Ausland

Assad schließt jede Kooperation mit Westen aus

Syriens Präsident Baschar al-Assad lehnt jede Zusammenarbeit mit dem Westen ab, solange dieser nicht seine „Verbindungen zum Terrorismus“ kappe. In einer Rede zur Eröffnung einer Konferenz im Außenministerium in Damaskus schloss Assad gestern eine Sicherheitskooperation genauso aus wie die Eröffnung von Botschaften.

Für „einige Staaten, die sagen, dass sie eine Lösung (des Konflikts) anstreben, gibt es keine Rolle“, sagte er nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana.

Regierungstruppen gewinnen Oberhand

Die Syrer hätten in dem Bürgerkrieg einen hohen Preis bezahlt, erklärte Assad weiter: „Aber es ist uns gelungen, das Projekt des Westens zum Scheitern zu bringen.“ Der Kampf gehe dennoch weiter, auch wenn es „Anzeichen des Sieges“ gebe. Syrien habe vom ersten Moment an den Terror bekämpft und werde ihn in Kooperation mit seinen Freunden weiterhin an jedem Ort zerschlagen.

Westliche Staaten wie die USA, Deutschland und Großbritannien hatten ihre Botschaften in Damaskus im Frühjahr 2012 geschlossen. Zuletzt gab es aber immer wieder Spekulationen, sie könnten sich am Wiederaufbau zerstörter Regionen in dem Bürgerkriegsland beteiligen. Syrische Regierungskräfte hatten in den vergangenen Monaten durch militärische Erfolge die Oberhand in dem Konflikt gewinnen können.

Merkel wirft Türkei Missbrauch von Interpol vor

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erleichtert über die Freilassung des deutschen Schriftstellers Dogan Akhanli in Spanien geäußert. Zugleich warf sie der türkischen Regierung gestern im TV-Sender RTL einen Missbrauch von Interpol vor. Ankara hatte via Interpol die Festnahme des türkischstämmigen Akhanli beantragt.

Internationale Einrichtungen wie die grenzübergreifende Polizeibehörde dürften „nicht für so etwas missbraucht“ werden. Die deutsche Bundesregierung stehe in Kontakt zur spanischen Regierung, sagte Merkel.

Ärger über Aufruf Erdogans zu Wahlboykott

Als „völlig unmöglich“ bezeichnete Merkel die Aufforderung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an türkischstämmige Deutsche, nicht nur Bundestagswahl zu gehen. „Ich lade alle ein, hier ihre Stimme abzugeben in einem freien Land. Darauf sind wir stolz“, betonte die Kanzlerin. sie kritisierte generell den Kurs der türkischen Regierung. „Deshalb haben wir unser Türkei-Politik auch massiv geändert.“ Man müsse sich immer weiter Schritte vorbehalten.

Erdogan hatte die türkischstämmigen Wähler in Deutschland aufgefordert, bei der Bundestagswahl nicht für die Parteien der Regierungskoalition oder die Grünen zu stimmen.

Trump stellt neue Afghanistan-Strategie vor

US-Präsident Donald Trump hat eine Entscheidung über das künftige Engagement seines Landes in Afghanistan getroffen. Er will seinen Kurs heute Abend (Ortszeit) in einer Rede an die amerikanischen Truppen und das Volk bekanntgeben, wie das Weiße Haus mitteilte.

Trump war zuletzt mit führenden Köpfen seines Sicherheitsteams zu abschließenden Beratungen zusammengekommen, aber hatte danach lediglich wissen lassen, dass Entscheidungen zu Afghanistan gefallen seien - ohne Details zu nennen.

Auch Abzug gilt als eine Option

In der Mitteilung des Weißen Hauses hieß es, Trump wolle „über den künftigen Pfad beim amerikanischen Engagement in Afghanistan und Südasien informieren“. Er hatte die Militärs mit der Ausarbeitung neuer Pläne beauftragt. Hintergrund sind wachsende Befürchtungen, dass die internationale Koalition und die Sicherheitskräfte der afghanischen Regierung im Kampf gegen Taliban und Al-Kaida zunehmend an Boden verlieren.

