Ausland

Athen plant erste Maßnahmen gegen Armut

Die linksgeführte griechische Regierung hat heute einen ersten Gesetzentwurf mit Maßnahmen zur Armutsbekämpfung beschlossen. Aus einem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Regierungsdokument geht hervor, dass es für die besonders Armen kostenlosen Strom, Mietbeihilfen und Essensmarken geben soll.

„Humanitäre Krise“ stoppen

Aus einer Regierungsquelle verlautete, die Regierung habe sich zum Ziel gesetzt, „den Kurs zum kompletten sozialen Desaster zu stoppen“. Mit dem ersten Gesetzentwurf, den die Regierung dem Parlament vorlege, solle der „humanitären Krise“ Einhalt geboten werden, hieß es weiter.

Der Plan sieht unter anderem vor, dass Haushalte, die ihre Stromrechnungen nicht begleichen können, in diesem Jahr bis zu 300 Kilowattstunden kostenfrei bekommen. Bis zu 30.000 Haushalte sollen außerdem eine monatliche Mietbeihilfe zwischen 70 und 220 Euro erhalten. Essensmarken sind für 300.000 Menschen vorgesehen.

Vorrang haben Familien mit kleinen Kindern, Arbeitslose und Arme, wie es in dem Dokument heißt. 2014 lag die Arbeitslosenrate in Griechenland nach amtlichen Angaben bei 26,4 Prozent, die Armutsrate bei 23,1 Prozent.

Spanien und Portugal ärgern sich über Tsipras

Unterdessen haben sich Spanien und Portugal bei der EU-Kommission über Äußerungen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras beschwert. „Wir bauen Brücken und bringen die Beteiligten zusammen“, sagte eine Sprecherin der Behörde heute in Brüssel. Details nannte sie nicht.

Tsipras hatte den konservativen Regierungen Spaniens und Portugals vorgehalten, es in der EU auf ein Scheitern seiner Links-rechts-Regierung abgesehen zu haben. Madrid und Lissabon hätten es darauf angelegt, die Verhandlungen über eine Verlängerung der Griechenland-Hilfe an den Rand des Abgrunds zu bringen. Tsipras warf ihnen Verschwörungspläne vor.

Für Berlin ein „Foulspiel“

Die deutsche Bundesregierung - derzeit auf Athen nicht ganz gut zu sprechen - wies die Kritik der griechischen Führung an Spanien und Portugal zurück. „Nach europäischen Maßstäben war das ein sehr ungewöhnliches Foulspiel“, sagte der Sprecher des deutschen Finanzministeriums, Martin Jäger, in Berlin. „Das tun wir nicht in der Euro-Gruppe, das gehört sich nicht.“

„Wir sollten uns nicht in die Angelegenheiten unserer Partnerregierungen einmischen“, sagte Jäger und betonte, sowohl Portugal als auch Spanien seien Partner, mit denen Deutschland sehr eng zusammenarbeite. „Wir haben eine sehr hohe Anerkennung für das, was beide Länder in den vergangenen Jahren auf ihrem Reformpfad erreicht haben.“

Griechenland lehnt im Gegensatz zu Spanien und Portugal die geforderten Reformen zur Belebung der Wirtschaft und zur Konsolidierung des Haushalts entschieden ab.

Netanjahu kritisiert Haltung der USA im Iran-Atomstreit

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat zum Auftakt seines US-Besuchs die Haltung der Regierung in Washington im Atomstreit mit dem Iran kritisiert. Das Abkommen, über das verhandelt werde, könne dazu führen, dass der Iran an Atomwaffen gelange. Das dürfe nicht passieren, denn dann könne das Überleben Israels gefährdet werden.

Vorgeschmack auf Rede vor Kongress

„Als Ministerpräsident Israels bin ich moralisch verpflichtet, meine Stimme im Angesicht dieser Gefahren zu erheben, solange sie noch abgewendet werden können“, sagte Netanjahu auf der Jahresversammlung der einflussreichen proisraelischen US-Lobbygruppe AIPAC. Er gab damit einen Vorgeschmack auf seine für morgen geplante Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses, die das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen ihm und US-Präsident Barack Obama zusätzlich strapaziert.

Es wird damit gerechnet, dass Netanjahu die Abgeordneten und Senatoren aufrufen wird, ein Abkommen mit dem Iran zu blockieren. In Genf wird derzeit mit Hochdruck versucht, eine Lösung des seit Jahren anhaltenden Atomstreits zu erzielen. Bis Ende März soll eine Rahmenvereinbarung erzielt werden.

