Ausland

USA erwarten in Kuba keinen „Wandel über Nacht“

Nach der historischen Wende in der Kuba-Politik hat US-Präsident Barack Obama einen Wandel in dem kommunistischen Karibikstaat vorausgesagt. Kuba werde sich verändern, sagte Obama heute in einer Pressekonferenz in Washington. „Das wird passieren, und dieser Politikwechsel wird das voranbringen.“

Allerdings machte der Präsident deutlich, dass der Wandel nicht „über Nacht“ eintreten werde. Kuba sei „noch immer ein Regime, das seine Bevölkerung unterdrückt“. Eine Reise von ihm nach Havanna oder ein Besuch des kubanischen Staatschefs Raul Castro in den USA stehe derzeit nicht zur Debatte.

Nach mehr als einem halben Jahrhundert ohne diplomatische Beziehungen hatte Obama am Mittwoch eine grundlegende Neuausrichtung der US-Politik gegenüber Kuba angekündigt. So soll in den kommenden Monaten wieder eine US-Botschaft in Havanna eröffnet werden. Außerdem ist vorgesehen, Strafmaßnahmen der USA gegen Kuba zu lockern. Obama versprach zudem, gemeinsam mit dem Kongress über eine vollständige Aufhebung der vor mehr als 50 Jahren von den USA gegen Kuba verhängten Handelsblockade zu beraten.

Grünes Licht auch in Kuba

Vom kubanische Parlament wurde unterdessen heute der historischen Beschluss zwischen Kuba und den USA zur Normalisierung der beiderseitigen Beziehungen einstimmig gebilligt.

Kim Jong Un zu Weltkriegsfeier nach Moskau eingeladen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu den Feiern zum 70. Jahrestag des Sieges gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg eingeladen. „Ja, eine solche Einladung wurde verschickt“, sagte Putins Sprecher Dimitri Peskow heute der Nachrichtenagentur Tass. Die Feierlichkeiten werden Anfang Mai 2015 stattfinden.

Russland ist einer der wenigen Verbündeten Nordkoreas. Das Land ist extrem stark von der Weltöffentlichkeit abgeschottet. Kim Jong Un folgte vor drei Jahren seinem Vater Kim Jong Il als Staatsführer. Kim Jong Il besuchte im August 2011 mit seinem Privatzug Russland und traf sich mit dem damaligen russischen Präsidenten Dimitri Medwedew.

Kenia: Umstrittenes Sicherheitsgesetz in Kraft

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta hat gestern ein umstrittenes Gesetz in Kraft gesetzt, mit dem das Land nach einer Serie von blutigen Anschlägen die innere Sicherheit erhöhen will. Kritiker der Neuregelungen sehen Kenia auf dem Weg zu einem Polizeistaat.

Das Gesetz erlaubt es, Terrorverdächtige künftig 360 statt bisher 90 Tage in Untersuchungshaft zu halten. Zudem werden Haftstrafen erhöht und die Telefonüberwachung vereinfacht. Journalisten drohen künftig drei Jahre Haft, wenn sie Ermittlungen oder Einsätze gegen den Terrorismus behindern oder ohne Erlaubnis der Polizei Bilder von Terroropfern veröffentlichen.

Die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und Amnesty International warnten vor einem Rückfall in die Zeiten des Polizeistaats von Daniel Arap Moi, der Kenia von 1978 bis 2002 mit harter Hand regierte. Oppositionsführer Moses Wetangula kündigte an, vor Gericht gegen das Gesetz vorzugehen, da dessen Inhalt sowie die Art seiner Verabschiedung verfassungswidrig seien. Nach Darstellung Kenyattas ist das Gesetz notwendig, um angesichts einer Zunahme von Anschlägen durch die somalische Al-Schabab-Miliz die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

Haftbefehl gegen Erdogan-Gegner Gülen

Ein türkisches Gericht hat laut einem Medienbericht heute Haftbefehl gegen den islamischen Prediger Fethullah Gülen erlassen.