Die USA haben derzeit 8.400 Militärangehörige in Afghanistan stationiert. Die strategischen Optionen reichen von einer Aufstockung der Truppen über den umstrittenen Einsatz privater Söldner statt regulärer Soldaten bis hin zu einem Totalabzug. Verteidigungsminister James Mattis hatte im Juni die Befugnis zur Entsendung von 3.800 zusätzlichen Soldaten nach Afghanistan erhalten, aber das mit Blick auf die Ausarbeitung einer breiter angelegten Strategie bisher nicht umgesetzt.

USA und Südkorea beginnen gemeinsame Manöver

Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea starten die USA heute ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sollen daran 17.500 US-Soldaten und 50.000 südkoreanische Soldaten teilnehmen. Im vergangenen Jahr waren noch 25.000 US-Soldaten an den Militärübungen beteiligt.

Nordkorea fühlt sich durch das Manöver bedroht. Pjöngjang warf den USA vor, auf der koreanischen Halbinsel „Öl ins Feuer zu gießen“. Niemand könne garantieren, dass sich das Manöver nicht zu „tatsächlichen Kämpfen“ ausweite, hieß es in der die Staatszeitung „Rodong Sinmun“. Seine Drohung, Raketen in die Umgebung des US-Außengebiet Guam abzufeuern, ließ Nordkorea Machthaber Kim Jong Un kürzlich fallen.

Seehofer beharrt doch auf Flüchtlingsobergrenze

CSU-Chef Horst Seehofer beharrt doch auf einer Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen von maximal 200.000 Menschen pro Jahr. Das sagte der bayrische Ministerpräsident gestern in Berlin, nachdem er sich bei einem ARD-Interview in Agenturberichten falsch verstanden sah. Mit Blick auf mögliche Koalitionsverhandlungen erklärte er, dabei müsse vor allem der Inhalt stimmen: „Wenn anstelle der ‚Obergrenze‘ ‚Kontingent‘ steht, das ist nicht mein Problem.“

„Kein Abrücken von der Obergrenze“

„Wir garantieren, dass dieser Dreiklang kommt: Humanität, Integration, Begrenzung“, sagte Seehofer. „Wenn ich das sage, gilt das. Kein Abrücken von der Obergrenze. Die 200.000 bleiben.“

Zuvor hatte er im ARD-Interview auf die Frage, ob er nicht mehr auf einer Obergrenze als Teil eines Koalitionsvertrages bestehe, geantwortet, die Debatte über die Obergrenze habe bereits zu einer totalen Veränderung geführt, „damit bin ich zufrieden“ - was zunächst als ein Abrücken Seehofers von der Obergrenze interpretiert wurde.

Inland

Kern startete Österreich-Tour für Nationalratswahl

SPÖ-Spitzenkandidat Christian Kern hat gestern Nachmittag in Klagenfurt seine Wahlkampftour quer durch Österreich gestartet. In kurzen Ansprachen schworen sowohl Kern als auch der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) Funktionäre vor der Parteizentrale am Domplatz auf den kommenden Wahlkampf ein.

Kern wird - mit Unterbrechungen - bis 14. Oktober in seinem Wahlkampfbus mit der Aufschrift „Hier kommt der Aufschwung“ in Österreich unterwegs sein. Ziel ist es, bis zum Urnengang im Oktober jeden Wahlkreis in Österreich zu besuchen.

ÖVP schießt sich auf nächsten SPÖ-Mitarbeiter ein

Nach dem gefeuerten Wahlkampfberater Tal Silberstein schießt sich die ÖVP auf den nächsten SPÖ-Mitarbeiter ein. Paul Pöchhacker, der für die Umfrageanalyse zuständig ist, wird ein Tweet aus dem Präsidentschaftswahlkampf vorgeworfen. Darin hatte er dem nach einem Unfall mit einer Behinderung lebenden FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer Helmut Qualtingers „Krüppellied“ gewidmet, sich danach aber entschuldigt.

