Ausland

Israel fürchtet nach Tod von Hamas-Führern Rache

Nach der gezielten Tötung dreier Hamas-Kommandanten durch einen Luftschlag fürchtet Israel laut Medienberichten Vergeltungsmaßnahmen militanter Palästinenser. Die israelische Armee sei in erhöhter Alarmbereitschaft, um Terroranschläge oder die Entführung von Soldaten oder Zivilisten zu verhindern.

Eine Armeesprecherin erklärte zudem, Israel führe seine Luftschläge gegen Ziele im Gazastreifen „entsprechend der Notwendigkeit“ fort. Demnach flog die Armee in der Nacht auf heute mehr als zehn Angriffe auf Ziele in dem Küstengebiet. In der Früh gab es in mehreren Städten im Süden Israels Raketenalarm.

UNO-Resolution gefordert

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen eine Beobachtermission der Vereinten Nationen (UNO) für den Gazastreifen initiieren. Der Entwurf für eine entsprechende Resolution zirkuliert derzeit im UNO-Sicherheitsrat, wie ein UNO-Diplomat gestern sagte.

Die Resolution soll auch eine Grenzöffnung zum Gazastreifen enthalten - bei gleichzeitiger Kontrolle des Warenverkehrs, um eine Aufrüstung der Hamas zu verhindern. Das Papier beinhaltet auch Sicherheitsgarantien für Israel. Die EU bietet an, sich im Rahmen der Resolution stärker in Gaza zu engagieren. Bei den Beobachtern soll es sich mehr um eine politische denn um eine militärische Mission handeln, es wäre also kein Blauhelm-Mandat.

Beobachtern zufolge wäre Israel durchaus aufgeschlossen gegenüber der Resolution. Parallel gibt es bereits einen Entwurf von Jordanien, der eine starke palästinensische Handschrift trägt. Unklar ist noch, ob beide konkurrierend bestehen bleiben und wann es eine Abstimmung geben könnte.

Malaysia empfängt Särge mit MH17-Opfern mit Zeremonie

Die ersten Särge mit sterblichen Überresten von Opfern des in der Ukraine abgestürzten Passagierflugzeugs sind heute in Malaysia eingetroffen. Hinterbliebene sowie Regierungschef Najib Razak und andere Regierungsvertreter nahmen am Flughafen von Kuala Lumpur an einer Trauerzeremonie teil.

Die 20 Särge waren in die malaysische Flagge gehüllt und wurden aus dem Flugzeug in weiße Leichenwagen getragen. Malaysier im ganzen Land legten eine Gedenkminute ein. Alle Flaggen wehten auf halbmast.

Vorfall noch nicht geklärt

Flug MH17 der Malaysia Airlines war am 17. Juli über der Ostukraine abgestürzt, wahrscheinlich nach Raketenbeschuss. Die ukrainische Regierung und die Rebellen machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Das Flugzeug war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Fast 200 der 298 Insassen waren Niederländer.

An Bord waren 43 Malaysier. 30 wurden inzwischen in den Niederlanden identifiziert. Heute kamen die sterblichen Überreste von elf Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern in Kuala Lumpur an. Das nächste Flugzeug mit sterblichen Überresten sollte Sonntag eintreffen.

Zusammenstöße bei Massenkundgebung in Chile

Bei einer Massenkundgebung für eine Bildungsreform ist es in der chilenischen Hauptstadt Santiago zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Medienberichten zufolge bewarfen einige Aktivisten die Beamten gestern mit Steinen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Polizei sprach von 25.000 Teilnehmern, die Organisatoren von 80.000.

In dem südamerikanischen Land ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Demonstrationen von Studenten und Lehrern gekommen. Sie unterstützen den Kurs von Präsidentin Michelle Bachelet, die eine Bildungsreform ins Parlament eingebracht hat, die unter anderem ein kostenfreies Studium vorsieht. Sie befürchten, dass die Regierung von ihren Vorhaben abrückt.

