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Inland

Schelling setzt gegenüber Heta-Gläubigern auf Härte

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) bleibt dabei, dass sich am Angebot an die Gläubiger in Sachen Heta nichts mehr verändern wird: „Das ist nicht verhandelbar“, zeigte er sich vor dem Ministerrat mit Kärnten einig.

Dass Großgläubiger zuletzt neuerlich klargemacht hatten, sich mit einer 75-Prozent-Quote nicht zufriedenzugeben, ist für Schelling nur in solchen Angelegenheiten übliches „mediales Getöse“.

Kritik an den Gläubigern ließ der Minister nicht aus. Erstaunlich sei, dass jene, die kürzlich noch um 60 Prozent verkauft hätten, sich jetzt nicht mit 75 Prozent begnügen wollten. Gleichzeitig hob Schelling hervor, dass sich die Länder gestern bei einem Finanzreferenten-Treffen positiv zu den vorliegenden Vorschlägen geäußert hätten.

Vorbereitungen auf eine Insolvenz Kärntens würden nicht getroffen, versicherte der Finanzminister auf Nachfragen - das alleine deshalb, weil das Prozedere ein anderes wäre, würde der Schuldenschnitt nicht angenommen. Dann würde zunächst die Heta abgewickelt. Der gesamte Prozess würde drei bis fünf Jahre dauern. Erst dann könnte Kärnten geklagt werden, so Schelling.

Österreich eröffnet Botschaft in Minsk

Österreich hat künftig eine Botschaft in Weißrussland, das als letzte Diktatur Europas gilt. Die diplomatische Vertretung werde die Lage österreichischer Unternehmen in dem Nachbarland Russlands stärken, sagte der Generalsekretär des Außenministeriums, Michael Linhart, heute laut einer Aussendung. Botschafter wird der Diplomat Alexander Bayerl.

Im Ukraine-Konflikt hatten sich die Beziehungen des Westens mit der Regierung des autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko, die zwischen Kiew und Moskau vermittelte, zuletzt gebessert. USA und EU setzten im Oktober nach der Freilassung politischer Gefangener für einige Monate ihre Sanktionen aus.

Österreich als Fürsprecher in EU

Österreich machte sich in der Vergangenheit immer wieder für bessere Beziehungen der EU zu Weißrussland stark. Das bekräftigte auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Besuch in Minsk im Juni 2015.

Im Oktober des Vorjahres reisten Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Vertreter 30 österreichischer Firmen zu einer Marktsondierungsreise nach Weißrussland. Der mitreisende zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP) betonte damals, man dürfe nicht „mit dem erhobenen Zeigefinger“ über das Land urteilen.

Details zu neuen „Maßnahmen“ an Grenze diese Woche

Die Regierung möchte noch diese Woche bekanntgeben, an welchen weiteren Grenzübergängen „Maßnahmen“ geplant sind. Das kündigte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) heute an.

Da man mit „Ausweichbewegungen“ rechnet, werde wohl auch die grüne Grenze betroffen sein. „Tageskontingente“ für Flüchtlinge haben nach Ansicht von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) „klare Rechtskonformität“.

Faymann spricht von „Obergrenze“

Die Regierung bekenne sich zur Grenzsicherung mit „nötigen Kontrollen“ und dazu, Richtwerte und „Obergrenze“ einzuhalten, sagte Faymann im Pressefoyer nach dem Ministerrat, womit die SPÖ offensichtlich kein Problem mehr mit diesem Begriff hat.

Es sei notwendig, die "technischen Vorkehrungen für das Grenzmanagement rechtzeitig vorzubereiten. Man wolle auch an den möglichen „Ausweichrouten“ vorbereitet sein und werde noch diese Woche verkünden, welche Übergänge betroffen sind.

Mikl-Leitner schließt „weitere Zäune“ nicht aus

Schon zuvor hatte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVO) einmal mehr gesagt: „Ich schließe nicht aus, dass es weitere Zäune geben muss, um unsere Grenzen zu sichern.“ Der Brenner gilt neben dem Karawankentunnel als sehr wahrscheinlicher Kandidat.

