Inland

Mikl-Leitner kritisiert Athens Grenzschutz

Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) hat heute anlässlich des Besuchs des stellvertretenden griechischen Außenministers Nikos Xydakis in Wien scharfe Kritik am Grenzschutz durch die griechische Küstenwache geübt. Sie wolle wissen, „warum die politische Führung Griechenlands der Meinung ist, sie könne ihre einsatzstarke Marineflotte nicht für zivile Aufgaben einsetzen, nämlich zur Kontrolle der EU-Außengrenze“.

Für andere Länder sei es völlig normal, das Militär zur Unterstützung bei der Grenzsicherung heranzuziehen, so die Ministerin. Darüber hinaus hätten auch Italien und Deutschland im Mittelmeer bereits Marine-Schiffe eingesetzt. Mikl-Leitner wies auch auf den aktuellen Schengen-Bericht hin, in dem massiv Kritik an der griechischen Führung geübt werde. Zugleich versprach sie Athen jedoch die Unterstützung der EU.

Am Nachmittag traf Xydakis auch den Generalsekretär des Außenministeriums, Michael Linhart. Bei dem Gespräch ging es nach Angaben von Außenamtssprecher Thomas Schnöll ebenfalls um die Flüchtlingsbewegungen sowie den Schutz der EU-Außengrenzen bzw. das Schengener Abkommen. Das griechische Außenministerium hatte zuvor verlauten lassen, man versuche die Seegrenze zur Türkei gemeinsam mit der europäischen Grenzagentur Frontex zu kontrollieren.

Pensionen: Erste Verhandlungsrunde auf Expertenebene

Vor dem für 29. Februar angesetzten Pensionsgipfel hat heute eine erste Verhandlungsrunde auf Expertenebene stattgefunden. Vertreter von Sozial-, Finanz- und Wirtschaftsministerium diskutierten mit Sozialpartner-Experten. Große inhaltliche Fortschritte gab es dabei offenbar noch nicht.

Wie es auf Anfrage der APA aus dem Sozialministerium hieß, wurden in „konstruktiver Atmosphäre“ zunächst einmal die Zahlen und Daten auf den Tisch gelegt und die verschiedenen Positionen ausgetauscht. Schon demnächst soll es eine weitere Gesprächsrunde auf Expertenebene geben, bevor dann die Politiker Konkretes erörtern wollen.

Karl Blecha, Präsident des Seniorenrates und des SPÖ-Pensionistenverbandes erklärte, er habe bei der Verhandlungsrunde die Forderung nach einer Wertschöpfungsabgabe eingebracht. Dieses Thema stehe damit auch auf der Tagesordnung des Gipfels am 29. Februar. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl erteilte diesem Ansinnen umgehend eine deutliche Absage.

Ausland

„Brexit“: Cameron warnt vor verschärfter Flüchtlingskrise

Der britische Premierminister David Cameron will offenbar für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union werben, indem er die Gefahr einer Verschärfung der Flüchtlingskrise an die Wand malt.

„Keine Garantie“ für Kontrollen

Sollte Großbritannien aus der EU austreten, gebe es „keine Garantie“, dass die Kontrollen auf der französischen Seite des Ärmelkanals wie bisher erfolgten, so ein Cameron-Sprecher heute in London.

Der Regierungschef werde diesen Punkt in den Vordergrund seiner Argumentation stellen, wenn er das Datum für die von ihm angekündigte Volksabstimmung über den Verbleib in der EU festgelegt habe, hieß es in einem Bericht des „Daily Telegraph“. Das Amt des Premierministers wolle „die Flüchtlingskrise auf dem Kontinent zu seinem Vorteil verwenden“.

Abstimmung über Verbleib in der EU

Cameron will seine Landsleute vermutlich noch in diesem Jahr über den Verbleib in der EU abstimmen lassen. Beim EU-Gipfel in zwei Wochen hofft er auf grünes Licht für die mit Brüssel ausgehandelte EU-Reform, die neben der Begrenzung von Sozialleistungen für EU-Ausländer den nationalen Parlamenten eine „Rote Karte“ in die Hand gibt, um unliebsame Gesetze aus Brüssel stoppen zu können.

