Letzte Meldung

Todesopfer bei Großbrand in Wien

Bei den Ermittlungen nach dem Großbrand in der Wiener Innenstadt ist eine Leiche gefunden worden. Ob es sich dabei um die vom Feuer betroffene Wohnung handelt, wird derzeit noch ermittelt. Mehrere Benzinkanister wurden sichergestellt.

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Ausland

EU-Parlament will schärfere Sanktionen gegen Russland

Das EU-Parlament drängt angesichts der prekärer werdenden Lage in der Ukraine auf schärfere Sanktionen gegen Russland. EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle sagte heute im Europaparlament in Straßburg, das Vorgehen bewaffneter Gruppen in der Ostukraine erinnere stark an das Szenario auf der Krim.

Füle forderte Russland auf, seine Truppen von der ukrainischen Grenze abzuziehen und „Abstand von weiteren Maßnahmen zur Destabilisierung“ der Ukraine zu nehmen. Der Druck Moskaus auf Kiew sei nicht akzeptabel und müsse beendet werden. Gewalt und Blutvergießen müssten auf dem europäischen Kontinent verhindert werden, sonst könnte die Lage außer Kontrolle geraten.

„Zeit zum Handeln“

Jose Salafranca-Neyra von den Konservativen Fraktion sagte, der Eskalation der Lage in der Ukraine durch Russland müsse Einhalt geboten werden. Es sollte wirtschaftliche Sanktionen geben, die auch umzusetzen seien. Libor Roucek von den Sozialdemokraten verlangte von Russland Respekt gegenüber Menschenrechten.

Der liberale Mandatar Johannes Cornelis Van Baalen sagte, es sei nun „Zeit zum Handeln“. Es gehe darum, dass die EU auch in die NATO investiere. „Wer Frieden will, muss vorbereitet sein.“ Außerdem sei „unbedingt eine europäische Energiegemeinschaft“ notwendig. Die grüne Abgeordnete Rebecca Harms verlangte ebenfalls eine deutlichere Sprache der EU. „Jetzt können wir nicht mehr im Konjunktiv über Sanktionen reden.“

NY: Spezialeinheit zur Überwachung von Muslimen aufgelöst

Die New Yorker Polizei hat eine umstrittene Einheit aufgelöst, die mit Hilfe verdeckter Ermittler örtliche Muslime überwacht hatte. Die Polizei der US-Ostküstenmetropole erklärte gestern, die von der Einheit übernommenen Ermittlungen könnten im Verdachtsfall ebenso durch direkten Kontakt der Beamten zu den betroffenen Gruppen übernommen werden. Das habe sich bereits gezeigt.

Mit dem Schritt setzte der neue New Yorker Polizeichef William Bratton ein erstes Zeichen. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio begrüßte die Auflösung der „Zone Assessment Unit“, die zuvor „Demographics Unit“ hieß und nach den Terroranschlägen vom 11. September gegründet wurde.

Bürgerrechtler begrüßen den Schritt

„Diese Reform ist ein entscheidender Schritt zur Entspannung zwischen der Polizei und den gesellschaftlichen Gruppen, denen sie dient“, sagte De Blasio, der im Jänner als erster demokratischer Bürgermeister New Yorks seit 20 Jahren sein Amt antrat. So könnten Bürger und Polizisten einander dabei helfen, die echten Täter zu jagen.

Bürgerrechtsgruppen begrüßten die Auflösung, verlangten aber weitere Schritte. „Wir hoffen, dass die diskriminierenden Aktivitäten der Demographics Unit nicht in anderen Teilen der Polizei fortgesetzt werden“, sagte Donna Lieberman von der New York Civil Liberties Union. Ryan Mahoney vom Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen sagte, die Polizeieinheit habe Menschen allein aufgrund ihrer Religion zu Verdächtigen erklärt.

Emotionale Abschiedsrede von Cohn-Bendit

Mit einem leidenschaftlichen Appell für ein föderales Europa hat sich der deutsche Grüne Daniel Cohn-Bendit heute vom Europaparlament verabschiedet.

