Ausland

Atomgespräche mit Iran in Istanbul begonnen

Die Unterhändler des EU-Trios und aus dem Iran haben sich heute zu Atomverhandlungen in Istanbul getroffen. „Wir versuchen in Istanbul den Rhythmus der Verhandlungen zu beschleunigen“, sagte Vizeaußenminister Abbas Araktschi den iranischen Medien vor dem Treffen.

Nach seinen Worten wollen sowohl der Iran als auch seine Kollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien die verbliebenen Differenzen durch intensivere Verhandlungen schneller ausräumen. Russland, China und die USA, die übrigen Mitglieder der üblicherweise verhandelnden Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat (5+1-Gruppe), nehmen an diesem Treffen nicht teil.

Nur noch bis März haben der Westen und der Iran laut einem selbst auferlegten Terminplan Zeit, eine Grundsatzeinigung in dem zwölfjährigen Konflikt zu erzielen. Eine umfassende Einigung soll bis Juli stehen. Der Westen will bei den Verhandlungen aber sicherstellen, dass Teheran keine Atombomben entwickelt. Dem Iran, der diese Absicht stets dementiert, geht es um die Aufhebung der für den Staat lähmenden Wirtschaftssanktionen.

Kiew motiviert Soldaten mit „Abschussprämien“

Im Kampf gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew „Abschussprämien“ für ihre Soldaten eingeführt. Einem heute veröffentlichten Beschluss zufolge zahlt der Staat für ein vernichtetes Fahrzeug der Aufständischen umgerechnet 600 Euro.

Zerstörte Panzer werden mit 2.400 Euro belohnt, und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6.000 Euro geben. Zusätzlich will die Regierung den Soldaten für jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Armeeangehörige klagen jedoch oft darüber, dass der finanziell angeschlagene Staat ihnen den Sold schuldet.

Im Bürgerkriegsgebiet berichteten die Konfliktparteien erneut von gegenseitigem Beschuss. Nach Darstellung der Separatisten gab es Tote und Verletzte. Vor allem bei dem Verkehrsknotenpunkt Debalzewo nordöstlich der Großstadt Donezk gebe es heftige Gefechte, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax. Das Militär in Kiew warf den Aufständischen Dutzende Angriffe auf Soldaten vor.

Italien wählt neuen Präsidenten: Renzi für Mattarella

Der Verfassungsrichter Sergio Mattarella geht als Favorit in die Wahl eines neuen Präsidenten in Italien.

Ministerpräsident Matteo Renzi unterstützt Medienberichten zufolge den ehemaligen Verteidigungsminister und versucht, dazu die Rückendeckung seiner sozialdemokratischen Partei PD zu bekommen. Gegen Mattarella spricht sich unter anderem Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi von der konservativen Forza Italia aus.

Die Wahl des neuen Staatsoberhauptes beginnt heute Nachmittag im römischen Parlament. Beobachter gehen nicht davon aus, dass bereits im ersten Wahlgang ein Nachfolger des Anfang Jänner zurückgetretenen Giorgio Napolitano fixiert werden kann. Wahlberechtigt sind über 1.000 Repräsentanten des Abgeordnetenhauses, des Senats und der Regionen.

Lage an israelisch-libanesischer Grenze beruhigt

Nach dem Angriff auf ein israelisches Militärfahrzeug und anschließenden Gefechten an der israelisch-libanesischen Grenze hat sich die Lage vorerst beruhigt. Der israelische Rundfunk berichtete heute, die israelische Führung tendiere dazu, vorerst keine weiteren Angriffe zu unternehmen.

Bei dem Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz wurden gestern zwei israelische Soldaten getötet. Vermutlich bei einem israelischen Artilleriegegenschlag kam wenig später ein spanischer UNO-Soldat ums Leben.

Hisbollah mit Signalen für Deeskalation

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief alle Seiten zu größter Zurückhaltung auf. „Alle Parteien sollten von jeder Handlung Abstand nehmen, die die Stabilität in der Region untergraben könnte“, sagte Ban gestern in New York. Jeder solle verantwortungsvoll handeln und jede Eskalation in der ohnehin gespannten Situation vermeiden.

