Ausland

GB: Anti-PEGIDA-Demo größer als PEGIDA-Demo

Mehrere hundert Demonstranten haben heute am ersten Protestmarsch des britischen Ablegers der islamkritischen deutschen PEGIDA-Bewegung teilgenommen. Im Zentrum der nordenglischen Stadt Newcastle versammelten sich heute außerdem Gegendemonstranten unter dem Motto "Newcastle Unites" (Newcastle kommt zusammen).

Medien zufolge schätzten Polizeikräfte die Zahl der Gegendemonstranten auf mehr als 1.500, die der PEGIDA-Anhänger auf etwa 400. Am frühen Nachmittag teilte die Polizei auf Twitter mit, dass sich beide Demos aufgelöst hätten. Es soll zu zwei Festnahmen gekommen sein.

Die britische PEGIDA-Gruppe hat auf Facebook mehr als 17.000 Unterstützer. Einer der Organisatoren sagte der Deutschen Presse-Agentur, eine weitere Demonstration in London sei in Planung, es gebe aber noch keinen Termin.

Lega-Nord-Großkundgebung gegen Regierung Renzi in Rom

Tausende Aktivisten der rechtspopulistischen Partei Lega Nord haben sich heute auf der zentralen Piazza del Popolo zu einer Demonstration gegen die Regierung von Premier Matteo Renzi versammelt. Angeführt wurde die Demonstration von Lega-Chef Matteo Salvini, der zum neuen Anführer des Mitte-rechts-Blocks in Italien avancieren will. „In Rom startet der Einsatz zur Eroberung des Landes, wir wollen Renzi nach Hause schicken“, sagte Salvini.

Vier Sonderzüge und 200 Busse führten Lega-Aktivisten aus ganz Italien nach Rom. Die Demonstranten skandierten Parolen gegen die Regierung und forderten Italiens Austritt aus dem Euro-Raum. „Renzi steht im Dienst der Industrielobbys. Wir stehen an der Seite der Kleinunternehmer, der Handwerker, der Italiener, die arbeiten“, so Salvini. Die Lega-Aktivisten machten Druck auf die Regierung Renzi für ein sofortiges Ende der massiven Migrationswelle.

Im Rahmen der Demonstration in Rom wurde auch eine Videobotschaft der Chefin der französischen Front National, Marine Le Pen, gezeigt, mit der die Lega Nord verbündet ist. Der Protestkundgebung schlossen sich auch Anhänger der rechtsradikalen Organisation CasaPound an. Die Lega Nord hofft auf einen starken Stimmenzuwachs bei den im Mai geplanten Regionalwahlen in sieben italienischen Regionen.

Varoufakis sagt Reichen und Steuerflüchtigen Kampf an

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat reichen Bürgern seines Landes und Steuerflüchtlingen den Kampf angesagt. Seine Regierung interessiere sich für diejenigen Griechen, die Geld hätten, „aber nie gezahlt haben“, sagte Varoufakis heute dem Fernsehsender Skai: „Sie sind unser Ziel, und wir werden kein Mitleid zeigen.“

Die Regierung habe einen ausgeglichenen Haushalt zugesagt, sagte Varoufakis. „Wenn ich gezwungen bin, eine Sondersteuer zu erheben, werde ich das tun, aber nur für diejenigen, die zahlen können.“ Athen werde „kein Geld von denjenigen fordern, die leiden“.

76 Milliarden an Steuerrückständen

Regierungschef Alexis Tsipras hatte gestern erste Maßnahmen im Kampf gegen die Steuerflucht sowie zur Erhöhung der Staatseinnahmen angekündigt. Dabei rief er die Griechen auf, einen Teil ihrer Steuerrückstände zu zahlen.

Diese belaufen sich auf insgesamt 76 Milliarden Euro, jeden Monat wächst die Summe angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Haushalte. Anfang kommender Woche will Tsipras einen Plan vorlegen, um die „humanitäre Krise“ in Griechenland zu bekämpfen.

Tsipras: „Kein neues Hilfsprogramm“

Vor dem Zentralkomitee seiner Koalition der Radikalen Linken (SYRIZA) sagte Tsipras heute weiters, die Verhandlungen mit den europäischen Partnern über die Hilfen für sein Land seien „sehr hart“ gewesen. Der Druck auf Griechenland habe „Erpressungscharakter“ gehabt, „wir befinden uns auf vermintem Gelände, die konservativen Kräfte in Europa haben versucht, uns in eine Falle zu locken, um uns in die budgetäre Erstickung zu führen“, so Tsipras. Er bekräftigte, nach der Verlängerung des derzeitigen Hilfspakets werde es kein drittes Programm dieser Art geben.

