Ausland

„NYT“: EU-Regierungen finanzieren mit Lösegeldern Al-Kaida

Europäische Regierungen stützen laut einem Bericht der „New York Times“ indirekt das Terrornetzwerk Al-Kaida, indem sie in Entführungsfällen Lösegelder in Millionenhöhe zahlen.

Die Terroristen hätten seit 2008 Lösegeld in Höhe von insgesamt mindestens 125 Millionen Dollar (rund 94 Mio. Euro) eingenommen, so die „NYT“ unter Berufung auf eigenen Recherchen.

Außenministerium weist Bericht zurück

Auch Österreich wird in dem Artikel erwähnt. Wien habe 2008 für die Freilassung von zwei im Norden Malis festgehaltenen Österreichern zwei Millionen Euro bezahlt, schreibt die „NYT“ unter Berufung auf einen Parlamentarier aus Mali, der in die Verhandlungen involviert gewesen sei.

Der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Martin Weiss, dementierte das heute und bekräftigte, dass Österreich „in keiner Art und Weise“ Lösegeld bezahle, Österreich lasse sich nicht erpressen. Die österreichische Regierung habe auch nicht andere gebeten, „Lösegeld in unserem Namen zu bezahlen“, so Weiss. Österreich habe, so wie andere Regierungen auch, die Pflicht, seine Bürger zu schützen, was aber nie die Zahlung von Lösegeld umfasse.

„NYT“: Nur USA und Briten verweigern Lösegeld

Laut „NYT“ betrugen 2013 die Zahlungen europäischer Regierungen 66 Millionen Dollar. Gemäß Verlautbarungen des US-Finanzministeriums seien seit 2008 sogar 165 Millionen Dollar Lösegeld bezahlt worden. Dieses sei teilweise unter dem Titel „Entwicklungshilfe“ geflossen und durch Mittelsmänner gezahlt worden. Als Quellen nennt die NYT Verhandler, Ex-Geiseln, Regierungsvertreter, und Diplomaten.

Nur die USA und Großbritannien weigerten sich beharrlich, Lösegeld zu bezahlen, was oft zur Ermordung von Geiseln aus diesen Ländern führe, schreibt das Blatt. Andererseits würden aus demselben Grund aber auch weniger US-Bürger und Briten entführt.

800 Flüchtlinge in 24 Stunden vor Sizilien gerettet

Rund 800 Bootsflüchtlingen sind innerhalb von 24 Stunden von der italienischen Marine vor Sizilien gerettet worden. Sie wurden zum Großteil an Bord von Schiffen der Marine nach Sizilien gebracht, berichteten italienische Medien.

Bei einem neuerlichen Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste waren erst gestern mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Wie die libysche Marine mitteilte, konnte sie 22 Menschen retten, die sich an Trümmerteile ihres sinkenden Schiffes geklammert hatten. Das Schiff kenterte rund einhundert Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis.

Rom rechnet mit 100.000 Migranten

Jeden Monat versuchen Tausende Menschen vor allem aus Afrika, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen in den kommenden Wochen weiter zunehmen werden, weil das Mittelmeer während des Sommers eher ruhig ist. Die Regierung in Rom befürchtet, dass seit Jahresbeginn bis Ende des Sommers über 100.000 Migranten Italien erreicht haben werden.

Israel: Festnahmen nach brutalem Angriff auf Palästinenser

Nach einem brutalen Angriff auf zwei junge Palästinenser in Ostjerusalem hat die israelische Polizei drei Verdächtige festgenommen. Ein Gericht solle über eine Verlängerung der Untersuchungshaft von drei jungen Israelis entscheiden, teilte die Polizei heute mit. Sie würden verdächtigt, am vergangenen Freitag „zwei Einwohner von Ostjerusalem angegriffen zu haben“.

Angriff mit Knüppeln und Eisenstangen

Die beiden 20-jährigen Opfer hatten angegeben, am Freitagabend nahe einer jüdischen Siedlung in Ostjerusalem von einer etwa zwölfköpfigen Gruppe jüdischer Extremisten angegriffen worden zu sein. Unter anderem sollen diese mit Knüppeln und Eisenstangen auf ihre Köpfe eingeschlagen haben.

Die jungen Männer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und erhoben den Vorwurf, Polizisten hätten nicht umgehend einen Krankenwagen gerufen. Die Polizei wies das zurück und gab an, die beiden hätten jegliche Hilfsangebote zurückgewiesen.

