Ausland

Mindestens drei Tote bei Anschlag in Thailand

Bei einem Bombenanschlag in Thailand sind heute mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei explodierte auf einem Markt in der Stadt Yala ein Sprengsatz, der im Benzintank eines Motorrades versteckt war. Bei den Todesopfern handelt es sich um Thailänder.

Mindestens 18 Menschen mussten mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Ausländer sind nach Angaben der Polizei nicht darunter. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Muslimische Aufständische hinter Tat vermutet

Vermutet wird, dass muslimische Aufständische hinter dem Anschlag stecken. Yala liegt etwa tausend Kilometer entfernt von der Hauptstadt Bangkok in Thailands Süden. Dort sind im Unterschied zum überwiegend buddhistischen Rest des Landes Muslime in der Mehrheit. Immer wieder gibt es dort auch Anschläge. Dem Konflikt fielen seit 2004 bereits mehr als 6.500 Menschen zum Opfer.

UKIP-Vorstand spricht Parteichef Misstrauen aus

Der Vorstand der rechtspopulistischen britischen Unabhängigkeitspartei (UKIP) hat Parteichef Henry Bolton das Misstrauen ausgesprochen. Die Entscheidung gestern Abend fiel einstimmig, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Damit legte das Exekutivkomitee die Basis für einen Rauswurf Boltons innerhalb der nächsten Wochen.

Parteimitglieder müssen nun entscheiden

Über die Zukunft des 54-Jährigen entscheiden nun die Parteimitglieder. Durch das Misstrauensvotum werde automatisch ein Sonderparteitag einberufen, sagte ein Parteisprecher PA zufolge. Dieser müsse binnen 28 Tagen stattfinden.

Bereits seit einer Woche gab es Rufe nach Boltons Rücktritt, weil seine Freundin Jo Marney (25) rassistische Textnachrichten verschickt hatte. Die junge Frau hatte wiederholt die Verlobte von Prinz Harry, die US-Schauspielerin Meghan Markle, beleidigt. Markle hat afroamerikanische Wurzeln. Bolton hatte sich unmittelbar nach Bekanntwerden des Skandals von seiner Freundin getrennt.

Oxfam: Zahl der Milliardäre auf Rekordhoch

82 Prozent des im vergangenen Jahr erwirtschafteten Vermögens sind in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung geflossen"- das geht aus einem heute veröffentlichten Bericht der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam mit dem Titel „Reward Work, not Wealth“ („Belohnt Arbeit, nicht Reichtum“) hervor. Die Zahl der Milliardäre erreichte im vergangenen Jahr unterdessen ein Rekordhoch.

Zwischen 2016 und 2017 kam „alle zwei Tage ein neuer Milliardär hinzu“, wie Oxfam mit Verweis auf die erstmals 1987 veröffentlichte Milliardärsliste des US-Magazins „Forbes“ feststellt. Seien es vor 30 Jahren noch 140 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von 295 Milliarden Dollar (241,1 Mrd. Euro) gewesen, so seien 2017 2.043 Milliardäre mit insgesamt 7,7 Billionen Dollar auf der Liste vertreten - laut Oxfam ein Rekordhoch.

Ungleichgewicht angeprangert

„Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt weiterhin mehr Vermögen als der gesamte Rest“, so die Hilfsorganisation. Die „3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen“, würden hingegen nicht vom Vermögenswachstum profitieren.

Einen Grund für dieses Ungleichgewicht sieht Oxfam in der „Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen“. Das „reichste Prozent der Bevölkerung“ drücke sich durch „Steuertricks um Steuerzahlungen von etwa 200 Milliarden Dollar pro Jahr“. Den Entwicklungsländern hingegen, kritisiert die Hilfsorganisation weiter, entgingen durch diese Tricks mindestens 170 Mrd. Dollar an Steuereinnahmen pro Jahr - „mehr als die gesamte weltweite Entwicklungshilfe (145 Mrd. Dollar/Jahr)“.

„Konsequente Ausbeutung von Frauen“

Jörn Kalinski, Kampagnenleiter von Oxfam Deutschland, prangerte in der Aussendung zudem an, dass das derzeitige Wirtschaftssystem „auf der konsequenten Ausbeutung von Frauen“ basiere. Sie würden „geringer bezahlt“ als Männer und seien „überproportional häufig in schlecht bezahlten Berufen und in unsicheren Arbeitsverhältnissen vertreten“. Schätzungen zufolge leisteten Frauen jährlich „unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit“ im Umfang von zehn Billionen Dollar, so Kalinski.

