Ausland

Euro-Partner erhöhen Reformdruck auf Griechenland

In den Verhandlungen über das zweite Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland haben die Partnerländer der Euro-Zone den Reformdruck am Wochenende noch einmal erhöht. Umstritten waren vor allem die Forderungen nach Änderungen auf dem Arbeitsmarkt und einer Senkung des Mindestlohns. „Es steht auf Messers Schneide“, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos nach einer Telefonkonferenz mit seinen Kollegen aus der Euro-Zone gestern Nachmittag. Bis heute Nacht müsse eine Einigung stehen.

Ein ranghoher Vertreter der Euro-Zone machte deutlich, dass die Geduld mit Griechenland langsam zu Ende gehe: „Es gab eine klare Botschaft an die Griechen, die in der Telefonkonferenz von allen verstanden worden ist: Genug ist genug.“ Euro-Gruppe-Chef Jean-Claude Juncker pochte ebenfalls auf einen stärkeren Reformwillen und schloss eine Staatspleite Griechenlands nicht mehr aus.

Gespräche auf zwei Ebenen

Über Griechenlands Zukunft laufen derzeit Gespräche auf zwei Ebenen: Zum einen verhandelt die Regierung in Athen mit ihren öffentlichen Geldgebern über die Bedingungen für ein zweites Hilfspaket im Umfang von voraussichtlich 130 Mrd. Euro.

Zum anderen feilt sie mit ihren privaten Gläubigern an den letzten Details eines in Grundzügen bereits vereinbarten Anleihetauschs, mit dem die Schuldenlast um 100 Mrd. Euro verringert werden soll. Erschwert werden die Gespräche durch die offenbar sehr ernüchternde Bilanz der Griechen bei der Umsetzung der bisher zugesagten Reformen.

TV: Mubarak soll in Gefängniskrankenhaus verlegt werden

Der vor Gericht stehende frühere ägyptische Präsident Hosni Mubarak soll nach einem Fernsehbericht in ein Haftkrankenhaus verlegt werden. Das Innenministerium habe einer Kairoer Gefängnisklinik entsprechende Weisung erteilt, meldete der Sender Al-Dschasira heute ohne Quellenangaben. Derzeit wird der langjährige Machthaber in einem Militärkrankenhaus behandelt.

Sollte die Meldung zutreffen, wäre das eine Konzession der Militärregierung an die Demonstranten, die sich über eine bevorzugte Behandlung des vor einem Jahr gestürzten Staatschefs beklagen.

Anhaltende Proteste

In Kairo gab es unterdessen den vierten Tag in Folge Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei. Vor dem Innenministerium warfen Dutzende Demonstranten Steine und Molotowcocktails auf die Polizei, die ihrerseits Tränengas einsetzte. Die Demonstranten werfen dem Militärrat und der Polizei vor, nichts gegen die blutigen Fußballkrawalle am Mittwoch in Port Said getan zu haben.

„Mein Herz brennt, wenn ich an die Ereignisse in Port Said denke. Wir wissen alle, dass die Polizei verantwortlich ist“, sagte der Demonstrant Ahmed Farag. Radikale Fußballfans hatten im vergangenen Jahr eine zentrale Rolle bei den Protesten gespielt, die im Februar zum Sturz des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak führten. Die Demonstranten vermuten nun, dass sich die Polizei mit den Fußballkrawallen an ihnen rächen wollte.

Betonmauer auf der Mansur-Straße

Die Polizei errichtete in Kairo eine Betonmauer auf der Mansur-Straße, die zum Innenministerium führt. Auf anderen Straßen verschanzte sie sich hinter Rollen von Stacheldraht. In Suez starben nach Angaben von Ärzten zwei Menschen an Verletzungen mit Schrotmunition, die sie in der Nacht auf gestern erlitten hatten. Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit Beginn der Unruhen am Donnerstag in Kairo und Suez zwölf Menschen getötet und 2.532 weitere verletzt.

