Ausland

Ausgeweitete EU-Mission im Mittelmeer startet schleppend

Der ausgeweitete EU-Marineeinsatz zur Bekämpfung von Schleppern vor Libyen startet verhalten. Die EU wartet bisher vergeblich darauf, dass die libysche Regierung die ersten hundert Kandidaten benennt, die für die Küstenwache des Krisenlandes ausgebildet werden sollen, wie Diplomaten am Wochenende übereinstimmend in Brüssel sagten. Der geplante Start Ende September/Anfang Oktober sei damit nicht zu halten.

Patrouillen dürfen Boote durchsuchen

In der Flüchtlingskrise geht die EU-Mission „Sophia“ seit dem vergangenen Jahr in internationalen Gewässern gegen Menschenschmuggler vor Libyen vor. Die EU-Schiffe können dabei verdächtige Boote stoppen, durchsuchen und beschlagnahmen. Der Einsatz ist jedoch auf internationale Gewässer beschränkt, in libyschen Hoheitsgewässer darf „Sophia“ nicht vordringen.

Von dort aus haben sich nach Angaben der Grenzschutzbehörde Frontex dieses Jahr allein bis Ende August bereits 116.000 Flüchtlinge auf den Weg Richtung Italien gemacht. Tausende mussten von EU-Schiffen gerettet werden, weil sie von Schlepperbanden in kaum seetüchtigen Booten auf die Reise geschickt wurden.

Angewiesen auf funktionierende libysche Strukturen

Von einer funktionierenden libyschen Küstenwache und Marine erhofft sich die EU eine deutliche Entlastung in der Flüchtlingskrise. Die Einheiten müssen nach Jahren des Chaos in dem nordafrikanischen Land aber von Grund auf neu aufgebaut werden. Zunächst sollen rund 100 Libyer für die Küstenwache ausgebildet werden, vor allem Offiziere. Die Ausbildung soll dabei auf einem italienischen und einem niederländischen Schiff beginnen.

Attentatspläne: Zwei Mädchen in Nizza festgenommen

In Nizza sind zwei Jugendliche unter dem Verdacht festgenommen worden, ein Attentat geplant zu haben. Wie heute aus Justizkreisen verlautet wurde, standen die 17 und 19 Jahre alten Mädchen über das Internet mit dem bekannten Dschihadisten Rachid Kassim in Kontakt, der im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versucht, Sympathisanten in Europa zu Anschlägen anzustacheln. Beide Mädchen wurden in Gewahrsam genommen.

19-Jährige war bereits unter Beobachtung

Den Angaben zufolge gestanden sie, unter dem Einfluss Kassims einen Anschlag geplant zu haben, bevor sie die Pläne wieder aufgaben. Waffen wurden in ihren Wohnungen nicht gefunden. Während die 17-Jährige den Ermittlern bis zu ihrer Festnahme am 17. September unbekannt war, stand die 19-Jährige bereits seit Ermittlungen zu einem islamistischen Netzwerk in Nizza im November 2014 unter Überwachung der Justiz.

Wie aus Justizkreisen verlautet, wurde sie verdächtigt, zu einer Gruppe um den Dschihadisten Omar Diabj gehört zu haben. Laut Angaben soll sie geplant haben, sich in die Konfliktgebiete in Syrien und dem Irak zu begeben. In den vergangenen Wochen waren in Frankreich mehrere andere Jugendliche und Erwachsene unter dem Verdacht festgenommen worden, unter dem Einfluss von Kassim Anschläge geplant zu haben.

Islamkritischer Autor in Jordanien erschossen

Der islamkritische jordanische Autor Nahed Hattar, der in seiner Heimat mit einer Karikatur für einen Aufschrei sorgte, ist in der Hauptstadt Amman erschossen worden. Der Täter feuerte heute außerhalb eines Gerichtsgebäudes drei Schüsse auf den 56 Jahre alten Schriftsteller und Aktivisten ab, wie die staatliche Nachrichtenagentur Petra berichtete.

Nach Angaben des arabischen Senders Al-Arabija war Hattar auf dem Weg zu seinem eigenen Prozess, als er ermordet wurde. Der mutmaßliche Attentäter sei später gefasst worden.

