Inland

FPÖ ortet „Vertuschung“ von Heta-Verlusten

Nach Bekanntgabe des Heta-Halbjahresergebnisses mit einem Verlust von 1,1 Mrd. Euro ortet der Kärntner FPÖ-Obmann Christian Ragger „Vertuschung“ in der Hypo-Abbaugesellschaft, etwa bei „Hunderten Millionen Spekulationsverlusten“ einer Hypo-Gesellschaft in Jersey. In der Heta würden Milliarden vernichtet, ohne dass die Geschäfte überprüft werden könnten, so Ragger heute in einer Aussendung.

Die Heta sei nicht verpflichtet, dem U-Ausschuss des Parlaments Unterlagen vorzulegen, obwohl sie sich im Eigentum der Republik befinde. Jene Unterlagen, die das Parlament erhalte, seien von den Managern freigegeben worden. Ragger: „Da kann man sich vorstellen, was rauskommt, wenn der Geprüfte nur das vorlegt, was er will.“

Für Kärnten seien die „geheimen Vorgänge“ in der Heta existenzgefährdend, kritisierte Ragger. Je mehr Geld dort vernichtet werde, desto stärker stiegen die Haftungen für Kärnten. Er sehe jedenfalls „beste Aussichten“, in der Causa Regressansprüche gegen den Bund stellen zu können.

Hypo-Ausschuss: Was bisher geschah

Morgen startet der Hypo-Untersuchungsausschuss nach der Sommerpause in die zweite Runde. Bisher wurden über 40 Personen befragt, von Prüfern über Landespolitiker bis hinauf zum ehemaligen Topmanagement der Bank, mit dem prominentesten Zeugen Wolfgang Kulterer.

Die Fragen drehten sich um undurchsichtige Geschäfte, die astronomischen Kärntner Landeshaftungen und immer wieder auch um den Einfluss der Politik. Nun geht es mit prominenten Zeugen, darunter die Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Alfred Gusenbauer sowie Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, weiter - ein Rück- und Ausblick, die bisher besten Sager inklusive.

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„Sommergespräch“: Faymann droht EU-Asylblockierern

Wenig überraschend hat das Flüchtlingsthema auch das ORF-„Sommergespräch“ mit Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann dominiert. Faymann wiederholte gestern die Forderungen der Bundesregierung nach einer gemeinsamen EU-Asylpolitik und drohte unwilligen Staaten mit möglichen Konsequenzen.

Weniger ausführlich äußerte sich der Kanzler zu den im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Wien und Oberösterreich. Dass diese Konsequenzen in seinem Regierungsteam haben könnten, schloss Faymann aber aus. Und seinen durchwachsenen Umfragewerten gegenüber gab er sich betont unaufgeregt.

Mehr dazu in „Direkte Auseinandersetzung“ mit FPÖ

Nationalrat: NEOS tauscht mit Team Stronach Plätze

Das Schrumpfen des Teams Stronach (TS) hat auch auf die Sitzordnung im Nationalrat Auswirkungen. NEOS tauscht mit dem TS-Klub Plätze. Damit sitzt NEOS neben der SPÖ, während das TS die Grünen als neue Nachbarn hat.

Miteinander zu plaudern wird für die TS-Abgeordneten schwieriger. Denn die sechs Verbliebenen haben Plätze unmittelbar hintereinander, freilich erst ab Reihe zwei. Denn „angeführt“ wird diese Sitzgruppe vom grünen Vizeklubchef Werner Kogler.

Die abtrünnige TS-Mandatarin Jessi Lintl, die nunmehr als wilde Abgeordnete fungiert, hat einen Platz in der letzten Reihe zwischen SPÖ und NEOS gefunden. Sitzplatztechnisch am wichtigsten von den früheren TS-Mandataren ist die frühere Klubchefin Kathrin Nachbaur. Sie darf im Klub der ÖVP einen Platz in Reihe fünf einnehmen. Alle übrigen Ex-TS-Abgeordneten sitzen in der letzten Reihe.

Ausland

Russland bekräftigt Unterstützung für Assad

Im Syrien-Konflikt hat Russland seine Unterstützung für den umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad bekräftigt. Forderungen der syrischen Opposition nach Assads Rücktritt seien „unrealistisch und kontraproduktiv“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow heute vor Studenten in Moskau.

