Letzte Meldung

Israel lehnt Waffenruhe im Gazastreifen ab

Israels Regierung hat laut der Tageszeitung „Haaretz“ (Onlineausgabe) den Vorschlag von US-Außenminister John Kerry für eine Waffenruhe ab Sonntag abgelehnt. Wie „Haaretz“ unter Berufung auf einen hochrangigen israelischen Regierungsbeamten weiter berichtete, will die Regierung mit Kerry weiter verhandeln, um für Israel günstigere Bedingungen auszuhandeln. Vonseiten der Hamas-Führung gibt es bisher keine Reaktion auf den US-Vorschlag.

Ausland

EU einig über Wirtschaftssanktionen gegen Moskau

In der Ukraine-Krise sind sich die 28 EU-Regierungen erstmals einig über Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Nach Angaben von Diplomaten verständigten sich die EU-Botschafter heute in Brüssel im Grundsatz darauf, Russland den Zugang zu EU-Finanzmärkten zu erschweren. Zu dem Paket gehört auch ein Verbot künftiger Waffenexporte.

Außerdem will die EU keinerlei Hochtechnologieprodukte mehr liefern, Spezialanlagen zur Öl- und Gasförderung nur noch beschränkt. Anderen Berichten zufolge sollte der Gassektor von den Sanktionen ausgenommen bleiben. Das angedachte Embargo für Technologielieferungen solle sich nur auf den Ölsektor beziehen, berichteten EU-Diplomaten unter Berufung auf ein Schreiben von EU-Gipfelpräsident Herman van Rompuy an die Regierungen der EU-Staaten.

Demnach bittet Van Rompuy die Regierungen darum, die EU-Botschafter zum Beschluss der „sektoralen Sanktionen“ zu ermächtigen. Damit soll die Einberufung eines EU-Sondergipfels kommendes Woche vermieden werden. Die Staats- und Regierungschefs hatten nämlich im März festgelegt, dass nur sie über die Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland entscheiden dürfen.

Tausende bei Auftritt von Hisbollah-Chef Nasrallah

Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz hat bei einem seiner seltenen Auftritte seine Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen bekundet. Hassan Nasrallah nahm in einem Vorort von Beirut an den Feiern zum letzten Freitag im Ramadan, dem Al-Quds-Tag, teil, wie ein AFP-Korrespondent heute mitteilte.

Unter dem Beifall von Tausenden Anhängern zeigte sich Nasrallah in einem Saal in dem südlichen Vorort, der eine Hochburg seiner schiitischen Miliz ist. In seiner Rede erklärte er, „Palästina“ bleibe das „Hauptanliegen“ der muslimischen Welt. „Wir werden an der Seite des Widerstands in Gaza stehen und werden tun, was wir können, um ihn zu unterstützen“, so Nasrallah, der gleichzeitig betonte, dass die Hisbollah immer aufseiten der Palästinenser stehen werde.

Erst fünfter öffentlicher Auftritt

Nasrallah tritt aus Angst vor Anschlägen durch seinen Erzfeind Israel nur selten in der Öffentlichkeit auf. Normalerweise äußert er sich in Videobotschaften. Seit dem blutigen Krieg seiner schiitischen Miliz mit Israel im Jahr 2006 war es erst sein fünfter öffentlicher Auftritt.

Terrorwarnung: Jüdische Museen Norwegens geschlossen

Nach Hinweisen auf mögliche Anschlagspläne von aus dem syrischen Bürgerkrieg zurückkehrenden Islamisten haben die Jüdischen Museen in Norwegen für mehrere Tage geschlossen. Das Jüdische Museum in der Hauptstadt Oslo sei bis einschließlich Sonntag nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sagte heute ein leitender Mitarbeiter der Einrichtung.

Auch das Jüdische Museum im westlich gelegenen Trondheim bleibe bis auf weiteres zu, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB. Nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel Ende Mai mit vier Todesopfern handele es sich bei den Schließungen in Norwegen um Vorsichtsmaßnahmen, sagte der Museumsmitarbeiter in Oslo.

