Ausland

Türkei: Werden Angriffe auf syrische Kurden fortsetzen

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat eine Fortsetzung der Militäraktionen gegen Kurden im Norden Syriens angekündigt. In einem Telefongespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Davutoglu heute gesagt, die Sicherheitskräfte des Landes würden auch weiterhin auf Angriffe der kurdischen YPG-Miliz reagieren, verlautete aus dem Büro des Ministerpräsidenten. Die USA hatten die Türkei zuvor aufgefordert, ihre Angriffe auf syrisches Gebiet einzustellen.

Die türkische Armee hatte in den vergangenen zwei Tagen Ziele bei Asas im Norden Syriens beschossen. Dort hatten kurdische Kämpfer mit Unterstützung russischer Kampfflugzeuge einen Militärflughafen von den gegen Präsident Baschar al-Assad kämpfenden Rebellen erobert. Die Türkei verlangt, dass sich die kurdischen Kämpfer von dort zurückziehen.

Angriffe auf Soldaten: Palästinensische Teenager erschossen

Bei einer Reihe von Angriffen auf israelische Soldaten und Polizisten sind am Wochenende vier palästinensische Jugendliche getötet und eine Palästinenserin schwer verletzt worden. Der israelischen Armee sowie der Polizei zufolge starben heute zwei 15-Jährige nach Steinwürfen und Gewehrschüssen auf Soldaten am Rande von Protesten nahe Dschenin im Westjordanland. Kurz darauf wurde ein 17-jähriger Palästinenser an der südlichen Stadtgrenze von Jerusalem erschossen.

Der 17-Jährige stammte aus der nahe gelegenen Ortschaft Beit Sahur, die an Bethlehem grenzt. Nach israelischen Angaben hatte er ein Messer gezückt. Eine 20-jährige Palästinenserin habe später außerdem in Hebron „versucht, einen Polizisten am Grab der Patriarchen mit einem Messer anzugreifen“, erklärte die israelische Polizei. Sie wurde angeschossen und mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Bereits tags davor wurde ein 17-jähriges Mädchen im südlichen Hebron nach einem versuchten Messerangriff auf einen Soldaten getötet. Anders als in den Fällen vom Sonntag gab es dabei Verletzte auf israelischer Seite und unter Unbeteiligten: Ein israelischer Soldat und ein Palästinenser, der das Mädchen von der Tat abzuhalten versuchte, erlitten leichte Stichwunden.

Zahl der Zivilopfer in Afghanistan auf Höchststand

Die Zahl der getöteten oder verletzten Zivilisten in Afghanistan hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt habe es 11.002 zivile Opfer gegeben, darunter 3.545 Tote, hieß es dazu heute von der UNO in ihrem Jahresbericht zu afghanischen Zivilisten in bewaffneten Konflikten. Jedes vierte zivile Opfer war 2015 der UNO zufolge ein Kind.

Kämpfe in dicht besiedelten Gebieten

Hauptgrund für die hohe Zahl der zivilen Opfer seien Kämpfe und Angriffe in Städten und dicht besiedelten Gebieten, hieß es in dem Bericht weiter. Das hänge auch mit dem Vorstoß der radikalislamischen Taliban in die Städte zusammen. In 62 Prozent der Fälle wies der Bericht die Verantwortung für die Opfer den Taliban und anderen Rebellengruppen zu. Die Taliban selbst wiesen die Ergebnisse des Berichts zurück.

Wie die Vereinten Nationen (UNO) weiter resümierten, trugen in 17 Prozent der Fälle afghanische Regierungstruppen und ihre ausländischen Verbündeten die Schuld - ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Französischer Kampfjet landete außerplanmäßig auf Zypern

Ein französischer Kampfbomber ist heute wegen Problemen mit seinen Treibstofftanks außerplanmäßig auf dem Flughafen von Paphos der Mittelmeerinsel Zypern gelandet. Dies berichtete das Staatsradio (RIK).

