Ausland

Polizeigeneral stirbt bei Attentat in Kairo

Ein General der Ordnungspolizei ist in Ägypten einem Attentat zum Opfer gefallen. Nach Angaben lokaler TV-Sender wurden zudem zwei Polizisten verletzt, als heute in dem Kairoer Vorort 6. Oktober ein Sprengsatz neben dem Auto des Generals detonierte.

Seit der Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch die Armee im Juli 2013 hat die Zahl der Angriff auf Polizei und Armee zugenommen. Die Muslimbruderschaft, zu der Mursi gehört, bestreitet jede Beteiligung an der Anschlagserie. Am Sonntag waren an einer Straßensperre östlich von Kairo ein Polizist und ein Soldat getötet worden.

US-Regierung über Gewalt im Südsudan entsetzt

Die USA haben sich bestürzt über die jüngste Eskalation der Gewalt im Südsudan gezeigt. Gewalttaten wie die massenhafte Tötung unschuldiger Zivilisten seien abscheulich, teilte Regierungssprecher Jay Carney in der Nacht auf heute in Washington mit.

Der südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein früherer Vize und Widersacher Riek Machar müssten klarmachen, dass Attacken auf Zivilisten untragbar seien.

In dem Krisenland sollen Rebellen in der vergangenen Woche Hunderte Menschen wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit getötet haben. Machar ist ein Nuer, Präsident Kiir gehört der Volksgruppe der Dinka an.

Überfall auf Dorf in Nigeria: 25 Tote

Bei einem Angriff auf das Dorf Andoyaku im Nordosten von Nigeria sind 25 Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Teilstaates Taraba, Alhaji Garba Umar, bestätigte das gestern.

In Medienberichten hieß es, Mitglieder des muslimischen Hirtenvolks der Fulani seien in das Dorf eingefallen und hätten es niedergebrannt. Zahlreiche Menschen seien verletzt bzw. in die Flucht getrieben worden.

Im Norden von Nigeria kommt es immer wieder zu religiös motivierten Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen oder gewalttätigen Streitigkeiten um Vieh. Aus Nigeria gab es zuletzt beinahe täglich Berichte über Bluttaten, für die zumeist die radikalislamische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich sein soll.

Über 200 Schülerinnen entführt

Am Vortag war bekanntgeworden, dass die Zahl der letzte Woche in Nordnigeria entführten Schülerinnen offenbar viel höher als angenommen ist. Die offizielle Version der Behörden, wonach derzeit noch 78 Mädchen vermisst werden, entspreche nicht der Wahrheit, zitierten mehrere nigerianische Medien die Eltern und die Direktorin der Schule in dem Ort Chibok. Demnach sollen insgesamt 230 Schülerinnen entführt worden sein.

Der britische Sender BBC berichtete, insgesamt seien vor einer Woche 230 Jugendliche aus ihrer Schule im Bundesstaat Borno verschleppt worden. Nur 40 von ihnen sei die Flucht gelungen.

Amtliches Endergebnis: Bouteflika mit 81,49 Prozent gewählt

Algeriens Staatschef Abdelaziz Bouteflika ist dem offiziellen Endergebnis der Präsidentschaftswahl zufolge mit 81,49 Prozent im Amt bestätigt worden.

Der Wahlrat des Landes veröffentlichte gestern die amtlichen Zahlen, wonach Bouteflikas wichtigster Herausforderer, der ehemalige Regierungschef Ali Benflis, auf 12,3 Prozent der Stimmen kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,7 Prozent.

Stimmenabgabe im Rollstuhl

Schon die am Freitag veröffentlichten Teilergebnisse hatten den erkrankten 77-Jährigen, der im Wahlkampf praktisch nicht aufgetaucht war und seine Stimme am Donnerstag im Rollstuhl abgegeben hatte, mit über 80 Prozent der Stimmen vorn gesehen. Bereits im Vorfeld galten Bouteflikas Herausforderer praktisch als chancenlos. Die Opposition hatte nach der Wahl Vorwürfe massiven Wahlbetrugs erhoben.

