Ausland

Sony-Angriff wird zur US-Staatsaffäre

Der Hackerangriff und Terrordrohungen wegen der Nordkorea-Satire „The Interview“ des Filmkonzerns Sony rufen nun auch das Weiße Haus auf den Plan. „Der Präsident hält das für eine ernste Angelegenheit der nationalen Sicherheit“, sagte Obamas Sprecher Josh Earnest gestern in Washington. Man erwäge eine „angemessene Reaktion“.

Earnest nannte Nordkorea nicht dezidiert - Medienberichten zufolge geht man in Washington aber davon aus, dass Pjöngjang hinter den Angriffen steckt. Sony hatte davor für einen Aufschrei in der Unterhaltungsbranche gesorgt, als es die Komödie nach Drohungen stoppte.

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Neues Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk

Die Kontaktgruppe zum Ukraine-Konflikt trifft sich nach Angaben von Frankreichs Präsident Francois Hollande in den kommenden Tagen erneut in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Das Treffen werde „am Sonntag oder Montag stattfinden“, sagte Hollande nach dem EU-Gipfel in Brüssel.

Letzte Waffenruhe hielt nicht

Zu der Kontaktgruppe gehören Vertreter Russlands, der Ukraine, der prorussischen Rebellen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sie soll das Minsker Abkommen von Anfang September umsetzen. Darin war unter anderem eine Waffenruhe vereinbart worden, die sich aber als äußerst brüchig erwies.

Telefonat mit Merkel

Hollande hatte am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ukraine-Konflikt gesprochen. In dem Telefonat ging es um die am 9. Dezember in Kraft getretene neue Waffenruhe in der Ostukraine, die - mit Ausnahmen - zu halten schien. Hollande sagte in Brüssel, das Gespräch solle fortgesetzt werden.

1,1 Millionen Menschen vertrieben

Bei dem seit rund acht Monaten andauernden Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen, mit ihnen verbündeten Milizen und prorussischen Aufständischen sind bereits mehr als 4.600 Menschen getötet und über 10.000 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden durch die Kampfhandlungen zudem rund 1,1 Millionen Menschen vertrieben.

Mängelbericht: Weißes Haus braucht neuen Zaun

Nach mehreren Sicherheitspannen im Umfeld von US-Präsident Barack Obama hat ein unabhängiges Gutachten schwere Mängel beim Secret Service festgestellt. Die Leibwächter des Präsidenten seien völlig überarbeitet und ihre Ausbildung mit durchschnittlich 42 Stunden viel zu kurz, hieß es gestern in der öffentlich zugänglichen Zusammenfassung des geheimen Berichts.

Zaun soll um 1,5 Meter höher sein

Um die Reformen vorzunehmen, sollte der künftige Chef des Dienstes von außerhalb kommen und nicht wieder aus den eigenen Reihen. Die erste Empfehlung der vier Gutachter lautet jedoch, das Weiße Haus mit einem neuen, mindestens 1,5 Meter höheren Zaun zu versehen. Der gegenwärtige ist etwa 2,30 Meter hoch.

Über diesen Zaun war Mitte September ein Irak-Veteran mit einem Messer geklettert und bis ins Gebäude vorgedrungen, bis er von einem Agenten gestoppt wurde, der eigentlich schon im Feierabend war. Nach dem Vorfall trat die Secret-Service-Chefin Julia Pierson zurück. Bereits vorher war der Dienst mehrfach in die Kritik geraten.

Putin kann Fall von Rubel nicht stoppen

Mit Spannung wurde die erste Stellungnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Wirtschafts- und Währungskrise erwartet. Doch auch seine Versicherung, die Wirtschaft werde sich in zwei Jahren wieder erholt haben, konnte den Sinkflug des Rubels nicht aufhalten. Noch während Putins Pressekonferenz gab die russische Währung gestern um weitere drei Prozent nach. Vor den 1.200 anwesenden Journalisten machte er vor allem „äußere Faktoren“ wie die westlichen Sanktionen für die Probleme verantwortlich - wofür er auch aus den eigenen Reihen Kritik erntete.

