Inland

Staatliche Einlagensicherung beim Sparen soll fallen

Das Finanzministerium hat heute einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach es Änderungen bei der staatlichen Einlagensicherung geben wird. Künftig erfolgt die Sicherung des Ersparten ausschließlich durch die Banken, die dafür in einen Fonds einzahlen. Die staatliche Absicherung gibt es dann nicht mehr, so der Begutachtungsentwurf.

Dieser diene zur Umsetzung der EU-Einlagensicherungsrichtlinie, so das Finanzministerium. " Dieses System ist sehr sicher, da Geld bereits im Vorfeld bereitgestellt wird. Es benötigt keine staatlichen Garantien und es kann im Ernstfall wesentlich schneller reagiert und ausgezahlt werden", hieß es aus dem Ministerium, das betonte: „Für die Sparer ändert sich nichts.“

Der „Standard“ hatte heute berichtet, dass das Finanzministerium eine Reform der Einlagensicherung ausgearbeitet und einen Gesetzesentwurf an den Nationalrat übermittelt hat. Derzeit sind in Österreich Privatkonten bis zu einem Betrag von 100.000 Euro von der Einlagensicherung geschützt. Für die ersten 50.000 Euro stehen im Falle einer Insolvenz die Banken selbst ein, die zweiten 50.000 werden vom Bund garantiert.

BZÖ will sich zum Jubiläum personell neu aufstellen

Das BZÖ will sich nach dem Beschluss des neuen Parteiprogramms im Herbst und zum zehnjährigen Jubiläum nun auch personell neu aufstellen, so Bündnisobmann Gerald Grosz im Gespräch mit der APA. Welche Positionen neu besetzt werden - etwa auch seine eigene -, das werde gemeinsam in der Partei entschieden. Anlässlich des Gründungsparteitages sei im Juni eine große Feier geplant.

Die personelle Neuaufstellung soll erfolgen, um „die richtigen Personen an die richtigen Stellen“ zu bringen, so Grosz. Alle Positionen seien zu hinterfragen, „inklusive mir“. Über die personelle Neuaufstellung werde demnächst im Bundesvorstand entschieden.

Rund um den 4. April - an diesem Tag 2005 wurde das BZÖ bei einer Pressekonferenz präsentiert - werde es einen Pressetermin geben, Grosz. Im Frühsommer soll es dann anlässlich des Gründungsparteitages vor zehn Jahren eine große Veranstaltung geben.

„Presse“: Grasser bat Brandstetter um Weisung zu BUWOG

Bei den Ermittlungen rund um eine Millionenprovision beim Verkauf der BUWOG gibt es eine neue Facette. Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der in Verdacht steht, Insiderinformationen weitergegeben zu haben, bat ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter um eine Weisung zur Zeugeneinvernahme, berichtet die „Presse“.

Laut der Zeitung heißt es in dem Schreiben von Grasser: „Ich stelle den Antrag, der Bundesminister für Justiz [. . .] möge die Korruptionsstaatsanwaltschaft [. . .] per Weisung dazu verpflichten, meinem Beweisantrag Folge zu leisten.“ Das heißt konkret, dass Grasser die Einvernahme von Zeugen erwirken will. Er nennt dabei 44 Personen. Sie sollen belegen, dass ein Konto in Liechtenstein, das die Ermittler ihm zurechnen, nicht unter seine Verantwortung fällt.

Auf dem Konto soll eine Millionenprovision aus dem BUWOG-Verkauf liegen. Grasser wird vorgeworfen, den Kaufpreis für die BUWOG einem Bewerber über seinen Freund Walter Meischberger und dem Lobbyisten Peter Hochegger verraten zu haben - was dieser und alle anderen genannten Personen bestreiten.

Pensionen: Hundstorfer schließt Verschärfung nicht aus

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat gestern in der Ö1-Sendung „Im Journal zu Gast“ eine Verschärfung beim Zugang zur Pension nicht ausgeschlossen, sollten die geplanten Ziele durch die bisherige Reform nicht erreicht werden. Welche Maßnahmen das sein könnten, lässt Hundstorfer noch offen - diese Diskussion müsse in den nächsten Monaten geführt werden.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Ausland

Tunesische Soldaten töten neun aufständische Kämpfer

Zehn Tage nach dem Anschlag auf ausländische Touristen in Tunesien haben Soldaten bei einer Razzia im Süden des Landes neun aufständische Kämpfer getötet. Wie ein Vertreter des Innenministeriums heute sagte, fand die Aktion bereits gestern Abend in der Region Gafsa statt.

