Letzte Meldung

Spitalsärzte: Einigung am Wiener AKH

Am Wiener AKH gibt es in Sachen Umsetzung der neuen Arbeitszeitrichtlinien eine Einigung. Der Betriebsrat hat das Angebot des Rektorats der Medizinischen Universität Wien angenommen, wie Betriebsrat Martin Andreas heute gegenüber der APA bestätigte. Dieses sieht unter anderem eine Einmalzahlung von 8.000 Euro pro Arzt vor. Der angedrohte Streik ist damit erst einmal vom Tisch.

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Ausland

Varoufakis lockt Inhaber von Schwarzgeldkonten

Das pleitebedrohte Griechenland will Inhaber von Schwarzgeldkonten mit einem Straferlass locken. Wer das Geld noch anmeldet, könnte es retten, betonte Finanzminister Gianis Varoufakis vor Journalisten in Athen heute. Geld von Auslandskonten soll einmalig mit 15 Prozent, Geld von Inlandskonten mit 30 Prozent besteuert werden. Varoufakis kündigte eine baldige Entscheidung der Regierung an.

Zudem gab der Finanzminister weitere Pläne bekannt, um die leeren Staatskassen zu füllen. Möglich seien eine kleine Gebühr für Abhebungen von Geldautomaten. Damit solle die „bargeldlose Zahlung“ gefördert werden. Auch die Besitzer von umweltfreundlichen Autos der jüngsten Technologie, die bisher von der Steuer ausgenommen waren, sollen zur Kasse gebeten werden. Griechenland steht vor der Staatspleite.

Staatsfirmen sollen Reserven überweisen

Zudem forderte die Regierung öffentlich-rechtliche Betriebe auf, ihre Reserven an die Zentralbank zu überweisen. Es gehe um mehr als 1.000 Einrichtungen, darunter Museen, archäologische Stätten und auch TÜV-Stellen, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk.

Bereits im April hatte Athen per Erlass die Geldeinlagen rein staatlicher Stellen sowie Pensionskassen kassiert. Damit sollen fällige Schulden an den Internationalen Währungsfonds (IWF) und andere Verpflichtungen in den kommenden Wochen bezahlt werden.

Im Juni muss Athen insgesamt 1,55 Mrd. Euro Tilgungsraten an den IWF überweisen. Eine Vereinbarung auf eine umfassende Reformliste ist Voraussetzung dafür, dass die Geldgeber bisher blockierte, aber überlebenswichtige Kredite in Höhe von 7,2 Mrd. Euro freigeben.

Kurz will 0,7 Prozent EU-Entwicklungshilfe bis 2030

Eigentlich hätte die EU das Ziel von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Entwicklungshilfe ja schon 2015 erreichen sollen, heute nahmen die EU-Entwicklungsminister in Brüssel einen neuen Anlauf. Europa sei von diesem Ziel „weit weg“, sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) in Brüssel. Er sei aber „sehr froh“, dass sich die EU „wieder klar dazu bekennt“, und hoffe auf eine Umsetzung bis 2030.

Österreich derzeit bei 0,26 Prozent

Auf die Frage, ob Österreich, dessen offizielle Entwicklungshilfe 2014 bei 0,26 Prozent des BIP lag, den Zielwert auch tatsächlich bis 2030 erreichen werde, gab sich Kurz zuversichtlich. „Ich hoffe sehr. Das ist immer auch eine budgetäre Frage. Aber dass sowohl der Bundeskanzler als auch der Vizekanzler sich dafür ausgesprochen haben, ist schon ein sehr starkes Signal.“

Der EU-Durchschnitt liegt gegenwärtig bei 0,41 Prozent. Den Sollwert von 0,7 Prozent erreichen nur vier EU-Staaten (Schweden, Luxemburg, Dänemark und seit neuestem auch Großbritannien) sowie das Nicht-EU-Mitglied Norwegen.

