Inland

Polizei will nicht genehmigte WKR-Demos notfalls auflösen

Das Verbot zweier Kundgebungen der Initiative NOWKR gegen den rechten Akademikerball am Freitag - neben anderen - hat gestern für heftige Debatten gesorgt. Das Bündnis kündigte an, trotzdem zu demonstrieren. Der Vorwurf seitens der Behörden lautet, NOWKR würde zu Gewalt aufrufen.

In der ZIB2 nahm Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl dazu Stellung. Man habe „mit einer größeren Menge an Gewaltbereiten zu rechnen“, so Pürstl. Das Wesentliche sei aber, dass mit allen beteiligten Seiten gesprochen worden sei und „die gesetzlichen Grenzen“ abgesteckt worden seien. Nützt dieser Dialog nichts, werde konsequent eingegriffen.
Auf die Frage, was das für NOWKR-Kundgebungsteilnehmer heiße, sagte Pürstl, die Versammlungen seien verboten. Die nicht genehmigten Kundgebungen würden im äußersten Fall aufgelöst, das sei „keine Frage“.

NOWKR kündiget an, trotzdem „auf die Straße zu gehen“ und warnte vor chaotischen Zuständen in der Stadt.

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Thema spaltet die Grünen

Solidarität oder nicht, das ist bei den Grünen eine Frage der Generationen. Während sich die grüne Studentenfraktion GRAS heute empört über das Verbot der NOWKR-Demos zeigte und sich mit „allen antifaschistischen Protesten“ gegen den rechten Akademikerball solidarisierte, erklärte der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz auf seiner Facebook-Seite in Richtung NOWKR: „Wir gehen euch nicht in die Soli-Falle.“

Pilz hatte bereits zuvor in einer Presseaussendung an die NOWKR-Demonstranten appelliert, sich von Gewalt zu distanzieren. In seinem Facebook-Eintrag wurde er noch deutlicher: „Haltet uns doch nicht für dumm. Das Verbot eurer Demo ist ebenso euer Ziel wie der Krawall. Es geht nicht um Antifaschismus, es geht euch nur um euch selbst.“

Parteiinterner Zwist schon letztes Jahr

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) sahen das anders. Die Untersagung der NOWKR-Demo sei „skandalös“. Die GRAS solidarisiere sich mit allen antifaschistischen Protesten gegen den Akademikerball, ließen sie in einer Aussendung wissen. Die Wiener Polizei hatte kurz zuvor die NOWKR-Demo verboten.

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Rund um den Ball hatte es bereits im Vorjahr parteiinterne Unstimmigkeiten gegeben. Bundessprecherin Eva Glawischnig drohte damals den Jungen Grünen mit dem Rauswurf als Jugendorganisation, nachdem auf einer von ihnen unterhaltenen Website Gegner des Balls den Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ veröffentlicht hatten.

Terrorismusexperte fordert mehr Mittel für Deradikalisierung

Die westlichen Gesellschaften sollten nach Ansicht des Politologen und Terrorismusexperten Thomas Schmidinger von der Universität Wien mehr Geld in Deradikalisierungsprogramme investieren, um dem Extremismus vorzubeugen. „Es ist viel wichtiger, Geld in die Deradikalisierung zu investieren, als nur die Polizei zu bewaffnen“, sagte Schmidinger gestern vor dem EU-Parlament in Brüssel.

Gründe „liegen nicht in der Religion“

Notwendig seien solche Programme etwa in Gefängnissen. Die Gründe für die Radikalisierung liegen nach Erkenntnissen des Experten nicht in der Religion. „Die Leute sind nicht auf der Suche nach Religion.“ Vielmehr gehe es eine Entfremdung von der Gesellschaft und persönliche Krisen. In Österreich kämen Dschihadisten hauptsächlich aus Bevölkerungsgruppen, die selbst in ihrer Kindheit eine Kriegstraumatisierung erlebt hätten, wie etwa Tschetschenen und Bosnier.

