Liveticker

Ex-FMA-Vorstand mit U-Ausschuss-Erfahrung

Eindrücke vom Hypo Untersuchungsausschuss

ORF.at/Roland Winkler

Der Zeuge hat keine Juristin als Auskunftsperson mitgebracht, wie er betont. Irmgard Poschacher war Pressesprecherin des ehemaligen Landwirtschaftsministers Nikolaus Berlakovich (ÖVP).

Er stehe grundsätzlich aber „in allen Fragen“ zur Verfügung, besonders gelte das im Hinblick auf sein eigenes Handeln im Zusammenhang mit der seinerzeitigen Hypo.

Ausland

Cyberattacke auf US-Steuerbehörde offenbar aus Russland

Bei der großangelegten Cyberattacke auf ein Computersystem der US-Steuerbehörde IRS führt die Spur laut einem Medienbericht nach Russland. Das hätten zwei mit den Ermittlungen vertraute Quellen mitgeteilt, berichtete der US-Fernsehsender CNN gestern. Die Ermittlungen zu dem Hackerangriff würden vom Finanzministerium und vom Heimatschutzministerium in Washington geführt.

Die IRS hatte am Dienstag mitgeteilt, unbekannte Hacker hätten die Daten von rund 100.000 Steuerzahlern gestohlen. Sie hatten demnach zunächst personenbezogene Daten außerhalb der Steuerbehörde erlangt und dann dazu benutzt, sich zu den Nutzerkonten der Betroffenen bei der IRS Zugang zu verschaffen.

Die Hacker versuchten den Angaben zufolge zwischen Februar und Mitte Mai, Zugang zu rund 200.000 Nutzerkonten zu bekommen. In rund der Hälfte der Fälle seien sie erfolgreich gewesen und hätten auf diese Weise persönliche Daten wie Geburtsdaten, Adressen und Sozialversicherungsnummern abgegriffen.

Außerdem erlangten die Hacker laut IRS Zugang zu einem System namens „Get Transcript“, bei dem Nutzer in all ihre Vorgänge bei der Steuerbehörde Einsicht nehmen können. Berichten zufolge könnten die Hacker die Daten missbrauchen, um sich im Namen anderer Steuerrückzahlungen zu erschleichen.

Dalai Lama: Suu Kyi soll sich für Rohingya einsetzen

Der Dalai Lama hat Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi aufgefordert, mehr für die in ihrem Land unterdrückte muslimische Minderheit der Rohingya zu tun.

Die Situation sei „sehr traurig“, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter in einem Interview der australischen Zeitung „The Australian“ (Donnerstag-Ausgabe). „Ich hoffe, dass Aung San Suu Kyi als Nobelpreisträgerin etwas tun kann“, fügte der Dalai Lama hinzu, der ebenfalls mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

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Abschaffung der Todesstrafe in Nebraska definitiv

Nebraska hat definitiv die Todesstrafe abgeschafft. Das Parlament hob gestern mit 30 zu 19 Stimmen ein Veto des republikanischen Gouverneurs Pete Ricketts auf. Nebraska wird damit der 19. US-Bundesstaat, in dem keine Menschen mehr hingerichtet werden. Am 17. und 20. Mai hatte das Parlament schon zweimal das Ende der Todesstrafe beschlossen.

Ricketts hatte das als „falsche Botschaft an die Einwohner Nebraskas“ kritisiert und sein Veto eingelegt. Um dieses wieder zu kippen, waren mindestens 30 Stimmen erforderlich. Das Verbot der Todesstrafe soll nun auch rückwirkend gelten: Noch nicht vollstreckte Todesstrafen sollen in lebenslange Haft umgewandelt werden. In den Todeszellen des Staates im Mittleren Westen sitzen derzeit elf Verurteilte.

Insgesamt 29 Staaten sowie die Hauptstadt Washington und die Bundesbehörden wenden die Todesstrafe nicht an, selbst wenn sie laut Gesetz noch möglich ist. Vergangenes Jahr wurden 80 Prozent der Hinrichtungen in den USA in den drei Bundesstaaten Texas, Missouri und Florida vollstreckt.

