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Inland

Clinch im Team Stronach offenbar beigelegt

Die Auseinandersetzungen zwischen dem oberösterreichischen Team Stronach (TS) und der Bundespartei dürften beigelegt sein. Ein „ausführliches“ Gespräch zwischen dem am Freitag abgesetzten Landesobmann Leo Steinbichler und Parteigründer Frank Stronach verlief nach den Worten Steinbichlers „exzellent, angenehm und niveauvoll“. Details wollte er der APA heute noch nicht sagen.

Er werde die Verhandlungsergebnisse erst mit der Landesgruppe besprechen. Stronach wird am Montag in den ORF-„Sommergesprächen“ auftreten, am Dienstag werde es dann eine gemeinsame „Presseposition“ geben, sagte Steinbichler.

Aus Partei ausgeschlossen

Der oberösterreichische TS-Chef war am Freitag aus der Partei ausgeschlossen worden, weil er entgegen einem Beschluss der Bundespartei ein Antreten bei der Landtagswahl im Herbst angekündigt hatte. Bundesgeschäftsführer Ronald Bauer hatte gleichzeitig angekündigt, die Landespartei Oberösterreich überhaupt schließen zu wollen.

Das dürfte nun unterbleiben - und auch das Antreten bei der Landtagswahl scheint jetzt wahrscheinlicher. Dafür müsste das „Team“ allerdings bis 11. August 80 Unterstützungserklärungen in jedem der fünf Wahlkreise sammeln.

Stronach habe bei seinem Österreich-Besuch nicht nur mit Steinbichler geredet, er habe seiner Partei auch neuerlich finanziell unter die Arme gegriffen, berichten die „Oberösterreichischen Nachrichten“. 500.000 Euro spendete der austrokanadische Multimillionär laut Rechnungshof-Website am 28. Juli, konkret verzichtete er auf einen Darlehensteilbetrag in dieser Höhe.

OÖ: FPÖ bestreitet illegale Parteienfinanzierung

Der Verdacht einer illegalen Parteienfinanzierung der FPÖ von der Klagenfurter Agentur Ideenschmiede spielt seit heute auch nach Oberösterreich. ÖVP und SPÖ sehen Erklärungsbedarf bei der FPÖ. Der FPÖ-Landesparteichef bestreitet den Verdacht und spricht von Schmutzkübelkampagne.

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Staatsanwaltschaft: Bericht zu FPÖ fertig

In der Affäre um angebliche illegale Parteienfinanzierung hat die Korruptionsstaatsanwaltschaft ihren Bericht ans Justizministerium fertig. Ob dieser ein Auslieferungsbegehren für FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl enthalten könnte, ist nicht bekannt.

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Asyl: Ruf aus den Ländern nach absoluter Obergrenze

Aus den Bundesländern kommt der Wunsch, die Zahl der Flüchtlinge, die nach Österreich dürfen, insgesamt zu begrenzen. Außerdem wird einem zeitlich befristeten Asylstatus das Wort geredet. Nicht nur Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) forderte das heute, auch seine Kärntner Parteifreunde äußerten sich in diesem Sinn, und Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) ist auch für „Obergrenzen“.

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Traiskirchen vor Aufnahmestopp

Die Bundesbetreuungsstelle Traiskirchen in Niederösterreich steht vor einem Aufnahmestopp. Ab kommender Woche dürften in die vollkommen überfüllte Einrichtung in der niederösterreichischen Gemeinde keine neuen Asylwerber mehr aufgenommen werden. Angesichts der unhaltbaren Zustände mit Hunderten Obdachlosen auf dem Gelände wird das Innenressort aller Voraussicht nach neue Notquartiere schaffen.

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EU meldet Bedenken gegen neues Eisenbahngesetz an

Zum geplanten neuen österreichischen Eisenbahngesetz hat die EU-Kommission Bedenken angemeldet. Das Verkehrsministerium in Wien bestätigte heute gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht des „Standard“ (Mittwoch-Ausgabe). Demnach äußerte die Generaldirektion Mobilität und Verkehr der EU-Kommission schon Anfang Juni per Brief Bedenken zum Gesetzesvorhaben.

