Ausland

Türkei: Vier Tote bei Gefechten zwischen Militär und PKK

Bei Gefechten zwischen dem türkischen Militär und Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sind vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien drei Soldaten und ein PKK-Kämpfer, berichtete die Nachrichtenagentur DHA heute unter Berufung auf die türkischen Streitkräfte.

Die Soldaten seien in der südosttürkischen Provinz Sirnak in einen Hinterhalt geraten, als sie eine Straße für einen Militärkonvoi sichern wollten. Die Armee gehe weiter gegen PKK-Kämpfer in der Gegend vor.

In der osttürkischen Provinz Bingöl sei ein Bombenanschlag auf den Postzug verübt worden, der von Istanbul in den Iran fährt, berichtete DHA weiter. Niemand sei verletzt worden, der Zug habe weiterfahren können. Der Provinzgouverneur machte die PKK für den Anschlag verantwortlich, wie DHA weiter berichtete. Die PKK machte zu den Anschlägen zunächst keine Angaben.

Türkei weitet Angriffe aus

Die türkische Armee hatte nach dem Anschlag auf die Grenzstadt Suruc in der vergangenen Woche eine Offensive gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien, besonders aber gegen die PKK begonnen. Bei Razzien im Inland wurden zudem über 1.300 festgehommen.

Das Militär bombardierte zudem PKK-Stellungen im Nordirak und in der Türkei. Dabei sollen in den vergangenen Tagen insgesamt 190 Menschen getötet worden sein. Rund 300 Menschen seien verletzt worden, berichtet die Zeitung „Hürriyet Daily News“ unter Berufung auf Geheimdienstquellen. Einmal mehr bekräftigten die USA, die Türkei habe das Recht, gegen den „Aggressor“ PKK vorzugehen.

Mehr dazu in USA stellen sich weiter hinter Erdogan

Cameron will Einwanderungsgesetze verschärfen

Großbritanniens Premierminister David Cameron will angesichts der Flüchtlingskrise in Calais die Einwanderungsgesetze seines Landes weiter verschärfen.

„Offen gesagt, wir müssen mehr tun“, sagte Cameron heute während eines Besuchs in Vietnam. „Wir verabschieden schon Gesetze, um mehr zu tun, um Großbritannien zu einem Ort zu machen, wo illegal Eingewanderte weniger leicht bleiben können.“

Großbritannien werde illegal ins Land gekommene Migranten ausweisen, „damit Leute wissen, dass dies kein sicherer Hafen ist“, sagte Cameron der BBC. Schon jetzt täten die Behörden alles, um Reisenden am Ärmelkanal einen „gefahrlosen und sicheren Urlaub“ zu ermöglichen.

Wieder Fluchtversuch durch Eurotunnel

In der Nacht hatten erneut Flüchtlinge versucht, durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. Etwa 100 bis 150 Personen versuchten an der französischen Polizei und anderen Ordnungskräften vorbeizukommen.

Die Flüchtlinge blockierten etwa eine Stunde lang einen der Eurotunnel-Ausgänge und versuchten, auf wartende Lastwagen oder direkt auf die Züge zu klettern, die durch den Tunnel fahren.

Die Fluchtversuche enden für einige Migranten tödlich: Erst gestern war in der Nähe des Tunnels der Leichnam eines Flüchtlings entdeckt worden. Nach Angaben des Tunnelbetreibers Eurotunnel kamen in den vergangenen Wochen neun Menschen bei Fluchtversuchen durch den Eurotunnel ums Leben.

Hochverratsanklage gegen Varoufakis möglich

Der angebliche Geheimplan des ehemaligen griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis über einen Austritt Griechenlands aus dem Euro („Grexit“) könnte ein gerichtliches Nachspiel mit einer Anklage wegen Hochverrats haben. Die griechische Justiz habe das vorliegende Material zu dem Fall inzwischen dem Parlament überwiesen, berichteten heute griechische Medien.

