Letzte Meldung

Erste MH17-Opfer in die Niederlande gebracht

Die ersten Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine sind in die Niederlande gebracht worden. Im Beisein des niederländischen Königspaares, von Ministerpräsident Mark Rutte und zahlreicher Angehöriger landete ein niederländisches Hercules-Transportflugzeug heute um 15.46 Uhr auf dem Flughafen von Eindhoven. Kurz danach folgte eine australische Maschine. Beide waren am Morgen mit insgesamt 40 Särgen an Bord im ukrainischen Charkow gestartet.

Ausland

Irak: Parlament vertagt Wahl des Staatspräsidenten

Das irakische Parlament hat die Wahl des Staatspräsidenten auf morgen verschoben. Eigentlich wollte das Abgeordnetenhaus heute über einen neues Staatsoberhaupt abstimmen.

Die Sitzung wurde jedoch am Nachmittag vertagt, wie irakische Medien berichteten. Bisher konnten sich die Kurden, denen dieses Amt nach einer informellen Abmachung zusteht, nicht auf einen Kandidaten einigen.

Die Wahl eines neuen Präsidenten ist Voraussetzung, um die politische Blockade im Irak zu beenden. Erst nach seiner Ernennung können ein neuer Ministerpräsident und eine neue Regierung gewählt werden. Die Parteien im Irak streiten sich seit Wochen über die Besetzung der zwei höchsten Staatsämter.

Gericht in Kairo: Journalisten „vom Teufel gesteuert“

Nach den international kritisierten Urteilen gegen Journalisten des arabischen Nachrichtensenders al-Jazeera hat das zuständige ägyptische Gericht heute die ausführliche Begründung seiner Entscheidung nachgeliefert. Die Richter kommen darin zu dem Schluss, dass die Verurteilten vom „Teufel gesteuert“ worden seien, ihre journalistische Arbeit „gegen diese Nation zu richten“.

Die Verurteilten hätten die Ziele des „edlen Journalistenberufs“ in ihr Gegenteil verkehrt und die Wahrheit verfälscht, statt nach ihr zu suchen, meinten die Richter.

Je sieben Jahre Haft

Wegen vermeintlicher Unterstützung der islamistischen Muslimbruderschaft waren sieben Angeklagte, unter ihnen der australische Journalist Peter Greste, der ägyptisch-kanadische frühere Al-Jazeera-Bürochef Mohammed Fadel Fahmi und der Ägypter Baher Mohammed, Ende Juni zu je sieben Jahren Haft verurteilt worden. Gegen Mohammed wurde außerdem eine zusätzliche dreijährige Freiheitsstrafe verhängt.

Elf weitere Journalisten wurden in Abwesenheit zu je zehn Jahren Gefängnis verurteilt, darunter zwei Briten und die Niederländerin Rena Netjes. Die Urteile sorgten international für Entrüstung.

Verteidiger von Mollath legen Mandat nieder

Die beiden Verteidiger von Gustl Mollath haben ihr Mandat niedergelegt. Das erfolge auf Wunsch des Angeklagten, sagte Mollaths Anwalt Gerhard Strate heute vor dem Landgericht Regensburg. Mollath habe das Vertrauen in seine Verteidiger verloren. Er habe bis zu 30 Beweisanträge stellen wollen, die aber von den Anwälten nicht eingebracht wurden.

Der 57-jährige Mollath muss sich wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung verantworten. Er soll 2001 seine Frau misshandelt und eingesperrt haben. Zudem soll er Dutzende Autoreifen zerstochen haben, um sich an Menschen zu rächen, die an der Scheidung von seiner Frau beteiligt waren oder sich irgendwie gegen ihn gewandt hatten.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mollath 2006 wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen, aber in die Psychiatrie eingewiesen. Der Fall hatte eine Debatte über die Unterbringung in psychiatrischen Kliniken ausgelöst.

EU-Kommission: Energieeinsparziel 2030 bei 30 Prozent

Die EU-Kommission hat ihre Energieeinsparziele für 2030 gegenüber 1990 mit 30 Prozent festgelegt. Energiekommissar Günther Oettinger erklärte heute in Brüssel, es werde damit über das Effizienzziel von 25 Prozent hinausgegangen, das erreicht werden müsste, um bis 2030 auf eine Verringerung der CO2-Emissionen um 40 Prozent zu kommen.

