Ausland

Selbstmordanschlag in Nigeria: Junge Frau als Täterin

Eine Selbstmordattentäterin hat sich in der nordnigerianischen Stadt Kano vor einer Fachhochschule in die Luft gesprengt und mindestens zwei Menschen mit in den Tod gerissen.

„Die jugendliche Attentäterin hat es geschafft, bis zum Verwaltungsgebäude vorzudringen, wo sie die Bombe zündete“, sagte Polizeisprecher Magaji Majia gegenüber der dpa. Sieben Menschen seien verletzt worden.

Vermutlich von Boko Haram rekrutiert

Zum Zeitpunkt des Anschlags befanden sich offenbar viele Studenten in der Nähe des Gebäudes, um sich über Prüfungsergebnisse zu informieren. Das gesamte Gebiet wurde von Sicherheitskräften abgeriegelt.

In den vergangenen Tagen war es in Kano bereits zu einer Terrorwelle gekommen. Bei den Tätern handelte es sich fast ausschließlich um junge Frauen. Es wird vermutet, dass sie zur Islamistengruppe Boko Haram gehörten. Unter anderem wurde am Sonntag eine katholische Kirche angegriffen. Fünf Menschen kamen ums Leben.

Radikale erobern in Libyen wichtigen Militärstützpunkt

Radikale Islamisten haben in der ostlibyschen Stadt Bengasi einen wichtigen Militärstützpunkt eingenommen. Die Extremisten verbreiteten im Internet Fotos, die ihre Kämpfer in der Kaserne einer Eliteeinheit zeigen. Zu sehen war darauf unter anderen auch der Anführer der Terrorgruppe Ansar al-Scharia, wie die libysche Nachrichtenseite Libya Herald berichtete.

Ein Sprecher der Eliteeinheit teilte dazu heute mit, die Soldaten hätten sich aus taktischen Gründen aus der Kaserne zurückgezogen. Zuvor hatten fast zehn Tage lang heftige Kämpfe um den Stützpunkt getobt. Dabei seien zahlreiche Menschen ums Leben gekommen, berichtete die staatliche libysche Nachrichtenagentur LANA.

Kämpfe seit dem Sturz Gaddafis

Seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi vor rund drei Jahren kommt es in Libyen immer wieder zu Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Gruppen. In der früheren Revolutionshochburg Bengasi gehen der pensionierte Generalmajor Chalifa Haftar und abtrünnige Soldaten der Eliteeinheit eigenmächtig gegen islamistische Milizen vor. Heftige Kämpfe gab es in den vergangenen Wochen auch um den internationalen Flughafen in der Hauptstadt Tripolis.

„Das war’s“: Bulgarisches Parlament löst sich auf

Das bulgarische Parlament hat sich nach dem Rücktritt der Regierung nach gut einem Jahr praktisch selbst aufgelöst. „Das war’s“, sagte Oppositionschef Boiko Borissow (GERB) mit Blick auf die Neuwahl im Herbst.

Borissows Konservative als größte Fraktion zogen sich heute überraschend endgültig aus dem Parlament zurück - nur wenige Tage vor der offiziellen Auflösung. Die nationalistische Partei Ataka boykottiert seit Wochen alle Sitzungen.

Interimskabinett soll ernannt werden

Hintergrund ist ein Parteienstreit um die Aufstockung des Staatsetats 2014 der zurückgetretenen Regierung der Sozialisten. Die GERB hatte zuletzt nach der ersten Lesung noch mit Ja gestimmt. Angesichts der vorgezogenen Parlamentswahl - voraussichtlich am 5. Oktober - sollte Staatspräsident Rossen Plewneliw am Dienstag das Parlament auflösen. Der konservative Staatschef wird dann ein Interimskabinett ernennen. Dieses Team soll das ärmste EU-Land regieren, bis eine reguläre Regierung steht.

