Ausland

Asyl: „Hotspot“-Gegner auf Kos zündeten Sprengsatz

Auf der griechischen Touristeninsel Kos ist es erneut zu heftigen Protesten gegen den Bau eines Registrierzentrums („Hotspot“) für Migranten gekommen. Unbekannte zündeten gestern einen Sprengsatz neben der Polizeistation der Insel, wie das öffentlich-rechtliche Radio heute berichtete.

Verletzt worden sei niemand. Die Detonation sei kilometerweit zu hören gewesen, sagten Bewohner der dpa. Der Bürgermeister der Insel, Giorgos Kyritsis, spielte den Zwischenfall im Rundfunk herunter und sagte, es sei nur ein einfaches Feuerwerk gewesen.

Angst vor Rückgängen im Tourismus

Kos ist die einzige Insel, die sich dem Bau eines „Hotspots“ widersetzt. Bereits am Wochenende und auch gestern war es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Bereitschaftspolizei gekommen. Viele Einwohner befürchten, die hohen Flüchtlingszahlen würden ihre wichtigste Einkommensquelle, den Tourismus, ruinieren.

Auf den griechischen Ostägäis-Inseln kommen täglich Hunderte Flüchtlinge von der wenige Kilometer entfernten türkischen Küste an. Ein „Hotspot“ auf der Insel Lesbos ist in Betrieb. Im Bau sind neben Kos noch Registrierzentren auf den Inseln Chios, Leros und Samos.

USA schicken Hunderte Soldaten nach Afghanistan

Die USA wollen Hunderte Soldaten in die schwer umkämpfte afghanische Südprovinz Helmand schicken. Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ sollen sie afghanische Streitkräfte im Kampf gegen die Taliban unterstützen. Es werde ein Bataillon entsandt.

US-Präsident Barack Obama hatte den amerikanischen Kampfeinsatz Ende 2014 offiziell für beendet erklärt. Allerdings sind laut unbestätigten Berichten aus Helmand US-Spezialkräfte regelmäßig an Gefechten beteiligt.

In den vergangenen zehn Tagen hätten sich die Kämpfe vor allem in Sangin noch einmal intensiviert, sagte Provinzratsmitglied Abdul Akhunsada heute. Armee und Polizei hätten nur noch Kontrolle über einen Armeestandort, seien aber von Taliban umzingelt. Nachschub erreiche die Soldaten nicht. Der Sender Tolo News berichtete von Armeekommandeuren, die um Hilfe bäten.

Kanada stoppt Beteiligung an Luftangriffen gegen IS

Kanada beteiligt sich nicht länger an den Luftangriffen der US-geführten Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Am 22. Februar würden die sechs Kampfjets abgezogen, kündigte Ministerpräsident Justin Trudeau gestern (Ortszeit) an und erfüllte damit eines seiner Wahlversprechen.

Der im Oktober gewählte Regierungschef erklärte, die Luftangriffe seien gut für „kurzfristige Geländegewinne“, aber nicht für „langfristige Stabilität“.

Bisher zählte Kanada zu den Staaten, die sich mit den meisten Kampfjets am Anti-IS-Kampf des Westens beteiligten. Der Abzug der Jets erscheint wie ein Rückschlag für die Koalition, während die USA die Verbündeten zu einem stärkeren militärischen Engagement drängen.

Mehr Ausbildner für Kurden

Ganz zurückziehen wird sich Kanada unter dem liberalen Ministerpräsidenten Trudeau aber nicht: Die Zahl der Spezialkräfte, die Kurden im Nordirak ausbilden, werde auf 210 verdreifacht, sagte der Regierungschef.

Ein Luftbetankungsflugzeug und zwei Aufklärungsflugzeuge würden überdies weiterhin für die Koalition im Einsatz sein. US-Präsident Barack Obama telefonierte gestern mit Trudeau und dankte ihm „für die gegenwärtigen und künftigen Beiträge“, wie das Weiße Haus mitteilte.

Nordkoreas Satellit „auf Schlingerkurs“ in Orbit

Nordkorea hat mit seinem jüngsten Raketenstart erfolgreich einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn geschossen - doch Signale wurden bisher nicht aufgefangen.

Das teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium heute nach Analysen des zwei Tage zuvor erfolgten, umstrittenen Raketenstarts mit. Der Satellit „Kwangmyongsong-4“ kreise in etwa 500 Kilometer Höhe um die Erde.