Die Anklage könnte neben Hochverrat auch auf Bildung einer kriminellen Vereinigung lauten, spekulierten die Medien. Varoufakis soll nach Angaben der Zeitung „Kathimerini“ den Aufbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben. Dieses hätte bei einem „Grexit“ in Kraft treten und die Grundlage für die Wiedereinführung der Drachme werden sollen.

Ob und wann es zur Anklage kommen könnte, sei unklar, berichtete das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Zunächst müsse ein Vor-Untersuchungsausschuss entscheiden, ob es zur Bildung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses kommt. Falls dieser sich für das juristische Verfahren entscheidet, müsste anschließend in einer Abstimmung das Plenum des Parlamentes über die Aufhebung der Immunität von Varoufakis entscheiden.

Tsipras will Sonderparteitag

Ministerpräsident Alexis Tsipras will seine Partei notfalls mit einem Referendum hinter seinen Kurs bringen. Es könne nicht so weitergehen, dass er bei der Umsetzung von Reformgesetzen auf die Unterstützung der Opposition angewiesen sei, sagte Tsipras.

„Wir müssen uns darauf verständigen, dass Entscheidungen respektiert werden, die von einer Mehrheit in der Partei getroffen werden.“ Tsipras schlug dazu einen Sonderparteitag für September vor. Dort solle verbindlich die Strategie zum Umgang mit den Reformauflagen festgelegt werden.

Griechenland rutscht in tiefe Rezession

Die Verzögerungstaktik Athens bei den Verhandlungen mit den Gläubigern hat Griechenland im ersten Halbjahr 2015 tief in die Rezession gestürzt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Finanzabteilung des griechischen Parlaments, die unterdessen veröffentlicht wurde.

Die Ende Juni verhängten Kapitalverkehrskontrollen kosteten die griechische Wirtschaft 2,8 Milliarden Euro wöchentlich, hieß es. Die Parlamentsbehörde warnte, ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone („Grexit“) sei noch nicht gebannt. Die Regierung müsse an die Reformen glauben, um sie auch richtig umsetzten zu können.

Gilmore 17. republikanischer Präsidentschaftsbewerber

Die Liste der republikanischen Präsidentschaftsbewerber in den USA wächst weiter: Als 17. Bewerber meldete der ehemalige Gouverneur von Virginia, Jim Gilmore, gestern offiziell seine Ambitionen auf das Präsidentenamt an. Der 65-Jährige reichte seine Bewerbung bei der Wahlkommission FEC ein, sie war online abrufbar.

US- Präsidentschaftskandidat Jim Gilmore

AP/Jim Cole

Gilmore hatte Anfang Juli der Zeitung „Richmond Times-Dispatch“ gesagt, er werde seine Bewerbung in der ersten August-Woche bekanntgeben. Dabei verwies er auf seine Erfahrung im Bereich der nationalen Sicherheit.

Ex-Gouverneur von Virginia

Gilmore war von 1998 bis 2002 Gouverneur von Virginia. Damit führte er dort die Regierungsgeschäfte, als bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auch ein Flugzeug in das in Virginia gelegene Pentagon stürzte.

Später leitete er eine nach ihm benannte Kommission, die den damaligen US-Präsidenten George W. Bush in Fragen der inneren Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung beriet. Außerhalb von Virginia ist Gilmore aber kaum bekannt.

Bei den Republikanern zeichnet sich eine harte Auseinandersetzung um die Präsidentschaftsnominierung ab. Jeb Bush, der Mitte Juni offiziell in das Rennen eingestiegen war, galt bisher als aussichtsreichster Bewerber.

Donald Trump mischt Liste auf

Für Wirbel sorgt derzeit jedoch vor allem der Immobilienmagnat Donald Trump, der in jüngsten Umfragen an die Spitze schoss. Der Milliardär hatte unter anderem mit Aussagen über mexikanische Einwanderer für Empörung gesorgt, die er pauschal als „Vergewaltiger“ bezeichnete. Viele andere republikanische Bewerber haben nur ein Prozent oder weniger der Wähler hinter sich.

