Ausland

Kubas neuer Präsident Diaz-Canel empfing Maduro

Schulterschluss zwischen Verbündeten: Kubas neuer Präsident Miguel Diaz-Canel hat als erste offizielle Amtshandlung seinen venezolanischen Kollegen Nicolas Maduro empfangen. Im Palast der Revolution wurde Maduro heute mit militärischen Ehren empfangen. Bei dem Treffen war auch Diaz-Canels Ehefrau Lis Cuesta dabei. Die Rolle der First Lady gab es in Kuba bisher nicht.

Miguel Diaz-Canel und Nicolas Maduro

APA/AFP/Yamil Lage

„Kuba und Venezuela haben das Potenzial, ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen fortzusetzen, um die Völker Lateinamerikas und der Karibik voranzubringen“, sagte Maduro. Venezuela ist Kubas engster Alliierter in der Region. Trotz der schweren Krise in dem südamerikanischen Land schickt Venezuela im Austausch gegen Ärzte über 50.000 Fässer Öl pro Tag auf die Karibikinsel.

Diaz-Canel war vor wenigen Tagen vom kubanischen Parlament zum Nachfolger von Präsident Raul Castro gewählt worden. Ein drastischer Politikwechsel wird unter dem treuen Kader der Kommunistischen Partei nicht erwartet.

Toter und Verletzte bei Unruhen in Madagaskar

Bei Unruhen in Magadaskar sind heute mindestens ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt worden. Wie der Leiter eines Krankenhauses in der Hauptstadt Antananarivo mitteilte, wurden zunächst 17 Verletzte eingeliefert; einer von ihnen sei seinen Verletzungen erlegen.

Demonstration in Madagaskar

APA/AFP/Rijasolo

Mehrere tausend Demonstranten hatten sich zuvor in Antananarivo trotz eines Verbots der Behörden versammelt, um gegen neue Wahlgesetze zu demonstrieren. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, die ihrerseits die Beamten mit Steinen bewarfen.

Protete gegen Wahlgesetze

Die Proteste richten sich gegen im April vom Parlament verabschiedete Wahlgesetze. Die Opposition wirft Präsident Hery Rajaonarimampianina vor, er wolle seine Kritiker auf diese Weise wenige Monate vor den Wahlen mundtot machen.

Ende des Jahres sollen in Madagaskar Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Der Inselstaat im Indischen Ozean an der Ostküste Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Armut und die Zerstörung der berühmten Tier- und Pflanzenwelt der Insel zählen zu den drängendsten Problemen.

Ausnahmezustand in Türkei könnte bis nach Wahlen dauern

Der Ausnahmezustand in der Türkei könnte nach den Wahlen im Juni noch für Monate ausgedehnt werden. Dies gab Staatschef Recep Tayyip Erdogan heute zu verstehen. Der Ausnahmezustand war 2016 nach dem gescheiterten Putschversuch verhängt und ist seitdem insgesamt sieben Mal verlängert worden.

„Wir werden unseren Kampf nicht nur das siebente Mal weiterführen, acht wenn nötig, neun wenn nötig, zehn wenn nötig“, so Erdogan in Istanbul. „Wir werden dies für den Frieden im Land fortsetzen.“ Die Notstandsgesetze würden nur zur Bekämpfung von Terrorismus angewandt. Später sagte Erdogan jedoch, dass auch Streiks mit ihrer Hilfe beendet würden, um ein besseres Wirtschaftsklima sicherzustellen.

Erdogan zieht Wahlen vor

Erdogan hatte diese Woche vorgeschlagen, die Wahlen um fast eineinhalb Jahre vorzuziehen, und auf den 24. Juni zu legen. Das Parlament hatte der Vorverlegung am Donnerstag zugestimmt. Die Wahlen werden damit im Notstand abgehalten, unter dem Grundrechte eingeschränkt sind.

Die Wahlen würden die schrittweise Einführung des Präsidialsystems schneller abschließen, für das im April 2017 eine knappe Mehrheit der Türken in einem umstrittenen Referendum gestimmt hatte. Bei einer Wiederwahl würde Erdogan deutlich mehr Macht erhalten.

Ministerkritik an Kurz

Unterdessen kritisierte der türkische Europaminister Ömer Celik Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Dieser hatte gesagt, dass Wahlkampfauftritte türkischer Politiker im Vorfeld der türkischen Wahlen in Österreich unerwünscht seien. Es sei klar, dass sich Kurz „nicht auf demokratische Prinzipien stütze, wenn er so eine Entscheidung“ treffe, so Celik.