Stein des Anstoßes ist offenbar der geplante österreichweite integrierte Taktfahrplan bzw. dessen Umsetzung. Die mehrheitlich private Westbahn hatte in den vergangenen Monaten dagegen protestiert, weil sie sich durch den Entwurf bei der Trassenzuteilung gegenüber der Staatsbahn ÖBB diskriminiert sieht. Westbahn-Miteigentümer Hans Peter Haselsteiner hatte vor Journalisten den Gang nach Brüssel angekündigt, sollte der Gesetzesentwurf nicht in seinem Sinne geändert werden.

Von Ministeriumsseite wurde diese Kritik zurückgewiesen, das Vorhaben habe nichts mit Diskriminierung zu tun. Das Verkehrsministerium habe inzwischen den Gesetzesentwurf aufgrund der im Begutachtungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen überarbeitet.

Der neue Entwurf sei kurz vor der Fertigstellung. Mit einem direkten Gespräch in Brüssel wolle man die Bedenken von Kommissionsseite ausräumen, hieß es aus dem Ministerium auf APA-Anfrage. Nach einem noch ausstehenden Ministerratsbeschluss soll das Gesetz im Herbst in den Verkehrsausschuss des Parlaments kommen.

Ausland

Türkei: 1.300 Festnahmen in den vergangenen Tagen

Die türkische Regierung greift hart gegen angebliche Anhänger der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), der Terrormiliz Islamischer Staat sowie regierungskritische linke Gruppierungen durch. In den vergangenen Tagen seien mehr als 1.300 Verdächtige festgenommen worden, teilte die Regierung heute mit. Die Zahl wurde nicht aufgeschlüsselt.

Nach Angaben von Kurdenvertretern handelt es sich zu einem großen Teil um Mitglieder kurdischer und linker Gruppen. Wie viele Verdächtige sich noch in Haft befinden, wurde nicht mitgeteilt.

Verstärkte Luftangriffe

Unterdessen intensivierte die türkische Luftwaffe ihre Angriffe auf Ziele der PKK. Nach Angaben eines Regierungsvertreters griffen F-16-Kampfflugzeuge in der Nacht auf heute sechs Ziele im benachbarten Nordirak an. Es seien die heftigsten Angriffe seit Beginn der Militäraktion gegen die Kurden am Freitag gewesen, sagte der Regierungsvertreter.

Erst gestern hatte die Luftwaffe PKK-Kämpfer im Südosten des Landes an der Grenze zum Irak bombardiert. Vorangegangen war ein Anschlag auf paramilitärische Polizisten.

Chef der HDP-Partei ruft zu Ende der Angriffe auf

Der Vorsitzende der prokurdischen HDP-Partei rief die türkische Regierung und Kurden zur Einstellung der beiderseitigen Angriffe auf. Die Übergriffe sollten sofort beendet werden, sagte Selahattin Demirtas heute vor Journalisten. Beide Seiten sollten Vernunft walten lassen.

Angriff auf Ölleitung in Kurdengebiet

Eine Explosion beschädigte nach Angaben der türkischen Regierung eine Ölleitung im Südwesten des Landes. In der Region war es in den vergangenen Tagen zu Zusammenstößen der Armee mit Kämpfern der PKK gekommen. Bei der Explosion habe es sich um einen Angriff gehandelt, sagte Energieminister Taner Yildiz heute der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge.

Die Pipeline transportiert Öl von Kirkuk im nordirakischen Kurdengebiet zum türkischen Hafen Ceyhan. Auch eine aus dem Iran kommende Leitung war kürzlich Ziel eines Angriffs geworden.

Ankara erlaubt USA Nutzung von Stützpunkt

Die Türkei erlaubt den USA nun auch offiziell, den strategisch günstig gelegenen Luftwaffenstützpunkt Incirlik für Luftangriffe auf den IS in Syrien zu nutzen. Das teilte das türkische Außenministerium nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens heute mit.

Der Deal betrifft aber ausschließlich den Kampf gegen den IS und schließt Unterstützung der türkischen Luftwaffe im Kampf gegen die PKK im Norden Syriens aus, wie Ministeriumssprecherin Tanju Bilgic sagte.

