Ausland

Nordkorea schießt Rakete ins All

Einen Monat nach seinem Atomtest hat Nordkorea eine Langstreckenrakete abgeschossen. Die Rakete sei gegen 9.00 Uhr (Ortszeit) vom Stützpunkt Dongchang-ri abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium Südkoreas mit. Japan und die USA verurteilten den Raketenstart als Verstoß gegen UNO-Resolutionen.

Der japanische Sender NHK berichtete, die Rakete sei offenbar über die südliche japanische Insel Okinawa in Richtung des Pazifischen Ozeans geflogen. Das US-Verteidigungsministerium meldete indes, sie habe bereits das All erreicht. Damit zerstreut es Vermutungen südkoreanischer Medien aus, die von einer möglichen Landung der Rakete ins Meer berichteten.

Die Regierung in Pjöngjang hatte den geplanten Start der Rakete, die angeblich einen Satelliten ins All befördern soll, schon vor einigen Tagen angekündigt, den genauen Zeitpunkt aber offen gelassen. Nordkorea behauptet, dass sein Raumfahrtprogramm rein wissenschaftlicher Natur sei. Die Staatengemeinschaft betrachtet den Raketenstart dagegen als Test einer ballistischen Rakete und damit als Verstoß gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates. Solche Raketen sind das wichtigste Trägermittel für atomare Sprengköpfe.

Scharfe Kritik nach Raketenstart

US-Außenminister John Kerry prangerte den Raketenstart als Bedrohung für die Sicherheit der Region und der USA an. Er unterstrich am Sonntag, dass die USA der Verteidigung ihrer Verbündeten, darunter Südkorea und Japan, „eisenhart“ verpflichtet seien. Die USA würden mit ihren Partnern und Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates weiter an „bedeutenden“ Maßnahmen arbeiten, um Nordkorea zur Rechenschaft zu ziehen. „Die Zeit ist jetzt gekommen, das entschlossen und vereint zu tun“, erklärte Kerry. Zuvor hatte schon die nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice das nordkoreanische Vorgehen als „destabilisierend und provokativ“ verurteilt.

Ähnlich scharf äußerte sich Japans Regierungschef Shinzo Abe. Er bezeichnete den Raketenstart als „eindeutigen Verstoß“ gegen UNO-Resolutionen. Das Vorgehen Nordkoreas sei „absolut inakzeptabel“, sagte er vor Journalisten in Tokio.

Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates

Die Vereinten Nationen verurteilten den Raketenstart und beriefen für heute eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats in New York ein. Südkorea, die USA und Japan hatten zuvor eine Dringlichkeitssitzung beantragt.

Erst am 6. Jänner hatte Nordkorea die Zündung einer Wasserstoffbombe verkündet und damit weltweit Empörung hervorgerufen. Der vierte Atomwaffentest Nordkoreas seit dem Jahr 2006 war vom UN-Sicherheitsrat scharf verurteilt worden. Atomexperten und die US-Regierung bezweifelten allerdings, dass es sich tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handelte. Die Explosion sei dafür nicht stark genug gewesen.

Nordkorea hatte zuletzt Ende 2012 eine Weltraumrakete gestartet. Der Start wurde damals weltweit verurteilt.

Türkische Polizei beschlagnahmte Flüchtlingsboote

Die türkische Polizei hat Medien zufolge fast 50 Boote beschlagnahmt, mit denen mutmaßlich Flüchtlinge über die Ägäis nach Griechenland übersetzen wollten. Die Boote mit Sicherheitsmängeln seien am Freitag in drei Werkstätten in der Hafenstadt Izmir gefunden und zerstört worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu gestern. Die Werkstätten würden vermutlich geschlossen werden.

Die Türkei ist einer der Hauptanlaufpunkte für Flüchtlinge, die in die Europäische Union wollen. Viele von ihnen zahlen Schleppern tausende von Dollar für die gefährliche Überfahrt nach Griechenland.

