Inland

Abdullah-Zentrum: ÖVP kritisiert Faymann

Die ÖVP findet in Zusammenhang mit dem umstrittenen Abdullah-Zentrum für Interreligiösen Dialog scharfe Worte gegenüber Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka appellierte heute vor dem Ministerrat gegenüber der APA an den Bundeskanzler, „seine Kampagne zumindest eine Zeit lang einzustellen“. Es gehe um den „Ruf der Republik“.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) legt heute seinen Evaluierungsbericht über das von Saudi-Arabien finanzierte Zentrum vor. Das Zentrum war zuletzt massiv in die Kritik geraten, Faymann hatte seinen Wunsch nach einem Ausstieg Österreichs bekräftigt.

Faymann „plötzlich Oppositionspolitiker“

Es sei „schwer nachvollziehbar“, wie der Bundeskanzler, der seinerzeit das Abkommen mitunterzeichnet habe, „jetzt plötzlich als Oppositionspolitiker agiert“, so Lopatka. Das Verhalten Faymanns „schadet hier wirklich“. Es wäre wichtig, dass Österreich nach außen gemeinsam auftritt, sagte Lopatka.

Man müsse nun alles tun, um zu einer Neuaufstellung des Zentrums zu kommen, appellierte er weiters. Natürlich müsse man alles unternehmen, dass sich die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien verbessere, dazu könnte das Zentrum einen Beitrag leisten, zeigte sich Lopatka überzeugt.

Bericht ist fertig

Dem Ö1-Morgenjournal lag der Evaluierungsbericht des Außeninisteriums bereits vor. Das Außenministerium, auf dessen Initiative hin das Zentrum in Österreich angesiedelt wurde, kommt in dem Bericht zum Schluss, dass eine „tiefgreifende Reform unerlässlich“ sei. Eine sofortige Schließung könnte Nachteile für Österreich bringen, warnt der Bericht

Mehr dazu in oe1.ORF.at.

Mehrere Aktivitäten seien vom Zentrum gestartet worden, aber nur wenige Projekte seien einem breiteren Publikum zugänglich gemacht worden. Kritisiert wird in dem Bericht vor allem, dass es dem Zentrum nicht möglich gewesen sei, konkrete Menschenrechtsverletzungen aufzuzeigen.

Ministerium für bilaterale Verhandlungen

Das Ministerium spricht sich daher für Verhandlungen mit den Vertragspartnern Saudi-Arabien und Spanien aus, um hier Änderungen zu erreichen. Gewarnt wird in dem Bericht ausdrücklich vor einem erzwungenen Abzug - eine Möglichkeit, die aber auch Faymann bereits ausgeschlossen hat.

Das wäre laut dem Bericht nur unter Missachtung völkerrechtlicher Verträge möglich und drohe die bilateralen Beziehungen ebenso zu belasten wie den Ruf Wiens als verlässlichen Sitz für internationale Organisationen. Konkret wird etwa vor einem möglichen Abzug der OPEC aus Wien gewarnt.

Integration: Mikl-Leitner gegen strafrechtliche Sanktionen

Gegen die von SPÖ-Landeshauptleuten geforderten strafrechtlichen Sanktionen für „Integrationsverweigerer“ hat sich heute Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ausgesprochen.

„Alles, was ins Strafrechtliche geht, halte ich für maßlos überzogen“, so Mikl-Leitner vor dem Ministerrat. Sie lehnte strafrechtliche Sanktionen gegen „Integrationsverweigerung“ ab: „Wir sollten das nutzen, was wir an gesetzlichen Maßnahmen haben.“

Mikl-Leitner will Kurz-Ideen aufgreifen

Unterstützt werden von ihr allerdings die von Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) vorgeschlagenen Geldstrafen für kooperationsunwillige Eltern. Als Strafhöhe schlug Kurz etwa 1.000 Euro vor, wenn Eltern die Einladung zum Elternsprechtag mehrmals ignorieren. Notwendig wären aus Sicht des Außenministers allerdings auch zusätzliche Sozialarbeiter und Psychologen an den Schulen.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hält auch den Entzug der Staatsbürgerschaft nicht für vordringlich. Wichtiger wäre aus Sicht des Sozialministers, die „aufsuchende Jugendarbeit“ zu intensivieren - etwa bei Jugendlichen ohne Jobperspektive.

