Ausland

Hamas-Führer bestätigt Einigung mit Fatah

Der ranghohe Hamas-Führer Ismail Hanijeh hat heute in Gaza eine Einigung über eine Aussöhnung mit der rivalisierenden Fatah-Organisation bestätigt. Man wolle binnen fünf Wochen eine gemeinsame Übergangsregierung bilden, sagte Hanijeh bei einer Pressekonferenz mit dem Leiter einer Delegation der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, Asam al-Ahmed. Ein Entsprechendes Abkommen wurde unterzeichnet.

Innerhalb von sechs Monaten sollten Wahlen abgehalten werden, sagte Hanijeh zudem. Dabei sollten ein neues Parlament, ein neuer Präsident sowie ein neuer Palästinensischer Nationalrat gewählt werden. Es handle sich um die Umsetzung von Vereinbarungen, die beide Organisationen bereits 2011 in Kairo und 2012 in Katar getroffen hatten.

Israel sagt Friedensgespräche ab

Israel sagte wegen der Einigung eine geplante Sitzung der Friedensgespräche mit den Palästinensern ab. Das für den Abend vorgesehene Treffen finde nicht statt, erklärte das Amt von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Netanjahu hatte erklärt, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas müsse sich entscheiden, ob er Frieden mit Israel oder mit den Islamisten wolle.

Kurz: „Verhandlungen fortsetzen“

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuvor bei einem Besuch im Westjordanland an Israel und die Palästinenser appelliert, die Nahost-Verhandlungen fortzusetzen. Bei einem geplanten Treffen mit Abbas wollte Kurz eine Botschaft des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu überbringen, wonach Israel die Gespräche fortsetzen wolle. Es gehe darum, dass die Hamas - die mit der Fatah eine Einheitsregierung zu bilden beabsichtigt - ihre Haltung zu Israel ändere und der Gewalt abschwöre.

Der Versöhnungsprozess zwischen den palästinensischen Parteien an sich sei positiv, er dürfe aber nicht zu einer Rückwärtsentwicklung führen, so Kurz. Österreich sei stets bemüht, Verständnis für die Sichtweise beider Seiten beim Nahost-Konflikt aufzubringen. Sie müssten aber auch ihren Beitrag zu dem Erfolg des Friedensprozesses leisten.

Russland verbietet Schimpfwörter in Kultur und Medien

Schimpfwörter in Medien, Filmen und Kunst sind in Russland künftig unter Geldstrafe verboten. Für die öffentliche Verbreitung derber Flüche sollen demnach bis zu 50.000 Rubel (rund 1.000 Euro) fällig werden. Im Wiederholungsfall droht ein vorübergehendes Berufsverbot. Das Parlament in Moskau stimmte heute in dritter und entscheidender Lesung für das umstrittene Gesetz, wie die Staatsagentur Ria Nowosti meldete.

Demnach müssen zudem CDs und DVDs mit Warnhinweisen wie in den USA versehen werden. Die betroffenen Schimpfwörter sollen durch eine „unabhängige Prüfung“ festgelegt werden. In der russischen Umgangssprache sind „Mutterflüche“ (Mat) vor allem unter Männern weit verbreitet.

Kulturminister Wladimir Medinski hatte sich zuvor für das Gesetz ausgesprochen, dem noch der Föderationsrat als zweite Parlamentskammer und Kreml-Chef Wladimir Putin zustimmen müssen.

Erdogan bekundet Bedauern für Tötung von Armeniern

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat erstmals sein Bedauern über die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich bekundet. Erdogan sprach den Nachfahren der Opfer heute - fast 100 Jahre nach den Taten - sein Beileid aus.

Die Ereignisse von 1915 seien unmenschlich gewesen, sagte der Regierungschef überraschend. Er schlug damit deutlich versöhnlichere Töne als andere türkische Spitzenpolitiker an. Allerdings bezeichnete er die Taten nicht als Völkermord. Ob die Äußerungen die Beziehungen zwischen der Türkei und dem kleineren Nachbarn Armenien verbessern können, ist aber unklar.

Was genau 1915 geschah und wie viele Opfer es gab, ist bis heute umstritten. Die Türkei hat eingeräumt, dass im Ersten Weltkrieg viele Armenier bei Zusammenstößen ums Leben kamen. Die Zahl von bis zu 1,5 Millionen Toten wird aber bestritten. Viele westliche Historiker und Politiker bewerten die Tat als Völkermord

Kenia: UNO-Mitarbeiter in Flüchtlingscamp angeschossen

Bewaffnete haben in einem Flüchtlingscamp im Norden Kenias einen Mitarbeiter der Vereinten Nationen angeschossen. Die Männer hätten heute mehrmals auf den Helfer gefeuert, sein Zustand sei dennoch stabil, sagte der Sprecher des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Emmanuel Nyabera.

„Er wird nach Nairobi zur Behandlung ausgeflogen“, so Nyabera. Die Angreifer seien mit dem Wagen ihres Opfers geflohen, hätten diesen aber außerhalb des Camps Dadaab zurückgelassen.