„Das war ein Fehler“

Kritik am Einsatz Pöchhackers kommt etwa von Barbara Krenn, welche die ÖVP-Liste in der Steiermark anführt. Auf Facebook schrieb die Gastronomin, die im Rollstuhl sitzt: „Ich habe dieses Posting damals als vollkommen jenseitige Aussage und sehr verletzend empfunden. Dass solche Aussagen jetzt jemanden für Höheres qualifizieren, ist schwer zu verdauen.“ Sie glaubt allerdings daran, „dass Menschen sich ändern können, und hoffe schwer, dass das in diesem Fall auch so ist“.

In der SPÖ-Zentrale versuchte man zu beruhigen. „Das war ein Fehler, der Mitarbeiter hat damals den Tweet sofort wieder gelöscht und sich entschuldigt“, hieß es dort auf APA-Anfrage. Neu im Team sei Pöchhacker nicht, es handle es sich um ein „Urgestein“ in der Partei. Zudem sei er nach dem Tweet nicht im Präsidentschaftswahlkampf des damaligen SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Rudolf Hundstorfer involviert gewesen, der sich persönlich bei Hofer entschuldigt hatte. Auch Pöchhacker selbst entschuldigte sich nun persönlich bei Hofer. In einem Brief sprach er von einem „Tweet, dessen Inhalt ich bis heute zutiefst bereue“.

Sport

Bundesliga: Bei Sturm bleibt Demut eine Tugend

Sturm Graz hat mit fünf Siegen in fünf Spielen den besten Saisonstart seit Einführung der Bundesliga im Jahr 1974 hingelegt. Obwohl sie das Team der Stunde sind, bleiben die Steirer mit beiden Beinen auf dem Boden.

„Wir sind sehr demütig“, benannte Trainer Franco Foda jene Tugend, auf die er bei seinen Spielern Wert legt. Gründe für den Höhenflug sind der Konkurrenzkampf in einem qualitativ starken Kader und die Effizienz, wobei Foda sogar noch Luft nach oben sieht.

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Fußball: Alonso lässt Chelsea noch jubeln

Titelverteidiger Chelsea hat in der englischen Premier League den ersten Saisonsieg eingefahren. Die „Blues“, die zum Saisonauftakt gegen Burnley den Kürzeren gezogen hatten, mussten aber gegen Tottenham gestern bis zum Schluss zittern, ehe die drei Punkte im Trockenen waren. Durch ein Eigentor von Michy Batshuayi zum Ausgleich für Tottenham war die Mannschaft von Trainer Antonio Conte kurz vor Schluss noch in Begrängnis geraten, ehe sich der Spanier Marcos Alonso endgültig zum Matchwinner aufschwang.

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Motorsport: Zandvoort wird für Auer zur Enttäuschung

Nach einer guten ersten Saisonhälfte hat Lucas Auer an diesem Rennwochenende im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) einen herben Rückschlag kassiert. Der 22-jährige Tiroler blieb am Sonntag auch im zweiten Lauf in Zandvoort ohne Punkte und fiel damit in der Gesamtwertung vom dritten auf den sechsten Platz zurück.

Dabei lieferte Auer ein starkes Rennen und lag nach einer Aufholjagd schon in den Punkterängen, ehe ihn ein Defekt aussichtslos zurückwarf. Der Sieg ging an Mike Rockenfeller. Der Deutsche profitierte dabei von einer nachträglichen Disqualifikation von Marco Wittmann.

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Wirtschaft

Streit über Turbinen: Siemens-Niederlage in Moskau

Der deutsche Siemens-Konzern hat im Streit über sanktionswidrig auf die Halbinsel Krim gebrachte Gasturbinen eine Niederlage erlitten. Das Moskauer Schiedsgericht lehnte es in einer Eilentscheidung ab, die vier Turbinen zu beschlagnahmen, wie russische Medien heute berichteten.

