Ausland

Afghanistan-Wahl: Abdullah klar in Führung

Nach Auszählung von knapp 50 Prozent der abgegebenen Stimmen bei der Präsidentenwahl in Afghanistan liegt weiterhin der frühere Außenminister Abdullah Abdullah in Führung. Wie die unabhängige Wahlkommission heute mitteilte, entfallen 44 Prozent auf Abdullah und 33 Prozent auf den Wirtschaftsexperten Ashraf Ghani.

Stichwahl im Mai wahrscheinlich

Bereits bei Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse lag Abdullah mit knapp 42 Prozent der Stimmen in Führung. Ghani kam dabei auf 37,6 Prozent. Das Endergebnis will die Kommission am 14. Mai verkünden. Sollte kein Bewerber eine absolute Mehrheit erhalten, ist für den 28. Mai eine Stichwahl vorgesehen. An der Wahl hatten sich am 5. April trotz Anschlagsdrohungen der Taliban Millionen Menschen beteiligt.

Der frühere Außenminister, der bei der umstrittenen Wahl 2009 gegen den scheidenden Präsidenten Hamid Karzai verloren hatte, sprach sich gegen eine Strafverfolgung Karzais aus, dem wiederholt Korruption vorgeworfen worden war. „Ich würde einen derartigen Kurs nicht verfolgen, das wäre eine Politik der Rache und der Vergeltung. Unsere Hauptaufgabe bei der künftigen Regierung wird sein, uns um die Prioritäten der Nation zu kümmern“, sagte Abdullah der Nachrichtenagentur AFP.

Frauenrechte sollen gestärkt werden

Abdullah, der in den 90er-Jahren gegen die Taliban kämpfte, sagte die Wahl sei „die Zurückweisung der Talibanisierung des Landes“. Er versicherte, anders als Karzai werde er insbesondere bei den Frauenrechten keine Zugeständnisse an konservative Kräfte machen. Die „Rechte des Volkes“ zu opfern werde keinen Frieden bringen.

Hollande: Offenbar wieder Chemiewaffeneinsatz in Syrien

Frankreich hat nach Angaben von Staatschef Francois Hollande Hinweise darauf, dass die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad immer noch Chemiewaffen einsetzen. Es gebe zwar noch keine Beweise, sagte Hollande heute dem Radiosender Europe 1. Die Regierung in Damaskus habe aber schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie zum Einsatz „schrecklicher Methoden“ bereit sei.

Auch Frankreichs Außenminister, Laurent Fabius, sagte bei Europe 1, es gebe Hinweise darauf, dass es im Nordwesten Syriens nahe der Grenze zum Libanon kürzlich Angriffe mit Chemiewaffen gegeben habe. Diese Hinweise müssten aber noch bestätigt werden, betonte Fabius. Die mutmaßlichen Angriffe seien zwar nicht von so großer Tragweite gewesen wie der Giftgasangriff in Damaskus vor einigen Monaten, aber gleichwohl „tödlich“.

Gegenseitige Beschuldigungen

Im August waren bei einem Giftgasangriff nahe Damaskus 1.400 Menschen getötet worden. Der Westen machte Assad für den Angriff verantwortlich, die syrische Regierung islamistische Rebellen.

Unter der Androhung eines US-Militäreinsatzes stimmte Assad der Vernichtung aller Chemiewaffen zu. Vor einer Woche hatte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mitgeteilt, dass Syrien inzwischen fast zwei Drittel seiner Kampfstoffe übergeben habe.

Zuletzt beschuldigten sich syrische Regierung und Rebellen gegenseitig, Mitte April in der syrischen Kleinstadt Kafarsita Chemiewaffen eingesetzt zu haben.

Tote bei Angriff auf Universität in Bagdad

Bei einem Angriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach Polizeiangaben mindestens zehn Menschen getötet worden. Milizionäre stürmten demnach die Al-Imam-al-Kadhim-Universität im östlichen Schiiten-Viertel Ur.

Einer von ihnen sprengte sich am Eingang in die Luft und riss einen Wachmann und vier weitere Menschen mit in den Tod. Die anderen Aufständischen brachten Teile der Universität unter ihre Kontrolle, bevor sie von Sicherheitskräften zurückgedrängt wurden. Vier Milizionäre kamen bei den weiteren Kämpfen ums Leben. 13 Menschen wurden verletzt.

