Ausland

Iranischen Atomgesprächen in der Endphase

Vor dem Fristablauf am Dienstag haben in Lausanne die wohl entscheidenden Beratungen über das iranische Atomprogramm begonnen. Nach mehr als zehnjährigen Verhandlungen mit Teheran „beginnt hier sozusagen das Endspiel“, sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestern in der Schweiz.

Der iranische Präsident Hassan Rohani telefonierte nach eigenen Angaben mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. In Lausanne berieten Steinmeier und sein französischer Amtskollege Laurent Fabius zunächst mit US-Außenminister John Kerry. Später trafen unter anderen Steinmeier und Fabius bilateral mit dem iranischen Chefdiplomaten Mohammad Javad Zarif zusammen.

Steinmeier rief alle Seiten zu letzten Anstrengungen auf. Die letzten Meter seien „die schwersten, aber eben auch die entscheidenden“. Er hoffe, „dass der Versuch nicht aufgegeben wird, hier zu einer endgültigen Einigung zu kommen“.

Die 5+1-Gruppe aus den fünf UNO-Vetomächten plus Deutschland bemüht sich seit Jahren um eine Einigung mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm. Ziel ist es, dem Iran die zivile Nutzung der Atomtechnologie zu erlauben, ihm aber die Möglichkeit zu nehmen, Atomwaffen zu entwickeln.

Wahl in Frankreich: Sozialisten vor Schlappe

In Frankreich findet heute die zweite Runde der symbolisch wichtigen Departementswahlen statt. Die regierenden Sozialisten von Staatschef Francois Hollande steuern auf eine erneute schwere Wahlschlappe zu: Das linke Lager dürfte die Mehrheit in Dutzenden der insgesamt 101 französischen Departements verlieren.

Als Sieger hervorgehen dürfte das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy. Die rechtsextreme Front National (FN) von Marine Le Pen könnte erstmals die Mehrheit in einem Departement erzielen. In der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte das konservativ-bürgerliche Lager die meisten Stimmen bekommen, die Rechtsextremen landeten mit rund 25 Prozent an zweiter Stelle vor den Sozialisten.

Zahl der Opfer bei Tunis-Anschlag gestiegen

Nach dem Anschlag auf das tunesische Nationalmuseum in Tunis am 18. März gibt es ein weiteres französisches Todesopfer. Der französische Präsident Francois Hollande teilte gestern in einer Erklärung mit, eine Frau sei ihren schweren Verletzungen erlegen.

Hollande fügte hinzu, er werde der insgesamt vier bei dem „abscheulichen Angriff“ getöteten Franzosen und der anderen Opfer durch seine Teilnahme am „großen Antiterrormarsch“ heute in Tunis gedenken.

Zu dem Marsch werden zehntausende Menschen erwartet, darunter auch der tunesische Staatschef Beji Caid Essebsi. Die Demonstration soll bis zum Bardo-Nationalmuseum führen, in dem islamistische Attentäter insgesamt 21 Touristen und einen Polizisten töteten, bevor sie von Sicherheitskräften erschossen wurden. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS).

Technikpanne: Wahl in Nigeria teilweise ausgesetzt

Wegen technischer Probleme mit der elektronischen Erfassung von Wählern ist die Parlaments- und Präsidentschaftswahl in Nigeria gestern in einigen Wahlbezirken ausgesetzt worden. In den betroffenen Gegenden solle die Abstimmung heute erfolgen, teilte die Wahlkommission mit.

Betroffen sind 300 von 150.000 Wahllokalen. Der Kommissionsvorsitzende Kayode Idowu sagte, in 109 Lokalen hätten die biometrischen Daten der Wähler überhaupt nicht ausgelesen werden können. In den übrigen Wahllokalen gab es ebenfalls Fehlfunktionen bei den Kartenlesegeräten zur Registrierung der Wähler. Betroffen war auch der wieder zur Wahl antretende Staatspräsident
Goodluck Jonathan. Zwei Geräte zum Lesen der biometrischen Wählerkarten funktionierten nicht, weswegen Jonathan und seine Frau nach einer halben Stunde ihr Wahllokal unverrichteter Dinge wieder verließen.