„Mit dieser Vorgehensweise vergiften Österreich und die Niederlande die demokratischen Werte ihrer eigenen Länder“, schrieb er auf Twitter. „Sie tragen zur Entwicklung von rassistischen politischen Bewegungen, die gegen die Werte der Europäischen Union gerichtet sind, bei.“ Auch der niederländische Regierungschef Mark Rutte hatte erklärt, dass Wahlkampfauftritte „nicht wünschenswert“ seien.

EU drängt Israel zu Ende der Gewalt gegen Demonstranten

Nach den tödlichen Schüssen israelischer Soldaten auf Palästinenser im Gazastreifen dringt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini auf Aufklärung und auf ein Ende der Eskalation.

„Die EU fordert die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte auf, keine tödliche Gewalt gegen unbewaffnete Protestierende einzusetzen“, sagte eine Sprecherin Mogherinis heute in Brüssel. „Wie schon mehrfach betont, muss nun die Priorität sein, jede weitere Eskalation der Gewalt sowie den Verlust von Menschenleben zu vermeiden.“

Rettungskräfte im Gazastreifen

APA/AP/Adel Hana

Gestern waren bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im Gazastreifen vier Palästinenser getötet und Hunderte verletzt worden. Insgesamt wurden seit Ende März bei Massenprotesten an der Gaza-Grenze nunmehr 39 Palästinenser getötet und Hunderte durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt.

Indien stellt Vergewaltigung von Kindern unter Todesstrafe

Vergewaltigung von Kindern kann in Indien in Zukunft mit dem Tod bestraft werden. Die indische Regierung brachte heute angesichts landesweiter Proteste nach mehreren tödlichen Vergewaltigungen einen Erlass mit der Einführung der schärferen Strafe auf den Weg, wie der amtliche Fernsehsender Doordarshan News berichtete.

Parlament müsste Gesetzesänderung binnen sechs Monaten bestätigen

Der Erlass stellt die Vergewaltigung von Kindern unter zwölf Jahren unter Todesstrafe. Bisher konnte maximal eine lebenslange Haftstrafe verhängt werden. Das Parlament muss nun innerhalb eines halben Jahres die Gesetzesänderung bestätigen und dauerhaft einführen.

Die Vergewaltigung und Ermordung einer Achtjährigen in Kaschmir im Jänner hatte landesweites Entsetzen ausgelöst. Dieses Verbrechen war jedoch bei Weitem kein Einzelfall. Allein vergangene Woche wurden vier ähnliche Fälle gemeldet. Verhängt werden kann die Todesstrafe in Indien für Terrorismus, Mord, Beihilfe zum Suizid eines Kindes sowie Vergewaltigung, wenn diese zum Tod des Opfers oder zum Wachkoma führt.

Mitarbeiter von Hilfsorganisation im Jemen getötet

Ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC) ist nach einem Feuergefecht im Bürgerkriegsland Jemen getötet worden. „Ich bin schockiert, empört und tief betrübt über die Ermordung meines Kollegen und Freundes Hanna Lahud heute in Tais, Jemen“, schrieb der ICRC-Nahost-Direktor Robert Mardini heute auf Twitter.

Militärkreise berichteten, dass Unbekannte im umkämpften Tais im Südwesten des Landes ein Fahrzeug der Hilfsorganisation beschossen und dabei den Libanesen getötet hätten.

Im Jemen tobt seit mehr als drei Jahren ein Krieg zwischen der international anerkannten Regierung des Landes und Huthi-Rebellen, die weite Teile vor allem im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Tais, die drittgrößte Stadt des Jemens, ist dabei besonders umkämpft. In Folge des Krieges und der Bombardierung des Landes durch eine saudisch geführte Militärkoalition ist die humanitäre Situation in dem bitterarmen Land verheerend.

Inland

Faßmann gegen Strafen bei Sprachdefiziten von Schülern

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) ist gegen Geldstrafen für Eltern, die nicht am Spracherwerb der Kinder mitwirken, wie es Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl gefordert hatte. „Ich bin ein Sanktions- und Strafrealist, das ist immer die Ultima Ratio einer Angelegenheit“, sagte Faßmann im Ö1-Mittagsjournal. Vorher müsse man das System gut aufstellen, damit es ohne Sanktionen auskomme.

Der Minister verteidigte die diese Woche von der Regierung beschlossenen Deutschförderklassen. Dass es statt rund 230 nur rund 80 zusätzliche Klassen geben soll, stört ihn nicht. Es gehe nicht um die Größe, sondern darum, das Ziel zu erreichen, dass Schüler nicht zurückbleiben. Stimmen aus den Bundesländern, die meinten, dass deutlich mehr Mittel und Ressourcen für die Deutschförderung notwendig seien, wundern Faßmann nicht. Das seien „Trittbrettfahrer“, die mehr Geld aus Wien wollten.

