Ausland

Soldatenmord in London: Weitere Verhaftung

Ein angeblicher Freund des mutmaßlichen Londoner Soldatenmörders Michael Adebolajo ist nach einem Interview mit dem britischen Sender BBC festgenommen worden. Wie der Sender mitteilte, wurde Abu Nusaybah unmittelbar nach dem TV-Interview auf dem BBC-Gelände festgenommen. In dem Interview sagte Nusaybah demnach, der britische Geheimdienst MI5 habe intensiv versucht, Adebolajo anzuwerben. Dieser habe jedoch abgelehnt.

Ein Vertreter von Scotland Yard sagte heute, die Polizei habe in London gestern Abend einen 31-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt werde, terroristische Taten in Auftrag gegeben oder vorbereitet zu haben. Ob die Festnahme im Zusammenhang mit dem Mord an dem Soldaten am Mittwoch stand, wurde nicht mitgeteilt.

Der 28-jährige Adebolajo und sein 22 Jahre alter mutmaßlicher Komplize Michael Adebowale befanden sich unterdessen weiter im Krankenhaus. Die mutmaßlichen Islamisten waren nach der brutalen Attacke auf den 25-jährigen Soldaten Lee Rigby in Woolwich im Südosten Londons von Polizisten angeschossen worden. Nach Medienberichten stammen die beiden Männer von nigerianischen Einwanderern ab.

Sechste Krawall-Nacht in Folge in Stockholm

Stockholm hat in der Nacht auf heute erneut Krawalle erlebt. In Vororten und Stadtvierteln der schwedischen Hauptstadt brannten die sechste Nacht in Folge Autos, wie die Nachrichtenagentur TT berichtet. Im Stadtteil Tensta beobachtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP, wie ein Auto in Flammen stand, bevor die Feuerwehr den Brand löschte. Insgesamt habe die Gewalt aber nachgelassen, berichtete TT unter Berufung auf die Polizei.

In der Stadt Örebro brannten nach Polizei-Angaben eine Schule und mehrere Autos. Bis Mitternacht kehrte wieder Ruhe ein. Berichten zufolge fuhren in der Gegend von Stockholm rund 200 Rechtsradikale in Autos herum. Eine starke Polizeipräsenz verhinderte aber offenbar Zusammenstöße. Laut Polizei trugen auch Bürgerpatrouillen zu einer Verringerung der Gewalt bei. Nachdem sich die Polizei in den ersten Tagen weitgehend zurückhielt und vor allem Brände löschte, gingen Beamte nun gezielt gegen Randalierer vor. Rund 30 Verdächtige wurden bisher festgenommen.

Die Krawalle hatten am Sonntag im Vorort Husby begonnen, in dem 80 Prozent der Einwohner Migranten sind und große soziale Missstände herrschen. Auslöser für die Randale war die Tötung eines 69-jährigen Mannes durch die Polizei.

Taliban griffen im Zentrum von Kabul UNO-Gebäude an

Im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul haben Taliban-Kämpfer gestern ein Gebäude der Vereinten Nationen angegriffen. Bei dem Selbstmordanschlag sowie bei anschließenden schweren Gefechten wurden nach Angaben des afghanischen Innenministeriums fünf Angreifer, zwei afghanische Zivilisten und ein Polizist getötet. Eine italienische UNO-Mitarbeiterin wurde schwer verletzt.

In UNO-Gebäude verschanzt

Die radikalen Islamisten zündeten nach Behördenangaben zunächst eine Autobombe und verschanzten sich dann in einem Gebäude der Vereinten Nationen, in dem unter anderem die Büros der Internationalen Organisation für Migration (IOM) untergebracht sind.

Norwegische Spezialkräfte kamen ihren afghanischen Kollegen zu Hilfe und umstellten das Gebäude, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Die NATO-Mission ISAF machte dazu keine Angaben. Der Angriff begann gegen 16.00 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MESZ), die stundenlangen Schusswechsel waren bis in die Nacht hinein in der ganzen Stadt zu hören.

