Ausland

Tsipras richtete Hilferuf an Juncker

Die dramatische Finanznot in Griechenland hat den Athener Regierungschef Alexis Tsipras nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“) zu einem ungewöhnlichen Hilferuf veranlasst.

Tsipras habe EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker telefonisch um ein kurzfristiges Treffen noch heute gebeten, berichtete das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise in Athen.

Gehälter nicht ausbezahlt

Die Regierung Tsipras habe bereits im Februar nicht alle Staatsbediensteten bezahlen können, hieß es in der Zeitung weiter. Erstmals hätten etwa Hilfslehrer kein Gehalt bekommen.

Juncker lehnte spontanes Krisentreffen ab

Juncker habe die Bitte nach einem Treffen noch heute - vor allem mit Blick auf den Termin - abgelehnt, hieß es. Tsipras und Juncker seien übereingekommen, zunächst das Treffen der Euro-Finanzminister am Montag abzuwarten und danach über einen Termin zu reden. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte laut „SZ“ dazu lediglich, dass Juncker und Tsipras „in permanentem telefonischen Kontakt“ stünden.

Ausgabe kurzlaufender Anleihen

Die griechische Regierung kämpft praktisch Tag für Tag gegen die drohende Pleite. Im März muss Athen Verpflichtungen im Umfang von gut 6,85 Milliarden Euro erfüllen. Am Mittwoch hatte sich der Staat kurzfristig 1,138 Milliarden Euro über die Ausgabe kurzlaufender Anleihen auf dem Kapitalmarkt verschafft.

„Mit kreativer Buchführung nicht weiter durchmogeln“

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, warnte die Regierung in Athen vor diesem Hintergrund davor, sich mit Finanz- und Buchungstricks neues Geld zu beschaffen. „Es kann nicht angehen, dass die griechische Regierung versucht, sich über kreative Buchführung oder Tricks weiter durchzumogeln“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung.

Argentinien: Nisman-Familie geht von Mord aus

Die Familie des tot aufgefundenen argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman hat nach eigenen Angaben Hinweise auf eine Ermordung des Juristen.

Nismans Ex-Frau Sandra Arroyo Salgado sagte gestern bei einer Pressekonferenz, der Staatsanwalt habe „weder einen Unfall gehabt noch Suizid begangen“. „Er wurde umgebracht.“ Arroyo Salgado, die selbst Richterin ist, berief sich auf einen hundertseitigen Bericht von Forensikern, die die Familie selbst angeheuert hatte.

Leiche wurde laut Bericht bewegt

Die Untersuchung der Experten lasse einzig den Schluss zu, dass Nisman „ohne Zweifel Opfer eines Mordes wurde“, sagte Arroyo Salgado. Sie ist die Mutter der beiden gemeinsamen Kinder mit Nisman. Den Forensikern zufolge wurde die Leiche bewegt. Das widerspreche den zuvor veröffentlichten Ergebnissen der Staatsanwaltschaft, wonach sich Nisman das Leben nahm, sagte Arroyo Salgado.

Nisman war im Jänner tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Er hatte die Ermittlungen zu dem Anschlag auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation Amia geführt, bei dem 1994 insgesamt 85 Menschen getötet wurden. Er machte den Iran für das Attentat verantwortlich. Wenige Stunden nach seinem Tod war eine brisante Anhörung im Parlament geplant, in der er Präsidentin Cristina Kirchner vorwerfen wollte, seine Ermittlungen zu behindern.

E-Mail-Affäre gefährdet Kandidatur Clintons

Bei den US-Demokraten werden wegen der E-Mail-Affäre um die frühere Außenministerin Hillary Clinton Rufe nach weiteren Präsidentschaftsbewerbern laut.

In der Partei gehe die Angst um, dass Clinton als Kandidatin für die Wahl 2016 zu verwundbar für Angriffe der Republikaner sei, berichtete die „Washington Post“. „Wir brauchen Optionen. Wer weiß, was passieren kann. Es ist immer besser, mehr als einen Kandidaten im Rennen zu haben“, zitiert die Zeitung ein führendes Parteimitglied.

Ausschließlich private Adresse verwendet

Clinton steht unter Druck, weil sie gegen alle Gepflogenheiten ausschließlich eine private E-Mail-Adresse für dienstliche Korrespondenzen nutzte und den Schriftverkehr entgegen gesetzlichen Regelungen nicht dem Bundesarchiv übergab.

Zuvor hatte es Negativschlagzeilen gehagelt, weil die Stiftung ihres Mannes, des Ex-Präsidenten Bill Clinton, hohe Spenden aus dem Ausland akzeptiert hatte, als Hillary Clinton die Außenamtschefin war.

