Ausland

Messerattacke auf französischen Soldaten in Paris

Wenige Tage nach dem brutalen Mord an einem britischen Soldaten in London ist es auch in Paris zu einer Messerattacke auf einen Armeeangehörigen gekommen. Der Angreifer habe einen französischen Soldaten in den Nacken gestochen, verlautete heute aus Polizeikreisen.

Der Soldat sei im Rahmen des Anti-Terror-Programms Vigipirate in einem Geschäftsviertel auf Patrouille gewesen. Er habe Verletzungen erlitten, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Der Täter sei auf der Flucht.

Hinweise auf politischen Hintergrund

Bei dem Angreifer soll es sich nach einem Bericht der Zeitung „Le Parisien“ um einen etwa 30-jährigen Mann mit nordafrikanischen Wurzeln handeln. Unter seiner Jacke habe er ein arabisches Gewand getragen.

In London hatten am Mittwoch zwei Briten mit nigerianischen Wurzeln einen jungen Soldaten brutal ermordet. Sie fuhren ihr Opfer zunächst mit einem Auto an und stürzten sich dann mit Fleischerbeil und Messern auf ihn. Danach sagten die Männer zu Passanten, sie hätten aus Rache gehandelt, um die Taten britischer Soldaten in muslimischen Ländern zu sühnen. Sie wurden am Tatort von der Polizei angeschossen und festgenommen.

Hisbollah-Chef beschwört Sieg im syrischen Bürgerkrieg

Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, hat in einer Rede den Sieg seiner Kämpfer an der Seite von Syriens Staatschef Baschar al-Assad beschworen. „Ich sage allen ehrbaren Menschen, den Gotteskriegern, den Helden: Ich habe euch immer einen Sieg versprochen und jetzt verspreche ich euch einen weiteren“, sagte Nasrallah in Maschghara im Südosten des Libanon in Bezug auf den syrischen Bürgerkrieg. Der Chef der schiitischen Miliz äußerte sich im Rahmen einer Feier zum 13. Jahrestag des Abzugs der israelischen Armee aus dem Libanon.

Verstärkte Kämpfe in syrischer Stadt Kusseir

Die Hisbollah hatte zunächst ihre Beteiligung an den Kämpfen im Nachbarland verschwiegen und später gesagt, sie wolle lediglich syrische Grenzdörfer, in denen libanesische Schiiten leben, sowie einen schiitischen Schrein nahe der Hauptstadt Damaskus gegen die Rebellen verteidigen. Mittlerweile ist sie aber auch in Kusseir aktiv, einer strategisch bedeutenden Rebellenhochburg, wo die Kämpfe immer intensiver werden. Die Bombardements und Gefechte seien die heftigsten seit Beginn der Offensive vor einer Woche, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Regierungstruppen würden neben Kusseir auch die nahe gelegene Stadt Hamidije und den früheren Militärflughafen von Dabaa und Ardschun mit Raketen beschießen. Über 20 Menschen seien bisher gestorben, die meisten davon seien Aufständische. Kusseir liegt nahe der Grenze zum Libanon zwischen der Hauptstadt Damaskus und der Küste.

Jordanien fordert Lösung

Unterdessen forderte der jordanische König Abdullah II. eine politische Lösung im Syrien-Konflikt. Bei einem Treffen des Weltwirtschaftsforums zum Nahen Osten und Nordafrika verwies Abdullah unter anderem auf dramatisch steigende Flüchtlingszahlen und verlangte mehr humanitäre Hilfe.

Nach UNO-Angaben sind in Jordanien rund 490.000 syrische Flüchtlinge offiziell registriert - es sollen aber weitaus mehr bereits im Land sein. UNO-Mitarbeiter gehen davon aus, dass die Zahl der syrischen Flüchtlinge in Jordanien bis Jahresende auf 1,2 Millionen steigen wird.

Tote und Verletzte bei erneuten Anschlägen im Irak

Bei erneuten Anschlägen im Irak sind mindestens zehn Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden. Ein Sprengsatz, der in der Provinz al-Anbar in der Nähe eines Armeekonvois detonierte, tötete fünf Soldaten, wie ein Armeevertreter und ein Arzt heute mitteilten.

