Ausland

Jemen: Laut Rebellen 176 Tote an einem Tag

Im Jemen sind Angaben der schiitischen Huthi-Rebellen bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz allein gestern 176 Kämpfer getötet worden. Das berichteten von der aufständischen Huthi-Bewegung kontrollierte Medien sowie Bewohner heute.

Sollten sich die Angaben bestätigen, wären gestern so viele Menschen an einem Tag durch die Luftangriffe umgekommen wie noch nie seit Beginn des Einsatzes am 26. März. Es wäre zugleich ein Rückschlag für laufende Bemühungen um eine Waffenruhe.

Mehrere sunnitische Staaten beteiligen sich an den Angriffen auf die Huthi-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. Ziel ist es, dem ins Exil geflohenen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi wieder zur Macht zu verhelfen. Die Huthis hatten im September die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und rückten rasch gen Süden vor.

South Carolina will Südstaaten-Flagge verbannen

Fast drei Wochen nach dem Massaker in einer Kirche in South Carolina hat der Senat des US-Bundesstaats dafür gestimmt, die umstrittene Konföderierten-Flagge vom Kapitol der Hauptstadt Columbia zu entfernen. Nun müsse auch das Abgeordnetenhaus dafür stimmen, berichtete die Zeitung „Charleston Post and Courier“.

Die republikanische Gouverneurin Nikki Haley hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, das rot-blaue Banner aus der Zeit des US-Bürgerkrieges entfernen zu lassen. Dafür ist eine Zweidrittelmehrheit in beiden Parlamentskammern erforderlich. Danach muss die Gouverneurin zustimmen.

Konföderierten-Flagge in South Carolina

Reuters/Tami Chappell

Die langjährige Debatte über die Flagge aus dem US-Bürgerkrieg (1861-1865) war nach dem Massaker an neun Menschen in der mehrheitlich von Schwarzen besuchten Emanuel-Methodistenkirche in Charleston neu entbrannt.

Die Fahne steht aus Sicht von Kritikern für die Bereitschaft der damals zusammengeschlossenen Südstaaten, in den Krieg gegen die nördlichen US-Bundesstaaten zu ziehen, um die Sklaverei beibehalten zu können. Befürworter sehen sie dagegen unter anderem als Symbol, um der Opfer ihrer Vorfahren in dem Krieg mit rund 620.000 Toten zu gedenken.

Erneut Bombenanschlag im Norden Nigerias

Durch ein Sprengstoffattentat in einem öffentlichen Gebäude im Norden Nigerias sind heute mindestens 20 Menschen getötet worden.

Auf das Gebäude in der Stadt Zaria, in dem sich laut offiziellen Angaben zahlreiche Volksschullehrer und andere öffentlich Bedienstete aufhielten, sei ein „terroristischer Bombenanschlag“ verübt worden, schrieb der Gouverneur des Bundesstaats Kaduna im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Auch ein örtlicher Regierungsvertreter sagte, es gebe „wahrscheinlich zahlreiche Opfer“, die Gegend sei von Sicherheitskräften abgeriegelt worden.

13-Jährige verübte Selbstmordattentat

Erst am Montag hatte sich in Kano, der größten Stadt im Norden Nigerias, nach Polizeiangaben eine 13-jährige Selbstmordattentäterin in die Luft gesprengt, aber sonst niemanden getötet. Auch wurde niemand verletzt, als der Sprengstoffgürtel des Mädchens etwa 200 Meter von einer gut besuchten Moschee entfernt detonierte.

Im westafrikanischen Nigeria verübt die Dschihadistengruppe Boko Haram immer wieder Anschläge. Die Gruppierung kämpft seit dem Jahr 2009 für die Errichtung eines radikalislamischen Staats im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes. Dabei tötete sie nach Angaben der Vereinten Nationen bisher mehr als 15.000 Menschen.

Flüchtling starb im Tunnel unter dem Ärmelkanal

Auf dem Weg nach Großbritannien ist ein Migrant im Tunnel unter dem Ärmelkanal ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich heute Früh auf einem Güterzug, wie der Tunnelbetreiber Eurotunnel mitteilte.

