Liveticker

Angebliches „Last-Minute“-Angebot für Athen

Und jedes Wort auf der Waagschale des Finanzmarkts

Nach den Gerüchten über Tsipras’ Nachdenkpause drehten die Börsen in Mailand und Madrid ins Plus, DAX und ATX grenzten ihre Verluste wieder etwas ein.

Pressebriefing offenbar verschoben

Die dpa berichtet, die griechischen Regierung habe wegen des Vermittlungsangebots aus Brüssel eine Pressekonferenz verschoben. Möglicherweise werde man sich am Nachmittag zum Vorschlag der EU äußern. Griechische Medien berichteten, Tsipras lehne den Vorschlag ab.

Geht er darauf ein, müsste er eine politische 180-Grad-Wendung vollziehen, nachdem er am Wochenende die Griechen zu einem „Nein“ zu den Gläubigerforderungen aufgerufen hatte.

Ausland

UNO: Mädchen im Südsudan lebendig verbrannt

Im Bürgerkriegsland Südsudan haben Soldaten Zeugen zufolge zahlreiche Frauen und Mädchen entführt, mehrfach vergewaltigt und einige von ihnen anschließend lebendig verbrannt.

„Das Ausmaß der Grausamkeit zeigt, wie tief der Hass sitzt, der über politische Differenzen weit hinausgeht“, geht aus einem Bericht der UNO-Friedensmission UNMISS hervor, der heute veröffentlicht wurde. Für den Report hatten UNMISS-Mitarbeiter 115 Überlebende und Augenzeugen interviewt.

Zwei Millionen Menschen vertrieben

Das erst 2011 unabhängig gewordene Land versinkt seit Ende 2013 im Chaos. Damals war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Die Gewaltwelle hat auch ethnische Hintergründe, da die beiden Politiker unterschiedlichen Volksgruppen angehören.

Zwei Millionen Menschen wurden bereits vertrieben, etwa eine halbe Million von ihnen hat laut UNO-Schätzungen Zuflucht in Nachbarländern gesucht, vor allem in Äthiopien, im Sudan und in Uganda.

Die jüngsten Grausamkeiten seien im Zuge einer neuen Eskalation der Kämpfe im ölreichen Teilstaat Unity im April und Mai verübt worden, so der UNO-Bericht weiter. Verantwortlich seien vor allem Soldaten der Sudan People’s Liberation Army (SPLA) und Mitglieder anderer bewaffneter Gruppen, die mit der Armee verbündet sind.

Anschlag nahe US-Botschaft in Kabul

Ein Selbstmordattentäter hat heute in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Anschlag auf einen Fahrzeugkonvoi verübt. Wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte, zündete der Attentäter auf der Hauptstraße zum Flughafen eine Autobombe, als der Konvoi vorbeifuhr. Es gebe Opfer, sagte ein Polizeisprecher, konnte aber zunächst keine näheren Angaben machen.

Der Anschlag wurde nach Angaben des Innenministeriums etwa 500 Meter von der US-Botschaft und in der Nähe eines Standortes für ausländische Soldaten verübt. Wenige Stunden zuvor waren bei einem Selbstmordanschlag im Süden des Landes mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Die radikalislamischen Taliban hatten Ende April ihre jährliche Frühjahrsoffensive begonnen. Auch nach dem Ende des NATO-geführten Kampfeinsatzes Ende 2014 sind noch immer Tausende ausländische Soldaten als Berater und Ausbildner in Afghanistan stationiert. Für die Sicherheit im Land sind die afghanischen Soldaten und Polizisten inzwischen aber selbst verantwortlich.

Jedes zehnte Kind wächst im Krieg auf

Jedes zehnte Kind weltweit wächst in einem Kriegsgebiet auf. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) rechnet in seinem neuen Bericht „Kinder zwischen den Fronten“ vor, dass derzeit rund 230 Millionen Kinder in ihren prägenden Lebensjahren Unsicherheit, Hass und Gewalt erleben.

