Ausland

UNO: 100.000 Kurden in die Türkei geflohen

Aus Furcht vor der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) binnen 24 Stunden rund 100.000 Kurden aus Syrien in die Türkei geflohen - zuvor war von 70.000 die Rede gewesen. Hintergrund ist die seit Tagen laufende IS-Offensive im Norden Syriens gegen kurdische Milizen. Vor der UNO-Generalversammlung werben die USA unterdessen weiter für ein globales Bündnis im Kampf gegen die Terrormiliz.

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Merkel empfängt französischen Premierminister Valls

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt heute im Kanzleramt den französischen Premierminister Manuel Valls. Nach einem Arbeitsessen wollen die deutsche Kanzlerin und der Pariser Regierungschef vor die Presse treten. Die französische Regierung kündigte an, Valls wolle mit Merkel über „gemeinsames Handeln“ beraten, um „das Wachstum in Europa wieder anzukurbeln“.

Zwischen beiden Ländern gibt es Meinungsunterschiede über die richtige Wirtschaftspolitik. Valls reist am Nachmittag nach Hamburg, um die dortige Airbus-Niederlassung zu besichtigen. Im Hamburger Rathaus ist auch eine Begegnung mit dem SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geplant.

Schwere Materialverluste für ukrainische Armee

Die ukrainischen Regierungstruppen haben im Verlauf ihrer Einsätze gegen die Separatisten im Osten des Landes schwere Verluste an Material erlitten. „Es wurde zwischen 60 und 65 Prozent der Militärtechnik zerstört“, beschrieb Präsident Petro Poroschenko gesten Abend im ukrainischen Fernsehen die Verluste an Panzern und schwerem Gerät.

Mit dem vereinbarten partiellen Rückzug der Kampftruppen beider Konfliktparteien und der Bildung von Pufferzonen habe die Ukraine nunmehr die Gelegenheit, die Einheiten aufzufrischen, die lange Zeit im Kampf gestanden hatten. „In einer dieser Einheiten hat mein Sohn gekämpft“, zitierte die russische Agentur Ria Nowosti den ukrainischen Staatschef.

In dem Interview betonte Poroschenko, dass sein Land den Frieden brauche. Er selbst wolle alles unternehmen, „um den Friedensplan umzusetzen“.

Jemen: Huthi-Rebellen und Regierung schließen Frieden

Jemens führende Politiker und Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen haben nach Wochen blutiger Auseinandersetzungen in Sanaa einen Friedensvertrag unterzeichnet. Die Einigung sei in Anwesenheit des Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi erfolgt, berichtete die offizielle jemenitische Nachrichtenagentur Saba gestern. Der Vertrag war durch den UNO-Sondergesandten für den Jemen, Jamal Benomar, vermittelt worden.

Regierungschef zurückgetreten

Kurz zuvor hatte Regierungschef Mohammed Basindawa seinen Rücktritt erklärt. Huthi-Rebellen waren seit Donnerstag immer weiter in Richtung Sanaa vorgedrungen und hatten am unter anderem das Armee-Hauptquartier gestürmt. Seit Wochen fordern die schiitischen Rebellen den Rücktritt der mehrheitlich sunnitischen Regierung.

Schlag gegen Boko Haram in Nigeria - Dutzende Tote

Bei einem Schlag des nigerianischen Militärs gegen die radikalislamische Terrormiliz Boko Haram sind im Norden des Landes mindestens 48 Extremisten getötet worden. Das berichtete die Zeitung „Premium Times“ gestern. Die Islamisten hatten zuvor am Freitag einen Markt in Mainok im Bundesstaat Borno überfallen und dabei mindestens 20 Menschen erschossen. Eine Armee-Einheit habe daraufhin die Verfolgung der Extremisten aufgenommen.

Die sunnitische Terrororganisation Boko Haram führt im muslimischen Norden des Landes Krieg für einen Gottesstaat. Allein 2014 fielen bisher über 2.500 Menschen Anschlägen zum Opfer.

