Ausland

Türkische Armee nimmt neun Briten an Grenze zu Syrien fest

Die türkische Armee hat nach eigenen Angaben neun Briten an der illegalen Einreise nach Syrien gehindert. Die Verdächtigen seien in der Grenzprovinz Hatay im Süden des Landes festgenommen worden, teilte die Armee heute mit.

Weitere Einzelheiten zur Identität und den Absichten der Gruppe nannte das Militär nicht. Seit Mitte März waren die türkischen Behörden allerdings auf der Suche nach neun britischen Studenten sudanesischer Herkunft, die sich offenbar in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anschließen wollten.

Viele ausländische IS-Kämpfer reisen über die 900 Kilometer lange Grenze zwischen der Türkei und Syrien zu den Dschihadisten. Unter anderem sorgte kürzlich die Reise von drei britischen Mädchen für Aufsehen, die über die Türkei zum IS nach Syrien gelangten.

Nach Kritik westlicher Regierungen verschärfte Ankara inzwischen die Grenzkontrollen. In den vergangenen Monaten meldeten die Sicherheitsbehörden zahlreiche Festnahmen. Mitte März wurden in der Türkei eine junge Britin und drei britische Jugendliche gefasst, die offenbar den Kampf des IS in Syrien unterstützen wollten. Die vier Verdächtigen wurden zurück in ihr Heimatland geschickt.

Nur fünf Tage im Amt: Sloweniens Bildungsministerin geht

Die neue slowenische Bildungsministerin Klavdija Markez ist heute wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten. Zuvor war bekanntgeworden, dass sie Teile ihrer 2005 eingereichten Masterarbeit abgeschrieben haben soll. Sie sei sich „angesichts der Situation ihrer Verantwortung bewusst“, sagte sie laut Medienberichten.

Der Regierungschef habe den Rücktritt der Bildungsministerin wegen der Situation um ihre Masterarbeit angenommen, lautete die kurze Aussendung aus seinem Büro.

Markez, die aus Miro Cerars Regierungspartei SMC (Partei des Modernen Zentrums) stammt, war erst am vergangenen Freitag zur Ministerin bestellt worden. Mit nur fünf Tagen im Amt gehört sie zu den Ministern mit der kürzesten Amtsdauer. Ob die bisherige SMC-Parlamentsabgeordnete ins Parlament zurückkehren wird, ließ sie laut Medienberichten vorerst offen.

Thailändische Militärjunta hebt Kriegsrecht auf

Zehn Monate nach dem Putsch in Thailand hat die Militärjunta das Kriegsrecht aufgehoben. König Bhumibol Adulyadej habe einem entsprechenden Antrag zugestimmt, berichtete das Militärfernsehen heute. Anstelle des Kriegsrechts sollten künftig eine Reihe von Sicherheitsgesetzen gelten, hieß es weiter. Diese verleihen dem Militär ebenfalls weitreichende Befugnisse.

Die thailändische Armee hatte im Mai nach monatelangen Unruhen die Regierung gestürzt und die Macht in dem südostasiatischen Land übernommen. Seitdem galt das Kriegsrecht - nach Darstellung des Militärs, um den Frieden zu wahren. Neuer Regierungschef wurde der bisherige Armeechef Prayut Chan-O-Cha.

Hauptverdächtiger in Nemzow-Mord bestreitet Tatvorwurf

Im Fall des ermordeten Kreml-Kritikers Boris Nemzow hat der Hauptverdächtige Saur D. die Tatvorwürfe bei einem Gerichtstermin bestritten. Er widerrief damit sein früheres Geständnis.

Er sei unter Druck gesetzt worden, sagte D. bei einem Haftprüfungstermin heute in Moskau. Zur Tatzeit sei er zu Hause gewesen, gab er nun der Agentur Interfax zufolge an. Zuvor hatte es Berichte über Folter der festgenommenen Verdächtigen gegeben.

Russische Ermittler sind hingegen weiter von der Schuld des Mannes überzeugt. Es gebe Zeugenaussagen und medizinisch nachweisbare Spuren, die seine Beteiligung an dem Mord belegten, hieß es bei der Anhörung. Das Gericht entschied, dass der Verdächtige in Haft bleibt.

