Inland

Österreich nimmt 1.000 syrische Flüchtlinge zusätzlich auf

Nach Kritik von allen Seiten will Österreich nun doch mehr Syrien-Flüchtlinge ins Land lassen: „Österreich wird - unabhängig von den laufenden Aufnahmen syrischer Asylwerber und zusätzlich zu den bereits zugesagten 500 Flüchtlingen - weitere 1.000 Flüchtlinge aus dem Krisengebiet aufnehmen“, kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe) an.

Vor allem Frauen und Kinder sollten es sein, ebenso werde erneut „besondere Rücksicht auf verfolgte Christen genommen", wird die Innenministerin “ zitiert, die den Sinneswandel damit begründet, dass die Lage in Syrien immer dramatischer werde. Wann die nächsten Flüchtlinge nach Österreich kommen werden - bisher ist noch nicht einmal das Kontingent der ersten 500 ausgeschöpft -, das liegt laut Mikl-Leitner „in der Hand des UNHCR (UNO-Flüchtlingshochkommissariat, Anm.). Ich hoffe, so rasch wie möglich.“ Finanziert werde die Hilfsaktion über Förderprogramme der EU.

Im Innenministerium betont man, „dass es bei diesem Kontingent darum geht, Menschen aus akuter Not und Gefahr aus dem Krisengebiet in Sicherheit zu bringen“. Es gehe nicht darum, syrischen Flüchtlingen, die bereits in einem anderen europäischen Staat Schutz gefunden haben, einen Ortswechsel nach Österreich zu ermöglichen.

Bildung: ÖVP beharrt auf Einsparvolumen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat bei den Sparmaßnahmen im Bildungsbereich die Notbremse gezogen. Koalitionspartner ÖVP gibt sich zurückhaltend. Eines wird aber festgehalten: Die Gesamteinsparsumme - knapp 120 Millionen Euro für zwei Jahre - ist für die Volkspartei nicht verhandelbar.

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SPÖ fordert Rücknahme von Sparvorgaben

Auch bei der SPÖ herrscht eher Zurückhaltung. Lediglich SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann stellt klare Forderungen. So soll etwa Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) die Sparvorgaben zumindest teilweise zurücknehmen.

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Alternative Sparmaßnahmen

Heinisch-Hosek zog gestern nach heftigen Protesten - auch aus den eigenen Reihen - die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich wieder zurück. „Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden, denn das Finanzministerium beharrt auf der vereinbarten Einsparungssumme.

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Strache sieht Putin als „lupenreinen Demokraten“

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin verteidigt. Dieser sei „mit Sicherheit ein reiner Demokrat, aber mit einem autoritären Stil“, meinte Strache im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe) auf die Frage, ob er den Kreml-Chef für einen „lupenreinen Demokraten“ halte.

Als Letzteren hatte der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Putin einst bezeichnet. Putin sei als Präsident durch die Verfassung - wie in den USA - mit einer großen Machtfülle ausgestattet, so Strache. Er versuche aus seinem Blickwinkel heraus, die russischen Interessen zu bewahren. So würde US-Präsident Barack Obama auch vorgehen.

Erneut Kritik übte Strache an der österreichischen Außenpolitik. „Österreich ist von der Verfassung her neutral, wir verhalten uns aber in diesem Konflikt nicht als neutraler Staat“, kritisierte er einmal mehr. Die Eskalation in der Ukraine sei „von der EU und den USA provoziert“ worden, da solle und dürfe man als neutraler Staat nicht mitmachen. Es müsse doch jedem neutralen Beobachter sauer aufstoßen, mitanzusehen, wie die EU und die USA „mit Putschisten gemeinsame Sache machen“, so der FPÖ-Obmann.

Salzburger Polizei für Bettelverbot

Die Polizei in der Stadt Salzburg fordert jetzt neuerlich ein generelles Bettelverbot - auch wenn das vom Verfassungsgerichtshof bereits schon einmal gekippt wurde. Die ÖVP ist dafür, Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) dagegen.

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Ausland

Russland erlässt Nordkorea Milliardenschulden

Anders als der finanziell schwer angeschlagenen Ukraine erlässt Russland Nordkorea fast zehn Milliarden Dollar Schulden. Moskau hofft so auf Erleichterungen beim Bau einer Gaspipeline durch den kommunistischen Staat nach Südkorea. Die russische Staatsduma ratifizierte gestern eine entsprechende Vereinbarung aus dem Jahr 2012.

