Ausland

Mehrere Vorfälle bei europaweiten PEGIDA-Treffen

Bis zu 8.000 Anhänger der fremden- und islamfeindlichen PEGIDA-Bewegung haben heute in Dresden für eine „Festung Europa“ demonstriert. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde bei der Kundgebung im Rahmen eines europaweiten Aktionstages von vielen Rednern wegen ihrer Asylpolitik als Bedrohung für Freiheit und Sicherheit kritisiert. Die Kundgebung wurde von starken Polizeikräften gesichert.

Bei zahlreichen Gegenveranstaltungen gingen etwa 2.500 Menschen gegen Fremdenhass auf die Straße. Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Die Kundgebung am Königsufer fand ohne den erkrankten PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann statt. Laut der Forschungsgruppe Durchgezählt nahmen zwischen 6.000 und 8.000 Menschen daran teil - weniger als vom Veranstalter und Polizei erwartet.

Verbotene PEGIDA-Demo in Calais aufgelöst

Im nordfranzösischen Calais löste die Polizei eine PEGIDA-Demo unter Einsatz von Tränengas auf. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Etwa 150 Teilnehmer hatten sich trotz des Demonstrationsverbots vor dem Bahnhof von Calais versammelt.

Frankreichs sozialistischer Innenminister Bernard Cazeneuve hatte das Verbot der PEGIDA-Demonstration in Calais am Mittwoch mit der Gefahr der „Störung der öffentlichen Ordnung“ begründet. Das Verbot für alle Gruppen, die „Spannungen, Spaltung und Gewalt hervorrufen“, werde so lange gelten wie nötig, sagte er. Am Rand von Calais leben etwa 3.700 Flüchtlinge unter miserablen Bedingungen in einem Lager. Sie wollen von dort aus nach Großbritannien.

Zusammenstöße in Prag

Bei einer mit der PEGIDA abgestimmten islamfeindlichen Kundgebung in Prag ist es am zu Ausschreitungen zwischen rechten Demonstranten und linken Gegendemonstranten gekommen. Es flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Polizei setzte mehrere Hundertschaften ein, um die beiden Gruppen zu trennen.

Rund 1.500 Islamgegner versammelten sich vor der Prager Burg, dem Präsidentensitz. Die Mobilisierung blieb hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück: Der Block gegen den Islam und die rechte Parlamentspartei Morgenröte - nationale Koalition hatten mit Tausenden Teilnehmern gerechnet. Rund 400 Menschen nahmen an zwei Gegendemonstrationen gegen Hetzreden und für Solidarität mit Flüchtlingen teil.

Einigung auf Übergangsregierung in Haiti

Im Karibikstaat Haiti ist eine drohende Regierungskrise kurz vor Ablauf der Amtszeit von Präsident Michel Martelly abgewendet worden. Der Präsident einigte sich mit dem Parlament auf die Ernennung einer Übergangsregierung, teilte die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) heute mit. Die Kammer soll demnach einen Übergangspräsidenten für die nächsten 120 Tage ernennen. Martelly scheidet offiziell morgen aus dem Amt.

Proteste und Manipulationsvorwürfe

Die Wahl eines Nachfolgers war wegen schwerer Proteste und Manipulationsvorwürfen seit Ende 2015 zweimal gescheitert. Zuletzt war die Stichwahl um das Präsidentenamt in dem Krisenstaat Ende Jänner abgesagt worden. Die Opposition wirft den Wahlbehörden Betrug zugunsten des Regierungskandidaten beim ersten Wahldurchgang Ende Oktober vor und fordert Neuwahlen.

Die nun erzielte Übereinkunft setzt der OAS-Mitteilung zufolge auf die Fortsetzung des aktuellen Wahlprozesses. Der neue Termin für die Stichwahl wurde für den 24. April anberaumt.

