Ausland

Deutscher Soldat plante offenbar rechten Terror

Die Polizei hat einen Soldaten der deutschen Bundeswehr wegen Terrorverdachts festgenommen. Der Soldat soll sich als syrischer Flüchtling ausgegeben und fremdenfeindliche Motive gehabt haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main heute mit.

Die Bundeswehr bestätigte die Festnahme. Der 28-Jährige soll eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. 90 Polizeibeamte des Bundeskriminalamts, der hessischen und bayrischen Landespolizeibehörden sowie österreichische und französische Sicherheitsbehörden hatten in Zusammenhang mit den Ermittlungen gestern 16 Objekte in Deutschland, Österreich und Frankreich durchsucht.

Der Mann soll auch versucht haben, auf dem Flughafen Wien eine geladene Schusswaffe auf einer Toilette zu verstecken. Der Soldat wurde bei einem Lehrgang im unterfränkischen Hammelburg festgenommen. Er war im französischen Illkirch stationiert.

15 Monate Haft für kritische Frage in türkischer TV-Sendung

In der Türkei muss eine Frau ins Gefängnis, weil sie in einem Anruf bei einer Fernsehsendung den Militäreinsatz gegen Kurden im Südosten der Türkei kritisiert hat.

Ein Gericht in Istanbul verurteilte Ayse Celik aus der Kurdenmetropole Diyarbakir gestern wegen „Terrorpropaganda“ zu 15 Monaten Haft, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Der Produzent der Sendung, Kadir Turnali, und 38 Menschen, die Celiks Äußerungen unterstützt hatten, wurden freigesprochen.

Das Gericht legte Celik zur Last, sie habe mit ihren Äußerungen die Methoden der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) legitimieren wollen. „Sind Sie sich im Klaren darüber, was im Osten der Türkei passiert?“, hatte sie im Jänner 2016 in der „Beyaz Show“ im Sender Kanal D gesagt. „Die Leute kämpfen gegen Hunger und Durst, vor allem die Kinder. Seien Sie bitte sensibel, schweigen Sie nicht.“

Sendungsmacher entschuldigten sich

Kanal D und der Moderator der Sendung, Beyazit Öztürk, hatten sich für die Äußerungen der Anruferin entschuldigt. Der Sender gehört zur mächtigen Dogan-Gruppe, der auch die Zeitung „Hürriyet“ und der Sender CNN-Türk gehören.

Kritiker bemängeln die immer stärkere Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisierte erst gestern, die Lage für Journalisten und Medien habe sich wegen der „beispiellosen Repressionswelle seit dem Putschversuch im vergangenen Sommer erneut verschlechtert“.

Frankreich liefert kosovarischen Ex-Regierungschef nicht aus

Die französische Justiz hat eine Auslieferung des früheren kosovarischen Regierungschefs und UCK-Anführers Ramush Haradinaj nach Serbien abgelehnt. Das Berufungsgericht im ostfranzösischen Colmar lehnte einen entsprechenden Antrag der serbischen Behörden heute ab. Das Ausreiseverbot gegen den 48-Jährigen wurde aufgehoben.

Die serbischen Behörden werfen Haradinaj, einem ehemaligen Anführer der Rebellenorganisation UCK, Verbrechen an der serbischen Zivilbevölkerung während des Kosovo-Krieges (1998/1999) vor. Der 48-Jährige wurde am 4. Jänner aufgrund eines von Serbien ausgestellten internationalen Haftbefehls auf dem französisch-schweizerischen Flughafen Basel-Mülhausen festgenommen.

Haradinaj bezeichnet die serbischen Vorwürfe als politisch motiviert. Das UNO-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien hatte den Politiker 2008 und 2012 in zwei Prozessen freigesprochen. Haradinaj war 2004/2005 Regierungschef und ist derzeit Abgeordneter im Kosovo. Er steht in Opposition zu Staatschef Hashim Thaci.

Angriff auf Militärstrukturen auf Flughafen Damaskus

Bei einem Raketen- oder Luftangriff auf ein Militärgelände auf dem Flughafen von Damaskus sind heute Früh offenbar Lager getroffen worden. Der Fernsehsender al-Manar der proiranischen Hisbollah-Miliz machte Israel für den Angriff verantwortlich. Es seien Treibstofftanks und Lagerhäuser getroffen worden, Todesopfer gebe es nicht.