Der norwegische Inlandsgeheimdienst PST hatte gestern eine Anschlagswarnung veröffentlicht. Es gebe Hinweise darauf, „dass eine Gruppe mit Verbindungen zu extremistischen Islamisten in Syrien die Absicht haben könnte, einen Terroranschlag in Norwegen zu verüben“, teilte PST-Chefin Benedicte Björnland mit. Der leitende PST-Analyst Jon Fitje Hoffmann sagte heute im norwegischen Fernsehen, es sei möglich, dass sich die verdächtigten Syrien-Rückkehrer bereits in Norwegen aufhielten.

Erneut heftige Kämpfe auf Flughafen von Tripolis

Rivalisierende libysche Milizen haben sich heute erneut heftige Kämpfe um den internationalen Flughafen der Hauptstadt Tripolis geliefert. Nach Angaben eines AFP-Korrespondenten wurde die Umgebung von einer Reihe schwerer Explosionen erschüttert, später stiegen entlang der Route zum Flughafen mehrere Rauchsäulen auf.

Der Flughafen von Tripolis ist seit Beginn der Kämpfe am 13. Juli gesperrt. Er war nach dem Sturz des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi vor mehr als drei Jahren in die Hände der sogenannten Sintan-Brigaden gefallen. Rivalisierende Islamisten-Milizen versuchen derzeit, die Brigaden zu vertreiben. Sie werfen ihren Rivalen vor, gaddafigetreue Offiziere und Soldaten in ihren Rängen zu haben.

Kämpfe lähmen Libyens Hauptstadt

Nach Auffassung einheimischer politischer Beobachter geht es in Wirklichkeit aber um Macht und Einfluss nach der Parlamentswahl vom 25. Juni. Deren Ergebnisse liegen zwar noch nicht vor, Abgeordneten und Beobachtern zufolge könnten die Liberalen bei der Abstimmung aber mehr Sitze gewonnen haben als die Islamisten. Diese versuchen demnach, ihre Niederlage militärisch zu kompensieren.

Die unsichere Lage lähmt inzwischen zunehmend das Leben in Tripolis. Banken und Tankstellen bleiben geschlossen, und immer häufiger fällt der Strom in der Hauptstadt aus. Seit Beginn der Kämpfe wurden nach Behördenangaben mindestens 47 Menschen getötet.

Kirgistans Ex-Präsident zu lebenslanger Haft verurteilt

Der frühere kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew ist wegen der gewaltsamen Niederschlagung von regierungsfeindlichen Protesten in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Laut dem heute in der Hauptstadt Bischkek verkündeten Urteil wurde das Vermögen Bakijews beschlagnahmt.

Kurmanbeks Bruder Schanibek, der frühere Chef des staatlichen Personenschutzes, wurde ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine zehnjährige Haftstrafe wurde zudem gegen einen Sohn von Kurmanbek Bakijew verhängt. Ihm wurde Geldwäsche zur Last gelegt.

Weitere langjährige Haftstrafen ergingen gegen ehemalige Untergebene von Schanibek Bakijew. Die Urteile bezogen sich auf die Niederschlagung von Protesten Anfang April 2010. Damals wurden 80 Menschen getötet und 300 verletzt. Der Präsident sah sich gezwungen, das Land zu verlassen. Er hält sich mit seinen Vertrauten in Weißrussland auf.

70 Tote bei Kämpfen zwischen IS und Syriens Armee

Bei heftigen Gefechten zwischen der syrischen Armee und Kämpfern der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS, früher ISIS) sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 70 Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mitteilte, griffen die IS-Rebellen am Vortag in den nördlichen Provinzen Raka und Aleppo sowie in Hassaka im Nordosten des Landes an. Die meisten Toten waren demnach IS-Kämpfer.

Es war die erste größere Konfrontation zwischen der syrischen Armee und den Dschihadisten, die mittlerweile weite Teile im Irak und mehrere Provinzen in Syrien kontrollieren und ihren Einfluss ausweiten wollen. Die radikalsunnitischen IS-Kämpfer hatten für die von ihnen kontrollierten Gebiete Ende Juni ein „Kalifat“ - einen islamischen Gottesstaat - ausgerufen.