Zehn Stunden Gefechte

Nach zehn Stunden heftiger Gefechte wurde der Angriff von Sicherheitskräften beendet. Sie töteten den fünften und letzten Angreifer, der sich in einem zivilen Gebäude verschanzt hatte, teilte die Kabuler Polizei der Nachrichtenagentur dpa heute mit. Insgesamt wurden nach offiziellen Angaben mindestens acht Menschen getötet.

Proteste gegen Urteilsaufhebung gegen Ex-Diktator Rios Montt

Wenige Tage nach der Aufhebung des Urteils gegen den früheren guatemaltekischen Machthaber Efrain Rios Montt haben gestern in mehreren Staaten Lateinamerikas zahlreiche Menschen gegen die Entscheidung protestiert. In Guatemala-Stadt zogen die Demonstranten in einem „Marsch gegen die Straflosigkeit“ vor das Verfassungsgericht, wie die Zeitung „Prensa Libre“ auf ihrer Internetseite berichtete.

In Honduras demonstrierten in der Hauptstadt Tegucigalpa vor allem Frauen vor der guatemaltekischen Botschaft. „Die Völker Mittelamerikas haben Rios Montt verurteilt“, war auf einem Transparent zu lesen. Auch in Nicaragua seien Demonstranten vor die Botschaft Guatemalas gezogen, berichtete die Zeitung „La Prensa“. Sie hätten einer Diplomatin eine Protestnote überreicht. Weitere Demonstrationen waren in Argentinien, Mexiko und Peru geplant.

Wegen Verfahrensfehlern hatte das guatemaltekische Verfassungsgericht das Urteil gegen Rios Montt am Montagabend aufgehoben. Der Ex-Diktator war am 10. Mai wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Haft verurteilt worden.

Guatemala liefert Ex-Präsident Portillo an USA aus

Unterdessen lieferte Guatemala seinen früheren Präsidenten Alfonso Portillo an die USA aus. Der 61-Jährige, der in den USA wegen Unterschlagung und Geldwäsche gesucht wird, bezeichnete das Vorgehen der Behörden vor seinem Abflug gestern als „illegal“ und als „Entführung“.

Portillo wurde begleitet von US-Ermittlern an Bord einer Militärmaschine ausgeflogen. Mit den Worten „Hasta luego (bis später), Volk Guatemalas“, verabschiedete er sich am Flughafen in Guatemala-Stadt. Das Vorgehen der Justiz bezeichnete er als „politische Verfolgung“. „Sie haben alle meine Rechte verletzt“, sagte Portillo, der in den Jahren 2000 bis 2004 an der Spitze des zentralamerikanischen Landes stand. Er werde zurückkommen, kündigte er an. „Wir werden dort drüben die Beweise zerstreuen.“

Guatemala ist das erste lateinamerikanische Land, das einen ehemaligen Staatschef an die USA ausliefert. Ein Sprecher des US-Außenministeriums begrüßte das Vorgehen der guatemaltekischen Behörden als „Stärkung des Rechtsstaats“ und des „Kampfes gegen das organisierte Verbrechen und die Korruption“.

Keine Anklage gegen IWF-Chefin Lagarde

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, ist in der Finanzaffäre aus ihrer Zeit als französische Finanzministerin einem formellen Ermittlungsverfahren vorerst entgangen.

Die IWF-Generaldirektorin sagte gestern nach einer Gerichtsanhörung in Paris, sie werde als „Zeugin mit Rechtsbeistand“ geführt. In der Affäre geht es um umstrittene staatliche Entschädigungszahlungen an den Geschäftsmann Bernard Tapie nach dem Verkauf des deutschen Sportartikelherstellers adidas im Jahr 1993.

„Mein Status als Zeugin mit Rechtsbeistand ist keine Überraschung für mich“, sagte Lagarde nach der zweitägigen Anhörung. Sie habe stets „im Interesse des Staates und im Einklang mit dem Gesetz“ gehandelt.

