Inland

Bildung: SPÖ fordert Rücknahme von Sparvorgaben

Nach dem Rückzieher von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bei den geplanten Sparmaßnahmen im Bildungsbereich herrscht eher Zurückhaltung bei der SPÖ. lediglich SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann stellt klare Forderungen. So soll etwa Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) die Sparvorgaben zumindest teilweise zurücknehmen.

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Heinisch-Hosek zog gestern nach nach heftigen Protesten - auch aus den eigenen Reihen - die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich wieder zurück. „Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden, denn das Finanzministerium beharrt auf der vereinbarten Einsparungssumme.

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Staatsschulden sollen 2014 bei 79,2 Prozent des BIP liegen

Die Staatsverschuldung Österreichs soll 2014 auf 79,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) steigen, berichtet die „Kronen-Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) über erste Eckdaten aus der Budgetrede von Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP).

Das strukturelle Defizit soll bei 1,2 Prozent des BIP liegen. Offiziell wollte man die Zahlen im Finanzressort gegenüber der APA noch nicht bestätigen. Laut dem Bericht wird das Maastricht-Defizit mit 2,7 Prozent knapp unter der erlaubten Dreiprozentgrenze bleiben. Beim gesamtstaatlichen Defizit ist eine Senkung bis 2016 auf 0,4 Prozent des BIP geplant. Der Finanzminister soll am 29. April in seiner Budgetrede eine „Trendwende“ versprechen - ebenso, dass keine weiteren Steuererhöhungen geplant werden, sondern stattdessen in der Verwaltung gespart wird.

Ausland

Polizist bei Bombenanschlag in Kairo getötet

Bei einem Bombenanschlag in Kairo ist gestern Abend einem Zeitungsbericht zufolge ein Polizist getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, berichtete das amtliche ägyptische Blatt „Al-Ahram“ (Online-Ausgabe).

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Seitdem die Streitkräfte den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im vergangenen Jahr stürzten, haben Extremisten ihre Angriffe auf die Sicherheitskräfte verstärkt und Hunderte Menschen getötet.

Am Dienstag wurden bei zwei Bombenanschlägen drei Polizisten in der Kairoer Innenstadt verletzt.

USA verweigern iranischem UNO-Diplomaten Einreise

35 Jahre nach der Geiselnahme von Teheran verweigert die US-Regierung dem designierten iranischen UNO-Botschafter wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in die Tat die Einreise.

Präsident Barack Obama unterzeichnete gestern ein Gesetz, mit dem der Amtsantritt von Hamid Abutalebi am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York faktisch verhindert wird. Demnach ist die Einreise von Personen untersagt, die sich an Spionage- oder Terroraktivitäten gegen die USA beteiligten haben oder ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Regierung hatte bereits angekündigt, dem Diplomaten kein Visum auszustellen.

Hintergrund des Streits zwischen den USA und dem Iran ist die Geiselnahme von 52 Amerikanern in der US-Botschaft in Teheran 1979. Sie wurden 444 Tage lang von einer muslimischen Studentengruppe gefangen gehalten. Abutalebi hat eingeräumt, für die Täter als Übersetzer gearbeitet zu haben.

Weiterer Diplomat in Libyen entführt

In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist erneut ein Diplomat aus Tunesien entführt worden. Nach Angaben des tunesischen Außenministers Mongi Hamdi fordern die Kidnapper die Freilassung von in Tunesien inhaftierten Terroristen. Dieselbe Entführergruppe habe bereits im März einen tunesischen Diplomaten gekidnappt, sagte Hamdi gestern dem tunesischen Sender Express FM.

Am Dienstag war in Tripolis der jordanische Botschafter Fawas Aitan verschleppt worden. Der UNO-Sicherheitsrat hatte die Entführung verurteilt, bei der ein Fahrer des Diplomaten verletzt worden war.

Moskau plant Web-Überwachung von Schülern

Das russische Bildungsministerium soll derzeit eine weitreichende Überwachung der Internetnutzung von Schülern und Studenten planen. Die Leiter von Bildungseinrichtungen sollen dazu verpflichtet werden, die persönlichen Websites von Schülern, Studenten und auch des eigenen Kollegiums zu überwachen und Berichte über alle anzulegen, die „zum Übertreten der Regeln neigen“. Erkenntnisse über auffälliges Verhalten sollen dem Inlandsgeheimdienst FSB zugeleitet werden, um „Terroraktivitäten“ zu bekämpfen, hieß es gestern.