Viele Opfer auf beiden Seiten

Der Beobachtungsstelle zufolge starben allein in Hassaka bei Gefechten mindestens 21 Dschihadisten, in der von der IS dominierten Provinz Raka wurden 19 Soldaten und zehn islamistische Kämpfer getötet. Dem Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, zufolge will die Gruppe IS die Provinz „von der Armee säubern“. Die Organisation stützt sich auf ein Netzwerk von Ärzten und Aktivisten, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nicht nachzuprüfen.

Mit der dschihadistischen IS ist der Konflikt in Syrien deutlich komplexer geworden. Die Gruppe bekämpft sowohl die syrische Führung als auch die gegen Präsident Baschar al-Assad kämpfenden bewaffneten Aufständischen und die dschihadistische Al-Nusra-Front. Der syrische Bürgerkrieg hatte im März 2011 mit regierungskritischen Protesten begonnen.

Inland

Steßl will Rechnungslotto für Gastronomie

Dem Staat entgehen durch nicht ausgestellte Rechnungen jährlich Steuereinnahmen in Millionenhöhe. Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) hat einen ungewöhnlichen Vorschlag: Sie will eine Lotterie für ausgestellte Belege einführen.

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Kanzler lädt nach Fußballeklat zu Religionsdialog

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat nach dem Platzsturm bei einem Fußballspiel in Bischofshofen (Salzburg) die Spitzen der in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften zu einem Dialogtreffen eingeladen. „Das friedliche Zusammenleben aller Religionen ist mir besonders wichtig“, betonte Faymann heute in einer Aussendung. Das Treffen findet am 25. August im Kanzleramt statt.

Der Konflikt um den Gazastreifen hatte am Mittwoch in Bischofshofen zu Ausschreitungen beim Freundschaftsspiel zwischen dem französischen Oberhausclub OSC Lille und dem israelischen Verein Maccabi Haifa geführt. Das Spiel musste beendet werden, nachdem Zuseher mit palästinensischen Flaggen auf das Feld gestürmt waren und israelische Spieler attackiert hatten.

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Staatsbürgerschaft: Matura reicht nicht als Sprachnachweis

Die Staatsbürgerschaftsbehörden akzeptieren eine österreichische Matura und sogar ein abgeschlossenes Germanistikstudium nicht als Nachweis der beim Erwerb der Staatsbürgerschaft zu belegenden Deutschkenntnisse. Das Österreichische Sprachdiplom Deutsch (ÖSD) fordert daher Änderungen im Staatsbürgerschaftsrecht.

Extranachweis trotz Germanistikstudiums

Diese Personen müssten im Rahmen des Staatsbürgerschaftserwerbs nach sechs Jahren noch einmal gesondert Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 nachweisen. Seitens der Politik werde zwar immer betont, dass dieses den Deutschkenntnissen auf Maturaniveau in der ersten lebenden Fremdsprache entspreche, so Manuela Glaboniat, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des ÖSD, in einer Aussendung. „Es wurde jedoch verabsäumt, dies im Gesetz festzuhalten.“

Damit werde der Extranachweis auf einem Sprachniveau verlangt, das durch Matura und vor allem abgeschlossenes Studium ohnehin gesichert nachgewiesen sei. Diese Fälle hätten sich in den letzten Monaten gehäuft, hieß es auf APA-Nachfrage aus dem Verein.

Wiener Prostitutionsgesetz bleibt umstritten

Nach knapp drei Jahren der Neuregelung des Wiener Prostitutionsgesetzes zieht die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) eine positive Bilanz. Kritik kommt allerdings vom Verein LEFÖ, der Migrantinnen und Betroffene betreut.

