Ausland

NATO wird Präsenz in Osteuropa „bedeutend“ erhöhen

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Pläne der Allianz bekräftigt, angesichts des anhaltenden Konflikts mit Russland ihre Präsenz in Osteuropa bedeutend zu verstärken.

„Die größte Verantwortlichkeit der NATO bleibt es, unsere Bevölkerung und unser Gebiet zu schützen und zu verteidigen“, sagte Rasmussen heute in Brüssel. Entsprechende Beschlüsse will die Allianz auf ihrem Gipfeltreffen Ende der Woche in Wales fassen. „Das wird ein entscheidender Gipfel in der Geschichte der NATO sein“, fügte der Däne hinzu.

Die NATO-Staaten kommen am Donnerstag und Freitag zu einem Gipfeltreffen in Wales zusammen, das ganz im Zeichen des Konflikts mit Russland steht. Die Allianz wolle einen Aktionsplan beschließen, mit dem sie ihre Präsenz in Osteuropa und ihre Reaktionsfähigkeit bei Krisen „bedeutend“ erhöhen will, wie Rasmussen ankündigte. Das hatten besonders die aufgrund des Vorgehens Russlands in der Ukraine höchst besorgten osteuropäischen Alliierten gefordert.

Ukraine: Armee gibt Flughafen von Lugansk auf

In der Ostukraine sind die prorussischen Kämpfer weiter auf dem Vormarsch. Nach schweren Gefechten, an denen angeblich auch russische Panzerbataillone beteiligt waren, gab die ukrainische Armee heute den Flughafen der Rebellenhochburg Lugansk auf. Die Armee teilte zugleich mit, dass in den vergangenen 24 Stunden sieben Soldaten getötet worden seien.

Präsident Petro Poroschenko hatte zuvor bereits personelle Konsequenzen aus den schweren Niederlagen seiner Armee im Kampf gegen die Separatisten gezogen und Veränderungen in der obersten Armeeführung angekündigt, ohne Details zu nennen.

Putin hofft auf „gesunden Menschenverstand“

Der russische Präsident Wladimir Putin appellierte indes an den Westen, sich bei der Diskussion über weitere Sanktionen gegen sein Land vom gesunden Menschenverstand leiten zu lassen.

Er hoffe zudem, dass in einer „normalen, zeitgemäßen Art und Weise“ miteinander umgegangen werde und keine Seite unter gegenseitigen Strafmaßnahmen leiden müsse, sagte Putin heute der Nachrichtenagentur Interfax.

„Staatlichkeit der Ostukraine“

Putin hatte zuvor „sofortige“ Verhandlungen zwischen der ukrainischen Regierung und den Rebellen über den politischen Status der Ostukraine gefordert. Es müssten Gespräche über die „Staatlichkeit der Ostukraine“ geführt werden, um die „rechtmäßigen Interessen der Menschen, die dort leben, zu schützen“.

Was genau Putin in dem gestern ausgestrahlten Fernsehinterview meinte, blieb unklar. Für Kiew und den Westen stehen die Grenzen der Ukraine nicht zur Diskussion. Für Verwirrung sorgte zusätzlich, dass ein Sprecher des Kreml-Chefs kurz nach Ausstrahlung der Aussagen praktisch das Gegenteil behauptete.

Mehr dazu in Widersprüchliche Rhetorik aus Moskau

Regierungskritiker stürmten Pakistans TV-Sender

Regierungskritische Demonstranten haben in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad den Sitz des Staatsfernsehens gestürmt. Wie ein Moderator des staatlichen Senders PTV heute sagte, drangen Protestierende in das Gebäude im Zentrum der Hauptstadt ein und „belagerten“ die Station.

Wenige Momente später war die Übertragung unterbrochen. Kurz darauf schaltete sich die Armee ein und vertrieb die Demonstranten wieder aus dem Gebäude.

Video dazu in iptv.ORF.at

Auseinandersetzung vor Residenz des Premiers

Schon zuvor waren Regierungsgegner und die pakistanische Polizei in gewaltsame Auseinandersetzungen verwickelt. Den Demonstranten gelang es dabei, die Sicherheitskräfte zurückzudrängen und auf die Residenz von Ministerpräsident Nawaz Sharif vorzurücken. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein, die Steine warfen und mit Stöcken bewaffnet waren.