Bouteflika sagte nach der Veröffentlichung der Endergebnisse, er bedanke sich beim ganzen Volk für die Wiederwahl. „In einigen Tagen“ werde er die Gelegenheit haben, sich ausführlicher an die Nation zu wenden. Laut Verfassung muss er innerhalb einer Woche, nachdem er offiziell gewählt wurde, seinen Amtseid ablegen. Danach tritt er unmittelbar sein Amt an.

USA beliefern Ägypten mit zehn Apache-Hubschraubern

Die USA rüsten Ägypten im Anti-Terror-Kampf auf. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte seinem ägyptischen Kollegen Sidki Sobhi die Lieferung von zehn Apache-Hubschraubern zu, wie das Pentagon in der Nacht auf heute nach einem Telefonat der beiden mitteilte.

Die Helikopter sollten bei der Bekämpfung von Extremisten auf der Sinai-Halbinsel zum Einsatz kommen. Die USA hatten ihre Militärhilfe nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im Juli 2013 eingefroren. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warnte die US-Regierung zu Monatsbeginn davor, die Hilfen wieder hochzufahren.

Inland

NEOS mit Vorschlägen zu U-Ausschuss-Reform

NEOS hat sich auf die für die Partei wichtigen Eckpunkte für eine Reform der Untersuchungsausschüsse geeinigt. Demnach müsse der Vorsitz im Parlament bleiben, so der Abgeordnete Nikolaus Scherak gegenüber der APA.

Er erteilte dem ÖVP-Vorschlag, etwa einen Richter dafür einzusetzen, eine Absage. Zudem sollten Einsetzung, Untersuchungsgegenstand und Zeugenladungen Minderheitenrecht sein.

„Der Untersuchungsausschuss ist ein parlamentarisches Kontrollinstrument“, so Scherak. Die ÖVP hatte in ihrem Reformpapier vorgeschlagen, entweder einem aktiven oder emeritierten Richter den Vorsitz zu überlassen. Alle Streitschlichtungsmechanismen sollten weiter in der Hand des Parlaments bleiben, sagte Scherak, daher müsse auch weiterhin ein Mitglied des Nationalrats mit der Vorsitzführung betraut werden.

Kein Frage- und Stimmrecht

Geht es nach NEOS, wird der Vorsitzführende auch nicht auf die Fraktionsgröße angerechnet, hat kein Frage- oder Stimmrecht und enthält sich auch Debattenbeiträgen. Der Verfahrensanwalt wiederum soll verstärkt auf die Wahrung der Rechte von Auskunftspersonen achten, heißt es in einem Papier zu einer U-Ausschuss-Reform. Die Öffentlichkeit soll auf Beschluss des Ausschusses ausgeschlossen werden können.

Geht es nach NEOS, müssen auch alle wichtigen Entscheidungen im U-Ausschuss von der Minderheit getroffen werden können, „sonst führt man das ganze Instrument ad absurdum“, so Scherak. Positiv sieht NEOS den Vorschlag der ÖVP, die Öffentlichkeit stärker einzubinden. Laut Scherak ist das zumindest „ein erster Schritt“, er kann sich nämlich sämtliche Ausschüsse öffentlich vorstellen, wie das auf EU-Ebene der Fall sei.

Zeitlicher Rahmen soll festgelegt werden

Auch „spürbare“ Sanktionen, etwa erhöhte und wiederholte Geldbußen für das Fernbleiben geladener Zeugen, fordert NEOS. Die Verpflichtung zur Aktenherausgabe soll auch für Unternehmen und Privatpersonen gelten. Dafür würden die verfahrensgegenständlichen Dokumente besser geschützt werden, sollen aber für alle Ausschussmitglieder einsehbar sein.

Der zeitliche Rahmen für einen Untersuchungsausschuss soll laut NEOS-Vorstellungen exakt festgelegt werden, wobei für die Ermittlungen „ein ausreichender Zeitraum“ festgelegt wird. Im Regelfall könnte das ein Jahr „mit Verlängerungsmöglichkeit“ sein. Zudem fordern die Pinkfarbenen regelmäßige Sitzungen, deren Termine in die parlamentarische Arbeit eingegliedert werden.

Sport

Champions League: Chelsea schafft Remis bei Atletico

Wer auf ein spektakuläres Match zwischen Atletico Madrid und dem FC Chelsea gehofft hat, ist gestern enttäuscht worden. Das erste Halbfinale der Champions League war geprägt von einer gnadenlosen Defensivtaktik der Londoner unter Trainer Jose Mourinho.

