Inland

Staatliche Einlagensicherung beim Sparen soll fallen

Das Finanzministerium hat heute einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach es Änderungen bei der staatlichen Einlagensicherung geben wird. Künftig erfolgt die Sicherung des Ersparten ausschließlich durch die Banken, die dafür in einen Fonds einzahlen. Die staatliche Absicherung gibt es dann nicht mehr, so der Begutachtungsentwurf.

Dieser diene zur Umsetzung der EU-Einlagensicherungsrichtlinie, so das Finanzministerium. " Dieses System ist sehr sicher, da Geld bereits im Vorfeld bereitgestellt wird. Es benötigt keine staatlichen Garantien und es kann im Ernstfall wesentlich schneller reagiert und ausgezahlt werden", hieß es aus dem Ministerium, das betonte: „Für die Sparer ändert sich nichts.“

Der „Standard“ hatte heute berichtet, dass das Finanzministerium eine Reform der Einlagensicherung ausgearbeitet und einen Gesetzesentwurf an den Nationalrat übermittelt hat. Derzeit sind in Österreich Privatkonten bis zu einem Betrag von 100.000 Euro von der Einlagensicherung geschützt. Für die ersten 50.000 Euro stehen im Falle einer Insolvenz die Banken selbst ein, die zweiten 50.000 werden vom Bund garantiert.

Vbg.: Hochspannung bei Bürgermeisterstichwahlen

In Bludenz, Hohenems und Hörbranz in Vorarlberg haben heute Bürgermeisterstichwahlen stattgefunden. Bei den drei Stichwahlen waren insgesamt 26.841 Personen wahlberechtigt.

In Hohenems konnte sich Bürgermeister Richard Amann (ÖVP) knapp mit 50,8 Prozent der Stimmen gegen FPÖ-Landesobmann Dieter Egger durchsetzen. Amann erhielt 121 Stimmen mehr als sein Herausforderer.

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BZÖ will sich zum Jubiläum personell neu aufstellen

Das BZÖ will sich nach dem Beschluss des neuen Parteiprogramms im Herbst und zum zehnjährigen Jubiläum nun auch personell neu aufstellen, so Bündnisobmann Gerald Grosz im Gespräch mit der APA. Welche Positionen neu besetzt werden - etwa auch seine eigene -, das werde gemeinsam in der Partei entschieden. Anlässlich des Gründungsparteitages sei im Juni eine große Feier geplant.

Die personelle Neuaufstellung solle erfolgen, um „die richtigen Personen an die richtigen Stellen“ zu bringen, so Grosz. Alle Positionen seien zu hinterfragen, „inklusive mir“. Über die personelle Neuaufstellung werde demnächst im Bundesvorstand entschieden.

Rund um den 4. April - an diesem Tag 2005 wurde das BZÖ bei einer Pressekonferenz präsentiert - werde es einen Pressetermin geben, Grosz. Im Frühsommer soll es dann anlässlich des Gründungsparteitages vor zehn Jahren eine große Veranstaltung geben.

„Presse“: Grasser bat Brandstetter um Weisung zu BUWOG

Bei den Ermittlungen rund um eine Millionenprovision beim Verkauf der BUWOG gibt es eine neue Facette. Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der in Verdacht steht, Insiderinformationen weitergegeben zu haben, bat ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter um eine Weisung zur Zeugeneinvernahme, berichtet die „Presse“.

Laut der Zeitung heißt es in dem Schreiben von Grasser: „Ich stelle den Antrag, der Bundesminister für Justiz (...) möge die Korruptionsstaatsanwaltschaft (...) per Weisung dazu verpflichten, meinem Beweisantrag Folge zu leisten.“ Das heißt konkret, dass Grasser die Einvernahme von Zeugen erwirken will. Er nennt dabei 44 Personen. Sie sollen belegen, dass ein Konto in Liechtenstein, das die Ermittler ihm zurechnen, nicht unter seine Verantwortung fällt.

Auf dem Konto soll eine Millionenprovision aus dem BUWOG-Verkauf liegen. Grasser wird vorgeworfen, den Kaufpreis für die BUWOG einem Bewerber über seinen Freund Walter Meischberger und dem Lobbyisten Peter Hochegger verraten zu haben - was dieser und alle anderen genannten Personen bestreiten.

