Ausland

Mindestens 31 Tote bei Anschlagsserie im Irak

Bei einer Reihe von Bombenanschlägen im Irak sind heute mindestens 31 Menschen getötet worden. In den von Schiiten dominierten Bezirken der Hauptstadt Bagdad seien acht Autobomben explodiert, teilten Polizei und Sanitäter mit. Dabei seien mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.

Bereits zuvor starben bei zwei Bombenexplosionen in der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Basra mindestens elf Menschen, anderen Berichten zufolge sogar 13. Die erste Detonation ereignete sich in der Nähe eines belebten Platzes mit Restaurants und Geschäften. Die zweite Autobombe explodierte nach Polizeiangaben in einem Busbahnhof. Auch in Basra leben vorwiegend Schiiten.

Neue Welle der Gewalt

Insgesamt wurden bei den Attentaten mehr als 90 Menschen verletzt. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. In der irakischen Unruheprovinz al-Anbar wurden in der Nacht bei Zusammenstößen mit Angreifern zudem 24 Polizisten getötet. Die Gewalt im Irak hat im April Ausmaße angenommen wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) starben im vergangenen Monat mehr als 700 Menschen bei Anschlägen und Angriffen. Die Gewalt geht vornehmlich von Ablegern der Extremistenorganisation Al-Kaida und anderen sunnitischen Gruppen aus, die mit vielen Anschlägen die von Schiiten dominierte Regierung schwächen wollen. Zudem verschärft sich die Lage im Irak zunehmend durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien.

Chinas Regierungschef auf Annäherungskurs in Indien

Auf seiner ersten Auslandsreise seit seinem Amtsantritt hat Chinas neuer Ministerpräsident Li Keqiang in Indien für eine verstärkte Kooperation der beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde geworben. Er wolle „das gegenseitige Vertrauen stärken, die Zusammenarbeit ausbauen und sich der Zukunft zuwenden“, sagte Keqiang heute bei einem Treffen mit dem indischen Regierungschef Manmohan Singh in Neu-Delhi.

Für Keqiangs Besuch galten strenge Sicherheitsvorkehrungen, große Hauptstraßen wurden aus Angst vor Störungen durch protibetische Demonstranten abgesperrt. Die Wahl seines Besuchsziels gilt als hoch symbolisch. Zuletzt war ein Grenzkonflikt um eine abgelegene Region im Himalaya-Gebirge zwischen den beiden Atommächten wieder aufgeflammt, der die bilateralen Beziehungen seit Jahrzehnten belastet.

Weiter nach Pakistan und Europa

Auf Keqiangs Programm standen auch Treffen mit der Vorsitzenden der regierenden Kongresspartei, Sonia Gandhi, und mit Spitzenvertretern der führenden Oppositionspartei Bharatiya Janata. Von Indien aus fliegt der chinesische Ministerpräsident nach Pakistan und in die Schweiz weiter, bevor er kommenden Sonntag in Berlin von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen wird.

China ist Indiens zweitwichtigster Handelspartner, das Handelsvolumen der beiden Länder betrug im vergangenen Jahr 66,5 Milliarden Dollar (51,67 Mrd. Euro). Bis 2015 will Peking die Marke von 100 Milliarden Dollar durchbrechen.

Über 50 Tote bei Kampf um syrische Rebellenhochburg

Syrische Regierungstruppen haben mit einem umfassenden Angriff auf die strategisch bedeutende Rebellenhochburg Qusayr begonnen. Bei Luft- und Artillerieangriffen sowie Kämpfen in der Stadt wurden laut der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern mindestens 52 Menschen getötet.

Armeeeinheiten nahmen nach eigenen Angaben das Stadtzentrum ein. „Die syrische Armee kontrolliert den Hauptplatz von Qusayr und die umliegenden Gebäude“, sagte ein Armeevertreter der Nachrichtenagentur AFP. Ein Regierungssoldat erklärte im Staatsfernsehen, hundert bewaffnete Männer seien in heftigen Kämpfen getötet worden.

Warnungen vor Massaker an Zivilbevölkerung

Die Beobachtungsstelle sprach von mindestens 52 Getöteten, darunter 21 Rebellen. Die Regierungstruppen wurden offenbar von der schiitischen Hisbollah-Miliz unterstützt. Die Armee und regierungstreue Kämpfer versuchen seit Wochen, die strategisch wichtige Stadt zwischen Damaskus und der Mittelmeerküste unter Kontrolle zu bringen. Qusayr war seit mehr als einem Jahr in der Hand der Rebellen, die seit März 2011 gegen Assad kämpfen.