Der US-Sender CBS berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, der Satellit befinde sich „auf einem Schlingerkurs im Orbit“. Das sei das zweite Mal, dass Nordkorea vergeblich versucht habe, einen Satelliten auf eine stabile Umlaufbahn zu bringen.

Weltweite Kritik an Raketenstart

Nordkoreas Start der Weltraumrakete am Sonntag wurde weltweit kritisiert. Während das kommunistische Regime von einem „legitimen Recht auf Weltraumforschung“ sprach, sieht die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer militärischen Langstreckenrakete.

Die Trägerrakete wies den südkoreanischen Angaben zufolge die gleichen technischen Merkmale wie eine Ende 2012 von Nordkorea abgefeuerte Rakete auf. Das deute auf nur geringen technischen Fortschritt hin, wurde ein Ministeriumsvertreter von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Saudi-Arabien hält sich Truppeneinsatz in Syrien offen

Die saudi-arabische Regierung hat sich offen gezeigt, Spezialeinheiten in den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Syrien zu schicken. Man sei bereit, wenn der Einsatz im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition erfolge, sagte Außenminister Adel al-Dschubair gestern bei einem Besuch in Washington. Wie viele Soldaten das Königreich entsenden könnte, gab er nicht bekannt.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums zeigte sich über den Vorschlag erfreut. Wie ein Einsatz aussehen könnte, lasse sich im Moment aber nicht sagen. Ein Berater des saudi-arabischen Verteidigungsministers hatte sich bereits in der vergangenen Woche offen gezeigt, Bodentruppen nach Syrien zu verlegen. Spezialeinheiten erwähnte er dabei nicht.

Obama gegen US-Bodentruppen

Die USA bombardieren bereits gemeinsam mit anderen Staaten mutmaßliche IS-Stellungen. Wegen der Erfahrungen in Afghanistan und im Irak zögert Präsident Barack Obama aber, Bodentruppen zu entsenden. Er entschied im vergangenen Jahr lediglich, bis zu 50 Elitesoldaten in dem Bürgerkriegsland einzusetzen.

Unterdessen warnte die Geheimdienstbehörde der US-Streitkräfte (DIA), dass Zahl und Ausmaß der IS-Angriffe wahrscheinlich zunehmen werden. DIA-Direktor Vincent Stewart verwies auf IS-Ableger in Mali, Tunesien, Somalia, Bangladesch und Indonesien. Zudem wäre es keine Überraschung, wenn es von der Sinai-Halbinsel aus verstärkt zu Attacken im ägyptischen Kernland komme.

Umstrittenes NGO-Gesetz nahm erste Hürde in Knesset

Das israelische Parlament hat heute in erster Lesung für ein umstrittenes Gesetz gestimmt, mit dem Bürgerrechtsgruppen zur Offenlegung ihrer ausländischen Finanzquellen gezwungen werden sollen. 50 Abgeordnete votierten nach stundenlanger Debatte für die Regelung, 43 dagegen.

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) fürchten durch das Gesetz die öffentliche Verfolgung insbesondere regierungskritischer und propalästinensischer Gruppen, die aus dem Ausland Geld erhalten.

Hinweis auf Finanzierung aus Ausland

NGOs, die mehr als die Hälfte ihres Budgets aus staatlichen Mitteln im Ausland erhalten, sollen mit dem Gesetz verpflichtet werden, bei allen öffentlichen Aktivitäten auf diese Tatsache deutlich hinzuweisen. Bei Verstößen dagegen drohen hohe Bußgelder.

Im ursprünglichen Gesetzesentwurf von Justizministerin Ajelet Schaked war auch vorgesehen, dass Bürgerrechtler bei Besuchen der Knesset entsprechende Anhänger tragen, damit die Parlamentarier gewarnt sind. Diese Passage wurde aus der Vorlage gestrichen.

Rechtsgerichtete NGOs ausgenommen

Schaked will mit dem Gesetz nach eigenen Angaben gegen die angebliche Einmischung fremder Regierungen in die inneren Angelegenheiten Israels vorgehen.

Opposition und Verfassungsrechtler kritisieren, dass die in Israel ebenfalls sehr aktiven rechtsgerichteten NGOs, die weitgehend von ideologisch motivierten Privatpersonen aus den USA finanziert werden, von den erhöhten Transparenzregeln bewusst ausgenommen werden sollen.