In Port Said waren am Mittwochabend nach einem Fußballspiel zwischen al-Masry und al-Ahly blutige Krawalle ausgebrochen. Anhänger des örtlichen Vereins al-Masry stürmten nach dem Abpfiff das Spielfeld und griffen die Fans des Kairoer Tabellenführers al-Ahly an. 74 Menschen wurden getötet und Hunderte weitere verletzt. Anschließend wurden Vorwürfe laut, die Polizei habe tatenlos zugesehen. Die Muslimbrüder bezeichneten die Unruhen als politisch motiviert.

Neonazi-Terror: Gutachten sieht Zschäpe als Brandstifterin

Ein kriminaltechnisches Gutachten hat die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe offenbar als Brandstifterin von Zwickau überführt. Chemiker des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen hätten in Zschäpes Socken Rückstände nachgewiesen, die höchstwahrscheinlich von Benzin stammten, berichtete das Magazin „Focus“.

Auch in Resten der ausgebrannten Wohnung - etwa in Teppichen, Sitzpolstern und im Holzfußboden - habe der Experte Spuren von Kraftstoff gefunden.

Brand sollte Beweise vernichten

Die Socken waren laut „Focus“ am 8. November sichergestellt worden, nachdem Zschäpe sich freiwillig bei der Polizei gemeldet hatte. Die 37-Jährige soll nach dem Tod ihrer Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November die Wohnung des Trios angezündet haben, um Beweise zu vernichten. Laut Bundesanwaltschaft bildeten die drei Rechtsradikalen die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die für mindestens zehn Morde verantwortlich sein soll.

Ein vom Bundeskriminalamt (BKA) rekonstruiertes Adressbuch, das als „Feindesliste“ angelegt und in der ausgebrannten Wohnung des Neonazi-Trios gefunden worden war, enthält dem Bericht zufolge die Namen von NPD-Gegnern und ranghohen Ermittlern von Polizei und Verfassungsschutz.

Spannungen im Vatikan wegen Vorwürfen der Misswirtschaft

Vorwürfe der Misswirtschaft und der Korruption in der Verwaltung des Vatikan sorgen derzeit für Spannungen in der römischen Kurie. Das vatikanische Governatorat hat in einem Schreiben Vorwürfe der Korruption und Freunderlwirtschaft zurückgewiesen, die von seinem ehemaligen Generalsekretär, Erzbischof Carlo Maria Vigano, erhoben wurden.

Als stellvertretender Verwaltungschef des Governatorats, der Staatsverwaltung des Vatikanstaates, war Vigano zwischen 2009 und Herbst 2011 im Amt.

„Korruption und Machtmissbrauch“

In zwei Briefen an Papst Benedikt XVI. hatte der Erzbischof im März und Mai 2011 von „Korruption und Machtmissbrauch in der Verwaltung vieler Abteilungen“ gesprochen. Außerdem berichtet Vigano dem Papst, dass der Vatikan große Summen einem Superkomitee von Bankern anvertraut habe, die damit eigene Interessen verfolgten.

Seine Briefe an das Kirchenoberhaupt kosteten dem Erzbischof die Stelle, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ (Sonntag-Ausgabe). Der Erzbischof wurde im vergangenen Herbst nach Washington versetzt, wo er jetzt als Nuntius tätig ist. Vigano klagte, dass seine Versetzung mit seinen Vorwürfen zusammenhänge.

Vatikan-Behörde wehrt sich

Über Viganos Briefe an den Papst berichtete kürzlich der italienische Privatsenders La7 in einer Reportage, die hohe Wellen schlug. In einem Kommunique von gestern wies das Governatorat die Vorwürfe der Misswirtschaft und der Korruption zurück. Die Leitung der vatikanischen Staatsverwaltung verwarf die Veröffentlichung von Viganos Briefen an den Papst.

