Ausland

Fast 50 türkische Geiseln aus Gewalt von IS befreit

Nach mehr als drei Monaten in der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind 49 türkische Geiseln wieder frei. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte heute laut Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu, die Geiseln seien in Sicherheit. Sie seien in der Früh in die Türkei gebracht worden.

Die Terrormiliz hatte die Türken in ihre Gewalt gebracht, als sie am 11. Juni das Konsulat im nordirakischen Mossul stürmte. Unter den Gefangenen war auch der Generalkonsul.

Nachrichtensperre verhängt

Die Regierung in Ankara hat die Geiseln stets als Grund dafür angeführt, warum sie sich nicht stärker im internationalen Kampf gegen IS engagieren könne. Sie hatte nach der Geiselnahme eine Nachrichtensperre verhängt.

Davutoglu sagte, die Befreiung sei das Ergebnis „tagelanger, wochenlanger harter Arbeit“. Zu den näheren Umständen äußerte er sich nicht. Er kündigte an, eine Aserbaidschan-Reise, die er gerade unternommen hatte, abzubrechen und von Baku aus in die südtürkische Stadt Urfa zu reisen, um dort die freigelassenen Geiseln zu treffen.

Mexikos Behörden untersuchen mögliches Militärmassaker

Nach dem Tod von 22 mutmaßlichen Kriminellen bei einem Militäreinsatz leitet die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft eine Untersuchung des Falls ein, bestätigte Innenminister Miguel Angel Osorio Chong gestern (Ortszeit) im Interview des Radiosenders Formula. Auch die Nationale Menschenrechtskommission untersucht die Ereignisse. „Wir waren vor Ort, haben Zeugenaussagen aufgenommen und werten die forensischen Berichte aus“, sagte ein Vertreter der Kommission, Marat Paredes Montiel.

Aus nächster Nähe erschossen?

Ende Juni hatten Soldaten in der Ortschaft Tlatlaya im Bundesstaat Mexico 22 mutmaßliche Bandenmitglieder erschossen. Die Verdächtigen hätten die Patrouille angegriffen und die Soldaten das Feuer erwidert, teilte das Verteidigungsministerium damals mit. Zuletzt veröffentlichte allerdings die Zeitschrift „Esquire“ Zeugenaussagen einer Frau, nach denen lediglich ein Verdächtiger während des Gefechts ums Leben gekommen sei. Die anderen hätten sich ergeben und seien nach einem Verhör von den Soldaten aus nächster Nähe erschossen worden.

NATO beschließt regionale Kommandozentralen in Osteuropa

Die NATO will entlang ihrer Außengrenze zu Russland bis zu fünf regionale Kommandozentralen errichten. Die vier bis fünf Zentren seien in Litauen, Lettland, Estland, Polen und Rumänien geplant, sagte ein litauischer Armeesprecher gestern in der Hauptstadt Vilnius.

Dort kamen ranghohe Armeevertreter der 28 Bündnisstaaten im Rahmen des NATO-Militärkomitees mit ihrem obersten General Philip Breedlove zusammen. In jeder Zentrale sollen 120 Soldaten stationiert werden, die jeweils die Verantwortung für ein „multinationales Bataillon“ übernehmen sollen.

Präsenz vor Russlands Tür erhöht

Nach Angaben des Sprechers werden noch am Wochenende die Truppenzusagen der NATO-Länder für die Osteuropazentralen erwartet. Die Zentrale in Litauen soll noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden. Die NATO-Staaten hatten bei ihrem Gipfel in Wales Anfang September den Aufbau einer neuen Eingreiftruppe sowie einen Aktionsplan für Osteuropa beschlossen, um die Präsenz des Militärbündnisses in der Region zu erhöhen.

Kooperation Polen, Litauen, Ukraine

In Warschau unterzeichneten die Verteidigungsminister Polens, Litauens und der Ukraine eine Übereinkunft zur Bildung einer gemeinsamen Militärbrigade. „Das zeigt unsere tiefe Entschlossenheit zur Erhöhung unserer Sicherheit und Verteidigungskapazitäten in unserer Region“, sagte der polnische Präsident Bronislaw Komorowski bei der Vertragsunterzeichnung. Die Brigade mit dem Namen Lipolukrbrig soll ihr Hauptquartier im polnischen Lublin haben. Die mehreren tausend Soldaten bleiben aber in ihren jeweiligen Heimatländern stationiert und sollen nur zu gemeinsamen Übungen sowie für Friedensmissionen zusammenkommen.

