Ausland

USA begrüßen Erdogans Äußerung über Leiden der Armenier

Die USA haben die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Leiden der Armenier im Osmanischen Reich begrüßt. Das sei ein „positiver Schritt“, der zu einer „vollen Anerkennung der Fakten“ und zur Versöhnung führen könne, sagte Jen Psaki, Sprecherin des US-Außenamtes, gestern in Washington.

Erdogan hatte in einer Botschaft die Opfer der Armenier als „gemeinsames Leid“ bezeichnet. „Es lässt sich nicht abstreiten, dass die letzten Jahre des Osmanischen Reiches, gleich welcher Religion oder ethnischer Herkunft sie angehörten, für Türken, Kurden, Araber, Armenier und Millionen weiterer osmanischer Bürger eine schwierige Zeit voller Schmerz waren“, sagte Erdogan.

Im Osmanischen Reich kamen nach unterschiedlichen Schätzungen während des Ersten Weltkriegs zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier ums Leben. Die Gräueltaten an den Armeniern wurden von mehr als einem Dutzend Staaten als Völkermord gewertet. Die Türkei bestreitet den Genozid, dagegen wird in Armenien der 24. April offiziell als Völkermordgedenktag begangen.

Aussöhnung der Palästinenser sorgt für neue Turbulenzen

Die radikalislamische Hamas und die PLO von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben nach Jahren der Konfrontation überraschend einen Versöhnungspakt geschlossen und damit den Bemühungen um einen Frieden mit Israel einen neuen Schlag versetzt. Die Regierung in Jerusalem sagte gestern umgehend eine geplante Sitzung der Gespräche mit Abbas’ Palästinenserregierung ab.

Dessen PLO und die Hamas, die Israel zerstören will, verständigten sich darauf, eine Einheitsregierung zu bilden und Wahlen abzuhalten. Seit einem 2007 nach dem Wahlsieg der Hamas zwischen beiden Gruppen auch mit Waffengewalt ausgetragenen Konflikt wird der Gazastreifen von der Hamas, das Westjordanland von Abbas’ Autonomiebehörde regiert.

Scharfe Töne aus Israel

„Die Ära der Teilung ist vorüber“, sagte Hamas-Ministerpräsident Ismail Hanija unter lautem Beifall vor palästinensischen Journalisten in Gaza. Die Einigung sieht vor, dass die gemeinsame Regierung binnen fünf Wochen gebildet und vom Palästinenserparlament bestätigt werden soll. Sechs Monate danach sind Parlamentswahlen vorgesehen. In der Vergangenheit zerschlugen sich mehrere Anläufe für eine Versöhnung.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Abbas habe sich für die Hamas statt für den Frieden entschieden. „Wer immer auch Hamas wählt, will keinen Frieden.“ Außenminister Avigdor Lieberman hatte bereits vor Bekanntgabe des Palästinenser-Pakts gesagt, eine Unterschrift unter ein Aussöhnungsabkommen bedeute das Ende der Friedensverhandlungen mit der Autonomieregierung. Wie die EU und die USA betrachtet Israel die Hamas als Terrororganisation.

Die USA zeigten sich „enttäuscht“ über das Abkommen. Die Versöhnung der beiden Gruppen könne die Bemühungen um ein Friedensabkommen ernsthaft gefährden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Kurz: „Verhandlungen fortsetzen“

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuvor bei einem Besuch im Westjordanland an Israel und die Palästinenser appelliert, die Nahost-Verhandlungen fortzusetzen. Abbas habe ihm versichert, dass die Aussöhnung mit der Hamas die Friedensbemühungen mit Israel nicht beenden werde. Das teilte Kurz nach seinem Gespräch mit Abbas in Ramallah der APA mit.

Er habe darauf gedrängt, dass die Palästinenser die Friedensgespräche mit Israel fortsetzen, sagte der Außenminister. Die Aussöhnung mit der Hamas dürfe dabei kein Hindernis sein. Die Hamas müsse jedoch das Existenzrecht Israels anerkennen und auf Gewalt verzichten. Abbas habe zugesagt, die Friedensgespräche mit Israel auch nach Bildung einer palästinensischen Übergangsregierung unter Einbeziehung der Hamas fortzusetzen, erklärte Kurz.