Im Irak tobt ein Machtkampf zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen, der allein 2013 nach UNO-Schätzungen fast 9.000 Menschen das Leben gekostet hat. Am 30. April wird dort ein neues Parlament gewählt.

Französische Reporter nach Geiselhaft in Syrien heimgekehrt

Nach zehn Monaten in der Gewalt ihrer Entführer in Syrien sind vier französische Journalisten wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Didier Francois, Edouard Elias, Nicolas Henin und Pierre Torres landeten heute Früh auf der Luftwaffenbasis Evreux in der Normandie, wie aus dem Elysee-Palast verlautete.

Nach einem kurzen Zwischenstopp sollen sie mit einem Hubschrauber zum Militärflughafen Villacoublay bei Paris gebracht werden, wo sie am Vormittag von Frankreichs Staatschef Francois Hollande und ihren Familien empfangen werden.

Der Radioreporter Francois vom Sender Europe-1 und der Fotograf Elias waren am 6. Juni 2013 nördlich von Aleppo verschleppt worden. Der Reporter Henin vom Magazin „Le Point“ und der freie Fotograf Torres wurden zwei Wochen später nahe der Stadt Rakka entführt.

An türkischer Grenze gefunden

Türkische Soldaten hatten die Männer in der Nacht auf gestern mit verbundenen Augen und gefesselten Händen an der Grenze gefunden, wie die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Sie trugen lange Bärte und Haare, wirkten erschöpft und zugleich sehr erleichtert.

„Ich bin sehr froh, frei zu sein“, sagte der 53-jährige Francois einem türkischen Reporter in Akcakale. „Frei!!!“, schrieb Henin wenig später auf seinem Facebook-Profil. Trotz der langen Geiselhaft seien die vier „bei guter Gesundheit“, erklärte Präsident Hollande.

Militante Islamisten töteten 14 algerische Soldaten

Im Norden Algeriens sind 14 Soldaten bei einem Anschlag getötet worden. Die Einheit sei in der Nacht auf heute in Iboudrarene in der Unruheprovinz Kabylei in einen Hinterhalt geraten, hieß es aus Militärkreisen. Islamistische Milizen, die während des Bürgerkriegs in den 90er Jahren die Armee bekämpften, sind noch immer in der Bergregion aktiv.

Auch die Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb hat in der Gegend Anschläge auf Sicherheitskräfte verübt. In der vergangenen Woche hatte die Armee nach eigenen Angaben nahe Iboudrarene zwei „Terroristen“ getötet.

Anschläge überschatten Präsidentschaftswahl

Der Anschlag ereignete sich kurz nach der Präsidentschaftswahl in Algerien, aus der Staatschef Abdelaziz Bouteflika als Sieger hervorging. Der 77-Jährige wurde am Donnerstag für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Sein Hauptrivale Ali Benflis erkannte den von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahlsieg Bouteflikas jedoch nicht an.

Die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten hatte sich am Donnerstag in der Kabylei bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizisten und Jugendlichen entladen. Bei den Krawallen wurden etwa 70 Menschen verletzt.

Tote bei Angriff auf Sicherheitskräfte in Ägypten

Bei einem Angriff auf Sicherheitskräfte in Ägypten sind ein Polizist und ein Soldat getötet worden. Wie das Staatsfernsehen berichtete, hatten Bewaffnete aus einem Auto heraus das Feuer eröffnet, als sie heute an einer Straßenkontrolle östlich der Hauptstadt Kairo gestoppt wurden.

Seit den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär Anfang Juli 2013 häufen sich die Angriffe auf Sicherheitskräfte. Die Übergangsregierung macht die inzwischen verbotene Muslimbruderschaft dafür verantwortlich. Die Islamisten weisen die Vorwürfe zurück.

Ende Mai wählt Ägypten einen neuen Präsidenten. Beobachter rechnen mit der Wahl des früheren Militärchefs Abdul Fattah al-Sisi in das höchste Staatsamt.

