Liveticker

Schreddern großes Thema im Hypo-Ausschuss

Die Zeit ist um

Allerdings: keine Zeit mehr für weitere Erklärungen. Bures schließt die Sitzung, die Zeit ist um.

Der NEOS-Fraktionschef verweist wieder auf Fragezeichen hinter den Hypo-Bilanzen. „Ich dachte, ich sei zur Phase zwei geladen“, sagt Holzer, da sich Hables Frage bereits auf die Phase nach der Verstaatlichung bezieht.

Holzer erklärt, wann Bilanzen „aufzumachen“ seien und wann nicht.

Ausland

EU: Grenzkontrollen kosten bis zu 18 Mrd. Euro pro Jahr

Eine flächendeckende Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum könnte nach Berechnungen der EU-Kommission pro Jahr bis zu 18 Milliarden Euro verschlingen. Schätzungen zufolge würde die langfristige und systematische Einführung von Kontrollen zwischen fünf und 18 Milliarden Euro allein an direkten Kosten verursachen, warnte die Brüsseler Behörde heute.

„Sollte der in Gang gesetzte Prozess die wirtschaftliche Integration inklusive des ordnungsgemäßen Funktionierens der Wirtschafts- und Währungsunion gefährden, könnten die indirekten Kosten mittelfristig dramatisch höher sein als die direkten Kosten“, so die EU-Kommission in einem 22-seitigen Papier an das EU-Parlament und den EU-Rat.

Auswirkungen weit über Transportsektor hinaus spürbar

Das wahrscheinlichste Szenario seien Extrakosten in Höhe von 7,1 Milliarden Euro. Davon resultierten 3,4 Milliarden Euro aus zusätzlichen Wartezeiten von einer Stunde für Lkws sowie 2,6 Milliarden Euro aus längeren Fahrtzeiten und Staus für Pkw-Fahrer. Auf die Mitgliedsländer kämen in diesem Szenario zudem 1,1 Milliarden Euro an Kosten wegen der Einführung der Kontrollen hinzu.

Nach den Annahmen der EU-Kommission sind die Auswirkungen weit über den Transportsektor hinaus spürbar, da auch Umfang und Kosten für den Warenhandel sowie die Leistungsfähigkeit der europäischen Logistikbranche betroffen seien. Auch der Arbeitsmarkt werde in Mitleidenschaft gezogen, da im Schengen-Raum ein Prozent der Beschäftigten in einem Nachbarland einen Job hätten und künftig Grenzkontrollen über sich ergehen lassen müssten.

Auf die Tourismusbranche kämen Simulationen zufolge im Falle einer möglichen Zersplitterung der Visaregeln Einbußen zwischen zehn und 20 Milliarden Euro zu.

Zustimmung der Briten zu EU-Austritt steigt

Immer mehr Briten sind einer Umfrage zufolge für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union, den „Brexit“. Wie das Institut ICM heute mitteilte, kommen die Befürworter des Schrittes inzwischen auf 42 Prozent, während das proeuropäische Lager 41 Prozent erreicht. Unter Herausrechnung der Unentschiedenen ergibt sich demnach ein Verhältnis von 50 zu 50.

Cameron für Verbleib in EU

In der vergangenen Woche führten die EU-Befürworter noch mit 52 Prozent. Bei der jüngsten YouGov-Umfrage für die konservative „Times“ führten die Europaskeptiker mit 45 zu 36 Prozent.

Premierminister David Cameron ist nach eigenem Bekunden für einen Verbleib des Königreiches in der EU, verlangt aber von den 27 anderen Staaten Reformen der Union. So will die Regierung in London Sozialleistungen für EU-Bürger einschränken.

Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn erklärten heute gemeinsam, die geplanten Einschränkungen seien nach wie vor das Hauptproblem bei den britischen Forderungen. Sie dürften nur vorübergehend sein und die Dauer von vier Jahren keinesfalls übersteigen.

Tusk für Vermeidung von „Brexit“

EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte indes alle seine Verpflichtungen für die kommenden Tage ab, um mit Gesprächspartnern wie der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande Strategien zur Vermeidung eines Austritts Großbritanniens aus der EU zu erörtern.

Tusk sagte heute vor dem Europäischen Parlament, er hoffe, dass es beim Europäischen Rat am 18. und 19. Februar in Brüssel Konsens über seinen Kompromissvorschlag geben werde. Es handle sich aber um einen „sehr fragilen politischen Prozess“, sagte Tusk.

