Ausland

Mubaraks Söhne aus Gefängnis entlassen

Die beiden Söhne des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sind heute aus der Haft entlassen worden.

Zwar läuft gegen Alaa und Gamal Mubarak noch ein Verfahren wegen Korruption. Ein Gericht hatte jedoch im vergangenen Monat entschieden, dass die beiden Männer bereits die maximal zulässige Untersuchungshaft von 18 Monaten hinter Gittern verbracht hätten.

Mubarak selbst ist weiterhin in einem Militärkrankenhaus untergebracht. Aus Justizkreisen verlautete jedoch, auch der 86-Jährige könne jederzeit freikommen. Auch er ist von dem aktuellen Prozess betroffen.

Polizeigewalt zum vierten Jahrestag

Die Freilassung könnte die Spannungen in Ägypten erhöhen. Gestern waren laut Behördenangaben mindestens 25 Menschen bei Demonstrationen zum vierten Jahrestag des Aufstands gegen die Regierung Mubarak getötet worden. Er wurde 2011 nach drei Jahrzehnten im Amt gestürzt. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) fordert nun eine von der ägyptischen Justiz unabhängige Aufklärung der Todesfälle.

Präsident des Iran nennt Boko Haram Schande für Islam

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat die nigerianische Islamistenmiliz Boko Haram eine Schande für den Islam und die Menschlichkeit genannt. "Leider agieren diese Terroristen im Namen des Islam, obwohl das, was sie tun, überhaupt nichts mit dem Islam zu tun hat", zitierte die Nachrichtenagentur ISNA Rouhani heute.

Gruppen wie Boko Haram seien eine Schande und sollten ernsthaft von allen Ländern bekämpft werden, sagte der Präsident bei einem Treffen mit dem neuen kenianischen Botschafter in Teheran.

Millionenstadt angegriffen

Boko Haram führt im Nordosten Nigerias einen blutigen Feldzug, um einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Zuletzt hatten die militanten Islamisten einen Angriff auf die Millionenstadt Maiduguri begonnen. Das Militär konnte die Angreifer nach eigenen Angaben zurückschlagen. Wie die Zeitung „Vanguard“ berichtete, sollen mindestens 65 Menschen getötet worden sein.

Kerry fordert fristgemäße Wahl

US-Außenminister John Kerry forderte Nigeria unterdessen auf, die für Mitte Februar geplante Wahl trotz aller Gewalt von Boko Haram abzuhalten.

Friedliche, glaubwürdige und transparente Wahlen seien entscheidend dafür, dass die Nigerianer und die Welt Vertrauen in die Regierung fassen könnten. Das sei auch der beste Weg, gegen Gruppen wie Boko Haram zu kämpfen, so Kerry.

Jemen: Huthis mit Waffengewalt gegen Demonstranten

Eine Woche nach neu ausgebrochenen Gefechten zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der jemenitischen Armee bauen die Aufständischen ihre Macht in der Hauptstadt Sanaa weiter aus. Heute Früh lösten Huthis in Sanaa eine Demonstration gegen sie mit Gewalt auf.

Schüsse und Messerattacken

Augenzeugen berichteten, die Rebellen hätten auf Demonstranten geschossen; mehr als zehn Menschen seien festgenommen und verschleppt worden. Die jemenitische Nachrichtenseite al-Masdar Online berichtete, Huthis seien auch mit Messern auf die Demonstranten losgegangen und hätten Journalisten bedroht.

Rebellen erzwangen Verfassungsänderung

Die Protestierenden hatten sich nahe der Universität von Sanaa versammelt, um gegen die Vormachtstellung der Huthis zu demonstrieren. Vergangene Woche hatten die Rebellen mehrere Regierungsgebäude umstellt und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi erpresst, eine auf den Weg gebrachte Verfassung nach den Wünschen der Rebellen zu ändern.

Hadi hatte im Anschluss seinen Rücktritt eingereicht. Das jemenitische Parlament nahm den Rücktritt jedoch bisher nicht an.

