Ausland

Wütende Menge lyncht mögliche Attentäterin in Nigeria

Eine aufgebrachte Menge hat in Nigeria eine mögliche Selbstmordattentäterin auf brutale Weise getötet. Die Frau hatte sich in der Stadt Bauchi im Nordosten des Landes am Eingang zu einem Markt geweigert, sich von Sicherheitskräften durchsuchen zu lassen.

Unter ihren Kleidern seien anschließend zwei an ihrem Körper befestigte Flaschen mit einer unbekannten Flüssigkeit entdeckt worden, berichtete die Zeitung „Daily Independent“ heute. Ob es sich um Sprengstoff handelte, war unbekannt.

Mit Benzin übergossen und angezündet

Daraufhin hätten wütende Umstehende die Frau zunächst verprügelt und dann mit Benzin übergossen und angezündet, berichteten lokale Medien. Der Vorfall habe sich gestern ereignet, hieß es weiter.

Bereits in der Vergangenheit waren mutmaßliche Islamisten von Bürgern in Nigeria gelyncht worden. Die Terrorgruppe Boko Haram verübt in dem westafrikanischen Land seit sechs Jahren schwere Anschläge mit mittlerweile über 13.000 Toten. Immer häufiger setzen die Extremisten Frauen als Attentäterinnen ein.

General als Sonderermittler im Mordfall Nemzow bestimmt

Nach dem Mord an dem russischen Oppositionspolitiker Boris Nemzow ist Medienberichten zufolge ein Experte für Verbrechen mit nationalistischem Hintergrund zum Sonderermittler ernannt worden.

Mit dem Fall befasse sich General Igor Krasnow, der eine zwölfköpfige Sonderkommission leite, berichteten russische Medien heute. Der General habe auch die politischen Morde an dem kremlkritischen Anwalt Stanislaw Markelow und der Journalistin Anastasia Baburowa aufgeklärt. Sie waren 2009 erschossen worden.

Putin verspricht Aufklärung

Der mögliche Hauptermittlungsansatz: ein Mord, womöglich verübt von Nationalisten, die aus Hass auf die prowestliche Opposition gehandelt haben könnten, wie Kommentatoren meinten. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Die Stadt Moskau wies Medienberichte zurück, laut denen zahlreiche Kameras der Videoüberwachung zur Tatzeit abgeschaltet gewesen seien. Alle funktionierten, heißt es. Die Aufnahmen würden ausgewertet.

Der Oppositionelle Nemzow war am späten Freitagabend mit vier Schüssen in den Rücken auf einer Brücke in Kreml-Nähe getötet worden. Der 55-Jährige starb am Tatort. Der Täter entkam unerkannt. Präsident Wladimir Putin teilte mit, dass alles für die Aufklärung des „zynischen Mordes“ an seinem Gegner getan werde.

D: Kinderpornoprozess gegen Ex-Politiker Edathy eingestellt

Der Kinderpornoprozess gegen den früheren deutschen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy ist nach einem Schuldeingeständnis gegen eine Geldauflage eingestellt worden.

Am zweiten Verhandlungstag gab der ehemalige SPD-Politiker heute zu, sich mit seinem dienstlichen Laptop kinderpornografische Videos und Bilder aus dem Internet besorgt zu haben. „Ich habe eingesehen, dass ich einen Fehler begangen habe. Ich habe dazu lange gebraucht“, räumte Edathy in einer von seinem Rechtsanwalt vorgelesenen Erklärung ein.

Name tauchte im Internet auf

Oberstaatsanwalt Thomas Klinge hatte ein solches Geständnis des 45 Jahre alten Ex-Politikers gefordert. Daraufhin beschloss die Strafkammer des Landgerichts Verden die Einstellung nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung. Edathy muss 5.000 Euro an den Kinderschutzbund Niedersachsen zahlen.

Die Anklagebehörde hatte Edathy vorgeworfen, im Herbst 2013 kinderpornografische Videos und Bilder aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Die Ermittler waren auf ihn aufmerksam geworden, weil sein Name auf der Kundenliste einer kanadischen Firma aufgetaucht war, die auch Kinder- und Jugendpornos vertrieben haben soll.