Über allfällige Verwaltungsstrafen gegen Eltern, die die Zusammenarbeit mit der Schule hartnäckig verweigern, könnte man aus Sicht des SPÖ-Ministers „ganz zum Schluss“ ebenfalls diskutieren. In der Praxis handle es sich allerdings häufig um ohnehin bereits volljährige Schüler, gab Hundstorfer zu bedenken.

Schelling kündigt Vorschlag zu Finanztransaktionssteuer an

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hat einen konkreten Vorschlag für die Finanztransaktionssteuer für den nächsten EU-Finanzministerrat im Februar in Aussicht gestellt.

„Es soll bis zum nächsten Ecofin ein Vorschlag auf dem Tisch liegen, der im Wesentlichen auf dem basiert, was Österreich schon vor Weihnachten eingebracht hat“, sagte Schelling heute in Brüssel.

Schelling erläuterte, die Finanzminister der elf EU-Staaten, die bei der Einführung einer Finanztransaktionssteuer voranschreiten wollen, seien gestern „wesentlich weitergekommen“. Die politische Koordination werde nunmehr durch Österreich erfolgen, die technische durch Portugal.

„Wir werden jetzt alle offenen Fragen bis Freitag dieser Woche sammeln. Wir werden dann gemeinsam mit Experten der Kommission und den technischen Teams diese Fragen ausarbeiten“, sagte der Finanzminister.

Schelling will weiter Anfang 2016 starten

Auf die Frage, ob ab nächstem Jahr bereits mit Steuereinnahmen zu rechnen sei, sagte der Finanzminister: „Das werden wir sehen. Das ist ein technisches Problem vor allem. Mein Ziel ist noch immer, dass Teile der Finanztransaktionssteuer ab 1.1.2016 in Kraft treten und ein weiterer Teil vielleicht erst ab 1.1.2017. Der Beschluss muss allerdings in einem gefasst werden. Und an diesen technischen Fragen wird zurzeit gearbeitet.“

Neben Österreich, Deutschland und Frankreich sind Belgien, Estland, Griechenland, Italien, Portugal, Slowenien, die Slowakei und Spanien in der Gruppe der elf Länder. Die Verhandlungen laufen seit Jänner 2013.

Beteiligung an EU-Investitionsplan an Regeln geknüpft

Eine allfällige Beteiligung Österreichs an dem Investitionsplan von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker macht Schelling von der konkreten Ausgestaltung abhängig. „Wir können uns erst festlegen, wenn klar ist, wie die Spielregeln sind“, sagte Schelling. Es sei jetzt gerade in Ausarbeitung, welche Auswirkungen eine Beteiligung an dem 315 Mrd. Euro schweren Plan hätte.

Dabei gehe es auch um den Umgang mit Schulden. „Es kann ja nicht sein, dass wir zusätzliches Geld aufbringen und dann dafür bestraft werden, das kann auch nicht die Spielregel sein“, sagte Schelling. Die EU-Kommission werde diese Fragen beantworten.

Ausland

EU droht Moskau mit neuen Sanktionen

Die EU-Staats- und -Regierungschefs haben Russland mit einer Verschärfung der Sanktionen im Ukraine-Konflikt gedroht.

„Angesichts der sich verschlechternden Lage“ forderten sie die EU-Außenminister auf, „die Situation zu bewerten und angemessene Handlungen in Betracht zu ziehen, insbesondere weitere restriktive Maßnahmen“, heißt es in einer Erklärung, die heute durch den Europäischen Rat in Brüssel veröffentlicht wurde.

Auftrag für Außenministerrat

Darin verweisen die Staats- und Regierungschefs auf „die fortdauernde und wachsende Unterstützung“, die Russland den Separatisten im Osten des Landes gewähre. Sie erteilten dem Sonderrat der EU-Außenminister, der am Donnerstag tagt, den Auftrag, die Lage neu zu bewerten.

Es sollten „geeignete Aktionen, vor allem weitere restriktive Maßnahmen (Sanktionen, Anm.)“, ins Auge gefasst werden, sollte das notwendig sein. Vor allem gehe es darum, eine rasche und umfassende Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarung zu erreichen.

Bericht: US-Mitspracherecht bei neuen EU-Gesetzen

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA sieht laut einem Bericht ein Mitspracherecht der USA bei der Ausarbeitung von EU-Gesetzen vor. Die EU, die Mitgliedsstaaten und einzelne Regionen sollen wichtige Gesetze und Standards im Voraus mit den USA abstimmen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“, Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf ein internes Verhandlungspapier der EU-Kommission.