Emirate ernennen Ministerinnen für Glück und Toleranz

In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es künftig Ministerinnen für Glück und Toleranz. Regierungschef Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, der zugleich Herrscher des Emirats Dubai ist, verkündete heute über den Kurzbotschaftendienst Twitter eine großangelegte Regierungsumbildung mit insgesamt acht neuen Posten.

„Glück ist nicht nur ein Wunsch in unserem Land“, sagte er. Es werde „Projekte und Programme“ für soziales Wohlbefinden und Zufriedenheit geben.

Neue Glücksministerin des Landes wird den Angaben zufolge Ohud al-Rumi. Geschaffen wurde auch ein Ministerposten für Toleranz - diesen übernahm die frühere Ministerin für internationale Kooperation und Entwicklung, Lubna al-Kassimi.

22 Jahre alte Jugendministerin

Das Ministeramt für Toleranz sei geschaffen worden, um diese als „fundamentalen Wert in der Gesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate“ zu verankern, sagte Scheich Mohammed.

Gerade einmal 22 Jahre alt ist die neue Jugendministerin Schamma al-Masrui. Das Kabinett in den Emiraten besteht nun aus 29 Ministern und Ministerinnen. Viele der Schlüsselposten der Regierung verbleiben in den Händen der herrschenden Familien.

Über 60 Tote bei Anschlägen auf Flüchtlingslager in Nigeria

Im Norden Nigerias sind bei zwei Selbstmordanschlägen auf ein Flüchtlingslager offiziellen Angaben zufolge mehr als 60 Menschen getötet worden. Ein Vertreter des Militärs teilte heute mit, die Bombenattentate in der Nähe von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, seien bereits gestern verübt worden.

Weil die Telefonverbindung unterbrochen gewesen sei, habe man erst einen Tag später von dem Vorfall erfahren. In dem rund 85 Kilometer von Maiduguri entfernten Lager haben den Angaben zufolge zahlreiche Menschen Zuflucht vor der Gewalt der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram gefunden. Ob diese hinter den beiden Bombenanschlägen steckt, war nicht klar.

Anschläge auch in Kamerun

Im Norden Kameruns wurden bei zwei Selbstmordanschlägen von Boko Haram laut Militärangaben elf Menschen getötet.

Bei den Attentaten in Nguetchewe nahe der nigerianischen Grenze wurden auch rund 20 Menschen verletzt, wie ein Militärangehöriger sagte. Die zwei Attentäterinnen hätten sich bei einer Totenwache als Angehörige ausgegeben und unter die Trauernden gemischt, bevor sie ihre Sprengsätze zündeten.

NATO plant weitere Aufrüstung im Osten

Die NATO will als Reaktion auf die Politik von Russlands Präsident Wladimir Putin zusätzliche Truppen ins östliche Bündnisgebiet schicken. Die Verteidigungsminister der Allianz beschlossen heute in Brüssel, entsprechende Pläne voranzutreiben. Sie sollen bis zum nächsten NATO-Gipfel im Sommer in Warschau abgeschlossen sein.

Die zusätzliche NATO-Präsenz soll nach Angaben von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg über eine multinationale Truppe organisiert werden, über deren Stärke und Zusammensetzung noch entschieden werden muss. Der multinationale Ansatz solle deutlich machen, dass ein Angriff gegen einen Alliierten als Angriff gegen alle Alliierten gewertet werde.

Bis zu 1.000 Soldaten pro Land

Nach Angaben aus Bündniskreisen ist im Gespräch, pro Land bis zu 1.000 Bündnissoldaten zu stationieren. Als Standorte sind neben den baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen auch Polen, Bulgarien und Rumänien vorgesehen.

In diesen Ländern baut die NATO bereits seit dem vergangenen Jahr regionale Hauptquartiere. Sie sind allerdings lediglich mit wenigen Dutzend Soldaten besetzt.

Türkei wirft Moskau und Assad „ethnische Säuberung“ vor

Angesichts des Vormarsches der syrischen Armee auf die Großstadt Aleppo hat die Türkei Russland eine Vertreibung der Bevölkerung vorgeworfen.

„Das syrische Regime und Russland betreiben absichtlich ethnische Säuberungen, sodass nur noch Regimeanhänger übrig bleiben“, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu heute bei einem Besuch in Den Haag.