Der Chef der örtlichen Ermittlungskommission, Musa Yego, sagte, die somalische Islamistengruppe al-Schabab sei wahrscheinlich für die Attacke verantwortlich. Seit Kenia 2011 mit Truppen ins Nachbarland Somalia einmarschiert ist, um die Terroristen zu bekämpfen, kommt es in und rund um Dadaab immer wieder zu Entführungen und kleineren Bombenattentaten.

Dabaab ist heute das größte Flüchtlingslager der Welt. Fast 500.000 Menschen leben in dem staubigen Camp. Die meisten von ihnen stammen aus Somalia.

Flüchtlingsmarsch nach Brüssel gegen EU-Asylpolitik

Flüchtlinge aus Berlin und anderen europäischen Städten wollen mit einem Fußmarsch nach Brüssel gegen Einschränkungen für Asylsuchende in Europa protestieren. Der „Marsch für die Freiheit“ soll am 19. Mai in Straßburg starten und von dort nach Brüssel ziehen. Das kündigten heute Sprecher eines Flüchtlingscamps in Berlin an.

In Brüssel wollen die Teilnehmer vom 20. bis 26. Juni während der Sitzungswoche des Europäischen Parlaments auf ihre Lage aufmerksam machen.

Die Route soll durch die Grenzregion von Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg verlaufen. Die Demonstranten wollen 500 Kilometer zurücklegen und unter anderem durch die Städte Sarreguemines, Saarbrücken, Schengen, Luxemburg und Charleroi ziehen.

Wahl in Indien: Bestechungsgelder in Milliardenhöhe

Indiens Wahlkommission hat mutmaßliche Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro beschlagnahmt. Außerdem seien 13 Millionen Liter alkoholische Getränke und 105 Kilogramm Heroin gefunden worden, mit denen die Parteien Wahlberechtigte ködern wollten, berichtete die indische Nachrichtenagentur IANS heute.

Derzeit läuft die Parlamentswahl, die sich über fünf Wochen erstreckt. Die Wahlkommission hat Hunderte Sondereinheiten losgeschickt, um Autos zu durchsuchen und rund um Wahllokale Bestechungsversuche zu unterbinden. Stimmenkauf ist auf dem Subkontinent trotzdem sehr weit verbreitet.

Inland

Schulen: Regierung verteidigt Sparpläne

Die Regierung hat sich heute hinter die Sparpläne im Bildungsbereich gestellt und diese verteidigt. Vizekanzler Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) sieht den Betrag von 57 Mio. Euro heuer - 2015 sollen nochmals 60 Mio. Euro eingespart werden - im Vergleich zum Budget von acht Milliarden „in Relation“ als gering an, wie er sagte. Auch werde sich nichts an den Sparzielen ändern.

Während sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) dezidiert gegen eine Verländerung der Bundeslehrer stellt und damit Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) vor dem ersten von fünf Schulgipfeln am Mittwoch den Rücken stärkt, findet Spindelegger den Vorstoß der Länder „diskussionswürdig“.

Mehr dazu in Spindelegger: Niedriger Sparbetrag

EU-USA-Handelsabkommen erhitzt die Gemüter

Das geplante transatlantische Handelsabkommen zwischen der EU und den USA erhitzt weiter die Gemüter. Nichtregierungsorganisationen wie ATTAC, Global 2000 und Greenpeace machten heute erneut Stimmung gegen das Abkommen und forderten eine parlamentarische Enquete. Das Team Stronach (TS) verlangte ein Ende der Geheimhaltung. Die Industrie will eine ernsthafte Diskussion und keine Panikmache.

Laut NGOs wie ATTAC haben bereits über 13.000 Menschen die Forderung nach einer parlamentarischen Enquete unterschrieben. Kritisiert wird insbesondere die Gemeinhaltung, unter der das Abkommen verhandelt wird. Erneut verlangten Global 2000, ATTAC & Co. eine Stellungnahme aller Ministerien über die Auswirkungen des Transatlantischen Handels- und Investitionsabkommens (TTIP).

Mitterlehner versucht Kritik zu entkräften

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner nahm im EU-Ausschuss zur Kritik Stellung: Es würden keine Geheimverhandlungen ohne ausreichende demokratische Legitimierung geführt, konstatierte er, die Kommission führe die Verhandlungen auf der Basis des Mandats, es gebe regelmäßige Koordinierungssitzungen zwischen Kommission und Rat, und das Europäische Parlament werde laufend informiert. In Österreich liefen interministerielle Besprechungen unter Einbindung der Sozialpartner, und das Parlament erhalte alle Dokumente.

Mitterlehner wies auch den Vorwurf zurück, TTIP höhle europäische Standards aus und wies darauf hin, dass die Parteien ihre Standards festlegen können. Das sei auch so im Verhandlungsmandat niedergelegt. Auch sei es unrichtig, dass öffentliche Dienstleistungen zwangsweise privatisiert werden, da das den EU-Verträgen widerspräche. Ebenso wenig werde das Recht auf Internetnutzung unterlaufen, sagte Mitterlehner und erinnerte daran, dass das Europäische Parlament ACTA abgelehnt hat. Man müsse genau die Vor- und Nachteile eines solchen Abkommens abwägen, so Mitterlehner.

