Ausland

Clinton nimmt Nominierung als Kandidatin an

Hillary Clinton ist offiziell Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten und geht gegen Donald Trump ins Rennen um das Weiße Haus. Die frühere Außenministerin und First Lady nahm gestern (Ortszeit) bei ihrer Rede in Philadelphia die Nominierung des Parteitags der Demokraten an.

Clinton war am Dienstag mit der großen Mehrheit der über 4.700 Delegierten gewählt worden und hatte sich damit gegen ihren parteiinternen Rivalen Bernie Sanders durchgesetzt. Clinton ist damit die erste Frau überhaupt, die von einer der beiden großen US-Parteien ins Rennen um das Weiße Haus geschickt wird.

Die Amerikaner entscheiden am 8. November über die Nachfolge des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama, der nach seiner zweiten Amtsperiode nicht mehr kandidieren kann.

Jemen verkündet Abbruch von Friedensgesprächen

Die jemenitische Regierung hat den Abbruch der Friedensgespräche mit den Huthi-Rebellen verkündet, nachdem diese die Bildung eines „Obersten Rats“ zur Leitung des Landes bekanntgegeben hatten. „Die Verhandlungen sind komplett beendet“, erklärte der stellvertretende Direktor des Präsidentenbüros, Abdullah al-Olaimi, gestern, der der Regierungsdelegation bei den Verhandlungen in Kuwait angehört. Die Rebellen hätten den „Gnadenschuss“ abgefeuert, erklärte die Regierung.

Die UNO kritisierte den Schritt der Rebellen. Der UNO-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed sagte, die Gründung des Rats widerspreche dem Friedensprozess und verletze die UNO-Resolution 2216.

Diese fordert den Rückzug der Huthi-Rebellen auf ihre Positionen vor 2014, die Aufgabe ihrer Waffen und die Übergabe aller staatlicher Institutionen an die international anerkannte Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Den Abbruch der Verhandlungen verkündete Ould Cheikh Ahmed aber nicht.

Friedensgespräche stehen seit Wochen still

Die seit April laufenden Friedensgespräche in Kuwait kommen schon seit Wochen nicht mehr voran. Sie sollen einen Ausweg aus dem seit Anfang 2015 tobenden Konflikt finden, in dem die Regierungstruppen mit Unterstützung einer Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee kämpfen.

Die Rebellen hatten im September 2014 die Hauptstadt Sanaa besetzt und im März 2015 Präsident Hadi zur Flucht ins Ausland gezwungen.

Die Huthi-Rebellen und der Allgemeine Volkskongress von Ex-Präsident Ali Abdallah Saleh hatten gestern verkündet, einen „Obersten Rat“ zu gründen, um die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Landes zu leiten. Ziel sei es, „die Bemühungen zur Abwehr der Aggression Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten zu bündeln“. Dem Rat sollen zehn Mitglieder angehören. Wer diese sind, wurde aber nicht bekanntgegeben.

Korsika fordert Schließung radikaler Moscheen

Die korsische Regionalversammlung hat die Behörden aufgerufen, alle muslimischen Kultstätten auf der Insel zu schließen, die eine radikale Lesart des Islam vertreten. Eine entsprechende Resolution wurde getern praktisch einstimmig verabschiedet.

Darin wird der französische Staat zur „umgehenden Schließung“ aller „Gebets- und Versammlungsorte“ aufgerufen, „die als Orte der Radikalisierung bekannt sind oder in denen Hassreden gehalten werden, die ein Klima der Gewalt befördern“.

Separatistengruppe droht mit Vergeltung

Zuvor hatte eine korsische Separatistengruppe den „radikalen Islamisten auf Korsika“ mit harter Vergeltung gedroht, sollten sie ein Attentat auf der französischen Mittelmeer-Insel begehen.

„Das Ziel der Salafisten ist es offenkundig, bei uns die Politik von Daesh (arabische Abkürzung des Islamischen Staates, Anm.) zu verwirklichen, doch sind wir darauf vorbereitet“, hieß es in der Erklärung der Nationalen Befreiungsfront Korsikas (FLNC), die an die Zeitung „Corse Matin“ verschickt wurde.