Israelische Medien berichteten, die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz habe Israel über einen Kommandanten der UNO-Friedenstruppe mitteilen lassen, dass sie kein Interesse an einer weiteren Eskalation habe. Das israelische Militär ist im Norden des Landes weiterhin in Alarmbereitschaft. Der Schulunterricht in der Region findet heute wie gewohnt statt.

Die Hisbollah wollte mit dem Beschuss des Fahrzeugs einen Luftangriff auf den syrischen Golanhöhen am 18. Jänner rächen. Bei dem Angriff, der Israel zugeschrieben wird, waren ein iranischer General und mindestens sechs Hisbollah-Kämpfer getötet worden.

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Nach Terror wächst Datenhunger der EU

Die EU-Kommission wagt zur Terrorbekämpfung einen neuen Anlauf für ein einheitliches Fluggastdatensystem. Das geht aus einem Papier der Kommission hervor, das die britische Bürgerrechtsbewegung Statewatch gestern im Internet veröffentlichte.

42 Datensätze sollen von allen Fluggästen, die nach oder von Europa aus fliegen, gespeichert werden. Diese sollen bis zu fünf Jahre lang gespeichert und den Sicherheitskräften zur Verfügung stehen. Die EU-Innenminister drängten auf eine rasche Umsetzung des Vorschlags. Wiederstand kommt aus dem EU-Parlament, das die Umsetzung derartiger Pläne vor zwei Jahren schon einmal mehrheitlich verhinderte.

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Französisches Parlament erkennt Tieren Gefühle zu

Tiere haben Gefühle - in Frankreich hat das jetzt auch die Nationalversammlung endgültig klargestellt. Im Zuge einer Gesetzesreform wurde gestern Abend im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert, dass Tiere „mit Empfindsamkeit ausgestattete lebende Wesen sind“. Bisher wurden Tiere in dem Gesetzbuch, dem 1804 unter Napoleon erarbeiteten Code Civil, als „bewegliche Sache“ betrachtet.

Die Maßnahme hat aber in erster Linie symbolischen Charakter, denn im französischen Strafrecht wie in den Landwirtschaftsgesetzen werden Tiere bereits als „lebende und empfindsame Wesen“ angesehen. Das Bürgerliche Gesetzbuch wurde dem lediglich angepasst.

Trotzdem gab es in der Nationalversammlung teils erbitterte Debatten über die Änderung. Konservative Abgeordnete stellten sich auf die Seite von Viehzüchtern, die befürchten, die neue Formulierung könnte ihre Arbeit infrage stellen. Tierschützer kritisieren dagegen, dass es keinerlei konkrete Auswirkungen auf das Leben von Tieren geben werde.

Inland

Asyl: Länder weit von Quotenerfüllung entfernt

Bereits am Samstag läuft die Frist zur Erfüllung der Asylquoten ab, doch trotz aller Beteuerungen sind die meisten Länder weit von ihren Vorgaben entfernt. Besonders säumig ist unverändert Tirol, das die Quote nicht einmal zu 83 Prozent einhält.

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Wien löst Asylzusatzquartiere auf

Die in Wien geschaffenen Asylzusatzquartiere werden Ende Jänner wieder geschlossen. Am Wochenende dürfte das Quartier in den ehemaligen WU-Räumlichkeiten leer sein, nächste Woche soll auch die Unterkunft in Erdberg schließen.

Die beiden Quartiere waren im September zwischen der Bundesregierung und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) vereinbart worden, nachdem angesichts der Säumigkeit anderer Länder die Errichtung von Zeltstädten für die Flüchtlingsunterbringung gedroht hatte.

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Ex-Luxushotel wird Verteilzentrum

Das ehemalige Luxushotel Kobenzl auf dem Gaisberg bei der Stadt Salzburg wird zu einem Flüchtlingserstaufnahmezentrum. Das vereinbarten Bund, Land, Stadt und die Eigentümer. Schon in wenigen Tagen soll der Betrieb dort starten.

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Polizei will nicht genehmigte WKR-Demos notfalls auflösen

Das Verbot zweier Kundgebungen der Initiative NOWKR gegen den rechten Akademikerball am Freitag - neben anderen - hat gestern für heftige Debatten gesorgt. Das Bündnis kündigte an, trotzdem zu demonstrieren. Der Vorwurf seitens der Behörden lautet, NOWKR würde zu Gewalt aufrufen.