Dass sich Südtirol deswegen bereits Sorgen macht, beunruhigt die Regierungsspitze nicht. Noch habe man ja keine Maßnahme ergriffen, „das wird sicherlich im Miteinander zu klären sein“, sagte Mitterlehner.

„Tägliche Obergrenze“ noch nicht fixiert

Er ist ebenso wie Faymann auch überzeugt, dass die Einführung „täglicher Obergrenzen“ am Übergang Spielfeld - also Tageskontingente für Ein- bzw. Durchreisende - rechtens sind. Es gehe ja nicht darum, Menschen grundsätzlich den Eintritt zu verwehren, nur die Geschwindigkeit des Durchlasses sei von den Kapazitäten abhängig.

Laut Mikl-Leitner und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) soll in Spielfeld kommende Woche der „Vollbetrieb“ starten. Wie viele Flüchtlinge man dann tatsächlich jeden Tag über die Grenze lassen will, wollten die beiden Minister aber noch nicht sagen. Man werde das in den nächsten Tagen fixieren und zuerst die Nachbarländer informieren.

Lugner will morgen über Hofburg-Kandidatur entscheiden

Der Kaufhausbetreiber Richard Lugner will bis morgen entscheiden, ob er bei der anstehenden Bundespräsidentschaftswahl antritt. Er will noch eine Umfrage abwarten, deren Ergebnisse bis spätestens morgen Früh vorliegen sollen, wie er heute auf APA-Anfrage sagte.

Für Donnerstagvormittag plant er bereits eine Pressekonferenz, es sei denn, die Umfrageergebnisse seien „niederschmetternd“, so Lugner.

Antreten „wahrscheinlich“

Lugner sagte, sein Antreten sei wahrscheinlich, er gehe allerdings davon aus, dass er in der von ihm beauftragen Umfrage noch im einstelligen Prozentbereich liege. Er verwies auf den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer, dessen Umfragewerte auch erst nach der offiziellen Bekanntgabe gestiegen seien.

Sollte sich Lugner wider Erwarten doch gegen eine Kandidatur entscheiden, würde die geplante Pressekonferenz nicht stattfinden, wie er sagte.

Lugner-Video mehr als eine halbe Mio. Mal angeklickt

Zumindest auf YouTube hat der Geschäftsmann bereits einen Hit gelandet: Das Video „Lugner for President“, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau Cathy drehte, wurde innerhalb von zwei Wochen 520.000-mal angeklickt.

Laut der Zeitung „Österreich“ hat Lugner seinen Berater für den Wahlkampf 1998, Peter-Erik Czak, wieder engagiert. Bei seiner damaligen Kandidatur erreichte Lugner 9,91 Prozent der Stimmen.

Ausland

Russland verteidigt Luftangriffe in Syrien

Die russische Regierung hat abermals bestritten, dass die Angriffe ihrer Luftwaffe in Syrien auf Zivilisten zielen. Es gebe „keine vertrauenswürdigen Beweise“ für getötete Zivilisten durch russische Luftangriffe, erklärte das Präsidialamt heute in Moskau und reagierte damit auf Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Sie hatte am Vortag in der Türkei gesagt: „Wir sind in den letzten Tagen nicht nur erschreckt, sondern auch entsetzt, was an menschlichem Leid für Zehntausende Menschen durch Bombenangriffe entstanden ist, vorrangig von russischer Seite.“

Wegen der Offensive der von Russland unterstützten syrischen Armee bei Aleppo sind Zehntausende Syrer auf der Flucht. Die meisten von ihnen kampieren vor der türkischen Grenze. Die Vereinten Nationen befürchten, dass Hunderttausende Menschen in Aleppo von der Versorgung abgeschnitten werden könnten, wenn die syrische Armee die von Rebellen kontrollierten Teile der Stadt einkesselt.