„Für Europa brauchen wir eine Vision, nicht nur Kompromisse“, forderte Cohn-Bendit, der bei der nächsten Europawahl Ende Mai nicht mehr antritt. Wer heute die Rückkehr zur Souveränität der Nationalstaaten fordere, müsse wissen, dass diese durch die Globalisierung ausgehebelt worden sei, betonte der 69-Jährige während einer Debatte zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges.

„Sie werden dem Parlament fehlen“

Kein einziges europäisches Land könne sich heute auf nationaler Ebene den Herausforderungen der Zukunft stellen, mahnte Cohn-Bendit. Und keines werde in 30 Jahren noch Mitglied in der G-8-Gruppe der mächtigsten Wirtschaftsnationen sein, nicht einmal Deutschland. Nur als föderales Modell könne sich die EU in der Welt behaupten.

Die Abgeordneten und auch die anwesenden EU-Kommissare spendeten ihm anhaltenden Applaus. „Sie werden dem Parlament fehlen, mit Ihnen kann man wunderbar streiten“, sagte Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD).

Der in Frankfurt lebende ehemalige Anführer der Pariser Studentenrevolte von Mai 1968 gehört dem Europaparlament seit 20 Jahren an. Mit dem Ende der Legislaturperiode will er sich aus der aktiven Politik verabschieden.

Verdächtige Taschen bei Boston-Marathon gesprengt

Kurz nach der Gedenkfeier zum Jahrestag des Anschlags auf den Boston-Marathon haben zwei verdächtige Rucksäcke in der Stadt im Nordosten der USA für Unruhe gesorgt.

Hunderte Menschen wurden laut Polizeiangaben in Sicherheit gebracht, nachdem die Rucksäcke in der Nähe des damaligen Anschlagsorts entdeckt worden waren. Ein Verdächtiger sei in Gewahrsam genommen worden.

Die Rucksäcke seien dann von Experten „vorsorglich“ gesprengt worden. Die verlassenen Taschen befanden sich laut Polizeiangaben nahe der Ziellinie des Marathons.

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Ashton verurteilt Entführung von Schülerinnen in Nigeria

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat die Entführung von über hundert Schülerinnen in Nigeria „aufs Schärfste“ verurteilt. „Ich bin besorgt über die zunehmende Häufigkeit und Ausbreitung terroristischer Angriffe“, fügte Ashton in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung hinzu.

Schwerbewaffnete Islamisten hatten am Montagabend ein Mädchengymnasium im nordöstlichen Bundesstaat Borno überfallen und mehr als hundert Schülerinnen entführt. Für die Tat wurde die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich gemacht.

Bombenanschläge und Überfälle

Zuvor waren bei einem Doppelanschlag in einem Busbahnhof der Hauptstadt Abuja mehr als 70 Menschen getötet und rund 160 weitere verletzt worden. Auch hier fiel der Verdacht auf Boko Haram. Am Wochenende hatten mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder mehrere Dörfer im Bundesstaat Borno angegriffen und mindestens 60 Menschen getötet.

Inland

Sonderpensionen: Grüne und NEOS schließen Pakt

Grüne und NEOS pochen auf die Umsetzung der künftigen Regeln für Sonderpensionen auch in den Bundesländern. Das Verfassungsgesetz zur Begrenzung von Sonderpensionen ist derzeit in Begutachtung - darin wird die Übernahme in Landesgesetze jedoch lediglich ermöglicht.

„In den Verhandlungen ist sehr viel gelungen, die verpflichtende Umsetzung für die Länder jedoch nicht“, kritisierte die grüne Sozialsprecherin Judith Schwentner gegenüber der APA. NEOS und die Grünen schlossen daher einen „Pakt“ und wenden sich gemeinsam an die Bundesländer.

