Ausland

Vier Tote bei Anschlag auf Wahllokal im Irak

Bei einem Sprengstoffanschlag auf ein Wahllokal sind in der irakischen Provinz Salaheddin vier Wachleute getötet worden.

Die irakische Nachrichtenwebsite Schafak berichtete, gestern Abend sei das Schulgebäude in der Ortschaft al-Seihija mit mehreren Sprengsätzen zerstört worden. Kurz darauf explodierte ein zweiter Sprengsatz und tötete die Wachleute.

ISIS-„Innenminister“ getötet?

Im Norden der Hauptstadt Bagdad töteten Soldaten laut Informationen der Nachrichtenagentur Sumeria News vier mutmaßliche Terroristen. Bei Angriffen der Armee auf Stützpunkte der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) am Rande der westlichen Stadt Falludscha kamen laut den Angaben heute sieben ISIS-Kämpfer ums Leben. Unter ihnen ist den Angaben zufolge Abu Hamad al-Muhadschir, der von ISIS zum „Innenminister“ ernannt worden sein soll.

Parlamentswahl nächste Woche

Die Iraker sollen am Mittwoch ein neues Parlament wählen. Der schiitische Regierungschef Nuri al-Maliki strebt eine dritte Amtszeit an. Viele Sunniten fühlen sich von seiner Regierung diskriminiert. Ihre Unzufriedenheit hat ISIS neuen Zulauf beschert.

Japan startet neue Walfangsaison

Japan macht ab morgen wieder Jagd auf Wale vor seiner Nordostküste. Der Küstenwalfang - zu vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken - ist Teil der jährlichen Jagd im Pazifik. Sie werde bis Anfang Juni dauern, gab das Fischereiministerium heute bekannt.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte kürzlich entschieden, dass Japan die angeblich zu Forschungszwecken abgehaltene Jagd auf die Wale im Südpolarmeer einstellen muss.

Trotz dieses Walfangverbots für die Antarktis und der weltweiten Kritik an Japans Jagd auf die Meeressäuger sollen bis Ende März 2015 noch etwa 210 Wale und nicht wie im Vorjahr 380 Tiere harpuniert werden. Die Jagd in der Antarktis werde nach dem Urteil in diesem Jahr zwar ausgesetzt, doch planten die Walfänger, nächstes Jahr in die Antarktis zurückzukehren, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Armee greift im Jemen Al-Kaida an

Die jemenitische Armee hat in der Provinz al-Beidha eine Offensive gegen Stützpunkte von Al-Kaida-Terroristen begonnen. Die Website News Yemen meldete, die Angriff konzentrierten sich heute auf den Bezirk al-Somaa.

Am Samstag waren bei einem Luftangriff in al-Somaa nach Angaben des Innenministeriums zehn mutmaßliche Terroristen und drei Zivilisten getötet worden. Beobachter gehen davon aus, dass der Angriff von einer US-Kampfdrohne ausging.

Protest gegen US-Drohnenattacken

Gestern hatten Demonstranten vor dem Parlament in Sanaa gegen US-Drohnenangriffe protestiert. Der Kundgebung schlossen sich mehrere Angehörige von Opfern dieser Angriffe an.

Im Jemen ist die Organisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) aktiv, der neben Jemeniten auch viele Saudis sowie einige militante Islamisten aus anderen Staaten angehören.

UNO droht wegen Gewalt im Südsudan mit Sanktionen

Wegen der Gewalt im Südsudan hat der UNO-Sicherheitsrat allen beteiligten Parteien mit Sanktionen gedroht. In einer gestern in New York verabschiedeten Erklärung zeigte sich das Gremium „entsetzt und erzürnt“ über die Tötung Hunderter Zivilisten.

Zugleich drohte der Sicherheitsrat in klarer Anspielung auf mögliche Sanktionen damit, „geeignete Maßnahmen gegen alle Verantwortlichen“ zu erwägen. Die angedrohten Maßnahmen würden sowohl für die Regierung als auch für die Rebellen im Südsudan gelten. Alle Menschenrechtsverletzungen müssten sofort aufhören.

