Ausland

Aleppo-Flüchtlinge: Türkei will Syrer notfalls aufnehmen

Die Türkei will die an der Grenze festsitzenden syrischen Flüchtlinge aus Aleppo aufnehmen - allerdings nur im Notfall. Die syrische Führung habe „einen Teil von Aleppo blockiert“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gestern Abend.

Wenn die dadurch vertriebenen Zivilisten „vor unseren Türen stehen und keine andere Wahl haben, müssen und werden wir unsere Brüder hereinlassen“, fuhr er fort. In den vergangenen Tagen waren zehntausende Menschen vor einer Regierungsoffensive und russischen Bombenangriffen aus der umkämpften syrischen Provinz Aleppo zur türkischen Grenze geflohen. Der Gouverneur der türkischen Grenzprovinz Kilis rechnet mit vis zu 70.000 Schutzsuchenden. Derzeit sitzen zehntausende Menschen an der geschlossenen Grenze fest.

Provisorische Lagern in der Kälte

Der Grenzübergang Öncüpinar war auch heute Morgen weiter geschlossen, wie eine Reporterin berichtete. Familien mit Kindern harrten auf der syrischen Seite in provisorischen Lagern in der Kälte aus. Nothilfe stellte in erster Linie die islamische türkische Organisation IHH bereit.

Ein türkischer Behördenvertreter sagte unterdessen einer Nachrichtenagentur, die Grenze werde bereits jetzt für Notfälle geöffnet. Am Freitag seien sieben Verletzte durchgelassen worden und am Samstag ein weiterer Verwundeter, damit sie in der Türkei behandelt werden könnten, sagte er. In der Türkei leben bereits über zwei Millionen syrische Bürgerkriegsflüchtlinge.

Mehr dazu in Versorgung in Lagern auf syrischer Seite

In Kairo gestorbener italienischer Student schwer gefoltert

Die Spannungen zwischen Italien und Ägypten wegen des gewaltsamen Todes des italienischen Wirtschaftsstudenten Giulio Regeni spitzen sich zu. Die in Rom durchgeführte Obduktion der Leiche des 29-Jährigen aus Fiumicello bei Udine ergab, dass Regeni vor seinem Tod schwer gefoltert worden war. Er starb an einer Fraktur der Halswirbel infolge eines schweren Schlags.

Der Mann sei verprügelt und mit Messerstichen gefoltert worden, ergab die Obduktion laut italienischen Medien von heute. Regeni habe einen langsamen, qualvollen Tod erlitten. Damit wurde die Behauptung der ägyptischen Staatsanwaltschaft dementiert, Regeni könnte Opfer eines Autounfalls gewesen sein. Die Täter hatten die Leiche nahe der Ringautobahn am Rand der Wüste in einen Graben geworfen.

Kontakte zu Menschenrechtsaktivisten

Italienische Medien vermuten, dass Regeni, der an der britischen Universität Cambridge über die Rolle der Gewerkschaften in Ägypten nach 2011 promoviert hatte, wegen seiner Kontakte zu Menschenrechtsaktivisten und Oppositionsbewegungen in Kairo ins Visier ägyptischer Sicherheitskräfte geraten sein könnte. Am Tag seines Verschwindens am 25. Jänner war die Stadt voller Polizei und Agenten der Staatssicherheit, die Proteste verhindern sollten. Italienische Medien vermuten, dass der Italiener an diesem Tag von der Staatssicherheit verhaftet, gefoltert und getötet worden sei.

Regeni war seit September als Gastwissenschaftler an der Amerikanischen Universität Kairo (AUC) für seine Doktorarbeit in Kairo, um seine Arabischkenntnisse zu vertiefen. Der 28-Jährige hatte unter einem Pseudonym Berichte über die Lage in Ägypten für die linke italienische Tageszeitung „Il Manifesto“ veröffentlicht.

Klagen über mangelnde Kooperationsbereitschaft

Die italienischen Behörden klagen über mangelnde Kooperationsbereitschaft von ägyptischer Seite zur Klärung des Falls. Italienische Ermittler in Kairo hätten kaum Unterstützung von lokalen Kollegen erhalten. „Wir sind noch weit von der Wahrheit entfernt. Wir erwarten uns von den ägyptischen Behörden Transparenz und Entschlossenheit bei den Ermittlungen“, klagte der italienische Außenminister Paolo Gentiloni.

Eine Demonstration von Menschenrechtsaktivisten fand gestern vor der italienischen Botschaft in Kairo statt. „Wahrheit über Giulios Mord“, war auf Transparenten zu lesen. Eine ähnliche Kundgebung fand vor der ägyptischen Botschaft in Rom statt. Angehörige und Freunde des Wirtschaftsstudenten beteiligen sich heute Abend in seinem Heimatort Fiumicello an einem Fackelzug.

