Ausland

Zeitung: Gerüchte über Rauswurf von Varoufakis

In Athen verdichten sich nach Informationen der heimischen Presse die Gerüchte, dass der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis bald ersetzt werden könnte. Varoufakis habe „jede Glaubwürdigkeit verloren“, berichtete die Athener Wochenzeitung „To Vima“ (Sonntag-Ausgabe).

War einmal mehr „unvorbereitet“

Während der Tagung der Euro-Gruppe am Freitag in Riga sei festgestellt worden, dass Varoufakis einmal mehr „unvorbereitet“ vor seinen Kollegen erschienen und völlig isoliert sei. „Wir wissen nicht, ob der Ministerpräsident (Alexis Tsipras, Anm.) ihn ‚opfern‘ wird“, in der Hoffnung, das Land zu retten, hieß es in einem Kommentar der „To Vima“. Die Frage laute eigentlich, ob Tsipras selbst begreife, wie ernst die Situation im Land ist.

Anschlag in Kalifornien geplant

Die US-Bundespolizei FBI geht laut einem Bericht des Senders CNN Hinweisen nach Planungen für einen islamistisch motivierten Anschlag in Kalifornien nach. Hinter den Plänen stünden möglicherweise Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS), meldete CNN unter Berufung auf Strafverfolgungsbehörden.

Die Ermittlungen seien eingeleitet worden, nachdem eine verdächtige Kommunikation mitgeschnitten worden sei. Die Sicherheitsvorkehrungen in einzelnen Teilen Kaliforniens seien erhöht worden.

Das FBI war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Vertreter der Strafverfolgungsbehörden, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte, es liege eine Drohung gegen den Internationalen Flughafen in Los Angeles vor. Er machte aber keine Angaben dazu, von wann und von wem die Drohung stammt.

Russische Hacker lasen Obamas E-Mails

Russische Hacker haben einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr E-Mails von und für US-Präsident Barack Obama gelesen. Wie die „New York Times“ („NYT“) berichtet, sollen die Cyberkriminellen in Verbindung mit der russischen Regierung gestanden sein oder sogar für sie gearbeitet haben.

Vorfall „weitaus besorgniserregender“ als gedacht

Vor einiger Zeit hatten US-Regierungsvertreter eingeräumt, es habe Ende letzten Jahres einen „Cybervorfall“ gegeben. Wie die „NYT“ nun unter Berufung auf ranghohe Regierungsbeamte schreibt, war dieser jedoch „weitaus besorgniserregender“ als öffentlich dargestellt.

Dem Bericht zufolge gelangten die Hacker über die E-Mail-Archive von Mitarbeitern des Weißen Hauses in dessen „nicht klassifiziertes“ Computersystem sowie in das des US-Außenministeriums. Von diesen Konten aus hätten sie E-Mails einsehen können, die der Präsident abgesandt oder empfangen habe. Es seien keine als geheim eingestuften Netzwerke gehackt worden, hieß es weiter.

Auch „hochsensible“ Informationen

Dennoch enthält auch das „nicht klassifizierte“ System Informationen, die laut Regierungsvertretern „hochsensibel“ sind: dazu zählen Terminpläne und E-Mail-Wechsel mit Botschaftern und Diplomaten, wie es in dem Bericht weiter heißt. Unklar ist laut „NYT“, wie viele von Obamas E-Mails gelesen wurden. Dessen Konto selbst sei nicht gehackt worden, ebenso wenig wie die Server, die die Nachrichten von Obamas Blackberry-Mobiltelefon kontrollieren. Besondere Sorge bereite aber der „russische Aspekt“ an dem Fall, wurde ein ranghoher Beamter zitiert.

