Ausland

Ukraine: Poroschenko am Samstag bei EU-Sondergipfel

Der EU-Sondergipfel am Samstag wird sich auch mit der sich zuspitzenden Lage in der Ukraine beschäftigen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko werde dazu nach Brüssel kommen, kündigte Maja Kocijancic, Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, heute in Brüssel an. „Die Ukraine steht auf der Agenda des Gipfels“, sagte sie.

„Wir sind extrem besorgt über die jüngsten Entwicklungen“, sagte die Sprecherin. Auch die EU-Außenminister in Mailand werden sich demnach morgen und am Samstag mit der Ukraine-Krise befassen. Die EU wiederhole ihren Appell an Russland, Kampfhandlungen an der Grenze sowie den Zustrom von Waffen und Kämpfern aus Russland unverzüglich zu stoppen, betonte die Sprecherin.

Frankreich: Neuer Minister rüttelt an 35-Stunden-Woche

Frankreichs neuer Wirtschaftsminister Emmanuel Macron rüttelt an der 35-Stunden-Woche und hat damit prompt Kritik der Gewerkschaften auf sich gezogen.

In einem heute veröffentlichten Interview mit dem Magazin „Le Point“ schlug Macron Ausnahmeregeln für Arbeitszeit und Vergütung in Firmen und ganzen Sektoren vor. Voraussetzung dafür sei aber eine Übereinkunft mit den Gewerkschaften, so der Sozialist.

Prompte Antwort der Gewerkschaft

„Das kommt nicht infrage. Die Sache ist erledigt“, sagte der Chef der Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger. Macron habe mit dem Vorstoß „einen Fehler“ gemacht. Die 35-Stunden-Woche war im Jahr 2000 unter dem sozialistischen Ministerpräsidenten Lionel Jospin eingeführt worden. Sie gilt insbesondere im linken politischen Spektrum als soziale Errungenschaft. Weder der konservative Präsident Nicolas Sarkozy noch sein sozialistischer Nachfolger Francois Hollande haben es gewagt, daran zu rütteln.

Der 36-jährige Macron ist erst seit dieser Woche im Amt. Zuvor war er Hollandes Wirtschaftsberater. Er folgt als Minister Arnaud Montebourg, der den Reform- und Sparkurs Hollandes offen kritisiert hatte und damit einen Kabinettskrach auslöste.

IS-Kämpfer exekutieren in Syrien Dutzende Soldaten

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben nach Angaben der Exilopposition in Syrien erneut Dutzende Soldaten hingerichtet.

Die Soldaten seien über Nacht getötet worden, als sie vom Luftwaffenstützpunkt Tabka fliehen wollten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London heute. Die IS-Kämpfer hatten den Stützpunkt am Sonntag erobert. Die Islamisten gaben im Kurznachrichtendienst Twitter selbst an, sie hätten 200 Soldaten getötet.

UNO erhebt schwer Vorwürfe

Eine vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission hatte dem IS zuletzt eine Schreckensherrschaft in den von ihm eroberten Regionen in Syrien vorgeworfen. In dem Bericht werden den Dschihadisten öffentliche Hinrichtungen, Kampfausbildungen für Kinder sowie der Einsatz von jugendlichen Selbstmordattentätern vorgeworfen.

Interne Kritik an Netanjahu wächst

Nach der Waffenruhe im Gaza-Krieg hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit wachsender interner Kritik zu kämpfen. Oppositionsführer Jizchak Herzog sagte nach Angaben des israelischen Rundfunks, Netanjahu habe das Vertrauen der Öffentlichkeit und vor allem der Einwohner der Grenzorte zum Gazastreifen verloren.

„Die Armee hat gewonnen, aber die Regierung hat verloren“, sagte Herzog, Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeitspartei. Auch innerhalb seiner eigenen Regierung war Netanjahu in die Kritik geraten. Rechtsorientierte Minister wie Avigdor Lieberman und Naftali Bennett hatten einen Sturz der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen gefordert.

