Ausland

Ausschreitungen bei Rio nach Tod eines 21-Jährigen

Wütende Demonstranten haben in einer Nachbarstadt von Rio de Janeiro mehrere Busse und Autos angezündet, um gegen den gewaltsamen Tod eines jungen Mannes zu protestieren. Der 21-Jährige war am Freitag auf dem Weg zur Kirche in Niteroi bei einem Einsatz der militarisierten Polizei im Ortsteil Caramujo getötet worden.

Er wollte nach Angaben der Erzdiözese Niteroi seine Mutter und seine Schwester vor Angriffen schützen, wurde aber von einer Kugel tödlich getroffen. Auch seine neunjährige Schwester erlitt Schussverletzungen. Die Waffen der am Einsatz beteiligen Polizisten wurden für ballistische Untersuchungen sicher gestellt, wie die amtliche Nachrichtenagentur ABR berichtete.

Örtliche Medien berichteten, dass auch gegen den Tod eines 17-Jährigen protestiert wurde, der heute in Niteroi starb, als er mit seinem Motorrad gegen ein gepanzertes Polizeifahrzeug prallte, berichtete der Nachrichtensender Globo. Dutzende aufgebrachte Menschen beteiligten sich an den Protestaktionen. Dabei wurden auch Straßenbarrikaden errichtet. Niteroi liegt rund 30 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, wo am 13. Juli das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.

Bouteflikas Hauptrivale will Partei gründen

Der Hauptrivale des wiedergewählten algerischen Staatschefs Abdelaziz Bouteflika hat gestern die Gründung einer neuen, der Jugend zugewandten Partei angekündigt. Der ehemalige Regierungschef Ali Benflis, der Bouteflikas Wahlsieg vom Donnerstag bestreitet, nahm bereits Beratungen auf, um die „im Wahlkampf entstandene Dynamik“ zu nutzen, wie sein Berater der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Jungen werden bei dem Projekt und in der Führung der künftigen Partei demnach eine Schlüsselrolle spielen.

Amtlichen Angaben zufolge wurde der 77-jährige Bouteflika mit fast 82 Prozent für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Benflis kam mit gut zwölf Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 52 Prozent. Ein Bündnis von Oppositionsparteien hatte zum Boykott aufgerufen. Benflis kündigte nach der Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses an, er werde es wegen „massiven Betrugs , gravierender Unregelmäßigkeiten und gekaufter Medien“ nicht anerkennen.

80 Prozent der syrischen Chemiewaffen abtransportiert

Etwa 80 Prozent der von Syrien deklarierten Chemiewaffen sind nach Angaben der internationalen Inspektoren inzwischen außer Landes gebracht oder vernichtet worden. Wenn es so weitergehe, könne Syrien die am 27. April ablaufende Frist einhalten, um alle Waffen abzugeben, sagte die Sonderkoordinatorin der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Sigrid Kaag, gestern.

Die Regierung des Bürgerkriegslandes hatte nach einem Chemiewaffenangriff nahe Damaskus im August der Vernichtung seiner Giftgasbestände zugestimmt, um einem US-Militärschlag zu entgehen.

Iranischer Atomchef: Streit über Reaktor „praktisch beigelegt“

Im Streit über das iranische Atomprogramm scheint es einen weiteren Durchbruch zu geben: Der Disput über den Schwerwasserreaktor Arak sei „praktisch beigelegt“, sagte der iranische Unterhändler Ali Akbar Salehi gestern dem arabischsprachigen TV-Sender al-Alam.

Die Regierung in Teheran habe der 5+1-Gruppe aus den fünf Vetomächten des UNO-Sicherheitsrates plus Deutschland einen Vorschlag unterbreitet, der „angenommen worden“ sei, sagte Salehi, ohne Details zu nennen.

