Ausland

UNO schlägt Alarm wegen Lage in Darfur

Die UNO hat Alarm wegen der verzweifelten Lage Zehntausender Flüchtlinge in der westsudanesischen Krisenregion Darfur geschlagen. Die humanitäre Situation sei „schrecklich“, den Menschen fehle es „praktisch an allem“, sagte die UNO-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten, Marta Ruedas, gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Mitte Jänner waren in der Region Jebel Marra heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen von Präsident Omar al-Bashir und Rebellen einer Untergruppe der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) ausgebrochen. Dabei setzt die Armee auch die Luftwaffe und die Artillerie ein. Ruedas konnte keine Angaben zur Zahl der Binnenflüchtlinge machen, weil die Region schwer zugänglich sei.

300.000 Tote

Die UNO-Behörde für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) erklärte, es seien angeblich rund 38.000 Menschen in den Staat Nord-Darfur geflohen. In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellengruppen gegen die sudanesische Armee und regierungstreue arabische Reitermilizen. In dem Konflikt wurden nach Schätzungen der Vereinten Nationen seitdem mindestens 300.000 Menschen getötet.

Gegen al-Bashir liegt beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag ein Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermords in Darfur vor.

Merkel spricht mit türkischer Führung über Flüchtlingskrise

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will heute mit der türkischen Führung über die Flüchtlingskrise sprechen. Bei ihrem Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdogan und Regierungschef Ahmet Davutoglu in Ankara soll es darum gehen, wie die Türkei die Migrationsbewegung in die EU bremsen kann.

Hintergrund ist der Ende vorigen Jahres vereinbarte EU/Türkei-Flüchtlingsaktionsplan. Die EU hatte Ankara damals drei Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug soll die Türkei ihre Grenze zur EU besser schützen. Die Türkei hatte jedoch deutlich gemacht, dass das Geld nicht ausreichen werde, um die Krise zu bewältigen. Zugleich war der EU-Beitrittsprozess der Türkei wiederbelebt worden, und auch die Abschaffung der Visapflicht für türkische Bürger soll nun kommen.

Schwedischer Minister: Verwaltung soll Flüchtlinge einstellen

Die schwedische Regierung will die öffentliche Verwaltung dazu anhalten, Flüchtlingen zeitweilig Arbeit zu geben. Im Privatsektor gebe es „viele gute Initiativen“, sagte der Minister für die öffentliche Verwaltung, Ardalan Shekarabi, gestern dem staatlichen Rundfunk. Nun sei es wichtig, dass auch „der öffentliche Sektor Verantwortung übernimmt“.

In Schweden wurden 2015 rund 160.000 Migranten gezählt. Als Beispiel für Arbeitsmöglichkeiten nannte Shekarabi Praktika im Schul- und Hochschulbereich. Die Lokalverwaltungen wurden ihrerseits aufgefordert, in den Jahren bis 2018 jeweils tausend Praktika anzubieten. Laut dem schwedischen Statistik-Institut ist die Hälfte aller Flüchtlinge noch nach sieben Jahren arbeitslos.

D: Verdacht auf Volksverhetzung nach Faschingsumzug

Nach dem Faschingsumzug im oberbayerischen Steinkirchen bei Pfaffenhofen ermitteln die Behörden wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Bei dem Umzug gestern Nachmittag war ein als Panzer dekorierter Wagen mit den Aufschriften „Ilmtaler Asylabwehr“ und „Asylpaket III“ sowie einem schwarzen Kreuz zu sehen, wie ein Sprecher der Polizeiinspektion in Pfaffenhofen an der Ilm bestätigte.

Zuvor hatte der Schauspieler Florian Simbeck („Erkan und Stefan“), der für die SPD im Kreistag von Pfaffenhofen an der Ilm sitzt, Fotos des Wagens auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Auf der Seite des Vereins OCV Steinkirchen, der den Umzug organisiert hatte, hagelte es scharfe Kritik.

