Letzte Meldung

A4-Flüchtlingsdrama: Zwei weitere Festnahmen

Im Flüchtlingsdrama auf der Ostautobahn (A4) hat es zwei weitere Festnahmen gegeben. Das teilte Verena Strnad, Sprecherin der Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt, heute auf Anfrage der APA mit. Bei einer Person handle es sich um jenen Mann, der noch per Europäischen Haftbefehl gesucht worden war. Er wurde in Bulgarien festgenommen.

„Nun müssen die bulgarischen Behörden dieses abwickelnde Verfahren noch durchführen, was die Übergabe der Person betrifft“, sagte Strnad.

Ausland

UNO: Satellitenbilder belegen Zerstörung in Palmyra

Der UNO liegen nach eigenen Angaben Satellitenbilder vor, die die Zerstörung des weltberühmten Baal-Tempels in der antiken Wüstenstadt Palmyra in Syrien bestätigen. „Wir können die Zerstörung des Hauptgebäudes des Baal-Tempels sowie einer Säulenreihe in der unmittelbaren Nachbarschaft bestätigen“, so das Forschungs- und Ausbildungsinstitut der Vereinten Nationen (UNITAR) gestern.

Satellitenbilder von Palmyra in Syrien

APA/EPA/UNOSAT

UNITAR berief sich dabei auf Satellitenaufnahmen, die die historische Stätte vor und nach einer zuvor von Aktivisten gemeldeten heftigen Explosion zeigten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte in der Nacht auf gestern mitgeteilt, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Palmyra den größten Tempel teilweise zerstört habe.

IS-Islamisten hätten Sprengstoff im Inneren des Baal-Tempels zur Detonation gebracht und Schäden angerichtet, so die in London ansässige Beobachtungsstelle. Erst vor einer Woche hatte der IS den antiken Tempel von Baalschamin in der UNESCO-Welterbestätte Palmyra in die Luft gesprengt und damit international Bestürzung hervorgerufen.

Der IS hatte die antike Stadt Palmyra Ende Mai erobert. Seither mehren sich die Hinweise, dass die Islamisten die Schätze der Stadt nach und nach zerstören, um so die Zeugnisse vormuslimischer Kulturen zu vernichten.

Tausende Seiten von Clintons E-Mails werden veröffentlicht

In der E-Mail-Affäre der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton werden weitere 7.000 Seiten veröffentlicht. Nach Angaben des US-Außenministeriums von gestern handelt es sich dabei um versandte und empfangene Dokumente. Über deren Inhalt wurde zunächst nichts bekannt.

Clinton hatte als Außenministerin (2009 bis 2013) ihre dienstliche Korrespondenz über einen privaten Server abgewickelt. Dafür wurde und wird sie anhaltend kritisiert. Ihr wird vorgeworfen, damit bewusst staatliche Kontrollinstanzen ausgeschaltet zu haben. Im Dezember 2014 übergab Clinton rund 30.000 E-Mails an das State Department und das FBI.

150 Seiten bleiben geheim

Die Affäre um diese E-Mails ist für Clintons Kandidatur für die amerikanische Präsidentschaft eine immer schwerere Belastung. Mit der neuen Tranche der Veröffentlichung wurde nun etwa ein Viertel der Korrespondenz veröffentlicht. Insgesamt umfasst das E-Mail-Archiv etwa 55.000 Seiten.

Von den nun veröffentlichten Dokumenten wurden laut Angaben des Außenministeriums auf Bitten von Regierungsmitarbeitern 150 Seiten nachträglich bearbeitet. Sie sind nun vertraulich.

Kolumbien kritisiert Massenabschiebung aus Venezuela

Kolumbien hat die Massenabschiebung seiner Staatsbürger aus dem benachbarten Venezuela kritisiert. „Ganz Kolumbien ist empört“, sagte Botschafter Andres Gonzalez gestern bei einer außerordentlichen Sitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington.

Nach einem Zwischenfall mit drei verletzten venezolanischen Soldaten hatte die Regierung in Caracas die Grenze geschlossen und mehr als 1.000 Kolumbianer ausgewiesen. Die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) kündigte an, Vorschläge zur Beilegung des Konflikts zu unterbreiten.

Schmuggel mit Lebensmitteln und Benzin

Im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien blüht der Schmuggel mit subventionierten Lebensmitteln und Benzin. Die venezolanische Regierung wirft dem Nachbarland vor, einen Wirtschaftskrieg gegen den sozialistischen Staat zu führen. „Den Schmuggel bekämpft man nicht, indem man einfache Menschen deportiert“, sagte Botschafter Gonzalez.

