Letzte Meldung

Spanien: Überraschung bei Regionalwahlen

Die spanische Hauptstadt Madrid und die katalanische Metropole Barcelona werden ersten Nachwahlbefragungen zufolge künftig Bürgermeisterinnen erhalten, die nicht den etablierten Parteien angehören. In Madrid siegte demnach die von der linken Podemos und anderen Gruppen unterstützte Ex-Richterin Manuela Carmena (71).

Barcelona wird von der 41-jährigen Ada Colau regiert werden, die sich in den letzten Jahren gegen die Zwangsräumung von Wohnungen engagiert hatte. Das berichtete der spanische Fernsehsender RTVE auf Basis von Exit Polls.

Starke Verluste für Konservative

Die konservative Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy erlitt demnach kräftige Einbußen. Sie dürfte sich laut Prognosen aber landesweit als stärkste Kraft behaupten.

Wie der TV-Sender Antena 3 berichtete, kamen die Konservativen in elf Regionen auf die meisten Stimmen, verfehlten aber die absolute Mehrheit. Regionale Parlamente wurden in 13 von 17 spanischen Regionen gewählt. Die Abstimmungen galten als ein wichtiger Test für die landesweite Parlamentswahl im Herbst.

Ausland

Iran dementiert Zustimmung zu Militärbasen-Inspektionen

Der iranische Atomverhandler und Vizeaußenminister Abbas Araqchi hat am Abend Berichte dementiert, wonach er einer Inspektion iranischer Militäranlagen im Rahmen eines endgültigen Atomabkommens zugestimmt habe. Die ihm zugeschriebenen Zitate seien „vollkommen falsch“, erklärte er in einem Kommunique des Außenministeriums.

Nach Angaben des konservativen Abgeordneten Javad Karimi Qoddousi soll Araqchi in einer Sitzung im Parlament hinter verschlossenen Türen berichtet haben, er habe bei den Atomverhandlungen reglementierten Inspektionen militärischer Anlagen im Iran zugestimmt. Auch im iranischen Staatsfernsehen und in den Nachrichtenagenturen FARS und IRNA wurden die angeblichen Aussagen Araqchis zitiert.

Khamenei kategorisch dagegen

Der iranische Vizeaußenminister hätte damit eine Position eingenommen, die jener des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei und der Kommandanten der mächtigen Revolutionsgarden widersprochen hätte. Diese haben jede Inspektion iranischer Militäranlagen durch UNO-Kontrollore kategorisch ausgeschlossen.

In einem Kommunique betonte Araqchi nun, er und Außenminister Mohammad Dschavad Zarif hätten während der Sitzung ihre Bedenken betreffend der Inspektionen militärischer Anlagen und die Befragung iranischer Atomwissenschafter durch UN-Inspektoren bekräftigt. Alle Missbrauchsversuche würden bei den Verhandlungen blockiert.

Polin stirbt in Wahllokal

Nach der heutigen Stichwahl für das Präsidentenamt müssen die Polen bis zum späten Abend auf die ersten Prognosen warten. Grund ist der Tod einer 80-jährigen Frau, die im Wahllokal der schlesischen Gemeinde Kowali zusammengebrochen war.

Nach einer Unterbrechung von eineinhalb Stunden, während denen Rettungskräfte versuchten, die Frau wiederzubeleben, wurde die Wahl dort bis 22.30 Uhr verlängert. Die staatliche Wahlkommission in Warschau ordnete daraufhin an, dass die sogenannte Wahlruhe in Polen bis zu diesem Zeitpunkt gilt. Das heißt, es dürfen bis dahin keine Stellungnahmen zur Wahl abgegeben werden.

In der Stichwahl treten Amtsinhaber Bronislaw Komorowski und sein nationalkonservativer Herausforderer Andrzej Duda gegeneinander an.