Der 73-jährige Rivale des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird beschuldigt, eine „Terrororganisation“ anzuführen, berichtete der Staatssender TRT. Gülen lebt seit Jahren im Exil in den USA. Erdogan wirft seinem ehemaligen Verbündeten vor, ein Komplott zum Sturz der Regierung geschmiedet zu haben.

Landesweite Razzia gegen Medienvertreter

Am Sonntag war die türkische Polizei in einer landesweiten Razzia gegen mutmaßliche Anhänger Gülens in den Medien vorgegangen. 30 Menschen wurden festgenommen, die meisten von ihnen wurden inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Razzien erfolgten fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Aufnahmen umfassender Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu einem Korruptionsskandal im Umfeld des damaligen Ministerpräsidenten Erdogan. Erdogan wirft Gülen vor, die Ermittlungen in Gang gesetzt zu haben, um seine Regierung zu Fall zu bringen.

Tausende Polizisten und Staatsanwälte wurden seitdem versetzt oder entlassen. Die eingeleiteten Korruptionsverfahren wurden inzwischen allesamt eingestellt.

USA schicken 1.000 Fallschirmjäger in den Irak

Die USA schicken rund 1.000 Fallschirmjäger in den Irak, um die dortigen Sicherheitskräfte besser für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu rüsten. Das teilte Pentagon-Sprecher John Kirby heute mit.

Demnach sollen die Angehörigen der 82. Luftlandedivision ab Ende Jänner im Irak eintreffen. Sie sind Teil eines US-Kontingents von zusätzlichen 1.500 Soldaten, deren Entsendung Obama im November beschlossen hatte. Die Amerikaner sollen die irakischen Sicherheitskräfte ausbilden und beraten.

Kurden melden Erfolge gegen IS

Nach der Durchbrechung des Belagerungsrings um das Sindschar-Gebirge im Nordirak haben kurdische Peschmerga-Kämpfer die Dschihadistenmiliz IS weiter zurückgedrängt. Heute wollen die Peschmerga beginnen, in den Bergen eingeschlossene Jesiden in Sicherheit zu bringen. Jesiden-Führer Said Hassan Said sagte, es befänden sich noch 1.200 Familien in dem kargen Höhenzug. Die USA meldeten zudem, dass bei Luftangriffen drei ranghohe militärische Anführer des IS getötet worden seien.

Mehr dazu in Ranghohe IS-Kommandeure getötet

Jazenjuk vergleicht Putin mit Drogensüchtigem

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit einem Drogensüchtigen verglichen. Seine aggressive Politik mache Putin „zu einem Drogensüchtigen“, sagte Jazenjuk in einem heute vorab veröffentlichten Interview des Magazins „Der Spiegel“.

„Sein Überleben ist abhängig von weiteren Landnahmen auf fremdem Staatsgebiet. Er braucht immer neue Annexionen.“ Der Applaus, den Putin durch den Anschluss der Krim daheim erhalten habe, werde nicht ewig anhalten, da es der russischen Bevölkerung durch die Sanktionen des Westens zunehmend schlechter gehe. „Um seine Popularität zu bewahren, muss Putin weitere internationale Verbrechen begehen“, sagte Jazenjuk.

Jazenjuk will mehr Waffenlieferungen

Der ukrainische Regierungschef forderte den Westen auf, mehr für sein Land zu tun. „Wir stehen vor einer wirtschaftlichen Katastrophe und der Frage von Krieg und Frieden“, sagte der Regierungschef. „Wir brauchen mehr finanzielle und militärische Hilfe, Waffenlieferungen sind für uns von zentraler Bedeutung.“

Die Ukraine und westliche Länder werfen Russland vor, den Kampf von Separatisten in der Ostukraine anzuheizen. Die EU und die USA haben deshalb Sanktionen gegen die Regierung in Moskau verhängt. Die russische Regierung weist die Vorwürfe zurück.

Sony-Hackerangriff: FBI bekräftigt Verdacht gegen Nordkorea

Das FBI hat Nordkorea erstmals direkt für den Hackerangriff auf Sony Pictures verantwortlich gemacht. Es gebe genügend Informationen, die diesen Rückschluss erlaubten, teilte die US-Bundespolizei heute in Washington mit. 