„Elemente einer Jugendsubkultur“

Der Dschihadismus sei eine Ideologie, die sich selbst von traditionellen Muslimen distanziere, indem ihre Anhänger selbst definierten, wer „ein richtiger Muslim“ sei, und auch den Dschihad als individuelle religiöse Pflicht definierten. Dabei habe der Dschihadismus in Europa auch Elemente einer Jugendsubkultur, etwa Pop- und Rapsongs sowie Comicstrips, in denen die Ideologie transportiert werde, sagte Schmidinger.

Mikl-Leitner will Vorzugsstimmenhürde weiter senken

Die Vorzugsstimmenhürden bei Nationalratswahlen sollen weiter gesenkt werden, hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gestern im Verfassungsausschuss angekündigt. Analog zur EU-Wahl sollen auf Bundes- und Landesebene künftig fünf Prozent für die Vorreihung reichen, im Regionalwahlkreis neun Prozent.

Bisher kein wirklicher Effekt

Schon mit dem „Demokratiepaket“ 2013 war die Vorzugsstimmenhürde gesenkt worden. Seither wird ein Nationalratskandidat vorgereiht, wenn er Vorzugsstimmen im Ausmaß von 14 Prozent der Parteisumme im Wahlkreis, zehn Prozent auf Landes- und sieben Prozent auf Bundesebene bekommt. Die Ankündigung, dass die Wähler damit mehr Einfluss auf die Zusammensetzung des Nationalrats haben, bestätigte sich allerdings nicht.

Bei der Nationalratswahl 2013 wurde kein einziger Kandidat auf den Bundeslisten vorgereiht. Auf Landesebene schaffte nur einer die Hürde, der ohnehin auf Platz eins stand. In den Wahlkreisen verdankt nur eine Abgeordnete (Martina Diesner-Wais von der ÖVP) ihr Mandat den Vorzugsstimmen.

Ausland

EU-Außenminister beraten über weitere Russland-Sanktionen

Bei einem Sondertreffen zum Ukraine-Konflikt beraten die Außenminister der EU-Staaten heute Nachmittag über mögliche neue Strafmaßnahmen gegen Russland. Im Raum stehen weitere Wirtschaftssanktionen wegen der mutmaßlichen Unterstützung für die Separatisten im Osten der Ukraine.

Als ersten Schritt in diese Richtung könnten weitere Unterstützer von Kreml-Chef Wladimir Putin auf eine Liste gesetzt werden, die für das EU-Territorium Einreiseverbote und Kontensperren vorsieht. Konkrete Entscheidungen zu einer möglichen Ausweitung von Wirtschaftssanktionen werden nach Angaben von Diplomaten allerdings vermutlich erst bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs am 12. Februar getroffen.

Neue Regierung Tsipras setzt in Athen auf „radikalen Wandel“

Die neue Regierung in Athen unter dem linken Ministerpräsidenten Alexis Tsipras setzt auf hohes Tempo und will offenbar das Land umkrempeln. Tsipras kündigte gestern einen „radikalen Wandel“ an. So werde er der Klientelwirtschaft ein Ende setzen. Auch wurden offenbar erste, von den Gläubigern EU, EZB und IWF geforderte und unter der letzten Regierung in die Wege geleitete Privatisierungen auf Eis gelegt. Darunter sollen sich der Hafen von Piräus, einige staatliche Firmen und die griechische Eisenbahngesellschaft befinden. Tsipras will mit den Gläubigern über Schuldenentlastungen verhandeln. Weiters sollen gekündigte Beamte in den Dienst zurückgeholt werden.

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Erste Runde zur Wahl des italienischen Präsidenten

Die italienischen Abgeordneten und Senatoren treten heute Nachmittag zur ersten Runde in der Wahl eines neuen Präsidenten zusammen. Vor der Abstimmung in Rom waren keine Kandidaten für die Nachfolge von Giorgio Napolitano öffentlich genannt worden, doch hinter den Kulissen versucht Regierungschef Matteo Renzi, einen mehrheitsfähigen Kandidaten zu finden.

Als mögliche Kandidaten gelten die früheren Ministerpräsidenten Romano Prodi und Giuliano Amato, Ex-Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan, Verteidigungsministerin Roberta Pinotti und der frühere Bürgermeister Roms, Walter Veltroni. Es wird erwartet, dass in den ersten drei Wahlrunden kein Bewerber die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhält. In der vierten Runde ist nur noch eine einfache Mehrheit nötig. Der 89-jährige Napolitano war Mitte Jänner zurückgetreten.