Auf der französischen Seite des Ärmelkanals gibt es seit Jahren ein Flüchtlingslager, das auch als der „Dschungel“ bekannt ist. Zehntausende Flüchtlinge versuchen, von dort aus nach Großbritannien zu gelangen. Immer wieder kam es vor, dass Flüchtlinge beim Eindringen in den Eurotunnel zu Tode gequetscht wurden.

Kritik von EU-Gegnern

Die Anhänger eines Austritts Großbritanniens aus der EU („Brexit“) bestreiten, dass die Flüchtlingsfrage in diesem Zusammenhang eine Rolle spielt. Cameron sei die versprochene „Grundsatzreform der EU“ schuldig geblieben, sagte Arron Banks von der Kampagne „Leave EU“ („EU verlassen“). Nun wolle der Premierminister mit der Flüchtlingskrise „Angst schüren“.

Die Kampagne für ein „Stärkeres Großbritannien in der EU“ hingegen vertritt die Ansicht, dank der aktuellen Übereinkünfte mit Frankreich liege die britische Grenze „in Calais und nicht in Dover“. Bei einem Austritt aus der EU könne dieses Arrangement enden, sagte Kampagnenleiter Will Straw. Dann würden „Großbritanniens Grenzen unsicherer“.

Ungarn und Polen: Griechenlands Nordgrenze schließen

Ungarn und Polen möchten Flüchtlinge auf der Balkan-Route durch Zäune und Wälle an der Nordgrenze Griechenlands stoppen. „Wir treten weiterhin für eine neue Verteidigungslinie an der bulgarisch-griechischen und mazedonisch-griechischen Grenze ein“, sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban heute bei einem Treffen mit seiner polnischen Kollegin Beata Szydlo in Budapest.

Szydlo meinte, die Flüchtlingskrise sei „nicht innerhalb der Grenzen der EU“ zu lösen. Orban erklärte, Griechenland könne Europa nicht schützen. „Läge es an uns Mitteleuropäern, hätten wir schon längst die Gegend dort abgeriegelt“, fügte der rechts-konservative Regierungschef hinzu.

Ungarn und Polen sind ebenso wie Tschechien und die Slowakei gegen Quoten für die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU. Die vier ostmitteleuropäischen Länder bilden die Staatengruppe der Visegrad-Vier.

Mazedonien baut zweiten Grenzzaun

Die mazedonischen Behörden errichten bereits einen zweiten Zaun an der Grenze zu Griechenland, um die illegale Einreise von Flüchtlingen zu verhindern. Laut Medienberichten in Skopje wird der neue Zaun in einer Entfernung von nur fünf Metern von dem bestehenden Zaun in der Länge von 37 Kilometern errichtet.

Nach Angaben des Innenministeriums haben die Behörden alleine im Jänner die illegale Einreise von 4.000 Migranten verhindert. Seit Mitte November wird die Einreise nach Mazedonien nur noch Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan genehmigt. Seit Jahresbeginn wurden in Mazedonien rund 62.000 Neuankömmlinge registriert.

Schweden kontrolliert weiter Pässe

Schweden kontrolliert unterdessen einen weiteren Monat lang Pässe von Einreisenden. Stichprobenartige Kontrollen wurden bereits im November eingeführt. Die ursprünglich bis heute geltende Maßnahme wurde vergangene Woche bis zum 9. März verlängert. Seit Anfang Jänner sind Verkehrsunternehmen zudem verpflichtet, systematisch Passagiere in Zügen, Bussen und auf Fähren aus Dänemark zu überprüfen.

Auch die Niederlande haben angekündigt, die Überwachung des Grenzverkehrs zu verstärken. Um die Überprüfung verdächtiger Fahrzeuge zu vereinfachen, werde der grenzüberschreitende Verkehr verlangsamt, sagte der niederländische Staatssekretär. Dadurch könnten die Grenzpolizisten leichter jene Autos herausfinden, die genauer überprüft werden müssten.