Ferguson: Gouverneur zieht Nationalgarde ab

Nach den mehrtägigen Unruhen in Ferguson zieht sich die US-Nationalgarde wegen der inzwischen ruhigeren Lage wieder aus der Kleinstadt zurück. Der Gouverneur des Bundesstaats Missouri, Jay Nixon, ordnete gestern den „systematischen Abzug“ der Soldaten an, da deren Aufgaben fortan von der Polizei übernommen werden könnten.

Die Nationalgarde habe lediglich den Schutz eines Polizeikommandozentrums gewährleistet, damit sich die Polizisten dem Umgang mit den Demonstranten und Krawallen in Ferguson widmen konnten, hieß es zur Begründung.

Nach Tagen gewalttätiger Unruhen steht inzwischen die juristische Aufarbeitung der tödlichen Polizistenschüsse auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown im Vordergrund. US-Justizminister Eric Holder traf am Mittwoch die Familie des getöteten 18-Jährigen und versprach eine „faire und unabhängige Untersuchung“. Die Demonstrationen in Ferguson verliefen unterdessen weitgehend friedlich.

Inland

Vier „Dschihadisten“ in U-Haft

Das Landesgericht Wien hat gestern die Untersuchungshaft über vier der neun festgenommenen mutmaßlichen Dschihadisten verhängt. Im Fall der fünf weiteren Verdächtigen soll die Entscheidung am Freitagvormittag erfolgen.

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Jarolim forder „scharfe“ Reaktion

SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim fordert „scharfe und unmissverständliche“ Reaktionen des Staates in Fällen wie dem der in Österreich festgenommenen mutmaßlichen Dschihadisten. Wer sich solchen mordenden Truppen anschließt und damit zum potenziellen Mörder werde, müsse sofort seinen Asylstatus bzw. die Aufenthaltsberechtigung verlieren.

Auch die Verherrlichung solcher Truppen, etwa das Tragen von IS-Abzeichen, müsse „angesichts des unermesslichen Leids, dass unter diesen Abzeichen angerichtet wird“, geahndet werden, sagte Jarolim zur APA. Es reiche nicht aus, die grauenhaften Verbrechen der IS-Truppen zu verurteilen. Österreich als Rechtsstaat müsse auch entschieden und schnell reagieren, wenn sich hier aufhaltende Jugendliche diesen Truppen anschließen - und Österreich damit als eine Art Aufmarschland für diese Verbrechen missbrauchen.

ÖVP-Chef lässt interne Kritiker abblitzen

Mit scharfen Worten hat ÖVP-Chef Michael Spindelegger seinen Parteikollegen auf deren Kritik geantwortet. „Jeder soll vor seiner Tür kehren“, richtete er gestern Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer aus, der von der Bundespartei weniger Streit und mehr Leistung forderte und entgegen der Parteilinie eine Millionärssteuer nicht grundsätzlich ausschloss. Eine „Kurskorrektur“ hatte auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter von der ÖVP verlangt. Einer Millionärssteuer erteilte Spindelegger abermals eine deutliche Abfuhr.

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Sport

Eishockey: CL-Auftaktsiege für Capitals und VSV

Die Vienna Capitals und der VSV sind gestern erfolgreich in die Champions Hockey League (CHL) gestartet. Während die Caps dem neuen Club ihres Ex-Trainers Tommy Samuelsson, Färjestads BK, im Heimspiel keine Chance ließen, hatten die Villacher beim französischen Meister Briancon hart zu kämpfen. Erst ein Doppelschlag im Schlussdrittel drehte das Spiel noch zugunsten der Kärntner Gäste. Österreichs dritter Vertreter, Red Bull Salzburg, steigt erst heute mit dem Gastspiel bei JYP Jyväskylä in Finnland ins Geschehen ein.

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Tennis: Thiem bei US Open gegen Lacko

Dominic Thiem und Jürgen Melzer haben bei der Auslosung der am Montag beginnenden US Open in New York keine unschlagbaren Erstrundengegner erhalten. Jungstar Thiem trifft auf den Slowaken Lukas Lacko, den er im bisher einzigen Duell 2012 in Wien bezwungen hat. Melzer, der es mit dem Spanier Marcel Granollers zu tun bekommt, führt im Head-to-Head gegen seinen Auftaktgegner sogar 2:0. Andreas Haider-Maurer spielt gegen den als Nummer 17 gesetzten Spanier Roberto Bautista-Agut. Bei den Damen ist Österreich durch Yvonne Meusburger und Patricia Mayr-Achleitner vertreten.

