Inland

Kirchenlieder in Klasse begrenzt zulässig

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat nach einer parlamentarischen Anfrage der Grünen die Regeln für das Singen religiöser Lieder an Volksschulen dargelegt. Das Singen religiöser Lieder im „normalen“ Unterricht ist demnach in einem „bescheidenen“ Rahmen zulässig, darf aber nicht ausschließlich zur Vorbereitung der Erstkommunion erfolgen. Auslöser der Anfrage war die Diskussion über eine Volksschule in Niederösterreich, wo die Erstkommunionsvorbereitung im Musikunterricht stattfand.

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Weiter kein Ansturm auf Rot-Weiß-Rot-Card

Die Rot-Weiß-Rot-Card für den Zuzug von Nicht-EU-Bürgern nach Österreich ist nach wie vor kein Renner. Seit Einführung vor drei Jahren wurden bisher 5.532 Anträge bewilligt, von dem im Juli 2011 angenommenen Zielwert von 8.000 Schlüssel- und Fachkräften ist man damit immer noch weit entfernt. Das Sozialministerium begründet das mit dem verstärkten Zuzug aus EU-Ländern und plant keine Änderungen.

Die Rot-Weiß-Rot-Card berechtigt zur Niederlassung und zur Beschäftigung bei einem bestimmten Arbeitgeber. Ziel war es, mittels eines Punktesystems vor allem qualifizierte Beschäftigte für den Arbeitsmarkt zu finden.

2.600 Anträge abgelehnt

Bisher wurden seit Juli 2011 bis Ende Juni 2014 8.141 Anträge auf eine solche Karte gestellt, 5.532 Karten wurden vom AMS bewilligt, davon 393 für die „blaue Karte“ der EU, die ein eigenes Zuwanderungsinstrument in der Union darstellt. Abgelehnt wurden vom AMS 2.609 Anträge. Für die vom AMS genehmigten Anträge werden in der Regel dann auch Rot-Weiß-Rot-Karten ausgestellt, sofern dem kein fremdenrechtliches Problem entgegensteht.

Auch im Laufe der Zeit ist die Attraktivität der Karte nicht größer geworden. Unmittelbar nach Einführung wurden im zweiten Halbjahr 2011 vom AMS 793 Anträge bewilligt, im Jahr 2012 waren es dann 1.874, Im Jahr 2013 1.990 und im ersten Halbjahr 2014 wurden 875 Anträge positiv erledigt.

EU-Bürger brauchen Karte nicht

Nach Ansicht des Sozialministeriums wurde der Zielwert von 8.000 Karten unter anderem auch deshalb nicht erreicht, weil schon während der Übergangsregelungen und noch mehr seit der vollen Arbeitsmarktöffnung (seit 1. Jänner 2014 auch für Bulgarien und Rumänien) vermehrt qualifizierte Arbeitskräfte aus den neuen EU-Mitgliedstaaten eine Beschäftigung in Österreich aufgenommen haben. EU-Arbeitskräfte haben Niederlassungsfreiheit und Arbeitnehmerfreizügigkeit und können jederzeit ohne Rot-Weiß-Rot-Karte in Österreich arbeiten.

Führungskräfte und Sportler

Genutzt wird die Rot-Weiß-Rot-Karte am häufigsten von Führungskräften. 1.186 Bewilligungen gingen an Direktoren und Geschäftsführer, 936 an Techniker und Softwareentwickler. An dritter Stelle folgen bereits Sportler mit 545 Bewilligungen. Bei den Herkunftsländern dominieren Bosnier mit 892 Bewilligungen vor Russen mit 591, Serben mit 501 und US-Amerikanern mit 475.

Integration: Strache pocht auf „Deutschlernklassen“

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sieht sich nach der Präsentation des Integrationsberichts durch den Expertenrat für Integration in seinen Forderungen bestätigt: Es brauche „Deutschlernklassen“ und eine Begrenzung des Ausländeranteils in den Klassen, meinte er heute bei einer Pressekonferenz. Bei fehlender Integration sollten Zuwanderer abgeschoben werden, bekräftigte er.

Strache hat den Bereich Inneres und damit auch Integration von Harald Vilimsky übernommen, der ja ins EU-Parlament wechselt, und das Thema damit „zur Chefsache erklärt“, wie er betonte.

Kritik an Kurz

Positiv am Integrationsbericht seien die empfohlenen Maßnahmen, die die FPÖ seit Jahren fordere, meinte Strache, und diese „erkennt jetzt auch der Expertenrat vom Herrn Kurz“. Man müsse vor dem Regelunterricht die deutsche Sprache beherrschen, und dazu brauche es gezielte Vorbereitungsklassen - das sei zum Vorteil aller Kinder, betonte Strache.