Myanmar lässt knapp 7.000 Gefangene frei

Myanmar hat die Freilassung von fast 7.000 Gefangenen angeordnet. Landesweit würden 6.966 Häftlinge freigelassen, darunter 210 Ausländer, teilte das Informationsministerium heute auf seiner Website mit. Als Grund wurde „gute Führung“ der Gefangenen angegeben.

Unter den freizulassenden Häftlingen sind nach Angaben eines Mitarbeiters des Innenministeriums auch 155 Chinesen, die kürzlich wegen illegalen Holzfällens im Norden von Myanmar zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Ein Justizbeamter bestätigte, dass Chinesen unter den freizulassenden Gefangenen seien. Die Verurteilung der Chinesen hatte in China für Empörung gesorgt.

Der Entscheidung zur Freilassung der Häftlinge ging eine Reihe vorheriger Amnestien im Zuge der politischen Öffnung des Landes voraus. Dabei waren bereits Hunderte Dissidenten freigekommen. Ob unter den jetzt freizulassenden Häftlingen auch politische Gefangene sind, war zunächst unklar.

Inland

Parteienfinanzierung: Strache weist Vorwürfe zurück

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat heute Vorwürfe illegaler Parteienfinanzierung zurückgewiesen. Er und die FPÖ hätten „niemals einen Koffer oder illegale Gelder in irgendwelcher Form“ erhalten.

Strache sieht in der Causa vielmehr einen „schäbigen Versuch, die auf Siegeskurs befindliche“ FPÖ vor den Wien- und Oberösterreich-Wahlen „medial zu besudeln“.

Angesichts des - ihm nicht bekannten - Zwischenberichts der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft an das Justizministerium ist Strache überzeugt, dass „die Kampagne gegen die FPÖ, meine Person und (Generalsekretär Herbert, Anm.) Kickl in sich zusammenbricht“.

Strache glaubt Kickl und Weixelbaum

Denn er glaube auch Kickl sowie FPÖ-Bundesgeschäftsführer Johann Weixelbaum, die ihm beide glaubhaft versichert hätten, keine illegalen Gelder erhalten zu haben - bzw. im Falle Kickls, dass dieser nur vorübergehend im Jahr 2005 stiller Teilhaber bei der Agentur ideen.schmiede gewesen sei und auch „niemals eine Firma in der Slowakei angemeldet“ habe.

All die Berichte würden nur auf den Angaben eines - ihm nicht namentlich bekannten - „fragwürdigen Zeugen“ beruhen, gegen den mehrere Verfahren u. a. auch wegen Betruges liefen, sagte Strache. Außerdem würden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nur ehemalige BZÖ-Politiker und die Zeit vor 2009 - also vor dem „Zusammenwachsen“ mit der FPÖ - betreffen.

38,2 Mrd. Euro Steuereinnahmen im ersten Halbjahr

Das Budget ist weiter im Plan, die Konsumsteuern entwickeln sich verhaltener als die Lohnsteuer. Dieses Bild zeichnet der nun vorliegende Budgetvollzug für die Monate Jänner bis Juli 2015. Insgesamt nahm der Bund gemäß Finanzierungsrechnung im ersten Halbjahr rund 38,2 Milliarden Euro an Abgaben ein, was 4,6 Prozent mehr ist als im ersten Halbjahr 2014.

Lohnsteuer plus 4,8

Rund 13 Milliarden Euro davon brachte die Lohnsteuer, ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Volumen der Umsatzsteuer als größter Brocken unter den Verbrauchs- und Verkehrssteuern ist indes um 2,1 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro gestiegen. Einkommens- und Vermögenssteuern sorgten insgesamt für ein Plus von 6,9 Prozent auf 18,8 Milliarden. Verbrauchs- und Verkehrssteuern nahmen um 1,8 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro zu.

