Inland

U-Ausschuss-Entwurf erst im Oktober im Nationalrat

Der Gesetzesentwurf für die Reform der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse wird erst im Oktober im Nationalrat eingebracht. Darauf haben sich die Fraktionen mit Ausnahme des Teams Stronach (TS) heute Nachmittag geeinigt, erfuhr die APA von SPÖ, ÖVP und Grünen. Einzelne Punkte im Entwurf der Parlamentsdirektion sollen bis dahin legistisch präzisiert werden.

Alle Beteiligten hätten das Bekenntnis abgegeben, dass die im Juli erzielte politische Einigung umzusetzen sei, berichtete der grüne Abgeordnete Dieter Brosz. Einzelne Punkte, die man nicht ausreichend diskutiert habe oder wo es noch Missverständnisse gebe, müssten nun geklärt werden. Als Beispiel führte er die genaue Definition der Vorsitzrolle an.

Reform soll mit Jahresbeginn in Kraft treten

Im ÖVP-Klub hieß es ebenfalls, dass festgehalten wurde, was noch zu präzisieren sei. Auch auf den Fahrplan habe man sich geeinigt. Ziel sei es, die Reform mit 1. Jänner 2015 in Kraft treten zu lassen. Bis zu den regulären Plenartagen im Oktober (22./23. 10.) soll der entsprechende Initiativantrag fertig sein, wurde im SPÖ-Klub erklärt.

Noch in dieser Woche sind dazu Expertengespräche auf Klubebene geplant. Der nächste politische Termin ist für Donnerstag kommender Woche (2. Oktober) angesetzt. Der Gesetzesentwurf der Parlamentsdirektion liegt den Klubs seit Montag vor, inklusive Anmerkungen des Justizministeriums und des Verfassungsdienstes im Bundeskanzleramt. Ursprünglich war überlegt worden, ihn schon diese Woche im Nationalrat einzubringen.

TS nicht bei Verhandlungen dabei

Bei den Verhandlungen nicht mit dabei ist als einzige Fraktion das Team Stronach. Die ausverhandelte Reform sei nicht weitreichend genug, kritisierte der stellvertretende Klubobmann Robert Lugar in einer Aussendung. Die Abgeordneten - vor allem jene der Opposition - würden zu Statisten gemacht, so Lugar.

Zeitung: Van der Bellen überlegt Kandidatur für Hofburg

Wie die Zeitung „Österreich“ berichtet, kann sich der Ex-Obmann der Grünen, Alexander Van der Bellen, eine Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl 2016 vorstellen.

Das bestätigte Grünen-Chefin Eva Glawischnig gegenüber der Zeitung: „Ja, ich habe schon mit ihm gesprochen, und von ihm jetzt einmal kein Nein gehört. Ich kann mir das gut vorstellen. Er muss sich das natürlich überlegen für seine persönliche Lebensplanung. Aber wir haben noch ein paar Monate Zeit.“

Glawischnig bezeichnete eine mögliche Kandidatur Van der Bellens als „sehr spannende Option“. Bereits zuletzt hatte er gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) betont, über ein Antreten „im nächsten Jahr entscheiden“ zu wollen. Er sehe „keinen Zeitdruck“.

Asyl: Klug bietet Mikl-Leitner nochmals Badener Kaserne an

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hat mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) noch nicht über deren Forderung nach einem Assistenzeinsatz des Bundesheeres aufgrund der steigenden Flüchtlingszahl gesprochen.

„Die Pläne kenne ich noch nicht“, sagte er heute am Rande der SPÖ-Klubtagung. Klug bot jedoch abermals die Martinek-Kaserne in Baden in Niederösterreich zur Unterbringung der Asylwerber an.

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Mikl-Leitner: Rechtliche Probleme bei Kasernennutzung

Das Innenministerium reagierte skeptisch auf das Angebot von Klug. Gegenüber der APA verwies das Büro von Mikl-Leitner auf rechtliche Probleme und beharrte auf ihrem Vorschlag, das Bundesheer um einen Assistenzeinsatz zu ersuchen.