Wahl von Gewalt überschattet

Überschattet war die Wahl auch von Gewalt: Bei mutmaßlichen Anschlägen der islamistischen Miliz Boko Haram wurden mehrere Menschen getötet. Die Extremisten hätten die Stadt Buratai im Bundesstaat Borno angegriffen und dort auch zahlreiche Häuser in Brand gesteckt, sagte der Parlamentarier Mohammed Adamu der Nachrichtenagentur AFP. Eine Krankenschwester der nächstgelegenen größeren Klinik in der Stadt Biu bestätigte, dass rund 23 Menschen bei dem Angriff enthauptet worden seien. In das Krankenhaus seien 32 Verletzte gebracht worden.

Im Osten des Landes explodierten laut Polizeiangaben zudem zwei Bomben in zwei noch nicht geöffneten Wahllokalen. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Eine dritte Bombe wurde entschärft. In mehreren Städten blieben Wahllokale zunächst geschlossen, weil die Wahlhelfer nicht erschienen.

Die Präsidentschaftswahl gilt unter anderem auch als ein Referendum über Jonathans Amtszeit, die geprägt war von Korruptionsvorwürfen und dem Aufstand von Boko Haram. Die Miliz kämpft seit fünf Jahren für einen radikalislamischen Staat im Nordosten Nigerias und hat dabei Tausende Menschen getötet. Mit Verweis auf die Sicherheitslage hatte Jonathan die Wahl um sechs Wochen verschoben.

Mehr dazu in Von Terror überschatteter Urnengang

Poroschenko kündigt EU-Ukraine-Gipfel an

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat für den 27. April ein Gipfeltreffen mit ranghohen Vertretern der Europäischen Union angekündigt. Den Termin habe er in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker festgelegt, teilte Poroschenko gestern mit. Juncker sagte seinerseits eine für Montag geplante Reise nach Kiew krankheitsbedingt ab.

Als Grund nannte ein Sprecher Nierensteine. Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, die Juncker begleiten sollte, wird demnach nicht in die ukrainische Hauptstadt reisen.

Poroschenkos Regierung strebt gegen den Widerstand Russlands eine Annäherung der Ukraine an die EU mit der Perspektive auf einen Beitritt an. Im Konflikt zwischen der ukrainischen Regierung und den prorussischen Rebellen im Osten des Landes steht die EU an der Seite Kiews.

Großdemo gegen Renzis Arbeitsmarktreform in Rom

Zehntausende Menschen haben sich gestern Nachmittag in Rom an einer vom Gewerkschaftsverband CGIL organisierten Demonstration beteiligt. Die Kundgebung richtete sich gegen die Arbeitsmarktreform der italienischen Regierung um Premier Matteo Renzi, die laut CGIL den Kündigungsschutz zu stark aufgelockert hat.

„Die Regierung Renzi hat Italiens Arbeitnehmer all ihrer Rechte beraubt“, betonte der Chef der zu CGIL gehörenden Metallgewerkschaft FIOM, Maurizio Landini. Italien brauche einen Neubeginn, einen „neuen Frühling“. Nur mit konkreten Initiativen für Beschäftigung und Wachstum könne das Land nach über sieben Jahren Krise neu starten.

„Rechte, Arbeit, Demokratie“ lautet der Slogan der Protestkundgebung. Die Demonstranten versammelten sich auf der zentralen Piazza della Repubblica und zogen durch die Innenstadt. Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden aus Sorge vor Anschlägen ergriffen.

„Klares Signal für Neustart“

Während die Gewerkschaft gegen die Arbeitsmarktreform demonstriert, feiert Premier Renzi die ersten Resultate im Kampf für mehr Beschäftigung. Dank der Steuerentlastungen seiner Regierung wachse seit Jahresbeginn die Zahl der Unternehmen, die Personal mit unbefristeten Arbeitsverträgen anstellen, geht aus neu veröffentlichten Angaben des Arbeitsministeriums hervor.