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Deutschland bleibt mit bis zu 850 Soldaten in Afghanistan

Auch nach dem Ende seines 13-jährigen Kampfeinsatzes in Afghanistan bleibt Deutschland mit bis zu 850 Soldaten in dem Krisenland. Der Bundestag beschloss gestern mit 79,8 Prozent der abgegebenen Stimmen die deutsche Beteiligung an der neuen Ausbildungsmission „Resolute Support“ (Entschlossene Unterstützung).

Zeitweilig bis zu 5.000 deutsche Soldaten stationiert

Zum Jahreswechsel ersetzt sie den NATO-Kampfeinsatz ISAF, an dem sich zeitweise mehr als 5.000 deutsche Soldaten beteiligt hatten. An dem neuen Einsatz werden insgesamt etwa 12.000 Soldaten aus 40 Ländern teilnehmen, der überwiegende Teil - nämlich bis zu 10.800 - aus den USA. Das Mandat der Deutschen ist auf ein Jahr begrenzt, der Einsatz soll aber mindestens zwei Jahre dauern.

„Es ist kein Kampfeinsatz mehr“, betonte die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Gefährlich bleibt es für die Deutschen trotzdem. Ihre Hauptaufgabe wird zwar die Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Streitkräfte sein. Sie sollen aber auch für die Sicherung, den Schutz und die Evakuierung militärischer und ziviler Kräfte eingesetzt werden können. Der Linken-Politiker Jan van Aken nannte von der Leyens Aussage daher eine Lüge. Seine Fraktion lehnte den Einsatz ebenso ab wie die Mehrheit der Grünen-Abgeordneten.

Obama schließt Besuch Castros im Weißen Haus nicht aus

Ein Besuch des kubanischen Präsidenten Raul Castro im Weißen Haus ist aus Sicht der US-Regierung „nicht ausgeschlossen“. Präsident Barack Obamas Sprecher Josh Earnest stellte eine Einladung Castros nach Washington gestern als denkbar dar. Er wisse aber nicht, „ob Herr Castro den Wunsch angedeutet hat, in die Vereinigten Staaten zu reisen und das Weiße Haus zu besuchen“.

Der republikanische Abgeordnete aus Florida, Mario Diaz-Balart, reagierte empört und fragte via Twitter: „Wer kommt als Nächstes?“ Er brachte den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und die Anführer der Terrorgruppe Boko Haram und der radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas ins Spiel.

Obamas Überraschungscoup

Mit der historischen Wende in der Kuba-Politik der USA ist Obama ein politischer Coup geglückt. Wenige Tage, bevor Obama durch einen ab Jänner mehrheitlich republikanischen Senat technisch zur „lahmen Ente“ wird, hat er seinen Demokraten möglicherweise eine wichtige Hilfestellung für den nächsten Präsidentschaftswahlkampf gegeben. Die prominenteste mögliche Kandidatin, Hillary Clinton, sprang nur wenige Stunden nach den gleichzeitig erfolgten Statements von Obama und Kubas Staatschef Raul Castro auf den Zug auf.

Mehr dazu in Kuba und der „Battleground“ Florida

Dutzende Tote nach Doppelanschlag im Jemen

Bei einem Doppelanschlag auf die schiitische Huthi-Miliz sind im Jemen Dutzende Menschen getötet oder verletzt worden. Zwei Autobomben seien gestern in der Hafenstadt Hodeida explodiert, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte.

Der erste Sprengsatz sei nahe dem Hauptquartier der auch Ansarullah genannten Rebellenbewegung gezündet worden. Die zweite Bombe sei nahe einer Stellung der Huthis westlich der Universität detoniert. Genaue Opferzahlen lagen zunächst nicht vor.

Hochburgen eigentlich im Norden

Die schiitische Huthi-Miliz hat ihre Hochburgen im Norden des Landes, doch eroberte die Gruppe Ende September im Zuge einer Blitzoffensive die Hauptstadt Sanaa sowie mehrere weitere Städte, darunter Hodeida. Die Bewegung stößt bei ihrem Vormarsch im Westen und im Zentrum des Landes inzwischen aber vermehrt auf den Widerstand sunnitischer Stammesmilizen sowie der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP).

