Ausland

Mehrere Tote am Jahrestag des Aufstands in Ägypten

Bei Demonstrationen zum vierten Jahrestag des Volksaufstandes in Ägypten sind am Wochenende mindestens elf Menschen getötet worden. Schwerpunkt der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten war der Norden von Kairo, wie staatliche Medien berichteten. Dort gab es die meisten Opfer.

Die Onlineausgabe der Staatszeitung „Al-Ahram“ zitierte das Gesundheitsministerium, wonach mindestens elf Menschen getötet und 30 weitere verletzt wurden. Schwerpunkt der Krawalle waren Kairo und Alexandria. Seitens der Polizei hieß es, Demonstranten hätten auf Sicherheitskräfte geschossen.

Hartes Vorgehen gegen Opposition

Bereits gestern Abend hatte es im Zentrum von Kairo einen Protestmarsch linker Demonstranten gegeben, bei dem es ebenfalls zu Zusammenstößen mit der Polizei kam. Eine 34-jährige Demonstrantin sei durch Schrotkugeln getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Mit den Kundgebungen wurde an den Beginn der Revolte am 25. Jänner 2011 erinnert. Der Aufstand führte im Februar 2011 zum Sturz des langjährigen Staatschefs Hosni Mubarak. Das nordafrikanische Land kommt seitdem nicht zur Ruhe. Der Mitte 2012 erste frei gewählte Präsident Ägyptens, der Islamist Mohammed Mursi, wurde nach einem Jahr im Amt vom Militär gestürzt, das daraufhin die Macht übernahm.

Seitdem gehen die Behörden mit aller Härte gegen Anhänger der Mursi nahestehenden islamistischen Muslimbruderschaft vor. Außerdem greifen die Behörden verstärkt gegen linke und säkulare Oppositionelle durch, die zwar den Sturz Mursis guthießen, aber auch den Nachfolger Abdel Fattah al-Sisi kritisieren. Die Sicherheitskräfte hatten gewarnt, an dem Jahrestag gegen jeglichen Protest „entschlossen“ vorzugehen.

Syrien-Gespräche beginnen in Moskau

In der russischen Hauptstadt Moskau beginnt morgen ein russischer Versuch zur Vermittlung im syrischen Bürgerkrieg. Die Nationale Koalition, die wichtigste syrische Oppositionsgruppe, habe aber eine Teilnahme abgelehnt, teilte die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS mit. Insgesamt würden mehr als 35 Teilnehmer erwartet.

Nicht alle Oppositionsgruppen eingeladen

Die Nationale Koalition mit Sitz in Istanbul kritisiert an der Vermittlungsinitiative, dass Moskau nicht die Oppositionsgruppen an sich eingeladen habe, sondern nur ausgewählte Regimekritiker. Die Gespräche beginnen russischen Medienberichten zufolge mit einem Treffen der Oppositionellen. Die Delegation der syrischen Regierung soll am Mittwoch dazustoßen. Das Treffen ist bis Donnerstag angesetzt.

Die syrische Delegation solle vom syrischen UNO-Botschafter Baschar al-Dschafari geleitet werden, berichtete die syrische Zeitung „Al-Watan“. Die Opposition werde vom ehemaligen UNO-Unterhändler für den syrischen Bürgerkrieg, Lakhdar Brahimi, angeführt. Beide leiteten auch die im Februar 2014 in Genf gescheiterten Friedensgespräche. Brahimi war anschließend im Mai von seiner UNO-Funktion zurückgetreten.

Erneut Tausende bei PEGIDA-Kundgebung in Dresden

Eine Woche nach dem Demonstrationsverbot wegen einer Terrordrohung sind heute im deutschen Dresden wieder mehrere tausend PEGIDA-Anhänger auf die Straße gegangen. Die Sympathisanten der Bewegung versammelten sich am Nachmittag auf dem Theaterplatz vor der Semperoper.