Ausland

Atomgespräche: Politiker verlängern Lausanne-Aufenthalt

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Laurent Fabius haben nach Angaben aus Diplomatenkreisen eine für morgen geplante Kasachstan-Reise abgesagt, um die Atomverhandlungen mit dem Iran nicht in der entscheidenden Phase verlassen zu müssen.

Das verlautete heute am Rande der Gespräche in Lausanne. Zuvor hatte bereits US-Außenminister John Kerry eine Verlängerung seines Aufenthalts angekündigt.

Frist bis Ende März

Kurz vor Ablauf der Verhandlungsfrist stecken die Verhandlungen zwischen den USA, Deutschland, Russland, Frankreich, Großbritannien, China und dem Iran in der entscheidenden Phase. Die Diplomaten haben sich bis Dienstag Zeit gegeben, um sich auf Eckpunkte eines Abkommens zur Beilegung des seit zwölf Jahren schwelenden Streits zu einigen. Eine endgültige Vereinbarung soll bis Ende Juni stehen.

Nach Kerry, Steinmeier und Fabius traf heute auch der chinesische Außenminister Wang Yi am Verhandlungsort ein. Außerdem hielt sich die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Lausanne auf. Die Außenminister Großbritanniens und Russlands, Philip Hammond und Sergej Lawrow, wurden ebenfalls erwartet. Für den Iran verhandelt Außenminister Mohammed Dschawad Sarif.

Nigeria: Wahl nach technischen Pannen fortgesetzt

In Nigeria ist heute in 300 von 150.000 Wahllokalen die Stimmabgabe für die Präsidentschafts- und Parlamentswahl fortgesetzt worden. In den betroffenen Büros hatten die Registriermaschinen gestern nicht funktioniert, weshalb der Urnengang in die Verlängerung musste.

Neben technischen Pannen wird die Abstimmung von extremistischen Anschlägen der Islamistenmiliz Boko Haram überschattet, denen gestern mindestens sieben Menschen zum Opfer fielen. Knapp 70 Millionen Menschen hatten sich in Afrikas bevölkerungsreichstem Land in die Wahllisten eingetragen. Unter den 14 Bewerbern um das Präsidentenamt war erstmals eine Frau.

Knappes Rennen wird erwartet

Ernsthafte Chancen wurden nur dem christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan aus dem Süden und dem Muslim Muhammadu Buhari, einem ehemaligen Putschgeneral aus dem Norden, eingeräumt. Zwischen den beiden Politikern wurde ein knappes Rennen erwartet. Buhari war in den Jahren 1983 bis 1985 schon einmal an der Staatsspitze gestanden.

Die Wahlbeteiligung am ersten Tag war nach Angaben der Wahlkommission „ziemlich hoch“. Die Bekanntgabe des Wahlergebnisses, das eigentlich binnen 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale vorliegen sollte, wird sich wegen der technischen Pannen wohl verzögern.

Tausende Menschen bei Protestmarsch in Tunis

Eineinhalb Wochen nach dem islamistischen Anschlag auf das Nationalmuseum in Tunis haben heute Tausende Menschen in der tunesischen Hauptstadt gegen den Extremismus demonstriert. „Freies Tunesien, Terrorismus raus“, skandierten die Teilnehmer des Protestmarschs, der unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Viele Demonstranten schwenkten tunesische Flaggen. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl am späten Vormittag auf etwa 12.000 Menschen.

Zwei Bewaffnete hatten am 18. März das berühmte Bardo-Nationalmuseum angegriffen und dabei 21 Touristen und einen Polizisten getötet. Obwohl die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sich zu dem Anschlag bekannte, machte die tunesische Regierung die mit dem rivalisierenden Al-Kaida-Netzwerk verbündete Brigade Okba Ibn Nafaa dafür verantwortlich.

Gestern töteten tunesische Sicherheitskräfte nach offiziellen Angaben in der Gebirgsregion Sidi Aich neun bewaffnete Kämpfer der Brigade, die als größte Dschihadistengruppe des Landes gilt. Nach Angaben des Innenministeriums gehörten sie zu den „gefährlichsten Terroristen Tunesiens“. Regierungschef Habib Essid teilte heute mit, auch der Okba-Ibn-Nafaa-Anführer Lokmane Abou Sakhr sei getötet worden.