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Formel 1: Nur „Stallkrieg“ gefährdet Mercedes

Spitzt sich der Streit zwischen den beiden Titelkandidaten Nico Rosberg und Lewis Hamilton weiter zu? Oder haben sich die Gemüter der Mercedes-Rivalen während der Sommerpause etwas beruhigt? Selbst die Teamverantwortlichen sind vor dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps am Wochenende nicht sicher. „Potenziell wird das noch heißer“, sagte Motorsportchef Toto Wolff. Lediglich der zuletzt in Ungarn eskalierte „Stallkrieg“ kann die Dominanz gefährden und die überlegene WM-Führung der „Silberpfeile“ noch gefährden.

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Wirtschaft

Schulden: US-Gericht will nicht gegen Argentinien vorgehen

Ein US-Gericht will gegen das umstrittene Manöver Argentiniens im Schuldenstreit mit Hedgefonds nicht vorgehen. Die Pläne, die US-Recht unterliegenden Anleihen in Schuldtitel einzutauschen, die unter argentinisches Recht fallen, sei zwar illegal, sagte Richter Thomas Griesa gestern. Sie stellten aber keine Missachtung des Gerichts dar. Nun dagegen vorzugehen, werde die Situation nicht lösen.

Hedgesfonds wollen volle Auszahlung

Der Konflikt geht auf die Staatspleite Argentiniens im Jahr 2002 zurück. Während sich die Regierung in den Folgejahren mit den meisten Gläubigern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen einigte, kauften einige Hedgefonds Schuldtitel mit einen hohen Abschlag und fordern nun eine volle Auszahlung. Das lehnt Argentinien ab.

Ein US-Gericht wies aber an, dass die Inhaber der Anleihen nur dann ausgezahlt werden dürfen, wenn die Regierung auch die Hedgefonds bedient, die sich nicht der Umschuldungsvereinbarung angeschlossen hatten. Deshalb trat ein Zahlungsausfall ein. Argentinien will den Gläubigern, die sich auf einen Schuldenschnitt einließen, mit dem Manöver entgegenkommen.

Russische Behörden kontrollieren weitere McDonald’s-Filialen

Nach der vorläufigen Schließung mehrerer McDonald’s-Restaurants in Moskau hat der russische Verbraucherschutz weitere Filialen untersucht. Allein im Großraum Moskau habe die Kontrolle von 71 Restaurants begonnen, sagte Sprecherin Olga Gawrilenko gestern der Agentur ITAR-TASS. Es sollten Filialen in sieben Regionen überprüft werden.

Vier Filialen wegen Sanitärmängeln geschlossen

Wegen angeblicher Verstöße gegen die Sanitär- bzw. Hygienevorschriften mussten vier Moskauer McDonald’s-Filialen am Montag den Betrieb unterbrechen. Darunter war auch das erste Restaurant, das 1990 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eröffnet worden war.

Beschwerden über die Qualität des Essens waren in Jekaterinburg Berichten zufolge der Auslöser für die Untersuchungen. Neue Schließungen gab es zunächst nicht. Beobachter befürchten, dass das Unternehmen im Ukraine-Konflikt zwischen die Fronten geraten ist.

Kette will in Sibirien neue Lokale eröffnen

McDonald’s will nach eigenen Angaben trotz der Kontrollen mehrere neue Restaurants in Sibirien eröffnen. 2018 ist McDonald’s ein Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

McDonald’s betreibt 438 Filialen in Russland und beschäftigt etwa 37.000 Mitarbeiter. Das Land gehört somit zu den wichtigsten ausländischen Märkten. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Die Zutaten für seine Produkte bezieht das Unternehmen nach eigenen Angaben fast ausschließlich von einheimischen Herstellern. McDonald’s teilte mit, es prüfe die Beschwerden der Lebensmittelaufsicht. Oberste Priorität des Unternehmens seien „sichere Qualitätsprodukte“.

