Letzte Meldung

Blutige Geiselnahme in Hotel in Mogadischu

Bewaffnete Islamisten haben heute ein Hotel im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu gestürmt und dabei mehrere Menschen getötet. Wie die Polizei weiter mitteilte, hielten die Kämpfer der Al-Schabab-Miliz möglicherweise mehrere Geiseln in ihrer Gewalt. „Das Hotel steht nun unter voller Kontrolle der Extremisten“, sagte ein Polizist.

Der Angriff hatte mit einer starken Bombenexplosion in der Nähe des Hoteleingangs begonnen, hieß es. Die Extremisten hätten dann das Gebäudeinnere und das Dach gestürmt. „Es ist nicht einfach für uns, ins Gebäude zu gelangen“, sagte der Polizist weiter.

Die Zahl der Todesopfer wurde mit sieben angegeben. Augenzeugen gaben an, zwei zerstörte Autos und mindestens eine Leiche vor dem Gebäude gesehen zu haben. Ein Sprecher der Al-Schabab-Miliz bekannte sich zu dem Angriff auf das beliebte Hotel in der Innenstadt von Mogadischu.

Ausland

Grünes Licht für Pkw-Maut im deutschen Bundestag

Der deutsche Bundestag hat die umstrittene Pkw-Maut in Deutschland gebilligt. Mit den Stimmen der Koalition passierte das Vorhaben von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) heute das Parlament. Der Bundesrat befasst sich Anfang Mai mit dem Vorhaben, kann das Gesetz aber nicht stoppen.

Die Abgabe soll für alle Nutzer von Autobahnen und Bundesstraßen erhoben werden. Für ausländische Fahrzeughalter wird sie aber auf Bundesstraßen ausgesetzt, um den kleinen Grenzverkehr nicht zu belasten. Deutsche müssen automatisch eine Jahresvignette kaufen. Ausländer können Jahresvignetten sowie Zehntages- und Zweimonatsvignetten kaufen.

Gestaffelte Preise

Die Preise der Kurzzeitvignetten werden gestaffelt. Das hatte die SPD mit Hinweis auf Bedenken der EU-Kommission noch durchgesetzt. Der Preis der Vignetten wird nach Größe und Schadstoffausstoß des Autos bemessen.

In Deutschland registrierte Halter sollen entsprechend den Mautkosten bei der Kfz-Steuer entlastet werden, sodass unter dem Strich nur Ausländer zahlen. Im Schnitt wird sie bei rund 74 Euro liegen. Sie soll ab 2016 kassiert werden und jährlich 500 Mio. Euro für den Straßenbau bringen.

EU soll Diskriminierung prüfen

Als größte Hürde gilt nach wie vor, dass die Maut von der EU auf Diskriminierung von Ausländern geprüft werden soll. Letztlich wird das Gesetz wohl vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) beurteilt.

Proteste aus Österreich

Vehementer Protest kommt aus Österreich: Der Autofahrerclub ARBÖ ortet eine Ungleichbehandlung, der ÖAMTC fordert rechtliche Schritte gegen die deutschen Nachbarn, die Grünen sprechen von einem „bayrischen Stammtischgesetz“, die ÖVP sieht EU-Bürger diskriminiert und der VCÖ die Grundidee der EU torpediert.

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Nigeria meldet Zerstörung von Boko-Haram-Hauptquartier

Einen Tag vor der Präsidenten- und Parlamentswahl in Nigeria hat die nigerianische Armee nach eigenen Angaben das Hauptquartier der radikalislamischen Miliz Boko Haram zerstört. Wie das Militär heute über den Kurznachrichtendienst Twitter weiter mitteilte, wurden bei der Offensive in der Stadt Gwoza im Nordosten des Landes zahlreiche Mitglieder der Gruppe getötet.

Die radikale Sunnitengruppe hatte zuletzt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Gefolgschaft geschworen. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, wonach Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau und seine treuesten Gefolgsleute sich in Gwoza aufhielten. Angeblich sollten sich auch Geiseln dort aufhalten, darunter viele der mehr als 200 im vergangenen Jahr in Chibok entführten Schülerinnen. Es gab für diese Berichte jedoch keine Bestätigung. 