Aktivisten senden 10.000 Schokoladekuchen nach Nordkorea

Südkoreanische Aktivisten haben mit Hilfe großer heliumgefüllter Ballons Tausende Schokoladenkuchen in den verarmten Norden geschickt. Nach Angaben der Organisatoren schickten heute etwa 200 Menschen von der nordwestlich gelegenen Grenzstadt Paju aus 50 Riesenballons auf die Reise nach Nordkorea, die insgesamt 350 Kilogramm Naschwerk transportierten, darunter 10.000 Schokoladenkuchen.

Schokokuchen als Währungsersatz

Diese seien „eines der beliebtesten Nahrungsmittel vor allem bei hungernden Nordkoreanern“, sagte einer der Organisatoren, Choo Sun Hee.

Die Schokoladenkuchen waren einst an nordkoreanische Arbeiter ausgegeben worden, die in der gemeinsamen Industriezone beider Länder, Kaesong, für südkoreanische Firmen arbeiteten. Sie wurden zu einem Renner auf dem nordkoreanischen Schwarzmarkt und dienten dort als regelrechter Währungsersatz.

Als „Symbol des Kapitalismus“ verboten

Nach Berichten südkoreanischer Medien verbot deshalb Nordkoreas autoritäre Staatsführung im Mai den Firmen in Kaesong, weiter Kuchen an die Arbeiter auszuteilen. „Beschämt von der wachsenden Beliebtheit der Schokokuchen verdammte Nordkorea sie als Symbol des Kapitalismus“, sagte Choo, der in Zukunft noch mehr süße Lebensmittel verschicken will.

Südkoreanische Aktivisten schicken regelmäßig an Ballons aufgehängte Güter und Informationen in den Norden. Die Führung von Kim Jong Un beschwerte sich schon mehrfach in Seoul darüber und drohte mit Rache.

Vier Kurzstreckenraketen aus Nordkorea

Nordkorea feuerte unterdessen laut südkoreanischem Militär vier Kurzstreckenraketen in Richtung Osten ab. Zwei Raketen seien heute Früh abgeschossen worden, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap einen Beamten aus dem Generalstab (JCS) der südkoreanischen Streitkräfte. Dabei habe es sich vermutlich um 300-Millimeter-Mehrfachraketen gehandelt. Beide Geschoße seien nur wenige Sekunden geflogen, ihr Abschuss sei vermutlich fehlgeschlagen.

Zwei weitere Raketen mit einer vermuteten Reichweite von 130 und 210 Kilometern seien heute Nachmittag von derselben Stelle aus abgefeuert worden. Letztere Rakete soll im Japanischen Meer (Ostmeer) gelandet sein.

„NYT“: EU-Regierungen finanzieren mit Lösegeldern Al-Kaida

Europäische Regierungen stützen laut einem Bericht der „New York Times“ indirekt das Terrornetzwerk Al-Kaida, indem sie in Entführungsfällen Lösegelder in Millionenhöhe zahlen.

Die Terroristen hätten seit 2008 Lösegeld in Höhe von insgesamt mindestens 125 Millionen Dollar (rund 94 Mio. Euro) eingenommen, so die „NYT“ unter Berufung auf eigenen Recherchen.

Außenministerium weist Bericht zurück

Auch Österreich wird in dem Artikel erwähnt. Wien habe 2008 für die Freilassung von zwei im Norden Malis festgehaltenen Österreichern zwei Millionen Euro bezahlt, schreibt die „NYT“ unter Berufung auf einen Parlamentarier aus Mali, der in die Verhandlungen involviert gewesen sei.

Der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Martin Weiss, dementierte das heute und bekräftigte, dass Österreich „in keiner Art und Weise“ Lösegeld bezahle, Österreich lasse sich nicht erpressen. Die österreichische Regierung habe auch nicht andere gebeten, „Lösegeld in unserem Namen zu bezahlen“, so Weiss. Österreich habe, so wie andere Regierungen auch, die Pflicht, seine Bürger zu schützen, was aber nie die Zahlung von Lösegeld umfasse.

