Inland

71 Tote auf A4: Polizei deckt ähnlichen Fall auf

Die Polizei hat im Zuge der Ermittlungen zum Fund von 71 Leichen in einem Lkw in Parndorf (Bgld.) einen ähnlich gelagerten Fall aufgedeckt. Jene Schlepper, die wegen des Todes der Flüchtlinge in Haft sitzen, sollen 81 Personen in einem baugleichen Fahrzeug über die ungarische Grenze nach Österreich gebracht haben.

Den Flüchtlingen sei es gelungen, die Seitentüren des Kühllasters aufzubrechen, was ihnen das Leben gerettet habe. Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ meldete unterdessen, dass die Schlepperbande noch weitere Fahrzeuge angekauft habe.

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Asyl: 83 Bürgermeister „vernetzten“ sich in Alpbach

83 Bürgermeister sind gestern der Einladung des Europäischen Forums Alpbach zu einem „Vernetzungstreffen“ wegen der Flüchtlingsunterbringung in das Tiroler Bergdorf gefolgt. Unter dem Titel „Wege aus der Asylquartierkrise“ tauschten sie sich dabei auch mit Flüchtlingskoordinator Christian Konrad aus. Dieser wollte sich vorerst noch nicht öffentlich näher zu seiner Arbeit äußern.

Er werde zum geeigneten Zeitpunkt öffentlich Stellung nehmen, meinte der Ex-Raiffeisen-Generalanwalt vor Journalisten. Bei seinem Eintreffen hatte Konrad gemeint, er sei nach Alpbach gekommen, um die Bürgermeister zu überzeugen, dass es notwendig sei, in schwierigen Situationen „menschlich solidarisch“ zu sein.

Arbeitskreis „Lernen von Traiskirchen“

Im Turnsaal der Hauptschule Alpbach war Konrad in angeregten Gesprächen mit den Ortschefs zu sehen. Die Teilnehmer bildeten zunächst verschiedene Gruppen bzw. Arbeitskreise, in denen Experten, etwa von Diakonie und Caritas, Auskunft gaben. Die einzelnen Gruppen befassten sich etwa mit der „Einbindung der Zivilgesellschaft“, den „Privatunterkünften für Flüchtlinge“, der „Lage in den Herkunftsländern“ oder mit „Psychosozialen Fragen“.

Über einem Arbeitskreis prangte ein Zettel mit der Aufschrift „Lernen von Traiskirchen“, in dem der Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) das Wort führte. Im zweiten Teil des Konferenznachmittags berichteten 15 Bürgermeister über ihre Erfahrungen mit Flüchtlingen in ihren Gemeinden.

Ausland

IS ließ 15 in Syrien entführte Christen frei

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten mehrere Christen freigelassen, die wochenlang in dem Dorf Al-Karjatain in der syrischen Provinz Homs festgehalten worden waren.

15 Geiseln seien gestern freigelassen worden, nachdem sie die Dschisja, eine Steuer für Nicht-Muslime, gezahlt hätten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die Assyrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Freilassung und erklärte unter Berufung auf Angaben von Ärzten, die Freigelassen seien „wohlauf“.

Verhandlungen über Freilassung von Priester

Die Dschihadisten hatten Al-Karjatain Anfang August erobert und mindestens 230 Einwohner, unter ihnen dutzende Christen, verschleppt. Der Priester Jacques Mourad, der aus dem Kloster Mar Elian in Al-Karjatain entführt worden war, wurde offenbar nicht freigelassen.

Wie die Vatikan-Nachrichtenagentur Fides berichtete, wird noch über die Freilassung von Mourad und anderen christlichen Geiseln verhandelt. Es gehe ihnen gesundheitlich aber gut.

Mourad wollte Einwohner aus dem nahegelegenen Palmyra aufnehmen, die nach der Eroberung ihrer Heimatstadt durch den IS auf der Flucht waren. Das Kloster aus dem 5. Jahrhundert wurde im August von den IS-Kämpfern zerstört.

Nach Attentat in Syrien steigt Opferzahl auf 26

Nach einem Autobombenanschlag im Süden Syriens, bei dem auch ein geistlicher Würdenträger der Drusen getötet wurde, ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben von Aktivisten auf 26 gestiegen.

