Ausland

Nigerias Polizei und Militär foltern laut Amnesty systematisch

Im westafrikanischen Nigeria foltern Polizei und Militär laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) systematisch. Als Methoden würden Schläge, Vergewaltigungen, das Ziehen von Zähnen und Nägeln angewandt.

Die Ergebnisse der zehnjährigen Recherchen fasste AI in einem Bericht mit dem Titel „Willkommen im Höllenfeuer“, der heute in Abuja und Berlin vorgestellt wurde, zusammen. Amnesty sprach mit Hunderten Betroffenen und inspizierte zahlreiche Polizeiwachen und Gefängnisse in Nigeria.

„Folterkammern“ in Polizeiwachen

„Wir kennen viele Folterschilderungen, aber das Ausmaß und die Form der Misshandlungen, die wir in dem Bericht zusammengetragen haben, ist auch für uns besonders schockierend“, sagte Selmin Caliskan, Generalsekretärin von Amnesty Deutschland.

So schilderte eine 24-Jährige, wie ihr eine Polizistin Tränengas in die Vagina schoss, um ein Geständnis zu erpressen. Ein 15-Jähriger berichtete, er sei drei Wochen lang vom Militär festgehalten worden. Die Soldaten hätten ihm unter anderem geschmolzenes Plastik über den Rücken gegossen.

Viele Polizeiwachen hätten inoffizielle „Folterbeauftragte“ und „Folterkammern“. In den meisten Fällen, die Amnesty dokumentiert, ermittelten die Behörden nicht ernsthaft gegen die mutmaßlichen Folterer, und nichts wurde unternommen, um sie vor Gericht zu bringen, heißt es in dem Bericht.

Putin drohte laut Bericht EU mit Einmarsch

Russlands Präsident Wladimir Putin dürfte seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko nicht nur mit dem Einmarsch in Kiew gedroht haben: Wenn er wolle, könne er auch Polen, Rumänien und das Baltikum einnehmen, zitierte gestern die „Süddeutsche Zeitung“ aus einem vertraulichen Gesprächsprotokoll.

Eine Reaktion des Kreml stand aus, die ursprüngliche Invasionsdrohung gegen Kiew hat Russland aber nie dementiert, und die jetzige Information dürfte zumindest nicht von ukrainischer Seite kommen, sondern von Brüssel an die Öffentlichkeit gespielt worden sein - offiziell hüllt man sich dazu in Schweigen.

Mehr dazu in „Wenn ich wollte“

IS greift in Nordsyrien 16 kurdische Dörfer an

Die dschihadistische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Norden Syriens 16 mehrheitlich von Kurden bewohnte Dörfer eingenommen. Die Orte liegen in der Nähe der Stadt Ain al-Arab an der Grenze zur Türkei, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London heute berichtete.

Angriffe mit schwerer Artillerie

Sie gehören zu einer Enklave, die unter Kontrolle kurdischer Bürgerwehren steht. Die radikalislamischen Extremisten versuchen seit Monaten, das Gebiet einzunehmen. Die Dschihadisten hätten zuletzt heftige Angriffe auf die Region begonnen, hieß es. Dabei hätten sie auch Panzer und Artillerie eingesetzt. Zahlreiche Menschen seien auf beiden Seiten ums Leben gekommen, darunter auch Zivilisten. Aus Angst vor IS-Massakern seien viele Einwohner in benachbarte Gebiete geflohen, hieß es weiter.

Rücken US-Luftangriffe näher?

Die syrische Luftwaffe griff währenddessen die von den Extremisten kontrollierte Stadt Al-Bab an. Dabei seien mindestens 15 von ihnen getötet worden. Die Beobachtungsstelle berichtete außerdem, dass im Norden Syriens über IS-kontrolliertem Gebiet zumindest eine Aufklärungsdrohne in der Luft gesichtet worden sei. Nach Luftangriffen im Irak erwägen die USA auch Militärschläge gegen den IS im Bürgerkriegsland Syrien. US-Präsident Barack Obama hat dazu Aufklärungsflüge über Syrien bewilligt.

Laut Kiew russische Soldaten auf Krim zusammengezogen

Rund 4.000 auf der annektierten Krim stationierte russische Soldaten sind nach Angaben aus Kiew an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen worden.

„Nach unseren Informationen wurden fast alle russischen Militäreinheiten, die im Norden der besetzten Krim stationiert waren (...), an der administrativen Grenze zusammengezogen“, sagte der ukrainische Armeesprecher Andrej Lyssenko heute.