IS soll in Palmyra 400 Menschen getötet haben

Die sunnitische Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat in der syrischen Stadt Palmyra nach Darstellung des staatlichen Fernsehens mindestens 400 Menschen getötet. Die meisten der Opfer in der am Mittwoch vom IS eroberten Weltkulturerbestadt seien Frauen und Kinder, hieß es heute unter Berufung auf Einwohner.

Vertreter der Opposition erklärten, Hunderte Leichen lägen in den Straßen. Bei ihnen handle es sich mutmaßlich um Anhänger der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Strategisch wichtiger Grenzposten eingenommen

Die Terrormiliz hat außerdem einen strategisch wichtigen Grenzübergang zwischen dem Irak und Syrien vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Die irakischen Sicherheitskräfte zogen sich vom Grenzübergang al-Walid komplett zurück, erklärte das irakische Militär in Bagdad.

Den Übergang al-Tanf auf der syrischen Seite der Grenze hatten die Dschihadisten vor drei Tagen erobert, nachdem sie das antike Palmyra und andere Gebiete der Provinz Homs unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Route für Waffennachschub offen

Die vollständige Kontrolle über die irakisch-syrische Grenze an dieser Stelle ist von enormer strategischer Bedeutung. In Friedenszeiten war al-Walid/al-Tanf der Grenzübergang für Reisende auf der direkten Strecke zwischen Bagdad und Damaskus.

Nun kann der IS über diese Strecke beliebig Soldaten und Waffen zwischen der westirakischen Provinz Anbar und der syrischen Provinz Homs verschieben. Die jüngsten IS-Eroberungen um Palmyra ließen wiederum die Terrormiliz näher an Damaskus heranrücken.

EU „beunruhigt“ über russisches NGO-Gesetz

Nach den USA hat auch die Europäische Union das Inkrafttreten des umstrittenen Gesetzes zu „unerwünschten“ ausländischen Organisationen in Russland kritisiert. Der Erlass des Gesetzes durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei „beunruhigend“, erklärte ein EU-Sprecher heute in Brüssel.

Der Kreml hatte heute mitgeteilt, dass Putin das Gesetz in Kraft gesetzt habe, das ein schärferes Vorgehen gegen ausländische Nichtregierungsorganisationen (NGO) ermöglicht.

„Beunruhigender Schritt“

Das neue Gesetz sei „ein beunruhigender Schritt in einer Reihe von Restriktionen gegen die Zivilgesellschaft, gegen unabhängige Medien und gegen die politische Opposition“ in Russland, erklärte der EU-Sprecher. „Dadurch werden die Freiheit der Rede und der Medien sowie die Meinungsvielfalt beschnitten.“ Zuvor hatten bereits die USA von einem „weiteren Beispiel für die Unterdrückung unabhängiger Stimmen durch die russische Regierung“ gesprochen.

Dem neuen Gesetz zufolge können in Russland gegen für „unerwünscht“ erklärte ausländische Organisationen Strafmaßnahmen wie das Einfrieren von Guthaben oder ein Verbot verhängt werden. Außerdem drohen Mitarbeitern bis zu sechs Jahre Haft oder ein Verbot, nach Russland einzureisen.

USA werfen Irakern mangelnden Kampfeswillen vor

US-Verteidigungsminister Ash Carter hat den Sicherheitskräften im Irak vorgeworfen, beim Fall der Provinzhauptstadt Ramadi der extremistischen Miliz Islamischer Staat (IS) zu wenig entgegengesetzt zu haben. „Die irakischen Streitkräfte haben einfach keinen Willen zum Kampf gezeigt“, sagte Carter dem Sender CNN heute.

Sie seien dem Gegner zahlenmäßig weit überlegen gewesen und trotzdem hätten sie sich zurückgezogen. Die Luftangriffe der USA und ihrer Verbündeten seien effektiv. „Aber weder sie noch irgendetwas anderes, was wir tun können, kann den Kampfeswillen der Iraker ersetzen. Sie sind diejenigen, die den IS besiegen und dafür sorgen müssen, dass er besiegt bleibt.“

Reaktion auf Ruf nach US-Bodentruppen

Das US-Militär habe keine Änderungen an der bisherigen amerikanischen Strategie empfohlen, sagte Carter. Er reagierte damit auf zunehmende Forderungen aus Reihen der US-Opposition, auch Bodentruppen in den Irak zu schicken. Bisher unterstützen die USA den Kampf gegen den IS mit Luftangriffen. Außerdem bilden sie die irakischen Sicherheitskräfte aus und liefern ihnen Material.