Katalonien kündigt Dekret für Referendum an

Kataloniens Regierungschef Artur Mas will in Kürze das für den 9. November angekündigte Referendum über die Trennung von Spanien per Dekret anordnen. Bei der Bekanntgabe seiner Pläne betonte Mas, er werde sich von der erwarteten Anfechtung durch die Zentralregierung vor dem Verfassungsgericht nicht abschrecken lassen, sagte er gestern am Rande einer Veranstaltung in Cardona.

Die katalanischen Institutionen seien älter als die spanische Verfassung (1978), betonte er weiter. Mas rief die Zentralregierung dazu auf, die Verfassung „nicht zu missbrauchen, um das katalanische Volk zum Schweigen zu bringen“.

Wenige Stunden nach der Niederlage der Unabhängigkeitsbewegung in Schottland hatte das katalanische Parlament am Freitag ein Gesetz zur Anberaumung der Abstimmung mit einer Mehrheit von knapp 80 Prozent der Abgeordneten angenommen. Mas hatte kurz vor der Abstimmung erklärt, man mache weiter, weil man sich von der „Demokratie-Lektion“ des Vereinigten Königreichs bestärkt fühle.

Madrid: Referendum verfassungswidrig

Die angestrebte Volksabstimmung wird von der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy als verfassungswidrig abgelehnt. Sie werde auf keinen Fall stattfinden, heißt es. Nach Überzeugung Madrids müssten in dieser Frage alle Spanier abstimmen.

Inland

Asylquartiere: Mikl-Leitner will Assistenzeinsatz des Heeres

Die Asylunterbringung in Österreich stößt laut Innenministerium in der nächsten Woche an ihre Kapazitätsgrenzen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will deshalb Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und das Bundesheer um „Assistenzeinsatz“ in Sachen Flüchtlingsunterbringung in Kasernen ersuchen. Das Ministerium bestätigte gestern Nachmittag einen entsprechenden Bericht des „Kurier“.

Asylkapazitäten ab nächster Woche erschöpft

Spätestens morgen müssten im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen 1.600 Menschen versorgt werden, was auch für das Innenministerium selbst nicht mehr tragbar sei, wie es hieß. Traiskirchen würde dann vom Innenministerium selbst gesperrt. Auch die zuletzt genutzten Polizeiturnsäle reichten nicht mehr aus. Das sei eine direkte Auswirkung der Asylblockade von Ländern und Gemeinden, klagt das Innenministerium nur wenige Tage vor der für kommende Woche angesetzten Tagung der Landesflüchtlingsreferenten.

Zugleich reiße der Flüchtlingsstrom aus Kriegs- und Krisenländern wie Syrien nicht ab. Allein im September werden über 3.000 Kriegsflüchtlinge in Österreich Schutz suchen. Zuletzt sei auch die Zahl der Asylanträge aus der Ukraine deutlich gestiegen. Für 2014 rechnet das Innenministerium mit 26.000 Asylanträgen. Das wäre eine Steigerung von über 50 Prozent gegenüber 2013 und ein Rekordwert in den letzten zehn Jahren, so das Ministerium.

Blockade durch Länder und Gemeinden „Schande“

„Täglich erreichen uns nicht nur die Bilder des Mordens, des Terrors und der Verfolgung, sondern eben auch die Menschen, die genau davor fliehen und bei uns Schutz suchen. Die öffentlichen Diskussionen dazu sind schon bisher unwürdig genug. Aber jetzt stehen wir vor einem neuen traurigen Tiefpunkt“, erklärte Innenministerin Mikl-Leitner dazu gegenüber der APA.

