Letzte Meldung

Ausland

Simbabwe: Rücktrittsultimatum für Mugabe abgelaufen

Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat heute die Frist seiner Partei zum Rücktritt verstreichen lassen. Die von der Regierungspartei ZANU-PF gesetzte Frist lief um 12.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MEZ) ab, ohne dass der Präsident der Aufforderung zum Amtsverzicht nachgekommen wäre.

Die Partei hatte zuvor gedroht, das Parlament werde ein Verfahren zur Amtsenthebung gegen Mugabe einleiten, sollte er bis heute Mittag nicht abtreten. Nach Ablauf der Frist versammelte sich vor der Universität von Simbabwe in der Hauptstadt Harare eine Gruppe von Demonstranten, die Mugabe zum Rücktritt aufforderten. Die Armee wollte zu Beratungen über die Krise zusammenkommen.

Der 93-jährige Staatschef bekräftige gestern Abend in einer TV-Ansprache seinen Anspruch auf das Präsidentenamt. Zudem kündigte er an, dem in wenigen Wochen stattfindenden Parteitag der ZANU-PF vorzusitzen. Die Regierungspartei hat Mugabe allerdings bereits vom Vorsitz entbunden.

Mehr dazu in Als Parteiführer abgesetzt

Irakisches Gericht: Kurdenreferendum verfassungswidrig

Das oberste irakische Gericht hat das Referendum der Kurden über die Unabhängigkeit für verfassungswidrig erklärt. In einer heute veröffentlichten Erklärung des Gerichts hieß es, das Referendum von Ende September sei „verfassungswidrig“ und damit alle daraus resultierenden „Konsequenzen und Ergebnisse“ nichtig.

Militäroffensive schwerer Schlag für Kurden

Die irakischen Kurden hatten am 25. September über die Unabhängigkeit abgestimmt. Sie votierten praktisch geschlossen für die Abspaltung von Bagdad. Daraufhin startete die irakische Zentralregierung eine Militäroffensive, bei der sie den Kurden praktisch alle Gebiete außerhalb der Autonomieregion abnahm.

Insbesondere der Verlust der Ölförderregion um Kirkuk ist ein schwerer Schlag für die Kurden. Das Debakel verschärfte auch die bestehenden Spannungen zwischen den großen Kurdenparteien PUK und DPK weiter.

UNICEF: Kindern geht es teils schlechter als Eltern

Jedem zwölfte Kind auf der Welt geht es einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks (UNICEF) zufolge schlechter als seinen Eltern. Weltweit sei für 180 Millionen Kinder in 37 Ländern die Wahrscheinlichkeit höher, in extremer Armut zu leben, nicht in die Schule zu gehen oder an Gewalt zu sterben als noch vor 20 Jahren, hieß es in dem heute in New York veröffentlichten Bericht. Gründe dafür seien vor allem Konflikte und schlecht arbeitende Regierungen.

Den stärksten Niedergang der Lebensqualität von Kindern beobachteten die Autoren des Berichts im Südsudan, auch in der Zentralafrikanischen Republik, in Syrien und im Jemen ging es Kindern schlechter als ihren Eltern.

In mehr als 14 Ländern, darunter beispielsweise Kamerun und Simbabwe, stieg die Zahl der Menschen in extremer Armut. In 21 Ländern, darunter Syrien und Tansania, sank die Zahl der Kinder in Volksschulen. In 19 Ländern stieg die Zahl der Kinder, die durch Gewalt ums Leben kamen, darunter im Irak, in Libyen und in der Ukraine.

Wahl in Kenia muss nicht erneut wiederholt werden

Das oberste Gericht Kenias hat die jüngste Wiederholung der Präsidentschaftswahl für gültig erklärt. Der oberste Richter David Maraga sagte heute in Nairobi, die Beschwerden gegen die Wiederholung der Wahl seien abgewiesen.

Oberste Gericht in Kenia

APA/AFP/Yasuypshi Chiba

Damit wird es in dem ostafrikanischen Staat keinen neuen Urnengang geben. Präsident Uhuru Kenyattas Wahlsieg ist damit trotz eines Wahlboykotts der Opposition bestätigt.

Grobe Unregelmäßigkeiten

Das Höchstgericht hatte die ursprüngliche Präsidentschaftswahl vom August wegen grober Unregelmäßigkeiten überraschend für ungültig erklärt und eine Wiederholung angeordnet. Oppositionsführer Raila Odinga hatte daraufhin die Wiederholung des Urnengangs Ende Oktober boykottiert.

