Inland

Karl Nehammer wird neuer ÖVP-Generalsekretär

Der bisherige ÖAAB-Generalsekretär Karl Nehammer wird neuer Generalsekretär der ÖVP. Nehammer, der seit der jüngsten Nationalratswahl für die Volkspartei auch im Nationalrat sitzt, übernimmt die Funktion offiziell mit 25. Jänner und wird die Partei künftig nach außen vertreten. „Das ist die schönste Aufgabe, die ich mir wünschen kann“, sagte Nehammer im Interview mit der APA.

Seine Funktion als ÖAAB-Generalsekretär wird Nehammer, der bei der Nationalratswahl auf Platz drei der Wiener Landesliste kandidierte, zurücklegen. Wer diese Funktion übernimmt, ist noch offen.

Melchior bleibt Bundesgeschäftsführer

Neben Nehammer bleibt Axel Melchior ÖVP-Bundesgeschäftsführer und wird sich in dieser Position vor allem um die interne Kommunikation der Kanzlerpartei kümmern. Der bisherige zweite Generalsekretär Stefan Steiner wird im Auftrag der Volkspartei wieder als Berater in inhaltlichen und strategischen Fragen für Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Sebastian Kurz tätig sein.

Zu tagesaktuellen politischen Themen will sich der neue ÖVP-General erst nach seinem offiziellen Amtsantritt äußern. Mit dem Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ kann Nehammer jedenfalls „sehr gut“ leben - er hat auch das Verteidigungskapitel mitverhandelt.

Mindestsicherung: Ludwig für Wartefrist bei Sozialleistungen

Mit dem Wechsel an der Spitze der Wiener SPÖ dürfte es zu einem restriktiveren Vorgehen bei der Mindestsicherung kommen. Nach Andreas Schieder spricht sich jetzt auch der zweite Bewerber um die Nachfolge Michael Häupls, Michael Ludwig, für eine Wartefrist aus. „Ich vergleiche das mit einer Supermarktkassa: Man muss sich hinten anstellen“, sagte Ludwig im „Standard“-Interview (Wochenend-Ausgabe).

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Trauer um Ute Bock

Mit Trauer und Bestürzung hat die heimische Politik auf den Tod von Flüchtlingshelferin Ute Bock reagiert. Sie habe gezeigt, „was Menschsein bedeuten kann“, so Bundespräsident Alexander Van der Bellen in einer Würdigung. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) drückte seine Anteilnahme aus und würdigte Einsatz und Zivilcourage von Bock. SPÖ-Chef Christian Kern und SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder zeigten sich tief betroffen vom Tod der „moralischen Instanz“. Auch NEOS, Liste Pilz und Grüne trauerten um eine „kraftvolle und herzliche Kämpferin“. Die FPÖ äußerte sich bisher nicht.

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Ausland

May erteilt in Interview „Brexit“-Ausstieg Absage

Die britische Premierministerin Theresa May hat einem Ausstieg aus dem Brexit eine deutliche Absage erteilt und damit ein entsprechendes Angebot von EU-Spitzenpolitikern abgelehnt. „Es kommt kein zweites Referendum über den EU-Austritt“, sagte sie in einem Interview der „Bild“-Zeitung (Samstag-Ausgabe).

Das Parlament habe der britischen Öffentlichkeit die Wahl gegeben und diese habe ihre Entscheidung getroffen. „Ich finde es wichtig, dass Politiker dann auch liefern“, sagte May und fügte auf Deutsch hinzu: „Wir verlassen die EU, aber nicht Europa.“

May will „umfassendes“ Freihandelsabkommen

May wirbt für eine „ehrgeizige“ gemeinsame Partnerschaft in Europa nach dem Austritt aus der EU. „Es geht nicht ums Rosinenpicken. Wir wollen ein umfassendes Freihandelsabkommen sowie eine Sicherheitspartnerschaft verhandeln“, so May.