Oxfam fordert deshalb von den politisch Verantwortlichen, die „Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen“ zu stoppen, „faire Einkommen und gleiche Chancen für Frauen und Männer“ durchzusetzen und „in Bildung und Gesundheit für alle“ zu investieren. Der Bericht wurde im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) (23. bis 26 Jänner) im Schweizer Davos veröffentlicht. Dort werden neben US-Präsident Donald Trump auch mehrere Regierungschefs Europas erwartet.

USA: Noch keine Einigung im „Shutdown“-Streit

Im Streit um den Zwangsstillstand der US-Regierung haben Republikaner und Demokraten im Senat am Abend (Ortszeit) keine Einigung erzielen können. Man müsse sich noch einigen, wie es weitergehen solle, sagte der demokratische Fraktionschef Chuck Schumer. Im Senat wurde für heute Mittag eine Abstimmung angesetzt, um den „Shutdown“ der Regierung zu beenden.

Den zweiten Tag in Folge waren weite Teile der US-Regierung und des öffentlichen Dienstes heruntergefahren. Die Situation ist verfahren. Dennoch war auf beiden Seiten das Bemühen zu erkennen, den Streit möglichst abzuräumen, bevor der „Shutdown“ zu Beginn der Woche ungleich mehr durchschlägt als am Wochenende.

Suche nach Kompromiss

Der Stillstand wurde ausgelöst, weil es keinen Kompromiss für ein Anheben der Schuldenobergrenze gab. Damit bleiben unter anderem Ämter und Behörden ebenso geschlossen wie bundeseigene Museen, Zoos und andere Freizeiteinrichtungen. Etwa 850.000 Staatsbedienstete müssen in den Zwangsurlaub und bekommen vorerst auch kein Geld. Von der Stilllegung ausgenommen sind nur „essenzielle“ Bereiche.

Mögliche Kompromisslinie mit den Demokraten: eine dreiwöchige Übergangsfinanzierung, die die Regierung wieder öffnet sowie eine feste Einigung, das Thema der „Dreamer“ zu lösen. Das sind Hunderttausende Einwanderer, die als Kinder illegal in die USA kamen.

Die Demokraten schienen bereit, das Ziel von US-Präsident Donald Trump, eine Mauer zu Mexiko, anzuerkennen, wenn es im Gegenzug eine Einigugung über die „Dreamer“ gibt. Über eine etwaige Senatseinigung müsste dann noch das Repräsentantenhaus abstimmen. Danach muss Trump unterschreiben.

Lebenslage Haft für aus Berlin entführten Vietnamesen

Ein aus Berlin entführter vietnamesischer Geschäftsmann ist in seiner Heimat zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Richter habe den ehemaligen KP-Funktionär und Staatsmanager Trinh Xuan Thanh der Misswirtschaft und Unterschlagung für schuldig befunden, berichteten Staatsmedien heute.

Mit dem Strafmaß blieb der Richter unter der Höchststrafe: Dem 52-Jährigen hatte in dem Verfahren ein Todesurteil gedroht. Allerdings hatte die Staatsanwaltschaft diese nicht gefordert.

Berlin wirft Hanoi Vertrauensbuch vor

Der Entführungsfall belastet die Beziehungen zwischen Berlin und Hanoi extrem: Die deutsche Regierung wirft der Regierung in Hanoi Vertrauensbruch vor und ist überzeugt, dass der ehemalige kommunistische Funktionär und Manager eines staatlichen Baukonzerns im Juli 2017 aus Berlin entführt wurde. Das deutsche Auswärtige Amt sprach von „Menschenraub“ und „Entführung“. Thanh hatte in Deutschland Asyl beantragt.

Das kommunistisch geführte Vietnam behauptet hingegen, dass er freiwillig wieder nach Hanoi kam. Thanh selbst hatte um ein mildes Urteil gebeten. Am Mittwoch soll in Hanoi ein weiterer Korruptionsprozess gegen ihn beginnen. Dabei droht dem Geschäftsmann abermals die Todesstrafe.

Nach Angaben politischer Experten war das Verfahren in erster Linie politisch motiviert: Zum einen wolle die Führung ihren Willen demonstrieren, gegen Korruption hart durchzugreifen, zum anderen nutze sie das Verfahren, um gegen politische Widersacher vorzugehen.