Republikaner Rick Santorum steigt in US-Wahlkampf ein

Der erzkonservative US-Republikaner Rick Santorum will sich erneut um das Präsidentenamt bewerben. „Ich habe eine kühne Vision für Amerika, die klar und konservativ ist“, sagte der 57-Jährige bei der Ankündigung seiner Kandidatur gestern im Bundesstaat Pennsylvania, für den er bereits als Senator diente. „Mit Ihrer Hilfe und der Gnade Gottes können wir dieses Land verändern.“

Er sei die beste konservative Wahl, um die „Maschine Clinton“ zu besiegen, hieß es auf seiner Website in Anspielung auf seine Zeit als Senator während der Amtszeit von Präsident Bill Clinton.

Jeb-Bush-Kandidatur erwartet

Der Katholik Santorum hat sich öffentlich gegen Homosexualität und Abtreibung ausgesprochen. „Als Präsident werde ich für den Grundsatz einstehen, dass jedes Leben zählt: das der Armen, der Behinderten und der Ungeborenen“, sagte er gestern. Santorum betont außerdem seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie und plädiert für eine Einheitssteuer sowie eine Abschaffung der Steuerbehörde IRS.

Der Vater von sieben Kindern landete in den republikanischen Vorwahlen im Jahr 2012 auf dem zweiten Platz und unterlag schließlich Mitt Romney. Er wolle nun in die Fußstapfen jener Parteikollegen treten, die das Rennen nach einem zweiten Platz in den Vorwahlen in den darauffolgenden Wahlen gewannen: die ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush und Ronald Reagan.

Neben sechs offiziell kandidierenden Republikanern dürfte sich Santorum auch gegen Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush durchsetzen müssen, dessen Kandidatur in den kommenden Wochen erwartet wird.

Panne der US-Armee mit gefährlicher Anthrax-Probe

Bei der US-Armee sorgt eine Panne mit Proben des tödlichen Milzbranderregers Anthrax für Wirbel. Wie Vertreter des Verteidigungsministeriums gestern in Washington mitteilten, wurde mindestens eine Probe mit lebenden Milizbranderregern quer durchs Land geschickt. In einem Militärlabor im US-Bundesstaat Utah seien im März vergangenen Jahres Proben bestrahlt worden.

Es sei davon ausgegangen worden, dass die Erreger dadurch abgetötet worden seien. Am Freitagabend habe aber ein privates Labor im Bundesstaat Maryland die Behörden verständigt, dass eine dort eingegangene Probe offenbar noch gefährlich sei.

Auch Stützpunkt in Südkorea betroffen

Nach Bekanntwerden dieser Panne würden nun auch die an andere Labore verschickten Proben untersucht, hieß es weiter. Mehr als ein Dutzend Labore in neun Bundesstaaten sowie auf einem US-Militärstützpunkt in Südkorea wurden demnach beliefert.

Ersten Erkenntnissen zufolge arbeiteten vier Menschen in drei unterschiedlichen Laboren mit Anthrax-Lebendproben, sie würden nun vorsorglich gegen mögliche Folgen behandelt. Für die breite Öffentlichkeit sei kein Gesundheitsrisiko bekannt, sagte Pentagon-Sprecher Steven Warren.

Aus dem ebenfalls belieferten Labor in Südkorea wurde später gemeldet, dass bis zu 22 Mitarbeiter bei einer Schulung mit der Milzbrandprobe in Kontakt gekommen seien. Bisher habe keiner von ihnen über Symptome geklagt, teilte der US-Luftwaffenstützpunkt Osan heute mit. Das Labor rund 105 Kilometer südlich von Seoul sei sofort nach Bekanntwerden einer möglichen Gefährdung abgesperrt und dekontaminiert worden.

