Letzte Meldung

Verletzte bei Zugsunglück in Oberbayern

Bei einem schweren Zugsunglück in Bad Aibling in Oberbayern sind heute Früh zahlreiche Menschen verletzt worden - acht davon schwer, wie die News-Seite Rosenheim 24.de mit Berufung auf die Polizei berichtete.

Ein Sprecher der Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestätige, dass zwei Züge zusammengestoßen seien. „Es gab etliche Leichtverletzte und einige Schwerverletzte“, ob es auch Todesopfer gab, sei noch unklar.

Rosenheim24.de berichtete weiter, der gesamte Unfallbereich sei derzeit weiträumig abgesperrt. In Rosenheim und im Mangfalltal seien Sirenen von Feuerwehr, Polizei und dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie Rettungswagen zu hören. Ebenso seien Rettungshubschrauber im Einsatz.

Ausland

Kanada stoppt Beteiligung an Luftangriffen gegen IS

Kanada beteiligt sich nicht länger an den Luftangriffen der US-geführten Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Am 22. Februar würden die sechs Kampfjets abgezogen, kündigte Ministerpräsident Justin Trudeau gestern (Ortszeit) an und erfüllte damit eines seiner Wahlversprechen.

Der im Oktober gewählte Regierungschef erklärte, die Luftangriffe seien gut für „kurzfristige Geländegewinne“, aber nicht für „langfristige Stabilität“.

Bisher zählte Kanada zu den Staaten, die sich mit den meisten Kampfjets am Anti-IS-Kampf des Westens beteiligten. Der Abzug der Jets erscheint wie ein Rückschlag für die Koalition, während die USA die Verbündeten zu einem stärkeren militärischen Engagement drängen.

Mehr Ausbildner für Kurden

Ganz zurückziehen wird sich Kanada unter dem liberalen Ministerpräsidenten Trudeau aber nicht: Die Zahl der Spezialkräfte, die Kurden im Nordirak ausbilden, werde auf 210 verdreifacht, sagte der Regierungschef.

Ein Luftbetankungsflugzeug und zwei Aufklärungsflugzeuge würden überdies weiterhin für die Koalition im Einsatz sein. US-Präsident Barack Obama telefonierte gestern mit Trudeau und dankte ihm „für die gegenwärtigen und künftigen Beiträge“, wie das Weiße Haus mitteilte.

Saudi-Arabien hält sich Truppeneinsatz in Syrien offen

Die saudi-arabische Regierung hat sich offen gezeigt, Spezialeinheiten in den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Syrien zu schicken. Man sei bereit, wenn der Einsatz im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition erfolge, sagte Außenminister Adel al-Dschubair gestern bei einem Besuch in Washington. Wie viele Soldaten das Königreich entsenden könnte, gab er nicht bekannt.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums zeigte sich über den Vorschlag erfreut. Wie ein Einsatz aussehen könnte, lasse sich im Moment aber nicht sagen. Ein Berater des saudi-arabischen Verteidigungsministers hatte sich bereits in der vergangenen Woche offen gezeigt, Bodentruppen nach Syrien zu verlegen. Spezialeinheiten erwähnte er dabei nicht.

Obama gegen US-Bodentruppen

Die USA bombardieren bereits gemeinsam mit anderen Staaten mutmaßliche IS-Stellungen. Wegen der Erfahrungen in Afghanistan und im Irak zögert Präsident Barack Obama aber, Bodentruppen zu entsenden. Er entschied im vergangenen Jahr lediglich, bis zu 50 Elitesoldaten in dem Bürgerkriegsland einzusetzen.

Unterdessen warnte die Geheimdienstbehörde der US-Streitkräfte (DIA), dass Zahl und Ausmaß der IS-Angriffe wahrscheinlich zunehmen werden. DIA-Direktor Vincent Stewart verwies auf IS-Ableger in Mali, Tunesien, Somalia, Bangladesch und Indonesien. Zudem wäre es keine Überraschung, wenn es von der Sinai-Halbinsel aus verstärkt zu Attacken im ägyptischen Kernland komme.

Umstrittenes NGO-Gesetz nahm erste Hürde in Knesset

Das israelische Parlament hat heute in erster Lesung für ein umstrittenes Gesetz gestimmt, mit dem Bürgerrechtsgruppen zur Offenlegung ihrer ausländischen Finanzquellen gezwungen werden sollen. 50 Abgeordnete votierten nach stundenlanger Debatte für die Regelung, 43 dagegen.

