Ausland

MH17: Niederlande wollen Polizeitruppe für Absturzstelle

Die Niederlande fordern eine internationale Polizeitruppe zum Schutz von Ermittlern an der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine. Es gehe darum, Klarheit über die Ursache zu erlangen sowie die Täter zu verfolgen und zu bestrafen, erklärte die Regierung in Den Haag heute. Militärtransporter aus den Niederlanden und Australien brachten nachmittags weitere 74 Särge aus der ukrainischen Stadt Charkow nach Eindhoven.

Der niederländische Außenminister Frans Timmermans und seine australische Kollegin Julie Bishop trafen heute in Kiew ein, um das weitere Vorgehen zu beraten. Die Niederlande und Australien bereiten nach Medienberichten eine Resolution für den UN-Sicherheitsrat vor, um den Einsatz einer bewaffneten Einheit in dem Katastrophengebiet zu ermöglichen.

Regierung aufgelöst

Unterdessen gab der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in Kiew den Rücktritt seiner Regierung erklärt. Zuvor hatte sich die prowestliche Koalition „Europäische Wahl“ aufgelöst, die seit dem Umsturz in der Ukraine Ende Februar regierte.

Die Partei Udar des Kiewer Bürgermeisters und Ex-Box-Profis Witali Klitschko sowie die nationalistisch geprägte Partei Swoboda von Oleg Tjagnibok hatten ihren Austritt aus der Koalition verkündetet.

Jazenjuk hatte das Amt am 27. Februar 2014 angetreten. Mit dem Rücktritt wollen die Kräfte um den prowestlichen Präsidenten Petro Poroschenko den Weg zu Neuwahlen freimachen. Das Land steht vor tiefgreifenden Reformen. Als möglicher Wahltermin wird der 26. Oktober genannt.

Russland dementiert Abschuss zweier Kampfflugzeuge

Moskau dementierte unterdessen, dass die zwei gestern abgeschossenen ukrainischen Kampfflugzeuge von russischem Territorium aus abgeschossen worden waren. Das Verteidigungsministerium erklärte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax, es handle sich um „Fantasien der Kiewer Behörden“. Der ukrainische Sicherheitsrat hatte davor mitgeteilt, die beiden Kampfflugzeuge über der Ostukraine seien durch Raketen abgeschossen worden, die in Russland abgefeuert worden seien. Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hatten sich zu den Abschüssen bekannt.

EU verurteilt US-Hinrichtung und fordert Exekutionsstopp

Die Europäische Union hat die qualvolle Hinrichtung eines verurteilten Mörders in den USA kritisiert und den Bundesstaat Arizona zu einem Exekutionsstopp aufgefordert. „Wir sind sehr besorgt über die Bedingungen der Hinrichtung von Joseph Wood“, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Donnerstag in Brüssel. Nach Angaben von Woods Anwalt sowie von Augenzeugen dauerte es bei der Hinrichtung in Arizona fast zwei Stunden, bis der 55-Jährige nach der Injektion einer wenig erprobten Giftmischung für tot erklärt wurde.

Wenn die Todesstrafe vollstreckt werde, dann dürfe das nur bei möglichst geringem Leid für die Hingerichteten geschehen, sagte der Sprecher. „Die EU ist der Ansicht, dass dies ein internationaler Mindeststandard ist, den Staaten respektieren müssen, die an der Todesstrafe festhalten.“ Die EU fordere die Behörden von Arizona auf, in einem ersten Schritt hin zur Abschaffung der Todesstrafe alle Hinrichtungen auszusetzen.

Deutsche Geheimdienste sollen auch West-Spione abwehren

Die deutsche Regierung hat die Geheimdienste beauftragt, künftig jede Form von Spionage in Deutschland abzuwehren. Damit sollen fortan auch die Aktivitäten der Dienste von befreundeten Nationen in Deutschland kontrolliert werden, hieß es in der Regierung heute.

In Regierungskreisen wurde bestätigt, dass Innenminister Thomas de Maiziere, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Kanzleramtschef Peter Altmaier sich auf die Änderung der bisherigen Politik verständigt hätten. Das hatte zuvor die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Bisher keine Überwachung westlicher Dienste

Wegen der nachhaltigen Verärgerung der deutschen Regierung über die Spionageaktivitäten der amerikanischen Geheimdienste NSA und CIA in Deutschland hatte De Maiziere den Übergang zu einem sogenannten „360-Grad-Blick“ bereits angedeutet. Bisher hatten deutsche Geheimdienste nach eigenen Angaben auf die Überwachung und Abwehr von Spionage durch befreundete westliche Dienste verzichtet.