Grüne wollen gemeinsam mit NEOS Druck machen

Geht es nach den beiden Parteien, sollen sich diese klar dazu bekennen, dass sie die Systematik des Bundes übernehmen und die neuen Regeln für die Sonderpensionen umsetzen werden. Über den Sommer könnten sie herausarbeiten, wo diese künftig gelten sollen - etwa bei Landesenergieversorgern und Verkehrsbetrieben. Einer Umsetzung im Herbst stünde dann nichts im Weg, meinte Schwentner: „Gemeinsam mit den NEOS wollen wir Druck machen.“

Justizministerium prüft Beschränkung für Kinderfotos

In Deutschland will Justizminister Heiko Maas den Kampf gegen Kinderpornografie verschärfen. Laut einem Gesetzesentwurf soll der Handel mit Fotos und Videos von nackten Kindern künftig hart bestraft werden. Auch in Österreich fordern Kinderschützer eine Verschärfung des Strafgesetzes, um die Rechte von Kindern besser zu schützen. Das Justizministerium prüft.

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U-Ausschuss: Reformverweigerung wäre „Harakiri“

An der Reform der Untersuchungsausschüsse führe kein Weg vorbei, und diese Reform werde bald kommen, sagt Klaus Hoffmann, Verfahrensanwalt im letzten Untersuchungsausschuss. Denn die Regierungsparteien seien unter so großem Druck, dass eine weitere Reformverweigerung politisches Harakiri wäre, so Hoffmann gegenüber Ö1.

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Reform nimmt langsam Fahrt auf

Die von der Opposition vehement geforderte Reform nimmt langsam Formen an. Nachdem die SPÖ bereits vor einer Woche ihre Pläne vorgestellt hatte, konkretisierte gestern auch die ÖVP ihre Vorstellungen.

Beide sprechen sich klar für ein Minderheitsrecht bei der Einberufung aus - doch am Detail spießt es sich. So will die ÖVP Richter als Vorsitzende einsetzen, die SPÖ möchte die Leitung politisch nicht aus der Hand geben. Die Opposition zeigt sich kompromissbereit - wenn auch einigen die Reformvorschläge nicht weit genug gehen.

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Sport

Fußball: St. Pölten beendet Rieds Cuptraum

Der SKN St. Pölten hat im Viertelfinale des ÖFB-Samsung-Cups für eine Überraschung gesorgt. Der Zweitligist setzte sich gestern Abend im Duell gegen Bundesligist Ried durch und feierte damit den größten Erfolg in der Clubgeschichte.

Die Entscheidung zugunsten der Gäste, die sich nach rascher Führung auch vom ebenso raschen Ausgleich nicht aus dem Konzept hatten bringen lassen, sorgte Osman Bozkurt per Elfer. Zur Freude von SKN-Trainer Gerald Baumgartner, der damit seine imposante Erfolgsserie im Cup fortsetzte - mit Pasching hatte er in der vergangenen Saison sogar den Titel erobert. Ried dagegen verpasste das fünfte ÖFB-Cup-Halbfinale en suite.

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Fußball: Dortmund meistert Pokalhürde Wolfsburg

Borussia Dortmund hat gestern im DFB-Pokal das Finalticket gelöst. Die Auswahl von Trainer Jürgen Klopp setzte sich im mit 80.600 Zuschauern ausverkauften Signal-Iduna-Park gegen einen starken VfL Wolfsburg mit 2:0 durch und leistete damit ihren Beitrag für das prognostizierte Traumfinale gegen den FC Bayern, der heute gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern das zweite Halbfinale bestreitet.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, gestand Kapitän Sebastian Kehl nach dem Kraftakt. Einen besonderen Abend erlebte Torjäger Robert Lewandowski, der in seinem sechstletzten BVB-Spiel vor seinem Wechsel zum Erzrivalen nach München sein 100. Pflichtspieltor für die Borussia erzielte.

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Extremsport: Monsterwellen als Lebenselixier

Erst wenn das Meer tobt und Wellen sich auf die Größe von Wohnhäusern auftürmen, fühlen sich Big-Wave-Surfer wohl. Sebastian Steutdner ist einer der besten Tow-in-Surfer der Welt und immer auf der Suche nach den perfekten Wellen - seien es die „Witwenmacher“ von Nazare in Portugal, die „Chopes“ knapp über dem gefährlichen Korallenriff in Tahiti oder die berüchtigte „Jaws“ am Northshore von Hawaii.