Gruppe spricht von „mittelalterlicher Philosophie“

Die „mittelalterliche Philosophie“ radikaler Islamisten mache ihr keine Angst, schrieb die Untergrundgruppe, die für eine Abspaltung Korsikas von Frankreich kämpft. Die FLNC rief die „Muslime Korsikas“ auf, sich gegen den radikalen Islamismus zu stellen und den Behörden die Radikalisierung „junger Arbeitsloser“ zu melden.

Die Erklärung erfolgte zwei Wochen nach dem Anschlag in Nizza mit 84 Toten und zwei Tage nach der Ermordung eines Priesters bei Rouen. Zu beiden Taten bekannte sich die IS-Miliz.

Auch nach Terror: Merkel bleibt bei „Wir schaffen das“

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Anschläge von Würzburg und Ansbach als „islamistischen Terror“ verurteilt und Konsequenzen aus den jüngsten Gewalttaten in Aussicht gestellt. „Diese Anschläge sind erschütternd, bedrückend und auch deprimierend“, sagte sie gestern in Berlin. „Es werden zivilisatorische Tabus gebrochen.“

Dennoch blieb Merkel ihrer früheren Linie treu: „Ich bin heute wie damals davon überzeugt, dass wir es schaffen, unserer historischen Aufgabe - und dies ist eine historische Bewährungsaufgabe in Zeiten der Globalisierung - gerecht zu werden. Wir schaffen das.“

Mehr dazu in „Große Bewährungsprobe“

Rajoy erhält in Spanien Auftrag zur Regierungsbildung

Gut einen Monat nach der Parlamentsneuwahl in Spanien hat König Felipe VI. den geschäftsführenden konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. „Ich habe dem König gesagt, dass ich noch nicht die nötige Unterstützung habe, den Auftrag aber dennoch annehme“, erklärte Rajoy gestern Abend in Madrid nach einem Treffen mit Felipe.

Das Gespräch mit Rajoy hatte die dreitägige Konsultationsrunde Felipes mit mehreren Parteichefs abgeschlossen. Dabei hatte der König am Donnerstag im Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid auch den Vorsitzenden der Sozialisten (PSOE), Pedro Sanchez, empfangen.

Rajoy wünscht sich große Koalition

Sanchez sagte danach vor Journalisten, er habe Felipe mitgeteilt, dass die PSOE-Abgeordneten bei einer eventuellen Abstimmung über eine Kandidatur von Rajoy im Madrider Parlament mit „Nein“ votieren würden.

Rajoy würde am liebsten mit der PSOE eine große Koalition nach deutschem Vorbild bilden. Die Alternative wäre für die Konservativen eine Minderheitsregierung, wie Rajoy auf seiner Pressekonferenz bekräftigte. Diese wäre aber nur bei einer Enthaltung der Sozialisten möglich.

Rajoy warnte nun, man müsse unter allen Umständen eine zweite Neuwahl verhindern und so schnell wie möglich eine Regierung bilden. Auf das Land warteten große Herausforderungen wie die Stärkung der Wirtschaft und die separatistischen Bestrebungen in Katalonien.

Drogenhändler in Indonesien hingerichtet

Trotz internationaler Proteste hat Indonesien vier verurteilte Drogenhändler hinrichten lassen. Sie wurden heute kurz nach Mitternacht bei strömendem Regen von einem Erschießungskommando auf der Gefängnisinsel Nusa Kambangan getötet, wie die lokalen Sender „TV One“ und „Metro TV“ berichteten. Unter ihnen seien drei Ausländer gewesen, teilte Vizestaatsanwalt Noor Rochmad mit.

Internationale Proteste

Erst am Mittwoch und gestern hatten die Bundesregierung und auch die Vereinten Nationen an Indonesien appelliert, auf die angekündigte Hinrichtung von 14 zum Tode verurteilten Drogenhändlern zu verzichten. Warum zehn von ihnen nun doch nicht exekutiert wurden, sagte Rochmad nicht.

Bei den Ausländern handelt es sich mehrheitlich um Nigerianer. Vergangenes Jahr waren in dem riesigen Inselstaat in Südostasien trotz internationaler Proteste 14 Menschen hingerichtet worden. Aktuell sitzen dort mindestens 121 Menschen in Todeszellen, fast alle wegen Drogendelikten.

