Ausland

Verbrechen während Diktatur: 15 Argentinier verurteilt

In Argentinien sind 15 Ex-Armeeangestellte und Zivilisten wegen schwerer Menschenrechtsvergehen während der Militärdiktatur (1976 bis 1983) zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden.

Das Gericht in La Plata befand die Angeklagten gestern (Ortszeit) für schuldig, Häftlinge in einem Geheimgefängnis gefoltert und 135 von ihnen ermordet zu haben. Vier weitere Angeklagte erhielten Haftstrafen von bis zu 13 Jahren.

Im Gerichtssaal brandete Applaus auf, als die Urteile verkündet wurden. Bei den meisten Verurteilten handelt es sich um Ex-Armeeangehörige, die übrigen waren Gefängnismitarbeiter oder zivile Regierungsangestellte. Unter den Angeklagten war auch erneut der frühere Polizeichef der Provinz Buenos Aires, Miguel Etchecolatz. Er erhielt zum zweiten Mal eine lebenslange Haftstrafe.

Nordkorea kann laut US-Militär Atomsprengkopf bauen

Nordkorea ist nach Einschätzung des US-Militärs in der Lage, einen passenden Atomsprengkopf für eine Interkontinentalrakete zu bauen. „Ich denke, dass sie an diesem Punkt über die Fähigkeit verfügen, die Vorrichtung (Bombe, Anm.) stark verkleinert zu haben“, sagte der Befehlshaber der US-Streitkräfte in Südkorea, Curtis Scaparrotti, im Verteidigungsministerium in Washington.

Nordkorea hat bisher drei Atomtests durchgeführt. In den USA und Südkorea hatte man bisher allerdings Zweifel daran, ob Nordkorea schon so weit ist, auch einen Atomsprengkopf zu bauen, der sich auf eine Rakete montieren lässt.

Gefechte zwischen libanesischer Armee und Islamisten

Im historischen Zentrum der libanesischen Stadt Tripoli hat es heute schwere Auseinandersetzungen zwischen der Armee und bewaffneten Islamisten gegeben. Es gab mindestens einen Toten und mehrere Verletzte.

Bereits gestern hatten die Zusammenstöße auf dem Basar in der Altstadt, der als Touristenattraktion gilt und als mögliches UNESCO-Weltkulturerbe gehandelt wird, begonnen. Die Armee startete eine Offensive gegen die Islamisten, die sich dort verschanzten. Das Militär versuchte, Familien in Sicherheit zu bringen, die in dem Basar eingeschlossen waren, hieß es. Viele Geschäfte brannten im Zuge der Kämpfe nieder.

Spannungen nahmen mit Syrien-Konflikt zu

Seit Beginn des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien gab es auch im Libanon immer wieder Zusammenstöße zwischen sunnitischen Aktivisten und Alawiten. Während die Sunniten mit den syrischen Rebellen sympathisieren, unterstützen die Alawiten die syrische Führung um Staatschef Baschar al-Assad. Auch Tripoli war immer wieder Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen. Es war jedoch das erste Mal, dass die Kämpfe den historischen Basar in der Altstadt erreichten.

Massenkundgebung gegen Regierung Renzi in Rom

Hunderttausende Demonstranten aus ganz Italien sind heute Vormittag zu einem Massenprotest gegen die geplante Lockerung des Kündigungsschutzes in Rom eingetroffen. Sie zogen in mehreren Kundgebungszügen durch die Stadt. Rund 2.300 Busse und Sonderzüge brachten die Demonstranten aus dem ganzen Land in die Hauptstadt. Wegen des starken Teilnehmerandrangs brachen die Protestzüge eine Stunde früher als geplant auf.

Laut Medienberichten handelt es sich um die erste Großdemonstration, mit der der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi seit seinem Amtsantritt im vergangenen Februar konfrontiert ist. Der Protest richtet sich gegen die von Renzi im Senat durchgesetzte Lockerung des Kündigungsschutzes und gegen die Aufweichung von Artikel 18 des Arbeitnehmerstatuts. Dieser garantiert Arbeitern in Unternehmen mit über 15 Mitarbeitern einen besonders starken Kündigungsschutz. Renzis Anliegen ist es, den italienischen Arbeitsmarkt zu flexibilisieren.