Danach betrugen die Schulden Nordkoreas, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen, im September 2012 mehr als 10,9 Milliarden Dollar. Rund eine Milliarde Dollar davon soll Nordkorea innerhalb der kommenden 20 Jahre ratenweise zurückzahlen.

Gasprom sucht neue Kunden in Asien

Der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Stortschak sagte mehreren Medien, die Gelder könnten für die Finanzierung gemeinsamer Projekte wie den Bau einer Gaspipeline oder einer Bahnstrecke nach Südkorea genutzt werden. Russland sucht zunehmend Abnehmer für Gas und Öl in Asien, weil seine wichtigen Kunden in Europa ihre Abhängigkeit im Zuge der Ukraine-Krise von russischen Lieferungen verringern wollen.

Der russische Staatskonzern Gasprom hegt schon lange den Plan, eine Gasleitung durch Nordkorea nach Südkorea zu bauen. Doch die beiden koreanischen Staaten sind faktisch noch im Kriegszustand. Ihre gemeinsame Grenze ist eine der am schärfsten bewachten der Welt.

Terrorgruppe ETA verspricht „glaubwürdige“ Entwaffnung

Rund zwei Jahre nach ihrem Gewaltverzicht will die baskische Terrorgruppe ETA offenbar mit ihrer Entwaffnung fortfahren. Wie spanische Tageszeitungen heute in ihren Onlineausgaben veröffentlichten, bestätigten Anti-Terror-Spezialisten der spanischen Polizei, die Terrororganisation wolle bereits nach dem Sommer eine „glaubwürdigere“ Waffenniederlegung als im vergangenen Februar durchführen.

Spanien erkennt CIV-Kommission nicht an

Anfang des Jahres hatten Experten der internationalen Kommission zur Überwachung des Waffenstillstands (CIV) in Bilbao erklärt, die ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit) habe im Jänner „eine gewisse Menge an Waffen versiegelt und unbenutzbar gemacht“. Als Beweis diente ein Video, auf dem vermummte Bandenmitglieder einem CIV-Experten ein paar unbrauchbar gemachte Pistolen und Panzerfäuste zeigten.

Die spanische Regierung, welche die bereits 2011 gebildete CIV-Kommission nicht anerkennt, bezeichnete die Entwaffnung als „Theater“. „Wenn sie wirklich die Waffen abgeben wollen, dann sollen sie sie abgeben, das ist sehr einfach“, erklärte damals Spaniens Außenminister, Jorge Fernandez Diaz (PP). Die Terrorbande müsse nun „einfach alle Waffen abgeben und endlich von der Bildfläche verschwinden“, kritisierte auch Elena Valenciano, Generalsekretärin der sozialistischen Oppositionspartei PSOE.

Polizei soll Teilentwaffnung mitverfolgen

Wie die spanischen Anti-Terror-Spezialisten sagen, soll es nun zwar erneut nicht zur Abgabe sämtlicher Waffen kommen. Dennoch wollen die Terroristen anscheinend die zweite Teilentwaffnung unter Kontrolle einer neuen internationalen Beobachtergruppe durchführen, die vom ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan geleitet werden könnte.

Außerdem soll die Teilentwaffnung diesmal auch von Vertretern der spanischen Polizei mitverfolgt werden können. Die Anti-Terror-Experten vermuten hinter dem Schritt einen erhöhten Druck der separatistischen Baskenparteien, die sich von dieser Geste eine Verbesserung ihrer Wahlchancen bei den 2015 stattfindenden Lokalwahlen im Baskenland versprechen.

Die ETA hatte im Oktober 2011 nach fast 50 Jahren das Ende ihres bewaffneten Kampfes für die Unabhängigkeit des Baskenlandes verkündet. Im November desselben Jahres erklärten sie ihre Bereitschaft zur Abgabe ihrer Waffen. Bisher hatten sie aber keine konkreten Schritte zur Entwaffnung unternommen. Mehr als 800 Menschen fielen dem Unabhängigkeitskampf der ETA zum Opfer.

Mord an Ex-IRA-Führer: Festnahme in Belfast

Nach dem Mord an einem früheren Führungsmitglied einer IRA-Splittergruppe am Karfreitag ist in Belfast ein 26-Jähriger festgenommen worden. Der Mann werde derzeit verhört, teilte die nordirische Polizei heute mit. Das 43 Jahre alte Opfer war am Vortag auf einem Industriegelände im früher umkämpften Westen Belfasts erschossen worden.