Spannungen in Kriegsgebiet Ostukraine nehmen zu

Im Kriegsgebiet Donbass nehmen die Spannungen nach Berichten der ukrainischen Führung wie der prorussischen Separatisten zu. Bei Gefechten seien elf Soldaten verletzt worden, teilte die Militärführung in Kiew heute mit.

Die Aufständischen im Gebiet Donezk warfen der Armee mehr als 300 Angriffe innerhalb eines Tages vor. Ein Separatistensprecher teilte über die Agentur Interfax mit, die Regierungstruppen würden im Frontgebiet Panzer und Soldaten zusammenziehen. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.

Für die kommende Woche war eigentlich eine neue Runde der Ukraine-Krisengespräche anvisiert. Dafür sollten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine zusammenkommen. Das Zustandekommen gilt jedoch mittlerweile als unwahrscheinlich.

Am Freitag jährt sich das Abkommen von Minsk zum ersten Mal. Am 12. Februar 2015 hatten sich die Konfliktparteien unter Vermittlung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der weißrussischen Hauptstadt auf einen Friedensplan geeinigt. Dieser ist bisher jedoch kaum umgesetzt worden.

Afghanistan plant Friedensgespräche mit Taliban

Erste direkte Friedensgespräche zwischen afghanischer Regierung und den Taliban sollen bis Ende Februar stattfinden. Das ging aus einer gemeinsamen Erklärung der neuen Friedensallianz für Afghanistan nach ihrem heutigen dritten Treffen hervor.

Um ein konkretes Datum für die Gespräche werde es bei der nächsten Planungsrunde der Vertreter Afghanistans, Pakistans, Chinas und der USA am 23. Februar in Kabul gehen, twitterte der Sprecher des Präsidentenpalasts, Safar Haschemi. Wie die traditionell gesprächsunwilligen Taliban innerhalb einer so kurzen Zeitspanne an den Tisch gebracht werden sollen, blieb zunächst unklar. Mehr Einzelheiten zu dem Plan wurden nicht öffentlich gemacht.

Keine Stellungnahme der Taliban

Die Vierländergruppe rief außerdem alle Talibangruppierungen dazu auf, an den Friedensgesprächen teilzunehmen. Sie betonte, dass das Resultat des Versöhnungsprozesses eine politische Lösung sein müsse, die zu einem Ende der Gewalt und dauerhaftem Frieden führe.

Von den Taliban gab es zunächst keine Stellungnahmen. Sie hatten bisher direkte Verhandlungen mit der afghanischen Regierung abgelehnt. Während einer inoffiziellen Friedenskonferenz in Doha vor zwei Wochen hatten sie außerdem Bedingungen gestellt, die vor potenziellen Gesprächen erfüllt sein müssten. Darunter waren die Abschaffung der UNO-Sanktionen gegen die Taliban und die Freilassung von Gefangenen.

Zehn Tote bei Anschlag in Pakistan

Bei einem Anschlag pakistanischer Taliban auf ein Fahrzeug des paramilitärischen Grenzkorps in der Stadt Quetta sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 40 Menschen seien während der Explosion nahe einem Bezirksgerichtshof verletzt worden, sagte ein Arzt in der Notaufnahme des Zivilkrankenhauses heute.

Ein Polizist sagte Medien, es sei ein Selbstmordanschlag gewesen. Acht bis zehn Kilogramm Sprengstoff seien explodiert. Zwei der Toten seien Sicherheitskräfte gewesen, die anderen Zivilisten. Laut dem pakistanischen Sender Geo TV haben die Taliban die Verantwortung übernommen.

Fotos von US-Misshandlungsopfern veröffentlicht

Das Pentagon hat Dutzende Fotos von im Irak und in Afghanistan in US-Militärgefangenschaft misshandelten Gefangenen veröffentlicht. Das US-Verteidigungsministerium publizierte heute 198 Bilder, die Nahaufnahmen von Schnitten, Blutergüssen, Schwellungen und leichteren Verletzungen zeigen. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU), die seit Jahren auf die Freigabe von insgesamt 2.000 Bildern dringt, will auch den Rest veröffentlicht sehen.