Zudem explodierte auf der Straße zwischen Balad und Samarra eine gegen einen Bus mit iranischen Pilgern gerichtete Autobombe. Dabei seien fünf Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden, teilten Polizei und Rettungskräfte mit. Die meisten Opfer seien Iraner.

Am Montag waren bei einem Bombenanschlag auf Pilger auf der gleichen Strecke acht Menschen getötet und mindestens 15 weitere verletzt worden. In beiden Fällen waren die Pilger auf dem Weg zu einem schiitischen Mausoleum in Samarra. Sunnitische Aufständische, unter ihnen Kämpfer mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida, verüben oft Anschläge auf Schiiten.

18 Verletzte bei Selbstmordanschlag in Dagestan

Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasusrepublik Dagestan sind heute 18 Menschen verletzt worden. Eine Frau habe sich unweit des Innenministeriums in der Regionalhauptstadt Machatschkala in die Luft gesprengt, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Anfänglich war von zwölf Verletzten die Rede gewesen. Zwei der Verletzten schwebten den Angaben zufolge in Lebensgefahr.

Von den 18 Verletzten seien 15 ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministeriums mit. Unter den Opfern waren nach Angaben einer Polizeisprecherin fünf Polizisten. Es war bereits der zweite Anschlag in Machatschkala innerhalb einer Woche. Erst am Montag waren bei einem Doppelanschlag mindestens vier Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden.

Dagestan gehört zu den russischen Unruheregionen. Hinter zahlreichen Anschlägen werden islamistische Aufständische vermutet. Aber auch die organisierte Kriminalität hat die Region fest im Griff.

Portugiesen demonstrieren gegen Sparpläne

Tausende Portugiesen haben heute gegen die Sparpolitik ihrer Regierung protestiert und deren Rücktritt gefordert. Die Demonstranten, darunter Beamte, Arbeitslose und Pensionisten, waren einem Aufruf der Gewerkschaft CGTP gefolgt.

Anfang Mai hatte Portugals Regierungschef Pedro Passos Coelho zur Bekämpfung der Schuldenkrise härtere Arbeitsbedingungen für Staatsbedienstete und weitere Ausgabenkürzungen angekündigt.

Zu dem Plan gehören die Ausdehnung der Wochenarbeitszeit von Beamten von 35 auf 40 Stunden, die Streichung von 30.000 Stellen im öffentlichen Dienst sowie die Anhebung des allgemeinen Pensionseintrittsalters von 65 auf 66 Jahre.

Portugal wird seit Mai 2011 durch ein milliardenschweres internationales Hilfspaket unterstützt und hat sich im Gegenzug zu drastischen Sparmaßnahmen verpflichtet.

Festnahmen bei Homosexuellendemo in Moskau

Bei einer Kundgebung von Homosexuellen in Moskau sind insgesamt etwa 30 Teilnehmer und Gegner festgenommen worden. Der Chef des russischen Homosexuellenverbandes, Nikolai Alexejew, wurde ebenfalls abgeführt.

Alexejew muss mit einer Anklage wegen Organisation einer nicht genehmigten Versammlung rechnen. Das teilte die Polizei in Moskau heute mit. Auch ein Mann, der eine Demonstrantin geschlagen hatte, wurde festgenommen.

Demonstranten in Polizeibusse gedrängt

Einige Teilnehmer schwenkten im Zentrum Moskaus die Regenbogenfahne oder hielten Plakate mit der Aufschrift „Gegen Homophobie“ in die Höhe. Nach wenigen Minuten habe eine Sondereinheit die Demonstranten in Polizeibusse gedrängt, hieß es. Gegner hätten in der Nähe mit „lautem Beten“ gegen die Kundgebung protestiert.

Video dazu in iptv.ORF.at

Homosexualität ist in Russland straffrei. Die Behörden verbieten aber regelmäßig geplante Schwulenparaden. Das russische Parlament berät derzeit über ein umstrittenes Verbot von „Homosexuellenpropaganda“.

