Ausland

Moskau plant angeblich Web-Überwachung von Schülern

Das russische Bildungsministerium soll derzeit eine weitreichende Überwachung der Internetnutzung von Schülern und Studenten planen. Die Leiter von Bildungseinrichtungen sollen dazu verpflichtet werden, die persönlichen Websites von Schülern, Studenten und auch des eigenen Kollegiums zu überwachen und Berichte über alle anzulegen, die „zum Übertreten der Regeln neigen“. Erkenntnisse über auffälliges Verhalten sollen dem Inlandsgeheimdienst FSB zugeleitet werden, um „Terroraktivitäten“ zu bekämpfen, hieß es gestern.

Der Chef der Lehrergewerkschaft, Andrej Demidow, sagte in einer ersten Reaktion, es handle sich „entweder um eine bürokratische Groteske“ oder um den Versuch, alle Schüler und Lehrer zu überwachen, die „die aktuelle Regierung nicht unterstützen“. Das Bildungsministerium erklärte daraufhin, vorerst befinde sich das Gesetzesvorhaben im „Stadium der öffentlichen Diskussion“.

Mordanschlag auf Ex-IRA-Führungsmitglied in Nordirland

In Nordirland ist gestern ein früheres Führungsmitglied der IRA-Splittergruppe Continuity IRA (CIRA) erschossen worden. Der Mann sei in einem Industriegelände im früher umkämpften Westen der Hauptstadt Belfast ermordet worden, teilte die nordirische Polizei in Belfast mit. Der Karfreitag als hoher katholischer Feiertag hat im Nordirland-Konflikt große Symbolkraft.

Zuletzt hatte es unter den republikanischen Rebellen immer wieder interne Graben- und Machtkämpfe gegeben. Gegen das 44 Jahre alte Opfer, das nach einem Anschlag auf eine Polizeistation sechs Jahre lang in einem Hochsicherheitsgefängnis zugebracht hatte, soll es Todesdrohungen aus den eigenen Reihen gegeben haben. Die Tat habe sich am helllichten Tag ereignet, zahlreiche Anrainer hätten von den Fenstern ihrer Wohnungen die Leiche sehen können, hieß es.

Splittergruppen halten sich nicht an Abkommen

Im Nordirland-Konflikt stehen einander bis heute republikanische Katholiken und probritische Protestanten gegenüber. Die Republikaner fordern die Abtrennung des Nordens Irlands von Großbritannien und die Vereinigung mit der Republik Irland.

Bis 1998 prallten beide Seiten in einem bewaffneten Untergrundkampf aufeinander. Mit dem sogenannten Karfreitagsabkommen von 1998 wurde die Region weitgehend befriedet. Splittergruppen wie die CIRA führten den Kampf jedoch weiter.

Hollande stellt neuerliche Kandidatur infrage

Frankreichs Präsident Francois Hollande will bei der Präsidentschaftswahl 2017 nicht mehr antreten, falls die Arbeitslosigkeit bis dahin nicht sinkt. Der Sozialist sagte gestern am Rande eines Firmenbesuchs im zentralfranzösischen Clermont-Ferrand, es gebe für ihn „keinen Grund, Kandidat zu sein“, wenn die Arbeitslosigkeit bis 2017 nicht zurückgehe.

Trotz aller Bemühungen der sozialistischen Regierung steigt die Arbeitslosigkeit seit dem Amtsantritt Hollandes im Mai 2012 stetig an. Hollande hatte bereits versprochen, den Anstieg der Arbeitslosigkeit bis Ende 2013 zu stoppen.

Zuletzt war die Arbeitslosigkeit aber auch im Februar auf eine neue Rekordzahl von 3,34 Millionen Menschen gestiegen. Allerdings wird in diesem und im nächsten Jahr mit einer leichten Erholung der Konjunktur in Frankreich gerechnet.

Berater zurückgetreten

Ein zentraler Berater von Hollande reichte unterdessen nach dem Vorwurf von Interessenkonflikten seinen Rücktritt ein. Aquilino Morelle, der seit 2012 zum Stab des Staatschefs gehört, schrieb auch wichtige Reden für Hollande. Er wolle völlig frei auf die Vorwürfe gegen ihn reagieren können, begründete Morelle seien Schritt. Er habe keinen Fehler begangen und noch nie in einem Interessenkonflikt gesteckt, betonte der 51-Jährige.

