Ausland

Italien entsendet Kriegsschiffe vor Libyens Küste

Italienische Kriegsschiffe sind von den Hafenstädten La Spezia und Taranto in Richtung Libyen gestartet. Die Schiffe beteiligen sich an einem Training vor der libyschen Küste, sind jedoch zum Eingriff bereit, sollte der Konflikt im nordafrikanischen Land eskalieren, berichteten italienische Medien heute.

Laut der Tageszeitung „La Stampa“ besteht große Sorge in Rom vor einer Verschärfung des Konflikts in Libyen. Italien befürchtet nicht nur einen zunehmenden Ansturm von Flüchtlingen, sondern bangt auch um die Öllieferungen aus seiner ehemaligen Kolonie.

20.000 Soldaten schützen Pipeline

Der italienische Ölriese Eni ist seit Jahrzehnten in Libyen stark präsent. Der Konzern betreibt die 520 Kilometer lange Gaspipeline „Greenstream“, die unter dem Meer Gas vom libyschen Mellitah nach Gela auf Sizilien führt. 20.000 Soldaten der Regierung in Tobruk schützen die Struktur aus Angst, sie könnte in die Hände von IS-Kämpfern geraten.

In Libyen konkurrieren zwei Regierungen, die von verfeindeten Milizen unterstützt werden. Die eine herrscht von der Hauptstadt Tripolis aus, die vom Westen unterstützte Regierung ist nach Tobruk im Nordosten geflohen.

Geheimdienste warnen vor Anschlägen in Italien

Inzwischen wächst in Italien die Angst vor dschihadistischen Anschlägen, nachdem im Internet das politische, soziale und religiöse Manifest der IS-Kämpfer in italienischer Sprache erschienen ist. Der Text enthält Propaganda für den IS und den islamischen Staat.

Die italienischen Geheimdienste warnen indes vor einer Anschlagsgefahr in Italien. Dschihadistische Kämpfer könnten sich unter Migranten mischen, die aus Libyen nach Süditalien gelangen, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Geheimdienste, der dem Parlament in Rom vorgelegt wurde.

Feuerpause in der Ukraine hält

Im Kriegsgebiet Donbass schweigen nach Angaben der ukrainischen Regierungstruppen die Waffen weitgehend. In der Nacht auf heute seien keine Schüsse gefallen, teilte das Militär in Kiew mit. Lediglich am Vorabend hätten die prorussischen Separatisten mehrfach Stellungen der Regierungstruppen beschossen.

Abzug schwerer Waffen fortgesetzt

Die Aufständischen im Konfliktgebiet kündigten an, noch heute den Abzug schwerer Waffen von der Frontlinie abzuschließen. Die Feuerpause und die Schaffung einer entmilitarisierten Zone sind Kernpunkte eines Friedensplanes, den die Seiten am 12. Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbart hatten.

Österreich verstärkt Ukraine-Mission

Österreich baut unterdessen seine Beteiligung an der Friedensmission in der Ostukraine auf bis zu 30 Personen aus. Der Ministerratsbeschluss für die Aufstockung auf 15 Soldaten und 15 zivile Beobachter soll am Dienstag erfolgen, hieß es aus dem Außenministerium. Österreich ist derzeit mit 16 Personen für die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine im Einsatz.

Die OSZE-Mission sei stärker gefordert, die im Minsker Abkommen vereinbarte Einhaltung der Waffenruhe und den Abzug schwerer Waffen zu beobachten. Derzeit sind insgesamt 280 OSZE-Beobachter in der Ostukraine. Das Ziel ist eine Aufstockung auf 350 Mann.

Klug: „Deeskalation im Interesse Österreichs“

„Österreich übernimmt Verantwortung und will einen aktiven Beitrag für den Frieden in der Ukraine leisten“, sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) sagte: „Die Lage in der Ukraine betrifft direkt österreichische Sicherheitsinteressen. Eine Deeskalation muss unbedingt in unserem Interesse sein.“ Das österreichische Bundesheer hat die Ausbildung aller OSZE-Beobachter für diese Mission übernommen.

