Ausland

US-Höchstrichter Antonin Scalia ist tot

Die USA trauern um ein Mitglied des Obersten Gerichtshofes: Antonin Scalia ist gestern im Alter von 79 Jahren verstorben.

Wie der „San Antonio News Express“ berichtete, starb Scalia in einem Luxusressort im US-Bundesstaat Texas eines natürlichen Todes. Der texanische Gouverneur Greg Abbott würdigte Scalia in einer ersten Reaktion als „Mann des Glaubens, Patrioten und standhaften Verfechter der Verfassung und des Rechts“.

Antonin Scalia

APA/AFP/Mandel Ngan

Scalia, ein konservativer Hardliner, wurde im Jahr 1986 vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan in den Supreme Court berufen. Er war das längstdienende Mitglied des Gremiums.

Der konservative Katholik galt als Verfechter der wortgenauen Auslegung der US-Verfassung und sah die Todesstrafe und den privaten Waffenbesitz als verfassungsmäßige Rechte der US-Bürger an. Abtreibungen, die Homo-Ehe und die Förderung von Minderheiten lehnte er strikt ab.

Weitere E-Mails von Clinton vor Veröffentlichung

Das US-Außenamt hat weitere 551 E-Mails der ehemaligen Außenministerin und demokratischen US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton freigegeben. Darunter seien 81 als „vertraulich“ und drei als „geheim“ eingestufte, teilte das Ministerium mit. Insgesamt umfassten die 551 E-Mails mehr als tausend Seiten.

Bisher händigte das Außenamt damit fast 46.000 von insgesamt 55.000 Seiten E-Mail-Korrespondenz Clintons aus. Clinton hatte im März 2015 zugegeben, als Außenministerin von 2009 bis 2013 für dienstliche Mails eine private E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Rund 30.000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Außenministerium aus.

Mehrzahl der Schriftstücke wird veröffentlicht

Die Schriftstücke werden - soweit zulässig - in Etappen veröffentlicht. Im Jänner hatte das Außenamt mitgeteilt, dass 22 E-Mails auf ihrem privaten Server unter die höchste Geheimhaltungsstufe fielen.

Gut 30.000 weitere E-Mails, die nach ihren Angaben privater Natur waren, hatte Clinton löschen lassen. Die oppositionellen Republikaner werfen Clinton vor, die private E-Mail-Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Clinton erklärte dagegen, sie habe dies aus Bequemlichkeit getan, um ein einziges Smartphone verwenden zu können.

Türkischer Ministerpräsident bestätigt Angriff in Syrien

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat einen Angriff auf den Norden Syriens gestern bestätigt. Die türkische Armee habe dort Ziele der kurdischen PYD angegriffen, sagte Davutoglu zu Journalisten und forderte, die Gruppe solle sich aus dem Gebiet bei Asas zurückziehen, das sie kürzlich erobert habe.

„Im Rahmen der Einsatzregeln haben wir auf Kräfte in Asas und Umgebung geantwortet, die eine Bedrohung darstellten.“ Offenbar mit Blick auf die Partei der Demokratischen Union (PYD), deren bewaffneter Arm die YPG sind, sprach Davutoglu demnach von einer „Terrorgruppe, die ein Arm des syrischen Regimes ist“ und bei den „russischen Luftangriffen gegen Zivilisten kollaboriert und daran mitschuldig ist“.

Türkei bekämpft PYD

Die Türkei betrachtet die Partei der Demokratischen Union (PYD) als terroristische Organisation mit Verbindungen zur Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Ihr militärischer Arm sind die Volksverteidigungseinheiten PYD.

Bei einem weiteren Angriff sei der Beschuss eines türkischen Postens in der südlichen Region Hatay durch syrische Regierungstruppen erwidert worden. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Ankara denkt über Bodentruppen nach

Der Syrien-Konflikt könnte militärisch bald weitere Kreise ziehen. Die Türkei denkt laut über den Einsatz von Bodentruppen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nachbarland nach - „wenn es eine Strategie gibt“. Saudi-Arabien hatte zuvor Ähnliches signalisiert. Riad betonte außerdem, Syrien könne nur eine Zukunft ohne Präsident Baschar al-Assad haben. Dessen Ablaufdatum sei quasi fix.

Mehr dazu in Riad sieht Assads Zeit abgelaufen

Hilfskonvoi erreicht belagerte syrische Stadt Duma

Ein Konvoi mit medizinischen Hilfsgütern hat gestern die belagerte syrische Stadt Duma erreicht. Die Lastwagen hätten neben Insulin und anderen medizinischen Gütern auch Babymilch geladen, meldete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana, die den Leiter für Hilfseinsätze des Roten Halbmondes in Syrien, Hasem Bakla, zitierte.