Der Chef der Lehrergewerkschaft, Andrej Demidow, sagte in einer ersten Reaktion, es handle sich „entweder um eine bürokratische Groteske“ oder um den Versuch, alle Schüler und Lehrer zu überwachen, die „die aktuelle Regierung nicht unterstützen“. Das Bildungsministerium erklärte daraufhin, vorerst befinde sich das Gesetzesvorhaben im „Stadium der öffentlichen Diskussion“.

Mordanschlag auf Ex-IRA-Führungsmitglied in Nordirland

In Nordirland ist gestern ein früheres Führungsmitglied der IRA-Splittergruppe Continuity IRA (CIRA) erschossen worden. Der Mann sei in einem Industriegelände im früher umkämpften Westen der Hauptstadt Belfast ermordet worden, teilte die nordirische Polizei in Belfast mit. Der Karfreitag als hoher katholischer Feiertag hat im Nordirland-Konflikt große Symbolkraft.

Zuletzt hatte es unter den republikanischen Rebellen immer wieder interne Graben- und Machtkämpfe gegeben. Gegen das 44 Jahre alte Opfer, das nach einem Anschlag auf eine Polizeistation sechs Jahre lang in einem Hochsicherheitsgefängnis zugebracht hatte, soll es Todesdrohungen aus den eigenen Reihen gegeben haben. Die Tat habe sich am helllichten Tag ereignet, zahlreiche Anrainer hätten von den Fenstern ihrer Wohnungen die Leiche sehen können, hieß es.

Splittergruppen halten sich nicht an Abkommen

Im Nordirland-Konflikt stehen einander bis heute republikanische Katholiken und probritische Protestanten gegenüber. Die Republikaner fordern die Abtrennung des Nordens Irlands von Großbritannien und die Vereinigung mit der Republik Irland.

Bis 1998 prallten beide Seiten in einem bewaffneten Untergrundkampf aufeinander. Mit dem sogenannten Karfreitagsabkommen von 1998 wurde die Region weitgehend befriedet. Splittergruppen wie die CIRA führten den Kampf jedoch weiter.

Chinesischer Flüchtling erschoss in Vietnam sieben Menschen

Ein chinesischer Flüchtling hat bei seiner Abschiebung aus dem Nachbarland Vietnam sechs Menschen erschossen und sich dann selbst getötet. Der Mann habe an einem Grenzübergang einem vietnamesischen Soldaten eine automatische Waffe entrissen und das Feuer eröffnet, teilte das Grenzkommando der vietnamesischen Provinz Quang Ninh gestern mit.

Später habe er sich in einem Büro verschanzt und aufgeben wollen, dann aber nochmals um sich geschossen. Bei dem Zwischenfall starben zwei vietnamesische Soldaten und - inklusive des Schützen - fünf chinesische Migranten.

Den Angaben zufolge gehörte der Täter zu einer Gruppe Chinesen, die die Grenze zu Vietnam nahe des Übergangs illegal überquert hatte. Die Flüchtlinge wurden entdeckt und sollten zurück in ihre Heimat abgeschoben werden. Die nordvietnamesische Provinz Quang Ninh grenzt an die südchinesische Region Guangxi.

Sport

Tennis: Frühes Aus für Nadal in Monte Carlo

Nach seiner Finalniederlage im vergangenen Jahr hat Rafael Nadal diesmal in Monte Carlo bereits im Viertelfinale den Kürzeren gezogen. Der achtfache Sieger des Turniers und Weltranglistenerste musste sich gestern seinem spanischen Landsmann David Ferrer in zwei Sätzen geschlagen geben. Ferrer revanchierte sich mit seinem erst sechsten Triumph im insgesamt 27. Duell gegen Nadal auch für die Niederlage im Endspiel der French Open in der vergangenen Saison.

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Fußball: Sehnsucht der „Reds“ vor Erfüllung

Für Liverpool könnte in diesem Jahr eine schier endlose Leidenszeit zu Ende gehen. 24 Jahre ist es mittlerweile her, dass sich die „Reds“ zum bisher letzten Mal die englische Fußballkrone aufgesetzt haben. Nun ist der 19. Titel der Vereinsgeschichte zum Greifen nah. Vier Runden vor Schluss hat es die Auswahl von Brendan Rodgers, der Liverpool neues Selbstvertrauen eingeimpft hat, selbst in der Hand, den Meistercoup zu landen. Emotionale Momente durchlebt Kapitän Steven Gerrard, der mit den „Reds“ durch dick und dünn ging. „In all den Jahren gab es Hochs und Tiefs“, sagte der 33-Jährige. „Im Moment liebe ich jede Minute.“

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Wirtschaft

Korruptionsvorwürfe: Chinesischer Top-Manager gefeuert

Chinas Führung kann in ihrem Feldzug gegen die Korruption einen weiteren prominenten Fang aus der Wirtschaft präsentieren. Der Vorstandsvorsitzende des mächtigen staatseigenen Mischkonzerns China Resources, Song Lin, hat seinen Posten verloren, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute mitteilte.

