Inland

Parteien säumig mit Rechenschaftsberichten

Die Rechenschaftsberichte der Parteien für 2013 sind noch nicht komplett beim Rechnungshof (RH) eingelangt. Von den Parlamentsparteien hätten SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie das BZÖ (bis zur Wahl 2013 im Nationalrat) um eine Fristverlängerung angesucht und diese bis Ende Oktober auch genehmigt bekommen, sagte eine RH-Sprecherin. Fristende war der 30. September 2014.

Mit dem Parteiengesetz 2012 wurde die Rechenschaftspflicht der Parteien neu geordnet. Bisher war eine jährliche Veröffentlichung der Bilanz im Amtsblatt der „Wiener Zeitung“ vorgeschrieben. Nach den neuen Regeln haben die Parteien umfangreiche Unterlagen an den Rechnungshof zu übermitteln, der diese prüft und dann auf seiner Homepage veröffentlicht.

Die Frist bis 30. September 2014 haben nur Grüne, NEOS sowie das Team Stronach eingehalten, teilte der Rechnungshof mit. Die bereits vorliegenden Rechenschaftsberichte wird der RH „so schnell wie möglich“ prüfen und dann online stellen, hieß es. Alle Parteien müssen Ein- und Ausgaben sowie Spenden, Sponsoren, Inserate und Unternehmensbeteiligungen auflisten.

Produktionsmangel: Auch heimische Eurofighter betroffen

Auch die 15 heimischen Eurofighter sind von dem Produktionsmangel am Rumpf des millionenschweren Kampfjets betroffen. Das teilte das Verteidigungsministerium einen Tag nach Bekanntwerden von Mängeln bei deutschen Eurofighter-Jets mit. Das Ministerium wusste von den Problemen bereits seit August. Und es betont: Da die Eurofighter - Stichwort: Sparzwang - so spärlich im Einsatz sind, würde der Mangel am Hinterteil der Flugzeuge aber „erst in 15 Jahren zu Folgen“ führen.

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Ausland

Mehrere Tote bei neuem Anschlag in Kabul

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf einen afghanischen Armeebus in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens drei Menschen mit in den Tod gerissen. Zehn Menschen seien verletzt worden, teilte das Innenministerium heute mit.

Neuer Präsident seit Montag im Amt

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem vierten tödlichen Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit der Vereidigung des neuen Präsidenten Ashraf Ghani am Montag.

Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen zu Wochenbeginn und zwei Bombenexplosionen gestern im Osten und Westen der Stadt waren insgesamt mindestens 14 Menschen getötet worden.

Netanjahu weist US-Kritik an Siedlungsausbau zurück

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Kritik der USA am geplanten Bau von rund 2.600 Wohneinheiten im arabischen Ostteil Jerusalems zurückgewiesen.

„Ich kann die Kritik nicht verstehen und ich kann diese Position nicht akzeptieren“, sagte Netanjahu laut israelischen Medienberichten in New York. Die Baupläne betreffen die Gegend Givat Hamatos in Ostjerusalem, die Palästinenser als Teil ihres künftigen Staates beanspruchen.

Ungewöhnlich scharfe Kritik

US-Regierungssprecher Josh Earnest hatte gestern gesagt, die Pläne würden „Israel sogar von seinen engsten Verbündeten entfernen“. Sie seien zudem „Gift für die Atmosphäre“ zwischen Israel und den Palästinensern.

Er bezog sich dabei auf jüdische Familien, die in 25 Wohnungen im Silvan-Viertel in Ostjerusalem eingezogen sind. Die ungewöhnlich scharfe Kritik kam kurz nach einem Treffen des US-Präsidenten Barack Obama mit Netanjahu.

30 Jahre Haft wegen Anschlagsplänen in Oregon

Ein aus Somalia stammender US-Bürger ist wegen der Planung eines Bombenanschlags von einem Gericht im US-Bundesstaat Oregon zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte gestern eine Gerichtssprecherin mit. Die Anwälte des 23-jährigen Mohamed Osman Mohamud hatten für eine geringere Strafe plädiert. Der Richter hätte auch lebenslange Haft verhängen können.

Mohamud war bereits 2013 wegen der Terrorplanungen in Portland schuldig gesprochen worden, nun folgte das Strafmaß. Der damals 19-jährige Student war im November 2010 festgenommen worden. Bei einer Weihnachtsfeier mit Tausenden Besuchern wollte er eine Autobombe zünden.