Die schwersten Misshandlungen drohten Kindern aktuell in Syrien, im Irak, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik, so UNICEF heute in Berlin. Mädchen und Buben würden direkt zur Zielscheibe von Gewalt, entführt und versklavt.

Gruppen wie die Terrormilizen Islamischer Staat (IS) und Boko Haram missachteten die Prinzipien des humanitären Völkerrechts bewusst, um dadurch maximale Aufmerksamkeit zu erregen. Trotzdem übten sie vor allem auf einige junge Menschen eine gewisse Faszination aus, stellt der UNICEF-Bericht fest.

Die Hilfsorganisation rief Spender auf, bei humanitärer Hilfe nicht nur an Nahrung, Kleidung und Obdach zu denken, sondern auch an Schulbildung für die jungen Kriegsopfer.

28 Tote bei IS-Anschlag im Jemen

Bei einem Anschlag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind gestern in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa mindestens 28 Menschen getötet worden. Das Attentat mit einer Autobombe habe dem Wohnhaus von zwei Anführern der schiitischen Huthi-Rebellen gegolten, verlautete aus Sicherheitskreisen.

In dem Haus von Faisal und Hamid Dschajache seien zu dem Zeitpunkt viele Menschen zu einer Trauerfeier für einen Verwandten versammelt gewesen, der eines natürlichen Todes gestorben war. Zu den Todesopfern zählten den Angaben zufolge acht Frauen. Laut Augenzeugen riegelten Huthi-Rebellen den Anschlagsort im Stadtzentrum ab.

Der IS verkündete in einer im Internet veröffentlichten Erklärung, sein Anschlag habe sich gegen ein „schiitisches Nest“ in Sanaa gerichtet.

Im Jemen kämpfen seit Monaten die Huthi-Rebellen und die Anhänger des nach Saudi-Arabien geflohenen Staatschef Abd Rabbu Mansur Hadi gegeneinander. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz fliegt seit Ende März Luftangriffe auf die Rebellen im Jemen.

Amnesty: Ägypten verfolgt Aktivisten weiter kompromisslos

Viereinhalb Jahre nach dem „arabischen Frühling“ verfolgt Ägypten Freiheitsbestrebungen nach Einschätzung von Amnesty International weiter kompromisslos. „Heute siechen viele der jungen Aktivisten hinter Gittern vor sich hin. Das zeigt, dass sich Ägypten zu einer allumfassenden Unterdrückung zurückentwickelt hat“, sagte die regionale Leiterin der Menschenrechtsorganisation, Hassiba Hadsch Sahraui.

Amnesty veröffentlichte heute einen Bericht über die Inhaftierung junger Menschen in Ägypten. Der Staat habe in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er seine Macht skrupellos gegen jede Gefahr behaupten wolle, so Sahraui. Er habe Freiheitskämpfer eingesperrt - bis heute teilweise ohne Anklage oder Prozess.

Die Regierung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi zeige nicht, dass sie von dieser Linie abrücken wolle. Im Gegenteil: In den vergangenen Wochen seien erneut viele Menschen verhaftet worden oder verschwunden.

Amnesty warf westlichen Länder vor, Sisis Regierung als Partner anzuerkennen. Nach Schätzungen von ägyptischen Menschenrechtlern sind in dem Land seit Mitte 2013 mindestens 41.000 Menschen festgenommen, angeklagt oder verurteilt worden.

Inland

Asyl: Mikl-Leitner bietet Ungarn noch mehr Polizisten an

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will bei ihrem heutigen Besuch in Ungarn wegen der Flüchtlingskrise ihrem Amtskollegen Sandor Pinter vorschlagen, die Zahl der österreichischen Polizisten zur Sicherung der Grenzen zu verdoppeln. Das kündigte die Ministerin vor dem Ministerrat an.

80 Beamte für Westbalkan-Route

Bei dem Treffen geht es insbesondere um den massiven Anstieg der Grenzübertritte an der serbisch-ungarischen Grenze. Österreich hat Ungarn bereits 40 Polizisten zur Sicherung dieser Grenze zugesagt. Das erste dieser Zehnerteams wird mit 6. Juli vollständig sein, hieß es aus dem Ressort.

