Ausland

Schweden kontrolliert an seinen Grenzen weiter Pässe

Schweden kontrolliert ein weiteres Monat lang Pässe von Einreisenden. Stichprobenartige Kontrollen waren bereits im November eingeführt worden, um die hohen Flüchtlingszahlen einzudämmen. Die ursprünglich bis heute geltende Maßnahme wurde vergangene Woche bis zum 9. März verlängert.

Seit Anfang Jänner sind Verkehrsunternehmen zudem verpflichtet, systematisch Passagiere in Zügen, Bussen und auf Fähren aus Dänemark zu überprüfen.

Merkel spricht mit türkischer Führung über Flüchtlingskrise

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will heute mit der türkischen Führung über die Flüchtlingskrise sprechen. Bei ihrem Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdogan und Regierungschef Ahmet Davutoglu in Ankara soll es darum gehen, wie die Türkei die Migrationsbewegung in die EU bremsen kann.

Hintergrund ist der Ende vorigen Jahres vereinbarte EU/Türkei-Flüchtlingsaktionsplan. Die EU hatte Ankara damals drei Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug soll die Türkei ihre Grenze zur EU besser schützen. Die Türkei hatte jedoch deutlich gemacht, dass das Geld nicht ausreichen werde, um die Krise zu bewältigen. Zugleich war der EU-Beitrittsprozess der Türkei wiederbelebt worden, und auch die Abschaffung der Visapflicht für türkische Bürger soll nun kommen.

Drei Tote bei Taliban-Anschlag in Afghanistan

Bei einem Anschlag der Taliban auf einen Bus der afghanischen Armee sind in der nördlichen Provinz Balkh drei Soldaten getötet worden. 18 Soldaten seien heute bei der Explosion verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurs, Munir Farhad. Es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt.

Der Täter habe sich in Dehdadi in die Luft gesprengt, etwa 30 Minuten Fahrtzeit von der Provinzhauptstadt Mazar-i-Sharif entfernt, nahe einem Armeecamp. Hier liegt auch die Nordzentrale der Armee. Die Taliban bekannten sich zu der Tat und sagten, sie hätten 30 Soldaten getötet und verwundet. Die radikalen Islamisten sind allerdings für übertriebene Erfolgsmeldungen bekannt.

UNO schlägt Alarm wegen Lage in Darfur

Die UNO hat Alarm wegen der verzweifelten Lage Zehntausender Flüchtlinge in der westsudanesischen Krisenregion Darfur geschlagen. Die humanitäre Situation sei „schrecklich“, den Menschen fehle es „praktisch an allem“, sagte die UNO-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten, Marta Ruedas, gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Mitte Jänner waren in der Region Jebel Marra heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen von Präsident Omar al-Bashir und Rebellen einer Untergruppe der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) ausgebrochen. Dabei setzt die Armee auch die Luftwaffe und die Artillerie ein. Ruedas konnte keine Angaben zur Zahl der Binnenflüchtlinge machen, weil die Region schwer zugänglich sei.

300.000 Tote

Die UNO-Behörde für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) erklärte, es seien angeblich rund 38.000 Menschen in den Staat Nord-Darfur geflohen. In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellengruppen gegen die sudanesische Armee und regierungstreue arabische Reitermilizen. In dem Konflikt wurden nach Schätzungen der Vereinten Nationen seitdem mindestens 300.000 Menschen getötet.

Gegen Bashir liegt beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag ein Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermords in Darfur vor.

Kurz tourt durch den Westbalkan

Mit politischen Gesprächen in Sarajevo beginnt Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) heute eine Westbalkan-Reise, die ihn bis Freitag in alle sechs Staaten der Region führen soll. Kurz will damit das Engagement Österreichs für einen EU-Beitritt der Westbalkan-Staaten bekräftigen. Zugleich erhofft er sich Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlingsbewegung über die Balkan-Route.