Laut Medienberichten stimmte Netanjahu der Waffenruhevereinbarung unter ägyptischer Vermittlung im Alleingang zu. Die Abmachungen seien nicht von seinem Sicherheitskabinett gebilligt worden. Dieses hätte das Abkommen über eine Feuerpause möglicherweise abgelehnt.

Serbischer Sonderpolizist an Kosovo-Grenze getötet

Ein serbischer Sonderpolizist, der heute Früh an der Grenze zum Kosovo beim Ort Merdare angeschossen worden war, ist im Belgrader Militärkrankenhaus gestorben.

Nach dem Tod des 30-Jährigen habe er zusätzliche Polizeikräfte an die Grenze geschickt, sagte Innenminister Nebojsa Stefanovic. Die von der NATO geführte KFOR-Schutztruppe überflog den Tatort mit Hubschraubern.

Bereits zweite Schießerei in einer Woche

Laut Medienberichten war es dort zuvor zu Schusswechseln zwischen einer Gruppe Albanern und einer serbischen Polizeisondereinheit gekommen. Die Albaner seien zuvor beim illegalen Abholzen von Bäumen auf serbischem Staatsgebiet erwischt worden. Bereits gestern war es an der Grenze zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Dabei war ein Albaner angeschossen worden.

Inland

Innenministerium überlegt Zeltstädte für Asylwerber

Der Flüchtlingsstrom nach Österreich ist laut Innenministerium in den letzten Wochen „massiv“ gestiegen. Als Konsequenz schließe man die Errichtung von Zeltstädten für Asylwerber nun nicht mehr aus, hieß es heute gegenüber der APA. Das Ressort von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) appellierte an diverse Hilfsorganisationen, Unterkünfte zu schaffen.

Die Zahl der Asylanträge werde sich im August voraussichtlich um die 50 Prozent steigern, so das Ministerium. Ursache sei „die humanitäre Katastrophe im Nahen Osten“. So habe es allein vergangene Woche 610 Anträge gegeben, gestern seien es 127 gewesen. Der Großteil der Flüchtlinge komme aus Syrien.

Appell an Kirchen

Habe man „Zeltstädte“ wie jene im deutschen Duisburg bisher abgelehnt, könne nun auch diese Lösung für die Unterbringung der Flüchtlinge nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Appell, etwa Kirchen und Pfarrhöfe für Asylwerber zu öffnen, geht nun an diverse Hilfsorganisationen wie etwa die Caritas.

„Es wäre hoch an der Zeit, dass diejenigen, die diese dramatische Entwicklung als ‚Sommertheater‘ bezeichnet haben und den Kopf in den Sand gesteckt haben, endlich die Augen öffnen und sich bei der Suche an Quartieren beteiligen“, hieß es aus dem Ministerium.

Frauenquote sorgt weiter für Debatte bei SPÖ

Dass mit dem Gewerkschafter Walter Schopf ein Mann und nicht Sonja Ablinger das Mandat der verstorbenen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erhält, hat nun ein Nachspiel in der SPÖ. Basis- und Jugendorganisationen wollen deshalb ein Schiedsgericht der Bundespartei einsetzen. Sie kritisieren, dass die im Statut verankerte Frauenquote damit nicht eingehalten werde.

Den Antrag auf Einsetzung eines Schiedsgerichts haben die kritische Sektion 8 der SPÖ in Wien-Alsergrund und die Sozialistische Jugend (SJ) heute angekündigt. Der Antrag auf Überprüfung dieser Entscheidung werde gemeinsam mit der Aktion kritischer Schüler, dem Verband sozialistischer Studenten und der Sektion Innsbruck-Wilten eingebracht.

Die Sektion 8 und die SJ verweisen darauf, dass sie zwar berechtigt seien, einen solchen Antrag einzubringen, über die Einsetzung der Schiedskommission entscheide allerdings der Bundesparteivorstand. Die Abstimmung werde zeigen, wie es um die demokratische Verfasstheit der SPÖ-Spitze steht.