Aktionsplan vereinbart

Die EU und die Türkei hatten im November einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise vereinbart. Ankara verpflichtete sich dabei, die ungeregelte Einwanderung in die EU zu stoppen. Dafür wurden der Türkei drei Milliarden Euro zugesagt, mit denen die Lebensbedingungen für die Syrien-Flüchtlinge in der Türkei verbessert werden sollen.

Ankara scheint in jüngster Zeit seine Bemühungen verstärkt zu haben. So wurden Boote gestoppt, mutmaßliche Schleuser gefasst und Schwimmwesten beschlagnahmt. Am Montag trifft Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel in Ankara die politische Führung des Landes, um über die bisher erfolgte Umsetzung des Aktionsplans zu sprechen.

Wenig Zulauf bei PEGIDA-Demos außerhalb Deutschlands

Deutlich weniger Anhänger von PEGIDA und anderen islamfeindlichen Bündnissen als erwartet haben in Dresden und weiteren europäischen Städten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. An der zentralen Veranstaltung in der sächsischen Landeshauptstadt nahmen gestern nach Angaben der Forschungsgruppe „Durchgezählt“ rund 8.000 Menschen teil.

Immer wieder gab es „Merkel muss weg“- und „Widerstand“-Rufe. Der Hauptredner und Mitbegründer der Bewegung, Lutz Bachmann, fiel wegen Krankheit aus. Zudem war eine Gegendemonstration wesentlich lautstärker. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt.

Protest in Graz ohne Zwischenfälle

Aus Österreich, Polen, Frankreich, Großbritannien, Lettland oder Dänemark wurden jeweils nur wenige hundert Teilnehmer am gemeinsamen Aktionstag unter dem Motto „Festung Europa“ gemeldet. Ohne Zwischenfälle haben in Graz eine Pegida-Kundgebung sowie Gegen-Demonstrationen und eine Mahnwache stattgefunden. Die Polizei hat die gegnerischen Gruppierungen voneinander ferngehalten - mehr dazu in steiermark.ORF.at.

Zusammenstöße in Prag

In Prag gab es bei einer mit PEGIDA abgestimmten islamfeindlichen Kundgebung Zusammenstöße mit Gegendemonstranten. Es flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Rund 1.500 Islamgegner versammelten sich mit Spruchbändern wie „Nein zur Einwanderung - Stopp der Merkelisierung“ vor der Prager Burg.

In Calais und Kopenhagen, wo jeweils etwa 100 Demonstranten gezählt wurden, gab es einige Festnahmen. In Montpellier in Südfrankreich gingen etwa 200 Demonstranten gegen Migranten auf die Straße, in Warschau etwa 350. Bei einer Demonstration von 400 Islamfeinden im australischen Canberra wurde skandiert: „Wir lieben Schweinefleisch“ und „Wer zum Teufel ist Allah?“. Die Demonstranten trugen Banner mit Aufschriften wie „Rapefugees not welcome“ und „Der Islam ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

In Warschau rief PEGIDA-Frontfrau Tatjana Festerling auf einer Kundgebung polnischer Nationalisten zum europäischen Schulterschluss gegen islamische Einwanderung auf. Sie erinnerte an den Kampf von „Polen und Litauern, Sachsen und Österreichern“ bei der Verteidigung Wiens gegen die Türken im 17. Jahrhundert. Damals habe das Heer des polnischen Königs das christliche Abendland gerettet. Nun gelte: „Lasst uns gemeinsam die Schlacht gegen die Islamisierung führen.“

Iraks Regierungschef gegen Bau von Mauer um Bagdad

Der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi lehnt den von den Militärs aus Sicherheitsgründen geplanten Bau einer Mauer um Bagdad ab. Bagdad sei die Hauptstadt aller Iraker, erklärte er gestern. Es dürfe keine Mauer geben, die die Stadt isoliere oder Bürgern den Zugang zu ihr versperre. Die Sicherheit Bagdads müsse durch eine Umorganisierung der Kontrollposten und durch die Schließung von Sicherheitslücken gewährleistet werden.