Provokante Karikatur

Hattar hatte vergangenen Monat eine Karikatur auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht, die viele Menschen als beleidigend und gotteslästerlich empfanden. Sie heißt „Gott von Daesh“ - Deash ist die arabische Bezeichnung für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Zu sehen ist nach Angaben des arabischen Senders Al-Dschasira ein IS-Kämpfer, der mit zwei Frauen im Bett liegt und Gott bittet, ihm einen Drink zu bringen. Der mit weißem Bart und goldener Krone gezeichnete Gott öffnet von außen den Vorhang und schaut in das Zimmer. Hattar wurde nach dem Erscheinen der Karikatur wegen Beleidigung des Islam angeklagt.

Schweizer für mehr Geheimdienstbefugnisse

Die Schweizer haben heute mit klarer Mehrheit für erheblich größere Überwachungsbefugnisse ihres Geheimdienstes gestimmt. Zugleich lehnten sie höhere Pensionen und eine grünere Wirtschaft ab.

66 Prozent der Referendumsteilnehmer votierten laut Hochrechnungen des Schweizer Fernsehens (SRF) für ein neues Geheimdienstgesetz, das es in Einzelfällen erlaubt, Telefonate abzuhören, Wohnungen zu verwanzen und Computer anzuzapfen.

Parlament sagte bereits zu

Abgestimmt wurde dabei über ein bereits 2015 vom Parlament gebilligtes Gesetz über neue Regeln für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bei der Bekämpfung terroristischer Gefahren. Für das elektronische Eindringen in die Privatsphäre von Bürgern müssen jeweils Bewilligungen von Regierungsstellen sowie des höchsten Schweizer Verwaltungsgerichts eingeholt werden.

Gegner des Gesetzes hatten gewarnt, es werde der Weg in einen „Schnüffelstaat“ geebnet. Die Befürworter machten geltend, dass der Geheimdienst angesichts der Bedrohung durch die IS-Terrormiliz und anderer Gewalttäter „nicht blind und taub“ sei dürfe. Er müsse vielmehr über alle erforderlichen Mittel verfügen, um bereits Planungen für Anschläge zu erkennen und unterbinden zu können.

63 Prozent der Wahlbeteiligten sagten Nein zu einer Initiative der Grünen Partei für einen umfassenden ökologischen Umbau der Volkswirtschaft. Damit sollte erreicht werden, dass die Schweiz bis 2050 über eine allumfassende „Kreislaufwirtschaft“ verfügt, die auf langlebige Produkte setzt und Abfälle weitestgehend als Rohstoffe wiederverwendet. Regierung und Unternehmerverbände bezeichneten das Projekt als sympathischen Ansatz, der aber der Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen würde.

Nein zu Pensionserhöhung

60 Prozent stimmten laut der Hochrechnung gegen die Volksinitiative der Gewerkschaften zur Erhöhung der gesetzlichen Pensionen um zehn Prozent. Dies sei ein klares Signal gegen den nicht finanzierbaren weiteren Rentenausbau, sagte der Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt. Dass das Schweizer Volk 200 Franken (184 Euro) mehr Rente ablehne, zeige einmal mehr, wie mündig es sei. Bereits die Sicherung des heutigen Rentenniveaus sei eine „Herkulesaufgabe“.

Nordkorea zeigt erstmals Flugshow mit Militärgerät

Nordkorea hat gestern erstmals in einer Flugshow in aller Öffentlichkeit seine militärische und zivile Luftflotte präsentiert - auch für ausländische Medien. Bei dem zweitägigen „International Friendship Air Festival“ stiegen über dem neu gebauten Flughafen Kalma nahe der östlichen Hafenstadt Wonsan Militärhubschrauber aus US-Produktion sowie Kampfflugzeuge sowjetischer Bauart auf.

Vier Hubschrauber vom Typ Hughes MD-500 bei der Flugshow in Nordkorea

APA/AFP/Ed Jones

US-Militärhubschrauber vom Typ Hughes MD-500

Hauptsächlich veraltete Kopien

Zu Beginn stiegen US-Militärhubschrauber vom Typ Hughes MD-500 auf, die Nordkorea in den 80er Jahren über ein Drittland gekauft hatte, um US-Exportbeschränkungen zu umgehen. Danach starteten MiG-29-Kampfflugzeuge aus sowjetischer Produktion.

Die MiG-29 gilt als das Flaggschiff der nordkoreanischen Luftstreitkräfte. Der Rest der Flotte besteht im Wesentlichen aus veralteten chinesischen Kopien von Maschinen des Typs MiG-17, MiG-19 und MiG-21. Nach Einschätzung von Experten ist die nordkoreanische Luftwaffe wegen der wenigen Flugstunden für die Piloten und des technischen Rückstands den Luftstreitkräften des südkoreanischen Rivalen deutlich unterlegen.