Nigeria: Entführte Mädchen als menschliche Schutzschilde

Die Massenentführung von Hunderten Mädchen in Nigeria nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Neben dem mutmaßlichen organisierten Missbrauch der Teenager müssen diese den islamistischen Terroristen der Boko Haram offenbar als menschliche Schutzschilde dienen: Das nigerianische Militär stellte nun jedenfalls die Luftschläge im Gebiet des weitläufigen Sambisa-Waldes ein, wo die Mädchen mit ihren Entführern vermutet werden. Angesichts der Verzweiflung der Eltern von 230 weiterhin vermissten Mädchen fällt kaum mehr ins Gewicht, dass die Behörden inzwischen nicht mehr leugnen, dass die Dimension des Verbrechens vertuscht hätte werden sollen.

Mehr dazu in Militär beschönigte Massenentführung

Tote bei Autobombenanschlag in Nairobi

Bei der Explosion eines mit Sprengstoff präparierten Autos in Nairobi sind gestern Abend vier Menschen getötet worden, darunter zwei Polizisten. Wie das Innenministerium mitteilte, ereignete sich die Explosion vor einem Polizeikommissariat in der kenianischen Hauptstadt.

Nach dem Vorfall sei zudem an einer Ampel eine Granate entdeckt worden, die kontrolliert zur Detonation gebracht worden sei. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Razzia nach Anschlägen im März

In Kenia gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Anschläge. Die Polizei machte dafür Islamisten verantwortlich. Ende März waren in Nairobi bei drei fast gleichzeitigen Explosionen sechs Menschen getötet worden. Die Polizei nahm danach tausende Menschen bei Razzien fest, von denen die meisten später wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Die Opposition und Menschenrechtsorganisationen kritisierten, dass sich die „Anti-Terror-Operation“ hauptsächlich gegen somalische Einwanderer richtete, was die Regierung bestritt.

Russland verbietet Schimpfwörter in Kultur und Medien

Schimpfwörter in Medien, Filmen und Kunst sind in Russland künftig unter Geldstrafe verboten. Für die öffentliche Verbreitung derber Flüche sollen demnach bis zu 50.000 Rubel (rund 1.000 Euro) fällig werden. Im Wiederholungsfall droht ein vorübergehendes Berufsverbot. Das Parlament in Moskau stimmte gestern in dritter und entscheidender Lesung für das umstrittene Gesetz, wie die Staatsagentur Ria Nowosti meldete.

Demnach müssen zudem CDs und DVDs mit Warnhinweisen wie in den USA versehen werden. Die betroffenen Schimpfwörter sollen durch eine „unabhängige Prüfung“ festgelegt werden. In der russischen Umgangssprache sind „Mutterflüche“ (Mat) vor allem unter Männern weit verbreitet.

Kulturminister Wladimir Medinski hatte sich zuvor für das Gesetz ausgesprochen, dem noch der Föderationsrat als zweite Parlamentskammer und Kreml-Chef Wladimir Putin zustimmen müssen.

Inland

Heinisch-Hosek will sich Geld bei Ganztagsschule holen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will die in ihrem Ressort nötigen Einsparungen bei den Mitteln für den Ausbau der ganztägigen Schulformen aufbringen. Statt wie ursprünglich geplant 160 Mio. Euro pro Jahr bis 2018 sollen dafür heuer nur 110 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Das sieht ein den Bildungslandesräten gestern Abend unterbreiteter Vorschlag der Ministerin vor.

Insgesamt muss Heinisch-Hosek heuer 87 Mio. Euro einsparen. Diese Summe ergibt sich aus den zuletzt genannten 57 Mio. Euro sowie jenen 30 Mio. Euro, die eigentlich durch Änderungen beim Landeslehrer-Controlling gespart werden sollten. Letzterer Punkt ist nach den Gesprächen mit den Landesräten aber vom Tisch.