Das Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen bestätigte, dass Hilfsgüter nach Duma gebracht würden. Die von Rebellen kontrollierte Stadt liegt östlich der Hauptstadt Damaskus und wird seit 2013 von Regierungstruppen belagert.

Laut UNO leben derzeit rund 486.000 Menschen in von einer der Konfliktparteien belagerten Regionen in dem Bürgerkriegsland. Dutzende Menschen starben bereits an Unterernährung oder wegen fehlender medizinischer Versorgung. Von 116 Anträgen auf Zugang zu belagerten Regionen und Städten wurde laut UNO bislang nur rund ein Dutzend von den syrischen Behörden genehmigt.

Afrika und Flüchtlingskrise Themen bei Sicherheitskonferenz

Die Konflikte in Afrika und der Golfregion sowie die Flüchtlingskrise stehen heute zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz im Mittelpunkt. Zu den Rednern zählen US-Senator John McCain, der irakische Kurden-Präsident Massoud Barzani und UNO-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

An dem weltweit wichtigsten sicherheitspolitischen Expertentreffen nahmen bisher mehr als 30 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 60 Außen- und Verteidigungsminister teil. Der Syrien-Konflikt war das klar dominierende Thema.

Zentralafrikanische Republik wählt Präsidenten

Nach drei Jahren politischer Krise und Gewalt sucht die Zentralafrikanische Republik heute in einer Stichwahl einen neuen Präsidenten. Die rund zwei Millionen Stimmberechtigten haben die Wahl zwischen zwei ehemaligen Ministerpräsidenten - Georges Dologuele und Faustin Archange Touadera, die im ersten Wahlgang Ende Dezember nicht die absolute Mehrheit erreicht hatten.

Zugleich wird die für ungültig erklärte Parlamentswahl vom 30. Dezember wiederholt. Wahlergebnisse werden erst in etwa zwei Wochen erwartet.

Das Land wird von einem Konflikt erschüttert, seit muslimische Rebellen im Frühjahr 2013 den christlichen Präsidenten Francois Bozize gestürzt hatten.

EU und USA fordern rasche Regierungsbildung in Libyen

Nach einem Treffen mit Vertretern Libyens am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz haben mehrere EU-Staaten und die USA die rasche Bildung einer Einheitsregierung in dem Krisenstaat angemahnt.

„Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren“, sagte Frankreichs neuer Außenminister Jean-Marc Ayrault gestern nach Beratungen auf Einladung von Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und US-Ressortchef John Kerry. Steinmeier forderte verantwortungsvolles Handeln in Libyen.

„Zeit des Taktierens ist vorbei“

Die neue Regierung müsse bald „die Arbeit aufnehmen“, sagte Ayrault. Eine rasche Regierungsbildung sei „im Interesse des libyschen Volks, der Staaten der Region und Europas“. Neben Ayrault, Steinmeier und Kerry nahmen auch die Außenminister Italiens und Ägyptens, Paolo Gentiloni und Sameh Schukri, die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Libyen, der deutsche Diplomat Martin Kobler, an dem Treffen teil.

„Die Zeit des Taktierens ist vorbei“, erklärte Steinmeier nach dem Treffen. Nun sei „der Moment, Verantwortung zu zeigen für Libyen“. Die Einheitsregierung müsse „so schnell wie möglich die Arbeit antreten“. „Deutschland, Europa und die internationale Gemeinschaft sind bereit, jede mögliche Hilfe anzubieten“, erklärte Steinmeier. Dies gelte „auch für den Aufbau staatlicher Strukturen und für die Ausbildung von Sicherheitskräften“.

Chaos seit Sturz von Gaddafi

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von dutzenden bewaffneten Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten in Tobruk und in der Hauptstadt Tripolis um die Macht. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat nutzt die Lage, um sich auszubreiten.

Im Dezember unterzeichneten Vertreter der beiden rivalisierenden Regierungen ein von den Vereinten Nationen vermitteltes Abkommen zur Bildung einer Übergangsregierung. Zudem sollen ein neues Parlament gewählt und eine Verfassung verabschiedet werden. Die Pläne sind aber in den Parlamenten umstritten.

Al-Schabaab bekannte sich zu Anschlag auf Flugzeug

Knapp zwei Wochen nach einer Bombenexplosion in einem Passagierflugzeug hat sich die islamistische Terrormiliz Al-Schabaab zu dem Anschlag bekannt. Dieser sei eine Vergeltungsmaßnahme für Verbrechen westlicher „Kreuzfahrer“ in Somalia, hieß es in der Botschaft von gestern. Die Angaben der sunnitischen Terrormiliz konnten nicht unabhängig bestätigt werden.