Zeitrahmen noch offen

Vor dem Hintergrund neuer, „nachhaltiger Entwicklungsziele“, die die UNO im September in New York beschließen will, sowie einer Konferenz zur Finanzierung von Entwicklungshilfe wollten sich die EU-Entwicklungsminister auf eine gemeinsame EU-Position verständigen. Das Ziel von 0,7 Prozent stand nach Angaben hochrangiger EU-Beamter außer Frage, unklar war vorerst noch der Zeitrahmen.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach im Vorfeld „von einem sehr wichtigen Treffen“, bei dem die Minister auch über den Zusammenhang von Entwicklungshilfe und Migration reden würden. „Wir sagen immer, wir müssen die Wurzeln des Problems angehen“, so Mogherini. Das Treffen sei „die perfekte Gelegenheit“, darüber zu reden, wie die EU und ihre afrikanischen Partnerländer bessere Lebensbedingungen für die afrikanische Bevölkerung bereitstellen könnten.

Über 30 Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Bei Angriffen der Taliban sind in Afghanistan mindestens 32 Menschen getötet worden. In der südafghanischen Provinz Helmand seien 19 Polizisten und sieben Soldaten getötet worden, als Dutzende Aufständische Kontrollstellen der Sicherheitskräfte im Distrikt Nausad angriffen, hieß es heute von der Polizei in Helmand.

Bei einem Angriff auf ein Gerichtsgebäude in der ostafghanischen Provinzhauptstadt Maidan Shahr wurden zwei Polizisten getötet und drei Zivilisten verletzt. Auch die drei Angreifer seien ums Legen gekommen, sagte der Polizeichef der Provinz Wardak, Khalil Andarabi. Einer der Angreifer habe sich in die Luft gesprengt, die anderen beiden seien von der Polizei erschossen worden.

Bei einem Gefecht in der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar wurden nach Angaben der Provinzregierung ein Zivilist getötet und drei Polizisten verletzt.

Malaysia: Leichen aus Massengräbern exhumiert

In Malaysia haben Forensiker Leichen aus Massengräbern geborgen, in denen vermutlich Flüchtlinge verscharrt wurden. Auf der Suche nach menschlichen Überresten machten sich die Spezialkräfte der Polizei heute mit Schaufeln und Hacken daran, die kürzlich entdeckten knapp 140 Gräber an der Grenze zu Thailand auszuheben.

In der Nähe der Gräber befinden sich auch rund 30 Lager, die vermutlich von Schlepperbanden eingerichtet wurden. Die Fundorte liegen auf der Route durch den Dschungel im Grenzgebiet zwischen Malaysia und Thailand, auf der Flüchtlinge vor allem aus Burma und Bangladesch unterwegs sind.

Einige der Lager waren offenbar erst vor zwei oder drei Wochen überstürzt verlassen worden, nachdem Thailand eine Offensive gegen Menschenschmuggler eingeleitet hatte.

Muslimische Minderheit aus Burma

Bei den Flüchtlingen aus Burma handelt es sich hauptsächlich um Rohingya, eine muslimische Minderheit, die in ihrer Heimat nach eigenen Angaben diskriminiert wird. In den vergangenen Jahren haben die Schlepper häufig die Menschen in abgelegenen Lagern so lange festgehalten, bis für sie ein Lösegeld entrichtet wurde.

Seit Thailand verstärkt gegen Schlepperbanden vorgeht, haben diese Tausende Flüchtlinge in Booten auf offenem Meer in Südostasien ihrem Schicksal überlassen. Keines der umliegenden Länder wollte sie ins Land lassen, Malaysia und Indonesien erklärten sich schließlich dazu bereit. Thailand lehnte eine Aufnahme dagegen ab.

Anschlag auf türkische Oppositionskandidatin vor Wahl

Vor der Parlamentswahl in der Türkei hat ein Unbekannter in der südtürkischen Stadt Adana eine Kandidatin der Opposition niedergeschossen.

Videoaufnahmen einer Überwachungskamera, die die Nachrichtenagentur DHA verbreitete, zeigen, wie ein Mann in der Eingangshalle eines Gebäudes auf Elif Dogan Türkmen zugeht und aus kurzer Distanz das Feuer eröffnet. Anschließend flieht der Täter.

Türkmen tritt bei der Wahl am 7. Juni für die größte Oppositionspartei CHP an. Sie sei in die Beine getroffen worden und außer Lebensgefahr, meldete DHA.