Inland

Lob für zusätzliche Aufnahme von Syrien-Flüchtlingen

Lob für die Ankündigung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Österreich werde zusätzliche 1.000 Syrien-Flüchtlinge aufnehmen, gab es heute nicht nur aus den eigenen Reihen, sondern auch von der Opposition - allerdings mit Einschränkungen je nach Couleur.

Uneingeschränkt erfreut zeigte sich nur Außenminister Sebastian Kurz: „Ein eindrucksvolles Zeichen der internationalen Solidarität“ setze die Partei- und Regierungskollegin, meinte Kurz in einer Aussendung. „Solidarität ist für uns auch außenpolitisch kein leeres Schlagwort. Mit dem heute vorgelegten großzügigen Angebot nimmt Österreich seine internationale Verantwortung wesentlich stärker als viele andere Länder wahr.“

Mehr Maßnahmen gefordert

Für die grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun ist die Ankündigung der Innenministerin zwar „ein richtiger und notwendiger Schritt in Richtung mehr Solidarität mit syrischen Flüchtlingen“ und sei daher „zu begrüßen“. Die Aufstockung der Flüchtlingszahl als alleinige Maßnahme sei aber unzureichend, um eine weitreichende Verbesserung der Lage zu erzielen. Es liege in den Händen der EU-Innenminister, dem Flüchtlingssterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky fordert dagegen bei der Asylvergabe „größte Sorgsamkeit und ein klares Augenmerk auf verfolgte Christen“, die Rebellenszene in Syrien werde „immer mehr von brutalsten Dschihadisten-Banden kontrolliert, die vor grausamsten Verbrechen nicht zurückschrecken“.

Sport

Bundesliga: Rapid will Sack in Grödig zumachen

In Grödig steht heute (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) in der tipp3-Bundesliga ein Entscheidungsspiel um die Europacup-Startplätze auf dem Programm. Sollte sich Rapid beim Aufsteiger durchsetzen, sind die Grün-Weißen praktisch nicht mehr aus den Top Drei zu verdrängen.

„Unsere gesamte Situation gilt schon seit Tagen der Partie in der Untersbergarena“, sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic. Auch Grödig-Coach „Adi“ Hütter weiß um die brisante Ausgangsposition: „Wir können nicht viel taktieren. Wenn wir Dritter werden wollen, müssen wir gewinnen.“

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Golf: Wiesberger nur von Westwood geschlagen

Golfer Bernd Wiesberger hat sich in Kuala Lumpur dank einer starken Schlussrunde noch den geteilten zweiten Platz gesichert. Der Burgenländer benötigte bei den Malaysian Open heute lediglich 67 Schläge und verbesserte sich dadurch von Rang 14 aus noch auf das Podest.

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Wirtschaft

Schweizer Grenzregion: Mehr Fälle von Bargeldschmuggel

Der Fall Hoeneß macht Deutschlands Steuersünder offenbar zunehmend nervös. Darauf verweist nicht nur eine stark gestiegene Zahl an Selbstanzeigen - laut einem Zeitungsbericht mehren sich auch die Fälle von Schwarzgeldschmuggel im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz.

„Zum Teil werden wir bei jedem dritten Auto fündig“, so ein deutscher Zöllner mit Blick auf die „Rückholaktion“ von Schwarzgeld aus der Schweiz. Allein im Vorjahr wurde den Angaben zufolge die Rekordsumme von 573 Millionen Euro Bargeld sichergestellt - Tendenz stark steigend.

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Einheitliche Pkw-Maut für ganz Europa?

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat sich für die Einführung einer europaweiten Pkw-Maut ausgesprochen. „Wir haben längst keine Grenzkontrollen mehr. 28 verschiedene Mautsysteme wären da grotesk“, sagte der Deutsche der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Daher könne er sich an der Stelle einer deutschen Pkw-Maut, wie sie von der Großen Koalition geplant ist, eine „einheitliche Straßennutzungsgebühr für den europäischen Binnenmarkt vorstellen“. Der Ertrag daraus solle nicht in das Budget der EU fließen, sondern den Mitgliedstaaten zugutekommen.