„Diese Fotos kamen von unabhängigen strafrechtlichen Untersuchungen zu Vorwürfen des Fehlverhaltens von US-Personal“, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Identität der auf den Fotos abgebildeten Gefangenen, die vor rund einem Jahrzehnt in US-Militärgefängnissen im Irak und Afghanistan einsaßen, wurde aber nicht bekanntgemacht, und es wurde nur wenig oder kein Kontext zu den Fotos veröffentlicht.

Seit 2004 laufender Rechtsstreit

Die Veröffentlichung ist die Folge eines Rechtsstreits mit der Bürgerrechtsorganisation ACLU, die 2004 die Freigabe von rund 2.000 Fotos verlangte. Präsident Barack Obama wollte die Fotos bereits 2009 freigeben, doch beschloss der Kongress ein Gesetz, das dem Verteidigungsministerium das Zurückhalten der Fotos erlaubt.

Keines der nun veröffentlichten Bilder stammt offenbar aus dem berüchtigten Gefängnis Abu Ghoraib bei Bagdad. Im Jahr 2004 hatten Fotos von Folter und sexuellen Misshandlungen in dem Gefängnis weltweit für Empörung gesorgt. Zwischen 2004 und 2006 wurden elf US-Soldaten wegen der Gewalttaten verurteilt, darunter Lynndie England, die lächelnd mit misshandelten nackten Gefangenen posiert hatte.

Ecuador: Beschwerde über Erdogans brutale Securitys

Nach dem Besuch des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan in Ecuador hat sich die Regierung des mittelamerikanischen Landes über dessen brutale Sicherheitsleute beschwert. Vizeaußenminister Fernando Yepez bestellte gestern den türkischen Botschafter zu sich.

Er habe „sein tiefes Unbehagen und seinen Protest ausgedrückt“ und eine Erklärung für den Vorfall vom Donnerstag verlangt, teilte die Regierung in Quito mit.

Eine kleine Gruppe von Demonstranten, hauptsächlich Frauen, hatte außerhalb eines Gebäudes demonstriert, in dem Erdogan einen Vortrag hielt. Die Sicherheitsleute des türkischen Präsidenten attackierten Berichten zufolge die Demonstranten und verprügelten einige von ihnen. Gleichzeitig entschuldigte sich Yepez aber auch für beleidigende Ausrufe der Demonstranten.

Syrien warnt Ausland vor Einsatz von Bodentruppen

Die syrische Regierung hat vor der unaufgeforderten Entsendung ausländischer Bodentruppen in das Land gewarnt. Jegliche Intervention auf dem Boden ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus sei eine „Aggression“, sagte der syrische Außenminister Walid Muallem heute in Damaskus. „Wir versichern euch, dass jeder Aggressor in einem hölzernen Sarg heimkehren wird.“

Am Donnerstag hatte Saudi-Arabien, das in dem Konflikt die Rebellen unterstützt, seine Bereitschaft zur Entsendung von Bodentruppen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien bekundet. Sollte sich die US-geführte Koalition zu einem Bodeneinsatz entscheiden, „werden wir positiv dazu beitragen“, sagte Brigadegeneral Ahmed al-Assiri.

Russland warf zudem der Türkei vor, an der Grenze Truppen für eine Invasion auf syrischem Gebiet zusammenzuziehen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wies das als „lächerlich“ zurück.

Inland

Flüchtlinge: Schelling stellt Forderungen an EU

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) will jenes Geld, das Österreich im Vorjahr für das Mehr an Asylwerbern zu tragen hatte, von der EU quasi auf Umwegen zurück. In einem Brief an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte Schelling die Summe von 600 Millionen Euro, wie der „Kurier“ heute berichtet.