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) fürchten durch das Gesetz die öffentliche Verfolgung insbesondere regierungskritischer und propalästinensischer Gruppen, die aus dem Ausland Geld erhalten.

Hinweis auf Finnazierung aus Ausland

NGOs, die mehr als die Hälfte ihres Budgets aus staatlichen Mitteln im Ausland erhalten, sollen mit dem Gesetz verpflichtet werden, bei allen öffentlichen Aktivitäten auf diese Tatsache deutlich hinzuweisen. Bei Verstößen dagegen drohen hohe Bußgelder.

Im ursprünglichen Gesetzesentwurf von Justizministerin Ajelet Schaked war auch vorgesehen, dass Bürgerrechtler bei Besuchen der Knesset entsprechende Anhänger tragen, damit die Parlamentarier gewarnt sind. Diese Passage wurde aus der Vorlage gestrichen.

Rechtsgerichtete NGOs ausgenommen

Schaked will mit dem Gesetz nach eigenen Angaben gegen die angebliche Einmischung fremder Regierungen in die inneren Angelegenheiten Israels vorgehen.

Opposition und Verfassungsrechtler kritisieren, dass die in Israel ebenfalls sehr aktiven rechtsgerichteten NGOs, die weitgehend von ideologisch motivierten Privatpersonen aus den USA finanziert werden, von den erhöhten Transparenzregeln bewusst ausgenommen werden sollen.

Die Gegner des Gesetzes verweisen darauf, dass die NGOs schon jetzt alle Finanzquellen auf ihren Websites offenlegen. Oppositionsführer Jizchak Herzog warf der Justizministerin Heuchelei vor, weil sie ihren eigenen Wahlkampf für die Siedlerpartei Jüdisches Heim (Ha-Bait ha-Jehudi) mit Auslandsspenden bestritten habe.

Ausschreitungen bei Polizeieinsatz in Hongkong

In Hongkong ist es nach einem Polizeieinsatz gegen unlizenzierte Imbissstände zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

Wie die Behörden heute mitteilten, wurden mindestens 24 Menschen im Alter zwischen 17 und 70 Jahren festgenommen, nachdem sie in der Nacht Beamten eine Straßenschlacht geliefert hatten. 48 Polizisten seien verletzt worden.

Protest gegen Schließung von Straßenständen

Wie lokale Medien berichteten, hatte eine Gruppe von Protestierenden versucht, die Schließung von Straßenständen zu verhindern, an denen ohne Genehmigung Essen verkauft wurde. Fernsehbilder des Senders TVB zeigten Maskierte, die Feuer legten und Steine warfen.

Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die rund 100 Beteiligten vor. Zudem habe ein Beamter zwei Schüsse mit seiner Pistole abgefeuert, als die Situation eskalierte, teilte die Polizei mit. Bis in die Früh hatte sich die Lage wieder beruhigt.

Nepals Ex-Premier Koirala gestorben

Der frühere nepalesische Ministerpräsident Shushil Koirala ist tot. Der Politikveteran der linken Kongress-Partei sei gestern im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben, teilten seine Ärzte heute mit. Koirala hatte die Regierung von Februar 2014 bis Oktober 2015 angeführt.

Nach dem schweren Erdbeben im April mit fast 9.000 Toten sah er sich scharfer Kritik wegen der schleppenden Reaktion seiner Regierung ausgesetzt.

Blutige Proteste gegen Verfassung

Koiraila stammte aus einer Politikerdynastie und stand der regierenden Nepali-Kongress-Partei vor. In seiner Amtszeit wurde im September nach langer Verzögerung eine neue Verfassung verabschiedet, die dem früheren Bürgerkriegsland Stabilität zurückbringen und den Frieden mit den Maoisten sichern sollte.

Die Verfassung löste jedoch blutige Proteste ethnischer Minderheiten aus, die sich benachteiligt sahen. Bei den Zusammenstößen wurden mehr als 50 Menschen getötet.

Im Exil an Flugzeugsentführung beteiligt

Koirala war während der Herrschaft der Monarchie in Nepal gezwungen gewesen, wegen seiner politischen Aktivitäten ins Exil nach Indien zu gehen. Dort war er an der Entführung eines Flugzeugs beteiligt, in dem sich angeblich große Bargeldmengen befanden.