Mindestens einmal im Jahr sollten beide Seiten eine Liste der - auf zentraler und nicht zentraler Ebene - geplanten Gesetzesvorhaben offenlegen. Dieses „Frühwarnsystem“ soll den Angaben zufolge Zuschnitt und Ziele der geplanten Gesetze nennen sowie einen Zeitplan. Außerdem sollten die erwarteten Folgen für den transatlantischen Handel und Investitionen enthalten sein.

Auf dieser Basis sollen laut „FAZ“ die Handelspartner ihrer Ansicht nach bedenkliche Gesetzesvorhaben oder geplante Standards identifizieren und bei der vorgesehenen zentralen Anlaufstelle der Gegenseite Beratungen darüber beantragen können.

Keine Einschränkungen vorgesehen

Der Gesetzgebungsspielraum der Staaten solle durch die Beratungen weder inhaltlich noch zeitlich eingeschränkt werden, heißt es in dem der Zeitung vorliegenden Text weiter. Wenn sich ein Partner am Ende der Beratungen entschließe, die Bedenken des anderen nicht zu berücksichtigen und das Gesetz oder den Standard dennoch zu verabschieden, solle er das ohne Einschränkungen tun können.

Über das geplante Freihandelsabkommen wird seit Juli 2013 verhandelt. Die Befürworter erhoffen sich von einer Freihandelszone einen enormen Schub für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks, indem Zölle und andere Handelshemmnisse abgebaut werden. Kritiker in Europa befürchten jedoch eine Erosion von Standards bei Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

OSZE zieht ernüchternde Bilanz der Ukraine-Mission

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat eine ernüchternde Bilanz ihres Einsatzes im ostukrainischen Bürgerkriegsgebiet gezogen. „Es ist schon fast eine Blauhelmmission, die wir dort übernommen haben - ohne dass wir dafür ausgerüstet wären“, sagte OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier der deutschen „Welt“ (Dienstag-Ausgabe).

In der Region toben heftige Kämpfe zwischen ukrainischen Einheiten und prorussischen Separatisten. Zannier warf den Rebellen eine Blockade vor. Sie erlaubten keine Ausdehnung der Mission an die russische Grenze. Stattdessen ließen sie die OSZE-Beobachter „oft nur dorthin, wo sie uns haben möchten“, sagte Zannier. „Damit riskieren wir, dass unsere Mission als Propagandainstrument missbraucht wird.“

EU-Finanzminister beraten über neue Milliardenhilfen

Die EU-Finanzminister beraten heute in Brüssel über neue Milliardenhilfen für die pleitebedrohte Ukraine. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, der Regierung in Kiew weitere 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Thema ist der Kampf gegen die Terrorfinanzierung. Dabei soll es um Wege gehen, die Geldquellen von Terrorgruppen wie dem Islamischen Staat (IS) auszutrocknen. Die Ressortchefs werden zudem über den Plan von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zur Ankurbelung von Investitionen sprechen.

Sport

Radsport: Armstrong würde wieder dopen

Der gefallene Radsuperstar Lance Armstrong hat in einem BBC-Interview mit einer klaren Ansage aufhorchen lassen. Der Dopingsünder, dem alle sieben Titel bei der Tour de France aberkannt wurden, würde unter gleichen Umständen wie 1995 wieder zu verbotenen Mitteln greifen.

„Ich würde es wahrscheinlich wieder tun“, weil damals „Doping allgegenwärtig war“, sagte der 43-Jährige. Wenn Armstrong aktuell aktiv wäre, würde er es aber nicht machen, „weil ich es nicht müsste“. An den Folgen seines Dopinggeständnisses hat der US-Amerikaner immer noch zu knabbern.

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Handball: ÖHB blickt optimistisch in die Zukunft

Das ÖHB-Team hat sich mit dem Aus im Achtelfinale erhobenen Hauptes von der Handball-WM in Katar verabschiedet. „Wir haben nachgewiesen, dass wir zu den besten 16 der Welt gehören“, sagte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner.

Teamchef Patrekur Johannesson beteuerte in Doha, dass er „stolz“ auf seine Mannschaft ist. Nun gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und neue Ziele in Angriff zu nehmen. Der ÖHB blickt dabei trotz des baldigen Karriereendes zweier Leistungsträger optimistisch in die Zukunft.

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Wirtschaft

Neue Schwierigkeiten bei Hypo-Abwicklung möglich

Bei der teuren Abwicklung der Hypo Alpe-Adria kommt möglicherweise eine weitere Beteiligung von Gläubigern.

