Ausland

Türkei öffnet Grenze für syrische Flüchtlinge

Angesichts des Vormarsches der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien hat die Türkei zahlreichen Flüchtlingen an ihrer Grenze die Einreise erlaubt. In einer Liveübertragung des Senders CNN-Türk war zu sehen, wie Frauen, Kinder und Männer heute zu Fuß mit wenigen Habseligkeiten die Grenze in der Region Suruc passierten.

CNN-Türk berichtete, der Übertritt sei von der türkischen Seite genehmigt worden. Zuvor war es an der Grenze zu Tumulten gekommen. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie türkische Sicherheitskräfte Tränengas und Wasserwerfer einsetzten.

Angst vor IS-Massakern

Tausende Menschen hatten nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Dogan seit gestern an der Grenze ausgeharrt. Sie waren aus Angst vor Massakern der anrückenden Extremisten geflohen. Diese haben in der Region inzwischen mindestens 24 vor allem von Kurden bewohnte Dörfer eingenommen.

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hatte Medienberichten zufolge gesagt, die Türkei werde den Flüchtlingen auf der syrischen Seite der Grenze helfen. In der Türkei halten sich laut Regierungsangaben bereits 1,2 Millionen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien auf.

Frankreich fliegt erste Luftangriffe im Irak

Frankreich hat heute seine ersten Luftangriffe gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) im Irak geflogen. Präsident Francois Hollande teilte in Paris mit, französische Rafale-Kampfflugzeuge hätten in der Früh „ein logistisches Lager der Terroristen“ im Nordosten des Irak angegriffen.

„Das Ziel wurde getroffen und vollständig zerstört.“ Weitere Luftangriffe würden in den kommenden Tagen folgen, kündigte Hollande an.

Unmittelbar nach Ankündigung

Der Präsident hatte am Vortag grünes Licht für Luftangriffe im Irak gegeben. Einen Einsatz von französischen Bodentruppen im Irak oder Luftangriffe in Syrien schloss er zugleich aus.

Hollande war am Freitag vergangener Woche im Irak, am Montag fand eine große Irak-Konferenz in Paris statt. Zudem flogen die Franzosen seit Montag Aufklärungsflüge über dem Irak.

OSZE will Ukraine-Wahl mit 700 Beobachtern überwachen

Fast 700 OSZE-Wahlbeobachter werden am 26. Oktober den ordnungsgemäßen Ablauf der ukrainischen Parlamentswahl überwachen. Das teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) heute bei der Eröffnung ihres eigens für diese Mission eingerichteten Büros in Kiew mit.

Die Beobachter sollen demnach kontrollieren, „ob die internationalen Standards für demokratische Wahlen und die nationalen Gesetze eingehalten werden“.

Auch der Wahlkampf, die Medienberichterstattung und der Umgang mit Beschwerden werden den Angaben zufolge überwacht. Neben 16 OSZE-Experten in Kiew sollen 80 Langzeitbeobachter im ganzen Land stationiert werden, die am Wahltag Unterstützung von weiteren 600 Kollegen bekommen.

Keine US-Zusage für Waffenlieferungen an Ukraine

Die USA bleiben unterdessen trotz eindringlicher Bitten des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko hart und werden vorerst keine Waffen an die Ukraine liefern. Nach einem Treffen mit Poroschenko im Weißen Haus machte Präsident Barack Obama keine Zusagen für solche Lieferungen, sondern verwies lediglich auf Unterstützung zur „Sicherheit der Ukraine“.

USA setzen auf Diplomatie

Washington hatte Kiew bereits Hilfe in Höhe von 60 Millionen Dollar (46,4 Mio. Euro) zugesagt, unter anderem für Lebensmittel, Schutzwesten und Nachtsichtgeräte. Dieses Geld soll nun um weitere 46 Millionen Dollar (36,6 Mio. Euro) aufgestockt werden, wie das Weiße Haus gestern mitteilte.

Sieben Millionen Dollar seien außerdem für humanitäre Hilfe in der Ukraine gedacht. Nach Ansicht des Weißen Hauses sei der beste Weg, den Konflikt zwischen der ukrainischen Regierung und den prorussischen Separatisten durch Diplomatie zu lösen.

