurde von vielen Seiten kritisiert. Im „Standard“ wurde der Justiz vorgehalten, in „Angepasstheit und Korpsgeist“ nach dem Motto „Härte gegen Taschendiebe, Glacehandschuhe bei Promis“ zu agieren, ein „Rekrutierungsproblem“ konstatiert und dem Justizminister eine bessere Personalauswahl empfohlen. Auch die „Presse“ setzte sich kritisch mit der „Qualität des Personals“ und mangelnder Aus- und Weiterbildung auseinander.

„Zunehmend unerträglich“

„Das kann man nicht vermischen“, meinte der Präsident der Richtervereinigung, Werner Zinkl, im Gespräch mit der APA. Aus einem Urteil, „das einem nicht gefällt“ - und das noch gar nicht rechtskräftig ist -, könne man nicht solche Vorwürfe ableiten.

Sehr scharfe Worte fand der frühere Strafrechtssektionschef im Justizministerium und jetzige Präsident der Österreichischen Juristenkommission, Roland Miklau, in einem Gastkommentar im „Standard“ mit dem Titel „Unerträgliche Berichterstattung“. Er empfinde „die einseitige und oberflächlich verzerrte Berichterstattung über diesen Fall zunehmend unerträglich“, hielt er fest.

Weiter keine Abtreibungen in Tirol und Vorarlberg

In Tirol und Vorarlberg wird es auch in Zukunft keine Abtreibungen in öffentlichen Spitälern geben. Eine Forderung von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) nach flächendeckendem Angebot - also auch in Tirol und Vorarlberg - haben die Krankenanstaltenverbände abgelehnt. Die Diskussion darüber wird durchaus emotional geführt.

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Niessl will National- und Bundesrat verkleinern

Ein neuerlicher Vorstoß zur Verkleinerung des Parlaments kommt vom burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). In der aktuellen Ausgabe des Magazins „News“ tritt er dafür ein, dass Nationalrat und Bundesrat gemeinsam 200 Mandatare haben sollten. Auch die Bundesregierung will er verkleinern.

Neben einer Reduzierung von National- und Bundesrat fordert der burgenländische Landeshauptmann auch eine bessere Aufteilung zwischen den beiden Kammern des Parlaments. „Der Bundesrat sollte in wichtigen Bereichen, wo es um das Leben und Überleben der Länder und Gemeinden geht, wie etwa im Finanzausgleich, ein Vetorecht haben.“

Für die Bundesregierung konstatiert Niessl: „Wir haben zu viele Minister und Staatssekretäre. Da sollte man durchaus diskutieren, welche Ministerien sinnvollerweise zusammengelegt werden könnten. Die Regierung muss sich eine Höchstgrenze setzen, wie viele Minister und Staatssekretäre es geben soll.“

Hausräumung: Laut Mikl-Leitner 500 Polizisten direkt vor Ort

Nicht die kolportierten 1.700 Polizisten waren bei der Räumung der „Pizzeria Anarchia“ im Einsatz, sondern nur 500 „direkt“ in der Mühlfeldgasse und 1.000 „für andere Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet“ von Wien. Das sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gestern in der ZIB2.

Nicht alle gleichzeitig

Die 500 Polizisten in der Mühlfeldgasse seien auch nicht alle zur gleichen Zeit anwesend gewesen, sondern über den Tag verteilt, von 6.00 bis 21.00 Uhr. Die Polizei hat die Zahl der Einsatzkräfte bisher nicht bekanntgegeben. Die kolportierten 1.700 wurden nicht bestätigt, Polizeisprecher Roman Hahslinger sprach am Montag von „sicher nicht weniger als 1.000“.

Mikl-Leitner verteidigte den heftig kritisierten Polizeieinsatz: Er sei „umfassend geplant“ und „kein einfacher“ gewesen. Man habe - nach Aufrufen im Internet - mit „großem Widerstand“ rechnen müssen, auch mit Demonstrationen oder anderen Hausbesetzungen. Und „wäre es zur Eskalation gekommen“, hätte sich die Polizei, wenn sie nicht vorgesorgt hätte, „den Vorwurf gefallen lassen müssen, es waren zu wenig Einsatzkräfte“.