Die Razzia sei eine Reaktion auf den Anschlag auf ein Museum in Tunis, bei dem am 18. März 21 ausländische Touristen und drei Tunesier ums Leben gekommen waren. Eines der Opfer, eine Frau aus Frankreich, sei gestern ihren schweren Verletzungen erlegen, wie Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande gestern in einer Erklärung mitteilte.

Hollande fügte hinzu, er werde der bei dem „abscheulichen Angriff“ getöteten Franzosen und der anderen Opfer durch seine Teilnahme am „großen Anti-Terror-Marsch“ heute in Tunis gedenken.

Zu dem Marsch werden Zehntausende Menschen erwartet, darunter auch der tunesische Staatschef Beji Caid Essebsi. Die Demonstration soll bis zum Bardo-Nationalmuseum führen, wo der Anschlag stattfand. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS).

Iranische Atomgespräche in der Endphase

Vor dem Fristablauf am Dienstag haben in Lausanne die wohl entscheidenden Beratungen über das iranische Atomprogramm begonnen. Nach mehr als zehnjährigen Verhandlungen mit Teheran „beginnt hier sozusagen das Endspiel“, sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestern in der Schweiz.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani telefonierte laut eigenen Angaben mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. In Lausanne berieten Steinmeier und sein französischer Amtskollege Laurent Fabius zunächst mit US-Außenminister John Kerry. Später trafen unter anderen Steinmeier und Fabius bilateral mit dem iranischen Chefdiplomaten Mohammed Dschawad Sarif zusammen.

Steinmeier rief alle Seiten zu letzten Anstrengungen auf. Die letzten Meter seien „die schwersten, aber eben auch die entscheidenden“. Er hoffe, „dass der Versuch nicht aufgegeben wird, hier zu einer endgültigen Einigung zu kommen“.

Die 5+1-Gruppe aus den fünf UNO-Vetomächten plus Deutschland bemüht sich seit Jahren um eine Einigung mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm. Ziel ist es, dem Iran die zivile Nutzung der Atomtechnologie zu erlauben, ihm aber die Möglichkeit zu nehmen, Atomwaffen zu entwickeln.

Wahl in Frankreich: Sozialisten vor Schlappe

In Frankreich findet heute die zweite Runde der symbolisch wichtigen Departementswahlen statt. Die regierenden Sozialisten von Staatschef Francois Hollande steuern auf eine erneute schwere Wahlschlappe zu: Das linke Lager dürfte die Mehrheit in Dutzenden der insgesamt 101 französischen Departements verlieren.

Als Sieger hervorgehen dürfte das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy. Der rechtsextreme Front National (FN) von Marine Le Pen könnte erstmals die Mehrheit in einem Departement erzielen. In der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte das konservativ-bürgerliche Lager die meisten Stimmen bekommen, die Rechtsextremen landeten mit rund 25 Prozent an zweiter Stelle vor den Sozialisten.

Wieder Korruptionsskandal in Brasilien aufgedeckt

Nach dem Petrobras-Skandal haben Ermittler in Brasilien eine weitere Schmiergeldaffäre aufgedeckt. Dutzende Firmen, darunter Industriekonzerne und Banken, sollen Steuerbeamte bestochen haben, wie die Polizei gestern mitteilte.

Das Geld sei gezahlt worden, um Entscheidungen der Steuerbehörde zu beeinflussen, die bei Einsprüchen gegen die vom Fiskus auferlegten Strafzahlungen das letzte Wort hat. Den Firmen sei es so gelungen, Millionenstrafen zu reduzieren oder ganz abzuwenden. Die Ermittler gehen davon aus, dass Schmiergeldzahlungen in Höhe von insgesamt 5,4 Milliarden Euro geflossen sind. Ein Drittel dieser Summe sei bereits nachgewiesen worden.