Auslöser der neuerlichen Eskalation

Anfang Juli war ein 16-jähriger Palästinenser entführt und bei lebendigem Leib verbrannt worden. Wegen der Tat wurde Anklage gegen drei jüdische Extremisten erhoben. Vorausgegangen war die Entführung und Ermordung dreier israelischer Religionsschüler im Westjordanland. Die Verbrechen gelten als wesentliche Auslöser für die neue Eskalation der Gewalt im Nahost-Konflikt.

Prozess gegen Ex-Rote-Khmer-Anführer in Kambodscha

Vor einem von der UNO unterstützten Sondertribunal in Kambodscha hat am Mittwoch ein neuer Prozess gegen die beiden ranghöchsten noch lebenden Anführer der Roten Khmer begonnen.

Zum Auftakt des Verfahrens wurde die Anklage gegen den einstigen „Bruder Nummer zwei“, den 88-jährigen Nuon Chea, und den 83 Jahre alten ehemaligen Staatschef Khieu Samphan verlesen. Die beiden Angeklagten wiesen sämtliche Anschuldigen zurück. Ihnen werden unter anderem Völkermord sowie Zwangsverheiratungen und Vergewaltigungen vorgeworfen.

Für Tod von zwei Mio. Menschen mitverantwortlich

Ein erster Prozess gegen die beiden Männer war im vergangenen Oktober zu Ende gegangen. Das Urteil steht noch aus und wird für August erwartet. Die Staatsanwaltschaft forderte in jenem Prozess lebenslange Haftstrafen wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermordes.

Im Kern wird den Angeklagten vorgeworfen, für den Tod von zwei Millionen Menschen während der Herrschaft der Roten Khmer in den Jahren 1975 bis 1979 mitverantwortlich zu sein. Wegen der komplexen Anschuldigungen wurden mehrere Teilprozesse angesetzt.

Viertel der Gesamtbevölkerung kam ums Leben

Unter der Herrschaft der Roten Khmer, angeführt von dem im Jahr 1998 gestorbenen „Bruder Nummer eins“, Pol Pot, kam fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung Kambodschas ums Leben. Die Menschen starben an den Folgen von Zwangsarbeit, Hungersnöten und durch Hinrichtungen.

Radikale Islamisten nehmen Kaserne im Osten Libyens ein

Radikale Islamisten haben in der ostlibyschen Stadt Bengasi einen wichtigen Militärstützpunkt einer Eliteeinheit der Armee eingenommen. Die Extremisten verbreiteten gestern Abend im Internet Fotos, die ihre Kämpfer in der Kaserne zeigen. Zu sehen war unter anderem der Anführer der Terrorgruppe Ansar al-Scharia, wie die libysche Nachrichtenwebsite Libya Herald berichtete.

Seit Tagen kommt es in Bengasi immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen den islamistischen Milizen und Kämpfern des pensionierten Generalmajors Chalifa Haftar, dem sich abtrünnige Soldaten angeschlossen haben. Die libysche Übergangsregierung hatte gestern zu einer Waffenruhe in Bengasi aufgerufen.

Korruption in China: Ermittlungen in höchsten Machtzirkeln

China bricht offenbar mit einem Tabu: Gestern bestätigte die Antikorruptionsbehörde der Kommunistischen Partei (KP) Ermittlungen in höchsten politischen Kreisen. Betroffen ist der frühere „Sicherheitszar“ Zhou Yongkang, einer der mächtigsten Männer des Landes.

Der Vorwurf laute auf „schwere Disziplinarverstöße", was üblicherweise Bestechlichkeit bedeute, hieß es. Angeblich wurde der 71-Jährige unter Hausarrest gestellt.

Die Ermittlungen sind nicht nur ein absolutes Novum, nachdem nie zuvor einem derart hochrangigen Mitglied des Politbüros ein Korruptionsprozess gemacht wurde. Sie sind vor allem auch eine sehr deutliche Botschaft an die obersten Machtzirkel der Volksrepublik.

Mehr dazu in Bisher kaum vergleichbare Verfahren

Inland

Kasernenverkäufe bringen Geld fürs Heer

Im Streit über Asylquartiere drängt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) darauf, leerstehende Kasernen zu nutzen. Doch Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) braucht das Geld aus den Verkäufen von Kasernen für das Bundesheer. Drei Liegenschaften stehen derzeit zum Verkauf, etliche wurden schon veräußert.

