Inland

Österreich nimmt 1.000 syrische Flüchtlinge zusätzlich auf

Nach Kritik von allen Seiten will Österreich nun doch mehr Syrien-Flüchtlinge ins Land lassen: „Österreich wird - unabhängig von den laufenden Aufnahmen syrischer Asylwerber und zusätzlich zu den bereits zugesagten 500 Flüchtlingen - weitere 1.000 Flüchtlinge aus dem Krisengebiet aufnehmen“, kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe) an.

Vor allem Frauen und Kinder sollten es sein, ebenso werde erneut „besondere Rücksicht auf verfolgte Christen genommen", wird die Innenministerin “ zitiert, die den Sinneswandel damit begründet, dass die Lage in Syrien immer dramatischer werde. Wann die nächsten Flüchtlinge nach Österreich kommen werden - bisher ist noch nicht einmal das Kontingent der ersten 500 ausgeschöpft -, das liegt laut Mikl-Leitner „in der Hand des UNHCR (UNO-Flüchtlingshochkommissariat, Anm.). Ich hoffe, so rasch wie möglich.“ Finanziert werde die Hilfsaktion über Förderprogramme der EU.

Im Innenministerium betont man, „dass es bei diesem Kontingent darum geht, Menschen aus akuter Not und Gefahr aus dem Krisengebiet in Sicherheit zu bringen“. Es gehe nicht darum, syrischen Flüchtlingen, die bereits in einem anderen europäischen Staat Schutz gefunden haben, einen Ortswechsel nach Österreich zu ermöglichen.

Landau und Schönborn erfreut

Caritas-Präsident Michael Landau und Kardinal Christoph Schönborn zeigten sich erfreut über den Schritt. „Ich halte das für einen guten und wichtigen Schritt im Sinne der humanitären Tradition Österreichs“, sagte Landau der APA. Er brachte seinen „ausdrücklichen Dank“ an die Regierung und an Mikl-Leitner zum Ausdruck. Er sei froh darüber, dass Österreich Verantwortung übernehme und das Resettlement-Programm - wie andere europäische Staaten auch - ausbaue.

Auch der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn dankte laut Kathpress der Bundesregierung. Er sei froh über die Solidarität mit den syrischen Flüchtlingen, „die wirklich große, ja unvorstellbare Not leiden“, so Schönborn.

Bildung: ÖVP beharrt auf Einsparvolumen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat bei den Sparmaßnahmen im Bildungsbereich die Notbremse gezogen. Koalitionspartner ÖVP gibt sich zurückhaltend. Eines wird aber festgehalten: Die Gesamteinsparsumme - knapp 120 Millionen Euro für zwei Jahre - ist für die Volkspartei nicht verhandelbar.

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SPÖ fordert Rücknahme von Sparvorgaben

Auch bei der SPÖ herrscht eher Zurückhaltung. Lediglich SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann stellt klare Forderungen. So soll etwa Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) die Sparvorgaben zumindest teilweise zurücknehmen.

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Alternative Sparmaßnahmen

Heinisch-Hosek zog gestern nach heftigen Protesten - auch aus den eigenen Reihen - die von ihr verordneten Sparvorschläge im Bildungsbereich wieder zurück. „Ich mische die Karten neu und werde alle Verordnungen zurücknehmen“, kündigte sie an. Bei den nächste Woche geplanten Schulgipfeln sollen alternative Maßnahmen zur Einsparung diskutiert werden, denn das Finanzministerium beharrt auf der vereinbarten Einsparungssumme.

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Strache sieht Putin als „lupenreinen Demokraten“

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin verteidigt. Dieser sei „mit Sicherheit ein reiner Demokrat, aber mit einem autoritären Stil“, meinte Strache im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe) auf die Frage, ob er den Kreml-Chef für einen „lupenreinen Demokraten“ halte.

Als Letzteren hatte der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Putin einst bezeichnet. Putin sei als Präsident durch die Verfassung - wie in den USA - mit einer großen Machtfülle ausgestattet, so Strache. Er versuche aus seinem Blickwinkel heraus, die russischen Interessen zu bewahren. So würde US-Präsident Barack Obama auch vorgehen.