Noch acht Millionen fehlen

Zu den 50 Mio. Euro an Einsparungen aus den geringeren Mitteln für den Ganztagsschulausbau kommen noch 28 Mio. Euro, die in der Verwaltung sowie bei Bauvorhaben hereingebracht werden sollen. Insgesamt seien damit noch rund acht Mio. Euro offen, so Heinisch-Hosek nach dem Treffen vor Journalisten.

Die heuer eingesparten 50 Mio. Euro bei den ganztägigen Schulformen sollen bis 2018 wieder an die ursprünglich vereinbarte Summe angehängt werden. Das „Kompetenz-Wirrwarr“ (Heinisch-Hosek) bei der Schulverwaltung zwischen Bund und Ländern soll bei weiteren Treffen mit den Ländern in den kommenden Monaten diskutiert und entwirrt werden.

Länder vorerst zufrieden

Vorerst zufrieden äußerten sich die Ländervertreter nach dem Gespräch mit Gabriele Heinisch-Hosek: „Wir haben gewisse Verstimmungen ausgeräumt“, so der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). So seien etwa die Verordnungen der Ministerin endgültig vom Tisch - darunter auch jene, durch die von den Ländern 30 Mio. durch ein verschärftes Landeslehrer-Controlling erlöst werden sollten.

Regierung hinter Sparplänen

Die Regierung hatte sich zuvor hinter die Sparpläne im Bildungsbereich gestellt und diese verteidigt. Vizekanzler Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) sieht den Betrag von 57 Mio. Euro heuer - 2015 sollen nochmals 60 Mio. Euro eingespart werden - im Vergleich zum Budget von acht Milliarden „in Relation“ als gering an, wie er sagte. Auch werde sich nichts an den Sparzielen ändern.

Während sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) dezidiert gegen eine Verländerung der Bundeslehrer stellt und damit Heinisch-Hosek den Rücken stärkt, findet Spindelegger den Vorstoß der Länder „diskussionswürdig“.

Mehr dazu in Spindelegger: Niedriger Sparbetrag

EU-USA-Handelsabkommen erhitzt die Gemüter

Das geplante transatlantische Handelsabkommen zwischen der EU und den USA erhitzt weiter die Gemüter. Nichtregierungsorganisationen wie ATTAC, Global 2000 und Greenpeace machten gestern erneut Stimmung gegen das Abkommen und forderten eine parlamentarische Enquete. Das Team Stronach (TS) verlangte ein Ende der Geheimhaltung. Die Industrie will eine ernsthafte Diskussion und keine Panikmache.

Laut NGOs wie ATTAC haben bereits über 13.000 Menschen die Forderung nach einer parlamentarischen Enquete unterschrieben. Kritisiert wird insbesondere die Gemeinhaltung, unter der das Abkommen verhandelt wird. Erneut verlangten Global 2000, ATTAC & Co. eine Stellungnahme aller Ministerien über die Auswirkungen des Transatlantischen Handels- und Investitionsabkommens (TTIP).

Mitterlehner versucht Kritik zu entkräften

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner nahm im EU-Ausschuss zur Kritik Stellung: Es würden keine Geheimverhandlungen ohne ausreichende demokratische Legitimierung geführt, konstatierte er, die Kommission führe die Verhandlungen auf der Basis des Mandats, es gebe regelmäßige Koordinierungssitzungen zwischen Kommission und Rat, und das Europäische Parlament werde laufend informiert. In Österreich liefen interministerielle Besprechungen unter Einbindung der Sozialpartner, und das Parlament erhalte alle Dokumente.

Mitterlehner wies auch den Vorwurf zurück, TTIP höhle europäische Standards aus und wies darauf hin, dass die Parteien ihre Standards festlegen können. Das sei auch so im Verhandlungsmandat niedergelegt. Auch sei es unrichtig, dass öffentliche Dienstleistungen zwangsweise privatisiert werden, da das den EU-Verträgen widerspräche. Ebenso wenig werde das Recht auf Internetnutzung unterlaufen, sagte Mitterlehner und erinnerte daran, dass das Europäische Parlament ACTA abgelehnt hat. Man müsse genau die Vor- und Nachteile eines solchen Abkommens abwägen, so Mitterlehner.