Kampfflugzeug MiG-29 bei der Flugshow in Nordkorea

APA/AFP/Ed Jones

MiG-29-Kampfflugzeug aus sowjetischer Produktion

Ständiges Säbelrasseln

Die Flugshow fand nur knapp zwei Wochen nach dem jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas statt. Wegen seiner fortgesetzten Atomwaffen- und Raketentests verhängte der UNO-Sicherheitsrat gegen Nordkorea mehrfach Sanktionen, die unter anderem die Versorgung mit Treibstoff für die Luftfahrt betreffen.

In New York kündigte Nordkoreas Außenminister inzwischen einen weiteren Ausbau der atomaren Schlagkraft seines Landes an. Ri Yong Ho erklärte bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung: „Eine Atommacht zu werden, ist die Politik unseres Staates.“ Sein Land werde weiterhin daran arbeiten, seine mit Atomwaffen ausgestattete Armee „sowohl quantitativ als auch qualitativ“ zu stärken. Das nordkoreanische Atomprogramm sei das einzige Mittel, um sich gegen die „Drohungen“ der USA zu verteidigen.

Proteste gegen gleichgeschlechtliche Ehe in Mexiko

Tausende Mexikaner haben in der Hauptstadt des Landes gegen die landesweite Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe protestiert. Nach Angaben der Behörden gingen in Mexiko-Stadt gestern bis zu 20.000 Menschen auf die Straße, die Organisatoren sprachen von 150.000 Teilnehmern.

Zu dem Protestmarsch hatte die Nationale Front für die Familie aufgerufen, ein Zusammenschluss konservativer religiöser Gruppen. Es war bereits der zweite im September.

Höchstgericht kippte Verbote

Die Demonstranten wehren sich auch gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare sowie dagegen, dass Homosexualität und Transsexualität in den Schulen als Themen behandelt werden. Mehrere hundert Befürworter der Homosexuellenehe fanden sich zu einer Gegendemonstration in Mexiko-Stadt ein. Die Polizei trennte die Protestveranstaltungen strikt voneinander.

Präsident Enrique Pena Nieto hatte im Mai angekündigt, dass er Mexikos Verfassung reformieren wolle, damit die Homosexuellenehe landesweit eingeführt werden kann. Bisher ist sie nur in einigen Gegenden des Landes möglich. Damit reagierte der Staatschef auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, der im Juni 2015 ein Verbot durch einzelne Bundesstaaten untersagt hatte.

Flüchtlingsgipfel: Orban für „neue Verteidigungslinie“

Auf Einladung von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) haben gestern die Regierungschefs der Staaten entlang der Balkan-Route sowie Griechenlands und Deutschlands in Wien getagt. Hauptthema der Beratungen war der Schutz der EU-Außengrenze sowie die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU.

Konkrete Beschlüsse gab es dabei nicht. Vor allem der ungarische Premier Viktor Orban betonte nach dem Treffen einmal mehr seine unbewegliche Haltung. Er beharrte auf seiner Abschottungspolitik, forderte „gigantische Flüchtlingslager“ an der libyschen Küste und schlug vor, eine „neue Verteidigungslinie“ für die EU zu ziehen.

Mehr dazu in „Gigantisches Flüchtlingslager“ in Libyen

Inland

Miliz soll auf über 31.000 Soldaten wachsen

Die Milizkomponente des Bundesheers soll in den kommenden Jahren deutlich verstärkt werden. Anstatt derzeit rund 25.700 soll es bis zum Jahr 2026 31.200 Milizsoldaten geben, kündigte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) an. Bis 2020 sollen 177 Mio. Euro in Fahrzeuge und Ausrüstung investiert werden.

Die Ausrüstung für die Miliz umfasst unter anderem neue Kampfanzüge, Helme, Nachtsichtgeräte, verbesserte Informations- und Kommunikationsausstattung, Pionierausrüstung sowie erweiterte ABC-Schutzausrüstung.

„Wesentlicher Eckpfeiler“

Bei der personellen Aufstockung verzeichnete das Verteidigungsministerium innerhalb des vergangenen Jahres (September 2015 bis 2016) bereits ein Plus von gut 640 Soldaten. Bis 2026 sollen aus derzeit 42 Kompanien bis zu 70 Kompanien entstehen, um den Bedarf bei Katastrophen oder den Schutz kritischer Infrastruktur optimal gewährleisten zu können, hieß es: Bis 2018 ist ein „Aufwuchs“ auf rund 27.700 geplant, bis 2022 auf 29.600 und bis zum Jahr 2026 auf 31.200 Soldaten.

