Ausland

Australien: Offenbar Terroranschlag vereitelt

Die australische Polizei hat fünf junge Männer verhaftet, die einen Anschlag anlässlich des Nationalfeiertags am 25. April geplant haben sollen. Die 18 und 19-jährigen Männer wurden in den Morgenstunden in den Außenbezirken Melbournes festgenommen. Sie seien von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) „inspiriert gewesen“, erklärte die Polizei bei einer Pressekonferenz.

Der australische Nationalfeiertag markiert den Beginn der Schlacht von Gallipoli und damit den Eintritt der australischer und neuseeländischer Truppen (ANZAC-Soldaten) in den Ersten Weltkrieg. Die misslungene Invasion der Halbinsel in den türkischen Dardanellen gilt als eines der größten Debakel der Alliierten; für Australien und Neuseeland, die einen großen Teil der britischen Truppen stellten, beschleunigte sie jedoch den Unabhängigkeitsprozess. Die Schlacht um Gallipoli jährt sich heuer zum 100. Mal.

Fünf entführte Schiiten in Afghanistan enthauptet

Im Südosten Afghanistans haben mutmaßliche islamistische Kämpfer fünf verschleppte Mitglieder der Hasara-Minderheit enthauptet. Ihre Leichen wurden gestern im Distrikt Malistan in der Unruheprovinz Ghasni gefunden, wie Distriktgouverneur Ramin Ali Hedajat sagte. Der Gouverneur vermutete Aufständische mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hinter der Tat.

Der Vizegouverneur von Ghasni, Mohammed Ali Ahmadi, machte hingegen die Taliban verantwortlich. Diese hätten versucht, inhaftierte Kämpfer ihrer Organisation freizupressen, doch ihre Forderung sei nicht erfüllt worden. Daraufhin hätten sie ihre Geiseln geköpft, sagte Ahmadi AFP. Zunächst bekannte sich niemand zu den Enthauptungen.

Die schiitischen Hasara waren am Mittwoch in Ghasni entführt worden, als sie ihren Heimatdistrikt verließen, um Vieh zu kaufen. In jüngster Zeit gab es wiederholt Berichte, wonach sich afghanische Taliban-Kämpfer den IS-Dschihadisten anschlossen und deren Kommandant Abu Bakr al-Bagdadi die Treue schworen. Dieser hatte im vergangenen Sommer in den vom IS eroberten Gebieten im Irak und in Syrien ein islamisches „Kalifat“ ausgerufen.

Atomstreit: Iran pocht auf Aufhebung der Sanktionen

Vor der Fortsetzung der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm hat Teheran seine Forderung nach einer sofortigen und umfassenden Aufhebung aller Sanktionen bekräftigt, sobald eine endgültige Einigung gefunden ist.

„Wir sprechen nicht von einer schrittweisen Aufhebung“, sagte Außenminister Dschawad Sarif gestern dem Fernsehsender Euronews. „An dem Tag der Einigung gehen wir zum UNO-Sicherheitsrat, und der Sicherheitsrat verabschiedet eine Resolution, die alle vorangegangenen Resolutionen beendet, und es wird keine Sanktionen mehr geben.“

Anfang April auf Eckpunkte für Abkommen geeinigt

Der Iran und die Gruppe der fünf UNO-Vetomächte und Deutschland hatten sich Anfang April auf Eckpunkte für ein Abkommen geeinigt, das dem Land die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, ihm aber die Möglichkeit nimmt, kurzfristig Nuklearwaffen zu entwickeln.

Die Vereinbarung sieht weitreichende Einschnitte beim Atomprogramm sowie eine deutliche Ausweitung der internationalen Kontrollen vor. Nach westlicher Lesart werden die Sanktionen erst dann aufgehoben, wenn die Kontrolleure dem Iran bescheinigen, dass er die vereinbarten Schritte umgesetzt hat.

„Es wird keine Etappen geben“

Sarif beharrte in dem Fernsehinterview darauf, dass es nicht um eine Aussetzung der Strafmaßnahmen gehen könne. „Es ist sehr klar, es wird keine Etappen geben, sie werden nicht nur suspendiert.“ Ungeachtet der Diskrepanz in den Darstellungen erklärte der Außenminister, dass die „politischen Entscheidungen schon getroffen worden sind“. „Jetzt liegt es an uns und unseren Kollegen, die technischen Teile des Abkommens zu regeln.“

Die Gespräche über das iranische Atomprogramm werden kommende Woche fortgesetzt, damit wie geplant bis Ende Juni ein endgültiges Abkommen mit Teheran erzielt werden kann.