Russland hatte die Schwarzmeer-Halbinsel im März offiziell seinem Staatsgebiet einverleibt. Die Annexion wird von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt. Am Dienstag hatte Moskau angekündigt, seine Militärpräsenz auf der Krim zu verstärken.

Aus russischer Sicht Situation „verschärft“

„Die Situation in der Ukraine hat sich gravierend verschärft, und die ausländische Truppenpräsenz in der unmittelbaren Nähe unserer Grenze hat zugenommen“, sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Im Osten der Ukraine gilt seit dem 5. September eine Feuerpause. Allerdings wurden bei Gefechten seit Sonntag nach offiziellen Angaben etwa zehn Zivilisten getötet. Nach UNO-Angaben flohen seit dem Beginn der Kämpfe vor fünf Monaten 367.000 Menschen in Nachbarländer, die meisten davon nach Russland. Weitere 260.000 Menschen seien in der Ukraine auf der Flucht.

Iran lehnt Inspektion von Militäranlage durch IAEA ab

Der Iran will auch in dieser Runde der Atomverhandlungen keine Inspektion seiner Militäranlage Parchin durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zulassen.

„Das ist nicht im Zuständigkeitsbereich der IAEA, außerdem wurde diese Anlage bereits zweimal von der IAEA besichtigt, und es wurde nichts gefunden“, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bei einem Treffen mit amerikanischen Akademikern in New York.

„Falsche Geheimdienstinformationen“

Bei den Atomverhandlungen fordern die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland (5+1) eine Inspektion der Anlage Parchin in Südostteheran, wo der Iran angeblich an Atomwaffentests gearbeitet haben soll.

„Das sind falsche Geheimdienstberichte, und was nicht ist, kann auch nicht gefunden werden“, sagte Sarif nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Teheran verfolge lediglich ein friedliches Atomprogramm unter der Aufsicht der IAEA. Man sei außerdem weiterhin bemüht, eine Einigung im Atomstreit zu erreichen.

Inland

OÖ: Ablinger tritt als SPÖ-Frauenchefin zurück

In der SPÖ Oberösterreich rumort es gehörig. Die Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger tritt mit Jahresende zurück. Sie möchte nun doch nicht hinnehmen, dass der Gewerkschafter Walter Schopf in den Nationalrat eingezogen ist. Das Mandat stünde nach dem Tod von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer einer Frau zu. Ablinger möchte nun ein parteiinternes Schiedsgericht einberufen, um die Entscheidung neu aufzurollen

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Grüne kritisieren Steuerpläne von ÖGB und ÖAAB

Die Grünen üben Kritik an den Steuerkonzepten von ÖGB und ÖAAB. Budgetsprecher Bruno Rossmann erklärte heute bei einer Pressekonferenz, das ÖAAB-Modell sei ein „Schnellschuss“, und beim ÖGB-Modell fehlen ihm unter anderem ökologische Aspekte.

Die Vorschläge des ÖAAB sind für Rossmann „nicht nachvollziehbar und nicht finanzierbar“. Der vorgeschlagene Gleittarif sei zwar „etwas Faszinierendes“, müsse jedoch für alle nachvollziehbar sein. Als „problematisch“ bezeichnete er außerdem, dass der ÖAAB auf Kinderfreibeträge beharrt. Trotz Deckelung sei das eine sehr teure Variante, und jene, die keine Steuern zahlen müssen, würden davon gar nicht profitieren, gab er zu bedenken.

Am Modell der schwarzen Arbeitnehmervertreter stören den Abgeordneten weiters die Annahmen zur Gegenfinanzierung. Eine Steuerreform kurzfristig durch eine Verwaltungsreform zu finanzieren sei nicht möglich: „Die Gegenfinanzierung steht auf sehr tönernen Beinen. Die Gefahr, dass man budgetäre Löcher aufreißt, ist sehr groß.“

Grüne arbeiten an eigenem Konzept

Am ÖGB-Modell begrüßt Rossmann zumindest die klaren Tarife und die Vorschläge zur Negativsteuer. Dadurch würden 2,5 Millionen Menschen deutlich entlastet. Problematisch sei jedoch, dass die oberste Progressionsstufe noch erhöht werden soll. „Obere Einkommen werden dadurch stärker entlastet als untere und mittlere Einkommen“, ortet Rossmann ein weiteres Ungleichgewicht. Da Frauen jene mit geringeren Einkommen sind, ergeben sich dadurch auch „fatale Konsequenzen“.