Mehrere Tote bei Bombenanschlag in Damaskus

Bei einem Bombenanschlag in Damaskus sind mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. Der Sprengsatz sei heute in einem Auto auf einem belebten Gemüsemarkt in der syrischen Hauptstadt explodiert, meldete das syrische Staatsfernsehen.

Das Innenministerium bestätigte, dass es einige Tote gegeben habe. Die Explosion habe sich in der Nähe einer Polizeieinrichtung ereignet.

Dutzende Tote bei Anschlag im Jänner

Ende Jänner waren bei Anschlägen nahe einem Schiitenheiligtum in Damaskus Dutzende Menschen getötet worden. Die sunnitische IS-Miliz bekannte sich zu der Tat, die unmittelbar die internationalen Bemühungen in Genf um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts belastete.

Die Gespräche liegen derzeit aber auch wegen der massiven Angriffe von syrischen Regierungstruppen und russischen Kampfflugzeugen auf Rebellen rund um die Großstadt Aleppo auf Eis.

Serbien plant laut Zeitung langfristige Asylquartiere

Die serbische Regierung schmiedet laut der Tageszeitung „Danas“ Pläne für eine Langzeitunterbringung von rund 6.000 Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Bisher war nur von Zentren für die vorläufige Unterbringung die Rede. Laut dem Zeitungsbericht sollen die Unterkünfte landesweit in 15 bis 18 Städten entstehen.

Geplant seien Aufnahmeeinrichtungen in Subotica an der Grenze zu Ungarn, in der südwestserbischen Kleinstadt Tutin sowie im Landesinneren in Aleksinac, berichtete „Danas“. Dauerunterkünfte für die Flüchtlinge sollen auch im Belgrader Vorort Krnjaca und in der südserbischen Kleinstadt Presevo an der Grenze zu Mazedonien geschaffen werden.

Beobachter gehen davon aus, dass die Durchsetzung einer dauerhaften Aufnahme von Flüchtlingen keine leichte Aufgabe für die serbische Regierung sein wird. In den betroffenen Gemeinden wird erheblicher Widerstand erwartet.

Transitland für 800.000 Flüchtlinge

Bisher war Serbien hauptsächlich Transitland auf der Balkan-Route. Die große Mehrheit der über Griechenland und Mazedonien kommenden Flüchtlinge verließ das Land nach wenigen Tagen Richtung Zentraleuropa. Im vergangenen Jahr waren insgesamt rund 800.000 Flüchtlinge durch Serbien gereist, in diesem Jahr dürfte ihre Zahl auf 1,2 Millionen steigen.

Aus dem staatlichen Flüchtlingskommissariat verlautete kürzlich, dass derzeit vorläufige Unterkunftsmöglichkeiten für 6.000 Personen zur Verfügung stünden, Plätze für weitere 3.000 Personen würden vorbereitet.

Kurz setzt Westbalkanreise in Serbien fort

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) führt seine Westbalkan-Reise heute mit einem Besuch in Serbien fort. Zentrales Thema der Gespräche mit Ministerpräsident Aleksandar Vucic und Außenminister Ivica Dacic wird die Flüchtlingskrise sein. Kurz bemüht sich um eine gemeinsame Strategie mit den Westbalkan-Staaten zur Eindämmung der Flüchtlingsmigration auf der Balkan-Route.

In Sarajevo hatte der Außenminister Verständnis für die Sorgen der Westbalkan-Staaten angesichts der bevorstehenden österreichischen Grenzschließung geäußert.

In Belgrad wird Kurz von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl begleitet. Die beiden werden der Unterzeichnung einer bilateralen Vereinbarung über den „Export“ des österreichischen dualen Ausbildungssystems nach Serbien beiwohnen.

Mladics engster Mitarbeiter in Zelle in Den Haag gestorben

Der einst engste Mitarbeiter des früheren Militärchefs der bosnischen Serben, Ratko Mladic, ist in der Nacht auf heute im Gefängnis des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) in Den Haag gestorben, wie serbische Medien meldeten.

