Inland

Budget: Heinisch-Hosek zieht Sparvorschläge zurück

Nach heftigen Protesten von Betroffenen, Opposition, Landeshauptleuten und zuletzt auch aus der eigenen Partei hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) heute die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich zurückgezogen. Das hat das Ministerium in einer Aussendung bekanntgegeben und damit einen Bericht der „Kleinen Zeitung“ (Onlineausgabe) bestätigt.

„Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln mit Bildungslandesräten, Landesschulratspräsidenten, Eltern, Schülern und Lehrern sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden.

Dabei werde man über „Kostentransparenz beim LehrerInneneinsatz ebenso reden müssen, wie über die Frage der Gruppengrößen und Klassengrößen“.

Ausländische Raser: Anzeigen erst ab Mai

Auch heuer überwacht die Polizei wieder verstärkt den Osterverkehr. Mehr als 200 Radargeräte und rund 1.200 Laserpistolen werden im Einsatz sein. Geblitzt werden zwar alle Autofahrer, die zu schnell fahren. Die Strafe zugestellt bekommen nach Ostern aber weiterhin nur die Österreicher. Erst im Mai startet ein grenzüberschreitender Probebetrieb.

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Ausland

Bericht über finnisches Sonderabkommen mit NATO

Finnland und die NATO planen im Mai ein Sonderabkommen zu unterzeichnen. Laut einem Vorbericht der finnischen Wochenendzeitung „Sunnuntaisuomalainen“ handelt es sich um ein Gastlandabkommen, das es Finnland im Krisenfall erleichtern soll, um militärische Hilfe bei dem westlichen Militärbündnis anzusuchen.

Der Bericht bezieht sich auf Informationen aus dem finnischen Verteidigungsministerium. Das geplante Abkommen verpflichte Finnland zu nichts und sei auch keine Garantie dafür, dass die NATO im Fall, dass Finnland von einer anderen Macht angegriffen wird, einschreiten würde.

Zweck des Abkommens sei es vielmehr, die „Hemmschwelle“ für einen etwaigen Angriff auf Finnland zu erhöhen, zitierte dazu die finnische Nachrichtenagentur STT den Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Parlament, Jussi Niinistö. Das Abkommen sehe „praktische Arrangements“ vor, die ein NATO-Eingreifen in Finnland technisch und logistisch erleichtern würde. Als Beispiele werden in dem Zeitungsartikel die Zurverfügungstellung von Truppentransporten und Unterkünften für Militärpersonal genannt. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht liegt bisher nicht vor.

GB: Labour setzt auf Obama-Wahlkampfstrategen Axelrod

Die britische Labour-Partei hat für den Wahlkampf 2015 US-Präsident Barack Obamas Wahlkampfstrategen David Axelrod engagiert. Das gaben die britischen Sozialdemokraten heute bekannt. Axelrod hat Obama in den Jahren 2008 und 2012 zu Wahlsiegen geführt.

Die Labour-Partei führt derzeit in den Umfragen klar vor den regierenden Torys. Allerdings kann Spitzenmann Ed Miliband nicht mit Premierminister David Cameron mithalten.

Die Briten wählen im Mai 2015 ein neues Parlament. Derzeit regiert eine Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten unter Führung Camerons.

Niederlande: Oberstes Gericht verbietet Pädophilenverein

Das oberste Gericht der Niederlande hat die Auflösung eines seit mehr als 30 Jahren bestehenden Pädophilenvereins angeordnet. Zur Begründung erklärten die Richter des Hohen Rates heute in Den Haag, dass der Club „die Gefahren sexueller Kontakte mit jungen Kindern bagatellisiert, derartige Kontakte sogar verherrlicht und diese Auffassung auch propagiert“.

Der Verein Martijn wurde 1982 mit dem Ziel gegründet, die gesellschaftliche Akzeptanz von sexuellen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern zu fördern, die auch in den Niederlanden per Gesetz untersagt sind. Ein früheres Verbot war 2013 in einem Berufungsverfahren aufgehoben worden.