Was ihm beim ÖGB-Tarif fehlt, ist eine Ökologisierungskomponente, und enttäuschend sei, dass sich durch die geplanten Vermögenssteuern die Schieflage zwischen der Besteuerung von Arbeit und jener von Vermögen nur sehr geringfügig ändern würde. Auch die Grünen arbeiten laut Rossmann an einem Steuermodell. Geplant sei etwa eine Tarifentlastung mit einer Senkung des Eingangssteuersatzes in Richtung 25 Prozent und generell eine ökosoziale Steuerreform.

FPÖ schließt Kampl wegen NS-Sagers aus

Die FPÖ hat heute Abend auf Interviewaussagen über den Nationalsozialismus von Siegfried Kampl, FPK-Bürgermeister der Kärntner Gemeinde Gurk, reagiert und ihn aus der Partei ausgeschlossen. „Jemand, der mit dem Nationalsozialismus liebäugelt, hat in der FPÖ nichts verloren“, gab FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in einer Aussendung bekannt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Nach seinem Ausschluss könnte Kampl trotzdem bei der Gemeinderatswahl als unabhängiger Bürgermeister kandidieren. Kampl lehnte das in einer ersten Reaktion ab. Einen Ersatzkandidaten gibt es bisher nicht.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Sport

Champions League: DFB-Clubs halten England in Schach

Die deutschen Vereine sind aus den deutsch-englischen Duellen zum Auftakt der Champions League als klare Gewinner hervorgegangen. Während Schalke 04 ein Unentschieden beim FC Chelsea erkämpfte, feierten Dortmund gegen Arsenal und der FC Bayern München gegen Manchester City Heimsiege. Besonders in München hieß es nach dem 1:0 tief durchatmen, denn der Erfolg war das Ergebnis harter Arbeit, die erst in der Schlussminute durch den Siegestreffer von Jerome Boateng belohnt wurde und den Bayern zum elften Mal in Folge einen Sieg beim Auftaktmatch in der Champions League bescherte.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Rapid bejubelt „beste Saisonleistung“

Mit dem klaren 5:1-Sieg im Nachtragsspiel bei Wiener Neustadt ist Rapid der erhoffte erste Auswärtssieg der Saison gelungen. Die Wiener, die auf Rang drei der Tabelle vorrückten, freuten sich über ihre offensiv bisher „beste Saisonleistung“, wie es Mittelfeldspieler Stefan Schwab formulierte. Die Hütteldorfer richteten aber bereits den Blick nach vorn, denn am Samstag wartet das Duell mit dem Tabellenführer vor eigenem Publikum. „Wir müssen jetzt weiter Gas geben“, lautete daher das Credo bei den Grün-Weißen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Ericsson steigt aus Modem-Geschäft aus: 1.000 Jobs weg

Der Telekomausrüster Ericsson gibt sein verlustträchtiges Modem-Geschäft auf und entlässt rund 1.000 Beschäftigte. Der schwedische Konzern begründete den Schritt heute mit dem scharfen Wettbewerb in der Branche, der insbesondere von der Konkurrenz in Asien und den USA angefacht wird.

Um auf dem Modem-Markt Erfolg zu haben, wären erhebliche Investitionen nötig gewesen, erläuterte das Management.

Defizitäres „Erbstück“

Das Geschäft mit der Entwicklung der Datenübertragungsgeräte hat Ericsson vom früheren Partner STMicroelectronics geerbt, der vor einem Jahr aus dem Joint Venture ausgestiegen war. Die bei den Schweden verbliebene Sparte beschäftigt rund 1.600 Menschen.

Nur rund 600 der Beschäftigten sollen im Konzern bleiben und dort künftig in der Entwicklung von Funknetzen eingesetzt werden. Der Rest müsse Ericsson verlassen, sagte Firmenchef Hans Vestberg. Das Unternehmen insgesamt zählte zur Jahresmitte mehr als 115.000 Beschäftigte.

Langenscheidt sichert sich sein Gelb

Der Wörterbuchverlag Langenscheidt hat den Markenrechtsstreit um die Farbe Gelb gegen einen Konkurrenten gewonnen. Dieser darf die Farbe nun nicht mehr verwenden, wie der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) heute in Karlsruhe entschied. Die obersten deutschen Zivilrichter begründeten das damit, dass der Verbraucher aufgrund der Farbe die beiden Marken verwechseln könnte.

