Ausland

Chavez nach Krebsbehandlung in TV aufgetreten

Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist gestern erstmals wieder in einer Live-TV-Sendung aufgetreten. Es war das erste Mal, dass Chavez seit seiner Rückkehr von einer Krebsbehandlung in Kuba vor fast zwei Wochen öffentlich zu sehen war. Chavez sprach mit kräftiger Stimme und machte während der mehr als zweistündigen Sendung keinen müden Eindruck.

Angaben zu seiner Gesundheit, über die wenig bekannt ist, machte er keine. Die lange Abwesenheit von Chavez hatte bereits zu Spekulationen geführt, sein Zustand habe sich verschlechtert und könnte seine Wiederwahl behindern. In der Live-Sendung scherzte Chavez mit Regierungsmitgliedern und wiederholte seine Pläne, nächsten Monat seine Kandidatur für die Wahl am 7. Oktober registrieren zu lassen.

Präsidentenwahl in fünf Monaten

Es war erst der dritte öffentliche Auftritt des sonst keineswegs öffentlichkeitsscheuen Präsidenten seit Mitte April. Vor fast zwei Wochen war Chavez aus Kuba zurückgekehrt, wo er sich einer erneuten Krebsbehandlung unterzogen hatte, und hatte verkündet, die Therapie sei erfolgreich abgeschlossen worden. Nach einer ersten Krebsbehandlung Mitte 2011 hatte Chavez erklärt, er sei geheilt.

Ende Februar musste ihm auf Kuba aber ein weiteres Krebsgeschwür im Becken entfernt werden. Daraufhin begann die neue Therapie. In weniger als fünf Monaten wird in dem ölreichen südamerikanischen Land neu gewählt. Der seit 13 Jahren amtierende Chavez will dabei erneut antreten. Seine Krankheit hat aber die Frage aufgeworfen, ob der 57-Jährige überhaupt einen Wahlkampf führen kann.

Entscheidende Atomgespräche mit Iran beginnen

Im Dauerstreit um das iranische Atomprogramm stehen heute entscheidende Gespräche an. Bei Verhandlungen in der irakischen Hauptstadt Bagdad wollen Vertreter der fünf UNO-Vetomächte (Russland, Frankreich, USA, Großbritannien, China) und Vertreter Deutschlands den Iran zum Einlenken bei seinem umstrittenen Nuklearprogramm bewegen.

Während Teheran auf eine Lockerung der internationalen Sanktionen hofft, fordert der Westen größere Transparenz und Zugang für UNO-Inspektoren zu iranischen Atomanlagen. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Yukiya Amano will in Teheran diesbezüglich bereits positive Signale erhalten haben.

Angeblicher US-Kompromissvorschlag

Die bisherigen Verhandlungsrunden zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft waren vor allem deshalb gescheitert, weil sich Teheran weigert, die Anreicherung von Uran - wie vom UNO-Sicherheitsrat gefordert - einzustellen. Die Urananreicherung ist Voraussetzung für den Betrieb von Atomkraftwerken aber auch zur Herstellung von Atomwaffen.

Nach Medienberichten haben die USA als Kompromiss vorgeschlagen, der Iran solle sein Uran künftig nur noch auf fünf Prozent statt wie bisher auf 20 Prozent anreichern. Zudem sollen künftig uneingeschränkte Kontrollen der IAEA erlaubt werden. Israel besteht auf einem Stopp der iranischen Urananreicherung und schließt einen Militärschlag nicht aus.

Reaktor mit Brennstoff bestückt

Laut eigenen Angaben hat der Iran inzwischen auch einen Forschungsreaktor in Teheran mit nuklearem Brennstoff bestückt. Es handle sich um im Inland hergestelltes und auf 20 Prozent angereichertes Brennmaterial, erklärte die iranische Atomenergiebehörde. Die Ankündigung erfolgte unmittelbar vor dem Gipfel.

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Linker Tsipras will Griechenland in Euro-Zone halten

Der Chef der griechischen Linksradikalen, Alexis Tsipras, hat sich für den Verbleib Athens in der Euro-Zone und eine gemeinsame europäische Lösung der Schuldenkrise ausgesprochen.

Es sei ein auswegloser Weg, die Krise geografisch einzuschränken und zu versuchen, ein Volk zu vernichten, warnte Tsipras gestern bei einem Besuch in Berlin. „Wir bitten um die Solidarität der Völker in Deutschland und Frankreich.“ Erpressung sei der falsche Weg, sagte er nach einem Treffen mit der Spitze der deutschen Linkspartei.