Nun will Mikl-Leitner eine Verdoppelung vorschlagen, also dass insgesamt 80 österreichische Polizisten für die Westbalkan-Route abgestellt würden. Wo diese zusätzlichen Kräfte dann genau eingesetzt würden, sei Teil der heutigen Gespräche, erklärte man in Mikl-Leitners Büro.

Mehr als 50.000 Personen in fünf Monaten

Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres 50.430 Menschen über die Westbalkan-Route, die über die serbisch-ungarische Grenze verläuft, in die EU. Im Vergleichszeitraum 2014 waren es 5.143. In Ungarn selbst ist die Zahl der Asylanträge innerhalb eines Jahres um 1.236 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal 2015 wurden laut Eurostat 32.810 Anträge in Ungarn gestellt, in Österreich 9.710.

SPÖ: Darabos’ Nationalratsmandat geht an einen Mann

Das Nationalratsmandat von Norbert Darabos (SPÖ), der Landesrat im Burgenland wird, geht so gut wie sicher an einen Mann. Auf der Liste hinter Darabos folgt Jürgen Schabhüttl, Bürgermeister von Inzenhof im Bezirk Güssing. „Ich nehme das Mandat an“, erklärte er gegenüber der APA. Die SPÖ-Frauen verwiesen darauf, dass die Liste noch nach dem alten Statut erstellt wurde. Die Nachfolge wird am Freitag im Bundesparteivorstand formell abgesegnet.

„Er ist hoch motiviert“

Schabhüttl aus dem Südburgenland folgt Darabos auf der Liste, nachdem der auf Platz zwei postierte Christian Drobits in den Landtag gewählt wurde, verwies SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich auf die Wahlordnung. „Er ist hoch motiviert und will sich einbringen und für das Südburgenland arbeiten“, meinte Hergovich. Er sei Nächster auf der Liste und wolle das Mandat auch annehmen, die Frage nach einem Verzicht stelle sich daher aus seiner Sicht nicht. Auch Schabhüttl selbst bekräftigt, dass er den Sitz im Nationalrat übernehmen will.

Listenerstellung nach altem Statut

Die Liste zur Nationalratswahl sei 2013 noch nach dem alten Statut erstellt worden. Auch wenn damals bereits der Reißverschluss gelten sollte, wurde er nicht immer eingehalten, und so folgten Darabos zwei Männer. Nach dem 2014 geänderten Parteistatut würde eine solche Liste nicht mehr akzeptiert werden, hieß es von den SPÖ-Frauen, die gerne eine Frau auf dem frei werdenden Mandat gesehen hätten.

Nichteinhaltung der Frauenquote

Auslöser für die Statutenänderung war die Nachbesetzung des Nationalratsmandats von Barbara Prammer, die im Vorjahr verstorben ist, durch einen Mann. Diese Nachfolge und die Nichteinhaltung der Frauenquote hatte zu heftigen auch extern ausgetragenen Diskussionen geführt. Auf Basis des neuen Statuts sind nicht quotenkonforme Listen nun „ungültig“ und können nicht beim Bundesparteirat eingebracht werden.

Hypo-U-Ausschuss: Drei Zeugen mit Nähe zu Haider

Morgen dürfte es im Hypo-Untersuchungsausschuss wieder einmal länger dauern - denn es sind drei Zeugen geladen und alle hatten eine ausgesprochene Nähe zum früheren Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Auf dessen ehemaligen Pressesprecher Stefan Petzner folgen als Auskunftspersonen zwei ehemalige Haider-Büroleiter - Harald Dobernig, später Kärntner Finanzlandesrat, und Gerald Mikscha.

Haider könne man nicht mehr befragen, also befrage man dessen frühere rechte Hände, sagte SPÖ-Fraktionsführer Kai Jan Krainer über die nächsten Auskunftspersonen im Ausschuss auf APA-Anfrage. Sein Grünen-Pendant Werner Kogler sagte, generell werde der Ausschusstag noch mehr Einblick ins „System Haider“ bringen.

