Inland

Kasernenverkäufe bringen Geld fürs Heer

Im Streit über Asylquartiere drängt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) darauf, leerstehende Kasernen zu nutzen. Doch Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) braucht das Geld aus den Verkäufen von Kasernen für das Bundesheer. Drei Liegenschaften stehen derzeit zum Verkauf, etliche wurden schon veräußert.

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Eigentümer könnte für Wiener Hausräumung zahlen müssen

Die Wiener SPÖ hält es für denkbar, dass die Hauseigentümer für die Kosten der umstrittenen polizeilichen Räumung eines im zweiten Bezirk besetzten Hauses, die am Montag durchgeführt wurde, zur Kasse gebeten werden können. Unterdessen dürfen die verbliebenen Mieter wieder ins Haus.

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Hausräumung löst Politdebatte aus

Reichten 2011 für die Räumung eines von 30 Menschen besetzten Hauses in Wien noch 100 Beamte, sind an dem Einsatz gegen die 19 Hausbesetzer der „Pizzeria Anarchia“ am Montag mindestens zehnmal so viele Polizisten beteiligt gewesen. Für Kritiker ist dieses Großaufgebot „unverhältnismäßig“. Die Grünen wollen mit einer parlamentarischen Anfrage nun die tatsächliche Zahl der Polizisten und Räumungskosten klären. Es sei Aufgabe der Polizei, Assistenzleistung zu erbringen, wenn das Gericht das fordert, verteidigt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den Einsatz - auch wenn sie „mit derartigen Aktionen keine Freude“ habe.

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Unterirdisch: Das versteckte Datencenter der Königswarte

Die Station Königswarte des österreichischen Bundesheers zur Satellitenüberwachung ist weitaus größer dimensioniert, als es bis jetzt den Anschein hatte. Wie aus Luftaufnahmen hervorgeht, die ORF.at zugespielt wurden, befindet sich dort ein unterirdisches Rechenzentrum mit einem Mehrfachen an Grundfläche der beiden Gebäude darüber.

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Scharfe Kritik an niederösterreichischem Multiversum

Kritik am Schwechater Bürgermeister Gerhard Frauenberger (SPÖ) kommt von Niederösterreichs Sportlandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP): Es gebe noch immer keinen Businessplan für das Multiversum, dadurch sei auch der Fortbestand der Werner-Schlager-Akademie gefährdet.

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Ausland

Radikale Islamisten nehmen Kaserne im Osten Libyens ein

Radikale Islamisten haben in der ostlibyschen Stadt Bengasi einen wichtigen Militärstützpunkt einer Eliteeinheit der Armee eingenommen. Die Extremisten verbreiteten gestern Abend im Internet Fotos, die ihre Kämpfer in der Kaserne zeigen. Zu sehen war unter anderem der Anführer der Terrorgruppe Ansar al-Scharia, wie die libysche Nachrichtenwebsite Libya Herald berichtete.

Seit Tagen kommt es in Bengasi immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen den islamistischen Milizen und Kämpfern des pensionierten Generalmajors Chalifa Haftar, dem sich abtrünnige Soldaten angeschlossen haben. Die libysche Übergangsregierung hatte gestern zu einer Waffenruhe in Bengasi aufgerufen.

Tote nach Explosion einer Autobombe nahe Kairo

Bei der Explosion einer Autobombe im Kairoer Vorort Giseh sind einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge drei Menschen getötet worden. Bei den Toten handle es sich um die Insassen des Fahrzeugs, berichtete die staatliche Zeitung „al-Ahram“. Sie seien wahrscheinlich auf dem Weg zu einem „Terroreinsatz“ gewesen.

Touristenort als mögliches Anschlagsziel?

Das Auto sei durch die Wucht der Explosion zerrissen worden. Sicherheitskräfte versuchten, die Toten zu identifizieren. Bei Giseh stehen die weltberühmten Pyramiden sowie die Sphinx, einige der wichtigsten Touristenmagneten des Landes.

Ägypten wird seit dem Sturz des gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor einem Jahr von einer Welle der Gewalt und Protesten erschüttert. Zugleich bemüht sich die ägyptische Regierung zurzeit um die Vermittlung einer Feuerpause zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen.

MH17-Abschuss: „Fluglinien dieser Welt sind sauer“

Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeugs über dem Osten der Ukraine plant die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) eine grundlegende Untersuchung.

