Ausland

Weiter Kämpfe um Flughafen von Donezk

Die Waffenruhe in der Ostukraine bleibt fast einen Monat nach ihrem Beginn brüchig. Bei neuen Kämpfen am Flughafen der Großstadt Donezk hätten Regierungskräfte mindestens sieben Separatisten getötet und zehn weitere Aufständische verletzt, sagte ein Armeesprecher heute in Kiew.

Die militanten Gruppen hätten in der Nacht versucht, ein von der Nationalgarde besetztes Terminal zu stürmen. „Im heroischen Kampf haben die Fallschirmjäger diesen Angriff abgewehrt“, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat.

Separatisten sehen sich vor Erfolg

Die prorussischen Aufständischen bestätigten die Kämpfe und sprachen von mehreren Opfern aufseiten der Armee. „Wir kontrollieren bereits 90 Prozent des Flughafens und werden den Rest in zwei, drei Tagen einnehmen“, kündigte Separatistenführer Alexander Sachartschenko an.

In Moskau bekräftigte die russische Justiz, dass gegen ukrainische Regierungsmitglieder ein Verfahren wegen „Kriegsverbrechen“ eingeleitet worden sei. Betroffen sei unter anderem Verteidigungsminister Waleri Geletej, sagte Sprecher Wladimir Markin von der Ermittlungsbehörde. Beobachter werten den Schritt als Teil russischer Propaganda gegen die prowestliche Führung in Kiew.

Experten: Neuer Raketenstartplatz in Nordkorea fertig

Nordkorea ist laut Experten für neue Tests mit Raketen von großer Reichweite gerüstet. Der seit 2013 betriebene Ausbau der Raketenstartanlage in Sohae sei abgeschlossen, berichtete das US-Koreainstitut an der Johns-Hopkins-Universität heute auf seiner Website 38 North.

Grundlage für die Einschätzung sind demnach neue Satellitenbilder. „Nordkorea ist nun zu weiteren Raketentests bereit.“ Diese Raketen könnten größer sein als bisherige Modelle. Nordkorea hatte Ende 2012 von Sohae eine Weltraumrakete gestartet. Die USA und andere Staaten warfen dem Land vor, es habe einen verdeckten Test für Interkontinentalraketen unternommen.

Mehrere Tote bei neuem Anschlag in Kabul

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf einen afghanischen Armeebus in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens drei Menschen mit in den Tod gerissen. Zehn Menschen seien verletzt worden, teilte das Innenministerium heute mit.

Neuer Präsident seit Montag im Amt

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem vierten tödlichen Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit der Vereidigung des neuen Präsidenten Ashraf Ghani am Montag.

Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen zu Wochenbeginn und zwei Bombenexplosionen gestern im Osten und Westen der Stadt waren insgesamt mindestens 14 Menschen getötet worden.

Netanjahu weist US-Kritik an Siedlungsausbau zurück

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Kritik der USA am geplanten Bau von rund 2.600 Wohneinheiten im arabischen Ostteil Jerusalems zurückgewiesen.

„Ich kann die Kritik nicht verstehen und ich kann diese Position nicht akzeptieren“, sagte Netanjahu laut israelischen Medienberichten in New York. Die Baupläne betreffen die Gegend Givat Hamatos in Ostjerusalem, die Palästinenser als Teil ihres künftigen Staates beanspruchen.

Ungewöhnlich scharfe Kritik

US-Regierungssprecher Josh Earnest hatte gestern gesagt, die Pläne würden „Israel sogar von seinen engsten Verbündeten entfernen“. Sie seien zudem „Gift für die Atmosphäre“ zwischen Israel und den Palästinensern.

Er bezog sich dabei auf jüdische Familien, die in 25 Wohnungen im Silvan-Viertel in Ostjerusalem eingezogen sind. Die ungewöhnlich scharfe Kritik kam kurz nach einem Treffen des US-Präsidenten Barack Obama mit Netanjahu.

Kein grünes Licht für EU-Kommissar Hill

Der bevorstehende Machtwechsel an der Spitze der EU-Kommission ist gestern ins Stottern geraten. Nachdem bereits im Vorfeld Kritik am britischen Kandidaten für das Amt des EU-Finanzkommissars, Jonathan Hill, laut geworden war, konnte er auch bei seiner Anhörung vor den EU-Parlamentariern nicht überzeugen.