Die Auflösung eines Vereins müsse zwar in einer demokratischen Gesellschaft eine große Ausnahme bleiben, sei jedoch in diesem Fall gerechtfertigt, urteilte der Hohe Rat.

Vierergipfel: Einigung auf Entwaffnung in Ostukraine

Allen pessimistischen Stimmen im Vorfeld zum Trotz hat es beim Vierergipfel zur Krise in der Ukraine gestern doch eine Einigung gegeben. Zur Deeskalation der brandgefährlichen Lage im Osten des Landes sollen alle „illegal bewaffneten Gruppen“ entwaffnet werden, bestätigten Russlands Außenminister Sergej Lawrow, sein US-Ressortkollege John Kerry und EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Damit gemeint sind vor allem prorussische Separatisten, die sich in den letzten Tagen Gefechte mit ukrainischen Sicherheitskräften geliefert hatten. Doch trotz der Einigung: Vorerst bleibt die Skepsis.

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Internationale Ermittlungen gegen Janukowitsch

Die Ukraine schuf unterdessen die juristischen Voraussetzungen für internationale Strafverfahren gegen den gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch und andere frühere Regierungspolitiker. Um entsprechende Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) zu ermöglichen, erkannte sie die Zuständigkeit des Tribunals in Den Haag für den Zeitraum von Ende November 2013 bis Ende Februar 2014 an. Das geht aus einer Mitteilung des IStGH von gestern Abend hervor.

Gewalt während Polizeistreiks in Brasilien: 39 Tote

Bei einer Welle der Gewalt während eines zweitägigen Polizeistreiks im brasilianischen WM-Austragungsort Salvador da Bahia sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Die Regierung entsandte Elitepolizisten und Hunderte Soldaten, nachdem die städtische Polizei am Dienstag wegen eines Tarifstreits die Arbeit niedergelegt hatte.

In der Küstenstadt kam es zu zahlreichen Plünderungen. Der Zwischenfall weckt neue Sorgen um die Sicherheit bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Totenzahl „nicht absurd hoch“

Die Behörden erklärten den Streik gestern nach 48 Stunden für beendet. Ein Sprecher der Regierung des Bundesstaates sagte zur Zahl der Todesopfer in der Stadt, sie sei „ein gutes Stück höher als normal, aber nicht absurd hoch“. Vor zwei Jahren waren während eines zwölftägigen Polizeistreiks in Salvador da Bahia 157 Menschen getötet worden.

Während des Streiks wurden zahlreiche Supermärkte, Apotheken und Elektronikmärkte geplündert. Nach Behördenangaben wurden mindestens 50 Verdächtige festgenommen.

Salvador da Bahia etwa 1.000 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro ist mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Brasiliens und hat einen Ruf als eine der gefährlichsten Städte des Landes. Die Mordrate schnellte zwischen 2000 und 2010 um 400 Prozent in die Höhe und lag zuletzt laut Statistik bei 41,1 Morden pro 100.000 Einwohner. In der Stadt finden sechs Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt.

Berichte: Japan will im Pazifik weiter Wale jagen

Japan will trotz eines kürzlich verhängten Walfangverbots für die Antarktis die Jagd auf die Meeressäuger im Pazifik offenbar fortsetzen. An dem Programm im Pazifischen Ozean solle festgehalten werden, berichteten der öffentlich-rechtliche Sender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo heute unter Berufung auf eine interne Prüfung der Regierung. Das Fischereiministerium lehnte eine Stellungnahme zunächst ab.

Verbot seit Ende März

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Japan Ende März verboten, im Antarktischen Ozean weiter Wale zu fangen. Zur Begründung hieß es, das Programm diene nicht wie vorgegeben wissenschaftlichen, sondern kommerziellen Zwecken. Im Anschluss hatte Tokio erklärt, das Urteil zu befolgen und den Walfang zumindest für ein Jahr einzustellen.