Ungarn erhöht Druck auf vom Ausland geförderte Vereine

Ungarns rechtsnationale Regierung verschärft den Druck auf Vereine, die Gelder aus dem Fonds Norway Grants (EEA) verwalten. Wie heute bekanntwurde, hat das Regierungskontrollamt beantragt, dass die Steuernummern aller vier entsprechenden Stiftungen vorübergehend suspendiert werden. Ohne Steuernummer kann eine Stiftung nicht arbeiten.

Über den Fonds EEA fördern die Nicht-EU-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein staatliche Institutionen und Vereine in Osteuropa. Die Führung hat dabei als größter Einzahler Norwegen. In Ungarn fördert EEA vor allem Projekte zum Kampf für Menschenrechte.

„Bezahlte politische Aktivisten“

Ministerpräsident Viktor Orban will, wie er sagte, gegen aus dem Ausland finanzierte Vereine vorgehen, da es sich dabei um „bezahlte politische Aktivisten“ handle, die in Ungarn „ausländischen Interessen“ dienten. Die Regierung argwöhnt zudem, dass die Stiftungen mit diesen Geldern ungarische Oppositionsparteien finanzieren.

Norwegen hat stets betont, dass der ungarische Staat nicht befugt sei, die Verwendung der Gelder aus dem EEA-Fonds zu kontrollieren, da es sich nicht um ungarische Steuergelder handle. 

Designierter EU-Kommissionsvize in Bankendeal verwickelt

Der frühere lettische Premier und designierte EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis soll unter dubiosen Umständen in den Verkauf der Citadele-Bank an eine US-Finanzholding involviert sein.

Laut der Tageszeitung „Diena“ bestätigte Dombrovskis, dass er eine „Urlaubsreise“ mehrerer Politiker und an dem Deal beteiligter Geschäftsleute nach Georgien aus eigener Tasche bezahlt habe.

Notverstaatlichte Bank an US-Unternehmen verkauft

Diese Reise habe aber nichts mit dem geplanten Verkauf der aus der im Jahr 2008 notverstaatlichten Parex-Bank hervorgegangenen Citadele-Bank an das US-Unternehmen Ripplewood Holdings zu tun, so der ehemalige Regierungschef laut „Diena“ (Freitag-Ausgabe). Die Regierung in Riga segnete den mit 92 Mio. Euro bezifferten Deal gestern ab.

Die Bank soll zu 25 Prozent direkt von der US-Holding übernommen werden, 25 Prozent übernimmt die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), und 50 Prozent gehen an unbekannte Investoren. Das Geschäft ist in Lettland unter anderem umstritten, weil es angeblich wesentlich höhere Angebote gegeben hat.

Preisdeals im Urlaub?

„Diena“ berichtete weiter, mehrere Regierungspolitiker, darunter Vertreter von Dombrovskis’ Wirtschaftskonservativer „Einheit“-Partei hätten vergangenen Sommer just zu jenem Zeitpunkt gemeinsam in Georgien Urlaub gemacht, als der Preis für den Verkauf der ehemaligen Pleitebank ausgehandelt worden sei.

Sowohl Dombrovskis als auch der Fraktionschef der „Einheit“, Dzintars Zakis, betonten, die Reise sei privater Natur gewesen. Sie hätte daher auch nicht der Öffentlichmachung bedurft, so Zakis.

Neue Runde der Atomverhandlungen mit dem Iran

In New York kommen heute der Iran und die fünf UNO-Vetomächte plus Deutschland (5+1) zu einer weiteren Verhandlungsrunde zum Atomprogramm des Iran zusammen. Die Gespräche finden am Rande der UNO-Generalversammlung statt. Es wird erwartet, dass sich auch US-Außenminister John Kerry und seine Amtskollegen in die Verhandlungen einschalten werden.

Streit über Anzahl der Zentrifugen

Im Vorfeld der neuen Verhandlungsrunde hatte US-Chefverhandlerin Wendy Sherman nach amerikanischen Medienberichten erklärt, beide Seiten seien in Schlüsselfragen weit voneinander entfernt, darunter auch in der Frage nach dem Zweck und dem Umfang der iranischen Urananreicherungskapazität.

Teheran besteht zumindest auf einer Beibehaltung der Anzahl der Zentrifugen zur Urananreicherung (19.000), die allein friedlichen Zwecken diene. Das will der Westen, allen voran die USA, aber nicht akzeptieren und fordert eine starke Reduzierung der Zentrifugenzahl. Die Anreicherung von spaltbarem Uran-235 bildet die Voraussetzung zum Betrieb von Atomkraftwerken aber auch zum Bau von Kernwaffen.