Das Flugzeug vom Typ Mirage sollte technisch überprüft werden. Verletzt wurde niemand, hieß es. Frankreich fliegt seit Herbst 2015 Angriffe auf Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat im benachbarten Syrien, das von Paphos etwa 300 Kilometer entfernt liegt. Wo das Flugzeug eigentlich landen sollte, blieb zunächst unklar.

Israel: Ex-Regierungschef Olmert tritt Haft an

Als erster ehemaliger Regierungschef Israels geht Ehud Olmert (70) morgen ins Gefängnis. Er tritt eine 19 Monate lange Haftstrafe wegen Korruption an. Das Höchste Gericht sieht es als erwiesen an, dass Olmert während seiner Zeit als Handelsminister von einem Geschäftsmann Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet 14.000 Euro angenommen hat.

Außerdem gestand er, seine ehemalige Kanzleichefin von einer Aussage gegen ihn abgehalten zu haben. Zuvor hatte Olmert in mehreren Korruptionsverfahren stets seine Unschuld beteuert.

Der Ex-Ministerpräsident muss seine Haftstrafe im Maasijahu-Gefängnis in der Nähe von Tel Aviv absitzen. Dort war nach Medienberichten ein spezieller „VIP-Flügel“ eingerichtet worden. Als ehemaliger Regierungschef mit Wissen sensibler Staatsgeheimnisse dürfe Olmert nicht mit gewöhnlichen Kriminellen in Kontakt kommen. Die Familie des 70-Jährigen - fünf Kinder und elf Enkelkinder - steht geschlossen hinter ihm.

Sicherheit, Wirtschaft: Erstes Asean-Treffen in den USA

In Kalifornien beginnt morgen ein Treffen der Asean-Staaten mit den USA. Gastgeber der zehn Staats- und Regierungschefs aus Südostasien ist US-Präsident Barack Obama. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen stehen Fragen der Sicherheit und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Es handelt sich nicht um einen offiziellen Gipfel. Das informelle Treffen in Rancho Mirage, einer Kleinstadt 180 Kilometer südöstlich von Los Angerles, ist die erste Asean-Konferenz ihrer Art auf US-Boden. Nach Angaben des Weißen Hauses und des US-Außenministeriums soll das Treffen unterstreichen, wie wichtig Asien für die internationalen Beziehungen der USA ist.

Konflikt mit China am Programm

Thema wird auch der Konflikt im südchinesischen Meer sein. China beansprucht dort eine Inselgruppe und liegt deswegen überkreuz mit Anrainern und auch den USA, die auf die Unversehrtheit internationaler Handelswege pochen. Gleichwohl richtet sich das Treffen in Kalifornien laut Diplomaten ausdrücklich nicht gegen China.

Der Verband südostasiatischer Nationen umfasst Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

Kopenhagen gedenkt Terrorangriffen vor einem Jahr

Mit einer Gedenkfeier und einem Lichter-Umzug haben Hunderte Kopenhagener der beiden Todesopfer der Terrorangriffe vor einem Jahr gedacht. Heute Abend erhellten Kerzen die 3,6 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Tatorten, dem Kulturcafe Krudttönden im Stadtteil Österbro und der Synagoge in der Innenstadt.

Bei zwei Attacken in der dänischen Hauptstadt waren am 14. und 15. Februar der Filmemacher Finn Nörgaard und der Wachmann Dan Uzan gestorben. Mehrere Polizisten hatte der Attentäter Omar El-Hussein verletzt. Kurz darauf hatte die Polizei den 22-Jährigen palästinensischer Abstammung erschossen.

An den beiden Tatorten hatte Dänemarks Regierungschef Lars Lökke Rasmussen am Vormittag gemeinsam mit Kopenhagens Oberbürgermeister Frank Jensen Blumen niedergelegt. „Wir befinden uns in einer Situation, in der es immer noch eine ernste Terrordrohung gegen Dänemark gibt“, sagte der Ministerpräsident.