Traiskirchen: Entlastung nicht in Sicht

Im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich befinden sich 900 Asylwerber mehr, als erlaubt sind. Laut Innenministerium kommen täglich 100 neue Flüchtlinge nach Österreich. Eine rasche Entlastung der Erstaufnahmestelle scheint deshalb unwahrscheinlich.

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Wirtschaft

Rekordverlust für Krisenbank Espirito Santo

Die angeschlagene portugiesische Bank Espirito Santo (BES) hat im ersten Halbjahr einen Milliardenverlust erwirtschaftet. Wie das Institut heute mitteilte, beläuft sich dieser auf 3,57 Mrd. Euro. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres hatte das Minus „nur“ rund 237 Mio. Euro betragen.

Die Halbjahreszahlen 2014 sind der höchste jemals von einer portugiesischen Bank verzeichnete Verlust. Laut Bankchef Vitor Bento ist eine Kapitalerhöhung notwendig.

Einige Unregelmäßigkeiten

Ende Mai waren Unregelmäßigkeiten bei der Dachholding Espirito Santo International (ESI) bekanntgeworden. Sie soll Verluste in Höhe von 1,3 Mrd. Euro verschleiert haben. Zu ESI gehört die Investmentgesellschaft Rioforte, die wiederum 49 Prozent am Kapital der Espirito Santo Financial Group (ESFG) hält. ESFG ist mit 20,1 Prozent der größte Anteilseigner bei der BES, der führenden Privatbank in Portugal.

Nach den Holdings ESI und Rioforte beantragte am vergangenen Donnerstag mit der Espirito Santo Financial Group (ESFG) eine weitere Holding der Gruppe Gläubigerschutz. Außerdem leitete die portugiesische Justiz Ermittlungen gegen den früheren BES-Chef und Firmenpatriarchen Ricardo Salgado wegen des Verdachts auf Betrug, Vertrauensmissbrauch, Fälschung und Geldwäsche ein.

Russland zu Yukos-Entschädigung verurteilt

Russland muss den ehemaligen Aktionären des im Jahr 2007 zerschlagenen russischen Erdölkonzerns Yukos insgesamt fast 1,866 Mrd. Euro Entschädigung zahlen. Das entschied heute der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR).

Die in London ansässigen Rechtsvertreter der Yukos Oil Company hatten nach Angaben des Straßburger Gerichts zuletzt knapp 38 Mrd. Euro gefordert.

Fertigsnacks viel teurer als Jausenbrote

Gefüllte Weckerl, belegte Brote, Becher mit geschnittenem Obst, fertige Salate - Bäckereien und Supermärkte haben ein breites Angebot an Snacks für die Mittagspause. Die Anbieter lassen sich die mundgerechte Zubereitung allerdings teuer bezahlen, hat eine Preiserhebung der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) ergeben.

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Russland verbietet Saft aus Ukraine

Inmitten wachsender Spannungen zwischen Moskau und Kiew hat Russland nun auch einen sofortigen Importstopp für ukrainische Säfte verhängt. Die Aufschrift auf dem Etikett der Getränke entspreche nicht den Vorschriften, teilte die Agraraufsicht in Moskau heute laut der Agentur Interfax mit.

Russland hatte bereits unter anderem die Einfuhr von Milchprodukten, Fischkonserven und Schokolade eingeschränkt. Die Ukraine wirft Russland politische Motive vor, um der wirtschaftlich schwachen Ex-Sowjetrepublik zu schaden. Für die Ukraine war Russland bisher ein wichtiger Exportpartner. 2013 gingen etwa 24 Prozent aller Ausfuhren dorthin.

