Ausland

„Warten nicht 20 Jahre“: Abbas fordert klare Grenzen

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israel aufgefordert, seine Grenzen zum Westjordanland genau zu definieren. Die palästinensische Autonomiebehörde sei zwar bereit, „noch einen Tag zu warten, eine Woche oder einen Monat“, sagte Abbas in einer Fernsehansprache gestern Abend. „Aber wir warten nicht noch 20 Jahre.“

Die palästinensische Regierung hatte zuletzt eine diplomatische Offensive angekündigt, um Israel zu einem Rückzug aus dem Westjordanland zu zwingen. Geplant sei, sich am 15. September an den UNO-Sicherheitsrat zu wenden, um dort einen „Fahrplan“ für den Abzug Israels aus den besetzten palästinensischen Gebieten zu verlangen.

Gelingt keine Resolution, plant Abbas laut Medienberichten, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag einzuschalten, um Israel wegen möglicher Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.

Hamas lehnt Verzicht auf Waffen ab

Der Chef der radikalislamischen Hamas, Chaled Maschaal, schloss währenddessen nach dem Ende der wochenlangen militärischen Konfrontation mit Israel einen Verzicht seiner Bewegung auf Waffen aus. „Die Waffen des Widerstandes sind heilig“, sagte Maschaal vor Journalisten in Doha im Emirat Katar, wo er im Exil lebt. „Niemand kann die Hamas und den Widerstand entwaffnen.“

UNO: Fast zehn Millionen Syrer auf der Flucht

Die Situation der Bürgerkriegsflüchtlinge in Syrien spitzt sich laut Vereinten Nationen dramatisch zu. Inzwischen sei fast die Hälfte aller Syrer wegen der Gewalt auf der Flucht oder aus den Heimatorten vertrieben worden.

Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) geht nach neuesten Zahlen von drei Millionen Flüchtlingen aus. 6,5 Millionen Menschen seien innerhalb Syriens auf der Flucht, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche, teilte das UNHCR heute in Genf mit. 

„Größter humanitärer Notfall unserer Zeit“

„Die Krise in Syrien ist zum größten humanitären Notfall unserer Zeit geworden, aber die Welt versagt dabei, den Menschen und den Ländern, in die sie flüchten, zu helfen“, sagte UNO-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres.

Selbst großzügige Angebote reichten nicht aus. „Die bittere Wahrheit ist, es ist zu wenig“, sagte Guterres. Zu den bisher gespendeten 3,1 Mrd. Euro würden zusätzlich bis Jahresende noch einmal 1,5 Mrd. Euro gebraucht, um die Flüchtlinge über den Winter zu bringen.

Flucht immer schwieriger

Laut UNHCR passieren die Menschen die Grenzen zusehends vollkommen erschöpft, im Schockzustand, völlig verängstigt und ohne Ersparnisse. Die meisten seien seit mindestens einem Jahr auf einer Odyssee von Dorf zu Dorf gewesen, bevor sie sich endgültig zur Flucht entschlossen hätten. Die Flucht selbst werde immer schwerer. Die Familien würden gezwungen, die Grenzposten zu bestechen oder Menschenschmuggler zu bezahlen. 

Inzwischen lebten im Libanon 1,1 Millionen syrische Flüchtlinge, in der Türkei 815.000, in Jordanien 600.000. Dort explodierten in einigen Regionen die Lebensmittelpreise, Brot koste inzwischen mehr als zehnmal so viel wie vor einem Jahr, berichtete die UNO weiter. Die Hilfsaktion im Syrien-Konflikt sei inzwischen das größte Projekt in der 64-jährigen Geschichte des Flüchtlingshilfswerks.

Blauhelme verteidigen Golan gegen syrische Rebellen

Nach der Entführung von 43 UNO-Soldaten auf den Golanhöhen haben sich Dutzende schwerbewaffnete Blauhelmsoldaten heute syrischen Rebellen entgegengestellt.

