Ausland

Mattarella ist neuer Staatspräsident Italiens

Sergio Mattarella ist der neue Staatspräsident Italiens. Der 73 Jahre alte Verfassungsrichter erhielt gestern in Rom im vierten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen des Wahlgremiums. Damit konnte Regierungschef Matteo Renzi wie erhofft den Kandidaten seiner Demokratischen Partei (PD) durchbringen.

Zuvor war der Kandidat von Renzi in drei Wahlgängen, in denen eine Zweidrittelmehrheit erforderlich gewesen wäre, gescheitert. Eine erneute Niederlage hätte Zweifel an Renzis Autorität innerhalb der PD geweckt und Neuwahlen in den Bereich des Möglichen gerückt.

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Ukraine-Kontaktgruppe tagte ergebnislos

Rückschlag im Ringen um Frieden in der Ukraine: Das erste Treffen der Kontaktgruppe seit mehr als einem Monat ging gestern ergebnislos zu Ende. Nach den fast vierstündigen Gesprächen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk warfen sich die Vertreter der Konfliktparteien gegenseitig vor, eine Einigung mit „ultimativen Forderungen“ verhindert zu haben.

Die Abgesandten hatten unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) versucht, sich in den Fragen einer Feuerpause und eines Rückzugs schwerer Waffen zu einigen.

Merkel drängt auf Waffenruhe

Zuvor hatten auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin bei einem Telefonat die Bedeutung des Minsker Treffens hervorgehoben. Zumindest eine Einigung auf eine Waffenruhe wäre der Ausgangspunkt für eine umfassendere Lösung des Problems, sagte Merkel einer Mitteilung in Berlin zufolge.

Das Leid der Menschen müsse ein Ende finden. Der Kreml teilte mit, Putin habe mit der Kanzlerin auch über die sich weiter verschärfende Lage in der Ostukraine gesprochen. Am Telefonat nahm auch Frankreichs Präsident Francois Hollande teil.

15 Tote bei erneuten Kämpfen

Überschattet wurden die Gespräche in Minsk von weiterer Gewalt. Bei den heftigsten Kämpfen seit dem Sommer wurden mindestens 15 Zivilisten getötet, wie Medien in Kiew berichteten. Das Militär und die prorussischen Separatisten beschuldigten sich gegenseitig, Stellungen zu beschießen.

In den vergangenen Tagen seien auch mindestens 15 Soldaten getötet und 30 verletzt worden, sagte Verteidigungsminister Stepan Poltorak. Er räumte ein, dass die Aufständischen teilweise den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Debalzewo kontrollierten. Die Separatisten haben dort nach eigenen Angaben tausende Soldaten eingekesselt.

Gegen den Protest der Ukraine schickte Russland den mittlerweile zwölften Lastwagenkonvoi in den Donbass. Etwa 170 Fahrzeuge überquerten die Grenze und trafen in den Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk ein. Die Lastwagen hätten rund 1500 Tonnen Hilfsgüter geladen, teilte das Zivilschutzministerium in Moskau mit.

Argentinien: CIA vermutet Streit hinter Tod von Staatsanwalt

Hinter dem Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman steckt laut dem US-Auslandsgeheimdienst CIA ein interner Streit zwischen dem Geheimdienst des südamerikanischen Landes und der Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner. Dies berichtete die Zeitung „Clarin“ gestern unter Berufung auf einen Informanten mit Kontakten zu CIA-Mitarbeitern.

„Die CIA glaubt, dass die Tat eher etwas mit einem internen Konflikt in der Regierung und weniger mit den Ermittlungen von Nisman zu tun hat“, zitierte Zeitung. Nisman war am 18. Jänner tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Er hatte den Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus Amia von 1994 untersucht, bei dem 85 Menschen ums Leben kamen.

Nach Angaben der Ermittler deuteten erste Autopsieergebnisse auf einen Suizid hin. Zuletzt hieß es, auf der Tatwaffe seien nur Nismans DNA-Spuren gefunden worden.

Die argentinische Regierung hatte im Dezember eine Reform des Geheimdienstes angekündigt. Unter anderem sollten die Führung und einige Agenten ausgetauscht werden. Darunter waren auch Mitarbeiter, die Nisman bei den Ermittlungen zu dem Amia-Fall unterstützten. Laut einer Annahme der CIA sollte der Tod Nismans Präsidentin Kirchner in ihren Reformbemühungen schwächen.