Besuch sorgte für Aufregung

Die oppositionellen Republikaner, die im Kongress die Mehrheit haben, hatten Netanjahu eingeladen, ohne zuvor das Präsidialamt zu informieren. Der Protokollbruch hatte die Obama-Regierung erzürnt. Der Präsident erklärte, Netanjahu während dessen US-Besuchs nicht zu treffen. Er verwies darauf, dass in zwei Wochen in Israel Wahlen stattfänden, eine Begegnung mit Netanjahu könne als Einmischung gewertet werden.

Netanjahu betonte gleichwohl vor den AIPAC-Mitgliedern, die Beziehungen zwischen Israel und den USA seien „stärker als je zuvor“ und würden sich weiter verbessern. Die weitverbreitete Darstellung, dass das Verhältnis der beiden traditionell verbündeten Staaten bröckele, sei „schlichtweg falsch“.

Nemzow-Begräbnis: Kein Visum für Polens Senatspräsident

Der polnische Senatspräsident und ehemalige Bürgerrechtler Bogdan Borusewicz kann nicht wie geplant am Begräbnis des ermordeten russischen Oppositionellen Boris Nemzow teilnehmen. „Ich habe erfahren, dass die russischen Behörden mich nicht zu dem Begräbnis zulassen“, sagte Boruszewicz heute vor Journalisten in Warschau.

Er sei „überrascht“, dass ihm das Visum für die Einreise nach Russland verweigert worden sei. „Ich wollte den ermordeten Boris Nemzow ehren, und alle Russen, die so denken wie er“, sagte Borusewicz. Der ehemalige Bürgerrechtler hatte im August 1980 den Streik auf der Danziger Lenin-Werft mit vorbereitet. Dieser sorgte weltweit für Aufsehen.

Norwegen mietet Gefängniszellen in den Niederlanden

Norwegen und die Niederlande haben ein Abkommen über die Vermietung von Gefängniszellen geschlossen, mit dem Oslo die Lage in seinen überfüllten Gefängnissen entspannen will.

Genehmigung durch die Parlamente steht noch aus

Der niederländische Staatssekretär Fred Teeven und der norwegische Justizminister Anders Anundsen unterzeichneten das Abkommen am Montag im nordniederländischen Veenhuizen. Es muss nun noch von den Parlamenten beider Länder gebilligt werden. Bei einer Zustimmung könnten die ersten 242 norwegischen Häftlinge ab September ins Gefängnis Norgerhaven bei Assen gebracht werden. Insgesamt 25 Millionen Euro soll die Zellenmiete kosten.

Deal löst in beiden Ländern Kritik aus

Gegen das Abkommen gehen jedoch mindestens 17 niederländische Langzeithäftlinge vor, die Medienberichten zufolge ihre „Luxuszellen“ nicht für die Häftlinge aus Norwegen räumen wollen. „Sie wollen nicht von einem Ort zu einem anderen gebracht werden“, sagte ihre Anwältin Hettie Cremers der Nachrichtenagentur AFP. Cremers erwartet ein Gerichtsurteil bereits für Freitag. Den Medienberichten zufolge genießen die Gefangenen in Norgerhaven zahlreiche Privilegien: So dürfen sie selbst Gemüse anbauen, die Anstrichfarbe einer Zellenwand aussuchen, können täglich aus zahlreichen Sportangeboten und 55 TV-Programmen wählen.

Auch in Norwegen regt sich Widerstand gegen die geplante Verlegung: Zwar wiesen die norwegischen Behörden darauf hin, dass die Entfernung für Angehörige aus Oslo zu Haftanstalten im Norden Norwegens weiter sei als in die Niederlande. Dagegen argumentierte Hanne Hamsund, Chefin einer norwegischen Organisation von Angehörigen Gefangener, jedoch, dass das Abkommen grundlegende Rechte wie das Recht auf Nähe zur Familie verletze. Denn „nicht jeder lebt in Oslo“, sagte Hamsund. Gefangene mit Kindern sollen allerdings nicht in die Niederlande verlegt werden.

