Inland

ÖVP ruft zur „Evolution“ auf

Die ÖVP will „Evolution“, das heißt, die ÖVP will sich ändern und ruft daher ihre Mitglieder und Sympathisanten zu einer Diskussion auf, und zwar über - wie es heißt - „Strukturen und Inhalte“. Von der Basis müssten die Ideen kommen, meint ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel. Einer Urabstimmung unter den Parteimitgliedern ist er nicht abgeneigt.

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Schieder: Volle Unterstützung für Heinisch-Hosek

In der SPÖ ist der Protest gegen die geplanten Bildungskürzungen groß, auch unter den SPÖ-Abgeordneten im Parlament. „Ich will das so nicht hinnehmen“, sagt etwa SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder versichert aber, Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) habe die volle Unterstützung.

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Hypo-Megaverlust: Debatte über Pleite kam teuer

Seit 11. April hat die staatliche Krisenbank Hypo Alpe-Adria vom Bund die jüngste rettende Kapitalzufuhr von 750 Mio. Euro in den Büchern. Damit konnte sie ihre letzte Bilanz als Bank schließen. Der Bund deckte den größten Teil der Verluste ab. In der Bank-AG waren es 2,748 Mrd. Euro Verlust, im Konzern gab es 1,864 Mrd. Miese. Der Streit über eine Hypo-Pleite kostete am Balkan weiteres Geld.

Wegen teurer Abschreibungen und Abwertungen musste der Bund schon im Herbst und im Winter 2013 Kapital einschießen. Zahlungsausfälle und Vorsorgen für „lokale Sonderrisken“ belasteten das Ergebnis schwer, teilte die Bank heute mit. In der skandalgeschüttelten Italien-Tochter mussten hohe Verluste abgedeckt werden, in Südosteuropa schlugen weitere Kreditabschreibungen durch. Italien und das Balkan-Bankennetzwerk bilanzierten rot.

Abflüsse vor allem in Kroatien

Wie die Hypo Alpe-Adria weiter schrieb, „mussten im vierten Quartal zudem zunehmende Irritationen von Kunden auch auf den Auslandsmärkten durch die heftigen öffentlichen Diskussionen in Österreich rund um die Zukunft der Hypo Alpe-Adria beobachtet werden.“ Dass die Einlagen 2013 um 2,3 Milliarden Euro auf 6,1 Mrd. Euro zurückgingen, lag nach Bankangaben zwar zum Großteil (1,6 Mrd. Euro) am Verkauf der Österreich-Bank (heute Austrian Anadi Bank).

Als die erbitterte Debatte über einen drohenden Hypo-Konkurs im Spätherbst auf das Balkan-Netzwerk überschwappte, zogen aber in einigen Töchtern dort - vor allem in Kroatien - Kunden Einlagen in dreistelliger Millionenhöhe ab. Unmittelbare Einlagenabflüsse gab es auch aus der Italien-Tochter, die auf EU-Geheiß auf Abbau gestellt werden musste. Die bisher unverkäufliche Italien-Bank hat auch 2013 einen riesigen Verlust hinterlassen.

Bank will Balkan-Geschäft noch heuer losschlagen

Was den Verkauf der Südosteuropa-Töchter anlangt, so sei deren Privatisierungsprozess zum Jahreswechsel in eine Phase getreten, „die einen Abschluss des Verkaufs des Netzwerks an Finanz- oder strategische Investoren im laufenden Geschäftsjahr realistisch erscheinen lässt“, so die Hypo in einer Mitteilung.

Weitere Kleinschulen vor Schließung

Auch im kommenden Schuljahr schließen wieder Kleinschulen. Das zeigt ein Rundruf der APA bei den zuständigen Landesschulräten bzw. Landesregierungen. Grund dafür sind weniger die aktuellen Sparmaßnahmen im Bildungsbereich, als viel mehr die sinkenden Schülerzahlen an diesen Standorten. Aufgrund der demografischen Entwicklung sind auch in den darauffolgenden Jahren Schließungen zu erwarten.

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Causa Linzer Terminal Tower teilweise vor Einstellung

Bei den Ermittlungen zum Linzer Terminal Tower dürfte die Einstellung des Verfahrens gegen neun der insgesamt 28 Beschuldigten bevorstehen. Ein Vorhabensbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft lag seit fast einem Jahr zur Genehmigung im Justizministerium.