Tod von US-Höchstrichter mischt Wahlkampf auf

Ist das höchste Gericht der USA künftig eher liberal oder haben Konservative weiter das Sagen? Der plötzliche Tod des langjährigen US-Höchstrichters Antonin Scalia gestern sorgte prompt für einen neuen heftigen Streitpunkt im Präsidentschaftswahlkampf. Scalia war der konservativste der neun amerikanischen Verfassungsrichter. Jetzt geht es darum, ob ein Nachfolger noch unter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama oder unter einem etwaigen republikanischen Nachfolger bestimmt wird.

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Inland

Kurz und Leitl besuchen Indien mit Wirtschaftsdelegation

Morgen Nachmittag startet die fünftägige Indienreise von Außenminister Sebastian Kurz, dem zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf und Wirtschaftskammer-Präsidenten Christoph Leitl (alle ÖVP) sowie einer großen österreichischen Wirtschaftsdelegation von über 50 Firmenvertretern. Indien gilt als neuer Hoffnungsmarkt in Asien, nachdem sich das Wachstumstempo in China abschwächt.

Am Programm steht am zweiten Tag ein indisch-österreichisches Wirtschaftsforum in New Delhi, bei dem Unternehmen aus Österreich und Indien Kontakte knüpfen können. Mittwoch bis Freitag sind einige Firmenbesuche in Bangalore und Mumbai vorgesehen. Neben den Wirtschaftsterminen treffen Kurz und Kopf auch hochrangige indische Politiker. Unter anderem ist ein Treffen zwischen Kurz und der indischen Außenministerin Sushma Swaraj am Dienstag geplant.

Österreich und das Symbol Wöllersdorf

Der Umgang mit der eigenen Geschichte ist für Österreich alles andere als selbstverständlich. Das gilt besonders für die Erste Republik und das Scheitern der Demokratie ab 1933. Eine gemeinsame Sprache für die Zeit von 1933 bis 1938 gibt es nicht. Aber es gibt zentrale Erinnerungs- und Symbolorte wie das Anhaltelager Wöllersdorf.

Für alle politischen Gruppen spielt es eine Rolle in der eigenen Erinnerungskultur. Eine große, systematische Untersuchung zu Wöllersdorf fehlte lange. Jetzt zeigt die Arbeit einer jungen Historikerin, wie sehr Wöllersdorf auch zum Bumerang für das Ständestaat-Regime wurde.

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Sport

Skifliegen: ÖSV-Rekord und Platz zwei für Kraft

Für Stefan Kraft sind die Skiflug-Tage in Vikersund sehr erfreulich zu Ende gegangen. In der Qualifikation auf der größten Flugschanze der Welt erzielte der 22-jährige Salzburger mit 246,5 m einen neuen ÖSV-Rekord. Im Bewerb selbst wurde den Fans dann bei sehr guten Bedingungen eine echte Show mit mehreren Flügen knapp an die Weltrekordmarke geboten. Auch da zeigte Kraft seine Klasse und musste sich nur Peter Prevc geschlagen geben, wobei sich der Slowene trotz eines Missgeschicks durchsetzte.

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Fußball: Hintereggers Malheur lässt HSV jubeln

Der Hamburger SV hat am 21. Spieltag der deutschen Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach seine Durststrecke beendet und nach sechs Spielen mit einem 3:2 wieder einen Sieg gefeiert. Ausgerechnet ein Malheur von ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger leitete die Wende zugunsten des HSV ein. Ein Eigentor des Gladbach-Verteidigers brachte den Hamburgern den Ausgleich. In der Verteidigung war auch David Alaba bei Bayern München im Einsatz. Der Tabellenführer hatte mit dem FC Augsburg keine Probleme.

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Fußball: Arsenal bremst Leicester City ein

Arsenal London hat heute in der 26. Runde der englischen Premier League die Meisterschaft wieder spannend gemacht. Die „Gunners“ feierten gegen den Überraschungstabellenführer Leicester City einen knappen Heimsieg durch ein Tor in der 95. Minute und verkürzten damit wieder den Rückstand auf den Leader.

