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Ausland

Schnellere EU-Sanktionen gegen Defizitsünder?

Unmittelbar vor dem Treffen der europäischen Finanzminister in Brüssel hat EU-Währungskommissar Olli Rehn gefordert, künftig schneller und einfacher als bisher Strafen gegen Defizitsünder verhängen zu können.

Sanktionen „automatische Konsequenz“

„Wir müssen den Stabilitäts-und Wachstumspakt und die Haushaltsregeln stärken. Sanktionen sollten eine normale, nahezu automatische Konsequenz sein, die Länder erwarten müssen, die die Regeln wiederholt brechen und ihre europäischen Partner einem Risiko aussetzen,“ sagte Rehn der Tageszeitung „Die Welt“.

Rehn plant neues Gesetzespaket

Rehn kündigte für den 29.September ein neues Gesetzespaket an, „in dem glaubwürdige Sanktionen eine wichtige Rolle spielen werden.“ Der EU-Kommissar sagte dazu: „Ich denke darüber nach, eine neue Regel einzuführen, die unweigerlich zu Sanktionen führt, wenn nicht eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten dagegen ist.“

Italien: Fini schlägt Berlusconi neuen Pakt vor

Fünf Wochen nach seinem Buch mit Italiens Premierminister Silvio Berlusconi hat der Präsident der Abgeordnetenkammer Gianfranco Fini gestern klar gemacht, dass er nicht aus der Mitte-Rechts-Koalition mit dem Medienzaren austreten wird, um eine eigene Partei zu gründen.

Will kritisieren dürfen

Bei einer Veranstaltung mit seinen Anhängern im norditalienischen Mirabello schlug Fini Premierminister Berlusconi einen neuen politischen Pakt vor, um die Legislaturperiode bis zu seinem Ende im Jahr 2013 zu führen. Er bekräftigte jedoch sein Recht, Kritik am zentralistischen Führungsstil Berlusconis zu üben.

Laut Fini hat Berlusconi das Recht, weiter zu regieren, da er bei den Parlamentswahlen 2008 im Parlament eine breite Mehrheit wie noch niemand in der republikanischen Geschichte Italiens erhalten habe. Berlusconi solle jedoch im Interesse der Gemeinschaft regieren und nicht seine Partei als sein Privatunternehmen führen.

„Regieren heißt auch Kompromisse finden“

Wer Kritik an Berlusconis Führungsstrategie äußere, dürfe nicht beschuldigt werden, die Regierung zu boykottieren. „Regieren heißt auch Kompromisse zu finden“, sagte Fini. Sollte die Regierung stürzen, wäre dies eine schwere Niederlage nicht nur für Berlusconi, sondern für die gesamte Mitte-Rechts-Allianz, warnte Fini.

Ausschluss „stalinistisch“

Der Rechtspolitiker bezeichnete Berlusconis Beschluss, ihn aus der gemeinsamen Partei PdL auszuschließen, als „autoritäre und unliberale Geste“, die an den „ärgsten Stalinismus“ erinnere. „Nur in der Phase des schlimmsten Stalinismus wurde man ausgeschlossen, ohne sich verteidigen zu können, wie es mir geschehen ist“, sagte Fini.

Berlusconi, der nach dem Bruch mit Fini politisch in Bedrängnis geraten ist, will sich noch in diesem September im Parlament einer Vertrauensabstimmung über ein neues Regierungsprogramm stellen. Sollte er das Vertrauen der Fini-Anhänger erhalten, hofft er bis zur Ende der Legislaturperiode weiter zu regieren. Die Fini-Anhänger haben jedoch starke Bedenken bezüglich einiger Aspekte des neuen Regierungsprogramms.

Moldau: Verfassungsreferendum mangels Beteiligung ungültig

Ein Verfassungsreferendum im südosteuropäischen Staat Moldau, das eine langwierige Staatskrise beenden sollte, ist gestern wegen mangelnder Beteiligung gescheitert. Dies teilten die Behörden mit.