Der Güter- und Personenverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien sei teilweise unterbrochen oder verspätet. Über Nacht war nach Angaben des Betreibers eine noch unbekannte Zahl von Asylsuchenden in den Tunnelbereich eingedrungen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Erst vor wenigen Tagen hatten in Calais gestrandete Flüchtlinge versucht, den Tunnel zu stürmen. Lastwagenfahrer berichten immer wieder von chaotischen Szenen und Menschen, die versuchen, auf wartende oder langsam fahrende Fahrzeuge aufzuspringen. Viele Migranten wollen von Frankreich aus nach Großbritannien kommen, weil sie sich dort bessere Chancen auf Asyl und bessere Lebensbedingungen erhoffen.

Kolumbien: Präsident tauscht Armeeführung aus

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat nach Vorwürfen einer Menschenrechtsorganisation zu Morden an Zivilisten durch Soldaten fast die gesamte Armeeführung entlassen.

Santos gab gestern bei einer Pressekonferenz bekannt, dass er den Oberbefehlshaber des Heeres, General Jaime Alfonso Lasprilla, den Kommandeur der Marine, Admiral Hernando Wills, und den Kommandeur der Luftwaffe, General Guillermo Leon, entlassen habe. Der Staatschef dankte ihnen für ihre Dienste und sprach von „einer normalen und notwendigen Prozedur“.

Hinrichtungen ohne Gerichtsprozess

Die Organisation Human Rights Watch (HRW) hatte in einem Bericht Ende Juni geschrieben, „zahlreiche Generäle und Oberste“ seien über die „flächendeckende und systematische“ Ermordung von Zivilisten in den Jahren 2002 bis 2008 informiert gewesen.

Santos wies den Bericht zurück, der insbesondere Lasprilla und General Juan Pablo Rodriguez beschuldigte. Die beiden Männer hatten Truppeneinheiten kommandiert, die mindestens 76 außergerichtliche Hinrichtungen begangen hätten, schrieb HRW und berief sich dabei auf Angaben der kolumbianischen Justiz.

Soldaten hatten im Kampf gegen linke Guerillas unbeteiligte Zivilisten ermordet und als im Kampf getötete Guerillakämpfer ausgegeben, um so an Auszeichnungen und Beförderungen zu gelangen. Santos entließ bereits als Verteidigungsminister in den Jahren 2006 bis 2009 drei Generäle und 24 andere Soldaten, die in den Skandal verwickelt waren. Laut HRW ermittelt die kolumbianische Justiz in 3.000 Fällen wegen des Verdachts außergerichtlicher Hinrichtungen.

Als neuen Oberbefehlshaber des Heeres ernannte Santos den General Alberto Mejia Ferrero. Die Marine wird künftig von Admiral Leonardo Santamaria, die Luftwaffe von General Carlos Bueno geführt. Der Generaldirektor der Polizei, General Rodolfo Palomino, und der Generalstabschef der Armee, Admiral Henry Blain, wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Deutsche Rechte: AfD neu als „NPD im Schafspelz“

Nach einem turbulenten Parteitag am Wochenende steht die Alternative für Deutschland (AfD) vor der Spaltung. AfD-Gründer Bernd Lucke überlegt die Gründung einer eigenen Partei. Mit der Wahl von Frauke Petry zur Vorsitzenden verschwinden die letzten liberalen Elemente aus der Partei, Kritiker sehen die AfD in Anspielung auf die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands als „NPD im Schafspelz“.

Eine radikale Linie könnte sich für Petry und ihre Mitstreiter durchaus bezahlt machen - das Wählerreservoir für eine Partei rechts von Christdemokraten und Christlich-Sozialen ist groß.

