Ausland

30 Jahre Haft wegen Anschlagsplänen in Oregon

Ein aus Somalia stammender US-Bürger ist wegen der Planung eines Bombenanschlags von einem Gericht im US-Bundesstaat Oregon zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte gestern eine Gerichtssprecherin mit. Die Anwälte des 23-jährigen Mohamed Osman Mohamud hatten für eine geringere Strafe plädiert. Der Richter hätte auch lebenslange Haft verhängen können.

Mohamud war bereits 2013 wegen der Terrorplanungen in Portland schuldig gesprochen worden, nun folgte das Strafmaß. Der damals 19-jährige Student war im November 2010 festgenommen worden. Bei einer Weihnachtsfeier mit Tausenden Besuchern wollte er eine Autobombe zünden.

Der Sprengsatz sollte in der Innenstadt von Portland explodieren, als dort traditionell die Lichter eines Christbaums angezündet wurden. Die Bombe war allerdings nur eine von verdeckten FBI-Agenten präparierte Attrappe. Die Bundespolizei hatte den Studenten seit langem überwacht. Er sei den Sicherheitsbehörden bereits 2009 aufgefallen, als der junge Mann Verbindungen nach Pakistan unterhielt, hieß es damals.

Hongkong: Demonstranten drohen mit Hausbesetzungen

Bei den Protesten für mehr Demokratie in Hongkong haben Studentenführer mit der Besetzung von Regierungsgebäuden gedroht, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Hongkongs Regierungschef Leung Chun Ying müsse bis heute zurücktreten, verlangte gestern Lester Shum, Vizegeneralsekretär der Studentenvereinigung.

„Da die Regierung die Polizei angewiesen hat, 87 Geschoße mit Tränengas bei den Protesten abzufeuern, gibt es keinen Raum für Dialog“, sagte Shum über Leung. „Wenn er bis morgen nicht zurückgetreten ist, werden wir unsere Aktionen verschärfen, wie etwa mehrere wichtige Regierungsgebäude besetzen.“

Digitale Attacken

Auf den Straßen übt die Polizei gegenüber den Demonstranten in Hongkong nach der Eskalation am Wochenende unterdessen weitgehend Zurückhaltung, im Hintergrund wird jedoch offenbar die Gangart verschärft. Wie zuletzt bekanntwurde, zielt ein seltener und offenbar mächtiger Trojaner auf die Mobiltelefone der Demonstranten ab.

Die Angreifer könnten damit „praktisch alle Informationen“ mitlesen, berichtete ein amerikanisches Sicherheitsunternehmen. Die Proteste werden hauptsächlich über Soziale Netzwerke und Apps organisiert. Als Urheber des Trojaners werden chinesische Regierungsstellen vermutet. In China selbst unternehmen die Behörden unterdessen praktisch alles, um möglichst wenige Informationen aus Hongkong durchdringen zu lassen.

Mehr dazu in Experten: Bisher raffiniertester iOS-Angriff

Vorgezogene Parlamentswahl in Grönland

Grönlands Regierung ist an einem Streit über eine Spesenaffäre von Ministerpräsidentin Aleqa Hammond zerbrochen. Ein Sprecher kündigte für den 28. November vorgezogene Parlamentswahlen an, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau gestern berichtete.

Zuvor waren vier Regierungsmitglieder der Zweiparteienkoalition aus Protest gegen die Regierungschefin zurückgetreten. Die Sozialdemokratin hatte sich 2013 für Flugreisen und Hotelunterkünfte für ihre Familie aus der Staatskasse bedient und das Geld erst nach mehreren Mahnungen über ein Jahr später zurückgezahlt. Nach tagelangem Druck zog sie sich als Parteichefin zurück.

Konservativer Präsident für Frankreichs Senat

Dem französischen Senat steht seit gestern ein konservativer Präsident vor: Die Senatoren wählten Gerard Larcher von der Partei UMP zum Nachfolger des bisherigen sozialistischen Senatspräsidenten Jean-Pierre Bel.

Wahl war keine Überraschung

Weil die UMP und andere bürgerliche Parteien bei der Senatswahl am Sonntag dem linken Lager die Mehrheit entrissen hatten und die UMP die meisten Senatoren stellt, war Larchers Wahl auf diesen prestigeträchtigen Posten eher eine Formsache.