Die Mindestbeteiligung lag bei 33 Prozent, also einem Drittel der Wahlberechtigten, erreicht wurden jedoch nur 29,67 Prozent. Regierungschef Vlad Filat hatte kurz zuvor bereits die Befürchtung geäußert, dass die Abstimmung nicht gültig sei. Durch sie sollte die Direktwahl des Präsidenten ermöglicht werden.

USA: Clinton reist zu nächster Nahost-Verhandlungsrunde

An der nächsten Nahost-Verhandlungsrunde will auch US-Außenministerin Hillary Clinton teilnehmen. Wie das US-Außenministerium gestern in Washington mitteilte, reist Clinton am 14. und 15. September in den ägyptischen Badeort Scharm el Scheich. Dort treffen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu neuen Direktgesprächen zusammen. Auch der US-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, George Mitchell, werde teilnehmen.

Netanjahu und Abbas hatten am Donnerstag in Washington im Beisein von Mitchell die ersten direkten Gespräche seit fast zwei Jahren geführt. Mitchell hatte es als „logischen nächsten Schritt“ bezeichnet, ein Rahmenabkommen für einen dauerhaften Status zu schließen. Nach dem Treffen in Scharm el Scheich sollen Abbas und Netanjahu nach dem Wunsch Mitchells regelmäßig alle zwei Wochen miteinander reden.

D: Wachsende Unterstützung für Sarrazin

Deutschland steckt mitten in einer neuen Integrationsdebatte. Nachdem Bundesbanker und SPD-Mitglied Sarrazin für sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ scharfe Kritik einstecken musste, wendet sich nun langsam das Blatt. CDU und CSU fordern eine offene Integrationsdebatte und selbst aus den eigenen Parteireihen wird vor „Brandherden der Zukunft“ gewarnt. Sarrazin selbst kämpft unterdessen weiter um seine berufliche Zukunft. Er werde morgen wie üblich in der Bank erscheinen, erklärte Sarrazin der „Bild am Sonntag“. Da man ihm alle Geschäftsbereiche entzogen hat, beantwortet er nun „Bürgerpost“-Briefe.

Mehr dazu in „Hier bricht etwas auf“

Inland

Studiengebühren: Schmied erteilt Karl Abfuhr

Auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) erteilt Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) eine Abfuhr, was die Wiedereinführung von Studiengebühren angeht. Die SPÖ stehe für den Grundsatz „freies Studium“ für alle, erklärte die Ressortchefin im Ö1-Radio.

Karl hatte angeregt, modifizierte Studiengebühren zu etablieren. Gezahlt würde demnach nicht mehr pro Semester, sondern pro abgelegter Prüfung bzw. besuchter Lehrveranstaltung.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

ÖH lehnt Karl-Vorstoß ab

Die Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) lehnt den neuen Anlauf Karls ab. Ohnehin habe Österreich zu wenige Absolventen, Studiengebühren hätten genau wie Zugangsbeschränkungen fatale Auswirkungen, heißt es in einer ÖH-Aussendung. „Es ist an der Zeit, dass die Bundesministerin endlich ihr Amt ausfüllt und sich in den Budgetverhandlungen gegen ihren Parteifreund Josef Pröll durchsetzt. Für die Ausfinanzierung ist der Staat verantwortlich, nicht Studierende ohne Einkommen“, so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH.

Fischer zu Anti-Minarett-Spiel: „Geschmacklosigkeit“

Unmissverständliche Kritik an dem Anti-Minarett-Spiel der FPÖ im steirischen Wahlkampf übte Bundespräsident Heinz Fischer. Im APA-Interview nannte das Staatsoberhaupt dieses Internetspiel einen „absoluten Unfug“ und eine „wirkliche Geschmacklosigkeit“.