Zuvor soll es Todesdrohungen gegen den Mann aus den eigenen Reihen gegeben haben. Er hatte früher zum Führungskader der Continuity IRA (CIRA) gehört und sechs Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis verbracht.

Der Karfreitag als hoher christlicher Feiertag hat große Symbolkraft für die Katholiken im Nordirland-Konflikt, in dem sich bis heute republikanische Katholiken und probritische Protestanten gegenüberstehen. Zuletzt hatte es bei den republikanischen Rebellen immer wieder interne Graben- und Machtkämpfe gegeben. Der nordirische Regierungschef Peter Robinson verurteilte den Mord.

Obama blockiert iranischen UNO-Botschafter per Gesetz

US-Präsident Barack Obama hat gestern ein Gesetz unterzeichnet, das den neuen iranischen UNO-Botschafter Hamid Abutalebi an der Einreise in die USA hindern soll. Washington wirft ihm vor, er sei einer der Studenten gewesen, die 1979 die US-Botschaft in Teheran stürmten und etwa 50 Amerikaner über ein Jahr als Geisel hielten. Abutalebi bestreitet das. Er habe nur für die Studenten übersetzt.

Das Gesetz besagt allgemein, dass UNO-Vertretern die Einreise verweigert werden kann, wenn sie an Terrorakten gegen die USA beteiligt gewesen waren und weiter ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten.

Der Kongress hatte das Gesetz in der vergangenen Woche bereits mit Blick auf Abutalebi verabschiedet. Das Weiße Haus hatte dem Iran mitgeteilt, dass es die Botschafterwahl nicht akzeptiere und es kein Visum für Abutalebi geben werde. Teheran wertete das als Verletzung der Rechte souveräner Staaten und legte Beschwerde bei den UNO ein.

Nur „Richtschnur“

In einer Mitteilung parallel zur Unterzeichnung des Gesetzes erklärte Obama, er teile die Besorgnis des Kongresses, dass sich früher in Terrorakte verwickelte Personen unter dem Deckmantel der Diplomatie Zugang zu den USA verschaffen könnten.

Angesichts seiner verfassungsrechtlichen Befugnis, Botschafter zuzulassen oder abzulehnen, werde er das Gesetz aber nur als Richtschnur betrachten, wenn es mit dieser Befugnis kollidieren könnte.

Mindestens 14 Tote bei Drohnenangriff im Jemen

Bei einem Drohnenangriff sind im Jemen laut arabischen Medienberichten mindestens 14 Menschen getötet worden. Wie das jemenitische Nachrichtenportal Marib Press berichtete, galt der Luftschlag einem Fahrzeug, das mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen transportierte.

Zwölf von ihnen seien bei der Attacke ums Leben gekommen. Außerdem starben zwei Unbeteiligte, die zufällig heute in der Provinz Al-Baida in ihrem Fahrzeug auf der Straße unterwegs waren. Fünf Menschen wurden dem Bericht zufolge verletzt.

Die südliche Provinz al-Baida gilt als Hochburg der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Das Militär geht schon seit Jahren mit Hilfe von US-Drohneneinsätzen gegen die bewaffneten Gruppen vor. Doch nach wie vor kommt es fast täglich zu Überfällen, Anschlägen und Entführungen.

Streit über Film: Ägyptens Oberzensor zurückgetreten

Der Leiter der Zensurbehörde in Ägypten ist wegen eines Streits über einen freizügigen Film zurückgetreten. Er protestierte damit laut Medienberichten gegen eine Order von Ministerpräsident Ibrahim Mahlab, wonach die ägyptischen Kinos den Film mit der libanesischen Sängerin und Schauspielerin Haifa Wehbe aus dem Programm nehmen müssen.

Das Gesellschaftsdrama „Halawet Ruh“ handelt von einer alleinerziehenden Mutter, die in einem ägyptischen Arbeiterviertel lebt und den Nachbarn den Kopf verdreht. Die Zensurbehörde hatte den Film vor dem offiziellen Kinostart am 8. April für erwachsenes Publikum zugelassen. Doch viele Ägypter empörten sich über das „pornografische“ Werk.

Der nun zurückgetretene Behördenleiter und Filmemacher Ahmed Awaad sagte dem privaten Fernsehsender CBC 2, dass er sich nicht nur als Mitarbeiter der Zensurbehörde, sondern auch als Künstler zum Rücktritt veranlasst gesehen habe.

Sport

Eishockey: ÖEHV-Team erwartet „schwere Aufgabe“

Für Österreichs Nationalteam wird es ernst. Zum Auftakt der Eishockey-B-WM in Südkorea geht es morgen (5.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) gegen die Ukraine. „Es sind viele Spieler aus der russischen KHL dabei.