Der 65-jährige Larcher war bereits zwischen 2008 und 2011 Präsident des französischen Senats. Bei seiner erneuten Wahl wurde er im zweiten Durchgang nach dem Verzicht mehrerer anderer Kandidaten bei Gegenkandidaturen von Sozialisten und Kommunisten gewählt.

Dritter Mann im Staat

Der Senatspräsident hat in Frankreich eine herausgehobene Position: Er übernimmt unter anderem übergangsweise die Funktionen des Staatschefs, wenn dieser zurücktritt oder während seiner Amtszeit verstirbt. Aus protokollarischer Sicht ist er nach dem Staatschef und dem Premierminister der dritte Mann im Staat.

Der Senat selbst ist politisch nicht so einflussreich: Er kann Gesetzestexte zwar ablehnen, das letzte Wort hat aber die Nationalversammlung. Dort gibt es eine linke Mehrheit.

Bulgarien erhöht Strompreise trotz Protesten drastisch

Trotz Protesten sind im ärmsten EU-Land Bulgarien die Verbraucherpreise für Strom zum Monatsbeginn um knapp zehn Prozent drastisch gestiegen. Private Haushalte müssen von 1. Oktober an durchschnittlich 9,79 Prozent mehr für Strom bezahlen, entschied die staatliche Aufsichtsbehörde DKEWR gestern in Sofia.

Durch die höheren Preise solle die Versorgung mit Strom zuverlässiger werden. Sozialisten und Nationalisten hatten im Wahlkampf für die Parlamentswahl am kommenden Sonntag gegen die angekündigte Teuerung protestiert.

Der Strompreis ist seit Jahren in Bulgarien zum Politikum geworden. Große Teile der Bevölkerung können aus Armut, besonders im Winter ihre Stromrechnungen nicht bezahlen.

Erst im Februar 2013 war die damalige konservative Regierung durch Massenproteste gegen hohe Strompreise gestürzt worden. Bei den bis Juli regierenden Sozialisten gingen die Strompreise leicht zurück, da unter anderem mehr Atomstrom bestellt worden war. Derzeit regiert eine vom Präsidenten eingesetzte Übergangsregierung.

Neuer NATO-Chef will „konstruktive Beziehung“ zu Moskau

Der neue NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft trotz des Konflikts mit Russland um die Ukraine wieder auf eine Verbesserung des Verhältnisses zu Moskau. Die Allianz strebe weiter eine „konstruktive Beziehung zu Russland“ an, sagte Stoltenberg gestern bei einer Pressekonferenz zu seinem Amtsantritt in Brüssel. Das sei kein Widerspruch zu einer „starken NATO“.

Auf ihrem letzten Gipfeltreffen hatte die NATO als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt beschlossen, ihre Präsenz in Osteuropa dauerhaft zu erhöhen. Zudem will sie eine schnelle Eingreiftruppe zur Verteidigung ihrer Mitglieder aufbauen. Russland hatte die Beschlüsse scharf kritisiert. Stoltenberg übernahm das Amt des NATO-Generalsekretärs von dem Dänen Anders Fogh Rasmussen, der gerade in letzter Zeit mehrfach harte Kritik an Russland geäußert hatte.

„Die NATO sucht keine Konfrontation mit Russland“, sagte Stoltenberg. Allerdings könne die NATO keine Kompromisse machen, wenn ihre Prinzipien verletzt würden. Die NATO verurteilt die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland und wirft Moskau vor, den Konflikt angeheizt zu haben. „Wir müssen klare Änderungen in Russlands Handeln sehen“, mahnte Stoltenberg, dessen Heimatland Norwegen an Russland grenzt.

Inland

Produktionsmangel: Auch heimische Eurofighter betroffen

Auch die 15 heimischen Eurofighter sind von dem Produktionsmangel am Rumpf des millionenschweren Kampfjets betroffen. Das teilte das Verteidigungsministerium einen Tag nach Bekanntwerden von Mängeln bei deutschen Eurofighter-Jets mit. Das Ministerium wusste von den Problemen bereits seit August. Und es betont: Da die Eurofighter - Stichwort: Sparzwang - so spärlich im Einsatz sind, würde der Mangel am Hinterteil der Flugzeuge aber „erst in 15 Jahren zu Folgen“ führen.