Der Integrationsbericht sei ein Impuls, diese Maßnahmen im Bildungsbereich „ernsthaft und sachlich“ zu diskutieren, hofft Strache. Bei Minister Sebastian Kurz (ÖVP) erkenne er aber nicht die notwendige Entschlossenheit, das umzusetzen.

Dass sich Kurz künftig mehr um EU-Bürger kümmern will, hält der FPÖ-Chef für eine „Vernebelung“. Strache ortet Schwierigkeiten nicht bei dieser Gruppe, sondern vorwiegend mit Zuwanderern aus der Türkei.

Zehn Anzeigen nach antisemitischem Platzsturm

Die antisemitische Gewaltaktion am Bischofshofener Fußballplatz gegen die Mannschaft Maccabi Haifa bleibt trotz zehn Anzeigen gegen die mutmaßlichen Täter für diese vorerst noch ohne Folgen. Solange nicht klar ist, welcher der Männer was getan hat, könne keine U-Haft verhängt werden, sagt die Salzburger Staatsanwaltschaft.

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Bürokratieposse um Tippfehler

Ein Tippfehler der Gemeinde Schwarzach in Salzburg führt jetzt zu einer bürokratischen Posse. In den Bescheid des Landes über die Förderung der Krabbelgruppe im Ort hat sich eine falsche Jahreszahl eingeschlichen. Eine simple Korrektur sei nicht möglich, heißt es vom Land. Obwohl allen Beteiligten der Fehler bewusst ist, muss der Rechtsweg beschritten werden.

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Ausland

China führt Korruptionsverfahren in höchstem Machtzirkel

China hat erstmals ein Korruptionsverfahren gegen ein ehemaliges Mitglied von Chinas höchstem Machtzirkel eingeleitet. Gegen den Ex-Sicherheitschef Zhou Yongkang werde ermittelt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute. Nie zuvor ist einem früheren oder amtierenden Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Prozess gemacht worden.

Enormer Einfluss in Wirtschaft und Politik

Der bis November 2012 für Sicherheit zuständige Zhou hatte nicht nur mehr Befugnisse, sondern auch mehr Einfluss als andere. Unter seiner Ägide wurde der gewaltige Sicherheitsapparat weitreichend ausgebaut. Zhou stützte sich auf ein großes Netz von Gefolgsleuten aus seiner Zeit als Spitzenmanager der staatlichen Ölindustrie, als Parteichef der Provinz Sichuan, als Polizeiminister und dann als mächtiges Mitglied im Politbüro. Aber sehr viele seiner alten Vertrauten sind in den vergangenen Monaten selbst zum Ziel von Korruptionsermittlungen geworden.

Kurz nach seinem Amtsantritt vor mehr als einem Jahr hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping eine groß angelegte Antikorruptionskampagne angestoßen. Der neue Präsident will sowohl gegen „Fliegen“ als auch mächtige „Tiger“ vorgehen - womit er korrupte Funktionäre sowohl auf unterer als auch auf höchster Ebene meint. Seitdem sind Dutzende mächtige Staatskonzerne ins Visier geraten. Viele mächtige Funktionäre sind in den vergangenen Monaten über Korruptionsermittlungen gestürzt.

Flug MH17: Ermittlungen werden weiter verhindert

Die Ermittler aus den Niederlanden und Australien sind den dritten Tag in Folge mit dem Versuch gescheitert, zur Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs im Osten der Ukraine vorzudringen. Die Gruppe sei in der Stadt Donezk geblieben, weil an der Absturzstelle und auf dem Weg dorthin „zu viel“ gekämpft werde, teilte das niederländische Justizministerium heute mit.

Gefechte verhindern Ermittlungen

Die ukrainische Armee versucht derzeit, prorussische Separatisten aus dem Gebiet zu vertreiben. Die australischen und niederländischen Experten sowie Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sollen die Absturzursache aufklären und Dutzende, noch immer vermisste Todesopfer finden helfen.

Bisher hinderten die anhaltenden Gefechte die Ermittler an ihrer Arbeit. Eine im Gebiet um die Absturzstelle ausgerufene Feuerpause ist seit dem Absturz von Flug MH17 am 17. Juli nie Realität geworden.

Die Ukraine und elf Länder, die nach dem MH17-Absturz Opfer zu beklagen haben, hatten sich am Vortag auf die Bildung eines gemeinsamen Ermittlungsteams geeinigt, das auch strafrechtliche Aspekte in den Blick nehmen soll.