Renzi will hart bleiben

„Hände weg von den Rechten der Arbeitnehmer“, war auf den Spruchbändern zu lesen. „Diese Großdemonstration ist der Auftakt einer Reihe von Protestinitiativen in Italien. Niemand darf an den Rechten der Arbeitnehmer rütteln“, sagte die Chefin des Gewerkschaftsverbandes CGIL, Susanna Camusso, die die Kundgebung in Rom anführte. „Arbeit, Würde und Gleichberechtigung“ lautet der Slogan der Demonstration, an der sich auch viele Jugendliche beteiligten. Italien ist mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 42 Prozent konfrontiert.

Der Sozialdemokrat Renzi zeigte sich von dem Protest unbeeindruckt. „Wir respektieren die Demonstranten, doch eines muss klar sein: Die Zeiten sind in Italien vorbei, als eine Großdemonstration eine Regierung und das Land lahmlegen konnte. Wir geben nicht nach und wir werden Italien erneuern“, sagte Renzi.

26-jährige Frau im Iran trotz Protesten gehängt

Trotz internationaler Appelle ist im Iran heute eine 26-jährige Frau nach fünf Jahren in der Todeszelle hingerichtet worden. Die Innenarchitektin Rejhaneh Dschabbari sei im Morgengrauen gehängt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Teheran.

Umstrittenes Urteil

Die 26-Jährige war wegen Mordes an dem Geheimdienstmitarbeiter Mortesa Abdolali Sarbandi verurteilt worden. Dem UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Schahid, zufolge war Dschabbari von Sarbandi als Innenarchitektin engagiert worden. In seiner Wohnung soll er sie sexuell belästigt haben, woraufhin sie ihn in Selbstverteidigung erstochen habe.

Neben iranischen Prominenten gab es auch im Westen zahlreiche Stimmen, die eine Aussetzung der Todesstrafe für die junge Frau gefordert hatten. Nach Angaben der Vereinten Nationen und internationaler Menschenrechtsgruppen kam Dschabbaris Geständnis unter massivem Druck und Drohungen seitens der Anklage zustande. Die UNO zählte im laufenden Jahr im Iran bereits mehr als 250 Hinrichtungen.

Kurden im umkämpften Kobane bekommen Verstärkung

Bei der Verteidigung der syrischen Stadt Kobane gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhalten die kurdischen Verteidiger weitere Verstärkung. Rund 1.300 Kämpfer der Rebellengruppe Freie Syrische Armee (FSA) wollen nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan den Kurden in Kobane militärisch Hilfe leisten.

Gestern hatten die oppositionellen FSA-Kämpfer aus der Provinz Aleppo die Entscheidung zur Entsendung von Einheiten bekanntgegeben - zu denen auch gemäßigte islamistische Gruppen gehören. Zuvor hatte bereits die kurdische Autonomieregierung im Nordirak beschlossen, 200 Peschmerga-Soldaten nach Kobane an der Grenze zur Türkei zu schicken.

Route über die Türkei

Die FSA-Kämpfer würden über die Türkei in die Stadt gelangen, fügte Erdogan hinzu. Derzeit werde aber noch die genaue Route diskutiert, die die syrischen Oppositionsbrigaden und auch die nordirakischen Peschmerga nehmen sollten.

Im Irak kamen bei Luftangriffen der internationalen Anti-IS-Koalition laut Medienbericht Dutzende Dschihadisten ums Leben. Ein Korrespondent des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija berichtete, dass in der Nähe von Kirkuk mindestens 58 Extremisten getötet worden seien.

Ägypten verhängt Ausnahmezustand über Teile des Sinai

Nach einem schweren Bombenanschlag auf ägyptische Soldaten auf der Halbinsel Sinai hat Kairo für Teile der Region den Ausnahmezustand verhängt. Dieser gelte ab heute für zunächst drei Monate und betreffe den Norden und das Zentrum der Halbinsel, erklärte die ägyptische Präsidentschaft in der Nacht. Den Übergang Rafah an der Grenze zum Gazastreifen wird geschlossen.

„Alle notwendigen Maßnahmen“

Armee und Polizei würden „alle notwendigen Maßnahmen einleiten“, die im Kampf gegen den „Terror und seine Finanzierung“ nötig seien, hieß es in der Anordnung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi. Bei dem Anschlag waren 30 Soldaten getötet und 29 verletzt worden. Sicherheitskräfte vermuten islamistische Gruppierungen hinter der Tat.

