Ausland

Bewaffneter Angriff auf Universität in Kenia

Bewaffnete Männer haben im ostafrikanischen Kenia die Universität der Stadt Garissa angegriffen. Aus dem Gebäude seien Schusswechsel zu hören, berichtete die Zeitung „Daily Nation“ heute. Andere Medien berichteten von Explosionen.

Die Angreifer haben angeblich auch Geiseln genommen. Zwei Polizisten und mindestens zwei Studenten seien verletzt, so das kenianische Rote Kreuz. Ob es Tote gibt, ist derzeit unklar.

Kenianisches Militär und die Polizei hätten sich rings um die Hochschule aufgestellt, und Krankenwagen seien im Einsatz. Das kenianische Fernsehen berichtete, die Angreifer hätten in der Früh die Moschee der Universität attackiert und wahllos auf die Anwesenden geschossen. Garissa liegt rund 350 Kilometer östlich der Hauptstadt Nairobi.

Wer für die Tat verantwortlich ist, ist noch unklar. Jedoch verübt die islamistische Terrormiliz al-Schabab aus dem Nachbarland Somalia immer wieder Anschläge in Kenia, weil das Land mit Truppen gegen die Extremisten im Einsatz ist. Bei einem Angriff auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi waren im September 2013 mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen.

Tschadische Armee: Hunderte Boko-Haram-Kämpfer getötet

Die Armee des Sahara-Staates Tschad hat nach eigenen Angaben im Norden Nigerias Hunderte Kämpfer der islamistischen Gruppe Boko Haram getötet. Bei den Gefechten seien auch neun eigene Soldaten ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher der Streitkräfte gestern.

Einheiten aus dem Tschad und Niger hatten in dieser Woche die Aufständischen aus der Stadt Malam Fatori zurückgedrängt. Der Ort war eine der letzten Boko-Haram-Hochburgen an der Grenze zwischen Nigeria und Niger.

Boko Haram will im Nordosten Nigerias einen islamistischen Staat mit besonders strengen religiösen Regeln errichten. Die Gruppe hat bereits Tausende Zivilisten ermordet und macht immer wieder mit Entführungen auf sich aufmerksam. Auch der neu gewählte nigerianische Präsident Muhammadu Buhari hat angekündigt, gegen die Extremisten zu kämpfen.

Einflussreicher US-Senator wegen Korruption angeklagt

Ein einflussreicher US-Senator ist wegen Korruption angeklagt worden. Robert Menendez würden unter anderem Bestechlichkeit und Falschaussage vorgeworfen, sagte ein Sprecher des US-Justizministeriums gestern.

Der Anklage gehen zweijährige Ermittlungen voraus. Bis Anfang des Jahres, bevor die Republikaner die Kontrolle über den Senat übernahmen, leitete der demokratische Senator in der Kongresskammer den wichtigen Ausschuss für auswärtige Beziehungen.

Offenbar Interventionen für befreundeten Augenarzt

Die Anschuldigungen drehen sich um einen Augenarzt aus dem Staat Florida, der ein enger Freund und großzügiger Wahlkampfspender des Senators ist. Menendez soll bei der US-Regierung interveniert haben, um Geschäftsinteressen seines Freundes in der Dominikanischen Republik durchzusetzen.

Der Senator ließ sich von dem Arzt Medienberichten zufolge zudem in den Karibik-Staat einladen und zahlte die Flugkosten erst nach der Aufnahme von Ermittlungen vor rund zwei Jahren zurück. Anfang März hatte Menendez bei einem Presseauftritt jegliche Vorwürfe zurückgewiesen und betont, er habe sich stets an die Gesetze gehalten.

FBI bestätigt Tod von Bali-Bomber

Die US-Bundesbehörde FBI hat gestern bestätigt, dass der Terrorist Zulkifli bin Hir tot ist. Der auch als Marwan bekannte Terrorverdächtige gilt als führendes Mitglied der radikalen Islamistengruppe Jemaah Islamiyah und stand auf der Terrorliste des FBI ganz oben. Zulkifli wurde schon im Jänner getötet, eine Bestätigung, dass es sich bei der Leiche tatsächlich um ihn handelt, stand bisher aus.