Die Tragödie habe „beunruhigende Sorgen in Hinsicht auf die zivile Luftfahrt von, nach und über Krisengebieten aufgeworfen“, sagte ICAO-Chef Raymond Benjamin, gestern nach einem Krisentreffen am Sitz der ICAO in Montreal. An der Untersuchung sollen Experten von Regierungen und aus der Industrie beteiligt sein.

„Zivile Flugzeuge sind friedlich“

„Die Fluglinien dieser Welt sind sauer“, sagte Tony Tyler, Chef der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (IATA). „Zivile Flugzeuge sind friedlich. Der tragische Abschuss der MH17 war ein Angriff auf die gesamte Lufttransportindustrie.“

Bei der Katastrophe waren vor rund zwei Wochen alle 298 Menschen an Bord des malaysischen Flugzeugs ums Leben gekommen.

Kerry, Lawrow für Feuerpause

Die Außenminister Russlands und der USA haben unterdessen in einem Telefonat gestern ein Ende der Kämpfe an der Absturzstelle der malaysischen Verkehrsmaschine in der Ostukraine gefordert. Die Ukraine ist zu einer Feuerpause bereit, sofern die prorussischen Rebellen sich von der Front zurückziehen. Brüssel und Washington werfen Moskau vor, die Unruhen im Osten der Ukraine anzuheizen und die prorussischen Separatisten zu unterstützen.

Korruption in China: Ermittlungen in höchsten Machtzirkeln

China bricht offenbar mit einem Tabu: Gestern bestätigte die Antikorruptionsbehörde der Kommunistischen Partei (KP) Ermittlungen in höchsten politischen Kreisen. Betroffen ist der frühere „Sicherheitszar“ Zhou Yongkang, einer der mächtigsten Männer des Landes.

Der Vorwurf laute auf „schwere Disziplinarverstöße", was üblicherweise Bestechlichkeit bedeute, hieß es. Angeblich wurde der 71-Jährige unter Hausarrest gestellt.

Die Ermittlungen sind nicht nur ein absolutes Novum, nachdem nie zuvor einem derart hochrangigen Mitglied des Politbüros ein Korruptionsprozess gemacht wurde. Sie sind vor allem auch eine sehr deutliche Botschaft an die obersten Machtzirkel der Volksrepublik.

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Sport

Fußball: Europas Elite auf US-Business-Tour

In den USA ist Fußball bei weitem noch nicht so populär wie in Europa, doch dank der WM gab es zuletzt einen gewaltigen Schub. Viele europäische Topclubs touren derzeit durch Amerika. Denn der US-Markt verspricht Hunderte Millionen Euro - auch für den englischen Rekordchampion Manchester United und Bayern München mit David Alaba. Während Bayern-Coach Josep Guardiola marketinglinientreu seine Begeisterung für die lukrative US-Tour äußerte, unterdrückt United-Trainer Louis van Gaal nur mit Mühe seinen Ärger über die praktisch nicht durchführbare Saisonvorbereitung nach der WM.

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Tennis: Spanier verdirbt Melzers Comeback

Jürgen Melzers erster Auftritt nach seiner Zehenoperation hat nur kurz gedauert. Der Niederösterreicher musste sich beim ATP-Turnier gestern in Kitzbühel in der ersten Runde dem Spanier Pablo Andujar glatt in zwei Sätzen geschlagen geben. Dem Sieger des Turniers von Gstaad vergangene Woche genügte dabei in jedem Satz nur ein Break, um den Widerstand des 33-jährigen Österreichers zu brechen. Damit halten beim Heimturnier in Kitzbühel nur noch Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer die rot-weiß-rote Fahne hoch.

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Formel 1: Mercedes rudert bei Stallorder zurück

Die von der Mercedes-Box angeordnete und von Lewis Hamilton verweigerte Anweisung, seinen Teamkollegen Nico Rosberg überholen zu lassen, hat beim Ungarn-GP für ordentlichen Ärger beim deutschen Rennstall gesorgt. Jetzt gibt es ein Umdenken im Team: Hamilton wird nicht bestraft, und eine Stallorder wird es künftig wohl nicht mehr geben. Ab jetzt kämpft jeder für sich. „Das wird intensiv“, kündigte der verärgerte Rosberg an.

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Wirtschaft

14.906 neue Firmen im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr sind in Österreich 14.906 Firmen neu gegründet worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es insgesamt 15.050, wie die Daten der Wirtschaftskammer zeigen. Die meisten Gründungen in den ersten sechs Monaten 2014 entfielen auf Einzelunternehmer mit einem Anteil von 74,9 Prozent oder 11.170.