Die heimstarken Spanier wiederum gaben über weite Strecken klar den Ton an, waren im Abschluss aber zu harmlos. Ein torloses Remis war das logische Resultat, das Chelsea für das Rückspiel am nächsten Mittwoch in London in eine sehr gute Position bringt.

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Tennis: Achtungserfolg für Thiem in Barcelona

Dominic Thiem hat seinen Erfolgslauf beim ATP-Turnier in Barcelona fortgesetzt. Der 20-jährige Niederösterreicher feierte gestern einen Dreisatzsieg gegen den Spanier Marcel Granollers, die Nummer 31 der Welt, und zog damit ins Achtelfinale ein. Sein erstes Erfolgserlebnis seit mehr als einem halben Jahr feierte auch Thiems engerer Landsmann Jürgen Melzer, der die Erstrundenpartie gegen den Kasachen Michail Kukuschkin ebenfalls in drei Sätzen für sich entschied und in der Folge sogar ins Doppel-Viertelfinale einzog.

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Wirtschaft

Bericht: ADAC-Pannenhelfer benachteiligen Clubmitglieder

Der deutsche Autoclub ADAC benachteiligt einem Bericht zufolge die eigenen Mitglieder bei der Pannenhilfe. In vergleichbaren Notfällen würden Autofahrer bevorzugt versorgt, die über die Hersteller ihrer Fahrzeuge versichert sind und eine „Mobilitätsgarantie“ besitzen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ heute unter Berufung auf mehrere Insider.

Liegengebliebene ADAC-Mitglieder müssten dann unter Umständen länger auf Pannenhilfe warten. Ein ADAC-Sprecher wies den Bericht gegenüber der Zeitung zurück. Alle Aufträge würden nach Eingang bearbeitet. Der Autoclub übernimmt die Pannenhilfe für zahlreiche Autohersteller wie Opel, Nissan, Ford und Mercedes Benz.

Der ADAC steht seit Jahresbeginn wegen immer neuer Vorwürfe in der Kritik. Nachdem Manipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ bekanntgeworden waren, sorgte unter anderem die Nutzung von vereinseigenen Rettungshubschraubern für Dienstreisen des Präsidiums für negative Schlagzeilen.

Geht BAWAG an die Börse?

Für die BAWAG P.S.K. wird angeblich ein Börsengang sondiert. Laut Informationen der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg suchen die Eigentümer - die US-Fonds Cerberus und Golden Tree - mehr als sieben Jahre nach der Übernahme der Bank durch Cerberus nach einer Ausstiegsoption.

Mit beratenden Banken soll bereits die Möglichkeit eines Börsengangs erörtert werden, schreibt die Agentur unter Verweis auf mit den Vorgängen vertraute Kreise. Eine endgültige Entscheidung, ob die Bank verkauft oder an die Börse gebracht wird, sei aber noch nicht gefallen. Auch gebe es noch keine fixen Mandate an Berater.

Keine Stellungnahme von Eigentümern

Cerberus hatte die BAWAG vor über sieben Jahren dem Österreichischen Gewerkschaftsbund abgekauft, damals stand die Bank am Rande des Zusammenbruchs. Der Buchwert wurde per Ende 2013 mit rund 2,4 Mrd. Euro angegeben.

Sprecher von Cerberus und Golden Tree lehnten eine Stellungnahme ab.

China: Industrie bremst Abschwung leicht

Chinas schwächelnde Industrie hat ihren Abschwung im April in leicht gebremstem Tempo fortgesetzt. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für die Branche stieg im April zwar auf 48,3 Punkte von 48,0 Zählern im März, wie das Forschungsinstitut Markit und die Großbank HSBC mitteilten.

Er blieb aber den vierten Monat in Folge unter der Wachstumsmarke von 50 Punkten und signalisiert damit weiterhin schrumpfende Geschäfte. Das dürfte Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schüren, die auf das schwächste Wachstum seit fast einem Vierteljahrhundert zusteuert.