Mehr dazu in Rechtliche Schritte werden geprüft

Kasernen: „Konstruktives" Gespräch in Oberösterreich

Zugeknöpft über die Inhalte haben sich Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) nach einem Gespräch gestern Abend im Linzer Landhaus in Oberösterreich gegeben. Das Klima der Unterredung, die mögliche Kasernenschließungen zum Thema hatte, sei aber „konstruktiv“ gewesen, betonten beide Seiten.

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Sport

Europa League: Salzburg vor Duell mit Milliardärsclub

Heute Abend kommt es für Red Bull Salzburg in der Europa League im südrumänischen Giurgiu zu einem Duell auf Augenhöhe - zumindest was die Clubinhaber betrifft. Mit Dietrich Mateschitz (Salzburg) und Ioan Niculae (Astra Giurgiu) sind die Eigentümer beider Vereine gleichermaßen ambitioniert und im „Forbes“-Ranking der reichsten Menschen der Welt vertreten. Dennoch geht der österreichische Meister als klarer Favorit in das Spiel gegen den Club des reichsten Mannes Rumäniens - und das sportlich wie auch finanziell.

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Ski alpin: Abfahrtsklassiker in Bormio gestrichen

Mit Bormio wird eine der bekanntesten Weltcup-Stationen in der WM-Saison 2014/2015 nicht mehr im alpinen Herren-Kalender vertreten sein. Die Veranstalter wollen den Abfahrtsklassiker, der traditionell Ende Dezember auf dem Programm stand, aus finanziellen Gründen nicht mehr durchführen. Gerade in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester brauche man die Einnahmen aus dem Tourismus, so die Begründung. Der italienische Verbandspräsident Flavio Roda hatte bis zuletzt auf eine Lösung in letzter Minute gehofft.

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Champions League: Totti-Rekordtreffer in Nacht der Jubiläen

Francesco Totti hat sich mit seinem Treffer zum 1:1 im Champions-League-Gruppenspiel bei Manchester City in die UEFA-Geschichtsbücher eingetragen: Mit 38 Jahren und drei Tagen ist der Kapitän von AS Roma der älteste CL-Torschütze aller Zeiten.

Trotz einer 2:3-Niederlage bei Paris Saint-Germain ein bisschen freuen durfte sich zudem Barcelonas Routinier Xavi: Der 34-Jährige darf sich mit nun 143 Partien CL-Rekordspieler nennen.

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Wirtschaft

Russlands Zentralbank rüstet für Ölpreisabsturz

Die russische Zentralbank rüstet sich mit einem Notfallplan für einen Einbruch des Ölpreises. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte die Erste Vizechefin der Notenbank, Xenia Judajewa, gestern mit den Worten, die Währungshüter arbeiteten an einem „Stressszenario“. Es sehe Notmaßnahmen für den Fall vor, dass der Ölpreis auf 60 Dollar (47,7 Euro) pro Fass falle.

Laut Experten droht Russland bei einem solchen Preissturz um ein Drittel eine tiefe Rezession. Das Öl- und Gasgeschäft macht rund die Hälfte der Staatseinnahmen in dem rohstoffreichen Schwellenland aus. Die Regierung geht bei ihren Haushaltsplanungen von einem Ölpreis von 100 Dollar aus.

Die in Russland hauptsächlich geförderte Sorte hat sich jedoch bereits auf rund 92 Dollar verbilligt. Wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen gegen das Land Sanktionen verhängt, die mit zum Kursverfall des Rubels führten. Zudem haben sich die Konjunkturaussichten eingetrübt. Der IWF rechnet für 2015 nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum.

EU durchforstet Beihilfen - Millionen Euro unzulässig

In ihrer 2012 eingeleiteten Überprüfung von öffentlichen Beihilfen für Wirtschaftsbetriebe hat die EU-Kommission gestern eine Zwischenbilanz vorgelegt. Demnach sind unzulässigerweise Millionen Euro an Subventionen geflossen - unter anderem für Regionalflughäfen quer durch Europa und die Nürburgring-Autorennstrecke.

„Regierungen dürfen Unternehmen in Schwierigkeiten unterstützen, sofern sie dabei die EU-Beihilfevorschriften beachten, mit denen die Verschwendung von Steuergeldern und ungerechtfertigte Wettbewerbsverzerrungen verhindert werden sollen“, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia in Brüssel. Das sei jedoch in den konkreten Fällen nicht geschehen.