Die Militärführung hatte am Mittwoch Pläne für den Bau einer Betonmauer um die Hauptstadt verkündet. Es seien bereits Vorbereitungsarbeiten für eine Sicherheitsbarriere im Gange. Die Islamisten-Miliz IS kontrolliert große Teile nördlich und westlich von Bagdad. Sie hat sich auch zu mehreren Anschlägen in der Stadt selbst bekannt. Beim jüngsten Attentat in einer Einkaufszone am 11. Jänner wurden 18 Menschen getötet.

Brandanschlag auf linkes Sozialzentrum in Prag

Rund 20 bis 30 mutmaßliche Rechtsextreme haben ein linkes Sozial- und Kulturzentrum in Prag mit Molotowcocktails angegriffen. Die Feuerwehr konnte den Brand in der Einrichtung, die unter anderem kostenlose Tschechisch-Sprachkurse für Zuwanderer anbietet, rasch löschen, wie die Agentur CTK gestern berichtete.

In dem Gebäude hielten sich demnach etwa 20 Personen auf. Mehrere von ihnen erlitten Rauch- oder Schnittverletzungen. Die vermummten Täter konnten vor dem Eintreffen der tschechischen Polizei entkommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte es in Prag Demonstrationen gegen Islam und Zuwanderung gegeben, an denen mehr als 1.500 Menschen teilnahmen.

EU: Israel muss Zerstörung palästinensischer Häuser stoppen

Die EU hat Israel aufgerufen, die Zerstörung palästinensischer Häuser einzustellen. Es habe in den vergangenen Wochen eine Reihe von „Entwicklungen“ im besetzten Westjordanland gegeben, die die Lebensfähigkeit eines künftigen Palästinenserstaates zu untergraben drohten und die beiden Seiten noch weiter auseinander bringen könnten, erklärte der diplomatische Dienst der EU gestern in Brüssel.

Die Behörde bezog sich zum einen auf die israelische Entscheidung von Ende Jänner, rund 150 Hektar Land nahe Jericho zum Staatsgebiet zu erklären. Dort sollen angeblich rund 150 neue Wohnungen für Siedler gebaut werden. Zum anderen waren am Mittwoch etwa 20 Häuser von Palästinensern in den Bergen bei Hebron zerstört worden.

Regelmäßige Kritik am Siedlungsausbau

Letzteres sei „besonders beunruhigend“ wegen des Ausmaßes der Zerstörung und der Anzahl der betroffenen „ungeschützten“ Menschen, darunter auch Kinder, erklärte der diplomatische Dienst weiter. Es seien auch von der EU finanzierte Einrichtungen zerstört worden.

Die UNO betrachtet alle jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten als Verstoß gegen das Völkerrecht. Die USA und die EU kritisieren regelmäßig den Ausbau der Siedlungen. Der ungebrochene Ausbau der Siedlungen durch die israelische Regierung war auch ein wesentlicher Grund für den Stillstand der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern im April 2014.

Mutter von Syriens Machthaber Assad tot

Die Mutter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad ist tot. Anisa Machluf starb nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana gestern im Alter von 86 Jahren in Damaskus. Die Todesursache blieb zunächst unbekannt.

Machluf war die Frau des früheren Staatsoberhauptes Hafes al-Assad, den sie 1957 geheiratet hatte. Zusammen hatten sie fünf Kinder - unter anderem Baschar al-Assad, der die Führung Syriens nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2000 übernahm.

Inland

Flüchtlinge: Schelling stellt Forderungen an EU

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) will jenes Geld, das Österreich im Vorjahr für das Mehr an Asylwerbern zu tragen hatte, von der EU quasi auf Umwegen zurück. In einem Brief an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte Schelling die Summe von 600 Millionen Euro, wie gestern berichtet wurde.