EU-Außenminister beraten mit Abbas über Nahost-Konflikt

Die EU-Außenminister beraten heute mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über die Zukunft des Nahost-Friedensprozesses. Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA hatte zu heftigen Protesten der Palästinenser und in der arabischen Welt geführt. Die EU will weiter für eine Lösung des Nahost-Konflikts durch eine Zwei-Staaten-Lösung werben und Abbas von einseitigen Schritten abhalten.

Thema des Außenministertreffens ist zudem die weiterhin schwierige politische Lage in Libyen. Der UN-Gesandte für Libyen, Ghassan Salame, wird dabei per Videoschaltung über seine Bemühungen berichten, das noch in weiten Teilen durch bewaffnete Milizen kontrollierte Land zu stabilisieren. Beraten wollen die EU-Minister auch über die Situation hunderttausender Flüchtlinge in Libyen, die sich auf den Weg nach Europa gemacht haben.

Katalonischer Regionalpräsidentenkandidat wird ernannt

Der neue Präsident des katalanischen Parlaments, Roger Torrent, will heute Vormittag den Kandidaten für das Amt des Chefs der Regionalregierung ernennen. Ganz Spanien erwartet mit Spannung, ob tatsächlich Ex-Regionalchef Carles Puigdemont erneut als Kandidat aufgestellt wird, obwohl er sich in Belgien aufhält.

Der Separatist Torrent hatte vor dem Wochenende seine zweitägige Konsultationsrunde mit den Chefs der im Parlament vertretenen Parteien abgeschlossen.

Puigdemont war Ende Oktober nach einem Beschluss zur Abspaltung Kataloniens von Spanien seines Amtes enthoben worden. Unmittelbar danach hatte er sich nach Brüssel abgesetzt, um einer Festnahme zu entgehen. Dem 55-Jährigen werden Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Bei einer Rückkehr nach Spanien droht ihm die sofortige Festnahme.

Spanische Justiz droht erneut mit Festnahme

Am Wochenende rief Puigdemont erneut die spanische Justiz auf den Plan. Die Generalstaatsanwaltschaft erklärte, für den Fall, dass sich Puigdemont heute - wie von ihm angekündigt - nach Dänemark begebe, werde sie den mit dem Fall befassten Richter umgehend auffordern, einen neuen internationalen Haftbefehl gegen den Politiker zu erlassen. Ziel sei es, Puigdemont festnehmen und an Spanien ausliefern zu lassen.

Puigdemont will zu Wochenbeginn an der Universität Kopenhagen an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Auf der Website der Universität ist die Veranstaltung mit dem Titel „Katalonien und Europa am Scheideweg der Demokratie?“ angekündigt.

Separatisten gewannen Neuwahl

Die spanische Zentralregierung hatte Katalonien im vergangenen Oktober unter Zwangsverwaltung gestellt und die von Puigdemont geführte Regionalregierung ihres Amtes enthoben. Zuvor hatte das Parlament in Barcelona nach einem von Madrid verbotenen Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens Loslösung von Spanien erklärt. Die von der Zentralregierung angeordnete Parlamentswahl am 21. Dezember hatten die Verfechter einer Unabhängigkeit Kataloniens gewonnen.

Bei der Neuwahl am 21. Dezember hatten die separatistischen Parteien zusammen erneut die absolute Mehrheit der Sitze errungen. Puigdemont hat seither mehrmals erklärt, Katalonien auch von Belgien aus regieren zu können. Die Zentralregierung hat rechtliche Schritte angekündigt, sollte er dies versuchen.

US-Vizepräsident Pence zu Besuch in Israel

US-Vizepräsident Mike Pence trifft heute in Jerusalem den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Sein Besuch steht unter dem Eindruck der umstrittenen Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Die Palästinenser hatten mit Unruhen auf den Schritt reagiert - sie wollen Pence während dessen zweitägigen Aufenthalts nicht treffen.

Jerusalem gilt als zentraler Streitpunkt zwischen Israel und den Palästinensern. Diese sehen Ost-Jerusalem als künftige Hauptstadt für einen unabhängigen Staat Palästina. Die Israelis beanspruchen hingegen die ganze Stadt für sich.

Pence soll auch vor dem israelischen Parlament in Jerusalem sprechen. Die arabischen Abgeordneten wollen die Ansprache boykottieren. Am Tag darauf sind ein Gespräch mit Staatspräsident Reuven Rivlin und ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geplant. Vor seiner Abreise will Pence die Klagemauer in Jerusalems Altstadt besuchen.