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Ausland

IAEA: Iran hält sich an Atomabkommen

Der Iran hält sich nach Erkenntnissen der UNO-Atomenergiebehörde (IAEA) an das mit der internationalen Gemeinschaft ausgehandelte Atomabkommen. Das Land habe sein hochradioaktives Material um fast 75 Prozent reduziert, teilte die IAEA heute in ihrem monatlichen Fortschrittsbericht in Wien mit.

Es verzögere sich lediglich der Bau einer Anlage zur Verarbeitung von gering angereichertem Urangas. Das Land habe aber versichert, dass das keine Auswirkungen auf die Erfüllung seiner Verpflichtungen haben werde, heißt es weiter.

Umfassende Einigung bis 20. Juli erwartet

Der Iran vereinbarte im November mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates - USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich - sowie Deutschland, die Sanktionen gegen das Land zu lockern. Im Gegenzug verpflichtete sich der Iran, sein Atomprogramm einzuschränken.

Mit dem Zwischenabkommen soll Zeit für weitere Verhandlungen gewonnen werden. Ziel ist es, bis zum 20. Juli eine umfassende Einigung zu erzielen. Der Iran steht seit Jahren im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist das zurück.

Präsidentschaftswahl in Algerien: Bouteflika kam im Rollstuhl

Das amtierende algerische Staatsoberhaupt Abdelaziz Bouteflika ist heute im Rollstuhl zur Stimmabgabe in Algier erschienen. Der 77-Jährige gilt als klarer Favorit bei der Präsidentschaftswahl, obwohl er nach einem Schlaganfall im vergangenen Jahr stark geschwächt ist und kaum noch sprechen kann.

Bouteflika erschien lächelnd im Wahllokal der Schule Bachir El Ibrahimi, begleitet von zwei seiner Brüder sowie seinem Neffen. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit Mai 2012. Mit dem Wahlkuvert in der Hand ließ sich Bouteflika lange vor der Wahlurne fotografieren, gab jedoch keine Erklärung ab.

Vertraute führten Wahlkampf

Medien hatten zuvor spekuliert, der 77-Jährige sei möglicherweise zu schwach, um seine Stimme persönlich abzugeben oder im Fall seiner Wiederwahl den Amtseid zu leisten. Lange war damit gerechnet worden, dass Bouteflika nicht für eine vierte Amtszeit antreten werde, nachdem er 2012 erklärt hatte, seine Generation habe „sich überlebt“. Erst im Februar 2014 hatte er dann doch seine Kandidatur bekanntgegeben, den Wahlkampf führten jedoch sieben seiner engsten Vertrauten für ihn.

Boykottaufruf der Opposition

Insgesamt sind rund 23 Millionen Algerier zur Stimmabgabe aufgerufen. Mehr als 260.000 Polizisten sind in dem größten Land Afrikas im Einsatz, um die Wahl abzusichern. Eine Koalition aus fünf Oppositionsparteien hat zum Boykott aufgerufen, weil sie massiven Wahlbetrug befürchtet.

Angesichts der Boykottaufrufe und der allgemeinen Frustration der Bevölkerung mit den politischen Eliten könnte die Wahlbeteiligung gering ausfallen. Offiziell lag die Beteiligung 2009 bei 74 Prozent. Eine US-Diplomatendepesche schätzte die tatsächliche Beteiligung aber auf unter 30 Prozent.

41 Verletzte nach Zusammenstößen

Bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und Gegnern der Wahl wurden in Bouira südöstlich der algerischen Hauptstadt Algier 41 Menschen verletzt. Zum Gewaltausbruch kam es nach Angaben von Anrainern kurz nach Öffnung der Wahllokale, als Jugendliche die Urnen dreier Wahllokale zerstörten. Die lokale Polizei habe Tränengas eingesetzt. Unter den Verletzten befänden sich auch 28 Polizisten. Der Urnengang musste vorübergehend unterbrochen werden.

Schicksal entführter Mädchen in Nigeria bleibt unklar

Das Schicksal von über 120 in Nordnigeria verschleppten Schülerinnen ist weiter unklar. Während das Militär gestern Abend mitteilte, Sicherheitskräfte hätten fast alle der Mädchen befreit, dementierten Eltern diese Angaben.

Bewaffnete Männer hatten in der Nacht zum Dienstag eine Schule im Bundesstaat Borno angegriffen und zahlreiche Jugendliche entführt. Es wird vermutet, dass radikale Islamisten der Sekte Boko Haram für die Tat verantwortlich sind.