Umstrittene Entschädigungszahlungen

Tapie hatte adidas 1993 an eine Investorengruppe verkauft, an der auch die damals staatliche Bank Credit Lyonnais beteiligt war. Tapie, der im folgenden Jahr Privatinsolvenz anmelden musste, warf der Bank vor, ihn beim Verkauf des Unternehmens übervorteilt zu haben, und klagte auf Entschädigung. Um den jahrelangen Rechtsstreit zu beenden, rief die damalige französische Finanzministerin Lagarde 2007 ein Schiedsgericht an, das Tapie schließlich Schadenersatz in Höhe von 285 Millionen Euro - mit Zinsen rund 400 Millionen Euro - zusprach. Umstritten ist die Anrufung des privaten Schiedsgerichts wie auch Lagardes Entscheidung, gegen den Schiedsspruch keinen Widerspruch einzulegen, obwohl ihr Experten dazu rieten.

USA drängen Israel und Palästinenser zu direkten Gesprächen

US-Außenminister John Kerry hat die politische Führung Israels und der Palästinenser zu „harten Entscheidungen“ gedrängt, um den Friedensprozess im Nahen Osten wieder in Gang zu bringen. Der „eine Weg“ zum Frieden führe über „direkte Verhandlungen“, sagte Kerry gestern in Tel Aviv.

Zum Abschluss seiner bereits vierten Nahost-Reise seit seinem Amtsantritt im Februar drängte Kerry Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, „in den nächsten Tagen die Führungskraft zu demonstrieren, auf die die Völker in den palästinensischen Gebieten und in Israel hoffen.“ Mit beiden Politikern hatte Kerry zuvor separat längere Gespräche geführt.

Kritische Worte für Siedlungspolitik

„Jetzt ist die Zeit gekommen, in der harte Entscheidungen getroffen werden müssen“, sagte der US-Außenminister vor der Presse. Es sei klar, dass „der Status quo langfristig nicht erhalten bleiben kann, auch wenn er heute für viele akzeptabel scheint“, mahnte er.

Gefragt nach der aktuellen israelischen Siedlungspolitik, kritisierte Kerry die Absicht der Regierung, nachträglich vier illegale Außenposten radikaler Siedler zu legalisieren, die eigentlich seit Jahren geräumt werden sollten. Aber dieser Streitpunkt sollte die Wiederaufnahme der seit fast drei Jahren unterbrochenen Direktgespräche nicht verhindern, sagte Kerry. Die Haltung der US-Regierung zur Siedlungspolitik sei „klar und unverändert“ - „wir glauben, sie sollte enden“.

Erneut Giftgasvorwürfe gegen Syriens Regime

Syrische Aktivisten werfen Syriens Regime erneut den Einsatz chemischer Waffen vor. Wie die wichtigste Oppositionsplattform Nationale Koalition gestern mitteilte, erlitten vier Menschen in Adra, im Umland von Damaskus, tödliche Verletzungen durch giftige Gase. 50 weitere hätten mit Atemnot und heftigen allergischen Ausbrüchen reagiert. Das Bündnis forderte die internationale Gemeinschaft auf, endlich zu handeln.

US-Präsident Barack Obama hatte im syrischen Bürgerkrieg eine „rote Linie“ gezogen und bei Einsatz von Chemiewaffen mit Intervention gedroht. Seitdem wächst der Druck auf Washington, da in den Augen von Opposition und einiger verbündeter Staaten die „rote Linie“ längst überschritten ist.

EU beschränkt ab Dezember Pestizide

Da in Sachen Pestizidverbot keine Einigkeit unter den EU-Staaten herrscht, hat nun die EU-Kommission das Heft in die Hand genommen und Tatsachen geschaffen. Ab Dezember gilt eine EU-weite Beschränkung für drei Pestizide der Gruppe der Neonicotinoide, gab EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg gestern bekannt. Diese Pflanzenschutzmittel gefährdeten die Honigbienen, hieß es weiter. Das Thema Pestizide und Bienensterben hatte in Österreich zu einer heftigen Debatte rund um Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) geführt.