Das Innenministerium erinnerte daran, dass bereits vor einigen Wochen sowohl der Linzer Bürgermeister als auch das Land Oberösterreich eine Nutzung der Hiller-Kaserne in Linz-Ebelsberg aus rechtlichen Gründen abgelehnt hätten, weil dafür die Flächenwidmung geändert hätte werden müssen. Das gelte selbstverständlich nicht nur für die Linzer Kaserne, sondern auch für alle anderen und damit auch für die Martinek-Kaserne.

Daher sieht sich das Innenministerium gezwungen, um einen Assistenzeinsatz zu ersuchen, da nur mit der Übertragung der Aufgabe an das Bundesheer die Flächenwidmung umgangen und Rechtssicherheit für alle Beteiligten hergestellt werden könne.

FPÖ: Ministerin gescheitert

Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist Mikl-Leitner am Problem der Unterbringung von Flüchtlingen gescheitert. Ihre Vorgehensweise, Asylwerber ohne Absprache mit Bürgermeistern unterzubringen, sei nicht akzeptabel.

Und die Idee, Kasernen heranzuziehen, wirke sich nachteilig auf deren Verkauf und somit negativ auf das Heer aus, meinte Strache in einer Aussendung. Mit dieser Asylpolitik bekämpfe Mikl-Leitner nur Symptome und nicht die Ursachen, so der FPÖ-Obmann.

Korun: Leerstehende Pensionen, Hotels, Herbergen nutzen

Die grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun bezeichnete unterdessen eine Unterbringung in Kasernen als „Ultima Ratio“. Mit vereinten Kräften müssten auch andere Varianten möglich sein. Konkret stellt sich Korun etwa die Nutzung leerstehender Pensionen, ehemaliger Hotels und Jugendherbergen vor. „Diese können für eine rasche Übergangsunterbringung adaptiert werden und wären keine Massenquartiere, wie Kasernen es höchstwahrscheinlich wären.“

TV-Hinweis

Ausland

Ukraine: Minister sorgt mit Bericht über Atomschlag für Spott

Der ukrainische Verteidigungsminister Waleri Geletej hat mit Aussagen über einen mutmaßlichen Angriff mit russischen Atomwaffen im Konfliktgebiet Lugansk Gespött auf sich gezogen. Im Gespräch mit Journalisten hatte der Generaloberst behauptet, der Flughafen der ostukrainischen Stadt könne mit nuklearen Gefechtsköpfen von einem Granatwerfer vom Typ 2S4 Tjulpan beschossen worden sein.

Nicht nur in Russland, auch im eigenen Land gab es Kritik. Anton Geraschtschenko im Kiewer Innenministerium warnte vor der Gefahr, dass sich die Ukraine vor aller Welt lächerlich mache.

„Anscheinend nicht mehr bei Sinnen“

„Nach der Anwendung taktischer Atomwaffen gegen unsere beim Lugansker Flughafen im Schützengraben liegenden Jungs wäre niemand mehr rausgekommen“, schrieb Geraschtschenko auf Facebook. „Entweder hat sich der Verteidigungsminister geirrt, oder er kennt sich weder bei konventionellen noch atomaren Waffen aus.“ Geraschtschenko klärte den Minister auf: Wäre ein Atomsprengkopf dort explodiert, hätte er alles Lebende in der Nähe vernichtet und „die Scheiben in den Häusern von Lugansk im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern zerstört“.

„Der ukrainische Verteidigungsminister ist anscheinend nicht mehr bei Sinnen“, schimpfte der Moskauer Außenpolitiker Alexej Puschkow. Moskaus Verteidigungsministerium warf Geletej „Verfolgungswahn“ vor.

200 Tote bei Rebellenaufstand der Huthi im Jemen

Bei den blutigen Gefechten zwischen Huthi-Rebellen und Regierungstruppen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind innerhalb der vergangenen Woche 200 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 461 seien bei den Kämpfen verletzt worden, meldete die jemenitische Nachrichtenagentur SABA heute unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Tags zuvor war ein Waffenstillstand in Kraft getreten.

Seit Anfang vergangener Woche waren schiitische Huthi-Rebellen immer weiter von Norden in das Stadtzentrum von Sanaa vorgerückt. Die Rebellen forderten einen Rücktritt der Regierung und lieferten sich Gefechte mit jemenitischen Soldaten und Kämpfern der sunnitischen Islah-Partei. Die Huthis nahmen am Wochenende das Verteidigungsministerium, eine Kaserne und den Sitz des staatlichen Fernsehens ein.