50 weitere Menschen seien gestern in der Stadt Sweida verletzt worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

In der Stadt südlich von Damaskus waren den Angaben zufolge kurz nacheinander zwei Autobomben detoniert. Die zweite Bombe explodierte in der Nähe eines Krankenhauses, in das Verletzte des ersten Attentats gebracht wurden.

Hoher drusischer Geistlicher unter Toten

Unter den Todesopfern war nach Angaben der Beobachtungsstelle auch der drusische Geistliche Scheich Wahid al-Balus, der in Syrien für seine Kritik an Staatschef Bashar al-Assad, aber auch an den Islamisten bekannt ist.

Die ethno-religiöse Gemeinschaft der Drusen spaltete sich Anfang des 11. Jahrhunderts vom schiitischen Islam ab. Heute leben in Syrien etwa 700.000 Drusen.

Die Beobachtungsstelle steht den bewaffneten Rebellen gegen Assad nahe. Sie stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Informationen meist nur schwer zu überprüfen.

Erneut Missbrauchsvorwürfe gegen französischen Soldaten

Die französische Justiz ermittelt gegen einen weiteren Soldaten, der bei einem Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik eine junge Frau vergewaltigt haben soll.

Wie die Nachrichtenagentur AFP gestern Abend aus Justizkreisen erfuhr, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung unter Ausnutzung einer Amtsstellung eingeleitet.

Der Soldat wurde von der Jugendlichen beschuldigt, sie im Sommer 2014 vergewaltigt zu haben. Sie war schwanger geworden und hatte im April ein Kind zur Welt gebracht.

Bereits gegen 14 Soldaten Ermittlungen

Das französische Verteidigungsministerium wurde nach eigenen Angaben am Donnerstag von UN-Menschenrechtskommissar Seid Ra’ad al-Hussein über den Vergewaltigungsvorwurf informiert. Daraufhin sei umgehend die Pariser Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden, erklärte das Ministerium.

In Frankreich wird bereits gegen 14 Soldaten wegen Kindesmissbrauchs in Zentralafrika ermittelt. Auch die 12.000 Mann starke UNO-Truppe Minusca steht wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen am Pranger. Nach offiziellen Angaben gibt es bei den Blauhelmen bisher 13 Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch, wobei mindestens eines der Opfer erst elf Jahre alt sein soll.

Französischer Militäreinsatz Ende 2013

Zentralafrika war nach einem Putsch gegen Staatschef François Bozize im März 2013 in eine Spirale der Gewalt gestürzt. Bei Kämpfen zwischen christlichen und muslimischen Milizen wurden tausende Menschen getötet und hunderttausende in die Flucht getrieben.

Frankreich startete im Dezember 2013 einen Militäreinsatz in Zentralafrika, um die Gewalt zu beenden und die Zivilbevölkerung zu schützen. Seit September 2014 ist in dem Land eine UNO-Mission im Einsatz.

Homo-Paar in Kentucky getraut - Amtsleiterin bleibt in Haft

Das Standesamt im US-Bundesstaat Kentucky, dessen Chefin wegen ihres Widerstands gegen die Homoehe in Beugehaft sitzt, hat erstmals einem homosexuellen Paar einen Trauschein ausgestellt.

Wie der örtliche Fernsehsender WKYT berichtete, ließen sich James Yates und William Smith gestern in Rowan County trauen - nachdem sie dies zuvor mehrfach vergeblich versucht hatten.

Amtsleiterin wegen Weigerung verhaftet

Standesamtsleiterin Kim Davis hatte gleichgeschlechtlichen Paaren zuvor den Trauschein verweigert und sich damit einer Entscheidung des Supreme Court widersetzt, der die Homoehe überall in den USA erlaubt hatte.

Am Donnerstag wurde Davis aus dem Gerichtssaal abgeführt, nachdem die evangelikale Christin dem Richter gegenüber angegeben hatte, eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare verstoße gegen ihren Glauben.

Bundesrichter David Bunning schickte sie deshalb in Beugehaft. Die 49-Jährige soll erst freikommen, wenn sie sich an die Anordnung hält, auch Trauscheine für schwule und lesbische Paare auszustellen.