Eine Grafik zeigt die österreichischen Steuereinnahmen im ersten Halbjahr 2015

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/BMF

Bewegung ist bei einigen Steuern zu erkennen, bei denen es mit der Steuerreform Änderungen geben soll. So stiegen die Einkünfte aus der Grunderwerbsteuer um 12,7 Prozent, jene aus Kapitalertragssteuern auf Zinsen um 41,7 Prozent.

Schaumweinsteuer plus 846 Prozent

Die erst kürzlich vom Verfassungsgerichtshof als verfassungskonform bestätigte Schaumweinsteuer hat bisher 9,8 Millionen Euro gebracht - das klingt nicht viel, ist aber um 8,8 Millionen oder beeindruckende 846 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014. Auch die rauchenden Österreicher sorgen für Mehreinnahmen, nämlich plus vier Prozent Tabaksteuer (rund 850 Mio. Euro).

Bei Normverbrauchsabgabe (NoVA) und Kfz-Steuer zeigen sich deutliche Rückgänge, bei der motorbezogenen Versicherungssteuer dagegen ein Zuwachs. Allerdings ist der monatliche Budgetvollzug nicht komplett aussagekräftig, da gewisse Steuersätze nicht monatlich eingehoben bzw. abgerechnet werden, womit Schwankungen auftreten.

Strengere Regeln für Pflanzenschutzmittel im Hausbereich

Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingartenbereich dürfen künftig nur noch von speziell ausgebildeten Personen verkauft werden. Das sieht eine Novelle zur Pflanzenschutzmittelverordnung vor, die heute vom Umweltministerium kundgemacht wurde.

Ab 26. November müssen alle Personen, die im Fachhandel Pflanzenschutzmittel verkaufen bzw. Kunden beraten, eine fachspezifische Ausbildung absolviert haben und über eine entsprechende Bescheinigung verfügen. In jedem Fall muss eine entsprechend ausgebildete Person im Unternehmen während der Geschäfts- und Betriebszeiten anwesend sein.

„So ist gewährleistet, dass alle Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner bestmöglich über die sachgerechte Anwendung sowie die Risiken der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln aufgeklärt werden“, hieß es aus dem Ministerium. Ziel ist auch eine Sensibilisierung der Konsumenten bezüglich der Verwendung solcher Produkte.

Hobbygärtner können Pflanzenschutzmittel nur noch im Fachhandel erwerben. Eine Abgabe im Lebensmitteleinzelhandel oder in Form der Selbstbedienung ist nicht erlaubt. Die Mittel müssen eigens für die Verwendung im Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sein und dürfen keine schwerwiegenden gefährlichen Eigenschaften aufweisen.

Wirtschaft

WIFO: BIP wuchs im zweiten Quartal um 0,3 Prozent

Österreichs Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zugelegt. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem ersten Quartal leicht, teilte das WIFO heute zu seiner Schnellschätzung mit.

Schwache Zeichen der Besserung

Für das erste Vierteljahr revidierten die Ökonomen die Zahl von plus 0,1 auf plus 0,2 Prozent. Die Experten sprechen von schwachen Zeichen der Besserung. Im zweiten Quartal blieb die Binnennachfrage schwach, nur der Konsum lebte etwas auf, so das WIFO. „Die ungünstige Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen wirkte leicht belastend, der Außenbeitrag lieferte keine Impulse.“

Im Jahresabstand wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von April bis Juni real um 0,4 Prozent, genauso stark wie von Jänner bis März. Im vierten Quartal 2014 hatte es ein Minus von 0,2 Prozent gegeben, im dritten Quartal 2014 ein Wachstum von 0,3 Prozent und in den vierteljährlichen Perioden davor eine etwas stärkere Zunahme.

Lufthansa erzielte mehr Gewinn

Billiges Kerosin und ausgebliebene Streiks haben der deutschen AUA-Konzernmutter Lufthansa von April bis Juni überraschend viel Rückenwind gebracht. Im gesamten ersten Halbjahr 2015 erzielte Europas größte Fluggesellschaft einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern von 468 Millionen Euro, wie sie heute mitteilte.