Portugals Regierungschef „vergisst“ Abgaben zu zahlen

Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho ist in die Kritik geraten, weil er mehrere Jahre keine Abgaben an die Sozialversicherung gezahlt hatte. Die Parteien der Linksopposition forderten den Chef der Mitte-rechts-Regierung auf, vor dem Parlament zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Von freiwilligen Beiträgen ausgegangen

Passos Coelho hatte nach Enthüllungen der Zeitung „Publico“ in den Jahren 1999 bis 2004 die fälligen Sozialabgaben nicht gezahlt. Der Regierungschef räumte am Montag den Vorwurf ein. Er habe nicht gewusst, dass er damals als Selbstständiger Abgaben an die staatliche Sozialversicherung zahlen musste. Er habe geglaubt, die Beiträge seien freiwillig gewesen, sagte der Politiker. Mittlerweile habe er die ausstehenden Abgaben nachgezahlt, obwohl die Ansprüche der Versicherung längst verjährt seien.

Die Sozialisten (PSP) hielten dem Regierungschef vor, mit zweierlei Maß zu messen. Er verlange von den Portugiesen, dass sie gewissenhaft ihre Steuern und Abgaben zahlten. Bei sich selbst nehme er es aber nicht so genau.

Fall Badawi: Kurz sagte Ehefrau weitere Unterstützung zu

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat der Frau des regimekritischen saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi Unterstützung zugesichert. In einem Telefonat mit Ensaf Haidar habe Kurz betont, dass er sich weiter für Badawi einsetzen werde, hieß es heute aus dem Außenministerium. Der Außenminister will den Fall auch vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf ansprechen.

„Religionsfreiheit als Menschenrecht unantastbar“

Dabei werde Kurz auch festhalten, dass „Religionsfreiheit als Menschenrecht unantastbar ist“, verlautete aus dem Umfeld des Ministers. Der ÖVP-Politiker wird in Genf auch den UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, den jordanischen Prinzen Said Raad al-Hussein, treffen. In dem Gespräch werde der „Fall Badawi“ auch thematisiert werden, hieß es. Kurz habe in dem Fall bereits in der Vergangenheit UNO und EU eingeschaltet.

Kurz hatte an sich für Ende Februar eine Reise in die Golf-Region geplant gehabt, die ihn nach Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten führen sollte. Laut Ministerium sind die Reisepläne weiter aufrecht, allerdings gibt es noch keine Festsetzung der genauen Termine.

Die Frau Badawis hatte die Medien zuvor informiert, dass ihrem Mann möglicherweise wegen Abfalls vom Islam die Todesstrafe droht. In einem schriftlichen Statement von Ensaf Haidar, das der APA vorliegt, wies sie darauf hin, dass die Akte wieder jenem Richter zugewiesen wurde, der zehn Jahre Haft und Peitschenhiebe gegen Badawi verhängt hatte.

Inland

Arbeitslosigkeit: Kein Ende des Anstiegs in Sicht

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 5,8 Prozent erneut gestiegen. Das teilte das Sozialministerium heute mit. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg. Ein Ende des Anwachsens der Arbeitslosigkeit ist jedoch nicht in Sicht. Denn „insgesamt drängen mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt, als dieser aufnehmen kann“, so das ernüchternde Fazit des Sozialministeriums. Auch die Wirtschaft will nicht anspringen, wie ein zweites Quartal mit Nullwachstum in Folge zeigt. Arbeitsmarktpolitik alleine könne die Situation nicht drehen, so das Ministerium.

„Mehr, als Arbeitsmarkt aufnehmen kann“

Lehrer sollen in Zuständigkeit der Länder

Die Zuständigkeiten im Schulwesen sind zersplittert und alles andere als optimal verteilt. Das weiß man seit Jahrzehnten, doch eine Änderung des Status quo ist immer am Machtpoker zwischen Bund und Ländern gescheitert.

Jetzt scheinen sich am Ende die Länder durchzusetzen. Der Bund dementiert diese Darstellung mehrerer Landeshauptleute jedenfalls nicht. Eine Entwicklung, die viele auch kritisch sehen.

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Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) sagte nun nach dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) ebenfalls, dass man bei den Gesprächen mit dem Bund vor einem Durchbruch stehe.

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Kärnten: Bürgermeisterstichwahl in 37 Gemeinden

In 37 Kärntner Gemeinden müssen sich je zwei Kandidaten am 15. März einer Stichwahl für das Bürgermeisteramt unterziehen - gleich viele wie 2009. Von den Städten sind Klagenfurt, Hermagor und Feldkirchen betroffen; in Klagenfurt heißt es FPÖ gegen SPÖ.