An der US-Strategie kamen zuletzt zunehmend Zweifel auf, nachdem der IS vor einer Woche erst Ramadi und wenige Tage später in Syrien auch die strategisch wichtige antike Stadt Palmyra eroberte. Die Extremisten, die große Landesteile in den beiden Nachbarstaaten kontrollieren, feierten damit zwei ihrer größten Erfolge.

Labour unterstützt nun doch EU-Referendum

Die britische Oppositionspartei Labour will ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union nun doch unterstützen. Die Briten wollten bei der Mitgliedschaft in der EU mitreden, „also wird Labour nun ein Referendum befürworten“, sagten die amtierende Parteichefin Harriet Harman und der außenpolitische Sprecher Hilary Benn in der „Sunday Times“.

Zugleich kündigten sie an, für den Verbleib Großbritanniens in der EU zu kämpfen. Während des Wahlkampfs vor der Parlamentswahl am 7. Mai, den die konservative Regierungspartei Tory unter David Cameron überraschend deutlich gewann, hatte Labour die Abhaltung eines Referendums noch abgelehnt.

Labour verwies auf die wirtschaftlichen Risiken, die durch eine Befragung ausgelöst werden könnten. Cameron hatte den Briten im Falle seiner Wiederwahl für spätestens 2017 eine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU versprochen. Vorher will er die Bedingungen für die britische Mitgliedschaft von Grund auf neu aushandeln.

Prag plant vier neue Atomreaktoren

Das Thema grenznahe Atomkraftwerke hat bereits mehrfach für Verstimmungen zwischen Tschechien und Österreich gesorgt. Nun will Prag laut Ministerpräsident Bohuslav Sobotka vier neue Reaktoren bauen. Sie sollen an den Standorten Dukovany und Temelin - an beiden gab es mehrfach Störfälle - entstehen.

Hintergrund ist der Beschluss einer neuen Energiestrategie, die den Anteil von Atomstrom am Gesamtenergiemix auf mehr als 50 Prozent steigern soll. Proteste gegen die „Schlüsselentscheidung“ Reaktorausbau dürften nicht lange auf sich warten lassen.

Mehr dazu in Energiestrategie setzt primär auf AKWs

Inland

Keine Zahlungen: Strache bestätigt Kontakt zu Wahrsagerin

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat gegenüber der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) eingeräumt, freundschaftlichen Kontakt zu einer niederösterreichischen Wahrsagerin unterhalten zu haben. Zahlungen des FPÖ-Klubs für deren Dienste bestritt er allerdings. Das Wochenmagazin „News“ hatte zuvor eine angebliche Leistungsaufstellung der Mystikerin über 6.000 Euro abgedruckt.

Angeblich Haider vor „Unheil“ gewarnt

Er kenne die Frau, sagte Strache. Sie habe den früheren FPÖ-Chef und BZÖ-Gründer Jörg Haider 2008 vor Unheil gewarnt. „Kurz darauf hatte er den tödlichen Unfall. Sie hat sich dann auch bei mir gemeldet. Wir haben uns ein paar Mal getroffen. Daraus ist so etwas wie eine Freundschaft entstanden. Das war’s aber auch schon.“

Sport

Bundesliga: Wr. Neustadt darf noch einmal hoffen

Wiener Neustadt darf im Abstiegskampf der tipico-Bundesliga noch einmal hoffen. Die Niederösterreicher rangen Rapid heute in der 35. Runde in Wien ein torloses Remis ab und verkürzten den Rückstand auf die Admira, die daheim gegen Sturm verlor, auf zwei Punkte.