Doch die Walfänger sollen offenbar nur für die Antarktis-Region an die Leine gelegt werden. Im Pazifik hingegen solle das Programm fortgesetzt werden, wenngleich weniger Wale gefangen werden sollten und stattdessen die Forschung in den Vordergrund gestellt werden solle, hieß es in den Medienberichten.

Ausfahrt am 26. April

Gestern hatte die Fischereibehörde bestätigt, dass die Pazifik-Walfangflotte statt wie geplant am 22. April erst am 26. April auslaufen soll. In Medienberichten wurde spekuliert, es solle vermieden werden, dass der Starttermin einen Besuch von US-Präsident Barack Obama in Japan überschattet. Washington gehört zu den schärfsten Kritikern des Walfangs.

Die japanische Regierung veröffentlichte in der vergangenen Woche Zahlen, wonach in der letzten Jagdsaison in der Antarktis 251 Zwergwale getötet wurden. Im Pazifik wurden demnach insgesamt 190 Wale gefangen, darunter Zwerg-, Sei- und Pottwale.

Bouteflika-Anhänger feiern nach Wahl in Algerien

Bei der Präsidentenwahl in Algerien zeichnet sich wie erwartet ein Sieg von Amtsinhaber Abdelaziz Bouteflika ab. Erste inoffizielle Auszählungsergebnisse sahen den gesundheitlich schwer angeschlagenen 77-Jährigen in der Nacht auf heute klar vor den fünf Gegenkandidaten. In der Hauptstadt Algier versammelten sich daraufhin zahlreiche Anhänger Bouteflikas zu Jubelfeiern auf der Straße.

Ein Vertrauter Bouteflikas sagte zur Nachrichtenagentur Reuters, der Amtsinhaber habe „zweifellos einen Erdrutschsieg erzielt“. Bouteflikas schärfster Gegner, der frühere Ministerpräsident Ali Benflis (69), sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „großangelegten Wahlbetrug“. Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei lediglich 51,7 Prozent. 2009 war die Quote noch mit rund 75 Prozent angegeben worden.

Kritik von Opposition

Die vierte Kandidatur Bouteflikas war vor der Abstimmung vonseiten der Opposition stark kritisiert worden. Einige Parteien in dem öl- und gasreichen Land an der afrikanischen Mittelmeer-Küste hatten sogar zu einem Boykott des Urnengangs aufgerufen. Kritiker werfen Bouteflika vor, nur noch die „Marionette“ eines korrupten Staatsapparates zu sein.

Als Argument führen sie unter anderem den Gesundheitszustand des Politikers an. Der frühere Unabhängigkeitskämpfer ist nach einem Schlaganfall im vergangenen Jahr kaum noch in der Lage, öffentlich aufzutreten, und musste seine eigene Stimme gestern im Rollstuhl abgeben.

Sport

NHL: Pleite für Raffl zum Play-off-Auftakt

Michael Raffl hat mit den Philadelphia Flyers einen Fehlstart in die NHL-Play-offs hingelegt. Bei den New York Rangers setzte es gestern (Ortszeit) eine klare 1:4-Niederlage, wobei die Gastgeber erst im Schlussdrittel mit drei Toren für die Entscheidung sorgten. Viel enger ging es in St. Louis zu, wo die Blues gegen Titelverteidiger Chicago Blackhawks in der dritten Overtime jubelten.

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Billard: Langsamer Abschied der Snooker-Ikone Steve Davis

Er war sechsmal Weltmeister und gilt als einer der besten Snooker-Spieler aller Zeiten, bei der morgen in Sheffield beginnenden WM ist Steve Davis aber nur Zuschauer. Der 56-jährige Engländer verpasste die Qualifikation und verlor dadurch erstmals nach 36 Jahren auch seinen Platz unter den besten 64 Spielern, die bei den großen Turnieren startberechtigt sind. Damit verliert Davis auch seinen Profistatus und gilt nun formal als Amateur. Seine Karriere will er noch nicht beenden, in welcher Form sie weitergeht, ist allerdings offen.