In der ZIB2 nahm Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl dazu Stellung. Man habe „mit einer größeren Menge an Gewaltbereiten zu rechnen“, so Pürstl. Das Wesentliche sei aber, dass mit allen beteiligten Seiten gesprochen worden sei und „die gesetzlichen Grenzen“ abgesteckt worden seien.

Nützt dieser Dialog nichts, werde konsequent eingegriffen. Auf die Frage, was das für NOWKR-Kundgebungsteilnehmer heiße, sagte Pürstl, die Versammlungen seien verboten. Die nicht genehmigten Kundgebungen würden im äußersten Fall aufgelöst, das sei „keine Frage“.

NOWKR kündigte an, trotzdem „auf die Straße zu gehen“, und warnte vor chaotischen Zuständen in der Stadt.

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Thema spaltet die Grünen

Solidarität oder nicht, das ist bei den Grünen eine Frage der Generationen. Während sich die grüne Studentenfraktion GRAS heute empört über das Verbot der NOWKR-Demos zeigte und sich mit „allen antifaschistischen Protesten“ gegen den rechten Akademikerball solidarisierte, erklärte der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz auf seiner Facebook-Seite in Richtung NOWKR: „Wir gehen euch nicht in die Soli-Falle.“

Pilz hatte bereits zuvor in einer Presseaussendung an die NOWKR-Demonstranten appelliert, sich von Gewalt zu distanzieren. In seinem Facebook-Eintrag wurde er noch deutlicher: „Haltet uns doch nicht für dumm. Das Verbot eurer Demo ist ebenso euer Ziel wie der Krawall. Es geht nicht um Antifaschismus, es geht euch nur um euch selbst.“

Parteiinterner Zwist schon letztes Jahr

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) sahen das anders. Die Untersagung der NOWKR-Demo sei „skandalös“. Die GRAS solidarisiere sich mit allen antifaschistischen Protesten gegen den Akademikerball, ließen sie in einer Aussendung wissen. Die Wiener Polizei hatte kurz zuvor die NOWKR-Demo verboten.

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Rund um den Ball hatte es bereits im Vorjahr parteiinterne Unstimmigkeiten gegeben. Bundessprecherin Eva Glawischnig drohte damals den Jungen Grünen mit dem Rauswurf als Jugendorganisation, nachdem auf einer von ihnen unterhaltenen Website Gegner des Balls den Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ veröffentlicht hatten.

Druck auf SPÖ-Spitze durch Niessl und Voves

Bei den neuen Wünschen der SPÖ-Landeshauptleute Hans Niessl und Franz Voves nach Strenge gegenüber „integrationsunwilligen“ Migranten geht es nicht mehr nur um den burgenländischen und steirischen Wahlkampf: Beide werfen Andersdenkenden in ihrer Partei Feigheit vor.

Die SPÖ habe bei Migrationsproblemen jahrelang weggeschaut, sagte etwa Voves. Niessl sprach im ORF-„Report“ von der SPÖ-Vorgabe, dass man über Integrationsprobleme „nicht reden sollte“. Der Druck auf die SPÖ-Spitze in der neuen Debatte steigt damit. Die Frage ist allerdings, ob Niessl und Voves ihre Positionen nicht am Wahlabend bereuen.

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Wirtschaft

Neue Forderungen von Nichtraucherschützern

Mit dem bevorstehenden generellen Rauchverbot in der Gastronomie sieht sich die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher in ihren langjährigen Bemühungen bestätigt und hat heute bei einer Pressekonferenz in Wien gleich neue Forderungen präsentiert: So dürften keine Zigaretten mehr an unter 18-Jährige verkauft werden und im Freien nicht neben Kindern oder Nichtrauchern geraucht werden.

„Sieg der Vernunft“ errungen

Unter dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ habe man eine Trendumkehr geschafft und einen Sieg der Vernunft errungen, meinte Bundesleiter Robert Rockenbauer zum bevorstehenden Tabakbann in der Gastronomie. Zu danken sei das vor allem Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Es sei schon höchste Zeit für diese Maßnahme gewesen, da Österreich bereits als „Aschenbecher Europas“ bemitleidet worden sei. Nach einem Jahr Gewöhnung würden sich alle fragen, warum man nicht schon früher den Rauch aus den Lokalen verbannt habe.