Der Ableger des internationalen Terrornetzwerks verübt immer wieder Anschläge auf die Schiiten. Erst am Dienstag war die Huthi-Miliz Ziel eines Anschlags in Rada in der Provinz Baida, bei dem 25 Menschen getötet wurden, darunter 15 Schüler. Die Huthi-Rebellen fordern im Namen der schiitischen Minderheit eine größere Beteiligung an der Macht, wollen die Zentralregierung aber nicht stürzen. Was die genauen Ziele der Bewegung sind, ist bis heute unklar.

Inland

Bures für „Malus“ bei zu geringer Frauenquote in Partei

Parteien, die nicht auf eine entsprechende Repräsentanz von Frauen in ihren Parlamentsklubs schauen, könnten künftig finanzielle Nachteile erfahren. Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) erklärte, sie könne der Idee „etwas abgewinnen“, bei der Klubförderung einen Malus einzuführen, wenn Parteien eine angemessene Vertretung von Frauen nicht gewährleisten.

Neue Diskussion auch in der Wirtschaft nötig

Denn wenn eine Partei ausschließlich von Männern vertreten werde, entspreche das nicht der österreichischen Gesellschaft. So will Bures auch alles diskutieren, was dazu nützen könnte, Frauen verstärkt in Führungspositionen zu bekommen. Dies gelte freilich nicht nur für die Politik sondern auch für die Wirtschaft.

Bures zuversichtlich was eigene Quote betrifft

Zuversichtlich ist die Nationalratspräsidentin, dass die von der SPÖ jüngst bei ihrem Parteitag vereinbarten Regelungen zur Erfüllung einer 40-Prozent-Mindestquote Wirkung zeigen werden. Davon dass der Bundesparteivorstand unwilligen Landesparteien tatsächlich deren Kandidatenlisten zurückwerfen würde, ist Bures „überzeugt“. Dass die Landesorganisationen quasi im voreilenden Gehorsam ihre Listen schon statutenkonform erstellen, wäre für die frühere Frauenministerin freilich „noch schöner“.

TTIP-Vorgeschmack? Erste Investorenklage gegen Republik

Die Meinl Bank klagt die Republik Österreich und betritt damit Neuland: Es ist der erste Fall, in dem die Republik wegen eines Investitionsschutzabkommens vor das Schiedsgericht gebracht werden soll.

Ob das gelingt, ist allerdings nicht klar. Denn der Kläger, der „überwiegende Aktionär“ der Bank, ist eine Firma in den Niederlanden, hinter der Julius Meinl vermutet wird. In der Klage beruft sich die Gesellschaft aber auf das Investitionsschutzabkommen zwischen Österreich und Malta.

Die Reaktionen aus Politik und von NGOs sind jedenfalls vernichtend: Für SPÖ, Grüne und NGOs bietet die Klage einen ersten Vorgeschmack auf das Freihandelsabkommen TTIP, das ebenfalls eine Investitionsschutzklausel enthalten soll.

Mehr dazu in Aktionär sieht sich um 200 Mio. geschädigt

Dschihadismus: Staatsanwälte fürchten um eigene Sicherheit

Nach den Festnahmen mehrerer mutmaßlicher Dschihadisten in Österreich machen sich die heimischen Staatsanwälte Sorgen um ihre Sicherheit. Laut „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe) fürchten die Behördenvertreter Angriffe als Racheakte. Sie forderten nun in diesem Zusammenhang Anonymität in der Öffentlichkeit.

Wie die Zeitung weiter berichtete, richtete die Vereinigung der Staatsanwälte bei einer Tagung am Montag eine diesbezügliche Bitte an ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter, die Namen der mit diesen Fällen befassten Staatsanwälte aus der Berichterstattung herauszuhalten.

Furcht vor Trittbrettfahrern

Man fürchte sich nicht vor islamistischen Organisationen, sondern mehr vor Trittbrettfahrern, zitierte der „Kurier“ den Vorsitzenden der Vereinigung, Gerhard Jarosch. Diese Einzelpersonen würden womöglich aufgestachelt, wenn bekanntwird, welcher Staatsanwalt einen Glaubensbruder angeklagt hat.

Jener Grazer Staatsanwalt, der Ende November 14 Terrorverdächtige festnehmen ließ, steht laut „Kurier“ unter strengem Polizeischutz. Er wurde nicht namentlich bekanntgemacht.