Die Milizsoldaten seien „ein wesentlicher Eckpfeiler des Bundesheeres“, so Doskozil in einer Stellungnahme. „Ohne die freiwilligen Milizsoldaten wären der Assistenzeinsatz an der Grenze, aber auch die Friedenseinsätze nicht durchführbar.“ Angesichts der „sicherheitspolitischen Herausforderungen wie Migration und Terror“ brauche man eine starke Miliz für die Sicherheit im Land.

Übungsprämien deutlich attraktiver

Zur Stärkung des Mannschaftsgeistes der Milizsoldaten und als sichtbares Zeichen nach außen überreichte Doskozil an das Jägerbataillon Wien 1 - stellvertretend für alle Milizbataillone - ein eigenes T-Shirt mit dem Slogan „Miliz. Stolz, dabei zu sein!“. Umworben werden die Milizsoldaten neuerdings aber nicht nur mit T-Shirts, es wurden auch die Anerkennungsprämien erhöht: Etwa bei der ersten freiwilligen Meldung zu einer Milizübung (von 100 auf 600 Euro) oder für positive Abschlüsse von bestimmten Lehrgängen.

Wirtschaft

IWF will weiteren Schuldenschnitt für Griechenland

Selbst wenn Griechenland alle geplanten Strukturreformen und Sparmaßnahmen umsetzt, ist ein weiterer Schuldenerlass seitens der Gläubiger aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) unumgänglich.

Der IWF hatte das hoch verschuldete Land kürzlich geprüft und kam zu diesem Ergebnis. Die Schulden Athens seien trotz aller bisherigen Reformen weiter gestiegen - was belege, dass die griechische Wirtschaftsleistung nicht mit den anspruchsvollen Maßnahmen in Einklang zu bringen sei, teilte der Fonds am Wochenende mit.

Schuldenlast zu schwer für Wachstum

Die Ziele der Gläubiger seien unrealistisch, heißt es darin weiter. Es könne angesichts der wirtschaftlichen Situation mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote nicht davon ausgegangen werden, dass Griechenland „einfach aus seinen Schulden herauswächst“. Um wieder ein nachhaltiges Wachstum zu erlangen, seien weitere Schuldenerleichterungen notwendig.

Der IWF kritisiert schon lange, dass die internationalen Gläubiger davon ausgehen, Griechenland könne dauerhaft einen Primärüberschuss - also eine positive Haushaltsbilanz ohne Berücksichtigung von Schuldenlasten - von 3,5 Prozent erreichen.

Aber nicht nur mit den anderen Gläubigern, sondern auch mit dem Land selbst geht die Institution hart ins Gericht. Zwar habe Griechenland enorme Opfer gebracht, um so weit zu kommen, wie man jetzt sei. Dennoch seien weitere umfassende Maßnahmen - darunter erneute Pensionskürzungen sowie die Abschaffung vieler Steuererleichterungen - unumgänglich.

Sport

Motorrad: Marquez macht nächsten Schritt zum Titel

Marc Marquez hat seine Führung in der MotoGP-Wertung ausgebaut. Der spanische Honda-Pilot gewann den Grand Prix von Aragonien vor dem Yamaha-Duo Jorge Lorenzo und Valentino Rossi. Der Italiener liegt nun schon 52 Punkte hinter dem WM-Leader, vier Rennen stehen noch auf dem Programm. In der Moto3-Klasse ist die Entscheidung bereits gefallen - so früh wie bisher noch nie.

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Marathon: Bekele kratzt in Berlin am Weltrekord

Der Äthiopier Kenenisa Bekele hat bei der 43. Auflage des Berlin-Marathons nur knapp einen neuen Weltrekord verpasst. Der dreifache Olympiasieger über 10.000 m bzw. 5.000 m blieb nach 42,195 km durch die deutsche Hauptstadt nur sechs Sekunden über der zwei Jahre alten Bestmarke des Kenianers Dennis Kimetto. Bei den Damen ging der Sieg mit Aberu Kebede ebenfalls an Äthiopien.

