Ausland

Argentinien zu Gesprächen mit Hedgefonds bereit

Der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kicillof hat sich nach dem Abrutschen des Landes in die Staatspleite zu weiteren Gesprächen mit den Gläubigern bereiterklärt. Man stehe für ein Treffen mit den Hedgefonds zur Verfügung, sagte Kicillof gestern (Ortszeit) in Buenos Aires.

Seine Regierung sei nicht grundsätzlich gegen eine Einigung mit den privaten Anlegern, beteuerte der Minister. Die Voraussetzungen seien gegeben. Einzelheiten nannte er nicht. Kicillof bestritt zugleich abermals, dass die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas nach Brasilien und Mexiko zahlungsunfähig sei.

Kirchner: Tilgungsforderungen wie „Raketen“

Unterdessen gab die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner den Fonds die Schuld. „Wir leben in einer zutiefst ungerechten und zutiefst gewaltsamen Welt“, sagte Kirchner in einer vom TV übertragenen Rede. Die Tilgungsforderungen der Fonds seien ebenfalls „Gewalt“. Kirchner verglich die Forderungen der Hedgefonds NML Capital und Aurelius mit „Raketen in einem Krieg“, da „finanzielle Raketen ebenfalls töten“. Sie forderte ihre Landsleute auf, „ruhig zu bleiben“. Argentinien werde alle Rechtsmittel ausschöpfen. Zugleich bestritt auch Kirchner, dass Argentinien zahlungsunfähig sei. Das geforderte Geld sei hinterlegt worden.

Fitch: Argentinien „zahlungsunfähig“

Die Ratingagentur Fitch hat Argentinien unterdessen als „eingeschränkten Zahlungsausfall“ eingestuft, weil das Land wegen eines Rechtsstreits mit US-Hedgefonds seine Staatsanleihen nicht mehr vollständig bedienen kann. Argentinien habe es bei einigen seiner Schuldtitel verpasst, rechtzeitig die Zinsen zu zahlen, teilte Fitch zur Begründung mit.

Das Land darf laut einem Gerichtsurteil einen Teil seiner Gläubiger nicht mehr auszahlen, solange 1,5 Milliarden Dollar an Altschulden bei den New Yorker Hedgefonds NML Capital und Aurelius nicht beglichen sind. Schulden bei anderen Investoren über rund 540 Millionen Dollar konnten deshalb zuletzt nicht bedient werden.

Verhandlungen gescheitert

Argentiniens Verhandlungen um einen Kompromiss mit den Fonds waren in der Nacht auf gestern gescheitert. Standard & Poor’s, eine andere wichtige Ratingagentur, hatte das Land vor diesem Hintergrund bereits am Vorabend als „teilweisen Zahlungsausfall“ eingestuft. Die Entscheidung der dritten großen Agentur Moody’s steht noch aus.

Steinmeier beklagt „Welle antisemitischer Hetze“ in EU

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, die Kritik an Israels Militäreinsatz in Gaza mit antisemitischen Ausfällen zu vermengen. Er sei schockiert über die „Welle antisemitischer Hetze und Übergriffe, die in den vergangenen Wochen in unseren Städten ausgebrochen ist“, so Steinmeier in einem gestern veröffentlichten Beitrag für die Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“.

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China bestätigt erstmals Bau neuer Langstreckenrakete

China hat erstmals die Entwicklung eines neuen Typs von Langstreckenraketen bestätigt. In einer Armeeeinrichtung der Provinz Shaanxi würden Raketen vom Typ Dongfeng-41 (DF-41) gebaut, berichtete die staatliche Zeitung „Global Times“ heute unter Verweis auf einen entsprechenden Eintrag auf der Website einer Umweltbehörde.

Nach Angaben des US-Fachblatts „Jane’s Strategic Weapon Systems“ gehört diese neue Raketengeneration mit etwa 12.000 Kilometern Reichweite zu den Raketen mit der längsten Reichweite der Welt. Sie würde damit auch Ziele in den USA erreichen können.