Der 55-jährige Nemzow, ein scharfer Kritiker von Präsident Wladimir Putin, war am 27. Februar in Kreml-Nähe von hinten erschossen worden. Die Polizei nahm wenig später fünf Verdächtige aus dem islamisch geprägten Nordkaukasus fest. Berichten zufolge sollen sie von einem Auftraggeber jeweils rund 80.000 Euro für den Mord erhalten haben. Über mögliche Drahtzieher ist jedoch noch nichts bekannt.

Finanzaffäre: Sarkozy entgeht vorerst Ermittlungsverfahren

Bei den Nachforschungen der französischen Justiz zu einer Finanzaffäre bleibt Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy vorerst ein formelles Ermittlungsverfahren erspart. Nach einer Vorladung bei Untersuchungsrichtern gab die Staatsanwaltschaft in Paris heute bekannt, dass Sarkozy als Zeuge mit Rechtsbeistand eingestuft worden sei. Das entspricht einem Status zwischen Zeugen und Beschuldigtem.

In der Finanzaffäre geht es um eine Strafzahlung, die Sarkozy wegen der Überziehung seines Wahlkampfbudgets des Jahres 2012 hätte leisten müssen, die aber von seiner konservativen Partei UMP beglichen wurde. Die Übernahme der Strafe in Höhe von mehreren hunderttausend Euro ist nicht zulässig. In der Affäre war Anfang Februar der frühere Parteivorsitzende Jean-Francois Cope formell wegen Untreue beschuldigt worden.

Athen droht mit verspäteter IWF-Rückzahlung

Im festgefahrenen Schuldenstreit Griechenlands mit der Euro-Zone und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der griechische Innenminister Nikos Voutzis mit einer verspäteten Rückzahlung eines Kredits des IWF gedroht.

„Wenn bis 9. April kein Geld fließt, werden wir zuerst die Gehälter, Renten und Pensionen hier in Griechenland zahlen und bitten dann unsere Partner im Ausland um Einvernehmen und Verständnis, dass wir die 450 Millionen Euro an den IWF nicht pünktlich zahlen werden“, sagte Voutzis dem „Spiegel“ laut einer Vorabmitteilung.

Die Verschiebung solle „im Einverständnis geschehen, damit kein Zahlungsausfall eintritt“. Das Geld reiche noch bis Mitte April, sagte der Minister. Zudem bekräftigte er den griechischen Anspruch auf weitere Hilfszahlungen des Euro-Rettungsschirms EFSF und des IWF.

Finanzministerium: „Werden rechtzeitig zahlen“

Insgesamt geht es dabei um eine Summe von rund 7,2 Milliarden Euro. Das Land ringt seit Wochen mit seinen Geldgebern um die Reformauflagen für weitere Kredite. Die früheren Vereinbarungen der Vorgängerregierung in Athen lehnt die neue Regierung zum Teil wegen sozialer Härten ab.

Wie die dpa berichtete, hieß es aus dem griechischen Finanzministerium allerdings, dass fristgerecht gezahlt werde. „Das Geld ist da. Wir werden rechtzeitig zahlen“, sagte ein Mitarbeiter des stellvertretenden Finanzministers Dimitris Mardas. Auch der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis sagte nun griechischen Medien: „Auf gar keinen Fall wird Griechenland seine Verpflichtungen gegenüber dem IWF am 9. April nicht erfüllen.“

2,8 Mrd. Euro Rückzahlungen im April fällig

Griechenland muss im April insgesamt 2,8 Mrd. Euro an Rückzahlungen für Hilfsgelder leisten. Insgesamt fällt bis Ende Juni - dem Auslaufen des dann zum zweiten Mal verlängerten zweiten Rettungspakets für Athen - eine Summe von 9,8 Mrd. Euro für Athen an.

Griechenland erhielt bisher zwei Rettungspakete von EU und IWF. Insgesamt wurden dabei 235 Mrd. Euro ausbezahlt. Die Rückzahlung des Kapitals beginnt frühestens 2020 und endet 2058. Die Rückzahlung der Zinslast ist relativ gering, weil die Zinshöhe eben sehr niedrig ist.

