Ausland

Ukrainischer Außenminister: Fotos von Streubomben „Fake“

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat den Einsatz von Streubomben des ukrainischen Militärs in den umkämpften russischsprachigen Gebieten im Osten des Landes abgestritten.

„Und wenn Sie diese Fotos genau ansehen, dann sehen Sie, dass es ein Fake (eine Fälschung) ist“, sagte Klimkin heute Früh im Deutschlandfunk. Er habe mit den Militärs gesprochen, und die Vorwürfe seien überprüft worden.

Die NGO Human Rights Watch (HRW) hatte nach eigenen Untersuchungen an Ort und Stelle dem ukrainischen Militär vorgeworfen, im Konflikt in der Ostukraine international geächtete Streubomben eingesetzt zu haben. Vor allem bei Angriffen auf das Stadtzentrum von Donezk Anfang Oktober gebe es besonders deutliche Hinweise für die Verantwortung der Regierungstruppen.

Klimkin sagte, man wolle mit HRW die Anschuldigungen „absolut genau prüfen“. Man müsse herausfinden, wer die Waffen benutzt habe - „Terroristen“, „Gangs“ - und „auch all diejenigen zur Verantwortung ziehen“.

Weiter Unruhen in Jerusalem nach mutmaßlichem Anschlag

Nach dem mutmaßlichen Anschlag mit einem toten Baby ist es in Jerusalem in der Nacht auf heute weiter zu Unruhen gekommen. Palästinenser lieferten israelischen Sicherheitskräften in Ostjerusalem Auseinandersetzungen. Das berichteten israelische Medien. Autos jüdischer Besitzer und die Straßenbahn wurden mit Steinen beworfen.

Die Polizei hat für heute den Zugang zum Tempelberg beschränkt: Männer unter 40 Jahren sind nicht zugelassen. Es gebe Hinweise, dass dort weitere Zusammenstöße geplant seien, meldete der israelische Rundfunk.

Am Mittwochabend war ein Palästinenser aus Ostjerusalem mit seinem Auto in eine Straßenbahnhaltestelle gerast. Mehrere Menschen wurden verletzt, ein drei Monate altes Baby starb. An der Unglücksstelle demonstrierten gestern Abend Dutzende rechtsgerichtete Israelis. Sie forderten den Rücktritt von Jizchak Acharonowitsch, Minister für öffentliche Sicherheit. Die Polizei nahm laut Medienberichten zwölf Personen fest.

Mexiko: Studenten verschwunden - Gouverneur tritt zurück

Fast einen Monat nach dem Verschwinden Dutzender Studenten im Südwesten Mexikos ist der Gouverneur des Bundesstaats Guerrero zurückgetreten. Angel Aguirre Rivero kündigte gestern (Ortszeit) an, den Kongress zu bitten, ihn von seinem Amt freizustellen. Der Politiker der Partei der Demokratischen Revolution (PRD) war wegen seines Krisenmanagements zuletzt immer stärker in die Kritik geraten.

Nach Auseinandersetzungen in der Stadt Iguala am 26. September hatten Polizisten 43 Lehramtsstudenten verschleppt. Sie übergaben sie der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“. Von den jungen Menschen fehlt bislang jede Spur. Der Bürgermeister der Stadt soll den Einsatz angeordnet haben. Die „Guerreros Unidos“ haben nach Einschätzung der Ermittler die Stadtverwaltung und die örtlichen Sicherheitskräfte infiltriert.

US-Armee: IS-Offensive in Kobane vorerst gestoppt

Die Einnahme der nordsyrischen Kurdenstadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) durch Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Einschätzung der US-Armee vorerst abgewendet worden. Die Offensive der Extremisten sei ins Stocken geraten, sagte ein Vertreter der US-Zentralkommandos gestern.