Aufmarsch auch in Kiew

Auch in Kiew gingen Homosexuelle auf die Straße. Unter starkem Polizeischutz haben sie in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erstmals für gleiche Rechte demonstriert. Etwa 100 Teilnehmer zeigten Plakate mit Aufschriften wie „Homosexualität ist keine Krankheit“, berichteten lokale Medien.

Mindestens zehn Störer, die auch eine Rauchbombe warfen, wurden festgenommen. Die Demonstration sei nach kurzer Zeit friedlich zu Ende gegangen. Ein Gericht hatte die ursprünglich geplante Route aus Sicherheitsgründen verboten. Die Organisatoren vereinbarten mit der Stadtverwaltung deshalb eine Alternativroute außerhalb des Zentrums.

Weitere Großdemo in Frankreich

Unterdessen ist in Paris für morgen eine weitere Großdemo gegen das neue Gesetz zur Ehe zwischen Homosexuellen angekündigt. Zwischen 150.000 und 200.000 Teilnehmer werden dazu erwartet. Etwa 4.500 Polizisten und Gendarmen sollen für Ordnung sorgen.

Im Vorfeld hat der französische Innenminister Manuel Valls vor der Beteiligung von Rechtsextremen an der Kundgebung gewarnt. Alle, die zu der Demonstration gehen wollten, seien aufgefordert, „nachzudenken und vorsichtig zu sein“, so der Minister. Die „rechtsextremen Gruppen“ seien in der Bewegung gegen die Ehe für alle „aufgeblüht“.

Das Gesetz, das homosexuellen Paaren nicht nur das Recht zur Ehe, sondern auch das Recht zur Adoption von Kindern gibt, wurde vor einer Woche von Frankreichs Präsident Francois Hollande unterzeichnet.

Schweden: Sozialmodell auf dem Prüfstand

Die laufenden Krawalle in den Vororten schwedischer Städte haben die Immigrations- und Sozialpolitik des Königreiches mit dem liberalen Image in den Fokus gerückt. Eine unsichtbare Mauer läuft durch Schweden. Das wird nicht nur bei der Einkommensverteilung im Land deutlich. Gerade die Wohnpolitik drängt die Kinder von Migranten in jene Vorstädte mit den großen Wohnblöcken, die in den 1960er und 1970er Jahren erbaut worden sind und seitdem ein eher trauriges Bild abgeben. Nur wenige, wie etwa der Fußballer Zlatan Ibrahimovic, konnten sich aus Sozialghettos wie dem Viertel Rosengard bei Malmö emanzipieren.

Mehr dazu in Die unsichtbare soziale Mauer

Inland

Ist „Austro-Islamist“ Mohamed M. Ägypter?

Es gibt Vermutungen, der „Austro-Islamist“ Mohamed M. habe heimlich die ägyptische Staatsbürgerschaft angenommen. Auch die „Kronen Zeitung“ (Sonntagsausgabe) berichtete unter Verweis auf Geheimdienstkreise von der unklaren Staatsbürgerschaftsfrage.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Faymann: Stronachs Leistungen „verzichtbar“

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) reagierte mit heftiger Kritik auf die Attacken von Parteigründer Frank Stronach auf die Sozialpartnerschaft. „Was wir brauchen, sind die Gewerkschaften und nicht launische Milliardäre, die sich in die Politik einmischen“, so der SPÖ-Obmann heute bei einer Diskussion mit Jugendlichen.

Was Stronach in der Politik geleistet habe, sei „wenig und verzichtbar“, so Faymann, die SPÖ stehe „auf der Seite der sozialen Gerechtigkeit“. Mehr als 300 Jugendliche waren laut SPÖ-Pressedienst zu einem „Frühstück mit dem Kanzler“ ins Wiener Museumsquartier gekommen. Motto der Veranstaltung: „Eure Zukunft! Mein Auftrag!“

Kritik an „Scherbenhaufen“ der FPÖ

Das Thema Beschäftigung stand bei der SPÖ-Veranstaltung ebenfalls im Vordergrund. Ziel sei es, „die, die sich Sorgen um die Milliardäre machen, in den Hintergrund zu drängen, und die in den Vordergrund zu stellen, die etwas gegen die unmenschliche und unvorstellbare Arbeitslosigkeit in Europa tun“.