PEGIDA-Sprecherin Oertel zurückgetreten - Demo abgesagt

Schwere Führungskrise bei PEGIDA: Die Sprecherin der islamkritischen Bewegung, Kathrin Oertel, und vier weitere Mitglieder des Organisationsteams haben ihre Ämter niedergelegt. Das bestätigte das Bündnis gestern auf seiner Website. Zuerst hatte das Magazin „Stern“ darüber berichtet.

„Kathrin hat vorerst ihr Amt als Pressesprecherin niedergelegt“, teilte PEGIDA mit und sprach von einer „Auszeit“ wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile. Weiter hieß es, der frühere CDU-Stadtrat von Meißen, Thomas Tallacker, habe in letzter Zeit wegen der Presseberichterstattung berufliche Nachteile gehabt. In einer Sondersitzung soll in den nächsten Tagen ein neuer Vorstand gewählt werden.

Interner Clinch nur schwer zu verdecken

PEGIDA-Mitbegründer Lutz Bachmann sagte der „Süddeutschen Zeitung“, Oertel sei zurückgetreten, weil sie aus Antifa-Kreisen massiv bedroht worden sei. Weder Oertel noch er stünden künftig für Vorstandsposten zur Verfügung. Bachmann war vor einer Woche wegen ausländerfeindlicher Facebook-Posts als Vereinschef zurückgetreten. Auch der Wirtschaftsberater Bernd-Volker Lincke trat aus dem Führungskreis zurück. Er sagte, er könne und wolle sich „mit den Äußerungen von Lutz Bachmann nicht identifizieren.“

Laut Linckes Angaben steigen auch AfD-Mitglied Achim Exner und Vereinsvize Rene Jahn aus. Nach Berichten mehrerer Medien wurde zuletzt bei einer Sitzung des Vereinsvorstands über die Rolle Bachmanns diskutiert. Er wollte sich entgegen seinen Ankündigungen offenbar doch nicht ganz aus der Bewegung zurückziehen.

Demo abgesagt

Nach den Rücktritten wurde die für Montagabend geplante Demonstration in Dresden abgesagt, das bestätigte ein Stadtsprecher in der sächsischen Landeshauptstadt. An der PEGIDA-Kundgebung am Sonntag nahmen nach Angaben der Polizei 17.300 Menschen teil und damit weniger als bei der Demonstration zwei Wochen zuvor. Gegner der Bewegung setzen darauf, dass sich PEGIDA allmählich selbst zerlegt und der Zulauf schwindet.

Wirtschaft

RBI will Russland-Risiken reduzieren - keine Verkäufe

Die Raiffeisen Bank International (RBI), deren Aktienkurs seit Wochen auf Talfahrt ist, trifft Vorsorgen: Dabei werden Bilanzrisiken (risikogewichtete Aktiva, RWA) von „mindestens 20 Prozent“ abgebaut. Damit soll der Kapitalpuffer ausgebaut werden, hieß es in einer Pflichtmitteilung nach Aufsichtsratsberatungen gestern Abend.

Der Abbau der risikogewichteten Aktiva werde auch das Russland-Geschäft der RBI-Gruppe betreffen, heißt es in der Mitteilung. Dazu hielt die Bank fest, „dass entgegen Marktgerüchten keine Verkaufsgespräche“ zu ihrer russischen Tochterbank geführt würden.

Kapitalpuffer „komfortabel“

In den vergangenen Tagen hatten Gerüchte über einen möglichen Rückzug aus Russland, aber etwa auch aus Polen, die Runde gemacht. Aus dem Russland-Segment erwartet die RBI nach eigenen Angaben für 2014 weiterhin deutlich über 300 Mio. Euro Gewinn. Trotz erwarteter höherer Wertberichtigungen rechne man auch für 2015 in Russland mit einem positiven Ergebnis.