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Umsatz- und Gewinneinbruch beim Verbund

Die niedrige Wasserführung der Flüsse in Österreich und Bayern sowie die weiter gesunkenen Großhandelspreise für Strom haben beim Verbund-Konzern wie erwartet zu einem deutlichen Einbruch beim Umsatz und beim Gewinn geführt.

Der Umsatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 15 Prozent auf 1,399 Mrd. Euro, das Konzernergebnis schmolz um 86 Prozent auf 56,6 Mio. Euro zusammen. Das Ergebnis je Aktie betrug nur noch 16 Cent, nach 1,17 Euro im Vorjahreszeitraum.

Operatives Ergebnis dreht ins Plus

Damit fiel der Umsatzeinbruch nicht ganz so deutlich aus wie befürchtet, Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang um 21 Prozent gerechnet. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag mit 354,8 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen. Das operative Ergebnis drehte wie erwartet ins Positive und betrug 196,7 Mio. Euro, nach einem Verlust von 78,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013.

Für das Gesamtjahr 2014 erwartet der Verbund nun ein EBITDA von rund 690 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von 70 Mio. Euro. Die geplante Ausschüttungsquote für 2014 liegt unverändert bei rund 50 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses von rund 150 Mio. Euro.

Drohender Staatsbankrott: Lostag für Argentinien

Argentiniens Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner hat einen Tag vor dem drohenden technischen Zahlungsausfall ihres Land erneut die volle Bereitschaft erklärt, alle Gläubiger zu bezahlen. Allerdings seien dafür „gerechte, ausgeglichene, legale und nachhaltige“ Bedingungen nötig, betonte sie gestern beim Gipfel des südamerikanischen Wirtschaftsblocks MERCOSUR in Caracas.

Wirtschaftsminister schaltet sich ein

Kurz vor Ablauf der Frist hat sich Argentiniens Wirtschaftsminister Axel Kicillof in die Bemühungen um eine Lösung eingeschaltet. Gestern traf er überraschend in New York vor dem Büro des zuständigen Schlichters ein. Auf Fragen der anwesenden Journalisten reagierte er nicht. Die Gespräche sollen heute fortgesetzt werden.

1,33 Milliarden Dollar plus Zinsen

Im Streit zwischen Argentinien und zwei US-Investmentfonds entscheidet sich heute, ob das Land 13 Jahre nach der Staatspleite von den Ratingagenturen erneut als zahlungsunfähig eingestuft wird.

Am 30. Juli läuft die Frist ab, bis zu der Argentinien laut einem Beschluss des Obersten Gerichtshofs der USA 1,3 Milliarden Dollar (960 Mio. Euro) an die Hedgefonds NML Capital und Aurelius zahlen muss.

Sie hatten sich nicht an einem Schuldenschnitt beteiligt, sondern verlangen den Nennwert der argentinischen Staatsanleihen, die sie nach der Staatspleite billig aufgekauft hatten. Argentinien wirft den Hedgefonds vor, Profit aus der Notlage des Landes geschlagen zu haben: Den Fonds winkte eine immense Rendite von 1.680 Prozent.

Chronik

Mann wollte Frau mit Kopftuch erwürgen

In Stockerau in Niederösterreich ist, wie jetzt bekanntwurde, am Freitag ein Mordversuch verübt worden. Ein 30-jähriger Mann soll dabei versucht haben, seine Frau mit ihrem Kopftuch zu erwürgen. Hintergrund der Tat dürfte ein Beziehungsstreit sein.

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24 Tote bei Konzert in westafrikanischem Guinea

Im westafrikanischen Guinea sind gestern Abend bei einem Gedränge mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Gesundheitsdienste an einem Strandabschnitt der Hauptstadt Conakry bei einem Auftritt der beliebten Rap-Band „Instinct Killers“. Es gab Dutzende Verletzte.

Das Präsidialamt sprach von einem „tragischen Drama“ und rief eine einwöchige Staatstrauer aus. Das Gedränge entstand den Angaben zufolge am Strand des Stadtviertels Ratoma im Norden Conakrys am Strandabschnitt Rogbane.

Wasserrohrbruch sorgt für Chaos in Los Angeles

Eine geborstene Hauptwasserleitung hat einen Teil der US-Metropole Los Angeles unter Wasser gesetzt. Die Wasserfontäne schoss über neun Meter hoch aus einem riesigen Loch im Asphalt einer Straße.