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TS fordert eigenes Unterrichtsfach Wirtschaft

Das Team Stronach will zur Förderung des Unternehmertums „möglichst früh“ ein Unterrichtsfach Wirtschaft an den Schulen einführen. Außerdem sollen Schüler ab der siebenten Schulstufe in der letzten Ferienwoche ein 20-stündiges Wirtschaftspraktikum oder eine Sozialwoche etwa in einem Krankenhaus oder Pflegeheim absolvieren, so Klubobfrau Kathrin Nachbaur heute bei einer Pressekonferenz.

In der Schule soll etwa behandelt werden, was Zinsen sind, wie ein Konto aussieht, wie man einen Erlagschein ausfüllt oder was der Unterschied zwischen Brutto und Netto ist. In diesem Zusammenhang plädierte sie auch für die Auszahlung von Bruttogehältern. So könne etwa gesehen werden, wie viel der Staat wegnehme.

„Wirtschaftsbildungskarenz“ für Lehrer

Darüber hinaus sollen Lehrer eine „Wirtschaftsbildungskarenz“ beanspruchen können, um Erfahrungen in der freien Wirtschaft sammeln zu können. An den Schulen will Nachbaur auch mit Unterstützung der Wirtschaftskammer analog zu den Integrationsbotschaftern „Wirtschaftsbotschafter“ einsetzen. Erfolgreiche Unternehmer sollen dabei an den Schulen erzählen, wie sie ihr Geschäft aufgebaut haben und Stimmung für das Unternehmertum machen.

Ausflüge in Fabriken an schulautonomen Tagen

An den schulautonomen Tagen will Nachbaur den Eltern eine Wahlmöglichkeit einräumen: Statt eines freien Tags für das Kind soll auch schulische Betreuung gewählt werden können, wobei dabei keine Unterrichtsstunden, sondern Exkursionen etwa in Fabriken, Handelsunternehmen oder in die Natur auf dem Programm stehen sollen.

Die Schulen will sie mit völliger Personalhoheit ausstatten, jeder Direktor müsse sich seine Lehrer aussuchen können. Außerdem müssten die Schulen ausgebaut und ein ganztägiger Betrieb ermöglicht werden - auch hier sollten aber die Eltern die Wahl haben, ob ihr Kind eine ganztägige Schulform besuchen soll.

Scharfe Kritik an niederösterreichischem Multiversum

Kritik am Schwechater Bürgermeister Gerhard Frauenberger (SPÖ) kommt von Niederösterreichs Sportlandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP): Es gebe noch immer keinen Businessplan für das Multiversum, dadurch sei auch der Fortbestand der Werner-Schlager-Akademie gefährdet.

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Sport

Fußball: Europas Elite auf US-Business-Tour

In den USA ist Fußball bei weitem noch nicht so populär wie in Europa, doch dank der WM gab es zuletzt einen gewaltigen Schub. Viele europäische Topclubs touren derzeit durch Amerika. Denn der US-Markt verspricht Hunderte Millionen Euro - auch für den englischen Rekordchampion Manchester United und Bayern München mit David Alaba. Während Bayern-Coach Josep Guardiola marketinglinientreu seine Begeisterung für die lukrative US-Tour äußerte, unterdrückt United-Trainer Louis van Gaal nur mit Mühe seinen Ärger über die praktisch nicht durchführbare Saisonvorbereitung nach der WM.

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Tennis: Spanier verdirbt Melzers Comeback

Jürgen Melzers erster Auftritt nach seiner Zehenoperation hat nur kurz gedauert. Der Niederösterreicher musste sich beim ATP-Turnier gestern in Kitzbühel in der ersten Runde dem Spanier Pablo Andujar glatt in zwei Sätzen geschlagen geben. Dem Sieger des Turniers von Gstaad vergangene Woche genügte dabei in jedem Satz nur ein Break, um den Widerstand des 33-jährigen Österreichers zu brechen. Damit halten beim Heimturnier in Kitzbühel nur noch Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer die rot-weiß-rote Fahne hoch.

