Ausland

Kerry warnt: Scheitern in Iran-Verhandlungen noch möglich

US-Außenminister John Kerry hat gestern vor überzogenen Erwartungen in den Atomverhandlungen mit dem Iran gewarnt. „Ich möchte ganz klar sagen: Wir sind bei mehreren der schwierigsten Themen noch nicht da, wo wir sein müssen“, sagte er vor Reportern in Wien. Er stimme seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif zu, dass sich beide Seiten noch nie so nahe waren, aber: „Diese Verhandlungen können in beide Richtungen gehen.“

Vor harten Entscheidungen

Es habe in den vergangenen Tagen „wirkliche Fortschritte“ gegeben, aber harte Entscheidungen stünden nun an. Die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland) streben immer noch an, bis zum 7. Juli eine Übereinkunft zu erzielen. Ziel ist es, zu verhindern, dass der Iran eine Atombombe bauen kann. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen die Islamische Republik fallen.

Lawrow kommt nach Wien

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist gestern nach Wien gereist. Auch die Außenminister Deutschlands und Frankreichs, Frank-Walter Steinmeier und Laurent Fabius, und die EU-Sonderbeauftragte Federica Mogherini wurden erwartet. Heute wollen sich der britische Außenminister Philip Hammond und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi anschließen.

Iran: Westen muss sich bewegen

Kurz vor Kerry hatte der iranische Vizeaußenminister und technische Chefverhandler, Majid Takhte-Ravanchi, versucht, seinerseits den Druck auf den Westen zu erhöhen. Er verlangte mehr Bewegung vom Westen, um zu einem Deal zu gelangen. „Wir haben genug Flexibilität gezeigt und denken, dass es jetzt an der Gegenseite liegt, diese Flexibilität zu zeigen“, erklärte er in einem Interview mit der APA.

Offenbar Dutzende Tote bei Luftangriff im Jemen

Bei einem Luftangriff auf einen Markt im Norden des Jemen sind gestern nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Saba mindestens 30 Menschen getötet worden. Eine Serie von Bombardements habe heute den Markt in der Küstenprovinz Hajjah getroffen, berichtete die von den Huthi-Rebellen kontrollierte Agentur.

Der Bericht macht die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition für den Angriff verantwortlich. Von saudischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme.

Land kurz vor Kollaps

Im bitterarmen Jemen kämpfen seit mehreren Monaten schiitische Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten gegen Anhänger von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Eine vom Nachbarland Saudi-Arabien angeführte sunnitische Koalition bombardiert die Rebellen seit Ende März regelmäßig aus der Luft.

Nach den gescheiterten Friedensgesprächen in Genf vor einigen Wochen kam der UNO-Gesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed nun in Sanaa an, um mit den Konfliktparteien über eine erneute humanitäre Feuerpause zu verhandeln. Das Bürgerkriegsland steht kurz vor dem Kollaps. Vor allem Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff fehlen.

Südsudan: Armee will Tötungsvorwürfe aufklären

Die Armee im Südsudan hat nach Vorwürfen der Vergewaltigung und Tötung von Zivilistinnen gegen Soldaten eine umfassende Aufklärung versprochen. Ein Militärsprecher sagte gestern, jeder, der an diesen „furchtbaren Verbrechen“ beteiligt gewesen sei, werde „vor unserem Justizsystem und vor Gott“ zur Rechenschaft gezogen.

„Wir haben den Bericht gelesen, und diese ungeheuerlichen Taten können nur von Einzelnen begangen worden sein“, sagte der Armeesprecher mit Blick auf einen UNO-Bericht. Das Militär werde alle Taten, die vom „normalen Verhalten zu Kriegszeiten“ abwichen, entschieden ahnden, fügte der Sprecher hinzu. Wenn die Vorwürfe stimmten, hätten die Täter „Schande“ über das Militär gebracht. Das werde nicht toleriert.

UNO: Frauen lebendig verbrannt

Die Vereinten Nationen hatten der südsudanesischen Armee zuvor vorgeworfen, Frauen und Mädchen vergewaltigt und anschließend bei lebendigem Leib verbrannt zu haben. Während der jüngsten Kämpfe im nördlichen Teilstaat Unity seien „weitreichende Menschenrechtsverstöße“ registriert worden, erklärte die UNO-Mission für den Südsudan (UNMISS) bei der Vorstellung des Berichts am Dienstag. Die UNO stützte sich dabei auf die Aussagen von 115 Gewaltopfern und Augenzeugen.