Mehr dazu in „Parlamentarischer Arm von PEGIDA“

Zehn Jahre Anschläge: London gedachte der Opfer

Zehn Jahre nach den Terroranschlägen in London mit 56 Toten hat Großbritannien heute der Opfer gedacht. Premierminister David Cameron, Londons Bürgermeister Boris Johnson sowie Vertreter von Polizei und Feuerwehr legten im Londoner Hyde Park Kränze an einem Denkmal für die Anschläge nieder.

Im Gedenken an die Opfer legten Cameron und Johnson Kränze nieder. Die Attentäter hätten „ihr Ziel verfehlt“, so Johnson.

Die Terroristen hätten ihr Ziel nicht erreicht, hatte Johnson kurz zuvor gesagt. „Ich glaube, die meisten Leute würden sagen, dass London sogar noch weltoffener, sogar noch gastfreundlicher geworden ist.“

Vier aus Pakistan stammende Selbstmordattentäter hatten am 7. Juli 2005 in drei U-Bahnen und einem Doppeldeckerbus 52 Passagiere mit sich in den Tod gerissen. An den damals betroffenen U-Bahn-Stationen versammelten sich am Vormittag Überlebende und Angehörige der Opfer, um Blumen niederzulegen und schweigend der Opfer zu gedenken.

Inland

Asyl: Zelte sollen bald Vergangenheit angehören

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) haben sich heute am Rande des Ministerrates zuversichtlich gezeigt, dass die Zeltstädte zur Unterbringung von Flüchtlingen bald durch feste Quartiere ersetzt werden können.

Mitterlehner lobte die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich. Diese gestalten die rechtlichen Rahmenbedingungen so, dass Flüchtlinge unter anderem auch in Containern untergebracht werden können. „Ich bin positiv gestimmt, dass die Zelte bald der Vergangenheit angehören werden“, sagte Mitterlehner.

Mikl-Leitner sagte, dass es ihr lieber wäre, wenn die Zelte für Asylwerber „besser heute als morgen“ abgebaut würden. Auf die Inseratkampagne, mit der mögliche Quartiere für Flüchtlinge gesucht wurden, hätten sich einige Anbieter telefonisch gemeldet.

„Die möglichen Standorte werden derzeit überprüft und an die Bundesländer weitergegeben“, sagte Mikl-Leitner. Zum im Kärntner Ossiach geplanten Erstaufnahmezentrum sagte Mikl-Leitner, dieses sei in Absprache mit dem Land zustande gekommen: „Es wird wie geplant umgesetzt.“

Caritas lobt Wien

Die Caritas hat die Stadt Wien für Solidarität mit Flüchtlingen gelobt. Anlass war die Einrichtung einer neuen Koordinationsstelle für Flüchtlingswesen in Wien, die ab sofort von Peter Hacker geleitet wird. Die Stadt Wien habe in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren ihre Verantwortung im Umgang mit schutzsuchenden Menschen wahrgenommen, sagte gestern Caritas-Wien-Geschäftsführer Alexander Bodmann.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Bankgeheimnis und Strafrecht im Nationalrat

Im Nationalrat steht in der letzten Plenarwoche vor der Sommerpause neben der Steuerreform noch eine Vielzahl von weiteren Gesetzesbeschlüssen an. Heute stehen Bankgeheimnisabschaffung, Crowdfunding, Erbrecht, Strafrechtsreform, Weisungsrecht gegenüber den Staatsanwälten sowie die Urheberrechtsnovelle auf dem Programm.

Die große Reform des Strafgesetzbuches hat zum Ziel, eine bessere Balance zwischen Vermögensdelikten und Delikten gegen Leib und Leben zu finden. Dafür werden Straftaten gegen den höchstpersönlichen Lebensbereich deutlich stärker bestraft - und bei Vermögensdelikten die (Wert)Grenzen angehoben, ab denen die volle Härte des Gesetzes gilt.

Neu strafbar werden u. a. Cybermobbing und die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung. Insgesamt werden rund 200 Strafrechtstatbestände an die gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst.