Die Situation in der Ukraine ist nach Angaben des Außenministeriums „katastrophal“. In dem Konflikt starben bisher rund 5.600 Menschen, 13.400 wurden verletzt. Es gibt über eine Millionen Vertriebene.

Venezuela verhängt Einreiseverbot gegen US-Politiker

Die Regierung Venezuelas hat ein Einreiseverbot gegen den früheren US-Präsidenten George W. Bush und andere prominente Politiker aus den USA verhängt. Auch Ex-Vizepräsident Dick Cheney, der ehemalige CIA-Chef George Tenet und mehrere Kongressmitglieder stehen auf der Liste.

Damit antworte Caracas auf ein Einreiseverbot der USA für venezolanische Regierungsmitglieder, sagte Präsident Nicolas Maduro gestern. Er habe zudem das Außenministerium angewiesen, die Belegschaft der US-Botschaft in Caracas von 100 auf 17 Mitarbeiter zu reduzieren, um einen Gleichstand mit dem Personalstand der venezolanischen Botschaft in Washington zu erreichen.

Die USA hatten Anfang Februar beschlossen, mehreren venezolanischen Regierungsmitgliedern die Einreise zu verweigern. Es handelte sich um Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen und Korruptionsfälle, teilte das State Departement mit. Die Namen der Betroffenen wurden nicht veröffentlicht.

Visapflicht für US-Bürger

Maduro kündigte gestern außerdem die Einführung einer Visapflicht für alle US-Bürger an. Diese diene „dem Schutz unseres Landes“, sagte der Linkspolitiker vor Anhängern in der Hauptstadt Caracas. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem ein US-Pilot im westlichen Staat Tachira wegen des Verdachts „verdeckter“ Spionageaktivitäten festgenommen worden sei. Einzelheiten zu der Festnahme nannte er nicht.

Netanjahu reist zu „historischem“ Besuch in die USA

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist heute zu einem nach eigenen Worten „historischen“ USA-Besuch aufgebrochen. In Washington will Netanjahu eine Rede vor dem US-Kongress halten, um in letzter Minute ein internationales Atomabkommen mit dem Iran zu verhindern.

Auftritt mit Republikanern eingefädelt

Da er diesen Auftritt hinter dem Rücken der US-Regierung mit den oppositionellen Republikanern einfädelte, stellt er die bilateralen Beziehungen auf eine harte Belastungsprobe.

Dem Drängen aus Israel und den USA, auf die Rede zu verzichten, gab Netanjahu bis zum Schluss nicht nach. „Ich reise in einer schicksalhaften, sogar historischen Mission nach Washington“, sagte der israelische Ministerpräsident vor dem Abflug Reportern auf dem Rollfeld des Flughafens Ben Gurion nahe Tel Aviv. Er sei „tief besorgt um die Sicherheit der Bürger Israels und das Schicksal unseres Staates“ und werde „alles tun, um unsere Zukunft zu sichern“.

In Washington wird der israelische Regierungschef morgen zunächst bei der Jahrestagung der proisraelischen Lobbyorganisation AIPAC auftreten, bevor er am Dienstag im Kongress bei einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus spricht.

Israels Sorge vor Atomabkommen mit Iran

Die israelische Regierung glaubt, dass die USA gemeinsam mit den anderen Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland kurz vor dem Abschluss eines Abkommens mit dem Iran steht, das sie für gefährlich hält. Das Atomabkommen werde die Sanktionen gegen die Regierung in Teheran aufheben, die Israel äußerst feindlich gesinnt ist, ohne sie grundsätzlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern, so Netanjahu.

Auch, weil seine Kongressrede zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Israel stattfindet, bei der der Ministerpräsident um seine dritte Amtszeit in Folge kämpft, stößt der Auftritt auf scharfe Kritik.