Sie würden in der Öffentlichkeit den Eindruck wecken, dass das Governatorat kein verantwortungsbewusstes Verwaltungsorgan, sondern eine unzuverlässiges Amt „im Griff obskurer Kräfte“ sei, hieß es im Schreiben. Die aufgestellten Behauptungen beruhten auf „falschen Einschätzungen und unbegründeten Ängsten“, wie eine gründliche Überprüfung gezeigt habe, verlautete aus dem Governatorat.

Konservativer Niinistö vor Wahlsieg in Finnland

Bei der Präsidentschaftswahl in Finnland hat sich heute ein klarer Sieg für den konservativen Ex-Finanzminister Sauli Niinistö abgezeichnet. Der 63-Jährige lag in der letzten Umfrage mit 62 Prozent weit vor dem 53-jährigen Ex-Umweltminister Pekka Haavisto von den Grünen mit 38 Prozent. Gut 36 Prozent der 4,4 Millionen Stimmberechtigten hatten bereits per Briefwahl abgestimmt.

Das früher in Helsinki einflussreiche Präsidentenamt besteht nach mehreren Veränderungen ab 1999 weitgehend aus repräsentativen Aufgaben. Die bisherige Präsidentin von den Sozialdemokraten, die 68-jährige Tarja Halonen, konnte nach zwei Amtszeiten seit ihrem Antritt vor zwölf Jahren nicht noch einmal antreten.

Erfolg des Überraschungszweiten

Niinistö hatte schon den ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor klar mit 38 Prozent vor Haavisto mit 18,8 Prozent gewonnen. Trotz des kaum einholbaren Vorsprungs für den konservativen Kandidaten hoben die Kommentatoren in Helsinki den Erfolg des Überraschungszweiten Haavisto hervor.

Er konnte den bei der letzten Parlamentswahl mit massiver EU- und Euro-Kritik erfolgreichen Rechtspopulisten Timo Soini von der Partei Wahre Finnen ebenso klar schlagen wie den sozialdemokratischen Ex-Regierungschef Paavo Lipponen.

Werbespot erhitzt Gemüter im Iran

Ein Werbevideo für einen israelischen Kabel-TV-Anbieter erhitzt derzeit die Gemüter im Iran. Per Samsung-Tablet wird in dem Clip ein Atomreaktor im Iran von als Frauen verkleideten Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad gezündet.

Das Video stelle den Iran als „primitiv“ und Israel als „machtvoll“ dar, so die Kritik aus Teheran. Samsung beeilte sich, sofort jede Verbindung mit dem Werbespot zu dementieren. Der Clip kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Die Spekulationen über einen Militärschlag gegen den Iran mehren sich.

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Inland

Gemeinden nehmen Geld bei Bürgern auf

Immer mehr Gemeinden sind verschuldet und gehen neue Wege, um an Geld zu kommen. Bei der Bürgerbeteiligung kaufen die Bewohner Anteile an Investitionen und bekommen dafür eine Rendite. Zehn Gemeinden in Niederösterreich verwendeten dieses Finanzierungsmodell bereits.

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WKR-Ball: Muzicant mit Rolle bei Protest unzufrieden

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Ariel Muzicant, freut sich über die Gruppen und Parteien, die den Protest gegen den WKR-Ball mitgetragen haben, bedauert aber seine eigene prominente Rolle. „Womit ich nicht zufrieden bin ist, dass der Präsident der Kultusgemeinde gewollt oder ungewollt zur Speerspitze dieses Protests geworden ist“, so Muzicant im Interview mit der APA. Auch mögliche Gewalt von linken Gruppierungen verurteilte er, Lob gibt es für die Polizei.

„Ideologie des Ewiggestrigen“

Muzicant bedauert vor allem, „dass die Mehrheit der Österreicher nicht versteht, was diese Ideologie des Ewiggestrigen für unser Land bedeutet“. Eine unmittelbare Bedrohung der jüdischen Bevölkerung sieht er nicht: „Ich glaube auch nicht, dass die Kellernazis gegen die Juden losgehen werden.“ Worum es dem IKG-Präsidenten geht, sei, „dass wir dann in einem Land leben, in dem rechtsextreme Burschenschaften an den politischen Schaltstellen sitzen“.