In Sarajevo wird der Außenminister ein Abkommen über wirtschaftlich-technologische Zusammenarbeit unterzeichnen und der Eröffnung des gemeinsamen bosnisch-österreichischen Kulturjahres im Nationaltheater beiwohnen. Am Nachmittag reist Kurz nach Belgrad weiter, wo er unter anderen Ministerpräsident Aleksandar Vucic treffen will.

Bei „Safe Harbour 2“ droht EU-Kapitulation

Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA gehen am 22. Februar in die zwölfte Runde. Laut EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström könnte ein vorläufiges Ergebnis bereits im Juni feststehen. TTIP setzt allerdings den freien, transatlantischen Fluss der Daten voraus, und die betreffende „Safe Harbour“-Vereinbarung wurde vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Herbst aufgehoben. Ein Nachfolgeabkommen hätte bereits am 31. Jänner vorliegen müssen, präsentiert wurden heute jedoch nur ein Logo und der neue Name „Privacy Shield“.

Nach ORF.at vorliegenden, aktuellen Informationen aus Diplomatenkreisen in Brüssel kann es ein solches Abkommen jedoch nur dann zeitgerecht geben, wenn Europa beim Datenschutz in allen wichtigen Punkten kapituliert. Laut diesen Quellen waren gerade die Hauptstreitpunkte des Abkommens zum Zeitpunkt der Präsentation noch offen. Sicher ist bis jetzt nur, dass „Privacy Shield“ nicht einmal Vertragscharakter haben und nichts davon in den USA gesetzlich verankert wird. Angeblich hatten die EU-Verhandler eine gesetzlich abgesicherte Vereinbarung nicht einmal verlangt.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Inland

Staatsschutz: Kogler verteidigt Regierungspläne

Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, hat das von der Regierung geplante Staatsschutzgesetz verteidigt. Man habe im Entwurf Instrumentarien geschaffen, um möglichen Missbrauch vorzubeugen, sagte er gestern in der ORF-„Pressestunde“. Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise und der Bekämpfung der Kriminalität stellte Kogler der Exekutive ein gutes Zeugnis aus.

Pressestunde mit Konrad Kogler

Generaldirektor Konrad Kogler kündigt mehr Polizisten für den Grenzeinsatz an.

„Ich glaube, wir haben genau mit diesem Gesetz eines gezeigt: Dass es uns nicht darum geht, sehr schnell eine Regelung zu schaffen“, meinte Kogler zur Neuaufstellung des Staatsschutzes. Man habe mit den Sicherheitssprechern aller Parlamentsfraktionen einen breiten Dialog geführt und sich Dienste im Ausland angesehen. Der Prozess sei nun abgeschlossen, die unbedingt notwendigen Befugnisse für die Polizei „sehr maßhaltend“, meint Kogler. Das Prozedere zur Bestellung des „völlig unabhängigen“ und weisungsfreien Rechtsschutzbeauftragten sei zudem ein aufwendiges Verfahren.

Aus Österreich in den Dschihad gezogen

Trotz aller Anstrengungen geht Kogler von einem Gefahrenpotenzial durch radikalisierte Menschen aus. So gebe es eine Vielzahl an Personen, die aus Österreich in den Dschihad gezogen sind oder Menschen rekrutiert haben. „Wir müssen hier auch einen wirklich weiten Blick haben“, sieht der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit seine Exekutive in der Pflicht und warnt: „Die größte Gefahr geht von jenen Personen aus, die nicht integriert werden.“ Gegen rund 260 Personen habe man mittlerweile entsprechende Anzeigen erstattet, ein „nicht unerheblicher Anteil“ stamme aus Tschetschenien.