US-Wahl 2016: Konservative Republikaner für Rand Paul

Wenige Monate vor Beginn des republikanischen Vorwahlkampfes in den USA hat der radikale Querdenker Rand Paul Rückenwind als potenzieller Präsidentschaftsbewerber erhalten. Der für seine libertären Ansichten bekannte Senator, der Regierung und Steuern möglichst klein halten will, wurde gestern bei einer traditionellen alljährlichen Abstimmung besonders konservativer Aktivisten zum Vorzugskandidaten gekürt.

Das Ergebnis überraschte allerdings nicht: Paul ist ein ausgesprochener Liebling der Radikalkonservativen und hatte bereits die Abstimmungen in den beiden Vorjahren gewonnen. Es scheint aber Beobachtern zufolge fraglich, dass er in der gesamten Partei mehrheitsfähig ist.

„Jeb“ Bush belegte Platz fünf

Vor diesem Hintergrund betrachten Experten den Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, als wahren Sieger der alljährlichen sogenannten Straw Poll. Er landete auf Platz zwei, nachdem er bereits in den vergangenen Wochen in Umfragewerten zugelegt hatte.

Der bisher als wohl aussichtsreichster potenzieller Bewerber eingestufte John Ellis „Jeb“ Bush schnitt mit dem fünften Platz ebenfalls gut ab. Der Sohn und Bruder von Ex-Präsidenten gilt primär als Vertreter des Parteiestablishments und muss daher versuchen, auch im konservativen Lager Fuß zu fassen. Der texanische Senator Ted Cruz und der bekannte afroamerikanische Neurochirurg Ben Carson, beide ausgesprochene Tea-Party-Männer, kamen auf die Plätze drei und vier.

Clinton mögliche Kandidatin

Bei den Demokraten wird die frühere First Lady und Außenministerin Hillary Clinton als mögliche Präsidentschaftskandidatin gehandelt. Noch hat Clinton ihre Entscheidung über eine erneute Bewerbung aber nicht bekanntgegeben. Im Jahr 2008 war sie im parteiinternen Vorwahlkampf an Barack Obama gescheitert, der nach zwei Amtszeiten bei den Wahlen 2016 nicht mehr antreten darf. Ende November hatte der frühere Senator Jim Webb als erster Demokrat seine Präsidentschaftsbewerbung erklärt.

2.000 Gegendemonstranten bei PEGIDA-Demo in England

Bei der ersten Demonstration eines britischen PEGIDA-Ablegers sind gestern in Newcastle fünfmal mehr Gegendemonstranten als Befürworter erschienen. Etwa 375 Menschen waren dem Aufruf der Gruppe PEGIDA UK gefolgt, in der nordostenglischen Stadt gegen eine angebliche „Islamisierung“ Europas zu demonstrieren. Etwa 2.000 Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen.

Beide Demonstrationen seien ohne Probleme verlaufen, sagte Polizeisprecherin Laura Young. Nach Angaben der Polizei wurden allerdings fünf Männer festgenommen. Es wurde nicht mitgeteilt, ob es sich bei den Festgenommenen um PEGIDA-Anhänger oder Gegendemonstranten handelte. Ihnen wurden gewaltsame Übergriffe, Friedensbruch sowie Trunkenheit und Ruhestörung vorgeworfen.

Die deutsche PEGIDA-Bewegung hat bereits in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Österreich, Nachahmer gefunden. Diese konnten aber nicht annähernd so viele Menschen für ihre Proteste mobilisieren wie die Organisatoren in Deutschland, wo sich nach Behördenangaben seit Oktober vergangenen Jahres insgesamt rund 170.000 Menschen an Demonstrationen beteiligten, die meisten davon in Ostdeutschland.

Inland

Pröll bei Steuerreform „sehr optimistisch“

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat sich heute in der ORF-„Pressestunde“ „sehr optimistisch“ gezeigt darüber, dass sich die Koalition auf eine Steuerreform einigt. Allerdings zweifelte er auch an der zuletzt als Kompromiss gehandelten Erhöhung der Kapitalertragssteuer. Erbschafts- und Millionärssteuer kommen für ihn nicht in Frage. Eine Kandidatur als Bundespräsident schloss Pröll aus.