Zuletzt war Brasilien vom Korruptionsskandal um den staatlichen Ölkonzern Petrobras erschüttert worden. Laut Staatsanwaltschaft zahlten rund zwei Dutzend Firmen, zumeist große Baukonzerne, an Petrobras Schmiergeld, um an lukrative Aufträge zu kommen.

Technikpanne: Wahl in Nigeria teilweise ausgesetzt

Wegen technischer Probleme mit der elektronischen Erfassung von Wählern ist die Parlaments- und Präsidentschaftswahl in Nigeria gestern in einigen Wahlbezirken ausgesetzt worden. In den betroffenen Gegenden solle die Abstimmung heute erfolgen, teilte die Wahlkommission mit.

Betroffen sind 300 von 150.000 Wahllokalen. Der Kommissionsvorsitzende Kayode Idowu sagte, in 109 Lokalen hätten die biometrischen Daten der Wähler überhaupt nicht ausgelesen werden können. In den übrigen Wahllokalen gab es ebenfalls Fehlfunktionen bei den Kartenlesegeräten zur Registrierung der Wähler. Betroffen war auch der wieder zur Wahl antretende Staatspräsident Goodluck Jonathan. Zwei Geräte zum Lesen der biometrischen Wählerkarten funktionierten nicht, weswegen Jonathan und seine Frau nach einer halben Stunde ihr Wahllokal unverrichteter Dinge wieder verließen.

Wahl von Gewalt überschattet

Überschattet war die Wahl auch von Gewalt: Bei mutmaßlichen Anschlägen der islamistischen Miliz Boko Haram wurden mehrere Menschen getötet. Die Extremisten hätten die Stadt Buratai im Bundesstaat Borno angegriffen und dort auch zahlreiche Häuser in Brand gesteckt, sagte der Parlamentarier Mohammed Adamu der Nachrichtenagentur AFP. Eine Krankenschwester der nächstgelegenen größeren Klinik in der Stadt Biu bestätigte, dass rund 23 Menschen bei dem Angriff enthauptet worden seien. In das Krankenhaus seien 32 Verletzte gebracht worden.

Im Osten des Landes explodierten laut Polizeiangaben zudem zwei Bomben in zwei noch nicht geöffneten Wahllokalen. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Eine dritte Bombe wurde entschärft. In mehreren Städten blieben Wahllokale zunächst geschlossen, weil die Wahlhelfer nicht erschienen.

Die Präsidentschaftswahl gilt unter anderem auch als ein Referendum über Jonathans Amtszeit, die geprägt war von Korruptionsvorwürfen und dem Aufstand von Boko Haram. Die Miliz kämpft seit fünf Jahren für einen radikalislamischen Staat im Nordosten Nigerias und hat dabei Tausende Menschen getötet. Mit Verweis auf die Sicherheitslage hatte Jonathan die Wahl um sechs Wochen verschoben.

Mehr dazu in Von Terror überschatteter Urnengang

Zehntausende bei Abschied von Singapurs Staatsgründer Lee

Zehntausende Menschen haben heute von Singapurs Staatsgründer Lee Kuan Yew Abschied genommen. Zu Ehren Lees, der am Montag nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren gestorben war, wurden 21 Salutschüsse abgefeuert, vier Kampfflugzeuge donnerten durch den wolkenverhangenen Himmel über dem südostasiatischen Stadtstaat. Nach der Zeremonie sollte Lee eingeäschert und beigesetzt werden.

Seit Mittwoch war der Nationalheld im Parlament aufgebahrt gewesen, nach offiziellen Angaben defilierten bis gestern Abend 450.000 Menschen an dem Sarg vorbei. Heute wurde der Sarg im strömenden Regen vom Parlament durch die von Bürgern gesäumten Straßen zur Nationaluniversität gefahren, wo das Staatsbegräbnis stattfand.

Clinton und Hague unter Gästen

Zahlreiche internationale Gäste waren dazu nach Singapur gekommen, unter ihnen Ex-US-Präsident Bill Clinton, der Präsident des britischen Unterhauses und der britische Ex-Außenminister William Hague. Lee hatte Singapur 1959 aus britischer Kolonialherrschaft in die Unabhängigkeit geführt und war damals erster Ministerpräsident des Stadtstaates geworden.

