Ausland

IS-Ultimatum: Amman will Geisel vor Austausch lebend sehen

Kurz vor Ablauf eines von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gestellten Ultimatums hat die jordanische Regierung Bedingungen für einen möglichen Gefangenenaustausch gestellt.

Eine von den Dschihadisten benannte Terroristin werde erst freigelassen, wenn der IS ein Lebenszeichen eines von der Terrormiliz gefangenen jordanischen Piloten veröffentliche, sagte Informationsminister Mohammed al-Momani heute.

Die IS-Miliz hatte in einer am Vormittag im Internet veröffentlichten Botschaft von dem haschemitischen Königreich einen anderen Austausch gefordert. Die seit 2005 in Jordanien inhaftierte Islamistin Sadschida al-Rischawi solle für die japanische Geisel Kenji Goto freikommen.

Andernfalls würden Goto und der ebenfalls gefangene jordanische Pilot ermordet. Als Zeit für den Ablauf des Ultimatums galt der Sonnenuntergang über der nordirakischen Stadt Mossul (15.30 Uhr MEZ).

Der Pilot befindet sich seit Mitte Dezember in der Gewalt des IS. Er war bei einem von der Anti-IS-Allianz koordinierten Angriffsflug in Nordsyrien abgestürzt. Ein letztes Lebenszeichen veröffentlichte der IS Ende Dezember. Die Islamisten fordern eine Übergabe Rischawis im syrisch-türkischen Grenzgebiet.

Präsidentenwahl in Rom begonnen - Mattarella Favorit

Im römischen Parlament hat heute die Wahl des neuen Staatspräsidenten begonnen. 1.009 Parlamentarier und Vertreter der 20 Regionen müssen den Nachfolger des vor zwei Wochen zurückgetretenen Giorgio Napolitano wählen. Napolitano selbst beteiligte sich als Senator auf Lebenszeit an der Wahl seines Nachfolgers. Er wurde im Parlament mit Applaus begrüßt.

Renzi stellte Kandidaten vor

Als offizieller Kandidat von Regierungschef Matteo Renzi und seiner Demokratischen Partei (PD), der stärksten Einzelpartei im Parlament, geht der sizilianische Verfassungsrichter Sergio Mattarella ins Rennen. Renzi geht davon aus, dass der ehemalige Verteidigungsminister im vierten Wahlgang am Samstag gewählt werde.

Dann ist für die Wahl des Präsidenten keine Zweidrittelmehrheit mehr, sondern lediglich die absolute Mehrheit notwendig. Mit einem niedrigeren Quorum könnte es Renzis PD gelingen, den 73-jährigen Mattarella zu küren.

Gegen Mattarella wehren sich jedoch Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine Mitte-rechts-Partei Forza Italia. Bei dem ersten Wahlgang wollen die Forza-Italia-Parlamentarier einen leeren Stimmzettel abgeben. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung unterstützt die Kandidatur des Ex-Richters Ferdinando Imposimato, die rechte Oppositionspartei Lega Nord den Starjournalisten Vittorio Feltri.

Geheime Abstimmung

Die Präsidentenwahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Die Auszählung jedes Wahlgangs soll bis zu vier Stunden dauern. Der Wahlversammlung gehören neben den Mitgliedern beider Kammern des Parlaments 58 Vertreter der 20 italienischen Regionen an. Der 89-jährige Napolitano war vor zwei Wochen aus Altersgründen zurückgetreten. Er war seit 2006 im Amt.

PEGIDA vor der Spaltung: Ex-Vorstände mit neuen Plänen

Nach heftigen internen Zerwürfnissen und dem Rückzug der halben Führungsriege steht das islamfeindliche deutsche PEGIDA-Bündnis vor der Spaltung. Ehemalige Mitglieder des Organisationsteams um die bisherige Sprecherin Kathrin Oertel planen offenbar die Gründung eines neuen Bündnisses.

Direkte Demokratie neu im Fokus

„Wir positionieren uns gerade neu“, sagte Bernd-Volker Lincke heute der dpa. Derzeit arbeite er gemeinsam mit Oertel an der Ausrichtung und Inhalten. Asylpolitik solle in den Hintergrund rücken, stattdessen solle es künftig stärker um Themen wie innere Sicherheit und direkte Demokratie gehen.