Faymann: Kompromisse bei Steuerreform möglich

Bundeskanzler SPÖ-Chef Werner Faymann hat im Ö1-Interview Vorwürfe zurückgewiesen, der Druck der SPÖ für eine Steuerreform und Vermögenssteuern sei mitschuldig am Rücktritt von Ex-ÖVP-Chef Michael Spindelegger. Und er deutete an, dass es bei Finanzierung und Zeitpunkt der Steuerreform Kompromisse geben könnte, hielt aber grundsätzlich an vermögensbezogenen Steuern und einer Millionärsabgabe fest.

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Sport

Tennis: Thiem bei US Open von sich selbst überrascht

Dominic Thiem ist die letzte österreichische Hoffnung auf einen Platz in der zweiten Runde der US Open gewesen, und der Niederösterreicher hat diese auch erfüllt. Der 20-Jährige kam am Mittwoch zu einem glatten Dreisatzsieg gegen den Slowaken Lukas Lacko und war danach selbst über die souveräne Major-Premiere überrascht, nachdem er zuletzt zwei Auftaktniederlagen kassiert hatte. „Die Schläge haben wieder mehr Biss gehabt“, sagte Thiem, der es nun mit einem guten Bekannten zu tun bekommt.

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FIFA: Platini tritt nicht gegen Blatter an

UEFA-Präsident Michel Platini wird im kommenden Jahr nicht gegen Amtsinhaber Joseph Blatter um den Posten als Chef des Fußballweltverbands (FIFA) antreten. Das sagte der 59-jährige Franzose heute bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen mit Spitzenvertretern der 54 Mitgliedsverbände des Europäischen Fußballverbands (UEFA) nach Angaben mehrerer Sitzungsteilnehmer.

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Champions League: Leverkusen spaziert in Gruppenphase

Was seinem Ex-Club Red Bull Salzburg verwehrt geblieben ist, ist Trainer Roger Schmidt mit seinem neuen Arbeitgeber Bayer Leverkusen ohne große Probleme gelungen. Der deutsche Bundesligist gewann gestern Abend das Play-off-Rückspiel gegen den FC Kopenhagen mit 4:0 und zog nach einem 3:2 im Hinspiel locker in die Gruppenphase ein. Härter zu kämpfen hatte Premier-League-Club Arsenal, dem gegen Besiktas Istanbul mit ÖFB-Teamspieler Veli Kavlak ein einziges Tor zum Aufstieg reichte. Nichts mit der Königsklasse wurde es indes für den SSC Napoli, dem Athletic Bilbao keine Chance ließ. Für eine Überraschung sorgte Ludogorets Rasgrad, bei denen ein Feldspieler zum Elfmeterhelden avancierte.

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Wirtschaft

Nächste tiefrote Bilanz: ÖVAG verdreifacht Verlust

Nach der Hypo die nächste tiefrote Bilanz einer Bank mit Staatsbeteiligung: Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) hat im ersten Halbjahr 2014 unter dem Strich 203 Mio. Euro Verlust geschrieben - fast dreimal so viel wie im ersten Halbjahr 2013 mit 68,3 Mio. Euro.

Der Verlust nach Steuern wird auf Konzernebene bis Ende Juni mit 185,8 Mio. Euro (nach 55,7 Mio. Euro im Vorjahr) ausgewiesen bei einer nach weiterem Abbau mittlerweile auf 18,8 Mrd. Euro gesunkenen Bilanzsumme. Schwer belastet wurde die Konzernbilanz der ersten sechs Monate einmal mehr durch die Rumänien-Bank (VB Romania), die laut EU-Vorgabe bis Ende 2015 verkauft werden muss.

Faule Kredite und schlechte Aussichten

Im Vorjahr hatte die ÖVAG ihre 51-Prozent-Tochter in Rumänien im Halbjahr mit einem Kapitaleinschuss von 60 Mio. Euro aufpäppeln müssen. Nun kündigte die ÖVAG für das zweite Halbjahr 2014 für die Rumänien-Operation „Maßnahmen zur Stärkung der Eigenmittel“ an, die das Halbjahresergebnis jetzt mit 128 Mio. Euro verschlechtert hätten, weil sie schon zum 30. Juni verbucht wurden.