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EU-Abgeordnete Schmidt will gesamteuropäische Maut

Die verkehrspolitische Sprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Claudia Schmidt, fordert ein gesamteuropäisches Mautsystem. „In Europa gibt es 24 verschiedene Mautsysteme und die sollten vereinheitlicht werden“, so die Forderung der ehemaligen Salzburger Stadtpolitikerin. Gleichzeitig kritisiert sie die deutschen Mautpläne heftig und droht mit Klage.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at (salzburg.orf.at

IV startet Kampagne gegen Vermögenssteuern

Die Industriellenvereinigung (IV) platzt mit einer Kampagne in die Schlussphase der koalitionären Verhandlungen über die Steuerreform. Über die Auswirkungen von Vermögensteuern will die Industrie bundesweit mit Plakaten „aufklären“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer in einer Aussendung.

„Der einfache wirtschaftliche Sachverstand warnt: Vermögensteuern gefährden die Gesundheit unserer Wirtschaft“, sagte Neumayer und warnte vor einem Verlust von Arbeitsplätzen. Bei der vorgeblichen Millionärssteuer handle es sich zudem in Wahrheit um eine massive Mittelstands- und Familiensteuer. Dabei sei die Belastungsgrenze für Menschen und Unternehmen längst erreicht.

Alijew-Tod: Immer mehr offene Fragen

Der Fall des am Dienstag erhängt in einem Wiener Gefängnis aufgefundenen kasachischen Ex-Botschafters Rachat Alijew wird noch länger für Aufsehen sorgen. Dessen Anwälte, die nicht an die offizielle Version eines Suizids glauben, fordern nun die Mitarbeit des FBI. Das Justizministerium setzte jedenfalls eine Expertenkommission ein.

Die im Hintergrund stehende Frage ist, ob das offizielle Kasachstan, bei dessen Machthaber Alijew in Ungnade gefallen war, in den Fall verwickelt ist - und ob österreichische Stellen dabei möglicherweise mitgeholfen haben. Entschieden dementierte der Anwalt Gabriel Lansky gestern Medienberichte und den Verdacht, dass er mit dem kasachischen Geheimdienst kooperiert hat.

Mehr dazu in Lansky bestreitet Vorwürfe vehement

Lohndifferenz Männer - Frauen: Österreich in EU Vorletzter

Österreichs Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer - laut dem „Gender Pay Gap“ von Eurostat beläuft sich die Differenz auf 23 Prozent. Im EU-Vergleich rangiert Österreich damit an vorletzter Stelle, noch größere Unterschiede gibt es nur in Estland (29,9 Prozent). In Österreich belief sich die Differenz 2006 auf 25,5 Prozent, seither wurde sie stetig zumindest etwas geringer, bis sie zuletzt 2013 bei 23 Prozent lag.

Der EU-Durchschnitt beträgt seit einigen Jahren rund 16 Prozent. Eine ähnlich große Einkommensdifferenz wie Österreich weisen Tschechien (22,1 Prozent) und Deutschland (21,6 Prozent) auf. Ungefähr im EU-Durchschnitt liegen etwa Frankreich, Zypern und die Niederlande. Exakt 16,4 Prozent sind es in Dänemark.

Größte Lohngerechtigkeit in Slowenien

Die größte Lohngerechtigkeit bietet Slowenien, hier beträgt die Lohndifferenz nur 3,2 Prozent. Ebenfalls geringe Unterschiede zwischen Männer- und Frauengehältern gibt es in Malta (5,1 Prozent) und Italien (7,3 Prozent).

Die aktuellen Daten wurden von Eurostat vor wenigen Tagen veröffentlicht, bei manchen davon handelt es sich um vorläufige Zahlen, vom krisengeschüttelten Griechenland wurden außerdem seit 2010 keine Daten mehr eingemeldet. Verglichen wird der Bruttostundenverdienst standardisierter Löhne und Gehälter von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.