Der Sprengsatz sollte in der Innenstadt von Portland explodieren, als dort traditionell die Lichter eines Christbaums angezündet wurden. Die Bombe war allerdings nur eine von verdeckten FBI-Agenten präparierte Attrappe. Die Bundespolizei hatte den Studenten seit langem überwacht. Er sei den Sicherheitsbehörden bereits 2009 aufgefallen, als der junge Mann Verbindungen nach Pakistan unterhielt, hieß es damals.

Vorgezogene Parlamentswahl in Grönland

Grönlands Regierung ist an einem Streit über eine Spesenaffäre von Ministerpräsidentin Aleqa Hammond zerbrochen. Ein Sprecher kündigte für den 28. November vorgezogene Parlamentswahlen an, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau gestern berichtete.

Zuvor waren vier Regierungsmitglieder der Zweiparteienkoalition aus Protest gegen die Regierungschefin zurückgetreten. Die Sozialdemokratin hatte sich 2013 für Flugreisen und Hotelunterkünfte für ihre Familie aus der Staatskasse bedient und das Geld erst nach mehreren Mahnungen über ein Jahr später zurückgezahlt. Nach tagelangem Druck zog sie sich als Parteichefin zurück.

Sport

Europa League: Salzburg vor Duell mit Milliardärsclub

Heute Abend kommt es für Red Bull Salzburg in der Europa League im südrumänischen Giurgiu zu einem Duell auf Augenhöhe - zumindest was die Clubinhaber betrifft. Mit Dietrich Mateschitz (Salzburg) und Ioan Niculae (Astra Giurgiu) sind die Eigentümer beider Vereine gleichermaßen ambitioniert und im „Forbes“-Ranking der reichsten Menschen der Welt vertreten. Dennoch geht der österreichische Meister als klarer Favorit in das Spiel gegen den Club des reichsten Mannes Rumäniens - und das sportlich wie auch finanziell.

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Ski alpin: Abfahrtsklassiker in Bormio gestrichen

Mit Bormio wird eine der bekanntesten Weltcup-Stationen in der WM-Saison 2014/2015 nicht mehr im alpinen Herren-Kalender vertreten sein. Die Veranstalter wollen den Abfahrtsklassiker, der traditionell Ende Dezember auf dem Programm stand, aus finanziellen Gründen nicht mehr durchführen. Gerade in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester brauche man die Einnahmen aus dem Tourismus, so die Begründung. Der italienische Verbandspräsident Flavio Roda hatte bis zuletzt auf eine Lösung in letzter Minute gehofft.

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Champions League: Totti-Rekordtreffer in Nacht der Jubiläen

Francesco Totti hat sich mit seinem Treffer zum 1:1 im Champions-League-Gruppenspiel bei Manchester City in die UEFA-Geschichtsbücher eingetragen: Mit 38 Jahren und drei Tagen ist der Kapitän von AS Roma der älteste CL-Torschütze aller Zeiten.

Trotz einer 2:3-Niederlage bei Paris Saint-Germain ein bisschen freuen durfte sich zudem Barcelonas Routinier Xavi: Der 34-Jährige darf sich mit nun 143 Partien CL-Rekordspieler nennen.

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Wirtschaft

Daimler kündigt zehn neue Hybridfahrzeuge bis 2017 an

Daimler will bis 2017 zehn neue Hybridfahrzeuge auf den Markt bringen. Der Chef des deutschen Konzerns, Dieter Zetsche, sagte am Vorabend des Pariser Autosalons, reine Elektrofahrzeuge würden vom Kunden bisher nur zögerlich angenommen.

Ein über einen Stecker aufladbarer Hybrid sei daher eine gute Art, um in die Technologie einzusteigen. Der Mondial de l’Automobile in Paris eröffnet heute.

USA und Brasilien beenden Baumwollhandelsstreit

Die USA und Brasilien haben ihren jahrelangen Handelsstreit über US-Subventionen für Baumwollproduzenten beigelegt.

Beide Seiten unterzeichneten gestern in Washington eine Vereinbarung, durch die die bereits seit über einem Jahrzehnt laufende Auseinandersetzung erfolgreich beendet worden sei, teilte Brasiliens Außenministerium mit.