Dass Großbritannien andernfalls zur Steueroase werden könnte, schloss sie dem Bericht nach nicht direkt aus. Danach gefragt antwortete May: „Wir wollen sicherstellen, dass wir eine gute wirtschaftliche Partnerschaft mit der EU haben, und Großbritannien legt, genau wie Deutschland, Wert auf hohe Regulierungsstandards und geschützte Arbeitnehmerrechte. Hiervon werden wir uns nicht abwenden, wenn wir aus der EU austreten.“

Herausforderer für Ägyptens Präsidenten Sisi

Ein hochrangiger General will dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi bei der Präsidentenwahl im März das Amt streitig machen. Der frühere Generalstabschef Sami Anan hat heute auf Facebook seine Kandidatur bekanntgegeben, um das Land „vor falscher Politik“ zu schützen. Er rief alle „zivilen und militärischen Institutionen“ des Landes auf, „strikte Neutralität“ im Wahlkampf zu wahren.

Sami Anan

Reuters/Khaled Desouki

Ägyptens Präsident war selbst General, als er im Jahr 2013 durch einen Militärputsch gegen den ersten frei gewählten Präsidenten Mohammed Mursi an die Macht kam. Diesem war vorgeworfen worden war, das Land islamisieren zu wollen. Al-Sisi legte nach der Vertreibung Mursis die Uniform ab und ließ sich plebiszitär zum Staatspräsidenten wählen. Erst tags zuvor hatte er seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit bekanntgegeben.

Die Präsidentschaftswahl beginnt am 26. März und dauert drei Tage. Kandidaturen können bis Ende Jänner eingereicht werden. Al-Sisi gilt als haushoher Favorit, weswegen keine ernsthaften Gegenkandidaturen erwartet werden. Mit Ex-Ministerpräsident Ahmed Shafik hatte Anfang Jänner einer der aussichtsreichsten Konkurrenten erklärt, dass er nicht antreten werde. Die „New York Times“ meldete, Ägyptens Führung habe auf den 76-Jährigen Druck ausgeübt.

Twitter findet weitere Accounts mit Russland-Verbindung

Twitter hat nach einer neuen Untersuchung zahlreiche weitere aus Russland gesteuerte Accounts gefunden, die zur US-Präsidentenwahl 2016 die öffentliche Meinung in den USA manipulieren sollten. Die Zahl der entdeckten Profile mit Verbindung zur sogenannten „Internet Research Agency“ aus St. Petersburg sei um 1062 auf 3814 gestiegen, teilte der Kurznachrichtendienst gestern Abend mit.

Sie hätten insgesamt knapp 176.000 Tweets abgesetzt. Die „Internet Research Agency“ gilt seit Jahren als Basis für russische Kampagnen in sozialen Medien. Die russische Regierung hatte alle Vorwürfe der Einmischung stets zurückgewiesen.

Twitter informiert betroffene User per Mail

Nun sollen fast 678.000 Personen in den USA, die während des Wahlkampfs einem der fingierten Accounts folgten oder deren Beiträge retweetet oder geliked hatten, per E-Mail unterrichtet werden. In von Twitter veröffentlichten Beispiel-Tweets wurde etwa der Rücktritt des damaligen FBI-Chefs James Comey gefordert oder gegen Polizeigewalt in den USA protestiert. Sie folgten damit dem bisher bekannten Muster, Spannungen zwischen politischen und ethnischen Gruppen in den USA zu schüren.

Außerdem habe Twitter weitere 13.500 automatisierte Accounts entdeckt, die verwendet worden seien, um die Beiträge breiter zu streuen. Insgesamt kommt Twitter nun auf über 50.000 solcher Bot-Profile. Der US-Kongress geht der Rolle der Twitter- und Facebook-Profile mit Verbindung zu Russland im US-Wahlkampf nach und fordert dazu Daten der Unternehmen ein.

Missbrauchsvorwürfe: UNO räumt Fehler ein

Die „#MeToo“-Debatte erreicht auch die UNO. Laut britischem „Guardian“ wurden Dutzende Mitarbeiterinnen der Weltorganisation in den vergangenen fünf Jahren am Arbeitsplatz Opfer von sexuellen Übergriffen und Missbrauch. Das Spektrum reicht von verbaler Belästigung bis zu einer Vergewaltigung durch einen Vorgesetzten. Doch in der UNO, die sich den Kampf für Geschlechtergerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, herrsche eine „Kultur des Schweigens“. Wer sexuellen Missbrauch meldet, werde gefeuert, sagen Betroffene. Konsequenzen für mutmaßliche Täter gebe es nicht. Nun räumte die UNO Fehler ein.