GB: Labour-Chef Corbyn will für Verbleib in der EU werben

Die oppositionelle Labour-Partei will für einen Verbleib Großbritanniens in der EU werben. Eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union sei „im besten Interesse des britischen Volkes“, sagte Parteichef Jeremy Corbyn gestern in einer Rede in Nottingham. Die EU sei der „beste Rahmen für Handel und Zusammenarbeit in Europa“. Es sei aber an der Zeit für „fortschrittliche Reformen“.

Für ein „wirklich soziales Europa“

Vor dem Referendum wolle Labour für ein „wirklich soziales Europa“ werben, sagte Corbyn, der bisher stets als EU-Skeptiker auftrat. Er forderte eine Demokratisierung der EU, mehr Rechte für Arbeitnehmer und eine nachhaltige Wirtschaftspolitik. Dem „Privatisierungsdruck“ und der Deregulierung öffentlicher Dienstleistungen müsse ein Ende gesetzt werden. Das zwischen der EU und den USA geplante Freihandelsabkommen TTIP lehne er daher ab, sagte Corbyn.

Suu Kyi verhandelt über Präsidentschaft

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi verhandelt mit dem Militär in Myanmar über eine Verfassungsänderung, damit sie Präsidentin werden kann. Das sagten am Wochenende übereinstimmend Mitglieder ihrer Partei, der Nationalliga für Demokratie (NLD), und Politiker, die der Armee nahestehen.

Drei Monate nach dem Wahlsieg Suu Kyis tritt morgen erstmals die Nationalversammlung aus beiden Häusern des Parlaments zusammen. Sie muss bis Ende März einen Präsidenten wählen. Die NLD hat in beiden Kammern die absolute Mehrheit und kann ihren Kandidaten damit durchsetzen. Suu Kyi kann laut Verfassung nicht antreten, weil ihre Söhne Briten sind.

Flüchtlinge: 40 Prozent ohne Aussicht auf Asyl in EU

Die EU-Kommission geht einer Zeitung zufolge davon aus, dass etwa 40 Prozent der über die Balkan-Route kommenden Menschen keine realistische Aussicht auf Asyl oder Flüchtlingsschutz in der Europäischen Union haben. Hintergrund sei eine Verschiebung bei den Herkunftsländern, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“) im Voraus unter Berufung auf einen Kommissionsbeamten.

Geringere Anerkennungsquoten

Der Grenzschutzagentur Frontex zufolge waren im Jänner 39 Prozent der Flüchtlinge, die von der Türkei nach Griechenland kamen, Syrer. Diese Quote sei im September noch bei 69 Prozent gelegen.

Dagegen sei der Anteil von Irakern von acht auf 25 Prozent und der von Afghanen von 18 auf 24 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Diese Gruppen hätten geringere Anerkennungsquoten. Hinzu komme ein größerer Anteil von Maghrebinern, die meist als Wirtschaftsflüchtlinge eingestuft würden.

Saudi-Arabien: Menschen durch Geschoße aus Jemen getötet

Im Süden von Saudi-Arabien sind zwei Menschen durch Geschoße aus dem Jemen getötet worden. Wie die saudi-arabischen Behörden gestern am späten Abend mitteilten, starben ein Soldat und ein Zivilist.

Demnach wurde gestern in der Früh zunächst eine saudi-arabische Grenzschutzpatrouille in der Region Assir aus dem Norden des Jemen unter Beschuss genommen. Dabei wurde ein Soldat getötet, wie die Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf das Innenministerium berichtete.

Mehr als 90 Menschen getötet

Gestern am Abend schlug zudem ein Geschoß in der südlichen Stadt Nadschran ein, wie der örtliche Zivilschutz mitteilte. Dabei starb ein ausländischer Zivilist - es blieb zunächst aber unklar, woher er stammte. Der Norden des Jemen wird von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert.

Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien hatte im Frühjahr 2015 an der Spitze einer Militärkoalition in den Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung eingegriffen. Seitdem wurden nach Angaben aus Riad im Grenzgebiet in Saudi-Arabien mehr als 90 Menschen durch Geschoße aus dem Jemen getötet. In dem Konflikt im Jemen starben der UNO zufolge bereits mehr als 6.100 Menschen, fast die Hälfte davon Zivilisten.

Tunesien sichert nach IS-Anschlägen Grenze zu Libyen

Nach mehreren Anschlägen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat Tunesien seine Grenze zu Libyen gesichert. Verteidigungsminister Farhat Horchani sagte gestern bei einem Besuch an der Grenze, die Sperranlage aus Sandwällen und Wassergräben sei „fertiggestellt“.