Kanzleramtschef Altmaier und der Stabschef des Weißen Hauses, Denis McDonough, hatten am Dienstag verabredet, „Leitlinien“ für die Zusammenarbeit zwischen beiden Regierungen ausarbeiten zu wollen. Damit sollen die durch die Abhöraktivitäten entstandenen Spannungen abgebaut werden. Die Bundesregierung hatte zuvor den CIA-Repräsentanten in Berlin zur Ausreise aufgefordert.

Ausländische Helferinnen bei Anschlag in Afghanistan getötet

Bei mehreren Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 14 Menschen getötet worden, darunter wohl auch zwei ausländische Mitarbeiterinnen einer christlichen Hilfsorganisation.

Nach Polizeiangaben eröffneten Bewaffnete heute in der westafghanischen Provinz Herat das Feuer auf den Wagen der International Assistance Mission (IAM). Zwei Ausländerinnen seien dabei getötet worden.

Angreifer konnten fliehen

Die Staatsangehörigkeit der Opfer sei derzeit nicht bekannt. Die Chefin von IAM in Afghanistan, Karima Ghafori, bestätigte aber den Tod von zwei Mitarbeitern. Etwa 50 ausländische Mitarbeiter und 500 Afghanen sind für IAM am Hindukusch tätig.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Das Innenministerium in der Hauptstadt Kabul gab an, dass am Anschlagsort ein Mensch festgenommen worden sei. Die beiden Angreifer auf dem Motorrad konnten demnach aber fliehen. Nach ihnen werde gefahndet, sagte ein Ministeriumssprecher.

Zwei Anschläge mit Motorradbomben

In Nordafghanistan explodierte auf einem Markt eine Motorradbombe und tötete neun Menschen. 25 weitere Menschen wurden verletzt, sagte Sunattullah Timor, ein Sprecher des Provinzgouverneurs von Tachar. Bei allen Opfern handle es sich um Zivilisten.

Eine weitere Motorradbombe in der Provinz Helmand tötete einen Polizisten. Im Osten des Landes starben den Behörden zufolge zwei Polizisten bei einem Selbstmordanschlag. Die Taliban bekannten sich zu der Tat, die Rebellen sprachen von fünf Opfern.

Irak: Kurde Masum neuer Präsident

Der Irak ist einer Regierungsbildung ein Stückchen näher gekommen. Nach langen Blockaden und politischem Hickhack ist heute der Kurde Fuad Masum vom Parlament zum neuen Präsidenten gewählt worden. Die Wahl eines neuen Regierungschefs ist somit möglich.

Die monatelange Krise dürfte sich allerdings noch länger hinziehen: Der bisherige Ministerpräsident, der Schiite Nuri al-Maliki, hat zwar die Wahl im April gewonnen, doch niemand will mit ihm koalieren und Maliki sein Amt nicht räumen. Die Terrororganisation IS beherrscht einen Teil des Landes - und die Opposition sieht darin ein Versäumnis Malikis.

Mehr dazu in Politische Blockade durchbrochen

Festnahmen nach antisemitischer Attacke in Paris

Nach einer antisemitischen Attacke auf ein Restaurant in einem historischen jüdischen Viertel in Paris hat die französische Polizei 16 mutmaßliche Täter festgenommen. Die überwiegend minderjährigen Randalierer sollen gestern Abend versucht haben, mit Gewalt in die bereits geschlossenen Räume des Lokals einzudringen. Dabei hätten sie antisemitische Parolen gerufen, hieß es.

Ein Augenzeuge berichtete nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP von heute, dass auch Mitglieder von jüdischen Selbstverteidigungsorganisationen wie der LDJ anwesend waren. Sie sollen verhindert haben, dass die Angreifer in das Restaurant im Stadtteil Marais eindringen.

Tausende bei Demo gegen israelische Offensive

Nach Angaben der Behörden ereignete sich die Attacke nach einer propalästinensischen Großdemonstration auf der anderen Seite der Seine. Bei ihr hatten nach Polizeiangaben rund 14.500 Menschen friedlich gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen protestiert. Nach antisemitischen Übergriffen auf jüdische Einrichtungen am Wochenende waren bei der Veranstaltung mehr als 1.000 Polizisten im Einsatz.