Saudischem Blogger Badawi droht Enthauptung

Die Frau des regimekritischen saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi hat die Medien informiert, dass ihrem Mann möglicherweise wegen Abfalls vom Islam die Todesstrafe droht.

Im schriftlichen Statement von Ensaf Haidar, das der APA vorliegt, weist sie zudem darauf hin, dass der Akt wieder jenem Richter zugewiesen wurde, der zehn Jahre Haft und Peitschenhiebe gegen Badawi verhängt hatte.

Familie Badawis sehr besorgt

„Der Richter ist gegen Raif eingestellt. Er hatte bereits zweimal gefordert, dass Raif wegen Apostasie (Abfall von der Religion, Anm.) angeklagt wird.“ Im Falle einer Verurteilung wegen Glaubensabfalls drohe Badawi die Todesstrafe durch Enthauptung, heißt es in dem Text, der im Namen der ganzen Familie Badawi verbreitet wurde.

„Wir haben ernsthafte Gründe zu glauben, dass derselbe Richter erneut (...) für eine Anklage wegen Abfalls vom Islam plädieren wird“, so die besorgte Familie weiter.

Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ins Meer und droht

Mit Raketentests und kriegerischen Tönen hat Nordkorea auf den Beginn gemeinsamer Manöver der Streitkräfte der USA und Südkoreas reagiert.

Zwei Kurzstreckenraketen seien von der Westküste Nordkoreas aus in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee heute mit. Die Raketen hätten eine Reichweite von etwa 500 Kilometern gehabt. Es habe sich vermutlich um Raketen des Typs Scud gehandelt. Die beiden koreanischen Staaten warfen einander Provokation vor.

Manöver von USA und Südkorea

Ungeachtet der Proteste aus Nordkorea begannen die USA und Südkorea wie geplant die fast zweimonatigen Feldübungen unter dem Namen „Foal Eagle“ sowie die zwölftägige Kommandoschulung „Key Resolve“. Beide Seiten hatten zuvor Vorwürfe Nordkoreas zurückgewiesen, die jährlichen Frühjahrsübungen dienten der Vorbereitung eines Angriffs. An den Manövern nehmen laut Berichten südkoreanischer Medien etwa 220.000 Soldaten teil. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Es ist nicht unüblich, dass Nordkorea auf US-amerikanisch-südkoreanische Militärmanöver mit Raketentests und eigenen Manövern antwortet. Südkoreas Armee sprach von einer „Provokation“ und erklärte, angesichts drohender weiterer Raketentests „wachsam“ zu sein.

Nordkorea reagiert regelmäßig gereizt auf die Militärübungen und betrachtet sie als Vorbereitungen für eine Invasion. Am Wochenende hatte Machthaber Kim Jong Un die Armee seines Landes angewiesen, sich auf einen „Krieg“ mit den USA und deren Verbündeten vorzubereiten.

Regierungskritischer Journalist in Türkei festgenommen

In der Türkei ist einer der bekanntesten regierungskritischen Journalisten des Landes festgenommen worden. Wie türkische Medien heute meldeten, werden dem Enthüllungsjournalisten Mehmet Baransu von der Zeitung „Taraf“ die Gründung einer kriminellen Vereinigung und Spionage vorgeworfen. Baransu selbst sagte demnach, er sei das einzige Mitglied dieser angeblichen Gruppe.

Enthüllungen über angebliche Putschpläne

Der Journalist war in den vergangenen Monaten bereits mehrmals vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen worden. Baransu war mit Enthüllungen über angebliche Putschpläne des Militärs bekanntgeworden.

Nach Ansicht von Kritikern verschärft die türkische Regierung seit einiger Zeit ihr Vorgehen gegen unliebsame Journalisten und verfolgt auch regierungskritische Meinungsäußerungen. So waren in jüngster Zeit mehrere Verdächtige in Haft genommen worden, die Präsident Recep Tayyip Erdogan beleidigt haben sollen.

