Ausland

UNO: Eine Million Menschen im Südsudan von Hunger bedroht

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einer Hungersnot im Südsudan gewarnt. Sollte nicht umgehend gehandelt werden, drohten bis zu eine Million Menschen in dem Land in den kommenden Monaten Hunger zu leiden, sagte Ban gestern in New York nach einem Treffen mit der für humanitäre Hilfe verantwortlichen EU-Kommissarin Kristalina Georgieva. Hunderttausende seien bereits extrem unterernährt.

Der Südsudan ist seit 2011 unabhängig und damit der jüngste Staat Afrikas. Seit Dezember tobt ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Beide repräsentieren unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (Kiir gehört den Dinka an, Machar den Nuer), deren Verhältnis seit Jahren angespannt ist. Hunderttausende Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.

Algerier wählen Präsidenten - Bouteflika vor neuer Amtszeit

Knapp 23 Millionen Algerier sind heute zur Präsidentenwahl aufgerufen. Als großer Favorit bei der Abstimmung in dem öl- und gasreichen Land an der nordafrikanischen Mittelmeer-Küste gilt Amtsinhaber Abdelaziz Bouteflika. Der 77-Jährige will trotz Gesundheitsproblemen fünf weitere Jahre regieren. Er ist bereits seit 1999 in dem größten afrikanischen Flächenstaat an der Macht.

Unter politischen Beobachtern und Oppositionellen ist die mittlerweile vierte Kandidatur Bouteflikas umstritten. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, Teil eines korrupten Staatsapparates zu sein, der auch vor Wahlfälschung nicht haltmache. Mehrere Parteien haben zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen. Bouteflika selbst ist Mitglied der früheren Einheitspartei Nationale Befreiungsfront (FLN).

Von den sechs Gegenkandidaten des Staatschefs werden allenfalls dem früheren Ministerpräsidenten Ali Benflis (69) Außenseiterchancen eingeräumt. Mit Wahlergebnisse ist morgen zu rechnen.

Putin stellt sich Bürgerfragen im Staats-TV

Russlands Präsident Wladimir Putin stellt sich heute im Staatsfernsehen den Fragen von Zuschauern. Im Zentrum stehen aller Voraussicht nach der umstrittene Anschluss der Krim und die unruhige Lage in der russisch geprägten Ostukraine.

Der sogenannte Heiße Draht dauert traditionell mehrere Stunden. Bei der Live-Fragerunde wird auch zu Arbeitskollektiven in die Provinz des Riesenreichs geschaltet. Die Show wird live von Fernsehkanälen und Radiosendern übertragen. Bürger konnten dazu per Telefon und über eine Internetseite Fragen einreichen. Es ist Putins insgesamt zwölfte Fernsehsprechstunde dieser Art.

Nigeria: Angebliche Befreiung entführter Mädchen

Widersprüchliche Äußerungen haben Verwirrung um das Schicksal der in Nigeria von Islamisten verschleppten Schulmädchen ausgelöst. Das nigerianische Verteidigungministerium meldete am Abend die Befreiung von mehr als einhundert Schülerinnen. Nur noch acht von ursprünglich 129 Mädchen seien in der Hand der Entführer, sagte Ministeriumssprecher Chris Olukolade. Die Angaben widersprechen den Berichten zahlreicher Augenzeugen in der Region sowie von örtlichen Behörden im nordöstlichen Staat Borno.

Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter in der Region sagte der Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Donnerstag, mehr als einhundert Schülerinnen seien weiterhin in der Hand der islamistischen Gruppe Boko Haram. Eltern entführter Schulmädchen hatten zuvor berichtet, die Schülerinnen seien in eine Hochburg der islamistischen Organisation Boko Haram verschleppt worden.