Tillerson zu Besuch in London

US-Außenminister Rex Tillerson wird unterdessen seinen britischen Amtskollegen Boris Johnson in London treffen. Ein Gespräch mit dem britischen Sicherheitsberater Mark Sedwill zu Themen wie Iran, Syrien, Ukraine und Nordkorea ist ebenfalls geplant. Nach Angaben des US-Außenministeriums ist auch ein Besuch der neuen amerikanischen Botschaft in der britischen Hauptstadt vorgesehen.

US-Präsident Donald Trump hatte seinen Besuch in dem neuen Gebäude kürzlich abgesagt: Die Regierung seines Vorgängers Barack Obama habe die alte Botschaft in bester Lage zu einem Schleuderpreis hergegeben, behauptete Trump fälschlicherweise. Die US-Botschaft widersprach ihm vehement. Britische Medien vermuteten, dass Trump mit seiner Absage in Wirklichkeit nur großen Protesten in London entgehen wollte.

Tillerson wird in den kommenden Tagen in Frankreich und Polen sowie mit Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) erwartet.

Berlin dementiert Sorge über FPÖ-Einfluss auf Geheimdienst

Sowohl das Bundeskanzleramt in Berlin als auch jenes in Wien dementierten gestern einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), wonach die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sich bei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) über die Russland-Kontakte der FPÖ besorgt gezeigt habe und vor möglichen negativen Folgen für die Arbeit der Geheimdienste gewarnt habe.

„Das war beim Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem Kollegen aus Österreich kein Thema“, zitierte der „Standard“ (Montagausgabe) „Regierungskreise“ in Berlin. Auch das Bundeskanzleramt in Wien dementierte den FAZ-Bericht: Die Frage sei „kein Gegenstand der Gespräche der beiden Bundeskanzler“ gewesen, hieß es gegenüber der APA.

Zeitung zitierte „vertraute Person“

Die FAZ hatte in ihrer Samstag-Ausgabe „eine mit dem Vorgang vertraute Person“ zitiert, wonach Merkel konkret die Sorge geäußert habe, „dass von der FPÖ, welche die Nähe zu Russland sucht, Erkenntnisse nach Moskau gelangen könnten, die es den dortigen Nachrichtendiensten ermöglichten, Rückschlüsse auf die Quellen westlicher Dienste zu ziehen“. Wien müsse daher darauf vorbereitet sein, dass westliche Dienste nicht mehr in gleichem Maße Informationen teilen würden.

Auf Anfrage der APA hatte es aus dem Bundeskanzleramt am Freitagabend dazu geheißen, man nehme zu vertraulichen Gesprächen grundsätzlich nicht Stellung - gleichzeitig verwies man auf ein Interview des Bundeskanzlers mit der „Berliner Zeitung“, in dem Kurz diese Bedenken mit den Worten zurückwies, man solle die illegale Weitergabe von Daten nur unterstellen, wenn jemand dazu Anlass gebe, da es sich dabei um strafrechtlich relevantes Verhalten handle.

Inland

Ziele und Themen für die Wahl in Niederösterreich

In der ORF-Diskussion zur Landtagswahl in St. Pölten haben die Spitzenkandidaten gestern ihre Wahlziele abgesteckt. SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS wollen die absolute Mehrheit der ÖVP brechen. Die Volkspartei erklärte die Absolute nicht zum Wahlziel.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Die Themen der Spitzenkandidaten

Bei der Livediskussion konnten die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten je einen Themenbereich auswählen, über den sie oder er diskutieren wollten: Arbeit, Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Klimaschutz sowie Demokratie.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Strache zieht weiter Kandidatur in Wien in Betracht

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat trotz Aufstiegs in die Bundesregierung den Plan, bei der nächsten Wiener Wahl als Bürgermeisterkandidat anzutreten, noch nicht ganz aufgegeben. Es sei „zu überlegen, ob ich 2020 - oder wann die Wahl stattfindet - antreten werde“, wenn es „die historische Chance“ auf einen freiheitlichen Bürgermeister in Wien erstmals seit 1868 gibt, sagte Strache im Interview mit dem „profil“.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Sport