Wie die Mutter so der Sohn

In seinem Urteil hatte Bunning zudem Davis’ Stellvertreter angewiesen, ab sofort gleichgeschlechtliche Paare zu trauen. Wie der Sender WKYT berichtete, willigten fünf ihrer sechs Stellvertreter ein - nur Davis’ Sohn widersetzte sich der Anordnung des Richters.

Davis’ Ehemann Joe erklärte, seine Frau sei bereit, „so lange wie nötig“ im Gefängnis zu bleiben. Ihr Anwalt ergänzte, Davis’ habe auch nicht die Absicht zurückzutreten. Zugleich werde sie aber niemals „gegen ihren Glauben verstoßen und ihren Gott verraten“. Sie sei bereit, für beide Entscheidungen die Konsequenzen zu tragen.

Historisches Urteil

In einem historischen Urteil hatte der Supreme Court Ende Juni die Homoehe überall in den Vereinigten Staaten erlaubt. Die Obersten Richter erklärten Verbote von gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in einer Reihe von Bundesstaaten für verfassungswidrig.

Der Widerstand gegen die Homoehe ist in konservativ geprägten Gegenden im Mittleren Westen und im Süden der USA aber weiter groß. Kentuckys Gouverneur hatte im Juli alle Standesbeamten in seinem Bundesstaat angewiesen, sich dem Urteil zu fügen. Davis setzte sich über die Anordnung hinweg und berief sich dabei auf ihren christlichen Glauben.

Clinton bedauert Nutzung privater E-Mail-Adresse

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat die alleinige Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als Außenministerin bedauert. „Das war nicht die beste Entscheidung“, sagte sie gestern in einem Interview mit dem Fernsehsender MSNBC.

Clinton weigerte sich allerdings, sich für ihr Vorgehen zu entschuldigen. Mit der Nutzung einer privaten E-Mail-Adresse habe sie nicht gegen die Gesetze verstoßen.

30.000 E-Mails ausgehändigt

Clinton gilt als Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, ihr Wahlkampf wird durch die Affäre aber überschattet. Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton hatte im März zugegeben, als Außenministerin nur eine private E-Mail-Adresse verwendet zu haben.

Rund 30.000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Außenministerium aus. Die Schriftstücke sollen bis Januar komplett gesichtet und soweit zulässig veröffentlicht werden.

30.000 weitere gelöscht

Gut 30.000 weitere E-Mails, die angeblich privater Natur waren, ließ Clinton löschen. Die oppositionellen Republikaner werfen ihr vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Clinton erklärte dagegen, sie habe dies aus Bequemlichkeit getan, um ein einziges Smartphone benutzen zu können.

„Am Ende des Tages tut es mir leid, dass dies die Leute verwirrt und eine Menge Fragen aufgeworfen hat“, sagte Clinton zu MSNBC. „Aber es gibt Antworten auf all diese Fragen, und ich werde diese Antworten weiter geben.“

Das US-Justizministerium untersucht, ob durch Clintons E-Mail-Nutzung möglicherweise geheime Informationen preisgegeben worden seien. Hunderte E-Mails wurde mittlerweile rückwirkend als vertraulich eingestuft.

Portugals Ex-Premier aus U-Haft entlassen

Portugals früherer Ministerpräsident Jose Socrates ist mehr als neun Monate nach seiner Festnahme aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der 57-jährige Sozialist durfte gestern aufgrund der Entscheidung eines Gerichts in Lissabon nach Hause zurückkehren. Das Gericht stellte den unter Korruptionsverdacht stehenden Politiker allerdings unter Hausarrest.

Geldwäsche, Korruption und Steuerhinterziehung?

Socrates war Ende November 2014 als der erste ehemalige Regierungschef in der Geschichte Portugals festgenommen worden. Ihm wurden Geldwäsche, Korruption und Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Der frühere Ministerpräsident wies die Vorwürfe stets zurück.

Er hatte schon vor mehreren Monaten anstelle der Untersuchungshaft unter Hausarrest gestellt werden sollen. Socrates lehnte dies jedoch ab, weil er eine elektronische Fußfessel hätte tragen müssen. Diese Auflage machte das Gericht nun nicht mehr.