Italienische Marine rettete mehr als 700 Migranten

Die italienische Marine hat erneut Hunderte Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Etwa 620 Migranten, darunter viele Frauen und Kinder, seien gestern in Sicherheit gebracht worden, teilte die Marine heute mit.

Ein Schleppschiff habe zudem in der Nacht 97 weitere Menschen aufgegriffen. Sie wollten in einem kleinen Beiboot das Mittelmeer überqueren.

Seit 1. Jänner sind nach offiziellen Angaben mindestens 85.000 Bootsmigranten in Italien angekommen. 2013 waren es insgesamt nur etwa 43.000. Die Regierung in Rom forderte die EU-Grenzbehörde Frontex auf, die Rettung der Bootsmigranten zu übernehmen. Italien werde mit der Lage allein nicht fertig.

Im Sudan zum Tode verurteilte Christin nach Italien ausgereist

Die im Sudan zum Tode verurteilte und mittlerweile auf internationalen Druck wieder freigelassene Christin ist in Rom eingetroffen. Die 26-jährige Mariam Jahia Ibrahim Ishag und ihr Angehörige landeten heute Vormittag auf dem römischen Flughafen Ciampino in Begleitung von Italiens Vizeaußenminister Lapo Pistelli, der sich seit längerer Zeit mit dem Fall beschäftigt.

Ishags Reise nach Rom wurde von dem italienischen Außenministerium zusammen mit den Behörden in Sudan organisiert, berichteten italienische Medien heute. Ishag war im Juni aus dem Gefängnis freigekommen, nachdem ein Berufungsgericht das Todesurteil gegen sie aufgehoben hatte. Sie war Mitte Mai zum Tode verurteilt worden, weil sie nach sudanesischem Recht durch die Heirat mit einem Christen vom islamischen Glauben abgefallen war.

Audienz bei Papst

Papst Franziskus empfing die Frau und ihre Familie nach deren Ankunft in einer Privataudienz im Gästehaus Santa Marta. Eine halbe Stunde lang unterhielt sich der Papst mit der Christin und ihrer Familie. Vatikan-Presseprecher Federico Lombardi berichtete, dass das Treffen „sehr herzlich“ gewesen sei. Der Papst habe sich bei der Frau für ihre Glaubenstreue und ihre Ausdauer bedankt. Mit dem Treffen habe der Papst ein „Zeichen der Nähe zu allen Christen geben wollen, die wegen ihres Glaubens weltweit verfolgt werden“, sagte Lombardi.

Heirat mit Christen „außereheliche Beziehung“

Laut der sudanesischen Auslegung des islamischen Rechts der Scharia darf eine Muslimin keinen Christen heiraten. Tut sie es dennoch, wird das als außereheliche Beziehung gewertet. Ishag wurde von ihrer äthiopischen Mutter im christlich-orthodoxen Glauben erzogen, nachdem ihr muslimischer Vater die Familie verlassen hatte, als sie fünf Jahre alt war. Im Sudan gelten Kinder eines muslimischen Vaters jedoch automatisch als Muslime, der Übertritt zu einem anderen Glauben ist verboten. Nach Angaben des römisch-katholischen Erzbistums von Khartum trat Ishag kurz vor ihrer Heirat zum Katholizismus über.

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Inland

Milizverbände werfen Klug Rechtsbruch vor

Die Bundesvereinigung der Milizverbände wirft Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) „absichtlichen und fortwährenden Rechtsbruch“ vor. In einem Brief an die Nationalratspräsidenten und die Klubobleute wird kritisiert, dass es seit zehn Monaten keinen Milizbeauftragten gebe und das Heer „weiter auf Berufsheerkurs getrimmt“ werde.

Die fünfjährige Bestellungszeit des letzten Milizbeauftragten, Brigadier Heinz Hufler, habe im Oktober 2013 geendet. Er sei weder verlängert noch mit der Fortführung bis zu einer Neubestellung betraut worden - „ausgerechnet während des ‚Reformprozesses‘“ gebe es also keinen Milizbeauftragten, kritisierte Präsident Michael Schaffer in dem Brief, der der APA vorliegt.

