Ausland

70 Jahre Befreiung von KZ Dachau: Warnung vor Rassismus

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau haben Vertreter der Überlebenden und des Judentums in Deutschland vor einem Wiederaufleben von Rassismus und Antisemitismus gewarnt.

„Wenn ich darauf blicke, wie heute einige Bürger gegen Flüchtlinge hetzen oder wie abwertend über Juden gesprochen wird, dann frage ich mich: Wie sehr ist das hohe Gut der Menschenwürde eigentlich noch in den Köpfen verankert?“, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, heute bei der Gedenkveranstaltung in Dachau.

Zahlreiche Gäste trafen heute zur Gedenkfeier im ehemaligen Konzentrationslager Dachau ein. (iptv.ORF.at)

Merkel dankt Zeitzeugen

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel dankte in ihrer Rede den Überlebenden für ihr Engagement als Zeitzeugen. „Es ist ein großes Glück, dass Menschen wie Sie bereit sind, uns ihre Lebensgeschichten zu erzählen, das unendliche Leid, das Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus über sie gebracht hat.“

Merkel wandte sich damit an die angereisten Überlebenden, die in berührenden Reden ihre Erinnerungen schilderten. Erst damit bekämen nackte Zahlen ein Gesicht, so Merkel.

Saudi-Arabien: Kein Einsatz von Bodentruppen im Jemen

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition hat nach Angaben eines Sprechers keine größere Offensive im Jemen eingeleitet. Damit reagierte das Bündnis heute auf einen Zeitungsbericht, dem zufolge „arabische Bodentruppen“ in der südjemenitischen Hafenstadt Aden eingetroffen seien und in die Kämpfe gegen die Huthi-Rebellen eingegriffen hätten.

Saudi-Arabien bekämpft seit Ende März an der Spitze einer überwiegend sunnitischen Militärallianz die Rebellen der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen. Bisher waren die Huthi-Stellungen nur aus der Luft angegriffen worden, Bodentruppen kamen nicht zum Einsatz. Vor einigen Tagen hatte das Außenministerium in Riad mitgeteilt, dass saudi-arabische Bodentruppen einen Huthi-Angriff an der Grenze zwischen beiden Ländern abgewehrt hätten.

HRW: Streubomben im Jemen

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition unterdessen den Einsatz geächteter Streumunition aus US-Beständen im Jemen vor.

Unter anderem Fotos und ein Video zeigten, dass entsprechende Bomben in den vergangenen Wochen bei Luftangriffen auf Stellungen der Huthi-Miliz im Norden des Landes abgeworfen worden seien, so HRW heute. Laut Satellitenbildern seien Bombensplitter auf einer landwirtschaftlichen Fläche wenige hundert Meter von bewohntem Gebiet niedergegangen.

Internationales Verbot seit 2008

Streubomben setzen Hunderte kleinerer Bomben frei. Viele Blindgänger explodieren jedoch erst Jahre später. Genau wie Landminen geht die Munition bei Berührung in die Luft - wer nicht sofort getötet wird, wird meist schwer verstümmelt.

Nach einem von 116 Staaten unterzeichneten Vertrag aus dem Jahr 2008 ist Streumunition international verboten. Saudi-Arabien, die USA und der Jemen schlossen sich dem Abkommen jedoch bisher nicht an. Saudi-Arabien bekämpft seit Wochen an der Spitze einer überwiegend sunnitischen Militärallianz die Rebellen der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen.

NATO richtet direkten Draht zu russischem Militär ein

Die NATO verfügt erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges wieder über einen direkten Draht zum russischen Militär. „Sowohl der Oberbefehlshaber für Europa als auch der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses haben die Erlaubnis, sich mit ihren russischen Kollegen in Verbindung zu setzen“, bestätigte die NATO der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Die Kommunikationskanäle seien jederzeit offen und würden regelmäßig getestet. Wann das System aktiviert wurde, ließ die NATO zunächst offen. Wie die Zeitung unter Berufung auf eine „nationale Delegation“ berichtete, wurden der russischen Seite in der vergangenen Woche Kontaktnummern übermittelt.