„Das ist ein klares Signal, dass Italien den Neustart geschafft hat. Obwohl es noch verfrüht ist, um die lange Stagnationsphase der italienischen Wirtschaft für beendet zu erklären, kann Italien jetzt mit stärkerem Optimismus in die Zukunft blicken“, sagte der Staatssekretär im Arbeitsministerium Massimo Cassano.

Die von der Arbeitsmarktreform vorgesehenen Steuerentlastungen für unbefristete Arbeitsverträge seien zwar positiv, sie würden jedoch nicht genügen, um die hohe Arbeitslosigkeit infolge der langen Rezession zu bekämpfen, kommentierten dagegen Gewerkschaftsvertreter.

Islamistische Propaganda: Italien weist Imam aus

Der Imam einer Moschee in der toskanischen Stadt Lucca ist wegen fundamentalistischer Propaganda aus Italien ausgewiesen worden. Der Beschluss sei aus Sicherheitsgründen gefasst worden, weil der Marokkaner eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstelle, teilte Innenminister Angelino Alfano gestern mit.

Der Marokkaner sei in Lucca festgenommen und nach Rom gebracht worden, wo er in ein Flugzeug in Richtung Marokko eingestiegen sei. „Wir haben unbestreitbare Beweise gefunden, dass der Imam fundamentalistische Propaganda betrieb. In unserem Land darf niemand zum Hass aufhetzen“, berichtete Alfano.

Nach dem Anschlag in Tunis, bei dem 21 Menschen, darunter vier Italiener, ums Leben gekommen sind, hat Italien die Anti-Terror-Vorkehrungen drastisch verschärft. In den letzten Wochen habe Italien aus Sicherheitsgründen 26 Ausländer aus Italien ausgewiesen, hieß es.

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Inland

Pensionen: Hundstorfer schließt Verschärfung nicht aus

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat gestern in der Ö1-Sendung „Im Journal zu Gast“ eine Verschärfung beim Zugang zur Pension nicht ausgeschlossen, sollten die geplanten Ziele durch die bisherige Reform nicht erreicht werden. Welche Maßnahmen das sein könnten, lässt Hundstorfer noch offen - diese Diskussion müsse in den nächsten Monaten geführt werden.

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Sport

Formel 1: Hamilton trotz Malaysia-Pole stinksauer

Nach der Bestzeit im Qualifying für den Grand Prix von Malaysia wird Lewis Hamilton auch den zweiten Saisonlauf morgen (9.00 Uhr MESZ, live in ORF eins und im Livestream) als klarer Favorit in Angriff nehmen. Trotz der 40. Poleposition seiner Karriere hing der Haussegen beim WM-Leader und bei Mercedes aber schief. Der Brite machte sein Team dafür verantwortlich, dass er bei strömendem Regen im Q2 fast ausgeschieden wäre. „Selber schuld“, konterte Aufsichtsratschef Niki Lauda und machte Hamilton für sein Missgeschick selbst verantwortlich.

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Fußball: ÖFB-Team mit 5:0 in Vaduz rundum zufrieden

Das ÖFB-Team ist am Freitag beim 5:0-Sieg über Liechtenstein so aufgetreten, wie man es von einer Mannschaft, die zur EM-Endrunde will, erwarten darf und muss. Mit Professionalität und Entschlossenheit kam nie ein Zweifel am Sieger auf. „Das hat richtig Spaß gemacht“, war Zlatko Junuzovic rundum zufrieden. „Mit solchen Siegen untermauern wir, dass wir reifer geworden sind“, sagte Marc Janko. Abgerundet wurde das Spiel mit der „Erlösung“ für Marko Arnautovic. Die kollektive Freude über dessen erstes Teamtor seit Juni 2012 verdeutlichte die Geschlossenheit und den Teamgeist innerhalb der Mannschaft von Marcel Koller.