Der unterzeichnete Waffenstillstand war vom UNO-Sondergesandten für den Jemen, Jamal Benomar, vermittelt worden. Das Abkommen sieht auch die Bildung einer neuen Regierung vor. Ministerpräsident Mohammed Basindawa ist angesichts des Vormarsches der Rebellen zurückgetreten.

Prager Parlamentskandidatur im Nachthemd

Um ins tschechische Parlament zu kommen, hat eine Prager Politikerin fast alle Hüllen fallen lassen. Unter dem Slogan „Liebe, Sex und Politik“ zeigt sich Laura Janackova (48) auf ihren Wahlplakaten nur mit einem kurzen Nachthemd bekleidet.

Janackova kämpft bei der Senatswahl am 10. und 11. Oktober als Kandidatin der Partei ANO von Vizeregierungschef Andrej Babis um den Sieg im ersten Prager Stadtbezirk.

„Die Straßen sind voll von langweiligen Plakaten, ich wollte etwas anderes machen“, sagte Janackova heute dem Internetportal Idnes. In ihrem Zivilberuf als Psychologin habe sie außerdem mehrere Bücher über Sexualität verfasst.

Sport

Tennis: Spaniens Herren meckern über „Chefin“

Spaniens Davis-Cup-Mannschaft wird künftig erstmals von einer Frau geführt. Der nationale Tennisverband kürte seine Sportdirektorin Gala Leon zur Nachfolgerin von Kapitän Carlos Moya, der nach dem Abstieg aus der Weltgruppe zurückgetreten war.

Nachdem Moya ein Angebot zur Rückkehr ausgeschlagen hatte, fiel die Wahl auf die 40-Jährige. Sie gewann als Profi ein WTA-Turnier. Die spanischen Tennis-Herren müssen sich erst an eine Frau als „Chefin“ gewöhnen und sind bei ihren Argumentationen gegen Leon noch recht machomäßig unterwegs.

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Bundesliga: Bei Meister Salzburg brennt der Hut

Der Meister aus Salzburg kennt offenbar nur die Extreme. Nach dem grandiosen Saisonstart, als man die Gegner noch nach Belieben dominierte, schlitterte man seit dem Aus in der Champions League in die bisher schlimmste Pleitenserie der Red-Bull-Ära. Das 2:3 gestern gegen die Austria war das fünfte Pflichtspiel ohne Sieg und die dritte Ligapleite in Folge.

Sportdirektor Ralf Rangnick sprach angesichts der Probleme der Salzburger Defensive sogar von „Schülerniveau“. Bei den aufgeblühten „Veilchen“ hat man indes wieder Morgenluft geschnuppert, man nimmt nun sogar die Top Drei ins Visier.

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Fußball: Paderborn sorgt für deutsche Superlative

Mit diesem Erfolgslauf des Aufsteigers hätte vermutlich kaum jemand gerechnet - Paderborn bleibt das Team der Stunde in der deutschen Bundesliga. Der Neuling feierte am Wochenende gegen Hannover nicht nur den ersten Bundesliga-Heimsieg der Clubgeschichte, sondern hat in Moritz Stoppelkamp nun einen Bundesliga-Rekordschützen - und tritt morgen sogar als Tabellenführer auf Augenhöhe beim FC Bayern München an.

„Ja, wir haben eine breite Brust“, frohlockte Trainer Andre Breitenreiter, der erst gar nicht versuchte, die Euphorie zu bremsen.

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Wirtschaft

Lebensmittelschmuggel nach Russland nimmt zu

Nach dem Importverbot für westliche Lebensmittel beklagen die russischen Behörden eine Zunahme beim Schmuggel von Obst und Gemüse aus EU-Staaten über Weißrussland.

Die Lebensmittelaufsicht in Moskau entdeckte unter anderem illegal ins Land eingeführte Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien sowie Chinakohl aus Polen, wie die Agentur Interfax meldete.

Demnach wurden in den vergangenen Wochen Dutzende solcher Verstöße gemeldet. Russische Medien berichteten, dass seit dem Anfang August im Zuge der Ukraine-Krise verhängten Einfuhrstopp etwa auch Käse und andere Milchprodukte aus der EU in Weißrussland umetikettiert und dann eingeführt werden. In russischen Supermärkten gibt es beispielsweise Parmesan und andere Markenkäsesorten aus Weißrussland zu kaufen.