Insgesamt 75 philippinische Soldaten verteidigten zwei belagerte Posten in der UNO-Zone zwischen Syrien und Israel, sagte Oberst Roberto Ancan vor Journalisten in Manila. Die UNO hatte zunächst von 81 umzingelten Soldaten gesprochen, Ancan zufolge handelt es sich jedoch um insgesamt 75 Blauhelme in den beiden Stellungen.

Der philippinische Präsident Benigno Aquino nannte die Situation auf dem Golan „angespannt“, bisher erscheine die Lage aber „stabil“.

Von Al-Nusra-Kämpfern gefangen genommen

Insgesamt 43 UNO-Soldaten von den Fidschi-Inseln waren gestern auf der syrischen Seite der Golanhöhen gefangen genommen worden. Die USA machten die islamistische Al-Nusra-Front für die Tat verantwortlich. Die entführten Soldaten gehören der UNO-Beobachtertruppe für Truppenentflechtung (UNDOF) an, die eine 1974 zwischen Israel und Syrien geschlossene Waffenruhe überwacht.

Zu der UNDOF-Mission gehören derzeit rund 1.200 Soldaten aus sechs Ländern - aus Indien, Irland, den Niederlanden, Nepal, den Philippinen und den Fidschi-Inseln.

Libyens Übergangsregierung tritt zurück

Inmitten der anhaltenden Gewalt in Libyen hat die Übergangsregierung ihren Rücktritt erklärt. Ministerpräsident Abdullah al-Thani und seine Minister hätten den Rücktritt „beim gewählten Parlament“ eingereicht, hieß es in einer Erklärung der Regierung.

Das Parlament sei die „einzige legitime Autorität des Landes“. Es müsse nun eine neue Regierung benennen, „die das gesamte libysche Volk vertritt“.

Die Übergangsregierung hat keine wirkliche Macht in Libyen. Ihr Sitz ist im Osten des Landes, weil sie so dem Einflussbereich von islamistischen Milizen in Tripolis entgehen wollte. Auch das Parlament sitzt 1.600 Kilometer östlich der Hauptstadt in der Stadt Tobruk. Es war im Juni gewählt worden und hatte anschließend offiziell die Befugnisse des libyschen Nationalkongresses übernommen.

Inland

Angelobung der neuen Regierungsmitglieder am Montag

Die ÖVP hat zwar vorerst offiziell keinen neuen Finanzminister, ein Termin für die Angelobung der neuen Regierungsmitglieder steht jedoch bereits fest. Wie die Präsidentschaftskanzlei mitteilte, werden nicht nur der neue Finanzminister, sondern auch die beiden SPÖ-Minister Alois Stöger und Sabine Oberhauser am Montag um 11.00 Uhr von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

Vor der Angelobung will Bundespräsident Heinz Fischer mit dem neuen Finanzminister um 8.30 Uhr ein Informationsgespräch führen, wie er das nach der letzten Wahl mit den neuen Regierungsmitgliedern und jetzt auch schon mit Stöger und Oberhauser tat. Auch ein Gespräch mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und dem designierten ÖVP-Obmann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner soll vor der Angelobung stattfinden.

Fliegender Wechsel in Ministerien

Fest stehen auch die Termine für die Amtsübergaben der beiden neuen SPÖ-Minister. Um 13.00 Uhr übernimmt Stöger von der künftigen Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) das Infrastrukturministerium. Eine Stunde später übergibt er sein bisheriges Gesundheitsressort an die bisherige ÖGB-Vizepräsidentin Oberhauser.

Die Entscheidung über den neuen Finanzminister dürfte dem Vernehmen nach am Wochenende fallen. Gesucht wird auch ein Staatssekretär für Mitterlehner - wobei sowohl ein Wechsel von Finanzstaatssekretär Jochen Danninger ins Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium als auch ein neuer Kandidat als möglich gelten.

Heeresdebatte für Offiziere „verantwortungslos“

Die Offiziere sehen die derzeitige Debatte über das Bundesheer bzw. dessen budgetäre Ausstattung kritisch bis „verantwortungslos“. Aus Sicht der Interessengemeinschaft der Berufsoffiziere (IGBO) ist das Parlament als „Aufsichtsrat für die Bundesregierung“ gefordert.