Xinhua berief sich auf Angaben aus dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei. Begründet wird der Rausschmiss mit dem Verdacht „ernsthafter Disziplin- und Gesetzesverstöße“. So werden im Parteijargon Korruptionsvergehen bezeichnet.

Bereits am Donnerstag hatten behördliche Ermittlungen gegen Song begonnen. Angestoßen wurden sie durch Äußerungen eines Journalisten, der dem Top-Manager öffentlich Geldwäsche vorwarf. Song hatte dies energisch zurückgewiesen. China Resources ist eine Holdinggesellschaft, die eine große Gruppe von Unternehmen unterschiedlicher Branchen wie Energieerzeugung, Immobilienindustrie und Einzelhandel zusammenfasst.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat den Kampf gegen Bestechlichkeit in Partei und Wirtschaft zu einem Schwerpunkt seiner politischen Agenda erklärt. Er versprach, mit gleicher Härte gegen Spitzenkräfte („Tiger“) wie gegen kleinere Funktionäre („Fliegen“) vorzugehen.

Voest-Chef Eder hinterfragt Standort Österreich

Voestalpine-Chef Wolfang Eder erwägt einem Medienbericht zufolge, Kapazitäten aus seiner Heimat abzuziehen. „Das ist keine Drohung, sondern einfach eine Anwendung der Grundrechenarten im globalen Wirtschaftsgeschehen“, so Eder laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“, Samstag-Ausgabe).

Amerika biete heute viel bessere Rahmenbedingungen als Österreich und der Rest Europas. Dort seien die Energiepreise, Personalkosten und Grundstückspreise deutlich niedriger.

Mitte des nächsten Jahrzehnts würden eine Kokerei und zwei Hochöfen in Linz das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, sagte Eder. In etwa fünf Jahren müsse Voestalpine entscheiden, wo Ersatzanlagen entstehen sollen. „Wir müssen uns dann die grundsätzliche Frage stellen, was langfristig der richtige Standort ist.“

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US-Werk vor Eröffnung

Die Voestalpine baut derzeit seine Kapazitäten in den USA kräftig aus. In Cartersville im Bundesstaat Georgia nimmt in wenigen Tagen ein 50 Millionen Euro teures Werk die Produktion auf, in dem Autochassis-Teile hergestellt werden. Für 2016 plant Voestalpine ein weiteres Werk in den USA. Im texanischen Corpus Christi soll hochreines Eisen, das als Vormaterial für die Stahlerzeugung dient, produziert werden. Mit einer Investition von 550 Millionen Euro ist das Projekt das größte außereuropäische Vorhaben in der Unternehmensgeschichte.

Kfz-Versicherungen bei Autohändlern meist teurer

Es ist bequem, nach dem Autokauf die Kfz-Versicherung gleich im Autohaus abzuschließen. Die Bequemlichkeit hat aber ihren Preis. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat Versicherungsangebote von Autohändlern mit Angeboten auf Online-Versicherungsplattformen verglichen. Die meisten sind teurer. Aufschläge und unnötige Zusatzleistungen treiben die Prämie in die Höhe.

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Klage gegen Hochfrequenzhandel in USA

Gegen Dutzende amerikanische Börsenbetreiber, Brokerfirmen und Hochfrequenzhändler ist in New York eine Sammelklage eingereicht worden. Den Unternehmen wird darin vorgeworfen, den US-Wertpapiermarkt manipuliert zu haben.

Betroffen sind etwa Handelsplätze der Betreiber Bats Global Markets, Chicago Board Options Exchange, Nasdaq OMX sowie die New Yorker Börse. Die Klage reichte die Hauptstadt des Bundesstaates Rhode Island, Providence, bei einem Bundesgericht in Manhattan ein.

Hochfrequenzhändler kaufen und verkaufen Wertpapiere mit Hilfe von Algorithmen in Bruchteilen von Sekunden. Die Gewinne je Transaktion sind gering, summieren sich aber wegen der Vielzahl der Geschäfte zu großen Erträgen.