Jonathan warnt vor Gewalt vor Wahlen

Der nigerianische Staatschef Goodluck Jonathan warnte unterdessen die Bürger des westafrikanischen Landes eindringlich vor jeglicher Gewalt in Zusammenhang mit der Wahl morgen. „Kein politischer Eifer kann Gewalt oder das Vergießen des Blutes unserer Bürger rechtfertigen“, sagte Jonathan heute in einer landesweit übertragenen Ansprache.

Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2011 kamen Schätzungen zufolge rund 1.000 Menschen bei Zusammenstößen von Anhängern der politischen Lager ums Leben. „Wahlen dürfen nicht mit Krieg verwechselt werden“, sagte Jonathan. Die Sicherheitskräfte seien gut vorbereitet und würden keine Gewalt tolerieren, sagte er.

Herausforderer mit guten Chancen

Der 57 Jahre alte Christ Jonathan bewirbt sich um eine weitere Amtszeit als Präsident des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes. Beobachter räumen seinem muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari (72) jedoch sehr gute Chancen ein, die Wahl zu gewinnen.

Israel gibt Steuern für Palästinenser frei

Nach knapp drei Monaten Sperre gibt Israel die seit Jahresbeginn einbehaltenen Steuereinnahmen für die Palästinenser frei. Das erklärte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu heute.

Israel hatte als Reaktion auf den palästinensischen Antrag für einen Beitritt zum Internationalen Strafgerichtshof Anfang Jänner die Überweisung von Steuern an die Palästinenser gestoppt.

Bei dem einbehaltenen Geld handelt es sich um Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und Zöllen auf Waren, die über Israel in die Palästinensergebiete gelangt sind. Sie bilden etwa die Hälfte des palästinensischen Budgets und wurden von Israel schon mehrfach als Druckmittel eingesetzt.

Obamas Fraktionschef im Senat verlässt Politik

Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Harry Reid, strebt keine weitere Amtszeit an. Das teilte der 75-Jährige aus dem US-Staat Nevada heute mit. Reid wurde 1986 in den Senat gewählt. Seine Amtszeit läuft im Jänner 2017 ab.

Reid gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Politikern des Landes. Er hatte sich zum Jahresbeginn beim Fitnesstraining mehrere Rippen und Gesichtsknochen gebrochen, als ein Teil eines Gerätes zerbrach und er daraufhin stürzte. Seitdem habe er viel über seine Zukunft nachgedacht, heißt es in einer Stellungnahme.

Saudis setzen Offensive im Jemen fort

Die zweite Nacht in Folge haben Saudi-Arabien und verbündete arabische Staaten Luftangriffe auf Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen geflogen. Auch Ziele in der Hauptstadt Sanaa wurden laut Augenzeugen bombardiert.

Die sunnitische Militärkoalition versucht den jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zu unterstützen. Hadi selbst verließ mittlerweile den am Rande eines Bürgerkrieges stehenden Jemen. Er soll sich in der saudischen Hauptstadt Riad befinden und am Wochenende zum Gipfel der Arabischen Liga nach Ägypten reisen.

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Inland

Kärnten zahlt 77,5 Mio. Euro für Heta-Haftungen

Das Land Kärnten wird 77,5 Mio. Euro für die Pfandbriefhaftungen der Hypo-Abbaubank Heta bereitstellen. Morgen wird diese Summe in einer Sondersitzung der Landesregierung beschlossen werden. Die Finanzierung soll über die Bundesfinanzierungsagentur erfolgen.

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Für Schelling jetzt Bayern am Zug

Im Rechtsstreit zwischen der Bayerischen Landesbank (BayernLB) und ihrer einstigen Tochter Hypo Alpe-Adria (jetzt Heta) sieht Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) die Bayern am Zug.

„Ich bin der dritte österreichische Finanzminister, der mit demselben bayrischen Finanzminister einen Vergleich versucht“, sagte Schelling heute im Klub der Wirtschaftspublizisten. Er persönlich habe diesen Vergleichsvorschlag unterbreitet. Details nannte Schelling nicht. Die Bayern haben das Angebot als nicht akzeptabel ausgeschlagen.

