Ausland

Laut UNO bereits über 190.000 Tote in Syrien

Im syrischen Bürgerkrieg sind laut UNO-Angaben bereits weit mehr als 190.000 Menschen umgekommen. Eine Erhebung von Datenspezialisten im Auftrag des UNO-Menschenrechtsrates kommt für den Zeitraum von März 2011 bis Ende April 2014 auf 191.369 bestätigte Todesfälle. Die Zahl der Todesopfer habe sich innerhalb eines Jahres verdoppelt, so UNO-Hochkommissarin Navi Pillay heute in Genf.

Für die Erfassung hätten die Datenexperten aus Angaben zu mehr als 318.000 Todesfällen nur jene berücksichtigt, bei denen eindeutig überprüfbare Angaben vorlagen. Außerdem gebe es viele Hinweise, wonach zahlreiche Tötungen gar nicht registriert wurden.

Auch Tausende Kinder unter Toten

Bei der Erfassung wurden keine Unterschiede zwischen Kämpfern und Zivilisten gemacht. Die weitaus meisten Opfer seien Männer gewesen, etwas mehr als neun Prozent Frauen. Aber es seien auch mindestens 8.803 Kinder und Jugendliche getötet worden.

„Ich bedaure zutiefst, dass die Kämpfe in Syrien und die furchtbaren Folgen für Millionen von Zivilisten angesichts so vieler anderer bewaffneter Konflikte in diesen Zeiten einer globalen Destabilisierung vom internationalen Radar verschwunden sind“, sagte Pillay.

Eskalation zwischen Regierung und Rebellen im Jemen

Der Konflikt zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der Regierung im Jemen spitzt sich zu. Der jemenitische Übergangspräsident Abd Rabbuh Mansur Hadi rief die höchste Alarmstufe für die Sicherheitskräfte aus, wie die Nachrichtenseite Yemen Post heute berichtete.

Stamm will Autonomie

Seit Tagen zieht die Volksgruppe der Huthi Männer nördlich der Hauptstadt Sanaa zusammen. Rund 30.000 sollen nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Maschhad al-Jemeni bereits zusammengekommen sein. Die Rebellen fordern die Unabhängigkeit ihrer Stammesgebiete im Norden des Landes und eine Senkung der Benzinpreise.

Der Anführer der Huthi, Abdelmalik al-Huthi, hatte der Regierung ein Ultimatum gestellt. Sollten seine Forderungen nicht angenommen werden, folge „die zweite Phase“ des Aufstands, sagte er dem von Huthis betriebenen TV-Sender al-Masira. Er warnte Präsident Hadi vor Angriffen auf die „friedlichen Demonstranten“: „Wir werden keine Attacke unbeantwortet lassen.“

Mordanklagen gegen Ex-Angehörige der bosnischen Armee

Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen hat heute Anklage gegen vier Angehörige der einstigen bosnischen Armee (ABiH) erhoben. Sie wirft ihnen Mord an 21 serbischen Zivilisten im August 1992 unweit der Stadt Gorazde vor.

Auf Basis einer zwischen Belgrad und Sarajevo im Vorjahr erzielten Vereinbarung wird der Prozess vor einem bosnischen Gericht stattfinden. Unter den Angeklagten befindet sich laut Medienberichten auch der Befehlshaber einer einstigen ABiH-Sondereinheit.

Die von den muslimischen Bosniaken dominierte Armee der Republik Bosnien und Herzegowina hatte im Bosnien-Krieg (1992-1995) vor allem die Streitkräfte der bosnischen Serben zum Gegner.

Medien: Chinas zweiter Test mit Hyperschallwaffe gescheitert

China hat laut einem Zeitungsbericht zum zweiten Mal erfolglos einen Hyperschallflugkörper erprobt. Der Raketenträger mit dem Gleiter sei am 7. August kurz nach dem Start in Nordwestchina auseinandergebrochen, berichtete die Hongkonger „South China Morning Post“ heute.