Die Armee hatte im April eine Offensive gegen Rebellen im ölreichen Unity gestartet. Im Südsudan war im Dezember 2013 der Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem langjährigen Rivalen und früheren Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Seitdem versinkt der junge Staat in Gewalt.

Moldawien: Pufferland im Korruptionssumpf

Korruption ist im südosteuropäischen Moldawien allgegenwärtig. Doch nun hat sie einen neuen Höhepunkt erreicht und bringt das Pufferland zwischen Ost und West politisch schwer ins Trudeln: Durch eine verschwundene Milliarde entstand zuletzt ein riesiges Loch im Staatshaushalt. Das Geld soll über dubiose Transaktionen moldawischer Banken „offshore“ versickert sein. Dazu kommen Politskandale, die das Land beschäftigen und den Unmut der Bürger wachsen lassen. Dabei befindet sich Moldawien ohnehin in einer höchst verzwickten Lage: Innenpolitisch ist es - ähnlich wie die benachbarte Ukraine - zerrissen zwischen proeuropäischen und prorussischen Kräften.

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Krisentreffen der Ostafrikanischen Gemeinschaft zu Burundi

In Tansania findet heute erneut ein Krisentreffen der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) zur Lage in Burundi statt. In dem ostafrikanischen Land gibt es Unruhen, seit Präsident Pierre Nkurunziza im April angekündigt hatte, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Die Opposition hält dies für verfassungswidrig.

Bei dem Treffen in Daressalam wollen die Staatschefs der EAC-Länder die Entwicklung in Burundi seit ihrem Gipfeltreffen Ende Mai bewerten. Die Parlamentswahl in dem Land Ende Juni wurde von Gewalt überschattet. Die Wahlergebnisse stehen noch immer aus. Am 15. Juli soll die umstrittene Präsidentschaftswahl stattfinden.

Inland

Pühringer gegen fixe Asylquoten für Gemeinden

Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) spricht sich gegen eine starre Aufteilung von Flüchtlingen auf die Gemeinden aus. „Wogegen wir sind, sind fixe Quoten“, sagte Pühringer, seit Juli Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, gestern in der ORF-„Pressestunde“. Dass die FPÖ vor der Landtagswahl vom Thema profitiere, ärgert ihn, wie er schon am Samstag im Ö1-„Journal zu Gast“ festgestellt hatte.

Nicht aus Prinzip ohne FPÖ

Trotz aller Kritik an der FPÖ will Pühringer eine Koalition mit den Freiheitlichen nach der Landtagswahl nicht völlig ausschließen. Zuerst müsse der Wähler entscheiden, dann hätten die politischen Parteien daraus das Bestmögliche zu machen. Nur so viel: „Ob jemand koalitionsfähig ist oder nicht, entscheidet er selbst.“

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Pühringer in der „Pressestunde“

Noch im Juli, so verspricht Pühringer, werde Oberösterreich alle seine Asylwerber in festen Quartieren unterbringen.

Zelte in Eisenstadt bezogen

In Eisenstadt trafen gestern Nachmittag die ersten 80 Asylwerber, die Zelte auf dem Gelände der Landespolizeidirektion beziehen werden, ein.

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Hitze macht Flüchtlingen zu schaffen

Die 280 Flüchtlinge im Zeltquartier neben der Salzburger Polizeidirektion kämpfen mit der brütenden Hitze. Bis zu 42 Grad hatte es am Wochenende in den Plastikzelten, die Rettung wurde mehrmals alarmiert.

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Neue Pflegeausbildung könnte in Begutachtung gehen

Die Verhandlungen zur Neuordnung der Ausbildung im Pflegesektor könnten nun doch rascher zu einem Ergebnis führen als zuletzt vermutet. Das Gesundheitsministerium hofft, noch vor dem Sommer im Begutachtung gehen zu können.