Kurz telefoniert mit türkischem Amtskollegen

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) telefonierte mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu. Hauptthema des Gesprächs war nach Angaben des Außenamts Ankaras militärisches Vorgehen gegen den IS.

„Der Kampf der Türkei gegen den IS im Rahmen der Anti-IS-Koalition ist ein sehr wichtiger Beitrag“, teilte Kurz nach dem Telefonat in einer Aussendung mit. Seine „Besorgnis über die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen“ zwischen Ankara und der PKK habe er in dem Telefonat mit Cavusoglu ebenfalls mitgeteilt.

Tsipras schließt vorgezogene Parlamentswahl nicht aus

Wegen des Richtungsstreits in seiner SYRIZA-Partei schließt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras vorgezogene Neuwahlen nicht aus. Der linke Flügel der Partei hatte im Parlament in Athen zweimal gegen Reform- und Sparmaßnahmen gestimmt. Das könne so nicht weitergehen, sagte Tsipras heute in einem Interview des Radiosenders seiner Partei, Sto Kokkino.

Es sei surreal, wenn einige Abgeordnete des linken Flügels einerseits im Parlament nicht für die Regierungspolitik stimmten und andererseits erklärten, sie würden die Regierung unterstützen, sagte Tsipras. Sollte das nicht aufhören, sehe er keine andere Möglichkeit als Neuwahlen.

EU-Kommission zufrieden mit Zusammenarbeit

Die EU-Kommission wertete unterdessen den Start der Gespräche mit Griechenland über ein drittes Hilfsprogramm positiv. „Wir sind mit der reibungslosen und konstruktiven Zusammenarbeit mit der griechischen Regierung zufrieden“, sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. „Das sollte es uns erlauben, so rasch wie möglich voranzukommen.“

Ein EU-Vertreter sagte, Ziel sei es, die Verhandlungen mit den Gläubigerinstitutionen über die Bedingungen für weitere Hilfe möglichst bis zum 10. oder 11. August abzuschließen. „Sonst wird die Zeit zu knapp.“

Dem hoch verschuldeten Griechenland droht ohne weitere finanzielle Unterstützung der Staatsbankrott und womöglich das Euro-Aus. Mitte Juli hatte sich die linksgeführte Regierung in Athen nach schwierigen Verhandlungen mit den anderen Euro-Ländern auf Verhandlungen über das drittes Hilfsprogramm geeinigt.

Sie müssen nun in den kommenden beiden Wochen über die Bühne gebracht werden, weil Athen am 20. August 3,2 Milliarden Euro für eine Rückzahlung an die Europäische Zentralbank (EZB) braucht. Vor diesem Termin müssen unter anderem noch die Parlamente mehrerer Euro-Staaten dem Verhandlungsergebnis zustimmen.

Israel bewilligt neue Wohnungen in besetztem Gebiet

Die israelische Regierung hat heute dem Bau von 300 Wohneinheiten in einer jüdischen Siedlung im besetzten Westjordanland zugestimmt.

Die Entscheidung fiel parallel zu der vom Obersten Gerichtshof angeordneten Zerstörung zweier Wohnblocks in der gleichen Siedlung, Beit El, gegen die Dutzende jüdische Siedler in den vergangenen Tagen protestiert hatten. Das Gericht hatte den Abriss mit der Begründung angeordnet, die Wohnungen seien illegal auf palästinensischem Gebiet errichtet worden.

Die Ultranationalisten in der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatten Druck gemacht, als Ersatz für die in Beit El zerstörten Häuser neue Wohnungen an anderer Stelle in dem Ort zu genehmigen. Dieser Aufforderung kam Netanjahu nun nach. Außerdem genehmigte sein Büro den Bau von 413 neuen Wohnungen in Ostjerusalem.

Serbien bekämpft Aufnahme des Kosovo in die UNESCO

Serbien setzt seinen Widerstandskurs gegen eine Aufnahme seiner früheren Provinz Kosovo in internationale Organisationen konsequent fort. Ministerpräsident Aleksandar Vucic bekräftigte heute in Belgrad, seine Regierung werde alles tun, damit der Kosovo nicht in die UNO-Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation (UNESCO) aufgenommen wird.

