Ausland

Australische Polizei zerschlägt IS-Terrorzelle

Terroralarm in Australien: In den Großstädten Sydney und Brisbane hat die Polizei Großrazzien durchgeführt - mit über 800 Beamten im Einsatz die bisher größten. 15 Verdächtige mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seien festgenommen worden, teilte Premierminister Tony Abbott mit.

Ein 22-Jähriger stehe wegen eines geplanten Terrorakts unter Anklage. Er habe eine Tat geplant gehabt, die „die Gesellschaft schockieren“ hätte sollen, hieß es in Medienberichten: Der Mann habe den Auftrag gehabt, zufällig ausgewählte Menschen zu enthaupten.

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Neues Video mit mutmaßlicher Geisel

In einem neuen Video zeigte die IS-Miliz einen mutmaßlichen Briten als Geisel. Anders als in den Enthauptungsvideos der vergangenen Wochen zeigt der heute im Internet hochgeladene Clip die mutmaßliche Geisel bei einer die IS-Miliz verherrlichenden Ansprache. Die SITE Intelligence Group, die Websites von Extremisten beobachtet, stufte das Video als authentisch ein.

Im Video verspricht der Gefangene in einer augenscheinlich aufgezwungenen Rede, von nun an in mehreren Videofolgen die „Wahrheit“ über IS erzählen zu wollen. Er sei ein britischer Reporter, der im November 2012 entführt worden und seitdem Gefangener der IS-Miliz sei. Seine Regierung habe ihn im Stich gelassen, berichtet der Gefangene, daher habe er „nichts mehr zu verlieren“.

Zahlreiche Tote bei US-Luftangriff im Irak

Bei US-Luftangriffen auf Ausbildungslager der IS im Nordirak wurden währenddessen mindestens 25 Dschihadisten getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Einwohner der betreffenden Ortschaft berichteten heute, dass US-Kampfflugzeuge die Extremisten in Hamman al-Alil rund 25 Kilometer südlich der Anfang Juni von IS eingenommenen Stadt Mossul angegriffen hätten. Die Lager seien völlig zerstört worden.

Auf Konten des Kurznachrichtendiensts Twitter aus dem Umfeld der Terrormiliz hieß es, die US-Luftwaffe habe insgesamt zehn Angriffe geflogen. Die Extremisten beherrschen im Norden und Westen des Irak riesige Gebiete. Die US-Luftwaffe greift seit dem vergangenen Monat regelmäßig IS-Stellungen vor allem im Norden des Landes an. Damit unterstützt sie eine Gegenoffensive, die kurdische Einheiten begonnen haben.

Russland will Änderungen an EU-Abkommen mit Ukraine

Russland gibt sich mit der Verschiebung des Freihandelsabkommens zwischen der Ukraine und der EU nicht zufrieden.

Das ausgehandelte Vertragswerk könne in der jetzigen Form nicht akzeptiert werden, schrieb der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew in einem Reuters vorliegenden Brief an EU-Handelskommissar Karel De Gucht und den ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin. Uljukajew forderte offizielle Gespräche über das Assoziierungsabkommen, das einer der Auslöser für den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland war.

Kommission: Vertrag tritt in Kraft

EU-Vertretern zufolge will Russland erreichen, dass rund ein Viertel der Vereinbarungen zum Abbau von Zöllen wieder zurückgenommen werden. Zusätzlich zu den Sanktionen der EU und der USA im Zuge der Ukraine-Krise würde das Abkommen der russischen Wirtschaft weiter schaden, argumentiert die Regierung in Moskau und drohte bei Inkrafttreten des gesamten Abkommens bereits mehrmals mit Gegenmaßnahmen.

Die Parlamente der EU und der Ukraine hatten am Dienstag das Assoziierungsabkommen ratifiziert, mit dem die Ukraine enger an die EU herangeführt werden soll. Dabei wurde vereinbart, den wirtschaftlichen Teil des Abkommens erst Ende 2015 in Kraft treten zu lassen.

