Ausland

US-Militäreinsatz gegen Islamisten in Somalia

In Somalia sind US-Streitkräfte nach eigenen Angaben gegen die radikalislamische Al-Schabab-Miliz vorgegangen. Details des Einsatzes sind noch nicht bekannt.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington sagte lediglich, die Ergebnisse der Aktion würden nun geprüft. Weitere Informationen würden zu gegebener Zeit geliefert.

Miliz steht Al-Kaida nahe

Die Al-Schabab-Miliz steht der Terrororganisation Al-Kaida nahe. Sie will ihre eigene, strikte Auslegung des islamischen Rechts in Somalia durchsetzen. Die somalische Regierung bemüht sich, das afrikanische Land mit internationaler Hilfe nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges und der Anarchie zu befrieden.

22 Festnahmen in Hongkong bei Demo für mehr Demokratie

Bei Demonstrationen für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sind mindestens 22 Menschen festgenommen worden. 18 Protestteilnehmer seien gestern Abend (Ortszeit) wegen „gesetzwidriger Versammlung“ vor einem Hotel festgenommen worden, teilte die Polizei heute mit.

Dort hatten Demokratieaktivisten gegen den Volkskongressabgeordneten Li Fei demonstriert, der zuvor erklärt hatte, dass Peking keinen chinakritischen Verwaltungschef in Hongkong akzeptieren werde. Ein weiterer Demonstrant wurde demnach vor dem Hotel wegen Widerstands gegen einen Polizeibeamten festgenommen.

„Ära des zivilen Ungehorsams“

Laut Polizeiangaben hatten die Demonstranten vor Lis Hotel unter anderem Absperrungen umgestürzt und Polizisten bedrängt. Zuvor waren bereits drei Menschen festgenommen worden, die vor einem Kongresszentrum am Rand des Stadtzentrums gegen Li demonstriert hatten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Proteste aufzulösen. Derartige Szenen sind auf dem chinesischen Festland undenkbar.

Der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses in Peking hatte am Sonntag verkündet, die Bewohner Hongkongs dürften im Jahr 2017 einen neuen Verwaltungschef wählen, die Kandidaten für das Amt würden allerdings zuvor von einem pekingtreuen Ausschuss ausgewählt. Demokratieaktivisten riefen daraufhin aus Protest zu Sitzstreiks im Finanzzentrum von Hongkong und zu einer „Ära des zivilen Ungehorsams“ auf.

D: Enttarnter US-Spion gab mehr brisante Daten weiter

Der enttarnte Agent des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) hat einem Zeitungsbericht zufolge noch brisantere Informationen an die USA weitergeleitet als bisher bekannt.

Zu den Dokumenten gehörten auch eine Übersicht der BND-Residenzen mit den Namen und Adressen der betroffenen Agenten sowie Konzepte zur Gegenspionage.

Infos über Gespräche von Geheimdienstchefs

Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (Onlineausgabe) heute unter Berufung auf Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestages berichtete, verbreitete er auch Protokolle von Gesprächen, die der Präsident des BND, Gerhard Schindler, und sein Stellvertreter mit den Geheimdienstchefs anderer Länder führten.

Die USA erfuhren laut dem Blatt nicht nur die Namen der Länder, die der BND im Auftrag des deutschen Bundeskanzleramtes überwachen sollte, sondern auch, was genau ausgeforscht werden sollte. Zuletzt war bekanntgeworden, dass die Türkei und auch Albanien unter Beobachtung des BND stehen.

Dokumenten nach Hause geschmuggelt

Der Verdächtige war Anfang Juli festgenommen worden. Er arbeitete in der Registratur der BND-Abteilung „Einsatzgebiete/Auslandsbeziehungen“. 218 Papiere schmuggelte er laut der Zeitung am Körper durch die Kontrolle des BND in der Zentrale von Pullach bei München, scannte sie zu Hause ein und leitete sie dann weiter.

Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums konnten inzwischen Einsicht in die Dokumente nehmen. Es war ihnen jedoch nicht erlaubt, sich Notizen zu machen. Vielmehr mussten sie sich alles, was sie lasen, merken.