Widersprüchliche Angaben

Die Zeitung „Premium Times Nigeria“ zitierte Militärsprecher Chris Olukolade mit den Worten, nur noch acht der Entführten würden vermisst. Zudem sei auch einer der Terroristen gefasst worden, der an dem Angriff im Ort Chibuk beteiligt gewesen sein soll. Der britische Sender BBC berichtete hingegen heute, die Eltern der betroffenen Mädchen dementierten die Version des Militärs. Zahlreiche Schülerinnen seien noch immer verschwunden.

Schuldirektorin: Großteil noch vermisst

Nach Angaben der Schuldirektorin wird ein Großteil der verschleppten Schülerinnen nach wie vor vermisst. Angaben des Verteidigungsministeriums, wonach nur noch acht Schulmädchen in der Gewalt der Entführer seien, entsprächen nicht der Wahrheit, sagte Asabe Kwambura heute.

Der von gestern stammende Bericht des Gouverneurs des nordöstlichen Bundesstaat Bornos sei zutreffend, sagte die Schulleiterin. Demnach kehrten nur 14 Schülerinnen sicher nach Hause zurück, so dass 115 weiterhin vermisst würden. Das nigerianische Verteidigungsministerium hatte gestern Abend die Befreiung von mehr als 100 Schülerinnen gemeldet.

Streit über Werbung mit Kim Jong Uns Frisur geht weiter

Ärger rund um Kim Jong Uns Frisur: Die nordkoreanische Botschaft in London hat jetzt offiziell Beschwerde beim britischen Außenministerium gegen einen Friseur eingereicht, der sich über den Haarschnitt von Nordkoreas Machthaber Kim lustig gemacht hatte. Ein Ministeriumssprecher sagte heute, dass ein offizieller Beschwerdebrief eingegangen sei, der „rechtzeitig“ beantwortet werde.

Der Salon M&M Hair Academy im Westen Londons hatte ein Plakat aufgehängt, das Kim mit seinem berühmten Haarschnitt mit langem Deckhaar und kurzrasierten Seitenpartien zeigt. Darunter stand der Slogan: „Bad Hair Day? 15 Prozent Rabatt auf alle Herren-Haarschnitte im April.“

Vor einigen Tagen hatte der Friseur Mo Nabbach dann Besuch von zwei nordkoreanischen Beamten der nahegelegenen Botschaft bekommen, die seinen Salon fotografiert und ihn aufgefordert hatten, das „respektlose“ Plakat abzunehmen. Es hängt mittlerweile nicht mehr.

Iraner entgeht Hinrichtung nach Protesten

Im Iran ist ein junger Mann einem Zeitungsbericht zufolge knapp seiner Hinrichtung entgangen, nachdem die Mutter seines Opfer ihm vergeben hat. Die Mutter Samereh Alinedschad habe dem jungen Mann, der 2007 im Alter von 19 Jahren ihren Sohn bei einem Streit mit dem Messer getötet hatte, vergeben, als er am Dienstag in der nordiranischen Stadt Noschahr bereits die Schlinge um den Hals hatte, berichtete heute die Tageszeitung „Schargh“.

Zahlreiche bekannte Künstler und Sportler hatten den Vater des Opfers, den früheren Profifußballer Abdolghani Hosseinsadeh, aufgerufen, dem Opfer zu vergeben. Im Iran wurden seit Jahresbeginn nach UNO-Angaben bereits mehr als 170 Menschen hingerichtet.

Gemäß der offiziellen Auslegung der Scharia im Iran kann die Todesstrafe umgewandelt werden, wenn die Familie des Opfers dem Täter vergibt.

Sport

Fußball: Real Madrid feiert „Prinzen von Wales“

Mit dem Triumph im spanischen Cupfinale gegen Barcelona hat Real Madrid seinen ersten Titel der Saison erobert. Die „Königlichen“ haben mit Meisterschaft und Champions League sogar noch die Chance auf das Triple - und mit ihnen Superstar Gareth Bale. Der Waliser sicherte Real mit seinem Traumtor zum 2:1 nicht nur den Cup, sondern sich selbst auch den Titel „Prinz of Wales“, wie ihn spanische Medien nach seinem Siegestreffer nannten. „Das ganze Team hat sensationell gearbeitet“, blieb der teuerste Fußballer der Welt bescheiden.