Griechenland und die Euro-Gruppe hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung des eigentlich Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms bis Ende Juni geeinigt. Bedingung dafür war die Verpflichtung Athens zu Maßnahmen wie dem Verkauf von Staatseigentum, einem Kampf gegen Frühpensionierung und effizienterer Steuererhebung. Der deutsche Bundestag stimmte der Vereinbarung zur Verlängerung des Hilfspakets um vier Monate gestern mit überwältigender Mehrheit zu.

Polizei in Bremen warnt vor erhöhter Terrorgefahr

Die Bremer Polizei hat vor einer Gefahr durch Islamisten in der Stadt gewarnt. In der deutschen Hansestadt wurde heute die sichtbare Polizeipräsenz deutlich verstärkt. Es lägen seit gestern Abend Hinweise „auf Aktivitäten potenzieller islamistischer Gefährder für die Stadtgemeinde Bremen“ vor, teilte die Polizei mit. Die Hinweise seien von einer Bundesbehörde gekommen.

Verstärkte Polizeipräsenz auf den Straßen

Heute Mittag sprach die Polizei von einer „möglichen Gefahrenlage mit islamistischem Hintergrund“. Die Polizei reagiere mit „abgestimmten und angepassten Sicherheitsmaßnahmen“ auf die Lage. Dazu gehörten „Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum“.

Eine Polizeisprecherin sagte am Nachmittag, es habe bisher keine Festnahmen gegeben. TV-Aufnahmen zeigten, wie ein Autofahrer und sein Fahrzeug in der Nähe der Bremischen Bürgerschaft von Polizisten überprüft werden. Auch vor anderen öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen patrouillierten Polizisten mit Maschinenpistolen.

Nach Informationen des „Spiegel“ (Onlineausgabe) kamen die Hinweise auf Gefahren durch gewaltbereite Islamisten von einem deutschen Nachrichtendienst. Es würden zwei Personen beschattet, die in Bremen leben, heißt es demnach in einer Polizeianalyse.

Spanien will Stierkampf als Weltkulturerbe

Spaniens Regierung will sich dafür einsetzen, dass der auch in dem südeuropäischen Land umstrittene Stierkampf von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wird. „Stierkampf ist Kultur“, sagte Kulturminister Jose Wert gestern Abend bei der Eröffnung des ersten Internationalen Kongresses für Stierkampfkunst.

Die Veranstaltung findet bis morgen im südostspanischen Albacete mit Debatten und Vorträgen von Experten, Politikern und Intellektuellen aus neun Ländern statt. Der Stierkampf sei wichtigster „Kulturausdruck“ der Spanier, man dürfe ihn nicht verlieren, sagte heute auch die Generalsekretärin der regierenden konservativen Volkspartei (PP), Maria Dolores Cospedal.

Unterstützung von Ex-König Juan Carlos

Erst vor einer Woche hatte Ex-König Juan Carlos seine Unterstützung für den Stierkampf bekräftigt und „die Intelligenz, den Mut, die Geschicklichkeit und die Kunst“ der Stierkämpfer gewürdigt.

Wert sagte weiter, dass es um den Stierkampf auch „eine große wirtschaftliche Aktivität“ gebe. Er rief dazu auf, um den Erhalt der „Corridas“, so die spanische Bezeichnung, zu kämpfen. Zudem müssten sich die zuständigen Behörden darum bemühen, dass der Stierkampf Weltkulturerbe werde.

Proteste und regionale Verbote

Die Zahl der Kämpfe geht in Spanien seit Jahren zurück. 2013 fanden nur noch 2.000 „Corridas“ statt - 40 Prozent weniger als fünf Jahre zuvor. Es gibt immer mehr Proteste und regionale „Corridas“-Verbote. Auch die Zuschauerzahlen sind rückläufig. Vor gut einem Jahr wurde der Stierkampf jedoch vom Parlament zum nationalen Kulturgut erklärt.

