Inland

Asylquartiere: Mikl-Leitner will Assistenzeinsatz des Heeres

Die Asylunterbringung in Österreich stößt laut Innenministerium in der nächsten Woche an ihre Kapazitätsgrenzen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will deshalb Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und das Bundesheer um „Assistenzeinsatz“ in Sachen Flüchtlingsunterbringung in Kasernen ersuchen. Das Ministerium bestätigte heute Nachmittag einen entsprechenden Bericht des „Kurier“.

Asylkapazitäten ab nächster Woche erschöpft

Spätestens am Dienstag müssten im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen 1.600 Menschen versorgt werden, was auch für das Innenministerium selbst nicht mehr tragbar sei, wie es hieß. Traiskirchen würde dann vom Innenministerium selbst gesperrt. Auch die zuletzt genutzten Polizeiturnsäle reichten nicht mehr aus. Das sei eine direkte Auswirkung der Asylblockade von Ländern und Gemeinden, klagt das Innenministerium nur wenige Tage vor der für kommende Woche angesetzten Tagung der Landesflüchtlingsreferenten.

Zugleich reiße der Flüchtlingsstrom aus Kriegs- und Krisenländern wie Syrien nicht ab. Allein im September werden über 3.000 Kriegsflüchtlinge in Österreich Schutz suchen. Zuletzt sei auch die Zahl der Asylanträge aus der Ukraine deutlich gestiegen. Für 2014 rechnet das Innenministerium mit 26.000 Asylanträgen. Das wäre eine Steigerung von über 50 Prozent gegenüber 2013 und ein Rekordwert in den letzten zehn Jahren, so das Ministerium.

Blockade durch Länder und Gemeinden „Schande“

„Täglich erreichen uns nicht nur die Bilder des Mordens, des Terrors und der Verfolgung, sondern eben auch die Menschen, die genau davor fliehen und bei uns Schutz suchen. Die öffentlichen Diskussionen dazu sind schon bisher unwürdig genug. Aber jetzt stehen wir vor einem neuen traurigen Tiefpunkt“, erklärte Innenministerin Mikl-Leitner dazu gegenüber der APA.

„Wenn wir einerseits von den Bundesländern ausgerichtet bekommen, dass sie eigentlich auf Knopfdruck Hunderte Flüchtlinge in vernünftigen Quartieren unterbringen könnten, das aber aufgrund des Widerstands einzelner Bürgermeister nicht geht, und andererseits müssen wir deshalb in Kasernen und vielleicht sogar Zelte wie in Deutschland ausweichen, dann ist das der Bankrott der Hilfsbereitschaft in unserem Land - und eigentlich eine Schande.“

Verteidigungsministerium zurückhaltend

Im Verteidigungsministerium kommentierte man den Vorstoß Mikl-Leitners zurückhaltend. „Sobald das Innenministerium an uns herantritt, werden wir uns das anschauen, prüfen und danach in Gespräche eintreten“, sagte ein Sprecher von Verteidigungsminister Klug.

Einkommensberichte: ÖGB-Frauen drängen auf Sanktionen

Geht es nach den ÖGB-Frauen, sollen Firmen, die keine Einkommensberichte erstellen, künftig Sanktionen drohen. Das forderte die neue geschäftsführende ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl. Grundsätzlich seien die Berichte ein „richtiger Schritt“ für mehr Transparenz. Eine Umfrage von ÖGB und Arbeiterkammer (AK) zeigt auch, dass es in den großen Firmen bereits Verbesserungen gab.

Pflicht seit 2011

Die Pflicht zur Erstellung von Einkommensberichten besteht seit 2011 und wurde schrittweise für Unternehmen eingeführt. Per 2014 wurde die letzte Stufe erreicht, nun sind auch Betriebe ab einer Mitarbeiterzahl von 150 dazu verpflichtet. Die großen Firmen mit mehr als 1.000 Beschäftigte erstellten bereits zwei Einkommensberichte.

ÖGB und AK haben im Frühjahr eine Umfrage unter Betriebsräten gestartet, deren Ergebnisse der APA nun kurz vor dem Equal Pay Day (10. Oktober) vorliegen. 2.660 Beantwortungen langten ein, wobei in 830 Fällen ein Bericht vorlag. In 60 Prozent der Fälle handelte es sich bereits um den zweiten Einkommensbericht. Repräsentativ sei die Umfrage allerdings nicht, da Mehrfachbeantwortungen innerhalb von Betriebsratskörperschaften möglich waren. Aussagekräftig seien die Antworten aber dennoch, hieß es.