Im ORF.at-Interview spricht der mit dem „Oscar“ der Surfszene geadelte Deutsche über seinen Werdegang, die Gefährlichkeit seines Sports und darüber, wie es sich anfühlt, von einer Monsterwelle verschluckt zu werden.

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Wirtschaft

Industrieller Josef Taus hat Interesse an Weltbild

Der Industrielle und ehemalige ÖVP-Politiker Josef Taus, Gründer und Vorstand der Management Trust Holding (MTH), hat Interesse an der katholischen Verlagsgruppe Weltbild. „Man sollte versuchen, den Namen Weltbild zu erhalten“, wurde Taus in der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert.

Taus bestätigte laut Zeitung sein Interesse sowohl an dem insolventen Medienhandelshaus als auch an dessen Filialtochter Weltbild Plus mit ihren 220 Geschäften: „Wir sind durchaus interessiert und waren schon zweimal in Augsburg“, so Taus laut Bericht. Verwaltung, Onlinehandel und auch die Filialen würde er gerne zusammen mit „einem bedeutenden deutschen Unternehmen“ übernehmen. Den Namen des Partners nannte er allerdings nicht.

Entscheidung Mitte Mai

Neben MTH gilt auch der deutsche Holtzbrinck-Verlag als potenzieller Weltbild-Käufer. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz kommentierte beide Namen laut Zeitung nicht, er strebt eine Entscheidung bis Mitte Mai an. Diesen Zeitplan erachtet Taus allerdings als „viel zu schnell“.

Bei einem Kaufpreis von 50 bis 70 Mio. Euro (ohne Filialen) kann er sich kaum vorstellen, dass sich ein seriöser Investor so schnell entscheidet, ohne abzuwarten, wie das Geschäft nach der ersten Entlassungswelle Anfang April läuft.

Diskonter drücken Gewinn der britischen Tesco-Märkte

Großbritanniens größte Supermarktkette Tesco hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Macht der Diskonter deutlich zu spüren bekommen. Besonders in der zweiten Jahreshälfte habe sich der Wettbewerb im britischen Lebensmittelhandel noch einmal verschärft, teilte Tesco heute in London mit.

Der Umsatz ohne Mehrwertsteuer stagnierte 2013/2014 (Ende Februar) bei 63,6 Milliarden britischen Pfund (77 Mrd. Euro). Die Preissenkungen, die Tesco gewähren musste, um mit Billiganbietern wie den deutschen Ketten Aldi und Lidl mithalten zu können, fraßen sich in den Gewinn.

Dieser ging um sechs Prozent auf 3,3 Milliarden Pfund zurück, was aber immer noch mehr war, als Analysten erwartet hatten. Tesco-Chef Philip Clarke geht davon aus, dass das Umfeld noch eine Weile schwierig bleiben wird, und baut den Konzern weiter um.

Intel wieder auf leichtem Wachstumskurs

Der von schrumpfenden PC-Verkäufen geplagte Chipkonzern Intel scheint aus dem Gröbsten heraus zu sein. „Im ersten Quartal haben wir ein solides Wachstum bei Rechenzentren und Anzeichen von Fortschritten im PC-Geschäft gesehen“, sagte Konzernchef Brian Krzanich in der Nacht auf heute am Sitz im kalifornischen Santa Clara. Diese Botschaft hörten die Anleger gerne: Die Aktie stieg nachbörslich um zwei Prozent.

Intel konnte nach einer Durststrecke seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder leicht auf 12,8 Milliarden Dollar (9,3 Mrd. Euro) steigern. Die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte sowie Umbauten im Unternehmen gingen jedoch ins Geld. Der Gewinn schrumpfte angesichts dessen um fünf Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Smartphone-Trend verschlafen

Intel ist zwar unumstrittener Platzhirsch im Geschäft mit Prozessoren für Heim- und Firmenrechner. Doch der Konzern hatte den Trend hin zu Smartphones und Tablets verschlafen, die einen immer größeren Anteil am Gesamtmarkt ausmachen. Intel arbeitet nun mit Hochdruck daran, seine Chips in Alltagsgeräte zu integrieren, um sie mit dem Internet zu verbinden. Das reicht vom Auto bis zum Babyfon.