Einziger Verlierer sei nun die Tabakindustrie, wohingegen auch die Raucher profitieren würden, entweder durch weniger Konsum oder völlige Abstinenz. Bezüglich der Entschädigungen für räumliche Veränderungen lehnt Rockenbauer solche Maßnahmen auf Kosten der Steuerzahler ab, kann sich jedoch verkürzte Abschreibungsmöglichkeiten und vor allem eine Erhöhung der Tabaksteuer vorstellen.

Rigorose Überwachung und Strafen für Verstöße

Für die Umsetzung des Verbots sei eine flächendeckende Kontrolle durch Gewerbeamt, Arbeitsinspektorat, Lebensmittelkontrolleure, aber auch Polizei und sogar „Parksheriffs“ notwendig. „Das heißt nicht, dass man neben jeden Wirt 24 Stunden einen Polizisten hinstellt, sondern dass jederzeit mit Kontrollen gerechnet werden muss“, sagte Rockenbauer.

Zudem sollten die Strafen drastisch sein, bei Verstößen jedes Mal verdoppelt werden und dem Gastronomen nach dem fünften Verstoß die Gewerbeberechtigung entzogen werden.

Abschaffung von Zigarettenautomaten gefordert

Ebenso verlangen die Tabakgegner ein Rauchverbot bei Zeltfesten und in Vereinslokalen. Shisha und E-Zigaretten seien den normalen Glimmstängeln gleichzusetzen und ein Rauchverbot im Auto richtig, nicht nur wegen der Gesundheitsgefahr für mitfahrende Kinder, sondern auch wegen der Ablenkung.

Zigaretten sollten nicht mehr an unter 18-Jährige verkauft werden dürfen, was derzeit nur in drei EU-Staaten zulässig sei. Damit die Jugendlichen dieses Verbot nicht umgehen, seien alle Zigarettenautomaten abzuschaffen, meinte Rockenbauer. Ebenso gefordert werde ein Rauchverbot im Freien wie in Gastgärten, Bädern oder Spielplätzen, also überall dort wo Kinder und Nichtraucher belästigt werden könnten.

OMV schwenkt wegen Ölpreises auf Sparkurs ein

Wegen des seit Mitte 2014 um mehr als die Hälfte eingebrochenen Ölpreises verstärkt die OMV ihre Sparanstrengungen und kürzt ihre Investitionspläne. Von 2015 bis 2017 will man nur noch 2,5 bis drei Mrd. Euro jährlich ausgeben, bisher waren für 2014 bis 2016 im Schnitt 3,9 Mrd. Euro an Investitionen geplant. Zudem wird das für 2016 geplant gewesene Förderziel von 400.000 Barrel/Tag auf später verschoben.

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McDonald’s-Chef Thompson tritt ab

Der Chef der weltweit größten Fast-Food-Kette McDonald’s, Don Thompson, tritt Ende Februar ab. Nachfolger werde mit 1. März der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook, teilte der US-Konzern gestern mit. Easterbrook ersetze Thompson auch als Präsident und Mitglied des Boards. Er ist seit 1993 bei dem Unternehmen und war unter anderem Präsident von McDonald’s Europe.

McDonald’s-Aktien legten nach Bekanntgabe der Personalie nachbörslich um drei Prozent zu. Der 51-jährige Thompson gehört der Schnellrestaurantkette seit 1990 an. Seit Juli 2012 steht er an der Spitze des Konzerns. Über Thompsons Rücktritt war nach schlechten Quartalszahlen schon eine ganze Weile spekuliert worden.

Sinkende Zahlen im Kernbereich

Die Fast-Food-Kette hat vor allem wegen geschlossener Filialen in Russland, veränderter Konsumgewohnheiten in China und harter Konkurrenz auf dem Heimatmarkt ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der Gewinn ging 2014 um 14,8 Prozent zurück, der Umsatz fiel um 2,36 Prozent. Die Kette ist in mehr als hundert Ländern mit etwa 36.000 Restaurants vertreten.

Der scheidende Konzernchef sagte, er sei „zuversichtlich“, dass sein Nachfolger das Unternehmen nach vorne bringen werde. „2014 war ein herausforderndes Jahr für McDonald’s rund um den Globus“, hatte Thompson bei der Vorlage der Zahlen eingeräumt. Zum ersten Mal seit 2002 sanken die weltweiten Verkäufe in Filialen, die mindestens ein Jahr auf dem Markt sind.