Hypo-Balkanbanken-Verkauf Anfang Oktober vertragsfertig

Mit dem Verkauf des Balkanbankennetzwerks der Hypo Alpe Adria bis Sommer ist es nichts geworden. Nächster Zieltermin ist nun die erste Oktoberwoche. Da könnte eine Vertragsunterzeichnung anberaumt werden, wenn die finalen Verhandlungen so laufen wie erhofft, heißt es zur APA.

Im Finale ist dem Vernehmen nach der US-Beteiligungsfonds Advent, mit im Konsortium wäre hier die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Auch mit einem zweiten Konsortium soll noch verhandelt werden.

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Konsumlaune in der Euro-Zone verschlechtert sich erneut

Die Stimmung der Verbraucher in der Euro-Zone hat sich im September weiter eingetrübt. Das Barometer für die Konsumlaune in den 18 Ländern sank auf minus 11,4 Punkte von minus 10,0 Zählern im August, wie die EU-Kommission heute mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf minus 10,5 Punkte gerechnet.

Die Erholung im Währungsraum war im zweiten Quartal zum Stillstand gekommen, weil es bei den drei Schwergewichten der Euro-Zone nicht gut lief. Während die Wirtschaft in Frankreich stagnierte, schrumpfte sie in Deutschland, und Italien rutschte sogar in die Rezession zurück.

Piloten lehnen Vorschlag von Air-France-Chef ab

Strikt abgelehnt haben die streikenden Piloten der Air France ein „letztes Angebot“ der Airline zur Beilegung der Krise. Die mit Abstand größte Pilotengewerkschaft sprach heute in Paris von einer „letzten Provokation“ des Konzernchefs Alexandre de Juniac. Er habe nicht mehr Garantien angeboten als zuvor und kein Problem gelöst. Damit geht der Ausstand weiter.

Zu Beginn der zweiten Streikwoche ihrer Piloten hatte Air France die verhärteten Fronten aufbrechen wollen. Der umstrittene Ausbau der Billigtochter Transavia in Europa solle bis zum Dezember ausgesetzt werden, so das Angebot. An dem Konzept der Erweiterung halte Air France aber fest.

Streik bis Freitag verlängert

Die Piloten hatten ihren zunächst einwöchigen Streik bis Freitag verlängert. Der Arbeitsausstand bringt Air France Betriebsverluste von bis zu 20 Mio. Euro täglich, wie der Konzern mitteilte. Auch heute konnte die Airline nur 41 Prozent der Flüge sicherstellen, morgen sollen es 48 Prozent sein. „Der Streik ist ein Desaster für die Kunden, für die Beschäftigten und für die Finanzen der Gesellschaft“, so Air France.

Bis zum Jahresende würden keine Transavia-Filialen in Europa geschaffen, um einen eingehenden Dialog zu führen, hatte De Juniac gesagt. Dabei werde es auch um die notwendigen Garantien gehen.

Dieser Versuch, die Lage zu entschärfen, dürfe aber nicht den angestrebten Ausbau der Billigtochter beeinträchtigen, hatte der Konzernchef deutlich gemacht. „Wenn wir im europäischen Rennen bleiben wollen, haben wir zur raschen Transavia-Entwicklung keine Alternative“, erklärte De Juniac. Unverändert bleibe auch das Ziel von mehr als 100 Transavia-Maschinen bis zum Jahr 2017.

Steigende Löhne: Taiwanische Firmen verlassen China

Eine wachsende Zahl von Unternehmen aus Taiwan zieht sich wegen steigender Löhne und Gehälter aus China zurück. „China ist nicht mehr die Werkbank der Welt“, sagte die Vizeministerin von Taiwans mächtigem Rat für wirtschaftliche Planung und Entwicklung, Kao Shien-quey, heute. Seit Ende 2012 hätten sich bereits 44 Unternehmen vom Festland zurückgezogen.

Zigtausende neue Arbeitsplätze in Taiwan

Dadurch seien 32.000 neue Arbeitsplätze in Taiwan geschaffen worden. „Die Löhne in China steigen rasant“, sagte Kao.