Industriellenvereinigung betont Vorteile

Die Industriellenvereinigung (IV) verweist indes auf die enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen den USA und Europa und die Chancen, die das Abkommen bringen könnte. Derzeit werde die Diskussion „unnötig emotionalisiert“. „Gelingt ein EU-USA-Abkommen, stünden die Chancen gut, dass Europa auch in Zukunft wirtschaftlich eine globale Führungsrolle behält und damit seine Wettbewerbsfähigkeit stärkt“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Faymann gegen Sonderklagsrechte

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sprach sich nach dem Ministerrat einmal mehr gegen Sonderklagsrechte für Konzerne im Freihandelsabkommen aus. Er sehe „derzeit keine Notwendigkeit für eine solche Schlichtungsstelle, denn sowohl die Vereinigten Staaten als auch Europa haben ein sehr starkes Rechtssystem“, sagte Faymann.

Als Negativbeispiel für derartige Investor-Staat-Klagen verwies der Bundeskanzler auf die Klage des Energiekonzerns Vattenfall gegen den deutschen Atomausstieg. Es gehe nicht an, über den Umweg einer Schlichtungsstelle Gesetze auszuhebeln, sagte Faymann. Für die von den Grünen eingeforderte Regierungsposition zum derzeit zwischen der EU und den USA verhandelten Freihandelsabkommen sei es aber noch zu früh, weil noch kein Entwurf für die politischen Gremien vorliege.

Grüne orten Doppelspiel der Regierung

Die Grünen zeigen sich über den Kurs der Bundesregierung bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen erbost. Klubobfrau Eva Glawischnig ortet beim Thema Sonderklagsrechte ein Doppelspiel von Faymann und Mitterlehner. Im EU-Unterausschuss wollen sie die Regierung auf eine kritische Position festnageln.

„Es ist extrem schädlich, dass die Leute de facto angelogen werden“, sagte Glawischnig bei einer Pressekonferenz. „Diese Täuschung der Öffentlichkeit ist blamabel.“ Während Faymann in der „Kronen Zeitung“ klar gegen Sonderklagsrechte der Konzerne gegen Staaten eingetreten sei, sehe das Mitterlehner als Chefverhandler offensichtlich ganz anders.

Ehrenhauser geht auf Bundesländertour

Martin Ehrenhauser verlässt den Ballhausplatz in Wien. Das verkündete er heute bei einer Pressekonferenz. Nächtigen wird der EU-Wahl-Spitzenkandidat von Europa anders künftig an zentralen Orten in den Bundesländern. Erster Stopp ist heute Nachmittag Linz.

„Kein Mensch ist vorbeigekommen“

Für Ehrenhauser, der seit Sonntag vergangener Woche neben Bundeskanzleramt und Hofburg campiert hatte, zahlt sich dieser Protestort nicht mehr aus: „Kein Mensch ist vorbeigekommen“, beklagte der Europa-anders-Listenerste und meinte damit die Regierung.

Selbst heute beim Ministerrat bekam Ehrenhauser die Regierungsmitglieder nur vorbeifahrend in deren Dienstautos zu sehen. Damit ergab sich für ihn auch keine Gelegenheit, Ministern und Staatssekretärinnen die vorbereiteten Formulare für die Unterstützung seines Hypo-Haftungsboykott-Volksbegehrens in die Hand zu drücken.

Selbst in der Hand hatte Ehrenhauser ein Schild im Design des Kanzleramts, mit dem er das Regierungsgebäude umtaufte. „Europäischer Bankenverband“ sollte das Gebäude künftig heißen, ätzte Ehrenhauser und hielt die Tafel direkt unter das eigentliche Kanzleramtsschild.

21-Jähriger wegen Nazi-Parolen vor Gericht

Ein 21-jähriger Kärntner muss sich heute wegen des Verdachtes der nationalsozialistischen Wiederbetätigung vor Gericht verantworten. Er gibt zu, Türken und Bosnier mit eindeutigen Parolen beschimpft zu haben, an seinen Ausbrüchen sei aber zu viel Alkohol schuld gewesen.

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Sport

Tennis: Melzer folgt Thiem ins Barcelona-Achtelfinale

Mit Jürgen Melzer und Dominic Thiem sind gleich zwei Österreicher im Achtelfinale des ATP-Turniers in Barcelona vertreten. Nach dem Achtungserfolg von Thiem am Dienstag gegen den Spanier Marcel Granollers, feierte Melzer heute seinen zweiten Sieg nach seinem Comeback. Der 32-Jährige setzte sich gegen den als Nummer sieben gesetzten Polen Jerzy Janowicz in zwei Sätzen durch.

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Champions League: Kritiker schießen sich auf Mourinho ein

Torschüsse sind beim enttäuschenden 0:0 zwischen Atletico Madrid und Chelsea die Ausnahme gewesen. Umso schärfer schossen sich nach dem Semifinal-Hinspiel der Champions League die Kritiker auf Chelsea-Trainer Jose Mourinho und seine unattraktive Defensivtaktik ein. „Das war kein Fußballspiel mehr“, hieß es heute u. a. in spanischen Medien. Aber auch in Großbritannien wurde Mourinho nicht gerade gelobt. Dem Portugiesen ist das egal.