TV-Hinweis

Sport

U19-EM: ÖFB-Team unterliegt Franzosen knapp

Österreichs U19-Team hat bei der Fußball-EM in Griechenland trotz einer beherzten Leistung einen Fehlstart hingelegt. Die Mannschaft von Teamchef Hermann Stadler musste sich gestern in Katerini Gruppenfavorit Frankreich knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Eine Standardsituation entschied das Spiel bereits in der ersten Hälfte zugunsten der Franzosen. Die Österreicher hatten durchaus die Chancen zur Überraschung, agierten im Abschluss aber glücklos. In der Schlussviertelstunde drängten die ÖFB-Youngsters sogar mit einem Mann weniger auf den Ausgleich.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Golf: British Open in Wiesbergers Visier

Eine Woche Turnierpause gönnt sich Bernd Wiesberger nach seinem Sieg in Paris, dann geht es für die frischgebackene Nummer 23 der Welt nach Schottland zu den British Open (ab 16. Juli). Auf dem legendären Kurs in St. Andrews fühlt sich der Burgenländer im Gegensatz zur Anlage bei den Open de France „wirklich wohl“ - allein das ist Kampfansage genug. „Wenn ich mein Spiel spiele und das Putten funktioniert, kann ich weltweit jedes Turnier gewinnen“, sagte der 29-Jährige vor dem Major-Event.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Turbulenzen an Chinas Börsen gehen weiter

Die schweren Turbulenzen an Chinas Börsen haben sich heute fortgesetzt. Die Wirkung der staatlichen Intervention, mit der die wochenlange Talfahrt gebremst werden sollte, scheint wieder zu verpuffen.

Der Shenzhen Component Index, der die Aktien vieler Technologieunternehmen enthält, verlor 5,8 Prozent auf 1.137,6 Punkte. Der Shanghai Composite Index schloss um 1,29 Prozent tiefer bei 3.727,13 Punkten. Beide Indizes hatten am Vortag mehr als sieben Prozent gewonnen, nachdem die Regierung am Wochenende in den Markt eingegriffen hatte.

In letzter Zeit häuften sich die Rückschläge an chinesischen Börsen, nachdem es in den ersten Monaten des Jahres noch enorme Kursgewinne gegeben hatte. Manche Beobachter fühlen sich an das Platzen der Techblase zur Jahrtausendwende erinnert. Die Krise in Griechenland spielte auf den weitgehend abgeschotteten chinesischen Aktienmärkten zuletzt keine Rolle.

Ikea-Mitarbeiter streiken erstmals in Italien

Zum ersten Mal treten die 6.000 Mitarbeiter Ikeas in Italien in den Streik. Der Protest des Personals der 21 italienischen Ikea-Möbelhäuser richtet sich gegen die Vorschläge für den neuen Arbeitsvertrag, die von den Gewerkschaften als „unannehmbar“ bezeichnet werden.

Die Arbeitnehmerverbände kritisieren, dass Ikea - seit 25 Jahren in Italien präsent - weniger für Arbeit am Sonntag und an Feiertagen zahlen wolle. Auch das neue Schichtensystem, das der schwedische Möbelgigant einführen wolle, bezeichneten die Gewerkschaften als inakzeptabel.

Ikea hat in den letzten Jahren die schwere Konsumkrise in Italien zu spüren bekommen. In den letzten drei Jahren meldete das Unternehmen Verluste von 53 Millionen Euro.

Höheres Grundgehalt für Europas Bankmanager

Weniger Boni, mehr Grundgehalt: Viele Banken in Europa reagieren einer Umfrage zufolge auf die verschärfte Regulierung mit einem höheren Fixanteil an der Gesamtvergütung.

Die Europäische Union (EU) deckelt die leistungsabhängigen Extrazahlungen seit diesem Jahr auf die Höhe des jährlichen Grundgehalts, mit Zustimmung der Aktionäre dürfen sie maximal das Doppelte erreichen.

Teil das Fünffache des Fixgehalts

In einigen Bereichen des Investmentbanking wie dem Handel erreichen die Boni bisher das Vier- oder Fünffache des festen Gehalts. 38 Prozent der Banken in Europa sichern ihren Führungskräften daher einen größeren Teil des Gehalts fest zu, wie aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Mercer hervorgeht, die heute veröffentlicht wurde.