Die Atomanlage in Arak, 240 Kilometer südwestlich von Teheran, unterliegt Kontrollen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Durch die internationalen Vereinbarungen soll sichergestellt werden, dass in Arak kein atomwaffenfähiges Plutonium produziert werden kann. Dazu könnte die Zahl der Zentrifugen gesenkt werden. Nach Darstellung der iranischen Regierung dient der 40-Megawatt-Reaktor ausschließlich Forschungszwecken.

Südsudan: Über 100 Tote nach Überfall auf Viehzüchter

Bei einem Überfall auf ein Lager von Viehzüchtern im Norden des Südsudan und der anschließenden Verfolgung der Täter sind nach amtlichen Angaben mehr als 100 Menschen getötet worden. Der Informationsminister des Bundesstaats Warrap, Bol Dhel, sagte dem von der UNO unterstützten Radiosender Miraya FM gestern: „Wir haben 28 Zivilisten verloren.“

Er fügte hinzu, Polizisten und Soldaten hätten die Angreifer verfolgt und 85 von ihnen getötet. Andere seien im Sumpfgebiet an der Grenze zum Bundesstaat Unity gefasst worden.

Der Südsudan ist seit Juli 2013 vom Sudan unabhängig, zuvor gab es einen Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg. Im Südsudan war am 15. Dezember ein länger schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem abgesetzten Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Die beiden Politiker gehören unterschiedlichen Ethnien an, deren Verhältnis seit Jahren gespannt ist. Seit Beginn der Kämpfe wurden Tausende Menschen getötet. Etwa eine Million Menschen flohen vor der Gewalt. Ob der Überfall auf die Viehzüchter mit dem Konflikt im Zusammenhang steht, war zunächst unklar.

Inland

Österreich nimmt 1.000 syrische Flüchtlinge zusätzlich auf

Nach Kritik von allen Seiten will Österreich nun doch mehr Syrien-Flüchtlinge ins Land lassen: „Österreich wird - unabhängig von den laufenden Aufnahmen syrischer Asylwerber und zusätzlich zu den bereits zugesagten 500 Flüchtlingen - weitere 1.000 Flüchtlinge aus dem Krisengebiet aufnehmen“, kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe) an.

Vor allem Frauen und Kinder sollten es sein, ebenso werde erneut „besondere Rücksicht auf verfolgte Christen genommen", wird die Innenministerin “ zitiert, die den Sinneswandel damit begründet, dass die Lage in Syrien immer dramatischer werde. Wann die nächsten Flüchtlinge nach Österreich kommen werden - bisher ist noch nicht einmal das Kontingent der ersten 500 ausgeschöpft -, das liegt laut Mikl-Leitner „in der Hand des UNHCR (UNO-Flüchtlingshochkommissariat, Anm.). Ich hoffe, so rasch wie möglich.“ Finanziert werde die Hilfsaktion über Förderprogramme der EU.

Im Innenministerium betont man, „dass es bei diesem Kontingent darum geht, Menschen aus akuter Not und Gefahr aus dem Krisengebiet in Sicherheit zu bringen“. Es gehe nicht darum, syrischen Flüchtlingen, die bereits in einem anderen europäischen Staat Schutz gefunden haben, einen Ortswechsel nach Österreich zu ermöglichen.

Landau und Schönborn erfreut

Caritas-Präsident Michael Landau und Kardinal Christoph Schönborn zeigten sich erfreut über den Schritt. „Ich halte das für einen guten und wichtigen Schritt im Sinne der humanitären Tradition Österreichs“, sagte Landau der APA. Er brachte seinen „ausdrücklichen Dank“ an die Regierung und an Mikl-Leitner zum Ausdruck. Er sei froh darüber, dass Österreich Verantwortung übernehme und das Resettlement-Programm - wie andere europäische Staaten auch - ausbaue.

Auch der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn dankte laut Kathpress der Bundesregierung. Er sei froh über die Solidarität mit den syrischen Flüchtlingen, „die wirklich große, ja unvorstellbare Not leiden“, so Schönborn.