Bei den Demokraten gelten andere Kandidaten für die Nachfolge von Präsident Barack Obama als denkbar. Darunter sind Vizepräsident Joe Biden und der ehemalige Gouverneur von Maryland, Martin O’Malley.

Boko Haram tötet fast 100 Dorfbewohner

Zahlreiche Kämpfer der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram haben im Norden des Landes erneut ein Blutbad angerichtet: Örtlichen Medien zufolge sollen zahlreiche Extremisten das Dorf Njaba im Bundesstaat Borno gestürmt und fast alle Männer des Ortes getötet haben.

Die Zeitung „Vanguard“ berichtete heute unter Berufung auf einen Sicherheitsbeamten, mindestens 74 Männer und 20 Kinder seien ermordet worden.

100 Kilometer südlich von Maiduguri

Offenbar hatten sich die Opfer geweigert, sich der Terrorgruppe anzuschließen. Eine offizielle Bestätigung der Behörden für die Angaben gab es aber zunächst nicht. Die Tat soll sich Anwohnern zufolge bereits am Montag in dem abgelegenen Gebiet ereignet haben, wurde aber erst jetzt bekannt. Njaba liegt rund 100 Kilometer südlich der Metropole Maiduguri.

Boko Haram verübt seit 2009 immer wieder schwere Angriffe in der Region mit mittlerweile über 13.000 Toten. Sie will einen Gottesstaat einrichten und versucht, immer größere Gebiete zu kontrollieren. Allerdings war es dem Militär gemeinsam mit einer multinationalen Truppe zuletzt gelungen, größere Gebiete von den Islamisten zurückzuerobern.

Bericht: Al-Nusra-Militärchef bei Luftangriff getötet

In Syrien ist nach Angaben von Islamisten ein hochrangiges Mitglied von Al-Kaida bei einer Explosion getötet worden. Der Militärkommandant der Nusra-Front, Abu Humam al-Shami, sei bei einem Luftangriff der US-geführten Allianz in der Provinz Idlib ums Leben gekommen, sagten zwei Aufständische der Nachrichtenagentur Reuters gestern.

Dagegen verlautete aus US-Kreisen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien keine Angriffe in der Region erfolgt. Nach der Detonation habe die Nusra-Front ihre Anhänger angewiesen, nicht mit der Presse zu sprechen, sagten die Islamisten weiter. Zuvor war aus den Kreisen verlautet, Shami sei verletzt worden. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war nicht möglich.

Ableger von Al-Kaida in Syrien

Die Nusra-Front kämpft als Ableger von Al-Kaida in Syrien im Bürgerkrieg gegen die Regierung und gemäßigte Aufständische. In der vergangenen Woche löste sich die Hassm, eine der letzten nicht islamistischen Rebellengruppen im Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad, nach wochenlangen Kämpfen mit der Nusra-Front auf.

Zu den Rivalen von Al-Kaida in Syrien gehört die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Gegen sie führen die USA seit Monaten Luftangriffe in Syrien und im Irak. Auch die Nusra-Front ist Ziel der Angriffe gewesen.

Wütender Mob lynchte Vergewaltiger in Indien

Ein wütender Mob hat in Indien einen mutmaßlichen Vergewaltiger öffentlich gelyncht. Die Menge sei gestern in der Stadt Dimapur im nordöstlichen Teilstaat Nagaland in ein Gefängnis eingedrungen und habe den Verdächtigen aus seiner Zelle gezerrt, berichtete die Nachrichtenagentur PTI.

Der Mann war Ende Februar unter dem Vorwurf festgenommen worden, eine Frau mehrfach vergewaltigt zu haben. In Indien ist Gewalt gegen Frauen seit einer brutalen Gruppenvergewaltigung in Neu-Delhi im Dezember 2012 in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Geschlagen und gehängt

Die Zeitung „Hindustan Times“ berichtete, die Menge habe zwei Tore niedergerissen und den Mann zum Glockenturm der Stadt geschleppt. Dort sei er nackt ausgezogen, geschlagen und gehängt worden.

Der örtliche Polizeichef Meren Jamir sagte der Zeitung, die Lage sei „sehr angespannt“, und die Polizei tue ihr Bestes, um wieder für Ordnung zu sorgen. Der Vorfall ereignete sich, nachdem die Regierung in einer umstrittenen Entscheidung die Ausstrahlung eines Dokumentarfilms über die Gruppenvergewaltigung in der indischen Hauptstadt von Dezember 2012 verboten hatte.