Drei Tote bei Explosion vor US-Konsulat in Erbil

In der Nähe des US-Konsulats in der nordirakischen Stadt Erbil sind gestern bei der Explosion einer Autobombe mindestens drei Menschen getötet worden. Wie Behörden in der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion weiter mitteilten, gab es fünf Verletzte. Nach Angaben eines Polizeisprechers war zunächst unklar, ob ein Selbstmordattentäter den Anschlag verübte. Ebenfalls nicht klar war, ob die Bombe dem US-Konsulat galt, in dessen Umgebung es mehrere beliebte Cafes gibt.

Das US-Außenministerium würdigte die „schnelle Reaktion“ der kurdischen Regionalregierung. Außenamtssprecherin Marie Harf kündigte zugleich an, dass die USA bei den Ermittlungen zur Aufklärung des Vorfalls mit den kurdischen Behörden zusammenarbeiten würden.

In dem autonomen Kurdengebiet im Nordirak sind Bombenanschläge wesentlich seltener als in anderen Landesteilen. Die deutsche Bundeswehr lieferte im vergangen Herbst militärische Ausrüstung und Waffen samt Munition in das Gebiet. Seit September bilden deutsche Soldaten in Erbil kurdische Peschmerga für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus.

Giftgasangriffe: Video aus Syrien schockiert UNO

Ein emotionaler Bericht zu Giftgasangriffen in Syrien von Ärzten und Opfern hat am Donnerstag die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates tief bewegt. Ein Video, das Ärzte bei der Behandlung von speienden und nach Luft schnappenden Kindern zeigt, habe die Ratsmitglieder zu Tränen gerührt, sagte die UNO-Botschafterin der USA, Samantha Power, nach der Sitzung: „Wenn es Augen gab, die trocken blieben, habe ich sie nicht gesehen.“ Das Gas soll von Hubschraubern des syrischen Machthabers Baschar al-Assad abgeworfen worden sein. Die UNO will die Verantwortlichen nun zur Rechenschaft ziehen.

Mehr dazu in UNO-Ratsmitglieder „sichtlich bewegt“

Nebraska will Todesstrafe abschaffen

Das Parlament im US-Bundesstaat Nebraska hat sich für die Abschaffung der Todesstrafe ausgesprochen. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag mit 30 zu 13 Stimmen für ein entsprechendes Gesetz, wie das Parlament mitteilte.

Die Todesstrafe soll nach dem Willen der Abgeordneten durch lebenslange Haft ersetzt werden. Das soll auch für die elf bereits zum Tode verurteilten Häftlinge in Nebraska gelten.

Gouverneur legt Veto ein

Der republikanische Gouverneur Pete Ricketts kündigte umgehend sein Veto an. Die Todesstrafe sei „ein wichtiges Werkzeug für die öffentliche Sicherheit“. Die zum Tode verurteilten Häftlinge „haben die Strafe bekommen, die sie verdient haben“, schrieb Ricketts im Onlinedienst Twitter. „Sie haben nicht den Luxus verdient, den Rest ihres Lebens auf Kosten der Steuerzahler zu verbringen.“

Sollten die Mehrheitsverhältnisse in den kommenden Abstimmungsrunden Bestand haben, könnten die Parlamentarier das Gesetz aber trotz des Vetos von Gouverneur Ricketts durchsetzen.

Nachschubprobleme bei Giftspritzen

Bisher haben 18 US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft. Elf weitere Staaten verzichten zudem auf Hinrichtungen, ohne das Gesetz offiziell außer Kraft gesetzt zu haben. Viele Bundesstaaten, darunter auch Nebraska, können seit Längerem die für die Hinrichtungen benötigten Medikamente nicht mehr beschaffen, weil sich europäische Pharmafirmen weigern, die bisher verwendeten Mittel zu liefen.

Die US-Behörden griffen daher immer wieder auf nicht ausreichend erprobte Giftmischungen zurück. Das führte zu einer Reihe von qualvollen Pannen bei Hinrichtungen. Der US-Bundesstaat Utah führte als Reaktion auf die Nachschubprobleme Ende März das Erschießen als Hinrichtungsmethode wieder ein.