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Wirtschaft

Paris plant Maut für ausländische Lkws

In Frankreich sollen ausländische Lkws künftig eine Mautgebühr bezahlen: Die neue französische Umwelt- und Energieministerin Segolene Royal sagte heute dem Sender France 2, es könnten ausländische Lkws zur Nutzung der gebührenpflichtigen Autobahnen gezwungen werden, wenn diese parallel zu einer Nationalstraße verlaufen.

Eine solche Regelung würde vermutlich EU-Vorgaben zuwiderlaufen. Die EU-Kommission hatte bereits zuvor in der Zeitung „Le Monde“ gewarnt, es sei unmöglich, ein System zu schaffen, das Ausländer gegenüber Franzosen diskriminiere.

Royal hingegen hob hervor, es gehe darum, Regelungen für eine „gerechte Konkurrenz“ zu schaffen. Als Beispiel wurden Lkws genannt, die in Belgien volltanken, quer durch Frankreich auf den von französischen Steuerzahlern finanzierten Nationalstraßen fahren und dann in Spanien erst wieder tanken und somit keine Steuer bzw. Gebühr in Frankreich selbst bezahlen. „Alle müssen bezahlen und vor allem die, die derzeit nicht zahlen“, sagte Royal.

Continental wird in GM-Zündschlossskandal geklagt

Der Autozulieferer Continental könnte in den juristischen Streit über einen Zündschlossdefekt von General Motors (GM) hineingezogen werden. In einer am Mittwoch bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Klage wird erstmals eine US-Tochter des deutschen Konzerns genannt. Hintergrund ist ein Defekt in GM-Fahrzeugen: Stößt der Fahrer etwa an den Zündschalter, geht unter Umständen der Motor aus.

Auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags funktionieren dann nicht mehr. Der Fehler wird mit 13 Todesfällen in Verbindung gebracht. 2,6 Millionen Fahrzeuge der Opel-Mutter wurden zurückgerufen. Nach Darstellung der Kläger stellte Continental Airbagsysteme für die zurückgerufenen Autos her. Demnach gehören dazu auch Sensoren, die bestimmen sollen, ob und wann ein Airbag bei einem Unfall aufgeblasen wird.

Schwere Vorwürfe von Anwalt

Das System von Continental sei fehlerhaft, weil es sich ausschalte, wenn der Zündschlüssel in andere Position gebracht werde, heißt es in der Klageschrift. Der Anwalt Adam Levitt erklärte, Continental habe anscheinend bereits im Jahr 2005 von dem Fehler gewusst. Damals habe es ein Treffen mit GM gegeben, um nach einem Unfall zu ermitteln. Continental habe weder seine Airbags überarbeitet noch die zuständige Behörde oder die Öffentlichkeit gewarnt, sagte der Jurist.

Der Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Eine Sprecherin hatte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vergangener Woche gesagt, es sei in der Branche weltweit üblich, dass Airbags bei ausgeschalteter Zündung nicht ausgelöst würden.

Aktie des Twitter-Pendants Weibo nach IPO rasant gestiegen

Die Aktie des chinesischen Twitter-Pendants Weibo ist bei ihrem Börsendebüt in den USA rasant in die Höhe geschossen. Zeitweise verteuerte sich das Papier gestern um mehr als 40 Prozent.

Allerdings hatte der Kurznachrichtendienst zuvor einen Dämpfer erlitten, als er den Ausgabepreis am untersten Ende der von 17 bis 19 Dollar reichenden Preisspanne ansetzte und statt der angestrebten 20 Aktien nur 16,8 Millionen bei Investoren unterbrachte. Darin spiegelten sich Sorgen wider, dass sich das Kundenwachstum abschwächen und die Medienzensur in der Volksrepublik die Geschäfte beeinträchtigen könnten.

Das dem Internetportal Sina gehörende Unternehmen zählte im März rund 144 Millionen aktive Nutzer. Im vergangenen Jahr verdreifachte die 2009 gegründete Firma ihren Umsatz nahezu auf 188 Mio. Dollar (knapp 136 Mio. Euro).