Industriellenvereinigung betont Vorteile

Die Industriellenvereinigung (IV) verweist indes auf die enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen den USA und Europa und die Chancen, die das Abkommen bringen könnte. Derzeit werde die Diskussion „unnötig emotionalisiert“. „Gelingt ein EU-USA-Abkommen, stünden die Chancen gut, dass Europa auch in Zukunft wirtschaftlich eine globale Führungsrolle behält und damit seine Wettbewerbsfähigkeit stärkt“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Faymann gegen Sonderklagsrechte

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sprach sich nach dem Ministerrat einmal mehr gegen Sonderklagsrechte für Konzerne im Freihandelsabkommen aus. Er sehe „derzeit keine Notwendigkeit für eine solche Schlichtungsstelle, denn sowohl die Vereinigten Staaten als auch Europa haben ein sehr starkes Rechtssystem“, sagte Faymann.

Als Negativbeispiel für derartige Investor-Staat-Klagen verwies der Bundeskanzler auf die Klage des Energiekonzerns Vattenfall gegen den deutschen Atomausstieg. Es gehe nicht an, über den Umweg einer Schlichtungsstelle Gesetze auszuhebeln, sagte Faymann. Für die von den Grünen eingeforderte Regierungsposition zum derzeit zwischen der EU und den USA verhandelten Freihandelsabkommen sei es aber noch zu früh, weil noch kein Entwurf für die politischen Gremien vorliege.

Grüne orten Doppelspiel der Regierung

Die Grünen zeigen sich über den Kurs der Bundesregierung bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen erbost. Klubobfrau Eva Glawischnig ortet beim Thema Sonderklagsrechte ein Doppelspiel von Faymann und Mitterlehner. Im EU-Unterausschuss wollen sie die Regierung auf eine kritische Position festnageln.

„Es ist extrem schädlich, dass die Leute de facto angelogen werden“, sagte Glawischnig bei einer Pressekonferenz. „Diese Täuschung der Öffentlichkeit ist blamabel.“ Während Faymann in der „Kronen Zeitung“ klar gegen Sonderklagsrechte der Konzerne gegen Staaten eingetreten sei, sehe das Mitterlehner als Chefverhandler offensichtlich ganz anders.

Sport

Eishockey-WM: Österreich gewinnt kurioses Spiel

Österreich hat gestern auch sein drittes Spiel bei der Eishockey-WM der Division IA in Südkorea gewonnen. Der Favorit mühte sich nach Fehlstart gegen die Gastgeber allerdings mehr als erwartet ab. Das ÖEHV-Team lag gegen Südkorea nach neun Minuten bereits 0:3 zurück, ging aber nach einer Aufholjagd noch mit 5:4 ins Mitteldrittel. Erst in der Schlussphase sorgten Konstantin Komarek und Brian Lebler für die Entscheidung.

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Tennis: Melzer folgt Thiem ins Barcelona-Achtelfinale

Mit Jürgen Melzer und Dominic Thiem sind gleich zwei Österreicher im Achtelfinale des ATP-Turniers in Barcelona vertreten. Nach dem Achtungserfolg von Thiem am Dienstag gegen den Spanier Marcel Granollers, feierte Melzer gestern seinen zweiten Sieg nach seinem Comeback. Der 32-Jährige setzte sich gegen den als Nummer sieben gesetzten Polen Jerzy Janowicz in zwei Sätzen durch.

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Champions League: Kritiker schießen sich auf Mourinho ein

Torschüsse sind beim enttäuschenden 0:0 zwischen Atletico Madrid und Chelsea die Ausnahme gewesen. Umso schärfer schossen sich nach dem Semifinal-Hinspiel der Champions League die Kritiker auf Chelsea-Trainer Jose Mourinho und seine unattraktive Defensivtaktik ein. „Das war kein Fußballspiel mehr“, hieß es heute u. a. in spanischen Medien. Aber auch in Großbritannien wurde Mourinho nicht gerade gelobt. Dem Portugiesen ist das egal.