Erneut Kritik übte Strache an der österreichischen Außenpolitik. „Österreich ist von der Verfassung her neutral, wir verhalten uns aber in diesem Konflikt nicht als neutraler Staat“, kritisierte er einmal mehr. Die Eskalation in der Ukraine sei „von der EU und den USA provoziert“ worden, da solle und dürfe man als neutraler Staat nicht mitmachen. Es müsse doch jedem neutralen Beobachter sauer aufstoßen, mitanzusehen, wie die EU und die USA „mit Putschisten gemeinsame Sache machen“, so der FPÖ-Obmann.

Salzburger Polizei für Bettelverbot

Die Polizei in der Stadt Salzburg fordert jetzt neuerlich ein generelles Bettelverbot - auch wenn das vom Verfassungsgerichtshof bereits schon einmal gekippt wurde. Die ÖVP ist dafür, Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) dagegen.

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Ausland

Russland erlässt Nordkorea Milliardenschulden

Anders als der finanziell schwer angeschlagenen Ukraine erlässt Russland Nordkorea fast zehn Milliarden Dollar Schulden. Moskau hofft so auf Erleichterungen beim Bau einer Gaspipeline durch den kommunistischen Staat nach Südkorea. Die russische Staatsduma ratifizierte gestern eine entsprechende Vereinbarung aus dem Jahr 2012.

Danach betrugen die Schulden Nordkoreas, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen, im September 2012 mehr als 10,9 Milliarden Dollar. Rund eine Milliarde Dollar davon soll Nordkorea innerhalb der kommenden 20 Jahre ratenweise zurückzahlen.

Gasprom sucht neue Kunden in Asien

Der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Stortschak sagte mehreren Medien, die Gelder könnten für die Finanzierung gemeinsamer Projekte wie den Bau einer Gaspipeline oder einer Bahnstrecke nach Südkorea genutzt werden. Russland sucht zunehmend Abnehmer für Gas und Öl in Asien, weil seine wichtigen Kunden in Europa ihre Abhängigkeit im Zuge der Ukraine-Krise von russischen Lieferungen verringern wollen.

Der russische Staatskonzern Gasprom hegt schon lange den Plan, eine Gasleitung durch Nordkorea nach Südkorea zu bauen. Doch die beiden koreanischen Staaten sind faktisch noch im Kriegszustand. Ihre gemeinsame Grenze ist eine der am schärfsten bewachten der Welt.

Iranischer Atomchef: Streit über Reaktor „praktisch beigelegt“

Im Streit über das iranische Atomprogramm scheint es einen weiteren Durchbruch zu geben: Der Disput über den Schwerwasserreaktor Arak sei „praktisch beigelegt“, sagte der iranische Unterhändler Ali Akbar Salehi heute dem arabischsprachigen TV-Sender al-Alam.

Die Regierung in Teheran habe der 5+1-Gruppe aus den fünf Vetomächten des UNO-Sicherheitsrates plus Deutschland einen Vorschlag unterbreitet, der „angenommen worden“ sei, sagte Salehi, ohne Details zu nennen.

Die Atomanlage in Arak, 240 Kilometer südwestlich von Teheran, unterliegt Kontrollen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Durch die internationalen Vereinbarungen soll sichergestellt werden, dass in Arak kein atomwaffenfähiges Plutonium produziert werden kann. Dazu könnte die Zahl der Zentrifugen gesenkt werden. Nach Darstellung der iranischen Regierung dient der 40-Megawatt-Reaktor ausschließlich Forschungszwecken.

Südsudan: Über 100 Tote nach Überfall auf Viehzüchter

Bei einem Überfall auf ein Lager von Viehzüchtern im Norden des Südsudan und der anschließenden Verfolgung der Täter sind nach amtlichen Angaben mehr als 100 Menschen getötet worden. Der Informationsminister des Bundesstaats Warrap, Bol Dhel, sagte dem von der UNO unterstützten Radiosender Miraya FM heute: „Wir haben 28 Zivilisten verloren.“

Er fügte hinzu, Polizisten und Soldaten hätten die Angreifer verfolgt und 85 von ihnen getötet. Andere seien im Sumpfgebiet an der Grenze zum Bundesstaat Unity gefasst worden.

Der Südsudan ist seit Juli 2013 vom Sudan unabhängig, zuvor gab es einen Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg. Im Südsudan war am 15. Dezember ein länger schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem abgesetzten Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Die beiden Politiker gehören unterschiedlichen Ethnien an, deren Verhältnis seit Jahren gespannt ist. Seit Beginn der Kämpfe wurden Tausende Menschen getötet. Etwa eine Million Menschen flohen vor der Gewalt. Ob der Überfall auf die Viehzüchter mit dem Konflikt im Zusammenhang steht, war zunächst unklar.