Damit könne Tunesien nun „aktiv und effizient gegen den Terrorismus kämpfen“ und die illegale Einreise von Extremisten aus dem Nachbarland eindämmen. Die Sperranlage erstreckt sich vom Grenzübergang Ras Jdir an der Mittelmeer-Küste bis nach Dhiba, 200 Kilometer weiter südwestlich.

Schutzwälle mehrere Meter hoch

Damit ist nun etwa die Hälfte der Grenze zu Libyen vor allem für Fahrzeuge nicht mehr problemlos zu überqueren. Die Schutzwälle sind teilweise mehrere Meter hoch. Nach Angaben von Horchani soll die Grenze später auch mit elektrischen Geräten überwacht werden, die mit Hilfe Deutschlands und der USA installiert werden sollen.

Im März waren bei einem Anschlag auf das Nationalmuseum in der Hauptstadt Tunis 20 Touristen und ein Polizist getötet worden. Ende Juni tötete ein Angreifer vor einem Strandhotel des Küstenorts Port El Kantaoui bei Sousse 38 ausländische Touristen. Der IS bekannte sich außerdem zu einem Bombenanschlag auf einen Bus in Tunis, bei dem im November zwölf Mitglieder der Präsidialgarde getötet wurden.

Chaos in Libyen seit 2011

In Libyen herrscht seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Das Land wird von zahlreichen bewaffneten Milizen beherrscht, die neben den zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten um die Macht ringen. Den USA zufolge befinden sich mittlerweile 5.000 IS-Kämpfer in dem nordafrikanischen Land.

Inland

Hofburg-Wahl: Wahlkampf für Khol „kurz und knackig“

Der Wahlkampf von ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidat Andreas Khol soll „kurz und knackig“ werden, das kündigte seine Pressesprecherin Susanne Walpitscheker im Gespräch mit der APA an. Khol befindet sich seit seiner Nominierung durch die Partei bereits auf Tour durch die Bundesländer. Der offizielle Auftakt zum Wahlkampf erfolgt am 7. April in Tirol.

Die Kosten für Khols Wahlkampf sollen sich auf maximal 3,5 Mio. Euro belaufen, das schlug er auch als Obergrenze für das Abkommen mit den anderen Kandidaten vor. Im Aufbau befindet sich derzeit ein Personenkomitee, denn schon unmittelbar nach der Bekanntgabe meldeten sich zahlreiche Unterstützer, erklärte Walpitscheker. Ebenso in Planung befinden sich noch die eingesetzten Werbemittel, wobei sich Khol bereits gegen Großflächenplakate aussprach.

Offizieller Auftakt Anfang April

Der frühere Seniorenbund-Obmann tourt bereits durch das ganze Land, besucht Funktionäre sowie Veranstaltungen und sollte bis 15. Februar bereits alle ÖVP-Landesparteichefs besucht haben. Der offizielle Auftakt erfolgt dann aber Anfang April in seinem Heimatbundesland Tirol, in Innsbruck. Kommende Woche nimmt Khol gleich an zwei Aschermittwoch-Events teil, zum einen ist er zu Gast bei Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl in Perchtholdsdorf, zum anderen bei der JVP, ebenfalls in Niederösterreich.

Die Unterstützer aus der Partei sorgen für den Wahlkampf in ihrer Community und so ist mit Außenminister und JVP-Obmann Sebastian Kurz unter anderem ein Familienfest geplant. Social-Media-Aktivitäten und weitere Videos des Kandidaten werde es ebenfalls geben. Wahlteamleiter Florian Krenkel richtet derzeit ein Kommunikationszentrum mit verschiedenen Expertenteams ein. Das Wahlkampfbüro befindet sich im Gebäude der Bundespartei in der Lichtenfelsgasse und wird Mitte Februar offiziell eröffnet.

Noch kein fixer Slogan

Noch nicht fixiert wurde der Slogan für Khols Wahlkampf. Den Sager „I mog des Land, i mog die Leit“ habe Khol spontan bei der Kandidatenpräsentation kreiert und dazu sehr positives Feedback erhalten, hieß es.

Nach Spielfeld: Regierung erwägt weitere Grenzzäune

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Freitag bestätigt, dass sie die Errichtung weiterer Zäune an Österreichs Südgrenze für möglich hält. Planungen dafür würden „gemäß den Beschlüssen des Asylgipfels“ bereits laufen. Für die Regierung gehe es darum, sich auf mögliche Ausweichrouten der Flüchtlingsbewegung vorzubereiten.

