Ausland

Mogherini zu Spanien-Wahlen: „EU muss sich erneuern“

Nach den spanischen Regional- und Kommunalwahlen am Sonntag ist die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini der Ansicht, dass sich Europa erneuern müsse. „Die Wahlergebnisse in Spanien, Polen, sowie die Nachrichten aus Großbritannien und Griechenland bezeugen, dass wir unsere Art erneuern müssen, Europäer zu sein“, sagte Mogherini gestern in Rom.

„Unsere erste Verantwortung ist, der Geschichte und den Werten unserer Union treu zu bleiben, die auf Verschiedenheit basiert. Unsere Union fußt auf gemeinsame Interessen, sie verteidigt jedoch auch die Vielfältigkeit unseres Kontinentes“, betonte Mogherini. Sie warnte vor einem Konflikt zwischen Europakritikern und Befürwortern der Union.

Rajoys Partei verliert stark

Die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy erlitt bei den Regional- und Kommunalwahlen drastische Stimmeinbußen. Die neue Linkspartei Podemos („Wir können“) errang überraschende Erfolge in den Millionenstädten Madrid und Barcelona.

Zwei Frauen erobern Madrid und Barcelona

Die Kandidatinnen von zwei lokalen Podemos-Bündnissen, Manuela Carmena und Ada Colau, könnten zu den neuen Bürgermeisterinnen der spanischen Hauptstadt und der katalanischen Metropole gewählt werden. Nach den am Montag veröffentlichten Ergebnissen benötigen sie dazu allerdings die Unterstützung anderer Parteien.

Die Wahlen galten als ein wichtiger Test für die landesweite Parlamentswahl im Herbst. Podemos war erst vor gut einem Jahr gegründet worden. Die Partei ist gegen die Sparpolitik der Rajoy-Regierung und versteht sich als eine Schwesterpartei des Linksbündnisses SYRIZA des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Rajoys PP behauptete sich zwar als stärkste Kraft in Spanien, blieb landesweit mit 27,0 Prozent der Stimmen aber um 10,5 Prozentpunkten hinter ihrem Ergebnis von 2011 zurück.

Schwerer Rückschlag für Huthi-Rebellen im Südjemen

Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen haben im Bürgerkrieg einen schweren Rückschlag erlitten. Sunnitische Kämpfer hätten die vom Iran unterstützten Aufständischen weitgehend aus der Stadt Dalea im Süden des Landes vertrieben, berichteten gestern Bewohner und Gegner der Huthis.

Nach zweimonatigen Gefechten, in denen große Teile Daleas zerstört wurden, hätten die sunnitischen Milizen einen wichtigen Militärstützpunkt eingenommen. Rund 40 Huthis seien getötet worden.

Auch Stellvertreterkrieg

Gleichwohl scheint die Gruppe, die im September die Hauptstadt Sanaa im Norden einnahm und rasch nach Süden vorrückte, die Übermacht zu haben. Die Huthis sind Anhänger des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh und reklamieren für sich, gegen Korruption in der Regierung und gegen militante Sunniten zu kämpfen.

Die sunnitischen Milizen wiederum stehen loyal zu Präsident Abd-Rabbo Mansur Hadi, der sich ins Nachbarland Saudi-Arabien abgesetzt hat. Unterstützung erhalten sie von einer von Saudi-Arabien geführten Allianz sunnitischer Länder, die seit Wochen Huthi-Stellungen aus der Luft angreifen. Saudi-Arabien befürchtet, dass sein Erzrivale Iran durch einen Sieg der Huthis im Jemen auf der arabischen Halbinsel Fuß fassen könnte.

139 Massengräber von Flüchtlingen im Dschungel Malaysias

Skrupellose Menschenhändler haben im Grenzgebiet zwischen Malaysia und Thailand womöglich Hunderte Flüchtlinge ermordet oder sterben lassen. Die malaysische Polizei habe dort 139 Gräber und 28 von Schleppern betriebene Dschungelcamps entdeckt, sagte gestern der nationale Polizeichef Khalid Abu Bakar. Es sei noch unklar, wie viele Leichen dort vergraben seien. Bei den Opfern handelt es sich wahrscheinlich um Flüchtlinge aus Burma und Bangladesch. Viele wurden wie Geiseln im Dschungel festgehalten, um ihren Familien Geld abzupressen.