Terrorgruppe ETA verspricht „glaubwürdige“ Entwaffnung

Rund zwei Jahre nach ihrem Gewaltverzicht will die baskische Terrorgruppe ETA offenbar mit ihrer Entwaffnung fortfahren. Wie spanische Tageszeitungen heute in ihren Onlineausgaben veröffentlichten, bestätigten Anti-Terror-Spezialisten der spanischen Polizei, die Terrororganisation wolle bereits nach dem Sommer eine „glaubwürdigere“ Waffenniederlegung als im vergangenen Februar durchführen.

Spanien erkennt CIV-Kommission nicht an

Anfang des Jahres hatten Experten der internationalen Kommission zur Überwachung des Waffenstillstands (CIV) in Bilbao erklärt, die ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit) habe im Jänner „eine gewisse Menge an Waffen versiegelt und unbenutzbar gemacht“. Als Beweis diente ein Video, auf dem vermummte Bandenmitglieder einem CIV-Experten ein paar unbrauchbar gemachte Pistolen und Panzerfäuste zeigten.

Die spanische Regierung, welche die bereits 2011 gebildete CIV-Kommission nicht anerkennt, bezeichnete die Entwaffnung als „Theater“. „Wenn sie wirklich die Waffen abgeben wollen, dann sollen sie sie abgeben, das ist sehr einfach“, erklärte damals Spaniens Außenminister, Jorge Fernandez Diaz (PP). Die Terrorbande müsse nun „einfach alle Waffen abgeben und endlich von der Bildfläche verschwinden“, kritisierte auch Elena Valenciano, Generalsekretärin der sozialistischen Oppositionspartei PSOE.

Polizei soll Teilentwaffnung mitverfolgen

Wie die spanischen Anti-Terror-Spezialisten sagen, soll es nun zwar erneut nicht zur Abgabe sämtlicher Waffen kommen. Dennoch wollen die Terroristen anscheinend die zweite Teilentwaffnung unter Kontrolle einer neuen internationalen Beobachtergruppe durchführen, die vom ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan geleitet werden könnte.

Außerdem soll die Teilentwaffnung diesmal auch von Vertretern der spanischen Polizei mitverfolgt werden können. Die Anti-Terror-Experten vermuten hinter dem Schritt einen erhöhten Druck der separatistischen Baskenparteien, die sich von dieser Geste eine Verbesserung ihrer Wahlchancen bei den 2015 stattfindenden Lokalwahlen im Baskenland versprechen.

Die ETA hatte im Oktober 2011 nach fast 50 Jahren das Ende ihres bewaffneten Kampfes für die Unabhängigkeit des Baskenlandes verkündet. Im November desselben Jahres erklärten sie ihre Bereitschaft zur Abgabe ihrer Waffen. Bisher hatten sie aber keine konkreten Schritte zur Entwaffnung unternommen. Mehr als 800 Menschen fielen dem Unabhängigkeitskampf der ETA zum Opfer.

Obama blockiert iranischen UNO-Botschafter per Gesetz

US-Präsident Barack Obama hat gestern ein Gesetz unterzeichnet, das den neuen iranischen UNO-Botschafter Hamid Abutalebi an der Einreise in die USA hindern soll. Washington wirft ihm vor, er sei einer der Studenten gewesen, die 1979 die US-Botschaft in Teheran stürmten und etwa 50 Amerikaner über ein Jahr als Geisel hielten. Abutalebi bestreitet das. Er habe nur für die Studenten übersetzt.

Das Gesetz besagt allgemein, dass UNO-Vertretern die Einreise verweigert werden kann, wenn sie an Terrorakten gegen die USA beteiligt gewesen waren und weiter ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten.

Der Kongress hatte das Gesetz in der vergangenen Woche bereits mit Blick auf Abutalebi verabschiedet. Das Weiße Haus hatte dem Iran mitgeteilt, dass es die Botschafterwahl nicht akzeptiere und es kein Visum für Abutalebi geben werde. Teheran wertete das als Verletzung der Rechte souveräner Staaten und legte Beschwerde bei den UNO ein.