Seit 2001 Tausende Menschen getötet

Nach Angaben der Vereinten Nationen hatten Anhänger des früheren südsudanesischen Vizepräsidenten Riek Machar nach der Wiedereroberung der Stadt Bentiu im Norden des Landes in der vergangenen Woche Hunderte Menschen anderer Stämme getötet.

Die Rebellen machten demnach zwei Tage lang gezielt Jagd auf Menschen, die sie für ihre Gegner hielten. Die Rebellen wiesen diese Vorwürfe zurück und machten ihrerseits Regierungstruppen verantwortlich.

900.000 Zivilisten auf der Flucht

Im Südsudan war Mitte Dezember ein schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dem im Jahr 2013 entmachteten Machar eskaliert. Die beiden Politiker gehören unterschiedlichen Ethnien an, deren Verhältnis untereinander seit Jahren gespannt ist.

Seit Beginn des bewaffneten Konflikts in dem erst im Jahr 2011 gegründeten afrikanischen Staat wurden Tausende Menschen getötet. Etwa 900.000 Zivilisten sind auf der Flucht.

Wut bei Beisetzung von Tänzer nach Unruhen in Rio

Zwei Tage nach den schweren Unruhen nahe der Copacabana in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro ist unter großer Anteilnahme der Tänzer beigesetzt worden, dessen Tod die Straßenschlachten ausgelöst hatte.

Rund 400 Menschen erwiesen Douglas Rafael da Silva Pereira gestern die letzte Ehre. Dabei mischte sich in die Trauer immer wieder Wut auf die Sicherheitskräfte, die den 25-Jährigen getötet haben sollen.

Tumulte nach Begräbnis

Während die meisten der Trauernden nach der Beisetzung friedlich nach Hause gingen, lieferten etwa 20 bis 30 Menschen an einer Straßenkreuzung der Polizei. Auseinandersetzungen Dabei setzte die Polizei laut Medienberichten Tränengas ein.

Bei Schießerei zwischen Polizei und Dealern getötet

Der durch TV-Sendungen bekannte Tänzer war ein Idol für viele junge Slumbewohner. Er geriet nach Darstellung von Freunden in eine Schießerei zwischen Drogendealern und Polizisten. Er habe sich in einen Kinderhort geflüchtet, sei jedoch von den Sicherheitskräften aufgegriffen und zu Tode geprügelt worden. Die Polizei sprach hingegen davon, der Mann sei nach einem Sturz gestorben.

Inland

Schulsparpläne: Landesschulräte, Gewerkschaft zufrieden

Sparen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung - damit haben weder die Landesschulräte noch die Gewerkschaft ein Problem. Das ist das Ergebnis von zwei Treffen von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) mit Vertretern der beiden Gruppen in Wien.

Lehrergewerkschafter Paul Kimberger zeigte sich heute im Ö1-Interview froh, dass man die ursprünglichen Sparpläne abwenden konnte.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Eltern: Hauptsache kein Sparkurs im Unterricht

Auch Elternvertreter nehmen die neuen Sparpläne hin. Begeisterung komme nicht auf, aber die Kürzungen der Gantagesschulausgaben sei akzeptabel, weil nicht beim Unterricht gespart werde.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Faymann verteidigt Heinisch-Hosek

Gestern musste sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) im Parlament einer Dringlichen Anfrage der Grünen zur Bildungspolitik stellen. Dabei verteidigte der Kanzler die Schulsparpläne seiner Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek.

Mehr dazu in „Fast keine Kürzungen“

Armenier in Wien gedachten Genozids vor 99 Jahren

Die armenische Gemeinde in Österreich hat gestern Abend in der Feierstunde in Wien des Völkermordes an ihren Landsleuten in der Türkei vor 99 Jahren gedacht. Heinrich Neisser (ÖVP), der frühere Zweite Nationalratspräsident, forderte die Anerkennung des Genozids durch die Europäer.

Für die EU, die für die Einhaltung der Menschenrechte eintritt, wäre die Anerkennung „eine Testfrage“, so Neisser. Gerade für Menschen, die in der Diaspora leben wie viele Armenier, sei die Identitätsfrage besonders wichtig, führte Neisser aus. Eine Anerkennung dieses Völkermordes wäre eine Anerkennung von Fakten.

