Inland

Neue Vorwürfe gegen Grasser: Umfragen auf TA-Kosten?

Der Akt Grasser ist einem Medienbericht zufolge wieder um eine Facette reicher. Wie das „Format“ gestern vorab berichtete, soll die Telekom Austria während Grassers Amtszeit Umfragen für den damaligen Finanzminister bezahlt haben. Ermittelt worden sei dabei etwa der „Mehrwert von Karl-Heinz Grasser“. Den Angaben zufolge soll Grasser, für den die Unschuldsvermutung gilt, in der Causa als Beschuldigter geführt werden. Grassers Anwalt schloss aus, dass sein Mandat mit der Sache etwas zu tun habe.

Mehr dazu in „Neue Vorwürfe aus Zeitung erfahren“

Blaulichtfunk: Angeblich Auslieferungsantrag für Himmer

In der Causa Blaulichtfunk rund um die möglicherweise „geschmierte“ Vergabe des Behördenfunksystems Tetron gibt es eine neue Entwicklung. Laut dem Grün-Abgeordneten Peter Pilz fordert die Staatsanwaltschaft Wien die Auslieferung des ÖVP-Bundesrates und Alcatel-Generaldirektors Harald Himmer.

„Alcatel hat unter Himmer 719.970 Euro an Mensdorff-Pouilly (Alfons, Anm.) überwiesen. Kronzeuge Gernot Schieszler belastet Himmer schwer“, so der grüne U-Ausschuss-Fraktionsführer gestern in einer Aussendung.

Keine Bestätigung

Sowohl Himmer als auch der Waffenlobbyist Mensdorff-Pouilly haben stets alle Vorwürfe zurückgewiesen, für sie gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft Wien war heute Nachmittag vorerst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Blaulichtfunk (Tetron) sollte ein bundesweites, gruppentaugliches und abhörsichereres Funksystem für Polizei, Rettung und Feuerwehr werden, geblieben ist ein Fass ohne Boden - und der Vorwurf von Schmiergeldzahlungen rund um den ÖVP-nahen Waffenlobbyisten Mensdorff-Pouilly. Vergeben wurde das Projekt unter dem damaligen Innenminister Ernst Strasser (ÖVP), gegen den in einer anderen Causa (EU-Lobbying gegen Bares) ermittelt wird. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

FPÖ-Tschetschenien-Besuch mit Diplomatenpässen?

Der russische Botschafter in Österreich, Sergej Netschajew, hat im Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ (Freitag-Ausgabe) Stellung zum umstrittenen Besuch einer FPÖ-Delegation in Tschetschenien genommen. Die FPÖ-Abgeordneten seien demnach mit Diplomatenpässen gereist, und mit diesen sei die Einreise nach Russland Visa-frei.

Aus diesem Grund habe er auch nichts von der Reise gewusst. „Ich weiß nicht, wie sie zustande kam“, wird Netschajew von der Zeitung zitiert. Der unter Leitung des freiheitlichen Vizeparteichefs Johann Gudenus stattgefundene Besuch beim Statthalter Moskaus in Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, sei demnach „eine selbstständige Aktion“ im Rahmen normaler interregionaler Kontakte gewesen.

Gleichzeitig wies Netschajew darauf hin, dass auch eine offizielle Mission des Innenministeriums im Herbst 2011 festgestellt habe, dass sich die Situation in Tschetschenien stabilisiert habe. Berichte, wonach es rund 300 Agenten Kadyrows in Österreich gebe, wies der Botschafter als „Science-Fiction“ zurück.

Ausland

Putin will Oligarchen zur Kasse bitten

Der russische Regierungschef Wladimir Putin will die Oligarchen zur Kasse bitten, die bei den umstrittenen Privatisierungen der 90er Jahre ein Vermögen gemacht haben. Es müsse über eine „einmalige Abgabe oder etwas anderes“ nachgedacht werden, sagte Putin gestern auf einem Kongress von Industriellen und Unternehmern.

Laut Putin müsse nun zusammen mit der Gesellschaft und Experten geprüft werden, wie das „Kapitel der gelinde gesagt unfairen Privatisierung“ geschlossen werden könne.

Nach dem Ende der Sowjetunion hatten Unternehmer staatliche Vorzeigefirmen unter anderem im Bergbau- und Erdölsektor zu Spottpreisen erworben. Viele von ihnen wurden später Milliardäre. Im Volk sind die Nutznießer der Privatisierungen unbeliebt. Putin will am 4. März zum Staatspräsidenten gewählt werden. Gegen ihn tritt unter anderem Russlands drittreichster Mann, der liberale Präsidentschaftskandidat Michail Prochorow, an.