Wie gestern Abend bekanntgegeben wurde, wurde Hill „im Ausschuss nicht bestätigt“. Der Brite müsse zu einem zweiten Hearing vor das EU-Parlament. „Es fehlt an Substanz, es ist noch unklar, in welcher Richtung er in Sachen Finanzaufsicht gehen will“, so einer der gegen Hill erhobenen Vorwürfe.

Mehr dazu in „Keine Abstimmung, zweites Hearing“

Inland

Israel kritisiert Beziehung Österreichs zu Iran

Israels Parlamentspräsident Juli Edelstein hat während seines Besuchs in Wien sein Missfallen über die Beziehungen Österreichs zum Iran geäußert.

„Ich kenne kein anderes europäisches Land, in dem die Staatsspitze auch nur darüber diskutiert, Teheran einen Besuch abzustatten. Das bereitet mir Unbehagen“, sagte Edelstein der „Presse“.

Angekündigte Fischer-Reise Grund für Kritik

Bundespräsident Heinz Fischer hatte für heuer angekündigt, in den Iran zu reisen, den Besuch in Teheran aber mehrfach verschoben. Derzeit laufen die heiklen Atomgespräche mit dem Iran.

Mit deren erfolgreichem Abschluss hofft der Iran auf eine Aufhebung der Sanktionen der EU und der USA gegen ihn. Europäische Firmen wie der Ölkonzern OMV, der bereits ein Büro in Teheran unterhält, können dann dort wieder ungehindert Geschäfte machen.

Edelstein: „Iran ist das wirkliche Problem“

Edelstein warnte die Welt davor, wieder reguläre Beziehungen mit dem Iran aufzunehmen. „Der Iran ist das wirkliche Problem. Und ich fürchte, dass der sehr wichtige Kampf gegen IS die Aufmerksamkeit von einem großen bösen Wolf namens Iran ablenkt, der nicht nur Atomwaffen vorbereitet, sondern auch Langstreckenraketen, die weit über Israel hinausreichen.“

Parteien säumig mit Rechenschaftsberichten

Die Rechenschaftsberichte der Parteien für 2013 sind noch nicht komplett beim Rechnungshof (RH) eingelangt. Von den Parlamentsparteien hätten SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie das BZÖ (bis zur Wahl 2013 im Nationalrat) um eine Fristverlängerung angesucht und diese bis Ende Oktober auch genehmigt bekommen, sagte eine RH-Sprecherin. Fristende war der 30. September 2014.

Mit dem Parteiengesetz 2012 wurde die Rechenschaftspflicht der Parteien neu geordnet. Bisher war eine jährliche Veröffentlichung der Bilanz im Amtsblatt der „Wiener Zeitung“ vorgeschrieben. Nach den neuen Regeln haben die Parteien umfangreiche Unterlagen an den Rechnungshof zu übermitteln, der diese prüft und dann auf seiner Homepage veröffentlicht.

Die Frist bis 30. September 2014 haben nur Grüne, NEOS sowie das Team Stronach eingehalten, teilte der Rechnungshof mit. Die bereits vorliegenden Rechenschaftsberichte wird der RH „so schnell wie möglich“ prüfen und dann online stellen, hieß es. Alle Parteien müssen Ein- und Ausgaben sowie Spenden, Sponsoren, Inserate und Unternehmensbeteiligungen auflisten.

Sport

Europa League: Salzburg vor Duell mit Milliardärsclub

Heute Abend kommt es für Red Bull Salzburg in der Europa League im südrumänischen Giurgiu zu einem Duell auf Augenhöhe - zumindest was die Clubinhaber betrifft. Mit Dietrich Mateschitz (Salzburg) und Ioan Niculae (Astra Giurgiu) sind die Eigentümer beider Vereine gleichermaßen ambitioniert und im „Forbes“-Ranking der reichsten Menschen der Welt vertreten. Dennoch geht der österreichische Meister als klarer Favorit in das Spiel gegen den Club des reichsten Mannes Rumäniens - und das sportlich wie auch finanziell.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Abfahrtsklassiker in Bormio gestrichen

Mit Bormio wird eine der bekanntesten Weltcup-Stationen in der WM-Saison 2014/2015 nicht mehr im alpinen Herren-Kalender vertreten sein. Die Veranstalter wollen den Abfahrtsklassiker, der traditionell Ende Dezember auf dem Programm stand, aus finanziellen Gründen nicht mehr durchführen. Gerade in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester brauche man die Einnahmen aus dem Tourismus, so die Begründung. Der italienische Verbandspräsident Flavio Roda hatte bis zuletzt auf eine Lösung in letzter Minute gehofft.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Schwacher Börsenstart für Rocket Internet

Die deutsche Internetholding Rocket Internet ist heute sehr schwach an der Börse gestartet. Nach einem ersten Kurs exakt auf dem Ausgabepreis von 42,50 Euro setzte eine steile Talfahrt ein. Binnen weniger Minuten fiel der Preis unter die Marke von 37 Euro.

