Letzte Meldung

Ausland

Amnesty meldet starken Anstieg von Todesurteilen

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat im vergangenen Jahr weltweit mehr Todesurteile, aber weniger Hinrichtungen gezählt.

Insgesamt dokumentierte Amnesty in einem heute veröffentlichten Bericht 607 Exekutionen in 22 Staaten, die meisten davon im Iran. Die Organisation gab für das Land als offizielle Zahl 289 Hinrichtungen an, zu denen mindestens 454 weitere hinzukämen, die von den iranischen Behörden nicht bestätigt worden seien.

Mindestens 90 Exekutionen gab es laut den Angaben in Saudi-Arabien, mindestens 61 im Irak und 35 in den USA.

Mehr Hinrichtungen in China als in allen anderen Ländern zusammen

Allerdings habe China wie in den Jahren zuvor vermutlich auch im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen hingerichtet als der Rest der Welt zusammen, erklärte Amnesty weiter. Es sei von Tausenden Fällen auszugehen, genaue Angaben seien wegen der Geheimhaltungspolitik der kommunistischen Führung aber nicht möglich. Das gelte auch für Nordkorea.

Die Zahl der dokumentierten Exekutionen ging den Angaben zufolge im Vergleich zum Jahr 2013 um 22 Prozent zurück. Die Zahl der bekanntgewordenen Todesurteile sei indes gegenüber dem Vorjahr um 500 auf 2.466 gestiegen. Der Anstieg sei unter anderem auf Massenverurteilungen in Zusammenhang mit den politischen Spannungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen in Ägypten und Nigeria zurückzuführen.

„Beschämend, dass Regierungen Todesstrafe rechtfertigen“

„Regierungen, die mit der Todesstrafe Verbrechen bekämpfen wollen, betrügen sich selbst“, erklärte Amnesty. Es gebe „keine Belege dafür, dass die Todesstrafe mehr abschreckt als andere Strafen“. Gerade angesichts der von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) ausgehenden Gewalt sei es „beschämend, dass einige Staaten die Todesstrafe als Mittel gegen Terrorismus rechtfertigen“.

Sarkzoy in Finanzaffäre von U-Richtern befragt

Wegen einer Finanzaffäre ist Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy heute von Untersuchungsrichtern befragt worden. Der konservative Oppositionsführer wurde in der Früh, nur wenige Tage nach dem Sieg seiner Partei UMP bei den Departementswahlen, mit einer schwarzen Limousine zu einem Pariser Gerichtsgebäude gebracht, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Strafzahlung von UMP übernommen

In der Finanzaffäre geht es um eine Strafzahlung, die Sarkozy wegen der Überziehung seines Wahlkampfbudgets des Jahres 2012 hätte leisten müssen, die aber von der UMP beglichen wurde. Die Übernahme der Strafe in Höhe von mehreren hunderttausend Euro ist nicht zulässig.

In der Affäre wurde Anfang Februar der frühere Parteivorsitzende Jean-Francois Cope formell beschuldigt. Ihm wird Untreue zur Last gelegt. Die bereits seit geraumer Zeit geplante Befragung war zuvor mehrfach verschoben worden.

Die Affäre könnte auch Sarkozy gefährlich werden, der sich Hoffnungen auf eine Rückkehr in den Elysee-Palast bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2017 macht. Der Sieg seines konservativ-bürgerlichen Lagers bei den landesweiten Departementswahlen am Sonntag stärkte seine Chancen, in zwei Jahren als Kandidat der Konservativen anzutreten.

Vereinte Nationen haben Jemen verlassen

Wegen der Kämpfe im Jemen haben die Vereinten Nationen ihr gesamtes ausländisches Personal aus dem Bürgerkriegsland abgezogen. Die etwa 100 internationalen Mitarbeiter hätten das Land verlassen, sagte ein UNO-Sprecher gestern in New York. Auch UNO-Sonderbotschafter Jamal Benomar sei abgeflogen.

Die Operation habe bereits am Wochenende begonnen, gestern seien die letzten 13 Mitarbeiter ausgereist. „Sie gehen zurück, sobald die Situation es zulässt“, sagte der Sprecher. Derzeit würden lokale UNO-Helfer versuchen, die Arbeit zu bewältigen.