Serbien werde alle demokratischen Mittel gegen eine UNESCO-Mitgliedschaft des Kosovo ergreifen. Er könne sich nicht vorstellen, es sei auch lächerlich, zu denken, dass die serbisch-orthodoxen Klöster in Decani, Banjska und Gracanica im Kosovo als nicht serbisches Kulturerbe gelten könnten, so Vucic laut der amtlichen Agentur Tanjug. „Das wäre doch tragikomisch.“

Vucics Außenminister Ivica Dacic wandte sich in der Sache in einem Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Darin bezeichnete er das UNESCO-Aufnahmegesuch des Kosovo als „inakzeptabel gemäß internationalem Recht“. Dacic verwies laut dem Portal Balkaninsight.com auf die UNO-Resolution 1244 aus dem Jahr 1999. Diese behandelt den Kosovo als Bestandteil der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien, deren einziger Rechtsnachfolger Serbien ist.

Tschechische Partei will Psychotest für ihre Kandidaten

Die tschechische Protestbewegung ANO von Finanzminister Andrej Babis will ihre Kandidaten bei Wahlen künftig im Voraus einem Psychotest unterziehen.

Damit soll eine bessere Parteidisziplin erzielt werden und möglichen neuen Parteirebellen vorbeugend aus dem Weg gegangen werden, schrieb die Tageszeitung „Hospodarske noviny“ (Mittwoch-Ausgabe).

„Dass man nicht mehr weiß, wie man heißt“

Kürzlich hatte es in mehreren Regionen Aufstände gegen die ANO-Führung gegeben. „Ich stelle mir vor, dass die ersten zehn Kandidaten auf der Liste in jedem Kreis einen Psychotest absolvieren“, sagte der erste Vizechef von ANO, Jaroslav Faltynek. Als früherer Spitzenmanager von Babis’ Holding Agrofert habe er sich selbst einer Psychodiagnostik unterzogen. „Dabei wird man so gründlich gecheckt, dass man nach dem vierstündigen Test nicht einmal mehr weiß, wie man heißt“, so Faltynek.

Wirtschaft

Lagarde beharrt auf Schuldenentlastungen für Griechenland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält massive Schuldenentlastungen für Griechenland für unausweichlich, um dem Land wieder auf die Beine zu helfen. „Wir sehen im Moment eine Situation, in der wir die Schuldenlast als nicht tragfähig beurteilen“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde heute.

„Es muss eine signifikante Schuldenrestrukturierung geben“, forderte Lagarde mit Blick auf die Schuldenquote Griechenlands von rund 170 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Quote könne sogar in Richtung auf 200 Prozent steigen: Diese Einschätzung setze sich mehr und mehr durch, sagte Lagarde.

Wie Griechenland konkret bei den Schulden entlastet werden soll, ließ Lagarde offen. Sie sprach nur allgemein von einer „Restrukturierung“. Lagarde nannte Kernpunkte für eine Sanierung der griechischen Volkswirtschaft: Es müssten „sensible“ finanzpolitische Ziele mit klaren Umsetzungsschritten gesteckt werden. Zudem seien Strukturreformen nötig. Hinzu kommen müsse eine ausreichende Finanzierung für das Land sowie die vom IWF geforderten Schuldenerleichterungen.

Pro-Kopf-Einkommen in Euro-Staaten steigt deutlich

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in den 19 Euro-Staaten ist zu Jahresbeginn so stark gestiegen wie seit 2009 nicht mehr. Von Anfang Jänner bis Ende März verzeichneten EU-Statistiker im Vergleich zum Vorquartal ein Plus von 0,9 Prozent.

Zuletzt hatte es einen solchen Anstieg des verfügbaren Bruttoeinkommens vor sechs Jahren gegeben. Zwischen Ende 2009 und Ende 2012 ging es sogar fast durchgängig zurück.