Dieses Konzept finde er besser als die auf Betreiben der CSU von der Großen Koalition geplante Pkw-Maut für Ausländer, machte der Energiekommissar deutlich. Auch Verkehrskommissar Siim Kallas habe „seine Zweifel“ an dem deutschen Modell. Wenn der Gesetzentwurf des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) vorliege, werde die EU-Kommission prüfen, „ob mit der Regelung eine Diskriminierung verbunden ist“, kündigte der CDU-Politiker Oettinger an.

Chronik

Bergungsarbeiten nach Lawine auf Mount Everest ausgesetzt

Zwei Tage nach dem schweren Lawinenunglück auf dem Mount Everest ist die Suche nach den drei Vermissten wegen schlechten Wetters unterbrochen worden. Es sei zu bewölkt und zu windig, sagte ein Vertreter des Tourismusministeriums in der Hauptstadt Kathmandu, Dipendra Paudel, heute.

„Wir wollen keine weiteren Menschenleben aufs Spiel setzen“, fügte er hinzu. Die Suche solle fortgesetzt werden, sobald das Wetter wieder aufklare.

Die nepalesischen Bergführer waren Freitagfrüh auf 5.800 Metern Höhe im sogenannten Popcorn-Feld verschüttet worden, das auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall liegt. Sie hatten Zelte, Seile und Lebensmittel dabei, um eine Route zum Gipfel des Everest vorzubereiten - denn Ende April beginnt die Bergsteigersaison im Himalaya.

Sieben Sherpas gerettet

Am Freitag wurden nach Behördenangaben sieben Sherpas gerettet und zunächst zwölf Leichen geborgen. Gestern wurde eine weitere Leiche aus den Schnee- und Eismassen geholt. Drei Männer werden noch vermisst. Die Rettungskräfte haben jedoch keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Es handelt sich um das bisher schlimmste Unglück auf dem höchsten Berg der Welt.

Der Mount Everest ist 8.848 Meter hoch. Jährlich versuchen Hunderte Bergsteiger aus aller Welt den strapaziösen Aufstieg zum „Dach der Welt“. Seit der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 kamen dabei bereits mehr als 300 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen waren Sherpas.

Der Unfall vom Freitag unterstreicht die Gefahr, der die einheimischen Bergführer ausgesetzt sind, wenn sie sich vor Saisonbeginn zur Reparatur von Leitern und zum Befestigen von Seilen auf die mächtigen Berge begeben. Um den Andrang zu bewältigen und das Risiko zu verringern, beschlossen die Behörden, die Zahl der Seile an den Gletschern unterhalb des Gipfels zu verdoppeln. An den Basislagern sorgen seit Anfang April Soldaten und Polizisten für Ruhe und Ordnung - im vergangenen Jahr hatten sich Sherpas und europäische Alpinisten eine Prügelei geliefert.

Über 40 Tote bei schwerem Verkehrsunfall in Pakistan

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Süden Pakistans sind heute mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war ein Bus auf dem Weg nach Karachi in der Stadt Sukkur in der Provinz Sindh mit einem Traktor zusammengestoßen. Dabei seien mindestens 42 Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar.

In Pakistan ereignen sich immer wieder schwere Verkehrsunfälle. Gründe dafür sind schlechte Straßenverhältnisse, unzulänglich gewartete Fahrzeuge und riskante Fahrweisen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Dynamit-Osterfeuerwerk: Sieben Verletzte auf Santorin

Bei einem gefährlichen Brauchtum, dem Osterfeuerwerk, sind auf der griechischen Touristeninsel Santorin sieben Menschen verletzt worden. Unbekannte haben nach Polizeiangaben während der Auferstehungsmesse kurz nach Mitternacht zum Ostersonntag ein offenbar aus Dynamit gebasteltes Feuerwerk unter die Gläubigen geworfen.

Dabei wurden sieben Menschen verletzt. Vier von ihnen, darunter auch drei aus den USA stammende Touristen und ein Grieche, mussten in ein Krankenhaus auf der Mittelmeerinsel Kreta geflogen werden. Das berichtete das Staatsradio. Nach Angaben des Krankenhauses seien sie außer Lebensgefahr. Die Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen.