Sport

Bundesliga: Austria schließt Einkaufstour ab

Zufrieden hat Franz Wohlfahrt seine erste Bilanz als Neo-Sportdirektor der Wiener Austria gezogen. „Wir haben dort, wo wir Bedarf hatten, noch ein bisschen nachgebessert und jetzt sicher eine höhere Qualität im Kader“, sagte der 50-Jährige, der die Aktivitäten auf dem Transfermarkt damit abschloss.

Mit Raphael Holzhauser, Philipp Zulechner, Ronivaldo und zuletzt Patrizio Stronati habe man nun genügend frischen Wind für eine erfolgreiche Aufholjagd. „Die 26 Punkte des Herbstes entsprechen nicht dem Potenzial der Mannschaft“, sagte Wohlfahrt, der auf ein anderes Gesicht der „Veilchen“ im Frühjahr hofft.

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Tennis: Melbourne erlebt sein Damen-Traumfinale

Das Damen-Finale bei den Australian Open erlebt in diesem Jahr sein Traumfinale. Erstmals seit dem French-Open-Endspiel 2013 stehen einander in Melbourne Serena Williams und Maria Scharapowa wieder bei einem Grand-Slam-Turnier gegenüber.

Während Scharapowa ihrer russischen Landsfrau Jekaterina Makarowa heute im Halbfinale keine Chance ließ, musste Williams hart kämpfen. Die Bilanz vor dem Endspiel am Samstag spricht allerdings klar für die Weltranglistenerste, die mit ihrem Finaleinzug einen Australian-Open-Rekord aufstellte.

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Ski alpin: Dämpfer für Hirscher vor WM

Marcel Hirscher wird wie geplant morgen zur alpinen Ski-WM in Vail/Beaver Creek in den USA aufbrechen. Der 25-jährige Weltcup-Leader tritt die Reise zwar fieberfrei an, wie sein Pressesprecher mitteilte. Allerdings bereitete ihm sein „katastrophales“ Abschneiden beim Nachtslalom in Schladming Kopfzerbrechen.

„Alles, was wir daher mit Blick auf die WM tun können, ist, konzentriert weiterarbeiten und positiv bleiben“, sagte der WM-Titelverteidiger nach dem Dämpfer bei der Generalprobe.

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Chronik

Flug MH370: Malaysia erklärte alle Menschen an Bord für tot

Malaysia hat Passagiere und Besatzung des vermissten Flugs MH370 für tot erklärt. Die Regierung gehe davon aus, dass alle 239 Menschen an Bord ihr Leben verloren hätten, sagte ein Sprecher des malaysischen Transportministeriums heute in Kuala Lumpur.

Es sei „äußerst unwahrscheinlich“, das Flugzeug noch zu finden, sagte der Sprecher weiter. Es könne davon ausgegangen werden, dass die Maschine im Indischen Ozean abgestürzt sei, Tausende Kilometer von der geplanten Flugroute entfernt. Flug MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Zwei Drittel der Fluggäste waren Chinesen.

Flug MH370: Verwirrung über Pressekonferenz

Zuvor hatte es Verwirrung über eine Pressekonferenz zum vermissten Flug gegeben: Zuerst lud die malaysische Behörde für zivile Luftfahrt kurzfristig zu einer Pressekonferenz. Angehörige von Opfern und zahlreiche Medienvertreter eilten innerhalb weniger Stunden herbei. Dann sagte die Behörde die Pressekonferenz wegen „unvorhersehbarer Umstände“ kurzfristig ab, ohne eine weitere Erklärung abzugeben.

Wütende Proteste von Angehörigen in Peking

Nach Gerüchten über ein mögliches Ende der Suche nach der verschwundenen Passagiermaschine war es in Peking zuvor zu Protesten von Angehörigen chinesischer Opfer gekommen. Mehr als ein Dutzend von ihnen wurden heute bei einer Demonstration nahe der malaysischen Botschaft von der Polizei abtransportiert, wie Familien in Sozialen Netzwerken berichteten.

Bootsunglück vor Küste Bangladeschs - viele Vermisste

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Bangladeschs gelten etwa 24 Menschen als vermisst. Das überladene Fischerboot mit Flüchtlingen aus Bangladesch an Bord sei in starken Strömungen im Golf von Bengalen gesunken, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte konnten den Angaben zufolge 32 Menschen aus dem Wasser retten.

