Ausland

Gute Beteiligung am ersten Wahltag in Tschechien

Bei der Parlamentswahl in Tschechien zeichnet sich eine gute Wahlbeteiligung ab. Am ersten von zwei Tagen gaben nach Angaben der örtlichen Kommissionen bereits ein Viertel bis ein Drittel der Wähler ihre Stimmen ab, wie das tschechische Fernsehen CT am Abend berichtete. Insgesamt gibt es rund 8,4 Millionen Wahlberechtigte.

Die Wahllokale schlossen um 22.00 Uhr und sind heute noch einmal von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Die Polizei musste in der Stadt Pardubice einschreiten, weil ein Wahlhelfer ein antiislamisches T-Shirt mit einem durchgestrichenen Minarett trug. Größere Vorkommnisse wurden nicht gemeldet.

Sieg von Populist Babis erwartet

Die Umfragen sagen einen Sieg der populistischen ANO-Bewegung des Milliardärs Andrej Babis voraus. Weil die Polizei wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs gegen den 63-Jährigen ermittelt, schließen jedoch viele Politiker eine Zusammenarbeit mit ihm aus.

Tschechiens Präsident Milos Zeman kündigte bei der Stimmabgabe an, in jedem Fall den Wahlsieger mit der Regierungsbildung zu beauftragen. „In der Politik versuchen leider mitunter die Silber- und Bronzemedaillengewinner, den Goldmedaillengewinner vom Podest zu stoßen - das halte ich für unsportlich“, sagte der 73-Jährige.

D: Erste Jamaika-Runde schneller als gedacht zu Ende

CDU, CSU, FDP und Grünen haben gestern Abend ihre erste große Sondierungsrunde zur Bildung einer neuen Regierung schneller als gedacht abgeschlossen. Am kommenden Dienstag sollen nun - nach der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages - die schwierigen Themen Steuern, Finanzen und Haushalt sowie Europa intensiver beraten werden, wie aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war.

„Große Abstände“

Es gebe eine Fülle von Themen, „wo es noch ein gutes Stück des Weges ist“, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber. „Zum Beispiel, wenn wir über das Thema Sicherheitsgesetze reden.“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte nach den Beratungen, die Gespräche seien sachlich, aufgeräumt und sehr konzentriert gewesen. Er sehe aber noch „große Abstände“ etwa bei dem Thema Zuwanderung. Es gehe aus Sicht der CSU darum, die Zuwanderung nachhaltig zu begrenzen. Von den 8.500 Kilometern bis Jamaika seien etwa 75 Kilometer zurückgelegt.

Größere Differenzen zwischen den Parteien gebe es auch beim Thema Wirtschaft, Verkehr und Mobilität der Zukunft, so der CSU-Generalsekretär. Seine Partei wolle den Industriestandort Deutschland nicht gefährden. Hier seien bei den Verhandlungen „große Herausforderungen zutage getreten“.

Schwere Brocken zuerst

An der großen Runde der Sondierungsverhandlungen nehmen rund 50 Politiker der vier Parteien teil. In der kommenden Woche wollen CDU, CSU, FDP und Grüne in vertiefte Beratungen einsteigen und mit den Themen Haushalt, Steuern, Finanzen und Europa beginnen.

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer sagte nach Abschluss der ersten Sondierungsrunde, die Gespräche hätten gezeigt, dass „es Schnittmengen gibt, dass es aber auch große Unterschiede gibt“.

„Der große Donner ist ausgeblieben“, beschrieb Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner die Beratungen. Nun müsse vertieft in die Themen eingestiegen werden. Die Grünen wollten beim Thema Haushalt und Finanzen darauf pochen, dass in Gerechtigkeit investiert werde, sagte Kellner.

„Brexit“: Kaum Zugeständnisse bei EU-Gipfel an May

Ganz im Zeichen des „Brexit“ ist der Ausklang des EU-Gipfels in Brüssel gestanden. Am Vortag hatte die britische Premierministerin Theresa May noch mit einer Rede beim Abendessen für Aufsehen gesorgt, in der sie ihre EU-Kollegen dem Vernehmen nach um schnelle und vorzeigbare Fortschritte bei den „Brexit“-Gesprächen gebeten habe. Dafür gab es teilweise Lob, letztlich biss sie aber auf Granit: Zwar beschloss der EU-Gipfel „interne Vorbereitungen“ für die von den Briten ersehnte zweite „Brexit“-Phase - Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fasste die Entwicklungen in nur einen aus Sicht der Briten wenig erwärmenden Satz.