Schwerbewaffnete Männer hatten am Montagabend ein Mädchengymnasium überfallen und mehr als hundert Schülerinnen gezwungen, auf Lastwagen zu steigen. Für die Tat wurde die islamistische Gruppe Boko Haram verantwortlich gemacht. Boko Haram kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Staat und verübt regelmäßig Anschläge. Der Name bedeutet übersetzt etwa „westliche Bildung ist Sünde“.

19 Tote bei mehreren Anschlägen im Irak

Bei einem koordinierten Anschlag auf den Sitz der Regionalregierung der irakischen Provinz Anbar sind gestern drei Soldaten, ein Polizist und ein Zivilist getötet worden. Vor den beiden Eingängen des Komplexes in der Stadt Ramadi hätten sich gleichzeitig zwei Selbstmordattentäter in ihren Wagen in die Luft gesprengt, teilten Sicherheitskräfte mit. Insgesamt kamen bei Anschlägen in mehreren Städten 19 Iraker ums Leben.

Seit Anfang Jänner halten islamistische Aufständische Teile von Ramadi unter ihrer Kontrolle, das nahe gelegene Falludscha haben sie ganz in ihre Gewalt gebracht. Den Sicherheitskräften ist es bisher nicht gelungen, die wichtigen Städte zurückzuerobern.

Bei einem weiteren Autobombenanschlag in Sadr City im Norden Bagdads wurden mindestens vier Menschen getötet und elf weitere verletzt. In Saba al-Bur nördlich der Hauptstadt wurde ein Armeestützpunkt mit Mörsern angegriffen, zwei Soldaten wurden getötet.

In zwei Wochen wird im Irak ein neues Parlament gewählt. Es ist die erste Wahl seit dem Abzug der US-Truppen Ende 2011. Beobachter befürchten, dass die Gewalt zu dem Anlass weiter zunehmen wird.

Israel und Palästinenser verschieben Vermittlungsgespräch

Israel und die Palästinenser haben ein Krisengespräch auf heute verschoben. Die israelische Zeitung „Haaretz“ (Mittwoch-Ausgabe) führte dafür zwei Gründe an.

Zum einen warteten beide Seiten auf US-Vermittler Martin Indyk. Zum anderen widerstrebe es Israel, am Tag des Begräbnisses eines erschossenen Polizeioffiziers Friedensgespräche abzuhalten.

Der 47-jährige Familienvater wurde am Montag kurz vor Beginn des jüdischen Pessach-Festes getötet, als ein mutmaßlich palästinensischer Angreifer bei Hebron mit einer automatischen Waffe Schüsse auf vorbeifahrende Autos abgab, Seine Frau erlitt ebenfalls eine Schussverletzung, und ein neunjähriger Bub in einem anderen Auto wurde verletzt. Der Täter konnte zunächst entkommen.

Verletzte bei Zusammenstößen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eine Mitschuld an der Tat. Demnach wiegelt sie mit Propaganda zu Gewalttaten gegen Israel auf. Die israelische Nachrichtenseite Walla berichtete, Abbas habe den Anschlag heute jedoch bei einem Treffen mit israelischen Abgeordneten in Ramallah verurteilt.

Bei Zusammenstößen mit israelischen Einsatzkräften wurden gestern auf dem Tempelberg in Jerusalem etwa 25 Palästinenser verletzt. Die Polizei habe Tränengas gegen arabische Gläubige eingesetzt, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Nach Angaben der israelischen Polizei hatten zuvor Dutzende von jugendlichen Palästinensern jüdische Besucher auf dem Tempelberg sowie Polizisten mit Steinen angegriffen.

Die USA bemühen sich derzeit, ein Scheitern des Nahost-Friedensprozesses zu verhindern. Ursprünglich wollte US-Außenminister John Kerry bis zum 29. April einen fertig ausgehandelten Friedensvertrag erreichen. Die Verhandlungen ziehen sich bereits seit neun Monaten hin. Kerry kämpft darum, den Gesprächskontakt zwischen den Konfliktparteien aufrechtzuerhalten.