Während sich im Abstiegskampf am letzten Spieltag damit ein Fotofinish ankündigt, ist am oberen Tabellenende alles klar. Rapid reichte das Remis für den zweiten CL-Qualiplatz hinter Meister Salzburg, und auch Sturm darf für das internationale Geschäft planen.

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Fußball: Darmstadt zurück in erster deutscher Liga

Der SV Darmstadt 98 kehrt nach 33 Jahren in die erste deutsche Bundesliga zurück. Die „Lilien" gewannen heute am letzten Spieltag der zweiten Liga mit 1:0 gegen St. Pauli und fixierten als Zweiter hinter dem FC Ingolstadt (Trainer Ralph Hasenhüttl) den Aufstieg.

Der Karlsruher SC besiegte 1860 München (mit Rubin Okotie) und bestreitet als Dritter zwei Relegationsspiele gegen den Bundesliga-16. Hamburger SV. Nach einem 1:1 gegen Ingolstadt blieb Kaiserslautern Vierter. Zwei Abstiegsrelegationsspiele gegen den Drittliga-Dritten Kiel muss Okotie mit den "Löwen“ bestreiten.

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Fußball: Sydney setzt Janko vor die Tür

ÖFB-Stürmer Marc Janko muss den australischen Vizemeister Sydney nach einem einjährigen Gastspiel verlassen. Der Club verlängert den im Mai auslaufenden Vertrag des 31-Jährigen, der mit 16 Treffern zum erfolgreichsten Torschützen der A-League avanciert und in der Folge zum Spieler des Jahres gewählt worden war, nicht.

Begründet wurde die Entscheidung offiziell damit, dass Janko wegen der regelmäßigen Einsätze für das ÖFB-Nationalteam beim Verein zu oft fehle. Janko traf die Absage völlig überraschend - er gab sich bitter enttäuscht über das respektlose Vorgehen der Clubführung.

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Fußball: Stoke überrollt mit Arnautovic Liverpool

Liverpool ist heute beim Abschied von Vereinsikone Steven Gerrard in ein empfindliches Auswärtsdebakel gelaufen. Die „Reds“ gingen beim Arnautovic-Club Stoke City mit 1:6 unter und fielen in der Tabelle hinter Tottenham noch auf den sechsten und damit auf einen EL-Qualiplatz zurück.

Immerhin war es Gerrard beim wohl letzten Auftritt in der Premier League vorbehalten, den Ehrentreffer für Liverpool zu erzielen. Als dritter Absteiger wird unterdessen Hull City den Gang in die zweite Liga antreten.

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Song Contest

Medien

Song Contest in Wien bricht Twitter-Rekord

Noch nie wurden bei einem Song Contest so viele Tweets abgesetzt wie rund um das Event in Wien. Während des Song Contests wurden sechs Millionen Tweets abgesetzt, verkündete der offizielle Eurovision-Twitter-Account heute.

Das Finale des 60. Eurovision Song Contest hat dem ORF eine neue Rekordquote eingebracht: Bis zu 1,9 Mio. Zuschauer verfolgten in Österreich das Spektakel in der Wiener Stadthalle. Das sind die besten Song-Contest-Werte für den Sender überhaupt, der auch mit songcontest.ORF.at das bisher erfolgreichste sendungsbegleitende crossmediale Format etablieren konnte.

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Wirtschaft

Rennen um Kaufhof geht offenbar in heiße Phase

Das Rennen um die Metro-Tochter Kaufhof geht Insidern zufolge im Juni wohl in die entscheidende Phase. Bis Anfang des kommenden Monats werde der kanadische Interessent Hudson’s Bay voraussichtlich entscheiden, ob er - wie bereits der österreichische Investor Rene Benko - eine Kaufofferte vorlegt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen heute der Nachrichtenagentur Reuters.

Danach könnte Metro entscheiden, wer den Zuschlag erhält. Der Ausgang sei offen. Ein Metro-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete, eine Offerte der Kanadier werde für spätestens Anfang Juni erwartet.