Mehr dazu in „Nicht eine Sekunde lang Reue“

Chinas Umweltpolitik: Wenn die Zensur länger wegschaut

Bereits bevor sich der Volkskongress in Peking gestern das erste Mal zusammengesetzt hat, wurden die 3.000 Abgeordneten und alle übrigen Chinesen hinsichtlich der Themensetzung sensibilisiert.

Eingestimmt wurde etwa auf den Kampf gegen Umweltverschmutzung. Mit strengeren Gesetzen wolle das Riesenreich der Entwicklung entgegnen, hieß es. Zusätzlich sorgte ein Dokumentarfilm über die negativen Auswirkungen von Smog für gigantisches Aufsehen - veröffentlicht wurde der Film von einer Ex-Reporterin beim Staatsfernsehen.

Ob aus anfänglicher Überforderung oder mit kalkulierter Absicht: Die Zensur schaute ein paar Tage lang weg.

Mehr dazu in „Ein neues Gesetz ist nicht genug“

Inland

Cannabis: Experten für Straffreiheit bis fünf Gramm

In einigen Ländern ist Cannabis schon legal. In Österreich sorgte NEOS im Herbst mit der Forderung nach Legalisierung von Haschisch und Marihuana für Aufsehen.

Von Experten kommt - aus Anlass einer Tagung - jetzt eine behutsamere Forderung nach einer teilweisen Entkriminalisierung. Erst wer mehr als fünf Gramm Cannabis besitzt, soll von der Polizei verfolgt werden.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Sport

Fußball: Kunstschütze Alaba als Bayern-Torgarant

45 Minuten lang hat sich Bayern München im DFB-Pokal gegen beherzt kämpfende Braunschweiger schwergetan. Dann legte sich David Alaba den Ball zurecht und versenkte einen Freistoß aus gut 20 Metern unhaltbar im rechten Kreuzeck. Der Bann war gebrochen, die Weichen für den Viertelfinal-Einzug waren gestellt.

Für den ÖFB-Star war es der dritte Treffer im dritten Cupspiel, so oft traf heuer kein anderer Münchner Akteur. „Man hat gesehen, dass wir sehr ehrgeizig und hungrig sind“, sagte der 22-Jährige, der nun offenbar erneut das Interesse von Real Madrid geweckt hat.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Biathlon: Guter WM-Auftakt für Österreich

Für Österreich hat die Biathlon-WM in Kontiolahti mit einer ansprechenden Leistung begonnen. Lisa Theresa Hauser, Katharina Innerhofer, Sven Grossegger und Simon Eder belegten in der Mixed-Staffel den fünften Platz und erzielten damit das bisher beste WM-Ergebnis in diesem Bewerb. Gold ging an Tschechien vor Frankreich und Norwegen, auf die Bronzemedaille fehlte dem ÖSV-Quartett etwas mehr als eine halbe Minute.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Reichelt gibt weiter den Ton an

Nach seinem „Sweep“ in Garmisch mit zwei Trainingsbestzeiten und dem Sieg im Rennen hat Hannes Reichelt auch im ersten Training für die Herren-Abfahrt in Kvitjfell seine aktuelle Hochform unter Beweis gestellt.

Der Super-G-Weltmeister erzielte die klar schnellste Zeit und brachte sich für Samstag (12.00 Uhr, live in ORF eins) schon einmal in Position für seinen dritten Abfahrtssieg in dieser Saison. Lokalmatador Kjetil Jansrud belegte Rang sieben. Von den restlichen zehn ÖSV-Läufern konnte sich hingegen keiner im Spitzenfeld klassieren.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Uniqa erhöht nach Gewinnanstieg Dividende

Der heimische Versicherungskonzern Uniqa hat im vergangenen Jahr angesichts geringerer Verwaltungskosten und höherer Erträge aus dem Kernversicherungsgeschäft deutlich mehr verdient.

Dividende von 42 Cent

Der Vorsteuergewinn stieg um knapp 23 Prozent auf 378 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 42 Cent nach 35 Cent für das Jahr davor erhalten. Für 2015 erwartet Uniqa unverändert einen Vorsteuergewinn zwischen 425 und 450 Millionen Euro.

Eigentlich hatte sich Firmenchef Andreas Brandstetter für dieses Jahr eine Größenordnung von bis zu 550 Millionen Euro zum Ziel gesetzt, er musste diesen Plan aber angesichts der durchwachsenen Wirtschaftsentwicklung in Teilen Osteuropas verschieben.

Ab Montag: EZB öffnet Geldschleusen

Die Europäische Zentralbank (EZB) will ab Montag Staatsanleihen im großen Stil aufkaufen, um das Risiko einer Deflation abzuwenden.

