Ausland

Massengrab von Flüchtlingen in Malaysia gefunden

Die Polizei hat in Malaysia ein Massengrab mit Dutzenden verscharrten Leichen entdeckt. Es soll sich bei ihnen um Flüchtlinge aus Burma handeln, um Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya. Innenminister Ahmad Zahid Hamidi äußerte sich schockiert. Die Polizei ermittle.

In dem Grab bei Padang Besar im Norden werden rund 100 Leichen vermutet. Die Flucht der Rohingya vor Verfolgung in ihrer Heimat hat das größte Flüchtlingsdrama in Südostasien seit Jahrzehnten ausgelöst.

Als Geiseln gehalten

Seit Anfang Mai sind mehr als 3.000 Menschen auf überfüllten Flüchtlingsbooten teils völlig entkräftet an den Küsten Malaysias und Indonesiens angekommen. Tausende werden noch auf Schiffen auf hoher See vermutet. Umstritten ist, wie viele der Menschen Rohingya sind, die in Burma ansässig waren, und wie viele aus Bangladesch stammen.

In Südthailand waren Ende April bereits mehr als zwei Dutzend verscharrte Leichen entdeckt worden. Viele Rohingya werden von Schleppern unter falschen Versprechungen außer Landes gebracht. Sie werden wie Geiseln in Dschungelcamps festgehalten, bis ihre Familien Geld für die Passage etwa nach Malaysia zahlen, wie Überlebende berichtet haben.

Protestbewegung in Burundi stoppt Dialog mit Regierung

Nach den tödlichen Schüssen auf einen Oppositionsführer haben die Anführer der Protestbewegung gegen Präsident Pierre Nkurunziza im afrikanischen Burundi den mit der Regierung begonnenen Dialog ausgesetzt.

Das Bündnis gegen eine dritte Amtszeit für Nkurunziza verurteilte heute die „schändliche Tat“. Der von der UNO vermittelte Dialog, der noch in einer „Anbahnungsphase“ gewesen sei, werde auf Eis gelegt.

Oppositionsführer auf der Straße erschossen

Oppositionsführer Zedi Feruzi war gestern in der Hauptstadt Bujumbura auf dem Heimweg erschossen worden, wie Augenzeugen sagten. Auch ein Leibwächter des Chefs der kleinen Oppositionspartei UPD wurde demnach bei dem Angriff getötet.

Die Proteste gegen Nkurunziza richten sich insbesondere gegen die Kandidatur des seit zehn Jahren amtierenden Staatspräsidenten für ein drittes Mandat. Die Regierungsgegner sehen darin einen Verstoß gegen die Verfassung, die lediglich zwei Amtszeiten für das Staatsoberhaupt vorsieht.

Die Präsidentschaftswahl soll am 26. Juni stattfinden. Die eigentlich bereits für kommende Woche geplanten Parlaments- und Kommunalwahlen waren wegen der politischen Krise in dem ostafrikanischen Land um zehn Tage auf den 5. Juni verschoben worden.

Italien gedenkt Eintritts in den Ersten Weltkrieg

Am 24. Mai 1915, vor 100 Jahren, ist das zuvor neutrale Italien in den Ersten Weltkrieg eingetreten. An den Kriegseintritt, nach dem 1,24 Millionen Italiener an der Front starben, erinnerte heute in Rom Präsident Sergio Mattarella, der am Altar des Vaterlandes an der Piazza Venezia einen Blumenkranz niederlegte.

Am Altar des Vaterlandes befindet sich das Grabmal des Unbekannten Soldaten. Die Ewige Flamme wird Tag und Nacht von zwei Soldaten mit Lanzen bewacht. Mit Kanonenschüssen wurde in allen Städten des Kriegseintritts gedacht. Öffentliche Gebäude wurden festlich beflaggt.

Nach der Zeremonie in Rom flog Mattarella nach Friaul und beteiligte sich in der Karstgemeinde Sagrado nahe Görz (Gorizia) an einer Gedenkfeier. Zeremonien fanden außerdem auf den Kriegsschauplätzen in Friaul sowie im Trentino statt.

Keine italienischen Fahnen in Südtirol

In Südtirol wurde des Kriegseintritts Italiens vor 100 Jahren ohne die Beflaggung mit der Trikolore gedacht. Bei Landesgebäuden oder in den Gemeinden wurde auf das Aushängen der italienischen Fahne verzichtet. In Gemeinden mit italienischer Bevölkerungsmehrheit wie etwa in Bozen oder Leifers, wo es außerdem Bürgermeisterstichwahlen gab, war die Trikolore auf halbmast.

Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) hatte eine Gedenkminute an die Kriegsereignisse angekündigt. „Der Beginn eines Krieges ist kein Anlass, um zu feiern“, hatte Kompatscher im Vorfeld des Jahrestages erklärt.

Festnahme eines Marokkaners: Italiens Justiz unter Druck

Die Festnahme des Marokkaners Abdel T. wegen des Verdachts, an der Vorbereitung des Attentats auf das Bardo-Museum in Tunis beteiligt gewesen zu sein, wird für Italiens Justiz zum Problemfall. Der am Dienstag bei Mailand festgenommene Mann weist nicht nur den Vorwurf zurück, sich an der Attentatsplanung beteiligt zu haben. Er bestreitet auch, jemals überhaupt in Tunesien gewesen zu sein.

Zeugen bestätigten, dass sich T. zum Zeitpunkt des Anschlags in Tunis in Italien aufgehalten hatte. Gegenüber den Staatsanwälten, die ihn in der Strafanstalt „Opera“ vernahmen, beteuerte der 22-Jährige, er werde sich gegen seine Auslieferung nach Tunesien, wo ihm die Todesstrafe droht, wehren.

Seit seiner Ankunft auf Sizilien mit anderen Flüchtlingen am 17. Februar bis zum Tag des Anschlags habe er sich stets bei seinen Angehörigen in Gaggiano, einem Vorort Mailands, aufgehalten, sagte seine Anwältin Silvia Fiorentina. Ihr Mandant befinde sich in einer Einzelzelle. Er sei psychisch angeschlagen.

Tunesien schließt Irrtum aus

Über eine Auslieferung des Marokkaners entscheidet das Justizministerium in Rom. Der Fall droht für die Regierung heikel zu werden. Die Festnahme des Mannes hatte Italiens Innenminister Angelino Alfano als großen Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus gefeiert. Doch der Fall könnte sich noch als Bumerang erweisen, sollten die Ermittler bestätigen, dass der Marokkaner zum Zeitpunkt des Anschlags am 18. März in Italien war.

Die tunesische Justiz bekräftigte laut der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ die Vorwürfe gegen den Marokkaner. Die von der tunesischen Polizei ausgehändigte Liste der von T. begangenen Straftaten ist lang: Mord, bewaffnete Geiselnahme, Beteiligung an einer Terrorgruppe sowie Verschwörung gegen die innere Sicherheit. Außerdem soll der junge Mann Dschihadisten für Terroranschläge rekrutiert haben. Tunesien bestritt, dass es sich bei T. um eine Personenverwechslung handle.

Äthiopien: Afrikas zweitgrößte Nation wählt

Im ostafrikanischen Äthiopien haben heute Parlamentswahlen begonnen. In dem nach Nigeria bevölkerungsreichsten Land Afrikas sind laut Wahlbehörde 36,8 Mio. Wähler registriert. In der Hauptstadt Addis Abeba war der Andrang in den meisten Wahllokalen groß.

In dem verarmten Land am Horn von Afrika ist seit 24 Jahren die Partei EPRDF an der Macht. Kritiker werfen der Regierung vor, die Opposition zu unterdrücken. Politisch Andersdenkende und regierungskritische Journalisten werden häufig inhaftiert. 2010 hatte die Partei 99,6 Prozent der Parlamentssitze gewonnen - die Opposition bekam nur einen einzigen Sitz.

Insgesamt stellen sich 58 Parteien zur Wahl, aber ein haushoher Sieg der EPRDF galt bereits im Vorfeld als sicher. Beobachter rechnen mit einer hohen Wahlbeteiligung. Ein vorläufiges Ergebnis soll innerhalb von fünf Tagen vorliegen. Das Endergebnis wird am 22. Juni bekanntgegeben.

Regionalwahlen: Spaniens etablierte Parteien vor Debakel

In Spanien haben heute Kommunalwahlen begonnen, die als ein wichtiger Test für die Parlamentswahl im Herbst galten. Rund 35 Millionen Stimmberechtigte waren im ganzen Land zur Wahl neuer Stadträte und Gemeindevertretungen aufgerufen. Außerdem wurden in 13 der 17 Regionen Spaniens neue Regionalparlamente gewählt.

