Liveticker

Kritische Fragen für Prüfer im U-Ausschuss

Eine ungewöhnliche Versicherungsfrage

Tamandl kommt nochmals auf einen Aktenvermerk aus der Hypo-Spitze zurück, in dem auch die Namen Malleg und Groier stünden.

Sie zitiert: Es geht um eine Erhöhung einer Versicherung, konkret um den Rahmen für das Abdecken von Fahrlässigkeit. „Können Sie mir das erklären?“ Es dürfte sich um einen Vorschlag des seinerzeitigen Versicherungsmaklers gehandelt haben, sagt der Zeuge. Tamandl ist skeptisch: Warum war das bei der Hypo Thema?

Er könne jetzt „nur vermuten“, sagt Malleg. Die „Haftungsordnung“ sei im Zusammenhang mit der BAWAG Thema gewesen, so weit er sich erinnern könne. Tamandl noch einmal: Was hat die Versicherung eines Prüfungsunternehmens mit der Bank (Hypo) zu tun?

Tamandl übernimmt. Ihre Einschätzung zum seinerzeitigen Vorgehen der Confida hält Malleg für völlig falsch. Es geht wieder um das zurückgezogene Testat.

Eindrücke vom Hypo-Untersuchungsausschuss

ORF.at/Carina Kainz

Die ÖVP-Abgeordnete ortet rückblickend Pflichtversäumnisse. Man hätte handeln müssen, und zwar schon vor dem fertigen Bericht zu den Swap-Verlusten, glaubt sie, „sofort“.

Ausland

Guatemalas Staatschef tritt zurück

In der Korruptionsaffäre in Guatemala ist Staatschef Otto Perez heute zurückgetreten. Perez habe diese Entscheidung getroffen, um auf die gegen ihn eingeleiteten Maßnahmen reagieren zu können, sagte sein Sprecher Jorge Ortega. Kurz zuvor war gegen Perez Haftbefehl erlassen worden.

Richter Miguel Angel Galvez habe dem Antrag auf Haftbefehl zugestimmt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Julia Barrera, gestern (Ortszeit) in Guatemala-Stadt. Nach guatemaltekischem Gesetz hätte Perez ohnehin zurücktreten müssen, wenn er in Untersuchungshaft genommen wird.

Das Parlament des zentralamerikanischen Landes hatte am Dienstag die Immunität des konservativen Politikers aufgehoben und damit den Weg für eine Strafverfolgung frei gemacht. Die 132 anwesenden Abgeordneten stimmten geschlossen für die Aufhebung der Immunität des Staatschefs.

Kopf eines Korruptionsnetzwerks?

Perez wird von der guatemaltekischen Staatsanwaltschaft und UNO-Ermittlern beschuldigt, einer der führenden Köpfe eines Korruptionsnetzwerks beim Zoll gewesen zu sein. Gegen Schmiergelder sollen Importeuren Zollabgaben in Millionenhöhe erlassen worden sein.

Seit April verlangten Demonstranten bei wöchentlichen Massenprotesten seinen Rücktritt. Perez beharrte aber bis zuletzt darauf, bis zum Ende seines Mandats Mitte Jänner zu amtieren. Bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl darf Perez aus verfassungsrechtlichen Gründen ohnehin nicht antreten.

Asyl: Tausende Unterschriften setzen London unter Druck

Wegen ihrer restriktiven Einwanderungspolitik wird die britische Regierung derzeit mit Petitionen für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen überzogen. Eine parlamentarische Petition fordert die konservative Regierung von Premierminister David Cameron zur Aufnahme von mehr Asylsuchenden auf, bis gestern Abend wurde sie von rund 46.600 Menschen unterzeichnet.

Ab 10.000 Unterschriften muss die Regierung in London auf eine Petition reagieren. Werden mindestens 100.000 Unterschriften gesammelt, wird das Anliegen als Thema einer Parlamentsdebatte geprüft.

„Angemessenes Asyl“ gefordert

„Es gibt eine weltweite Flüchtlingskrise. Großbritannien gewährt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht angemessen Asyl“, heißt es in der Petition. „Wir können es nicht zulassen, dass Flüchtlinge ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um entsetzlichen Konflikten und Gewalt zu entkommen, um dann in düsteren, unsicheren und unmenschlichen Zuständen in Europa zu leben“, heißt es weiter.

