Inland

Schärfere Bestimmungen gegen Lohn- und Sozialdumping

Die Novelle des 2011 in Kraft getretenen Gesetzes gegen Lohn- und Sozialdumping wurde heute im Ministerrat beschlossen. Die Lohnkontrollen werden ausgeweitet, die Strafen bei fehlenden Lohnunterlagen hinaufgesetzt und die Verjährung neu geregelt. Es gibt auch Vereinfachungen bei den Arbeitszeitaufzeichnungen.

Die Gesetzesnovelle soll im November im Parlament beschlossen werden und am 1. Jänner 2015 in Kraft treten. „Mit dem Gesetz haben wir ein wirksames Instrument in der Hand, um unlauteren Wettbewerb zu unterbinden und faire Bedingungen für alle in Österreich aktiven Betriebe zu schaffen“, so Sozialminister Rudolf Hundsdorfer (SPÖ) nach dem Ministerrat.

U-Ausschuss: Faymann zufrieden, Schelling gelassen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist mit der Einigung auf die Reform der Untersuchungsausschüsse zufrieden. „Ein guter Tag für die Entwicklung der demokratischen Kontrolle“ sei das gewesen, sagte Faymann heute nach dem Ministerrat. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) zeigte sich angesichts des nun absehbaren U-Ausschusses zur Hypo Alpe-Adria gelassen.

Dass ein U-Ausschuss die rechtlichen Auseinandersetzungen mit der früheren Hypo-Mutter Bayerische Landesbank beeinträchtigen könnte, glaubt Schelling nicht, wie er am Rande der Regierungssitzung sagte.

Kanzler: Wahlkampfversprechen umgesetzt

Faymann zeigte sich zufrieden, dass mit dem Minderheitsrecht auf Einsetzung von Untersuchungsausschüssen nun eine Zusage aus dem Wahlkampf umgesetzt werde. Die Reform sei auch politisch richtig, denn damit könne die Opposition eine Untersuchung aus eigener Kraft einsetzen.

Mehr dazu in Initiativantrag am Mittwoch im Nationalrat

VfGH fordert mehr Ressourcen

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) übernimmt gerne die vorgesehene Rolle des Streitschlichters in internen Fragen der neuen U-Ausschüsse und begrüßt grundsätzlich die Umsetzung des Minderheitsrechts in der Frage. Wolle man „besonders schnelle Entscheidungen“, würden aber neue Ressourcen nötig sein, sagte VfGH-Sprecher Christian Neuwirth unter Hinweis darauf, dass mit Jänner 2015 noch eine neue Kompetenz, die Gesetzesbeschwerde, dazukommt.

Mahrer bremst bei Schulversuch in Vorarlberg

Zum falschen Zeitpunkt kommt für ÖVP-Staatssekretär und Bildungskoordinator Harald Mahrer der Vorschlag eines Schulversuchs für eine Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen aus Vorarlberg. Zunächst müssten konkrete Bildungsziele definiert werden, sagte Mahrer heute den „Vorarlberger Nachrichten“.

Den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) forderte er auf, seine Ideen in die Arbeitsgruppe Bildung einzubringen. „Reden wir gemeinsam über Ziele, Fahrplan und notwendige Ressourcen“, sagte Mahrer. Schulversuche gebe es in Österreich mit rund 3.500 bereits zu viele, ebenso seien die Vorstellungen zur Zukunft der Schule sehr unterschiedlich.

Mahrer: Klare Ziele statt Verunsicherung

Die Politik habe in dieser Sache in den vergangenen Jahren vor allem verunsichert, meinte Mahrer. Deshalb sei es an der Zeit, klare Ziele zu definieren. Diese reichten von der Persönlichkeitsbildung über die Förderung individueller Talente bis zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt, präzisierte Mahrer, der für die Regierung in der Arbeitsgruppe zur Bildung sitzt. Wie man diesen Bildungszielen gerecht werden könne und wie der Fahrplan aussehen könnte, seien Fragen, die erst danach diskutiert werden müssten.

Bildungslandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) will hingegen am Vorarlberger Weg festhalten. Ein Schulversuch für eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen ist im schwarz-grünen Regierungsabkommen explizit angedacht. Mit einem Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse für Mai 2015 erwartet werden, will man in Vorarlberg eine Basis für weitere Überlegungen haben. „Da kann man jetzt nicht vorgreifen“, sagte Mennel im Zeitungsinterview.

McDonald neuer Chef der Sozialversicherung

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat einen neuen Vorsitzenden. Der Verbandsvorstand wählte heute Vormittag wie erwartet Peter McDonald einstimmig zum Nachfolger von Hans Jörg Schelling, der mittlerweile das Finanzministerium leitet.

McDonald ist Direktor des ÖVP-Wirtschaftsbundes und war bisher stellvertretender Obmann der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA). Im Hauptverband ist McDonald bereits seit 2011 als stellvertretender Vorsitzender der Trägerkonferenz aktiv.

Bandion-Ortner: Schieder „schockiert über Blödheit“

Das Interview der früheren, von der ÖVP nominierten Justizministerin Claudia Bandion-Ortner im Nachrichtenmagazin „profil“ hat auch heute Wellen geschlagen. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder zeigte sich vor dem Ministerrat gegenüber Journalisten schockiert über die inhaltlichen Aussagen und die „Blödheit“, die in diesem Interview steckt.

Dass die frühere Justizministerin und Richterin Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien in dem Interview relativiere, sei „untragbar“. Das König-Abdullah-Zentrum sollte seines Wissens nach eine „Plattform für Dialog“ sein, so Schieder, dass es von Steuerprivilegien profitiere, war dem Klubchef „nicht klar“: „Da braucht’s Aufklärung.“

ÖVP hält sich bedeckt

Er will sich das Zentrum nun kritisch anschauen. Bis auf das Interview von Bandion-Ortner sei ihm keine Aktivität bekannt. Seiner Meinung nach müsse eine Dialogplattform etwas verbessern. Stehe sie nur für ein derartiges Interview, „dann ist es ein Zentrum, das wir so nicht brauchen“, so Schieder.

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) äußerte sich zu der Causa nicht und verwies auf die Zuständigkeit des Außenministeriums, da es sich um eine internationale Organisation handelt. Der aktuelle ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter war vor dem Ministerrat noch nicht für Journalisten zu sprechen.

Rechtsfolgen für Bandion-Ortner?

Schockierend nannte der Vorsitzende der Richtervereinigung, Werner Zinkl, die Aussagen Bandion-Ortners. Das Justizressort leitete den Artikel mit den Aussagen der karenzierten Richterin an das für Wiener Disziplinarangelegenheiten zuständige Oberlandesgericht Graz weiter.

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Ausland

Aktivisten: 2.400 Menschen in China hingerichtet

In China sind im vergangenen Jahr einer US-Menschenrechtsgruppe zufolge 2.400 Menschen hingerichtet worden, das waren 20 Prozent weniger als 2012. Dennoch bleibe China das Land mit den meisten Exekutionen, erklärte die Stiftung Dui Hua heute.

Peking hütet Informationen über Hinrichtungen wie ein Staatsgeheimnis. Daher gab die Regierung auch nicht bekannt, dass seit Beginn des Jahrtausends deutlich weniger verurteilte Straftreter exekutiert werden. 2002 lag die Zahl Menschenrechtsgruppen zufolge noch bei 12.000. Im vergangenen Jahr wurden einer Zählung von Amnesty International zufolge außerhalb Chinas zusammen 778 Menschen hingerichtet.

Informant im Justizapparat

Dui Hua erklärte, ihre Zahlen stammten von einem Vertreter der Justizbehörden, der nicht genannt wurde. Die Stiftung geht davon aus, dass in diesem Jahr wieder mehr Menschen hingerichtet werden. Einer der Gründe sei das harte Durchgreifen der Sicherheitsbehörden in der überwiegend von muslimischen Uiguren bewohnten Unruheprovinz Xinjiang.

Hunderte Menschen wurden dort wegen Terrorvorwürfen verurteilt. In der vergangenen Woche wurden zwölf Menschen wegen eines Anschlags im Juli zum Tode verurteilt.