Lob für Polizei

„Hochachtung“ spricht Muzicant der Polizei aus. Es sei „so gut wie nichts passiert“. Teilen der Gegnerseite steht auch er kritisch gegenüber: „Wenn dann Extremisten auf der Protestseite das jetzt nützen, um mit irgendwelchen Burschenschaftern Radau zu treiben oder sogar zu Gewalt zu greifen, ist das genau so verabscheuungswürdig wie die Gewalt von rechts. Gewalt ist grundsätzlich kein politisches Instrument und sollte nicht verwendet werden.“

Dass der ehemalige Bundesrat Albrecht Konecny (SPÖ) in der Ballnacht von einem Neonazi attackiert worden sein soll, bedauert Muzicant sehr. Der Täter müsse ausgeforscht und vor Gericht gestellt werden.

„Hoffentlich nicht mehr in Hofburg“

Ob Muzicant mit dem Zeichen, das gegen den Ball gesetzt wurde, insgesamt zufrieden ist? „Ich weiß es nicht. Das einzige, was wirklich nachhaltig aus der Geschichte bleibt, ist, dass der Ball hoffentlich nicht mehr in der Hofburg stattfindet und dass sich die Burschenschafter vielleicht das nächste Mal überlegen, es nicht unbedingt am Schoah-Gedenktag zu veranstalten. Alles andere wird man sehen.“

Sport

Football: Super Bowl im Zeichen der Revanche

Die 46. Super Bowl der National Football League (NFL) steht heute in Indianapolis zwischen den New England Patriots und den New York Giants im Zeichen der Revanche. 2008 schockierten die Giants im Endspiel die Patriots mit einem Last-Minute-Sieg.

2012 soll das den Favoriten rund um Star-Quarterback Tom Brady nicht mehr passieren. Dafür muss vorrangig Giants-Spielmacher Eli Manning und die aggressive New Yorker Defensive unter Kontrolle gebracht werden. Außerdem hofft New England auf einen verletzten Spieler und spirituelle Unterstützung.

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Fußball: Manchester United gegen „Chelsea-Fluch“

Bei Chelsea zu gewinnen, ist kein leichtes Unterfangen. Das musste in den letzten Jahren auch Manchester United immer wieder zur Kenntnis nehmen. Der letzte Premier-League-Sieg des Meisters an der Stamford Bridge liegt bereits zehn Jahre zurück. Im heutigen Schlager der 24. Runde unternimmt United nun den nächsten Versuch.

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Wirtschaft

Mitterlehner fürchtet russische Gasengpässe nicht

Als „kein bedrohliches Szenario“ hat Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die derzeit deutlich geringeren Gaslieferungen aus Russland bezeichnet. Der russische Gaskonzern Gasprom liefere heute in Oberkappel im Mühlviertel um 25 Prozent weniger und am Gashub in Baumgarten (NÖ) um ein Drittel weniger. „Es braucht sich kein Österreicher Sorgen machen. Wir haben große Speicherkapazitäten“, sagte der Wirtschaftsminister heute in der ORF-„Pressestunde“.

Die heimischen Gasvorräte würden die Hälfte des Jahresbedarfs abdecken. Die geringeren Gaslieferungen könnten unter anderem mit der Kälte zusammenhängen, so Mitterlehner. Rund die Hälfte des heimischen Gasbedarfs wird derzeit aus Russland importiert: Für Mitterlehner muss die heimische Energiepolitik deswegen weiter diversifiziert werden.

Defizite bei Energieeffizienz

„Die Abhängigkeit von Russland ist mehr als groß“, sagte der Wirtschaftsminister. Man brauche zusätzliche Gasleitungen, etwa die geplante Nabucco- oder South-Stream-Gaspipeline. Auch durch das novellierte Ökostromgesetz werde die Dynamik im Bereich erneuerbare Energien ansteigen und die Abhängigkeit von Gas reduziert.