Noch vor der Zahlenbekanntgabe für 2014 - die seit einigen Tagen auf den 9. Februar vorverlegt ist - nannte die Bank auch eine Kapitalkennzahl: Per 31. Dezember sei die harte Kernkapitalquote (Tier 1 Ratio) der RBI bei rund zehn Prozent gelegen, die Eigenmittelquote betrage über 15 Prozent. Die Bank erfülle somit sämtliche regulatorische Kapitalerfordernisse komfortabel. „Der Vorstand der RBI stellt klar, dass keine Kapitalerhöhung geplant ist“, heißt es in der Pflichtmitteilung.

„Standard“: Justiz ermittelt gegen Ex-Vorstände der ÖVAG

Die Staatsanwaltschaft geht in Sachen ÖVAG (Volksbanken AG) einer Fülle von Verdachtsmomenten nach, darunter dem Vorwurf des Betrugs, der Untreue, der Bilanzfälschung und mutmaßlicher Kapitalmarktverstöße.

Laut Korruptionsstaatsanwaltschaft wird noch gegen sieben ehemalige Vorstandsmitglieder und (in einem Fall) gegen die ÖVAG selbst ermittelt, schreibt der „Standard“.

Unter anderem prüfe die Behörde auf Basis der Anzeige eines Ex-Bankers, ob die Volksbank International (VBI) zu billig verkauft wurde. Beim Betrugsverdacht gehe es um darum, ob die Banker bei ihrem Ansuchen um Gewährung von Partizipationskapital vom Staat (2009 floss eine Milliarde Euro) nicht bereits wussten oder wissen hätten müssen, dass das Geld nicht mehr zurückgezahlt werden kann.

Neue Anzeigen eingelangt

Außerdem prüfe die Justiz den Vorwurf, dass ÖVAG und Volksbanken von 1985 bis 2012 zu hohe Eigenbestände an PS-Kapital gehalten hätten. Sie hätten, um die Grenzen nicht zu überschreiten, die Papiere untereinander weitergereicht - unter der Nebenabrede, so der Vorwurf, dass die Dividenden der jeweiligen weiterreichenden Bank zufließen. In allen genannten Fällen gilt die Unschuldsvermutung.

Erst vorige Woche seien neue Anzeigen bei der Strafverfolgungsbehörde eingelangt. Zehn Privatanleger argumentieren, sie hätten PS-Scheine der ÖVAG gezeichnet, im Vertrauen auf die Ankündigung des Vorstands, dass der Turnaround der Bank 2011 geschafft sein werde. In diesem Zusammenhang wird dem Bericht zufolge schon länger wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung ermittelt.

Fed belässt Leitzins auf Rekordtief

Trotz des Anspringens der Konjunktur hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vorerst keine Eile mit einer Zinserhöhung. Sie will die Normalisierung der Geldpolitik „geduldig“ angehen, wie die Notenbank nach ihrer Zinssitzung gestern mitteilte. Die Fed hält den Leitzins seit Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent.

Die Fed dürfte die Zinswende frühestens zur Jahresmitte einläuten. Einer der Gründe für die Zurückhaltung ist, dass die Preise im Sog der niedrigen Energiekosten weit langsamer steigen, als der Notenbank lieb ist. Sie strebt einen Wert von 2,0 Prozent an, im Dezember stiegen die Preise zum Vorjahr jedoch nur um 0,8 Prozent.

Ratingagentur S&P vor Mrd.-Vergleich mit US-Regierung

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) steht im Rechtsstreit mit der US-Regierung um geschönte Kreditbewertungen laut einem Zeitungsbericht vor einer Einigung. Bereits heute könne ein Vergleich über 1,37 Mrd. Dollar (1,21 Mrd. Euro) bekanntgegeben werden, meldete das „Wall Street Journal“ heute.

Mit der Zahlung würde sich S&P in einem vor fast zwei Jahren gestarteten Verfahren freikaufen. Das Justizministerium wirft der Ratingfirma vor, Bonitätsnoten für Hypothekenanleihen frisiert zu haben. 20 US-Staaten hatten sich der Klage später angeschlossen.

Strafe und teilweises Ratingverbot

Die zu positiven Bewertungen der Papiere gelten als Brandbeschleuniger der Finanzkrise von 2008. S&P würde mit der Strafe wohl noch relativ glimpflich davonkommen - das Justizministerium hatte ursprünglich fünf Mrd. Dollar gefordert.