Ski alpin: Kristoffersen in Kitzbühel unantastbar

Henrik Kristoffersen hat die Slalom-Siegesserie von Marcel Hirscher in Kitzbühel beendet. Der Norweger gewann gestern den Klassiker auf dem Ganslernhang und feierte damit seinen ersten Saisonsieg. Für Hirscher reichte es nach zuletzt fünf Slalom-Siegen in Serie noch zum zweiten Rang und zum insgesamt neunten Podestplatz in der Olympiasaison. Unbelohnt blieb Michael Matt, der 18 Jahre nach dem Kitzbühel-Triumph seines Bruders Mario den Sieg in Griffweite hatte.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Ski alpin: Schmidhofer zeigt im Cortina-Super-G auf

Weltmeisterin Nicole Schmidhofer hat beim Super-G in Cortina eine gelungene Olympiageneralprobe hingelegt. Die Steirerin musste sich gestern bei wechselnden Wind- und Sichtverhältnissen als Dritte nur der überraschend schnellen Italienerin Johanna Schnarf und der Schweizerin Lara Gut, die ihren ersten Saisonsieg feierte, geschlagen geben. Aber auch die weiteren ÖSV-Damen präsentierten sich stark.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Bremen kämpft bei Bayern vergeblich

Gut gekämpft, aber letztlich erwartungsgemäß verloren: Werder Bremen mit den Österreichern Zlatko Junuzovic und Florian Kainz forderte dem überlegenen Tabellenführer Bayern München gestern einiges ab. Am Ende setzte sich der Favorit ohne den erkrankten David Alaba aber mit 4:2 durch, wobei Thomas Müller und Robert Lewandowski mit Doppelpacks die Matchwinner waren.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Bericht: Pensionsfonds von EU-Parlament vor Pleite

Dem früheren Pensionsfonds der EU-Abgeordneten droht einem Bericht zufolge die Pleite. Die Finanzierungslücke von mehr als 326 Millionen Euro werde spätestens 2026 zum Kollaps des Fonds führen, berichtete die „Bild“-Zeitung (Montagsausgabe) unter Berufung auf eine interne Stellungnahme des Generalsekretärs des EU-Parlaments, Klaus Welle, für den Haushaltskontrollausschuss.

Danach hatte der 2009 geschlossene Fonds zwar Ende 2016 ein Vermögen von 146,4 Millionen Euro - aber die Pensionsanwartschaften der Ex-Abgeordneten beliefen sich demgegenüber auf 472,6 Millionen Euro. Das rechnerische Defizit betrage also 326,2 Millionen Euro.

Mehr als 700 Abgeordnete haben Anspruch

„Das geschätzte Datum der Insolvenz des Freiwilligen Pensionsfonds ist grob geschätzt zwischen 2024 und 2026“, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Selbst wenn das Vermögen des Fonds zwei Prozent Rendite pro Jahr erwirtschafte, werde er nur bis 2024 liquide sein. Bis 2026 reichten die Mittel demnach nur bei einer jährlichen Rendite von mindestens fünf Prozent.

Ansprüche auf Zahlungen aus dem Fonds haben dem Bericht zufolge mehr als 700 Parlamentarier. Allein bis Ende 2022 sollten 145 von ihnen in den Ruhestand gehen.

Wenn der Fonds pleitegeht, müsste das EU-Parlament für das Defizit haften. Die Kosten blieben also an den EU-Steuerzahlern hängen. Der Pensionsfonds war 1990 gegründet worden, weil es damals noch keine Pensionsregelung für EU-Abgeordnete gab.

Mit der Einführung des EU-Abgeordnetenstatuts wurde der Fonds geschlossen. Die Abgeordneten erhalten seither einheitliche Diäten und eine beitragsfreie Pension aus dem Haushalt des EU-Parlaments.

Euro-Finanzminister beraten über Griechenland-Kredit

Die Euro-Finanzminister beraten heute in Brüssel über die Auszahlung weiterer Milliarden aus dem laufenden Kreditprogramm für Griechenland. Das Parlament in Athen hatte zuletzt ein großes Bündel an Reformen gebilligt. Unter anderem ist darin eine Einschränkung des Streikrechts vorgesehen.

Es wird erwartet, dass absehbar etwa 6,7 Milliarden Euro an das hoch verschuldete Land überwiesen werden können.

Das dritte internationale Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Athen hofft, bis dahin das nötige Vertrauen an den Finanzmärkten zurückgewonnen zu haben, um sich wieder eigenständig Kapital beschaffen zu können.