In der intensiven Partie waren die Londoner spielbestimmend, und Leicester war meist in die Defensive gedrängt. Dennoch lag der Club von ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs trotz Unterzahl bis zur 70. Minute in Führung. Dann gelang Arsenal die Wende.

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Wirtschaft

Deutschem Bund drohen Milliardeneinbußen bei Lkw-Maut

Dem deutschen Bund drohen einem Bericht zufolge Einbußen in Höhe von zwei Milliarden Euro bei der Lkw-Maut. Wie das „Handelsblatt“ (Montag-Ausgabe) unter Berufung auf Branchen- und Regierungskreise berichtete, ist der Grund dafür ein Rechtsstreit über die Entscheidung des Bundes, die Mautgesellschaft Toll Collect ohne Ausschreibung mit der Ausweitung des Mautsystems auf alle Bundesstraßen zu beauftragen.

Kapsch fordert Nachprüfung

Demnach stellte der österreichische Anbieter Kapsch vor der Vergabekammer des Bundes einen Antrag auf Nachprüfung. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, soll am Donnerstag das Urteil fallen und Beobachter gehen demnach davon aus, dass sich das Verfahren anschließend vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf mehrere Monate hinziehen könnte. In dieser Zeit könne der Bund den Auftrag nicht vergeben.

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant, die Lkw-Mautpflicht ab 2018 auf sämtliche Bundesstraßen auszuweiten. Fernbusse und Lkw unter 7,5 Tonnen sollen aber weiter verschont werden - letztere aus Rücksicht auf kleinere Handwerksbetriebe.

Dobrindt kündigt unangemeldete Abgastests an

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will Abgassünder mit unangemeldeten Tests nach dem Vorbild von Dopingkontrollen im Sport überführen. „Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben - unangemeldet, jedes Jahr“, sagte der Minister der „Bild am Sonntag“. Damit wolle er die Konsequenz aus der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte ziehen. Die Opposition kritisierte die Pläne als unzureichend.

Dobrindt schwebt vor, Fahrzeuge per Zufallsprinzip etwa über Autovermietungen auszuwählen und dann den Schadstoffausstoß zu testen, wie er in dem Interview sagte. Dafür sollten eigene staatliche Prüfstellen beim Kraftfahrtbundesamt aufgebaut werden.

„Verspieltes Vertrauen wiederherstellen“

„Diese zusätzlichen Prüfungen sollen helfen, durch den VW-Skandal verspieltes Vertrauen in die Autoindustrie wiederherzustellen“, sagte Dobrindt. Die Manipulationen dürften sich nicht wiederholen. Neben den Schadstoff-„Anti-Doping-Tests“ seien überdies eine Rotation der Prüfdienste und die Offenlegung der Motorsoftware geplant.

Die Grünen bemängelten Dobrindts Ankündigungen. Diese seien „ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der Manipulationen ein schlechter Witz“, befand Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. „Das Kraftfahrtbundesamt hat bisher bei der Kontrolle der Autoindustrie versagt, warum sollte das auf einmal anders werden?“

Druck auf Winterkorn steigt

In der VW-Abgasaffäre steigt unterdessen der Druck auf den früheren Konzernchef Martin Winterkorn. Die „Bild am Sonntag“ zitierte aus einem internen VW-Dokument, demzufolge Winterkorn bereits am 23. Mai 2014 von einem Mitarbeiter schriftlich vor Ermittlungen der US-Umweltbehörden wegen überhöhter Abgaswerte und der Suche nach einer VW-Betrugssoftware gewarnt worden sei.

Chronik

Gefängnisdirektorin nach Revolte in Mexiko festgenommen

Nach einer tödlichen Revolte in einem Gefängnis im Nordosten Mexikos sind die Leiterin der Haftanstalt und zwei weitere Vollzugsbeamte festgenommen worden. Ihnen werde Totschlag und Amtsmissbrauch vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Nuevo Leon gestern (Ortszeit) mit.