Mehr dazu in „Zum ‚Brexit‘ gibt es nichts zu sagen“

Frankreich schafft Vermögenssteuer ab

Die französische Nationalversammlung hat den Weg für die Abschaffung der Vermögenssteuer freigemacht. Mit 77 gegen 19 Stimmen votierten die Abgeordneten gestern Abend für die Umwandlung der Steuer in eine reine Abgabe auf Immobilienbesitz. Die Gegenstimmen kamen aus dem linken Lager. Die Abschaffung der Vermögenssteuer ist eines der zentralen Projekte von Präsident Emmanuel Macron.

Bisher musste die Steuer zahlen, wer über Vermögen von mindestens 1,3 Millionen Euro verfügt. Dazu zählen Immobilien, Grundstücke, Geldvermögen, Schmuck und andere Wertsachen.

Ab dem kommenden Jahr soll sie nun in eine reine Abgabe auf Immobilienbesitz umgewandelt werden. Zuletzt erzielte der Staat laut Finanzministerium mit der Vermögenssteuer 4,1 Milliarden Euro, mit der Umwandlung in eine Immobiliensteuer fallen davon 3,2 Milliarden weg.

Dutzende Tote bei Anschlägen auf Moscheen in Afghanistan

In Afghanistan sind bei zwei Anschlägen auf schiitische Moscheen gestern mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Andere Berichte sprachen von mehr als 70 Toten. In der Hauptstadt Kabul habe sich ein Selbstmordattentäter in der Imam-Saman-Moschee die Luft gesprengt, als sich die Gläubigen zu den Freitagsgebeten versammelten, teilten die Behörden mit. Mindestens 30 Menschen seien dabei getötet worden.

Bei einem zweiten Angriff auf eine Moschee in der Provinz Ghor im Zentrum des Landes starben nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen. Möglicherweise habe der Anschlag einem führenden Lokalpolitiker gegolten, sagte ein Polizeisprecher. Der Politiker sei unter den Todesopfern.

Einem vergangene Woche veröffentlichten UNO-Bericht zufolge wurden bei Angriffen auf schiitische Moscheen und religiöse Zeremonien in diesem Jahr bisher mehr über 80 Menschen getötet und fast 200 verletzt. Die Schiiten sind in Afghanistan in der Minderheit, etwa 80 Prozent der Menschen bekennen sich zur sunnitischen Glaubensrichtung des Islam.

Studie: Neun Mio. Tote jährlich durch Umweltverschmutzung

Feinstaub in der Luft, Krankheitserreger im Wasser, Gift im Boden: Umweltverschmutzung ist laut einer neuen internationalen Studie weltweit für jeden sechsten Todesfall verantwortlich. 2015 hätten durch Schadstoffe aus der Umwelt verursachte Krankheiten zum Tod von neun Millionen Menschen geführt. Das ist dreimal mehr als durch Aids, Tuberkulose und Malaria zusammen und 15-mal mehr als durch Kriege und andere Formen der Gewalt.

Mehr dazu in „Allgegenwärtige Bedrohung“

Inland

Schulpartner fordern Reformen bei Zentralmatura

Der aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern gebildete Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) fordert von der nächsten Regierung eine „Weiterentwicklung der Zentralmatura zu einer teilzentralen Matura“. Dadurch könne „der Vielfalt der Schularten und Schulformen besser Rechnung getragen werden“, hieß es gestern in einer Aussendung.

Derzeit werden bei der schriftlichen Matura die Aufgabenstellungen in den wichtigsten Fächern zentral vom Bildungsministerium vorgegeben. Bei einer teilzentralen Reifeprüfung würde ein Teil der Angaben von den Lehrern der jeweiligen Schule kommen.

Außerdem verlangt der B-SGA unter anderem mehr Unterstützungspersonal für die Schulen sowie generell eine „Finanzierungsoffensive für Österreichs Schulwesen“. Außerdem müsse Begabungs- und Begabtenförderung zu einem Schwerpunktthema gemacht werden.