USA verschieben Entscheidung über Ölpipeline

Die US-Regierung hat die Entscheidung über ein umstrittenes Ölpipeline-Projekt zwischen den USA und Kanada auf unbestimmte Zeit verschoben. Die mit dem Projekt der Pipeline Keystone XL befassten Bundesbehörden, die ursprünglich bis Ende Mai Stellungnahmen abgeben sollten, hätten nun mehr Zeit, erklärte das Außenministerium in Washington.
Damit dürfte die Entscheidung über das umstrittene Projekt vermutlich nach den Nachwahlen zum Kongress im November fallen.

Die geplante Pipeline soll Öl von den Teersandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta über insgesamt 1.900 Kilometer bis zu den Raffinerien im Bundesstaat Texas führen. Umweltschützer wehren sich vehement gegen das Projekt. Sie warnen unter anderem vor Katastrophen im Fall von Lecks. Gleichzeitig wenden sie sich gegen das Öl, das transportiert werden soll: Sie monieren, dass bei dem aufwendigen Verfahren zu seiner Gewinnung aus Teersand zu viel Treibhausgas freigesetzt wird.

Megafusion von Goldproduzenten auf Eis gelegt

Die beiden weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold und Newmont Mining haben einem Zeitungsbericht zufolge ihre Pläne für einen Zusammenschluss auf Eis gelegt. Die Gespräche seien weit fortgeschritten gewesen, berichtete das „Wall Street Journal“ gestern. In den vergangenen Tagen sei aber entschieden worden, die Fusion im Volumen von 33 Mrd. Dollar (knapp 24 Mrd. Euro) nicht weiter zu verfolgen. Barrick und Newmont lehnten eine Stellungnahme gegenüber der Zeitung ab.

Barrick hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Newmont über einen Zusammenschluss verhandelt. Laut eine Bericht der Nachrichtenagentur Reuters aus dem vergangenen Jahr wurden zwei bereits unterschriftsreife Verträge über eine Fusion 2008 und 2010 nicht umgesetzt.

Chronik

Lawine am Mount Everest: Keine Hoffnung auf Überlebende

Nach dem schweren Lawinenunglück am Mount Evererst haben die Rettungskräfte keine Hoffnung mehr auf Überlebende. „Es ist ausgeschlossen, dass wir die vier vermissten Männer lebend finden“, sagte heute ein Vertreter des Tourismusministeriums in Kathmandu, Dipendra Paudel. Die Vermissten seien bereits länger als 24 Stunden im Schnee eingeschlossen.

Die nepalesische Bergführer waren gestern verschüttet worden. Bislang wurden zwölf Leichen geborgen. Sieben Sherpas wurden nach Behördenangaben gerettet. Es handelte sich um das bislang schlimmste Unglück am höchsten Berg der Welt.

Die Männer, Einheimische, die für internationale Expeditionsagenturen tätig waren, hatten offenbar keine Zeit, die Gefahr zu erkennen, in der sie sich befanden. Vor ihnen hatten offenbar bereits Dutzende Träger die betreffende Passage überquert - bei scheinbar perfekten Bedingungen.

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Schäden nach Erdbeben der Stärke 7,5 in Mexiko

Ein schweres Erdbeben hat gestern das Zentrum und den Süden Mexikos erschüttert. Das Epizentrum mit einer Stärke 7,5 lag rund 37 Kilometer nördlich der Ortschaft Tecpan im Bundesstaat Guerrero, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die mexikanische Erdbebenwarte hatte die Stärke mit 7,0 beziffert.

In Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Tausende Menschen verließen in Panik ihre Häuser und Büros. Kurz nach dem Beben kreisten Hubschrauber auf der Suche nach Schäden über dem Zentrum von Mexiko-Stadt.

Eingestürzte Dächer und evakuierte Hotels

Schwere Schäden wurden nicht gemeldet. In Mexiko-Stadt, Acapulco und Chilpancingo stürzten die Dächer und Wände einiger Gebäude ein, wie die örtlichen Behörden mitteilten. In mehreren Vierteln der Hauptstadt sei der Strom ausgefallen, sagte Bürgermeister Miguel Angel Mancera. Einige Menschen blieben in Aufzügen stecken und mussten von der Feuerwehr geborgen werden.

Das Beben war auch in den Bundesstaaten Jalisco, Puebla und Oaxaca zu spüren. In den Badeorten Acapulco und Puerta Vallarta an der Pazifikküste wurden einige Hotels geräumt. Die Osterwoche ist Hauptreisezeit in Mexiko.