Fix ist, dass die Ausbildung künftig über drei Schienen laufen soll: Statt der bisherigen Pflegehilfe ist die Schaffung einer Ausbildung zur Pflegeassistenz vorgesehen. Wie schon bisher jene für die Pflegehelfer, soll die Ausbildung dieses neuen Berufsfelds an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und den Schulen für medizinische Assistenzberufe erfolgen. Die Dauer dieser Ausbildung soll ein Jahr betragen.

Keine fachfremden Hilfstätigkeiten mehr

Als wichtige Neuerung gilt die Festlegung, dass Pflegeassistenten künftig von administrativen, hauswirtschaftlichen und logistischen Tätigkeiten ausgenommen sein sollen. Hilfstätigkeiten wie etwa Geschirrwegräumen sollen künftig ausschließlich von nicht medizinischem Personal durchgeführt werden.

Neben der Pflegeassistenz ist auch die Schaffung einer „Pflegefachassistenz“ vorgesehen, die mehr Kompetenzen haben wird als die Assistenzkraft. Dauern wird diese Ausbildung zwei Jahre

Die gehobenen Pflegefachkräfte (derzeit „diplomierte Pflegekräfte“) sollen künftig ausschließlich im akademischen Bereich an Fachhochschulen ausgebildet werden. Zwar ist auch jetzt schon eine Ausbildung an Fachhochschulen möglich, sie erfolgt aber noch parallel dazu an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen. Inwieweit auch eine Kompetenzerweiterung für die Pflegekräfte vorgesehen ist, ist derzeit noch unklar.

Sport

Ö-Rundfahrt: Norweger schlägt auf erster Etappe zu

Sondre Holst Enger hat sich gestern im Massensprint den Sieg auf der ersten Etappe der Österreich-Rundfahrt gesichert. Der 21-jährige Norweger feierte nach 206 Kilometern von Mörbisch nach Scheibbs vor dem Italiener Paolo Simion seinen ersten Karrieresieg.

Ein Verwirrspiel herrschte indes im Gesamtklassement. Erst nach einer Stunde stand fest, dass der Etappendritte Rüdiger Ciolek neuer Spitzenreiter ist. Bei der Siegerehrung wurde noch sein Landsmann Rüdiger Selig als Träger des Gelben Trikots gefeiert.

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Copa America: Wieder Finalfrust für Superstar Messi

Auf Clubebene hat Lionel Messi mit dem FC Barcelona bereits alles schon mehrfach gewonnen. Mit Argentinien hat es am Samstag (Ortszeit) aber auch im dritten Anlauf nicht geklappt. Nach der 1:4-Pleite im Elferschießen im Finale der Copa America gegen Chile steht der Superstar wieder einmal mit leeren Händen da.

„Nächstes Finale, nächster Frust“, schrieb „La Nacion“. Während Chile seine Titelsehnsucht gestillt hat, will bei der „Albiceleste“ noch niemand glauben, dass Messis Karriere unvollendet zu Ende geht.

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Chronik

13-Jähriger bei Verfolgungsjagd angeschossen

Mindestens vier Schüsse hat ein Unbekannter gestern in Wien-Brigittenau auf einen Serben abgefeuert. Der Mann wurde am Gesäß getroffen, der Täter konnte flüchten. Ein unbeteiligter 13-Jähriger erlitt einen Bauchschuss.

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Drei Verletzte bei Messerstecherei

Drei Menschen sind am Samstag in Wien-Favoriten durch Messerstiche verletzt worden. Der Täter ist flüchtig. Motiv könnte ein Familienstreit um das Sorgerecht für ein einjähriges Kind gewesen sein.

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Doppeljackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hatte kein Teilnehmer die „sechs Richtigen“ auf seinem Schein. Im Jackpot liegen damit für die nächste Ziehung rund 1,88 Mio. Euro.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

16 20 25 27 35 36 / Zusatzzahl: 26

Es gab einen Joker in der Höhe von rund 211.000 Euro. Der richtige Joker lautet:

9 1 3 3 6 8

Alle Angaben ohne Gewähr

40,3 Grad: Deutscher Hitzerekord gebrochen

Die Hitzewelle hat Deutschland einen neuen Temperaturrekord beschert. Im bayerischen Kitzingen wurden gestern 40,3 Grad gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte und damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ bestätigte. Das ist die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Die bislang höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland betrugt 40,2 Grad.