EU-Hearing: Bulc geht es „um die Menschen“

Mit Vorschusslorbeeren ausgestattet ist Sloweniens designierte EU-Kommissarin Violeta Bulc nicht zum Hearing angetreten. Nur als „Ersatzkandidatin“ für die gescheiterte Alenka Bratusek war sie entsandt worden, gleich wurden ihr Hang zur Esoterik und der Besuch einer Schamanen-Akademie ins Lächerliche gezogen.

Doch die härteste Kritik musste sie sich aufgrund mangelnder politischer Erfahrung gefallen lassen: Kaum drei Wochen diente sie vor dem Ruf aus Brüssel als slowenische Ministerin. Beim Hearing gab sich die designierte Verkehrskommissarin als „leidenschaftliche Verfechterin dieses Sektors“, bei dem es vor allem „um Menschen“ gehe.

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IS startet neuen Vorstoß auf Kobane

Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat gestern neue Attacken auf die umkämpfte syrische Stadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) gestartet. Nach zwei Selbstmordanschlägen im Norden Kobanes hätten die Extremisten die Stadt „an allen Fronten“ angegriffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten lieferten sich demnach am Abend heftige Gefechte mit den IS-Kämpfern.

Zuvor hatte die US-Armee die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Kobane erstmals aus der Luft mit Waffen und Medizin versorgt. Zudem profitieren sie von einem überraschenden Kurswechsel der Türkei, die nun doch ihre Grenze für Peschmerga-Kämpfer aus dem Irak öffnen will, damit diese die Kurden bei der Verteidigung Kobanes unterstützen können.

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Wirtschaft

Lufthansa scheiterte vor Gericht mit Klage gegen Pilotenstreik

Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa ist mit einer Eil-Klage gegen den Pilotenstreik vor Gericht gescheitert. Das Hessische Landesarbeitsgericht habe gestern Abend Anträge der Lufthansa gegen die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zurückgewiesen, den Streik am 20. und 21. Oktober zu unterlassen, teilte das Gericht heute mit.

Die Entscheidung erfolgte wegen der Dringlichkeit ohne mündliche Verhandlung. Gegen den Beschluss gibt es kein Rechtsmittel. Zuvor hatte auch die untergeordnete Instanz - das Arbeitsgericht Frankfurt am Main - die Klage abgewiesen. Die Piloten der Fluggesellschaft streiken seit gestern Mittag - Ende des Ausstands ist heute Mitternacht.

OeNB: Exporte stagnieren, Konjunktur kommt nicht in Schwung

Da die vom Export erhofften Konjunkturimpulse bisher ausbleiben, kommt das Wirtschaftswachstum auch in der zweiten Jahreshälfte nicht in Schwung - die Wirtschaftsleistung dürfte im Gesamtjahr 2014 nur um 0,8 Prozent wachsen. Das geht aus dem Konjunkturindikator der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), der auf Lkw-Fahrleistungsdaten der ASFINAG basiert, hervor.

Ende August hatte die OeNB ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr bereits um 0,7 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent kräftig gesenkt.

Die Güterexporte dürften gemäß OeNB-Exportindikator im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr stagniert haben und im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 sogar zurückgegangen sein. Der OeNB-Konjunkturindikator vom Oktober signalisiert daher ein Wachstum der österreichischen Wirtschaft im dritten und vierten Quartal 2014 um nur 0,1 Prozent bzw. 0,2 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorquartal.

Russland-Ukraine-Krise dämpft Güterexporte

Als Ursachen nennt die Nationalbank die anhaltende Konjunkturschwäche im Euro-Raum und den Russland-Ukraine-Konflikt. Im bisherigen Jahresverlauf hätten die nominellen Güterexporte Österreichs kumuliert nur um 1,2 Prozent zugenommen. Die Güterexporte nach Russland seien in den ersten sieben Monaten des Jahres um über 250 Mio. Euro oder zwölf Prozent geschrumpft - das entspricht 0,4 Prozent des gesamten österreichischen Güterexportvolumens. Auch Vorlaufindikatoren wie Exportaufträge und Luftfrachtvolumina würden derzeit kein Anspringen der Exportkonjunktur bis zum Jahresende 2014 erwarten lassen, heißt es in der Erläuterung.