Die Proteste waren im August ausgebrochen. Am Samstag waren bei Ausschreitungen mindestens drei Menschen getötet worden. Anführer der Demonstranten sind der ehemalige Kricketstar Imran Khan und der Kleriker Tahir ul-Qadri. Sie werfen Sharif vor, im vergangenen Jahr beim ersten demokratischen Machtwechsel Pakistans nur durch Wahlfälschung gesiegt zu haben, und fordern seinen Rücktritt. Das hat Sharif jedoch abgelehnt.

Merkel bekennt sich „ganz klar“ zur Mauteinführung

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich trotz erheblicher Widerstände in ihrer Partei eindeutig zur Einführung der geplanten Pkw-Maut bekannt. „Um es ganz klar zu sagen: Sie steht im Koalitionsvertrag, und sie wird kommen“, sagte Merkel heute nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin.

Sie betonte, auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bringe sich konstruktiv in die Beratungen für einen Gesetzentwurf ein. Über das Thema Maut hinaus habe er mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) außerdem auch über weitere Möglichkeiten gesprochen, mehr privates Kapital für Investitionen in die Infrastruktur Deutschlands zu aktivieren.

Belastung nur für ausländische Fahrer

Dobrindt will eine Pkw-Maut auf allen Straßen in Deutschland einführen. Die Abgabe will er über ein Vignettensystem eintreiben, deutsche Halter sollen über einen Freibetrag in der Kfz-Steuer entlastet werden. Umstritten ist, ob eine einseitige Belastung ausländischer Fahrer europarechtlich zulässig ist. Zudem gibt es in der Union Streit darüber, ob eine Maut für sämtliche Straßen oder etwa nur für Autobahnen eingeführt werden soll.

4.000 Flüchtlinge am Wochenende vor Süditalien gerettet

Die italienische Marine hat am Wochenende 4.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Sie wurden von Schiffen der italienischen Marine in Sicherheit gebracht, die im Rahmen der Mission „Mare Nostrum“ im Meer zwischen Sizilien und Libyen patrouillieren.

1.040 Flüchtlinge sollen heute im Hafen der süditalienischen Stadt Salerno eintreffen, berichteten italienische Medien. Die Migranten befinden sich an Bord des Marineschiffes „Fasan“. Zahlreiche Flüchtlinge erreichten zudem an Bord kleinerer Schiffe die italienische Küste.

EU plant neue Grenzschutzmission

Zur Unterstützung Italiens beim Umgang mit Mittelmeer-Flüchtlingen will die EU eine neue Grenzschutzmission auf den Weg bringen. Die Operation unter dem Namen „Frontex Plus“ unter dem Dach der EU-Grenzschutzagentur Frontex soll die italienische Kontroll- und Rettungsmission „Mare Nostrum“ ablösen. Allerdings sind sowohl die Finanzierung als auch der Umfang der Mission noch unklar. Damit Frontex-Missionen zustande kommen, müssen die EU-Staaten Material und Personal stellen.

Inland

Mikl-Leitner wird ÖVP-Koordinatorin in Regierung

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner wird nach Angaben der ÖVP neue Regierungskoordinatorin der Partei. Gemeinsam mit ihrem SPÖ-Gegenüber Kanzleramtsminister Josef Ostermayer wird sie damit unter anderen für die politische Vorbereitung der wöchentlichen Regierungssitzungen zuständig sein. Bisher hatte diese Funktion der aus der Regierung ausgeschiedene Finanzstaatssekretär Jochen Danninger.

Hahn für EU-Verkehrsressort im Gespräch

Der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn dürfte aller Voraussicht nach in der nächsten Juncker-Kommission nicht mehr die Regionalpolitik betreuen. Dem Vernehmen nach gilt dieses Dossier für Hahn als unwahrscheinlich, er könnte dagegen ein wirtschaftsorientiertes Ressort wie etwa Verkehr bekommen, erfuhr die APA heute aus EU-Kreisen in Brüssel.