Auch die Aktie des am Vortag gestarteten Online-Händlers Zalando fiel heute deutlich unter den Ausgabepreis. Die beiden Börsengänge waren als Meilensteine für die deutsche Internetwirtschaft gefeiert worden.

Preisspanne voll ausgeschöpft

Rocket Internet hatte mit dem Ausgabepreis die Preisspanne von 35,50 Euro bis 42,50 Euro komplett ausgeschöpft. Die Firma erlöst bei dem Börsengang rund 1,6 Milliarden Euro und war zum Börsenstart bis zu 6,7 Milliarden Euro wert. Die Hauptinvestoren bei Rocket Internet sind die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer.

Das Geschäftsmodell von Rocket Internet ist es, Internet-Unternehmen aufzubauen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Onlinehandel und Dienstleistungen. Die Startup-Produktion ist wie am Fließband organisiert, ein Geschäftsmodell wird schnell in verschiedenen Ländern an den Start gebracht. Mittlerweile ist Rocket Internet mit rund 50 Firmen in 116 Ländern aktiv.

Auch glanzloser Start für Zalando

Die Zalando-Aktie war gestern ebenfalls glanzlos, aber immer noch etwas besser gestartet. Sie schloss nach einem ersten Kurssprung exakt auf dem Ausgabepreis von 21,50 Euro. Heute Früh fiel der Kurs an die Marke von 20 Euro. Zalando hatte mit dem Börsengang rund 600 Millionen Euro eingenommen.

Bericht: Rettungsplan für angeschlagene ÖVAG steht

Für die teilstaatliche Krisenbank Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) liegt einem Zeitungsbericht zufolge ein Rettungsplan vor. Mit Hilfe einer „Bad Bank“ soll das Volksbanken-Spitzeninstitut seine faulen Teile loswerden, berichtete der „Standard“ heute. Dadurch würde auch der Kapitalbedarf der Bank sinken. Weitere staatliche Geldspritzen seien nicht geplant.

Zudem wollten die regionalen Volksbanken ihre Fusionen vorantreiben und das heute auf einem „Gruppentag“ beschließen, berichtete die Zeitung. Dabei sollen pro Bundesland eine große Volksbank sowie maximal drei Spezialinstitute übrig bleiben. Der bisher bestehende Widerstand gegen dieses Modell sei gebrochen, so der „Standard“. Derzeit gibt es 44 Regionalinstitute. Eine Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern.

„Stresstest“ nicht bestanden?

Insidern zufolge hat die ÖVAG die Überprüfung der europäischen Aufseher ersten eigenen Berechnungen zufolge nicht bestanden. Der „Stresstest“ habe eine Kapitallücke von 600 bis 800 Millionen Euro ergeben, wie Nachrichtenagenturen berichten. Wie viel frisches Geld die ÖVAG benötigt und woher das Kapital kommen soll, ist noch nicht bekannt. Die Ergebnisse des Tests sollen am 26. Oktober veröffentlicht werden.

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hatte kürzlich gesagt, der Staat treffe bereits Vorkehrungsmaßnahmen, sollte die ÖVAG bei dem Test durchfallen. Der Staat hält 43,3 Prozent an dem Institut. Die Mehrheit steht in Besitz der regionalen Volksbanken.

Ackermann: Boni „ohne Bezug zur Realität“

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank (DB), Josef Ackermann, hat im Rückblick auf die 2008 ausgebrochene Finanzkrise Selbstkritik geübt.

Die Vorstandsmitglieder der DB seien sich damals „ziemlich einig“ gewesen, dass das Bonunssystem „jeden Bezug zur Realität verloren hatte“, sagte Ackermann dem „Handelsblatt Magazin“. „Vor lauter Kampf und Wettbewerb“ in der Finanzindustrie seien in den Jahren vor der großen Krise teilweise „ethisch-moralische Grundsätze verloren“ gegangen.

Trotz Einsicht in Chefetage keine Änderungen

Dass das gesamte System in manchen Punkten „auf dem falschen Weg“ gewesen sei, sei damals auch im Vorstand der Deutschen Bank diskutiert worden. „Aber ein Problem zu erkennen ist etwas anderes, als zu versuchen, es als Einzelner zu ändern. Da können Sie schnell untergehen“, sagte Ackermann.