Inland

Sport

Erste Liga: Mattersburg lässt „Big Points“ liegen

Während die nicht aufstiegsberechtigten Lieferinger in der Ersten Liga offenbar mühelos Richtung Meistertitel steuern, treten die beiden Aufstiegsaspiranten Mattersburg und der LASK weiter auf der Stelle.

Nachdem die Linzer in Kapfenberg die bereits vierte Pleite in Folge kassiert hatten, ging auch Mattersburg im gestrigen Abendspiel in Innsbruck leer aus und verpasste damit die Riesenchance, sich acht Runden vor Schluss entscheidend abzusetzen.

Im Abstiegskampf kündigt sich unterdessen ein heißes Finish an. Zwischen dem Vierten Kapfenberg und Schlusslicht Hartberg liegen nur acht Punkte.

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Bundesliga: Salzburg bereit für Zielgerade

Trainer Adi Hütter vergleicht die letzten acht Bundesliga-Runden mit einem 400-Meter-Zielsprint, den seine Salzburger aus der Poleposition in Angriff nehmen. Vor dem Heimspiel heute gegen Wr. Neustadt kann er zudem auch wieder personell (fast) aus dem Vollen schöpfen.

Mit Christoph Leitgeb, Martin Hinteregger, Andre Ramalho, Takumi Minamino und Stefan Ilsanker kehren zuletzt gesperrte oder verletzte Leistungsträger zurück und geben den „Bullen“ einen echten Schub für die Zielgerade der Meisterschaft.

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Tennis: Djokovic trifft im Monaco-Halbfinale auf Nadal

Das Masters-1000-Turnier in Monte Carlo wartet im Halbfinale mit dem Schlager Novak Djokovic gegen Rafael Nadal auf. Der top gesetzte Serbe, der im Achtelfinale bereits Andreas Haider-Maurer keine Chance ließ, fegte gestern im Viertelfinale den Kroaten Marin Cilic mit 6:0 6:3 vom Platz. Nadal rang David Ferrer mit 6:4 5:7 6:2 nieder. Das zweite Semifinale bestreiten Tomas Berdych und Gael Monfils.

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Fußball: Arztrücktritt bringt Bayern in Turbulenzen

Dieser Ärger trifft den FC Bayern hart. Mitten in die Nachwehen der 1:3-Niederlage in der Champions League beim FC Porto erklärte der langjährige Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt seinen Rücktritt. Über den genauen Anlass des Abgangs der Vereinsikone kann vorerst nur spekuliert werden.

In einer ersten Begründung hatte Müller-Wohlfahrt, der sich im Dauerkonflikt mit Trainer Josep Guardiola befindet, gemeint, das für eine erfolgreiche medizinische Arbeit notwendige Vertrauensverhältnis sei „nachhaltig beschädigt“. Details wollte der 72-Jährige - noch - nicht nennen.

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Wirtschaft

Bericht: Griechenland plant Milliarden-Deal mit Russland

Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland will nach Informationen von Spiegel Online durch ein Energieabkommen mit Russland bis zu fünf Milliarden Euro einnehmen. Das Geld solle in Form einer Vorauszahlung für die geplante Pipeline Turkish Stream fließen. Sie soll russisches Gas über die Türkei und Griechenland nach Europa bringen. Die Höhe der Vorauszahlung werde mit drei bis fünf Milliarden Euro angegeben, schrieb das Onlinemedium gestern.

Ein hochrangiger Beamter der griechischen Regierungspartei Syriza, der direkt mit dem Vorgang vertraut sei, habe gesagt: Der Deal könne für Griechenland „das Blatt wenden“. Das Land steht derzeit in zunehmend angespannten Verhandlungen mit Europa und dem IWF über die Freigabe weiterer Rettungskredite.

Das Abkommen mit Russland solle voraussichtlich kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Über das Vorhaben sei in Moskau während des Besuchs von Regierungschef Alexis Tsipras und Energieminister Panagiotis Lafazanis beraten worden.

Die Mittel aus Russland stellten eine Vorauszahlung auf zukünftige Gewinne dar, die Griechenland durch die Transitgebühren einnehmen könne. Die Pipeline werde voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen. Dann anfallende Einnahmen für die Griechen würden mit der Vorauszahlung verrechnet.