Flammen erhellen Horizont über Damaskus

APA/AFP/Sameer Al-Doumy

Eine Sprecherin des israelischen Militärs sagte: „Wir können solche Berichte nicht kommentieren.“ Aus syrischen Rebellenkreisen hieß es, es sei ein Munitionslager getroffen worden. Unklar sei, ob die mindestens fünf Angriffe mit Raketen oder Flugzeugen ausgeführt worden seien.

Weitere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor. Vom abgeschlossenen Militärbereich des Flughafens aus versorgt der Iran Milizen, die im syrischen Bürgerkrieg die Armee unterstützen.

Venezuela will amerikanischen Staatenverbund verlassen

Venezuelas Regierung hat den Rückzug aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) angekündigt. Ihr Land werde der OAS heute ein entsprechendes Beschwerdeschreiben vorlegen, das den 24 Monate dauernden Austrittsprozess aus dem Staatenbund einleiten werde, sagte die venezolanische Außenministerin Delcy Rodriguez in einer Fernsehansprache. Hintergrund ist die wiederholte Kritik der Organisation an Venezuelas sozialistischer Regierung angesichts der schweren politischen Krise im Land.

Die Lage in Venezuela ist seit Wochen äußerst angespannt. Seit Anfang des Monats starben bei politischen Unruhen laut jüngsten amtlichen Angaben 28 Menschen. Gegner von Präsident Nicolas Maduro kämpfen für eine vorgezogene Parlamentswahl und für eine Volksabstimmung über eine Absetzung des Staatschefs. Konservative und rechtsgerichtete Regierungsgegner machen Maduro für die schwere Wirtschaftskrise in dem ölreichen Land verantwortlich.

Erneut Proteste, weitere Todesopfer

Bei den landesweiten Protesten gegen Präsident Maduro gab es erneut Tote. Gestern kam in der Hauptstadt Caracas ein 20-jähriger Demonstrant ums Leben, der bei Auseinandersetzungen mit der Polizei von einem Tränengasgeschoß getroffen wurde. Zudem erlagen ein Gegner und ein Anhänger der Regierung Schussverletzungen, die sie bei Ausschreitungen Anfang der Woche erlitten hatten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den Demonstrationen in diesem Monat auf mindestens 29.

F: Auseinandersetzung Macron - Le Pen wird härter

Eineinhalb Wochen vor der entscheidenden Stichwahl um das Präsidentenamt in Frankreich wird die politische Auseinandersetzung zwischen der Rechtspopulistin Marine Le Pen und ihrem Kontrahenten Emmanuel Macron härter.

Mit einem Überraschungsbesuch bei einer von der Schließung bedrohten Fabrik in Nordfrankreich überrumpelte die 48-Jährige gestern den als Favoriten gehandelten Macron. Während der Ex-Wirtschaftsminister in Amiens mit Gewerkschaftsvertretern über das Werk sprach, besuchte Le Pen streikende Mitarbeiter.

Als Macron daraufhin ebenfalls zu der Fabrik fuhr, wurde er mit Pfiffen und Rufen „Marine Presidente“ empfangen. In der Menge standen nach Angaben von AFP-Reportern auch Mitarbeiter von Le Pens Partei Front National.

Macron greift Le Pen frontal an

Stunden später setzte Macron zum Konter an - und griff Le Pen ungewöhnlich scharf an: „Sie kommt aus einer Partei, die sich dauerhaft geweigert hat, die Gesetze der Republik zu respektieren“, sagte Macron bei einer Wahlkampfveranstaltung im nordfranzösischen Arras.

„Sie (Le Pen, Anm.) hat sich geweigert, sich den Richtern der Französischen Republik zu fügen“, fügte Macron hinzu. Der 39-Jährige spielte auf die Affäre um Assistentenjobs im Europaparlament an. Die französische Justiz untersucht, ob Abgeordnete des Front National aus Mitteln des Parlaments Assistenten bezahlten, die tatsächlich für die Partei tätig waren.

USA erhöhen wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea

Die USA wollen ihren wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf die politische Führung in Nordkorea erhöhen. Präsident Donald Trump wolle Druck aufbauen, um Pjöngjang zum Abbau seiner Atomraketen und ballistischen Flugkörper zu zwingen, teilten Außenminister Rex Tillerson und Verteidigungsminister James Mattis gestern (Ortszeit) in einem Statement mit.