„NYT“: Nur USA und Briten verweigern Lösegeld

Laut „NYT“ betrugen 2013 die Zahlungen europäischer Regierungen 66 Millionen Dollar. Gemäß Verlautbarungen des US-Finanzministeriums seien seit 2008 sogar 165 Millionen Dollar Lösegeld bezahlt worden. Dieses sei teilweise unter dem Titel „Entwicklungshilfe“ geflossen und durch Mittelsmänner gezahlt worden. Als Quellen nennt die NYT Verhandler, Ex-Geiseln, Regierungsvertreter, und Diplomaten.

Nur die USA und Großbritannien weigerten sich beharrlich, Lösegeld zu bezahlen, was oft zur Ermordung von Geiseln aus diesen Ländern führe, schreibt das Blatt. Andererseits würden aus demselben Grund aber auch weniger US-Bürger und Briten entführt.

Inland

Josef S. kritisiert Strafvollzug

Der vergangene Woche im Akademikerball-Prozess nicht rechtskräftig verurteilte Demonstrant Josef S. befindet sich mittlerweile wieder in Deutschland. In einem Statement kritisiert er nun den österreichischen Strafvollzug.

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Ermittlungen wegen Hasspostings gegen Politiker

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt wegen Postings auf der Facebook-Seite von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Konkret gehe es um den Verdacht der gefährlichen Drohung, erklärte die Sprecherin der Behörde heute. Hintergrund ist die Debatte über die „Töchter“ in der Bundeshymne.

Heinisch-Hosek hatte auf Facebook ein Foto gepostet, auf dem sie den aktuellen Hymnentext in die Kamera hält - als „Lernhilfe“ für den Schlagersänger Andreas Gabalier, der ja Front für die alte, töchterlose Version macht. Daraufhin gab es zwar jede Menge Zuspruch, aber auch kritische Kommentare. Manche User beschränkten sich indes nicht auf kritische Töne, teilweise waren die Reaktionen extrem feindselig und konnten auch als Bedrohung ausgelegt werden.

Verdacht der gefährlichen Drohung

Die Staatsanwaltschaft wurde durch Medienberichte darauf aufmerksam und von Amts wegen aktiv. Nach Prüfung, ob der Anfangsverdacht der gefährlichen Drohung besteht, wurden nun Ermittlungen eingeleitet. Somit befasst sich die Behörde schon in mindestens zwei Fällen - Heinisch-Hosek und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) - mit jenseitigen Postings auf Politikerseiten.

Juristisch gesehen ist es nicht von Belang, wo bedrohliche, verhetzende oder beleidigende Äußerungen getätigt werden - egal ob in einem klassischen Medium, auf einer Veranstaltung oder eben im virtuellen Raum. Allenfalls die Größe des Adressatenkreises spielt eine Rolle bei der strafrechtlichen Bewertung.

Einnahmen des Fiskus aus Lohnsteuer steigen deutlich

Die Einnahmen des Finanzministeriums aus der Lohnsteuer steigen weiter, wie aus aktuellen Daten für das erste Halbjahr hervorgeht. Und auch das Steuerpaket - seit 1. März in Kraft - zeigt Wirkung: Vor allem Alkohol- und Schaumweinsteuer brachten deutlich mehr Geld als zuerst angenommen.

Insgesamt betrugen die Bundeseinnahmen aus öffentlichen Abgaben im ersten Halbjahr brutto 36,5 Mrd. Davon kamen 12,4 Mrd. aus der Lohnsteuer, um rund 654 Mio. Euro oder 5,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Umsatzsteuer brachte rund 12,7 Mrd., um 2,2 Prozent bzw. rund 271 Mio. Euro mehr.

Verbrauchssteuern kräftig angehoben

Ein deutlicher Anstieg zeigt sich etwa auch bei der Alkoholsteuer, die erstmals seit 2000 um 20 Prozent angehoben wurde. Sie brachte dem Fiskus insgesamt 127 Mio. Euro, knapp 60 Mio. Euro mehr als 2013, was in Prozent beeindruckende 88,9 Prozent Steigerung bedeutet. Die Einnahmen aus der Schaumweinsteuer stiegen um rund 61 Prozent: in absoluten Zahlen von 600.000 auf eine Mio. Euro.