Russland ist einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad und hilft dessen Armee seit dem vergangenen Jahr mit Luftangriffen. Seitdem sind die Streitkräfte wieder in der Offensive.

Syrische Kurden eröffnen Büro in Moskau

Die syrischen Kurden eröffneten indessen ein ständiges Büro in Moskau. Die Vertretung im Osten der russischen Hauptstadt werde als Nichtregierungsorganisation gewertet, wie die Agentur TASS heute meldete. „De facto ist das aber wie eine Botschaft“, meinte der Kurdenvertreter Farchat Patijew. Ähnliche Büros seien in Deutschland und Frankreich geplant.

Die Kurden sind eine der Konfliktparteien im syrischen Bürgerkrieg. Politisch sind sie in der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisiert. Sie kämpfen im Norden des Landes nach eigener Darstellung vor allem gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Kurden und Regimetruppen bekämpfen einander Beobachtern zufolge normalerweise aber nicht.

Streit über Kurden

Russland besteht darauf, dass die PYD an den Friedensverhandlungen in der Schweiz teilnimmt. Gegner der syrischen Regierung, darunter auch die Türkei, lehnen das ab. Sie sehen in der Gruppe keine Opposition zum syrischen Machthaber Assad.

Zwischen den USA und der Türkei schwelt seit Monaten ein Streit über die Rolle der Kurden im syrischen Bürgerkrieg. Denn auch die USA unterstützen die PYD und ihren bewaffneten Arm, die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), militärisch.

Aus Sicht Ankaras sind PYD und YPG „terroristische Organisationen“ und stehen auf einer Stufe mit der in der Türkei aktiven, aber verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die nach einer Kurdenautonomie strebt.

Inland

PISA-Auswertung: „Sitzenbleiben“ Gift für Bildungschancen

In einer Detailauswertung zu ihrer PISA-Bildungsstudie hat sich die OECD mit den allerschwächsten Schülerinnen und Schülern beschäftigt und kommt zum Schluss: „Sitzenbleiben“ bringt aus statistischer Sicht für das Aufholen bei Bildungsdefiziten gar nichts, im Gegenteil: Das Wiederholen einer Klasse macht laut OECD alles nur noch schlimmer.

Auch sonst hat es die Auswertung in sich: Elf Prozent weisen so gravierende Schwächen auf, dass sie sich als Erwachsene in der Gesellschaft nicht werden zurechtfinden können. Auch das Profil einer fiktiven Schülerin mit den schlechtestmöglichen Bildungschancen wurde erstellt.

Mehr dazu in Flächendeckend Schwächen in Österreich

Erste Hercules-Abschiebungen „binnen Monatsfrist“

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) rechnet damit, dass „binnen Monatsfrist“ die ersten Abschiebungen mit den Hercules-Maschinen des Bundesheeres erfolgen werden. Das sagte er heute bei einer Besichtigung eines der Flieger im Hangar 67 im Fliegerhorst Vogler in Hörsching (Oberösterreich).

Das österreichische Bundesheer verfügt über drei Maschinen des Typs C-130K Hercules - sie sind alle in Hörsching stationiert. Eine vierte dient als Ersatzteillager. Hercules-Maschinen werden in erster Linie für Material-, aber auch für Personaltransporte im Zuge von Auslandseinsätzen verwendet. Maximal 92 Passagiere finden Platz. Bei zwangsweisen Abschiebungen „muss man die Maschinen adaptieren, da werden es weniger sein“, erwartet Doskozil.

Zu den Kosten hielt sich der Minister bedeckt: Derzeit stünden 800 Flugstunden auf dem Plan, man könne - abgesehen vom Treibstoff - ohne Mehrkosten auf 1.200 aufstocken. Er gehe daher davon aus, dass die Abschiebungen mit der Hercules „wesentlich billiger“ kommen werden als mit Linien- oder Chartermaschinen.

Weniger Flüchtlinge für Österreich aus EU-Verteilsystem

Die EU-Kommission will rund ein Drittel weniger Flüchtlinge als bisher geplant aus dem EU-Verteilsystem nach Österreich schicken. Die Maßnahme ist auf ein Jahr befristet und sei jener von Schweden vergleichbar, das im Dezember ebenfalls eine Aufhebung um ein Jahr zugestanden erhielt.