Bei den Wahlen in Spanien wird vermutlich kein Stein auf dem anderen bleiben. Nach Umfragen drohten der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy kräftige Stimmenverluste. Die PP regiert in elf Regionen und in fast allen Provinzhauptstädten. Die neue Linkspartei Podemos (Wir können) und die liberale Bewegung Ciudadanos (Bürger) konnten darauf hoffen, erhebliche Stimmanteile zu erhalten.

Beobachter prophezeiten zuletzt, dass nach dem Urnengang „40 Jahre berechenbarer Politik beiseitegewischt“ sein werden. Auf die regierenden Konservativen wartet ein Absturz, die oppositionellen Sozialisten dürften davon jedoch nicht profitieren. Aus einem Quasi-Zweiparteiensystem dürfte damit eine neue politische Landschaft mit vier Kräften werden. Spaniens Politiker müssen deshalb schnell etwas lernen, das sie noch nie gebraucht haben: Koalitionen zu schmieden. Denn wenn der Zorn der Wähler ungehört verhallt, könnte das Land bei der kommenden Parlamentswahl endgültig kippen.

Mehr dazu in Ganzes Land „vor einem ernsten Problem“

Inland

Weitere kritische ÖVP-Stimmen zur Kontenöffnung

In der ÖVP mehrt sich die Kritik an der im Rahmen der Steuerreform geplanten De-facto-Abschaffung des Bankgeheimnisses. Nach der steirischen Volkspartei und Justizminister Wolfgang Brandstetter warnen laut Medienberichten nun auch Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner vor einer zu weit gehenden Kontenöffnung. Die FPÖ plant ein Volksbegehren.

„Ich warne davor, alle Österreicher unter Generalverdacht zu stellen“, kritisierte Pröll in „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe). Man müsse den Steuerbetrug bekämpfen, aber man sollte nicht über das Ziel hinausschießen. Auch im „Kurier“ äußerte er „massive Bedenken“. Er riet Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) dringend, seine Vorgangsweise zu überdenken.

FPÖ und NEOS machen mobil

Ähnlich äußerte sich Mikl-Leitner. Der steirische ÖVP-Landesparteichef Hermann Schützenhöfer habe recht, meinte sie in der „Kleinen Zeitung“. „Man muss sich diese heikle Frage in der Begutachtung sehr genau anschauen. Hier geht es im Wesentlichen um die Frage der Privatsphäre.“

Die FPÖ will das Ende des Bankgeheimnisses nicht ohne Widerspruch hinnehmen und plant ein Volksbegehren „für einen gläsernen Staat und gegen einen gläsernen Bürger“, wie Parteichef Heinz-Christian Strache in „Österreich“ erklärte. Dabei soll es nicht nur um Kontenöffnungen gehen, sondern auch gegen Aktenschwärzungen im U-Ausschuss. Auch NEOS macht gegen die völlige Abschaffung des Bankgeheimnisses mobil und fordert umgekehrt vom Staat Transparenz in Sachen Steuergelder und ihre Verwendung.

Keine Zahlungen: Strache bestätigt Kontakt zu Wahrsagerin

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat gegenüber der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) eingeräumt, freundschaftlichen Kontakt zu einer niederösterreichischen Wahrsagerin unterhalten zu haben. Zahlungen des FPÖ-Klubs für deren Dienste bestritt er allerdings. Das Wochenmagazin „News“ hatte zuvor eine angebliche Leistungsaufstellung der Mystikerin über 6.000 Euro abgedruckt.

Angeblich Haider vor „Unheil“ gewarnt

Er kenne die Frau, sagte Strache. Sie habe den früheren FPÖ-Chef und BZÖ-Gründer Jörg Haider 2008 vor Unheil gewarnt. „Kurz darauf hatte er den tödlichen Unfall. Sie hat sich dann auch bei mir gemeldet. Wir haben uns ein paar Mal getroffen. Daraus ist so etwas wie eine Freundschaft entstanden. Das war’s aber auch schon.“

Stmk. & Bgld.: Landesvater-Slogans als riskanter Poker

Am 31. Mai wählen die Steiermark und das Burgenland. So unterschiedlich die Ausgangslagen in beiden Ländern sind, so sehr gleichen sich die Wahlkampagnen der Amtsinhaber. Da wie dort wird auf den „Landesvater-Bonus“ als Allheilmittel gesetzt.