ÖH in Sorge

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) zeigt sich unterdessen besorgt über den Rechtsruck in Österreich. Sie verlangt ein „eigenständiges Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung“. Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren lehnen die Studierendenvertreter ab.

Sport

Fußball: Burgstaller trifft bei Schalke-Sieg

Für Schalke 04 und Guido Burgstaller läuft es in der deutschen Bundesliga zurzeit wieder richtig rund. Gestern feierten die Gelsenkirchner zum Auftakt der neunten Runde einen souveränen Heimsieg über Mainz und arbeiten damit weiter erfolgreich an einer Rückkehr auf die internationale Fußballbühne. Einen großen Anteil am zweiten Dreipunkter in Folge hatte Burgstaller, der mit einem Assist und einem Tor glänzte.

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Eishockey: Caps machen das Dutzend voll

Die Vienna Capitals haben gestern mit etwas Mühe den zwölften Sieg im zwölften Saisonspiel der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gefeiert. Der Leader setzte sich gegen den HC Bozen auf eigenem Eis mit 3:2 durch. In der Tabelle vergrößerten die Wiener den Vorsprung auf Verfolger Black Wings Linz bei einem Spiel weniger auf zwölf Punkte, da die Oberösterreicher bei Red Bull Salzburg eine Niederlage kassierten.

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Erste Liga: Salihi zerlegt KSV mit Viererpack

Wiener-Neustadt-Torjäger Hamdi Salihi hat der 15. Runde in der Ersten Liga eindrucksvoll seinen Stempel aufgedrückt. Der Albaner zerlegte Kapfenberg gestern mit vier Toren im Alleingang und brachte die Niederösterreicher wieder zurück auf die Siegerstraße.

Tabellenführer bleibt die SV Ried, die mit zehn Mann in letzter Sekunde ein Remis bei Wacker Innsbruck rettete. Während Austria Lustenau gegen Wattens spät jubeln durfte und Hartberg Blau Weiß Linz besiegte, verschenkte Schlusslicht FAC einen schon sicher geglaubten Sieg gegen Liefering.

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Europa League: Salzburg meistert Stresstest

Red Bull Salzburg hat den Stresstest vor mehr als 30.000 Zuschauern im Hexenkessel von Konya bestanden und mit dem zweiten Sieg und nun sieben Punkten das Tor zum Europa-League-Sechzehntelfinale weit aufgestoßen.

„Wie die Jungs das im Moment machen, ist richtig gut“, freute sich Coach Marco Rose und räumte zugleich ein: „In der zweiten Hälfte war es lange ein offenes Spiel, das sicher auch hätte kippen können.“ Doch seine Mannschaft hielt dem Druck in der Türkei stand.

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Wirtschaft

Bitcoin erstmals über 6.000-Dollar-Marke

Die Kryptowährung Bitcoin hat gestern erstmals die Marke von 6.000 Dollar übersprungen. Auf der Handelsplattform BitStamp verteuerte sich ein Bitcoin zwischenzeitlich auf 6.000,10 Dollar. Bitcoin jagte zuletzt von einem Rekord zum nächsten. Seit Jahresbeginn hat die Digitalwährung mehr als 500 Prozent zugelegt.

Das gesamte Volumen des vom Computer erschaffenen Geldes liegt damit laut der Website Coinmarketcap bei rund 100 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Cybergeld boomt, Bitcoin ist das größte und bekannteste davon. Laut Coinmarketcap gibt es inzwischen über 1.000 verschiedene Kryptowährungen. Ethereum liegt mit einem Marktwert von rund 30 Milliarden Dollar auf Platz zwei.

Gut geeignet für Geldwäsche

Für Kryptowährungen steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher werden ihre Kurse allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer die dafür extrem komplexen Algorithmen berechnen.

Da Beträge weltweit schnell und anonym transferiert werden können, sind diese Währungen auch für Nutzer interessant, die Geld aus illegalen Geschäften waschen oder Kapitalkontrollen umgehen wollen. Die digitale Währung wurde vor knapp zehn Jahren von einer Person oder Personengruppe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt.