Die EZB werde am 9. März mit dem Ankauf von Staatsanleihen und privaten Anleihen auf dem Sekundärmarkt beginnen, sagte EZB-Präsident Mario Draghi nach der EZB-Ratssitzung, die gestern in Nikosia in Zypern abgehalten wurde. Die EZB erhöhte zudem ihre Wachstumsprognose für das laufende und das nächste Jahr.

Mehr dazu in „Erholung gewinnt an Stärke“

US-„Stresstest“: Alle 31 Banken bestehen erste Runde

Alle 31 Banken haben die erste Runde des US-„Stresstests“ bestanden. Die Geldhäuser hätten genügend Kapitalpuffer, um eine große Krise zu überstehen, teilte die US-Notenbank Fed gestern nach Börsenschluss mit. Auch die US-Tochter der Deutschen Bank, die erstmals an der Prüfung teilnahm, bekam das Gütesiegel. Doch bei der zweiten Stufe des Tests werde Deutschlands größte Bank wohl durchfallen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Finanzkreisen.

Im ersten Teil konnten alle Finanzinstitute die geforderte Kernkapitalquote von fünf Prozent vorweisen. Der Stresstest ist eine Lehre aus der Finanzkrise, in der Großbanken wie die Citigroup und die Bank of America schwankten und vom Staat gerettet werden mussten.

In dem Gesundheitscheck prüft die Fed nun regelmäßig die Kredit- und Anleihenportfolios der Institute auf ihre Krisenfestigkeit. In einem zweiten Schritt müssen die Geldinstitute zudem ihre Pläne zur Auszahlung von Dividenden und Aktienrückkäufen von der Fed absegnen lassen. Diese Ergebnisse werden am 11. März veröffentlicht.

Chronik

Baum stürzte auf Tragseil: Gondelbahn in Südtirol evakuiert

Zu einer spektakulären Rettungsaktion ist es gestern Nachmittag in Wolkenstein im Südtiroler Grödnertal gekommen. Rund 200 Personen mussten aus einer Gondelbahn gerettet werden.

Das Tragseil der Bahn war zuvor von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Daraufhin sprang es aus der Halterung, teilte die Feuerwehr Wolkenstein der APA mit und bestätigte damit Südtiroler Medienberichte.

Passagiere einzeln abgeseilt

Der Baum war aufgrund des starken Windes entwurzelt worden. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand. Der Rettungseinsatz konnte am frühen Abend abgeschlossen werden, sagte der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Wolkenstein, Urban Mussner.

Die Bergretter wurden laut Angaben des Rettungsdienstes Aiut Alpin Dolomites mit einem Hubschrauber zu den Gondeln geflogen. Anschließend wurden die Wintersportler gesichert, einzeln abgeseilt und von Feuerwehrleuten in Empfang genommen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Mehrere Tote nach Unwettern in Italien

Schwere Unwetter mit heftigem Regen und starkem Wind forderten unterdessen in der Toskana mindestens zwei Menschenleben. Ein Autofahrer wurde in der Toskana von einem herabstürzenden Felsblock erschlagen, eine Frau in der Region Marken von einem umstürzenden Baum getroffen, wie die Nachrichtenagentur ANSA heute berichtete. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Ein weiteres Todesopfer ist Medienberichten zufolge in der Lombardei zu beklagen.

Besonders betroffen waren Mittel- und Süditalien, wo es seit gestern stark regnete und die Winde teilweise Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern erreichten. In der Toskana blieben zahlreiche Schulen geschlossen, in Florenz wurden die Menschen dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. In Neapel stürzte eine Mauer ein und begrub acht Autos, verletzt wurde niemand. In der Toskana mussten 150 Menschen nach dem Einsturz eines Gebäudes in Sicherheit gebracht werden.

Der Wind riss in zahlreichen Regionen Bäume um, viele Dächer wurden beschädigt. Auch der Verkehr wurde beeinträchtigt, so mussten laut ANSA in Florenz zahlreiche Flüge verschoben werden. Auch die Fährverbindungen zur Insel Elba wurden vorübergehend eingestellt. Zahlreiche Straßen waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt, auf Bahnstrecken und Autobahnen kam es vielerorts zu Behinderungen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Schneesturm in USA: Verkehrschaos und Flugausfälle

Winter und kein Ende: Ein weiterer Wintersturm mit Schnee hat in Teilen der USA zu einem Verkehrschaos geführt. Die Unwetterschneise zog sich im Süden von Dallas bis Kentucky. Im Nordosten waren die Neu-England-Staaten betroffen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte.