Viele Institute haben Angst, ihre Leistungsträger an die US-Konkurrenz zu verlieren, wenn ihnen zu hohe finanzielle Einbußen drohen. Sie hatten vergeblich argumentiert, dass eine Begrenzung der Boni ihnen zu wenig Flexibilität gebe, auf schlechte Zeiten im Investmentbanking zu reagieren. Mercer-Vergütungsexperte Bernd Thomaszik kritisierte die Entwicklung: „Damit wird die Verbindung zwischen Vergütung und nachhaltiger Performance geschwächt.“

Boni nur noch für langfristige Erfolge

Zugleich versucht die Finanzbranche, ihren Mitarbeitern aber Anreize für ein langfristig erfolgreiches Handeln zu setzen, wie es in der Studie heißt: 86 Prozent der Banken und Versicherer zahlen Boni zum Teil erst mit drei oder vier Jahren Verzögerung aus, wenn sich die Folgen absehen lassen.

In den USA seien es nur 42 Prozent. Bei fast allen Banken und drei von vier Versicherern orientieren sich die Boni inzwischen nicht mehr nur an der Erfüllung finanzieller Ziele. „Dadurch wird der Fokus von einem kurzfristig gewinn- und damit auch oft risikoorientierten Handeln zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell bewegt“, sagte Thomaszik.

Chronik

Sechs Buben retteten Schwimmer im Mondsee

Sechs Burschen sind auf dem Mondsee in Oberösterreich zu Lebensrettern geworden. Ein Schwimmer hatte etwa 25 Meter vom Seeufer entfernt Probleme bekommen, die Jugendlichen reagierten geistesgegenwärtig und brachten den Mann ans Ufer.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Rettungsaktion mit Tretboot

Am Gosausee (Oberösterreich) stürzte ein Spaziergänger über eine Mauer sechs Meter tief auf Felsen am Ufer des Sees. Ein Passant verhinderte, dass der Mann ins Wasser rutschte, ein anderer holte zur Bergung ein Tretboot.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Notlandung nach Bombendrohung auf Turkish-Flug

Wegen einer Bombendrohung hat eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Turkish Airlines heute in Indien eine Notlandung vorgenommen.

Das Flugzeug, das mit 148 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von der thailändischen Hauptstadt Bangkok in die türkische Metropole Istanbul war, sei sicher in Delhi gelandet, sagte der Flughafensprecher Saptarshi Sanyal der Nachrichtenagentur AFP.

Drohung hinter Spiegel angebracht

Seinen Angaben zufolge fanden Crewmitglieder hinter dem Spiegel in einer Toilette einen Drohbrief, der vor einer Bombe im Frachtraum warnte. Die Insassen seien nach der Landung in Sicherheit gebracht worden, das Flugzeug werde nach Sprengstoff durchsucht, sagte der Sprecher. Medienberichten zufolge wurde kein Sprengstoff gefunden.

Im März hatte ein Turkish-Airlines-Flugzeug auf dem Weg von Istanbul nach Brasilien eine Notlandung in Marokko vorgenommen. Damals hatten Besatzungsmitglieder ebenfalls in einer Toilette eine handschriftliche Bombendrohung gefunden.

Bill Cosby machte Frauen mit Drogen gefügig

Der Komödiant Bill Cosby hat 2005 bei einem Gerichtsverfahren angegeben, jungen Frauen Drogen verabreicht zu haben, um sie gefügig zu machen. Die entsprechenden Gerichtsunterlagen wurden gestern veröffentlicht.

In dem Verfahren fragte die Anwältin Cosby, ob er das Beruhigungsmittel Methaqualon, umgangsprachlich Quaaludes genannt, mit dem Ziel gekauft habe, es bei jungen Frauen einzusetzen, mit denen er Sex haben wollte. Unter Eid antwortete der Entertainer am 29. September 2005: „Ja.“ Er habe das Mittel bei einer Frau und „anderen Leuten“ eingesetzt, allerdings mit deren Wissen.