Das Parlament müsse etwa den „vollinhaltlichen Vollzug der einschlägigen Gesetze wie etwa die Verpflichtung zu Milizübungen“ prüfen. Weiters müsse die Personalstärke des Heeres und dessen Organisation im Wehrgesetz präzise festgelegt werden. „Als Basis dafür ist eine seriöse Beurteilung der Lage und Definition der Absichten Österreichs vorzunehmen“, hieß es heute in einer Aussendung.

Verbindlicher Budgetplan gefordert

Außerdem müsse genau festgelegt werden, welche finanziellen Mittel die Truppe für ihre Aufgaben braucht. Zu den Auslandseinsätzen merken die Offiziere an, dass es nicht sein könne, „dass das Bundesheer sparsam wirtschaftet und dann alle zwar politisch beschlossenen, aber nicht vorhersehbaren Einsätze im Ausland aus dem laufenden Budget selbst bezahlen muss“. Sie fordern außerdem, dass die Bestellung des Chefs des Generalstabes durch das Parlament erfolgen solle.

Wirtschaft

Nationalbank stutzt aktuelle BIP-Prognose kräftig zurück

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Wachstumsprognose für Österreich für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent kräftig gesenkt.

Schwache Konjunkturimpulse von der Inlandsnachfrage, eine geringe Exportdynamik nach Deutschland und der fehlende Anstieg bei den Investitionen hätten zur Revision der Prognose vom Juni geführt, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny im Tiroler Alpbach.

Trotz schwacher Konjunktur rechnet die Nationalbank allerdings nur mit „geringem zusätzlichen Konsolidierungsbedarf“ für den Staatshaushalt. Das prognostizierte Budgetdefizit soll laut OeNB 2014 bei 2,5 Prozent liegen.

Hypo reißt Loch ins Budget

Die Reorganisation der Krisenbank Hypo Alpe-Adria, der Wegfall der Einnahmen aus den Mobilfunklizenzen
und die schwache Konjunktur würden das Budgetdefizit stark verschlechtern. Ohne Bankenhilfe läge das Minus bei nur 1,1 Prozent.

Das Steueraufkommen sei heuer „ziemlich stark“, sagte Nowotny. Der Schuldenstand soll heuer voraussichtlich - vor allem wegen der Hypo - auf über 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen.

Für das vierte Quartal rechnet die OeNB mit einem Quartalswachstum von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das sei ein „Unsicherheitselement“, und das BIP-Wachstum Österreichs könnte „bei der Endabrechnung noch etwas geringer ausfallen“, so Nowotny. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 war die Wirtschaft um 2,9 Prozent gewachsen, 2012 um 0,7 und 2013 um 0,3 Prozent. Auch das Budget 2015 werde „schwierig“, meinte Nowotny.

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Streik bei Germanwings und Lufthansa am Wochenende?

Auf vielen deutschen Flughäfen drohen auch am Wochenende durch den Pilotenstreik bei Germanwings Flugausfälle. Ein Sprecher der Gewerkschaft Cockpit wollte heute nicht ausschließen, dass die Protestmaßnahmen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Davon könnten nicht nur Flüge der Germanwings, sondern auch der AUA-Mutter Lufthansa und der Frachttochter Cargo betroffen sein.

Die Pilotengewerkschaft wolle erst einmal „leichte Nadelstiche“ setzen, um das Management des Konzerns in dem Tarifstreit zu Kompromissen zu bewegen und an den Verhandlungstisch zu bringen.

Seit heute Früh befinden sich die Piloten von Germanwings in einem vorübergehenden Streik, der bis Mittag dauern soll. Davon sind vor allem Inlandsflüge in Deutschland betroffen. Auch einige Österreich-Verbindungen fallen aus. Acht Flüge von und nach Wien-Schwechat wurden gestrichen, die Salzburg-Flüge finden planmäßig statt.

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Streit über Übergangsregelung

Grund für den Streik ist der Tarifstreit beim Mutterkonzern Lufthansa. Piloten und Geschäftsführung liegen seit Monaten wegen einer Regelung zur Übergangsversorgung im Clinch. Sie erlaubt es Piloten bisher, ab dem Alter von 55 Jahren in die bezahlte Frühpension zu gehen.