Heftige Kämpfe in Ostukraine dauern an

Bei neuen Kämpfen gegen prorussische Separatisten im Osten der Ukraine sind nach Angaben der Regierung in Kiew sieben Soldaten getötet und 24 verwundet worden.

Neuerlich Eskalation

Die Gefechte mit prorussischen Rebellen im Osten des Landes sind inzwischen so heftig wie seit der Vereinbarung einer Waffenruhe im September 2014 nicht mehr. Die Aufständischen haben eine Offensive gegen die Stadt Mariupol eingeleitet.

Russland weist nach wie vor Vorwürfe der NATO zurück, es unterstütze die Rebellen mit modernem Kriegsgerät wie Drohnen und Raketenwerfern.

Obama Ehrengast an Nationalfeiertag in Indien

Als erster US-Präsident hat Barack Obama in Indien den Feierlichkeiten zum Tag der Republik beigewohnt. Er nahm heute Früh gemeinsam mit First Lady Michelle Obama auf der Tribüne an der „Straße der Herrscher“ in Neu-Delhi Platz, um die mehrstündige Parade zu verfolgen.

Am 26. Jänner 1950 trat die Verfassung Indiens in Kraft. Der Nationalfeiertag wird jedes Jahr mit einem kilometerlangen Zug gefeiert - einem Mix aus der Zurschaustellung militärischer Macht und kultureller Vielfalt. Die Einladung an Staatschefs gehört zu den höchsten Auszeichnungen, die Indien vergibt.

Inland

Asylverfahren sollen beschleunigt werden

Sechs Tage haben die Länder noch Zeit, so viele Quartiere für Asylwerber bereitzustellen, wie sie aufgrund des Bevölkerungsanteils auch müssen. Laut aktuellen Zahlen sind sechs Länder von dieser Quote zum Teil noch weit entfernt.

Da man im Innenministerium davon ausgeht, dass die Zahl von Asylwerbern weiter steigen wird, will man die Verfahren aus sicheren Herkunftsländern, die keine Aussicht auf Asyl haben, rascher abwickeln. Das ist ein zentraler Punkt eines Fremdenrechtspakets, das Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) heuer umsetzen möchte.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

„Positive“ Gespräche: Richter setzen Proteste aus

Die für die Beamten zuständige Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) hat sowohl den Richtern und Staatsanwälten als auch den Beamten im Allgemeinen zugesagt, dass sie durch das neue Gehaltssystem keinen Verlust in ihrer Lebensverdienstsumme erleiden werden. Die Richter und Staatsanwälte kündigten daraufhin ein Aussetzen ihrer Proteste an.

Steßl kündigte nach einem Gespräch mit Vertretern der Richter und Staatsanwälte an, dass man eine gesetzliche Lösung aushandeln werde. Sie habe immer zugesagt, dass es zu dem erst in der Vorwoche vom Parlament beschlossenen Gesetz „technische Anpassungen“ geben werde. Diese werde sie nun veranlassen und darüber Gespräche mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) führen. Eine Lösung soll es noch im ersten Halbjahr geben, stimmte Steßl einem Wunsch der Gewerkschaft zu.

Der Präsident der Richtervereinigung, Werner Zinkl, sagte nach dem „positiven Verlauf des Gesprächs“, dass die Proteste der Richter und Staatsanwälte ausgesetzt werden. Für heute und Mittwoch bereits abgesagte Verhandlungen werden allerdings nicht mehr stattfinden. Weitere Proteste würden aber nicht mehr erfolgen, bekräftigte Christian Haider, der Vorsitzende der Richter in der GÖD.

Anti-Extremismus-Plan an Schulen

Als Reaktion auf die Rekrutierungsversuche der Terrormiliz IS an Schulen lädt Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) heute zu einer Arbeitsgruppe zum Thema Extremismus ins Ministerium. Ein neues Maßnahmenpaket gegen Terror und Dschihadismus an Schulen soll erarbeitet werden.