Bei der technische Analyse der verwendeten Angriffssoftware hätten sich Verbindungen zu anderen Schadprogrammen herausgestellt, die nach FBI-Erkenntnissen kürzlich in Nordkorea entwickelt worden seien. Bei der Cyberattacke waren im November flächendeckend die Computersysteme von Sony Pictures angegriffen und zahlreiche Daten gestohlen worden.

Die US-Bundespolizei habe auch eine deutliche Überschneidung der bei dieser Attacke verwendeten Infrastruktur und anderer „bösartigen Cyberaktivitäten“ Nordkoreas entdeckt. Es gebe zudem Ähnlichkeiten mit einem von Nordkorea im März vergangenen Jahres ausgeführten Cyberangriff gegen südkoreanische Banken und Medien.

Obama-Kritik trifft auch Sony

Auch Barack Obama bestätigte, dass nach US-Informationen Nordkorea hinter dem Hackerangriff stehe. „Wir werden darauf entsprechend antworten, wann und wie wir es wollen.“ Einzelheiten wolle er aber nicht öffentlich machen, sagte Obama. Der US-Präsident kritisierte aber auch die Absage des Nordkorea-Satirefilms „The Interview“ als direkte Reaktion auf die Hackerattacke. Das Filmstudio Sony Pictures habe damit einen „Fehler begangen“, sagte Obama bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington.

Er könne die Sorgen von Sony zwar verstehen, hätte sich aber gewünscht, dass das Filmstudio anders entschieden hätte. „Wir können nicht in einer Gesellschaft leben, in der irgendein Diktator irgendwo anfängt, in den USA Zensur auszuüben.“

Nordkorea weist Vorwurf zurück

Nordkorea wies den Vorwurf aus den USA unterdessen wieder zurück. „Unser Land hat keine Beziehung zu dem Hacker“, wie die nordkoreanische Vertretung bei der UNO in New York betonte. In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Erklärung hatte die nordkoreanische Militärführung die Attacke zuvor als „gerechte Tat“ gutgeheißen.

Inland

Zentralmatura: Schüler bekommen mehr Zeit für Vorbereitung

Die Kürzung der Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura soll durch zusätzliche Übungsangebote zwischen Notenkonferenz und schriftlicher Reifeprüfung kompensiert werden. Diesen „Kompromissvorschlag“ unterbreitete Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) heute.

Für die Schüler ist das eine „gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung“. Diese Lösung könne nur für dieses Schuljahr gelten, nachher müsse sie evaluiert werden, so Bundesschulsprecher Lukas Faymann - der nicht mit Kanzler Werner Faymann verwandt ist.

Nach Kritik von Eltern, Lehrern und Schülern

Im Vorfeld hatten Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter Kritik an der Kürzung der Vorbereitungsstunden geübt. Dabei geht es um jene Stunden, die zwischen schriftlicher und mündlicher Matura zur Vorbereitung auf letztere zur Verfügung stehen.

Bisher wurden den Lehrern in Nebenfächern pro Klasse in der Regel acht Stunden bezahlt, in Hauptfächern zwölf oder 16. Künftig sind es nur noch vier, außerdem werden alle Kandidaten eines Prüfungsfachs klassenübergreifend in einer Gruppe zusammengefasst.

Verpflichtend ab diesem Schuljahr

Die 13-köpfige Bundesreifeprüfungskommission soll die zentralen Elemente der Matura begleitend evaluieren und Heinisch-Hosek bezüglich der Abwicklung der Prüfung strategisch beraten.

Die neue Matura ist ab dem Haupttermin im Mai 2015 an den AHS verpflichtend. Die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) folgen erst ein Jahr später, sie können aber im Rahmen von Schulversuchen einzelne Teile der neuen Reifeprüfung, die etwas anders als an den AHS konzipiert ist, erproben.

Wirtschaft

US-Subventionen für Boeing: EU zieht erneut vor WTO

Der Streit über staatliche Milliardenhilfen für den US-Flugzeugbauer Boeing und seinen europäischen Rivalen Airbus wird noch einmal ausgeweitet. Die Europäische Union beantragte heute bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf Konsultationen über Subventionen für Boeings neuen Riesenflieger 777X.