Das Unglück ereignete sich nahe der zu Bangladesch gehörenden Insel Kutubdia etwa zweieinhalb Kilometer vor der Küste. Das Boot war auf dem Weg nach Malaysia. Die Suchaktion nach den Vermissten dauerte an. Die Angaben zur Zahl der Insassen gingen auseinander: Gerettete sprachen von bis zu 60 Menschen an Bord des Schiffs, wie der örtliche Polizeichef sagte. Ein privater Fernsehsender berichtete hingegen von etwa hundert Menschen an Bord.

Jährlich versuchen Tausende Menschen aus Bangladesch und Flüchtlinge der Minderheit der Rohingya nach Malaysia einzuwandern. Laut Menschenrechtsgruppen kommen auf der rund 3.200 Kilometer langen gefährlichen Reise Tausende Menschen ums Leben.

AirAsia-Absturz: Kopilot steuerte Unglücksmaschine

Die vor einem Monat vor Indonesien abgestürzte AirAsia-Maschine ist Ermittlern zufolge vom Kopiloten gesteuert worden. „Der Stellvertreter ist geflogen“, sagte Chefermittler Mardjono Siswosuwarno heute. Er betonte, die Maschine sei flugtauglich gewesen, die Ladung sei im Rahmen des Zulässigen gelegen.

Der AirAsia-Airbus war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur aus bisher ungeklärten Gründen in die Javasee gestürzt. Alle 162 Menschen an Bord kamen ums Leben. Bisher wurden 70 Leichen geborgen. Bei den Arbeiten am Wrack gab es vor allem wegen des Wetters große Schwierigkeiten.

Drei Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es drei Sechser gegeben. Laut Ausendungen der Österreichischen Lotterien kommen die Gewinner aus Niederösterreich und der Steiermark. Sie erhalten jeweils rund 2,5 Mio. Euro. Der Vierfachjackpot war der erste des Jahres, mehr als 9,3 Mio. Tipps waren abgegeben worden.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

8 10 12 21 26 36 / Zusatzzahl 43

Die Jokerzahl lautet:

0 2 0 0 7 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

„Dornenvögel“-Autorin Colleen McCullough gestorben

Die australische Schriftstellerin Colleen McCullough ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Nach Angaben ihres Verlags erlag McCullough in einem Krankenhaus auf der südpazifischen Insel Norfolk östlich von Australien einer schweren Krankheit.

Von ihrem 1977 erschienenen Roman „Die Dornenvögel“ verkaufte McCullough weltweit 30 Millionen Exemplare. Der Stoff wurde in den USA 1983 für eine TV-Serie verfilmt, die vier Golden Globes erhielt und als eine der meistgesehenen Serien in die TV-Geschichte einging. Insgesamt veröffentlichte McCullough 25 Romane, ihr letztes Buch „Bittersweet“ erschien 2013.

21er Haus: Kuschelkunst quer durch die Geschichte

Das 21er Haus hat möglicherweise jene Ausstellung geschaffen, die kunstinteressierte Laien in Wien seit Jahren die größte Freude bereitet. Große Namen, große Kunstwerke, existenzielle Themen: „Schlaflos. Das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst“.

Das Bett fungiert als Klammer und ist im Fokus, quer durch die Kunstgeschichte, bei der Geburt, beim Sex, im Moment des Todes. Werke aus Pompeji neben Valie Export, Alte Meister neben Werbepornos: Die Schau ist alles andere als einschläfernd.

Mehr dazu in Betthupferl für Kunstinteressierte

Siemens-Musikpreis für Christoph Eschenbach

Der Dirigent Christoph Eschenbach bekommt dieses Jahr den renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Eschenbach sei eine künstlerische Ausnahmeerscheinung und ziehe nicht nur vom Dirigentenpult herab Orchester, Solisten und Publikum in seinen Bann, erläuterte die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Er überzeuge dabei als Dirigent genauso wie als Pianist, hieß es.

Der 1940 in Breslau geborene Christoph Eschenbach stellte sein Leben in den Dienst der Musik. Eschenbachs Mutter starb bei der Geburt, der Vater wenige Jahre später in einem Strafbataillon an der Kriegsfront. Nach dem Krieg erkrankte er als Kind in einem Waisenhaus in Mecklenburg an Typhus.