Eckpfeiler wie Präventionsworkshops und eine bessere Lehrerausbildung sind schon bekannt. Teilnehmer der Arbeitsgruppe sagen aber: Das kann nur der Anfang sein.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Mutmaßlicher Dschihadist in Graz festgenommen

In Graz wurde unterdessen ein mutmaßlicher radikaler Islamist, der bereits aus der Haft entlassen worden war, erneut in Haft genommen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Freilassung berufen, nun wurde den Bedenken stattgegeben.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Dschihadismus-Prävention auch in Flüchtlingsheimen

In Salzburgs Flüchtlingsheimen soll jetzt Dschihadismus im Keim erstickt werden. Das kündigte die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne) an. Die Betreuer von Asylwerbern werden im Umgang mit religiöser Radikalisierung geschult.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Sport

Fußball: Breitseite von FIFA-Präsident Blatter gegen UEFA

FIFA-Präsident Joseph Blatter ist offenbar schon im Wahlkampfmodus. Der Schweizer, der sich Ende Mai erneut der Wahl zum Chef des Fußballweltverbandes stellen will, hat den europäischen Verband UEFA scharf angegriffen.

„Sie wollen mich loswerden“, sagte er in einem CNN-Interview mit Blick auf den europäischen Verband. Laut Blatter mangle es den dortigen Verantwortlichen zudem am notwendigen Mut, um einen Gegenkandidaten zu finden.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Tennis: Zweifache Siegerin Asarenka in Melbourne out

Der Erfolgslauf von Viktoria Asarenka bei den Australian Open ist von Dominika Cibulkova im Achtelfinale gestoppt worden. Die zweifache Melbourne-Siegerin aus Weißrussland, die im Vorjahr lange verletzt war und heuer ungesetzt ins Turnier ging, musste sich heute der Slowakin in drei Sätzen geschlagen geben. Cibulkova trifft nun auf Serena Williams, die erst nach Anlaufschwierigkeiten ins Viertelfinale einzog.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Internationaler Kunsthandel legt weiter zu

Der internationale Kunstmarkt wächst trotz Krisen und Geldabwertung weiter. Im vergangenen Jahr erzielte der Handel mit Kunst weltweit einen Umsatz von mindestens 16,1 Milliarden US-Dollar (14,3 Mrd. Euro) - ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber 2013, wie die Kunstplattform Artnet heute in Berlin mitteilte.

Warhol und Picasso verkaufen sich am besten

Erneut führten Andy Warhol und Pablo Picasso die Liste der umsatzstärksten Künstler mit zusammen 1,1 Milliarden Dollar (978 Mio. Euro) an, gefolgt von Francis Bacon mit 306 Millionen Dollar (272 Mio. Euro) und Gerhard Richter mit 294 Millionen Dollar (261 Mio. Euro).

Zulegen konnte der Kunstmarkt vor allem in den USA (plus 20,1 Prozent) und Großbritannien (35,3 Prozent).

Teuerstes Werk: Giacometti um 101 Mio. Dollar

Teuerste Werke waren Alberto Giacomettis Bronzeskulptur „Chariot“, die in New York für 101 Millionen ollar (81,1 Mio. Euro) versteigert wurde, gefolgt von Barnett Newmans Ölbild „Black Fire I“ (84,2 Millionen Dollar) und Andy Warhols „Triple Elvis (Ferus Type)“ (81,9 Millionen Dollar).

Umweltverbände klagen gegen tschechische Atompläne

Der mögliche Bau von neuen Reaktorblöcken am tschechischen AKW-Standort Temelin stößt auf juristischen Widerstand. Tschechische Umweltverbände haben nach eigenen Angaben Klage gegen die bereits durchgeführte Prüfung der Umweltverträglichkeit eingereicht.

Die Bedenken der Atomgegner seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, so die Kritik. Das Verfahren sei „eine Farce“.

Ausbau der Atomkraftwerke geplant

Die Regierung in Prag erwägt derzeit einen neuen Anlauf für das Milliardenprojekt, nachdem eine erste Ausschreibung scheiterte. Das AKW Temelin liegt rund 60 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Wegen zahlreicher Störfälle in der Vergangenheit steht das AKW seit Jahren bei Umweltschützern in der Kritik.

