Ausland

UNO: 225.000 Vertriebene wegen Kämpfen in der Ukraine

Der gewaltsame Konflikt in der Ukraine hat nach UNO-Angaben bisher rund 225.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Etwa 130.000 Menschen hätten bisher die Ukraine in Richtung Russland verlassen, teilte ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) heute in Genf mit. 95.000 seien innerhalb der Ukraine auf der Flucht.

Ende Juni lag die Zahl der Flüchtlinge noch bei rund 164.000. 110.000 waren bis dahin nach Russland gegangen, 54.000 in andere Teile der Ukraine. Viele Flüchtlinge gaben nach UNO-Angaben nun an, Angst davor zu haben, ins Kreuzfeuer von prorussischen Separatisten und ukrainischen Militärs zu geraten.

Israel berät über Kerry-Vorschlag zu Waffenruhe

Die Bemühungen um ein Ende des Blutvergießens im Gazastreifen gehen weiter. US-Außenminister John Kerry hat den Konfliktparteien nach Medienberichten einen konkreten Vorschlag über eine einwöchige Feuerpause unterbreitet. Das israelische Sicherheitskabinett wollte heute über die Vorschläge des Verbündeten beraten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ bisher keine Bereitschaft erkennen, die Angriffe einzustellen.

Mit Einstellung der Kämpfe sollten dem Kerry-Vorschlag zufolge unter ägyptischer Vermittlung Gespräche über eine längerfristige Friedenslösung aufgenommen werden, so die israelische Zeitung „Haaretz“. Israel darf demnach in dem Zeitraum weiterhin Tunnel im Gazastreifen zerstören, die die Hamas für Terrorzwecke gebaut hat. Kerry erwarte noch heute konkrete Antworten.

Die „New York Times“ berichtete ebenfalls von einem Zweistufenplan, wonach zuerst die Waffen schweigen und dann Gespräche folgen sollen. Die Verhandlungen seien an einem „heiklen“ Punkt angekommen, wurde ein US-Regierungsvertreter zitiert. Unklar sei unter anderem noch, ob israelische Truppen während der angedachten Feuerpause in Gaza bleiben würden. Ob die radikalislamische Hamas dem Plan zustimmt, sei auch noch nicht geklärt. Die Hamas fordert ein Ende der Blockade. Das Thema soll voraussichtlich nach einer Feuerpause zur Sprache kommen.

Erneut Raketen abgefangen

Die Hamas nahm eigenen Angaben zufolge mit drei Raketen erneut den Ben-Gurion-Flughafen nahe der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ins Visier. Die israelische Armee erklärte, es habe einen Angriff gegeben, zwei Raketen seien „über Tel Aviv“ abgefangen worden.

Mehrere Fluggesellschaften setzten in den vergangenen Tagen aus Sicherheitsgründen ihre Flüge Richtung Tel Aviv aus. Gestern Abend wurde der Stopp von der Lufthansa-Gruppe verlängert, so dass Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines Tel Aviv weiterhin nicht anfliegen - mehr dazu in „An der Bedrohungslage nichts geändert“.

EU fordert Untersuchung von Beschuss von UNO-Schule

Nach dem Beschuss einer von den Vereinten Nationen (UNO) betriebenen Schule im Gazastreifen hat die Europäische Union eine „sofortige und gründliche“ Untersuchung gefordert. „Wir sind extrem besorgt über die anhaltende Eskalation der Gewalt im Gazastreifen und die beklagenswerte Zunahme getöteter Zivilisten“, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Sie rief beide Konfliktparteien auf, die „Unantastbarkeit“ von UNO-Einrichtungen zu respektieren.

Beim Beschuss der UNO-betriebenen Schule tötete die israelische Armee nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte tags davor 15 Menschen und verletzte weitere 200. In dem Gebäude hatten Palästinenser Zuflucht vor den anhaltenden israelischen Angriffen gesucht.

70 Tote bei Kämpfen zwischen IS und Syriens Armee

Bei heftigen Gefechten zwischen der syrischen Armee und Kämpfern der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS, früher ISIS) sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 70 Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mitteilte, griffen die IS-Rebellen am Vortag in den nördlichen Provinzen Raka und Aleppo sowie in Hassaka im Nordosten des Landes an. Die meisten Toten waren demnach IS-Kämpfer.

