Inland

Verteidigungsministerium lässt Eurofighter prüfen

Das Verteidigungsministerium lässt derzeit sämtliche Eurofighter-Modelle in österreichischem Besitz technisch überprüfen.

Deutsche Inspektoren hatten zuvor bei einer Qualitätskontrolle einen Produktionsfehler am Rumpfhinterteil entdeckt. Ein Ergebnis der Überprüfung werde noch für heute Vormittag erwartet, teilte ein Sprecher von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) der APA mit.

Die Herstellerfirma BAE hatte aus Sicherheitsgründen die „freigegebene Lebensdauer“ von 3.000 auf 1.500 Flugstunden herabgesetzt. Demnach hat der Fertigungsmangel jedoch keine Auswirkung auf die aktuelle Flugsicherheit oder die Einsatzfähigkeit des Kampfjets.

Grüne wollen Begrenzung von Kindergeld auf zwei Jahre

Die Grünen wünschen sich von der Reform des Kinderbetreuungsgeldes die Abschaffung des längsten Modells (30+6 Monate). Die Bezugsdauer solle an den Kündigungsschutz während der Karenz angeglichen, also auf zwei Jahre begrenzt werden, forderte Familiensprecherin Daniela Musiol. Gleichzeitig brauche es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, zunächst ab dem zweiten Geburtstag des Kindes.

Familienministerin Sophie Karmasin eröffnet heute die Arbeitsgruppe zum „Kinderbetreuungsgeld-Konto“. Musiol bezeichnete es gegenüber der APA als „befremdlich“, dass dort zwar Familienorganisationen, nicht aber die Oppositionsparteien eingebunden seien.

Grüne gegen frei wählbare Gesamtdauer

Von einer möglicherweise frei wählbaren Gesamtdauer des Kindergeldbezugs hält Musiol mit Verweis auf Probleme beim Wiedereinstieg in den Beruf, wenn man länger fernbleibt, nichts. Dass die Ministerin grundsätzlich mehr Flexibilität anstrebt, begrüßen die Grünen aber.

Bestimmte Kriterien müssten dabei erhalten bleiben, etwa dass weiterhin eine gewisse Anzahl an Monaten auch für den Vater reserviert bleibt, um die Partnerschaftlichkeit zu stärken. Auch pocht Musiol auf einen Papamonat mit vollem Einkommensersatz.

Sinnvoll wäre aus Musiols Sicht auch, den Eltern zu ermöglichen, das Kindergeld überlappend zu beziehen, damit Jungfamilien „auch gemeinsam Familie leben können“. Stärken will die Abgeordnete aber auch Alleinerziehende. So solle es möglich werden, dass neue Partner oder etwa die Großeltern ebenfalls Anspruch auf Karenz bzw. Kindergeldbezug haben. Das würde etwa auch leiblichen Vätern nutzen, die von der Mutter getrennt leben, betonte Musiol.

Bezug soll einfacher werden

Eltern von neugeborenen Kindern können derzeit unter fünf verschiedenen Varianten des Kinderbetreuungsgeldes wählen. Dieses System soll jetzt komplett umgekrempelt werden. Herauskommen soll ein Konto, das den Bezug des Kindergeldes in Zukunft flexibler macht. Bis Frühjahr soll das unter Dach und Fach sein. Eines ist aber für Karmasin fix: Die einkommensabhängige Variante des Kinderbetreuungsgeldes soll neben dem Konto bestehen bleiben.

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Deutschmatura fast ohne Literatur?

Von „Faust“ über „Lumpazivagabundus“ bis zur „Verlorenen Ehre der Katharina Blum“ - das alles hat man im Gymnasium jahrelang gelesen. Jetzt aber warnt die IG Autorinnen Autoren: Literatur komme nicht nur bei der Zentralmatura zu kurz, sondern in der Oberstufe generell. Betroffene an Schulen geben ihnen recht. Sie fordern einen strengeren Kriterienkatalog für die neue Matura, die im Mai 2015 erstmals an allen AHS stattfinden wird.

