Inland

Gehörlose fordern Chancengleichheit bei Bildung

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember hat der Gehörlosenbund (ÖGLB) heute mehr Bildungschancen für Betroffene gefordert: „Es gibt Fortschritte, aber von Chancengleichheit kann man nicht sprechen“, kritisierte ÖGLB-Präsidentin Helene Jarmer. Dabei ist die Österreichische Gebärdensprache seit 2005 als eigenständige Sprache in der Verfassung anerkannt.

Seit 2013 ist die Österreichische Gebärdensprache Immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Ein nationaler Aktionsplan zur Umsetzung der 2007 ratifizierten UNO-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen besteht ebenso, was jedoch die Realität betrifft, so mangelt es weiterhin an einer tatsächlichen Anerkennung der Gebärdensprache.

Unüberwindbare Hürden für AHS-Abschluss

Am Beispiel zweier gehörloser Schülerinnen in Kärnten zeigte Lukas Huber vom ÖGLB auf, dass der Wunsch nach dem Abschluss einer AHS oder BHS für Betroffene meist unerfüllt bleibt. Der Grund in diesem Fall war, dass die zuständigen Behörden feststellten, dass die „Sprache der Gehörlosen Deutsch ist“. Ein Irrtum, so Huber, denn „die Sprache der Gehörlosen ist die Gebärdensprache“ und diese wird ihnen durch den fehlenden bilingualen Unterricht verweigert. In der Folge verloren die Teenager zwei Schuljahre und besuchen derzeit eine Handelsschule.

„Zwei verschiedene Sprachen“

ÖGLB-Vizepräsidentin Gabriele Zeman wies zudem darauf hin, dass es in den Pflichtschulen auch kaum eine Chance auf Mehrsprachigkeit gibt. „Man konzentriert sich auf Deutsch, obwohl die Basis die österreichische Gebärdensprache ist - es sind zwei verschiedene Sprachen.“ Laut Huber sei die Situation im Großraum Wien relativ gut, bilinguale Klassen gibt es aber auch hier keine. Es mangelt an Pädagogen mit Kompetenz in der Gebärdensprache und an Dolmetschern.

Laut ÖGLB sind es aber die Bildungsmöglichkeiten, deren Ausbau die Lebensqualität von Gehörlosen sichern würde - und an diesen herrscht Mangel. Geschätzte 10.000 Gehörlose gibt es in Österreich, von denen bestenfalls drei Prozent eine Matura und 0,5 bis ein Prozent eine Studium haben - offizielle Zahlen gibt es jedoch keine. „Für die anderen Betroffenen bleibt es beim Pflichtschulabschluss und Lehre und in der Folge ‚einfache‘ Berufe wie Näherin, Reinigungskraft, Bürokauffrau oder Tischler“, fasste Jarmer die berufliche Realität zusammen.

BUWOG, Terminal Tower: Zurück an den Start

Der Vorhabensbericht zu einem der brisantesten Korruptionsfälle im Lande, den Ermittlungen zur BUWOG-Affäre und zum Terminal Tower Linz, ist wieder zurück bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Allerdings noch ohne Entscheidung des Justizministeriums über Anklagen oder nicht. Denn eine kürzlich entdeckte Panne beim Landesgericht Wien sorgt dafür, dass die Causa vorerst auf Eis liegt und voraussichtlich heuer nicht mehr entschieden werden kann.

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Beamtenwahlen: „Absolute“ bleibt bei Christgewerkschaft

Die Auszählung der Stimmen hat in der Nacht auf heute deutlich länger gedauert als erwartet. Dann stand aber fest, was die meisten bereits vermutet hatten: Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) konnte bei den Personalvertretungswahlen der österreichischen Beamten am Mittwoch und gestern trotz Verlusten ihre absolute Mehrheit behaupten.

Als Wahlgewinner dürfen sich neben der FCG aber auch die freiheitliche AUF und die Unabhängigen Gewerkschafter (UGÖD) fühlen. Sie konnten in vielen Bereichen Stimmen dazugewinnen. Einen deutlichen Dämpfer musste dagegen einen Tag vor dem SPÖ-Parteitag die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) hinnehmen.

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Ausland

Dutzende Tote bei Anschlag auf Moschee in Nordnigeria

Bei einem Sprengstoffanschlag auf die zentrale Moschee in der nordnigerianischen Stadt Kano sind heute Medien zufolge mindestens 64 Menschen getötet worden. 126 Menschen sollen verletzt worden sein.