Favoritenrolle bei Neuwahl am 17. Juni

Tsipras betonte, auch seine Partei sei für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. „Wir wollen nicht die Zerstörung Europas.“ Sie sei eine „tief Europa-freundliche“ Kraft. Die Wahl am 17. Juni bedeute nicht den Austritt des Landes, sondern eine neue Chance, um die Gemeinschaftswährung zu retten. Athen sei aber nicht Mieter im Euro-Raum, sondern gleichberechtigter Partner.

Bei einem Besuch in Paris hatte Tsipras zuvor heftige Kritik an Deutschland geübt. Das Bündnis Syriza unter Führung des 37-Jährigen war zweitstärkste Kraft bei den Wahlen am 6. Mai - hinter der konservativen Nea Dimokratia. Nach der fehlgeschlagenen Regierungsbildung müssen die Griechen am 17. Juni erneut wählen. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Konservativen und Linksradikalen hin.

50 Mio. Euro Hilfe für Erdbebenopfer in Norditalien

Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben mit sechs Toten in Norditalien hat die Regierung gestern staatliche Hilfen in Höhe von 50 Millionen Euro zugesagt und einen 60-tägigen Ausnahmezustand über die Region verhängt. Bei einem Besuch im Erdbebengebiet traf Ministerpräsident Mario Monti mit Betroffenen zusammen, von denen etwa 5.000 sich aus Angst vor Nachbeben die zweite Nacht in Folge nicht in ihre Häuser trauten.

Besitzer von zerstörten Häusern würden vorübergehend von Vermögenssteuern befreit, hieß es in einer in Rom veröffentlichten Regierungserklärung. Die Hilfen in Höhe von 50 Millionen Euro sollen in den Wiederaufbau von Häusern und Fabriken fließen. Die Arbeitgeberorganisation Confindustria schätzte den Schaden für die Unternehmen in der Region auf mehrere hundert Millionen Euro.

Inland

Dritter NR-Präsident weist Vorwürfe wegen Stiftung zurück

Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) ist mit Vorwürfen im Zusammenhang mit einer Tätigkeit in einem Stiftungsvorstand konfrontiert. Eine heute 90 Jahre alte Frau wirft dem Politiker und Juristen vor, ihr zur Errichtung einer Privatstiftung geraten zu haben und sie dabei getäuscht zu haben, berichtete der ORF-„Report“ gestern Abend. Graf weist die Vorwürfe - auch in einem Brief an den ORF - strikt zurück, diese entbehrten jeder Grundlage.

Laut ORF-Bericht hat die Frau auf Grafs Rat ihr gesamtes Vermögen (rund eine Million Euro) in die Stiftung eingebracht, Graf wurde in den Vorstand berufen. Die betroffene Frau soll erst in den Jahren nach der Gründung der Stiftung erfahren haben, dass sie über ihr Vermögen nicht mehr bestimmen kann.

Parteipolitische Dreckschleuder

Die Stiftung soll dann aus dem Vermögen der Frau sowie über einen Kredit einen Hausanteil gekauft haben, in welchem das Gasthaus der Familie Graf eingemietet ist. Die Frau will Graf nun vom Gericht vom Vorstand abberufen lassen, berichtete der „Report“.

Graf erklärte gegenüber dem ORF-Magazin dazu, in dieser Causa gebe es ein anhängiges Gerichtsverfahren - „dem möchte ich nicht vorgreifen“. Darüber hinaus sprach er davon, dass etwas „kampagnisiert“ werde, „das eine parteipolitische Dreckschleuder bedeutet“. Er habe als Stiftungsvorstand gemäß der Gesetzeslage zu agieren - „und das tue ich.“ Die Vorwürfe würden jeglicher Grundlage entbehren.

Scharfe Kritik von ÖVP und BZÖ

Scharfe Kritik an Graf übte die ÖVP: „Es ist höchste Zeit, dass FPÖ-Chef (Heinz-Christian, Anm.) Strache Verantwortung für all die Malversionen in seinen Reihen übernimmt“, forderte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch in einer Aussendung. Tue Strache dies nicht, wäre das „ein Beleg dafür, dass Strache derartiges Fehlverhalten in seinen Reihen gut heißt“, so Rauch. Für das BZÖ verlangte Rechnungshofsprecher Gerald Grosz umfassende Aufklärung. „Diese Vorwürfe dürfen nicht unaufgeklärt im Raum stehen. Dafür ist das Amt des Dritten Nationalratspräsidenten zu bedeutend. Ich fordere Präsident Graf auf, hier umfassend Stellung zu beziehen“, so Grosz.