In seiner Regierungszeit bis 1990 wandelte sich Singapur von einer verschlafenen Hafenstadt in eine moderne Handelsmetropole und ein internationales Finanzzentrum. Das Pro-Kopf-Einkommen gehört zu den höchsten weltweit. Die Sonderstellung Lees zeigte sich auch in der Zeremonie: Die 21 Salutschüsse aus Haubitzen sind üblicherweise amtierenden Staatschefs vorbehalten.

Poroschenko kündigt EU-Ukraine-Gipfel an

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat für den 27. April ein Gipfeltreffen mit ranghohen Vertretern der Europäischen Union angekündigt. Den Termin habe er in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker festgelegt, teilte Poroschenko gestern mit. Juncker sagte seinerseits eine für morgen geplante Reise nach Kiew krankheitsbedingt ab.

Als Grund nannte ein Sprecher Nierensteine. Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, die Juncker begleiten sollte, wird demnach nicht in die ukrainische Hauptstadt reisen.

Poroschenkos Regierung strebt gegen den Widerstand Russlands eine Annäherung der Ukraine an die EU mit der Perspektive auf einen Beitritt an. Im Konflikt zwischen der ukrainischen Regierung und den prorussischen Rebellen im Osten des Landes steht die EU an der Seite Kiews.

Sport

EM-Qualifikation: Niederlande wenden Heimpleite ab

Für den WM-Dritten Niederlande läuft die Qualifikation für die Fußball-EM 2016 in Frankreich gar nicht nach Wunsch. Die „Oranje“-Auswahl entging gestern Abend in Amsterdam nur knapp einer Heimpleite gegen die Türkei.

Wesley Sneijder rettete mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit zumindest noch ein 1:1-Remis. Nach fünf Spieltagen liegt das Team von Bondscoach Guus Hiddink in Gruppe A dennoch nur auf dem dritten Tabellenrang, auf den für das EM-Ticket nötigen zweiten Platz, den derzeit Island einnimmt, fehlen bereits fünf Punkte.

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Fußball: ÖFB-Team mit 5:0 in Vaduz rundum zufrieden

Das ÖFB-Team ist am Freitag beim 5:0-Sieg über Liechtenstein so aufgetreten, wie man es von einer Mannschaft, die zur EM-Endrunde will, erwarten darf und muss. Mit Professionalität und Entschlossenheit kam nie ein Zweifel am Sieger auf. „Das hat richtig Spaß gemacht“, war Zlatko Junuzovic rundum zufrieden. „Mit solchen Siegen untermauern wir, dass wir reifer geworden sind“, sagte Marc Janko. Abgerundet wurde das Spiel mit der „Erlösung“ für Marko Arnautovic. Die kollektive Freude über dessen erstes Teamtor seit Juni 2012 verdeutlichte die Geschlossenheit und den Teamgeist innerhalb der Mannschaft von Marcel Koller.

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Unfall auf Nürburgring: Ein Zuschauer tot

Bei einem Unfall während einer Motorsport-Langstreckenveranstaltung ist auf der Nordschleife des Nürburgrings in Deutschland ein Zuschauer ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Das bestätigten gestern der Veranstalter und die Polizei in Adenau.

Ein Nissan-Sportwagen war beim Auftaktlauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) von der Strecke abgekommen und über die Begrenzung in die Zuschauer geflogen. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Das Rennen, für das auch einige Österreicher, darunter der Salzburger Martin Ragginger in einem Porsche gemeldet waren, wurde abgebrochen und nicht wieder gestartet.

Über die genaue Zahl der Verletzten wurden keine Angaben gemacht. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser in der Eifel gebracht. Einem Verletzten konnte trotz aller Rettungsmaßnahmen nicht mehr geholfen werden. Er starb im medizinischen Zentrum an der Rennstrecke.

Wirtschaft

Griechenland läuft die Zeit davon

Dieses Wochenende ist für die finanzielle Zukunft Griechenlands von besonderer Bedeutung. In Brüssel beraten Experten derzeit über eine Reformliste, die dem von der Pleite bedrohten Land die dringend benötigten Hilfsgelder ermöglichen soll. Doch die Gespräche dürften zäh verlaufen.