Putin: „Könnte Kiew in zwei Wochen einnehmen“

Russlands Präsident Wladimir Putin sorgt erneut mit einer kolportierten provokanten Aussage zur Ukraine-Krise für Aufregung. In einem Telefonat mit Noch-EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso soll der Kreml-Chef Medienberichten zufolge gesagt haben, er könne Kiew „in zwei Wochen einnehmen“, wenn er wolle.

Barroso soll den Staats- und Regierungschefs am EU-Gipfel am Wochenende davon berichtet haben. Die prorussischen Rebellen pochten gestern beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf einen Sonderstatus für die Ostukraine.

Mehr dazu in Separatisten wollen eigenen Staat

In Nordkorea gefangene US-Bürger gaben Interview

Drei in Nordkorea inhaftierte US-Bürger haben die Regierung in Washington im US-Fernsehen um Hilfe gebeten. „Ich bitte die US-Regierung, so schnell wie möglich einen Gesandten zu schicken“, sagte Kenneth Bae gestern in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN.

Das sei derzeit seine einzige Hoffnung, sagte Bae, der im November 2012 in Nordkorea verhaftet und später wegen Umsturzvorwürfen zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden war. Ebenfalls in dem Interview zu sehen waren die zwei US-Bürger Jeffrey Fowle and Matthew Miller.

Das sehr ungewöhnliche Interview mit den US-Häftlingen kam nach Angaben von CNN ungeplant zustande, als ein offiziell eingereistes CNN-Team darum gebeten wurde. Die CNN-Reporter hätten die Häftlinge in einem Hotel in der Hauptstadt Pjöngjang getroffen.

Clinton oder Bush als mögliche Vermittler

Der im Frühjahr festgenommene Fowle sagte, er warte „verzweifelt“ auf Hilfe. Fowle schlug die Ex-Präsidenten Bill Clinton oder George Bush als Vermittler vor. Miller sagte: „Ich denke, dieses Interview ist meine letzte Chance, die US-Regierung dazu zu bewegen, dass sie mir hilft.“

Die nordkoreanischen Behörden hatten im Juli angekündigt, Miller und Fowle wegen nicht näher genannter „feindlich gesinnter Taten“ den Prozess zu machen. Die Umstände ihrer Festnahmen sind bei allen drei Gefangenen unklar. Die drei Männer sagten, sie würden zwar anständig behandelt, litten aber unter körperlichen Beschwerden und der Isolation.

Das US-Außenministerium erklärte, es bemühe sich um eine Freilassung der Männer. Der Direktor für Asien-Studien an der US-Universität Georgetown, Victor Cha, äußerte die Vermutung, Pjöngjang signalisiere mit dem Zulassen des Interviews seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit einem hochrangigen US-Gesandten.

Inland

Nationalrat wählt Bures zur Präsidentin

Doris Bures (SPÖ) wird heute zur neuen Nationalratspräsidentin gewählt. Die bisherige Infrastrukturministerin übernimmt den Posten der im August verstorbenen Barbara Prammer, der zu Beginn des Plenums eine Gedenkminute gewidmet wird.

Zuvor trifft sich die Regierung erstmals in neuer Zusammensetzung zum Ministerrat, Reinhold Mitterlehner bestreitet als ÖVP-Vizekanzler gemeinsam mit Kanzler Werner Faymann (SPÖ) das Pressefoyer. Die durch Bures’ Avancement und den Rücktritt von Michael Spindelegger (ÖVP) ausgelöste Regierungsumbildung beschäftigt dann auch den Nationalrat im Anschluss an die Wahl der neuen Präsidentin.

Neue Minister stellen sich vor

Im Laufe einer gut dreistündigen Debatte erhalten Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP), Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) die Gelegenheit, sich den Abgeordneten als Regierungsmitglieder vorzustellen. Alois Stöger (SPÖ) wird sich in neuer Rolle als Infrastrukturminister präsentieren.

In den Abgeordnetenreihen gibt es zwei Wechsel. Bures erhält Oberhausers Mandat, und Walter Schopf übernimmt den Sitz Prammers. Letzteres hatte in der SPÖ für einigen Ärger gesorgt, hatte die Frauenorganisation doch darauf gedrängt, das Mandat Sonja Ablinger zu überlassen, um die Frauenquote im Klub stabil zu halten.