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Fußball: Who’s who auf ManUnited-Trainerwunschliste

Die britischen Buchmacher machen sich nur einen Tag nach der Entlassung von David Moyes einen Sport aus dem Kampf um die Nachfolge als Trainer von Manchester United. Heißeste Anwärter auf den Job sind der niederländische Teamchef Louis van Gaal und Real-Madrid-Coach Carlo Ancelotti. Neben dem Who is who der internationalen Trainerelite taucht aber auch ein anderer, den Fans der „Red Devils“ nur allzu bekannter Name in den englischen Medien auf.

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Chronik

Erneut Lkw-Fahrer alkoholisiert: 2,3 Promille

Auf der Bundesstraße 47 in Niederösterreich hat die Polizei heute einen stark alkoholisierten Lastwagenfahrer aus dem Verkehr gezogen. Der Mann hatte zum Zeitpunkt der Anhaltung 2,3 Promille Alkohol im Blut. Zuvor war im Burgenland ein Alko-Lkw-Lenker angehalten worden, der vorgab, nur Hustensaft getrunken zu haben.

Mehr dazu in noe.ORF.at und burgenland.ORF.at

Toter bei Brand in der Steiermark

Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Oberaich (Steiermark) ist heute der 58-jährige Hausbesitzer ums Leben gekommen. Ein Nachbar hatte Rauch bemerkt, das Feuer wurde laut Polizei fahrlässig verursacht.

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40 Tote bei Zugsunglück in DR Kongo

Bei einem schweren Zugsunglück in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) sind vermutlich mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Sender Radio Okapi zitierte heute den örtlichen Polizeichef Jean Ngoy Mozadi mit den Worten, 55 weitere Passagiere seien verletzt worden, als der Zug gestern in der südöstlichen Provinz Katanga entgleist sei. Mehrere Menschen waren offenbar noch in den Trümmern eingeschlossen.

Nach Angaben des französischen Senders RFI handelte es sich um einen Güterzug, der eigentlich keine Passagiere mitnehmen durfte. Da die Mitarbeiter der nationalen Bahngesellschaft aber seit Monaten kein Gehalt mehr bekommen hätten, verdienten sie sich mit der illegalen Mitnahme von Fahrtgästen etwas Geld dazu.

Offenbar überhöhte Geschwindigkeit

Der Sender gab menschliches Versagen oder einen technischen Defekt als Unglücksursache an. Mehrere Zeugen erklärten jedoch in kongolesischen Medien, der Zug sei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Kurz vor der Entgleisung habe der Motor völlig überdreht.

Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte. Der Zug war von dem Ort Kamina aus ins Zentrum des riesigen Landes unterwegs. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer von Kamina entfernt in der Nähe einer Brücke. Bereits im Februar war im Bezirk Katanga ein Zug entgleist. Dabei starben zehn Menschen.

Flug MH370: Treibgut könnte von Boeing stammen

An der australischen Küste ist Treibgut angeschwemmt worden, das zu einem Flugzeugwrack gehören könnte. Die Transportsicherheitsbehörde ATSB sowie der Flugzeughersteller Boeing untersuchten anhand von Fotos, ob die Teile von Flug MH370 stammen könnten, berichtete die Koordinationsstelle für die Suche nach dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug heute in Perth.

Die Polizei habe das Material bei Augusta 320 Kilometer südlich von Perth sichergestellt. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Die Boeing mit 239 Menschen an Bord ist seit dem 8. März verschollen.

Brite nach Verzehr von lebendem Goldfisch verurteilt

Tierschützer haben in ihrem Kampf gegen die Unart, für ein Onlinetrinkspiel Tiere zu quälen, einen Erfolg erzielt.

Ein Gericht im nordostenglischen Gateshead verurteilte einen 22-Jährigen heute zu einer Strafe von 330 Pfund (rund 400 Euro), weil er während eines Trinkspiels zu Silvester einen lebenden Goldfisch verschluckt hatte. Zusammen mit den Gerichtskosten muss Gavin Hope fast tausend Euro zahlen.

Eine Vertreterin der königlichen Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren (RSPCA), die Hope geklagt hatte, begrüßte das Urteil. Hope hatte sich mit einem Video im Internet selbst verraten. Darauf ist zu sehen, wie er erst einen halben Liter Bier mit Tabasco, Tequila, einem rohen Ei und Fischfutter herunterspült und anschließend noch einen zappelnden Goldfisch verschlingt.

Der Richter bezeichnete die Aktion als „dämlich“ und verurteilte den 22-Jährigen wegen Grausamkeit an Tieren.

Warnung vor Trinkspiel

Bei dem Trinkspiel handelte es sich um ein Phänomen namens „Neknominate“, bei dem die Teilnehmer vor laufender Kamera einen halben Liter Bier trinken, ohne das Glas abzusetzen, dann irgendeinen Blödsinn anstellen und das Video online stellen. Die RSPCA hatte Anfang des Jahres eine Kampagne gegen diesen Trend gestartet, bei dem nicht selten Tiere zu Schaden kommen.