300 Millionen US-Dollar Entschädigung

In dem Abkommen erklärten sich die USA bereit, die Laufzeiten für strittige Kreditgarantien anzupassen. Zudem zahlen die USA bis Ende des Monats 300 Millionen US-Dollar, um Schäden von brasilianischen Baumwollzüchtern zu kompensieren.

Brasilien hatte 2002 in dem Streit die Welthandelsorganisation (WTO) angerufen. Die WTO gestand Brasilien 2009 zu, handelsrelevante „Vergeltungsmaßnahmen“ im Umfang von bis zu 829 Millionen Dollar gegen die USA umzusetzen. Daraufhin erklärten sich die USA bereit, jährlich 147,3 Millionen Dollar an das brasilianische Baumwollinstitut zu zahlen.

Baumwollzüchter freuen sich über Sieg

Diese Zahlungen wurden aber laut Brasília im Oktober 2013 eingestellt, während die internen US-Subventionsmechanismen beibehalten wurden. Der brasilianische Branchenverband Abrapa bezeichnete die jetzt erzielte Einigung als Sieg für die Baumwollzüchter des Landes.

Science

Chronik

Fünf Mio. Dollar Kopfgeld: Mexikanischer Drogenboss gefasst

Mexikanische Sicherheitskräfte haben den Chef des Beltran-Leyva-Kartells festgenommen. Hector Beltran Leyva sei nach elfmonatigen Ermittlungen im Bundesstaat Guanajuato gefasst worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft gestern mit.

Soldaten hatten den seit Jahren flüchtigen Drogenboss in einem Restaurant des Ferienorts San Miguel de Allende festgenommen.

Seit Tod des Bruders Leiter des Kartells

Der 49-Jährige, der auch als „El H“ bekannt war, führte seit dem Tod seines Bruders Arturo im Jahr 2009 das Verbrechersyndikat, das sich einst vom Sinaloa-Kartell abgespalten hatte. Das Kartell ist vor allem im Westen und Zentrum des Landes aktiv. Die Bande schmuggelt Kokain, Marihuana, Heroin und Metamphetamine in die USA und nach Europa. Im Gegenzug schaffen sie Waffen und Munition aus den USA nach Mexiko.

Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar

Im Kampf gegen das Sinaloa-Kartell schmiedete die Organisation eine Allianz mit dem Drogenkartell Los Zetas. Zuletzt hatte das Beltran Leyva-Kartell an Einfluss verloren, nachdem mehrere Führungsmitglieder festgenommen oder getötet worden waren.

Das US-Außenministerium hatte ein Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar (vier Mio. Euro) auf Beltran Leyva ausgesetzt. Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft bot 30 Millionen Pesos (1,8 Mio Euro) für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen.

Wenige Monate nach Guzmann-Ergreifung

Seit 2006 wurden in Mexiko mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst. Seit Amtsantritt von Präsident Enrique Pena Nieto im Dezember 2012 wurden mehrere Drogenbosse gefasst oder getötet, unter ihnen der berüchtigte Chef des Sinaloa-Kartells, Joaquin „El Chapo“ Guzman.

Bulgarien: Mehrere Tote bei Explosion in Sprengstofffabrik

Bei einer Explosion in einer Sprengstofffabrik in Bulgarien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Drei Frauen wurden außerhalb der Fabrik verletzt, wie die Nachrichtenagentur BGNES gestern Abend meldete.

Die Behörden befürchteten, dass die bisher nur inoffiziell genannte Zahl der Toten noch steigen könne. Zum Zeitpunkt der Explosion am späten Nachmittag hielten sich bis zu 16 Mitarbeiter in der Fabrik bei Gorni Lom im Nordwesten des Landes auf.

Rettungsteams könnten erst nach 24 Stunden eingesetzt werden, da es weitere Explosionen geben könnte, meldete BGNES. In der Fabrik werden Sprengstoffe für zivile Zwecke hergestellt sowie Munition verschrottet.

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Ein Mitspieler kann sich nach der gestrigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ über die sechs Richtigen und damit einem Gewinn von exakt einer Million Euro freuen.

Es wurden heute folgende Gewinnzahlen ermittelt:

10 17 32 36 40 41, Zusatzzahl 21

Beim Joker heißt es Doppeljackpot: Im Topf liegen 480.559,20 Euro.