IS soll erste Statuen in Palmyra-Museum zerstört haben

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben eines syrischen Provinzgouverneurs antike Statuen in einem Museum der Welterbestätte Palmyra zerstört. Einige der Skulpturen in der Ausstellung seien von Extremisten zerschmettert worden, sagte der Chef der Provinz Homs, Talal Barassi, der dpa gestern.

Er fügte hinzu: „Wir haben unbestätigte Berichte erhalten, dass auch einige Statuen im Baal-Tempel zerstört worden sind.“ Der IS hatte die historische Oasenstadt in Zentralsyrien vor knapp einer Woche von Regimetruppen erobert.

Die gleichnamige Ruinenstätte gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der bedeutendsten Kulturstätten im Nahen Osten. Über Beschädigungen der Bauten wurde zunächst nichts bekannt. Im Nordirak hatten IS-Anhänger bereits im Frühjahr Kulturstätten vernichtet, etwa die Ruinen der jahrtausendealten Stadt Nimrud.

Berichte über Exekutionen

Kurz vor dem Einfall der Dschihadisten waren laut UNESCO allerdings etwa 400 Statuen in Sicherheit gebracht worden. Laut weiteren Berichten exekutierte der IS in den historischen Stätten rund 20 Personen, die aufseiten der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad gekämpft hatten. Es soll sich um Schiiten und Angehörige der Minderheit der Alawiten, zu der auch Assad gehört, handeln.

Während der IS in Zentralsyrien zuletzt Erfolge verzeichnen konnte, mussten er im Norden des Landes zurückweichen: Kurdische Kämpfer eroberten den Ort Mabrukas nahe der Stadt Ras al-Ain an der türkischen Grenze, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mabruka sei als regionales Verwaltungszentrum des Islamischen Staates wichtig für die Dschihadisten. Nun sei der Weg geebnet, um in Richtung des IS-Hauptquartiers in Tal Abjad vorzustoßen.

Inland

Wahlkampffinish im Burgenland und der Steiermark

In drei Tagen wird in der Steiermark und im Burgenland gewählt. Der Wahlkampf ist in beiden Ländern im Wesentlichen gelaufen. Bevor die Parteien noch einmal kurz verschnaufen können, steigen heute und morgen aber noch die großen und kleinen Schlussveranstaltungen, wobei vor allem in der Steiermark der traditionelle Wahlkampfabschluss zum Auslaufmodell wird.

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Im Burgenland warnte die SPÖ zum Finish vor einer Koalition von ÖVP und FPÖ.

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Die ÖVP warnte umgekehrt vor einer Koalition von SPÖ und FPÖ.

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Antisemitischer Song-Contest-Vorfall nur einer von vielen

Ein antisemitischer Vorfall in Wien-Leopoldstadt sorgt weiter für Aufregung: Ein Mieter mit Sympathien für den israelischen Song-Contest-Kandidaten musste eine israelische Fahne vom Fenster entfernen, weil er von seinem Vermieter andernfalls mit Rauswurf bedroht wurde. Die Israelitische Kultusgemeinde weist darauf hin, dass das bei weitem kein Einzelfall ist: Der Antisemitismus in Wien nehme stark zu.

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Kärntner Landesholding: U-Ausschuss bittet VfGH um Klärung

Noch mehr Hypo-Arbeit für den Verfassungsgerichtshof: Nachdem die Kärntner Landesholding (KLH) eine vom U-Ausschuss gesetzte zweiwöchige Nachfrist zur Aktenanlieferung verstreichen ließ, soll das Höchstgericht eine Klärung herbeiführen. Darauf haben sich die Fraktionen gestern einstimmig geeinigt.

Die KLH berief sich stets darauf, Akten für den Untersuchungsausschuss zum Milliardendesaster mit der ehemaligen Hypo Alpe-Adria, nun Heta, dem Amt der Kärntner Landesregierung überlassen zu haben. Und die Landesregierung lieferte die Akten, so die KLH.