Kandidatensuche für EZB-Vizepräsidentschaft

Die Finanzminister der 19 Euro-Länder werden zudem voraussichtlich die Kandidatensuche für einen neuen Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) einläuten. Die Amtszeit von EZB-Vize Vitor Constancio endet in den kommenden Monaten. Die Euro-Staaten können nun Kandidaten für die Nachfolge nominieren.

Erster Amazon-Supermarkt öffnet in Seattle

Amazons erster Supermarkt ohne Kassen öffnet für das Publikum. Die Vision hinter „Amazon Go“ ist, dass Käufer die Waren direkt in ihre Einkaufstaschen legen - und am Ende das Geschäft einfach verlassen können. Der Betrag wird dann vom Amazon-Konto des Nutzers abgebucht.

US-Medien, die den Laden in Seattle vor dem heutigen offiziellen Start besichtigen durften, berichteten von „Dutzenden und Dutzenden von Kameras“. Außerdem sei jeder Regalboden mit einer Waage versehen, um entnommene Artikel zu registrieren.

Einkäufe werden automatisch registriert

Die Ladenbesucher müssten eine „Amazon-Go“-App herunterladen und das Telefon an eine Schranke am Eingang halten, berichteten die Technologieblogs Recode und Techcrunch sowie das „Wall Street Journal“. Von da an registriere die Technik mit Hilfe der Kameras und Sensoren, welche Artikel ein Käufer aus dem Regal holt und auch einpackt.

Es sei nicht nötig, sie explizit in die Kameras zu halten. Das System komme dabei ohne Gesichtserkennung aus, betont Amazon. Die Menschen würden vom System stattdessen als „3D-Objekte“ wahrgenommen. Am Ausgang hält der Ladenbesucher wiederum das Telefon an eine Schranke, um „auszuchecken“.

Im Angebot von „Amazon Go“ sind den Medienberichten zufolge Salate, fertige Gerichte, Kochboxen, frische Lebensmittel, Getränke sowie Snacks einer Marke des von Amazon gekauften Biosupermarkts Whole Foods. Die Preise seien auf Supermarktniveau.

Start um ein Jahr verschoben

Die Eröffnung des Ladens war bereits vor rund einem Jahr erwartet worden. Laut Medienberichten hatte die Technologie jedoch Probleme, bei größeren Menschenmengen den Überblick zu behalten. Diese seien inzwischen behoben, hieß es. Schon vor Monaten war zu lesen, den Härtetest habe die Technologie bestanden, als mehrere verkleidete Mitarbeiter in gleich aussehenden Kostümen des Pokemon Pikachu reingeschickt worden seien.

Obwohl das Geschäft ohne Kassier auskommt, hat es den Medienberichten zufolge trotzdem diverse Mitarbeiter: Mehrere bereiteten die Salate, andere Gerichte zu und befüllten die Regale, einer stehe zur Begrüßung am Eingang, ein weiterer kontrolliere das Alter am Regal mit alkoholischen Getränken.

Niki: Lauda bietet wieder gemeinsam mit Thomas Cook

Niki Lauda will die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki wie bei den beiden vorherigen Angeboten mit dem Reisekonzern Thomas Cook und dessen Tochter Condor übernehmen. „Es wird drei bis vier Wochen dauern, bis die Airbusse von meiner Bedarfsfluggesellschaft Lauda Motion das notwendige AOC (Air Operator’s Certificate) bekommen“, sagte Lauda dem „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe).

Die IAG-Tochter Vueling dagegen brauche für Niki ein neues Luftverkehrsbetreiberzeugnis - das dauere mindestens drei Monate, so Lauda.

Am Freitagabend endete die Angebotsfrist für Interessenten. Heute Nachmittag tritt im österreichischen Niki-Konkursverfahren der Gläubigerausschuss zusammen. Er soll den Verkauf wesentlicher Teile der insolventen Airline beschließen. Über das Wochenende sollen die eingelangten Angebote evaluiert werden. Morgen werden gemeinsame Bekanntgaben durch die österreichische und die deutsche Insolvenzverwaltung erwartet.

Chronik

Ölteppich vor Chinas Küste verdreifacht

Nach dem Untergang des iranischen Öltankers „Sanchi“ hat sich die Umweltkatastrophe vor der Küste Chinas verschärft. In nur vier Tagen verdreifachte sich die durch ausgelaufenes Öl verschmutzte Meeresoberfläche bis gestern auf 332 Quadratkilometer, wie aus Angaben der staatlichen chinesischen Meeresverwaltung von heute hervorging. Bei dem Unglück waren 32 Seeleute ums Leben gekommen.