Bildung: ÖVP beharrt auf Einsparvolumen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat bei den Sparmaßnahmen im Bildungsbereich die Notbremse gezogen. Koalitionspartner ÖVP gibt sich zurückhaltend. Eines wird aber festgehalten: Die Gesamteinsparsumme - knapp 120 Millionen Euro für zwei Jahre - ist für die Volkspartei nicht verhandelbar.

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SPÖ fordert Rücknahme von Sparvorgaben

Auch bei der SPÖ herrscht eher Zurückhaltung. Lediglich SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann stellt klare Forderungen. So soll etwa Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) die Sparvorgaben zumindest teilweise zurücknehmen.

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Alternative Sparmaßnahmen

Heinisch-Hosek zog am Freitag nach heftigen Protesten - auch aus den eigenen Reihen - die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich wieder zurück. „Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden, denn das Finanzministerium beharrt auf der vereinbarten Einsparungssumme.

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Strache sieht Putin als „lupenreinen Demokraten“

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin verteidigt. Dieser sei „mit Sicherheit ein reiner Demokrat, aber mit einem autoritären Stil“, meinte Strache im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe) auf die Frage, ob er den Kreml-Chef für einen „lupenreinen Demokraten“ halte.

Als Letzteren hatte der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Putin einst bezeichnet. Putin sei als Präsident durch die Verfassung - wie in den USA - mit einer großen Machtfülle ausgestattet, so Strache. Er versuche aus seinem Blickwinkel heraus, die russischen Interessen zu bewahren. So würde US-Präsident Barack Obama auch vorgehen.

Erneut Kritik übte Strache an der österreichischen Außenpolitik. „Österreich ist von der Verfassung her neutral, wir verhalten uns aber in diesem Konflikt nicht als neutraler Staat“, kritisierte er einmal mehr. Die Eskalation in der Ukraine sei „von der EU und den USA provoziert“ worden, da solle und dürfe man als neutraler Staat nicht mitmachen. Es müsse doch jedem neutralen Beobachter sauer aufstoßen, mitanzusehen, wie die EU und die USA „mit Putschisten gemeinsame Sache machen“, so der FPÖ-Obmann.

Sport

Fußball: Schlusslicht schockiert Chelsea

Der gegen den Abstieg kämpfende AFC Sunderland wird im englischen Titelrennen zum Zünglein an der Waage. Nur drei Tage, nachdem das Schlusslicht der Premier League ein völlig unerwartetes Auswärtsremis gegen Manchester City geholt hatte, schaffte Sunderland gestern in London mit einem 2:1 beim FC Chelsea die nächste Sensation. Der Premier-League-Spitzenreiter Liverpool hat nun heute bei Norwich City die große Chance, den Vorsprung mit einem Sieg auf wohl vorentscheidende fünf Punkte auszubauen.

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Fußball: Bayern zurück auf Siegerstraße

Claudio Pizarro hat den längst als Meister feststehenden FC Bayern München gestern gegen Schlusslicht Braunschweig auf die Siegerstraße zurückgebracht. Eine Viertelstunde vor Schluss erzielte der routinierte Stürmer das erste von zwei Toren der Münchner, die ohne den erkrankten David Alaba den ersten vollen Bundesliga-Erfolg seit vier Wochen einfuhren. Für Sebastian Prödl und den diesmal gesperrten Zlatko Junuzovic gab es einen wichtigen Dreier mit Werder. Das 3:1 über Hoffenheim war ein großer Schritt zum Klassenerhalt.

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Bundesliga: Hosiner dreht Austria-Match gegen WAC

Innerhalb einer halben Stunde hat Philipp Hosiner die Austria zu einem Heimsieg über den Wolfsberger AC geschossen. Der ÖFB-Stürmer drehte das Duell mit den Kärntnern nach 0:1-Rückstand mit einem lupenreinen Hattrick. Die Violetten, die nach eher durchwachsener erster Spielhälfte wie verwandelt aus der Kabine gekommen waren, hielten damit Kurs in Richtung Europa-League-Qualifikation. Herbert Gager wiederum steht nach zehn Partien als Austria-Cheftrainer bei sechs Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage.