Die kurdischen Kämpfer seien mit Unterstützung der US-geführten Militärallianz in der Lage, die Stadt weiter zu verteidigen. Der Frontverlauf in Kobane habe sich den Angaben zufolge seit mehr als einer Woche nicht verändert.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte lieferten einander beide Seiten zuletzt weiter heftige Gefechte. Die IS-Miliz weitete demnach ihre Kontrolle über den Norden und das Zentrum der Stadt aus. Die Lage ist höchst unübersichtlich. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die der nicht islamistischen syrischen Opposition nahesteht, sind von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.

Nigeria: Erneut Dutzende Mädchen entführt

Trotz einer von der nigerianischen Regierung ausgerufenen Waffenruhe mit der islamistischen Terrormiliz Boko Haram sind in zwei Dörfern erneut Dutzende Mädchen entführt worden. Das berichten Augenzeugen gestern, eine Bestätigung der Behörden steht vorerst aus.

Seit dem Wochenende sollen bei Überfällen auf Dörfer etwa 120 Mädchen gekidnappt worden sein. Auch ein neuer Bombenanschlag erschüttert die Hoffnung auf eine stabile Friedensvereinbarung. Welche Auswirkungen die neuesten Gewalttaten auf die von der Regierung angestrebte Freilassung von 200 Schülerinnen aus den Händen von Boko Haram haben, ist ungewiss.

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Inland

Entwurf für Sprachförderung an Länder übermittelt

Das Integrationsministerium hat den Ländern den Entwurf für die neue 15a-Vereinbarung zur sprachlichen Frühförderung in Kinderbetreuungseinrichtungen übermittelt.

Darin ist vorgesehen, dass die Mittel des Bundes für die kommende dreijährige Periode von 2015/16 bis 2017/18 von fünf auf 20 Mio. Euro pro Kindergartenjahr vervierfacht werden. Die Länder müssen in gleicher Höhe mitfinanzieren.

Neben Sprachförderung auch Entwicklungsstandförderung

Mit den Ländern seien weitere Gespräche geplant, hieß es aus dem Büro von Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) zur APA. Die Vereinbarung könne noch geändert werden, die Frist dafür betrage zwei Wochen.

Durch die Aufstockung des Budgets soll die sprachliche Frühförderung weiter intensiviert werden: So könne etwa mehr Personal eingestellt bzw. die Gruppen kleiner gehalten werden. Darüber hinaus könnten mehr Tests durchgeführt und neben der im Mittelpunkt stehenden Unterrichtssprache Deutsch die Kinder auch etwa im Bereich Motorik, sozialemotionale Entwicklung und Mehrsprachigkeit gefördert werden, heißt es im Entwurf.

Neu ist die Laufzeit der Vereinbarung: Statt des Kalenderjahres wird einheitlich das Kindergartenjahr (September bis August) herangezogen, für das erste Jahr 2015/16 gibt es daher eine Übergangsklausel. Sprachstandsfeststellungen sollen am Anfang und - nach der entsprechenden Förderung - am Ende des Kindergartenjahres durchgeführt werden.

Kemler nur noch bis 2015 ÖIAG-Chef

Worüber bereits seit Tagen spekuliert wurde, ist seit gestern Abend beschlossene Sache: Der Vertrag von ÖIAG-Chef Rudolf Kemler endet zwei Jahre eher, als er hätte laufen können. Offen bleibt nach der mit Spannung erwarteten ÖIAG-Aufsichtsratssitzung aber nicht nur, wer Kemler nachfolgen soll.

Mit Blick auf die laufende Debatte über die weiter ausstehende ÖIAG-Reform ortet Aufsichtsratschef Siegfried Wolf vielmehr noch viel Diskussionsbedarf. Auch ob Kemler tatsächlich bis Oktober 2015 an der ÖIAG-Spitze bleiben wird, sei in diesem Zusammenhang noch nicht absehbar.