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro glaubt zudem, dass in Kolumbien Mordpläne gegen ihn geschmiedet werden. „In Bogota gibt es eine Kampagne, um mich zu töten. Aus Hass“, sagte der Staatschef bei einem Besuch in Vietnam. „Das wird von der kolumbianischen Regierung stillschweigend geduldet.“

Bayrischer Minister: Robert Blanco ein „wunderbarer Neger“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“ den Sänger Roberto Blanco als „wunderbaren Neger“ bezeichnet. In der Talkshow diskutierten die Gäste gestern Abend über das Thema Flüchtlinge.

Als „Focus“-Chefredakteur Ulrich Reitz Erfolgsgeschichten von Einwanderern einbrachte, sagte Herrmann: „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat.“

Beim FC Bayern spielten auch eine ganze Menge mit schwarzer Hautfarbe mit, und das fänden die Fans von FC Bayern auch gut, fügte er hinzu.

Polen deutet Umdenken in Asylkrise an

Polen will womöglich mehr Flüchtlinge aufnehmen als bisher geplant. Angesichts „des immer größeren Flüchtlingsandrangs in Europa“ müsse die Verteilung der Migranten neu überprüft werden, sagte Ministerpräsidentin Ewa Kopacz gestern in Gdansk (Danzig).

Polen hatte sich zur Aufnahme von 2.200 Flüchtlingen bereiterklärt, die EU-Partner verlangen aber ein deutlich größeres Engagement. Polen werde bald eine neue Zusage machen, die aber „im Einklang stehen muss mit unseren Möglichkeiten“, erklärte Kopacz mit Blick auf Unterkunfts- und Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Polen.

Die neue Regelung gelte aber nicht für Wirtschaftsflüchtlinge, sondern nur für Menschen aus Ländern wie Syrien oder Eritrea, deren Leben in ihrer Heimat in Gefahr sei. Pläne der EU-Kommission, verpflichtende Quoten für die Verteilung einzuführen, scheiterten am Widerstand Großbritanniens und einer Reihe osteuropäischer Staaten. Derzeit erfolgt die Aufnahme der Flüchtlinge auf der Basis freiwilliger Zusagen.

Poroschenko verurteilt Gewalt in Kiew als antiukrainisch

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die gewaltsamen Ausschreitungen vor dem Parlament in Kiew als „antiukrainische Aktion“ verurteilt. Die Proteste von Nationalisten nach der Abstimmung über eine Verfassungsreform seien „ein Stoß in den Rücken“, kritisierte er in einer TV-Ansprache gestern Abend.

Bei den Unruhen war auch ein Sprengsatz gezündet worden. Mindestens ein Mensch wurde getötet, mehr als 100 wurden nach Behördenangaben verletzt, die meisten von ihnen waren Angehörige der Sicherheitskräfte. Die Demonstranten protestierten gegen eine Änderung der Verfassung, die mehr Autonomie für die von prorussischen Separatisten in der Ostukraine beherrschten Gebiete ermöglichen soll.

Proteste vor dem Parlament schlugen in Gewalt um. (iptv.orf.at)

Auch Westen befürwortet Verfassungsreform

Russland kritisierte die Gewalt in der Ukraine. Kreml-Sprecher Dimitri Peskow verurteilte die Eskalation als „unannehmbar“, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Zugleich habe er aber betont, dass es sich um eine innere Angelegenheit der Ukraine handle. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Geschehen vor dem Parlament in Kiew sei „in jeder Hinsicht inakzeptabel - Gewalt gegen Beschlüsse eines demokratisch gewählten Parlaments umso mehr“.

Die deutsche Bundesregierung unterstrich, sie werte die Verfassungsreform als wichtigen Schritt für eine Umsetzung des Minsker Friedensplans. Auch der Generalsekretär des Europarats, Thorbjorn Jagland, begrüßte das Abstimmungsergebnis im Parlament in Kiew. Zugleich verurteilte er die Ausschreitungen. „Der demokratische Prozess soll und darf nicht durch Gewalt und Extremismus zum Entgleisen gebracht werden“, sagte er.