Die „Sächsische Zeitung“ berichtete, dass als Name für ein neues Bündnis die Bezeichnung „Bewegung für direkte Demokratie in Europa“ im Gespräch sei. Laut Lincke sollen die neuen Positionen noch vor dem 9. Februar vorgestellt werden - für den Tag hat das PEGIDA-Bündnis auf seiner Facebook-Seite wieder eine Kundgebung in Dresden angekündigt, nachdem die Kundgebung für Montag abgesagt wurde.

Sprecherin Oertel hatte gestern, nur eine Woche nach dem Rücktritt des PEGIDA-Mitbegründers Lutz Bachmann, ihr Amt niedergelegt. Mit ihr zogen sich weitere Mitglieder aus dem Team zurück - darunter auch Lincke.

EU will Dschihadisten an Ein- und Ausreise hindern

Im Anti-Terror-Kampf können die EU-Staaten künftig potenzielle Dschihadisten mit europäischem Pass leichter an der Ein- und Ausreise aus der EU hindern. Die EU-Kommission beschloss heute entsprechende Änderungen an der europaweiten Fahndungsdatenbank Schengener Informationssystem (SIS).

Somit seien vermehrte Kontrollen und ein schnellerer Datenaustausch über Terrorverdächtige möglich, teilte die EU-Behörde in Brüssel mit. Fahnder könnten dann die Pässe von Verdächtigen noch an der Grenze entwerten und diese festnehmen. Auf diese Weise wollen die EU-Staaten gewaltbereite Europäer, die sich etwa der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anschließen wollen, am Reisen hindern.

Nach Terror wächst Datenhunger der EU

Die EU-Kommission wagt zur Terrorbekämpfung einen neuen Anlauf für ein einheitliches Fluggastdatensystem. Das geht aus einem Papier der Kommission hervor, das die britische Bürgerrechtsbewegung Statewatch gestern im Internet veröffentlichte.

42 Datensätze sollen von allen Fluggästen, die nach oder von Europa aus fliegen, gespeichert werden. Diese sollen bis zu fünf Jahre lang gespeichert und den Sicherheitskräften zur Verfügung stehen. Die EU-Innenminister drängten auf eine rasche Umsetzung des Vorschlags. Wiederstand kommt aus dem EU-Parlament, das die Umsetzung derartiger Pläne vor zwei Jahren schon einmal mehrheitlich verhinderte.

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F: Polizei verhört Achtjährigen wegen radikaler Äußerungen

Ein achtjähriger Bub ist in Frankreich von der Polizei befragt worden, weil er nach dem Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in seiner Schule mit radikalen Äußerungen aufgefallen war. Der Bub wurde gestern in einem Kommissariat der südfranzösischen Stadt Nizza eine halbe Stunde lang vernommen, wie Polizeichef Marcel Authier sagte.

Bub wollte Schweigeminute für Terroropfer nicht einhalten

Der Bub hatte sich zunächst geweigert, am Tag nach dem „Charlie Hebdo“-Anschlag vor rund drei Wochen an seiner Schule eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer einzuhalten. Seinem Lehrer zufolge äußerte er zudem Solidaritätsbekundungen mit den islamistischen Attentätern, die beim Angriff auf „Charlie Hebdo“ zwölf Menschen getötet hatten.

„Angesichts des derzeitigen Kontextes hat der Schuldirektor entschieden, die Polizei zu informieren“, sagte Authier. „Wir haben das Kind und seinen Vater vorgeladen, um zu verstehen, wie ein achtjähriger Bub so radikale Äußerungen von sich geben kann.“ Der Bub habe aber „offenbar nicht verstanden, was er selbst gesagt hat“, betonte der Polizeichef. „Wir wissen nicht, wo er solche Äußerungen hernimmt.“

Das „Kollektiv gegen Islamfeindlichkeit in Frankreich“ kritisierte das Vorgehen der Behörden scharf. „Der Vater und sein Sohn sind zutiefst schockiert über eine solche Behandlung, die die kollektive Hysterie aufzeigt, in die Frankreich seit Anfang Jänner verfallen ist.“

Kiew motiviert Soldaten mit „Abschussprämien“

Im Kampf gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew „Abschussprämien“ für ihre Soldaten eingeführt. Einem heute veröffentlichten Beschluss zufolge zahlt der Staat für ein vernichtetes Fahrzeug der Aufständischen umgerechnet 600 Euro.

