Ausland

FBI bestätigt Ermittlungen in E-Mail-Affäre um Clinton

Die US-Bundespolizei FBI hat Ermittlungen wegen der E-Mail-Nutzung der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton während ihrer Zeit als Außenministerin bestätigt.

In einem nun veröffentlichten Brief vom 2. Februar schrieb der FBI-Chefjurist James Baker, dass die Untersuchung „andauert“. US-Medien hatten bereits im vergangenen Sommer über die Ermittlungen berichtet. Clinton übergab demnach ihren privaten E-Mail-Server zur Auswertung an die Bundespolizei.

Keine dienstliche E-Mail-Adresse

Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton hatte im März 2015 zugegeben, als Außenministerin von 2009 bis 2013 keine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Rund 30.000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Außenministerium aus, die Schriftstücke wurden anschließend schrittweise veröffentlicht. Gut 30.000 weitere E-Mails, die nach ihren Angaben privater Natur waren, hatte Clinton löschen lassen.

Debatte um geheime Informationen

Die oppositionellen Republikaner werfen ihr vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Clinton weist dies zurück und erklärte, sie habe aus Bequemlichkeit gehandelt, um ein einziges Smartphone verwenden zu können.

Die Ermittlungen drehen sich um die Frage, ob durch Clintons E-Mail-Nutzung möglicherweise geheime Informationen preisgegeben wurden. Eine Reihe von E-Mails wurde rückwirkend als vertraulich eingestuft.

US-Verteidigungsetat soll auf 582,7 Mrd. Dollar steigen

Der US-Verteidigungshaushalt soll im kommenden Haushaltsjahr bei 582,7 Milliarden Dollar (515 Mrd. Euro) liegen. Das sind 0,4 Prozent mehr als für dieses Jahr vorgesehen sind, wie aus dem heute von Präsident Barack Obama vorgelegten Entwurf für das Haushaltsjahr 2017 hervorgeht.

Den Angaben zufolge sollen die Ausgaben für den Kampf gegen die Islamistenmiliz Islamischer Staat (IS) von fünf auf 7,5 Milliarden Dollar erhöht werden. Vervierfachen sollen sich angesichts russischen Drucks in Europa unter anderem in der Ukraine-Krise die Aufwendungen für Ausbildung und die Verstärkung der US-Präsenz. Sie steigen auf 3,4 Milliarden Dollar nach 800 Millionen Dollar in diesem Jahr.

Die Vorschläge werden von den Republikanern abgelehnt. Sie werfen Obama Betrug am Militär vor. Insgesamt sieht das Budget Ausgaben in Höhe von 4,1 Billionen Dollar vor. Dass der Haushalt so verabschiedet wird, gilt als unwahrscheinlich angesichts der republikanischen Mehrheit im Kongress. Das Haushaltsjahr beginnt am 1. Oktober.

14 Polen hinter Angriffsplan auf Asylheim in Schweden

Die schwedische Polizei hat offenbar einen bewaffneten Großangriff polnischer Rechtsextremisten auf eine Flüchtlingsunterkunft verhindert: Nach einem Hinweis seien 14 Männer aus Polen festgenommen worden, bei denen Äxte, Messer und Eisenrohre sichergestellt worden seien, teilte die Polizei heute mit. Die Ermittler gingen davon aus, dass eine Flüchtlingsunterkunft in Nynashamn, 60 Kilometer südlich von Stockholm, das Ziel des Anschlag war.

„Es sind polnische Staatsbürger, und sie zählen zur rechtsextremen Szene“, sagte Polizeisprecher Lars Alvarsjo dem schwedischen Rundfunk. Die Zeitung „Aftonbladet“ berichtete, alle Verdächtigen hätten ausländische Pässe bei sich gehabt; bei einigen von ihnen handle es sich um Polen, die in Schweden lebten und arbeiteten. Der Polizeieinsatz erfolgte gestern.