Nicht weit davon entfernt demonstrierte das Bündnis „Dresden für alle“ für eine weltoffene Stadt. Zu der Kundgebung auf dem Theaterplatz kamen nach Angaben der Polizei rund 17.300 Demonstranten, weniger als vor zwei Wochen, bei der anderen Demonstration zählte sie 5.000. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Anhängern beider Lager. Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Gründer Bachmann musste gehen

Die Kundgebung war die erste seit dem Rücktritt des PEGIDA-Gründers Lutz Bachmann. Er hatte am vergangenen Mittwoch alle Funktionen niedergelegt, nachdem ein Selfie mit Hitler-Bart und Postings im Sozialen Netzwerk Facebook mit menschenverachtenden Bezeichnungen für Ausländer bekanntgeworden waren. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen den 41-Jährigen.

Wegen einer Terrordrohung mutmaßlicher Islamisten gegen Bachmann waren am Montag alle Demonstrationen in der sächsischen Landeshauptstadt verboten worden.

30 Polizisten von philippinischen Rebellen getötet

Mindestens 30 Polizisten sind im Kampf mit muslimischen Rebellen auf den südlichen Philippinen getötet worden. Die Beamten hätten heute bei einer Razzia gegen „Gesetzlose“ einen Haftbefehl vollstrecken sollen, sagte ein Sprecher der Streitkräfte.

Bei den Rebellen soll es sich um Mitglieder der Islamischen Freiheitskämpfer Bangsamoro handeln, einer Abspaltung der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF), die im März vergangenen Jahres ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet hatte. Der jüngste Zusammenstoß ereignete sich in der Stadt Mamasapano in der Provinz Maguindanao, 960 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.

USA und Indien vereinbaren zivile Atomkooperation

US-Präsident Barack Obama und der indische Regierungschef Narendra Modi haben den Weg für eine engere zivile Atomkooperation beider Länder freigemacht. Beide Seiten unterzeichneten heute ein Abkommen, das einen jahrelangen Stillstand der Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Atomenergie überwindet. Obama absolviert seinen zweiten Besuch seit seinem Amtsantritt in Indien.

Er sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von einem „Durchbruch“ und einem „wichtigen Schritt“ beim Ausbau der bilateralen Partnerschaft. Die USA und Indien hatten 2008 ein Abkommen geschlossen, das dem Subkontinent Zugang zu Atomtechnologie sicherte. Aufgrund strenger indischer Haftungsregelungen im Falle von Atomunfällen waren US-Konzerne jedoch nicht zur konkreten Zusammenarbeit bereit.

Beide Politiker trafen sich zu einem dreistündigen Arbeitsessen in Neu-Delhi. Zuvor hatte Modi mit dem Protokoll gebrochen, als er Obama und dessen Ehefrau Michelle bereits auf dem Flughafen der indischen Hauptstadt begrüßte. Berichten zufolge waren die Obamas auch zu einem privaten Abendessen in Modis Haus in Neu-Delhi eingeladen.

180-Grad-Wende in den Beziehungen

Das Verhältnis beider Politiker zueinander gilt als freundschaftlich. „Barack und ich haben eine enge Freundschaft begonnen (...), diese Chemie hat nicht nur mich und Barack enger zusammengebracht, sondern auch Washington und Delhi und die Völker beider Länder“, sagte Modi. Obama sagte, die neue „Freundschaft“ mit Modi spiegele die natürliche Affinität beider Länder wider.

Vor seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres hatten die USA Modi noch als unerwünschte Person behandelt und ihm ein Visum verweigert. Denn dem Premierminister hängen Vorwürfe in Zusammenhang mit antimuslimischen Ausschreitungen nach, bei denen im Jahr 2002 während seiner Amtszeit als Regierungschef des westindischen Bundesstaats Gujarat mindestens 1.000 Menschen getötet worden waren. Modi und anderen BJP-Politikern wurde vorgeworfen, die Krawalle angefacht zu haben.