In dem betroffnene Viertel liegt auch die University of California (UCLA), der Campus und eine Sportanlage wurden teilweise knöcheltief überschwemmt. Es kam zu einzelnen Stromausfällen. Auch Parkhäuser in der Stadt liefen mit Wasser voll. Die Ursache des Rohrbruchs ist nicht bekannt.

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Gesundheit

Ebola-Gefahr: Flüge nach Liberia und Sierra Leone gestrichen

Wegen der zahlreichen Ebola-Todesfälle in Westafrika hat die in Togo ansässige panafrikanische Fluggesellschaft ASKY sämtliche Verbindungen mit den Hauptstädten von Liberia und Sierra Leone ausgesetzt.

Monrovia und Freetown würden „als Vorsichtsmaßnahme“ vorerst nicht mehr angeflogen, teilte die Gesellschaft gestern mit. Zuvor war ein Passagier nach einem Flug von Liberia über Togo nach Nigeria an Ebola gestorben.

Besonders aggressiver Ebola-Stamm

Seit Monaten breitet sich ein besonders aggressiver Ebola-Stamm in Westafrika aus. Er tötete bereits mehr als 660 Menschen. Betroffenen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. Hinzu kommt der erste Todesfall in Nigeria.

Zu Wochenbeginn ordnete Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf eine weitgehende Schließung der Landesgrenzen an. Der liberianische Fußballverband sagte alle geplanten Spiele im Land vorerst ab.

Keine medikamentöse Behandlung möglich

Das Ebola-Virus löst hämorrhagisches Fieber aus, das in einer Vielzahl von Fällen zum Tod führt. Die Inkubationszeit variiert zwischen zwei und 21 Tagen. Medikamente dagegen gibt es nicht.

Science

„Blaues Licht“ hilft der inneren Uhr

Bei einem Mangel an natürlichem Tageslicht kann der biologischen Uhr des Menschen mit Kunstlicht mit erhöhtem Blauanteil laut einer neuen Studie auf die Sprünge geholfen werden. Anwendungsgebiete für das Kunstlicht gibt es unter anderem in polarnahen Gegenden der Welt und an Arbeitsstellen mit einem Mangel an Tageslicht.

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Was tun mit dem „Hitler-Haus“?

„Braunau gilt für viele Menschen als Geburtsort des Bösen“, schreibt der österreichische Politikwissenschaftler Andreas Maislinger in einem ORF.at-Gastbeitrag: Er plädiert dafür, ein historisches Zeichen zu setzen und das Geburtshaus Adolf Hitlers in ein „Haus der Verantwortung“ zu verwandeln.

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Letzter europäischer Raumtransporter gestartet

Der letzte europäische Raumtransporter ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Das in Deutschland gebaute Versorgungsschiff startete in der Nacht auf heute an Bord einer Ariane-5-Rakete ins All.

Wenn alles nach Plan läuft, wird es am 12. August am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde andocken.

Video dazu in iptv.ORF.at

Lebensmittel, Wasser, Atemluft

Die sechs ISS-Besatzungsmitglieder dürfen sich dann auf frische Lebensmittel und Nachschub an Treibstoff, Wasser und Atemluft freuen. Zudem sind neue Experimente an Bord des unbemannten Automated Transfer Vehicle (ATV) geplant.

Grund für die Einstellung des ATV-Programmes sind vor allem die knappen Kassen in Mitgliedsländern der ESA. Ursprünglich war geplant, eine weitaus größere Zahl an europäischen Transportern zur ISS zu schicken. Künftig wird die ISS vor allem von US-amerikanischen und russischen Transportern versorgt.

IT

Chinesische Onlineattacke auf Kanadas Forschungsrat

Onlineangreifer aus China haben nach einem Bericht des kanadischen Nachrichtensenders CBC die Computer des nationalen Forschungsrats ausgespäht. Das bestätigte Regierungssprecherin Corinne Charette gestern dem Sender.

Die Cyberattacke sei von „einem hoch entwickelten chinesischen Unternehmen mit Regierungsauftrag“ ausgegangen, sagte Charette der Zeitung „Toronto Star“. Die Computer seien inzwischen als Sicherheitsmaßnahme vom Regierungsnetz abgekoppelt worden.

Außenminister John Baird habe die Attacke gestern bei einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Wang Yi in Peking angesprochen.