Fischer will sich zwar mit Kommentaren zu Landtagswahlen zurückhalten, er verweist aber darauf, dass „die Reife einer Demokratie auch daran gemessen wird, wie Wahlkämpfe ablaufen“. Und die Parteien sollten wissen, „dass die Menschen klüger sind als viele glauben, und mangelnde Argumente nicht durch verbale Aggressivität ersetzbar sind.“

„Kein guter Zeitpunkt“

Nicht ganz glücklich ist der Bundespräsident auch mit Aussagen des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), Anas Schakfeh, der sich langfristig eine Moschee mit Minarett in jeder Landeshauptstadt gewünscht hatte. Wenn Schakfeh nochmals nachdenke, „wird er erkennen, dass er keinen guten Zeitpunkt für eine sachliche Diskussion gewählt hat.“

Genaue Prüfung des Budgettermins

Ob er das Budget unterzeichnen wird, wenn es die Regierung wie angekündigt erst im Dezember und nicht wie von der Verfassung vorgeschrieben bis 22. Oktober dem Parlament vorlegt, lässt der Bundespräsident vorerst offen. „Die Frage des verfassungsmäßigen Zustandekommens wird in der sorgfältigsten Art geprüft werden.“

Optimistisch in Ortstafelfrage

Fischer zeigt „realistischen Optimismus“ in der Kärntner Ortstafelfrage. Er gehe davon aus, dass es bis 2012 eine endgültige Lösung geben könnte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Schulstart mit Kompetenzdebatten

Das neue Schuljahr hat noch gar nicht richtig begonnen, da gibt es schon Konfliktstoff. Sollen alle Lehrer künftig den Ländern zugeordnet werden, wie es Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll (ÖVP) verlangt? Nein, sagt Bildungsministerin Schmied (SPÖ) und pocht auf die Zuständigkeiten des Bundes. Noch vor dem heutigen Treffen der Landeshauptleute kippt Pröll weiter Öl ins Feuer und fordert die Ablöse von Schmied.

Mehr dazu in Schulen steht ein heißer Herbst bevor

Sport

Formel 1: 40. Todestag der Legende Jochen Rindt

Gestern vor 40 Jahren ist Jochen Rindt bei einem Trainingsunfall in Monza ums Leben gekommen. Mit seiner Mischung aus Draufgängertum und perfekter Beherrschung des jeweiligen Rennwagens, gepaart mit dem unvergleichlichen Profil und den druckreifen Aussprüchen wurde er zum ersten Motorsportidol der Ski- und Fußballnation Österreich. Der einzige posthume Weltmeister der Formel-1-Geschichte ist den Fans aber auch heute noch in Erinnerung.

Mehr dazu in sport.ORF.at

US Open: Melzer locker ins Achtelfinale

Jürgen Melzer hat am Samstag erstmals in seiner Karriere das Achtelfinale bei den US Open erreicht. Der 29-Jährige besiegte mit einer nahezu perfekten Leistung in New York den Spanier Juan Carlos Ferrero souverän in drei Sätzen. Melzer dominierte die Partie mit aggressivem Grundlinienspiel und präzisen Schlägen. Als Belohnung für die bisher beste Vorstellung beim letzten Grand-Slam des Jahres wartet auf den Niederösterreicher in der nächsten Runde ein Duell mit dem fünffachen US-Open-Sieger Roger Federer.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Skylink: Planungsprobleme schon vor Baubeginn bekannt?

Bereits vor dem Spatenstich des Terminal Skylink im Dezember 2005 wusste der Flughafen von gravierenden Planungsproblemen bei der Haustechnik, decken die Prüfer des Rechnungshofes in ihrem Rohbericht auf. Das berichtet der „Kurier“ (Montag-Ausgabe).

So soll das Wiener Planungsbüro Freudensprung Engineering GmbH (FEG) in Verzug und zu Baubeginn nicht auf Projektstand gewesen sein. Anstatt mit dem Baubeginn noch abzuwarten, übergab der Flughafen die Haustechnik einer Arbeitsgemeinschaft. Der Rechnungshof kritisiert die qualitative und quantitative Überforderung des Flughafen-Baumanagements.