Der Hintergrund der Tat ist unklar. Vor rund einer Woche waren zwei Menschen bei Sprengstoffangriffen auf Büros der prokurdischen Oppositionspartei HDP verletzt worden.

AKP-Bürgermeister gestorben

In der westtürkischen Stadt Bursa starb heute der Bürgermeister der Bezirks Gürsu, Cüneyt Yildiz. Der Politiker der Regierungspartei AKP sei seinen Schusswunden erlegen, meldete DHA. Er war am Mittwoch von einem Polizisten in den Kopf geschossen worden. Der Sender NTV meldete, dem Schuss sei ein Streit über eine Versetzung des Beamten vorangegangen.

Hymnenstreit in Japan: Millionenentschädigung für Lehrer

Die Stadtverwaltung von Tokio muss mehreren Lehrern, die bei Schulabschlussfeiern die Nationalhymne nicht singen wollten und dafür bestraft wurden, eine Millionenentschädigung zahlen.

Ein Bezirksgericht in der japanischen Hauptstadt urteilte heute, dass 22 Lehrer insgesamt umgerechnet rund vier Millionen Euro erhalten sollen. Ihnen war eine Weiterbeschäftigung nach Erreichen ihres Pensionsalters verweigert worden, obwohl entsprechende gesetzliche Regeln für Lehrer das vorsehen.

„Kimigayo“ sorgt immer wieder für Streit

Die japanische Hymne „Kimigayo“ sorgt wegen ihres von Kritikern als nationalistisch-militaristisch bezeichneten Textes immer wieder für Streit zwischen Pädagogen und der Schulverwaltung.

Richter Toru Yoshida mahnte zu Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Lehrern, denn „sie haben nach ihrer Überzeugung gehandelt“. Die Zeremonie hätten sie nicht gestört. Die Stadtverwaltung habe „ihre Macht missbraucht“.

Einer der Kläger, der 68-jährige Eishun Nagai, äußerte sich zufrieden mit der „großartigen Entscheidung, die den Lehrern in den Schulen ein bisschen Luft verschaffen könnte“.

Im Jahr 2012 hatte das oberste Gericht Japans geurteilt, dass es nicht verfassungswidrig sei, Lehrer zu bestrafen, die zur Hymne schwiegen oder sitzen blieben. Das Gericht mahnte die Behörden jedoch, keine Sanktionen zu verhängen, die über eine Rüge hinausgingen.

Inland

Asyl: Klug bietet erneut Kasernen als Unterkunft an

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hat heute sein Angebot erneuert, bis zu 800 Asylwerber in den nächsten Monaten auf Kasernengründen zu beherbergen. Erste Begehungen finden diese Woche statt. Bereits im Juni könnten Flüchtlinge in Kasernen unterkommen.

Wenn nötig könnten neben den Kasernenunterkünften später auch zusätzlich bis zu 2.000 Personen in Containern untergebracht werden, sagte Klug am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Sein Angebot sieht der Verteidigungsminister nur als „Überbrückung der Notstände“, um temporäre Unterkünfte zu schaffen.

Als mögliche Orte für die Asylunterkünfte nannte Klug die Kasernen in Vomp (Tirol), Tamsweg (Salzburg), Freistadt (Oberösterreich) und Horn (Niederösterreich).

Unterbringung bereits ab Juni

Diese Woche würden Begehungen der Kasernen stattfinden, um notwendige Adaptierungen der Gebäude abzuschätzen. Klug rechnet Ende der Woche mit ersten Ergebnissen der Begehungen. Erste Flüchtlinge könnten bereits im Juni in den Kasernen untergebracht werden.

Klug stellte zudem klar, dass das Bundesheer in den Kasernen selbst keine Asylunterkünfte betreiben wird. Als Unterkunftsbetreiber hatte Klug die Volkshilfe oder Caritas ins Spiel gebracht.

Gesamtschule: Grüne warnen vor „Husch-Pfusch“

Die Grünen glauben mittlerweile an die Umsetzung einer Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen und warnen vor „Husch-Pfusch“-Maßnahmen. Diese „österreichische Schulrevolution“ müsse „penibel vorbereitet“ werden, sagte Bildungssprecher Harald Walser heute vor Journalisten in Wien. Bei der ÖVP ortet er hier mittlerweile mehr Flexibilität.