Dutzende Taliban in Afghanistan und Pakistan getötet

Bei einer Offensive der Sicherheitskräfte sind nach Polizeiangaben im Norden Afghanistans Dutzende Kämpfer der radikalislamischen Taliban getötet worden. Bei den Kampfhandlungen im Bezirk Imam Saheb seien mindestens 63 Extremisten getötet und etwa 50 verwundet worden, teilte der Polizeisprecher der Provinz Kunduz, Sayed Sarwar Hosseini, heute mit.

Bei dem gemeinsamen Einsatz der afghanischen Streitkräfte, der Polizei und des Inlandsgeheimdienstes nahe der tadschikischen Grenze seien die Rebellen aus mehreren Dörfern vertrieben worden. Dabei seien auch zehn Angehörige der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Die Taliban kommentierten die Berichte der Behörden nicht.

Mindestens 35 Tote in Pakistan

In Pakistan wurden bei Luftangriffen im Stammesgebiet Nordwaziristan nach Angaben der pakistanischen Streitkräfte mindestens 35 Extremisten getötet. Unter den Toten seien ausländische Kämpfer, hieß es. Zu ihrer Nationalität gab es keine Angaben. Die Streitkräfte hätten Verstecke mutmaßlicher Taliban-Kämpfer im Bezirk Datta Khel nahe der afghanischen Grenze bombardiert, teilte die Armee mit. Das Stammesgebiet im Nordwesten Pakistans dient mutmaßlich unter anderen usbekischen, tschetschenischen und afghanischen Islamisten als Unterschlupf.

„Marsch der leeren Töpfe“ in Venezuela

Tausende Menschen haben gestern in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gegen Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln und die hohe Inflation protestiert. Zu dem „Marsch der leeren Töpfe“ hatte das Oppositionsbündnis Mesa de Unidad Democratica (MUD) aufgerufen. Die Demonstranten führten Schilder mit Aufschriften gegen die linke Regierung von Präsident Nicolas Maduro mit sich.

Sie zogen in der Hauptstadt Caracas durch die Straßen, machten mit leeren Töpfen Lärm und forderten den Rücktritt Maduros. An der Abschlusskundgebung nahm auch der konservative Herausforderer Maduros bei der Präsidentschaftswahl 2013, Henrique Capriles, teil.

Maduro beklagt „Wirtschaftskrieg“

Maduro sprach von einem „Wirtschaftskrieg“ gegen Venezuela, das schwer unter dem Einbruch der Erdölpreise leidet. Über 90 Prozent der Deviseneinnahmen stammen aus dem Ölgeschäft. Maduro warf Unternehmen vor, das Volk zu sabotieren und Lebensmittel zu verstecken.

Dagegen machte der Oppositionspolitiker Capriles die Regierung für die Krise verantwortlich. Die oppositionelle Ex-Abgeordnete Maria Corina Machado sagte, die Regierung sei in ihrer „Endphase“. „Maduro ist das Chaos“, sagte sie bei der Protestveranstaltung.

Venezuela befindet sich in einer tiefen Wirtschaftskrise mit Rezession. Grund ist vor allem der Absturz des Ölpreises auf dem Weltmarkt, der stark sinkende Einnahmen für das Land zur Folge hat. Die Inflation ist auf einem Rekordhoch. 2014 überstieg sie die 60-Prozent-Marke.

Inland

Mikl-Leitner will Asylverfahren deutlich verschärfen

Bestimmte Asylverfahren sollen künftig binnen zehn Tagen erledigt sein, und auch wenn der Antragsteller gegen eine negative Entscheidung Berufung einlegt, soll er das Land verlassen müssen. Dies ist ein zentraler Punkt eines Fremdenrechtspakets, das Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) heuer umsetzen möchte, wie sie der APA heute sagte.

„Schnellverfahren, noch schnellere Außerlandesbringung und Entzug der Grundversorgung“ sind laut der Ministerin Schwerpunkte des Pakets, neben den bereits bekannten Plänen für eine Neuordnung der Grundversorgung inklusive automatischer Aufteilung auf die Bundesländer. Mit dem Koalitionspartner SPÖ müssen diese Ideen noch verhandelt werden.