Es ist sicher eines der besten ukrainischen Teams seit Jahren. Das ist gleich eine schwere Aufgabe zu Beginn“, warnte Teamchef Manny Viveiros. Der 48-Jährige nahm gleich 13 WM-Debütanten nach Asien mit, nachdem nach den Olympischen Spielen in Sotschi einige Spieler ihre Teamkarriere beendet hatten.

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Wirtschaft

OÖ: Immer mehr Grünland verschwindet

Raumplaner in Oberösterreich schlagen Alarm. Immer mehr Grünlandflächen würden für Siedlungs- und Verkehrszwecke verbaut – mit weitreichenden Folgen. Versiegelte Flächen schaden nicht nur den Böden, sie begünstigen auch Hochwasser.

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OMV-Chef Roiss warnt vor russischem Gasboykott

OMV-Chef Gerhard Roiss hat heute im Ö1-Magazin „Im Journal zu Gast“ die EU zum Dialog mit Russland aufgerufen. „Wir können alle nicht abschätzen, was es heißt, wenn kein Gas mehr aus Russland kommt“, so Roiss. Österreich könne zwar eine Alternativversorgung aufbauen, weitere Lieferstrecken würden aber die Gaspreise erhöhen. Sehr schwer würde es für jene EU-Länder, die zu 100 Prozent von russischem Gas abhängig sind.

Roiss erinnerte an den Spruch „Wo Handel getrieben wird, gibt es keinen Krieg“ - und mit Russland gebe es seit Jahren gewachsene Wirtschaftsbeziehungen, die Handelsbilanzen seien ziemlich ausgeglichen. Man dürfe nicht vergessen, dass die Wirtschaftswelt nicht nur arbeitsteilig, sondern auch ressourcenteilig funktioniere.

Die Krise zeige aber, dass es notwendig sei, die Gasproduktion in Europa zu forcieren, dazu bedürfe es Investitionen, sagte Roiss. Es bedürfe einer europäischen Energiepolitik, derzeit habe sogar jedes Bundesland seine eigenen Ansprüche.

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Kfz-Versicherungen bei Autohändlern meist teurer

Es ist bequem, nach dem Autokauf die Kfz-Versicherung gleich im Autohaus abzuschließen. Die Bequemlichkeit hat aber ihren Preis.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat Versicherungsangebote von Autohändlern mit Angeboten auf Online-Versicherungsplattformen verglichen. Die meisten sind teurer. Aufschläge und unnötige Zusatzleistungen treiben die Prämie in die Höhe.

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Chronik

Lawine auf Mount Everest: Keine Hoffnung auf Überlebende

Nach dem schweren Lawinenunglück auf dem Mount Everest haben die Rettungskräfte keine Hoffnung mehr auf Überlebende. „Es ist ausgeschlossen, dass wir die vier vermissten Männer lebend finden“, sagte heute ein Vertreter des Tourismusministeriums in Kathmandu, Dipendra Paudel. Die Vermissten seien bereits länger als 24 Stunden im Schnee eingeschlossen.

Die nepalesischen Bergführer waren gestern verschüttet worden. Bisher wurden zwölf Leichen geborgen. Sieben Sherpas wurden nach Behördenangaben gerettet. Es handelt sich um das bisher schlimmste Unglück auf dem höchsten Berg der Welt.

Die Männer - Einheimische, die für internationale Expeditionsagenturen tätig waren - hatten offenbar keine Zeit, die Gefahr zu erkennen, in der sie sich befanden. Vor ihnen hatten offenbar bereits Dutzende Träger die betreffende Passage überquert - bei scheinbar perfekten Bedingungen.

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Zwei Tote bei nächtlichem Angriff im Osten Belgiens

Im Osten Belgiens hat ein Unbekannter in der Nacht auf heute Schüsse abgefeuert und dabei einen zehnjährigen Buben sowie einen Mann tödlich getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, ereignete sich der Angriff in Vise nahe Lüttich. Zudem wurde eine Frau schwer verletzt.

Das Motiv für die Tat und die Zusammenhänge waren zunächst nicht klar. „Ein in einem Auto sitzender Mann schoss auf einen Mann, eine Frau und einen Buben, die auf dem Heimweg waren“, sagte der Bürgermeister des Orts an der belgisch-niederländischen Grenze, Marc Neven.