Unruhen auf Malediven: „Keine Gefahr“ für Touristen

Etwa 200 österreichische Touristen befinden sich derzeit auf den Malediven. Die Unruhen dort würden sie aber nicht unmittelbar betreffen, erklärte Nikolaus Lutterotti, Sprecher des Außenministeriums gestern auf APA-Anfrage. „Die Unruhen ereignen sich momentan nur in der Hauptstadt Male und der zweitgrößten Stadt Addu. Die Österreicher befinden sich aber in entfernteren Tourismusregionen.“

Sie seien also keiner Gefahr ausgesetzt, versicherte Lutterotti. Von den Unruhen sollen die Touristen auch nur aus den Medien erfahren haben. Wie das Außenministerium berichtete, gibt es an den Flughäfen auf den Malediven derzeit keinerlei Einschränkungen. Touristen wird jedoch davon abgeraten, die Hauptstadt Male und größere Ortschaften zu besuchen.

Unruhen weiten sich aus

Die USA sehen die neue Regierung der Malediven als rechtmäßig an. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums bezeichnete den nach einer Polizei-Meuterei zurückgetretenen Staatschef Mohammed Nasheed als „früheren Präsidenten“ des Archipels und sprach von seinem am Dienstag vereidigten Nachfolger Mohamed Waheed als „Präsident“.

Nach einem gewaltsamen Machtwechsel in der Hauptstadt Male gibt es mittlerweile auf zwei weiteren Inseln im Süden des Archipels gewaltsame Proteste. Gegen den gestürzten Präsidenten Nasheed wurde ein Haftbefehl erlassen, seine Familie flüchtete ins Ausland. Nasheed rief die internationale Gemeinschaft auf, rasch zu reagieren, denn „morgen bin ich im Gefängnis“.

Mehr dazu in „Zusammenbruch“ von Recht und Ordnung

Augenzeugen: Szenen des Grauens in Homs

Die Notkrankenhäuser in der syrischen Stadt Homs können nach Berichten von Menschenrechtlern die vielen Toten und Verletzten kaum noch aufnehmen. Seit gut einer Woche wird die Metropole von Regierungstruppen beschossen. Arzneimittel werden knapp, und mindestens drei Feldkrankenhäuser haben Treffer abbekommen, wie Human Rights Watch (HRW) gestern unter Berufung auf Bewohner der Millionenstadt meldete.

Und es sind Szenen des Entsetzens, die aus der Oppositionshochburg bekanntwerden: Die Gebäude sind voller Leichen, und auf den Straßen verbluten Verwundete, weil es lebensgefährlich ist, sie in Sicherheit zu bringen. „Weil wir sie nicht behandeln können, sterben Verletzte“, zitierte die in New York ansässige Organisation einen Einwohner mit Namen Karim. „Wegen der Schießerei können wir sie nicht bergen. Sie werden auf der Straße sterben.“

Die drittgrößte Stadt Syriens liegt seit Freitagabend im schweren Feuer der Soldaten von Staatschef Baschar al-Assad. Sie haben Hunderte von Granaten und Raketen abgeschossen, die Menschenrechtsgruppen zufolge mindestens 300 Menschen den Tod brachten. HRW warf Syrien vor, Wohngebiete wahllos zu beschießen. Das sei eine schwere Verletzung von Menschenrechten.

Anschläge geplant: Islamisten in London verurteilt

Eine Gruppe von neun radikalen Islamisten ist in London zu Haftstrafen zwischen fünf und 16 Jahren verurteilt worden. Der aus vier Männern bestehende harte Kern hatte zugegeben, vor Weihnachten 2010 einen Terroranschlag auf die Londoner Börse geplant zu haben - sie müssen für zwölf bis 16 Jahre ins Gefängnis. Die übrigen fünf Männer sollen unter anderem Spenden für ein Ausbildungslager für Terroristen in Pakistan gesammelt und dafür Briten rekrutiert haben.

Liste mit Anschlagszielen

Die Verurteilten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und britische Staatsbürger - teils mit bengalischen, teils mit pakistanischen Wurzeln. Sie hatten sich über ihre Aktivitäten in islamistischen Gruppen kennengelernt und über das Internet kommuniziert.