Der Minister rechnet in dem Schreiben vom 25. Jänner vor, dass im Durchschnitt 35.000 Asylwerber pro Jahr für Österreich als verkraftbar gälten. 2015 seien jedoch 90.000 gekommen, also um rund 55.000 „zu viel“. Bei Kosten je Flüchtling von 11.000 Euro ergäbe das die Zusatzbelastung von grob 600 Millionen Euro.

Laut „Kurier“ forderte Schelling erneut, dass diese Summe bei der Berechnung des zulässigen Budgetdefizits nicht angerechnet wird. Zudem will er die Aufstockung des EU-Fonds AMIF (Asylum, Migration and Integrations Fund) und einen neuen Verteilungsschlüssel zugunsten „williger“ Länder wie Österreich, Deutschland und Schweden, die eine große Zahl an Flüchtlingen aufnehmen. Um die durch Asylwerber entstandenen zusätzlichen Kosten zu decken, will der Finanzminister den EU-Solidaritätsfonds, der zum Beispiel bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommt, anzapfen und nicht verbrauchte EU-Budgetmittel an „die Willigen“ auszahlen.

„Sind zunehmend frustriert“

Kritik an Schellings Geldforderung an die EU kommt unterdessen von EU-Kommissar Johannes Hahn. „Die Frustration über die Belastung einzelner Länder ist natürlich verständlich. Kritik muss dort deponiert werden, wo die Mitgliedsstaaten zuständig sind“, sagte Hahn gestern in Amsterdam.

Hahn erklärte nach einem Treffen der EU-Außenminister: „Wir sind zunehmend frustriert.“ An Schelling gerichtet betonte er: „Was er kritisiert, ist an die Mitgliedsstaaten zu richten, also an ihn selbst.“

Ausländerfeindliche Straftaten nehmen zu

In Österreich sind im Vorjahr mehr ausländerfeindliche Straftaten registriert worden als 2012, 2013 und 2014 zusammen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung zeigt sich angesichts dieser Entwicklung zunehmend besorgt.

Österreichs oberster Verfassungsschützer, Peter Gridling, sprach gegenüber dem Ö1-Morgenjournal von einer zunehmenden Polarisierung. Meinungsäußerungen, wie sie früher nur an den extremistischen Rändern - ob links oder rechts - getätigt wurden, würden nun „auch in der Mitte aufgegriffen“.

Mehr dazu in „Diskussion wird deutlich aggressiver“

Wirtschaft

Korruptionsvorwürfe gegen weiteren Topmanager in China

In China steht ein weiterer Konzernlenker unter Korruptionsverdacht. Die Antikorruptionsaufsicht der regierenden Kommunistischen Partei gab gestern Ermittlungen gegen den Präsidenten des Mischkonzerns Sinochem bekannt.

Demnach werden Cai Xiyou schwerwiegende Disziplinverstöße vorgeworfen - die übliche Umschreibung für Bestechung oder Bestechlichkeit. Die staatseigene Sinochem ist im Öl- und Chemiegeschäft sowie in der Immobilienbranche tätig. Zuletzt hatten die Aufseher im Dezember den Verwaltungsratschef von China Telecom ins Visier genommen, der später von seinem Posten zurücktrat.

Chinas Präsident Xi Jinping hat seit seinem Amtsantritt 2013 den Kampf gegen die grassierende Korruption verstärkt. Die Strafverfolger gehen auch gegen Dutzende hochrangige Behördenvertreter vor. Manche sitzen bereits im Gefängnis.

Airberlin spart: Führungsriege bekommt weniger Geld

Bei der angeschlagenen deutschen Fluggesellschaft Airberlin wird weiter gespart. Unter anderem sollen der Vorstandsvorsitzende Stefan Pichler und rund 80 weitere Führungskräfte in diesem Jahr auf fünf bis zehn Prozent ihres bisherigen Einkommens verzichten, wie der „Spiegel“ berichtete. Ein Airberlin-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP den Bericht, ohne Details zu nennen.