Angesichts der „Milliardenschäden, die Hypo und die FPÖ Kärnten“ angerichtet hätten und bei denen die Republik als „Feuerwehr“ eingreifen habe müssen, erneuerte der Kanzler seine Forderung, die Bankenabgaben zu verlängern. Bankenflops sollten die Banken selbst zahlen. Auch die FPÖ kritisierte Faymann, diese hinterlasse nur Scherbenhaufen.

Neue Attacke von Team Stronach

Das Team Stronach (TS) hat, trotz unterschiedlicher Meinungen in den eigenen Reihen, seine Angriffe heute wiederholt. Die Gewerkschaft sei in den letzten Jahren immer mehr zu einem Blockade- und Verhinderungsverein mutiert, der wie eine „heilige Kuh verehrt, beschützt und gemästet“ werde, so TS-Klubobmann Robert Lugar in einer Aussendung.

Die Gewerkschaften würden bei jedem kleinsten Angriff refelexartig immunisiert und jeglicher Reformversuch im Keim erstickt, so Lugar weiter. „Bonzen und Machterhalter“ würden sich „hinter ihrem Heiligtum verschanzen“. Er verlange eine „vernünftige Diskussion“.

Grüne wollen Zahl der Biobauern verdoppeln

Das Bienensterben und die gegen Widerstände nun doch ausgesprochenen Pestizidverbote haben die Landwirtschaft ins politische Rampenlicht gerückt. Die Grünen fordern nun eine Verdoppelung der Zahl der Biobauern in Österreich bis 2020 und sehen das auch als eine Art Koalitionsbedingung.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Innenministerium verstärkt Vermisstensuche

Um vermisste Personen in Österreich schneller finden zu können, soll diesen Sommer im Bundeskriminalamt das Kompetenzzentrum für abgängige Personen (KAP) eröffnet werden. Das kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) anlässlich des „Tags der vermissten Kinder“ heute an.

Jedes Jahr werden laut Ministerium 700 bis 800 Personen in Österreich als abgängig gemeldet, bis zu 200 davon seien minderjährig. Nur wenige Jugendliche bleiben demnach über einen längeren Zeitraum verschwunden.

Mit einem österreichweiten Informations- und Maßnahmenmanagement sollen Informationen nun zentral erfasst und die Suche weiter professionalisiert werden, so Mikl-Leitner. Dabei solle ein umfassendes Monitoring- und Reportingsystem entstehen. Auch neue Methoden wie die Einbeziehung Sozialer Netzwerke sollen eingesetzt werden.

Salzburger Koalitionsverhandlungen vor kontroversen Themen

Bei den Koalitionsverhandlungen in Salzburg schlagen ÖVP, Grüne und Team Stronach (TS) ein hohes Tempo an. Allerdings gibt es noch einige kontroverse Themen, die gesondert besprochen werden sollen - etwa die Platzierung der durch Salzburg geplanten Hochspannungsleitung.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Strache will weiter Bundeskanzler werden

Heinz Christian Strache (FPÖ) will weiterhin der nächste Bundeskanzler werden - ungeachtet der jüngsten Wahlverluste der Freiheitlichen in Kärnten, Niederösterreich und Tirol. Das sagte Strache heute im Ö1-„Mittagsjournal“. Auffallend war zuletzt, dass die FPÖ wieder das Thema Ausländer in den Vordergrund gestellt hat. Erst am Mittwoch wurde dazu auf Wunsch der FPÖ im Parlament eine eigene Debatte auf die Tagesordnung gesetzt.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

FPK - FPÖ: Grünes Licht für Wiedervereinigung

Bei den Freiheitlichen Kärntens wurde gestern Abend die nächste Weiche für die Wiedervereinigung gestellt: Die FPÖ-Landesgruppe gab bei einem Parteitag grünes Licht für die weitere Zusammenführung mit der FPK. Offiziell besiegelt soll das bei einem gemeinsamen Parteitag Ende Juni werden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

TV-Hinweis

Life Ball in ORFeins und im Livestream

Der Live Ball ist derzeit in ORFeins und im Livestream in tvthek.ORF.at zu sehen.