Wegen des Vorfalls wurde Koirala in Indien zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Politiker litt seit Langem an gesundheitlichen Beschwerden und war wiederholt wegen Krebs behandelt worden.

Kolumbiens Präsident will Referendum über Friedensvertrag

Trotz des erklärten Widerstands der FARC-Guerilla will Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos das Friedensabkommen mit der Bewegung durch ein Referendum absegnen lassen. „Was in Havanna unterzeichnet wird, stelle ich zur Volksabstimmung, ob es der FARC gefällt oder nicht“, schrieb Santos gestern auf Twitter.

Der FARC-Chefunterhändler Ivan Marquez hatte Stunden zuvor am Verhandlungsort in Kuba ein Referendum über das angestrebte Abkommen abgelehnt. Was unter so großen Opfer erreicht worden sei, dürfe nicht „durch eine leichtfertige Politik in Gefahr gebracht werden“, sagte Marquez.

Die marxistische Rebellengruppe, die seit einem halben Jahrhundert gegen den Staat und Großgrundbesitzer kämpft, besteht seit jeher darauf, dass eine Verfassungsversammlung über das Abkommen entscheidet. Regierung und Rebellen, die seit mehr als drei Jahren verhandeln, wollen das Abkommen bis spätestens 23. März unterzeichnen.

Verschärftes Vorgehen gegen Rebellengruppe ELN

Santos kündigte zugleich an, das militärische Vorgehen gegen die zweitgrößte Guerillagruppe des Landes zu verschärfen, obwohl sich diese zur Teilnahme an Friedensgesprächen bereiterklärt hatte. Er habe das Militär angewiesen, den Einsatz gegen die ELN zu verstärken, so der Präsident. Zuvor hatte ein Angriff von ELN-Kämpfern auf das Militär für Diskussionen gesorgt.

Die Rebellengruppe liege „völlig falsch, wenn sie glaubt, mit solchen Angriffen den Weg zum Frieden bereiten zu können“, sagte Santos. „Wenn sie glauben, dass dies ihre Position am Verhandlungstisch stärkt, liegen sie völlig falsch.“ Die kolumbianische Regierung verhandelt seit mehr als drei Jahren in Havanna mit der marxistischen FARC über ein Friedensabkommen.

Im Jahr 2014 wurde auch eine Initiative für Gespräche mit der ELN gestartet, ohne aber einen Waffenstillstand auszurufen. Santos fordert die Freilassung zweier Geiseln von der ELN als Bedingung für Gespräche. Bisher wurde keine Einigung erreicht. Die FARC erklärte allerdings, die ELN sei bereit, sich „so bald wie möglich“ an den Gesprächen „zu beteiligen“.

Witwe von IS-Führer vor US-Gericht angeklagt

Die US-Justiz hat die Witwe des getöteten Finanzchefs der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wegen ihrer Rolle beim Tod einer US-Geisel angeklagt.

Die 25-jährige Nisreen Assad Ibrahim Bahar, auch bekannt als Umm Sajjaf, wurde vorgeworfen, die US-Entwicklungshelferin Kayla Mueller und andere Geiseln im Haus ihres Mannes Abu Sajjaf gefangen gehalten zu haben.

Mueller wurde dort vom IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi gezwungen, mit ihm Sex zu haben. Laut der US-Staatsanwaltschaft, gab Bahar zu, dass Baghdadi Mueller „besessen“ habe und sie damit seine Sklavin gewesen sei.

Bei Luftangriff getötet?

Nach IS-Angaben wurde Mueller, die im August 2013 in Aleppo entführt worden war, im Februar 2015 bei einem Luftangriff der US-geführten Militärkoalition getötet. Die US-Behörden sagen dagegen, der Tod der 26-Jährigen sei weiter ungeklärt. Abu Sajjaf wurde im Mai 2015 bei einer seltenen US-Kommandoaktion in Syrien getötet.

Witwe im Irak in Haft

Seine Ehefrau Bahar wurde bei dem Einsatz festgenommen. Sie ist derzeit in irakischer Haft und muss sich dort wegen Terrorvergehen verantworten. Sollte sie von der US-Justiz schuldig befunden werden, droht ihr lebenslange Haft.