Inland

Causa Linzer Terminal Tower teilweise vor Einstellung

Bei den Ermittlungen zum Linzer Terminal Tower dürfte die Einstellung des Verfahrens gegen neun der insgesamt 28 Beschuldigten bevorstehen. Ein Vorhabensbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft lag seit fast einem Jahr zur Genehmigung im Justizministerium.

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SPÖ-Abgeordnete gegen Bildungskürzungen

Nach den SPÖ-Landeschefs aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich kritisieren jetzt auch sozialdemokratische Parlamentarier die Kürzungen im Bildungsbereich. Einsparungen in den Schulklassen sei die schlechteste Form. Auch von „staatlichem Zukunftsraub“ ist unter den SPÖ-Abgeordneten die Rede.

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Standort Österreich: Steuerreform gefordert

Die Arbeitskosten sind in Österreich hoch, und sie steigen weiter. Während die Wirtschaft immer lauter über Standortnachteile spricht, schimpfen Gewerkschafter ebenfalls immer lauter über Lohneinbußen trotz gar nicht so schlechter Gehaltsabschlüsse. Eine gemeinsame Forderung: eine grundlegende Steuerstrukturreform und nicht bloß Kosmetik.

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Debatte über EU-Klage gegen Schwarze Sulm

Eine Reihe von Reaktionen gibt es auf die Klage der EU-Kommission wegen der Kraftwerkserrichtung an der Schwarzen Sulm in der Steiermark: Umweltorganisationen und Grüne wollen den Baustopp, der Projektwerber blieb gelassen.

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Noch keine Entscheidung zum Hitler-Haus

Büros und Seminarräume oder doch eine internationale Begegnungsstätte? Noch sei keine Entscheidung über die Zukunft des seit Jahren leerstehenden Hitler-Geburtshauses in Braunau gefallen, heißt es aus dem Innenministerium.

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Sport

Eishockey: Traumstart von Vanek ins NHL-Play-off

Für Thomas Vanek hätte das Play-off der National Hockey League (NHL) kaum besser beginnen können. Der 30-Jährige feierte mit den Montreal Canadiens einen hart erkämpften Auswärtssieg gegen Tampa Bay und erzielte dabei den Treffer zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung der Gäste, die in der Verlängerung das bessere Ende für sich hatten. Vanek, der seinen siebenten Treffer im 19. Spiel für Montreal erzielte, darf somit weiter vom Stanley Cup träumen. Für die Canadiens wäre es der erste NHL-Titel seit 21 Jahren.

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ÖFB-Cup: Salzburger Torreigen gegen WAC

Red Bull Salzburg ist ins Semifinale des ÖFB-Cups eingezogen. Der Meister feierte heute einen souveränen Kantersieg beim WAC und wahrte damit die Chance auf das zweite Double nach jenem vor zwei Jahren. Die Salzburger hatten in der Lavanttal-Arena gegen die ambitionierten Kärntner zu Beginn aber mehr Mühe als erwartet. Erst nach Seitenwechsel brach Florian Klein die Torsperre der Gastgeber, die Salzburg davor erfolgreich Paroli geboten hatten. Mit der Führung im Rücken ging es dann allerdings Schlag auf Schlag.

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Fußball: Bayern spazieren ins DFB-Pokal-Finale

Bayern München hat das erhoffte Traumfinale im DFB-Pokal fixiert. Einen Tag nach dem Erzrivalen Borussia Dortmund setzte sich das Team von ÖFB-Teamspieler David Alaba gestern gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern locker mit 5:1 durch und zog souverän ins Endspiel in Berlin ein. Dort kommt es am 17. Mai zu einer Neuauflage des Finales von 2012. Damals hatten sich die Dortmunder das Double gesichert. Während es für den BVB heuer allerdings um die letzte Titelchance geht, lebt in München der Traum vom zweiten Triple in Serie weiter.