Der Minister rechnet in dem Schreiben vom 25. Jänner vor, dass im Durchschnitt 35.000 Asylwerber pro Jahr für Österreich als verkraftbar gälten. 2015 seien jedoch 90.000 gekommen, also um rund 55.000 „zu viel“. Bei Kosten je Flüchtling von 11.000 Euro ergäbe das die Zusatzbelastung von grob 600 Millionen Euro.

Laut „Kurier“ forderte Schelling erneut, dass diese Summe bei der Berechnung des zulässigen Budgetdefizits nicht angerechnet wird. Zudem will er die Aufstockung des EU-Fonds AMIF (Asylum, Migration and Integrations Fund) und einen neuen Verteilungsschlüssel zugunsten „williger“ Länder wie Österreich, Deutschland und Schweden, die eine große Zahl an Flüchtlingen aufnehmen. Um die durch Asylwerber entstandenen zusätzlichen Kosten zu decken, will der Finanzminister den EU-Solidaritätsfonds, der zum Beispiel bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommt, anzapfen und nicht verbrauchte EU-Budgetmittel an „die Willigen“ auszahlen.

„Sind zunehmend frustriert“

Kritik an Schellings Geldforderung an die EU kommt unterdessen von EU-Kommissar Johannes Hahn. „Die Frustration über die Belastung einzelner Länder ist natürlich verständlich. Kritik muss dort deponiert werden, wo die Mitgliedsstaaten zuständig sind“, sagte Hahn heute in Amsterdam.

Hahn erklärte nach einem Treffen der EU-Außenminister: „Wir sind zunehmend frustriert.“ An Schelling gerichtet betonte er: „Was er kritisiert, ist an die Mitgliedsstaaten zu richten, also an ihn selbst.“

Ausländerfeindliche Straftaten nehmen zu

In Österreich sind im Vorjahr mehr ausländerfeindliche Straftaten registriert worden als 2012, 2013 und 2014 zusammen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung zeigt sich angesichts dieser Entwicklung zunehmend besorgt.

Österreichs oberster Verfassungsschützer, Peter Gridling, sprach gegenüber dem Ö1-Morgenjournal von einer zunehmenden Polarisierung. Meinungsäußerungen, wie sie früher nur an den extremistischen Rändern - ob links oder rechts - getätigt wurden, würden nun „auch in der Mitte aufgegriffen“.

Mehr dazu in „Diskussion wird deutlich aggressiver“

Wirtschaft

Bilfinger verkauft Wassertechnologiesparte an China

Das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Bilfinger verkauft sein Geschäft mit Wassertechnologie für 200 Millionen Euro an die chinesische Chengdu Techcent Environment Gruppe. Das gab Bilfinger heute Früh in einer Pflichtmitteilung bekannt.

Insider hatten zuvor den Finanzinvestor Triton als möglichen Käufer für die Division Water Technologies genannt.

Die Sparte beschäftigt etwa 1.600 Mitarbeiter. Bilfinger hatte Mitte Jänner überraschend einen radikalen Umbau angekündigt. Unter anderem soll ein Verkauf der Sparte Bau- und Immobilienmanagement geprüft werden.

Airberlin spart: Führungsriege bekommt weniger Geld

Bei der angeschlagenen deutschen Fluggesellschaft Airberlin wird weiter gespart. Unter anderem sollen der Vorstandsvorsitzende Stefan Pichler und rund 80 weitere Führungskräfte in diesem Jahr auf fünf bis zehn Prozent ihres bisherigen Einkommens verzichten, wie der „Spiegel“ berichtete. Ein Airberlin-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP den Bericht, ohne Details zu nennen.

Laut „Spiegel“ ist auch vorgesehen, dass Überstunden künftig vorab angemeldet und vom Vorstand bewilligt werden müssen. Sie sollten dann möglichst mit Freizeit abgegolten werden. Die Piloten verzichten demnach für das laufende Jahr auf eine eigentlich schon ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent. Außerdem werde der Hauptsitz des Unternehmens in Berlin seltener geputzt.