Ankara will Vermögen von Richtern beschlagnahmen

Nach dem Putschversuch in der Türkei hat die Staatsanwaltschaft in Ankara die Beschlagnahmung aller Vermögenswerte von mehr als 3.000 Richtern und Staatsanwälten beantragt. Betroffen seien 3.049 Richter und Staatsanwälte mit mutmaßlichen Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fetullah Gülen, deren Festnahme bereits angeordnet worden sei, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu heute. Die betroffenen Juristen seien bereits vom Dienst suspendiert.

Beschlagnahmt werden sollen unter anderem Immobilien, Bankkonten und Fahrzeuge. Die Regierung macht den in den USA lebenden Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Nach Angaben des Innenministeriums saßen am Mittwoch mehr als 1.600 Richter und Staatsanwälte in Untersuchungshaft. Die Regierung wirft der Gülen-Bewegung vor, den Staat unterwandert zu haben. Gülen wurde in der Vergangenheit großer Einfluss im Justizbereich nachgesagt.

Radikaler Umbau der Armeeführung beschlossen

Indes hat der Oberste Militärrat einen radikalen Umbau der Armeeführung beschlossen. Der Rat beriet heute in Ankara über die Besetzung der Armeespitze, nachdem 149 Generäle und Admiräle entlassen worden waren. Als Zeichen des Misstrauens der türkischen Führung fand das Sondertreffen des Militärrats unter Vorsitz von Ministerpräsident Binali Yildirim nicht wie üblich im Armeehauptquartier statt, sondern in der Residenz des Regierungschefs.

Polizei bekommt schwere Waffen

Kurz vor Beginn der Sitzung wurde der Rücktritt zweier ranghoher Generäle bekannt. Der Militärrat muss nun über ihre Nachfolge und die Besetzung anderer hoher Posten entscheiden. Am Mittwoch waren 149 der insgesamt 358 Generäle und Admiräle unehrenhaft aus den türkischen Streitkräften entlassen worden. Ihnen wurde vorgeworfen, in den Putschversuch verwickelt zu sein. Einem Regierungsdekret entsprechend wurden außerdem 1.099 Offiziere entlassen.

Armeechef Akar beleibt im Amt

Trotzdem bleibt der türkische Armeechef Hulusi Akar weiter im Amt. Diese zuvor vom Militärrat getroffene Entscheidung habe Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gebilligt, erklärte sein Sprecher Ibrahim Kalin gestern in Ankara. Akar war vor zwei Wochen von den Putschisten gefangen genommen, später aber befreit worden.

Unterdessen kündigte Innenminister Efkan Ala an, die türkische Polizei mit schweren Waffen auszurüsten. „Wir werden nicht so tun, als sei nichts geschehen“, sagte er der Agentur TGRT. Die türkische Führung strebt schon seit Längerem eine stärkere Bewaffnung der Polizei als Gegengewicht zur Armee an.

Auslieferung von Deutschland gefordert

Die Regierung in Ankara fordert auch von Deutschland die Auslieferung von Gülen-Anhängern. Das sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu gestern dem Sender CNN Türk nach dessen Angaben. Die Hizmet-Bewegung ist in Deutschland mit rund 150 Nachhilfevereinen, 30 Schulen und 15 Dialogvereinen aktiv.

Als deutschlandweiter Ansprechpartner versteht sich die Stiftung Dialog und Bildung in Berlin. Mit einigen Aktivitäten ist Gülens Bewegung auch in Österreich vertreten. Dazu gehören insbesondere der Österreich-Ableger der Zeitung „Zaman“, das „Friede Institut für Dialog“ und die Schule Phönix in Wien.

Inland

Kern legt Messlatte für Tiroler SPÖ hoch

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat gestern Abend am Landesparteirat in Innsbruck die Messlatte für den Tiroler SPÖ-Chef Ingo Mayr bei der nächsten Landtagswahl recht hoch gelegt. „Wir müssen in Tirol mindestens 20 Prozent oder mehr erreichen“, meinte Kern in seiner Rede vor den Genossen im Innsbrucker Congress.

