Inland

Tiroler Ex-Landtagspräsident Mader tritt aus ÖVP aus

Der wegen seines Gratiswohnrechts auf Lebenszeit in die Kritik geratene frühere Tiroler ÖVP-Landtagspräsident Helmut Mader ist aus der Partei ausgetreten. In einem „offenen Brief an alle Tirolerinnen und Tiroler“ stellte der langjährige hochrangige Parteifunktionär auch alle erhaltenen Ehrungen zur Verfügung. Dieser Schritt sei von persönlicher Enttäuschung darüber begleitet, wie die ÖVP in dieser Angelegenheit agiert habe.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Mitterlehner gegen schärfere Grenzkontrollen

ÖVP-Chef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner steht dem Vorschlag seines Außenministers Sebastian Kurz nach intensiveren Grenzkontrollen aufgrund der Flüchtlingskrise skeptisch gegenüber. Der Vorstoß klinge zwar gut, sei aber rechtlich problematisch, sagte er heute in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“.

Mitterlehner bezweifelte auch die Effektivität derartiger Maßnahmen. Er geht weiterhin von einer europäischen Lösung im Asylbereich aus. Auf der anderen Seite habe Österreich Flüchtlingskoordinator Christian Konrad eingesetzt, dessen Kompetenzen nach wie vor ausgearbeitet würden - mehr dazu in oe1.ORF.at.

Die FPÖ warf Mitterlehner in einer Reaktion „EU-Hörigkeit“ vor und zugleich die „Übernahme von FPÖ-Ideen“, da die Freiheitlichen seit jeher gewusst hätten, dass „die Probleme der Migration nicht in Österreich zu lösen sind“.

Facebook-Hasspostings beschäftigen Brandstetter

ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter will Facebook bei Hasspostings in die Pflicht nehmen. „Ich will eine Selbstkontrolle, die unsere Rechtsordnung berücksichtigt, speziell den Tatbestand der Verhetzung“, sagte er laut Vorausmeldung im Nachrichtenmagazin „profil“. Gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) wird nun das Gespräch mit dem Unternehmen gesucht.

Facebook soll laut Brandstetter etwa Postings löschen, die zu Gewalt gegen Ausländer aufrufen: „Sonst leistet ja Facebook einen Beitrag dazu, dass solche kriminellen Inhalte weiterverbreitet werden“, argumentiert der Justizminister. Diese gehörten entfernt.

„Da ist es doch nur sinnvoll, wenn Facebook eine freiwillige Selbstkontrolle ausübt und wir nicht stets den mühsamen Weg über Gerichtsverfahren gehen müssen“, wird Brandstetter vom Magazin zur Frage zitiert, dass die Straftatbestände bisher gutteils ungeahndet bleiben.

Ausland

Verdächtiger aus Türkei nach Anschlag in Bangkok verhaftet

Fast zwei Wochen nach dem Bombenattentat mit 20 Toten in Bangkok hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Es handle sich um einen 28-jährigen Türken, der „zahlreiche Pässe“ besitze, sagte ein ranghoher Militärvertreter heute vor Journalisten in Bangkok.

Auf Fotos waren Dutzende türkische Pässe zu sehen. Es sei „ungewöhnlich“, dass der Verdächtige so viele Pässe habe, sagte Militärsprecher Oberst Banphot Phunphien.

Material zum Bau von Bomben gefunden

Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, es sei ein Mann festgenommen worden, der „wahrscheinlich“ in den Anschlag verwickelt sei. In der Wohnung des Verdächtigen sei auch Material zum Bau von Bomben gefunden worden. Der Verdächtige wurde bei einer Razzia in der Früh in einem östlichen Stadtteil von Bangkok festgenommen.

20 Menschen bei Anschlag getötet

Bei dem Anschlag auf den Erawan-Schrein waren am 17. August 20 Menschen getötet und mehr als 120 weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern waren mehrere Ausländer, sie kamen aus China, Hongkong, Großbritannien, Malaysia, Singapur und Indonesien.