Der Anschlag galt Al-Schabaab zufolge eigentlich einer Maschine der Turkish Airlines. Daallo Airlines hatte nach dem Zwischenfall erklärt, dass der mutmaßliche Attentäter an jenem Tag auf einem Flug von Turkish Airlines gebucht war. Daallo beförderte ihn und weitere Passagiere nur Richtung Dschibuti, weil Turkish Airlines den eigenen Flug kurzfristig abgesagt hatte.

Die Bombe an Bord des Airbus A321 der Daallo Airlines war am 2. Februar kurz nach dem Start in Mogadischu explodiert. Die Explosion riss ein etwa ein Meter hohes Loch in die Außenhülle des Flugzeugs, durch das der Attentäter nach außen geschleudert wurde. Der Pilot konnte das Flugzeug noch in Mogadischu notlanden. Alle außer dem Attentäter überlebten. Wäre die Bombe erst nach Erreichen der Reiseflughöhe gezündet worden, wäre eine Katastrophe Experten zufolge wohl unausweichlich gewesen.

Inland

Faymann will Entsendungen auf Arbeitsmarkt begrenzen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) präzisiert seine Vorstellungen zur Verschärfung der Entsenderichtlinie. Um die Zahl der von ausländischen Firmen nach Österreich entsendeten Arbeitnehmer zu reduzieren, will er eine Maximaldauer für deren Tätigkeit festsetzen, sagte er zur Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

Gleicher Lohn wie für inländische Arbeiter

Außerdem will Faymann zwingend die österreichische Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung heranziehen, damit es künftig für Arbeitgeber nicht günstiger ist, ausländische Arbeitnehmer anzustellen. Bereits bekannt ist, dass Faymann für „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ eintritt, also dafür, dass etwa ungarische Arbeitnehmer zu gleichen - und nicht günstigeren - Konditionen beschäftigt werden wie Österreicher.

Khol gegen Beschränkung der Freizügigkeit

Gegen eine Beschränkung der Personenfreizügigkeit in der EU zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sprach sich im Ö1-„Journal zu Gast“ ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol aus. Es habe sieben Jahre Übergangsfrist gegeben, die Erfahrungen mit mittel- und osteuropäischen Arbeitern seien gut. „Ich sehe nicht, dass man hier zudrehen sollte“, sagte Khol.

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Niessl für Aus

Der Chef der Wiener Arbeiterkammer (AK), Werner Muhm, hatte mit seiner Forderung nach einem Ende der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Irritationen gesorgt. Im burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) fand er einen Verbündeten.

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Salzburg: Jihadisten gestehen Anschlagspläne

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat einem Medienbericht zufolge am 13.November 2015 weitere Anschläge in Paris geplant. Zwei derzeit in Salzburg inhaftierte Männer hätten österreichischen Ermittlern gestanden, dass sie im Oktober 2015 als Flüchtlinge nach Griechenland gereist seien, zeitgleich mit weiteren Attentätern von Paris, berichtet die „Bild am Sonntag“.

Allerdings seien sie von Beamten der EU-Grenzschutzagentur Frontex wegen gefälschter Pässe aufgehalten worden und hätten erst Wochen später weiterreisen können. Laut „BamS“ gab das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz den heimischen Behörden den Hinweis, dass sich das Duo in einer Flüchtlingsunterkunft in Salzburg aufhielt. Am 10.Dezember seien die Männer dort festgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft Salzburg bestätigte bisher lediglich, dass sich sechs Personen wegen des Verdachtes der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung in U-Haft befinden.

Sport

Bundesliga: Ried schlägt Leader Salzburg

Interessanter hätte die 22. Bundesliga-Runde gestern nicht beginnen können. Die SV Ried schlug Titelverteidiger und Leader Red Bull Salzburg zu Hause mit 1:0 und fügte der Mannschaft von Neo-Coach Oscar Garcia damit die erste Niederlage seit Oktober zu, als noch Vorgänger Peter Zeidler am Ruder gewesen war. Zum Matchwinner wurde Thomas Fröschl, der damit die spannende Ausgangslage für das Wiener Derby noch einmal zuspitzte.

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Fußball: Spätes Siegestor für Juventus im Hit

Zwei Minuten vor Ende hat Juventus gestern im Spitzenspiel der Serie A über das Siegestor gegen den bisherigen Leader Napoli gejubelt. Der im Herbst schwach gestartete, mittlerweile aber seit Monaten in Topform agierende Titelverteidiger übernahm mit dem 15. Ligasieg in Serie erstmals in dieser Saison die Tabellenführung. Der Weg zum fünften „Scudetto“ in Serie scheint nun vorgezeichnet.