Bali-Bomber tötete 202 Menschen bei Anschlag

Er wird verdächtigt, ein Drahtzieher des Bombenanschlags auf einen Nachtclub auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali im Jahr 2002 zu sein, bei dem 202 Menschen getötet wurden. Zudem soll er in zwei Bombenanschläge auf den Philippinen verwickelt gewesen sein.

Die philippinische Polizei hatte am 25. Jänner das mutmaßliche Versteck Zulkiflis auf Mindanao angegriffen und einen Mann getötet, den sie für den Extremisten hielt. Auf der Rückkehr von der Razzia war das Polizeikommando in einen Hinterhalt mehrerer Rebellengruppen geraten, bei dem 44 Polizisten getötet wurden.

Türkische Armee nimmt neun Briten an Grenze zu Syrien fest

Die türkische Armee hat nach eigenen Angaben neun Briten an der illegalen Einreise nach Syrien gehindert. Die Verdächtigen seien in der Grenzprovinz Hatay im Süden des Landes festgenommen worden, teilte die Armee gestern mit.

Weitere Einzelheiten zur Identität und den Absichten der Gruppe nannte das Militär nicht. Seit Mitte März waren die türkischen Behörden allerdings auf der Suche nach neun britischen Studenten sudanesischer Herkunft, die sich offenbar in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anschließen wollten.

Viele ausländische IS-Kämpfer reisen über die 900 Kilometer lange Grenze zwischen der Türkei und Syrien zu den Dschihadisten. Unter anderem sorgte kürzlich die Reise von drei britischen Mädchen für Aufsehen, die über die Türkei zum IS nach Syrien gelangten.

Nach Kritik westlicher Regierungen verschärfte Ankara inzwischen die Grenzkontrollen. In den vergangenen Monaten meldeten die Sicherheitsbehörden zahlreiche Festnahmen. Mitte März wurden in der Türkei eine junge Britin und drei britische Jugendliche gefasst, die offenbar den Kampf des IS in Syrien unterstützen wollten. Die vier Verdächtigen wurden zurück in ihr Heimatland geschickt.

Türkei: Polizei verhindert zweite Anschlagswelle

In der Türkei scheint sich nach der tödlichen Geiselnahme am Dienstag die Spirale der Gewalt weiterzudrehen. Gestern hat die Polizei einen Angriff auf ihr Hauptquartier in Istanbul vereitelt. Ein Angreifer - einigen Berichten zufolge eine Frau mit Sprengstoff - wurde erschossen. Zuvor hatte ein Mann ein AKP-Büro in Istanbul gestürmt und wurde festgenommen.

Die Behörden sagten den Linksextremisten der verbotenen Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) den Kampf an, Dutzende mutmaßliche Anhänger wurden festgenommen. Gleichzeitig wettern Regierung und Präsident Recep Tayyip Erdogan gegen Opposition und Medien als „Allianz des Bösen“.

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Inland

Warnungen vor neuen Staatsschutzplänen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) soll auch mit dem von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vorgestellten Entwurf für ein neues Staatsschutzgesetz eine Polizeibehörde bleiben - allerdings mit geheimdienstlichen Aufgaben. Deren Befugnisse im Kampf gegen Terrorismus sollen deutlich ausgeweitet werden.

Die Reaktionen sind gemischt. Während es für die SPÖ ein „brauchbarer Entwurf“ ist, sprechen die Grünen von einem „gefährlichen Pfusch“. Denn vor allem die in verdächtige Organisationen eingeschleusten V-Leute werden der Polizei auch Experten zufolge „noch zu schaffen machen“.