Mehr dazu in Überprüfung nach zwei Jahren

Geiselnahme im Niger: Französische Soldaten töten Islamisten

Französische Spezialkräfte und nigrische Soldaten haben gestern eine Geiselnahme auf einem Militärstützpunkt im Niger beendet, auf den am Donnerstag ein Anschlag verübt worden war.

Mindestens zwei „Terroristen“ seien bei dem Einsatz in der Stadt Agadez getötet worden, erklärte das französische Verteidigungsministerium mit Bezug auf die Geiselnehmer. Die französischen Streitkräfte seien auf Bitten des nigrischen Staatschefs Mahamadou Issoufou eingeschritten, sagte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian dem Sender BFMTV.

Weitere Attentate angekündigt

Der Einsatz sei im Morgengrauen erfolgt, später habe sich die Lage „stabilisiert“. Auf den Stützpunkt in Agadez sowie eine von dem französischen Konzern Areva betriebene Uranmine im rund 200 Kilometer entfernten Arlit waren zuvor Anschläge verübt worden, bei denen mehr als 20 Menschen starben.

Die algerische Islamistengruppe „Die mit Blut unterzeichnen“ unter ihrem Anführer Mokhtar Belmokhtar sowie die islamistische Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO) bekannten sich zu den Anschlägen. Es würden weitere Angriffe im Niger folgen, erklärte Belmokhtars Gruppe in einer von ihm selbst unterzeichneten Erklärung.

Inland

Faymann: Staat muss für Hypo noch bis zu sieben Mrd. zahlen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) geht davon aus, dass die Republik für vier bis sieben Mrd. Euro an Haftungen für die notverstaatlichte Hypo Alpe-Adria wird geradestehen müssen. „Wie viel an Haftungen schlagend werden, wird sich in den nächsten ein bis zwei Jahren zeigen“, sagte Faymann in einem Interview mit dem „Kurier“ (Samstag-Ausgabe).

Banken sollen Milliarden zahlen

„Eines kann ich jetzt schon sicher sagen: Diese Zusatzausgaben werden aus dem Finanzsektor, etwa über die Bankensteuer und die Zinszahlungen aus dem Partizipationskapital finanziert“, wird Faymann zitiert.

Insgesamt, zeigen Berechnungen aus dem Kanzleramt, könnten durch Einnahmen aus dem Finanzbereich bis 2018 knapp neun Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Die erhöhte Bankenabgabe ist derzeit bis 2017 befristet - wenn es nach Faymann geht, soll diese Befristung fallen, erklärte der Bundeskanzler laut Ö1-„Abendjournal“ des ORF-Radio.

FPÖ NÖ: Rosenkranz folgt auf Rosenkranz

Die FPÖ Niederösterreich hat gestern ihre Weichenstellungen vorgenommen. Walter Rosenkranz ist zum neuen Parteichef nominiert worden. Er muss allerdings noch beim außerordentlichen Landesparteitag gewählt werden.

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Tirol: Schwarz-grüne Landesregierung gewählt

In Innsbruck hat gestern der neu konstituierte Landtag die erste schwarz-grüne Koalition der Tiroler Geschichte gewählt, sie erhielt 23 von 36 Stimmen. Angelobt wurden auch die Mandatarinnen und Mandatare, 23 von ihnen sitzen erstmals im Landtag.

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Wirtschaft

Immodeals: Stepic geht „aus Verantwortung für Raiffeisen“

Die „Offshore-Leaks“-Affäre um dubiose Finanztransaktionen hat in Österreich einen ersten Manager den Posten gekostet: Der Chef der Raiffeisenbank International (RBI), Herbert Stepic, stellte gestern seinen Posten zur Verfügung. Bei einer Pressekonferenz verteidigte er zwar abermals seine umstrittenen Immobilienkäufe in Singapur - um „aus Verantwortung für Raiffeisen“ Schaden von der Bank abzuwenden, wolle er jedoch zurücktreten. Er handle im Bewusstsein, „das Beste gegeben zu haben“. Wer ihm nach dem überraschenden Rücktritt nachfolgen wird, ist noch nicht klar.