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Formel 1: Mercedes rudert bei Stallorder zurück

Die von der Mercedes-Box angeordnete und von Lewis Hamilton verweigerte Anweisung, seinen Teamkollegen Nico Rosberg überholen zu lassen, hat beim Ungarn-GP für ordentlichen Ärger beim deutschen Rennstall gesorgt. Jetzt gibt es ein Umdenken im Team: Hamilton wird nicht bestraft, und eine Stallorder wird es künftig wohl nicht mehr geben. Ab jetzt kämpft jeder für sich. „Das wird intensiv“, kündigte der verärgerte Rosberg an.

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Wirtschaft

Österreich bei Erwerbsquote 2013 auf viertem Platz in EU

Österreich liegt bei der Erwerbsquote 2013 auf Platz vier unter allen 28 EU-Staaten. Mit 76,8 Prozent Erwerbstätigkeit der 20- bis 64-Jährigen rangiert Österreich hinter Schweden (81,3 Prozent), Deutschland (78,7 Prozent) und den Niederlanden (77,3 Prozent), geht aus heute veröffentlichten Zahlen von Eurostat hervor.

Schlusslichter in diesem Bereich sind neben dem weiterhin schwer verschuldeten Griechenland (53,4 Prozent) Kroatien (53,9 Prozent), Spanien und Italien (je 59,5 Prozent).

Unterschiede zwischen EU- und Nicht-EU-Bürgern

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Erwerbsquote zwischen der jeweiligen einheimischen Bevölkerung und Nicht-EU-Bürgern. Im EU-Durchschnitt beträgt der Unterschied 68,9 gegenüber 56,1 Prozent.

Die höchste Differenz gibt es dabei in Schweden, wo 81,3 Prozent der Staatsbürger erwerbstätig sind, gegenüber 50,2 Prozent der Nicht-EU-Bürger. Österreich liegt mit 76,8 Prozent zu 62,0 Prozent in dieser Rangliste an achter Stelle hinter Schweden, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Finnland, Deutschland und Dänemark.

AK: Eltern geben 26 Mio. Euro für Nachhilfe in Ferien aus

Das Lernen für die Nachprüfung kann teuer kommen: Im vergangenen Sommer haben Eltern für Nachhilfe in den großen Ferien 26 Mio. Euro ausgegeben, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) in 3.000 Haushalten mit 5.060 Kindern im Auftrag der Arbeiterkammer (AK).

Um 500 Euro pro Kind für Feriennachhilfe

Insgesamt haben sieben Prozent der befragten Eltern in den vergangenen großen Ferien Nachhilfestunden für ihre Kinder finanziert, durchschnittlich haben sie dabei 468 Euro ausgegeben. Am teuersten kommt private Lernunterstützung in Wien (556 Euro), am günstigsten in der Steiermark (284 Euro). Bei Einzelunterricht liegt der Stundenpreis zwischen 18 und 46,67 Euro, bei Kleingruppenunterricht zwischen 6,23 und 33,33 Euro.

Kinder von Wenigverdienern, vor allem von Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern bzw. Eltern nicht deutscher Muttersprache, hätten angesichts dieser Kosten schlechtere Chancen auf professionelle Unterstützung bei Lernproblemen, so die AK in der Aussendung.

Kostengünstige Lernangebote gefordert

Damit mehr Schüler das Schuljahr positiv abschließen können, braucht es aus Sicht der AK einen zweckgebundenen Fördertopf für Förderunterricht, mehr Geld für Schulen mit vielen Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Haushalten und kostengünstige institutionelle Kinderbetreuungsangebote mit Lernhilfe in den Ferien.

Außerdem pocht die AK auf einen Ausbau der Ganztagsschulen „unter strenger Qualitätskontrolle“, wobei Bundesländer, die die Fördermittel nicht abholen, diese an aktive Bundesländer übertragen müssten.

Konkursverfahren über Ex-FPÖ-Politiker Rumpold eröffnet

Über das Vermögen von Ex-FPÖ-Politiker Gernot Rumpold ist heute auf Antrag eines Gläubigers am Handelsgericht Wien ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Über die Höhe der Verschuldung und die Frage, welcher Gläubiger den Konkursantrag stellte, ist den Gläubigerschutzverbänden nichts bekannt. Als aktueller Wohnsitz von Rumpold wird Zypern genannt. Indessen wurde bekannt, dass eine weitere Firma des Ex-FPÖ-Politikers Walter Meischberger pleite ist.

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14.906 neue Firmen im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr sind in Österreich 14.906 Firmen neu gegründet worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es insgesamt 15.050, wie die Daten der Wirtschaftskammer zeigen. Die meisten Gründungen in den ersten sechs Monaten 2014 entfielen auf Einzelunternehmer mit einem Anteil von 74,9 Prozent oder 11.170.