Laut Medienberichten könnte der Finanzbedarf weit größer sein als zuletzt angenommen. Und auch Athen dürfte nicht mehr an das schnelle Geld aus der EU glauben. Gestern wurde bekannt, dass die Regierung nun doch Anteile am Hafen von Piräus verkaufen will - und zwar innerhalb der nächsten Wochen.

Mehr dazu in Zähe Verhandlungen in Brüssel

Italien hebt Konjunkturprognose an

Nach sieben Jahren Krise spürt Italien Rückenwind. Die italienische Regierung wird ihre Wachstumsprognose von 0,6 auf 0,7 Prozent anheben. Die neuen Wachstumsprognosen sollen in das neuen Dokument für die Wirtschaftsplanung eingetragen werden, die die Regierung in Rom bis 10. April vorlegt, berichteten italienische Medien heute.

Zuversichtlich über Italiens Wachstumsaussichten ist auch der Kaufleuteverband Confcommercio, der im Jahr 2015 mit einem Wachstum von einem Prozent rechnet. Das sei vor allem den positiven Auswirkungen der am 1. Mai beginnenden Weltexpo in Mailand und den guten Aussichten für den Tourismus zu verdanken. „Wir führen Italien aus der Krise“, so der italienische Premier Matteo Renzi auf Twitter.

Zuversichtlich über Italiens Wachstumsaussichten ist auch Italiens Präsident Sergio Mattarella. „Wir sind umsichtig, doch man kann sagen, dass Italien den Ausweg aus der Krise gefunden hat. Wir haben die Krise mit Strenge in Angriff genommen. Jetzt muss man diese Phase überwinden und das Wirtschaftswachstum fördern“, so Mattarella.

Die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen bisher von einem BIP-Zuwachs Italiens von 0,6 Prozent 2015 aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet nur ein Plus von 0,4 Prozent.

Deutschland: Mehr Geld für öffentlichen Dienst

Die 800.000 Angestellten im öffentlichen Dienst der deutschen Bundesländer sollen bis 2016 in zwei Stufen durchschnittlich 4,6 mehr Lohn erhalten. Das teilte die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gestern Abend mit.

Die Gehälter sollen rückwirkend zum 1. März dieses Jahres um 2,1 Prozent und zum 1. März 2016 um weitere 2,3 Prozent steigen. Das Plus solle mindestens 75 Euro pro Monat betragen. Zudem sollen die Betriebspensionen zwar nicht sinken, die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Westen jedoch in drei Schritten geringfügig angehoben werden. In Ostdeutschland steigen die Beiträge hingegen deutlich stärker in ebenfalls drei Schritten um jeweils 0,75 Prozent, weil dort bereits ein Fehlbetrag von 2,5 Milliarden Euro aufgelaufen ist.

Chronik

Neunjährige bei Unfall schwer verletzt

Ein neunjähriges Mädchen ist gestern Früh in Traiskirchen (Niederösterreich) von einem Pkw erfasst und schwer verletzt worden. Auf Höhe eines Supermarktes lief das Kind zwischen parkenden Fahrzeugen hervor und auf die Fahrbahn.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Sechsköpfige Familie in OÖ verletzt

Eine sechsköpfige Familie ist gestern bei einem Verkehrsunfall auf der Königswiesener Bundesstraße (Oberösterreich) zwischen Pierbach und Bad Zell verletzt worden. Ein Lkw war auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte den Wagen gerammt.

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Schwerverletzte nach Unfall im Pongau

Im Salzburger Pongau forderte der Zusammenstoß eines Lkw mit einem Pkw am Freitag zwei Schwerverletzte. Der Lkw-Fahrer hatte ausweichen müssen, weil ihm der Pkw auf seiner Spur entgegengekommen war.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Überschlag bei Unfall in Tirol

Freitagnachmittag überschlugen sich zudem auf der Inntalautobahn (Tirol) eine junge Pkw-Lenkerin mit ihrem Fahrzeug mehrmals. Sie und ihre beiden Mitfahrerinnen konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien.