Binnennachfrage leicht verbessert

Zwar verlangsamte sich der Abschwung bei den Auftragseingängen und der Produktion etwas. Der Teilindex für die Exportaufträge fiel nach einem Zwischenhoch im vorigen Monat aber wieder unter die Wachstumsmarke. Das deutet darauf hin, dass chinesische Firmen auch von der Weltwirtschaft kaum Rückenwind erhalten. Die Binnennachfrage habe sich leicht verbessert, sagte der HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin.

Chronik

Kinder von Stiefopa missbraucht: Mutter vor Gericht

Eine vierfache Mutter muss sich in Wien wegen sexuellen Missbrauchs durch Unterlassung sowie Vernachlässigung von drei Töchtern verantworten. Die Kinder sollen von ihrem Stiefgroßvater missbraucht worden sein. Der Vater kann wegen psychischer Probleme nicht vor Gericht erscheinen.

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Streit nach Abschuss von zwei Hunden

Nach dem Abschuss von zwei Hunden in Schleedorf (Salzburg) gehen die Wogen zwischen Jägern, Landwirten und Hundebesitzern hoch. Vor allem auf dem Land würden immer wieder Hunde abgeschossen, kritisieren Tierschützer. Die Jäger weisen das zurück.

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OGH fällt Entscheidung im Kartnig-Prozess

Der Oberste Gerichtshof (OGH) entscheidet heute über eine mögliche Neuauflage des Prozesses gegen Hannes Kartnig. In einer öffentlichen Sitzung wird über die eingebrachten Nichtigkeitsbeschwerden und Berufungen entschieden.

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Drei Kinderleichen in London entdeckt

In einem Wohngebäude im Süden Londons sind die Leichen dreier Kinder gefunden worden. Das teilte die Londoner Polizeibehörde Scotland Yard heute mit. Eine Person sei festgenommen worden.

Die Kinderleichen seien bereits gestern Abend entdeckt worden. Genauere Informationen gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Bereits am Ostersonntag war im schottischen Kelty die Leiche einer Zweijährigen gefunden worden. Ein 26 Jahre alter Mann wurde dort festgenommen und des Mordes an dem Kind angeklagt.

Bergführer auf Mount Everest streiken

Nach einem Lawinenunglück auf dem Mount Everest mit 16 Toten haben mehrere internationale Expeditionen ihren Aufstieg abgebrochen. Außerdem wollten zahlreiche nepalesische Bergsteiger, die für die meisten Tourengeher unterlässlich sind, heute aus Respekt vor ihren Kollegen aus dem Basislager absteigen.

„Die Bergführer haben abgestimmt, dass sie absteigen möchten, und packen zusammen“, sagte Ed Marzec, dessen US-Expedition bei dem Unglück drei Bergführer verloren hatte. Auch der geplante Sprung mit einem Wingsuit vom höchsten Berg der Erde wurde abgesagt. Alle 16 Tote waren Bergführer und Träger, bisher wurden 13 Leichen geborgen.

Die nepalesische Regierung, für die die großen Expeditionen aus aller Welt eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes sind, will den Streik noch abwenden. Der Tourismusminister und Vertreter von Bergsteigergruppen würden morgen ins Basislager fliegen, um die Bergführer umzustimmen, sagte Dambar Parajuli, Präsident des Verbandes der Tourenexpeditionen in Kathmandu.

Toter bei heftigen Straßenschlachten in Rio

Im Stadtteil Copacabana in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro ist es zu heftigen Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dabei sei gestern (Ortszeit) ein Mann erschossen worden, teilte die Stadtverwaltung laut Angaben brasilianischer Medien mit. Der etwa 30 Jahre alte Mann sei mit einem Kopfschuss ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben.

Barrikaden aus brennenden Reifen

Ein AFP-Korrespondent berichtete von Barrikaden aus brennenden Reifen und Schüssen. Zwei Hauptdurchfahrtsstraßen durch den wegen seines langen Sandstrandes bei Touristen und Einheimischen beliebten Stadtteil mussten geschlossen werden.

Die Demonstranten wollten gegen Polizeigewalt demonstrieren. Auslöser war der Tod eines Berufstänzers aus einem Armenviertel in dem Gebiet. Die genauen Umstände seines Todes waren laut Polizeiangaben zunächst unklar. Medienberichten zufolge wurde er von Sicherheitskräften getötet, die ihn fälschlicherweise für einen Drogenhändler hielten.