Bildungsstandards: Lehrer zwischen allen Stühlen

80.000 Schüler der vierten Klassen Hauptschule, AHS und NMS müssen sich heute erstmals im Hinblick auf ihren mathematischen Bildungsstandard überprüfen lassen. Unter mindestens genauso hoher Anspannung wie die Testkandidaten stehen dabei Lehrpersonal und Schulleiter: Sie sollen - auch im Gegensatz zu berüchtigt schlechten PISA-Testresultaten - den Beweis erbringen, dass gerade ihre Schüler sehr wohl den Lehrplananforderungen entsprechen. Zwar sagte Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) im Vorfeld der Tests, sie wolle damit keinen zusätzlichen Druck in den Schulen aufbauen. Zwischen den Zeilen war aber auch anderes herauszuhören.

Mehr dazu in Schmied hofft auf „sportlichen Ehrgeiz“

RH: 66 Mio. für unnötiges Personal im Verteidigungsressort

Das Verteidigungsministerium hat zu viel Personal, und das kostet. Ein aktueller Rechnungshof-Bericht zur Reorganisation des Verteidigungsressorts ergab, dass im Jahr 2010 2.059 Arbeitskräfte oder 8,6 Prozent des Personalgesamtstands nicht mehr benötigt wurden. Die Kosten für diese „Beschäftigten“ lagen bei nicht weniger als 66,1 Millionen.

Teils bei vollen Bezügen zu Hause

Für etliche dieser nicht mehr benötigten Mitarbeiter gibt es offenbar im Verteidigungsministerium überhaupt keine Verwendung mehr. 281 Betroffene befanden sich in der Intensivbetreuung und hatten dennoch nichts zu tun. 45 Bedienstete aus dieser Gruppe befanden sich ohne Beschäftigung und bei vollen Bezügen zu Hause, davon 19 seit mehr als sechs Monaten.

Zwei von ihnen waren seit über zwei Jahren nicht mehr zum Dienst einberufen worden. Nur in zwei Fällen wurden die vorgesehenen Schulungen durchgeführt. Das Verteidigungsressort hat diese Praxis nach eigenen Angaben mittlerweile abgestellt.

Zu viele Offiziere ausgebildet

Überzähliges Personal wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren ist offenbar nicht überall gewollt. Umgekehrt ist auch die Flexibilität der Bediensteten eingeschränkt. Eine Befragung des Rechnungshofs im Vorjahr ergab, dass 48 Prozent nicht bereit waren, den Arbeitsort innerhalb des Verteidigungsressorts zu wechseln.

Schließlich kritisieren die Rechnungshof-Prüfer, dass das Verteidigungsressort über Bedarf ausbildet. So stieg die Anzahl der Offiziere zwischen 2006 und 2011 trotz eines verringerten Streitkräfteumfangs um sieben Prozent. Das Ministerium antwortet hier, dass das Aufnahmekontingent für die Offiziers- und Generalstabsoffiziersausbildung bereits im Vorjahr gesenkt wurde.

Auftakt von Wiener Islamistenprozess

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnt heute am Landesgericht Wien der Prozess gegen sechs Islamisten. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Zwei der sechs Angeklagten werden beim Auftakt fehlen.

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Verkauf von Truppenübungsplatz an St. Pölten geplatzt

Der Verkauf des früheren Truppenübungsplatzes Völtendorf an die Stadt St. Pölten (Niederösterreich) dürfte zumindest vorläufig geplatzt sein. Die Grundverkehrskommission des Landes hat dem Verkauf nicht zugestimmt.

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Sport

Schwimm-EM: Rogan locker ins Lagen-Finale

Markus Rogan ist gestern bei der Langbahn-EM in Debrecen als Vierter in das Finale über 200 m Lagen eingezogen. Der Österreicher blieb zwar in 2:00,58 Minuten 0,16 Sekunden über seiner Zeit aus dem Vorlauf, entschied jedoch damit den ersten Halbfinal-Lauf für sich. Mit Abstand Schnellster war Topfavorit und Europarekordhalter Laszlo Cseh aus Ungarn. Birgit Koschischek verpasste hingegen als 14. den Einzug in das Finale über 100 m Kraul.