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Wirtschaft

Automesse in Peking beginnt

Die internationale Automesse in Peking öffnet heute ihre Tore. Die „Auto China“ hat sich neben den anderen großen Ausstellungen in Detroit, Genf und Frankfurt zum Mekka der weltweiten Autobauer entwickelt. China ist der größte Automarkt der Welt und soll in diesem Jahr wieder schätzungsweise um rund zehn Prozent wachsen. Mehr als 2.000 Aussteller aus 14 Ländern sind auf der Pekinger Autoshow vertreten.

Elektromobilität ist ein großes Thema. In einer Weltpremiere stellen Daimler und sein chinesischer Partner BYD (Build Your Dreams) ihr gemeinsam entwickeltes Elektroauto Denza vor. Auf der Messe, die bis zum 29. April dauert, werden 79 Autos mit alternativen Antrieben präsentiert. Auch Volkswagen plant in China eine Elektro-Offensive mit mehreren Modellen.

OMV-Chef Roiss warnt vor russischem Gasboykott

OMV-Chef Gerhard Roiss hat gestern im Ö1-Magazin „Im Journal zu Gast“ die EU zum Dialog mit Russland aufgerufen. „Wir können alle nicht abschätzen, was es heißt, wenn kein Gas mehr aus Russland kommt“, so Roiss. Österreich könne zwar eine Alternativversorgung aufbauen, weitere Lieferstrecken würden aber die Gaspreise erhöhen. Sehr schwer würde es für jene EU-Länder, die zu 100 Prozent von russischem Gas abhängig sind.

Roiss erinnerte an den Spruch „Wo Handel getrieben wird, gibt es keinen Krieg“ - und mit Russland gebe es seit Jahren gewachsene Wirtschaftsbeziehungen, die Handelsbilanzen seien ziemlich ausgeglichen. Man dürfe nicht vergessen, dass die Wirtschaftswelt nicht nur arbeitsteilig, sondern auch ressourcenteilig funktioniere.

Die Krise zeige aber, dass es notwendig sei, die Gasproduktion in Europa zu forcieren, dazu bedürfe es Investitionen, sagte Roiss. Es bedürfe einer europäischen Energiepolitik, derzeit habe sogar jedes Bundesland seine eigenen Ansprüche.

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Dauerstreik: Signal für Wandel in China

Mit einem Streik legen Zehntausende Arbeiter seit Tagen einen chinesischen Zulieferer großer Sportartikelhersteller wie adidas und Nike lahm. Dabei handelt es sich nicht nur um den größten Arbeitskampf in China der jüngsten Vergangenheit. Experten werten den Konflikt auch als Signal für das zunehmende Selbstbewusstsein der chinesischen Arbeitnehmer: Trieben diese bisher fehlende Löhne auf die Straße, streikten sie jetzt für Sozialleistungen und mehr Rechte.

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Chronik

Zukunft von MH370-Suche unklar

Weitere Tauchgänge der U-Boot-Drohne Bluefin-21 im Indischen Ozean haben sich als Fehlschläge entpuppt. Genau sechs Wochen nach dem Verschwinden von Flug MH370 konnten die Suchtrupps heute keine Spur der malaysischen Boeing entdecken. Auch ohne Erfolg könnte die bisherige Suche schon innerhalb der nächsten Woche enden.

Malaysia und Australien wollen morgen entscheiden, wie der Sucheinsatz für die am 8. März verschwundene Malaysia-Airlines-Boeing weitergeführt werde, sagte Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein. Die sechs Drohneneinsätze auf dem Meeresboden vor der Küste Australiens hätten kein positives Ergebnis erzielt, sagte Hussein. „Ich kann bestätigen, dass die Bluefin-21 klare und scharfe Bilder vom Meeresboden aufgenommen hat“, sagte er in Kuala Lumpur. Dabei sei sie aber bisher mit nichts in Kontakt gekommen, das für die Suche interessant sei.