Ein Kandidat für den nächsten Grenzzaun könnte indes der Tiroler Brennerpass sein. Für den Übergang zwischen Österreich und Italien denkt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) laut der „Presse“ über ein „Grenzmanagement“ nach dem Modell Spielfelds nach.

Mehr dazu in „Vorbereitende Planungsmaßnahmen“

Ausländerfeindliche Straftaten nehmen zu

In Österreich sind im Vorjahr mehr ausländerfeindliche Straftaten registriert worden als 2012, 2013 und 2014 zusammen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung zeigt sich angesichts dieser Entwicklung zunehmend besorgt.

Österreichs oberster Verfassungsschützer, Peter Gridling, sprach gegenüber dem Ö1-Morgenjournal von einer zunehmenden Polarisierung. Meinungsäußerungen, wie sie früher nur an den extremistischen Rändern - ob links oder rechts - getätigt wurden, würden nun „auch in der Mitte aufgegriffen“.

Mehr dazu in „Diskussion wird deutlich aggressiver“

Wirtschaft

Korruptionsvorwürfe gegen weiteren Topmanager in China

In China steht ein weiterer Konzernlenker unter Korruptionsverdacht. Die Antikorruptionsaufsicht der regierenden Kommunistischen Partei gab gestern Ermittlungen gegen den Präsidenten des Mischkonzerns Sinochem bekannt.

Demnach werden Cai Xiyou schwerwiegende Disziplinverstöße vorgeworfen - die übliche Umschreibung für Bestechung oder Bestechlichkeit. Die staatseigene Sinochem ist im Öl- und Chemiegeschäft sowie in der Immobilienbranche tätig. Zuletzt hatten die Aufseher im Dezember den Verwaltungsratschef von China Telecom ins Visier genommen, der später von seinem Posten zurücktrat.

Chinas Präsident Xi Jinping hat seit seinem Amtsantritt 2013 den Kampf gegen die grassierende Korruption verstärkt. Die Strafverfolger gehen auch gegen Dutzende hochrangige Behördenvertreter vor. Manche sitzen bereits im Gefängnis.

Airberlin spart: Führungsriege bekommt weniger Geld

Bei der angeschlagenen deutschen Fluggesellschaft Airberlin wird weiter gespart. Unter anderem sollen der Vorstandsvorsitzende Stefan Pichler und rund 80 weitere Führungskräfte in diesem Jahr auf fünf bis zehn Prozent ihres bisherigen Einkommens verzichten, wie der „Spiegel“ berichtete. Ein Airberlin-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP den Bericht, ohne Details zu nennen.

Laut „Spiegel“ ist auch vorgesehen, dass Überstunden künftig vorab angemeldet und vom Vorstand bewilligt werden müssen. Sie sollten dann möglichst mit Freizeit abgegolten werden. Die Piloten verzichten demnach für das laufende Jahr auf eine eigentlich schon ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent. Außerdem werde der Hauptsitz des Unternehmens in Berlin seltener geputzt.

Keine Bestätigung von Airberlin

Der Airberlin-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, inwieweit die Sparpläne schon endgültig beschlossen oder in der Umsetzung sind. Auch zur Summe, die so gespart werden soll, äußerte er sich nicht.

Airberlin steckt bereits seit Längerem in der Krise und arbeitet an einer Neuausrichtung. Unter anderem will sich die Fluggesellschaft auf lukrative Strecken und Drehkreuze konzentrieren. Zugleich sollen die Kosten sinken und die Umsätze wachsen. Im Zuge des Umbaus sollen auch Arbeitsplätze gestrichen werden.

Sport

Bundesliga: Salzburgs neuer Coach erwartet guten Start

Meister Red Bull Salzburg beginnt die Rückrunde der tipico-Bundesliga heute (16.30 Uhr, live in ORF eins) mit dem Auswärtsspiel bei der Admira. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei Oscar Garcia, für ihn ist es das erste Bundesliga-Match als Trainer der Salzburger. Es ist sehr viel Vorfreude da", sagte der Spanier. „Wir wollen den Fans mit einer guten Leistung viel Freude bereiten.“

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Fußball: Leicester triumphiert auch im Titelduell

Leicester City hat gestern seinen Erfolgslauf in der Premier League eindrucksvoll fortgesetzt. Das Team von ÖFB-Kapitän Christian Fuchs feierte im Gipfeltreffen bei Manchester City einen 3:1-Sieg und baute damit seine Tabellenführung aus.