Euro-Gruppe stellt Griechenland Finanzspritze in Aussicht

Griechenland kann bereits im März auf eine Milliardenüberweisung seiner internationalen Geldgeber hoffen. Voraussetzung sei der Beginn notwendiger Reformen, sagte Euro-Gruppe-Chef Jeroen Dijsselbloem der „Financial Times“ (Montag-Ausgabe).

„Meine Botschaft an die Griechen lautet: Versucht das Programm zu starten, bevor die gesamten Verhandlungen beendet sind“, sagte der niederländische Finanzminister.

Deutschland drängt Athen zu Reformen

Angesichts sinkender Steuereinnahmen und des fehlenden Zugangs zum Finanzmarkt ist Griechenland auf Hilfe von außen angewiesen. Andernfalls könnte bis Ende März nicht mehr genügend Geld in den Staatskassen sein.

Auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble drängt die griechische Regierung, in den kommenden vier Monaten Reformen umzusetzen. So könne sich das hoch verschuldete Land neue Hilfen sichern.

Inland

Kärnten: Stichwahl in Klagenfurt

In 132 Kärntner Gemeinden sind gestern Gemeinderäte und Bürgermeister gewählt worden. Die SPÖ führt mit 40,23 Prozent der Stimmen, ein Plus von gut drei Prozentpunkten, gefolgt von der ÖVP mit 22,5 Prozent. Die Grünen legten drei Prozent zu.

Spannend wird die Stichwahl in Klagenfurt zwischen dem amtierenden Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) und SPÖ-Vizebürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz.

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190 Dschihadisten aus Österreich

Die Zahl jener, die aus Österreich in die Kriegsgebiete im Irak und in Syrien gezogen sind, wird inzwischen auf 190 geschätzt. Bei der Extremismus-Hotline melden sich mehr und mehr Menschen, die befürchten, ihre Kinder oder ihre Freunde könnten sich den Terroristen anschließen. Mehr als 60 sollen schon aus Syrien zurückgekommen sein. Jetzt gibt es ein neues Projekt, das sich an die Mütter richtet.

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Sport

Bundesliga: Katerstimmung bei der Austria

Die Austria hat mit der überraschenden 0:1-Pleite beim Letzten Wiener Neustadt weiter an Boden verloren und ist auf dem enttäuschenden Rang sechs hängen geblieben. „Das ist nicht der Anspruch, den die Austria und jeder einzelne Spieler haben“, sagte Offensivspieler Alexander Gorgon. „Es ist ein ständiges Auf und Ab.“ Das wird wohl auch Sportdirektor Franz Wohlfahrt so sehen. Wie lange seine Geduld mit Trainer Gerald Baumgartner noch währt, ist offen.

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Bundesliga: Salzburg verarbeitet EL-Scheitern mit Sieg

Salzburg hat sich gestern in der 22. Bundesliga-Runde vom Scheitern in der Europa League nicht aus der Spur bringen lassen. Der Tabellenführer verarbeitete das bittere Aus gegen Villarreal mit einem 3:1-Heimsieg gegen Grödig. Die „Bullen“ verzeichneten mit der Führung nach 29 Sekunden einen Blitzstart und waren drückend überlegen. Die mangelnde Chancenauswertung rächte sich mit dem Ausgleich für Grödig aus dem Nichts. Nach der Pause war Salzburg nicht mehr so dominierend, zwei Tore ebneten aber am Ende den Weg zu einem völlig verdienten Erfolg.

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Wirtschaft

Preisverfall in Euro-Zone im Februar zurückgegangen

Der Preisverfall in der Euro-Zone geht zurück. Die jährliche Inflation stieg im Februar wieder auf minus 0,3 Prozent. Obwohl damit weiter ein Preisverfall stattfand, ist das ein Anstieg gegenüber minus 0,6 Prozent im Jänner, wie das EU-Statistikamt Eurostat heute mitteilte.