Am Mittwoch war erst eine Fläche von 101 Quadratkilometer gemessen worden. Neue Ölteppiche seien jeweils fünf Kilometer nordwestlich und südöstlich von der Stelle entdeckt worden, wo der brennende Tanker am Sonntag vorige Woche untergegangen war.

Der Tanker hatte nach letzten amtlichen Angaben 113.000 Tonnen Kondensat, ein sehr hochwertiges Leichtöl, sowie 1.000 Tonnen Schweröl geladen. Er war am 4. Jänner rund 300 Kilometer östlich von Shanghai mit dem Getreidefrachter „CF Crystal“ zusammengestoßen und in Brand geraten. Chinesische Umweltexperten warnten vor den Folgen des Unglücks, da das Öl die Lebewesen im Meer und die Fischerei gefährdet.

Lawinengefahr: Straßen und Schienen im Westen gesperrt

Verschärfte Situation in Österreichs Bergen: Starke Schneefälle und stürmischer Wind haben die Lawinengefahr im Westen des Landes erneut ansteigen lassen. Besonders stark betroffen sind Vorarlberg, Tirol und Salzburg. In den drei Bundesländern sind zahlreiche Straßen blockiert oder gesperrt. Zwischen Tirol und Vorarlberg musste auch die Bahn ihren Schienenbetrieb einstellen. Der Wintesportort St. Anton in Tirol ist ebenso von der Außenwelt abgeschnitten wie das Vorarlberger Bergdorf Gargellen. Gleiches gilt auch für Zermatt in der Schweiz.

Mehr dazu in St. Anton nicht erreichbar

Doppeljackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat gestern erneut niemand die richtigen sechs Zahlen getippt. Im Topf bleiben damit rund 1,78 Mio. Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

11 12 14 24 31 44/Zusatzzahl 22

Auch bei Lotto plus gab es keinen Sechser.

Die Zahlen bei Lotto plus:

5 9 16 19 24 31

Beim Joker hatte ein Spieler oder eine Spielerin die Gewinnzahl auf der Quittung und erhält rund 225.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

2 2 8 2 4 4

Alle Angaben ohne Gewähr

Streit von Kindern führte zu Eltern-Massenschlägerei

Der Streit von zwei Kindern hat im deutschen Aachen zu einer Massenschlägerei unter Erwachsenen geführt. Die beiden Kinder seien in der Sporthalle eines Gymnasiums über das Ergebnis eines Ringkampfs bei einem Kinderturnier in Streit geraten, teilte die Aachener Polizei gestern Abend mit.

Offenbar habe sich dann die Mutter des einen Kinds eingemischt und das andere Kind geschubst - was sofort dessen Verwandtschaft auf den Plan gerufen habe. Eine „Vielzahl von Müttern und Vätern“ habe schließlich eingegriffen, so dass am Ende rund 20 Menschen in die Keilerei verwickelt gewesen seien, teilte die Polizei mit.

Nach Eintreffen der Polizei habe sich die Lage beruhigt, einige Beteiligte hätten das Weite gesucht. Zwei Personen seien verletzt worden.

IT

Iran entwickelte vermutlich ausgefeilte Angriffssoftware

Am Mittwoch hat das EU-Parlament beschlossen, die Exportkontrollen für bestimmte „Dual Use“-Güter, die zivil wie auch militärisch genutzt werden können, auszuweiten. Dabei geht es um Überwachungstechnologien und Schadsoftware aus dem EU-Raum für diktatorische Regime. Erst im Herbst hatte die EU-Kommission Cybersicherheit eilig zur obersten Priorität erklärt. Warum, das zeigen die Ereignisse rund um diesen Parlamentsbeschluss.