Den Prozess hatte Andrea Constand, Angestellte der Temple University in Philadelphia, 2005 gegen den Schauspieler angestrengt. Der Fall wurde damals außergerichtlich beigelegt. Auf Ansuchen der Nachrichtenagentur AP wurden die Gerichtsakten jetzt öffentlich gemacht. Die Anwälte von Cosby hatten eine Veröffentlichung zu verhindern versucht mit dem Argument, die Papiere würden ihren Klienten in große Verlegenheit bringen.

Gesundheit

WHO: Teure Zigaretten effektiv gegen Rauchen

Ohne Maßnahmen gegen den Tabakkonsum werden im Jahr 2030 bereits acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens sterben. Davor hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute in ihrem neuen Welttabakbericht gewarnt. Derzeit sterben jedes Jahr sechs Millionen Menschen durch Tabakkonsum, berichtete die WHO. Das sind mehr Tote als durch HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen.

Obwohl in vielen Ländern weniger geraucht wird, steigt die Zahl der Raucher weltweit durch das Bevölkerungswachstum. Hohe Steuern auf Tabak könnten laut WHO-Angaben Menschenleben retten. Viel zu wenige Länder nutzten diese effektive Maßnahme, um das Rauchen einzudämmen.

Appell für höhere Steuern

Weltweit erheben den Angaben zufolge nur 33 der 194 WHO-Länder so hohe Steuern auf Rauchwaren, dass das drei Viertel des Verkaufspreises ausmacht. Das ist die Höhe, welche die WHO für angemessen hält. „Die Steuern auf Tabakprodukte zu erhöhen ist eine der wirkungsvollsten und wirtschaftlichsten Methoden, den Konsum von tödlichen Produkten einzudämmen und deutlich höhere Steuereinkünfte zu erzielen“, teilte WHO-Direktorin Margaret Chan mit.

Die WHO zählt Rauchen zu den Risikofaktoren für weitverbreitete nicht ansteckende Krankheiten, darunter Krebserkrankungen, Herz- und Lungenleiden sowie Diabetes. Daran sterben nach WHO-Angaben 16 Millionen Menschen vorzeitig, das heißt, vor ihrem 70. Lebensjahr. 80 Prozent der weltweit rund eine Milliarde Raucher leben nach WHO-Angaben in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen, hieß es bei der Vorstellung des Berichts in der philippinischen Hauptstadt Manila.

Im Grunde sind die Aussagen der WHO zu den Tabak- bzw. Zigarettenpreisen die Bestätigung alter wissenschaftlicher Daten aus Österreich. Der Wiener Sozialmediziner Michael Kunze hatte bereits vor vielen Jahren den Zusammenhang zwischen Steuern auf Tabakprodukte und Zigarettenkonsum wissenschaftliche nachgewiesen. „Wir haben das bereits im Jahr 1984 belegen können“, sagte der Experte nun gegenüber der APA. In Österreich beträgt der Anteil der Steuern am Preis von Zigaretten rund 70 Prozent.

Science

Mikroorganismen auf Kometen „Tschuri“?

Die bizarren Landschaften auf dem Kometen „67P/Tschurjumov-Gerasimenko“ („Tschuri“) könnten auf die Existenz von Mikroorganismen hinweisen. Das ist zumindest die Hypothese zweier Astronomen.
Nach „Rosetta“-Beobachtungen sei „Tschuri“ jedenfalls kein „tiefgefrorener, inaktiver Körper“, sondern geologisch aktiv, hob Max Willis von der Universität Cardiff kürzlich in einer Erklärung der Royal Astronomical Society (RAS) hervor. Der Komet biete womöglich mikroskopisch kleinen Lebensformen bessere Bedingungen „als die Arktis und die Antarkis auf der Erde“.