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Sport

Fußball: Alaba sieben Wochen außer Gefecht

David Alaba muss erneut mehrere Wochen pausieren. Der 22-jährige ÖFB-Star zog sich im Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina wie befürchtet einen Innenbandriss im linken Knie zu und fällt damit für die kommenden sieben Wochen aus.

„Ich bin jetzt natürlich tieftraurig“, wird Alaba auf der Website seines Vereins Bayern München zitiert. Zum Saisonfinale will der Wiener wieder fit sein - und damit auch rechtzeitig vor dem EM-Qualifikationsschlager am 14. Juni in Moskau gegen Russland.

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Eishockey: Trainereffekt nährt Wiener Titelträume

Dass die Vienna Capitals heuer gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg um den Meistertitel im Eishockey spielen, hätten noch vor einem Monat nicht einmal die zuversichtlichsten Fans der Wiener für möglich gehalten.

Doch der Ende Februar zurückgekehrte Trainer Jim Boni schaffte eine erstaunliche Wende und mit seinem Team den Einzug in die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Acht Siege in den letzten neun Play-off-Partien nährten die Hoffnungen der Caps auf den ersten Titel seit 2005, damals mit Headcoach Boni.

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Fußball: Spaniens „Prestige ist aufgebraucht“

Spaniens Nationalelf kann gegen Topteams scheinbar nicht mehr gewinnen. Nach Testpleiten gegen Frankreich und Deutschland verlor der Ex-Welt- und Europameister gestern auch in den Niederlanden.

Während das zuletzt arg gebeutelte „Oranje“-Team neue Hoffnung für die EM-Qualifikation schöpfte, rechneten die spanischen Medien mit der einst gefürchteten „Roja“ schonungslos ab. „Das Prestige ist aufgebraucht“, schrieb etwa die Zeitung „El Pais“. Und „El Mundo“ stellte ernüchtert fest, dass „die Nationalelf kaputt ist“.

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Wirtschaft

Streik bei Amazon Deutschland geht weiter

Der Streik beim Internetversandhändler Amazon in Deutschland ist heute fortgesetzt worden. In Leipzig beteiligten sich wie in den vorangegangenen vier Tagen in der Frühschicht etwa 200 Mitarbeiter, sagte Thomas Schneider von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Im Laufe des Tages würden es voraussichtlich mehr als 400 sein, was knapp einem Drittel aller Beschäftigten in Leipzig entsprechen würde. Der Streik soll bis zur Spätschicht dauern.

Die Streiks bei Amazon sollen auch an den Standorten in Werne und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) sowie in Bad Hersfeld (Hessen) fortgesetzt werden. Ver.di will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab. In dem Tarifkonflikt kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Arbeitsniederlegungen. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Streit über Nivea-Blau in Deutschland vor Gericht

Zwei strittige Fälle zum Schutz von Firmenmarken stehen heute auf der Tagesordnung des deutschen Bundesgerichtshofs (BGH). Im ersten Verfahren kämpft der Beiersdorf-Konzern um die Farbmarke Blau seiner Nivea-Produkte, nachdem das Bundespatentgericht vor zwei Jahren die vom Konkurrenten Unilever beantragte Löschung dieser Marke bestätigt hatte.

Im zweiten Fall wehrt sich ein Sportartikelhersteller gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg wegen Verletzung der Marke Puma.

McDonald’s reagiert mit Gehaltserhöhung auf Proteste

Die weltgrößte Schnellrestaurant-Kette McDonald’s reagiert mit einer Gehaltserhöhung und anderen Zusatzleistungen auf eine Protestwelle von Mitarbeitern. Die durchschnittliche Bezahlung der rund 90.000 US-Angestellten in 1.500 Restaurants soll in zwei Schritten auf rund zehn Dollar je Stunde angehoben werden, teilte das amerikanische Unternehmen gestern mit.