Bereits am Karfreitag war auf der Insel Chios ein 52-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er versuchte offenbar, ein Feuerwerk aus Dynamit zu bauen, als es in seinen Händen explodierte, teilte die Feuerwehr mit. In Griechenland werden jedes Jahr um die Osterzeit mehrere Menschen verletzt. Die Griechen zünden während der Auferstehungsmesse in der Nacht zum Sonntag große Feuerwerke.

Iranische Todeskandidatin könnte begnadigt werden

Eine junge Iranerin, die wegen der Ermordung eines Mannes zum Tode verurteilt wurde, könnte von dessen Sohn begnadigt werden. „In ihrem Geständnis hat sie gesagt, dass sich ein Mann in der Wohnung befand, in dem Moment, da mein Vater erstochen wurde, doch sie weigert sich, seine Identität zu nennen“, sagte Dschalal, der Sohn des Mordopfers Mortesa Abdolali Sarbandi, der Zeitung „Etemad“ von gestern. „Wenn sie die Wahrheit sagt, wird sie begnadigt“, sagte Dschalal. Wenn nicht, werde sie hingerichtet.

Gemäß der offiziellen Auslegung der Scharia im Iran kann ein Todeskandidat der Hinrichtung entgehen, wenn ihm die Verwandten seines Opfers vergeben und er ein Blutgeld zahlt, das derzeit bei 1,5 Milliarden Rial (rund 42.000 Euro) liegt. Die 26-jährige Reyhaneh Dschabbari wurde wegen des Mordes von Sarbandi, einem Chirurgen und früheren Mitarbeiter des Geheimdienstministeriums, im Juli 2007 verurteilt. Laut dem Sohn tötete Dschabbari seinen Vater vorsätzlich aus ihm unbekannten Gründen.

Nach sexuellem Übergriff in Notwehr gehandelt?

Der UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, rief den Iran auf, einen neuen Prozess zu organisieren, in dem die Rechte der Angeklagten respektiert und entlastende Elemente berücksichtigt würden. Shaheed sagte, es gebe „glaubhafte Quellen“ wonach Dschabbari, die von Sarbandi als Innenarchitektin engagiert worden war, in seiner Wohnung von ihm sexuell belästigt worden sei, woraufhin sie ihn in Selbstverteidigung erstochen habe.

Biker nach Unfall in Lebensgefahr

Ein 46 Jahre alter Motorradfahrer aus Kärnten ist gestern bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Pkw in Kainbach bei Graz lebensgefährlich verletzt worden. Das Motorrad war in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten.

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Zwei Unfälle mit Alkohol am Steuer

Ebenfalls in der Steiermark verursachten zwei alkoholisierte Pkw-Lenker gestern Nacht Unfälle. Bei Allerheiligen im Mürztal fuhr ein 28-Jähriger gegen einen Polizeiwagen, in Rohrbach bei Kulm wich ein 33-Jähriger einem Reh aus und prallte gegen einen Baum.

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Ausweichmanöver endet mit schwerem Unfall

Bei einem Verkehrsunfall bei Mittersill (Salzburg) wurde am Abend des Karsamstag ein 19-jähriger Lenker aus dem Pinzgau schwer verletzt. Der junge Mann verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, vermutlich, weil er einem Tier ausweichen wollte.

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Mopedlenker schwer verletzt

In Moosdorf (Oberösterreich) wurde gestern Mittag ein junger Mopedlenker schwer verletzt. Der 17-Jährige dürfte beim Einbiegen auf eine Straße einen Pkw übersehen haben.

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Feuerwehr kam per Seilbahn zum Löschen

Zu einem schwierigen Löscheinsatz musste am Osterwochenende die Feuerwehr im Bezirk Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) ausrücken. Im Sonnalm-Berggasthof auf der Wurzeralm in Spital am Pyhrn war Feuer ausgebrochen. Die Helfer wurden samt Einsatzauto kurzerhand auf die Seilbahn verladen.

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Tödlicher Verkehrsunfall in Wien

In Wien-Donaustadt ist heute Früh ein junger Mann bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Er kam mit seinem Auto unweit der UNO-City von der Fahrbahn ab und krachte frontal gegen einen Baum.