Mehr dazu in Als Geiseln gehalten

Neuer Präsident Duda: Rechtsruck in Polen

Polen bekommt einen neuen Präsidenten: Der nationalkonservative Herausforderer Andrzej Duda hat sich bei der Stichwahl am Sonntag gegen den liberalkonservativen Amtsinhaber Bronislaw Komorowski klar durchgesetzt. Die Wahl Dudas gilt als wichtiges Signal für die Parlamentswahl im Herbst. Polens Rechtskonservative hoffen, die liberale Regierung dann ablösen zu können.

Mehr dazu in Komorowski verliert Stichwahl

US-Kampfjet eskortiert Air-France-Maschine

Nach einer Bombendrohung ist ein französisches Passagierflugzeug von US-Kampffliegern zum Zielort New York eskortiert worden. Die Bombendrohung sei in einem anonymen Anruf ausgesprochen worden, teilte die US-Polizei gestern mit.

Daraufhin sei eine aus Paris kommende Air-France-Maschine am Ende des Fluges von F-15-Kampffliegern der US-Armee eskortiert worden. Die Passagiermaschine sei problemlos auf dem New Yorker Flughafen gelandet. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurde nach Angaben des Fernsehsenders CNN nichts Verdächtiges gefunden.

Nach Landung in „Spezialzone“ gebracht

Nach Angaben der Polizei von Maryland ging der anonyme Anruf in der Früh bei einem Posten in dem US-Bundesstaat ein. „Die Person, die angerufen hat, hat eine Bombendrohung gegen die zivile Luftfahrt ausgestoßen.“

Nach Angaben von Air France in Paris begleiteten die US-Kampfjets etwa eine Stunde lang die Maschine bis hin zur Landung. Auf dem New Yorker Flughafen sei das Flugzeug in eine „Spezialzone“ geleitet worden.

Inland

Abu-Dhabi-Fotos: Österreicher kommt mit Geldstrafe davon

Ein österreichischer Architekt, der verbotenerweise die iranische Botschaft im Emirat Abu Dhabi und weitere Gebäude fotografiert hatte, ist gestern vor Gericht gestanden. Laut Außenministeriumssprecher Martin Weiss kam er mit einer geringen Geldstrafe von etwa 50 Euro davon.

Der Mann war wegen der Fotos mehrere Tage in Haft gewesen und seit Wochen in dem Land festgehalten worden. Ihm hatte auch eine Haftstrafe wegen Terrorismus gedroht. Das Gericht folgte nun jedoch der Argumentation des Angeklagten, dass kein Vorsatz vorlag, da er die Beschilderung übersehen habe.

Der Österreicher darf das Land in etwa zehn Tagen verlassen, sobald die schriftliche Ausfertigung des Urteils vorliegt. Zudem besteht kein Einreiseverbot, weshalb er das Land auch in Zukunft wieder besuchen darf. Der Architekt wurde von der österreichischen Botschaft betreut und ist laut Weiss froh, dass die Angelegenheit damit erledigt ist.

Sondernationalrat zum Thema Kontenöffnung kommt

Bankgeheimnis und Kontenöffnung beschäftigen demnächst den Nationalrat: Team Stronach (TS) und NEOS bringen heute gemeinsam ein Verlangen zur Einberufung einer Sondersitzung ein. Im Zentrum steht die Behandlung eines Dringlichen Antrags zum Thema „Stopp dem Überwachungsstaat: Gläserner Staat statt gläserne Bürgerinnen und Bürger“, wie es heute in einer gemeinsamen Aussendung hieß.

Die beide Oppositionsfraktionen können aufgrund mangelnder Größe nur gemeinsam eine Sondersitzung beantragen. Dabei soll sich Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) den Abgeordneten stellen.

„Willkürliche Schnüffelei“

„Unter dem Deckmäntelchen der Abgabenprüfung bzw. Betrugsbekämpfung im Rahmen der Steuerreform werden Unternehmer und Bürger unter Generalverdacht gestellt“, kritisierte TS-Klubobfrau Waltraud Dietrich. Künftig solle ein vager Verdacht ausreichen, um Konten durch Behörden öffnen zu lassen. „Diese willkürliche Schnüffelei muss gestoppt werden“, so Dietrich.