Oberhauser für absolutes Rauchverbot

Die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) tritt für ein völliges Rauchverbot in der Gastronomie ein. Sie wolle nun Gespräche mit der Wirtschaft führen, in den nächsten fünf Jahren wolle sie ein absolutes Rauchverbot haben, sagte Oberhauser gestern in der ZIB2.

Für eine Freigabe von Cannabis sei momentan „nicht der richtige Zeitpunkt“. Süchte sollten aber mit Therapie, nicht mit Strafe bekämpft werden.

Bei den Sozialversicherungen plant Oberhauser keine Zusammenlegung. An der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) will sie festhalten, wichtig sei, dass sie anwendergerecht, patienten- und datensicher sei.

Steuerabkommen mit Schweiz brachte nur 738,3 Mio. Euro

Das Steuerabkommen mit der Schweiz hat Österreich 738,3 Millionen Euro eingebracht. Ursprünglich sollten die Zahlungen Mitte 2014 auslaufen, doch kamen im Juli und August des Jahres noch 3,6 Millionen zu den bis Ende Juni angelaufenen knapp 735 Millionen Euro hinzu. Das geht aus den gestern von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) vorgelegten Zahlen hervor.

Eine Milliarde budgetiert

Die Einnahmen aus dem Steuerabkommen liegen somit unter den Erwartungen der österreichischen Regierung. Diese hatte bereits für 2013 eine „Schwarzgeldmilliarde“ aus der Schweiz ins Budget eingestellt. Die damalige Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hatte im Detail eine Milliarde Euro als Abschlagszahlung für vergangene Fälle budgetiert, weitere 50 Millionen wurden in der Folge an laufenden jährlichen Einnahmen erwartet.

Sollten in den kommenden Monaten weitere Gelder an die Schweizer Steuerverwaltung übermittelt werden, werden diese Beträge an Österreich weitergeleitet, hieß es.

Ratschläge für neue Minister

Drei Ministerien haben seit gestern einen neuen Chef oder eine neue Chefin. So übernahm Hans Jörg Schelling (ÖVP) das Finanzressort von seinem Vorgänger Ex-ÖVP-Obmann Michael Spindelegger. Schelling bekam statt eines Schlüssels Boxhandschuhe überreicht - mit den Worten „die wirst du brauchen“.

Neo-Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) musste ihr Amt ohne derartige Ausrüstung antreten, dafür versprach sie, „mit Zähnen und Klauen“ für ein solidarisches Gesundheitswesen einzutreten. Bei der Hofübergabe im Infrastrukturministerium ging es vergleichsweise gelassen zu: Alois Stöger (SPÖ) übernahm das Amt von Doris Bures (SPÖ) „mit großem Respekt“.

Mehr dazu in Minister bei ihren Antrittsbesuchen

Finanzierung für Wiesenthal-Institut fix

Jetzt ist es fix: Das Wiener Wiesenthal-Institut wird am Rabensteig sein neues Zuhause finden. Auch die Aufteilung der Finanzierung zwischen Stadt und Bund wurde sichergestellt. Die Grundsteinlegung findet nächste Woche statt.

Das wissenschaftliche Institut zur Erforschung des Holocaust stellt ein umfassendes Archiv unter anderem aus dem Nachlass Simon Wiesenthals zur Verfügung.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Wirtschaft

China weist Protektionismusvorwürfe zurück

Chinas oberster Preiswächter wehrt sich gegen den Vorwurf, ausländische Konzerne wie Volkswagen und Microsoft zu benachteiligen.

„Solche Anschuldigungen sind ohne Grundlage“, sagte Xu Kunlin, Generaldirektor der Preisaufsicht und des Anti-Monopol-Büros in der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), der amtlichen Zeitung „China Daily“.

EU kritisierte Ungleichbehandlung

Xu wies Protektionismusvorwürfe entschieden zurück. Seine Behörde gehe gegen ausländische Firmen genauso vor wie gegen heimische. Sie verfolge auch Fälle von chinesischen Staats- und Privatunternehmen, sagte Xu. Er widersprach damit etwa der EU-Handelskammer, die jüngst eine Ungleichbehandlung beklagt hatte.