Irakische Armee bereitet Rückeroberung Mossuls vor

Die irakische Armee verlegt nach amtlichen Angaben Tausende Soldaten auf einen Stützpunkt nahe Mossul, um die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) besetzte Stadt im Nordirak zurückzuerobern.

Ein Brigadegeneral, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP heute, erste Armeeeinheiten seien bereits auf der Basis bei Machmur eingetroffen. Derzeit befänden sich dort drei Brigaden, nach und nach solle die Zahl der Soldaten bis auf 4.500 erhöht werden. Machmur liegt etwa 70 Kilometer südöstlich von Mossul.

Nachschubwege sollen abgeschnitten werden

Erstes Ziel des Einsatzes ist dem General zufolge, die IS-Nachschubwege zwischen Mossul und weiter südlich gelegenen Gebieten abzuschneiden. Die Soldaten werden nach Angaben eines Ministeriumssprechers der autonomen Kurdenregion im Nordirak mit Zustimmung der dortigen Präsidentschaft und Regierung stationiert.

Bei den meisten Soldaten handle es sich um ethnische Kurden innerhalb der irakischen Armee, sagte Halgurd Hekmat vom Ministerium für die kurdischen Einheiten. Zusätzlich zu den Soldaten werden auf dem Stützpunkt nach seinen Worten auch Militärflugzeuge stationiert.

Die IS-Miliz hatte im Sommer 2014 große Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak erobert. In jüngster Zeit erlitten die Dschihadisten aber empfindliche Rückschläge. Die irakische Armee und die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak wurden dabei durch Luftangriffe der von den USA angeführten Militärallianz unterstützt.

Dutzende Flüchtlinge vor türkischer Küste ertrunken

Beim Untergang von zwei Flüchtlingsbooten sind in der türkischen Ägäis mindestens 38 Menschen ertrunken, darunter elf Kinder. Vier Migranten seien gerettet worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA heute.

Ein Boot sei von der Küste des westtürkischen Bezirks Edremit aus gestartet, das zweite weiter südlich vom Bezirk Dikili bei Izmir. Ziel sei die nur wenige Kilometer entfernt liegende griechische Insel Lesbos gewesen. Zur Nationalität der Flüchtlinge machte DHA zunächst keine Angaben.

Die Türkei ließ unterdessen die Grenze für Zehntausende Syrer aus dem umkämpften Aleppo weiterhin geschlossen. Nach eigenen Angaben hat die Türkei bereits rund 2,5 Millionen Flüchtlinge alleine aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Viele Menschen wagen trotz schlechter Wetterbedingungen die gefährliche Überfahrt über die Ägäis.

Kurz wirbt auf Westbalkan für Flüchtlingsplan

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat in Sarajevo für seinen Plan eines gemeinsamen Flüchtlingsmanagements mit den Westbalkan-Staaten geworben. „Wenn wir die Flüchtlinge einfach an unseren Grenzen stoppen würden, gäbe es wirklich eine Überforderung auf dem Westbalkan“, sagte Kurz heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem bosnischen Amtskollegen Igor Crnadak.

Problemverlagerung durch Grenzschließung

„Wir wollen niemandem eine Last auf die Schulter legen, die er nicht tragen kann“, so der Außenminister mit Blick auf die Sorgen der Westbalkan-Staaten wegen der österreichischen Flüchtlingsobergrenze. Österreich wolle nicht einfach nur die Grenzen schließen und die Westbalkan-Staaten mit dem Problem alleine lassen, sondern eine gemeinsame Lösung insbesondere mit Serbien und Mazedonien suchen.

Kurz zeigte sich überzeugt, dass das Flüchtlingsproblem in der Region gelöst werden könne, „wenn wir an einem Strang ziehen“. Er schloss nicht aus, dass sich die Flüchtlinge bei einer Abriegelung der mazedonischen Grenze neue Wege nach Mitteleuropa suchen könnten. Bei einer guten Kooperation aller Staaten könne man aber „die Probleme, die durch Ausweichrouten entstehen, rechtzeitig angehen“.