Die ebenfalls kräftig erhöhte motorbezogene Versicherungssteuer brachte deutliche Mehreinnahmen von 119 Mio. Euro (plus 14,8 Prozent auf 924 Mio. Euro). Bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) dagegen blieb das Aufkommen praktisch stabil (231,1 Millionen Euro nach 230,7 Mio. im ersten Halbjahr 2013). Bei der Tabaksteuer brachte die Erhöhung plus 0,5 Prozent, insgesamt 817 Mio. Euro.

Eigentümer könnte für Wiener Hausräumung zahlen müssen

Die Wiener SPÖ hält es für denkbar, dass die Hauseigentümer für die Kosten der umstrittenen polizeilichen Räumung eines im zweiten Bezirk besetzten Hauses, die am Montag durchgeführt wurde, zur Kasse gebeten werden können. Unterdessen dürfen die verbliebenen Mieter wieder ins Haus.

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110 Zivilpolizisten bei Identitären-Demo

Während über die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes bei der umstrittenen Räumung im zweiten Bezirk debattiert wird, sind bei der Identitären-Demo am 17. Mai 878 Beamte im Einsatz gewesen - davon alleine 110 in Zivilkleidung. Den Beamten standen etwa 100 „Identitäre“ gegenüber, die Gegendemonstration umfasste rund 400 Personen.

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Sport

Formel 1: Waffenstillstand im Mercedes-Stallduell

Rechtzeitig vor der Sommerpause in der Formel 1 ist beim Topteam Mercedes so etwas wie Ruhe eingekehrt. Nach den Aufregungen über den Ungehorsam von Lewis Hamilton, der WM-Spitzenreiter Nico Rosberg beim GP von Ungarn trotz Teamorder nicht überholen ließ, redete Motorsportchef Toto Wolff den beiden Piloten vor deren Urlaub noch einmal ins Gewissen. „Diese Sache ist damit aus der Welt geschafft“, sagte der 42-Jährige. Allerdings stellte Wolff auch klar, wer im Team das Sagen hat: „Wenn Paddy (Technikdirektor Lowe, Anm.) auf dem Funk etwas sagt, dann gilt das. Das ist zu befolgen.“

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Europa League: Youngster Ritzmaier setzt bei PSV Zeichen

2010 hat ÖFB-Youngster Marcel Ritzmaier den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Der damals 16-Jährige wechselte in die Nachwuchsabteilung von PSV Eindhoven und versuchte sich durch starke Leistungen für das erste Team zu empfehlen. Knapp vier Jahre und einen Profivertrag später scheint die Rechnung des mittlerweile 21-Jährigen voll aufzugehen. „Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt“, sagt Ritzmaier, der morgen (19.00 Uhr, live in ORF eins) auch in der Europa-League-Qualifikation gegen St. Pölten einlaufen dürfte. „Je höher man hinaufkommt, desto größer die Konkurrenz. Aber da muss man sich einfach durchbeißen.“

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Fußball: Europas Elite auf US-Business-Tour

In den USA ist Fußball bei weitem noch nicht so populär wie in Europa, doch dank der WM gab es zuletzt einen gewaltigen Schub. Viele europäische Topclubs touren derzeit durch Amerika. Denn der US-Markt verspricht Hunderte Millionen Euro - auch für den englischen Rekordchampion Manchester United und Bayern München mit David Alaba. Während Bayern-Coach Josep Guardiola marketinglinientreu seine Begeisterung für die lukrative US-Tour äußerte, unterdrückt United-Trainer Louis van Gaal nur mit Mühe seinen Ärger über die praktisch nicht durchführbare Saisonvorbereitung nach der WM.

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Wirtschaft

Baxter verkauft Impfstoffsparte für 635 Mio. Dollar an Pfizer

In der Pharmabranche bahnt sich ein Deal mit einem Volumen von mehreren Hundert Mio. Dollar an. Der US-Konzern Baxter verkauft für 635 Mio. Dollar (rund 473 Mio. Euro) sein Impfstoffgeschäft an den Konkurrenten Pfizer.