In der Rumänien-Bank wird zurzeit das Kreditgeschäft restrukturiert. Erst im Juli hatte die ÖVAG ein Paket fauler Kredite ihrer Tochter im Volumen von 498 Mio. Euro verkauft.

Die ÖVAG ist eine Abbaubank. Sie muss so gut wie ihr gesamtes Eigengeschäft im In- und Ausland einstellen oder verkaufen. Seit 2012 ist sie teilverstaatlicht. Erwartungsgemäß wird der ÖVAG-Konzern auch im Gesamtjahr 2014 wieder mit erheblichen Verlusten abschließen. Im Zwischenbericht spricht der Vorstand von einem voraussichtlich „deutlich negativen“ Abschluss.

Hypo verbuchte fast 1,7 Mrd. Halbjahresverlust

Nach der Abtrennung der Ukraine-Tochter und der mittlerweile als Austrian Anadi Bank auftretenden Österreich-Tochter steht beim verstaatlichten Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Konzern nun der Abschied vom Balkan- und Italien-Geschäft im Fokus der laufenden Bankenabwicklung. Damit gehen milliardenschwere Sonderbelastungen einher, und genau in diesen ist laut Hypo auch der Hintergrund der neuerlich ernüchternd anmutenden letzten Zwischenbilanz der Hypo als Gesamtgruppe zu finden: Wie am Mittwoch bekanntwurde, verbuchte die Hypo im ersten Halbjahr 1,67 Milliarden Euro Verlust.

Mehr dazu in „Deutlich negativ“

Zalando schreibt zum Halbjahr erstmals schwarze Zahlen

Der deutsche Onlinehändler und Börsenkandidat Zalando hat im ersten Halbjahr erstmals einen operativen Gewinn verbucht. Bei einem Umsatzplus von knapp 30 Prozent auf 1,047 Mrd. Euro erreichte das operative Ergebnis vor Steuern (EBIT) zwölf Mio. Euro - nach einem Minus von 109 Mio. Euro vor Jahresfrist, wie Zalando heute mitteilte.

Die Verbesserung resultiere aus Optimierungen entlang aller wesentlichen Kostenpositionen einschließlich Wareneinsatzes, Logistik und Marketings, so Vorstandsmitglied Rubin Ritter. „Das Erreichen einer positiven EBIT-Marge im ersten Halbjahr 2014 ist ein großer Erfolg für Zalando.“

Börsengang geplant

Der Modehändler will an seinem Geschäftsmodell mit kostenlosen Retouren festhalten, während viele Konkurrenten die neuen Möglichkeiten zur Einschränkung der Rücksendungen nutzen. Die Rücksendequote zu senken könne kein Selbstzweck sein, sagte Ritter. „Das führt dazu, dass die Kunden weniger bestellen und wir mit diesen Kunden weniger Gewinn machen.“

Zalando hat nach bisherigen Angaben eine hohe Rücksendequote von 50 Prozent gemessen am Umsatz - ein wichtiger Kostenfaktor. Zalando lotet derzeit einen Börsengang aus, um Geld für eine weitere Expansion in die Kassen zu bekommen.

Spinne zwingt Suzuki in USA zu Rückrufaktion

Die Vorliebe einer Spinne für Automotoren hat Suzuki in den USA zu einer ungewöhnlichen Rückrufaktion veranlasst: Mehr als 19.000 Wagen vom Typ Kizashi, die zwischen Oktober 2009 und Juli 2012 gebaut wurden, müssten in die Werkstatt, teilte das Unternehmen gestern (Ortszeit) mit.

Die Spinnen nisteten sich in den Lüftungsleitungen von Benzintanks ein. Ihre sackartigen Gespinste können die Schläuche verstopfen und zu einem Unterdruck führen, der das Platzen eines Tanks zur Folge haben könne. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde kann das schlimmstenfalls zum Brand führen.