Neue Führungsstruktur für deutsche AfD

Die deutsche Partei Alternative für Deutschland (AfD) wird vom kommenden Dezember an von nur einem Parteivorsitzenden geführt. Der Parteitag verabschiedete gestern Abend mit 1.001 Ja-Stimmen gegen 448 Nein-Stimmen bei 24 Enthaltungen eine Satzungsreform, die eine Verkleinerung der bisherigen Dreierspitze vorsieht.

Damit setzte sich Parteigründer Bernd Lucke gegen innerparteiliche Widerstände durch. Der Hamburger Ökonomieprofessor signalisierte, für den Posten des alleinigen Parteichefs zur Verfügung zu stehen. Er warnte seine Partei zudem davor, sich auf rechtsradikale Positionen zuzubewegen.

Alleinführung in Etappen

Nach der neuen Satzung wird bei einem weiteren Parteitag - vermutlich im April - zunächst eine Doppelspitze gewählt. Erst im Dezember soll derjenige der Doppelspitze mit den meisten Stimmen automatisch alleiniger Parteichef werden.

Lucke wies Vorwürfe zurück, er verfolge persönliche Interessen mit der Parteireform: „Ich möchte Sie davon überzeugen, dass ich mich für diese Einerspitze verwende, nicht weil es mir um persönliche Macht geht, sondern weil ich den Erfolg für diese Partei will.“ Er werde aber oft als „Gesicht der Partei“ auf der Straße angesprochen.

Demonstranten vor Parteitag

Lucke hatte die Verkleinerung der Parteispitze durchgesetzt. Er erklärte, der AfD-Bundesvorstand habe in den vergangenen zwei Jahren „stümperhaft“ gearbeitet. Zudem konnte er sich mit der Einführung eines hauptamtlichen Generalsekretärs durchsetzen, der vom Parteichef vorgeschlagen werden soll.

In der Bremer Innenstadt protestierten nach Polizeiangaben rund 3.500 Menschen gegen den Parteitag, der von einem großen Polizeiaufgebot gesichert wurde. Die Demonstranten skandierten „AfD hau ab“ und trugen Plakate mit Aufschriften wie „Schöner leben ohne Nazis“ oder „Bremer Europäer gegen Idiotisierung des Abendlandes“.

Ägypten will Sinai nicht kampflos aufgeben

Zwei Tage nach einem blutigen Angriff von Islamisten auf das ägyptische Militär im Nordsinai hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi das Land auf einen harten Kampf eingeschworen. Ägypten stehe ein „langer und harter Krieg“ bevor, sagte Sisi gestern in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede.

Mit dem Sturz von Mohammed Mursi im Sommer 2013 habe das ägyptische Volk den Weg der Konfrontation mit den Muslimbrüdern gewählt - diese könne noch Jahre andauern. Die Muslimbrüder wurden nach Mursis Sturz zu Terroristen erklärt.

Am Donnerstag hatten Anhänger eines Ablegers der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bei koordinierten Angriffen 40 Menschen getötet. Sisi versprach, den Sinai nicht kampflos aufzugeben: „Entweder der Sinai bleibt ein Teil Ägyptens oder wir werden sterben.“

Bewaffneter Arm der Hamas „terroristisch“

Ein ägyptisches Gericht stufte unterdessem den bewaffneten Arm der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas als „terroristische“ Organisation ein. Die Essedin-al-Kassam-Brigaden seien eine Terrororganisation und in Ägypten verboten, urteilte das Gericht nach Angaben eines Sprechers.

Im März verbot Ägypten bereits die Hamas selbst und untersagte ihr jegliche Betätigung auf ägyptischem Boden. Das Urteil vom Samstag folgte auf die Klage eines Anwalts, der den Kassam-Brigaden eine direkte Verwicklung in „terroristische Einsätze“ auf dem Sinai vorwarf. Dabei soll der bewaffnete Arm der Hamas Schmugglertunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen genutzt haben, um Waffen und Kämpfer ins Land zu bringen.