Die wichtigste syrische Oppositionsgruppe Nationale Koalition fordert eine Ende des „Massakers“ in Qusayr und beklagte „barbarische und zerstörerische Luftangriffe“ auf die Stadt. Die Arabische Liga berief für Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung ein. Das französische Außenministerium erklärte, Paris sei „zutiefst besorgt“ über die Lage in Qusayr. Alle Beteiligten müssten sich dafür einsetzen, „ein neues Massaker an der syrischen Zivilbevölkerung zu verhindern“.

Angeblich Raketen gegen Israel scharf gemacht

Die Spannungen zwischen Syrien und Israel stehen unterdessen haarscharf vor der endgültigen Eskalation: Laut einem Bericht der britischen „Sunday Times“ hat der syrische Machthaber Baschar al-Assad den Befehl gegeben, die modernsten Boden-Boden-Raketen seines Militärs auf Tel Aviv auszurichten. Sie sollen abgefeuert werden, sobald Israel - wie zuletzt bereits dreimal - syrische Waffenlieferungen an die radikalislamische Hisbollah mit Luftschlägen abfangen will. Israelische Experten halten Tel Aviv für ernsthaft bedroht.

Mehr dazu in Flughafen Ben Gurion als mögliches Ziel

Ungewohnt freundliche Töne von Venezuela an USA

Die venezolanische Regierung hat sich zu einer Annäherung an die USA bereiterklärt. „Wir werden einer Normalisierung der Beziehungen zu den USA weiter offen gegenüberstehen“, sagte Außenminister Elias Jaua gestern im Fernsehsender Televen. „Der erste Schritt wäre, die höchste Stufe der diplomatischen Vertretungen wieder einzurichten.“

Seit 2010 haben Venezuela und die USA keine Botschafter mehr im jeweils anderen Land. Jauas ungewöhnlicher Vorstoß kam zwei Wochen nach einer heftigen verbalen Attacke des venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro auf US-Präsident Barack Obama. Maduro hatte Obama als „obersten aller Teufel“ bezeichnet, der „dreistes Zeug“ rede und einen Angriff der „faschistischen Rechten auf Venezuelas Demokratie“ unterstütze.

Hintergrund waren die öffentlich geäußerten Zweifel Obamas an der Rechtmäßigkeit des äußerst knappen Siegs Maduros bei der Präsidentschaftswahl. Schon Maduros Amtsvorgänger Hugo Chavez hatte mehr als ein Jahrzehnt lang die USA immer wieder scharf attackiert. Trotz der diplomatischen Spannungen haben beide Länder bedeutende Handelsbeziehungen: Venezuela verkauft den USA etwa 900.000 Barrel Öl pro Tag.

Cameron will in eigenen Steuerparadiesen aufräumen

Der britische Premierminister David Cameron hat an die zu seinem Land gehörenden Steueroasen appelliert, beim Kampf gegen Steuerhinterziehung mitzuwirken. Cameron wandte sich heute in einem Brief an zehn Überseegebiete und Kronbesitzungen, darunter die Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie Gibraltar und die Bermudas. Er forderte die führenden Politiker der Gebiete unter anderem auf, den Austausch von Steuerdaten zu unterstützen.

Er habe den Kampf gegen Steuerhinterziehung zu einem zentralen Thema des G-8-Gipfels Mitte Juni in Nordirland gemacht, schrieb Cameron. Nun sei es an der Zeit, „in unserem eigenen Haus Ordnung zu schaffen“. Der Premier wandte sich insbesondere gegen gängige Modelle, mit denen die wahren Besitzverhältnisse von Firmen verschleiert werden. Die Regierung müsse wissen, „wer wirklich welches Unternehmen besitzt und kontrolliert“, schrieb Cameron.

Anfang April hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, wonach ein riesiger Datensatz 130.000 mutmaßliche Steuersünder aus mehr als 170 Ländern enttarnt hatte. Sie sollen geheime Geschäfte mit Offshore-Firmen in einschlägigen Steueroasen gemacht haben. Genannt wurden dabei auch die Britischen Jungferninseln und die Cayman-Inseln, die zu den Adressaten von Camerons Brief zählen.

Offensive gegen Islamisten in Nigeria fordert weitere Tote

In Nigeria sind bei der Offensive gegen Islamisten 17 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte gestern, Spezialeinheiten der nigerianischen Streitkräfte hätten 14 Terroristen getötet. Bei den Kämpfen seien zudem drei nigerianische Soldaten ums Leben gekommen, sieben seien verwundet.

Nigerias Armee geht seit einer Woche mit massivem Truppeneinsatz gegen die islamistische Rebellenbewegung Boko Haram vor. Die Regierung bot Islamisten Straferlass an, wenn sie sich stellten. Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit um die Stadt Maiduguri, die als Hochburg von Boko Haram gilt. Die Armee riegelte ein Dutzend Viertel der Stadt gestern komplett ab und verhängte mit Blick auf „Sondereinsätze“ eine dauerhafte Ausgangssperre.