Bis jetzt keine einzige Umverteilung nach Österreich

Fakt ist allerdings, dass laut Daten der EU-Kommission vom 4. Februar nach Österreich bisher ohnehin keine Asylsuchenden aus dem Verteilmechanismus gebracht wurden. Das Land sollte ursprünglich 1.953 Menschen aufnehmen, nun sollen es 1.350 Flüchtlinge sein.

Das im September beschlossene System sieht vor, insgesamt 160.000 Menschen vor allem aus Italien und Griechenland in andere Mitgliedsländer zu bringen. Bisher wurden rund 500 Menschen in der EU verteilt. Viele EU-Staaten wollen sich ohnehin nicht beteiligen. Von einem Scheitern des Verteilungssystems will vorläufig niemand sprechen.

Schreiben an EU-Innenminister

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos erklärte, es werde im laufenden Jahr eine „deutliche Anzahl von Migranten“ geben. Einige EU-Staaten hätten ihre Grenzkontrollen verschärft. Avramopoulos betonte, es sei wichtig, Schutzbedürftigen zu helfen, doch sei es „nicht Sache der Migranten, zu entscheiden, in welchem Staat sie Schutz erhalten“.

Darüber hinaus müssten jene Flüchtlinge, die nicht für einen Schutz infrage kommen, rückgeführt werden. Er habe heute auch ein Schreiben an alle EU-Innenminister geschickt, damit sie sich an die Umsiedlungen halten. Die Lage sei dringlich. „Wir müssen einen höheren Gang einlegen, was die Verteilung angeht." Gleichzeitig müssten alle Anstrengungen gebündelt werden, irreguläre Migranten zurückzuführen.“

„Aula“-Anzeige: Mauthausen-Komitee kritisiert Justiz

Nach der Aufregung über die eingestellten Ermittlungen wegen NS-Wiederbetätigung gegen die Zeitschrift „Aula“ hat das Mauthausen-Komitee Österreich (MKÖ) heute wiederholte „Justizskandale“ und die Haltung vieler Richter und Staatsanwälte kritisiert. Das Justizministerium ließ das nicht gelten und verwies auf aktuelle Urteilszahlen zu NS-Wiederbetätigung und Verhetzung.

„Das NS-Verbotsgesetz ist ein Grundpfeiler unserer Rechtsordnung. Nicht wenige Richter und Staatsanwälte setzen es aber faktisch außer Kraft“, so der Vorwurf des MKÖ-Vorsitzenden Willi Mernyi in einer Aussendung. Neben dem nicht weiter verfolgten „Aula“-Artikel, in dem Überlebende Häftlinge des KZ Mauthausen als „Landplage“ und „Massenmörder“ bezeichnet worden waren, nannte er zudem zwei weitere Beispiele. „Diese Skandalliste ließe sich noch lange fortsetzen“, so Mernyi, der die Haltung von ÖVP-Ressortchef Wolfgang Brandstetter aber positiv hervorhob.

Das Ministerium ließ die Vorwürfe nicht auf sich sitzen. Es könne keine Schlussfolgerung von drei Einzelfällen auf die allgemeine Einstellung der Justiz gegenüber nationalsozialistischer Wiederbetätigung und Verhetzung geben, hieß es in einer der APA übermittelten schriftlichen Stellungnahme. Hingewiesen wurde auf 89 Anklagen und 55 (teilweise noch nicht rechtskräftige) Urteile nach dem Verbotsgesetz im Jahr 2015, davon lediglich sieben Freisprüche und fünf teilweise Freisprüche.

Sport

Skispringen: Kraft auf Rang zwei in Trondheim

Nach seinem Sieg in Zakopane Ende Jänner hat Stefan Kraft heute zum zweiten Mal in dieser Saison den Sprung auf das Podest geschafft. Der 22-jährige Salzburger belegte in Trondheim Rang zwei. „Es waren zwei super Sprünge von mir“, jubelte Kraft.

Der Sieg ging einmal mehr an Peter Prevc. Der Slowene behielt bei schwierigen Bedingungen die Nerven und gewann überlegen. Für den Sprung des Tages sorgte aber Noriaki Kasai. Der 43-Jährige kam mit Schanzenrekord im zweiten Durchgang noch auf das Podest.

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Fußball: Abruptes Ende für Trainer Stevens

Huub Stevens hat heute völlig überraschend seinen Rücktritt als Coach beim abstiegsbedrohten deutschen Bundesligisten 1899 Hoffenheim bekanntgegeben.