Brasilien jagt „WhatsApp-Bürgermeisterin“

Seit ihrem Amtsantritt hat die Bürgermeisterin der brasilianischen Stadt Bom Jardim im Nordosten des Landes für Aufsehen gesorgt. Schließlich war Lidiane Leite erst Anfang 20, als sie 2012 Stadtchefin wurde. Eigentlich hatte damals ihr Freund kandidiert, doch dem wurden Korruptionsvorwürfe zum Verhängnis. Kurzerhand sprang Leite ein - und wurde tatsächlich gewählt.

In der Folge gab sie sich dem Luxusleben hin: Dazu kehrte Leite ihrer Stadt den Rücken - per Nachrichten über das Soziale Netzwerk WhatsApp regierte sie von der Hauptstadt des Bundesstaats aus. Nun fahndet die Bundespolizei wegen Korruption nach ihr - denn längst ist die heute 25-Jährige auf der Flucht.

Mehr dazu in Auf Fahndungsliste der Bundespolizei

Inland

Nationalrat tagt zu Asyl und Griechenland

Der Nationalrat tritt heute erstmals nach der Sommerpause wieder zusammen. Anlass für die Sondersitzung ist, dass die Koalition die neuen Asylregelungen mit einem Durchgriffsrecht des Bunds in der Quartierfrage rechtzeitig auf den Weg bringen will, um die Maßnahme wie geplant schon mit Oktober umsetzen zu können. Der eigentliche Beschluss erfolgt erst in einer Sitzung Ende September.

Auch angesichts der Tragödie mit 71 Toten auf der A4 werden Kanzler und Vizekanzler Erklärungen zur aktuellen Flüchtlingskrise abgeben. An diese schließt sich eine Debatte an. Eingebracht werden soll auch ein rot-schwarzer Initiativantrag, der Verschärfungen der gesetzlichen Bestimmungen gegen Schlepper vorsieht.

Künftig soll es auch möglich sein, Schlepper in U-Haft zu nehmen, wenn sie nur drei Flüchtlinge ins Land gebracht haben. Bisher lag die Zahl bei zehn. Inkrafttreten soll die Neuerung wie das Durchgriffsrecht mit 1. Oktober. Zweites Thema der Sitzung sind die im Sommer beschlossenen neuen Griechenland-Hilfen, zu denen Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) Auskunft gibt.

Wirtschaft

Angeblich 1.100 Kündigungen bei bauMax

Bei der angeschlagenen Baumarkt-Kette bauMax, die von der deutschen Heimwerkerkette Obi übernommen wird, werden offenbar mehr Arbeitsplätze gestrichen, als bisher angegeben wurde. BauMax habe 1.100 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung angemeldet, berichtete der „Kurier“ (Onlineausgabe) gestern Abend.

Unter den zur Kündigung angemeldeten Beschäftigten seien auch 72 Lehrlinge, heißt es in dem Bericht. Den Regionalstellen des Arbeitsmarktservice AMS habe bauMax mitgeteilt, dass die Kette in den vergangenen drei Monaten durchschnittlich 3.674 Mitarbeiter beschäftigt habe, davon 275 Lehrlinge.

Möglich wäre allerdings, dass ein Gutteil der Gekündigten mit neuen Verträgen für Obi weiterarbeiten. Wie viele bauMax-Arbeitsplätze durch den Verkauf tatsächlich verloren gehen, ist damit weiterhin ungewiss. Die Jobs in der Zentrale der Baumarktkette in Klosterneuburg (Niederösterreich) sind akut gefährdet. Gestern wurde bekannt, dass der Mitarbeiterstand in der Zentrale von 280 auf 35 reduziert werden soll.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Hypo-Abbaubank Heta fehlen acht Milliarden Euro

Das Kapitatalloch, das bei der staatlichen Hypo-Alpe-Adria-„Bad Bank“ Heta klafft, ist noch tiefer geworden. Zur Jahresmitte 2015 waren es bereits 8,1 Milliarden Euro. Das ist eine gute Milliarde mehr als in der ersten Zerschlagungsbilanz vor einem halben Jahr.

Großteils lag das Anwachsen der Schulden an Verlusten, die angefallen sind, weil der Verfassungsgerichtshof (VfGH) den ersten Schuldenschnitt von 2014 gekippt hat. Damit lebten Anleiheschulden, die voriges Jahr per Gesetz über Nacht für wertlos erklärt worden waren, wieder auf. Das belastete die Halbjahresbilanz der Heta mit rund 800 Millionen Euro.