Die Gegner des Gesetzes verweisen darauf, dass die NGOs schon jetzt alle Finanzquellen auf ihren Websites offenlegen. Oppositionsführer Jizchak Herzog warf der Justizministerin Heuchelei vor, weil sie ihren eigenen Wahlkampf für die Siedlerpartei Jüdisches Heim (Ha-Bait ha-Jehudi) mit Auslandsspenden bestritten habe.

Ausschreitungen bei Polizeieinsatz in Hongkong

In Hongkong ist es nach einem Polizeieinsatz gegen unlizenzierte Imbissstände zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

Wie die Behörden heute mitteilten, wurden mindestens 24 Menschen im Alter zwischen 17 und 70 Jahren festgenommen, nachdem sie in der Nacht Beamten eine Straßenschlacht geliefert hatten. 48 Polizisten seien verletzt worden.

Protest gegen Schließung von Straßenständen

Wie lokale Medien berichteten, hatte eine Gruppe von Protestierenden versucht, die Schließung von Straßenständen zu verhindern, an denen ohne Genehmigung Essen verkauft wurde. Fernsehbilder des Senders TVB zeigten Maskierte, die Feuer legten und Steine warfen.

Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die rund 100 Beteiligten vor. Zudem habe ein Beamter zwei Schüsse mit seiner Pistole abgefeuert, als die Situation eskalierte, teilte die Polizei mit. Bis in die Früh hatte sich die Lage wieder beruhigt.

13.000 Soldaten bei Militärübung in Thailand

Mehr als 13.000 Soldaten aus sechs Ländern nehmen seit heute an der jährlichen internationalen Militärübung „Cobra Gold“ in Thailand teil. Insgesamt beteiligen sich 27 Länder, die meisten schickten militärische Beobachter. Unter anderem die USA, Südkorea und Japan haben Soldaten entsandt.

Neben der militärischen Komponente geht es bei der größten Übung im asiatisch-pazifischen Raum auch darum, sich auf humanitäre Einsätze und Katastrophenhilfe vorzubereiten.

Man wolle damit die Fähigkeit der teilnehmenden Länder stärken, bei komplexen multilateralen Einsätzen zusammenzuarbeiten, hieß es in einer Mitteilung der US-Botschaft in Thailand.

Inland

Kurz setzt Westbalkan-Reise in Serbien fort

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) setzt seine Westbalkan-Reise heute mit einem Besuch in Serbien fort. Zentrales Thema der Gespräche mit Ministerpräsident Aleksandar Vucic und Außenminister Ivica Dacic wird die Flüchtlingskrise sein. Kurz bemüht sich um eine gemeinsame Strategie mit den Westbalkan-Staaten zur Eindämmung der Flüchtlingsmigration auf der Balkan-Route.

In Sarajevo hatte der Außenminister Verständnis für die Sorgen der Westbalkan-Staaten angesichts der bevorstehenden österreichischen Grenzschließung geäußert.

Das EU-Kandidatenland Serbien versucht, in der Flüchtlingskrise mit einer betont kooperativen Haltung zu punkten. In Belgrad wird Kurz von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl begleitet. Die beiden werden der Unterzeichnung einer bilateralen Vereinbarung über den „Export“ des österreichischen dualen Ausbildungssystems nach Serbien beiwohnen.

Sport

Football: „Superman“ Newton im Schmollwinkerl

Cam Newton war der große Geschlagene der 50. Ausgabe der Super Bowl. Der Quarterback der Carolina Panthers, der im Grunddurchgang der National Football League (NFL) seinen Stempel aufgedrückt hatte, sah im Finale gegen die Denver Broncos kein Land. Der 26-jährige selbsternannte „Superman“ ließ nach seiner bisher schwärzesten Stunde aber jegliche Professionalität vermissen. Newton setzte sich ins Schmollwinkerl. Seine Pressekonferenz wurde zur Farce.

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Ski alpin: Shiffrin-Comeback in Crans Montana

Am Wochenende gastiert der alpine Skiweltcup der Damen in Crans-Montana. Im Schweizer Skiort wird am 15. Februar der abgesagte Maribor-Torlauf nachgetragen. „Und ich werde da sein“: Mit diesen Worten kündigte Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin ihre Rückkehr in den Weltcup an. Die Amerikanerin hatte sich bei einem Sturz im Dezember am Knie verletzt und die Saison eigentlich schon abgehakt.