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Fußball: HSV feuert Trainer Labbadia

Die Ära von Bruno Labbadia als Trainer des Hamburger SV ist vorbei. Der deutsche Traditionsclub zog nach dem schwachen Saisonstart in der deutschen Bundesliga die Reißleine. Die knappe 0:1-Niederlage in der fünften Runde gegen Titelverteidiger Bayern München war den Verantwortlichen zu viel. Labbadia hatte den Verein 2015 vor dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga bewahrt, zurück in die Erfolgsspur konnte der 50-Jährige den HSV aber auch nicht bringen.

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Chronik

53-Jähriger stirbt bei Motorradunfall

Ein 53-jähriger Motorradfahrer ist heute in der Gemeinde Rangersdorf (Kärnten) tödlich verunglückt. Ein 80-jähriger Autofahrer hatte den Motorradfahrer beim Linksabbiegen übersehen, es kam zur Kollision.

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Pkw-Lenker verliert Bewusstsein - Radfahrer verletzt

Ein kurzfristiger Bewusstseinsverlust eines Pkw-Lenkers hat gestern in Landscha an der Mur im Bezirk Leibnitz (Steiermark) zu einem folgenschweren Verkehrsunfall geführt - dabei wurde ein Radfahrer schwer verletzt.

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In Vitis (Niederösterreich) hat ein betrunkener Autolenker in der Nacht auf heute einen Verkehrsunfall verursacht. Der 31-Jährige selbst wurde schwer verletzt, eine Familie mit zwei Kindern leicht verletzt.

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Drei Verletzte bei Frontalzusammenstoß

Drei Verletzte hat ein Unfall heute auf der Vorderwälderstraße (L4) in Doren (Vorarlberg) gefordert. Eine 24-jährige Pkw-Lenkerin dürfte über die Fahrbahnmitte geraten sein und krachte in ein entgegenkommendes Fahrzeug.

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Bei Hornstein (Burgenland) kam es in der Früh zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein junger Mann schwer verletzt wurde. Der 24-jährige Pkw-Fahrer kam von der Straße ab und prallte mit seinem Fahrzeug gegen eine Mauer. Er war mehr als eine Stunde in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

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Alkoholisiert in abgestellten Lkw geprallt

Mit gut 1,7 Promille Alkohol im Blut hat ein Autofahrer aus Kremsmünster heute in Wels einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem seine beiden Mitfahrer verletzt worden sind. Der Wagen krachte gegen einen abgestellten Lastwagen, so die Polizei.

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US-Polizei nimmt Amokschützen in Washington fest

Nach den tödlichen Schüssen in einem Einkaufszentrum im US-Staat Washington hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der laut einer Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter 20-jährige Tatverdächtige sei gestern Abend (Ortszeit) in Gewahrsam genommen worden, hieß es. Über das Motiv herrscht Unklarheit, wie US-Medien berichteten.

Bei dem Festgenommenen handle es sich um einen US-Staatsbürger türkischer Herkunft, berichtete der TV-Sender CNN. Wann er in die USA eingewandert sei, sei unbekannt. Er habe sich jedenfalls regulär im Land aufgehalten, hieß es unter Berufung auf die Behörden.

Fünf Tote in Einkaufszentrum

Ein als junger Mann beschriebener Schütze hatte am Freitagabend in einer Shopping Mall in Burlington das Feuer eröffnet. Drei Frauen und ein 16-jähriges Mädchen sowie ein Mann starben. Der Schütze konnte zunächst entkommen, nach Augenzeugenberichten floh er zu Fuß in Richtung einer Autobahn.

Die Polizei hatte nach der Tat ein von einer Sicherheitskamera aufgenommenes Bild des mutmaßlichen Täters veröffentlicht und eine Großfahndung eingeleitet. Diese dauerte knapp 24 Stunden. Bei der Festnahme sei der Tatverdächtige nicht bewaffnet gewesen, hieß es. Polizisten zufolge habe er kaum reagiert, „wie ein Zombie“, zitierte CNN.

Kultur

Steirischer herbst: Nino mit ursteirischem Album

Natalie Ofenböck und Der Nino aus Wien haben für den steirischen herbst die Steiermark bereist und ihre Eindrücke in Form eines Albums verarbeitet. „Das grüne Album” erscheint Ende September und erzählt Geschichten von Mariazell bis runter an die slowenisch-ungarische Grenze und beschreibt das Bundesland musikalisch von heiter bis sehr rau. Dafür hat es auch eine instrumentale Annäherung an die Volkmusik gegeben, wie die beiden ORF.at erzählten.