Nach einem zuvor veröffentlichten Bericht des Onlinemediums Mediapart soll Morelle vor mehreren Jahren während seiner Tätigkeit für die Generalinspektion für soziale Angelegenheiten (IGAS) heimlich auch für Pharmakonzerne gearbeitet haben. Die IGAS überwacht und überprüft französische Ministerien ressortübergreifend bei Themen aus dem Sozialbereich.

Weiterer Diplomat in Libyen entführt

In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist erneut ein Diplomat aus Tunesien entführt worden. Nach Angaben des tunesischen Außenministers Mongi Hamdi fordern die Kidnapper die Freilassung von in Tunesien inhaftierten Terroristen. Dieselbe Entführergruppe habe bereits im März einen tunesischen Diplomaten gekidnappt, sagte Hamdi gestern dem tunesischen Sender Express FM.

Am Dienstag war in Tripolis der jordanische Botschafter Fawas Aitan verschleppt worden. Der UNO-Sicherheitsrat hatte die Entführung verurteilt, bei der ein Fahrer des Diplomaten verletzt worden war.

Chinesischer Flüchtling erschoss in Vietnam sieben Menschen

Ein chinesischer Flüchtling hat bei seiner Abschiebung aus dem Nachbarland Vietnam sechs Menschen erschossen und sich dann selbst getötet. Der Mann habe an einem Grenzübergang einem vietnamesischen Soldaten eine automatische Waffe entrissen und das Feuer eröffnet, teilte das Grenzkommando der vietnamesischen Provinz Quang Ninh gestern mit.

Später habe er sich in einem Büro verschanzt und aufgeben wollen, dann aber nochmals um sich geschossen. Bei dem Zwischenfall starben zwei vietnamesische Soldaten und - inklusive des Schützen - fünf chinesische Migranten.

Den Angaben zufolge gehörte der Täter zu einer Gruppe Chinesen, die die Grenze zu Vietnam nahe des Übergangs illegal überquert hatte. Die Flüchtlinge wurden entdeckt und sollten zurück in ihre Heimat abgeschoben werden. Die nordvietnamesische Provinz Quang Ninh grenzt an die südchinesische Region Guangxi.

Inland

Staatsschulden sollen 2014 bei 79,2 Prozent des BIP liegen

Die Staatsverschuldung Österreichs soll 2014 auf 79,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) steigen, berichtet die „Kronen-Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) über erste Eckdaten aus der Budgetrede von Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP).

Das strukturelle Defizit soll bei 1,2 Prozent des BIP liegen. Offiziell wollte man die Zahlen im Finanzressort gegenüber der APA noch nicht bestätigen. Laut dem Bericht wird das Maastricht-Defizit mit 2,7 Prozent knapp unter der erlaubten Dreiprozentgrenze bleiben. Beim gesamtstaatlichen Defizit ist eine Senkung bis 2016 auf 0,4 Prozent des BIP geplant. Der Finanzminister soll am 29. April in seiner Budgetrede eine „Trendwende“ versprechen - ebenso, dass keine weiteren Steuererhöhungen geplant werden, sondern stattdessen in der Verwaltung gespart wird.

Heinisch-Hosek zieht Sparpläne zurück

Nach heftigen Protesten - auch aus den eigenen Reihen - hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) gestern die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich wieder zurückgezogen. „Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden, denn das Finanzministerium beharrt auf der vereinbarten Einsparungssumme.

Mehr dazu in Finanzminister beharrt auf Sparvorgaben

Aufregung über Karas-Plakat mit Bono-Zitat

Das Plakat der Europäischen Volkspartei (EVP), auf dem ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas mit einem Zitat des irischen Popstars Bono für die EU-Wahl wirbt, sorgt für Ärger.

Die Rechteverwaltungsfirma des Sängers habe die EVP überraschend informiert, nicht mit der Verwendung des Zitats einverstanden zu sein, hieß es auf APA-Anfrage aus Karas’ Büro, die Verwendung sei aber rechtlich wasserdicht.

„Europe is a thought that needs to become a feeling“, steht in großen Lettern auf dem 230 Quadratmeter großen Plakat, das beim Wiener Naschmarkt hängt. Darunter steht in noch größeren, bunten Lettern die deutsche Übersetzung: „Europa. Ein Gedanke, der jetzt zu einem Gefühl werden muss.“ Das Zitat stamme aus einer Rede, die U2-Frontmann Bono beim Parteitag der EVP Anfang März in Dublin gehalten habe.