Das führte zu einer drastisch niedrigeren Wahlbeteiligung und einem überragenden Sieg von Amtsinhaber Kenyatta, der die Wahl mit gut 98 Prozent der abgegebenen Stimmen gewann.

Zusammenstöße befürchtet

In einigen von der Opposition kontrollierten Gebieten waren die Wahllokale geschlossen geblieben. Juridisch ist die Wahl damit aufgearbeitet. Die Spaltung des Landes in verfeindete politische Lager dürfte sich nun aber zuspitzen. Beobachter befürchteten, dass es bei bevorstehenden Protesten zu mehr gewaltsamen Zusammenstößen kommen könnte.

Stichwahl in Chile: Pinera gegen Mitte-links-Kandidaten

Der konservative Unternehmer Sebastian Pinera hat die Präsidentenwahl in Chile nach ersten Hochrechnungen klar gewonnen, allerdings die absolute Mehrheit weit verfehlt. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen erreichte der 67-Jährige bei der Wahl gestern 36,6 Prozent.

Chiles Präsidentschaftskandidat Sebastian Pinera jubelt

Reuters/Carlos Garcia Rawlins

Für Alejandro Guillier (64), den Bewerber der Allianz von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten, votierten 22,7 Prozent, wie die Wahlbehörde SERVEL bekanntgab. Zwischen den beiden Kandidaten wird es am 17. Dezember zu einer Stichwahl kommen. Pinera war bereits 2011 bis 2014 Präsident Chiles.

Linke Kandidatin ruft zu Guillier-Unterstützung auf

Die Journalistin Beatriz Sanchez (46), Kandidatin der linken Koalition Frente Amplio, folgte auf Platz drei überraschend knapp hinter Guillier mit 20,3 Prozent. Sie rief ihre Unterstützer indirekt auf, bei der Stichwahl für Guillier zu stimmen. „Eins ist aber klar, Pinera wäre ein Rückschlag“, sagte sie.

Der rechtsextreme Kandidat Jose Antonio Kast, der die Regierung des Diktators Augusto Pinochet (1973-1990) lobt, erreichte mit 7,9 Prozent den vierten Platz. Kast kam noch gestern Abend (Ortszeit) mit Pinera zusammen und sprach ihm seine Unterstützung für die Stichwahl aus. Pinera stritt kurz danach in einem Gespräch mit dem Sender TV Chile ab, dass er ein Bündnis mit Kast ausgehandelt habe. Er werde weiter das Zentrum der Wählerschaft ansprechen.

Inland

Österreich bei Gehaltsschere weiter im EU-Schlussfeld

Österreich holt beim Gender-Pay-Gap (Gehaltsschere) auf, aber nur sehr langsam: Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern lag 2015 bei 21,7 Prozent, wie die heute veröffentlichten Eurostat-Daten zeigen. Damit befindet sich Österreich zwar nicht mehr auf dem vorletzten Platz, dennoch ist der Gender-Pay-Gap nur in Estland, Tschechien und Deutschland noch größer. Der EU-Durchschnitt betrug 16,3 Prozent.

Schlusslicht Estland

Das Schlusslicht im Europavergleich ist nach wie vor Estland, wo sich der Unterschied auf 26,9 Prozent belief. Danach kommen Tschechien mit 22,5 Prozent und Deutschland mit 22,0 Prozent. Österreich konnte im Vergleich zu 2014 einen knappen Prozentpunkt gutmachen, ist aber nach wie vor weit entfernt von den Spitzenreitern in der EU.

Die größte Lohngerechtigkeit gibt es in Italien und Luxemburg mit jeweils nur 5,5 Prozent Unterschied. Auch in Rumänien (5,8 Prozent) und Belgien (6,8 Prozent) ist der Wert vergleichsweise niedrig.

Mehr Transparenz bei Gehalt gefordert

In den jüngsten Eurostat-Daten zum Jahr 2015 wurden auch Vergleichszahlen von anderen Jahren herangezogen. Die Zahlen von Kroatien, Malta und Irland stammen aus dem Jahr 2014. Vom krisengeschüttelten Griechenland wurden seit 2010 keine Daten mehr gemeldet.

