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Ausland

Asyl: Tausende Unterschriften setzen London unter Druck

Wegen ihrer restriktiven Einwanderungspolitik wird die britische Regierung derzeit mit Petitionen für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen überzogen. Eine parlamentarische Petition fordert die konservative Regierung von Premierminister David Cameron zur Aufnahme von mehr Asylsuchenden auf, bis gestern Abend wurde sie von rund 46.600 Menschen unterzeichnet.

Ab 10.000 Unterschriften muss die Regierung in London auf eine Petition reagieren. Werden mindestens 100.000 Unterschriften gesammelt, wird das Anliegen als Thema einer Parlamentsdebatte geprüft.

„Angemessenes Asyl“ gefordert

„Es gibt eine weltweite Flüchtlingskrise. Großbritannien gewährt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht angemessen Asyl“, heißt es in der Petition. „Wir können es nicht zulassen, dass Flüchtlinge ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um entsetzlichen Konflikten und Gewalt zu entkommen, um dann in düsteren, unsicheren und unmenschlichen Zuständen in Europa zu leben“, heißt es weiter.

Eine weitere Unterschriftenaktion über die Petitionsplattform Change.org, die die britische Innenministerin Theresa May aufruft, Flüchtlingen aus Konfliktgebieten sofort Zuflucht zu gewähren, bekam binnen vier Tagen sogar 135.000 Unterschriften.

Die Unterschriftenaktionen erhielten womöglich auch wegen des Fotos eines toten Flüchtlingskindes Zulauf, das gestern an einem türkischen Strand gefunden worden war. Das Bild des kleinen syrischen Buben verbreitete sich über Soziale Netzwerke in Windeseile und sorgte europaweit für Bestürzung.

Haftbefehl gegen Guatemalas Staatschef Perez

In der Korruptionsaffäre in Guatemala ist gegen Staatschef Otto Perez Haftbefehl erlassen worden. Richter Miguel Angel Galvez habe dem Antrag auf Haftbefehl zugestimmt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Julia Barrera, gestern (Ortszeit) in Guatemala-Stadt. Nach guatemaltekischem Gesetz muss Perez zurücktreten, wenn er in Untersuchungshaft genommen wird.

Das Parlament des zentralamerikanischen Landes hatte am Dienstag die Immunität des konservativen Politikers aufgehoben und damit den Weg für eine Strafverfolgung frei gemacht. Die 132 anwesenden Abgeordneten stimmten geschlossen für die Aufhebung der Immunität des Staatschefs.

Damit wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit in dem 158 Mitglieder zählenden Parlament klar erreicht. Infolge des Beschlusses durfte Perez das Land nicht mehr verlassen. Generalstaatsanwältin Thelma Aldana begründete das mit Fluchtgefahr.

Perez wird von der guatemaltekischen Staatsanwaltschaft und UNO-Ermittlern beschuldigt, einer der führenden Köpfe eines Korruptionsnetzwerks beim Zoll gewesen zu sein. Gegen Schmiergelder sollen Importeuren Zollabgaben in Millionenhöhe erlassen worden sein.

Seit April verlangten Demonstranten bei wöchentlichen Massenprotesten seinen Rücktritt. Perez beharrte aber darauf, bis zum Ende seines Mandats Mitte Jänner zu amtieren. Bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl darf Perez aus verfassungsrechtlichen Gründen ohnehin nicht antreten.

UNO: Über 13 Mio. Kinder wegen Kriegen ohne Schulbesuch

Mehr als 13 Millionen Kinder können laut UNO-Angaben wegen der Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika nicht zur Schule gehen. Damit würden sie ihrer Hoffnung und ihrer Zukunft beraubt, heißt es in einem heute veröffentlichten Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF.

„Wir stehen kurz davor, eine gesamte Generation von Kindern im Nahen Osten und in Nordafrika zu verlieren“, sagte UNICEF-Regionaldirektor Peter Salama und rief zu schnellem Handeln auf.

Angriffe auf die Schulen seien der Hauptgrund, warum viele Kinder nicht zum Unterricht gehen könnten, heißt es in dem Bericht mit dem Titel „Bildung unter Beschuss“. Häufig würden die Schulgebäude als Obdach für vertriebene Familien oder als Unterschlupf für Kämpfer genutzt.