Sogar USA mahnen zur Zurückhaltung

Nach Berichten eines Mitarbeiters einer Hilfsorganisation wurde das Telefonnetz in der Region abgeschaltet. Die Armee hatte bei Angriffen auf Rebellenlager in den vergangenen Tagen auch die Luftwaffe eingesetzt, durch deren Beschuss nach offiziellen Angaben Dutzende Menschen getötet wurden.

Die USA hatten sich am Freitag besorgt zu Berichten über Menschenrechtsverletzungen durch die Armee gezeigt und Nigerias Militär zur Zurückhaltung aufgerufen. Boko Haram kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die Gruppe verübte dabei zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen.

Inland

Regierung verbilligt GmbH-Gründung

Die Bundesregierung will die Gründung einer GmbH verbilligen. Daher wird sie im morgigen Ministerrat vorschlagen, künftig das Mindeststammkapital von 35.000 Euro auf 10.000 Euro zu senken, damit fällt die Bareinzahlung von 17.500 auf 5.000 Euro. Auch muss die Ersteintragung dann nicht mehr in der Wiener Zeitung sondern nur in der Ediktsdatei bekannt gegeben werden, was 150 Euro einsparen soll.

Im EU-Schnitt brauche eine GmbH nur etwa 8.000 Euro Stammkapital, in Deutschland sei eine Gründung schon mit 1 Euro möglich. Die meisten neuen Firmen seien im Dienstleistungsbereich tätig und brauchten weniger Kapital. Außerdem habe sich gezeigt, dass das Mindeststammkapital im Krisenfall ohnehin meist nicht mehr zur Verfügung stehe, argumentiert das Justizministerium diesen Schritt.

Auch weniger Stammkapital für bestehende GmbHs

Parallel zum Stammkapital sinken auch die Kosten für die Körperschaftssteuer von bisher mindestens 1.750 Euro auf mindestens 500 Euro im Jahr und die Notars- bzw. Rechtsanwaltskosten werden etwa halbiert. Für bestimmte Einpersonen-Gesellschaften soll die notarielle Gründung mit einer Mustersatzung bereits um rund 45 Euro möglich sein - das bringe eine Ersparnis von 1.100 Euro.

Auch schon bestehende GmbHs dürfen ihr Stammkapital auf 10.000 Euro absenken. Abgesehen von der niedrigeren Stammkapitalanforderung sollen die rechtlichen Regelungen für GmbHs unverändert bleiben.

VfGH weiterhin vor allem mit Asylfällen beschäftigt

Asylangelegenheiten machen weiterhin den Löwenanteil des Arbeitsanfalls beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) aus. Von 4.643 neu anhängig gewordenen Verfahren betrafen 2.770 (also 60 Prozent) Asylfragen, geht aus dem Tätigkeitsbericht 2012 hervor. Insgesamt hat der VfGH im Vorjahr 4.574 Verfahren - davon 2.601 in Asylsachen - erledigt. Am Jahresende waren 1.462 Fälle offen.

Der VfGH hofft auf die Reform der Verwaltungsgerichte, die 2014 in Kraft tritt - befürchtet angesichts der konkreten Ausgestaltung aber, dass weiter viele Asylfälle bei ihm landen: Künftig wird zwar auch der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) wieder zuständig sein, kann aber Beschwerden mit der Begründung nicht zulassen, dass keine Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung vorliegt - wogegen wiederum Beschwerde beim VfGH eingelegt werden kann.

Rund 4.000 Causen pro Jahr

Zudem befürchtet der VfGH, dass er - mit dem gewählten System der Sukzessivbeschwerde - weiter erste Beschwerdeadresse bleibt und erst anschließend der VwGH befasst wird. Die Folge wäre, „dass sich die Zahl dieser Rechtssachen beim VfGH nicht verringern wird“, schreibt Präsident Gerhart Holzinger im Tätigkeitsbericht. Das würde bedeuten, dass der jährliche Zugang bei um die 4.500 bleibt.

Vor der Streichung des VwGH-Zugangs in Asylsachen im Jahr 2008 gab es jährlich zwischen 2.000 und 2.800 Beschwerden. Den dann stark gestiegenen Arbeitsanfall bekam der VfGH mit organisatorischen Maßnahmen - wie z.B. zusätzlichen Sessionen, Verteilung des Arbeitsanfalles - aber weitgehend in Griff. Statt früher in der Regel unter 3.000 erledigen die Verfassungsrichter jetzt regelmäßig mehr als 4.000 Causen pro Jahr. Damit liegt die Zahl der zu Jahresende offenen Verfahren mit rund 1.400 jetzt nur wenig über dem früheren Schnitt.