Weitere rund 200 Mio. Euro wurden nötig, weil beim Verkauf des Balkan-Banken-Netzwerks heuer noch eine weitere „Mitgift“ an die Käufer nötig wurde. Bis Ende 2018 soll die ehemalige Hypo zum größten Teil (zu 80 Prozent) abgebaut sein. Der Rest soll bis Ende 2020 erledigt sein, teilte die Heta gestern mit.

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Neues Riesengasfeld in Ägypten braucht 3,5 Mrd. Dollar

Der italienische Energiekonzern ENI muss zur Erschließung des neu entdeckten Riesenerdgasfeldes vor Ägypten wohl zunächst etwa 3,5 Mrd. Dollar (3,1 Mrd. Euro) in die Hand nehmen. Das sagte der Chef des staatlichen ägyptischen Versorgers EGAS, Chaled Abdel Badie, gestern gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. ENI hatte die Entdeckung des Feldes am Wochenende bekanntgegeben.

Konzernchef Claudio Descalzi schloss nicht aus, dass das Unternehmen zur Finanzierung des Projekts auch Anteile an dem Feld verkaufen könnte. „Die Tür dafür steht offen“, sagte er der Zeitung „La Repubblica“ (Montag-Ausgabe). ENI zufolge handelt es sich um das größte bisher bekannte Erdgasfeld im Mittelmeer und könnte sich sogar als eines der größten weltweit erweisen.

Mit der Hilfe des Gasfelds könnte sich Ägypten vom Energieimporteur zum -exporteur wandeln. Europa hätte in Verbindung mit anderen Neuentdeckungen im Mittelmeer eine Möglichkeit, unabhängiger von russischen Erdgaslieferungen zu werden. An der Börse in Mailand reagierten die Anleger positiv auf die Entdeckung und bescherten ENI-Aktien einen Höhenflug.

Sport

Bundesliga: Fliegender Wechsel im Rapid-Angriff

Nur wenige Stunden nach dem fixierten Abgang von Robert Beric hat Rapid einen neuen Torjäger nach Wien-Hütteldorf geholt. Der neue Hoffnungsträger des Bundesliga-Spitzenreiters im Sturm nach der Länderspielpause ist der Kroate Matej Jelic, der zuletzt beim slowakischen Vizemeister MSK Zilina unter Vertrag gestanden war und in dieser Saison mit sieben Treffern in sieben Spielen zur Europa-League-Quali auf sich aufmerksam gemacht hatte. Coach Zoran Barisic setzt jedenfalls große Hoffnungen in den 24-Jährigen.

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Fußball: ManUnited rührt auf Transfermarkt um

Manchester United hat am letzten Tag der Transferperiode für einiges Aufsehen auf dem Markt gesorgt. Der englische Rekordmeister räumte zur Freude einiger deutscher Clubs ordentlich um. So sicherte sich Bayer Leverkusen die Dienste von Mexikos Teamstürmer Javier Hernandez, auch Borussia Dortmund verstärkte sich mit einem Angreifer der „Red Devils“. ManUnited benötigte Platz auf der Gehaltsliste. Denn mit dem 19-jährigen Anthony Martial steht der nächste Millionentransfer der Engländer an.

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Chronik

Sieben Verletzte bei Frontalcrash in Kärnten

Sieben Verletzte, zwei davon schwer, hat es gestern Nachmittag bei einem Unfall bei Feistritz in Kärnten gegeben. Ein 19-jähriger Autofahrer war mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten, streifte ein Auto und krachte frontal in ein weiteres.

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Zwei Tote bei Kollision bei Bad Aussee

Ein missglückter Überholvorgang hat gestern bei Bad Aussee (Steiermark) zwei Menschenleben gefordert. Die beiden Opfer, vermutlich zwei Studenten, waren mit ihrem Auto ins Schleudern gekommen und frontal gegen einen Lkw geprallt.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Erneut Explosion in Chemiewerk in China - ein Toter

Bei einem neuen Explosionsunglück in einem Chemiewerk in China hat es einen Toten gegeben. Ein anschließendes Feuer in der Fabrik in Dongying (Provinz Shandong) sei nach fünf Stunden gelöscht worden, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service heute. Es war schon das zweite Explosionsunglück mit Chemikalien seit der Katastrophe in der Hafenstadt Tianjin.

Dort war vor knapp drei Wochen ein Gefahrgutlager in die Luft geflogen. 158 Personen kamen dabei ums Leben. In den Trümmern werden immer noch 15 Menschen vermisst. Die Aufräumarbeiten auf dem Hafengelände kommen wegen der gefährlichen Chemikalien nur langsam voran.