Laut „Spiegel“ ist auch vorgesehen, dass Überstunden künftig vorab angemeldet und vom Vorstand bewilligt werden müssen. Sie sollten dann möglichst mit Freizeit abgegolten werden. Die Piloten verzichten demnach für das laufende Jahr auf eine eigentlich schon ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent. Außerdem werde der Hauptsitz des Unternehmens in Berlin seltener geputzt.

=Keine Bestätigung von Airberlin==

Der Airberlin-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, inwieweit die Sparpläne schon endgültig beschlossen oder in der Umsetzung sind. Auch zur Summe, die so gespart werden soll, äußerte er sich nicht.

Airberlin steckt bereits seit Längerem in der Krise und arbeitet an einer Neuausrichtung. Unter anderem will sich die Fluggesellschaft auf lukrative Strecken und Drehkreuze konzentrieren. Zugleich sollen die Kosten sinken und die Umsätze wachsen. Im Zuge des Umbaus sollen auch Arbeitsplätze gestrichen werden.

Sport

Ski alpin: Vonn zertrümmert Konkurrenz

Lindsey Vonn hat der chancenlosen Konkurrenz gestern die nächste Lehrstunde erteilt. Die US-Amerikanerin setzte sich in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen mit einer grandiosen Fahrt und gewaltigem Vorsprung durch. Während die Weltcup-Leaderin den fünften Abfahrtssieg im sechsten Rennen und ihren insgesamt neunten Saisonerfolg feierte, landeten die Österreicherinnen doch weit zurück im geschlagenen Feld.

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Fußball: Leicester triumphiert auch im Titelduell

Leicester City hat gestern seinen Erfolgslauf in der Premier League eindrucksvoll fortgesetzt. Das Team von ÖFB-Kapitän Christian Fuchs feierte im Gipfeltreffen bei Manchester City einen 3:1-Sieg und baute damit seine Tabellenführung aus.

Die „Citizens“ hatten mehr vom Spiel, kamen aber erst kurz vor Schluss zum Ehrentreffer. Leicester spielte die frühe Führung in die Karten, die Mannschaft machte nach der Pause den Sack zu, wobei Fuchs mit dem Assist zum dritten Tor seinen Beitrag zum Sieg leistete.

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Football: Duell der Systeme in der Super Bowl

Mit den Denver Broncos und den Carolina Panthers haben die beiden besten Teams jeder Conference den Einzug in die 50. Super Bowl geschafft. In der anstehenden Jubiläumsausgabe kommt es nun zum Systemduell.

Während die Broncos über die beste Defensive der Liga verfügen, dominierten die Panthers mit ihrer Offensive die Gegner mit durchschnittlich 31,2 Punkten pro Partie. Für Denver geht es vor allem darum, den Aktionsradius von „Superman“ Cam Newton auf Pässe zu reduzieren und das eigene Laufspiel zu etablieren.

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Chronik

Zwei Tote bei Hotelbrand in Marseille

Bei einem Hotelbrand im Zentrum von Marseille sind gestern Früh zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in dem Gebäude nahe dem alten Hafen war aus unbekannter Ursache gegen Mitternacht ausgebrochen, wie französische Lokalmedien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten.

In einem der Zimmer wurden zwei Frauen und ein Mann regungslos aufgefunden. Wiederbelebungsversuche gelangen nur bei dem Mann, der schwer verletzt in eine Klinik der Hafenmetropole am Mittelmeer gebracht wurde.
Ein weiterer Hotelgast erlitt leichte Rauchvergiftungen.