Der Verkauf hat auch Folgen für Österreich: 80 Prozent des Baxter-BioScience-Produktportfolios werden hierzulande mit insgesamt 4.400 Mitarbeitern hergestellt, 240 sollen nun zu Pfizer wechseln.

Gerüchte schon seit Monaten

Bereits im Frühjahr wurde über die Pläne von Baxter berichtet, die Impfstoffsparte mit einem Umsatz von zuletzt 300 Mio. Dollar im Jahr zu verkaufen. Zusammen mit der Investmentbank Goldman Sachs suchte das Unternehmen nach Käufern für die Sparte, in der Baxter über 20 Arzneimittel - unter anderem Impfstoffe gegen Hirnhautentzündung und Grippe - erforscht und entwickelt.

ÖVAG braucht für Stresstests angeblich halbe Milliarde

Mit Blick auf die Bilanzchecks und Stresstests der europäischen Bankenaufsicht geht einem Zeitungsbericht zufolge die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) davon aus, dass der teilstaatlichen Volksbanken AG (ÖVAG) im strengen „Stress“-Szenario zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro an Eigenkapital fehlen werden.

„Ganz sicher“ 500 Millionen

Laut „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe) hat die Notenbank schon erste Zahlen auf dem Tisch. 500 Millionen Euro würden es „ganz sicher“ sein. Bei strenger Auslegung der Zahlen durch die Europäische Zentralbank (EZB) bzw. European Banking Authority (EBA) könnte sich der Eigenkapitalbedarf der Bank aber bis auf das Doppelte erhöhen.

Versuche der OeNB, die ÖVAG-Eigentümer - die Republik hält rund 43 Prozent - dafür zu gewinnen, die drohende Kapitallücke noch vor Veröffentlichung des Stresstest-Ergebnisses zu stopfen, sollen gescheitert sein.

Einstieg von XXXLutz bei Kika/Leiner abgeblasen

Anfang Juli wurde bekannt, dass sich XXXLutz-Miteigentümer Andreas Seifert mit 26,5 Prozent beim Tochterunternehmen Conforama des Kika/Leiner-Eigentümers Steinhoff beteiligen will. Dafür gab es bei der Bundeswettbewerbsbehörde einen Prüfantrag, der jetzt zurückgezogen wurde.

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AK: Eltern geben 26 Mio. Euro für Nachhilfe in Ferien aus

Das Lernen für die Nachprüfung kann teuer kommen: Im vergangenen Sommer haben Eltern für Nachhilfe in den großen Ferien 26 Mio. Euro ausgegeben, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) in 3.000 Haushalten mit 5.060 Kindern im Auftrag der Arbeiterkammer (AK).

Um 500 Euro pro Kind für Feriennachhilfe

Insgesamt haben sieben Prozent der befragten Eltern in den vergangenen großen Ferien Nachhilfestunden für ihre Kinder finanziert, durchschnittlich haben sie dabei 468 Euro ausgegeben. Am teuersten kommt private Lernunterstützung in Wien (556 Euro), am günstigsten in der Steiermark (284 Euro). Bei Einzelunterricht liegt der Stundenpreis zwischen 18 und 46,67 Euro, bei Kleingruppenunterricht zwischen 6,23 und 33,33 Euro.

Kinder von Wenigverdienern, vor allem von Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern bzw. Eltern nicht deutscher Muttersprache, hätten angesichts dieser Kosten schlechtere Chancen auf professionelle Unterstützung bei Lernproblemen, so die AK in der Aussendung.

Kostengünstige Lernangebote gefordert

Damit mehr Schüler das Schuljahr positiv abschließen können, braucht es aus Sicht der AK einen zweckgebundenen Fördertopf für Förderunterricht, mehr Geld für Schulen mit vielen Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Haushalten und kostengünstige institutionelle Kinderbetreuungsangebote mit Lernhilfe in den Ferien.

Außerdem pocht die AK auf einen Ausbau der Ganztagsschulen „unter strenger Qualitätskontrolle“, wobei Bundesländer, die die Fördermittel nicht abholen, diese an aktive Bundesländer übertragen müssten.