Die EU-Kommission hatte jedoch vor dem EU-Parlament deutlich gemacht, dass der Vertrag nach der Ratifizierung und einer Zustimmung durch die EU-Mitgliedsländer unverändert in Kraft treten soll. Ein hochrangiger russischer Regierungsvertreter hat in Brüssel EU-Diplomaten zufolge gefordert, die Verschiebung von 15 Monaten für Verhandlungen zu nutzen.

Nigerias Polizei und Militär foltern laut Amnesty systematisch

Im westafrikanischen Nigeria foltern Polizei und Militär laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) systematisch. Als Methoden würden Schläge, Vergewaltigungen, das Ziehen von Zähnen und Nägeln angewandt.

Die Ergebnisse der zehnjährigen Recherchen fasste AI in einem Bericht mit dem Titel „Willkommen im Höllenfeuer“, der heute in Abuja und Berlin vorgestellt wurde, zusammen. Amnesty sprach mit Hunderten Betroffenen und inspizierte zahlreiche Polizeiwachen und Gefängnisse in Nigeria.

„Folterkammern“ in Polizeiwachen

„Wir kennen viele Folterschilderungen, aber das Ausmaß und die Form der Misshandlungen, die wir in dem Bericht zusammengetragen haben, ist auch für uns besonders schockierend“, sagte Selmin Caliskan, Generalsekretärin von Amnesty Deutschland.

So schilderte eine 24-Jährige, wie ihr eine Polizistin Tränengas in die Vagina schoss, um ein Geständnis zu erpressen. Ein 15-Jähriger berichtete, er sei drei Wochen lang vom Militär festgehalten worden. Die Soldaten hätten ihm unter anderem geschmolzenes Plastik über den Rücken gegossen.

Viele Polizeiwachen hätten inoffizielle „Folterbeauftragte“ und „Folterkammern“. In den meisten Fällen, die Amnesty dokumentiert, ermittelten die Behörden nicht ernsthaft gegen die mutmaßlichen Folterer, und nichts wurde unternommen, um sie vor Gericht zu bringen, heißt es in dem Bericht.

Einmarsch in EU: Bericht für Kreml „gewöhnliche Ente“

Der Kreml hat mutmaßliche Drohungen von Präsident Wladimir Putin zu einem möglichen Einmarsch Russlands in EU- und NATO-Staaten als „gewöhnliche Ente“ zurückgewiesen. „Wir halten es schon nicht mehr für möglich, auf solche Mitteilungen einzugehen“, sagte Putins Sprecher Dimitri Peskow heute dem Radiosender Echo Moskwy.

Er reagierte damit auf einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe) über angebliche Äußerungen Putins gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, russische Truppen könnten innerhalb von zwei Tagen in mehrere östliche NATO- und EU-Länder einmarschieren, darunter auch Polen und Rumänien.

Anfang September war bereits berichtet worden, Putin habe in einem Telefonat mit EU-Kommissar Jose Manuel Durao Barroso gesagt: „Wenn ich wollte, könnte ich Kiew binnen zwei Wochen einnehmen.“

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Inland

OÖ: Ablinger tritt als SPÖ-Frauenchefin zurück

In der SPÖ Oberösterreich rumort es gehörig. Die Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger tritt mit Jahresende zurück. Sie möchte nun doch nicht hinnehmen, dass der Gewerkschafter Walter Schopf in den Nationalrat eingezogen ist. Das Mandat stünde nach dem Tod von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer einer Frau zu. Ablinger möchte nun ein parteiinternes Schiedsgericht einberufen, um die Entscheidung neu aufzurollen

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Ärztearbeitszeiten: Pühringer wehrt sich

Nach Attacken auf den oberösterreichischen Gesundheitsreferenten Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) wegen der Ärztearbeitszeiten geht dieser jetzt in die Offensive: Heute sprach er sich gegen „derartige Unseriositäten“ aus. Wegen des Medizinermangels sei die „Umsetzung extrem schwierig“. Pühringer sprach damit die EU-Vorgabe an, die bis spätestens 2021 realisiert werden soll.