Deadline in zwei Monaten

Im elf Jahre andauernden Konflikt rund um die iranische Urananreicherung soll bis zur Deadline am 24. November eine endgültige Einigung gefunden werden. Bei Verhandlungen in Wien war in grundlegenden Fragen keine Annäherung erzielt worden, daher hatte man sich auf einer Verlängerung der ursprünglich bis 20. Juli befristeten Gespräche geeinigt.

Wegen der UNO-Generalversammlung halten sich US-Präsident Barack Obama und der iranische Präsident Hassan Rouhani in New York auf. Ein Treffen ist laut US-Regierungsvertretern nicht geplant. US-Außenminister Kerry dürfte aber seinen iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif treffen.

Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) werden jedenfalls am Rande der Generalversammlung mit Rouhani und Sarif zusammentreffen.

UNO: Ebola-Epidemie „Gefahr für Weltfrieden“

Der UNO-Sicherheitsrat hat die Ebola-Epidemie in Westafrika als „Gefahr für Frieden und Sicherheit der Welt“ eingestuft. Mit einer einstimmig beschlossenen Resolution mahnte das mächtigste UNO-Gremium bei einer Sondersitzung gestern (Ortszeit) mehr Hilfe für die betroffenen Länder in Westafrika und das Aufheben von Reisebeschränkungen an.

Zudem wollen die Vereinten Nationen noch in diesem Monat eine Sondermission zur Bekämpfung der Epidemie mit bisher mehr als 2.500 Toten nach Westafrika schicken. Der Rat hatte sich in seiner Geschichte zuvor nur zweimal mit Gesundheitsnotfällen beschäftigt, in beiden Fällen war es dabei um Aids gegangen.

UNO gründet Sondereinheit

„Die beispiellose Situation verlangt nach nie da gewesen Schritten, um Leben zu retten und Frieden und Sicherheit zu bewahren“, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. „Deswegen habe ich entschieden, eine UNO-Sondermission für Gesundheitsnotfälle einzurichten.“

Die UNMEER genannte Mission solle sich darum kümmern, den Ausbruch der Epidemie zu stoppen, Patienten zu behandeln, notwendige Versorgung nach Westafrika zu bringen, Frieden und Sicherheit zu bewahren und mögliche weitere Ebola-Ausbrüche zu verhindern.

Guinea: Helfer wurden getötet

Nach einem Überfall wütender Dorfbewohner auf Mitarbeiter einer Ebola-Aufklärungskampagne in Guinea wurden unterdessen sieben verschleppte Helfer tot aufgefunden. Ihre Leichen seien aus dem Abwassertank einer Volksschule in der Ortschaft Wome geborgen worden, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Die Helfer seien „kaltblütig ermordet“ worden. Nach Polizeiangaben hatten Bewohner des Dorfes nahe der Stadt N’zerekore am Dienstag bei Protesten gegen die Aufklärungskampagne mehrere örtliche Gesundheitsvertreter und Journalisten verschleppt.

Die Demonstranten verdächtigten die Mitglieder des Aufklärungsteams demnach, die Dorfbewohner töten zu wollen. Ihrer Meinung nach sei „Ebola eine Erfindung der Weißen, um die Schwarzen zu töten“, sagte ein Polizeibeamter.

Ausschreitungen nehmen zu

Der Gouverneur von N’zerekore sagte im Radio, Ebola sei „eine sehr gefährliche Krankheit, aber diejenigen, die glauben, Ebola existiere nicht, sind noch gefährlicher als die Krankheit selbst“.

Inland

ÖVP-Spitze gegen Lopatkas Idee zu mehr Schulden

ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka hat für seinen Überlegung in einem „Standard“-Interview von heute, eine Steuerreform allenfalls auch durch höhere Schulden zu finanzieren, in der Parteispitze durchwegs Absagen geerntet. Parteichef Reinhold Mitterlehner stellte vor dem ÖVP-Vorstand klar, dass das nicht Parteilinie ist.