Steuerschuldner zahlen 147 Mio. Euro nach

Säumige griechische Steuerschuldner zahlten dem Staat nach Angaben des Finanzministeriums in Athen in den vergangenen Tagen insgesamt 147 Millionen Euro an ausstehenden Steuern nach. Mehr als 150.000 Steuerzahler hätten von einem Programm zur Regelung von Steuerschulden Gebrauch gemacht, erklärte das Finanzministerium. Dabei hätten sie teilweise bis in die 70er Jahre zurückreichende Schulden beglichen.

Normalerweise liege die Wahrscheinlichkeit, derart alte Steuerschulden einzutreiben, „nahe null“, so das Ministerium. Um die Bürger zur Zahlung zu locken, hatte die Regierung vor wenigen Tagen ein Gesetz verabschiedet, das Bürgern und Unternehmern mit Rückständen bei Steuerzahlungen und Zahlungen an die Sozialkassen erhebliche Erleichterungen gewährt. Sie können ihre Steuerschulden jetzt beispielsweise in hundert Raten zurückzahlen. Säumniszuschläge fallen nicht an. Die Außenstände bei den Steuerzahlungen belaufen sich nach Angaben der griechischen Regierung auf 76 Milliarden Euro. Die griechische Regierung hofft, maximal neun Milliarden davon noch eintreiben zu können.

Inland

Warnungen vor neuen Staatsschutzplänen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) soll auch mit dem von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vorgestellten Entwurf für ein neues Staatsschutzgesetz eine Polizeibehörde bleiben - allerdings mit geheimdienstlichen Aufgaben. Deren Befugnisse im Kampf gegen Terrorismus sollen deutlich ausgeweitet werden.

Die Reaktionen sind gemischt. Während es für die SPÖ ein „brauchbarer Entwurf“ ist, sprechen die Grünen von einem „gefährlichen Pfusch“. Denn vor allem die in verdächtige Organisationen eingeschleusten V-Leute werden der Polizei auch Experten zufolge „noch zu schaffen machen“.

Mehr dazu in Polizisten mit Geheimdienstaufgaben

Sport

Eishockey: Trainereffekt nährt Wiener Titelträume

Dass die Vienna Capitals heuer gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg um den Meistertitel im Eishockey spielen, hätten noch vor einem Monat nicht einmal die zuversichtlichsten Fans der Wiener für möglich gehalten.

Doch der Ende Februar zurückgekehrte Trainer Jim Boni schaffte eine erstaunliche Wende und mit seinem Team den Einzug in die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Acht Siege in den letzten neun Play-off-Partien nährten die Hoffnungen der Caps auf den ersten Titel seit 2005, damals mit Headcoach Boni.

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Fußball: Spaniens „Prestige ist aufgebraucht“

Spaniens Nationalelf kann gegen Topteams scheinbar nicht mehr gewinnen. Nach Testpleiten gegen Frankreich und Deutschland verlor der Ex-Welt- und Europameister gestern auch in den Niederlanden.

Während das zuletzt arg gebeutelte „Oranje“-Team neue Hoffnung für die EM-Qualifikation schöpfte, rechneten die spanischen Medien mit der einst gefürchteten „Roja“ schonungslos ab. „Das Prestige ist aufgebraucht“, schrieb etwa die Zeitung „El Pais“. Und „El Mundo“ stellte ernüchtert fest, dass „die Nationalelf kaputt ist“.

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Betrug: Wettbüros verzichten auf bestimmte Livewetten

Im Kampf gegen Spielmanipulationen im Fußball treten Österreichs Wettanbieter die Flucht nach vorne an. Sie wollen bestimmte Livewetten in Kürze nicht mehr anbieten.

Das Sportministerium und der Buchmacherverband haben ein entsprechendes Gütesiegel entwickelt - die schriftliche Erklärung dazu haben alle Verbandsmitglieder bis auf eines unterschrieben.

Die großen Anbieter wie tipp3, Admiral, Wettpunkt und Tipico werden das Gütesiegel bald bekommen, hieß es heute aus dem Sportministerium. Bei ihnen können Kunden dann nicht mehr auf Anstöße, Out-Einwürfe sowie Gelbe und Rote Karten wetten. Auch Wetten auf Nachwuchsebene sollen künftig tabu sein.