Suche soll abgebrochen werden

In der nächsten Woche werde der Einsatz der U-Boot-Drohne beendet, sagte Hussein. Dies bedeute aber nicht, dass die Suche abgebrochen werde. Es gehe darum, „auch andere Ansätze zu erwägen“, möglicherweise werde die Reichweite der Suche wieder ausgeweitet.

Auch der Koordinator des Suchzentrums, Angus Houston, deutete eine Ende der Suche in der bisherigen Form an. Die teure Suche könne nicht ewig weitergehen, räumte Houston gegenüber News Corp Australia ein. Er werde später in der kommenden Woche eine Aussage darüber treffen, wann die Suche eingestellt werde. Jede Entscheidung werde aber „in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern getroffen.“

Schottland: Siebenjähriger brennt auf Straße

Ein siebenjähriger Junge in Schottland hat auf offener Straße gebrannt und schwebt in Lebensgefahr. Es gebe bisher keinen Hinweis auf eine vorsätzliche Tat, teilte die Polizei gestern in Aberdeen mit. Möglicherweise sei Benzin im Spiel gewesen.

Anwohner hatten das Kind brennend auf der Straße entdeckt. Eine Zeugin berichtete dem schottischen Fernsehsender STV News, der Bub habe vom Hals abwärts in Flammen gestanden. „Wir hörten ihn schreien und er lag auf dem Boden“, sagte sie, „es war furchtbar.“ Der Siebenjährige wurde in eine Spezialklinik gebracht.

Drei Tote bei nächtlichem Angriff im Osten Belgiens

Im Osten Belgiens hat ein Unbekannter in der Nacht auf gestern Schüsse abgefeuert und dabei einen zehnjährigen Buben sowie einen Mann tödlich getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, ereignete sich der Angriff in Vise nahe Lüttich. Eine schwer verletzte Frau, die Patin des Buben, erlag ihren Verletzungen ebenfalls.

Das Motiv für die Tat und die Zusammenhänge waren zunächst nicht klar. „Ein in einem Auto sitzender Mann schoss auf einen Mann, eine Frau und einen Buben, die auf dem Heimweg waren“, sagte der Bürgermeister des Orts an der belgisch-niederländischen Grenze, Marc Neven. Den Behörden waren keine familiären Probleme bekannt, die den Angriff erklären könnten.

Rätsel um Fassadenkletterer in Linz

Viele Fragen wirft der Unfall eins Mannes auf, der Freitagnachmittag in Linz in Oberösterreich an der Dachrinne eines mehrstöckigen Hauses hochgeklettert und dann etwa zwölf Meter abgestürzt ist. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei versucht, seine Identität und den Hergang zu klären.

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Science

Kultur

Bilanzverlust beim Burgtheater offenbar deutlich höher

Der Bilanzverlust des Burgtheaters für das Geschäftsjahr 2012/13 ist offenbar deutlich höher als Bundestheater-Holdingchef Georg Springer dies Ende Februar angekündigt hatte. Durch Rückstellungen für Steuerschulden und Rechtsstreitigkeiten mit den entlassenen Leitungspersonen belaufe sich der Verlust statt auf rund 13 nun auf über 19 Millionen Euro, berichtet „Die Presse“ (Sonntag-Ausgabe).