Biohersteller Sonnentor vor Großinvestition

Bei der Firma Sonnentor in Sprögnitz im niederösterreichischen Waldviertel steht nun die größte Investition in der Firmengeschichte an, und die betrifft gleich mehrere Projekte. Unter anderem werden eine Lager- und eine Produktionshalle gebaut.

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Chronik

Fährunglück: Weiter Suche nach Überlebenden in Südkorea

Am Wrack des südkoreanischen Fährschiffs „Sewol“ suchen die Rettungsmannschaften weiter fieberhaft nach Überlebenden unter den mehr als 250 vermissten Insassen. Zwei Tage nach dem Untergang der „Sewol“ sei es Tauchern heute erstmals gelungen, bis ins Innere des Wracks vorzudringen, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS unter Berufung auf einen Krisenstab der Regierung.

Es sei damit begonnen worden, Luft ins Innere der Fähre zu pumpen. Angehörige der vermissten Insassen hoffen nach wie vor, dass Überlebende gefunden werden können. Es wird befürchtet, dass im Rumpf der mehrstöckigen Fähre ein Großteil der über 470 Insassen eingeschlossen wurde.

Mehr als 300 Passagiere waren Oberschüler auf einem Ausflug. Bisher wurden nach offiziellen Angaben 26 Leichen aus dem Wasser um das am Mittwoch vor der Südwestküste gekenterte Schiff gezogen. Fast 180 Insassen konnten gerettet werden, 270 Menschen gelten als vermisst.

Schwere Vorwürfe an Regierung

Familien von vermissten Insassen richteten unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Regierung. In einer Erklärung warfen sie ihr vor, nicht genug für die Rettung von möglichen Überlebenden zu tun. „Unsere Kinder schreien im eiskalten Wasser nach Hilfe, bitte helft ihnen“, hieß es laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap in einer Erklärung der Familien. Viele Angehörige befinden sich in der Nähe der Unglücksstelle auf der Insel Chindo.

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Jagd aus der Luft: Zwei Diebe gefasst

Zwei international gesuchte Diebe konnten von der Polizei in Niederösterreich verhaftet werden. Bei der ersten Einvernahme gelang ihnen allerdings die Flucht. Nach einer Jagd mit dem Hubschraueber wurden sie endgültig gefasst.

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„Rollstuhlfahrerin“ erfand Überfall

Der Überfall auf eine Rollstuhlfahrerin Anfang April hat sich als Betrug herausgestellt. Die Polizei hatte auf Bildern einer Überwachungskamera gesehen, wie die Frau zu Fuß in eine Bank ging. Die 42-Jährige wurde angezeigt.

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Wegen vorgetäuschter Liebe vor Gericht

Wie blind Liebe machen kann, zeigt ein Fall aus Linz, der heute ein Nachspiel vor Gericht haben wird. Knapp zwei Millionen Euro soll eine Frau gemeinsam mit ihrem Ehemann einem früheren Vermieter herausgelockt haben. Das Opfer nahm sogar Kredite auf.

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Vor Schülerinnen entblößt: 29-Jähriger verurteilt

Weil er sich mehrmals in der Nähe von Schulen vor jungen Mädchen entblößt haben soll, ist ein 29-Jähriger gestern in Salzburg zu 20 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er sei unter Drogeneinfluss gestanden, begründete der junge Mann die Belästigung vor Gericht.

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Kultur

Causa Pereira: Scala-Delegation kommt nach Salzburg

Mitglieder des Scala-Aufsichtsrats werden laut italienischen Medienberichten kommende Woche nach Salzburg reisen, um Dokumente über den Verkauf von Opern der Salzburger Festspiele an das Mailänder Opernhaus zu sammeln. Das Kontrollorgan befasst sich dann am 28. April mit dem Fall des Intendanten der Salzburger Festspiele und künftigen Scala-Chefs Alexander Pereira.

An diesem Tag soll der Mailänder Bürgermeister Giuliano Pisapia den Aufsichtsräten den Bericht vorlegen, den die Scala beim Kulturministerium in Zusammenhang mit dem Erwerb der Salzburger Opern einreichen will. Die Aufsichtsräte sollen dem Bericht des Bürgermeisters ihre Zustimmung geben. Pereira, derzeit noch Intendant der Festspiele, hat der Scala, deren Chefposten er im Herbst übernimmt, Produktionen verkauft.