Die „Citizens“ hatten mehr vom Spiel, kamen aber erst kurz vor Schluss zum Ehrentreffer. Leicester spielte die frühe Führung in die Karten, die Mannschaft machte nach der Pause den Sack zu, wobei Fuchs mit dem Assist zum dritten Tor seinen Beitrag zum Sieg leistete.

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Football: Duell der Systeme in der Super Bowl

Mit den Denver Broncos und den Carolina Panthers haben die beiden besten Teams jeder Conference den Einzug in die 50. Super Bowl geschafft. In der anstehenden Jubiläumsausgabe kommt es nun zum Systemduell.

Während die Broncos über die beste Defensive der Liga verfügen, dominierten die Panthers mit ihrer Offensive die Gegner mit durchschnittlich 31,2 Punkten pro Partie. Für Denver geht es vor allem darum, den Aktionsradius von „Superman“ Cam Newton auf Pässe zu reduzieren und das eigene Laufspiel zu etablieren.

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Chronik

Weiter Warnung vor Lawinen in Westösterreich

Stürmischer Wind, beginnender Niederschlag und die hohen Temperaturen gestern haben die Situation für Tourengeher in Tirol heute nicht verbessert. Die Hauptgefahr geht laut Experten vom Triebschnee aus.

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Verletzte nach Skiunfällen in Tirol

Gestern sind bei Skiunfällen auf Tirols Pisten mehrere Personen zum Teil schwer verletzt worden. Im Zillertal blieben zwei Wintersportler nach einer Kollision bewusstlos auf der Piste liegen. Ein Bursche prallte gegen eine Liftstütze.

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Massenschlägerei in Linzer Disco

Eine Massenschlägerei mit bis zu 60 Beteiligten hat es laut Polizei in der Nacht auf heute bei einer Diskothek in Linz gegeben. 18 Streifenwagen sollen angerückt sein, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

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Mehrere Randalierer in Villach festgenommen

Die Polizei in Villach in Kärnten nahm in der Nacht auf heute mehrere Personen fest, die ausfällig waren. Mehrmals wurden auch Polizisten attackiert. Die Unruhestifter waren zum Teil alkoholisiert.

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Taiwan-Erdbeben: 26 Tote und über 120 Vermisste

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben im Süden Taiwans haben die Rettungskräfte heute weiter nach über 120 Vermissten in den Trümmern gesucht. Die Zahl der Toten in der Metropole Tainan stieg auf 26, wie das Katastrophenzentrum berichtete. Rund 500 Menschen wurden verletzt, rund 100 waren noch in Krankenhäusern.

Die Suche nach den Verschütteten dauerte die Nacht über an. Mehr als 130 Menschen wurden allein in den Trümmern eines 16-stöckigen Wohnhauses vermisst, das komplett umgestürzt war. Die Behörden haben den Verdacht, dass Pfusch am Bau die Ursache gewesen sein könnte, warum das Haus dem Beben der Stärke 6,4 nicht standhalten konnte.

Weitere Tote nach Mitternacht geborgen

Vor dem Haus versammelten sich verzweifelte Angehörige. Heute in der Früh holten die Bergungskräfte drei Bewohner aus den Trümmern, darunter einen kleinen Buben und seinen Vater, wie die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA berichtete. Kurz nach Mitternacht waren aber auch drei weitere Tote geborgen worden.

Zerstörte Gebäude in Tainan

Reuters/Tyrone Siu

Die meisten Verschütteten in dem Weiguan-Jinlong-Wohnkomplex wurden in den zerstörten unteren Stockwerken vermutet, zu denen sich die Rettungskräfte nur schwer Zugang verschaffen konnten. Die Helfer mussten zum Teil schweres Gerät einsetzen und Wände mit Trägern stützen, da befürchtet wurde, dass die Hausreste weiter in sich zusammenbrechen und so Verschüttete und Rettungskräfte in Gefahr geraten. Tainans Bürgermeister Lai Ching Te sagte, die Suche komme nur langsam voran, weil die Retter die Trümmerstücke vorsichtig und teilweise von Hand beseitigen müssten, um niemanden zu gefährden.

Mehr als zehn Gebäude eingestürzt

In der Zwei-Millionen-Metropole sind insgesamt mehr als zehn Gebäude eingestürzt. Unter den Vermissten in der Stadt sind nach offiziellen Angaben auch mindestens 35 Kinder. Bei den Rettungsarbeiten konnten bisher 356 Menschen lebend geborgen werden. Wegen Einsturzgefahr wurden 424 Menschen bei Evakuierungen in Sicherheit gebracht.

Das Erdbeben passierte nur einen Tag vor dem traditionellen chinesischen Neujahrsfest, das heute Abend gefeiert wird. Es ist das größte Familienfest der Chinesen. Nach der vorübergehenden Unterbrechung der Hochgeschwindigkeitsbahn im Süden Taiwans verkehrten die Züge ab heute früh wieder normal.