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Grüne kritisieren Steuerpläne von ÖGB und ÖAAB

Die Grünen üben Kritik an den Steuerkonzepten von ÖGB und ÖAAB. Budgetsprecher Bruno Rossmann erklärte heute bei einer Pressekonferenz, das ÖAAB-Modell sei ein „Schnellschuss“, und beim ÖGB-Modell fehlen ihm unter anderem ökologische Aspekte.

Die Vorschläge des ÖAAB sind für Rossmann „nicht nachvollziehbar und nicht finanzierbar“. Der vorgeschlagene Gleittarif sei zwar „etwas Faszinierendes“, müsse jedoch für alle nachvollziehbar sein. Als „problematisch“ bezeichnete er außerdem, dass der ÖAAB auf Kinderfreibeträge beharrt. Trotz Deckelung sei das eine sehr teure Variante, und jene, die keine Steuern zahlen müssen, würden davon gar nicht profitieren, gab er zu bedenken.

Am Modell der schwarzen Arbeitnehmervertreter stören den Abgeordneten weiters die Annahmen zur Gegenfinanzierung. Eine Steuerreform kurzfristig durch eine Verwaltungsreform zu finanzieren sei nicht möglich: „Die Gegenfinanzierung steht auf sehr tönernen Beinen. Die Gefahr, dass man budgetäre Löcher aufreißt, ist sehr groß.“

Grüne arbeiten an eigenem Konzept

Am ÖGB-Modell begrüßt Rossmann zumindest die klaren Tarife und die Vorschläge zur Negativsteuer. Dadurch würden 2,5 Millionen Menschen deutlich entlastet. Problematisch sei jedoch, dass die oberste Progressionsstufe noch erhöht werden soll. „Obere Einkommen werden dadurch stärker entlastet als untere und mittlere Einkommen“, ortet Rossmann ein weiteres Ungleichgewicht. Da Frauen jene mit geringeren Einkommen sind, ergeben sich dadurch auch „fatale Konsequenzen“.

Was ihm beim ÖGB-Tarif fehlt, ist eine Ökologisierungskomponente, und enttäuschend sei, dass sich durch die geplanten Vermögenssteuern die Schieflage zwischen der Besteuerung von Arbeit und jener von Vermögen nur sehr geringfügig ändern würde. Auch die Grünen arbeiten laut Rossmann an einem Steuermodell. Geplant sei etwa eine Tarifentlastung mit einer Senkung des Eingangssteuersatzes in Richtung 25 Prozent und generell eine ökosoziale Steuerreform.

Sport

Europa League: Salzburg setzt auf alte Tugenden

„Wir müssen wieder auf unsere Tugenden setzen, vor allem im Spiel gegen den Ball“, hat Salzburgs Coach Adi Hütter gefordert. Nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge müssen sich die Salzburger wieder ihrer Qualitäten im Offensivpressing besinnen, denn heute kommt es zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase zum Duell mit Celtic Glasgow. Ausgerechnet gegen die kampfkräftigen „Bhoys“ aus Glasgow soll am Tag des Schottland-Referendums wieder ein Sieg her.

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Champions League: DFB-Clubs halten England in Schach

Die deutschen Vereine sind aus den deutsch-englischen Duellen zum Auftakt der Champions League als klare Gewinner hervorgegangen. Während Schalke 04 ein Unentschieden beim FC Chelsea erkämpfte, feierten Dortmund gegen Arsenal und der FC Bayern München gegen Manchester City Heimsiege.