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Sport

Fußball: Endspiel für Bremen-Coach Dutt

Mit einem echten Schicksalsspiel wird heute die neunte Runde der deutschen Bundesliga eröffnet. Bei der Partie zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln steht besonders ein Mann im Mittelpunkt: Nach dem völlig verpatzten Saisonstart ohne Sieg und nur vier Punkten aus acht Spielen kann sich Bremen-Coach Robin Dutt keine weitere Niederlage mehr leisten. „Wir wollen einfach aus dieser Scheiße raus“, verspricht ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic seinem Cheftrainer vollen Einsatz.

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Europa League: Krawalle bei Spiel in Bratislava

Der dritte Spieltag der Europa League ist von schweren Fanrandalen in Bratislava überschattet worden. Beim Prestigeduell zwischen Gastgeber Slovan und Sparta Prag lieferten sich Fans beider Clubs eine Schlägerei auf den Tribünen, nachdem laut slowakischen Agenturen Anhänger der Gäste einen Zaun durchbrochen hatten. Der schwedische Schiedsrichter unterbrach die Partie daraufhin für fast eine Dreiviertelstunde. Nach Wiederbeginn gab es für Slovan auch sportlich einen Dämpfer.

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Eishockey: Graz bezwingt VSV nach Kraftakt

Die Graz 99ers haben sich gestern mit einem Kraftakt zum ersten Verfolger der Vienna Capitals in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gekürt. Die Steirer setzten sich zum Auftakt der 13. Runde daheim gegen den VSV knapp mit 3:2 nach Penaltyschießen durch und sind damit vorläufig Tabellenzweiter. Die Fans in Graz-Liebenau erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Denn im ersten Drittel zogen die Villacher schnell davon, doch die 99ers drehten die Partie noch zu ihren Gunsten.

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Wirtschaft

Republik könnte 300 Mio. aus EU-Budget zurückbekommen

Österreich könnte aus dem EU-Budget durch einen Berichtigungshaushalt möglicherweise fast 300 Mio. Euro rückerstattet bekommen. Die britische „Financial Times“ veröffentlichte gestern Abend Zahlen aus vorläufigen Berechnungen der EU-Kommission. Demnach müsste Großbritannien rund 2,1 Mrd. Euro nachzahlen.

Das Papier, das der APA in Kopie vorliegt, weist für den geplanten Berichtigungshaushalt für 2014 einen Betrag von 294,3 Millionen Euro aus, den Österreich aus dem EU-Budget zurückerstattet bekommen würde. Der Grund dafür sind Änderungen in der Berechnungsgrundlage der auf Mehrwertsteuer und dem Bruttonationalprodukt basierenden EU-Beiträge der EU-Staaten für die Jahre 1995 bis 2013. Laut dem Dokument sind die Berechnungen noch nicht endgültig, die Überprüfung dauert noch an.

Der niederländische Premier Mark Rutte, dessen Land heuer 642 Mio. Euro ins EU-Budget nachzahlen müsste, nannte den Bericht gestern am Rande des EU-Gipfels in Brüssel „eine unangenehme Überraschung, die viele Fragen aufwirft“. Nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP sprach Rutte bereits mit dem britischen Premier David Cameron darüber.

Medien: Stresstest zeigt Kapitalloch bei irischer Bank

Der europäische Bankenstresstest hat bei der irischen Bank Permanent TSB einem Zeitungsbericht zufolge eine Kapitallücke von bis zu einer Milliarde Euro offenbart. Die Zeitung „Irish Times“ berichtete heute ohne Angabe einer Quelle, die Lücke der mehrheitlich dem Staat gehörenden Bank liege zwischen 800 Mio. und einer Milliarde Euro. Das Institut wollte sich dazu nicht äußern.

Ein Teil der Lücke könnte Analysten zufolge schnell gestopft werden: Der Staat ist mit 400 Mio. Euro Hybridkapital bei Permanent TSB engagiert, die in Eigenkapital umgewandelt werden könnten. Finanzminister Michael Noonan hatte in der vergangenen Woche gesagt, er glaube, die Bank könne mögliche weitere Lücken mit Hilfe des Kapitalmarkts schließen. Allied Irish Bank und Bank of Ireland, die anderen beiden Banken des Landes, die am Stresstest teilnehmen, seien auf der sicheren Seite, sagte Noonan.