Zwei Quellen, die dem chinesischen Militär nahestehen, berichteten der Zeitung, es sei schon das zweite Mal gewesen, dass das Waffensystem versagt habe. Ein erster Test mit dem experimentellen Flugkörper, der aus großer Höhe auf sein Ziel zuschießen und fünf- bis zehnfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll, hatte im Jänner stattgefunden.

Keine Chance für Raketenabwehrsysteme

Nur die USA haben bisher ähnliche Waffentechnologie getestet. Aber auch Russland und Indien arbeiten angeblich daran. Hyperschallwaffen gelten als destabilisierend, auch weil Raketenabwehrsysteme nichts gegen sie ausrichten können.

Die US-Zeitung „The Washington Free Beacon“ sowie die Hongkonger „Oriental Daily“ hatten zuerst über den Versuch mit dem System berichtet, das im Pentagon Wu-14 genannt wird. In China kursierten im Internet Bilder von Trümmern einer Raketenstufe.

Indien stoppt Film über Ermordung Indira Gandhis

Die indische Regierung hat die Aufführung eines Kinofilms über die Ermordung der früheren Regierungschefin Indira Gandhi verhindert. Der Zentralausschuss für Filmzulassungen habe den für heute geplanten Kinostart des Films „Kaum De Heere“ gestern gestoppt, berichtete die indische Nachrichtenagentur PTI.

Geheimdienst warnte vor Gewaltausbrüchen

Laut Medienberichten erfolgte die Überprüfung des Films auf Bitten des Innenministeriums. Der indische Geheimdienst soll zuvor vor Gewaltausbrüchen im Norden des Landes gewarnt haben.

Der Film steht in der Kritik, weil er die Mörder Gandhis angeblich in positivem Licht erscheinen lässt. Im Juni 1984 hatten indische Truppen auf Anordnung Gandhis den Goldenen Tempel im nördlichen Bundesstaat Punjab gestürmt, in dem sich militante Anhänger der Religionsgemeinschaft der Sikhs verschanzt hatten. Bei dem Einsatz wurden Hunderte Menschen getötet. Vier Monate später wurde Gandhi von zwei Sikh-Leibwächtern getötet. In den folgenden Unruhen starben etwa 3.000 Menschen.

Regisseur verteidigt Werk

Zu den Gegnern des Films gehört die Jugendorganisation von Gandhis Kongresspartei. „Ich habe dem Premierminister (Narendra Modi) geschrieben, damit der Film gestoppt wird“, sagte Vikramjit Chaudhary von der Kongressjugend in Punjab der Nachrichtenagentur AFP.

Er hatte schon zu Wochenbeginn vor gewalttätigen Protesten gegen den Film gewarnt. Der Regisseur Ravinder Ravi verteidigte hingegen sein Werk im Gespräch mit der Zeitung „The Hindu“: Die Charaktere des Films seien „weder Helden noch Bösewichter“.

Israel fürchtet nach Tod von Hamas-Führern Rache

Nach der gezielten Tötung dreier Hamas-Militärkommandanten durch einen Luftschlag fürchtet Israel laut Medienberichten Vergeltungsmaßnahmen militanter Palästinenser. Die israelische Armee sei in erhöhter Alarmbereitschaft, um Terroranschläge und die Entführung von Soldaten oder Zivilisten zu verhindern.

Eine Armeesprecherin sagte zudem, Israel führe seine Luftschläge gegen Ziele im Gazastreifen „entsprechend der Notwendigkeit“ fort. Demnach flog die Armee in der Nacht auf heute mehr als zehn Angriffe auf Ziele in dem Küstengebiet. In der Früh gab es in mehreren Städten im Süden Israels Raketenalarm.