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Dutzende Tote bei schweren Unwettern in Südamerika

Bei schweren Unwettern in drei Ländern Lateinamerikas sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Am schwersten betroffen war Chile. In der eigentlich extrem trockenen Wüstenregion Atacama im Norden des Landes starben mindestens zehn Menschen nach den heftigsten Regenfällen seit Jahrzehnten. 19 weitere galten gestern als vermisst.

Mehrere Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten. Laut dem Katastrophenamt Onemi mussten mindestens 5.584 Menschen in Sicherheit gebracht werden, Tausende Häuser wurden beschädigt. Mancherorts seien die Niederschläge inzwischen aber zurückgegangen.

Staatschefin Michel Bachelet rief in dem Gebiet den Notstand aus und entsandte das Militär, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen und Plünderungen vorzubeugen. „Die Lage ist verheerend, wir müssen schnell zu den isolierten Ortschaften gelangen“, sagte Bachelet laut der Zeitung „La Tercera“ nach einem Besuch in dem Katastrophengebiet.

Todesopfer auch in Peru und Ecuador

In dem Andenstaat Peru starben nach Behördenangaben in dieser Woche mindestens neun Menschen bei einem Erdrutsch in der Gemeinde Chosica im Osten der Hauptstadt Lima. Die wichtige Landstraße Carretera Central war bis gestern vier Tage lang teilweise gesperrt. Die Schulen in zwei Gemeinden blieben geschlossen.

Auch in Ecuador wütete die Natur. In der südlichen Region Loja gab es am Freitag neun Todesopfer nach einem Erdrutsch. Landesweit waren mindestens 16 weitere Menschen in den letzten Tagen bei heftigen Unwettern ums Leben gekommen. Nach Angaben der Zeitung „El Telegrafo“ wurden in der Hauptstadt Quito zudem 52 Personen nach Blitzeinschlägen leicht verletzt.

Hitzerekord in Los Angeles

Eine Hitzewelle in Südkalifornien hat Los Angeles einen neuen Wetterrekord beschert. Demnach wurden im März in der Millionenmetropole an sechs Tagen Temperaturen von über 32 Grad gemessen, wie die „Los Angeles Times“ gestern berichtete.

Der bisherige Rekord habe bei drei heißen Märztagen im Jahr 1977 seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in dem Westküstenstaat 1877 gelegen. „Dieses Wetter ist sehr ungewöhnlich“, sagte Stuart Seto von der Wetterbehörde (NOAA) in Oxnard der Zeitung. Seit Jahresbeginn hätten die Temperaturen in Kalifornien fast jeden Tag einige Grad über dem Durchschnitt gelegen, teilte Seto mit.

Kalifornien leidet seit drei Jahren unter einer starken Dürre. Die üblichen Winterregen sind seit 2012 fast ausgeblieben. Die Schneedecke in der Sierra Nevada ist ungewöhnlich dünn. Forscher machen den Klimawandel dafür mitverantwortlich.

Gesundheit

Ebola: Guinea rief Gesundheitsnotstand aus

Guineas Präsident Alpha Conde hat wegen der Ebola-Epidemie für Teile des westafrikanischen Landes den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Betroffen von der 45-tätigen Maßnahme seien fünf Regionen im Westen und Südwesten, so der Staatschef gestern.

Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Guinea im Dezember 2013 starben dort und in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) insgesamt mehr als 10.000 Menschen an dem Virus. Fast 25.000 Menschen in neun Ländern infizierten sich mit Ebola.

Sorge vor Rückschlägen

In den drei westafrikanischen Staaten war die Zahl der Neuerkrankungen seit Anfang des Jahres deutlich zurückgegangen. Zuletzt wuchs jedoch die Sorge vor erneuten Rückschlägen. Die Behörden in Liberia gaben gestern den Tod einer mit dem Virus infizierten Frau bekannt. Bei ihr handelte es sich um die erste Ebola-Patientin in Liberia seit mehr als einem Monat.

In Sierra Leone hatte am Freitag eine dreitägige Ausgangssperre begonnen, mit der die Behörden die Ebola-Epidemie in den Griff bekommen wollen. In dieser Zeit sollen 26.000 Freiwillige von Tür zu Tür gehen, um mögliche noch unerkannte Ebola-Fälle aufzuspüren und die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen zu informieren.