Eine weitere Unterschriftenaktion über die Petitionsplattform Change.org, die die britische Innenministerin Theresa May aufruft, Flüchtlingen aus Konfliktgebieten sofort Zuflucht zu gewähren, bekam binnen vier Tagen sogar 135.000 Unterschriften.

Die Unterschriftenaktionen erhielten womöglich auch wegen des Fotos eines toten Flüchtlingskindes Zulauf, das gestern an einem türkischen Strand gefunden worden war. Das Bild des kleinen syrischen Buben verbreitete sich über Soziale Netzwerke in Windeseile und sorgte europaweit für Bestürzung.

UNO: Über 13 Mio. Kinder wegen Kriegen ohne Schulbesuch

Mehr als 13 Millionen Kinder können laut UNO-Angaben wegen der Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika nicht zur Schule gehen. Damit würden sie ihrer Hoffnung und ihrer Zukunft beraubt, heißt es in einem heute veröffentlichten Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF.

„Wir stehen kurz davor, eine gesamte Generation von Kindern im Nahen Osten und in Nordafrika zu verlieren“, sagte UNICEF-Regionaldirektor Peter Salama und rief zu schnellem Handeln auf.

Angriffe auf die Schulen seien der Hauptgrund, warum viele Kinder nicht zum Unterricht gehen könnten, heißt es in dem Bericht mit dem Titel „Bildung unter Beschuss“. Häufig würden die Schulgebäude als Obdach für vertriebene Familien oder als Unterschlupf für Kämpfer genutzt.

Tausende Lehrer gaben Arbeit auf

Allein in Syrien, im Irak, im Jemen und in Libyen könnten fast 9.000 Schulen nicht für den Unterricht genutzt werden. Tausende Lehrer in der Region hätten aus Angst vor den Kämpfen ihre Arbeit aufgegeben. Eltern ließen ihre Kinder aus demselben Grund nicht mehr aus dem Haus.

Aber auch Länder wie der Libanon, die Türkei und Jordanien, die zahlreiche syrische Flüchtlinge aufgenommen haben, hätten mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sagte Salama. Ihr Bildungssystem sei der großen Menge an Flüchtlingskindern schlicht nicht gewachsen.

Obama als erster US-Präsident nördlich des Polarkreises

Als erster US-Präsident in der Geschichte ist Barack Obama gestern in das Gebiet nördlich des Polarkreises gereist. „Es gibt eine Sache, die noch nie ein US-Präsident gemacht hat - und zwar nördlich des Polarkreises zu reisen“, sagte Obama vor Einwohnern des kleinen Ortes Kotzebue in Alaska. „Ich könnte kaum stolzer sein, dass ich der Erste bin.“

Der US-Präsident befindet sich seit Montag auf einer Alaska-Reise, die dem Kampf gegen den Klimawandel gewidmet ist. Bei seinem Besuch in Kotzebue sagte er, die Menschen in Alaska müssten bereits mit den Auswirkungen des Klimawandels leben. „In den vergangenen Jahren habe ich versucht, den Rest des Landes stärker auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, aber ihr erlebt diesen bereits“, sagte Obama an die Einwohner gerichtet.

Die USA sind nach China der größte Produzent klimaschädlicher Treibhausgase. Der Präsident hat als Ziel für sein Land ausgegeben, die Emissionen bis 2025 um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu reduzieren. Angesichts der Blockade im Kongress greift er auf Exekutivanordnungen zurück, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

Mistral-Deal geplatzt: Knapp eine Mrd. Euro für Moskau

Nach der geplatzten Lieferung zweier Mistral-Kriegsschiffe an Russland wird Frankreich voraussichtlich knapp eine Milliarde Euro an Moskau zurückzahlen. Die Regierung in Paris werde den russischen Behörden „die vereinbarte Summe von 949.754.849 Euro“ zahlen, heißt es in einem Gesetzesentwurf, den die französische Nationalversammlung gestern auf ihrer Website veröffentlichte.