Erste deutsche Teststrecke für selbstfahrende Autos

In Deutschland ist eine Teststrecke für selbstfahrende Autos geplant. „Wir werden auf der Autobahn A9 in Bayern eine Teststrecke einrichten“, sagte der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die ersten Maßnahmen für das Pilotprojekt „Digitales Testfeld Autobahn“ sollten in diesem Jahr starten. Die Strecke solle dafür technisch aufgerüstet werden. „Dort werden also Fahrzeuge mit Assistenzsystemen und später auch vollautomatisierte Fahrzeuge fahren können“, sagte Dobrindt. „Die deutsche Autoindustrie wird auch beim digitalen Auto Weltspitze sein können.“

Chronik

„Costa Concordia“: 26 Jahre Haft für Schettino gefordert

Die Staatsanwaltschaft von Grosseto in Italien fordert 26 Jahre und drei Monate Haft für Francesco Schettino, Kapitän der 2012 verunglückten „Costa Concordia“.

Das sagte Staatsanwältin Maria Navarro heute am Ende des dreitätigen Plädoyers der Anklage. Bisher war man von einer Haftforderung von maximal 25 Jahren für Schettino ausgegangen. „Es ist keine übertriebene Strafe für Schettino“, sagte Navarro am Ende des Plädoyers.

Der Kapitän sei zwar unbescholten, verdiene jedoch keine Strafmilderung. Die Staatsanwaltschaft forderte darüber hinaus, Schettino wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft zu nehmen. Der 54-Jährige muss sich seit Juli 2013 unter anderem wegen mehrfacher fahrlässige Tötung und Körperverletzung verantworten. Das Urteil wird für Anfang Februar erwartet.

„Unbedachter Optimist“

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft habe Schettino als „unbedachter Optimist“ gehandelt und seine Fähigkeiten überschätzt. Das sagte zuvor Staatsanwalt Stefano Pizza. Die Staatsanwälte hielten dem Kapitän des im Jänner 2012 vor der Insel Giglio auf einen Felsen gelaufenen Kreuzfahrtschiffs Dutzende Fehler vor: Schettino und seine Crew hätten auf der „Costa Concordia“ bleiben müssen, bis der letzte Passagier von Bord war. Stattdessen habe der Kapitän das Schiff verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Seinen Offizieren habe er unangebrachte und konfuse Befehle gegeben. Der Kapitän habe improvisiert und viele Maßnahmen nicht ergriffen, die die Situation hätten retten können. Außerdem habe der Kapitän nur zögerlich Alarm ausgelöst und bei den Behörden falsche Angaben gemacht. Bei der Havarie kamen 32 Menschen ums Leben.

Demenz ausgenutzt: Prozess um L’Oreal-Erbin hat begonnen

Zur verschlungenen Finanzaffäre um die L’Oreal-Milliardärin Liliane Bettencourt hat heute in Frankreich der erste Strafprozess begonnen.

Zehn Angeklagte müssen sich im südwestfranzösischen Bordeaux insbesondere wegen des Vorwurfs der „Ausnutzung der Schwäche“ der heute 92-Jährigen, die laut einem medizinischen Gutachten seit Jahren an Demenz leidet, vor Gericht verantworten. Sie sollen Bettencourt über Jahre Millionenbeträge aus der Tasche gezogen zu haben.

Vertrauter von Sarkozy auf Anklagebank

Der Prozessauftakt wurde vom Suizidversuch eines der Angeklagten überschattet. Bettencourts einstiger Krankenpfleger Alain Thurin habe versucht, sich in einem Wald in der Nähe seines Hauses zu erhängen, so der stellvertretende Staatsanwalt. Unklar war zunächst, ob der Ex-Krankenpfleger überlebte.

Angeklagt ist auch der einstige Vertraute von Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy und frühere Schatzmeister der konservativen Partei UMP, Eric Woerth. Er soll laut Zeugenaussagen rund 150.000 Euro für den Wahlkampf Sarkozys im Jahr 2007 erhalten haben. Ein Ermittlungsverfahren gegen Sarkozy wurde 2013 aber aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Vietnamesen mit gefrorenem Tiger und Affen verhaftet

Zwei Vietnamesen sind beim Transport eines gefrorenen Tigers und dreier Affen von der Polizei gefasst worden. Sie hätten die Tiere in zwei Säcken getragen, teilte die Polizei heute mit. Die 51 und 19 Jahre alten Männer wurden wegen illegalen Transports stark gefährdeter Arten festgenommen.