Schweden hat im vergangenen Jahr bei 9,8 Millionen Einwohnern 163.000 Flüchtlinge aufgenommen, das ist eine der höchsten Quoten in Europa. Die Zuwanderung führt zunehmend zu Spannungen. Im Jänner hatten sich Dutzende mutmaßliche Hooligans und Neonazis in Stockholm versammelt und auf Flugblättern zu Anschlägen auf junge Flüchtlinge aufgerufen. Die Regierung hat inzwischen wieder Kontrollen an der Grenze zu Dänemark eingeführt. Dennoch rechnet sie mit 140.000 neuen Asylsuchenden in diesem Jahr.

Null Stimmen für Clinton bei Mini-Vorwahlresultat

Im US-Bundesstaat New Hampshire hat die Vorwahl im Rennen um die Präsidentschaftskandidaten von Demokraten und Republikanern begonnen. Bei den Demokraten bahnt sich eine Niederlage für Ex-Außenministerin Hillary Clinton an. Im ersten vorliegenden Miniresultat aus der kleinen Ortschaft Dixville Notch (neun abgegebene Stimmen) gab es keine Stimme für Clinton.

In New Hampshire wird Clintons deklariert linkem Konkurrenten Bernie Sanders ein nur bedingt aussagekräftiger Sieg prophezeit. Der 74-Jährige ist Senator aus dem Nachbarstaat Vermont. In Dixville Notch gab es vier Stimmen für Sanders. Bei den Republikanern führte in Umfragen der umstrittene Multimilliardär Donald Trump vor seinen Konkurrenten Marco Rubio und Ted Cruz.

Kasich unterschätzt?

Entscheidend für den weiteren Verlauf des Rennens dürfte auch sein, wie die gemäßigteren Bewerber Jeb Bush und John Kasich abschneiden. Beide hatten bei der Vorwahl in Iowa in der vergangenen Woche nur Ergebnisse unter drei Prozent geholt. In Dixville Notch gab es drei Stimmen für Kasich und zwei für Trump.

Bei den Vorwahlen sieben die beiden großen Parteien ihre Bewerber aus. Die jeweiligen Spitzenkandidaten der Republikaner und Demokraten werden dann auf Parteitagen im Sommer gekürt. Die Präsidentschaftswahl folgt am 8. November. Die letzten Wahllokale in New Hampshire sollten um 20.00 (Ortszeit/04.00 MEZ) schließen.

Mehr dazu in Suche nach Schwung in New Hampshire

Auch Serbien will Grenzen vor Flüchtlingen „schützen“

Die Westbalkan-Tour von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) könnte in Sachen Grenzsicherung vor Flüchtlingen einen Dominoeffekt auslösen. Der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic kündigte heute an, die serbischen Grenzen künftig vor Flüchtlingen schützen zu wollen - allerdings nicht mit Mauern und Zäunen wie Österreich.

Vucic verwies dabei auf die serbischen Sicherheitskräfte, diese seien stark genug. Serbien gibt sich in der Flüchtlingskrise sehr kooperativ, das Land will EU-Mitglied werden.

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Inland

KZ-Befreite als „Belästigung“: Eklat erreicht Bundespolitik

SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim hat sich heute erschüttert über die Aussagen des Rechtsschutzbeauftragten des Justizministeriums, Gottfried Strasser, gezeigt, der eine Grazer Justizentscheidung, wonach KZ-Befreite eine „Belästigung“ für die Bevölkerung von Mauthausen gewesen seien, für „unbedenklich“ hielt. In einer Aussendung stellte Jarolim Strasser, aber auch das System an sich infrage.

Strasser habe - „beim heutigen Kenntnisstand über die Verbrechen der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern“ - zur Untermauerung seiner Position auf seine Kindheit in der Nähe des KZ und diesbezügliche Erinnerungen verwiesen. Aus Jarolims Sicht ist hingegen Strafrechtssektionschef Christian Pilnacek voll und ganz zuzustimmen, der die Begründung der Verfahrenseinstellung durch eine Grazer Staatsanwältin als „unfassbar und menschenverachtend“ bezeichnet hatte.