„Mit dem Gütesiegel ist uns ein wichtiger Schritt gegen Spielmanipulationen gelungen“, so Sportminister Gerald Klug (SPÖ). Andere Länder sollten nachziehen, forderte er.

Wetten als Geldwäsche

Livewetten zählen in Österreich nicht als Glücksspiel, werden aber in mehrerlei Hinsicht als problematisch betrachtet. Laut Suchtexperten wohnt ihnen eine hohe Suchtgefahr inne, da die Spieler binnen kurzer Zeit auf viele Ereignisse setzen und so viel Geld verlieren können. Spieler tendieren dazu, ihr Sportwissen zu überschätzen.

Zudem sind Livewetten in Zusammenhang mit manipulierten Fußballspielen ins Gerede gekommen. Pro Match werden bis zu 200 Wetten, zum Beispiel auf den ersten Eckball, angeboten. International agierende Betrüger können mittels Livewetten ihr Geld waschen, indem sie zum Beispiel Fußballspieler erpressen, ein bestimmtes Foul bewusst zu machen. Sie setzen dann hohe Beträge auf die entsprechende Wette und gewinnen umso mehr, wenn der Plan aufgeht.

ZIB24

Österreicher bei Lawinenunglück in Frankreich gestorben

In den französischen Alpen sind heute mindestens zwei Österreicher bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Ein Österreicher ist schwer verletzt, die restlichen Teilnehmer der elfköpfigen Gruppe sitzen in einer Hütte fest. Wir telefonieren mit unserer Korrespondentin Eva Twaroch in Frankreich.

Atomgespräche

Die Verhandlungen um ein Atomabkommen mit dem Iran haben weiter kein Ergebnis gebracht. Im Studio der ZIB24 ist Nahost-Expertin Karin Kneissl zu Gast.

ZIB24 mit Lisa Gadenstätter, 23.58 Uhr, ORF eins

Mail an die ZIB24

Textfassung: Zeit im Bild

Wirtschaft

Bericht: Edeka und Tengelmann setzen auf Ministererlaubnis

Edeka und Kaiser’s Tengelmann bereiten einem Bericht des deutschen „Managermagazins“ zufolge nach dem Nein des Bundeskartellamts zur Fusion den Antrag auf eine Ministererlaubnis vor. Die Anwälte beider Konzerne hätten sich in den vergangenen Wochen intensiv auf dieses Szenario vorbereitet, berichtete das Magazin heute online.

Ein Edeka-Sprecher sagte dazu: „Wir prüfen jetzt erst einmal ausgiebig die vom Amt zugesendeten Unterlagen. Die Frage einer Ministererlaubnis stellt sich deshalb derzeit überhaupt nicht.“ Eine Tengelmann-Sprecherin wollte den Medienbericht nicht kommentieren.

Das Bundeskartellamt hatte Deutschlands größtem Lebensmittelhändler Edeka die Übernahme von rund 450 Filialen des Konkurrenten Kaiser’s Tengelmann untersagt. Grund: Bei einem Zusammenschluss befürchtet die Wettbewerbsbehörde weniger Wettbewerb und Preiserhöhungen.

Die Handelskonzerne kündigten an, rasch über ihr weiteres Vorgehen entscheiden zu wollen. Um das Veto der Behörde zu umgehen, können sie eine Ministererlaubnis beantragen und Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.

Chronik

Frankreich: Vermutlich drei Österreicher von Lawine getötet

Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind heute vermutlich mindestens drei Österreicher ums Leben gekommen. Eine weitere Person schwebe in „absoluter Lebensgefahr“, teilte die Präfektur des Departements Hautes-Alpes mit. Die Opfer gehörten der Feuerwehr zufolge zu einer elfköpfigen Skitourengruppe, in der sich auch ein Tourenführer befand.

Außenministerium: „Identität der Toten unklar“

Das Außenministerium bestätigte am Abend, dass sich Österreicher in der Skigruppe befunden haben. Ein schwer verletzter Österreicher befinde sich im Krankenhaus in Behandlung. Die genaue Identität und Nationalität der Toten beziehungsweise der Gruppenmitglieder konnten vorerst aber noch nicht geklärt werden, sagte Sprecher Martin Weiss.