Der aktuelle Joker lautet:

6 0 7 1 8 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Gesundheit

17 Prozent mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Kein Gluten, keine Milch, kein Zucker - immer mehr Menschen leiden an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Laut einer aktuellen Studie unter 1.000 Österreichern, Süddeutschen und Deutsch-Schweizern zeigte sich, dass fast 17 Prozent unter zumindest einer Intoleranz leiden.

Meisten vertragen keine Laktose, kein Histamin

Die meisten haben eine Laktoseunverträglichkeit (11,5 Prozent) bzw. leiden unter einer Histamin-Intoleranz (10,4 Prozent). 7,8 Prozent haben oder vermuten eine Sorbit-Intoleranz. Gluten-Unverträglichkeiten machen 6,3 Prozent der Beschwerden aus.

5,7 Prozent leiden an einer Fruktoseunverträglichkeit, 4,5 Prozent an einer Galaktoseintoleranz und 4,1 Prozent vertragen Saccharose nicht. Frauen leiden eher unter Beschwerden nach dem Essen als Männer, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com ergab.

Ernährungsumstellung, zeitweise Medikamente

Dabei gaben zwei von drei von Intoleranzen Betroffene an, dass es bis zu zwei Jahre gedauert hat, bis sie wussten, dass sie an einer Lebensmittelintoleranz leiden. Bei 34,7 Prozent wurde die Nahrungsmittel-Unverträglichkeit bereits von einem Arzt bestätigt. 14,1 Prozent haben die Diagnose in einem Allergiezentrum erhalten.

85,9 Prozent der Betroffenen haben ihre Ernährung umgestellt. 14,7 Prozent halten sich auch streng daran. Dafür fühlen sich 22,3 Prozent durch die Unverträglichkeit in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. 14,1 Prozent haben trotz Intoleranz an ihrer Ernährung nichts verändert. 41,8 Prozent der Befragten nehmen zumindest fallweise Präparate, die den Enzymhaushalt ausgleichen und Erleichterung schaffen sollen.

US-Ebola-Patient hatte Kontakt zu Kindern

Der Ebola-Patient in Texas hat nach offiziellen Angaben in den USA Kontakt mit mehreren Kindern gehabt. Die Schulbehörde des US-Bundesstaates teilte mit, fünf Kinder aus vier verschiedenen Schulen seien mit dem Infizierten vor dessen Einweisung auf eine Isolierstation in Kontakt gekommen.

Die Kinder seien unter Beobachtung gestellt worden, zeigten bislang aber keine Symptome. Insgesamt seien 18 Menschen bekannt, die mit dem Patienten in Berührung gekommen sein könnten.

Flug über Brüssel nach Texas

Es ist der erste Fall seit Beginn der aktuellen Epidemie, dass ein Mensch sich in Afrika mit Ebola infizierte und dann außerhalb des Kontinents erkrankte. Der Mann war vor etwa zehn Tagen aus dem westafrikanischen Liberia nach einer Zwischenlandung in der belgischen Hauptstadt Brüssel in die USA geflogen.

Das Virus sei in einem Labor zweifelsfrei nachgewiesen worden, sagte der Leiter der US-Gesundheitsbehörde CDC, Thomas Frieden. Für die anderen Flugreisenden habe keinerlei Gefahr bestanden, da der Patient während der Reise noch nicht ansteckend gewesen sei.

IT

Putin kündigt Internetüberwachung an

Kreml-Chef Wladimir Putin hat eine stärkere Überwachung des Internets in Russland „zum Schutz der nationalen Sicherheit“ angekündigt. „Die Zahl von Attacken auf russische IT-Ressourcen ist extrem gewachsen“, sagte er gestern. Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew sprach von mehr als 57 Millionen Hackerangriffen seit Jahresbeginn.

„Der Verlust vertraulicher Informationen muss ausgeschlossen werden“, sagte Putin. Hacker müssten mit empfindlichen Strafen rechnen, zudem lasse die russische Führung Websites sperren, die Extremismus und Gewalt propagierten. Eine „völlige Zensur“ finde aber nicht statt, betonte Putin.

„Wir haben nicht vor, den Internetzugang einzuschränken und das Netz unter totale Kontrolle zu stellen oder zu verstaatlichen. Das wird nicht einmal erwogen“, sagte der Präsident. In Russland gelten zahlreiche Einschränkungen für das Internet. So müssen sich etwa Blogger bei der Medienaufsicht registrieren lassen.