Sie waren von der US-Regierung zuletzt bis 2040 verlängert worden. Die Höhe der zusätzlichen Hilfen werde auf 8,7 Milliarden Dollar (7,1 Mrd. Euro) geschätzt, teilte die EU mit. Schon der ursprüngliche Beihilfeplan bis 2024 sei von der WTO als rechtswidrig eingestuft worden.

Der transatlantische Konflikt über Staatsbeihilfen beschäftigt die WTO seit Jahren. Die Streitparteien haben sich gegenseitig verklagt, weshalb Verfahren laufen. Im Fall der US-Klage gegen die EU kam die WTO bereits 2010 zu dem Schluss, dass beispielsweise Teile der zurückzuzahlenden Anschubfinanzierung für den Großflieger Airbus A380 illegale Exportsubventionen seien. Es wurden daraufhin Änderungen veranlasst, die Washington aber für unzureichend hält. Auch im Fall einer früheren EU-Klage gegen die USA gibt es bisher keine Einigung.

Undercover-Bericht: Wie Apple-Zulieferer Arbeiter ausbeutet

Die Arbeitsbedingungen bei chinesischen Apple-Zulieferbetrieben haben sich trotz der Versprechungen Apples offenbar kaum verbessert. Wie die BBC berichtet, müssen Arbeiter weiterhin regelmäßig mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten. Vor Erschöpfung würden sie bei ihren zwölf Stunden dauernden Schichten immer wieder einschlafen, berichteten Reporter, die undercover beim Zulieferbetrieb Pegatron gearbeitet hatten. Apple wies die Vorwürfe zurück: Es gebe laufend Verbesserungen, so der iPhone-Hersteller, es müsse aber kontinuierlich daran gearbeitet werden, räumte Apple ein.

Mehr dazu in Auflagen nicht eingehalten

Russische Duma billigt Milliardenhilfen für Banken

Russlands Parlament hat Milliardenhilfen für die von den westlichen Sanktionen betroffenen Banken auf den Weg gebracht. Das Abgeordnetenhaus (Duma) stimmte heute einem Gesetzespaket zur Stützung der Geldhäuser in Höhe von bis zu 16,5 Milliarden Dollar zu.

Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss noch das Oberhaus zustimmen und Präsident Wladimir Putin seine Unterschrift leisten. Laut Finanzminister Anton Siluanow können die Banken voraussichtlich Anfang 2015 auf die staatlichen Kapitalspritzen zurückgreifen.

Keine Namen genannt

Welche Banken in den Genuss der Hilfen kommen, geht aus dem Gesetzesentwurf nicht hervor. Wie der Finanzmarktausschuss der Duma mitteilte, wird mit der Sberbank jedoch eines der Schwergewichte der Branche leer ausgehen. Zusätzliches Kapital könne das Institut bei Bedarf bei der Zentralbank beziehen.

Der russische Staat hatte dieses Jahr bereits mehreren Banken unter die Arme gegriffen, die wegen der Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts von den westlichen Kreditmärkten abgeschnitten sind. Zu den bisherigen Empfängern der Staatshilfen gehörte unter anderem die Großbank VTB.

Mayonnaise-Krieg: Unilever gibt klein bei

Der Mayonnaise-Krieg ist einseitig beilegt: Der Lebensmittelriese Unilever hat seine Klage gegen das US-Start-up Hampton Creek und dessen eifreies Produkt „Just Mayo“ zurückgezogen.

Unilever hatte dem Unternehmen vorgeworfen, Konsumenten mit dem Produktnamen „Just Mayo“ in die Irre zu führen, da es keine Eier enthält, sondern auf veganer Basis (gelbe Erbsen) hergestellt wird.

Angst vor Silicon Valley?

Die Klage wurde laut „Financial Times“ an dem Tag zurückgezogen, an dem Hampton Creek 90 Millionen Dollar Kapital bei prominenten Investoren aus dem Silicon Valley und Asien einsammelte. Damit will das Start-up eine internationale Expansion und die Entwicklung neuer Produkte finanzieren.