Der BGH sah eine „hochgradige“ Waren- und Zeichenähnlichkeit. Langenscheidt hatte 2010 die Farbmarke Gelb für seine zweisprachigen gedruckten Wörterbücher eintragen lassen. Weil der Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone beim Internetauftritt, in der Werbung und für Verpackungen ebenfalls einen gelben Farbton verwendet, hatte der Münchner Verlag eine Verletzung seiner Markenrechte geltend gemacht.

Langenscheidt hatte Rosetta Stone deshalb auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt und schon vor dem Oberlandesgericht Köln 2012 recht bekommen. Dagegen hatte Rosetta Revision eingelegt. Diese wurde nun auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

Chronik

Zweite lebenslange Haft für „Bikini-Mörder“ in Nepal

Der einst meistgesuchte Verbrecher Asiens ist in Nepal ein zweites Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Charles Sobhraj wurde als „Bikini-Mörder“ bezeichnet, da er in Thailand in den 1970er Jahren Frauen in Bikinis getötet haben soll. Wie Medien heute berichteten, wurde Sobhraj nun schuldig gesprochen, im Jahr 1975 einen kanadischen Rucksackreisenden in Nepal ermordet zu haben.

Der Mann, der als psychisch krank gilt, sitzt seit 2003 wegen eines anderen Mordes in Nepal im Gefängnis. Der Serienmörder ist ein Franzose mit vietnamesischen und indischen Wurzeln. Er wurde auch „die Schlange“ genannt, da er immer wieder entkommen konnte. Einmal floh er in Indien aus einem Krankenhaus, obwohl er mit einer Kette ans Bett gefesselt war.

Verdachtsfälle in Thailand verjährt

Für die Morde in Thailand wurde Sobhraj nie vor Gericht gestellt. Durch Prozessverschleppung und Flucht verzögerte er eine drohende Auslieferung von Indien so lange, bis die 20-jährige Verjährungsfrist für die mutmaßlichen Taten abgelaufen war. Bei einer Verurteilung wegen mehrfachen Mordes hätte ihm in Thailand die Todesstrafe gedroht. Verdächtigt wurde er auch, Morde an Touristen aus Frankreich, den Niederlanden und Israel begangen zu haben.

Gesundheit

Mehrtägige Ausgangssperre in Sierra Leone wegen Ebola

Zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie hat Sierra Leone von morgen bis Sonntag eine Ausgangssperre für alle Bürger verhängt. In dieser Zeit sollen Gesundheitsarbeiter von Haus zu Haus gehen, die Bevölkerung über das Virus aufklären und mögliche Ebola-Kranke ausfindig machen.

Wie die Tageszeitung „Concord Times“ zuletzt berichtete, sind rund 21.000 Helfer beauftragt, den Menschen Vorbeugemaßnahmen zu erklären und insgesamt 1,5 Mio. Stück Seife zu verteilen.

Viel zu wenig medizinisches Personal

Die Seuche zu besiegen werde aber Zeit brauchen, sagte der Chef der Notfallbehörde (EOC), Steven Gaojia. „Die Situation wird sich wahrscheinlich noch verschlechtern, bevor sie besser wird. Die dreitägige Ausgangssperre ist deshalb als rein psychologische und erzieherische Maßnahme gedacht.“

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatte den Schritt bereits vor Tagen kritisiert. Es brauche Helfer mit viel Erfahrung, um bei einem solchen Tür-zu-Tür-Screening Menschen mit Ebola-Symptomen auszumachen, hieß es in einer Stellungnahme.

„Entscheidend aber ist: Selbst wenn potenzielle Patienten ausgemacht sind, wird es nicht genug Ebola-Zentren geben, die sich um sie kümmern könnten.“ Ohne Platz zur Untersuchung und Behandlung von Verdachtsfällen habe das ganze Vorhaben keinen Sinn.

IT

Apples iOS 8 vorerst ohne Gesundheits-Apps

Ein Fehler in Apples jüngstem mobilen Betriebssystem iOS 8 zwingt den Anbieter dazu, den Start der neuen Gesundheits-Apps vorerst zu verschieben.