„Nach starker Explosion“ abgestürzt

Der Absturz von Flug MH17 der Malaysia Airlines wurde unterdessen nach ukrainischen Angaben durch einen „Druckabfall in Verbindung mit einer starken Explosion“ verursacht worden. Die Untersuchung eines Expertengremiums soll das ergeben haben.

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Erweiterte EU-Sanktionsliste gegen Russland

Die EU hat ihre Sanktionsliste gegen Russland ausgeweitet. In EU-Kreisen in Brüssel hieß es heute, die Liste der Stufe zwei der Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise wurde um 14 Personen und Entitäten verlängert. Bisher hatte die EU Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen 87 Personen und 18 Organisationen und Unternehmen verhängt.

Beratungen über neue Eskalationsstufe

Welche Namen konkret auf der Liste stehen, soll in den kommenden Stunden oder Tagen bekanntgegeben werden. Die EU-Botschafter der 28 Staaten nahmen unterdessen in Brüssel ihre Beratungen zur Ukraine-Krise wieder auf.

Konkret geht es dabei um den Übergang auf die Stufe drei der Eskalationsskala, die Wirtschaftssanktionen. Entscheiden müssen darüber die Staats- und Regierungschefs, ein formeller Sondergipfel gilt aber als unwahrscheinlich.

Große EU-Länder wollen Einstimmigkeit

Die Länderchefs - allen voran Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und der britische Premier David Cameron - wollen Einstimmigkeit zu einzelnen Wirtschaftssanktionen inklusive eines Waffenembargos erzielen. Die EU-Botschafter könnten das Ergebnis dann verkünden.

Derzeit dürfte die Entscheidung zu Wirtschaftssanktionen mittels eines sogenannten Umlaufbeschlusses zwischen den Staats- und Regierungschefs gefasst werden. EU-Ratspräsident Hermann Van Rompuy hatte diese Möglichkeit bereits vergangenes Wochenende in den Raum gestellt.

Mit den Wirtschaftssanktionen soll russischen Banken der Zugang zum europäischen Kapitalmarkt erschwert werden. Außerdem will die EU keine Hochtechnologieprodukte mehr liefern, Spezialanlagen zur Öl- und Gasförderung nur noch beschränkt. Die EU will Russland mit den Sanktionen zwingen, die Unterstützung für die Aufständischen in der Ostukraine aufzugeben.

Brandanschlag auf Synagoge in Deutschland

Drei Männer haben in der Nacht auf heute mehrere Molotowcocktails auf eine Synagoge im Westen Deutschlands geschleudert. Sie hätten die Brandsätze auf den Eingang des Gebäudes in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) geworfen und seien dann geflüchtet, teilte die Polizei heute mit.

Ein Verdächtiger verhaftet

Ein 18 Jahre alter Tatverdächtiger sei in der Nähe festgenommen worden, die beiden anderen konnten entkommen. Einzelheiten zu den mutmaßlichen Tätern und ihrem Umfeld gab es zunächst nicht. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Die Synagoge werde noch auf Schäden hin untersucht. Eine Anrainerin habe brennende Teile auf der Straße entdeckt und die Polizei alarmiert, berichteten die Beamten.

Auch Synagoge in Essen war Ziel

Auch die Alte Synagoge in Essen - heute ein städtisches Kulturinstitut - war nach Angaben der nordrhein-westfälischen Polizei schon Ziel geplanter Aktionen. Vor einer Demonstration gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen vor rund zwei Wochen waren in Essen 14 Menschen vorläufig festgenommen worden.

Die Polizei hatte sie in Verdacht, die Kundgebung zu einer Aktion gegen die Alte Synagoge nutzen zu wollen. Wenige Tage später nahm die Polizei vier Männer ins Visier, die über Facebook mit einer Aktion gegen das Gebäude gedroht hatten. Die Ernsthaftigkeit dieser Drohung ist noch unklar.

Hakenkreuze in Rom

Die italienische Polizei und der Staatsschutz ermitteln unterdessen gegen Personen, die Drohungen, antisemitische Parolen und Hakenkreuze an Dutzende jüdische Geschäfte in Rom gesprüht haben. Wie die römische Zeitung „La Repubblica“ heute berichtete, suchten die Beamten im Umfeld der extremen Rechten wie der extremen Linken nach den Tätern.