RSPCA-Vertreterin Michelle Charlton lobte die Entscheidung des Richters. Sie zitierte den Bericht eines Tierarztes, wonach der „Magen ein völlig ungeeigneter Ort für lebende Goldfische“ sei. Die Tiere seien dort einem langsamen Erstickungs-, Säure- und Alkoholtod ausgesetzt, heißt es in dem Bericht weiter.

Wirtschaft

Zündschlossskandal: GM-Konstruktionschef muss gehen

Nach der tödlichen Pannenserie wegen defekter Zündschlösser muss der GM-Konstruktionschef und langjährige Weggefährte der neuen Konzernchefin Mary Barra seinen Posten räumen. John Calabrese werde dem Autohersteller noch bis August zur Verfügung stehen und den Umbau der Sparte begleiten, teilte die Opel-Mutter General Motors (GM) mit.

Inwieweit der 55-Jährige in den Skandal verwickelt ist, ist noch unklar. Es ist allerdings der ranghöchste Wechsel im Management seit dem millionenfachen Rückruf fehlerhafter Wagen im Februar.

GM: Nichts mit aktuellen Problemen zu tun

Aus Unterlagen an den US-Kongress geht hervor, dass Calabrese zumindest einmal über Probleme bei den Zündschlössern informiert wurde. GM wollte sich dazu nicht äußern. Entwicklungschef Mark Reuss sagte, Calabreses Abgang habe nichts mit den aktuellen Problemen zu tun.

Calabrese fing im Sommer 1979 mit einem Praktikum bei dem größten US-Autobauer an. Zwei Jahre später wurde er fest eingestellt. In den vergangenen 15 Jahren arbeitete Calabrese in verschiedenen Positionen mit Barra zusammen. Die erste Frau an der Spitze eines großen Autokonzerns lenkt GM seit Jänner.

Zahlreiche Rückrufe und Klagen

Kurz darauf wurde Barra mit dem imageschädigenden Rückruf konfrontiert und ist seither um Schadensbegrenzung bemüht. GM sieht sich in dem Skandal zahlreichen Klagen ausgesetzt.

Bei Unfällen, die durch defekte Zündschlösser ausgelöst wurden, starben in den vergangenen Jahren mindestens 13 Menschen. 2,6 Millionen Autos wurden in die Werkstätten zurückgerufen. Die US-Behörden untersuchen, warum GM mit dem Rückruf solange wartete, obwohl die Probleme seit mehr als zehn Jahren bekannt waren.

Toyota verkauft erstmals mehr als zehn Mio. Autos

Es ist das erste Mal für einen Autohersteller überhaupt: Toyota aus Japan hat binnen zwölf Monaten mehr als zehn Millionen Neuwagen verkauft. Vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 wurden exakt 10,13 Millionen Autos der Marken Toyota, Lexus, Daihatsu und Hino (Lkw) an Kunden ausgeliefert, teilte das Unternehmen heute mit.

Das waren 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr als drei Viertel seiner Fahrzeuge verkaufte Toyota in den zwölf Monaten außerhalb Japans.

Branchenexperten sagten, es sei das erste Mal, dass ein Autohersteller so viele Autos in zwölf Monaten verkauft habe. Bereits 2012/13 hatte Toyota die Marke fast erreicht - damals verkaufte der größte Hersteller der Welt 9,98 Millionen Pkws, kleine Lieferwagen und Lastwagen.

Im laufenden Geschäftsjahr setzt Toyota auf weiteres Wachstum und will 10,32 Millionen Autos verkaufen. Das wäre ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmen im Euro-Raum stellen verstärkt Mitarbeiter ein

Dank der besseren Konjunktur schaffen die Unternehmen in der Euro-Zone wieder Arbeitsplätze. Im April war der Jobaufbau so stark wie seit September 2011 nicht mehr, geht aus einer Markit-Umfrage unter gut 4.000 Firmen hervor.

Das Plus in der Industrie und bei Dienstleistern fiel insgesamt aber nur gering aus, da die Betriebe auf ihre Kosten achteten und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern wollten.

Unternehmen optimistisch, aber Sorge wegen Deflation

Das zeige aber, „dass die Unternehmen davon ausgehen, dass der Aufschwung tatsächlich Fuß gefasst hat“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Sorge bereitete die Preisentwicklung. Denn die Firmen hätten trotz des Aufschwungs ihre Preise so stark gesenkt wie seit August nicht mehr. „Damit dürften die Befürchtungen einer sich verstärkenden Deflation weiter zunehmen.“

Insgesamt wuchs die Privatwirtschaft im Währungsraum so stark wie zuletzt im Mai 2011 - dank steigender Produktion und anziehender Aufträge. Das Markit-Barometer kletterte im April um 0,9 auf 54,0 Punkte und damit stärker als erwartet. „Die Euro-Zone ist gut ins zweite Quartal 2014 gestartet“, betonte Williamson. Die Wirtschaft dürfte im laufenden zweiten Quartal 0,5 Prozent zulegen nach einem erwarteten Plus von 0,4 Prozent im ersten Quartal.