Beobachtern zufolge sollen kurz hintereinander drei Bomben explodiert sein, während sich die Muslime zu den Freitagsgebeten versammelten.

Die Moschee liege in der Nähe des Palastes des Emirs von Kano, Muhammad Sanusi, der sich jedoch derzeit außer Landes befinde, berichteten lokale Medien. Zeugen erklärten, nach den Explosionen auch Schüsse gehört zu haben. In der Moschee sei Panik ausgebrochen.

Tote bei Bombenanschlag im Nordosten

Militärsprecher Ikechukwu Eze bestätigte das Attentat gegenüber der Zeitung „Premium Times“, wollte aber keine Opferzahl nennen. Nur kurz zuvor war von einem Bombenanschlag im Nordosten des Landes mit 35 Toten berichtet worden.

Zunächst bekannte sich niemand zu den Taten, jedoch verübt die islamistische Terrorgruppe Boko Haram in der Region seit Jahren Anschläge. Ziel sind dabei nicht nur Christen, sondern auch immer wieder moderate Muslime. Den blutigen Anschlägen der Extremisten sind in den vergangenen fünf Jahren bereits Tausende Menschen zum Opfer gefallen. Die Miliz will im Norden des bevölkerungsreichsten Landes in Afrika einen Gottesstaat aufbauen.

Lieberman bietet arabischen Israelis Geld für Wegzug

Israels Außenminister Avigdor Lieberman will arabischen Israelis Geld bieten, damit sie das Land verlassen und in einen künftigen Palästinenserstaat ziehen. Der ultranationalistische Politiker schreibt in einer heute veröffentlichten Grundsatzerklärung, vor allem Palästinenser, die in Jaffa und Acre am Mittelmeer wohnten, sollten zum Wegzug ermuntert werden.

„Diejenigen, die entscheiden, dass ihre Identität palästinensisch ist, sollen ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgeben können, sie sollen wegziehen und Bürger eines künftigen Palästinenserstaates werden können“, so Lieberman. „Israel sollte sie sogar mit wirtschaftlichen Anreizen dazu ermuntern“, heißt es in der Grundsatzerklärung, die Lieberman unter dem Titel „Gegen den Strom schwimmen“ auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte.

Rund 20 Prozent der Staatsbürger Israels

Die Araber machen rund 20 Prozent der acht Millionen Staatsbürger Israels aus. Lieberman hatte in der Vergangenheit von ihnen verlangt, sie sollten Loyalität zum Staat Israel schwören, wenn sie dessen Bürger bleiben wollten.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Vorstoß seinerzeit kritisiert. Nun befürwortet er selbst einen umstrittenen Gesetzentwurf, nach dem Israel als jüdischer Nationalstaat definiert wird. Kritiker befürchten, dass dadurch arabische Israelis diskriminiert würden.

Proteste gegen Regierung in Ägypten: Zwei Soldaten getötet

In Ägypten sind vor Demonstrationen gegen die Regierung zwei Soldaten erschossen worden. Einer starb, als Unbekannte das Feuer auf eine Patrouille eröffneten, wie das Staatsfernsehen heute berichtete. Der zweite Soldat sei durch Schüsse in al-Kalubia nördlich der Hauptstadt getötet worden.

Die Regierung hatte zuvor landesweit scharfe Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Damit will sie Demonstrationen verhindern, zu denen die ultrakonservative Dschabhat Salafia („Salafistische Front“) für heute aufgerufen hat.

Die Proteste richten sich gegen den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 durch das Militär. Die in Ägypten als Terrororganisation eingestufte Muslimbruderschaft, zu der Mursi gehört, unterstützt den Protesttag.

EU-Kommission reduziert Budgetvorschlag um 800 Mio. Euro

Die EU-Kommission hat ihren Budgetvorschlag für 2015 gegenüber ihrem von den EU-Staaten und dem EU-Parlament abgelehnten früheren Entwurf um 800 Millionen Euro gekürzt. Die Brüsseler Behörde legte heute einen neuen Entwurf vor, der für das nächste Jahr Ausgaben in Höhe von 141,3 Milliarden Euro vorsieht. Dies wäre im Vergleich zu 2014 eine Steigerung von 0,7 Prozent.