Zu den neuen Investoren gehört unter anderen der Facebook-Mitbegründer Eduardo Saverin. Zuvor beteiligte sich unter anderen bereits Microsoft-Gründer Bill Gates an Hampton Creek. Das Unternehmen ist eine von mittlerweile mehreren Silicon-Valley-Firmen, die die Lebensmittelproduktion auf neue Beine stellen wollen. So versucht etwa Impossible Foods Burger ohne Fleisch und Käse ohne Milch zu entwickeln.

„Teilen eine Vision“

Unilever hatte in seiner im November eingereichten Klage behauptet, Hampton Creek schade dem globalen Lebensmittelriesen und dessen Mayonnaise-Marke Hellman’s durch falsche Behauptungen in seiner Werbekampagne. Mayonnaise müsse laut US-Lebensmittelkennzeichnungsregeln Eier enthalte, so Unilever.

Nun erklärte Unilever, dass es seine Vorwürfe nicht zurückziehe, die Angelegenheit aber nicht länger gerichtlich verfolgen werde. „Unilever hat entschieden, seine Klage zurückzuziehen, damit Hampton Creek seine Marke direkt mit Industrievertretern und den zuständigen Zulassungsbehörden verhandeln kann“, so Unilever in einer Mitteilung. Beide Unternehmen würden die „Vision ... einer nachhaltigeren Welt teilen“.

Hampton Creeks missionarischer Anspruch

Hampton Creek freute sich erwartungsgemäß über den Erfolg und beanspruchte in einer Stellungnahme für sich nicht weniger als die Rolle eines Vorkämpfers für eine bessere Welt: „Hampton Creek wurde gegründet, um unsere Augen für die Probleme der Welt zu öffnen. Dieser Augenblick (die Unilever-Entscheidung, Anm.) hat das nur bestätigt“, so der Gründer und Geschäftsführer Josh Tetrick.

ZIB2

Finanzprokuratur-Chef zu Milliardenklage gegen BayernLB

Die Republik Österreich klagt von der früheren Mehrheitseignerin der Hypo Alpe-Adria, der BayernLB, 3,5 Milliarden Euro ein. Man ortet laut Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) eine bewusste Täuschung seitens der Bayern über die katastrophale wirtschaftliche Lage der Hypo zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung. Live im ZIB2-Studio ist Wolfgang Peschorn, der als Chef der Finanzprokuratur mit der Klage befasst ist.

30 Jahre Hainburg - im Studio Freda Meissner-Blau

Geschlagen und geschlägert wurde am 19. Dezember 1984. Der Polizeieinsatz gegen die Hainburg-Besetzer mobilisierte erst recht die Öffentlichkeit, und das Kraftwerk wurde nicht gebaut. Im Studio der ZIB2 ist Freda Meissner-Blau, Aubesetzerin und Mitbegründerin der Grünen.

Wieder Tote und doch Hoffnung in der Ostukraine

Trotz der brüchigen Waffenruhe verdichten sich die Anzeichen auf baldige Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt. In der ZIB2 eine Reportage von Christian Wehrschütz.

Frühlingstemperaturen zu Weihnachten

18,4 Grad wurden heute in Reichenau an der Rax gemessen. Auch wenn es nach Weihnachten kalt werden sollte, 2014 wird sicher das wärmste Jahr, seit es Aufzeichnungen gibt.

ZIB2 mit Lou Lorenz-Dittlbacher, 22.10 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Sport

Fußball: FIFA gibt nach Druck Garcia-Report frei

Der Fußballweltverband (FIFA) zieht nun offenbar doch die Reißleine: Nach anhaltend scharfer Kritik an der beharrlichen Weigerung, den viel diskutierten Garcia-Report zur Vergabe der Fußball-WM 2018 und 2022 freizugeben, rang sich die FIFA zu einer Veröffentlichung durch. Man habe sich einstimmig darauf geeinigt, alle Details nach Abschluss der noch laufenden Untersuchungen publik zu machen, so die BBC. An der Entscheidung, dass die Endrunden in Russland und Katar stattfinden, werde allerdings nicht gerüttelt.