„Bewusst schlank aufgestellt“

„Wir haben unsere Projektorganisation bewusst schlank aufgestellt, weil nach dem Skylink keine größeren Bauvorhaben mehr anstanden. Aber wir haben die besten Experten der Baubranche ins Projekt geholt“, sagte Flughafen-Vorstandssprecher Herbert Kaufmann im „Kurier“. Auch diese brachten das Projekt nicht in den Griff.

„Wir nehmen den Bericht sehr ernst. Er beinhaltet viele gute Anregungen, die wir teilweise schon umgesetzt haben, andere werden wir noch umsetzen“, so Kaufmann zum Rohbericht. Objektiv diskutieren „kann man erst den Endbericht, wenn die Stellungnahme des Flughafens eingearbeitet ist und eine neuerliche Stellungnahme des Rechnungshofes vorliegt“.

Aufsichtsratssondersitzung geplant

Aufgrund des Rechnungshof-Rohberichts zur Causa Skylink soll es noch in den nächsten zehn Tagen eine Sondersitzung des Flughafenaufsichtsrates geben. Dabei soll der Bericht detailliert besprochen werden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Illegale Minen: Indiens „ungekrönte Könige“ unter Druck

Der schier unstillbare Hunger nach Eisenerz in den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Indien und China hat die Reddy-Brüder zu reichen Männern gemacht. Einzigartig erscheint dabei die Verquickung von Indiens mächtigstem Minen-Clan mit der Politik. Nachdem die Reddys mit dem bei einem Helikopterunfall ums Leben gekommenen Premier des Bundesstaates Andhra Pradesh einen wichtigen politischen Rückhalt verloren haben, steigt nun der Druck auf Indiens „ungekrönte Könige“. Grund dafür ist ein Skandal rund um illegale Minen, wobei sich die Ermittler nicht zum ersten Mal für die Machenschaften der Reddys interessieren.

Mehr dazu in Nicht erste Ermittlungen

E-Control: Strom in Österreich zu teuer

Die österreichischen Privathaushalte und Kleinbetriebe zahlen gegenwärtig zu viel für Strom und auch für Gas, meint E-Control, der behördliche Regulator des österreichischen Strommarktes. Für E-Control-Chef Walter Boltz wäre für die Haushalte vor allem im Osten Österreichs eine Strompreissenkung auf den Energieanteil um zehn Prozent drin, was für die Kunden unterm Strich eine Verbilligung um fünf Prozent bedeuten würde. Auch beim Gas sieht er Preissenkungspotenzial.

Boltz geht aber selber nicht davon aus, dass die Energieanbieter vor Ende der beginnenden Heizsaison die Preise senken, sondern warten dürften, „bis die Mengen abgesetzt und das Geld herinnen“ seien, wie der Regulator in Alpbach der APA sagte. Vor allem bei teureren Anbietern sollten aber Anfang 2011 Preissenkungen auch bei den bestehenden Kunden möglich sein, sagte Boltz.

Zu wenig Wettbewerb in Österreich

Die Großhandelspreise für Strom seien seit 2008 gefallen, bei Gas seit Anfang 2009. Beim Strom seien die Spotpreise derzeit um die Hälfte billiger als im Frühherbst 2008, berichtete Boltz. Er geht davon aus, dass die Großhandelspreise noch geraume Zeit moderat bleiben. Damit steige der Druck noch weiter, die Endkunden am niedrigen Einkaufspreisniveau teilhaben zu lassen.

Dass zu wenig passiere, liegt für Boltz am mäßigen Wettbewerb im Land. Die Anbieterwechselrate bei Strom liege in Österreich nur bei 1,5 bis zwei Prozent, bei Gas sei es noch weniger. Das reiche nicht, um scharf zu kalkulieren. In Deutschland seien die Wechselraten weitaus höher.

Chronik

200 Tote bei Schiffsunglück im Kongo befürchtet

Bei einem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind möglicherweise bis zu 200 Menschen ums Leben gekommen. Nach Aussage eines Überlebenden kenterte das Schiff am Samstag auf dem Fluss Kasai, nachdem der Schiffsmotor Feuer gefangen hatte. Nur 15 der Passagiere konnten sich demnach retten, rund 200 seien ertrunken. Zwei Besatzungsmitglieder wurden festgenommen, die Behörden nahmen die Ermittlungen auf.

Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Überlebenden, Fabrice Muamba, nahe dem Dorf Mbendayi nördlich der kongolesischen Grenze zu Angola. Sollten sich die Angaben bestätigen, wäre es eines der schwersten Schiffsunglücke in Afrika in diesem Jahr. Muamba zufolge befanden sich auf dem Schiff auch viele Benzinfässer. Ob sie bei dem Ausbruch des Brandes eine Rolle spielten, war zunächst nicht bekannt.

Beliebtes Transportmittel

Der Kongo verfügt nur über rund 500 Kilometer ausgebaute Straßen. Deshalb sind Boote und Schiffe in dem riesigen afrikanischen Land ein beliebtes Transportmittel, obwohl die Gefährte oftmals in schlechtem Zustand und überladen sind. Die meisten Passagiere können in der Regel nicht schwimmen. Erst im Juli kamen bei einem Schiffsunglück im Kongo mindestens 80 Menschen ums Leben. Das Schiff war gekentert, nachdem es auf einen Felsen aufgelaufen war.

Bis zu 100 Tote bei Erdrutsch in Guatemala

Bei Erdrutschen sind in Guatemala am Wochenende zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Zu einem schweren Unglück kam es zudem bei den Rettungsarbeiten. Bis zu 100 Menschen könnten getötet worden sein, als sie versuchten, einen Bus aus tiefen Schlamm zu ziehen und sich dabei weitere Erdmassen lösten, sagte ein Feuerwehrsprecher gestern.

Es seien bereits 18 Leichen geborgen worden. Noch heute wollte Guatemalas Präsident Alvaro Colom vor die Presse treten. Rettungsdienste warnten vor weiteren heftigen Regenfällen.

Notstand ausgerufen

Colom rief den nationalen Notstand aus. Der Dauerregen der vergangenen Wochen habe Schäden bis zu 500 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) verursacht, sagte Colom in Guatemala-Stadt.

Wegen drohender weiterer Erdrutsche wurden nach Behördenangaben in verschiedenen Teilen des Landes rund 4.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Für die kommenden ein bis zwei Tage wurden weitere Regenfälle in weiten Teilen des Landes vorhergesagt.

D: Doppeldecker bei Flugschau in Zuschauermenge gerast

Ein Doppeldecker ist gestern bei einer Flugschau in der Nähe von Nürnberg in die Zuschauermenge gerast und hat eine 46 Jahre alte Frau getötet. 38 Menschen wurden bei dem Unglück in der Nähe von Schnaittach-Lillinghof verletzt, fünf davon schwer. 

Augenzeugen des schweren Unfalls berichteten, die getötete Zuschauerin sei in den Propeller des Doppeldeckers geraten. Der aus dem hessischen Gelnhausen stammende Pilot der Unglücksmaschine blieb nach Angaben von Polizeipressesprecher Robert Sandmann dagegen unverletzt. Er erlitt einen Schock, konnte aber kurze Zeit später bereits von der Kripo und Experten der Flugunfalluntersuchungsstelle vernommen werden.

Tische und Bänke „flogen in die Luft“

Das Flugzeug war der Polizei zufolge beim Start zu einem Formationsflug nach rechts ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast. „Wir waren gerade beim Kaffeetrinken, als auf einmal Tische und Bänke durch die Luft flogen - und auf ein Mal hatten wir den Propeller der Maschine vor uns“, sagte ein Augenzeuge. Die Maschine kam 20 Meter vor dem Kontrollturm zum Stehen und kippte auf die Nase.

Warum das Flugzeug beim Start ausbrach, war zunächst unklar. Mehrere Augenzeugen berichteten, die Maschine habe anscheinend nicht ausreichend Tempo gehabt, um abzuheben. Der frühere Vorsitzende des Segelflug-Clubs Lauf, Thomas Horz, vermutete dagegen, der rund 70 Jahre Flugzeug-Oldtimer könnte von einer starken Windböe nach rechts gedrückt worden sein. Er habe beobachtet, wie der Flügel kurz den Boden berührt habe. Dadurch sei das Flugzeug destabilisiert worden.

