Inland

Integrationsbericht: Experte fordert „ethnischen Mix“

Alle Jahre wieder gibt es den Integrationsbericht eines unabhängigen Expertenrats, erstellt im Auftrag des Integrationsministeriums. Heuer zeigt sich: Das Integrationsklima hierzulande ist besser geworden - aber es gibt noch viel zu tun: von der Ausbildung bis zur Frauenerwerbstätigkeit.

Integrationsprobleme gibt es vor allem bei jungen Österreichern mit Migrationshintergrund. Sie finden schwerer einen Job und brechen häufiger die Schule ab. Damit diese Gruppe besser integriert werden kann, müssten zum Beispiel Schulklassen ethnisch besser durchmischt werden, sagt Heinz Fassmann, der Vorsitzende des Expertenrats für Integration, im Ö1-Gespräch.

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Asylreform: Mikl-Leitner stellt Ländern Ultimatum

Da fünf Bundesländer die Flüchtlingsbetreuungsquote nicht erfüllen, stellt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den betroffenen Landeshauptleuten ein Ultimatum, berichtete der „Kurier" (Montag-Ausgabe). „Verbessert sich die Lage bis Freitag nicht, indem alle Bundesländer die vereinbarten Plätze schaffen, werden wir dort Privatunterkünfte suchen“, sagte die Innenministerin gegenüber der Zeitung.

Im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich etwa sind derzeit 1.342 Asylwerber. 480 sollten es maximal sein. Im Bedarfsfall will Mikl-Leitner auf Kasernen zurückgreifen. „Mit diesem Schauspiel der unwürdigen Herbergssuche für Asylwerber muss Schluss sein.“ Sie fordert, dass künftig der Erstantrag auf Asyl nicht mehr in den Erstaufnahmezentren sondern in den Regionaldirektionen des Bundesasylamts in den Bundesländern zu stellen ist. Die Erstaufnahmezentren wären nur noch für „Dublin-Fälle“ zuständig, wenn bereits in einem anderen Land um Asyl ersucht wurde.

Umfrage: Österreicher für einheitliche EU-Maut

Die geplante deutsche Straßenmaut, die nur Ausländer treffen soll, hat die Österreicher in Sachen Maut offenbar zu Paneuropäern gemacht. Laut einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für das Wirtschaftsmagazin „trend“ halten 73 Prozent der 404 Befragten eine einheitlich europäische Maut für sehr oder eher sinnvoll. 27 Prozent sind für nationale Lösungen in den 28 EU-Staaten.

Strittig unter den Umfrageteilnehmern ist die Frage, ob Österreich mit einem Gegenfoul reagieren soll. Eine knappe Mehrheit von 55 Prozent hält das Prinzip „Aug um Aug, Zahn um Zahn“ für eine schlechte Idee. 26 Prozent sehen das, so wie manche Regionalpolitiker, als eine gute Idee. 19 Prozent sind unsicher.

Sollte es hierzulande zu einer Neuausrichtung des Mautsystems kommen, ist die Mehrheit für einen Wechsel zu einer kilometer- und verbrauchsabhängigen Maut: 56 Prozent sprechen sich dafür aus, nur 26 Prozent favorisieren eine pauschale Maut, wie sie die aktuelle Autobahnvignette darstellt.

Team Stronach bietet sich für Wahlallianzen an

Das Team Stronach kann sich Wahlallianzen vorstellen: „Wenn die Inhalte zusammenpassen (...), sind wir da offen, mit jedem zusammenzuarbeiten“, meinte Klubobfrau Kathrin Nachbaur gegenüber der APA. Sie hofft, dass ihre Partei bei allen Landtagswahlen 2015 antreten wird. Als politisches Schwerpunktthema hat man den „Schuldenberg“ auserkoren.

Parteigründer Frank Stronach zeige sich durchaus offen für Allianzen, es gebe auch „viele Gespräche“, sagte Nachbaur. Mit wem genau, wollte die Vizeparteichefin aber auf Nachfragen nicht preisgeben. „Wenn die Inhalte zusammenpassen und in Wirklichkeit das Programm das Ausschlaggebende ist - nämlich weniger Verwaltung, keine Schulden, Steuern senken -, dann sind wir da offen, mit jedem zusammenzuarbeiten.“

Landtagswahlen werfen Schatten voraus

Das Thema Wahlallianz dürfte vor allem in Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen 2015 in Wien, der Steiermark, Oberösterreich und dem Burgenland aktuell werden. Für sein Heimatbundesland, die Steiermark, hat Stronach selbst bereits ein Antreten der Partei angekündigt. Nachbaur hofft, dass das Team Stronach überall antreten wird - aber „die Entscheidung ist noch nicht final gefällt“, man werde sich anschauen, welches Team man habe und wo die Prioritäten liegen sollen.