Der 67-jährige Zdravko Tolimir war im April rechtskräftig wegen des Völkermordes in Srebrenica zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Tolimir soll Flucht Mladics organisiert haben

Tolimir war während des Bosnien-Krieges (1992-95) Chef des bosnisch-serbischen Militärnachrichtendienstes. Es wurde vermutet, dass er nach dem Krieg bis zu seiner Festnahme in Serbien im Mai 2007 die Flucht und die jahrelangen Verstecke für Mladic organisierte.

Der bosnisch-serbische Militärchef, der sich ebenfalls wegen des Völkermordes in Srebrenica und anderer Kriegsverbrechen zu verteidigen hat, wurde erst 2011 in Serbien festgenommen.

Das Massaker von Srebrenica gilt als das größte Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach der Einnahme der ostbosnischen muslimischen Enklave Srebrenica durch bosnisch-serbische Truppen im Juli 1995 wurden in der Umgebung der Kleinstadt rund 8.000 Stadteinwohner brutal ermordet.

Nordkoreas Satellit „auf Schlingerkurs“ in Orbit

Nordkorea hat mit seinem jüngsten Raketenstart erfolgreich einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn geschossen - doch Signale wurden bisher nicht aufgefangen.

Das teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium heute nach Analysen des zwei Tage zuvor erfolgten, umstrittenen Raketenstarts mit. Der Satellit „Kwangmyongsong-4“ kreise in etwa 500 Kilometer Höhe um die Erde.

Der US-Sender CBS berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, der Satellit befinde sich „auf einem Schlingerkurs im Orbit“. Das sei das zweite Mal, dass Nordkorea vergeblich versucht habe, einen Satelliten auf eine stabile Umlaufbahn zu bringen.

Weltweite Kritik an Raketenstart

Nordkoreas Start der Weltraumrakete am Sonntag wurde weltweit kritisiert. Während das kommunistische Regime von einem „legitimen Recht auf Weltraumforschung“ sprach, sieht die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer militärischen Langstreckenrakete.

Die Trägerrakete wies den südkoreanischen Angaben zufolge die gleichen technischen Merkmale wie eine Ende 2012 von Nordkorea abgefeuerte Rakete auf. Das deute auf nur geringen technischen Fortschritt hin, wurde ein Ministeriumsvertreter von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Sport

UEFA Euro 2016: ÖFB kämpft um mehr Tickets

Angesichts der enormen Nachfrage aus Österreich will der ÖFB alle Möglichkeiten ausschöpfen, das Kartenkontingent für die EM-Spiele zu erhöhen. „Wir werden unser Bestes versuchen“, sagte ÖFB-Boss Leo Windtner, der auf Gespräche mit der UEFA und bilateralen Austausch setzt. „Aber eines ist klar: Der Run ist gewaltig, es wird viele Enttäuschte geben.“ Immerhin ist allein das ÖFB-Gruppenspiel gegen Portugal gleich zwölfmal überbucht.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Schelling-Vorschlag nicht auf Ecofin-Tagesordnung

Der Vorstoß von Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) für die Rückzahlung von 600 Millionen Euro an Österreich aus dem EU-Strukturfonds wegen der hohen Ausgaben für die Flüchtlinge steht offiziell nicht auf der Tagesordnung des EU-Finanzministerrats (Ecofin) am Freitag.

In Kreisen der EU-Ratspräsidentschaft hieß es aber, dass die Migrationsauswirkungen auf die Budgetplanung sehr wohl diskutiert würden. Einige Minister dürften jedenfalls die Frage der EU-Strukturfonds zum Ausgleich außerordentlicher Flüchtlingskosten erörtern. Aber vorläufig gebe es keine Anzeichen, dass Österreich das auf die Tagesordnung des Finanzrats setzen werde.

Im Budgetbereich werden vor allem die Entlastung des EU-Haushalts 2014 sowie bessere Leitlinien für die Budgetplanung 2017 behandelt. Beim Ecofin stehen außerdem die jüngsten Kommissionsvorschläge zur Vermeidung von Steuerflucht auf dem Programm. Ferner geht es um die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung.