Es war die erste größere Konfrontation zwischen der syrischen Armee und den Dschihadisten, die mittlerweile weite Teile im Irak und mehrere Provinzen in Syrien kontrollieren und ihren Einfluss ausweiten wollen. Die radikalsunnitischen IS-Kämpfer hatten für die von ihnen kontrollierten Gebiete Ende Juni ein „Kalifat“ - einen islamischen Gottesstaat - ausgerufen.

Viele Opfer auf beiden Seiten

Der Beobachtungsstelle zufolge starben allein in Hassaka bei Gefechten mindestens 21 Dschihadisten, in der von der IS dominierten Provinz Raka wurden 19 Soldaten und zehn islamistische Kämpfer getötet. Dem Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, zufolge will die Gruppe IS die Provinz „von der Armee säubern“. Die Organisation stützt sich auf ein Netzwerk von Ärzten und Aktivisten, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nicht nachzuprüfen.

Mit der dschihadistischen IS ist der Konflikt in Syrien deutlich komplexer geworden. Die Gruppe bekämpft sowohl die syrische Führung als auch die gegen Präsident Baschar al-Assad kämpfenden bewaffneten Aufständischen und die dschihadistische Al-Nusra-Front. Der syrische Bürgerkrieg hatte im März 2011 mit regierungskritischen Protesten begonnen.

Milizen hindern libyschen Übergangspremier an Flugreise

Milizionäre in Libyen haben nach Berichten lokaler Medien Übergangsregierungschef Abdullah al-Thinni an einem Flug in den Osten des Landes gehindert. Wie das unabhängige Nachrichtenportal al-Wasat heute berichtete, wollte der Ministerpräsident mit anderen Regierungsmitgliedern vom Militärflughafen Mitiga der Hauptstadt Tripolis in die Stadt Tobruk reisen. Die Bewaffneten werden islamistischen Gruppierungen in dem Krisenland zugeordnet.

Staat kontrolliert Flughafen nicht mehr

Die Regierung kritisierte das Vorgehen der Milizionäre in einer Erklärung scharf. Diese Aktion unterminiere die Legitimität des Staates. „Sie bestätigt, dass der Flughafen Mitiga nicht mehr im Einflussbereich des Staates steht.“ Die libysche Armee hatte zuvor noch erklärt, sie habe diesen Flughafen von Milizen übernommen, die den Airport seit August 2011 kontrolliert hatten. Da der internationale Flughafen in Tripolis seit Wochen heftig umkämpft ist, weichen Flugzeuge nach Mitiga aus.

Nach dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi vor drei Jahren haben die damaligen Revolutionsbrigaden große Teile des Landes und große Mengen an Waffen unter ihre Kontrolle gebracht. Die Regierung ist weitgehend machtlos. Inzwischen gibt es massive Kämpfe zwischen islamistischen Milizen und ihren Gegnern.

Putin-Gegner Udalzow im Hungerstreik

Aus Protest gegen seine Verurteilung zu viereinhalb Jahren Lagerhaft ist der russische Oppositionelle Sergej Udalzow heute in den Hungerstreik getreten. Der 37-Jährige habe am ersten Hafttag das Frühstück verweigert, so ein Sprecher der Strafvollzugsbehörde zu russischen Agenturen. Dann habe er an die Lagerleitung geschrieben, dass er wegen der Gerichtsurteils in einen Hungerstreik trete.

Udalzow wurde nach Angaben der Behörde wegen seines Hungerstreiks in eine Isolationszelle verlegt und unter medizinische Überwachung gestellt. Er war tags davor wegen Protesten gegen den heutigen Staatschef Wladimir Putin verurteilt worden. Er wurde zusammen mit dem Oppositionsaktivisten Leonid Raswosschajew wegen der Organisation von „Massenunruhen“ im Vorfeld von Putins Amtseinführung für eine neue Präsidentschaft 2012 schuldig gesprochen.

Udalzow gehört zu den wichtigsten Vertretern der Protestbewegung, die im Umfeld der umstrittenen Parlamentswahl 2011 entstand. Wegen der damaligen Proteste wurden Hunderte Demonstranten festgenommen. Udalzow und Raswosschajew wiesen vor Gericht alle Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

Jordanien schießt angeblich Drohne nahe Syrien-Grenze ab

Jordaniens Armee hat nach Angaben aus Militärkreisen eine Drohne nahe der Grenze zu Syrien abgeschossen. Zu dem Zwischenfall sei es heute Früh drei Kilometer von syrischem Territorium entfernt gekommen.