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Unfall auf Nürburgring: Ein Zuschauer tot

Bei einem Unfall während einer Motorsport-Langstreckenveranstaltung ist auf der Nordschleife des Nürburgrings in Deutschland ein Zuschauer ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Das bestätigten gestern der Veranstalter und die Polizei in Adenau.

Ein Nissan-Sportwagen war beim Auftaktlauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) von der Strecke abgekommen und über die Begrenzung in die Zuschauer geflogen. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Das Rennen, für das auch einige Österreicher, darunter der Salzburger Martin Ragginger in einem Porsche gemeldet waren, wurde abgebrochen und nicht wieder gestartet.

Über die genaue Zahl der Verletzten wurden keine Angaben gemacht. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser in der Eifel gebracht. Einem Verletzten konnte trotz aller Rettungsmaßnahmen nicht mehr geholfen werden. Er starb im medizinischen Zentrum an der Rennstrecke.

Wirtschaft

Deutschland: Mehr Geld für öffentlichen Dienst

Die 800.000 Angestellten im öffentlichen Dienst der deutschen Bundesländer sollen bis 2016 in zwei Stufen durchschnittlich 4,6 mehr Lohn erhalten. Das teilte die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gestern Abend mit.

Die Gehälter sollen rückwirkend zum 1. März dieses Jahres um 2,1 Prozent und zum 1. März 2016 um weitere 2,3 Prozent steigen. Das Plus solle mindestens 75 Euro pro Monat betragen. Zudem sollen die Betriebspensionen zwar nicht sinken, die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Westen jedoch in drei Schritten geringfügig angehoben werden. In Ostdeutschland steigen die Beiträge hingegen deutlich stärker in ebenfalls drei Schritten um jeweils 0,75 Prozent, weil dort bereits ein Fehlbetrag von 2,5 Milliarden Euro aufgelaufen ist.

Chinas Präsident will neue „regionale Ordnung“ schaffen

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat zu verstärkter Kooperation in Asien aufgerufen. In einer Rede zum Auftakt des asiatischen Wirtschaftsforums in Bo’ao auf der südchinesischen Insel Hainan sagte Xi Jinping heute: „Wir müssen gemeinsam eine regionale Ordnung schaffen, die besser zu Asien und zum Rest der Welt passt.“

Xi verwies auf die gegenseitigen Abhängigkeiten und die Ungewissheiten in der globalen Wirtschaft. Auch in der „neuen Normalität“ mit einem langsameren Wachstum biete China anderen Ländern große wirtschaftliche Möglichkeiten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wolle nachhaltiger wachsen. „Sieben Prozent Wachstum wären ziemlich beeindruckend“, sagte der Präsident zu dem neuen Wachstumsziel, das die Regierung im März von 7,4 Prozent im Vorjahr heruntergeschraubt hatte.

Xi Jinping warb für Chinas Initiativen einer „neuen Seidenstraße“ mit dem Aufbau von Wirtschaftskorridoren bis nach Europa und die geplante Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB). Die neue Entwicklungsbank stehe allen Ländern offen, betonte Chinas Präsident.

Heinz Fischer und Bill Gates unter den Teilnehmern

Die jährliche Konferenz in Bo’ao mit Staats- und Regierungschefs, Spitzenmanagern und Experten ist in diesem Jahr so ranghoch besetzt wie nie zuvor seit ihren Anfängen 2002. Das Treffen gilt als das asiatische Gegenstück zum Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos.

Die 2.800 Teilnehmer reichen von Indonesiens Präsident Joko Widodo über Schwedens Ministerpräsident Stefan Lofven und Bundespräsident Heinz Fischer bis hin zu Microsoft-Gründer Bill Gates. Es war das erste Mal, dass Chinas Präsident auf dem Forum sprach, das zuletzt immer der chinesische Regierungschef eröffnet hatte.

Chronik

Neunjährige bei Unfall schwer verletzt

Ein neunjähriges Mädchen ist gestern Früh in Traiskirchen (Niederösterreich) von einem Pkw erfasst und schwer verletzt worden. Auf Höhe eines Supermarktes lief das Kind zwischen parkenden Fahrzeugen hervor und auf die Fahrbahn.