Nur ohne solche Bedingungen sei ein effektiver Kampf gegen Terrorgruppen wie den Islamischen Staat (IS) möglich, sagte er. Russland will eine internationale Anti-Terror-Koalition bilden, an der sich die syrische Armee beteiligen soll. Moskau gilt als enger Partner der Regierung in Damaskus und versorgt das Regime im Bürgerkrieg mit Waffen.

Bangkok-Anschlag: Zweiter Verdächtiger festgenommen

Zwei Wochen nach dem Bombenanschlag von Bangkok ist ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden. Das teilte Regierungschef Prayuth Chan-ocha mit. Es soll sich laut Medienberichten um den mutmaßlichen Bombenleger handeln.

Kurz vor der Explosion mit 20 Toten war am Erawan-Schrein im belebten Einkaufsviertel der Millionenstadt ein Mann im gelben T-Shirt gefilmt worden. Er deponierte dort einen Rucksack und ging fort. Die Polizei vermutet, dass darin der Sprengsatz war. Ein Mann ist bereits in Haft.

Bayrischer Minister: Roberto Blanco „wunderbarer Neger“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“ den Sänger Roberto Blanco als „wunderbaren Neger“ bezeichnet. In der Talkshow diskutierten die Gäste gestern Abend über das Thema Flüchtlinge.

Als „Focus“-Chefredakteur Ulrich Reitz Erfolgsgeschichten von Einwanderern einbrachte, sagte Herrmann: „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat.“

Bayerns Innenminister in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“ zu seiner Version von Erfolgsgeschichte und Einwanderung

Beim FC Bayern spielten auch eine ganze Menge mit schwarzer Hautfarbe mit, und das fänden die Fans von FC Bayern auch gut, fügte er hinzu.

Blanco: „Ich bin ein stolzer Farbiger“

Blanco fühlt sich von der Äußerung Herrmanns über ihn nicht beleidigt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das böse gemeint hat“, sagte Blanco zu „Focus“ (Onlineausgabe). „Schlauer wäre hingegen gewesen, wenn er nicht das Wort Neger genutzt hätte, sondern Farbiger.“

„Ich fühle mich nicht von Innenminister Herrmann beleidigt, ich bin ein stolzer Farbiger und ich wünsche mir auch, dass alle Farbigen, die das jetzt lesen, das auch so sehen“, sagte Blanco.

Herrmann: „Verwende das Wort Neger sonst nicht“

Im ZDF-„Morgenmagazin“ versuchte sich Herrmann heute an einer Erklärung und betonte, er habe das Wort „Neger“ nur als Reaktion auf einen Einspieler benutzt. „Ich verwende das Wort Neger sonst überhaupt nicht“, sagte er. „Ich habe das nur als unmittelbare Reaktion auf diese abwertende Äußerung gemacht. Wir haben auch wunderbare Mitbürger mit schwarzer Hautfarbe in Bayern.“

Künftige Neuseeland-Flagge ohne „Union Jack“

Neuseeland nabelt sich von der einstigen Kolonialmacht Großbritannien ab - zumindest was das künftige Aussehen der Landesflagge betrifft. Bereits seit Längerem gibt es dazu ein Auswahlverfahren.

Letzte „Union Jack“-Vorschläge aussortiert

Der Inselstaat im Pazifik wird die britische Flagge, den „Union Jack“, künftig nicht mehr auf seiner eigenen Flagge darstellen. Ein Auswahlkomitee sortierte alle Designvorschläge, die den „Union Jack“ bzw. stilistische Angleichungen enthielten, aus.

Vier Varianten der neuen Flagge von Neuseeland

APA/EPA/NZ Flag Consideration Panel

Vier Flaggen vorgestellt

Heute wurden die vier Flaggen für die Endauswahl vorgestellt - bei diesen wird ein anderes Element prominent platziert: Drei zeigen ein Farnblatt, eines einen Farnwedel. Im Dezember wird dazu eine Abstimmung abgehalten. Trotz neuer Flagge bleiben die Bande zu Großbritannien erhalten: Königin Elizabeth II. bleibt Staatsoberhaupt.

Der Farn gilt als Symbol Neuseelands. Nach der Legende der Ureinwohner, der Maori, lebte der Farn einst im Meer. Er wurde an Land gebeten, um die Maoris durch den Dschungel zu geleiten. Die Vorfahren nutzten das Mondlicht, das sich auf der silbrigen Unterseite der Blätter spiegelte, um ihren Pfad im Wald zu finden.