Permanent TSB hatte erst vor wenigen Tagen ein Portfolio fauler Kredite verkauft, wovon sich das Institut Entlastung auf der Kapitalseite verspricht.

Neuer Karstadt-Chef startet mit Standortschließungen

Aufräumen bei Karstadt: Sechs Häuser des deutschen Krisenkonzerns sollen noch 2015 geschlossen werden. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt kündigte der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl gestern erste Schließungen an.

Betroffen sind zwei der noch verbliebenen 83 klassischen Warenhäuser in Hamburg und Stuttgart, die bis Mitte nächsten Jahres ihre Tore schließen sollen. Ferner betroffen sind die Filialen der auf junge Mode spezialisierten Kette K-Town in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte des Konzerns in Paderborn und Frankfurt/Oder.

„Filialrentabilität verbessern“

Fanderl betonte: „Die Sanierung wird uns viel abverlangen. Ohne zum Teil sehr schmerzliche Entscheidungen wie auch Filialschließungen wird es nicht gehen, um das Überleben des Gesamtunternehmens zu sichern.“

Man habe aber auch in kürzester Zeit ein Zukunftskonzept erarbeitet, mit dem das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet werden könne. Bereits im nächsten Jahr sollten einzelne neue Warenhauskonzepte an den Start gehen. „Alle Anstrengungen müssen parallel darauf ausgerichtet bleiben, operativ besser zu werden und die Filialrentabilität zu verbessern“, so Fanderl.

Der Karstadt-Aufsichtsrat berief den 51-jährigen Manager gestern zum neuen Konzernchef und füllte damit nach drei Monaten die durch den überraschenden Abgang von Eva-Lotta Sjöstedt hinterlassene Lücke. Fanderl war bisher Aufsichtsratsvorsitzender der Warenhauskette. Seinen Posten übernahm Wolfram Keil, der als Vertrauter des österreichischen Karstadt-Eigentümers Rene Benko gilt und auch Geschäftsführer der für das Handelsgeschäft zuständigen Benko-Firma Signa Retail GmbH ist.

Südkoreas Wirtschaft mit schnellerem Wachstum

Die südkoreanische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2014 trotz eines Rückgangs der Exporte wieder schneller gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent, wie die Zentralbank des Landes heute mitteilte.

Im zweiten Quartal war Asiens viertgrößte Volkswirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich legte das BIP um 3,2 Prozent zu. Der Anstieg des BIP wird auf das Konjunkturprogramm der Regierung und einen höheren Privatverbrauch zurückgeführt. Allerdings gingen die Ausfuhren des exportorientierten Landes im Vergleich zum zweiten Quartal um 2,6 Prozent zurück.

Im Juli hatte die Regierung ein Konjunkturprogramm im Volumen von 41 Billionen Won (etwa 30,6 Mrd. Euro) aufgelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der größte Teil des Pakets sollte im laufenden Jahr eingesetzt werden. Die Notenbank hatte in der vergangenen Woche ihre diesjährige Wachstumsprognose von 3,8 auf 3,5 Prozent korrigiert.

Chronik

Schnee sorgt für Behinderungen und Stromausfälle

Nach den starken Schneefällen sind laut dem Tiroler Energieversorger TINETZ heute Früh immer noch rund 470 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Grund sind teils lawinengefährdete Gebiete, so die TINETZ.

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Probleme auf den Straßen

Am Tag nach dem Wintereinbruch im Gebirge mit Starkregen im Voralpenland sind in Salzburg noch nicht alle Probleme beseitigt: Bundesstraßen sind weiter gesperrt. In einigen Gemeinden gibt es zudem noch Probleme mit der Stromversorgung.