Alle anderen Bewohner des Hotels konnten sich bei Ausbruch des Feuers in Sicherheit bringen. Der Brand wurde rasch gelöscht

Science

Analyse soll Rätsel um Himmelsscheibe von Nebra lösen

Archäologen wollen herausfinden, ob in einem Fürstengrab im deutschen Sachsen-Anhalt der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra gelegen ist.

Helfen solle dabei eine Analyse von Grabbeigaben des 3.900 Jahre alten Hügelgrabs in Dieskau, sagte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Alfred Reichenberger, gestern der dpa. Sollte die Zusammensetzung des Goldes der Grabbeigaben mit dem Gold auf der Himmelsscheibe übereinstimmen, sei es wahrscheinlich, dass es sich um das Grab des „Vaters der Himmelsscheibe“ handle.

Scheibe von Nebra

Reuters/Fabrizio Bensch

„Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli vorliegen“, sagte Reichenberger. Für diesen Zeitraum seien auch weitere Grabungen in Dieskau geplant. In den Sommermonaten 2014 und 2015 hatte es bereits Nachgrabungen gegeben. Das Hügelgrab war um 1874 geplündert, Teile der goldenen Grabbeigaben waren verkauft worden. Fünf Stücke blieben erhalten. Sie befinden im Puschkin-Museum in Moskau.

Die Himmelsscheibe von Nebra entstand vor rund 4.000 Jahren. Sie war mehrere Jahrhunderte in Benutzung und wurde vor etwa 3.600 Jahren auf einem 252 Meter hohen Berg bei Nebra vergraben. Sie gilt als die älteste noch erhaltene konkrete Darstellung des Himmels und ist im Landesmuseum in Halle zu sehen.

Gesundheit

Kolumbien: Über 3.100 Zika-Fälle bei Schwangeren

In Kolumbien hat es nach Angaben von Präsident Juan Manuel Santos erneut einen starken Anstieg der Zika-Infektionen bei Schwangeren gegeben. Die Zahl sei inzwischen auf 3.177 gestiegen, sagte Santos laut einem Bericht des Rundfunksenders Radio Caracol in Bogota gestern (Ortszeit).

Insgesamt hätten die Behörden bislang 25.645 Zika-Fälle registriert. Ob es sich dabei um bestätigte Zika-Infektionen oder um Verdachtsfälle handelte, war zunächst nicht bekannt. Santos leitete eine Sondersitzung der Gesundheitsbehörde zu der Epidemie.

Ende Jänner hatte das kolumbianische Gesundheitsministerium bereits einen Anstieg von 890 auf 2.116 Fälle innerhalb von einigen Tagen gemeldet, wobei damals 176 davon von Labors bestätigt gewesen waren.

Zika-Virus laut WHO in 33 Ländern verbreitet

Das Zika-Virus hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits in 33 Ländern verbreitet. Vor allem in Brasilien und Kolumbien hätten sich Menschen mit dem Erreger angesteckt, berichtet die UNO-Behörde in ihrem jüngsten Report. Gezählt wurden Länder, die den Zika-Ausbruch zwischen Jänner 2014 und 5. Februar 2016 gemeldet haben.

Es gebe zudem indirekte Hinweise auf eine Virenübertragung in sechs weiteren Staaten. Seitdem das Zika-Virus 2015 in Lateinamerika aufgetaucht sei, habe es sich kontinuierlich weiterverbreitet. Eine weitere Ausdehnung schätzt die WHO als wahrscheinlich ein.

101 Tote in Nigeria durch Lassa-Fieber

Ein Ausbruch des Lassa-Fiebers hat in Nigeria seit August 101 Menschen das Leben gekostet. Das teilten die Gesundheitsbehörden des Landes gestern mit.

Derzeit werden dem Nigeria Centre for Disease Control (NCDC) zufolge außerdem 175 Fälle beobachtet, die entweder schon bestätigt oder noch Verdachtsfälle sind. 19 der 36 Bundesstaaten des westafrikanischen Landes seien mittlerweile von der Epidemie betroffen, hieß es.