Hypo-Klage: Opposition will „Geld zurückholen“

Die Opposition hat gestern ihre Verfassungsklage gegen das Hypo-Sondergesetz präsentiert. In seltener Einigkeit zeigten sich FPÖ, Grüne und NEOS davon überzeugt, dass es im Sinne des Steuerzahlers gelingen werde, Geld zurückzuholen, wie es der grüne Finanzsprecher Werner Kogler formulierte. Die Hypo-Abwicklungsgesellschaft Heta soll mit der Klage in die Insolvenz gezwungen werden.

Umfang und Angriffsrichtung der Klage seien breiter, „als es bei privaten Beschwerden sein kann“, so NEOS-Budgetsprecher Rainer Hable. Alleine aus der Frage der Gerechtigkeit sei das Gesetz anzufechten, so FPÖ-Finanzsprecher Elmar Podgorschek.

Mehr dazu in Heta soll in Insolvenz gezwungen werden

Wirtschaft

Irland zahlte neun Mrd. Euro IWF-Schulden vorzeitig zurück

Euro-Krisen-Musterschüler Irland arbeitet am Abbau seiner Schuldenlast: Das Land hat neun Milliarden Euro vorzeitig zurückgezahlt und ist damit rund 40 Prozent seiner Kredite beim Internationalen Währungsfonds (IWF) los. So entfielen im kommenden Jahr 150 Mio. Euro Zinsen, teilte Finanzminister Michael Noonan gestern mit.

„Erholung ist in vollem Gange“

Über den gesamten Zeitraum des Darlehens sind es sogar 750 Millionen Euro. „Die Erholung der irischen Wirtschaft ist in vollem Gange“, sagte Noonan. Mit einer Defizitprognose von 2,7 Prozent würden die Ziele des Stabilitäts- und Wachstumspakts gut erfüllt.

Irland war im Herbst 2010 als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft und hatte Kreditzusagen in Höhe von 67,5 Mrd. Euro von der Europäischen Zentralbank, vom IWF und von EU-Ländern erhalten. Im Dezember 2013 verließ das Land den Rettungsschirm und konnte im Jänner erstmals wieder mit lang laufenden Staatsanleihen frisches Kapital von Investoren einsammeln. Der „Irish Times“ zufolge will die Regierung im Frühjahr 2015 noch einmal neun Milliarden Euro abzahlen.

Billiggeld der US-Notenbank beflügelt Wall Street erneut

An der Wall Street scheint die vor wenigen Tagen noch fast undenkbare Jahresendrally eingeläutet zu sein. Der Grund ist das weiterhin reichlich vorhandene Billiggeld der US-Notenbank. Für den Dow Jones Industrial ging es heute den zweiten Tag in Folge deutlich nach oben: Dieses Mal um 2,43 Prozent auf 17.778,15 Punkte. Bis zum Rekordhoch vom 5. Dezember fehlen nur noch etwas mehr als 200 Punkte.

Zwischenzeitlich war der US-Leitindex wegen Sorgen um eine schneller als gedachte Leitzinserhöhung in den USA und den jüngsten Finanzmarktturbulenzen in Russland um mehr als 900 Punkte abgesackt.

Der breit gefasste S&P 500 stieg um 2,40 Prozent auf 2.061,23 Punkte, und der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 gewann 2,47 Prozent auf 4267,77 Punkte.

„Weihnachtsmann an globalen Aktienmärkten angekommen“

Zur Wochenmitte hatte die US-Notenbank Fed ihr Niedrigzinsversprechen bekräftigt. Man könne bei der Normalisierung der Geldpolitik „geduldig“ sein. „Eine Woche vor dem Heiligen Abend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen“, sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Hinzu kamen gute Konjunkturdaten aus den USA.

Sport

Ski nordisch: ÖSV-Adler bereit für letzten Tournee-Test

Die ÖSV-Skispringer nehmen die Vierschanzentournee-Generalprobe in Engelberg von heute bis Sonntag in voller Mannschaftsstärke in Angriff. Gregor Schlierenzauer, Stefan Kraft und Michael Hayböck sind nach starken Leistungen in Russland mit viel Selbstvertrauen in die Schweiz gekommen.