Die Exekutive habe die Flüchtlingskrise laut Kogler noch im Griff. „Die Polizistinnen und Polizisten leisten hier eine ganz tolle Arbeit“, lobte er die Beamten. Allerdings gebe es durchaus das „Phänomen“, „dass Polizisten sagen, dass das körperlich so beanspruchend ist, dass das wirklich sehr schwer zu schaffen ist“. Darum habe man das Personal aufgestockt. Ob das zukünftig zu schaffen sei, stellte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit infrage: „Wir müssen uns ganz klar überlegen: Wo sind die Kapazitätsgrenzen?“ Auch bei der von der Regierung festgelegten Obergrenze müsse man sich überlegen, was das für den polizeilichen Bereich bedeutet.

Sport

Fußball: Salzburg glückt Debüt unter Garcia

Dank einem relativ späten Treffer von Jonatan Soriano ist Titelverteidiger Red Bull Salzburg gestern zu einem knappen Arbeitssieg bei der Admira gekommen. Zum Frühjahrsauftakt des Tabellenführers glückte daher auch das Debüt unter Trainer Oscar Garcia.

Das Spitzentrio Salzburg, Austria und Rapid kam damit nach der Winterpause im Gleichschritt mit Siegen aus den Startlöchern.

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Fußball: Costa rettet Chelsea Remis gegen ManUnited

Der Sonntagshit der englischen Premier League hat mit einem Remis zwischen dem FC Chelsea und Manchester United geendet. Dabei hätte nicht viel gefehlt, und die „Red Devils“ wären an der Londoner Stamford Bridge zum enorm wichtigen Auswärtssieg gekommen.

Dem Ausgleich durch Stürmer Diego Costa in der Nachspielzeit hatten die „Blues“ schließlich doch noch einen Punkt zu verdanken.

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Ski alpin: Gut beendet Vonns Super-G-Serie

Lindsey Vonn hat sich erstmals seit einem Jahr wieder in einem Super-G geschlagen geben müssen. Nach fünf Triumphen in Serie musste sich die US-Amerikanerin in Garmisch-Partenkirchen diesmal mit Platz drei begnügen. Beendet wurde der Erfolgslauf durch Lara Gut.

Die Schweizerin setzte sich in einer engen Entscheidung mit 0,15 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatadorin Viktoria Rebensburg durch und machte damit im Gesamtweltcup ein paar Punkte auf Vonn gut. Beste ÖSV-Läuferin wurde Cornelia Hütter auf Rang fünf.

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Bob-EM: Erste Medaille für Österreich seit 1999

Die Bob-Europameisterschaften in St. Moritz sind gestern mit einer höchst erfreulichen Überraschung zu Ende gegangen: Der 21-jährige Tiroler Benjamin Maier eroberte auf der berühmt-berüchtigten Natureisbahn in St. Moritz als Weltcup-Zweiter mit seinen Teamkollegen Marco Rangl, Markus Sammer und Danut Ion Moldovan EM-Silber. Nur der deutsche Weltmeister Maximilian Arndt war nach zwei Läufen schneller als Maier.

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Wirtschaft

Bankchef bittet nach Verlust um Bonushalbierung

Der neue Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam hat einem Bericht der „Financial Times“ (Montag-Ausgabe) zufolge nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr eine Kürzung seines Bonus um 25 bis 50 Prozent beantragt.

Ein Credit-Suisse-Sprecher wollte die Bandbreite nicht bestätigen, stellte aber die folgende Stellungnahme von Thiam zur Verfügung: „Ich habe den Verwaltungsrat um eine markante Reduktion meines Bonus ersucht.“ Innerhalb der Führungsmannschaft sei die Kürzung in seinem Fall am größten ausgefallen. „Ich kann nicht Opfer von anderen verlangen und selber keine machen.“

Credit Suisse hatte 2015 einen Verlust von 2,94 Mrd. Franken (2,65 Mrd. Euro) verbucht. Der konzernweite Bonustopf schrumpfte um elf Prozent.

Zwei wichtige Notenbankchefs für Euro-Finanzminister

Die Notenbankpräsidenten von Deutschland und Frankreich, Jens Weidmann und Francois Villeroy de Galhau, fordern eine tiefgreifende Reform der Währungsunion.

In einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag-Ausgabe) plädieren sie unter anderem dafür, ein gemeinsames Finanzministerium für die Euro-Zone zu schaffen. Die Währungsunion stehe angesichts der hohen Defizite und wirtschaftlichen Ungleichgewichte unter ihren Mitgliedern „ganz eindeutig an einem Scheideweg“. Morgen tagt in Paris der Deutsch-Französische Wirtschafts- und Finanzministerrat.

„Souveränität übertragen“

Gerettet werden kann die Euro-Zone aus Sicht des Präsidenten der deutschen Bundesbank und des Präsidenten der Banque de France, indem die Euro-Länder „in erheblichem Maße Souveränität und Befugnisse auf die europäische Ebene übertragen“. Eine stärkere Integration sei der naheliegende Weg, „um das Vertrauen in den Euroraum wiederherzustellen“.

Konkret fordern Weidmann und Villeroy de Galhau die „Schaffung eines gemeinsamen Finanzministeriums für den Euro-Raum in Verbindung mit einem unabhängigen Fiskalrat“ sowie die Bildung eines stärkeren politischen Gremiums, das politische Entscheidungen trifft und der parlamentarischen Kontrolle unterliegt.

Differenzen auch zwischen Berlin und Paris

Rufe nach einer Art Euro-Finanzminister sind nicht neu. Allerdings gibt es auch zwischen Berlin und Paris erhebliche Differenzen über eine tiefere Integration. Die Bereitschaft, Entscheidungskompetenz an Brüssel abzugeben, ist auch in vielen anderen Euro-Ländern gering.

Peugeot entschädigt Iran wegen Sanktionen

Der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen zahlt nach iranischen Angaben der Islamischen Republik mehr als 400 Mio. Euro an Schadenersatz für die Zeit der Wirtschaftssanktionen. Die Zahlung gehe an Iran-Khodro (IKCO), den größten Autohersteller des Landes, sagte dessen Chef Hashem Jekke-Sare gestern der Nachrichtenagentur Isna zufolge.

Geleistet werde der Schadenersatz überwiegend durch Dienstleistungen und Rabatte, darunter für Autoteile für im Iran produzierte Fahrzeuge.

Wichtiger Standort für Peugeot

Im vergangenen Monat schlossen beide Unternehmen ein Joint Venture, um Autos im Iran zu produzieren. Für Peugeot ist das Gemeinschaftsunternehmen von besonderer Wichtigkeit. Mit dem Stopp der Verkäufe im Iran 2012 verlor der französische Hersteller fast zehn Prozent seiner weltweiten Auslieferungen. Die wegen des iranischen Atomprogramms verhängten Sanktionen wurden im Jänner weitgehend wieder aufgehoben.

Chronik

Carports und Autos völlig ausgebrannt

In einer Garage in Absam in Tirol hat gestern Abend ein Fahrzeug zu brennen begonnen. Die Garage und mehrere Autos brannten komplett aus. Die Brandursache ist noch völlig unklar.

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Carportbrand auch im Burgenland

Auch in Urbersdorf im Burgenland ist die Feuerwehr zu einem Brandeinsatz gerufen worden: Ein Carport und zwei darin geparkte Autos brannten und wurden komplett zerstört.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Beben in Taiwan: Mann rettete Ehefrau und starb

Mehr als zwei Tage nach einem Erdbeben in Taiwan sind zwei Überlebende aus den Trümmern eines umgestürzten Hochhauses gerettet worden. Eine Frau wurde unter dem Leichnam ihres Mannes lebend gefunden. Das Erdbeben der Stärke 6,4 hatte in der Nacht zu Samstag die Insel erschüttert.

Ehefrau beschützt

Der Ehemann hatte sich laut Medienberichten über seine Frau gekauert und so die Überlebende geschützt. Der zweijährige Sohn des Paares wurde getötet, fünf weitere Familienmitglieder sind noch vermisst.