Noch ist das Geschäft mit dem „Internet der Dinge“ allerdings vergleichsweise klein. Fast zwei Drittel seines Umsatzes macht Intel weiterhin mit PC-Chips. Der Umsatz in diesem Feld gab erneut nach, diesmal um gut ein Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar.

Bei Chips für mobile Geräte bekommt Intel weiterhin nicht so recht den Fuß in die Tür. Der Umsatz dieser Sparte fiel binnen eines Jahres von 404 Millionen auf 156 Millionen Dollar. In den meisten Smartphones und Tablets stecken Chips auf Basis der Technik des britischen Entwicklers ARM. Diese Prozessoren gelten als besonders stromsparend. Krzanich will in diesem Jahr Intel-Chips in 40 Millionen Tablet-Computer bringen. Im ersten Quartal waren fünf Millionen davon geschafft.

Geschäft mit Rechenzentren

Dagegen konnte Intel die Verkäufe von Chips für den Gebrauch in Rechenzentren um elf Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar hochschrauben. Hintergrund ist ein steigendes Datenaufkommen auch durch Smartphones und Tablets. Zudem gewinnt das Cloud-Computing an Fahrt, bei dem Daten und Programme von zentralen Rechnern abgerufen werden.

Intel ist der Marktführer bei Prozessoren weit vor dem Rivalen AMD. Auch in Zeiten schrumpfender PC-Verkäufe erwies sich das Geschäft als hochprofitabel. Operativ verdiente Intel im PC-Zweig 2,8 Milliarden Dollar im Quartal. Dagegen musste der Konzern in der Sparte für mobile Geräte einen operativen Verlust von 929 Millionen Dollar verdauen.

Chronik

Wieder Attacke auf Wiener Straßenbahnfahrer

In Wien-Liesing ist gestern ein Fahrer einer Straßenbahngarnitur von mehreren Männern verletzt worden. In den vergangenen Wochen gab es ähnliche Vorfälle, die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter der Wiener Linien geht aber zurück. 

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Raser filmte sich bei Verfolgungsjagd mit Polizei

Mit bis zu 170 statt erlaubter 80 km/h ist gestern ein 26-jähriger Motorradfahrer von Lustenau in Richtung Hohenems (Vorarlberg) gefahren. Obwohl die Polizei ihn mit Blaulicht und Folgetonhorn verfolgte, hielt er nicht an. Stattdessen filmte er sich noch selbst mit einer Kamera.

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Reifenstecher in Bad Ischl ausgeforscht

Einen Ermittlungserfolg bei der Suche nach dem Verursacher einer Reihe von Sachbeschädigungen kann jetzt die Polizei in Bad Ischl in Oberösterreich melden. Sie stoppte einen Ladendieb. Bei den Ermittlungen gestand er, zig Reifen zerstochen zu haben.

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Schädigt Twin City Liner Jungfische?

Umweltorganisationen und Forscher der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien schlagen Alarm: Die Wellen, die der Twin City Liner und andere Schiffe auf dem Donaukanal und auf der Donau machen, schädigen den Fischbestand. Die Betreiber des Twin City Liners weisen das zurück und verweisen auf eigene Untersuchungen.

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Fünf Menschen auf Party erstochen: Student angeklagt

Der Student, der im kanadischen Calgary fünf Kommilitonen erstochen haben soll, ist des fünffachen Mordes angeklagt worden.

Der 22-Jährige wurde kurz nach der Tat in der Nähe des Hauses festgenommen, in dem die jungen Menschen getötet worden waren. Die Polizei in der größten Stadt der Provinz Alberta bestätigte, dass der mutmaßliche Täter der Sohn eines Polizisten sei. Sein Vater - seit 33 Jahren bei der Polizei - und seine Mutter drückten ihre Bestürzung über die Tat aus.

Hintergründe für Bluttat rätselhaft

Die Hintergründe der Tat am letzten Tag des Semesters sind völlig unklar. Etwa 20 Studenten hatten in dem Haus gefeiert, als der 22-Jährige ein großes Messer nahm und auf einige der Gäste einstach.