Air Berlin bittet Merkel um finanzielle Hilfe

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin bittet nun auch die deutsche Regierung in Berlin um Hilfe bei der Finanzierung einer Auffanglösung für die Beschäftigten. Air Berlin werde selbst bis zu zehn Millionen Euro beisteuern, brauche aber für eine Transfergesellschaft noch Geld der öffentlichen Hand, wie aus einem Brief der Konzernspitze an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters gestern vorlag.

„Hierzu hoffen wir auf die Unterstützung der betroffenen Länder und des Bundes, setzen aber auch auf die Verantwortung der Käufer unseres Unternehmens.“ Zuerst hatten die Zeitungen „BZ“ und „Bild“ darüber berichtet.

Teure Umqualifizierung von Mitarbeitern

Die Transfergesellschaft soll Mitarbeiter, für die es vorerst keine Perspektiven gibt, qualifizieren und in andere Jobs vermitteln. Air Berlin rechnet damit, dass rund 4.000 Beschäftigte in diese Einrichtung wechseln könnten. Mit Piloten wären es laut Kalkulation 4.500. Die Kosten für die Transfergesellschaft dürften sich - je nach Modellrechnung - auf bis zu rund 65 Millionen Euro belaufen.

In dem Brief bittet der Konzern die öffentliche Hand um die finanzielle Unterstützung bei den Overhead-Kosten, die nicht einzelnen Posten zugeordnet werden können, und bei den Remanenzkosten. Dazu gehören etwa Sozialabgaben für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung wie auch die Lohnzahlungen für Urlaubs- und Feiertage.

Jüngst hatte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums allerdings gesagt, es gebe keine gesetzliche Grundlage für Beiträge des Bundes an eine Transfergesellschaft für Air Berlin, abgesehen von der Bundesagentur für Arbeit.

Chronik

„Durchfall-Trick“ auf Mallorca: Hunderte Briten flogen auf

Die spanische Polizei hat rund 800 mutmaßliche Betrüger identifiziert, die als Touristen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln durch vorgetäuschte Lebensmittelinfektionen die Erstattung ihrer Reisekosten erreicht haben sollen. Es handle sich ausnahmslos um Briten, die mit Hilfe von 77 Anwaltskanzleien Klagen eingereicht hätten, teilte die Policia Nacional gestern mit.

Nur ein verschwindend geringer Teil dieser Briten habe einen Arzt aufgesucht, hieß es. Außerdem hätten die betroffenen Hotels alle Gesundheitsinspektionen bestanden. Diese „Durchfall-Masche“ sollen Urlauber aus Großbritannien in Spanien jahrelang praktiziert haben. Oft reichten nach Angaben der spanischen Behörden schon der Kauf eines Durchfallmittels und der dazugehörige Kassenbon als Beweis für eine Erkrankung aus.

Anstieg der Reklamationen um 700 Prozent

Die meisten der mutmaßlichen Betrüger sollen von britischen Anwälten angestiftet worden sein. Nach amtlicher Schätzung wurden auf diese Weise allein im Jahr 2013 und nur auf Mallorca mindestens 50 Millionen Euro ergaunert. Die spanische Polizei hatte die Ermittlungen Anfang 2017 aufgenommen. Den Behörden war der drastische Anstieg der Reklamationen um fast 700 Prozent im vergangenen Jahr aufgefallen. Der Betrug habe vor allem in All-inclusive-Hotels und Unterkünften mit Halbpension stattgefunden, weil diese für eine Lücke im britischen Verbraucherschutzgesetz besonders anfällig seien.

Pest breitet sich in Madagaskar rasant aus

Die Zahl der Pesterkrankungen in Madagaskar hat sich innerhalb von etwa zehn Tagen auf nunmehr 1.153 Fälle verdreifacht. Davon seien bisher 300 Fälle im Labor bestätigt worden, mindestens 94 Menschen seien an den Folgen der Infektion gestorben, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern.

Die Behörden in Antananarivo hatten gestern noch von knapp über 900 Erkrankungen gesprochen, bei denen die meisten Menschen an der hochgefährlichen und leicht übertragbaren Lungenpest leiden. Am 10. Oktober waren es noch 350 Pesterkrankungen und 40 Todesfälle.