Die Regierung sehe in der Rückkehr der Unternehmen eine große Chance für Taiwan, betonte die Vizeministerin. „Wir können wieder Arbeitsplätze nach Hause holen“, sagte sie. Unternehmen bekämen von der Regierung Erleichterungen - etwa würden die Regelungen für die Beschäftigung von ausländischen Angestellten gelockert oder zinsgünstige Kredite an die Firmen vergeben.

Weitere Firmen überlegten, ihre Produktion wieder in ihr Heimatland zu verlagern. Andere Betriebe reagierten dafür auf das höhere Einkommensniveau mit dem Umzug ihrer Fabriken in Länder in Südostasien, in denen sie weniger Geld als in China für ihre Beschäftigten zahlen müssen.

Chronik

Autofreier Tag: Ring erneut gesperrt

Der europaweite autofreie Tag verbannt derzeit alle Autos von einem Teil der Wiener Ringstraße. Bis 19.00 Uhr liegt stattdessen ein Rasen auf der Fahrbahn. Kritik kommt vom ÖAMTC und der Wiener ÖVP.

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540 Gemeinden beteiligen sich an Aktionstag

Auf sanfte Mobilität hinweisen und umweltfreundliche Alternativen zum Auto aufzeigen - diese Ziele verfolgt die Europäische Mobilitätswoche, die heute mit dem autofreien Tag zu Ende geht. Österreichweit nehmen heuer 540 Gemeinden am Aktionstag teil.

In der Steiermark ist die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr von 84 auf 129 Gemeinden deutlich gestiegen.

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Unter dem Motto „Nimm autofrei“ rufen auch 104 Tiroler Gemeinden zusammen mit dem Land, dem Verkehrsverbund Tirol, den ÖBB und den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) sowie dem Klimabündnis die Bevölkerung auf, ihr Auto stehen zu lassen.

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70 Prozent der 350.000 Pendlerinnen und Pendler aus Niederösterreich fahren nach wie vor mit dem Auto in die Arbeit. Der autofreie Tag soll zum Umdenken anregen.

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Gesundheit

150 neue Ebola-Fälle in Sierra Leone entdeckt

Während der dreitägigen Ausgangssperre in Sierra Leone haben Helfer mehr als hundert neue Infektionsfälle entdeckt. „Wir haben mindestens 150 neue Fälle“, sagte der Chef des staatlichen Notfalleinsatzzentrums, Steven Gaojia, gestern Abend.

Zuvor hatten die Behörden des westafrikanischen Landes bereits von rund 70 Ebola-Toten gesprochen, die während der 72-stündigen Ausgangssperre entdeckt worden seien. Die Ausgangssperre endete gestern.

Gesundheitsminister Abubakarr Fofanah wertete die Ausgangssperre, während der rund 30.000 Helfer von Tür zu Tür gingen, als Erfolg. „Wir haben aus der Kampagne gelernt“, sagte Fofanah der Nachrichtenagentur AFP. Als einen Erfolg wertete er, dass es gelungen sei, die Zahl illegaler „Nacht-Beerdigungen“ zu reduzieren.

Abschließende Zahlen zu entdeckten Toten und Infizierten wollte der Minister nicht geben, da noch nicht aus allen Landesteilen Zahlen vorlägen. Zugleich schloss er eine Wiederholung der Kampagne samt Ausgangssperre nicht aus.

IT

Google-Chef fordert „echten digitalen Binnenmarkt“ in der EU

Google-Chef Eric Schmidt hat von der EU mehr Freiheiten für Technologiefirmen gefordert. Sie müsse „einen echten digitalen Binnenmarkt“ schaffen, sagte er heute in Brüssel. Wenn regulatorische Hürden wegfielen, hätten Start-up-Unternehmen direkt Zugang zu einer Milliarde Kunden - „einem Markt, der größer ist als die USA“. Europa könnte so die hohe Arbeitslosigkeit angehen.

„Europa muss Risikoträger ermutigen“, sagte Schmidt. Unternehmer seien vorrangig in Kulturen zu finden, die sie ermutigten, Risiken einzugehen. Der Google-Chef verwies dabei auf den umstrittenen Fahrdienstanbieter Uber, der Privatleuten erlaubt, via Smartphone-App Fahrten anzubieten, die in der Regel deutlich günstiger sind als die jeweils ortsüblichen Taxitarife.