Wirtschaft

Demonstrationen gegen Monsanto in mehreren EU-Städten

Tausende Menschen haben in mehreren europäischen Städten heute gegen den US-Agrarriesen Monsanto und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) demonstriert. In Paris beteiligten sich mehrere hundert Demonstranten an einem Sit-in am Trocadero-Platz nahe des Eiffelturms.

Sie forderten, dass Produkte mit gentechnisch veränderten Organismen generell als solche ausgewiesen werden müssen. In Straßburg gingen bis zu 450 Demonstranten auf die Straße. Auch in Wien versammelten sich mehrere hundert Demonstranten.

Im niederländischen Wageningen, Zentrum der Lebensmittelindustrie, versammelten sich laut den Organisatoren rund 3.000 Demonstranten vor dem dortigen Sitz von Monsanto und hielten Schilder hoch mit Aufschriften wie „Monsanto tötet“ oder „Rettet die Biodiversität“. In Amsterdam protestierten etwa 1.200 Menschen. In Berlin und München waren es jeweils etwa 300.

In der EU wurden bis jetzt erst zwei gentechnisch veränderte Organismen zum Anbau zugelassen: die Maissorte MON 810 von Monsanto und die von dem deutschen Konzern BASF entwickelte Amflora-Kartoffel. MON 810 wurde 1998 für zehn Jahre zugelassen, der Antrag auf eine Verlängerung liegt derzeit auf Eis.

Sanierung der Flugpiste in Schwechat abgeschlossen

Zwei Tage früher als geplant sind gestern die Sanierungsarbeiten auf der Start- und Landepiste 16/34 auf dem Flughafen Wien-Schwechat abgeschlossen worden. Die Piste ist wieder in vollem Umfang für den Flugbetrieb freigegeben.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Umstrittene Chirurgie: LKH Bad Aussee eröffnet

In Bad Aussee (Steiermark) ist gestern das neue Landeskrankenhaus (LKH) offiziell eröffnet worden. Das kleine Akutspital, das über 57 Betten und eine politisch lange umstrittene eigene Chirurgie verfügt, kostete 28,4 Millionen Euro.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Apfelbauern fürchten um Ernte

Die Wetterkapriolen der vergangenen Monate setzen auch den steirischen Apfelbauern immer mehr zu: Sie fürchten heuer zum Teil massive Ernteausfälle, da viele Blüten aufgrund von Fruchtfall abgefallen sind, bevor sie Früchte bilden konnten.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Futterknappheit auf Vorarlberger Almen?

Die Vorarlberger Almen leiden ebenfalls unter dem Wetter. Die aktuellen Kälte- und Regenphasen bergen laut dem Vorarlberger Braunviehzuchtverein die Gefahr, dass viel Weidefläche zerstört wird und das Futter im Sommer knapp wird.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Zeit für Crowdfunding-Lösung wird knapp

Eigentlich wollte - und will - die Politik bis zur Nationalratswahl Crowdfunding auf eine rechtlich sichere Basis stellen. Doch die Meinungen darüber, wie alternative Finanzierungsmodelle für Unternehmen aussehen könnten, liegen anscheinend doch etwas auseinander.

Laut einem Rundruf der APA möchten ÖVP, Grüne und FPÖ eine „liberale“ Gesetzeslösung, während die SPÖ etwas bremse. Es hakt offenbar weiter bei der Frage, ab welchem Finanzierungsvolumen Unternehmer ihren Investoren wie viel Detailinformationen liefern müssen - der Prospektpflicht. Soll eine Lösung her, bleiben nur noch wenige Wochen Zeit.