Besonders in Wahljahren wichtig sind gut gefüllte Parteikassen. Nachbaur geht davon aus, dass Stronach im Laufe der Zeit auch noch die weiterhin offenen restlichen neun Mio. Euro Darlehen an die eigene Partei in Spenden umwandeln wird - er habe das immer gesagt, sofern sich die Partei an die Grundprinzipien halte, was man auch weiterhin tun wolle.

Ausland

Venezuelas Regierungspartei bleibt auf Sozialismus-Kurs

Venezuela soll nach dem Wunsch der regierenden Sozialisten fest auf dem Kurs des verstorbenen Staatschefs Hugo Chavez bleiben. Bis 2019 soll das Fundament des „bolivarischen Sozialismus“ gefestigt sein. Präsident Maduro wurde zum Chef der Chavista-Partei ernannt.

Mit einem klaren Bekenntnis zu Hugo Chavez und dessen linksgerichtetem Staatsmodell haben Venezuelas regierende Sozialisten ihren ersten Parteitag nach dem Tod des „Comandante“ begonnen. Zum Auftakt des sechstägigen Parteitages in Caracas bestimmten die Delegierten Staatschef Nicolas Maduro am Samstag (Ortszeit) zum Präsidenten der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV). Maduro betonte, bis 2019 solle Venezuela die erste Phase auf dem Weg zu einem sozialistischen Land abgeschlossen haben.

Die über 900 Delegierten - darunter 537 von landesweiten Regionalverbänden gewählte Vertreter - ernannten den 51-jährigen Maduro zum Parteichef der im März 2008 ins Leben gerufenen „Partido Socialista Unido de Venezuela“ (PSUV). Der verstorbene Chavez wird als Gründungspräsident und „Ewiger Führer“ geehrt.

2.000 pro-israelische Demonstranten in Marseille

Etwa 2.000 Befürworter der israelischen Offensive im Gazastreifen sind gestern in der südfranzösischen Stadt Marseille auf die Straße gegangen. Mit der Veranstaltung wolle man Solidarität mit Israel bekunden, erklärte der Dachverband der jüdischen Gemeinden von Marseille, der die Aktion mitorganisierte. Der Staat sei angegriffen worden und habe das Recht auf Selbstverteidigung.

Es handelte sich um die erste derartige Aktion in Frankreich seit der Eskalation im Nahen Osten in diesem Monat. Bei einer Versammlung pro-palästinensischer Demonstranten wurden anti-israelische Slogans gerufen. Die Polizei trennte die beiden Gruppen. In der Hafenstadt hatten bereits am Samstag 2.000 Menschen friedlich gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen demonstriert. In Paris kam es dagegen bei einer ähnlichen Veranstaltung zu Zusammenstößen mit der Polizei

Nazi-Schmierereien an muslimischen Gebetshaus in Frankreich

Unbekannte haben an einem muslimischen Gebetshaus in Zentralfrankreich Nazi-Schmierereien hinterlassen. Unter anderem seien an dem Gebäude in Charite-sur-Loire Hakenkreuze, „SS“-Zeichen sowie Beschimpfungen gegen Araber entdeckt worden, verlautete aus Polizeikreisen. Die Schmierereien wurden offenbar von Ortskundigen verfasst: An dem Gebäude gibt es keinerlei Schilder oder andere Hinweise, dass es sich um einen muslimischen Gebetsraum handelt.

Die Polizei ging von einem Einzelfall aus. „Es handelt sich mit Sicherheit um einen Einzelfall, der im Zusammenhang damit steht, was im Moment im Gazastreifen passiert“, hieß es aus der Gendarmerie. Die muslimische Gemeinde erstattete Anzeige.

Boko-Haram-Terror greift auf Kamerun über

Der Terror der islamistischen Extremistengruppe Boko Haram breitet sich vom Norden Nigerias immer weiter aus. Nun dürfte auch der eigentlich als stabil geltende Norden Kameruns immer mehr zur Zielscheibe werden. Seit Tagen gibt es vermehrt Kämpfe zwischen Soldaten und Boko-Haram-Kämpfern.