Google steht seit 2010 im Visier der Europäischen Union: Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, dass Google Suchergebnisse manipuliere. Dabei würden Ergebnisse von spezialisierten Suchdiensten, die Google selbst betreibt, höher und prominenter angezeigt als Ergebnisse der Konkurrenz. Dem US-Konzern drohen ein Verbot der Praktiken und eine hohe Geldstrafe. Google machte mehrfach Zugeständnisse, inzwischen kamen aber weitere Beschwerden von Mitbewerbern auf.

Hofer will Anfang 2015 mit Mobilfunkangebot starten

Die Lebensmittelkette Hofer hat bestätigt, dass sie Anfang 2015 mit einem eigenen Mobilfunkangebot starten wird, berichtet der „Standard“ in seiner Onlineausgabe. Unterstützt wird sie dabei vom ehemaligen Orange-Chef Michael Krammer, das Netz stellt T-Mobile zur Verfügung. Noch vor Jahresende will der Kabelprovider UPC starten, man arbeite daran mit Hochdruck, so UPC-Sprecher Siegfried Grobmann.

Apple meldet Verkaufsrekord für neues iPhone

Apple hat am ersten Wochenende mehr als zehn Millionen iPhones der neuen Generation verkauft. Das ist ein Rekord: Vor einem Jahr wurde Apple beim Start der Modelle iPhone 5s und 5c über neun Millionen Telefone los.

Konzernchef Tim Cook verwies heute allerdings auch auf Lieferengpässe: „Wir hätten mit besserer Versorgung viele iPhones mehr verkaufen können.“

Die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus waren nach dem Verkaufsstart am Freitag vielerorts ausverkauft, bei Onlinebestellungen gibt es mehrere Wochen Wartezeit. Die Geräte wurden zunächst in zehn Ländern verkauft, weitere 20 sollen am Freitag folgen.

Kultur

Pink Floyd kündigten neues Album für November an

Pink Floyd werden ihr neues und vermutlich letztes Studioalbum am 7. November in den Handel bringen. „The Endless River“ ist das erste Studioalbum der Gruppe seit rund 20 Jahren und besteht aus bisher unveröffentlichten, überarbeiteten Liedern, die David Gilmour, Richard Wright und Nick Mason schon 1993 für das Album „The Division Bell“ aufgenommen hatten.

Damit ist auch das Schlagzeugspiel des verstorbenen Rick Wright zu hören. „Wir haben mehr als 20 Stunden Musik von uns drei durchgehört und das ausgesucht, auf dem wir für ein Album weiterarbeiten wollten“, sagte Gilmour in einem Pressestatement heute.

Im vergangenen Jahr habe man neue Teile dazugefügt, andere neu aufgenommen und andere mit moderner Studiotechnik aufbereitet. Der Mitte der 1980er Jahre ausgestiegene Roger Waters war nicht involviert.

Wright 2008 verstorben

Keyboarder Wright starb 2008 mit 65 Jahren an Krebs. „The Endless River“ sei ein Tribut an ihn, teilte die Band auf ihrer Website mit. Sie hätten die Musik neu aufgenommen und mit moderner Studiotechnik bearbeitet. Fast alle der 18 Stücke sind instrumental. Nur „Louder than Words“ hat einen Text, den Gilmours Ehefrau Polly Samson geschrieben hat. Sie hatte im Juli bereits über Twitter verraten, dass es ein neues Album geben werde.

„König der Löwen“ erfolgreichstes Werk der Geschichte

Das finanziell erfolgreichste Werk der Geschichte ist laut einer aktuellen Berechnung kein Hollywood-Film und kein Bühnenklassiker, sondern die Musical-Version des Disney-Films „Der König der Löwen“: Das Werk hat in mehreren Versionen an Bühnen rund um die Welt 6,2 Milliarden Dollar (4,8 Mrd. Euro) eingespielt, berichtete die US-Nachrichtenagentur AP heute.

Bisher galt das Musical „Das Phantom der Oper“ als erfolgreichstes Werk der Unterhaltungsindustrie, mit der beginnenden Herbstsaison in Theatern auf dem ganzen Globus hat „König der Löwen“ dem Musicalveteranen jedoch den Rang abgelaufen.