Medienberichten zufolge zahlt McDonald’s den Mitarbeitern derzeit einen Stundenlohn von 9,01 Dollar. Zudem will der Konzern nach eigenen Angaben künftig Urlaubsgeld bezahlen und den Angestellten Bildungsangebote unterbreiten. McDonald’s folgt mit der Maßnahme Wal-Mart-Stores und anderen Einzelhändlern, die vor kurzem die Einstiegsgehälter erhöhten.

Nicht in Franchisefilialen

McDonald’s war zuletzt wegen der Entlohnung der Mitarbeiter unter Beschuss geraten. Angestellte in den USA protestierten für eine bessere Bezahlung und mehr Arbeitnehmerrechte. Die bessere Bezahlung und Zusatzangebote gelten allerdings nicht für die Mitarbeiter in 14.000 US-Filialen, die über Franchisenehmer betrieben werden. Diese haben ihre eigenen Haustarife.

McDonald’s kämpft derzeit mit einem schwachen Geschäft - vor allem auf seinem amerikanischen Heimatmarkt. Auch Probleme in Asien und die harte Konkurrenz machen dem Konzern zu schaffen. Für das vierte Quartal 2014 wies die Kette deutliche Einbußen aus. Der Umsatz sackte um mehr als sieben Prozent ab auf 6,57 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach um gut ein Fünftel ein auf 1,1 Milliarden Dollar.

Chronik

Dutzende Tote bei Schiffsunglück vor Kamtschatka

Bei einem Schiffsunglück im Osten Russlands sind laut Medienberichten mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax in der Nacht auf heute unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete, wurden nach der nächtlichen Havarie des Fischtrawlers „Dalni Wostok“ 63 Menschen gerettet.

Ursache für Untergang unklar

15 weitere würden vermisst, da sich insgesamt 132 Menschen an Bord befanden. Die Ursache für den Untergang des Schiffes mit multinationaler Besatzung ist unklar.

Das Schiff sank den Angaben zufolge vor der Halbinsel Kamtschatka rund 250 Kilometer von der Stadt Magadan entfernt. Die Region im äußersten Osten Russlands ist dünn besiedelt. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur TASS von mindestens 43 Toten berichtet.

Ein Verantwortlicher der Rettungseinsätze sagte TASS, dass 78 Russen auf dem Trawler gewesen seien. Demnach waren auch mindestens 40 Seefahrer aus Burma sowie weitere Passagiere aus Litauen, der Ukraine und aus Vanuatu an Bord. Der Verwaltung von Magadan zufolge waren rund 800 Menschen an den Rettungsarbeiten beteiligt.

Dürre in Kalifornien: Gouverneur ordnet Wassersparen an

Wegen einer andauernden schweren Dürre in Kalifornien ordnet der US-Westküstenstaat wassersparende Maßnahmen an. Gouverneur Jerry Brown gab gestern bekannt, dass Städte und Gemeinden in Kalifornien die Auflage bekommen, ihren Wasserverbrauch um 25 Prozent zu reduzieren.

Als weitere Maßnahme will der Staat viele Rasenflächen durch Anlagen ersetzen, die weniger Wasser verbrauchen. Betreiber von großen Grünflächen, wie etwa Golfplätze, sollen die Bewässerung drosseln.

Trockenes Gras statt Schnee in den Bergen

Brown verkündete die neuen Auflagen für den Staat bei einem Besuch in der Sierra Nevada. Die um diese Jahreszeit gewöhnlich verschneiten kalifornischen Berge sind nach Ausbleiben der Winterniederschläge diesmal ohne Schnee. „Heute stehen wir auf trockenem Gras, wo eigentlich 150 Zentimeter Schnee liegen sollten“, sagte Brown.

Bereits im vorigen Sommer hatte der Staat Sparmaßnahmen verhängt. So dürfen seither die Einwohner nicht mehr ihre Gehsteige und Einfahrten mit dem Gartenschlauch abspritzen, Springbrunnen mit Trinkwasser füllen und Grünflächen so stark bewässern, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Kalifornien leidet seit mehreren Jahren unter Trockenheit, die beiden vergangenen Winter waren besonders regenarm. Nach Ausbleiben der Winterregenfälle sind die Wasservorräte in Flüssen und Reservoiren auf einen Tiefstand gesunken.