Insgesamt gebe es jetzt drei Ziele für 2030: 40 Prozent CO2-Reduktion, 27 Prozent erneuerbare Energien und nun 30 Prozent Energieeinsparung. Das 2020-Ziel gebe für alle drei Bereiche jeweils 20 Prozent vor. Bei der Energieeinsparung liege die EU derzeit bei 18 bis 19 Prozent. Oettinger erklärte, die 20-Prozent-Einsparung für 2020 sei daher erreichbar.

Im EU-Parlament hatten einige Abgeordnete ein Energieeinsparziel für 2030 von 40 Prozent gefordert.

Nächste Atomverhandlungen mit Iran Anfang September

Die nächsten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland werden Anfang September stattfinden. Auf den Ort müssen sich die beiden Seiten aber noch einigen, sagte die iranische Außenamtssprecherin Marsieh Afcham heute.

Möglicherweise werde das Treffen in New York stattfinden, wurde in Teheran spekuliert. Dafür spreche, dass sowohl Außenminister Mohammed Dschawad Sarif als auch Präsident Hassan Rouhani dort im September an der UNO-Vollversammlung teilnehmen wollten.

Keine Einigung in Wien

Beide Seiten konnten vergangene Woche bei den Verhandlungen in Wien bis zum Ablauf der selbst gesetzten Frist von sechs Monaten noch keine Einigung erzielen. Jedoch vereinbarten sie eine Fristverlängerung für die Gespräche bis zum 24. November. Die internationale Gemeinschaft will sicher sein, dass Teheran keine Atombombe baut. Die Islamische Republik wiederum erhofft sich ein Ende der schmerzhaften Wirtschaftssanktionen.

Mexiko kritisiert Militarisierung an US-Grenze

Zigtausende unbegleitete Kinder sind seit Beginn des Jahres über Mexiko in die USA eingereist. Erste Anlaufstelle ist der Bundesstaat Texas, der mit den vielen Ankömmlingen heillos überfordert ist. Um der Lage an der Grenze Herr zu werden, hat der texanische Gouverneur Rick Perry die Stationierung von 1.000 Nationalgardisten angeordnet, was in Mexiko selbst nun auf heftige Kritik stößt: Der Einwanderung unbegleiteter Kinder aus Mittelamerika müsse mit einer langfristigen regionalen Perspektive begegnet werden, heißt es.

Mehr dazu in Krisentreffen im Weißen Haus

Inland

Anhaltende Kritik am Landfriedensbruch-Paragrafen

Die Kritik zum Landfriedensbruch-Gesetz ist auch einen Tag nach dem nicht rechtskräftigen Urteil gegen den deutschen Akademikerball-Demonstranten Josef S. nicht verstummt. Die Grünen forderten die Streichung des Paragrafen, NEOS sprach von einem „Gummiparagrafen“. Die SPÖ will über Änderungen reden, die FPÖ kann sich genauere Bestimmungen vorstellen. Klar gegen eine Streichung ist die ÖVP.

SPÖ sieht Demonstrationsfreiheit eingeschränkt

SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim wiederholte im Ö1-Mittagsjournal heute seine Forderung vom Vortag, über die Bestimmung zu diskutieren. Er sehe das grundsätzliche Recht auf der Demonstrationsfreiheit durch den Paragrafen „derzeit eingeschränkt“.

Es wäre wichtig herauszustreichen, dass von Beginn an eine Art Nötigung oder Verhetzung besteht - und dass nicht aus einer Entwicklung heraus „dann plötzlich Personen mit dem Vorwurf konfrontiert werden, sie hätten eigentlich erkennen müssen, dass in ihrem Umfeld im Rahmen einer Demonstration Gewalttaten entstehen hätten können und daher mitschuldig werden können“.

Grüne wollen Bestimmung streichen

Der grüne Justizsprecher Albert Steinhauser sprach sich für die Streichung der Bestimmung aus: „In einem demokratischen Rechtsstaat ist dieser Paragraf nicht mehr notwendig und schafft eine gefährliche Grauzone.“ Denn es könnten Personen ins Visier von Strafbehörden kommen, „ohne dass sie sich selbst etwas zuschulden kommen haben lassen“, sagte er zum ORF-Radio.