Gleichzeitig veröffentlichte die EU-Kommission heute Umfrageergebnisse aus dem Eurobarometer. Laut diesen finden es 90 Prozent der Europäer nicht akzeptabel, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Mehr als die Hälfte der Befragten fordern mehr Transparenz, was das Gehalt betrifft.

Aktionsplan der EU

Die EU-Kommission will mit einem Aktionsplan gegen die Ungleichheit ankämpfen. Dieser sieht unter anderem die Förderung von Projekten für mehr Frauen in Führungsetagen vor. Konkrete Vorschläge sollen folgen.

Justizministerium reicht Bericht über Weisungen nach

Später als vorgesehen berichtet das Justizministerium über erfolgte Weisungen in Strafsachen. Laut Staatsanwaltschaftsgesetz müsste das jährlich erfolgen, was laut der Rechercheplattform Addendum nicht erfolgt ist.

Für den Zeitraum 2009 bis 2014 solle das nun in den kommenden Tagen erfolgen, hieß es heute auf APA-Anfrage aus dem Justizministerium. Einen Rechtsbruch sieht man darin nicht.

ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter sieht „keine stichhaltigen Vorwürfe“ für einen Gesetzesbruch. „Ich habe mich seit meinem Amtsantritt gegenüber dem Parlament bei jedem Anlassfall zum Weisungsrat, in Form von parlamentarischen Anfragebeantwortungen, ausführlich erklärt“, meinte er in einer Stellungnahme. In einem Brief an das Nationalratspräsidium werde zudem hervorgehen, dass es legitime Gründe für die Verzögerung gebe.

Unis gegen „Studieren auf Österreichisch“

Die Universitätenkonferenz (uniko) plädiert für Änderungen im Studienrecht. Unter anderem sollen die Zahl der Prüfungsantritte reduziert und Konsequenzen für jahrelange Prüfungsinaktivität eingeführt werden, so uniko-Präsident Oliver Vitouch heute bei einer Pressekonferenz. In der Forschung müsse anteilsmäßig mehr Geld für die Grundlagenforschung zur Verfügung stehen.

Vitouch ortete zwei gravierende Probleme im Unibereich: das „Studieren auf Österreichisch“ und das „Forschen auf Österreichisch“. Er verlangt daher eine „beherzte Strukturreform im Bereich des Studienrechts“: „Die Universitäten müssen wieder als Universitäten funktionieren, nicht als marode Filialen von Wolkenkuckucksheim.“

In keinem anderen Hochschulsystem der Welt gebe es Vitouch zufolge bei Prüfungen bis zu vier Wiederholungsmöglichkeiten, könne man jahrelang keine Prüfung absolvieren oder beliebig viele Studien inskribieren. Kritisiert wird von Vitouch auch die in Österreich „sehr bescheiden“ dotierte Grundlagenforschung.

Im Gegensatz dazu seien in den vergangenen Jahren vor allem die Mittel für betriebliche Forschungsförderung und die Forschungsprämie stark gestiegen. Diese bezögen sich aber hauptsächlich auf die Produktentwicklung.

Wirtschaft

Bitcoin auf neuem Rekordhoch

Der Höhenflug der Internetwährung Bitcoin geht weiter: Die Kryptowährung kletterte heute um 5,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 8.099,99 Dollar (6.867,31 Euro). Die Aussicht auf eine Einführung eines Bitcoin-Futures in den USA halte Investoren bei Laune, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Onlinebrokers DailyFX. Damit rücke die Marke von 10.000 Dollar ins Visier.

Wetten auf den Absturz

Mit Hilfe von Terminkontrakten können sich Anleger gegen Kursausschläge absichern. Dadurch wird die Internetwährung, deren Kurs sich seit Jahresbeginn fast verneunfachte und deren Preis Anfang November binnen weniger Tage um rund 30 Prozent abgestürzt war, für institutionelle Anleger attraktiver.

Die Schweizer Bank Vontobel hatte am Freitag zwei „Short Mini Futures“ auf den Markt gebracht. Sie richten sich an Privatanleger, die auf einen Bitcoin-Kursverfall wetten wollen.

Angebot und Nachfrage

Bitcoin ist die größte und bekannteste Internetwährung. Für diese Währungen steht keine Regierung oder Zentralbank ein. Ihr Kurs wird allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Geschaffen wird das Geld von Nutzerinnen und Nutzern, deren Computer dafür komplexe Algorithmen berechnen.