Medien

Religion

Millionen Muslime zu Hadsch in Mekka

Heute beginnt in Mekka mit dem sechstägigen Hadsch die wichtigste Wallfahrt des Islam. Millionen Pilger werden bis Dienstag in der saudi-arabischen Stadt gemeinsam beten und die Riten der Pilgerfahrt vollziehen.

Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.

Kultur

Kolumbianischer Maler Manuel Hernandez gestorben

Der kolumbianische Maler Manuel Hernandez ist tot. Er sei im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte das Kulturministerium gestern mit. Hernandez galt als Pionier der abstrakten Kunst in Kolumbien. Seine Arbeit wurde vor allem von dem US-Künstler Mark Rothko beeinflusst.

Immer wieder spielte er in seinen Bildern mit Zeichen, Symbolen und Farben. „Sein Werk vereint Merkmale der Malerei und des Zeichnens“, sagte die Kunsthistorikerin Carmen Maria Jaramillo der Zeitung „El Tiempo“.

Hernandez studierte in Chile, Italien und den Vereinigten Staaten. Später unterrichtete er selbst an der Hochschule der Schönen Künste in Bogota. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Ehrenpreis der Iberoamerikanischen Biennale 1968 in Medellin. Im kolumbianischen Nationalmuseum sind eine Reihe seiner Werke zu sehen.

Lifestyle

Verjüngungskur für Großbritanniens rote Telefonzellen

Großbritanniens berühmte rote Telefonzellen erleben eine Verjüngungskur. Gestern wurde in der Tottenham Court Road an einer der verkehrsreichsten Kreuzungen in London ein neuer Prototyp eingeweiht. Die Telefonkabine wurde grün angestrichen und mit einem Solarmodul versehen.

Im Inneren der Kabine befindet sich kein Telefonhörer mehr, dafür vier Steckdosen zum kostenlosen Aufladen von Handys oder Tablets. Eine zweite derartige Solarbox soll im Jänner eingerichtet werden, weitere in den folgenden Monaten.

Die Nutzung der ursprünglich roten Kultobjekte nahm im Zusammenhang mit dem Siegeszugs der Mobiltelefone zuletzt immer mehr ab. Die britische Telekom (BT) legte zusehends Zellen still und bot sie zum Verkauf an.

Leute

Nach Krankheit: Aretha Franklin geht es besser

Nach monatelanger Krankheit geht es der US-Souldiva Aretha Franklin (72) wieder besser. „Alles ist wieder gut“, sagte die Sängerin, die mit Songs wie „Respect“ und „Think“ weltberühmt geworden war, gestern Abend bei einer Veranstaltung im New Yorker Kulturzentrum 92Y. „Gott war gut zu mir.“

Woran sie erkrankt gewesen war, verriet Franklin nicht. Im vergangenen Jahr hatte sie mehrfach Konzerte verschieben oder absagen müssen.

Neues Album Mitte Oktober

Mitte Oktober will die Souldiva, die sich im neongelben Kostüm mit Kurzhaarfrisur und sichtbar schlanker zeigte, auch ein neues Album herausbringen. „Die Liebe zur Musik lässt mich immer weitermachen.“

Franklins Stimme sei noch „genauso grandios wie früher“, sagte der Musikproduzent Clive Davis, der ebenfalls zu der Veranstaltung gekommen war. „Alles, was ich weiß, ist, dass die Lady hier neben mir für immer durchhalten kann.“

Denzel Washington versucht „ganz normal zu sein“

US-Schauspieler Denzel Washington (59) geht gern Lebensmittel einkaufen. „Ich mag es, in den Supermarkt zu gehen. Ich habe dann meine Einkaufsliste, kaufe mein Gemüse ein“, so Washington. „Ich versuche, ganz normal zu sein.“

In seinem neuen Film „The Equalizer“ spielt Washington einen Ex-Agenten, der unter einem Decknamen in einem Baumarkt arbeitet. Er selbst kaufe dort Sekundenkleber und Batterien, so Washington: „Ich gehe da ja hin, weil ich etwas dringend brauche - ich flaniere da nicht die Gänge auf und ab und suche abgefahrene Dinge.“