Ausland

Bericht über Annäherung Putin - Poroschenko

Zwischen den Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Petro Poroschenko, gibt es laut russischen Angaben eine weitreichende Annäherung. Die beiden Staatschefs seien sich bei einem Telefonat über Wege aus der Ukraine-Krise weitgehend einig gewesen, teilte ein Putin-Sprecher laut der Nachrichtenagentur Interfax heute mit. Details dazu wurden bisher nicht bekannt.

Zeichen stehen auf neue EU-Sanktionen

Noch nicht im Amt, ließ zuvor die am Wochenende zur neuen EU-Außenbeauftragte ernannte italienische Außenministerin Federica Mogherini im EU-Parlament mit scharfen Worten gegen Moskau aufhorchen: Russland könne derzeit nicht als strategischer Partner der EU betrachtet werden. Der designierten EU-Außenbeauftragten zufolge stehen die Zeichen auf neue Sanktionen gegen Moskau - eine Entscheidung soll bis Freitag fallen.

Mehr dazu in Mogherini geht in Offensive

Bericht über zahlreiche russische Gefallene

Russland wird unter anderem vorgeworfen, die in der Ostukraine kämpfenden Separatisten mit eigenen Truppen zu unterstützten. Während das vom Kreml nach wie vor dementiert wird, berichtete die vom russischen Oppositionspolitiker Lew Schlosberg herausgegebene Zeitung „Pskowskaja Gubernija“ in ihrer aktuellen Ausgabe, dass rund 70 Angehörige der 76. russischen Luftlandedivision aus dem westrussischen Pskow im August bei Kämpfen in der Ostukraine ums Leben gekommen sein sollen.

Bereits vergangene Woche hatte die Zeitung mit einem Beitrag, in dem über ein mysteriöses Soldatenbegräbnis in einem Vorwort der westrussischen Stadt Pskow berichtet wurde, für landesweite Aufmerksamkeit gesorgt. Herausgeber Schlosberg, der für die liberale Jabloko-Partei im Lokalparlament sitzt, war in der Folge am Freitag Opfer eines Anschlags geworden und wurde mit Kopfverletzungen in ein Pskower Krankenhaus eingeliefert.

In der Ausgabe vom 2. September veröffentlichte „Pskowskaja Gubernija“ nun erneut brisante Informationen, die einen Einsatz regulärer russischer Truppenverbände im Osten der Ukraine nahelegen: Angaben der Zeitung zufolge war Herausgeber Schlosberg eine Tonaufnahme zugespielt worden, in der sich zwei Angehörige der 76. Luftlandedivision über Ereignisse der vergangen Wochen unterhalten. „Es gibt keinen Grund, an der Authentizität dieser Materialien zu zweifeln“, schreibt die Redaktion.

Nigeria: Soldaten und Zivilisten fliehen vor Boko Haram

Die radikalislamische Sekte Boko Haram hat Augenzeugen zufolge im Nordosten Nigerias die strategisch bedeutsame Stadt Bama erobert und die Armee in die Flucht geschlagen. Tausende Zivilisten und sämtliche Soldaten seien vor den Extremisten geflohen und hätten die Stadt verlassen, berichteten Bewohner gestern.

Zwar bestritt die Armee eine Niederlage in Bama und sprach vielmehr vom „Sieg“ über die Aufständischen, denen „schwere Verluste“ beigefügt worden seien. Augenzeugen versicherten jedoch übereinstimmend das Gegenteil.

Einer von ihnen berichtete sogar, ein Kampfflugzeug habe versehentlich die eigenen Truppen in deren belagertem Militärstützpunkt bombardiert und die Streitkräfte damit entscheidend geschwächt. Experten befürchten nun, dass die Extremisten auch auf die 70 Kilometer entfernte Stadt Maiduguri vorrücken und den gesamten Bundesstaat Borno sowie dessen Nachbarregionen unter ihre Kontrolle bringen.

EU: Juncker bekommt niederländischen „Superkommissar“

Der niederländische Außenminister Frans Timmermans ist als Kandidat für die EU-Kommission nominiert worden und soll Medienberichten zufolge zum zweitmächtigsten Mann in Brüssel aufsteigen.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verkündete die Personalie gestern und gab als Ziel „ein wichtiges Portfolio“ für den 53-jährigen Sozialdemokraten an.