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Sport

Bundesliga: Rekord-„Bulle“ gehört RB Leipzig

Bei Red Bull Salzburg ist Massimo Bruno Anfang Juni noch als teuerster Transfer in Österreichs Bundesliga-Geschichte gefeiert worden. Doch im Jubel über den Coup ging der entscheidende Satz des Neuzugangs aus Belgien unter. „Auch die Perspektiven, die über RB Leipzig bestehen, sind für mich außerordentlich spannend“, sagte der U21-Nationalspieler vor drei Wochen.

Bruno gehört nämlich eigentlich RasenBallsport Leipzig und wurde an die Salzburger nur verliehen. Der Belgier ist allerdings nur ein weiteres Beispiel für die rege frequentierte Tauschbörse im Fußballimperium des Getränkekonzerns.

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Fußball: Drogba und Chelsea sind wieder vereint

Zwei Jahre sind sie getrennte Wege gegangen: Nun sind der FC Chelsea und Didier Drogba wieder vereint. Der 36-jährige Starstürmer, der 2012 maßgeblichen Anteil am Gewinn der Champions League und bis dahin 157 Tore für die Londoner erzielt hatte, einigte sich heute mit den „Blues“ auf einen Einjahresvertrag.

Nur aufgrund der guten alten Zeiten gibt der Ivorer aber nicht sein Comeback an der Stamford Bridge: „Er kommt zurück, da er einer der besten Stürmer Europas ist“, stellte Trainer Jose Mourinho klar.

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Formel 1: „Silly season“ auf dem Fahrermarkt

Sportlich ist Mercedes das Maß aller Dinge in dieser Saison. Meistens stellt sich nur die Frage, ob Lewis Hamilton oder Nico Rosberg das Rennen gewinnen wird. Da das auf Dauer etwas langweilig ist, dürstet die Szene nach Sensationen vom Fahrermarkt.

Da kommt der Formel 1 gerade recht, dass wieder die „silly season“ - die Zeit der absurden Wechselgerüchte - begonnen hat. Mit Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Fernando Alonso stehen diesen Sommer drei Weltmeister im Zentrum der Spekulationen. Bei den ganzen Aufgeregtheiten ist aber wie üblich viel heiße Luft dabei.

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Skispringen: Schlierenzauers Motivation ist zurück

Gregor Schlierenzauer hat im vergangenen Olympiawinter seine hochgesteckten Ziele verfehlt. Sogar eine Auszeit stand im Raum. Mit dem Trainerwechsel zu Heinz Kuttin ist die Lust beim 24-Jährigen aufs Skispringen wieder zurück. „Nach der Saison war ich ausgelaugt. Jetzt bekam ich viele neue Inputs, ich bin wieder voll motiviert“, erklärte Schlierenzauer.

Beweisen muss der Tiroler laut eigenen Angaben nichts mehr, weshalb er sich mit Zielen für die neue Saison zurückhält. Die Vorbereitung gestaltet Schlierenzauer aber so intensiv wie noch nie, weshalb er auch den Sommer-Grand-Prix in Angriff nimmt.

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Wirtschaft

Hochgeschwindigkeitszug nach Istanbul: Panne bei Eröffnung

Auf der Jungfernfahrt auf der ersten Hochgeschwindigkeitsbahntrasse zur Metropole Istanbul hat es in der Türkei eine technische Panne gegeben. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und weitere Ehrengäste saßen eine halbe Stunde lang mitten auf der Strecke fest, berichteten heute Abend übereinstimmend mehrere Medien.

Es habe ein technisches Problem an einem Oberleitungskabel gegeben, weshalb der Zug in der Nähe von Izmir zum Halten kam. Erst nach einer halben Stunde konnten Ingenieure das Problem beheben - und der Zug weiter Richtung Istanbul fahren.