NEOS-Justizsprecherin Beate Meinl-Reisinger erklärte im Mittagsjournal, sie halte die Bestimmung, „dass man sich rechtzeitig (also vor Begehung einer Straftat, Anm.) zurückziehen muss“, in der Praxis für „völlig unmöglich“.

ÖVP gegen ersatzlose Streichung

Die ÖVP richtete via Ö1 aus, man halte eine ersatzlose Streichung des Paragrafen für „überschießend“, Justizsprecherin Michaela Steinacker plädierte zumindest für eine Nachfolgebestimmung. Das Team Stronach sieht keinen Änderungsbedarf. Das Justizministerium sprach sich gegen eine ersatzlose Streichung aus. Im Ressort verwies man darauf, dass eine Reformgruppe bis Oktober Änderungsvorschläge ausarbeiten solle - und zwar im Rahmen der geplanten Reform des Strafgesetzbuchs.

Debatte über Subventionserhöhung für Salzburger Festspiele

Das Thema Subventionen sorgt in Salzburg für Debatten. Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) sei über mehr Geld für die Festspiele voll informiert gewesen, teilte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) mit. Zuvor hatte sich der Minister laut Medienberichten „erstaunt“ über das zusätzliche Geld gezeigt.

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Umstrittenes Dollfuß-Porträt bekommt Infotafel

Das wiederholt diskutierte Porträt von Engelbert Dollfuß im ÖVP-Parlamentsklub wird noch diesen Sommer eine zusätzliche Infotafel bekommen. Ein Klubsprecher bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der „Tiroler Tageszeitung“. Die Tafeln vom Umfang einer A4-Seite werden bis zur nächsten Klubsitzung der ÖVP, voraussichtlich vor der nächsten Nationalratssitzung, angebracht.

Bei jedem im ÖVP-Parlamentsklub hängenden Porträt werden entsprechende Tafeln montiert, denn bisher fanden sich bei den Bildern lediglich Schilder mit Namen und Lebensdaten. Für die Formulierung der Texte wurde der ÖVP-nahe Historiker Helmut Wohnout beauftragt.

Lopatka für „differenzierte Betrachtung“

ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka plädierte in einer Aussendung anlässlich des 80. Todestags von Dollfuß am 25. Juli für eine „differenzierte Betrachtung“ von dessen Persönlichkeit.

So sei diesem etwa „positiv anzurechnen, dass er an dieses Österreich zu einem Zeitpunkt glaubte, als viele den Glauben schon aufgegeben hatten“. Auch die „dunklen Seiten“ gebe es zu beleuchten, verwies Lopatka darauf, dass Dollfuß die Aufhebung der Verfassung und des Parlaments zu verantworten habe.

Sport

Fußball: ÖFB-U19 sorgt untypisch für Furore

Österreichs U19-Team hat sich bei der EM in Ungarn endgültig ins Rampenlicht gespielt. Mit dem 3:0 über Israel lösten die ÖFB-Youngsters nicht nur das Ticket für das Semifinale, sondern buchten auch einen Platz im Flieger zur U20-WM 2015 in Neuseeland. Und das laut ÖFB-Präsident Leo Windtner mit „nicht typisch österreichischen“ Qualitäten: Abgeklärtheit und Effizienz. Für Teamchef Andreas Heraf, der die Truppe in zwei Jahren von „Losern“ zu Siegern formte, ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: „Es geht noch besser.“

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Formel 1: Ferraris Leiden wird immer schlimmer

Wie kein anderes Team in der Formel 1 sehnt Ferrari die Sommerpause herbei. Die Bilanz vor dem letzten Rennen der ersten Saisonhälfte am kommenden Wochenende auf dem Hungaroring bei Budapest liest sich für die erfolgsverwöhnte „Scuderia“ ernüchternd. 250 Punkte fehlen in der Konstrukteurswertung auf Branchenprimus Mercedes. Ein fünfter Platz in Deutschland muss schon als Erfolg gewertet werden. Und die Leiden werden immer schlimmer: Sogar der ehemalige Ferrari-Held Niki Lauda zog über die Italiener her - und das mit deftigen Worten.

