Ausland

Ukrainischer Außenminister fordert Rückgabe der Krim

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin macht die Rückgabe der von Russland annektierten Halbinsel Krim zur Voraussetzung für eine Normalisierung der Beziehungen beider Länder.

Die Ukraine müsse die volle Souveränität über die Halbinsel zurückerlangen, sagte Klimkin heute während eines Japan-Besuchs. Zudem sei eine vollständige Schließung der Grenze zu Russland nötig, um den bewaffneten Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine endgültig beilegen zu können.

Seit Februar gilt eine Waffenruhe, die jedoch brüchig ist. Ukrainischen Armeekreisen zufolge wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden drei Regierungssoldaten getötet. Neun seien verletzt worden.

Einigung bei Gaslieferungen

Zumindest ihren Gaststreit konnten Russland und die Ukraine vorerst beigelegen. Nach fast fünfstündigen Verhandlungen unter Vermittlung der EU verständigten sich beide Länder gestern Abend auf eine Verlängerung der Gaslieferungen bis Ende März. Über die Zeit danach soll noch in diesem Monat erneut verhandelt werden.

Erdogan lässt Speisen auf Gift testen

Der umstrittene Palast des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara ist um eine Facette reicher. Die Zeitung „Hürriyet“ meldete heute, im Palast werde ein Speziallabor eingerichtet, in dem alle Speisen und Getränke für das Staatsoberhaupt auf Giftstoffe geprüft würden. Damit sollten Anschläge auf den Präsidenten vereitelt werden, sagte Erdogans Leibarzt Cevdet Erdöl.

Erdogans Palast ist unter anderem wegen seiner hohen Kosten umstritten. Der Bau des auf einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern errichteten Gebäudes kostete den türkischen Steuerzahler rund eine halbe Milliarde Euro. Kritiker werfen Erdogan deshalb Prunksucht vor. Der Präsident spricht dagegen von einem Amtssitz, der für ein großes Land wie die Türkei angemessen sei.

Netanjahu hält umstrittene Rede vor US-Kongress

Trotz Kritik hält der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu heute eine Rede vor dem US-Kongress. Bei dem Auftritt auf Einladung der Republikaner will sich Netanjahu vor allem mit den laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran befassen.

Affront gegen Obama?

Es wird damit gerechnet, dass Netanjahu die Abgeordneten und Senatoren aufrufen wird, ein Abkommen mit dem Iran zu blockieren. In Genf wird derzeit versucht, eine Lösung des seit Jahren anhaltenden Atomstreits zu erzielen.

Als Affront gegen US-Präsident Barack Obama will Netanjahu die Rede nicht verstanden wissen, auch wenn sie mit Obama nicht abgesprochen war. „Ich bin zutiefst dankbar für alles, was Obama getan hat: die Sicherheitszusammenarbeit, die Kooperation der Geheimdienste, die Unterstützung in der UNO und vieles mehr.“

Es gibt laut Netanjahu keine Krise in den US-israelischen Beziehungen. „Unsere Allianz ist intakt, unsere Freundschaft ist stark.“ Die Berichte über einen Niedergang des US-israelischen Verhältnisses seien „nicht nur voreilig, sondern falsch“.

Obama: „Iran-Atomprogramm muss zehn Jahre auf Eis liegen“

Eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran muss laut US-Präsident Barack Obama sicherstellen, dass das Land die Arbeit an seinem Nuklearprogramm für mindestens zehn Jahre einfriert.

„Falls sich der Iran bereiterklärt, sein Atomprogramm für eine zweistellige Zahl von Jahren auf dem jetzigen Stand einzufrieren und in Teilen sogar zurückzudrehen, dann hätten wir die beste Sicherheit, dass sie keine Atombombe haben“, sagte Obama gestern in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters im Weißen Haus.

Obama skeptisch über Einigung im Sommer

Die Atomverhandlungen mit dem Iran stecken in ihrer entscheidenden Phase. Bis Ende März soll eine Rahmenvereinbarung erzielt werden, eine endgültige Regelung soll bis Ende Juni stehen. Obama sieht dem jedoch skeptisch entgegen. Es sei sehr fraglich, ob der Iran in die vom Westen geforderten rigorosen Inspektionen einwillige. Das gelte auch für die geringen Möglichkeiten der Anreicherung von Uran, zu denen sich der Iran verpflichten müsse.