Einige Schmierereien zeigten, dass die am Montag bemerkten Sprayaktionen klar vor dem Hintergrund der israelischen Offensive im Gazastreifen stünden. Bürgermeister Ignazio Marino verurteilte die Hassparolen. Den Präsidenten der jüdischen Gemeinde, Riccardo Pacifici, erinnerten sie an Nazi-Aktionen gegen jüdische Geschäfte 1933 in Deutschland.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Österreich

Auch in Österreich wurden vergangene Woche angesichts der aufgeheizten Stimmung die ohnehin strikten Sicherheitsvorkehrungen in jüdischen Einrichtungen verschärft. Für Empörung hatte letzte Woche der gewalttätige Platzsturm einer Gruppe türkischstämmiger Jugendlicher während eines Trainingsspiel des israelischen Fußballklubs Maccabi Haifa gesorgt.

Bayern: Hoher CSU-Politikerin drohen Ermittlungen

Bayerns Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer (CSU) droht ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs- und Steuerhinterziehungsvorwürfen. Das meldete heute die „Augsburger Allgemeine“. Demnach hat die Staatsanwaltschaft München II die Aufhebung ihrer Immunität beantragt. Von der Anklagebehörde gab es dazu weder ein Dementi noch eine Bestätigung. Führende CSU-Politiker, darunter der Parteichef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, trafen sich zu einer Krisensitzung.

Anzeige von Ex-Geschäftspartner

Haderthauer steht wegen ihrer früheren Beteiligung an der Firma Sapor Modelltechnik seit Monaten in der Kritik. Sie war vor ihrem Einzug in den Landtag von 1992 bis Ende 2003 Miteigentümerin des Kleinunternehmens - verkauft wurden Modellautos, die psychisch kranke Straftäter im Maßregelvollzug bauten. Anlass der staatsanwaltlichen Aktivitäten ist offensichtlich eine Anzeige des früheren Geschäftspartners Roger Ponton gegen das Ehepaar Haderthauer.

Ponton und die heutige Staatskanzlei-Chefin waren in den 90er Jahren gemeinsam Eigentümer von Sapor Modelltechnik. Nach Haderthauers Darstellung war Ponton ab 1996 nicht mehr zu erreichen und meldete sich erst 2011 wieder. Das Ehepaar Haderthauer verkaufte aber 2008 ihre Anteile.

Abfindung zu niedrig?

Ponton forderte nach seinem Wiederauftauchen 2011 Entschädigung, beide Seiten einigten sich auf eine Abfindung von 20.000 Euro. Nachdem dann aber Medien berichteten, dass einzelne Modellautos fünfstellige Preise erzielt hätten, ging Ponton zur Staatsanwaltschaft - er fand im Nachhinein die Abfindung zu niedrig. Die Ermittler nahmen die Vorwürfe offensichtlich ernst.

Ministerpräsident Seehofer hatte Haderthauer erst am vergangenen Mittwoch sein Vertrauen ausgesprochen. Der SPD-Abgeordnete Horst Arnold forderte erneut den sofortigen Rücktritt der Staatskanzlei-Chefin, da diese versucht habe, die Öffentlichkeit und das Parlament über ihre Beteiligung an der Firma Sapor Modelltechnik wiederholt zu täuschen.

EU-Kommission: Grüne fordern 40-Prozent Frauenanteil

Das EU-Parlament würde der künftigen Europäischen Kommission die Zustimmung verweigern, wenn dieser nicht wenigstens 40 Prozent Frauen angehören. Davon ist die grüne Delegationsleiterin im EU-Parlament, Ulrike Lunacek, überzeugt, wie sie heute in Wien vor Journalisten sagte.

Alle EU-Länder sollten je einen Mann und eine Frau für die EU-Kommission nominieren, damit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seinen Wunsch eines zumindest 40-prozentigen Frauenanteils verwirklichen könne, verwies Lunacek auf eine entsprechende Forderung des EU-Parlaments.

Für weibliche Kandidatin neben Hahn

In diesem Zusammenhang rief sie die Regierung erneut auf, zumindest zusätzlich zu Johannes Hahn (ÖVP) noch eine Frau zu nominieren. Die Grünen hatten zuvor im Hauptausschuss des Nationalrats die erneute Nominierung des bisherigen Regionalkommissars Hahn wegen dessen männlichen Geschlechts abgelehnt.

Darauf angesprochen, wer diese Kandidatin sein solle, verwies Lunacek auf das Motto „Heimat bist Du qualifizierter Töchter“. Es fehle nicht an geeigneten Kandidatinnen, sondern vielmehr am politischen Willen.

Sie persönlich könnte sich beispielsweise Persönlichkeiten wie die ehemalige Vizegouverneurin der Nationalbank, Gertrude Tumpel-Gugerell, die Diplomatin Eva Nowotny, die Salzburger Politikwissenschaftlerin Sonja Puntscher-Riekmann oder die Kremser Wirtschaftswissenschaftlerin Gudrun Biffl in der Position einer EU-Kommissarin vorstellen.