Trump, seine Minister sowie Streitkräftechef Joe Dunford und Geheimdienstdirektor Dan Coats hatten zuvor Mitglieder des US-Senats über die Situation in Kenntnis gesetzt. Die US-Regierungsmitglieder riefen „verantwortungsbewusste Mitglieder der internationalen Gemeinschaft“ dazu auf, den diplomatischen Weg mitzugehen und die kommunistische Führung zur Deeskalation und zur Rückkehr zum Dialog zu bewegen.

Damit war vor allem China gemeint. Pekings Außenminister Wang Yi hatte zuvor erklärt, ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel müsse um jeden Preis vermieden werden. „Auch ein Prozent Wahrscheinlichkeit werden wir nicht dulden“, sagte Wang bei einem Besuch in Berlin. Die Verantwortung für die Lösung des Konflikts liege aber in erster Linie bei Nordkorea und den USA.

Inland

Leichtfried will schnellere Verfahren bei Großprojekten

Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) will, dass die Regierung schon rasch Vorschläge für eine Beschleunigung von Verfahren bei Großprojekten vorlegt. Bis Ende Frühling, Anfang Sommer sollte es entsprechende Initiativen geben, meinte der Ressortchef heute in der „Fragestunde“ des Nationalrats.

Zum Verfahren über die vom Bundesverwaltungsgericht zumindest vorerst verhinderte dritte Piste auf dem Flughafen Wien-Schwechat wollte sich Leichtfried nicht äußern. Der Minister verwies darauf, dass ja Rechtsmittel gegen den Entscheid eingelegt worden seien.

Grundsätzlich sei aber festzuhalten, dass manche Verfahren zu lange dauerten, es damit auch zu lange keine Rechtssicherheit gebe. Daher sei es an der Zeit, sich die Rechtslage anzusehen und ein System zu finden, das Parteienrechte wahre, aber zu schnelleren Ergebnissen komme.

TV-Hinweis

Sport

Fußball: Dortmund zerstört Bayerns Double-Traum

Borussia Dortmund hat den Traum von Bayern München auf das Double zerstört. Die Auswahl von Coach Thomas Tuchel setzte sich gestern Abend in einer turbulenten Partie in München 3:2 durch und folgte Eintracht Frankfurt ins Finale. Dortmund erwischte einen Traumstart, ging aber trotzdem mit einem Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel verwalteten David Alaba und Co. die Führung geschickt, innerhalb von fünf Minuten entschied der BVB die Partie aber doch noch für sich.

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Fußball: Kantersiege für Barcelona und Real

Der FC Barcelona und Real Madrid schenken einander im Titelkampf der spanischen Meisterschaft weiterhin nichts. Nur drei Tage nach dem dramatischen Triumph im „Clasico“ und dem Sprung auf Platz eins legten Lionel Messi und Co. mit einem 7:1-Kantersieg gegen Osasuna gestern nach.

Real konterte allerdings umgehend und schoss am Abend einen 6:2-Auswärtssieg bei Deportivo La Coruna heraus. In der Tabelle halten die beiden Erzrivalen kurz vor Schluss damit weiter bei jeweils 78 Punkten.

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Wirtschaft

US-Aluminiumimporte nun Thema „nationaler Sicherheit“

Die USA lassen nach ihrer umstrittenen Prüfung von Stahlimporten aus Staaten wie China und Deutschland nun die Einfuhr von Aluminium untersuchen. Handelsminister Wilbur Ross sagte gestern, auch beim zweiten Metall gehe es um Einschränkungen zum Schutz der nationalen Sicherheit.

Der Bau von Kampfjets wie der F-35 von Lockheed Martin und der F/A-18 von Boeing benötige hochreines Aluminium, das nur noch von einem inländischen Hersteller produziert werde.

Der Ausstoß von Century-Aluminum sei ausreichend für Friedenszeiten, könne jedoch im Kriegsfall nicht mehr genug sein. Für das weltweite Überangebot an Aluminium sei zwar insbesondere China verantwortlich, so Ross. Aber auch andere Länder wie Russland seien beteiligt. „Es handelt sich um ein globales Problem.“ China ist der weltgrößte Produzent und Verbraucher von Aluminium.