49 Tote bei Meuterei

Bei der Meuterei und einem anschließenden Brand in dem Gefängnis von Topo Chico in Monterrey waren am Donnerstag 49 Menschen ums Leben gekommen und zwölf verletzt worden. Auslöser war ein Streit zwischen rivalisierenden Gruppen der berüchtigten Bande Los Zetas.

In der stark überbelegten Haftanstalt herrschten nach Medienberichten katastrophale Bedingungen. Statt der höchstens zugelassenen 2.600 saßen dort 3.800 Gefangene ein. Zur Sicherung der Einrichtung sollen auch zu wenige Polizisten eingesetzt gewesen sein. Nach der Tragödie wurden Hunderte Insassen verlegt.

Mann biss städtischem Bediensteten in Stuttgart Ohr ab

Ein 34 Jahre alter Mann hat einem städtischen Bediensteten heute Nachmittag bei einer Auseinandersetzung in der Stuttgarter Innenstadt das Ohr abgebissen. Zwei Mitarbeiter des städtischen Vollzugsdienstes, die Falschparker kontrollierten, sahen nach Angaben der Polizei, wie der Mann einem 35-Jährigen vor einer Gasstätte mit der Faust ins Gesicht schlug.

Als die beiden Angestellten der Stadt versuchten, den Streit zu schlichten und die Kontrahenten zu trennen, schlug der 34-Jährige dem 41-jährigen Bediensteten zunächst gegen den Kopf und biss dann dessen 54 Jahre altem Kollegen das Ohr ab.

Selbst als vier Polizeibeamte hinzu kamen, schlug der 34-Jährige weiter um sich und versuchte, einem Beamten dessen Waffe zu stehlen. Die Polizisten gewannen schließlich die Oberhand und fanden in der Jackeninnentasche des Mannes ein Küchenmesser. Er wurde festgenommen.

Ohr konnte nicht mehr angenäht werden

Für das Ohr des 54 Jahre alten Stadtbediensteten kam jedoch jede Hilfe zu spät. Es konnte nach Angaben der Polizei im Krankenhaus nicht mehr angenäht werden. Sein 41 Jahre alter Kollege erlitt eine Gehirnerschütterung.

Religion

Gesundheit

Startschuss für EU-Ärztekorps nach Ebola-Krise

Die Europäische Union (EU) hebt morgen ihr in Folge der Ebola-Epidemie beschlossenes Ärztekorps aus der Taufe. Das Projekt ist Folge der anfangs schleppenden Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die Ebola-Epidemie in Westafrika, durch die mehr als 11.000 Menschen gestorben sind.

Das Korps stellt nun schnell abrufbare Ärzteteams einschließlich mobiler Krankenhäuser, Laboreinrichtungen und Flugzeuge zur Evakuierung von Schwerkranken zur Verfügung. Der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides hatte auch einen Einsatz der „EU-Weißhelme“ in der Flüchtlingskrise nicht ausgeschlossen.

Kultur

Technik-Oscars für 3D-Verfahren für Animationsfilme

Die US-Produktionsfirma Laika ist für ihr Verfahren zum Bau von Prototypen für animierte Filme mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet worden. Mit ihrem Einsatz des sogenannten Rapid Prototyping, mit dem Computermodelle schnell in Wachs, Kunststoff oder Metall umgesetzt werden, habe Laika Pionierarbeit geleistet.

Mit Hilfe von 3D-Druckern seien große Fortschritte etwa beim Ausdruck und der Animation von Figuren gemacht worden, heißt es in der Mitteilung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Die Preise wurden in der Nacht auf heute in Beverly Hills (Kalifornien) verliehen.

Laika brachte Zeichentrickfilme wie „Coraline“, „ParaNorman“ und „Die Boxtrolls“ auf die Leinwand. Diesen Sommer soll „Kubo and the Two Strings“ im 3D-Format in die Kinos kommen. Bei animierten Filmen wird häufig die Stop-Motion-Technik eingesetzt, bei der die Spielfiguren in jeder Einstellung neu arrangiert werden müssen.