Ziel der USA sei es, dafür zu sorgen, „dass mindestens ein Jahr zwischen dem Zeitpunkt liegt, wo wir bemerken, dass sie sich um eine Atombombe bemühen, und dem Zeitpunkt, zu dem sie tatsächlich imstande sind, sich eine zu verschaffen“, sagte Obama. „Sollte der Iran sich aber darauf einlassen, wäre es eine weit effektivere Kontrolle seines Atomprogramms, als sie durch jeglichen Militärschlag Israels oder Sanktionen erzielt werden könnte“, so der US-Präsident.

In der Schweiz findet diese Woche eine neue Runde der Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA, Deutschland, Russland, Großbritannien, Frankreich sowie China statt.

PEGIDA-Anhänger in Dresden gingen auf Flüchtlinge los

Nach dem Ende einer PEGIDA-Demonstration im deutschen Dresden haben etwa zwei Dutzend Rechtsextreme versucht, ein Protestlager von Flüchtlingen zu attackieren. Die Polizei ging gestern Abend auf dem Platz vor der Semperoper sofort dazwischen und verhinderte Schlimmeres. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt, wie ein Polizeisprecher berichtete.

Auf dem Platz hatten sich mehrere hundert Unterstützer der Flüchtlinge eingefunden, um eine für den Abend erwartete Räumung des Zeltlagers zu verhindern. Rund 6.000 Anhänger der islamkritischen PEGIDA-Bewegung waren durch Dresden gezogen. Nach Ende der Kundgebung strömten etwa 100 Menschen zum Protestlager.

Während etwa zwei Dutzend davon den Platz zu stürmen versuchten, forderten andere verbal die Räumung des Camps. Am Rande kam es zu Rangeleien. Die Polizei war unter anderem mit Beamten zu Pferd im Einsatz und riegelte den Theaterplatz später mit Fahrzeugen ab.

Zwischenfälle auch in Leipzig

Auch in Leipzig gingen Anhänger des PEGIDA-Ablegers auf die Straße. Am Rande seien fünf LEGIDA-Sympathisanten von vermummten, schwarz gekleideten Männern angegriffen worden, berichtete die Polizei. Diese hätten sie geschlagen, zu Boden getreten und ihnen Reizgas ins Gesicht gesprüht. Insgesamt sprachen die Ermittler aber vom bisher wahrscheinlich friedlichsten Demonstrationsabend.

Trotz Verbots versammelten sich auch in der belgischen Hafenstadt Antwerpen gestern Abend etwa hundert PEGIDA-Anhänger. Die Polizei umringte die Demonstranten laut einem Bericht der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Einige Menschen wurden festgenommen.

Estland: Keine Gespräche mit russischer Minderheitspartei

Nach der Parlamentswahl in Estland am Sonntag wird der siegreiche Regierungschef Taavi Roivas aller Voraussicht nach heute Sondierungsgespräche für eine neue Koalition beginnen. Seine Reformpartei will dabei mit allen anderen ins Parlament gewählten Parteien mit Ausnahme der von russischsprachigen Esten dominierten Zentrumspartei reden.

Roivas hält sich damit an sein Wahlversprechen, die linke Oppositionspartei unter ihrem vorsitzenden Edgar Savisaar von der Regierungsmacht in jedem Fall fernhalten zu wollen. Diese Abgrenzung war vermutlich aus taktischen Gründen notwendig gewesen, da es trotz ideologischer Unterschiede inhaltlich Gemeinsamkeiten zwischen Reform- und Zentrumspartei gibt.

Gesprächspartner der Reformpartei sind somit die bisher mitregierenden Sozialdemokraten, das nationale Bündnis IRL, die Freie Partei sowie die weit rechts stehende Konservative Volkspartei.

Australien schickt 300 weitere Soldaten in Irak

Australien hat die Entsendung von 300 weiteren Soldaten für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak angekündigt. Sie würden sich gemeinsam mit 140 neuseeländischen Soldaten an der Ausbildung irakischer Truppen beteiligen, sagte heute Premierminister Tony Abbott.