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Formel 1: Red Bulls Sorge bei Austropiloten

Ein österreichischer Pilot, der in die Fußstapfen eines Niki Lauda oder eines Gerhard Berger treten könnte, ist vom Radar des österreichisch-englischen Red-Bull-Rennstalls bisher noch nicht geortet worden, wie auch Motorsportchef Helmut Marko bestätigte. „Da sehe ich momentan nichts Konkretes“, sagte der 70-jährige Steirer, um zu erläutern: „Einen Österreicher in die Formel 1 zu bringen wäre überhaupt kein Problem. Es bringt uns aber nichts, wenn er hinten fährt.“ Vielmehr brauche man einen Österreicher, der siegesfähig sei - ein solcher ist nicht in Sicht.

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Eishockey: Traumstart von Vanek ins NHL-Play-off

Für Thomas Vanek hätte das Play-off der National Hockey League (NHL) kaum besser beginnen können. Der 30-Jährige feierte gestern mit den Montreal Canadiens einen hart erkämpften Auswärtssieg gegen Tampa Bay und erzielte dabei den Treffer zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung der Gäste, die in der Verlängerung das bessere Ende für sich hatten. Vanek, der seinen siebenten Treffer im 19. Spiel für Montreal erzielte, darf somit weiter vom Stanley Cup träumen. Für die Canadiens wäre es der erste NHL-Titel seit 21 Jahren.

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Wirtschaft

Pecik: „Telekom Austria in Todesspirale“

In den Eigentümerkreisen der teilstaatlichen Telekom Austria liegen die Nerven blank, wird doch gerade ein Syndikatsvertrag zwischen dem mexikanischen Großaktionär Carlos Slim und der Staatsholding ÖIAG ausgehandelt. Kurz vor der entscheidenden ÖIAG-Aufsichtsratssitzung am 23. April tauchte nun ein Papier des stv. AR-Chefs Ronny Pecik auf, in dem er ein dramatisches Bild des Konzerns zeichnet.

Ohne Geld von außen „erwartet uns AUA-Schicksal“

„Alle Ertragstrends zeigen nach unten, der Finanzierungsaufwand geht nach oben. Das bedeutet Schulden. Die Telekom Austria befindet sich in einer Todesspirale“, schrieb der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bereits im Jänner ausgesuchten Regierungsvertretern. Das berichtete das „profil“ heute in einer Vorabmeldung.

Ohne Geld von außen „erwartet uns in zwei Jahren das AUA-Schicksal. Wenn in anderen Töchtern etwas schiefläuft (Abwertungen, Weißrussland etc.), dauert es keine zwei Jahre“, so Pecik dem Bericht zufolge. Pecik vertritt der Interessen von Slim im Aufsichtsrat.

„Telekom Austria lebt von der Substanz“

Als Ursache für die seit Jahren rückläufigen Umsätze und Erträge führt Pecik unter anderem die steigenden Personalkosten für die rund 9.000 Mitarbeiter in Österreich an, von denen jeder zweite beamtet ist. Da die hohen Fixkosten nicht beeinflussbar seien, schlage sich der Umsatzrückgang 1:1 im Ergebnis nieder, so Pecik.

Das wiederum wirke sich negativ auf die geplanten Investitionen des Konzerns aus. „Es steht kein Geld für Infrastrukturausbau zur Verfügung. Die Telekom Austria lebt von der Substanz.“ Pecik wollte sein Papier gegenüber „profil“ nicht kommentieren.

Kommenden Mittwoch soll der ÖIAG-Aufsichtsrat über den Syndikatsvertrag der Republik mit Slim bzw. seinem America-Movil-Konzern abstimmen. Slim ist mit seiner Mobilfunkfirma America Movil bereit, via Kapitalerhöhung Geld in die Telekom Austria einzuschießen. Dann würde sich der Anteil der Mexikaner von 26,8 auf mehr als 30 Prozent erhöhen, jener der Republik jedoch (derzeit 28,4 Prozent) auf die Sperrminorität (25 Prozent plus eine Aktie) reduzieren.

AK greift Pecik an

Die Arbeiterkammer (AK) kritisierte Pecik für seine vermeintlich „völlig überraschend“ ins Spiel gebrachten Aussagen zur Lage des Konzerns. Es stelle sich die Frage, ob sich da nicht jemand „möglichst billig ein Unternehmen kaufen möchte“, so die AK in einer Aussendung in Richtung des Industriellen. Aus Sicht der AK werden hier „ein gutes Unternehmen und qualifizierte Mitarbeiter schlechtgeredet“.