Durch die schlechte Wirtschaftsentwicklung in Teilen Südosteuropas und die Turbulenzen um den Schweizer Franken könnte der Abbau des Kriseninstituts in der „Bad Bank“ Heta mehr kosten als gedacht, berichtete „Der Standard“ (Dienstag-Ausgabe). Daher werde über alternative Szenarien nachgedacht, um die Kosten für den Staat möglichst gering zu halten.

Eines dieser Planspiele beruhe auf dem neuen Abwicklungsgesetz für Banken, das vorsieht, auch die Gläubiger eines Instituts zur Kasse zu bitten, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen Insider. Es werde überlegt, „Entwicklungen einzuleiten, die im neuen Gesetz für Bankenabwicklung enden“. Eine Entscheidung könne noch im ersten Quartal fallen. Das Finanzministerium wollte sich dazu nicht äußern.

Werden Kärnten-Haftungen schlagend?

Ein solches Szenario würde über die bisherigen Pläne hinausgehen: Österreich hatte bereits vergangenes Jahr mit Hilfe eines Sondergesetzes Gläubiger für nachrangige Hypo-Anleihen zur Kasse gebeten. Diese Gläubiger und die frühere Mutter BayernLB sollen knapp 1,7 Milliarden Euro für die Abwicklung der Hypo beisteuern. Ob das überhaupt möglich ist, muss nun der Verfassungsgerichtshof entscheiden.

Auch diesmal dürfte die Sache einen Haken haben: Das neue Gesetz gilt für Banken - die Hypo-Nachfolgerin Heta ist jedoch keine Bank mehr. Sie hat ihre Lizenz zurückgegeben. Doch selbst wenn diese Frage gelöst sei, müsse geklärt werden, ob in einem solchen Fall nicht die milliardenschweren Haftungen des Landes Kärnten zum Tragen kämen.

Die Hypo hatte sich jahrelang mit Hilfe dieser Haftungen günstiges Geld vom Kapitalmarkt besorgt - ähnlich wie die Landesbanken in Deutschland. Die letzten dieser Kärntner Haftungen laufen 2017 aus. Sie waren einer der Gründe dafür, die Bank zu verstaatlichen.

Starker Franken: Schweiz ermöglicht Kurzarbeit

Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann ermöglicht wegen des starken Franken Kurzarbeit. Arbeitsausfälle werden von der Arbeitslosenversicherung entschädigt, wie das Ministerium für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) heute mitteilte. Mit dieser Maßnahme will Schneider-Amman verhindern, dass Arbeitsplätze verloren gehen.

Die Vollzugsstellen der Arbeitslosenversicherung wurden angewiesen, Arbeitsausfälle, die auf Devisenschwankungen zurückzuführen sind, als anrechenbar zu erachten. Sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, werden somit Ansuchen um Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von Wechselkursschwankungen ab sofort genehmigt.

Gemäß dem Arbeitslosenversicherungsgesetz können wirtschaftlich bedingte, voraussichtlich vorübergehende Arbeitsausfälle einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung begründen. Kein Anspruch besteht, wenn die Arbeitsausfälle auf Umstände zurückzuführen sind, die zum normalen Betriebsrisiko gehören.

Russland kritisiert Herabstufung durch S&P

Die russische Regierung reagiert mit Unverständnis auf die Herbstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die US-Ratingagentur Standard and Poor’s (S&P).

Diese habe den russischen Anti-Krisen-Plan bei ihrer Bewertung nicht berücksichtigt, sagte Finanzminister Anton Siluanow heute in Moskau. Der Plan sehe keine Mehrausgaben vor und sei vereinbar mit dem Ziel, den Haushalt bis 2017 auszugleichen. Zudem seien Strukturreformen geplant.

S&P hatte die Kreditwürdigkeit Russlands gestern auf Ramschniveau herabgestuft. Begründet wurde das mit schlechten Konjunkturaussichten, sinkenden Einnahmen wegen des Ölpreisverfalls und den westlichen Sanktionen.

Chronik

Auto krachte gegen Zug: Nordbahn unterbrochen

Auf der Nordbahn ist derzeit der Zugsverkehr eingestellt. Ein Auto rutschte heute Früh auf den Bahnübergang in Deutsch Wagram (Niederösterreich), ein herannahender Zug erfasste den Wagen. Verletzt wurde niemand.

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Lenker verstarb nach Kollision mit Zug

Der 85-jähriger Mann, der gestern Vormittag in Mönchhof (Burgenland) mit seinem Pkw gegen einen Zug geprallt war, ist auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Der Autolenker wurde bei dem Unfall im Auto eingeklemmt.