Nachschärfung bei Einkommensberichten möglich

Bei den Einkommensberichten, die für mehr Transparenz und damit eine geringere Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen sorgen sollen, könnte es im Herbst Neuerungen geben. Derzeit wird die 2011 beschlossene Maßnahme evaluiert. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will bei den Berichten nachschärfen, sagte sie anlässlich des diesjährigen Frauentages.

Betriebe wurden durch Inkrafttreten der Gleichbehandlungsgesetzesnovelle 2011 verpflichtet, Einkommensberichte zu erstellen. Eingeführt wurden sie stufenweise. Seit 2014 müssen auch Unternehmen mit 150 Mitarbeitern einen Bericht erstellen. Eine Verpflichtung besteht seither auch für die Gehaltsangabe in Stellenanzeigen. Ziel beider Maßnahmen ist die Lohngerechtigkeit.

Sport

Bundesliga: Frustabbau im Salzburg-Derby

Nach dem Scheitern in der Europa League muss sich Red Bull Salzburg wieder am heimischen Fußball orientieren. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich schon heute, wenn es im Salzburger Derby gegen Grödig geht (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream).

Zwar waren die „Bullen“ gegen den Nachbarn bisher immer in Torlaune, doch nach den Europacup-Spielen hat es zuletzt für den Meister nicht so recht geklappt. Trainer Adi Hütter fordert von seinen Spielern daher gegen Grödig eine „Reaktion“.

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Fußball: Chelsea peilt im Ligacup ersten Titel an

Für Chelsea geht heute im Ligacup-Finale der erste Akt des angestrebten Titel-Hattricks über die Bühne. Während man in der Meisterschaft komfortabel in Führung liegt und sich auch in der Champions League mit einem 1:1 bei Paris St. Germain eine gute Ausgangslage für das Achtelfinal-Rückspiel geschaffen hat, steht den „Blues“ mit Tottenham in der Endspiel-Neuauflage von 2008 eine vermeintlich leichte Aufgabe ins Haus. Allerdings strebten die „Blues“ auch vor sieben Jahren gleich mehrere Trophäen an und gingen am Ende leer aus.

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Nordische WM: ÖSV-Springer holen Team-Silber

Österreichs „Adler“ haben gestern bei der nordischen WM in Falun in der Besetzung Stefan Kraft, Michael Hayböck, Manuel Poppinger und Gregor Schlierenzauer im Mannschaftsspringen von der Großschanze die Silbermedaille gewonnen.

Es war das fünfte Edelmetall für den ÖSV bei den Titelkämpfen in Schweden. Für die erfolgsverwöhnten Österreicher riss damit jedoch eine Erfolgsserie. Zum ersten Mal seit 2003 musste ein ÖSV-Team im Kampf um Gold einer anderen Mannschaft den Vortritt lassen. Diesmal war es Norwegen, das sich deutlich durchsetzte.

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Wirtschaft

Griechenland stellt Anleihenrückzahlung an EZB infrage

Griechenland hat die Rückzahlung von Staatsanleihen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro infrage gestellt, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) gehalten und im Sommer fällig werden. Finanzminister Gianis Varoufakis sagte gestern in einem TV-Interview, er wolle über die Anleihen verhandeln - mit welchem Ziel, ließ er offen. „Wenn wir das Geld hätten, würden wir bezahlen“, so Varoufakis. „Sie wissen, dass wir es nicht haben.“

Der deutsche Bundestag hatte am Freitag einer Verlängerung des laufenden Rettungsprogramms durch die Euro-Zone um vier Monate bis Ende Juni zugestimmt. Grundlage dafür war eine Zusage Griechenlands, alle Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Schäuble: „Sind nicht erpressbar“