Weitere Informationen zu erhalten, sei schwierig, weil sich einige Überlebende noch auf einer Hütte aufhielten, da sie nicht mehr ins Tal geflogen werden konnten. Das Außenministerium habe einen Mitarbeiter der Botschaft in Paris zum Unglücksort entsandt, um mit dem dortigen Krisenstab zusammenzuarbeiten und jede Art von Hilfestellung zu geben, so Weiss.

Sieben Österreicher gerettet?

Nach Angaben der Feuerwehr konnten sieben Österreicher in Sicherheit gebracht werden. Die Rettungskräfte hatten zunächst nach möglichen weiteren Opfern gesucht. Die Rettungsarbeiten der Hochgebirgspolizei gestalteten sich aber schwierig, weil der Wind am Unglücksort mit mehr als 80 Stundenkilometern Stärke blies. Das Unglück ereignete sich im Ecrins-Massiv im Bereich der Gemeinde Pelvoux. Die Lawine ging demnach gegen 15.00 Uhr unterhalb des Col Emile Pic auf mehr als 3.000 Metern Höhe ab.

Unterirdischer Brand im Herzen von London

Ein unterirdischer Brand im Herzen von London hat heute die Evakuierung mehrerer angrenzender Bürogebäude ausgelöst. Rund 2.000 Menschen mussten ihren Arbeitsplatz verlassen, auch ein Gerichtsgebäude wurde geräumt. Rund 70 Feuerwehrleute waren im Stadtteil Holborn im Einsatz. Aus Gullideckeln quollen dicke Rauchschwaden.

Nach Angaben der Feuerwehr war in einem unterirdischen Schacht ein Kabelbrand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Mehrere Theater des nahe gelegenen West Ends mussten ihre Abendvorstellungen absagen, darunter das Muscial „König der Löwen“ und das Stück „Letters Live“ mit Filmstar Benedict Cumberbatch.

Dürre in Kalifornien: Gouverneur ordnet Wassersparen an

Wegen einer andauernden schweren Dürre in Kalifornien ordnet der US-Westküstenstaat wassersparende Maßnahmen an. Gouverneur Jerry Brown gab heute bekannt, dass Städte und Gemeinden in Kalifornien die Auflage bekommen, ihren Wasserverbrauch um 25 Prozent zu reduzieren.

Als weitere Maßnahme will der Staat viele Rasenflächen durch Anlagen ersetzen, die weniger Wasser verbrauchen. Betreiber von großen Grünflächen, wie etwa Golfplätze, sollen die Bewässerung drosseln.

Trockenes Gras statt Schnee in den Bergen

Brown verkündete die neuen Auflagen für den Staat bei einem Besuch in der Sierra Nevada. Die um diese Jahreszeit gewöhnlich verschneiten kalifornischen Berge sind nach Ausbleiben der Winterniederschläge diesmal ohne Schnee. „Heute stehen wir auf trockenem Gras, wo eigentlich 150 Zentimeter Schnee liegen sollten“, sagte Brown.

Bereits im vorigen Sommer hatte der Staat Sparmaßnahmen verhängt. So dürfen seither die Einwohner nicht mehr ihre Gehsteige und Einfahrten mit dem Gartenschlauch abspritzen, Springbrunnen mit Trinkwasser füllen und Grünflächen so stark bewässern, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Kalifornien leidet seit mehreren Jahren unter Trockenheit, die beiden vergangenen Winter waren besonders regenarm. Nach Ausbleiben der Winterregenfälle sind die Wasservorräte in Flüssen und Reservoiren auf einen Tiefstand gesunken.

Britisches Paar gewinnt zum zweiten Mal Million im Lotto

Ein britisches Ehepaar hat zum zweiten Mal eine Million Pfund (rund 1,3 Mio. Euro) im Lotto gewonnen. Das teilte die staatliche britische Lotterie heute mit und bestätigte damit gleichlautende Medienberichte, unter anderem der BBC und der britischen Nachrichtenagentur PA.