Ausschreitungen in Baltimore nach Tod von Schwarzem

Bei den Protesten nach dem Tod eines offenbar bei seiner Festnahme verletzten jungen Schwarzen in der US-Großstadt Baltimore ist es zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen gestern Steine auf Polizeiwagen und Geschäfte. Zunächst hatten rund 1.200 Menschen friedlich an der bisher größten Kundgebung teilgenommen, bei der Gerechtigkeit für den 25-jährigen Freddie Gray gefordert wurde.

Schaufenster eingeschlagen, Kreuzungen blockiert

Doch die Lage eskalierte, als mehrere Gruppen junger Demonstranten zum Camden-Yards-Baseballstadion weiterzogen. Örtliche Fernsehsender zeigten Hubschrauberaufnahmen von der Menge, die Flaschen und Abfalleimer auf Polizisten warf. „Die Demonstranten schmeißen jetzt Fenster ein und werfen Gegenstände auf uns“, teilte die Polizei von Baltimore im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auch wurden die Schaufenster von Geschäften eingeschlagen und Straßenkreuzungen blockiert, wie der Sender WBAL berichtete. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die Scheiben von fünf Polizeiwagen zerstört worden seien. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, machte die Polizei Demonstranten von außerhalb für die Krawalle verantwortlich.

Die zunächst bis zu 300 Demonstranten waren von dem Wohnblock, in dem Gray festgenommen wurde, bis zu einer Polizeiwache gegangen. Dabei skandierten sie „Ohne Gerechtigkeit kein Frieden“. Im Laufe des Marsches schwoll die Zahl der Teilnehmer immer weiter an.

Nach Festnahme im Koma

Gray war am vergangenen Sonntag, eine Woche nach seiner Festnahme, an Rückenmarksverletzungen gestorben. Der genaue Hergang der Ereignisse vom 12. April ist noch unklar, möglicherweise wurde der Afroamerikaner aber von Polizisten misshandelt. Auf einem Handyvideo von Zeugen ist zu sehen, wie die Beamten Gray auf einem Gehweg festhalten, bevor sie den vor Schmerz schreienden jungen Mann zu einem Polizeibus schleifen. Rund eine Stunde später wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er ins Koma fiel.

Sechs Beamte wurden inzwischen vom Dienst suspendiert. In einem Polizeibericht hatte es zunächst geheißen, die Festnahme sei ohne Gewaltanwendung verlaufen. Gray war der Besitz eines Springmessers zur Last gelegt worden.

Nach dem Tod des jungen Mannes gab es täglich Proteste in Baltimore, bei denen vollständige Aufklärung von Grays Tod gefordert wurde. Das Justizministerium leitete Ermittlungen wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte ein. Der junge Mann soll am Montag beigesetzt werden.

Neuer Autoanschlag nach Tod zweier Palästinenser

Nach dem Tod zweier Palästinenser hat ein arabischer Einwohner Jerusalems israelische Polizisten mit seinem Auto gerammt. Der Tatverdächtige sei heute festgenommen worden, teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld mit. Er soll sein Fahrzeug am Vorabend absichtlich in eine Gruppe von Polizisten gelenkt und dabei vier von ihnen verletzt haben. Die Tat folgte auf den Tod zweier Palästinenser, die israelische Sicherheitskräfte mit Messern angegriffen hatten.

In Hebron im Westjordanland wurde gestern ein Palästinenser erschossen, nachdem er auf einen israelischen Grenzpolizisten eingestochen hatte. Zuvor hatten in der Nacht Mitglieder der israelischen Grenzpolizei in Jerusalem einen 16-jährigen Palästinenser erschossen. In einer Mitteilung der Polizei hieß es, der junge Mann habe nahe eines Kontrollpostens ein großes Messer gezogen und sei damit auf die Sicherheitsbeamten zugelaufen. Als er auf Warnschüsse nicht reagiert habe, sei er erschossen worden.

In Ostjerusalem kam es nach dem Vorfall zu gewaltsamen Protesten. In den vergangenen Wochen hatten sich dort zumeist junge Palästinenser immer wieder Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften geliefert.