Siemens hatte die russische Firma Technopromexport verklagt, weil die Gasturbinen entgegen den Lieferverträgen und trotz der EU-Sanktionen auf die 2014 von Russland annektierte ukrainische Halbinsel gebracht worden waren. Siemens verlangt den Rücktransport der Turbinen oder die Rückabwickelung des gesamten Geschäfts.

Die Münchner waren nach eigenen Angaben bei Vertragsabschluss 2015 davon ausgegangen, dass die Ausrüstung an ein Kraftwerk auf der südrussischen Halbinsel Taman geliefert werden sollte. Schon damals berichteten russische Medien jedoch, dass die Turbinen auf die Krim gelangen könnten. Gebaut wurden die Turbinen von der Siemens-Tochter SGTT in St. Petersburg. Moskau beharrt darauf, die Anlagen auf der Krim seien russische Fabrikate. Nach Aufflammen des Streits im Juli hatte Siemens Konsequenzen für sein Russland-Geschäft angekündigt.

Gesperrte Rheintalstrecke als Logistikalptraum

„Derzeit ist zwischen Rastatt und Baden-Baden kein Bahnverkehr möglich.“ Mit diesen Worten informiert die Deutsche Bahn derzeit über die Folgen einer abgesackten Tunnelbaustelle, die weit mehr als eine rein innerdeutsche Zugsstrecke betreffen. Die nun möglicherweise für Wochen blockierte Rheintalstrecke wird allein im Güterverkehr von weit über 100 Zügen pro Tag genutzt, weswegen die Sperre nun auch einem innereuropäischen Logistikalptraum gleichkommt. Offen bleibt, wie es mit dem ohnehin in Verzug geratenen Ausbau der Strecke weitergeht - die hier als Schlüsselprojekt geltende Untertunnelung von Rastatt liegt jedenfalls bis auf Weiteres auf Eis.

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Chronik

Zelt-Einsturz: „Keine Zweifel an Erfüllung der Auflagen“

Laut Oberösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner gibt es keine Zweifel daran, dass beim Feuerwehrfest in der Gemeinde St. Johann am Walde, bei dem durch ein Sturmunglück zwei Menschen starben und weit über hundert verletzt wurden, sämtliche Auflagen und Sicherheitsmaßnahmen beachtet wurden. Zusammen mit weiteren Vertretern der Einsatzkräfte zeigte sich Kronsteiner bei einer Pressekonferenz heute tief betroffen von den Ereignissen, die eine Dimension gehabt hätten, die man auch nicht üben könne. Der Großeinsatz sei dennoch „schnell und ohne Probleme“ verlaufen.

Mehr dazu in „So was noch nie erlebt“

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der heutigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat eine Spielteilnehmer die sechs richtigen Zahlen getippt. Die Gewinnsumme beträgt über 1,7 Mio. Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

7 13 17 18 32 37 / Zusatzzahl 20

Beim Joker wartet in der nächsten Runde ein Jackpot mit knapp 209.000 Euro.

Die richtige Joker-Zahl lautet:

2 1 0 1 4 1

Alle Angaben ohne Gewähr

Evakuierungen wegen Bränden auf dem Peloponnes

Ein Großbrand im Westen der Halbinsel Peloponnes hält seit heute Mittag die griechische Feuerwehr in Atem. Das Feuer wütet in einem Waldgebiet rund 30 Kilometer südlich des antiken Heiligtums Olympia. Weil starker Wind die Flammen im Laufe des Tages weiter anfachte und die Windrichtung immer wieder wechselte, sollten die nahe gelegenen Dörfer Kostomera und Rodina evakuiert werden, berichteten griechische Medien.