Als Hauptverdächtiger des Anschlags gilt ein Mann im gelben T-Shirt, der auf Bildern von Überwachungskameras zu sehen ist. Er war dabei gefilmt worden, wie er kurz vor dem Anschlag einen Rucksack unter einer Bank an dem Schrein platzierte.

Polizeichef Chaktip Chaijinda sagte, es sei „noch nicht klar“, ob der nun festgenommene Türke mit dem Mann auf den Bildern der Überwachungskameras identisch sei.

D: Höchstgericht kippt Versammlungsverbot in Heidenau

Das deutsche Verfassungsgericht hat das vom Landkreis erlassene Versammlungsverbot für die Kleinstadt Heidenau bei Dresden aufgehoben. Das teilte ein Sprecher des Gerichts heute in Karlsruhe mit. Eingereicht worden sei die Klage von einem „potenziellen Versammlungsteilnehmer“, der das Verbot nicht habe hinnehmen wollen.

Das Karlsruher Urteil ist der bisherige Höhepunkt eines juristischen Hin und Her um die sächsische Kleinstadt, wo es rund um ein Flüchtlingsheim zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen gekommen war.

Weg durch die juristischen Instanzen

Am Donnerstagabend hatte das Landratsamt ein Versammlungsverbot erlassen: Davon betroffen waren nicht nur geplante fremdenfeindliche Aufmärsche, sondern auch ein für gestern geplantes „Willkommensfest“ für Flüchtlinge. Als Grund nannte das Landratsamt Personalknappheit bei der Polizei.

Das Dresdner Verwaltungsgericht erklärte dieses Versammlungsverbot dann gestern Mittag für rechtswidrig. Am Abend entschied allerdings das sächsische Oberverwaltungsgericht, dass das Versammlungsverbot doch teilweise in Kraft bleiben könne: Das „Willkommensfest“ sei erlaubt, andere geplante Veranstaltungen seien verboten.

Dieses Urteil hoben die Karlsruher Richter nun auf. Sie setzten den Spruch des Dresdner Verwaltungsgerichts wieder in Kraft, wonach das Versammlungsverbot rechtswidrig sei.

Umfragen zeigen leichten Vorsprung für Tsipras

Drei Wochen vor der vorgezogenen Wahl in Griechenland zeigen vier Umfragen eine leichte Führung des Linksbündnisses SYRIZA von Alexis Tsipras. Dicht auf den Fersen folgen die Konservativen der Nea Dimokratia (ND) unter ihrem Präsidenten Evangelos Meimarakis. Die vier repräsentativen Umfragen wurden heute in der griechischen Presse veröffentlicht.

Die Wahlen am 25. Jänner hatte Tsipras mit 36,3 Prozent vor der ND mit 27,8 Prozent gewonnen. Nun bekäme die SYRIZA zwischen 22,2 und 25,3 Prozent. Die Nea Dimokratia liegt zwischen 19,5 und 23,2 Prozent. Angesichts einer Fehlerquote von plus/minus drei Prozent könne es ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ werden, sagten übereinstimmend Demoskopen im griechischen Fernsehen.

Rechtsextremisten auf Platz drei?

Drei Parteien liegen im Rennen um den dritten Platz nahe beieinander: die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte, die Partei der politischen Mitte To Potami und die Kommunisten. Diese drei Parteien würden laut Umfragen zwischen fünf und 6,5 Prozent der Stimmen erhalten. Auch der Protestpartei Union des Zentrums, den Sozialisten (PASOK) und der von der SYRIZA abgespalteten Linkspartei Volkseinheit (LAE) wird der Einzug ins Parlament vorhergesagt: Sie liegen mit Werten zwischen 3,5 und 4,5 Prozent oberhalb der Dreiprozenthürde.

Bangen um den Einzug ins Parlament muss der bisherige Koalitionspartner der SYRIZA, die rechtspopulistische Partei der Unabhängigen Griechen (ANEL). Sie bekommt laut der Umfragen zwischen 1,7 und drei Prozent.

Assange hat Angst vor Attentat

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Angst, ermordet zu werden. Er gehe aus Furcht vor einem Anschlag selten auf den Balkon der Botschaft und habe seit drei Jahren kaum Sonnenlicht oder frische Luft bekommen, sagte der Australier in einem Interview des Magazins der Zeitung „The Times“.