Sarkozy kündigt Polit-Comeback an

Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy kehrt in die Politik zurück: Zweieinhalb Jahre nach seiner Niederlage bei der französischen Präsidentenwahl will er wieder für den Vorsitz der konservativen UMP kandidieren. Damit bringt sich Sarkozy auch für die Präsidentenwahl 2017 in Stellung. Die UMP wird derzeit von internen Kämpfen und Affären gebeutelt und konnte bisher nicht von der Schwäche des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande profitieren. Doch auch Sarkozy selbst ist in zahlreiche Affären verstrickt und im Visier der Justiz.

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Katalonisches Parlament für Unabhängigkeitsreferendum

Das Parlament der spanischen Region Katalonien hat ein Gesetz zur Anberaumung des für den 9. November geplanten Unabhängigkeitsreferendums angenommen. Für das sogenannte Befragungsgesetz stimmten gestern in Barcelona die 106 Abgeordneten von insgesamt fünf Parteien oder Bündnissen.

Lediglich die 28 Vertreter der konservativen Volkspartei (PP), die in Madrid die spanische Zentralregierung stellt, sowie der antinationalistischen Bewegung Ciutadans votierten dagegen. Die vorgesehene Volksabstimmung wird von Madrid als verfassungswidrig abgelehnt. Ministerpräsident Mariano Rajoy versicherte mehrfach, das Referendum werde auf keinen Fall durchgeführt.

Mas: Prozess in Katalonien gestärkt

Trotz der Niederlage der schottischen Unabhängigkeitsbefürworter sah sich Kataloniens Regierungschef Artur Mas durch die schottische Volksabstimmung in seiner Forderung nach einer eigenen Abstimmung bestätigt. „Der Prozess in Katalonien wurde gestärkt, weil wir gesehen haben, dass ein EU-Land eine solche Abstimmung erlauben kann“, sagte Mas im Anschluss an die Parlamentssitzung in Barcelona.

Inland

Bundesheer: Gebäude verkommen

Kein Geld für Sprit und Reparaturen, verfallende Gebäude, beeinträchtigte Katastrophenhilfe - der Zustand des Heeres ist besorgniserregend. Zu dieser Erkenntnis dürften inzwischen auch die verantwortlichen Politiker kommen.

Anfang Oktober will Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) Notfallmaßnahmen vorlegen - nach der Regierungsklausur Ende September. Mit diesem ungeliebten Thema will man sich bei der Klausur nicht beschäftigen. Natürlich spüren auch Grundwehrdiener, dass das Geld hinten und vorne fehlt, wie Beispiele von der Garde, einem Verband, der jährlich über 1.500 Rekruten ausbildet, zeigen.

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SPÖ und ÖVP starten mit Tagungen in den politischen Herbst

Die Parlamentsklubs von SPÖ und ÖVP starten kommende Woche mit Tagungen in den politischen Herbst. Den Anfang macht die SPÖ am Montag, deren Sitzung den Titel „Wachstum.Entlastung.Gerechtigkeit“ trägt. Der ÖVP-Klub trifft am Donnerstag im Parlament zusammen.

Das medienöffentliche Programm der Sozialdemokraten beginnt mit einem Referat von SPÖ-Klubchef Andreas Schieder, gefolgt von einer Rede des SPÖ-Chefs, Bundeskanzler Werner Faymann. Der SPÖ-Klub habe sich für den Herbst viel vorgenommen, verwies Schieder etwa auf die U-Ausschussreform. „Es geht um die Fragen der Bildung und der Kinderbetreuung, um das Modell einer gerechten Steuerreform. Es geht darum, das Wachstum anzukurbeln und die Konjunktur zu stärken.“

ÖVP will „Rückenwind nützen“

Die ÖVP-Fraktion hält ihre Tagung im Parlament ab. Auch hier beginnt der medienöffentliche Part mit einem Referat von Klubchef Reinhold Lopatka, gefolgt von Parteiobmann Reinhold Mitterlehner. Die Rede des Vizekanzlers trägt den Titel „Erfolgreiches Österreich - bürgerorientiert arbeiten“. Anschließend wird intern beraten, hieß es in der Einladung. „Wir wollen den Schwung und den Rückenwind, der in allen Umfragen sichtbar wird, nützen“, erklärte ÖVP-Klubchef Lopatka. Die Abgeordneten seien „Botschafter“ in allen Bundesländern und sollen die Schwerpunkte der Parteispitze vertreten und verstärken.