Die Entscheidung in Vorarlberg, in den nächsten acht bis zehn Jahren eine gemeinsame Schule einzuführen, „wird nicht mehr rückgängig zu machen sein“, so Walser. Diese Pläne hätten bestimmt auch Auswirkungen auf Bundesebene.

Für den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gab es dafür Lob, und auch ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner sei in Bildungsfragen offener. Walser wies zudem darauf hin, dass sogar der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, in der Tageszeitung „Kurier“ (Montag-Ausgabe) einmal mehr betonte, „kein Gegner einer gemeinsamen Schule“ zu sein.

„Fehler wie bei NMS vermeiden“

Aus Sicht der Grünen fährt der Zug jedenfalls in die richtige Richtung. Allerdings gelte es Fehler, wie sie bei der Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) passiert seien, zu vermeiden. Laut Walser müssen einige Gesetze, in denen etwa die Aufnahmeverfahren an AHS geregelt sind, geändert werden. Die Frage, ob der Bund, die Länder oder die Gemeinden als Schulerhalter fungieren, müsse man ebenfalls klären.

Schließlich brauche es auch dienstrechtliche Änderungen und die Einführung eines neuen „Lehrertypus“ für die Sekundarstufe I (5. bis 8. Schulstufe). In der Lehrerausbildung müsse die Arbeit mit heterogenen Schülergruppen forciert werden, so Walser, denn in der gemeinsamen Schule gelte es, hochgradig personalisiert zu lernen, damit auch die hochbegabten Schüler mitgenommen werden.

Sport

Fußball: Prominente Trainerabgänge in Deutschland

Thomas Schaaf und Roberto di Matteo haben heute, nur wenige Tage nach Saisonende in der deutschen Bundesliga, ihren Trainerjob bei Eintracht Frankfurt bzw. Schalke 04 hingeworfen. Während Di Matteo trotz „konstruktiver Gespräche“ zu keiner Einigung mit der Clubführung kam, sprach der langjährige Werder-Coach Schaaf bei seinem Abgang aus Frankfurt von „unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Anschuldigungen“ in der Öffentlichkeit.

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Formel 1: Niederlage für Hamilton als Motivationsschub

Den sicheren Sieg vor Augen hat sich Lewis Hamilton am Sonntag in Monte Carlo nach einem taktischen Fehler von Mercedes mit Rang drei begnügen müssen. Der Weltmeister hielt sich danach mit Kritik zurück, versprach aber bereits via Twitter, beim nächsten Rennen in Kanada zurückschlagen zu wollen. Auch sein beim Monaco-Grand-Prix siegreicher Teamkollege Nico Rosberg erwartet für Montreal einen „noch gefährlicheren“ Hamilton.

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Wirtschaft

IWF: China hält Währung nicht mehr künstlich niedrig

China hält seine Landeswährung Renminbi nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht mehr künstlich niedrig. Der Wechselkurs habe sich im vergangenen Jahr so entwickelt, dass nun nicht mehr von einer Unterbewertung gesprochen werden könne, sagte der zuständige IWF-Vizedirektor Markus Rodlauer heute in Peking.

Nach einer Auswertung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat der reale effektive Wechselkurs des Renminibi in den vergangenen fünf Jahren um 33 Prozent zugelegt.

Peking war von seinen westlichen Handelspartnern und vom IWF seit langem vorgeworfen worden, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten, um sich Handelsvorteile zu verschaffen. Denn eine schwache Währung macht chinesische Produkte im Ausland billiger. In den vergangenen Jahren hatte China auch durch diesen Vorteil riesige Handelsüberschüsse eingefahren.

IWF: Peking soll für freien Wechselkurs sorgen

Der IWF rief die Regierung in Peking dennoch dazu auf, in den nächsten zwei, drei Jahren für einen freien Wechselkurs zu sorgen. Zudem sollte China der Wirtschaft weiter unter die Arme greifen, falls diese im laufenden Jahr weniger als 6,5 Prozent wachse. Der IWF selbst rechnet mit einem Plus von 6,8 Prozent 2015 und plus 6,25 Prozent 2016.