Auch polnisches Obst plötzlich illegal

Die russische Agraraufsicht kritisierte zudem die Qualität von Trockenmilch aus Lettland. Hier seien gefährliche Bakterien entdeckt worden. Auch in Fleischlieferungen aus Polen hätten Experten Mikroorganismen gefunden, hieß es. In beiden Fällen wurde zunächst aber kein Verbot ausgesprochen.

Russland hatte gestern für Obst und Gemüse aus Polen „wegen Verstößen gegen die Lebensmittelsicherheit“ einen Importstopp verfügt. Kommentatoren sehen die Handelsblockade auch als Reaktion auf Polens Politik in der Ukraine-Krise. Polen gilt - etwa wie Lettland - als wichtiger Partner der prowestlichen Regierung in Kiew.

Rückstellungen halbieren AUA-Betriebsgewinn

Die Austrian Airlines (AUA) hat im zweiten Quartal 2014 nun doch Rückstellungen für den Kollektivvertragsrechtsstreit mit dem Bordpersonal gebildet. Wie hoch der Millionenbetrag genau ist, wurde heute zunächst nicht mitgeteilt. Der operative Quartalsgewinn sank von 21 Mio. Euro im Vorjahr auf zehn Mio. Euro.

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Erste Group mit 1,033 Mrd. Euro Quartalsverlust

Die börsennotierte Erste Group hat einen großen Teil der Wertberichtigungen und Abschreibungen im Osten, die heuer unter dem Strich einen Nettoverlust von 1,4 bis 1,6 Mrd. Euro erwarten lassen, bereits in das zweite Quartal hineingepackt. Der Verlust im zweiten Quartal belief sich damit auf 1,033 Mrd. Euro.

Im ersten Quartal 2014 hatte es noch einen Gewinn von netto 103 Mio. Euro gegeben. Im ersten Halbjahr summierte sich der Verlust auf 929,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 302 Mio. Euro Gewinn). Schuld an dem massiven Fehlbetrag sind riesige Wertberichtigungen auf Kredite in Ungarn und Rumänien, ebenso eine neuerliche Abschreibung auf die Rumänien-Tochter.

Bankchef Andreas Treichl erläuterte heute Vormittag Details. In einer Mitteilung in der Früh verteidigte er die Entscheidung, das Portfolio an faulen Krediten beschleunigt zu bereinigen. Trotz des Nettoverlusts habe sich die Kernkapitalquote verbessert.

Sport

Tennis: Endstation für Haider-Maurer in Kitzbühel

Für Andreas Haider-Maurer ist im Achtelfinale des ATP-Turniers von Kitzbühel Endstation gewesen. Der Niederösterreicher musste sich gestern dem als Nummer drei gesetzten Tschechen Lukas Rosol nach einem Kampf im zwei Sätzen geschlagen geben. Der Tag in Kitzbühel begann für die Spieler aufgrund strömenden Regens mit deutlicher Verspätung. Und auch Haider-Maurer kam gegen Rosol erst spät auf Touren. Im zweiten Satz hielt der 27-Jährige das Spiel lange offen.

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Chronik

Über 150 Tote nach Erdrutsch in Indien befürchtet

Nach einem verheerenden Erdrutsch in Indien ist die Zahl der aus den Schlamm- und Geröllmassen geborgenen Toten auf 19 gestiegen. Ein Behördenmitarbeiter rechnete gestern mit rund 140 weiteren Toten, da in dem Dorf im westindischen Bundesstaat Maharashtra schätzungsweise 44 Häuser unter den Erdmassen begraben worden seien.

Ein wegen des anhaltenden Regens aufgeweichter Hang hatte sich gestern Früh von einem Hügel gelöst und war auf das Dorf Malin niedergegangen, während die meisten Bewohner noch schliefen. Die Behörden entsandten nach eigenen Angaben mehr als 370 Bergungskräfte und 30 Krankenwagen in das entlegene Dorf, doch behinderten verschüttete Straßen und anhaltender Regen die Arbeiten.