Der neue EU-Budgetvorschlag soll die Blockade in den Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und den EU-Finanzministern überwinden helfen. Zwischen beiden Seiten besteht eine Kluft von sechs Milliarden Euro. Die EU-Staaten wollten die Zahlungen auf insgesamt 139,997 Milliarden Euro begrenzen, das Europaparlament forderte einen Haushalt von 146,417 Milliarden Euro. „Unser neuer Entwurf für den Haushalt berücksichtigt die Standpunkte des Europäischen Parlaments und des Rats“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa.

In Verpflichtungen ausgedrückt, das heißt einschließlich Zahlungen, die erst später fällig werden, umfasst der Budgetplan der EU-Kommission 145,2 Milliarden Euro.

EU-Sanktionen gegen Separatisten beschlossen

Die EU hat heute wie angekündigt neue Sanktionen gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine beschlossen. 13 Personen und fünf Unternehmen, die für Handlungen gegen die territoriale Unversehrtheit des Landes verantwortlich seien, seien auf die Sanktionsliste gesetzt worden, teilte der EU-Rat mit.

Die EU-Außenminister hatten bereits am 17. November beschlossen, Separatisten zu bestrafen, die für die Durchführung der umstrittenen Wahlen in der Ostukraine Anfang November verantwortlich waren.

Namen werden morgen veröffentlicht

Bereits gestern war aus Botschafterkreisen verlautet, dass die Sanktionen nur noch im schriftlichen Verfahren zwischen den Hauptstädten bestätigt werden müssten. Die Namen werden morgen im EU-Amtsblatt veröffentlicht, sobald der Beschluss in Kraft tritt.

Die sanktionierten Personen dürfen nicht in die EU einreisen, ihr Vermögen in der EU wird eingefroren. Mit Unternehmen auf der Sanktionsliste dürfen europäische Firmen keine Geschäfte machen.

Im Zuge der Ukraine-Krise hat die EU somit 132 Personen und 28 Unternehmen aus Russland und der Ukraine sanktioniert. Gegen Russland hat die EU zudem wirtschaftliche Sanktionen verhängt, die vor allem auf russische Banken und Rüstungsfirmen zielen.

USA für Nordkorea „Tundra der Menschenrechte“

Kurz nach der Verabschiedung einer UNO-Resolution zu Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea hat die Staatsführung erneut die USA attackiert. „Die große Ironie ist, dass die USA versuchen, andere Länder an ihrem falschen Verständnis von Menschenrechten zu messen, obwohl sie selbst die Menschenrechte mit Füßen treten“, sagte ein nordkoreanischer Außenamtssprecher heute der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Der Beamte bezog sich insbesondere auf die tödlichen Schüsse auf einen schwarzen Jugendlichen in der US-Stadt Ferguson. Der Schütze, ein weißer Polizist, wurde von einer Jury von jeglicher Schuld freigesprochen. „Das ist ein eindeutiger Beleg für die tatsächlichen Verhältnisse in den USA, einer Tundra der Menschenrechte, wo extreme Rassendiskriminierung offen zutage tritt.“

Der Ministeriumsvertreter griff auch US-Präsident Barack Obama persönlich an. Dieser versuche, rassistische Diskriminierung zu „rechtfertigen“. Obama hatte Verständnis für die Proteste geäußert, gleichzeitig aber die Ausschreitungen und Plünderungen in Ferguson verurteilt.

Wirtschaft

Saab-Eigner wollen Fristverlängerung

Die chinesischen Eigner des schwer angeschlagenen schwedischen Autokonzerns Saab wollen Aufschub für die Sanierung des Unternehmens. „Wir wollen am Montag um eine Verlängerung bitten“, sagte ein Sprecher des Konsortiums National Electric Vehicle Sweden (NEVS) heute der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Eigentlich läuft morgen die gerichtliche Frist von drei Monaten für NEVS ab, neue Investoren vorzustellen. „Danach entscheidet das Gericht über das Ende der Sanierung, wenn keine Verlängerung beantragt wird“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.

Produktion steht seit Mai still

NEVS brauche mehr Zeit, sagte der Sprecher. „Vermutlich wird das Gericht ein Treffen für eine Woche später festlegen.“ Die Saab-Eigner verhandeln schon länger mit zwei asiatischen Autobauern über die Zukunft des Unternehmens, das seinen Zulieferern inzwischen fast eine halbe Milliarde schwedische Kronen (54 Mio. Euro) schuldet.