Die oft beschworene europäische Identität sei nur dann möglich, wenn es einen Konsens hinsichtlich der Geschichte in Europa gibt. Im Übrigen wäre es „ein fataler Irrtum“ zu glauben, dass es keinen Genozid mehr geben könne. Völkermorde der jüngeren Zeit wie in Afrika hätten das gezeigt.

Wirtschaft

EU-Rat prüft Serbiens Verträge mit Gasprom

Serbiens bilaterale Verträge mit dem russischen Gasriesen Gasprom über den Bau der „Southstream“-Pipeline durch den Balkan-Staat sollen nun vom EU-Rat unter die Lupe genommen werden.

Einen diesbezüglichen Antrag stellte das Sekretariat der EU-Energiegemeinschaft, nachdem Belgrad seine wiederholten Anträge, die Verträge zu prüfen, ignoriert hatte, meldeten serbische Medien heute.

Verstoß gegen EU-Regeln?

Nach Meinung der Energiegemeinschaft hat Serbien durch die mit Gasprom abgeschlossenen Verträge gegen die EU-Regeln verstoßen, wonach Unternehmen nicht gleichzeitig Gasproduzent und Gasvertreiber sein dürfen.

S&P senkt Russlands Bonität auf knapp über „Ramsch“

Russlands Kreditwürdigkeit gerät wegen der Ukraine-Krise zusehends unter Druck. Heute senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) die Bewertung: Die Bonitätsnote wurde um eine Stufe auf „BBB-“ reduziert, wie S&P in London mitteilte. Das ist nur eine Stufe über dem „Ramschbereich“ (Non Investment Grade), der spekulative Anlagen kennzeichnen soll.

Der Ausblick für das Rating ist negativ, was weitere Abstufungen erwarten lässt. Auslöser könnten etwa schärfere Sanktionen des Westens sein, schreibt die Agentur.

Krisenbedingter Kapitalabfluss aus Russland

S&P hat recht schnell auf die jüngste Zuspitzung der Krise in der Ukraine reagiert. Erst Mitte März hatte die Agentur Russland mit einer Abstufung gedroht, als sie den Ausblick für das Rating auf negativ senkte.

Den jetzigen Schritt begründen die Bonitätsprüfer vor allem mit dem krisenbedingt gewaltigen Kapitalabfluss aus Russland. In den ersten drei Monaten 2014 hätten Investoren insgesamt 51 Mrd. Dollar (37 Mrd. Euro) aus dem Land abgezogen.

Deutschland legt Kriterien für Elektroautoförderung fest

Die deutsche Regierung hat erstmals festgelegt, laut welchen Kriterien Elektroautos gefördert werden sollen. In den Eckpunkten für ein deutsches Elektromobilitätsgesetz werde erstmals festgelegt, welche Art von Fahrzeugen künftig als Elektroautos gelten und deshalb Vorteile erhalten sollen, berichtete das „Handelsblatt“ (Freitag-Ausgabe).

Reichweite muss mindestens 30 Kilometer betragen

„Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-in-Hybride privilegieren - sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, so Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). „Voraussetzung dafür ist, dass ihre elektrische Reichweite groß genug ist, um Alltagsfahrten emissionsfrei zu bewältigen.“

Eine Plakette sollen den Angaben zufolge Modelle erhalten, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen oder aber mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können.

E-Fahrer dürfen Busspuren und Sonderparkplätze nutzen

Ab 2018 sollten dann verschärfte Anforderungen gelten. Dann müsse ein Fahrzeug 40 statt 30 Kilometer elektrisch fahren können. „Damit geben wir den Herstellern genügend Zeit, noch bessere Batterien zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Halter von Elektrofahrzeugen mit Plakette sollen auch im Straßenverkehr profitieren. In einer ersten Stufe sollen die Fahrer dem Bericht zufolge Busspuren mitbenutzen und Sonderparkplätze nutzen dürfen.

Honda 2013/14 mit kräftiger Gewinnsteigerung

Der japanische Autohersteller Honda hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank des schwachen Yen deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Wie der Konzern heute bekanntgab, stieg der Nettoertrag zum Bilanzstichtag 31. März um 56 Prozent auf 574,1 Mrd. Yen (vier Mrd. Euro). Der Umsatz erhöhte sich um 19,9 Prozent auf 11,8 Billionen Yen (83 Mrd. Euro).