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Faymann trifft Präsident Poroschenko in Kiew

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) reist heute zu einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko nach Kiew. Begleitet wird er von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

Primär werde Faymann in Kiew die EU-Position vertreten sowie Unterstützung für die Souveränität und Integrität der Ukraine zeigen, hieß es im Vorfeld aus dem Bundeskanzleramt.

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Eine Botschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem Faymann Mitte September ein 20-minütiges Telefonat geführt hatte, werde der Bundeskanzler bei seinem eintätigen Besuch nicht überbringen. „Nicht die Hauptbotschaft“ sei das österreichische Konzept der Neutralität, betonte man im Bundeskanzleramt weiter.

Leitl wolle sich in Kiew vor allem einen Einblick in die Lage verschaffen, wie stark die österreichische Wirtschaft von der Ukraine-Krise betroffen sei. „Man hört, dass einzelne Unternehmen klagen, wie etwa die Bauwirtschaft“, so die Wirtdschaftskammer gegenüber der APA. Daher wolle man sich etwa mit Niederlassungsvertretungen besprechen und Unternehmer treffen.

Ausland

Neue Sicherheitspanne: Bewaffneter in Lift mit Obama

Die Serie von Pannen bei der Bewachung von US-Präsident Barack Obama reißt nicht ab. Laut einem Bericht der „Washington Post“ von gestern (Ortszeit) hielt sich während Obamas Besuch bei der Seuchenbehörde CDC in Atlanta ein Mann mit einer Waffe gemeinsam mit dem Präsidenten in einen Aufzug auf.

Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma fiel erst auf, als er zahlreiche Fotos von Obama „ziemlich unprofessionell“ mit seinem Smartphone schoss.

Waffe nicht bemerkt

Als sich der Secret Service umgehend beim direkten Vorgesetzten des Mannes beschwerte, erlebten die Agenten die nächste böse Überraschung. Zwar wurde der Mann von seinem Chef „auf der Stelle gefeuert“, wie das Blatt berichtete. Als er seinem Vorgesetzten die Dienstwaffe ausgehändigt habe, seien die Leibwächter Obamas „überrascht“ gewesen, da sie diese überhaupt nicht bemerkt hätten.

Nach den Sicherheitsprotokollen des Secret Service dürfen sich keine Bewaffneten außer den Leibwächtern in unmittelbarer Nähe des US-Präsidenten aufhalten. Erst vor kurzem war ein Veteran des Irak-Krieges über den Zaun des Weißen Hauses geklettert und in das vermeintlich sicherste Gebäude der Welt eingedrungen.

Tür von Weißem Haus schließt nun automatisch

Nach der Sicherheitspanne im Weißen Haus schließt die Tür zum Haupteingangsbereich nun von selbst. Das sagte die Direktorin des Secret Service, Julia Pierson, gestern bei einer Anhörung im Kongress. Zuvor musste dieser Eingang von einem Mitarbeiter händisch abgeschlossen werden, sagte Pierson. Der Haupteingang besteht außen aus einer Glastür als Wetterschutz und einer verzierten, historischen Holztür im Inneren.

Das Eindringen eines mit einem Messer bewaffneten Mannes in den Präsidentensitz sei „inakzeptabel“, sagte Pierson bei der Anhörung. „Ich übernehme die volle Verantwortung, und es wird nie wieder passieren.“ Ihre Behörde habe eine Untersuchung eingeleitet.

Sieben Tote bei Taliban-Anschlägen auf afghanische Armee

Bei zwei Selbstmordanschlägen auf afghanische Militärfahrzeuge sind heute mindestens sieben Menschen getötet worden. Mehr als 15 Menschen seien verletzt worden, teilte die Regierung mit.

Die Taliban bekannten sich zu den Attentaten in der Hauptstadt Kabul und begründeten die Gewalt mit dem jüngst unterzeichneten Truppenabkommen zwischen den USA und der neuen afghanischen Regierung. Dadurch hätten sich Präsident Ashraf Ghani und seine Minister zu einer „Marionettenregierung“ degradieren lassen.