Das unbemannte Fluggerät sei in der Nähe des Flüchtlingscamps Saatari in den jordanischen Luftraum eingedrungen und dort etwa eine Stunde gekreist. Nach Angaben von Augenzeugen wurde das Absturzgebiet anschließend weiträumig abgesperrt. Wer die Drohne gesteuert hat, war zunächst unklar. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Jordanien hat eine 370 Kilometer lange Grenze zu Syrien.

Polen kritisiert Urteil zu geheimen CIA-Gefängnissen

Die polnische Regierung hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu geheimen CIA-Gefängnissen im Land kritisiert. Regierungssprecherin Malgorzata Kidawa-Blonska sagte heute im Sender TVN 24, Polen „bedauere“ das Urteil.

„Das Gericht hätte mit dem Urteil bis zum Abschluss der Ermittlungen der polnischen Staatsanwaltschaft warten können.“ Die Straßburger Richter hatten Polen mitverantwortlich für die illegale Inhaftierung eines Palästinensers und eines Terrorverdächtigen aus Saudi-Arabien im Jahr 2003 gemacht. Jeder der Männer soll daher von Polen mit mindestens 100.000 Euro entschädigt werden.

Die Regierung hat nach Angaben der Sprecherin noch nicht entschieden, ob sie Berufung einlege. „Aber wir müssen die Sache aufklären.“ Auch wenn es in mehreren Ländern geheime CIA-Gefängnisse gegeben haben soll, sei Polen das einzige Land, das in dieser Sache Ermittlungen führe. Die geheim geführten Ermittlungen dauerten so lange, „weil sich die Zusammenarbeit mit den Amerikanern schwierig gestaltet.“

Inland

Staatsbürgerschaft: Matura reicht nicht als Sprachnachweis

Die Staatsbürgerschaftsbehörden akzeptieren eine österreichische Matura und sogar ein abgeschlossenes Germanistikstudium nicht als Nachweis der beim Erwerb der Staatsbürgerschaft zu belegenden Deutschkenntnisse. Das Österreichische Sprachdiplom Deutsch (ÖSD) fordert daher Änderungen im Staatsbürgerschaftsrecht.

Extranachweis trotz Germanistikstudiums

Diese Personen müssten im Rahmen des Staatsbürgerschaftserwerbs nach sechs Jahren noch einmal gesondert Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 nachweisen. Seitens der Politik werde zwar immer betont, dass dieses den Deutschkenntnissen auf Maturaniveau in der ersten lebenden Fremdsprache entspreche, so Manuela Glaboniat, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des ÖSD, in einer Aussendung. „Es wurde jedoch verabsäumt, dies im Gesetz festzuhalten.“

Damit werde der Extranachweis auf einem Sprachniveau verlangt, das durch Matura und vor allem abgeschlossenes Studium ohnehin gesichert nachgewiesen sei. Diese Fälle hätten sich in den letzten Monaten gehäuft, hieß es auf APA-Nachfrage aus dem Verein.

Neues Modell der Ärzteausbildung in Begutachtung

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hat sich mit der Ärztekammer auf ein neues Modell zur Ärzteausbildung geeinigt. Der Entwurf ist heute in Begutachtung gegangen und soll mit 1. Jänner 2015 in Kraft treten. Schwerpunkt ist eine neunmonatige Basisausbildung, danach entscheiden sich die Jungmediziner für eine Ausbildung zum Facharzt oder Allgemeinmediziner - inklusive Lehrpraxis.

Neun Monate Basis für alle

Nach Abschluss des Medizinstudiums sollen alle angehenden Ärzte demnach eine neunmonatige Basisausbildung absolvieren. Dabei sollen sie klinische Grundkompetenzen auf den Fachgebieten Chirurgie und Innere Medizin erwerben. Sie sollen damit befähigt werden, Notfallsituationen zu erkennen, Erstmaßnahmen zu setzen und Patienten mit vorhandenen Möglichkeiten zu versorgen, bis höherwertigere Hilfe möglich ist.