Militärallianz: Bodenoffensive derzeit nicht notwendig

Nach Einschätzung der im Jemen gegen die Huthi-Rebellen vorgehenden Militärkoalition ist derzeit keine Bodenoffensive notwendig. Ein saudi-arabischer Sprecher der von Riad angeführten Allianz sagte gestern vor Journalisten, für eine „Landintervention“ gebe es derzeit keinen Anlass. Die Lage könne sich gleichwohl „jederzeit“ ändern, fügte Brigadegeneral Ahmed Assiri hinzu.

Vor knapp einer Woche hatten Saudi-Arabien und mehrere arabische Verbündete in dem Konflikt im benachbarten Jemen militärisch eingegriffen. Dort kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen gegen die Führung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, der sich mittlerweile in Saudi-Arabien aufhält. Zuletzt war die Miliz immer weiter auf die südliche Stadt Aden vorgerückt.

Assiris Angaben zufolge fliegt die Allianz unter anderem Luftangriffe im Norden von Aden, um die Huthi-Rebellen am Vorrücken zu hindern. Ähnliche Einsätze im Norden des Landes sollen verhindern, dass sich die Aufständischen der saudi-arabischen Grenze nähern. Marineschiffe blockieren demnach außerdem die Seewege.

Athen: Einigung mit Geldgebern kommende Woche

Optimismus in Athen: Die griechische Regierung rechnet in den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern über die erhofften Finanzhilfen mit einer zügigen Einigung.

„Ich halte es für sicher, dass wir kommende Woche abschließen werden“, sagte Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis heute im griechischen Fernsehen.

Geldgeber: Ministerien seit Wochen nicht kooperationsbereit

Am Vorabend hatte Regierungschef Alexis Tsipras bei einer Sondersitzung seine für Finanzen zuständigen Minister aufgefordert, die Kooperation mit den Kontrolleuren der Geldgeber zu intensivieren.

Wie die griechische Presse übereinstimmend berichtete, bemängeln die Experten der Geldgeber, dass viele Ministerien seit Wochen keine Kooperationsbereitschaft zeigen und keine belastbaren Fakten vorlegen. Heute befasst sich die Arbeitsgruppe der Euro-Gruppe mit dem Problem Griechenland.

Hartes Warten auf nächste Tranche

Athen braucht dringend die nächste Tranche der Finanzhilfe der internationalen Geldgeber von 7,2 Milliarden Euro. Die Links-rechts-Regierung braucht aber dazu das grüne Licht der Kontrolleure der Geldgeber aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB). Athen hat dazu eine Reformliste vorgelegt. Diese hat aber die Kontrolleure nicht befriedigt.

Ukraine: Poroschenko und Merkel für baldiges Vierertreffen

Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich bei einem Telefonat für ein neues Vierertreffen zur Lösung des Konflikts im Donbass ausgesprochen. Das teilte die Präsidialverwaltung in Kiew heute mit.

In den nächsten Tagen sollten die Außenminister der Ukraine, Deutschlands, Frankreichs und Russlands über die Umsetzung des Minsker Friedensplanes beraten. Ein Termin wurde nicht genannt.

„Die von Russland unterstützten Kämpfer müssen die Feuerpause einhalten und alle Punkte der Minsker Vereinbarungen erfüllen einschließlich der Freilassung der Geiseln“, hieß es in der Mitteilung der Präsidialverwaltung. Die weiteren Schritte für die Umsetzung des Minsker Abkommens von Mitte Februar sollten heute bei Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe erörtert werden.

Irak: Tikrit aus der Hand des IS befreit

Die irakische Armee hat einen wichtigen Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) errungen. Ministerpräsident Haidar al-Abadi erklärte gestern, die wichtige Stadt Tikrit sei aus der Hand der Islamisten befreit worden. Rund zehn Monate hatten diese die Stadt besetzt.

Die Großoffensive der Armee gemeinsam mit schiitischen Milizen war vor rund vier Wochen gestartet worden. Nach anfänglichen Erfolgen stockte der Vormarsch - und die heikle Zusammenarbeit drohte zu zerbrechen: Die mit dem Iran verbündeten Schiitenmilizen wehrten sich gegen die Luftunterstützung der USA.