Tausende Lehrer gaben Arbeit auf

Allein in Syrien, im Irak, im Jemen und in Libyen könnten fast 9.000 Schulen nicht für den Unterricht genutzt werden. Tausende Lehrer in der Region hätten aus Angst vor den Kämpfen ihre Arbeit aufgegeben. Eltern ließen ihre Kinder aus demselben Grund nicht mehr aus dem Haus.

Aber auch Länder wie der Libanon, die Türkei und Jordanien, die zahlreiche syrische Flüchtlinge aufgenommen haben, hätten mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sagte Salama. Ihr Bildungssystem sei der großen Menge an Flüchtlingskindern schlicht nicht gewachsen.

Obama als erster US-Präsident nördlich des Polarkreises

Als erster US-Präsident in der Geschichte ist Barack Obama gestern in das Gebiet nördlich des Polarkreises gereist. „Es gibt eine Sache, die noch nie ein US-Präsident gemacht hat - und zwar nördlich des Polarkreises zu reisen“, sagte Obama vor Einwohnern des kleinen Ortes Kotzebue in Alaska. „Ich könnte kaum stolzer sein, dass ich der Erste bin.“

Der US-Präsident befindet sich seit Montag auf einer Alaska-Reise, die dem Kampf gegen den Klimawandel gewidmet ist. Bei seinem Besuch in Kotzebue sagte er, die Menschen in Alaska müssten bereits mit den Auswirkungen des Klimawandels leben. „In den vergangenen Jahren habe ich versucht, den Rest des Landes stärker auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, aber ihr erlebt diesen bereits“, sagte Obama an die Einwohner gerichtet.

Die USA sind nach China der größte Produzent klimaschädlicher Treibhausgase. Der Präsident hat als Ziel für sein Land ausgegeben, die Emissionen bis 2025 um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu reduzieren. Angesichts der Blockade im Kongress greift er auf Exekutivanordnungen zurück, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

USA suchen nach Mittel gegen IS

Die USA suchen ob der ausbleibenden Erfolge weiter nach einem geeigneten Mittel, um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nachhaltig zu schwächen. Der ehemalige CIA-Chef David Petraeus schlägt nun vor, mit Kämpfern der Al-Nusra-Front, einem Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida, gegen den IS zusammenzuarbeiten. Die Al-Nusra-Front ist erklärter Feind des IS und lieferte dem IS in Syrien bereits heftige Gefechte. Unterdessen gibt es laut „Washington Post“ geheime Drohneneinsätze von CIA und US-Armee, um ranghohe IS-Kämpfer zu töten.

Mehr dazu in Neue Taktik angedacht

Wieder Boko-Haram-Massaker in Nigeria

Mutmaßliche Kämpfer der Islamisten-Gruppe Boko Haram haben im Nordosten Nigerias erneut ein Massaker an Dorfbewohnern verübt. Etwa 100 Eindringlinge hätten im Dorf Fatawe in der Nähe der Stadt Gwoza im Bundesstaat Borno Dutzende Menschen getötet, berichten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP.

Die genaue Opferzahl könne erst bestimmt werden, wenn eine Rückkehr in das Dorf möglich sei, sagte Amodu Kadir, der nach dem Angriff nach Mubi im benachbarten Bundesstaat Adamawa geflohen war. Er habe „keinen Zweifel“, dass das Massaker von Boko Haram verübt worden sei.

Die Eindringlinge hätten zunächst alle Dorfbewohner versammelt und mehrere Warnschüsse in die Luft abgegeben, sagte Kadir. Dann hätten sie die Männer des Dorfes an den Händen gefesselt und begonnen, sie zu „massakrieren“. Die anderen Dorfbewohner seien daraufhin geflohen, aber die Angreifer hätten sie auf ihren Pferden verfolgt und Dorfbewohner erschlagen oder tot getrampelt.

Die Boko-Haram-Extremisten kämpfen seit sechs Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Staats im muslimisch geprägten Norden Nigerias. Mindestens 15.000 Menschen wurden seither getötet. Im vergangenen Jahr weitete die Gruppierung ihre Angriffe auf die Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad aus. Diese Länder schlossen sich daraufhin dem Kampf gegen Boko Haram an.