Tote nach Explosion in Feuerwerksfabrik in Spanien

Durch eine Explosion in einer Fabrik für Feuerwerkskörper sind im Nordosten Spaniens gestern mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens sechs weitere Menschen seien bei dem Unglück nahe dem Flughafen der Stadt Saragossa verletzt worden, zwei von ihnen schwer, teilten die örtlichen Behörden mit. Die Unglücksursache sei unklar.

Die Bewohner umliegender Ortschaften liefen nach der Detonation erschreckt aus ihren Wohnungen ins Freie. Fernsehbilder zeigten dichte Rauchwolken über dem betroffenen Gelände. Ein Feuerwehrsprecher sagte, es gebe immer wieder kleinere Explosionen. Die Rettungskräfte warnten Anrainer, sich dem Unglücksort zu nähern.

Schwarzer Rauch steigt nach einer Explosion auf

APA/EPA/Toni Galan

Die Explosion war bis in die zehn Kilometer entfernte Metropole Saragossa zu hören

Über dem Werk stieg eine dicke Rauchwolke auf. Die Feuerwehrleute konnten zunächst einen Teil des Werksgeländes nicht betreten, weil sich dort weitere Explosionen ereigneten. Das betroffene Unternehmen ist mehr als 150 Jahre alt und nach eigenen Angaben einer der größten Hersteller von Feuerwerkskörpern in Europa.

Die Fabrik beschäftigt etwa 40 Mitarbeiter und exportiert ihre Produkte in zahlreiche EU-Staaten. Der August ist für die spanische Feuerwerksindustrie ein arbeitsintensiver Monat, weil landesweit bei zahlreichen Dorf- und Stadtfesten Feuerwerke gezündet werden.

Deutsche Polizei fasst „Sonnenschirm-Ripper“

Nur noch Sonnenschirmgerippe in zahlreichen Biergärten, Cafes und Privatgärten - nun hat die Polizei im deutschen Aachen eine besonders skurrile Diebstahlserie gelöst: Nach ihren Angaben von gestern wurde ein 48-jähriger Mann aus Stolberg als Verdächtiger festgenommen.

Nach Erkenntnissen der Polizei schraubte oder schnitt der Mann nachts aus den großen Sonnenschirmen die Bespannung ab und ließ die nackten Gestelle zurück. Zu Hause habe der Mann den Stoff gehortet, teilte die Polizei mit.

Der entscheidende Hinweis kam laut der Mitteilung von einem Polizisten, der sich an eine ähnliche Einbruchsserie in Gaststätten erinnerte, bei dem ein Dieb jeweils nur die Gardinen gestohlen hatte. Bei diesem fanden die Polizisten den Stoff und auch noch 200 Reitpeitschen aus Leder. Wie der Dieb an diese kam, muss noch geklärt werden. Der Mann schweigt beharrlich.

Gesundheit

Neuer Ebola-Fall in Sierra Leone festgestellt

Eine in Sierra Leone verstorbene Frau ist nach ihrem Tod positiv auf Ebola getestet worden. Das teilte das Ebola-Abwehrzentrum (NERC) des Landes gestern mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr, war die Frau etwa Mitte 60 und lebte im Dorf Sella Kafta in der nordwestlichen Region Kambia.

Die Frau war weder nach Liberia noch nach Guinea gereist - zwei ebenfalls schwer von der Ebola-Epidemie betroffene Ländern in Westafrika. Ein NERC-Sprecher sagte einem örtlichen Radiosender, es seien bereits zehn Risikokontakte der Frau ausfindig gemacht worden, die unter Quarantäne gestellt worden seien.

Derzeit werde geprüft, ob das gesamte Dorf isoliert werden müsse. Überdies werde ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Kambia reisen, um die Kontaktpersonen des jüngsten Ebola-Opfers zu impfen.

Der Ebola-Fall ist ein Rückschlag für das westafrikanische Land im Bemühen, für frei von der Krankheit erklärt zu werden. In der vergangenen Woche hatte es feierliche Szenen gegeben, nachdem der letzte bekannte Ebola-Patient aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Bei der schlimmsten Ebola-Epidemie in der Geschichte waren in Westafrika seit Ende 2013 rund 11.300 Menschen ums Leben gekommen.

Science

Wassertemperatur bedroht Korallenriff vor Katar

Das Korallenriff des Ölemirats Katar ist durch hohe Temperaturen des Meerwassers gefährdet. Das geht aus einer Studie der Universität Katar und des Umweltministeriums hervor, deren Ergebnisse gestern veröffentlicht wurden. Die Forscher stellten dabei fest, dass sich das Wasser auf mehr als 36 Grad Celsius erwärmte.