Schwache Beteiligung bei Departementswahlen in Frankreich

Bei der zweiten Runde der französischen Departementswahlen hat sich heute eine schwache Beteiligung abgezeichnet. Bis 12.00 Uhr gaben laut Innenministerium 15,6 Prozent der rund 42 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Eine Woche zuvor waren es zu diesem Zeitpunkt 18 Prozent. Insgesamt war in der ersten Runde jeder zweite Wahlberechtigte der Abstimmung ferngeblieben.

Der in Frankreich weiter unbeliebte Präsident Francois Hollande steht mit seinen Sozialisten vor einer neuerlichen Schlappe. Dagegen setzt der rechtsextreme Front National (FN) auf Erfolge wie bei jüngsten Entscheidungen. Die konservative UMP von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, vor einer Woche klar stärkste Partei, will wieder vorn liegen.

Die Departements haben im zentralistischen Frankreich zwar wenige Kompetenzen, die Wahl gilt aber als Stimmungstest für das Land. Erstmals treten immer eine Frau und ein Mann als Kandidatenduo an. So soll eine Frauenquote von 50 Prozent in den Departementsräten gesichert werden. In den meisten Gegenden kann bis 18.00 Uhr abgestimmt werden, manche Wahlbüros sind auch bis 20.00 Uhr geöffnet.

Moskau: Gedenkstätte für Nemzow über Nacht geräumt

Einen Monat nach dem Mord am Kreml-Kritiker Boris Nemzow haben Unbekannte die Blumenberge, Fotos und Kerzen am Tatort in Moskau weggeräumt. Mehrere Männer mit schwarzen Plastiksäcken räumten in der Nacht auf gestern die improvisierte Gedenkstätte, wie russische Medien berichteten. Nemzow war am 27. Februar von einem Unbekannten erschossen worden.

Die Opposition reagierte entrüstet. Nemzows früherer Weggefährte Ilja Jaschin sprach von einer „Provokation“. „Der Mord 100 Meter vom Kreml entfernt und die Straflosigkeit der Auftraggeber lösen keine Empörung aus. Aber die Blumen“, kritisierte er im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Anhänger Nemzows brachten am Wochenende wieder frische Blumen zum Schauplatz des Verbrechens.

Vizebürgermeister bestreitet Anordnung

Medienberichten zufolge soll die Moskauer Stadtverwaltung die Räumung der Brücke angeordnet haben. Vizebürgermeister Igor Pergamenschtschik wies die Vorwürfe heute entschieden zurück. Reinigungskräfte der Stadt würden nur verwelkte Blumen regelmäßig einsammeln, sagte er.

Nemzow war ein scharfer Kritiker von Präsident Wladimir Putin. Der Mord im Herzen der russischen Hauptstadt löste landesweit wie auch international Entsetzen aus. Die russische Polizei nahm wenig später mehrere Verdächtige aus dem islamisch geprägten Nordkaukasus fest. Die Opposition geht aber von einem politisch motivierten Auftragsmord aus und fordert eine intensive Suche nach den Hintermännern.

Blogger Badawi beschreibt Gefängnisalltag

Der in Saudi-Arabien inhaftierte Blogger Raif Badawi hat in einem Buch seinen Gefängnisalltag geschildert. In dem Vorwort zu dem Buch „1000 Peitschenhiebe“, das das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe abdruckt, schildert der junge Familienvater, dass er seine 20 Quadratmeter große Zelle mit 30 Verbrechern teilt.

Darunter finden sich Mörder, Diebe, Drogenhändler und Kinderschänder. Früher habe er aus Angst vor Verbrechern zu Hause immer alle Türen und Fenster verriegelt, „und jetzt lebe ich mitten unter ihnen“. Mit Erstaunen entdeckte Badawi bei einigen Zellengenossen ein „zartes, grandioses menschliches Feingefühl“. Besonders habe ihn eine Schmiererei in einer der verdreckten Toiletten der Haftanstalt berührt. Zwischen Obszönitäten entdeckte er den Satz: „Der Säkularismus ist die Lösung!“

Bei Telefonaten aus Gefängnis diktiert

Das Vorwort zu dem Buch „1000 Peitschenhiebe“, das am Mittwoch erscheint, hatte Badawi seiner Frau laut Ullstein-Verlag in mehreren Telefongesprächen aus dem Gefängnis diktiert. Badawi war 2012 wegen seiner liberalen Ansichten verhaftet worden. Er hatte auch Kritik an der saudischen Religionspolizei geübt. Ein Gericht verurteilte ihn wegen „Beleidigung des Islam“ zu 1.000 Hieben, zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe. Nach den ersten 50 Stockschlägen wurde die Vollstreckung aus gesundheitlichen Gründen ausgesetzt.