Im Tandem mit Juncker

Medienberichten zufolge soll Timmermans eine Art „Superkommissar“ und Stellvertreter des designierten Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker werden. Nicht nur in Timmermans’ Heimat gingen Journalisten davon aus, dass der Außenminister ein Wirtschaftsressort zugeteilt bekommt.

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete, der frühere Staatssekretär für europäische Angelegenheiten solle als Vizepräsident der Kommission mit deren institutioneller Reform betraut werden. Juncker wolle mit Timmermans „ein Tandem bilden“ und den Niederländer noch vor der künftigen EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zur Nummer zwei in Brüssel machen.

Saudi-Arabien: 88 Terrorverdächtige festgenommen

Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei in Saudi-Arabien 88 Terrorverdächtige festgenommen. Wie der Sender al-Arabija gestern unter Berufung auf das Innenministerium in Riad berichtete, werden den mutmaßlichen Extremisten konkrete Anschlagspläne im In- und Ausland zur Last gelegt.

Die Islamisten hatten demnach auch Kontakt zu ausländischen Terrorgruppen. 59 Beschuldigte seien bereits wegen ähnlicher Vergehen in Haft gewesen. Bei Razzien seien insgesamt sechs verschiedene Terrorzellen in vier Regionen aufgeflogen. Dem Bericht zufolge sind 84 der 88 Verdächtigen Staatsbürger des sunnitisch-konservativen und autoritär regierten Königreichs.

Inland

Steuerreform: Schelling dämpft Erwartungen

Der neue Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hat gestern in seiner Premierenrede im Nationalrat Schönfärberei in Sachen Steuerentlastung vermieden. Diese ist aus seiner Sicht angesichts der eingetrübten Konjunktur „immer schwieriger“ durchführbar.

Wie zuvor Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und dessen neuer Vize Reinhold Mitterlehner (ÖVP) versicherte auch Schelling, bis März eine Lösung finden zu wollen. Um nicht gleich einen Streit mit dem Koalitionspartner vom Zaun zu brechen, ließen sich weder Schelling noch Mitterlehner auf das Thema Vermögenssteuer ein, vielmehr sagten beide, über die Gegenfinanzierung einer Entlastung solle man besser am Schluss reden.

Mehr dazu in Finanzminister mahnt zur Disziplin und oe1.ORF.at

Gemeinden wollen Grundsteuer behalten

Eine wichtige Aufgabe, die auf den neuen Finanzminister zukommt, ist ein neuer Finanzausgleich. Die Regierung liebäugelt damit, die Grundsteuer zu erhöhen, um mehr Spielraum für eine Steuerreform zu haben. Doch diese Steuer wird von den Gemeinden eingehoben, und die machen bereits klar, dass sie Mehreinnahmen nicht kampflos über den Finanzausgleich an den Bund zurücküberweisen werden.

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Asyl: Bundesländer versprechen 425 neue Plätze

Die Bundesländer wollen im September 425 neue Plätze für Flüchtlinge schaffen. Darauf haben sie sich gestern beim Asylkoordinationsrat in Wien verständigt, wie der Vorsitzende der Landeshauptleute-Konferenz, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), in einer Aussendung mitteilte.

„Die Bundesländer unterstreichen damit, wie ernst sie ihre Verantwortung gegenüber hilfe- und schutzsuchenden Menschen nehmen“, so Kaiser. Er sieht nun Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gefordert, das bereits angekündigte neue Flüchtlingskonzept unter Einbindung der Länder und der Flüchtlingsorganisationen zu erarbeiten. Die Ressortchefin müsse eine „tragfähige Lösung“ erreichen, die die Länder und Gemeinden „nicht überfordert“, so der Landeshauptmann.

Kaiser und Mikl-Leitner hatten Anfang August vereinbart, dass bis zur Konferenz der Flüchtlingsreferenten der Länder am 23./24. September in Kärnten ein Detailkonzept erarbeitet wird.