UNO ruft Indonesien zur Aussetzung von Hinrichtungen auf

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Indonesien zur Aussetzung der angekündigten Hinrichtungen für neun Ausländer und einen Indonesier wegen Drogendelikten aufgefordert. „Die Todesstrafe sollte internationalem Recht zufolge - wenn überhaupt - nur für die schlimmsten Verbrechen auferlegt werden, wie Mord, und nur mit entsprechender Absicherung“, sagte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen gestern (Ortszeit) in New York. „Drogendelikte fallen nicht in diese Kategorie.“

Die Vereinten Nationen lehnten die Todesstrafe darüber hinaus insgesamt ab, so Ban weiter. Er rief den indonesischen Präsidenten Joko Widodo zu einem Moratorium für die Todesstrafe mit Aussicht auf deren Abschaffung auf. Die indonesische Justiz will die drei Nigerianer, zwei Australier, einen Franzosen, einen Philippiner, einen Brasilianer, einen Ghanaer und einen Indonesier in der kommenden Woche trotz internationaler Proteste vor ein Erschießungskommando stellen.

Inland

Schieder fordert sechste Urlaubswoche für alle

Die sechste Urlaubswoche für alle Arbeitnehmer wird wieder Thema: SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder forderte in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Trend“ diese Maßnahme, „um Arbeit fairer zu verteilen“. Man müsse „weg von starren Arbeitszeitmodellen, hin zu mehr Flexibilität“ kommen. Die Leute wollten „freie Tage zwischendurch“, so Schieder.

„Sollte allen zustehen“

Die sechste Urlaubswoche ist laut Schieder „ganz wichtig“. Heute seien kaum noch Menschen so lang bei einem einzelnen Unternehmen, dass diese regulär auf diese sechste Woche kommen - „die sollte allen zustehen“. Zuletzt war der Ruf nach einer sechsten Urlaubswoche vor knapp zwei Jahren aus der Gewerkschaft gekommen.

Flüchtlinge: Grüne wollen Faymann-Erklärung

Nach dem EU-Krisengipfel zur Flüchtlingstragödie im Mittelmeer wünschen sich die Grünen eine EU-Erklärung von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) im Nationalrat. Man sei bereit, gemeinsam mit den anderen Klubs eine Sondersitzung einzuberufen, um eine derartige Erklärung zu ermöglichen, so Klubobfrau Eva Glawischnig heute in einem Schreiben an den Kanzler.

Bei dem Sondergipfel in Brüssel war eine Verdreifachung der Mittel für Grenzschutz- und Seenotrettung beschlossen worden. Auch soll es laut Faymann ein Pilotprojekt für die Flüchtlingsverteilung geben, um Asylwerber gemeinsam mit dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geschützt in die EU zu holen. Eine konkrete Zahl nennt die Gipfelerklärung jedoch nicht. Die Grünen wollen sich diese Informationen nun direkt von Faymann holen.

Fischer: „Flüchtlinge fair in der EU verteilen“

Österreich muss mehr in die Entwicklungszusammenarbeit investieren. Das fordert Bundespräsident Heinz Fischer angesichts des Flüchtlingselends. Österreich und Europa hätten eine riesige Verantwortung, sagte Fischer. Man müsse die Menschen überzeugen, dass das ein moralisches Problem sei. Die Flüchtlinge sollten gerechter in der EU verteilt werden.

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Wirtschaft

Germanwings-Chef Winkelmann bei AUA im Gespräch

Der Chef der Lufthansa-Billigtochter Germanwings, Thomas Winkelmann, ist als neuer AUA-Vorstand und Nachfolger von Jaan Albrecht im Gespräch. Winkelmann habe gute Aussichten, sagte ein Insider zur APA. Laut AUA-Kreisen wird der Chefposten der Austrian Airlines innerhalb des Lufthansa-Konzerns besetzt. „Es gibt noch keine Entscheidung“, sagte dazu AUA-Pressesprecher Peter Thier heute.