Auf einer handgeschriebenen Liste mit Anschlagzielen standen neben der Börse auch die US-Botschaft sowie der Londoner Bürgermeister Boris Johnson und zwei Rabbiner. Die Gruppe war aufgeflogen, nachdem der Geheimdienst unter anderem zwei der Männer dabei beobachtet hatte, als sie das Londoner Parlamentsgebäude, das Riesenrad London Eye und Westminster Abbey ausspionierten.

Somalia: Al-Schabab schließt sich Al-Kaida an

Die vor allem in Somalia aktive Islamisten-Organisation Al-Schabab hat nach Angaben von Experten ihre Vereinigung mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verkündet. Eine entsprechende Aussage habe ein Anführer der somalischen Milizen in einem veröffentlichten Video gemacht, wie das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen IntelCenter gestern mitteilte. Der Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri, Nachfolger des im Vorjahr getöteten Osama bin Laden, habe den Zusammenschluss der Terrororganisationen in dem Video begrüßt.

Nach Einschätzung von IntelCenter werde damit der Einfluss von Al-Kaida in Afrika erheblich gestärkt. Die Bedrohung durch derartige Terrororganisationen nehme für die USA und andere westliche Staaten zu. Terrorexperten hatten Al-Schabab seit langem als Ableger Al-Kaidas in Ostafrika eingestuft. Al-Schabab-Kämpfer sollen in deren Lagern ausgebildet worden sein. Al-Schabab kontrolliert Teile Somalias und bekannte sich zu mehreren schweren Bombenanschlägen auch in anderen afrikanischen Ländern.

Sport

Fußball: Zwei Bundesliga-Spiele abgesagt

Die eisigen Temperaturen haben einem planmäßigen Frühjahrsstart am Wochenende einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die 20. Runde wird ohne die Partien Admira gegen Kapfenberg und Wacker Innsbruck gegen Salzburg über die Bühne gehen. Der Frost sorgt auch für Frust, denn Salzburg wird ohne Pflichtspiel in den Beinen in der Europa League auf Metalist Charkiw treffen, die Bundesliga steht vor einem Terminchaos. Ein späterer Beginn wäre aber laut Vorstand Georg Pangl nicht möglich gewesen. Erste Lösungsvorschläge machen die Runde.

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Formel 1: Vettel mit neuem Red-Bull-Boliden zufrieden

Sebastian Vettel ist zurück auf der Rennstrecke. Der Formel-1-Doppelweltmeister drehte gestern in Jerez seine ersten Runden im neuen Boliden. Das ließ sich auch Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz nicht entgehen. Bei seiner Testpremiere mit dem RB8 fuhr Vettel auch mit neuem Helm, und obwohl er nicht Schnellster war, fiel sein erstes Fazit positiv aus.

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Ski alpin: Sotschi-Abfahrt geht an die Substanz

Wie schon am Mittwoch hat die Strecke der Olympiaabfahrt im russischen Sotschi auch gestern für geteilte Meinungen gesorgt. Das Training in Krasnaja Poljana musste allerdings nach 36 Läufern wegen Nebels abgebrochen worden. Die deutlich schnellste Zeit fuhr erneut Hannes Reichelt, der aber wie am Vortag ein Tor ausließ. Die Piste präsentierte sich zudem ruppiger und eisiger als am Vortag, was bei einer Fahrzeit von 2:15 Minuten an die Substanz geht.

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Wirtschaft

USA: Milliardenvergleich mit Banken - Hausbesitzer entlastet

Zahlreiche amerikanische Hausbesitzer dürfen mit Erleichterungen bei ihren hohen Kreditbelastungen rechnen. Die USA haben einen 25 Mrd. Dollar (18,8 Mrd. Euro) schweren Vergleich mit den fünf größten Kreditinstituten des Landes geschlossen, wie Justizminister Eric Holder gestern in Washington verkündete.

Hintergrund sind die in der Wirtschaftskrise stark gesunkenen Preise für Eigenheime und fehlerhafte Pfändungen von Häusern säumiger Schuldner. Etliche Hausbesitzer verloren in der Finanzkrise ihr Heim.

Der Vergleich ermögliche eine finanzielle Hilfe und sorge dafür, dass die Hausbesitzer in der Zukunft besser geschützt seien, erklärte das Justizministerium, das mit den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten zusammengearbeitet hatte.

Zeitung: Süddeutschland droht Gasengpass

In Süddeutschland wird einem Bericht der Tageszeitung „Welt“ zufolge das Erdgas knapp. Vielerorts würden bereits Industriekunden aufgefordert, ihre Kessel abzustellen oder auf einen anderen Brennstoff umzustellen, berichtete die Zeitung gestern vorab aus ihrer Freitag-Ausgabe. In einigen Gemeinden seien auch Bürger aufgefordert worden, ihre Heizungen zu drosseln.