U-Ausschuss startet am 8. April

Nach längeren Verhandlungen ist der Fahrplan für den Hypo-U-Auschuss fixiert: Am 8. April soll die erste Sitzung stattfinden. Dabei sollen auch gleich die ersten Zeugen befragt werden. Geladen sind drei Staatskommissäre in der Hypo Alpe-Adria. Die Fraktionen einigten sich gestern über noch strittige Punkte - darunter die Frage, wer wie viel Redezeit erhalten soll. Die Parteienvertreter zeigten sich am Abend durchwegs zufrieden.

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Strache verteidigt Wilders’ Vortrag in der Hofburg

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders ist heute auf Einladung von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Wien. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz forderte Wilders die freie Ausreise für Dschihadisten. Strache sprach von „Teufelskriegern“ und verteidigte den umstrittenen Rechtspolitiker. Am Abend wird Wilders in der Hofburg gemeinsam mit Strache einen Vortrag zu „Europas Bedrohung durch die Islamisierung“ halten.

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Wiener Spitalsärzte: Neues Gehaltsschema beschlossen

Der Wiener Landtag hat heute das umstrittene neue Gehaltsschema für die Ärzte im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) beschlossen - gegen den Willen der Ärzte. Eine Einigung gab es nur bei den Arbeitsbedingungen und -zeiten.

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Tiroler Bezirksspitäler: Ärzte unzufrieden

In Tirol geht die Gehaltsdiskussion über das neue Ärztearbeitszeitgesetz weiter. Alles andere als zufrieden mit dem Angebot einer künftig höheren Bezahlung auf Basis dieser neuen Regelung zeigen sich die Ärztevertreter der Tiroler Bezirksspitäler.

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Studie: Familien erwartet stärkere Steuerentlastung

Familien werden durch die kommende Steuerreform stärker entlastet werden als Kinderlose. Das geht zumindest aus aktuellen Berechnungen des Instituts für Familienforschung hervor. Familienhaushalte können demnach mit einer durchschnittlichen jährlichen Steuerentlastung von 1.630 Euro rechnen, Haushalte ohne Kinder mit 1.125 Euro, das sind rund 500 Euro weniger.

Die Familienhaushalte, die insgesamt 30 Prozent der Haushalte ausmachen, erhalten 38 Prozent des Volumens der Steuerreduktion, Haushalte ohne Kinder lukrieren vergleichsweise weniger, heißt es in dem Papier, das auch vom Familienministerium finanziell unterstützt wurde.

„Ergebnis der Einkommensverteilung“

Von der Tarifentlastung profitieren Familienhaushalte laut den Berechnungen des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) durchschnittlich in der Höhe von 1.545 Euro jährlich, dazu kommt noch der verdoppelte Kinderfreibetrag (durchschnittlich 85 Euro), was eben 1.630 Euro ergibt. Demgegenüber lukrieren die anderen Haushalte im Schnitt 1.125 Euro durch die Tarifreform.

Ökonom Norbert Neuwirth wies im APA-Gespräch darauf hin, dass das vorwiegend Ergebnis der Einkommensverteilung sei. Denn in den Familienhaushalten ist meistens zumindest ein Elternteil aktiv erwerbstätig, während man bei den Haushalten ohne Kinder viele Pensionistenhaushalte findet. Insgesamt würden höhere Einkommen auch höher entlastet.

Familienministerin Sophie Karmasin sah sich in einer Aussendung bestätigt, dass die Regierung bei der Steuerreform einen speziellen Fokus auf Familien gelegt habe: „Diese Entlastungen für Familien sind notwendig und wichtig, damit Österreich auch künftig kinderreich ist.“

Drei junge „dschihadwillige“ Grazerinnen in U-Haft

Drei Mädchen - 15, 16 und 19 Jahre alt - aus Graz sitzen in U-Haft in der Justizanstalt Jakomini: Sie hatten offenbar die Ausreise nach Syrien geplant, um dort zu heiraten und den Dschihad zu unterstützen.