Die SPÖ müsse wieder dorthin, wo sie einmal war und nicht nur „ein bissl“ dazugewinnen, erklärte der Bundeskanzler. „Wir müssen die Partei auch im Westen Österreichs wieder stärker machen, sonst haben wir auch im Bund keine Chance“, beschwor Kern seine Parteifreunde.

Mayr nimmt Herausforderung an

Mayr hatte vor rund einer Woche im APA-Sommerinterview noch gesagt, er wolle bei den nächsten Landtagswahlen im Frühjahr 2018 rund 15 bis 16 Prozent erreichen. Er nehme die Herausforderung seines Parteivorsitzenden jedoch an, meinte Mayr am Rande des Parteirates im Gespräch mit der APA. Das Potenzial in Tirol liege durchaus bei 20 Prozent.

„Wir haben die Talsohle endlich durchschritten. Es passt, wenn der Kanzler die Latte hochlegt“, zeigte sich der Tiroler SPÖ-Chef, der bei den Landtagswahlen als Spitzenkandidat antreten will, optimistisch.

Politik für Kern ein „Mannschaftssport“

Auch auf Bundesebene stellte Kern den Führungsanspruch der SPÖ und nahm seine Parteigenossen in den Ländern in die Pflicht. „Auch ihr habt eine Verantwortung“, sagte der SPÖ-Vorsitzende. Politik sei ein „Mannschaftssport“, und die Aufgaben müssten gemeinsam erledigt werden, fügte er hinzu.

Wirtschaft

Bankenstresstest: Aufseher veröffentlichen Ergebnisse

Heute Abend legt die Europäische Bankenaufsicht (EBA) die Resultate der diesjährigen Bankenstresstests vor. Die Stressannahmen variierten von Land zu Land. Dabei sahen sich österreichische Großbanken - auch wegen Osteuropa - härter auf die Probe gestellt als die Konkurrenz.

51 EU-Institute aus 16 Ländern

Die Banken müssen beweisen, wie sie eine mehrjährige Krise überstehen können, ohne dass zu viel Kapital aufgezehrt würde. Dem Belastungstest mussten sich diesmal 51 EU-Institute aus 16 Ländern stellen.

37 Großbanken aus der Euro-Zone sind darunter, unter ihnen aus Österreich Erste Group und RZB (Raiffeisen Landesbanken Holding). Mit neun Großbanken ist die deutsche Bankenlandschaft am stärksten vertreten, aus Italien mussten fünf Institute in den Test.

Amazon meldet weiteren Rekordquartalsgewinn

Amazon hat dank boomender Geschäfte mit Cloud-Diensten im zweiten Quartal einen weiteren Rekordgewinn verbucht. Der Überschuss kletterte im Jahresvergleich von 92 auf 857 Millionen Dollar (derzeit etwa 774 Mio. Euro), wie der weltgrößte Onlinehändler gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit wurde bereits im dritten aufeinanderfolgenden Quartal eine Bestmarke aufgestellt.

Umsatz um 31 Prozent gestiegen

Der Umsatz legte um 31 Prozent auf 30,4 Milliarden Dollar zu. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um gut zwei Prozent. Für das dritte Quartal stellte Amazon Erlöse zwischen 31,0 und 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht.

U-Bahn-Angestellte in Rio drohen zu Olympia mit Streik

Die Angestellten der U-Bahn in Rio de Janeiro haben für den Beginn der Olympischen Spiele in der kommenden Woche einen Streik angedroht. Wenn es in den Verhandlungen über Lohnerhöhungen keinen Fortschritt gebe, werde die U-Bahn ab dem 5. August bestreikt, kündigte die Gewerkschaft Simerj gestern an. Der Streik werde unbefristet sein. Die Olympischen Sommerspiele in Rio dauern bis zum 21. August.

Lohnerhöhung von knapp zehn Prozent gefordert

Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von knapp zehn Prozent. Die Inflationsrate liegt bei knapp neun Prozent, das Angebot der Geschäftsleitung der U-Bahn bei fünf Prozent. Die Vollversammlung der Gewerkschaftsmitglieder will am kommenden Mittwoch über den Streik abstimmen. Sollte die Gewerkschaft ihre Drohung wahrmachen, droht Rio während dem sportlichen Großereignisse ein massives Verkehrschaos.