Miliz sieht sich als „Feigenblatt für die Politik“

Als Grund dafür macht Schaffer aus, dass das Bundesheer ohne Rücksicht auf die Volksbefragung pro Wehrpflicht „weiter auf Berufsheerkurs getrimmt“ werde und die „ohnehin ‚weichen‘ Berichte“ des Milizbeauftragten als „Störfaktor“ gesehen worden seien. „Unser vielfaches und vehementes Drängen ignoriert der Minister.“

Die Miliz sei „wegrationalisiert“ worden, „unsere Übungen wurden gestrichen, wir sind nur mehr ein Feigenblatt für die Politik“, beklagt Schaffer in dem Appell. Dem Minister sei es „offenbar lieber, zahlreiche PR-Termine“ wahrzunehmen, als „endlich überfällige und notwendige Strukturreformen einzuleiten, um das Beamtenheer deutlich zu reduzieren (mehr Miliz statt teurem stehenden Heer) und vor allem wieder einsatzfähig zu machen“.

Weiter Wirbel um FPÖ-Nominierung für Stadtschulrat

Nach der Aufregung um die Nominierung von FPÖ-Nachwuchshoffnung Maximilian Krauss zum Vizepräsidenten des Wiener Stadtschulrats prüft nun der Verfassungsdienst der Magistratsdirektion die Rechtslage. Konkret geht es darum, ob Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) Krauss’ Bestellung theoretisch verhindern könnte. Krauss selbst wird morgen eine Pressekonferenz geben.

Was die juristischen Möglichkeiten anbelangt, sei ein entsprechender Prüfauftrag gestern an den Verfassungsdienst erteilt worden, sagte Rudolf Gerlich, Sprecher der Magistratsdirektion, zur APA. Die Prüfung sei derzeit im Gange: „Die Antwort ergeht dann an den Bürgermeister.“ Häupl ist formell für die Berufung der Stadtschulpräsidenten zuständig. Auf einen Zeitrahmen, bis wann das Ergebnis vorliegen wird, wollte sich Gerlich nicht einlassen.

"Ergebnisoffenes Gespräch

Häupl selbst hatte angekündigt, mit den Freiheitlichen ein „ergebnisoffenes“ Gespräch in der Causa führen zu wollen. David Ellensohn, Klubchef des grünen Koalitionspartners, begrüßte und unterstützte heute mittels eines kurzen schriftlichen Statements gegenüber der APA die „Initiative von Bürgermeister Häupl, auf die FPÖ einzuwirken, damit sie von einer Nominierung von Krauss Abstand nimmt“. Via Twitter ließ Krauss am Donnerstag wissen, dass er sich auf das Gespräch mit Häupl freue. Einen Termin gebe es allerdings noch nicht.

Kritik auch von Junger ÖVP

Die Kritik an der Nominierung des 21-jährigen Burschenschafters ging indes weiter. Nach den Stadtschwarzen äußerte sich nun auch die Junge ÖVP Wien kritisch. Krauss’ Aussagen aus der Vergangenheit seien von Ausgrenzung und Destruktivität geprägt, so JVP-Landesobmann Dominik Stracke per Aussendung: „Dieses Amt in die Hände eines RFJ-Funktionärs (Ring Freiheitlicher Jugend, Anm.) und schlagenden Burschenschafters zu legen, der die Thematik undifferenziert und an der Grenze zur Hetze angeht, mutet wie russisches Roulette mit der Bildung an!“

SOS Mitmensch wiederholte den Appell an Häupl, Krauss’ Bestellung abzulehnen. FPÖ-Klubchef Johann Gudenus bekräftigte, dass der Jungpolitiker „exakt die richtige Wahl für diesen wichtigen Posten ist“.

Erst 400 Syrien-Flüchtlinge anerkannt

Angesichts der humanitären Katastrophe in Syrien mit Millionen Flüchtlingen ist Österreich stark dafür kritisiert worden, dass nur so wenige aufgenommen worden sind. Daraufhin hat es weitere acht Monate gedauert, bis das Kontingent um weitere 1.000 besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge erhöht wurde. Allerdings sind von diesen insgesamt 1.500 bis jetzt erst etwas mehr als 400 auch wirklich in Österreich angekommen.