Im vergangenen Jahr hatte die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft um 7,4 Prozent zugelegt - das ist für europäische Verhältnisse viel, in China aber der kleinste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert. Anfang dieses Jahres hatte die Wirtschaft erneut Schwung verloren.

„Handelsblatt“: EU prüft Mindeststeuer für Firmen

Die EU-Kommission prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer Mindestbesteuerung für Unternehmen. Die Kommission erwäge, europaweit eine gemeinsame Untergrenze für die Körperschaftsteuer vorzuschreiben, berichtete das deutsche „Handelsblatt“ heute.

Morgen wolle Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit seinen 27 Kommissaren über die künftige Unternehmensbesteuerung in Europa debattieren. Dabei werde auch das Thema Mindeststeuer eine Rolle spielen, hieß es in der Zeitung unter Berufung auf EU-Kreise. Die Körperschaftssteuer ist von Kapitalgesellschaften wie Aktiengesellschaften und GmbHs zu entrichten.

Umdenken durch „Luxleaks“-Affäre

„Deutschland und Frankreich verlangen einen Mindestschwellenwert. Darauf reagieren wir“, zitierte die Zeitung Kommissionskreise in Brüssel. Bisher stand in der Debatte über die Firmenbesteuerung innerhalb der EU die Harmonisierung der Bemessungsgrundlage im Vordergrund. Eingriffe in die Steuersätze lehnen die meisten Mitgliedsländer ab.

„Unter dem Eindruck der Luxleaks-Affäre hat nun aber offenbar ein Umdenken eingesetzt“, hieß es in dem Zeitungsbericht. Vergangenes Jahr war bekanntgeworden, dass Luxemburg ausländische Unternehmen mit der Zusicherung von Steuervergünstigungen ins Land gelockt hatte. Das löste eine Diskussion über unfaire Besteuerungspraktiken aus.

Amazon versteuert nun in mehreren Ländern

Der US-Internethändler Amazon versteuert seine in vier europäischen Ländern erzielten Gewinne inzwischen auch dort. Seit dem 1. Mai würden die Umsätze nicht mehr wie bisher in Luxemburg, sondern in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien verbucht, teilte Amazon heute mit. Frankreich solle bald als fünftes Land folgen.

Das Großherzogtum Luxemburg gilt als Steueroase. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob Amazons Steuerdeal in Luxemburg legal ist. Im Visier sind auch die US-Kaffeehauskette Starbucks und der italienische Autohersteller Fiat.

Chronik

Dschihadismus: 14-Jähriger schuldig gesprochen

In St. Pölten ist heute ein 14-Jähriger vor Gericht gestanden, der in den „Dschihad“ ziehen wollte. Nach kurzer Verhandlung wurde er schuldig gesprochen. Laut Staatsanwalt zeigte der Jugendliche keinerlei Reue und Schuldbewusstsein. Er erhielt zwei Jahre Freiheitsstrafe, davon acht Monate unbedingt.

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Auch in Wien mussten sich heute wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ein 16-jähriges Mädchen und ein 19-Jähriger vor Gericht verantworten. Sie habe für ihren im Dschihad kämpfenden Mann in Syrien „kochen und putzen“ wollen, sagte das Mädchen. Sie wurde freigesprochen.

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Bombe gefunden: 20.000 Kölner müssen Häuser räumen

Wegen eines Bombenfundes am Rhein steht die deutsche Stadt Köln vor der größten Evakuierung ihrer Nachkriegsgeschichte. Rund 20.000 Menschen müssen morgen ihre Wohnungen für die Entschärfung des 20 Zentner schweren Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg verlassen. Viele Häuser der Stadtteile Riehl und Mülheim sollen nach Angaben der Verwaltung evakuiert werden.

Das Gebiet, das geräumt wird, hat einen Radius von einem Kilometer rund um den Fundort der Bombe. Betroffen sind auch 1.300 Bewohner eines Senioren- und Behindertenzentrums. Sie werden vorübergehend in Krankenhäusern und in einem eigens hergerichteten Bereich auf dem Messegelände untergebracht.