Mehr dazu in „Vollständig unter Kontrolle“

Inland

Hypo-U-Ausschuss: Ein Blick hinter die Kulissen

Im Parlament befinden sich die Vorbereitungen für den nach Ostern beginnenden Hypo-Untersuchungsausschuss auf der Zielgeraden. Im Lokal VI, in dem die Sitzungen stattfinden werden, wird noch das eine oder andere Kabel verlegt.

Hochbetrieb herrscht rund um das „Kompetenzzentrum/Registratur“, in dem kilometerhohe Aktenberge zu Einsichtnahme aufbereitet werden müssen - und das unter Beachtung aller möglichen Regeln in puncto Geheimhaltung. Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), die Vorsitzende im Hypo-U-Ausschuss, gewährte den Medien einen Blick hinter die Kulissen.

Mehr dazu in Letzter Schliff für den Sitzungssaal

Militärmusik stark verkleinert

Kaum eine Sparidee im Bundesheer hat in der Öffentlichkeit mehr Aufregung verursacht als die Verkleinerung der Militärmusik. Das jetzt beschlossene Modell sieht zwar weiterhin in jedem Bundesland Militärkapellen vor - allerdings verkleinert. Viele Stücke können daher die ab 1. Juli nur noch 20 Musiker pro Kapelle gar nicht mehr spielen. Ungeschoren bleibt nur die Gardemusik in Wien. Die Unzufriedenheit ist groß.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Vorratsdaten: Mikl-Leitner will über Wiedereinführung reden

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) würde gerne über die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung reden, eventuell auch als nationalen Alleingang ohne eine EU-Regelung. Es wäre „klug, wenn wir hier in Österreich diese Diskussion starten würden“, sagte sie gestern in der ZIB2. Für die Ermittlungsarbeit würde das „Vorteile“ bringen, „weil es darum geht, Spuren zu sichern“.

Auf EU-Ebene, wo der EuGH die ursprüngliche Richtlinie aufgehoben hatte, werde das Thema derzeit „auf die lange Bank“ geschoben. Mit Verweis auf Deutschland, wo wiederholt ein nationaler Alleingang ventiliert wurde, fände sie es aber angebracht, über eine österreichische Lösung nachzudenken.

Mit dem jüngst präsentierten Entwurf für das Staatsschutzgesetz habe das nicht direkt zu tun, betonte die Innenministerin, die Vorratsdatenspeicherung sei schließlich im Telekommunikationsrecht zu Hause. „Aber ich gebe zu, dass eine Vorratsdatenspeicherung natürlich für die Ermittlungsarbeit Vorteile bringt.“

Steuern: Leitl pocht auf „Lösungen“ für Gastronomie

Wirtschaftsbund-Chef und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl pocht auf Nachverhandlungen der Steuerreform. Er hätte im ÖVP-Parteivorstand gegen das Paket gestimmt, wenn ihm dort nicht „Lösungen“ versprochen worden wären, um die Wirtschaft vor Belastungen zu bewahren, bekräftigte er gestern Abend im ORF-„Report“. Er erwarte sich jetzt, dass diese „Zusage eingehalten wird“.

Im Wirtschaftsflügel der ÖVP rumort es angesichts von Gegenfinanzierungsmaßnahmen wie etwa der Registrierkassenpflicht, von der sich die Regierung weniger Steuerbetrug und somit mehr Einnahmen erhofft. Er sei zum ÖVP-Parteivorstand „hingegangen und habe begründet, warum ich nicht zustimmen kann“, so Leitl. Im Vorstand seien seine „Argumente“ akzeptiert worden, weswegen er letztlich unter dem Vorbehalt von Verhandlungen dafür gestimmt habe.

Ob letztlich die Wirtschaftsbund-Mandatare der ÖVP im Nationalrat die Steuerreform ablehnen könnten, will Leitl der Regierung nicht als explizite Rute ins Fenster stellen. „Meine Parlamentarier wissen selbst, was zu tun ist“, sagte er nur.

Chronik

Airbus-Absturz: Lufthansa wusste von Depression

Der Kopilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Lufthansa bereits während seiner Ausbildung von einer vorausgegangenen Depression informiert. Das teilte das Unternehmen gestern in einer Erklärung mit.