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Fußball: Foda wird Trainer bei Kaiserslautern

Die Austria muss sich in ihrer Trainersuche neu orientieren. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird Franco Foda neuer Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. Der Bundesliga-Absteiger hat für heute eine Pressekonferenz anberaumt, in der der neue Coach vorgestellt werden soll. Noch am gestern hatte die Austria den 46-Jährigen als ihren Wunschkandidaten genannt. Foda folgte nun aber seinem eigenen, lange gehegten Wunsch, nach 15 Jahren bei Sturm Graz als Trainer nach Deutschland zurückzukehren.

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Wirtschaft

Schlecker: Bald Entscheidung über Rettung?

Die Verhandlungen über eine Rettung der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker gehen auf die Zielgerade. Eine Vorentscheidung über den Einstieg von Investoren könne bereits an diesem Freitag in einer Sitzung des Gläubigerausschusses fallen, hieß es am Abend aus Verhandlungskreisen. „Es gibt weiterhin verschiedene Optionen.“

Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ steht Schlecker aber schon am Freitag vor dem Aus. Das arabische Emirat Katar sei am Montag als möglicher Investor abgesprungen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Beteiligte des Verfahrens. Lars und Meike Schlecker, die Kinder des Firmengründers Anton Schlecker, hätten das Emirat als Geldgeber vorgesehen. Katar sei jedoch nicht an Risikogeschäften interessiert. Deshalb habe man Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz abgesagt.

Auch das „Manager Magazin“ hatte berichtet, die Zerschlagung Schleckers stehe unmittelbar bevor. Die Kette verliere derzeit täglich einen sechsstelligen Euro-Betrag. Erschwerend kämen die rechtliche Probleme durch die tausenden Kündigungsschutzklagen hinzu. Der Schuldenberg des Unternehmens nähere sich der Milliardengrenze. Gläubiger drängten daher auf eine rasche Lösung.

Im Zuge der Insolvenz der Drogeriekette mit Sitz in Ehingen in Baden-Württemberg war Ende März deutschlandweit rund 10.000 Beschäftigten gekündigt worden. Bisher reichten knapp 4.000 ehemalige Schlecker-Beschäftigte Klage gegen ihre Kündigung ein. Ursprünglich wollte der Insolvenzverwalter bis Pfingsten einen neuen Investor präsentieren.

Facebook-Aktie neuerlich auf Talfahrt

Die Aktie des Sozialen Netzwerks Facebook hat ihre Talfahrt an der US-Technologiebörse NASDAQ gestern fortgesetzt. Das Papier verlor erneut 8,9 Prozent an Wert und schloss - an ihrem dritten Handelstag - bei einem Kurs von 31 Dollar. Die Erstnotiz am Freitag war bei einem Ausgabekurs von 38 Dollar erfolgt.

Am Montag hatte die Aktie elf Prozent verloren, am ersten Handelstag hatte sie sich nur mit Mühe über Wasser halten können. Bei der Suche nach Verantwortlichen für das schwache Börsendebüt des Sozialen Netzwerks Facebook ist der Fokus derzeit auf die US-Investmentbank Morgan Stanley gerichtet, die den Börsengang begleitet hatte.

Analysten schuld an Fehlstart?

Unmittelbar davor hatte Morgan Stanley Anlegern zufolge die Umsatzprognose für Facebooks zweites Quartal wie auch das gesamte Geschäftsjahr gesenkt. Nach Ansicht von Investoren verschreckte die Bank damit Anleger und trug zu dem schlechten Abschneiden der Aktie bei.

Auch JPMorgan und Goldman Sachs, die ebenfalls an der Emission beteiligt waren, sollen ihre Prognosen zurückgestutzt haben - ein eher ungewöhnliches Vorgehen. Emissionsbanken geben in der Regel bis zu 40 Tage lang keine Kommentare zu den Börsenneulingen ab.