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Sechsköpfige Familie in OÖ verletzt

Eine sechsköpfige Familie ist gestern bei einem Verkehrsunfall auf der Königswiesener Bundesstraße (Oberösterreich) zwischen Pierbach und Bad Zell verletzt worden. Ein Lkw war auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte den Wagen gerammt.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Schwerverletzte nach Unfall im Pongau

Im Salzburger Pongau forderte der Zusammenstoß eines Lkw mit einem Pkw am Freitag zwei Schwerverletzte. Der Lkw-Fahrer hatte ausweichen müssen, weil ihm der Pkw auf seiner Spur entgegengekommen war.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Überschlag bei Unfall in Tirol

Freitagnachmittag überschlugen sich zudem auf der Inntalautobahn (Tirol) eine junge Pkw-Lenkerin mit ihrem Fahrzeug mehrmals. Sie und ihre beiden Mitfahrerinnen konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Hitzerekord in Los Angeles

Eine Hitzewelle in Südkalifornien hat Los Angeles einen neuen Wetterrekord beschert. Demnach wurden im März in der Millionenmetropole an sechs Tagen Temperaturen von über 32 Grad gemessen, wie die „Los Angeles Times“ gestern berichtete.

Der bisherige Rekord habe bei drei heißen Märztagen im Jahr 1977 seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in dem Westküstenstaat 1877 gelegen. „Dieses Wetter ist sehr ungewöhnlich“, sagte Stuart Seto von der Wetterbehörde (NOAA) in Oxnard der Zeitung. Seit Jahresbeginn hätten die Temperaturen in Kalifornien fast jeden Tag einige Grad über dem Durchschnitt gelegen, teilte Seto mit.

Kalifornien leidet seit drei Jahren unter einer starken Dürre. Die üblichen Winterregen sind seit 2012 fast ausgeblieben. Die Schneedecke in der Sierra Nevada ist ungewöhnlich dünn. Forscher machen den Klimawandel dafür mitverantwortlich.

Stuttgart: BMW-Testwagen rammt Polizeibus im Einsatz

Ein Testwagen hat in der Stuttgarter Innenstadt einen Polizeitransporter mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht gerammt. Der Fahrer und drei Polizisten erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen.

Der Polizeibus stürzte bei der Karambolage um. Warum der Wagen laut Polizei trotz der Signale des Einsatzfahrzeugs in die Kreuzung fuhr, war bisher noch unklar. Der beschädigte Wagen ist mit einem Tarnmuster versehen. Laut Angaben des „Spiegel“ soll es sich um einen getarnten Testwagen von BMW handeln.

Gesundheit

Liberia: Letzte bekannte Ebola-Patientin gestorben

In Liberia ist die letzte bekannte Ebola-Patientin der Krankheit erlegen. Das berichtete der staatliche Radiosender gestern. Die Infektion der 44-Jährigen war vor rund einer Woche bekanntgeworden und zerstörte die Hoffnung des westafrikanischen Staats, die Ebola-Epidemie überwunden zu haben.

Zuvor hatte es in dem Land mehr als 20 Tage lang keinen neuen bekannten Ebola-Fall gegeben. Die 44-Jährige starb den Angaben zufolge gestern in einer Klinik in Monrovia.

Noch keine Entwarnung

In Liberia hatten sich der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge seit vergangenem Jahr rund 9.600 Menschen mit Ebola infiziert, 4.300 von ihnen starben. Obwohl die schlimmste Phase der Epidemie in Westafrika vorüber ist, gibt es in Liberias Nachbarländern Guinea und Sierra Leone weiterhin wöchentlich Dutzende Neuerkrankungen.

Ebola hat eine Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen. Die doppelte Zeitspanne - 42 Tage - muss ohne Neuerkrankungen vergehen, bevor die WHO ein Land für ebolafrei erklärt.