Zudem würden viele Unternehmen ihre Investitionsvorhaben aufschieben - lediglich von den Wohnbauinvestitionen, die von steigenden Immobilienpreisen und zusätzlichem Wohnbedarf stimuliert würden, gingen Wachstumsimpulse aus. Vom privaten Konsum werden trotz einer aufgrund rückläufiger Inflationsraten leicht steigenden realen Kaufkraft und einer derzeit stabilen Beschäftigungssituation keine Impulse erwartet.

EZB erwägt offenbar Kauf von Unternehmensanleihen

Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt Insidern zufolge im Kampf gegen die Konjunkturflaute eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute von mehreren mit den Plänen vertrauten Personen erfuhr, bereiten die Notenbanker hinter den Kulissen den Aufkauf von Unternehmensanleihen vor.

„Der Druck in diese Richtung ist hoch“, sagte ein mit den Debatten in der EZB-Spitze vertrauter Insider. Möglicherweise werde sich der EZB-Rat in seiner Sitzung Anfang Dezember offiziell damit beschäftigen. Eine Entscheidung zu diesem Zeitpunkt sei denkbar, aber nicht sicher. Mit dem Kauf der Unternehmensanleihen könnte dann wohl frühestens im ersten Quartal kommenden Jahres begonnen werden.

Überraschend hohes Tempo

Das Tempo der Notenbanker ist überraschend hoch. Sie haben zur Ankurbelung der Konjunktur und der unerwünscht niedrigen Teuerung erst in den vergangenen Monaten ein ganzes Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu zählen unter anderem Geldspritzen für Banken und der massenhafte Aufkauf von Kreditverbriefungen und Pfandbriefen. Mit dem Kauf letztgenannter Papiere hatten sie erst gestern begonnen.

„Nach Ansicht vieler im EZB-Rat hat sich aber das Konjunkturbild zuletzt ins Negative verschoben“, sagte einer der Insider zu Reuters. Es wachse bei der Notenbank die Befürchtung, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen könnten. Der Aufkauf von Unternehmensanleihen wäre ein nächster Schritt, um mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Ein EZB-Sprecher sagte, der EZB-Rat habe keine Entscheidung getroffen.

Budgetdefizit in EU 2013 weiter rückläufig

Das Budgetdefizit 2013 ist sowohl in der EU als auch im Euro-Raum gegenüber 2012 weiter zurückgegangen. Die heute von Eurostat veröffentlichten Zahlen weisen eine Reduktion des Defizits gemessen am BIP im Währungsgebiet von 3,6 Prozent 2012 auf 2,9 Prozent 2013 aus, für die EU gab es einen Rückgang von 4,2 auf 3,2 Prozent.

Die Staatsschulden stiegen dagegen weiter. Sie erhöhten sich in der Euro-Zone von 89,0 Prozent 2012 auf 90,9 Prozent. In der EU stiegen sie von 83,5 auf 85,4 Prozent.

Zwei Länder mit Überschuss

Österreichs Budgetdefizit ging von 2,3 Prozent 2012 auf 1,5 Prozent 2013 zurück. Unter den 28 EU-Staaten verzeichneten nur Luxemburg (plus 0,6 Prozent) und Deutschland (plus 0,1 Prozent) einen öffentlichen Überschuss. Die geringsten Defizite hatten im Vorjahr Estland (minus 0,5 Prozent), Dänemark (minus 0,7 Prozent), Lettland (minus 0,9 Prozent), Bulgarien (minus 1,2 Prozent), Schweden und Tschechien (je minus 1,3 Prozent) sowie Österreich (minus 1,5 Prozent) zu verzeichnen.

Estland am wenigsten verschuldet

Österreichs Staatsschulden sanken laut der neuen Berechnungsmethode von Eurostat zwar gegenüber 2012, waren aber mit 81,2 Prozent deutlich höher als bei vorangegangenen Berechnungen.

Allerdings wurde nach der Eurostat-Methodik des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 seit 2010 ein sinkender Gesamtverschuldensstand registriert. 2010 lag die Staatsschuld Österreichs demnach bei 82,4 Prozent, 2011 sank sie auf 82,1 Prozent, 2012 ging sie weiter auf 81,7 Prozent zurück und 2013 weiter auf 81,2 Prozent.