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Merkel und Macron wollen EU und Euro-Zone stärken

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drücken bei EU-Reformen aufs Tempo. Bis März wolle man Vorstellungen zur Stärkung der EU vorlegen, sagte Merkel gestern bei ihrem Besuch in Paris. „Die Euro-Zone muss Avantgarde sein, wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit geht“, so Merkel.

Sowohl Merkel als auch Macron nannten die Außen-, Entwicklungs-, Verteidigungs-, Wissenschafts-, Migrations- und Klimaschutzpolitik als Beispiele, wo die EU stärker gemeinsam agieren müsse. Beide spielten Differenzen über einzelne Punkte wie ein eigenes Euro-Zonen-Budget herunter. Ausgangspunkt sei die Suche nach Gemeinsamkeiten, nicht Differenzen, so Macron.

Bezüglich des Regierungsbildungsprozesses in Deutschland äußerte auch Macron die Hoffnung auf eine Zustimmung der SPD zu einer Großen Koalition. Merkel betonte die großen Übereinstimmungen mit der SPD gerade in der EU-Politik. Zur Durchsetzung sei aber eine stabile Regierung in Deutschland nötig. Anlass des Treffens in Paris war die Vorbereitung des 55. Jahrestages des bilateralen Elysee-Freundschaftsvertrages am 22. Januar.

30 Kinder aus Al-Schabaab-Schule befreit

Bei einem gemeinsamen Einsatz von US-Spezialkommandos und somalischen Soldaten sind nach Geheimdienstangaben mindestens 30 Kinder aus einer Schule der islamistischen Terrormiliz Al-Schabaab gerettet worden. Bei dem Zugriff auf die Madrassa im Bezirk Middle Shabelle seien sechs Kämpfer der Islamisten und vier Kinder getötet worden, sagte ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter gestern.

Mit radikalem Gedankengut indoktriniert

Al-Schabaab habe die Kinder dort mit radikalem Gedankengut indoktriniert, sagte Informationsminister Abdirahman Omar Osman im staatlichen Radio. Vonseiten der US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (AFRICOM) gab es zunächst keine Bestätigung des gemeinsamen Einsatzes vom Donnerstagabend im Dorf Jame’a Jilay.

Bei einem Luftangriff der US-Streitkräfte waren gestern im Süden des Landes nach Militärangaben auch vier Al-Schabaab-Kämpfer getötet worden. Die Terrormiliz will in dem Land am Horn von Afrika einen Gottesstaat errichten.

Sport

Ski alpin: Showdown in der Streif-Abfahrt

Vier Jahre nach dem Triumph von Hannes Reichelt gehen die ÖSV-Herren in Kitzbühel auf den nächsten Erfolg in der Abfahrt los. „Auf die Streif freuen sich einfach alle, es ist die schärfste Abfahrt auf der Welt“, sagte Cheftrainer Andreas Puelacher vor dem heutigen Showdown (11.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream), bei dem sich neben Reichelt vor allem Matthias Mayer gute Chancen auf eine Überraschung ausrechnet. Doch das Feld der Favoriten ist groß.

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Fußball: Dortmund holt Remis bei Hertha

Ohne den abwanderungswilligen Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang hat Borussia Dortmund in der deutschen Bundesliga zum Auftakt der 19. Runde ein Remis bei Hertha BSC geholt.

Nach schöner Vorarbeit von ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro gingen die Berliner gestern kurz nach der Pause zwar in Führung, Shinji Kagawa rettete den Gästen aber noch einen Punkt und sorgte dafür, dass Coach Peter Stöger mit den Dortmundern auch im vierten Spiel ungeschlagen blieb.

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Skiflug-WM: Kraft wahrt Medaillenchance

Stefan Kraft hat bei der Skiflug-WM in Oberstdorf zur Halbzeit seine Chance auf eine Medaille gewahrt. Der Salzburger klassierte sich gestern nach zwei Durchgängen in Oberstdorf auf dem vierten Platz.