Man werde voraussichtlich in den nächsten Tagen die Notifizierung des neuen Ökostromgesetzes aus Brüssel erhalten. Bei der Energieeffizienz sieht Mitterlehner hierzulande noch Defizite. „Da müssen wir ansetzen.“ Das Energieeffizienzgesetz werde in den nächsten Tagen in Begutachtung gehen.

Russland bestätigt geringere Gasexporte

Russland hatte heute nach Klagen von europäischen Energieversorgern erstmals Probleme bei Gaslieferungen an den Westen eingeräumt. Vorrangige Aufgabe des staatlichen Energieriesen Gazsprom sei es, den wegen der Extremkälte gestiegenen Bedarf in Russland zu befriedigen, sagte Regierungschef Wladimir Putin.

Israel beschließt Bahnstrecke durch Negev-Wüste

Die israelische Regierung hat heute einem Projekt für eine Eisenbahn zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer zugestimmt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte die mögliche Alternative zum Suez-Kanal für den Verkehr zwischen Europa und Asien eine „strategische Entscheidung“.

Die 350 Kilometer lange Strecke durch die Negev-Wüste ermöglicht es nach seinen Worten, den Badeort Eilat am Roten Meer von Tel Aviv aus in zwei Stunden zu erreichen. Netanjahus Bürodirektor soll dem Beschluss zufolge einen mit der Beschaffung von Fonds für das Projekt befassten Ausschuss leiten.

Zusammenarbeit mit China?

Drei Optionen werden erwogen: eine Vereinbarung mit einem anderen Land, private Fonds und eine Finanzierung durch den Staat Israel. Das Verkehrsministerium befürwortet eine Zusammenarbeit mit chinesischen Firmen. Verkehrsminister Israel Katz traf in diesem Zusammenhang bereits im vergangenen September mit seinem chinesischen Kollegen in Peking zusammen.

Israelischen Angaben zufolge könnte die Bahnlinie auch für den Transport von Erdgas nach Indien und vielleicht China genutzt werden. Im östlichen Mittelmeer, 130 Kilometer vor der nordisraelischen Hafenstadt Haifa, wurden 2010 die bedeutenden Gasvorkommen in Tamar und Leviathan entdeckt. Im vergangenen Juni hatte eine israelische Firma die Entdeckung zweier weiterer wichtiger Gasvorkommen weiter südlich vor der Küste von Hadera bekanntgegeben.

Traditionsunternehmen Staud’s baut aus

Das Wiener Traditionsunternehmen Staud’s baut seine Produktionsstätte in Wien aus. Geplant ist ein Neubau in zwei Jahren in Ottakring. Bereits jetzt wird eine zusätzliche neue Produktionshalle in Hernals adaptiert.

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China rechtfertigt Beteiligung an Euro-Hilfen

Die angekündigte Beteiligung an den Euro-Rettungsschirmen EFSF und ESM sorgt in China offenbar für Diskussionen. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao warb bei seinen Landsleuten am Wochenende um Verständnis für eine Beteiligung an der Euro-Rettung. Es sei im Interesse der eigenen Wirtschaft, Europa in der Schuldenkrise beizustehen, sagte Wen heute einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge.

Wen hatte am Donnerstag bei einem Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel versichert, dass China nun auch erwäge, über die Euro-Rettungsschirme EFSF und ESM mehr an der Überwindung der Schuldenkrise mitzuwirken. China hat mittlerweile Währungsreserven von mehr als drei Billionen US-Dollar (2,28 Billionen Euro) aufgebaut.

Schlecker: Firmengründer will Führung abgeben

Im Falle einer erfolgreichen Sanierung der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker will Firmengründer Anton Schlecker einem Pressebericht zufolge das Geschäft vollständig an seine Kinder Meike und Lars Schlecker abtreten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ heute unter Berufung auf Unternehmenskreise.