Germanwings: Suche konzentriert sich auf Flugschreiber

Bei den Arbeiten in der Absturzregion der Germanwings-Maschine konzentrieren sich die Experten heute auf die Suche nach dem zweiten Flugschreiber.

Die Blackbox mit den Flugdaten wurde in der ersten Woche nach dem Unglück noch nicht gefunden. Sie soll weiter Aufschluss geben über die Abläufe im Airbus A320 vor dem Absturz. Der bereits am ersten Tag entdeckte Voicerecorder hat enthüllt, dass der Kopilot die Maschine mit 150 Menschen an Bord wohl vorsätzlich zum Absturz gebracht hatte.

Die Suchtrupps setzen zudem die Bergung von Teilen der zerstörten Maschine fort. Dabei werden erstmals auch zwei Hubschrauber der deutschen Bundeswehr eingesetzt.

Tiefe Trauer in Haltern

In der besonders betroffenen westfälischen Stadt Haltern fand unterdessen am Nachmittag ein öffentlicher Gedenkgottesdienst für die Opfer statt. Nach einer Schätzung der Polizei versammelten sich etwa 500 Menschen zum Gedenken in der St.-Sixtus-Kirche. Unter den Opfern der Tragödie sind 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums.

16-Jähriger tot in Bachbett gefunden

In Anger (Steiermark) ist gestern ein 16 Jahre alter Oststeirer tot in einem Bachbett gefunden worden. Die Umstände sind noch völlig unklar.

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Pensionist von Lkw überrollt - tot

Ein 84 Jahre alter Fußgänger wurde gestern auf einem Firmengelände in Pöls (Steiermark) von einem Lkw überrollt und tödlich verletzt. Der Lenker des Schwerfahrzeuges hatte den Mann beim Wegfahren nicht gesehen.

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Kein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es keinen Sechser gegeben. Im Topf ist ein Doppel-Jackpot in der Höhe von 1.864.221,90 Euro.

Bei der Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

12 24 26 29 31 33 Zusatzzahl 39

Ein Spielteilnehmer hatte den richtigen Joker auf der Quittung, er erhält 196.621,40 Euro.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

4 2 2 5 4 7

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Science

IT

Uber-Beschwerde bei EU-Kommission eingereicht

Der Fahrdienstanbieter Uber hat bei der EU-Kommission Beschwerden gegen Deutschland, Frankreich und Spanien eingelegt. Die Beschwerden würden geprüft, sagte ein Kommissionssprecher gestern in Brüssel. Uber argumentiert, das Vorgehen der drei Länder gegen die von ihm angebotenen Dienste verletze das EU-Wettbewerbsrecht.

Das 2009 in den USA gegründete Unternehmen Uber bietet unter anderem eine Fahrdienstvermittlung per Smartphone an. Dabei greift Uber auf private Fahrer und deren Autos zurück. Dieser Dienst ist in vielen Ländern umstritten und stößt auf erbitterten Widerstand etablierter Taxiunternehmen. Uber ist inzwischen in mehr als 200 Städten in über 50 Ländern verfügbar.

In Deutschland musste Uber zuletzt Mitte März für das Angebot UberPop vor einem weiteren deutschen Gericht eine Niederlage einstecken. Das Landgericht in Frankfurt am Main untersagte dem Unternehmen, bundesweit Fahrten mit Privatfahrern ohne behördliche Beförderungslizenz zu vermitteln. Das Angebot war nach Ansicht des Gerichts wettbewerbswidrig.

Sollte die EU-Kommission feststellen, dass die drei Länder gegen EU-Regelungen verstoßen haben, kann sie ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten und Strafen verhängen.