Sie hat zugegeben, dass sie allein für die Geiseln verantwortlich war, wenn ihr Mann außer Hauses war. Auch bestätigte sie, dass Baghdadi und andere IS-Führer in dem Haus gewesen seien

Inland

Kurz setzt Westbalkan-Reise in Serbien fort

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) setzt seine Westbalkan-Reise heute mit einem Besuch in Serbien fort. Zentrales Thema der Gespräche mit Ministerpräsident Aleksandar Vucic und Außenminister Ivica Dacic wird die Flüchtlingskrise sein. Kurz bemüht sich um eine gemeinsame Strategie mit den Westbalkan-Staaten zur Eindämmung der Flüchtlingsmigration auf der Balkan-Route.

In Sarajevo hatte der Außenminister Verständnis für die Sorgen der Westbalkan-Staaten angesichts der bevorstehenden österreichischen Grenzschließung geäußert.

Das EU-Kandidatenland Serbien versucht, in der Flüchtlingskrise mit einer betont kooperativen Haltung zu punkten. In Belgrad wird Kurz von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl begleitet. Die beiden werden der Unterzeichnung einer bilateralen Vereinbarung über den „Export“ des österreichischen dualen Ausbildungssystems nach Serbien beiwohnen.

Mikl-Leitner kritisiert Athens Grenzschutz

Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) hat gestern anlässlich des Besuchs des stellvertretenden griechischen Außenministers Nikos Xydakis in Wien scharfe Kritik am Grenzschutz durch die griechische Küstenwache geübt. Sie wolle wissen, „warum die politische Führung Griechenlands der Meinung ist, sie könne ihre einsatzstarke Marineflotte nicht für zivile Aufgaben einsetzen, nämlich zur Kontrolle der EU-Außengrenze“.

Für andere Länder sei es völlig normal, das Militär zur Unterstützung bei der Grenzsicherung heranzuziehen, so die Ministerin. Darüber hinaus hätten auch Italien und Deutschland im Mittelmeer bereits Marine-Schiffe eingesetzt. Mikl-Leitner wies auch auf den aktuellen Schengen-Bericht hin, in dem massiv Kritik an der griechischen Führung geübt werde. Zugleich versprach sie Athen jedoch die Unterstützung der EU.

Am Nachmittag traf Xydakis auch den Generalsekretär des Außenministeriums, Michael Linhart. Bei dem Gespräch ging es nach Angaben von Außenamtssprecher Thomas Schnöll ebenfalls um die Flüchtlingsbewegungen sowie den Schutz der EU-Außengrenzen bzw. das Schengener Abkommen. Das griechische Außenministerium hatte zuvor verlauten lassen, man versuche die Seegrenze zur Türkei gemeinsam mit der europäischen Grenzagentur Frontex zu kontrollieren.

Sport

Football: „Superman“ Newton im Schmollwinkerl

Cam Newton war der große Geschlagene der 50. Ausgabe der Super Bowl. Der Quarterback der Carolina Panthers, der im Grunddurchgang der National Football League (NFL) seinen Stempel aufgedrückt hatte, sah im Finale gegen die Denver Broncos kein Land. Der 26-jährige selbsternannte „Superman“ ließ nach seiner bisher schwärzesten Stunde aber jegliche Professionalität vermissen. Newton setzte sich ins Schmollwinkerl. Seine Pressekonferenz wurde zur Farce.

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Ski alpin: Shiffrin-Comeback in Crans Montana

Am Wochenende gastiert der alpine Skiweltcup der Damen in Crans-Montana. Im Schweizer Skiort wird am 15. Februar der abgesagte Maribor-Torlauf nachgetragen. „Und ich werde da sein“: Mit diesen Worten kündigte Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin ihre Rückkehr in den Weltcup an. Die Amerikanerin hatte sich bei einem Sturz im Dezember am Knie verletzt und die Saison eigentlich schon abgehakt.

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Wirtschaft

Kurseinbruch in Tokio - Nikkei verliert über fünf Prozent

Ein Ausverkauf bei Bankaktien hat die Börse in Tokio heute einbrechen lassen. Der Nikkei-Index büßte 5,4 Prozent auf 16.085 Punkte ein. Hintergrund waren wachsende Sorgen um die Weltwirtschaft und die Stabilität des Finanzsektors.