Laut einem Radiobericht handelt es sich bei den potenziellen Investoren um den indischen Hersteller Mahindra und das chinesische Unternehmen Dongfeng. Die Produktion im schwedischen Trollhättan steht seit Mai still. Im August hatte das Gericht ein Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz genehmigt.

Rettung von Goodyear-Werk in Nordfrankreich gescheitert

Nach jahrelanger, erbitterter Auseinandersetzung um das Goodyear-Reifenwerk im nordfranzösischen Amiens ist eine Rettung der Fabrik vorerst gescheitert: Der US-Reifenhersteller Titan sagte den geplanten Einstieg bei dem Werk ab.

Titan gibt Gewerkschaften und Gesetzeslage schuld

Titan-Chef Maurice Taylor machte heute erneut die französischen Gewerkschaften und die restriktiven Gesetze des Landes für den Rückzug verantwortlich. „Frankreich ist ein kommunistisches Land geworden“, sagte er dem Sender France Info. Die Leitung von Goodyear Dunlop Tires France hatte gestern Abend bekanntgegeben, dass es keinen Investor für das seit Jänner geschlossene Werk gebe. Verbunden ist damit der Wegfall von 1.143 Stellen.

Taylor sagte nun, das Werk wäre mit höchstens 333 Angestellten rentabel. Titan hätte mindestens 652 Angestellte übernehmen sollen: „Das ist unmöglich.“ Er fügte hinzu: „Sagen Sie den Gewerkschaften, wenn sie so intelligent sind, dann brauchen sie die Fabrik ja nur selbst aufzukaufen.“ Dann sagte er mit Blick auf das „kommunistische Land“ Frankreich: „Wenn ihr so weit gesunken sein werdet wie Russland, vielleicht werdet ihr dann eine Chance haben, wieder durchzustarten.“

Kritik an französischer Arbeitsmoral

In der Auseinandersetzung um die Übernahme des Goodyear-Werkes war Taylor schon mehrfach gegen Frankreich ausfällig geworden. Vor allem über die französische Arbeitsmoral und die Gewerkschaften zog er her und behauptete unter anderem, die „sogenannten Arbeiter“ in Frankreich würden höchstens „drei Stunden pro Tag“ arbeiten.

Arbeitslosigkeit in Italien auf Rekordhoch

Die Arbeitslosigkeit in Italien ist im Oktober auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug im Oktober 13,2 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im September und ein Prozentpunkt mehr als im Oktober 2013. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1977, teilte das italienische Statistikamt ISTAT heute mit.

3,4 Millionen Italiener waren im Oktober arbeitslos, das sind 9,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2013 und 2,7 Prozent mehr als im September 2014. Gegenüber Oktober 2013 sind 286.000 Italiener mehr auf Arbeitssuche.

43 Prozent der Jugendlichen ohne Job

Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte im Oktober auf 43,3 Prozent, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als im September und 1,9 Prozentpunkte mehr als im Vergleichsmonat 2013. 708.000 Italiener im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sind auf Arbeitssuche, teilte ISTAT mit.

Arbeitslosigkeit in ganzer Euro-Zone gestiegen

Die Arbeitslosigkeit ist in der gesamten Euro-Zone im Oktober den zweiten Monat in Folge gestiegen. Das zeigt, dass sich die leichte Konjunkturerholung bisher kaum auf den Stellenmarkt niederschlägt, wie heute aus Daten des europäischen Statistikamts Eurostat hervorgeht.

Demnach waren im Oktober rund 18,4 Millionen Männer und Frauen auf Jobsuche - und damit 60.000 mehr als im September. Binnen Jahresfrist hingegen sank die Zahl der Arbeitslosen um knapp 550.000. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote verharrte den dritten Monat in Folge bei 11,5 Prozent.

Deutschland auf Platz eins, Österreich auf Platz zwei

Spitzenreiter mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit nach vergleichbarer EU-Rechnung ist Deutschland mit einer Quote von 4,9 Prozent vor Österreich mit 5,1 Prozent. Schlusslichter sind unverändert Griechenland mit 25,9 Prozent (im August) und Spanien mit 24,0 Prozent.

Sport

Europa League: Historischer Salzburg-Sieg mit Lerneffekt

Der FC Salzburg hat sich wohl endgültig von der Enttäuschung der verpassten Champions-League-Qualifikation freigespielt. Mit dem 3:1 über Celtic Glasgow wurde gestern nicht nur der Gruppensieg in der Europa League fixiert und der erste österreichische Sieg im legendären Celtic Park gefeiert, die Mannschaft von Adi Hütter bewies auch, dass sie gelernt hat, unter Druck zu bestehen und sowohl offensiv wie auch defensiv kontrolliert zu agieren.