Auch ein Mann wurde heute - per Kran - lebend aus den Trümmern des 16-stöckigen Gebäudes in der Stadt Tainan gehoben, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Behörden untersuchen mittlerweile den Verdacht, das Hochhaus könnte wegen Pfuschs beim Bau eingestürzt sein. (iptv.ORF.at)

Lebenszeichen von Frau und Mädchen

Die Rettungskräfte fanden auch Lebenszeichen von einer 28-jährigen Frau und einem achtjährigen Mädchen. Beide konnten aber bisher nicht aus den Trümmern befreit werden.

Bei dem Beben waren in Tainan mehrere Wohnhäuser eingestürzt. Allein in den Trümmern des 16-stöckigen Wei-Kuan-Wohnkomplexes starben mehr als 30 Menschen. In dem Hochhauskomplex waren rund 260 Bewohner gemeldet.

Katastrophe zu Neujahrsfeiern

Die Behörden vermuten aber, dass sich zum Zeitpunkt des Bebens mehr als 300 Menschen dort aufhielten - hauptsächlich Verwandte, die zum heute beginnenden chinesischen Neujahrsfest zu Besuch waren. Laut der Feuerwehr wurden in den Trümmern des Wohnkomplexes gestern noch 118 Menschen vermisst.

China: Weniger Feuerwerk zu Neujahr

Die Chinesen haben das Jahr des Affen mit guten Luftwerten und weniger Feuerwerk als üblich begrüßt. In der Hauptstadt Peking begannen gestern - anders als in den Jahren zuvor - viele Menschen nicht schon am Nachmittag (Ortszeit), sondern erst am späten Abend und zu Mitternacht damit, Böller und Raketen zu zünden.

Viele Großstädte hatten die Bürger dazu aufgefordert, mit dem Feuerwerk sparsam umzugehen. Schanghai erteilte sogar erstmals ein generelles Verbot für Kracher und Raketen im Stadtbereich innerhalb der äußeren Ringstraße um die Hafenmetropole.

Smogwerte vielfach überhöht

Feuerwerk hatte die Smogwerte in den Jahren zuvor in vielen Städten auf ein Vielfaches der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Höchstwerte hochschnellen lassen. Heute Früh (Ortszeit) lag der Luftindex der US-Botschaft in Peking bei 50, was für die Hauptstadt ein guter Wert ist.

Jährliche Völkerwanderung

Das Neujahrsfest ist für die Chinesen das wichtigste Fest des Jahres. Hunderte Millionen von ihnen sind über die Feiertage zu ihren Familien gereist. Es gilt als die größte alljährliche Völkerwanderung der Welt. Das nach dem chinesischen Tierkreis benannte Jahr des Affen ist bei zukünftigen Eltern beliebt, da viele glauben, dass ihre Kinder selbstbewusst, schlau und erfindungsreich werden können, wenn sie in diesem Jahr geboren sind.

IT

Google integriert VR-Technologie in Android

Google verstärkt laut einem Zeitungsbericht den Fokus auf virtuelle Realität. Die Technologien, mit deren Hilfe Nutzer in virtuelle Welten eintauchen können, sollen zum Teil direkt in das Smartphone-Betriebssystem Android integriert werden, schrieb die „Financial Times“.

Geplant sei auch eine neue Version der „Cardboard“-Brille, in der das Display eines eingesteckten Smartphones für die Bilder wie in einem Stereoskop sorgt.

Wettrennen mit Apple und Facebook

Die neue Brille bekomme ein Gehäuse aus Plastik statt Karton und zusätzliche Sensoren, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Sie wäre damit dem Modell Gear VR ähnlich, das Samsung Ende vergangenen Jahres für seine Smartphones auf den Markt gebracht hatte. Auch Apple zeigt Interesse an der VR-Technologie.