Gestern starben beim Sturm auf das Haus des kamerunischen Vizeministerpräsidenten Amadou Ali mindestens drei Menschen, seine Frau wurde entführt. Die UNO warnt, dass mittlerweile die Sicherheit in ganz Westafrika gefährdet ist.

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MH17-Absturzstelle wird zu Kampfzone

Heftige Kämpfe rund um die Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine haben gestern erneut die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks behindert. Einen geplanten Besuch internationaler Experten sagte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) ab: „Wir können das Risiko nicht eingehen.“ Auch die angedachte bewaffnete internationale Schutztruppe lehnte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte gestern Abend aus Sicherheitsgründen ab.

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Norwegen senkt Alarmbereitschaft wieder

Drei Tage nach einer Erhöhung der Alarmbereitschaft wegen drohender islamistischer Anschläge in ganz Norwegen haben die Behörden die Risikostufe etwas gesenkt. „Wir können sagen, dass sich die Gefahr eines terroristischen Angriffs auf Norwegen ein wenig reduziert hat“, sagte gestern die Chefin des Inlandsgeheimdiensts PST, Benedicte Björnland.

„Die Situation bleibt aber ernst und ist noch nicht ganz geklärt“, fügte sie hinzu. Björnland begründete ihre Äußerungen vor Journalisten mit „Erkenntnissen, die wir durch die Arbeit der vergangenen drei Tage gewonnen haben“. Konkrete Angaben dazu machte sie aber nicht.

Der PST hatte am Donnerstag eine Anschlagswarnung veröffentlicht. Es gebe Hinweise darauf, „dass eine Gruppe mit Verbindungen zu extremistischen Islamisten in Syrien die Absicht haben könnte, einen Terroranschlag in Norwegen zu verüben“, erklärte Björnland damals. Wegen der Anschlagsgefahr waren in Norwegen die Grenzkontrollen verstärkt, der Luftraum teilweise gesperrt und jüdische Museen geschlossen worden.

Elizabeth Warren mischt US-Wahlkampf auf

Bis vor kurzem hätten die meisten Amerikaner darauf gewettet, dass die Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 zu einem knappen Match zwischen der Demokratin Hillary Clinton und einem deklariert konservativen männlichen Republikaner wird. Nun ist aber alles offener denn je. Grund dafür ist die explodierende Popularität von Elizabeth Warren. Die demokratische US-Senatorin entwickelt sich mit Hemdsärmeligkeit und markigen Sprüchen still und heimlich zum Star ihrer Partei. Schon jetzt macht sie Clinton Sympathisanten abspenstig - und könnte damit einen parteiinternen Zwist heraufbeschwören. Das wird wohl auch ein Grund dafür sein, dass Warren selbst Ambitionen auf das Weiße Haus strikt dementiert. Noch.

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Sport

Tour de France: Nibali am Ziel seiner Träume

Vincenzo Nibali ist am Ziel seiner Träume. Nach drei Wochen harter Arbeit durfte er sich gestern als erster Italiener seit Marco Pantani vor 16 Jahren in Paris als Gesamtsieger der Tour de France gratulieren lassen. Zugleich stieß Nibali in den elitären Kreis jener Fahrer vor, die neben der Tour auch den Giro d’Italia und die Vuelta gewinnen konnten. Dass der 29-Jährige nach dem frühen Aus seiner Mitstreiter Christopher Froome und Alberto Contador die 101. Auflage wie Lance Armstrong in seinen besten Zeiten dominierte, rief natürlich die Kritiker auf den Plan, aber auch sein Teamumfeld warf Fragen auf.

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Bundesliga: Später Doppelschlag rettet Grödig Sieg

Innerhalb von nur sechs Minuten hat der SV Grödig gestern einen 0:1-Rückstand gegen Sturm Graz im Finish noch in einen 2:1-Sieg verwandelt. Während die Salzburger nach dem Remis bei der Austria damit auch im ersten Heimspiel überzeugten, muss man bei den Steirern nach der zweiten Niederlage endgültig von einem kapitalen Saison-Fehlstart sprechen. Matchwinner der am Donnerstag wieder in der Europa-League-Qualifikation engagierten Grödiger waren die Stürmer-Legionäre Tomi (Spanien) und Yordy Reyna (Peru).