Peking fürchtet um Absätze

Das Handelsministerium in Peking zeigte sich heute in einer ersten Reaktion besorgt über die Ankündigung der USA. Das US-Handelsministerium prüft bereits Vorwürfe des Dumpings und unfairer Subventionen gegen China in Zusammenhang mit Aluminiumimporten. In den vergangenen Jahren mussten mehrere US-Hersteller die Produktion einstellen oder ganz schließen.

Trump hatte vor einigen Tagen angekündigt, die Importe von Stahl prüfen zu lassen. Auch dabei berief er sich auf ein Gesetz aus dem Kalten Krieg, das Einfuhrbeschränkungen zum Schutz der nationalen Sicherheit erlaubt. Bei der Chipbranche und dem Schiffsbau sollen ebenfalls Schranken geprüft werden. Berlin hat die USA im Stahlstreit bereits vor einer Marktabschottung gewarnt.

Nach Skandal: United Airlines gelobt Besserung

Die heftig kritisierte US-Fluggesellschaft United Airlines hat Konsequenzen aus dem Skandal um einen rausgeworfenen Passagier angekündigt. Fluggäste, die auf überbuchten Flügen freiwillig auf ihren Sitz verzichten, sollen künftig eine Entschädigung von bis zu 10.000 Dollar (rund 9.160 Euro) erhalten, wie United-Chef Oscar Munoz heute in Chicago sagte. Zudem soll die Zahl an Überbuchungen gesenkt werden.

Ziel sei es, eine bessere, kundenfreundlichere Airline zu werden, sagte Munoz. Die Fluglinie will nun etwa auch höheren Schadenersatz für verlorene Gepäckstücke zahlen. Jeder Kunde verdiene ein Service auf höchstem Niveau und müsse mit Würde und Respekt behandelt werden, so Munoz. Bei dem Vorfall vor gut zwei Wochen sei United diesem Anspruch nicht gerecht geworden.

Damals hatte das brutale Vorgehen gegen einen Passagier weltweit für Empörung gesorgt. Der Mann war gewaltsam aus der Kabine entfernt worden, weil das Flugzeug überbucht war. Videos von dem Vorfall zeigten, wie Sicherheitsleute den Mann über den Boden des Kabinengangs ziehen. Seinem Anwalt zufolge brach er sich die Nase, verlor zwei Zähne und erlitt eine Gehirnerschütterung.

Chronik

Venezuela: Zwölf Tote bei Bandenkrieg in Gefängnis

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden in einem Gefängnis in Venezuela sind zwölf Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Neun der Todesopfer seien an Schusswunden gestorben, sagte ein Sprecher des Ministeriums für den Strafvollzug gestern.

Die Zusammenstöße waren Dienstagfrüh(Ortszeit) in der Strafanstalt Jose Antonio Anzoategui in Barcelona im Osten Venezuelas ausgebrochen, die als eine der gewalttätigsten im Land gilt. Der Ministeriumssprecher führte aus, in dem Gefängnis habe es Reformen gegeben, um die Insassen zu entwaffnen, aber es gebe „hier und dort noch Waffen“. Der Vorfall werde nun untersucht, die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen.

Die Bedingungen in venezolanischen Gefängnissen gelten als verheerend. Die Haftanstalten sind oft überbelegt, veraltet und verschmutzt. Gewalt ist an der Tagesordnung, viele Gefängnisse werden von schwer bewaffneten Banden kontrolliert.

IT

Nintendos Switch-Konsole verkauft sich blendend

Nintendo scheint mit der neuen Spielekonsole Switch nach dem Flop des Vorgängergeräts Wii U wieder ein Hit gelungen zu sein. Der japanische Spielespezialist verkaufte im knappen ersten Monat nach dem Start am 3. März rund 2,74 Millionen Switch-Konsolen. Für das gerade gestartete Geschäftsjahr bis Ende März 2018 peilt Nintendo den Absatz von zehn Millionen weiteren Geräten an.

Nintendo Switch

Reuters/Kim Kyung Hoon

Die Switch kann man sowohl unterwegs als auch am Fernseher nutzen. Nintendo will damit an die Tradition seiner mobilen Spielegeräte seit dem Gameboy und auch an den großen Erfolg der Wii-Konsole vor zehn Jahren anknüpfen. Die Controller zur Steuerung können sowohl ans Display angesteckt als auch separat genutzt werden. Sie haben beide Bewegungssensoren wie bei der Wii.