ÖVP-U-Ausschuss-Chefin Gabriele Tamandl sagte, es gehe morgen darum, jene Leute zu befragen, die am allernächsten dran waren, als der Milliardenskandal angerichtet worden war. Schließlich hätten bisherige Kärntner Auskunftspersonen stets wissen lassen, dass die engsten Kreise rund um Haider massiven Einfluss auf die Hypo ausübten. Trotz drohender „Nebelgranaten“ wolle sie einige wichtige Aussagen herauskitzeln.

Petzner freut sich über Ladung

Petzner, morgen Vormittag an der Reihe, freute sich über seine Ladung und bezeichnete den Hypo-U-Ausschuss, für den er immer eingetreten sei, als „auch ein bisserl mein Kind“. Er wolle auch mehr Schwung in die Aufklärungsarbeit bringen, der bisher teils auf sich warten lasse. Er sieht die entscheidendste und spannendste Phase im Hypo-Skandal ab der Notverstaatlichung und der Zeit danach.

Sport

Fußball: US-Frauen wollen WM-Trauma überwinden

Mit dem ersten Halbfinale zwischen den USA und Deutschland hat die Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada in der kommenden Nacht (1.00 Uhr MESZ, live in ORF Sport + und im Livestream) einen wahren Klassiker zu bieten.

Im Duell der beiden Doppelweltmeister haben die Amerikanerinnen noch eine Rechnung offen. Mit einem Sieg wollen sie das Trauma der Heim-WM 2003 gegen die DFB-Auswahl überwinden: Vor zwölf Jahren hatten die Deutschen den US-Damen im Halbfinale mit 3:0 eine ihrer bittersten Niederlagen zugefügt und anschließend den ersten WM-Titel geholt.

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Radsport: ÖRV-Trio gut in Schuss zur Tour de France

Mit der Nichtnominierung von Bernhard Eisel für das Sky-Team ist klar, dass Österreich heuer bei der Tour de France nur durch drei Debütanten vertreten wird. Matthias Brändle, Georg Preidler und Marco Haller werden am Samstag erstmals die Frankreich-Rundfahrt in Angriff nehmen. Auf das ÖRV-Trio warten drei harte Wochen mit vielen Helferdiensten für ihre Teamkollegen, trotzdem sind alle drei Radprofis zuversichtlich und gut in Schuss. Das bewiesen Preidler und Haller auch am Wochenende bei den Staatsmeisterschaften.

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Wirtschaft

Treibstoffpreis: Mittlehner ruft Autofahrer zum Rechnen auf

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und E-Control-Vorstand Martin Graf appellieren zu Beginn der Reisesaison an die Autofahrer, die Spritpreise zu vergleichen. Das spare ihnen nicht nur Geld, es nütze auch dem Wettbewerb, betonten beide am Dienstag in einer Aussendung. Dazu biete sich der Spritpreisrechner des Wirtschaftsministeriums an.

Erhöhter Wettbewerb

„Die Verwendung des Spritpreisrechners auf dem Weg in den Urlaub zahlt sich gleich doppelt aus. Einerseits lässt sich durch die Auswahl der günstigsten Tankstellen auf der Reiseroute viel Geld sparen. Andererseits erhöht die Bevorzugung der günstigsten Tankstellen durch die Konsumenten den Wettbewerb am Treibstoffmarkt und bildet damit die Grundlage für zukünftige Spritpreissenkungen“, so Mitterlehner.

Tanken zu Mittag am günstigsten

Grundsätzlich lässt sich sagen: Aufgrund der Verordnung über die Erhöhung von Kraftstoffpreisen ist es am günstigsten, knapp vor 12.00 Uhr zu tanken. Diese Verordnung besagt, dass Preiserhöhungen nur einmal täglich, nämlich zu Mittag, erlaubt sind.