Wind drittwichtigste Energiequelle in EU

Windkraft ist 2015 in der Europäischen Union mit 142 Gigawatt zur drittwichtigsten Energiequelle geworden.

Insgesamt wurden neue Windanlagen mit einer Kapazität von 12,8 Gigawatt gebaut, um 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Europäische Windenergieverband (EWEA) heute in Brüssel mitteilte. Windenergie deckte laut EWEA 11,4 Prozent des Stromverbrauchs in den 28 Ländern der EU ab.

Wasserkraft überholt

Gemessen an der Kapazität sei Windenergie inzwischen die bedeutendste erneuerbare Energie in Europa, erklärte der Verband. Sie mache 15,6 Prozent des gesamten Energieangebots aus und habe damit die Wasserkraft (15,5 Prozent) überholt. Wichtigste Energiequellen blieben Gas mit 21,1 Prozent und Kohle mit 17,5 Prozent.

Europaweit wurde 2015 die Rekordsumme von 26,4 Mrd. Euro in Windenergie investiert. Das seien um 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor, erklärte der Verband. Fast die Hälfte der Investitionen wurde in Deutschland getätigt.

„Wir haben 2015 einen starken Ausbau in Deutschland gesehen und ein starkes Jahr für den Offshore-Wind“, sagte der europäische Verbandsvorsitzende Giles Dickson. Das Wachstum sei aber geografisch ungleichmäßig ausgefallen. Investoren und Entwickler schreckten vor einer unklaren Energiepolitik und unklaren Vorschriften zurück.

Anpassung von Ökostromgesetz gefordert

Nehme Europa nicht unverzüglich die richtigen Weichenstellungen vor, sei die mühsam erarbeitete Vorreiterrolle bei erneuerbaren Energien Geschichte, warnte IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl in Wien. Für Österreich heiße das die rasche Anpassung des Ökostromgesetzes, „weil sonst dessen Erfolgskurs und der Ausbau erneuerbarer Energien einen Abbruch erleben wird“, so Moidl in einer Aussendung.

Die EU-weit höchste Windparkkapazität hatte 2015 weiter Deutschland mit 45 Gigawatt, gefolgt von Spanien mit 23 Gigawatt, Großbritannien (13,6 Gigawatt) und Frankreich (10,4 Gigawatt).

Google-Chef wird zum bestbezahlten CEO der USA

Google-Chef Sundar Pichai bekommt ein üppiges Aktiengeschenk: über 270.000 zusätzliche Anteilsscheine im aktuellen Wert von 199 Millionen Dollar. Der 43-Jährige erhält die Aktien in 16 Quartalsraten bis 2019, wie aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Er wird damit zum bestbezahlten Firmenchef der USA.

Pichai übernahm im vergangenen Jahr die Führung des Internetgeschäfts unter dem Dach der neuen Konzernholding Alphabet. Der bisherige Google-Chef Larry Page wechselte an die Alphabet-Spitze. Pichai zählte schon Länger zu seinen wichtigsten Topmanagern. Zusammen mit anderen Aktienoptionen hat er die Aussicht auf Anteile im aktuellen Wert von rund 650 Millionen Dollar.

VW kappte Produktion in Mexiko

Der deutsche Autokonzern Volkswagen (VW) hat nach dem Abgasskandal die Autoproduktion in Mexiko drastisch heruntergefahren. Im Jänner baute VW dort nur noch knapp 20.000 Autos, um 42 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der mexikanische Autoverband AMIA gestern (Ortszeit) mitteilte. Die Marke VW betreibt in Mexiko eine Autofabrik in Puebla und ein Motorenwerk in Silao.

Aus Puebla kommt ein Großteil der Autos für den US-Markt, wo VW mit den Folgen der Abgasmanipulationen bei Dieselautos zu kämpfen hat. Der Export von VW-Modellen aus Mexiko auf den zweitgrößten Automarkt der Welt sank im Jänner um knapp 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf nur noch knapp 11.000 Autos. Die VW-Verkäufe in den USA waren zu Jahresbeginn um 14,6 Prozent im Jahresvergleich eingebrochen.