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Wirtschaft

VW-Spitze warb vor 20.000 Mitarbeitern für Renditedenken

Mit einem Donnerwetter vor seinem Management hat VW-Boss Martin Winterkorn jüngst einen milliardenschweren Sparkurs ausgerufen. Nun musste er sich im deutschen VW-Stammwerk vor der Belegschaft erklären. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh stellet dabei klar: Einigkeit beim Ziel heißt nicht Einigkeit bei der Marschroute.

Die Führungsspitzen im Volkswagen-Konzern haben heute vor 20.000 Mitarbeitern im Wolfsburger Stammwerk zu Sparanstrengungen und strenger Planungsdisziplin aufgerufen. „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, um unsere Ziele zu erreichen“, sagte Osterloh bei einer kurzfristig einberufenen Versammlung. „Schon jetzt ist klar, dass es an dem einen oder anderen Punkt auch richtig krachen wird“, sagte der Betriebsratschef laut einer Mitteilung des Volkswagen-Konzernbetriebsrates.

Kernmarke schwächelt

VW-Chef Winterkorn verteidigte seinen vor kurzem angekündigten Sparkurs. Er und Osterloh demonstrierten in ihren Reden trotz einiger Meinungsunterschiede vor allem auch Einigkeit.

Ein Hintergrund der Informationsveranstaltung für die Belegschaft ist die Renditeschwäche der Kernmarke VW-Pkw. Winterkorn hat der Kernmarke ein Sparziel verordnet, das ab dem Jahr 2017 volle fünf Milliarden Euro freispülen soll. „Kurzfristig brauchen wir dringend mehr Effizienz und mehr Ergebnis“, so der VW-Chef. Solide Rendite sei die Basis für Ideen, mit denen VW den Umwälzungen in der Branche begegnen könne. Bis 2018 wollen die Wolfsburger Toyota als Weltmarktführer überholen.

EU-Minister segnen Euro-Beitritt Litauens ab

Der EU-Außenministerrat hat heute in Brüssel endgültig den Euro-Beitritt Litauens ab 2015 abgesegnet. Der litauische Außenminister Linas Linkevicius erklärte, er freue sich über das grüne Licht. Sein Land werde ein verlässliches Mitglied der Währungsunion sein.

Litauen wird das 19. Mitglied der Euro-Zone sein. Linkevicius sagte, bei der Währungsunion handle es sich nicht nur um ein „Stück Münze“, sondern „wir gehören zum richtigen Club“. Die Euro-Zone „gibt mehr Vertrauen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und ist für Investitionen attraktiver“. Prozedural handelte es sich heute beim Außenministerrat um den letzten Schritt, nachdem der Beitritt schon zuvor auf Empfehlung der EU-Kommission vom Europäischen Parlament, den Finanzministern und vom EU-Gipfel befürwortet worden war.

Der italienische Europastaatssekretär Sandro Gozi erwartet sich „frischen Wind“ durch den Beitritt Litauens. „Das ist sehr gut für uns, für Europa, für Litauen“, die Währungsunion werde „in der Zukunft noch besser arbeiten“.

Ungarn: Zwangsumwandlung aller Fremdwährungskredite

Auf die Banken in Ungarn - darunter die österreichischen Institute Erste, Raiffeisen und Bank Austria - kommen neue Bürden zu. Bis Jahresende sollen per Gesetz alle Fremdwährungskredite in Forint konvertiert werden. Die Hauptbelastung daraus sollen die Banken tragen, kündigte der ungarische Wirtschafts- und Finanzminister Mihaly Varga im „Standard“ (Mittwoch-Ausgabe) an.

Bis zum Jahresende werde ein Gesetz über die Abschaffung der Fremdwährungskredite kommen. Ab 2015 sollen Hypotheken-Fremdwährungskredite nicht mehr in den Bankbilanzen stehen, so Varga.

Banken und Staat sollen sich Belastung teilen

Da die Hauptverantwortlichen für die heutige Situation die Banken seien, wäre es „merkwürdig, wenn der Staat die Kosten voll übernehmen würde“, kündigte Varga eine Belastung der Finanzinstitute an und verwies auf 2011/12. Damals habe bei der Möglichkeit, Kredite in Schweizer Franken günstig in Forint zurückzuzahlen, eine Lastenteilung gegriffen: Zwei Drittel der Kosten hätten die Banken, ein Drittel der Staat übernommen.