Bosnien will kooperieren

Bosnien ist derzeit noch nicht von der Flüchtlingsbewegung betroffen, zeigte aber Kooperationsbereitschaft. Zur Frage, ob sich Bosnien - wie Serbien - an einer Quotenregelung zur Verteilung der Flüchtlinge beteiligen würde, sagte Crnadak, darüber habe der bosnische Ministerrat noch nicht beraten. Die soziale Lage in Bosnien sei aber schon jetzt „schwer genug“, fügte er hinzu.

Mit Blick auf den kommende Woche erwarteten EU-Beitrittsantrag Bosniens sagte Kurz, dass Österreich „eine klare Haltung“ habe. „Österreich hat stets Bosnien-Herzegowina unterstützt und wird das auch in Zukunft tun.“ Zugleich räumte er ein, dass die EU-Annäherung Bosniens „ein langer Prozess“ sein wird. „So ehrlich muss man sein.“ Crnadak äußerte die Hoffnung, dass Sarajevo bis Ende nächsten Jahres offizieller EU-Beitrittskandidat sein wird.

Sport

Fußball: Leicester-Run für Fuchs „unglaublich“

Spätestens mit dem Auswärtscoup gegen das rund 500 Millionen Euro schwere Starensemble von Manchester City hat sich Leicester City zum seriösen Titelanwärter emporgeschwungen. Nicht nur für Millionen von Fußballfans auf der Insel, auch für Leicesters Außenverteidiger Christian Fuchs ist der Erfolgsrun „unglaublich“. Die Chance, dass der Kapitän des österreichischen Nationalteams als englischer Meister zur EM 2016 fährt, steigt mit jeder Runde.

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Fußball: Garcia sieht Salzburg „erst bei 40 Prozent“

Titelverteidiger Red Bull Salzburg hat mit dem wenig berauschenden 2:1-Sieg bei der Admira zum Frühjahrsauftakt die Tabellenführung in der Bundesliga verteidigt. Neo-Trainer Oscar Garcia war angesichts der schwierigen Platzverhältnisse mit der Leistung seiner Mannschaft zwar zufrieden, sieht aber noch viel Steigerungspotenzial. „Wir sind vielleicht erst bei 40 Prozent“, meinte der Spanier nach seinem Pflichtspieldebüt.

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Ski alpin: Vonn offenbart in Garmisch Schwächen

Nach ihrem eindrucksvollen Erfolg in der Abfahrt hat sich Lindsey Vonn im Super-G von Garmisch überraschend mit Platz drei hinter der Schweizerin Lara Gut und der Deutschen Viktoria Rebensburg zufriedengeben müssen. „Ich bin keine Maschine, bin nicht perfekt“, sagte Vonn, die davor acht von bisher neun Speed-Rennen in dieser Saison für sich entschieden hatte. „Ein dritter Platz ist auch nicht so schlecht. Ich habe gewusst, dass ich nicht unschlagbar bin.“ Für die ÖSV-Damen dagegen war das Podest in Garmisch außer Reichweite.

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Wirtschaft

EZB drosselt bei Anleihenkäufen leicht das Tempo

Die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt bei ihren umstrittenen Staatsanleihenkäufen den Fuß etwas vom Gas. Die Euro-Wächter nahmen in der Woche bis zum 5. Februar Staatsbonds im Volumen von 13,16 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB heute mitteilte. In der Woche zuvor waren es 14,52 Milliarden.

Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder haben die Käufe im März 2015 gestartet und mittlerweile Titel im Umfang von 557,33 Milliarden Euro erworben. Ziel des auf 1,5 Billionen Euro angelegten und bis mindestens März 2017 laufenden Programms: Banken sollen weniger in Anleihen investieren und stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft ausreichen, was die Konjunktur fördern und die aus EZB-Sicht gefährlich niedrige Inflation anheizen würde.

Bisher hielten sich bei der Teuerung aber die Erfolge in Grenzen - auch wegen des Ölpreisrutsches. Im Jänner zogen die Preise in der Euro-Zone nur um 0,4 Prozent an. Ziel der EZB sind aber knapp zwei Prozent. Aus Notenbanksicht ist das der ideale Wert für die Entwicklung der Wirtschaft.