Die brasilianische Polizei geht im Vorfeld der in sechs Wochen beginnenden Fußballweltmeisterschaft in den Armenvierteln von Rio verstärkt gegen Kriminelle und Drogenbanden vor. Bei den vielfach mit harter Hand geführten Aktionen kommen immer wieder Unbeteiligte zu Tode.

MH370: Experten suchen neue Strategie

Von der bisher vergeblichen Suche nach dem Wrack des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs frustriert wollen die Experten laut einem Zeitungsbericht offenbar die Taktik ändern.

Wenn es bei der U-Boot-Suche nicht in den nächsten Tagen einen Durchbruch gebe, werde womöglich zunächst eine Pause eingelegt, um neue Strategien zu entwickeln, berichtete der „Sydney Morning Herald“ heute unter Berufung auf Mitglieder des Koordinationsteams.

Heute wurde die Suche mit Flugzeugen nach möglichem Treibgut von Flug MH370 wegen schlechten Wetters abgeblasen. Die bereits gestarteten drei Maschinen wurden zurückgerufen, teilte das Koordinationszentrum mit.

Das U-Boot habe 80 Prozent der vermuteten Absturzstelle rund 1.700 Kilometer nordwestlich von Perth an der australischen Westküste abgesucht und keine Spur des Wracks gefunden. Von der Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord fehlt seit dem 8. März jede Spur.

Kultur

Linz heuer wieder im „Höhenrausch“

In den letzten fünf Jahren ist der „Höhenrausch“ mit seinen luftigen Dachkonstruktionen auf dem Deck des oberösterreichischen Kulturquartiers zu einem Markenzeichen von Linz geworden. Auch 2014 geht es wieder hoch hinaus mit neuen Kunstwerken.

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Science

Fächerfisch greift Beute blitzschnell an

20 Stundenkilometer schnell kann die Schnauze eines Fächerfisches auf seine Beute treffen. Die Räuber reißen ihren Kopf mit solcher Wucht hin und her, dass Sardinen kaum eine Chance bleibt. Die Beschleunigung gehört zu den höchsten je bei Wasserwirbeltieren gemessenen, wie Aufnahmen mit Hochgeschwindigkeitskameras zeigen.

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Studie: Kleine Gruppen intelligenter als große

Ist die Masse klüger als ihre Mitglieder? Nicht unbedingt, schreiben zwei Wissenschaftler in einer Studie. Ihr mathematisches Modell zeigt: Die besten Entscheidungen werden in Kleingruppen getroffen, große Gruppen sind oft fehleranfällig.

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Archäologen entdecken Inka-Tempel südlich Limas

Archäologen haben südlich der peruanischen Hauptstadt Lima einen Inka-Tempel entdeckt, dessen Wände mit bunten Malereien verziert waren und auf dessen Boden Opfergaben lagen. Der bisher unerforschte Bau befinde sich auf dem 465 Hektar großen Pachacamac-Gelände, teilten die belgischen Forscher von der Freien Universität Brüssel gestern mit.

Bisher hätten erst einige Motive der Wandmalerei identifiziert werden können, sagte Chefarchäologin Kusi Colonna-Preti. „Die roten, gelben, schwarzen, blauen und grünen Farben wurden oft in mehreren Schichten aufgetragen, aber Erdbeben haben die Stärke der Struktur beträchtlich geschwächt.“

Die „kostbaren Opfergaben“ auf dem Boden stammten den Angaben zufolge aus verschiedenen Regionen der Anden. Es handle sich um Schmuck aus Papageienfedern, schwarzen Steinen aus den Bergen mit besonderen Formen, Muscheln und Keramik der Inkas. Die Funde belegten, dass Pilger zur Zeit der Inkas von weit her nach Pachacamac gekommen sein müssen, heißt es in der Erklärung der Universität.

IT

WhatsApp hat nun halbe Milliarde Nutzer

Weltweit nutzen 500 Millionen Menschen regelmäßig den Kurznachrichtendienst WhatsApp. Die meisten Neukunden habe das Unternehmen in den vergangenen Monaten in Ländern wie Brasilien, Indien, Mexiko und Russland gewonnen, teilte WhatsApp gestern in einem Blogeintrag mit.