Mehr dazu in news.ORF.at/steirischerherbst16

Science

China nimmt weltgrößtes Radioteleskop in Betrieb

China hat das weltgrößte Radioteleskop in Betrieb genommen. Das „Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope (Fast)“ nahm heute in einer Bergregion der südwestlichen Provinz Guizhou seine Arbeit auf, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

Das kreisrunde Observatorium mit einem Durchmesser von mehr als 500 Metern war für rund 1,2 Mrd. Yuan (160 Mio. Euro) errichtet worden und soll der Erforschung des Weltraums dienen.

Suche nach Leben im All

Die Anlage löst das Arecibo Observatory in Puerto Rico als größtes Radioteleskop der Welt ab. Das Observatorium in China, das aus 4.450 Paneelen besteht, soll unter anderem nach Anzeichen intelligenten Lebens im Weltraum suchen. Zudem soll es weit entfernte Pulsare beobachten - schnell rotierende Neutronensterne, die als Produkte von Supernovaexplosionen gelten.

China investiert seit Jahren massiv in sein Weltraumprogramm. Das Programm unter Leitung des Militärs umfasst auch Pläne für eine eigene Weltraumstation und eine Mondlandung.

Lifestyle

25 Jahre „Nevermind“: Als die Provinz auf den Laufsteg kam

Als Nirvana am 24. September 1991 ihr zweites Album „Nevermind“ veröffentlicht haben, wurde die Musikrichtung Grunge - mit tatkräftiger Unterstützung von MTV - zum Mainstream. Mit dem Suizid des Leadsängers Kurt Cobain verabschiedete sich der „Seattle-Sound“ nur drei Jahre später wieder.

Doch Cobains aus Provinzoutfit geborener Look - schick mit Strick und Flanell - lebt bis heute. Erstmals von Marc Jacobs, dem „Guru of Grunge“, modisch inszeniert, versuchen Designer die „grungige Nichtmode“ immer wieder neu aufleben zu lassen.

Mehr dazu in Vom Underground zum Massenphänomen

Ruhige und friedliche Wiesn zur Halbzeit

Knapp unter drei Millionen Menschen haben das Münchner Oktoberfest bis heute besucht. Das ist etwas weniger als im Vorjahr (drei Millionen). Nach einem verregneten Start herrsche nun bei mildem und sonnigem Herbstwetter normaler Andrang, sagte Wiesn-Chef Josef Schmid bei seiner Halbzeitbilanz. „Ich schaue in deutlich zufriedener dreinschauende Schaustellergesichter.“

Vor allem an den Fahrgeschäften hatte es in den ersten Tagen an Umsatz gefehlt, denn die Menschen hielten sich bei schlechtem Wetter mit einem Besuch auf dem Oktoberfest-Gelände zurück. Der Bierkonsum sank im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 Prozent. Das Bayerische Rote Kreuz musste auf seiner Wiesn-Sanitätsstation auch weniger Bierleichen versorgen. Die Polizei sprach von einer ruhigen Wiesn mit weniger Maßkrugschlägereien.

Panorama

Immer mehr Italiener leben bei den Eltern

Rund zwei Drittel der Italiener im Alter von 18 bis 34 Jahre leben noch bei den Eltern. Das entspricht über sieben Millionen Personen, so eine neue Studie des Statistikamts ISTAT. Italiens Ruf als Land der „Nesthocker“ hat sich damit neuerlich bestätigt.

Prekäre Verhältnisse als Problem

Zu den Jugendlichen, die das Elternhaus nicht verlassen, zählen nicht nur Studenten oder Arbeitslose. 31,8 Prozent der Italiener, die noch im „Hotel Mama“ leben, haben eine Beschäftigung. Oft würden sie jedoch wegen unsicherer Arbeitsverhältnisse nicht genug verdienen, um sich ein selbstständiges Leben zu leisten. Das schwierige Wirtschaftsklima sei ein Hauptgrund dafür, dass die jungen Italiener immer länger keine eigene Unterkunft suchen, geht aus der Studie hervor.

Demografen schlagen Alarm. Die „Nesthockergeneration“ sei ein Problem für die Entwicklung des Landes, warnen sie. Nicht nur Probleme bei der Suche nach Arbeit und Wohnung erschwerten die Trennung von den Eltern. Auch kulturelle Faktoren würden eine Rolle spielen. Viele junge Frauen seien Nesthockerinnen, obwohl sie finanziell selbstständig seien. Als Gründe nennen Forscher die hohen Mieten in Italien und das Desinteresse an der Ehe.