Immer wieder Erdbeben in Taiwan

Taiwan wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, weil die Insel in der Nähe einer Bruchstelle zweier tektonischer Platten liegt. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 waren im September 1999 rund 2.400 Menschen ums Leben gekommen. Im Juni 2013 starben vier Menschen bei einem Beben der Stärke 6,3.

Religion

Nach Kritik an Israel: Ban sprach vor jüdischer Gemeinde

Eine Woche nach seiner scharfen Kritik an Israels Siedlungspolitik hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in der Park-East-Synagoge von New York anlässlich des Holocaust-Gedenktages dazu aufgerufen, die „Mauern von Intoleranz und Zwiespalt“ in der Welt einzureißen. Die Feier hatte der aus Wien stammende Rabbi Arthur Schneier, selbst ein Holocaust-Überlebender, organisiert.

Nur so könnten Konflikte und Völkermorde künftig vermieden werden, sagte Ban bei dem Festakt. Ban hatte am 27. Jänner bei der monatlichen Nahost-Debatte des Sicherheitsrates mit Bezug auf die Siedlungspolitik von einem „Brutkasten für Hass und Extremismus“ gesprochen.

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Science

Analyse soll Rätsel um Himmelsscheibe von Nebra lösen

Archäologen wollen herausfinden, ob in einem Fürstengrab im deutschen Sachsen-Anhalt der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra gelegen ist.

Helfen solle dabei eine Analyse von Grabbeigaben des 3.900 Jahre alten Hügelgrabs in Dieskau, sagte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Alfred Reichenberger, gestern der dpa. Sollte die Zusammensetzung des Goldes der Grabbeigaben mit dem Gold auf der Himmelsscheibe übereinstimmen, sei es wahrscheinlich, dass es sich um das Grab des „Vaters der Himmelsscheibe“ handle.

Scheibe von Nebra

Reuters/Fabrizio Bensch

„Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli vorliegen“, sagte Reichenberger. Für diesen Zeitraum seien auch weitere Grabungen in Dieskau geplant. In den Sommermonaten 2014 und 2015 hatte es bereits Nachgrabungen gegeben. Das Hügelgrab war um 1874 geplündert, Teile der goldenen Grabbeigaben waren verkauft worden. Fünf Stücke blieben erhalten. Sie befinden sich im Puschkin-Museum in Moskau.

Die Himmelsscheibe von Nebra entstand vor rund 4.000 Jahren. Sie war mehrere Jahrhunderte in Benutzung und wurde vor etwa 3.600 Jahren auf einem 252 Meter hohen Berg bei Nebra vergraben. Sie gilt als die älteste noch erhaltene konkrete Darstellung des Himmels und ist im Landesmuseum in Halle zu sehen.

Gesundheit

Kolumbien: Über 3.100 Zika-Fälle bei Schwangeren

In Kolumbien hat es nach Angaben von Präsident Juan Manuel Santos erneut einen starken Anstieg der Zika-Infektionen bei Schwangeren gegeben. Die Zahl sei inzwischen auf 3.177 gestiegen, sagte Santos laut einem Bericht des Rundfunksenders Radio Caracol in Bogota gestern (Ortszeit).

Insgesamt hätten die Behörden bisher 25.645 Zika-Fälle registriert. Ob es sich dabei um bestätigte Zika-Infektionen oder um Verdachtsfälle handelte, war zunächst nicht bekannt. Santos leitete eine Sondersitzung der Gesundheitsbehörde zu der Epidemie.

Ende Jänner hatte das kolumbianische Gesundheitsministerium bereits einen Anstieg von 890 auf 2.116 Fälle innerhalb von einigen Tagen gemeldet, wobei damals 176 davon von Labors bestätigt gewesen waren.

Zika-Virus laut WHO in 33 Ländern verbreitet

Das Zika-Virus hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits in 33 Ländern verbreitet. Vor allem in Brasilien und Kolumbien hätten sich Menschen mit dem Erreger angesteckt, berichtet die UNO-Behörde in ihrem jüngsten Report. Gezählt wurden Länder, die den Zika-Ausbruch zwischen Jänner 2014 und 5. Februar 2016 gemeldet hatten.

Es gebe zudem indirekte Hinweise auf eine Virenübertragung in sechs weiteren Staaten. Seitdem das Zika-Virus 2015 in Lateinamerika aufgetaucht sei, habe es sich kontinuierlich weiterverbreitet. Eine weitere Ausdehnung schätzt die WHO als wahrscheinlich ein.

