Deutscher Umweltminister Röttgen kündigt Rücktritt an
Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen gibt nach Angaben aus Kreisen der Regierungsparteien CDU/CSU nach der Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen auch sein Ministeramt ab. Das werde Kanzlerin Angela Merkel am Nachmittag bekanntgeben, sagten mehrere Unionsvertreter heute der Nachrichtenagentur Reuters.
Kritik auch innerhalb der Union
Röttgen hatte nach der Wahlschlappe bereits seinen Posten als CDU-Landesvorsitzender abgegeben. Auch aus der Union war er kritisiert worden, weil er sich nicht bereiterklärt hatte, im Falle einer Niederlage auch Oppositionsführer zu werden.
Zuletzt hatte ihn deswegen der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer scharf angegriffen. Der 46-jährige Röttgen hatte als Spitzenkandidat das bisher schlechteste Wahlergebnis der CDU in Nordrhein-Westfalen zu verantworten.
Streit in eigener Partei
Röttgen hatte sich zudem im Zuge der Atomwende immer wieder Scharmützel auch mit der eigenen Fraktion, vor allem mit dem Wirtschaftsflügel geliefert. Zuletzt war es ihm auch im Bundesrat nicht gelungen, seine Pläne zur Kürzung der Solarförderung durchzusetzen. Mehrere ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten hatten sich gegen sein Vorhaben gewandt.