Zusätzlich drückte der starke Yen auf Exportwerte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte rund ein Prozent niedriger. Viele Märkte in Asien - darunter die Börsen in China - bleiben wegen des Neujahrsfests die komplette Woche geschlossen.

Tokio folgt Europas Börsen

Tags zuvor waren bereits die Börsen in Europa in den Keller gerauscht. Auch hier gerieten vor allem Finanzwerte unter die Räder. In Tokio gaben die Papiere der Finanzhäuser Mitsubishi UFJ Financial Group und Sumitomo Mitsui Financial Group rund neun Prozent nach.

Aktien der Mizuho Financial Group verloren mehr als sechs Prozent. Toyota-Papiere verbilligten sich um rund sechs Prozent, Honda und Nissan um rund sieben Prozent.

Ölpreis sorgt für Nervosität

Zur Nervosität trugen auch Turbulenzen auf dem Ölmarkt bei. In Australien fiel der Index deshalb auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Zuvor hatte bereits die Wall Street nachgegeben.

Mittlerweile legte der Ölpreis jedoch wieder zu. Die Nordsee-Ölsorte Brent kostete mit 33,11 Dollar 0,7 Prozent mehr. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 1,25 Prozent auf 30,06 Dollar je Fass (159 Liter).

Der Euro legte leicht zu und wurde mit 1,1208 Dollar bewertet nach 1,1195 Dollar im späten New Yorker Handel.

Swatch expandiert auf Brillenmarkt

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch und der italienische Brillenhersteller Safilo wollen zusammenarbeiten. Im Frühjahr sollen erste Modelle der Sonnenbrillen „Swatch The Eyes“ auf den Markt kommen, teilte der weltgrößte Uhrenhersteller heute mit.

Safilo und Swatch entwerfen die Brillenkollektionen gemeinsam. Die Brillen sollen über das globale Vertriebsnetz von Swatch sowie anfänglich über die Einzelhandelskette Solstice von Safilo verkauft werden. Später werden sie auch bei ausgewählten nordamerikanischen Brillenfachhändlern erhältlich sein.

D: McDonald’s verzichtet wieder auf Biohamburger

Bei McDonald’s in Deutschland wird es vorerst keinen Hamburger aus Biofleisch mehr geben. Die Fast-Food-Kette hatte im Oktober und November zwischenzeitlich den „McB“ im Angebot und dafür mehrere hundert Tonnen Biorindfleisch verbraten. Das Echo sei zwar positiv gewesen, aber der „McB“ sei „noch kein Produkt im Angebot für alle Gäste“.

„Noch eine Nische“

„Bio ist noch eine Nische“, hieß es gestern aus der deutschen McDonald’s-Zentrale in München als Erklärung. Zuvor hatte die Onlineausgabe des Medien- und Marketingfachmagazins „Horizont“ darüber berichtet.

Mit seinem Bioangebot hatte McDonald’s auch auf den Erfolg neuer Burgerketten reagiert. Deutschland-Chef Holger Beeck hatte zum Start des siebenwöchigen Probelaufs im Herbst gesagt: „Wir haben das Ziel, eine Biolinie zu etablieren. Entscheidend ist aber am Ende natürlich die Akzeptanz beim Gast.“ McDonald’s hat in Deutschland derzeit 1.478 Schnellrestaurants und beschäftigt rund 58.000 Mitarbeiter.

Kein Bioburger in Österreich

Die „McB“-Testphase in Deutschland war von 1. Oktober bis 18. November angesetzt gewesen. In den österreichischen Restaurants der Schnellimbisskette gab es den Bioburger nicht, auch wenn das Fleisch für die deutschen Burger von Biohöfen in Deutschland und Österreich stamme, hatte eine Sprecherin in Wien bereits im September erklärt.

Chronik

Siebenjährige Skifahrerin in Salzburg schwer verletzt

In Flachau in Salzburg ist gestern ein Kind aus Hallein beim Skifahren schwer verletzt worden. Ein 41 Jahre alter Snowboarder stieß mit der Siebenjährigen auf der Piste zusammen. Beide stürzten.