„Wenn wir einerseits von den Bundesländern ausgerichtet bekommen, dass sie eigentlich auf Knopfdruck Hunderte Flüchtlinge in vernünftigen Quartieren unterbringen könnten, das aber aufgrund des Widerstands einzelner Bürgermeister nicht geht, und andererseits müssen wir deshalb in Kasernen und vielleicht sogar Zelte wie in Deutschland ausweichen, dann ist das der Bankrott der Hilfsbereitschaft in unserem Land - und eigentlich eine Schande.“

Verteidigungsministerium zurückhaltend

Im Verteidigungsministerium kommentierte man den Vorstoß Mikl-Leitners zurückhaltend. „Sobald das Innenministerium an uns herantritt, werden wir uns das anschauen, prüfen und danach in Gespräche eintreten“, sagte ein Sprecher von Verteidigungsminister Klug.

Stöger pocht auf ÖIAG-Reform

Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) pocht auf eine ÖIAG-Reform, wie sie im Regierungsprogramm vorgesehen ist. „Wir haben im Regierungsprogramm klar gesagt, dass sich an der ÖIAG selbst etwas zu ändern hat, und ich stehe dazu“, so Stöger gestern im Interview mit dem ORF-Parlamentsmagazin „Hohes Haus“. Er persönlich verhandle diesen Bereich aber nicht.

Die ASFINAG und die ÖBB seien gut aufgestellt und im Verkehrsministerium bestens aufgehoben, sagte Stöger. Die Neugestaltung der staatlichen Industrieholding ÖIAG habe mit den ÖBB nichts zu tun, und im Regierungsprogramm lese er auch nichts über einen Wechsel der ASFINAG zur ÖIAG.

Die neu gewählte ÖBB-Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer habe sein volles Vertrauen, so Stöger. Sie könne als ehemalige Siemens-Spitzenmanagerin große Betriebe steuern, sei umsichtig und wisse, was die Kundinnen und Kunden brauchen. Interessenkonflikte wegen Ederers früherer Siemens-Tätigkeit fürchte er nicht.

Sport

Eishockey: Erfolgslauf von Caps und Salzburg hält an

Der Erfolgslauf von Red Bull Salzburg und den Vienna Capitals in der Erste Bank Eishockey Liga hält weiter an. Während sich die Salzburger vor heimischem Publikum klar gegen Dornbirn durchsetzten und den vierten Sieg im vierten Spiel feierten, blieben auch die Caps weiter ungeschlagen und kamen zu einem 3:2-Arbeitssieg in Innsbruck. Die Graz 99ers gingen indes beim Gastspiel in Villach als Sieger vom Eis. Erfolge feierten auch Fehervar und EBEL-Meister Südtirol.

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Fußball: Spektakuläre Niederlage für ManUnited

Der 4:0-Erfolg letzte Woche gegen die Queens Park Rangers hätte für Manchester United der Wendepunkt in der Premier League sein sollen, es bleibt aber vorerst der einzige Sieg in dieser Saison. Die um über 100 Mio. Euro hochgerüsteten „Red Devils“ mussten unter der Führung von Neo-Coach Louis van Gaal gestern in der fünften Runde der englischen Premier League die nächste empfindliche Niederlage hinnehmen. In Leicester verspielten Rooney und Co. in der letzten halben Stunde eine bequeme 3:1-Führung und gingen noch mit 3:5 unter.

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Fußball: „Kölner Mauer“ hält auch im Derby

Auch in der vierten Runde der deutschen Bundesliga hat die „Kölner Mauer“ dem gegnerischen Ansturm standgehalten. Der von Peter Stöger trainierte Aufsteiger 1. FC Köln erreichte gestern im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach das bereits dritte torlose Remis und ist mit punktegleich mit den ebenfalls noch ungeschlagenen Gladbachern Tabellenachter. Der bisherige Spitzenreiter Bayer Leverkusen erlitt in Wolfsburg mit einem 1:4 die erste Niederlage, Sensationstabellenführer ist damit Bundesliga-Neuling Paderborn.