Conti baut um eine Mrd. Dollar Reifenwerk in USA

Der deutsche Autozulieferer Continental steckt mehr als eine Mrd. Euro in ein neues Reifenwerk im US-Bundesstaat Mississippi. Die Fabrik im Süden der USA nahe der Stadt Clinton soll von Ende 2019 an Nutzfahrzeugreifen produzieren und nach dem vollen Hochfahren im nächsten Jahrzehnt rund 2.500 Menschen Arbeit geben. Das teilte der Konzern heute in Hannover mit.

Die Investition belaufe sich auf 1,4 Mrd. Dollar (rund 1,3 Mrd. Euro). Der Baubeginn starte noch „innerhalb der nächsten Monate“.

Conti-Reifenvorstand Nikolai Setzer sagte: „Zuallererst dient das neue Werk unserer Mission, unser Nutzfahrzeugreifengeschäft in Nordamerika auszubauen. Damit kündigt Continental bereits sein zweites neues Reifenwerk in den USA innerhalb von fünf Jahren an.“

Bereist sieben Werke in USA

Laut Firmenangaben hat Contis Reifensparte bisher sieben Standorte in den USA sowie je einen im benachbarten Mexiko und Kanada. Bei Continental hing zuletzt rund die Hälfte des Gewinns am Geschäft mit den Pneus. Der DAX-Konzern gehört zu den Reifenweltmarktführern.

Weltweit hat Contis Nutzfahrzeugreifensparte zehn Produktionswerke, an denen Reifen für Lkws und Busse vom Band rollen. Contis gesamte Reifendivision inklusive der für Pkws zählt weltweit 24 Produktions- und Entwicklungsstandorte. Die Geschäftseinheit machte 2014 mit 47.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 9,8 Mrd. Euro.

Chronik

Siebenjährige Skifahrerin in Salzburg schwer verletzt

In Flachau in Salzburg ist gestern ein Kind aus Hallein beim Skifahren schwer verletzt worden. Ein 41 Jahre alter Snowboarder stieß mit der Siebenjährigen auf der Piste zusammen. Beide stürzten.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Skifahrer fährt in Gruppe und nimmt Reißaus

In Lech in Vorarlberg fuhr gestern Mittag ein Unbekannter in eine Gruppe von Skifahrern, die gerade auf den Lift warteten. Eine Frau verletzte sich am Knie. Der Unbekannte machte sich daraufhin aus dem Staub.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Mann bei Schusswechsel von Genfer Polizei getötet

Die Polizei im Schweizer Genf hat in der Nacht auf heute einen Mann getötet, der zuvor auf die Ordnungshüter geschossen hatte. Ein Polizist wurde beim Schusswechsel getroffen. Nach der Schießerei wurde im Hausinnern eine tote Frau gefunden.

Die Polizei rückte gegen 3.00 Uhr ins Servette-Quartier der Stadt aus, nachdem Anrainer aus einer Wohnung Schüsse gehört hatten, wie die Genfer Staatsanwaltschaft mitteilte. Ein Mann begann beim Eintreffen der Patrouillen auf die Polizisten zu schießen.

Die Polizisten erwiderten das Feuer und töteten den Mann dabei. Beim Schusswechsel wurde ein Polizist von einer Kugel im Gesicht verletzt. Er befindet sich aber nicht in Lebensgefahr

2.000 Karotten pro Jahr: Riesenhase sucht Zuhause

In Schottland sucht die Tierschutzorganisation Society for the Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) via Kurznachrichtendienst Twitter ein neues Zuhause für einen Hasen - allerdings keinen gewöhnlichen.

Das bereits jetzt „hundegroße“ Tier der Rasse Riesenkaninchen mit dem passenden Namen Atlas (der Titan aus der griechischen Mythologie) kann ausgewachsen eine Größe von über einem Meter erreichen. Entsprechend auch der Appetit: Laut dem britischen „Guardian“ verdrücken die Tiere bis zu einen Ballen Heu pro Woche, 2.000 Karotten und 700 Äpfel pro Jahr.