Toyota wieder Weltmarktführer

Toyota hat seine Stellung als Weltmarktführer der Autoindustrie zurückerobert. Der japanische Autohersteller verkaufte im ersten Quartal von Jänner bis März rund um den Globus insgesamt 2,49 Millionen Fahrzeuge, wie eine Konzernsprecherin in Tokio der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Damit verwies Toyota nach dem Einbruch seines Geschäfts in Folge der Tsunami-Katastrophe und des Reaktorunglücks von Fukushima im Frühjahr 2011 den US-Erzrivalen General Motors (GM) und Volkswagen wieder auf die Plätze. GM verkaufte 2,28 Millionen Fahrzeuge, VW rund 2,16 Millionen.

Toyota übertraf mit den Verkaufszahlen zum Jahresauftakt seinen bisherigen Rekord von 2,41 Millionen Fahrzeugen im ersten Quartal 2008. Danach konnte der japanische Konzern trotz internationaler Wirtschafts- und Finanzkrise sowie einer Pannenserie mit Millionen von Rückrufen zwar seine Spitzenposition halten. 2011 wurde Toyota jedoch nach den Problemen im Heimatland von GM und VW vom Thron geschubst. GM übernahm den Posten des Weltmarktführers.

Neues Briefträger-Arbeitszeitmodell ab 2013

Anfang 2013 tritt für die knapp 9.000 Postzusteller in Österreich ein neues Jahresarbeitszeitmodell in Kraft, das die tatsächlich geleistete Arbeit besser berücksichtigen soll. Bisher mussten gewisse Tätigkeiten falls nötig auch außerhalb der Dienstzeit durchgeführt werden, andererseits wurde durch Automatisierungen für die Briefträger manches einfacher.

Der Wegfall der bisherigen „Info.Post“-Prämie für Werbematerialsendungen, die im Schnitt 145 Euro im Monat ausmacht und damit bei vielen ein Zehntel der gesamten Gage, wird in eine Dienstzulage umgewandelt, erläuterte die Belegschaftsvertretung gestern der APA. Die Einigung mit dem Postmanagement erfolgte nach monatelangem Tauziehen gestern Abend.

Chronik

Zürcher Fabrik „wandert“ um 60 Meter

Nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten ist gestern auf dem Zürcher Bahnhof Oerlikon der Startschuss für ein spektakuläres Projekt gefallen. Angetrieben von Hydraulikpressen soll bis heute ein ganzes Fabrikgebäude um 60 Meter verschoben werden.

Der rund 120 Jahre alte Backsteinbau von zwölf Meter Höhe und 80 Meter Länge muss neuen Gleisanlagen weichen - er sollte ursprünglich abgerissen werden. Laut Schweizer Medienberichten handelt es sich um die größte Gebäudeverschiebung in Europa.

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Mann überlebt Sprung in die Niagarafälle schwer verletzt

Ein Mann hat einen Sprung in die Niagarafälle schwer verletzt überlebt. Wie die kanadische Polizei gestern mitteilte, wurde er am Montag an einem steinigen Ufer des Niagara-Flusses gefunden. Er war dort offenbar zusammengebrochen, nachdem es ihm gelungen war, bis dorthin zu schwimmen. Der Mann wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Augenzeugen hatten beobachtet, wie der Mann auf eine Schutzmauer der Niagarafälle geklettert und dann in die Wasserfälle gesprungen war. Die Niagarafälle liegen an der Grenze zwischen den USA und Kanada und sind bei Touristen äußerst beliebt. Mit einer Abflussmenge von mehr als zwei Millionen Litern pro Sekunde sind sie die stärksten und gefährlichsten Wasserfälle Nordamerikas.

14-Jähriger nach Schuss in bayrischer Schule festgenommen

Nachdem er in einer bayrischen Schule einen Schuss aus einer Waffe abgegeben haben soll, ist im bayrischen Memmingen gestern Abend ein 14-Jähriger festgenommen worden.

Wie die Polizei mitteilte, nahmen die Beamten den Jugendlichen auf einem Sportplatz im Memminger Stadtteil Steinheim fest. Er wurde im Anschluss psychologisch bereut, hieß es. Zuvor hatte der Jugendliche mehrmals um sich geschossen und sich selbst eine Waffe an den Kopf gehalten.

Der 14-jährige Schüler - in ersten Meldungen war sein Alter mit 15 Jahren angegeben worden - soll zuvor zu Mittag am Eingang der Schule mit scharfen Waffen hantiert und einen Schuss abgegeben haben. Etwa 280 Schüler und Lehrer verbarrikadierten sich danach in den Klassenräumen. Laut ersten Aussagen von Mitschülern hatte es zwischen dem Jugendlichen und Mitschülern vor dem Schuss einen Streit gegeben.