Zwischenzeitlich kämpften acht Löschflugzeuge, ein Hubschrauber und 17 Löschfahrzeuge gegen die Flammen, teilte die griechische Feuerwehr per Twitter mit. Ein Löschzug wurde vom Feuer eingekreist, die Besatzung konnte sich retten.

Insgesamt verzeichnete die griechische Feuerwehr am Wochenende landesweit weit über 50 neue Brandherde, unter anderem in der Nähe von Athen sowie auf den Inseln Korfu und Kefalonia.

USA fiebern totaler Sonnenfinsternis entgegen

In den USA grassiert das „Eclipse“-Fieber. Morgen (Ortszeit) wird es in Teilen des Landes nach und nach für etwa zwei Minuten dunkel. Am besten soll die totale Sonnenfinsternis im Nordwesten zu sehen sein. Millionen von Amerikanern wollen „live“ dabei sein, auf den Straßen droht ein Verkehrschaos. Mit Schutzbrillen und Fanartikeln wurden Unsummen umgesetzt. Das Naturschauspiel werde ein „Woodstock mal 200“, heißt es unter Verweis auf das Open-Air-Rockspektakel 1969. Bei den Behörden sorgt der „Eclipse Day“ für gemischte Gefühle.

Mehr dazu in Naturereignis als Megaspektakel

Medien

Breitbart macht deutschen Fußballstar zum Flüchtling

Lukas Podolski, ein Flüchtling aus Nordafrika? Das ultrarechte Nachrichtenportal Breitbart hat sich mit einem Foto des deutschen Fußballweltmeisters blamiert. Der britische Ableger der Seite von Stephen Bannon, dem ehemaligen Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, bebilderte damit einen Bericht über Schleuserkriminalität in Spanien.

Auf dem Foto, das mittlerweile durch ein anderes ersetzt wurde, ist ein gut gelaunter Podolski mit Sonnenbrille und mit zum Victory-Zeichen gespreizten Fingern als Mitfahrer auf einem Jetski zu sehen. Das Bild stammt von der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Rechtliches Nachspiel

Breitbart nutzte das Foto als Symbolbild für einen Artikel, in dem es heißt, die spanische Polizei habe einer Gruppe von Schleusern das Handwerk gelegt, die Menschen per Jetski über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien gebracht haben sollen.

In der Kommentarspalte regten sich Nutzer darüber auf, wie sich ein Flüchtling eine teure Sonnenbrille und Markensportshorts leisten kann. Podolski trägt auf dem Bild unter einer Schwimmweste das Trikot der deutschen Nationalmannschaft.

Das Bild wurde von Breitbart schließlich ausgetauscht. Die Causa hat aber ein rechtliches Nachspiel. Podolski will sich die Verwendung seines Fotos in dem Zusammenhang nicht gefallen lassen. Wie sein Berater der dpa bestätigte, schaltete Podolski einen Anwalt ein.

Kultur

US-Komiker und Bürgerrechtler Dick Gregory gestorben

Der US-amerikanische Komiker und Bürgerrechtler Dick Gregory ist tot. Er starb gestern im Alter von 84 Jahren in einem Krankenhaus in Washington DC wie sein Sohn Christian Gregory auf Instagram mitteilte. Gregory galt als einer der ersten schwarzen Komiker, der in den frühen 1960er Jahren auch vor weißem Publikum auftrat und Erfolge feierte.

Dick Gregory

Reuters/Lucas Jackson

Der 1932 in St. Louis geborene Schauspieler und Satiriker setzte sich in seinen Comedy-Auftritten mit Rassismus und Bigotterie auseinander. Er war in der Bürgerrechtsbewegung Civil Rights Movement um Martin Luther King aktiv und kandidierte 1968 für das Präsidentenamt in den USA. Gregory veröffentlichte auch Alben, schrieb Bücher und trat in Talkshows auf.