Chronik

Nach Unwetter: Suche in Hiroshima nach Überlebenden

Zwei Tage nach dem schweren Unwetter in Hiroshima im Westen Japans suchen die Rettungsmannschaften weiter nach Überlebenden. Laut Medienberichten wurden heute noch 51 Menschen vermisst. Mindestens 39 Bewohner starben, nachdem sintflutartige Regenfälle Erdrutsche ausgelöst hatten.

Die rund 3.000 Retter - darunter 600 Soldaten - hatten ihre Arbeiten in der Stadt etwa 700 Kilometer südwestlich von Tokio gestern am späten Abend wegen starker Regenfälle unterbrechen müssen.

In den Präfekturen Fukuoka und Nagasaki auf Kyushu, der südwestlichsten der vier japanischen Hauptinseln, wurden Hunderttausende Einwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Meteorologen rechneten mit Erdrutschen und Überschwemmungen.

Betrunkener Kanadier flüchtet mit Streifenwagen

Ein betrunkener Autofahrer ist in Kanada mit dem Wagen eines Streifenpolizisten geflüchtet und hat dem Beamten dadurch gehörigen Ärger eingehandelt. Die von dem 25-jährigen Autodieb bloßgestellte Polizei kündigte nun eine Prüfung ihrer Verhaltensvorschriften bei Festnahmen und Verhaftungen an.

Der junge Mann war in der Provinz Alberta alkoholisiert am Steuer angehalten und dann im Fond eines Streifenwagens platziert worden, während die Beamten mit anderen Beteiligten eines Unfalls sprachen. Doch plötzlich sahen sie ihr Auto davonrasen - mit dem 25-Jährigen auf dem Fahrersitz.

GPS-Ortungssystem abgestellt

Obwohl sie sofort die Verfolgung aufnahmen, verloren sie die Spur des Flüchtigen in einer Staubwolke auf einer abgelegenen Schotterpiste, wie ein Polizeisprecher schilderte. Das GPS-Ortungssystem hatte der clevere Täter vorsorglich abgestellt.

Erst drei Tage später wurden die Beamten durch einen Tipp zu dem gestohlenen Wagen und dessen Fahrer geführt, der sich nun wegen Trunkenheit am Steuer, Autodiebstahl und Flucht aus Polizeigewahrsam verantworten muss. „Solche Dinge passieren, wenn auch selten“, sagte der Polizeisprecher. „Wir überprüfen jetzt intern, wie so etwas in Zukunft verhindert werden kann.“

Vier weiße Löwen in deutschem Zirkus geboren

Vier weiße Löwen sind im deutschen Zirkus Krone zur Welt gekommen. Die drei männlichen und das weibliche Jungtier seien wohlauf, teilte der Zirkus Krone während seines Gastspiels in Magdeburg mit. Die Löwenmutter Princess habe sie dort in der Nacht auf gestern geboren.

Weltweit gibt es nach Angaben des Zirkus nur wenige weiße Löwen, die Tiere befänden sich in einem Artenschutzprogramm. Auch die Eltern des Nachwuchses - die siebenjährige Princess und der zwölf Jahre alte Vater King Tonga - sind weiß.

Bei den Tieren handelt es sich nicht um Albinos, sie haben ihr weißes Fell dank eines vererbten Gens. Bereits 2012 hatte das Löwenpaar Nachwuchs - bei einem Gastspiel in Konstanz kamen sechs kleine Löwen zur Welt. Damals hatten Tierschützer kritisiert, dass ein reisender Zirkus trächtige Löwen mitnehme.

IT

Wiener Sammelklage an Facebook übermittelt

Das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen hat die Prüfung der vom Verein „Europe v Facebook“ eingebrachten Datenschutzsammelklage gegen die irische Tochter des US-Unternehmens Facebook abgeschlossen.