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Die mutmaßlichen Dschihadisten, die gestern in Krems (Niederösterreich) festgenommen worden sind, befinden sich mittlerweile in der Justizanstalt. Währenddessen wertet die Polizei Mobiltelefone und Datenträger aus, die bei den Männern gefunden wurden.

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Überdurchschnittlich hohes Vertrauen in Polizei

Im Durchschnitt ist das Vertrauen in die Polizei in Österreich höher als in anderen Ländern. Das ergab zumindest der „Global Trust Report“, den das Marktforschungsunternehmen GfK alle zwei Jahre in 26 Ländern durchführt.

Laut Umfrage vertrauen dem Exekutivorgan hierzulande 77 Prozent, politischen Parteien - sie sind die Verlierer - nur 24 Prozent. Das Vertrauen in den Euro stieg an (51 Prozent).

Nur geschlagen von Australien

Lediglich die Australier vertrauen der Polizei mehr. Bei ihnen liegt der Wert sogar bei 86 Prozent. Im internationalen Vergleich rangieren die Beamten dennoch ganz hinten im Ranking - globaler Gewinner ist das Militär. Mit 79 Prozent auf der „Vertrauensskala“ ist es die führende Institution.

Schlechte Werte für Parteien, Großunternehmen

Als besonders unzuverlässig werden international politische Parteien gesehen. Nur 30 Prozent der Befragten geben an, sie seien verlässlich. Abgestraft wurden sie hierzulande vor allem in Kärnten, wo ihnen nur sieben Prozent vertrauen.

Spanien hat es noch schlechter erwischt, dort sind es nur fünf. Besser haben es die Parteien in Indien: Beinahe die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) denkt, auf sie zählen zu können.

Schlecht abgeschnitten haben in Österreich auch Großunternehmen (30 Prozent) und die Regierung (36 Prozent). Laut GfK könnte die Hypo-Causa dafür ursächlich sein, denn auch Banken und Versicherungen wird nur wenig Vertrauen entgegengebracht.

Großes Vertrauen in Mitmenschen

Positiv ist, dass - abgesehen vom steigenden Glauben an den Euro um elf Prozentpunkte auf 51 Prozent - auch das Grundvertrauen in die Menschheit in Österreich noch vorhanden zu sein scheint. 73 Prozent der Befragten gaben nämlich an, ihren Mitmenschen zu vertrauen.

„Davon kann man anderswo, vor allem in afrikanischen Ländern, nur träumen, auch wenn der österreichische Wert nur im Mittelfeld liegt“, fügte Angelika Kofler, Leiterin der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung, hinzu.

Sport

EM-Qualifikation: Spanien gegen Ukraine gefordert

Titelverteidiger Spanien steht zur Halbzeit der EM-Qualifikation unter Druck. Im Heimduell mit der in Gruppe C punktgleichen Ukraine in Sevilla darf sich der Europameister heute Abend keinen weiteren Ausrutscher leisten.

England dagegen will mit Hilfe des neuen Hoffnungsträgers Harry Kane für eine Vorentscheidung sorgen. Vor dem ersten Pflichtspiel gegen Litauen in London haben die „Three Lions“ in Gruppe E bereits sechs Punkte Vorsprung auf die Schweiz, die zeitgleich gegen Estland antritt.

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EM-Qualifikation: ÖFB-Verfolger zum Siegen verdammt

Im Kampf um das Ticket für die Fußball-EM 2016 steht Russland in der Österreich-Gruppe G schwer unter Druck. Die Nationalmannschaft des kommenden WM-Gastgebers tritt heute gegen Verfolger Montenegro an.

Nach vier Qualifikationsspielen liegen Russland und der Balkan-Staat mit je fünf Punkten gleichauf und kämpfen mit Schweden (sechs Punkte) um Tabellenplatz zwei. Die Schweden treten auswärts bei Schlusslicht Moldawien an.