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Wirtschaft

Patscherkofel gehört bald wieder Innsbruck

Lange ist über den Rückkauf des Patscherkofels samt dazugehörigen Liftanlagen durch die Stadt Innsbruck verhandelt worden. Nun haben sich die Stadt und die Betreiberfamilie Schröcksnadel geeinigt. Der Kaufpreis liegt bei über zehn Millionen Euro.

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Minderheitseigner sucht neuen Media-Saturn-Chef

Der Machtkampf zwischen dem Handelsriesen Metro und dem Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals geht in eine neue Runde. Kellerhals sucht auf seiner Website nach einem Nachfolger für Media-Saturn-Chef Horst Norberg. Dieser scheide demnächst aus und gehe in den Ruhestand.

Zum Anforderungsprofil heißt es unter anderem: „Wer Angst vor Kontrollverlust hat, ist die falsche Führungsperson für ein dezentral gesteuertes Unternehmen.“ Gesucht sei ein Mannschaftsspieler. Die Metro wollte sich am Mittwoch dazu nicht äußern, da Norberg noch einen Vertrag bis Ende 2015 habe.

Kellerhals und der Metro-Vorstand ringen seit Jahren um die Macht bei Europas größter Elektrohandelskette. Umstritten war zwischen beiden Seiten unter anderem die Expansionsstrategie der Kette und die Aufstellung des Onlinegeschäfts. Der Zwist beschäftigt auch die Gerichte. Denn Media-Saturn-Gründer Kellerhals hat trotz seiner Beteiligung von nur noch rund 22 Prozent umfassende Vetorechte.

Chronik

Schwerverletzte bei Unfall mit Lkw

In der Nacht auf heute sind auf der Tauernautobahn bei Golling (Salzburg) vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Ein betrunkener Pkw-Lenker rammte im Hieflertunnel einen Lastwagen. Zwei Menschen wurden eingeklemmt und von der Feuerwehr befreit.

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Toter bei Brand in der Steiermark

Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Oberaich (Steiermark) kam gestern der 58-jährige Hausbesitzer ums Leben. Ein Nachbar hatte Rauch bemerkt, das Feuer wurde laut Polizei fahrlässig verursacht.

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Zwei Mädchen von Baumstamm überrollt

In Grünburg in Oberösterreich haben zwei Schwestern im Alter von acht und zwölf Jahren gestern ihren Vater bei der Waldarbeit beobachtet. Die Mädchen wurden dabei von einem Baumstamm überrollt und schwer verletzt.

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56 Tote bei Zugsunglück in DR Kongo

Bei einem schweren Zugsunglück in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) sind vermutlich mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen. Der Sender Radio Okapi zitierte gestern den örtlichen Polizeichef Jean Ngoy Mozadi mit den Worten, 69 weitere Passagiere seien verletzt worden, als der Zug gestern in der südöstlichen Provinz Katanga entgleist sei. Mehrere Menschen waren offenbar noch in den Trümmern eingeschlossen.

Nach Angaben des französischen Senders RFI handelte es sich um einen Güterzug, der eigentlich keine Passagiere mitnehmen durfte. Da die Mitarbeiter der nationalen Bahngesellschaft aber seit Monaten kein Gehalt mehr bekommen hätten, verdienten sie sich mit der illegalen Mitnahme von Fahrtgästen etwas Geld dazu.

Offenbar überhöhte Geschwindigkeit

Der Sender gab menschliches Versagen oder einen technischen Defekt als Unglücksursache an. Mehrere Zeugen erklärten jedoch in kongolesischen Medien, der Zug sei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Kurz vor der Entgleisung habe der Motor völlig überdreht.

Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte. Der Zug war von dem Ort Kamina aus ins Zentrum des riesigen Landes unterwegs. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer von Kamina entfernt in der Nähe einer Brücke. Bereits im Februar war im Bezirk Katanga ein Zug entgleist. Dabei starben zehn Menschen.

Solosechser bei Lotto „6 aus 45“

Einen Solosechser zu 1,7 Millionen Euro hat die gestrige Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

3 5 10 13 19 39 / Zusatzzahl: 33

Ein Spielteilnehmer hatte den richtigen Joker auf der Quittung, er erhält rund 170.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

9 2 7 5 9 4

Alle Angaben ohne Gewähr

Entdecktes Treibgut nicht von Flug MH370

Das an der Westküste Australiens angespülte Treibgut gehört laut offiziellen Angaben nicht zu dem seit mehr als einem Monat verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeug. Wie die Behörde ATSB heute mitteilte, ist es „sehr unwahrscheinlich“, dass es sich dabei um Teile der verschwundenen Maschine handelt. Das habe die Auswertung von Fotos ergeben.

Der Fund des Treibgutes rund 320 Kilometer südlich der Stadt Perth hatte gestern Hoffnungen auf eine Spur zu der seit dem 8. März verschollenen Boeing 777 geweckt. An Bord der Maschine mit der Flugnummer MH370 waren 239 Menschen. Die Suche nach dem Flugzeug ging unterdessen weiter.

Das U-Boot „Bluefin-21“ hat nach Angaben der offiziellen Koordinierungsstelle inzwischen 90 Prozent des vermuteten Absturzgebiets im Indischen Ozean abgesucht. Dabei sei bisher kein Hinweis auf das Wrack entdeckt worden. Elf Flugzeuge und elf Schiffe waren ebenfalls in der Region, um nach Teilen der Maschine zu suchen.

Kultur

„Dschungelbuch“-Remake mit Johansson und Nyong’o geplant

Die 31-jährige Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong’o („12 Years a Slave“) und ihre Schauspielkollegin Scarlett Johansson (29) sind für ein Remake des Filmklassikers „Dschungelbuch“ im Gespräch. Das berichtet das US-Branchenblatt „Hollywood Reporter“.

Demnach soll Nyong’o die Wölfin Raksha vertonen, die den Waisenbuben Mogli im Dschungel aufnimmt. Johansson verhandle über die Stimmrolle für die Pythonschlange Kaa, hieß es. Idris Elba („Thor“) steht bereits für die Vertonung des Tigers Shir Khan fest.

Disney will die Mischung aus Zeichentrick- und Live-Action-Spielfilm unter der Regie von Jon Favreau im Herbst 2015 in die Kinos bringen. Auch das Studio Warner Bros. plant eine Neuverfilmung der Buchvorlage des britischen Autors Rudyard Kipling (1865-1936). Die bekannteste Verfilmung ist der Disney-Zeichentrickfilm „Dschungelbuch“ aus dem Jahr 1967.

Der Kampf der Wiener Wagengruppen

„Dreck ist Freiheit“ heißt ein neuer Film, der den Alltag der Wiener Wagengruppe „AKW Lobau“ dokumentiert. Während diese Gruppe einen legalen Standort in Donaustadt gefunden hat, ziehen andere weiterhin mit ihren Bau- und Zirkuswägen durch Wien.

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Hollywood plant einen Barbie-Spielfilm

Die Puppenikone Barbie soll Filmkarriere machen: Das Sony Studio und der Spielzeugkonzern Mattel planen einen Live-Action-Spielfilm, der bereits Ende des Jahres gedreht werden soll, wie das US-Branchenblatt „Hollywood Reporter“ gestern berichtete. Barbie könnte Stoff für ein Hollywood-Franchise mit vielen Folgen sein, hieß es.

Drehbuchautorin Jenny Bicks („Rio 2“) schreibt das Skript. Über eine mögliche Barbie-Darstellerin wurde noch nichts bekannt. Seit ihrer „Geburt“ im Jahr 1959 hat die langbeinige Anziehpuppe mit der Wespentaille schon viele Rollen bekleidet, etwa als Stewardess, Prinzessin und Präsidentin. Zudem hat sie zahlreiche Freunde, darunter den schönen Ken, die Stoff für viele Filmgeschichten liefern sollen.