=Keine Bestätigung von Airberlin==

Der Airberlin-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, inwieweit die Sparpläne schon endgültig beschlossen oder in der Umsetzung sind. Auch zur Summe, die so gespart werden soll, äußerte er sich nicht.

Airberlin steckt bereits seit Längerem in der Krise und arbeitet an einer Neuausrichtung. Unter anderem will sich die Fluggesellschaft auf lukrative Strecken und Drehkreuze konzentrieren. Zugleich sollen die Kosten sinken und die Umsätze wachsen. Im Zuge des Umbaus sollen auch Arbeitsplätze gestrichen werden.

Sport

Ski alpin: Vonn zertrümmert Konkurrenz

Lindsey Vonn hat der chancenlosen Konkurrenz heute die nächste Lehrstunde erteilt. Die US-Amerikanerin setzte sich in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen mit einer grandiosen Fahrt und gewaltigem Vorsprung durch. Während die Weltcup-Leaderin den fünften Abfahrtssieg im sechsten Rennen und ihren insgesamt neunten Saisonerfolg feierte, landeten die Österreicherinnen doch weit zurück im geschlagenen Feld.

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Fußball: Leicester triumphiert auch im Titelduell

Leicester City hat heute seinen Erfolgslauf in der Premier League eindrucksvoll fortgesetzt. Das Team von ÖFB-Kapitän Christian Fuchs feierte im Gipfeltreffen bei Manchester City einen 3:1-Sieg und baute damit seine Tabellenführung aus.

Die „Citizens“ hatten mehr vom Spiel, kamen aber erst kurz vor Schluss zum Ehrentreffer. Leicester spielte die frühe Führung in die Karten, die Mannschaft machte nach der Pause den Sack zu, wobei Fuchs mit dem Assist zum dritten Tor seinen Beitrag zum Sieg leistete.

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Football: Duell der Systeme in der Super Bowl

Mit den Denver Broncos und den Carolina Panthers haben die beiden besten Teams jeder Conference den Einzug in die 50. Super Bowl geschafft. In der morgigen Jubiläumsausgabe kommt es nun zum Systemduell.

Während die Broncos über die beste Defensive der Liga verfügen, dominierten die Panthers mit ihrer Offensive die Gegner mit durchschnittlich 31,2 Punkten pro Partie. Für Denver geht es vor allem darum, den Aktionsradius von „Superman“ Cam Newton auf Pässe zu reduzieren und das eigene Laufspiel zu etablieren.

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Chronik

Zwei Tote bei Hotelbrand in Marseille

Bei einem Hotelbrand im Zentrum von Marseille sind heute Früh zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in dem Gebäude nahe dem alten Hafen war aus unbekannter Ursache gegen Mitternacht ausgebrochen, wie französische Lokalmedien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten.

In einem der Zimmer wurden zwei Frauen und ein Mann regungslos aufgefunden. Wiederbelebungsversuche gelangen nur bei dem Mann, der schwer verletzt in eine Klinik der Hafenmetropole am Mittelmeer gebracht wurde.
Ein weiterer Hotelgast erlitt leichte Rauchvergiftungen.

Alle anderen Bewohner des Hotels konnten sich bei Ausbruch des Feuers in Sicherheit bringen. Der Brand wurde rasch gelöscht

Religion

Padre Pio im Petersdom: Bereits 70.000 Besucher

Zehntausende Pilger sind heute zum Petersplatz in Rom geströmt, um einen Blick auf einen der beliebtesten Nationalheiligen Italiens zu erhaschen: den Kapuzinermönch Pater Pio (1887-1968). Nach Angaben der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ kamen allein am Vormittag rund 70.000 Menschen.

Menschenmenge

AFP

Die Reliquie des Geistlichen war vor wenigen Tagen erstmals aus dem apulischen San Giovanni Rotondo, wo Pio wirkte, nach Rom gebracht worden - anlässlich des Heiligen Jahres und auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus. Neben Padre Pio wurden auch die sterblichen Überreste des Kapuzinerpaters Leopold Mandic nach Rom gebracht, sie sind nun ebenfalls im Petersdom aufgebahrt.