Der Niederländer leidet nach eigenen Angaben an Herzrhythmusstörungen und erklärte, in der brisanten Situation verdiene der Club „einen Trainer, der 120 Prozent“ bringen kann. Dazu sei er derzeit aber nicht in der Lage. Stevens geht nun von einem Ende seiner Trainerkarriere aus. „Ich denke schon“, sagte der Ex-Salzburg-Coach.

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Wirtschaft

Deutsche Hersteller rufen 2,5 Mio. Autos in USA zurück

Wegen möglicherweise defekter Airbags des japanischen Herstellers Takata müssen deutsche Autohersteller in den USA 2,5 Millionen Autos in die Werkstätten rufen. Neben Volkswagen und Audi gab heute auch BMW einen entsprechenden Rückruf bekannt. Zuvor hatte bereits Daimler bekanntgegeben, in den USA Hunderttausende Fahrzeuge zurückzurufen.

Bei VW sind laut Unternehmensangaben 680.000 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2006 bis 2014 betroffen, bei Audi 170.000 aus den Jahren 2005 bis 2014. BMW und Daimler beordern jeweils 840.000 Autos in die Werkstätten.

Daimler sagte, von der NHTSA darüber informiert worden zu sein, dass die problematischen Airbagmodelle in etwa 705.000 Mercedes-Benz-Pkws und etwa 136.000 Daimler-Vans eingebaut seien. Die Kosten bezifferte der Konzern auf rund 340 Millionen Euro.

US-Notenbank-Chefin Yellen warnt vor Ölpreisen und China

Die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, will an ihrer Politik der moderaten Zinserhöhungen grundsätzlich festhalten, sieht aber Risiken durch eine schwächer gewordene US-Konjunktur und das Stottern des Wachstums in China.

„Wirtschaftliche Entwicklungen im Ausland bedeuten im Besonderen ein Risiko für das Wachstum in den USA“, sagte Yellen heute in ihrem halbjährlichen Rechenschaftsbericht vor dem Finanzausschuss des Abgeordnetenhauses in Washington.

Sie ließ offen, ob die Risiken groß genug seien, um eine Verschiebung des Planes moderater Erhöhungen der Leitzinsen in naher Zukunft zu rechtfertigen. „Das Gremium geht davon aus, dass mit graduellen Justierungen bei der Geldpolitik die wirtschaftliche Aktivität langsam größer werden wird und dass die Signale vom Arbeitsmarkt stärker werden“, sagte Yellen.

Dämpfer für weltweite Wirtschaft

Auf den Finanzmärkten wurde mit zwei bis vier weiteren, kleineren Zinsschritten im Verlauf des Jahres 2016 gerechnet. Die nächste Gelegenheit dazu wäre bei der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed am 16. März. Im vergangenen Dezember hatte die Fed erstmals nach sieben Jahren auf fast Nullniveau ihre Leitzinsen leicht um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Danach erlitt die weltweite Wirtschaft jedoch einen Dämpfer.

Besonders die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise könnten zum Problem werden, sagte Yellen. „Niedrige Rohstoffpreise können finanziellen Druck in Exportländern erhöhen, besonders in den anfälligen Schwellenländern, und in rohstoffnahen Industrien in aller Welt“, sagte Yellen.

„Sollten sich einige dieser Risiken bewahrheiten, könnte sich die Wirtschaftstätigkeit im Ausland abschwächen genauso wie die Nachfrage nach Exporten aus den USA, und die Situation auf den Finanzmärkten würde sich weiter verschärfen“, betonte die Fed-Chefin.

Die Abwertung des chinesischen Renminbi habe jüngst zu Unsicherheiten geführt, wenngleich die US-Notenbank nicht von einem starken Abwärtstrend in China ausgehe. Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt in den USA und schnelleres Wachstums bei den Einkommen lösten auch positive Signale aus und erhöhten den privaten Konsum.

CA Immo begibt Unternehmensanleihe über 150 Mio. Euro

Die börsennotierte CA Immobilien Anlagen AG begibt eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 150 Mio. Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren. Der Kupon der fix verzinsten Anleihe betrage 2,75 Prozent, die Stückelung 1.000 Euro, teilte die CA Immo heute mit.