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Russland schließt Millionen-Waffendeal mit Irak

Russland hat nach einem Medienbericht mit dem Irak ein Waffengeschäft in Höhe von umgerechnet rund 750 Millionen Euro abgeschlossen. Zu dem Kriegsgerät gehöre auch der gepanzerte Mehrfachraketenwerfer TOS-1, den Russland erstmals an ein Land außerhalb der früheren Sowjetunion liefere, berichtete die russische Tageszeitung „Wedomosti“ (Mittwoch-Ausgabe).

Zwei Mitarbeiter der russischen Waffenindustrie hätten der Zeitung bestätigt, dass auch Panzerabwehrraketen, Granatwerfer und Haubitzen in den Irak exportiert würden, hieß es. Ein Teil des Kriegsgeräts sei bereits in Bagdad eingetroffen.

Guter Kunde

Der Irak gilt als einer der lukrativsten Waffenkunden Russlands. Erst im Juni hatte Bagdad in Moskau fünf Jagdflieger vom Typ Suchoi Su-25 für den Kampf gegen die vorrückende IS-Terrormiliz gekauft.

Verhandlungen über zehn weitere Kampfjets laufen. 2012 hatten beide Länder bereits Lieferungen von russischen Kampfhubschraubern und Raketensystemen im Wert von mehr als 3,2 Milliarden Euro beschlossen.

Chronik

KfV fordert Alkokontrollen auf Autobahnen

Bei einem Geisterfahrerunfall auf der A1 in Oberösterreich sind in der Nacht auf heute zwei Menschen ums Leben gekommen. Der 54-jährige Geisterfahrer blieb beinahe unverletzt, er hatte 1,4 Promille Alkohol im Blut.

Alkoholisierte Lenker auf der Autobahn sind keine Seltenheit, Experten weisen darauf hin, dass Betrunkene oft sogar gezielt auf Autobahnen ausweichen, um Kontrollen zu entgehen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fordert nun nächtliche Kontrollen an den Auf- und Abfahrten.

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Geschwister bei Geisterfahrerunfall auf A1 getötet

Ein neunjähriges Mädchen und ihr 20-jähriger Bruder sind in der Nacht bei einem Geisterfahrerunfall auf der Westautobahn (A1) ums Leben gekommen. Drei Erwachsene sind zum Teil schwer verletzt. Ein Alkotest bei dem Geisterfahrer ergab 1,4 Promille Alkohol im Blut.

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Mann wollte Frau mit Kopftuch erwürgen

In Stockerau in Niederösterreich ist, wie jetzt bekanntwurde, am Freitag ein Mordversuch verübt worden. Ein 30-jähriger Mann soll dabei versucht haben, seine Frau mit ihrem Kopftuch zu erwürgen. Hintergrund der Tat dürfte ein Beziehungsstreit sein.

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Ein Toter bei Überschwemmungen in Rumänien

Bei Überschwemmungen nach heftigem Regen in Rumänien ist ein Mann ertrunken. Im Dorf Vedea nahe der Stadt Pitesti rissen die Fluten einen 72-Jährigen mit. Vier Menschen wurden noch vermisst, sagte Rumäniens Innenminister Gabriel Oprea heute.

400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Vom Hochwasser waren etwa 1.000 Häuser in Dutzenden Orten betroffen, verteilt auf Regionen vom Fuß der Karpaten bis in den Süden des Landes. Zeitweise stand in manchen Dörfern das Wasser meterhoch. In den nächsten Tagen drohten dem Südwesten des Landes weitere Überschwemmungen, erklärten die Behörden.

Science

„Blaues Licht“ hilft der inneren Uhr

Bei einem Mangel an natürlichem Tageslicht kann der biologischen Uhr des Menschen mit Kunstlicht mit erhöhtem Blauanteil laut einer neuen Studie auf die Sprünge geholfen werden. Anwendungsgebiete für das Kunstlicht gibt es unter anderem in polarnahen Gegenden der Welt und an Arbeitsstellen mit einem Mangel an Tageslicht.

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Was tun mit dem „Hitler-Haus“?