101 Tote in Nigeria durch Lassa-Fieber

Ein Ausbruch des Lassa-Fiebers hat in Nigeria seit August 101 Menschen das Leben gekostet. Das teilten die Gesundheitsbehörden des Landes gestern mit.

Derzeit werden dem Nigeria Centre for Disease Control (NCDC) zufolge außerdem 175 Fälle beobachtet, die entweder schon bestätigt oder noch Verdachtsfälle sind. 19 der 36 Bundesstaaten des westafrikanischen Landes seien mittlerweile von der Epidemie betroffen, hieß es.

Ausbrüche des Lassa-Fiebers, das innere Blutungen verursacht, treten in dem mit fast 180 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas regelmäßig auf. Entdeckt wurde das Virus 1969 nach einem Ausbruch im Norden Nigerias. Es wurde nach der Stadt Lassa im nordöstlichen Bundesstaat Borno benannt. Den schlimmsten bekannten Ausbruch des Fiebers erlebte Nigeria 2012. Damals starben 112 der 1.723 infizierten Patienten. Die Krankheit verläuft anfangs grippeähnlich, führt aber schnell zu inneren Blutungen.

Medien

Netflix wird keine Fernsehnachrichten produzieren

Die Onlinevideothek Netflix will zunächst keine Fernsehnachrichten produzieren. Das sagte Firmenchef Reed Hastings der „Welt am Sonntag“. Allerdings würde noch in diesem Jahr eine nächtliche Talkshow gestartet. Netflix zählt nach Firmenangaben dank starkem Wachstum im Ausland fast 5,6 Millionen Kunden weltweit.

Der US-Konzern ist vor allem mit Eigenproduktionen wie den Serien „House of Cards“ und „Orange is the New Black“ bekanntgeworden. Zudem habe er die weltweiten Rechte an der deutschen Hitler-Satire „Er ist wieder da“ erworben, so Hastings.

Kultur

„Alles steht Kopf“ ist bester Animationsfilm des Jahres

Der Pixar-Film „Alles steht Kopf“ („Inside Out“) ist bei der Verleihung der Annie Awards für Animationsfilme als bester Film des Jahres geehrt worden. Er setzte sich gestern Abend (Ortszeit) in Los Angeles gegen „Anomalisa“, „Shaun das Schaf“, „Arlo & Spot“ und „Die Peanuts“ durch. „Alles steht Kopf“ gewann zudem in neun weiteren Kategorien.

Für die beste Animation einer Figur wurde das Team von „The Revenant - Der Rückkehrer“ ausgezeichnet. Darin greift ein Bär Leonardo DiCaprio an. Den Preis für den besten Animationsfilm eines Indie-Studios ging an „Boy and the World“ aus Brasilien. Für die besten Effekte in einem Realfilm wurde „The Avengers: Age of Ultron“ ausgezeichnet.

Die Annie Awards werden in 36 Kategorien vom in Los Angeles sitzenden Teil der internationalen Animationsfilmgemeinschaft vergeben. Sie wurden zum 43. Mal ausgerichtet.

Goldene Kamera in Hamburg verliehen

Hollywoodstars sorgen für den Glamour, die Stars aus Deutschland für die Statements: Bei der 51. Verleihung der Goldenen Kamera haben gestern Abend in Hamburg Prominente aus Film und Fernsehen die Besten ihrer Branche geehrt. Aus Hollywood kamen die Oscar-Preisträgerinnen Helen Mirren, Julianne Moore und Frauenschwarm Gerard Butler.

Sie hatten wie die Band The Beach Boys schon vorher von ihren Trophäen gewusst. Anders als Günther Jauch: Der RTL-Moderator gewann kurz vor Ende der dreistündigen, live im ZDF übertragenen Show den Publikumspreis als beliebtester Showmaster.

Ständchen für Helene Fischer

Schlagerstar Helene Fischer wusste zwar ebenfalls schon vorher, dass sie die Trophäe für den besten Music-Act mitnehmen würde, wurde dafür aber von den zugeschalteten deutschen Handball-Europameistern der Herren mit einem schräg-schönen Ständchen überrascht.

Auch TV-Journalistin und -Moderatorin Dunja Hayali hatten die Veranstalter - die Funke Mediengruppe - bereits als Preisträgerin angekündigt. „Ich würde den Preis sofort zurückgeben, wenn ich die Situation in Deutschland damit ändern könnte“, sagte Hayali, die zu mehr Toleranz aufrief und zunehmende Hassbotschaften kritisierte.