Sujet soll wechseln

Die „Presse“ berichtete gestern, dass die Kampagnen- und Lobbyorganisation „One“, die von Bono mitbegründet wurde, die ÖVP aufgefordert habe, das Plakat abzuhängen. Karas’ Sprecher sagte, die EVP, die das Plakat finanzierte, sei vergangene Woche „nicht von Bono selbst, sondern vermutlich von dessen Rechteverwaltungsfirma“ kontaktiert worden, dass sie nicht mit der Verwendung des Zitats einverstanden sei. Die Verwendung des Zitats sei aber rechtlich geklärt worden und „absolut wasserdicht“. Für nächste Woche sei ohnehin ein Sujetwechsel geplant gewesen.

Wirtschaft

Megafusion von Goldproduzenten offenbar erneut geplatzt

Die beiden weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold und Newmont Mining haben einem Zeitungsbericht zufolge ihre Pläne für einen Zusammenschluss auf Eis gelegt. Die Gespräche seien weit fortgeschritten gewesen, berichtete das „Wall Street Journal“ gestern. In den vergangenen Tagen sei aber entschieden worden, die Fusion im Volumen von 33 Mrd. Dollar (knapp 24 Mrd. Euro) nicht weiter zu verfolgen. Barrick und Newmont lehnten eine Stellungnahme gegenüber der Zeitung ab.

Barrick hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Newmont über einen Zusammenschluss verhandelt. Laut eine Bericht der Nachrichtenagentur Reuters aus dem vergangenen Jahr wurden zwei bereits unterschriftsreife Verträge über eine Fusion 2008 und 2010 nicht umgesetzt.

Voest-Chef Eder hinterfragt Standort Österreich

Voestalpine-Chef Wolfang Eder erwägt einem Medienbericht zufolge, Kapazitäten aus seiner Heimat abzuziehen. „Das ist keine Drohung, sondern einfach eine Anwendung der Grundrechenarten im globalen Wirtschaftsgeschehen“, so Eder laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“, Samstag-Ausgabe).

Amerika biete heute viel bessere Rahmenbedingungen als Österreich und der Rest Europas. Dort seien die Energiepreise, Personalkosten und Grundstückspreise deutlich niedriger.

Mitte des nächsten Jahrzehnts würden eine Kokerei und zwei Hochöfen in Linz das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, sagte Eder. In etwa fünf Jahren müsse Voestalpine entscheiden, wo Ersatzanlagen entstehen sollen. „Wir müssen uns dann die grundsätzliche Frage stellen, was langfristig der richtige Standort ist.“

US-Werk vor Eröffnung

Die Voestalpine baut derzeit seine Kapazitäten in den USA kräftig aus. In Cartersville im Bundesstaat Georgia nimmt in wenigen Tagen ein 50 Millionen Euro teures Werk die Produktion auf, in dem Autochassis-Teile hergestellt werden. Für 2016 plant Voestalpine ein weiteres Werk in den USA. Im texanischen Corpus Christi soll hochreines Eisen, das als Vormaterial für die Stahlerzeugung dient, produziert werden. Mit einer Investition von 550 Millionen Euro ist das Projekt das größte außereuropäische Vorhaben in der Unternehmensgeschichte.

OGH kippt Provisionssystem von Finanzvertrieben

Der Oberste Gerichtshof hat die Vergütungspraxis von Finanzvertrieben wie dem Ex-AWD (heute Swiss Life Select) und OVB gekippt. Die bisher übliche Praxis, „freien“ Beratern Vorschüsse auf Provisionen zu zahlen, wird künftig nicht mehr möglich sein. Das könnte den Beruf unattraktiv machen. Bei Kundenstornos wiederum können die Firmen keine Provisionen mehr zurückfordern.

Laut OGH-Urteil entsteht der Provisionsanspruch eines Beraters schon dann, wenn der von ihm gewonnene Kunde bezahlt; bei länger laufenden Verträgen anteilig mit der Ratenzahlung, berichtete das „WirtschaftsBlatt“ (Freitag-Ausgabe).

Bis dato war das aber in der Branche nicht üblich. Im behandelten Fall hatte der AWD den „Freiberuflern“ keine Provisionen direkt bezahlt, sondern „Vorschüsse“. Der Grund: Wenn ein Kunde storniert, wird vom Berater auch die erhaltene Provision (anteilig) zurückverlangt. Das ist dem Höchstgericht zufolge unzulässig.

Sport

Tennis: Frühes Aus für Nadal in Monte Carlo

Nach seiner Finalniederlage im vergangenen Jahr hat Rafael Nadal diesmal in Monte Carlo bereits im Viertelfinale den Kürzeren gezogen. Der achtfache Sieger des Turniers und Weltranglistenerste musste sich gestern seinem spanischen Landsmann David Ferrer in zwei Sätzen geschlagen geben. Ferrer revanchierte sich mit seinem erst sechsten Triumph im insgesamt 27. Duell gegen Nadal auch für die Niederlage im Endspiel der French Open in der vergangenen Saison.