„Beschleunigte Verfahren“ samt Abschiebung

Das „beschleunigte Verfahren“ soll künftig in bestimmten Fällen „Regel sein“: Generell etwa für Personen aus sicheren Herkunftsstaaten, denn diese „blockieren zusehends das System“, wie Mikl-Leitner erklärte. Auch bei falschen Angaben oder Reisedokumenten und wenn es Grund zur Annahme der „Gefahr für die nationale Sicherheit oder Ordnung“ gibt (Beispiel laut Innenministerium wären „Straftaten“ oder „mehrfache rechtswidrige Einreise“), soll das Schnellverfahren zum Einsatz kommen.

Die Prüfung eines jeden Falles werde gewährt bleiben, versicherte Mikl-Leitner. Doch sollen „ab Sommer“ solche Verfahren maximal zehn Tage dauern. Bei einer Ablehnung soll der Antragsteller das Land so schnell wie möglich verlassen, auch wenn er Berufung einlegt. In diesen Fällen werde die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde aberkannt, daher könne eine „Außerlandesbringung“ (Abschiebung/freiwillige Rückkehr) stattfinden, ohne die Entscheidung abzuwarten. Bisher war dies bei sicheren Drittlands-Verfahren möglich, wenn beide Instanzen zustimmen.

Keine Grundversorgung bei Negativbescheid

Bei negativen erstinstanzlichen Entscheidungen fallen die Betroffenen überdies aus der Grundversorgung, so ein weiterer Punkt im Konzept. Zusätzlich werden weitere Gründe für einen Ausschluss aus der Grundversorgung angeführt, etwa „bei gewalttätigem Verhalten des Asylwerbers gegenüber Personal der Betreuungseinrichtungen“ oder wenn „Selbsterhaltungsfähigkeit“ gegeben ist.

Mikl-Leitner sieht die Zahl der Anträge aus sicheren Herkunftsstaaten eigenen Angaben zufolge als drängendes Problem. 2.708 habe es im Vorjahr gegeben, doch die Personen hätten „ohnehin keine Aussicht auf Asyl“ und würden so zu einem „Problem für die echten Kriegsflüchtlinge“. Die sicheren Herkunftsstaaten werden per Verordnung festgelegt, darunter der Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Montenegro oder Albanien.

Das „Fremdenrechtspaket 2015“ werde neben Asylbestimmungen auch noch Maßnahmen im Niederlassungsbereich vorsehen, hieß es aus dem Ministerium, die vorerst allerdings nicht präzisiert wurden.

Brandstetter hat Verständnis für Justizproteste

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) signalisiert Verständnis für die Proteste der Richter und Staatsanwälte gegen befürchtete Gehaltskürzungen. In der Tat seien diese Berufsgruppen von der jüngst beschlossenen Neuregelung „vergleichsweise doch stärker betroffen“, sagte er heute in der ORF-Sendung „Hohes Haus“. „Daher verstehe ich, dass sie zu solchen Maßnahmen greifen.“

Regierung „natürlich bereit, nachzubessern“

Er wisse aber, dass Beamtenstaatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) „alles tut, um hier zu einer Konsenslösung“ zu finden, beteuerte Brandstetter den guten Willen der Regierung. Nicht zuletzt mit dem entsprechenden Entschließungsantrag im Parlament hätten die Regierungsparteien doch deutlich signalisiert, „dass man natürlich bereit ist, hier nachzubessern“.