Zehntausende bei Abschied von Singapurs Staatsgründer Lee

Zehntausende Menschen haben heute von Singapurs Staatsgründer Lee Kuan Yew Abschied genommen. Zu Ehren Lees, der am Montag nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren gestorben war, wurden 21 Salutschüsse abgefeuert, vier Kampfflugzeuge donnerten durch den wolkenverhangenen Himmel über dem südostasiatischen Stadtstaat. Nach der Zeremonie sollte Lee eingeäschert und beigesetzt werden.

Seit Mittwoch war der Nationalheld im Parlament aufgebahrt gewesen, nach offiziellen Angaben defilierten bis gestern Abend 450.000 Menschen an dem Sarg vorbei. Heute wurde der Sarg im strömenden Regen vom Parlament durch die von Bürgern gesäumten Straßen zur Nationaluniversität gefahren, wo das Staatsbegräbnis stattfand.

Clinton und Hague unter Gästen

Zahlreiche internationale Gäste waren dazu nach Singapur gekommen, unter ihnen Ex-US-Präsident Bill Clinton, der Präsident des britischen Unterhauses und der britische Ex-Außenminister William Hague. Lee hatte Singapur 1959 aus britischer Kolonialherrschaft in die Unabhängigkeit geführt und war damals erster Ministerpräsident des Stadtstaates geworden.

In seiner Regierungszeit bis 1990 wandelte sich Singapur von einer verschlafenen Hafenstadt in eine moderne Handelsmetropole und ein internationales Finanzzentrum. Das Pro-Kopf-Einkommen gehört zu den höchsten weltweit. Die Sonderstellung Lees zeigte sich auch in der Zeremonie: Die 21 Salutschüsse aus Haubitzen sind üblicherweise amtierenden Staatschefs vorbehalten.

Sport

ÖFB: Junuzovic steht vor „besonderem Spiel“

Nach dem 5:0-Sieg gegen Liechtenstein in der EM-Qualifikation steht für das ÖFB-Team am Dienstag (20.30 Uhr, live in ORF eins) die nächste Partie auf dem Programm. Das Testspiel im Happel-Stadion gegen Bosnien-Herzegowina hat dabei speziell für einen Spieler eine große Bedeutung.

Zlatko Junuzovic war bis zu seinem 15. Lebensjahr bosnischer Staatsbürger. „Deshalb ist das Spiel natürlich etwas Besonderes“, erklärte der 27-Jährige. Sentimentalitäten will Junuzovic aber nicht aufkommen lassen, dafür ist das Spiel zu wichtig.

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EM-Qualifikation: Weltmeister muss in Georgien „angreifen“

Nach vier Spieltagen der EM-Qualifikation liegt Weltmeister Deutschland nach einer Niederlage in Polen und einem Heimremis gegen Irland nur auf dem ungewohnten dritten Tabellenrang der Gruppe D.

Das DFB-Team benötigt damit heute in Georgien unbedingt einen Sieg, um im Rennen um das Ticket für Frankreich 2016 nicht noch weiter in die Bredouille zu geraten. „Wir haben etwas gutzumachen. Ich denke, dass wir jetzt auch in der Qualifikation angreifen müssen“, betonte Tormann Manuel Neuer.

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EM-Qualifikation: Niederlande wenden Heimpleite ab

Für den WM-Dritten Niederlande läuft die Qualifikation für die Fußball-EM 2016 in Frankreich gar nicht nach Wunsch. Die „Oranje“-Auswahl entging gestern Abend in Amsterdam nur knapp einer Heimpleite gegen die Türkei.

Wesley Sneijder rettete mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit zumindest noch ein 1:1-Remis. Nach fünf Spieltagen liegt das Team von Bondscoach Guus Hiddink in Gruppe A dennoch nur auf dem dritten Tabellenrang, auf den für das EM-Ticket nötigen zweiten Platz, den derzeit Island einnimmt, fehlen bereits fünf Punkte.

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Wirtschaft

Weltbank durch chinesische Initiative unter Reformdruck

Der internationale Zuspruch für die von China geplante asiatische Entwicklungsbank setzt die Weltbank nach eigener Einschätzung unter Druck, sich zu reformieren. „Wir bekommen einen starken Anstoß, uns schnell zu wandeln“, so der Vizepräsident der Weltbank-Gruppe, Cyril Muller, heute beim asiatischen Wirtschaftsforum in Bo’ao auf der südchinesischen Insel Hainan ein.