Das ist innovativer, als es scheint: Sowohl das steirische „Reformduo“ Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) als auch der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) scheinen sich an den Unwillen der Wähler nach früher oft brutalen Wahlkämpfen zu erinnern. Sollte der Wahlkampf, bei dem Untergriffe der Konkurrenz schlicht ignoriert wurden, am Ende funktioniert haben, dürfte das Folgen für die gesamte Innenpolitik haben.

Mehr dazu in Doppelt überraschende Sanftmütigkeit

Im Burgenland haben bereits viele den zum ersten Mal stattfindenden zusätzlichen Wahltag gestern genutzt. 21.438 Personen, das sind 8,55 Prozent der insgesamt 250.607 Wahlberechtigten, haben ihre Stimme abgegeben, teilte die Landeswahlbehörde mit.

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Zentralmatura: Lehrer manipulierte Mathearbeiten

Im Militärgymnasium in Wiener Neustadt sind vier schriftliche Mathematik-Maturaarbeiten nachweislich durch einen Lehrer manipuliert worden. Das teilte das Bildungsministerium gestern mit. Der Landesschulrat Niederösterreich leitete ein Disziplinarverfahren ein, der Lehrer wurde suspendiert.

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Auch ein weiterer Fall ist aufgetaucht: In Vorarlberg soll ein Lehrer ebenfalls bei einer Mathearbeit versucht haben, die Benotung zu verändern. Dieser Fall wird derzeit vom Landesschulrat Vorarlberg geprüft.

Sport

Fußball: Stevens’ Mission in Stuttgart erfüllt

Trainer Huub Stevens hat den VfB Stuttgart zum zweiten Mal in Folge vor dem Abstieg in die zweite deutsche Liga bewahrt. Nach der gelungenen Rettungsmission verlässt der Niederländer wie erwartet den Verein der ÖFB-Legionäre Martin Harnik und Florian Klein.

„Er hat gestern Abend der Mannschaft gesagt, dass er seine Mission hier als erfüllt sieht, sie als erledigt sieht“, sagte Sportvorstand Robin Dutt heute. Auf einen Nachfolger für den 61-Jährigen wollte sich Dutt noch nicht festlegen.

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Tennis: Thiem feiert ersten ATP-Turniersieg

Dominic Thiem hat das Turnier von Nizza für sich entschieden und damit seinen ersten Triumph auf ATP-Ebene gefeiert. Der 21-Jährige setzte sich gestern im Endspiel nach einem ebenso spannenden wie hochkarätigen Schlagabtausch gegen Leonardo Mayer (ARG) in drei Sätzen durch, wobei Thiem gegen die Nummer vier des Turniers sein Potenzial eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Nach verlorenem erstem Satz brachte sich Thiem im zweiten mit dem einzigen Break der gesamten Partie ins Spiel zurück. Im entscheidenden Tiebreak verwertete er gleich den ersten von vier Matchbällen. Als Lohn gab es 80.000 Euro und viel Selbstvertrauen für die French Open in Paris.

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Song Contest

Die besten Bilder des Finales

27 Songs vor beeindruckenden Kulissen: Das Finale des Song Contest brachte höchst unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne. Ihre Auftritte können sich jedenfalls allesamt sehen lassen.

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Anspannung vor dem Auftritt

Kurz vor ihren Auftritten war den Künstler die Anspannung bereits ins Gesicht geschrieben, die einen fanden noch Zeit für ein nettes Lächeln für die Kameras, die anderen waren bereits hochkonzentriert für ihre Bühnenshow.

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Wirtschaft

Athen kann Schulden bei IWF im Juni nicht zahlen

Griechenland wird nach Worten von Innenminister Nikos Voutsis die im kommenden Monat anstehende Schuldenrückzahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht leisten können. „Die vier Raten für den IWF im Juni belaufen sich auf 1,6 Milliarden Euro“, sagte Voutsis heute in einer Sendung von Mega TV. Dieses Geld werde nicht überwiesen, da es nicht vorhanden sei.

Das hoch verschuldete Griechenland ringt mit den internationalen Geldgebern um eine Vereinbarung, die die Auszahlung weiterer Hilfskredite ermöglicht. Dafür sind aber Reformzusagen der Regierung in Athen nötig, die eine Einigung bis Ende Mai anstrebt. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras rief die internationalen Geldgeber zuletzt zu Kompromissen auf.