In einem Bericht des US-Außenministeriums vom Juni heißt es, die DF-41 könne womöglich mehrere unabhängig voneinander lenkbare Atomsprengköpfe gleichzeitig transportieren. „Weil die USA ihr Raketenabwehrsystem weiter ausbauen, geht der Trend zu Trägerraketen der dritten Generation mit mehreren Atomsprengköpfen“, zitierte die „Global Times“ einen chinesischen Militäranalysten. Dem Blatt zufolge ist es das erste Mal, dass Peking offiziell die Existenz der DF-41-Raketen bestätigt.

120 Demonstranten vor Weißem Haus festgenommen

Bei einem Protest gegen die Immigrationspolitik von US-Präsident Barack Obama hat die Polizei gestern mehr als 120 Demonstranten vor dem Weißen Haus festgenommen. Die Demonstranten hatten sich auf dem Gehsteig vor dem Regierungssitz niedergelassen und ließen sich ohne Widerstand von der Polizei wegtragen.

Die Aktion richtete sich gegen die Abschiebung illegaler Einwanderer. Gut drei Monate vor den Kongresswahlen ist das Thema Immigration zum Politikum geworden in den USA. Für Aufsehen sorgt die Massenflucht Zehntausender Kinder aus Mittelamerika in die USA.

Obama hatte den Kongress kürzlich aufgefordert, 3,7 Milliarden Dollar (2,7 Mrd. Euro) für verstärkte Grenzkontrollen und den Kampf gegen Menschenhändler freizugeben. Die Republikaner lehnen das ab. Insgesamt leben in den USA über elf Millionen Ausländer ohne gültige Papiere, viele bereits seit etlichen Jahren.

Inland

Asyl: ÖVP attackiert Traiskirchner Bürgermeister

Rund um den Meningitis-Fall in Traiskirchen (Niederösterreich) ist ein politischer Streit entbrannt. Nach Kritik des Traiskirchner Bürgermeisters Andreas Babler am Innenministerium rückte ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel gestern Abend via Aussendung aus, um den SPÖ-Politiker zurechtzuweisen. Dieser habe „jede Grenze überschritten. Mit dem Schicksal von Menschen so pietätlos umzugehen geht mehr als zu weit.“

Blümel warf Babler vor, „den tragischen Tod eines Asylwerbers offensichtlich für parteipolitisches Geplänkel“ zu missbrauchen. „Ein solches Verhalten ist eines Bürgervertreters unwürdig“, so der ÖVP-Generalsekretär, der „endlich sachliche, lösungsorientierte Beiträge des SPÖ-Politikers“ einforderte, „statt sinnfreien, parteipolitischen Geplänkels, das auf dem Rücken eines Verstorbenen ausgetragen wird“.

Asylwerber starb in Traiskirchen an Meningitis

Ein Asylwerber aus Traiskirchen war an einer ansteckenden Gehirnhautentzündung gestorben. Der 24-jährige Mann dürfte bereits in seinem Heimatland Somalia erkrankt sein. Bewohner und Personal müssen nun eine Prophylaxe in Form von Antibiotika zu sich nehmen. Heute sind die medizinischen Maßnahmen voll angelaufen.

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In Salzburg wird unterdessen nach dem Aufnahmestopp in Traiskirchen nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge gesucht. Im Gespräch sei eine Turnhalle der Salzburger Polizei, heißt es aus informierten Kreisen.

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Hypo-Sondergesetz in Kraft: Schuldenschnitt Mitte August

Nach der Unterschrift von Bundespräsident Heinz Fischer und Gegenzeichnung von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist das umstrittene Hypo-Sondergesetz seit gestern Nachmittag offiziell in Kraft. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat nun zwei Wochen Zeit, die in Arbeit befindliche Umsetzungsverordnung zu erlassen.

Auf dem Verordnungsweg werden die vom Schuldenschnitt, der Mitte August anläuft, erfassten Anleihen benannt. Sie werden für erloschen erklärt. Dann darf von den Gegnern - das sind in erster Linie vom Schnitt betroffene Parteien - Beschwerde eingebracht werden, was zu erwarten ist.