Inland

Spindelegger: ÖVP von „Nimbus der Korruption“ befreit

Der vor einem Jahr überraschend zurückgetretene ÖVP-Chef und Vizekanzler Michael Spindelegger sieht seinen größten politischen Erfolg darin, die ÖVP vom Nimbus der Korruption befreit zu haben. „Als ich die ÖVP übernahm, galt sie als korrupte Partei“, sagte Spindelegger im heute erschienenen „Kurier“.

„Ich habe damals gegen große Widerstände den Verhaltenskodex eingeführt. Das brachte mir viele weiße Haare. Aber es war richtig. Denn jetzt liegt der Nimbus der Korruption nicht mehr auf der ÖVP“, so Spindelegger.

Hypo-Gesetz kein Misserfolg

Das Hypo-Gesetz, das der Verfassungsgerichtshof aufgehoben hat, sieht der ehemalige Finanzminister nicht als Misserfolg. „Es wird leicht gesagt, dass ohnehin alle behauptet hätten, dass das Gesetz nicht halten wird. Das stimmt natürlich nicht“, so Spindelegger.

Es seien damals zwei Gutachten eingeholt worden, „die diesen verfassungsrechtlichen Weg abgesichert haben. Was gerne übersehen wird, ist, dass Nachranggläubiger, die wir geschnitten haben, und Primärgläubiger auseinanderzuhalten sind“, verteidigte Spindelegger sein Handeln als Finanzminister in der Causa Hypo.

Wirtschaft

Bericht: 73 Mio. Euro Verlust bei Toshiba

Der japanische Technologiekonzern Toshiba hat wegen des jüngsten Bilanzskandals im vergangenen Geschäftsjahr einem Zeitungsbericht zufolge einen Verlust von umgerechnet rund 73 Millionen Euro gemacht. Der Konzern kommentierte den Bericht der Tageszeitung „Yomiuri“ (Donnerstag-Ausgabe) zunächst nicht.

Dem Blatt zufolge könnte die nun bis Montag erwartete Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das im März abgelaufene Geschäftsjahr abermals verschoben werden, sollten weitere Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen auftauchen.

Am Montag hatte der Konzern erklärt, wegen neuer Bilanzfehler müsse die Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Mal verschoben wurde. Als Frist wurde der 7. September genannt. Es wurde bereits erwartet, dass Toshiba wegen des Skandals in die roten Zahlen gerutscht ist.

Mistral-Deal geplatzt: Knapp eine Mrd. Euro für Moskau

Nach der geplatzten Lieferung zweier Mistral-Kriegsschiffe an Russland wird Frankreich voraussichtlich knapp eine Milliarde Euro an Moskau zurückzahlen. Die Regierung in Paris werde den russischen Behörden „die vereinbarte Summe von 949.754.849 Euro“ zahlen, heißt es in einem Gesetzesentwurf, den die französische Nationalversammlung gestern auf ihrer Website veröffentlichte.

Der Entwurf soll am 15. September dem Auswärtigen Ausschuss der Nationalversammlung und zwei Tage später dem Parlamentsplenum vorgelegt werden. Bisher hatte die Regierung nur mitgeteilt, dass die Rückzahlung unter einer Milliarde Euro liegen werde.

Doch höhere Rückzahlung?

Die französische Satirezeitung „Le Canard enchaine“ berichtete allerdings, die Gesamtkosten für das geplatzte Rüstungsgeschäft beliefen sich auf rund zwei Milliarden Euro, da noch viele Zusatzkosten wie etwa durch die Auflösung eines Vertrags zur künftigen Instandhaltung der Schiffe entstünden. Frankreichs Finanzminister Michel Sapin wies die Darstellung zurück.

Frankreich und Russland hatten Anfang August bekanntgegeben, dass sie sich auf die Auflösung des Mistral-Vertrages geeinigt hätten. Russland hatte die beiden Hubschrauberträger im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro im Juni 2011 bestellt. Wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine legte Frankreich die Lieferung im vergangenen Jahr jedoch auf Eis. Danach verhandelten beide Seiten monatelang über die Kosten.