Er hatte im Mai 2012 nach zehn Jahren den Chefposten bei der Deutschen Bank abgegeben. Seitdem wird das Finanzinstitut von einer Doppelspitze geführt: Jürgen Fitschen und Anshu Jain.

Daimler kündigt zehn neue Hybridfahrzeuge bis 2017 an

Daimler will bis 2017 zehn neue Hybridfahrzeuge auf den Markt bringen. Der Chef des deutschen Konzerns, Dieter Zetsche, sagte am Vorabend des Pariser Autosalons, reine Elektrofahrzeuge würden vom Kunden bisher nur zögerlich angenommen.

Ein über einen Stecker aufladbarer Hybrid sei daher eine gute Art, um in die Technologie einzusteigen. Der Mondial de l’Automobile in Paris eröffnet heute.

Science

Chronik

Mann verirrte sich nach Unfall mit Mopedauto

Ein Oberösterreicher ist in der Nacht auf gestern in Ried im Traunkreis nach einem Unfall mit seinem Mopedauto herumgeirrt. Schließlich stieg er aus und blieb erschöpft in einem fremden Garten liegen. Hier entdeckte ihn ein Passant am darauffolgenden Morgen.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Pkw überschlug sich - Lenker flüchtete

Nach einem Verkehrsunfall heute Früh bei Moosbrunn in Niederösterreich konnte die Polizei den Lenker zunächst nicht finden. Er war aus seinem Auto, mit dem er sich überschlagen hatte, verschwunden.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Mit Pkw gegen Baum: Beifahrer schwer verletzt

Gestern Abend wurde bei Lungötz in Salzburg ein 20-Jähriger bei einem Unfall schwer am Kopf verletzt. Der junge Mann saß auf dem Beifahrersitz, als das Auto gegen einen Baum prallte.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Fünf Mio. Dollar Kopfgeld: Mexikanischer Drogenboss gefasst

Mexikanische Sicherheitskräfte haben den Chef des Beltran-Leyva-Kartells festgenommen. Hector Beltran Leyva sei nach elfmonatigen Ermittlungen im Bundesstaat Guanajuato gefasst worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft gestern mit.

Soldaten hatten den seit Jahren flüchtigen Drogenboss in einem Restaurant des Ferienorts San Miguel de Allende festgenommen.

Seit Tod des Bruders Leiter des Kartells

Der 49-Jährige, der auch als „El H“ bekannt war, führte seit dem Tod seines Bruders Arturo im Jahr 2009 das Verbrechersyndikat, das sich einst vom Sinaloa-Kartell abgespalten hatte. Das Kartell ist vor allem im Westen und Zentrum des Landes aktiv. Die Bande schmuggelt Kokain, Marihuana, Heroin und Metamphetamine in die USA und nach Europa. Im Gegenzug schaffen sie Waffen und Munition aus den USA nach Mexiko.

Kopfgeld von fünf Millionen Dollar

Im Kampf gegen das Sinaloa-Kartell schmiedete die Organisation eine Allianz mit dem Drogenkartell Los Zetas. Zuletzt hatte das Beltran-Leyva-Kartell an Einfluss verloren, nachdem mehrere Führungsmitglieder festgenommen oder getötet worden waren.

Das US-Außenministerium hatte ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (vier Mio. Euro) auf Beltran Leyva ausgesetzt. Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft bot 30 Millionen Pesos (1,8 Mio. Euro) für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen.

Wenige Monate nach Guzmann-Ergreifung

Seit 2006 wurden in Mexiko mehr als 80.000 Menschen in Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst. Seit Amtsantritt von Präsident Enrique Pena Nieto im Dezember 2012 wurden mehrere Drogenbosse gefasst oder getötet, unter ihnen der berüchtigte Chef des Sinaloa-Kartells, Joaquin „El Chapo“ Guzman.

Richter in Vietnam wegen Fehlurteils nun selbst angeklagt

Ein Richter ist in Vietnam angeklagt, weil er einen Unschuldigen hinter Gitter gebracht haben soll. Der 65-Jährige sei wegen „Verantwortungslosigkeit mit ernsten Konsequenzen“ angeklagt, teilte die Anklagebehörde heute mit.