Assange sitzt seit mehr als drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Er entzieht sich damit einem in Schweden erwirkten EU-weiten Haftbefehl wegen des Verdachts auf Sexualstraftaten. In der nächsten Woche soll es Medienberichten zufolge zu Gesprächen zwischen Schweden und Ecuador kommen.

Assange soll im August 2010 in Schweden zwei Frauen sexuell belästigt und in einem Fall vergewaltigt haben. Er selbst bestreitet die Taten und vermutet einen Komplott, der letztlich zu seiner Auslieferung in die USA führen soll.

Großdemo gegen Malaysias Regierungschef

In Malaysia haben Tausende Menschen den Rücktritt von Regierungschef Najib Razak gefordert. Trotz eines Versammlungsverbots beteiligten sie sich heute an einer Demonstration im Stadtzentrum von Kuala Lumpur. Viele von ihnen trugen gelbe T-Shirts - das eigentlich verbotene Markenzeichen der Demokratiebewegung Berish, die zu dem Massenprotest aufgerufen hatte. Trotz massiver Polizeipräsenz verließen die Proteste zunächst friedlich.

Massendemonstration in Kualu Lumpur

AP

Najib steht seit Wochen wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck. Im Juli hatte das „Wall Street Journal“ enthüllt, dass seit 2013 umgerechnet mehr als 600 Mio. Euro vom Staatsfonds 1MDB auf Privatkonten von Najib eingezahlt worden waren. Nach Angaben von Regierungsmitgliedern handelte es sich um „politische Spenden“ von ungenannten Geldgebern aus dem Nahen Osten. Najib selbst sieht in den Korruptionsvorwürfen eine „Verschwörung“.

Zusammenstöße drohen

Der Zorn der Demonstranten auf Najib wird auch durch die hohe Inflation und die Wirtschaftsflaute in Malaysia angefacht. Das Oppositionsbündnis Berish hat angekündigt, bis morgen zwei Tage lang zu demonstrieren. Die Polizei hat den geplanten Massenprotest allerdings verboten. Um zu verhindern, dass die Demonstranten wie geplant über Nacht den Unabhängigkeitsplatz im Stadtzentrum besetzen, marschierten zahlreiche Sicherheitskräfte auf. Auch Straßensperren wurden errichtet.

Najib hatte die Demonstration kurz vor dem Unabhängigkeitstag am Montag schon im Vorfeld als respektlos bezeichnet. „Verstehen sie das? Sind ihr Patriotismus und die Liebe zu ihrem Vaterland so oberflächlich und armselig?“, sagte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur Bernama über die Demonstranten. Die seit dem Jahr 1957 regierende Nationale Front steht seit langem wegen Korruption und Vetternwirtschaft sowie Najibs autoritären Regierungsstils in der Kritik.

EU-Pläne für „Train Marshalls“

Nach der Attacke in einem Thalys-Zug will die Brüsseler EU-Kommission laut der Zeitung „Die Welt“ (Samstag-Ausgabe) einen Dreipunkteplan für mehr Sicherheit vorlegen. Die Maßnahmen sollen beim Treffen europäischer Innen- und Verkehrsminister am Samstag in Paris präsentiert werden und für Hochgeschwindigkeitszüge wie den Thalys, ICE, TGV oder den Pendolino gelten.

„Wir werden eine Videoüberwachung in allen Hochgeschwindigkeitszügen, eine bessere Schulung des Zugpersonals für den Ernstfall und bei erhöhter Gefährdungslage auch den Einsatz von bewaffneten Zugsicherheitsbegleitern (Train Marshalls) vorschlagen“, hieß es laut „Welt“ in gut unterrichteten Kommissionskreisen. Außerdem sollen die Passagiere samt Gepäck vor der Zugfahrt von einem Metalldetektor überprüft werden. Vorstellbar sei in besonderen Fällen aber auch der Einsatz von Ganzkörperscannern („Nacktscanner“).