Schulen, die in dem Gebiet liegen, bleiben geschlossen, ebenso der Zoo. Die Bombe solle voraussichtlich am Nachmittag entschärft werden, sagte ein Sprecher der Stadt.

Gesundheit

Warnung vor mineralölhaltigen Kosmetika

Die deutsche Stiftung Warentest warnt vor kosmetischen Produkten auf Mineralölbasis. 25 exemplarisch ausgesuchte Kosmetika auf Mineralölbasis seien alle mit kritischen Substanzen belastet gewesen, teilte die Stiftung heute auf ihrer Website mit.

Einige davon gelten als potenziell krebserregend. Die Tester untersuchten nach eigenen Angaben Allzweckcremes, Baby-, Haar- und Lippenpflegeprodukte, Körperöle, Spezialcremes sowie Vaselinen.

„Karzinogenes Risiko“

Auf die potenziell gefährlichen Stoffe wurden die Tester aufmerksam, als sie Körperöle untersuchten. Daraufhin testeten sie weitere Kosmetika und fanden in allen mineralölhaltigen Produkten Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons (MOAH). Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit könnten MOAH ein „karzinogenes Risiko“ darstellen, wie Warentest mitteilte.

„Kein Grund zur Panik“

Allerdings besteht den Testern zufolge kein „Grund zur Panik“, da nicht von einer akuten Gesundheitsgefahr auszugehen sei. Mittel- oder langfristig hingegen sei ein Risiko nicht auszuschließen. Besonders von mineralölhaltigen Lippenpflegeprodukten raten die Tester ab, da Inhaltsstoffe direkt über den Mund in den Körper gelangen könnten. Verbraucher können auf der Verpackung nachlesen, ob Mineralöle für Kosmetika verwendet wurden oder nicht.

Song Contest

Versteigerung der Song-Contest-„Enzis“

Jedem der 40 Song-Contest-Teilnehmerländer wurde heuer ein Hofmöbelstück aus dem MuseumsQuarter (MQ) - besser bekannt als „Enzi“ - gewidmet. Pro „Enzi“ durfte ein heimischer Künstler das Land auf seine eigene Art und Weise interpretieren. Seit Mitte Mai waren die Möbelstücke im MQ ausgestellt, ab morgen werden sie zugunsten von „Nachbar in Not“ für die Erdbebenopfer in Nepal versteigert.

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Science

Forscher verbessern Prognose des Weltraumwetters

Das Wetter auf der Erde vorherzusagen funktioniert mittlerweile ziemlich gut. Im Weltraum ist alles noch viel komplizierter. Anfang 2014 etwa sollte ein gigantischer Sonnensturm auf die Erde treffen. Die Auswirkungen waren aber viel geringer als prognostiziert. Wie eine neue Studie zeigt, lag das daran, dass der Sonnensturm seine Richtung geändert hatte. Ursache dafür waren starke Magnetfelder, die den Sonnensturm von der Erde ablenkten.

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Religion

Kultur

Leute

„Miss Russland“ nackt in Flagge - Ermittlungen

Zu viel Flagge gezeigt: Die „Miss Russland“ Sofia Nikitschuk hat sich nackt in eine russische Fahne gehüllt und damit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausgelöst.

Die 21-Jährige hatte sich für die Mai-Ausgabe des Hochglanzmagazins „Stolnik“ für die Titelseite ablichten lassen. Die Behörden in Jekaterinburg ermitteln nun gegen das Model wegen „Entweihung“ eines russischen Staatssymbols, wie Medien heute berichteten.

Für Magazin keine „Verunglimpfung“

Mit dem Foto sollte an den Sieg der Sowjetunion über den Faschismus vor 70 Jahren erinnert werden. „Der Geschmack des Sieges“, titelten die Blattmacher. Von „Verunglimpfung“ der Flagge will Chefredakteurin Anna Reschetkina nichts wissen. Die Presse habe die Geschichte aufgebauscht, kritisiert sie.

Sofia Nikitschuk soll Russland in diesem Jahr bei der Kür der „Miss World“ im Dezember in China vertreten. Im April war sie in Moskau zur „Miss Russland 2015“ gekrönt worden. Bis dahin war Nikitschuk die Schönheitskönigin von Jekaterinburg, wo sie studiert.