Geständnis unter Folter erzwungen

Ihm drohen zwölf Jahre Haft. In dem Fall geht es um einen Bauern, der bis 2013 fast zehn Jahre wegen Mordes im Gefängnis saß, bis ein anderer Mann den Mord gestand. Der jetzt angeklagte Richter hatte das Urteil eines niedrigeren Gerichts im Jahr 2004 aufrechterhalten, obwohl der fälschlich verurteilte Bauer damals sagte, die Polizei habe ihn gefoltert und ein Geständnis erzwungen.

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Ein Mitspieler kann sich nach der gestrigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ über die sechs Richtigen und damit einem Gewinn von exakt einer Million Euro freuen.

Es wurden heute folgende Gewinnzahlen ermittelt:

10 17 32 36 40 41, Zusatzzahl 21

Beim Joker heißt es Doppeljackpot: Im Topf liegen 480.559,20 Euro.

Der aktuelle Joker lautet:

6 0 7 1 8 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Gesundheit

Laktose, Histamin: Unverträglichkeiten nehmen zu

Kein Gluten, keine Milch, kein Zucker - mehr und mehr Menschen leiden an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Laut einer aktuellen Studie unter 1.000 Österreichern, Süddeutschen und Deutsch-Schweizern zeigte sich, dass fast 17 Prozent unter zumindest einer Intoleranz leiden.

Die meisten vertragen keine Laktose, kein Histamin

Die meisten haben eine Laktose-Unverträglichkeit (11,5 Prozent) bzw. leiden unter einer Histamin-Intoleranz (10,4 Prozent). 7,8 Prozent haben oder vermuten eine Sorbit-Intoleranz. Gluten-Unverträglichkeiten machen 6,3 Prozent der Beschwerden aus.

5,7 Prozent leiden an einer Fruktose-Unverträglichkeit, 4,5 Prozent an einer Galaktose-Intoleranz, und 4,1 Prozent vertragen Saccharose nicht. Frauen leiden eher unter Beschwerden nach dem Essen als Männer, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com im Auftrag von „Nutridis“ ergab.

Ernährungsumstellung, zeitweise Medikamente

Dabei gaben zwei von drei von Intoleranzen Betroffene an, dass es bis zu zwei Jahre gedauert hat, bis sie wussten, dass sie an einer Lebensmittelintoleranz leiden. Bei 34,7 Prozent wurde die Unverträglichkeit bereits von einem Arzt bestätigt. 14,1 Prozent haben die Diagnose in einem Allergiezentrum erhalten.

85,9 Prozent der Betroffenen haben ihre Ernährung umgestellt. 14,7 Prozent halten sich auch streng daran. Dafür fühlen sich 22,3 Prozent durch die Unverträglichkeit in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. 14,1 Prozent haben trotz Intoleranz an ihrer Ernährung nichts verändert. 41,8 Prozent der Befragten nehmen zumindest fallweise Präparate, die den Enzymhaushalt ausgleichen und Erleichterung schaffen sollen.

US-Ebola-Patient hatte Kontakt zu Kindern

Ein Ebola-Patient in Texas hat nach offiziellen Angaben in den USA Kontakt mit mehreren Kindern gehabt. Die Schulbehörde des US-Bundesstaates teilte mit, fünf Kinder aus vier verschiedenen Schulen seien mit dem Infizierten vor dessen Einweisung auf eine Isolierstation in Kontakt gekommen.

Die Kinder seien unter Beobachtung gestellt worden, zeigten bisher aber keine Symptome. Insgesamt seien 18 Menschen bekannt, die mit dem Patienten in Berührung gekommen sein könnten.

Flug über Brüssel nach Texas

Es ist der erste Fall seit Beginn der aktuellen Epidemie, dass sich ein Mensch in Afrika mit Ebola infizierte und dann außerhalb des Kontinents erkrankte. Der Mann war vor etwa zehn Tagen aus dem westafrikanischen Liberia nach einer Zwischenlandung in der belgischen Hauptstadt Brüssel in die USA geflogen.

Das Virus sei in einem Labor zweifelsfrei nachgewiesen worden, sagte der Leiter der US-Gesundheitsbehörde CDC, Thomas Frieden. Für die anderen Flugreisenden habe keinerlei Gefahr bestanden, da der Patient während der Reise noch nicht ansteckend gewesen sei.

IT

Facebook lenkt in Streit über Klarnamenpflicht ein

Das Soziale Netzwerk Facebook hat sich im Streit über die verpflichtende Verwendung von Klarnamen mit Vertretern von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen auf einen Kompromiss geeinigt.