Grund sei möglicherweise der wegen der Kältewelle erhöhte Bedarf an Gas in Russland. Am bayerischen Übergangspunkt Waidhaus kämen derzeit 25 bis 30 Prozent weniger Erdgas über Österreich an, sagte ein Sprecher des Pipeline-Betreibers Open Grid Europe der Zeitung.

Zudem sei die Nachfrage hoch, und die Erdgasspeicher befänden sich vor allem in Norddeutschland. Das Problem seien vor allem überlastete Pipeline-Kapazitäten zwischen Nord- und Süddeutschland.

Kodak stellt keine Kameras mehr her

Kodak stellt künftig keine Kameras mehr her. Der legendäre Kamera- und Filmehersteller, der vor drei Wochen Konkurs angemeldet hatte, teilte gestern mit, die Produktion von Foto- und Videokameras und von digitalen Bilderrahmen werde bis Ende Juni eingestellt.

Kodak setze nun verstärkt auf die Vergabe von Lizenzen für die Nutzung seiner Marke und auf sein Geschäft mit dem Ausdrucken von Fotos. Mit dieser Neuausrichtung will das Unternehmen jährlich mehr als 100 Millionen Dollar Kosten (75 Millionen Euro) einsparen.

Garantien bestehen weiter

Die Garantien für die Produkte von Kodak gelten laut Unternehmen weiter, auch der Service für die Kunden sei sichergestellt. Eastman Kodak hatte Mitte Jänner Konkurs angemeldet. Das Traditionsunternehmen hatte den Siegeszug der Digitalfotografie verpasst und schreibt seit Jahren rote Zahlen.

Chronik

Tote bei Unfall von Ausflugsboot bei Hurgada

Bei einem schweren Unfall mit einem Ausflugsboot im Roten Meer vor dem ägyptischen Badeort Hurgada sind gestern mindestens drei Menschen - eine dreiköpfige Familie aus Deutschland - ums Leben gekommen. Die meisten der insgesamt 16 Touristen an Bord waren offenbar Deutsche oder Schweizer.

Österreicher sind nach Angaben des Außenministeriums keine zu Schaden gekommen, wie Ministeriumssprecher Nikolaus Lutterotti der APA mitteilte. Er sagte, es könnte möglicherweise auch sechs bis sieben Tote geben. Entgegen früheren Meldungen handelte es sich bei dem verunglückten Wasserfahrzeug um ein Boot mit einem Glasunterboden, um die Riffe unter Wasser besichtigen zu können. Das Boot sei auf ein Riff aufgefahren, sagte der Sprecher, der sich auf Angaben des Reiseveranstalters berief.

Ätna: Nach dem Schnee kam die Lava

Während die Kältewelle samt Schneechaos auch Süditalien weiter fest im Griff hat, ist es auf Sizilien nun zu einem großen Ausbruch des Ätna gekommen. Als direkte Folge musste der Luftraum über dem internationalen Flughafen von Catania mehrere Stunden gesperrt werden. Weit größere Probleme bereiten Italien-weit allerdings die aktuellen Witterungsbedingungen. Anders als beim Ätna gibt es hier keine Entwarnung.

Mehr dazu in Weiter Schneechaos in ganz Italien

Nepal: 14-Jährige von Leopard getötet

In Nepal hat ein Leopard ein 14-jähriges Mädchen verschleppt und getötet. Der Teenager habe in der Nähe seines Hauses im Bezirk Baitadi im Westen des Landes Gras geschnitten, sagte ein Polizeisprecher gestern. Auf einmal sei das Mädchen von dem Leoparden angegriffen worden. „Die Leiche wurde in Stücke gerissen und größtenteils aufgefressen gestern gefunden.“

Dem Polizeisprecher zufolge wurden in den vergangenen zwei Monaten bereits drei Kinder und eine 35-jährige schwangere Frau von einem Tier getötet. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich in allen Fällen um den gleichen Leoparden handelte.

Urteil im Kartnig-Prozess verzögert sich weiter

Die Urteile im Kartnig-Prozess in Graz fallen nicht vor nächster Woche. Ein Kartnig-Verteidiger hatte gestern in seinem Schlussplädoyer aufgezeigt, dass nie überprüft wurde, ob zugesagte Zuschüsse an Spieler je bezahlt wurden.