Nur „Richtschnur“

In einer Mitteilung parallel zur Unterzeichnung des Gesetzes erklärte Obama, er teile die Besorgnis des Kongresses, dass sich früher in Terrorakte verwickelte Personen unter dem Deckmantel der Diplomatie Zugang zu den USA verschaffen könnten.

Angesichts seiner verfassungsrechtlichen Befugnis, Botschafter zuzulassen oder abzulehnen, werde er das Gesetz aber nur als Richtschnur betrachten, wenn es mit dieser Befugnis kollidieren könnte.

Sport

Fußball: Schlusslicht schockiert Chelsea

Der gegen den Abstieg kämpfende AFC Sunderland wird im englischen Titelrennen zum Zünglein an der Waage. Nur drei Tage, nachdem das Schlusslicht der Premier League ein völlig unerwartetes Auswärtsremis gegen Manchester City geholt hatte, schaffte Sunderland heute in London mit einem 2:1 beim FC Chelsea die nächste Sensation. Der Premier-League-Spitzenreiter Liverpool hat nun morgen bei Norwich City die große Chance, den Vorsprung mit einem Sieg auf wohl vorentscheidende fünf Punkte auszubauen.

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Fußball: Bayern zurück auf Siegerstraße

Claudio Pizarro hat den längst als Meister feststehenden FC Bayern München heute gegen Schlusslicht Braunschweig auf die Siegerstraße zurückgebracht. Eine Viertelstunde vor Schluss erzielte der routinierte Stürmer das erste von zwei Toren der Münchner, die ohne den erkrankten David Alaba den ersten vollen Bundesliga-Erfolg seit vier Wochen einfuhren. Für Sebastian Prödl und den diesmal gesperrten Zlatko Junuzovic gab es einen wichtigen Dreier mit Werder. Das 3:1 über Hoffenheim war ein großer Schritt zum Klassenerhalt.

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Bundesliga: Hosiner dreht Austria-Match gegen WAC

Innerhalb einer halben Stunde hat Philipp Hosiner die Austria zu einem Heimsieg über den Wolfsberger AC geschossen. Der ÖFB-Stürmer drehte das Duell mit den Kärntnern nach 0:1-Rückstand mit einem lupenreinen Hattrick. Die Violetten, die nach eher durchwachsener erster Spielhälfte wie verwandelt aus der Kabine gekommen waren, hielten damit Kurs in Richtung Europa-League-Qualifikation. Herbert Gager wiederum steht nach zehn Partien als Austria-Cheftrainer bei sechs Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage.

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Wirtschaft

Automesse in Peking beginnt

Die internationale Automesse in Peking öffnet morgen ihre Tore. Die „Auto China“ hat sich neben den anderen großen Ausstellungen in Detroit, Genf und Frankfurt zum Mekka der weltweiten Autobauer entwickelt. China ist der größte Automarkt der Welt und soll in diesem Jahr wieder schätzungsweise um rund zehn Prozent wachsen. Mehr als 2.000 Aussteller aus 14 Ländern sind auf der Pekinger Autoshow vertreten.

Elektromobilität ist ein großes Thema. In einer Weltpremiere stellen Daimler und sein chinesischer Partner BYD (Build Your Dreams) ihr gemeinsam entwickeltes Elektroauto Denza vor. Auf der Messe, die bis zum 29. April dauert, werden 79 Autos mit alternativen Antrieben präsentiert. Auch Volkswagen plant in China eine Elektro-Offensive mit mehreren Modellen.

OÖ: Immer mehr Grünland verschwindet

Raumplaner in Oberösterreich schlagen Alarm. Immer mehr Grünlandflächen würden für Siedlungs- und Verkehrszwecke verbaut – mit weitreichenden Folgen. Versiegelte Flächen schaden nicht nur den Böden, sie begünstigen auch Hochwasser.

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OMV-Chef Roiss warnt vor russischem Gasboykott

OMV-Chef Gerhard Roiss hat heute im Ö1-Magazin „Im Journal zu Gast“ die EU zum Dialog mit Russland aufgerufen. „Wir können alle nicht abschätzen, was es heißt, wenn kein Gas mehr aus Russland kommt“, so Roiss. Österreich könne zwar eine Alternativversorgung aufbauen, weitere Lieferstrecken würden aber die Gaspreise erhöhen. Sehr schwer würde es für jene EU-Länder, die zu 100 Prozent von russischem Gas abhängig sind.