Besonders in München hieß es nach dem 1:0 tief durchatmen, denn der Erfolg war das Ergebnis harter Arbeit, die erst in der Schlussminute durch den Siegestreffer von Jerome Boateng belohnt wurde und den Bayern zum elften Mal in Folge einen Sieg beim Auftaktmatch in der Champions League bescherte.

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Bundesliga: Rapid bejubelt „beste Saisonleistung“

Mit dem klaren 5:1-Sieg im Nachtragsspiel bei Wiener Neustadt ist Rapid der erhoffte erste Auswärtssieg der Saison gelungen. Die Wiener, die auf Rang drei der Tabelle vorrückten, freuten sich über ihre offensiv bisher „beste Saisonleistung“, wie es Mittelfeldspieler Stefan Schwab formulierte. Die Hütteldorfer richteten aber bereits den Blick nach vorn, denn am Samstag wartet das Duell mit dem Tabellenführer vor eigenem Publikum. „Wir müssen jetzt weiter Gas geben“, lautete daher das Credo bei den Grün-Weißen.

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Wirtschaft

WIFO und IHS halbieren Konjunkturprognosen

Das Wachstum in Österreich bricht heuer offenbar stärker weg als bisher gedacht. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und Institut für Höhere Studien (IHS) gehen nur noch von 0,8 Prozent realem BIP-Plus aus. Vor nicht einmal drei Monaten rechneten die Institute noch mit einem Zuwachs von 1,4 bzw. 1,5 Prozent. Der Grund für die Beinahe-Halbierung der Prognose liege in erster Linie in der schwächeren Entwicklung des Welthandels. Auch eine mögliche Verschärfung der Ukraine-Krise sei ein Risiko für die Konjunktur.

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Ericsson steigt aus Modem-Geschäft aus: 1.000 Jobs weg

Der Telekomausrüster Ericsson gibt sein verlustträchtiges Modem-Geschäft auf und entlässt rund 1.000 Beschäftigte. Der schwedische Konzern begründete den Schritt heute mit dem scharfen Wettbewerb in der Branche, der insbesondere von der Konkurrenz in Asien und den USA angefacht wird.

Um auf dem Modem-Markt Erfolg zu haben, wären erhebliche Investitionen nötig gewesen, erläuterte das Management.

Defizitäres „Erbstück“

Das Geschäft mit der Entwicklung der Datenübertragungsgeräte hat Ericsson vom früheren Partner STMicroelectronics geerbt, der vor einem Jahr aus dem Joint Venture ausgestiegen war. Die bei den Schweden verbliebene Sparte beschäftigt rund 1.600 Menschen.

Nur rund 600 der Beschäftigten sollen im Konzern bleiben und dort künftig in der Entwicklung von Funknetzen eingesetzt werden. Der Rest müsse Ericsson verlassen, sagte Firmenchef Hans Vestberg. Das Unternehmen insgesamt zählte zur Jahresmitte mehr als 115.000 Beschäftigte.

Chronik

Reiche Griechen tarnen Pools mit Militärplanen

Reiche Griechen greifen nach Angaben der Finanzbehörden zu gefinkelten Mitteln zur Steuervermeidung: Sie überdecken laut Presseberichten von heute ihre Schwimmbäder mit Militärplanen und Tarnnetzen.

Die Anlagen werden damit für Satelliten unsichtbar, deren Aufnahmen Steuerfahnder nutzen, um nicht gemeldete Bäder aufzuspüren. Athen geht verschärft gegen Steuersünder vor. So gilt den Behörden der Besitz eines Schwimmbades als ein „unanfechtbarer Beweis des Einkommens“.

Je Quadratmeter Schwimmbad wird vom Fiskus ein Zusatzeinkommen von 160 Euro berechnet. Für ein 50-Quadratmeter-Schwimmbad wird damit ein Zusatzeinkommen von 8.000 Euro angesetzt. Dieses wird mit zehn Prozent besteuert, also 800 Euro jährlich.