Das von Ghanis Vorgänger Hamid Karzai über Monate blockierte Truppenabkommen mit den USA sieht vor, dass auch nach dem Abzug der Kampftruppen bis zu 12.000 ausländische Soldaten am Hindukusch bleiben können, um die afghanischen Sicherheitskräfte auszubilden und zu unterstützen.

Umstritten war vor allem die Regelung, dass die US-Soldaten vor einer Strafverfolgung in Afghanistan geschützt sein sollen. Die Bundeswehr, die zurzeit mit rund 1.750 Soldaten an der internationalen Schutztruppe beteiligt ist, will bis zu 800 Soldaten für den Folgeeinsatz bereitstellen.

Kim Jong Un schickt China Grußbotschaft

Nordkoreas seit knapp einem Monat abgetauchter Machthaber Kim Jong Un hat China zum Nationalfeiertag eine Grußbotschaft geschickt. Kim habe seinem Verbündeten Wohlstand und ein glückliches Volk gewünscht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA heute. Die Botschaft zum 65. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik ging demnach direkt an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Kim selbst wurde seit fast einem Monat nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen, was Gerüchte über den Gesundheitszustand des rund 30-Jährigen anheizte. Vor einigen Tagen sprach das nordkoreanische Staatsfernsehen vom „Unwohlsein“ des Diktators. Berichten zufolge soll Kim an diversen Gesundheitsproblemen wie Gicht, Diabetes und Bluthochdruck leiden.

Mindestens 35 Tote bei Anschlagswelle in Bagdad

Durch Autobomben und Granatenanschläge in mehrheitlich von Schiiten bewohnten Vierteln der irakischen Hauptstadt Bagdad sind gestern mindestens 35 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Nach Angaben von Polizei und Ärzten starben mindestens 20 Menschen, als am späten Abend im nordwestlich gelegenen Stadtteil Hurrija zwei Autobomben explodierten. 35 Menschen wurden verletzt.

Bei der Detonation einer weiteren Autobombe in Saafaranija im Südosten Bagdads wurden demnach sieben weitere Menschen getötet und 18 verletzt. Im Viertel Sab al-Bur starben mindestens fünf Menschen bei einem Granatangriff, im Bezirk Schula töteten Granaten mindestens drei Personen.

Bei der Anschlagswelle handelt es sich um eine der gewaltsamsten in der irakischen Hauptstadt, seit US-Streitkräfte vergangenen Monat begonnen haben, Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien zu bombardieren. Seitdem haben IS-Anhänger auch immer wieder Anschläge in Bagdad verübt. Zu den Angriffen von gestern hat sich bisher jedoch noch niemand bekannt.

Thailand: Sicherheitsarmbänder für Touristen geplant

Was in All-inclusive-Clubs gang und gäbe ist, könnte in Thailand möglicherweise auch für Individualtouristen bald zum Standard werden: ein Armband. Nach der Ermordung zweier junger Briten überlegt die thailändische Regierung, Sicherheitsarmbänder einzuführen, auf denen Name und Hotel vermerkt sind, damit auch betrunkene Gäste in ihre Unterkunft gebracht werden können.

Auch die Verbindung mit einem GPS-Ortungssystem sei angedacht, so ein Regierungssprecher. Erst wenige Tage zuvor sorgte der Regierungschef für Aufregung, als er den Opfern von Gewaltverbrechen indirekt eine Mitschuld an ihrem Schicksal unterstellte.

Mehr dazu in Armeechef kritisiert Verhalten der Opfer

UNO-Generaldebatte nach sechs Tagen beendet

Die Vereinten Nationen haben die Generaldebatte ihrer 69. Vollversammlung gestern nach sechs Tagen Redemarathon beendet. Als letzter von fast 200 Rednern sprach am Nachmittag (Ortszeit) Jorge Alberto Silva Borges, der Außenminister der Inselgruppe Kap Verde, mit etwas mehr als einer halben Million Einwohnern.