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Pegelstände gehen zurück

In Oberösterreich gehen seit der Früh die Pegelstände der Flüsse kontinuierlich zurück. Zwar gab es in der Nacht noch mehrere Einsätze der Feuerwehren, insgesamt beruhigt sich die Situation aber merklich, seit der Regen aufgehört hat.

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Entwarnung in Niederösterreich

In Niederösterreich gab der Hydrologische Dienst des Landes inzwischen Entwarnung. Kurzfristig stiegen die Pegel der Donau in der Nacht zwar an, mittlerweile beruhigte sich die Situation, Sicherungsmaßnahmen waren aber notwendig.

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Sturm riss Bäume um

Im Burgenland sorgte in der Nacht ein heftiger Sturm für mehrere Feuerwehreinsätze. In den meisten Fällen mussten umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden.

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Überraschende Wende im Wiener Brandstifterprozess

Der Richter und der Schöffensenat haben nach Ende des ersten Prozesstages die Anklage auf Brandstiftung mit tödlichem Ausgang verworfen - die Anklage gegen den 45-jährigen Mietnomaden soll nun auf Mord ausgedehnt werden.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im April 2014 seine Wohnung in der Innenstadt gesprengt zu haben. Durch die Explosion starb eine Nachbarin.

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Mann griff Polizisten in New York mit Axt an

Mit einer Axt hat ein Unbekannter in New York zwei Polizisten angegriffen und schwer verletzt. Der Mann wurde bei dem Vorfall gestern (Ortszeit) von anderen Polizisten erschossen. Dabei wurde auch eine Passantin getroffen, deren Zustand als kritisch bezeichnet wurde. Das Motiv der Tat war völlig rätselhaft.

Ein Ermittler sagte laut dem TV-Sender CNN, es gebe derzeit keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Queens und wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen. Zu sehen ist ein Mann Anfang 30 in Parka und mit Kapuze, der sich den Polizisten schnell nähert und mit der Axt ausholt.

Ein 25 Jahre alter Polizeineuling wurde bei der Attacke am Kopf getroffen und lebensgefährlich, ein Kollege schwer verletzt. Zwei weitere Polizisten erschossen den Angreifer, durch eine Kugel wurde die weit weg stehende Passantin verletzt.

D: Entwarnung nach Gasexplosion in Ludwigshafen

Nach der Gasexplosion im deutschen Ludwigshafen haben Feuerwehr und Polizei heute Früh Entwarnung gegeben. In dem Gebiet um die gestern detonierte Gasleitung besteht keine Gefahr mehr, wie die Feuerwehr mitteilte.

Zuvor waren Anrainer in einem Radius von 150 Metern aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen verschlossen zu halten. Die Sperre sei nun aufgehoben.

Die Explosion bei Arbeiten an einer Gasleitung im Ludwigshafener Stadtteil Oppau hatte gestern einen Bauarbeiter in den Tod gerissen. 26 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Rund 50 Häuser wurden bei dem Unglück beschädigt. Mehrere Wohnungen konnten nicht mehr genutzt werden. Die Bewohner haben die Nacht in Hotels verbracht, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte.

Video dazu in iptv.ORF.at

Hubschrauber stößt in USA mit Leichtflugzeug zusammen

Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers mit einem Leichtflugzeug sind im US-Bundesstaat Maryland drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden.

Die Kollision ereignete sich unweit des Flughafens der Stadt Frederick, wie ein Sprecher der zuständigen Rettungskräfte gestern Abend (Ortszeit) sagte. Krankenwagen brachten die beiden Verletzten auf die Traumastation einer Klinik.

Aus welcher der beiden Maschinen die fünf Unfallopfer kamen, sagte der Sprecher nicht. Die Transportbehörde NTSB teilte mit, Ermittler zur Unfallstelle zu schicken.

Britische Polizei entschädigt Mutter mit Kind von V-Mann

Die britische Polizei muss eine Frau entschädigen, die von einem verdeckten Ermittler ein Kind bekam, ohne zu wissen, dass er für eine geheime Polizeieinheit arbeitete.