Finanzloch bei Innsbrucker Festwochen verdoppelt

Das Finanzloch bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik dürfte größer ausfallen als bisher kolportiert. Mit 31. Dezember 2013 habe das Minus 641.744 Euro betragen, sagte Kulturlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) gestern der APA und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Bisher kursierte ein Finanzbedarf in Höhe von rund 330.000 Euro.

Dabei handelte es sich um jene Summe, welche die damalige Geschäftsführerin Christa Redik vergessen hatte, beim Bund zu beantragen. Es würden aber noch Verbindlichkeiten in Höhe von über 250.000 Euro aus lohnabhängigen Abgaben von 2009 bis 2012 dazukommen, erklärte Palfrader. Laut einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) soll man bei einer gemeinsamen Prüfung der Lohnabgaben fündig geworden sein. Jetzt drohen Nachzahlungen an Finanzamt und Gebietskrankenkasse. Unter anderem sollen Werkverträge beanstandet worden sein.

Led-Zeppelin-Album mit unveröffentlichten Songs

Die britische Kultrockband Led Zeppelin will alle ihre neun Studioalben neu auflegen. Zusätzlich zu den überarbeiteten Alben wolle sie Dutzende Lieder aus der Zeit ihrer Studioaufnahmen veröffentlichen, die es bisher nicht auf Tonträger geschafft hatten, gab die Band auf ihrer Website bekannt.

Die ersten drei Alben „Led Zeppelin I-III“ erscheinen erst im Juni, zwei der Bonustracks wurden jedoch schon jetzt enthüllt, wie der Sender BBC gestern berichtete. Bei den bisher unveröffentlichten Songs handelt es sich um eine frühere Version des bekannten Led-Zeppelin-Hits „Whole Lotta Love“ und eine Coverversion des Blues-Klassikers „Keys to the Highway“. Beide Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1970.

Gitarrist und Produzent Jimmy Page (70) habe zweieinhalb Jahre gebraucht, um sich durch die sorgsam archivierten Tonbänder zu wühlen und das beste Material herauszufischen, berichtete die BBC.

IT

Gute iPhone-Verkäufe halten Apple auf Kurs

Das iPhone kann sich gegen den wachsenden Konkurrenzdruck behaupten und hat Apple wieder Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert. Der Konzern verkaufte in den vergangenen drei Monaten 43,7 Millionen seiner Smartphones. Das war mehr als die meisten Analysten erwartet hatten.

Der Umsatz in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal stieg dadurch im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 45,6 Mrd. Dollar (33 Mrd. Euro). Der Quartalsgewinn lag bei 10,2 Mrd. Dollar. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Freude bei Aktionären

Zugleich kündigte Apple gestern einen Aktiensplit im Verhältnis sieben zu eins an. Die Dividende wird angehoben, und der Aktienrückkauf von rund 60 auf 90 Milliarden Dollar ausgeweitet. Das alles ließ die Herzen der Investoren höher schlagen - die Aktie schoss nachbörslich um acht Prozent hoch. Investoren beklagten sich schon lange über die mäßige Kursentwicklung beim wertvollsten Unternehmen der Welt.

iPads als Problemzone

Die iPhone-Verkäufe legten im Jahresvergleich um 17 Prozent zu. Das dürfte zwar unter dem allgemeinen Wachstum des Smartphone-Marktes liegen. Aber viele Analysten sahen Apple vor größeren Problemen: Die Zuwächse in dem Geschäft kommen immer mehr aus den Entwicklungsländern - und dort sind vor allem günstige Smartphones gefragt. Der durchschnittliche Preis eines verkauften iPhone sank zwar von 613 auf 597 Dollar, ist aber immer noch deutlich höher als der Branchendurchschnitt.