Die Summe von 6,2 Mrd. Dollar macht das Musical etwa wertvoller als jeden beliebigen der „Harry Potter“-Filme, die Hollywood-Schnulze „Titanic“ und einen der sechs „Star Wars“-Filme. Zum Vergleich: Der bisher umsatzstärkste Film der Geschichte ist mit 2,8 Mrd. Dollar weltweit der Science-Fiction-Streifen „Avatar“.

„Kultur.montag“: Qualtingers Sohn und „der Herr Karl“

1961 hat der ORF erstmals den „Herrn Karl“ ausgestrahlt – der Monolog eines Opportunisten, Sinnbild für den österreichischen Hang zum Verdrängen. Noch während der Sendung brach ein beispielloser Sturm der Entrüstung aufgebrachter Zuseher los. Helmut Qualtinger wurde damit schlagartig weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Jetzt hat Christian Qualtinger, bildender Künstler und Sohn des begnadeten Kabarettisten, den „Herrn Karl“ als Graphic Novel zu Papier gebracht. Mit „kultur.montag“ spricht er über Mitläufertum und die Beziehung zu seinem 1986 verstorbenen Vater.

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Science

Die NSA-Station im 22. Wiener Gemeindebezirk

Auch wenn die Nachrichtenlage seit Beginn der NSA-Enthüllungen in Bezug auf Österreich noch immer dürftig ist, lassen sich nun drei der bisherigen vier Erwähnungen Österreichs zweifelsfrei zuordnen. Der in einem Dokument erwähnte „Vienna Annex“ zur NSA-Station in der US-Botschaft befindet sich in den obersten drei Geschoßen des IZD-Towers im 22. Wiener Gemeindebezirk. Das geht aus einer aktuellen Fotoserie, die ORF.at zugespielt wurde, klar hervor.

Seit der Fertigstellung des Towers Ende 2001 residiert dort die US-Vertretung bei den Vereinten Nationen. Auf dem Dach befindet sich in einer Höhe von etwa 130 Metern derselbe Aufbau wie auf dem Dach der US-Botschaft im neunten Wiener Gemeindebezirk. In beiden Fällen hat das als „Wartungsaufbau“ getarnte Häuschen eine Grundfläche von etwa 15 Quadratmetern. Vom Boden aus ist es praktisch nicht zu erkennen, das Häuschen ist direkt auf die nahen Gebäude der UNO-City ausgerichtet.

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NASA-Sonde „Maven“ in Marsumlaufbahn

Nach einer zehnmonatigen und 711 Millionen Kilometer langen Reise ist die US-Forschungssonde „Maven“ in den Orbit des Mars eingetreten. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte, erreichte die Sonde gestern die Umlaufbahn des Roten Planeten. Die rund elf Meter lange Sonde war im November an Bord einer Atlas-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Von der Mission erhofft sich die NASA Erkenntnisse darüber, wie es dazu kam, dass sich auf dem Mars kein Leben entwickeln oder halten konnte.

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Leute

Viel Prominenz bei Trauerfeier für Fuchsberger

Viele Prominente aus Film, Fernsehen und Politik haben heute bei einer Trauerfeier dem deutschen Schauspieler und Showmaster Joachim Fuchsberger die letzte Ehre erwiesen.

Unter den Gästen der Gedenkstunde in Grünwald bei München waren neben Fuchsbergers Bruder, seiner Ehefrau Gundula und seinen Enkeln Jenny und Julien auch Showmaster Frank Elstner, Wiesn-Wirt Peter Pongratz und die Schauspieler Uschi Glas und Ralf Bauer.

„Du bist nicht tot, Du wechselst nur die Rollen“, sagte Moderatorin Nina Ruge zu Beginn. „Blacky“ zählte in den vergangenen Jahrzehnten zu den prägenden Figuren der TV-Unterhaltung mit TV-Shows wie „Auf los geht’s los“ und „Ja oder Nein“.

Berühmt wurde er durch Auftritte in mehreren Edgar-Wallace-Krimis in den 60er Jahren wie „Das Gasthaus an der Themse“ und „Der Hexer“. Am 11. September starb er 87-jährig in seinem Haus in Grünwald.