Man habe mit „Herz und Leidenschaft“ gespielt, meinte Kevin Kampl. Für Celtic-Coach Ronny Deila sind die Salzburger sogar Vorbilder für sein Team.

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Ski nordisch: Kombinierer starten verjüngt in Saison

Mit einer Mischung aus routinierten Athleten und neuen Gesichtern starten die heimischen Kombinierer am Wochenende in die neue Saison, die mit der WM im Februar ihren Höhepunkt findet. Cheftrainer Christoph Eugen legte den Fokus in der Vorbereitung auf die Sprungleistungen seiner Schützlinge und zeigte sich für den neuen Weltcup-Winter zuversichtlich. „Wir wollen heuer die starken Nationen ein bisserl mehr ärgern“, erklärte der 38-Jährige, der bei der WM Medaillen im Einzel und im Team anpeilt.

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Chronik

Polizei schreitet bei Black-Friday-Chaos ein

Die Rabattschlacht zum Start des Weihnachtsgeschäfts in Großbritannien hat gleich mehrmals die Polizei auf den Plan gerufen. Eine Frau wurde heute leicht verletzt, als in einem Supermarkt in der Region Manchester ein Fernseher auf sie fiel.

Viele Geschäfte öffneten schon um Mitternacht ihre Türen. Einige musste die Polizei vorübergehend schließen, um das Chaos in den Griff zu kriegen. Mindestens drei Personen wurden nach Polizeiangaben wegen Streitigkeiten oder Bedrohung des Verkaufspersonals festgenommen. Auch manche Onlineshops waren wegen des Ansturms zeitweise nicht erreichbar.

Die Sonderangebote am „Black Friday“ (Schwarzer Freitag) sind eine Tradition aus den USA, wo der Freitag zwischen Thanksgiving und dem folgenden Wochenende zum Einkaufen genutzt wird und als umsatzstärkster Tag des Jahres gilt. Die Briten stürmen die Geschäfte außerdem am zweiten Weihnachtsfeiertag, dem Boxing Day.

Thanksgiving: Hunderttausende in USA ohne Strom

Ausgerechnet am Thanksgiving-Feiertag hat ein Schneesturm im Nordosten der USA großflächige Stromausfälle mit sich gebracht. Allein in den Bundesstaaten Maine und Vermont blieben bei rund 300.000 Menschen gestern die Küche und damit der traditionelle Truthahnbraten kalt. Viele Reisende, die über das lange Wochenende zu ihren Familien wollten, mussten Verspätungen hinnehmen. Hunderte Flüge wurden gestrichen.

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Ferguson-Todesschütze scheidet aus Polizei aus

Der Polizist, der im August in der US-Stadt Ferguson den schwarzen Teenager Michael Brown erschossen hat, wird nicht mehr in den Dienst zurückkehren. Die Polizeiarbeit sei für Darren Wilson mittlerweile zu gefährlich, sagte sein Anwalt Neil Bruntrager. „Auf gar keinen Fall wird er wieder als Polizist arbeiten können“, sagte der Anwalt.

Wilson befinde sich derzeit in Gesprächen mit der Polizei von Ferguson, in denen die Konditionen seines Ausscheidens aus dem Dienst geklärt würden, sagte Bruntrager. Sein Ausscheiden sei „keine Frage des Ob, sondern des Wann“, fügte er hinzu. Dem Fernsehsender CNN sagte er, dass sein Mandant trotz eines reinen Gewissens aufgrund der Auswirkungen des Vorfalls seine Arbeit nicht mehr ausüben könne.

„Sobald er wieder auf der Straße wäre, würde ihm oder seinen Begleitern etwas Fürchterliches passieren“, sagte Bruntrager. „Und das Letzte, was er möchte, ist, einen anderen Polizisten in Gefahr zu bringen.“

Tat zog heftige Proteste nach sich

Wilson hatte Brown am 9. August in dem Ort im Bundesstaat Missouri erschossen. Die Bevölkerung des Vororts von St. Louis ist mehrheitlich schwarz, während die Polizisten, ebenso wie Todesschütze Wilson, überwiegend weiß sind. Obwohl Brown unbewaffnet war, gab Wilson an, aus Notwehr gehandelt zu haben.