Die Lufthansa will die Altersgrenze erhöhen und die Piloten an der Finanzierung beteiligen. Die Gewerkschaft Cockpit lehnt das ab. Gespräche beider Seiten blieben ergebnislos.

Boeing muss um Exklusivauftrag für Air Force One bangen

Der US-Flugzeugproduzent Boeing muss um seine exklusive Position beim Bau der Präsidentenmaschine zittern. Im Dezember werde entschieden, ob Boeing einen Großauftrag für die nächste Air Force One mit anderen Firmen teilen muss, sagte ein Sprecher der US-Luftwaffe gestern (Ortszeit) dem Wirtschaftsnachrichtenportal Bloomberg.

Konkurrent Airbus hält sich zurück

Die aktuelle Präsidentenmaschine ist eine alternde Boeing, die 2017 über 30 Jahre auf dem Buckel und damit eigentlich ihre planmäßige Pflicht getan haben wird. Der Luftwaffe zufolge will sie den Kauf einer neuen Maschine 2016 über die Bühne bringen und ab Anfang nächsten Jahres Angebote sondieren.

Denkbar sei, wieder ein Modell 747-8 von Boeing zu nehmen, aber andere Firmen für die spezielle Ausrüstung einzuspannen. Das Flugzeug dürfte vermutlich nicht vor 2018 ausgeliefert werden. Der europäische Konkurrent Airbus hatte bereits angekündigt, Boeing nicht beim Bau der Air Force One herausfordern zu wollen.

Malaysia Airlines streicht 6.000 Stellen

Die Malaysia Airlines streicht angesichts der steigenden Verluste nach zwei Flugzeugabstürzen rund 6.000 Stellen.

Die Zahl entspricht rund einem Drittel der derzeitigen Gesamtbelegschaft, wie aus einer Mitteilung des staatlichen malaysischen Vermögensfonds Khazanah, der den größten Anteil an der Fluglinie hält, von heute hervorgeht. Seit März sind zwei Malaysia-Airlines-Flugzeuge mit zusammen 537 Passagieren verunglückt.

Über 70 Mio. Euro Quartalsverlust

Die Fluggesellschaft war nach den beiden Unglücksfällen - einem über dem Indischen Ozean und einem in der Ukraine - weiter in die roten Zahlen gerutscht. Zuletzt hatte das Unternehmen einen Verlust von 307 Mio. Ringgit (knapp 74 Mio. Euro) im zweiten Quartal bekanntgegeben.

Für das erste Halbjahr belief sich der Verlust insgesamt auf umgerechnet 180 Millionen Euro. In den roten Zahlen steckt das Unternehmen mit seinen rund 20.000 Mitarbeitern aber schon seit drei Jahren. Die Stellenstreichungen sind Teil eines großen Restrukturierungsplans.

Neuer Ford Mustang: Erstmals weltweiter Export

Ford hat in den USA die Produktion einer neuen Mustang-Serie anlaufen lassen. Erstmals in der 50-jährigen Geschichte des Sportwagenklassikers werden die Modelle weltweit in 120 Länder exportiert. Die sechste Generation des Kultautos soll im Herbst auf den Markt kommen, teilte Ford gestern (Ortszeit) mit.

Millionenfach verkauftes Kultauto

Die im Werk Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan gefertigten Wagen sind zum ersten Mal auch als rechtsgelenkte Variante zu haben. So sollen sie in Großbritannien, Australien und Südafrika verkauft werden, wo Linksverkehr gilt.

Das Spitzenmodell kommt mit 435-PS-V8-Motor, die günstigste Variante mit 300 PS und V6-Motor. Außerdem wird erstmals eine spritsparende Version angeboten. Seit der erste Mustang 1964 auf den Markt kam, hat Ford laut eigenen Angaben 9,2 Millionen Stück davon verkauft.