„Nobelpreis der Musik“ ist mit 250.000 Euro dotiert

Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, eine Cousine der leiblichen Mutter, soll Eschenbach als Rettung empfunden haben. Die Sängerin und Pianistin brachte dem verstummten Kind die Musik nahe. Die Musik habe seinem Leben den Sinn zurückgegeben, sagte Eschenbach laut einer Mitteilung der Musikstiftung. „Ich bin deshalb dankbar, ganz in ihrem Dienst zu stehen.“

Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert und wird Eschenbach am 31. Mai im Herkulessaal der Münchner Residenz überreicht. Insgesamt vergibt die Stiftung drei Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern.

Song Contest

IT

Facebook: Deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn

Facebook wächst weiter kräftig. Das Soziale Netzwerk ist zwar nicht mehr der Nutzermagnet, der es vor einigen Jahren noch war. Aber dank steigenden Werbeeinnahmen bleibt mehr Geld in der Kasse, wie die gestern (Ortszeit) veröffentlichten Zahlen für das Schlussquartal 2014 zeigen.

Allerdings nehmen auch die Kosten deutlich zu. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bereits angekündigt, weiter zu investieren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.

Gewinnanstieg von 34 Prozent

Im vierten Quartal stieg der Nettogewinn von Facebook im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf 701 Mio. Dollar (620 Mio. Euro). Der Umsatz legte um 49 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar (3,3 Mrd. Euro) zu. Die Prognosen von Analysten wurden damit übertroffen.

Im Dezember lag die Zahl der monatlichen Facebook-Nutzer bei 1,39 Milliarden - 13 Prozent höher als im Vorjahr. Auf dem besonders wichtigen mobilen Markt stieg sie um 26 Prozent auf 1,19 Milliarden.

Die Zahl der täglich aktiven User nahm zuletzt um 18 Prozent auf 890 Millionen zu. Über das gesamte Schlussquartal betrachtet, blieb der Anteil dieser für Facebook wegen ihres starken Engagements wertvollsten Nutzer im Vergleich zum Vorquartal jedoch konstant bei 64 Prozent. Es ist das erste Mal seit dem Börsengang vor zwei Jahren, dass hier kein Anstieg verbucht wurde.

Gesundheit

WHO: Weniger als 100 Ebola-Infektionen in einer Woche

Die Zahl der Ebola-Neuinfektionen ist erstmals seit Juni 2014 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf unter 100 in einer Woche gefallen. In der Woche bis zum 25. Jänner seien 99 Neuerkrankungen verzeichnet worden, teilte die UNO-Organisation heute in Genf mit.

Damit beginne nun die zweite Phase der Ebola-Bekämpfung mit dem Schwerpunkt, die Epidemie zu beenden. Bisher waren die internationalen Bemühungen darauf konzentriert, die Verbreitung der oft tödlichen Seuche zu verhindern.

An Ebola sind nach WHO-Angaben im vergangenen Jahr 21.724 Menschen erkrankt, 8.641 von ihnen starben. Am schlimmsten betroffen waren die westafrikanischen Staaten Liberia, Sierra Leone und Guinea.

Ärzte ohne Grenzen warnt

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnte davor, angesichts der sinkenden Infektionszahlen die Anstrengungen zur Ebola-Bekämpfung zu verringern. Ebola sei in Westafrika noch längst nicht besiegt, sagte der Präsident der deutschen Sektion der Hilfsorganisation, Tankred Stöbe, heute.

Es gebe immer noch viele Patienten, deren Ansteckungswege unbekannt seien. „Jederzeit ist es möglich, dass ein einziger Patient neue und unkontrollierte Übertragungsketten auslöst und es zu einem Wiederaufflammen der Epidemie kommt“, sagte der Arzt.

VKI: Kindermilchprodukte als Zuckerbombe

Vermeintlich kindgerechte Joghurts und Desserts werden häufig als besonders gesund oder vitaminhaltig beschrieben. In Wahrheit gilt leider oft das Gegenteil, wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in einem aktuellen Test herausgefunden hat.

Alle getesteten Produkte enthielten über zehn Prozent Zucker, einige auch deutlich mehr. Kindermilchprodukte sind daher eher eine Süßigkeit, weniger ein gesunder Snack, so das Fazit des Tests.

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