Turbanbombe tötet Cousin von Karzai

Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan ist heute ein Cousin des scheidenden Präsidenten Hamid Karzai getötet worden. Nach Angaben der Behörden kam der als Gast verkleidete Attentäter zum Haus von Hashmat Karzai nahe der unruhigen südlichen Stadt Kandahar, um ihn zum religiösen Fest des Fastenbrechens zu grüßen.

Als die beiden einander umarmten, zündete der Mann demnach einen Sprengsatz, den er unter seinem Turban versteckt hatte. Außer Karzai wurde niemand sonst verletzt oder getötet.

Bruder Hamid Karzais unterstützt

Im Präsidentschaftswahlkampf hatte Hashmat Karzai zunächst für den Bruder von Hamid Karzai, Kayum Karzai, gearbeitet. Nachdem dieser seine Kandidatur zurückgezogen hatte, unterstützte er den Wahlkampf von Aschraf Ghani, der bei der Stichwahl um das Amt Mitte Juni gegen Abdullah Abdullah angetreten war.

Das Ergebnis der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl steht weiter nicht fest. Abdullah wirft seinem Rivalen Ghani Wahlbetrug vor. Klarheit soll nun eine Neuauszählung der Stimmen bringen.

Sport

U19-EM: „Tolles Turnier“ trotz bitteren Endes

Der Höhenflug von Österreichs U19-Nationalteam ist am Montag im EM-Semifinale brutal gestoppt worden. Die 0:4-Niederlage in Budapest gegen das „übermächtige“ Deutschland hinterließ viele hängende Köpfe. Die Trauer über das verpasste Endspiel sollte aber dem Stolz über das Erreichte bald weichen.

„Wir haben ein tolles Turnier gespielt. Der dritte Platz und die WM-Qualifikation sind ein Riesenerfolg“, betonte Coach Andreas Heraf. Unter dem Strich war der Respekt vor der vor allem körperlich überlegenen DFB-Elf zu groß. Für Kapitän Francesco Lovric und Co. war das Turnier aber ein wichtiger Schritt in der Entwicklung, und die Gedanken gelten schon der WM 2015.

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Beachvolleyball: Aufschlag zum Fest am Wörthersee

Die österreichischen Hoffnungen auf Spitzenplätze beim Beachvolleyball-Grand-Slam in Klagenfurt ruhen diesmal auf den Herren. Clemens Doppler/Alexander Horst sowie Alexander Huber/Robin Seidl sollen es richten. Bei den Damen ist nach dem Rücktritt von Doris Schwaiger, die im Vorjahr mit ihrer Schwester Stefanie am Wörthersee EM-Gold gewann, dagegen aktuell kein Topduo in Sicht. Eine emotionale Rückkehr ist es auf jeden Fall für Doppler, der sich im Vorjahr zum bereits zweiten Mal auf dem Klagenfurter Centre-Court einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

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Tennis: Thiem kämpft sich ins Achtelfinale von Kitzbühel

Dominic Thiem hat gestern mit Mühe das Achtelfinale beim mit 485.760 Euro dotierten Bet-at-home-Cup in Kitzbühel erreicht. Der 20-jährige ÖTV-Jungstar, den auch eine Regenpause nicht stoppen konnte, schlug nach 2:41 Stunden den brasilianischen Qualifikanten Joao Sousa mit 7:6 (7/4) 3:6 7:5. Schon zuvor hatte ein Österreicher die erste Runde überstanden, was angesichts des ÖTV-Duells Andreas Haider-Maurer gegen Gerald Melzer nicht überraschend kam.

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Wirtschaft

Lizenzstreit verzögert Wiener Casino-Projekt

Die Casinos Austria sind zuletzt bei der Vergabe von drei Casino-Lizenzen leer ausgegangen und haben Beschwerde eingelegt. In Wien liegt das Projekt der Spielbank im Palais Schwarzenberg nun auf Eis. Dort übt man scharfe Kritik an der Beschwerde.

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China: Ermittlungen gegen Microsoft

Der US-Softwareriese Microsoft ist ins Visier der chinesischen Kartellbehörden geraten. Gegen Microsoft werde im Zusammenhang mit den „Anti-Monopol-Gesetzen“ ermittelt, bestätigten heute die chinesischen Behörden. Microsoft hatte zuvor mitgeteilt, in der Volksrepublik im Mittelpunkt von Untersuchungen zu stehen, machte jedoch keine genauen Angaben.