Bericht: ADAC-Pannenhelfer benachteiligen Clubmitglieder

Der deutsche Autoclub ADAC benachteiligt einem Bericht zufolge die eigenen Mitglieder bei der Pannenhilfe. In vergleichbaren Notfällen würden Autofahrer bevorzugt versorgt, die über die Hersteller ihrer Fahrzeuge versichert sind und eine „Mobilitätsgarantie“ besitzen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ heute unter Berufung auf mehrere Insider.

Liegengebliebene ADAC-Mitglieder müssten dann unter Umständen länger auf Pannenhilfe warten. Ein ADAC-Sprecher wies den Bericht gegenüber der Zeitung zurück. Alle Aufträge würden nach Eingang bearbeitet. Der Autoclub übernimmt die Pannenhilfe für zahlreiche Autohersteller wie Opel, Nissan, Ford und Mercedes Benz.

Der ADAC steht seit Jahresbeginn wegen immer neuer Vorwürfe in der Kritik. Nachdem Manipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ bekanntgeworden waren, sorgte unter anderem die Nutzung von vereinseigenen Rettungshubschraubern für Dienstreisen des Präsidiums für negative Schlagzeilen.

Patscherkofel gehört bald wieder Innsbruck

Lange ist über den Rückkauf des Patscherkofels samt dazugehörigen Liftanlagen durch die Stadt Innsbruck verhandelt worden. Nun haben sich die Stadt und die Betreiberfamilie Schröcksnadel geeinigt. Der Kaufpreis liegt bei über zehn Millionen Euro.

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Sharingfirmen im Clinch mit dem Gesetz

Jahrelang haben Airbnb, Uber und andere Internetfirmen mit der Vermittlung von Deals zwischen Privatleuten im rechtlichen Graubereich hervorragend verdient. Damit könnte bald Schluss sein. Für die Makler von Waren, Übernachtungen, Mitfahrgelegenheiten und anderem mehr wird es in der wirklichen Wirtschaftswelt zusehends ungemütlich. Neben einigem Neid der „legalen“ Konkurrenz geht es vor allem um die für Konsumenten wichtige Frage, was passiert, wenn etwas bei der Abmachung schiefläuft. Vor allem in den USA ist mit dem Trend auch das Problembewusstsein schon ein Stück weiter als hierzulande.

Mehr dazu in Wo wohnt Kimberly, wenn sie Gäste hat?

Kultur

Staatspreis für europäische Literatur an Ljudmila Ulizkaja

Ljudmila Ulizkaja (71) erhält den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur 2014, der im Juli bei Salzburger Festspiele vergeben wird.

Sie zähle „zu den großen europäischen Erzählerinnen, die als unbestechliche Autorin die russische und jüdische Erzähltradition auf bestechend eindringliche Weise mit moderner Erzählkunst zusammenführt“, hieß es heute in einer Aussendung.

Am Welttag des Buches gab Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) noch weitere Literaturpreisträger bekannt: Peter Strasser erhält den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik 2014. Peter Henisch wird für sein Gesamtwerk mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur ausgezeichnet.

Oswald Egger, der in erster Linie Lyrik verfasst, aber auch zahlreiche Libretti sowie Wort- und Musikprojekte veröffentlicht hat, bekommt den Outstanding Artist Award für Literatur 2014.

Led-Zeppelin-Album mit unveröffentlichten Songs

Die britische Kultrockband Led Zeppelin will alle ihre neun Studioalben neu auflegen. Zusätzlich zu den überarbeiteten Alben wolle sie Dutzende Lieder aus der Zeit ihrer Studioaufnahmen veröffentlichen, die es bisher nicht auf Tonträger geschafft hatten, gab die Band auf ihrer Website bekannt.

Die ersten drei Alben „Led Zeppelin I-III“ erscheinen erst im Juni, zwei der Bonustracks wurden jedoch schon jetzt enthüllt, wie der Sender BBC heute berichtete. Bei den bisher unveröffentlichten Songs handelt es sich um eine frühere Version des bekannten Led-Zeppelin-Hits „Whole Lotta Love“ und eine Coverversion des Blues-Klassikers „Keys to the Highway“. Beide Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1970.

Gitarrist und Produzent Jimmy Page (70) habe zweieinhalb Jahre gebraucht, um sich durch die sorgsam archivierten Tonbänder zu wühlen und das beste Material herauszufischen, berichtete die BBC.

Tarantino scheitert mit Klage wegen Drehbuchs

Starregisseur Quentin Tarantino (51) ist mit einer Klage gegen eine Medienfirma wegen eines durchgesickerten Drehbuchs vorerst gescheitert, wie mehrere Medien berichteten.

Der US-Filmemacher habe keine direkte Urheberrechtsverletzung nachweisen können, sagte der zuständige Richter den Berichten zufolge gestern in Kalifornien. Tarantino habe bis 1. Mai Zeit, seine Klage zu überarbeiten.