Zerstörte Panzer werden mit 2.400 Euro belohnt, und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6.000 Euro geben. Zusätzlich will die Regierung den Soldaten für jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Armeeangehörige klagen jedoch oft darüber, dass der finanziell angeschlagene Staat ihnen den Sold schuldet.

Elf Tote binnen 24 Stunden

Bei Kämpfen wurden indes binnen 24 Stunden weitere elf Menschen getötet. Unter den Opfern waren sechs Zivilisten und fünf ukrainische Soldaten, wie sich aus Angaben der prorussischen Rebellen und der ukrainischen Behörden ergab. Weitere 29 ukrainische Soldaten wurden verletzt, wie ein ukrainischer Militärsprecher sagte.

Die Zahl der Angriffe der Separatisten habe nach schweren Verlusten abgenommen. Ein Jugendlicher und zwei weitere Zivilisten wurden laut Polizeiangaben in Debalzewo, einer strategisch bedeutsamen Stadt zwischen Donezk und Lugansk, durch Artilleriefeuer getötet. In der Rebellenhochburg Donezk starben drei weitere Zivilisten in der Nacht auf heute, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Zehn weitere Zivilisten seien verletzt worden.

Inland

Steuern: Schelling rechnet mit planmäßigem Abschluss

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ist zuversichtlich, dass die in Verhandlung stehende Steuerreform planmäßig kommen wird.

„Es wird sich ausgehen“, zeigte sich der Ressortchef heute nach einem Arbeitsgespräch mit dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) im Landhaus Bregenz vor Medienvertretern optimistisch. Die Regierung will die Steuerreform ja am 17. März vorstellen.

Schelling bekräftigte zudem, dass es zur Gegenfinanzierung des Reformvolumens sicher „keine Vermögens- und Schenkungssteuer“ geben werde. „Ich bleibe dabei“, sagte der Finanzminister und erinnerte an seine Marschrichtung, Entlastungen durch die Steuerreform nicht nur über neue Einnahmen, sondern ebenso auch ausgabenseitig abzusichern.

Zudem gehe er davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum entgegen düsteren Prognosen positiver entwickeln werde, was den Spielraum für die Steuerreform ebenfalls vergrößern werde.

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Wirtschaft

Vor Rezession: Schweiz sucht Wege aus Franken-Krise

Nach der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Franken freizugeben, bleibt in der Schweizer Wirtschaft kein Stein auf dem anderen. Ökonomen prognostizieren für das erste Halbjahr bereits eine Rezession. Der Einkaufstourismus in die Nachbarländer bekommt weiteren Zustrom, während der Schweizer Tourismus mit fixen Wechselkursen und Pauschalrabatten verzweifelt um ausländische Gäste buhlt. Mittlerweile meint selbst der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, dass es an der Zeit sei, über Lohnsenkungen nachzudenken.

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OMV schwenkt wegen Ölpreises auf Sparkurs ein

Wegen des seit Mitte 2014 um mehr als die Hälfte eingebrochenen Ölpreises verstärkt die OMV ihre Sparanstrengungen und kürzt ihre Investitionspläne. Von 2015 bis 2017 will man nur noch 2,5 bis drei Mrd. Euro jährlich ausgeben, bisher waren für 2014 bis 2016 im Schnitt 3,9 Mrd. Euro an Investitionen geplant. Zudem wird das für 2016 geplant gewesene Förderziel von 400.000 Barrel/Tag auf später verschoben.

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Sport

Fußball: Bayern-Dominanz spaltet deutsche Liga

Mit dem Spitzenspiel zwischen Leader Bayern München und dem ersten Verfolger Wolfsburg kommt die deutsche Bundesliga morgen mit Pauken und Trompeten aus der Winterpause. Was die Konkurrenz der Münchner angeht, glaubt aber niemand daran, dass die hochkarätige Mannschaft mit ÖFB-Legionär David Alaba auf dem Weg zur Titelverteidigung straucheln könnte.