Früherer deutscher Präsident Von Weizsäcker gestorben

Der frühere deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker ist tot. Der CDU-Politiker starb gestern im Alter von 94 Jahren, wie das Präsidialamt in Berlin mitteilte. Weizsäcker war von 1984 bis 1994 deutsches Staatsoberhaupt. Als ein wichtiger Markstein seiner Amtszeit gilt die Rede vom 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes, in der er sich ohne Beschönigung mit den deutschen Verbrechen der Nazi-Zeit auseinandersetzte. Der amtierende deutsche Präsident Joachim Gauck würdigte Weizsäcker als „moralische Instanz“. „Er stand für eine Bundesrepublik, die sich ihrer Vergangenheit stellt“, so Gauck in einer Aussendung.

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Inland

Steuerreform: Vier Stunden „konstruktive Verhandlungen“

Knapp vier Stunden haben die Teams von SPÖ und ÖVP angeführt von Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner gestern über die Steuerreform verhandelt. Inhaltliche Details wurden danach nicht verraten, von beiden Seiten hieß es gegenüber der APA lediglich, dass es auch in dieser dritten Runde „konstruktive Verhandlungen“ gegeben habe.

Dem Vernehmen nach war die geplante Tarifreform neuerlich Thema der Gespräche. Dazu wurden Berechnungen von Experten auf den Tisch gelegt. Einig sind sich SPÖ und ÖVP dabei schon, dass der Eingangssteuersatz von 36,5 auf 25 Prozent gesenkt werden soll. Unterschiedlich sind die Ansichten aber noch über die weiteren Tarifstufen.

Entlastung der unteren Einkommen besprochen

Gesprochen haben die Verhandler der beiden Koalitionsparteien auch über die Entlastung der unteren Einkommen. Dabei dürfte es zu einer Mischung aus der von der SPÖ favorisierten Anhebung der Negativsteuer und der von der ÖVP angestrebten Senkung der Sozialversicherungsbeiträge kommen.

Weiteres Thema war auch die Gegenfinanzierung. Dabei geht es unter anderem um die Bekämpfung von Steuer- und Sozialbetrug. Vorerst noch kein Thema sind Steuererhöhungen bzw. neue Steuern. Diese Frage soll erst am Ende der Verhandlungen besprochen werden. Die ÖVP lehnt die von der SPÖ geforderten Vermögens- und Erbschaftssteuern weiterhin kategorisch ab.

Einigen wollen sich die Verhandlungsteams der Koalition bis 17. März. Bis dahin wurde Stillschweigen vereinbart.

Wirtschaft

JPMorgan zahlt im Devisenskandal 99,5 Millionen Dollar

JPMorgan Chase zahlt im Rechtsstreit mit Investoren wegen Manipulationen am Devisenmarkt 99,5 Millionen Dollar (88 Mio. Euro). Die gestern veröffentlichte Einigung muss noch von einem Gericht bestätigt werden und ist nicht mit einem Schuldeingeständnis verbunden.

Eine Stellungnahme des Geldhauses lag zunächst nicht vor. Bereits Anfang Jänner war bekanntgeworden, dass JPMorgan als erste der insgesamt zwölf betroffenen Banken eine Einigung erzielt habe. Die zu zahlende Summe war bislang nicht bekannt.

Händler der Banken sollen sich seit Anfang 2003 abgesprochen haben, um Devisenkurse zum Nachteil ihrer Kunden zu manipulieren. Dazu hätten sie Internetforen, Messaging-Dienste und E-Mails genutzt, um das WM/Reuters Fixing zu manipulieren. Zu den betroffenen Geldinstituten gehören unter anderen die Deutsche Bank sowie die Schweizer Geldhäuser Credit Suisse und UBS. Am Devisenmarkt werden täglich rund fünf Billionen Dollar umgesetzt.

Toyota, Honda, Chrysler: Über zwei Mio. Autos zurückgerufen

Die Autohersteller Toyota, Honda und Chrysler müssen wegen möglicher Airbagprobleme in den USA mehr als zwei Mio. Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Das teilte das US-amerikanische Transportministerium gestern in Washington mit.

Die Airbags könnten unvermittelt ausgelöst werden. Es sei schon einmal mit Rückrufen versucht worden, den Defekt zu beheben, allerdings nicht in allen Fällen mit Erfolg, hieß es zur Begründung. Es geht dabei um Modelle verschiedener Marken der Jahre 2002 bis 2004.