Sport

Champions League: Wiedersehen mit alten Bekannten

Deja-vu für David Alaba in der Champions-League-Gruppenphase: Der ÖFB-Legionär bekommt es wie in der letzten Saison mit Manchester City zu tun. Das ergab die gestrige Auslosung in Monaco. Auch sonst hat es die Bayern-Gruppe E in sich.

Die beiden anderen deutsch-englischen Duelle Dortmund gegen Arsenal (Gruppe D) und Schalke gegen Chelsea (Gruppe G) hatte es ebenfalls bereits 2013/14 gegeben. Real Madrid nimmt seine Titelverteidigung in Gruppe B gegen Basel, Liverpool und Ludogorez Rasgrad in Angriff. Salzburg-Bezwinger Malmö trifft auf die Meister aus Spanien und Italien.

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US Open: Serena Williams fertigt King ab

Topfavoritin Serena Williams hat sich auch in der zweiten Runde der US Open in New York keine Blöße gegeben. Die Titelverteidigerin fegte ihre Landsfrau Vania King gestern in nur 56 Minuten vom Platz und gab nur ein Game ab.

Auch bei den Herren erreichte der top gesetzte Novak Djokovic ohne Satzverlust die dritte Runde. Der Weltranglistenerste aus Serbien besiegte den Franzosen Paul-Henri Mathieu klar in drei Sätzen.

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Chronik

Vulkan Bardarbunga auf Island ausgebrochen

Nach mehreren Erdbeben ist in der Nacht auf heute der isländische Vulkan Bardarbunga ausgebrochen. Der Luftraum über dem größten Vulkan des Landes wurde geschlossen, wie der Zivilschutz mitteilte.

Allerdings sei zunächst keine Vulkanasche ausgestoßen worden, hieß es von den Behörden. Der Vulkan rumort bereits seit gut zehn Tagen. Der Ausbruch zwischen den Vulkanen Bardarbunga und Askja, verlief laut Behörden vorerst ruhig. Trotzdem gilt für den internationalen Flugverkehr die Alarmstufe Rot. Das bedeutet, dass im gesperrten Luftraum kein Instrumentenflug erlaubt ist.

Die Spalte, aus der die Lava kurz nach Mitternacht erstmals austrat, ist nach Angaben der in die Region geflogenen Wissenschaftler rund einen Kilometer lang. Das Gebiet des Ausbruchs liegt etwa in der Mitte Islands. Die Region ist praktisch unbewohnt.

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Bis zu zehn Tonnen Kokain in Peru sichergestellt

Beim bisher größten Schlag gegen den Drogenhandel in Peru sind bis zu zehn Tonnen Kokain sichergestellt worden. Das Rauschgift wurde in einem Kohledepot in Huanchaco in der nordperuanischen Provinz Trujillo gefunden, wie die Nachrichtenagentur Andina berichtete.

Bis gestern Abend (Ortszeit) waren 7,6 Tonnen Kokain aus Kohlesäcken geholt worden, wie die Zeitung „El Comercio“ berichtete. Es waren aber noch zahlreiche Säcke zu durchsuchen. Laut Polizeiangaben sollte das Kokain als Kohlefracht getarnt nach Belgien und Spanien verschifft werden.

„Es ist der größte Schlag gegen den Drogenhandel in der Geschichte Perus“, sagte Staatschef Ollanta Humala. Zwei Mexikaner und sechs Peruaner wurden festgenommen.

Tirol: Auto landet in Pumpstation

Zwei spektakuläre Unfälle haben sich gestern in Schwaz (Tirol) ereignet. Eine Frau und ein Kind stürzten mit dem Auto zehn Meter ab, sie blieben aber unverletzt. Bei einem weiteren Unfall landete ein Auto in einem Gebäude auf einem Grundwasserbrunnen.

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Tödlicher Unfall auf A3

Ein Toter und drei zum Teil Schwerverletzte, das ist die Bilanz eines nächtlichen Verkehrsunfalls auf der Südostautobahn (A3). Ein voll besetzter Pkw prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Leitschiene.