Dazu trug auch ein robuster Absatz bei Autos in Japan und Nordamerika sowie bei Motorrädern in Asien bei. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Honda mit einem weiteren Anstieg des Nettogewinns auf 595 Mrd. Yen (4,2 Mrd. Euro) bei 12,7 Billionen Yen (89,7 Mrd. Euro) Umsatz.

Sport

Judo: Filzmoser erobert EM-Bronze

Sabrina Filzmoser hat ihrer Sammlung die nächste Medaille hinzugefügt. Die Oberösterreicherin gewann gestern bei den Judo-Europameisterschaften in Montpellier die Bronzemedaille. Die 33-Jährige setzte sich in der Klasse bis 57 kg im Kampf um den dritten Platz gegen die Bulgarin Iwelina Iljiewa durch. Ludwig Paischer wurde in der Kategorie bis 60 kg Siebenter.

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Champions League: Alaba rechnet mit Finaleinzug

Auch wenn das Halbfinal-Hinspiel bei Real Madrid am Mittwoch mit 0:1 verloren gegangen ist, rechnet David Alaba weiter mit dem Einzug seiner Bayern ins Finale der Champions League: „Wir glauben weiter daran. Der Trainer wird uns mitgeben, was wir brauchen“. Vor allem der am Mittwoch fehlende letzte Pass soll am Dienstag in München wieder kommen. „Das müssen wir im Rückspiel besser machen“, hofft der Wiener auf mehr Torchancen des Titelverteidigers.

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Chronik

Flugzeug wegen Betrunkenen zur Landung gezwungen

Ein australisches Passagierflugzeug ist durch einen randalierenden Passagier zur Landung auf der indonesischen Insel Bali gezwungen worden. Es sei nicht entführt worden, stellte die Fluggesellschaft Virgin heute richtig.

Ein betrunkener Passagier habe versucht, in das Cockpit der Maschine von Virgin Blue einzudringen, sagte ein Vertreter des indonesischen Verkehrsministeriums. Der Mann sei nach der Landung in Bali festgenommen worden.

MH370: Malaysia veröffentlicht nächste Woche Bericht

Zum Stand der Suche nach der verschollenen Malaysia-Airlines-Boeing mit der Flugnummer MH370 will die malaysische Regierung in der kommenden Woche einen Bericht veröffentlichen.

Derzeit sei ein „internes Ermittlungsteam von Experten“ noch mit der Durchsicht des Berichts beschäftigt, sagte Regierungschef Najib Razak dem US-Sender CNN. Es sei aber wahrscheinlich, dass der Bericht kommende Woche veröffentlicht werde.

Weiterhin keine Spur von Flugzeug

Seit die Maschine mit 239 Menschen an Bord Anfang März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwand, fehlt von ihr jede Spur. Ein Einsatzteam sucht im Indischen Ozean nach Überresten des Flugzeugs.

Am Mittwoch hatten malaysische Regierungsvertreter erklärt, dass der Bericht bereits an die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) übergeben worden sei. Diese schreibt vor, dass binnen 30 Tagen nach einem solchen Vorfall ein Bericht zum Stand der Lage verfasst wird.

Baby in Wien in Gebüsch gefunden

Eine Spaziergängerin hat gestern Nachmittag in Wien-Hietzing ein neugeborenes Baby entdeckt, das offenbar in einem Gebüsch abgelegt worden war. Das Kind wurde von der Berufsrettung versorgt, ins Krankenhaus gebracht und ist wohlauf.

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65 Jahre SOS-Kinderdorf

Am 25. April 1949 - vor genau 65 Jahren - ist der Startschuss für die Gründung von SOS Kinderdorf gefallen. Im Dezember 1949 wurde dann das erste Haus im SOS-Kinderdorf Imst (Tirol) gebaut. Der Grundgedanke, Kindern ein liebevolles Zuhause zu geben, ist heute ebenso aktuell wie in der Nachkriegszeit.

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Gesundheit

Macht Preisdruck Medikamente knapp?

Immer öfter sind in Österreich bestimmte Medikamente nicht lieferbar - nicht nur Impfstoffe, auch Antibiotika und Krebsmedikamente. Den Vierfachimpfstoff gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Polio gibt es derzeit gar nicht - vielleicht wieder Ende des Jahres.