Mehr dazu in Prospektpflicht als Knackpunkt

Dayli-Start in Deutschland verzögert sich

Der Schlecker-Nachfolger dayli will seine Testgeschäfte in Deutschland später öffnen als geplant. Geschäftsführer Rudolf Haberleitner sagte der Nachrichtenagentur dpa, er gehe davon aus, dass die ersten fünf Shops nun Ende Juni eröffnen. Die Standorte müssten noch festgelegt werden.

Ursprünglich war der Start der Testphase für Mai geplant. Haberleitners Kollege Peter Krammer sagte den „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag-Ausgabe): „Wir müssen uns zuerst noch um andere Themen kümmern.“

„Platz für neue Investoren“

Vor dem Beginn in Deutschland habe das Geschäftsmodell in Österreich voll funktionsfähig sein müssen, so Haberleitner weiter. Seinen Angaben nach sollen die Läden keine bloßen Drogeriemärkte sein, sondern unter anderem Bistros und Backstuben enthalten.

Berichte über finanzielle Probleme wies er zurück. „Das ist Blödsinn. Wir haben keine Bankschulden.“ Auch sei der Investor Novomatic nicht ausgestiegen, so Haberleitner, er habe nur seine Anteile zurückgekauft, um neuen Investoren Platz zu machen. Darunter sei auch ein Interessent aus Deutschland - Namen nannte er keinen.

Medienberichten zufolge hatte dayli Lieferanten um Zahlungsaufschub gebeten. Dabei sei es um zwei Monate gegangen, so Haberleitner. „Das haben 90 Prozent unterstützt.“

Sport

Formel 1: Pole-Hattrick für Rosberg in Monaco

Mercedes hat auch in Monaco seine aktuelle Dominanz im Qualifying unter Beweis gestellt. Nico Rosberg markierte auf dem Stadtkurs die schnellste Zeit und geht damit morgen (14.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) zum dritten Mal in Serie vom besten Startplatz ins Rennen. Auf Platz zwei landete beim anfangs verregneten Qualifying wieder Teamkollege Lewis Hamilton, womit Mercedes die wichtige erste Startreihe im Fürstentum in Beschlag nimmt. Sebastian Vettel musste sich als Dritter knapp geschlagen geben. Kimi Räikkönen und Fernando Alonso hatten indes schon Respektabstand.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Austria kämpft um Auswärtsrekord

Der neue Meister Austria Wien tritt morgen (16.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) bei Vorgänger Red Bull Salzburg an. Obwohl der Titelkampf schon entschieden ist, geht es für beide Mannschaften noch um mehr als nur das Prestige. Die Gäste könnten als erstes Team überhaupt eine Saison ohne Auswärtsniederlage überstehen. Die Salzburger wiederum dürften sich bei einem Punktegewinn damit trösten, gegen den Meister keine Partie verloren zu haben.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Einbrüche in Salzburgs Schulen im Steigen

Seit Jahresbeginn wurde in 37 Salzburger Schulen eingebrochen. Der Schaden liegt bisher bei über 50.000 Euro. Die Polizei warnt in einem Schreiben sämtliche Gemeinden und den Landesschulrat.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

17-Jähriger bei Traktorunfall getötet

Ein 17-Jähriger ist in der Nacht auf heute bei einem Traktorunfall bei Lichtenegg (Niederösterreich) ums Leben gekommen. Er kam mit dem Fahrzeug von der Straße ab und wurde aus dem Führerhaus geschleudert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Kärnten: Frau bei Waldspaziergang vergewaltigt

Eine 45-jährige Kärntnerin ist heute beim Spazierengehen in einem Wald bei Arnoldstein (Kärnten) Opfer einer versuchten Vergewaltigung geworden. Die gefesselte Frau konnte sich befreien und wurde von einem Autofahrer entdeckt. Die Fahndung nach dem Täter war bisher erfolglos.

Mehr dazu in oestereich.ORF.at

Autofahrer kracht frontal gegen Hauswand

Bei einem Verkehrsunfall in Villach (Kärnten) ist gestern Nacht ein 21-jähriger Autofahrer schwer verletzt worden. Der junge Mann kam von der Straße ab und krachte mit seinem Pkw frontal gegen eine Hauswand.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Vernichtendes Gutachten zu Loveparade-Katastrophe

Der britische Panikforscher Keith Still erhebt nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“) in einem Gutachten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg vom Sommer 2010 schwere Vorwürfe.