IWF warnt vor wachsenden Risiken für Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat kurz vor dem Treffen der G20-Finanzminister vor wachsenden Risiken für die Weltwirtschaft und insbesondere für die Schwellenländer gewarnt. Das sich verlangsamende Wachstum in China und die zunehmenden Schwankungen an den Finanzmärkten könnten sich erheblich auf den Ausblick auswirken, heißt es in einem gestern in Washington verbreiteten IWF-Papier.

Das Dokument ist für die Konferenz in Ankara vorgesehen. In der türkischen Hauptstadt beraten morgen und am Samstag die Finanzminister der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) unter anderem über die angespannte Lage in China und Brasilien.

Die in dem IWF-Papier aufgelisteten Risiken reichen von einem stärkeren Dollar und dem Währungsverfall in mehreren Schwellenländern über fallende Rohstoffpreise bis hin zum schwächeren Kapitalzufluss. Sie wiesen auf eine Abwärtsbewegung hin, schreiben die IWF-Experten. „Ein gleichzeitiges Eintreffen mehrerer dieser Risiken würde die Aussichten erheblich verschlechtern.“

Im Juli hatte der IWF seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 3,3 Prozent gesenkt. Für China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, sieht der IWF ein langsameres Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent voraus.

Sport

EM-Qualifikation: ÖFB-Team auf weiße Weste aus

Schon am Samstag gegen Moldawien (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) kann Österreich das Ticket für die EM 2016 fix buchen, falls Schweden davor nicht in Russland verloren hat. Die EM-Qualifikation ist für die Koller-Elf aber nicht das einzige Ziel, intern hat sich der Tabellenführer der Gruppe G vorgenommen, „ungeschlagen aus der Gruppenphase herauszukommen“, verriet Aleksandar Dragovic die Extramotivation der Österreicher.

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Vuelta: Froome quält sich nach Sturz ins Ziel

Christopher Froome muss seinen Traum, als erst dritter Radprofi sowohl die Tour de France als auch die Vuelta in einem Jahr zu gewinnen, für heuer wohl abschreiben.

Der 30-jährige Brite kam auf der Königsetappe der Spanien-Rundfahrt früh zu Sturz und verlor nach einem völlig verpatzten Tag in Andorra mehr als acht Minuten. Die schwerste Vuelta-Etappe brachte allerdings auch einen Umsturz in der Gesamtwertung.

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Formel 1: Mythos Monza kämpft ums Überleben

Mit dem Grand Prix von Italien in Monza steht den Formel-1-Fans am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) der nächste Klassiker ins Haus. Triumphe und zahlreiche Tragödien machten das Autodromo Nazionale Monza vermutlich überhaupt zum berühmt-berüchtigtsten Kurs in der Motorsport-Königsklasse.

Unvergessen ist der erste WM-Titel von Niki Lauda, den er für Ferrari ausgerechnet beim Heim-GP vor 40 Jahren sichergestellt hatte. Unvergessen sind auch die vielen Opfer. Doch der Grand Prix kämpft ums Überleben.

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Chronik

Fast ein Viertel weniger Einbrüche in Wien

Die Kriminalität in Wien geht laut Polizei zurück. Vor allem die Zahl der Einbrüche und Taschendiebstähle ist im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 22 Prozent zurückgegangen. Das liege vor allem an Schwerpunktarbeit, heißt es vonseiten der Polizei. Wenngleich der Rückgang der Kriminalität dem Trend in anderen internationalen Großstädten entspricht.

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Tödliches Selfie: 19-Jähriger erschießt sich versehentlich

Der Wunsch nach einem Selbstporträt mit einer Pistole hat einen Teenager in den USA das Leben gekostet. Der 19-jährige erschoss sich offenbar versehentlich beim Posieren mit der Waffe, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei in Houston (Texas) gestern berichteten.

Der Schuss traf den 19-Jährigen im Hals. Der junge Mann habe gedacht, die Waffe sei nicht geladen, sagte ein Polizeisprecher dem „Houston Chronicle“ zufolge. Alle Hinweise deuteten auf einen Unfall hin.