Sieger zeigten sich überrascht

Wie bei ihrer beeindruckenden Dankesrede riss es die mehr als 1.000 Zuschauer in den Hamburger Messehallen auch beim Auftritt von Edin Hasanovic von den Sitzen. Der 23-Jährige saß ahnungslos im Publikum, als Sängerin Namika („Lieblingsmensch“) ihn während ihres Auftritts mit dem Preis als Nachwuchsdarsteller überraschte. „Das ist megageil!“, rief der überwältigte Schauspieler auf der Bühne. „Ich freue mich so sehr, weil ich so unfassbar brenne für diesen Beruf“, sagte Hasanovic („Schuld sind immer die Anderen“).

Ebenfalls erst während Show von ihrem Sieg erfuhren Jörg Hartmann als bester Schauspieler („Weissensee"/Das Erste), die Macher von "Ein großer Aufbruch“ (ZDF) als bester Fernsehfilm und „Deutschland 83“ (RTL) als beste Miniserie. Auch Maria Simon wusste noch nicht, dass sie direkt an ihrem 40. Geburtstag auch eine Trophäe als beste Schauspielerin für ihre Verkörperung einer Amokläuferin in „Silvia S. - Blinde Wut“ (ZDF) bekommt.

Lebenswerkpreis für Beach Boys und Helen Mirren

Erst kurz vor Ende der Show hatte Helen Mirren („Die Queen“) ihren Auftritt. Sie erhielt wie die Band The Beach Boys, die sich auch musikalisch bedankten, den Preis für ihr Lebenswerk. Eine solche Ehrung könnte den Eindruck erwecken, man sei weise, sagte die 70-Jährige. Sie habe, noch während sie den Hamburger Michel besucht und beim Orgelspiel zugehört habe, über ihre Dankesrede nachgedacht. Sie könne aber lediglich sagen, „dass nichts beim Alten bleibt“ und sich die Dinge ständig änderten.

Als beste internationale Schauspieler ausgezeichnet wurden Julianne Moore („Still Alice“), die nach der Laudatio von Jürgen Vogel einen Teil ihrer Rede auf Deutsch sprach, und Gerard Butler („300“, „P.S. Ich liebe Dich“), dem Freund und Kollege Til Schweiger den Preis überreichte. Im Publikum saßen Schauspieler wie Ulrich Tukur, Uschi Glas und Sibel Kekilli, Regisseure wie Dieter Wedel, Komiker wie Olli Dittrich, die Moderatorinnen Barbara Schöneberger und Michelle Hunziker, die mit Tochter Aurora gekommen war, die TV-Köche Tim Mälzer und Christian Rach sowie Schlagersänger Roberto Blanco.

Orhan Pamuk: Der Mark Twain von Istanbul

Mit Mevlut hat Orhan Pamuk einen Helden erschaffen, der dem Universum von Mark Twain entsprungen sein könnte. Naiv, aber nicht blöd, erfolglos, aber nicht faul, fromm, aber flexibel in der Auslegung: So treibt der Straßenverkäufer durch die Gassen Istanbuls und durch die Jahrzehnte.

Der Wandel der Türkei im 20. Jahrhundert durchdringt das Leben des Mannes vom Dorf, der in der Stadt sein Glück sucht und jede Menge Abenteuer findet. Pamuk, politisch in seiner Heimat angefeindet, hat mit „Diese Fremdheit in mir“ einen Schelmen- und Geschichtsroman geschrieben, den man nicht aus der Hand legen möchte.

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Angebliche Hitler-Bilder für rund 40.000 Euro versteigert

Bei einer Auktion in Nürnberg haben Bilder, die angeblich von NS-Diktator Adolf Hitler gemalt wurden, rund 40.000 Euro eingebracht. Mit 7.000 Euro erzielte das Aquarell „Wohnhaus von Dr. Bloch“ den höchsten Preis, teilte Kathrin Weidler, Chefin des Auktionshauses, mit. Eine Stadtansicht von Dresden ging für 5.500 Euro an einen Dresdener.

Von den angebotenen 29 Aquarellen und Handzeichnungen wurden 16 versteigert. Die verbliebenen 13 Kunstwerke sollen nun im Nachverkauf angeboten werden.

Aquarell "Karlskirche in Wien" von 1912

APA/dpa/Daniel Karmann

Die Bilder stammen angeblich aus einem österreichischen Pastorenhaushalt und aus Privatsammlungen. Sie sollen zwischen 1904 und 1925 entstanden sein und sind mit „A. Hitler“ signiert. Expertisen wiesen die Werke als echt aus, sagte Weidler. Es existieren jedoch auch unzählige Fälschungen. Das Nürnberger Auktionshaus hatte schon mehrfach Bilder des Diktators versteigert.