Die sinkende Nachfrage nach einfachen Mobiltelefonen hat den weltweiten Handymarkt im ersten Quartal 2012 schrumpfen lassen. Nach aktuellen Zahlen des US-Marktforschers Gartner ging der Absatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 419,1 Millionen Geräte zurück - der insgesamt zweite Rückgang.
Bei den weiterhin populären Smartphones gab es einen Zuwachs von fast 45 Prozent auf 114,4 Millionen Computer-Telefone. Das Google-Betriebssystem Android zementierte seine Spitzenposition im Smartphones-Geschäft mit einem Marktanteil von 56,1 Prozent. Ursache für den Rückgang des Marktes sei vor allem eine niedrigere Nachfrage in der Region Asien/Pazifik gewesen, hieß es.
Samsung vor Nokia und Apple
Wie schon andere Marktforscher sieht Gartner Nokia nach 14 Jahren vom Thron des weltgrößten Handyherstellers gestoßen. Neue Nummer eins sei Samsung mit 86,6 Millionen verkauften Geräten und 20,7 Prozent Marktanteil. Nokia kam demnach auf 83,2 Millionen Handys und 19,8 Prozent Marktanteil. Die Marktforscher von Strategy Analytics errechneten für Samsung einen Absatz von 93,5 Millionen Mobiltelefonen. Samsung selbst gibt keine Verkaufszahlen bekannt.
Als weltweit drittgrößter Hersteller hat sich Apple mit seinem iPhone etabliert, auch wenn mit 33,1 Millionen verkauften Geräten und 7,9 Prozent Marktanteil der Abstand zur Führung groß ist. Am Smartphonemarkt hat das iPhone laut Gartner einen Anteil von 22,3 Prozent. Damit lassen Android und Apples iOS anderen Systemen immer weniger Platz. Die BlackBerrys von Reserachin Motion (RIM) liegen demnach nur noch bei 6,9 Prozent, die Microsoft-Betriebssysteme inklusive Windows Phone stecken bei 1,9 Prozent fest. Symbian liegt mit 8,6 Prozent auf Platz drei.
Chinesen holen auf
Deutlich wird auch, dass die Konkurrenz aus China zunehmend aufholt. So rückte der Hersteller ZTE weltweit auf den vierten Platz vor, mit einem Marktanteil von 4,2 Prozent. Auf Rang sechs steht Huawei - vor dem BlackBerry-Anbieter RIM, Motorola, Sony und HTC.