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Formel 1: Hamilton legt mit Tagesbestzeit vor

An der Spitze nichts Neues: Bei den heutigen ersten beiden Trainings in Sepang für den Grand Prix von Malaysia glänzten jeweils Silberpfeile auf den ersten Plätzen. Tagesschnellster war Weltmeister Lewis Hamilton, der als einziger Fahrer die 1:40-Minuten-Grenze unterbot.

Auf den Plätzen gab es doch einige Bewegung. So zeigte Kimi Räikkönen im Ferrari trotz Abstands zur Spitze als Zweiter auf, und Fernando Alonso gab sein McLaren-Debüt.

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Wirtschaft

Zeitung: Deutscher Manager Seele wird OMV-Chef

Rainer Seele, Chef des deutschen Energieunternehmens Wintershall, soll Gerhard Roiss als Vorstandsvorsitzender der OMV ablösen - das berichtet der „Kurier“ heute und ist sich diesmal ganz sicher.

Seit vielen Wochen wird darüber spekuliert, wer neuer OMV-Chef werden könnte. Der halbe Wintershall-Vorstand wurde in den Medien unter die Favoriten für die Roiss-Nachfolge gereiht: Bis heute galt Seeles Vorstandskollege Mario Mehren als Topkandidat, aber auch Martin Bachmann, ebenfalls Wintershall-Vorstand galt als aussichtsreich. Und auch der gebürtige Salzburger Bernhard Schmidt, derzeit Chef des Londoner Unternehmens Petroleum Equitiy, kam ursprünglich von Wintershall.

Seele habe gestern Abend bereits mit Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) gesprochen, weiß der „Kurier“ aus zuverlässiger Quelle. Seine offizielle Kür zum neuen OMV-Chef soll heute im Aufsichtsrat der OMV erfolgen.

Schelling verspricht „Überraschung“

Schelling wollte unterdessen noch keinen Namen nennen - kündigte mit Blick auf den neuen OMV-Chef aber eine überraschende Personalie an. Es werde „eine Person sein, die Sie nicht erwartet haben“, sagte Schelling heute vor Journalisten in Wien.

Der OMV-Chef müsse über „ausreichend Führungserfahrung in vergleichbaren Unternehmen“ verfügen und „Erfahrung im Markt“ haben, so Schelling auf Fragen nach den nötigen Qualifikationen. Schelling hat sich mit dem ÖBIB-Syndikatspartner in der OMV - der Abu-Dhabi-Staatsholding IPIC - in der Frage des Chefsessels wie bereits gestern berichtet schon abgestimmt.

Studie: Sparkurs brachte griechische Wirtschaft zum Absturz

Die staatlichen Ausgabenkürzungen haben die griechische Wirtschaft einer Studie der deutschen Hans-Böckler-Stiftung zufolge einbrechen lassen.

Ohne diese Kürzungen in den vergangenen Jahren oder mit einer langgestreckten Konsolidierung ginge es dem Land heute besser, heißt es in einer Untersuchung des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), die heute veröffentlicht wurde.

Darin analysieren die Ökonomen des IMK, wie Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zwischen 2010 und 2014 die Wirtschaftskraft des Landes beeinflussten.

Abschwung verstärkt

In dem Zeitraum hätten die Maßnahmen das Bruttoinlandsprodukt um mehr als 25 Prozent schrumpfen lassen. So führten im Konjunkturabschwung Kürzungen und höhere Steuern zu einer weiteren Abnahme der Nachfrage und damit zu einer Verstärkung des Abschwungs.

Hätte es die Sparpolitik in diesem Ausmaß nicht gegeben, wäre Griechenland der massive Einbruch erspart geblieben, resümieren die Autoren. Die einbrechende Wirtschaftsleistung habe zugleich den Schuldenstand ansteigen lassen.

Chronik

Stromausfall in Amsterdam - alle Flüge gestrichen

Wegen eines großen Stromausfalls in der dicht bevölkerten niederländischen Provinz Nordholland sind heute Vormittag alle Flüge auf dem internationalen Flughafen von Amsterdam gestrichen worden. Der Flugverkehr werde langsam wieder aufgenommen, teilten die Betreiber kurz vor 12.00 Uhr über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auch Mobilfunknetz gestört

Auch das Mobilfunknetz war teilweise gestört. Züge fielen aus oder stoppten auf offener Strecke. Krankenhäuser, Radio und Fernsehen schalteten auf Notstrom um. Tausende Menschen saßen in Zügen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Aufzügen fest.