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Bergung von Wrack der AirAsia-Maschine beendet

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Rumpf der abgestürzten AirAsia-Maschine aus der Javasee zu bergen, haben die indonesischen Streitkräfte die Bergungsaktion beendet. „Alle unsere Truppen werden abgezogen“, sagte der Einsatzleiter, Konteradmiral Widodo, heute. „Wir bitten die Familien der Opfer um Entschuldigung.“

Bisher wurden erst 70 Todesopfer aus dem Meer geborgen. Viele Leichen waren im Rumpf des Flugzeugs vermutet worden. Widodo sagte, die Taucher hätten seit zwei Tagen keine Leichen mehr gefunden.

Indonesische Taucher hatten am Wochenende vergeblich versucht, den Rumpf der abgestürzten AirAsia-Maschine aus der Javasee zu bergen. Nach einem gescheiterten Einsatz am Samstag gelang es den Rettungskräften auch am Sonntag nicht, das Flugzeugwrack aus dem Meer zu heben.

Unwetter behinderte Bergung

Der Rumpf war zwar nach Angaben eines ranghohen Vertreters der Marine mit Hilfe luftgefüllter Kissen kurzzeitig an die Meeresoberfläche bugsiert worden, wegen eines plötzlich auftretenden Unwetters sei dann aber ein Seil der Halterung gerissen. Das Flugzeugwrack sei daraufhin wieder gesunken.

Der Airbus A320-200 der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der indonesischen Hauptinsel Java nach Singapur mit 162 Menschen an Bord ins Meer gestürzt. Die Flugschreiber der Maschine wurden inzwischen geborgen und werden von Experten ausgewertet. Die Suche nach den Insassen gestaltet sich wegen der rauen See und starken Strömungen aber schwierig.

Zehn Tote in Spanien: Kampfjet stürzt auf Luftwaffenstützpunkt

Bei einem dramatischen Zwischenfall auf einem Luftwaffenstützpunkt in Spanien sind gestern zehn Menschen ums Leben gekommen. Ein griechisches Kampfflugzeug stürzte bei einem NATO-Übungsflug nach dem Start auf eine Parkfläche, auf der andere Maschinen abgestellt waren. Bei acht der Todesopfer soll es sich um Franzosen handeln. Mehrere Menschen wurden zudem verletzt. Es kam zu Explosionen, eine dunkle Rauchsäule stieg auf.

Mehr dazu in Acht Franzosen, zwei Griechen tot

Gesundheit

Lungenkrebs bei Frauen seit 1995 verdoppelt

Der Anstieg der Lungenkrebserkrankungen von Frauen in Österreich ist alarmierend, wie die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Daten aus dem Krebsregister zeigen. Demnach erkranken heute fast doppelt so viele Frauen an Lungenkarzinomen wie vor 20 Jahren. Eine Besserung ist nicht zu erwarten. Eine erstmals erstellte Krebsprognose lässt eine weitere Verdopplung bis 2030 befürchten.

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Song Contest

IT

Facebook und Instagram kurzzeitig ausgefallen

Facebook und der Fotodienst Instagram sind heute in vielen Weltregionen für rund 45 Minuten komplett ausgefallen. Die Website des weltgrößten Sozialen Netzwerks ließ sich nicht aufrufen, die Apps funktionierten nicht.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Facebook-Ausfälle gegeben, die zum Teil einige Stunden dauerten. Gründe für den Ausfall wurden von den Anbietern zunächst nicht genannt.

Facebook und die ebenfalls zum Konzern gehörende Instagram-Plattform entschuldigten sich. Bei Twitter wurde auch über Probleme bei den Chatdiensten AIM und HipChat sowie der Partnersuch-App Tinder berichtet.

Facebook dementiert Hackerangriff

Die Hackergruppe Lizard Squad versuchte, den Eindruck zu erwecken, dass sie mit dem Ausfall zu tun habe: In einem Tweet wurden die Namen der fünf Dienste aufgelistet. Hackergruppen hatten allerdings schon häufiger behauptet, hinter Ausfällen zu stehen, die dann auf gewöhnliche technische Probleme zurückgeführt wurden.

Facebook schloss einen Hackerangriff als Ursache aus. Eine technische Umstellung habe das Konfigurationssystem beeinträchtigt. Das Problem sei schnell behoben worden, beide Dienste funktionierten wieder hundertprozentig.