Abgeordnete wollen Ausjudizierung

Die Abgeordneten des U-Ausschusses wollen auch für künftige Ausschüsse ausjudiziert wissen, wie mit Aktenanlieferungen von nachgelagerten Gesellschaften wie der KLH in südlichsten Bundesland umgegangen werden soll.

Indes wurde auch bekannt, dass sich die ehemalige Hypo-Aufsichtskommissärin, Sabine Kanduth-Kristen, die sich über die Art und Weise ihrer Befragung durch den U-Ausschuss beim Parlament beschwert hatte, auch beim Verfassungsgerichtshof eine Beschwerde über den Umgang einbrachte.

Neue Ermittlungen in Causa Schillerplatz angeordnet

In der Causa Schillerplatz und um den Verkauf einer Telekom-Austria-Immobilie in Wien könnte es für Ex-ÖBB-Chef Martin Huber noch einmal eng werden. Laut „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe) wies die Oberstaatsanwaltschaft die im Oktober 2014 übermittelte Anklageschrift in Sachen Huber zurück und ordnete „ergänzende Erhebungen“ an.

Nun müssen Ex-ÖBB-Aufsichtsratschef Wolfgang Reithofer und Ex-Aufsichtsrat Eduard Saxinger einvernommen werden. Im Zuge der Befragung soll dem Zeitungsbericht zufolge geklärt werden, was ihnen Huber tatsächlich über seine Beteiligung an der Schillerplatz 4 Projektentwicklungs GmbH erzählte. Laut Aktenlage hätte Huber neben seiner ÖBB-Vorstandstätigkeit keine weitere unternehmerische Tätigkeit ausüben dürfen - außer mit Genehmigung des Aufsichtsrats.

Hubers Anwalt weist Vorwürfe zurück

Die Ermittler sollen laut Weisung der Oberstaatsanwalt herausfinden, warum der ÖBB-Aufsichtsrat Huber nicht sofort gefeuert habe, sondern „eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses und der Abschluss eines Konsulentenvertrages erfolgte“.

Huber wies die Vorwürfe über seinen Anwalt Meinhard Novak zurück. Sein Mandant habe den Aufsichtsrat über dessen geschäftliche Nebentätigkeit informiert und das Kontrollgremium nicht getäuscht, so der Rechtsvertreter zur Zeitung.

Huber war im April 2014 im Untreueprozess (Telekom-V-Prozess) rund um den günstigen Kauf von zwei Etagen des Telekom-Austria-Palais’ am Wiener Schillerplatz freigesprochen worden. Jedoch weitete der Staatsanwalt noch während des Prozesses die Anklage gegen Huber auf schweren Betrug aus. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Sport

Bundesliga: Rapid gewinnt Nachtrag in Grödig

Rapid hat gestern das Nachtragsspiel der 34. Bundesliga-Runde für sich entschieden. Die Hütteldorfer setzten sich in Grödig mit 2:0 durch und feierten den ersten Sieg bei den Salzburgern. In der ersten Hälfte boten beide Teams fußballerische Schonkost ohne Höhepunkte. Nach der Pause wechselte Rapid-Coach Zoran Barisic drei Leistungsträger ein. Die Chancen häuften sich, Grödig-Goalie Cican Stankovic war aber zunächst nicht zu bezwingen. Die Entscheidung fiel dann in den Schlussminuten durch zwei Elfmeter.

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Wirtschaft

EZB könnte Athen Schuldenaufnahme erleichtern

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach Informationen aus Bankenkreisen der Regierung in Athen im Falle einer Einigung im Schuldenstreit die Geldaufnahme auf dem Kreditmarkt erleichtern. Die Obergrenze für die Ausgabe von Geldmarktpapieren könnte angehoben werden, wenn es glaubhaft sei, dass die Euro-Zone die ausstehenden Hilfsgelder zahlen werde, sagte gestern eine mit der Sache vertraute Person.