Gewalt kein reines Schulthema

Konfrontiert mit Problemen von Lehrern in Klassen mit überwiegend Kindern mit Migrationshintergrund äußerte Faßmann Verständnis. Das Problem müsse man aber viel grundsätzlicher angehen, denn mit Stadtplanung, Stadtentwicklung und Wohnbaupolitik könne man auch Schulsegregation verhindern. Das sei allerdings keine ausschließliche Angelegenheit des Bildungsministers.

Das Thema zunehmender Gewalt an Schulen, auch an Lehrern, bei dem Faßmann gerne harte Daten hätte, müsse man zwar in der Schule thematisieren. Gewalt und Gewaltbereitschaft begännen allerdings schon sehr viel früher und außerhalb des Schultors. Der Bildungsminister könne auch hier „nur inkrementell etwas tun“.

Gegen Kopftuch bei Lehrerinnen

Zu seinen Aussagen noch als Leiter des Expertenrats für Integration, als er sich gegen Kopftuch tragende Lehrerinnen an öffentlichen Schulen ausgesprochen hatte, steht Faßmann weiter. „Ich halte das religionsneutrale Auftreten von Vertretern der öffentlichen Hand für eine gebotene Maßnahme, mit der Einschränkung Privatschulen und bekenntnisorientierter Religionsunterricht.“

Er sei aber nicht der oberste Dienstherr über Beamte, und es gebe wichtigere Probleme im Bereich der Schule. Er hoffe aber „auf eine gewisse Lernbereitschaft derer, die es betrifft, auch der Community, um auch den Schritt in eine säkulare Gesellschaft zu tätigen.“

Anti-Soros-Kampagne: SPÖ und NEOS kritisieren Gudenus

SPÖ und NEOS kritisieren die Sympathiebekundungen von FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus für die Anti-Soros-Kampagne des rechtspopulistischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Es gebe „stichhaltige Gerüchte“, wonach Soros daran beteiligt sei, „Migrantenströme nach Europa zu unterstützen“, hatte Gudenus gegenüber der „Presse“ (Samstag-Ausgabe) gesagt.

SPÖ-Chef Christian Kern betonte heute in einer Aussendung, das Thema Migration stelle eine enorme Herausforderung für Österreich und ganz Europa dar. „Um diese Herausforderung erfolgreich zu bewältigen, braucht es kühlen Kopf, entschlossenes Vorgehen und europäische Zusammenarbeit. Was es aber zur Bewältigung ganz sicher nicht braucht, sind Hetze und Verschwörungsrhetorik“, so Kern.

„Eindeutig antisemitisch eingefärbte Polemik“

Es sei daher völlig inakzeptabel, wenn FPÖ-Klubobmann Gudenus auf diesem brisanten Themenfeld mit „eindeutig antisemitisch eingefärbter Polemik zündelt und mit antisemitisch angereicherten Argumenten Ängste schürt“. Damit habe Gudenus eine rote Linie überschritten. Um Schaden von Österreich abzuwenden, müssten sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und die gesamte FPÖ-Spitze nun dringend und eindringlich überlegen, „ob Gudenus als Klubobmann im Parlament noch tragbar ist“, sagte der SPÖ-Chef.

Meinl-Reisinger: Spiel mit der Angst

„Fassungslos“ reagierte NEOS-Wien-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger auf Gudenus, der sich in dem „Presse“-Interview „auf das Niveau des Orban-Kurses begeben“ habe. „Dass ein österreichischer Politiker auf die antisemitische Politik aufspringt und damit das Spiel mit der Angst ganz bewusst noch weiter befeuert, können wir nicht einfach so stehen lassen und zur Tagesordnung übergehen“, kritisierte Meinl-Reisinger. in einer Aussendung. Der Politikstil Orbans habe in Österreich nichts verloren.

„Ich erwarte mir hier deshalb auch ganz klare Worte von Kanzler Kurz“, betonte die NEOS-Politikerin. „Bevor Sie jetzt die persönlichen Konsequenzen daraus ziehen - die ich mir selbstverständlich erwarte -, fordere ich Sie in einem ersten Schritt auf, sich öffentlich und glaubwürdig bei George Soros für ihre haltlosen Behauptungen zu entschuldigen“, so Meinl-Reisinger an Gudenus gerichtet.

Vilimsky weist Kritik zurück

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky verteidigte Gudenus gegen die Kritik. „Der schon automatisierte hysterische Aufschrei der Opposition ist völlig überzogen“, meinte Vilimsky heute in einer Aussendung.