Die Entscheidung sei aufgrund einer formellen Anfrage der irakischen und der US-Regierung gefallen. Bisher sind 170 australische Spezialkräfte im Irak im Einsatz, um bei der Ausbildung irakischer Soldaten zu helfen. Die Entsendung von Verstärkung sei „im nationalen Interesse Australiens“, sagte Abbott.

Militärallianz seit August im Einsatz

Eine US-geführte Militärallianz unterstützt seit August den Kampf der irakischen Armee und kurdischer Kämpfer gegen die IS-Miliz, die im Sommer weite Gebiete im Irak und in Syrien unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Gestern startete die irakische Armee mit rund 30.000 Soldaten eine Großoffensive zur Rückeroberung der von den Dschihadisten kontrollierten Stadt Tikrit.

250 schwedische Panzer im Irak

Unterdessen berichtete heute ein schwedischer Radiosender, dass 250 Kettenpanzer trotz aufrechten Waffenembargos von Schweden in den Irak geliefert wurden. Die Schützenpanzer aus alten Ostblockbeständen seien 2010 offiziell an Tschechien verkauft worden. Sie würden von der dortigen Armee benötigt, hieß es damals.

Ein Vertreter der tschechischen Rüstungshändler bestätigte den Weiterverkauf der Panzer an die irakische Armee. Schweden verhängte wegen der Gefahr, dass aufgrund von Korruption Kriegsmaterial in die Hände der IS geraten könnte, ein Waffenlieferungsembargo gegen den Irak.

Inland

Neuer Job für Ex-Vizekanzler Spindelegger

Der frühere Vizekanzler, Finanzminister und ÖVP-Chef Michael Spindelegger hat einen neuen Job: Spindelegger wird Direktor einer neu gegründeten „Agentur zur Modernisierung der Ukraine“.

Der Ex-Vizekanzler wurde heute bei der offiziellen Vorstellung der Agentur vom Mitgründer, dem deutschen Bundestagsabgeordneten Karl-Georg Wellmann, als „Geschäftsführer“ und „Hauptkoordinator“ vorgestellt.

Anlass für die Vorstellung der neuen Agentur war ein Kongress im Wiener Palais Ferstel, der unter dem Motto „Ukraine Tomorrow“ zahlreiche internationale ehemalige und amtierende Spitzenpolitiker zusammenbrachte, um über einen Modernisierungsplan für die bürgerkriegsgeschüttelte Ukraine zu beraten.

Industrieller Firtasch als Finanzier

Zu den Hauptinitiatoren der neuen Organisation gehört auch der französische Philosoph Bernard-Henry Levy. Für einzelne Arbeitsbereiche der Agentur wurden unter anderen der ehemalige deutsche EU-Kommissar Günter Verheugen und der frühere französische Außenminister Bernard Kouchner gewonnen.

Als Motor der Bemühungen um die neue Ukraine-Agentur wurde allseits der ukrainische Industrielle Dimitri Firtasch gelobt. Firtasch, der auch Vorsitzender des ukrainischen Arbeitgeberverbandes ist, ist dem Vernehmen nach auch der Hauptfinanzier der Initiative.

Dschihadismus: Pilotprojekt gegen Extremismus startet

Bisher hat es sie in Ländern wie Pakistan, Nigeria und Tadschikistan gegeben - seit gestern hat auch Österreich eine Mütterschule. Ziel des Projekts ist es, Eltern, besonders Mütter, für die Radikalisierung ihrer Kinder zu sensibilisieren. An Elternabenden von „Brennpunktschulen“ sollen ab nun Teilnehmerinnen für das Projekt gefunden werden.

Insbesondere Müttern komme eine zentrale Rolle bei der Prävention von Extremismus zu, ist Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) überzeugt. Die Mütterschulen richteten sich aber nicht „an Mütter von Dschihadisten“, stellte die Gründerin gestern bei der Präsentation in Wien klar, sondern an alle besorgten Mütter und Väter.