Sport Eybl komplett in britischer Hand

Die angeschlagene Sporthandelskette Sport Eybl ist seit Anfang April vollständig in britischer Hand. Die Gründerfamilie Eybl hat sich nach über 80 Jahren vollständig aus dem Unternehmen zurückgezogen, schreiben die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) heute. Laut Firmenbuch hält die Sports Direct seit 2. April 100 Prozent der Anteile.

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AK erhebt Angebot an nachhaltigem Fisch

Es ist ein Dilemma: Ernährungsberater empfehlen mindestens zweimal pro Woche gesunden Fisch. Die Kehrseite: Die Meere sind überfischt, viele Fischarten vom Aussterben bedroht. Aquakulturen stören das ökologische Gleichgewicht der Meere. Fischgütesiegel sollen Konsumenten helfen, nachhaltig und ressourcenschonend Fisch zu konsumieren. Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat in Linzer Handelsgeschäften das Angebot an nachhaltigem Fisch erhoben.

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Französischer Pharmaboss Servier gestorben

Einer der erfolgreichsten Unternehmensgründer Frankreichs, der zugleich im Zentrum eines riesigen Arzneimittelskandals mit Hunderten Toten stand, ist tot: Im Alter von 92 Jahren starb der französische Pharmachef Jacques Servier gestern in der Nähe von Paris, wie sein Unternehmen mitteilte. Servier hatte seine gleichnamige Firma vor 60 Jahren gegründet und daraus den zweitgrößten Pharmakonzern Frankreichs gemacht.

Serviers unternehmerische Erfolgsgeschichte ist aber untrennbar mit dem größten Arzneimittelskandal Frankreichs verknüpft, der sich um das Medikament Mediator dreht. Laut Schätzungen starben in Frankreich bis zu 2.100 Menschen an den Folgen der Einnahme des Diabetes-Medikaments, das als Mittel zum Abnehmen auch bei Nichtdiabetikern weit verbreitet war und zu einer Verdickung der Herzklappen führen kann.

Mediator-Nebenwirkungen verheimlicht?

Rund fünf Millionen Menschen sollen das Medikament über drei Jahrzehnte eingenommen haben, bis es Ende 2009 in Frankreich vom Markt genommen wurde. Servier und weiteren Führungskräften des Konzerns wurde schwerer Betrug vorgeworfen, zudem laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. Sie sollen die gefährlichen Nebenwirkungen des Medikaments gekannt und verheimlicht haben. Ein Strafprozess wurde bereits mehrfach verschoben. Er ist nun für die erste Jahreshälfte 2015 vorgesehen.

Frankreichs sozialistische Gesundheitsministerin Marisol Touraine sagte heute dem Sender France Inter, Servier habe ein großes Unternehmen gegründet, „aber das, was von ihm bleiben wird, ist der gigantische Medizinskandal um Mediator“. Anlässlich seines Todes müsse auch an die Opfer des Medikaments gedacht werden.

China: Zehntausende Arbeiter einer Fabrik streiken

Zehntausende Arbeiter einer der größten Schuhfabriken in China sind für die Einführung von Sozialleistungen in einen Streik getreten. Seit Montag sei die Zahl der Streikenden von zunächst 30.000 auf etwa 50.000 Angestellte angewachsen, sagte der Aktivist Liu Dong heute: „10.000 Arbeiter sind auf der Straße.“

Firma produziert für Adidas, Puma und Co.

Die Arbeiter der taiwanesischen Schuhfabrik Yueyuen in Dongguan in der Provinz Guangdong forderten gesetzlich vorgeschriebene Sozialleistungen. Yueyuen bezeichnet sich als größten Schuhhersteller der Welt und produziert nach eigenen Angaben für Firmen wie Adidas, Puma, Asics und Nike. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar ab. In China konzentrierten sich Streiks bisher meist auf nicht oder zu wenig gezahlte Löhne.

Etihads Einstieg bei Alitalia „eingefroren“

Verhandlungen für den Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad bei der angeschlagenen Alitalia sind eingefroren worden. Laut Etihad, Großaktionär von Air Berlin, seien „die politischen und technischen Bedingungen“ für den Einstieg bei Alitalia nicht vorhanden, berichtete heute die römische Tageszeitung „Il Messaggero“.