Twitter-Aktie schießt nach Quartalszahlen in die Höhe

Ein starker Anstieg der Werbeeinnahmen und der Nutzerzahlen hat der Aktie des Kurznachrichtendiensts Twitter gestern zu einem kräftigen Sprung nach oben verholfen.

Das Papier schoss nachbörslich um bis zu 35 Prozent auf mehr als 52 Dollar in die Höhe. Nach einer rasanten Berg-und-Tal-Fahrt in den vergangenen Monaten ist die Aktie damit wieder doppelt so viel wert wie beim Börsengang im November mit einem Ausgabepreis von 26 Dollar.

Anstieg der Werbeeinnahmen und Nutzerzahlen

Der Kurznachrichtendienst erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Umsatz von 312 Mio. Dollar (233 Mio. Euro) - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Haupteinnahmequelle ist die Werbung auf mobilen Geräten.

Die Zahl der Nutzer stieg im gleichen Zeitraum um ein Viertel auf 271 Millionen. „Wir sind überzeugt, dass wir Twitter einem noch breiteren Publikum nahebringen können“, sagte Firmenchef Dick Costolo am Unternehmenssitz in San Francisco.

Trotzdem in den roten Zahlen

Der Wermutstropfen: Wegen der aktienbasierten Vergütung der Mitarbeiter rutschte Twitter noch tiefer in die roten Zahlen - und zwar von unter dem Strich 42 auf 145 Mio. Dollar. Ohne diese Aufwendungen hätte es einen Überschuss gegeben, rechnete das Unternehmen vor.

Kultur

US-Star John Legend kommt im Oktober nach Wien

Anfangs hörte man nur seine soulige Stimme auf Hits anderer, heute ist John Legend ein Star für sich. Im Herbst gastiert der US-Grammy-Preisträger und R&B-Sänger erstmals in Österreich: Mit Piano und Streichern präsentiert er am 26. Oktober Hits wie „Ordinary People“ und „All of me“ aus dem aktuellen Album „Love in the Future“ in der Wiener Stadthalle, gaben die Veranstalter bekannt.

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Festspielhighlights - eine Oper in fünf Dimensionen

Jede Saison eine Opernuraufführung - mit diesem Vorhaben hat Alexander Pereira vor nunmehr drei Jahren sein Amt als Intendant der Salzburger Festspiele angetreten. In seiner letzten Saison ist ihm das nun spät gelungen. Marc Dalbavies „Charlotte Salomon“ setzt einer von den Nazis ermordeten Künstlerin ein Monument und schreibt über Autobiografie Geschichte. Erzählt wird in kunstvollen Doppellungen und Überblendungen aber auch eine Geschichte der Kunst und Musik seit dem späten 19. Jahrhundert.

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Lifestyle

Wiener Fahrradtaxler in Parkplatznot

Parkplatzsorgen haben die rund 50 Fahrradtaxis in der Wiener Innenstadt. Im Unterschied zu den Fiakern haben sie nämlich keinen eigenen Standplatz. Wenn sie in der Fußgängerzone stehen, werden sie sogar abgestraft.

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Leute

Tarantino verfilmt gestohlenes Western-Drehbuch nun doch

US-Regisseur Quentin Tarantino (51, „Inglourious Basterds“) will nach Verzögerungen und Streitigkeiten nun doch sein nächstes Westernprojekt auf die Leinwand bringen.

Wie das Kinoportal Deadline.com berichtete, könnte Tarantino bereits Anfang 2015 mit den Dreharbeiten zu „The Hateful Eight“ beginnen.

Im Jänner hatte der Oscar-Preisträger („Pulp Fiction“, „Django Unchained“) das Projekt zunächst eingestellt, nachdem das Western-Drehbuch an die Öffentlichkeit durchgesickert war. Für die Besetzung waren zeitweise Samuel L. Jackson, Tim Roth, Kurt Russell, Michael Madsen und Bruce Dern im Gespräch.

Mit seinem Drehbuch für den Sklavenwestern „Django Unchained“ hatte Tarantino im vergangenen Jahr einen Oscar gewonnen und mit der Rolle des Kopfgeldjägers Dr. King Schultz Schauspieler Christoph Waltz den bereits zweiten Oscar eingebracht.

Sanader gibt Tiroler Orden freiwillig zurück

Der wegen Korruption verurteilte ehemalige kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader gibt den Tiroler Adlerorden zurück und folgt damit einer Aufforderung der Landesregierung. Einen entsprechenden Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ bestätigte der Sprecher von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

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