Preissenkungen sind jedoch zu jedem Zeitpunkt in unbegrenzter Anzahl und Ausmaß möglich. Am günstigsten tankt man in Österreich sonntags beziehungsweise montags. Generell gilt: Zum Wochenende wir es tendenziell teurer, so der ÖAMTC auf seiner Website.

Inflation in Euro-Zone wieder rückläufig

Die Inflation in der Euro-Zone ist laut Schnellschätzung von Eurostat im Juni wieder rückläufig gewesen. Nach einem Anstieg von 0,3 Prozent im Mai wird der Preisauftrieb im Juni auf 0,2 Prozent zurückgehen.

Aufwärtstrend

Im Dezember 2014 hatte eine Deflation mit minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat begonnen. Im Jänner folgte mit minus 0,6 Prozent ein deutlicher Preisverfall, im Februar schwächte sich das Minus ab ( minus 0,3 Prozent), und im März ging es weiter auf minus 0,1 Prozent zurück, im April gab es keine Veränderung (0,0 Prozent). Der Mai verzeichnete einen Aufwärtstrend mit 0,3 Prozent Preissteigerung.

Preisrückgang bei Energie

Ausschlaggebend für die jüngste Juni-Entwicklung ist der wieder etwas höhere Preisrückgang bei Energie (minus 5,1 Prozent gegenüber minus 5,0 Prozent vom Mai). Dienstleistungen wurden zwar um 1,0 Prozent teurer, doch war dies noch weniger als die Steigerung von 1,3 Prozent im Mai. Unverändert blieb die Inflation bei Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mit 1,2 Prozent gegenüber Mai.

Die Gesamtdaten für die EU und die einzelnen Staaten werden am 16. Juli bekanntgegeben.

Puerto Rico sucht Zahlungsaufschub

Das von der Pleite bedrohte Puerto Rico will einen Zahlungsaufschub erreichen. Gouverneur Alejandro Garcia Padilla kündigte gestern Abend in einer Ansprache die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Politikern und Ökonomen an, die mit den Gläubigern ein Umschuldungsabkommen aushandeln solle.

„Ziel ist ein Moratorium, um die Begleichung der Schulden einige Jahre zurückzustellen“, sagte Garcia Padilla. Andernfalls drohe ein Zahlungsausfall. Das Geld solle stattdessen in die Entwicklung der Karibikinsel investiert werden.

Puerto Rico hat einen Schuldenberg von rund 72 Milliarden Dollar (65 Mrd. Euro) angehäuft - das entspricht fast 70 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Die Insel gehört zum Territorium der USA, ist aber kein Bundesstaat, sondern ein sogenanntes Außengebiet. Die etwa 3,5 Millionen Puerto Ricaner sind US-Staatsbürger, haben aber nur eingeschränkte Rechte, beispielsweise bei Wahlen.

Internationale Bierpreise im Vergleich

Will man als Biertrinker auch auf Reisen nicht auf sein Lieblingsgetränk verzichten, sollte man als preisbewusster Konsument nicht unbedingt Genf, New York oder Oslo als seine Feriendestination wählen.

Diese Städte zählen einem aktuellen Hotelbar-Bierpreisvergleich von Goeuro.com zufolge schließlich zu den teuersten Bierreisezielen. Wien liegt mit 5,12 Euro für 0,33 Liter im oberen Mittelfeld.

Mehr dazu in help.ORF.at

Chronik

Indonesien: Mindestens 37 Tote bei Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines Militärtransporters sind heute in Indonesien sind laut Angaben eines Polizeisprechers mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine des Typs Hercules C-130 war kurz nach dem Start in ein Wohngebiet gestürzt und in Flammen aufgegangen, wie ein Militärsprecher mitteilte.

Abgestürztes Flugzeug

APA/EPA/Dedi Sahputra

Nachrichtensender zeigten Fotos und Videos aus dem Wohngebiet. Darauf waren rauchende Wrackteile zu sehen sowie zerstörte Autos und Haustrümmer. Die Feuerwehr war mit Löschzügen im Einsatz.

Unklarheit über Passagierstand

Es war zunächst unklar, wie viele Menschen außer den zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord waren. Der Unfall passierte in der Millionenstadt Medan auf der Insel Sumatra.