SPÖ will „Durchgriffsrecht“ bei Wahllisten

Die Bundes-SPÖ soll künftig ein Durchgriffrecht auf alle Wahllisten der Partei erhalten, um eine Einhaltung der Frauenquote im Nationalrat sicherzustellen. Das bestätigt Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) in einem „Presse“-Interview (Samstag-Ausgabe): „Das ist der Plan. Die Listen sollen korrigiert werden können.“

Allerdings sei noch offen, ob dazu der Parteivorstand oder der Parteirat ermächtigt werden solle. „Tatsache ist, dass wir schon bei der Listenerstellung auf die Frauenquote achten müssen. Denn nach der Wahl ist es zu spät.“

Strittige Nachbesetzung nach Prammers Tod

Anlass für die anhaltende Diskussion in der Partei über die Frauenquote war die Nachbesetzung des Nationalratsmandats von Barbara Prammer. Zum Zug kam gemäß Wahlordnung der Gewerkschafter Walter Schopf und nicht Sonja Ablinger, obwohl das Statut - laut der dort verankerten 40-Prozent-Frauenquote im Nationalratsklub - die Nachbesetzung mit einer Frau verlangt hätte.

Die SPÖ richtete daraufhin eine Arbeitsgruppe zum Thema ein, die Sozialistische Jugend (SJ) beantragte ebenso ein Schiedsgericht wie die oberösterreichische Frauenorganisation. Ablinger selbst hat unterdessen ihren Rücktritt als oberösterreichische Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen mit Jahresende angekündigt.

Sport

Fußball-EM 2020 wird in London entschieden

Der Europameister 2020 wird im Wembley-Stadion gekürt, das hat das Exekutivkomitee des europäischen Fußballverbandes (UEFA) gestern in Genf bekanntgegeben. Außer London hatte sich ursprünglich noch München um das Finalpaket mit den beiden Halbfinal-Partien und dem Endspiel bemüht, kurz vor der Abstimmung zog Deutschland die Finalbewerbung aber zugunsten Londons zurück. Die erste paneuropäische EM in sechs Jahren findet insgesamt in 13 Ländern statt, Österreich war nicht unter den Bewerbern.

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Erste Liga: LASK verspielt Sprung an die Spitze

Der LASK hat gestern die große Chance vergeben, erstmals in dieser Saison die Tabellenführung in der Ersten Liga zu übernehmen. Der Aufsteiger führte in Hartberg zwischenzeitlich bereits mit 2:0 und sah wie der sichere Sieger aus, doch kurz vor Schluss fiel noch der Ausgleich für das Schlusslicht.

Leader nach elf Runden ist damit weiter Liefering, das trotz Unterzahl beim FAC noch einen Punkt erkämpfte. Ein Remis gab es auch im Spiel Lustenau gegen Innsbruck. St. Pölten beendete gegen Kapfenberg eine sieglose Serie von vier Spielen. Zum Sieger der Runde avancierte zum Abschluss aber Mattersburg.

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Wirtschaft

OECD nimmt Steuerflüchtlinge ins Visier

OECD-Generalsekretär Angel Gurria hat beim Finanzministertreffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) eine Initiative gegen Steuerflucht angekündigt. Er übergab heute im australischen Cairns dem Gastgeber der Zusammenkunft, Australiens Finanzminister Joe Hockey, erste Vorschläge seiner Organisation dazu.

„Wir schließen die Schlupflöcher“

Damit sollen Steuerschlupflöcher für multinationale Unternehmen geschlossen werden. „Wir glauben, dass das der prominenteste Ansatz zur Modernisierung des internationalen Steuersystems seit 100 Jahren ist“, sagte Gurria. Es gehe um Hunderte Milliarden Dollar, die Konzerne in aller Welt in Steueroasen und Niedrigsteuerländer verschöben.

„Wir schließen die Schlupflöcher, die es Investoren erlauben, ihre Gelder zwischen Ländern zu verschieben und damit künstlich von Vorteilen von Steuerabkommen und -regeln zu profitieren“, beschrieb Gurria die Initiative gegen Gewinnverlagerungen und Steuerverkürzungen (BEPS). Diese werde von 44 Ländern, darunter auch den G-20, unterstützt.

Hypo-Notverstaatlichung: Elf Beschuldigte

Die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria im Dezember 2009 hat nicht nur ein budgetäres, sondern auch ein strafrechtliches Nachspiel.

Die Ermittlungen um Vorgänge, die zur Übernahme der Bank durch den Bund führten, richten sich bereits gegen elf Personen, wie der „Standard“ unter Bezug auf eine Anfragebeantwortung durch Justizminister Wolfgang Brandstetter schreibt. Die Verdachtsmomente: Untreue, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und Vergehen nach dem Aktiengesetz.