Die NDRC wirft ausländischen Fahrzeugherstellern und Zulieferern vor, zu viel Geld für neue Autos, Ersatzteile und Werkstattservice zu verlangen. Zudem hatten die chinesischen Behörden zuletzt die Korruptionsermittlungen gegen den Volkswagen-Partner FAW ausgeweitet. Auch Microsoft wird in China vorgeworfen, gegen Anti-Monopol-Gesetze zu verstoßen.

Arbeiter klagen Fukushima-Betreiber TEPCO

Wegen Unterschlagung ihrer Gefahrenzulagen ziehen erstmals Arbeiter der japanischen Atomruine Fukushima I gegen dessen Betreiber, den notverstaatlichten Energieriesen TEPCO, vor Gericht.

Die vier klagenden Arbeiter, von denen zwei derzeit weiter in der Atomanlage im Auftrag eines Subunternehmers beschäftigt sind, fordern 90 Millionen Yen (rund 657.000 Euro). Das berichtete die Zeitung „Fukushima Minyu“ heute.

Ausbeutung von Arbeitskräften

Die Betroffenen wollen nach Angaben ihres Anwaltes mit der Klage ein Licht auf die Ausbeutung von Arbeitskräften und ihre harschen Arbeitsbedingungen in der Atomruine werfen. Das Kraftwerk war am 11. März 2011 durch ein Erdbeben und einen Tsunami verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen.

Nach Streiks: Deutscher Bahnverkehr weitgehend normalisiert

Nach dem deutschandweiten Lokführer-Warnstreik gestern Abend hat sich die Verkehrslage bei der Deutschen Bahn heute weitgehend normalisiert.

Nur vereinzelt komme es im Nah- und im Fernverkehr noch zu geringfügigen Verspätungen, teilte die Deutsche Bahn heute mit. Zehntausende Pendler und Fernreisende in ganz Deutschland waren von dem dreistündigen Ausstand betroffen, aber auch der Güterverkehr.

90 Prozent der Zugverbindungen betroffen

In den Bahnhöfen Hamburg und Hannover kam der gesamte Zugverkehr zeitweise zum Erliegen. Den Bahn-Angaben zufolge waren bundesweit rund 150 Züge betroffen. Im Güterverkehr kam es bei etwa 50 Zügen zu Beeinträchtigungen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte gestern ein neues Tarifangebot der Bahn abgelehnt und ihre Mitglieder zu einem Warnstreik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen. 90 Prozent der Güter- und Personenzüge hatten stillgestanden oder Verspätung, wie die GDL mitteilte.

Heißer Herbst für die EU-Freihandelsabkommen

Im Schatten der außenpolitischen Krisen sind die Ausschüsse des EU-Parlaments heute nach der Sommerpause erstmals wieder zusammengetreten. Neben den Krisenherden stehen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Europas ganz oben auf der Brüsseler Agenda. Die Hoffnung auf positive Impulse für die Stimmung der Wirtschaft durch die Freihandelsabkommen TTIP, TISA und CETA hat sich bis jetzt nicht erfüllt.

Ob das fertig verhandelte Freihandelsabkommen CETA mit Kanada wie geplant am 25. September unterzeichnet wird, steht zudem plötzlich wieder infrage, nachdem bekanntwurde, dass CETA auch ein umfangreiches Kapitel zum heftig umstrittenen Investorenschutz (ISDS) enthält. Eine noch knapp vor der Sommerpause eilig verfasste EU-Verordnung zum Investorenschutz tritt am 17. September in Kraft.

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Sport

ÖFB: Superstar Maier soll Nationalteam „pushen“

Ex-Skistar Hermann Maier soll das ÖFB-Team vor der EM-Quali in die richtige Spur führen. Der 41-jährige Salzburger wird dem Nationalteam einen Besuch abstatten und dabei über seinen Werdegang dozieren, wodurch den Kickern eine Extraportion Motivation für die kommenden Aufgaben verliehen werden könnte. Teamchef Marcel Koller ist von der Idee angetan. „Hermann hat in seiner Karriere viel erlebt. Unglaubliche Erfolge, aber auch das Negative mit seinem schweren Unfall und der Verletzung. Für mich ist er die personifizierte Konsequenz“, so Koller.