Der Entwurf soll am 15. September dem Auswärtigen Ausschuss der Nationalversammlung und zwei Tage später dem Parlamentsplenum vorgelegt werden. Bisher hatte die Regierung nur mitgeteilt, dass die Rückzahlung unter einer Milliarde Euro liegen werde.

Doch höhere Rückzahlung?

Die französische Satirezeitung „Le Canard enchaine“ berichtete allerdings, die Gesamtkosten für das geplatzte Rüstungsgeschäft beliefen sich auf rund zwei Milliarden Euro, da noch viele Zusatzkosten wie etwa durch die Auflösung eines Vertrags zur künftigen Instandhaltung der Schiffe entstünden. Frankreichs Finanzminister Michel Sapin wies die Darstellung zurück.

Frankreich und Russland hatten Anfang August bekanntgegeben, dass sie sich auf die Auflösung des Mistral-Vertrages geeinigt hätten. Russland hatte die beiden Hubschrauberträger im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro im Juni 2011 bestellt. Wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine legte Frankreich die Lieferung im vergangenen Jahr jedoch auf Eis. Danach verhandelten beide Seiten monatelang über die Kosten.

USA suchen nach Mittel gegen IS

Die USA suchen ob der ausbleibenden Erfolge weiter nach einem geeigneten Mittel, um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nachhaltig zu schwächen. Der ehemalige CIA-Chef David Petraeus schlägt nun vor, mit Kämpfern der Al-Nusra-Front, einem Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida, gegen den IS zusammenzuarbeiten. Die Al-Nusra-Front ist erklärter Feind des IS und lieferte dem IS in Syrien bereits heftige Gefechte. Unterdessen gibt es laut „Washington Post“ geheime Drohneneinsätze von CIA und US-Armee, um ranghohe IS-Kämpfer zu töten.

Mehr dazu in Neue Taktik angedacht

Inland

Strache für Zäune an EU-Außengrenzen

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sieht angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise in Europa ein „totales Versagen der EU“. Im APA-Interview trat er dafür ein, dass an den EU-Außengrenzen, aber auch an jenen der Nationalstaaten Zäune wie jene an Ungarns Grenze zu Serbien errichtet werden. Außerdem plädierte er für Registrierungsstellen für die Flüchtlinge an den Außengrenzen der Union.

Gefragt, ob es seiner Meinung nach sinnvoll wäre, Zäune wie in Ungarn an allen EU-Außengrenzen zu erreichten, sagte Strache: „Ja natürlich. Es wäre auch gut, wenn es auch abseits der geregelten Übergangsrouten Zäune gibt“ - und zwar auch bei Nationalstaaten, sofern das notwendig sei. „Es kann ja jeder über einen korrekten Übergang auch dann das Land queren.“

Dass die Bürger sich durch längere Wartezeiten gestört fühlen würden, glaubt Strache nicht: Man habe zwar „zum Glück“ die Reisefreiheit, „auf der anderen Seite, wenn ich heute in einen Flieger einsteige, habe ich selbstverständlich Sicherheitschecks, muss man seinen Pass herzeigen. Ich bin froh darüber und dankbar, dass es diese Kontrollen gibt (...).“

Spindelegger: ÖVP von „Nimbus der Korruption“ befreit

Der vor einem Jahr überraschend zurückgetretene ÖVP-Chef und Vizekanzler Michael Spindelegger sieht seinen größten politischen Erfolg darin, die ÖVP vom Nimbus der Korruption befreit zu haben. „Als ich die ÖVP übernahm, galt sie als korrupte Partei“, sagte Spindelegger im heute erschienenen „Kurier“.

„Ich habe damals gegen große Widerstände den Verhaltenskodex eingeführt. Das brachte mir viele weiße Haare. Aber es war richtig. Denn jetzt liegt der Nimbus der Korruption nicht mehr auf der ÖVP“, so Spindelegger.