Der Kopilot habe der Verkehrsfliegerschule im Jahr 2009 in Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner für mehrere Monate unterbrochenen Pilotenausbildung medizinische Unterlagen übersandt, in denen von einer „abgeklungenen schweren depressiven Episode“ die Rede gewesen sei. „Im Anschluss wurde dem Kopiloten die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt“, hieß es in der Lufthansa-Mitteilung.

Mehr dazu in Ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt

Gendarmerie dementierte Berichte über Video

Die französische Gendarmerie dementierte unterdessen Berichte, wonach ein Video über die letzten Augenblicke an Bord der Germanwings-Airbus vor dem Absturz aufgetaucht sei. Die Gendarmerie bezeichnete entsprechende Angaben des Magazins „Paris Match“ und der „Bild“-Zeitung als „vollkommen falsch“.

Auf der Website von „Paris Match“ hieß es, auf dem nur wenige Sekunden dauernden Video seien keine Menschen zu erkennen, aber „O mein Gott“-Rufe in mehreren Sprachen zu hören. „Paris Match“ und „Bild“ zufolge stammt das Video von einem am Absturzort gefundenen Handy.

Der Vertreter der Gendarmerie, Jean-Marc Menichini, bestritt die Angaben in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN. Die Ermittler hätten die am Absturzort gefundenen Handys noch nicht ausgewertet. Die Geräte würden im Zuge weiterer Untersuchungen an ein spezialisiertes Institut in Rosny-sous-Bois bei Paris geschickt.

Komplizin von Kindermörder Dutroux zieht zu Ex-Richter

Die frühere Ehefrau und Komplizin des belgischen Kindermörders Marc Dutroux erhält ein neues Zuhause bei einem pensionierten Richter. Er habe in seinem Haus genügend Platz und wolle Michelle Martin eine Einliegerwohnung und die Chance auf Resozialisierung bieten, sagte der frühere Richter von Namur, Christian Panier, gestern dem Fernsehsender RTBF.

Martin war im Jahr 1996 festgenommen worden. 2004 wurde sie wegen Beihilfe bei der Entführung von sechs Mädchen, von denen vier getötet wurden, zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. 2003 hatte sie sich von Dutroux scheiden lassen. Dieser verbüßt eine lebenslange Haftstrafe.

Der pensionierte Richter erklärte, nach 30 Jahren bei der Justiz und nachdem er viele Verurteilte jahrelang ins Gefängnis geschickt habe, sei er der Ansicht, „dass es die Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist, die den Unterschied zwischen einer Justiz der Rache und einer zivilisierten Justiz ausmacht“.

Martin lebt seit Ende August 2012 in einem Kloster im wallonischen Malonne bei Namur. Ihre dortige Unterbringung war eine der Auflagen für ihre vorzeitige Haftentlassung. Die Nonnen wollen aber nach Brüssel umziehen und Martin nicht mitnehmen. Martin hatte seither vergeblich versucht, in Klöstern in Italien und Frankreich unterzukommen.

Taifun bedroht Philippinen am Osterwochenende

Ein starker Taifun tobt im Pazifik und bedroht die Philippinen. Das Unwetter könnte den Inselstaat am Osterwochenende erreichen, wie die Wetterbehörde heute mitteilte.

Taifun „Maysak“ wirbelte bereits mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h. Taifun „Haiyan“, der im November 2013 wahrscheinlich mehr als 7.000 Menschenleben auf den Philippinen forderte, war mit Spitzenböen von mehr als 300 km/h an Land gekommen.

Die Nordostküste müsse sich auf schwere See und heftigen Regen vorbereiten, warnte die Behörde. Der Taifun wirbelte heute mehr als 100 Kilometer vor der Küste von Guiuan in den Zentralphilippinen. Er dürfte am Wochenende die nördlichen Inseln erreichen. Erschwert wurden die Vorbereitungen, weil Ostern in dem katholischen Land die wichtigste Reisesaison ist. Millionen Menschen verbringen das Fest bei ihren Familien auf dem Land.

Sport

Fußball: Niederlande feiern Prestigesieg gegen Spanien

Nach den Enttäuschungen in der EM-Qualifikation hat der WM-Dritte Niederlande gestern Abend in einem Testspiel einen Prestigesieg gefeiert. Die „Oranje“-Auswahl schlug Ex-Weltmeister und Europameister Spanien in Amsterdam mit 2:0.