Da Beträge schnell und anonym transferiert werden können, ist das Geld auch für jene interessant, die illegale Geschäfte betreiben oder Kapitalkontrollen umgehen wollen. Gleichwohl beschäftigt sich inzwischen nahezu jede größere Bank mit der Internetwährung und der dahinter stehenden Technologie Blockchain.

Japans Exporte gehen so gut wie seit 2008 nicht mehr

Der schwache Yen, der Smartphone-Boom und die deshalb rege Nachfrage nach Halbleiterprodukten sowie die stark gestiegenen Ausfuhren nach China kurbeln Japans Exportwirtschaft weiter an.

In den ersten zehn Monaten exportierte das Land nach Angaben der Regierung von heute Waren im Wert von 64 Billionen Yen (482 Mrd. Euro) - das ist der höchste Wert seit 2008, also vor der Finanzkrise.

Im Oktober legten die Ausfuhren zum vierten Mal hintereinander zweistellig zu. Es war zudem der elfte Monat in Folge, in dem die Exporte stiegen.

Reger Außenhandel

Der rege Außenhandel ist der wichtigste Grund für die jüngste Belebung der Wirtschaft und den Höhenflug auf dem Aktienmarkt. Es gibt allerdings auch Wermutstropfen in der Außenhandelsbilanz. So zogen die Exporte im Oktober nur noch gemessen am Yen und nicht mehr beim Volumen an, und auch die Importe legten wegen des im Vergleich zum Vorjahr schwachen Yen stark zu.

Zudem blieb das Plus im Oktober von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei den Exporten leicht unter dem Vormonatswert zurück. Die Einfuhren legten im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 18,9 Prozent zu. Im September hatte der Anstieg noch 12,1 Prozent betragen. Der Handelsbilanzüberschuss habe rund 285 Mrd. Yen betragen.

Japan zählt zu den wichtigsten Exportnationen der Welt und profitiert von Auslandsgeschäften führender Konzerne wie zum Beispiel dem Autohersteller und VW-Konkurrenten Toyota.

Rosneft liefert 60 Mio. Tonnen Öl an CEFC aus China

Der russische Energiekonzern Rosneft will in den kommenden fünf Jahren mehr als 60 Mio. Tonnen Öl an das chinesische Unternehmen CEFC liefern. Ein entsprechender Vertrag sei am Freitag unterzeichnet worden, meldete die Agentur TASS heute unter Berufung auf Rosneft in Moskau.

Die beiden Konzerne hatten im Juli eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Im September war bekanntgeworden, dass CEFC mit einem Anteil von rund 14,2 Prozent bei Rosneft einsteigt. Der russische Staat hält 50 Prozent plus eine Aktie an Rosneft.

Alibaba investiert Milliarden in Supermärkte

Der chinesische Internethändler Alibaba setzt wie US-Rivale Amazon mit einem Milliardenzukauf verstärkt auf stationäre Supermärkte. Für umgerechnet 2,5 Mrd. Euro übernimmt Alibaba einen Anteil von mehr als einem Drittel an Chinas größtem Betreiber von Warenhäusern, Sun Art.

Stationäre Geschäfte seien für Verbraucher unverzichtbar und sollten durch Datentechnologie und persönliches Service in der Digitalwirtschaft gestärkt werden, sagte Alibaba-Chef Daniel Zhang heute. Die Beteiligung ziele auf den 500 Mrd. Dollar (424 Mrd. Euro) schweren Lebensmitteleinzelhandel in China ab. Davon würden rund 85 Prozent „offline“ umgesetzt.

Neue Bündnisse

Alibaba geht dafür ein Bündnis mit dem französischen Supermarktbetreiber Auchan und dem taiwanesischen Konglomerat Ruentex ein. Alibaba übernehme Sun-Art-Anteile von Ruentex und steige damit hinter Auchan zum zweitgrößten Anteilseigner auf.

Sun Art betreibt in China rund 450 große Verbrauchermärkte unter den Marken Auchan und RT-Mart. Alibaba investierte seit 2015 bereits mehr als 9,3 Mrd. Dollar in Geschäfte. US-Rivale Amazon war im Sommer mit der Übernahme der US-Biokette Whole Foods Market für fast 14 Mrd. Dollar in großem Stil in den USA in den Handel mit frischen Lebensmitteln eingestiegen und hatte mit dem Zukauf weltweit die traditionellen Handelsfirmen aufgeschreckt.

