Mindestens 31 Tote bei Anschlagsserie im Irak
Bei einer Reihe von Bombenanschlägen im Irak sind heute mindestens 31 Menschen getötet worden. In den von Schiiten dominierten Bezirken der Hauptstadt Bagdad seien acht Autobomben explodiert, teilten Polizei und Sanitäter mit. Dabei seien mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.
Bereits zuvor starben bei zwei Bombenexplosionen in der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Basra mindestens elf Menschen, anderen Berichten zufolge sogar 13. Die erste Detonation ereignete sich in der Nähe eines belebten Platzes mit Restaurants und Geschäften. Die zweite Autobombe explodierte nach Polizeiangaben in einem Busbahnhof. Auch in Basra leben vorwiegend Schiiten.
Neue Welle der Gewalt
Insgesamt wurden bei den Attentaten mehr als 90 Menschen verletzt. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. In der irakischen Unruheprovinz al-Anbar wurden in der Nacht bei Zusammenstößen mit Angreifern zudem 24 Polizisten getötet. Die Gewalt im Irak hat im April Ausmaße angenommen wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.
Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) starben im vergangenen Monat mehr als 700 Menschen bei Anschlägen und Angriffen. Die Gewalt geht vornehmlich von Ablegern der Extremistenorganisation Al-Kaida und anderen sunnitischen Gruppen aus, die mit vielen Anschlägen die von Schiiten dominierte Regierung schwächen wollen. Zudem verschärft sich die Lage im Irak zunehmend durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien.