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Sport

Europa League: Grödig selbstbewusst für Rückspiel

Mit einem 4:0-Auswärtssieg vom Hinspiel im Gepäck nimmt der SV Grödig heute (19.00 Uhr, live in ORF eins) das Zweitrundenrückspiel der Europa-League-Qualifikation gegen den serbischen Club Cukaricki Belgrad in Angriff. Die Salzburger freuen sich auf die Europacup-Heimpremiere. „Wir haben ein Jahr dafür gearbeitet, dass wir im Europacup dabei sind. Wir wollen ein gutes Match abliefern und jedes Spiel gewinnen“, sagte Grödig-Trainer Michael Baur.

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Fußball: Youngster Bytyqi auch bei ManCity im Aufwind

Schon vor seinen Auftritten bei der laufenden U19-EM in Ungarn, bei der Österreichs Nachwuchsteam nach zwei Siegen in zwei Spielen das WM-Ticket bereits fix in der Tasche hat, hat sich ÖFB-Youngster Sinan Bytyqi ins Rampenlicht gespielt. Der Kärntner mit kosovarischen Wurzeln ist seit zwei Jahren bei Manchester City engagiert, nun winkt dem 19-Jährigen - auch dank einem prominenten Mentor - der Aufstieg in die Profimannschaft. „Ich muss mich im nächsten halben Jahr beweisen“, unterstrich Bytyqi seine Ambitionen beim englischen Meister.

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Formel 1: Hamilton auf fünften Ungarn-Sieg aus

Lewis Hamilton war in den letzten Jahren der dominierende Mann auf dem Hungaroring, wo am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF eins) der Grand Prix von Ungarn über die Bühne geht. Der Brite hat das Rennen schon viermal gewonnen, zuletzt in den beiden vergangenen Jahren. Entsprechend optimistisch sieht der Mercedes-Pilot dem Wochenende entgegen. „Ich komme nach Ungarn, um zu gewinnen“, sagte der Mercedes-Pilot.

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Wirtschaft

Litauen: Massenschlachtungen wegen Schweinepest

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest hat Litauen Massenschlachtungen angeordnet. Die für Schweine tödliche, für den Menschen aber harmlose Krankheit sei auf einem Schweinehof im Nordosten des Landes nachgewiesen worden, teilte eine Sprecherin der dänischen Betreiberfirma Idavang heute mit.

Die dort lebenden 19.000 Tiere würden nun geschlachtet. Der Betrieb liegt nach Angaben der Veterinärbehörde an der Grenze zu Lettland und Weißrussland.

Quarantäne ausgeweitet

Zuvor waren im Osten Polens fünf infizierte Schweine gemeldet worden. Die Tiere wurden ebenfalls getötet und 37 Höfe im Grenzgebiet zu Weißrussland unter Quarantäne gestellt. Lettland hatte am Dienstag beschlossen, ein Quarantänegebiet in den an Weißrussland, Estland, Litauen und Russland grenzenden Gebieten auszuweiten. Dort wurden bereits 185 Schweine gekeult.

Russland verhängte im Jänner Einfuhrverbot

Russland hatte nach ersten Fällen der Afrikanischen Schweinepest in Litauen im Jänner Einfuhren von lebenden Schweinen, frischem Schweinefleisch und bestimmten Erzeugnissen aus Europa nach Russland gestoppt. Normalerweise machen die Lieferungen nach Russland fast ein Viertel aller europäischen Schweinefleischexporte aus. 2013 entsprach das 1,4 Milliarden Euro.

Dagegen hatte Brüssel im April Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese beschloss am Dienstag die Bildung eines unabhängigen Expertenausschusses, der den Streit klären soll.

American Airlines zahlen erste Dividende seit 34 Jahren

Erstmals seit 1980 zahlt die Fluggesellschaft American Airlines ihren Aktionären wieder eine Dividende. Der Marktführer in den USA, der gerade US Airways gekauft hat, teilte am Donnerstag mit, je Anteilsschein 0,10 Dollar ausschütten zu wollen. Außerdem sollen für eine Milliarde Dollar eigene Aktien zurückgekauft werden.

Die fusionierte Fluggesellschaft wies für das zweite Quartal einen mehr als verdoppelten Gewinn von 1,5 Mrd. Dollar (1,11 Mrd. Euro) aus.

Zahl der Arbeitslosen in Spanien deutlich zurückgegangen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Spanien deutlich zurückgegangen. Wie das Nationale Statistik-Institut (INE) heute in Madrid mitteilte, waren im zweiten Quartal dieses Jahres 5,6 Millionen Menschen ohne Arbeit, 310.000 weniger als im Vorquartal. Die Arbeitslosenquote sank um 1,4 Punkte auf 24,5 Prozent.