Mehr dazu in „Kommunikationskluft überbrücken“

Sport

Ski nordisch: Schlierenzauers emotionale WM

Mit zwei Medaillen und „ein klein wenig Genugtuung“ im Gepäck ist Gregor Schlierenzauer von der nordischen WM in Falun abgereist. „Kampfgeist lohnt sich“, sagte der erfolgreichste Weltcup-Skispringer aller Zeiten über sein Kunststück, während einer WM in Topform gekommen zu sein.

Dass der zuvor abgeschriebene Tiroler von seinen Kritikern nun wieder in den Himmel gehoben wird, findet er „irgendwie befremdend“. Wie der 25-Jährige zum emotionalen Sieger der WM wurde, welchen Anteil Coach Heinz Kuttin am Erfolg hat und worauf es beim Skispringen generell ankommt, erzählt Schlierenzauer im ORF.at-Interview.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Österreich begibt erstmals Anleihe mit Negativzins

Die Republik Österreich hat erstmals in ihrer Geschichte eine Bundesanleihe mit einer negativen Gesamtrendite begeben können.

Bei der heutigen Anleiheauktion erzielte eine im Oktober 2019 fällige Anleihe eine Durchschnittsrendite von minus 0,038 Prozent. „Die Auktion ist sehr gut gelaufen“, sagte die Chefin der Oesterreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), Martha Oberndorfer, zur APA. Das Papier sei fast dreimal überzeichnet gewesen.

„Wir profitieren vom ‚Quantative Easing‘ der EZB und der enormen Nachfrage nach Staatspapieren aufgrund von geopolitischen Unsicherheiten, dem Ukraine-Konflikt und der Griechenland-Problematik“, so Oberndorfer.

Auch die Aufstockung einer zweiten bis Oktober 2014 laufenden Bundesanleihe erzielte mit einer Durchschnittsrendite von 0,408 Prozent ein neues Rekordtief. Ebenfalls heute begebene Treasury-Bills mit einem Volumen von rund 100 Mio. Euro konnten ebenfalls mit deutlich negativen Zinsen verkauft werden.

Eine Milliarde frisches Kapital

Von der knapp fünfjährigen Emission wurden 550 Mio. Euro auf dem Kapitalmarkt begeben, weitere zehn Prozent behielt die OeBFA wie üblich in den eigenen Büchern. Der durchschnittliche Preis für die mit einem Kupon von 0,25 Prozent ausgestattete Anleihe betrug 101,33 Prozent.

Von der zehnjährigen Emission wurden 450 Mio. Euro verkauft. Insgesamt nahm die Republik 1,0 Mrd. Euro frisches Kapital auf dem Kapitalmarkt auf und legte 100 Mio. Euro auf die eigenen Bücher.

Preisschlacht bei Smartphones im Billigsegment

In der Smartphone-Branche sind Billighersteller auf dem Vormarsch, vor allem No-Name-Produzenten aus Asien mischen den Markt kräftig auf. Mit Smartphones unter 200 Euro machen sie den Branchengrößen das Leben zunehmend schwer. Marktführer Samsung dagegen verfolgt eine ganz andere Strategie und will mit qualitätsvollen Produkten die weltweite Vormachtstellung unter Beweis stellen. Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, der weltweit bedeutendsten Mobilfunkmesse, bringt sich die Branche derzeit in Stellung.

Mehr dazu in Samsung spürt den Druck aus China

Chronik

Vulkan Villarrica im Süden Chiles ausgebrochen

Im Süden Chiles ist heute der Vulkan Villarrica ausgebrochen. Rund 3.000 Anrainer wurden nach dem Ausbruch am frühen Morgen in Sicherheit gebracht, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Die Schulen in den umliegenden Dörfern blieben geschlossen. Die Hauptstraßen rund um den Vulkan wurden aus Sorge vor Überschwemmungen durch einen Anstieg der Wasserpegel in mehreren Flüssen der Umgebung gesperrt.

Präsidentin Michelle Bachelet rief die Anwohner zur Ruhe auf. Fernsehbilder zeigten, wie der Vulkan Lava aus dem Krater spie. Einige Stunden später schien sich der Vulkan wieder beruhigt zu haben. Der 2.800 Meter hohe Villarrica zählt zu den aktivsten Vulkanen in Südamerika. Er liegt 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile.

