Ausland

Irakische Streitkräfte befreien IS-Stadt nahe Mossul

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben irakische Truppen die Stadt Kajjara Berichten zufolge von den Dschihadisten befreit. Die IS-Kämpfer seien heute vollständig aus dem Ort etwa 60 Kilometer südlich ihrer Hochburg Mossul vertrieben worden, berichtete die Nachrichtenseite Alsumaria News unter Berufung auf den Vorsitzenden des Provinzrates.

Bei den Kämpfen gab es Dutzende Tote unter den Extremisten. Opferzahlen aufseiten der irakischen Kräfte wurden nicht genannt. Zunächst waren Einsatzkräfte noch damit beschäftigt, möglicherweise zurückgelassene Sprengsätze der Terrormiliz aufzuspüren.

Kajjara wird von Militärs als Ausgangspunkt für eine Offensive auf Mossul - neben al-Rakka in Syrien die inoffizielle Hauptstadt des IS - im Nordirak beschrieben. Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi hatte angekündigt, die von der Terrormiliz im Irak gehaltenen Gebiete bis zum Jahresende einnehmen zu wollen. Zuletzt hatte die irakische Armee die bedeutende Stadt Falludscha aus den Händen des IS erobert.

UNO: Menschenrechtsverletzungen im Jemen-Krieg

Im Bürgerkrieg im Jemen sind nach Angaben der UNO seit März 2015 mindestens 3.799 Zivilisten getötet und 6.711 verletzt worden. Alle beteiligten bewaffneten Gruppierungen hätten sich schwerer Verbrechen an der Bevölkerung schuldig gemacht, sagte der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad al-Hussein, heute in Genf.

Einem UNO-Lagebericht zufolge leiden 7,6 Millionen Einwohner des armen Landes im Süden der Arabischen Halbinsel an Unterernährung, drei Millionen seien aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Hussein rief zur Einsetzung einer unabhängigen Ermittlungskommission auf.

Bombardierungen von Wohngebieten

Der Bericht wirft den Konfliktparteien willkürliche Angriffe auf Zivilisten vor. Dazu gehörten Bombardierungen von Wohngebieten, Märkten, Krankenhäusern und Schulen. Zivilisten seien mit Streubomben und Landminen sowie von Heckenschützen getötet worden.

Appell zur Linderung

„Die Folgen dieses Konflikts für die Bevölkerung sind verheerend“, heißt es in dem UNO-Dokument. „Die internationale Gemeinschaft hat rechtlich und moralisch die Pflicht, Maßnahmen zur Linderung der verzweifelten Notlage der Menschen zu ergreifen.“

Im Jemen bekämpfen die vom Iran unterstützten, schiitischen Houthi-Rebellen gegen den international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, der wiederum von der saudi-arabischen Luftwaffe unterstützt wird.

US-Zerstörer musste iranischen Militärschiffen ausweichen

In der Straße von Hormus ist es laut US-Angaben zu einem Zwischenfall zwischen US- und iranischen Militärschiffen gekommen. Vier iranische Schiffe hätten sich am Vortag in „unsicherer und unprofessioneller“ Weise dem US-Zerstörer „USS Nitze“ genähert, wie das US-Zentralkommando gestern mitteilte.

Laut den Angaben rasten sie mit unbedeckten Waffen in einem Abstand von weniger als 300 Metern an der „USS Nitze“ vorbei. Das US-Schiff, das sich gemeinsam mit einem weiteren Zerstörer, der „USS Mason“, in internationalen Gewässern befunden habe, habe ausweichen müssen, um eine Kollision zu vermeiden. Die „USS Nitze“ habe zudem Warnschüsse abgegeben und versucht, mit den iranischen Kommandanten Kontakt aufzunehmen, das sei aber nicht gelungen.

In der strategisch wichtigen Meerenge am Übergang vom Persischen Golf zum Golf von Oman kommt es häufiger zu Zwischenfällen. Im Jänner hatte die iranische Marine die Besatzung von zwei US-Schiffen vorübergehend festgenommen. Durch die Straße von Hormus verläuft ein Großteil des weltweiten Ölexports.