Europäische Länder wie Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien, aber auch Südkorea wollen bei der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) mitmachen, während die USA das Vorhaben kritisch sehen.

Heute bekundete nun auch Australien sein Interesse an dem Vorhaben. Den Sorgen, dass die Bank zu einer Konkurrenz für Weltbank oder Asiatische Entwicklungsbank (ADB) werden könnte, entgegnete Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, sein Land suche eine „koordinierte Entwicklung“ mit den anderen multilateralen Finanzinstituten.

Weltbank-Vize Muller ließ durchblicken, dass er die Idee der Schaffung einer neuen Investitionsbank grundsätzlich unterstütze. Jede der weltweit großen Finanzinstitutionen lerne voneinander, und er teile die Auffassung, dass ein Start bei null eine gute Idee sei.

Griechenland läuft die Zeit davon

Dieses Wochenende ist für die finanzielle Zukunft Griechenlands von besonderer Bedeutung. In Brüssel beraten Experten derzeit über eine Reformliste, die dem von der Pleite bedrohten Land die dringend benötigten Hilfsgelder ermöglichen soll. Doch die Gespräche dürften zäh verlaufen.

Laut Medienberichten könnte der Finanzbedarf weit größer sein als zuletzt angenommen. Und auch Athen dürfte nicht mehr an das schnelle Geld aus der EU glauben. Gestern wurde bekannt, dass die Regierung nun doch Anteile am Hafen von Piräus verkaufen will - und zwar innerhalb der nächsten Wochen.

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Italien hebt Konjunkturprognose an

Nach sieben Jahren Krise spürt Italien Rückenwind. Die italienische Regierung wird ihre Wachstumsprognose von 0,6 auf 0,7 Prozent anheben. Die neuen Wachstumsprognosen sollen in das neuen Dokument für die Wirtschaftsplanung eingetragen werden, die die Regierung in Rom bis 10. April vorlegt, berichteten italienische Medien heute.

Zuversichtlich über Italiens Wachstumsaussichten ist auch der Kaufleuteverband Confcommercio, der im Jahr 2015 mit einem Wachstum von einem Prozent rechnet. Das sei vor allem den positiven Auswirkungen der am 1. Mai beginnenden Weltexpo in Mailand und den guten Aussichten für den Tourismus zu verdanken. „Wir führen Italien aus der Krise“, so der italienische Premier Matteo Renzi auf Twitter.

Zuversichtlich über Italiens Wachstumsaussichten ist auch Italiens Präsident Sergio Mattarella. „Wir sind umsichtig, doch man kann sagen, dass Italien den Ausweg aus der Krise gefunden hat. Wir haben die Krise mit Strenge in Angriff genommen. Jetzt muss man diese Phase überwinden und das Wirtschaftswachstum fördern“, so Mattarella.

Die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen bisher von einem BIP-Zuwachs Italiens von 0,6 Prozent 2015 aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet nur ein Plus von 0,4 Prozent.

Gesundheit

Ebola: Guinea rief Gesundheitsnotstand aus

Guineas Präsident Alpha Conde hat wegen der Ebola-Epidemie für Teile des westafrikanischen Landes den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Betroffen von der 45-tätigen Maßnahme seien fünf Regionen im Westen und Südwesten, so der Staatschef gestern.

Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Guinea im Dezember 2013 starben dort und in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) insgesamt mehr als 10.000 Menschen an dem Virus. Fast 25.000 Menschen in neun Ländern infizierten sich mit Ebola.

Sorge vor Rückschlägen

In den drei westafrikanischen Staaten war die Zahl der Neuerkrankungen seit Anfang des Jahres deutlich zurückgegangen. Zuletzt wuchs jedoch die Sorge vor erneuten Rückschlägen. Die Behörden in Liberia gaben gestern den Tod einer mit dem Virus infizierten Frau bekannt. Bei ihr handelte es sich um die erste Ebola-Patientin in Liberia seit mehr als einem Monat.

In Sierra Leone hatte am Freitag eine dreitägige Ausgangssperre begonnen, mit der die Behörden die Ebola-Epidemie in den Griff bekommen wollen. In dieser Zeit sollen 26.000 Freiwillige von Tür zu Tür gehen, um mögliche noch unerkannte Ebola-Fälle aufzuspüren und die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen zu informieren.