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Wirtschaft

TUI brechen Türkei-Buchungen ein

Der weltgrößte Reisekonzern TUI bekommt die Krisen in wichtigen Urlaubsländern deutlich zu spüren. Die Sommerbuchungen für die Türkei seien im Vergleich zum Vorjahr bisher um 40 Prozent eingebrochen, teilte der TUI-Konzern heute mit.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember ließ zudem der schwierige Börsengang der deutschen Container-Reederei Hapag-Lloyd den saisontypischen Nettoverlust um gut drei Viertel auf 184 Mio. Euro anschwellen. TUI musste den Wert der verbliebenen Hapag-Beteiligung um knapp 42 Mio. Euro nach unten korrigieren.

Hoffen auf besseres Ergebnis als im Vorjahr

Einer der beiden Vorstandschefs, Fritz Joussen, der den Konzern künftig allein führt, zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass das Reisegeschäft heuer mehr abwirft als im Vorjahr. Zum Winterstart dämmte TUI trotz der Krisen in Ägypten und Tunesien den operativen Verlust leicht ein.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember 2015 schrumpfte der um Sondereffekte bereinigte operative Verlust (EBITA) um drei Prozent auf knapp 102 Mio. Euro. Während die konzerneigenen Kreuzfahrtschiffe und Hotels operativ Gewinne einfuhren, führten der harte Preiskampf in Deutschland und ungünstige Wechselkurse dazu, dass die Veranstaltersparte höhere Verluste verbuchte.

Kurseinbruch in Tokio - Nikkei verliert über fünf Prozent

Ein Ausverkauf bei Bankaktien hat die Börse in Tokio heute einbrechen lassen. Der Nikkei-Index büßte 5,4 Prozent auf 16.085 Punkte ein. Hintergrund waren wachsende Sorgen um die Weltwirtschaft und die Stabilität des Finanzsektors.

Zusätzlich drückte der starke Yen auf Exportwerte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte rund ein Prozent niedriger. Viele Märkte in Asien - darunter die Börsen in China - bleiben wegen des Neujahrsfests die komplette Woche geschlossen.

Tokio folgt Europas Börsen

Tags zuvor waren bereits die Börsen in Europa in den Keller gerauscht. Auch hier gerieten vor allem Finanzwerte unter die Räder. In Tokio gaben die Papiere der Finanzhäuser Mitsubishi UFJ Financial Group und Sumitomo Mitsui Financial Group rund neun Prozent nach.

Aktien der Mizuho Financial Group verloren mehr als sechs Prozent. Toyota-Papiere verbilligten sich um rund sechs Prozent, Honda und Nissan um rund sieben Prozent.

Ölpreis sorgt für Nervosität

Zur Nervosität trugen auch Turbulenzen auf dem Ölmarkt bei. In Australien fiel der Index deshalb auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Zuvor hatte bereits die Wall Street nachgegeben.

Mittlerweile legte der Ölpreis jedoch wieder zu. Die Nordsee-Ölsorte Brent kostete mit 33,11 Dollar 0,7 Prozent mehr. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 1,25 Prozent auf 30,06 Dollar je Fass (159 Liter).

Der Euro legte leicht zu und wurde mit 1,1208 Dollar bewertet nach 1,1195 Dollar im späten New Yorker Handel.

Swatch expandiert auf Brillenmarkt

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch und der italienische Brillenhersteller Safilo wollen zusammenarbeiten. Im Frühjahr sollen erste Modelle der Sonnenbrillen „Swatch The Eyes“ auf den Markt kommen, teilte der weltgrößte Uhrenhersteller heute mit.

Safilo und Swatch entwerfen die Brillenkollektionen gemeinsam. Die Brillen sollen über das globale Vertriebsnetz von Swatch sowie anfänglich über die Einzelhandelskette Solstice von Safilo verkauft werden. Später werden sie auch bei ausgewählten nordamerikanischen Brillenfachhändlern erhältlich sein.

Fleischkennzeichnung: Neuer Aufreger für Speisekarte

Die Frage, wie und wo seine Lebensmittel hergestellt wurden, wird für den Konsumenten immer wichtiger. Nicht umsonst sind „Herkunft“ und „aus Österreich“ auch in der Werbung Dauerthema. Die Landwirte fordern selbst eine verpflichtende Herkunftsangabe für Fleisch in der Gastronomie nach dem Vorbild Schweiz.