Allerdings benötigt der 24-Jährige aber im wahrsten Sinn des Wortes einen Kraftakt, denn auf den drittplatzierten Polen Kamil Stoch fehlen vor den abschließenden zwei morgigen Flügen 19,5 Punkte. Klarer Favorit auf Gold ist der Norweger Daniel-Andre Tande, dessen „Poker“ am ersten Wettkampftag voll aufging.

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Wirtschaft

Weltwirtschaftsforum setzt auf Frauenrechte

Zur Lösung der Krisen in der Welt müssen nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) Frauenrechte und Gleichberechtigung weiter gestärkt werden. „Wir werden weltweit nichts erreichen, wenn die Hälfte der Erdbevölkerung nicht dieselben Möglichkeiten hat“, sagte WEF-Präsident Borge Brende der Deutschen Presse-Agentur.

Er verwies darauf, dass alle Co-Vorsitzenden der bevorstehenden WEF-Jahrestagung kommende Woche in Davos Frauen seien, darunter die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.

WEF will Motor für Krisenlösungen sein

Das WEF will sich in Davos als Motor für internationale Zusammenarbeit anbieten. „Derzeit mangelt es an Kooperation und Verständnis. Und wenn es mal Kooperationen gibt, dann nur zwischen Politikern oder nur zwischen Wirtschaftsbossen“, so Brende. „Das WEF kann diese unterschiedlichen Akteure zusammenbringen und wir bieten die Plattform, um Zusammenarbeit zu fördern.“

Zu dem Treffen in den Schweizer Alpen werden mehr als 3000 Teilnehmer erwartet, darunter etwa 70 Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Donald Trump, der französische Staatschef Emmanuel Macron sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch Hunderte Vorstandsvorsitzende globaler Konzerne kommen nach Davos.

Rating für Griechenland und Spanien hochgestuft

Die US-Ratingagentur S&P hat gestern die Kreditwürdigkeit der beiden Euro-Zone-Mitglieder Griechenland und Spanen heraufgestuft. Die Bewertung von Griechenland stieg um eine Stufe von „B-“ auf „B“. Sogar eine weitere Verbesserung ist möglich, denn der Ausblick ist „positiv“. Zur Begründung hieß es, die Aussichten auf wirtschaftliches Wachstum hätten sich verbessert.

Fitch hob die Bewertung von Spanien ebenfalls um eine Stufe von „BBB+“ auf „A-“ an. Hier ist allerdings zunächst nicht mit weiteren Schritten zu rechnen, der Ausblick ist „stabil“. Zur Begründung verwies die US-Ratingagentur auf die relativ breit aufgestellte wirtschaftliche Erholung des Landes, die bei der Verringerung makroökonomischer Ungleichgewichte helfe.

Chronik

Polizei: Schütze von Las-Vegas-Blutbad beging Tat allein

Bei dem Massaker in Las Vegas sind im Oktober 2017 weit mehr Menschen verletzt worden als bisher öffentlich bekannt. Sheriff Joe Lombardo sprach gestern von 800 Verletzen, bisher war immer von mehr als 500 gesprochen worden. Von den 800 Verletzten hätten 422 auf verschiedene Weise Schussverletzungen erlitten. Im vorläufigen Abschlussbericht geben sich die Ermittler überzeugt, dass Stephen Paddock der alleinige Täter sei.

Motiv weiterhin unklar

Allerdings werde gegen eine zweite Person ermittelt, bei der es sich aber nicht um die Lebensgefährtin Paddocks handle, hieß es im Bericht. Ein Motiv Paddocks sei nach wie vor nicht bekannt. Sheriff Lombardo sagte, auf einem Computer Paddocks sei Kinderpornografie gefunden worden.

In der Nacht auf den 1. Oktober hatte Stephen Paddock (64), ein bis dahin unauffällig lebender Spieler, von seinem hoch gelegenen Hotelzimmer aus das Feuer auf ein Musikfestival mit 20.000 Besuchern eröffnet. Er erschoss 58 Menschen. Abschließend tötete er sich laut Polizei selbst.

Dem 81 Seiten starken Bericht zufolge feuerte Paddock etwa 1.100 Schuss ab, weitere 4.000 Schuss hatte er in seinem Zimmer vorrätig. Die Ermittler fanden 23 Waffen.