Chronik

Verletzte bei Bruchlandung von Air-Canada-Airbus

Bei der Bruchlandung auf dem Flughafen von Halifax ist eine Maschine der Fluggesellschaft Air Canada laut Medienberichten von der Bahn abgekommen. 25 Personen mussten heute im Krankenhaus behandelt werden, bestätigte die Airline auf ihrer Website.

Video dazu in iptv.ORF.at

Allerdings sei niemand lebensbedrohlich verletzt worden, hieß es weiter. An Bord des Airbus A320 befanden sich 133 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Die Ursache für den Unfall war zunächst unklar.

Dutzende Tote bei schweren Unwettern in Südamerika

Bei schweren Unwettern in drei Ländern Lateinamerikas sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Am schwersten betroffen war Chile. In der eigentlich extrem trockenen Wüstenregion Atacama im Norden des Landes starben mindestens zehn Menschen nach den heftigsten Regenfällen seit Jahrzehnten. 19 weitere galten gestern als vermisst.

Mehrere Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten. Laut dem Katastrophenamt Onemi mussten mindestens 5.584 Menschen in Sicherheit gebracht werden, Tausende Häuser wurden beschädigt. Mancherorts seien die Niederschläge inzwischen aber zurückgegangen.

Staatschefin Michel Bachelet rief in dem Gebiet den Notstand aus und entsandte das Militär, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen und Plünderungen vorzubeugen. „Die Lage ist verheerend, wir müssen schnell zu den isolierten Ortschaften gelangen“, sagte Bachelet laut der Zeitung „La Tercera“ nach einem Besuch in dem Katastrophengebiet.

Todesopfer auch in Peru und Ecuador

In dem Anden-Staat Peru starben laut Behördenangaben in dieser Woche mindestens neun Menschen bei einem Erdrutsch in der Gemeinde Chosica im Osten der Hauptstadt Lima. Die wichtige Landstraße Carretera Central war bis gestern vier Tage lang teilweise gesperrt. Die Schulen in zwei Gemeinden blieben geschlossen.

Auch in Ecuador wütete die Natur. In der südlichen Region Loja gab es am Freitag neun Todesopfer nach einem Erdrutsch. Landesweit waren mindestens 16 weitere Menschen in den letzten Tagen bei heftigen Unwettern ums Leben gekommen. Nach Angaben der Zeitung „El Telegrafo“ wurden in der Hauptstadt Quito zudem 52 Personen nach Blitzeinschlägen leicht verletzt.

Religion

Kultur

Emma Stone und Ben Stiller gewinnen „Kids’ Choice Awards“

Emma Stone und Ben Stiller sind gestern Abend (Ortszeit) bei den „Kids’ Choice Awards“ zu den beliebtesten Schauspielern gewählt worden, Liam Hemsworth und Jennifer Lawrence holten die Trophäen als beste Actionstars.

„Maleficent“-Star Angelina Jolie erhielt die Auszeichnung als „bester Bösewicht“. Sie setzte sich unter anderem gegen Cameron Diaz, Donald Sutherland und Meryl Streep durch. Als beste Sänger nahmen Nick Jonas und Selena Gomez die Preise in Form eines kleinen orangefarbenen Zeppelins mit nach Hause. Die Boygruppe One Direction wurde zur beliebtesten Band gekürt.

Viele Gewinner bekamen bei der Show im kalifornischen Inglewood eine Schleimdusche ab. Der grüne Glibber gehört traditionell zu der vom Kindersender Nickelodeon jährlich veranstalteten Gala, die zum 28. Mal stattfand. Über die Preisträger in den mehr als 20 Kategorien hatten die jungen Fans zuvor im Internet abgestimmt.

IT

Lifestyle

Song Contest

Die Stadthalle und das Grab der Revolutionäre

Es ist ein gern bemühtes Wien-Klischee, wonach der Tod in dieser Stadt allgegenwärtig sei und der Wiener nichts mehr liebe als „a schöne Leich’“. Gerade in Wien gilt aber auch, dass einem dieser Topos in Form von Realität oft schneller auf den Kopf fällt, als man schauen kann. Den - eigentlich nicht notwendigen - Beweis dafür liefern der Song Contest und Ereignisse vor genau 167 Jahren.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at