Roiss erinnerte an den Spruch „Wo Handel getrieben wird, gibt es keinen Krieg“ - und mit Russland gebe es seit Jahren gewachsene Wirtschaftsbeziehungen, die Handelsbilanzen seien ziemlich ausgeglichen. Man dürfe nicht vergessen, dass die Wirtschaftswelt nicht nur arbeitsteilig, sondern auch ressourcenteilig funktioniere.

Die Krise zeige aber, dass es notwendig sei, die Gasproduktion in Europa zu forcieren, dazu bedürfe es Investitionen, sagte Roiss. Es bedürfe einer europäischen Energiepolitik, derzeit habe sogar jedes Bundesland seine eigenen Ansprüche.

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Dauerstreik: Signal für Wandel in China

Mit einem Streik legen Zehntausende Arbeiter seit Tagen einen chinesischen Zulieferer großer Sportartikelhersteller wie adidas und Nike lahm. Dabei handelt es sich nicht nur um den größten Arbeitskampf in China der jüngsten Vergangenheit. Experten werten den Konflikt auch als Signal für das zunehmende Selbstbewusstsein der chinesischen Arbeitnehmer: Trieben diese bisher fehlende Löhne auf die Straße, streikten sie jetzt für Sozialleistungen und mehr Rechte.

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Chronik

Zukunft von MH370-Suche unklar

Weitere Tauchgänge der U-Boot-Drohne Bluefin-21 im Indischen Ozean haben sich als Fehlschläge entpuppt. Genau sechs Wochen nach dem Verschwinden von Flug MH370 konnten die Suchtrupps heute keine Spur der malaysischen Boeing entdecken. Auch ohne Erfolg könnte die bisherige Suche schon innerhalb der nächsten Woche enden.

Malaysia und Australien wollen am Montag entscheiden, wie der Sucheinsatz für die am 8. März verschwundene Malaysia-Airlines-Boeing weitergeführt werde, sagte Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein. Die sechs Drohneneinsätze auf dem Meeresboden vor der Küste Australiens hätten kein positives Ergebnis erzielt, sagte Hussein. „Ich kann bestätigen, dass die Bluefin-21 klare und scharfe Bilder vom Meeresboden aufgenommen hat“, sagte er in Kuala Lumpur. Dabei sei sie aber bisher mit nichts in Kontakt gekommen, das für die Suche interessant sei.

Suche soll abgebrochen werden

In der nächsten Woche werde der Einsatz der U-Boot-Drohne beendet, sagte Hussein. Dies bedeute aber nicht, dass die Suche abgebrochen werde. Es gehe darum, „auch andere Ansätze zu erwägen“, möglicherweise werde die Reichweite der Suche wieder ausgeweitet.

Auch der Koordinator des Suchzentrums, Angus Houston, deutete eine Ende der Suche in der bisherigen Form an. Die teure Suche könne nicht ewig weitergehen, räumte Houston gegenüber News Corp Australia ein. Er werde später in der kommenden Woche eine Aussage darüber treffen, wann die Suche eingestellt werde. Jede Entscheidung werde aber „in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern getroffen.“

Schottland: Siebenjähriger brennt auf Straße

Ein siebenjähriger Junge in Schottland hat auf offener Straße gebrannt und schwebt in Lebensgefahr. Es gebe bisher keinen Hinweis auf eine vorsätzliche Tat, teilte die Polizei heute in Aberdeen mit. Möglicherweise sei Benzin im Spiel gewesen.

Anwohner hatten das Kind brennend auf der Straße entdeckt. Eine Zeugin berichtete dem schottischen Fernsehsender STV News, der Bub habe vom Hals abwärts in Flammen gestanden. „Wir hörten ihn schreien und er lag auf dem Boden“, sagte sie, „es war furchtbar.“ Der Siebenjährige wurde in eine Spezialklinik gebracht.

Drei Tote bei nächtlichem Angriff im Osten Belgiens

Im Osten Belgiens hat ein Unbekannter in der Nacht auf heute Schüsse abgefeuert und dabei einen zehnjährigen Buben sowie einen Mann tödlich getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, ereignete sich der Angriff in Vise nahe Lüttich. Eine schwer verletzte Frau, die Patin des Buben, erlag ihren Verletzungen ebenfalls.