Die hohen Wassertemperaturen hatten laut der Untersuchung bereits ein Massensterben von 20 Fischarten zur Folge. Zwar würden Ende August und Anfang September alle paar Jahre extreme Wassertemperaturen gemessen, sagte der Meeresbiologe Ibrahim al-Maslamani. „Aber 36 Grad sind wirklich zu viel.“

Das Korallenriff sei bei hohen Wassertemperaturen „sehr empfindlich“, so der Meeresbiologe. Daher mache er sich um den Erhalt des Korallenriffs „große Sorgen“. Die katarische Halbinsel ist an mehreren Stellen von Korallen umgeben, unter anderem an der Insel Halul nordöstlich der Hauptstadt Doha.

Kultur

ORF-Bestenliste im September

Den ersten Platz der ORF-Bestenliste teilen sich im September zwei Bücher: Anna Baars Romandebüt „Die Farbe des Granatapfels“ und Ralf Rothmanns präziser und schonungsloser Antikriegsroman „Im Frühling sterben“.

Platz drei geht an Christine Lavant und ihre zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichte, die damit bereits zum zweiten Mal auf der Bestenliste vertreten sind.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Pianistin Natalia Strelchenko in Manchester getötet

Die norwegisch-russische Konzertpianistin Natalia Strelchenko ist im nordenglischen Manchester mutmaßlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Ein 48 Jahre alter Mann sei unter dem Verdacht des Mordes festgenommen worden, teilte die Polizei in Manchester mit. Strelchenko wurde 38 Jahre alt.

Natalia Strelchenko

nataliastrelchenko.com

Die Familie der Musikerin schrieb in einer Stellungnahme: „Natalia war eine talentierte, schöne, sehr geliebte Mutter, Tochter, Schwester und Freundin. Wir werden sie sehr vermissen.“ Polizeiangaben zufolge wurde das Opfer am Sonntag mit schweren Kopfverletzungen in einem Haus aufgefunden. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb sie wenig später.

Strelchenko hatte zuletzt in Großbritannien und Frankreich gelebt. Seit 2014 war sie als Juniorprofessorin am Konservatorium im französischen Belfort tätig. In Norwegen galt Strelchenko als eine der begabtesten Solopianistinnen des Landes. Ihre Ausbildung erhielt sie am Konservatorium von St. Petersburg und an der norwegischen Musikakademie. Sie gastierte in zahlreichen europäischen Ländern, in Japan und den USA.

Leute

Yahoo-Chefin Mayer bekommt Zwillinge

Yahoo-Chefin Marissa Mayer (40) ist erneut schwanger. Sie erwarte eineiige Zwillinge, der voraussichtliche Geburtstermin der Mädchen ist Dezember, gab die Topmanagerin heute bekannt.

Da die Schwangerschaft bisher ohne Komplikationen verlaufe und der Umbau des Internetkonzerns in einer wichtigen Phase sei, wolle sie weitgehend durcharbeiten.

Mayer nahm vor drei Jahren den Chefposten bei Yahoo während der Schwangerschaft mit ihrem ersten Kind an. Nachdem ihr Sohn auf der Welt war, wurde ein Kinderzimmer neben dem Chefbüro eingerichtet.

Queen Elizabeth wird für Thronrekord geehrt

Die königliche Münzanstalt in Großbritannien ehrt Königin Elizabeth II. mit einer eigenen Gedenkmünze, wenn sie am 9. September die am längsten regierende Monarchin Großbritanniens wird.

Die Queen, die seit mehr als 63 Jahren regiert, überholt an diesem Tag ihre Ururgroßmutter Königin Victoria. Aus diesem Anlass soll eine 20-Pfund-Münze aus Silber geprägt werden.

Auf dem Geldstück sollen alle fünf Porträts Elizabeths vereint sein, die bisher auf britischen Münzen zu sehen waren. „Ich wollte, dass mein Design zeigt, wie Queen Elizabeth auch als Gesicht einer Münze über die Jahre gereift ist“, so Designer Stephen Taylor gestern.

Nach Angaben der Royal Mint tragen alle derzeit in Umlauf befindlichen Pfund-Münzen in Großbritannien das Konterfei ein und derselben Monarchin. Das sei noch nie der Fall gewesen.

Lifestyle