Benko soll 2,9 Mrd. Euro bieten

Benko, der mit Karstadt bereits die zweitgrößte deutsche Kaufhauskette besitzt, hat früheren Insiderinformationen zufolge bei Metro eine Offerte für den Branchenprimus auf den Tisch gelegt. Demnach bietet Benkos Firma Signa Holding 2,9 Milliarden Euro. Damit lässt der Österreicher die alte Idee einer „Deutschen Warenhaus AG“ wiederaufleben, die aus einem Zusammenschluss der beiden großen Kaufhausmarken entstehen soll.

Chronik

Steirerin starb bei Frontalzusammenstoß

Bei einem Verkehrsunfall in Bad Mitterndorf in der Steiermark ist in der Nacht auf heute eine Frau ums Leben gekommen. Die 40-Jährige kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw.

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85-Jähriger verursachte Frontalcrash

Bei St. Veit im Pongau (Salzburg) verursachte ein 85-Jähriger eine Frontalkollision. Der Mann war mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn der stark befahrenen Pinzgauer Bundesstraße (B311) geraten.

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Hitze: Fast 300 Menschen in Indien gestorben

Eine Hitzewelle mit Temperaturen bis 48 Grad hat in Indien mindestens 289 Menschen das Leben gekostet. Allein in den südlichen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana seien in den vergangenen zehn Tagen rund 230 Hitzetote gezählt worden, berichteten örtliche Medien heute.

In Andhra Pradesh herrsche zudem Wasserknappheit, beklagte der Chef der Regionalregierung, Chandrababu Naidu. Er rief die Menschen auf, zur heißesten Tageszeit zwischen 11.00 und 16.00 Uhr Häuser und Arbeitsplätze nicht zu verlassen.

Der Wetterdienst gab für mehrere Regionen Hitzealarm. Nach Angaben der Meteorologen wird die Hitzewelle mindestens eine weitere Woche anhalten. Auch im Norden Indiens und in der Hauptstadt Neu-Delhi klagten die Menschen über extreme Temperaturen.

Angesichts der Hitze ist auch die Waldbrandgefahr groß. Im nördlichen Bundesland Uttarakhand zerstörten Flammen rund 600 Hektar Pinienwald, wie Medien berichteten.

Japaner spülte Asche seiner Frau in Toilette hinunter

Aus Hass auf seine verstorbene Frau hat ein Japaner im vergangenen Monat ihre Asche in der Toilette eines Tokioter Supermarkts hinunterzuspülen versucht. Der 68-Jährige hatte den Urneninhalt unmittelbar nach der Verbrennung der Leiche in das WC geschüttet, wie die Polizei heute mitteilte.

Nachdem aber Asche und Knochenfragmente entdeckt wurden, alarmierte die Supermarktleitung die Polizei. Diese konnte sich zunächst keinen Reim auf den Fund machen - bis sich der Mann stellte, wie die Zeitung „Yomiuri Shimbun“ berichtete.

Dem Bericht zufolge war der Hass des Mannes auf seine Frau während der Ehejahre immer weiter gewachsen. „Das Leben war so schrecklich, bis sie starb“, zitierte die Zeitung ihn. Die Frau starb mit 64 Jahren an den Folgen einer Krankheit. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sie Anklage gegen den Mann erheben soll, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Asche eines Verstorbenen darf in Japan nur an dafür zugelassenen Orten verstreut werden.

D: 65-jährige Vierlingsmutter geht es „so weit gut“

Die 65-jährige Annegret K. in Deutschland hat sich nach eigenem Bekunden bereits von ihrer Vierlingsgeburt per Kaiserschnitt erholt. „Mir geht es so weit auch gut“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Die künstlich gezeugten und zwischen 655 und 960 Gramm schweren Frühchen würden im Krankenhaus bestens versorgt.

„Ich bin jeden Tag bei ihnen, alle hier kümmern sich ganz liebevoll und versorgen die Kleinen sehr gut“, sagte die Berlinerin, die jetzt 17-fache Mutter und siebenfache Großmutter ist.