Keine Angaben über in Europa verkaufte Autos

Von den 2,12 Mio. Autos seien etwa eine Mio. Fahrzeuge der Marken Toyota und Honda betroffen, die bereits einem Rückruf in Zusammenhang mit Airbags des japanischen Herstellers Takata unterliegen. Diese Airbags können auch ohne Unfall derart heftig auslösen, dass dabei Fahrzeuginsassen sogar ums Leben kommen können, teilte das Ministerium mit. Ob auch in Europa verkaufte Autos betroffen sind, war zunächst nicht bekannt.

Der Fall Takata hatte im vergangenen Jahr hohe Wellen geschlagen, dabei steht vor allem das Krisenmanagement des Zulieferers in der Kritik. Probleme waren länger bekannt, schon 2013 mussten Millionen Autos in die Werkstatt. Doch inzwischen nahm der Airbagrückruf nie geahnte Ausmaße an, die genauen Hintergründe sind weiter ungeklärt.

Luftfrachtkartell: BMW und Bosch schließen sich Klage an

BMW und der Zulieferer Bosch haben sich der Milliardenklage der Deutschen Bahn (DB) gegen Preisabsprachen unter anderen bei der Lufthansa angeschlossen. Auch Continental sowie die Speditionen Kühne + Nagel und Panalpina seien beteiligt und forderten gemeinsam Schadenersatz von bis zu drei Milliarden Euro, berichtete die „WirtschaftsWoche“.

Sprecher von BMW und Bosch bestätigten die Angaben gestern gegenüber Reuters. Von Continental, Kühne + Nagel und Panalpina war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

DB will mehrere Milliarden einklagen

Ende vergangenen Jahres war bekanntgeworden, dass die DB Fluggesellschaften weltweit wegen eines Luftfrachtkartells auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt. Allein beim Landgericht Köln pocht der Staatskonzern auf nahezu 1,8 Mrd. Euro von zehn Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa.

Außerdem verlangt der Konzern in den USA von sieben weiteren Airlines nach Angaben der Bahn mindestens weitere 300 Mio. Euro. Die 2006 aufgeflogenen Preisabsprachen haben bereits in vielen Ländern Strafen der Wettbewerbsbehörden ausgelöst.

EU-Kommission verhängte bereits 2010 Strafen

Mit ihrer Tochter DB Schenker ist die Bahn im weltweit hart umkämpften Luftfrachtverkehr die Nummer zwei. Geschädigt sieht sie sich durch Absprachen über Kerosin- und Sicherheitszuschläge. Die EU-Kommission hatte deshalb bereits im November 2010 Strafen von 800 Mio. Euro verhängt. Weltweit kam es zu Geldbußen von 1,5 Mrd. Euro, in den USA auch zu Haftstrafen. Unabhängig davon macht die Bahn nun ihre zivilrechtlichen Ansprüche gegen die Fluggesellschaften geltend.

In den USA richtet sich die Klage gegen Air France, All Nippon Airways, Cargolux, KLM, Martin Air, Qantas und SAS. Die Klage in Köln richtet sich gegen Air Canada, British Airways, Cargolux, Cathay Pacific, Lufthansa, Japan Airlines, LAN, Qantas, SAS und Singapore Airlines.

Sport

Australian Open: Ein Endspiel für die Geschichtsbücher

Egal, wie das Endspiel der Herren bei den Australian Open endet - eine Premiere wird es heute auf jeden Fall geben. Gewinnt Novak Djokovic, wäre er der erste Spieler der offenen Ära, der in Melbourne zum fünften Mal triumphiert. Holt sich Andy Murray den Titel, wäre es sein erster Erfolg beim Major-Auftakt des Jahres und der erste eines Briten „down under“ seit 1934.

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Super Bowl: Kräftemessen der Meistertrainer

In der 49. Super Bowl kommt es heute nicht nur zum großen NFL-Showdown zwischen den New England Patriots und Seattle Seahawks, sondern auch zu einem wahren Kräftemessen an der Seitenlinie. Mit Bill Belichick und Pete Carroll treffen im Finale zwei Meister ihres Faches aufeinander, deren Karrieren eng verknüpft sind.