Er selbst sei mit der Richterschaft in Kontakt und hoffe, dass die Bevölkerung von deren Protestmaßnahmen nicht zu stark betroffen werde, etwa durch massive Ausfälle bei den Verhandlungen, sagte Brandstetter. „Diese Auswirkungen sollte man tunlichst vermeiden.“

EZB-Politik schadet Österreich laut Schelling nicht

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sieht angesichts der lockeren EZB-Geldpolitik „für Österreich keine negativen Auswirkungen“, hat er laut Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) gesagt. „Wir haben auch kein Deflationsproblem. Was passieren kann, ist, dass der Euro noch einmal leicht abfällt.“ Ein schwacher Euro-Kurs biete etwa Vorteile beim Export. Problematischer sei der starke Schweizer Franken.

Wegen des starken Franken kündigte der Minister im „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe) dann auch an, dass er „das Spekulationsverbot wieder aufgreifen und im Zuge der Franken-Krise das Bewusstsein noch einmal schärfen“ wolle - in den Bundesländern, mit denen es schon einzelne Vorgespräche gegeben habe. „Man muss jeden Fremdwährungskredit mit einem bestimmten Risiko sehen“, so Schelling.

Kritik an Wien

Weiters sagte Schelling gegenüber „Österreich“: „Wien und auch andere Gemeinden wären gut beraten gewesen, hier früher auszusteigen. Wien hat sehr langfristige Kredite, also kann sich das einpendeln. Für die Zukunft sollte man aber daraus lernen.“

„Für Österreicher, die Kredite in Franken haben, heißt das, dass sie jetzt um 20 bis 25 Prozent höhere Schulden haben. Die Schweizer wollten mit diesem Schritt offenbar dem Paket der EZB vorgreifen“, so Schelling laut „Österreich“. „Ich denke aber nicht, dass der Franken langfristig so hoch bleibt, da sich die Schweiz das gar nicht leisten kann. Die Exporte werden zu teuer - und der Tourismus in der Schweiz bricht ein.“

Sport

Skispringen: Oberstdorf-Double für Iraschko-Stolz

Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz hat heute auch den zweiten Bewerb in Oberstdorf für sich entschieden und mit ihrem insgesamt siebenten Erfolg die Weltcup-Gesamtführung übernommen. Die 31-jährige Steirerin gewann wie am Vortag vor der deutschen Olympiasiegerin Carina Vogt. Dritte wurde die Kanadierin Taylor Henrich.

Die Oberösterreicherin Jacqueline Seifriedsberger belegte neuerlich Rang vier. Mit Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl landeten zwei weitere ÖSV-Springerinnen im Spitzenfeld.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Hargin vereitelt Hirscher-Triumph

Marcel Hirscher hat seinen zweiten Sieg beim Kitzbühel-Slalom auf dem Ganslernhang verpasst. Der Salzburger musste sich heute nach Platz eins im ersten Lauf in der Entscheidung noch dem Schweden Mattias Hargin geschlagen geben, der 0,42 Sekunden vor Hirscher über seinen ersten Weltcup-Sieg jubeln durfte. Platz drei belegte der Deutsche Felix Neureuther. Mario Matt bestätigte als Zwölfter rechtzeitig vor der WM seine ansteigende Form. Für die weiteren Österreicher gab es bei schwierigen Bedingungen beim Slalom-Klassiker in Kitz nichts zu holen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Vonn holt in St. Moritz 64. Sieg vor ÖSV-Duo

Mit zwei ÖSV-Podestplätzen ist heute der letzte Super-G der Damen vor der WM in Vail/Beaver Creek in St. Moritz zu Ende gegangen. Anna Fenninger und Nicole Hosp mussten sich nur US-Superstar Lindsey Vonn geschlagen geben, die mit ihrem 64. Weltcup-Sieg auch die Führung im Disziplinenweltcup von Fenninger übernahm. Mit insgesamt fünf Österreicherinnen in den Top Acht war es trotz des verpassten Sieges ein tolles Ergebnis aus rot-weiß-roter Sicht.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Kommissarin Bulc will europaweite Pkw-Maut

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc macht sich für eine europaweite kilometerabhängige Pkw-Maut stark. Sie sei „der Meinung, dass es Sinn macht, dass wir mittelfristig an einem europäischen System für Lkw und Pkw arbeiten, das die Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren für alle EU-Länder einheitlich regeln könnte“, sagte Bulc der „Welt am Sonntag“.