Kultur

Emma Stone und Ben Stiller gewinnen „Kids’ Choice Awards“

Emma Stone und Ben Stiller wurden gestern Abend (Ortszeit) bei den „Kids’ Choice Awards“ zu den beliebtesten Schauspielern gewählt, Liam Hemsworth und Jennifer Lawrence holten die Trophäen als beste Actionstars.

„Maleficent“-Star Angelina Jolie erhielt die Auszeichnung als „bester Bösewicht“. Sie setzte sich unter anderem gegen Cameron Diaz, Donald Sutherland und Meryl Streep durch. Als beste Sänger nahmen Nick Jonas und Selena Gomez die Preise in Form eines kleinen orangefarbenen Zeppelins mit nach Hause. Die Boygruppe One Direction wurde zur beliebtesten Band gekürt.

Viele Gewinner bekamen bei der Show im kalifornischen Inglewood eine Schleimdusche ab. Der grüne Glibber gehört traditionell zu der vom Kindersender Nickelodeon jährlich veranstalteten Gala, die zum 28. Mal stattfand. Über die Preisträger in den mehr als 20 Kategorien hatten die jungen Fans zuvor im Internet abgestimmt.

Song Contest

Die Stadthalle und das Grab der Revolutionäre

Es ist ein gern bemühtes Wien-Klischee, wonach der Tod in dieser Stadt allgegenwärtig sei und der Wiener nichts mehr liebe als „a schöne Leich’“. Gerade in Wien gilt aber auch, dass einem dieser Topos in Form von Realität oft schneller auf den Kopf fällt, als man schauen kann. Den - eigentlich nicht notwendigen - Beweis dafür liefern der Song Contest und Ereignisse vor genau 167 Jahren.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

IT

Lifestyle

Karl Lagerfeld gestaltete Rosenball in Monte Carlo

Mit dem Rosenball in Monaco ist das Fürstentum an der Mittelmeerküste in den Partyfrühling gestartet. Für die traditionelle Veranstaltung konnte Gastgeberin Caroline Prinzessin von Hannover (58) erneut den deutschen Designer Karl Lagerfeld (79) gewinnen.

Lagerfeld gestaltete die 61. Ausgabe des „Bal de la Rose“ im Stil des Art Deco. Dazu tauchte er den „Salle des Etoiles“ im mondänen Sporting Monte-Carlo in Töne aus blassem Gold und Weiß.

Mit dem Rosenball wird Geld für die Stiftung der als Grace Kelly bekannt gewordenen späteren Fürstin Gracia Patricia von Monaco gesammelt. Die Organisation vergibt unter anderem Stipendien für junge Musiker oder Tänzer und unterstützt notleidende Kinder. Durch Eintritt und Tombola klingeln bei der Stiftung jedes Jahr kräftig die Kassen: Die zuletzt rund 800 Gäste brachten 2013 etwa knapp 450.000 Euro ein.

Leute

Chauffeur klagt Justin Bieber

Ein Chauffeur im kanadischen Toronto zieht gegen Popstar Justin Bieber (21) vor Gericht. Der 34-jährige Fahrer verlangt nach einer angeblichen Schlägerei in seiner Limousine laut Medienberichten Schadenersatz.

Den Gerichtsdokumenten zufolge pocht der Kläger auf eine Entschädigung in der Höhe von 850.000 Dollar (625.920,47 Euro) und verlangt zudem, dass Bieber von ihm mindestens 100 Meter Abstand halten solle, wie die Zeitung „Toronto Star“ berichtete.

Bei dem Vorfall im Dezember 2013 habe ihm der Sänger in einem Streit um die Lautstärke der Musik bei der Limousinenfahrt mehrmals auf den Hinterkopf geschlagen, macht der Kläger geltend. Der Fahrer hatte Bieber und eine Gruppe Freunde nachts von einem Klub abgeholt.

Die Polizei untersuchte den Vorfall. Eine Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung wurde damals aber fallen gelassen. Biebers Anwalt Brian Greenspan bezeichnete die Klage des Chauffeurs der Zeitung gegenüber als „völlig unbegründet“.