Neben dem Buchstabensalat der Allergenkennzeichnung müsste dann künftig neben Schnitzel, Zwiebelrostbraten und Co. noch „Österreich“ - oder eben nicht - stehen. Im Handel ist die Fleischkennzeichnung längst Pflicht, im Restaurant wird der Gast aber oft im Unklaren gelassen. Die Gastronomie warnt nach Allergenkennzeichnung und Registrierkassenpflicht vor einer weiteren „Keule“.

Mehr dazu in Das regionale Versprechen

Chronik

Siebenjährige Skifahrerin in Salzburg schwer verletzt

In Flachau in Salzburg ist gestern ein Kind aus Hallein beim Skifahren schwer verletzt worden. Ein 41 Jahre alter Snowboarder stieß mit der Siebenjährigen auf der Piste zusammen. Beide stürzten.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Skifahrer fährt in Gruppe und nimmt Reißaus

In Lech in Vorarlberg fuhr gestern Mittag ein Unbekannter in eine Gruppe von Skifahrern, die gerade auf den Lift warteten. Eine Frau verletzte sich am Knie. Der Unbekannte machte sich daraufhin aus dem Staub.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Vor Hamburg aufgelaufenes Containerschiff wieder frei

Ein seit fünf Tagen in der Elbe in Deutschland festsitzender Containerriese „CSCL Indian Ocean“ ist wieder frei. Zwölf Schlepper mit zusammen mehr als 1.000 Tonnen Zugkraft zogen das 400 Meter lange Schiff in der Nacht auf heute zurück in die Fahrrinne. Der Schleppversuch hatte gegen 2.00 Uhr begonnen.

Containerschiff CSCL Indian Ocean

APA/AP/Daniel Bockwoldt

Durch den südwestlichen Wind über der Nordsee und die Springtide der Neumondnacht war das Hochwasser um gut 1,20 Meter höher als normal. Der Abschnitt der Elbe war für die Dauer des Manövers gesperrt.

Treibstoff abgepumpt und Flussgrund ausgehoben

Die „CSCL Indian Ocean“, die mit einer Länge von 400 Metern zu den größten Containerschiffen der Welt gehört, war am Mittwoch wegen eines Defekts an der Steueranlage auf Grund gelaufen. Das Schiff hat 6.600 Container geladen.

In den vergangenen Tagen wurden 6.500 Tonnen Treibstoff und Ballastwasser abgepumpt. Außerdem wurden 45.000 Kubikmeter Erdboden am havarierten Schiff mit Baggern ausgehoben. Zwölf Schlepper mit einer Gesamtzugkraft von 1.085 Tonnen waren im Einsatz. Das Schiff werde nun voraussichtlich zum Hamburger Hafen geschleppt, teilte das Havariekommando mit.

China feiert Beginn des Jahrs des Affen

Für 1,3 Milliarden Menschen hat gestern das neue Jahr begonnen. Im wichtigsten Fest des chinesischen Mondkalenders wurde das Jahr des Affen mit Feuerwerken, Tempelbesuchen und Ritualen eingeläutet.

Gemäß der Tradition steht der Affe für Agilität und Findigkeit - heuer aber in Verbindung mit dem Element des Feuers, was unruhige Zeiten verheißt. Feng-Shui-Meister wollen nicht einmal den Ausbruch von Kriegen ausschließen.

Zumindest aber bei den berüchtigten Smog-Werten rund um die Neujahrsfeiern legte das Jahr in China einen guten Anfang hin - das allerdings dank ganz handfester behördlicher Auflagen.

Mehr dazu in „Es wird Unvorhersehbares geschehen“

2.000 Karotten pro Jahr: Riesenhase sucht Zuhause

In Schottland sucht die Tierschutzorganisation Society for the Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) via Kurznachrichtendienst Twitter ein neues Zuhause für einen Hasen - allerdings keinen gewöhnlichen.

Das bereits jetzt „hundegroße“ Tier der Rasse Riesenkaninchen mit dem passenden Namen Atlas (der Titan aus der griechischen Mythologie) kann ausgewachsen eine Größe von über einem Meter erreichen. Entsprechend auch der Appetit: Laut dem britischen „Guardian“ verdrücken die Tiere bis zu einen Ballen Heu pro Woche, 2.000 Karotten und 700 Äpfel pro Jahr.