Täglich würden zudem mehr als 700 Millionen Fotos und 100 Millionen Videos verschickt. Der Kauf von WhatsApp durch Facebook für insgesamt 19 Milliarden Dollar (13,75 Mrd. Euro) hatte zuletzt bei vielen Kunden Sorgen um den Datenschutz ausgelöst.

Saudi-Arabien soll strengere Regeln für YouTube planen

Saudi-Arabien plant laut einem Bericht der Zeitung „Al-Schark al-Awsat“ (Dienstag-Ausgabe) strengere Regeln zur Nutzung des Internetvideoportals YouTube.

YouTube-Kanäle müssten offiziell registriert werden, zitiert die Zeitung den Leiter der Telekommunikationsbehörde. Zudem dürften die Beiträge nicht gegen islamische Werte und Moralvorstellungen verstoßen.

Bereits im Jahr 2012 hatte der Monarch erwogen, YouTube sperren zu lassen. Grund war ein Schmähvideo, das den Propheten Mohammed beleidigte und in der ganzen islamischen Welt für Proteste sorgte. Allerdings stieß er mit dem Vorhaben auf massive Kritik, da YouTube in dem Land sehr beliebt ist.

In Saudi-Arabien wurden in diesem Monat mehrere Aktivisten festgenommen. Sie hatten zuvor kritische Stücke über König Abdullah auf YouTube veröffentlicht.

Medien

Public Value: ORF-Programm multimedial durchleuchtet

Seit sechs Jahren hat er Tradition: Der Public-Value-Bericht des ORF stellt, unterfüttert mit umfangreichem Zahlen- und Faktenmaterial, den gesellschaftlichen Wert des Programms in Fernsehen, Radio und Online dar. Heuer passiert das mittels vier Printpublikationen. Zudem durchleuchtet der ORF sein Programm auf multimedialem Weg: Bis 4. Mai gibt es etliche Beiträge in allen ORF-Medien zum Thema.

„Wer den öffentlich-rechtlichen Auftrag ernst nimmt, nimmt ihn auch persönlich“, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Der Public-Value-Bericht zeige eindrucksvoll, wie sehr die Programmmacher des ORF das täten. „Er dokumentiert das vielfältige multimediale Leistungsspektrum des ORF und leistet einen wichtigen Beitrag zur Absicherung und Weiterentwicklung der Medienqualität.“

„Teil einer neuen Qualitätssicherung“

„Wir verstehen den Public-Value-Bericht nicht als unverbindliche Übung, sondern als integrierten Teil einer neuen Qualitätssicherung“, sagte Klaus Unterberger, Public-Value-Beauftragter des ORF.

In den vergangenen sechs Jahren habe man das eigene Angebot auf Basis der fünf Qualitätsdimensionen Unternehmenswert, individueller Wert, internationaler Wert, Österreich-Wert und Gesellschaftswert durchleuchtet. Zusätzlich gibt es immer wieder Gesprächsreihen und Diskussionen, die sich mit der öffentlich-rechtlichen Leistungserfüllung auseinandersetzen.

Neu ist nun der trimediale Blick auf den eigenen Output: „Die Redaktionen beschäftigen sich mit Medienqualität, wobei dies grundsätzlich eigenverantwortlich geschieht“, so Unterberger. Von Fernsehen über Radio bis Online gibt es in den kommenden Wochen Beiträge zu unterschiedlichsten Aspekten, etwa der Wertschöpfung durch Filmproduktionen, der Barrierefreiheit in Medien und der Rolle von Bildungsmedien.

Bericht plus Datenpublikation

Weiterhin zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung ist der Public-Value-Bericht selbst: Ein 16-seitiger, großformatiger Bericht umreißt die wesentlichen Eckpunkte, während eine eigene, 34 Seiten starke Datenpublikation 140.160 Stunden Programm den fünf Qualitätsdimensionen zufolge kategorisiert. Die ORF-Mitarbeiter selbst kommen wiederum unter dem Titel „Menschen“ zu Wort.