Auf einem Blog von Gawker hatten sich Internetsurfer über einen Link Zugang zum Skript des geplanten Western „The Hateful Eight“ verschaffen können. Man habe das geheime Drehbuch damit lediglich einem breiteren Publikum zugänglich gemacht, argumentiert das Unternehmen. Der Oscar-Preisträger („Pulp Fiction“, „Django Unchained“) will Gawker Medienberichten zufolge auf Schadenersatz in Millionenhöhe klagen.

„Das Attentat“: Ein Profiler im Netz der Politintrige

Wie erzählt man Ereignisse, deren Ausgang und weitere tragische Entwicklungen eigentlich bekannt sind? Mit dem Attentat von Sarajevo ist das bekanntlich so eine Sache. Eigentlich scheint alles geklärt - bis zu dem Moment, in dem man noch einmal die Stunden rund um die Schüsse auf den Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie Chotek Revue passieren lässt.

Ist wirklich alles klar - über Drahtzieher und Hintermänner? An diesem Punkt setzt Regisseur Andreas Prochaska an und schickt im Fernsehfilm „Das Attentat - Sarajevo 1914“ einen Profiler los, der Hintermänner der Tat dingfest machen soll - und sich in einem Netz der Politintrige zwischen Wien und Berlin verstrickt.

Mehr dazu in Kein Spielraum für das Friedenslager

Science

Riesiges Kaltwasserkorallensystem entdeckt

Ein internationales Forscherteam hat im südlichen Golf von Mexiko eines der weltweit größten der bisher bekannten Kaltwasserkorallenriffe entdeckt. Das teilte das beteiligte Zentrum für marine Umweltwissenschaften der Uni Bremen heute mit.

Die Forscher fanden auf der Campeche-Bank nahe der Halbinsel Yucatan in 500 bis 600 Meter Tiefe bis zu fünfzig Meter hohe Korallenhügel auf einer Fläche von mehr als vierzig Quadratkilometern. Ökosysteme dieser Art wurden bereits mehrere entdeckt, etwa in Norwegen, verschiedenen Regionen des Mittelmeers und bei den Bahamas.

Wie alt das Riff im Golf von Mexiko ist, konnten die Forscher zunächst nicht sagen. Die Höhe der Hügel lasse nicht direkt auf das Alter schließen. „Dazu bedarf es weitergehender Untersuchungen“, sagte Forschungsleiter Prof. Dierk Hebbeln.

Die oberen Bereiche der Hügel sind lebendig, berichteten die Forscher. Dort leben etwa Seeigel, Schnecken und Seelilien. Darunter befinden sich abgestorbene Korallenskelette, in denen Glasschwämme und Seeanemonen leben. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in der Zeitschrift „Biogeosciences“ veröffentlicht.

IT

Twitter-Aufruf der New Yorker Polizei ging nach hinten los

Eigentlich hatte sich die New Yorker Polizei eine positive Resonanz versprochen: Sie hat gestern (Ortszeit) Bürger aufgefordert, unter dem Schlagwort „#myNYPD“ ihre Fotos mit New Yorker Ordnungshütern im Kurznachrichtendienst Twitter zu veröffentlichen.

Nur eine Handvoll Fotos von New Yorkern mit lächelnden Streifenpolizisten ging ein. Stattdessen wurden massenhaft Bilder von prügelnden Polizisten gepostet, die etwa gewaltsam gegen Demonstranten vorgehen.

Der Hashtag stieg zu den meistdiskutierten Themen auf Twitter in den USA auf, innerhalb eines Tages wurde das Schlagwort mehr als 78.000-mal verwendet. Im offiziellen Twitter-Profil der Polizei, @NYPDNews, wurden nur Vorzeigebilder gezeigt und das Malheur mit keiner Silbe erwähnt.

Medien

Public Value: ORF-Programm multimedial durchleuchtet

Seit sechs Jahren hat er Tradition: Der Public-Value-Bericht des ORF stellt, unterfüttert mit umfangreichem Zahlen- und Faktenmaterial, den gesellschaftlichen Wert des Programms in Fernsehen, Radio und Online dar. Heuer passiert das mittels vier Printpublikationen. Zudem durchleuchtet der ORF sein Programm auf multimedialem Weg: Bis 4. Mai gibt es etliche Beiträge in allen ORF-Medien zum Thema.

„Wer den öffentlich-rechtlichen Auftrag ernst nimmt, nimmt ihn auch persönlich“, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Der Public-Value-Bericht zeige eindrucksvoll, wie sehr die Programmmacher des ORF das täten. „Er dokumentiert das vielfältige multimediale Leistungsspektrum des ORF und leistet einen wichtigen Beitrag zur Absicherung und Weiterentwicklung der Medienqualität.“

„Teil einer neuen Qualitätssicherung“

„Wir verstehen den Public-Value-Bericht nicht als unverbindliche Übung, sondern als integrierten Teil einer neuen Qualitätssicherung“, sagte Klaus Unterberger, Public-Value-Beauftragter des ORF.

In den vergangenen sechs Jahren habe man das eigene Angebot auf Basis der fünf Qualitätsdimensionen Unternehmenswert, individueller Wert, internationaler Wert, Österreich-Wert und Gesellschaftswert durchleuchtet. Zusätzlich gibt es immer wieder Gesprächsreihen und Diskussionen, die sich mit der öffentlich-rechtlichen Leistungserfüllung auseinandersetzen.