D: Debatte über Abzug von türkischem Stützpunkt

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will an der Stationierung der Bundeswehr auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik festhalten. Das Magazin „Der Spiegel“ hatte zuvor berichtet, die deutsche Bundeswehr bereite einen möglichen Abzug vor.

„Die Bundeswehr würde gerne den gemeinsamen Kampf gegen den IS von der NATO-Basis Incirlik aus fortführen“, sagte von der Leyen nun den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. „Die Operation von Incirlik aus liegt nach wie vor im gemeinsamen Interesse Deutschlands und der Türkei.“

Besuche in Incirlik abgelehnt

Zu der Frage, ob die Bundeswehr im Notfall auf einen schnellen Abzug vorbereitet sei, sagte die Ministerin: „Kluge militärische Planung sieht immer auch Ausweichmöglichkeiten vor.“

Die Türkei hat seit der vom deutschen Bundestag im Juni beschlossenen Armenierresolution Besuche von Abgeordneten bei deutschen Soldaten auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik abgelehnt.

Tote bei Anschlag auf Parlamentarier in Afghanistan

Bei einem Bombenanschlag in der nordafghanischen Provinz Balkh sind mindestens vier Menschen getötet und sechs verletzt worden. Das sagte der Polizeisprecher der Provinz, Shir Ahmad Durrani, heute. Provinzratsmitglied Mohammed Afsal Hadid berichtete, der Anschlag habe sich gegen den Parlamentarier Assadullah Sharifi gerichtet. Dem Politiker gehe es gut.

In der Hauptstadt Kabul waren in der Nacht drei mutmaßliche Talibankämpfer auf das Gelände der Amerikanischen Universität vorgedrungen und hatten während einer fast zehnstündigen Belagerung mehrere Menschen getötet. Unter ihnen waren sieben Studenten und Professoren sowie drei Wächter und drei Polizisten. Auch die drei Angreifer starben.

Inland

Lopatka fordert Ende der Attacken der SPÖ

ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka fordert die SPÖ auf, die „persönlichen Angriffe“ gegen ÖVP-Minister einzustellen und stattdessen inhaltlich über die Vorschläge zu debattieren. Im Gespräch mit der APA verlangte Lopatka ein Ende der Attacken, sonst gefährde die SPÖ die Zusammenarbeit.

Zuletzt hatten seitens der SPÖ vor allem Kanzleramtsminister Thomas Drozda und auch Klubobmann Andreas Schieder der ÖVP vorgeworfen, Vorschläge ständig in den Medien zu präsentieren und nicht in den zuständigen Arbeitsgruppen. Drozda hatte gemeint, vor allem Kurz würde eher wie ein Oppositionspolitiker agieren. Heute hat der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl im „Kurier“ nachgelegt und Lopatka als „Quertreiber“ bezeichnet, der gemeinsam mit Kurz einen Wechsel an der ÖVP-Spitze betreibe.

SPÖ mit „Belastungsvorschlägen“

Lopatka forderte nun die SPÖ auf, persönliche Angriffe zu unterlassen und stattdessen in die inhaltliche Debatte einzusteigen. Der ÖVP-Klubobmann bezeichnete es als „unrichtig“, dass seine Partei laufend Vorschläge über die Medien präsentiere und nicht in den Arbeitsgruppen.

Er kann auch keinen Fehler seiner Partei erkennen. Der ÖVP-Klubobmann hielt der SPÖ und Bundeskanzler Christian Kern vor, in dessen ersten 100 Tagen vor allem Belastungsvorschläge auf den Tisch gelegt zu haben. Die ÖVP bestimme hingegen immer mehr Themen und Tempo in der Regierung.

Eine Übernahme der ÖVP-Obmannschaft

Dass sich Kurz mit seinen öffentlichen Positionierungen schon für eine Übernahme der ÖVP-Obmannschaft vorbereite, bezeichnete Lopatka als „absoluten Quatsch“ und als „Nonsens“. Dessen Vorschläge seien mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner „abgestimmt und abgesprochen“. Und auch er selbst und der Parlamentsklub seien eng abgestimmt mit dem Vizekanzler, etwa in der Frage der Mindestsicherung. Wenn die SPÖ aus den Auftritten von Kurz auf eine Ablöse Mitterlehner schließe, dann sei das „ein grober Trugschluss“.