„Wenn alles geregelt ist, werde ich den Eigentumsübertrag auf die nächste Generation vollziehen“, zitierte „Focus“ den Firmenchef. Eine weitere operative Aufgabe im Unternehmen strebe er nicht an.

Auch privat insolvent

Die größte deutsche Drogeriemarktkette hatte am 23. Jänner Insolvenz angemeldet. Die Tochter des Unternehmensgründers, Meike Schlecker, teilte vergangene Woche mit, die Familie habe kein Geld mehr, um die Kette zu stützen.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz bedeutet die Pleite von Schlecker auch die Privatinsolvenz des Firmengründers Anton Schlecker. Nach einer Einigung mit den wichtigsten Gläubigern hat die Kette inzwischen ihren vollen Betrieb wieder aufgenommen.

Chronik

USA: Transplantation von sechs Organen bei Neunjähriger

In einem äußerst seltenen Eingriff sind bei einem neunjährigen Mädchen in den USA sechs Organe gleichzeitig eingepflanzt worden. Wie das Kinderkrankenhaus von Boston im Nordosten der USA heute mitteilte, verlief die Operation erfolgreich.

Alannah Shevenell litt seit 2008 an einem „seltenen und aggressiven Tumor“, der sich auf mehrere Organe ausgebreitet hatte: Betroffen waren Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünn- und Dickdarm sowie die Speiseröhre. Letztere wird besonders selten verpflanzt.

14 Stunden Operation

Der Eingriff dauerte den Angaben zufolge 14 Stunden, alle Organe stammten von demselben Spender. Der Chef der Transplantationsabteilung des Kinderkrankenhauses habe sich zu der mehrfachen Organtransplantation entschlossen, nachdem sämtliche Behandlungen gescheitert seien, hieß es in einer Erklärung des Krankenhauses.

„Wir konnten den Tumor nicht entfernen, ohne die Organe zu entnehmen“, sagte der Chirurg Heung Bae Kim der Zeitung „Boston Globe“. Das Mädchen sei bereits nach Hause entlassen worden und werde „letztlich völlig normal leben“ können.

Schwangere abgewiesen: MedUni-Rektor kritisiert Prüfbericht

Kritik am Prüfbericht der MA 40 zum Fall einer abgewiesenen schwangeren Frau kommt von MedUni-Rektor Wolfgang Schütz und Peter Husslein, dem Leiter der Gynäkologie am Wiener AKH. Die Patientin sei zu einem „politischen Spielball“ geworden.

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Zwei Tourengeher mit Erfrierungen gerettet

Im Bezirk Mürzzuschlag hat in der Nacht auf heute die neunstündige Suche nach zwei vermissten Tourengehern mit zwölf Verletzten geendet. Dass die beiden Wiener gefunden wurden, verdanken sie dem Zufall.

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Ehepaar starb bei Frontalcrash in Salzburg

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Pinzgauer Bundesstraße B311 (Salzburg) ist heute gegen 8.00 Uhr ein Ehepaar aus Bruck an der Glocknerstraße gestorben. Bei winterlichen Straßenverhältnissen war der Wagen des einheimischen Paares ins Schleudern geraten und mit dem entgegenkommenden Fahrzeug einer 21-jährigen Frau aus Altenmarkt im Pongau kollidiert.

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Buslenker flüchtete nach Unfall

Nach einem Verkehrsunfall in Merkendorf in der Gemeinde Schollach (Niederösterreich) ist heute der Lenker eines Autobusses zunächst verschwunden. Er habe sich später bei der Polizeiinspektion Loosdorf gemeldet, hieß es am Nachmittag seitens der Sicherheitsdirektion. Es liege ein Unfall mit Sachschaden vor.

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Steiermark: 17-Jähriger durch Stich verletzt

Eine Messerstecherei in Irdning (Steiermark) beschäftigt derzeit die Polizei: Gestern Früh wurde ein 17-jähriger Bursche durch einen Messerstich im Brustbereich verletzt. Zum Tathergang gibt es verschiedene Aussagen.