S&P hatte die Vorwürfe zunächst vehement bestritten. Niemand habe das Ausmaß des Einbruchs auf dem Immobilienmarkt voraussehen können. Das Unternehmen ist die führende der drei großen Ratingagenturen, zu denen noch Moody’s und Fitch zählen. In der vergangenen Woche hatte sich S&P bereits mit der US-Börsenaufsicht auf einen Vergleich geeinigt, um Vorwürfe wegen geschönter Kreditbewertungen aus der Welt zu schaffen. S&P zahlt 77 Mio. Dollar und darf ein Jahr lang keine Ratings mehr für bestimmte durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen vergeben.

Sport

Fußball: Figo wirft sich in den FIFA-Machtkampf

Nach Prinz Ali bin al-Hussein, Jerome Champagne, Michael van Praag und David Ginola hat die Anzahl der Herausforderer von FIFA-Boss Joseph Blatter für die Präsidentenwahl im Mai weiter Zuwachs erhalten. Diesmal hat der Kandidat aber einen klingenden Namen und auch bei den Fußballfans einen gewissen Bekanntheitsgrad: Luis Figo. „Der Fußball verdient etwas Besseres“, erklärte der 42-jährige Weltfußballer von 2001, dem im Vergleich zu den anderen Kandidaten bessere, aber im Endeffekt auch nur geringe Chancen eingeräumt werden.

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Handball-WM: Sensation und Krimis in Viertelfinal-Spielen

Das Viertelfinale der WM in Doha hat es gestern in sich gehabt. Die mit eingebürgerten Europäern gespickte „Weltauswahl“ von Gastgeber Katar warf nach Österreich auch Deutschland aus dem Turnier. Im Schatten dieser Sensation entwickelten sich zwei weitere Spiele in der Runde der letzten Acht zu echten Krimis. Titelverteidiger Spanien erzielte das Siegestor gegen Dänemark praktisch mit der Schlusssirene. Polen setzte sich hauchdünn gegen Kroatien durch. Nur Frankreich behielt gegen Slowenien klar die Oberhand.

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Ski alpin: Ein Russe mischt die Weltspitze auf

Mit seinem Sieg beim prestigeträchtigen Nachtslalom in Schladming hat Alexander Choroschilow sich in den Favoritenkreis für den WM-Slalom in Beaver Creek geschoben. Der erste Sieg des 30-jährigen Russen kam nicht wirklich überraschend, denn er hatte in dieser Saison schon ein paarmal auf sich aufmerksam gemacht. Auch für ihn selbst sei es keine Sensation gewesen, so Choroschilow. Er habe nur die Trainingsleistung auch ins Rennen umsetzen müssen.

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Chronik

Lawinenopfer nach eineinhalb Stunden lebend geborgen

Bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Lech in Vorarlberg ist gestern ein Skifahrer verschüttet worden. Nach eineinhalb Stunden konnte der Mann lebend geborgen werden - und das, obwohl er sein Suchgerät abgeschaltet hatte. In Oberösterreich konnte hingegen ein Verschütteter nur noch tot geborgen werden.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at und ooe.ORF.at

Auf der Innsbrucker Nordkette am Hafelekar waren zuvor am Vormittag zwei Lawinen im freien Skiraum abgegangen. Drei Variantenfahrer wurden verschüttet. Zwei Verschüttete gab es auch auf dem Kitzbüheler Horn. Eine Person wurde schwer verletzt.