Keinen Sieger gab es im zweiten Länderspielschlager des Abends zwischen Italien und England. Für Portugal setzte es ohne Superstar Cristiano Ronaldo hingegen eine Blamage.

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Eishockey: Capitals nach Krimi in Linz im Finale

Die Vienna Capitals haben gestern in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) den Finaleinzug fixiert. Die Wiener setzten sich im fünften Spiel der „Best of seven“-Serie bei den Black Wings Linz in der Verlängerung durch und entschieden die Serie mit 4:1 für sich.

Es war das dritte Duell der beiden Teams, das erst in der Overtime entschieden wurde. Im Endspiel treffen die Caps nun auf Red Bull Salzburg, das bereits zuvor mit einem „Sweep“ den KAC ausgeschaltet hatte.

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IT

Google kündigt Computer in USB-Stick-Größe an

Mit einem Ministick will der US-Internetriese Google jeden modernen Bildschirm in einen Computer verwandeln. Der Chromebit - ein Gemeinschaftsprojekt mit dem taiwanesischen PC-Hersteller Asus - solle im Sommer für weniger als hundert Dollar (93 Euro) auf den Markt kommen, kündigte Google gestern in einem Blogeintrag an.

Der Chromebit sei „kleiner als ein Schokoriegel“, aber ein „vollwertiger Computer“. Der Ministick könne einfach in einen HDMI-Anschluss gesteckt werden und so „jeden Bildschirm“ zu einem Computer machen.

Chromebit sei „perfekt“ für das Büro, aber auch „wirklich nützlich“ für Schulen und Unternehmen, erklärte Google weiter. Einem Sprecher zufolge lässt sich über Bluetooth auch eine Tastatur beispielsweise an einen Fernseher anschließen, der durch den neuen Computerstick in einen PC verwandelt werde.

Wirtschaft

EU-Bankenaufsicht: Limits für Kauf von Staatsanleihen

Die Chefin der europäischen Bankenaufsicht, Daniele Nouy, hat sich für strikte Obergrenzen beim Kauf von Staatsanleihen durch Banken ausgesprochen.

„Banken dürfen einem einzelnen Schuldner nicht mehr Geld leihen als höchstens ein Viertel ihres Eigenkapitals. Das wäre auch eine sinnvolle Größenordnung für Staatsanleihen“, sagte die Chefin der bei der Europäischen Zentralbank angesiedelten Behörde.

Grenzen wie „für jeden anderen Kredit“

„Für Staatsanleihen sollten Großkreditgrenzen gelten, so wie für jeden anderen Kredit auch“, so Nouy in einem im Voraus veröffentlichten Interview des „Handelsblatts“ (Mittwoch-Ausgabe). „Da die Eurozone aus 19 Mitgliedstaaten besteht, haben die Banken genug Möglichkeiten, um ihre Staatsanleihebestände breit zu streuen“, sagte Nouy. Zuletzt hatten Forderungen nach einem Ende der regulatorischen Sonderbehandlung für europäische Staatsanleihen zugenommen.

Berlin für strengere Vorschriften

Die deutsche Regierung stellt sich nach „Handelsblatt“-Informationen hinter den Vorstoß. „Großkreditgrenzen wären eine gute Vorstufe zu künftigen Eigenkapitalanforderungen“, hieß es in Berliner Regierungskreisen.

Deutschland unterstütze eine graduelle und langfristige Anpassung der regulatorischen Vorschriften für Staatsanleihen, teilte das deutsche Finanzministerium auf Anfrage des „Handelsblatts“ mit. So hatte Präsident Jens Weidmann zuletzt sowohl Obergrenzen als auch eine Unterlegung von Staatsanleihen mit Eigenkapital gefordert.

Generalstreik legte Argentinien lahm

Ein Generalstreik gegen die schleichende Steuerprogression hat Argentinien gestern weitgehend lahmgelegt. Busse und Züge standen still, Flugzeuge blieben auf dem Boden. Auch die Banken und viele Geschäfte blieben geschlossen. Demonstranten blockierten zudem Hauptverkehrsstraßen um die Millionenmetropole Buenos Aires, berichtete der staatliche Nachrichtensender TN.