Der designierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will seine neue EU-Kommission bis zum 10. September zusammengestellt haben. Bis zuletzt hatte Juncker mit einem Frauenmangel in der Kommission zu kämpfen. Aus der EU-Kommission hieß es, die Ressortabgrenzungen würden im Vergleich zu bisher auch neu gezogen.

Tschechische Kommissarin soll Hahn ablösen

Die Regierung in Prag schickt Vera Jourova, die bisherige Ministerin für regionale Entwicklung, nach Brüssel. Jourova strebt laut Medienberichten die Nachfolge von EU-Regionalkommissar Hahn an. Dem Vernehmen nach soll Jourova aber nicht die Zuständigkeit für Regionalpolitik in der Kommission des früheren luxemburgischen Premiers Juncker übernehmen, hieß es.

Jourova traf heute mit Jucker zusammen, um ihr künftiges Portfolio zu diskutieren, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf eine Sprecherin berichtete. Nach einem Treffen mit Junckers Kabinettschef Martin Selmayr Anfang August zeigte sich Jourova selbst noch optimistisch, den Posten der EU-Regionalkommissarin zu bekommen.

Österreicherin nun oberste EU-Umweltschützerin

Die Österreicherin Elisabeth Freytag-Rigler, Leiterin der Abteilung „EU-Koordination Umwelt“ im Umweltministerium, ist seit heute neue Vorsitzende des Verwaltungsrates der EU-Umweltagentur (European Environment Agency, EEA) in Kopenhagen.

Freytag-Rigler ist bereits seit 2007 stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, wie die Agentur mitteilte. „Die Agentur ist ein sehr wichtiger Akteur bei der Bereitstellung der Grundlagen für politische Entscheidungen im Bereich der Umwelt“, sagte Freytag-Rigler.

Der Verwaltungsrat ernennt unter anderem den Direktor der Agentur und hat auch deren Budget zu billigen. Freytag-Rigler bleibt parallel zu ihrer Tätigkeit in der EU-Umweltagentur auch in ihrer Funktion im Umweltministerium.

Gesundheitsministerium erlässt Verbot von Netzbetten

Ende für eine seit Jahrzehnten umstrittene Praxis in der Psychiatrie: Das österreichische Gesundheitsministerium hat heute aus „verfassungsrechtlichen Gründen per Erlass“ ein Verbot der Verwendung von Netzbetten in der Psychiatrie sowie in Heimen verfügt.

Darin ist festgelegt, dass Netzbetten ab 1. Juli 2015 nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen, hieß es in einer Aussendung. Patientenvertreter, Menschen- und Bürgerrechtsaktivisten und viele Psychiater hatten die Praxis seit vielen Jahren bekämpft.

„Nicht gebraucht“

Dazu sagte Siegfried Kasper, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien, gegenüber der APA: „Ich bin fest überzeugt, dass man die Netzbetten nicht braucht. Ich habe in Jahrzehnten - unter anderem in Freiburg, Heidelberg, Washington, Bonn und Wien - nie an einer Klinik gearbeitet, an der es Netzbetten gab.“

Wenn man Psychiatriepatienten als Kranke betrachte, müsse man auch deren allfällige Erregungszustände behandeln. Die Tradition von Netzbetten beruhe hingegen auf dem Gedanken der Disziplinierung von psychisch Kranken, so der Experte.

Ende für „dunkles Kapitel“

Die Netzbetten, in denen Patienten praktisch eingesperrt waren, wurden in Österreich jahrzehntelang verwendet. Es kam auch zu Zwischenfällen. Mit der Maßnahme zieht Österreich laut dem Gesundheitsministerium mit den internationalen menschenrechtlichen Standards gleich. Kritik hatte es auch vonseiten der Europäischen Anti-Folter-Konvention des Europarates sowie der Volksanwaltschaft gegeben.

Volksanwalt Günther Kräuter zeigte sich über den Erlass erfreut: „Endlich wird mit der noch in Wien und teilweise der Steiermark gängigen Praxis aufgeräumt, psychisch kranke Menschen in käfigartige Betten zu sperren. Damit erfüllt sich eine langjährige Forderung der Volksanwaltschaft und ihres Menschenrechtsbeirates sowie des Europarates und der Europäischen Anti-Folter-Konvention.“ Ein „dunkles Kapitel der österreichischen Psychiatrie“ werde endgültig geschlossen.