Mehr Einkommen - mehr Konsum

Die Wirtschaft dürfte freuen, dass mit dem Einkommen der privaten Haushalte auch die Konsumausgaben stiegen. Sie erhöhten sich im ersten Quartal dieses Jahres durchschnittlich um 0,8 Prozent nach einer Zunahme von 0,2 Prozent im Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Einen ähnlich starken Anstieg des Pro-Kopf-Konsums hatte es mit 0,7 Prozent zuletzt im ersten Quartal 2004 gegeben.

Sport

Beachvolleyball-EM: Klarer Auftaktsieg für Doppler/Horst

Die Medaillenhoffnungen Clemens Doppler/Alexander Horst sind heute mit einem klaren Zweisatzsieg gegen die Weißrussen Alexander Kawalenka/Alexander Dsiadku in die Heim-EM der Beachvolleyballer in Klagenfurt gestartet. Während die Weltranglistenfünften erfolgreich den Grundstein für den Aufstieg in die K.-o.-Phase legten, schafften Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel mit ihrem zweiten Sieg den vorzeitigen Aufstieg.

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Champions League: Malmö Salzburgs „Anmeldeformular“

Für Meister Salzburg beginnt heute (19.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) der nächste Anlauf auf das Erreichen der Champions-League-Gruppenphase. Erste Hürde ist der schwedische Club Malmö, gegen den im letzten Jahr im Play-off Endstation war.

Peter Zeidler will von Rachegelüsten nichts wissen. Das Duell in der dritten Qualirunde sieht der Neo-Coach viel eher als „Anmeldeformular für Europa“, erst danach wird die Gruppenphase zum Thema. Für den ersten Schritt sieht Zeidler sein Team aber bereit und fordert Robustheit gegen die harte Gangart der Schweden sowie keine Konzentrationsfehler.

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Chronik

Minderjährige missbraucht: 21 Monate Haft

Im Landesgericht Eisenstadt ist heute ein 35-jähriger Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten - sieben davon unbedingt - verurteilt worden. Der Mann hatte im Mai ein siebenjähriges Mädchen sexuell missbraucht.

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In Salzburg wurde ein 22-Jähriger Rumäne wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen zu 15 Monaten Haft, davon zwei Monate unbedingt, verurteilt. Er hatte mit einer 13-Jährigen mehrfach Geschlechtsverkehr gehabt.

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Australien: Mädchen von acht Männern missbraucht

In der westaustralischen Hafenstadt Perth ist ein heute 13-jähriges Mädchen offenbar über Jahre von insgesamt acht Männern serienmäßig missbraucht worden. Nach Angaben der Polizei wurden die Verdächtigen im Alter zwischen 35 und 47 Jahren heute unter anderem der Vergewaltigung und sexuellen Versklavung beschuldigt.

Vater soll Missbrauch organisiert haben

Zu den Tätern gehört auch der Vater des Mädchens, er soll den Missbrauch über zwei Jahre hinweg organisiert haben. Festgenommen wurden die Männer nach einem Hinweis aus der Bevölkerung.

Die Verdächtigen müssen sich laut Polizei in insgesamt 503 Punkten wegen Vergewaltigung, Gefügigmachens durch Drogen, sexueller Versklavung und Erstellung und Verbreitung von Aufnahmen des Missbrauchs verantworten. Das Mädchen sei „aus der grauenhaften Lage gerettet“ worden, sagte der Ermittler Glenn Feeney.

Sie sei nun „in Sicherheit“ und erhalte „die Betreuung, die sie braucht“. Dabei gehe es um psychologische Unterstützung, die sicherlich „eine lange Zeit“ erforderlich sein werde.

Der Name des Vaters der 13-Jährigen könne nicht genannt werden, um die Identität des Opfers nicht preiszugeben, sagte Feeney. Er ließ auch offen, ob die anderen Festgenommenen für den Missbrauch Geld zahlten. Nach seinen Angaben dauerten die Ermittlungen an, möglicherweise werde es weitere Festnahmen geben. Zur Mutter des Mädchens machte er keine Angaben.

Massenhaft Videomaterial sichergestellt

Bei den Ermittlungen fand die Polizei allein bei einem der Festgenommenen 200.000 Videos und vier Millionen Bilder, darunter 150 Bilder und Videos von dem missbrauchten Mädchen. Diese seien unbeschreiblich „widerlich“, sagte Feeney.