Gläubiger schauen durch die Finger

Mit dem Sondergesetz für die staatliche Krisenbank Hypo Alpe-Adria lässt die Republik Gläubiger von landesgarantierten Nachranganleihen im Volumen von 890 Mio. Euro bluten. Betroffene Anleihegläubiger und etliche Juristen sehen die Wertloserklärung der Verbindlichkeiten als Enteignung.

Zwar können Anleiheinvestoren auf die Herausgabe von Geldern erst klagen, wenn die jeweilige Bond-Tranche fällig ist. Verfassungs- und Feststellungsklagen sind aber schon früher möglich. Etwa von der Weltbank, die in Hypo-Anleihen mit Kärntner Landesgarantie investiert ist, wird erwartet, dass sie vor Gericht auf ihren rechtlichen Sonderstatus verweist und sich wohl durchsetzt. Im Gesetz ist auch die Einrichtung einer Abbaugesellschaft für die Hypo festgeschrieben.

Die Präsidentschaftskanzlei teilte mit, dass Fischer das Gesetz mit dem ehemaligen Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und jetzigen Berater in der Präsidentschaftskanzlei, Ludwig Adamovich, geprüft habe.

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NEOS will VfGH-Prüfung parlamentarisch anstoßen

Dass der Verfassungsgerichtshof das Hypo-Sondergesetz samt Schuldenschnitt wird prüfen müssen, weil Gläubiger wie ihrerseits vielfach angekündigt klagen werden, gilt als fix. NEOS fordert nun jedoch, eine Prüfung des Gesetzes durch Absicht von mindestens einem Drittel der Abgeordneten zum Nationalrat zu erwirken. Rechtlich ist das möglich.

NEOS fordert dahingehend die Klubobleute der weiteren Oppositionsparteien FPÖ, Grüne und Team Stronach (TS) in einem offen Brief auf, „dieses Begehren auf Prüfung des Hypo-Sondergesetzes gemeinsam zu verfassen und vor den Verfassungsgerichtshof zu bringen“. Im Schreiben, das der APA vorliegt, geht die kleinste Oppositionspartei davon aus, „wir sind uns alle einig, dass dieses Gesetz verfassungsrechtlich höchst bedenklich ist (...)“.

Wirtschaft

IBAN und BIC lösen Kontonummer und Bankleitzahl ab

Ab heute gilt bei Überweisungen und Lastschriften nur noch die neue, europaweit einheitliche Kontonummer IBAN und der BIC, der sogenannte Business Identifier Code. Die bisher verwendeten Kontonummern und Bankleitzahlen haben endgültig ausgedient, auch alte Zahlscheine verlieren ihre Gültigkeit.

Durch das neue System SEPA (Single Euro Payments Area) sollen Banküberweisung innerhalb der EU nur noch einen Geschäftstag dauern und nicht mehr kosten als Inlandsüberweisungen.

LED-Siegeszug überrascht Anbieter

Als Brüssel vor wenigen Jahren der Glühbirne den Kampf angesagt hat, war es die Energiesparlampe, die als stromsparende Alternative angepriesen wurde. Zwei Jahre nachdem auch die schwächsten Glühbirnen von der EU-Kommission verbannt wurden, zeigt sich aber immer mehr, dass sich der Markt längst weiter-, und damit weg von den Energiesparlampen entwickelt hat. LED ist das Zauberwort, das die ungeliebten Energiesparlampen immer mehr verdrängt. Wie rasch sich der Markt derzeit wandelt, überrascht selbst große Hersteller - zuletzt etwa Osram. Hinzu kommt ein enormer Konkurrenzdruck aus Asien.

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GoPro mit höherem Verlust nach Börsengang

Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat bei seinen ersten Quartalszahlen nach dem erfolgreichen Börsengang einen höheren Verlust verbucht. Das Minus stieg im zweiten Quartal auf knapp 20 Millionen Dollar nach gut fünf Millionen Dollar vor einem Jahr.