Inland

Abdullah-Zentrum: Palais zum Vorzugspreis?

Das nach dem saudi-arabischen Monarchen benannte König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog in Wien kommt nicht recht aus den Schlagzeilen.

Nach den verharmlosenden Aussagen von Claudia Bandion-Ortner, der früheren Justizministerin und jetzigen Vizegeneralsekretärin des Zentrums, zu Hinrichtungen in Saudi-Arabien wollen die Grünen jetzt den Preis für das Gebäude erfahren. Der Wirtschaftsminister soll eine parlamentarische Anfrage beantworten und erklären, warum das Palais vergleichsweise günstig an die Saudis ging.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Mehrheit laut Umfrage gegen Sonntagsöffnung

Laut einer vom Nachrichtenmagazin „profil“ in Auftrag gegebenen Umfrage ist eine Mehrheit der Österreicher gegen die Sonntagsöffnung. In der Befragung, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Unique Research, hätten sich 57 Prozent gegen das Offenhalten der Geschäfte am Sonntag ausgesprochen, berichtet das „profil“ (Montag-Ausgabe). 39 Prozent sind dafür, vier Prozent wollten sich in der Frage nicht festlegen.

Schelling erwartet kein Nulldefizit vor 2016

Gestern hat Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) auf den blauen Brief der EU-Kommission geantwortet. Brüssel hatte Österreich - gemeinsam mit drei weiteren Ländern - vorgeworfen, dass der Haushaltsplan für 2015 zu stark vom vorgegebenen Budgetkurs abweiche. In seinem Antwortschreiben sagte der Finanzminister der EU-Kommission allerdings erst für 2016 einen ausgeglichenen Haushalt zu. Für das kommende Jahr will Schelling hingegen noch „intensive Gespräche“ mit seinen Regierungskollegen über „weitere Maßnahmen“ führen. Wie die aussehen könnten, will er der Kommission in Gesprächen erklären.

Mehr dazu in „Einladung zu weiteren Gesprächen“

Sport

Formel 1: Nachzüglerduo in Amerika nicht dabei

Die Amerikarennen in den USA und Brasilien gehen ohne die beiden Nachzüglerteams Caterham und Marussia über die Bühne. Das gab Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bekannt. Beide Teams traten die Reise zum Grand Prix in Austin am 2. November nicht an, auch ein Start in Interlagos eine Woche später ist kein Thema. Caterhams Startverzicht war nach den finanziellen Problemen der letzten Tage keine Überraschung. Von Marussia gab es vorerst hingegen noch keine Stellungnahme.

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Bundesliga: Personalrochade soll Austria helfen

Als Tabellensiebenter nach zwölf Runden ist bei der Wiener Austria weiter Feuer am Dach. Die Geduld von Trainer Gerald Baumgartner scheint langsam zu Ende. „Es ist fünf vor zwölf. Ich hoffe, das hat die Mannschaft auch kapiert“, sagte Baumgartner, der für das heutige Heimspiel gegen Wr. Neustadt zudem personelle Veränderungen ankündigte. „Einige haben den Ernst der Lage sicher nicht begriffen. Wir werden elf Spieler aufstellen, die alles geben können und wollen, die mit dem Druck umgehen können. Die Mannschaft ist gefordert.“

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Fußball: Erzrivalen vor „Clasico“ in Topform

Das Spiel der Spiele in der spanischen Primera Division steht heute unter besonders vielversprechenden Voraussetzungen. Denn sowohl Real Madrid als auch der FC Barcelona befinden sich vor dem „Clasico“ „in idealem Zustand“, wie es der Trainer der „Königlichen“, Carlo Ancelotti, treffend formulierte. Nicht nur das Duell der Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi steht dabei im Fokus, sondern auch das mit Spannung erwartete Barca-Debüt von Luis Suarez.

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Chronik

Mutmaßlicher Suizid von Deutsche-Bank-Anwalt in New York

Ein hochrangiger Anwalt der Deutschen Bank ist einem Zeitungsbericht zufolge in New York tot aufgefunden worden. Die Umstände deuteten auf einen Suizid hin, berichtete das „Wall Street Journal“ heute. Der 41-Jährige sei von seiner Ehefrau bereits am Montag an einem Stiegengeländer erhängt aufgefunden worden.