In diesem Jahr kommen mehrere Hightech-Modelle von VR-Brillen auf den Markt, die statt eines eingesteckten Telefons einen eigenen Bildschirm und viele Sensoren haben. Demnächst soll die seit Langem erwartete Brille Rift des inzwischen zu Facebook gehörenden Pioniers Oculus ausgeliefert werden, Sony steht in den Startlöchern mit der PlayStation VR für seine Spielekonsole. Und vom Smartphone-Anbieter HTC kommt das Modell Vive.

Billigere Alternative

Diese hochgerüsteten Brillen benötigen viel Rechenleistung und dürften zunächst vor allem für Spiele genutzt werden. VR auf Basis von Smartphones gilt als günstigere Alternative für die Massen. Google demonstrierte zum Beispiel eine Anwendung für seinen Straßenansichtsdienst Street View.

Kultur

Adele erfolgreichste Musikerin 2015

Die britische Sängerin Adele, die mit ihrem Album „25“ Rekorde gebrochen hat, war vergangenes Jahr offiziell die erfolgreichste Musikerin der Welt. Der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) teilte heute mit, Adele habe 2015 die meisten Titel verkauft, obwohl ihr neues Album „25“ erst am 20. November veröffentlicht wurde.

Die Sängerin weigerte sich zudem in einem ungewöhnlichen Schritt, das Album auf Streamingdienste zu stellen.

„Globale Sensation“

Das Album war Adeles erstes seit mehr als vier Jahren. In den USA und Großbritannien brach es die bisherigen Rekorde für Plattenverkäufe in der ersten Woche. Die IFPI-Chefin Frances Moore nannte „25“ die „globale Sensation von 2015“ und bezeichnete Adeles Leistung als „einfach phänomenal“.

Taylor Swift rutscht auf Platz drei

Auf Platz zwei der meistgekauften Musiker landete der britische Sänger und Songwriter Ed Sheeran, der seit seiner Ballade „Thinking Out Loud“ wachsende Erfolge verzeichnet. Die US-Popsängerin Taylor Swift, die im Vorjahr mit ihrem Album „1989“ auf dem ersten Platz gelandet war, kam diesmal auf Platz drei.

Rihannas neues Album stürmt US-Charts

R&B-Sängerin Rihanna startet unterdessen mit ihrem Comebackalbum durch: Die Platte „Anti“ ist gestern auf Platz eins der Billboard-Charts geklettert. Die 27-Jährige hatte ihr lang erwartetes neues Album Ende Jänner exklusiv auf dem Streamingdienst Tidal veröffentlicht.

„Anti“ war zunächst den Abonnenten der Musikplattform des Rappers und Geschäftsmanns JAY Z vorbehalten. Rihanna ist Anteilseignerin von Tidal.

Die neuen Songs wurden später auf anderen Onlineplattformen und schließlich auch als CD veröffentlicht. Zudem schloss die Sängerin eine millionenschwere Partnerschaft mit dem Samsung-Konzern, der eine interaktive Website extra für das Album einrichtete. Rihannas neues Album wurde von Fans heiß erwartet, nachdem sie seit 2012 keine neue Platte mehr herausgebracht hatte.

„McTeague“ in Linz: Wurzelbehandlung als Operngenuss

Der Wilde Westen ist zurzeit nicht nur auf der Kinoleinwand en vogue. Mit der europäischen Erstaufführung der Oper „McTeague - Gier nach Gold“ des US-Komponisten William Bolcom nimmt sich auch das Musiktheater Linz des Genres an.

Und wenn es dabei dann gar nicht um Cowboys und Indianer geht, sondern um einen mörderischen Zahnarzt, ist besonderer Nervenkitzel garantiert. Die Handlung präsentiert sich filmreif und spannend, die Musik reichhaltig und für alle Ohren gut konsumierbar, die Inszenierung sehr unterhaltend, wenn auch nicht besonders tiefschürfend: eine Wurzelbehandlung als musikalischer Genuss.