Sport

Football: Horroreinstand in NFL für Buffalo-Quarterback

Für Nathan Peterman hat sich gestern der Traum erfüllt, in der National Football League (NFL) als Starting-Quarterback zu spielen. Sein Einstand bei den Buffalo Bills wurde für den 23-Jährigen aber zum Desaster. Der Rookie warf beim 24:54-Debakel gegen die Los Angeles Chargers nur einen Pass mehr zu seinen Teamkollegen als zum Gegner.

Am Ende waren es fünf Interceptions in nur einer Hälfte. „Ich werde versuchen, dass das nie wieder passiert“, sagte Peterman in der Hoffnung, dass seine Karriere noch eine Fortsetzung hat.

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Bundesliga: Austria rutscht tief in die Krise

Unterschiedlicher könnten die Gefühlswelten der Erzrivalen Austria und Rapid momentan nicht sein. Während die ersatzgeschwächten Violetten von einer Pleite in die nächste stolpern, eilen die Grün-Weißen in der Bundesliga von Sieg zu Sieg.

Austria-Trainer Thorsten Fink klammert sich an einige positive Aspekte, während etwa Offensivspieler Ismale Tajouri nach dem Umfaller gegen die Admira „schon eine Kopfsache“ ortet. Ganz anders der Trend bei Rapid, das beim LASK einmal mehr mit einem Tor Unterschied gewann.

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Chronik

Gestohlene John-Lennon-Tagebücher: Festnahme in Berlin

Ein Mann, der versucht haben soll, Tagebücher und andere gestohlene Objekte aus dem Nachlass von John Lennon zu verkaufen, ist heute in Berlin festgenommen worden.

Gegen den 58-Jährigen wird nach Angaben der Berliner Polizei wegen Betrugs und Hehlerei ermittelt. Ein zweiter Verdächtiger wird den Polizeiangaben zufolge in der Türkei vermutet und sei deswegen nicht greifbar.

Lennon (1940-1980) hatte seinen Besitz seiner Frau Yoko Ono hinterlassen. Die Gegenstände wurden der Lennon-Witwe 2006 in New York gestohlen.

Belästigung: US-Schauspieler Jeffrey Tambor verlässt Serie

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung verlässt der US-Schauspieler Jeffrey Tambor (73) die Serie „Transparent“. „Ich habe bereits gesagt, dass es mir sehr leidtut, falls irgendwelche meiner Handlungen als aggressiv interpretiert worden sind. Aber dass ich jemanden bewusst belästigt habe, ist einfach absolut unwahr“, sagte Tambor gestern (Ortszeit) dem Magazin „Deadline“.

US-Schauspieler Jeffrey Tambor

AP/Invision/Jordan Strauss

Amazon untersucht den Fall

„Durch die politisierte Stimmung, die unseren Drehort befallen hat, wüsste ich nicht, wie ich zu ‚Transparent‘ zurückkehren könnte“, sagte er. Zuvor hatten die Schauspielerinnen Trace Lysette und Van Barnes erklärt, Tambor habe sie am Set der Serie mehrfach sexuell belästigt. Der Streamingdienst Amazon untersucht den Fall, der Schauspieler hatte die Anschuldigungen schon zuvor zurückgewiesen.

Hauptrolle der transsexuellen Pensionistin

Der 73-Jährige spielt in der preisgekrönten Amazon-Serie seit 2014 die Hauptrolle der transsexuellen Pensionistin Maura Pfefferman und wurde dafür mit einem Emmy und Golden Globe ausgezeichnet. In den USA wurde im September die vierte Staffel veröffentlicht, eine fünfte ist in Planung.

Kultur

Ross, Mars und Gomez bei American Music Awards gefeiert

Preise für Bruno Mars, Comeback für Selena Gomez und eine Ehrung für das Lebenswerk von Soul-Diva Diana Ross: Mit einer starbesetzten Gala sind in Los Angeles in der Nacht auf heute die American Music Awards verliehen worden. Sänger Mars war mit acht Nominierungen als Favorit in die Verleihung gegangen, konnte aber aufgrund seiner Welttournee nicht live dabei sein.