Ein 25 Jahre alter Angreifer hatte in der vergangenen Woche mit einem Sturmgewehr und einer Pistole bewaffnet im Zug von Amsterdam nach Paris das Feuer eröffnet und dabei zwei Menschen schwer verletzt. Der Mann war von mehreren Fahrgästen niedergerungen worden. Frankreichs Ermittler werten die Tat als Terroranschlag und gehen davon aus, dass der Marokkaner ein Blutbad anrichten wollte.

Kongo richtet Festival für oftmals verfolgte Albinos aus

In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa sind zahlreiche Albinos zum ersten Albino-Festival zusammengekommen. Mit der Veranstaltung solle die Sichtbarkeit der oftmals diskriminierten Albinos in der Gesellschaft erhöht werden, sagte einer der Organisatoren, Yan Mambo. Eltern von Albinokindern sollten sich nicht mehr schämen, fügte er am Rande des Festivals „Stolze Albinos“ hinzu.

Bei einem Workshop erhielten Frauen Tipps für die Gründung eigener Geschäfte. Die 23-jährige Friseurin Dolees sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie wolle ihren eigenen Salon eröffnen. „Ich bin elegant. Ich bin schön. Gott hat mich so geschaffen, warum sollte ich aufgehängt werden?“

Tausende Tote wegen Aberglaube

Albinismus ist eine Erbkrankheit. Den Betroffenen fehlen Farbpigmente in Haut, Haaren und Augen. In vielen afrikanischen Ländern werden Albinos in der Schule und bei der Arbeit diskriminiert. In einigen Ländern wie Tansania und Burundi werden sie sogar getötet und verstümmelt, weil ihre Körperteile für Zauberrituale verwendet werden.

Allein in Tansania wurden seit dem Jahr 2.000 mindestens 76 Albinos ermordet. Ihre Körperteile werden nach UNO-Angaben für umgerechnet je rund 500 Euro verkauft, für einen ganzen Leichnam werden bis zu 65.000 Euro gezahlt.

Medien

Sport

Fußball: Erster Härtetest für Prödl mit Watford

Aufsteiger Watford ist in der jungen Premier-League-Saison noch ungeschlagen. Gegen Everton, West Bromwich und Southampton holte der Club von Sebastian Prödl drei Unentschieden. Die Abwehr um den ÖFB-Teamverteidiger kassierte dabei nur zwei Tore.

In der vierten Runde wartet heute mit dem Gastspiel bei Manchester City aber der erste wirkliche Härtetest für Watford. Obwohl der Vizemeister und aktuelle Tabellenführer als einziges Team noch eine makellose Bilanz aufweist, ist Watford-Coach Quique Flores zuversichtlich.

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CL-Historie: Siebenmal im siebenten Himmel

Die Salzburger Austria ist 1994 als erster heimischer Club in der Champions League vertreten gewesen. Rapid zog zwei Jahre später nach, ehe Sturm Graz von 1998 bis 2000 mit drei Teilnahmen en suite den CL-Hattrick landete.

Schließlich spielte 2013 auch die Wiener Austria im Konzert der ganz Großen mit - macht im Summe sieben heimische Auftritte in der Beletage. Finanzkrösus Red Bull Salzburg bemühte sich achtmal um ein Ticket für die lukrative Gruppenphase und scheiterte jedes Mal - bisweilen unglücklich, bisweilen blamabel.

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Tennis: Melzer schafft Quali bei US Open

Unterschiedlich hat sich die dritte und letzte Qualirunde der US Open für die beiden Österreicher gestaltet. Während sich Tamira Paszek nach zuvor zwei starken Auftritten der Britin Johanna Konta in drei Sätzen geschlagen geben musste, setzte sich Jürgen Melzer gegen den Belgier Kimmer Coppejans durch und ist als dritter ÖTV-Spieler beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres dabei.

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Wirtschaft

Türkische Notenbank stellt Weichen für stärkere Lira

Nach der Talfahrt der türkischen Lira bemüht sich die Notenbank des Landes um eine Stabilisierung des Devisenmarkts. Mit zwei geldpolitischen Maßnahmen will sie die heimischen Geldhäuser zu längerfristigen Geschäften motivieren und für mehr Liquidität im Devisenhandel sorgen.