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat bereits angekündigt, Athen harte Auflagen für ein mögliches drittes Hilfspaket zu machen.
Ob Griechenland weitere Hilfen brauche, werde man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist. „Egal, was kommt, wir werden sehr strenge Maßstäbe anlegen“, sagte Schäuble der „Bild am Sonntag“. Athen müsse die Auflagen der Euro-Gruppe ohne Abstriche erfüllen. „Herr Tsipras ist am Wort. Wenn Griechenland sich daran nicht hält, wird es keine weiteren Hilfen geben“, so Schäuble. Er bekräftigte, man wolle keinen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone: „Wir sind solidarisch, aber nicht erpressbar.“

Griechenland muss im März einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) von rund 1,6 Milliarden Euro zurückzahlen und im April 800 Millionen Euro für Zinszahlungen aufbringen. Im Juli und August benötigt das Land dann etwa 7,5 Milliarden Euro, um griechische Staatsanleihen in Händen der EZB zurückzuzahlen und andere Zinsverpflichtungen zu bedienen.

Starinvestor Buffett hat Nachfolger gefunden

Der Starinvestor Warren Buffett hat nach fast 50 Jahren an der Spitze der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway einen Nachfolger ausgesucht, hält den Namen allerdings noch unter Verschluss. Der 84-jährige US-Amerikaner erklärte am Wochenende in einem Schreiben an die Aktionäre, der neue Firmenchef werde es schwerer haben als er. Die Wachstumsraten dürften in den nächsten 50 Jahren magerer ausfallen.

Interne Kandidaten heiß gehandelt

Spätestens seit bei Buffett 2012 Prostatakrebs diagnostiziert wurde, wird offen über seinen Nachfolger gesprochen. Dabei werden vor allem interne Kandidaten heiß gehandelt. Der selbst bereits 91 Jahre alte Vize-Chairman Charlie Munger lobte die Arbeit der beiden Manager Greg Abel (52) und Ajit Jain (63), die bei Berkshire für die Sparten Energie beziehungsweise Versicherungen zuständig sind. Sie seien Topkandidaten. Der von manchen Investoren favorisierte Matthew Rose, der Berkshires Bahn-Sparte leitet, wurde indes nicht erwähnt.

Knapp 20 Mrd. Dollar Gewinn 2014

Buffett, einer der reichsten Menschen der Welt, hat Berkshire Hathaway zu einem Imperium mit mehr als 80 Firmen ausgebaut. An der Börse ist die Gesellschaft inzwischen 363 Milliarden Dollar wert. Alleine im vergangenen Jahr verdiente er mit Berkshire fast 20 Milliarden Dollar (17,79 Mrd. Euro).

Vor allem die Versicherungsbranche hat es Buffett angetan. Bekanntgeworden ist er aber auch mit seinen Engagements bei internationalen Großunternehmen wie General Electric, Goldman Sachs, Coca-Cola, IBM, Münchener Rück und Sanofi.

US-Hafenstreik trifft nun auch Europa

Die andauernden Hafenstreiks an der US-Westküste haben nun auch Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Unternehmen sprechen wegen des massiven Containerrückstaus von finanziellen Schäden in Millionenhöhe, einige Schiffslieferungen mussten bereits gestrichen werden.

Obwohl sich mittlerweile ein Kompromiss im Tarifstreit zwischen Hafenmitarbeitern und ihren Arbeitgebern abzeichnet, rechnen Ökonomen damit, dass die Folgen noch monatelang spürbar sein werden.

Mehr dazu in „Situation eine Katastrophe“

Hyundai ruft 205.000 Autos zurück

Hyundai ruft wegen technischer Probleme mit der Servolenkung knapp 205.000 Autos in die Werkstätten. Betroffen seien Elantra-Modelle, die zwischen 2008 und 2010 produziert worden sind, teilte der südkoreanische Hersteller der US-Verkehrssicherheitsbehörde mit.

Nach Schätzungen geht man davon aus, dass drei Prozent dieser Fahrzeuge Mängel haben. Der Fahrer könne zwar weiter lenken, müsse dafür aber mehr Kraft aufbringen. Dadurch steige tendenziell das Unfallrisiko. Hyundai teilte nicht mit, ob es wegen der Probleme bereits Zwischenfälle gegeben hat.