TV-Hinweis

Wirtschaft

Deutsche Post startet Paketnetz in Österreich

Die Deutsche Post hat heute einen eigenen Paketdienst in Österreich gestartet. In der Startphase hätten 15 Depots für die Zustellung im Nachbarland geöffnet, so Post-Vorstand Jürgen Gerdes. Geplant seien Investitionen im dreistelligen Millionenbereich und die Eröffnung zahlreicher Paketshops in den nächsten Jahren.

Die Deutsche Post wolle die „deutliche Nummer zwei“ in der Paketbeförderung zum Endkunden in Österreich werden, so Gerdes. Hintergrund ist das starke Wachstum des Onlinehandels, von dem die Deutsche Post weltweit in ihrem Paketdienst profitieren will.

Bisher befördert die Deutsche Post nur bis zur Grenze. Von dort übernimmt die Österreichische Post AG. Nach Studien soll das E-Commerce-Volumen in Österreich bis 2020 um 50 Prozent zulegen.

IWF: Weltwirtschaft wächst langsamer als erwartet

Die Weltwirtschaft wächst laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) heuer langsamer als noch vor wenigen Wochen erwartet. „Wir gehen davon aus, dass das globale Wachstum moderat bleibt und voraussichtlich geringer ausfällt als im Juli prognostiziert“, sagte IWF-Chefin Christina Lagarde heute in der indonesischen Hauptstadt Jakarta.

Damals hatte der IWF ein Plus von 3,3 Prozent vorausgesagt. 2014 waren es 3,4 Prozent. Grund für die jetzt pessimistischere Einschätzung sei zum einen der langsamere Aufschwung in den Industriestaaten, zum anderen die Konjunkturabkühlung in vielen Schwellenländern, so Lagarde.

Zur Konjunkturabkühlung in China ergänzte sie, der Übergang zu einer marktbasierten Wirtschaft und der Abbau der in den vergangenen Jahren aufgebauten Risiken sei komplex und könnte auch „ein wenig holprig“ verlaufen. „Die Behörden haben aber die politischen Werkzeuge und auch die finanziellen Puffer, um diesen Übergang zu bewerkstelligen.“

Streit über Becel kommt vor EU-Kommission

Im Kampf gegen die cholesterinsenkende Margarine Becel Pro activ von Unilever schaltet die deutsche Verbraucherorganisation Foodwatch nun die EU-Kommission ein. Dort sei der Antrag gestellt worden, dem Produkt die Zulassung als Lebensmittel zu entziehen, teilte Foodwatch heute mit.

Die Verbraucherorganisation führte zur Begründung mehrere Studien an, wonach Produkte wie Becel Pro activ bestimmte Nebenwirkungen, etwa Ablagerungen in den Gefäßen, hervorrufen könnten. Unilever sprach von einer „PR-Nebelkerze“.

Foodwatch ignoriere „erneut absichtlich“ den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion. Das Unternehmen führte in einer Stellungnahme seinerseits Studien an, wonach Produkte wie Becel Pro activ „sicher“ seien, den Cholesterinspiegel tatsächlich senkten und damit einen Beitrag leisten könnten, „einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren“.

Niederlage für Foodwatch vor deutschem Gericht

Einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts zufolge darf Unilever weiter erklären, dass es aus wissenschaftlicher Sicht keine Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken seiner Margarine gebe. In dem Urteil von heute heißt es, die Äußerungen eines Wissenschaftlers über die Margarine seien durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

Sport

US Open: Haider-Maurer hält Schmerzen stand

Andreas Haider-Maurer hat heute nach einem kuriosen Fünfsatzerfolg gegen den Kanadier Vasek Pospisil die zweite Runde der US Open erreicht. Beide Kontrahenten schenkten einander nichts, wobei Pospisil über weite Strecken der Partie von Krämpfen geplagt wurde und Haider-Maurer große Schmerzen im linken Knie hatte, die ihn an den Rand der Aufgabe brachten. Doch der Niederösterreicher biss sich durch. Als Belohnung für die Mühen darf er sich mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic messen.

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Radsport: „Edelhelfer“ Zoidl kämpft mit Strapazen

Der erste Ruhetag der Vuelta a Espana kommt für Riccardo Zoidl zum richtigen Zeitpunkt. Der einzige Österreicher im Fahrerfeld der 70. Ausgabe der Spanien-Rundfahrt kämpft nach zehn Etappen bereits mit den Strapazen. „Die Arbeit hat mir wahrscheinlich bereits zu viele Körner gekostet, um im Gesamtklassement mitmischen zu können“, so der 27-Jährige, der vor allem als „Edelhelfer“ für den Luxemburger Fränk Schleck viel Energie investieren musste. Morgen wartet bereits die nächste schwere Bergetappe.