Schweizer Piloten stehlen für Kühe Wasser in Frankreich

Ein bizarrer Wasserdiebstahl durch Schweizer Militärpiloten in Frankreich hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen den Nachbarländern geführt.

Zwecks Versorgung durstiger Schweizer Kühe holten die Militärflieger mit Spezialbehältern und zwei Super-Puma-Helikoptern mehr als 50.000 Liter Wasser aus dem nahen Lac des Rousses im französischen Jura, berichtete die „Neue Zürcher Zeitung“ („NZZ“) heute.

Genfer See zu weit weg?

Der Bergsee liegt an der Grenze. Ein Flug zum Genfer See oder zu anderen Wasserquellen auf Schweizer Hoheitsgebiet sei den Piloten einfach zu aufwendig erschienen. Verärgert hätten am vergangenen Donnerstag Badegäste die „Invasion“ der Schweizer Luftwaffe miterlebt.

Die französische Lokalzeitung „Le Progres“ titelte „Für ihre Kühe schickt die Schweiz Helikopter“. Und das, obwohl die französischen Behörden wegen anhaltender Trockenheit den Wasserverbrauch eingeschränkt hätten. Das sei alles kein Wunder, empörten sich Leser. Schweizer würden ja auch Schwammerln aus französischen Wäldern mitgehen lassen.

Zwischen Bern und Paris sollen die diplomatischen Drähte geglüht haben - bis die Schweizer Armee am Dienstag mit einer ordentlichen Entschuldigung kapitulierte.

Waldbrand legte Roms Flughafen lahm

Ein Waldbrand unweit des römischen Flughafens Fiumicino hat Italiens größten Airport heute Nachmittag lahmgelegt.

Wegen der starken Rauchentwicklung auf den Rollbahnen musste der Start Dutzender Flüge gestrichen werden, teilte die italienischen Fluggesellschaft Alitalia mit. Feuerwehrmannschaften und Canadair-Flugzeuge kämpften gegen den Waldbrand.

Das Feuer ist ein weiterer Schlag für den römischen Flughafen, auf dem es am 7. Mai im Terminal 3 nach einem Kurzschluss in einer Küche gebrannt hatte. Wochenlang blieb wegen der Feuerschäden der Flugverkehr in Fiumicino eingeschränkt. Die italienische Gesellschaft Alitalia klagte über den dadurch entstandenen Schaden in der Höhe von 80 Millionen Euro.

Europas Tunnel sicher - ADAC stellt Tests ein

Europas Tunnel sind so sicher wie noch nie. Beim jüngsten Tunneltest des deutschen Autoclubs ADAC bewerteten die Fachleute 14 von 20 Röhren mit „Sehr gut“, alle übrigen schnitten mit „Gut“ ab. Das Ergebnis sei „absolut erfreulich“, sagte der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, heute in München.

„Sicherheit von Tunneln bedeutet Sicherheit von Menschenleben.“ Die neueste Untersuchung sei so gut ausgefallen, dass der Autoclub bis auf Weiteres keine neuen Tests mehr vornehmen werde. „Der ADAC hat seine Aufgabe als Verbraucherschützer ernst genommen.“

1999 hatten verheerende Brände im Mont-Blanc- und im Tauerntunnel mit insgesamt 51 Toten für Schlagzeilen gesorgt. Der ADAC legte wenig später seinen ersten Tunneltest vor. Insbesondere seit Inkrafttreten einer EU-Richtlinie zu Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln fünf Jahre später hätten sich die Ergebnisse stetig verbessert.

Der ADAC untersuchte in seinen Tests insgesamt 400 Tunnel in 21 europäischen Ländern. 2009 gab es erstmals kein negatives Ergebnis.

Gesundheit

Science

Kultur

125. Todestag Van Goghs - „125 Jahre Inspiration“

Mit einer Kranzniederlegung an der Grabstätte von Vincent Van Gogh in Auvers-Sur-Oise bei Paris durch zwei Urenkel des Bruders des Künstlers, Theo van Gogh, ist heute in Frankreich der 125. Todestag des niederländischen Impressionisten begangen worden.