„Braunau gilt für viele Menschen als Geburtsort des Bösen“, schreibt der österreichische Politikwissenschaftler Andreas Maislinger in einem ORF.at-Gastbeitrag: Er plädiert dafür, ein historisches Zeichen zu setzen und das Geburtshaus Adolf Hitlers in ein „Haus der Verantwortung“ zu verwandeln.

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Religion

Kultur

Vor 35 Jahren gestohlener Rembrandt wieder gefunden

Ein vor 35 Jahren gestohlenes Ölgemälde des niederländischen Malers Rembrandt (1606-1669) ist von der Polizei in Venedig mithilfe französischer Sicherheitskräfte sichergestellt worden.

Das Gemälde des Heiligen Lukas war mit anderen Werken in der Nacht von 12. auf 13. Dezember 1979 von den Sälen des Schlosses Cini in der Ortschaft Monselice bei Padua entwendet worden.

Ahnungsloser Sammler kaufte Bild

Die Werke standen damals im Besitz der Stiftung Giorgio Cini, die seit 1981 unter Kontrolle der Region Veneto steht. Nach der Entwendung war das Rembrandt-Gemälde von einem ahnungslosen französischen Sammler erworben worden. Erst kürzlich hatte dieser das Gemälde einem Pariser Auktionshaus zur Versteigerung übergeben.

In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass das Gemälde gestohlen war, berichtete die Polizei in Venedig. Das Werk konnte mithilfe einer großen Datenbank verschwundener Kunstschätze identifiziert werden, die die italienischen Carabinieri verwalten.

Neues Jazzalbum von Lady Gaga mit Tony Bennett

Popparadiesvogel Lady Gaga und die 87-jährige Entertainerlegende Tony Bennett veröffentlichen demnächst ein gemeinsames Jazzalbum. Einmal im Duett, einmal solo versammeln die beiden Stars auf „Cheek to Cheek“ Klassiker von „It Don’t Mean A Thing (If It Ain’t Got That Swing)“ bis „Sophisticated Lady“.

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Lifestyle

GB: Schwarze Katzen zu wenig fotogen für Facebook und Co.

Britische Tierschutzhäuser berichten über einen starken Anstieg an abgegebenen schwarzen Katzen. Grund dafür sei aber nicht der alte Mythos, dass sie Unglück bringen. Wie der „Telegraph“ berichtet, würden viele Besitzer sie deswegen abgeben, weil sie sich angeblich weniger gut für Katzenfotos im Internet, vor allem in Sozialen Netzwerken, eignen.

Die Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) berichtet, dass 70 Prozent der aufgenommenen Katzen in ihren Tierheimen mittlerweile schwarz oder schwarz-weiß seien. Und die Organisation Blue Cross verkündete, die Zahl der jährlich aufgenommenen schwarzen Katzen sei von 2007 bis 2013 um 65 Prozent gestiegen. Auch bei der Platzvergabe berichten die Tierschutzhäuser, dass Katzen mit nicht schwarzem Fell derzeit weit größere Chancen hätten, neue Besitzer zu finden.

Wiener Fahrradtaxler in Parkplatznot

Parkplatzsorgen haben die rund 50 Fahrradtaxis in der Wiener Innenstadt. Im Unterschied zu den Fiakern haben sie nämlich keinen eigenen Standplatz. Wenn sie in der Fußgängerzone stehen, werden sie sogar abgestraft.

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Leute

Tarantino verfilmt gestohlenes Western-Drehbuch nun doch

US-Regisseur Quentin Tarantino (51, „Inglourious Basterds“) will nach Verzögerungen und Streitigkeiten nun doch sein nächstes Westernprojekt auf die Leinwand bringen.

Wie das Kinoportal Deadline.com berichtete, könnte Tarantino bereits Anfang 2015 mit den Dreharbeiten zu „The Hateful Eight“ beginnen.

Im Jänner hatte der Oscar-Preisträger („Pulp Fiction“, „Django Unchained“) das Projekt zunächst eingestellt, nachdem das Western-Drehbuch an die Öffentlichkeit durchgesickert war. Für die Besetzung waren zeitweise Samuel L. Jackson, Tim Roth, Kurt Russell, Michael Madsen und Bruce Dern im Gespräch.

Mit seinem Drehbuch für den Sklavenwestern „Django Unchained“ hatte Tarantino im vergangenen Jahr einen Oscar gewonnen und mit der Rolle des Kopfgeldjägers Dr. King Schultz Schauspieler Christoph Waltz den bereits zweiten Oscar eingebracht.