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Die Ergebnisse im Detail

In 132 Kärntner Gemeinden wurden gestern neue Gemeinderäte und Bürgermeister gewählt. Insgesamt gab es leichte Zugewinne für SPÖ, ÖVP und Grüne. Die FPÖ verlor. ORF.at hat alle Detailergebnisse.

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Sport

Ski alpin: Fenninger setzt Siegesserie fort

Nach der Sensation in der Kombination hat Anna Fenninger beim Weltcup in Bansko den nächsten Sieg nachgelegt. Die Salzburgerin gewann heute den Super-G und ließ sich dabei auch von einem Missgeschick nach der zweiten Zwischenzeit nicht bremsen. Am Ende setzte sich Fenninger vor Tina Maze durch und prolongierte damit auch ihre Aufholjagd im Gesamtweltcup, in dem sie nur noch 44 Punkte Rückstand auf die Slowenin hat. In der Disziplinenwertung übernahm die Doppelweltmeisterin sogar die Führung.

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Ski alpin: Hirscher hat alle Trümpfe in der Hand

In Garmisch-Partenkirchen ist Marcel Hirscher gestern im Riesentorlauf mit 3,28 Sekunden Vorsprung auf Felix Neureuther in neue Dimensionen vorgestoßen. Der vierte Triumph im Gesamtweltcup in Serie, von dem der Salzburger nun nicht mehr weit entfernt ist, wäre auch eine historische Bestmarke.

Überhaupt werden Rekorde für den seit Montag 26-jährigen Hirscher „immer wichtiger“. Sollte der ÖSV-Star so weiterfahren, kann ihm die große Kristallkugel niemand entreißen - auch wenn Hirscher am Wochenende in Kvitfjell den Super-G auslässt.

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Bundesliga: Salzburg hält Verfolger auf Distanz

Red Bull Salzburg hat gestern mit dem 3:1-Heimsieg gegen Grödig die Pflicht erfüllt und den deutlichen Vorsprung auf die Konkurrenz gewahrt. Trainer Adi Hütter war ob der vergebenen Chancen allerdings nicht ganz zufrieden. „Dadurch wurde es ein Arbeitssieg, den wir uns hätten ersparen können“, sagte der Vorarlberger. „Unterm Strich zählen die drei Punkte, denn die Konkurrenz schläft nicht.“

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Wirtschaft

Lenzing erwartet für 2014 rund 14 Mio. Euro Jahresverlust

Der börsenotierte Faserhersteller Lenzing ist heute Abend mit einer Gewinnwarnung an die Öffentlichkeit gegangen. Das oberösterreichische Unternehmen teilte mit, dass es für das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresverlust von vorläufig rund 14 Mio. Euro rechne. Grund dafür seien Abschreibungen auf Firmenwerte und Anlagevermögen der beiden Töchter in Indonesien und China von rund 94 Mio. Euro.

Der Konzernumsatz sei aufgrund des anhaltenden Drucks auf die Faserpreise von 1,91 auf 1,86 Mrd. Euro gesunken, teilte Lenzing am Montagabend weiter mit. Das EBIT wird bei rund 22 Mio. Euro erwartet. Die endgültigen Zahlen werden am 24. März veröffentlicht.

Notwendig geworden seien die Abschreibungen aufgrund geänderter Preiserwartungen für Viscosefaser und damit zusammenhängend den Planungen für die Tochtergesellschaften PT. South Pacific Viscose (Indonesien) und Lenzing Nanjing Fibers (China), so Lenzing. Diese Maßnahmen seien nicht cash-wirksam und hätten keinen negativen Einfluss auf die Liquidität und die Nettofinanzverschuldung des Konzerns.

Preisverfall in Euro-Zone im Februar zurückgegangen

Der Preisverfall in der Euro-Zone geht zurück. Die jährliche Inflation stieg im Februar wieder auf minus 0,3 Prozent. Obwohl damit weiter ein Preisverfall stattfand, ist das ein Anstieg gegenüber minus 0,6 Prozent im Jänner, wie das EU-Statistikamt Eurostat heute mitteilte.