Heta: Finanzreferenten priorisieren Kärntner Angebot

Mit einem einstimmigen Beschluss zum vorliegenden Angebot des Kärntner Ausgleichszahlungsfonds im Zusammenhang mit der „Heta Asset Resolution AG“ hat heute die außerordentliche Landesfinanzreferentenkonferenz in Salzburg geendet. Zu dem Treffen hatte Salzburgs LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) in seiner Funktion als Vorsitzender der Landesfinanzreferentenkonferenz geladen.

Schuldenschnitt von 75 Prozent wird als positiv erachtet

„Die Landesfinanzreferenzenkonferenz bewertet das vorliegende Angebot des Kärntner Ausgleichszahlungsfonds als bessere Alternative zur Insolvenz der Heta und den sich daraus ergebenden Konsequenzen“, zitierte Stöckl nach der Sitzung das Ergebnis der Konferenz. „Nachdem seit kurzem das Angebot des Schuldenschnitts mit einer Quote von 75 Prozent auf dem Tisch liegt, war es meiner Meinung nach notwendig, die Bundesländer an einen gemeinsamen Tisch zu holen.“ Aufgrund der Bedeutung der Thematik und des gegebenen Zeitdrucks sei es notwendig gewesen, diese Gespräche bereits heute zu führen.

Man habe sich von Experten aus dem Ministerium das vorliegende Angebot und die Möglichkeiten sowie die allfälligen Konsequenzen genauestens erläutern lassen, erklärte Salzburgs Finanzreferent. „Dadurch, dass wir in allen Bundesländern sehr unterschiedliche Situationen haben, ist die Lage extrem schwierig. Ich bin froh, dass die Landesfinanzreferentenkonferenz zu einem Ergebnis geführt hat.“

„Wichtiges Signal für den Finanzplatz Österreich“

Mit diesem Beschluss, der nach fachlicher, sachlicher und kompetenter Diskussion einstimmig gefällt worden sei, demonstriere die Landesfinanzreferentenkonferenz Geschlossenheit. „Zudem versteht er sich als wichtiges Signal für den Finanzplatz Österreich“, betonte Stöckl.

An der Konferenz in Salzburg haben Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP), Steiermarks LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) und Kärntens LHStv. Gabriele Schaunig-Kandut (SPÖ) sowie hochrangige Vertreter aller Bundesländer und des Bundesministeriums teilgenommen, wie das Land Salzburg in einer Aussendung mitteilte.

Hasbro mit Umsatzsprung dank „Star Wars“-Fanartikeln

Der „Star Wars“-Film „Das Erwachen der Macht“ hat dem Spielzeughersteller Hasbro zum Jahresende kräftig die Kassen gefüllt. Im Weihnachtsquartal kletterte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar (1,32 Mrd. Euro), wie der US-Konzern mit Marken wie Transformers, Monopoly und Furby heute mitteilte.

Vor allem die Lizenzen für Fanartikel zahlten sich aus. In der Sparte für Bubenspielzeug, in die die Actionfiguren zu den Filmen fallen, legten die Verkäufe um 35 Prozent zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn um gut drei Prozent auf 175,8 Millionen Dollar.

Die Ergebnisse fielen damit besser aus als von Analysten prognostiziert. Nach Berichten über Fusionsgespräche wurde zuletzt über einen Zusammenschluss von Hasbro und dem großen US-Rivalen Mattel spekuliert. Die Unternehmen äußerten sich bisher nicht dazu. Mattel, Hersteller von Barbie, Fisher Price und Hot Wheels, hatte die Erwartungen im vierten Quartal ebenfalls übertroffen.

DAX rutscht unter 9.000 Punkte

Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder unter die Marke von 9.000 Punkten gefallen. Die anhaltende Angst vor einem globalen Wirtschaftsabschwung ließen den deutschen Leitindex bis heute Mittag um rund drei Prozent abrutschen.

Seit Monaten steht der Aktienmarkt unter Druck. Das alte Jahr hatte der DAX noch bei gut 10.700 Punkten beendet. Seitdem ging es fast durchgängig abwärts. Hauptgründe sind der Ölpreisverfall und schlechte Konjunkturdaten insbesondere aus China. Zudem hatte sich jüngst der Euro wieder etwas gefestigt, was den Export erschwert.