Video dazu in iptv.ORF.at

Zahlreiche Tote im Vorjahr

Während der Regenzeit werden in Indien immer wieder Häuser unter Erdrutschen begraben oder stürzen in sich zusammen. Auch in den Himalaja-Staaten Himachal Pradesh und Uttarakhand hatte es infolge des Monsuns in den vergangenen Tagen mehrere Erdrutsche gegeben. Im vergangenen Jahr waren während der Regenzeit in Uttarakhand fast 6.000 Pilger, Touristen und Einwohner durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen.

Rätselhafte Gruppe: „OPPT-Souverän“ in Haft

Der Anführer der Gruppe „One People´s Public Trust“, die im niederösterreichischen Waldviertel eine Sachwalterin nach „Naturrecht“ verurteilen wollte, sitzt seit gestern in Untersuchungshaft. Gegen den Mann wird unter anderem wegen versuchter Nötigung und beharrlicher Verfolgung ermittelt.

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Gaunerpärchen prellte 81-jährige Klagenfurterin

Ein Betrugsfall unter besonders dreisten Umständen wurde der Polizei in Klagenfurt gemeldet. Einer 81 Jahre alten Pensionistin wurden von einem Gaunerpärchen unter einem Vorwand 1.500 Euro herausgelockt. Das Betrügerpärchen tischte dem Opfer dabei eine dubiose Geschichte auf.

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Burgenland fördert Netze zur Abwehr von Staren

Die Weinbauern im Seewinkel im Burgenland haben seit einigen Jahren mit immer größer werdenden Schwärmen von Staren zu kämpfen. Winzer aus drei Seewinkler Gemeinden bekommen jetzt finanzielle Unterstützung im Kampf gegen die gefräßigen Tiere.

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Kein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es keinen Sechser gegeben. Es sind 771.166,30 Euro im Topf.

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

7 20 27 30 38 42/ Zusatzzahl 16

Beim Joker wartet in der nächsten Runde ein Doppeljackpot.

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

6 1 0 2 3 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Gesundheit

Liberia schloss wegen Ebola vorübergehend Schulen

Angesichts der Ebola-Seuche in Westafrika hat Liberia die vorübergehende Schließung aller Schulen im Land verfügt. Die Maßnahme gelte, bis das Bildungsministerium neue Anweisungen erteile, sagte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf gestern. Bis auf Weiteres geschlossen würden auch alle Märkte in Grenzregionen. Außerdem sollen alle abkömmlichen Staatsbediensteten in 30-tägigen Zwangsurlaub gehen.

Neben weiteren Maßnahmen erklärte Sirleaf ferner den Freitag zu einem arbeitsfreien Tag. Dann sollten alle öffentlichen Einrichtungen desinfiziert werden. Zuvor hatte die Organisation Ärzte ohne Grenzen Alarm geschlagen. Einsatzleiter Bart Janssens bezeichnete die Epidemie in der Zeitung „Libre Belgique“ vom Mittwoch als „beispiellos“. Sollte sich die Lage nicht rasch verbessern, könnten bald weitere Länder betroffen sein.

Schon 670 Tote

Die Epidemie war im März in Guinea ausgebrochen und hatte sich schnell nach Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Es ist die erste Ebola-Epidemie in Westafrika und die schwerste bisher registrierte. Mehr als 1.200 Menschen wurden nach WHO-Angaben bisher infiziert, mehr als 670 von ihnen starben. Betroffenen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone, hinzu kommt ein erster Todesfall in Nigeria. Das Ebola-Virus löst hämorrhagisches Fieber aus, das in einer Vielzahl von Fällen zum Tod führen kann. Medikamente dagegen gibt es nicht.

Unterdessen teilte das US-Friedenscorps mit, dass Hunderte Freiwillige aus Guinea, Liberia und Sierra Leone wegen der Epidemie abgezogen würden. Eine Sprecherin sagte, zwei Freiwillige seien mit Ebola in Berührung gekommen, nachdem sie mit einem inzwischen verstorbenen Infizierten Kontakt gehabt hätten. Sie seien aber bisher symptomfrei und stünden in einer Isolierstation unter medizinischer Aufsicht. Das Peace Corps ist eine unabhängige US-Behörde, die zur Verständigung zwischen US-Bürgern und Bürgern anderer Länder beitragen soll.