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Biathlon: Landertinger holt ersten ÖSV-Saisonpodestplatz

Dominik Landertinger hat beim Weltcup im slowenischen Pokljuka als Zweiter für den ersten ÖSV-Podestplatz in der Biathlon-Saison gesorgt. Der 26-jährige Tiroler musste sich im 10-km-Sprint nach fehlerfreier Leistung am Schießstand nur dem Russen Anton Schipulin geschlagen geben. Dritter wurde der Norweger Emil Hegle Svendsen. Simon Eder untermauerte die starke Leistung der Österreicher als Elfter.

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Chronik

Verletzte bei Vulkanausbruch in Indonesien

Beim Ausbruch eines Vulkans im Osten Indonesiens sind neun Bergsteiger verletzt worden. Ein Mensch werde noch vermisst, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde heute mitteilte.

Der Vulkan Gamalama in der Provinz Nordmolukken war bereits gestern ausgebrochen. Asche und Gestein wurden rund 2.000 Meter in die Luft geschleudert. Die Bergsteiger verletzten sich auf der Flucht vor der Eruption.

Erdbeben: Angst in Florenz nach weiterem Erdstoß

Ein zweiter Erdstoß, der eine Magnitude von 4,1 nach Richter erreicht hat, wurde heute im Raum von Siena und Florenz gespürt. Mehrere Menschen liefen in Florenz auf die Straßen. Bei der Feuerwehr riefen zahlreiche besorgte Menschen an.

Das Beben ereignete sich 7,1 Kilometer unter der Erdoberfläche, teilte das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mit. Überprüft wird, ob der Erdstoß Schäden verursacht hat. Nach Angaben des Denkmalschutzes haben die städtischen Museen die Erdstöße unbeschadet überstanden.

Davor hatte sich am Vormittag im toskanischen Chianti-Gebiet ein Erdbeben mit der Stärke 3,8 nach Richter ereignet. In Florenz wurden daraufhin Schulen und einige Büros aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Acht Kinder in Australien ermordet aufgefunden

In einem Vorort von Cairns an der Nordostküste Australiens hat sich eine grauenhafte Bluttat ereignet. Jemand hatte heute Früh den Rettungsdienst wegen einer verletzten Frau in einem Haus alarmiert. Dort fanden die Sanitäter dann acht tote Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und 15 Jahren. Sie wurden erstochen beziehungsweise erstickt. Sieben der Kinder waren Geschwister, das achte war mit ihnen verwandt. Bei der Verletzten handelt es sich um die Mutter der sieben Geschwister. Über Täter oder Motiv machte die Polizei zunächst keine Angaben.

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Medien

Religion

Weihnachtskrippe auf Petersplatz im Vatikan eröffnet

Auf dem Petersplatz in Rom ist heute die traditionelle Weihnachtskrippe eröffnet worden. Fünf Tage vor dem Heiligen Abend wurden auch die Lichter an der 25 Meter hohen Weihnachtstanne entzündet. Bisher wurde die Krippe erst am Heiligen Abend selbst enthüllt, doch wie manches andere hat sich auch diese Tradition unter Papst Franziskus geändert.

Die diesjährige Weihnachtskrippe, zu der 20 lebensgroße Terrakottafiguren gehören, ist inspiriert von der italienischen Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti. Entworfen wurde sie vom Künstler Alfredo Troisi. Gemäß der Tradition besucht der Papst die Krippe am 31. Dezember nach einem Dankgottesdienst für das vergangene Jahr.

Bericht: Franziskanerorden am Rande der Pleite

Der weltweite Franziskanerorden steht wegen hoher Schulden am Rande des finanziellen Zusammenbruchs. Die Schweizer Justizbehörden sollen Millionen Euro beschlagnahmt haben, berichtete die italienische Tageszeitung „La Stampa“. Die Gelder sollen in Gesellschaften investiert worden sein, gegen die wegen illegaler Geschäfte, unter anderem Drogen- und Waffenhandel, ermittelt wird.