Zweifel an Strassers Eignung

In diesem Zusammenhang stellt sich für den SPÖ-Justizsprecher die Frage, „ob Gottfried Strasser die geeignete Person für den Rechtsschutzbeauftragten der Justiz darstellt“. Darüber hinaus müsse zumindest darüber diskutiert werden, inwieweit das System der Rechtsschutzbeauftragten verbessert werden könnte, so Jarolim. Strasser war erst vergangenen Herbst für weitere drei Jahre wiederbestellt worden.

Auch der Verein Gedenkdienst zeigte sich heute empört. Man wolle nicht hinnehmen, dass 71 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ehemalige KZ-Häftlinge in der rechten Publikation „Aula“ pauschal als „Landplage“ und „Massenmörder“ bezeichnet würden.

„Es ist beschämend, in welcher Art hier über NS-Opfer geschrieben wird und dass es keine rechtlichen Folgen für den Autor und Herausgeber geben soll. Durch die Verfahrenseinstellung setzt die Staatsanwaltschaft Graz die NS-Logik indirekt fort, dass KZ-Häftlinge Kriminelle gewesen seien, und übersieht die Täter-Opfer-Umkehr des Autors“, hieß es in einer Aussendung.

Arbeitsgruppe feilt an Pensionspapier

Die Regierung hat heute eine politische Arbeitsgruppe eingesetzt, die bis zum 29. Februar einen gemeinsamen Entwurf für Reformen im Pensionsbereich erarbeiten soll. Mitglieder sind für die SPÖ Sozialminister Alois Stöger und der scheidende AK-Direktor Werner Muhm, auf ÖVP-Seite Finanzminister Hans Jörg Schelling und Sozialsprecher August Wöginger.

Diese Gruppe solle „kurzfristig, also bis 29. Februar, aber auch mittelfristig“ Pensionsvorschläge akkordieren, sagte eine Sprecherin von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zur APA. Wann sich die vier zusammensetzen, wird nicht bekanntgegeben - nur so viel: „Sehr zeitnah“ soll das erste Treffen stattfinden.

Das Thema Pensionen hatte zuletzt wiederholt für raue Töne in der Koalition gesorgt. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) versprach nach dem Ministerrat, „dass wir die einzelnen Scharmützel jetzt beenden“. Auf Expertenebene hatte es am Vortag eine erste Verhandlungsrunde gegeben.

Sport

Ski alpin: Kunstschnee als ÖSV-Problemzone

Vincent Kriechmayr als Dritter im Super-G hat die ÖSV-Bilanz bei den Olympiatestrennen in Jeongseon aufpoliert. In der Abfahrt wurde Otmar Striedinger als bester Österreicher nur Sechster. Das Problem ortete die ÖSV-Mannschaftsführung im aggressiven Kunstschnee, der nicht den geringsten Fehler erlaubt. „Das muss unser Thema für die Olympiaabfahrt in zwei Jahren sein, wir müssen dieses Problem in den Griff bekommen. Da müssen wir den Hebel ansetzen“, so ÖSV-Herren-Chef Andreas Puelacher, der umfangreiche Tests ankündigte.

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Ski nordisch: ÖSV-Kombinierer in Trondheim chancenlos

Ohne Chance auf absolute Spitzenplätze waren Österreichs Nordische Kombinierer heute beim ersten von zwei Weltcup-Bewerben in Trondheim. Als bester ÖSV-Athlet wurde Mario Seidl mit mehr als einer Minute Rückstand Zehnter, Weltmeister Bernhard Gruber kam nicht über Rang 13 hinaus.