Auslöser ist Ukraine-Krise

Der Vorgang wurde als „geheim“ eingestuft. Er geht zurück auf eine Initiative des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier. Dieser hatte aufgrund der Spannungen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise im Dezember angeregt, wieder eine regelmäßige Verbindung für Krisenfälle einzurichten.

Die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten hatten nach der Kuba-Krise von 1962 eine ständige Fernschreiberverbindung - das sogenannte Rote Telefon - zwischen ihren Militärs eingerichtet.

Ukraine: Separatisten melden Bruch der Waffenruhe

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe hat es im Krisengebiet Ostukraine laut Angaben der prorussischen Separatisten heftige Angriffe seitens der Armee gegeben. Regierungseinheiten hätten die Separatistenhochburg Donezk mehrfach unter Feuer genommen, teilten die Separatisten heute mit.

Die Armee habe dabei auch aus Panzern sowie mit Artillerie und anderen schweren Waffen geschossen, die laut Friedensabkommen abgezogen sein müssten. Man habe das Feuer nicht erwidert, so Separatistenführer Eduard Bassurin. Angaben über Opfer gab es nicht.

Lawrow: „Grober Verstoß“ gegen Friedensabkommen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte den Beschuss als „groben Verstoß“ gegen das Friedensabkommen von Mitte Februar. Lawrow rief den serbischen Außenminister Ivica Dacic als amtierenden Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in einem Telefonat auf, Druck auf die ukrainische Regierung auszuüben. Die OSZE zeigte sich ihrerseits beunruhigt über den wiederholten Beschuss ihrer Beobachter in der Unruheregion.

Von der prowestlichen Führung in Kiew gab es zunächst keine Stellungnahme. Ein Armeesprecher hatte gestern den Separatisten den Beschuss von Stellungen bei Lugansk vorgeworfen. Dabei sei mindestens eine Frau getötet worden, hieß es.

13 Tote bei Autobombenanschlag in Bagdad

Bei einem Bombenanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind gestern mindestens 13 Menschen getötet worden.

Nach Angaben der Polizei detonierte am Abend ein mit Sprengstoff beladener Wagen vor einem Restaurant des beliebten Ausgehviertels Karrada. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden.

Bagdad wird nach wie vor von Anschlägen erschüttert, auch wenn ihre Anzahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen hat. Hinter den meisten steht die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Erst im Februar hatten die Behörden eine seit Jahren für Bagdad geltende nächtliche Ausgangssperre wieder aufgehoben.

Baltimore: Proteste gegen Polizeigewalt dauern an

Wie seit Tagen haben auch gestern wieder Tausende Menschen in der US-Ostküstenstadt Baltimore gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstriert. An der Kundgebung nahmen rund 3.000 Menschen teil, deutlich weniger als die von den Organisatoren erwarteten 10.000 Demonstranten.

Schon in der Früh waren Hunderte Menschen durch die Straßen marschiert, darunter kommunale und kirchliche Führungspersonen. Auch in anderen US-Städten gab es Demonstrationen.

Streckenweise herrschte eine fröhliche Atmosphäre: Viele Demonstranten feierten die Entscheidung der Staatsanwaltschaft vom Vortag, nach dem Tod eines 25-jährigen Afroamerikaners in Polizeigewahrsam Strafverfahren gegen sechs Polizisten einzuleiten. Der schwarze Bürgerrechtler Malik Shabazz rief die zuständige Staatsanwältin Marilyn Mosby auf, entschlossen zu bleiben.

Haftbefehle gegen sechs Polizisten

Der 25-jährige Freddie Gray hatte nach seiner Festnahme Mitte April so schwere Verletzungen erlitten, dass er eine Woche später starb. Nach tagelangen teils gewaltsamen Demonstrationen erließ die Staatsanwaltschaft am Freitag Haftbefehle gegen sechs Polizisten wegen Grays Tod.