Der iPad-Absatz hingegen entwickelte sich schwächer, als Experten erwartet hatten. Er sank im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 16,3 Millionen Geräte. Dabei hatte Apple erst im Herbst die Modellpalette aktualisiert. Der Konzern verkaufte 4,1 Millionen seiner Mac-Computer. In einem insgesamt schwächelnden Markt war das ein gutes Plus von fünf Prozent.

Facebook steigert Gewinn und Umsatz

Facebook hat Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Quartal gesteigert. Vor allem das Geschäft mit Onlinewerbung für mobile Geräte sei gut gelaufen, teilte der Konzern gestern nach US-Börsenschluss mit.

Insgesamt kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 2,36 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 642 Millionen Dollar. Pro Aktie verdiente Facebook mit 25 Cent einen Cent mehr als erwartet.

Facebook erklärte zudem, Finanzchef David Ebersman werde noch in diesem Jahr zurücktreten. Facebook-Aktien legten nachbörslich zunächst 1,6 Prozent zu.

Science

Riesiges Kaltwasserkorallensystem entdeckt

Ein internationales Forscherteam hat im südlichen Golf von Mexiko eines der weltweit größten der bisher bekannten Kaltwasserkorallenriffe entdeckt. Das teilte das beteiligte Zentrum für marine Umweltwissenschaften der Uni Bremen gestern mit.

Die Forscher fanden auf der Campeche-Bank nahe der Halbinsel Yucatan in 500 bis 600 Meter Tiefe bis zu fünfzig Meter hohe Korallenhügel auf einer Fläche von mehr als vierzig Quadratkilometern. Ökosysteme dieser Art wurden bereits mehrere entdeckt, etwa in Norwegen, verschiedenen Regionen des Mittelmeers und bei den Bahamas.

Wie alt das Riff im Golf von Mexiko ist, konnten die Forscher zunächst nicht sagen. Die Höhe der Hügel lasse nicht direkt auf das Alter schließen. „Dazu bedarf es weitergehender Untersuchungen“, sagte Forschungsleiter Prof. Dierk Hebbeln.

Die oberen Bereiche der Hügel sind lebendig, berichteten die Forscher. Dort leben etwa Seeigel, Schnecken und Seelilien. Darunter befinden sich abgestorbene Korallenskelette, in denen Glasschwämme und Seeanemonen leben. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in der Zeitschrift „Biogeosciences“ veröffentlicht.

Leute

Kartnig hofft auf Fußfessel

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat gestern das Urteil gegen den ehemaligen Sturm-Präsidenten Hannes Kartnig herabgesetzt - von fünf Jahren Haft auf 15 Monate, die Geldstrafe von 6,6 auf 5,5 Millionen Euro. Damit sind allerdings längst nicht alle Fragen geklärt.

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Camillas Bruder nach Sturz gestorben

Der Bruder von Prinz Charles’ Frau Camilla ist nach einem Sturz an einer schweren Kopfverletzung gestorben. Das teilte das Clarence House, die offizielle Residenz des britischen Thronfolgers und seiner Frau, gestern in London mit. Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass der 62-jährige Mark Shand am Vorabend nach einem Sturz in ein New Yorker Krankenhaus gebracht worden war.

Er war für eine Wohltätigkeitsveranstaltung nach New York gereist. Nach der Veranstaltung rutschte er Berichten zufolge aus, als er sich im Freien eine Zigarette anzünden wollte, und schlug mit dem Kopf auf den Gehsteig auf. Camilla sei „absolut am Boden zerstört“, sagte eine Sprecherin von Clarence House.

Jodie Foster heiratet Freundin Alexandra Hedison

Oscar-Preisträgerin Jodie Foster (51) hat laut US-Medienberichten ihre Freundin, die Fotografin und Schauspielerin Alexandra Hedison (44), geheiratet. Fosters Sprecher habe die Eheschließung bestätigt, berichtete das Promiportal Eonline.com gestern. Die Feier soll am Wochenende stattgefunden haben. Das Paar ist knapp ein Jahr zusammen. Laut Eonline.com war Hedison bis 2004 etwa drei Jahre lang mit der Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres zusammen.

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