Frankreich verkauft Mehrheit an Airports in Nizza und Lyon

Frankreich nimmt bei der Teilprivatisierung der Flughäfen von Nizza und Lyon rund 1,8 Milliarden Euro ein. Der Staat gab dem Wirtschaftsministerium zufolge gestern einem Konsortium von Atlantia aus Italien und dem französischen Versorger EDF für 1,22 Milliarden Euro den Zuschlag für Nizza.

Jeweils 60 Prozent

Lyon wurde für 535 Millionen Euro verkauft und bleibt komplett in französischer Hand: Hier kamen Vinci, Caisse de Depots und die Credit Agricole-Tochter Predica zum Zug. Der Staat verkaufte jeweils 60 Prozent an den beiden größten Regionalflughäfen des Landes.

Im Vorfeld hatte es geheißen, die Offerten für Nizza lägen zwischen 750 und 900 Millionen Euro und für Lyon zwischen 500 und 800 Millionen.

Sport

Formel 1: Cockpitschutz kommt erst 2018

Die Strategiegruppe der Formel 1 hat den Fahrerwillen nicht erfüllt. Die Gruppe, der unter anderem die Teamchefs der sechs größten Teams und Chefvermarkter Bernie Ecclestone angehören, stimmte gestern gegen die Einführung eines Cockpitschutzes in der kommenden WM-Saison. Das von vielen Piloten favorisierte „Halo“-System soll frühestens 2018 eingeführt werden. Dafür dürfen sich die Teams mit ihren Fahrern während eines Rennens wieder per Funk unterhalten.

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Beachvolleyball: Fehlstart für Doppler/Horst

Clemens Doppler und Alexander Horst haben gestern einen Fehlstart beim Beachvolleyball-Major in Klagenfurt hingelegt. Die Österreicher verloren beide Gruppenspiele und müssen heute gegen die US-Amerikaner John Hyden und Tri Bourne in ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die K.-o.-Phase.

„Wir haben nicht ganz so in unseren Servicerhythmus gefunden, um die Gegner vom Netz fernzuhalten“, nannte Horst einen Grund für die Niederlagen.

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Chronik

Krebserkrankung vorgetäuscht: Ex-Schönheitskönigin in Haft

Weil sie eine Krebserkrankung vorgetäuscht hat und sich so Geld erschlich, ist eine frühere Schönheitskönigin aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die 24-Jährige gab nach Angaben der Behörden vor, Krebs zu haben.

Dafür rasierte sie sich sogar die Haare ab. Über verschiedene Spendenaktionen sammelte sie insgesamt 30.000 US-Dollar (etwa 27.000 Euro) ein, wie die Staatsanwaltschaft von Centre County mitteilte.

Auch Titel wieder aberkannt

Das Geld muss sie zurückzahlen. Zudem verurteilte sie ein Gericht zu einer Haftstrafe von mindestens zwei Jahren sowie danach fünf Jahren Bewährungszeit.

Die Frau war im vergangenen Jahr zur „Miss Pennsylvania U.S. International“ gewählt worden. Den Titel erkannten ihr die Organisatoren wieder ab, als sie von dem Schwindel erfuhren.

IT

Google treibt Geschäft von Konzernmutter Alphabet an

Kräftiges Wachstum bei Google beschert der Konzernmutter Alphabet Sprünge bei Umsatz und Gewinn. Im vergangenen Quartal wuchsen die Erlöse von Alphabet im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar (19,4 Mrd. Euro). Der Gewinn stieg um fast ein Viertel auf rund 4,88 Milliarden Dollar, wie der Konzern nach US-Börsenschluss gestern mitteilte.

Die anderen Bereiche außer Google sorgen weiterhin vor allem für hohe Kosten. Ihr Umsatz fällt trotz eines Sprungs von 74 auf 185 Millionen Dollar immer noch kaum ins Gewicht. Zugleich weitete sich aber auch ihr Verlust von 660 auf 859 Millionen Dollar aus. Dazu gehören unter anderem der Spezialist für Haushaltsvernetzung Nest und das Innovationslabor Google X.