Die niedrigsten Verschuldungsquoten registrierten unter den EU-Staaten im Vorjahr Estland (10,1 Prozent), Bulgarien (18,3 Prozent), Luxemburg (23,6 Prozent), Rumänien (37,9 Prozent), Lettland (38,2 Prozent), Schweden (38,6 Prozent), Litauen (39,0 Prozent), Dänemark (45,0 Prozent) und Tschechien (45,7 Prozent).

Unter der Maastricht-Grenze von maximal 60 Prozent Staatsverschuldung liegen noch die Slowakei (54,6 Prozent), Polen (55,7 Prozent) und Finnland (56,0 Prozent).

Sport

Fußball: Wacker Innsbruck wirft Coach Streiter raus

Zweitligist Wacker Innsbruck hat auf die aktuelle Negativserie reagiert und sich von Coach Michael Streiter getrennt. Der Bundesliga-Absteiger kassierte zuletzt vier Niederlagen hintereinander, das 0:2 gestern gegen Schlusslicht Hartberg dürfte den endgültigen Ausschlag für die Trennung gegeben haben. Wacker ist nach Hartberg, Horn, St. Pölten und Austria Lustenau bereits der fünfte Club, der sich in dieser Saison einen neuen Trainer suchen muss.

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Fußball: Spätes Tor rettet ManUnited Remis

Dank Daley Blind hat Manchester United gestern Abend eine Auswärtspleite bei West Bromwich abwenden können und einen Punkt gerettet. Der belgische Teamspieler erzielte in der Schlussphase den erlösenden Ausgleich für die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal.

United, das zweimal einem Rückstand nachlaufen musste, ist damit bereits sechs Spiele in Folge in der Fremde sieglos. Eine solche negative Auswärtsserie hatte es für die „Red Devils“ zuletzt im vorigen Jahrtausend gegeben.

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Tennis: Thiem erwartet schwieriges Jahr 2015

Wie in der Vorwoche in der Wiener Stadthalle hat Dominic Thiem auch in Basel gleich in der ersten Runde verloren. Österreichs aktuell bester Tennisspieler musste sich dem aufstrebenden Belgier David Goffin geschlagen geben. Obwohl er heuer noch ein Turnier in Paris bestreitet, blickt der 21-Jährige bereits auf das kommende Jahr. „Es ist ja kein Geheimnis, dass 2015 noch schwieriger wird als 2014“, schrieb Thiem auf seiner Facebook-Seite. Er müsse in allen Bereichen besser werden, wenn er den nächsten Schritt vorwärts machen will.

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Chronik

Mutmaßlicher Serienmörder in USA festgenommen

US-Ermittlern ist ein mutmaßlicher Serienkiller ins Netz gegangen, der mindestens sieben Frauen getötet haben soll. Der 43-Jährige habe sich nach seiner Festnahme kooperativ verhalten und die Polizei zu den Leichen mehrerer Frauen im Bundesstaat Indiana geführt, sagte Polizeichef John Doughty in Hammond.

Einige der Taten könnten bis zu 20 Jahre zurückliegen. Der Mann, der die Taten laut Polizei allein beging, steht vor der Anklage. 2009 war er bereits in Texas wegen schwerer Körperverletzung an einer 25-Jährigen verurteilt worden.

Schluss mit Spaßwetter: Es wird kalt, nass und trüb

Der August war ja wettertechnisch nicht das Gelbe vom Ei, auch der September ließ ziemlich zu wünschen übrig. Nicht nur bei den Landwirten schlug sich der Dauerregen auf die Stimmung. Doch dann kam ein Oktober wie im Bilderbuch - Sonne, fast sommerliche Temperaturen, kurzum: ein Genuss für alle, die Zeit dafür hatten. Doch nach dem herrlichen Wochenende ist nun bald Schluss: Ab morgen zeigt der Oktober sein zweites Gesicht.