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Chronik

Frontalcrash zweier Mopeds fordert Menschenleben

Bei Unterthern in Niederösterreich ist heute ein 17-Jähriger mit seinem Moped in einer Kurve frontal mit dem Moped eines 20-Jährigen kollidiert und dabei gestorben. Der andere Mopedlenker wurde schwer verletzt. Laut Polizei hatten beide Lenker Sturzhelme auf.

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Sieben Verletzte in Kärnten

Sieben Verletzte, zwei davon schwer, hat es gestern Nachmittag bei einem Unfall bei Feistritz in Kärnten gegeben. Ein 19-jähriger Autofahrer war mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten, streifte ein Auto und krachte frontal in ein weiteres.

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Zwei Tote bei Bad Aussee

Ein missglückter Überholvorgang hat gestern bei Bad Aussee (Steiermark) zwei Menschenleben gefordert. Die beiden Opfer, vermutlich zwei Studenten, waren mit ihrem Auto ins Schleudern gekommen und frontal gegen einen Lkw geprallt.

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Erneut Explosion in Chemiewerk in China - ein Toter

Bei einem neuen Explosionsunglück in einem Chemiewerk in China hat es einen Toten gegeben. Ein anschließendes Feuer in der Fabrik in Dongying (Provinz Shandong) sei nach fünf Stunden gelöscht worden, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service heute. Es war schon das zweite Explosionsunglück mit Chemikalien seit der Katastrophe in der Hafenstadt Tianjin.

Dort war vor knapp drei Wochen ein Gefahrgutlager in die Luft geflogen. 158 Personen kamen dabei ums Leben. In den Trümmern werden immer noch 15 Menschen vermisst. Die Aufräumarbeiten auf dem Hafengelände kommen wegen der gefährlichen Chemikalien nur langsam voran.

„Nazi-Gold-Zug“: Polen sperrt mögliche Fundzone

Die Gerüchte über einen Nazi-Zug voller Gold und Kunstwerke in einem verborgenen Stollen in Polen lassen nun die Exekutive einschreiten. Gestern wurde jene Gegend abgesperrt, in der sich der Zug befinden könnte. Argumentiert wurde das damit, dass sich immer mehr Glücksjäger dort selbst gefährdeten.

Tatsächlich wurden schon mehrere von ihnen dort beinahe von in der bewaldeten Gegend verkehrenden Zügen gerammt. Auch ein rätselhafter Brand musste in der Nacht auf Montag gelöscht werden. Die ständig wachsende Gruppe der „Schatzsucher“ ist sich unterdessen sicher, die Fundstelle schon ziemlich genau eingrenzen zu können.

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Gesundheit

Neuer Ebola-Fall in Sierra Leone festgestellt

Eine in Sierra Leone verstorbene Frau ist nach ihrem Tod positiv auf Ebola getestet worden. Das teilte das Ebola-Abwehrzentrum (NERC) des Landes gestern mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr, war die Frau etwa Mitte 60 und lebte im Dorf Sella Kafta in der nordwestlichen Region Kambia.

Die Frau war weder nach Liberia noch nach Guinea gereist - zwei ebenfalls schwer von der Ebola-Epidemie betroffene Ländern in Westafrika. Ein NERC-Sprecher sagte einem örtlichen Radiosender, es seien bereits zehn Risikokontakte der Frau ausfindig gemacht worden, die unter Quarantäne gestellt worden seien.

Derzeit werde geprüft, ob das gesamte Dorf isoliert werden müsse. Überdies werde ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Kambia reisen, um die Kontaktpersonen des jüngsten Ebola-Opfers zu impfen.

Der Ebola-Fall ist ein Rückschlag für das westafrikanische Land im Bemühen, für frei von der Krankheit erklärt zu werden. In der vergangenen Woche hatte es feierliche Szenen gegeben, nachdem der letzte bekannte Ebola-Patient aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Bei der schlimmsten Ebola-Epidemie in der Geschichte waren in Westafrika seit Ende 2013 rund 11.300 Menschen ums Leben gekommen.

Kultur

„Ricki and The Flash“: Meryl Streep rockt

Regisseur Jonathan Demme hat für seinen Film „Das Schweigen der Lämmer“ einen Oscar bekommen; Autorin Diablo Cody ist für ihr Drehbuch für den Film „Juno“ mit einem Oscar ausgezeichnet worden, Schauspielerin Meryl Streep hat gleich drei Oscars zu Hause stehen.