Der Verein betonte, es gebe keine rechtsradikalen Tendenzen unter den Mitgliedern. Auch Flüchtlinge seien integriert worden und beim Umzug mitgelaufen. Weiter wollte sich zunächst niemand zu dem Vorfall äußern. Der Verein kündigte eine offizielle Stellungnahme an.

Zum Faschingsumzug waren nach Polizeiangaben rund 500 Menschen gekommen. Die Polizei hielt den Panzer nicht an, wie ein Sprecher sagte. Es gebe zwar den Anfangsverdacht der Volksverhetzung, allerdings spiele gerade bei Faschingsumzügen auch die Kunstfreiheit eine Rolle. Die Polizisten machten Fotos, die der Staatsanwaltschaft Ingolstadt für weitere Ermittlungen übergeben wurden.

Merkel und Hollande kooperieren in Flüchtlingskrise

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Staatschef Francois Hollande haben gestern bei einem informellen Treffen in Straßburg ihre gemeinsame Linie in der Flüchtlingskrise bekräftigt. Die Politiker seien sich einig gewesen, der Türkei bei der Umsetzung des mit der EU vereinbarten Aktionsplans zu helfen, verlautete aus dem Umfeld Hollandes.

Griechenland unterstützen

Anschließend trafen sie sich mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Merkel und Hollande gaben nach ihrem eineinhalbstündigen Gespräch unter vier Augen keine Erklärung ab.

Merkel und Hollande waren sich bei ihrem Treffen in Straßburg den Angaben zufolge auch darin einig, Griechenland bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs zu helfen. Anschließend trafen sie Schulz zu einem gemeinsamen Abendessen in der Altstadt.

Schulz warnt seit Wochen vor einem Ende des grenzenlosen Schengen-Raums oder gar einem Auseinanderbrechen der EU, sollten die 28 EU-Staaten wegen nationaler Egoismen keinen gemeinsamen Ausweg aus der Flüchtlingskrise finden. Auch EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte die Mitgliedsländer vergangene Woche zum Schulterschluss beim bevorstehenden Gipfel aufgerufen, um das Schengen-System und damit die Freizügigkeit in der EU zu retten.

Umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen

Die französischen Behörden hatten - knapp drei Monate nach den Pariser Anschlägen - umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen: Sowohl der Sitz des Präfekten, wo sich Merkel und Hollande trafen, als auch das Restaurant „Au Pont Corbeau“ nahe des berühmten Straßburger Münsters waren weitläufig abgeriegelt.

Razzien bei Terrorverdächtigen nahe Mainz

Die rheinland-pfälzische Polizei hat nahe Mainz die Wohnräume von zwei Terrorverdächtigen durchsucht. Die beiden Männer würden verdächtigt, sich im syrischen Bürgerkrieg an einer „ausländischen terroristischen Vereinigung“ beteiligt zu haben, teilte die Generalbundesanwaltschaft gestern in Karlsruhe mit. Es gebe keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen. Nähere Angaben wurden unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht gemacht.

Ranghoher IS-Kommandeur?

Der „Spiegel“ (Online-Ausgabe) berichtete, bei einem der Verdächtigen handle es sich um einen mutmaßlichen ranghohen Kämpfer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS). Der Syrer sei als Flüchtling in dem Dorf Sankt Johann, südlich von Mainz, untergebracht gewesen, hieß es unter Berufung auf Recherchen der Sendung „Spiegel TV“.

Bei „Safe Harbour 2“ droht EU-Kapitulation

Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA gehen am 22. Februar in die zwölfte Runde. Laut EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström könnte ein vorläufiges Ergebnis bereits im Juni feststehen. TTIP setzt allerdings den freien, transatlantischen Fluss der Daten voraus und die betreffende „Safe Harbour“-Vereinbarung wurde vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Herbst aufhoben. Ein Nachfolgeabkommen hätte bereits am 31. Jänner vorliegen müssen, präsentiert wurden am Montag jedoch nur ein Logo und der neue Name „Privacy Shield“.