Das Problem mit Fremdwährungskrediten sei in Ungarn sehr groß: 350.000 Hypothekendarlehen seien in Fremdwährungen vergeben, Hunderttausende Menschen könnten ihre Kreditraten kaum zahlen. „Für die österreichischen Banken rächt sich nun die aggressive Strategie zur Marktgewinnung vor der Krise“, betonte der Minister der rechtskonservativen FIDESZ-Regierung von Premier Viktor Orban.

ARBÖ: Ungarischen Mautbeleg prüfen und aufheben

Bei Autobahnfahrten in Ungarn sollte man darauf achten, ob auf dem Mautbeleg das richtige Kennzeichen und Datum eingetragen wurden, und den Beleg mindestens ein Jahr aufheben, rät der ARBÖ. Bußgelder werden von einem Londoner Inkassobüro eingefordert, ohne Beleg sei ein Einspruch schwierig, wie der Fall eines Clubmitglieds gezeigt habe.

Mehr dazu in help.ORF.at

EU genehmigt staatliche Beihilfen für Flughäfen

Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen für die drei deutschen Flughäfen Dortmund, Leipzig/Halle und Niederrhein-Weeze genehmigt. Nach Mitteilung der Behörde von heute in Brüssel stehen die Beihilfen ebenso wie bei drei französischen Flughäfen im Einklang mit neuen EU-Leitlinien vom Februar 2014.

Bei der Entscheidung sei die Bedeutung der Flughäfen für die geografische Anbindung und die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt worden. Den Leitlinien zufolge können Flughäfen mit weniger als drei Millionen Passagieren jährlich zehn Jahre lang Beihilfen erhalten.

Chronik

Agentur: 51 Tote bei missglückter Notlandung auf Taiwan

Bei einer missglückten Notlandung eines Flugzeuges in Penghu auf Taiwan sind laut einem Medienbericht 51 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua heute unter Berufung auf lokale Medien.

„Höchster Slum der Welt“ wird geräumt

Er wurde als „höchster Slum der Welt“ bekannt - nun lassen Venezuelas Behörden in der Hauptstadt Caracas einen 190 Meter hohen Wolkenkratzer-Rohbau räumen, in dem seit 2007 Hunderte obdachlose Familien wohnen. Die Menschen sollen in Wohnanlagen südlich der Stadt umgesiedelt werden, teilte der zuständige Minister Ernesto Villegas gestern Abend (Ortszeit) mit.

In dem 45-stöckigen Hochhaus, das im Volksmund „Torre de David“ (Turm des David) genannt wird, sei es wegen fehlender Mauern und anderer Mängel zu gefährlich. Mehrere Kinder seien schon in die ungeschützten Treppenschächte gestürzt. „In dem Turm ist selbst ein Minimum an Sicherheit und Würde nicht gewährleistet“, sagte Villegas. Zunächst seien 160 der insgesamt 1.156 Familien mit Hilfe des Militärs umgesiedelt worden. Die Räumung verlaufe friedlich.

Das Gebäude hat seinen Spitznamen von seinem Erschaffer, dem Investor David Brillembourg. 1994 erzwangen dessen Tod und die Finanzkrise den Baustopp. Das Haus ging in Staatsbesitz über und rottete jahrelang vor sich hin. Eine Auktion 2001 scheiterte. Schließlich wurden 28 der 45 Stockwerke besetzt. Die Besetzer sorgten für Strom- und Wasserversorgung und richteten Gärten ein. Die Biennale von Venedig prämierte 2012 diese Eigeninitiative. Das Gebäude war auch einer der Drehorte der US-Serie „Homeland“.

Atomreaktor nach neuem Störfall in Cattenom abgeschaltet

Nach einem neuen Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom ist einer von vier Reaktoren heruntergefahren worden. Grund für die Abschaltung gestern sei ein defekter Schieber im nicht nuklearen Teil von Block 1 des Kraftwerks gewesen, teilte der Betreiber EDF auf seiner Website mit.