Menschenrechtler: IS tötete in Syrien fast 2.000 Gefangene

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in den vergangenen acht Monaten in Syrien fast 2.000 Gefangene getötet. Mehr als 1.200 davon seien Zivilisten gewesen, darunter auch sechs Kinder, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute. Die Extremisten hätten ihre Opfer erschossen, gesteinigt, geköpft oder aus großer Höhe hinuntergestoßen.

Mehr als 930 Tote hätten dem Stamm der Schaitat aus der Region um die Stadt Dair as-Saur im Osten Syriens angehört. Insgesamt brachte der IS demnach 1.969 Gefangene um, seitdem die Terrormiliz am 28. Juni 2014 in Syrien und im Irak ein islamisches „Kalifat“ ausgerufen hat.

Der IS kontrolliert im Norden und Osten Syriens große Gebiete und hat dort eine Terrorherrschaft errichtet. Den Opfern sei unter anderem Gotteslästerei, Zusammenarbeit mit dem syrischen Regime und Spionage für die „Koalition der Kreuzfahrer“ - also den internationalen Einsatz gegen den IS - vorgeworfen worden, so die Menschenrechtler.

Lebenslange Haft für Chef der ägyptischen Muslimbrüder

Ein Gericht in Kairo hat den Chef der Muslimbrüder, Mohammed Badie, sowie weitere führende Mitglieder der Organisation zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Es bestätigte zugleich die Todesurteile gegen vier weitere Islamisten, wie die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram berichtete.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagten Ende Juni 2013 bei Protesten in Kairo für den Tod von Demonstranten verantwortlich waren. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 geht die Regierung hart gegen Islamisten vor. Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten als Terrororganisation eingestuft.

Inland

Abdullah-Zentrum: Gerüchte um Nachfolger nicht bestätigt

Laut einem Bericht der Tageszeitung „Kurier“ wird der ehemalige Spitzendiplomat Karl Schramek als potenzieller Nachfolger von Claudia Bandion-Ortner für den Posten des Vizegeneralsekretärs im umstrittenen Abdullah-Zentrum (KAICIID) gehandelt. Das haben KAICIID und die SPÖ jedoch zurückgewiesen.

„Uns liegen keine Informationen über die Nachfolge oder jegliche Kandidaten vor“, so KAICIID-Sprecher Peter Kaiser auf APA-Anfrage. Es liege zudem in der Macht der Gründerstaaten, zu entscheiden, ob der Posten nachbesetzt wird, so Kaiser weiter.

In dieselbe Kerbe schlug laut „Kurier“ auch SPÖ-Kanzleramtsminister Josef Ostermayer. Er sieht keine Notwendigkeit für eine Nachbesetzung: „Die Personalfrage ist die allerletzte Frage, die sich stellt.“ Bandion-Ortner war kürzlich zurückgetreten, nachdem sie wegen einer Reihe umstrittener Aussagen unter scharfe Kritik geraten war.

Zentrum: Neubeginn oder Schließung?

Das Ringen um die Zukunft des von Saudi-Arabien finanzierten Zentrums innerhalb der Koalition geht indessen munter weiter. „Wir klären gerade, ob eine zukünftige Neuaufstellung unter Berücksichtigung fundamentaler Fragen möglich ist - oder ob sich Österreich aus diesem Zentrum zurückziehen soll“, sagte Ostermayer.

Während SPÖ und Grüne einen Rückzug Österreichs beziehungsweise eine Schließung forcieren, pochen Präsidentschaftskanzlei und ÖVP auf einen Neubeginn.

11.000 Erstwähler bei Kärntner Gemeinderatswahl

Die Kärntner wählen morgen ihre neuen Gemeinderäte und Bürgermeister. Die größte Gruppe der 464.364 wahlberechtigten Personen sind die über 60-Jährigen. 150.000 älteren Wählern stehen nur 37.000 junge Wähler gegenüber, unter denen 11.000 Erstwähler sind.

Je nach Zielgruppe greift die Wahlwerbung in Kärnten verschieden stark, sagte die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle: „Der erste Blick fällt auf die Listen der Kandidaten.“

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Sport

Bundesliga: Altach setzt sich gegen WAC durch

Im Duell der beiden Überraschungsteams ist Altach heute zum Auftakt der 22. Bundesliga-Runde als Sieger vom Platz gegangen. Die Vorarlberger setzten sich gegen den WAC vor eigenem Publikum knapp, aber verdient mit 1:0 durch und überholten damit die Kärntner in der Tabelle. Den sechsten Heimsieg in Serie für die Altacher, die die Partie mit nur zehn Mann beendeten, sicherte ein Elfmeter.