Die Ursache ist noch unklar. Der Netzbetreiber TenneT gab an, eine Überlastung des Stromnetzes habe den Ausfall in der niederländischen Hauptstadt verursacht. Der Nachrichtenagentur ANP zufolge wurde der Ausfall durch die Störung einer Hochspannungsschaltanlage im Amsterdamer Vorort Diemen ausgelöst.

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Religion

Dichtes Programm für Papst in der Karwoche

Papst Franziskus hat in den kommenden Kar- und Ostertagen ein dichtes liturgisches Programm mit insgesamt sieben Gottesdiensten vor sich. Unter anderem steht ein Gefängnisbesuch mit Fußwaschung auf dem Plan. Weitere Höhepunkte sind die Palmweihe am Palmsonntag, die Chrisam-Messe am Gründonnerstag, der Karfreitagskreuzweg vor dem Kolosseum und schließlich die Osterliturgie.

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Kultur

Picasso-Bild in Italien beschlagnahmt

Ein Picasso-Gemälde im Wert von 15 Mio. Euro gibt der italienischen Polizei Rätsel auf: Ermittler beschlagnahmten nach Angaben von heute das Bild aus dem Jahr 1912, nachdem ein Pensionist es weit unter dem eigentlichen Wert verkaufen wollte. Der Mann gab an, er habe das Bild 1978 geschenkt bekommen und jahrzehntelang nicht geahnt, dass es sich um ein Werk des berühmten Malers handelte.

Die Polizei wurde darauf aufmerksam, als es der Pensionist aus Rom bei dem Auktionshaus Sotheby’s verkaufen wollte. Sotheby’s hatte im Auftrag des Mannes eine Exportgenehmigung beantragt und das Gemälde auf 1,4 Millionen Euro geschätzt - dieser Preis kam den Ermittlern so verdächtig niedrig vor, dass sie das Bild beschlagnahmten.

Geige und Flasche Bier

Der Verkäufer, ein ehemaliger Rahmenmacher, gab laut Polizei an, er habe das Gemälde 1978 als Dank für eine kostenlose Bilderrahmenreparatur von einem alten Mann geschenkt bekommen. Er habe es 36 Jahre lang ohne besondere Vorkehrungen aufbewahrt, bis ihm im vergangenen Jahr klar geworden sei, dass es sich um ein Werk von Picasso handeln könnte. Die Polizei versucht nun, den rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln.

Das Gemälde stellt eine Geige und eine Flasche Bass-Bier dar. Es stammt nach Polizeiangaben aus dem Jahr 1912 und damit aus der kubistischen Periode des spanischen Malers Pablo Picasso. Dieser hat das britische Bass-Bier auf mehr als 40 Bildern verewigt.

Weitere Beschlagnahmen

Die auf den Diebstahl von Kunstwerken und Kulturgut spezialisierte Polizeieinheit gab zudem weitere Beschlagnahmen bekannt. Darunter war eine antike römische Statue aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert mit einem geschätzten Wert von acht Millionen Euro. Die Marmorskulptur war den Angaben zufolge bei illegalen Grabungen in der Stadt Tarquinia nördlich von Rom ausgegraben worden.

Laut Polizei fanden Beamte die Statue bei der Durchsuchung eines verdächtigen Transporters. Eine Bande habe die Statue in die Schweiz bringen wollen, um dort einen Käufer zu finden. Außerdem wurde den Angaben zufolge ein weiteres Ölgemälde beschlagnahmt. Das Bild des italienischen Landschaftsmalers Luca Carlevarius war als gestohlen gemeldet und kürzlich bei einer Durchsuchung bei einem Mailänder Kunsthändler gefunden worden. Dieser wird verdächtigt, Werke über die Schweiz an Sammler in den USA zu verkaufen.