Konkursverfahren über Ex-FPÖ-Politiker Rumpold eröffnet

Über das Vermögen von Ex-FPÖ-Politiker Gernot Rumpold ist heute auf Antrag eines Gläubigers am Handelsgericht Wien ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Über die Höhe der Verschuldung und die Frage, welcher Gläubiger den Konkursantrag stellte, ist den Gläubigerschutzverbänden nichts bekannt. Als aktueller Wohnsitz von Rumpold wird Zypern genannt. Indessen wurde bekannt, dass eine weitere Firma des Ex-FPÖ-Politikers Walter Meischberger pleite ist.

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Chronik

Unwetter legten Südbahnstrecke lahm

Im Bezirk Neunkirchen (Niederösterreich) hat heute ein starkes Unwetter zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Die Südbahnstrecke musste zwischen Gloggnitz und Payerbach-Reichenau gesperrt werden, weil zwei Muren die Gleise verschüttet hatten.

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Messerstich in Laufhaus: 15 Monate teilbedingt

Ein Freier ist heute am Straflandesgericht Wien wegen schwerer Körperverletzung zu 15 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Der Mann hatte in einem Laufhaus in Wien-Favoriten einen Securitymitarbeiter niedergestochen und lebensgefährlich verletzt.

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Geschwister bei Geisterfahrerunfall auf A1 getötet

Ein neunjähriges Mädchen und ihr 20-jähriger Bruder sind in der Nacht bei einem Geisterfahrerunfall auf der Westautobahn (A1) ums Leben gekommen. Drei Erwachsene sind zum Teil schwer verletzt. Ein Alkotest bei dem Geisterfahrer ergab 1,4 Promille Alkohol im Blut.

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KfV fordert Alkokontrollen auf Autobahnen

Alkoholisierte Lenker auf der Autobahn sind keine Seltenheit, Experten weisen darauf hin, dass Betrunkene oft sogar gezielt auf Autobahnen ausweichen, um Kontrollen zu entgehen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fordert nun nächtliche Kontrollen an den Auf- und Abfahrten.

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Angestellter stahl 115 Tonnen Fleisch

Die Polizei in Leibnitz in der Steiermark hat einen riesigen Fleischdiebstahl aufgedeckt: Ein Betrieb wurde unter anderem von einem Angestellten um mehr als 100.000 Kilogramm Fleisch gebracht - insgesamt sitzen drei Männer in Haft.

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IT

Briten testen ab 2015 selbst fahrende Autos

In Großbritannien sollen ab Jänner 2015 selbst fahrende Autos auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Die Testserie in drei noch nicht ausgewählten Städten werde eineinhalb bis drei Jahre dauern, teilte die britische Regierung heute mit.

Bis Ende des Jahres werde das Verkehrsgesetz so überarbeitet, dass es die Probefahrten zulasse. Wie viele der autonom fahrenden Autos auf die Straße sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Über Kameras und Sensoren gesteuerte Fahrzeuge sind testweise auch schon in den USA und Japan unterwegs.

Die Briten wollen sowohl Roboterautos ohne Fahrer testen als auch solche, bei denen ein Fahrer im Notfall ins Geschehen eingreifen kann.

Science

„Blaues Licht“ hilft der inneren Uhr

Bei einem Mangel an natürlichem Tageslicht kann der biologischen Uhr des Menschen mit Kunstlicht mit erhöhtem Blauanteil laut einer neuen Studie auf die Sprünge geholfen werden. Anwendungsgebiete für das Kunstlicht gibt es unter anderem in polarnahen Gegenden der Welt und an Arbeitsstellen mit einem Mangel an Tageslicht.

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Kultur

„Die letzten Tage der Menschheit“: Vorspiel zur Apokalypse

Weltkriegskrise trifft Theaterkrise. Jetzt sind sie doch draußen, „Die letzten Tage der Menschheit“, jenes Stück, das ja der entlassene Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann für Salzburg hätte inszenieren sollen. Gestern Abend feierte das Stück nun unter der Regie von Georg Schmiedleitner in hochkarätiger Besetzung seine Premiere. Karl Kraus’ Abrechnung mit der Verlogenheit der Kriegslust wurde zum Vorspiel einer Apokalypse - im grellen Scheinwerferlicht.