Das Verfahren ist seit November 2012 anhängig, derzeit werde der Abschlussbericht der SOKO Hypo geprüft. Neben Franz Pinkl (Ex-Hypo-Chef) und Michael Kemmer (Ex-Aufsichtsrat) würden neun weitere Personen als Beschuldigte geführt, schreibt das Blatt in der Wochenendausgabe. Alle genannten Personen haben Vergehen rund um die Notverstaatlichung bisher zurückgewiesen.

US-Sanktionen: Exxon stellt Bohrung in russischer Arktis ein

Der US-Energiekonzern Exxon legt wegen der amerikanischen Sanktionen gegen die Regierung in Moskau seine Bohrungen in der russischen Arktis auf Eis. Ein Exxon-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters gestern, das US-Finanzministerium habe eine einmalige Verlängerung der Frist für die Umsetzung der Maßnahmen gewährt.

Damit solle es dem Konzern ermöglicht werden, die Arbeiten am Bohrloch University-1 in der Karasee „sicher und verantwortungsbewusst herunterzufahren“. Der russische Minister für Bodenschätze hatte Reuters zuvor erklärt, Exxon setzte die Erkundungen in der Region fort. Einzelheiten nannte er nicht.

Abkommen mit Rosneft

Die USA und Europa haben wegen der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland verhängt. Exxon hatte 2011 mit dem russischen Staatskonzern Rosneft ein Abkommen über 3,2 Milliarden Dollar zur Erschließung der russischen Arktis vereinbart. Im Juli wurde die Bohrinsel „West Alpha“ von Norwegen dorthin beordert, wo sie bei University-1 eingesetzt wurde.

Chronik

Wütende Bauern zünden in Frankreich Finanzamt an

Wütende Gemüsebauern haben bei einer Protestaktion im Nordwesten Frankreichs ein Finanzamt und das Gebäude der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (MSA) verwüstet und in Brand gesteckt.

Die Landwirte waren gestern Abend mit rund 100 Traktoren und Anhängern vor das MSA-Gebäude am Rand der bretonischen Stadt Morlaix gezogen, wie Bürgermeisterin Agnes Le Brun sagte. Dort kippten sie Haufen unverkaufter Kartoffeln und Artischocken vor das Gebäude und setzten es mithilfe von Paletten und Reifen in Brand.

Der Bürgermeister der Nachbargemeinde Saint-Martin-des-Champs, Francois Hamon, sagte, die Bauern hätten „im Inneren alles verwüstet“. Das erst vor zwei Jahren errichtete Gebäude sei zerstört, der Dachstuhl sei eingebrochen. „Dass es so weit gekommen ist, ist ein Zeichen großer Verzweiflung. Irgendwie macht das Angst“, sagte Hamon. Laut der Polizei war gegen 01.30 Uhr der Brand in dem Sitz der Sozialversicherung gelöscht.

Gemüsehaufen abgekippt

Vom MSA-Gebäude zogen die Demonstranten weiter zum Finanzamt in der Innenstadt von Morlaix, wo sie ebenfalls Gemüse und Mist abkippten. Anschließend brachen sie die Türen und Fenster des Finanzamts heraus und zündeten es an. Nicht nur vor dem Finanzamt, sondern auch an verschiedenen weiteren Punkten der Stadt sowie auf der Nationalstraße nach Brest luden die Bauern Haufen mit Gemüse ab.

Bürgermeisterin Le Brun klagte in der Nacht, sie seien hilflos, da es kaum Ordnungskräfte in der Stadt gebe. Sie verurteilte die Aktion, erklärte aber zugleich, es habe seit Monaten Alarmsignale der Gemüsebauern gegeben, auf die der Staat nicht reagiert habe. Seit Jahren werde der Verwaltungsaufwand für die Bauern immer größer, während sich ihre wirtschaftliche Situation immer weiter verschlechtere, hieß es.

Eindringling im Weißen Haus festgenommen

Schrecksekunde für die Sicherheitskräfte im Weißen Haus in Washington: Nach einem Bericht des US-TV-Senders CNN hat gestern am späten Abend (Ortszeit) ein Mann den Zaun des Amtssitzes von Präsident Barack Obama überwunden und drang durch eine Tür in das Gebäude ein. Dann wurde er vom Secret Service festgenommen. Obama und seine Familie seien zu dem Zeitpunkt nicht zuhause gewesen, hieß es.