60 eingeschlossene Bergleute in Simbabwe befreit

In Simbabwe sind gestern rund 60 Bergleute gerettet worden, die nach einem Unglück in der Grube Mimosa Montagabend unter Tag eingeschlossen waren.

Die Bergleute seien alle aus dem Platinbergwerk befreit worden und wohlauf, erklärte der Betreiber der Mine. Ursache des Zwischenfalls war früheren Angaben zufolge der Brand eines Förderbandes. Mimosa ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Impala Platinum und Aquarius Platinum Ltd.

Fäkalkeime im Trinkwasser von Salzburger Ortschaft

Das Trinkwasser von Köstendorf (Salzburg) ist mit Fäkalbakterien verunreinigt. Fast 400 Haushalte sind betroffen. Sie müssen ihr Leitungswasser derzeit abkochen bwz. auf in Flaschen abgefülltes Wasser umsteigen.

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Autofahrer stach Kontrahenten in Wien nieder

Ein Streit unter zwei Autofahrern hat in Wien-Floridsdorf mit einem Schwerverletzten geendet. Das 41-jährige Opfer wurde von einem bisher unbekannten Mann niedergestochen.

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Frontalunfall in NÖ: Vier Verletzte

Vier Verletzte bei Frontalunfall
Im Bezirk Mödling sind gestern vier Personen bei einem Frontalzusammenstoß eines Pkw und eines Klein-Lkw verletzt worden. Die 60-jährige Pkw-Lenkerin kam aus unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn.

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Parkstrafen-Skandal: Verhör von 200 Personen

Der Parkstrafen-Skandal in Klagenfurt weitet sich immer mehr aus: So werden ab Mittwoch 200 Personen, darunter 100 Polizisten, von Beamten des Bundesamtes zur Korruptionsbekämpfung verhört. Ihnen wird Anstiftung zum Amtsmissbrauch vorgeworfen.

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IT

Vater der Fernbedienung mit 96 Jahren gestorben

Ohne diesen Mann gäbe es keinen Fernsehabend, wie man in heute kennt: Der Amerikaner Eugene Polley erfand in den 1950er Jahren die erste kabellose Fernbedienung. Er starb am Sonntag in einem Krankenhaus in der Nähe von Chicago, wie sein ehemaliger Arbeitgeber mitteilte, die US-Elektronikfirma Zenith. Polley wurde 96 Jahre alt.

Polleys „Flash-Matic“ erinnert auf den ersten Blick eher an eine Gartenspritze als an eine Fernbedienung. Und doch war der kleine Apparat bei seinem Debüt im Jahr 1955 eine Sensation. Ab nun brauchte niemand mehr von seinem Sessel aufzustehen, wenn er das Programm umschalten wollte. Der Couch-Potato war geboren.

„Taschenlampe“ für den Fernseher

Polley und sein Mitstreiter Robert Adler bekamen 1997 für ihre bahnbrechende Erfindung einen „Emmy Award“ verliehen, die begehrteste Auszeichnung in der Fernsehwelt. Insgesamt meldete Polley in seinen 47 Berufsjahren 18 US-Patente an. Er arbeitete an Autoradios genauso mit wie an der Video-Disk, dem Vorläufer von DVD und Blue-ray.

Die „Flash-Matic“ blieb aber seine wichtigste Erfindung. Viel mehr als Kanäle wechseln und den Fernseher ein- und ausschalten war allerdings nicht möglich. Die „Flash-Matic“ besaß einen großen Taster und funktionierte im Grunde wie eine Taschenlampe: Sie sendete einen gebündelten Lichtstrahl aus, der auf einen von vier Sensoren in jeder Ecke des Fernsehgeräts traf.

Ein bisschen Polley steckt in jeder Fernbedienung

Ein großartiger Funktionsumfang war aber ohnehin nicht nötig: Zu der Zeit habe es nur drei oder vier Kanäle gegeben, merkte der Hersteller Zenith an. Das Unternehmen gehört mittlerweile zur koreanischen LG Electronics. Spätere Fernbedienungen benutzten Ultraschall. Bei den heutigen Geräten mit ihren Dutzenden Knöpfen und Funktionen ist Infrarot üblich. Am Ende bauen sie aber alle auf der Idee von Eugene Polley auf.