Auch andernorts endete die Aufnahme von Selfies bereits tödlich. 2014 starben zwei Menschen beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Colorado, bei dem laut Transportsicherheitsbehörde NTSB vermutlich die Selbstporträts während des Fluges zum Absturz führten. In Portugal starben im selben Jahr zwei Polen, nachdem sie Fotos an einer steilen Klippe gemacht hatten und dabei in die Tiefe stürzten.

Kultur

Manuskript von „Happy Birthday“ in den USA entdeckt

Das Manuskript des Liedes „Happy Birthday To You“ ist in den USA entdeckt worden. „Es war ein Zufallsfund“, sagte der Direktor der Musikbibliothek der University of Louisville in Kentucky, James Procell.

„Ich habe einen Ordner, der schon seit den 1950er Jahren bei uns liegt, archivieren wollen, und statt ein paar Zeitungsausschnitten fand ich ein 120 Jahre altes Manuskript mit etwa 30 Liedern.“

In der Handschrift von Mildred Hill, die das Lied zusammen mit ihrer Schwester schrieb, waren auch Text und Noten für „Good Morning To You“, woraus später das Geburtstagslied wurde. „Es ist ein Schatz“, sagte Procell, „und bibliothekarisch eine kleine Sensation.“

Deutsches Theater stellt tödlichen Flüchtlingstransport nach

Eine Woche nach dem qualvollen Tod von 71 Flüchtlingen in einem Lastwagen haben ein Spediteur und das Bochumer Schauspielhaus in einer Aktion auf das Flüchtlingsleid aufmerksam gemacht. Vor dem Theater parkte der Spediteur Gerard Graf gestern Abend einen 7,5-Tonner, der mit dem Lkw der Schlepper in Österreich baugleich war

Deutsches Theater stellt tödlichen Flüchtlingstransport nach

APA/EPA/Bernd Thissen

Dann ließ er 71 Bürger in den 15 Quadratmeter großen Laderaum steigen. Die Menschen standen dicht gedrängt und sichtlich erschüttert wenige Minuten auf der nicht verschlossenen Ladefläche.

„Pietätlos ist die politische Realität in Europa“

Der leitende Dramaturg Olaf Kröck sagte, er habe die Menschen „für einen Augenblick“ innehalten lassen und das Elend der Flüchtlinge sichtbar machen wollen. „Es ist unendlich wichtig, dass wir angesichts dessen, was in Europa passiert, Gegeninitiativen ergreifen“, sagte Kröck.

Pietätlos findet der Dramaturg die Aktion nicht: „Pietätlos ist die politische Realität in Europa, dass so viele Menschen in so einem Leid Tausende Euros ausgeben und unsichere Wege gehen müssen, während es für uns Europäer so viel einfacher und sicherer ist, in die andere Richtung zu reisen.“

Science

Lifestyle

Herbstmode: Abschied von den Röhrenjeans

Die Schaufenster sind bereits umdekoriert und geben einen ersten Ausblick auf die Herbst-/Winterkollektionen 2015. Und vieles wird frau bekannt vorkommen - zumindest von Fotos aus den Familienalben. Denn die 70er Jahre feiern ihr Comeback. Aber nicht der Hippie-Look, sondern die Klassiker geben in diesem Winter den Trend vor. Schlaghosen, Blockabsatz und Rollkragenpullover gehören ebenso in den Kleiderschrank wie Culottes. Dafür werden die Röhrenjeans in diesem Winter in den wohlverdienten Ruhestand geschickt.

Mehr dazu in Die 70er Jahre sind zurück

Leute

Avril Lavigne und Chad Kroeger trennen sich

Das kanadische Musikerpaar Avril Lavigne und Chad Kroeger hat sich getrennt. Das teilte die Sängerin (30) gestern bei Instagram mit. „Nicht nur durch die Hochzeit, sondern auch durch die Musik haben wir uns viele unvergessliche Momente erschaffen“, hieß es. „Wir sind noch immer die besten Freunde und werden das auch für immer bleiben.“

Lavigne und der Frontmann der Band Nickelback hatten im Sommer 2013 geheiratet. Kennen gelernt hatten sie einander im Jahr davor, als sie gemeinsam einen Song für ein Album Lavignes schrieben. Lavigne war zuvor bereits mit dem Sänger Deryck Whibley verheiratet. Für Kroeger war es die erste Ehe.