Nur 201 Anträgen stattgegeben

Ein großer Teil der VfGH-Beschwerden wird abgewiesen. Von den 4.574 Erledigungen im Vorjahr waren 1.531 Ablehnungen, 117 Abweisungen und 203 Zurückweisungen. Nur 201 Anträgen wurde stattgegeben. Der - große - Rest von 2.522 sind „sonstige Erledigungen“ wie Abweisung von Anträge auf Verfahrenshilfe, Einstellungen oder Streichungen.

Trotz des gestiegenen Arbeitsanfalles kann sich Holzinger im Tätigkeitsbericht rühmen, dass die „schon bisher - im nationalen und internationalen Vergleich - bemerkenswert kurze Dauer der Verfahren“ 2012 noch ein wenig verkürzt werden konnte. Durchschnittlich 211 Tage dauerte ein Verfahren, 2011 waren es 229 und 2009 (mit den damals sehr vielen Asylsachen) 248. Der mehrjährige Durchschnitt sind rund acht Monate.

Termin für Gerichtsstreit Stronach - BZÖ steht fest

Das Match zwischen Neo-Parteigründer Frank Stronach und BZÖ-Chef Josef Bucher findet am 1. Juli vor Gericht statt: Am Handelsgericht Wien ist für diesen Tag die erste Verhandlung wegen Buchers Behauptung, Stronach habe ihn um 500.000 Euro kaufen wollen, angesetzt. Der Milliardär hatte Bucher deswegen geklagt, und zwar auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung des Widerrufs sowie die Feststellung der Haftung für alle entstandenen Schäden.

Dass 500.000 Euro geboten wurden, steht außer Streit. Das Team Stronach betonte aber stets, dass die Summe nur im Rahmen von Plänen für eine Kooperation mit dem BZÖ für Werbemaßnahmen geboten wurde. Für die Verhandlung am 1. Juli sind Stronach und Bucher zur Einvernahme geladen. Erscheinen sollen auch Stronachs Vertraute Kathrin Nachbaur und BZÖ-Politiker Peter Westenthaler.

Die Rechtsstreitigkeiten zwischen Stronach und Bucher laufen schon länger, auf strafrechtlicher Ebene waren sie aber erfolglos. Nach einer Anzeige des BZÖ stellte die Korruptionsstaatsanwaltschaft das Verfahren im Dezember des letzten Jahres ein. Stronach ließ mit einer Anzeige wegen Verleumdung kontern. Auch dieses Ermittlungsverfahren wurde aber eingestellt.

FPÖ setzt erneut auf Ausländerwahlkampf

Die FPÖ positioniert sich für den Wahlherbst, und setzt dabei auf ein altbekanntes Thema: Zuwanderung. Obwohl es zuletzt geheißen hatte, dass man bei Ausländerthemen eher leisetreten möchte, beweist ein neues „Handbuch für freiheitliche Politik“ das Gegenteil.

In dem Leitfaden für Funktionäre werden Zuwanderer nicht nur für Kriminalität und Arbeitslosigkeit, sondern auch für hohe Immobilienpreise und die Verbreitung von Krankheiten verantwortlich gemacht, wie Ö1 berichtete. Gefordert wird erneut eine „Minuszuwanderung“.

Mehr dazu in Integration laut FPÖ nicht möglich

Ermittlungen gegen Stronach-Politiker Markut

Gegen Karl Markut (TS) wird ermittelt. Markut, der kurz vor der Landtagswahl von der SPÖ zum Team Stronach wechselte, ist Bürgermeister der Kärntner Gemeinde St. Georgen/Lavanttal. Es geht um den Verdacht der Untreue, als Markut Geschäftsführer bei Wigo-Haus war. Er selbst sieht die Vorwürfe als haltlos an und spricht von einem Streit zweier Steuerberater.

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Wirtschaft

Heimische Banken brauchen künftig vorbereiteten „Plan B“

Österreichische Banken müssen künftig einen Sanierungsplan in der Schublade liegen haben. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) prüft diesen und darf bei Instituten präventiv eingreifen, deren Eigenmittel unter 8,625 Prozent, bzw. deren hartes Kernkapital unter 5 Prozent fällt. Auch wenn sich die wirtschaftliche Lage der Bank signifikant verschlechtert und die FMA vermutet, dass sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden die Kontrollore Maßnahmen anordnen dürfen.