Erdogan hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich auf der Jungfernfahrt dabei zu sein. Er fuhr mit dem Zug in Ankara los, um die prestigeträchtige, aber auch pannengeplagte Strecke einzuweihen. „Wir haben hart gearbeitet“, sagte Erdogan bei einem Zwischenstopp in der Stadt Eskisehir. „Trotz aller Versuche, das Projekt zu sabotieren, zu blockieren und zu bremsen, haben wir die Strecke fertiggestellt und eröffnen sie heute.“

Weiter keine Entspannung auf Frankreichs Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist ungeachtet aller Maßnahmen der Regierung im Juni auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Zahl der Erwerbslosen habe um 9.400 auf 3.398.300 zugenommen, wie das Arbeitsministerium heute mitteilte. Das sei im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 0,3 Prozent und zum Vorjahr ein Plus von vier Prozent.

Seit dem Amtsantritt von Präsident Francois Hollande im Mai 2012 hat sich die Arbeitslosenzahl damit um rund eine halbe Million erhöht. Das Staatsoberhaupt erklärte es zu einem seiner zentralen Anliegen, diesen Trend umzukehren.

McDonald’s Japan streicht Hühnerfleisch aus China

Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat in Japan nach dem Bekanntwerden des chinesischen Gammelfleischskandals den Verkauf von aus China importiertem Hähnchenfleisch gestoppt.

Obwohl keine Qualitätsprobleme bei anderen chinesischen Lieferanten entdeckt worden seien, werde McDonald’s nun Produkte aus Thailand verwenden, teilte der Konzern heute in Tokio mit.

Chinesische Journalisten hatten gefilmt, wie in einer Fabrik des US-Unternehmens Husi Food in Schanghai verdorbenes Fleisch verarbeitet wurde. Die Firma hatte mehrere US-Fast-Food-Ketten wie McDonald’s, KFC und Pizza Hut beliefert.

Alitalia-Aktionäre stimmen für Kapitalerhöhung

Die Aktionäre der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia haben einer Kapitalerhöhung von bis zu 250 Millionen Euro zugestimmt. Sie hätten auf der Hauptversammlung heute auch den Geschäftsbericht genehmigt, sagte ein Anteilseigner, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Damit erfüllt Alitalia eine Bedingung der Fluggesellschaft Etihad, die bei den Italienern einsteigen will. Das Alitalia-Board hatte eine Kapitalerhöhung von 200 bis 250 Millionen Euro vorgeschlagen. Damit sollen alte Verbindlichkeiten bezahlt und Verluste aufgefangen werden, die vor dem geplanten Etihad-Einstieg entstehen könnten.

Etihad will 49 Prozent der Anteile an Alitalia übernehmen. Die finanzstarke Etihad, die dem Golf-Emirat Abu Dhabi gehört, ist bereits Großaktionär der deutschen Air Berlin und in letzter Zeit mit aggressiven Expansionsplänen aufgefallen.

Irland will Hilfskredite früher zurückzahlen

Das in der Schuldenkrise mit Hilfskrediten gerettete Irland will einen Teil seiner Darlehen früher als geplant zurückzahlen. Die Regierung könne sich sehr günstig Geld leihen und so ihre Kosten verringern, sagte Wirtschaftsminister Richard Bruton heute. „Das wäre auf jeden Fall attraktiv.“

Irland wurde in der Schuldenkrise von seinen EU-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds vor der Pleite bewahrt. Inzwischen hat das Land den Rettungsschirm wieder verlassen.

Die IWF-Darlehen sind durchschnittlich mit mehr als vier Prozent verzinst, während das Land im Juni Investoren nur 2,32 Prozent für zehnjährige Staatsanleihen bieten musste. Allerdings müssten die EU-Partner zustimmen, wenn Irland die IWF-Kredite früher zurückzahlen will.

Schweiz - Zypern: Doppelbesteuerungsabkommen fixiert

Die Schweiz und Zypern haben heute in Nikosia ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) unterzeichnet. Es handelt sich um das erste zwischen den beiden Ländern unterzeichnete Abkommen dieser Art. Das Abkommen werde zur positiven Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beitragen, teilte das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD, Finanzministerium) mit.