Die Anleihe könne während der Zeichnungsfrist von 12. Februar bis 16. Februar - vorbehaltlich des vorzeitigen Zeichnungsschlusses - von Privatanlegern in Österreich, Deutschland und Luxemburg gezeichnet werden.

„Baa2“-Rating von Moody’s

Ein Antrag auf Zulassung der Anleihe zum Handel im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse sowie der Börse Luxemburg sei gestellt worden. Von der internationalen Ratingagentur Moody’s werde die Anleihe mit einem Investmentgrade-Rating von „Baa2“ und einem stabilen Ausblick bewertet.

Den Emissionserlös will die CA Immo für mögliche Akquisitionen, die Optimierung bestehender Finanzierungen und sonstige allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Joint-Lead-Manager der Transaktion sind die Raiffeisen Bank International und die UniCredit Bank Austria.

Aktienkurs der Deutschen Bank legt um zehn Prozent zu

Spekulationen über einen möglichen Schuldenrückkauf durch die Deutsche Bank haben den Wertverlust des größten deutschen Kreditinstituts an der Frankfurter Börse vorerst gestoppt. Der Aktienkurs legte heute zeitweise um 13 Prozent zu und schloss mit zehn Prozent im Plus. Er machte damit die seit Wochenbeginn aufgelaufenen Verluste fast wieder gut.

Hintergrund des Kurssprungs waren Berichte der „Financial Times“ und der Nachrichtenagentur Bloomberg über ein mögliches milliardenschweres Programm zum Rückkauf von Schuldpapieren. Erwogen werde der Aufkauf von vorrangigen Anleihen, von denen Papiere im Umfang von 50 Milliarden Euro in Umlauf seien, berichtete die „Financial Times“. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen, hieß es in beiden Berichten.

Deutsche Bank will wieder Vertrauen aufbauen

Mit einem Rückkauf eigener Schulden könnte die Deutsche Bank dem Markt Vertrauen zurückgeben und zugleich die eigene Bilanz stärken, da sich die Höhe der ausstehenden Forderungen reduzieren würde. Das Kreditinstitut wollte die Berichte jedoch nicht kommentieren.

Die Investoren der Deutschen Bank hatten sich in den vergangenen Tagen, vor allem am Montag, verunsichert darüber gezeigt, ob das Geldhaus in der Lage ist, Schulden und bestimmte Anleihen zu bedienen. Ihr Chef John Cryan veröffentlichte deshalb gestern einen Brief an die Mitarbeiter, in dem er versicherte, dass die Finanzen der Deutschen Bank „grundsolide“ seien.

Auch Aktienkurse anderer Banken in Abwärtsstrudel

Auch die Aktienkurse anderer Banken in Europa waren in den vergangenen Tagen in einen Abwärtsstrudel geraten. Heute ging es aber wieder bergauf. Neben der Deutschen Bank führte die Commerzbank mit einem Plus von gut acht Prozent den deutschen Leitindex DAX an. Dieser legte um 1,55 Prozent zu.

Steigende Aktienkurse der italienischen Banken verhalfen auch der Börse in Mailand zu einem kräftigen Plus von gut fünf Prozent. Auch die Börsen in Paris und London verbuchten Gewinne.

ZIB2

Landesrätin Schaunig zum Schuldenpoker Kärntens

Kärnten will die Schulden der früheren Hypo Alpe-Adria loswerden und bietet den Gläubigern an, 75 Prozent zurückzuzahlen. Nachverhandelt werde nicht, sagt Finanzlandesrätin Gabriele Schaunig (SPÖ). Wie riskant ist die Vorgangsweise der Landesregierung? Schaunig ist Gast im Studio der ZIB2.

Aufstand gegen die Eliten in den USA

Bei der zweiten Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire setzt sich bei den Republikanern der Geschäftsmann Donald Trump durch, bei den Demokraten Senator Bernie Sanders. Beide Präsidentschaftsbewerber geben sich als Außenseiter, die es mit den Eliten in Washington aufnehmen wollen.

Traditionelles Poltern zu Aschermittwoch

Seit dem Erfolg seiner Partei bei der oberösterreichischen Landtagswahl ist der „politische Aschermittwoch“ für FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in Ried eine Art Heimspiel. In der ZIB2 eine Reportage.

Diagnose „psychisch krank“ kommt immer öfter

In Österreich steigt die Zahl der psychisch bedingten Krankenstände seit Jahren. Die ZIB2 spricht mit Experten und einem Betroffenen.