Ein entsprechendes Signal könne sein, wenn die EZB und nationale Notenbanken 1,9 Milliarden Euro an Gewinnen überwiesen, die sie mit griechischen Staatsanleihen erzielt hätten. Die EZB wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Die Ausgabe von Geldmarktpapieren mit kurzer Laufzeit ist die einzige Möglichkeit für die Regierung in Athen, sich auf dem Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Die von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gesetzte Obergrenze von 15 Milliarden Euro ist aber ausgeschöpft.

Unterschiedliche Signale aus Verhandlungen

Wie die Verhandlungen zwischen Griechenland und den Geldgebern tatsächlich laufen, darüber gehen die Meinungen und Interpretationen auseinander. Nach Einschätzung von Euro-Gruppe-Chef Jeroen Dijsselbloem müsse sich die griechische Regierung noch mehr bewegen, um die laufenden Verhandlungen zu einem Ergebnis zu führen.

„Sie müssen sich wirklich noch mehr anstrengen, damit das die letzte Wegstrecke wird“, sagte Dijsselbloem gestern Abend vor Beginn der Arbeitssitzungen des G-7-Treffens in Dresden in Deutschland zu Reuters. Sie seien die ganze Zeit über immer optimistischer gewesen als seine Partner.

Nach den Angaben des griechischen Wirtschaftsministers Giorgos Stathakis hingegen hätten sich Griechenland und seine Gläubiger in wichtigen Punkten angenähert. Es bleibe aber noch einiges zu tun, bevor es eine Einigung gebe. Regierungschef Alexis Tsipras hatte überhaupt zuvor erklärt, sein Land stehe kurz vor einem Durchbruch im Schuldenstreit. Die Details würden bald präsentiert.

„Noch im Arbeitsprozess“

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerte sich daraufhin aber zurückhaltend zu Tsipras: Er sei „immer ein wenig überrascht, dass aus Athen immer so gesagt wird, wir stünden kurz vor einer Einigung“. In der Sache seien die Verhandlungen noch nicht sehr viel weitergekommen, sagte er in der ARD.

Auch IWF-Chefin Christine Lagarde sieht noch keine großen Fortschritte: „Wir befinden uns im Arbeitsprozess, sodass ich noch nicht sagen würde, dass wir jetzt schon handfeste Ergebnisse erreicht haben.“ Es hätten sich in den vergangenen Wochen zwar einige Dinge bewegt, etwa bei der Pensions- und Rentenreform sowie der Mehrwertsteuer. „Aber es gibt immer noch sehr viel Arbeit, die getan werden muss“, sagte Lagarde.

CA Immo verdiente zum Jahresauftakt mehr

Das börsennotierte Immobilienunternehmen CA Immo hat zu Jahresbeginn entgegen den Erwartungen unter dem Strich mehr verdient und erhöht Unternehmensziele für heuer und die Folgejahre. Der Nettogewinn (Konzernergebnis) legte um 39,2 Prozent auf 19,3 Mio. Euro zu (nach 13,9 Mio. Euro voriges Jahr bis März); Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um ein Zehntel gerechnet.

Die Nettomieterlöse lagen durch den Verkauf eines Bürogebäudes in Warschau mit 31,2 Mio. Euro um sechs Prozent unter dem Vorjahr, damit war gerechnet worden. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 18,2 Prozent auf 27,8 Mio. Euro, wie die CA Immo gestern Abend mitteilte - prognostiziert war ein Minus von 14 Prozent. Das EBIT schrumpfte von 38,3 auf 25,2 Mio. Euro, ein Rückgang um ein Drittel, stärker als erwartet (-23 Prozent).

Das FFO-I-Ziel für 2015 erhöht die CA Immo, ebenso das mittelfristige Dividendenziel.

Luxus-SUV: Lamborghini investiert 800 Mio. Euro in Italien

Die VW-Sportwagentochter Lamborghini investiert kräftig in Italien. 800 Millionen Euro gibt die Gesellschaft für die Gründung eines Standortes nahe der Stadt Bologna aus, an dem ein Geländewagen mit der Marke Lamborghini hergestellt werden soll.