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Fußball: Neuer Arbeitgeber für ÖFB-Goalie Almer

Rechtzeitig vor dem Saisonbeginn ist Robert Almer auf seiner Suche nach einem neuen Verein fündig geworden. Österreichs Teamtormann unterschrieb beim deutschen Bundesligisten Hannover 96 einen Vertrag bis Sommer 2015. „Wir freuen uns, einen sehr erfahrenen Torwart für unser Team zu bekommen“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner.

Viel Spielpraxis wird der 30-Jährige, der im Frühjahr bei Energie Cottbus nicht zum Einsatz gekommen war, aber wieder nicht bekommen. Klare Nummer eins bei Hannover ist Ron-Robert Zieler, der im Aufgebot von Weltmeister Deutschland stand.

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Wirtschaft

Milliarden-Entschädigung für ehemalige Yukos-Aktionäre

Der Ständige Schiedshof in Den Haag wird Russland einem Medienbericht zufolge zu 50 Milliarden Dollar Schadenersatz an Ex-Aktionäre des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos verurteilen. Das Gericht werde die Entscheidung noch heute verkünden, berichtete die russische Wirtschaftszeitung „Kommersant“ auf ihrer Website unter Berufung auf namentlich nicht genannte Informanten. Russland werde voraussichtlich in Berufung gehen.

Eine Gruppe ehemaliger Yukos-Aktionäre fordert von der Regierung in Moskau 100 Milliarden Dollar Entschädigung, weil sie nach eigenen Angaben durch die Auflösung des einst von dem Regierungskritiker Michail Chodorkowski kontrollierten Konzerns viel Geld verloren haben.

„FT“: Danone plant Verkauf von Spezialernährungssparte

Der französische Molkereikonzern Danone verhandelt laut „Financial Times“ über einen Verkauf seines Geschäftes mit medizinischer Spezialernährung. Interessent ist das US-Unternehmen Hospira, wie die „Financial Times“ gestern auf ihrer Webseite berichtete. Demnach würde die Sparte, die etwa Sondennahrung für schwer kranke Patienten herstellt, mit fünf Mrd. Dollar (3,72 Mrd. Euro) bewertet.

Ein Abschluss sei aber nicht ausgemacht, und die Verhandlungen würden fortgesetzt. Dem Bericht zufolge könnte Hospira seinen Firmensitz mit dem Kauf nach Europa verlegen und damit in den USA Steuern sparen. Diese Praxis stößt etwa bei Präsident Barack Obama auf Kritik. Danone ließ den Bericht unkommentiert. Hospira reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Der weltgrößte Joghurthersteller Danone hat im ersten Halbjahr 2014 wegen schwächerer Geschäfte in Europa und Asien überraschend wenig Geld verdient. In Europa macht dem Hersteller von Fruchtzwergen und Dany-Sahne-Pudding eine schleppende Nachfrage nach Milchprodukten zu schaffen, während er in China Babynahrung zurückrufen musste. An der Gewinn- und Umsatzprognose für dieses Jahr hält Danone aber fest. Das Unternehmen hatte im Juni angekündigt, wegen einer schwachen Auslastung mehrere Molkereien in Europa zu schließen, darunter ein Werk in Hagenow bei Schwerin.

IBM bekommt keine guten Angebote für Chipsparte

Der IT-Dienstleister IBM kann einem Medienbericht zufolge seine Chipsparte nicht losschlagen. IBM habe eine Offerte des US-Konzerns Globalfoundries für das Halbleitergeschäft abgelehnt, berichtet die Agentur Bloomberg. Der Preis sei IBM zu niedrig gewesen.

Globalfoundries galt als Hauptinteressent für die Sparte. Früheren Berichten zufolge soll IBM rund zwei Milliarden Dollar für das Geschäft verlangt haben. IBM befindet sich gegenwärtig im Umbau. Das US-Unternehmen pumpt deshalb viel Geld in das Cloud-Computing.

Swatch plant eigene Fitnessuhr

Der weltgrößte Uhrenhersteller Swatch will sich mit einer eigenen Fitnessuhr am vielversprechenden Markt für Armbanduhren mit Sportfunktionen beteiligen. Dazu soll das elektronische Modell Swatch Touch ab dem kommenden Jahr mit Zusatzfunktionen für Sportler ausgestattet werden, wie der Chef des Schweizer Konzerns, Nick Hayek, der Zeitung „NZZ am Sonntag“ sagte.