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Skifliegen: Slowenen dominieren weiter in Vikersund

Weltmeister Peter Prevc hat gestern dem zweiten Bewerb in Vikersund den Stempel aufgedrückt und damit die Dominanz der Slowenen auf der größten Flugschanze der Welt fortgesetzt. Nach dem Tagessieg seines Landsmannes Robert Kranjac am Vortag flog diesmal der Weltcup-Dominantor in einer eigenen Liga und setzte sich mit zweimal Höchstweite überlegen durch.

Pech hatte Stefan Kraft, der als Dritter nach dem ersten Durchgang noch in Reichweite des nun zehnfachen Saisonsiegers lag und in der Entscheidung bei ungünstigen Verhältnissen ein paar Plätze einbüßte.

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Wirtschaft

Dijsselbloem gegen Lockerung der Regeln für Banken

Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat Forderungen nach einer laxeren Kontrolle des Finanzsektors als Reaktion auf die jüngste Talfahrt von Bankaktien zurückgewiesen. Vielmehr stärkten gerade die strengeren Vorschriften das Vertrauen in die Branche nach der Finanzkrise, sagte er gestern im niederländischen Rundfunk. „Wir haben jetzt viel striktere Regeln dafür, wer die Rechnung zahlt, wenn Banken scheitern.“

Dies bleibe nicht an den Steuerzahlern hängen, weshalb Investoren die Geldhäuser genauer unter die Lupe nähmen. „Das führt zu einer Korrektur an den Aktienmärkten“, erklärte der niederländische Finanzminister.

Der Bankenindex des EuroStoxx50 hat seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel nachgegeben. Angesichts dieser Entwicklung hatte unter anderem Italiens Notenbankchef Ignazio Visco gefordert, die Mindestanforderungen für Kapitalpolster der Banken langsamer hochzuschrauben als geplant.

Dijsselbloem sagte, dies sei „das Schlimmste, was man machen könnte“. Die Kapitalanforderungen müssten vielmehr weiter steigen, um das Vertrauen in die Banken zu stärken. Er warnte zudem davor, eine Krise herbeizureden. Die Institute seien viel stärker als früher, und die Prognose für die europäische Wirtschaft bleibe trotz zuletzt schlechter Nachrichten aus China und den USA verhalten positiv.

Russischer Oligarch steigt bei Uber ein

Der russische Milliardär Michail Fridman ist mit 200 Millionen Dollar (ca. 177 Mio. Euro) beim Fahrdienst-Vermittler Uber eingestiegen. Welchen Anteil Fridmans Investmentfirma LetterOne dabei bekam, ging aus der Mitteilung von Freitag nicht hervor. Uber war zuletzt laut Medienberichten in Finanzierungsrunden mit 50 bis 60 Milliarden Dollar (ca. 44 bis 53 Mrd. Euro) bewertet worden.

LetterOne gehören unter anderem Anteile an den Mobilfunk-Betreibern VimpelCom und Turkcell. Ein großer Teil ihres Vermögens stammt aus dem Verkauf der Ölgesellschaft TNK-BP an den russischen Staat. Einem russischen Medienbericht zufolge investierte im vergangenen Jahr bereits ein anderer russischer Milliardär, Alischer Usmanow, in Uber.

Chronik

Kaputte Skibindung: Mit Hubschrauber gerettet

Weil die Bindung seines Tourenskis kaputtgegangen ist, musste ein Tourengeher gestern im Montafon (Vorarlberg) mit dem Hubschrauber gerettet werden. Auch die Bergrettung war ausgerückt, weil der Hubschrauber zuerst witterungsbedingt nicht starten konnte.

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Tourengruppe löste gewaltige Lawine aus

Eine achtköpfige Skitourengruppe aus Frankreich überstand gestern im Gemeindegebiet von Schmirn (Tirol) den Abgang einer riesengroßen Lawine glimpflich. Bei erheblicher Lawinengefahr traten die Touristen beim Aufstieg zum Jochgrubenkopf ein Schneebrett los, das weitere Lawinen auslöste. Vier Personen wurden teilweise verschüttet, blieben aber unverletzt.

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Gestern ist bei einer Kollision auf einer Piste auf der Schmittenhöhe bei Zell am See ein fünfjähriger Bub schwer verletzt worden. Der junge Einheimische war mit einer 19-Jährigen zusammengestoßen.