Außerdem sollen sie dabei lernen, die fünfzehn häufigsten Krankheiten zu diagnostizieren und der weiteren Behandlung zuzuführen (beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionsstörungen, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Alzheimer/Demenz, Diabetes). Nach dieser Basisausbildung müssen die Jungärzte die Entscheidung treffen, ob sie die Ausbildung zum Facharzt oder zum Allgemeinmediziner machen.

Allgemeinmediziner muss zusätzlich in Lehrpraxis

Für den Allgemeinmediziner sind nach der Basisausbildung weitere 27 Monate Ausbildung in einem Spital in verschiedenen Fachrichtungen ähnlich der bisherigen Regelung vorgesehen. Neu ist allerdings, dass danach die Tätigkeit in einer Lehrpraxis für zumindest sechs Monate erfolgt. Nach sieben Jahren steigt der Umfang auf mindestens neun Monate und nach weiteren fünf Jahren auf zumindest zwölf Monate.

Die Gesamtdauer der Ausbildung zum Allgemeinmediziner verlängert sich somit stufenweise auf 45 bzw. 48 Monate. Diese Ausbildung kann in anerkannten Lehrpraxen, Lehrgruppenpraxen oder Lehrambulatorien erfolgen und beträgt höchstens 18 Monate. Der bisherige Turnus geht darin auf.

Bezahlt wird der Jungmediziner dabei von dem Allgemeinmediziner, bei dem er die Lehrpraxis absolviert. Allerdings bekommt dieser einen Teil von der öffentlichen Hand refundiert. Die Fördersumme des Bundes dafür bleibt mit 860.000 Euro gleich, Bundesländer und Sozialversicherung legen je nach Land noch etwas drauf.

20 Anzeigen nach Attacke auf israelische Fußballer

Nach Krawallen propalästinensischer Demonstranten bei dem Fußballspiel OSC Lille gegen Maccabi Haifa in Bischofshofen (Salzburg) am Mittwoch werden jetzt 20 türkischstämmige Salzburger angezeigt. gesorgt. Erste Ermittlungsergebnisse liegen bereits vor.

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Match Haifa - Paderborn findet in Leogang statt

Das Fußballspiel zwischen dem israelischen Club Maccabi Haifa und dem deutschen SC Paderborn findet doch statt. Neuer Austragungsort ist Leogang in Salzburg, wie der Geschäftsführer der Veranstalterorganisation „SLFC Soccer Camps“, Hannes Empl, der APA heute mitteilte. Ursprünglich war es in Tirol geplant.

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Hymne, Binnen-I: Grüne werben für Initiativen

Die Grünen wollen die Diskussion über die Bundeshymne und das Binnen-I nutzen und in frauenpolitische Initiativen ummünzen. Sie forderten heute unter anderem einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro und eine 40-Prozent-Quote für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen.

Glawischnig wendet sich an Unterzeichner gegen Binnen-I

Die Barrieren für und die Schwierigkeiten von Frauen würden meist lediglich rund um den Frauentag thematisiert, Lösungen vermisst Parteichefin Eva Glawischnig jedoch. Sie lud daher bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Sozialsprecherin Judith Schwentner ein, sich den grünen Initiativen anzuschließen. Gezielt sprach Glawischnig jene 800 Unterzeichner an, die sich in einem Schreiben gegen das Binnen-I ausgesprochen hatten.

Die beiden verwiesen etwa darauf, dass gerade die Niedriglohnbranchen wie der Handel jene sind, in denen hauptsächlich Frauen tätig sind. Im Alter von 40 bis 45 Jahren gelangen viele von der Kindererziehung direkt zur Pflege Angehöriger, und die Teilzeitquote sei weiter gestiegen, so Schwentner. „Dringenden Handlungsbedarf“ ortet die Abgeordnete auch was die Pensionen betrifft, schließlich seien viele ältere Frauen aufgrund ihrer geringen Pension armutsgefährdet.