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1982: Die erste Massenkarambolage in Österreich

158 Autos sind 1982 auf der Südautobahn zusammengekracht - der erst derartige Unfall in Österreich. Experten glauben, dass die moderne Technik, aber auch die modernen Menschen eine derartige Karambolage künftig verhindern könnten.

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IT

USA: Klage gegen neue Google-Datenschutzregeln

Im Zusammenhang mit der geplanten Umstellung der Datenschutzregeln des Internetriesen Google ist eine US-Verbraucherschutzorganisation vor Gericht gezogen. Das Electronic Privacy Information Center (EPIC) rief am Mittwoch (Ortszeit) ein US-Bundesgericht an, um eine Blockade der Änderungen durch die Aufsichtsbehörde FTC zu erzwingen.

Rund 60 Datenschutzregeln und Allgemeine Geschäftsbedingungen für verschiedene Google-Dienste sollen ab März zu einem einzigen Text zusammengeführt werden.

EPIC argumentiert, dass die Änderungen einem Datenschutzabkommen zwischen Google und der FTC aus dem vergangenen Jahr zuwiderlaufen. Der Internetkonzern wies die Vorwürfe dagegen umgehend zurück und erklärte, dass die Verbraucherschutzorganisation „bei den Fakten und der Rechtslage“ falsch liege. In einem Brief an US-Abgeordnete hatte Google zuvor bereits dargelegt, dass „unsere Herangehensweise beim Datenschutz sich nicht geändert hat“. Nutzer hätten weiter „Wahl und Kontrolle“ über den Umgang mit privaten Daten.

Vorstellung des nächsten iPads im März erwartet

Apple wird einem Bericht des IT-Blogs All Things Digital zufolge die neue Version seines Tablet-Computers iPad im März präsentieren.

Das iPad 3 werde in der ersten März-Woche auf einer Veranstaltung von Apple in San Francisco vorgestellt, so All Things Digital unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die Form soll denen der beiden Vorgängermodelle ähnlich sein. Das neue iPad soll leistungsfähiger sein, das Display die Auflösung des aktuellen iPhones haben. Im letzten Quartal 2011 hat Apple 15 Millionen iPads verkauft.

Die ACTA-Proponenten in der EU

Das umstrittene internationale Handelsabkommen ACTA ist nicht der einzige aktuelle Vorstoß in Richtung Verschärfung von Urheberrechten. Auch die Novellierung der Richtlinie zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte (IPRED) steht in der EU wieder an. Im aktuellen Fahrplan dazu stehen nun Passagen, die aus ACTA bereits herausgestrichen wurden. Hinter den Kulissen arbeitet seit knapp einem Jahr mit Maria Martin-Prat die einst oberste Urheberrechtsjuristin der Musiklobby IFPI.

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Science

Forschung zu Pius XI. und Österreich birgt Überraschungen

Genau zwei Jahre nach dem Start des interdisziplinären Forschungsprojekts „Pius XI. und Österreich“ liegen nun erste neue historische Erkenntnisse zum Pontifikat Pius XI. und zum Verhältnis des Vatikans zur Ersten Republik (1918 bis 1938) vor. Betroffen sind die Regierungstätigkeit von Bundeskanzler Ignaz Seipel ebenso wie das Zustandekommen des Konkordats, der Übergang der Ersten Republik zum autoritären Ständestaat und die vatikanischen Warnungen vor dem Nationalsozialismus.

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Kultur

62. Berlinale ist eröffnet

Mit einer glanzvollen Gala auf dem Potsdamer Platz hat gestern Abend die 62. Berlinale begonnen. Über den roten Teppich in der Hauptstadt schritten unter anderen Hollywood-Star Diane Kruger, Jurypräsident Mike Leigh und der britische „Dracula“-Darsteller Christopher Lee. An deutscher Prominenz zeigten sich unter anderen die Schauspieler Corinna Harfouch, Mario Adorf und Jürgen Vogel.

Zur Eröffnung des Filmfestivals wurde als Weltpremiere die französisch-spanische Koproduktion „Les adieux a la Reine“ („Leb wohl, meine Königin“) des französischen Regisseurs Benoit Jacquot gezeigt, ein Drama um Königin Marie-Antoinette in den ersten Tagen der Französischen Revolution. Auf dem Festival, das bis zum 19. Februar dauert, werden fast 400 Filme gezeigt.

Um den Goldenen Bären konkurrieren 18 Beiträge, darunter drei deutsche Produktionen und Ko-Produktionen. Die Jury wird vom britischen Regisseur Leigh geleitet. Die US-Schauspielerin Meryl Streep wird für ihr Lebenswerk geehrt. Auch die Filmstudios Babelsberg erhalten zum 100-jährigen Bestehen eine Ehrung.