Der Rückgang war der höchste seit Beginn der Erhebungen nach der aktuellen Methode. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ging die Zahl der Arbeitslosen um 425.000 zurück, die Arbeitslosenquote um 1,6 Prozentpunkte.

Erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise schuf die spanische Wirtschaft nach diesen Erhebungen wieder neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Zwölfmonatsvergleich um 1,1 Prozent auf 17,4 Millionen.

Gebühr bei Wechsel des Mobilfunkanbieters gesetzwidrig

Wer trotz Vertragsbindung seinen Mobilfunkanbieter wechselt, muss zwar die Grundentgelte für die restliche Vertragslaufzeit bezahlen, eine zusätzliche „Abschlagszahlung“ darf der bisherige Anbieter aber nicht verlangen. Das entschied nun der Oberste Gerichtshof (OGH) und gab damit einer Verbandsklage des Vereins für Konsumenteninformation gegen T-Mobile statt.

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Chronik

Weiteres Stauwochenende steht bevor

Ein weiteres Reisewochenende steht bevor, und es dürfte auf zahlreichen Hauptverbindungsrouten wieder eng werden. Grund sind der „Schichtwechsel“ vor allem bei Urlaubern aus Deutschland und der Formel-1-Grand-Prix in Budapest.

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390.000 Euro an Betrüger gezahlt

Kriminalisten haben eine Bande von Telefonbetrügern auffliegen lassen. Um an den Hauptpreis eines Gewinnspiels zu kommen, mussten zwei Opfer Geld in die Türkei überweisen. Eine Linzerin zahlte mehr als 300.000 Euro, ohne einen einzigen Cent zu sehen.

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Urteil im „Puber“-Prozess erwartet

Gestern hat sich Sprayer „Puber“ vor Gericht in Wien teilweise schuldig bekannt. Heute könnte bereits ein Urteil fallen. Der Schweizer soll sich über 200-mal mit dem Schriftzug „Puber“ an allen möglichen Orten „verewigt“ haben.

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Indisches Mädchen an Baum erhängt: Verdächtiger gelyncht

Ein acht Jahre altes Mädchen ist heute in Indien erhängt an einem Baum gefunden worden. Die Bewohner des Dorfes hätten daraufhin einen Verdächtigen zu Tode geprügelt und zwei weitere Männer verletzt, sagte der örtliche Polizeichef S. K. Jain. In die Region Medinipur im Bundesstaat Westbengalen sei Bereitschaftspolizei geschickt worden.

Zahlreiche Vergewaltigungs- und Mordfälle, auch an Kindern, stehen derzeit im Fokus der Öffentlichkeit in Indien. Die Stimmung ist vielerorts sehr aufgeheizt, immer wieder kommt es zu Protesten.

Am Abend verschwunden

Das Kind verschwand laut Polizei am Abend und sei erst in der Früh an dem Baum wiedergefunden worden. Eine Autopsie solle klären, ob das Mädchen vor seinem Tod sexuell missbraucht wurde. Erst Ende Mai wurden zwei minderjährige Cousinen von einer Gruppe Männer vergewaltigt und an den Ästen eines Mangobaums erhängt.

Außerdem beschuldigte ein Modell laut der indischen Agentur IANS einen Polizisten, sie mehrmals in Mumbai vergewaltigt zu haben. Die Zeitung „Asian Age“ berichtete außerdem, in Dharhara in Bihar sei eine Frau in einem Baum erhängt gefunden worden.

Deutscher Polizist in Zivil auf Feldweg erschossen

Mit einer Großfahndung sucht die Polizei nach dem Mörder eines 50-jährigen Polizisten aus dem deutschen Bundesland Hessen. Der Beamte wurde gestern Abend in Bischofsheim auf einem Feldweg erschossen. Der Beamte sei nicht im Dienst und in Zivil unterwegs gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt heute mit.

Zunächst war nicht klar, ob die Tat in der Nähe von Wiesbaden trotzdem mit dem Beruf des Mannes in Verbindung steht. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Opfer sei in Begleitung von Personen, die nicht der Polizei angehören, unterwegs gewesen. Von dem Täter fehlte zunächst jede Spur.