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Airbus bekommt Großauftrag von Air China

Der europäische Flugzeughersteller Airbus kann sich über einen Großauftrag aus China freuen. Die Fluggesellschaft Air China und ihre Tochter Shenzhen Airlines haben Verträge zum Kauf von zusammen 100 Mittelstreckenjets vom Typ A320 unterzeichnet, wie sie gestern an der Börse in Schanghai mitteilten.

Laut Airbus-Preisliste haben die 100 Jets einen Gesamtwert von 9,2 Milliarden Dollar (7,1 Mrd. Euro). Air China betonte aber, wie in der Flugzeugbranche üblich starke Rabatte erhalten zu haben. Ausgeliefert werden sollen die Maschinen zwischen 2014 und 2020.

Sport

Fußball: Grödig-Kantersieg vor Meisterfeier

Der SV Grödig hat sich gestern in der 36. und letzten Runde der Erste Liga mit einem 5:0-Kantersieg gegen Schlusslicht Blau Weiß Linz auf die anschließende Meisterfeier eingestimmt. „Wir wollten am Schluss noch einmal beweisen, dass wir würdig Meister geworden sind“, sagte Dominique Taboga nach dem Match. Wenig später stemmte Kapitän Ione Cabrera unter dem Jubel der Fans den Meisterteller in die Höhe.

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Formel 1: Neue Turbo-Ära sorgt für Unruhe

In den Motorenschmieden rauchen die Köpfe. Auf Hochtouren wird schon an den neuen Turboantrieben für die kommende Formel-1-WM-Saison gearbeitet, während in der laufenden Saison alles unter Kontrolle bleiben muss. Den vollen Parallelbetrieb können sich nur die finanzstärksten Teams leisten.

„Es ist höllisch teuer“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Die Kostenreduktion der vergangenen Jahre wurde von der neuen Turbo-Ära wieder in den Hintergrund gedrängt, was selbst bei Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf große Skepsis stößt.

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Chronik

Everest-Lebensretter sicher in Österreich zurück

Der Salzburger Alpinpolizist und Bergretter Rupert Hauer, der vor wenigen Tagen auf dem Mount Everest zwei Alpinisten das Leben gerettet hatte, ist nach Österreich zurückgekehrt. Hauer hatte für die Rettungsaktion seien Aufstieg zum Gipfel abgebrochen und selbst Erfrierungen davongetragen.

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92-Jährige in NÖ aus brennendem Haus gerettet

In Stiefern (Niederösterreich) ist gestern am späten Nachmittag ein 25-Jähriger zum Lebensretter geworden. Er brachte eine 92-jährige Frau aus einem brennenden Haus in Sicherheit.

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Strahlenunfall: Uni Innsbruck weist Schuld von sich

Nach der erhöhten Strahlungsmessung an der „Alten Chemie“ der Innsbrucker Uni, die mit einem Zwischenfall in Seibersdorf zusammenhängen dürfte, hat der Unirektor gestern jede Schuld von sich gewiesen. Auch mit dem Vorfall in Seibersdorf habe man nichts zu tun.

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Trotz Not-OP im AKH: Ungar verliert Unterarm

Jener ungarische Arbeiter, dem bei einem Arbeitsunfall in Purbach im Burgenland der Arm abgetrennt worden war, hat seinen Arm nun doch verloren. Gestern musste ihm der Arm im Wiener AKH endgültig abgenommen werden.

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73-Jährige stürzte in Dornbirn von Vordach

Eine 73-jährige Frau ist gestern in Dornbirn (Vorarlberg) von einem Vordach in die Tiefe gestürzt, als sie von dort Möbel in den Garten warf. Dabei blieb sie mit ihrem Pullover an einem Kasten hängen und stürzte insgesamt 4,5 Meter in den darunterliegenden Garten.