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Russe attackierte Flughafenpolizisten in Salzburg

Offenbar aufgrund von Verständigungsproblemen hat gestern ein 43-jähriger Russe auf dem Flughafen Salzburg einen Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann wurde festgenommen.

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Brückengeländer bohrte sich in Auto

Ein Brückengeländer hat sich heute bei einem Unfall in Scharnstein (Oberösterreich) in ein mit vier Personen voll besetztes Auto gebohrt. Ein Dreijähriger wurde dabei nur knapp verfehlt.

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IT

Fidel Castro hält Internet für revolutionär

Kubas Altpräsident Fidel Castro hat das Internet zu einem „revolutionären Instrument“ erklärt. Bei der Vorstellung zweier neuer Memoirenbände sagte der ehemalige Staatschef nach Angaben der Zeitung „Granma“: „Das Internet ermöglicht die Aufnahme und die Aussendung von Ideen in zwei Richtungen. Und wir müssen lernen, damit umzugehen.“

Eingeschränkter Zugang in Kuba

In Kuba ist die Nutzung des Internets sehr eingeschränkt. Freien Zugang haben nur Privilegierte. Oppositionelle müssen sich den Zugang jeweils teuer in Hotels erkaufen. Die Memoiren basieren auf Antworten, die der 85-Jährige der Journalistin Katiuska Blanco gab. Auf 1.000 Seiten berichtet Castro über die Zeit bis 1958. Er kündigte eine Fortsetzung an: „Ich muss die Zeit nutzen, denn die Erinnerung wird schwächer.“

Gesundheit

Immer mehr Kinder in Psychotherapie

Immer mehr Kinder gehen zum Psychotherapeuten. Beim Hilfswerk verdoppelte sich die Zahl der Kinder auf den Wartelisten. Die Kinder sind mit der schnelllebigen Zeit oft überfordert. Und: Es steigt die Bereitschaft, Hilfe zu suchen.

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Kultur

Yvonne Rainer: Die Tänzerin, die den Alltag befreite

Yvonne Rainer schrieb in den 60er Jahren ein Manifest darüber, was Tanz alles nicht sein sollte: kein Spektakel, keine Heldenerzählung, keine Antiheldenerzählung und keine Akrobatikpräsentation.

In ihrer Arbeit als Choreografin, Tänzerin und Filmemacherin widmete sie sich fortan Themen wie Rassismus und Feminismus. Und sie bedient sich dabei seither der Alltags- und Populärkultur. Im Kunsthaus Bregenz ist ihrem schrillen Werk eine Gesamtschau gewidmet.

Mehr dazu in Die Kunst der Verweigerung

Jason Segel bekam „goldene“ Puddingschüssel

Der „Hasty Pudding Award“ kann sich nicht mit einem Golden Globe oder einem Oscar messen. Aber der witzige Preis von Theaterstudenten der Harvard-Universität lockt jedes Jahr große Stars an. Jetzt wurde der Komiker Jason Segel geehrt.

Mehr dazu in oe3.ORF.at

Gelungener Auftakt für Münchner „Ring“

Mit einem frenetisch umjubelten „Rheingold“ hat gestern Abend die Bayerische Staatsoper ihre monumentale Neuinszenierung von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ gestartet. Unter der Regie von Andreas Kriegenburg und mit Kent Nagano am Pult entfaltete sich im Nationaltheater München ein Spiel der Farben, des Lichts und der Körper - setzte der Regisseur doch primär auf „analoge“ Mittel und verzichtete weitgehend auf Projektionen.

Im geschlossen gut agierenden Ensemble kristallisierten sich am Ende Stefan Margita mit seinem dandyhaft-intriganten Loge und Johannes Martin Kränzle mit seinem psychologisch gedeuteten Zwerg Alberich als die beiden Publikumslieblinge heraus. Aber auch das Regieteam um Kriegenburg wurde von der überwiegenden Mehrheit der Zuschauer lautstark bejubelt.