Dienstleistungen hatten im Februar die höchste jährliche Teuerung aufgewiesen (1,1 Prozent gegenüber 1,0 Prozent im Jänner), gefolgt von Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak (0,5 Prozent gegenüber minus 0,1 Prozent im Jänner), Industriegütern ohne Energie (minus 0,2 Prozent gegenüber minus 0,1 Prozent im Jänner) und Energie (minus 7,9 Prozent gegenüber minus 9,3 Prozent im Jänner).

Flughafen Wien meldet Gewinnsteigerung

Der Flughafen Wien-Schwechat hat ein gutes Jahr 2014 hinter sich. Das Periodenergebnis legte von 73,3 Millionen Euro auf 81,9 Mio. Euro (plus 11,8 Prozent) zu, teilte das Unternehmen heute Früh mit. Der Umsatz stieg von 622 Mio. auf 630 Mio. Euro (plus 1,3 Prozent), der operative Gewinn von 112,1 Mio. Euro auf 119,8 Mio. Euro (plus 6,9 Prozent).

Für Gesellschafter der Muttergesellschaft gab es ein Periodenergebnis von 82,5 Mio. Euro (plus 12,5 Prozent nach 73,3 Mio. im Vorjahr), für nicht beherrschende Anteile gab es ein Minus von 0,5 Mio. Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie legte damit von 3,49 Euro auf 3,93 Euro zu. In der Folge soll die Dividende von 1,30 Euro auf 1,65 Euro steigen.

Verschuldung geht zurück

Zugleich ging die Nettoverschuldung um 127,2 Mio. Euro zurück, und zwar von 633,4 Mio. Euro auf 506,2 Mio. Euro. 2015 sollen 95 Mio. Euro investiert werden, kündigte der Flughafen an. Auch für 2015 wird ein Wachstum erwartet. Der Umsatz soll heuer über 645 Millionen Euro und der Gewinn über 85 Mio. Euro liegen.

Chronik

Wasserleiche bei Baggerarbeiten entdeckt

Bei Baggerarbeiten im Bereich des rechten Rheindamms in Hard (Vorarlberg) ist heute Früh eine weibliche Leiche entdeckt worden. Details zur Identität der Frau und zur Todesursache gibt es bisher nicht.

Mehr dazu vorarlberg.ORF.at

Leiche in Innsbrucker Schlucht entdeckt

In der Sillschlucht im Gemeindegebiet von Innsbruck entdeckte ein Passant gestern Abend unterhalb der Aussichtsplattform Drachenfelsen einen Toten. Laut Polizei war die Leiche in unwegsamem Gelände. Die Identität des Toten konnte bisher nicht geklärt werden. Die Leiche wurde zur Untersuchung in das Gerichtsmedizinische Institut gebracht.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat ein Spieler die richtigen Gewinnzahlen erraten. Er bekommt über zwei Millionen Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

4 5 8 18 26 42/Zusatzzahl 28

Ein Spieler hatte den richtigen Joker auf seinem Wettschein und kann sich über mehr als 675.000 Euro freuen.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

5 5 7 4 2 1

Alle Angaben ohne Gewähr

Leiche an Gletscher in Neuseeland lag 42 Jahre im Eis

Die Polizei hat an einem Gletscher in Neuseeland eine Leiche geborgen, die höchstwahrscheinlich 42 Jahre im Eis gelegen war. Bergsteiger entdeckten die menschlichen Überreste am Tasman-Gletscher des Aoraki-Mount Cook, wie die Polizei heute mitteilte.

Man wolle nicht über die Identität des Mannes spekulieren, hieß es. Shirley Slatter vom Mount-Cook-Nationalpark sagte Medienberichten zufolge, es handle sich wahrscheinlich um die Leiche eines 19-jährigen Neuseeländers, der 1973 verunglückt sei. Laut Polizeiangaben werden noch etwa 70 Leichen auf dem Berg vermutet. Der Mount Cook, der den Maori-Namen Aoraki trägt, ist mit gut 3.700 Metern der höchste Berg Neuseelands.