Sie hätten die Tiere zur Mutter des 19-Jährigen transportieren wollen, sagten sie der Polizei. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten dort fünf weitere gefrorene Affen und einen 140 Kilogramm schweren Tiger.

Tigerknochen sollen Männlichkeit stärken

Aus Tigerknochen wird im Vietnam eine traditionelle medizinische Paste gekocht, die nach einem Aberglauben die Manneskraft stärkt und bei Gelenkproblemen hilft. Affen gelten in dem asiatischen Land als Delikatesse.

Science

Experte bestätigt Beschädigung von Tutanchamun-Maske

Ein Experte hat bestätigt, dass der Bart der berühmten Totenmaske des Pharao Tutanchamun beim Reinigen abgebrochen und unfachmännisch wieder angeklebt wurde. Der deutsche Konservator Christian Eckmann habe die Maske in Kairo untersucht und die Schäden bestätigt, berichtete die ägyptische Staatszeitung „Al-Ahram“.

Bart mit Epoxidharz angeklebt

Er war vom ägyptischen Antikenministerium mit der Aufgabe betraut worden, nachdem Medien vergangene Woche über die Beschädigung der Maske berichtet hatten. Minister Mamduh al-Damati hatte die Berichte zuvor dementiert.

Den Medienberichten zufolge war beim Säubern der Tutanchamun-Maske im Ägyptischen Museum in Kairo der Bart abgebrochen und anschließend mit Epoxidharz wieder angeklebt worden.

Mehr dazu in Zerkratzt und mit Klebstoff im Gesicht

IT

650 Millionen Internetnutzer in China

Chinas Internetgemeinde ist im vergangenen Jahr um 30 Millionen auf 648 Millionen Menschen gewachsen. China hat schon seit längerem mehr Internetnutzer als jedes andere Land der Welt.

Der Markt für Onlinehandel ist riesig, in den vergangenen Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige. Der Gesamtumsatz der Internetverkäufe legte im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 13 Billionen Yuan (1,8 Billionen Euro) zu.

VPN-Anbieter werden blockiert

Gleichzeitig hat China die Zensur im Internet weiter verschärft. Neben Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und YouTube, Google-Suche und Mailservice und Websites mit unerwünschten politischen Inhalten werden auch Anbieter von Virtual Private Networks (VPN), mit denen Nutzer die Blockaden umgehen können, blockiert.

Große Anbieter solcher VPN-Lösungen wie Astrill und Golden Frog berichteten heute, dass ihre Server von China aus teilweise nicht mehr erreichbar seien.

WikiLeaks: Google gab E-Mails an US-Ermittler weiter

Google hat nach Angaben der Enthüllungsplattform WikiLeaks E-Mails und andere Informationen von drei WikiLeaks-Mitarbeitern an US-Ermittler weitergegeben. Die Enthüllungsseite veröffentlichte heute die Durchsuchungsbefehle, die der Internetkonzern den Betroffenen mittlerweile zugesendet hat.

Auch gelöschte Nachrichten und Kontakte weitergegeben

Ein US-Gericht ordnete demnach an, dass Google alle E-Mails, Kontaktlisten, gelöschte Nachrichten und Entwürfe der drei Nutzer herausgeben muss. Aus den Unterlagen geht hervor, dass die USA unter anderem wegen Spionage und Diebstahls von Regierungseigentum gegen die WikiLeaks-Mitarbeiter ermittelten.

USA verpflichteten Google zu Stillschweigen

Die Anordnungen stammen bereits aus dem Jahr 2012. WikiLeaks zeigte sich empört, dass Google mehr als zwei Jahre gewartet habe, um die Organisation über die Durchsuchungen zu informieren.