Ähnlich argumentierte NEOS-Klubobmann Matthias Strolz: Von NEOS gebe es ein klares Bekenntnis zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Schwarzgeldkonten, NEOS akzeptiere aber „keine Öffnung von Konten ohne richterlichen Beschluss. Hier verlangen wir einen Offenbarungseid der Regierungsparteien, aber auch der Grünen, wie viel ihnen die Bürgerrechte noch wert sind.“

Sport

Fußball: Roma nach Sieg im Derby Vizemeister

Roma hat sich mit einem Sieg im Derby gegen Stadtrivale Lazio eine Runde vor Schluss den Vizemeistertitel der italienischen Serie A gesichert. Die Römer haben damit hinter Meister Juventus Turin den zweiten Champions-League-Fixplatz in der Tasche.

Für Lazio war die Niederlage doppelt bitter: Der derzeit Drittplatzierte könnte in der letzten Runde am kommenden Sonntag im direkten Duell gegen Napoli noch auf Rang vier abrutschen und die CL-Quali verpassen.

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Bundesliga: Erleichterung bei Rapid über Rang zwei

Ein 0:0 daheim gegen Abstiegskandidat Wiener Neustadt hat Rapid in der 35. Bundesliga-Runde zur Absicherung des Vizemeistertitels gereicht. Die Erleichterung bei den Hütteldorfern über das Erreichen des zweiten Platzes, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, war dementsprechend groß.

„Wir haben das Potenzial, auch große Gegner zu ärgern oder zu besiegen“, meinte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann zur bevorstehenden Aufgabe im Europacup.

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EM-Qualifikation: Alaba fehlt gegen Russland

ÖFB-Teamchef Marcel Koller wird David Alaba für das EM-Qualifikationsspiel am 14. Juni in Moskau nicht nominieren. Das Risiko einer neuerlichen Verletzung des 22-jährigen Bayern-Stars, der sich am 31. März gegen Bosnien-Herzegowina einen Innenbandriss im linken Knie zugezogen hatte, wäre zu hoch.

„Der momentane Gesundheitszustand sowie auch unsere Verantwortung gegenüber David haben letztendlich zur Überzeugung geführt, dass das die beste Lösung für ihn ist“, wurde Koller gestern in einer ÖFB-Aussendung zitiert.

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Wirtschaft

Italien: Was Österreicher an der Adria ausgeben

750 Millionen Euro werden Österreicher und Deutsche an den norditalienischen Adria-Stränden in diesem Jahr ausgeben. Gerechnet wird mit 60 Millionen Übernachtungen in den Ferienorten in Friaul und Veneto, geht aus einer Studie des italienischen Verbands „Think Tank Nord Est“ hervor. Das sind ein Drittel aller Übernachtungen ausländischer Touristen in der Gegend.

Klar die größte Gruppe

Österreichische und deutsche Besucher sind die stärkste ausländische Touristengruppe an den Adria-Stränden in Veneto und Friaul. Sie machen durchschnittlich 60 Prozent aller Urlauber aus, in einigen Ortschaften wächst dieser Prozentsatz auf 75 Prozent. Zu den beliebtesten Badeortschaften deutschsprachiger Touristen zählen San Michele al Tagliamento, Caorle, Eraclea, Jesolo, Cavallino Treporti, Chioggia, Rosolina, Bibione, Lignano Sabbiadoro und Grado hervor, ergab die Studie.

„Österreicher und Deutsche sind die wichtigsten Kunden für die Badeortschaften an der nördlichen Adria. Sie schätzen unser touristisches Angebot besonders. Wir wollen jedoch versuchen, Touristen auch aus Ost- und Nordeuropa zu gewinnen“, sagte der Präsident des Verbands, Antonio Ferrarelli.

Chronik

Schwechater Securitys schmuggelten Flüchtlinge auf Flüge

Sechs Mitarbeiter einer privaten Securityfirma am Flughafen Wien-Schwechat sollen Flüchtlinge in die USA und nach Großbritannien geschmuggelt haben. Sie wurden festgenommen. Das berichtete der „Kurier“ (Dienstag-Ausgabe). Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, bestätigte den Fall gegenüber der APA.