14 Wochen zu früh geboren

Das Berliner Krankenhaus beurteilte die Überlebenschancen der 14 Wochen zu früh geborenen Kinder als gut. Sie werden in einem Brutkasten versorgt und laut Zeitung rund um die Uhr von Spezialisten betreut. Über eine Magensonde würden sie mit Muttermilch ernährt.

Das Bekanntwerden der Schwangerschaft von Annegret R. sorgte im April für Aufsehen und auch Kritik. Annegret R. hatte sich in der Ukraine aus Eizell- und Samenspenden im Labor gezeugte Embryonen einpflanzen lassen. Mediziner kritisierten die Entscheidung als sehr riskant und gefährlich für Mutter und Kinder.

IT

Science

Kultur

Festwochen: Pole-Dance Richtung Abgrund

Die beiden Südamerikaner Diego Bianchi und Luis Garay haben bei den Festwochen mit ihrer theatralischen Installation „Under de si“ überrascht. Die Serie vielschichtiger Einzelperformances wirkt düster und beängstigend entmenschlicht. Der Mensch wird zum Objekt, während das Objekt menschliche Züge erhält. Castingshows und Pole-Dance-Perfomances weisen hier Richtung Abgrund.

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Leute

„A Beautiful Mind“-Mathematiker Nash ist tot

Der US-Mathematiker und Nobelpreisträger John Forbes Nash, dessen Geschichte 2001 in „A Beautiful Mind“ verfilmt worden war, ist bei einem Autounfall unweit von New York ums Leben gekommen. Das bestätigte die Polizei in New Jersey heute.

Nach Angaben des Sprechers Gregory Williams verunglückten der 86-Jährige und seine 82-jährige Frau Alicia heute (Ortszeit) in einem Taxi auf einer Schnellstraße bei Monroe (US-Bundesstaat New Jersey). Beide seien aus dem Wagen geschleudert worden und noch am Unfallort gestorben, sagte Williams der dpa.

Offenbar nicht angeschnallt

Zuvor hatte der regionale Nachrichtendienst NJ.com berichtet, dass das Ehepaar auf der Fahrt von einem New Yorker Flughafen zu seinem Haus in der Universitätsstadt Princeton war. Beide seien offensichtlich nicht angeschnallt gewesen. Der Taxifahrer habe den Aufprall dagegen ohne lebensgefährliche Verletzungen überstanden. Er war bei einem Überholmanöver gegen die Leitplanke gerast.

Nash war den Angaben nach mit seiner Frau auf dem Rückweg von Norwegen. Dort habe er zusammen mit seinem langjährigen Kollegen Louis Nirenberg von König Harald V. den Abel-Preis für Mathematik verliehen bekommen.

Nobelpreis 1994

1994 war Nash mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet worden. Im Jahr darauf schloss er sich dem Institut für Mathematik in Princeton an, wo er bis zuletzt tätig war. Der geniale Wissenschaftler kämpfte viele Jahre lang gegen Schizophrenie und wurde in dieser Zeit von seiner Frau versorgt. In dem Film, der auf einer Biografie von Sylvia Nasar beruht, wird er von Hollywood-Star Russell Crowe verkörpert, Alicia von Jennifer Connelly.

Lifestyle

Wutanfall im Weißen Haus

Wutanfälle von Besuchern im Weißen Haus haben eher Seltensheitswert - und werden nicht publik. Anders der Fall eines kleinen Mädchens, das sich kürzlich trotzig vor US-Präsident Barack Obama auf den Boden warf, wie die New Yorker Zeitung „Daily News“ berichtete.

Zu dem auf Twitter geposteten Bild schrieb die Mutter: „Meine Tochter ist ein Internet-Meme (Internetphänomen).“ Der Präsident, seine Ehefrau Michelle und die Eltern der Kleinen machten gute Miene zu dem Schaupiel. Wer oder was den Wutanfall auslöste, wurde nicht bekannt.