Lopatka hatte im Zeitungsinterview gesagt: „Wenn eine Steuerreform der Wunsch der Regierung ist, dann muss man kurzfristig für ein oder zwei Budgets ein höheres Defizit in Kauf nehmen. Man muss aber die gesamte Legislaturperiode sehen.“ Es könne jedenfalls nicht darum gehen, neue Steuern zu erfinden. Entscheidend sei die Ausgabenseite, so Lopatka.

Mitterlehner: Idee ergibt „keinen Sinn“

Mitterlehner betonte vor dem Parteivorstand gegenüber Journalisten, dass es sich bei Lopatkas Vorschlag nicht um die Linie der Gesamtpartei handle. Laut Mitterlehner ergibt ein höheres Defizit zugunsten einer Steuerreform „keinen Sinn“ und: „Das ist eine Idee, die nicht eine Idee der Steuerreformgruppe ist.“

Kurz angebunden, wenn auch sehr direkt kommentierte der neue Finanzminister Hans Jörg Schelling Lopatkas Überlegungen. Auch er sprach von einer „individuellen Meinung“, ehe er zur Vorstandssitzung ging.

Wirtschaftsbund pocht auf Reformen

Auch im ÖVP-Wirtschaftsbund zeigte man sich gar nicht erfreut über die Aussagen des ÖVP-Klubobmannes. „Davon halte ich gar nichts“, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsbundes, Christoph Leitl. Auf der Basis neuer Schulden könne man keine Entlastungen machen.

Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner stieß ins gleiche Horn: Es sei ganz klar, dass man eine Steuerreform nur aufgrund von Ausgabenreformen finanzieren könne. Alles andere sei Lopatkas persönliche Meinung.

Sport

Formel 1: FIA rudert bei Funkverbot zurück

Auch in der Formel 1 wird offenbar nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Nachdem die neuen Regeln zum Boxenfunk, die schon beim Grand Prix von Singapur am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF eins) in Kraft treten sollten, für einige Aufregung gesorgt hatten, wurden sie nun von der FIA wieder gelockert. Wie der Verband heute mitteilte, betreffen die Verbote nun nur Durchsagen zum Verhalten der Fahrer, nicht aber zur Leistung des Autos. Die komplette Verbotsliste soll erst ab der kommenden Saison gelten.

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Europa League: Salzburg auf hartem Weg zurück

Der spielerische Glanz ist verblasst, leicht geht bei Salzburg derzeit gar nichts - im Gegenteil: Der Erfolgstrainer ist in Deutschland, auch ein wichtiger Spieler ergriff die „Flucht“. Das Selbstvertrauen und die Motivation sind nach dem neuerlichen Verpassen der Champions League schwer beschädigt, die Gegner wissen, wie sie Salzburg knacken können.

Das 2:2 gestern zum Auftakt der Europa League gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow war deshalb nach zweimaligem Rückstand zumindest für Spieler und Trainer ein Schritt zurück in die Erfolgsspur - auch wenn mancher Fan anderer Meinung war.

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Tennis: Chinas „Pionierin“ Li Na hört auf

Nach zahlreichen Verletzungen hat Li Na heute ihren Rücktritt aus dem Spitzensport bekanntgegeben. Die 32-Jährige, die ihre Karriere als Sechste der Weltrangliste beendet, ist nicht nur die erste Chinesin, die ein Grand-Slam-Turnier gewann, sondern vor allem ein Vorbild für viele ihrer Landsleute. Die Paris- und Melbourne-Siegerin ließ sich nie von der Politik in ihrer Heimat instrumentalisieren und blickt dennoch oder gerade deshalb auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück. „Sie ist eine Pionierin“, würdigte WTA-Chefin Stacey Allaster Lis Verdienste.

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Neuer Tiefenweltrekord im Gerätetauchen

Mit einem Tauchgang in mehr als 332 Meter Tiefe hat der Ägypter Ahmed Gamal Gabr den Weltrekord im Gerätetauchen gebrochen. Der Kampfschwimmer, der zu einer Spezialeinheit des Militärs gehört, übertraf im Roten Meer den bisherigen Rekordhalter Nuno Gomez aus Südafrika, wie das Guinness-„Buch der Rekorde“ heute mitteilte. Gomez hatte im Jahr 2005 eine Tiefe von 318,35 Metern geschafft.