Sie legt dem Fahrer des Gefangenentransporters unter anderem Mord mit bedingtem Vorsatz zur Last, die Vorwürfe gegen die fünf anderen Polizisten reichen von Amtsverletzung über Freiheitsberaubung und Körperverletzung bis zu fahrlässiger Tötung. Sie werden am 27. Mai einem Richter vorgeführt.

Inland

Maturaauftakt ohne Zentralmatura

Ohne Zentralmatura erfolgt morgen der Start in die beiden Reifeprüfungswochen an den AHS. An diesem Tag werden das Fach Russisch sowie an vielen Schulen jene Gegenstände wie etwa Informatik, Biologie und Physik abgeprüft, für die es keine zentral vorgegebenen Aufgabenstellungen gibt. Am Dienstag beginnt dann mit Deutsch die Zentralmatura.

Nicht in allen schriftlichen Prüfungsfächern gibt es zentral vorgegebene Aufgabenstellungen: So erstellt das Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) nur für die Fächer Deutsch (bzw. die anderen Unterrichtssprachen Slowenisch, Kroatisch und Ungarisch), Mathematik, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch und Latein die Aufgabentexte.

Damit sind die verpflichtenden sowie die im Regelfall meistgewählten Fächer abgedeckt. In allen anderen Gegenständen erarbeiten weiter die jeweiligen Fachlehrer die Maturabeispiele und reichen diese bei den Landesschulräten zur Genehmigung ein.

Zentralmatura startet mit Deutsch

Start der an den AHS erstmals österreichweit verpflichtenden Zentralmatura ist dann am Dienstag mit dem Fach Deutsch. Es folgen Englisch (6.), Spanisch bzw. die Volksgruppensprachen (jeweils 7.), Französisch (8.), Mathematik (11.), Italienisch (12.) sowie Latein bzw. Griechisch (13. Mai).

Die Klausuren dauern 270 Minuten (Ausnahme: Deutsch bzw. andere Unterrichtssprache mit 300 Minuten), die Beispiele werden am Tag nach der Prüfung auf der BIFIE-Homepage veröffentlicht.

93 BHS testen Zentralmatura

Komplizierter läuft es an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS), wo die neue Matura - mit einigen Unterschieden zu den AHS - zwar erst ab 2015/16 verpflichtend wird. Allerdings erproben an 93 BHS bereits heuer rund 7.000 Schüler im Rahmen von Schulversuchen die Zentralmatura in einem oder mehreren Fächern: Dort gibt es bei den Aufgaben zusätzlich noch Differenzierungen nach Schultyp (zum Beispiel HAK, HTL) bzw. sogar innerhalb des Schultyps (etwa innerhalb der HTL in Angewandter Mathematik entsprechend unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten wie Elektronik und Maschinenbau).

Heinisch-Hosek von Gelingen überzeugt

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ist „zutiefst überzeugt“, dass die Zentralmatura gelingen wird. In der Ö1-Sendun „Im Journal zu Gast“ ging die Ressortchefin gestern davon aus, dass die Ergebnisse nicht von den Reifeprüfungen der vergangenen Jahre abweichen werden.

Bezüglich der Vorbereitungen der Matura durch das Bildungsinstitut BIFIE meinte die Ministerin, hier volles Vertrauen zu haben. Ungeachtet dessen deutete sie ein weiteres Mal an, die Zentralmatura vom BIFIE ins Ministerium zurückholen zu wollen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

„Nachtwölfe“ legten in Wien Kranz nieder

Die Tour der umstrittenen, putintreuen Motorradgruppe „Nachtwölfe“ von Moskau nach Berlin ist von einer Welle der Kritik begleitet gewesen. Polen hatte die Einreise verweigert, auch Deutschland will führende „Nachtwölfe“ nicht einreisen lassen. Entsprechend zersplittert ist die Gruppe inzwischen.