Wirtschaft

Zalando will noch heuer an die Börse

Der Onlinehändler Zalando will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. „Abhängig vom Börsenumfeld“ soll der Börsengang im zweiten Halbjahr 2014 stattfinden, wie Zalando heute in Berlin mitteilte.

„Geplant ist die Ausgabe von neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung.“ Die bestehenden Zalando-Eigner behielten ihre Anteile, hieß es weiter. Nach dem Börsengang sollen zehn, elf Prozent des Zalando-Kapitals an der Börse platziert sein.

Zalando schreibt nach Anlaufverlusten inzwischen zumindest operativ schwarze Zahlen. „Das Erreichen der Gewinnschwelle im ersten Halbjahr 2014 ist ein wichtiger Meilenstein“, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter laut Mitteilung. „Der Gang an die Börse ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Zalando.“

Tesla-Aktie auf Rekordhoch

Der Elektroautobauer Tesla ist im Höhenflug - zumindest an der Börse. Die Kaufempfehlung des bekannten Branchenexperten James Albertine vom Investmenthaus Stifel Nicolaus ließ den Aktienkurs gestern im New Yorker Handel um mehr als fünf Prozent bis auf ein Rekordhoch von fast 285 Dollar klettern.

Tesla ist damit an der Börse etwas mehr als 35 Milliarden Dollar (rund 27 Mrd. Euro) wert. Seit Jahresbeginn hat die Tesla-Aktie ein Plus von 85 Prozent verbucht, obwohl das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk Verluste macht.

Albertine setzte ein neues Preisziel von 400 Dollar und befeuerte die Börsenrallye damit weiter. Tesla habe sich eine attraktive Nische gesucht, sagte Albertine dem TV-Sender CNBC. „Und die Konkurrenz ist meilenweit entfernt.“

„Deepwater Horizon“: Halliburton zahlt 1,1 Mrd. Dollar

Der US-Konzern Halliburton erhält mehr als vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ die Rechnung für die Katastrophe im Golf von Mexiko. Das Unternehmen wird eine Entschädigung von 1,1 Milliarden Dollar (838 Mio Euro) zahlen, wie es gestern mitteilte. Halliburton, das an den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt war, entgeht durch die Zahlung einer Sammelklage.

Das Geld soll an Fischer und andere Opfer der Katastrophe fließen. Im April 2010 war die im Auftrag des britischen Ölriesen BP betriebene Plattform im Golf von Mexiko vor der US-Küste explodiert. Es kamen elf Arbeiter ums Leben. Über Monate strömten große Mengen Öl aus und verseuchten die US-Golfküste. BP hatte sich mit Privatklägern schon 2012 auf eine Entschädigung über 7,8 Milliarden Dollar geeinigt.

Sport

Ski alpin: Schild „reif für eine Familie“

Die Prioritäten von Marlies Schild haben sich verschoben. Die alpine Weltcup-Karriere ist seit gestern beendet, nun steht Familienplanung auf dem Programm - ihr größter Wunsch, wie Schild sagte. „Alt und reif genug wäre ich ja“. Vater Josef („Wir warten schon lange“) würde sich in der Großvaterrolle gut gefallen, er würde mit den Vorbereitungen am liebsten gleich beginnen. „Aber mal schauen, was die Zukunft bringt. Wenn ich etwas in meiner Leistungssportkarriere gelernt habe, dann, dass man nichts planen kann“, warnte Schild vor zu großen Erwartungen. Doch sie habe erkannt, was für sie wirklich wichtig ist.

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Chronik

Streit um Rückenlehne: Erneut Passagierjet zwischengelandet

Zum dritten Mal in nur wenigen Tagen hat in den USA ein Linienflugzeug wegen des Streits zwischen zwei Passagieren über das Zurückklappen einer Rückenlehne eine ungewollte Zwischenlandung eingelegt: Wie gestern (Ortszeit) in New York bekanntwurde, ereignete sich der jüngsten Zwischenfall am Montag auf einer Verbindung von New York nach West Palm Beach in Florida.