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Wirtschaft

D: Arbeitsniederlegungen bei Amazon

Die deutsche Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten in den Amazon-Standorten in Leipzig und Bad Hersfeld heute zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand solle den gesamten Tag dauern, teilte die Gewerkschaft gestern Abend mit.

Ver.di fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen orientiert sich dagegen nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche. Die Auseinandersetzung läuft schon seit Monaten.

Reedereien Hapag-Lloyd und CSAV fusionieren

Die Containerreederei Hapag-Lloyd und der chilenische Konkurrent CSAV gehen zusammen. Das teilten die Unternehmen gestern in Hamburg mit. Durch den Zusammenschluss entsteht das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche, hinter Maersk, MSC und CMA CGM.

CSAV erreicht im Containerbereich mit mehr als 50 Schiffen einen Umsatz von rund drei Mrd. Dollar (2,2 Mrd. Euro). Damit rangiert das Unternehmen weltweit unter den Reedereien auf Platz 20. Hapag-Lloyd mit rund 150 Schiffen ist ungefähr dreimal so groß und momentan auf Platz sechs.

Die Schifffahrtsbranche ist seit Jahren von einer Krise gezeichnet. Beide Unternehmen wiesen für 2013 rote Zahlen aus. Mit der Fusion sollen Kosten von 300 Mio. Dollar eingespart werden. Es sei ein bindender Vertrag über die Zusammenlegung des Containergeschäfts geschlossen worden, berichteten die Unternehmen.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden soll das Containergeschäft von CSAV vollständig in Hapag-Lloyd aufgehen. Hauptsitz des Unternehmens bleibt Hamburg. Zudem wird Hapag-Lloyd für das Lateinamerikageschäft eine Regionszentrale in Chile bekommen.

Fed: US-Konjunktur gewinnt an Fahrt

Die US-Konjunktur hat nach Angaben der US-Notenbank in den vergangenen Wochen an Fahrt gewonnen. In den meisten Landesteilen habe die wirtschaftliche Aktivität zuletzt zugelegt, hieß es in dem gestern veröffentlichten Beige Book, dem Konjunkturbericht der zwölf Distriktbanken der Fed.

Grund sei vor allem eine Besserung des Wetters. Sieben Regionen hätten berichtetet, dass die Auswirkung des Winterwetters weniger stark gewesen sei als noch zu Beginn des Jahres.

Millionen-Rückruf: GM beantragt Schutz vor Klagen

General Motors wehrt sich gegen Klagen im Zusammenhang mit dem Rückruf von Millionen Fahrzeugen wegen fehlerhafter Zündschlösser. Vor US-Gerichten in Südtexas und Kalifornien beantragte der Autobauer am Dienstag die Aussetzung von Klagen mutmaßlich Geschädigter. Die Opel-Mutter ist der Ansicht, dass sie für Vorfälle vor 2009, als das Unternehmen aus der Insolvenz kam, nicht belangt werden kann.

Seit 2009 sei GM rechtlich ein neues Unternehmen. Ansprüche vor 2009 müssten an die Überbleibsel der alten GM gerichtet werden, so der Autokonzern.

Mindestens 13 Tote bei Unfällen wegen defekter Zündschlösser

Bei Unfällen, die durch die defekten Zündschlösser ausgelöst wurden, sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Bisher wurden 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen.

Seit Beginn der Rückrufaktion im Februar wurden Dutzende Klagen gegen den Autobauer eingereicht: entweder im Namen von Opfern oder von Fahrzeughaltern, die den Wert ihres Autos durch die Rückrufe gemindert sehen. Die US-Verkehrsaufsicht untersucht vor allem, warum GM mit dem Rückruf wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren.

Amtlich: Letzte Hypo-Bankbilanz mit 2,748 Mrd. Euro Verlust

Nach wochenlangem Ringen um das Wirtschaftsprüfertestat ist die Bilanz 2013 der Hypo Alpe-Adria jetzt fertig und vom Aufsichtsrat gebilligt: Ihr letztes Jahr als Bank hat die staatliche Krisenbank im Einzelabschluss mit einem Verlust von 2,748 Mrd. Euro abgeschlossen. Zum Vergleich: Im Jahr davor lag der AG-Verlust bei 231 Mio. Euro.