Zwischen 2005 bis 2011 Regierungschef

Socrates hatte Portugal von 2005 bis 2011 regiert. Er hatte die Sozialisten 2005 zur absoluten Mehrheit und zum besten Wahlergebnis der Geschichte geführt. Nach einem knappen Wahlsieg im Jahr 2009 trat er im März 2011 vor dem Hintergrund der schlimmsten Wirtschaftskrise in der Geschichte Portugals zurück.

Kuba will abtrünnige Ärzte zurückholen

Kubanische Ärzte, die sich auf Auslandseinsätzen abgesetzt haben, können ohne Strafe zurückkehren und ihre alten Positionen wieder einnehmen. Die abtrünnigen Mediziner bekämen „einen garantierten Arbeitsplatz“ mit den gleichen Bedingungen, die sie vorher hatten, teilte das Gesundheitsministerium gestern mit. Die Regierung in Havanna will mit dem neuen Gesetz ein Ausbluten des Gesundheitssystems stoppen.

Haupteinnahmequelle für Kuba

Rund 25.000 Ärzte und ebenso viele Pfleger dienen derzeit in Auslandseinsätzen in 68 Ländern. Für die Leistungen erhält Kuba jährlich rund zehn Milliarden Dollar (neun Mrd. Euro), vor allem aus Brasilien und Venezuela. Die Auslandseinsätze seiner Ärzte sind für Kuba eine der Haupteinnahmequellen für Devisen.

Seit den 60er Jahren galten für Ärzte erhebliche Reisebeschränkungen. Diese werden derzeit gelockert, was zusätzlich zur Abwanderung vieler dringend benötigter Fachkräfte führen könnte. Früher war es „Deserteuren“ oder Auswanderern oft für zehn Jahre oder sogar lebenslang verboten, nach Kuba zurückzukehren.

Wirtschaft

Piloten verärgert über Lufthansa-Pläne

Mitten im heftigen Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft hat die deutsche Fluglinie angekündigt, ihre Pilotenausbildung komplett umzukrempeln. Absolventen sollen künftig für die neue Billigtochter der Lufthansa, Eurowings mit Sitz in Wien, ohne Kollektivvertrag fliegen.

Die Pilotengewerkschaft befürchtet eine schärfere interne Konkurrenz und warnt vor Risiken. Weil die Lufthansa nicht von ihrer Billigstrategie abweichen will, drohten die Piloten zum wiederholten Mal mit Streik. Man wolle das Geschäft nicht den englischen Konkurrenten überlassen, konterte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr.

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Sport

EM-Qualifikation: ÖFB-Rezept gegen Mauertaktik

Das ÖFB-Team kann heute (20.45 Uhr, live in ORF eins) im mit 48.500 Fans ausverkauften Ernst-Happel-Stadion den vielleicht schon entscheidenden Schritt zur EM 2016 in Frankreich machen. Gegen extrem defensiv erwartete Moldawier stellt sich die Koller-Elf jetzt schon auf ein Geduldsspiel ein. „Wir müssen sie laufen lassen, damit sie nicht stehen bleiben und sich einigeln können“, lautet das Erfolgsrezept, das Julian Baumgartlinger verriet. Mit Konzentration und Effizienz will man dann in den entscheidenden Situationen eiskalt zuschlagen.

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Tennis: Thiem bündelt bei US Open Kräfte

Nach dem Erfolg gegen Denis Istomin und dem Einzug in die dritte Runde der US Open ist Dominic Thiem ein Stein vom Herzen gefallen. Das Pflichtprogramm absolvierte der 22-Jährige mit Bravour, die Kür soll gegen Kevin Anderson folgen. Doch es bedarf eines Kraftakts, um die Aufschlagkanone aus Südafrika zu entschärfen und wie im Vorjahr das Achtelfinale zu erreichen. „Ich muss einfach auf meine Chance warten“, sagte Thiem, der in den zwei bisherigen Duellen gegen Anderson aber noch keinen Satzgewinn verbuchen konnte.