Das war mehr als zweieinhalbmal so viel wie die 178 Millionen ein Jahr zuvor und deutlich mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz wuchs getrieben vom schwachen Euro um 8,5 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis sprang vor allem wegen eines lukrativen Finanzgeschäfts vom März von minus 79 Millionen auf plus 954 Millionen Euro.

Zweites Quartal bei AUA „deutlich positiv“

Die zur Lufthansa gehörende AUA beendete das erste Halbjahr 2015 mit einem Vorsteuerverlust von 17 Mio. Euro. Der Abgang bis Juni ist aber deutlich geringer als vor einem Jahr, als wegen KV-Rückstellungen für das fliegende Personal ein Halbjahresverlust (im Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 41 Mio. Euro angefallen war.

„Deutlich positiv“ war laut AUA-Mitteilung heuer aber das zweite Quartal 2015 mit einem Vorsteuergewinn von 36 Mio. Euro, das trotz der Krisen im Osten (Russland, Ukraine) und in Nahost verbucht wurde. Es reichte aber nicht aus, um auf Halbjahressicht den Verlust vom Winter wettzumachen.

Chinas Aktienmärkte wieder im Minus

Trotz ausgedehnter staatlicher Hilfe fehlt den Anlegern das Vertrauen in Chinas Aktienmärkte. Nach einer kurzen Erholung am Vortag ging die Talfahrt der Börsen in Schanghai und Shenzhen heute weiter.

Experten gehen davon aus, dass der Staat den Märkten noch lange unter die Arme greifen muss, bis die seit Mitte Juni anhaltende Achterbahnfahrt endet.

Der Shanghai Composite Index fiel um 2,2 Prozent auf 3.705 Punkte, während der Shenzhen Component Index sogar um 3,33 Prozent auf 12.395 Punkte absackte. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem NASDAQ-Index in den USA ähnelt, verlor sogar 4,93 Prozent auf 2.561 Punkte.

„Auf der einen Seite versucht die Regierung, die Märkte zu stabilisieren und den Ausverkauf zu stoppen, aber auf der anderen Seite fehlt den Anlegern das Vertrauen, und sie lösen ihre Positionen auf“, sagte Gao Xiang vom Wertpapierhaus CITIC der Nachrichtenagentur Xinhua. Das Auf und Ab werde noch weitergehen.

IT

Hohe Ausgaben drücken Gewinn von Facebook

Das Soziale Netzwerk Facebook steigert den Umsatz weiter deutlich - allerdings auch die Ausgaben. Das belastet den Gewinn. Unter dem Strich blieben im abgelaufenen Quartal 719 Millionen Dollar und damit neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der US-Konzern gestern nach Börsenschluss mitteilte. Die Kosten stiegen zugleich um mehr als vier Fünftel.

Anleger reagierten zunächst skeptisch auf den Quartalsbericht. Die Ausgaben von Facebook stiegen im zweiten Quartal kräftig um 82 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte bereits eine Investitionsoffensive angekündigt, er steckt unter anderem viel Geld in Rechenzentren. Dass die Kosten so stark zulegen würden, hatten Analysten aber nicht kommen sehen.

Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen der Wall Street. „Es war ein weiteres starkes Quartal für unsere Community“, kommentierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Zahlen.

Werbeeinnahmen um 43 Prozent gestiegen

Die weltweite Zahl der Nutzer, die mindestens einmal im Monat bei Facebook vorbeischauen, stieg im Juni um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,49 Milliarden. Die besonders wertvollen täglich aktiven User nahmen um 17 Prozent auf 968 Millionen zu. Der Trend zur mobilen Nutzung hält an. Inzwischen greifen 844 Millionen Mitglieder täglich von Smartphones und Tablets auf den Dienst zu - das waren 29 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Werbeeinnahmen - Facebooks wichtigste Geldquelle - stiegen im letzten Quartal um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,8 Milliarden Dollar. Etwa 76 Prozent davon werden mittlerweile auf mobilen Geräte erwirtschaftet.