Polizisten hatten nach einem Notruf drei tote Männer in einem von Studenten angemieteten Haus entdeckt, in dem eine Party stattgefunden hatte. Ein weiterer Mann und eine Frau wurden wenig später im Krankenhaus für tot erklärt, hieß es von der Polizei. Drei waren 23 Jahre alt, einer 22 und einer 27 Jahre alt.

Suche nach Mörder von Liechtenstein-Banker läuft weiter

Neun Tage nach dem Mord an einem Bankdirektor in Liechtenstein hat die Polizei des Fürstentums die großangelegte Suchaktion nach dem mutmaßlichen Schützen im Gebiet Ruggell eingestellt.

Nach dem Tatverdächtigen werde entgegen einigen Medienberichten aber nach wie vor auf Hochtouren gefahndet, zahlreiche Ermittlungen und Abklärungen seien im Gange, so die Liechtensteiner Landespolizei heute.

Fondsmanager soll auf Bankchef geschossen haben

Der Ex-Fondsmanager Jürgen Hermann soll am 7. April in der Tiefgarage der Bank Frick in Balzers auf den Bankenchef Jürgen Frick drei Schüsse abgefeuert und ihn so getötet haben. Hermann machte die Bank Frick für den Ruin seiner Investmentfirma mitverantwortlich.

Die Spur des mutmaßlichen Täters endete am kanalisierten Rhein im Gebiet von Ruggell. Man fand unter anderem einen Pass mit handschriftlichen Notizen, die als Abschiedsbrief und Geständnis gewertet wurden. Die Polizei geht davon aus, dass Hermann in den Rhein sprang und Suizid beging.

MH370: Mini-U-Boot nimmt Suche wieder auf

Nach dem Abbruch der ersten Mission hat ein Mini-U-Boot erneut die Suche nach Flug MH370 im Indischen Ozean aufgenommen.

Der Roboter „Bluefin-21“ startete gestern Abend (Ortszeit) von dem australischen Schiff „Ocean Shield“ aus zur zweiten Mission, wie die Koordinierungsbehörde JACC mitteilte. Einen ersten Tauchgang hatte das U-Boot wegen zu großer Wassertiefe abbrechen müssen.

Neue Programmierung

Der Roboter erreichte bei seiner ersten Suche nach wenigen Stunden seine maximale Tiefe von 4.500 Metern - und tauchte dann automatisch wieder auf. Zunächst fand das Mini-U-Boot nichts Verwertbares. Für die zweite Mission sei der Roboter neu programmiert worden, teilte die an den Sucharbeiten beteiligte US-Marine mit.

Suche nach Blackbox-Detektor eingestellt

Auf das Mini-U-Boot stützt sich derzeit die ganze Hoffnung, die seit über einem Monat verschollene Maschine der Malaysia Airlines zu finden. Die Suche per Blackbox-Detektor war am Montag eingestellt worden.

IT

Twitter will mit Zukauf Datenschätze heben

Der Kurznachrichtendienst Twitter will aus seinen riesigen Datenbeständen künftig viel mehr Profit schlagen. Dazu kaufte das Unternehmen die auf Informationsanalyse spezialisierte bisherige Partnerfirma Gnip.

Ziel sei es, den riesigen Schatz, den die mehr als 500 Millionen täglich über Twitter versendeten Kurznachrichten (Tweets) bergen, effizienter heben zu können, erklärte das Management gestern.

An der Börse sorgte der nicht bezifferte Deal für Jubel. Der Twitter-Kurs zog mit elf Prozent so stark an wie an keinem anderen Tag seit dem Handelsdebüt im November. Zuletzt hatten schwache Kundenzuwächse des Internetkonzerns noch große Enttäuschung ausgelöst.

Science

Rohstoffe: Der Schatz unter dem Asphalt

Unter dem Schlagwort „Urban Mining“ suchen Forscher und Firmen nach Wegen, um Rohstoffe zu bergen, die in Mülldeponien vergessen oder unter Straßen vergraben wurden. In Schweden konsultieren Umweltwissenschaftler dafür nun sogar Hunderte Jahre alte Karten. Sie haben es auf alte und vergessene Kupferleitungen abgesehen.