Die Überlegenheit der Bayern desillusioniert die einen und spornt die anderen an. Insgesamt ist der Rest der Liga im Schatten der Elf von Josep Guardiola gespalten. Sollten die Bayern in Wolfsburg gewinnen, droht jedenfalls Langeweile.

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Australian Open: Murray zieht in Endspiel ein

Andy Murray ist bei den Australian Open als erster Spieler ins Endspiel eingezogen. Der als Nummer sechs gesetzte Brite setzte sich heute in Melbourne gegen den Tschechen Tomas Berdych nach hartem Kampf durch.

Im Endspiel trifft Murray am Sonntag auf den Sieger des Duells zwischen dem serbischen Weltranglistenersten Novak Djokovic und Titelverteidiger Stan Wawrinka aus der Schweiz. Bei den Damen ist indes das Traumfinale bereits perfekt: Mit Serena Williams und Maria Scharapowa kämpfen am Samstag die zurzeit besten Spielerinnen um den Titel.

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Bundesliga: Austria schließt Einkaufstour ab

Zufrieden hat Franz Wohlfahrt seine erste Bilanz als Neo-Sportdirektor der Wiener Austria gezogen. „Wir haben dort, wo wir Bedarf hatten, noch ein bisschen nachgebessert und jetzt sicher eine höhere Qualität im Kader“, sagte der 50-Jährige, der die Aktivitäten auf dem Transfermarkt damit abschloss.

Mit Raphael Holzhauser, Philipp Zulechner, Ronivaldo und zuletzt Patrizio Stronati habe man nun genügend frischen Wind für eine erfolgreiche Aufholjagd. „Die 26 Punkte des Herbstes entsprechen nicht dem Potenzial der Mannschaft“, sagte Wohlfahrt, der auf ein anderes Gesicht der „Veilchen“ im Frühjahr hofft.

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Chronik

Gasexplosion in Kinderkrankenhaus in Mexiko

Bei einer schweren Gasexplosion in einem Kinderkrankenhaus in Mexiko-Stadt sind Dutzende Menschen verletzt worden. 32 Erwachsene und 22 Kinder wurden nach der Explosion heute Früh (Ortszeit) in andere Krankenhäuser gebracht, wie Bürgermeister Miguel Angel Mancera im TV sagte. Medienberichten zufolge kam auch ein Mensch ums Leben.

Auf Fotos war zu sehen, dass Teile des Gebäudes vollständig zerstört wurden. Zu der Explosion kam es, als ein Transporter die Klinik im Westen der mexikanischen Hauptstadt mit Gas belieferte. Offenbar war der Betankungsschlauch undicht.

Flug MH370: Malaysia erklärte alle Menschen an Bord für tot

Malaysia hat Passagiere und Besatzung des vermissten Flugs MH370 für tot erklärt. Die Regierung gehe davon aus, dass alle 239 Menschen an Bord ihr Leben verloren hätten, sagte ein Sprecher des malaysischen Transportministeriums heute in Kuala Lumpur.

Es sei „äußerst unwahrscheinlich“, das Flugzeug noch zu finden, sagte der Sprecher weiter. Es könne davon ausgegangen werden, dass die Maschine im Indischen Ozean abgestürzt sei, Tausende Kilometer von der geplanten Flugroute entfernt. Flug MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Zwei Drittel der Fluggäste waren Chinesen.

Flug MH370: Verwirrung über Pressekonferenz

Zuvor hatte es Verwirrung über eine Pressekonferenz zum vermissten Flug gegeben: Zuerst lud die malaysische Behörde für zivile Luftfahrt kurzfristig zu einer Pressekonferenz. Angehörige von Opfern und zahlreiche Medienvertreter eilten innerhalb weniger Stunden herbei. Dann sagte die Behörde die Pressekonferenz wegen „unvorhersehbarer Umstände“ kurzfristig ab, ohne eine weitere Erklärung abzugeben.