In Österreich wurde die Einreise der „Nachtwölfe“ weniger problematisch gesehen. Sie wurden gestern auf dem Weg von der Slowakei nach Wien von der Polizei begleitet. Zwei Mitglieder der Gruppe legten am Abend beim Russendenkmal einen Kranz nieder.

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Wirtschaft

Zeitung: Griechenland kommt Geldgebern weiter entgegen

Griechenland ist im Schuldenstreit seinen Geldgebern einem Pressebericht zufolge weiter entgegengekommen. Bei den Gesprächen beider Seiten sei am Freitagabend in Brüssel eine Reform der Mehrwertsteuer ins Auge gefasst worden, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Dem Bericht zufolge sollen die verschiedenen Sätze vereinheitlicht und die Ausnahmen begrenzt werden. Die griechische Regierung hatte zuletzt angedeutet, in diesem Punkt wie etwa auch bei Privatisierungen den Forderungen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) nachzugeben.

Die Gespräche seien als konstruktiv und ermutigend beschrieben worden, so die Zeitung weiter. Es sei aber noch zu früh, um abzuschätzen, ob bis zur nächsten regulären Sitzung der Euro-Finanzminister am 11. Mai eine Übereinkunft erzielt werden könne.

Varoufakis: Griechenland kommt auch ohne Kredit aus

„Selbstverständlich“ sei sein Land auch ohne neuen Milliardenkredit überlebensfähig, sagte der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis unterdessen der Zeitung „Efimerida ton syndakton“. Eine der Voraussetzungen sei allerdings „eine bedeutende Umstrukturierung der Schulden“.

Das von der Pleite bedrohte Griechenland und die internationalen Geldgeber verhandeln seit Wochen über eine Auszahlung der letzten Tranche der Hilfskredite über 7,2 Milliarden Euro. Die Beratungen sollen heute abgeschlossen werden. Die Geldgeber verlangen von der griechischen Regierung belastbare Vorschläge für Reformen und Einsparungen.

Warnung vor Stromausfall bei „Dreamliner“

Mit brennenden Batterien, Rissen in der Frontscheibe und defekten Toiletten hatte die Langstreckenmaschine 787 „Dreamliner“ von Boeing bereits für eine aufsehenerregende Pannenserie gesorgt, die 2013 sogar zu einem dreimonatigen Flugverbot geführt hatte. Nun gibt es erneut eine Panne.

Die US-Luftfahrtbehörde (FAA) warnt, dass ein Softwarefehler zu einem Stromausfall auch bei der Steuerung der Maschine führen könnte.

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Putin ratifiziert Abkommen für 100-Mrd.-Dollar-BRICS-Fonds

Der russische Präsident Wladimir Putin hat gestern das Abkommen über einen gemeinsamen Fonds der Gruppe der aufstrebenden Schwellenländer BRICS unterzeichnet. Das meldete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf den Kreml. Der Gruppe gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika an.

Auf ihrem Gipfeltreffen im Juli 2014 im brasilianischen Fortaleza vereinbarten die BRICS-Staaten, einen Währungsfonds für Krisenzeiten im Umfang von 100 Milliarden Dollar (89,2 Mrd. Euro) einzurichten. Beschlossen wurde außerdem die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank mit Sitz in Schanghai, die 2016 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Mit beiden Institutionen schafft die Staatengruppe ein Gegengewicht zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF), wo sie sich nicht ausreichend vertreten sieht. Im IWF soll den Schwellenländern über eine Neuverteilung der Stimmrechte mehr Einfluss gegeben werden, allerdings kommt diese Reform nur schleppend voran.

Russland will sich an dem Fonds ebenso wie Indien und Brasilien mit 18 Milliarden Dollar beteiligen, Südafrika hat fünf Milliarden Dollar zugesagt, China will 41 Milliarden Dollar beisteuern. Die BRICS-Gruppe repräsentiert 40 Prozent der Weltbevölkerung und ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Planeten.