Gebühr soll sich an gefahrenen Kilometern orientieren

Die Höhe der Abgabe solle sich dabei „ausschließlich an der Zahl der gefahrenen Kilometer orientieren und nicht zeitabhängig sein“, sagte Bulc. Das sei fair, und niemand werde diskriminiert. „Egal, woher man kommt, jeder zahlt nur für die tatsächlich gefahrene Strecke. Und es wird europaweit mit einem Gerät abgerechnet.“

Unterschiedliche Systeme „Belastung“ für Autofahrer

Die vielen unterschiedlichen Systeme und Lösungen in Europa seien für die Autofahrer „eine Belastung und ein Mobilitätshindernis“. Ob eine „Euro-Maut“ für die einzelnen EU-Mitgliedsländer zur Pflicht wird, ließ Bulc offen. „Ebenso gut ist es möglich, dass sie optional ist - also dass die Länder selbst entscheiden, ob und auf welchen Straßen sie eine kilometerabhängige Straßennutzungsgebühr erheben wollen.“ Wichtig sei, dass die Einnahmen „an die jeweiligen EU-Länder zurückfließen, die sie dann für den Bau und den Erhalt ihrer nationalen Infrastruktur einsetzen“.

Bulc wird am Dienstag in Berlin im Verkehrsausschuss erwartet. Gegen die Mautpläne des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt, der seinen Landsleuten den Vignettenpreis über eine niedrigere Kfz-Steuer zurückerstatten will, hat die EU-Kommissarin europarechtliche Einwände.

VKI: Private Pflegeversicherungen wenig sinnvoll

Wer in Österreich pflegebedürftig wird, hat einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegegeld. Will man schon in gesunden Jahren vorsorgen, kann man sich privat versichern lassen. Anbieter für private Pflegeversicherungen gibt es zwar viele, doch genutzt werden ihre Angebote in Österreich aber kaum - weil sie teuer seien und wenig bringen würden, meint der Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Mehr dazu in help.ORF.at

Chronik

Killer gesteht Ermordung von 15 Studenten in Mexiko

Ein Mitglied des mexikanischen Verbrecherkartells Guerreros Unidos hat die Ermordung von mindestens 15 der seit Monaten verschwundenen 43 Studenten gestanden.

Die jungen Leute seien ihm von Polizeichefs lebend übergeben worden, gemeinsam mit Komplizen habe er sie dann erschossen, sagte der als „El Cepillo“ bekannte Auftragskiller in seiner Vernehmung, wie die Zeitung „Milenio“ am Wochenende unter Berufung auf Aussageprotokolle berichtete. Mindestens weitere 25 Studenten starben seinen Aussagen zufolge an Erstickung.

Leichen verbrannt

Auch andere Bandenmitglieder hatten bereits die Ermordung von Studenten und die Verbrennung von Leichnamen eingeräumt. Eltern der in der Stadt Iguala verschwundenen jungen Leute glauben dagegen weiter, dass die Studenten noch am Leben sind. Sie wollen die Suche so lange fortsetzen, bis es eine eindeutige Identifizierung der Opfer gibt. Österreichischen Forensikern gelang es bisher nicht, sterbliche Überreste zu identifizieren, da die auf einer Müllkippe entdeckten Leichenteile zu stark verbrannt waren.

In dem Fall wurden bisher rund 100 Verdächtige festgenommen, darunter Polizisten und Bandenmitglieder. Gegen den Bürgermeister von Iguala und seine Frau wurde bereits Anklage erhoben. Der Rathaus-Chef soll die Tat angeordnet haben, um zu verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Ehefrau stören. Nach Medienberichten von Sonntag wurde vorige Woche auch die Rechtsberaterin eines lokalen Sicherheitschefs festgenommen, die in den Fall verwickelt sein soll.