Bei einer weiteren Sitzung des Scala-Aufsichtsrats am 5. Mai soll dann die Zukunft Pereiras entschieden werden, der wegen des Vorwurfs eines Interessenkonflikts in Mailand arg unter Beschuss geraten ist. Italienische Medien spekulieren bereits über mögliche Nachfolger Pereiras, sollte dieser zum Verzicht auf sein Mandat gezwungen werden. Als aussichtsreichster Kandidat gilt der libanesische Regisseur und Opernintendant Pierre Audi.

Spielmann und Voss in Burgtheater-Kommission

Eine Kommission wird die Suche nach dem neuen Burgtheater-Direktor unterstützen, Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) hat heute die sechs Mitglieder bekanntgegeben. Unter ihnen sind Schauspieler Gert Voss und Regisseur Götz Spielmann.

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„Moliere auf dem Fahrrad“: Die Tücken des Männerkitschs

Es soll Situationen geben, in denen sich Männerfreundschaft fast zur Brüderlichkeit auswächst. Alte Theaterfreunde, die in einem verfallenen Haus auf der stürmischen Ile de Re Moliere proben und dabei ihre Liebe zum Theater zelebrieren, am Abend Rotwein trinken und den Tücken des Alltags trotzen, wird man eine besondere Nähe zu dem attestieren können, was man gemeinhin als Männerkitsch bezeichnet.

Doch Beziehungen sind brüchig - und der Männerkitsch ist es am allermeisten. Was passiert, wenn man dem Kitsch die Maske abnimmt, ist ab Freitag in den Kinos zu bewundern. „Moliere auf dem Fahrrad“ entpuppt sich als eine der temporeichsten französischen Komödien der letzten Jahre - und straft all jene Lügen, die das französische Kino mit einem in Zeitlupe heruntergehenden Bahnschranken gleichsetzen.

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Science

Erster erdgroßer Planet in bewohnbarer Zone

US-Astronomen haben nach eigenen Angaben erstmals einen erdgroßen Planeten in der bewohnbaren Zone rund um einen anderen Stern entdeckt. Wasser könnte auf der fernen Welt flüssig sein - und das ist die Grundvoraussetzung für Leben.

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IT

Snowden verteidigt Teilnahme an Putins TV-Show

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden muss für seinen Video-Auftritt bei der TV-Sendung „Direkter Draht“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin viel Kritik einstecken. Auf Twitter nennen User ihn bereits „Putins Pudel“. Jetzt wehrt sich der Whistleblower im britischen „Guardian“ (Freitag-Ausgabe)

Snowden, der aus den USA geflüchtet ist, lebt zurzeit in Russland. In einem Beitrag für die Zeitung, erklärte er, er habe an Putins TV-Sendung teilgenommen, weil sich der russische Präsident genauso wie US-Präsident Barack Obama für die massenhafte Überwachung seiner Bürger verantworten müsse.

Frage mit erwartbarer Antwort

Snowden hatte Putin am Donnerstag gefragt, ob Russland die Kommunikationsdaten von Millionen Menschen abfängt und diese speichert. Der Präsident hatte darauf geantwortet: Sein Land setze bestimmte Mittel ein, um Telefongespräche abzuhören und Internetkommunikation abzufangen. „Dies passiert aber nur mit gerichtlicher Zustimmung“, beteuerte Putin. „So etwas wie in den USA kann es bei uns nicht geben.“

Eine massenhafte und unkontrollierte Ausspähung finde in Russland nicht statt, versprach Putin Snowden. Das bezweifelt der nun im nachhinein: „Es gibt ernsthafte Unstimmigkeiten in seinem Dementi.“ Russische Menschenrechtler beklagen immer wieder, dass unter Putin die Vollmachten der Geheimdienste in den vergangenen Jahren systematisch ausgeweitet worden seien, die Dienste außerhalb des Rechts agierten.