Fünf Tote bei Brandanschlag auf Motel in Seoul

Bei einem Brandanschlag auf ein Motel in Südkoreas Hauptstadt Seoul sind heute fünf Menschen getötet worden. Vier weitere seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Polizei mit. Ein 53-jähriger Mann, der das Feuer nach eigenen Angaben legte, wurde festgenommen.

Einsatzkräfte am Tatort

APA/AFP/Yonhap

Nach Angaben von Augenzeugen handelt es sich bei dem Täter um einen Lieferanten. Dieser habe das Feuer aus Ärger darüber gelegt, dass ihm ein Zimmer in dem zweistöckigen Motel verweigert worden sei, weil er betrunken gewesen sein soll.

Der Mann soll bei einer nahegelegenen Tankstelle zehn Liter Benzin gekauft, diese in dem Motel ausgekippt und dann angezündet haben. Nachbarn versuchten, mit Feuerlöschern gegen den Brand vorzugehen. Es gelang ihnen aber nicht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Kultur

Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone gestorben

Die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone, die vor allem in den 50er und 60er Jahren in Hollywood Erfolg hatte, ist tot. Sie starb gestern in Dallas im US-Bundesstaat Texax, wie ihr Manager Burt Shapiro dem Filmblatt „Hollywood Reporter“ mitteilte. Malone wurde 92 Jahre alt.

Für ihre Nebenrolle in dem Melodrama „In den Wind geschrieben“ (1956) an der Seite von Rock Hudson und Lauren Bacall hatte Malone den Oscar gewonnen. Mit Bacall und Humphrey Bogart stand sie zuvor schon für den Krimi „Tote schlafen fest“ (1946) vor der Kamera.

Dorothy Malone

Public Domain

Sie drehte mehrere Western, darunter „Der Mann mit den goldenen Colts“ mit Henry Fonda und Anthony Quinn und „El Perdido“ mit Rock Hudson und Kirk Douglas. Vier Jahre lang spielte sie die Matriarchin in der TV-Familienserie „Peyton Place“. Ihre letzte Filmrolle hatte sie 1992 an der Seite von Sharon Stone in dem Thriller „Basic Instinct“.

Valletta startet als Europäische Kulturhauptstadt

Es soll ein großes Fest auf der ganzen Insel werden: Valletta startet heute als Europas Kulturhauptstadt 2018. In der Hauptstadt Maltas wird dazu ein Jahr voller Kunst, Theater, Performances und Musik eröffnet. Rund 400 Events sind auf der gesamten Inselgruppe geplant.

Hafen von Valletta

Getty Images/Dado Daniela

Valletta ist mit seinen rund 6.000 Einwohnern die kleinste und südlichste Hauptstadt in der EU. Die Veranstaltungen sollen auch weitere Touristen auf die Mittelmeer-Insel locken.

Bis zu 100.000 Zuschauer erwartet

Morgen wird es auf den vier Hauptplätzen der Stadt Shows geben - darunter von der katalanischen Theatergruppe Fura dels Baus, die für ihre provokanten und spektakulären Aufführungen bekannt ist. Insgesamt werden bis zu 100.000 Zuschauer erwartet. Die Stadt liegt in einer Festung und ist UNESCO-Weltkulturerbe.

Neben Valletta ist das niederländischen Leeuwarden in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas. Dort beginnen am 26. Jänner die Eröffnungsfeierlichkeiten.

„Dunkelste Stunde“: Churchill als verschrobener Held

Mit „Die dunkelste Stunde“ unternimmt der britische Regisseur Joe Wright („Abbitte“) den Versuch, einen der wesentlichen Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs als Filmporträt eines großen Politikers zu inszenieren. Ein warmer Preisregen hat den Film und seine Crew nun schon ab Beginn der Filmpreisesaison erreicht. Dabei fokussiert der Film statt auf große Zusammenhänge nur auf Oberflächen - und es wird geflunkert.

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Medien

Facebook-Nutzer sollen Medien bewerten

Facebook will den Kampf gegen gefälschte Nachrichten stärker in die Hand der Nutzer legen. „Als Teil unserer laufenden Qualitätsüberprüfungen werden wir die Leute nun fragen, ob sie eine Nachrichtenquelle kennen - und wenn ja, ob sie ihr vertrauen“, erklärte Gründer und Chef Mark Zuckerberg gestern.