Der US-Präsident habe sich nur vier Minuten vor dem Zwischenfall mit einer seiner Töchter per Hubschrauber auf den Weg zum Landsitz Camp David gemacht. Bei dem Eindringling handelt es sich laut CNN um einen 42-Jährigen aus Texas, der unbewaffnet war und zunächst zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Hintergründe sind unklar. Ein Beamter des Secret Service sagte CNN zufolge lediglich, der Mann sei den Sicherheitsbehörden bekannt.

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Science

Religion

Die Rückkehr des Konfuzius

Der Geburtstag des chinesischen Philosophen und Staatstheoretikers Konfuzius fällt heuer gemäß Überlieferung auf heute. In China werden zu diesem Anlass in zahlreichen konfuzianistischen Tempeln große Feste veranstaltet.

Das war nicht immer so. Während der Kulturrevolution der 1960er und 1970er Jahre war der Konfuzianismus völlig aus der Öffentlichkeit verbannt worden. Heute unterstützt sogar das offizielle China die Rückkehr des Konfuzius - um sich gegen die Wertvorstellungen des Westens zu wehren.

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IT

Sony präsentiert Datenbrille „Smart Eye Glass“

Sony hat gestern den Prototyp seiner Datenbrille „Smart Eye Glass“ in Tokio vorgestellt. Sie soll eines Tages alltägliche Fragen beantworten können, wie: Wo bin ich, wer ist diese Person, wie koche ich dieses Rezept? Wann die Brille erhältlich sein wird und zu welchem Preis, präzisierte Sony nicht.

Das Gestell wiegt 77 Gramm und vereint verschiedene Technologien, durch die dem Träger bestimmte Informationen visuell ins Sichtfeld projiziert werden sollen. Das Unternehmen machte gleichzeitig mit der Vorstellung Informationen öffentlich, die es Drittanbietern ermöglichen, Apps für die Brille zu entwickeln.

Rezepthinweise und Toilettensuche

So entwickelt die japanische Firma Cookpad ein Programm, das dem Brillenträger beim Kochen je nach Rezept die nächsten Handgriffe in Untertiteln einblendet. Eine andere Firma arbeitet an einer App, die Nutzern beim Joggen nicht nur Zeit, Distanz und Geschwindigkeit anzeigt, sondern auch auf Orte wie öffentliche Toiletten hinweist.

Außerdem soll „Smart Eye Glass“ die Namen von Menschen einblenden, denen der Träger begegnet und die in einem Verzeichnis eingetragen sind, Daten von Fußballspielern anzeigen, denen der Blick im Stadion folgt, oder die neueste Facebook-Nachricht ins Blickfeld projizieren. Fotografieren und Filmen kann die Brille ebenfalls.

Kultur

Bisher unveröffentlichtes Karl-May-Fragment erschienen

Weit über hundert Jahre hat das Romanfragment „Der verlorene Sohn“ von Karl May unentdeckt im Archiv geschlummert. Nun wurde der Textanfang, der nach 20 Seiten mitten im Satz abbricht, im 90. Band der „Gesammelten Werke“, „Verschwörung in Wien“, erstmals veröffentlicht, wie der Karl-May-Verlag gestern mitteilte.

Bei dem Fragment handle es sich um den wahrscheinlich in der zweiten Hälfte der 1870er Jahre entstandenen Auftakt einer erzgebirgischen Dorfgeschichte. „Auch wenn die Erzählung leider unvollendet blieb, zeigt sich darin doch wieder einmal Mays großes Talent, auf nur wenigen Seiten eine spannende und geheimnisvolle Situation zu inszenieren“, heißt es im Pressetext.

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Lifestyle

„Ozapft is“: Oktoberfest startet in München

In München startet heute das Oktoberfest. Um Punkt 12.00 Uhr wird Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Wiesn-Bier anstechen und mit dem Ruf „Ozapft is“ das größte Volksfest der Welt eröffnen. Bis 5. Oktober werden rund sechs Millionen Besucher erwartet.

Für Reiter sind die Eröffnung und das Anzapfen eine Premiere. Damit es keine Blamage gibt, hat er wie sein OB-Vorgänger Christian Ude mit einem erfahrenen Brauer trainiert. Etwa drei oder vier Schläge werde er beim Anzapfen brauchen, schätzt er. Ude war Rekordhalter mit zwei Schlägen.

Die Geschichte des Oktoberfestes geht auf das Jahr 1810 zurück, als Kronprinz Ludwig in einer prunkvollen Zeremonie Therese von Sachsen-Hildburghausen das Jawort gab.