Im Kampf um den Sieg setzte sich der norwegische Olympiasieger Jörgen Graabak vor dem deutschen Weltcup-Spitzenreiter Eric Frenzel und seinem jungen Landsmann und Holmenkollen-Sieger Jarl Magnus Riiber durch.

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DFB-Pokal: Stuttgart plant Coup gegen Dortmund

Wie in Österreich werden auch in Deutschland heute und morgen die Halbfinalisten im Fußballcup ermittelt. Besonders im Blickpunkt steht dabei das heutige Duell zwischen Stuttgart und Borussia Dortmund. Der zuletzt wiedererstarkte VfB spekuliert dabei mit einem DFB-Pokal-Coup gegen den Tabellenzweiten.

„Der Pokal ist immer was Spezielles, eine Überraschung für uns absolut möglich“, sagte Stuttgart-Kapitän Christian Gentner. Auf jeden Fall ein besonderes Spiel wird es für Kevin Großkreutz.

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Wirtschaft

Telekom Austria drehte Nettoergebnis 2015 ins Plus

Die teilstaatliche Telekom Austria (TA) hat erwartungsgemäß ein gutes Ergebnis für das Jahr 2015 präsentiert. Das Nettoergebnis drehte von minus 185,4 auf plus 392,8 Mio. Euro.

Der Umsatz lag stabil bei 4,03 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 6,7 Prozent auf 1,373 Mrd. Euro zu.

Der Ausblick wurde beibehalten. Es wird ein Umsatzplus von rund einem Prozent erwartet, das Dividendenziel liege weiterhin bei 0,05 Euro je Aktie, teilte die TA am Abend ad hoc mit. Weitere Zahlen wurden vorerst nicht veröffentlicht.

Airbus A321neo auf Erstflug

Der Airbus A321neo mit neuen Triebwerken des Herstellers CFM International hat von Hamburg aus seinen erfolgreichen Erstflug absolviert. Der Jet aus der Airbus-Serie für Mittelstreckenmaschinen hob vom Werk im deutschen Finkenwerder zu einem fünfeinhalbstündigen Testflug ab, wie der europäische Flugzeughersteller heute mitteilte.

Weiter Probleme bereitet unterdessen der A320neo mit neuen Triebwerken des US-Herstellers Pratt & Whitney. Mit den Kunden würden aktuell Gespräche über neue Auslieferungstermine geführt, bestätigte ein Airbus-Sprecher in Toulouse. Berichte über Verzögerungen von rund zwei Monaten wollte Airbus nicht bestätigen. Es gebe „Verschiebungen“ der Auslieferungen. Wichtig sei das Ziel, bis zum Jahresende insgesamt 650 Maschinen aller Modelle auszuliefern.

Ende Jänner war der erste A320neo in Hamburg an die Lufthansa übergeben worden. Der eigentlich geplante Erstkunde Qatar Airways hatte die Abnahme des ersten Jets abgelehnt. Kritik zielte auf die neuen Triebwerke, die zur Kühlung aktuell noch Extralaufzeiten brauchen. Airbus und die Triebwerkshersteller werben mit deutlichen Einsparungen beim Kerosinverbrauch in der neo-Klasse.

Gerüchte um VW-Spartenverkäufe verdichten sich

Mehrere Unternehmen haben Finanzkreisen zufolge ihre Fühler nach der Schiffsmotorensparte von Volkswagen ausgefahren. Konkurrenten aus China, Europa und den USA hätten Interesse am Geschäft mit Schiffsdieseln, Turbomaschinen und großen Getrieben angemeldet, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen heute gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Sparte fiel VW im Rahmen der Übernahme von MAN zu. Ein Verkauf, über den in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert wurde, könnte VW nach Einschätzung von Bankern vier bis fünf Milliarden Euro einbringen. VW bereite nun erste Gespräche mit einem chinesischen Interessenten vor, sagte einer der Insider. „Alles ist aber noch in einem sehr frühen Stadium.“

Der erste Notverkauf nach Skandal?