Die Grünen begrüßten den Erlass. „Es ist sehr erfreulich, dass endlich das Verbot von Netzbetten durchgesetzt und damit eine unerträgliche Menschenrechtsverletzung in Österreich beendet wird“, so die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

„Wien hat die Abschaffung der Netzbetten in der Psychiatrie bis zum letzten Augenblick auf die lange Bank geschoben, jetzt hat diese Hinhaltetaktik endlich ein Ende“, so die Gesundheitssprecherin der Wiener ÖVP, Ingrid Korosec.

Wirtschaft

Porr spaltet Immobiliensparte ab

Der börsennotierte Baukonzern Porr stößt seine Immobiliensparte ab. Dazu koppelt das Unternehmen seinen Immobilienbereich (inklusive Verschuldung) in einem ersten Schritt noch heuer in eine eigene Gesellschaft, die PIAG Immobilien AG, aus. In einem zweiten Schritt vereinigt die Porr diese Neugründung mit der von ihr kontrollierten, ebenfalls börsennotierten UBM Realitätenentwicklung.

„Wir konzentrieren die Porr auf den Baubereich und schaffen einen zweiten Player für den Immobilienbereich“, sagte Konzernchef Karl-Heinz Strauss heute bei einer Pressekonferenz. Die PIAG soll den Plänen zufolge im ersten Quartal 2015 mit der UBM zusammengeführt werden. „Es entsteht ein Immobiliendeveloper von europäischem Format“, meinte Porr-Finanzchef Christian Maier.

Anteile im Juli aufgestockt

Die neu geschaffene Immobiliengesellschaft führt dann den auf dem Markt bereits gut eingeführten Namen UBM. „Die Porr ist und bleibt ein Baukonzern“, so Strauss. Letztlich finden sich im neuen Immobilienvehikel das Immobiliendevelopment der Strauss-&-Partner-Gruppe, nicht betriebsnotwendige Immobilien der Porr-Gruppe sowie die UBM, an der die Porr 75 Prozent hält.

Erst im Juli hatte die Porr ihren Anteil an der UBM für 36 Mio. Euro um 25 Prozent plus eine Aktie aufgestockt - Verkäufer der Sperrminorität war die CA Immo AG. „Mit dem Ausstieg der Bank Austria hat sich der strategische Fokus der CA Immo wohl geändert - für uns war das die Chance, bei der UBM auf über 75 Prozent zu kommen“, sagte Strauss zur APA. „Für uns kam das überraschend, aber wir sind froh darüber“, so UBM-Chef Karl Bier.

Damit war für Porr der Weg frei für die neue Immobilienstruktur. Die kartellrechtliche Genehmigung soll in der ersten oder zweiten Oktober-Woche erfolgen.

Sport

Tennis: Thiem stürmt ins US-Open-Achtelfinale

Dominic Thiem hat den nächsten Meilenstein seiner jungen Karriere gesetzt. Der 20-jährige Niederösterreicher fertigte in der dritten Runde der US Open in New York den Spanier Feliciano Lopez eiskalt in drei Sätzen ab und buchte bei seinem Premierenturnier in Flushing Meadows gleich das Ticket für das Achtelfinale. „Heute hat für mich alles funktioniert“, sagte Thiem, der nach den US Open erstmals unter den Top 40 der Welt aufscheinen wird. Selbst ein Regenchaos in New York konnte den Youngster nicht beeindrucken.

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Chronik

Ein Toter bei Schießerei in deutschem Finanzamt

Ein Mitarbeiter des Finanzamts in Rendsburg im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein ist heute von einem Kunden erschossen worden. Ein Mann habe gegen 10.00 Uhr das Amt betreten und das spätere Opfer aufgesucht, sagte ein Polizeisprecher.

Im Laufe des Gesprächs habe der Täter zur Waffe gegriffen und auf den Finanzamtsmitarbeiter geschossen. Dieser starb später im Krankenhaus. Der Täter, ein Mann zwischen Mitte und Ende 50, wurde festgenommen. Die genauen Umstände der Tat waren zunächst noch unklar.