Mehr dazu in Unter der mörderischen Wüstensonne

Science

Leute

„König der Önologen“: Giacomo Tachis ist tot

Italien trauert um seinen wohl bekanntesten Weinpionier der letzten Jahrzehnte, Giacomo Tachis. Der in Medienberichten als „König der Önologen“ bezeichnete Tachis, starb im Alter von 82 Jahren in San Casciano Val di Pesa (Toskana) an den Folgen einer langen Krankheit, wie die Nachrichtenagentur ANSA am Samstag berichtete.

Tachis machte sich einen Namen als große innovative Kraft hinter der „Wiedergeburt“ des italienischen Weines. Seine Karriere begann Tachis in den 60er Jahren beim florentischen Weinhaus Marchesi Antinori, wo er mit dem Tignanello und dem Solaia die ersten Beispiele der später auch als „Supertuscan“ („Supertoskaner“) gefeierten Weine kreierte. Dazu zählt auch der Sassicaia, den Tachis für Marchese Mario Incisa della Rocchetta „erfand“.

Klassische Qualitätsvorgaben ignoriert

Da sich Tachis nicht den strengen und als zu enges Korsett empfundenen DOC- bzw. DOCG-Vorgaben unterwerfen wollte, verzichtete er bewusst etwa auf die Produktion von Exportschlagern wie dem Chianti Classico.

Vielmehr wagte sich Tachis auch im historischen Chianti-Gebiet an neue Mischungen und für italienische Weine lange untypische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, weswegen seine Weine lange auch nur als einfache Tafelweine vermarktet werden konnten.

Tachis, der sich selbst als „bescheidener Weinmischer“ bezeichnete, war bis zu seinem Rückzug ins Privatleben im Jahr 2010 auch in etlichen anderen italienischen Weinregionen tätig. Der „Corriere della Sera“ nennt hier etwa den Turriga (Sardinien) und den San Leonardo (Trentino) als Beispiele, für die von Tachis geschaffenen und mittlerweile „in der ganzen Welt bekannten Weine“.

Lifestyle

Karneval in Rio erreicht seinen Höhepunkt

Ungeachtet der Angst vor dem Zika-Virus haben in Rio de Janeiro Zehntausende Menschen zum Höhepunkt des Karnevals an der Vorführung der Sambaschulen teilgenommen. Rund 70.000 Menschen tanzten und jubelten in der brasilianischen Metropole auf den Rängen des Sambadroms, als gestern Abend die Estacio de Sa als erste der zwölf Sambaschulen den Wettbewerb in dem Tanzstadion eröffnete.

Die Karnevalswagen widmen sich unter anderem den bevorstehenden Olympischen Spielen (iptv.ORF.at)

Verweis auf Olympische Spiele

Als Verweis auf die Olympischen Sommerspiele in sechs Monaten wurde zur Eröffnungszeremonie eine riesige Fackel hereingetragen.

Der Wettbewerb der Sambaschulen, der gestern und heute jeweils die ganze Nacht läuft, ist der Höhepunkt des Karnevals, an dem Schätzungen zufolge fünf Millionen Menschen teilnehmen, darunter eine Million Touristen. Der Parade der aufwendig kostümierten Sambaschulen, einer Auswahl aus rund hundert Ensembles von Amateurtänzern aus der brasilianischen Metropole, gehen zwei Wochen mit Straßenparaden voraus.

Angst vor Zika-Virus

Allerdings trübt das Zika-Virus in diesem Jahr die Feierlaune. Brasilien ist besonders von dem durch die Gelbfiebermücke übertragenen Virus betroffen, das derzeit in Süd- und Mittelamerika grassiert. Die Krankheit verläuft zumeist glimpflich, doch besteht der Verdacht, dass Schwangere das Virus auf Babys übertragen können, bei denen es offenbar zu Mikrozephalie führen kann - einer gefährlichen Fehlbildung des Kopfes.