Ein dementsprechendes Abkommen wurde gestern von Lamborghinis Vorstandschef Stephan Winkelmann und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi in Rom abgeschlossen. 500 Mitarbeiter sollen in der neuen Fabrik beschäftigt werden.

Ab 2018 jährlich 3.000 Stück

Der neue Luxus-SUV wird 2018 auf den Markt kommen. Circa 3.000 Exemplare des Geländewagens sollen jährlich verkauft werden. Insgesamt beschäftigt Lamborghini rund 1.100 Mitarbeiter, die meisten davon in seinem Stammwerk in Norditalien.

„Wir beweisen mit diesem Abkommen, dass Investitionen von Qualität für den Neustart des Autosektors möglich ist, der in den vergangenen Jahren unter der Krise schwer gelitten hat, jetzt wieder eine Phase des Aufschwungs erlebt“, so Renzi.

Chronik

USA: Zweijähriger schoss sich mit Pistole in Kopf

Beim Spielen mit einer geladenen Waffe hat sich ein zweijähriger Bub in den USA erschossen. Der Bub habe am Montag mit seinen Eltern ein Haus in einer abgelegenen Gegend im Süden des Bundesstaates Virginia besucht, berichtete der lokale Fernsehsender WWBT gestern.

Als das Kleinkind in einem Zimmer allein gelassen worden sei, habe es in einer Kommode eine geladene Pistole gefunden und den Abzug betätigt. Dabei habe sich der Bub in den Kopf geschossen.

Gestern sei er seiner schweren Verletzung im Krankenhaus erlegen, berichtete der Sender. Zu dem Vorfall wurden Ermittlungen aufgenommen, wie lokale Medien berichteten.

Song Contest

Nachwehen zwischen Musik und Politik

„Politisches Voting“ und „grottenschlechte Songs“: Auf den Song Contest folgen immer Kritik und das eine oder andere inszenierte Skandälchen. So wurden alte, dumme bis homophobe Sager des schwedischen Siegers Mans Zelmerlöw ausgegraben. Auch das russische Model Polina Gargarina bot Reibeflächen. Am Ende war es ein Song Contest, wie er halt ist: ein Musikwettbewerb mit vielen nationalen und sonstigen Befindlichkeiten.

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„Building Bridges“: Viele Brücken und ein Kuss

Das Song-Contest-Finale in Wien hat einige Highlights geboten: eine fliegende Conchita Wurst als Opening, ein trommelnder Martin Grubinger als Interval-Act - und ein Video, in dem über Landesgrenzen hinweg zwischen Menschen Brücken gebaut wurden. Die „Videobrücken“ sorgten für viel Applaus beim Publikum. Aber auch für die Beteiligten selbst war es eine ganz besondere Erfahrung.

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IT

Google plant neues Bezahlsystem für Android

Google will laut einem Zeitungsbericht ein neues Bezahlsystem für Android-Geräte vorstellen. Mit dem Service Android Pay sollen Händler Kreditkartenzahlungen über Apps annehmen und Kundenbindungsprogramme einbinden können, berichtete die „New York Times“. Der Internetkonzern wolle die Plattform bei der Entwicklerkonferenz Google I/O heute Abend europäischer Zeit präsentieren.

Außerdem sollen einander Verbraucher über die digitale Brieftasche Google Wallet Geld schicken können, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Google-Manager Sundar Pichai hatte die Arbeit an einem Android-Bezahlsystem erstmals Anfang März bekanntgegeben.

Apps für das Auto

Ein Schwerpunkt ist auch dem Thema Auto gewidmet: Erst am Dienstag hatte Hyundai angekündigt, das erste Auto mit Googles Autobetriebssystem auszurüsten, nun will Google die Entwickler offenbar auch dazu bringen, dafür entsprechende Apps zu entwickeln, die die Fahrer unter anderem nicht zu stark ablenken sollen. Spannend dürfte zudem der Vortrag über Design für Virtuelle Realität werden.