Seit Mittwoch hatten - etwa zwölf Stunden am Tag - die Vertreter der 193 UNO-Mitglieder gesprochen, ergänzt um die Beobachter Vatikan, Palästina und EU. 119 von ihnen waren Staats- oder Regierungschefs. Die Generaldebatte ist der Höhepunkt der UNO-Vollversammlung und steht immer gleich zu Beginn der jährlichen Sitzungsperiode.

Jedes Land hat eine Viertelstunde Rederecht, zu welchem Thema auch immer. Indiens Ministerpräsident Narendra Modi nützte seine Zeit etwa für die Forderung nach einem Weltyogatag. Die meisten überziehen die Redezeit, US-Präsident Barack Obama war mit 38 Minuten der längste. Dafür war Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite schon nach fünfeinhalb Minuten fertig.

Rajoy bereit zu Gesprächen über Änderung der Verfassung

Angesichts der Bestrebungen zur Abspaltung Kataloniens von Spanien hat sich der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy offen für Gespräche über eine Stärkung der Regionen und eine entsprechende Änderung der Verfassung gezeigt. Er sei bereit, die Vorschläge der oppositionellen Sozialisten anzuhören, sagte Rajoy gestern im Senat. Diese müssten aber „zunächst einigermaßen klar erklären, was Sie machen wollen“, sagte der konservative Politiker.

Die Sozialisten hatten Rajoy zuvor „Unbeweglichkeit“ im Angesicht der Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens vorgeworfen und kritisiert, er führe einen „Dialog der Tauben“. Der seit langem schwelende Konflikt zwischen Madrid und Barcelona hatte sich am Samstag zugespitzt, als der katalanische Regionalpräsident Artur Mas offiziell für den 9. November ein Referendum über die Unabhängigkeit seiner Region ansetzte und Madrid daraufhin Beschwerde beim Verfassungsgericht einlegte.

Sozialisten für neue Machtverteilung

Auch wenn erwartet wird, dass das Verfassungsgericht das Referendum als illegal verbietet, dürfte das den Konflikt kaum lösen. Die Sozialisten plädieren daher für eine Neuordnung der Machtverteilung zwischen dem Zentrum und den Regionen. Der Vorsitzende der Sozialisten, Pedro Sanchez, erklärte, bei der geplanten Reform der Verfassung von 1978 gehe es nicht allein um territoriale Fragen, sondern allgemein um das soziale und politische Zusammenleben in Spanien.

Bei stürmischem Regenwetter haben unterdessen gestern Abend einmal mehr in Barcelona Tausende Katalanen gegen den vorläufigen Stopp des Referendums zur Abspaltung von Spanien protestiert. „Wir werden abstimmen“, skandierten die Teilnehmer der Kundgebung auf dem Sant-Jaume-Platz in der Hauptstadt Kataloniens. Auf dem Platz vor dem Rathaus und dem Sitz der Regionalregierung wogte ein Meer aus katalanischen Flaggen und Regenschirmen.

Hahn vor EU-Parlament: Ukraine-Krise hat „erste Priorität“

Am zweiten Tag der Hearings der designierten EU-Kommissare ist Johannes Hahn als künftiger Erweiterungskommissar gestern dem Europaparlament Rede und Antwort gestanden. Zentrales Thema der Anhörung war der Konflikt in der Ukraine. Dessen Beilegung habe „erste Priorität“, so Hahn. Russland solle in dieser Frage die EU „nicht unterschätzen“.

Als eines seiner wichtigsten Vorhaben nannte Hahn die Stabilisierung des Balkans. Die Länder der Region müssten einerseits untereinander besser verbunden werden, andererseits auch mit der EU. Eine Erweiterung wird es in den nächsten Jahren seiner Amtszeit zwar nicht geben, Däumchen drehen werde er trotzdem nicht.