Allerdings war auch die Wii U einst mit dem Verkauf von rund drei Millionen Geräten im Weihnachtsgeschäft 2012 ähnlich stark gestartet. Doch bei ihr sackte der Absatz schon kurz darauf ab - entgegen optimistischeren Prognosen von Nintendo. Der traditionsreichen Spielefirma macht neben Verlusten nach dem Misserfolg der Wii U auch die Konkurrenz günstiger bis kostenloser Spiele für Smartphones und Tablets zu schaffen.

Satte Samsung-Gewinne trotz Galaxy-Debakels

Samsung hat trotz des Debakels um sein Smartphone Galaxy Note 7 im ersten Quartal 2017 einen operativen Gewinn von 9,89 Billionen Won (8,03 Mrd. Euro) erzielt. Das sei ein Anstieg um 48 Prozent und das höchste Betriebsergebnis seit 2013, teilte das Unternehmen gestern (Ortszeit) mit. Angetrieben wurden die Geschäfte vor allem durch Speicherchips.

Das weltweite Fiasko um das explosionsgefährdete Galaxy Note 7 hatte Samsung Milliardensummen an Einnahmen gekostet und den Ruf des Unternehmens schwer beschädigt. Samsung setzen darüber hinaus derzeit Vorwürfe zu, in die Korruptionsaffäre um die inzwischen entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye verwickelt zu sein.

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller setzt seine Hoffnungen derzeit vor allem auf sein neues Smartphone Galaxy S8, das seit Freitag letzter Woche im Verkauf ist. Die Südkoreaner wollen sich damit gegen die jüngsten iPhone-Modelle des Hauptrivalen Apple durchsetzen.

Science

Gesundheit

Religion

Kein orthodoxes Kloster im Burgenland

Die orthodoxe Kirche stoppt das Klosterprojekt in St. Andrä/Zicksee (Burgenland). Wie Metropolit Arsenios (Kardamakis) dem St. Andräer Bürgermeister und dem Gemeinderat in einem Schreiben mitteilte, nimmt er den Antrag auf Umwidmung des betreffenden Grundstücks zurück.

Damit wird das Kloster nicht in St. Andrä errichtet, auch die für Juni geplante Volksabstimmung ist hinfällig. Hintergrund ist eine Unterschriftenaktion von Gegnern des Projekts. Die katholische Diözese Eisenstadt bedauert das und ortet „xenophobe Untertöne“.

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Kultur

„Schweigen der Lämmer“-Regisseur Jonathan Demme ist tot

Der Regisseur des Thrillerklassikers „Das Schweigen der Lämmer“ ist tot. Jonathan Demme starb gestern Früh im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, teilte sein Publizist dem Branchenblatt „Variety“ mit.

Seine Frau und seine drei Kinder seien bei ihm gewesen. Demme habe an Speiseröhrenkrebs gelitten. Die Familie habe eine kleine Beerdigung im privaten Kreis geplant. Der 1944 im Bundesstaat New York geborene Demme hatte jahrzehntelang als Regisseur, Schauspieler und Produzent gearbeitet.

Regisseur Jonathan Demme

APA/AFP/Getty Images/Cindy Ord

Als Regisseur wurde Demme 1992 für „Das Schweigen der Lämmer“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Ein Jahr später kam sein Film „Philadelphia“ in die Kinos, der erste Hollywood-Streifen, der sich mit der Aids-Epidemie in den USA befasste.

Trauer in Hollywood

„Jonathan Demme war ein großartiger Künstler, Wohltäter, Aktivist und ein hilfreicher Kollege“, schrieb Regisseur Ron Howard auf Twitter. Man werde ihn sehr vermissen. Oscar-Preisträger Barry Jenkins („Moonlight“) würdigte Demme auf Twitter als eine „gewaltige Seele“. Er sei der „liebenswerteste, großzügigste“ Mensch gewesen.

Auch viele Schauspieler, darunter Tom Hanks, Elijah Wood und Christine Lahti, bekundeten ihre Trauer. Demme sei einer der großartigsten Menschen gewesen, sagte Oscar-Preisträger Hanks. „Er zeigte uns, was für ein großes Herz ein Mensch haben kann.“

Werke von Rembrandt und Renoir in Italien gestohlen

Als Käufer getarnt sollen zwei Männer millionenschwere Werke der Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606 - 1669) und Pierre-Auguste Renoir (1841 - 1919) bei einem Kunsthändler in Norditalien gestohlen haben. Der Wert der Gemälde liegt zusammen bei 27 Millionen Euro, wie die Zeitung „Il Giorno“ gestern berichtete.