Mehr dazu in Schnee bis auf 700 Meter

Kultur

Viennale: Das Dschungelcamp der Pariser Vorstadt

Von jungen Menschen in einer desolaten Pariser Vorstadt rund um ein markantes Hochhauspaar erzählt der französische Regisseur Virgil Vernier in seinem Langfilmdebüt „Mercuriales“ - mit Betonung auf Stimmungslagen, großartiger Kamera und einem stimmigen Elektronikscore. Die Hochhaustürme, ein einstiges Prestigeobjekt, bieten die Kulisse für ein „Dschungelcamp“ benachteiligter Jugendlicher.

Mehr dazu in news.ORF.at/viennale

Fotograf Rene Burri gestorben

Der Fotograf Rene Burri ist tot. Der Schweizer, dessen Porträts von Che Guevara Weltruhm erlangten, starb gestern im Alter von 81 Jahren zu Hause in Zürich. Burris langjähriger Freund, der Fotograf Michael von Graffenried, bestätigte auf Anfrage Burris Tod.

Burri, 1933 in Zürich geboren, war Mitglied der Agentur Magnum. Für die Agentur reiste er um die Welt und publizierte seine Reportagen über die großen politischen Geschehnisse des 20. Jahrhunderts. Weltbekannt neben seinen Bildern des kubanischen Revolutionshelden Guevara waren auch seine Porträts von Picasso oder Alberto Giacometti.

Sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert - unter anderem in seiner Heimatstadt Zürich, als das Museum für Gestaltung vor einem Jahr Rene Burris Bilder zeigte. Erst im Jänner gastierte er mit seinem „Doppelleben“ in der Wiener Galerie OstLicht. Sein Oeuvre ist auch mehrfach ausgezeichnet worden. Zuletzt erhielt der Fotograf 2011 den mit 20.000 Franken (16.564,52 Euro) dotierten Swiss Press Photo Life Time Achievement Award der Fondation Reinhardt von Graffenried.

Gurlitt hatte Monets „Abendliche Landschaft“ im Koffer

Bei dem Monet-Gemälde, das Monate nach dem Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt in dessen Koffer gefunden wurde, handelt es sich um das Bild „Abendliche Landschaft“. Die deutsche Taskforce Schwabinger Kunstfund bestätigte gestern einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Das Gemälde wurde inzwischen auch als „Kofferfund“ in die Onlinedatenbank Lostart eingestellt.

Das Bild, das nach „Bild“-Angaben 60 Jahre lang verschollen war, wurde vier Monate nach Gurlitts Tod in einem Koffer gefunden, den der 81-Jährige vor seinem Tod im Krankenhaus bei sich hatte. Erst im September wurde es dem Nachlassverwalter übergeben.

Gurlitt war am 6. Mai in München gestorben. Als Alleinerben setzte er das Kunstmuseum Bern ein. Am 26. November soll eine Entscheidung darüber fallen, ob das Museum die Erbschaft annimmt oder nicht.

Mehr als tausend Kunstwerke beschlagnahmt

Im Februar 2012 hatte die Staatsanwaltschaft die ersten 1.280 Kunstwerke wegen des Verdachts auf ein Steuer- und Vermögensdelikt in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt und zunächst unter Verschluss gehalten. Anfang 2014 war bekanntgeworden, dass sich weitere 238 Werke in Gurlitts Haus in Salzburg befanden - darunter Werke von Picasso und auch Monet.

Im Juli wurden bei der Auflösung von Gurlitts Schwabinger Wohnung dann weitere Kunstwerke gefunden, über deren Verbleib bis dahin Unklarheit geherrscht hatte.

IT

Apple-Umsatz stieg überraschend stark

Apple ist im abgelaufenen Quartal dank der neuen iPhone-Modelle überraschend stark gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich um gut zwölf Prozent auf 42,1 Milliarden Dollar (32,83 Mrd. Euro), wie das US-Unternehmen aus dem Silicon Valley gestern Abend mitteilte.

In den drei Monaten bis Ende September wurden insgesamt 39,3 Millionen iPhones verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent. Die neuen iPhones 6 und 6 Plus sind seit September im Handel. Apple-Aktien stiegen nachbörslich zunächst um 1,2 Prozent an.

Science

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