Sie wurde an das europäische Hauptquartier von Facebook in Irland übermittelt. Das Unternehmen hat nun vier Wochen Zeit, um auf die Klage zu antworten, so der Verein in einer Presseaussendung.

Demnach sei der Schriftsatz vermutlich auf dem Postweg zu Facebook und der erste Schritt im Prozess abgeschlossen. Allerdings könnte Facebook Irland die Frist eventuell um vier weitere Wochen verlängert bekommen. Würde das Unternehmen nicht auf die Klage reagieren, wäre ein Versäumnisurteil gegen Facebook zu fällen, so „Europe v Facebook“.

25.000 Beteiligte

Mehr als 25.000 Facebook-User haben ihre Ansprüche im Rahmen der Sammelklage abgetreten. Laut der Initiative um den Hauptkläger und Organisator Max Schrems handelt es sich dabei um die größte Datenschutzsammelklage in Europa.

Weitere 35.000 Nutzer haben sich darüber hinaus registriert, um ebenfalls an der Klage teilzunehmen, sollte diese auf mehr Teilnehmer ausgeweitet werden. Der Wiener Jurist Schrems fordert als Hauptkläger pro Person 500 Euro wegen Verstößen gegen das europäische Datenschutzrecht.

Science

Medien

Medienrepressionen: Der Kollateralschaden von Ferguson

Nach mehr als einer Woche Chaos hat sich die Lage in Ferguson durch den Besuch von Justizminister Eric Holder am Mittwoch etwas stabilisiert. Es gab sechs Festnahmen, aber die zweite Nacht in Folge keine Schüsse und kein Tränengas, die Übertragungswagen der TV-Stationen dürften die gepanzerten Militärfahrzeuge zahlenmäßig übertroffen haben.

Das brutale Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten wie Medienberichterstatter aber hat einen Kollateralschaden angerichtet.

Breite mediale Beachtung in autoritären Staaten

In den staatlichen TV-Nachrichtenkanälen Russlands, Chinas, Katars und anderer autoritärer Staaten war der von Krawallen erschütterte Vorort von St. Louis tagelang stets unter den Spitzenmeldungen gewesen. Die Krawalle waren nach der Erschießung eines schwarzen Jugendlichen durch einen weißen Polizisten vor elf Tagen ausgebrochen.

Die Repression gegen die Medien in Ferguson aber ging noch gestern unvermittelt weiter. Kurz vor dem Eintreffen Holders wurde mit einem Journalisten der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu der 14. Berichterstatter festgenommen.

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Gesundheit

Kultur

Neuer Roth-Roman: Wenn ein Autor in die Luft geht

Der Mensch strebt nach Ordnung - aber die Natur und der Alltag belehren ihn eines Besseren: Verfall, Chaos und Wandel sind der Normalzustand. Dem widmet sich Gerhard Roth lustvoll in seinem neuen Roman „Grundriss eines Rätsels“. Viele Leichen pflastern die Seiten des Buches - um einen Kriminalroman handelt es sich dennoch nicht. Roth lässt sein Schriftsteller-Alter-Ego in die Luft gehen, glänzt mit Wissen über aktuelle Computerspiele, rechnet mit der Religion ab, sucht nach der Schönheit und weidet sich an den alltäglichen Irrwegen der Menschen. ORF.at hat er auf einen Rundgang zu den Schauplätzen des Romans mitgenommen.

Mehr dazu in Der Verfall und die Schönheit

„YDP“: Überraschung und herbe Schelte bei Preisverleihung

Der ultimativ letzte Sieger der Reihe „Young Directors Project“ („YDP“) der Salzburger Festspiele heißt überraschend Nicolas Charaux. Der 27-jährige französische Regisseur gewann den Wettbewerb um das innovative Theaterformat mit einem formal klassischen Sprechtheater: Er inszenierte Walter Kappachers „Der Abschied“, einen Monolog über die letzten Tage des Dichters Georg Trakl. Beim Festakt gab es einige herbe Töne zur Abschaffung dieses Formats ab 2015.

Mehr dazu in news.ORF.at/festspielhighlights