Auch in New York und Washington fiel Schnee. In Kentucky blieben nahe der Ortschaft Elizabethtown Hunderte Autofahrer stundenlang in den weißen Massen stecken, wie der Sender CNN berichtete. Dort waren in einem Zeitraum von 15 Stunden rund 50 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Wegen des winterlichen Wetters wurden gestern mehr als 4.800 Flüge gestrichen, es gab rund 4.000 Verspätungen, berichtete die Zeitung „USA Today“. Für heute wurden vorsorglich 350 Flüge gestrichen.

Science

Gesundheit

Ebola: Neue Hoffnung auf erfolgreichen Impfstoff

Während aus Liberia gute Nachrichten kommen, melden Sierra Leone und Guinea einen Anstieg an Ebola-Neuerkrankungen. Hoffnung, die Epidemie bekämpfen zu können, gibt nun eine großangelegte Impfaktion eines entwickelten Wirkstoffs, die am Wochenende in den betroffenen Ländern startet.

Mit den Ergebnissen wird in den kommenden Wochen gerechnet. „Wenn sich der Impfstoff als erfolgreich herausstellt, wird das die erste erfolgreiche Maßnahme gegen Ebola sein“, sagte WHO-Generaldirektorin der Margaret Chan.

Mehr dazu in Impfungen in Guinea starten am Samstag

IT

USA versteigern erneut beschlagnahmte Bitcoins

Die US-Regierung versteigert erneut beschlagnahmte Bitcoins im Millionenwert. Gestern gab die zuständige Behörde US Marshals Service den Startschuss für die dritte staatliche Auktion der Digitalwährung. Das Bitcoin-Vermögen war bei der Schließung des illegalen Onlinehandelsplatzes Silk Road beschlagnahmt worden.

Wie schon bei der letzten Versteigerung kommen 50.000 Bitcoins unter den Hammer. Zum aktuellen Handelspreis von etwa 270 Dollar wären sie ungefähr 13,5 Millionen Dollar (12,3 Mio. Euro) wert. Die Gewinner sollen morgen benachrichtigt werden.

Insgesamt hatten die US-Ermittler 144.000 Einheiten der digitalen Währung sichergestellt, als sie das als „eBay für Drogen“ bekanntgewordene Internetportal im Herbst 2013 dichtmachten. Erst vor wenigen Wochen war der mutmaßliche Betreiber von Silk Road, Ross Ulbricht, nach einem wochenlangen Prozess in New York wegen Verschwörung unter anderem zum Drogen- und Waffenhandel sowie Geldwäsche im Internet verurteilt worden. Dem 30-Jährigen droht lebenslange Haft. Sein Strafmaß soll am 15. Mai verkündet werden.

Kultur

Wolf-Haas-Film: Hader muss leiden

In der jüngsten Wolf-Haas-Verfilmung rund um Simon Brenner (Josef Hader) bleibt selbigem nichts erspart. Nach jahrelanger Obdachlosigkeit zieht er in eine vererbte Bruchbude, und ähnlich wie das Haus bricht auch seine Vergangenheit über ihn herein. Liebevoll und grausam zugleich inszeniert Regisseur Wolfgang Murnberger den von Migräne geplagten Brenner auf seinem Oldtimer-Moperl inmitten einer Welt des Verfalls. Die Krimihandlung wird dabei zur Nebensache.

Mehr dazu in Ein Mann, sein Moped und seine Migräne

Lifestyle

Protest gegen Rodelverbot auf Hügel vor US-Kongress

„Schlitten fahren ist kein Verbrechen“: Unter diesem Motto haben sich einige Bewohner Washingtons gegen ein mehr als 130 Jahre altes Schlittenfahrverbot vor dem US-Kongress gewehrt. An einem der vielleicht letzten verschneiten Tage des Winters versammelten sie sich gestern auf dem Hügel vor dem Kapitol, um entgegen der Vorschrift zu rodeln.

Seit 1876 ist es verboten, das Gelände im Herzen der amerikanischen Hauptstadt als Spielwiese zu nutzen. #SledFreeOrDie („Frei rodeln oder sterben“) lautete eines der Stichwörter auf Twitter.

Zuvor hatten Familien bereits die Abgeordnete für Washington, Eleanor Holmes Norton, angerufen, weil sie den Rodelspaß vor dem Kapitol nicht noch einmal verpassen wollten. In einem Brief bat sie den Vorstand der zuständigen Polizei deshalb, das Verbot für vier Tage bis einschließlich Sonntag aufzuheben. „Haben Sie ein Herz“, schrieb sie, „das Herz eines Kindes.“ Die Polizei weigerte sich bisher allerdings, den als „Vorgarten Amerikas“ bekannten Hügel freizugeben.