Auch der ATX notierte am Nachmittag mit mehr als fünf Prozent im Minus, dabei verloren vor allem die Erste Group und Raiffeisen. In London und Paris gingen die Börsen ebenfalls deutlich hinunter.

Griechenlands Börse wegen Pensionen unter Druck

Unterdessen ließ die Unsicherheit über die Pensionspolitik der griechischen Linksregierung von Alexis Tsipras auch in Athen die Börsenkurse abstürzen. Der Leitindex verlor bis zu Mittag um mehr als sechs Prozent und notierte bei 471,90 Punkten - nahe dem historischen Tief vom vergangenen Sommer. Bereits vorige Woche hatte der Index um knapp 8,9 Prozent nachgegeben. Die Kurse der Banken stürzten heute gar um mehr als 19 Prozent ab.

Chronik

Großrazzia in allen Gefängnissen Österreichs

In allen 27 österreichischen Gefängnissen hat heute Nachmittag eine groß angelegte Razzia nach illegalen Gegenständen begonnen, berichtete die „Kronen Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe). Laut der Ressortmediensprecherin Britta Tichy-Martin wurde diese Aktion von Justizminister Wolfgang Brandstetter beauftragt. Die Suche nach verbotenen Gegenständen werde noch bis in die Abendstunden andauern.

Ein Schwerpunkt lag auf den Justizanstalten Stein an der Donau in Niederösterreich, Graz-Karlau in der Steiermark, Suben in Oberösterreich und Wien-Simmering. In den vier Anstalten sind laut den Angaben Tichy-Martins rund 600 Beamte im Einsatz, fast 2.000 Insassen sind dort von den Visitierungen auf der Suche nach illegal eingeführten Mobiltelefonen, Suchtgift und anderen Gegenständen betroffen.

Eine Bilanz der von General Josef Schmoll (Generaldirektion für den Strafvollzug) geleiteten Razzien wird laut Tichy-Martin frühestens morgen vorliegen. Mindestens zehn Suchtmittelspürhunde der Landespolizeidirektionen unterstützen den Einsatz. „Die Aktion ist Teil eines Gesamtkonzeptes im Rahmen der Strafvollzugsreform. Wir werden jedenfalls auch in diesem wichtigen Bereich weiterhin nicht locker lassen“, kommentierte Erich Mayer, Generaldirektor für den Strafvollzug, das akkordierte Vorgehen.

Unwetter suchen Westeuropa heim

Teile Westeuropas sind heute von Unwettern mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 150 km/h heimgesucht worden. Für den Westen und Nordwesten Frankreichs gaben die Behörden eine Sturmwarnung aus. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve rief die Bewohner der Küstengebiete am Atlantik, am Ärmelkanal und an der Nordsee zu „größter Vorsicht“ auf.

Meteo France warnte vor „sehr hohen Wellen“ und Überschwemmungen an der Küste durch die starken Winde. In Westfrankreich waren 14.000 Menschen ohne Strom. In der Nacht rückte die Feuerwehr Dutzende Male aus, meist wegen umgestürzter Bäume und Strommasten.

Karnevalsumzüge abgesagt

Im Süden Englands führten Stürme mit Windgeschwindigkeiten von 155 km/h und starke Regenfälle zur Schließung von Straßen und Unterbrechung von Zug- und Fährverbindungen. Bei etwa 5.000 Häusern fiel die Stromversorgung aus. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen. Benutzer der Autobahnen wurden zur Vorsicht aufgerufen. Die Warnungen galten insbesondere für Motorradfahrer und Wohnwagen.

In Deutschland machte das Sturmtief „Ruzica“ vielen Narren am Rosenmontag einen Strich durch die Rechnung. Nach Warnungen vor schweren Sturmböen wurden die Karnevalsumzüge in Düsseldorf und Mainz abgesagt. In Köln startete der Zug dagegen unter Auflagen.