Stöger pocht auf ÖIAG-Reform

Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) pocht auf eine ÖIAG-Reform, wie sie im Regierungsprogramm vorgesehen ist. „Wir haben im Regierungsprogramm klar gesagt, dass sich an der ÖIAG selbst etwas zu ändern hat, und ich stehe dazu“, so Stöger heute im Interview mit dem ORF-Parlamentsmagazin „Hohes Haus“. Er persönlich verhandle diesen Bereich aber nicht.

Die ASFINAG und die ÖBB seien gut aufgestellt und im Verkehrsministerium bestens aufgehoben, sagte Stöger. Die Neugestaltung der staatlichen Industrieholding ÖIAG habe mit den ÖBB nichts zu tun, und im Regierungsprogramm lese er auch nichts über einen Wechsel der ASFINAG zur ÖIAG.

Die neu gewählte ÖBB-Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer habe sein volles Vertrauen, so Stöger. Sie könne als ehemalige Siemens-Spitzenmanagerin große Betriebe steuern, sei umsichtig und wisse, was die Kundinnen und Kunden brauchen. Interessenkonflikte wegen Ederers früherer Siemens-Tätigkeit fürchte er nicht.

Erneut Flüchtlinge aus Italien festgenommen

Erneut sind in Tirol und Kärnten mehrere Flüchtlinge festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden gestern Abend in einem aus Italien kommenden Reisezug 16 Syrer, darunter auch Kinder, entdeckt. Bereits zuvor waren in Gries am Brenner zehn Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak angehalten worden. Auch in Kärnten wurden gestern und in der Nacht auf heute bei fremdenrechtlichen Kontrollen Flüchtlinge in Zügen aus Italien angehalten.

Mehr dazu in tirol.ORF.at und kärnten.ORF.at

Ausland

Cameron sagt allen britischen Landesteilen mehr Rechte zu

Nach dem gescheiterten Unabhängigkeitsreferendum in Schottland hat Großbritanniens Premierminister David Cameron allen Landesteilen mehr Selbstständigkeit versprochen. „Die Menschen in Schottland werden mehr Entscheidungsgewalt über ihre Angelegenheiten haben. Daraus folgt, dass die Menschen in England, Wales und Nordirland genauso mehr Mitspracherecht in ihren Angelegenheiten haben müssen.“

Das kündigte Cameron heute auf Facebook an. Vor der Entscheidung der Schotten über ihre Unabhängigkeit hatte Cameron ihnen versprochen, Kompetenzen von London nach Edinburgh zu verlagern, und damit großen Ärger in seiner konservativen Partei ausgelöst.

Viele englische Politiker argumentieren, dass in diesem Fall schottische Abgeordnete im Unterhaus nicht mehr über englische Gesetze bestimmen sollten. England hat anders als Nordirland, Wales und Schottland kein eigenes Regionalparlament.

Jemenitischer Ministerpräsident zurückgetreten

Der jemenitische Ministerpräsident Mohammed Basindawa ist zurückgetreten. Das meldete die offizielle jemenitische Nachrichtenagentur SABA heute. Basindawa reagierte damit auf den Vormarsch schiitischer Huthi-Rebellen bis in die Hauptstadt Sanaa. Mit seinem Rücktritt wolle Basindawa gegen die Politik von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi protestieren, sagte ein Regierungsvertreter in Sanaa. Der Staatschef versuche, „die Macht zu monopolisieren“.

Schiitische Rebellen erobern offenbar Regierungssitz

Nach Angaben des Regierungsvertreters nahmen nahezu zeitgleich zum Rücktritt Basindawas Anhänger des schiitischen Rebellenchefs Abdelmalek al-Houthi den Regierungssitz in Sanaa ein. Auch das Gebäude des staatlichen Rundfunks sei erobert worden. Diese Angaben wurden von einem Sprecher der Rebellen bestätigt.