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Skifahrer fährt in Gruppe und nimmt Reißaus

In Lech in Vorarlberg fuhr gestern Mittag ein Unbekannter in eine Gruppe von Skifahrern, die gerade auf den Lift warteten. Eine Frau verletzte sich am Knie. Der Unbekannte machte sich daraufhin aus dem Staub.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Großrazzia in 27 Gefängnissen Österreichs

In allen 27 österreichischen Gefängnissen hat gestern Nachmittag eine großangelegte Razzia nach illegalen Gegenständen begonnen, berichtete die „Kronen Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe). Laut der Ressortmediensprecherin Britta Tichy-Martin wurde diese Aktion von ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter beauftragt. Die Suche nach verbotenen Gegenständen werde noch bis in die Abendstunden dauern.

Ein Schwerpunkt lag auf den Justizanstalten Stein an der Donau in Niederösterreich, Graz-Karlau in der Steiermark, Suben in Oberösterreich und Wien-Simmering. In den vier Anstalten sind laut den Angaben Tichy-Martins rund 600 Beamte im Einsatz, fast 2.000 Insassen sind dort von den Visitierungen auf der Suche nach illegal eingeführten Mobiltelefonen, Suchtgift und anderen Gegenständen betroffen.

Eine Bilanz der Razzien wird laut Tichy-Martin frühestens heute vorliegen. Mindestens zehn Suchtmittelspürhunde der Landespolizeidirektionen unterstützen den Einsatz. „Die Aktion ist Teil eines Gesamtkonzeptes im Rahmen der Strafvollzugsreform. Wir werden jedenfalls auch in diesem wichtigen Bereich weiterhin nicht lockerlassen“, kommentierte Erich Mayer, Generaldirektor für den Strafvollzug, das akkordierte Vorgehen.

Tückische Lawinengefahr in Österreich

Nach dem schweren Lawinenunglück in Tirol am Wochenende ist die Gefahrensituation in den heimischen Bergen zu Wochenbeginn an vielen Stellen weiter groß. Viel Wind und Neuschnee sorgen dafür, dass es derzeit abseits der Pisten besonders gefährlich ist - problematisch sind vor allem steile Hänge und Übergänge von viel zu wenig Schnee.

Aufgrund des sehr schwachen Fundaments der Schneedecke könnten ausgelöste Lawinen auch sehr groß werden, warnen Experten. „Erhebliche“ Gefahr (Stufe drei von fünf) gilt über 2.000 Metern Höhe in Tirol, Kärnten, Vorarlberg und Salzburg.

Mehr dazu in Gefahrenstellen schwer erkennbar

Haiangriffe 2015 auf Rekordhoch

Die Zahl der weltweiten Haiattacken hat 2015 ein Rekordhoch erreicht. Insgesamt sei es im vergangenen Jahr zu 98 unprovozierten Angriffen auf Menschen gekommen, heißt es in einem gestern veröffentlichten Bericht von Forschern der Universität Florida.

Sechs davon hätten ein tödliches Ende genommen. Der bisherige Höchstwert von 88 Haiattacken war laut den Angaben 2000 erreicht worden.

Bevölkerungswachstum und Klimawandel

Den Anstieg führten die Forscher auf das weltweite Bevölkerungswachstum und die gleichzeitige Erholung der Haibestände zurück.

Wegen der Erwärmung der Ozeane sei zudem mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen, da Raubfische und badende Menschen schon früher im Jahr in Küstengewässern aufeinanderträfen.

Die mit Abstand meisten Haiangriffe gab es dem Bericht zufolge in den USA (59), wobei alleine 30 auf den Bundesstaat Florida entfielen. Dahinter folgten Australien mit 18 und Südafrika mit acht Attacken.

US-Auslieferung Kim Dotcoms wird erneut geprüft

Ein Gericht in Neuseeland soll im August erneut das US-Auslieferungsersuchen gegen den deutschstämmigen Internetunternehmer Kim Dotcom prüfen. Zu diesem Schluss kam ein Richter heute in Auckland, wie neuseeländische Medien berichteten.

Im Dezember hatte das Gericht entschieden, dass der 42-Jährige zusammen mit drei anderen Angeklagten von Neuseeland an die USA ausgeliefert werden kann.

Berufung gegen Auslieferung eingelegt

Dagegen hatte der ehemalige Unternehmer mit dem bürgerlichen Namen Kim Schmitz Berufung eingelegt. Ihm soll in den USA wegen seiner inzwischen geschlossenen Internettauschplattform Megaupload der Prozess gemacht werden.