Sexuelle Ausbeutung: Zwölf Männer in GB verurteilt

Wegen sexueller Ausbeutung einer Jugendlichen hat ein Gericht in Großbritannien zwölf Männer zu Haftstrafen von bis zu 20 Jahren verurteilt. 2011 und 2012 hätten einige der Verurteilten die damals 13- bzw. 14-Jährige zum Sex gezwungen, unter anderem auf dem Friedhof der nordenglischen Ortschaft Keighley. Einmal sei das Mädchen von fünf Männern vergewaltigt worden, sagte der Richter heute.

Die Männer hätten das Mädchen „in furchtbarer und herzloser Weise sexuell ausgenutzt“, sagte der Richter in Bradford. Die Verurteilten sind zwischen 19 und 34 Jahre alt. Der Fall sorgte in Großbritannien für nationales Aufsehen. Der Richter habe erklärt, er habe so etwas in 40 Jahren niemals gesehen, berichtete der Sender BBC.

In der nordenglischen Stadt Sheffield läuft derzeit ein ähnlicher Prozess um jahrelang vertuschten sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Junge Mädchen sollen in Rotherham vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen oder an Freunde „weitergereicht“ worden sein. Ein unabhängiger Bericht der Professorin Alexis Jay hatte den Behörden vorgehalten, auch aus falsch verstandener „politischer Korrektheit“ weggeschaut zu haben.

Mann in Indien angeblich von Meteoriten erschlagen

In Indien soll ein Mann von einem Meteoriten erschlagen worden sein. Behördenvertreter gehen davon aus, dass ein herabfallendes Objekt, das am Samstag im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu einen Busfahrer tötete, ein Meteorit war.

„Ein Meteorit stürzte auf eine private Ingenieursschule (...) und tötete einen Busfahrer der Schule“, sagte der Premierminister des Bundesstaates, Jayalalithaa Jayaram, gestern Abend. S. P. Rajaguru, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Indischen Institut für Astrophysik in Bangalore, sagte, das sei durchaus möglich. Allerdings seien noch weitere Untersuchungen nötig.

Beim Absturz des bläulichen Objekts am Samstag waren Fensterscheiben zerbrochen und ein großen Krater entstanden. Laut Rajaguru könnte es sich um Weltraumschrott gehandelt haben. Sollte sich jedoch herausstellen, dass es tatsächlich ein Meteorit war, wäre es laut dem Wissenschaftler der erste derartige Todesfall.

IT

Twitter-Aktie auf neuem Allzeittief

Twitter-Chef Jack Dorsey gelingt es nach wie vor nicht, den Anlegern den Glauben an den Kurznachrichtendienst zurückzugeben. Die Twitter-Aktie markierte heute im Handelsverlauf ihren bisher tiefsten Stand bei 14,87 Dollar (13,27 Euro) nach einem weiteren Minus von nahezu fünf Prozent.

Laut Medienberichten will Twitter demnächst eine Sortierung der Tweets nach Relevanzalgorithmen statt Sendezeit anbieten. Viele Nutzer reagierten auf die Meldungen mit Ablehnung und brachten bei der Debatte in dem Dienst das Schlagwort „#RIPTwitter“ in Umlauf - „Ruhe in Frieden, Twitter“. Dorsey betonte daraufhin, Twitter wolle die Echtzeittimeline nicht aufgeben, aber „verfeinern“.

Die Anleger sind ohnehin schon seit Monaten skeptisch, was die Zukunftsaussichten von Twitter angeht. Die Aktie hatte im vergangenen April noch mehr als 50 Dollar gekostet, bevor eine Talfahrt angesichts der Enttäuschung über das Wachstum der Nutzerzahlen einsetzte. Der Onlinedienst legt am Mittwoch Zahlen für das abgelaufene Quartal vor.

Indien verbietet Facebooks kostenloses Internetservice

Indische Behörden haben Facebooks Projekt für den kostenlosen Zugang zu einigen Onlinediensten einen Riegel vorgeschoben. Die Regulierer untersagten Telekomanbietern grundsätzlich Ausnahmeregelungen für einzelne Services.

Die Branchenaufsicht TRAI verwies auf eine strikte Umsetzung der Regeln zur Netzneutralität, nach denen alle Daten in den Netzen gleich behandelt werden müssen.