Die beiden mutmaßlichen Täter, die sich als wohlhabende Kunstinteressenten ausgaben, hätten den Händler gebeten, die Bilder in die Innenstadt von Monza nördlich von Mailand zu bringen, um den Kauf abzuschließen. Nach der Unterzeichnung einer Kaufvereinbarung seien sie unter einem Vorwand mit den Gemälden verschwunden.

Lifestyle

Jeans mit Dreckeffekt für 425 Dollar

Wer sich nicht schmutzig machen will, aber trotzdem so aussehen möchte, kann für viel Geld eine Jeans der US-Kaufhaus- und -Versandhauskette Nordstrom bestellen. Der Händler hat eine Luxusjeans für 425 Dollar (390 Euro) im Sortiment. Die Hose mit dem Namen Barracuda Straight Leg Jeans lasse ihren Träger als jemanden erscheinen, der „sich nicht scheut“, sich dreckig zu machen, preist Nordstrom sein Produkt.

Die Hose sieht auf den ersten Blick so aus, als sei sie von einem Bauarbeiter getragen worden. Bei näherem Hinsehen wirkt der falsche Schmutz auf den Beinen, im Schritt und an der Hinterseite aber leicht glänzend. Wer als ganzer „Dreckskerl“ rüberkommen möchte, kann sich die passende verschmutzte Jeansjacke für weitere 425 Dollar dazubestellen.

Kritiker warfen dem Unternehmen Heuchelei vor. Der Moderator der bekannten Reality-TV-Show „Dirty Jobs“, Mike Rowe, schrieb in seinem Blog, das Produkt sei „keine Hose. Sie ist auch keine Mode. Es ist ein Kostüm für wohlhabende Leute, die Arbeit ironisch sehen - nicht ikonisch.“ Im Kurzmitteilungsdienst Twitter erntete Nordstrom Spott. So schrieb ein Nutzer: „Wer das Bedürfnis hat, eine Nordstrom-Schmutzjeans für 425 Dollar zu kaufen: Kauf eine Billigjeans, und ich werde sie für dich umsonst in den Dreck werfen.“

Leute

Hollywood-Koch Puck bekam Stern auf Walk of Fame

Starkoch Wolfgang Puck (67) ist gestern mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt worden. Der gebürtige Kärntner wird dort mit der 2.608. Sternenplakette gewürdigt. „Für mich gibt es nichts Größeres, als hier auf dem Hollywood Boulevard verewigt zu werden, damit meine Enkelkinder sagen können: Das war unser Großvater“, sagte er vor versammelter Presse.

Star-Koch Wolfgang Puck küsst seinen Stern

APA/AP/Reed Saxon

Puck, der seit 23 Jahren den Governors Ball, die offizielle Party nach der Oscar-Verleihung, ausrichtet, erhielt den Stern in der Kategorie Fernsehen. Neben zahlreichen Catering-Angeboten und Restaurants ist er auch Star von Kochshows, mit denen er Millionen von Zuschauern erreicht. Er sei „so glücklich, ein Teil dieser Familie hier auf dem Hollywood Boulevard zu sein“, sagte Puck. Er werde den Stern sauber und in Ehren halten.

Feixende Promilaudatoren

Der ehemalige TV-Moderator Larry King (83) lobte als Gastredner die Verdienste des Starkochs um die kalifornische Küche: Erst Puck habe Los Angeles mit seiner Küche „zu einem großartigen Ort“ gemacht. Er sei auch „der größte ‚Namedropper‘ von allen“, scherzte der Moderator, denn Puck flechte gerne die Namen Prominenter in Gespräche ein, egal ob es sich um Ex-US-Präsident Dwight D. Eisenhower oder den Papst handle. Puck kenne eben jeden.

US-Filmemacher Brett Ratner („Rush Hour“) unterstrich den Einwandererhintergrund des Wahlamerikaners, und er nahm ihn auch wegen seines Akzents auf die Schaufel. „Du kommst aus Österreich und bist in die Fußstapfen eines anderen großen Österreichers, Arnold Schwarzenegger, getreten, und du hast etwas von ihm gelernt“, sagte Ratner. „Er lebt so wie du seit 40 Jahren hier und spricht immer noch in gebrochenem Englisch.“