Hofburg-Wahlkampf: Startschuss für Runde drei

Mehr als fünf Wochen sind es noch bis zur Wiederholung der Präsidentschaftswahl, der Wahlkampf der beiden Kandidaten ist jetzt voll angelaufen: FPÖ-Bewerber Norbert Hofer setzt in seiner gestern präsentierten Plakatkampagne auf das Thema Sicherheit und kupfert mit seinem Slogan „Macht braucht Kontrolle“ vom verstorbenen Ex-Präsidenten Thomas Klestil ab.

Der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen hatte seine Werbesujets schon zuvor präsentiert - sein zentraler Begriff ist wie beim ersten Stichwahlgang „Heimat“.

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Drogendelikte: 33.000 Anzeigen im Vorjahr

Die österreichische Polizei hat im Vorjahr 33.000 Anzeigen wegen Drogendelikten erstattet. Das ist ein Anstieg von fast neun Prozent gegenüber 2014. Heuer wird ein weiterer Anstieg erwartet. Die meisten Tatverdächtigen im Vorjahr waren Österreicher.

Asylsuchende dealen offenbar selten mit harten Drogen wie Heroin und Kokain, sondern vor allem mit Cannabis, das in manchen Ländern bereits legalisiert ist.

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Sport

Fußball: Salzburg war an CL „richtig knapp dran“

Salzburg ist gestern zum neunten Mal am Einzug in die Gruppenphase der Champions League gescheitert. Im Play-off-Rückspiel gegen Dinamo Zagreb musste sich der heimische Meister nach Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben, nachdem die „Bullen“ bis zur 87. Minute auf Kurs in die Millionenliga waren. „Wir waren richtig knapp dran“, meinte Verteidiger Martin Hinteregger. Im entscheidenden Moment fehlte Salzburg jedoch einmal mehr Kaltschnäuzigkeit und auch Glück, etwa bei einem verweigerten Handselfer. Trotzdem war Trainer Oscar Garcia stolz auf sein Team.

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Fußball: Ronaldo vor nächster Auszeichnung

Nach dem Gewinn der Champions League mit Real Madrid und dem Triumph bei der EM in Frankreich mit Portugal darf sich Cristiano Ronaldo wohl auf den nächsten Titel freuen. Der 31-jährige Superstar geht als großer Favorit in die Wahl zu Europas Fußballer des Jahres heute Abend. Auf der Shortlist stehen auch sein Clubkollege Gareth Bale und Frankreichs EM-Held Antoine Griezmann.

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Wirtschaft

WIFO: Politik muss bis 2025 mehr gegen Ungleichheit tun

Die Regierung tut zu wenig bei Digitalisierung, Ausbildung, Innovationen und Umwelttechnologien, konstatiert das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) in seinem Programm „Österreich 2025“. In diesen Bereichen sei die österreichische Position „nicht mit den Erfordernissen einer Spitzenposition hinsichtlich Pro-Kopf-Einkommen vereinbar“, so die Forscher heute.

Ein weiteres Thema mit Reformbedarf sind die Einkommensunterschiede. Diese seien zwar in Österreich stets etwas geringer als im EU-Schnitt, „jedoch belasten die wegen wachsender Unterschiede zwischen den Markteinkommen erforderlichen Transferleistungen immer stärker die öffentlichen Haushalte“.

Handlungsbedarf in mehreren Bereichen

„Erheblich verstärken“ müsse Österreich auch seine Anstrengungen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Was die Alterung der Bevölkerung bei gleichzeitigem Zuzug von Flüchtlingen betrifft, brauche es ebenfalls neue politische Antworten. Selbiges gelte für den Strukturwandel aufgrund von Digitalisierung und neuen Konsumgewohnheiten.