Mit dem von der Stadt genehmigten Konzept sei es nicht einmal theoretisch möglich gewesen, die Veranstaltung gefahrlos abzuwickeln, berichtete die Zeitung (Samstag-Ausgabe). So hätten die Veranstalter im Vorfeld nicht einmal die erwarteten Besucherströme addiert.

21 Tote bei Massenpanik

Schon mit einfachen Berechnungen hätte man feststellen können, dass die Rampe auf dem Veranstaltungsgelände für die erwartete Besucherzahl viel zu klein gewesen sei, schreibt Still demnach in seinem fast 90-seitigen Gutachten.

Bei dem Technofest waren am 24. Juli 2010 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 Beschuldigte, darunter Mitarbeiter der Stadt Duisburg. Anklage hat die Behörde bisher nicht erhoben.

Still ist von der Staatsanwaltschaft mit der Untersuchung der Katastrophe beauftragt.
Sie machte bisher keine Angaben dazu, wann mit einem Ergebnis der Ermittlungen zu rechnen ist. Ein Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft wollte den Bericht nicht kommentieren.

Amoklauf von Winnenden: Mutter soll zahlen

Vier Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden in Deutschland ist nun auch die Mutter ins Visier der Kläger geraten. Sie soll Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen, weil sie nach Meinung der Kläger die Aufsichtspflicht verletzt hat.

Er halte die Forderung bei einem 17-Jährigen aber für sehr abwegig, so der Anwalt. Die Forderungen seien daher unberechtigt. Die Stadt und die Hinterbliebenen machen Forderungen in Millionenhöhe geltend, unter anderem für einen Umbau der Schule.

Lange Zeit hatten sich die Forderungen lediglich gegen den Vater von Tim K. gerichtet, weil er die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmerschrank aufbewahrt hatte.

Tim K. hatte am 11. März 2009 in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen erschossen und 14 verletzt. Zum Schluss tötete er sich selbst. Das Stuttgarter Landgericht hatte den Vater im Februar diesen Jahres in einem wieder aufgerollten Strafprozess unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Tote bei Absturz eines Ambulanzflugzeugs bei New York

Beim Absturz eines Ambulanzflugzeugs nordwestlich von New York sind gestern Abend (Ortszeit) mindestens zwei Menschen getötet worden. Nach dem Piloten werde noch gesucht, bestätigte die Polizei heute. Die Maschine sei in einem Waldtümpel versunken.

Die zweimotorige Piper war von Bedford in Massachusetts nach Rome im Staat New York unterwegs. Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Städtchens Ephratah, 350 Kilometer nordnordwestlich der Stadt New York. In der Region regnete es zwar, die Sicht war aber gut, und die Sonne war noch nicht untergegangen. Zunächst gab es keine Hinweise auf die Unglücksursache.

Nach Angaben der Agentur Angel Flight war das Flugzeug in ihrem Auftrag unterwegs. Bei der Organisation fliegen Piloten privat und kostenlos in ihrer Freizeit Kranke zu Behandlungen. Seit der Gründung 1996 seien bei 60.000 Flügen mehr als 65.000 Menschen befördert worden, die Flugzeuge hätten 20 Millionen Kilometer zurückgelegt.

IT

Apple I für halbe Million Euro versteigert

Einer der ersten Apple-Computer aus dem Jahr 1976 hat bei einer Auktion heute mehr als eine halbe Million Euro eingebracht. Die 516.461 Euro sind ein neuer Rekord für einen Apple I, der Käufer aus Fernost wolle anonym bleiben, teilte das Kölner Auktionshaus Breker mit. Der Computer sei einer von nur sechs weltweit bekannten noch funktionierenden Apple-Computern der ersten Baureihe.