„Wir werden im Jahr 2015 alle Fitnessfunktionen in einer Swatch Touch integrieren“, sagte Hayek, „sie bleibt zwar eine Uhr, wird aber alle heute gebräuchlichen Fitnessfunktionen, mit denen der Körper überwacht wird, umfassen.“

Swatch zeigt Apple die kalte Schulter

Uhren mit Zusatzfunktionen wie Pulsmessung, Trainingscomputer oder GPS-Geschwindigkeitsmessung sind ein wachsender Markt, ebenso wie sogenannte Fitnessarmbänder, die die Daten ihres Trägers aufzeichnen.

Einen Bericht über eine mögliche Zusammenarbeit mit dem iPhone-Hersteller Apple zur Entwicklung einer solchen Multifunktionsuhr hatte Swatch in der vergangenen Woche dementiert. „Wir haben bereits das gesamte Know-how, wir brauchen keine Partnerschaft“, hatte Hayek gesagt. So beliefere Swatch bereits einen der Marktführer mit Modulen für Fitnessbänder.

„3“ hat Beschwerde gegen Frequenzauktion zurückgezogen

Der heimische Mobilfunker „3“, der zum Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa gehört, hat Ende Juni seine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) gegen die vorjährige Lizenzversteigerung von LTE-Frequenzen zurückgezogen, erklärte ein Unternehmenssprecher gestern gegenüber der APA. Er bestätigte damit einen Bericht des Wirtschaftsmagazins „trend“.

„Wir sind nach wie vor überzeugt, dass das Auktionsverfahren formal und inhaltlich rechtswidrig war“, heißt es in einem der APA übermittelten Statement des „3“-Chefs Jan Trionow. In der Zwischenzeit hätten sich aber die Rahmenbedingungen geändert, so seine Begründung.

Die Frequenzauktion spülte im Herbst 2013 rund zwei Milliarden Euro in die Staatskassen. Mittlerweile ist fix, dass zwischen 2016 und 2020 die Hälfte davon als Breitbandmilliarde in die Branche zurückfließt. Mit dem Rückzieher von „3“ steht nun Konkurrenz T-Mobile mit seiner Beschwerde alleine da. Die Entscheidung wird nach dem Sommer erwartet.

Gesundheit

Schon zwei US-Helfer in Liberia mit Ebola infiziert

Infolge der grassierenden Ebola-Epidemie in Liberia haben sich inzwischen zwei Helfer aus den USA mit dem tödlichen Virus angesteckt. Neben einem 33-jährigen Arzt wurde auch eine Missionarin infiziert, die für die Desinfektion von Schutzanzügen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zuständig war, wie die karitative Stiftung Samaritan’s Purse gestern mitteilte.

Laut einer Sprecherin der Organisation befinden sich beide Patienten in stabilem Zustand. Die vor Monaten ausgebrochene Ebola-Epidemie in Westafrika hat ihren Ausgangspunkt in Guinea. Insgesamt infizierten sich dort sowie im benachbarten Sierra Leone und in Liberia nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher fast 1.100 Menschen mit dem Erreger. Bis zum 20. Juli starben mehr als 660 von ihnen an der Krankheit.

Auf Nigeria übergegriffen

In Nigeria wurde am Freitag in der Millionenmetropole Lagos der erste Ebola-Tote gemeldet. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich das hoch ansteckende Ebola-Virus in der Region ausbreitet. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Gegen die Krankheit gibt es bisher keine Medikamente.

Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Es wird angenommen, dass es vor allem von Tieren wie Fledermäusen übertragen wird, die ihres Fleisches wegen gejagt werden. Unter Menschen reicht schon eine Berührung zur Infektion mit dem Virus.

Chronik

Nach Unfall auf A1: Streit legte Verkehr lahm

Ein Streit nach einem Auffahrunfall hat gestern den Verkehr bei Salzburg-West (Flachgau) auf der Westautobahn (A1) lahmgelegt. Polizisten konnten die sechs beteiligten Streithähne trennen. Die beiden Lenker dürften sich bereits vorher eine Verfolgungsjagd geliefert haben.

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Überschwemmungen nach Starkregen

Heftige Regengüsse sind heute über der Steiermark herabgegangen. Mancherorts gab es Überschwemmungen. Vor allem im Bezirk Weiz waren die Feuerwehren stundenlang mit Akutmaßnahmen und Aufräumarbeiten beschäftigt.

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Fahrzeugbrand breitete sich auf Feld aus

In Traismauer (Bezirk Baden) in Niederösterreich musste die Feuerwehr gestern zu einem Großeinsatz ausrücken. Ein Auto war offenbar in Brand geraten. Es stand in einem Feld, auf das sich das Feuer rasch ausbreitete. Die Brandursache ist noch unbekannt.