Nokia wächst dank Euro-Schwäche

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia macht vor seiner geplanten milliardenschweren Übernahme von Alcatel-Lucent im Tagesgeschäft Fortschritte. Beim Umsatz legte der ehemalige Handyweltmarktführer im zweiten Quartal im Jahresvergleich zwar nur dank dem günstigen Euro um neun Prozent auf 3,21 Mrd. Euro zu, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Bei der Profitabilität zeigte sich nach dem schwachen Jahresbeginn aber Besserung, Vorstandschef Rajeev Suri verwies insbesondere auf Erfolge in der wichtigen Netzwerksparte. Unter dem Strich verdiente Nokia 347 Mio. Euro. Vor einem Jahr hatten die Finnen dank dem Verkauf der Handysparte an Microsoft 2,51 Mrd. Euro verdient.

Nokia konzentriert sich nach dem Verkauf der Handysparte auf das Ausrüstergeschäft für Netzwerke - also etwa Sendestationen für Mobilfunknetze. Mit dem Zukauf von Alcatel-Lucent will das Unternehmen insgesamt weltweit die Nummer eins werden vor dem schwedischen Rivalen Ericsson. Auch der Kartendienst Here steht zum Verkauf.

Sport

Europa League: WAC fiebert Dortmund entgegen

Für den WAC steht heute mit dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund (21.05 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) das Spiel des Jahres auf dem Programm. Trainer Dietmar Kühbauer fordert von seinen Spielern daher vollen Einsatz: „Solche Spieler gibt es in Österreich nicht. Wir müssen unser Fell so teuer wie möglich verkaufen.“ Man sei klarer Außenseiter, wolle sich gegen den Champions-League-Sieger von 1997 aber „natürlich gut präsentieren“, so der Coach.

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Europa League: Sturm erwartet „spielstarkes“ Kasan

Sturm Graz geht heute (19.00 Uhr, live in Konferenz in ORF eins) mit einigen Erwartungen ins Europa-League-Duell mit Rubin Kasan. „Wir wollen zu Hause ein gutes Ergebnis erzielen, das uns fürs Rückspiel alles offenlässt“, gab Trainer Franco Foda die Richtung vor. Die Russen schätzt er als „spielstarke Mannschaft mit großer individueller Klasse“ ein. Zeitgleich ist auch Altach gegen Vitoria Guimaraes im Einsatz, die Vorarlberger haben laut Trainer Damir Canadi „nichts zu verlieren“.

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Champions League: Salzburg mit 2:0 rundum zufrieden

Meister Salzburg hat gestern mit dem 2:0-Heimsieg gegen Malmö FF die Weichen auf den Einzug ins Play-off der Champions League gestellt. Das Ergebnis und die dabei gezeigte Leistung hinterließen bei den „Bullen“ rundum zufriedene Gesichter. Zwar lief spielerisch noch nicht alles nach Plan, vom Engagement her präsentierten sich die neu formierten Salzburger aber als Einheit. „Wir haben Herz gezeigt“, brachte Valon Berisha die Vorstellung, für die es auch von Coach Peter Zeidler Lob gab, auf den Punkt.

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Chronik

Lkw raste in Pilgergruppe in Mexiko: 20 Tote

Im Norden von Mexiko hat ein Mann die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren und ist in eine Gruppe von Pilgern gerast. Bei dem Unglück in der Ortschaft Mazapil im Bundesstaat Zacatecas kamen mindestens 20 Menschen ums Leben.

Das berichtete die Zeitung „Milenio“ gestern Abend (Ortszeit) unter Berufung auf den Bürgermeister von Mazapil, Vicente Perez Esquivel.