Tödliches Feuer: Wiener bestreitet Brandstiftung

Über den mutmaßlichen Brandstifter vom Hohen Markt ist am Donnerstag die U-Haft verhängt worden. Der „Mietnomade“ soll den Brand in der Wiener City gelegt haben, bei dem eine 23-Jährige starb. Die Polizei griff den stark alkoholisierten Mann in Wien-Landstraße auf.

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Notrufsäulen: Alt, aber bewährt

Auch wenn mittlerweile die meisten Autofahrer ein Mobiltelefon dabeihaben: Die Notrufsäulen, die seit 50 Jahren entlang der Autobahnen und Schnellstraßen stehen, haben nicht ausgedient. Nach wie vor bieten sie direkten Draht zur Hilfe.

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Science

Alte Wiener WU wird BOKU-Ersatzstandort

Die Universität für Bodenkultur (BOKU) platzt aus allen Nähten. Seit 2004 hat sich die Zahl der Studenten verdreifacht. Zudem sind die Gebäude desolat und müssen saniert werden. Rund 3.000 Studenten weichen in die alte WU aus

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Stammzellen aus Hautzellen von Erwachsenen geklont

Forscher in den USA haben nach eigenen Angaben erstmals durch ein Klonverfahren aus Hautzellen von Erwachsenen embryonale Stammzellen erzeugt. Die Autoren der auf der Website der Fachzeitschrift „Cell Stem Cell“ veröffentlichten Studie beschrieben ihre Ergebnisse als großen Fortschritt bei den Bemühungen, durch geklonte Stammzellen neue Behandlungsmethoden für diverse Krankheiten zu entwickeln.

Zugleich dürfte ihre Arbeit die Ethikdebatte um das therapeutische Klonen neu befeuern. Das Forscherteam um Robert Lanza von der im US-Bundesstaat Massachusetts ansässigen Firma Advanced Cell Technology entfernte das Erbmaterial aus einer Eizelle und ersetzte es mit der DNA einer erwachsenen Hautzelle. Anschließend setzten sie mit einem Stromstoß die Zellteilung in Gang. Die daraus entstandenen Stammzellen waren genetisch identisch mit dem Spender der Hautzelle.

Wissenschaftler im US-Bundesstaat Oregon hatten das Verfahren im vergangenen Jahr bereits erfolgreich mit Hautzellen eines Säuglings angewendet. Nun gelang das Klonen auch mit den Zellen eines 35-Jährigen und eines 75-Jährigen. Das „Reprogrammieren“ von Eizellen sei im Fall von Erwachsenen schwieriger, schrieben die Autoren um Lanza.

Privater Raumtransporter „Dragon“ auf dem Weg zur ISS

Nach mehrfachem Aufschub ist der private Raumtransporter „Dragon“ gestern erfolgreich zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die Trägerrakete mit der unbemannten Raumkapsel hob um 15.25 Uhr (Ortszeit, 21.25 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Mehrere Probleme verzögerten Start

Die „Dragon“ soll 2,2 Tonnen Nachschub zur ISS bringen, unter anderem sind ein neuer Raumanzug und Material für wichtige wissenschaftliche Experimente an Bord. Der Versorgungsflug der Raumkapsel des Unternehmens SpaceX war ursprünglich bereits für Mitte März geplant gewesen, hatte sich aber verzögert. Eine Computerpanne auf der ISS hatte den Start gefährdet, außerdem machte ein Helium-Lck an der Falcon-9-Trägerrakete Probleme.

Die Privatfirmen SpaceX und Orbital Sciences fliegen für die NASA Nachschub zur ISS, seit die US-Raumfahrtbehörde ihr Shuttle-Programm 2011 nach 30 Jahren eingestellt hatte. Der erste Versorgungsflug fand 2012 statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte.

Kultur

Empörung über Politiker-Tweet zum Tod von Garcia Marquez

Eine Nachricht einer kolumbianischen Politikerin zum Tod des Literaturnobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez auf dem Onlinedienst Twitter hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die rechtsgerichtete Abgeordnete Maria Fernanda Cabal veröffentlichte ein Bild des Schriftstellers und des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro mit dem Satz: „Bald werden sie gemeinsam in der Hölle sein.“

Parteispitze distanziert sich

Gestern löschte sie den Tweet wieder. Cabals Partei Centro Democratico, der auch Ex-Präsident Alvaro Uribe angehört, schrieb in einer Stellungnahme: „Unsere Bewegung bekräftigt ihren Stolz auf das ausgezeichnete Werk dieses Kolumbianers, der in die Annalen eingegangen ist und das Vaterland auf den Gipfel der klassischen Literatur geführt hat.“

Wegen seiner Unterstützung der kubanischen Revolution und seiner langjährigen Freundschaft mit Castro stehen Konservative zumindest den politischen Ansichten von Garcia Marquez kritisch gegenüber.