Der Mann sei mit den Rechtsstreitigkeiten der Bank im Skandal um Zins- und Devisenmarktmanipulationen befasst gewesen, hieß es in dem Zeitungsbericht. Der Rechtsexperte habe elf Jahre für das Institut gearbeitet.

Bereits ein Suizid im Jänner

Im Jänner war der 58 Jahre alte frühere Deutsche-Bank-Risikomanager William Broeksmit, der als enger Vertrauter von Bank-Co-Chef Anshu Jain galt, tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden. Ein im März veröffentlichter Untersuchungsbericht stellte Suizid fest. Offenbar hinterließ Broeksmit mehrere Abschiedsbriefe und hatte große Angst davor, Ärger mit den Aufsichtsbehörden zu bekommen.

Rätselraten nach Amoklauf eines 14-Jährigen in den USA

Nach dem Amoklauf eines Schülers in den USA herrscht Rätselraten über das Motiv. Der 14-Jährige hatte gestern an einer Highschool bei Seattle (US-Staat Washington) um sich geschossen, einen Mitschüler und anschließend sich selbst getötet.

Vier schwer verletzte weitere Opfer wurden in ein Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Schüler sei leicht verletzt worden, hieß es. Die Polizei machte keine genauen Angaben zur Art der Waffe, die der Schüler benutzt hatte.

Auf Foto mit Gewehr posiert

Der TV-Sender CNN berichtete, es handle sich bei dem jugendlichen Amokläufer um einen Burschen, der bei seinen Mitschülern beliebt gewesen sei und in der Footballmannschaft gespielt habe. CNN zeigte allerdings auch ein Foto, auf dem der Jugendliche mit einem Gewehr posierte.

Nähere Einzelheiten über das Verbrechen an der Marysville-Pilchuck High School wurden zunächst nicht bekannt. Die Schüsse seien in der Kantine der Schule gefallen, sagten Augenzeugen, die von chaotischen und panikartigen Szenen berichteten. In den USA kommt es immer wieder zu Amokläufen von Schülern. Anläufe der Regierung zu schärferen Waffengesetzen sind bisher stets gescheitert.

Wirtschaft

Sierra Leone wegen Ebola auf Nothilfeniveau

Die Welthungerhilfe hat auf die gravierenden Auswirkungen der Ebola-Epidemie auf das gesamte Wirtschaftsleben in Sierra Leone aufmerksam gemacht. „Ebola bringt das Land wieder auf das Nothilfeniveau“, sagte Jochen Moninger, Leiter der Welthungerhilfe in Sierra Leone der „Wirtschaftswoche“ laut einer Vorabmeldung.

Wegen Ebola seien die Schulen geschlossen. „1,6 Millionen Kinder und Jugendliche verlieren ein ganzes Schuljahr“, sagte Moninger. Die Regierung habe an allen Bezirksgrenzen Kontrollposten eingerichtet, die nur zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr passiert werden dürften.

Normalerweise brächten Bauern aus dem Nordosten des Landes ihre Ernte nachts in die 200 Kilometer entfernte Hauptstadt Freetown. Diese Transportwege seien nun abgeschnitten, die Bauern müssten ihre Ware tagsüber transportieren. In Sierra Leone gebe es keine Kühlketten. Die Ernte verkomme, noch bevor sie in Freetown eintreffe. Vor der Ebola-Epidemie habe sich Sierra Leone im Aufschwung befunden.

88 Mio. Euro: Betrugsverdacht bei Hypo Alpe-Adria in Udine

Die staatliche Krisenbank Hypo Alpe-Adria bekommt Probleme mit der italienischen Tochter. Die Steuerpolizei in Udine hat die seit 2013 laufenden Ermittlungen gegen sieben hochrangige Manager der Bank in Italien abgeschlossen.

Die Manager sollen ab 2004 bei der Zinssatzberechnung von 54.000 Leasingverträgen, die mit Privaten und Unternehmen abgeschlossen wurden, unerlaubt Zinsen in Höhe von 88 Mio. Euro kassiert haben, teilte die italienische Steuerpolizei in einer Presseaussendung heute mit.

In den vergangenen Jahren hatten sich Kundenreklamationen bei den Zinssatzberechnungen in Leasingverträgen gehäuft. Zuletzt hatten sich auch TV-Programme mit den Reklamationen befasst. Im Juni 2013 hatte die Steuerpolizei den Sitz der Hypo Alpe-Adria Italia in Udine durchsucht. Den sieben Managern droht jetzt ein Prozess wegen Betrugs.