Notwendige Garantien nicht erhalten

Etihad habe nicht die notwendigen Garantien seitens der italienischen Regierung und des Alitalia-Managements für ihren Einstieg erhalten. Vor allem die Frage der von Etihad geforderten Streichung von 3.000 Jobs bei Alitalia sei noch offen. Auch die Strategie zur Senkung der Alitalia-Verschuldung sei unklar, hieß es.

Etihad wollte ursprünglich mit 49 Prozent bei der verlustträchtigen Alitalia einsteigen und dafür zwischen 300 und 500 Mio. Euro ausgeben. Der Rest des Kapitals hätte in den Händen italienischer Banken bleiben sollen, unter anderem der Bank-Austria-Mutter UniCredit und Intesa Sanpaolo. Auch die italienische Post ist an der Alitalia beteiligt. Etihad überlegte eine Kapitalerhöhung im Wert von 300 Mio. Euro.

Zur Förderung der Verhandlungen zwischen Alitalia und Etihad setzte sich zuletzt auch der italienische Premier Matteo Renzi ein. Etihad-Chef James Hogan war vor einer Woche mit Renzi in Rom zusammengetroffen. Der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi hatte vergangene Woche vor dem Senat in Rom gesagt, Etihad habe die Bücher geprüft, und eine Grundsatzvereinbarung sei in Arbeit.

Chronik

Mann in Villach von Zug überrollt

Ein 29 Jahre alter Kroate ist in der Nacht auf heute auf dem Hauptbahnhof in Villach in Kärnten unter einen Zug geraten und schwer verletzt worden. Laut Polizeiangaben hatte der junge Mann versucht, in den bereits rollenden Zug zu gelangen und stürzte dabei ab.

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Frau nach Bankbesuch mit Messer überfallen

Mit einem Messer bewaffnet hat ein Unbekannter in Graz versucht, eine 37-jährige Frau zu überfallen. Der Mann dürfte die Frau von einer Bankfiliale bis zu ihrem Auto verfolgt haben, wo er sie dann bedrohte und Geld von ihr forderte.

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Beim Tanzen auf Fuß getreten: Kambodschaner erschossen

Einen Fehltritt auf dem Tanzparkett eines Tempels hat ein Kambodschaner mit dem Leben bezahlt: Er wurde erschossen, weil er einem anderem versehentlich auf den Fuß getreten war, wie die Zeitung „Cambodia Daily“ heute unter Berufung auf die Polizei berichtete. Der Zwischenfall ereignete sich bei einem Fest.

Bei Feiern fließt in Kambodscha viel Alkohol, und kleine Missverständnisse führen oft zu Mord und Totschlag. Im März ging eine Hochzeitsgesellschaft mit Eisenstangen auf Schaulustige los, die von der Straße aus die Feier anschauten. Ein Mann kam ums Leben. Im Jänner warf ein Mann eine Granate in die Hochzeitsfeier einer Frau, die ihn abgewiesen hatte, und tötete elf Menschen.

Flug MH370: U-Boot-Suche klappte erstmals

Beim dritten Versuch hat die U-Boot-Suche nach dem Wrack des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs erstmals richtig geklappt: Das unbemannte Unterwasserfahrzeug „Bluefin-21“ tauchte heute erst nach 16-stündigem Einsatz auf dem Meeresboden wieder auf. Die eingesammelten Daten über die Landschaft auf dem Meeresboden wurden an Bord des Schiffs „Ocean Shield“ noch analysiert.

Daraus entsteht ein dreidimensionales Bild des Bodens. Die Experten gehen davon aus, dass darauf ungewöhnliche Objekte wie Wrackteile zu erkennen wären. Insgesamt hatte „Bluefin-21“ bis heute 90 Quadratkilometer Boden abgesucht. MH370 war am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Zuvor war es bei der Suche zu technischen Problemen gekommen.

Aufregung über Werbung für Osterhasenpizza

Mit einer Werbung für Osterhasenpizza ist ein Restaurant in Neuseeland unter Beschuss geraten. „Hell Pizza“ hängte ein riesiges Plakat mit 550 Kaninchenfellen auf, um seine Pizza anzupreisen. Das sei unappetitlich, hieß es in Onlineforen, wo ein Sturm der Entrüstung losbrach. Die Vegetariergesellschaft äußerte die Hoffnung, dass die Werbung mehr Menschen vom Fleischverzehr abbringt.