Hypo-Gesetz kein Misserfolg

Das Hypo-Gesetz, das der Verfassungsgerichtshof aufgehoben hat, sieht der ehemalige Finanzminister nicht als Misserfolg. „Es wird leicht gesagt, dass ohnehin alle behauptet hätten, dass das Gesetz nicht halten wird. Das stimmt natürlich nicht“, so Spindelegger.

Es seien damals zwei Gutachten eingeholt worden, „die diesen verfassungsrechtlichen Weg abgesichert haben. Was gerne übersehen wird, ist, dass Nachranggläubiger, die wir geschnitten haben, und Primärgläubiger auseinanderzuhalten sind“, verteidigte Spindelegger sein Handeln als Finanzminister in der Causa Hypo.

Wirtschaft

EZB berät über Zinsen und Inflation

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) beraten heute über ihre Geldpolitik in der Frankfurter Zentrale der Notenbank. Erwartet wird, dass die EZB-Ratsmitglieder den Schlüsselzins für die Geldversorgung des Bankensystems, der seit September 2014 auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent liegt, nicht antasten.

Akteure auf den Finanzmärkten wollen nach dem Zinsbeschluss von EZB-Präsident Mario Draghi am Nachmittag unter anderem wissen, wie die Notenbank auf die jüngsten Börsenturbulenzen wegen der Furcht vor einer Abkühlung der Wirtschaft in China reagiert. Auch die nach Ansicht der EZB gefährlich niedrige Inflation im Währungsraum dürfte auf der Pressekonferenz eine Rolle spielen.

Inflation bleibt niedrig

Experten erhoffen sich von Draghi zudem Hinweise, ob er die Kraft des bisher auf 1,14 Billionen Euro angelegten Programms zum Kauf von Staatsanleihen möglicherweise erhöhen wird.

Seit März pumpen die EZB und die Zentralbanken der Euro-Länder Woche um Woche auf diese Weise Milliarden an billigem Geld in das Finanzsystem. Sie wollen mit den Käufen dafür sorgen, dass die Institute weniger in Anleihen investieren und stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft vergeben.

Konjunktur und Inflation sollen angeschoben werden. Doch der große Sprung blieb bisher aus: Die Inflation lag auch im August nur bei 0,2 Prozent. Und das ist meilenweit von der EZB-Zielmarke von knapp unter zwei Prozent entfernt, die die EZB als ideal für die Wirtschaftsentwicklung betrachtet.

Französische Bauern rollen mit tausend Traktoren nach Paris

Aus Protest gegen sinkende Preise für landwirtschaftliche Produkte sind französische Bauern heute Früh mit rund tausend Traktoren über verschiedene Autobahnen in Richtung Paris gerollt. Die Landwirte hissten Flaggen des Bauernverbandes FNSEA und Transparente mit Aufschriften wie „Frankreich - lass deine Bauern nicht im Stich“.

Eine Delegation der protestierenden Bauern wollte sich in die Nationalversammlung begeben. Premierminister Manuel Valls wollte Sprecher der Bauernverbände empfangen.

Proteste gegen sinkende Milchpreise

In der Früh zählte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt 1.038 Traktoren, 49 Busse und 50 andere Fahrzeuge. Die Bauern blockierten in der Regel nur eine Fahrbahn, sodass sich die Verkehrsbehinderungen in Grenzen hielten, es wurden 17 Kilometer Stau gemeldet.

Die Polizei hatte die Bewohner der Vororte der Hauptstadt vorsorglich aufgerufen, das Auto stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren.

Französische Viehzüchter protestieren schon seit Wochen mit Straßenblockaden im ganzen Land gegen sinkende Preise für Milch und Fleisch. Sie sehen das Überleben ihrer Betriebe gefährdet. Die französische Regierung legte deswegen im Juli einen 600 Millionen Euro schweren Hilfsplan auf. Die Bauern fordern aber weitergehende Maßnahmen - unter anderem weniger Regulierungen.

Bericht: 73 Mio. Euro Verlust bei Toshiba

Der japanische Technologiekonzern Toshiba hat wegen des jüngsten Bilanzskandals im vergangenen Geschäftsjahr einem Zeitungsbericht zufolge einen Verlust von umgerechnet rund 73 Millionen Euro gemacht. Der Konzern kommentierte den Bericht der Tageszeitung „Yomiuri“ (Donnerstag-Ausgabe) zunächst nicht.