„Technologie- und wissensbasierte Branchen gewinnen in Zukunft weiter an Gewicht. Sie benötigen adäquat ausgebildete Arbeitskräfte und einen modernen Kapitalstock“, so das WIFO in einer Aussendung. Auch für die Exportwirtschaft - Stichwort Globalisierung - müsse die Politik ihre Strategie ändern.

VW rutscht bei Gewinnstärke ab, BMW gewinnt

BMW hat seinen Platz als gewinnstärkster Autokonzern der Welt im zweiten Quartal 2016 einer Studie zufolge verteidigt. Die Münchner legten sogar noch zu: Von 100 Euro Umsatz blieben bei BMW im zweiten Jahresviertel vor Zinsen und Steuern 10,90 Euro in der Kasse. Ein Jahr zuvor waren es 40 Cent weniger gewesen.

Das geht aus einer Analyse zu den größten 16 Autokonzernen hervor, die das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY erstellte. Die Ergebnisse lagen der dpa vor. Das Papier ist zwar nur eine Momentaufnahme, gibt aber klare Anhaltspunkte für die Lage bei den Herstellern.

VW punktet beim Umsatz

Hinter BMW musste der japanische Hersteller Toyota beim Vergleich der operativen Gewinnspannen einen Rückgang von 10,8 auf 9,7 Prozent hinnehmen. Daimler belegte mit 8,4 Prozent den dritten Platz. Suzuki (7,8 Prozent), Honda (7,7) und General Motors (7,4) folgten.

Der vom Dieselskandal erschütterte VW-Konzern schwang sich beim bloßen Blick auf die absoluten Umsatzzahlen wieder zum Weltmeister auf: Ein Plus von knapp zwei Prozent bei den Erlösen reichte für ein Überholmanöver vorbei an Toyota. Während VW zwischen April und Ende Juni auf knapp 57 Milliarden Euro zulegte, gab es bei den Japanern sechs Prozent Umsatzrückgang auf 54 Milliarden Euro.

Hohe Rückstellungen nötig

Doch Umsatz ist nicht alles. Europas größter Autohersteller muss allein für die Einigung mit Behörden und Kunden in den USA zweistellige Milliardensummen einplanen, was zu hohen Rückstellungen führt. Mit 1,9 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern liegt VW daher in der Analyse nur im Mittelfeld.

Gesundheit

Ärztekammer für statistische Erfassung von Abtreibungen

Die Ärztekammer unterstützt die Forderung nach einer statistischen Erfassung von Abtreibungen. Das geht aus einer Stellungnahme von Präsident Artur Wechselberger zur Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ des Vereins aktion leben hervor. Knapp 54.000 Bürger hätten für die Einführung einer Statistik unterzeichnet, hieß es heute in einer Aussendung der Initiatoren.

„Datenerhebung bildet eine wichtige Grundlage der modernen evidenzbasierten Medizin“, schreibt Wechselberger in seiner knappen Stellungnahme, die auf der Parlamentswebsite abrufbar ist. Laut dem Ärztekammer-Präsidenten sollte dabei kein medizinischer Bereich ausgespart bleiben.

„Darüber hinaus ist bei der gegebenen Fragestellung sowohl gesundheitspolitische als auch gesellschaftspolitische Relevanz gegeben“, so Wechselberger.

Chronik

Person in Kärnten von Auto erfasst - tot

In Kärnten ist es heute Vormittag zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Laut dem Roten Kreuz wurde eine Person in der Klagenfurter Innenstadt von einem Auto erfasst und zu Boden geschleudert. Der eingetroffene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

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Motorradfahrer in Salzburg tödlich verunglückt

Ein Motorradfahrer verunglückte heute Vormittag auf der Wolfgangsee-Bundesstraße bei Koppl-Guggenthal (Salzburg). Er erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Kopfverletzungen.

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Junger Mopedfahrer bei Zusammenstoß getötet

Im Kärntner Ort Kühnsdorf im Bezirk Völkermarkt kam es gestern Abend zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Das Auto eines 18-Jährigen kollidierte mit dem Moped eines 15 Jahre alten Schülers. Der Jugendliche starb trotz notärztlicher Maßnahmen an der Unfallstelle.