Der Bub sei unmittelbar getötet worden, der Mann, der nicht der Vater des Buben sei, sei seinen schweren Verletzungen später erlegen. Die verletzte Frau ist eine Patin des getöteten Kindes. Den Behörden waren keine familiären Probleme bekannt, die den Angriff erklären könnten.

Festnahme nach Waffenalarm bei „LA Times“

Nach einem Waffenalarm im Gebäude der „Los Angeles Times“ hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann habe gestern am späten Abend (Ortszeit) damit gedroht, um sich zu schießen, berichtete die US-Zeitung. Zunächst blieb unklar, ob der Festgenommene tatsächlich bewaffnet war und ob er Schüsse abgefeuert hat. Die Mitarbeiter schlossen sich während des Polizeieinsatzes in sicheren Räumen ein.

Nach Angaben der Zeitung arbeitet der Verdächtige für eine Firma, die ihr Büro in dem Verlagsgebäude hat. Laut Angaben von Zeugen sagte der Mann, er sei depressiv und bereit, zu töten. Er soll eine Tasche mit Munition bei sich geführt haben.

Die „LA Times“ ist die Zeitung mit der vierthöchsten Auflage in den USA. Ihr 1935 eröffneter Sitz befindet sich direkt gegenüber dem zentralen Polizeirevier der Stadt.

Reaktoren in Frankreichs ältestem AKW heruntergefahren

Nach einem Zwischenfall im ältesten französischen Atomkraftwerk in Fessenheim nahe der Grenze zu Deutschland ist auch der zweite Reaktor heruntergefahren worden. Auswirkungen auf die Sicherheit gebe es nicht, hieß es beim französischen Betreiber EDF heute.

Nach dem vorzeitigen Verschluss eines Ventils habe sich der Reaktor Nummer zwei gestern Abend automatisch abgeschaltet. Reaktor Nummer eins in Fessenheim steht nach einem Vorfall in der Wasserversorgung seit Anfang April still.

Hollande plant Stilllegung bis Ende 2016

Die Atomreaktoren in Fessenheim sind seit Jahren heftig umstritten. Die französische Atomaufsicht ASN hatte das seit den 1970er Jahren betriebene Atomkraftwerk erst in dieser Woche weitgehend positiv beurteilt. Bei so alten Meilern sei es aber äußerst schwierig, die Technik auf den neuesten Stand zu bringen, hieß es.

Frankreichs Präsident Francois Hollande will das Atomkraftwerk Fessenheim bis Ende 2016 stilllegen. Bis zum Jahr 2025 soll der Atomanteil an der Stromversorgung von aktuell 75 auf 50 Prozent sinken. In Frankreich wird in 58 Reaktoren an 19 Standorten Atomstrom produziert.

Science

Alte Wiener WU wird BOKU-Ersatzstandort

Die Universität für Bodenkultur (BOKU) platzt aus allen Nähten. Seit 2004 hat sich die Zahl der Studenten verdreifacht. Zudem sind die Gebäude desolat und müssen saniert werden. Rund 3.000 Studenten weichen nun in die alte WU aus.

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Kultur

Bisher größte Polke-Retrospektive in New York

Der vor vier Jahren gestorbene Künstler Sigmar Polke wird posthum vom New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) mit seiner bisher größten Ausstellung geehrt. Die Schau „Alibis: Sigmar Polke 1963-2010“ wurde heute in dem renommierten Ausstellungshaus in Manhattan offiziell eröffnet.

Nach Angaben des Museums handelt es sich um die erste Retrospektive, die sowohl Gemälde als auch Fotografien, Filme, Zeichnungen, Drucke und Skulpturen des deutschen Künstlers (1941 bis 2010) zeigt. Nach der Station in Manhattan zieht die Ausstellung nach London und im Frühjahr 2015 auch an das Museum Ludwig in Köln weiter.

Kolumbien will Asche von Garcia Marquez mit Mexiko aufteilen

Kolumbien setzt sich nach dem Tod des Schriftstellers Gabriel Garcia Marquez dafür ein, dass ein Teil seiner Asche in seinem Heimatland beigesetzt wird. Die Asche könnte zwischen Mexiko, seiner Adoptivheimat, und Kolumbien, seinem Geburtsland, aufgeteilt werden, sagte Kolumbiens Botschafter Jose Gabriel Ortiz gestern (Ortszeit) in Mexiko-Stadt.

Marquez war am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in der mexikanischen Hauptstadt gestorben, wo er seit Jahrzehnten gelebt hatte. Seine Familie hatte eine Einäscherung in privatem Kreis angekündigt, aber nicht erklärt, wo die Asche bestattet werden sollte.