Das Motiv für die Tat und die Zusammenhänge waren zunächst nicht klar. „Ein in einem Auto sitzender Mann schoss auf einen Mann, eine Frau und einen Buben, die auf dem Heimweg waren“, sagte der Bürgermeister des Orts an der belgisch-niederländischen Grenze, Marc Neven. Den Behörden waren keine familiären Probleme bekannt, die den Angriff erklären könnten.

Reaktoren in Frankreichs ältestem AKW heruntergefahren

Nach einem Zwischenfall im ältesten französischen Atomkraftwerk in Fessenheim nahe der Grenze zu Deutschland ist auch der zweite Reaktor heruntergefahren worden. Auswirkungen auf die Sicherheit gebe es nicht, hieß es beim französischen Betreiber EDF heute.

Nach dem vorzeitigen Verschluss eines Ventils habe sich der Reaktor Nummer zwei gestern Abend automatisch abgeschaltet. Reaktor Nummer eins in Fessenheim steht nach einem Vorfall in der Wasserversorgung seit Anfang April still.

Hollande plant Stilllegung bis Ende 2016

Die Atomreaktoren in Fessenheim sind seit Jahren heftig umstritten. Die französische Atomaufsicht ASN hatte das seit den 1970er Jahren betriebene Atomkraftwerk erst in dieser Woche weitgehend positiv beurteilt. Bei so alten Meilern sei es aber äußerst schwierig, die Technik auf den neuesten Stand zu bringen, hieß es.

Frankreichs Präsident Francois Hollande will das Atomkraftwerk Fessenheim bis Ende 2016 stilllegen. Bis zum Jahr 2025 soll der Atomanteil an der Stromversorgung von aktuell 75 auf 50 Prozent sinken. In Frankreich wird in 58 Reaktoren an 19 Standorten Atomstrom produziert.

Waldbrand bei Ferlach ausgebrochen

Bei Ferlach in Kärnten ist heute Nachmittag ein gefährlicher Waldbrand ausgebrochen. Durch die extreme Trockenheit breiteten sich gleich mehrere Brände aus, die im steilen Gelände nur schwer gelöscht werden können. Sieben Feuerwehren und ein Löschhubschrauber sind im Einsatz.

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Rätsel um Fassadenkletterer in Linz

Viele Fragen wirft der Unfall eins Mannes auf, der gestern Nachmittag in Linz in Oberösterreich an der Dachrinne eines mehrstöckigen Hauses hochgeklettert und dann etwa zwölf Meter abgestürzt ist. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei versucht, seine Identität und den Hergang zu klären.

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Science

Kultur

Bilanzverlust beim Burgtheater offenbar deutlich höher

Der Bilanzverlust des Burgtheaters für das Geschäftsjahr 2012/13 ist offenbar deutlich höher als Bundestheater-Holdingchef Georg Springer dies Ende Februar angekündigt hatte. Durch Rückstellungen für Steuerschulden und Rechtsstreitigkeiten mit den entlassenen Leitungspersonen belaufe sich der Verlust statt auf rund 13 nun auf über 19 Millionen Euro, berichtet „Die Presse“ (Sonntag-Ausgabe).

Springer hatte den Bilanzverlust bei einer Pressekonferenz mit 8,3 Millionen beziffert, dazu kämen noch Steuernachzahlungen von bis zu fünf Millionen Euro. Damit dürfte das Theater laut den Wirtschaftsprüfern KPMG nicht das Auslangen finden, der Posten wurde nun mit acht Millionen für Steuern und nachzuzahlende Sozialversicherungsbeiträge veranschlagt. Zudem sind mit den verabschiedeten Matthias Hartmann und Silvia Stantejsky Verfahren beim Arbeits- und Sozialgericht anhängig. Ein Streit über verwahrte Honorare ist entbrannt. Für diese Rechtsstreitigkeiten wurde das Risiko mit drei Millionen Euro bewertet.

Dem Bilanzverlust von nun offenbar mehr als 19 Millionen Euro stehen laut „Presse“ bloß 9,3 Millionen an Eigenkapital gegenüber. Dass es dennoch einen positiven Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer gab, liegt nicht zuletzt an einer Patronatserklärung der Holding in der Höhe von zehn Millionen. Zudem habe der Aufsichtsrat in den vergangenen Tagen den Verkauf der Probebühne an Art for Art gebilligt, und die Bundesfinanzierungsagentur gewähre dem Haus einen günstigen Kredit. Die Bawag/PSK sei dagegen nicht mehr bereit gewesen, den Kreditrahmen zu erstrecken, so „Die Presse“.