Mehr dazu in Hahn verspricht „Entschlossenheit“

Sport

Formel 1: Mercedes kann in Japan ersten Titel einfahren

Bereits im 15. von 19 Formel-1-Rennen könnte der erste Weltmeistertitel vergeben werden. Feiert das bisher dominierende Mercedes-Team am Sonntag beim Grand Prix von Japan in Suzuka einen Doppelsieg und fährt Titelverteidiger Red Bull nicht mehr als zwei Punkte ein, ist den Silberpfeilen der erstmalige Gewinn der Konstrukteurs-WM nicht mehr zu nehmen. Damit könnten sich die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg im Saisonfinish ganz auf das Stallduell um die Fahrer-WM konzentrieren.

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Bundesliga: Rückkehrer Foda soll es bei Sturm richten

Mit dem früheren Meistermacher Franco Foda hofft Sturm Graz, endlich wieder den Anschluss an die absolute Spitze der tipico-Bundesliga zu schaffen. Mittelfristig soll der Titel her. Im internationalen Geschäft will Foda, der die Grazer 2011 zum Meistertitel geführt hat, aber schon in der kommenden Saison vertreten sein.

„Ich kann zwar nicht zaubern, was ich aber garantieren kann, ist, dass wir jeden Tag 24 Stunden für den Verein da sind. Wir werden alles geben“, versprach der Deutsche, der von Clubpräsident Christian Jauk 2012 gefeuert worden war - und nun von ihm persönlich wieder zurückgeholt wurde. Dem voran gingen freilich „richtige Männergespräche“ - die Differenzen sind ausgeräumt.

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Fußball: Auswärtsbilanz lässt ÖFB-Teamchef Koller kalt

Österreichs Fußballnationalteam stehen in der EM-Qualifikation in einer Woche zwei richtungsweisende Spiele bevor. Gegen Moldawien auswärts und Montenegro daheim sind Siege Pflicht, um den Traum von der Europameisterschaft 2016 nicht vorzeitig begraben zu müssen. Aber vor allem die Reise nach Moldawien bereitet Beobachtern Bauchweh, denn in der Fremde war die Bilanz des ÖFB-Teams zuletzt bescheiden. Teamchef Marcel Koller lässt die Auswärtsmisere jedoch kalt, für den Schweizer ist das „alles Hokuspokus“. Und das will er auch in den Köpfen seiner Spieler verankern.

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Wirtschaft

Zalando-Aktie steigt zum Start um zwölf Prozent

Die Aktie des Onlinehändlers Zalando ist heute mit einem moderaten Aufschlag an der Börse gestartet. Der erste Kurs lag bei 24,10 Euro. Er übertraf damit den Ausgabepreis von 21,50 Euro um rund zwölf Prozent. Danach rutschte der Kurs aber zeitweise unter die Marke von 22 Euro ab.

Der erste Kurs wurde auf dem Frankfurter Börsenparkett mit Applaus und Jubel begrüßt. Das Berliner Unternehmen will mit dem Börsengang 605 Millionen Euro einnehmen.

Große Nachfrage

Die Nachfrage nach den Zalando-Papieren war im Vorfeld des Börsengangs groß. Mehr als 280 Millionen Aktien hätte Zalando nach eigenen Angaben ausgeben können - zehnmal so viele, wie das Unternehmen ausgeben will. Im vorbörslichen Handel wurde für die Aktie zeitweise deutlich mehr gezahlt, als die Preisspanne von 18,50 bis 22,50 Euro hergab.

Mit Zalando geht nach langem wieder ein deutsches Internetunternehmen an die Börse. Es ist der größte Börsengang in Deutschland des Jahres. Morgen folgt aber bereits die Start-up-Schmiede Rocket Internet, die noch mehr Geld einsammeln will.

Streik kostet Lufthansa zweistelligen Millionenbetrag

Die jüngsten Streiks der Vereinigung Cockpit kosten die deutsche Fluglinie Lufthansa Millionen. „Die drei Streiktage im Frühjahr haben uns 60 Millionen Euro gekostet, und die letzten fünf Streiktage haben sicher erneut einen zweistelligen Millionenschaden verursacht“, sagte Bettina Volkens, Personalvorstand der Lufthansa, der „Bild-Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) laut Vorabbericht.