Vier Tote bei israelischen Luftangriffen

Heute Früh wurden bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen vier Menschen getötet. Das berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan. Unter den Toten sei auch ein 14-Jähriger. Die israelische Armee griff seit gestern rund 50 Ziele im Gazastreifen an, etwa zehn davon in der vergangenen Nacht. Seit gestern seien mehr als 120 Raketen auf Israel abgefeuert worden, sagte eine Armeesprecherin.

UNO-Resolution gefordert

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen eine Beobachtermission der Vereinten Nationen (UNO) für den Gazastreifen initiieren. Der Entwurf für eine entsprechende Resolution zirkuliert derzeit im UNO-Sicherheitsrat, wie ein UNO-Diplomat gestern sagte.

Die Resolution soll auch eine Grenzöffnung zum Gazastreifen enthalten - bei gleichzeitiger Kontrolle des Warenverkehrs, um eine Aufrüstung der Hamas zu verhindern. Das Papier beinhaltet auch Sicherheitsgarantien für Israel. Die EU bietet an, sich im Rahmen der Resolution stärker in Gaza zu engagieren. Bei den Beobachtern soll es sich mehr um eine politische denn um eine militärische Mission handeln, es wäre also kein Blauhelmmandat.

Beobachtern zufolge ist Israel durchaus aufgeschlossen gegenüber der Resolution. Parallel gibt es bereits einen Entwurf von Jordanien, der eine starke palästinensische Handschrift trägt. Unklar ist noch, ob beide konkurrierend bestehen bleiben und wann es eine Abstimmung geben könnte.

Inland

Sport

Formel 1: Vettel glaubt nicht an Trendwende

Vor dem Grand Prix von Belgien am Sonntag liegt Vorjahressieger Sebastian Vettel bereits 114 Punkte hinter WM-Leader Nico Rosberg. Dass der amtierende Weltmeister seinen fünften Titel vor dem Rennen in Spa-Francorchamps abhaken kann, ist nicht nur dem 27-Jährigen selbst klar: Statt weiter auf eine Trendwende zu hoffen, blickt man bei Vettels Rennstall Red Bull lieber bereits auf das kommende Jahr.

2015 sollen die „Zuverlässigkeitsprobleme“ an Vettels Boliden, wie es Berater Helmut Marko formulierte, ausgemerzt und damit die beispiellose Pechsträhne des Red-Bull-Stars beendet werden.

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Schwimmen: Lisa Zaiser erobert EM-Bronze

Lisa Zaiser hat bei der Schwimm-EM in Berlin sensationell Bronze über 200 m Lagen gewonnen. Die 19-jährige Kärntnerin musste sich gestern Abend im Finale nur der überlegenen Ungarin Katinka Hosszu und der Britin Aimee Willmott geschlagen geben. Zaiser eroberte die erste OSV-Medaille seit EM-Bronze durch Markus Rogan im gleichen Bewerb 2012 und sorgte dafür, dass Österreich zum achten Mal in Folge über Edelmetall bei einer Langbahn-EM jubeln darf.

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Tennis: Thiem bei US Open gegen Lacko

Dominic Thiem und Jürgen Melzer haben bei der Auslosung der am Montag beginnenden US Open in New York keine unschlagbaren Erstrundengegner erhalten. Jungstar Thiem trifft auf den Slowaken Lukas Lacko, den er im bisher einzigen Duell 2012 in Wien bezwungen hat. Melzer, der es mit dem Spanier Marcel Granollers zu tun bekommt, führt im Head-to-Head gegen seinen Auftaktgegner sogar 2:0. Andreas Haider-Maurer spielt gegen den als Nummer 17 gesetzten Spanier Roberto Bautista-Agut. Bei den Damen ist Österreich durch Yvonne Meusburger und Patricia Mayr-Achleitner vertreten.