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Fußball: Dortmund weiter auf der Siegerstraße

Borussia Dortmund hat heute in der 23. Runde der deutschen Bundesliga seine Siegesserie fortgesetzt und den vierten Erfolg en suite gefeiert. Lange Zeit sah es im Revierderby gegen den Erzrivalen Schalke nach einer Nullnummer aus, ehe in der Schlussphase die Elf von Trainer Jürgen Klopp doch noch den Weg zum Tor fand. Damit scheint die Abstiegsangst vorerst vertrieben zu sein.

Nicht so aber bei Schlusslicht Stuttgart, wo sich die ÖFB-Legionäre Florian Klein und Martin Harnik mit einem Remis gegen Hannover zufrieden geben mussten. Harnik sah zusätzlich auch noch Rot.

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ÖSV-Kombinierer im WM-Team-Sprint Siebente

Österreichs Kombinierer sind heute in ihrem abschließenden WM-Bewerb leer ausgegangen. Einzel-Weltmeister Bernhard Gruber und Sepp Schneider belegten im Team-Sprint nur Platz sieben. Eine mögliche Medaille hatten die beiden schon als Siebente im Springen von der Großschanze vergeben.

Im entscheidenden Langlauf blieben Gruber und Schneider dann chancenlos. Den WM-Titel sicherte sich Frankreich nach einem Fotofinish vor Deutschland und Norwegen.

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Ski alpin: Chaos-Super-G in Bansko abgebrochen

Die Weltcup-Rennen in Bansko stehen weiter unter keinem guten Stern. Nach der Absage gestern musste der Damen-Super-G auch heute nach mehrfachen Neustartversuchen wegen Nebels abgebrochen werden. Für Kritik sorgte vor allem die Strecke, die im unteren Teil wellig, löchrig und unruhig war.

„Es ist schade, dass so ein Rennen gestartet wird, obwohl es die Verhältnisse nicht zulassen“, sagte die Deutsche Viktoria Rebensburg. Nicole Hosp wäre das Rennen beinahe zum Verhängnis geworden, die Tirolerin konnte „in letzter Not“ einen kapitalen Sturz verhindern.

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Wirtschaft

IBM streicht in Deutschland etwa 400 Stellen

IBM streicht als Teil seines weltweiten Entlassungsprogramms heuer etwa 400 Stellen in Deutschland. Die Mitarbeiter sollen Aufhebungsverträge unterschreiben, berichtete die „WirtschaftsWoche“ unter Berufung auf Kreise des IBM-Aufsichtsrates.

Damit würde die Zahl der Angestellten des weltgrößten IT-Dienstleisters in Deutschland auf etwa 16.500 fallen. IBM Deutschland habe einen Kommentar zu den Angaben abgelehnt.

Gerüchte um weitere Massenentlassungen

Der amerikanische Mutterkonzern hat einen Stellenabbau angekündigt, der „mehrere tausend Beschäftigte“ betreffen soll. Einen Bericht des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ über eine Massenentlassung von 26 Prozent der Belegschaft, etwa 112.000 Mitarbeiter, haben die Amerikaner zurückgewiesen.

Der einst für seine Großrechner und PCs bekannte IT-Konzern treibt einen Umbau in Richtung Cloud Computing sowie Big Data und Sicherheitssoftware voran.

Chronik

Mafia-Boss in Afghanistan hingerichtet

Afghanistans berüchtigtster Mafia-Boss Rais Khudaidad ist in Kabul gehängt worden. Das berichtete heute der afghanische Geheimdienst NDS. Khudaidad war im September bei einem Einsatz von Spezialeinheiten in der afghanischen Hauptstadt festgenommen worden und saß seitdem im Gefängnis.

Ihm wurde vorgeworfen, an zahlreichen Entführungen, Erpressungen, Raubüberfällen und Ermordungen beteiligt gewesen zu sein. Vergangenen Monat verurteilte ihn ein Kabuler Gericht zum Tode. Es war die erste Hinrichtung, die von der Regierung des seit 2014 amtierenden Präsidenten Aschraf Ghani angeordnet wurde.