Dem Blatt zufolge könnte die nun bis Montag erwartete Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das im März abgelaufene Geschäftsjahr abermals verschoben werden, sollten weitere Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen auftauchen.

Am Montag hatte der Konzern erklärt, wegen neuer Bilanzfehler müsse die Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Mal verschoben wurde. Als Frist wurde der 7. September genannt. Es wurde bereits erwartet, dass Toshiba wegen des Skandals in die roten Zahlen gerutscht ist.

IWF warnt vor wachsenden Risiken für Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat kurz vor dem Treffen der G-20-Finanzminister vor wachsenden Risiken für die Weltwirtschaft und insbesondere für die Schwellenländer gewarnt.

Das sich verlangsamende Wachstum in China und die zunehmenden Schwankungen an den Finanzmärkten könnten sich erheblich auf den Ausblick auswirken, heißt es in einem gestern in Washington verbreiteten IWF-Papier.

Das Dokument ist für die Konferenz in Ankara vorgesehen. In der türkischen Hauptstadt beraten morgen und am Samstag die Finanzminister der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) unter anderem über die angespannte Lage in China und Brasilien.

Die in dem IWF-Papier aufgelisteten Risiken reichen von einem stärkeren Dollar und dem Währungsverfall in mehreren Schwellenländern über fallende Rohstoffpreise bis zum schwächeren Kapitalzufluss. Sie wiesen auf eine Abwärtsbewegung hin, schreiben die IWF-Experten. „Ein gleichzeitiges Eintreffen mehrerer dieser Risiken würde die Aussichten erheblich verschlechtern.“

Im Juli hatte der IWF seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 3,3 Prozent gesenkt. Für China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, sieht der IWF ein langsameres Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent voraus.

Sport

CL-Geschichte: Als Sturm tiefe Spuren hinterließ

Um die Jahrtausendwende hinterließ ein österreichischer Club in der Champions League tiefe Spuren. Sturm Graz qualifizierte sich ab 1998 dreimal in Folge für die Gruppenphase und mauserte sich dort vom Außenseiter zum Sensationsteam. In der Saison 2000/01 überstanden die Steirer als erstes und bisher einziges rot-weiß-rotes Team die Gruppenphase. „Es war eine Mannschaft mit richtigen Kumpels“, erinnerte sich der damalige Kapitän Ivica Vastic im Gespräch mit ORF.at an die drei goldenen Jahre zurück.

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EM-Qualifikation: ÖFB-Team auf weiße Weste aus

Schon am Samstag gegen Moldawien (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) kann Österreich das Ticket für die EM 2016 fix buchen, falls Schweden davor nicht in Russland verloren hat. Die EM-Qualifikation ist für die Koller-Elf aber nicht das einzige Ziel, intern hat sich der Tabellenführer der Gruppe G vorgenommen, „ungeschlagen aus der Gruppenphase herauszukommen“, verriet Aleksandar Dragovic die Extramotivation der Österreicher.

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Vuelta: Froome quält sich nach Sturz ins Ziel

Christopher Froome muss seinen Traum, als erst dritter Radprofi sowohl die Tour de France als auch die Vuelta in einem Jahr zu gewinnen, für heuer wohl abschreiben.

Der 30-jährige Brite kam auf der Königsetappe der Spanien-Rundfahrt früh zu Sturz und verlor nach einem völlig verpatzten Tag in Andorra mehr als acht Minuten. Die schwerste Vuelta-Etappe brachte allerdings auch einen Umsturz in der Gesamtwertung.

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Formel 1: Mythos Monza kämpft ums Überleben

Mit dem Grand Prix von Italien in Monza steht den Formel-1-Fans am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) der nächste Klassiker ins Haus. Triumphe und zahlreiche Tragödien machten das Autodromo Nazionale Monza vermutlich überhaupt zum berühmt-berüchtigtsten Kurs in der Motorsport-Königsklasse.