Video dazu in iptv.ORF.at

F: 78-Jährige nach einer Woche in Alpen wiedergefunden

Eine 78-jährige Französin, die seit einer Woche in den Alpen vermisst wurde, ist am Wochenende leicht verletzt am Grund eines Abhangs gefunden worden. „Das reicht! Wälder kann ich nicht mehr sehen, ich möchte jetzt ins Altersheim“, sagte Michele Riotton Journalisten an ihrem Krankenhausbett in Thonon-les-Bains in den französischen Alpen. Sie erinnere sich, wie sie „einen Abhang hinuntergerutscht und dann eingeschlafen“ sei.

Sie war von ihrem Heimatdorf Armoy am 29. August zu einem Waldspaziergang aufgebrochen. Nach ihrem Sturz verbrachte die nur mit einer leichten Jacke bekleidete Frau sechs Nächte im Freien.

„Hatte keine Angst“

„Ich hatte keine Angst“, sagte Riotton, „vor allem dachte ich daran, welche Sorgen sich meine Kinder und Enkel wohl machen“. Nachdem die alte Dame nicht nach Hause zurückgekehrt war, wurde zwei Tage lang mit einem Hubschrauber nach ihr gesucht - ohne Erfolg.

Eine weitere Suche am Samstag führte die Retter schließlich zu der Frau, die in einem Haufen Blätter gerade mal 700 Meter von ihrem Zuhause entfernt lag. Ernährt hatte sie sich von zwei Keksen, die in ihrer Jackentasche waren, und von Regenwasser. Außer blauen Flecken und Wassermangel wies sie keine Verletzungen auf. „Im Innersten hatten wir kaum Hoffnung, sie lebend zu finden“, sagte Nachbar Patrice Frossard, „aber wir wollten die Familie auch nicht im Stich lassen“.

Urteil im Brunner-Prozess erwartet

Im Prozess um den tödlichen Prügelangriff auf den Manager Dominik Brunner wird heute vor dem Landgericht München I das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft forderte für den als Haupttäter geltenden 19-jährigen Markus S. wegen Mordes zehn Jahre und für den 18-jährigen Mitangeklagten Sebastian L. wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge acht Jahre Jugendhaft.

Die Verteidiger bestreiten den Mordvorwurf und plädierten auf deutlich geringere Strafen. Brunner war zum Synonym für Zivilcourage geworden, weil er sich am 12. September vergangenen Jahres schützend vor eine Gruppe von vier Teenagern gestellt hatte.

Zwei Tote und drei Verletzte bei Biker-Unfällen

Zwei Tote und drei Verletzte haben gestern mehrere Motorrad- bzw. Mopedunfälle in der Steiermark, Kärnten und in Vorarlberg gefordert.

16-Jähriger nach Mopedunfall gestorben

Ein 16-jähriger Mopedfahrer starb nach einem Unfall in Koblach (Vorarlberg) an seinen schweren Verletzungen. Er war nach einem Sturz von einem Auto mitgeschleift und unter diesem eingeklemmt worden.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

53-Jähriger tödlich verunglückt

Ein 53-jähriger Motoradfahrer verunglückte am Nachmittag auf der B 146 in Frauenberg (Steiermark) tödlich. Der genaue Unfallhergang ist nicht bekannt.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

30 Meter durch die Luft geflogen

Ein 27-jähriger Beamter verunglückte bei Globasnitz (Kärnten) mit seinem Motorrad. Er hatte mehrere Pkws überholt, als er von der Fahrbahn abkam und 30 Meter durch die Luft geschleudert wurde. Der Mann wurde unbestimmten Grades verletzt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Zwei Motorradfahrer in Vorarlberg verletzt