Kaninchen gelten in Neuseeland als Plage, weil sie die lokale Flora und Fauna zerstören. Zu Ostern gibt es in Otago jedes Jahr eine große Kaninchenjagd. Dieses Mal treten 300 Jäger in zwölf Teams an. Wer innerhalb von 24 Stunden die meisten Kaninchen erlegt, hat gewonnen.

Gesundheit

Diakonie: „Menschen mit Demenz nicht vergessen“

Im Jahr 2020 werden in Österreich laut der Hilfsorganisation Diakonie 130.000 Menschen direkt von Demenz betroffen sein. „Demenz bedeutet vergessen. Menschen mit Demenz dürfen aber nicht vergessen werden“, appellierte Direktor Michael Chalupka am Gründonnerstag an die Bundesregierung.

„Demenz geht uns alle an“

„Wenn der G-8-Gipfel die Wichtigkeit des Themas wegen seiner demografischen und ökonomischen Brisanz erkennt, ist es höchste Zeit, dass auch die österreichische Bundesregierung gemeinsam daran arbeitet. Demenz geht uns alle an“, so Chalupka.

Die Diakonie unterstrich in einer Aussendung, dass „Demenzbetroffene nicht die zentralen Aspekte des Menschseins verlieren“, so Alexander Aschenbrenner, Gerontopsychologe aus der Diakonie in Salzburg. „Was die Menschen brauchen, ist Begleitung, die vor allem die vorhandenen Stärken des Demenzbetroffenen erkennt. Dann ist auch mit der Diagnose Demenz weiterhin ein gutes Leben möglich.“

Flächendeckende Versorgung gefordert

Neben der öffentlichen Bewusstseinsbildung und der Entlastung der Angehörigen fordert die Organisation auch eine gute und flächendeckende Versorgung mit sozialen Dienstleistungen. „Genauso unterschiedlich wie die Menschen, genauso unterschiedlich muss auch das Angebot sein“, sagte einte Chalupka. „Zu Hause unterstützt mit mobilen Diensten, im Pflegeheim oder im betreuten Wohnen; ein Tageszentrum, wo nur tagsüber Unterstützung geboten wird – vieles soll möglich sein. Derzeit fehlen diese Leistungen oft noch oder sind schlichtweg nicht leistbar“, so der Direktor.

Science

Warum sich der Kosmos ausdehnt

Das Weltall dehnt sich immer schneller aus - schuld daran soll die Dunkle Energie sein, von der noch niemand weiß, woraus sie besteht. Ein neues Experiment von Wiener Physikern trennt nun die Spreu vom Weizen möglicher Erklärungen: Chancen auf Erfolg räumen die Forscher einer Theorie namens „Quintessenz“ ein.

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Golfstrom seit 15 Millionen Jahren aktiv

Der Golfstrom hat bereits vor 15 Millionen Jahren Wärme aus dem Süden des Atlantiks bis nach Island transportiert. Dort verlangsamte er laut österreichischen Forschern die Abkühlung, die damals weltweit im Gang war.

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Religion

Ratschen: Lautstark durch die stillen Tage

In vielen ländlichen Regionen sind in den nächsten Tagen wieder Kinder und Jugendliche mit Ratschen unterwegs. Durch diesen vermutlich aus dem Mittelalter stammenden Brauch werden die Glocken und Orgeln ersetzt. Weil die Glocken stillstanden, mussten die Ratschen ihre Funktion übernehmen. Außerdem sollten sie – so ist es den Brauchtumskalendern zu entnehmen – den Frühling aufwecken und böse Geister abwehren.

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Kultur

Ausstellung zu 100 Jahre Wiener Rathausplatz

Heute findet das große Parkfest mit 140 Oldtimern auf dem Rathausgelände statt. Parallel dazu wird die Fotoausstellung „100 Jahre Rathausplatz“ in der Tiefgarage eröffnet. Doch was hat der historische Platz im letzten Jahrhundert wirklich miterlebt?

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Hausners „Amour Fou“ in Cannes-Nebenschiene

Der neue Film von Jessica Hausner, „Amour Fou“, läuft bei den 67. Filmfestspielen von Cannes in der Reihe „Un Certain Regard“. Die österreichische Regisseurin, die zuletzt mit „Lourdes“ (2009) in Venedig vertreten war, konkurriert in der Nebenschiene u. a. mit Wim Wenders, Matthieu Amalric, Asia Argento und Ryan Gosling. Das teilte das Festival heute auf einer Pressekonferenz mit.