Am bisher heißesten Wochenende des Jahres kamen in Deutschland mindestens zwölf Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Strände und Seen erlebten einen gewaltigen Ansturm. Auch an Land hatte die Hitze gefährliche Folgen.

So kollabierten viele Erntearbeiter auf einem Feld. Waldgebiete und Wiesen brannten. Etliche Fernzüge fielen wegen defekter Klimaanlagen aus. Auf die Hitze folgten in einigen Regionen Unwetter. Zwei Menschen wurden gestern durch Blitze verletzt. Bäume stürzten auf Autos, Starkregen flutete Keller und Straßen.

Wales: Zwei Tote durch Blitzeinschläge bei Sommergewitter

Bei einem heftigen Sommergewitter sind gestern im walisischen Nationalpark Brecon Beacons zwei Menschen durch Blitzschläge ums Leben gekommen. Sie hatten sich in der bei Wanderern beliebten Gegend auf Bergrücken aufgehalten, als der Gewittersturm über Wales zog, wie die Bergrettung mitteilte.

Ein Krankenhaus-Sprecher bestätigte, dass zwei Menschen ihren Verletzungen erlagen. Zwei weitere seien verletzt worden.

Wirtschaft

Dauerstreik endet: Tarifeinigung bei Deutscher Post

Nach vierwöchigem Dauerstreik gibt es einen Tarifabschluss bei der Deutschen Post. Dies teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi gestern Abend in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz) mit. Der Post-Streik soll in der Nacht von heute auf morgen um 24.00 Uhr enden.

Die rund 140.000 Beschäftigten erhalten der Einigung zufolge zum 1. Oktober 2015 eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie zum 1. Oktober 2016 zwei Prozent und zum 1. Oktober 2017 noch einmal 1,7 Prozent mehr Geld.

„Wir konnten ein Gesamtpaket vereinbaren, das unseren Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive bietet sowie gleichzeitig künftiges Wachstum ermöglicht“, sagte Post-Personalchefin Melanie Kreis. Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis nannte den Abschluss ein „umfassendes Sicherungspaket für die Beschäftigten“.

Paketgesellschaften bleiben

Die von der Post zum Jahresbeginn gegründeten Paketgesellschaften mit schlechterer Bezahlung werden nicht aufgelöst oder in den Post-Haustarifvertrag aufgenommen. Die Post verpflichtet sich aber, ihre aktuell im Unternehmen arbeitenden Paketzusteller beim Mutterkonzern zu behalten. Laut Verdi sind das rund 7.650 Menschen. Nur neu eingestellte Beschäftigte können damit in die ausgegründeten Gesellschaften kommen.

Der Kündigungsschutz bei der Post wird zudem um vier Jahre bis Ende 2019 verlängert. Eine Vergabe von Brief- oder kombinierter Brief- und Paketzustellung an Fremdfirmen ist bis Ende 2018 ausgeschlossen.

Kultur

Bachmann-Preis an deutsche Lyrikerin Nora Gomringer

Der Bachmann-Preis geht heuer an die Autorin Nora Gomringer. Sie bekam den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis gestern bei dem vom ORF organisierten Wettlesen in Klagenfurt für einen Text über eine Journalistin, die während des Wettlesens über den tödlichen Sturz eines 13-Jährigen vom Balkon eines Hochhauses recherchiert. Die Jury lobte den Text als packend und „abgründig“. Die Grazerin Valerie Fritsch holte gleich zwei Preise.

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US-Kinocharts: „Terminator“ bleibt hinter Erwartungen

Gegen Dinosaurier und Cartoonfiguren kommt Arnold Schwarzenegger als Terminator an den US-Kinokassen nicht an. Nach ersten Studioschätzungen am Wochenende musste sich die Action-Fortsetzung „Terminator: Genisys“ bei ihrem Debüt in Nordamerika mit dem dritten Rang begnügen.

In den ersten beiden Tagen spielte das Werk rund 28 Millionen Dollar (gut 25 Millionen Euro) ein und blieb damit hinter den Erwartungen der Filmbranche zurück. In Österreich ist Schwarzenegger in seiner Paraderolle ab Donnerstag auf der Leinwand zu sehen.