Mehr dazu in science.ORF.at

Religion

Papst in Ecuador: Einsatz für Menschen am Rand

Der Einsatz für die Menschen in der Peripherie sei eine Hauptaufgabe der Kirche, hat Papst Franziskus gestern in Ecuador gesagt. Jesus habe eine Schwäche dafür, den besten Wein mit denen zu trinken, die benachteiligt seien. „Gott nähert sich immer den Peripherien derer, die ohne Wein geblieben sind, die nur Mutlosigkeit zu trinken haben“, so der Papst am zweiten Tag seiner Südamerika-Reise bei einer Messe vor rund 600.000 Gläubigen in Ecuador.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Römischer Quirinalspalast öffentlich zugänglich

In Rom gibt es seit Kurzem neben dem Kolosseum, dem Forum Romanum und dem Petersdom eine neue Sehenswürdigkeit: Erstmals ist der Quirinalspalast, der Sitz des italienischen Staatspräsidenten, öffentlich zugänglich. Der Palast, in dem schon Päpste und Könige residierten, zählt zu den größten Beispielen der europäischen Palastarchitektur und beherbergt Kunstwerke von unschätzbarem Wert.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

IT

Die Neuerungen in Windows 10

Viele Windows-Nutzer haben es schon an der unverhofften Pop-up-Meldung in der Taskleiste bemerkt: Die Veröffentlichung von Windows 10 steht kurz bevor. Am 29. Juli bringt Microsoft sein neuestes Betriebssystem auf den Markt.

Nach den Schwierigkeiten mit Windows 8 sollen die Kunden das neue Windows „nicht verwenden, weil sie es benötigen, sondern weil sie es lieben“, so die Vorgabe von Microsoft-Chef Satya Nadella. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen wie den Webbrowser Edge und die Apples Siri ähnliche Sprachassistentin Cortana.

Mehr dazu in Edge löst Internet Explorer ab

Leute

Michael Buble wird zum zweiten Mal Vater

Der kanadische Jazzsänger Michael Buble freut sich auf Nachwuchs. Der Musiker verkündete die Botschaft mit einem kurzen, selbst gedrehten Video, das er gestern auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte.

Darin fragt er seinen Sohn Noah, wer „da drin“ sei. Daraufhin zeigt der Kleine auf den Bauch seiner Mutter und sagt: „Baby“. Im Hintergrund läuft Britney Spears’ Song „Oops! ... I did it again“ („Hoppala, ich habe es wieder getan“).

Buble und seine Frau, die argentinische Schauspielerin Luisana Lopilato, wurden vor zwei Jahren zum ersten Mal Eltern. Das seit vier Jahren verheiratete Paar hatte die Babynachricht damals ebenfalls per Videobotschaft verkündet.

Ashton Kutcher und Mila Kunis haben heimlich geheiratet

Die beiden US-Schauspieler Ashton Kutcher und Mila Kunis haben Medienberichten zufolge heimlich geheiratet. Die Hochzeit sei auf der Parrish Ranch im kalifornischen Oak Glen gefeiert worden, berichtete das Promimagazin „People“ gestern.

Auch „Entertainment Weekly“ und andere Medien berichteten über das Ereignis. Die Sprecher der beiden Schauspieler reagierten zunächst nicht auf Anfragen dazu.

Alte Bekannte

Der 37-jährige Kutcher und die 31-jährige Kunis kennen einander schon lange: Sie spielten in der Serie „That ’70s Show“, die von 1998 bis 2006 in den USA lief, ein Liebespaar. 2012 wurden sie im wirklichen Leben ein Paar, im Februar 2014 verlobten sie sich. Anfang Oktober vergangenen Jahres kam ihre gemeinsame Tochter zur Welt.

Für Kutcher, Star der Fernsehserie „Two and a Half Men“, ist es seine zweite Ehe. Von 2005 bis 2011 war er mit Hollywood-Star Demi Moore verheiratet. Kunis, die unter anderem in dem Kinohit „Black Swan“ zu sehen war, hatte lange eine Beziehung zu dem als Kinderstar bekannt gewordenen Schauspieler Macaulay Culkin.

Lifestyle