In der Industrie kam es zu Arbeitsausfällen, weil viele Angestellte wegen fehlender Transportmöglichkeiten zu Hause blieben. Drei in Opposition zur Regierung stehende Gewerkschaftsverbände hatten zu dem 24-stündigen Ausstand aufgerufen. Sie wollten eine Erhöhung des Freibetrags bei Löhnen und Gehältern durchsetzen, auf den keine Lohnsteuer zu zahlen ist.

Kabinettschef Anibal Fernandez sagte jedoch, von der Lohnsteuer seien nur knapp zehn Prozent der Besserverdienenden betroffen. Die Gewerkschaften kündigten weitere Kampfmaßnahmen an.

Religion

Mehr Bewegung und weniger Pasta für den Papst

Die Ärzte im Vatikan raten dem Papst zu einem gesünderen Lebensstil mit Diät und mehr Bewegung. Seit Beginn des Pontifikats habe Franziskus zugenommen, dadurch verschlimmere sich sein Ischiasleiden. Die Ärzte hätten in der letzten Zeit Franziskus öfters aufgefordert, sich mehr zu bewegen und lediglich zweimal pro Woche Pasta zu essen. Franziskus sei jedoch eher „undiszipliniert“ und gönne sich fast täglich einen Teller Nudeln.

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Kultur

Kanadische Sängerin Joni Mitchell in Spital gebracht

Die kanadische Sängerin Joni Mitchell (71, „Big Yellow Taxi“) ist gestern in Los Angeles ins Krankenhaus gebracht worden. „Joni ist in eine Klinik eingewiesen worden“, hieß es in einer Mitteilung auf der Website der Künstlerin. „Wir warten auf eine offizielle Stellungnahme zu ihrem Zustand.“ Das US-Promiportal TMZ.com berichtete, es habe zuvor einen Notruf gegeben.

Die 71-Jährige hatte dem „Billboard“-Musikmagazin im Dezember von schweren gesundheitlichen Problemen erzählt. Sie leide an einer besonderen Form von Hautkrankheit, die es ihr praktisch unmöglich mache, zu singen, aufzutreten oder Musik aufzunehmen.

Mitchell war in den 70er Jahren eine der einflussreichsten Singer-Songwriterinnen, unter anderem schrieb sie mit dem Song „Woodstock“ für Crosby, Stills, Nash & Young die Hymne auf das legendäre Festival. Im Laufe ihrer Karriere hat Mitchell mehrere Grammys gewonnen und wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Ägyptisches Museum in Turin neu eröffnet

Nach dreieinhalb Jahren Renovierungsarbeiten ist das umgestaltete Ägyptische Museum in Turin eröffnet worden. Italiens Kulturminister Dario Franceschini gab gestern den Startschuss für die Eröffnung der neuen Ausstellungsräume, die für etwa 50 Millionen Euro renoviert worden waren.

„Ich bin sicher, dass dies ein großer Erfolg in Italien und in aller Welt wird“, sagte Franceschini laut Nachrichtenagentur ANSA. „Es ist eine großartige Sammlung, das wussten wir bereits, mit einer nun sehr viel moderneren Gestaltung.“

Etwa 6.500 Objekte werden in dem renommierten Museum ausgestellt, das als eine der weltweit größten Sammlungen dieser Art gilt. „Das ist ein außergewöhnlicher Tag für uns, wir sind sehr stolz, dass wir den Zeitplan und die Kosten einhalten konnten“, sagte Evelina Christillin, die Präsidentin des Museo Egiziano. Die planmäßige Neueröffnung sei ein großes Ziel gewesen.

Leute

Bericht: Ältester Mensch der Welt gestorben

Der älteste Mensch der Welt, die Japanerin Misao Okawa, ist tot. Sie starb gestern Früh (Ortszeit) im Alter von 117 Jahren in einem Altersheim in Osaka, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Okawa nahestehende Quellen berichtete.

Die 1898 geborene Okawa hatte in drei Jahrhunderten gelebt. Sie war vom Guinness-„Buch der Rekorde“ im Februar 2013 zunächst mit damals 114 Jahren als älteste Frau der Welt registriert worden. Seit August desselben Jahres galt sie mit 115 Jahren als fortan ältester Mensch der Erde.