Varoufakis: Geldgeber müssen sich bewegen

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis verlangt im Schuldenstreit von den Geldgebern deutlich mehr Entgegenkommen. Sein Land habe enorme Schritte unternommen, um eine Vereinbarung über die dringend benötigten weiteren Hilfen zu erzielen, sagte er am Sonntag in einer Sendung der britischen BBC.

Es sei nun an den Verhandlungspartnern, ihren Beitrag zu leisten. „Wir sind ihnen drei Viertel des Weges entgegengekommen, sie müssen uns ein Viertel des Weges entgegenkommen.“ Er warnte zugleich, es wäre katastrophal, wenn Griechenland die Euro-Zone verlassen würde. Das wäre „der Anfang vom Ende des gemeinsamen Währungsprojekts“.

GM wies angeblich Fusionsangebot von Fiat Chrysler ab

Der Fiat-Chrysler-Konzern ist einem Zeitungsbericht zufolge mit einem Fusionsvorschlag bei der Opel-Mutter General Motors (GM) abgeblitzt. Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne habe im März eine E-Mail an seine GM-Kollegin Mary Barra geschrieben, berichtete die „New York Times“ gestern.

Marchionne habe darin Barra ein Zusammengehen der beiden Autohersteller nahegelegt, das Milliardeneinsparungen bringen und einen neuen Branchenriesen schaffen könne. Seine Bitte um ein Treffen sei aber abgewiesen worden.

Google und Apple als ungewöhnliche Alternative

Spekulationen über eine Annäherung beider Konzerne machen schon seit längerem die Runde. Marchionne warb bereits für Fusionen in der Branche und kündigte eine aktive Rolle dabei an. Zuletzt sagte er, sollten andere Autohersteller sich nicht auf Gespräche einlassen, könnte er mit Technologiekonzernen wie Google und Apple über einen Schulterschluss beraten, die an einer Weiterentwicklung des Automobils arbeiten.

Marchionne hat sich nach eigenen Worten bereits mit den Chefs von Apple und des Elektroautobauers Tesla getroffen. GM-Chefin Barra sagte Anfang des Monats, sie habe keine Gespräche mit Marchionne geführt. Ihr Unternehmen werde weiterhin seine eigenen Investitionspläne bei der Produktentwicklung verfolgen.

Amazon versteuert neuerdings Gewinne in Deutschland

Der Internetversandhändler Amazon versteuert seine in Deutschland erwirtschafteten Gewinne seit Neuestem in Deutschland. „Seit 1. Mai verbucht Amazon seine deutschen Verkäufe nicht mehr wie bisher in Luxemburg, sondern in Deutschland“, sagte ein Unternehmenssprecher der „Süddeutschen Zeitung“. Er begründet die Umstellung nicht mit der wachsenden Kritik an der Konzernpraxis. „Wir überprüfen regelmäßig unsere Firmenstrukturen, um sicherzustellen, dass wir unsere Kunden bestmöglich bedienen können“, hieß es stattdessen.

Offiziell keine Gewinne in Deutschland

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob Amazons bisheriges Konstrukt mit einer Versteuerung im Großherzogtum, das als Steueroase gilt, legal ist. Konzerne haben in Luxemburg zum Teil Steuerraten von weniger als einem Prozent auf die nach Luxemburg verlagerten Gewinne erhalten. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker steht dabei unter Druck, weil er dort 18 Jahre lang Regierungschef war. Als Präsident der EU-Kommission hat er nun Steuersparmodellen den Kampf angesagt.

Amazon hat nach Angaben der Zeitung in Deutschland 2014 Waren im Wert von fast zwölf Mrd. Dollar (10,9 Mrd. Euro) verkauft, 2012 waren es rund neun Mrd. Dollar. Gewinne fielen in Deutschland aber offiziell kaum an.

Chronik

Steirerin starb bei Frontalzusammenstoß

Bei einem Verkehrsunfall in Bad Mitterndorf in der Steiermark ist in der Nacht auf heute eine Frau ums Leben gekommen. Die 40-Jährige kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw.

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85-Jähriger verursachte Frontalcrash

Bei St. Veit im Pongau (Salzburg) verursachte ein 85-Jähriger eine Frontalkollision. Der Mann war mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn der stark befahrenen Pinzgauer Bundesstraße (B311) geraten.