Van Gogh starb am 29. Juli 1890 in seinem Hotelzimmer, zwei Tage nachdem er auf offenem Feld mit einer Pistole einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Die Nachfahren des Malers, Willem Van Gogh und Machteld Van Lear, legten zwei große Kränze aus Sonnenblumen am Grab nieder.

Ein reisender „Modelleuropäer“

Bei einer Ansprache betonte Axel Rüger, Direktor des Van Gogh-Museums in Amsterdam, dass 2015 unter dem Motto „125 Jahre Inspiration“ zum Van Gogh-Jahr erklärt worden war. „Noch heutzutage werden überall in der Welt Millionen Menschen von ihm inspiriert.“

Van Gogh verbrachte die letzten drei Monate seines Lebens in der Auberge Ravoux in dem kleinen Dorf 27 Kilometer von Paris entfernt und malte hier mehr als 70 Bilder, von denen manche - so etwa jenes der Kirche von Auvers - zu seinen größten Meisterwerken zählen. 1985 wurde das Hotel, in dem der Künstler lebte, von den Behörden in den Rang eines historischen Monuments erhoben.

Anlässlich des Festakts wurde auch „The Vincent Van Gogh Atlas“ vorgestellt, ein 180 Seiten starkes Buch, das den Lebenslauf Van Goghs mithilfe von historischen Fotos, Zeichnungen, Grafiken, Landkarten und Briefen nachvollzieht. Van Gogh hatte in den 37 Jahren seines Lebens 38 Adressen in den Niederlanden, in Belgien, Großbritannien und Frankreich. „Van Gogh war ein Modelleuropäer", sagte Rüger.“ Bis Jahresende finden in Auvers sowie in Amsterdam zahlreiche Veranstaltungen zum Jubiläum statt.

Salzburger Festspiele: Ein toller Tag für „Figaro“

Mit „Le nozze di Figaro“ hat Festspiel-Chef Sven-Eric Bechtolf gestern Abend seinen Mozart-Da-Ponte-Zyklus zu Ende gebracht. In den vergangenen Jahren stießen „Cosi fan tutte“ und „Don Giovanni“ bei der Kritik auf wenig Gegenliebe. Heuer setzte der Intendant auf britischen Style und auf Nummer sicher - und konnte damit das versöhnliche Ende von Figaros „tollem Tag“ auch für sich verbuchen.

Mehr dazu in news.ORF.at/festspielhighlights

Medien

Super-Bowl-Werbespots erstmals auch live im Internet

Die berühmten Super-Bowl-Werbespots sollen in den USA im kommenden Jahr erstmals alle auch live im Internet zu sehen sein. Die meisten der extrem aufwendig produzierten Spots in den Pausen während des Finales der National Football League (NFL), für die Werbekunden Millionen ausgeben, wurden live bisher nur im Fernsehen gezeigt.

2016 sollen sie nun alle auch beim Livestreaming im Internet zu sehen sein, wie das Magazin „Variety“ berichtete. Für Werbekunden könnten die Spots damit aufgrund der deutlich steigenden Zuschauerzahl noch teurer werden. In diesem Jahr lagen sie bereits bei durchschnittlich 133.000 Dollar pro Sekunde.

Fusion von ProSiebenSat.1 und Springer vom Tisch

Axel Springer und ProSiebenSat.1 haben mit einem Gemeinschaftsprojekt zur Förderung von Start-ups ihre Fusionsgespräche beendet.

„Wir planen darüber hinaus keine weitergehende gesellschaftsrechtliche Verbindung mit Axel Springer“, sagte ein ProSiebenSat.1-Sprecher heute der Nachrichtenagentur Reuters. „Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen sind nicht geplant“, sagte auch eine Sprecherin von Axel Springer.

Beide Unternehmen teilten mit, sie wollten Start-ups in der Digitalbranche gemeinsam fördern. Neue Geschäftsideen sollten unterstützt werden, um den Digitalstandort Deutschland auch international besser zu positionieren. Man wolle gemeinsam in Unternehmen und Fonds investieren, bestehende Förderprogramme vernetzen und neuen Unternehmen Werbemöglichkeiten gegen Firmenbeteiligungen zur Verfügung stellen.

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