Beim zweiten Gewinn kam zum Geldsegen noch ein Luxusauto dazu. David und Kathleen Long kauften demnach nach ihrem ersten Gewinn im Juli 2013 weiterhin Lottoscheine und tippten letzte Woche wieder die richtige Zahlenkombination. Laut Lotteriegesellschaft liegt die Wahrscheinlichkeit, ein zweites Mal einen Millionengewinn einzustreichen, bei eins zu 283 Milliarden.

„Ich wusste einfach, dass ich eines Tages noch einmal gewinnen würde“, sagte David Long, ein Lkw-Fahrer im Ruhestand. „Jetzt war es so weit und wir können es immer noch nicht glauben.“

Germanwings: Suche konzentriert sich auf Flugschreiber

Bei den Arbeiten in der Absturzregion der Germanwings-Maschine konzentrieren sich die Experten auf die Suche nach dem zweiten Flugschreiber.

Die Blackbox mit den Flugdaten wurde in der ersten Woche nach dem Unglück noch nicht gefunden. Sie soll weiter Aufschluss geben über die Abläufe im Airbus A320 vor dem Absturz. Der bereits am ersten Tag entdeckte Voicerecorder hat enthüllt, dass der Kopilot die Maschine mit 150 Menschen an Bord wohl vorsätzlich zum Absturz gebracht hatte.

Die Suchtrupps setzen zudem die Bergung von Teilen der zerstörten Maschine fort. Dabei werden erstmals auch zwei Hubschrauber der deutschen Bundeswehr eingesetzt.

Tiefe Trauer in Haltern

In der besonders betroffenen westfälischen Stadt Haltern fand unterdessen am Nachmittag ein öffentlicher Gedenkgottesdienst für die Opfer statt. Nach einer Schätzung der Polizei versammelten sich etwa 500 Menschen zum Gedenken in der St.-Sixtus-Kirche. Unter den Opfern der Tragödie sind 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums.

Kabelbrand in London: Tausende evakuiert

Ein Kabelbrand hat heute im Zentrum von London für teils chaotische Zustände gesorgt. Tausende Menschen wurden Medienberichten zufolge aufgefordert, ihre Arbeitsplätze und Wohnungen zu verlassen. Betroffen waren etliche Büros und laut „Daily Mail“ auch das Gebäude des Obersten Gerichtshofes.

Auf Fernsehbildern waren dichte Rauchschwaden zu sehen. Zahlreiche Feuerwehrleute waren im Einsatz. Als Ursache wird ein Defekt bei einer unterirdischen Stromleitung vermutet. Das Feuer brach laut Feuerwehr unter einem Gehsteig nahe der U-Bahn-Station Holborn aus. Die Straße Kingsway wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt

Dichte Rauchschwaden im Zentrum von London (iptv.ORF.at)

Kein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der heutigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es keinen Sechser gegeben. Im Topf ist ein Doppel-Jackpot in der Höhe von 1.864.221,90 Euro.

Bei der Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

12 24 26 29 31 33 Zusatzzahl 39

Ein Spielteilnehmer hatte den richtigen Joker auf der Quittung, er erhält 196.621,40 Euro.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

4 2 2 5 4 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Science

400 Skelette unter Uni Cambridge entdeckt

Forscher haben unter einem Teil der britischen Eliteuniversität Cambridge mehr als 400 komplett erhaltene Skelette freigelegt.

Insgesamt seien auf dem mittelalterlichen Friedhof rund 1.300 Menschen beerdigt worden, teilte die Uni heute mit. Der Friedhof war schon vor drei Jahren bei der Renovierung eines Gebäudes entdeckt worden, Details gab die Uni aber erst jetzt bekannt.

Die Knochen stammen größtenteils aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Gegenüber dem Friedhof stand bis 1511 eine Pflegeeinrichtung. Die meisten Toten waren ohne Sarg und viele auch ohne Leichentuch beigesetzt worden, Grabbeigaben fanden sich kaum - ein Zeichen dafür, dass es sich um Mittellose gehandelt haben dürfte, hieß es. Frauen und Kinder waren wenige unter den Toten.

IT

Uber-Beschwerde bei EU-Kommission eingereicht

Der Fahrdienstanbieter Uber hat bei der EU-Kommission Beschwerden gegen Deutschland, Frankreich und Spanien eingelegt. Die Beschwerden würden geprüft, sagte ein Kommissionssprecher heute in Brüssel. Uber argumentiert, das Vorgehen der drei Länder gegen die von ihm angebotenen Dienste verletze das EU-Wettbewerbsrecht.