Nach ORF.at vorliegenden, aktuellen Informationen aus Diplomatenkreisen in Brüssel kann es ein solches Abkommen jedoch nur dann zeitgerecht geben, wenn Europa beim Datenschutz in allen wichtigen Punkten kapituliert. Laut diesen Quellen waren gerade die Hauptstreitpunkte des Abkommens zum Zeitpunkt der Präsentation noch offen. Sicher ist bis jetzt nur, dass „Privacy Shield“ nicht einmal Vertragscharakter haben und nichts davon in den USA gesetzlich verankert wird. Angeblich hatten die EU-Verhandler eine gesetzlich abgesicherte Vereinbarung nicht einmal verlangt.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Inland

Terror-Prozess gegen mutmaßlichen Dschihadisten

Im Wiener Straflandesgericht muss sich heute ein mutmaßlicher Dschihadist vor einem Schöffensenat verantworten, der sich zwischen Oktober 2011 und August 2013 im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufgehalten und für eine Untergruppe der Al-Kaida gekämpft haben soll. Der 25-Jährige soll eine eingehende Waffenausbildung und auch eine Glaubensschulung durchlaufen haben.

Weiters bekam er von seinem Vater laut Anklage Geld überwiesen, das zu terroristischen Zwecken eingesetzt wurde. Schließlich wurde er von pakistanischen Polizeibehörden aufgegriffen und nach Österreich abgeschoben. Am 30. April 2015 wurde er am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen, als er in Begleitung seiner 17-jährigen, ihm nach islamischem Recht anvertrauten Ehefrau nach Syrien fliegen wollte, um sich der Al-Kaida zugehörigen Al-Nusra-Front anzuschließen.

Seither sitzt der gebürtige Tschetschene, der mit zweieinhalb Jahren nach Österreich gekommen war, in U-Haft. Seine Ehefrau wurde ebenfalls wegen terroristischer Vereinigung zur Anklage gebracht. Sie befindet sich auf freiem Fuß.

Staatsschutz: Kogler verteidigt Regierungspläne

Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, hat das von der Regierung geplante Staatsschutzgesetz verteidigt. Man habe im Entwurf Instrumentarien geschaffen, um möglichen Missbrauch vorzubeugen, sagte er gestern in der ORF-„Pressestunde“. Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise und der Bekämpfung der Kriminalität stellte Kogler der Exekutive ein gutes Zeugnis aus.

Pressestunde mit Konrad Kogler

Generaldirektor Konrad Kogler kündigt mehr Polizisten für den Grenzeinsatz an.

„Ich glaube, wir haben genau mit diesem Gesetz eines gezeigt: Dass es uns nicht darum geht, sehr schnell eine Regelung zu schaffen“, meinte Kogler zur Neuaufstellung des Staatsschutzes. Man habe mit den Sicherheitssprechern aller Parlamentsfraktionen einen breiten Dialog geführt und sich Dienste im Ausland angesehen. Der Prozess sei nun abgeschlossen, die unbedingt notwendigen Befugnisse für die Polizei „sehr maßhaltend“, meint Kogler. Das Prozedere zur Bestellung des „völlig unabhängigen“ und weisungsfreien Rechtsschutzbeauftragten sei zudem ein aufwendiges Verfahren.

Aus Österreich in den Dschihad gezogen

Trotz aller Anstrengungen geht Kogler von einem Gefahrenpotenzial durch radikalisierte Menschen aus. So gebe es eine Vielzahl an Personen, die aus Österreich in den Dschihad gezogen sind oder Menschen rekrutiert haben. „Wir müssen hier auch einen wirklich weiten Blick haben“, sieht der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit seine Exekutive in der Pflicht und warnt: „Die größte Gefahr geht von jenen Personen aus, die nicht integriert werden.“ Gegen rund 260 Personen habe man mittlerweile entsprechende Anzeigen erstattet, ein „nicht unerheblicher Anteil“ stamme aus Tschetschenien.