Microsoft kontrolliere mit seinem Betriebssystem Windows 95 Prozent des Marktes in China und habe damit ein „De-facto-Monopol“, berichtete die „National Business Daily“ am Dienstag. Wegen dieser Dominanz des Konzerns habe es am Montag Durchsuchungen gegeben, zitierte „China Business News“ einen Mitarbeiter von Microsoft China.

Büros in mehreren Städten durchsucht

Chinesischen Staatsmedien zufolge waren am Vortag Büros von Microsoft in Peking, Schanghai, Kanton und Chengdu durchsucht worden. Dort seien auch Mitarbeiter verhört worden.

Gegen Microsoft liefen bereits in anderen Ländern Untersuchungen von Kartellbehörden. Im März 2013 hatte die EU-Kommission gegen den Konzern eine Millionenstrafe verhängt, weil dieser seinen Browser Internet Explorer an das Microsoft-Betriebssystem gekoppelt und so den Kunden keine Wahl des Browsers gelassen hatte.

Immer mehr westliche Konzerne im Visier

China ermittelt seit vergangenem Jahr in mehreren Branchen wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens gegen ausländische Unternehmen, unter anderem in der Pharmaindustrie. Im Mai hatte die Volksrepublik die Nutzung des Microsoft-Betriebssystems Windows 8 auf allen neuen Regierungscomputern untersagt. In Berichten wurden Sicherheitsbedenken dafür als Grund genannt.

Gerücht um Milliardenverlust bei Espirito Santo

Spekulationen über Milliardenverluste und eine weitere Kapitalerhöhung haben die portugiesische Krisenbank Banco Espirito Santo (BES) heute ins Minus gedrückt. Die Aktien der größten börsennotierten Bank Portugals brachen um bis 9,4 Prozent auf 0,39 Euro ein. In ihrem Sog gab der Leitindex der Börse Lissabon gegen den europäischen Trend 0,4 Prozent nach.

Auslöser der Spekulationen war ein Bericht in der Onlineausgabe der Zeitung „Expresso“, dem zufolge das Geldhaus wegen der Affäre rund um die Gründerfamilie am Mittwoch einen Verlust von drei Milliarden Euro ausweisen wird.

„Erhebliche Unregelmäßigkeiten“

Daraufhin betonte die portugiesische Notenbank, dass die Finanzpolster der Bank in diesem Fall durch eine Kapitalerhöhung wieder aufgefüllt werden sollten.

In den vergangenen Tagen hatten drei Holding-Gesellschaften der Bankiersfamilie Espirito Santo Gläubigerschutz beantragt. Gegen einige Firmen des Clans ermitteln die Behörden wegen angeblicher „erheblicher Unregelmäßigkeiten“. Außerdem wurde das Oberhaupt der Familie, Ricardo Espirito Santo Salgado, vorübergehend festgenommen.

Argentinien zahlt erste Schuldentranche zurück

Kurz vor Ablauf der Frist im Streit mit mehreren Hedgefonds hat Argentinien eine erste Tranche zur Begleichung seiner Schulden bei einer anderen Gläubigergruppe zurückgezahlt. Die im Pariser Club zusammengeschlossenen Staaten hätten 642 Millionen Dollar (477,93 Mio. Euro) bekommen, teilte das Wirtschaftsministerium in Buenos Aires gestern mit.

Auf diese Weise setze Argentinien den Weg fort, seinen durch die Staatspleite vor zwölf Jahren entstandenen Verpflichtungen nachzukommen. Im Mai hatte sich das südamerikanische Land mit dem Pariser Club geeinigt, seine Schulden in Höhe von etwa 9,7 Milliarden Dollar binnen fünf Jahren zu begleichen.

Ratenzahlung als Signal

Argentinien will mit der jetzt ausgezahlten Tranche offenbar demonstrieren, dass es grundsätzlich bereit ist, seine Schulden zu begleichen. Das Land liefert sich derzeit mit mehreren Hedgefonds einen erbitterten Streit über die Auszahlung von Schuldtiteln. Gelingt bis morgen keine Einigung, droht nach 2002 erneut eine Staatspleite. Noch heute erwartet der amerikanische Mediator Daniel Pollack nach eigenen Angaben in seinem New Yorker Büro eine Delegation der argentinischen Regierung.

Die von der Regierung in Buenos Aires als „erpresserische Geierfonds“ geschmähten Gläubiger haben in New York vor Gericht Forderungen in Höhe von 1,33 Milliarden Dollar plus Zinsen erstritten. Sie hatten einen Schuldenschnitt für die in Dollar ausgegeben Anleihen des Landes nicht mitgemacht.