China: Industrie schrumpft weiter

Die chinesische Industrie ist im Februar den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanager-Index (EMI) des Landes stieg zwar um 0,1 auf 49,9 Punkte, wie aus der nun veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Damit liegt der Wert aber immer noch minimal unter der Marke von 50 Zählern, ab dem Wachstum angezeigt wird.

Hier spiegeln sich schwächere Exporte und nachlassende Investitionen der Unternehmen wider. Ökonomen hatten allerdings mit einem Rückgang auf 49,7 Punkte gerechnet. Die Dienstleistungsbranche wächst unterdessen. Hier kletterte der entsprechende Index zum Vormonat um 0,2 auf 53,9 Punkte.

Die Daten aus der Industrie könnten die Erwartung schüren, dass die chinesische Notenbank weitere Maßnahmen ergreifen wird, um die Wirtschaft zu stützen. Erst gestern hatte sie erneut die Zinsen gesenkt.

Der amtliche EMI berücksichtigt insbesondere große Staatsunternehmen. Das Barometer der Großbank HSBC und des Markit-Instituts, das an den Börsen ebenfalls sehr genau verfolgt wird, konzentriert sich dagegen stärker auf kleinere Firmen.

Chronik

Interpol sucht montenegrinische Kriegsverbrecher

Zwölf Bürger Montenegros werden wegen Kriegsverbrechen im Kosovo im Frühjahr 1999 per Interpol-Haftbefehl gesucht. Das meldeten heute Belgrader Medien. Die Haftbefehle wurden von der EU-Rechtsstaatsmission EULEX auf Basis einer Anklage des Gerichtes Gjakova beantragt.

Erst kürzlich wurde ein Interpol-Haftbefehl auch für einen Funktionär der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) ausgestellt. Sowohl Momir Stojanovic, damals Chef des Militärgeheimdienstes im Kosovo, wie auch die nun gesuchten Montenegriner stehen unter Verdacht, sich im April 1999 der Kriegsverbrechen an der kosovo-albanischen Zivilbevölkerung im Caragoj-Tal bei Gjakova schuldig gemacht zu haben.

Anklage: Ermordung von 372 Kosovo-Albanern

Die Anklage des Gerichtes in Gjakova war laut EULEX das Ergebnis von Ermittlungen über die von serbischen Sicherheitskräften in der Ortschaft Meja-Orize sowie in Caragoj-Tal angerichteten Verbrechen. Ermordet wurden 372 Kosovo-Albaner, ihre Leichen wurden mehrheitlich 2001 in einem Massengrab auf einem Sonderpolizei-Stützpunkt im Belgrader Vorort Batajnica entdeckt. EULEX-Ermittler hatten laut früheren Angaben etwa zwanzig mutmaßliche Kriegsverbrecher identifiziert.

IT

Ikea will drahtlose Ladestationen in Möbel einbauen

Das könnte dem drahtlosen Aufladen von Smartphones und Tablets einen Schub geben: Ikea will entsprechende Ladestationen direkt in seine Möbel einbauen. Die Technik solle von April an unter anderem in einige Nachttische und Tische integriert werden, erklärte die Branchenorganisation Wireless Power Consortium heute vor der Mobilfunk Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Damit würde es ausreichen, Geräte mit drahtloser Ladefunktion einfach auf die Möbelstücke zu legen. Ikea setze dabei auf den Ladestandard Qi, der aktuell von über 80 Smartphones sowie diversem Zubehör unterstützt werde, hieß es.

Kultur

Die ORF-Bestenliste im März

Arno Geiger beschreibt in seinem neuen Roman „Selbstporträt mit Flußpferd“ die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und belegt damit Platz eins der ORF-Bestenliste im März.

Bereits zum zweiten Mal kann Michel Houellebecq mit seinem neuen Roman „Unterwerfung“ den zweiten Platz der Bestenliste für sich einnehmen - diesmal gemeinsam mit Iris Hanika und ihrem scharfsinnigen Roman „Wie der Müll geordnet wird“.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Lifestyle