Die krisengeschüttelten Thomas Diethart und Wolfgang Loitzl steigen indes nach einer verordneten Pause wieder ins Weltcup-Geschehen ein. Die Wettkampfpause für das Duo bezeichnete Chefcoach Heinz Kuttin als absolut notwendig. „Es geht um die Tournee“, stellte er klar.

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Fußball: Junuzovic haut in Bremen auf den Tisch

ÖFB-Regisseur Zlatko Junuzovic ist sauer. Nach der 1:4-Niederlage von Werder Bremen gegen Mönchengladbach ließ der ehemalige Austrianer seinem Ärger freien Lauf. „Es ist immer die gleiche Leier. Das schöne Gerede geht mir langsam auf den Sack. Wir spielen teilweise einfach schlecht“, so Junuzovic, der für die Bremer bei der achten Saisonpleite das zwischenzeitliche 1:2 erzielt hatte. Bei der Clubführung machte sich der 27-Jährige mit der klaren Ansage freilich nicht gerade beliebt.

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Snowboard: Schöffmann schafft Heimsieg im Montafon

Sabine Schöffmann hat überraschend den Parallelslalom der Snowboarder im Montafon gewonnen. Die 22-jährige Kärntnerin setzte sich gestern im großen Finale gegen die Deutsche Amelie Kober durch. Es ist der erste Sieg für Schöffmann im Weltcup, ihr bisher bestes Ergebnis war 2013 ein siebenter Platz. Bei den Herren verpasste Benjamin Karl das Podest nur knapp.

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Chronik

Australien: Acht Geschwister tot in Haus gefunden

Acht tote Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und 15 Jahren sind heute in einem Haus in einem Vorort der australischen Stadt Cairns entdeckt worden. Die Kinder seien alle erstochen worden, berichtete der Sender abc.

Zunächst war die Polizei nach einem Anruf wegen einer schwer verletzten Frau gerufen worden. Doch bei der Untersuchung des Hauses im Vorort Manoora entdeckten die Beamten die blutüberströmten Leichen. Die Umgebung des Hauses wurde abgeriegelt, mehrere Krankenwagen waren vor Ort. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Neuseeland: Österreicher vermisst?

Die neuseeländischen Behörden suchen seit Tagen nach einem vermissten österreichischen Wanderer. Der 21-Jährige sei zuletzt am Mittwoch im Tararua Waldpark nördlich von Wellington gesehen worden, meldete die Nachrichtenagentur dpa.

Als letzter Mann einer Gruppe von Wanderern sei er plötzlich verschwunden, berichtete Bill Nicholson, Koordinator der Suchtrupps, im Radio. Inzwischen sei auch ein privater Hubschrauber an der Suche in dem unwegsamen Gelände beteiligt.

Kanadier fand neue Elizabeth für seine gebuchte Weltreise

Nach der plötzlichen Trennung von seiner Freundin Elizabeth Gallagher hat der Kanadier Joran Axani eine neue Elizabeth Gallagher für eine lange geplante Weltreise gefunden. Das berichtete das kanadische Fernsehen gestern.

Anfang November hatte sich der 28-Jährige via Internet auf die Suche nach Ersatz für seine Verflossene gemacht. Allerdings nicht, um eine neue Romanze zu starten, sondern um die längst gebuchte Reise noch antreten zu können. Denn die Tickets auf den Namen seiner Ex waren längst ausgestellt.

18 mögliche Kandidatinnen

Mit dem Titel „Heißt Du Elizabeth Gallagher?“ hatte Axani im Sozialen Netzwerk Reddit gesucht. Tatsächlich konnte er schließlich aus 18 Kanadierinnen mit diesem Namen auswählen. Jede von ihnen musste lange Fragebögen ausfüllen. Seine Wahl fiel schließlich auf eine 23-jährige angehende Sozialarbeiterin. Am 21. Dezember steigen die beiden dann in New York ins Flugzeug, die Reise führt über Mailand, Prag, Paris, Bangkok und Neu-Delhi.

Bisher haben sich die Reisegefährten nur über Videotelefonie kennengelernt. Die neue Elizabeth ist indes zuversichtlich. „Wir werden bestimmt viel Spaß haben“, sagte sie dem Sender CTV. Dass die beiden auf der langen Reise auch einen starken Gefallen aneinander finden, ist jedenfalls von Elizabeths Seite nicht vorgesehen. Die Studentin ist schon liiert, und ihre Beziehung sei „stabil“, sagte sie in dem Interview.