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Fußball: Milanic nicht mehr Trainer von Sturm Graz

Darko Milanic hat seinen sofortigen Abschied als Trainer von Sturm Graz bekanntgegeben. Der Slowene wechselt von der Bundesliga in die zweithöchste Spielklasse nach England zu Leeds United, wo er die Nachfolge des im August entlassenen David Hockaday antreten wird. „Man muss diese Chance ausnutzen, weil man nicht weiß, ob so eine Chance wiederkommt“, sagte Milanic bei einer Pressekonferenz in Graz. Dennoch sei die Entscheidung nicht einfach gewesen.

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Wirtschaft

GM ruft wieder Hunderttausende Pkw in die Werkstätten

Die Opel-Mutter General Motors (GM) muss erneut Autos wegen technischer Mängel in die Werkstätten zurückrufen. Bei 221.558 Fahrzeugen der Typen Cadillac XTS und Chevrolet Impala habe es Probleme mit den Handbremsen gegeben, geht aus einem Schreiben der Bundesbehörde für Fahrzeugsicherheit (NHTSA) hervor, das Reuters gestern einsehen konnte.

Der Defekt könnte einen Brand auslösen. GM seien im Zusammenhang mit dem Rückruf keine Unfälle oder Verletzungen bekannt. Der größte US-Autohersteller hat seit Monaten mit einer riesigen Rückrufwelle zu kämpfen. Seit Jahresbeginn hat GM mehr als 30 Millionen Fahrzeuge wegen Defekten zurückbeordert.

„Kreativbier“ gegen schwindenden Durst

Der Bierdurst in Westeuropa und den USA ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Um zu wachsen, übernehmen die weltweit größten Bierkonzerne verstärkt Mitbewerber in Wachstumsmärkten wie Asien und Afrika. Mit dem Ergebnis, dass vier internationale Brauereiriesen einen immer größeren Teil des globalen Bierausstoßes kontrollieren.

Österreich hat die Zeit der Marktbereinigung laut Experten bereits hinter sich. Inzwischen entstehen sogar wieder viele kleine Brauereien und mit ihnen eine Vielfalt an regionalen Nischenprodukten und Kreativbieren. Vom saisonalen Kürbisbier bis zu exotischen Braurezepten - die Spezialbiere liegen klar im Trend.

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Chronik

Brand in sibirischem Hochhaus - über 100 Menschen gerettet

Bei einem Großbrand in einem 25-stöckigen Hochhaus hat der russische Zivilschutz in der sibirischen Stadt Krasnorjarsk alle Bewohner gerettet. Die 115 Menschen aus dem Haus wurden unter anderem in einer Schule in Sicherheit gebracht, wie die Behörden gestern mitteilten. Es habe keine Verletzten gegeben. Auf Bildern war die brennende Fassade des Hauses zu sehen.

Zum Löschen setzte der Zivilschutz auch Hubschrauber ein. Ermittler sprachen von einer leicht brennbaren Verkleidung sowie von Balkonen aus Kunststoff. Die Brandursache war unklar. Der Neubau soll nur zum Teil bewohnt gewesen sein. Möglicherweise waren Teile des Hauses noch eine Baustelle, auf der das Feuer bei Arbeiten ausbrach.

Weltumspannend Kundgebungen für den Klimaschutz

In zahlreichen Städten auf verschiedenen Kontinenten haben gestern Kundgebungen für einen verstärkten Klimaschutz stattgefunden.

310.000 Menschen in New York

Die größte Demonstration fand in New York statt: Mit Plakaten und Trillerpfeifen zogen 310.000 Menschen durch die Straßen. An der nach Angaben der Organisatoren „größten Klima-Demonstration aller Zeiten“ hatten auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, der frühere US-Vizepräsident Al Gore und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio teilgenommen.