Davon ist auch Facebooks Angebot Free Basics betroffen, das neben dem weltgrößten Onlinenetzwerk auch Zugang zu einigen Bildungs-, Gesundheits- und Jobdiensten bot. Andere Netzangebote waren über Free Basic nicht erreichbar.

Schmerzhafte Niederlage für Facebook

Für Facebook ist es eine schmerzhafte Niederlage - der US-Konzern hatte in den vergangenen Wochen angesichts des drohenden Verbots eine massive PR-Kampagne in dem Land gefahren und Nutzer aufgerufen, sich für Free Basics starkzumachen.

Das Service ist Teil der von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ins Leben gerufenen Initiative Internet.org, die Milliarden Menschen ins Internet bringen soll. Dafür sollen unter anderem Drohnen mit Antennen in entlegenen Gebieten eingesetzt werden.

Religion

Pater Karl Wallner wird neuer Missio-Nationaldirektor

Der Zisterzienserpater und Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, Pater Karl Wallner, wird neuer Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke. Die Päpstlichen Missionswerke bestehen in Österreich seit 1922. Die jährliche Missio-Sammlung zum Sonntag der Weltmission (jeweils im Oktober) gilt als größte Solidaritätsaktion der Welt.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Science

Medien

Super Bowl: Lady Gaga spielt die junge Hillary

Was wurde gezetert und gewettert vor der heurigen Super-Bowl-Halftime-Show, weil sich mit Coldplay diesmal Briten anschickten, den wichtigsten Pausenfüller der Medienwelt zu spielen. Am Ende wurden sie ohnedies von Bruno Mars und vor allem Beyonce in den Schatten gerappt.

Beyonce nutzte das Event nicht nur für die Ankündigung ihrer Welttournee, samt der Anspielung, dass sie es allein sein könne, den ewig vakanten Thron des „King“ of Pop zu übernehmen und eine Queen darüber schweben zu lassen. Und ganz zu Beginn zeigte Lady Gaga, dass wenige Künstler so wie sie das Motto „the medium is the message“ inhaliert haben. Als wäre sie die junge Hillary Clinton, intonierte sie in den Farben der Nation die US-Hymne.

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Kultur

„Kultur.montag“: Männer als Scheidungsopfer

Mehr und mehr Männer sehen sich als die wahren Scheidungsopfer – beim Sorgerecht benachteiligt und finanziell ausgenützt. Schriftsteller Michael Kumpfmüller hat das Thema in seinem neuen stark autobiografischen Roman „Die Erziehung des Mannes“ aufgegriffen, und auch die Feministin und Autorin Barbara Streidl fordert in ihrer aktuellen Streitschrift „Lasst die Väter Väter sein“ mehr Rechte für Scheidungsväter. Meinungsforscherin Helene Karmasin ist zum Thema im „kultur.montag“ zu Gast.

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Gesundheit

USA: 1,8 Mrd. Dollar im Kampf gegen Zika-Virus

Die US-Regierung will 1,8 Milliarden Dollar (1,61 Milliarden Euro) im Kampf gegen das Zika-Viurus aufwenden. Eine entsprechende Initiative des Weißen Hauses soll demnächst dem Kongress vorgelegt werden, teilte das Weiße Haus heute mit. Das Geld soll dazu verwendet werden, Programme zur Kontrolle von Stechmückenplagen auszuweiten, die Forschung nach einem Impfstoff zu beschleunigen und betroffenen Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung zu helfen, hieß es.

„Es ist nicht wie bei Ebola“

„Wir sollten nicht in Panik verfallen“, sagte US-Präsident Barack Obama. „Es ist nicht wie bei Ebola“, betonte er in einem Interview des Senders CBS. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO könnten sich in den nächsten zwölf Monaten bis zu vier Millionen Menschen mit dem Virus anstecken. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Zika-Virus Fehlbildungen am Kopf von Neugeborenen auslösen kann, wenn die Mutter vor oder während der Schwangerschaft angesteckt wurde. In den USA gibt es bisher 50 nachgewiesene Fälle von Patienten mit dem Erreger.