Unvergessen ist der erste WM-Titel von Niki Lauda, den er für Ferrari ausgerechnet beim Heim-GP vor 40 Jahren sichergestellt hatte. Unvergessen sind auch die vielen Opfer. Doch der Grand Prix kämpft ums Überleben.

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Chronik

Schaf Chris von 42 Kilogramm Wolle befreit

Ein seit Jahren ungeschorenes Schaf hat in Australien rekordverdächtige 42,3 Kilogramm Wolle auf die Waage gebracht. Chris sei mit seinem dicken Fell in Lebensgefahr gewesen, berichtete der Sender ABC heute unter Berufung auf Tierärzte.

Die Tierschutzorganisation RSPCA hatte das Merino-Schaf unter seine Fittiche genommen, als es herrenlos in der Nähe der Hauptstadt Canberra vor sich hin trottete. Es war mit dem Wollgewicht kaum in der Lage zu gehen.

So ein Fell habe er in 35 Jahren im Geschäft noch nie auf einem Schaf gesehen, sagte Scherer Ian Elkins. Die Prozedur dauerte eine Dreiviertelstunde. Schafe werden normalerweise jedes Jahr geschoren. Das dauert pro Tier drei Minuten und bringt im Schnitt fünf Kilogramm Wolle. Die Tierorganisation sucht nun jemand, der Chris aufnimmt.

Gesundheit

Kultur

Manuskript von „Happy Birthday“ in den USA entdeckt

Das Manuskript des Liedes „Happy Birthday To You“ ist in den USA entdeckt worden. „Es war ein Zufallsfund“, sagte der Direktor der Musikbibliothek der University of Louisville in Kentucky, James Procell.

„Ich habe einen Ordner, der schon seit den 1950er Jahren bei uns liegt, archivieren wollen, und statt ein paar Zeitungsausschnitten fand ich ein 120 Jahre altes Manuskript mit etwa 30 Liedern.“

In der Handschrift von Mildred Hill, die das Lied zusammen mit ihrer Schwester schrieb, waren auch Text und Noten für „Good Morning To You“, woraus später das Geburtstagslied wurde. „Es ist ein Schatz“, sagte Procell, „und bibliothekarisch eine kleine Sensation.“

Hollywood-Schauspieler Dean Jones gestorben

Der US-Schauspieler Dean Jones ist tot. Der vor allem für seine Rolle in dem Film „Ein toller Käfer“ aus dem Jahr 1968 bekannte Darsteller starb im Alter von 84 Jahren in Los Angeles nach Komplikationen in Zusammenhang mit einer Parkinson-Erkrankung, wie sein Agent gestern mitteilte. Jones starb laut den Angaben bereits am Dienstag.

Einen Namen machte sich Jones vor allem in seiner Rolle als Fahrer Jim Douglas in dem Disney-Film „Ein toller Käfer“. Der weiße VW-Käfer verfügt in dem Streifen über ein Eigenleben. Wegen des großen Erfolgs des Films wurden vier Fortsetzungen gedreht. Jones war in Hollywood vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren gefragt.

Der im südlichen US-Bundesstaat Alabama geborene Jones war als US-Soldat im Korea-Krieg stationiert, bevor er mit seiner Schauspielkarriere durchstartete. Neben seinen Kinoauftritten war er auch im Fernsehen und am Broadway an der Seite von Stars wie Elvis Presley und Jane Fonda zu sehen.

Religion

Science

Leute

Avril Lavigne und Chad Kroeger trennen sich

Das kanadische Musikerpaar Avril Lavigne und Chad Kroeger hat sich getrennt. Das teilte die Sängerin (30) gestern bei Instagram mit. „Nicht nur durch die Hochzeit, sondern auch durch die Musik haben wir uns viele unvergessliche Momente erschaffen“, hieß es. „Wir sind noch immer die besten Freunde und werden das auch für immer bleiben.“

Lavigne und der Frontmann der Band Nickelback hatten im Sommer 2013 geheiratet. Kennen gelernt hatten sie einander im Jahr davor, als sie gemeinsam einen Song für ein Album Lavignes schrieben. Lavigne war zuvor bereits mit dem Sänger Deryck Whibley verheiratet. Für Kroeger war es die erste Ehe.