Springer hatte den Bilanzverlust bei einer Pressekonferenz mit 8,3 Millionen beziffert, dazu kämen noch Steuernachzahlungen von bis zu fünf Millionen Euro. Damit dürfte das Theater laut den Wirtschaftsprüfern KPMG nicht das Auslangen finden, der Posten wurde nun mit acht Millionen für Steuern und nachzuzahlende Sozialversicherungsbeiträge veranschlagt. Zudem sind mit den verabschiedeten Matthias Hartmann und Silvia Stantejsky Verfahren beim Arbeits- und Sozialgericht anhängig. Ein Streit über verwahrte Honorare ist entbrannt. Für diese Rechtsstreitigkeiten wurde das Risiko mit drei Millionen Euro bewertet.

Dem Bilanzverlust von nun offenbar mehr als 19 Millionen Euro stehen laut „Presse“ bloß 9,3 Millionen an Eigenkapital gegenüber. Dass es dennoch einen positiven Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer gab, liegt nicht zuletzt an einer Patronatserklärung der Holding in der Höhe von zehn Millionen. Zudem habe der Aufsichtsrat in den vergangenen Tagen den Verkauf der Probebühne an Art for Art gebilligt, und die Bundesfinanzierungsagentur gewähre dem Haus einen günstigen Kredit. Die Bawag/PSK sei dagegen nicht mehr bereit gewesen, den Kreditrahmen zu erstrecken, so „Die Presse“.

Medien

„Krone“-Journalist Dieter Kindermann gestorben

Dieter Kindermann, Langjähriger Innenpolitikredakteur der „Kronen Zeitung“ ist am Freitag 74-jährig in Wien gestorben. „Wir trauern um einen Vollblutjournalisten“, schreibt die „Krone“ in ihrer Sonntag-Ausgabe und auf ihrer Homepage. Laut Kathpress starb Kindermann an den Folgen eines Herzleidens nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt.

„Mit Dieter Kindermann ist nicht nur der Doyen seriöser Innenpolitikberichterstattung, sondern auch ein liebenswerter Kollege von uns gegangen“, würdigt die „Krone“ ihren jahrzehntelangen Mitarbeiter: Der Verstorbene war über 40 Jahre lang politischer Redakteur des Massenblattes. 2003 wurde Kindermann von Papst Johannes Paul II. zum Commendatore ernannt.

Religion

Papst Franziskus erteilt Ostersegen „Urbi et Orbi“

Papst Franziskus erteilt heute den traditionellen Ostersegen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“). Zehntausende Gläubige werden auf dem Petersplatz erwartet, um mit dem argentinischen Papst Ostern zu feiern. Vor dem Segen leitet das neue Oberhaupt der katholischen Kirche die Ostermesse.

Der Papst hatte die Osterfeierlichkeiten am Gründonnerstag mit der traditionellen Fußwaschung in einem römischen Therapiezentrum begonnen. Am Karfreitag verfolgte er vom Hügel Palatin oberhalb des Kolosseums den Kreuzweg, bei dem an den Leidensweg Jesu erinnert wird. Der Segen „Urbi et Orbi“ wird in mehr als 60 Sprachen erteilt und in zahlreiche Länder live übertragen.

Lifestyle

Größtes Freerunning-Zentrum in Tirol

Mauern, Geländer und Fassaden ziehen Freerunner magisch an. Mit spektakulären Tricks überwinden sie scheinbar mühelos jedes Hindernis. Doch dahinter steckt hartes Training. Das größte Freerunning-Zentrum Österreichs ist in Wattens in Tirol und boomt immer mehr.

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Ehemalige Bank wird Luxushotel

Anfang Juni wird das Luxushotel Parky Hyatt in der Wiener Innenstadt eröffnet. Die frühere Zentrale der Länderbank wurde detailgetreu restauriert. Für das Hotel werden noch Mitarbeiter gesucht, der Restaurantchef hat schon konkrete Pläne für die Küche.

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Wiener Öffis aus Lego-Bausteinen

Ob U-Bahn, Schnellbahn, Bim, Bus oder Flughafenzug: Robert Staringer aus Wien hat die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt originalgetreu aus Lego-Bausteinen nachgebaut. Seine Modelle sind bei Sammlern europaweit gefragt.

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