Sport

Bundesliga: Sturm mit „Power“ gegen Rapid

Zum Abschluss der 31. Bundesliga-Runde steigt heute (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) der Schlager zwischen Sturm Graz und Rapid. Der Kampf um Platz zwei, der zur CL-Qualifikation berechtigt, geht damit in die heiße Phase.

Sturm-Coach Franco Foda setzt auf das gestiegene Selbstvertrauen und den Heimvorteil in der ausverkauften UPC-Arena. „Meine Mannschaft entwickelt viel Power“, nennt Foda die Vorzüge seines Teams. Rapid-Coach Zoran Barisic verspricht einen harten Kampf und freut sich auf ein „super Spiel“.

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Boxen: Mayweather schlägt Pacquiao im Millionenkampf

Der „Boxkampf des Jahrhunderts“ hat gestern Abend in Las Vegas mit dem Sieg von Floyd Mayweather geendet. Der US-Amerikaner setzte sich im höchstdotierten Duell der Geschichte gegen Manny Pacquiao von den Philippinen klar nach Punkten durch.

Die Entscheidung fiel einstimmig aus und bescherte dem Sieger neben kolportieren 140 bis 180 Millionen US-Dollar auch den WBO-Gürtel im Weltergewicht. Weltmeister der Verbände WBC und WBA war Mayweather schon vor dem Kampf gewesen.

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Fußball: Chelsea hat den Sekt eingekühlt

Gibt es keine große Überraschung, so darf Chelsea heute den fünften englischen Meistertitel bejubeln. Bei einem Heimsieg der „Blues“ gegen Crystal Palace wäre auch der letzte Verfolger Arsenal endgültig abgehängt. Für Chelsea wäre es der erste Titelgewinn in der Premier League seit 2010, für Startrainer Jose Mourinho der bereits dritte mit den Londonern nach 2005 und 2006.

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Chronik

Tote nach Überschwemmungen in Australien

Nach heftigen Stürmen und Regenfällen sind im Nordosten Australiens am Wochenende mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben von gestern starben ein Mann, eine Frau und ein Kind in Caboolture nördlich von Brisbane in einem Auto, als dieses von den Fluten weggespült wurde.

Bei einem ähnlichen Unglück kam in der Stadt ein 49-jähriger Autofahrer ums Leben, während eine 21-Jährige und ein 16-Jähriger überlebten. In einem dritten Auto starb den Angaben zufolge ein 75-jähriger Mann. Nach Angaben von heute wurde zudem ein sechsjähriger Bub bei einem Spaziergang mit seiner Familie an einem Strand von starken Wellen ins Meer gerissen. Er wurde zwar von Fischern geborgen, starb aber später im Krankenhaus.

Die Region war am Freitagnachmittag von heftigen Regenfällen getroffen worden. Zahlreiche Straßen standen unter Wasser, viele Häuser waren ohne Strom. Die Polizei warnte davor, überflutete Straßen zu befahren. Der Wetterdienst erwartete bis morgen eine Wetterberuhigung.

Religion

Kardinal besucht muslimische Flüchtlinge in Bagdad

Kardinal Leonardo Sandri, ein ranghoher Mitarbeiter von Papst Franziskus hat in der irakischen Hauptstadt Bagdad rund 1.000 muslimische Flüchtlinge in einer Moschee besucht. Sandri, Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation, überbrachte den Sunniten, die vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der Provinz Anbar geflohen sind, gestern Grüße des Papstes und eine Geldspende.

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Kultur

Ballettstar Maja Plissezkaja gestorben

Der weltberühmte Balletttänzerin Maja Plissezkaja ist tot. Wie das Moskauer Bolschoi-Theater mitteilte, starb die ehemalige Primaballerina des Bolschoi und Choreografin am Samstag im Alter von 89 Jahren an einem Herzinfarkt.