Höhere Kosten überwogen den Umsatzzuwachs von 38 Prozent auf 244,6 Millionen Dollar. Die Aktie fiel gestern nachbörslich um knapp zehn Prozent. Zuvor hatte sich ihr Preis seit dem Börsengang Ende Juni auf rund 48 Dollar verdoppelt. GoPro verkauft kleine Kameras, die man bei sportlichen Aktivitäten benutzen kann.

Elektroautobauer Tesla: Rote Zahlen trotz Umsatzanstiegs

Der US-Elektroautobauer Tesla ist im zweiten Quartal trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs tiefer in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettofehlbetrag binnen Jahresfrist auf 61,9 Millionen Dollar, wie das Unternehmen gestern nach Börsenschluss mitteilte. Tesla verwies auf hohe Investitionen zur Modernisierung und zum Ausbau des Fertigungswerks in Fremont.

Die Erlöse stiegen um 90 Prozent auf 769,3 Millionen Dollar. Tesla verkaufte im Berichtszeitraum 7.579 E-Autos. Für das laufende Quartal plant das Unternehmen eine Auslieferung von 7.800 Fahrzeugen. Für das Gesamtjahr erwartet Tesla 35.000 Auslieferungen vom Model S, das in der günstigsten Variante 70.000 Dollar kostet. 2015 will der Elektroautobauer mehr als 60.000 Stück bauen. 2013 verkaufte Tesla knapp 22.500 Fahrzeuge.

Fabrik für Hochleistungsakkus

Tesla Motors will zusammen mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic eine riesige Fabrik für Hochleistungsakkus bauen. Diese „Gigafactory“ solle in den USA entstehen, teilten beide Unternehmen mit. Sie verständigten sich nach eigenen Angaben darauf, dass sich Tesla um das Grundstück kümmern solle.

Panasonic werde die zylindrischen Lithiumionen-Zellen herstellen und in die Ausrüstung investieren. Die „Gigafactory“ wird schätzungsweise zwischen vier und fünf Milliarden Dollar kosten.

Westbahn: Wieder Millionenverlust

Die mehrheitlich private Westbahn hat auch im Vorjahr wieder einen Millionenverlust eingefahren. Laut der Bilanz 2013 lag der Verlust der Westbahn Management GmbH unter dem Strich bei 14,54 Mio. Euro, gegenüber 23,45 Mio. im Jahr 2012.

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Sport

Europa League: St. Pölten bietet Eindhoven Paroli

Mehr als achtbar hat sich am Donnerstag der SKN St. Pölten im Hinspiel der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation im Auswärtsspiel gegen den PSV Eindhoven gehalten. Der heimische Zweitligist, der als Cup-Finalist in den Europacup eingezogen ist, bot dem niederländischen Traditionsclub über die gesamte Spielzeit Paroli und musste sich nur mit 0:1 geschlagen geben. Mit einer disziplinierten Leistung in der Defensive ließen die Niederösterreicher dem großen Favoriten nur wenige Chancen und kamen sogar selbst zu Tormöglichkeiten. Damit ist für das Rückspiel nächsten Donnerstag für St. Pölten noch nicht alles verloren.

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Europa League: Schwarzer Tag für Grödig

SV Scholz Grödig steht in der Europa-League-Qualifikation nach dem Drittrundenhinspiel bereits mit dem Rücken zur Wand. Das Team von Coach Michael Baur musste sich am Donnerstag in der Red Bull Arena dem moldawischen Cupsieger Zimbru Chisinau 1:2 (0:1) geschlagen geben. Damit brauchen die Salzburger in einer Woche auswärts unbedingt zwei Treffer, um doch noch ins Play-off aufzusteigen. Pechvogel des Tages war Simon Handle, der den ersten Gegentreffer verschuldete und danach auch noch selbst ins eigene Tor traf.