In einem Brief an Google erklärten Anwälte der WikiLeaks-Mitarbeiter, sie seien „erstaunt und beunruhigt“ darüber. Sie forderten weitere Informationen von dem Internetkonzern. Google war den Angaben zufolge rechtlich verpflichtet, den Durchsuchungsbefehl vor den betroffenen Nutzern geheim zu halten.

Religion

Kirche von England weiht erste Bischöfin

Libby Lane (48) empfängt heute als erste Frau die Bischofsweihe in der anglikanischen Kirche von England. Lane, zuletzt Seelsorgerin, war im Dezember zur Bischöfin von Stockport in der nordenglischen Diözese Chester berufen worden.

Geht es nach dem Wunsch der britischen Parlamentarier, sollen die künftigen Bischöfinnen möglichst bald auch ins Oberhaus einziehen. Ein Drittel des anglikanischen Klerus in England ist inzwischen weiblich. Anglikanische Bischöfinnen gibt es bereits unter anderem in den USA, in Australien und Indien.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Möglicher Sarg von Cervantes in Madrid entdeckt

Bei der Suche nach den sterblichen Überresten des Schriftstellers Miguel de Cervantes (1547-1616) haben spanische Wissenschaftler einen Sarg mit den Initialen des Autors von „Don Quijote“ gefunden.

Wie in der Nacht auf heute bekanntwurde, wurden die Holzreste des Sarges in einer Grabnische unterhalb eines Klosters in Madrid entdeckt. In der Nische fanden die Forscher laut den Angaben Holzstücke mehrerer Särge.

Knochenreste werden geprüft

Die Experten gehen davon aus, dass die Knochenreste in der Grabstätte von einer Reihe von Personen stammen. Wie die Zeitung „El Pais“ berichtete, halten es die Wissenschaftler für sehr wahrscheinlich, dass in dem Sarg mit der Aufschrift „M.C.“ Cervantes beigesetzt worden sei. Ob unter den Knochenresten auch die des Literaten seien, solle nun untersucht werden.

Umbauten erschweren Suche

Cervantes war in Armut gestorben und auf dem Klostergelände im Literatenviertel der Madrider Altstadt beigesetzt worden. Das Kloster wurde mehrmals umgebaut und erweitert, so dass heute nicht mehr bekannt ist, wo die Grabstätte liegt.

„Birdman“ untermauert Favoritenrolle für Oscars

Die US-Satire „Birdman“ hat ihre Favoritenrolle für die diesjährigen Oscars einmal mehr untermauert: Bei der Verleihung der von Hollywoods Schauspielerverband organisierten SAG Awards wurde das Werk des mexikanischen Regisseurs Alejandro Gonzalez Inarritu als bester Film ausgezeichnet.

In dem Film spielt Michael Keaton einen Schauspieler, der nicht mehr zwischen Rolle und wirklichem Leben unterscheiden kann.

Mehr dazu in oe3.ORF.at

Lifestyle

Kolumbianerin gewinnt Wahl zur Miss Universe

Die 22-jährige Paulina Vega aus Kolumbien ist die neue Miss Universe: Die Wirtschaftsstudentin setzte sich gestern Abend in Doral bei Miami im US-Bundesstaat Florida gegen 87 Konkurrentinnen aus aller Welt durch und wurde von ihrer Vorgängerin Gabriela Isler aus Venezuela gekrönt.

USA und Ukraine auf Stockerlplätzen

Der zweite Platz ging in die USA, der dritte an die Ukraine. Die 15 Kandidatinnen für das Finale waren bereits am Mittwoch gekürt worden, doch wurden ihre Namen zunächst nicht bekanntgegeben.

In die Endrunde des Wettbewerbs, der vom US-Immobilienmagnaten Donald Trump ausgerichtet wird, kamen neben Vega schließlich die Miss USA, die Miss Jamaika, die Miss Ukraine und die Miss Niederlande.

Trump will in Politik

Trump hatte sich zuletzt wieder einmal selbst als US-Präsidentschaftskandidat ins Gespräch gebracht. „Ich denke sehr ernsthaft darüber nach, für die Präsidentschaft zu kandidieren“, sagte er bei einer Veranstaltung möglicher republikanischer Präsidentschaftsbewerber im US-Staat Iowa.