Lifestyle

Die häufigsten Song-Missverständnisse

Bei einem Song den richtigen Ton zu treffen, ist schwierig - aber auch der Text kommt nicht immer ganz korrekt über die Lippen. Den Briten passiert das laut einer aktuellen Umfrage besonders oft bei Songs von Lady Gaga und Ozzy Osbourne.

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Religion

Papst betete mit Zehntausenden Pilgern Kreuzweg

Papst Franziskus hat am gestern Abend anlässlich des Karfreitags den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom geleitet. An der abendlichen Zeremonie mit dem katholischen Kirchenoberhaupt beteiligten sich Zehntausende Gläubige, Pilger und Touristen. Viele von ihnen hatten stundenlang auf den Beginn der Zeremonie vor dem Kolosseum gewartet.

Der Papst betete vor dem antiken Amphitheater im Schein von unzähligen Kerzen und Fackeln. Er folgte der Zeremonie von einem Pavillon auf dem Palatin-Hügel aus. Kardinalvikar Agostino Vallini, Stellvertreter des Papstes in der Diözese Rom, trug zu Beginn der Zeremonie das schlichte, schwarze Holzkreuz.

Liturgie mit aktuellem politischem Bezug

Die Texte für die 14 Kreuzwegmeditationen stammten aus der Feder des Erzbischofs von Campobasso, Giancarlo Bregantini, der in Italien als Mahner gegen die Mafia bekannt ist. Flüchtlingsproblematik, Rassismus, die Wirtschaftskrise, Finanzspekulationen und Arbeitslosigkeit sind Themen, mit denen sich Bregantinis Meditationen befassten.

Der Kreuzweg ist die längste der Osterliturgien und dauert beinahe drei Stunden. Weitere Höhepunkte der Kar- und Ostertage im Vatikan sind morgen Vormittag die Ostermesse des Papstes auf dem Petersplatz (10.30 Uhr) und um die Mittagszeit der feierliche Segen „Urbi et orbi“.

Gesundheit

Lieferengpass bei Impfstoffen

Wer sich oder seine Kinder dieser Tage gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio impfen lassen will, weil er eine Auffrischung braucht, muss warten. Grund sind Lieferengpässe auf den Pharma-Märkten.

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Leute

USA: 275.000 Unterschriften für Anti-Justin-Bieber-Petition

Eine auf der Website des Weißen Hauses veröffentlichte Petition, in der die Abschiebung des kanadischen Popstars Justin Bieber aus den USA gefordert wird, hat 275.000 Unterschriften gesammelt. Damit wurde die Schwelle von 100.000 Unterschriften locker überschritten, die notwendig ist, damit Präsident Barack Obama sich mit dem Thema befasst.

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Missbrauchsvorwürfe: „X-Men“-Regisseur Singer abgetaucht

„X-Men“-Regisseur Bryan Singer zieht sich nach Beschuldigungen, in den 90er-Jahren einen Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben, US-Medien zufolge vorläufig aus dem Scheinwerferlicht zurück. Das Branchenblatt „The Hollywood Reporter“ berichtete gestern, dass der 48-jährige Filmemacher die Teilnahme an zwei Konferenzen an diesem Wochenende in letzter Minute abgesagt habe.

Derweil habe der TV-Sender ABC alle Werbespots für seine neue Serie „Black Box“ gestrichen, die Singer als Produzenten erwähnen. Ein 31-Jähriger hatte am Dienstag eine Zivilklage gegen Singer in Hawaii eingereicht. Dort können auch Fälle vorgebracht werden, die Jahre zurückliegen. Ein Anwalt des Regisseurs wies den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs als absurd und erfunden zurück.

Singer könne anhand von Flugtickets und Hotelrechnungen nachweisen, dass er in dem genannten Zeitraum 1999 nicht in Hawaii war, wo der Missbrauch angeblich stattgefunden hat. Vielmehr habe Singer damals in Toronto gedreht, berichtete das Promiportal TMZ.com unter Berufung auf den Anwalt.