Karte von Indonesien

Grafik: APA/ORF.at

Die Lockheed C-130 ist ein propellergetriebenes Transportflugzeug, das seit Jahrzehnten auch bei Katastrophenhilfen eingesetzt wird. Sie kann auch mehrere Dutzend Personen transportieren.

Tote bei Brand in japanischem Superschnellzug

Bei einem Brand in einem Hochgeschwindigkeitszug in Japan sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Mann und eine Frau starben, als das Feuer heute in dem Zug von Tokio nach Osaka ausbrach, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. 20 weitere Personen wurden verletzt.

Der Vorfall ereignete sich nahe Odawara rund 70 Kilometer südwestlich von Tokio in einem Zug auf dem Weg von der japanischen Hauptstadt nach Osaka.

Schockierte Passagiere werden ihm Schnellzug von Zugsbegleitern betreut

APA/AP/Kyodo News

„Wir haben die Information erhalten, dass ein Feuer in der Nähe einer Toilette ausgebrochen ist und zwei Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr von Odawara.

Der japanische Sender NHK berichtete, im ersten Waggon des Zugs seien zwei leblose Menschen gefunden worden, allerdings an den entgegengesetzten Enden des Wagens. Der Zug mit rund 1.000 Passagieren musste auf offener Strecke halten. Der Verkehr mit den Shinkansen genannten Schnellzügen wurde eingestellt.

Fernsehbilder zeigten weißen Rauch, der aus dem Zug aufstieg. (iptv.ORF.at)

Japans Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge zeichnen sich durch ihre Pünktlichkeit und Sicherheit aus. In einem halben Jahrhundert kam noch nie jemand bei einem Shinkansen-Unfall ums Leben.

Brasilien: Lastwagen verlor 1,3 Tonnen Marihuana

Durch einen Verkehrsunfall im Gebirge haben zwei Drogenhändler in Brasilien eine große Ladung Marihuana verloren. Wie die Polizei gestern mitteilte, stürzte ein mit 1,3 Tonnen der Droge beladener Lastwagen und ein Begleitwagen am Samstag nahe der Metropole Rio de Janeiro von einer Bergstraße einen Abhang hinab. Der Lastwagen verlor demnach bei dem Unfall die gesamte Marihuanaladung.

Den Angaben zufolge waren die beiden Fahrzeuge offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Der Fahrer des Lastwagens habe entkommen können, der Fahrer des Autos sei leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden und gebe an, sich an nichts erinnern zu können.

Frau beim Klettern abgestürzt

In Warth in Vorarlberg ist eine 51-Jährige beim Klettern tödlich verunglückt. Laut Polizei dürfte die Ravensburgerin auf dem Rückweg vom Gipfel des Karhorn rund 100 Meter teilweise senkrecht abgestürzt sein.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Vor Augen des Ehemannes in Tod gestürzt

Ein deutsches Ehepaar unternahm gestern im Kärntner Lesachtal eine Wanderung auf die Plenge. Beim Abstieg rutschte die 69-jährige Urlauberin aus und rutschte ab. In der Folge stürzte sie rund 150 Meter über steiles Felsgelände ab. Der zu ihr abgeseilte Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Gesundheit

Wieder Ebola-Fall in Liberia aufgetreten

Rund sechs Wochen nach dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell festgestellten Ende der Ebola-Epidemie in Liberia ist in dem westafrikanischen Land ein neuer Infektionsfall bekannt geworden.

In der Region Margibi östlich der Hauptstadt Monrovia sei ein Mensch gestorben, der zuvor positiv auf Ebola getestet worden sei, sagte Vizegesundheitsminister Tolbert Nyensuah heute im Rundfunk. Der Tote sei bereits bestattet worden. Alle mutmaßlichen Kontakpersonen des Opfers seien unter Quarantäne gestellt worden. Nach der möglichen Infektionsquelle werde gesucht.