Die saarländischen Grünen forderten die Landesregierung auf, Druck auf Paris zu machen, den „Pannenmeiler endlich vom Netz zu nehmen“. Der zweite Störfall in nur wenigen Wochen verdeutliche erneut den „maroden Gesamtzustand“ des Atommeilers nahe der deutschen Grenze.

Anhängerdeichsel bohrte sich durch Pkw

Ein Tiroler ist heute Vormittag bei einem Unfall in Vomp schwer verletzt worden. Der Mann war mit seinem Auto auf einem Parkplatz etwa 30 Meter zurückgefahren und gegen einen abgestellten Anhänger geprallt. Die Deichsel bohrte sich durch den Innenraum.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

100 Fahrraddiebstähle in Linz aufgeklärt

Nach einem Tipp einer aufmerksamen Frau hat die Polizei in Linz rund 100 Fahrraddiebstähle in Linz klären können. Die beiden mutmaßlichen Täter sind in Haft. Der von ihnen angerichtete Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

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IT

„ITime“: Apple sichert sich Patente für Smartwatch

Apple macht bei der Entwicklung einer Smartwatch Fortschritte: Das US-Patentamt genehmigte dem Konzern ein Patent auf eine „elektronische Armbanduhr“, wie aus gestern veröffentlichten Unterlagen hervorgeht. Diese soll über ein Touchscreen-Display verfügen und sich drahtlos mit mobilen Geräten wie dem iPhone verbinden können. Auch ein Name für die Smartwatch wird genannt: „iTime“.

Sensoren und Gestensteuerung

Die Gerüchte um eine schlaue Apple-Uhr geistern seit langem durch die Branche, bisher mit der Bezeichnung „iWatch“. Das Unternehmen selbst hat dem Projekt aber offenbar einen anderen Namen gegeben: Auf einer Zeichnung, die laut Patentamt im Jänner 2011 mit dem Antrag auf Patentierung eingereicht wurde, wird die Uhr als „iTime“ bezeichnet. Sie soll mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet sein und kann vermutlich auch über Gesten gesteuert werden.

Apple selbst hält sich zu geplanten Produkten stets bedeckt - auch das befeuert regelmäßig die Neugier der Kunden. Auch die Erwartungen der Investoren, die auf neue, innovative Geräte der Kultmarke warten, ist groß. Konzernchef Tim Cook hält regelmäßig die Spannung aufrecht. Bei mehreren Auftritten verweis er auf neue Produkte, die entwickelt werden, ohne Details zu nennen - so auch gestern bei der Vorstellung der Quartalszahlen.

Zeitung: Google wollte Streamingdienst Spotify kaufen

Der US-Internetriese Google hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr versucht, sich den erfolgreichen Musikstreamingdienst Spotify einzuverleiben. Der Plan des US-Konzerns sei aber an den hohen Preisvorstellungen der Schweden gescheitert, berichtete das „Wall Street Journal“ gestern unter Berufung auf informierte Kreise.

Spotify wollte zehn Mrd. Dollar

Spotify forderte demnach mehr als zehn Milliarden Dollar von Google, obwohl es im vergangenen Jahr mit vier Milliarden Dollar bewertet worden sei.

In einem Ende 2013 an die US-Börsenaufsicht SEC gerichteten Brief, der erst Monate später veröffentlicht wurde, hatte Google mitgeteilt, für den Zukauf von Unternehmen und Technologien im Ausland 20 bis 30 Milliarden Dollar ausgeben zu wollen. Google habe kürzlich versucht, für vier bis fünf Milliarden Dollar ein ausländisches Unternehmen zu kaufen, den Plan aber aufgegeben, erklärte Google, ohne den Namen des Unternehmens zu nennen.

Streamingdienst Songza übernommen

Google kaufte kürzlich den Streamingdienst Songza, um sein eigenes Musikangebot Play Music All Access zu stärken. Songza bietet Musik je nach Stimmung und Tätigkeit, zählt allerdings nur rund 5,5 Millionen Nutzer. Unbestätigten Berichten zufolge zahlte Google dafür rund 15 Millionen Euro.

Spotify ist die Nummer eins der Musikstreamingdienste und hatte im Mai rund 40 Millionen Nutzer in 56 Ländern. Davon haben mehr als zehn Millionen Menschen den Dienst abonniert.