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Wirtschaft

OMV legt Förderprojekte vor Krim und im Irak auf Eis

Der Öl- und Gaskonzern OMV legt Förderprojekte im Irak und südlich der Halbinsel Krim auf Eis. „Wir konnten in Kurdistan zwar einen Gasfund verbuchen, sind aber zurzeit nicht aktiv. Alle Mitarbeiter, die vor Ort waren, sind ausgereist“, sagte Firmenchef Gerhard Roiss dem „Wirtschafts-Blatt“ (Freitag-Ausgabe). „Auch südlich der Krim, wo wir zusammen mit Exxon Pläne hatten, warten wir ab“, sagte Roiss.

Die OMV sei zu 20 Prozent in risikoreichen Ländern engagiert - etwa auch in Libyen. Dort habe der Konzern sein Geschäft ebenfalls ausbauen wollen, diesen Plan aber dann wegen der Unruhen verworfen.

Neuausrichtung des Gasgeschäfts

Nach dem Verkauf eines Teils des Raffinerie- und Tankstellengeschäfts will OMV nun das Gasgeschäft der Firma umbauen. Damit will Roiss auf die sinkenden Gaspreise und das aktuelle Überangebot auf dem europäischen Markt reagieren.

„Die Strategie für den Gasbereich ist noch in Arbeit, daher sage ich dazu nichts. In sechs bis zwölf Monaten müsste der Prozess abgeschlossen sein“, sagte Roiss dem Blatt.

Auch Zahlscheingebühren von Versicherungen gesetzwidrig

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat nach der Mobilfunkbranche nun auch der Versicherungsbranche eine Abfuhr für die Einhebung der Zahlscheingebühr erteilt. Das Verbot gilt für alle Zahlungen, die seit dem 1. November 2009 gemacht wurden. Versicherungskunden können die bezahlten Entgelte zurückverlangen, egal wann die Versicherung abgeschlossen wurde, informiert die Arbeiterkammer (AK), die das Urteil erwirkt hat.

Mehr dazu in help.ORF.at

Kohlestreit entzweit die USA

Die US-Kohleindustrie sieht ihre Felle davonschwimmen. Im Juni hat Präsident Barack Obama einen Alleingang gegen den CO2-Ausstoß der US-Kohlekraftwerke unternommen. Seitdem ebbt der Sturm der Entrüstung nicht ab. In Staaten wie West Virginia und Kentucky ortet die Kohleindustrie gar einen Angriff auf die Grundfesten der amerikanischen Wirtschaft. Dabei haben nicht allein der US-Präsident und seine Umweltschutzbehörde EPA den schwarzen Energieträger im Visier. Auch Unternehmen selbst beginnen die Kohlenutzung in den USA zu hinterfragen.

Mehr dazu in Kohle ins Eck gedrängt

Schulden: US-Gericht will nicht gegen Argentinien vorgehen

Ein US-Gericht will gegen das umstrittene Manöver Argentiniens im Schuldenstreit mit Hedgefonds nicht vorgehen. Die Pläne, die US-Recht unterliegenden Anleihen in Schuldtitel einzutauschen, die unter argentinisches Recht fallen, sei zwar illegal, sagte Richter Thomas Griesa gestern. Sie stellten aber keine Missachtung des Gerichts dar. Nun dagegen vorzugehen werde die Situation nicht lösen.

Hedgefonds wollen volle Auszahlung

Der Konflikt geht auf die Staatspleite Argentiniens im Jahr 2002 zurück. Während sich die Regierung in den Folgejahren mit den meisten Gläubigern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen einigte, kauften einige Hedgefonds Schuldtitel mit einem hohen Abschlag und fordern nun eine volle Auszahlung. Das lehnt Argentinien ab.

Ein US-Gericht wies aber an, dass die Inhaber der Anleihen nur dann ausgezahlt werden dürfen, wenn die Regierung auch die Hedgefonds bedient, die sich nicht der Umschuldungsvereinbarung angeschlossen haben. Deshalb trat ein Zahlungsausfall ein. Argentinien will den Gläubigern, die sich auf einen Schuldenschnitt einließen, mit dem Manöver entgegenkommen.