Auch in Sachen Wearables wie Smartwatches hat Google viel Neues versprochen – entsprechend viele Gerüchte gibt es über mögliche neue Geräte, die Google vorstellen könnte. Auch Neues zur Zukunft von Google Glass könnte gezeigt werden. Weitere Themen sind Fitness-Apps, Spiele und Kartenanwendungen. Für Googles schwach laufendes Projekt Google+ wird ebenfalls ein Neustart erwartet.

Die zweitägige jährliche Google I/O ist das zentrale Event, bei dem der Internetriese Neues zum Mobilbetriebssystem Android und seinen anderen Produkten und Diensten vorstellt.

Apple schürt Spekulationen über Pläne im Autogeschäft

Nach Medienberichten über die Arbeit an einem Apple-Auto schürt der iPhone-Konzern erstmals selbst die Erwartungen. „Das Auto ist das ultimative Mobilgerät, nicht wahr?“, antwortete der ranghohe Manager Jeff Williams auf einer Konferenz auf die Frage nach möglichen künftigen Produktbereichen. Sich näher festlegen wollte er aber nicht: „Wir schauen uns eine Menge Märkte an.“

Williams, der bei Apple für das Tagesgeschäft zuständig ist, sprach in der Nacht auf heute auf einer Konferenz des Technologieblogs Recode. Vor genau zwei Jahren hatte Konzernchef Tim Cook auf einem Vorläuferevent gesagt, Apple finde Geräte am Handgelenk interessant, und damit einen ersten Hinweis auf die gerade erschienene Computeruhr geliefert.

Zu Jahresbeginn hieß es in Medienberichten, Apple habe ein rund 1.000 Mitarbeiter starkes Team, das ein Elektroauto entwickle. Als möglicher Starttermin wurde das Jahr 2020 genannt. Zugleich könnte sich Apple im Autogeschäft auch darauf beschränken, die Softwareplattform CarPlay zur besseren Einbindung von iPhones weiterzuentwickeln.

Science

Kultur

„U/Tropia.Schauraum“: Afrika im multimedialen Musterhaus

Das Unkonventionelle ist Standard im „U/Tropia. Schauraum“, der gesern im Wiener Künstlerhaus seine Tore geöffnet hat. Bis Sonntag ist im Plastikersaal hinter dem Festwochen-Festivalzentrum eine Fülle von Eindrücken zu erleben, bei denen sich Mediengeschichte mit Kolonialisierungsgeschichte ebenso wie Vergangenheit und Gegenwart des afrikanischen Kontinents mischen.

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Leute

Bericht: Lindsay Lohan beendete Sozialdienst

US-Schauspielerin Lindsay Lohan (28) hat nach Angaben des Promiportals TMZ.com ihre Sozialstunden komplett abgeleistet und damit ihre Bewährungsauflagen erfüllt.

Ein Richter in Los Angeles hatte Lohan vor drei Monaten zu 125 Stunden Sozialarbeit verdonnert, von denen sie bis Anfang Mai allerdings nur rund zehn Stunden abgeleistet hatte. Ihr wurde ein Aufschub bis Ende Mai gewährt, um ihre restliche Strafe zu verbüßen.

„Harte Arbeit zahlt sich aus“, schrieb die Schauspielerin („Girls Club - Vorsicht bissig!“) heute auf ihrer Instagram-Seite und postete dazu den Artikel von TMZ.com. Kürzlich hatte sie ein Foto von sich bei der Gartenarbeit in New York veröffentlicht - in einem schwarzen, tief ausgeschnittenen Kleid.

Die Auflagen für die mehrfach vorbestrafte Lohan stammen von einem Autounfall vor drei Jahren. Die 28-Jährige hat immer wieder Ärger mit der Justiz - unter anderem wegen Trunkenheit am Steuer und Diebstahls. Sie saß bereits mehrere Gefängnisstrafen ab.

Lifestyle