Zahl bezahlter Klicks stieg um 29 Prozent

Das Geschäft mit Onlinewerbung auf Googles eigenen Websites wuchs um 24 Prozent auf 15,4 Millionen Dollar. Die Zahl bezahlter Klicks auf Werbeanzeigen stieg um 29 Prozent. Das konnte den Rückgang der Erlöse pro Klick um sieben Prozent mehr als ausgleichen.

Der Preis, den Werbekunden pro Klick auf eine Anzeige bezahlen, wird im Auktionsverfahren ermittelt. Mit dem Vormarsch der Smartphones sinkt der Durchschnittspreis kontinuierlich, weil Werbung auf den kleinen Displays weniger kostet.

Die Alphabet-Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion um fast fünf Prozent zu, weil die Zahlen besser als von den Anlegern erwartet ausfielen.

Science

Religion

Papst wünscht sich „rebellische“ Jugend

Papst Franziskus hat die Jugend ermuntert, laut ihre Stimme zu erheben und sich stärker für eine bessere Welt einzusetzen. „Es ist schön und es tröstet mein Herz, euch so rebellisch zu sehen“, sagte er gestern bei einer großen Begrüßungszeremonie vor Hunderttausenden Teilnehmern des Weltjugendtags in Krakau. „Die Kirche blickt auf Euch und möchte von Euch lernen.“ Franziskus ermutigte die jungen Menschen, keine Angst vor Veränderungen zu haben.

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Kultur

New Yorker MoMA ehrt Tom Hanks

Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) ehrt den Hollywood-Schauspieler Tom Hanks (60). Der Oscar-Preisträger sei „seit mehr als 35 Jahren eine essenzielle Figur in der amerikanischen Kunst des Geschichtenerzählens“, sagte Rajendra Roy, Filmkuratorin des MoMA, gestern.

Gala am 15. November

Bei einer Gala am 15. November solle die Karriere von Hanks gewürdigt werden, der mit Filmen wie „Forrest Gump“ und „Philadelphia“ bekannt geworden ist. In den vergangenen Jahren hatten bereits Stars wie Cate Blanchett, Tilda Swinton, Quentin Tarantino, Pedro Almodovar, Kathryn Bigelow, Tim Burton und Baz Luhrmann diese Auszeichnung des MoMA erhalten.

Leute

Michael Keaton bekommt Stern auf Walk of Fame

Michael Keaton (64) hat gestern vor jubelnden Fans und Fotografen seine Sternenplakette in Hollywood enthüllt. Strahlend kniete der Schauspieler („Birdman“, „Spotlight“) auf dem neuen „Walk of Fame“-Stern im Gehsteig des Hollywood Boulevards nieder. Er habe nie davon geträumt, einmal berühmt zu sein, sagte Keaton, aber er habe seine Sache immer gut machen wollen. „Ich denke, manchmal bin ich verdammt gut“, witzelte der Star.

Keatons Sohn, Sean Douglas, hielt eine Lobrede auf seinen berühmten Vater. „Du inspirierst mich dazu, mutig zu sein“, sagte der 33 Jahre alte Songschreiber. Keaton habe oft den Antihelden und ungewöhnliche Rollen gespielt. Nach einer über 30-jährigen Karriere mache er jetzt seine beste Arbeit.

Vom „Batman“ zum „Birdman“

Keaton, der in mehr als 50 Filmen mitspielte, wurde im Fledermauskostüm unter der Regie von Tim Burton als „Batman“ bekannt. 2015 erhielt er eine Oscar-Nominierung für seine Hauptrolle in der Künstlersatire „Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“. Zuletzt spielte er mit Mark Ruffalo und Rachel McAdams in dem Oscar-prämierten Journalismusdrama „Spotlight“ mit.

Matt Damon plant seiner Familie zuliebe Auszeit

Hollywood-Star Matt Damon (45) will eine längere Drehpause einlegen. Seiner Familie zuliebe werde er nach dem Ende seiner nächsten Dreharbeiten ein Jahr lang pausieren, erzählte der vierfache Vater gestern in der amerikanischen „Today-Show“.

Er habe vier Filme hintereinander abgedreht und noch eine Produktion vor sich. Seine Familie habe er in den letzten Jahren „durch die ganze Welt geschleift“. Nun freue er sich auf ein baldige Auszeit.