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Kultur

Christina Stürmer nimmt neues Album auf

Die österreichische Popsängerin Christina Stürmer („Millionen Lichter“) nimmt zum Jahreswechsel ein neues Album auf. Von Neujahr an werde sie im Musikstudio stehen, so die 32-Jährige heute. „Die Ideen haben es von meinem Kopf schon aufs Papier geschafft. Von Jänner an werden wir sie im Studio zum Klingen bringen.“

Das neue Album erscheine voraussichtlich im Sommer. Vor dem Start der Aufnahmen konzentriere sie sich auf die Familie und Weihnachten. „Das ist für uns die Zeit der Ruhe und der persönlichen Gespräche. Und auch die Zeit, in der wir alle das Handy ausschalten." 

Leute

Schwedens Prinzessin Madeleine wieder schwanger

Die schwedische Prinzessin Madeleine (32) ist wieder schwanger. Das gab das Königshaus heute bekannt. Die Schwester von Kronprinzessin Victoria werde das Kind im Sommer zur Welt bringen.

„Wir sind sehr glücklich und freuen uns auf ein neues Mitglied in unserer Familie“, ließen Prinzessin Madeleine und ihr Mann Christopher O’Neill verlauten.

Erst im Februar hatte Madeleine in New York Prinzessin Leonore zur Welt gebracht, das zweite Enkelkind für König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia.

„Minecraft“-Erfinder kauft teuerstes Haus in Beverly Hills

Der schwedische Spieleentwickler und „Minecraft“-Erfinder Markus Persson hat nach dem Verkauf seiner Firma Mojang für 2,5 Milliarden Dollar an Microsoft ein neues Luxusanwesen in Beverly Hills gekauft.

Mit 70 Millionen Dollar ist es laut der Immobilienagentur John Aaroe Group das teuerste dort jemals verkaufte Haus. Unter anderen sollen auch Beyonce und Jay Z ein Gebot für die moderne Villa abgegeben haben.

„Bin außer mir“

„So verrückt. All das ist so verrückt. Ich fühle mich so glücklich und bin außer mir“, so Persson auf Twitter. Auch ein Foto der riesigen Süßigkeitenbar im Wohnzimmer postete Persson.

Das etwa 2.100 Quadratmeter große Anwesen umfasst einen Kinosaal, acht Schlafzimmer, 15 Badezimmer und einen Weinkeller. Der Garten mit Infinity-Pool bietet einen Blick über Hollywood und den Pazifischen Ozean. Der Fuhrpark wird in einer Garage mit gläsernem Autolift ins Innere des Hauses verwahrt.

Science

Unbekannte Fischart in 8.143 Meter Tiefe entdeckt

So tief im Meer wie nie zuvor haben Forscher der Universität Hawaii eine bisher unbekannte Fischart entdeckt. Das Tier sei im Marianengraben im westlichen Pazifik in einer Tiefe von 8.143 Metern geschwommen - tiefer, als je ein anderer Fisch gefilmt worden sei, teilten die Wissenschaftler mit.

Mit speziellen Tiefseegeräten filmten sie den weiß-durchsichtigen Fisch, der zu der Familie der Scheibenbäuche gehört. Bei der 30 Tage dauernden Forschungsreise mit dem Expeditionsschiff „Falkor“ entdeckten die Wissenschaftler zudem zahlreiche weitere neue Meerestierarten.

Lifestyle

Gartenbrücke soll in London bald über die Themse führen

Mitten im Großstadtgrau von London könnte bald die grüne „Garden Bridge“ (Gartenbrücke) erwachsen. Der hängende Garten soll im Zentrum der Stadt über die Themse führen. Wie Bürgermeister Boris Johnson heute bekanntgab, könnte die Brücke schon im nächsten Jahr gebaut werden. Die Pläne sind bereits abgenickt.

Die 366 Meter lange Brücke soll als öffentlicher Park über die Themse führen. Das Projekt kostet etwa 175 Millionen Pfund (rund 223 Mio. Euro). Neben 60 Millionen Pfund (rund 77 Mio. Euro) an öffentlichen Geldern wird der Rest von Privatinvestoren finanziert.

Mehrere Millionen Menschen sollen die Brücke Schätzungen zufolge jährlich überqueren. Johnson nannte sie eine „Oase der Ruhe“ im Großstadtgetriebe.