Gabr sank am Vortag im Taucherparadies Dahab binnen zwölf Minuten exakt 332,35 Meter in die Tiefe. Es dauerte allerdings 15 Stunden, bis der 41-Jährige wieder auftauchte - wegen der Gefahr von Verletzungen durch den starken Wasserdruck auf den Körper ließ sich der Froschmann so lange Zeit.

Per Seil mit Gas versorgt

Bis in hundert Meter Tiefe wurde Gabr von anderen Tauchern begleitet - ab dann war er in der Kälte und Dunkelheit des Meeres auf sich gestellt. Um den Taucher am Leben zu halten, versorgten Ärzte und Tauchexperten ihn mit mehr als 60 Gasflaschen, die an einem Seil befestigt waren. In ihnen waren unterschiedliche Gasmischungen enthalten.

Nach Angaben der Organisatoren hatte sich Gabr, der auch Triathlet ist, monatelang minuziös auf den Ablauf des Tauchgangs vorbereitet. Demnach musste er sich jede seiner Bewegungen Sekunde für Sekunde merken - wie ein Rennfahrer, der sich Kurven einprägen muss.

Er musste lernen, seine Atmung auf das Mindeste zu beschränken und den Rhythmus seines Herzschlags zu verlangsamen. Das habe er vor allem von Yogalehrern gelernt, hieß es aus seinem Umfeld.

Wirtschaft

Nach Benko-Übernahme: Tarifgespräche bei Karstadt

Erstmals seit der Übernahme der deutschen Warenhausgruppe Karstadt durch den Tiroler Investor Rene Benko haben sich Vertreter der Arbeitnehmer und des Unternehmens zu Tarifverhandlungen getroffen.

Die Gewerkschaft ver.di will bei den Gesprächen in Göttingen eine Rückkehr in die Tarifbindung für die rund 17.000 Karstadt-Beschäftigten durchsetzen.

Ver.di kündigt harte Linie an

Bereits vor dem Treffen hatte die Gewerkschaft eine harte Linie bei den Verhandlungen angekündigt. Die Beschäftigten seien zu keinem weiteren Verzicht bereit, hieß es im Vorfeld des Treffens.

Notwendig seien auch ein schlüssiges Gesamtkonzept für das Unternehmen und eine tarifliche Absicherung der Arbeitsplätze. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche die Weichen für einen strikten Sparkurs gestellt.

Chronik

Mann schießt auf Schüler in Frankreich - drei Verletzte

Mit einem Jagdgewehr hat ein 49-Jähriger im französischen Ort Vezelay zwischen Paris und Lyon drei Schüler verletzt. Eines der Opfer erlitt dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Auxerre schwere Verletzungen, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Der als psychisch krank beschriebene Mann feuerte in eine Gruppe von rund 30 Schülern aus Paris, die sich auf einem Ausflug in den für seine Basilika Sainte-Marie-Madeleine bekannten Ort befand. Der Schütze habe die Opfer nicht gekannt und zufällig geschossen, hieß es.

Philippinen: Zehntausende flüchten vor Tropensturm

Schwere Überschwemmungen nach einem heftigen Tropensturm haben auf den Philippinen heute Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. Ein zweijähriges Mädchen ertrank in der Hauptstadt Manila, als seine Eltern ihre Habseligkeit vor einer Überschwemmung retten wollten, berichtete der Zivilschutz.

30.000 Menschen mussten fliehen

Allein im Großraum Manila mussten sich fast 30.000 Menschen in Sicherheit bringen, weil Flüsse anschwollen und über die Ufer traten. In einigen Straßen stand das Wasser eineinhalb Meter hoch, berichtete das Wetterbüro.

In Manila und 15 Provinzen blieben Verwaltungen und Schulen geschlossen. In der Hauptstadt wurden 40 Flüge gestrichen. Tropensturm „Fung-Wong“ zog über die gesamten nördlichen Philippinen.

Video dazu in iptv.ORF.at

50-Jähriger stirbt in Salzburger Waldbad Anif

Im Waldbad Anif (Salzburg) ist gestern ein 50-jähriger Mann aus Koppl (Flachgau) gestorben. Der Mann lag laut Wasserrettung etwa 20 Meter vom Ufer entfernt in fünf Meter Tiefe tot im Wasser. Ein anderer Badegast hatte den Toten entdeckt.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Pensionistin tot in der Pielach gefunden

Ein trauriges Ende nahm eine großangelegte Suchaktion in Spielberg in Niederösterreich. Eine 75-jährige Frau, die seit Mittwoch vermisst worden war, wurde tot in der Pielach gefunden. Zahlreiche Einsatzkräfte hatten nach der Pensionistin gesucht.