Dienstleistungen hatten im Februar die höchste jährliche Teuerung aufgewiesen (1,1 Prozent gegenüber 1,0 Prozent im Jänner), gefolgt von Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak (0,5 Prozent gegenüber minus 0,1 Prozent im Jänner), Industriegütern ohne Energie (minus 0,2 Prozent gegenüber minus 0,1 Prozent im Jänner) und Energie (minus 7,9 Prozent gegenüber minus 9,3 Prozent im Jänner).

Chronik

H&M in Wien wegen Brandalarms evakuiert

Brandalarm ist heute Nachmittag in einer H&M-Filiale auf der Wiener Mariahilfer Straße ausgelöst worden. Es kam zu einem kleinen Brand im Dachbereich. Der Rauch wurde dann von der Lüftung angesaugt, und die Brandmeldeanlage ging los, das Geschäft musste evakuiert werden.

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In Dornbirn (Vorarlberg) hat ein brennender Handtuchspender am Nachmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehr in einer Musikmittelschule gesorgt. Das Gebäude musste evakuiert werden.

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Eurotunnel: Zugsverkehr vorübergehend eingestellt

Nach einem tödlichen Unfall ist der Zugsverkehr durch den Eurotunnel heute vorübergehend eingestellt worden. Ein Mensch sei auf der Schnellstrecke auf britischem Boden außerhalb des Tunnels von einem Zug erfasst und getötet worden, teilte die Betreibergesellschaft Eurostar mit.

Es seien bereits 17 Zugsverbindungen gestrichen worden, weitere könnten folgen. Durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal führt die Schnellstrecke zwischen Paris und London beziehungsweise Brüssel und London.

Durch den Eurotunnel fahren im Schnitt täglich 400 Züge. Bereits im Jänner war der Verkehr zweimal vorübergehend unterbrochen worden - dabei waren ein Oberleitungsschaden beziehungsweise ein Brand in einem auf den Zügen mitfahrenden Lastwagen die Ursache.

Brände wüten rund um Kapstadt

Zahlreiche Brände haben im südafrikanischen Kapstadt schwere Schäden angerichtet und Tausende Hektar Vegetation zerstört. Hunderte Feuerwehrleute waren seit gestern im Einsatz, um die Feuerherde zu bekämpfen. Von starkem Wind angefacht, hatten sich die Flammen über Nacht auf bewaldete Hügel am Rande der Metropole ausgebreitet, wie lokale Medien heute berichteten.

Berühmte Panoramastraße betroffen

Betroffen war vor allem der Aussichtspunkt Chapman’s Peak im Süden der Stadt. Dort wurde nach Angaben des Fernsehsenders eNCA auch eine Luxuslodge von den Flammen erfasst. Es sei zu einer Explosion gekommen, die zwei Bungalows der Anlage zerstörte, berichtete die Webseite „Times Live“ unter Berufung auf die örtliche Katastrophenschutzbehörde. Von den Gästen sei niemand verletzt worden, aber ein Feuerwehrmann habe Verbrennungen erlitten.

Der Chapman’s Peak Drive von Hout Bay nach Noordhoek gehört zum Tafelberg-Nationalpark und zählt zu den berühmtesten Küstenstraßen der Welt. Die Strecke wurde ebenso wie mehrere weitere Straßen vorübergehend gesperrt.

9.000 Hektar niedergebrannt

Insgesamt hätten über 50 Menschen in der Region Rauchvergiftungen erlitten, hieß es weiter. Über 9.000 Hektar Vegetation seien niedergebrannt, berichtete die Nachrichtenagentur Sapa. Zudem musste ein Seniorenheim evakuiert werden.

Die Feuerwehr war mit 30 Fahrzeugen, Helikoptern und Flugzeugen im Einsatz. Allerdings konnten einige Gebiete, die in Flammen standen, nur zu Fuß erreicht werden. Deshalb könnte es noch dauern, bis die Brände unter Kontrolle sind, hieß es. Was das Feuer ausgelöst hat, war zuletzt noch unklar.

Video dazu in iptv.ORF.at

Religion

Muslimische Jugend will IGGiÖ-Präsidenten klagen

Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) plant, den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Fuat Sanac, zu klagen, weil dieser „Unwahrheiten“ über die MJÖ verbreite. Konkret handelt es sich um die Aussage Sanacs in der ORF-Sendung „Heimat, fremde Heimat“, die MJÖ werde aus dem Ausland finanziert und wolle das nicht öffentlich machen.