Für die Auszeichnung als bester Künstler bedankte er sich per Video. „Ich wünschte, ich könnte mit euch allen feiern, aber ich bin Millionen Meilen weit entfernt.“ Daneben räumten auch Künstler und Bands wie Keith Urban, Lady Gaga, Shawn Mendes und The Chainsmokers Preise ab.

Ross-Tochter moderierte Gala

Die Sängerin Gomez meldete sich - frisch erblondet - mit ihrem ersten Auftritt im US-Fernsehen in diesem Jahr zurück, nachdem sie im September bekanntgegeben hatte, dass sie eine Nierenspende erhalten hatte. Auch Musiker wie Pink, Kelly Clarkson und Demi Levato traten auf. Christina Aguilera sang im Andenken an die 2012 gestorbene Pop-Ikone Whitney Houston einige Songs aus deren Hitfilm „The Bodyguard“.

Diana Ross

APA/AFP/Valerie Macon

Ross wurde mit einer Auszeichnung für ihr Lebenswerk geehrt, ihre Tochter Tracee Ellis Ross moderierte die Gala. Die American Music Awards werden seit 1973 verliehen. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker. Über die Gewinnerinnen und Gewinner können Fans im Internet abstimmen.

„Justice League“ enttäuscht an US-Kinokassen

Batman und Wonder Woman von der „Justice League" haben die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts erobert - allerdings mit enttäuschenden Zahlen.

Der Actionfilm mit Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams und Gal Gadot in den Hauptrollen spielte an seinem Eröffnungswochenende in den USA und Kanada rund 96 Mio. Dollar (etwa 81 Mio. Euro) ein und damit deutlich weniger als erwartet, wie der "Hollywood Reporter“ gestern berichtete.

Unerwarteter Platz zwei für „Wunder“

Ein anderer starbesetzter Film schlug sich dagegen deutlich besser als erwartet: "Wonder" („Wunder“) mit Julia Roberts und Owen Wilson spielte rund 27 Mio. Dollar ein und landete auf dem zweiten Rang. Der Film handelt von einem kleinen Buben mit deformiertem Gesicht, der erstmals in die Schule geht.

Der Sieger der beiden Vorwochen, die Göttersaga „Thor: Tag der Entscheidung“, rutschte dagegen mit rund 22 Mio. Dollar auf den dritten Platz ab.

IT

Treffsichere Werbung: Hört Facebook mit?

Ein neues Auto, Reisen in ein bestimmtes Land oder eine Heißklebepistole: In den vergangenen Monaten häufen sich Berichte, wonach im Gespräch unter Freunden etwas beiläufig erwähnt wird, nur um wenig später auf Facebook beworben zu werden.

Oft wird der Verdacht geäußert, dass Facebook mittels Smartphone bei Gesprächen mitlauscht - ein Vorwurf, den das Soziale Netzwerk kürzlich zum wiederholten Mal zurückwies. Rein technisch wäre das jedoch möglich.

Mehr dazu in Gerüchte reißen nicht ab

Science

Religion

Panorama

Londoner Doppeldeckerbusse fahren mit Kaffeesatz-Diesel

Einige der berühmten Doppeldeckerbusse in London sollen künftig mit aus Kaffeesatz hergestelltem Biodiesel fahren. Das teilte der Energiekonzern Shell heute mit. Mit Hilfe von Shell entwickelte das britische Technologieunternehmen Bio-Bean einen Kraftstoff namens B20, von dem ein Teil aus Kaffeesatz gewonnen wird.

Keine Umrüstung nötig

Für die Herstellung sammelte Bio-Bean große Mengen an Kaffeesatz von Kaffehausketten in der britischen Hauptstadt ein und verarbeitete sie zu Kaffeeöl. Von heute an sollen nun Busse den neuen umweltfreundlichen Sprit tanken. Sie müssten dafür nicht umgerüstet werden, hieß es in der Shell-Mitteilung.

Bus in London

Reuters/Neil Hall

Mit der Aktion wollen die Unternehmen auf die ungenutzten Ressourcen hinweisen, die täglich im Abfall landen. „Wir haben in Großbritannien angefangen, aber stellen Sie sich das Potenzial eines Landes wie Deutschland vor, in dem mehr als 61 Milliarden Tassen Kaffee pro Jahr getrunken werden. Wenn wir unseren Umgang mit Reststoffen ändern, können wir in Zukunft nachhaltigere Städte schaffen“, sagte Bio-Bean-Gründer Arthur Kay der Mitteilung zufolge.