Mehr dazu in noe.ORF.at

IT

Microsoft schließt Forschungslabor im Silicon Valley

Microsoft schließt im Zuge seines radikalen Umbaus auch ein Forschungslabor im Silicon Valley. In dem Labor in Mountain View arbeiteten zuletzt 75 teils renommierte Forscher zum Beispiel an Lösungen für das verteilte Rechnen und zum Schutz der Privatsphäre und der IT-Sicherheit.

Die Niederlassung solle bereits heute geschlossen werden, teilte Microsoft-Mitarbeiter Derek Murray auf Twitter mit. Laut Medienberichten sind 50 der Forschungsstellen von den Streichungen betroffen.

Microsoft: Kein Rückzug aus Forschung

Insgesamt arbeiten mehr als 1.000 Mitarbeiter bei Microsoft Research in rund einem Dutzend Labors. Wie die „Seattle Times“ berichtete, soll in Mountain View die Forschungsgruppe für Cybersecurity und Datensicherheit aufgespalten werden und Mitarbeiter zum Teil in andere Unternehmensbereiche wechseln.

Mit dem Schritt wolle sich Microsoft nicht aus der Forschung zurückziehen, betonte ein Sprecher gegenüber der IT-Fachwebsite ZDnet. Es werde vielmehr eine „Konsolidierung der Labors an der Westküste“ der USA angestrebt.

Die geplanten Streichungen sind Teil eines umfangreichen Jobabbaus, den der neue Chef Satya Nadella einleitete. Nach den Plänen sollen 18.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

US-Dragqueens wehren sich gegen Facebook-Klarnamen

Nach der vorübergehenden Sperrung Hunderter Facebook-Konten wehrt sich eine Gruppe von Dragqueens in San Francisco gegen den Klarnamen-Zwang bei dem Sozialen Netzwerk. Da Facebook keine Pseudonyme oder Fantasienamen duldet, müssen sie ihre oft über Jahre aufgebaute Identität auf der Plattform ablegen und ihre offiziellen Namen verwenden.

Ein Treffen mit Vertretern des Netzwerks verlief nach Aussage von Sister Roma, die weitere Betroffene vertritt, enttäuschend. „Sie wollen uns nicht zuhören“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Ein Facebook-Sprecher teilte mit, das Netzwerk halte an seiner Regelung fest. Ein nächstes Treffen mit den Betroffenen soll Ende September stattfinden.

Science

Lifestyle

Religion

Albanien: Papst erstmals auf Europareise

Papst Franziskus reist am Sonntag nach Albanien, wo Treffen mit Politikern und Religionsführern auf dem Programm stehen. Es ist das erste europäische Land, das Franziskus besucht. Während seiner eintägigen Visite in Tirana absolviert das Oberhaupt der katholischen Kirche ein dichtes Programm. Es beinhaltet Begegnungen mit der albanischen Staatsspitze, Religionsführern, Behinderten sowie eine Botschaft an die Jugend.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

US-Finanzspritze für Hollywood beschlossen

Hollywoods Film- und Fernsehindustrie hat von dem kalifornischen Gouverneur Jerry Brown Schützenhilfe erhalten. Brown unterzeichnete gestern ein Gesetz über Finanzspritzen und Steuervorteile, um damit die Abwanderung von Produktionen aus Hollywood in andere US-Staaten und ins Ausland zu bremsen.

Das kalifornische Parlament hatte zuvor der jährlichen Förderung des Filmgeschäfts durch Steueranreize in Höhe von 330 Millionen Dollar zugestimmt. Das Programm soll ab 2015 über fünf Jahre hinweg laufen. Bisher gab der Staat lediglich Zuschüsse in Höhe von 100 Millionen Dollar pro Jahr.

In den letzten Jahren ist die Zahl der TV- und Spielfilmproduktionen in Hollywood zurückgegangen. Mit Steueranreizen und anderen Lockmitteln machen US-Staaten wie New York, Louisiana, New Mexico und Georgia der traditionellen Filmmetropole Konkurrenz. Viele Produktionen wandern auch nach Europa, Kanada und Neuseeland ab.

Leute