Mann erstach drei Volksschulkinder in China

Ein Mann hat in einer Volksschule in der ostchinesischen Provinz Hubei drei Kinder erstochen. Während seiner Attacke in der Schule in der Stadt Yunxi verletzte er weitere fünf Schüler und einen Lehrer, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute berichtete. Anschließend stürzte sich der Mann von dem Schulgebäude in den Tod.

Die Nachrichtenagentur China News Service berichtete, bei dem Mann handle es sich um den Vater eines Kindes an der Schule. In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Attacken an Schulen und Kindergärten gegeben. Heute war der erste Schultag nach den Sommerferien in großen Teilen Chinas.

Mindestens 21 Tote bei Busunglück in Ghana

Bei einem Busunfall sind im westafrikanischen Ghana mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als zehn Menschen seien in kritischem Zustand, berichteten örtliche Radiostationen heute.

Das Unglück geschah gestern Abend auf einer Straße zwischen der Hauptstadt Accra und der zweitgrößten Stadt Kumasi. Der Busfahrer habe ein Fahrzeug überholen wollen. Dabei stieß er mit einem anderen Wagen zusammen. Ein drittes Fahrzeug krachte in die beiden anderen. Rettungskräfte brauchten mehrere Stunden, um die Toten und Verletzten zu bergen.

Science

Umfrage: Österreicher von Archäologie begeistert

Von der steinzeitlichen Venus von Willendorf über Römerlager bis zu Grabungen im antiken Ephesos: Österreich hat eine lange Tradition in Sachen Archäologie. Das spiegelt sich auch in einer neuen Umfrage wider: 85 Prozent halten Archäologie für wichtig oder sehr wichtig. Zwei Drittel der Österreicher und Österreicherinnen wollen sogar bei archäologischen Forschungen mitmachen.

Mehr dazu in science.ORF.at

Gesundheit

Negative Tests bei befürchtetem Ebola-Fall in Schweden

Entgegen ersten Befürchtungen hat Schweden doch keinen Ebola-Fall. Das hätten Labortests eines ins Krankenhaus eingelieferten Mannes ergeben, teilte heute die Sanitärbehörde in der Hauptstadt Stockholm mit. Es gebe „keinerlei Anhaltspunkte darauf, dass der Mann Ebola haben könnte“. Erst gestern Abend hatte die Behörde den möglichen Ebola-Fall gemeldet. Zugleich warnte sie vor Panikmache.

Malaria, Salmonellen, Erkältung

Der Ebola-Verdacht war bei einem Ausländer aufgetreten, der vor einigen Tagen aus einem afrikanischen Land eingereist war, in dem es Ebola-Fälle gibt. „Wenn Menschen mit Fieber aus den Infektionsgebieten ankommen, dann ist das oft durch andere Krankheiten wie beispielsweise Salmonellen, Malaria oder eine einfache Erkältung bedingt“, betonten die Sanitärbehörden. Genauere Tests sollten nur herausfinden, woran der Mann genau erkrankt sei.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Ebola-Epidemie mit mehr als 1.500 Toten, die seit Monaten vor allem im Westen Afrikas grassiert, Anfang August zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt. Ihren Angaben zufolge gab es seit Jahresbeginn mehr als 3.000 registrierte Infektionen mit dem Virus. Am stärksten betroffen von der Ebola-Epidemie sind bisher Guinea, Sierra Leone und Liberia. Weitere Fälle wurden in Nigeria und jüngst im Senegal registriert.

Von Brot bis Deo: Dem Aluminium auf der Spur

Über kaum ein Thema wird derzeit so kontrovers berichtet wie über Aluminium. Zuletzt häuften sich Studien, die vor negativen Effekten auf den menschlichen Organismus warnten - vor allem wenn das Leichtmetall direkt über Nahrung oder Kosmetika in den Körper gelangt. Eine aktuelle Studie des Gesundheitsministeriums wollte eine Gesundheitsgefährdung zwar nicht bestätigen, rät jedoch dazu, Produkte mit Aluminium „vorsorglich zu vermeiden“. Doch in wie vielen Produkten Aluminium enthalten ist - und vor allem in welchen Dosen -, bleibt den Konsumenten meist verborgen.