Der Apple I, den die beiden Mitgründer Steve Jobs und Steve Wozniak in der Garage von Jobs’ Eltern zusammenbauten, bestand nur aus der Platine und hatte weder Gehäuse noch Tastatur oder Monitor. Der Preis betrug damals 666,66 Dollar. Der nun verkaufte Apple I trägt eine Signatur von Wozniak und ihm liegt ein Brief von Jobs bei.

Kultur

Expressionist Thöny: Kosmopolit der Zwischenkriegszeit

Er ist einer der Großen in der Geschichte der österreichischen Kunst - und trotzdem ein Geheimtipp. Die Neue Galerie Graz ist nun angetreten, den Maler Wolfgang Thöny dem Vergessen zu entreißen. Er gründete in der Zwischenkriegszeit die Sezession Graz und war einer der wenigen österreichischen Kosmopolitien der Kunstszene seiner Zeit. Die Porträts des gemäßigten Expressionisten von Soldaten und Kriegsgefangenen sind genauso eine Wiederentdeckung wert wie spektakuläre Ansichten von New York und Landschaftsgemälde.

Mehr dazu in Dem Vergessen entrissen

Elina Garanca zur Kammersängerin gekürt

Die Mezzosopranistin Elina Garanca wurde von Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) zur Österreichischen Kammersängerin geadelt. Garanca zeigte sich in der Wiener Staatsoper von der Kür „unglaublich gerührt“ und „wahnsinnig geehrt“.

Mehr dazu in http://wien.orf.at/news/stories/2585858/

Leute

Soziologe Michel Crozier verstorben

Der französische Soziologe Michel Crozier ist tot. Der „Vater der Organisationssoziologie“ starb gestern im Alter von 90 Jahren, meldet die Zeitschrift „Sciences humaines“ (Onlineausgabe).

Crozier war ein scharfer Kritiker des „arroganten und imperialen Staates“ und bedauerte die Kontrolle der Gesellschaft durch eine gigantische Bürokratie mit Tausenden Beamten.

Bekannt wurde Crozier 1964 mit seiner Analyse der Unflexibilität der französischen Gesellschaft und ihrer Unfähigkeit zum Wandel in dem Buch „Le phenomene bureaucratique“.

International bekannt wurde sein Buch „L’Acteur et le Systeme“ (1977) („World of the Office Worker“) über das Verhältnis von Individuen und Organisationen und die Entscheidungsprozesse, die sich daraus entwickeln.

Religion

Vatikan dementiert „Ghostwriter“ Benedikt

Der Vatikan hat die Behauptung zurückgewiesen, Benedikt XVI. verfasse für seinen Nachfolger Franziskus eine Enzyklika über den Glauben.

„Ich dementiere, dass der emeritierte Papst im Begriff ist, eine Enzyklika zu schreiben, die dann von Papst Franziskus unterzeichnet wird“, sagte Sprecher Federico Lombardi laut Kathpress gestern Abend.

Lombardi reagierte damit auf die Äußerung eines süditalienischen Bischofs. Luigi Martella hatte in der Zeitung seiner Diözese Molfetta-Ruvo-Giovinazzo-Terlizzi berichtet, dass Benedikt XVI. die während seiner Amtszeit nicht mehr zu Ende gebrachte Enzyklika über den Glauben nun für Franziskus fertigstelle. Das habe der Papst ihm und anderen Bischöfen beim jüngsten Ad-Limina-Besuch im Vatikan mitgeteilt.

„Eine Enzyklika nach der anderen“

Es sei bekannt, dass Benedikt XVI. Vorarbeiten für ein Lehrschreiben über den Glauben hinterlassen habe, so Lombardi weiter. Dieses Projekt habe Franziskus nun anscheinend wieder aufgenommen. Der emeritierte Papst spiele jedoch „keine Rolle bei der Fertigstellung des Projekts“, stellte er klar.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Enzyklika machte der Sprecher keine Angaben. Zu der ebenfalls von dem süditalienischen Bischof geäußerten Behauptung, der Papst plane eine Enzyklika über die Armut, sagte Lombardi: „Wir machen eine Enzyklika nach der anderen.“