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Auch ein Lawinenabgang auf dem Seekareck in Obertauern (Salzburg) ging glimpflich aus: Ein Variantenfahrer, der das Schneebrett ausgelöst hatte, wurde nur teilweise verschüttet und konnte sich unverletzt befreien.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Drei Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der gestrigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat es drei Sechser gegeben. Laut Ausendungen der Österreichischen Lotterien kommen die Gewinner aus Niederösterreich und der Steiermark. Sie erhalten jeweils rund 2,5 Mio. Euro. Der Vierfachjackpot war der erste des Jahres, mehr als 9,3 Mio. Tipps waren abgegeben worden.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

8 10 12 21 26 36 / Zusatzzahl 43

Die Jokerzahl lautet:

0 2 0 0 7 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Mäzen Flick schenkt Museen Berlin 104 Kunstwerke

Der Mäzen Friedrich Christian Flick schenkt den Staatlichen Museen Berlin 104 Werke zeitgenössischer Kunst. Darunter seien Arbeiten von Cindy Sherman, Rodney Graham, Candida Höfer, Paul McCarthy, Thomas Schütte und Thomas Struth, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gestern mit. Sie sollen in den Bestand des Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart übergehen.

Dem Museum hatte Flick 2008 bereits 166 Werke überlassen. Mit der Schenkung könne der Hamburger Bahnhof in Zeiten knapper Kassen seine Bestände um bedeutende Kunstwerke erweitern, sagte Direktor Udo Kittelmann. Die Schenkung soll im Herbst 2015 in einer Ausstellung vorgestellt werden.

30 Banksy-Werke für 612. 000 Euro versteigert

30 Werke des geheimnisvollen Streetart-Künstlers Banksy haben bei einer Auktion in London umgerechnet rund 612.000 Euro eingebracht. Die Drucke und Skulpturen stammten aus dem Besitz des Galeriebesitzers Steve Lazarides, der lange als Agent für Banksy gearbeitet hatte.

Am meisten war einem Bieter mit 40.000 Pfund (rund 53.500 Euro) das Bild "Precision Bombing" aus dem Jahr 2000 wert. Banksy ist vor allem für seine oft gesellschaftskritischen Kunstwerke bekannt, die häufig über Nacht auf Mauern auftauchen. Wer hinter dem Namen steckt, ist nicht bekannt.

Science

IT

Facebook wächst stärker als erwartet und verdient mehr

Facebook bleibt auf Wachstumskurs. Dank höherer Werbeeinnahmen stieg der Nettogewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Jahr davor um 34 Prozent auf 701 Mio. Dollar (rund 620 Mio. Euro), wie das Unternehmen gestern Abend nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte um 49 Prozent auf 3,85 Mrd. Dollar zu. Die Prognosen der Analysten konnten übertroffen werden.

Fast 1,4 Mrd. Mutzer weltweit

Die Zahl der monatlichen Nutzer stieg um 13 Prozent auf 1,39 Mrd. Im besonders wichtigen mobilen Markt kletterte sie um 26 Prozent auf 1,19 Mrd. Die Werbeeinnahmen legten um 53 Prozent auf 3,59 Mrd. Dollar zu, etwa 69 Prozent steuerten die umkämpften Anzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones bei. Die Markterwartungen wurden zwar übertroffen, doch die Aktie reagierte nachbörslich kaum auf die Zahlen.

Religion

Leute

Angeklagte Schwester von König Felipe VI. verkauft Palast

Die in eine Finanzaffäre verwickelte Infantin Cristina, die Schwester des spanischen Königs Felipe VI., will eine prachtvolle Villa in Barcelona verkaufen. Die 49-Jährige und ihr Mann Inaki Urdangarin (47) stellten bei der Justiz in Palma de Mallorca den Antrag, die Teilbeschlagnahmung des kleinen Palasts im Stadtteil von Pedralbes aufzuheben.

Auf sechs Mio. Euro geschätzt

Die Entscheidung zum Verkauf des Anwesens, dessen Wert in den Medien auf etwa sechs Millionen Euro geschätzt wird, sei der Infantin nicht leichtgefallen, betonte ihr Anwalt Miquel Roca Junyent in Barcelona.

Das Ehepaar lebt derzeit mit seinen vier Kindern in Genf. Der Ermittlungsrichter Jose Castro hatte die Villa zu 50 Prozent beschlagnahmen lassen, weil Urdangarin dem Gericht eine Sicherheit von 13,6 Millionen Euro vorlegen musste. Dem Ex-Handballstar wird zur Last gelegt, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung mit einem Komplizen Steuergelder in Höhe von sechs Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Cristina muss sich in der Affäre wegen des Verdachts eines Steuervergehens verantworten.

Lifestyle