Auch Mazda war schon einmal betroffen

Suzuki kündigte an, Tanks zu ersetzen, in denen die Gespinste der Spinne gefunden würden. Bei den anderen Wagen würden sicherere Lüftungsleitungen eingesetzt. Auch beim japanischen Rivalen Mazda hatte eine Spinnenart bereits einmal für Rückrufaktionen gesorgt. Unter anderem musste Mazda 2011 rund 65.000 Fahrzeuge in den USA, Kanada und Mexiko wegen desselben Problems zurückrufen.

Medien

Millionenpublikum für ORF-Kultursommer

Nicht weniger als 36 Opern, Theater und Konzerte von den größten Festivals für Millionen Klassikfans auf vier Kontinenten. Diese Bilanz zieht der ORF zum Kultursommer dieses Jahres. Mit dem „Trovatore“, dem „Rosenkavalier“, „Charlotte Salomon“ und dem aktuellen „Jedermann“, den „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Bregenz und Robert Dornhelms „Aida“ in St. Margarethen produzierte der ORF die größten Highlights der zu Ende gehenden Sommerfestivalsaison für TV und Radio neu. Zusätzlich wurden so viele Produktionen wie nie auf ORF.at im Rahmen der Festspielhighlights gecovert.

Mehr dazu in ORF.at/festspielhighlights

Chronik

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Nach der heutigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ kann sich ein Mitspieler über die sechs Richtigen und damit 3.190.329,10 Euro freuen.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

6 7 8 15 37 44 Zusatzzahl 39

Beim Joker heißt es unterdessen Jackpot - im Topf für die nächste Runde liegen 211.385,90 Euro.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

6 0 0 3 6 8

Alle Angaben ohne Gewähr

Schubhäftling aus Vordernberg in Wien festgenommen

Ein aus dem Anhaltezentrum Vordernberg in der Steiermark geflüchteter Schubhäftling ist gestern in Wien entdeckt worden. Die Wiener Polizei, das Innenministerium und die Landespolizeidirektion Steiermark bestätigten heute die zunächst von der „Kronen Zeitung“ kolportierte Festnahme eines 32-Jährigen, der seit 25. August aus Vordernberg abgängig war.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Flug MH370: Neue Erkenntnisse über möglichen Absturzort

Rund sechs Monate nach dem mysteriösen Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 gibt es neue Erkenntnisse zum möglichen Absturzort. Bei der Suche nach dem Wrack der Boeing sei eine Region weiter südlich als bisher gedacht von besonderem Interesse, sagte Australiens Verkehrsminister Warren Truss heute in Canberra.

Die Erkenntnisse beruhen auf der Auswertung eines fehlgeschlagenen Versuchs, die Piloten kurz nach dem Verschwinden vom Radar per Satellitentelefon zu erreichen. Von diesem Anruf war bis jetzt nie die Rede gewesen. Die Auswertung „legt nahe, dass das Flugzeug womöglich etwas früher Richtung Süden abgedreht ist als bisher angenommen“, sagte Truss.

Das Flugzeug war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollen. Satellitenauswertungen zeigten später, dass die Maschine Richtung Süden abdrehte, stundenlang weiterflog und wahrscheinlich in den Indischen Ozean westlich von Perth an der australischen Westküste stürzte, als der Treibstoff ausging. An Bord waren 239 Menschen, zwei Drittel von ihnen Chinesen. MH370 gilt als eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Von dem Wrack fehlt weiter jede Spur.

„Ein bisschen weiter südlich“

„Das Suchgebiet bleibt dasselbe, aber einige neue Informationen legen nahe, dass ein Gebiet ein bisschen weiter südlich - zwar im Suchgebiet, aber weiter südlich - von besonderen Interesse ist“, sagte Truss nach einem Treffen mit seinem malaysischen Kollegen Liow Tiong Lai.

Die beiden unterzeichneten eine Vereinbarung über die weitere Suche, mit der Zusage Malaysias, sich die Kosten dafür mit Australien zu teilen. Nach der Vermessung des Meeresbodens in einem 60.000 Quadratkilometer großen Gebiet soll sie mit einem unbemannten Unterwasservehikel im September fortgesetzt werden.