Heta: Weltbank überlegt Klage wegen Schuldenschnitts

Die Weltbank prüft eine Klage wegen des Schuldenschnittes bei der Hypo-Abbaueinheit Heta, hat die ZIB gestern Abend berichtet. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) bestätigte, dass die Weltbank Nachranganleihen hält - und fragte sich gleichzeitig, wie die Weltbank auf eine kleine Kärntner Bank gekommen sei. Es sei jedenfalls legitim, wenn die Weltbank eine Klage prüfe, so Schelling.

Bei der Frühjahrstagung der Weltbank in Washington war heuer auch die Hypo Thema.

„Swiss Leaks“: Grünen-Kritik an Finanzministerium

Das Finanzministerium von Ressortleiter Hans Jörg Schelling (ÖVP) spielt in einer Anfragebeantwortung an die Grünen rund um Namen von Österreichern im Skandal der Schweizer HSBC-Tochter den Ball an Frankreich weiter.

Aufgrund der EU-Amtshilferichtlinie hätten die Daten ohne heimisches Ersuchen von Frankreich spontan übermittelt werden müssen, heißt es in der Beantwortung.

Daten am 10. April in Wien eingetroffen

Die Daten trafen am 10. April auf Basis eines Amtshilfeansuchens vom Februar aus Frankreich, wo in der Causa „Swiss Leaks“ seit 2009 ermittelt wurde, ein. Diese „werden nunmehr zentral ausgewertet und in der Folge den Finanzämtern zur weiteren abgabenrechtlichen oder finanzstrafrechtlichen Veranlassung übermittelt“, so das Finanzministerium.

Grüne kritisieren langes Abwarten

Der grüne Budgetsprecher Bruno Rossmann stört sich trotz der nunmehr eingelangten Daten aber an der langen Dauer, bis Österreich ein Amtshilfeansuchen stellte. Laut einem Vorausbericht des Magazins „News“ handelt es sich um 513 Dateien. Den Oppositionspolitiker ärgert auch, dass in der Anfragebeantwortung auf eine spontane Datenübermittlung aus Frankreich, die eben nicht erfolgt sei, verwiesen wird.

„Es ist doch allgemein bekannt, dass die freiwillige Zusammenarbeit in Steuerfragen in Europa ganz schlecht funktioniert. Das ist im Finanzministerium bekannt, für mich ist diese Antwort ein Skandal“, so Rossmann. „Ganz typisch kommt durch diese Antwort zum Ausdruck, dass Österreich eines jener Länder ist, das Steuerhinterzieher solange es geht schützt.“

ÖBB steigerten Ergebnis um 68 Prozent

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben 2014 ihr Konzernergebnis deutlich gesteigert. Die ÖBB hätten in allen wesentlichen Unternehmensteilen, also im Güterverkehr, im Personenverkehr und im Busgeschäft, erstmals die Kapitalkosten verdient, so ÖBB-Chef Christian Kern gestern bei der Pressekonferenz im neuen ÖBB-Hauptquartier beim Hauptbahnhof in Wien. Er kündigte unter anderem eine Digitialisierungsoffensive für Züge und Bahnhöfe an.

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Chronik

Bergsteiger Koblmüller in Georgien verunglückt

Ein tragisches Alpinunglück hat sich in Georgien ereignet: Der oberösterreichische Extrembergsteiger Edi Koblmüller starb bei einer Skitour mit einer Gruppe, die er führte. Er war bei einer der Tourteilnehmerinnen geblieben, um ihr zu helfen, und hatte die anderen Tourengeher vorausgeschickt. Diese erreichten laut Medienberichten rechtzeitig eine Hütte, bevor ein Schneesturm aufzog. Koblmüller und die Frau erfroren im Sturm.

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Westbahnhof Wien: Polizeieinsatz nach Bombendrohung

Eine telefonische Bombendrohung hat gestern zu einem Großeinsatz auf dem Wiener Westbahnhof geführt. Ein Anrufer hatte angegeben, dass sich auf dem Westbahnhof eine Bombe befinde, sagte Polizeisprecherin Michaela Rossmann der APA. Bombe wurde keine gefunden, jedoch ein herrenloser Koffer und ein verdächtiges Sackerl, beides stellte sich als harmlos heraus. Der Einsatz wurde gegen 19.00 Uhr beendet.