Chronik

Längstmögliches Schuljahr steht bevor

Eine geballte Menge Schule kommt heuer auf Schüler, Eltern und Lehrer zu. Das Schuljahr startet zum frühestmöglichen Zeitpunkt - am 1. September in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, am 8. September im Rest Österreichs - und endet am spätestmöglichen Termin (3. bzw. 10. Juli 2015). Darüber hinaus fallen im Herbst fast alle möglichen Feiertage auf Wochenenden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

33 Tote bei Zusammenstoß zweier Busse in Ägypten

Bei einem Zusammenstoß zweier Busse im Süden der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind heute 33 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handle es sich um ägyptische Staatsbürger, teilte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Kairo mit.

Weitere 41 Menschen wurden laut den Angaben verletzt, darunter eine Ukrainerin, eine Frau und ein Kind aus Saudi-Arabien sowie ein Mann aus dem Jemen.

Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge in der Früh etwa 50 Kilometer von Scharm al-Scheich entfernt. Einer der Busse kam demnach aus dem Badeort am Roten Meer, der andere aus Kairo. In Ägypten ereignen sich wegen schlechter Straßenverhältnisse und einer oftmals riskanten Fahrweise häufig Verkehrsunfälle.

Indien: Gutachten zweifelt Vergewaltigung vor Erhängen an

Ein forensisches Gutachten hat die mutmaßliche Vergewaltigung zweier ermordeter Mädchen infrage gestellt. Ende Mai waren im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh zwei minderjährige Cousinen in einem Baum erhängt gefunden worden. Sie sollen zuvor von mehreren Männern missbraucht worden sein, hieß es damals.

Eltern nun im Fokus der Ermittlungen

Nun wecke das Gutachten eines auf DNS-Untersuchungen spezialisierten Zentrums in Hyderabad Zweifel an der Leichenschau örtlicher Ärzte, berichtete die „Times of India“ (Onlineausgabe) heute. Die Ärzte hatten damals gesagt, die 14 und 16 Jahre alten Mädchen seien sexuell missbraucht worden.

Wie das Blatt aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, rückten nun die Eltern in den Fokus, da sie zuvor einen Lügendetektortest nicht bestanden hätten. Möglicherweise liege ein „Ehrenmord“ vor, bei dem die Angehörigen mit ihren unzutreffenden Beschuldigungen die Behörden auf eine falsche Spur bringen wollten. Der Fall im Bezirk Badaun hatte im ganzen Land Entrüstung und Proteste hervorgerufen.

Nach Unwetter: Suche in Hiroshima nach Überlebenden

Zwei Tage nach dem schweren Unwetter in Hiroshima im Westen Japans suchen die Rettungsmannschaften weiter nach Überlebenden. Laut Medienberichten wurden heute noch 51 Menschen vermisst. Mindestens 39 Bewohner starben, nachdem sintflutartige Regenfälle Erdrutsche ausgelöst hatten.

Die rund 3.000 Retter, darunter 600 Soldaten, hatten ihre Arbeiten in der Stadt etwa 700 Kilometer südwestlich von Tokio gestern am späten Abend wegen starker Regenfälle unterbrechen müssen.

In den Präfekturen Fukuoka und Nagasaki auf Kyushu, der südwestlichsten der vier japanischen Hauptinseln, wurden Hunderttausende Einwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Meteorologen rechneten mit Erdrutschen und Überschwemmungen.

Video dazu in iptv.ORF.at

IT

Microsoft präsentiert angeblich im September neues Windows

Der US-Softwareriese Microsoft bereitet einem Bericht zufolge die Präsentation der nächsten Windows-Version vor. Die Neuauflage des Betriebssystems solle am 30. September vorgestellt werden, berichtete die auf IT-Nachrichten spezialisierte Website The Verge heute unter Berufung auf Insider. Das künftige Windows 9 firmiere vorerst unter dem Codenamen „Threshold“ (Schwelle).