Mit der Mehrzahl der Gläubiger hatte sich Argentinien dagegen arrangiert und damit die Krise zwischenzeitlich entschärft. Die Fonds wollen nach langem Rechtsstreit endlich Geld sehen. Doch Argentinien befürchtet weit höhere Kosten, wenn es sich darauf einlässt: Eine Prozesslawine weiterer Gläubiger könnte Nachzahlungen von 400 Milliarden Dollar ins Rollen bringen.

Chronik

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko-Stadt

Ein schweres Erdbeben hat Mexiko-Stadt und den Osten des Landes erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,4 lag 46 Kilometer südwestlich der Ortschaft Isla im Bundesstaat Veracruz, wie die staatliche Erdbebenwarte heute mitteilte. Das Beben war auch in den Bundesstaaten Morelos, Puebla und Oaxaca zu spüren.

Es gebe weder Schäden noch Verletzte, schrieb der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Angel Mancera, zunächst bei Twitter. Allerdings hätten viele Menschen ihre Häuser verlassen, als kurz vor 6.00 Uhr Früh (Ortszeit) die Erde bebte.

Berufsverbot für Tierarzt nach Sex mit Tieren

Weil er beim Sex mit einem Pferd und einem Hund gefilmt wurde, ist ein englischer Tierarzt aus dem Berufsregister gestrichen worden. Der Mittzwanziger habe sich in fünf Fällen schwere Verfehlungen zuschulden kommen lassen, teilte das Disziplinarkomitee des Royal College of Veterinary Surgeons (RCVS) mit.

Im Besitz des Mannes, der nie in Großbritannien praktizierte, seien unter anderem Videos gefunden worden, die ihn beim Sex mit Tieren zeigten. „Das gefundene Material und das Verhalten des Mannes (...) beinhalteten den Missbrauch von Tieren und eine Respektlosigkeit vor ihrem Wohlbefinden“, sagte der Vorsitzende des Disziplinarkomitees.

Porsche-Fahrer mit 147 km/h in Wien erwischt

Beamte der Landesverkehrsabteilung haben von 25. bis 28. Juli einen „Roadrunner-Schwerpunkt“ in Wien-Favoriten durchgeführt. Unter den 150 erstatteten Verkehrsanzeigen sticht jene gegen einen Porsche-Lenker heraus, der mit 147 km/h gemessen wurde.

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Briefzusteller hortete 24.000 Briefe

Die Polizei in Feldbach im Bezirk Südoststeiermark hat einen Briefzusteller ausgeforscht, der bei sich zu Hause rund 24.000 Briefe gehortet hatte. Der 49-Jährige stapelte die Briefe in seiner Wohnung anstatt sie zuzustellen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Erste AK-Bilanz über Reisebeschwerden

Zur Halbzeit der Sommerferien präsentiert die Arbeiterkammer (AK) jedes Jahr eine Zwischenbilanz zu den Reisebeschwerden. Die größten drei Aufreger 2014: Stornierungen, schlechte Unterbringung und Ärger mit den Flügen.

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Gesundheit

Europäische Arzneimittelagentur: „Pille danach“ sicher

Die „Pille danach“ - Hormonpräparate bzw. Arzneimittel mit einem hormonähnlichen Wirkstoff - hat mehr Nutzen als Risiko. Die Präparate sind auch bei Frauen mit einem hohen Body-Mass-Index wirksam. Das hat laut dem Gesundheitsministerium eine neue Bewertung der Mittel zur Notfallkontrazeption durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) ergeben.

„Geht um Selbstbestimmungsrecht der Frauen“

„Ich bin froh darüber, dass mit der Neubewertung der ‚Pille danach‘ durch die Europäische Arzneimittelagentur Sicherheit für alle Frauen hergestellt wird. Seit unserer Entscheidung, die ‚Pille danach‘ rezeptfrei zu machen, hat sich gezeigt, dass Frauen keinesfalls leichtfertig mit dem Thema Verhütung umgehen. Vielmehr geht es um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren Körper“, erklärte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) heute zu dem Thema.

Zuvor war vereinzelt eine geringere Wirksamkeit der Mittel zur Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Versagen einer Verhütungsmethode bei Frauen mit hohem Körpergewicht vermutet worden. Bei den Produkten, die in Österreich zugelassen sind, handelt es sich um Levonorgestrel-haltige Präparate (Vikela, Postinor, Levodonna, Velafam) sowie ein Präparat mit Ulipristal (ellaOne).

Gefahr von Nebenwirkungen „gering“

Das Nebenwirkungspotenzial aller „Pille danach“-Präparate wird laut der Neubewertung als „gering“ angesehen, das Sicherheitsprofil daher als günstig eingestuft, die Präparate können in Zukunft von allen Frauen unabhängig von ihrem Gewicht oder BMI angewendet werden. Die Pille danach sollte zur optimalen Wirksamkeit so rasch wie möglich nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr angewendet werden.