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Tausende in Nepal aus Angst vor Flutwelle auf der Flucht

Nach einem Erdrutsch sind in Nepal Tausende Menschen vor einer möglichen Flutwelle eines aufgestauten Flusses geflohen. Der Erdrutsch, der den Fluss Kali Gandaki im Bezirk Myagdi blockierte, ereignete sich in der Nacht auf heute, wie Behördenvertreter bestätigten.

Der Pegelstand sei um bis zu 150 Meter gestiegen. Die Region im Nordwesten des Himalaya-Staats war von zwei Erdbeben in jüngster Zeit schwer betroffen.

Mehr als 8.500 Tote durch Erdbeben

Rund hundert Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, Tausende weitere aus mehreren Dörfern, die nicht unmittelbar gefährdet waren, verließen ihre Häuser vorsorglich. Die Polizei gab eine Warnung aus. Soldaten und Experten waren auf dem Weg in die Region, in der es in den vergangenen Tagen mehrere kleinere Erdrutsche gab.

Der Himalaya-Staat war am 25. April von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Mehr als 8.500 Menschen wurden dabei getötet und die Hauptstadt Kathmandu sowie viele kleinere Orte großflächig zerstört. Vergangene Woche wurden bei einem weiteren schweren Beben in dem Himalaya-Staat erneut Dutzende Menschen getötet und Häuser zerstört.

IT

EU-Kommission will Roaminggebühren ganz kippen

Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, macht sich für eine komplette Abschaffung der Roaminggebühren in Europa stark. „Auslandsgespräche soll es nur noch in Nicht-EU-Länder, also zum Beispiel in die USA oder Singapur, geben“, sagte Oettinger der „Bild am Sonntag“.

Eigentlich hätten sich Handynutzer schon zum Jahresende auf eine Abschaffung der Extragebühren für Telefonate, Surfen und SMS im EU-Ausland freuen können. Inzwischen gibt es aber unter den EU-Staaten einen Kompromissplan, die Gebühren auf niedrigem Niveau beizubehalten.

Oettinger forderte Nachbesserungen: „Ich traue der EU aber zu, dass wir bis Ende Juni ein sinnvolles Telekommunikationspaket hinbekommen, das die Roaminggebühren für Telefonate, SMS und Internetdaten aus dem europäischen Ausland stufenweise in absehbarer Zeit abschafft.“

Kultur

„A World Beyond“: Disney, Clooney und die Retro-Zukunft

Der Idee, dass eine friedliche Zukunft allein mit Ideenreichtum und dem Glauben an die Wissenschaft möglich ist, widmete Walt Disney einst „Tomorrowland“ - einen der Bereiche in seinem Vergnügungspark Disneyland. Regisseur Brad Bird („Ratatouille“) bringt Disneys Vision jetzt, 60 Jahre danach, in „A World Beyond“ auf die Leinwand. Mit einer großen Portion Optimismus und dem Charme einer längst vergangenen Zeit (und dem Charme George Clooneys) wird der jungen Generation Mut für die Zukunft gemacht. Doch hinter der Fassade bröckelt Disneys Wunderwelt.

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Leute

Kiss-Bassist Simmons trainiert für Plateauschuh-Auftritte

Gene Simmons, Mitbegründer der Rockband Kiss („I Was Made For Loving You“) steht seine Show in Plateauschuhen eigenen Worten zufolge nur dank eines ausgiebigen Trainings durch.

„Ich muss mich im Fitnessstudio plagen. Ganz klar. Zwei Monate vor einem Tourneestart muss ich damit anfangen, sonst ist meine Beinmuskulatur nicht stark genug, um in diesen Dingern gehen zu können“, sagte er der deutschen „Welt am Sonntag“. Simmons geht seit mehr als 40 Jahren in schwarz-weißer Schminkmaske und in riesigen Plateauschuhen auf die Bühne.

„Nie schwer, Finger von Drogen zu lassen“

Ein Grund für seine Energie im Alter sei, dass er nie Drogen konsumiert habe. „Es fiel mir nie schwer, die Finger von Drogen zu lassen. Es reichte mir aus, zu beobachten, wie dreckig es den anderen ging“, sagte Simmons. „Wer high ist, benimmt sich wie ein Idiot, er fällt auf die Fresse, kotzt anderen auf die Schuhe. Ich hatte nie ein Interesse daran, mich selbst auf diese Weise zu erniedrigen.“