Suche nach Flug MH370 soll eingestellt werden

Australien will die Suche nach dem seit knapp einem Jahr verschollenen Passagierflugzeug MH370 einstellen. „Wir können nicht für immer weitersuchen“, so Verkehrsminister Warren Truss. Sein Land verhandle in der Causa mit China und Malaysia.

Die Maschine der Malaysia Airlines verschwand kurz nach dem Start auf mysteriöse Art vom Radar. Die Boeing mit 239 Menschen an Bord war auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking. Experten vermuten, dass MH370 noch Tausende Kilometer abseits des eigentlichen Kurses geflogen war und dann in den Indischen Ozean stürzte.

Religion

Muslimische Jugend will IGGiÖ-Präsidenten klagen

Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) plant, den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Fuat Sanac, zu klagen, weil dieser „Unwahrheiten“ über die MJÖ verbreite. Konkret handelt es sich um die Aussage Sanacs in der ORF-Sendung „Heimat, fremde Heimat“, die MJÖ werde aus dem Ausland finanziert und wolle das nicht öffentlich machen.

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Kurz und Aleviten verteidigen Islamgesetz

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Kritik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am neuen Islamgesetz zurückgewiesen. „Wir wollen einen Islam in Österreich, der sich frei und ohne Bevormundung aus dem Ausland entfalten kann“, sagte Kurz gestern.

Erdogan hatte das Islamgesetz als Verstoß gegen EU-Normen und als Maßnahme zur Unterdrückung von Muslimen kritisiert. Aus Sicht der Islamischen Alevitischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (ALEVI) sind die Vorwürfe seitens der Türkei „unberechtigt“.

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Kultur

„Captain America 3“ mit Daniel Brühl und Scarlett Johansson

Für den dritten Teil der Comicverfilmung „Captain America“ wird Daniel Brühl („Good Bye, Lenin!“) im Sommer in Berlin mit US-Schauspieler Chris Evans vor der Kamera stehen.

Studio Babelsberg in Potsdam bereitet das Treffen legendärer US-Comicsuperhelden wie Iron Man, Black Widow und Captain America aus dem Hause Marvel vor, wie die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichteten.

Das Filmstudio hält sich wie gewohnt zurück: „Wir können das nicht kommentieren“, sagte Sprecher Eike Wolf gestern. Als Dienstleister für große US-Studios ist das Unternehmen stets auf Diskretion bedacht. Studio Babelsberg steht jedoch in Kontakt mit dem Marvel-Comic-Universum.

Start der Dreharbeiten ist im April in Atlanta, danach geht es nach Puerto Rico. Im Sommer kommt die Crew nach Berlin. Neben Evans alias Captain America soll auch Scarlett Johansson als Black Widow vor der Kamera stehen. Brühl wird einen Bösewicht spielen.

Lifestyle

Rio feiert mit gigantischer Torte 450. Geburtstag

Mit einer 450 Meter langen Torte haben die Bewohner von Rio de Janeiro den 450. Geburtstag ihrer Stadt gefeiert. Zum Ständchen von Tausenden festlich gestimmten Passanten blies Bürgermeister Eduardo Paes gestern die Kerzen auf dem gigantischen Kuchen aus, bevor Bäcker und örtliche Würdenträger großzügig bemessene Stücke an die Menge verteilten.

3.000 Eier und 2,5 Tonnen Mehl

Es hatte drei Tage gedauert, um insgesamt 2,5 Tonnen Mehl, 2,1 Tonnen Zucker, 1,5 Tonnen Margarine, 3.000 Eier, 1.000 Liter Milch und etwa 1.000 Liter Schlagobers zu der rekordverdächtigen Torte zu verarbeiten. Die Aufgabe teilten sich zehn Konditoren.

Rio de Janeiro wurde am 1. März 1565 von dem portugiesischen Militärvertreter Estacio de Sa gegründet. Bis 1960 war die „Cidade Maravilhosa“ („wunderbare Stadt“) Brasiliens Hauptstadt, dann wurde sie von Brasilia abgelöst.