VW war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Wolfsburger Konzern betonte mehrfach, dass er wegen Belastungen durch den Dieselskandal nicht gezwungen sei, Notverkäufe zu tätigen. Sollte sich daran irgendwann etwas ändern, sei die Schiffsdieselsparte die erste Option, sagte eine mit dem Konzern vertraute Person. Die Sparte fährt zwar vergleichsweise hohe Gewinne ein, die Synergien mit dem Fahrzeuggeschäft sind aus Sicht von Experten aber überschaubar.

Als mögliche Interessenten in China werden Konzerne wie Yuchai, Weichai und Sinomach gehandelt. Andere potenzielle Bieter sind aus Sicht von Bankern das Schweizer Unternehmen Sulzer, der US-Konzern General Electric und Siemens. Diese Firmen hätten aber vermutlich nur Interesse an Teilen der Schiffsmotorensparte. „Die Erwartung ist, dass der Deal kommen wird“, sagte ein Banker. „Die Frage ist nur: wann?“

Auch Moskau für zweite Amtszeit von Lagarde in IWF

Auch Russland stärkt Christine Lagarde den Rücken für eine Wiederwahl als IWF-Chefin. Finanzminister Anton Siluanow signalisierte heute Unterstützung für eine zweite Amtszeit der Französin an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF).

„Christine Lagarde hat sich als erfolgreiche Anführerin in einer schwierigen Zeit für die Weltwirtschaft und für den Fonds selbst erwiesen“, sagte Siluanow in Moskau. Russland hoffe darauf, einen konstruktiven und offenen Dialog mit dem IWF fortzusetzen.

Lagardes Amtszeit endet am 4. Juli. Sie hatte im Jänner ihre Kandidatur offiziell angekündigt. Zustimmende Signale kamen bereits aus den USA, Japan, Großbritannien, Frankreich, Deutschland sowie aus China und weiteren Schwellenländern.

ZIB2

Ökonom und Fondsmanager Otte zur Börsentalfahrt

Die Börsen haben heute ihre Talfahrt fortgesetzt. Droht ein Flächenbrand oder ist es nur falscher Alarm? Gast in der ZIB2 ist Max Otte, Wirtschaftsprofessor und Fondsmanager.

Belgrad blickt gebannt auf Flüchtlinge und Grenzschließungen

„Wenn Österreich seine Grenzen für Flüchtlinge schließt, müssen das auch die Balkan-Staaten machen“, sagt der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic im ZIB2-Interview.

Wenn Waffenlager aus dem Kalten Krieg im Garten schlummern

Waffen und Munition der westlichen Alliierten waren nach dem Zweiten Weltkrieg für einen Kampf gegen die Rote Armee gedacht und bereiten Grundbesitzern heute noch Sorgen.

Die schwierige Suche nach der Ursache des Zugsunglücks

Zehn Menschen sind heute bei einem Zugsunglück im oberbayrischen Bad Aibling ums Leben gekommen.

ZIB2 mit Armin Wolf, 22.35 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Chronik

Selbstverbrennung vor Palast von William und Kate

Vor der Londoner Residenz von Prinz William und seiner Frau Kate hat sich ein Mann selbst in Brand gesetzt. Der Mann, der sich in der Nacht nahe dem Kensington-Palast mit Benzin übergoss und in Brand setzte, starb an seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei heute mitteilte.

Die Polizei war in den frühen Morgenstunden wegen eines Mannes alarmiert worden, „der sich verdächtig benahm“. An Ort und Stelle fanden sie den Mann in Flammen stehend. Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun, er wurde eine halbe Stunde später für tot erklärt.

Laut Polizei hatte ein Londoner Krankenhaus wenige Stunden vor dem Vorfall einen männlichen Patienten als vermisst gemeldet. William und Kate und ihre beiden Kinder George und Charlotte waren zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Palast. Sie verbringen die meiste Zeit in ihrem Landhaus Anmer Hall in Ostengland.