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Tennis: Thiem sagt für Davis-Cup ab

Österreichs Team muss im Davis-Cup-Duell gegen Lettland in zwei Wochen ohne Dominic Thiem auskommen. Der ÖTV-Shootingstar will nach den US Open in New York, wo er mit dem Achtelfinal-Einzug für Aufsehen sorgte, einen Gang zurückschalten. „Es tut mir extrem leid, aber mein Körper braucht eine Pause“, sagte der Niederösterreicher, der als letztes großes Saisonziel das Turnier in der Wiener Statthalle anpeilt. Coach Günther Bresnik ist jedoch überzeugt, dass Österreich auch ohne Thiems Hilfe einen Auswärtssieg gegen Lettland schafft.

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Chronik

Notlandung von Heißluftballon mitten in Köln

Ein Heißluftballon ist gestern Abend in der Innenstadt der deutschen Stadt Köln (Nordrhein-Westfalen) notgelandet. Weil die Gasreserven zur Neige gingen und schwache Windverhältnisse herrschten, entschied sich der Ballonführer für eine Landung in der Nähe des Hauptbahnhofs, wie die Polizei mitteilte.

Vorsorglich war deshalb der Strom an einer Oberleitung der Bahn abgeschaltet worden. Bei der Landung blieben der Ballonführer und die vier Passagiere unverletzt.

Rätselhaftes Fischsterben in Mexiko

Nach dem Tod Hunderttausender Fische in einem See im Westen Mexikos suchen Experten nach einer Erklärung für das mysteriöse Massensterben. „Bisher haben wir 54 Tonnen Fischkadaver geborgen“, sagte die Chefin der Umweltschutzbehörde im Bundesstaat Jalisco, Magdalena Ruiz Mejia, gestern im Fernsehsender Milenio TV. Die Fische seien vermutlich an Sauerstoffmangel gestorben.

Rund 50 Fischer waren mit ihren Booten auf dem See Cajititln unterwegs, um das Wasser von den toten Fischen zu reinigen. Im Fernsehen war zu sehen, wie Helfer die Kadaver am Ufer mit Baggern und Schubkarren wegschafften. Bei den Fischen handelt es sich um Popoche-Barsche, die in der Region nicht kommerziell gefangen werden.

Natürliche Ursache unwahrscheinlich

Möglicherweise entsorgten örtliche Kläranlagen ihre Abwässer in dem See, sagte Mejia. Dorfbewohner sollen der Behörde gesagt haben, dass die Betreiber der Anlagen nicht ordnungsgemäß arbeiteten.

Eine natürliche Ursache für das Fischsterben sei unwahrscheinlich. In diesem Jahr sei es bereits viermal zu ähnlichen Ereignissen gekommen. Nun seien Wasser- und Gewebeproben genommen und zur Analyse an ein forensisches Institut geschickt worden, sagte Mejia.

Gesundheit

Ebola: Zwei mit ZMapp behandelte Ärzte offenbar geheilt

Zwei mit dem experimentellen Ebola-Medikament ZMapp behandelte Ärzte sind in Liberia als geheilt entlassen worden. Beide hätten ihre Ebola-Infektion überstanden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gestern mit. Ein dritter in Liberia mit ZMapp behandelter Mediziner war vor einigen Tagen gestorben.

Zuvor waren zwei US-Amerikaner und ein Spanier mit dem Mittel behandelt worden. Die US-Helfer überlebten, der an Vorerkrankungen leidende Spanier starb. Inzwischen erhielt außerdem ein britischer Helfer den Wirkstoff, von ihm wurde noch nicht bekannt, ob er als geheilt gelten kann.

ZMapp war vor diesen Noteinsätzen nur an wenigen Makaken und Rhesusaffen getestet worden. Es gibt außerdem nur eine experimentelle Produktion des Gemischs aus monoklonalen Antikörpern in Pflanzen im Laborausmaß.