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Entführter nach einem Monat in New York befreit

Nach mehr als einem Monat Gefangenschaft und Folter ist ein Mann in New York laut US-Medienberichten von gestern befreit worden. Der 52 Jahre alte Pedro Portugal war 32 Tage zuvor in Queens entführt und in ein nahe gelegenes Lagerhaus gebracht worden. Dort quälten ihn seine Peiniger mit Säure, schlugen ihn und drohten ihm mit dem Tod.

Die Täter hatten ein Lösegeld in Höhe von umgerechnet rund 2,3 Mio. Euro von der Familie ihre Opfers in Ecuador gefordert, die wandte sich an die Polizei.

Die Behörden - nicht nur in New York, sondern auch in Ecuador - nahmen die Ermittlungen auf und ließen die Anrufe der Erpresser zurückverfolgen. Die New Yorker Polizei entdeckte ihr Versteck, als sie sich Pizza in ein leerstehendes Lagerhaus liefern ließen. Drei Männer wurden festgenommen, weitere Tatverdächtige werden nach Angaben der Behörden noch gesucht. Ein Mann soll sich in den USA aufhalten, drei weitere bereits nach Ecuador geflohen sein.

Angestellte von britischem Zoo stirbt nach Tiger-Attacke

Eine Zoo-Angestellte in Großbritannien ist nach einem Tigerbiss gestorben. Die 24-Jährige erlag in der Nacht auf heute ihren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Frau war gestern im Gehege eines Zoos in Dalton-in-Furness im Nordwesten Englands von dem Tiger gebissen worden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo sie ihren Verletzungen erlag.

Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein. Die Polizei erklärte, der Tiger sei nach dem Angriff eingesperrt worden. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe während des Vorfalls nicht bestanden.

Science

Neu vermessen: Das Licht im All

Das Universum ist von gedimmtem Licht erfüllt. Wie viele Lichtteilchen im Weltall herumschwirren, war bisher unklar. Forscher haben nun den kosmischen Lichthintergrund mit einer neue Methode bestimmt.

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Wahrnehmungsquotient möglicherweise der neue IQ

Der Begriff der Intelligenz ist ebenso umstritten wie seine Messung. Dennoch wollen Forscher nun eine vergleichsweise faire Testmethode gefunden haben. Demnach erkennen Menschen mit höherer Intelligenz kleine, sich bewegende Objekte schneller. Ein entsprechender Test würde zumindest kulturelle und soziale Faktoren ausschließen.

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Lifestyle

„1.001 Nacht“: Countdown zum 21. „Life Ball“

Unter dem Motto „1.001 Nacht“ findet heute Abend zum 21. Mal der Life Ball statt. Prominente wie Ex-US-Präsident Bill Clinton unterstützen die Aids-Charity-Veranstaltung. Der Wiener Rathausplatz und das Rathaus werden zur Bühne. Organisator Gery Keszler erwartet einen „tollen“ Abend.

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Kultur

„In Agonie“: 1914 und die große Illusion bei den Festwochen

Mit einem sechseinhalbstündigen Marathonabend hat sich Martin Kusej dem Komplex Erster Weltkrieg genähert. Motor seines Zugangs sind drei Stücke des unbequemen Zagreber Modernisten Miroslav Krleza, die er unter dem Generaltitel „In Agonie“ verklammert. Drei große Tableaus erzählen von einer Gesellschaft, die hohe Ansprüche formuliert, aber nicht zuletzt an ihrer niedrigen Triebnatur und Feigheit scheitert - und in diesem Scheitern einen Krieg aller gegen alle entfesselt.

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Dachdecker findet Erstausgabe von „Superman“-Comic

Es ist das wohl teuerste Isolationsmaterial, mit dem er je gearbeitet hat: Ein Dachdecker hat im US-amerikanischen Minnesota unter alten Zeitungen, mit denen ein Haus gedämmt war, eine Erstausgabe des „Superman“-Comics gefunden. Das Heft aus dem Jahr 1938 ist derzeit in einer Onlineauktion zu ersteigern. Zweieinhalb Wochen vor Auktionsende stand es gestern schon bei umgerechnet 98.000 Euro (127.000 Dollar).