Zu den Ursachen gibt es mehrere Theorien, eine davon: Österreich ist ein Medikamenten-Billigpreisland und daher für Pharmafirmen zu klein und unwichtig.

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Pharmabranche: „Kein Versorgungsproblem“

Die Pharmaindustrie weist die Vorwürfe zurück. Das seien Einzelfälle, aber kein generelles Versorgungsproblem, so der Sprecher der Pharmaindustrie, Jan Oliver Huber.

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IT

Apple und Google zahlen Mitarbeitern 324 Mio. Dollar

Die Technologieschwergewichte Apple, Google, Intel und Adobe haben einen milliardenschweren Rechtsstreit mit Tausenden Mitarbeitern beigelegt.

Dabei ging es um Absprachen aus den Jahren 2005 bis 2009, Beschäftigte nicht gegenseitig abzuwerben. Die Mitarbeiter argumentierten, das seien wettbewerbsfeindliche Absprachen gewesen, die ihnen die Aussicht auf höhere Einkommen verwehrt hätten. Der Sammelklage schlossen sich rund 64.000 Menschen an. Sie forderten eine Summe von drei Milliarden Dollar.

Über 5.000 Dollar für jeden Kläger

Nun konnte der Streit beigelegt werden. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ zahlen die Unternehmen insgesamt 325 Millionen Dollar. Details gab es zunächst nicht. In einem Monat sollte der Prozess in dem Fall beginnen.

Im Mittelpunkt des Verfahrens standen vor allem Apple und Google. So bekam ein E-Mail-Wechsel zwischen Apple-Gründer Steve Jobs und dem damaligen Google-Chef Eric Schmidt viel Aufmerksamkeit.

Google-Mitarbeiterin warb von Apple ab - Kündigung

Nachdem eine Mitarbeiterin von Googles Personalabteilung per E-Mail einen Apple-Entwickler angesprochen hatte, beschwerte sich Jobs bei Schmidt. Die Reaktion fiel hart aus: Google versicherte, dass die Frau sofort gefeuert werde und so etwas nicht wieder vorkomme. Jobs quittierte das beim internen Weiterleiten der Mail mit einem Smiley.

Dem später für illegal erklärten Abwerbeverbot schlossen sich auch der Chiphersteller Intel, die Softwarefirmen Adobe und Intuit, das „Star Wars“-Studio Lucasfilms und der Animationsspezialist Pixar an. Intuit, Lucasfilms und Pixar einigten sich bereits vorher mit den Klägern.

Science

Nährsekret der Tsetsefliege ähnelt Muttermilch

Tausende Menschen erkranken jedes Jahr neu an der Schlafkrankheit - in jahrelanger Arbeit haben Forscher nun das Erbgut der Tsetsefliege entschlüsselt, die den gefährlichen Erreger überträgt. Ihr Nährsekret für Larven ähnelt demnach verblüffend der Muttermilch von Säugetieren.

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Tschernobyl: Strahlung machte Vögel fit

28 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl ist die Umgebung des Reaktors noch immer radioaktiv belastet. Was der Fauna nicht immer schaden muss, wie französische Forscher berichten: Einige Vogelarten scheinen von leicht erhöhten Strahlenwerten sogar zu profitieren.

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Lupeneffekt: Kosmische Illusion geklärt

Astronomen haben das Rätsel einer viel zu hellen Sternexplosion gelöst: Die ferne Supernova wurde von einer kosmischen Lupe vergrößert. Verantwortlich für die Illusion sei eine Gravitationslinse, berichten Forscher um Robert Quimby vom Kavli-Institut in Tokio.

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Religion

Reliquien der heiligen Päpste auf Petersplatz ausgestellt

Eine Ampulle mit Blut von Johannes Paul II. sowie/und ein Stück Haut von Johannes XXIII. werden bei der Heiligsprechung der beiden Päpste am Sonntag ausgestellt werden. Das berichtete der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi gestern bei einer Pressekonferenz. Die Blutampulle werden sehr wahrscheinlich die beiden Frauen tragen, die Johannes Paul II. angeblich mit einem Wunder geheilt hatte.