Sport

U19-EM: ÖFB-Jungstars fordern Titelfavoriten

Die bereits fix für das Semifinale qualifizierten Österreicher haben heute bei der U19-EM in Ungarn die Chance, die Vorrunde mit einem Sieg gegen Portugal auf dem ersten Gruppenplatz abzuschließen. Teamchef Andreas Heraf richtet den Blick aber bereits auf das Halbfinale, gegen den iberischen Titelfavoriten sollen daher einige Stammkräfte geschont werden. „Natürlich wollen wir uns auch gegen Portugal gut präsentieren“, betonte der 46-Jährige. „Aber wir müssen uns die Kräfte ökonomisch einteilen.“

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Europa League: Neuling Grödig hat Blut geleckt

Auf „50:50“ schätzt Clubmanager Christian Haas die Chancen des SV Grödig, bei der erstmaligen Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation auch die dritte Runde zu überstehen. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Cukaricki, die nach einem 4:0 in Belgrad klar zum Aufstieg reichte, bekommen es die Salzburger mit dem moldawischen Vertreter Zimbru Chisinau zu tun. Für Coach Michael Baur war der durchwachsene erste „Heim“-Auftritt in der Red-Bull-Arena ein „guter Lernprozess“ im internationalen Geschäft.

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Formel 1: Red Bull spekuliert mit Überraschung

Für Red Bull und Sebastian Vettel hat es in dieser Saison noch nicht viel Grund zum Feiern gegeben. Dennoch gibt man beim Weltmeisterteam die Hoffnung nicht auf, heuer doch noch einen Sieg einfahren zu können. Vielleicht schon am Sonntag beim Grand Prix von Ungarn (14.00 Uhr, live in ORF eins), wo der PS-Nachteil der „Bullen“ keine so große Rolle spielt wie auf anderen Strecken. „In Budapest kommt unsere Chance“, gibt sich Teamchef Christian Horner selbstbewusst.

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Wirtschaft

Schweiz - Zypern: Doppelbesteuerungsabkommen fixiert

Die Schweiz und Zypern haben heute in Nikosia ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) unterzeichnet. Es handelt sich um das erste zwischen den beiden Ländern unterzeichnete Abkommen dieser Art. Das Abkommen werde zur positiven Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beitragen, teilte das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD, Finanzministerium) mit.

Es enthalte Bestimmungen, die weitgehend der Schweizer Abkommenspolitik auf diesem Gebiet folgten. Am 21. November 2013 war das Abkommen von den Unterhändlern paraphiert worden. Laut EFD wurde es im Anhörungsverfahren von den betroffenen Wirtschaftskreisen wohlwollend aufgenommen. Bevor der Vertrag in Kraft treten kann, muss es jedoch von beiden Staaten noch genehmigt werden.

Seit 2009 hat die Schweiz 48 Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen, die den internationalen Standard in Sachen Informationsaustausch erfüllen; 38 davon sind in Kraft.

Russische Zentralbank erhöht überraschend die Zinsen

Mitten in der Ukraine-Krise hat Russlands Notenbank die Leitzinsen überraschend erhöht. Die Zentralbank in Moskau begründete die Entscheidung heute mit der Sorge vor einer anziehenden Inflation sowie geopolitischen Spannungen. Zentralbankgeld verteuert sich mit der Erhöhung um einen halben Punkt auf acht Prozent.

Bereits im März und April waren die Zinsen um insgesamt zwei Prozentpunkte angehoben worden. Die Inflationsrate war im Juni mit 7,8 Prozent weit über das Ziel der Notenbank hinausgeschossen. Sie nannte zudem die möglichen Auswirkungen der Ukraine-Krise auf den Wechselkurs als Grund für die Straffung der Zügel.

Die russische Landeswährung legte zum Dollar nach dem Entscheid leicht zu. Wegen seiner Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen Russland mit Sanktionen belegt, die bereits in den vergangenen Monaten den Aktienmarkt des Schwellenlandes belasteten und zu einem Kursverfall des Rubel führten. Derzeit berät die EU über eine Verschärfung der Strafmaßnahmen. Russland wird vorgeworfen, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

Bahn-KV - Zahlenspiele um Abschluss

Nachdem die Verhandler des Bahnkollektivvertrags in der Nacht auf gestern zu einer Einigung gefunden haben, geht es nun um die Wiedergabe des Ergebnisses. Wobei derselbe Abschluss von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern unterschiedlich dargestellt wird.

2,4 oder 2,6 Prozent?