ZIB2 mit Tarek Leitner, 22.00 Uhr, ORF2.

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Chronik

Zugsunglück in Bayern: Polizei gegen „Spekulation“

Die Polizei in Bayern weist einen Tag nach dem verheerenden Zugsunglück in Bad Aibling mit zehn Toten Berichte über die mögliche Unfallursache zurück: Zahlreiche deutsche Medien berichteten, dass ein Fahrdienstleiter das automatische Bremssystem abgeschaltet habe, damit einer der beiden Züge, die frontal zusammenstießen, eine Verspätung aufholen kann. Ein Polizeisprecher nannte das aber reine „Spekulation“.

Mehr dazu in Begegnungspunkt nicht erreicht

Tausende Londoner Taxifahrer protestierten gegen Uber

Aus Protest gegen Konkurrenz durch den US-Fahrdienstvermittler Uber haben mehrere tausend Londoner Taxifahrer heute ein Verkehrschaos ausgelöst.

Taxi-Protest in London gegen Uber

APA/AP/Frank Augstein

Über 8.000 Fahrer der traditionellen schwarzen Cabs blockierten hupend die Straßen im Regierungsviertel Whitehall, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Zeitweise ging gar nichts mehr.

„Regierung unternimmt nichts“

„Wir sagen nicht: Weg mit Uber“, sagte ein „Cabbie“. „Sie sollen nur dieselben Regeln befolgen wie wir.“ Ein anderer Fahrer kritisierte: „Die Regierung unternimmt nichts.“

Der umstrittene Uber-Fahrdienst, den Kunden per App bestellen können, ist in der Regel billiger als die traditionellen und geräumigen schwarzen Taxis.

124 Krokodile verendeten bei Transport in Mexiko

Qualvoll sind 124 Krokodile beim Transport zu einer Farm in Mexiko verendet. Die Tiere seien erstickt und zerdrückt worden, teilte die nationale Umweltbehörde mit. Dem verantwortlichen Unternehmen droht eine Geldstrafe von bis zu 175.000 Euro.

Insgesamt 350 Krokodile sollten über 2.500 Kilometer von Culiacan an der Pazifikküste nach Chetumal auf der Halbinsel Yucatan gebracht werden. Auf der Farm „Crocodilia“ werden vor allem Beulenkrokodile gehalten, die sich Besucher anschauen können. Zudem werden Haut und Fleisch der Tiere vermarktet. Beulenkrokodile werden bis zu 3,5 Meter lang und können ein Alter von 80 Jahren erreichen.

Gesundheit

Religion

Papst-Merkel-Telefonat gab es offenbar nicht

Das angebliche Telefonat zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Papst Franziskus über den Zustand Europas hat es offenbar nicht gegeben. Sowohl der Berliner Regierungssprecher Steffen Seibert als auch Vatikan-Sprecher Federico Lombardi dementieren diese Meldung.

Die Zeitung „Corriere della Sera“ hatte berichtet, die deutsche Bundeskanzlerin habe den Papst angerufen, weil sie sich über Äußerungen von ihm über Europa geärgert habe.

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Science

Braucht die Wissenschaft ein neues Erdzeitalter?

Seit einigen Monaten debattieren Forscher über die Reform der geologischen Zeitrechnung: Braucht die Wissenschaft ein neue Epoche, das Anthropozän? Und falls ja: Wann sollte dieses Menschzeitalter beginnen? ORF.at hat zwei Wissenschaftler zu einem Streitgespräch gebeten.

Michael Wagreich von der Universität Wien ist Teil der internationalen Anthropozän-Arbeitsgruppe, die klären soll, ob das aktuelle geologische Zeitalter, Holozän genannt, durch das Anthropozän abgelöst werden soll.

Jürgen Reitner von der Geologischen Bundesanstalt sieht die Initiative kritisch: Die Umweltzerstörung sei zwar offensichtlich, doch mit Diskussionen über neue Namen löse man keine Probleme. Wagreich kontert: „Das Anthropozän ist da. Den Begriff wird man nicht mehr wegbringen.“

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Nach Paris-Anschlägen: Bataclan will 2016 wieder öffnen

Der bei den Pariser Terrorattacken angegriffene Musikclub Bataclan will bis Ende des Jahres wieder öffnen. „Wir haben die Renovierung des Bataclan entschieden“, teilte das Team der Konzerthalle heute in Paris mit. Es sollte alles getan werden, um bis Ende 2016 wieder Konzerte möglich zu machen.