Die Rebellen hatten zuvor nach Angaben der Nachrichtenseite al-Masdar online die Kontrolle über das Armeehauptquartier übernommen. Auch die Basis der ehemaligen ersten Panzerdivision im Norden Sanaas sei in die Hände der Rebellen gefallen, heißt es. Die Armee habe alle Soldaten aufgefordert, ihre Stellungen zu halten. Gleichzeitig mit den Angriffen der Rebellen machte sich eine Huthi-Delegation auf den Weg nach Sanaa, um eine Vereinbarung über eine Waffenruhe zu unterzeichnen. Der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Dschamal Benomar, hatte eine entsprechende Einigung vermittelt.

Kenia gedenkt Opfern von Anschlag auf Einkaufszentrum

Zum ersten Jahrestag des Anschlags auf das Einkaufszentrum Westgate haben in Kenia Tausende Menschen der 67 Todesopfer gedacht. In der Hauptstadt Nairobi kamen heute zunächst etwa 2.500 Menschen im Karura-Wald zusammen, wo sie gemeinsam beteten und eine Plakette mit den Namen der Opfer enthüllten.

Am Abend war ein Konzert bei Kerzenlicht beim Nationalmuseum geplant, wo auch eine Sonderausstellung zum Attentat stattfindet.

„An jenem Tag vor einem Jahr erlitten wir einen Schock, mit dem wir für immer leben müssen“, schrieb Präsident Uhuru Kenyatta in einem Beitrag für die Zeitung „The Sunday Nation“. Am 21. September 2013 hatten mit Sturmgewehren und Handgranaten bewaffnete Islamisten das Einkaufszentrum Westgate gestürmt. Mindestens 67 Menschen wurden getötet und viele weitere verletzt. Erst nach vier Tagen gelang es Kenias Sicherheitskräften, die Angreifer zu töten.

Die im Nachbarland Somalia weite Gebiete kontrollierende Islamistenmiliz Al-Schabab bekannte sich zu dem Anschlag. Sie bezeichnete das Attentat als Rache für die Beteiligung der kenianischen Streitkräfte an der multinationalen Truppe AMISOM, die Somalias reguläre Armee im Kampf gegen die Al-Schabab-Milizen unterstützt.

Georgiens Ex-Präsident meldet sich aus New Yorker Exil

Der in seiner Heimat per Haftbefehl gesuchte frühere georgische Präsident Michail Saakaschwili verbringt sein Exil im New Yorker Szeneviertel Williamsburg nach eigener Aussage mit Fahrradfahren, Kaffeetrinken und Treffen mit alten Bekannten. Außerdem schreibe er an seinen Memoiren und halte gegen Geld Reden, sagte Saakaschwili der „New York Times“ gestern (Ortszeit).

„Mein DiCaprio-Moment“

Der Ex-Präsident lebt in dem teuren Stadtteil in einer Luxuswohnung seines Onkels inklusive Dachterrasse mit Skyline-Blick. Es sei ein „normales Leben“, sagte er. Die hohen Lebenshaltungskosten in New York würden ihn allerdings treffen. „Ich bin ja nicht wirklich arm, aber das tut mir schon weh.“

Hin und wieder werde er auf der Straße erkannt. „Mein DiCaprio-Moment“, sagte Saakaschwili, der früher bereits zum Studium einige Jahre in New York verbracht hatte, in Anspielung auf den Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Verdacht auf Amtsmissbrauch

Die georgische Justiz hatte Anfang August gegen Saakaschwili Haftbefehl wegen Amtsmissbrauchs erlassen. Ermittler werfen ihm und weiteren Politikern vor, bei der blutigen Auflösung einer Oppositionskundgebung in der Hauptstadt 2007 ihre Befugnisse überschritten zu haben. Saakaschwili hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Mindestens vier Tote bei Bombenanschlag in Kairo

Bei einem Bombenanschlag unter einer Brücke nahe dem Außenministerium im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind heute mindestens vier Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich nach Polizeiangaben um zwei Zivilisten und zwei Polizisten. Die eingesetzte Bombe hatte nach Angaben aus Kreisen der Sicherheitsbehörden eine sehr hohe Sprengkraft.

Fernsehbilder zeigten einen auf ein Auto gestürzten Baum und Polizisten, die mit Spürhunden die Umgebung absuchten. Die ägyptische Polizei ist seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli vergangenen Jahres durch das Militär immer wieder Ziel von Anschlägen. Dabei wurden Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Zu den Angriffen bekennen sich regelmäßig radikalislamische Gruppierungen.