Wie wenn man „Panzer verstecken will“

Die Tarnplanen fielen bei Kontrollen auf, die Steuerbeamte in reichen Vororten Athens und auf einigen Jet-Set-Inseln wie Mykonos vornahmen. „Wir haben Tarnplanen gesehen wie die vom Militär, wenn es Panzer verstecken will“, sagte ein Beamter des Finanzministeriums auch gegenüber der dpa.

Satellitenaufnahmen hatten in den vergangenen Jahren zur Entdeckung von rund 180 nicht gemeldeten privaten Schwimmbädern geführt, berichtete das griechische Wirtschaftsportal Capital.gr. Die Steuerfahndung geht von Hunderten getarnten Schwimmbädern aus und will intensiver an Ort und Stelle kontrollieren.

Amerikaner überfiel Geschäft mit Banane

Nur mit einer Banane bewaffnet hat ein Räuber in der US-Metropole Philadelphia ein Geschäft überfallen. Er versteckte die Frucht in seiner Pullovertasche, damit sie wie eine Pistole aussah, hieß es dazu heute von der Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Der Mann habe das Lebensmittelgeschäft am Dienstag zunächst mit leeren Händen betreten. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie er dann auf die Obstauslage zusteuerte, um nach der Banane zu greifen. Diese steckte er in die Vordertasche seines Pullovers.

Mit der rechten Hand in der Tasche ging der Mann zur Kassa und ließ sich von der Verkäuferin Bargeld und Zigaretten aushändigen. Mit der Beute flüchtete er auf einem Fahrrad. Die Polizei konnte den Mann bisher nicht ausfindig machen.

Gesundheit

Mehrtägige Ausgangssperre in Sierra Leone wegen Ebola

Zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie hat Sierra Leone von morgen bis Sonntag eine Ausgangssperre für alle Bürger verhängt. In dieser Zeit sollen Gesundheitsarbeiter von Haus zu Haus gehen, die Bevölkerung über das Virus aufklären und mögliche Ebola-Kranke ausfindig machen.

Wie die Tageszeitung „Concord Times“ zuletzt berichtete, sind rund 21.000 Helfer beauftragt, den Menschen Vorbeugemaßnahmen zu erklären und insgesamt 1,5 Mio. Stück Seife zu verteilen.

Viel zu wenig medizinisches Personal

Die Seuche zu besiegen werde aber Zeit brauchen, sagte der Chef der Notfallbehörde (EOC), Steven Gaojia. „Die Situation wird sich wahrscheinlich noch verschlechtern, bevor sie besser wird. Die dreitägige Ausgangssperre ist deshalb als rein psychologische und erzieherische Maßnahme gedacht.“

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatte den Schritt bereits vor Tagen kritisiert. Es brauche Helfer mit viel Erfahrung, um bei einem solchen Tür-zu-Tür-Screening Menschen mit Ebola-Symptomen auszumachen, hieß es in einer Stellungnahme.

„Entscheidend aber ist: Selbst wenn potenzielle Patienten ausgemacht sind, wird es nicht genug Ebola-Zentren geben, die sich um sie kümmern könnten.“ Ohne Platz zur Untersuchung und Behandlung von Verdachtsfällen habe das ganze Vorhaben keinen Sinn.

IT

Russisches Netzwerk Vkontakte hat neuen Chef

Nach monatelangen Querelen hat das russische Netzwerk Vkontakte offiziell einen neuen Chef. Boris Dobrodejew folge auf den Gründer Pawel Durow, teilte Vkontakte heute mit. Dobrodejews Vater Oleg ist Chef des größten staatlichen Medienholding Russlands, VGTRK, zu der auch der kremltreue Sender Rossija gehört.

Durow hatte im April im Streit das Unternehmen und später auch das Land verlassen, nachdem er zur Verärgerung eines Investors einen Kurznachrichtendienst namens Telegram startete.