Das sieht das „Bankeninterventions- und –restrukturierungsgesetz“ (BIRG) gemeinsam mit einer Novelle des Bankwesengesetzes vor, die morgen den Ministerrat passieren sollen. Das BIRG schreibt Banken weiters vor, in einem Abwicklungsplan für den Notfall Maßnahmen für eine geordnete Abwicklung oder Reorganisation des Instituts festzuschreiben. Diese Pläne müssen jährlich aktualisiert werden, die FMA kann Verbesserungen verlangen.

Bis 1. Juli 2014 müssen rund 150 große Banken und Gruppen die Sanierungs- und Abwicklungspläne vorlegen, bis 1. Juli 2015 müssen alle anderen Institute folgen. Diese Gesetze sind allerdings noch kein Bankeninsolvenzrecht, das die Beteiligung der Gläubiger und Sparer an der Sanierung einer zahlungsunfähigen Bank festschreiben wird. Das Bankinsolvenzgesetz wird derzeit auf EU-Ebene verhandelt, Österreich wartet auf eine gemeinsame Entscheidung der Mitgliedsländer.

Griechenland verkauft kleine Banken und testet große

Griechenland will spätestens Mitte Juli zwei kleinere Banken verkaufen und die großen Institute noch in diesem Jahr einem „Stresstest“ unterziehen. Im jüngsten Troika-Bericht hieß es, der Bankenrettungsfonds des Landes suche neue Besitzer für die Hellenic Postbank sowie für Proton.

Beide Banken wurden in „gute“ und „schlechte“ Teile aufgespaltet und sind vollständig Eigentum des Fonds, der im Rahmen des Rettungspakets mit 50 Milliarden Euro ausgestattet wurde. In dem Bericht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) heißt es weiter, diese Summe reiche für Rekapitalisierungen und Abwicklungen in der Branche aus. Zudem bleibe genug Geld übrig, um den Sektor noch vor Jahresende einem „Stresstest“ zu unterziehen.

Die Rekapitalisierung der vier wichtigsten Banken des Landes - National, Alpha, Piraeus und Eurobank - soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Diese Banken benötigen 27,5 Milliarden Euro, um Löcher in den Bilanzen zu stopfen. Mindestens zehn Prozent davon sollen sie bei privaten Investoren eintreiben.

Sport

Bundesliga: Sturm Graz wieder im EL-Rennen

Nach drei Niederlagen en suite hat Markus Schopp gestern seinen ersten Sieg als Trainer des SK Sturm Graz bejubeln dürfen. Das 3:1 vor eigenem Publikum kann getrost als glücklich bezeichnet werden, denn selbst gegen neun Rieder taten sich die verunsicherten Grazer in der zweiten Hälfte sehr schwer. Die Entscheidung fiel erst im Finish einer zerfahrenen Partie. Trotzdem machte Sturm in der Tabelle zwei Plätze gut und befindet sich nun auf Kurs in Richtung Europa League.

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Fußball: Torregen zum Ferguson-Abschied

Im 1.500. und letzten Spiel seiner einzigartigen Karriere als Manager von Manchester United hat Alex Ferguson gestern einiges erlebt. Die seit vier Wochen als Meister feststehenden „Red Devils“ vergaben auswärts gegen West Bromwich einen Vorsprung von drei Toren. Insgesamt fielen bei Fergusons spektakulärer Abschiedsvorstellung nicht weniger als zehn Treffer. Während der Schotte seine langjährigen Wegbegleiter Ryan Giggs und Paul Scholes einwechselte, war Wayne Rooney erneut nicht im Kader. Im Kampf um den dritten Champions-League-Platz behielt indes Chelsea die Oberhand. Arsenal geht in die Qualifikation.

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Tennis: Nadal fertigt Federer in Rom ab

Rafael Nadal hat gestern das traditionelle ATP-Sandplatzturnier in Rom gewonnen. Der 26-jährige Spanier fertigte seinen großen Rivalen Roger Federer im Finale überraschend klar in zwei Sätzen ab und holte damit den bereits sechsten Turniersieg nach seinem Comeback. Auch die Weltranglistenerste Serena Williams ist derzeit nicht zu stoppen. Die US-Amerikanerin setzte ihren beeindruckenden Siegeszug vor den French Open fort und holte sich nach dem Titel in Madrid, wo auch Nadal gewonnen hatte, den Turniersieg in Rom.

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IT

Yahoo: Grünes Licht für Kauf von Tumblr

Der Aufsichtsrat des US-Internetkonzerns Yahoo hat nach einem Pressebericht grünes Licht für die Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr gegeben. Wie das „Wall Street Journal“ gestern auf seiner Internetseite berichtete, zahlt der Suchmaschinenanbieter 1,1 Milliarden Dollar (855 Millionen Euro) für Tumblr. Der Kauf wäre damit die größte Finanztransaktion, seitdem Marissa Mayer im vergangenen Sommer ihr Amt als Yahoo-Chefin angetreten hat.