Zumindest zwei Flughäfen müssen nach Angaben der EU-Kommission die Staatsbeihilfen zurückzahlen: der deutsche Airport Zweibrücken und der belgische Flughafen Charleroi. Almunia begründete die Maßnahme mit einer Verzerrung des Wettbewerbs im Binnenmarkt.

Bergarbeiter blockieren riesige Mine in Indonesien

Nach einem Unfall mit vier Toten haben Bergarbeiter die Grasberg-Mine im indonesischen West-Papua blockiert. Rund 2.000 Demonstranten versammelten sich gestern vor dem Eingang zur Mine und verlangten von der Geschäftsführung, besser für ihre Sicherheit zu sorgen.

Am Samstag waren vier Bergarbeiter beim Zusammenstoß eines Riesen-Lkw mit einem Auto gestorben. Erst im Mai 2013 waren beim Einsturz eines Bergwerktunnels 28 Menschen in der Grasberg-Mine ums Leben gekommen. Grasberg ist die größte Mine Indonesiens. Dort werden Kupfer und Gold gefördert. Betreiber ist das US-Unternehmen Freeport McMoran. Mehr als 24.000 Bergleute arbeiten dort.

Science

Chronik

Bulgarien: Mehrere Tote bei Explosion in Sprengstofffabrik

Bei einer Explosion in einer Sprengstofffabrik in Bulgarien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Drei Frauen wurden außerhalb der Fabrik verletzt, wie die Nachrichtenagentur BGNES gestern Abend meldete.

Die Behörden befürchteten, dass die bisher nur inoffiziell genannte Zahl der Toten noch steigen könne. Zum Zeitpunkt der Explosion am späten Nachmittag hielten sich bis zu 16 Mitarbeiter in der Fabrik bei Gorni Lom im Nordwesten des Landes auf.

Rettungsteams könnten erst nach 24 Stunden eingesetzt werden, da es weitere Explosionen geben könnte, meldete BGNES. In der Fabrik werden Sprengstoffe für zivile Zwecke hergestellt sowie Munition verschrottet.

Drei US-Schulen wegen Bombendrohungen evakuiert

Die durch eine Schießerei mit 26 Toten bekanntgewordene Sandy-Hook-Volksschule in den USA ist gestern wegen einer Bombendrohung geräumt worden. Nach einem Drohanruf seien die Schüler in eine benachbarte Schule gebracht worden, berichtete die Zeitung „Hartford Courant“. Die Polizei habe bei einer Suche aber keinerlei Sprengstoff entdeckt.

Die Schule war im Dezember 2012 in die Schlagzeilen geraten, nachdem ein Schütze 20 Schüler und sechs Lehrer getötet hatte. Weil das damalige Schulgebäude in Newtown mittlerweile abgerissen wurde und neu gebaut werden soll, weichen die Schüler derzeit auf ein Gebäude im nahe gelegenen Monroe im US-Staat Connecticut aus.

Drohungen per E-Mail

Wegen Bombendrohungen wurden zudem zwei High Schools in Bedford im Staat Massachusetts und im gleichnamigen Bedford in New Hampshire evakuiert, berichteten US-Medien. Die Drohungen seien per E-Mail an die beiden Schuldirektoren geschickt worden.

Zunächst war unklar, ob ein Zusammenhang bestand. Auch an diesen Schulen habe die Polizei keinerlei Sprengsätze oder verdächtige Gegenstände gefunden, hieß es. Diese beiden Schulen liegen eine knappe Autostunde voneinander entfernt. Der Unterricht sollte am nächsten Tag fortgesetzt werden.

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Ein Mitspieler kann sich nach der gestrigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ über die sechs Richtigen und damit einem Gewinn von exakt einer Million Euro freuen.

Es wurden heute folgende Gewinnzahlen ermittelt:

10 17 32 36 40 41, Zusatzzahl 21

Beim Joker heißt es Doppeljackpot: Im Topf liegen 480.559,20 Euro.

Der aktuelle Joker lautet:

6 0 7 1 8 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Gesundheit

US-Ebola-Patient flog über Brüssel nach Texas

Der erste in den USA mit Ebola diagnostizierte Patient ist auf dem Weg von Liberia nach Texas in der belgischen Hauptstadt Brüssel zwischengelandet. Das erklärten gestern kanadischen und liberianische Behörden.