Bisher größte Polke-Retrospektive in New York

Der vor vier Jahren gestorbene Künstler Sigmar Polke wird posthum vom New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) mit seiner bisher größten Ausstellung geehrt. Die Schau „Alibis: Sigmar Polke 1963-2010“ wurde heute in dem renommierten Ausstellungshaus in Manhattan offiziell eröffnet.

Nach Angaben des Museums handelt es sich um die erste Retrospektive, die sowohl Gemälde als auch Fotografien, Filme, Zeichnungen, Drucke und Skulpturen des deutschen Künstlers (1941 bis 2010) zeigt. Nach der Station in Manhattan zieht die Ausstellung nach London und im Frühjahr 2015 auch an das Museum Ludwig in Köln weiter.

Medien

„Krone“-Journalist Dieter Kindermann gestorben

Dieter Kindermann, Langjähriger Innenpolitikredakteur der „Kronen Zeitung“ ist heute 74-jährig in Wien gestorben. „Wir trauern um einen Vollblutjournalisten“, schreibt die „Krone“ in ihrer Sonntag-Ausgabe und auf ihrer Homepage. Laut Kathpress starb Kindermann an den Folgen eines Herzleidens nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt.

„Mit Dieter Kindermann ist nicht nur der Doyen seriöser Innenpolitikberichterstattung, sondern auch ein liebenswerter Kollege von uns gegangen“, würdigt die „Krone“ ihren jahrzehntelangen Mitarbeiter: Der Verstorbene war über 40 Jahre lang politischer Redakteur des Massenblattes. 2003 wurde Kindermann von Papst Johannes Paul II. zum Commendatore ernannt.

Lifestyle

Größtes Freerunning-Zentrum in Tirol

Mauern, Geländer und Fassaden ziehen Freerunner magisch an. Mit spektakulären Tricks überwinden sie scheinbar mühelos jedes Hindernis. Doch dahinter steckt hartes Training. Das größte Freerunning-Zentrum Österreichs ist in Wattens in Tirol und boomt immer mehr.

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Ehemalige Bank wird Luxushotel

Anfang Juni wird das Luxushotel Parky Hyatt in der Wiener Innenstadt eröffnet. Die frühere Zentrale der Länderbank wurde detailgetreu restauriert. Für das Hotel werden noch Mitarbeiter gesucht, der Restaurantchef hat schon konkrete Pläne für die Küche.

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Religion

Papst eröffnete Feier der Osternacht

Papst Franziskus hat heute Abend gemeinsam mit Tausenden Gläubigen die traditionelle Feier der Osternacht eröffnet. Dabei wird in der Vorhalle des Petersdoms das Osterlicht entzündet. Anschließend zog der Papst in einer langen Prozession mit Kardinälen und Bischöfen in den dunklen Petersdom ein. Die Kerzen symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird.

Während der Osterwache taufte der Papst, einer Tradition folgend, zehn Personen, darunter ein siebenjähriges Kind und einen 58-jährigen aus Vietnam. Franziskus taufte insgesamt fünf Italiener, sowie Personen aus Weißrussland, Senegal, Libanon und Frankreich.

Den Höhepunkt erreichen die Osterfeierlichkeiten morgen mit einer festlichen Ostermesse auf dem Petersplatz. Anschließend verkündet der Papst die traditionelle Osterbotschaft und spendet den Segen „urbi et orbi“ (der Stadt Rom und dem Erdkreis).

Leute

Ein Sohn für „Mandela“-Darsteller Idris Elba

Idris Elba, Hauptdarsteller in dem Film „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“, und der BBC-Serie „Luther“ hat eine neue Rolle angenommen. Seine Freundin Naiyana Garth habe den 41-Jährigen zum Vater gemacht, berichtete die „New York Daily News“ heute.

„Mein Sohn Winston Elba ist gestern zur Welt gekommen, einfach überwältigend“, teilte der Schauspieler gestern über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er fügte ein Foto hinzu, auf dem sich der Neugeborene an einen Finger seines Vaters klammert. Nach Angaben der Zeitung sind Winstons Eltern seit März 2013 ein Paar. Elba hat mit seiner Ex-Frau bereits eine elfjährige Tochter.