Die Zentralbank hob heute den Mindestreservesatz für kurzfristige Währungsanleihen an. Zudem erhöhte sie die Höchstgrenze, bis zu der die Finanzhäuser Devisengeschäfte mit der Notenbank machen können.

Die türkische Lira war in den vergangenen Monaten zum Dollar von einem Rekordtief zum nächsten gefallen. Wie die Währungen anderer Schwellenländer auch, steht die Lira unter dem Druck der Konjunktursorgen um China und der Aussicht auf eine Zinserhöhung in den USA. Diese könnte nach jüngsten Äußerungen der Federal Reserve trotz der jüngsten Börsenturbulenzen noch im September kommen.

Schweizer Wirtschaft macht „Vollbremsung“

Der Franken-Schock setzt der Schweiz weiter zu. Nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) Anfang des Jahres den Mindestkurs zum Euro gestrichen hatte, kam es zu einer sprunghaften Aufwertung der Landeswährung. Folge ist, dass sich etwa Exporte stark verteuerten - aber nicht nur. Auch der Einzelhandel und das Gastgewerbe leiden. Die Schweiz schrammte laut Daten von gestern nur knapp an einer Rezession vorbei. Das Schlimmste blieb vorerst aus. Trotzdem: Es sieht nach einer „Vollbremsung“ aus.

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Chronik

Chance auf Kulanz bei vergessenem Zugticket

Wer sein Zugticket vergisst und das Missgeschick erst im Zug bemerkt, ist im Normalfall auf die Kulanzbereitschaft der Bahn angewiesen. Es ist nämlich oft schwer zu beweisen, dass man einen Fahrschein gekauft hat. Die ÖBB versprechen, betroffenen Fahrgästen in solchen Fällen entgegenzukommen. Mitunter dürfe man sich nicht vom Kundenservice abwimmeln lassen, rät Pressesprecher Michael Braun.

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Trickdieb erbeutet in Hongkong wertvollen Diamanten

In Hongkong hat ein Trickdieb einem Juwelier offenbar einen gefälschten Diamanten untergeschoben und so einen Edelstein im Wert von fast 200.000 Euro erbeutet. Der Mann habe sich als Kunde ausgegeben und den Diamanten im Geschäft in Augenschein genommen, teilte die Polizei heute mit.

Auf einem Überwachungsvideo sei zu sehen, wie der mutmaßliche Dieb den etwa 197.000 Euro teuren Edelstein in die Hand nimmt und dann offenbar gegen ein wertloses Duplikat austauscht. Ein Verkäufer habe den Diebstahl später bemerkt und die Polizei alarmiert. Vom Täter fehlte zunächst jede Spur.

In Hongkong stieg die Zahl der Ladendiebstähle im ersten Halbjahr 2015 um mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden laut Polizeistatistik fast 5.000 Fälle gemeldet. Im Jänner sorgte der Diebstahl einer mehr als vier Millionen Euro teuren Halskette für Aufsehen. Verdächtigt wurde ein Mädchen im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt.

Science

Südeuropa fehlen die Kinder

Kinder, die in Armut geboren werden, haben wenig Chancen auf eine bessere Zukunft. In der EU trifft das vor allem auf Mittelmeer-Staaten zu. Dort wollen zudem immer weniger Menschen Nachwuchs bekommen, denn sie können sich eine Familiengründung schlicht nicht mehr leisten. „Zu viel Verteilungsungleichheit schadet dem sozialen Zusammenhalt und auch der wirtschaftlichen Entwicklung“, sagte die Soziologin Stefani Scherer bei den Technologiegesprächen des Forums Alpbach.

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Kultur

Steve Carell statt Bruce Willis in Woody-Allen-Film

Nach dem Absprung von Action-Star Bruce Willis (60) von dem nächsten Woody-Allen-Film steht ein Comedy-Star als Nachfolger bereit. Wie das Filmportal Deadline.com gestern berichtete, wird Steve Carell (53, „Jungfrau (40), männlich, sucht ...“) in dem noch titellosen Streifen mitspielen.