Laut dem Artikel sollen die Verdächtigen, von denen zwei in Untersuchungshaft sitzen und vier auf freiem Fuß sind, die Flüchtlinge an den Pass- und Sicherheitskontrollen vorbeigeschmuggelt haben. Dadurch soll ihnen die illegale Einreise in die USA und nach Großbritannien ermöglicht worden sein.

Tausende Euro kassiert

Die Sicherheitsmitarbeiter haben im Auftrag der AUA zusätzliche Ausreisekontrollen durchgeführt. Auf die Namen von Freunden und Bekannten sollen sie Flugtickets gelöst haben, diese Personen am Abreisetag einchecken und durch die Sicherheitskontrollen gehen lassen.

Im Flughafengebäude warteten dann die Flüchtlinge, es wurden die Tickets ausgetauscht, berichtete der „Kurier“. So gelangten die Personen dann unbemerkt an Bord der Flugzeuge. Laut dem Zeitungsbericht sollen die Schlepper zwischen 7.000 und 9.000 Euro pro Person kassiert haben - in zumindest elf Fällen.

D: Wasserhähne aus neuem Innenministerium gestohlen

Im neu errichteten deutschen Innenministerium in Berlin haben laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe) unbekannte Diebe im großen Stil Wasserhähne und andere Sanitärausstattung gestohlen. Bei der Polizei seien 34 Strafanzeigen eingegangen, schreibt das Blatt.

Die Polizeipressestelle in Berlin konnte dies am Montagabend zunächst nicht bestätigen und sich auch ansonsten nicht zu dem Sachverhalt äußern. Erst im März war in der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in der Hauptstadt der Diebstahl von Wasserhähnen entdeckt worden. Dort zogen die Taten einen schweren Wasserschaden nach sich.

Im Neubau des Innenministeriums hatte dagegen das Entwenden von Wasserhähnen, Klobrillen oder auch Toilettenpapierhaltern laut Zeitung keine ernsteren Folgen. Zum genauen Zeitpunkt des Diebstahls gibt es keine Angaben. Die Mitarbeiter des Ministeriums waren Ende April in das neue Gebäude in Alt-Moabit gezogen. Die Höhe des Sachschadens sei noch unklar. Inzwischen seien alle Sanitäranlagen wieder komplett ausgestattet und benutzbar.

Sieben bisher unbekannte Wracks vor Estland gefunden

Minensucher haben vor der Küste Estlands neben Munitionsaltlasten auch sieben bisher unbekannte Wracks am Ostseegrund geortet. Demnach wurden nahe der Inseln Saaremaa und Muhu ein Frachtschiff und ein Landungsboot sowie ein U-Boot und ein Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. In der Bucht von Tallinn wurden zudem die Überreste eines Segelschiffs gefunden.

Zwei weitere Wracks seien noch nicht identifiziert, berichtete der estnische Rundfunk. Die Daten zu den Funden sollen dem estnischen Meeresmuseum übergeben werden.

Vulkan auf Galapagos ausgebrochen

Der Vulkan Wolf auf dem Galapagos-Archipel ist ausgebrochen. Der 1.707 Meter hohe Vulkan auf der Insel Isabela hat gestern Früh (Ortszeit) Lava gespuckt, wie die Behörden des Nationalparks Galapagos mitteilten. Der Lavafluss laufe auf dem südöstlichen Hang.

Auf dem Nordwesthang lebt die weltweit einzige Kolonie der Rosada Drusenköpfe (Conolophus marthae), der rosa Landleguane der Galapagosinseln. Auch gelbe Leguane und Riesenschildkröten (Chelonoidis becky) leben auf dem nördlichen Vulkanhang. Sie seien zur Zeit von der Eruption nicht gefährdet.

Letzter Ausbruch 1982

Der Vulkan, die größte Anhöhe des Archipels, war zuletzt 1982 ausgebrochen. Die touristischen Ausflüge auf der Insel Isabela gingen vorerst weiter. Die nächste Ortschaft Puerto Villamil mit ihren 2200 Einwohnern liegt 115 Kilometer südlich des Kraters. Die Galapagos-Inseln, die etwa 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors liegen, wurden 1978 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Viele Tier- und Pflanzenarten kommen weltweit nur dort vor.