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Steppenbrände in Sibirien breiten sich weiter aus

Trotz intensiver Löscharbeiten haben sich die verheerenden Wald- und Steppenbrände in Sibirien weiter ausgebreitet. Das Flammenmeer habe eine Fläche von insgesamt mehr als 1.700 Quadratkilometern erfasst, teilte das Umweltministerium in Moskau gestern mit. Rund 5.000 Helfer waren im Einsatz.

15 Löschflugzeuge und 80 Hubschrauber

Ein Förster sei beim Löscheinsatz im Baikal-Gebiet mehr als 5.000 Kilometer östlich von Moskau ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Insgesamt starben bisher etwa 30 Menschen im Feuer oder an Rauchvergiftung. Tausende haben ihre Wohnungen verloren. Das Verteidigungsministerium stellte 15 Löschflugzeuge und 80 Hubschrauber bereit, wie ein Behördensprecher der Agentur TASS sagte.

Unkontrolliertes Abbrennen als Ursache

Die meisten der insgesamt mehr als 100 Brandherde befinden sich den Angaben zufolge in der Baikal-Region. Weitere Feuer wüten unter anderem in den Teilrepubliken Burjatien, Tuwa und Altai.

Nahezu alle Feuer seien aus menschlichem Verschulden ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Forstbehörde. Im Frühling kommt es in Sibirien jedes Jahr zu Bränden mit großen Schäden. Agrarbetriebe und Bauern brennen nach offiziellen Angaben oft unkontrolliert Steppengras ab, um Felder für das Pflügen und die Aussaat vorzubereiten.

Science

Wie Albert Einstein zum Weltweisen wurde

Vor 60 Jahren, am 18. April 1955, ist Albert Einstein gestorben. Er war Pazifist, Kosmopolit und intellektueller Revolutionär. Für manche ist er gar der größte Physiker aller Zeiten. Fest steht: Einstein hat die Grenzen der Wissenschaft mehrfach verschoben - ohne sein Werk wäre unser Weltbild ein anderes.

Wie es dazu kam, erläutern die beiden Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn und Alexander Blum in einem ORF.at-Interview. Stationen des Gesprächs: Einsteins Ikonenstatus, seine Zufallsaversion und sein Verhältnis zu Gott.

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Religion

Bewegende Trauerfeier für Germanwings-Opfer

Mit einer bewegenden Trauerfeier im Kölner Dom ist gestern der 150 Toten des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen gedacht worden. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck beschwor dabei die Verbundenheit mit den Angehörigen der Opfer. An dem ökumenischen Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt nahm die komplette deutsche Staatsspitze teil.

Mehr als 500 Hinterbliebene saßen unter den 1.400 Gästen in Deutschlands größter Kirche. Im Kölner Dom standen auf der Treppe zum Altar 150 weiße Kerzen für die Opfer der Katastrophe am 24. März, als zu Mittag die Trauerfeier mit einem ökumenischen Gottesdienst begann.

Neben Gauck waren unter anderen auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) und Regierungsvertreter aus Frankreich und Spanien nach Köln gekommen. Die Feierlichkeiten im Dom wurden auf eine Großleinwand auf dem Vorplatz des benachbarten Hauptbahnhofs sowie in eine nahe gelegene Kirche übertragen.

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Kultur

Song Contest

Leute

Warten auf „royales Baby“ in London: Fans postieren sich

Vor der Niederkunft Herzogin Kates haben sich vor dem St.-Mary’s-Krankenhaus in London die ersten Royal-Fans niedergelassen. Die Ehefrau von Prinz William soll im privaten Lindo Wing der Klinik im Londoner Stadtteil Paddington in den nächsten Tagen ihr zweites Kind zur Welt bringen. Sie selbst hatte die zweite April-Hälfte als wahrscheinlichen Geburtszeitraum genannt.

Bereits am Donnerstag waren Plätze für Fotografen und Kameraleute abgesperrt worden. Viele Fans hatten sich ganz in die britischen Farben blau, weiß und rot gehüllt. Der Rummel ist deutlich kleiner als vor knapp zwei Jahren, als Kates und Williams erster Sohn George geboren wurde. Damals campierten Fans bis zu drei Wochen vor dem Krankenhaus.