Luft nach oben

Das Recycling hat noch Luft nach oben: Bio-Bean kann derzeit 50.000 Tonnen Kaffeesatz im Jahr verarbeiten - allein in London fallen aber 200.000 Tonnen im Jahr an.

Lifestyle

Victoria’s-Secret-Show löst in China Kontroversen aus

Kontroversen überschatten die erste große Modeschau von Victoria’s Secret in China. Schon vor der Fernsehaufzeichnung der Dessous-Show heute in Schanghai gab es unbestätigte Berichte über die Verweigerung von Visa und politische Komplikationen.

Verärgerung über Perry-Kleid

Zur Enttäuschung vieler Fans musste Modelsuperstar Gigi Hadid zu Hause bleiben, obwohl sie fest gesetzt war. Auch konnte der US-Superstar Katy Perry nicht kommen. Hintergrund ist laut Website Page Six die chinesische Verärgerung über einen Auftritt der Sängerin 2015 in Taiwan, das die kommunistische Führung in Peking nur als abtrünnige Provinz betrachtet.

Damals trug Perry in Taipeh ein Kleid mit Sonnenblumen. Es war ein Jahr nach der „Sonnenblumenbewegung“, mit der Studierende der demokratisch regierten Insel gegen die Annäherung an die Volksrepublik protestiert hatten.

Katy Perry 2015 in Taiwan

APA/AFP/Sam Yeh

Aufregung nach Hadid-Video

Topmodel Hadid bestätigte auf Twitter: „Ich bin so geknickt, dass ich nicht in der Lage bin, dieses Jahr nach China zu kommen.“ Sie könne nicht abwarten, die Show im Fernsehen zu sehen. Die 22-Jährige hatte in China Verärgerung ausgelöst, als sie in einem Video Schlitzaugen imitierte. Hadid hat sich entschuldigt.

Der Produzent der Show, Ed Razek, wollte nicht näher auf die Berichte eingehen. Sie seien „kein genauer Spiegel dessen, was ich an Ort und Stelle sehe und erlebe“, zitierte ihn das Magazin „People“.

Leute

Queen Elizabeth und Philip feiern 70. Hochzeitstag

Die 91-jährige britische Königin Elizabeth und ihr fünf Jahre älterer Mann Prinz Philip haben heute ihren 70. Hochzeitstag gefeiert. Sie sind damit das erste amtierende britische Königspaar, das so lange verheiratet ist.

Öffentliche Veranstaltungen von Elizabeth und Philip waren aus diesem Anlass nicht geplant. Für den Abend luden sie ihre Familie und Freunde zu einem privaten Dinner im Schloss Windsor ein, wie britische Medien berichteten.

Queen Elizabeth und Prince Philip

APA/AP/Camera Press/Matt Holyoak

Aus gegebenem Anlass hatte der britische Königspalast bereits am Samstag neue Porträts des Königspaares veröffentlicht. Die britische Post gab eine neue Briefmarkenserie heraus. Eine der Marken zeigt die Ankündigung der Verlobung von Elizabeth und Philip im Buckingham-Palast, eine andere ihre prunkvolle Hochzeit in der Londoner Westminster Abbey am 20. November 1947.

Langsamer Rückzug aus Öffentlichkeit

Elizabeth war damals eine 21-jährige Prinzessin, den Thron bestieg sie knapp fünf Jahre später. Das Paar hat vier Kinder: Thronfolger Charles, Prinzessin Anne und die Prinzen Andrew und Edward. Außerdem zählen acht Enkel und fünf Urenkel zu ihren Nachkommen. Das sechste Urenkelkind wird Herzogin Kate, die Frau von Prinz William, voraussichtlich im April zur Welt bringen.

Zum Goldenen Hochzeitstag 1997 hatte die Queen über die Rolle ihres Prinzgemahls gesagt: „Er war in all diesen Jahren meine Stärke und Stütze.“ Philip selbst sagte, er habe seine wichtigste Aufgabe als Ehemann der Königin stets darin gesehen, „ihr zu dienen, so gut ich konnte“. Der Prinzgemahl zog sich diesen Sommer aus der Öffentlichkeit zurück. Elizabeth übergibt nach und nach mehr Aufgaben an ihren 69-jährigen Sohn Charles ab.