Yahoo hat für heute eine Pressekonferenz angesetzt, bei der es nach Insider-Informationen um die Tumblr-Übernahme gehen soll. Die Webseite AllThingsD hatte am Freitag berichtet, Yahoo wolle durch die Blogging-Plattform den Zugang zur Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ausbauen. Yahoo äußerte sich nicht zum konkreten Inhalt der Veranstaltung, sondern sprach lediglich von einem „ganz besonderen“ Ereignis.

Auch Facebook und Microsoft interessiert

Die 2007 gegründete Plattform Tumblr wird von Millionen Bloggern genutzt. Auf ihr finden sich fast 108 Millionen Blogs und über 50 Milliarden Einträge. Das Unternehmen hat 175 Angestellte. Laut dem Magazin „Forbes“ hatten auch Facebook und Microsoft Interesse an Tumblr angemeldet, allerdings habe sich Yahoo ein Vorkaufsrecht gesichert.

Yahoo war 1994 gegründet worden und ist ein früher Star des Internets, dem die Konkurrenz des Branchenriesen Google aber immer mehr zu schaffen machte. Im Jahr 2008 wehrte der Konzern eine Übernahme durch Microsoft ab, 2009 schloss das Unternehmen aber ein Suchmaschinenbündnis mit dem Softwarekonzern. Derzeit hat das Unternehmen 11.500 Mitarbeiter.

Chronik

Geheimes Eröffnungsdatum für Pyramidenkogelturm

Um einen Massenansturm zu verhindern, soll der genaue Eröffnungstermin des neuen Turms am Kärntner Pyramidenkogel sehr kurzfristig bekannt gegeben werden. Es soll aber Mitte Juni soweit sein. Derzeit werden noch letzte Arbeiten erledigt.

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Tonnen an Schwemmgut: Donau als Müllhalde

2.700 Tonnen Schwemmgut sind in Niederösterreich im Vorjahr aus der Donau gefischt worden. Holz, Sondermüll und auch umweltgefährdende Stoffe waren dabei. Die Donau muss für viele Menschen offensichtlich als Müllhalde herhalten.

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Nach Quad-Unfall 20 Meter abgestürzt

Ein 56-jähriger Bauer aus Feldkirchen (Kärnten) ist in der Nacht mit seinem Quad auf der Hochrindl Landesstraße umgekippt und ohne Fahrzeug 20 Meter über eine Böschung geschleudert worden. Der Mann wurde schwer verletzt.

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Felbertauernstraße: Auch zweite Sprengung erfolgreich

Nach dem massiven Geröllsturz auf die Felbertauernstraße in Osttirol wurde gestern eine weitere Sprengung durchgeführt. Die Verantwortlichen hoffen auf eine einspurige Verkehrsführung in etwa vier Wochen.

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Solosechser bei Lotto „6 aus 45“

Einen Solosechser zu einer Million Euro hat die gestrige Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht.

17 27 28 30 39 41 / Zusatzzahl: 45

Kein Spielteilnehmer hatte den richtigen Joker auf der Quittung, im Dreifachjackpot liegen bereits mehr als 600.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

8 7 7 0 8 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Mindestens ein Toter durch Tornados in USA

Der Mittlere Westen und Süden der USA sind gestern Abend (Ortszeit) von mehreren Tornados heimgesucht worden. Dabei kam nach Medienberichten in Oklahoma mindestens ein Mensch ums Leben. Zwei weitere werden vermisst, berichtete der Sender CNN. Am schwersten betroffen sei das Gebiet um den Ort Shawnee bei Oklahoma City. Dort soll ein Wohnwagenpark von einem Wirbelsturm verwüstet worden sein. Weitere Tornados wurden aus den Staaten Kansas und Iowa gemeldet.

Der Nationale Wetterdienst meldete knapp 30 Tornados in den Staaten Oklahoma, Iowa, Kansas und Illinois. Auf Fernsehbildern waren abgedeckte Häuser entwurzelte Bäume und umgeworfene Fahrzeuge zu sehen. Rund ein Dutzend Personen seien verletzt worden, berichtete der Sender CNN. Der Gouverneur von Oklahoma erklärte für 16 Counties den Notstand.

In Kansas rief der Wetterdienst die Menschen mit drastischen Worten auf, sich in Sicherheit zu bringen. „Sie können getötet werden, wenn sie nicht unter der Erde oder in einem Tornado-Schutzraum sind. Es wird die völlige Zerstörung von Wohngebieten, Geschäften und Fahrzeugen geben. Herumfliegende Trümmer werden für Menschen und Tiere tödlich sein“, hieß es laut CNN in der entsprechenden Mitteilung.