Gewerkschaft droht mit Weihnachtsstreik bei Amazon

Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat dem Onlineversandhändler Amazon mit Streiks im Weihnachtsgeschäft gedroht. Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago sagte der „Bild“-Zeitung, der Arbeitskampf werde fortgesetzt, um den Druck auf den Konzern weiter zu erhöhen. Streikaufrufe könnten „sehr kurzfristig“ passieren.

Erst Ende September waren die Beschäftigten an mehreren deutschen Amazon-Standorten einem Aufruf von ver.di gefolgt und in den Streik getreten. Hintergrund des Arbeitskampfes ist ein Streit über eine Tarifbindung der Amazon-Mitarbeiter. Ver.di will für die Beschäftigten in den Zentren Kollektivverträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Amazon vertritt hingegen den Standpunkt, dass diese in der Logistikbranche arbeiten, und bezahlt sie bisher auch so.

Handytariferhöhung muss zurückgenommen werden

Alle drei großen heimischen Mobilfunkanbieter haben heuer ihre Tarife erhöht, auch für Bestandskunden. Daraus ergeben sich Sonderkündigungsrechte. Daher müssen die Änderungen den Kunden fristgerecht mitgeteilt werden, und zwar in einer ganz bestimmten Form. Gegen diese Vorschrift wurde bei der T-Mobile-Tochter Telering verstoßen. Daher musste der Mobilfunkanbieter die Tariferhöhungen zurücknehmen und nochmals formgerecht ankündigen.

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Fusion der Bananenriesen Chiquita und Fyffes geplatzt

Die Konzernführung von Chiquita hatte sich das so schön vorgestellt: Durch die Fusion mit dem irischen Bananenkonkurrenten Fyffes wollte der US-Konzern jährlich Dutzende Milliarden an Steuern sparen. Zugleich erhoffte man sich, als mit Abstand größter Bananenhändler der Welt den Einkaufspreis bei den Bananenproduzenten weiter drücken zu können. Doch aus dem Geschäft wurde nichts: Die Aktionäre von Chiquita verweigerten ihre Zustimmung zu dem Megadeal, der nun abgeblasen werden muss. Ein Grund dürfte politischer Natur sein.

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IT

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Kultur

1914-2014: Premiere für Nick Caves Weltkriegsoper

Der belgische Komponist Nicholas Lens und der australische Rockstar Nick Cave haben sich zusammengetan, um gemeinsam eine Oper über die Schrecken des Ersten Weltkriegs zu schreiben. „Shell Shock“ hatte gestern im Opernhaus La Monnaie in Brüssel Premiere. Fast alle der weiteren acht bis 2. November angesetzten Aufführungen sind ausverkauft.

Es sei nicht einfach gewesen, sich in die Soldaten jener Zeit hineinzuversetzen, schrieb Cave, der die Texte zu den zwölf Gesängen schrieb, im Programmheft.

„Was weiß ich davon, einen Mann zu töten oder einen Freund sterben zu sehen? Am Ende war es ein Kampf zwischen mir, dem Keyboard und meiner Vorstellungskraft.“ Die Vorstellung, die im Dunklen beginnt und zunächst einen Kriegerfriedhof zeigt, bezieht auch Tanz mit ein und wird als „Tanz-Oratorium in zwölf Gesängen“ bezeichnet. Choreografie und Regie wurden von Sidi Larbi Cherkaoui übernommen.

Pierre Cardin bekommt Museum in Paris

Der Modeschöpfer Pierre Cardin wird am 13. November im Pariser Marais-Viertel ein seinem Schaffen gewidmetes Museum eröffnen.

Wie das Modehaus Cardin mitteilte, sollen 200 Haute-Couture-Modelle des heute 92-Jährigen dort ausgestellt werden, darunter auch Entwürfe aus seinen ersten Kollektionen Anfang der 1950er Jahre.

Zudem werden Accessoires, Schmuck und von Cardin entworfene Möbel gezeigt. Das Museum, das den Namen „Passe-Present-Futur“ (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) tragen wird, ersetzt den bisherigen gleichnamigen Ausstellungsort Cardins im Pariser Vorort Saint Ouen.

Lifestyle