In rascher Folge werden nun bis 30. Juni die drei weiteren Teile des Wagner’schen Mythenreigens in München ihre Uraufführung erleben. Im Rahmen der dann startenden Opernfestspiele wird die Tetralogie sogar zweimal in Gänze gezeigt.

Wien als Filmkulisse im Vormarsch

Wien wird als Filmkulisse immer beliebter. Allein im vergangenen Jahr haben 57 internationale Filmteams in Wien gedreht. Besonders attraktiv ist Wien wegen seiner Originalschauplätze.

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Lifestyle

100-jähriger Marathonläufer geht in Hongkong durchs Ziel

Ein 100-jähriger britisch-indischer Mann hat heute beim Hongkong-Marathon die Zehn-Kilometer-Strecke in einer Stunde und 34 Minuten zurückgelegt. Der „turbantragende Torpedo“, wie Fauja Singh genannt wird, strahlte nach seiner Ankunft im Ziel über das ganze Gesicht. „Das Wetter war angenehm, der Lauf hat mir sehr gut gefallen“, zitierten ihn örtliche Medien.

Seine gute Kondition führt Singh auf seine gesunde Lebensführung ohne Nikotin und Alkohol sowie auf seine vegetarische Ernährung zurück. Im vergangenen Oktober lief Singh nach eigenen Angaben beim Toronto Waterfront Marathon als erster 100-Jähriger die gesamte Strecke von 42 Kilometern.

Kein Guiness-Rekord ohne Geburtsurkunde

Ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte er es als ältester Marathonläufer der Welt Berichten zufolge bisher nicht, weil er keine Geburtsurkunde vorlegen konnte. Der Hongkong-Marathon, bei dem auch die halbe Strecke sowie die Zehn-Kilometer-Distanz zurückgelegt werden konnten, verbuchte dieses Jahr eine Rekordzahl von 70.000 Läufern.

Warum man sich im Februar am dicksten fühlt

Wie jedes Jahr zu Silvester haben auch heuer wieder Tausende Menschen den Vorsatz gefasst, im neuen Jahr gesünder und vor allem weniger zu essen. Im Februar folgt dann oft das böse Erwachen. Statt der neuen Traumfigur wölben sich immer noch die Weihnachtskilos unter dem Pullover.

Der Frust und die Enttäuschung führen dann dazu, dass man sich im Februar so dick wie in keinem anderen Monat fühlt. Doch man sollte die Flinte nicht ins Korn werfen, ein Neujahrsvorsatz 2.0 zahlt sich auch jetzt noch aus.

Mehr dazu in Neujahrsvorsätze 2.0

Leute

Norwegisches Kronprinzenpaar aus Flugzeug gerettet

Turbulent hat der heutige Tag für das norwegische Kronprinzenpaar und mehr als hundert weitere Flugpassagiere begonnen: Wegen eines defekten Triebwerks mussten die Insassen eines Flugzeugs der skandinavischen Airline SAS heute Früh kurz vor dem Start von Kopenhagen nach Oslo in Sicherheit gebracht werden, wie dänische Medien berichteten.

Über Notrutsche ins Freie

Kronprinz Haakon und seine Frau Mette-Marit sowie rund 130 weitere Passagiere mussten demnach auf dem Kopenhagener Flughafen Kastrup über Notrutschen das Flugzeug verlassen. Der Vorfall ereignete sich, als sich das Flugzeug vom Typ McDonnell Douglas MD-82 auf der Rollbahn zum Start bereit machte.

Ein Sprecher von SAS, Mikkel Thrane, sagte, durch das Triebwerksproblem sei Rauch in die Kabine gelangt. Die für ihre Flugangst bekannte Mette-Marit schrieb anschließend in einer Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Der Vormittag war etwas turbulenter als geplant.“