Medien

AP klagt über Informantenmangel nach Bespitzelung

Nach der Telefonbespitzelung von Journalisten der Presseagentur Associated Press (AP) durch die US-Regierung klagt die Agentur über Einschränkungen in ihrer täglichen Arbeit. Hochrangige Personen, die normalerweise mit AP sprechen würden, seien derzeit zurückhaltend, sagte AP-Chef Gary Pruitt gestern gegenüber dem Sender CBS. „Sie sorgen sich, dass sie von der Regierung beobachtet werden könnten.“

Das Justizministerium soll sich über Monate heimlich Verbindungsdaten von AP-Reportern verschafft haben. Der Fall soll im Zusammenhang mit einem AP-Bericht vom Mai 2012 über einen vom CIA und anderen Geheimdiensten ausgeführten Einsatz stehen, durch den die Al-Kaida im Jemen daran gehindert worden sein soll, eine Bombe in einem Flugzeug mit Ziel USA zu zünden.

Medien zürnen Washington

US-Justizminister Eric Holder hatte eine Überwachung vor wenigen Tagen gerechtfertigt. Er erklärte, es habe sich um ein sehr ernstes Informationsleck gehandelt, durch das es eine Gefährdung der Bevölkerung der USA gegeben habe. AP-Chef Pruitt hatte das Handeln des Ministeriums in einem Brief an Holder als „massiven und noch nie dagewesenen Eingriff“ kritisiert.

Auch rund 50 weitere US-Medienorganisationen haben sich in einem Brief an Holder über die Bespitzelung beschwert. Die zuletzt wegen mehrerer Affären in die Defensive geratene Regierung von Präsident Barack Obama hat in der vergangenen Woche einen besseren Schutz journalistischer Quellen in Aussicht gestellt. So soll ein 2009 gescheiterter Gesetzentwurf erneut eingebracht werden.

Science

Düsterer Ausblick trotz „Pause“ bei Klimaerwärmung

Der Temperaturen sind bei der Klimaerwärmung im vergangenen Jahrzehnt nach einer Studie weniger stark gestiegen als angenommen. Diese „Pause“ bei der Erderwärmung lasse die schlimmsten Szenarien für den Klimawandel in diesem Jahrhundert zwar unwahrscheinlich werden, erklärten Wissenschaftler in einem Beitrag für das Magazin „Nature Geoscience“ gestern.

Die Erwärmung bleibe aber voraussichtlich deutlich über dem von der internationalen Gemeinschaft angestrebten Ziel, den Anstieg auf zwei Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung zu begrenzen.

Anstieg geringer als befürchtet

Während das letzte Jahrzehnt zwar das heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen sei, sei der Anstieg der Temperatur zwischen 2000 und 2009 niedriger ausgefallen als vielfach erwartet, heißt es in der Untersuchung, in die neue Temperaturdaten und Messungen zur Wirkung der Sonnenstrahlung auf die Atmosphäre einflossen. Die Klimapolitik könne deshalb bei Prognosen für die weitere Entwicklung grundsätzlich von einem „niedrigeren Wertbereich“ ausgehen.

Tatsächlich stabilisierte sich die Erwärmung, obwohl die Menge der Treibhausgase in die Atmosphäre zunimmt. Wissenschaftler erklären das Phänomen teils mit der Aufnahme von Wärme durch die Ozeane, einen Rückgang der Sonnenaktivität oder einen erhöhten Anteil von Vulkanstaub in der Atmosphäre, der Sonnenstrahlen reflektiert.

Deutlich über angepeiltem Ziel

2007 hatte der Weltklimarat vor einem maximalen Temperaturanstieg um 6,4 Grad in diesem Jahrhundert gewarnt. Die Erwärmung der kommenden 50 bis 100 Jahre werde wahrscheinlich „im Bereich aktueller Klimamodelle liegen, aber nicht am oberen Ende ihrer Reichweite“, erklärte Ko-Autor Alexander Otto von der Universität Oxford.

Dass Daten nun die schlimmsten Prognosen ausschlössen, sei eine gute Nachricht, betonte Studien-Ko-Autor Reto Knutti von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Aber selbst wenn die Wirkung am unteren Ende der Prognosen liege, „bleibt die Erwärmung weiter deutlich über dem Zwei-Grad-Ziel, auf das sich Länder verständigt haben.“

Religion

Keine Kirchenorganisten: Computer spielt Messe

Viele Pfarren finden keinen Orgelnachwuchs. Die Gemeinde Groß-Siegharts im Waldviertel fand eine in Niederösterreich bisher einzigartige Lösung. Ein Computer orgelt dort jetzt die Sonntagsmesse. Die Gemeinde liebt ihre „Organola“ jetzt schon.