Schütze wird gesucht

Die genaue Zahl der Schüsse wurde nicht genannt. Die Schüsse wurden den Angaben zufolge an einem Feldrand abgegeben. Zum Schutz der Privatsphäre wollten die Ermittler nicht sagen, in welcher Abteilung der Polizist arbeitete - der Mann starb noch am Tatort an seinen schweren Verletzungen. Die Polizei veröffentlichte ein Phantombild des etwa 50 bis 60 Jahre alten Verdächtigen. Ein Großaufgebot sucht den Todesschützen, der vermutlich weiter bewaffnet ist.

Zug rammt in Indien Schulbus: Mindestens 14 Kinder tot

Ein Zug ist heute im Süden Indiens in einen Schulbus gerast und hat mindestens 14 Kinder in den Tod gerissen. Auch der Busfahrer und ein erwachsener Begleiter hätten den Aufprall nicht überlebt, erklärten die Polizei und örtliche Behörden. Etwa 20 weitere Schüler seien in Krankenhäuser ins nahe gelegene Hyderabad gebracht worden, einige davon waren schwer verletzt.

Der Zug habe den Bus noch mehrere 100 Meter mitgeschleift, ehe er zum Stehen kam, sagte der örtliche Polizeichef Sanjay Kumar. Rund um das Wrack lagen laut der indischen Agentur IANS Bücher, Brotbüchsen und Schuhe verstreut. Verwandte der Verstorbenen hätten unaufhaltsam an der Unfallstelle geschrien. Ein Vater habe einen Herzstillstand gehabt, als er erfuhr, dass seine beiden Kinder tot seien.

An dem Bahnübergang in Veldurti im Bundesstaat Telangana gibt es keine Schranke. Der Fahrer sei unachtsam gewesen und habe nicht angehalten, sagte Eisenbahnminister Sadananda Gowda. Sowohl verschiedene Polizeisprecher als auch Behördenvertreter hatten zunächst höhere Todeszahlen angegeben.

Medien

ORF-Radios bestätigen klare Führungsposition

Rund 5,1 Millionen Österreicherinnen und Österreicher hören täglich eines der ORF-Radios. Mehr als drei Stunden wird täglich Radio gehört - drei von vier gehörten Radiominuten entfallen dabei auf die Programme des ORF. Das ist das Ergebnis des aktuellen Radiotests.

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Kultur

Weitere Kunstwerke in Gurlitts Wohnung gefunden

Bei der Auflösung von Cornelius Gurlitts Schwabinger Wohnung sind weitere Kunstwerke gefunden worden. Knapp drei Monate nach dem Tod des Münchner Kunstsammlers stießen Beamte bei der Sicherung des Nachlasses auf bisher nicht bekannte Kunstwerke - darunter zwei Skulpturen, die von Edgar Degas und Auguste Rodin stammen könnten.

Das teilte die Taskforce Schwabinger Kunstfund heute in Berlin mit. Die Werke, die damals nicht von der Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmt wurden, sollen jetzt von Experten begutachtet werden.

Bundestheater: Rhomberg sieht keine Alternative zur Holding

Der interimistische Bundestheater-Geschäftsführer Günter Rhomberg sieht trotz der vernichtenden Kritik des Rechnungshofes (RH) keine Alternative zur Holding. „Wenn eine zentrale Einheit fehlt und die Leistungen zum Ministerium zurückkehren, wird alles nur noch unklarer“, sagte Rhomberg in der „Presse“ (Donnerstag-Ausgabe). Daher warne er vor vorschnellen Schlüssen bei der Organisation der Staatstheater.

Mehr Geld für Staatsoper gefordert

Dass es vorerst kein frisches Geld für die Bundestheater gebe, ist dem langjährigen Präsidenten der Bregenzer Festspiele bewusst. Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) habe ihm aber signalisiert, dass für 2016 „Hoffnung“ bestehe. Während er beim Burgtheater noch Sparpotenzial sieht, fordert Rhomberg, der sein neues Amt offiziell am 1. September antritt, vor allem mehr Geld für die Staatsoper. Auf Dauer sei es unmöglich, bei jährlich fixen Personalkostensteigerungen die Subventionen gleich zu halten.

In der Frage eines möglichen Nachfolgers für den geschassten Burgtheater-Chef Matthias Hartmann und dessen interimistische Nachfolgerin Karin Bergmann rudert Rhomberg unterdessen zurück. Er habe Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger nicht ins Spiel gebracht, sondern der Findungskommission lediglich dazu geraten, mit ihm - ebenso wie mit vielen anderen - zu reden. In „News“ hatte sich der Stiftungsvorstand der Josefstadt noch überzeugt gegeben, dass Föttingers Abgang für das Theater „nicht einfach, aber lösbar“ wäre.