Kultur

Irak: Nationalmuseum nach zwölf Jahren wiedereröffnet

Nach zwölf Jahren mühevoller Arbeit ist das irakische Nationalmuseum in Bagdad heute wiedereröffnet worden. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten auf die Wiedereröffnung vorbereitet, nun soll das Museum für alle Menschen zugänglich sein“, sagte der stellvertretende Minister für Tourismus und Altertümer, Kais Hussein Rashid, der Nachrichtenagentur AFP.

Mit Blick auf die Zerstörung antiker Kulturschätze durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im nordirakischen Mossul sagte er, die Wiedereröffnung in Bagdad sei auch eine Reaktion auf die dortigen Ereignisse. Die Wiedereröffnung könne dazu beitragen, die Wunden der Zerstörungen von Mossul zu heilen.

Plünderungen 2003

Das Museum in Bagdad, das über eine der größten archäologischen Sammlungen der Welt verfügte, war während der US-geführten Invasion im Jahr 2003 geplündert worden. Von den mehr als 15.000 gestohlenen Objekten wurden nach Expertenangaben 4.300 wiedererlangt. Rashid zufolge wird auf Märkten und bei Auktionen weiter nach mehr als 10.000 verschwundenen Artefakten gesucht. Die wichtigsten Objekte seien jedoch inzwischen aufgespürt worden.

„Wir werden die Zivilisation bewahren und diejenigen ausfindig machen, die sie zerstören wollen“, sagte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi bei der Zeremonie zur Wiedereröffnung des Museums.

Zerstörung mit Vorschlaghämmern

In einem am Donnerstag veröffentlichten Video sind IS-Extremisten im Museum von Mossul zu sehen, wie sie Statuen von ihren Podesten stoßen und mit Vorschlaghämmern zerschlagen. Mit einem Presslufthammer zerstörten sie u. a. die große Granitstatue eines assyrischen geflügelten Bullen am Nergal-Tor in der Stadt.

Die Taten rechtfertigten sie damit, dass auch der Prophet Mohammed in Mekka Götterbilder beseitigt habe. Experten argumentieren aber, dass vor allem Objekte zerstört wurden, die für den Schmuggel und Verkauf zu groß sind. Das Museum von Mossul war bereits 2003 geplündert worden.

Comicfigur Catwoman künftig bisexuell

Die Comicfigur Catwoman - Gegenspielerin von Batman - ist künftig bisexuell. „Das ist weniger eine Enthüllung denn eine Bestätigung“, teilte die neue Autorin der Geschichten, Genevieve Valentine, in ihrem Blog mit. Die 33-Jährige schrieb, Catwoman habe schon oft mit dem Gedanken „geflirtet“.

In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Comichelden der gesellschaftlichen Vielfalt angepasst. Batwoman ist nun lesbisch, Captain America schwarz und aus Thor wurde eine Frau. Außerdem sind die Helden Green Lantern und Northstar homosexuell, die einst blonde Ms. Marvel wurde vor einem Jahr ein muslimisches Mädchen. Und auch Spider-Man ist nicht mehr der Weiße Peter Parker, sondern der halb schwarze, halb lateinamerikanische Miles Morales.

IT

Neue Zentrale: Google plant Riesenglashaus

Google ist seit Jahren für seine besonders bunten, modern gestalteten Großraumbüros, die vielerorts als vorbildhaft gelten, bekannt. Nun will der IT-Riese noch eins draufsetzen und im Rennen um das coolste Hauptquartier Apple und Co. ausstechen. Im Silicon Valley plant Google eine Art Riesenglashaus - und unter dieser Hülle soll alles total flexibel sein.

Die Räumlichkeiten sollen mit Hilfe von Kranrobotern den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend umgebaut werden können. Für die britische Tageszeitung „Guardian“ erinnert die in Superlativen präsentierte Vision von Google auch an den Geschmack von Diktatoren.

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Die neuen Player auf dem Smartphone-Markt

Smartphone-Hersteller wie Micromax, Karbonn und Xiaomi sind in Europa und den USA noch weitgehend unbekannt, doch das soll sich schon bald ändern. Xiaomi, mit günstigen Geräten und Guerillamarketing in nur vier Jahren zum Marktführer in China geworden, setzt bereits zum Sprung in die USA an.