Ein Blick über ihren „kleinen politischen Tellerrand“ hätte für die beiden Oppositionsparteien genügt, um zu erfahren, dass laut Medienberichten selbst der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Februar gesagt habe, „dass Soros hinter einer Kampagne in Israel gegen die Abschiebung afrikanischer Flüchtlinge in Drittländer“ stecke, erklärte Vilimsky.

Im Juli 2017 habe das israelische Außenministerium mitgeteilt, dass Soros Organisationen, die Israel verleumdeten und dem Land sein Recht auf Selbstverteidigung absprächen, finanziere, fügte der FPÖ-Generalsekretär hinzu.

Wirtschaft

IWF erneuert Warnung vor Gefahren für Weltwirtschaft

Trotz allgemein guter Konjunkturaussichten hält der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Warnungen vor drohenden Gefahren für die Weltwirtschaft aufrecht.

„Wachsende finanzielle Verwundbarkeiten, wachsende Spannungen im Handel und der Geopolitik und ein historisch hoher Schuldenstand bedrohen die globalen Wachstumsaussichten“, hieß es heute bei der Frühjahrstagung des IWF in Washington in der Abschlusserklärung des IWF-Finanzkomitees.

Appell an USA und China

IWF-Direktorin Christine Lagarde sah beim Treffen laut eigenen Aussagen eine Atmosphäre des Dialogs. Es sei aber auch anhaltend die Sorge formuliert werden, dass vielerorts protektionistische Schranken hochgefahren würden. Lagarde sagte, die China und die USA müssten ihren Dialog dringend fortsetzen: friedlich, diskret und stetig. Ein regelbasierter, fairer Welthandel sei unabdingbar.

Der IWF hatte in dieser Woche ein globales jährliches Wachstum von 3,9 Prozent vorhergesagt. Dies sei aber durch Schulden und Protektionismus bedroht. Die Organisation mahnte ihre Mitgliedsländer, angesichts alternder Gesellschaften und lauer Produktivität die Möglichkeit zu nutzen, um mit Strukturreformen und Schuldenabbau den gegenwärtigen Aufschwung zu stützen und widerstandsfähig auszubauen.

Irische Firma übernimmt heimische Toys"R"Us-Märkte

Für die 93 Märkte des zusammengebrochenen US-Spielwarenhändlers Toys"R"Us in Österreich, Deutschland und der Schweiz hat sich ein Käufer gefunden. Die Geschäfte einschließlich der jeweiligen Onlineshops werden vom irischen Branchenriesen Smyths Toys übernommen, wie Toys"R"Us in Zentraleuropa heute mitteilte.

Toys"R"Us Filiale

ORF.at/Carina Kainz

Der Vereinbarung müssten noch das zuständige Insolvenzgericht in den USA und Wettbewerbsbehörden zustimmen. Die Iren wollten alle Mitarbeiter und das Management in diesen drei Ländern, einschließlich der Hauptverwaltung in Köln, übernehmen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

110 Geschäfte und Onlineshops in Irland und Großbritannien

Smyths Toys betreibt der Mitteilung zufolge bereits 110 Spielwarengeschäfte und Onlineshops in Irland sowie Großbritannien und werde mit der Übernahme zum größten Händler für Spielwaren und Babyartikel in Europa.

Toys"R"Us war im vergangenen Herbst mit Milliardenschulden in die Pleite gerutscht und hatte länger erfolglos einen Investor gesucht. Nun werden alle Filialen geschlossen oder verkauft, das Unternehmen verschwindet nach über 70 Jahren vom Markt.

In Österreich hat Toys"R"Us laut „FirmenCompass“ 15 Filialen und rund 350 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz hierzulande betrug zuletzt 90 Mio. Euro, der Gewinn (EGT) lag bei 5,5 Mio. Euro.

Sport

Fußball: ManUnited bucht Finalticket im FA-Cup

Jose Mourinho darf heuer doch noch auf einen Titel mit Manchester United hoffen. Die „Red Devils“ des Portugiesen setzten sich heute im Semifinale des englischen FA-Cups dank eines Kraftaktes gegen Tottenham Hotspur durch und greift damit nach seinem 13. Erfolg im ältesten Pokalbewerb der Welt. Dabei begann die Partie im Wembley Stadium von London für die „Spurs“ nach Maß.