STS gehen in Bühnenpension

Die Bühnentage von STS sind gezählt: Die Austropop-Urgesteine Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz (eigentlich Helmut Röhrling) werden in Zukunft nicht mehr gemeinsam live auftreten. „Mit Bedauern“, wie die Gruppe über ihr Management mitteilen ließ.

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Bregenzer Festspiele mit Uraufführung eröffnet

Vertonungen sind immer ein Wagnis, vor allem wenn es sich um eines der meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücke wie Ödön von Horvaths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ handelt.

Heinz Karl Gruber hat die eigentlich unmögliche Realisierung des Stücks als Oper versucht: Mit deren Uraufführung sind die diesjährigen Bregenzer Festspiele gestern Abend gestartet.

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IT

Hacker knackten EZB-Website und Datenbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Wie die EZB heute mitteilte, war ihre Website davon betroffen. Zudem seien E-Mail-Adressen und andere Kontaktdaten gestohlen worden. Es seien jedoch keine internen Systeme oder für die Märkte sensiblen Daten darunter.

Der Diebstahl wurde entdeckt, nachdem die Zentralbank in einer anonymen E-Mail am Montagabend zu einer Geldzahlung für die Daten aufgefordert wurde. Die Hacker hatten laut EZB eine hauseigene Datenbank geknackt, in der Personen für Konferenzen der Zentralbank, Besuche und andere Veranstaltungen registriert worden waren. Diese Datenbank sei nicht mit den internen Systemen der EZB verbunden gewesen, hieß es weiter.

Science

Besserer Geruchssinn dank Alkohol

Alkohol vernebelt erfahrungsgemäß die Sinne. Eine Studie zeigt nun, dass das - zumindest bei geringen Mengen - nicht für den Geruchssinn gilt. Demnach riecht man nämlich mit einem Gläschen intus besser als ohne.

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Moskau verlor Kontakt zu Forschungssatelliten

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat den Kontakt zu einem wichtigen Forschungssatelliten verloren. An Bord sind auch fünf Echsen. „Die Nahrung für die Geckos reicht noch etwa zweieinhalb Monate“, sagte ein namentlich nicht genannter Roskosmos-Mitarbeiter heute der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Die Bodenstation empfange zwar Signale von dem am 19. Juli gestarteten Satelliten, allerdings reagiere „Foton-M“ nicht auf Funkbefehle von der Erde. „Der Flugkörper kreist in rund 250 Kilometer Höhe. Wenn wir die Steuerung nicht wiederherstellen, stürzt er in etwa vier Monaten auf die Erde.“

Leute

Leichenpräparator Von Hagens gewinnt Rechtsstreit

Den Dauerstreit um seinen chinesischen Professorentitel haben der umstrittene Leichenpräparator Gunther von Hagens und das Land Nordrhein-Westfalen vor Gericht beigelegt.

Der 69-jährige Wissenschaftler soll rund 210.000 Euro für den erlittenen Imageschaden erhalten, wie das Institut für Plastination heute in Heidelberg mitteilte. Das NRW-Wissenschaftsministerium bestätigte den Vergleich. Die Einigung sei schon im Juni vor dem Düsseldorfer Landgericht getroffen worden, sagte eine Sprecherin.

Fünf Jahre lang Gastprofessor in China

Von Hagens hatte das Land wegen ungerechtfertigter Strafverfolgung und Rufschädigung auf Schadenersatz verklagt. Zunächst hatte er eine Wiedergutmachung in Höhe von 2,2 Millionen Euro verlangt.

Der Erfinder der Leichenschau „Körperwelten“ war im Jahr 1999 in China für die Dauer von fünf Jahren zum Gastprofessor ernannt worden. Das NRW-Ministerium hatte dem Heidelberger Mediziner jedoch auferlegt, den Titel „Professor“ in Deutschland nur mit dem Zusatz „RC“ oder „VRC“ für China zu tragen. Von Hagens ließ den Zusatz jedoch weg und handelte sich ein Strafverfahren wegen Titelmissbrauchs ein. Von den Vorwürfen wurde er 2011 vom Oberlandesgericht Karlsruhe freigesprochen.