Wieder Normalbetrieb

Nach dem Pilotenstreik nahm die Fluggesellschaft heute Früh wieder den Normalbetrieb auf. Es blieb bei den 25 schon am Montag abgesagten Flügen, viele davon nach Nordamerika, wie Lufthansa mitteilte. Mit einem Sonderflugplan konnten 32 Langstreckenflüge durchgeführt werden. Von dem Ausstand waren etwa 20.000 Passagiere betroffen.

Italien senkt Wirtschaftprognosen

Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr gesenkt. Die Regierung gehe nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2014 um 0,3 Prozent schrumpfen werde, sagte Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan gestern. Im April war sie noch von einem Zuwachs um 0,8 Prozent ausgegangen. Für 2015 werde die Vorhersage auf ein Wachstum von 0,6 Prozent von zuvor 1,3 Prozent zurückgenommen.

In den ersten sechs Monaten rutsche die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wieder in die Rezession. Es ist die dritte innerhalb von sechs Jahren. Die OECD kappte jüngst ihre Konjunkturprognose und erwartet für 2014 nicht mehr ein Wachstum der Wirtschaft von 0,5 Prozent, sondern ein Schrumpfen um 0,4 Prozent. Regierungschef Matteo Renzi versucht, die Wirtschaft mit Reformen anzukurbeln.

Zudem hob Padoan das Defizitziel für dieses Jahr auf drei Prozent von 2,6 Prozent im Vergleich zur Wirtschaftsleistung an. In den EU-Verträgen ist eine Dreiprozentmarke erlaubt. Für 2015 kalkuliert die Regierung mit einem Defizit von 2,9 Prozent verglichen mit der bisherigen Prognose von 1,8 Prozent. Mit einem strukturell ausgeglichen Haushalt rechnet Italien erst für 2017 und damit ein Jahr später als ursprünglich geplant.

Chronik

Weitere Vulkanopfer in Japan entdeckt

Nach dem plötzlichen Vulkanausbruch in Japan am Wochenende ist die Zahl der Opfer auf 43 gestiegen. Die Rettungskräfte fanden heute örtlichen Medienberichten zufolge nahe dem Gipfel des Ontake sieben weitere Opfer mit Atem- und Herzstillstand.

Unterdessen wurden 14 Opfer, die seit dem Ausbruch vom Samstag leblos in der Asche gelegen waren, vom Berg geholt. Mindestens zehn Opfer liegen noch immer auf dem Vulkan. Zwölf Leichen wurden zuvor geborgen.

Die Bergungstrupps hatten in der Früh mit rund 1.000 Mann ihren Einsatz fortgesetzt. Wegen giftiger Gase und der Gefahr eines neuen Ausbruchs musste der schwierige und gefährliche Einsatz in den vergangenen Tagen immer wieder unterbrochen werden.

Verletzter Höhlenforscher in Peru nach zwölf Tagen gerettet

Ein spanischer Höhlenforscher ist in Peru zwölf Tagen nach einem Unfall in 400 Meter Tiefe verletzt gerettet worden.

Der 40-jährige Spanier war in der Höhle Intimachay in der ostperuanischen Provinz von Chachapoyas aus einer Höhe von fünf Metern abgestürzt und hatte sich dabei schwer am Rücken verletzt. Er wurde in einem Hubschrauber abtransportiert, wie die Nachrichtenagentur Andina gestern berichtete.

Es mussten rund 40 Experten aus Peru und Spanien in das schwer zugängliche Gebiet eingeflogen werden, um den Forscher über rund 1.000 Meter Höhlengänge ans Tageslicht zu befördern. Der Höhlenforscher nahm an einer Expedition teil, die in der Höhle nach Spuren der Chachapoyas-Kultur des neunten Jahrhunderts suchte.