11.000 Todesopfer

Die WHO hat die Ebola-Epidemie in Liberia Anfang Mai für beendet erklärt. 42 Tage zuvor war demnach der letzte bestätigte Betroffene beerdigt worden. In Liberia starben mehr als 4.700 Menschen, insgesamt erkrankten 10.500 Menschen.

Ihren Höhepunkt fand die Epidemie in Liberia im vergangenen August und September, als wöchentlich 300 bis 400 Menschen neu erkrankten. Im benachbarten Guinea und Sierra Leone dauert die Epidemie länger an. In den drei Ländern starben insgesamt mehr als 11.000 Menschen.

Kultur

US-Komiker Jack Carter gestorben

Der US-Komiker Jack Carter ist im Alter von 93 Jahren gestorben, wie die „New York Times“ unter Berufung auf den Sprecher seiner Familie berichtete. Demnach erlag der Komiker und Autor, der in den 1940er Jahren zu den ersten Fernsehstars gehört hatte, am Sonntag in seinem Haus in Beverly Hills (US-Bundesstaat Kalifornien) einem Atemstillstand.

Carter hatte seine Karriere beim US-Netzwerk ABC begonnen und bei der Konkurrenz NBC ausgebaut. Das Multitalent trat auch am Broadway auf und spielte in mehreren Filmen mit, darunter im Jahr 1964 in „Tolle Nächte in Las Vegas“ (Originaltitel „Viva Las Vegas“) mit Elvis Presley.

Ai Weiwei - die Rückkehr des Rebellen

In der internationalen Kunstwelt ist der chinesische Konzeptkünstler und Bildhauer Ai Weiwei ein ganz großer Namen. In China selbst war der rebellische Künstler seit seinen regierungskritischen Äußerungen 2011 wochenlang inhaftiert. Bis heute haben die Behörden seinen Pass eingezogen.

Umso größer war die Überraschung, als Ai Weiwei diesen Monat in Peking mit gleich vier Einzelausstellungen an die Öffentlichkeit treten konnte.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Zurück in die Zukunft: Remake „nur über meine Leiche“

„Zurück in die Zukunft“-Regisseur Robert Zemeckis hat Spekulationen zurückgewiesen, es könnte eine Neuverfilmung der Filmreihe geben. „Oh Gott, nein“, sagte der 63-Jährige der britischen Zeitung „The Telegraph“.

„Das (Remake) kann nicht stattfinden, bevor Bob und ich tot sind. Aber danach bin ich sicher, werden sie es machen, außer es gibt einen Weg, wie unsere Erben sie daran hindern können“, so Zemeckis.

Zemeckis hält zusammen mit Koautor Bob Gale die Rechte an „Zurück in die Zukunft“. Für ihn sei es „haarsträubend“, über eine Neuverfilmung nachzudenken. "Es ist wie zu sagen „Lasst uns ein Remake von ‚Citizen Kane‘ machen. Wen nehmen wir nur als Kane?“, sagte Zemeckis. „Was für eine Torheit, was für eine Verrücktheit ist das? Warum würde jemand so etwas machen?“

Zemeckis’ Mitautor Gale hatte bereits ausgeschlossen, dass es einen vierten Teil der Filmreihe geben könne.

IT

UNO: Smartphone-App im Kampf gegen den Hunger

Die Vereinten Nationen wollen Smartphone-Besitzer mit einer App dazu bewegen, hungernden Kindern zu helfen. Mit „ShareTheMeal“ kann man mit zwei Klicks 40 Cent für eine Mahlzeit am Tag spenden, teilte die gleichnamige Initiative mit. Die App startet heute offiziell in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als erstes Etappenziel soll jedes Schulkind in Lesotho im südlichen Afrika versorgt werden. Das Essen wird durch das Welternährungsprogramm der UN (WFP) verteilt.

100 Millionen Kinder betroffen

Lesotho zähle weltweit zu den Ländern mit der geringsten Ernährungssicherheit. „Knapp 40 Prozent aller Kinder leiden dort unter chronischer Unterernährung“, sagte Sebastian Stricker, Mitgründer von ShareTheMeal. Aktuell benötigten rund 50.000 Schulkinder in Lesotho Ernährungshilfe.