Screenshot twitter.com/ScottishSPCA

Screenshot twitter.com/ScottishSPCA

Gesucht werde jedenfalls ein Halter, der bereits Erfahrung mit Riesenkaninchen hat, heißt es von der SPCA. Ein normaler Hasenkäfig tut es für das rotbraune Tier, derzeit etwa so groß wie ein Terrier, nicht. Für den neuen Besitzer gebe es für den Pflegeaufwand regelmäßig etwas zum Lachen, versprechen die Tierschützer, da der Hase häufig auf komische Ideen komme.

Science

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Religion

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Turban hinderte Schauspieler an Flug in USA

Der US-amerikanisch-indische Schauspieler und Designer Waris Ahluwalia durfte nach eigenen Angaben wegen seines Turbans nicht in die USA fliegen. Ahluwalia, der in den Wes-Anderson-Filmen „Grand Budapest Hotel“ und „Darjeeling Limited“ mitspielte, gehört der aus Indien stammenden Glaubensgemeinschaft der Sikhs an. Deswegen bedeckt er in der Öffentlichkeit sein Haar und schneidet seinen Bart nicht.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Gwyneth Paltrow sagte stundenlang in Stalker-Prozess aus

Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow (43) hat mehrere Stunden lang vor Gericht gegen einen Stalker ausgesagt. In dem Prozess in Los Angeles geht es um Vorwürfe gegen einen 66-jährigen Mann, der die Schauspielerin laut US-Medienberichten seit Jahren belästigt haben soll.

Der Stalker soll dem Star Briefe und Pakete geschickt haben - teils mit sexuellen und religiösen Inhalten. Außerdem soll er das Haus von Paltrows Eltern aufgesucht haben.

Wachhund sollte Familie schützen

Die 43-Jährige gab an, seit vielen Jahren Angst vor dem Mann zu haben. Sicherheitsmaßnahmen habe sie verstärkt und sich einen Wachhund angeschafft, um ihre Familie zu schützen, sagte Paltrow.

Sie zitierte aus mehreren Briefen, die ihr der Mann geschickt habe. Demnach äußerte er unter anderem den Wunsch, sie zu heiraten, schrieb aber auch von ihrem Tod. Einige Briefe sollen auch an den Ex-Ehemann der Schauspielerin, den Sänger Chris Martin, adressiert gewesen sein.

Mann stellte Paltrow bereits vor 17 Jahren nach

Der Beschuldigte aus dem US-Staat Ohio war im vergangenen Jahr festgenommen worden. Bereits 1999 hatte der aufdringliche Fan der Schauspielerin nachgestellt. Ein Richter schickte den Mann 2001 in eine geschlossene psychiatrische Klinik.

Nach seiner Entlassung habe er von 2009 an wieder Briefe geschrieben, berichteten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsunterlagen.

Die Verteidiger des Angeklagten sehen keine Schuld ihres Mandanten. Zwar habe dieser Briefe an die Schauspielerin geschickt, allerdings seien diese weder bedrohend noch pornografisch gewesen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Mann mehrere Jahre Haft.

Lifestyle

Kübelsaufen am Ballermann wieder legal

Aufatmen für Party-Touristen am Ballermann: Wie die deutsche „Bild“ heute online berichtete, ist das Kübelsaufen am Ballermann auf der spanischen Insel Mallorca wieder legal. Die zahlreichen von der früheren Regierung im Mai 2014 verordneten Benimmregeln wurden vom Verwaltungsgericht der Balearen gekippt.

Laut den Richtern hätte die Stadtverwaltung von Palmas den Maßnahmenkatalog gar nicht erlassen dürfen, weil sie dafür gar nicht zuständig sei.

Wer glaubt, nun auch wieder in der Öffentlichkeit urinieren und straffrei von Balkon zu Balkon springen zu dürfen, der irrt. Dafür gibt es auch andere Gesetze. Die bunten Kübel werden aber wieder zum Bild der Promenade gehören.