Wütende Proteste von Angehörigen in Peking

Nach Gerüchten über ein mögliches Ende der Suche nach der verschwundenen Passagiermaschine war es in Peking zuvor zu Protesten von Angehörigen chinesischer Opfer gekommen. Mehr als ein Dutzend von ihnen wurden heute bei einer Demonstration nahe der malaysischen Botschaft von der Polizei abtransportiert, wie Familien in Sozialen Netzwerken berichteten.

F: Drohnen nahe Atomwaffenbasis gesichtet

Drohnen unbekannter Herkunft sind nahe einer Atomwaffenbasis der französischen Streitkräfte gesichtet worden. Laut Behördenangaben von gestern Abend wurden die Drohnen nahe dem Stützpunkt Ile Longue auf der Halbinsel Crozon in der Bretagne ausgemacht, wo die vier Atom-U-Boote der französischen Marine stationiert sind.

In Sicherheitsbereich eingedrungen

Die unbemannten Fluggeräte drangen demnach gestern in den Sicherheitsbereich um den Stützpunkt im Nordwesten Frankreichs ein. Ein Sprecher der zuständigen Präfektur sagte, es seien „umgehend“ Einsatzkräfte von Militär und Gendarmerie mobilisiert worden. Die Präfektur betonte aber, die Flüge hätten „keine Gefahr“ für die Sicherheit der Anlage dargestellt. Gefunden wurden die Drohnen nicht.

In den vergangenen Monaten hatten Drohnen unbekannter Herkunft immer wieder französische Atomkraftwerke und andere Nuklearanlagen überflogen. Das löste auch eine Diskussion über die Sicherheit der Atomkraftwerke in Frankreich aus.

ÖBB droht Millionenklage in den USA

Die ÖBB sehen sich womöglich mit einem millionenschweren Schadenersatzverfahren vor einem US-Gericht konfrontiert. Eine Amerikanerin, der im Jahr 2007 nach einem Unfall auf dem Bahnhof in Innsbruck beide Beine teilweise amputiert werden mussten, verlangt von der Bahn 20 Millionen Dollar Schadenersatz. „Wir warten jetzt die Entscheidung des Supreme Court ab", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun.

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1:45 Stunden unter Lawine: Opfer auf Weg der Besserung

Ein 34-jähriger Deutscher, der gestern in Lech in Vorarlberg eine Stunde und 45 Minuten unter einer Lawine verschüttet war und lebend gerettet werden konnte, befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung.

Er habe lediglich eine starke Unterkühlung sowie leichte Verletzungen wie Quetschungen erlitten, hieß es aus dem Krankenhaus. Aufgrund eines Hohlraums hatte er für die lange Dauer bis zur Rettung genug Sauerstoff. Die Bergung des Mannes war schwierig, weil sein Ortungsgerät ausgeschaltet war.

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Medien

Kultur

„Dornenvögel“-Autorin Colleen McCullough gestorben

Die australische Schriftstellerin Colleen McCullough ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Nach Angaben ihres Verlags erlag McCullough in einem Krankenhaus auf der südpazifischen Insel Norfolk östlich von Australien einer schweren Krankheit.

Von ihrem 1977 erschienenen Roman „Die Dornenvögel“ verkaufte McCullough weltweit 30 Millionen Exemplare. Der Stoff wurde in den USA 1983 für eine TV-Serie verfilmt, die vier Golden Globes erhielt und als eine der meistgesehenen Serien in die TV-Geschichte einging. Insgesamt veröffentlichte McCullough 25 Romane, ihr letztes Buch „Bittersweet“ erschien 2013.

21er Haus: Kuschelkunst quer durch die Geschichte

Das 21er Haus hat möglicherweise jene Ausstellung geschaffen, die kunstinteressierte Laien in Wien seit Jahren die größte Freude bereitet. Große Namen, große Kunstwerke, existenzielle Themen: „Schlaflos. Das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst“.

Das Bett fungiert als Klammer und ist im Fokus, quer durch die Kunstgeschichte, bei der Geburt, beim Sex, im Moment des Todes. Werke aus Pompeji neben Valie Export, Alte Meister neben Werbepornos: Die Schau ist alles andere als einschläfernd.