„Vorsichtiger Optimismus“ bei Suche nach MH370

Die Suche nach dem Wrack der seit fast einem Jahr spurlos verschwundenen Boeing von Flug MH370 wird nach Einschätzung der Suchexperten Erfolg haben. „Wir sind vorsichtig optimistisch“, sagte Scott Mashford von der Koordinationsstelle für die Suche (JACC) in der australischen Hauptstadt Canberra: „Das Gebiet und der Umfang dieser Suche sind zwar gewaltig, aber wir halten daran fest, dieses Flugzeug zu finden.“

Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 war mit 239 Menschen an Bord am 8. März des Vorjahres auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking spurlos vom Radar verschwunden. Die Maschine flog nach dem letzten Kontakt noch rund sieben Stunden Richtung Süden. Nach der Auswertung von Satellitendaten liegt die Absturzstelle 2.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth im Indischen Ozean.

Im Gebiet der vermuteten Absturzstelle wird seit Monaten mit ferngesteuerten Unterwasservehikeln gesucht. Auch am Sonntag, dem Jahrestag des Verschwindens, geht die Suche weiter. Die Operation in dem zunächst 60.000 Quadratkilometer großen Areal soll bis Mai dauern. „Wenn bis dahin keine Wrackteile gefunden werden, werden die Regierungen von Australien, Malaysia und China über die nächsten Schritte entscheiden“, sagte Mashford.

Feuer in schwedischem Bergwerk ausgebrochen

In einem schwedischen Bergwerk mit mehr als 150 Arbeitern hat heute Früh ein Container Feuer gefangen. „Wir haben keine Hinweise auf Verletzte“, sagte eine Pressesprecherin des Bergbauunternehmens Boliden der Onlineredaktion der Tageszeitung „Dagens Nyheter“.

Der Brand in Garpenberg in der Region Dalarna etwa 200 Kilometer nordwestlich von Stockholm sei 800 Meter unter der Erde ausgebrochen. Die Evakuierung der Grube war am Vormittag im Gange. Das 1957 eröffnete Bergwerk ist nach Angaben der Eigner das älteste noch aktive in Schweden. Dort werden Zink, Kupfer, Blei, Silber und Gold abgebaut.

Bewaffnetes Trio erbeutete 125 Kilo Gold in USA

Ein bewaffnetes Trio hat Medienberichten zufolge auf einer Autobahn im US-Bundesstaat North Carolina einen Transporter überfallen und ist mit Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 125 Kilo und einem Wert von vier Millionen Dollar (knapp 3,6 Mio. Euro) getürmt.

Wie die „Wilson Times“ gestern berichtete, war der Transporter auf dem Weg von Miami im südöstlichen Bundesstaat Florida nach Massachusetts, als er eine Panne hatte und an den Straßenrand fuhr.

Die drei Bewaffneten überfielen laut der Zeitung die beiden Fahrer, fesselten sie und raubten das Fahrzeug aus. Die für die Lieferung zuständige Firma Trans Value sprach von einem „sehr seltenen Vorfall“. Sie bot eine Belohnung von 50.000 Dollar für Hinweise an, die zur Ergreifung der Täter führen.

Religion

IT

Kind wichtiger als Handy: Plakate mahnen deutsche Eltern

Unter dem Motto „Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind“ sollen Eltern in der deutschen Metropole Frankfurt dazu gebracht werden, über die Handynutzung und deren Folgen für ihre Kinder nachzudenken. Rund 300 Plakate in U-Bahn-Stationen und an Litfaßsäulen machen bis zum 13. März auf das Thema aufmerksam.

„Wenn Papa und Mama ständig das Handy am Ohr haben oder über das Smartphone wischen, dann kann das bei den Kindern das Gefühl auslösen, weniger wichtig zu sein als dieses Gerät“, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) heute bei der Vorstellung der Plakataktion. Außerdem lernten die Heranwachsenden dieses Kommunikationsverhalten.