Eine 32-jährige Reisende stieß sich nach Angaben der Fluggesellschaft Delta den Kopf, als ihr Vordermann die Lehne zurückklappte, während sie auf dem ausgeklappten Tisch schlummerte. Die junge Frau, die nach eigenen Angaben durch den Tod ihrer beiden Hunde ohnehin stark mitgenommen war, regte sich so sehr auf, dass sie von den Begleitern nicht beruhigt werden konnte. Die Maschine landete deshalb in Jacksonville im Norden Floridas zwischen.

Zwischenlandungen auch in Boston und Chicago

In den vergangenen Tagen waren zwei ähnliche Vorfälle bekanntgeworden: Auf dem Flug von Miami nach Paris erregte sich am Donnerstag ein 61-jähriger Franzose über die zurückgeklappte Rückenlehne seines Vordermanns. Als ein Flugbegleiter den Mann beruhigen wollte, regte dieser sich nur noch mehr auf - und packte schließlich den Flugbegleiter am Arm.

Ein Sicherheitsbeamter an Bord der American-Airlines-Maschine überwältigte den Franzosen und legte ihm Handschellen an. Der Pilot drehte inzwischen ab und landete in Boston.

Am Sonntag zuvor hatte eine Maschine der US-Fluggesellschaft United Airlines außerplanmäßig in Chicago landen müssen, nachdem ein Streit über eine Rückenlehne eskaliert war. Auf dem Flug von Newark nach Denver hatte ein Passagier die Rückenlehne vor sich mit einem „Knee Defender“ (Knieverteidiger) blockiert.

Er weigerte sich, die Vorrichtung abzunehmen, als die Stewardess ihn dazu aufforderte. Schließlich schüttete ihm die vor ihm sitzende Reisende ein Glas Wasser ins Gesicht.

Spanien: Eltern von krebskrankem Buben kommen frei

Die in Spanien festgenommenen Eltern eines fünf Jahre alten krebskranken Kindes kommen frei. Richter Fernando Abreu habe am Nationalen Gerichtshof in Madrid gestern die „sofortige Freilassung“ des Ehepaars aus der Auslieferungshaft angeordnet, berichteten Medien unter Berufung auf Justizkreise.

Wenige Stunden zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Großbritannien einen internationalen Haftbefehl gegen die Eltern aufgehoben. Sie sollten den Angaben zufolge noch in der Nacht freikommen.

Das Ehepaar hatte seinen Sohn vergangene Woche ohne Einverständnis der Ärzte aus einem englischen Krankenhaus nach Spanien gebracht, weil es mit der Therapie seines Hirntumors unzufrieden war. In Spanien waren die Eltern am Samstag festgenommen worden.

Kasachstan: Behälter mit Cäsium-137 verschwunden

In Kasachstan ist nach Angaben der Behörden ein Behälter mit der radioaktiven Substanz Cäsium-137 verschwunden. Wie die Polizei in der westlichen Region Mangistau gestern mitteilte, wird der rund 50 bis 60 Kilogramm schwere Container schon seit dem vergangenen Mittwoch vermisst.

Demnach fiel er offenbar von einem Fahrzeug, das ihn transportierte. Woher das Material stammt, blieb zunächst unklar.

Die Behörden warnten Unbefugte davor, den Behälter zu öffnen. Demnach war auch das Militär an der Suche nach der Substanz beteiligt. Cäsium-137 wird für medizinische, aber auch für militärische Zwecke genutzt. Allerdings kann schon allein der direkte Kontakt mit dem strahlenden Material zu schweren Krankheiten bis hin zum Tod führen.

IT

Apple weist Mitschuld im Promi-Nacktfotoskandal zurück

Im Skandal um den Diebstahl von Prominentennacktfotos hat Apple jede Mitschuld von sich gewiesen. Der Konzern erklärte gestern, in keinem der untersuchten Fälle seien die Hacker an die Fotos gekommen, indem sie Apples Datenspeicher iCloud geknackt hätten. Sie hätten sich vielmehr in gezielten Attacken Zugang zu bestimmten Nutzeradressen verschafft. Unter anderem sei es den Hackern gelungen, etwa Passwörter von Prominenten ausfindig zu machen.

Mit dem iCloud-Dienst speichern Nutzer Fotos und andere Daten außerhalb ihrer persönlichen Smartphones und Computer und können so auch von allen anderen Apple-Geräten aus darauf zugreifen.