Mehr dazu in Betthupferl für Kunstinteressierte

Siemens-Musikpreis für Christoph Eschenbach

Der Dirigent Christoph Eschenbach bekommt dieses Jahr den renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Eschenbach sei eine künstlerische Ausnahmeerscheinung und ziehe nicht nur vom Dirigentenpult herab Orchester, Solisten und Publikum in seinen Bann, erläuterte die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Er überzeuge dabei als Dirigent genauso wie als Pianist, hieß es.

Der 1940 in Breslau geborene Christoph Eschenbach stellte sein Leben in den Dienst der Musik. Eschenbachs Mutter starb bei der Geburt, der Vater wenige Jahre später in einem Strafbataillon an der Kriegsfront. Nach dem Krieg erkrankte er als Kind in einem Waisenhaus in Mecklenburg an Typhus.

„Nobelpreis der Musik“ ist mit 250.000 Euro dotiert

Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, eine Cousine der leiblichen Mutter, soll Eschenbach als Rettung empfunden haben. Die Sängerin und Pianistin brachte dem verstummten Kind die Musik nahe. Die Musik habe seinem Leben den Sinn zurückgegeben, sagte Eschenbach laut einer Mitteilung der Musikstiftung. „Ich bin deshalb dankbar, ganz in ihrem Dienst zu stehen.“

Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert und wird Eschenbach am 31. Mai im Herkulessaal der Münchner Residenz überreicht. Insgesamt vergibt die Stiftung drei Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern.

Religion

Song Contest

IT

Facebook: Deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn

Facebook wächst weiter kräftig. Das Soziale Netzwerk ist zwar nicht mehr der Nutzermagnet, der es vor einigen Jahren noch war. Aber dank steigenden Werbeeinnahmen bleibt mehr Geld in der Kasse, wie die gestern (Ortszeit) veröffentlichten Zahlen für das Schlussquartal 2014 zeigen.

Allerdings nehmen auch die Kosten deutlich zu. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bereits angekündigt, weiter zu investieren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.

Gewinnanstieg von 34 Prozent

Im vierten Quartal stieg der Nettogewinn von Facebook im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf 701 Mio. Dollar (620 Mio. Euro). Der Umsatz legte um 49 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar (3,3 Mrd. Euro) zu. Die Prognosen von Analysten wurden damit übertroffen.

Im Dezember lag die Zahl der monatlichen Facebook-Nutzer bei 1,39 Milliarden - 13 Prozent höher als im Vorjahr. Auf dem besonders wichtigen mobilen Markt stieg sie um 26 Prozent auf 1,19 Milliarden.

Die Zahl der täglich aktiven User nahm zuletzt um 18 Prozent auf 890 Millionen zu. Über das gesamte Schlussquartal betrachtet, blieb der Anteil dieser für Facebook wegen ihres starken Engagements wertvollsten Nutzer im Vergleich zum Vorquartal jedoch konstant bei 64 Prozent. Es ist das erste Mal seit dem Börsengang vor zwei Jahren, dass hier kein Anstieg verbucht wurde.

Gesundheit

Biomarker: Medizinische Revolution mit Verzögerung

Sie sollen nicht nur anzeigen, ob man Krebs hat oder an Alzheimer erkranken wird, sondern auch, welche Behandlung ideal ist und wie gut diese wirkt - die neuen Biomarker. Tausende Kandidaten wurden bereits identifiziert, in den klinischen Alltag haben es vergleichsweise wenige geschafft. Die meisten Forscher glauben weiter an eine Erfolgsgeschichte, wenn auch mit Hindernissen.

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VKI: Kindermilchprodukte als Zuckerbombe

Vermeintlich kindgerechte Joghurts und Desserts werden häufig als besonders gesund oder vitaminhaltig beschrieben. In Wahrheit gilt leider oft das Gegenteil, wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in einem aktuellen Test herausgefunden hat.

Alle getesteten Produkte enthielten über zehn Prozent Zucker, einige auch deutlich mehr. Kindermilchprodukte sind daher eher eine Süßigkeit, weniger ein gesunder Snack, so das Fazit des Tests.

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Lifestyle