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Gesundheit

MERS-Virus: Neuinfizierte in Vereinigten Arabischen Emiraten

In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die Gesundheitsbehörden zwölf Neuinfektionen mit dem gefährlichen MERS-Virus gemeldet. Nach Angaben von gestern Abend wurden die Betroffenen bei Routineuntersuchungen positiv getestet und anschließend unter Quarantäne gestellt. Symptome hätten die Infizierten zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht gehabt.

Der Erreger MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) war im September 2012 erstmals aufgetaucht. Er kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen. Weltweit hat die Weltgesundheitsorganisation bisher 243 Infektions- und 93 Todesfälle registriert, die meisten davon in Saudi-Arabien.

E-Card ab Ende April mit erweiterter Funktion

Die E-Card erhält Ende April eine weitere Funktion: Es sind dann Informationen darüber abrufbar, welche Untersuchungen der Patient vor einer Operation benötigt. Das neue Befundsystem habe sich in Salzburg bereits bewährt und wird nun österreichweit zur Verfügung gestellt, erklärte Volker Schörghofer, stv. Generaldirektor im Hauptverband, gegenüber Ö1 heute.

Der Arzt bekommt über das Expertensystem einen genauen Plan, welche Untersuchungen vor einer OP durchzuführen sind. Doppeluntersuchungen würden dadurch vermieden, so Schörghofer. Das spare dem Gesundheitssystem Kosten und könne die Qualität steigern.

Science

Vollgepackter Raumfrachter „Dragon“ legte an ISS an

Vollgepackt mit Nachschub hat der private Raumfrachter „Dragon“ heute an der Internationalen Raumstation (ISS) angelegt. Dort soll der Transporter der Firma SpaceX etwa vier Wochen bleiben, um dann wiederum schwer beladen zur Erde zurückzukehren.

„Dragon“ war am Freitag zur ISS aufgebrochen - wegen einer Pannenserie mit mehr als einem Monat Verspätung. Er hat rund 2.300 Kilogramm Versorgungsgüter, Material für mehr als 150 wissenschaftliche Experimente und einen neuen Raumanzug an Bord.

Können Tiere trauern?

Ein Unfall im brasilianischen Regenwald sorgt unter Verhaltensforschern für Diskussionen. Biologen haben den Tod eines weiblichen Krallenaffen auf Video dokumentiert. Das Männchen zeigte nach Ansicht der Forscher Anzeichen von Trauer.

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Max Webers „Wissenschaft als Beruf“ heute noch gültig

Morgen jährt sich der Geburtstag von Max Weber zum 150. Mal. Wirtschaftswissenschaft, Soziologie, Politologie - all diese Disziplinen wären ohne ihn ein Stück ärmer.

In einem seiner wichtigsten Vorträge widmete er sich der „Wissenschaft als Beruf“. Vieles davon ist auch heute noch gültig, sagt der Soziologe Max Haller - etwa, was die Voraussetzung für eine Forscherkarriere betrifft.

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Lifestyle

Leute

Royals-Baby George als größte Attraktion im Zoo von Sydney

Der britische Prinz George hat bei seinem Besuch in Australien seinen ersten und wohl einzigen öffentlichen Auftritt absolviert. Das acht Monate alte Baby begleitete, wie von unzähligen Besuchern erhofft, seine Eltern Prinz William und Kate heute in den Taronga Zoo von Sydney. Dort besuchte er ein Gehege des nach ihm benannten Beuteltiers Bilby George.

Der Zoo hatte den Prinzen zu seiner Geburt im Juli 2013 ehrenhalber zum Besitzer des Geheges erklärt und eines der Kaninchennasenbeutler nach ihm benannt. George leistete sich einen Fauxpas bei seinem Auftritt: Ein als Geschenk überreichtes Plüsch-Bilby warf er sogleich auf den Boden. „Er liebt es, ehrlich“, versuchte sein Vater Prinz William, die Situation gegenüber den australischen Gastgebern zu retten.

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Miley Cyrus verschiebt alle US-Konzerte

Popstar Miley Cyrus hat wegen ihrer Erkrankung alle noch ausstehenden US-Konzerte ihrer „Bangerz“-Tour in den August verschoben. Ihre für Mai und Juni geplanten Auftritte in Europa seien nicht gefährdet, hieß es gestern auf ihrer Website. Die 21-Jährige wird seit Dienstag stationär in einer Klinik behandelt.

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