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IT

Auch Google träumt von „Zustelldrohne“

Wie der Onlinehändler Amazon arbeitet auch Google an der Warenzustellung aus der Luft mit Hilfe von Drohnen. Die kleinen Fluggeräte seien bereits in Australien getestet worden, enthüllte der Internetkonzern heute unter anderem in der „Berliner Zeitung“.

Die Drohnen könnten zum Beispiel in schwer zugänglichen Gebieten und in Großstädten mit überlasteten Verkehrswegen die Zustellung beschleunigen, sagte der Chef des Forschungslabors Google X, Astro Teller, der Zeitung. Google veröffentlichten außerdem ein Video von den Testflügen.

Automatisch ans Ziel

„Das langfristige Ziel ist es, nahezu jeder Person nahezu alles innerhalb von ein bis zwei Minuten bringen zu können“, zitierte die „Berliner Zeitung“ Teller. Google arbeite seit rund zwei Jahren an dem Projekt. Die Drohnen in Googles Project Wing sehen wie kleine Flugzeuge aus.

Sie stehen auf dem Boden auf dem Heck, starten senkrecht und gehen dann in den Horizontalflug über. Bei der Zustellung der Fracht landen sie nicht, sondern lassen sie an einem Seil herunter. Das sei unter anderem für die Sicherheit gedacht, erläuterte Projektleiter Nick Roy der US-Website The Atlantic. Kunden neigten dazu, nach dem Paketen zu greifen, auch wenn sie wüssten, dass die Rotoren der Drohnen gefährlich seien. Man habe auch den Abwurf der Fracht mit kleinen Fallschirmen ausprobiert - das sei aber zu ungenau gewesen.

Die Drohnen sollen automatisch zu ihrem Ziel fliegen. Inzwischen seien in Project Wing bereits Dutzende Mitarbeiter eingebunden, berichtete The Atlantic. Australien sei ausgesucht worden, weil es lockerere Regeln für Drohnenflüge als andere Länder habe.

Kultur

Lifestyle

Modelabel Abercrombie & Fitch streicht in USA sein Logo

Nach einem enttäuschenden zweiten Quartal und einem Absturz des Aktienkurses ändert die US-Modefirma Abercrombie & Fitch ihre lange erfolgreiche Markenstrategie.

Unternehmenschef Mike Jeffries kündigte gestern (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz mit Analysten an, das berühmte Logo auf den Kleidungsstücken - die Abkürzung A&F oder der kleine Elch - werde verschwinden. In der Kollektion für den nordamerikanischen Markt für Frühling und Sommer „verzichten wir fast vollständig auf Kleidungsstücke mit einem Logo“, sagte Jeffries. Im internationalen Geschäft soll das Logo aber bleiben.

Deutliche Absatzeinbußen in USA

Abercrombie & Fitch ist in der Gunst der Jugendlichen in Nordamerika zuletzt deutlich gesunken. Die Kleidung der großen Ketten wie H&M und Zara gilt als modischer und besser kombinierbar und ist außerdem günstiger.

Abercrombie & Fitch, 1892 gegründet, war bei Schülern und Studenten in den USA lange eine populäre Marke. Jeffries sorgte 2006 mit der Äußerung für Kritik, die T-Shirts und Jeans seien nur für „coole, gut aussehende Leute gedacht“. Die Firma ist seit 2007 in Europa vertreten. In den USA hat Abercrombie & Fitch 836 Filialen, außerhalb 161.

Verschimmelte Hochzeitstorte von Lady Di versteigert

Mehr als 30 Jahre nach der Trauung des britischen Thronfolgers Charles mit der 1997 verunglückten Lady Diana ist ein verschimmeltes Stück Hochzeitstorte von der Feier in den USA versteigert worden.

Das rechteckige Stück habe bei einer Onlineauktion 1.375 Dollar (etwa 1.000 Euro) eingebracht, teilte das Auktionshaus Nate D. Sanders gestern (Ortszeit) in Los Angeles mit.

Die Torte habe sich noch in der silber-weißen Originalverpackung von der Hochzeit im Juli 1981 befunden. Auch eine Grußkarte sei dabei gewesen. Wer das ungenießbare Tortenstück ersteigerte, wurde nicht mitgeteilt.

Leute