In der Konzernbilanz nach internationalen Bilanzierungsvorschriften (IFRS) lag der Verlust 2013 bei 1,864 Milliarden Euro. Das Jahr davor hatte der Konzern mit einem kleinen Minus von 22,9 Mio. Euro abgeschlossen.

Das jetzige große Minus - das wieder mit der Hilfe der Steuerzahler ausgeglichen werden musste - resultierte aus teuren Kreditabschreibungen und Wertberichtigungen auf Finanzierungen und Vermögenswerte. Für die Bilanz 2013 gab es insgesamt 2,5 Mrd. Euro an Staatshilfe, der letzte Kapitalnachschuss von 750 Mio. Euro wurde erst am 9. April von einer Sonderhauptversammlung durchgewinkt.

Die Verlustzahlen waren bereits vorige Woche bekanntgegeben worden, damals noch untestiert. Nach einer Sitzung des Aufsichtsrats gab die Bank gestern Abend Eckpunkte des testierten Abschlusses bekannt.

Chronik

Mann in Villach von Zug überrollt

Ein 29 Jahre alter Kroate ist in der Nacht auf heute auf dem Hauptbahnhof in Villach in Kärnten unter einen Zug geraten und schwer verletzt worden. Laut Polizeiangaben hatte der junge Mann versucht, in den bereits rollenden Zug zu gelangen und stürzte dabei ab.

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Großbrand in Wien war offenbar gelegt

Offenbar gelegt worden ist das Feuer, bei dem gestern Früh in der Wiener Innenstadt eine Frau ums Leben gekommen ist. Die Polizei sucht nach dem Mieter der Wohnung, von der das Feuer ausging. Es sollen mehrere Benzinkanister gefunden worden sein.

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Massenkarambolage legte A1 lahm

Etwa 40 Fahrzeuge sind gestern Vormittag in eine Massenkarambolage auf der Westautobahn (A1) bei Altlengbach (Bezirk St. Pölten) verwickelt gewesen. Mutmaßliche Ursache war laut Feuerwehr plötzlich aufgetretene Glätte, elf Personen wurden verletzt.

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Solosechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gibt es einen Solosechser. Ein Mitspieler hat alle Zahlen richtig getippt und darf sich über einen Gewinn von genau einer Million Euro freuen.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

5 13 21 28 36 44 Zusatzzahl 39

Ein Teilnehmer hat die richtige Joker-Zahl auf seinem Tippschein, er erhält rund 164.300 Euro.

Die Joker-Zahl lautet:

7 6 0 0 2 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Kim Jong Uns Frisur führt zu diplomatischen Verwicklungen

Ein zu Werbezwecken in einem Londoner Friseurgeschäft aufgehängtes Poster mit dem Bild des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hat zu diplomatischen Verwicklungen geführt. Nordkoreas Botschaft habe sich beim Außenministerium in London offiziell beschwert, bestätigte das Ministerium gestern. Man denke nun über eine Antwort nach, hieß es aus dem Ministerium.

„Bad hair day?“

Der Saloninhaber hatte vergangene Woche das Bild Kim Jong Uns mit der Aufschrift „bad hair day?“ ins Schaufenster gehängt und damit für eine neue Rabattaktion geworben. Der Koreaner war wegen seiner eigenwilligen Frisur häufiger Gegenstand von Spott.

Zwei Tage später seien Repräsentanten der nordkoreanischen Botschaft in den Salon gekommen und hätten Fragen zu dem Poster gestellt, sagte der Friseur Karim Nabbach dem Sender BBC.

Vor verschlossenen Türen

Er habe den Koreanern die Tür gewiesen und die Polizei verständigt, erzählte der Friseur weiter. Nach deren Angaben gegenüber der BBC wurde jedoch keine Anzeige erstattet.