Die Dreharbeiten in Los Angeles und New York sind bereits angelaufen. Willis hatte die Rolle nach Angaben seines Sprechers wegen Terminkonflikten absagen müssen. Er steckt in den Vorbereitungen für sein Broadway-Debüt in der Adaption des Stephen-King-Romans „Misery“.

Regisseur Woody Allen (79) holt auch Parker Posey, Kristen Stewart, Blake Lively und Jesse Eisenberg vor die Kamera. Über den Inhalt ist noch nichts bekannt. Carell spielte schon 2004 in Allens „Melinda und Melinda“ mit.

Lifestyle

Neuer Luftgitarren-Weltmeister kommt aus Russland

Kereel „Your Daddy“ Blumenkrants (24) ist neuer Luftgitarrenweltmeister. Zum ersten Mal hat damit ein Russe den Kultwettbewerb für sich entschieden. „Kereel hatte heute Abend mehr Energie auf der Bühne als jeder andere“, sagte Jurymitglied Eric „Mean“ Melin, Weltmeister von 2013, der Deutschen Presse-Agentur nach der Entscheidung in der Nacht auf heute.

Luftgitarren-Weltmeister Kereel 'Your Daddy' Blumenkrants

APA/EPA/Joel Karppanen

In mehreren Runden setzte sich der Russe im Finale gegen 15 Mitbewerber durch. „In der dritten Runde ist Kereel einfach explodiert“, sagte Melin. Mit seiner Interpretation des Songs „Electric Butt“ von der finnischen Band Wedding Crashers ließ er die internationale Konkurrenz hinter sich.

Fahrradtrends: Der E-Motor wird unsichtbar

E-Bikes haben längst ihr „unsportliches“ Image abgelegt - das beweist der rasant steigende Absatz. Und der Boom ist ungebrochen, wie die vielen E-Bike-Neuvorstellungen auf der diesjährigen Fahrradmesse Eurobike zeigen.

Vor allem ist aber auch ihr Einsatz mittlerweile breiter - während der Elektroantrieb bei Trekking- und City-Fahrrädern schon lange den Siegeszug angetreten hat, lassen sich nun immer mehr Mountainbiker auf Offroad-Touren elektrisch unterstützen. Und weil sich das manch sportliche Radler vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick anmerken lassen möchte, lassen Hersteller die Motoren und Akkus immer unsichtbarer werden.

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Leute

Kalifornien: Strafe für Promis wegen Wasserverbrauchs

Zu hoher Wasserverbrauch im dürregeplagten Kalifornien hat prominenten Anwohnern Geldstrafen eingebracht. Wie der „Hollywood Reporter“ gestern berichtete, sollen unter anderem TV-Sternchen Kylie Jenner (18) und der Rapper Tyga (25) als Wasserverschwender aufgefallen sein.

Der Wasserbezirk Las Virgenes, der die Promiwohnorte Calabasas und Hidden Hill umfasst, kann beim ersten Verstoß gegen die Auflagen eine Strafe von 100 Dollar verhängen, beim vierten Verstoß sind es schon 500 Dollar, berichtet das Branchenblatt. Anwohner dürfen in dem Bezirk nur zweimal pro Woche für 15 Minuten ihre Gärten bewässern.

Auch Hasselhoff gesteht „Versehen“

Dem Sender NBC4 zufolge ist auch Schauspieler David Hasselhoff (63) von der Behörde belangt worden. Sein Sprecher erklärte dem Sender, Hasselhoff habe versehentlich am falschen Tag bewässert, die Angelegenheit sei in Ordnung gebracht worden.

Wie der Leiter des Wasserbezirks, Dave Pedersen, dem Sender mitteilte, hat sich die Behörde speziell an Stars in dem Bezirk gewandt. „Ich habe persönlich Briefe geschrieben mit der Bitte, Wasser zu sparen.“ Kalifornien leidet seit Jahren unter einer schweren Dürre, der Staat schreibt neuerdings Wassereinsparungen vor.