Science

Fossilfund: Dino mit Stummelarmen

Monströser Kiefer, muskulöse Beine, mickrige Arme: Der Habitus des T-Rex war in der Kreidezeit ein Erfolgsmodell. Ein Knochenfund zeigt: Auch andere Arten hatten verkümmerte Arme - die Schrumpfung war bereits vor 175 Millionen Jahren im Gange.

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1.000 Jahre alte Totenkammer in Peru entdeckt

Eine rund 1.000 Jahre alte Totenkammer mit über 80 Leichen ist in Peru entdeckt worden. Ein belgisches Archäologenteam habe die gut erhaltenen Mumien und Skelette in dem großen Heiligtum Pachacamac ausgegraben, das rund 30 Kilometer südlich von Lima liegt, teilte gestern die Universite Libre de Bruxelles mit.

Die 20 Quadratmeter große Kammer wurde in der 2004 entdeckten Totenstadt des Heiligtums freigelegt. Neben den Leichen verschiedenen Alters wurden auch zahlreiche Objekte aufgefunden, unter ihnen Keramikgefäße, bemalte Holzmasken und Schmuckstücke aus Kupfer-Gold-Legierungen.

In der Totenkammer selbst lagen 70 Körper, während um den ovalen Bau ein Dutzend Kleinkinder aufgebahrt waren. Die Forscher um Peter Eeckhout wollen in den Labors der Brüsseler Universität feststellen, welche Beziehungen zwischen den Begrabenen bestanden und woran sie gestorben sind. Pachacamac war ein zeremonielles Zentrum, das von verschiedenen Kulturen besucht wurde. Der archäologische Platz umfasst insgesamt knapp 500 Hektar.

Kultur

Opernstreit eskaliert: Kein Bericht mehr über die „Met“

Im Streit zwischen der Metropolitan Opera und den „Opera News“ hat das angesehene Fachblatt Konsequenzen gezogen. „Opera News“ werde von der Juni-Ausgabe an nicht mehr über Inszenierungen des New Yorker Opernhauses berichten, bestätigte Tristan Kraft, einer der Redakteure des Blattes gestern.

„Opera News“ schreibt seit 76 Jahren über die „Met“ und andere Opernhäuser weltweit und ist das führende US-Magazin für Liebhaber der klassischen Musik. Herausgeber ist eine Organisation von Opern-Fans, Metropolitan Opera Guild genannt, die die „Met“ auch finanziell fördert.

Der Streit zwischen dem Opernhaus und dem Blatt war durch negative Kritiken an neuen Inszenierungen der „Met“ sowie an Generaldirektor Peter Gelb entbrannt. In zwei ihrer letzten Ausgaben hatte das Magazin die Produktion von Wagners „Götterdämmerung“ und Gelbs Führungsstil kritisiert.

Die „New York Times“ verwies darauf, dass sich Gelb kürzlich auch bei dem klassischen Musiksender WQXR über Kritik beschwert hatte. Der Sender zog den beanstandeten Bericht daraufhin zurück. Gelb hat sich mit dem Trend, traditionelle Opernproduktionen gegen aufwendige moderne Inszenierungen zu ersetzen, in New York sowohl Freunde als auch Feinde erworben.

Das Fremde im Jüdischen Museum

Ab dem 24. Mai zeigt das Jüdische Museum in Wien Fotografien und Installationen aus der Sammlung Eduard Pomeranz. Die Ausstellung „Fremde überall“ will den Einfluss jüdischer Kunstsammler auf die Wiener Kunstszene beleuchten.

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Kunstsammlung von Gunter Sachs brachte Millionen

Fotograf und Playboy Gunter Sachs war immer schwer berechenbar und kaum in Schubladen einzuordnen. Jetzt hat auch die Versteigerung der Highlights seiner Kunstsammlung Überraschungen gebracht. Die Kunstsammlung des im vergangenen Jahr gestorbenen legendären Playboys Gunter Sachs übertraf bei der Auktion gestern Abend in London sämtliche Erwartungen.

Die Preise stiegen in Hohem Tempo - auch für Werke, bei denen das so nicht erwartet worden war. Insgesamt erzielte das Auktionshaus Sotheby’s mehr als 36,6 Millionen Pfund (45,4 Millionen Euro). Die Hauptattraktion war demnach ein Selbstporträt des langjährigen Sachs-Freundes Andy Warhol mit wilder Haarmähne, das für rund 5,3 Millionen Pfund und damit rund drei Millionen mehr als der Schätzwert an einen anonymen Bieter ging.