Es enthalte Bestimmungen, die weitgehend der Schweizer Abkommenspolitik auf diesem Gebiet folgten. Am 21. November 2013 war das Abkommen von den Unterhändlern paraphiert worden. Laut EFD wurde es im Anhörungsverfahren von den betroffenen Wirtschaftskreisen wohlwollend aufgenommen. Bevor der Vertrag in Kraft treten kann, muss es jedoch von beiden Staaten noch genehmigt werden.

Seit 2009 hat die Schweiz 48 Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen, die den internationalen Standard in Sachen Informationsaustausch erfüllen; 38 davon sind in Kraft.

Chronik

Betrunkener randalierte auf Tankstelle

Polizisten haben in Sieghartskirchen (Niederösterreich) einen alkoholisierten Randalierer festgenommen. Der 26-Jährige verhielt sich laut niederösterreichischer Polizei aggressiv und versuchte einen Beamten zu attackieren. Er hatte auch Waffen bei sich.

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Großbrand auf Bauernhof in NÖ

Im niederösterreichischen Haubenhof (Bezirk Melk) ist heute Nachmittag ein Großbrand auf einem Bauernhof ausgebrochen. Die Feuerwehr musste 90 Rinder in Sicherheit bringen, eines der Tiere verendete. Menschen wurden nicht verletzt.

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Pensionisten bei Werbefahrt um 13.000 Euro betrogen

Drei Vorarlberger Pensionisten sind bei einer „Ausflugsfahrt“ um insgesamt 13.000 Euro betrogen worden. Bei der Fahrt um 4,99 Euro wurden überteuerte Heilmittel verkauft. Die Betrüger gingen anschließend mit den Pensionisten direkt zur Bank zur Geldabhebung.

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Pakistan: Grundbesitzer trennte Zehnjährigem Arme ab

In Pakistan hat ein Grundbesitzer einem zehn Jahre alten Buben nach einem Streit mit dessen Vater beide Arme abgetrennt. Der Mann habe die Hände des Buben gefesselt und ihm mit dem Rad einer Wasserpumpe die Arme abgetrennt, hieß es heute von der Polizei.

Zuvor hatte es zwischen dem Grundbesitzer und seinem Pächter Streit über die Reparatur eines Stromzählers gegeben. Der Mann wurde festgenommen, nachdem sich die Familie an die Medien gewandt hatte. Die Polizei hatte sich zunächst geweigert, zu ermitteln, wie ein Bezirksvertreter sagte. Der Grundbesitzer hatte demnach behauptet, der Vorfall vom Montag sei ein Unfall gewesen.

Radelnder US-Friedensaktivist in Russland tödlich verunglückt

Der seit Jahren mit dem Fahrrad durch die Welt reisende US-Friedensaktivist Ron McGerity ist in Russland von einem betrunkenen Lastwagenfahrer überfahren worden. Der Mann habe nach dem tödlichen Unfall auf einer Landstraße der zentralrussischen Region Iwanowo Fahrerflucht begangen, sei inzwischen aber gefasst worden, teilte die Polizei heute mit.

McGerity radelte seit 1998 als „Friedensbotschafter“ durch die Welt. 61 Länder hatte er dabei mit seinem Liege-Fahrrad besucht. Seine letzten Einträge auf Facebook stammten vom Dienstag, auf Fotos posierte er dort unter anderem vor dem Lenin-Mausoleum in Moskau. Auf seinen Reisen blieb McGerity stets allein.

IT

Wikipedia sperrt IP-Adresse von US-Kongress

Die Änderungen, die von Computern im US-Kongress auf Wikipedia vorgenommen wurden, ließen die Administratoren der Onlineenzyklopädie aufhorchen. Lee Harvey Oswald habe beim Attentat auf den US-Präsidenten John F. Kennedy im Auftrag des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro gehandelt, war zum Beispiel plötzlich auf der Website zu lesen.

Wegen dieses und einer Reihe anderer unsachlicher Einträge hat Wikipedia nun die Bearbeitung seiner Inhalte von einigen Kongress-Computern aus für zehn Tage geblockt. Eine Sprecherin der Wikimedia-Stiftung, die das Internetlexikon betreibt, bestätigte, dass eine IP-Adresse des Kongresses von einer Sperre betroffen sei. Über diese Adresse laufen eine Reihe von Computern im Parlament in Washington. Mit der „störenden Bearbeitung“ von Einträgen sei gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen worden, so die Sprecherin weiter.