Richter Raynor Asher lehnte nun einen Antrag der Anwälte der US-Regierung ab, den Prüfungstermin vorzuziehen. Wegen der komplexen Materie solle es bei dem Termin am 29. August bleiben, hieß es.

Vorwurf einer halben Milliarde Dollar Schaden

Dotcom war auf US-Antrag 2012 nahe Auckland vorübergehend festgenommen worden. Die US-Ankläger sagen, Musik- und Filmproduzenten hätten eine halbe Milliarde Dollar an Lizenzgebühren verloren, weil Nutzer über Megaupload urheberrechtlich geschütztes Material austauschten.

Bei einem Schuldspruch drohen ihm und seinen Mitangeklagten in den USA jahrelange Haftstrafen. Dotcom wehrt sich gegen die Vorwürfe und die Auslieferung. Er sagt, er habe nur die Plattform zur Verfügung gestellt.

Vor Hamburg aufgelaufenes Containerschiff wieder frei

Ein seit fünf Tagen in der Elbe in Deutschland festsitzender Containerriese „CSCL Indian Ocean“ ist wieder frei. Zwölf Schlepper mit zusammen mehr als 1.000 Tonnen Zugkraft zogen das 400 Meter lange Schiff in der Nacht auf heute zurück in die Fahrrinne. Der Schleppversuch hatte gegen 2.00 Uhr begonnen.

Containerschiff CSCL Indian Ocean

APA/AP/Daniel Bockwoldt

Durch den südwestlichen Wind über der Nordsee und die Springtide der Neumondnacht war das Hochwasser um gut 1,20 Meter höher als normal. Der Abschnitt der Elbe war für die Dauer des Manövers gesperrt.

Treibstoff abgepumpt und Flussgrund ausgehoben

Die „CSCL Indian Ocean“, die mit einer Länge von 400 Metern zu den größten Containerschiffen der Welt gehört, war am Mittwoch wegen eines Defekts an der Steueranlage auf Grund gelaufen. Das Schiff hat 6.600 Container geladen.

In den vergangenen Tagen wurden 6.500 Tonnen Treibstoff und Ballastwasser abgepumpt. Außerdem wurden 45.000 Kubikmeter Erdboden am havarierten Schiff mit Baggern ausgehoben. Zwölf Schlepper mit einer Gesamtzugkraft von 1.085 Tonnen waren im Einsatz. Das Schiff werde nun voraussichtlich zum Hamburger Hafen geschleppt, teilte das Havariekommando mit.

Gesundheit

USA: 1,8 Mrd. Dollar im Kampf gegen Zika-Virus

Die US-Regierung will 1,8 Milliarden Dollar (1,61 Mrd. Euro) im Kampf gegen das Zika-Virus aufwenden. Eine entsprechende Initiative des Weißen Hauses soll demnächst dem Kongress vorgelegt werden, teilte das Weiße Haus gestern mit.

Das Geld soll dazu verwendet werden, Programme zur Kontrolle von Stechmückenplagen auszuweiten, die Forschung nach einem Impfstoff zu beschleunigen und betroffenen Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung zu helfen, hieß es.

„Es ist nicht wie bei Ebola“

„Wir sollten nicht in Panik verfallen“, sagte US-Präsident Barack Obama. „Es ist nicht wie bei Ebola“, betonte er in einem Interview des Senders CBS. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten sich in den nächsten zwölf Monaten bis zu vier Millionen Menschen mit dem Virus anstecken.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Zika-Virus Fehlbildungen am Kopf von Neugeborenen auslösen kann, wenn die Mutter vor oder während der Schwangerschaft angesteckt wurde. In den USA gibt es bisher 50 nachgewiesene Fälle von Patienten mit dem Erreger.

Kultur

Roger Willemsen ist tot

Der deutschsprachige Kulturbetrieb hat einen seiner beredtsten Vertreter verloren. Autor, Moderator und Conferencier Roger Willemsen ist tot. Diese Nachricht traf gestern für viele sehr überraschend ein.

Der Mann aus Bonn, der sich am Thema des Suizids fast in eine universitäre Laufbahn hineinhabilitiert hätte und dann doch im Bereich der populär-intelligenten Zeitgenossenschaft verblieben ist, erlag in seinem Domizil bei Hamburg einem Krebsleiden. Willemsen hatte seine Erkrankung erst vor Kurzem öffentlich gemacht.