Nur Bardot war „unterschätzt“

Auch mehrere andere Warhol-Bilder aus Sachs’ Sammlung lagen weit über den Schätzwerten. Ein auf bis zu vier Millionen Pfund geschätztes Warhol-Bild von Sachs’ Ex-Frau Brigitte Bardot allerdings blieb im unteren Bereich des Schätzwertes und schaffte es auf gut drei Millionen Pfund. Ein Wettbieten gab es um erotische Möbelobjekte von Allen Jones: Sie waren auf maximal je 40.000 Pfund geschätzt worden. Sie erreichten jedoch zwischen 780.000 und fast einer Million Pfund.

Sachs hatte sich im Mai 2011 im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in der Schweiz das Leben genommen, offenbar wegen fortschreitender Alzheimer-Symptome. Nach seinem Tod hatte sich die Familie entschlossen, einen Teil der Sammlung zu verkaufen, zu der auch Werke von Yves Klein, Salvador Dalí und anderen gehören. Der zweite Teil der insgesamt rund 300 Stücke soll heute unter den Hammer kommen.

Leute

Erfinder der TV-Fernbedienung gestorben

Ohne diesen Mann gäbe es keinen gemütlichen Fernsehabend in seiner derzeitigen Form: Der Amerikaner Eugene Polley erfand in den 1950er Jahren die erste kabellose Fernbedienung. Er starb am Sonntag in einem Krankenhaus in der Nähe von Chicago, wie sein ehemaliger Arbeitgeber mitteilte, die US-Elektronikfirma Zenith. Polley wurde 96 Jahre alt.

Polleys „Flash-Matic“ erinnert auf den ersten Blick eher an eine Gartenspritze als an eine Fernbedienung. Und doch war der kleine Apparat bei seinem Debüt im Jahr 1955 eine Sensation. Ab nun brauchte niemand mehr von seinem Sessel aufzustehen, wenn er das Programm umschalten wollte. Die Couch-Potato war geboren.

Mit „Emmy Award“ ausgezeichnet

Polley und sein Mitstreiter Robert Adler bekamen 1997 für ihre bahnbrechende Erfindung einen „Emmy Award“ verliehen, die begehrteste Auszeichnung in der Fernsehwelt. Insgesamt meldete Polley in seinen 47 Berufsjahren 18 US-Patente an. Er arbeitete an Autoradios genauso mit wie an der Video-Disk, dem Vorläufer von DVD und Blue-ray.

Die „Flash-Matic“ blieb aber seine wichtigste Erfindung. Viel mehr als Kanäle wechseln und den Fernseher ein- und ausschalten war allerdings nicht möglich. Die „Flash-Matic“ besaß einen großen Taster und funktionierte im Grunde wie eine Taschenlampe: Sie sendete einen gebündelten Lichtstrahl aus, der auf einen von vier Sensoren in jeder Ecke des Fernsehgeräts traf.

Ein großartiger Funktionsumfang war aber ohnehin nicht nötig: Zu der Zeit habe es nur drei oder vier Kanäle gegeben, merkte der Hersteller Zenith an. Das Unternehmen gehört mittlerweile zur koreanischen LG Electronics. Spätere Fernbedienungen benutzten Ultraschall. Bei den heutigen Geräten mit ihren Dutzenden Knöpfen und Funktionen ist Infrarot üblich. Am Ende bauen sie aber alle auf der Idee von Eugene Polley auf.

Johnny Depp nun Ehren-Indianer

Hollywood-Star Johnny Depp ist von einem Indianerstamm in den USA zum Ehrenmitglied ernannt worden. Der Vorsitzende des Stammes der Comanche überreichte Depp vor einigen Tagen in der Stadt Albuquerque im US-Staat New Mexico eine entsprechende Erklärung.

Gemäß der Adoptionstradition ihres Stammes betrachte sie Depp nun als ihren Sohn, sagte gestern Stammessprecherin LaDonna Harris.

Eine Sprecherin des 48-jährigen Schauspielers bestätigte, dass er an einer Zeremonie teilgenommen habe. Details nannte sie aber nicht. Depp ist demnächst als Indianer Tonto in der Westernverfilmung „The Lone Ranger“ auf der Kinoleinwand zu sehen.