Wer neuer AUA-Chef wird, werde im Mai in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung beschlossen, so Thier am APA-Anfrage.

Albrecht verordnete der AUA 2012 einen harten Sparkurs. Nach den Sanierungserfolgen in Wien schickt die Lufthansa den 60-Jährigen nun in die Türkei zur SunExpress, der gemeinsamen Tochterairline von Lufthansa und Turkish Airlines. Winkelmann (55) ist seit fast 20 Jahren bei der Lufthansa. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der Germanwings.

Die Lufthansa baut derzeit ihre Billigangebote unter dem „Wings“-Konzept aus - womöglich schon bald ohne Winkelmann. Dass der Name Germanwings bereits im Herbst aus Werbung und Buchungssystemen verschwindet, war aber schon vor dem Absturz des Airbus A320 in den französischen Alpen geplant.

Sport

Bundesliga: Rapid und Sturm lassen Punkte liegen

Trotz einer keineswegs souveränen Leistung hat Red Bull Salzburg gestern in der 30. Bundesliga-Runde den nächsten Schritt ich Richtung erfolgreiche Titelverteidigung gemacht. Der Tabellenführer mühte sich gegen Ried zu einem 2:1-Heimsieg und baute den Vorsprung auf die Verfolger aus, weil diese gegen Nachzügler Punkte liegen ließen. Rapid musste sich gegen die Admira mit einem 1:1 begnügen, Sturm Graz beendete seine Siegesserie mit einem dramatischen 4:4 bei Schlusslicht Wiener Neustadt.

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Fußball: Bayern praktisch zum 25. Mal Meister

Der FC Bayern München hat seine 25. Meisterschaft so gut wie sicher. Nach einem - allerdings mühevollen - 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC ist der deutsche Rekordchampion vom VfL Wolfsburg nur noch theoretisch einzuholen. Der Verfolger, der heute bei Borussia Mönchengladbach gastiert, hat fünf Bundesliga-Spiele vor dem Ende 15 Punkte Rückstand auf die Bayern und die um 32 Treffer schlechtere Tordifferenz.

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Chronik

Pkw kracht gegen Baum - zwei Tote

Bei einem Verkehrsunfall auf der Drautalbundesstraße bei Dölsach (Tirol) sind gestern zwei Frauen aus Lienz ums Leben gekommen. Das Fahrzeug krachte aus noch ungeklärter Ursache gegen einen Baum.

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Verletzte nach Fahrzeugabstürzen

In Ellbögen und in der Leutasch (Tirol) stürzten gestern Vormittag zwei Fahrzeuge in Bäche. Eine Lenkerin wurde unbestimmten Grades verletzt. Ein Lenker musste mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht werden.

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Neuer Skandal um Pferdefleisch

Erst vor drei Jahren hat mit Rindfleisch vermischtes Pferdefleisch für einen EU-weiten Lebensmittelskandal gesorgt - nun sorgen illegale Machenschaften mit Pferdefleisch erneut für einen handfesten Skandal. Im Gegensatz zu dem 2013 aufgedeckten Fall soll diesmal für den Verzehr gänzlich ungeeignetes Fleisch in die Lebensmittelkette gelangt sein. Nach umfangreichen Ermittlungen wurden bei einer gemeinsamen Polizeiaktion nun 26 Personen verhaftet, wie die zuständige Behörde Eurojust am Samstag bestätigte.

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Schiff mit zwei Tonnen Kokain vor Schottland gestoppt

Die britische Küstenwache hat auf einem Schiff vor der Küste Schottlands mehr als zwei Tonnen Kokain entdeckt. Das Schiff sei nach einem Hinweis der französischen Zollbehörden am Donnerstag rund hundert Kilometer östlich von Schottland gestoppt worden, teilten die britischen und französischen Behörden heute mit.