Vkontakte ist das beliebteste Soziale Netzwerk in Russland. Eigenen Angaben zufolge hat es 260 Millionen Nutzer. Durow hatte die Plattform 2006 ins Leben gerufen und wurde häufig mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verglichen. Der 29-Jährige plant derzeit keine Rückkehr nach Russland. Der russischen Regierung hatte er vorgeworfen, Vkontakte kontrollieren zu wollen.

Apples iOS 8 vorerst ohne Gesundheits-Apps

Ein Fehler in Apples jüngstem mobilen Betriebssystem iOS 8 zwingt den Anbieter dazu, den Start der neuen Gesundheits-Apps vorerst zu verschieben.

Wie Apple mitteilte, sollten die HealthKit-Anwendungen bis Ende des Monats im App Store verfügbar sein. Details über den Fehler gab Apple nicht bekannt. IOS 8 ist seit gestern verfügbar.

Die Apps sind zentraler Bestandteil der jüngsten iOS-Version, sie sollen dabei helfen, Daten etwa von Fitnessarmbändern wie den Kalorienverbrauch und auch den Herzschlag eines Nutzers zentral zu erfassen. Zudem können die Daten direkt mit Kliniken geteilt werden.

Science

Vor 200 Jahren: Wiener Kongress als Politspektakel

Vor genau 200 Jahren sollte beim Wiener Kongress die Weltordnung nach den Napoleonischen Kriegen neu geschrieben werden. Während 700 Delegierte um die Verteilung von Macht und Land in Europa pokerten, ließ sich Wien als Austragungsort nicht lumpen. Die Stadt war frisch herausgeputzt, Hunderte Luxuskutschen wurden bereitgestellt, pompöse Empfänge für die Delegierten stellten alles bisher Gekannte in den Schatten. 100.000 Gäste wurden beherbergt - Wien selbst hatte 250.000 Einwohner. Die Monate des Feilschens waren auch Monate der Party.

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Wetterextreme: Experten warnen vor Klimafolgen

Drei Jahre haben 240 heimische Forscher den Klimawandel in Österreich dokumentiert - nun liegt das Ergebnis auf dem Tisch. Fakt ist, dass der Klimawandel den Alpen-Raum besonders stark trifft, wenn auch nicht überall in der gleichen Weise. Während sich laut Prognose im Süden und Osten die Zahl der Tropentage in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln und auch der Regen ausbleiben wird, droht der Region nördlich der Alpen eine Zunahme an Extremniederschlägen. Die Landwirtschaft müsse darauf reagieren, raten die Studienautoren, und rechtzeitig auf spezielle Sorten umsteigen.

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Kultur

„Schoßgebete“ folgen im Kino „Feuchtgebieten“

Als frech-gewitzte Fernsehmoderatorin hat Charlotte Roche für hohe Einschaltziffern gesorgt, jetzt schreibt sie provokante Romane, die sich millionenfach verkaufen. Und die Produzenten stehen Schlange, um ihre Bücher zu verfilmen.

Letztes Jahr erregte und ekelte der Film „Feuchtgebiete“ - und war ein Kassenschlager. Morgen kommt die Verfilmung ihres zweiten Romans in die Kinos: „Schoßgebete“ schlägt tragische Töne an, denn in diesem Film offenbart sich auch die reale Tragödie der Privatperson Roche.

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Religion

Kardinal warnt vor „theologischem Krieg“ um Geschiedene

Nachdem sich fünf hochrangige Kardinäle gemeinsam gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen haben, warnt der deutsche Kardinal Walter Kasper vor einem „theologischen Krieg“ in der am 5. Oktober beginnenden Familiensynode.

„In der nächsten Synode wollen einige einen theologischen Krieg auslösen. Die Kirchendoktrin ist offen, aber einige wollen eine ‚eingefrorene‘ Wahrheit. Ziel der Polemik bin nicht ich, sondern der Papst“, sagte Kasper im Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Mattino“ (Donnerstag-Ausgabe).

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Lifestyle