Die Tat hatte in Ferguson sowie im ganzen Land heftige Proteste gegen Rassismus bei der Polizei hervorgerufen. In der Stadt kam es nach der Tat zu schweren Ausschreitungen. Diese flammten erneut auf, nachdem eine Jury Wilson am Montag von jeglicher Schuld freigesprochen hatte. Im Laufe der Woche beruhigte sich die Situation jedoch allmählich wieder.

Religion

Papst Franziskus von Erdogan empfangen

Papst Franziskus ist das erste ausländische Staatsoberhaupt, das in dem umstrittenen Präsidentenpalast des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfangen worden ist.

Nach dem Abschreiten der Ehrenformation im Palasthof hatte der Papst die Soldaten protokollgemäß auf Türkisch mit „Seid gegrüßt, Soldaten“ zu grüßen. Er konnte sich dabei aber ein freundliches Lachen nicht verkneifen. Erdogan und Franziskus zeigten sich beim Händedruck zum Fototermin entspannt und freundlich.

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Kultur

Erster „Star Wars“-Trailer veröffentlicht

Der erste, von Fans sehnsüchtig erwartete Trailer für „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ ist heute via iTunes veröffentlicht worden.

Der nicht einmal einminütige Clip zur legendären „Force Theme“ von Filmkomponist John Williams lässt die einzelnen Hauptfiguren aufblitzen und gewährt einen kurzen Blick auf die Millennium Falcon, das kultige Raumschiff von Han Solo.

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Tänze und Rauchsauna auf UNESCO-Liste

Rituale des Sebiba-Fests in Algerien, bolivianische Tänze der Yampara und die Tradition der Rauchsauna in Estland gehören nun zum UNESCO-geschützten immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen nahm während ihrer bis heute andauernden Tagung in Paris insgesamt 38 Einträge in ihre verschiedenen Listen auf.

34 davon kamen in die besonders wichtige „repräsentative Liste“. Bereits Anfang der Woche waren drei Kulturen als dringend erhaltungsbedürftig eingestuft sowie ein Praxisbeispiel aufgenommen worden.

Die UNESCO fördert seit 2003 Schutz, Dokumentation und Erhaltung von Kulturformen, die von Generation zu Generation transportiert werden. In den drei Listen sind weltweit mehr als 300 Bräuche, Darstellungskünste oder Handwerkstechniken verzeichnet.

Science

Gesundheit

WHO rät Ebola-Infizierten zu sexueller Enthaltsamkeit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat alle Ebola-Infizierten aufgerufen, rund drei Monate nach den ersten Symptomen sexuell enthaltsam zu bleiben oder zumindest Präservative zu benutzen. Einige Studien hätten gezeigt, dass das Sperma möglicherweise bis zu 82 Tage lang das Virus übertragen könne, erklärte die UNO-Behörde heute.

Deshalb sollte in der Zeit nach Möglichkeit ebenso auf Oralsex verzichtet werden, auch wer masturbiere, solle extrem vorsichtig sein, warnte die WHO.

„Reine Vorsichtsmaßnahme“

Sie wies darauf hin, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle, da die wenigen Studien zu den Ansteckungsgefahren durch Sperma nur bedingt Aussagekraft besäßen. Unter anderem wies im Jahr 1995 das Sperma eines Ebola-Patienten aus der Demokratischen Republik Kongo noch 82 Tage nach Beginn der Infektion Spuren des Virus auf.

Ebola-Schnelltest soll Ergebnis in 15 Min. liefern

Die britische Regierung kündigte unterdessen Versuche mit einem neuen Ebola-Schnelltest an, der das Virus bereits nach 15 Minuten nachweisen kann statt der bisher üblichen zwei Stunden. Die Versuche würden in den kommenden Wochen in einem Ebola-Zentrum der Hauptstadt von Guinea, Conakry, beginnen. Vorgenommen würden sie von Experten des in Dakar stationierten Pasteur-Instituts, teilten das britische Entwicklungsministerium und die Wohltätigkeitsorganisation Wellcome Trust in London mit.

Die neuen Tests sind den Angaben zufolge robust genug, um später selbst in einfachen Krankenstationen auf dem Land ausgewertet zu werden, in denen oftmals der Strom und damit die Kühlsysteme ausfallen. Die herkömmlichen Tests müssen in Labors ausgewertet werden.

Leute