MH17: Hinterbliebene wollen Ukraine klagen

Hinterbliebene deutscher Opfer des in der Ukraine abgestürzten Passagierflugzeugs von Malaysia Airlines wollen das Land vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagen. Nach internationalem Recht sei „jeder Staat für den Luftraum über seinem Staatsgebiet verantwortlich, wenn er ihn für Durchflüge öffnet“, sagte der Rechtsanwalt und Luftfahrtrechtsprofessor Elmar Giemulla.

Könne ein Staat die Sicherheit nicht gewährleisten, müsse er seinen Luftraum sperren, was im Fall von Flug MH17 nicht geschehen sei, sagte Giemulla, der drei deutsche Opferfamilien vertritt, der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Sport

Fußball: Milanic nicht mehr Trainer von Sturm Graz

Darko Milanic hat seinen sofortigen Abschied als Trainer von Sturm Graz bekanntgegeben. Der Slowene wechselt von der Bundesliga in die zweithöchste Spielklasse nach England zu Leeds United, wo er die Nachfolge des im August entlassenen David Hockaday antreten wird. „Man muss diese Chance ausnutzen, weil man nicht weiß, ob so eine Chance wiederkommt“, sagte Milanic bei einer Pressekonferenz in Graz. Dennoch sei die Entscheidung nicht einfach gewesen.

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Fußball: Spektakuläre Niederlage für ManUnited

Der 4:0-Erfolg letzte Woche gegen die Queens Park Rangers hätte für Manchester United der Wendepunkt in der Premier League sein sollen, es bleibt aber vorerst der einzige Sieg in dieser Saison. Die um über 100 Mio. Euro hochgerüsteten „Red Devils“ mussten unter der Führung von Neo-Coach Louis van Gaal heute in der fünften Runde der englischen Premier League die nächste empfindliche Niederlage hinnehmen. In Leicester verspielten Rooney und Co. in der letzten halben Stunde eine bequeme 3:1-Führung und gingen noch mit 3:5 unter.

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Wirtschaft

Griechenland will auf Geldmärkte zurück

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras will bei seinem Besuch am Dienstag in Berlin über die geplante Rückkehr seines schuldengeplagten Landes auf die Geldmärkte sprechen. Das berichteten griechische Medien heute übereinstimmend. Nach Angaben der deutschen Bundesregierung ist ein Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel geplant.

Nach Einschätzung griechischer Journalisten will Samaras versuchen, sein Land aus der „Umklammerung“ durch die Troika aus Kontrolleuren der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) zu lösen.

Nach der jüngsten Entspannung auf den Finanzmärkten plant Athen nach Angaben aus Regierungskreisen, auf die restlichen Tranchen seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den Jahren 2015 und 2016 und auf ein weiteres Hilfsprogramm der EU zu verzichten.

G-20-Staaten: Konjunktur durch Investitionen ankurbeln

Mit Hilfe von Investitionen wollen die G-20-Staaten ihre Konjunktur ankurbeln. Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) erklärten heute zum Abschluss ihrer zweitägigen Beratungen im australischen Cairns, angesichts einer weltweiten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums seien Investitionen notwendig, um die Nachfrage zu steigern und das Wachstum zu erhöhen.

Ziel sei es, bis zum Jahr 2018 ein Wachstum von 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der G-20-Staaten zu erreichen. Analysen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hätten ergeben, dass diese Maßnahmen „unser gemeinsames Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent steigern werden“, hieß es in der Abschlusserklärung.

Appell an Euro-Länder

Die Staaten wollen überlegen, mit welchen weiteren Maßnahmen das zuvor ausgegebene Ziel von zwei Prozent Wachstum erreicht werden kann. Im November kommen die Staats- und Regierungschefs der G-20-Staaten im australischen Brisbane zusammen. US-Finanzminister Jack Lew rief die Länder der Euro-Zone auf, mehr für die Ankurbelung ihrer Konjunktur zu tun. Die Diskussionen während des Treffens in Cairns hätten gezeigt, dass das notwendig sei.

US-Anwaltsfirmen Bingham und Morgan Lewis fusionieren

In den USA bahnt sich offenbar eine Fusion von zwei führenden Anwaltskanzleien an. Bingham McCutchen und Morgan Lewis & Bockius hätten sich auf eine Verschmelzung verständigt, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen gestern.