Neu ist nun der trimediale Blick auf den eigenen Output: „Die Redaktionen beschäftigen sich mit Medienqualität, wobei dies grundsätzlich eigenverantwortlich geschieht“, so Unterberger. Von Fernsehen über Radio bis Online gibt es in den kommenden Wochen Beiträge zu unterschiedlichsten Aspekten, etwa der Wertschöpfung durch Filmproduktionen, der Barrierefreiheit in Medien und der Rolle von Bildungsmedien.

Bericht plus Datenpublikation

Weiterhin zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung ist der Public-Value-Bericht selbst: Ein 16-seitiger, großformatiger Bericht umreißt die wesentlichen Eckpunkte, während eine eigene, 34 Seiten starke Datenpublikation 140.160 Stunden Programm den fünf Qualitätsdimensionen zufolge kategorisiert. Die ORF-Mitarbeiter selbst kommen wiederum unter dem Titel „Menschen“ zu Wort.

Mitglieder des neuen Stiftungsrats fixiert

Komplett ist seit heute der neue ORF-Stiftungsrat. Die Koalition entsandte im Ministerrat die von der Bundesregierung sowie von den Parteien nominierten Mitglieder ins oberste Aufsichtsgremium des ORF. Der Stiftungsrat hat 35 Mitglieder, die von den Ländern, der Regierung, den Parteien sowie vom Publikumsrat und vom ORF-Betriebsrat geschickt werden. Am 7. Mai ist die konstituierende Sitzung.

Die Mitglieder des ORF-Aufsichtsorgans sind per Gesetz unabhängig, aktive Politiker können nicht im Stiftungsrat sitzen, und auch für ehemals politisch Aktive gibt es bestimmte Ruhensfristen. Dennoch ist ein Großteil, nicht nur jene Räte, die direkt auf Vorschlag der im Nationalrat vertretenen Parteien bestellt werden, einem politischen Lager zuzuordnen. Dass sich die SPÖ- und ÖVP-nahen Mitglieder in jeweiligen „Freundeskreisen“ organisieren, hat jahrzehntelange Tradition. Nach dieser Darstellung kommt die SPÖ im nun neu fixierten Stiftungsrat auf 14 Vertreter, die ÖVP auf 13. Drei gelten als unabhängig.

TVthek für den Unterricht

Schulen können ab sofort neue Zeitgeschichte-Videoarchive des ORF für den Unterricht nutzen. Durch die Kooperation „ORF-TVthek goes school“ können Schulen unbefristet auf Filmmaterial zu vier Themenblöcken zugreifen.

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Religion

Einzelheiten über „Heilungswunder“ Johannes Pauls II.

Bei einer Pressekonferenz im Vatikan sind Einzelheiten über ein „Wunder“ Johannes Pauls II. - eine medizinisch unerklärliche Heilung - besprochen worden, das 2013 anerkannt wurde. Die Heilung der Costa Ricanerin Floribeth Mora Diaz (56) ist offiziell das zweite „Wunder“, das durch Vermittlung des polnischen Papstes erfolgt sein soll. Das im Juli 2013 von Papst Franziskus gebilligte Dekret war die letzte Voraussetzung für die Heiligsprechung am Sonntag.

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Leute

Johnny Depp will seine Freundin heiraten

Hollywood-Star Johnny Depp (50) will seine Freundin Amber Heard (28) heiraten. „Ich bin jetzt bereit, einen Menschen für immer zu lieben. Amber ist wundervoll“, sagte er im Interview der Programmzeitschrift „TV Movie“.

„Sie ist eine intelligente und starke Frau. Außerdem versteht sie etwas von Musik. Die perfekte Kombination!“ Depp und Heard hatten die Hauptrollen in der Romanverfilmung „The Rum Diary“ (2011).

Im Jahr 2012 trennten sich Depp und seine langjährige Partnerin Vanessa Paradis - sie haben zwei gemeinsame Kinder. Auf die Frage, ob er auch mit Amber ein Baby haben wolle, sagte Depp: „Wenn sie bereit ist, bin ich es auch.“

„People“: Lupita Nyong’o schönste Frau der Welt

Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong’o ist die schönste Frau der Welt – zumindest wenn es nach dem New Yorker „People“-Magazin geht. Die Zeitschrift kürte die 31-Jährige heute zur „Most Beautiful“ und damit zur Nachfolgerin von Gwyneth Paltrow, die im vergangenen Jahr als Schönste benannt wurde. Es war zugleich das 25. Mal, dass die amerikanische Klatschzeitschrift den Titel verlieh.

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Lifestyle

Elektroscooter: Die „Mopeds“ für das Kind

Ein neuer Typ von Elektrofahrrädern, die einem Moped täuschend ähnlich sehen, sorgen derzeit für Diskussionen. Sie gelten als Fahrräder und dürfen von Kindern ab zwölf Jahren, mit Fahrradführerschein schon ab zehn, gelenkt werden. Die Eltern sind gefordert.

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