Screenshot twitter.com/ScottishSPCA

Screenshot twitter.com/ScottishSPCA

Gesucht werde jedenfalls ein Halter, der bereits Erfahrung mit Riesenkaninchen hat, heißt es von der SPCA. Ein normaler Hasenkäfig tut es für das rotbraune Tier, derzeit etwa so groß wie ein Terrier, nicht. Für den neuen Besitzer gebe es für den Pflegeaufwand regelmäßig etwas zum Lachen, versprechen die Tierschützer, da der Hase häufig auf komische Ideen komme.

Gesundheit

Kultur

Roger Willemsen ist tot

Der deutschsprachige Kulturbetrieb hat einen seiner beredtsten Vertreter verloren. Autor, Moderator und Conferencier Roger Willemsen ist tot. Diese Nachricht traf gestern für viele sehr überraschend ein.

Der Mann aus Bonn, der sich am Thema des Suizids fast in eine universitäre Laufbahn hineinhabilitiert hätte und dann doch im Bereich der populär-intelligenten Zeitgenossenschaft verblieben ist, erlag in seinem Domizil bei Hamburg einem Krebsleiden. Willemsen hatte seine Erkrankung erst vor Kurzem öffentlich gemacht.

Mehr dazu in Ein Polyhistor für die mediale Gegenwart

Science

Boliviens zweitgrößter See ausgetrocknet

Der bisher zweitgrößte See Boliviens, der Lago Poopo, ist praktisch komplett ausgetrocknet. „Seit 30 Jahren gibt es einen Prozess der Austrocknung, die nun ihren Höhepunkt gefunden hat“, sagte der Landeschef des Umweltnetzwerks „Red Latinoamericana Ambiental“, Raul Perez Albrecht, der dpa. „Es gibt eine eindeutige Verbindung zum Klimawandel.“

So sei die Temperatur rund um den auf 3.700 Meter Höhe gelegenen See im Südwesten Boliviens seit 1982 um 1,8 Grad gestiegen. Die Niederschlagsmengen hätten sich drastisch reduziert. Wegen des Wassermangels würden die Bauern der Region zudem über selbst gebaute Kanäle dem einzigen Fluss, der den See speist, dem Rio Desaguadero, große Mengen Wasser entziehen.

Satellitenbilder zeigen Austrocknung

NASA-Bilder aus dem Weltall zeigen, dass von der einst knapp 3.000 Quadratkilometer großen Wasserfläche fast nichts mehr übrig ist. „Allerdings wurde der Prozess auch dadurch beschleunigt, dass der See immer schon eine sehr geringe Wassertiefe hatte“, so Albrecht. Auf dem trockenen Grund des Sees liegen Dutzende Boote der Fischer, die ihre Arbeit und ihre Ernährungsgrundlage verloren haben.

Zudem gab es früher Tausende Flamingos im See. „Wenn wir Glück haben, können wir vielleicht noch ein Drittel des Lago Poopo retten“, sagte Umweltexperte Albrecht. Dafür müsse es mehr regnen und der Rio Desaguadero mit mehr Wasser in den See einfließen. „Er ist der Schlüssel, um einen Teil des Sees zurückzugewinnen.“

Religion

Leute

Hugh Jackman erneut wegen Hautkrebs behandelt

Schauspieler Hugh Jackman (47, „X-Men“) ist erneut wegen Hautkrebs behandelt worden. „Ein Beispiel, was passiert, wenn man keinen Sonnenschutz aufträgt“, schrieb der 47-Jährige gestern auf Instagram zu einem Foto, das ihn mit Pflaster auf der Nase zeigt.

„Basalzellkarzinom. Die leichteste Krebsform, aber trotzdem eine ernste Sache“, schrieb der Australier weiter. Sein Appell: „BITTE BENUTZT SONNENSCHUTZ und lasst euch regelmäßig durchchecken!“

Im November 2013 hatte Jackman erstmals ein Bild von sich mit Pflaster auf der Nase veröffentlicht, zusammen mit dem Aufruf, immer auf den Sonnenschutz zu achten.

„Weißer Hautkrebs“

Ein Basalzellkarzinom oder Basaliom ist ein Tumor, der anders als ein Melanom normalerweise keine Metastasen bildet. Diese und eine ähnliche Tumorart werden deshalb auch „halbbösartiger“ oder „weißer Hautkrebs“ genannt.

In Österreich erkranken Schätzungen zufolge jährlich 15.000 bis 30.000 Menschen an dem Tumor.