„Vielen Eltern ist es vielleicht nicht bewusst, dass sie ihr Kind indirekt zurückweisen“, sagte Birkenfeld. Mütter und Väter sollten auch im eigenen Interesse das Smartphone hin und wieder beiseitelegen, dem Kind in die Augen schauen und mit ihm sprechen. „Kleine Kinder brauchen die Sicherheit, dass die Eltern für sie da sind.“

Kultur

Medien

„The Team“ freigetwittert: 25.000 Tweets erreicht

Ab sofort ist das Staffelfinale von „The Team“ online auf der Videoplattform Flimmit verfügbar. 25.000 Tweets auf dem Mikroblogging-Dienst Twitter waren notwendig, dass die achte Folge vorab freigeschaltet wurde.

Das europäische Serienhighlight ist seit 22. Februar in der Originalversion mit deutschen Untertiteln online zu sehen. Ab Donnerstag feiert die achtteilige Serie in ORF eins ihre österreichische TV-Premiere.

In der Miniserie „The Team“ bilden Lars Mikkelsen („Sherlock“), Veerle Baetens („The White Queen“) und Jasmin Gerat („Kokowääh“) ein „Joint Investigation Team“, das sich auf die Spur eines Serienmörders begibt. In weiteren Rollen spielen die Österreicher Nicholas Ofczarek und Miriam Stein.

„The Team“ ist eine internationale Koproduktion von Network Movie, Superfilm, Nordisk Film und Lumiere mit Beteiligung von ZDF, ORF, DR, SVT, VTM, Arte und SF, gefördert vom Fernsehfonds Austria und dem Land Salzburg.

Mehr dazu in Das Böse lauert im Whirlpool

Gesundheit

Pakistan: UNICEF-Impfstoff im Millionenwert vergeudet

Wegen der Vergeudung von Impfstoffen für Kinder im Wert von 3,7 Millionen Dollar (3,3 Mio. Euro) sind zwei Vertreter der Gesundheitsbehörden in Pakistan gefeuert worden. Die beiden Beamten seien wegen Fahrlässigkeit ihrer Ämter enthoben worden, sagte der Leiter des Impfprogramms, Saqlain Ahmad Gilani, heute.

Die Impfstoffe, die Kinder gegen fünf Krankheiten immunisieren sollten, stammten vom Kinderhilfswerk UNICEF. Sie wurden jedoch bei zu hohen Temperaturen gelagert und deswegen unbrauchbar.

Strengere Kontrollen

„Es scheint, als habe jemand den Generator für die Kühlung ausgeschaltet, um Treibstoff zu sparen“, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Saira Afzal Tarar. Als Folge des Vorfalls würden Impfprogramme künftig strenger kontrolliert.

Kinderimpfungen sind in Pakistan eine enorme Herausforderung, vor allem die Kinderlähmung grassiert in dem Land. Immer wieder werden medizinische Helfer angegriffen, weil islamistische Geistliche Impfungen als antiislamisch verurteilen. Im Nordwesten des Landes nahm die Polizei gestern mehr als 450 Eltern vorübergehend fest, weil sie sich weigerten, ihre Kinder impfen zu lassen.

Science

Sagenumwobene Stadt im Regenwald entdeckt

Wissenschaftler haben im honduranischen Regenwald die sagenumwobene „Weiße Stadt“ entdeckt. Die Forscher hätten in der Region La Mosquitia im Nordosten des Landes Überreste von Plätzen, Erdwällen und einer Pyramide entdeckt, berichtete die Zeitschrift „National Geographic“ gestern.

Eines der spektakulärsten Fundstücke sei der Kopf einer Statue, die ein mystisches Wesen - halb Mensch, halb Jaguar - darstelle. Die Fundstelle sei so gut wie unberührt, sagte der Archäologe Christopher Fisher von der US-Universität Colorado. Die Wissenschaftler datierten die Artefakte auf 1000 bis 1400 nach Christus. Im Gegensatz zu den ebenfalls in der Region heimischen Maya sei über diese Kultur so gut wie nichts bekannt.

Die Legende von der „Weißen Stadt“ oder der „Stadt des Affengotts“ wird in der Gegend seit Jahrhunderten erzählt. Erste konkrete Hinweise auf die Anlage erhielten Wissenschaftler 2012 durch Luftaufnahmen. Nach der Expedition gehen die Forscher nun davon aus, dass sie nicht nur auf eine einzelne Stadt, sondern auf die Überreste einer ganzen untergegangenen Zivilisation gestoßen sind.