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Formel 1: Hamilton strotzt vor Selbstvertrauen

Lewis Hamilton geht als WM-Leader in den morgigen Grand Prix von Italien in Monza (14.00 Uhr, live in ORF eins). Mit 28 Punkten Vorsprung hat der Weltmeister einen beruhigenden Polster auf seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg. Doch Hamilton sieht das nicht als Ruhekissen. Mit einem neuen Adlertattoo will sich der Brite als „geborener Anführer“ präsentieren. Und Adler könnten ungeduldig mit jenen werden, die nicht mithalten können, so Hamiltons Kampfansage an die Konkurrenz.

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Chronik

Polizei entdeckte größte Cannabisplantage Spaniens

Die spanische Polizei hat eine der wohl größten Cannabisplantagen in Europa entdeckt. Drogenfahnder stießen in der Gegend von Albacete im Südosten Spaniens auf eine Anpflanzung, die sich über drei Hektar erstreckte. Dort seien 75.000 Cannabispflanzen mit einem Gewicht von insgesamt fünf Tonnen sichergestellt worden, teilte die Polizei gestern mit.

Das sei die größte Menge, die jemals in Spanien von den Sicherheitskräften entdeckt worden sei. Möglicherweise sei die Cannabis-Plantage die größte in Europa gewesen, berichtete die Zeitung „El Pais“ unter Berufung auf Polizeikreise.

Sechs Verdächtige wurden festgenommen. Der Chef soll nach Informationen des Blattes ein Strafgefangener gewesen sein, der seine Hafturlaube zum Aufbau der Plantage nutzte. Um keinen Verdacht zu erwecken, sei eine Cannabis-Sorte mit kleinwüchsigen Pflanzen angebaut worden. Die Pflanzen wuchsen unter Olivenbäumen.

Elfjähriger erschießt 16-jährigen Einbrecher in USA

Ein elfjähriger Bub hat einen 16 Jahre alten Einbrecher in den USA erschossen. Der Jugendliche hatte nach Angaben der Polizei versucht, in das Haus, in dem sich der Bub befand, einzubrechen, wie die Zeitung „St. Louis Post-Dispatch“ gestern berichtete. Der Schütze war allein mit seiner vier Jahre alten Schwester zu Hause.

Nur wenige Stunden vorher hatten Einbrecher mindestens zweimal versucht, sich Zugang zu dem Haus zu verschaffen. Bei dem versuchten Einbruch am Donnerstag soll noch ein mutmaßlicher Mittäter anwesend gewesen sein, der gestern vorläufig festgenommen wurde.

Entgegen Aussagen der Polizei berichteten Nachbarn, der Elfjährige sei der Angreifer gewesen und habe das Opfer außerhalb des Hauses erschossen. Die Mutter der beiden hatte die Waffe nach vergangenen Einbruchsversuchen zum Selbstschutz gekauft.

Unwetter in Teilen Italiens - Schnee in Südtirol

Heftige Unwetter haben gestern in Teilen Italiens Straßen unter Wasser gesetzt und Schäden angerichtet. Auf dem Flughafen Fiumicino in Rom kam es zu Verspätungen, ein Flug aus London etwa musste nach Pisa umgeleitet werden, wie die Nachrichtenagentur ANSA meldete. Außerdem warf der Gewittersturm Bäume um. Eine Frau wurde in Rom in ihrem Auto von einem herabstürzenden Baum verletzt.

Heftig betroffen war auch Ancona an der Adria-Küste. Dort wurden Geschäfte, Keller und Unterführungen überflutet. Der Sturm deckte Dächer ab und entwurzelte Bäume. Auf Sardinien wurde eine Zugsverbindung von umgestürzten Bäumen unterbrochen. An einem Strand bei Arbus an der Westküste der Insel flogen Liegen, Tischchen und Sonnenschirme durch die Luft.

Das Unwetter in Italien kam überraschend, nach einem heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen von 2,3 Grad über dem langjährigen Mittel im August. Während die Hitze im Süden des Landes andauerte, fiel in Südtirol im äußersten Norden bereits Schnee. Die Schneefallgrenze sank auf 1.800 Meter.

Religion

Wie islamische Vereine Flüchtlingen helfen

Konfessionelle Vereine und Religionsgemeinschaften stehen in Sachen Flüchtlingsbetreuung in vorderster Linie. Auch mehrere muslimische Verbände und Gruppen engagieren sich für Flüchtlinge in Österreich. Von einer „sehr, sehr großen Bereitschaft, sich zu engagieren“, spricht die Pressesprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Carla Amina Baghajati, im Gespräch mit religion.ORF.at.