IT

CIA warnt vor Angriff der Kühlschränke

Smarte Kühlschränke, smarte Autos, smarte Glühbirnen, smarte Toaster - kein Gerät im Haushalt und des täglichen Gebrauchs, das die Industrie nicht mit mehr oder weniger Eigenhirn ausstatten und so „intelligent“ machen möchte. Doch die damit einhergehende Vernetzung der Geräte birgt viele Gefahren.

Der US-Geheimdienst CIA warnt nun davor, die Sicherheit zu vernachlässigen. Denn die Anbindung an das Internet mache immer mehr Geräte und Systeme anfällig für Hacker und Sicherheitslücken. Als Beispiel nennt die CIA Zombiekühlschränke als Spamschleudern sowie hackbare Glühbirnen. Doch auch Autos konnten bereits ferngesteuert werden.

Mehr dazu in Die Gefahren der totalen Vernetzung

Science

Kultur

„Forbidden Zone“: Kriegsgedenken goes Multimediagewitter

Weiter geht es mit Krieg bei den Salzburger Festspielen: Auch die zweite Premiere des Schauspielprogramms gestern Abend war dem Gedenkjahr gewidmet. Die Britin Katie Mitchell versuchte mit ihrer Uraufführung „Forbidden Zone“ auf der Perner-Insel in Hallein, der weiblichen Rolle und Perspektive in den Weltkriegen nachzuspüren. Das Publikum darf dabei live beobachten, wie sie dazu einen Film dreht - und bekommt, neben einer Kameramannchoreografie, auch das fertige Ergebnis gleich zu sehen.

Mehr dazu in news.ORF.at/festspielhighlights

US-Dokumentarfilmer Robert Drew gestorben

Der US-Dokumentarfilmer Robert Drew ist tot. Der Filmemacher, der als Pionier des sogenannten Direct Cinema galt, starb gestern im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in Connecticut. Er prägte vor allem den politischen Dokumentarfilm der 60er und 70er Jahre. Sein persönlicher Stil wurde quasi zum Stil eines ganzes Genres, der noch heute als Standard gilt.

Drew, der im Zweiten Weltkrieg als Kampfpilot in Italien nach einem Abschuss drei Monate hinter den feindlichen Linien überlebte, hatte in den 1960er Jahren eine Kamera und ein Mikrofon entwickelt, die kleiner und leichter zu handhaben waren als frühere Geräte und ihm damit einen direkteren Zugang zum Gegenstand seiner Filme erlaubten.

Von JFK bis Jane Fonda

Drews erster Dokumentarfilm „Primary“ (1960) war über den Wahlkampf des demokratischen Präsidentschaftskandidaten John F. Kennedy im Bundesstaat Wisconsin. In „Crisis: Behind a Presidential Commitment“ (1963) setzte er sich mit der Entscheidung Kennedys auseinander, den Zugang schwarzer Kinder zu den Schulen zu unterstützen, die bis dahin den Weißen vorbehalten waren. Für seinen Film „Man Who Dances“ über den New Yorker Ballett-Tänzer Edward Villela gewann er 1969 einen Emmy Award.

Drew beschäftigte sich auch in seinen anderen Filmen mit Stars und Politik. So drehte er 1960 „Yanki No!“ über den wachsenden Antiamerikanismus in Lateinamerika und „The Chair“ (1963) über einen Anwalt, der die Hinrichtung seines Mandanten auf dem elektrischen Stuhl verhindern wollte. In „Jane“ zeichnete er 1962 den Aufstieg der Schauspilerin Jane Fonda nach. Insgesamt drehte Drew mehr als 100 Filme im Genre des Direct Cinema, das sich um einen unmittelbareren Zugang zur Realität bemühte.