Das bisher neueste Windows, die Version 8, war Ende Oktober 2012 veröffentlicht worden. Microsoft hatte damit versucht, sich auf die Nutzungsbedingungen bei Tabletcomputern und Smartphones einzustellen. Allerdings stieß das Betriebssystem auf wenig Begeisterung.

Aufholbedarf bei mobilen Geräten

Bei klassischen PCs ist Windows immer noch weit verbreitet, doch bei Smartphones und Tablets sieht es ganz anders aus. Einer Schätzung der Marktforschungsfirma Strategy Analytics zufolge liegt der Marktanteil bei internetfähigen Handys unter drei Prozent.

Rund 85 Prozent der in den vergangenen Monaten verkauften Smartphones laufen demnach mit dem Betriebssystem Android von Google. Rund zwölf Prozent sind iPhones von Apple mit dem Betriebssystem iOS.

Die geplante Präsentation Ende September richtet sich laut The Verge an Entwickler, die andere Software auf das neue Windows abstimmen müssen. Bei Windows 9 solle das klassische Startmenü zurückkehren, das bei Windows 8 zum Leidwesen vieler Nutzer abgeschafft wurde. Microsoft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Science

Gesundheit

Kultur

Deutsche Kunstbetrugsaffäre weitet sich aus

Seit über zwei Monaten sitzt der deutsche Kunstberater Helge Achenbach in Untersuchungshaft. Jetzt weitet die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aus. Ein weiteres mögliches Betrugsopfer hat sich gemeldet.

Nach der Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht reichte auch die Unternehmerfamilie Viehof aus Mönchengladbach eine Anzeige gegen Achenbach ein. Auch hier geht es um einen Millionenbetrag.

Rund eine Mio. Schaden?

„Wir haben einige Geschäfte unserer Firma Vibro Art geprüft und vergangene Woche Strafanzeige gegen Helge Achenbach gestellt“, sagte Eugen Viehof, einer der vier Viehof-Brüder, der „Rheinischen Post“ (Freitag-Ausgabe). Es gehe um einen Schaden von rund einer Million Euro beim Erwerb von Kunstwerken von Georg Baselitz.

Die Staatsanwaltschaft Essen bestätigte gestern lediglich, dass eine zweite Anzeige eingegangen sei. Außerdem werde in einem weiteren Verdachtsfall ermittelt.

Die erste Anzeige der Albrecht-Witwe hatte zur Inhaftierung des international vernetzten Achenbach am 10. Juni geführt. Er hatte dem 2012 gestorbenen Albrecht Kunstwerke und Oldtimer im Wert von rund 120 Millionen Euro verkauft. Dabei soll er verdeckte Preisaufschläge vorgenommen und Rechnungen gefälscht haben. Albrechts Witwe verlangt nach Medienberichten über eine Zivilklage Schadenersatz in Höhe von fast 20 Millionen Euro.

Leute

Miley Cyrus in Dominikanischer Republik unerwünscht

US-Popstar Miley Cyrus kann nicht wie geplant Mitte September in der Dominikanischen Republik auftreten. Die Regierungskommission für öffentliche Veranstaltungen verbot laut lokalen Medienberichten das Konzert aus moralischen Gründen.

Handlungen im „Widerspruch zu Sitten und Gebräuchen“

In dem Dekret heißt es: „Miley Cyrus nimmt in ihren Konzerten Handlungen vor, die im Widerspruch zu den Sitten und Gebräuchen stehen und nach den dominikanischen Gesetzen verboten sind.“

Die Kommission bemängelte außerdem „unangemessene Kleidung, Missbrauch der Sprache, perverse Bilder und Sätze“ sowie „doppeldeutige Phrasen, die Kriminalität, Gewalt und Missbrauch verteidigen“.

Das Konzert der „Bangerz Tour“ war für den 13. September im Quisqueya-Stadion in Santo Domingo geplant.