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Kultur

Clemens Setz und sein neuer Roman zum digitalen Alltag

Auf nicht weniger als 1.000 Seiten entwickelt der Leipziger Buchpreisträgers Clemens J. Setz seinen neuen Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Eine skurrile Hauptfigur mit abgründigen Ticks steht dabei im Zentrum der von Psychoterror und Demütigungen bestimmten Handlung. Im Ö1-Gespräch erzählt der 33- jährige Schriftsteller über die Nähe zu seinen Figuren und warum unser digitaler Alltag viel mehr Niederschlag in der Literatur finden sollte.

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IT

Website von Europol mehrere Stunden offline

Die Website der EU-Polizeibehörde Europol in Den Haag ist gestern etwa sieben Stunden lang nicht erreichbar gewesen. Eine Sprecherin der Behörde sagte am Abend, man wisse nicht, ob es sich um einen technischen Defekt oder um einen Hackerangriff handle.

Das private Unternehmen, das die Website betreue, untersuche die Angelegenheit. Dabei werde es von Europol-Spezialisten unterstützt. Die Website war den Angaben der Sprecherin zufolge etwa zwischen 12.00 und 19.15 Uhr nicht erreichbar.

Europol ist eine Koordinationsstelle für die Polizeibehörden in den 28 EU-Staaten sowie anderen Ländern, die sich angeschlossen haben. Im Hauptquartier in Den Haag arbeiten 900 Angestellte sowie fast 200 Verbindungsbeamte aus den Mitgliedsstaaten. Europol unterstützt die nationalen Behörden vor allem bei der Bekämpfung von Drogenhandel, Menschenhandel, Terrorismus, Geldwäsche und Schlepperbanden.

Die „stillen“ Datensauger auf dem Handy

Die aufmerksame Nutzung von Daten auf dem Handy oder Tablet ist nicht nur im Urlaub immer öfter Thema. Viele Apps erzeugen bei der Nutzung stetig steigenden Datentraffic, der das monatliche Datenvolumen immer schneller schmelzen lässt.

Oft sind Bilder, vor allem aber Videos, für den hohen mobilen Datenverbrauch verantwortlich. Mit den passenden Einstellungen lässt sich meist verhindern, dass am Ende der Daten noch zu viel Monat übrig ist. Doch nicht immer ist genau erkennbar, woher ein bestimmter Datentraffic eigentlich wirklich stammt.

Mehr dazu in Datenverbrauch steigt stetig

Leute

Schwedens Kronprinzessin Victoria ist schwanger

Die schwedische Kronprinzessin Victoria ist schwanger. Das Kind wird für März erwartet, wie die Pressesprecherin des schwedischen Königshauses, Margareta Thorgren, gestern bestätigte. „Es geht ihr gut und sie ist sehr glücklich.“

Die 38-Jährige leide nicht unter Übelkeit oder anderen Beschwerden. Deshalb sei auch nicht geplant, irgendwelche Termine abzusagen. Victoria und Prinz Daniel haben bereits ein Kind: die dreijährige Estelle.

Kleinster Mann der Welt gestorben

Der kleinste Mann der Welt ist tot. Der Nepalese Chandra Bahadur Dangi, der 54,6 Zentimeter klein war, sei im Alter von 75 Jahren gestorben, teilte das Guinness-Buch der Rekorde gestern mit.

Chandra Bahadur Dangi

Reuters/Navesh Chitrakar

Er starb am Donnerstagabend in einem Krankenhaus in Amerikanisch-Samoa an einer Krankheit, wie eine Sprecherin der Klinik in Pago Pago mitteilte. Angaben zur Krankheit machte sie nicht. Dangi lebte in einem 400 Kilometer von Nepals Hauptstadt Kathmandu entfernten abgelegenen Dorf. Seit seiner Registrierung als kleinster Mann der Welt reiste er viel.

Im November vergangenen Jahres hatte das Guinness-Buch ein Treffen Dangis mit dem größten Mann der Welt, dem Türken Sultan Kösen, in London organisiert. Kösen misst 2,51 Meter.