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Kultur

Oberes Belvedere im Bann des Kusses

Bis 6. Juli bringt das Obere Belvedere in Wien mit Klimt und Warhol zwei Größen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts zusammen. Die Werke „Der Kuss“ und „Kiss“ werden einander in ihrem jeweiligen Kontext gegenübergestellt und diskutiert.

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Klage gegen Dylan wegen „Kroaten-Sagers“ abgewiesen

Ein französisches Gericht hat eine Klage von Kroaten wegen einer Interviewäußerung des US-Musikers Bob Dylan abgewiesen. Eine Richterin in Paris stellte fest, Dylan habe der Veröffentlichung des Interviews in der französischen Ausgabe des Magazins „Rolling Stone“ nicht zugestimmt, wie gestern aus Justizkreisen verlautete.

Die Autorisierung des Gesprächs galt demnach nur für die US-Ausgabe des Magazins. Wie es hieß, hätte bewiesen werden müssen, dass Dylan der Veröffentlichung des Interviews in Frankreich zustimmte. Nur dann hätte er überhaupt belangt werden können.

Fragwürdiges Rassismusinterview

Der französische „Rolling Stone“-Ableger hatte das Interview im Oktober 2012 veröffentlicht. Darin hatte Dylan über den Rassismus in den USA gesprochen und die Verfolgung der Juden unter der NS-Herrschaft mit den Auseinandersetzungen zwischen Kroaten und Serben verglichen.

„Wenn du Ku-Klux-Klan-Anhänger als Vorfahren hast, spüren Schwarze das, sogar heute noch. Genauso wie Juden Nazi-Blut und die Serben kroatisches Blut spüren können.“ Der Rat der Kroaten in Frankreich warf Dylan vor, Kroaten mit Nazis verglichen zu haben.

Religion

Ostern: Fundament des christlichen Glaubens

Christen in aller Welt gedenken in der Karwoche und zu Ostern der Botschaft vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu Christi. Das Fest fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen. Das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus stellt den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Ostern ist damit das wichtigste und höchste Fest der Christenheit.

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Leute

Sydney: Sonniger Empfang für Kate, William & George

Nach dem feuchten Abschied in Neuseeland sind Prinz William, Kate und ihr kleiner Sohn George heute bei strahlendem Sonnenschein in Australien angekommen. Kate trug ihren fast neun Monate alten Sohn die Flugzeugstufen hinunter, William übernahm den Kleinen später, als Kate im leuchtend gelben Kostüm die Begrüßungsblumen entgegennahm.

Mehr bekamen die Australier von George zunächst nicht zu sehen: Das Kindermädchen verschwand mit dem kleinen Prinzen, während Kate und William zum offiziellen Empfang im Opernhaus am Hafen weiterfuhren. Auch dort mussten sich Tausende Fans zunächst mit ein paar Blicken auf die winkenden und lächelnden Royals begnügen. Das erhoffte Bad in der Menge kam aber nach der offiziellen Begrüßungszeremonie. Die Menge war begeistert.

Premier empfängt royales Paar

Auf dem Flughafen hatten Premierminister Tony Abbott und seine Frau die königlichen Besucher begrüßt. Der eigentliche Gastgeber, der Ministerpräsident des Bundesstaates New South Wales, Barry O’Farrell, fehlte: Er war wenige Stunden vorher nach einem Korruptionsskandal überraschend zurückgetreten.

Prinz George dürfte die meiste Zeit mit seinem Kindermädchen im Haus des Generalgouverneurs Sir Peter Cosgrove in Sydney verbringen. William und Kate absolvieren wie in Neuseeland die meisten Termine ohne ihren Sohn. Abends kehren sie jeweils zu ihm zurück. Die beiden besuchen unter anderem Brisbane, Adelaide, die Hauptstadt Canberra und die Wüste in Zentralaustralien mit dem Berg Uluru, früher Ayers Rock genannt.