Mordverdächtiger Brite nach 23 Jahren in Berlin gefasst

Die britische Polizei hat 23 Jahre lang nach ihm gesucht, nun sind die Kollegen in Berlin fündig geworden: Ein inzwischen 60 Jahre alter Brite, der 1993 einen Mord begangen haben soll, wurde in der deutschen Hauptstadt festgenommen.

Wie die Berliner Polizei heute mitteilte, wurde der Mann gestern in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte gefasst. Er soll 1993 in Großbritannien mit zwei Mittätern einen Menschen erschossen haben.

Seitdem sei er auf der Flucht gewesen - er habe in mehreren Ländern und unter mindestens 15 verschiedenen Personalangaben gelebt. Über Geldtransaktionen wurden die Ermittler nun auf den mutmaßlichen Täter aufmerksam. Er werde der britischen Polizei übergeben.

Gesundheit

Erstes Tageshospiz für Kinder in Wien

In Wien eröffnet morgen das erste Wiener Tageshospiz für Kinder. Das Kinderhospiz Netz will damit Eltern von pflegebedürftigen Kindern die Möglichkeit geben, ihr Kind tageweise betreuen zu lassen. Kosten entstehen keine.

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Kinderärztemangel: Volksanwaltschaft prüft

Nach der Aufregung um Engpässe in der kindermedizinischen Versorgung in Wien schaltet sich nun die Volksanwaltschaft ein. Es werde ein amtswegiges Prüfverfahren geben, hieß es. Anlass sind Aussagen seitens des Sozialversicherungsträger-Hauptverbandes.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Lange Wartezeiten für Kinder

Kaum zehn Prozent aller Kinder, die an Wochenenden mit ihren Eltern die Ambulanz aufsuchen, benötigen akute Hilfe. Das sorgt für lange Wartezeiten - denn die Ambulanz der Kinderklinik am LKH Graz ist nur für schwere Fälle zuständig.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Religion

Papst-Schwindelei über Telefonat mit Merkel?

Ein Telefonat zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Papst, in dem sich die Merkel laut Franziskus verärgert gezeigt haben soll, hat offenbar nie stattgefunden. Ein Sprecher der deutschen Regierung sagte dazu heute in Berlin, „dass die Bundeskanzlerin sich nicht an einen Anruf beim Papst erinnern kann“. „Und sie schätzt ansonsten jede Begegnung mit ihm außerordentlich“, fügte er hinzu.

Die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ hatte den Papst gestern mit den Worten zitiert, er habe einen Anruf von Merkel erhalten, in dem sie ihn für Äußerungen zu Europa kritisiert habe. „Sie war ein bisschen verärgert, weil ich Europa mit einer unfruchtbaren Frau verglichen habe“, habe Franziskus gesagt. Merkel habe auf die Papst-Rede vor dem EU-Parlament im November 2014 reagiert.

„Sie hat mich gefragt, ob ich tatsächlich der Meinung sei, Europa könne keine Kinder mehr bekommen“, sagte der Papst laut der Zeitung. Er habe geantwortet, dass Europa das durchaus könne, „weil Europa starke und tiefe Wurzeln hat“. „In seinen dunkelsten Momenten“ habe der Kontinent „gezeigt, dass er unerwartete Ressourcen hat“. Vor dem EU-Parlament hatte der Papst Europa als „Großmutter“ bezeichnet, die „nicht mehr fruchtbar und dynamisch“ sei.

Science

Forscher wollen Jetlag „wegblitzen“

Tagelang müde, abgeschlagen und genervt sein: So fühlt sich für viele ein Jetlag nach dem Flug durch mehrere Zeitzonen an. Dagegen helfen bisher nur geduldiges Abwarten, bis sich die biologische Uhr umstellt, oder Medikamente. Es könnte aber auch viel einfacher gehen: Blitzlicht während des Schlafs hilft offenbar, die biologische Uhr zu verstellen, wie erste Versuche zeigen.