Zeitgleich wurde das neue elektronische Gesundheitssystem Lettlands durch eine DDos-Attacke vom Netz geholt und ein Einbruch in dessen norwegisches Pendant wurde öffentlich. Zudem flogen ein kapitaler Geheimdiensttrojaner und hochgefährliche Angriffssoftware auf, die - wie „Stuxnet“ 2010 - auf industrielle Steuerungssysteme (SCADA) zielt.
Damals wurden iranische Uranzentrifugen angriffen, die nun entdeckte Malware aber stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Iran.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Kultur

„Jumanji“ bleibt an Spitze der US-Kinocharts

Die Action-Komödie „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ dominiert weiter die nordamerikanischen Kinocharts. Am Wochenende seiner fünften Woche spielte der Film an den Kinokassen in den USA und Kanada rund 20 Millionen Dollar (etwa 16 Millionen Euro) ein und verteidigte seinen Spitzenplatz, den er in der dritten Woche erreicht hatte, wie der „Hollywood Reporter“ gestern berichtete.

Damit hat die Neuauflage der Action-Komödie mit Dwayne „The Rock“ Johnson, die seit Dezember auch hierzulande zu sehen ist, bereits jetzt deutlich mehr eingespielt als das Original vor rund 22 Jahren.

Erst dahinter konnten sich zwei Neueinsteiger platzieren: Das Kriegsdrama „Operation: 12 Strong“ mit Chris Hemsworth landete mit 16,5 Millionen Dollar auf dem zweiten Platz vor dem Actionfilm „Criminal Squad“, der rund 15,3 Millionen Dollar einspielte.

Murakami und das mysteriöse Model im Künstlerroman

Wenn Blogeinträge der Übersetzer erscheinen und zig Vorankündigungen und „Leseanleitungen“ veröffentlicht werden, dann weiß man: Ein neuer, großer Haruki-Murakami-Roman steht vor der Türe. Ganze 1.000 Seiten hat der 68-jährige japanische Literaturstar wieder vorgelegt, aufgeteilt in zwei 500-Seiten-Wälzer.

„Die Ermordung des Commendatore“ ist ein Künstlerroman, bei dem es nicht mit rechten Dingen zugeht: Ein mysteriöser Nachbar und ein geheimnisvolles Bild wirbeln das Leben eines jungen, krisengebeutelten Porträtmalers gehörig durcheinander. Die Geschichte ist so spannend, dass sich die Zeit bis April wohl nur schwer überbrücken lässt - dann nämlich erscheint der zweite Band.

Mehr dazu in Eine „sehr merkwürdige“ Geschichte

Religion

Leute

Bericht über spanische Steuerermittlungen gegen Shakira

Popsängerin Shakira hat einem Medienbericht zufolge Probleme mit dem spanischen Fiskus. Die spanische Tageszeitung „La Vanguardia“ schrieb gestern, die Steuerbehörden hätten bei der Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen gegen die kolumbianische Musikerin wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung beantragt. Dem Bericht zufolge geht es um „dutzende Millionen Euro“.

Laut dem Bericht hätte Shakira den Großteil ihrer zwischen 2011 und 2014 weltweit erzielten Einnahmen in Spanien versteuern müssen, weil sie in dem Land steuerpflichtig gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft müssten nun entscheiden, ob sie Ermittlungen einleitet. Die Steuerbehörden wollten den Zeitungsbericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Das Umfeld von Shakira bestreitet laut „La Vanguardia“, dass Steuern hinterzogen wurden, und spricht von einer „technischen Meinungsverschiedenheit“. Die Sängerin („Hips Don’t Lie“, „Whenever, Wherever“) habe in dem fraglichen Zeitraum das meiste Geld mit Tourneen im Ausland verdient und wegen der Konzertreisen weniger als 183 Tage im Jahr in Spanien gelebt. Erst ab dieser Grenze müssen Menschen ihren steuerlichen Wohnsitz in Spanien anmelden.

Panorama

Lifestyle

Hedi Slimane wird Chef von Modelabel Celine

Der französische Designer und Fotograf Hedi Slimane wird ab Februar die kreative Leitung des Modehauses Celine übernehmen. Das kündigte der Luxuskonzern LVMH, zu dem Celine gehört, gestern an.

Der 49-jährige Slimane folgt bei Celine auf die britische Designerin Phoebe Philo. Unter Slimane soll das Label, das bisher vor allem für Damenmode und Lederaccessoires bekannt ist, auch eine Herren- und Couture-Kollektion bekommen. Ein Parfüm werde es ebenfalls geben, so LVMH.

Der in Paris geborene Slimane hatte von 2012-2016 die kreative Leitung des Modehauses Yves Saint Laurent inne, zuvor war er von 2000 bis 2007 Chefdesigner bei Dior Homme. Er veröffentlichte auch mehrere Fotografiebände, für die er Mode oder Rockstars ablichtete.