Science

Kultur

Gesundheit

Pharmariese Roche kauft Wiener Biotechfirma

Der Schweizer Pharmakonzern Roche übernimmt die Wiener Biotechnologiefirma Dutalys und legt dafür bis zu eine halbe Milliarde Dollar auf den Tisch. 133,75 Mio. Dollar (107,5 Mio. Euro) sind sofort fällig. Weitere 355 Mio. Dollar sollen fließen, wenn gewisse Fortschritte bei der Entwicklung der Antikörper erreicht sind, teilte Roche gestern Abend mit.

Die Dutalys GmbH wurde 2010 gegründet und wird unter anderem von der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH unterstützt. Dutalys erforscht und entwickelt mit neuartigen Technologien menschliche Antikörper, die später einmal in unterschiedlichen Therapiegebieten eingesetzt werden können.

„Die von Dutalys entwickelte Plattform ist eine bahnbrechende Technologie. Wir freuen uns darüber, diese bei Roche integrieren zu können“, erklärte Roche-Forschungschef John Reed in der Aussendung. „Wir können dadurch bispezifische Antikörper bereitstellen, die die potenzielle Grundlage für neue Medikamente sind.“

IT

Sicherheitslücke in UMTS-Netz entdeckt

Das als abhörsicherer geltende UMTS-Netz hat einem Medienbericht zufolge weltweit gravierende Sicherheitslücken, die Unbefugten das Mitlesen von Daten ermöglichen. Internetsicherheitsexperten hätten das demonstriert, berichteten der WDR und die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag-Ausgabe).

Binnen Minuten geknackt

Den IT-Experten ist es demnach gelungen, die Verschlüsselung im UMTS-Netz binnen Minuten zu umgehen und SMS zum Beispiel aus dem Netz der Deutschen Telekom abzufangen und auszulesen. „Die gleichen Sicherheitslücken bestehen aber auch bei anderen Telekommunikationsunternehmen und ermöglichen ebenso das Ausspähen des Mailverkehrs und das Mithören von Telefonaten“, schreibt die Zeitung. Besonders brisant sei das auch, weil Experten Bankkunden immer wieder dazu raten, ihren Zahlungsverkehr über das angeblich sichere UMTS-Netz abzuwickeln.

SMS mit nur wenig Verzögerung mitzulesen

Die IT-Experten demonstrierten demnach, wie sie SMS von Abgeordneten vor dem Bundestag nur mit kurzer Verzögerung auf ihren Laptops lesen konnten. Sie nutzen dafür eine Sicherheitslücke im SS7-Protokoll. Um die Kurznachrichten zu lesen, reichte es demnach, dass sich die Experten als ausländische Vermittlungsstelle ausgaben.

Telekom: Lücke geschlossen, Grundproblem bleibt

Ein Sprecher der Deutschen Telekom räumte das Problem ein, wie die Zeitung weiter schrieb. Es handle sich um ein weltweites Branchenproblem. Die jetzt entdeckte Sicherheitslücke sei geschlossen, das Grundproblem werde aber bleiben. Eine dauerhafte Lösung könne nur die gesamte Industrie finden. Maßnahmen einzelner Netzbetreiber könnten nur ein Pflaster sein.

Leute

Elton John will an diesem Wochenende heiraten

Der Musiker Elton John (67) und sein langjähriger Lebenspartner David Furnish (52) wollen an diesem Wochenende heiraten. Die Hochzeit des Paares, das bereits seit 2005 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, werde im engsten Kreis stattfinden, berichteten zahlreiche US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher von John. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Zuvor hatten sowohl John als auch sein Partner immer wieder angekündigt, demnächst heiraten zu wollen, nachdem ein neues Gesetz dies in Großbritannien Anfang des Jahres möglich gemacht hatte.

Das Paar, das seit rund 20 Jahren zusammen ist, hat zwei kleine Söhne, die von einer Leihmutter zur Welt gebracht wurden. Elton John war bereits einmal verheiratet. 1984 hatte er die Münchnerin Renate Blauel geehelicht. Die Scheidung folgte vier Jahre später.