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson schrieb auf Twitter: „Er lehrte uns das Lachen. Er lehrte uns das Kämpfen. Er lehrte uns das Leben. Dick Gregory war der Gerechtigkeit verpflichtet. Ich vermisse ihn bereits.“

Science

Wrack von „USS Indianapolis“ nach 72 Jahren entdeckt

72 Jahre nach dem Untergang des US-Kreuzers „USS Indianapolis“ im Zweiten Weltkrieg haben Forscher Teile des seitdem verschollenen Wracks entdeckt. Sie seien in 5,5 Kilometern Tiefe im Pazifik gefunden worden, teilte Microsoft-Mitgründer Paul Allen als Leiter des Forschungsteams gestern mit.

Auf Twitter veröffentlichte Allen Fotos der gefundenen Wrackteile, darunter Aufnahmen des Ankers und der Schiffsglocke. Gleichzeitig kündigte er an, die Suche nach dem restlichen Wrack fortzusetzen. Er hoffe, der Fund helfe allen Überlebenden und den Angehörigen der Opfer, mit der Tragödie abschließen zu können, sagte Allen.

Nur 316 Überlebende

Das US-Kriegsschiff hatte die letzten Teile für die Hiroshima-Atombombe zur Insel Tinian gebracht, als es auf dem Rückweg von japanischen Torpedos getroffen wurde. Der riesige Kreuzer sank am 30. Juli 1945 binnen zwölf Minuten, ohne in der Lage zu sein, einen Notruf abzusetzen.

Von den 1.196 Mann an Bord konnten sich 800 zunächst vom Schiff ins Wasser retten, doch viele ertranken in den kommenden Tagen, wurden von Haien gefressen oder starben an Dehydration. Nur 316 überlebten, von ihnen sind nach Angaben der US-Marine 22 noch heute am Leben.

Am 6. August, nur wenige Tage nach dem Untergang der „USS Indianapolis“, warfen die USA ihre erste Atombombe auf Hiroshima, drei Tage später folgte der zweite Atombombenangriff auf Nagasaki. Sechs Tage danach gab Kaiser Hirohito die bedingungslose Kapitulation des japanischen Kaiserreichs bekannt.

Lifestyle

Panorama

Big Ben schlägt zum letzten Mal vor Renovierung

Der Glockenschlag des Londoner Wahrzeichens Big Ben wird morgen um 12.00 Uhr (13.00 Uhr MESZ) zum vorerst letzten Mal zu hören sein. Damit sollen wichtige Renovierungsarbeiten am Elizabeth Tower, der die 13,7 Tonnen schwere Glocke beherbergt, möglich gemacht werden.

Zunächst hatte es geheißen, das Geläut werde vier Jahre lang ausgesetzt. Nur zu besonderen Anlässen wie Neujahr sollte es noch zu hören sein, wie das britische Parlament mitgeteilt hatte. Doch nach heftigem Protest mehrerer Abgeordneter - sogar Premierministerin Theresa May schaltete sich ein - will sich das Unterhaus nach der Rückkehr aus der Sommerpause im September noch einmal mit dem Thema beschäftigen.

Big Ben ist der Name für die größte von fünf Glocken in dem 96 Meter hohen Elizabeth Tower. Sie schlägt stündlich, die kleineren im Viertelstundentakt. Im Volksmund wird der ganze Turm als Big Ben bezeichnet.

Bizarre Wolkenformation über brasilianischer Stadt

Eine bizarren Wolkenformation über der brasilianischen Stadt Teixeira de Freitas sorgt derzeit für reichlich Erstaunen. Ein vor zwei Tagen auf Instagram veröffentlichtes Video wurde mittlerweile im Sozialen Netz zigfach geteilt.

Seria a formação de um tornado ou a entrada de um meteorito? #natureza #meteorito #tornado

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Das Himmelsspektakel habe rund fünf Minuten gedauert, sagte Joao Paulo Magalhaes, von dem die Aufnahmen stammen. In diversen Medienberichten war von der „Hand Gottes“ die Rede - „Ist das die Apokalypse?“, fragte zudem die britische Boulevardzeitung „Daily Star“.