Religion

„Heiligenanwalt“: Wojtyla an Missbrauchsaffäre unbeteiligt

Der Fürsprecher im Heiligsprechungsverfahren (Postulator) von Johannes Paul II., Slawomir Oder, hat bestritten, dass der polnische Papst über den Pädophilieskandal in der Ordensgemeinschaft Legionäre Christi rund um deren Gründer Marcial Maciel Degollado (1920 bis 2008) informiert war. Gegner der Heiligsprechung von Johannes Paul II. werfen dem polnischen Papst vor, die Vorwürfe gegen Maciel unter den Teppich gekehrt zu haben.

Es sei ausgeschlossen, dass Johannes Paul II. persönlich darin verwickelt gewesen sei, sagte Oder bei einer Pressekonferenz im Vatikan. Als Postulator ist es Oders Aufgabe, alle verfügbaren Informationen über Wojtyla zu sammeln. Er fungiert als eine Art Anwalt für dessen Heiligsprechung.

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Leute

Ehe von Oscar-Preisträger Cuba Gooding Jr. vor Aus

Die langjährige Ehe von Oscar-Preisträger Cuba Gooding Jr. (46) steht laut US-Medienberichten von gestern wohl vor dem Aus.

Wie das Promiportal TMZ.com berichtete, habe die Frau des Schauspielers, Sara Kapfer, vor Gericht ins Los Angeles die Trennung beantragt. Kapfer wolle für die drei Kinder des Paares das gemeinsame Sorgerecht, meldete der Internetdienst unter Berufung auf die Gerichtspapiere.

Gooding und Kapfer waren schon zu Highschool-Zeiten ein Paar und hatten 1994 geheiratet. Die jüngste Tochter wurde 2005 geboren. Gooding, der den Oscar als bester Nebendarsteller in der Komödie „Jerry Maguire - Spiel des Lebens“ (1996) gewann, war zuletzt in den Filmen „Machete Kills“ und „The Butler“ auf der Leinwand zu sehen.

Drew Barrymore brachte Tochter zur Welt

Drew Barrymore (39) hat eine weiteres Mädchen zur Welt gebracht. „Olive hat eine neue kleine Schwester, und wir sind alle gesund und glücklich“, teilten die Schauspielerin und ihr Ehemann Will Kopelman (36) nach der Geburt ihres Tochter Frankie gestern der US-Zeitschrift „People“ mit. Das erste Kind des Paares, Olive, ist 19 Monate alt.

Der frühere Kinderstar Barrymore („E. T. - Der Außerirdische“) hatte die zweite Schwangerschaft im November bekanntgegeben. An der Seite von Adam Sandler ist sie demnächst in der Komödie „Urlaubsreif“ in den heimischen Kinos zu sehen.

Lifestyle

Brief kam nach 45 Jahren bei Empfängerin in Kanada an

Stolze 45 Jahre hat in Kanada ein Brief gebraucht, bis er nun endlich bei seiner Empfängerin eingetroffen ist.

Der Brief sei 1969 von ihrer damals neun Jahre alten Schwester abgeschickt worden, berichtete Anne Tingle gestern (Ortszeit) dem Radiosender CBS. Mit dem leicht lädierten Brief kam auch eine Entschuldigung der Post - allerdings nicht für die Verspätung.

Vielmehr hieß es auf einem beiliegenden Formular: „Lieber Kunde, wir bedauern zutiefst, dass Ihre Sendung beschädigt wurde.“

Unvollständige Adresse

Eine Ursache für den langen Irrweg des Briefes dürfte die unvollständige Adresse gewesen sein. Die jüngere Schwester hatte damals nur „Herr und Frau R.D. Tingle“ sowie den Straßennamen mit falscher Hausnummer als Adresse aufgeschrieben. Den Stadtnamen Calgary hatte die Neunjährige vergessen.

Abgeschickt wurde der Brief 1969 im 200 Kilometer von Calgary entfernten Lethbridge, wo die jüngere Schwester damals lebte. Er beginnt mit einem Gedicht der Neunjährigen - und fand nach all der Zeit nun zu Anne Tingle, obwohl diese inzwischen innerhalb von Calgary umgezogen ist. Tingle hatte nach eigenen Angaben ihre neue Adresse bei der Post angegeben.