Neue Gewalttaten in Mexiko

Der Südwesten von Mexiko kommt nicht zur Ruhe: Mit dem Mord an fünf Menschen im Bundesstaat Guerrero setzte sich die jüngste Welle der Gewalt in der Region fort. Die Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren seien im Badeort Acapulco erschossen worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft gestern mit.

Am Wochenende hatte die Polizei in der Stadt Iguala zwei Studenten erschossen, die bei einer Protestaktion mehrere Busse gekapert hatten. 25 Menschen wurden verletzt. Die Polizei nahm 22 Beamte wegen unverhältnismäßiger Gewaltanwendung fest.
Dutzende Kommilitonen werden seit der Auseinandersetzung vermisst.

Guerrero gilt als gefährlichster Bundesstaat Mexikos. Mit 61,59 Morden je 100.000 Einwohner liegt die von der Drogenkriminalität erschütterte Region noch weit vor den Rauschgifthochburgen Sinaloa, Michoacan und Tamaulipas.

Gesundheit

Erster Ebola-Fall in den USA diagnostiziert

Erstmals ist in den USA ein Fall von Ebola festgestellt worden. Das Virus sei bei einem Mann im US-Staat Texas diagnostiziert worden, sagte ein Sprecher der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gestern.

Der Patient infizierte sich demnach im westafrikanischen Liberia, reiste dann nach Texas und wurde dort in ein Krankenhaus eingeliefert. Das Texas-Health-Presbyterian-Krankenhaus in Dallas hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass es einen Patienten auf einer Isolationsstation untersuche, bei dem der Verdacht auf Ebola bestehe.

Dem Ebola-Ausbruch in Westafrika sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 3.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 6.500. Die WHO rechnet aber mit einer hohen Dunkelziffer.

Kultur

Science

Religion

Anzügliche Tweets: Stift geht auf Distanz zu Pater

Das niederösterreichische Stift Göttweig hat sich heute von umstrittenen Nachrichten eines seiner Mitbrüder auf Twitter distanziert. Ihm wird vorgeworfen, via Twitter „seltsamen Vorlieben“ nachgegangen zu sein. Die Plattform „Betroffene Kirchlicher Gewalt“ hatte mitgeteilt, dass die Neigungen des Pfarrers, eines Göttweiger Benediktiners, „bedenklich“ seien. Der Geistliche soll auf einem - mittlerweile gelöschten - Twitter-Account seinen „privaten Neigungen“ nachgegangen sein, hieß es gestern in einer Aussendung.

Mehr dazu in religion.ORF.at und oesterreich.ORF.at

Leute

Erpresser bedroht Linda de Mol und ihre Kinder

Die niederländische Fernsehmoderatorin Linda de Mol und ihre Kinder werden seit einem Jahr von einem Unbekannten bedroht. Zugleich sei Lindas Bruder John de Mol erpresst worden, teilte die Polizei gestern Abend im niederländischen Fernsehen mit. Der Erpresser habe damit gedroht, Linda und ihren Kindern „etwas anzutun“, wenn John nicht hohe Geldsummen bezahle, sagte Kommissar Bernard Jens in der Sendung.

Die Polizei veröffentlichte die Phantomzeichnung eines Verdächtigen. Darauf ist ein etwa 70 Jahre alter Niederländer mit Brille und schütterem grauen Haar zu sehen. Ein solcher Mann hatte nach Zeugenaussagen im September bei einem Konditor Tortenstücke bestellt, die an die Privatadresse von John de Mol geliefert worden waren. Auf dem Karton klebte eine Drohbrief.

Die Bedrohungen hatten im Oktober 2013 begonnen. John de Mol, der unter anderem mit der Reality-Soap „Big Brother“ ein Milliardenvermögen verdient hatte, hatte vier Drohbriefe empfangen. Die beliebte Fernsehmoderatorin und ihr Bruder lebten seither in Angst, sagte der Polizeibeamte. „Diese Bedrohung muss einfach aufhören“, sagte er.