Mehr dazu in „Biologisches Hacking“

Lifestyle

„Beyonce Bounce“ wird zur neuen Abfahrtshocke

Der „Beyonce Bounce“, die neuste Tanzbewegung von US-Sängerin Beyonce Knowles, präsentiert bei der Pausenshow der Super Bowl, entwickelt sich zum Renner in Sozialen Netzwerken in Kurzvideo- und GIF-Formaten.

Beim „Beyonce Bounce“ wird die tiefe Hocke nie verlassen - und Füße müssen dabei nach vorne und hinten springen. Wer dabei noch die Beyonce-Wippbewegung zustande bringt, hat Chancen auf ein effektiveres Training, als man es früher bei der Ski-Telegymnastik mit Hansi Hinterseer und Co. je hätte simulieren können.

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Kultur

Cerha in Komponistenleben „hineingeschlittert“

„Ich habe mich in meinem Leben eigentlich nie um etwas bemüht (...). In diese Laufbahn des Komponisten bin ich geschlittert.“ Friedrich Cerha wird am 17. Februar 90 Jahre alt. In Österreich, Deutschland und England wird der Jubilar ausgiebig gefeiert - mit Konzerten, Vorträgen und Ausstellungen. Und im Ö1-„Kulturjournal“ mit einem fast sendungsfüllenden Gespräch - über das bildnerische und kompositorische Schaffen, Unabhängigkeit und Widerstand.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Neue Regeln für Oscar-Reden: Dankesmarathon verboten

Die Dankreden bei den Oscar-Verleihungen sollen entschlackt werden. Wie die Organisatoren der Academy Awards mitteilten, wurde für die Vergabe der beliebten Hollywood-Filmpreise am 28. Februar ein neues Reglement erlassen.

Gemäß den neuen Regeln sollen sich die Empfänger der Preise in ihren 45-Sekunden-Dankreden auf ihre Hauptbotschaft konzentrieren - jedoch nicht auf die Dankesworte für Mama, Papa, die „Academy“ und ihre sonstigen Lieblinge.

Die neuen Regeln wurden beim traditionellen Vortreffen der Oscar-Nominierten erläutert, das gestern Abend (Ortszeit) in Beverly Hills stattfand. Die Oscar-Kandidaten können an die Organisatoren der Preisverleihung eine Liste mit den Namen aller Menschen übergeben, denen sie sich zu Dank verpflichtet fühlen. Die Namen werden dann schriftlich eingeblendet.

Leute

Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor im Krankenhaus

Der 99-jährigen Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor steht eine Operation bevor. Die Ärzte wollen der früheren „Miss Ungarn“ eine neue Magensonde einsetzen, teilte ihr neunter Ehemann, Frederic Prinz von Anhalt (72), am Dienstag der dpa mit.

„Das macht mir natürlich Angst, denn dieser Eingriff findet unter Narkose statt“, sagte der gebürtige Deutsche. Die Operation solle innerhalb der nächsten Tagen stattfinden. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Einlieferung nach Atembeschwerden

Zwei Tage nach ihrem 99. Geburtstag am Samstag war Gabor gestern mit Atembeschwerden per Notarztwagen in das Ronald Reagan UCLA Medical Center in Los Angeles gebracht worden. Von Anhalt zufolge sei es zu Wasser in der Lunge und Fieber gekommen, nachdem sich zunächst viel Schleim im Hals gesammelt habe. Das Pflegeteam im Haus des Paares habe nicht weiter helfen können.

Nach einer Beinamputation im Jahr 2011 und mehreren Schlaganfällen ist die Schauspielerin schon länger bettlägerig und muss rund um die Uhr gepflegt werden. Über eine Magensonde wird sie künstlich ernährt.