Die Exekutive habe die Flüchtlingskrise laut Kogler noch im Griff. „Die Polizistinnen und Polizisten leisten hier eine ganz tolle Arbeit“, lobte er die Beamten. Allerdings gebe es durchaus das „Phänomen“, „dass Polizisten sagen, dass das körperlich so beanspruchend ist, dass das wirklich sehr schwer zu schaffen ist“. Darum habe man das Personal aufgestockt. Ob das zukünftig zu schaffen sei, stellte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit infrage: „Wir müssen uns ganz klar überlegen: Wo sind die Kapazitätsgrenzen?“ Auch bei der von der Regierung festgelegten Obergrenze müsse man sich überlegen, was das für den polizeilichen Bereich bedeutet.

Wirtschaft

Zeitung: Siemens plant weiteren Stellenabbau

Bei Siemens droht laut „Handelsblatt“ ein weiterer Stellenabbau. Im Geschäftsbereich Prozessindustrie und Antriebe werde voraussichtlich eine vierstellige Zahl von Arbeitsplätzen in Deutschland gestrichen oder ins Ausland verlagert, berichtete die Zeitung gestern im Voraus unter Berufung auf Industriekreise.

„Das ist ein Bereich, der massiv unterausgelastet ist über viele Werke in der Welt“, wurde ein Insider zitiert. In dem lahmenden Geschäftsfeld hatte Siemens im vergangenen Jahr den Chef ausgetauscht. Es stellt Antriebe für Branchen her, die Rohstoffe gewinnen und verarbeiten.

Das Unternehmen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte dem Konzern einen Sparkurs verordnet, der die Streichung von weltweit 13.000 Stellen zur Folge hat. Ende September beschäftigte das deutsche Industrieflaggschiff 348.000 Mitarbeiter, davon 114.000 in Deutschland.

Chinas Währungsreserven fallen auf tiefsten Stand seit 2012

Der gewaltige Devisenberg Chinas ist weiter abgeschmolzen. Wie die chinesische Notenbank gestern mitteilte, betrugen die Währungsreserven der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Jänner 3,23 Billionen US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit 2012. Verglichen mit einem Monat zuvor verringerten sich die Reserven um 99,5 Milliarden Dollar.

Im gesamten vergangenen Jahr schmolzen die Devisenreserven, die vor allem aus den hohen Exportüberschüssen des Landes stammen, um mehr als eine halbe Billion Dollar. Es war der erste Rückgang überhaupt. Allerdings hat sich der Abfluss im Januar etwas gegenüber Dezember verringert und lag auch unter den Erwartungen von Experten.

Experten erklären den Rückgang zum einen mit Kapitalabflüssen wegen der gegenwärtigen schwächelnden Wirtschaft Chinas. Zum anderen werden Markteingriffe der Notenbank als Grund genannt, mit denen die Abwertung der Landeswährung Yuan (Renminbi) abgefedert werden soll.

Sport

Super Bowl: NFL-Showdown mit Klassikerpotenzial

Wenn heute Nacht die 50. Super Bowl zwischen den Denver Broncos und den Carolina Panthers in Szene geht, dann blickt nicht nur die Sportwelt ins Levi’s Stadium in Santa Clara. Die Jubiläumsausgabe bietet dabei alle Zutaten für einen Klassiker, trifft doch die beste Defensive auf die stärkste Offensive. Im Vorfeld der Partie rückte aber vor allem das Duell der Quarterbacks in den Mittelpunkt des Interesses. Auf der einen Seite die 39-jährige Legende Peyton Manning in ihrem wohl „letzten Rodeo“, auf der anderen Seite Cam Newton - der Prototyp der modernen Spielmachergeneration.

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Fußball: Costa rettet Chelsea Remis gegen ManUnited

Der Sonntagshit der englischen Premier League hat mit einem Remis zwischen dem FC Chelsea und Manchester United geendet. Dabei hätte nicht viel gefehlt und die „Red Devils“ wären an der Londoner Stamford Bridge zum enorm wichtigen Auswärtssieg gekommen. Dem Ausgleich durch Stürmer Diego Costa in der Nachspielzeit hatten die „Blues“ schließlich doch noch einen Punkt zu verdanken.