In anderen Medienberichten war von 23 Toten die Rede. Unter den Toten soll auch ein vierjähriges Kind sein, berichtete die Zeitung „Zocalo“ (Onlineausgabe). Bei dem Unglück gestern Abend wurden demnach mindestens 36 weitere Pilger zum Teil schwer verletzt. Helfer brachten sie in Privatautos in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Lkw-Unfall in Mazapil, Mexiko

APA/Mazapil

Der verunglückte Lkw

In einem auf YouTube veröffentlichten Video sind die Momente nach dem Unglück zu sehen. Tote liegen am Straßenrand, daneben kauern weinende Verletzte. Manche bluten, viele stehen unter Schock. Dutzende Anrainer und Passanten versuchen zu helfen. Im Hintergrund sind Flammen und mehrere Autowracks sichtbar. Die Gläubigen hatten an einer Feier für einen Schutzheiligen der Gemeinde teilgenommen.

Vermutlich hätten die Bremsen des Lastwagens versagt, wie der Innenminister des Bundesstaates, Jaime Santoyo Castro, sagte. Erste Berichte, dass der Fahrer nach dem Unfall geflüchtet sei, wollte er nicht bestätigen. Es könne sein, dass er sich unter den Toten oder Verletzten befinde. Der Gouverneur von Zacatecas, Miguel Alonso Reyes, kündigte Hilfe für die Opfer an.

Probleme auf Flughafen Rom nach Waldbrand

Nachdem wegen eines Waldbrands in der Nähe des internationalen Flughafens Rom-Fiumicino gestern vorübergehend Starts und Landungen ausgesetzt wurden, kämpft der Airport weiterhin mit Schwierigkeiten. Mehrere Flüge starteten mit Verspätung von Italiens größtem Flughafen. Schlangen von Passagieren bildeten sich vor den Check-in-Schaltern.

Waldbrand in der Nähe des Römer Flughafens Fiumicino

APA/EPA/Telenews

Hunderte Touristen mussten stundenlang ausharren, bis sie Informationen über ihren Flug erhalten konnten, berichteten italienische Medien. Von den Problemen waren Flüge nach Wien nicht betroffen, teilten die Betreiber des Flughafens mit.

Inzwischen waren Feuerwehrmannschaften noch im Einsatz, um den Brand zu löschen, der gestern in einem Pinienwald unweit des Flughafens gelegt wurde. Mehrere Hektar gingen verloren.

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Kultur

Tom Cruise: „Mission: Impossible 6“ bereits in Vorbereitung

Der fünfte Teil von „Mission: Impossible“, „Rogue Nation“, ist noch nicht in den Kinos angelaufen, da bestätigt Hollywood-Star Tom Cruise bereits Pläne für Teil sechs. „Wir haben gerade mit den Vorbereitungen begonnen“, sagte der 53-Jährige gestern Abend (Ortszeit) im Interview mit „Daily Show“-Moderator Jon Stewart. „Die Dreharbeiten beginnen wahrscheinlich nächsten Sommer.“

Bedenkt man, dass „Rogue Nation“ am 6. August und damit genau ein Jahr nach Start der Dreharbeiten in Wien in die heimischen Kinos kommt, könnte Teil sechs bereits 2017 erscheinen. Eine denkbar kurze Zeitspanne, trennen die bisherigen Folgen der seit 1996 laufenden Agentenfilmreihe doch zumindest drei bis sechs Jahre. Aktuell steht Cruise im 80er-Jahre-Biopic „Mena“ von Doug Liman als Drogenschmuggler vor der Kamera.

Die „Daily Show“ ist die neueste Interviewstation des US-Schauspielers, der seit der Weltpremiere in Wien kräftig die Werbetrommel für „Mission: Impossible - Rogue Nation“ rührt. Wenige Tage zuvor hatte er sich Moderator Jimmy Fallon in der „Tonight Show“ ein „Lip Sync Battle“ geliefert und mit der Playback-Darbietung von u. a. „Can’t Feel My Face“ von The Weeknd viel Aufmerksamkeit in Sozialen Netzwerken erhalten.

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