Auch ohne Cookies: So verfolgen Websites User

Eine neue Technologie ermöglicht die Erstellung von Nutzerprofilen, ohne dass die Betroffenen sich groß dagegen wehren können. Bei Canvas Fingerprinting werden eindeutige Eigenschaften eines Computers in ein verstecktes Bild verpackt, anhand dessen ein Nutzer dann gezielt identifiziert werden kann.

Wissenschaftlern zufolge wird die Technologie bereits breiter eingesetzt, offenbar auch ohne Wissen der betroffenen Websites - zu denen unter anderem YouPorn oder auch die des Weißen Hauses zählen. Laut einer aktuellen Studie kommt die Trackingtechnologie auch auf österreichischen Websites zum Einsatz.

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Kultur

Song Contest: Finaltag fix, Ort noch offen

Das Finale des Eurovision Song Contest 2015 soll am Samstag, den 23. Mai 2015 stattfinden. Das hat heute ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bekanntgegeben. Als Austragungsort sind neben Wien weiterhin auch Graz und Innsbruck im Rennen.

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ImPulsTanz: Ovationen für „Swan Lake“

Gestern Abend hatte beim ImPulsTanz-Festival das Stück „Swan Lake“ der Südafrikanischen Choreographin und Tänzerin Dada Masilo Wien-Premiere. Wie der Name schon sagt, ist es eine Bearbeitung von Tschaikowskis „Schwanensee“: der Ballett-Klassiker gemischt mit Elementen des afrikanischen und des zeitgenössischen Tanzes. Das Resultat ist atemberaubend. Stehende Ovationen waren die Folge.

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Bundestheater: Scharfe RH-Kritik an Holding und Politik

Nicht genehmigungsfähige Dreijahrespläne, „keine realistischen“ Finanzierungskonzepte und teure Evaluierungen ohne Konsequenzen: Laut einem heute veröffentlichten Rechnungshof-Bericht sind weder die Bundestheater-Holding noch das zuständige Kulturministerium ihren Kontrollaufgaben in Bezug auf die Bundestheater hinreichend nachgekommen.

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Religion

Kickstarter-Projekt: Ein Redesign der Bibel

Der US-amerikanische Designer Adam Lewis Greene hat sich ein Mammutprojekt vorgenommen. Er will die Bibel mit neuem Design zum „Lesevergnügen“ machen. Mehr als eine halbe Million Dollar hat er auf der Onlinefinanzierungsplattform Kickstarter bereits dafür gesammelt. Ursprünglich erbeten waren 37.000.

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Science

China erfolgreich bei Pandaaufzucht

China ist das Land der Pandabären. In freier Wildbahn leben aber nur noch wenige Exemplare. Chinas Regierung unterstützt ihre Aufzucht. Mit großem Erfolg, wie eine Studie ergab. Die Tiere zeichneten sich durch einen vielfältigen Genpool aus. Das mache es überflüssig, weitere Pandas aus der Wildbahn für die Zucht zu fangen.

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Leute

Ehemann: Peaches Geldof war heroinabhängig

Bob Geldofs Tochter Peaches war ihrem Mann zufolge heroinabhängig und hat in den zweieinhalb Jahren vor ihrem Tod die Ersatzdroge Methadon genommen. Seit Februar habe sie wieder zu Heroin gegriffen, sagte der australische Musiker Thomas Cohen heute bei einer gerichtlichen Untersuchung im englischen Gravesend. Peaches, die als Model und Moderatorin arbeitete, war Anfang April mit 25 Jahren gestorben.

Vor ihrem Tod hatte sie nach Polizeiangaben Heroin genommen. Cohen fand seine Frau, die Tochter des irischen Rockstars Bob Geldof, am 7. April leblos auf dem Bett im Gästezimmer des gemeinsamen Hauses. Das Paar hat zwei kleine Kinder. Peaches Mutter, die Moderatorin Paula Yates, war im Jahr 2000 auch an Heroin gestorben.

Lifestyle

Wiener Taxler im Clinch mit Hoteliers

Die Autos seien alt, die Fahrer unkundig und launisch, heißt es von der Hoteliervereinigung an die Adresse der Wiener Taxifahrer. Auf der anderen Seite wirft die Taxiinnung den Touristikern vor, exklusive Limousinenservices den Taxis vorzuziehen.

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