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Kultur

Nie gezeigtes Klimt-Gemälde im Kunsthistorischen Museum

Das Kunsthistorische Museum (KHM) Wien hat ein bisher nur in Fachkreisen bekanntes, offenbar noch nie ausgestelltes Frauenporträt von Gustav Klimt als Schenkung erhalten.

Das vermutlich rund um 1895 entstandene Gemälde wurde 2013 von Erben des Kunstsammlers Georg Lasus dem KHM vermacht. Das berichten „Kurier“ und „Art Newspaper“.

Nach erfolgter Restaurierung soll das Bild von 22. Mai bis 31. August in der Gemäldegalerie des Museums ausgestellt werden. Lasus (1851-1933) war auch Besitzer weiterer wichtiger Klimt-Werke, etwa des berühmten „Porträts einer Dame mit Hut und Federboa“, das die Witwe Hermine Lasus wie andere Stücke der Sammlung unter dem Druck der Nazis veräußerte und das später ins Belvedere gelangte. Von dort wurde es 2001 an die Erben restituiert.

Putin stellt Kultur auf Patriotismus um

Russland entfernt sich immer weiter vom Westen, auch im Kulturbereich. Eine neue, streng auf Patriotismus ausgerichtete Kulturpolitik soll helfen, die kulturelle und geistige Einheit zu festigen, wie es in einem neuen Leitbild heißt, das das Kulturministerium ausgearbeitet hat. Menschenrechtler warnen, dass die russische Kulturpolitik ideologisiert werde. Der Druck auf regierungskritische Künstler wird immer größer.

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„Nahtoderfahrungen“ auf dem Donaufestival

Experimental-Pop und Performance, bildende Kunst, eine „Nahtoderfahrung“ und elektronische Musik - diese Mischung bietet das Donaufestival in Krems. Heute beginnt die zehnte Auflage des Festivals unter dem Titel „10 years redefining arts“.

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Lifestyle

Linz soll Sandstrand an der Donau bekommen

Vertreter der Initiative „Linz braucht einen Strand“ und der Stadt haben vereinbart, dass gemeinsam mit der Kunstuniversität Linz ein Basisplan für einen Donau-Strand beim Parkbad entwickelt werden soll. Nun präsentierten die Studierenden ihren Vorschlag.

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US-Universität verbietet „Selfies“

Stars bei den Oscars tun es, ein Astronaut beim Weltraumspaziergang und sogar US-Präsident Barack Obama - doch eine Uni im US-Staat Florida hat ihren Studenten nun untersagt, Selbstporträts mit dem Smartphone zu knipsen.

Laut Studentenzeitung „The Oracle“ wies der Dekan die Absolventen an, bei der Abschlussfeier unangemessenes Verhalten zu unterlassen. Zuletzt hätten dort immer mehr Studenten Smartphones in ihrer Robe versteckt, um sie dann bei der Zeugnisübergabe durch die Unipräsidentin zu zücken. „Das ist ein bisschen respektlos“, sagte der Dekan der Studentenzeitung, „es ist schließlich eine ernsthafte akademische Zeremonie.“

Leute

Justin Bieber bei Einreise in USA vier Stunden verhört

Der kanadische Sänger Justin Bieber (20) ist bei der Einreise in die USA vom Zoll lange und ausführlich befragt worden. Der Popstar habe gestern bei der Rückkehr aus Asien fast vier Stunden bei den Behörden festgesessen, nachdem er auf dem internationalen Flughafen von Los Angeles gelandet war.

Das Promiportal TMZ.com meldete, dass Bieber zu all den Fällen befragt wurde, wegen derer er Ärger mit der US-Justiz hat. So war der Sänger im Jänner in Florida wegen Schnellfahrens festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei war er ohne gültigen Führerschein, dafür mit Alkohol und Marihuana im Blut unterwegs.

Bieber: „Immer positiv bleiben“

Der 20-Jährige verließ den Flughafen ohne Kommentar, twitterte aber später: „Das Leben ist gut. Immer positiv bleiben.“ Eine Onlinepetition auf der offiziellen Seite der US-Regierung, Bieber nach Kanada abzuschieben, war kürzlich aus formalen Gründen abgewiesen worden.