AUA-Flugzeug in Frankfurt von Bodenfahrzeug beschädigt

Ein Airbus A320 der Austrian Airlines (AUA) ist am Dienstagabend auf dem Flughafen von Frankfurt am Main kurz nach der Landung von einem Bodenfahrzeug gerammt worden.

Entsprechende Medienberichte bestätigte AUA-Sprecher Wilhelm Baldia heute auf APA-Anfrage. Verletzt wurde dabei niemand. Das Flugzeug steht aber seither flugunfähig mit Schäden an Bugrad und Rumpf auf dem größten deutschen Airport.

Keine Gefahr für 169 Passagiere

Der Zwischenfall ereignete sich laut Baldia „auf dem Rollweg zur Parkposition“. Die 169 Personen an Bord hätten die aus Wien kommende Maschine auf normalem Weg verlassen können. Die Schadenssumme war noch nicht bezifferbar.

AUA-Techniker flogen nach Frankfurt, um das genaue Ausmaß zu begutachten. Zur Unfallursache ermittle außerdem die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), erläuterte der AUA-Sprecher.

Erdrutsch verschüttete ganzes Dorf in China

Ein Erdrutsch hat ein Dorf in Südwestchina unter sich begraben. Sechs Menschen kamen ums Leben, 21 werden vermisst, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute mitteilte.

Gegen 20.00 Uhr Ortszeit überrollten die Erdmassen gestern das Dorf Yingping in der Nähe der Stadt Fuquan in der Provinz Guizhou. 77 Häuser wurden zerstört. Bilder aus dem Dorf zeigten ein verheerendes Szenario. Weder Straßen noch Häuser waren mehr erkennbar, Rettungskräfte suchten weiter nach Vermissten.

Crewmitglied bei Reality-Serie „Cops“ erschossen

Ein Toningenieur der Reality-Fernsehserie „Cops“ ist während eines Raubüberfalls in den USA versehentlich von einem Polizisten getötet worden.

Das Kamerateam begleitete die Polizei zu dem Einsatz, als es in einem Schnellimbiss in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska) zu einem Schusswechsel kam. Der Räuber und der 38-jährige Mitarbeiter der „Cops“-Crew wurden dabei tödlich getroffen, teilte die Polizei mit.

Im 25-jährigen Bestehen der US-Serie war er der erste Mitarbeiter, der bei Dreharbeiten getötet wurde, sagte eine Sprecherin der Produktionsfirma der Nachrichtenagentur dpa. Der Tonmann habe eine schusssichere Weste getragen, doch eine Kugel sei in eine ungeschützte Lücke unter seinem Arm geraten.

IT

Elf Millionen US-Bürger vorübergehend ohne Internet

Etwa elf Millionen US-Bürger sind gestern (Ortszeit) vorübergehend ohne Internetzugang gewesen. Der verantwortliche Anbieter Time Warner Cable sprach von einem „sehr schweren Störfall“ und entschuldigte sich bei seinen Kunden. Auslöser seien Routinearbeiten zur Wartung des Netzes gewesen, bei denen es zu einer fehlerhaften Konfiguration gekommen sei.

Nach Angaben des „Wall Street Journal“ dauerte die morgendliche Störung mindestens eine Stunde. Obwohl Time Warner Cable im Laufe des Tages über den Kurznachrichtendienst Twitter das Ende der Probleme vermeldete, waren einige US-Bürger Medienberichten zufolge auch Stunden nach der Panne noch ohne Zugang zum weltweiten Datennetz.

Science

Ebola breitet sich laut WHO rasch aus

Die Ebola-Epidemie in Westafrika breitet sich immer schneller aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute in Genf mitteilte, starben in Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria bis Dienstag 1.552 Menschen an der Krankheit.

Insgesamt registrierte die Organisation 3.069 bestätigte bzw. Verdachtsfälle. Mehr als 40 Prozent der Erkrankungen seien in den vergangenen drei Wochen erfasst worden. Der Ausbruch wurde im März bekannt.