„Der Geist unserer Regeln besagt, dass auf Facebook jeder den Namen verwenden kann, den er auch im Alltag nutzt“, sagte Facebook-Produktchef Chris Cox gestern. „Für Sister Roma ist das Sister Roma, für Lil Miss Hot Mess ist das Lil Miss Hot Mess.“ Facebook entschuldige sich bei den Betroffenen.

Nutzerabwanderung zu Facebook-Alternative

Facebooks Einlenken ist auch eine Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz auf dem Markt. Das Netzwerk kann es sich schlicht nicht leisten, es sich mit seinen Usern zu verscherzen. Zuletzt wanderten etwa zahlreiche Nutzer zum Alternativnetzwerk Ello ab, das zwar weniger Funktionen als Facebook hat, dafür Pseudonyme und Nacktbilder erlaubt und auf Werbung verzichtet.

Klarnamenpflicht auch für andere ein Ärgernis

Neben den Homo- und Transsexuellen seien auch Richter, Sozialarbeiter, Lehrer und Missbrauchsopfer daran interessiert, ihre Konten nicht mit ihren echten Namen zu führen, sagte Mark Snyder, Sprecher des Zentrums für Transgender-Gesetze.

Facebook wolle Lösungen suchen, „damit wir alle online genauso sein können wie im echten Leben“, sagte Snyder nach der Unterredung mit Facebook-Vertretern. Künftig sollen die Facebook-Nutzer neue Möglichkeiten haben, um sich zu identifizieren.

Medien

Religion

Millionen Muslime zu Hadsch in Mekka

Heute beginnt in Mekka mit dem sechstägigen Hadsch die wichtigste Wallfahrt des Islam. Millionen Pilger werden bis Dienstag in der saudi-arabischen Stadt gemeinsam beten und die Riten der Pilgerfahrt vollziehen.

Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.

Kultur

Kolumbianischer Maler Manuel Hernandez gestorben

Der kolumbianische Maler Manuel Hernandez ist tot. Er sei im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte das Kulturministerium gestern mit. Hernandez galt als Pionier der abstrakten Kunst in Kolumbien. Seine Arbeit wurde vor allem von dem US-Künstler Mark Rothko beeinflusst.

Immer wieder spielte er in seinen Bildern mit Zeichen, Symbolen und Farben. „Sein Werk vereint Merkmale der Malerei und des Zeichnens“, sagte die Kunsthistorikerin Carmen Maria Jaramillo der Zeitung „El Tiempo“.

Hernandez studierte in Chile, Italien und den Vereinigten Staaten. Später unterrichtete er selbst an der Hochschule der Schönen Künste in Bogota. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Ehrenpreis der Iberoamerikanischen Biennale 1968 in Medellin. Im kolumbianischen Nationalmuseum sind eine Reihe seiner Werke zu sehen.

Lifestyle

CO2-Gehalt in jedem dritten Büro zu hoch

Sobald man das Büro verlässt, sind Kopfweh und Müdigkeit wie weggeblasen. Zurück am Bildschirm schwächelt die Konzentrationsfähigkeit wieder. Schuld ist in vielen Fällen die schlechte Luft.

Gerade in der Heizperiode ist der Kohlendioxidgehalt in jedem dritten Büro zu hoch, die Luftfeuchtigkeit viel zu gering, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Plattform MeineRaumluft.at. Das wirkt sich nicht nur auf die Produktivität, sondern auch auf die Gesundheit aus.

Mehr dazu in Höheres Ansteckungsrisiko

Leute

Nach Krankheit: Aretha Franklin geht es besser

Nach monatelanger Krankheit geht es der US-Souldiva Aretha Franklin (72) wieder besser. „Alles ist wieder gut“, sagte die Sängerin, die mit Songs wie „Respect“ und „Think“ weltberühmt geworden war, gestern Abend bei einer Veranstaltung im New Yorker Kulturzentrum 92Y. „Gott war gut zu mir.“

Woran sie erkrankt war, verriet Franklin nicht. Im vergangenen Jahr hatte sie mehrfach Konzerte verschieben oder absagen müssen.

Neues Album Mitte Oktober

Mitte Oktober will die Souldiva, die sich im neongelben Kostüm mit Kurzhaarfrisur und sichtbar schlanker zeigte, auch ein neues Album herausbringen. „Die Liebe zur Musik lässt mich immer weitermachen.“

Franklins Stimme sei noch „genauso grandios wie früher“, sagte der Musikproduzent Clive Davis, der ebenfalls zu der Veranstaltung gekommen war. „Alles, was ich weiß, ist, dass die Lady hier neben mir für immer durchhalten kann.“