Religion

Papst Franziskus zelebrierte traditionelle Fußwaschung

Papst Franziskus hat am Gründonnerstag zwölf behinderten und kranken Menschen eines römischen Therapiezentrums die Füße gewaschen, unter anderem einem 75 Jahre alten libyschen Muslim. Die Demutsgeste vollzog Franziskus kniend und ohne Kopfbedeckung. Er kniete vor jedem nieder, übergoss die Füße mit Wasser, trocknete sie mit einem weißen Handtuch und küsste sie.

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Leute

„X-Men“-Regisseur Singer wegen Missbrauchs verklagt

Der „X-Men“-Regisseur Bryan Singer (48) ist wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen verklagt worden. Ein Anwalt des Regisseurs habe die Vorwürfe als absurd und verleumderisch zurückgewiesen, berichtete der US-Sender CNN gestern.

Die Zivilklage wurde vor Gericht in Hawaii eingereicht, wo auch Fälle, die Jahre zurückliegen, vorgebracht werden können. Der heute 31-jährige Kläger trat gestern Nachmittag (Ortszeit) mit seinem Anwalt Jeff Herman in Los Angeles vor die Presse.

„Wie ein Stück Fleisch“

Der Kläger, der als Teenager eine Schauspielkarriere verfolgte, berichtete über angebliche Sexpartys im Raum Los Angeles und auf Hawaii, bei denen er und andere Minderjährige von Männern aus der Filmbranche missbraucht und mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht worden seien. Er sei „wie ein Stück Fleisch“ herumgereicht worden, sagte der Mann. Im Poolbereich hätte jeder nackt herumlaufen müssen. Er sei bedroht und eingeschüchtert worden. Singer sei einer der Männer gewesen, der sich wiederholt an ihm vergangen habe, sagte der Kläger.

„Jahrelang unter Folgen gelitten“

Bereits als 15-Jähriger sei er missbraucht worden, hätte sich aber gefürchtet, über die Vorfälle zu berichten. Nach der Aussage des Mannes schaltete seine Mutter die Polizei ein, als er ihr mit 17 Jahren von den Übergriffen erzählte. Doch die Behörden hätten damals nichts unternommen. Jahrelang habe er unter den Folgen gelitten, sich aber erst jetzt mit Hilfe von Traumatherapie zu gerichtlichen Schritten entschlossen, sagte der Kläger. Sein Anwalt kündigte an, er wolle noch weitere Männer zur Rechenschaft ziehen.

Singer zählt zu Hollywoods erfolgreichsten Regisseuren. Neben „X-Men“ und „X-Men 2“ drehte er unter anderem „Superman Returns“ und „Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat“. Sein neuester Film „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ läuft im Mai in Europa an.

Chelsea Clinton erwartet erstes Kind

Chelsea Clinton, die Tochter von Ex-Präsident Bill Clinton und der früheren Außenministerin Hillary Clinton, erwartet ihr erstes Kind. Die 34-Jährige machte das gestern bei einer Veranstaltung der Clinton-Stiftung in New York öffentlich, an der sie mit ihrer Mutter teilnahm. Chelsea Clinton ist seit 2010 mit dem Banker Marc Mezvinsky verheiratet.

„Marc und ich sind sehr aufgeregt, dass später in diesem Jahr unser erstes Kind kommt“, sagte Clinton. Ob das Paar einen Sohn oder eine Tochter erwartet, verriet sie dem Publikum bei der Veranstaltung für Frauenrechte nicht.

Stolze Großeltern in spe

Hillary Clinton, die als mögliche Kandidatin der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2016 gilt, verfolgte die Äußerungen ihrer Tochter mit stolzem Blick. In Interviews hatte sie mehrfach gesagt, dass sie es kaum erwarten könne, Großmutter zu werden. Bill Clinton erklärte auf dem Onlinedienst Twitter, er freue sich darauf, Großvater zu werden. „Ich freue mich so für Chelsea und Marc.“