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Gesundheit

Depressionen bei Kindern: Großes Tabu

Depressionen sind eine mittlerweile vieldiskutierte Krankheit in der westlichen Gesellschaft. Weniger oder gar nicht gesprochen wird darüber, dass sie auch schon kleine Kinder treffen kann. Sie sieht bei einem Zweijährigen nur ganz anders aus als im Erwachsenenalter.

Die Depression kann sich mit scheinbar harmlosen körperlichen Symptomen tarnen. Das macht eine Diagnose sehr schwierig, wie Kinderpsychiater gegenüber ORF.at erklären. Schwierig ist aber auch, eine geeignete Versorgung für junge Patienten zu erhalten. Denn in Österreich gibt es nicht nur zu wenig Ärzte, sondern auch viel zu wenig kinder- und jugendpsychiatrische Betten.

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Science

Russische Jäger fanden uraltes Wollnashorn

Russische Jäger haben im Permafrostboden Sibiriens die Überreste eines kleinen, Tausende Jahre alten Wollnashorns entdeckt. Das Eis konservierte das Jungtier so gut, dass ein Auge, ein Ohr und hellbraune Wolle an dem Kadaver erhalten blieben.

Albert Protopopow von der Akademie der Wissenschaften der Teilrepublik Jakutien sprach von einem „einzigartigen Fund“. Untersuchungen, möglicherweise auch mit Hilfe aus dem Ausland, sollten das Alter und die Lebensumstände des Tieres ermitteln, sagte er heute.

Zeitgenosse des Mammuts

Jäger hatten die Kadaverteile bereits im vergangenen September im Nordosten der Region etwa 4.500 Kilometer östlich von Moskau entdeckt und die Forscher verständigt. Nach ersten Schätzungen lebte das Jungtier in der Schlussphase des Pleistozäns, eines Zeitalters der Erdgeschichte, das etwa vor 12.000 Jahren endete. Die Wissenschaftler nannten das Wollnashorn „Sascha“ - zu Ehren eines der Finder.

Das Wollnashorn (Coelodonta antiquitatis) war ein Zeitgenosse des Mammuts und lebte einst zwischen Europa und Ostasien. Als Ursache für das Aussterben der Art gelten massive Klimaveränderungen, durch die sich auch die Nahrung der Pflanzenfresser wandelte. Experten fanden bereits mehrfach Reste von Wollnashörnern, die jedoch nicht immer gut erhalten waren oder in der Regel von älteren Tieren stammten.

Kultur

„Kultur.montag“: Josef Hader und „Das ewige Leben“

Tiefer geht es nicht mehr: Ex-Polizist Simon Brenner ist in der neuen Wolf-Haas-Verfilmung ganz unten angekommen. Diese Woche startet „Das ewige Leben“ in den österreichischen Kinos. Josef Hader spielt diesen Ritter von der traurigen Gestalt mit bestechender Lakonie. Wieder entstand das Drehbuch als Gemeinschaftsarbeit von Hader, Haas und Regisseur Wolfgang Murnberger. „Kultur.montag“ stellt den mit Tobias Moretti, Nora von Waldstätten und Roland Düringer hochkarätig besetzten Film vor. Hader ist live zu Gast im Studio.

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Song Contest

Leute

Bill Gates erneut Erster auf „Forbes“-Liste der Superreichen

Bill Gates steht auf der „Forbes“-Liste der reichsten Menschen der Welt erneut ganz oben. Das US-Wirtschaftsmagazin bezifferte das Vermögen des Microsoft-Gründers heute auf 79,2 Mrd. Dollar (rund 70,7 Mrd. Euro) - ein Anstieg um rund drei Milliarden im Vergleich zum Vorjahr. Auf dem zweiten Platz folgte der mexikanische Telekommunikationsunternehmer und Mehrheitsaktionär der Telekom Austria (TA), Carlos Slim, der 77,1 Mrd. Dollar sein Eigen nennen kann.

So viele Milliardäre wie noch nie

Der US-Großinvestor Warren Buffet steigerte sein Vermögen um 14,5 Milliarden auf 72,7 Mrd. Dollar und verdrängte den Gründer der spanischen Modekette Zara, Amancio Ortega, von Rang drei. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Milliardäre den Angaben zufolge weltweit von 1.645 auf 1.826. Noch nie lebten so viele Superreiche auf der Erde. Gemeinsam verfügten sie über ein Vermögen von 7,05 Bio. Dollar, wie „Forbes“ errechnete.