Rund 10.000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter an der Silent Climate Parade im Zentrum von Berlin, rund 40.000 nahmen nach Angaben der Veranstalter an einer ähnlichen Veranstaltung in London teil, 5.000 in Paris. Weitere Demonstrationen gab es in Amsterdam, Stockholm, Rom, Madrid, Neu Delhi und Rio de Janeiro. Insgesamt sollte es weltweit rund 2.700 Veranstaltungen in 158 Länder geben.

UNO-Klimagipfel am Dienstag

Die Demonstrationen für den Klimaschutz gehen dem morgigen UNO-Klimagipfel voraus, an dem mehr als 120 Staats- und Regierungschefs teilnehmen wollen.

Ebola: Dutzende Leichen in Sierra Leone gefunden

Während der dreitägigen Ausgangssperre in Sierra Leone haben Helfer in und um die Hauptstadt Freetown bis zu 70 Leichen entdeckt. Die Toten seien von den Freiwilligenteams beerdigt worden, sagte die stellvertretende Leiterin der Gesundheitsdienste, Sarian Kamara, gestern. Bis gestern Früh seien zudem 22 neue Fälle gemeldet worden.

Experten und NGOs bezweifelten, dass es den insgesamt 30.000 Helfern gelungen sei, in nur drei Tagen alle 1,5 Millionen Haushalte zu erreichen. Die Helfer sollten den Menschen Seife und Informationen zur Vermeidung einer Ansteckung bringen. Kamara sagte, die Ausgangssperre sei „auf dem Weg“, ihr Ziel zu erreichen. Die NGO Human Rights Watch bezeichnete die vielfach kritisierte Maßnahme der Regierung dagegen als „PR-Aktion“.

Von den insgesamt mehr als 2.600 Ebola-Toten in Westafrika stammt mehr als die Hälfte aus Sierra Leones Nachbarland Liberia. Dort kündigte die Regierung an, die Behandlungskapazitäten in der Hauptstadt Monrovia deutlich zu erhöhen. „Menschen werden abgewiesen, weil es keinen Platz gibt“, sagte Informationsminister Lewis Brown der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb werde die Anzahl der Betten bis Ende Oktober von 250 auf 1.000 erhöht. Der aktuelle Erreger des hämorrhagischen Fiebers führt in etwa jedem zweiten Fall zum Tod.

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Kein Spielteilnehmer hatte bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ die richtigen sechs Gewinnzahlen auf seinem Schein, im Dreifachjackpot für die nächste Ziehung am Sonntag bleiben über 4,8 Mio. Euro. Folgende Zahlen wurden gezogen:

8 13 17 24 25 29, Zusatzzahl 23

Beim Joker hatte ein Spielteilnehmer die korrekten Gewinnzahlen auf der Quittung, er erhält etwa 468.800 Euro. Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

3 6 9 5 1 4

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Gesundheit

Kultur

Protest bei Verleihung von Ibsen-Preis an Handke

Der in Frankreich lebende österreichische Literat Peter Handke (71) hat gestern Nachmittag den Internationalen Ibsen-Preis empfangen. Vor dem Nationaltheater in Oslo hielten bosnische Aktivisten nach Angaben der norwegischen Veranstalter eine lautstarke Protestkundgebung ab.

Nach der kurzen Übergabezeremonie an Handke, der persönlich angereist war, stand im Nationaltheater Handkes 2010 erschienenes Stück „Immer noch Sturm“ auf dem Programm. Derzeit findet in Norwegen das Internationale Ibsen-Festival statt.

Handke soll heute in Skien, der Geburtsstadt Henrik Ibsens, eine Konferenz zu Ehren des norwegischen Nationaldichters eröffnen. Für Handkes Rede sind 40 Minuten vorgesehen. In Norwegen war die Zuerkennung des begehrten, mit 2,5 Millionen Kronen (etwa 306.600 Euro) dotierten Theaterpreises an Handke wegen dessen politischen Engagements für Serbien heftig kritisiert worden. Lokalpolitiker in Skien haben angekündigt, der Konferenz fernbleiben zu wollen.