Kultur

Centre Pompidou: Erste Auslandsfiliale in Malaga eröffnet

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat gestern die erste Auslandszweigstelle des Pariser Centre Pompidou im südspanischen Malaga eröffnet. Die rund 6.000 Quadratmeter große Dependance liegt direkt am Hafen und wird Werke aus den Sammlungen des Pariser Mutterhauses zeigen. Für den neuen Kunsttempel wurde für mehr als fünf Millionen Euro ein bestehender futuristischer Neubau umgestaltet.

Das Centre Pompidou Malaga wird in dem Glasgebäude, das wegen seiner Würfelform „El Cubo“ genannt wird, für fünf Jahre Station machen. Danach will Paris in einer anderen Stadt im Ausland eine zeitlich befristete Zweigstelle gründen.

Die Dependance wird mit mehreren temporären Werkschauen pro Jahr bespielt sowie einer Dauerausstellung mit bis zu 90 Werken, die alle zwei Jahre erneuert wird. Im Gegenzug zahlt Malaga an das Pariser Mutterhaus rund 1,5 Millionen Euro.

Song Contest

Die Stadthalle und das Grab der Revolutionäre

Es ist ein gern bemühtes Wien-Klischee, wonach der Tod in dieser Stadt allgegenwärtig sei und der Wiener nichts mehr liebe als „a schöne Leich’“. Gerade in Wien gilt aber auch, dass einem dieser Topos in Form von Realität oft schneller auf den Kopf fällt, als man schauen kann. Den - eigentlich nicht notwendigen - Beweis dafür liefern der Song Contest und Ereignisse vor genau 167 Jahren.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Leute

Chauffeur klagt Justin Bieber

Ein Chauffeur im kanadischen Toronto zieht gegen Popstar Justin Bieber (21) vor Gericht. Der 34-jährige Fahrer verlangt nach einer angeblichen Schlägerei in seiner Limousine laut Medienberichten Schadenersatz.

Den Gerichtsdokumenten zufolge pocht der Kläger auf eine Entschädigung in der Höhe von 850.000 Dollar (625.920,47 Euro) und verlangt zudem, dass Bieber von ihm mindestens 100 Meter Abstand halten solle, wie die Zeitung „Toronto Star“ berichtete.

Bei dem Vorfall im Dezember 2013 habe ihm der Sänger in einem Streit um die Lautstärke der Musik bei der Limousinenfahrt mehrmals auf den Hinterkopf geschlagen, macht der Kläger geltend. Der Fahrer hatte Bieber und eine Gruppe Freunde nachts von einem Klub abgeholt.

Die Polizei untersuchte den Vorfall. Eine Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung wurde damals aber fallen gelassen. Biebers Anwalt Brian Greenspan bezeichnete die Klage des Chauffeurs der Zeitung gegenüber als „völlig unbegründet“.

Lifestyle

Karl Lagerfeld gestaltete Rosenball in Monte Carlo

Mit dem Rosenball in Monaco ist das Fürstentum an der Mittelmeerküste in den Partyfrühling gestartet. Für die traditionelle Veranstaltung konnte Gastgeberin Caroline Prinzessin von Hannover (58) erneut den deutschen Designer Karl Lagerfeld (79) gewinnen.

Lagerfeld gestaltete die 61. Ausgabe des „Bal de la Rose“ im Stil des Art Deco. Dazu tauchte er den „Salle des Etoiles“ im mondänen Sporting Monte-Carlo in Töne aus blassem Gold und Weiß.

Mit dem Rosenball wird Geld für die Stiftung der als Grace Kelly bekannt gewordenen späteren Fürstin Gracia Patricia von Monaco gesammelt. Die Organisation vergibt unter anderem Stipendien für junge Musiker oder Tänzer und unterstützt notleidende Kinder. Durch Eintritt und Tombola klingeln bei der Stiftung jedes Jahr kräftig die Kassen: Die zuletzt rund 800 Gäste brachten 2013 etwa knapp 450.000 Euro ein.