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Ski alpin: Gut beendet Vonns Super-G-Serie

Lindsey Vonn hat sich erstmals seit einem Jahr wieder in einem Super-G geschlagen geben müssen. Nach fünf Triumphen in Serie musste sich die US-Amerikanerin in Garmisch-Partenkirchen diesmal mit Platz drei begnügen. Beendet wurde der Erfolgslauf durch Lara Gut. Die Schweizerin setzte sich in einer engen Entscheidung mit 0,15 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatadorin Viktoria Rebensburg durch und machte damit im Gesamtweltcup ein paar Punkte auf Vonn gut. Beste ÖSV-Läuferin wurde Cornelia Hütter auf Rang fünf.

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Bob-EM: Erste Medaille für Österreich seit 1999

Die Bob-Europameisterschaften in St. Moritz sind gestern mit einer höchst erfreulichen Überraschung zu Ende gegangen: Der 21-jährige Tiroler Benjamin Maier eroberte auf der berühmt-berüchtigten Natureisbahn in St. Moritz als Weltcup-Zweiter mit seinen Teamkollegen Marco Rangl, Markus Sammer und Danut Ion Moldovan EM-Silber. Nur der deutsche Weltmeister Maximilian Arndt war nach zwei Läufen schneller als Maier.

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Chronik

Filmdreh: Explodierender Bus sorgt für Panik in London

Ein Filmdreh hat gestern laut britischen Medienberichten kurz für Panik in London gesorgt. Grund dafür war ein auf einer Brücke spektakulär zur Explosion gebrachter Bus. Augenzeugen glaubten zunächst an einen Terroranschlag, wie etwa der „Independent“ mit Verweis auf Meldungen in Sozialen Netzwerken berichtet.

Explodierender Bus

APA/AP/PA/Steve Parsons

Verwiesen wurde von der Zeitung zudem auf eine „beunruhigende Ähnlichkeit“ mit dem tödlichen Anschlag auf einen Bus im Jahr 2005. Vom „Telegraph“ erinnerte auch daran, dass sich der Schauplatz der Dreharbeiten in unmittelbarer Nähe zum Hauptquartier des britischen Geheimdienstes MI5 befindet.

Kritiker werfen der Filmcrew nun vor, im Vorfeld nicht ausreichend über den geplanten Dreh informiert zu haben. „Hey Filmtypen, wenn ihr das nächste Mal einen Bus auf der Lambeth-Brücke sprengt, sagt uns vielleicht vorher Bescheid, damit unsere Kinder im Park nicht ausflippen“, zitierte die Zeitung in diesem Zusammenhang aus einem Tweet der britischen Autorin Sophie Kinsella.

Auf der für den Dreh abgesperrten Brücke wurde den Medienberichten zufolge eine Szene für den Film „The Foreigner“ gespielt. Als beteiligte Schauspieler nennt der „Guardian“ unter anderen Jackie Chan und Pierce Brosnan.

Science

Kultur

„McTeague“ in Linz: Wurzelbehandlung als Operngenuss

Der Wilde Westen ist zurzeit nicht nur auf der Kinoleinwand en vogue. Mit der europäischen Erstaufführung der Oper „McTeague - Gier nach Gold“ des US-Komponisten William Bolcom nimmt sich auch das Musiktheater Linz des Genres an.

Und wenn es dabei dann gar nicht um Cowboys und Indianer geht, sondern um einen mörderischen Zahnarzt, ist besonderer Nervenkitzel garantiert. Die Handlung präsentiert sich filmreif und spannend, die Musik reichhaltig und für alle Ohren gut konsumierbar, die Inszenierung sehr unterhaltend, wenn auch nicht besonders tiefschürfend: eine Wurzelbehandlung als musikalischer Genuss.

Mehr dazu in Unter der mörderischen Wüstensonne

„Kung Fu Panda 3“ führt weiter US-Kinocharts an

Panda mit Power: In den US-Kinos hat der Animationsfilm „Kung Fu Panda 3“ das zweite Wochenende in Folge das beste Einspielergebnis erzielen können. Laut Branchen-Webseite Hollywood Reporter spielte der dritte Teil der Abenteuer des Pandabären Po nach vorläufigen Zahlen bis gestern Abend rund 21 Millionen Dollar (18,8 Millionen Euro) ein.