Mehr dazu in EU bei Regelungen erst am Anfang

IT

Microsoft will US-Behörden weiter keine Europadaten geben

Microsoft weigert sich weiterhin, E-Mails seiner Kunden aus Europa an US-Behörden herauszugeben, und setzt in einem aktuellen Fall auf ein Berufungsverfahren. „Wir werden E-Mails nicht übergeben“, sagte ein Microsoft-Sprecher heute. „Dieser Fall wird vor das Berufungsgericht gehen.“ Es gehe jetzt darum, das geeignete Verfahren zu finden, um die Problematik zu klären.

Ein amerikanisches Bezirksgericht fordert aktuell von dem Unternehmen, E-Mails und gespeicherte Dokumente eines seiner Kunden herauszugeben, die in einem Datenzentrum in Dublin lagern. Es bezieht sich dabei auf amerikanische Gesetze und betrachtet Microsoft grenzübergreifend als Betreiber der Dienste. Eine entsprechende Anordnung war zunächst ausgesetzt worden, das Gericht hob die Sperre aber vergangene Woche auf. Das Verfahren soll nun am Freitag fortgesetzt werden.

Datensicherheit für Kunden

Die US-Regierung habe nicht das Recht, den Inhalt von außerhalb der USA gespeicherten E-Mails zu durchsuchen, betonte Microsoft-Jurist David Howard in einem Blogeintrag bereits im April. Microsoft und die den Konzern unterstützenden IT-Unternehmen wie Cisco und Apple haben ein maßgebliches Interesse daran, ihren Kunden Datensicherheit auch vor direktem Zugriff der US-Behörden zu garantieren.

Das Cloud-Geschäft ist derzeit einer der wesentlichen Umsatztreiber in der Branche. Sollten europäische Kunden aus Sorge um die Sicherheit ihrer Daten amerikanischen Anbietern den Rücken kehren, hätten diese ein massives Problem.

Kultur

Streeruwitz führt ORF-Bestenliste an

Auf Platz eins der ORF-Bestenliste im September bleibt der vielseits gelobte Roman „Nachkommen“ von Marlene Streeruwitz, einer der prägnantesten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Schauspieler und Autor Robert Seethaler rückt mit „Ein ganzes Leben“ auf den zweiten Platz vor, und „Theater“, der Sammelband sämtlicher Dramentexte George Taboris - anlässlich seines 100. Geburtstages erschienen -, schafft es von Platz acht im September auf Platz drei.

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„Guardians of the Galaxy“ erfolgreichster Film 2014 in USA

Das Science-Fiction-Abenteuer „Guardians of the Galaxy“ hat sich zum bisher erfolgreichsten Film des Jahres in Nordamerika entwickelt. Das Spektakel über fünf ungewöhnliche Superhelden von Regisseur James Gunn spielte am Wochenende in den USA und Kanada Schätzungen zufolge rund 16,3 Millionen Dollar (etwa 12,4 Mio. Euro) ein.

Der Film blieb damit auch in der fünften Woche auf dem ersten Platz, wie der „Hollywood Reporter“ berichtete. Die Schätzungen waren zunächst allerdings nur vorläufig, da sich an das Wochenende in den USA noch ein Feiertag anhängt.

Auf Platz zwei landete am Wochenende die Action-Komödie „Teenage Mutant Ninja Turtels“ mit Megan Fox, die rund 11,8 Millionen Dollar einspielte. Dahinter konnte sich das Drama „Wenn ich bleibe" mit etwa 9,3 Millionen eingespielten Dollar platzieren.

„Kultur.montag“: 85 Jahre Arnulf Rainer

Das Gefühl, erfolgreich zu sein, habe sich bei ihm nie eingestellt, sagt Arnulf Rainer lachend über sich selbst. Dennoch: Er zählt zu den international renommiertesten – und teuersten – Künstlern des Landes. Zu seinem 85. Geburtstag richtet ihm die Albertina eine umfassende Retrospektive mit Schlüsselwerken aus all seinen Schaffensperioden aus.

Immer noch arbeitet Rainer täglich acht Stunden an jedem Tag der Woche. Ruhestand ist für ihn schlicht unvorstellbar. „Kultur.montag“ hat Rainer in seinem Domizil in Niederbayern besucht.

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