Mehr dazu in Ein Polyhistor für die mediale Gegenwart

Haarlocke von John Lennon wird in USA versteigert

Eine braune Haarlocke des 1980 erschossenen Beatles-Sängers John Lennon könnte bei einer Auktion in den USA bis zu 10.000 Dollar (etwa 9.000 Euro) einbringen. Es handle sich um das längste Stück Haar von Lennon, das jemals bei einer Versteigerung angeboten worden sei, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions gestern mit.

Die zehn Zentimeter lange Locke sei dem Musiker 1966 von dem Friseur und Maskenbildner Klaus Baruck in Hamburg abgeschnitten worden, der Lennon für seine Rolle in dem Film „Wie ich den Krieg gewann“ eine neue Frisur verpasste, gab das Auktionshaus bekannt.

Baruck hatte die Locke seitdem aufgehoben. Gemeinsam mit vielen anderen Beatles-Erinnerungsstücken soll die Locke am 20. Februar in der texanischen Stadt Dallas versteigert werden.

Science

Boliviens zweitgrößter See ausgetrocknet

Der bisher zweitgrößte See Boliviens, der Lago Poopo, ist praktisch komplett ausgetrocknet. „Seit 30 Jahren gibt es einen Prozess der Austrocknung, die nun ihren Höhepunkt gefunden hat“, sagte der Landeschef des Umweltnetzwerks „Red Latinoamericana Ambiental“, Raul Perez Albrecht, der dpa. „Es gibt eine eindeutige Verbindung zum Klimawandel.“

So sei die Temperatur rund um den auf 3.700 Meter Höhe gelegenen See im Südwesten Boliviens seit 1982 um 1,8 Grad gestiegen. Die Niederschlagsmengen hätten sich drastisch reduziert. Wegen des Wassermangels würden die Bauern der Region zudem über selbst gebaute Kanäle dem einzigen Fluss, der den See speist, dem Rio Desaguadero, große Mengen Wasser entziehen.

Satellitenbilder zeigen Austrocknung

NASA-Bilder aus dem Weltall zeigen, dass von der einst knapp 3.000 Quadratkilometer großen Wasserfläche fast nichts mehr übrig ist. „Allerdings wurde der Prozess auch dadurch beschleunigt, dass der See immer schon eine sehr geringe Wassertiefe hatte“, so Albrecht. Auf dem trockenen Grund des Sees liegen Dutzende Boote der Fischer, die ihre Arbeit und ihre Ernährungsgrundlage verloren haben.

Zudem gab es früher Tausende Flamingos im See. „Wenn wir Glück haben, können wir vielleicht noch ein Drittel des Lago Poopo retten“, sagte Umweltexperte Albrecht. Dafür müsse es mehr regnen und der Rio Desaguadero mit mehr Wasser in den See einfließen. „Er ist der Schlüssel, um einen Teil des Sees zurückzugewinnen.“

Religion

Leute

Hugh Jackman erneut wegen Hautkrebs behandelt

Schauspieler Hugh Jackman (47, „X-Men“) ist erneut wegen Hautkrebs behandelt worden. „Ein Beispiel, was passiert, wenn man keinen Sonnenschutz aufträgt“, schrieb der 47-Jährige gestern auf Instagram zu einem Foto, das ihn mit Pflaster auf der Nase zeigt.

„Basalzellkarzinom. Die leichteste Krebsform, aber trotzdem eine ernste Sache“, schrieb der Australier weiter. Sein Appell: „BITTE BENUTZT SONNENSCHUTZ und lasst euch regelmäßig durchchecken!“

Im November 2013 hatte Jackman erstmals ein Bild von sich mit Pflaster auf der Nase veröffentlicht, zusammen mit dem Aufruf, immer auf den Sonnenschutz zu achten.

„Weißer Hautkrebs“

Ein Basalzellkarzinom oder Basaliom ist ein Tumor, der anders als ein Melanom normalerweise keine Metastasen bildet. Diese und eine ähnliche Tumorart werden deshalb auch „halbbösartiger“ oder „weißer Hautkrebs“ genannt.

In Österreich erkranken Schätzungen zufolge jährlich 15.000 bis 30.000 Menschen an dem Tumor.