Weiter an der Spitze sind die Dinosaurier aus „Jurassic World“ und die Cartoonfiguren aus dem Pixar-Animationsfilm „Alles steht Kopf“. Die beiden Werke lieferten sich an den US-Kinokassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Nach den Schätzungen von Box Office Mojo lag „Jurassic World“ mit 30,9 Millionen Dollar (27,85 Mio. Euro) knapp vor „Alles steht Kopf“ mit 30,1 Millionen Dollar. Der vierte Film der „Jurassic-Park“-Reihe führte bereits in den letzten drei Wochen die Kinocharts an und spülte schon über 550 Millionen Dollar (495,67 Mio. Euro) in die Kassen.

Leute

Prinzessin Charlotte getauft

Prinzessin Charlotte, die neun Wochen alte Tochter von Prinz William und seiner Frau Kate, ist gestern getauft worden. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, taufte die Kleine in der Kirche St. Mary Magdalene im ostenglischen Sandringham nach anglikanischem Ritus und mit Wasser aus dem Jordan. Sie trägt den Namen Charlotte Elizabeth Diana. William und Kate hatten fünf Taufpaten ausgewählt, allesamt enge Freunde und Verwandte. 

Prinzessin Kate und ihre Tochter Charlotte

APA/EPA/Chris Jackson

Zum Taufgottesdienst war nur der engste Familienkreis zugelassen: Neben den Eltern William und Kate sowie den Paten und ihren Partnern kamen nach Angaben des Kensington-Palasts zum Gottesdienst noch Queen Elizabeth II. und ihr Mann Prinz Philip sowie die Großeltern des Kindes, Prinz Charles und seine Frau Camilla. Auch Kates Eltern Carole und Michael Middleton waren anwesend, ebenso wie Kates Geschwister Pippa und James.

Käsesucht und CO.: Kim Jong Un und die Gerüchtemaschine

Ob Kim Jong Uns Sucht nach Schweizer Käse, die Verordnung eines Einheitshaarschnitts oder die Exekution seines nackten Onkels, eines der wahrscheinlich mächtigsten Männer des Landes, durch 120 blutrünstige Hunde: Wenn es um Nordkorea und seine Machthaber geht, erscheint dem Rest der Welt keine Neuigkeit unglaublich genug. Die Filmemacherin und Autorin Anna Broinowski hat untersucht, wie sich absurde Ammenmärchen aus dem am rigidesten isolierten Land der Welt zu Nachrichten mausern.

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Religion

Papst zu Lateinamerika-Reise in Ecuador eingetroffen

Zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise ist Papst Franziskus gestern in Ecuador eingetroffen. Der 78-Jährige landete an Bord einer normalen Linienmaschine von Alitalia, damit wollte er offensichtlich ein Zeichen für die von ihm ausgerufene neue Bescheidenheit der Kirche setzen.

Während seiner Lateinamerika-Reise besucht das katholische Kirchenoberhaupt bis zum 12. Juli außerdem auch Bolivien und Paraguay. Es ist die längste Reise des Papstes seit seiner Wahl im März 2013.

Nach Angaben des Vatikans will der aus Argentinien stammende Papst in den drei von ihm besuchten Staaten zu einer „Erneuerung des sozialen und politischen Lebens“ sowie zur „demokratischen Teilhabe“ ermutigen. Großen Raum sollen auch Begegnungen mit der indianischen Urbevölkerung einnehmen.

Ecuador, Bolivien und Paraguay gehören zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Der Anteil der Katholiken liegt bei über 80 Prozent.

Lifestyle

„Vollpension“: Pensionistinnen backen in Wiener Cafe

Kuchenbackende Pensionistinnen in der Schauküche, die vor allem froh sind, den Lebensabend nicht zurückgezogen in Einsamkeit verbringen zu müssen: Sie schupfen die Vollpension - ein neues, schickes und ganz besonderes Lokal in Wien-Wieden. Hinter der Idee mit den „Omas vom Dienst“ steht eine Gruppe junger Leute, die nicht nur gute Kuchen verkaufen, sondern auch älteren Menschen eine Chance am Arbeitsmarkt geben will.

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