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Bereits zehn Tote durch Hitzewelle in Japan

Eine Hitzewelle hat am Wochenende weite Teile Japans erfasst und zehn Menschenleben gefordert. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter mitteilte, mussten zudem fast 1.400 Menschen ins Krankenhaus gebracht werden, laut dem Fernsehsender NHK waren es sogar 1.800.

Die Meteorologiebehörde des Landes gab Hitzewarnungen für 41 der 47 japanischen Präfekturen heraus. Im Westen Japans waren die Temperaturen gestern auf über 38 Grad Celsius geklettert. Heute wurden im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshu Höchstwerte von knapp 38 Grad zur Mittagszeit erreicht.

Gestern hielt die Hitze an und sollte sich nach einer möglichen kurzen Regenpause auch in den kommenden Tagen fortsetzen.

Deutsche Politikerin hatte Unfall mit eigenen Leibwächtern

Der Wagen der Ministerpräsidentin des deutschen Bundeslandes Thüringen, Christine Lieberknecht (CDU), ist auf der Autobahn bei Erfurt in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Dabei fuhr der Wagen mit ihren Leibwächtern auf ihren eigenen auf. Die Ministerpräsidentin und ihre Begleiter blieben nach Behördenangaben unverletzt.

Nach ersten Erkenntnissen hatte Lieberknechts Fahrer Samstagabend eine Vollbremsung eingelegt, weil ein Lastwagen vor ihm auf die Fahrspur gewechselt war. Das dahinter fahrende Auto mit Personenschützern fuhr daraufhin auf den Wagen der Ministerpräsidentin auf, wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Erfurt mitteilte.

Ermittlungen gegen Lkw-Fahrer

Lieberknecht selbst kommentierte den Unfall auf ihrer Facebook-Seite mit den Worten „Zum Glück und Dank der Umsicht meiner Fahrer blieben wir alle unverletzt“. Die Regierungschefin war auf dem Rückweg vom Landestag der Jungen Union in Mühlhausen, als sich der Unfall auf der A71 ereignete.

Der ausscherende Lastwagen einer Spedition aus dem bayerischen Rosenheim war nach Polizeiangaben ungeachtet des Unfalls weitergefahren. Gegen den Fahrer wird jetzt wegen Unfallflucht ermittelt.

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei Lotto „6 aus 45“ gibt es einen Solo-Sechser. Beim Joker gibt es keinen Hauptgewinner und damit einen Jackpot.

Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

3 9 15 22 41 43 Zusatzzahl 32

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

1 1 1 1 4 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Wegen US-Serie: Gefängnis muss Kleidung wechseln

Aus Angst vor Verwechslungen müssen Insassen eines US-Gefängnisses in Michigan nun gestreifte Overalls tragen statt der bisher orangefarbenen. Weil immer mehr Menschen auch außerhalb der Gefängnismauern „coole“ orange Gefängniskleidung tragen, fürchtet der zuständige Sheriff, dass sie mit Gefängnisinsassen verwechselt werden und diese so leichter flüchten könnten. Verantwortlich für den Hype macht er den Erfolg der populären Netflix-Serie „Orange Is the New Black“ über ein fiktives Frauengefängnis. Die Gefängnisinsassen sind über den Farbwechsel alles andere als begeistert.

Mehr dazu in Insassen wenig begeistert

Kultur

Louis de Funes: Der Mann hinter der cholerischen Grimasse

„Ganz mies und doch ganz liebenswert“ - so hat der französische Filmkomiker Louis de Funes seine Filmfiguren beschrieben. Seine Fans liebten ihn für seine cholerischen Schimpftiraden, grimassierenden Ausbrüche und hysterischen Entgleisungen - ob als Gendarm von Saint Tropez, als gnadenloser Restaurantkritiker oder als rassistischer Fabrikchef. Sein Privatleben hielt der Schauspieler, der am 31. Juli 100 Jahre alt geworden wäre, stets aus der Öffentlichkeit, indem er sich hinter der grantelnden Fassade versteckte.

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Zeitzeuge warnt vor „Vergessen“

Marko Feingold, geboren 1913, ist einer der letzten Zeitzeugen des Naziregimes. In vier Konzentrationslagern kämpfte er ums Überleben. Mit einem packenden und berührenden Vortrag warnte er auf der Schallaburg in Niederösterreich vor dem Vergessen.

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Lifestyle