Die 43 Studenten waren am 26. September 2014 in Iguala im Bundesstaat Guerrero von der örtlichen Polizei verschleppt und der kriminellen Organisation Guerreros Unidos übergeben worden. Die Tat warf ein Schlaglicht auf die engen Verbindungen zwischen Politikern, Polizisten und Verbrechern in Mexiko und sorgt seit Monaten weltweit für Schlagzeilen.

Lawinendrama in Frankreich - sechs Skiwanderer tot

In den französischen Hochalpen ist es gestern zu einem Lawinendrama gekommen - Schneemassen haben sechs Franzosen des nationalen Alpinclubs mitgerissen und getötet. Die Lawine erfasste die vier Männer und zwei Frauen im französischen Queyras-Massiv bei Ceillac, teilte die zuständige Präfektur heute mit.

Drei tote Skiwanderer wurden noch in der Nacht gefunden, die übrigen der Gruppe heute Vormittag nach der Wiederaufnahme der umfassenden Suche. Seit gestern Mittag gab es den Angaben zufolge keinen Kontakt mehr zu der Gruppe der als erfahren beschriebenen Skifahrer.

Suche musste abgebrochen werden

Die etwa 50 bis 70 Jahre alten Skiwanderer hatten bei guter Wetterlage und einer mittleren Lawinengefahr ihre Tour begonnen. Weil ein Lawinenunglück befürchtet wurde, brachen Hilfsmannschaften auf, unterstützt von zwei Teams mit Suchhunden und einem Helikopter. In der Nacht auf heute musste die Suche jedoch als zu gefährlich für einige Stunden unterbrochen werden.

Die von der Lawine begrabenen Skifahrer starben auf etwa 2.500 Meter Höhe im Bachas-Tal. „Eine Schneeplatte hatte sich gelöst und dann alle unter sich begraben“, sagte ein Sprecher der Hochgebirgsgendarmerie.

Erst am Donnerstag waren zwei Männer im Ecrins-Massiv der französischen Hochalpen in einer Lawine ums Leben gekommen. Jährlich sterben in Frankreich etwa 30 Menschen durch Schneeabgänge.

Gesundheit

Ebola: WHO sieht Trendwende

Der Kampf gegen Ebola macht deutliche Fortschritte, ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aber noch lange nicht gewonnen. „Wir haben eine Trendwende geschafft, den schlimmsten Fall verhindert“, sagte die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan heute in Genf.

Kosten bei 3,6 Mrd. Euro

Zugleich sagte der UNO-Beauftragte für Ebola, David Nabarro: „Der Ausbruch ist noch nicht vorbei.“ Um Ebola in den betroffenen Ländern zu besiegen, werde noch viel Geld und Engagement benötigt. Bisher habe der Kampf gegen die Seuche vier Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro) gekostet, sagte Nabarro auf einer Sondersitzung des WHO-Exekutivrats.

Die WHO-Generaldirektorin warb dafür, aus der bisher beispiellosen Herausforderung tiefgreifende Konsequenzen zu ziehen. Die WHO in ihren internen Strukturen und auch alle Staaten der Welt müssten ihre Vorbereitungen für eine solche Gesundheitskrise massiv verstärken. In Westafrika sind seit Ausbruch der Seuche 21.800 Menschen an Ebola erkrankt, rund 8.670 sind bereits daran gestorben.

Kultur

IT

Widerrechtliche Testabos bei Google Play

„Damit Ihnen keine Kosten entstehen, müssen Sie vor dem Ende der Testphase kündigen“ - so lautet eine Formulierung in den AGB von Google Play, dem App-Store von Google. Dort können Smartphone-Benutzer Apps und Abos für Musik und Zeitungen kaufen - oder eine Zeit lang kostenlos testen. Am Ende der Testphase wird ein kostenloses Abo automatisch in ein kostenpflichtiges umgewandelt. Das ist aber nach österreichischem Recht unzulässig.

Mehr dazu in help.ORF.at