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Kultur

Taylor Swift räumte bei Billboard-Preisen ab

Die amerikanische Country-Pop- Sängerin Taylor Swift (23) hat bei den Billboard Awards abgesahnt: Bei der Musikpreis-Verleihung in Las Vegas erhielt sie in der Nacht acht Auszeichnungen, darunter in den Hauptkategorien als „Bester Künstler“ und für ihr Hitalbum „Red“. Der belgisch-australische Sänger Gotye gewann insgesamt vier Preise, auch für den besten Rock-Song. Auf ebenso viele Trophäen brachte es die R&B-Sängerin Rihanna.

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10.000 Dänen bejubeln Song-Contest-Siegerin

Mehr als 10.000 Dänen haben gestern in Kopenhagen die Sängerin Emmelie de Forest nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest gefeiert. Die 20-Jährige sang ihr Lied „Only Teardrops“ vor Zuschauern im Vergnügungspark Tivoli, nachdem sie den ESC am Vorabend im benachbarten schwedischen Malmö gewonnen hatte. Vor ihrem Hit stimmte de Forest Dänemarks Nationalhymne „Der er et yndigt land“ („Dies ist ein schönes Land“) an, die die Menge mitsang.

Ebenfalls im Tivoli hatten die Dänen Ende Mai 2000 die Olsen Brothers nach dem zweiten Eurovision-Sieg des Landes mit „Fly On The Wings Of Love“ gefeiert. Der erste Erfolg der Skandinavier liegt genau 50 Jahre zurück.

Als Favortin gewonnen

Emmelie de Forest überzeugte am Samstagabend barfuß in einem weißen Kleid über die Bühne wirbelnd mit ihrem Lied „Only Teardrops“. Sie war von Anfang an Favoritin gewesen. Auf den Plätzen hinter ihr gab es jedoch Überraschungen - etwa das gute Abschneiden Griechenlands. Ansonsten fehlten heuer zwar Spaßvögel, dafür wurden aber umso mehr Song-Contest-würdiges Pathos und viel sympathisches Lächeln geboten. Natalia Kelly hatte für Österreich im Halbfinale Platz 14 von 16 erreicht.

Mehr dazu in Favoritin war nicht zu stoppen

US-Kinocharts: „Star Trek“ schlägt „Iron Man“ und „Gatsby“

Das legendäre Raumschiff Enterprise hat den „Iron Man“-Superheld und den schillernden „Gatsby“ an Amerikas Kinokassen übertrumpft. Nach Studioschätzungen vom Sonntag spielte „Star Trek Into Darkness“ bei seinem Kinostart in Nordamerika von Freitag bis gestern gut 70 Millionen Dollar (knapp 55 Millionen Euro) ein. Hollywood hatte mit etwas mehr gerechnet. Der erste „Star Trek“-Film von Kultregisseur J.J. Abrams war im Jahr 2009 mit 75 Millionen Dollar an den Start gegangen.

"Iron Man nach Rekordwochen zurückgefallen

Nach drei Wochen an der Kinocharts-Spitze musste sich „Iron Man 3“ nun mit Einnahmen von rund 35 Millionen Dollar mit dem zweiten Rang begnügen. Weltweit hat der Superhelden-Film in den letzten Wochen schon mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt.

„Der große Gatsby“ rutschte auf den dritten Platz ab. Dort spielte die Literaturverfilmung mit Leonardo DiCaprio weitere 23 Millionen Dollar ein. Das 3D-Spektakel von Baz Luhrmann bringt es damit in Nordamerika bereits auf über 90 Millionen Dollar.

Lifestyle

Bastler brachten „Raketenrad“ angeblich auf 263 km/h

263 Stundenkilometer sind ziemlich schnell für ein Auto - doch im Elsass soll nun ein Mountainbike so rasant unterwegs gewesen sein. Eine Gruppe von Fahrradenthusiasten ließ das mit einer Art Raketenantrieb ausgestattete Gefährt auf einem früheren Militärgelände nahe dem französischen Mulhouse starten, wie der TV-Sender France 3 Alsace berichtete.

Das an dem Mountainbike der Bastler angebrachte GPS habe dabei die schier unglaubliche Geschwindigkeit gemessen, hieß es in dem Bericht.

Die Gruppe mit dem Namen „Exotic Thermo Engineering“ hat eigenen Angaben zufolge schon mehrfach den Rekord für die rasanteste Fahrradfahrt gebrochen. 1995 seien 203 km/h erreicht worden, 2002 habe ein Spezialrad satte 242,6 km/h erreicht. Die 263 Stundenkilometer stellen den Angaben zufolge erneut einen Weltrekord dar.