Nach einem Zusammenschluss würde das Unternehmen zu den weltweit fünf größten Kanzleien mit mehr als 2.000 Anwälten und einem Umsatz von rund zwei Milliarden Dollar (1,56 Mrd. Euro) zählen.

Bingham sei nach einem Umsatzrückgang 2013 seit Monaten auf der Suche nach einem Fusionspartner gewesen. Die Gespräche mit Morgan Lewis hätten im Juli begonnen. Weder Bingham noch Morgan Lewis wollten sich dazu äußern.

Chronik

NÖ: 47-Jährige stirbt bei Autounfall

Eine 47-Jährige ist gestern bei einem Unfall zwischen Baden und Oeynhausen (Niederösterreich) getötet worden. Das Auto der Frau dürfte nach einem Überholmanöver ins Schleudern geraten sein und wurde auseinandergerissen.

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Unfall mit Sportwagen: Dreijährige verletzt

Ebenfalls in Niederösterreich ist ein dreijähriges Kind bei einem Unfall auf der Semmering Schnellstraße (S6) leicht verletzt worden. Der 46-jährige Lenker eines 650 PS starken Sportwagens kam auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern.

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Touristenfähre schlug vor Griechenland leck

Eine Fähre mit knapp 700 Touristen an Bord ist vor Griechenland leckgeschlagen. Die „Europalink“ hatte auf dem Weg nach Italien in der Nacht auf heute einen Felsen der Kleininsel Peristeres vor der Ferieninsel Korfu gestreift. Das Schiff konnte aber aus eigener Kraft im nahe gelegenen Hafen von Korfu anlegen. Alle Passagieren seien wohlauf und hätten die Fähre verlassen, so die Küstenwache.

Die 692 Menschen konnten mit anderen Fähren ihre Reise nach Italien fortsetzen. Die „Europalink“ war auf dem Weg von Patras nach Ancona. Die Meeresenge zwischen Korfu und dem Festland ist eine der gefährlichsten Seestraßen. Es gibt mehrere Sandbänke und Riffe.

Ebola: Dutzende Leichen in Sierra Leone gefunden

Während der dreitägigen Ausgangssperre in Sierra Leone haben Helfer in und um die Hauptstadt Freetown bis zu 70 Leichen entdeckt. Die Toten seien von den Freiwilligenteams beerdigt worden, sagte die stellvertretende Leiterin der Gesundheitsdienste, Sarian Kamara, heute. Bis Sonntagfrüh seien zudem 22 neue Fälle gemeldet worden. Die 72-stündige Ausgangssperre sollte heute enden.

Experten und NGOs bezweifelten, dass es den insgesamt 30.000 Helfern gelungen sei, in nur drei Tagen alle 1,5 Millionen Haushalte zu erreichen. Die Helfer sollten den Menschen Seife und Informationen zur Vermeidung einer Ansteckung bringen. Kamara sagte, die Ausgangssperre sei „auf dem Weg“, ihr Ziel zu erreichen. Die NGO Human Rights Watch bezeichnete die vielfach kritisierte Maßnahme der Regierung dagegen als „PR-Aktion“.

Von den insgesamt mehr als 2.600 Ebola-Toten in Westafrika stammt mehr als die Hälfte aus Sierra Leones Nachbarland Liberia. Dort kündigte die Regierung an, die Behandlungskapazitäten in der Hauptstadt Monrovia deutlich zu erhöhen. „Menschen werden abgewiesen, weil es keinen Platz gibt“, sagte Informationsminister Lewis Brown am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb werde die Anzahl der Betten bis Ende Oktober von 250 auf 1.000 erhöht. Der aktuelle Erreger des hämorrhagischen Fiebers führt in etwa jedem zweiten Fall zum Tod.

Weltweite Großkundgebungen für besseren Klimaschutz

Zum Auftakt eines weltweiten Aktionstags haben heute in Australien Hunderte Menschen für einen besseren Klimaschutz demonstriert. In Sydney bildeten sie in einem Park eine lange Menschenkette und forderten ein stärkeres Augenmerk auf erneuerbare Energien. In Cairns, wo das zweitägige Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) zu Ende ging, trugen Demonstranten Anhänger in der Form grüner Herzen.