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Unfall mit Dreiradmoped: 15-Jähriger verletzt

Bei einem Unfall mit einem dreirädrigen Mopedlieferwagen wurde gestern Abend in Straßwalchen in Salzburg ein 15-Jähriger verletzt. Der Jugendliche war von einem Auto gerammt worden.

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Mehr als 250 Tote bei Flut in Nordindien

Mehr als 250 Menschen sind seit Juni bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen in Nordindien ums Leben gekommen. Große Teile der Pilgerstadt Varanasi waren überflutet. Am schlimmsten betroffen sind die Bundesstaaten Bihar, Madhya Pradesh und Uttar Pradesh. Nach offiziellen Angaben mussten seit Juni etwa 35.000 Menschen gerettet werden. Insgesamt seien mehr als drei Millionen Menschen betroffen.

Überflutets Dorf in Nordindien

AP/AFP/Sanjay Kanojia

„Die Situation ist sehr ernst“, sagte Rakesh Ranjan von der Katastrophenschutzbehörde NDRF der dpa. „Die Wasserpegel sinken einfach nicht. Die meisten Todesmeldungen stammen aus dieser und der vergangenen Woche.“ Mehr als 60 Rettungsteams seien im Einsatz.

Die überflutete Pilgerstadt Varanasi liegt am Fluss Ganges. Dessen Wasserstand war zuletzt so hoch, dass Teile der Altstadt nur noch per Boot zu erreichen waren. Seit 1978 stand das Wasser in der Stadt nicht mehr so hoch.

Schießerei bei Zwangsräumung in Deutschland

Ein Polizeieinsatz zur Zwangsräumung eines Hauses im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt hat heute mit mehreren Verletzten geendet. Ein 41 Jahre alter Mann, dessen Haus zwangsgeräumt werden sollte, wurde bei einem Schusswechsel mit Polizisten schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zwei Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) erlitten leichte Verletzungen.

Sowohl der Mann als auch die SEK-Beamten hätten geschossen, sagte die Polizeisprecherin weiter. Wer zuerst Schüsse abgab, sei noch unklar. Der 41-Jährige sei Anhänger der Reichsbürger, die die Bundesrepublik nicht anerkennen. Die Polizei war zu dem Gelände in Reuden bei Zeitz mit Großaufgebot und SEK ausgerückt, um bei der Zwangsräumung zu unterstützen.

Science

80 Millionen aus Förderinitiative für „Silicon Austria“

Eine neue, mit 80 Millionen Euro dotierte Förderinitiative soll Forschung für Elektronik- und Mikroelektronik ankurbeln. Der Titel der Initiative, die von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) bei den Alpbacher Technologiegesprächen vorgestellt wurde: „Silicon Austria“.

Ein Gutteil der Gelder fließt in ein neues Forschungszentrum, das 2017 die Arbeit aufnehmen und auch von der Industrie mitfinanziert werden soll.

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Panorama

Goldsucher fand in Australien Vierkiloklumpen

Ein Goldsucher hat in Australien nach Angaben eines Metalldetektorherstellers einen vier Kilogramm schweren Goldklumpen gefunden. Der Mann habe das Nugget bereits vergangene Woche mit einem Suchgerät im Boden eines früheren Abbaugebiets im Bundesstaat Victoria entdeckt, erklärte die Herstellerfirma.

Goldklumpen

Minelab

Der Finder nannte das 145 Unzen (umgerechnet 4,1 Kilogramm) schwere Nugget „Friday’s Joy“ (Freitagsfreude). „Ich glaubte zuerst, es sei Müll, vielleicht ein altes Hufeisen“, wurde der Mann zitiert. Er hatte in dem Goldfeld schon zuvor mehrere große Goldklumpen gefunden, hieß es in der Mitteilung.