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Science

Analyse soll Rätsel um Himmelsscheibe von Nebra lösen

Archäologen wollen herausfinden, ob in einem Fürstengrab im deutschen Sachsen-Anhalt der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra gelegen ist.

Helfen solle dabei eine Analyse von Grabbeigaben des 3.900 Jahre alten Hügelgrabs in Dieskau, sagte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Alfred Reichenberger, heute der dpa. Sollte die Zusammensetzung des Goldes der Grabbeigaben mit dem Gold auf der Himmelsscheibe übereinstimmen, sei es wahrscheinlich, dass es sich um das Grab des „Vaters der Himmelsscheibe“ handle.

Scheibe von Nebra

Reuters/Fabrizio Bensch

„Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli vorliegen“, sagte Reichenberger. Für diesen Zeitraum seien auch weitere Grabungen in Dieskau geplant. In den Sommermonaten 2014 und 2015 hatte es bereits Nachgrabungen gegeben. Das Hügelgrab war um 1874 geplündert, Teile der goldenen Grabbeigaben waren verkauft worden. Fünf Stücke blieben erhalten. Sie befinden im Puschkin-Museum in Moskau.

Die Himmelsscheibe von Nebra entstand vor rund 4.000 Jahren. Sie war mehrere Jahrhunderte in Benutzung und wurde vor etwa 3.600 Jahren auf einem 252 Meter hohen Berg bei Nebra vergraben. Sie gilt als die älteste noch erhaltene konkrete Darstellung des Himmels und ist im Landesmuseum in Halle zu sehen.

US-Astronaut Edgar Mitchell gestorben

Der sechste Mensch auf dem Mond, Edgar Mitchell, ist tot. Der frühere US-Astronaut starb am Donnerstag im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus in West Palm Beach im Bundesstaat Florida, wie die Zeitung „Palm Beach Post“ gestern unter Berufung auf seine Familie berichtete.

Edgar Mitchell

APA/AFP/Nasa

Mitchell war im Januar 1971 zusammen mit Alan Shepard und Stuart Roosa in der Apollo 14 zum Mond gereist. Er war der Pilot der Mondfähre und betrat als sechster Mensch den Mond. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA verbrachte die Besatzung 33 Stunden auf der Mondoberfläche und sammelte mehr als 45 Kilogramm Mondgestein ein - womit sie damals einen Rekord aufstellte.

Geboren wurde Mitchell am 17. September 1930 im Bundesstaat Texas, zur NASA ging er 1966. Nach seiner Astronautenkarriere befasste sich Mitchell unter anderem mit Ufos und Außerirdischen.

Gesundheit

101 Tote in Nigeria durch Lassa-Fieber

Ein Ausbruch des Lassa-Fiebers hat in Nigeria seit August 101 Menschen das Leben gekostet. Das teilten die Gesundheitsbehörden des Landes heute mit.

Derzeit werden dem Nigeria Centre for Disease Control (NCDC) zufolge außerdem 175 Fälle beobachtet, die entweder schon bestätigt oder noch Verdachtsfälle sind. 19 der 36 Bundesstaaten des westafrikanischen Landes seien mittlerweile von der Epidemie betroffen, hieß es.

Ausbrüche des Lassa-Fiebers, das innere Blutungen verursacht, treten in dem mit fast 180 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas regelmäßig auf. Entdeckt wurde das Virus 1969 nach einem Ausbruch im Norden Nigerias. Es wurde nach der Stadt Lassa im nordöstlichen Bundesstaat Borno benannt. Den schlimmsten bekannten Ausbruch des Fiebers erlebte Nigeria 2012. Damals starben 112 der 1.723 infizierten Patienten. Die Krankheit verläuft anfangs grippeähnlich, führt aber schnell zu inneren Blutungen.