„Wir wollen in einem Land starten, in dem Hunger ein echtes Problem ist und unsere App somit eine sichtbare Wirkung erzielen kann. Nach und nach wollen wir weitere Regionen unterstützen“, sagte Bernhard Kowatsch, Mitgründer von ShareTheMeal. Weltweit gebe es über zwei Milliarden Smartphone-Nutzer und 100 Millionen hungernde Kinder.

12.500 Downloads während Testphase

Später im Sommer soll die Anwendung international zur Verfügung gestellt werden. Während einer Testphase haben nach Angaben von ShareTheMeal bereits über 12.500 Smartphone-Nutzer die App heruntergeladen und über 125.000 Mahlzeiten gespendet.

Kowatch und Stricker haben sich für die Entwicklung der App ein Jahr lang Auszeit von ihren Jobs als Unternehmensberater genommen. Sie profitieren finanziell nicht von der Initiative, die in Berlin als gemeinnützige GmbH organisiert ist. Die Initiative wird von freiwilligen Helfern und verschiedenen Unternehmen unterstützt.

Apple startet neuen Musikdienst

Apple startet heute seinen neuen Musikdienst, mit dem der Konzern die Initiative in dem Geschäft zurückgewinnen will. Zu Apple Music gehören ein Streamingdienst, bei dem die Lieder direkt aus dem Netz abgespielt werden, sowie ein kostenloses Internetradio.

Apple setzt bisher auf den Verkauf von Musik zum Herunterladen und ist in diesem Geschäft die Nummer eins. Streamingdienste brachten im vergangenen Jahr zwar nur gut ein Zehntel der weltweiten Erlöse der Musikindustrie von rund 15 Milliarden Dollar ein. Sie werden jedoch immer populärer bei den Nutzern.

Es ist bei weitem nicht der erste Streamingdienst, Apple ist eher ein Späteinsteiger. Die Musikindustrie hofft aber, dass Apple seine Kunden dazu bewegen kann, eine monatliche Abogebühr zu bezahlen, während bei aktuellen Streamingdiensten werbefinanzierte Gratisangebote beliebter sind.

Uber sichert sich Kartentechnologie von Microsoft

Microsoft steigt aus der Datensammlung eigener digitaler Karten aus - und der Fahrdienstvermittler Uber profitiert davon. Das umstrittene Startup bekommt ausgewählte Technologie, ein Rechenzentrum sowie Kameras und einige Patente, wie Microsoft gestern unter anderem dem „Wall Street Journal“ und dem Technologieblog „Recode“ bestätigte.

Die Daten für Microsofts Bing Maps sollen künftig von Partnern kommen und bei dem Konzern zu einem fertigen Produkt verbunden werden, hieß es.

Uber wurden bereits Ambitionen nachgesagt, den Kartendienst von Nokia zu kaufen, an dem auch die deutschen Autobauer Audi, Daimler und BMW interessiert sein sollen. Der Fahrdienstvermittler braucht Karten zur Abrechnung der Fahrten über Smartphones. Zudem forscht Uber an selbst fahrenden Fahrzeugen, diese sind auf hochpräzise Karten angewiesen.

Religion

England: Buddhistenprotest gegen Dalai Lama

Mehrere hundert Buddhisten haben gestern im südenglischen Aldershot gegen den Dalai Lama protestiert. Die Anhänger der Shugden-Gemeinde warfen dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter religiöse Verfolgung vor.

Buddhistische Demonstranten  halten Schilder und Transparente mit der Aufschrift "False Dalai Lama" und "Stop lying"

APA/EPA/Will Oliver

„Dalai Lama, hör auf zu lügen!“, riefen sie, als dieser eintraf, um das erste buddhistische Gemeindezentrum in Großbritannien einzuweihen. Die Shugden sind Buddhisten, dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter werfen sie Beschränkung ihrer Religionsfreiheit vor.

Mehr dazu in religion.ORF.at

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