Dennoch: Gestern war das Poster weg, das Geschäft blieb geschlossen. Ein Kunde, der einen Friseurtermin hatte, blieb genauso ratlos vor dem Schaufenster stehen wie enttäuschte Schaulustige.

Adoptivkind jahrelang in Garage gesperrt

Die Polizei in Argentinien hat eine 15-Jährige befreit, die von ihren Adoptiveltern neun Jahre lang in einer Garage gefangen gehalten wurde. Nach Justizangaben hatte das Mädchen nur Wasser und Brot bekommen und wog bei seiner Befreiung nur 20 Kilo. Nach eigenen Angaben durfte das Kind in den vergangenen Jahren nur zweimal die Garage verlassen.

Die Adoptiveltern der 15-Jährigen wurden wegen des Vorwurfs der Sklaverei, der schweren Körperverletzung und Freiheitsberaubung festgenommen. Nach Justizangaben hatte eine drei Jahre ältere leibliche Schwester das Mädchen aufgespürt und die Behörden alarmiert.

Flug MH370: U-Boot-Suche klappte erstmals

Beim dritten Versuch hat die U-Boot-Suche nach dem Wrack des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs erstmals richtig geklappt: Das unbemannte Unterwasserfahrzeug „Bluefin-21“ tauchte heute erst nach 16-stündigem Einsatz auf dem Meeresboden wieder auf. Die eingesammelten Daten über die Landschaft auf dem Meeresboden wurden an Bord des Schiffs „Ocean Shield“ noch analysiert.

Daraus entsteht ein dreidimensionales Bild des Bodens. Die Experten gehen davon aus, dass darauf ungewöhnliche Objekte wie Wrackteile zu erkennen wären. Insgesamt hatte „Bluefin-21“ bis heute 90 Quadratkilometer Boden abgesucht. MH370 war am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Zuvor war es bei der Suche zu technischen Problemen gekommen.

Südkorea-Fährunglück: Hoffnung
auf Überlebende schwindet

Ein Schulausflug endet in einer Katastrophe: Beim Untergang der Fähre „Sewol“ vor Südkorea könnten fast 300 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter viele Schüler. Etwa 287 der rund 460 Passagiere wurden in der Nacht auf heute noch vermisst. Die Helfer rechneten kaum damit, dass es noch mehr Überlebende geben könnte. Die Behörden befürchteten, dass zahlreiche Passagiere im Inneren des Schiffs eingeschlossen wurden. Die Suche an der Wasseroberfläche ging in der Nacht weiter, wegen der Dunkelheit musste ein Taucheinsatz allerdings abgebrochen werden.

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IT

„Heartbleed“: Angeblicher Hacker in Kanada festgenommen

Im Zusammenhang mit der „Heartbleed“-Sicherheitslücke im Internet ist es in Kanada zu einer Festnahme gekommen. In London in der Provinz Ontario wurde ein 19-Jähriger in Gewahrsam genommen, der die Sicherheitslücke ausgenutzt haben soll, wie die Zeitung „Globe and Mail“ (Mittwoch-Ausgabe) berichtete.

Der Mann soll versucht haben, an die Sozialversicherungsnummern von Hunderten Menschen in den Servern der kanadischen Steuerbehörde CRA zu kommen. Dem Studenten wird unter anderem Datenmissbrauch vorgeworfen. Sein Computer wurde beschlagnahmt. Die Steuerbehörde teilte mit, sie arbeite mit Hochdruck daran, die Sicherheitslücke zu schließen.

Science

Wie Eizellen und Spermien einander finden

Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt die Entstehung eines Embryos. Forscher haben nun ein Protein auf der Oberfläche von Eizellen entdeckt, ohne das dieser grundlegendste Schritt unserer Entwicklung nicht möglich ist. Sie haben es nach Juno benannt, der römische Göttin der Fruchtbarkeit.