Ein automatisiertes Twitter-Konto, das alle im Kongress verfassten Wikipedia-Beiträge anzeigt, hatte die dubiosen Änderungen ans Licht gebracht. Die Einträge in der Onlineenzyklopädie werden von freiwilligen Autoren geschrieben. Eine öffentliche Debatte auf der Seite soll gewährleisten, dass die Verfasser sich an die Fakten halten und Fehlinformationen schnell korrigiert werden.

Science

Wie die Quantenphysik auf die Socken kam

Reinhold Bertlmann ist in der Fachgemeinde nicht nur wegen seiner wissenschaftlichen Beiträge bekannt, sondern auch wegen seines exzentrischen Kleidungsstils. In einem ORF-Interview erklärt der Wiener Physiker, was seine bunten Socken mit der Quantentheorie zu tun haben: ein Gespräch über Einstein, geisterhafte Fernwirkungen und die Realität von Quanten.

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Lesebegabte Kinder werden klüger

Lesen macht Kinder intelligent - insgesamt, und nicht nur sprachlich, zeigt eine englische Studie. Kinder, die in jungen Jahren ihre Lesefähigkeit verbessern, seien auch später die besseren Denker.

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Kultur

„Drachenzähmen“ punktet mit neuer Animationstechnik

Teil eins hat weltweit ein Millionenpublikum ins Kino gelockt, Teil zwei bereits im englischsprachigen Raum für Furore gesorgt: Hicks ist zurück - in „Drachenzähmen leicht gemacht 2“. Gemeinsam mit Drachen kämpfen die Wikinger gegen einen Feind von außen.

Was den Inhalt betrifft, sprechen Kritiker von für Comicfilme üblicher Gut-Böse-Schwarzweißmalerei. Mit viel gutem Willen kann man aber in dem Film auch eine Reflexion über erodierende Familienverhältnisse und sich wandelnde Rollenbilder erkennen. Wirklich beeindruckend ist jedenfalls eine neue Generation von Animationstechnik.

Mehr dazu in Tüfteleien für die Familientherapie

ImPulsTanz: Meg Stuart und das Zappelphilipp-Syndrom

Die amerikanische Tänzerin und Choreografin Meg Stuart hat mit ihrer Company Damaged Goods mit „Sketches/Notebook“ ein quasi improvisiertes Performance-Stück im MuseumsQuartier zur österreichischen Erstaufführung gebracht. Mit ihren unfertigen Skizzen geht sie dabei auf volles Risiko - nichts an diesem Abend ist vorhersehbar, wie sich am gestrigen Premierenabend zeigen sollte.

Mehr dazu in news.ORF.at/festspielhighlights

Bühnenpanne stoppt Auftakt der Bayreuther Festspiele

Eine Panne auf der Bühne hat den Auftakt der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth unterbrochen. Alle Zuschauer wurden heute aus Sicherheitsgründen nach etwa 20 Minuten aus dem Saal geschickt, wie dpa-Reporter aus Bayreuth berichteten.

Bei der Aufführung der Oper „Tannhäuser“ habe es zweimal geknallt, und Stöcke seien aus einem beweglichen Käfig des Bühnenbildes gebrochen.

Mitarbeiter und Besucher sagten, sie könnten sich an keine technische Panne erinnern, die eine Aufführung in den vergangenen Jahrzehnten derart gestört hätte.

Lifestyle

Bad Gastein will mit Kunst und Musik trendiger werden

In Bad Gastein (Salzburg) sorgen moderne Kulturschaffende sowie Touristiker für frischen Wind. Das Festival sommer.frische.kunst sowie das neue Musik-Album „Bad Gastein“ des Berliners Friedrich Liechtenstein machen die Bergregion immer kultiger. Dadurch kommen mehr Gäste.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at