Der in Österreich am 18. März startende Film steht damit bei knapp 70 Millionen Dollar (62,49 Mio. Euro) insgesamt.

Der neue Film der Coen-Brüder, „Hail, Cesar!“, landete auf Rang zwei. Die Hommage an das Hollywood der 1950er-Jahre ist mit George Clooney, Scarlett Johansson und Channing Tatum exzellent besetzt, wurde aber nach guten Kritiken bei Zuschauerumfragen eher schlecht beurteilt. 11,4 Millionen Dollar sind der bisher schwächste Groß-Start für einen Coen-Film. Auf den Rängen folgen Oscar-Favorit „The Revenant - Der Rückkehrer“ mit Leonardo DiCaprio und der nimmermüde „Star Wars: Das Erwachen der Macht“.

Leute

„König der Önologen“: Giacomo Tachis ist tot

Italien trauert um seinen wohl bekanntesten Weinpionier der letzten Jahrzehnte, Giacomo Tachis. Der in Medienberichten als „König der Önologen“ bezeichnete Tachis, starb im Alter von 82 Jahren in San Casciano Val di Pesa (Toskana) an den Folgen einer langen Krankheit, wie die Nachrichtenagentur ANSA am Samstag berichtete.

Tachis machte sich einen Namen als große innovative Kraft hinter der „Wiedergeburt“ des italienischen Weines. Seine Karriere begann Tachis in den 60er Jahren beim florentischen Weinhaus Marchesi Antinori, wo er mit dem Tignanello und dem Solaia die ersten Beispiele der später auch als „Supertuscan“ („Supertoskaner“) gefeierten Weine kreierte. Dazu zählt auch der Sassicaia, den Tachis für Marchese Mario Incisa della Rocchetta „erfand“.

Klassische Qualitätsvorgaben ignoriert

Da sich Tachis nicht den strengen und als zu enges Korsett empfundenen DOC- bzw. DOCG-Vorgaben unterwerfen wollte, verzichtete er bewusst etwa auf die Produktion von Exportschlagern wie dem Chianti Classico.

Vielmehr wagte sich Tachis auch im historischen Chianti-Gebiet an neue Mischungen und für italienische Weine lange untypische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, weswegen seine Weine lange auch nur als einfache Tafelweine vermarktet werden konnten.

Tachis, der sich selbst als „bescheidener Weinmischer“ bezeichnete, war bis zu seinem Rückzug ins Privatleben im Jahr 2010 auch in etlichen anderen italienischen Weinregionen tätig. Der „Corriere della Sera“ nennt hier etwa den Turriga (Sardinien) und den San Leonardo (Trentino) als Beispiele, für die von Tachis geschaffenen und mittlerweile „in der ganzen Welt bekannten Weine“.

Lifestyle

Chinesen begrüßen das Jahr des Affen

Die Chinesen haben gestern um Mitternacht (Ortszeit) das Jahr des Affen begrüßt. Nach dem traditionellen Mondkalender feierte das Milliardenvolk das Neujahrsfest. Es ist das wichtigste chinesische Familienfest.

Feuerwerk in China

APA/AFP/Greg Baker

Wie in den Vorjahren wurde der Einsatz von Feuerwerk in vielen Städten weiter begrenzt, um die Luftverschmutzung und die Feuergefahr zu verringern. Erstmals erteilte diesmal auch die Metropole Schanghai ein Raketenverbot.

Rund um das chinesische Neujahrsfest fahren Millionen in ihre Heimatorte - es handelt sich um die größte Reisewelle der Welt. Fabriken und Büros sind für mindestens eine Woche geschlossen, so dass das Reich der Mitte - einmal abgesehen von teils chaotischen Szenen im Reiseverkehr - praktisch zum Stillstand kommt.