Prominente Unterstützer

Den Höhepunkt des internationalen Aktionstags soll eine Großkundgebung in New York bilden, zu der etwa 100.000 Teilnehmer erwartet werden. Zu den prominenten Unterstützern zählen Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der frühere US-Vizepräsident Al Gore.

Geplant ist ein rund drei Kilometer langer Protestzug vom Central Park ins Zentrum von Manhattan. Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Klimawandels soll es einen sogenannten Lärmalarm gegen den Klimawandel mit Blasinstrumenten, Pfeifen und Glocken geben.

UNO-Sondergipfel zum Klimaschutz

Am Dienstag findet in New York auf Initiative Bans ein UNO-Sondergipfel zum Klimaschutz statt. Dieser soll das anstehende Gipfeltreffen im kommenden Jahr in Paris vorbereiten, wo eine bindende Übereinkunft der Staaten zur Reduzierung schädlicher Emissionen getroffen werden soll.

Gesundheit

Religion

Papst Franziskus zu Besuch in Albanien

Papst Franziskus ist heute zu einem eintägigen Besuch in Albanien eingetroffen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche landete in der Früh auf dem Flughafen von Tirana. In der Hauptstadt und ihrer Umgebung will Franziskus unter anderem Gespräche mit Politikern, Geistlichen und Waisenkindern führen. Am Vormittag fand ein Gottesdienst auf dem Mutter-Teresa-Platz im Zentrum Tiranas statt.

Bei dem Besuch in Albanien handelt es sich um die erste Auslandsreise des Papstes in ein europäisches Land abseits von Italien. Nach seinem Amtsantritt im März vergangenen Jahres besuchte Franziskus bereits Brasilien, den Nahen Osten und Südkorea.

„Nein zum Götzenkult des Geldes“

Bei seinem Angelusgebet am Ende der Messe im Zentrum Tiranas ermutigte Papst Franziskus die Jugendlichen in Albanien, nicht dem Materialismus zu verfallen. „Mit der Kraft des Evangeliums und dem Beispiel der Märtyrer könnt ihr Nein sagen zum Götzenkult des Geldes, Nein zur falschen individualistischen Freiheit, Nein zu Abhängigkeit und Gewalt“, sagte er.

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Kultur

Science

Der neue Ehrgeiz der NASA

Mit einer bemannten Mission in drei Jahren melden sich die USA in der Raumfahrt zurück. Seit dem letzten Flug eines Spaceshuttles 2011 waren ihre Astronauten Passagiere an Bord russischer Raumfähren, bei der Weltraumagentur NASA war der Sparstift allgegenwärtig. Doch nun sind wieder ehrgeizige Pläne auf dem Tisch.

Ein neuer Transportshuttle wurde in Auftrag gegeben, teilte die NASA am Mittwoch mit. Auch der Mars ist wieder ein Thema. Ganz von ungefähr kommt der neue Ehrgeiz nicht: Kooperationen mit Russland liegen wegen der Ukraine-Krise auf Eis, und längst spielen auch andere Länder im Wettlauf im All mit.

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Leute

IT

Wieder Hackerangriff auf Nacktfotos von Prominenten

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat es laut Medienberichten Hackerangriffe auf Fotos von Prominenten gegeben: Wie die US-Website TMZ berichtete, kursierten gestern unter anderem Nacktbilder von TV-Star Kim Kardashian in Onlinenetzwerken. Auch von der Schauspielerin Vanessa Hudgens seien kurzzeitig Nacktbilder im Internet zu sehen gewesen, bevor sie entfernt worden seien.

Laut der Website BuzzFeed wurden zudem persönliche Videos und Fotos aus dem Besitz der Schauspielerinnen Aubrey Plaza, Mary-Kate Olsen, Hayden Panettiere und Leelee Sobieski gepostet. Zudem habe es im Internet bisher unbekannte Bilder der Schauspielerin Jennifer Lawrence zu sehen gegeben.

Apple versprach iCloud-Verbesserungen

Lawrence und Panetierre gehörten auch zu den Opfern des Hackerangriffs von Anfang September, bei dem Dutzende Nacktfotos von Stars aus dem Apple-Onlinespeicherdienst iCloud gefischt und ins Internet gestellt wurden. Die US-Bundespolizei FBI leitete Ermittlungen ein, das Unternehmen Apple versprach Verbesserungen der Sicherheit der iCloud.

Lifestyle