Der Mann hatte bei seinem Abflug noch keine Symptome der Krankheit gezeigt. Er war am 20. September zu einem Familienbesuch in Texas eingetroffen und habe dort erst vier Tage später die typischen Symptome entwickelt. Er befindet sich derzeit in kritischem Zustand in einer Infektionsabteilung. Kritik wurde zudem an den Ärzten laut, die die schwere Erkrankung des Mannes zunächst nicht erkannt hatten.

Ärzte zu spät reagiert?

Der Patient, dessen Nationalität zunächst nicht bekanntwurde, hatte bereits am Freitag einen Arzt aufgesucht, wurde zunächst aber wieder nach Hause geschickt. Erst als er zwei Tage später per Rettungswagen in eine Klinik in Dallas eingeliefert wurde, stellten ihn die Ärzte unter Quarantäne.

Nach Ansicht des Leiters des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, reagierten die Mediziner zu spät. Der Arzt in der Notaufnahme hätte den Patienten fragen müssen, ob er kürzlich ins Ausland gereist sei, sagte Fauci dem US-Sender CNN. Der Hinweis auf den Aufenthalt in Liberia wäre dann ein „gewaltiges Warnsignal“ gewesen.

IT

Putin kündigt Internetüberwachung an

Kreml-Chef Wladimir Putin hat eine stärkere Überwachung des Internets in Russland „zum Schutz der nationalen Sicherheit“ angekündigt. „Die Zahl von Attacken auf russische IT-Ressourcen ist extrem gewachsen“, sagte er gestern. Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew sprach von mehr als 57 Millionen Hackerangriffen seit Jahresbeginn.

„Der Verlust vertraulicher Informationen muss ausgeschlossen werden“, sagte Putin. Hacker müssten mit empfindlichen Strafen rechnen, zudem lasse die russische Führung Websites sperren, die Extremismus und Gewalt propagierten. Eine „völlige Zensur“ finde aber nicht statt, betonte Putin.

„Wir haben nicht vor, den Internetzugang einzuschränken und das Netz unter totale Kontrolle zu stellen oder zu verstaatlichen. Das wird nicht einmal erwogen“, sagte der Präsident. In Russland gelten zahlreiche Einschränkungen für das Internet. So müssen sich etwa Blogger bei der Medienaufsicht registrieren lassen.

Religion

Medien

Kultur

Kolumbianischer Maler Manuel Hernandez gestorben

Der kolumbianische Maler Manuel Hernandez ist tot. Er sei im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte das Kulturministerium gestern mit. Hernandez galt als Pionier der abstrakten Kunst in Kolumbien. Seine Arbeit wurde vor allem von dem US-Künstler Mark Rothko beeinflusst.

Immer wieder spielte er in seinen Bildern mit Zeichen, Symbolen und Farben. „Sein Werk vereint Merkmale der Malerei und des Zeichnens“, sagte die Kunsthistorikerin Carmen Maria Jaramillo der Zeitung „El Tiempo“.

Hernandez studierte in Chile, Italien und den Vereinigten Staaten. Später unterrichtete er selbst an der Hochschule der Schönen Künste in Bogota. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Ehrenpreis der Iberoamerikanischen Biennale 1968 in Medellin. Im kolumbianischen Nationalmuseum sind eine Reihe seiner Werke zu sehen.

Lifestyle

Verjüngungskur für Großbritanniens rote Telefonzellen

Großbritanniens berühmte rote Telefonzellen erleben eine Verjüngungskur. Gestern wurde in der Tottenham Court Road an einer der verkehrsreichsten Kreuzungen in London ein neuer Prototyp eingeweiht. Die Telefonkabine wurde grün angestrichen und mit einem Solarmodul versehen.

Im Inneren der Kabine befindet sich kein Telefonhörer mehr, dafür vier Steckdosen zum kostenlosen Aufladen von Handys oder Tablets. Eine zweite derartige Solarbox soll im Jänner eingerichtet werden, weitere in den folgenden Monaten.

Die Nutzung der ursprünglich roten Kultobjekte nahm im Zusammenhang mit dem Siegeszugs der Mobiltelefone zuletzt immer mehr ab. Die britische Telekom (BT) legte zusehends Zellen still und bot sie zum Verkauf an.