Wie Apple mitteilte, sollten die HealthKit-Anwendungen bis Ende des Monats im App Store verfügbar sein. Details über den Fehler gab Apple nicht bekannt. IOS 8 ist seit gestern verfügbar.

Die Apps sind zentraler Bestandteil der jüngsten iOS-Version, sie sollen dabei helfen, Daten etwa von Fitnessarmbändern wie den Kalorienverbrauch und auch den Herzschlag eines Nutzers zentral zu erfassen. Zudem können die Daten direkt mit Kliniken geteilt werden.

Google startet Filmangebot in Österreich

Der Onlinevideomarkt in Österreich erhält weiteren Zuwachs: Nach dem Start von Netflix hat nun auch das US-Unternehmen Google ein eigenes Angebot gestartet. Google Play Movies ist ab sofort über den Play Store des Suchmaschinenanbieters zugänglich. Darüber können Filme als Download gekauft oder mittels Streaming geliehen werden, wie Google in einer Aussendung mitteilte.

Kürzlich auf DVD und Blu-ray erschienene Titel wie beispielsweise „Grand Budapest Hotel“ kosten 11,99 Euro als Download bzw. 3,99 Euro als Stream. Serien hat Google derzeit nicht im Angebot. Die Filme sind für Android- und iOS-Geräte erhältlich.

Für die Nutzung am Fernseher benötigt man den TV-Stick Chromecast, den Google mittlerweile ebenfalls offiziell zum Kauf in Österreich anbietet. Bei entsprechendem WLAN-Netzwerk kann der Stick mittels mobiler Devices angesteuert werden.

Science

Vor 200 Jahren: Wiener Kongress als Politspektakel

Vor genau 200 Jahren sollte beim Wiener Kongress die Weltordnung nach den Napoleonischen Kriegen neu geschrieben werden. Während 700 Delegierte um die Verteilung von Macht und Land in Europa pokerten, ließ sich Wien als Austragungsort nicht lumpen. Die Stadt war frisch herausgeputzt, Hunderte Luxuskutschen wurden bereitgestellt, pompöse Empfänge für die Delegierten stellten alles bisher Gekannte in den Schatten. 100.000 Gäste wurden beherbergt - Wien selbst hatte 250.000 Einwohner. Die Monate des Feilschens waren auch Monate der Party.

Mehr dazu in Das Ende des Knauserns

Wetterextreme: Experten warnen vor Klimafolgen

Drei Jahre haben 240 heimische Forscher den Klimawandel in Österreich dokumentiert - nun liegt das Ergebnis auf dem Tisch. Fakt ist, dass der Klimawandel den Alpen-Raum besonders stark trifft, wenn auch nicht überall in der gleichen Weise. Während sich laut Prognose im Süden und Osten die Zahl der Tropentage in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln und auch der Regen ausbleiben wird, droht der Region nördlich der Alpen eine Zunahme an Extremniederschlägen. Die Landwirtschaft müsse darauf reagieren, raten die Studienautoren, und rechtzeitig auf spezielle Sorten umsteigen.

Mehr dazu in Hitze wird in Städten zum Problem

Kultur

„Schoßgebete“ folgen im Kino „Feuchtgebieten“

Als frech-gewitzte Fernsehmoderatorin hat Charlotte Roche für hohe Einschaltziffern gesorgt, jetzt schreibt sie provokante Romane, die sich millionenfach verkaufen. Und die Produzenten stehen Schlange, um ihre Bücher zu verfilmen.

Letztes Jahr erregte und ekelte der Film „Feuchtgebiete“ - und war ein Kassenschlager. Morgen kommt die Verfilmung ihres zweiten Romans in die Kinos: „Schoßgebete“ schlägt tragische Töne an, denn in diesem Film offenbart sich auch die reale Tragödie der Privatperson Roche.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Religion

Kardinal warnt vor „theologischem Krieg“ um Geschiedene

Nachdem sich fünf hochrangige Kardinäle gemeinsam gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen haben, warnt der deutsche Kardinal Walter Kasper vor einem „theologischen Krieg“ in der am 5. Oktober beginnenden Familiensynode.

„In der nächsten Synode wollen einige einen theologischen Krieg auslösen. Die Kirchendoktrin ist offen, aber einige wollen eine ‚eingefrorene‘ Wahrheit. Ziel der Polemik bin nicht ich, sondern der Papst“, sagte Kasper im Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Mattino“ (Donnerstag-Ausgabe).

Mehr dazu in religion.ORF.at

Lifestyle