Am Wochenende waren intime Fotos von Prominenten im Internet veröffentlicht worden. Betroffen waren unter anderem die Schauspielerinnen Jennifer Lawrence und Kirsten Dunst. Der Fall rief auch die US-Bundespolizei FBI auf den Plan. Er hat zudem neue Debatten über die Datensicherheit losgetreten und kommt für Apple zur Unzeit: Nächste Woche will das Unternehmen sein neues iPhone-Modell präsentieren.

Mehr dazu in „Danke, iCloud“

Kultur

Haselsteiner übernimmt Sammlung Essl

Die Kunstsammlung von bauMax-Gründer Karlheinz Essl scheint gerettet: Die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner übernimmt die Sammlung. Eine Sprecherin bestätigte entsprechende Medienberichte. Essl hatte die Tausenden Kunstwerke zur Rettung seiner maroden Baumarktkette ursprünglich der Republik zum Kauf angeboten, diese lehnte aber ab. 100 Millionen Euro sollen nun an die Gläubigerbanken gehen, einige wertvolle Werke werden schon im Oktober versteigert.

Mehr dazu in Kauf über Privatstiftung

Lutz Seiler: Die Schatzinsel des Literaten

„Die wahre Freiheit, Ed, keimt in der Unfreiheit.“ So lautet das zentrale Zitat aus dem ersten, lange erwarteten Roman von Bachmann-Preisträger Lutz Seiler. Er lässt die Welt der Gescheiterten, der Dissidenten, der Punks, Philosophen und Poeten zu DDR-Zeiten auferstehen. Auf der Insel Hiddensee treffen der Saisonarbeiter Kruso und der Literaturstudent Ed aufeinander. Man schreibt das Jahr 1989. Während die große Geschichte da draußen explodiert, löst sich die Welt der Inselbewohner auf. Seiler ist ein sprachlich ungemein dichter Roman gelungen, der das Zeug zum Klassiker hat - trotz einiger Ungereimtheiten.

Mehr dazu in Ein Buch über „die wahre Freiheit“

Medien

ITAR-TASS firmiert wieder unter Namen aus Sowjetzeit

22 Jahre nach ihrer Umbenennung hat die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS wieder ihren Namen aus Sowjetzeiten angenommen: TASS. Das Unternehmen führe das alte Markenzeichen wieder ein, weil es weltbekannt sei und Erkennungswert besitze, teilte Generaldirektor Sergej Michajlow in Moskau am Rande von Feiern zum 110. Gründungstag der Agentur mit.

Im Unterschied zu früher stehe TASS aber nicht als Abkürzung für „Telegrafenagentur der Sowjetunion“, betonte Michajlow. Es handle sich um ein Markenzeichen ohne Entzifferung. 1992 hatte sich TASS den Beinamen ITAR gegeben, eine Abkürzung für „Informations-Telegrafenagentur für Russland“.

Religion

Science

Leute

Hollandes Ex-Lebensgefährtin rechnet mit Buch ab

Dieses Buch dürfte einschlagen wie eine Bombe: Frankreichs Ex-Premiere-Dame Valerie Trierweiler veröffentlicht ein Buch über ihre Zeit mit Staatschef Francois Hollande. Das 320 Seiten lange Werk sei ein „Schrei nach Liebe und zugleich ein langsamer Abstieg in die Hölle, ein Eintauchen in die Intimität eines Paares“, schrieb das Magazin „Paris Match“.

Das Magazin, für das die Journalistin Trierweiler arbeitet, wird im Voraus Auszüge des Buches mit dem Titel „Merci pour ce moment“ (deutsch: „Danke für diese Zeit“) veröffentlichen. „Alles, was ich schreibe, ist wahr“, heißt es laut „Paris Match“ im Einband des Buches.

Die 49-jährige Trierweiler schrieb das Buch „Paris Match“ zufolge unter „größter Geheimhaltung“. Allerdings hatte sie schon Ende Jänner angedeutet, ein Buch über ihre Zeit im Elysee-Palast schreiben zu wollen - wenige Tage nachdem sich Hollande nach Bekanntwerden seiner Liebesaffäre mit der Schauspielerin Julie Gayet von ihr getrennt hatte.