Der Chefverhandler des Schienenverkehrfachverbands, Thomas Scheiber, pocht darauf, dass eine Erhöhung von „2,4 Prozent, mindestens aber 55 Euro“ vereinbart wurde. Bahn-Spitzengewerkschafter Roman Hebenstreit verweist darauf, dass das im Schnitt eine Erhöhung um 2,6 Prozent ergebe.

Scheiber betont gegenüber der APA, dass eine Erhöhung um „2,4 Prozent, mindestens jedoch um 55 Euro brutto“ für alle Gehaltstabellen vereinbart wurde. Der Mindestbetrag bringe eine gewollte stärkere Anhebung der Bezüge in den unteren Gehaltsbereichen, die Vereinbarung wirke sich also auf verschiedene Gehälter unterschiedlich aus. Die Darstellung der Gewerkschaft könne er aber nicht nachvollziehen, diese sei „unseriös“.

Hebenstreit unterstreicht auf APA-Anfrage, dass die Gewerkschaft vida die Wirkung der Vereinbarung für alle Gehaltsstufen ausgerechnet habe. Daraus ergebe sich dann eine Bandbreite der Erhöhungen von 2,4 bis 3,8 Prozent. Durch den Mindestbetrag von 55 Euro und die 2,4-prozentige Erhöhung ergebe sich im Schnitt eine Lohnerhöhung um 2,6 Prozent (brutto).

Chronik

Fünf Schuldsprüche im Testamentsfälscherprozess

Am Landesgericht Salzburg sind heute die Urteile in der zweiten Runde des Testamentsfälscherprozesses gefallen. Alle fünf Angeklagten wurden schuldig gesprochen. Die suspendierte Vize-Landesgerichtspräsidentin Kornelia Ratz erhielt eine höhere Strafe als vor zwei Jahren.

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Pensionisten bei Werbefahrt um 13.000 Euro betrogen

Drei Vorarlberger Pensionisten sind bei einer „Ausflugsfahrt“ um insgesamt 13.000 Euro betrogen worden. Bei der Fahrt um 4,99 Euro wurden überteuerte Heilmittel verkauft. Die Betrüger gingen anschließend mit den Pensionisten direkt zur Bank zur Geldabhebung.

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Pakistan: Grundbesitzer trennte Zehnjährigem Arme ab

In Pakistan hat ein Grundbesitzer einem zehn Jahre alten Buben nach einem Streit mit dessen Vater beide Arme abgetrennt. Der Mann habe die Hände des Buben gefesselt und ihm mit dem Rad einer Wasserpumpe die Arme abgetrennt, hieß es heute von der Polizei.

Zuvor hatte es zwischen dem Grundbesitzer und seinem Pächter Streit über die Reparatur eines Stromzählers gegeben. Der Mann wurde festgenommen, nachdem sich die Familie an die Medien gewandt hatte. Die Polizei hatte sich zunächst geweigert, zu ermitteln, wie ein Bezirksvertreter sagte. Der Grundbesitzer hatte demnach behauptet, der Vorfall vom Montag sei ein Unfall gewesen.

Science

Lebensereignisse am Darm ablesbar

Ob jemand in letzter Zeit eine Fernreise gemacht hat, kann man Forschern zufolge anhand der Darmflora feststellen. Das zeigt eine Studie, bei der Probanden ein Jahr lang ihren Alltag per Smartphone dokumentiert haben.

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Neu entdeckte japanische Insel wächst immer weiter

Eine erst im November entdeckte neue kleine Insel in japanischen Gewässern gewinnt weiter an Fläche. Laut aktuellen Bildern der japanischen Behörden wuchs das kleine Eiland mittlerweile so stark an, dass es sie mit der unbewohnte Insel Nishinoshima zusammengewachsen ist, die zur Ogasawara-Inselgruppe gehört. Die Bilder hatte die Küstenwache des Landes in dieser Woche aufgenommen.

1.550 Meter lang

Die Insel war durch einen Vulkanausbruch rund 1.000 Kilometer südlich von Tokio entstanden und maß in den ersten Tagen ihrer Entdeckung 400 mal 200 Meter. Mittlerweile beträgt die Ausdehnung der zusammengewachsenen Inseln 1.550 Meter von Ost nach West und 1.350 Meter von Nord nach Süd, wie ein Vertreter der Küstenwache dem Sender NHK sagte.