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Tennis: Thiem steht im Kitz-Viertelfinale

Dominic Thiem hat bei dem mit 485.760 Euro dotierten ATP-Turnier bet-at-home Cup in Kitzbühel gestern zu seiner Form gefunden. Nach den Schwierigkeiten in der ersten Runde in der Dreisatzpartie gegen den Brasilianer Joao Souza zeigte sich Österreichs Nummer eins im Achtelfinale gegen den tschechischen Hoffnungsträger Jiri Vesely stark verbessert und bewies neben spielerischer Klasse auch Kämpferqualitäten, als er im zweiten Durchgang einen Rückstand noch umdrehte und die Partie für sich entschied. Als „Lohn“ warten auf Thiem morgen vielleicht gleich zwei Spiele.

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Chronik

Gasexplosionen in Taiwan - 24 Tote

Bei mehreren Gasexplosionen in der taiwanesischen Stadt Kaohsiung sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 270 weitere seien verletzt worden, meldete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua heute. Unter den Toten seien mehrere Feuerwehrmänner.

Die Behörden befürchten demnach, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Die Explosionen hätten Löcher in die Straßen gerissen, Menschen könnten dort hineingefallen sein. Dem Bericht zufolge brannte es in der Früh in mehreren Straßen der südlichen Stadt noch immer.

Die Feuerwehr sei wegen Gaslecks im Distrikt Cianjhen alarmiert worden, anschließend habe es mehrere Explosionen gegeben, hieß es. Von den Detonationen betroffen war eine Fläche von rund drei Quadratkilometern. Wie es zu dem Gasaustritt kam, war zunächst unklar.

Erdbeben nahe algerischer Hauptstadt

Ein Erdbeben hat heute Früh die algerische Hauptstadt Algier erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 14 Kilometer südöstlich der Stadt, in nicht einmal zehn Kilometern Tiefe.

Nach dem Hochwasser: Aufräumen startet

In der Nacht hat sich die Hochwasserlage im Bundesland Salzburg entspannt. Die Pegelstände der Flüsse sanken, die Dämme an der Salzach und der Lammer hielten. Schäden gibt es vor allem im Oberpinzgau - etwa an der Pinzgauer Lokalbahn.

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Die Hochwassersituation in Oberösterreich hat sich über Nacht ebenfalls entspannt - die Regengüsse vor allem in Tirol und Salzburg hatten bereits am Abend nachgelassen, deshalb ist auch deutlich weniger Wasser über Salzach und Inn gekommen. Entlang der Donau sind nur noch kleine Pegelstandssteigerungen möglich.

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Wanderer in Vorarlberg tödlich verunglückt

Bei einer Wanderung in Buchboden im Großen Walsertal (Vorarlberg) ist Mittwochabend ein 61-Jähriger rund 200 Meter abgestürzt, nachdem er auf einer steilen nassen Wiese ausgerutscht war. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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Gestern spätabends ist auch im Kärntner Lesachtal ein 23-jähriger Mann rund 50 Meter über eine steile Wiese und dann rund 100 Meter über felsigen Wald abgestürzt. Er hatte sich zu weit von der Terrasse eines Hauses entfernt. Er wurde von der Bergrettung geborgen.

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Wegen des schlechten Wetters sind gestern in Tirol zwei Gruppen in Bergnot geraten. Die starken Regenfälle hatten Bergwege unpassierbar gemacht. Bergretter mussten die Wanderer aus ihrer misslichen Lage befreien.

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Polizist verhinderte Geisterfahrerunfall

Ein beherzt eingreifender Polizisten hat gestern auf der Südautobahn bei Völkermarkt (Kärnten) einen möglichen Geisterfahrerunfall verhindert. Ein Pensionist war im Bereich eines Beschleunigungsstreifens in die falsche Richtung abgebogen.

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Schwammerlsucher in Almgebiet vermisst

In einem größeren Almgebiet auf der Soboth im Bezirk Deutschlandsberg (Steiermark) wird seit gestern Nachmittag ein Schwammerlsucher vermisst. Der etwa 70 Jahre alte Mann war zum vereinbarten Treffpunkt nicht mehr zurückgekommen.

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Brand Hoher Markt: Anklage fertig

Die Anklage gegen jenen Mann, der im April eine Wohnung am Hohen Markt in Wien in Brand gesteckt haben soll, ist fertig. Bei dem Feuer kam eine Studentin ums Leben. Der Mann ist nun wegen Brandstiftung mit Todesfolge angeklagt.