Die Sterblichkeit in Westafrika liegt laut WHO im Mittel bei 52 Prozent. Sie reicht von 42 Prozent in Sierra Leone bis zu 66 Prozent in Guinea. Den Statistiken zufolge forderte die derzeitige Epidemie bisher ähnlich viele Opfer wie alle früheren Ebola-Ausbrüche zusammen.

Mehr als 20.000 Ebola-Fälle befürchtet

Die WHO befürchtet, dass die Zahl der Ebola-Erkrankungen in Westafrika noch stark steigen könnte. Im Zuge einer neuen Strategie werde davon ausgegangen, „dass die Zahl der Infektionen während dieser Epidemie auf mehr als 20.000 steigen könnte“. Als Ziel kündigte die Weltgesundheitsorganisation an, die weitere Ausbreitung der Epidemie binnen drei Monaten aufzuhalten und „jegliche Ansteckungen binnen sechs bis neun Monaten zu stoppen“.

Gesundheit

Kultur

Berliner Gorki Theater ist Bühne des Jahres

Das Berliner Maxim Gorki Theater unter der Leitung von Shermin Langhoff und Jens Hillje ist Theater des Jahres. Die deutschsprachigen Theaterkritiker wählten die Berliner Bühne zum ersten Mal auf Platz eins der jährlichen Bestenliste. Damit zeichneten sie die neue Intendanz gleich für ihre erste Spielzeit an dem Haus aus.

Langhoff hatte sich vor zwei Jahren entschieden, nicht als stellvertretende Intendantin und Chefkuratorin zu den Wiener Festwochen zu gehen, sondern die Leitung des im ehemaligen Ostberlin gelegenen 400-Plätze-Hauses zu übernehmen.

Wien indes ist der Schauplatz „für das mit Abstand größte Ärgernis des Jahres“: Dafür sorgten „Matthias Hartmann und das Finanzdebakel am Wiener Burgtheater“, so das Fazit der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Theater heute“, die der dpa vorliegt.

Bibiana Beglau Schauspielerin des Jahres

Schauspielerin des Jahres ist Bibiana Beglau (43) vom Residenztheater München. Zum Schauspieler des Jahres wurde Peter Kurth (57) vom Schauspiel Stuttgart gewählt. Zum besten Stück des Jahres wurde Sibylle Bergs am Gorki Theater uraufgeführtes Werk „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ gewählt.

Mit Dimitrij Schaad kommt auch der Nachwuchsschauspieler des Jahres vom Gorki Theater. Beste Nachwuchsschauspielerin wurde Katharina Knap als Sonja im Stuttgarter „Onkel Wanja“.

Karin Henkel für beste Inszenierung geehrt

Inszenierung des Jahres ist Karin Henkels Kleist-Interpretation „Amphitryon und sein Doppelgänger“ vom Schauspielhaus Zürich. Das beste Bühnenbild stammt von dem Serben Aleksandar Denic, der die Räume für Frank Castorfs „Reise ans Ende der Nacht“ schuf.

Zur besten Kostümbildnerin wurde wie bereits im vergangenen Jahr Victoria Behr gekürt, die die Schauspieler in Herbert Fritschs Werk „Ohne Titel Nr. 1“ an der Berliner Volksbühne einkleidete. Als bester ausländischer Autor wurde der Brite Martin Crimp für „Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino“ (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) geehrt.

Barockoper „Narciso“ in Innsbruck

Eine Rarität der Opernwelt bieten die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik mit Domenico Scarlattis „Narciso“, einer leicht veränderten Fassung der mythologischen Geschichte um den eitlen Narziss. 1720 von Händel nach London gebracht, erlebte „Narciso“ großen Erfolg, aber nur fünf Aufführungen. Jetzt, fast 300 Jahre später, bringt sie Fabio Biondi mit seinem Ensemble Europa Galante in Innsbruck auf die Bühne.

Mehr dazu in oe1.ORF.at