Goldegg feiert Thomas Bernhard mit Festival

In der kleinen Salzburger Gemeinde Goldegg (Pongau) läuft im kommenden Herbst erstmals das neue Thomas-Bernhard-Literaturfestival, zur Erinnerung an den weltbekannten Salzburger Schriftsteller. Schauspielstars wie Tobias Moretti, Otto Sander und Ben Becker beteiligen sich.

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Papierarbeiten der Impressionisten in Albertina

Claude Monets Skizze der Waterloo Bridge und Edgar Degas Harlekin zeigt derzeit die Wiener Albertina. Die neue Ausstellung „Impressionismus“ stellt 200 Papierwerke weltberühmter Impressionisten und Postimpressionisten aus.

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Leute

FBI veröffentlichte Akte von Steve Jobs

Die US-Bundespolizei FBI hat 1991 Apple-Gründer Steve Jobs ausführlich durchleuchtet, als er im Gespräch für einen Beraterposten beim Weißen Haus war. Die jetzt veröffentlichte fast 200 Seiten starke FBI-Akte enthält bereits Details, die der breiten Öffentlichkeit erst mit Erscheinen der Steve-Jobs-Biografie im Herbst vergangenen Jahres bekanntwurden.

Neu ist, dass Jobs von 1988 bis 1990 eine Freigabe für geheime Informationen der Stufe „Top Secret“ hatte sowie die Geschichte von einer Bombendrohung, mit der 1985 unter anderem vom Apple-Gründer eine Million Dollar erpresst werden sollte.

Pixar-Software dem US-Geheimdienst angeboten

Den damaligen Ermittlungsunterlagen zufolge, die Teil von Jobs’ FBI-Akte sind, rief ein Unbekannter im Februar 1985 bei Apple an und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Das Geld sollte in einem Zug übergeben werden. Sollten die Behörden informiert werden, drohte er, an einem nicht genannten Ort einen weiteren Sprengsatz zu zünden. Jobs und die anderen Erpressungsopfer schalteten trotzdem das FBI ein. Es wurden allerdings weder Bomben noch der Erpresser gefunden.

Den „Top Secret“-Zugang bekam Jobs nach Informationen des Blogs Gizmodo, weil seine Firma Pixar - damals noch Jahre von ihrem ersten großen Animationsfilm entfernt - dem US-Geheimdienst Software zur Bearbeitung von Satellitenaufnahmen anbieten wollte.

Drogenvergangenheit überprüft

Das FBI befragte 1991 mehr als 30 Weggefährten, ehemalige Kollegen und auch Nachbarn von Jobs. Ziel war nicht nur, vor einer Berufung in ein Beratergremium des damaligen US-Präsidenten George Bush Meinungen über den Apple-Gründer einzuholen - es sollte auch festgestellt werden, ob es in seiner Vergangenheit etwas gab, weswegen er erpresst werden könnte. In die Akte kamen dabei seine Experimente mit Marihuana und LSD in der Jugendzeit, die Geschichte von seiner Tochter, die er zunächst nicht unterstützte, sowie die Kritik einiger einstiger Mitstreiter, die ihn für unehrlich und manipulierend hielten. Für den Beraterjob empfahlen auch sie ihn trotzdem.

Schwarzenegger neben Stallone im Spital

Geteiltes Leid unter alternden Action-Helden: Während sich „Terminator“ Arnold Schwarzenegger in einem Krankenhaus in Los Angeles einer Schulteroperation unterziehen musste, war er in bester Star-Gesellschaft. Ein Bett weiter ließ sich „Rocky“ Sylvester Stallone ebenfalls wegen Schulterproblemen behandeln.

Ein Foto, das Schwarzenegger über den Kurzmitteilungsdienst Twitter veröffentlichte, zeigt die beiden Hollywood-Schauspieler lachend in ihren Klinikbetten.

"Nach all der Action, den Stunts und der körperlichen Misshandlung bei den Dreharbeiten von „The Expendables 2“ und „The Last Stand" war es Zeit für eine kleine Aufbesserung meiner Schulter. Seht her, wer da zufällig hinter mir in der Schlange auf seine Schulter-OP wartete“, schrieb Schwarzenegger zu dem Foto. Der deutsche Kinostart von „Expendables 2“ ist für den 30. August geplant, der von „Last Stand“ Anfang 2013.