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Gesundheit

WHO kündigt 100-Millionen-Programm gegen Ebola an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verstärkt mit einem 100-Millionen-Dollar-Programm den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika. Der Aktionsplan soll heute auf einem Krisengipfel in Conakry, der Hauptstadt Guineas, gestartet werden, wie die WHO in Genf mitteilte. Damit soll unter anderem deutlich mehr medizinisches Personal eingesetzt werden können.

„Ausmaß macht es notwendig“

In Conakry wollen Präsidenten westafrikanischer Staaten mit WHO-Generaldirektorin Margaret Chan konkrete Schritte zur Intensivierung des Kampfes gegen die Seuche erörtern. Chan sagte dazu: „Das Ausmaß des Ebola-Ausbruchs und die davon ausgehende Gefahr machen es notwendig, dass die WHO sowie Guinea, Liberia und Sierra Leone die Gegenmaßnahmen erheblich verstärken.“

Am dringendsten sei der Einsatz weiterer Ärzte und Krankenschwestern, Seuchenexperten, Logistiker sowie Sozialarbeiter. Der Aktionsplan sieht auch stärkere Maßnahmen zur Aufklärung vor. „Die Lage ist außer Kontrolle“, sagte Mariano Lugli, Koordinator von Ärzte ohne Grenzen, in Genf. Das Virus sei nicht zu stoppen, lokale Gesundheitsbehörden seien überfordert.

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IT

Google verteidigt Vorgehen bei Löschung von Links

Google hat die umstrittene Benachrichtigung der Websitebetreiber bei der Löschung von Links aus der Vergangenheit von Europäern verteidigt. Das solle unter anderem helfen, ungerechtfertigte Anfragen herauszufiltern, erklärte Google in einer Antwort an europäische Datenschützer, die unter anderem das „Wall Street Journal“ (Onlineausgabe) gestern Abend veröffentlichte. Google brauche für dieses Vorgehen keine zusätzliche rechtliche Grundlage, argumentierte der Internetkonzern.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Die Informationen selbst müssen dabei von den Urhebern nicht entfernt werden. Nur die Verweise auf die Inhalte tauchen dann nicht mehr in der Google-Suche auf. Es geht um Informationen, die nicht mehr relevant sind oder das Recht auf Privatsphäre verletzen.

Datenschützer hatten kritisiert, dass der Internetkonzern die Urheber - wie etwa Medien - über die Löschung der Links informiert. Dadurch wurden mehrere Personen, die Links aus den Google-Ergebnissen entfernen ließen, in den vergangenen Wochen öffentlich genannt.

Studie: Android-Anteil steigt auf 85 Prozent

Das Google-Betriebssystem Android hat seine Vormachtstellung auf dem Smartphone-Markt einer Branchenstudie zufolge weiter ausgebaut. Auf Android entfielen im zweiten Quartal 85 Prozent des Marktanteils, die Konkurrenz von Apple, Microsoft und Blackberry fiel hingegen noch weiter zurück, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Marktforschungsfirma Strategy Analytics hervorgeht.

Der innerhalb eines Jahres um 27 Prozent gestiegene Absatz von Smartphones auf weltweit 295 Millionen Geräte verdankt sich demnach in erster Linie dem Google-Betriebssystem.

Apples weltweiter Marktanteil mit dem iPhone sank der Studie zufolge im gleichen Zeitraum von 13,4 Prozent auf 11,9 Prozent. Das Windows Phone von Microsoft verzeichnete demnach ebenfalls einen Rückgang von 3,8 Prozent auf 2,7 Prozent, Blackberry rangiert sogar nur noch bei 0,6 Prozent Marktanteil. Als Wachstumsmärkte wurden vor allem Afrika und Asien ausgemacht.