Kultur

„Jephta“: Liebe, Krieg und Kastration

Kann man ein Oratorium als Beinahe-Oper bringen? Ja, sagt die gefeierte US-Amerikanerin Lydia Steier und stellt bei den Festwochen Händels Spätwerk „Jephta“ über einen Vater, der für den Kriegserfolg die Tochter opfern soll, auf die Bretter eines langen Studiertisches. Dort treffen sich Liebende, die Familie und auch ein Therapeut - oder sagen wir gleich: Gott. Viel Applaus für ein gesungenes Psychodrama, das bei aller szenischen Virulenz dann doch den Holzhammer der Deutung mit dabei hatte.

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Back to the Roots ohne Google

Braucht man in Kuba Internet? Nein, sagen Autor Rogelio Orizondo und Regisseur Carlos Diaz. Nachgoogeln kann man auch im Werk des Nationalhelden und Dichters Jose Marti. Bei der Premiere und dem ersten Europagastspiel von „Antigonon“ entfalten sie ein breites, bildreiches Panorama der kubanischen Gesellschaft. Vor einer Revolution. Auch der digitalen.

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Song Contest

Das Megaevent in Zahlen

Der Song Contest ist die größte TV-Unterhaltungsshow der Welt. Das lässt sich auch in Zahlen ausdrücken - und die sind schon ziemlich beeindruckend. Schließlich haben in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten Tausende Menschen zusammengearbeitet, um das Spektakel auf die Beine zu stellen, das Samstagabend mit dem Sieg von Mans Zelmerlöw aus Schweden seinen krönenden Abschluss fand.

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Leute

Moskau ehrt Wladimir Wyssozki mit Straßennamen

Die russische Liedermacher-Legende Wladimir Wyssozki (1938-1980) wird in Moskau postum mit einem Straßennamen geehrt. Eine Kommission der russischen Hauptstadt habe entschieden, eine Straße in der Nähe des einflussreichen Taganka-Theaters nach dem Künstler zu benennen, sagte ein Behördensprecher gestern der Agentur TASS zufolge.

Auf der Bühne hatte Wyssozki unter anderem als Hamlet begeistert. Als Gitarrist und Sänger schrieb er mehr als 600 Lieder und griff in seinen Versen trotz des Drucks des Sowjetregimes brisante Themen auf.

Begräbnis als Demonstration

Wissozki war unter der Herrschaft Leonid Breschnjews ein Idol jener, die sich der staatlich verordneten Ideologie und Kultur nicht widerstandslos zu fügen bereit waren. In seinen mit rauer Stimme zu Gitarrenbegleitung dargebotenen Liedern besang er die Probleme des Individuums in einer kollektivistisch orientierten Gesellschaft.

Er starb 1980 im Alter von nur 42 Jahren an einem Herzanfall, mitverursacht durch seine schwere Alkoholkrankheit. Obwohl sein Tod von den sowjetischen Medien zunächst verschwiegen wurde, verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer und sein Begräbnis geriet mit zehntausenden Trauergästen zur größten nicht staatlich angeordneten Demonstration, die Moskau bis dahin gesehen hatte.

Lifestyle

„Solar Impulse“ kann doch nicht starten

Das Schweizer Solarflugzeug „Solar Impulse“ kann doch nicht weiterfliegen. Der für heute Abend geplante Abflug sei wegen schlechten Wetters verschoben worden, teilte das „Solar Impulse“-Team gestern mit. In der Nacht hatten die Verantwortlichen noch verlauten lassen, das Solarflugzeug könne am Abend zur nächsten Etappe über den Pazifik abheben.

Die geplante Strecke vom chinesischen Nanjing nach Hawaii ist die längste bisher und soll fünf Tage dauern. Wegen einer Kaltfront über dem Pazifik hätte sich die Flugdauer auf sieben Tage verlängert, hieß es in der Mitteilung. Das wäre für den Piloten Andre Borschberg kritisch geworden.

Zudem seien am ersten Flugtag Wolken aufgekommen, wodurch „Solar Impulse“ seine Solarzellen nur beschränkt hätte aufladen können, hieß es. Der Abflug war schon mehrmals verschoben worden. Das Pionierfluggerät, dessen vier Elektromotoren von 17.000 Solarzellen betrieben werden, hätte eigentlich schon am 5. Mai China verlassen sollen.