Als Nachfolger von Carroll bei den Patriots avancierte Belichick zu einem der erfolgreichsten Trainer in der NFL-Geschichte. Für Carroll erwies sich indes der Rauswurf vor 15 Jahren als Segen. Danach vollzog er einen Paradigmenwechsel, der ihn zum Gewinner machte.

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Fußball: Chelsea hält ManCity auf Distanz

Mit einem Remis im Spitzenspiel hat Leader Chelsea seine Führung in der englischen Premier League verteidigt. Die „Blues“ kamen gestern bei der emotionalen Rückkehr von Frank Lampard an die Stamford Bridge zwar nicht über ein 1:1 gegen Titelverteidiger Manchester City hinaus, liegen damit aber weiter fünf Punkte vor dem ersten Verfolger.

„Um ehrlich zu sein, war das heute ein eigenartiger Tag, ich habe es aber genossen“, sagte Lampard, der bis zu seinem Wechsel zu City 13 erfolgreiche Jahre bei Chelsea verbracht hatte und noch immer Rekordtorschütze des Clubs ist.

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Skispringen: Iraschko-Stolz siegt in Hinzenbach

Obwohl Daniela Iraschko-Stolz nach eigenen Angaben die Schanze in Hinzenbach nicht mag, eilt Österreichs derzeit beste Skispringerin dort von Erfolg zu Erfolg. Bei fünf Antreten in Oberösterreich wurde die Steirerin zweimal Zweite und dreimal Erste.

Den letzten Erfolg, ihren dritten im Weltcup in Folge, feierte Iraschko-Stolz gestern. Die Weltcup-Spitzenreiterin triumphierte vor der deutschen Olympiasiegerin Carina Vogt und der Japanerin Sara Takanashi und bewies damit wenige Wochen vor der WM weiter ihre Hochform.

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Chronik

Toter bei Lawinenabgang in Vorarlberg

Bei einem Lawinenabgang in Damüls (Vorarlberg) ist gestern Nachmittag ein Mann getötet worden, eine Frau wurde unbestimmten Grades verletzt. Eine Skitourengruppe hatte einen Lawinenkegel bemerkt und sofort mit der Suche begonnen.

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Sechs Tote bei Lawinen in der Schweiz

In der Schweiz sind gestern bei mehreren Lawinenniedergängen insgesamt sechs Personen ums Leben gekommen. Das folgenschwerste Unglück ereignete sich in Graubünden. Dort riss am Nachmittag eine Lawine sieben Skitourenfahrer mit und verschüttete sie.

Drei Personen konnten nur tot aus den Schneemassen geborgen werden. Vier Menschen wurden schwer verletzt ins Spital geflogen, einer starb später.

Snowboarder geriet in Schneebrett

In Mürren im Berner Oberland kam ein Snowboarder in der Region Schilthorn abseits der Pisten in ein Schneebrett. Der 28-jährige Basler konnte zwar von Suchhunden lokalisiert aber von den Helfern nicht mehr gerettet werden, wie die Kantonspolizei Bern am Abend mitteilte.

Auch in Adelboden kam es zu einem tödlichen Lawinenunglück. Zwar konnte der von den Schneemassen mitgerissene Mann gerettet und ins Spital geflogen werden. Dort verstarb er aber am Abend.

Auf dem gesamten Kantonsgebiet des Schweizer Wallis herrscht derzeit erhebliche bis große Lawinengefahr. Das heißt, dass Lawinen spontan abgehen oder schon durch einzelne Schneesportler ausgelöst werden können.

14 Verletzte bei „Doppelunfall“ in der Steiermark

14 Verletzte hat gestern ein „Doppelunfall“ in Pruggern bei Gröbming (Steiermark) gefordert. Zuerst kollidierten zwei Autos auf der Ennstalbundesstraße, kurz prallte ein Pkw-Lenker in ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Gröbming, das am Weg zum Unfallort war.

Autofahrer übersah anderen Pkw

Der Autofahrer auf der Ennstalbundesstraße wollte links abbiegen und übersah dabei einen entgegenkommenden Pkw. Die beiden Fahrzeuge stießen gegeneinander, alle fünf Insassen wurden verletzt.

Das mit acht Mann besetzte Einsatzfahrzeug der Gröbminger Feuerwehr näherte sich dann „langsam und mit Blaulicht und Folgetonhorn“, wie es in einer Feuerwehr-Aussendung hieß, dem Unfallort, als ein entgegenkommendes Auto das Feuerwehrfahrzeug rammte.