Der Wettbewerb wird einmal mehr zu einem Stelldichein der Regiestars. David Cronenberg ist ebenso einer der Kandidaten für die Goldene Palme wie die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne und die Briten Mike Leigh und Ken Loach. Als größte Überraschung darf jedoch die Rückkehr der lebenden Regielegende Jean-Luc Godard gelten.

Insgesamt laufen in diesem Jahr 18 Filme im Wettbewerb, zwei Filme sind derzeit „außer Konkurrenz“ gelistet. Für die am 15. Mai beginnende Ausgabe des Festivals wurden 1.800 Spielfilme eingereicht, berichtete der künstlerische Leiter Thierry Fremaux. Inklusive der Nebenschienen wurden 49 Filme aus 28 Ländern ausgewählt. Der Auswahlprozess sei „manchmal ein bisschen brutal“, gab Fremaux zu.

Fall Pereira: Lombardei-Präsident fordert Erklärung

Der Präsident der Region Lombardei, Robert Maroni, hat den Intendanten der Salzburger Festspiele und künftigen Scala-Chef Alexander Pereira aufgerufen, seine Position in Zusammenhang mit dem Ankauf von Opern aus Salzburg zu erläutern. „Sollte es keine glaubwürdige Erklärung geben, glaube ich nicht, dass er in Mailand weitermachen kann“, sagte Maroni nach Angaben italienischer Medien.

Verhalten „nicht einwandfrei“

Pereiras Verhalten sei „vom moralischen Standpunkt nicht einwandfrei“, sagte der Politiker. Ein Mitglied des lombardischen Regionalparlaments sitzt im Scala-Aufsichtsrat. „Unser Vertreter hat Pereiras Verhalten kritisiert und Erklärungen gefordert“, betonte Maroni, Spitzenpolitiker der Lega Nord.

Das italienische Kulturministerium hatte den Scala-Aufsichtsrat am Dienstag dazu aufgerufen, einen Bericht über den Deal mit Salzburg zu verfassen. Pereira wies den Verdacht eines Interessenkonflikts zuletzt entschieden zurück und sprach von einer Win-win-Situation. „Salzburg hat schöne Produktionen, die nicht mehr inszeniert werden. Die Scala kauft sie zu einem Spottpreis. Wo ist der Skandal?“, so Pereira gestern in der Tageszeitung „La Stampa“.

Philharmoniker: Holender kritisiert Umgang mit NS-Historie

Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender geht mit dem Vorstand der Wiener Philharmoniker wegen dessen Umgangs mit der NS-Geschichte des Orchesters scharf ins Gericht. Orchestervorstand Clemens Hellsberg agiere „ausschließlich, wenn er unter Druck gerät“, so Holender in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. „Von sich aus bliebe er alle Informationen schuldig.“

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Leute

Lugner und „Spatzi“ sind offiziell ein Paar

Richard Lugner (81) und „Spatzi“ Cathy Schmitz (24) haben sich nun auch offiziell gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert. Heute stand ein Fototermin in der Salzburger Innenstadt an, bei dem die beiden als Paar gemeinsam die Getreidegasse entlangschlenderten. „Es schaut gut aus“, freute sich der Baumeister gegenüber der APA.

„Der Richard ist treu und kümmert sich um mich“

Der Grund für die anfängliche Geheimhaltung der Beziehung war naheliegend: „Wir wussten ja nicht, ob es auch klappt, und wollten uns in Ruhe kennenlernen“, sagte der Baumeister. Inzwischen haben die beiden aber offenbar keine Zweifel mehr. Nicht einmal der doch beachtliche Altersunterschied ist ein Thema. „Was mache ich mit einem Jüngeren, der immer fremdgeht. Der Richard ist treu und kümmert sich um mich“, sagte „Spatzi“.

Auch mit ihrem kalauerfreundlichen Spitznamen hat sich Schmitz angefreundet. „Den Namen gab es aber schon. Aber ‚Spatzi‘ ist doch schön: Das ‚Spatzi‘ geht mit seinem Schatzi“, sagte Schmitz. Lugner sah es überhaupt pragmatisch: „So viele Namen waren ja nicht mehr übrig“. Dass der Spitzname auch spöttisch kommentiert werden könnte, störte den Baumeister nicht. „Das ist ein gebräuchlicher Kosename“, betonte er.