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Vor 35 Jahren gestohlener Rembrandt wiedergefunden

Ein vor 35 Jahren gestohlenes Ölgemälde des niederländischen Malers Rembrandt (1606 - 1669) ist von der Polizei in Venedig mithilfe französischer Sicherheitskräfte sichergestellt worden.

Das Gemälde des Heiligen Lukas war mit anderen Werken in der Nacht von 12. auf 13. Dezember 1979 von den Sälen des Schlosses Cini in der Ortschaft Monselice bei Padua entwendet worden.

Ahnungsloser Sammler kaufte Bild

Die Werke standen damals im Besitz der Stiftung Giorgio Cini, die seit 1981 unter Kontrolle der Region Veneto steht. Nach der Entwendung war das Rembrandt-Gemälde von einem ahnungslosen französischen Sammler erworben worden. Erst kürzlich hatte dieser das Gemälde einem Pariser Auktionshaus zur Versteigerung übergeben.

In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass das Gemälde gestohlen war, berichtete die Polizei in Venedig. Das Werk konnte mithilfe einer großen Datenbank verschwundener Kunstschätze identifiziert werden, die die italienischen Carabinieri verwalten.

Lifestyle

GB: Schwarze Katzen zu wenig fotogen für Facebook und Co.

Britische Tierschutzhäuser berichten über einen starken Anstieg an abgegebenen schwarzen Katzen. Grund dafür sei aber nicht der alte Mythos, dass sie Unglück bringen. Wie der „Telegraph“ berichtet, würden viele Besitzer sie deswegen abgeben, weil sie sich angeblich weniger gut für Katzenfotos im Internet, vor allem in Sozialen Netzwerken, eignen.

Die Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) berichtet, dass 70 Prozent der aufgenommenen Katzen in ihren Tierheimen mittlerweile schwarz oder schwarz-weiß seien. Und die Organisation Blue Cross verkündete, die Zahl der jährlich aufgenommenen schwarzen Katzen sei von 2007 bis 2013 um 65 Prozent gestiegen. Auch bei der Platzvergabe berichten die Tierschutzhäuser, dass Katzen mit nicht schwarzem Fell derzeit weit größere Chancen hätten, neue Besitzer zu finden.

Ein Roboter trampt durch Kanada

Es dürfte der seltsamste Autostopper auf Kanadas Straßen sein: ein buntes Konstrukt aus Schwimmnudeln, Gummistiefeln, Handschuhen, einem Kübel und einer Kuchenhaube. „HitchBot“, Kunstprojekt und Roboter, soll in diesem Sommer per Autostopp einmal quer durch Kanada fahren.

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Nackte Frau umarmt Mandela-Statue in Südafrika

In Johannesburg hat eine etwas bizarre Aktion einer jungen Frau für Aufregung gesorgt: Sie salutierte erst vor der Statue des im Dezember verstorbenen Anti-Apartheid-Kämpfers und ersten schwarzen Staatspräsidenten Nelson Mandela, bevor sie sich laut Augenzeugen auszog und die Statue umarmte.

Ohrfeigen für neugierigen Ehemann

Örtliche Zeitungen berichteten heute, der Auftritt der jungen Frau mitten in einem schicken Einkaufsviertel habe am Montag einiges Aufsehen erregt. Ihre männlichen Kollegen seien so abgelenkt gewesen, dass sie ihre Bestellungen durcheinanderbrachten, sagte eine Kellnerin der Zeitung „Daily Star“. Ein Gast sei von seiner Ehefrau geschlagen worden, als er aufstand, um besser sehen zu können.

Ein Wachmann forderte die Nackte schließlich auf, ihre Kleider wieder anzulegen. Das habe sie auch sofort getan und anschließend den Platz verlassen.