Der sterbende Schwan war Plissezkajas Glanzrolle, mit der sie bis ins hohe Alter im In- und Ausland brillierte. Auch in den Rollen von Carmen, Anna Karenina, Aschenputtel und Giselle begeisterte sie ihr Publikum. Sie galt als eine der bedeutendsten Ballerinen des 20. Jahrhunderts und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. In der Sowjetunion war sie die einzige von zwei Tänzerinnen, die den Titel „Prima ballerina assoluta“ erhielt.

Tanz im Kreml mit 80 Jahren

Die am 20. November 1925 in Moskau geborene Plissezkaja war mit dem Komponisten Rodion Schtschedrin verheiratet. Sie stammte aus einer russisch-jüdischen Familie. Ihr Vater wurde Ende der 30er Jahre unter Diktator Josef Stalin erschossen, die Bestätigung seines Tods erfolgte erst Jahrzehnte später. Ihre Mutter, eine Filmschauspielerin, wurde als Frau eines „Volksfeinds“ nach Kasachstan deportiert. Dem Bolschoi-Ensemble trat Plissezkaja 1943 bei.

Die willensstarke Tänzerin forderte mehrfach die Sowjetbürokratie heraus - beispielsweise indem sie in das Repertoire des Bolschoi Choreografien von Maurice Bejart aufnahm, die einige Kulturfunktionäre nicht goutierten. Der Franzose widmete ihr das Ballett „Ave Maja“, das sie 2005 mit 80 Jahren im Kreml tanzte.

Bestsellerautorin Ruth Rendell ist tot

Der von ihr geschaffene Scotland-Yard-Ermittler Reginald Wexford hat sie weltberühmt gemacht - nun ist die gefeierte Krimiautorin Ruth Rendell im Alter von 85 Jahren gestorben. Teils unter dem Pseudonym Barbara Vine, teils unter ihrem echten Namen veröffentlichte Rendell mehr als 60 Romane. Die Bestsellerautorin war auch politisch aktiv und saß seit 1997 im britischen Oberhaus.

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Leute

Kate und William zeigen Baby der Öffentlichkeit

Noch hat die gestern geborene Tochter von Prinz William und seiner Frau Kate keinen Namen. Doch wurde sie bereits der Öffentlichkeit gezeigt. Etwa zehn Stunden nach der Geburt verließ Kate gestern Abend das Krankenhaus. Zahlreiche jubelnde Schaulustige konnten einen Blick auf die junge Familie erhaschen.

Der erstgeborene Prinz George war bereits zu Hause. Er durfte zuvor seine Schwester im Spital besuchen und absolvierte auf dem Weg ins Krankenhaus den ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Geburt.

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Silicon-Valley-Unternehmer Goldberg unerwartet gestorben

Der Internetunternehmer David Goldberg, der auch als Ehemann von Facebook-Topmanagerin Sheryl Sandberg im Rampenlicht stand, ist überraschend im Alter von 47 Jahren gestorben. Seine Familie und das von ihm geführte Unternehmen SurveyMonkey gaben den Tod Goldbergs gestern bekannt.

Goldberg hatte in den 1990er Jahren mit Launch Media eine der ersten Onlineplattformen für Musik aufgebaut, die später vom Internetkonzern Yahoo gekauft wurde. SurveyMonkey, eine Selbstbedienungsplattform für Onlineumfragen, soll zuletzt in einer Finanzierungsrunde mit zwei Milliarden Dollar bewertet worden sein.

In den vergangenen Jahren nahm Goldberg oft den Platz in Sandbergs Schatten ein, die bei Facebook für das operative Geschäft zuständig ist, und unterstützte sie auch in ihrem Einsatz für mehr Gleichberechtigung in der von Männern dominierten Internetbranche.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg erklärte in dem Onlinenetzwerk, Goldberg sei „ein fantastischer Mensch“ gewesen. SurveyMonkey würdigte den Unternehmer als Chef mit „Mut und Führungsstärke“ voller „Mitgefühl, Freundschaft und Herz“.

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