Zwei Motorradfahrer wurden bei Unfällen in Vorarlberg verletzt. Ein 19-Jähriger aus Mäder wurde in Rankweil von einem Autofahrer übersehen. Ein 30-jähriger Deutscher erlitt bei einer Kollision im Großen Walsertal vermutlich Wirbelverletzungen.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Ein Sechser bei Lotto „6 aus 45“

In der gestrigen Spielrunde von Lotto „6 aus 45“ hatte ein Spielteilnehmer die „sechs Richtigen“ getippt. Die Gewinnsumme beträgt über 800.000 Euro. Bei der aktuellen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

8 10 23 28 29 45 Zusatzzahl 12

Beim Joker wartet in der nächsten Runde ein Doppel-Jackpot. Die aktuelle Joker-Zahl lautet: Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

1 9 2 3 7 7

Nähere Angaben auf der Website der Österreichischen Lotterien

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Filmbiografie über Hans und Lotte Hass

Das Leben des Wiener Tauchpioniers Hans Hass und seiner Frau Lotte wird ab heute in Wien verfilmt. In „Das Mädchen auf dem Meeresgrund“ werden auch Hans und Lotte Hass selbst mitspielen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

New Yorker Met: Auftakt mit aufwendigem „Rheingold“

Die New Yorker Met beginnt die neue Saison mit einem Paukenschlag. Ihre Neuinszenierung von Wagners Oper „Das Rheingold“ ist eigenen Angaben zufolge die aufwendigste, die das weltberühmte Opernhaus je in seiner 130-jährigen Geschichte angeboten hat. In der Premierennacht am 27. September steht nach einer halbjährigen Pause außerdem Maestro James Levine (67) wieder am Pult.

Die neue Saison ist bereits Levines 40. an der New Yorker Opernbühne. Mit knapp 2.500 bisher dirigierten Vorstellungen ist er der Met-Rekordhalter. Levine hatte Anfang des Jahres alle Termine abgesagt, darunter auch mehrere in Berlin. Er musste sich einer zweiten schweren Rückenoperation unterziehen. 2008 war ein Tumor aus einer seiner Nieren entfernt worden.

Live-Übertragung im Internet

Als musikalischer Direktor der Met und des Boston Symphony Orchestra leitet er zwei weltberühmte Klangkörper. Unter Levine wird auch eine Neuinszenierung des zweiten Teils von Wagners Ring, „Die Walküre“, am 22. April 2011 uraufgeführt.

Wer der „Rheingold“-Premiere beiwohnen will, kann sie auch live über die Internetseite der Metropolitan Opera, im Radio und Fernsehen sowie auf Riesenbildschirmen am Times Square und am Lincoln Center, direkt vor dem Gebäude der Met, verfolgen.

ELO-Gründungsmitglied bei Unfall getötet

Durch einen riesigen herabstürzenden Heuballen ist ein Gründungsmitglied der britischen Rockband Electric Light Orchestra, der Cellist Mike Edwards, ums Leben gekommen.

Heuballen prallte gegen Auto

Der 600 Kilogramm schwere Heuballen sei einen Steilhang hinabgerollt, habe ein Hecke durchbrochen und sei dann auf eine Straße gerollt, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Dort sei der Heuballen gegen den Wagen des 62-jährigen Edwards geprallt, der sofort tot gewesen sei. Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge in Devon im Südwesten Englands.

Edwards bei ELO-Anfängen dabei

Die Polizei identifizierte Edwards anhand von Fotos und Videos auf dem Internetportal Youtube. Der Musiker war an den ersten Platten des Electric Light Orchestra (ELO) beteiligt, verließ die Rockband dann aber. ELO hat weltweit mehr als 50 Millionen Platten verkauft.

IT

„Öffi“-Fahrpläne jetzt auch für Android-Handys

Nach der Version für das iPhone wurde nun die mobile Fahrplanauskunft des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) auch für Android-Smartphones veröffentlicht. „Wir erfüllen damit einen Wunsch vieler Kunden, qando auch auf Android-Mobiltelefonen nutzen zu können“, so VOR-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

Mehr dazu in futurezone.ORF.at