Weltmarktführer Samsung bekommt die neue Konkurrenz auf dem Handymarkt schon seit einiger Zeit zu spüren und musste zuletzt beim Gewinn bereits deutliche Abstriche machen. Bei der Handymesse, dem Mobile World Congress in Barcelona, werden die alten und auch viele neue Hersteller heuer besonders intensiv um die Gunst der Nutzer buhlen.

Mehr dazu in Anbieter punkten mit günstigen Geräten

Religion

Song Contest

Irland setzt auf ein junges Talent

Die 16-jährige Molly Sterling hat es geschafft: Sie konnte sich mit dem Song „Playing With Numbers“ gestern Abend im Vorentscheid gegen vier Mitbewerber durchsetzen und wird Irland beim Song Contest in Wien vertreten.

Die Erwartungen an die Schülerin sind groß - gilt Irland doch mit sieben Siegen, einem doppelten Gewinner und drei Triumphen in Folge als der unangefochtene Champ beim Song Contest.

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Finalisten zum zweiten Mal auf dem Prüfstand

In der zweiten Show zum Vorentscheid von „Wer singt für Österreich?“ haben die sechs Finalisten gestern die Gelegenheit gehabt, mit Coversongs und Überraschungsacts neue Seiten von sich zu präsentieren.

Das Publikum durfte am Ende jedes Liedes über die Kandidaten abstimmen. Am meisten überzeugen konnten diesmal The Makemakes, Celina Ann und folkshilfe. Um die sechs Finalisten haben sich die vier Coaches Anna F., Nazar und das Duo The BossHoss angenommen.

Am Freitag wird jeder Kandidat wieder mit zwei neuen Songs in der dritten Showrunde antreten.

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Leute

Udo Jürgens posthum geehrt

Bei der Verleihung der achten Swiss Music Awards gestern Abend in Zürich ist Sänger und Entertainer Udo Jürgens posthum mit dem Tribute Award geehrt worden.

Mit einer schrägen Eigeninterpretation verwandelte Tobias Jundt, Frontmann der Band Bonaparte, den Jürgens-Klassiker „Aber bitte mit Sahne“ kurzerhand in den heimlichen Hit des Abends. Jürgens war am 21. Dezember im Alter von 80 Jahren an akutem Herzversagen verstorben.

Verschwundenes Oscar-Kleid wieder aufgetaucht

Zwei Tage nach dem Diebstahl der Oscar-Robe von Schauspielerin Lupita Nyong’o (31) aus ihrem Hotelzimmer ist das weiße Perlenkleid möglicherweise wieder aufgetaucht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin in Los Angeles wurde gestern eine Robe gefunden, bei der es sich um das verschwundene Designerkleid handeln könnte, wie die „Los Angeles Times“ berichtete.

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Sprecherin Nicole Nishida zufolge ging die Polizei einem Hinweis des Internetdienstes TMZ.com nach. Ein anonymer Anrufer habe dem Promiportal erzählt, dass er das Kleid in das Hotel, aus dem es am Mittwoch verschwunden war, zurückgebracht habe.

150.000 Dollar wert

Der Anrufer soll weiter angegeben haben, dass er das auf 150.000 Dollar (133.451 Euro) geschätzte perlenbesetzte Kleid von einem Modeexperten habe prüfen lassen, doch die Perlen seien nicht echt gewesen, so die Polizeisprecherin. Daraufhin habe er nach eigener Darstellung das Kleid zurückgebracht und in einem leeren Badezimmer des Hotels abgelegt.

Das mit 6.000 Perlen bestickte Kleid von Calvin-Klein-Designer Francisco Costa, das Nyong’o bei der Oscar-Verleihung trug, war am Mittwoch aus ihrem Hotelzimmer verschwunden. Die Kenianerin hatte im vorigen Jahr für ihre Nebenrolle in dem Sklavendrama „12 Years a Slave“ den Oscar gewonnen.

Mr. Spock Leonard Nimoy gestorben

Seine Rolle als Spock machte Leonard Nimoy weltberühmt - gestern ist der Schauspieler im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit in Los Angeles gestorben. Als Spock bestieg Nimoy in der Serie „Star Trek“ („Raumschiff Enterprise“) 1966 zusammen mit dem gleichaltrigen William Shatner alias Captain Kirk erstmals die Kommandobrücke und trat seither in zahllosen „Star Trek“-TV- und Kinofilmen auf. „Spock war die Rolle meines Lebens“, so Nimoy, der zuletzt 2013 erneut für „Star Trek“ vor die Kamera trat.

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