Es handelt sich ausschließlich um eine Notfallkontrazeption. Sie kann normale Verhütungsmethoden nicht ersetzen und stellt eine nur im seltenen Notfall verwendbare Methode dar. Laut einer vor kurzem veröffentlichten Meinungsumfrage dürften „Verhütungsunfälle“ innerhalb von fünf Jahren zwischen 40 und 50 Prozent der Paare betreffen. Zu fast 80 Prozent betreffen solche Probleme Paare in fester Beziehung.

Science

Schuppentiere von Ausrottung bedroht

Alle acht Arten der Schuppentiere sind nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Wie die IUCN heute erklärte, werden Schuppentiere vor allem in China noch als Delikatesse und wegen mutmaßlicher medizinischer Heilkräfte verspeist.

„Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich keine Arten mehr essen, die dadurch vom Aussterben bedroht sind“, sagte der Covorsitzende einer Expertengruppe der IUCN, Jonathan Baille. Das Aussterben der Schuppentiere würde eine 80 Millionen Jahre alte evolutionäre Entwicklung beenden. Die Schuppentiere bilden im Tierreich eine eigene Ordnung.

Appell an China und Vietnam

Die Weltnaturschutzunion forderte die Regierungen der betroffenen Länder, insbesondere China und Vietnam, auf, den illegalen Handel mit Schuppentieren zu unterbinden und als Grundlage dafür Berichte über die aktuellen Bestände an Schuppentieren vorzulegen.

Die Schuppentiere sind im Tierreich durch ihren Schuppenpanzer einzigartig. Sie können zwischen 30 und 150 Zentimeter groß werden und zwischen zwei und 35 Kilogramm wiegen. Die Schuppentiere sind nachtaktiv und ernähren sich von Insekten. International sind sie auch unter ihrem malaysischen Rufnamen Pangolin (ursprünglich: pengguling) bekannt, mit dem ihre Fähigkeit bezeichnet wird, sich bei Gefahr zusammenzurollen.

Kultur

Kärntner Landesmuseum nach Wassereinbruch geschlossen

Das Haupthaus des Landesmuseums in Klagenfurt ist bis auf weiteres geschlossen. Wegen Instandhaltungsarbeiten gab es zuletzt nur eingeschränkten Betrieb, nach einem Wassereinbruch in der Bibliothek am Samstag bleibt das Museum bis zum Abschluss der Generalsanierung nun zu.

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Trailer zum letzten „Hobbit“-Film veröffentlicht

Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson (52) hat die Fans der „Hobbit“-Trilogie mit einem ersten Trailer für den letzten Teil der Filmreihe überrascht. Jackson veröffentlichte den zwei Minuten langen Clip gestern Abend unter anderem auf seiner Facebook-Seite und schrieb dazu: „Ich denke, der ein oder andere hatte danach gefragt.“ Innerhalb weniger Minuten drückten Zehntausende „Gefällt mir“.

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Lifestyle

AirBnB & Co.: Jeder Fünfte war schon „Hotelier“

Ein Fünftel der Österreicher und Österreicherinnen hat seine eigenen vier Wände schon einmal - oder sogar mehrmals - über die derzeit boomenden Ferienwohnungsportale wie Airbnb und Co. untervermietet. Weitere 18 Prozent spielen laut eigener Aussage mit dem Gedanken. Umso skeptischer ist der Rest, besagt eine neue Umfrage.

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Leute

Bohlen will kein Comeback von Modern Talking

Dieter Bohlen (60) hat nach eigenen Angaben ein Millionenangebot für ein Modern-Talking-Comeback abgelehnt. „So schön die 20 Millionen auch gewesen wären: In meiner zweiten Lebenshälfte mache ich Dinge nur noch, wenn sie mir wirklich Spaß machen“, so Bohlen dem Magazin „Closer“. Laut Bohlen habe es eine Anfrage für zehn Auftritte in Russland und eine Deutschland-Tour gegeben.

„Welt vor Katastrophe gerettet“

Ich habe die Welt doch vor einer Katastrophe gerettet", erklärte der Musiker. „Ein Comeback von Modern Talking wäre so gewesen, als wenn ein Dinosaurier auf dem Marktplatz umfällt. Alle Geier der Stadt hätten sich gefreut und gedacht: Wow, jetzt machen wir uns die Taschen voll.“ Das in den 80er Jahren erfolgreiche Popduo um Bohlen und Thomas Anders hatte sich nach einem mehrjährigen Comeback 2003 erneut getrennt.