Zika-Virus laut WHO in 33 Ländern verbreitet

Das Zika-Virus hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits in 33 Ländern verbreitet. Vor allem in Brasilien und Kolumbien hätten sich Menschen mit dem Erreger angesteckt, berichtet die UNO-Behörde in ihrem jüngsten Report. Gezählt wurden Länder, die den Zika-Ausbruch zwischen Jänner 2014 und 5. Februar 2016 gemeldet haben.

Es gebe zudem indirekte Hinweise auf eine Virenübertragung in sechs weiteren Staaten. Seitdem das Zika-Virus 2015 in Lateinamerika aufgetaucht sei, habe es sich kontinuierlich weiterverbreitet. Eine weitere Ausdehnung schätzt die WHO als wahrscheinlich ein.

Kolumbien meldet drei Todesfälle

Fünf der betroffenen Länder meldeten nach WHO-Angaben zugleich eine Zunahme der seltenen Lähmungskrankheit Guillain-Barre: Brasilien, Kolumbien, El Salvador, Suriname und Venezuela. Die Regierung von Kolumbien hatte gestern sogar von drei Todesfällen durch die Krankheit berichtet. Alle drei Menschen waren mit Zika infiziert.

In Brasilien prüfen Ärzte einen möglichen Zusammenhang zwischen der Schädelfehlbildung Mikrozephalie bei Neugeborenen und dem Zika-Virus. Eine rückblickende Analyse deutet laut WHO auch beim Ausbruch in Französisch-Polynesien auf vermehrte Fälle von Mikrozephalie während des Zika-Ausbruchs hin.

Kultur

Lifestyle

Neuer Rekord: Ferrari wechselt um 32 Mio. den Besitzer

Für stolze 32 Millionen Euro ist ein Ferrari aus dem Jahr 1957 in Paris versteigert worden. Der Rennwagen vom Typ 335 S Spider wurde gestern im Auktionshaus Artcurial für exakt 32.075.200 Euro versteigert und erzielte damit so viel Geld wie noch nie ein Auto zuvor bei einer Auktion. Wem genau der Wagen nun gehört, blieb geheim, allerdings wurde verraten, dass er in die USA geht.

Schon zuvor hatte der italienische Sportwagenhersteller Ferrari den Rekord bei der Versteigerung für ein Auto gehalten: Im Jahr 2014 hatte ein Ferrari bei einer Auktion im US-Bundesstaat Kalifornien 38 Millionen Dollar erzielt, das entsprach damals umgerechnet etwa 28,9 Millionen Euro.

Die nun erfolgte Versteigerung sei „ein Tag, an den wir uns lange erinnern werden“, sagte Matthieu Lamoure von Artcurial. In dem versteigerten Ferrari saßen schon Rennfahrerlegenden wie die Briten Mike Hawthorn und Peter Collins sowie der Franzose Maurice Trintignant.

Leute

Bhutans Königin bringt Thronfolger zur Welt

Bhutans Königspaar hat zur Freude des buddhistischen Himalaya-Staats die Geburt seines ersten Kindes verkündet. „Ihre Majestäten und die Mitglieder der königlichen Familie sind von großer Freude über die Geburt seiner Königlichen Hoheit erfüllt“, erklärte der Königspalast heute.

Der Sohn von König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck und Königin Jetsun Pema kam gesund und wohlbehalten im Lingkana Palast der Hauptstadt Thimphu zur Welt.

Das im Himalaya zwischen Indien und China gelegene buddhistische Königreich wird seit 2008 von dem aktuellen König regiert, nachdem sein Vater abgedankt hatte. Seine Hochzeit 2011 fand unter der Anteilnahme der Bevölkerung teil, die das Königshaus verehrt. Der Name des neuen Thronfolgers wurde bisher nicht bekanntgegeben. Wie der Königspalast mitteilte, wurde seine Geburt mit einer religiösen Zeremonie unter Aufsicht des geistlichen Oberhaupts Je Khenpo gefeiert.