Science

Wie die Kulturwelt in 2.000 Jahren gewandert ist

Paris lockt Künstler seit mehr als 700 Jahren an, in jüngerer Zeit übte Hollywood eine besondere Sogwirkung aus. Das zeigt eine umfangreiche Visualisierung, die die kulturelle Bedeutung von Städten in den vergangenen 2.000 Jahren sichtbar macht.

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Kultur

Frankreichs CNIT erregt noch immer Aufsehen

Seit den gotischen Kathedralen habe man in Frankreich nichts so Kühnes mehr gebaut wie dieses Gebäude: So formulierte es Frankreichs damaliger Kulturminister Andre Malraux, als er 1958 in Paris das Centre des Nouvelles Industries et Technologies (CNIT) einweihte. Ein Tempel für die französische Technolgieentwicklung sollte es sein - und wurde mit seiner freitragenden Kuppel selbst zum Markstein der Ingenieurskunst: In die Kubatur des CNIT würde die Kathedrale von Notre Dame gleich dreimal hineinpassen.

Charles de Gaulle hatte just in diesem Gebäude ein Monument für seine Präsidentschaft und die erhoffte Stärke der Fünften Republik gefunden. Und Francois Mitterrand, einst großer Gegner des Comebackes von De Gaulle, sollte den französischen Baugigantomanismus rund um das CNIT vollenden.

Mehr dazu in Utopien in Beton und Stahl

Lifestyle

Wetter verdirbt Badesaison

Klassisches Badewetter ist heuer im Juli nicht auf der Tagesordnung gestanden. Das bekamen etwa auch die See- und Freibäder im Burgenland empfindlich zu spüren: So wenige Gäste wie in diesem Sommer gab es schon lange nicht.

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Leute

Spaniens Ex-König Juan Carlos droht Vaterschaftsklage

Der oberste spanische Gerichtshof prüft eine Vaterschaftsklage gegen den abgedankten König Juan Carlos. Die Klage, die zuvor von einer niedrigeren Instanz abgewiesen worden war, wurde am Dienstag an das Oberste Gericht weitergeleitet, wie eine Gerichtssprecherin gestern in Madrid sagte. Es handelt sich um die Klage des Katalanen Alberto Sola Jimenez.

Immunität mit Abdankung verloren

Mit seiner Abdankung im Juni verlor der 76-jährige Ex-König seine Immunität. Allerdings beschloss das Parlament mit den Stimmen der rechtskonservativen Regierungspartei eigens ein umstrittenes juristisches Sonderrecht für ihn. Es sieht vor, dass nur der Oberste Gerichtshof Juan Carlos zur Rechenschaft ziehen kann. Damit sind die Hürden deutlich höher, weil eine höhere Beweislast nötig ist.

2012 hatten zwei spanische Gerichte Vaterschaftsklagen gegen den damaligen Monarchen unter Verweis auf die Verfassung abgewiesen. Sola und die Belgierin Ingrid Sartiau sind davon überzeugt, uneheliche Kinder von Juan Carlos zu sein und wollten einen Vaterschaftstest erwirken.

Solas Berufungsklage muss nun vom Obersten Gericht geprüft werden. Der 58-Jährige behauptet, dass seine leibliche Mutter, die Tochter eines angesehenen Bankers aus Barcelona, mit Juan Carlos eine Affäre hatte, bevor dieser Königin Sofia heiratete. Aus dieser Affäre sei er hervorgegangen, sagt Sola.

Kelly Rowland: „Es wird ein Bub“

Die schwangere US-Sängerin Kelly Rowland hat das Geschlecht ihres Kindes verraten: „Es wird ein Bub“, sagte sie Fox411 gestern (Ortszeit). Ganz freiwillig war die Aussage allerdings nicht. Denn die ehemalige Sängerin der R&B-Band Destiny’s Child hatte sich zuvor verplappert, als sie erklärte, es seien „ihm“ bereits alle Badesachen und Spielzeuge besorgt worden.

Nach dem Fauxpas habe Rowland ihre Managerin gebeten, Ehemann Tim Witherspoon anzurufen, berichtete das US-Promiportal. „Kannst Du ihm bitte sagen, dass ich alles ausgeplaudert habe?“