Auf dem Schlepper, der auf den Marshallinseln im Pazifik registriert ist und einer ukrainischen Firma gehört, seien neun Verdächtige festgenommen worden. Die Männer sollten am Montag einem Haftrichter vorgeführt und wegen Drogenhandels angeklagt werden.

Die französischen Zollbehörden waren auf das Schiff aufmerksam geworden, weil es nach seiner Abfahrt auf den Kanarischen Inseln Mitte April einen ungewöhnlichen Kurs Richtung Nordeuropa genommen hatte. Die Ermittler vermuteten daher, dass es Drogen aus Südamerika transportiert.

Science

NASA-Sonde soll auf Merkur stürzen

Nach zehn Jahren Merkur-Forschung soll die NASA-Sonde „Messenger“ kontrolliert auf dem Planeten abstürzen. Wenn alles nach Plan läuft, knallt das nur drei Meter große Fluggerät dann mit fast vier Kilometern pro Sekunde auf den Merkur. Ihr ist der Treibstoff ausgegangen.

"Der Betrieb der Sonde wird dann vorbei sein, aber wir feiern „Messenger" als eine mehr als erfolgreiche Mission“, sagte NASA-Manager John Grunsfeld. Anschließend müssen die von der Sonde gesendeten Informationen analysiert werden. Sie hat mehr als 250.000 Fotos gemacht und viele Terrabyte an Daten gesammelt. Weil Zustand und Tank es zuließen, war die Mission zweimal verlängert worden.

Kultur

Wenders beklagt Bedeutungsverlust des Kinos

Filmemacher Wim Wenders hat einen Bedeutungsverlust des Kinos beklagt und sich enttäuscht über die Besucherzahl seines letzten Films gezeigt. „Das Kino ist mehr denn je ein Konsumartikel geworden und als solcher eher daran interessiert, von ‚Lebensfragen‘ abzulenken,“, sagte der 69-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).

Für den Erfolg eines Films sei Werbung ein größerer Faktor als früher, glaubt Wenders. „Und die Filme, die existenzielle Fragen stellen, haben a priori geringere Werbemittel. Solche Filme gehen deshalb auch ganz schnell unter.“

Ernüchtert zeigte sich Wenders von den Besucherzahlen seines jüngsten Films: „Die Zuschauer, die aus ‚Every Thing Will Be Fine‘ herauskommen, sind zu einem großen Teil emotional tief berührt, aber die schiere Zahl derer, die den Weg in den Film finden, ist trotzdem enttäuschend, auch durchaus im Verhältnis zu der Zustimmung, die der Film bei der Kritik gefunden hat.“ In dem Film geht es um zwei Familien, die nach einem Verkehrsunfall traumatisch einander verbunden sind.

Religion

Katholische Frauenbewegung hat neue Vorsitzende

Veronika Pernsteiner ist neue Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Österreichs (kfbö) größter Frauenorganisation. Die 56-jährige Oberösterreicherin folgt in dieser Position der Tirolerin Barbara Haas nach. Barbara Haas schied nach dreijähriger Funktionsperiode aus dem Vorstand aus. Zur stellvertretenden Vorsitzenden und damit Nachfolgerin von Pernsteiner in dieser Funktion wählte die kfbö bei ihrer Vollversammlung in Linz Andrea Ederer aus der Diözese Graz-Seckau.

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Song Contest

Georgien: Multitalent mit Freude am Experiment

Georgien hat beim Song Contest bereits das eine oder andere Mal für Schlagzeilen gesorgt. Um die künstlerische Leistung ging es dabei selten. Das soll sich dieses Jahr ändern. Mit Nina Sublatti schickt das Land am Kaukasus ein vielseitiges Talent ins Rennen, das trotz seiner Jugend auf einige Erfolge zurückblicken kann und mit seiner eigenwilligen Musik eine internationale Karriere anstrebt.

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Lifestyle