Der Traum vom großen Schatz

Finder David Gonzales hatte immer mal wieder eine Münze oder einen Schein unter Dächern gefunden, nach Angaben des Auktionshauses aber immer vom großen Schatz zumindest geträumt.

Dieser Traum wurde wahr, als er in einem Haus, gebaut 1938, alte Zeitungen fand - darunter der „Superman“-Comic. An dem Heft sind zwar die Spuren der Zeit zu sehen, dennoch wird es von Experten auf mindestens 100.000 US-Dollar (rund 77.000 Euro) geschätzt.

Rund 100 Stück weltweit

Der erste „Superman“-Comic erschien 1938 und kostete zehn Cent - damals konnten dafür ein Brot oder eine Gallone (3,8 Liter) Benzin gekauft werden. Von den einst 200.000 Exemplaren sollen nur noch 100 erhalten sein.

Eines brachte, allerdings im Bestzustand, im Dezember 2011 gut 2,1 Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro). Verkauft wurde es bei derselben Plattform, die jetzt das ehemalige Isolationsmaterial anbietet.

Religion

Über 300.000 Besucher bei „Langer Nacht der Kirchen“

Knapp 330.000 Menschen haben gestern laut Veranstalter die „Lange Nacht der Kirchen“ besucht - um 10.000 mehr als im vergangenen Jahr. 739 Gotteshäuser in ganz Österreich hatten zu 3.250 Veranstaltungen geladen, auch „heiße Eisen“ wie das Thema Asyl wurden dabei nicht ausgeklammert.

Die Eröffnungsfeier, bei der Vertreter aller christlichen Kirchen in Österreich teilnahmen, hatte in der Lutherischen Stadtkirche im ersten Wiener Bezirk stattgefunden. Der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl rief dabei in seiner Predigt zu mehr Mut in der Ökumene auf. Zugleich wies er alle Ansichten zurück, welche die Kirchen „in die Hinterzimmer verbannen wollen“. Der Glaube verpflichte die Christen dazu, sich in der Gesellschaft zu engagieren.

Gerade auch in der „Langen Nacht“ dürfe nicht auf jene vergessen werden, die am Rand der Gesellschaft stehen, bezog sich Krätzl auch auf das Thema Asyl, das auch aufgrund der Besetzung der Votivkirche bei der „Langen Nacht“ thematisiert wurde.

Balanceakt über dem Stephansdom

Ein Höhepunkt am Rande der Veranstaltung war ein Balanceakt auf einem Hochseil auf dem Wiener Stephansdom durch den „Slackliner“ Christian Waldner. Er balancierte in rund 60 Metern Höhe auf einem schmalen Band zwischen zwei Türmen des Doms.

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Leute

Meinungsforscher Fritz Karmasin gestorben

Fritz Karmasin, langjähriger Geschäftsführer des Österreichischen Gallup-Instituts, ist gestern 83-jährig verstorben. Das berichtete die Tageszeitung „Presse“ in ihrer Onlineausgabe. Karmasin gilt als Pionier der österreichischen Markt- und Meinungsforschung.

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Robbie Williams liebäugelt mit Botox

Pop-Sänger Robbie Williams würde die Spuren des Alters in seinem Gesicht auch mit Botox oder durch chirurgische Eingriffe bekämpfen. Seine Ehefrau Ayda Field (34) habe sich vor kurzem Botox spritzen lassen.

„Ich würde das tun“, sagte der 39 Jahre alte Sänger der Zeitschrift „InStyle“ - und ging noch einen Schritt weiter: „Ich würde mich sogar liften lassen, wenn ich mich im Spiegel nicht mehr sehen mag.“

Selbst wenn er sein Gesicht mittels solch eines chirurgischen Eingriffs straffen lassen würde: Seine Zeit als „Popstar mit narzisstischen Tendenzen“ habe er seit seiner Ehe und der Geburt seiner Tochter hinter sich gelassen, sagte der Sänger. Williams tritt am 17. Juli in der Wiener Krieau auf. Das Open-Air-Konzert ist seit Wochen ausverkauft.