Facebook war vor allem wegen der Flut gefälschter Nachrichten während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 in die Kritik geraten und versucht seit Langem, das Problem einzudämmen. In einem ersten Lösungsversuch arbeitete das Onlinenetzwerk mit Medienorganisationen zusammen, die zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versahen.

Unternehmen will nicht allein entscheiden

Die Facebook-Gemeinschaft zu fragen, sei aber die objektivere Lösung, schrieb Zuckerberg nun. Facebook selbst wolle nicht entscheiden, was stimme und was nicht, bekräftigte er die bisherige Position des Unternehmens. „Es gibt zu viel Sensationsgier, Falschinformationen und Polarisierung heute in der Welt“, schrieb Zuckerberg. „Soziale Medien erlauben es Menschen, Informationen schneller als zuvor zu verbreiten, und wenn wir diese Probleme nicht konkret angehen, werden wir sie am Ende verstärken“, räumte er ein.

Facebook lässt die Nutzer bereits seit 2016 zum Teil bewerten, ob sie Beiträge in ihrem Newsfeed informativ fanden. Nun könnte das Prinzip auf andere Bereiche ausgeweitet werden.

Leute

US-Musiker Tom Petty starb an versehentlicher Überdosis

Der US-Musiker Tom Petty ist im vergangenen Herbst an einer versehentlichen Überdosis gestorben. Dies geht aus einem Autopsiebericht der Gerichtsmedizin Los Angeles hervor, der gestern veröffentlicht wurde. Als Todesursache wurde „Multiorganversagen“ wegen Überdosierung mit sieben Medikamenten angegeben.

Tom Petty

Reuters/Lucy Nicholson

In Pettys Körper wurden unter anderem die Schmerzmittel Fentanyl und Oxycodon nachgewiesen. Seiner Familie zufolge hatte Petty Lungen- und Knieprobleme sowie eine gebrochene Hüfte. Er habe viele Schmerzen gehabt, dennoch weiter auf Tour gehen wollen. Kurz vor seinem Tod im Oktober hatte der 66-Jährige erst eine Jubiläumstour mit seiner Band The Heartbreakers zu ihrem 40-jährigen Bestehen beendet. Petty war bekannt für Hits wie „Free Fallin’“, „American Girl“ und „Refugee“.

Kim Kardashian und Kanye West nennen Tochter „Chicago“

„Sie ist hier“: Mit diesen Worten hatten Reality-Star Kim Kardashian (37) und Rapper Kanye West (40) am Dienstag die Ankunft ihres dritten Kindes bekanntgegeben. Nun haben sie den Namen verraten. Das Töchterchen heißt Chicago West. Gestern postete die dreifache Mutter den Namen auf ihrer Website, ohne eine weitere Erklärung für die Namenswahl.

Kim Kardashian und Kanye West

APA/AP/Invision/Evan Agostini

Kanye West ist in der Stadt Chicago im US-Staat Illinois aufgewachsen. Die Entertainerin und der Rapper sind bereits Eltern von Tochter North (4) und Söhnchen Saint (2).

Das Mädchen war von einer Leihmutter ausgetragen worden. Sie habe ihnen mit diesem „großartigen Geschenk einen Traum erfüllt“, bedankte sich das Paar in seiner Mitteilung am Dienstag. Wegen gesundheitlicher Risiken hatten sie sich für eine Leihmutter entschieden.

Religion

Papst verurteilt Macho-Kultur und Gewalt gegen Frauen

Bei seinem Besuch in der Amazonas-Region hat Papst Franziskus Gewalt gegen Frauen und eine verbreitete Macho-Kultur verurteilt. „Es ist uns nicht erlaubt, wegzuschauen und zuzulassen, dass auf der Würde so vieler Frauen, besonders der jüngeren, ‚herumgetrampelt‘ wird.“

Zugleich verdammte der Papst die „Sklaverei“, die in der Region der peruanischen Stadt Puerto Maldonado um sich greife. Viele Menschen auf der Suche nach Obdach, Land und Arbeit seien in die Region Madre di Dios ausgewandert.

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