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Lumiere-Schau zum 120. Geburtstag des Kinos

Zum 120. Geburtstag des Kinos widmet Paris seinen Erfindern, den Brüdern Lumiere, eine umfassende Ausstellung. Seit heute werden im Grand Palais erstmals die 1.422 Kurzfilme der Brüder Auguste und Louis gezeigt sowie Plakate, Fotos, Cinematografen und Kinetoskopen.

„Das Kino, so wie wir es kennen, wurde nicht von heute auf morgen erfunden. Die Brüder Lumiere haben auf viele Verfahren anderer Genies zurückgegriffen“, sagte Thierry Fremaux, Kurator der Ausstellung und künstlerischer Leiter des Filmfestivals in Cannes.

Im Jahr 1895 veranstalteten die Lumiere-Brüder mehrere Filmvorführungen, darunter die am 28. Dezember, mit der sie allgemein als Erfinder des Kinos in die Geschichte eingegangen sind. Die Ausstellung „Lumiere! Le cinema invente“ (etwa: Lumiere! Die Erfindung des Kinos) läuft bis zum 14. Juni.

Song Contest

Ein Land weint in sein Bier

Mit genau einem Sieg und sehr vielen letzten Plätze hat sich Belgien beim Song Contest nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Symptomatisch war gleich das zweite Wettbewerbsjahr. Mit Bobbejaan Schoepen wurde 1957 ein Superstar ins Rennen geschickt: ein Schlagerkönig und als Country-Legende der belgische Johnny Cash mit eigenem Themenpark. Er wurde Achter von zehn. Seitdem weinen die Belgier beim Song Contest fast regelmäßig in ihr Bier.

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Science

Great Barrier Reef erholt sich wieder

Gute Nachrichten für das weltgrößte Korallenriff: Durch die Ausweitung besonders strenger Schutzzonen im Great Barrier Reef sind die Fischbestände in den Gebieten wieder größer geworden.

Auch habe sich das Korallenriff nach dem schweren Zyklon „Hamish“ 2009 schneller wieder erholt, als ohne die Refugien zu erwarten gewesen wäre, stellen Meeresbiologen gut zehn Jahre nach Errichtung der Schutzzonen fest. Schwere Stürme wie der Zyklon sind einer der Hauptgründe für das Korallensterben und dürften laut Experten in der Region in Zukunft noch zunehmen.

Mehr dazu in Mehr und größere Zackenbarsche

Zweites Begräbnis: Späte Ruhe für Richard III.

1485 ist König Richard III. zum ersten Mal begraben worden - nachdem seine Leiche geschändet und öffentlich zur Schau gestellt worden war. Nachdem er 530 Jahre als heimtückisches und verkrüppeltes Monster porträtiert wurde, wird der englische König nach der spektakulären Wiederentdeckung seines Skeletts unter einem Parkplatz jetzt gefeiert wie ein Superstar. Die fünftägigen Feierlichkeiten, die gestern in einem pompös inszenierten Begräbnis in der Kathedrale von Leicester gipfelten, wurden zur späten Ehrenrettung des Königs. Tausende Briten verfolgten das Ereignis im Fernsehen und live an Ort und Stelle, darunter einige neu entdeckte Nachkommen Richards III. - wie etwa Schauspieler Benedict Cumberbatch.

Mehr dazu in „RIIIP“: der letzte Weg des „Wildschweins“

Leute

Ehepaar Schröder hat sich getrennt

Knapp 18 Jahre nach ihrer Hochzeit haben sich der deutsche Altkanzler Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf getrennt. Das erfuhr die dpa heute aus dem Umfeld von Schröder-Köpf in Hannover. Über die Trennung hatten zunächst die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und die „Bild“-Zeitung berichtet.

Schröder (70), der von 1998 bis 2005 Bundeskanzler war, soll sich bereits eine neue Wohnung in Hannover gesucht haben. Es ist die vierte Ehe des Ex-Kanzlers. Zuletzt war das Paar häufiger getrennt aufgetreten. Schröder-Köpf (51) ist seit mehr als zwei Jahren SPD-Abgeordnete im niedersächsischen Landtag. Das Berliner Büro des Altkanzlers wollte sich auf Anfrage nicht äußern.