Derweil hatte der Tweet einer kolumbianischen Politikerin zum Tod von Marquez hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die rechtsgerichtete Abgeordnete Maria Fernanda Cabal veröffentlichte auf Twitter ein Bild des Schriftstellers und des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro mit dem Satz: „Bald werden sie gemeinsam in der Hölle sein.“ Gestern löschte sie den Tweet wieder.

Lifestyle

Lokalgäste bestimmen den Preis

Immer mehr Lokale lassen die Gäste selbst entscheiden, was sie für ihr Essen bezahlen wollen. In Krems setzt ein vegetarisches Restaurant beim Mittagsbuffet seit einem Jahr auf „freie Wertschätzung“ und ist damit erfolgreich.

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Neuer Anlauf für Urban Gardening in Innsbruck

Im zweiten Anlauf ist gestern in Innsbruck ein Urban-Gardening-Projekt der Stadt gestartet. Ein erstes Projekt im Stadtteil Pradl war am Widerstand der Anrainer gescheitert. In der Innsbrucker Reichenau konnte das Gemeinschafts-Garten-Projekt nun umgesetzt werden.

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Religion

Rom: 40.000 Menschen bei Kreuzweg mit Papst

Papst Franziskus hat am Karfreitagabend den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom geleitet. An der Zeremonie vor Roms Wahrzeichen beteiligten sich 40.000 Gläubige, Pilger und Touristen. Die Andacht am Karfreitagabend stand in diesem Jahr im Zeichen derer, die durch die Wirtschaftskrise und die globale Ungerechtigkeit zu Ausgegrenzten geworden sind, keine Arbeit mehr haben und ihre Heimat verlassen müssen.

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Gesundheit

Lieferengpass bei Impfstoffen

Wer sich oder seine Kinder dieser Tage gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio impfen lassen will, weil er eine Auffrischung braucht, muss warten. Grund sind Lieferengpässe auf den Pharmamärkten.

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Leute

Ein Sohn für „Mandela“-Darsteller Idris Elba

Idris Elba, Hauptdarsteller in dem Film „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“, und der BBC-Serie „Luther“ hat eine neue Rolle angenommen. Seine Freundin Naiyana Garth habe den 41-Jährigen zum Vater gemacht, berichtete die „New York Daily News“ heute.

„Mein Sohn Winston Elba ist gestern zur Welt gekommen, einfach überwältigend“, teilte der Schauspieler gestern über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er fügte ein Foto hinzu, auf dem sich der Neugeborene an einen Finger seines Vaters klammert. Nach Angaben der Zeitung sind Winstons Eltern seit März 2013 ein Paar. Elba hat mit seiner Ex-Frau bereits eine elfjährige Tochter.

USA: 275.000 Unterschriften für Anti-Justin-Bieber-Petition

Eine auf der Website des Weißen Hauses veröffentlichte Petition, in der die Abschiebung des kanadischen Popstars Justin Bieber aus den USA gefordert wird, hat 275.000 Unterschriften gesammelt. Damit wurde die Schwelle von 100.000 Unterschriften locker überschritten, die notwendig ist, damit sich Präsident Barack Obama mit dem Thema befasst.

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Missbrauchsvorwürfe: „X-Men“-Regisseur Singer abgetaucht

„X-Men“-Regisseur Bryan Singer zieht sich nach Beschuldigungen, in den 90er Jahren einen Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben, US-Medien zufolge vorläufig aus dem Scheinwerferlicht zurück. Das Branchenblatt „The Hollywood Reporter“ berichtete gestern, dass der 48-jährige Filmemacher die Teilnahme an zwei Konferenzen an diesem Wochenende in letzter Minute abgesagt habe.

Derweil habe der TV-Sender ABC alle Werbespots für seine neue Serie „Black Box“ gestrichen, die Singer als Produzenten erwähnen. Ein 31-Jähriger hatte am Dienstag eine Zivilklage gegen Singer in Hawaii eingereicht. Dort können auch Fälle vorgebracht werden, die Jahre zurückliegen. Ein Anwalt des Regisseurs wies den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs als absurd und erfunden zurück.

Singer könne anhand von Flugtickets und Hotelrechnungen nachweisen, dass er in dem genannten Zeitraum 1999 nicht in Hawaii war, wo der Missbrauch angeblich stattgefunden hat. Vielmehr habe Singer damals in Toronto gedreht, berichtete das Promiportal TMZ.com unter Berufung auf den Anwalt.