Hoher Sachschaden

Der Autolenker kam mit leichten Verletzungen davon, die acht Insassen des Feuerwehrautos erlitten allesamt Schleudertraumata. Einige wurden medikamentös behandelt, die anderen mussten ins Krankenhaus. Ein Alkotest beim Feuerwehr-Fahrer verlief negativ.

Die vier in den Unfall verwickelten Fahrzeuge wurden teils total, teils schwer beschädigt. Das Feuerwehrfahrzeug ist vorläufig nicht einsatzbereit. Die Bundesstraße war für die Dauer der Bergungsarbeiten, die von den Feuerwehren Pruggern und Stein an der Enns durchgeführt wurden, für den gesamten Verkehr gesperrt.

USA: Koffer mit zerstückelter Leiche gibt Rätsel auf

Ein in der Innenstadt von San Francisco gefundener Koffer mit Leichenteilen stellt die kalifornische Polizei vor ein Rätsel. Ein Mann, den die Ermittler als „Person von Interesse“ bezeichneten, ist seit Freitag Nacht (Ortszeit) in Polizeigewahrsam, wie der „San Francisco Chronicle“ berichtete.

Videoaufnahmen einer Überwachungskamera zeigten den etwa 50 bis 60 Jahre alten Mann an der Stelle, wo der Koffer gefunden wurde. Über seine mögliche Rolle in dem Verbrechen wurde zunächst nichts bekannt.

Kopf bisher nicht gefunden

Ein Fußgänger war am Mittwoch auf den grausigen Fund gestoßen. Neben den Leichenstücken in dem Koffer wurden auch noch Körperteile in der Nachbarschaft gefunden. Der Kopf der Leiche fehlt. Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Gerichtsmediziner um einen hellhäutigen Mann.

Die Todesursache war zunächst unklar. Der Mann könnte auch eines natürlichen Todes gestorben und die Leiche erst später zerstückelt worden sein, sagten die Ermittler nach Angaben des „San Francisco Chronicle“. Die Polizei schließt auch ein Bandenverbrechen nicht aus.

Kultur

Finalisten für Protestsongcontest stehen fest

Die Finalisten für den diesjährigen Protestsongcontest stehen fest: Neun Acts aus Wien sowie ein oberösterreichisches Duo konnten sich bei der Vorausscheidung am Freitag in Wien durchsetzen und qualifizierten sich damit für das Finale am 12. Februar im Rabenhof Theater, wie es in einer Aussendung hieß. Die musikalische Palette reiche von Punk über Hip-Hop bis zu Singer-Songwriter-Beiträgen.

Auf das „kreative Potenzial“ der Teilnehmer hätten sich Themen wie Arbeitslosigkeit, Mobbing, Korruption und der Hypo-Skandal niedergeschlagen, wie Gerald Stocker zitiert wird. Er zeichnet gemeinsam mit Roman Freigaßner-Hauser für Konzept und Umsetzung des Protestsongcontests verantwortlich. Dieser präsentiere sich „bei seiner 12. Auflage als fixer Bestandteil des kritischen österreichischen Kulturlebens und als Gratmesser für all diese aufgestauten Ärgernisse“.

Über den Sieger wird beim Finale eine aus Martin Blumenau, Birgit Denk, Vea Kaiser, Peter Paul Skrepek, Olivera Stajic und Hubert Weinheimer bestehende Jury entscheiden. Die Moderation übernimmt Michael Ostrowski.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Brand in Moskauer Universitätsbibliothek

Ein schwerer Brand hat am Freitag die Bibliothek des Instituts für Gesellschaftswissenschaften (INION) in Moskau verwüstet. Die Flammen wüteten in dem Gebäude im Südwesten der russischen Hauptstadt auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern.

Das Feuer sei im zweiten Stock ausgebrochen und habe innerhalb weniger Minuten auf das ganze Gebäude übergegriffen, berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Behörden. Teile des Daches des dreistöckigen Gebäudes stürzten ein.