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Fünfjährige schwer verletzt - Fahrerflucht

In Vorarlberg wurde ein ebenfalls fünfjähriges Kind bei einer Kollision auf der Piste schwer verletzt. Der Mann, mit dem das Kind zusammengestoßen war, fuhr nach einem kurzen Gespräch mit der Mutter weiter.

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Zehntausende Franzosen nach Sturm ohne Strom

Ein heftiger Sturm hat im Westen Frankreichs Zehntausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Wie der Energieversorger ERDF gestern mitteilte, waren fast 30.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Die Versorgung werde nach und nach wieder hergestellt.

Ein Hochgeschwindigkeitszug TGV zwischen Quimper in der Bretagne und Paris war wegen eines umgestürzten Baums mehr als vier Stunden blockiert. Der Baum hatte nach Angaben der Bahngesellschaft SNCF die Oberleitung beschädigt. Insgesamt blieben die Schäden in den betroffenen Regionen jedoch gering. An der Bretagne-Küste erreichten Böen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometern pro Stunde, wie der Wetterdienst MeteoFrance mitteilte.

Song Contest

Zoe als strahlende Siegerin

Zoe fährt für Österreich zum 61. Eurovision Song Contest nach Stockholm. Die junge Wienerin entschied das Finale von „Wer singt für Österreich?” mit „Loin d’ici” für sich.

Spannend blieb die Show bis zum Ende. Denn Zoe und Elly V boten sich ein Finale auf Augenhöhe, das letztlich für Zoes französischsprachigen Song und die außerordentlich farbenfrohe und psychedelische Inszenierung ausging.

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Kultur

Eagles of Death Metal setzen Europatournee fort

Genau drei Monate nach der Terrorattacke bei ihrem Konzert in Paris hat die US-Band Eagles of Death Metal ihre Europatournee in Stockholm fortgesetzt. Die Musikgruppe spielte gestern in dem Club „Debaser Medis“ in der schwedischen Hauptstadt. Heute sollte ein Auftritt in Oslo folgen.

Am Dienstag tritt die Band erstmals seit den Anschlägen wieder mit einem eigenen Konzert in Paris auf. Am 22. Februar wird die Band in der Arena Wien zu sehen sein.

Der Musikclub „Bataclan“ war am 13. November 2015 während eines Auftritts der Gruppe von einem der drei Terrorkommandos überfallen worden. Dort starben die meisten der 130 Todesopfer der Attacken in Saint-Denis und Paris.

Architekt und Glasdesigner Borek Sipek gestorben

Der tschechische Glasdesigner und Architekt Borek Sipek ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK gestern unter Berufung auf die Familie.

Seine meist farbenfrohen Skulpturen waren bei Prominenten wie Bob Dylan, Mick Jagger, Karl Lagerfeld und Bill Clinton beliebt. Von 1992 an war er unter dem damaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel 20 Jahre lang Chefarchitekt der Prager Burg, dem Sitz des Staatsoberhauptes. In dieser Zeit gestaltete er zahlreiche moderne Leuchter, Skulpturen und Möbelstücke für die repräsentativen Räumlichkeiten auf dem Hradschin.

Borek Sipek, 2015

AP/CTK/Michal Kamaryt

Nach dem Tod Vaclav Havels im Jahr 2011 übernahm Sipek die künstlerische Gestaltung von Erinnerungsorten an den Dramatiker und Bürgerrechtler in aller Welt. Die Vaclav-Havel-Bänke sollen unter einer Linde, dem Nationalbaum der Tschechen, zum Verbleiben und zum Gespräch einladen. Es gibt sie unter anderem in Washington, Dublin und Barcelona.

Sipek war 1968 aus der damaligen sozialistischen Tschechoslowakei emigriert und hatte lange Zeit in Deutschland und den Niederlanden gelebt. Nach der demokratischen Wende von 1989 kehrte er nach Prag zurück.

Religion

Papst ging mit Mexikos Kirche hart ins Gericht

Papst Franziskus hat bei seinem ersten Besuch in Mexiko die dortige Kirche scharf kritisiert. Das Land brauche keine „Fürsten“, sondern Botschafter des Herrn, sagte er gestern während einer Rede vor den Bischöfen des Landes in Mexiko-Stadt.

Die als sehr konservativ geltende mexikanische Kirche mahnte der 79-jährige Papst zu mehr sozialem Engagement. „Wenn Ihr kämpfen müsst, dann kämpft“, sagte Franziskus an die Adresse der mehr als 170 mexikanischen Bischöfe. Konkret forderte der Papst die katholischen Priester zu einem entschlosseneren Kampf gegen die Drogenkartelle auf.

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Lifestyle