USA kämpfen mit Wirtschaftssanktionen gegen Hacker

Die USA nehmen Wirtschaftssanktionen in ihr Arsenal für den Kampf gegen Cyberangriffe auf. Eine gestern von Präsident Barack Obama unterzeichnete Exekutivanordnung ermöglicht der US-Regierung, das Vermögen von Hackern einzufrieren, die in Attacken auf Ziele in den Vereinigten Staaten verwickelt sind. Obama rief angesichts der Zunahme von „bösartigen Cyberaktivitäten“ gegen die USA einen nationalen Notstand aus.

Die Sanktionsliste wird den Angaben zufolge gemeinsam vom Finanz-, Außen- und Justizministerium in Washington erstellt. Die Strafmaßnahmen sollen unter anderem bei Attacken auf wichtige Infrastruktur wie die Strom- und Wasserversorgung, beim Diebstahl von Bank- und Kreditkarteninformationen sowie bei der Entwendung von Industriegeheimnissen greifen.

Obama drohte sowohl einzelnen Hackern als auch Unternehmen, die von den Cyberangriffen profitieren, mit Konsequenzen. Ausdrücklich erwähnte der Präsident Attacken aus China, Russland, Nordkorea und dem Iran. Bisher sei es wegen schwacher Gesetze und dem Unwillen ausländischer Regierungen oftmals schwierig gewesen, Kriminelle zur Rechenschaft zu ziehen, sagte er.

Kultur

Weiteres Gurlitt-Gemälde ist NS-Raubkunst

Ein weiteres Gemälde aus dem Erbe des deutschen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist als NS-Raubkunst identifiziert worden.

Wie die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gestern mitteilte, handelt es sich um ein Ölbild von Camille Pissarro aus dem Jahr 1902. Für die Rückgabe stehe man bereits in Kontakt mit der Erbin des früheren Eigentümers, so Grütters.

Das Gemälde heißt „La Seine vue du Pont-Neuf, au fond le Louvre“ (Die Seine, von Pont-Neuf aus gesehen, im Hintergrund der Louvre). Es wurde in Gurlitts Salzburger Wohnung gefunden. Nach einem Matisse, einem Liebermann und einem Spitzweg ist es das vierte Kunstwerk aus der spektakulären Sammlung, bei dem sich der Verdacht auf NS-Raubkunst zweifelsfrei bestätigt hat.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Leute

„Pet Rock“-Erfinder Gary Dahl mit 78 gestorben

Einer der gemessen an der Geschäftsidee erfolgreichsten Unternehmer der USA ist tot. Gary Dahl, Erfinder der „Pet Rocks“, starb bereits am 23. März im Alter von 78 Jahren in Oregon, wie die „New York Times“ gestern (Ortszeit) meldete.

Dahl war vor 40 Jahren aus einer Spaßidee heraus zum Millionär geworden: Er hatte größere Kieselsteine als „Pet Rocks“ wie Haustiere verkauft und für knapp vier Dollar in Kisten mit Luftlöchern und Holzwolle verschickt. Den Spaß fanden offenbar auch viele Kunden witzig, Dahl verkaufte mehr als eine Million „Haustiersteine“. „Newsweek“ hatte das Konzept „eine der lächerlichsten und erfolgreichsten Geschäftsideen aller Zeiten“ genannt.

John Lennons erste Frau Cynthia gestorben

John Lennons erste Ehefrau Cynthia Lennon ist tot. Wie der gemeinsame Sohn Julian bekanntgab, starb sie gestern im Alter von 75 Jahren an Krebs.

Cynthia war mit dem Beatles-Musiker von 1962 bis 1968 verheiratet. Später heiratete Lennon (1940 bis 1980) Yoko Ono. Cynthia Lennon hat die Beziehung zu dem Musiker in zwei Büchern autobiografisch aufgearbeitet. Cynthia ging nach der Trennung von Lennon noch drei weitere Ehen ein und lebte zuletzt auf Mallorca.