Das 2009 in den USA gegründete Unternehmen Uber bietet unter anderem eine Fahrdienstvermittlung per Smartphone an. Dabei greift Uber auf private Fahrer und deren Autos zurück. Dieser Dienst ist in vielen Ländern umstritten und stößt auf erbitterten Widerstand etablierter Taxiunternehmen. Uber ist inzwischen in mehr als 200 Städten in über 50 Ländern verfügbar.

In Deutschland musste Uber zuletzt Mitte März für das Angebot UberPop vor einem weiteren deutschen Gericht eine Niederlage einstecken. Das Landgericht in Frankfurt am Main untersagte dem Unternehmen, bundesweit Fahrten mit Privatfahrern ohne behördliche Beförderungslizenz zu vermitteln. Das Angebot war nach Ansicht des Gerichts wettbewerbswidrig.

Sollte die EU-Kommission feststellen, dass die drei Länder gegen EU-Regelungen verstoßen haben, kann sie ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten und Strafen verhängen.

USA kämpfen mit Wirtschaftssanktionen gegen Hacker

Die USA nehmen Wirtschaftssanktionen in ihr Arsenal für den Kampf gegen Cyberangriffe auf. Eine heute von Präsident Barack Obama unterzeichnete Exekutivanordnung ermöglicht der US-Regierung, das Vermögen von Hackern einzufrieren, die in Attacken auf Ziele in den Vereinigten Staaten verwickelt sind. Obama rief angesichts der Zunahme von „bösartigen Cyberaktivitäten“ gegen die USA einen nationalen Notstand aus.

Die Sanktionsliste wird den Angaben zufolge gemeinsam vom Finanz-, Außen- und Justizministerium in Washington erstellt. Die Strafmaßnahmen sollen unter anderem bei Attacken auf wichtige Infrastruktur wie die Strom- und Wasserversorgung, beim Diebstahl von Bank- und Kreditkarteninformationen sowie bei der Entwendung von Industriegeheimnissen greifen.

Obama drohte sowohl einzelnen Hackern als auch Unternehmen, die von den Cyberangriffen profitieren, mit Konsequenzen. Ausdrücklich erwähnte der Präsident Attacken aus China, Russland, Nordkorea und dem Iran. Bisher sei es wegen schwacher Gesetze und dem Unwillen ausländischer Regierungen oftmals schwierig gewesen, Kriminelle zur Rechenschaft zu ziehen, sagte er.

Kultur

Weiteres Gurlitt-Gemälde ist NS-Raubkunst

Ein weiteres Gemälde aus dem Erbe des deutschen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist als NS-Raubkunst identifiziert worden.

Wie die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) heute mitteilte, handelt es sich um ein Ölbild von Camille Pissarro aus dem Jahr 1902. Für die Rückgabe stehe man bereits in Kontakt mit der Erbin des früheren Eigentümers, so Grütters.

Das Gemälde heißt „La Seine vue du Pont-Neuf, au fond le Louvre“ (Die Seine, von Pont-Neuf aus gesehen, im Hintergrund der Louvre). Es wurde in Gurlitts Salzburger Wohnung gefunden. Nach einem Matisse, einem Liebermann und einem Spitzweg ist es das vierte Kunstwerk aus der spektakulären Sammlung, bei dem sich der Verdacht auf NS-Raubkunst zweifelsfrei bestätigt hat.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Song Contest

Leute

John Lennons erste Frau Cynthia gestorben

John Lennons erste Ehefrau Cynthia Lennon ist tot. Wie der gemeinsame Sohn Julian bekanntgab, starb sie heute im Alter von 75 Jahren an Krebs.

Cynthia war mit dem Beatles-Musiker von 1962 bis 1968 verheiratet. Später heiratete Lennon (1940 bis 1980) Yoko Ono. Cynthia Lennon hat die Beziehung zu dem Musiker in zwei Büchern autobiografisch aufgearbeitet. Cynthia ging nach der Trennung von Lennon noch drei weitere Ehen ein und lebte zuletzt auf Mallorca.