Die Epidemie in dem Inselstaat vor der Südostküste Afrikas hatte Anfang September begonnen. Kleinere Ausbrüche der Beulenpest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich. Die gegenwärtige Epidemie ist jedoch bedeutend heftiger, die Erkrankungen sind überwiegend Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest. Die WHO hat wegen der Epidemie rund 1,5 Millionen Dosen Antibiotika zur Behandlung und Prophylaxe nach Madagaskar geschickt.

Von Ratten übertragen

Verursacher der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis. Der Erreger wird meist durch infizierte Flöhe von Ratten übertragen. Eine Infektion führt zunächst zu Symptomen wie bei einer schweren Grippe, dann schwellen Lymphknoten zu dicken Beulen an. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika sehr hoch. Die Lungenpest wird durch Tröpfchen übertragen, ähnlich wie eine Grippe, und kann sich rasch ausbreiten. Sie führt unbehandelt schnell zum Tod.

Tarantino bedauert sein Schweigen im Fall Weinstein

Der amerikanische Starregisseur und Oscar-Preisträger Quentin Tarantino (54) bedauert es, nicht schon früher auf die Missbrauchsvorwürfe gegen Harvey Weinstein reagiert zu haben. „Ich wusste, er hat einige dieser Dinge getan“, sagte Tarantino in einem Interview mit der „New York Times“ (Donnerstag-Ausgabe). Mehr als 20 Jahre arbeiteten Tarantino und der Hollywood-Mogul eng zusammen an Filmhits wie „Pulp Fiction“, „Kill Bill“, „Inglourious Basterds“ und „Django Unchained“.

„Ich wusste genug, um mehr zu tun“

„Ich wusste genug, um mehr zu tun, als ich getan habe.“ Viel früher hätte er „Verantwortung“ übernehmen und seine Zusammenarbeit mit Weinstein beenden müssen, sagte der Regisseur. Tarantino räumte ein, schon lange von sexuellen Übergriffen gewusst zu haben. 1995 habe ihm seine damalige Freundin, die Schauspielerin Mira Sorvino, von früheren Belästigungen erzählt.

Dutzende Frauen haben in den letzten Tagen Vorwürfe gegen Weinstein von Belästigungen bis zu Vergewaltigung öffentlich dargelegt. Zahlreiche Branchenkollegen, darunter Filmstars wie Tom Hanks, Leonardo DiCaprio und Meryl Streep, haben sich deutlich gegen Weinstein positioniert.

Missbrauchsvorwurf: Freispruch für Pfadfinderführer

Ein langjähriger Pfadfinderführer, der Burschen im Alter zwischen 13 und 16 betreute, hat sich wegen Unzucht mit Unmündigen und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses verantworten müssen. Er wurde gestern freigesprochen.

Dem 53-Jährigen wurde vorgeworfen, ab Dezember 1994 sexuelle Handlungen mit einem damals 13 Jahre alten Schützling vorgenommen zu haben. Bis zum 14. Geburtstag des Burschen soll es in der Wohnung des Mannes zu neun Übergriffen gekommen sein.

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Kultur

Lifestyle

„Playboy“ kürt erstmals Transgender-Model zu Playmate

Der „Playboy“ hat nach dem Tod von Gründer Hugh Hefner erstmals ein Transgender-Model zum Playmate des Monats gekürt. Ines Rau (26) ist auf der berühmten Doppelseite in der November-Ausgabe des Magazins zu sehen, dessen Titelseite ein Foto von Hefner ziert und in dem ihm über 100 Seiten gewidmet werden.

Die Französin mit nordafrikanische Abstammung war zuvor bereits in der italienischen Ausgabe der „Vogue“ zu sehen und war auch Teil einer Kampagne der französischen Modemarke Balmain.

„Geht darum, dich selbst zu lieben“

„Ich lebte lange Zeit, ohne zu sagen, dass ich Transgender bin“, wird Rau in einem Artikel zitiert. „Ich ging auf viele Dates und vergaß es fast. Ich hatte Angst, niemals einen Freund zu finden und für seltsam gehalten zu werden.“ Dann habe sie aber erkannt, dass sie einfach sie selbst sein müssen.

„Es ist eine Rettung, die Wahrheit über sich selbst zu sagen, ob es dein Geschlecht ist, Sexualität, was auch immer. Die Menschen, die dich ablehnen, sind es nicht wert. Es geht nicht darum, von anderen geliebt zu werden, es geht darum, sich selbst zu lieben.“