Ausbrüche des Lassa-Fiebers, das innere Blutungen verursacht, treten in dem mit fast 180 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas regelmäßig auf. Entdeckt wurde das Virus 1969 nach einem Ausbruch im Norden Nigerias. Es wurde nach der Stadt Lassa im nordöstlichen Bundesstaat Borno benannt. Den schlimmsten bekannten Ausbruch des Fiebers erlebte Nigeria 2012. Damals starben 112 der 1.723 infizierten Patienten. Die Krankheit verläuft anfangs grippeähnlich, führt aber schnell zu inneren Blutungen.

Kultur

Orhan Pamuk: Der Mark Twain von Istanbul

Mit Mevlut hat Orhan Pamuk einen Helden erschaffen, der dem Universum von Mark Twain entsprungen sein könnte. Naiv, aber nicht blöd, erfolglos, aber nicht faul, fromm, aber flexibel in der Auslegung: So treibt der Straßenverkäufer durch die Gassen Istanbuls und durch die Jahrzehnte. Der Wandel der Türkei im 20. Jahrhundert durchdringt das Leben des Mannes vom Dorf, der in der Stadt sein Glück sucht und jede Menge Abenteuer findet. Pamuk, politisch in seiner Heimat angefeindet, hat mit „Diese Fremdheit in mir“ einen Schelmen- und Geschichtsroman geschrieben, den man nicht aus der Hand legen möchte.

Mehr dazu in Geschummelt wird immer

Angebliche Hitler-Bilder für rund 40.000 Euro versteigert

Bei einer Auktion in Nürnberg haben Bilder, die angeblich von NS-Diktator Adolf Hitler gemalt wurden, rund 40.000 Euro eingebracht. Mit 7.000 Euro erzielte das Aquarell „Wohnhaus von Dr. Bloch“ den höchsten Preis, teilte Kathrin Weidler, Chefin des Auktionshauses, mit. Eine Stadtansicht von Dresden ging für 5.500 Euro an einen Dresdener.

Von den angebotenen 29 Aquarellen und Handzeichnungen wurden demnach 16 versteigert. Die verbliebenen 13 Kunstwerke sollen nun im Nachverkauf angeboten werden.

Die Bilder stammen angeblich aus einem österreichischen Pastorenhaushalt und aus Privatsammlungen. Sie sollen zwischen 1904 und 1925 entstanden sein und sind mit „A. Hitler“ signiert. Expertisen wiesen die Werke als echt aus, sagte Weidler. Es existieren jedoch auch unzählige Fälschungen. Das Nürnberger Auktionshaus hatte schon mehrfach Bilder des Diktators versteigert.

Lifestyle

Neuer Rekord: Ferrari wechselt um 32 Mio. den Besitzer

Für stolze 32 Millionen Euro ist ein Ferrari aus dem Jahr 1957 in Paris versteigert worden. Der Rennwagen vom Typ 335 S Spider wurde gestern im Auktionshaus Artcurial für exakt 32.075.200 Euro versteigert und erzielte damit so viel Geld wie noch nie ein Auto zuvor bei einer Auktion. Wem genau der Wagen nun gehört, blieb geheim, allerdings wurde verraten, dass er in die USA geht.

Schon zuvor hatte der italienische Sportwagenhersteller Ferrari den Rekord bei der Versteigerung für ein Auto gehalten: Im Jahr 2014 hatte ein Ferrari bei einer Auktion im US-Bundesstaat Kalifornien 38 Millionen Dollar erzielt, das entsprach damals umgerechnet etwa 28,9 Millionen Euro.

Die nun erfolgte Versteigerung sei „ein Tag, an den wir uns lange erinnern werden“, sagte Matthieu Lamoure von Artcurial. In dem versteigerten Ferrari saßen schon Rennfahrerlegenden wie die Briten Mike Hawthorn und Peter Collins sowie der Franzose Maurice Trintignant.