Über 14 Millionen Bücher

Gegen Mitternacht konnte das Feuer eingedämmt werden. Als mögliche Brandursache wurde ein Kurzschluss angegeben. Die Untersuchungen werden aufgenommen, sobald der Brand vollends gelöscht ist. Angaben über Opfer lagen bisher keine vor. Der Schaden für das Institut ist noch nicht abzusehen.

Das Institut ist das bedeutendste Informationszentrum auf dem Gebiet der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften in Russland. In seiner Bibliothek lagerten über 14 Millionen Werke, darunter eine der wichtigsten Sammlungen von Büchern in slawischen Sprachen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Science

„Mutter der Pille“: Carl Djerassi ist tot

Sein Tätigkeitsfeld ist äußerst vielfältig gewesen: Als Chemiker erlangte Carl Djerassi Weltruhm, aber auch als Autor von Gedichten, Kurzgeschichten und Theaterstücken trat er in Erscheinung. Bis zuletzt war die „Mutter der Pille“, wie er einmal eine Autobiografie betitelte, kreativ tätig. In der Nacht auf gestern ist der in Wien geborene und von den Nationalsozialisten vertriebene Djerassi 91-jährig verstorben.

Mehr dazu in Chemiker und Autor mit Herzblut

100 Jahre Gaskrieg: Als aus „Besiegen“ „Vernichten“ wurde

Der Wunsch, einem Gegner so heftig weh zu tun wie nur möglich ist so alt wie die Menschheit. Eine als unüberwindbar geltende Hemmschwelle dabei fiel aber erst vor genau 100 Jahren, am 31. Jänner 1915, im siebenten Monat des Ersten Weltkriegs. An diesem Tag setzte die deutsche Armee 18.000 Geschoße mit Xylylbromid gegen russische Einheiten ein.

Auch wenn der Einsatz noch nicht mit den berüchtigten Chlor- und Phosphorgasangriffen späterer Monate vergleichbar war: Ab diesem Moment waren Gift und Gas nicht mehr Kriegslist wie schon seit dem Altertum, sondern auf die Vernichtung eines Gegners ausgerichtet, in dem man konsequenterweise keinen Menschen mehr erblicken durfte.

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Leute

Whitney Houstons Tochter regungslos in Badewanne gefunden

Bobbi Kristina Brown (21), Tochter der verstorbenen Sängerin Whitney Houston, ist in Roswell im US-Staat Georgia regungslos aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht worden. Dies berichtete der US-Sender CNN gestern unter Berufung auf die Polizei.

Den Angaben zufolge entdeckten Ehemann Nick Gordon und ein Freund die 21-Jährige in einer Badewanne im Haus des Paares. Sie hätten den Notdienst alarmiert und vor Ort Wiederbelebungsversuche durchgeführt. Brown atme nun im Krankenhaus wieder, sagte Polizeisprecherin Lisa Holland dem Sender.

Whitney Houston war am 11. Februar 2012 im Alter von 48 Jahren tot in einem Hotelzimmer in Los Angeles aufgefunden worden. Die Sängerin hatte Kokain genommen und war in einer Badewanne ertrunken. Ihr Tod wurde als Unfall eingestuft. Houstons einziges Kind Bobbi stammt aus der 2007 geschiedenen Ehe mit Sänger Bobby Brown.

Miss-Marple-Darstellerin Geraldine McEwan gestorben

Die Miss-Marple-Darstellerin Geraldine McEwan ist tot. Sie sei im Alter von 82 Jahren nach einem im Oktober erlittenen Schlaganfall am Freitag friedlich eingeschlafen, teilte die Familie der Schauspielerin heute mit.

McEwan hatte die Gestalt der berühmten Hobby-Detektivin aus der Feder von Romanautorin Agatha Christie in den Jahren 2004 bis 2009 für eine Serie des britischen Senders ITV gespielt. Der Erfolg ihrer berühmten Vorgängerin in der Rolle, der 1972 verstorbenen Margaret Rutherford, war ihr aber nicht beschieden.

McEwan hatte erfolgreich auch in Kinofilmen mitgewirkt und Theater gespielt. 1991 war sie an der Seite von Kevin Costner in der Robin-Hood-Verfilmung „König der Diebe“ zu sehen. Ehrungen der britischen Krone lehnte sie stets ab - unter anderem als sie 2002 als „Dame“ die höchste Auszeichnung der Queen entgegennehmen sollte.