Eagles of Death Metal in Paris

Das Bataclan war am 13. November von einem der drei Terrorkommandos überfallen worden. Die meisten der 130 Opfer bei den Attacken in Saint-Denis und Paris starben in dem Club, wo gerade die US-Band Eagles of Death Metal spielte. Die Band tritt am Dienstag erstmals seit den Anschlägen wieder mit einem eigenen Konzert in Paris auf, am 22. Februar ist sie im Wiener Gasometer zu Gast.

Buch und Theaterstück: Harry Potter in der Midlife-Crisis

Im Zuge des für Sommer geplanten Londoner „Harry Potter“-Theaterstücks wird J. K. Rowlings Zauberer auch in die Buchhandlungen zurückkehren - zumindest in Großbritannien und Nordamerika. Einen Tag nach der Uraufführung des Stücks „Harry Potter and the Cursed Child“ am 30. Juli kommt der Text in den Buchhandel, wie der US-Verlag Scholastic mitteilte.

Der Text in der „Proben-Spezialedition“ könnte noch leicht von der Version abweichen, die auf der Londoner Bühne gezeigt wird. Die zweite Edition wird dann den endgültigen Text beinhalten, heißt es seitens des Verlags, der für die Nordamerika-Ausgabe verantwortlich zeichnet.

Harry Potter als Vater

Das Stück wird einen erwachsenen, überlasteten Harry als Angestellten des Zauberministeriums zeigen, der drei Kinder im schulfähigen Alter hat und den die Vergangenheit immer wieder heimsucht.

Insgesamt wird die zweiteilige Inszenierung über 30 Charaktere beinhalten, einer davon ist Harrys jüngster Sohn Albus, der ebenfalls mit der Last des familiären Erbes zu kämpfen hat.

Die Voraufführungen sind für den 7. Juni im Palace Theater im Londoner West End angesetzt, bevor am 30. Juli die Premiere beider Teile folgt. Die Autorin der „Harry Potter“-Buchserie ist einer von drei Autoren des Theaterstückes.

Beatles-Songs als Basis für Netflix-Zeichentrickserie

Der Videodienst Netflix will jüngere Zuschauer mit einer Zeichentrickserie auf Basis von Beatles-Songs anlocken. Dabei soll in jeder Folge von „Beat Bugs“ ein Song der Band von Musiker wie Pink, Birdy und Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder neu interpretiert werden, wie der Streaming-Anbieter heute ankündigte.

Netflix versucht schon seit einiger Zeit, verstärkt das Angebot für Kinder und Jugendliche auszubauen - eine Zielgruppe, die sich schneller als ältere Zuschauer vom klassischen Fernsehen abwendet. Programmchef Ted Sarandos kündigte jüngst an, die Zahl familienfreundlicher Serien aus eigener Produktion solle von 15 auf 35 steigen.

Auch der Rivale Amazon produziert Kindersendungen für seinen Streaming-Dienst, und der Pay-TV-Sender HBO holte sich in den USA den Klassiker „Sesamstraße“ exklusiv ins Programm.

IT

Sicherheitsexperten warnen vor Lernspielzeug

IT-Sicherheitsexperten warnen vor Lernspielzeug des Anbieters VTech aus Hongkong, der vor Kurzem Ziel eines Hackerangriffs war. Grund für die Warnung sind laut einem Bericht der BBC die nach dem Angriff geänderten Geschäftsbedingungen, wonach Eltern bei künftigen derartigen Angriffen die Verantwortung übernehmen sollen.

VTech sagte gegenüber der BBC, kein Anbieter könne zu 100 Prozent garantieren, niemals gehackt zu werden. Derartige Einschränkungen seien durchaus üblich, so eine Sprecherin. Von dem Angriff im vergangenen Jahr waren die Profile von fast 6,4 Millionen Kindern betroffen.

Kritik an den neuen Geschäftsbedingungen äußerte erstmals ein australischer Sicherheitsforscher, der der Aussage von VTec widersprach, wonach der Angriff ausgeklügelt war. Weitere Sicherheitsexperten bezeichneten die neuen Geschäftsbedingungen als „arrogante und abschätzige“ Antwort des Anbieters. Ein Anwalt bezeichnete das Vorgehen VTechs als ungewöhnlich und „eigenartig“.