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Fußball: Sehnsucht der „Reds“ vor Erfüllung

Für Liverpool könnte in diesem Jahr eine schier endlose Leidenszeit zu Ende gehen. 24 Jahre ist es mittlerweile her, dass sich die „Reds“ zum bisher letzten Mal die englische Fußballkrone aufgesetzt haben. Nun ist der 19. Titel der Vereinsgeschichte zum Greifen nah. Vier Runden vor Schluss hat es die Auswahl von Brendan Rodgers, der Liverpool neues Selbstvertrauen eingeimpft hat, selbst in der Hand, den Meistercoup zu landen. Emotionale Momente durchlebt Kapitän Steven Gerrard, der mit den „Reds“ durch dick und dünn ging. „In all den Jahren gab es Hochs und Tiefs“, sagte der 33-Jährige. „Im Moment liebe ich jede Minute.“

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Chronik

14 Tote auf Everest: Keine Warnzeichen vor Bergunglück

Beim bisher schwersten Bergunfall auf dem Mount Everest sind gestern mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden in einer Höhe von 5.800 Metern von einer Lawine mitgerissen. Stundenlang war nicht klar, ob es weitere Todesopfer gibt. Die Männer, Einheimische, die für internationale Expeditionsagenturen tätig waren, hatten offenbar keine Zeit, die Gefahr zu erkennen, in der sie sich befanden. Vor ihnen hatten offenbar bereits Dutzende Träger die betreffende Passage überquert - bei scheinbar perfekten Bedingungen.

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Schäden nach Erdbeben der Stärke 7,5 in Mexiko

Ein schweres Erdbeben hat gestern das Zentrum und den Süden Mexikos erschüttert. Das Epizentrum mit einer Stärke 7,5 lag rund 37 Kilometer nördlich der Ortschaft Tecpan im Bundesstaat Guerrero, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die mexikanische Erdbebenwarte hatte die Stärke mit 7,0 beziffert.

In Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Tausende Menschen verließen in Panik ihre Häuser und Büros. Kurz nach dem Beben kreisten Hubschrauber auf der Suche nach Schäden über dem Zentrum von Mexiko-Stadt.

Eingestürzte Dächer und evakuierte Hotels

Schwere Schäden wurden nicht gemeldet. In Mexiko-Stadt, Acapulco und Chilpancingo stürzten die Dächer und Wände einiger Gebäude ein, wie die örtlichen Behörden mitteilten. In mehreren Vierteln der Hauptstadt sei der Strom ausgefallen, sagte Bürgermeister Miguel Angel Mancera. Einige Menschen blieben in Aufzügen stecken und mussten von der Feuerwehr geborgen werden.

Das Beben war auch in den Bundesstaaten Jalisco, Puebla und Oaxaca zu spüren. In den Badeorten Acapulco und Puerta Vallarta an der Pazifikküste wurden einige Hotels geräumt. Die Osterwoche ist Hauptreisezeit in Mexiko.

Tödliches Feuer: Wiener bestreitet Brandstiftung

Über den mutmaßlichen Brandstifter vom Hohen Markt ist am Donnerstag die U-Haft verhängt worden. Der „Mietnomade“ soll den Brand in der Wiener City gelegt haben, bei dem eine 23-Jährige starb. Die Polizei griff den stark alkoholisierten Mann in Wien-Landstraße auf.

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Notrufsäulen: Alt, aber bewährt

Auch wenn mittlerweile die meisten Autofahrer ein Mobiltelefon dabeihaben: Die Notrufsäulen, die seit 50 Jahren entlang der Autobahnen und Schnellstraßen stehen, haben nicht ausgedient. Nach wie vor bieten sie direkten Draht zur Hilfe.

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Science

Privater Raumtransporter „Dragon“ auf dem Weg zur ISS

Nach mehrfachem Aufschub ist der private Raumtransporter „Dragon“ gestern erfolgreich zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die Trägerrakete mit der unbemannten Raumkapsel hob um 15.25 Uhr (Ortszeit, 21.25 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Mehrere Probleme verzögerten Start

Die „Dragon“ soll 2,2 Tonnen Nachschub zur ISS bringen, unter anderem sind ein neuer Raumanzug und Material für wichtige wissenschaftliche Experimente an Bord. Der Versorgungsflug der Raumkapsel des Unternehmens SpaceX war ursprünglich bereits für Mitte März geplant gewesen, hatte sich aber verzögert. Eine Computerpanne auf der ISS hatte den Start gefährdet, außerdem machte ein Helium-Lck an der Falcon-9-Trägerrakete Probleme.