Science

Kultur

Schafhausen kuratiert in Venedig Pavillon des Kosovo

Seit 2013 ist die junge Republik Kosovo, die 2008 ihre Unabhängigkeit erklärte, mit einem eigenen Pavillon bei der Biennale in Venedig vertreten. In diesem Jahr wird die 33-jährige Künstlerin Flaka Haliti ihr Heimatland bei der Biennale vertreten. Als Kurator hat sie sich einen Kunstvermittler ausgesucht, der bereits über einige Erfahrung in Venedig verfügt: Kunsthallendirektor Nicolaus Schafhausen.

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„Mission: Impossible 5“ kommt früher in die Kinos

Fans von „Mission: Impossible“ müssen sich nicht mehr bis Weihnachten gedulden. Das zunächst für Ende Dezember geplante Kinodebüt des fünften Teils der Agentenreihe mit Tom Cruise in der Hauptrolle soll in den USA schon im kommenden Juli erfolgen.

Wie das Branchenblatt „Variety“ gestern berichtete, verlegte das Studio Paramount den US-Start fünf Monate vor. Durch den früheren Start geht der Film den großen Winterkonkurrenten aus dem Weg. Im November kommt der neue Bond-Film „Spectre“ in die Kinos, im Dezember folgt „Star Wars: Das Erwachen der Macht“.

Cruise (52) in der Rolle des Agenten Ethan Hunt hatte im vorigen August in Wien unter der Regie von Christopher McQuarrie („Jack Reacher“) die Dreharbeiten aufgenommen. An seiner Seite spielen Jeremy Renner, Simon Pegg und Rebecca Ferguson.

Leute

EAV-Sänger: Zoff mit Gabalier-Fans war Missverständnis

Klaus Eberhartinger, Sänger der Pop-Gruppe Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV), ist überrascht über die Reaktionen von Gabalier-Fans auf das Lied „Lederhosen-Zombies“. „Wir wurden massiv angegriffen“, sagte der 64 Jahre alte Eberhartinger gegenüber der dpa.

Anhänger des Sängers Andreas Gabalier, der seine Auftritte in Lederhosen absolviert, fühlten sich und ihr Idol kritisiert und reagierten teils heftig. „Vor allen im Internet kamen auch Beschimpfungen aus der rechten Ecke. Das erinnert mich an eine Zeit, in der Tracht und Volksmusik vereinnahmt wurden von einer Ideologie, in der ‚Intoleranz‘ drübersteht.“

Mit dem Lied vom neuen Album „Werwolf-Attacke“, das am 30. Jänner erscheint, habe die EAV weder Gabalier noch dessen Fans noch die Tracht an sich angreifen wollen. Es gehe in dem Song vielmehr um den alpenländischen Ballermann, der immer mehr um sich greife. „Darum, dass auf Volksfesten wie der Wiesn in Schickimicki-Zelten champagnerisiert und gelagemäßig der höchste Leberwert angestrebt wird. Und das noch in vermeintlicher Tracht“, sagte der EAV-Sänger. Mit Gabalier sei das längst geklärt.

PEGIDA: Grönemeyer gegen „verbale Brandstiftung“

Mehr als ein Dutzend Künstler und Bands haben sich bei einem Gratiskonzert in der Hochburg der islamkritisch bis islamfeindlichen deutschen Bewegung PEGIDA in Dresden für Toleranz und Weltoffenheit eingesetzt. Sänger Herbert Grönemeyer zeigte gestern Abend vor Zehntausenden Zuschauern auch Verständnis für die Politikverdrossenheit mancher Demonstranten.

Das dürfe aber nicht dazu führen, „dass man sich als Zielscheibe und Projektion für diese Ängste, die man auch hat, plötzlich wieder eine Religion aussucht“. „Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung und ignorante Verblendung“, so Grönemeyer.

Während der Großteil der Zuschauer zur Musik von Künstlern wie Gentleman und Adel Tawil tanzte, gaben sich vereinzelt auch PEGIDA-Anhänger mit Deutschland- und Sachsenfahnen zu erkennen. Aus einer kleineren Gruppe waren immer wieder „Wir sind das Volk“-Rufe zu hören. Auf Plakaten stand „Der Islam gehört nicht zu Sachsen“.

PEGIDA hatte zum Konzertbesuch ermuntert und seine eigene Montagsdemo kurzerhand um einen Tag vorverlegt. Der Veranstalter sprach von mehr als 25.000 Konzertbesuchern. Die Polizei zählte 22.000 Menschen und sprach von einem insgesamt „absolut friedlichen Verlauf“.