Die britische Zeitung „The Guardian“ und der Rundfunksender BBC berichteten gestern, die Frau, die nur als Jacqui bekannt ist, habe in einem Rechtsstreit eine Entschädigung von 425.000 Pfund (539.000 Euro) zugesprochen bekommen.

Weitere Frauen verlangen Wiedergutmachung

Mehrere weitere Frauen verlangen ebenfalls Wiedergutmachung, nachdem sie Beziehungen mit verdeckten Ermittlern eingegangen waren ohne Kenntnis von deren wahrer Identität.

„Er stellte sich als Bob Robinson vor, ein langhaariger linker Radikaler“, berichtete Jacqui dem „Guardian“. „In Wahrheit war er ein Mitglied einer geheimen Polizeieinheit, der Spezialeinheit für Demonstrationen, und begann gerade eine fünfjährige Mission, um Umwelt- und Tierrechtsgruppen zu infiltrieren.“

Als das Kind zwei Jahre alt war, verschwand der Mann demnach aus dem Leben von Jacqui und kehrte zu seiner früheren Frau und dem Kind zurück. Der Mann, der heute als Wissenschaftler arbeitet, war einer von mehreren verdeckten Ermittlern der von 1968 bis 2008 operierenden Polizeieinheit.

Für „Schmerz und alles Leiden“ entschuldigt

Im Jahr 2012 wurde er bei einer Konferenz von Greenpeace-Mitgliedern erkannt, deren Gruppe er in den 80er Jahren infiltriert hatte. Die Polizei räumte später ein, dass der Mann für sie als verdeckter Ermittler arbeitete.

Scotland Yard erklärte, die Polizei entschuldige sich „rückhaltlos für allen Schmerz und alles Leiden, das die Beziehung“ verursacht habe. Allerdings betonte sie, nie den Einsatz sexueller Beziehungen zu Zwecken der Polizeiarbeit erlaubt zu haben. Im August war vier früheren Beamten der Sondereinheit aber versichert worden, ihnen drohe keine Strafverfolgung wegen ihrer Beziehungen als verdeckte Ermittler.

IT

Amazon schockiert Anleger

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steckt mit seinen hohen Ausgaben tief in den roten Zahlen fest. Im vergangenen Quartal lief ein Verlust von 437 Millionen Dollar (345 Mio. Euro) auf.

Auch für das laufende Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft konnte Amazon keine klare Prognose geben. Die Vorhersage beim operativen Ergebnis liegt zwischen einem Minus von 570 Millionen Dollar und einem Gewinn von 430 Millionen Dollar. Die Investoren straften die Aktie im nachbörslichen Handel gestern mit einem Kurseinbruch von mehr als zehn Prozent ab.

Der Verlust im dritten Quartal fiel deutlich höher aus als auf dem Markt erwartet. Dazu trug auch eine Abschreibung von 170 Millionen Dollar auf das erst im Sommer herausgekommene erste Amazon-Handy Fire Phone bei. Das groß angekündigte Smartphone wurde bisher nicht zum Verkaufsschlager und bekam auch schlechte Kritiken in der Fachpresse.

Netzwerkausrüster Ericsson wächst unerwartet kräftig

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson ist im dritten Quartal überraschend deutlich gewachsen. Im Tagesgeschäft stieg auch die Profitabilität. Beim Gewinn nach Anteilen Dritter verzeichneten die Schweden dagegen einen Rückgang von 13 Prozent auf 2,7 Mrd. schwedische Kronen (293,9 Mio. Euro), wie das Unternehmen heute in Stockholm mitteilte.

Grund war vor allem die Neubewertung von Währungssicherungsgeschäften, die mit einer Milliarde Kronen ins Gewicht fiel. Höhere Kosten schmälerten das Ergebnis ebenfalls.