Auf den Bildern waren zudem drei Krater zu sehen, von denen zwei noch aktive Vulkane sind. In Japans Gewässern waren schon in den frühen 70er Jahren und Mitte der 80er Jahre durch Eruptionen kleine Inseln entstanden. Sie wurden mittlerweile aber teilweise oder vollständig vom Meer überflutet. Auch bei der im November entdeckten Insel waren die Behörden davon ausgegangen, dass sie möglicherweise nicht lange bestehen bleibe.

Religion

Vatikan prüft Verkürzung von Eheannullierungen

Der Vatikan prüft laut dem Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Interpretation von Gesetzestexten, Francesco Coccopalmerio, konkrete Schritte für eine Verkürzung von kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren. In einem Ehenichtigkeitsverfahren geht es um die amtliche Feststellung, ob eine gültige Ehe im katholischen Sinne besteht. Es ist derzeit der einzige Weg, eine katholische Ehe aufzulösen und noch einmal zu heiraten.

Eine Straffung könnte eine mögliche Antwort des Vatikans auf die langjährige Forderung reformorientierter Katholiken nach einer Lösung für das Problem der wiederverheirateten Geschiedenen sein.

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IT

Google erfüllt rund jede zweite Löschanfrage

Google erfüllt gut die Hälfte der Anträge von Europäern zur Löschung von Suchergebnissen aus ihrer Vergangenheit. Etwa 30 Prozent der Anfragen seien dagegen abgelehnt worden, sagte ein Google-Sprecher heute und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. In rund 15 Prozent der Fälle habe man die Internetnutzer um zusätzliche Informationen gebeten.

91.000 Anträge bisher

Google erhielt nach eigenen Angaben bis Mitte Juli insgesamt 91.000 Anträge zur Entfernung von 328.000 Links aus Suchergebnissen. Der Internetkonzern macht keine Angaben dazu, wie viele der Anträge bereits abgearbeitet wurden. Google nannte die neuen Zahlen zum Stichtag 18. Juli am Donnerstag bei einem Treffen mit europäischen Datenschützern in Brüssel.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Die Informationen selbst müssen von den Urhebern nicht entfernt werden. Nur die Verweise auf die Inhalte tauchen dann nicht mehr in der Google-Suche auf. Google schaltete Ende Mai ein Onlineformular frei, über das man die Löschung der Links beantragen kann. Auch für Microsofts Suchmaschine Bing gibt es inzwischen ein Löschformular.

Kultur

ImPulsTanz: Meg Stuart und das Zappelphilipp-Syndrom

Die amerikanische Tänzerin und Choreografin Meg Stuart hat mit ihrer Company Damaged Goods mit „Sketches/Notebook“ ein quasi improvisiertes Performance-Stück im MuseumsQuartier zur österreichischen Erstaufführung gebracht. Mit ihren unfertigen Skizzen geht sie dabei auf volles Risiko - nichts an diesem Abend ist vorhersehbar, wie sich am gestrigen Premierenabend zeigen sollte.

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Bundestheater: Rechnungshof fordert Konsequenzen

Alles muss raus - kein Schlussverkauf, aber der Rechnungshof-Bericht über die Bundestheater-Holding fordert Konsequenzen: Die Holding hat ihre Kontrollpflicht und strategische Führungsrolle gegenüber den Bundestheatern verabsäumt, und das Kulturministerium hatte nicht kontrolliert, was die Holding treibt.

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Uma Thurman und Daniel Brühl in Film über Koch

Hochkarätige Zutaten für den kulinarischen Streifen „Adam Jones“: Uma Thurman (44) wird Hauptdarsteller Bradley Cooper (39) in dem Film über einen exzentrischen Chefkoch in Paris Gesellschaft leisten. Wie die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ berichteten, spielen auch Daniel Brühl, Sienna Miller, Emma Thompson, Jamie Dornan und Omar Sy mit.

Nach dem Drehstart in New Orleans in diesem Monat sollen die Dreharbeiten in London fortgesetzt werden. Cooper mimt den ehemaligen Starkoch, der nach einer beruflichen Pleite auf einen weiteren Michelin-Stern aus ist. Regie führt John Wells („Im August in Osage County“, „Company Men“) nach einem Drehbuch von Steven Knight („Tödliche Versprechen“, „No Turning Back - Locke“).