Schätzungen zufolge könnte das Nugget dem Finder umgerechnet etwa 170.000 Euro einbringen. In den 1850er Jahren strömten Tausende in die auch „Goldenes Dreieck“ genannte Region, Funde hatten einen Goldrausch ausgelöst. Der größte jemals in Australien gefundene Goldklumpen wog nach Expertenangaben 72 Kilogramm und wurde 1869 entdeckt.

Singapur testet fahrerlose Taxis

In dem asiastischen Stadtstaat Singapur will man in Zukunft auf selbstfahrende Auto setzen. Heute begann ein Versuch mit autonomen Robotertaxis - der erste weltweit. Die Taxis ohne Fahrer werden von den Testpassagieren per App gerufen.

Betreiber ist das US-Start-up nuTomony, seit April führte man in Singapur erste Studien durch. Ganz allein ist nun in den gestarteten Versuchen die Passagierin nicht. Ein Techniker der Firma sitzt als Begleitung dabei. Er kann jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen. Als Fahrzeuge hat man sich für umweltfreundliche E-Autos entschieden: Die Wagen kommen von Renault bzw. Mistsubishi.

Uber folgt in wenigen Wochen

Mit der Versuchsphase will man den Konkurrenten Uber abhängen. Der US-Fahrdienstvermittler will in den kommenden Wochen damit beginnen, autonome Taxis in der US-Stadt Pittsburgh zu testen. Es sind die ersten Tests in einer Großstadt, bisher wurden fahrerlose Fahrzeuge erst auf Landstraßen getestet.

Es sei nun der erste Versuch, fahrerlose Autos direkt im Stadtgebiet einzusetzen, so nuTomony laut Financial Times. In Singapur ist allerdings auch nicht die gesamte Stadt das Versuchsgebiet der autonomen Taxis. Der Versuch findet auf sechs Kilometer Straßennetz statt.

Kultur

„Toni Erdmann“ ist deutscher Oscar-Kandidat

Der Film „Toni Erdmann“ von Regisseurin Maren Ade geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Das gab die Auslandsvertretung des Deutschen Films, German Films, heute in München bekannt.

Der Film soll bei der Verleihung im kommenden Jahr den begehrten Preis für den besten nicht englischsprachigen Film nach Deutschland holen, wie eine unabhängige deutsche Jury entschied. Im Film spielt auch der österreichische Schauspieler und langjährige „Jedermann“ Peter Simonischek mit.

Die Academy in Hollywood wird am 17. Jänner 2017 eine Shortlist der Bewerbungen aus dem Ausland veröffentlichen, die fünf nominierten Filme sollen am 24. Jänner bekanntgegeben werden. Die Oscar-Verleihung findet schließlich am 26. Februar 2017 in Hollywood statt.

Der letzte Film, der offiziell von Deutschland für den Auslandsoscar nominiert wurde, war „Das weiße Band“ des österreichischen Regisseurs Michael Haneke bei der Oscar-Verleihung 2010.

Kronos Quartet gastiert in Schloss Esterhazy

Das Kronos Quartet steht seit mittlerweile 43 Jahren für Grenzgänge zwischen westlicher Neuer Musik, World Music, Jazz und Pop. In Europa und besonders im deutschsprachigen Raum ist es in den vergangenen Jahren um das legendäre Ensemble aus San Francisco etwas stiller geworden. Nach zehn Jahren ohne Österreich-Auftritt findet heute im Schloss Esterhazy in Eisenstadt ein Konzert des Ensembles statt.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Religion

Leute

Rassistische Cyberattacke auf „Ghostbusters“-Star Jones

Leslie Jones, Crewmitglied der neuen, weiblichen “Ghostbusters”-Riege, ist Opfer von Hackern geworden. Ihre Homepage wurde mit rassistischen Motiven versehen, und intime Fotos der Schauspielerin wurden online gestellt, wie mehrere Medien berichten. Zudem veröffentlichten die Täter Jones’ Führerschein und Pass.

Leslie Gore

Reuters/Mario Anzuoni

Die Website wurde offline genommen. Kürzlich verließ die 48-Jährige bereits den Kurznachrichtendienst Twitter, nachdem sie dort rassistisch beschimpft worden war.