Beim Umsatz überraschte der Konzern dank starker Nachfrage aus dem Nahen Osten, China, Indien und Russland mit einem Sprung von neun Prozent auf 57,6 Mrd. Kronen. Vor allem die Netzwerksparte war dafür verantwortlich. Ohne Wechselkursschwankungen und in der gleichen Zusammensetzung wie vor einem Jahr hätte das Plus drei Prozent betragen.

Ericsson gehört zu den weltweit führenden Netzwerkausrüstern und steht in einem harten Wettbewerb mit seinem finnischen Nachbarn Nokia, dem US-Konzern Cisco, dem chinesischen Technologieunternehmen Huawei und anderen Anbietern. Gerade die Chinesen hatten die letzten Jahre technologisch und bei den Umsätzen enorm aufgeholt.

Science

Kultur

Aus für „Grabenkämpfe“: Appell zur Viennale-Eröffnung

Mit einem „Aufruf zur Toleranz in Zeiten der Intoleranz“ ist gestern die 52. Viennale eröffnet worden. Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) erteilte gleichzeitig „allen Grabenkämpfen“ in der Wiener Filmszene eine deutliche Absage.

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Hausner streut Viennale Rosen

Regisseurin Jessica Hausner, die zuletzt mit „Lourdes“ internationale Erfolge gefeiert hatte, eröffnete die Viennale mit ihrem neuen Film „Amour Fou“. Krankheitshalber bei der Eröffnung nicht anwesend, feixte Festivalpräsident Eric Pleskow via Briefbotschaft Richtung Viennale-Chef Hans Hurch: „Die Viennale mit einem Film über einen todessehnsüchtigen Dichter zu beginnen, der dann in einem Doppelselbstmord endet, das ist irgendwie typisch Hurch.“

Hausner war mit der Auswahl des Eröffnungsfilms naturgemäß zufrieden - sie streute dem Festival Rosen und wünschte dem Publikum „Bon Appetit“.

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Leute

Bud Spencer hat sich von Klinikaufenthalt erholt

Dem Schauspieler Bud Spencer (84) geht es nach einem Krankenhausaufenthalt im Frühjahr wieder besser. Er habe sich gut erholt, sagte sein Sohn Giuseppe Pedersoli der Nachrichtenagentur dpa in Rom. Der als Carlo Pedersoli geborene Italiener („Vier Fäuste für ein Halleluja“) wird in einer Woche 85 Jahre alt.

Nach Angaben seines Sohnes wird er den Geburtstag mit einer Feier in Rom begehen. Möglicherweise werde auch die wegen des Klinikaufenthalts abgesagte Buchtour in Deutschland bald nachgeholt. Neue Termine gibt es nach Angaben seines Berliner Verlags noch nicht.

Spencer war im April in einem Krankenhaus in Rom behandelt worden. Der „Bild“-Zeitung sagte er vor kurzem, er sei auf Drängen seiner Frau Maria zum Arzt gegangen. Dabei sei dann festgestellt worden, dass sich eine kleine Tablette nicht richtig aufgelöst und eine Wunde im Magen verursacht habe. Daraufhin habe er unbemerkt viel Blut verloren. „Gerettet hat mich am Ende meine liebe Frau Maria“, sagte Spencer.

Lifestyle

Erste Skigebiete starten in Saison

Erstmals in der Geschichte starten die Loser-Bergbahnen in Altaussee (Steiermark) noch im Oktober ihren Skibetrieb. Morgen geht der erste Lift in Betrieb. Auch auf der Planai und auf dem Dachstein beginnt der Skiwinter.

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Start in Kitzbühel und Sölden

Auch in Tirol kommen schneehungrige Wintersportler heuer früh auf ihre Rechnung. In Kitzbühel kann man am Wochenende im ersten Skigebiet, das keinen Gletscher hat, Ski fahren. In Seefeld ist es bereits möglich langzulaufen. Außerdem findet am Wochenende auch der Weltcup-Auftakt in Sölden statt.

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