Die Privatfirmen SpaceX und Orbital Sciences fliegen für die NASA Nachschub zur ISS, seit die US-Raumfahrtbehörde ihr Shuttle-Programm 2011 nach 30 Jahren eingestellt hatte. Der erste Versorgungsflug fand 2012 statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte.

NASA-Sonde „LADEE“ planmäßig auf Mond zerschellt

Die vorerst letzte Mondmission der US-Raumfahrtbehörde NASA ist zu Ende. Die Sonde „LADEE“ (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) ist wie geplant mit fast 6.000 km/h auf die Oberfläche des Mondes zugerast und dort zerschellt, wie die NASA gestern mitteilte.

Dabei seien viele Teile der Sonde, die ungefähr die Größe eines Getränkeautomaten hat, aufgrund der großen Hitze wahrscheinlich verdampft.

„LADEE“ war Anfang September von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia in Richtung Mond gestartet und dann rund ein halbes Jahr lang um den Himmelskörper gekreist, um dessen Atmosphäre zu untersuchen. NASA-Experten haben die rund 250 Millionen Dollar (etwa 190 Mio. Euro) teure Mission bereits als großen Erfolg bewertet.

Kultur

Empörung über Politiker-Tweet zum Tod von Garcia Marquez

Eine Nachricht einer kolumbianischen Politikerin zum Tod des Literaturnobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez auf dem Onlinedienst Twitter hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die rechtsgerichtete Abgeordnete Maria Fernanda Cabal veröffentlichte ein Bild des Schriftstellers und des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro mit dem Satz: „Bald werden sie gemeinsam in der Hölle sein.“

Parteispitze distanziert sich

Gestern löschte sie den Tweet wieder. Cabals Partei Centro Democratico, der auch Ex-Präsident Alvaro Uribe angehört, schrieb in einer Stellungnahme: „Unsere Bewegung bekräftigt ihren Stolz auf das ausgezeichnete Werk dieses Kolumbianers, der in die Annalen eingegangen ist und das Vaterland auf den Gipfel der klassischen Literatur geführt hat.“

Wegen seiner Unterstützung der kubanischen Revolution und seiner langjährigen Freundschaft mit Castro stehen Konservative zumindest den politischen Ansichten von Garcia Marquez kritisch gegenüber.

Religion

Papst betete mit Zehntausenden Pilgern Kreuzweg

Papst Franziskus hat am gestern Abend anlässlich des Karfreitags den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom geleitet. An der abendlichen Zeremonie mit dem katholischen Kirchenoberhaupt beteiligten sich Zehntausende Gläubige, Pilger und Touristen. Viele von ihnen hatten stundenlang auf den Beginn der Zeremonie vor dem Kolosseum gewartet.

Der Papst betete vor dem antiken Amphitheater im Schein von unzähligen Kerzen und Fackeln. Er folgte der Zeremonie von einem Pavillon auf dem Palatin-Hügel aus. Kardinalvikar Agostino Vallini, Stellvertreter des Papstes in der Diözese Rom, trug zu Beginn der Zeremonie das schlichte, schwarze Holzkreuz.

Liturgie mit aktuellem politischem Bezug

Die Texte für die 14 Kreuzwegmeditationen stammten aus der Feder des Erzbischofs von Campobasso, Giancarlo Bregantini, der in Italien als Mahner gegen die Mafia bekannt ist. Flüchtlingsproblematik, Rassismus, die Wirtschaftskrise, Finanzspekulationen und Arbeitslosigkeit sind Themen, mit denen sich Bregantinis Meditationen befassten.

Der Kreuzweg ist die längste der Osterliturgien und dauert beinahe drei Stunden. Weitere Höhepunkte der Kar- und Ostertage im Vatikan sind morgen Vormittag die Ostermesse des Papstes auf dem Petersplatz (10.30 Uhr) und um die Mittagszeit der feierliche Segen „Urbi et orbi“.

Lifestyle

Die häufigsten Song-Missverständnisse

Bei einem Song den richtigen Ton zu treffen, ist schwierig - aber auch der Text kommt nicht immer ganz korrekt über die Lippen. Den Briten passiert das laut einer aktuellen Umfrage besonders oft bei Songs von Lady Gaga und Ozzy Osbourne.

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