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Auch Schimpansen bevorzugen stabile Betten

Nicht nur Menschen, auch Schimpansen haben gewisse Ansprüche an ihr Bett: Unter allen zur Verfügung stehenden Baumarten wählen sie laut einer neuen Studie die mit dem stabilsten, festesten Holz für ihr typisches Schlafnest aus.

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Kultur

13. Tribeca Filmfestival in New York eröffnet

Mit einer Dokumentation über den US-Rapper Nas und sein erstes Hip-Hop-Album „Time Is Illmatic“ vor 20 Jahren hat das Tribeca Filmfestival in New York begonnen. Nach der Weltpremiere wollte Nas die Titel des Albums gestern Abend (Ortszeit) noch einmal live im Beacon Theatre am Broadway vortragen.

Das Filmfestival stellt bis zum 27. April mehr als 80 neue Spielfilme sowie weitere Dokus, Sportfilme und Shorts vor. Schwerpunkte sind in diesem Jahr Jugend- und Musikbeiträge, außer zu Nas auch mit Porträts von Björk, James Brown und Alice Cooper. Aus den mehr als 6.000 Einreichungen wurde mit dem Kurzexperimentalfilm „Optical Sound“ von Elke Groen und Christian Neubacher auch ein österreichischer Beitrag ausgewählt. Der Zwölfminüter basiert auf Vor-und Nachspännen von Kinofilmen, die zum Bild- und Tontest von Filmprojektoren verwendet werden.

Das Festival war nach den Terroranschlägen auf das New Yorker World Trade Center 2001 gegründet worden, um den besonders schwer betroffenen Süden von Manhattan wieder zu beleben. Zu den Gründern zählt auch Hollywoodstar Robert De Niro.

„Auszeit“: AC/DC machen ohne Gitarristen Young weiter

Die australische Hardrockband AC/DC muss auf ihren Gitarristen Malcolm Young verzichten. „Nach 40 Jahren im Dienste von AC/DC“ nehme Malcolm Young „aus Krankheitsgründen eine Auszeit von der Band“, erklärte die Band heute auf ihrer Website. Unter welcher Krankheit das Gründungsmitglied Young leidet, wurde nicht erklärt.

Malcolm danke den „eingefleischten Fans“ in aller Welt für ihre unermüdliche Liebe und Unterstützung, hieß es. Die Band werde auch ohne ihn weiter Musik machen.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Gerüchte über die Zukunft von AC/DC gegeben, nachdem ein anonymer Anrufer einem Radiosender in Perth berichtet hatte, Young sei „sehr krank“ und halte sich bei seiner Familie in Australien auf. Die Band appellierte an die Öffentlichkeit, Youngs Privatsphäre zu respektieren. Auf der AC/DC-Website äußerten sich zahlreiche Fans besorgt und versicherten Young ihre Unterstützung.

Die 1973 von Malcolm und seinem Bruder Angus Young gegründete Band wurde mit Rock-Hymnen wie „Highwell to Hell“, „Let There Be Rock“ und „Whole Lotta Rosie“ berühmt. Weltweit verkaufte AC/DC mehr als 200 Millionen Alben.

Hochkonjunktur für Superhelden im Kino

Mit „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ kommt nur wenige Wochen nach „The Return of the First Avenger“ der nächste Superheld ins Kino. Gekämpft wird aber nicht nur auf der Leinwand, sondern auch hinter den Kulissen. Denn dass Superhelden die wirklich harte Währung im Filmgeschäft sind, darin scheinen sich die großen Filmstudios einig zu sein. Die Rechte an den Charakteren und ihren Geschichten sind dementsprechend heiße Ware. Denn auch wenn hinter dem Großteil der Comics ursprünglich nur zwei Verlage stehen, will sich bei den Kinoadaptionen kein Studio den Teil am Kuchen streitig machen lassen, auch wenn dabei durchaus auch ein Kollisionskurs eingeschlagen wird.

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