Gemeinsam haben Demme, Cody und Streep jetzt beim Film „Ricki and The Flash“ zusammengearbeitet - ein Familienfilm zwischen Komödie und Drama mit Streep als in die Jahre gekommener Rockmusikerin.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

ORF-Bestenliste im September

Den ersten Platz der ORF-Bestenliste teilen sich im September zwei Bücher: Anna Baars Romandebüt „Die Farbe des Granatapfels“ und Ralf Rothmanns präziser und schonungsloser Antikriegsroman „Im Frühling sterben“.

Platz drei geht an Christine Lavant und ihre zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichte, die damit bereits zum zweiten Mal auf der Bestenliste vertreten sind.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Tochter von Bertolt Brecht gestorben

Barbara Brecht-Schall, Tochter des Dramatikers Bertolt Brecht und der Schauspielerin Helene Weigel, ist tot. Die Schauspielerin und Haupterbin Brechts starb gestern im Alter von 84 Jahren in Berlin, wie der Suhrkamp-Verlag unter Berufung auf ihre Familie heute mitteilte.

Brecht-Schall gehörte lange dem Berliner Ensemble an und war Nachlassverwalterin ihres Vaters. Zuletzt hatte sie eine weitere Aufführung von Brechts Stück „Baal“ in der Regie von Frank Castorf am Münchner Residenztheater wegen Eingriffen in den Originaltext untersagt.

Science

Leute

Yahoo-Chefin Mayer bekommt Zwillinge

Yahoo-Chefin Marissa Mayer (40) ist erneut schwanger. Sie erwarte eineiige Zwillinge, der voraussichtliche Geburtstermin der Mädchen ist Dezember, gab die Topmanagerin heute bekannt.

Da die Schwangerschaft bisher ohne Komplikationen verlaufe und der Umbau des Internetkonzerns in einer wichtigen Phase sei, wolle sie weitgehend durcharbeiten.

Mayer nahm vor drei Jahren den Chefposten bei Yahoo während der Schwangerschaft mit ihrem ersten Kind an. Nachdem ihr Sohn auf der Welt war, wurde ein Kinderzimmer neben dem Chefbüro eingerichtet.

Lifestyle

„Lindenstraße“ feiert sich mit Livefolge

Ein Novum in der „Lindenstraße“: Mit der Jubiläumsfolge der deutschen TV-Serie zum 30. Geburtstag am 6. Dezember wird erstmals eine Episode des Fernsehklassikers live ausgestrahlt.

Inhaltlich füge sich die Ausgabe aber in die Gesamtgeschichte ein, teilte der WDR heute mit. „Wir haben uns vorgenommen, keine Aufzeichnung zu machen, damit diese Flucht nicht möglich ist, falls etwas nicht klappt“, sagte Regisseur Hans W. Geißendörfer.

Auch in Zukunft werde die Serie wie gewohnt aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen, so Geißendörfer. „Unser Leitbild war und ist die Wirklichkeit.“ Somit sei es zum Beispiel „ganz klar, dass das Thema Flüchtlinge künftig eine große Rolle in der ‚Lindenstraße‘ einnehmen und sie verändern wird“.

Mangel an Tabus als Problem

ARD-Programmdirektor Volker Herres sagte, die „Lindenstraße“ sei ein Stückchen „Sitten- und Sozialgeschichte Deutschlands“. „Alle großen Themen, die in den vergangenen 30 Jahren relevant waren, wurden dort abgebildet.“ Damit habe die Serie bewiesen, dass es möglich sei, ein Breitenmedium mit gesellschaftlicher Relevanz zu verbinden.

Allerdings werde es in Zukunft für die Serie nicht einfacher, Anstoß zu erregen und aufzufallen, so WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn. „Denn es gibt immer weniger Tabus, und die ‚Lindenstraße‘ ist natürlich nicht mehr allein damit.“

Herres sagte, das Verhältnis zwischen der „Lindenstraße“ und ihren Zuschauern sei wie eine 30-jährige Ehe. Auf die Frage, ob eine Ehe nach so langer Zeit nicht auch zu Bruch gehen könne, sagte er: „Ich bin seit 30 Jahren verheiratet, und das glücklich.“ Er habe auch nicht den Eindruck, dass das in Kürze zu Ende gehen werde.