IT

Nach Prominacktfotos: Apple prüft iCloud-Sicherheit

Nachdem Dutzende Nacktfotos von Prominenten wie Jennifer Lawrence im Internet aufgetaucht sind, prüft Apple Spekulationen über eine Hackerattacke auf seinen Onlinespeicherdienst iCloud als Quelle.

„Wir nehmen die Privatsphäre der Nutzer sehr ernst und untersuchen aktiv diesen Bericht“, sagte eine Apple-Sprecherin dem Technologieblog Recode gestern. Zusammen mit den Bildern hatten Unbekannte in Internetforen auch die Darstellung gestreut, die Fotos seien aus iCloud erbeutet worden. Nähere Hinweise dazu gab es nicht.

Fingierte E-Mails als Ursache?

Apple betonte stets, die Informationen in iCloud würden verschlüsselt gespeichert. Wahrscheinlicher als ein Knacken der Verschlüsselung wäre zum Beispiel, dass die Täter über Wege wie fingierte E-Mails und Nachrichten an die Passwörter herangekommen sein könnten.

Zugleich wurde im Netz über eine inzwischen geschlossene Lücke spekuliert, die Angreifern erlaubt habe, eine uneingeschränkte Zahl von Passwörtern durchzuprobieren und so mit einem speziellen Programm eventuell die richtige Kombination zu erraten.

IPhone soll zur Kreditkarte werden

Während sich Tech-Freaks und die Konkurrenz gefragt haben, ob das nächste iPhone ein paar Gramm leichter oder ein paar Millimeter schmäler sein könnte, war Apple offenbar an einer ganz anderen Baustelle tätig: Wie nun bekanntwurde, soll der IT-Riese mit einem mobilen Bezahldienst starten, der das Telefon zur Kreditkarte macht.

Alle großen Kartenfirmen sind mit an Bord. Der Unterschied zu bisherigen „Brieftaschen-Apps“ soll sein, dass die Bezahlung nur über den Fingerabdrucksensor des Telefons funktionieren soll und damit konkurrenzlos einfach wäre. Unklar ist aber noch, ob Apple selbst sich das - Stichwort Sicherheit - von Anfang an traut.

Mehr dazu in Kunden sollen Fingerabdruck hinterlassen

Kultur

Survivor-Sänger Jimi Jamison mit 63 Jahren gestorben

Der Sänger der Rockband Survivor, Jimi Jamison, ist im Alter von 63 Jahren gestorben. „Die ganze Survivor-Familie ist sehr geschockt und traurig über den Tod unseres Bruders Jimi Jamison“, hieß es heute in einem Statement auf der offiziellen Facebook-Seite der Band. Der Musiker sei am Sonntagabend in seinem Haus in Memphis an einem Herzinfarkt gestorben, sagte eine seiner Agentinnen dem Promiportal „TMZ.com“.

Solo mit „Baywatch“-Titelsong

Jamison stieß 1984 zur Band, nachdem diese mit „Eye Of The Tiger“ aus dem Film „Rocky 3“ einen Welt-Erfolg feierte. Er sang Hits wie „Burning Heart“ und „The Search Is Over“. Nach einer mehrjährigen Auszeit, in der Jamison als Solokünstler den „Baywatch“-Titelsong „I’m Always Here“ aufnahm, stieß er 2011 wieder zur Band.

Die Rocker sind derzeit auf Tournee und planten im Oktober auch mehrere Konzerte in Europa. Ob diese nach dem Tod des Sängers abgesagt werden, war zunächst nicht bekannt.

Spray-Attacke auf Manneken Pis

Eines der berühmtesten Wahrzeichen Belgiens ist Opfer einer Sprayer-Attacke geworden: Unbekannte haben Gesicht und Beine des Manneken Pis in Brüssel mit gelber Farbe überzogen. Eine Sprecherin des Stadtrates bestätigte gestern den Vorfall, über den zuvor die Zeitung „La Capitale“ berichtet hatte.

Heute soll die Bronzestatue gereinigt werden. Laut Nachrichtenagentur Belga wurden zunächst keine Verdächtigen vernommen. Allerdings wird das Manneken Pis von einer Videokamera überwacht, deren Bilder noch ausgewertet werden sollten.

Science