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Fußball: Hoffenheim führt Leipzig vor

Ralph Hasenhüttl und RB Leipzig sind in der 31. Runde der deutschen Bundesliga im Kampf um einen Platz in der Champions League nach allen Regeln der Kunst vorgeführt worden. Die „Bullen“ mussten sich heute Hoffenheim, einem Konkurrenten um die Europacup-Plätze, daheim mit 2:5 geschlagen geben. Schon zur Pause lagen die Leipziger, die ab der 47. Minute zudem zu zehnt auskommen mussten, klar zurück. Im Tabellenkeller gab der HSV ein Lebenszeichen von sich.

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Wien-Marathon: Weltrekordler hat harte Konkurrenz

Die 35. Auflage des Vienna City Marathon (VCM) kann morgen mit einer Premiere aufwarten. Erstmals läuft nämlich ein aktueller Weltrekordhalter die volle Marathon-Distanz durch die Straßen Wiens.

Zum Solo für Dennis Kimetto wird das Rennen über die klassische Distanz von 42,195 km aber nicht werden. Der 34-jährige Kenianer hatte zuletzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und plant nun sein Comeback ins internationale Rampenlicht. Die Konkurrenz im Herren-Elitefeld ist aber hart.

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Eishockey: Salzburg hadert mit verpasster Chance

Die Niederlage im Finale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) hat bei Salzburg Spuren hinterlassen. Trainer und Spieler haderten nach der gestrigen 2:3-Heimniederlage im entscheidenden siebenten Spiel gegen Bozen mit der verpassten Titelchance.

„Wir haben wieder einmal keine Tore im Powerplay geschossen. Ich glaube, das hat uns in der Serie das Genick gebrochen“, sagte Dominique Heinrich. Gleichzeitig lobten die Salzburger die Kaltschnäuzigkeit der Südtiroler, die über ein wahr gewordenes Märchen jubelten.

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Chronik

Serienstar wegen Menschenhandelverdachts festgenommen

Die US-Schauspielerin Allison Mack, bekannt aus der US-Fernsehserie „Smallville“, ist wegen des Verdachts auf Menschenhandel festgenommen worden. Der 35-Jährigen werde vorgeworfen, Frauen für eine angebliche Selbsthilfegruppe rekrutiert zu haben, in der sie zum Sex mit deren Anführer gezwungen worden seien, teilte der New Yorker Staatsanwalt Richard Donoghue mit. Die Opfer seien sowohl sexuell als auch durch ihre Arbeit ausgebeutet worden.

Die US-Schauspielerin Allison Mack

Reuters/Gus Ruelas

Brandzeichen des Sektenanführers

Anführer der Sekte sei Keith Raniere. Viele Mitglieder der ansonsten nur aus Frauen bestehenden Organisation hätten ein Brandzeichen mit seinen Initialen getragen. Sitz der Sekte sei die Hauptstadt des US-Bundesstaates New York, Albany.

Raniere wurde im März unter dem Vorwurf des Sexhandels in Mexiko festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft baute er in den vergangenen 20 Jahren eine Reihe angeblicher Selbsthilfeprogramme innerhalb seiner Dachorganisation namens Nxivm (ausgesprochen Nexium) auf und betrieb Einrichtungen in den USA, Mexiko, Kanada und Südamerika.

Die Kurse kosteten mehrere tausend Dollar und die Teilnehmerinnen wurden dazu ermutigt, für Zusatzkurse zu zahlen und andere Mitglieder zu werben, um innerhalb der Organisation aufzusteigen.

Rekrutierung von Schauspielerinnen

Mack soll mit Raniere zusammen ein Programm zur Rekrutierung von Schauspielerinnen gegründet haben. Laut Staatsanwaltschaft soll sie zu den ranghöchsten Mitgliedern der Organisation direkt unterhalb von Raniere gehören.

Mack spielte in der TV-Serie „Smallville“, die die Kindheit und den Aufstieg von Superman erzählt, sowie in den Filmen „Liebling, jetzt haben wir uns geschrumpft“ und „Lucas, der Ameisenschreck“.

Tote bei Gasexplosion in chilenischem Krankenhaus

Bei einer schweren Gasexplosion in einem Krankenhaus in Chile sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen seien bei dem Unglück in der Stadt Concepción verletzt worden, sagte der örtliche Polizeichef Rodrigo Medina heute im Radiosender Cooperativa. Auf Fotos waren schwere Schäden zu sehen.

Zerstörung nach Gasexplosion

APA/AFP/Dragomir Yankovic

Vor der Explosion sei in der Klinik Gas ausgetreten, sagte Bürgermeister Alvaro Ortiz der Zeitung „La Tercera“. Mitarbeiter der Gasfirma überprüften daraufhin die Leitungen und ordneten eine Evakuierung des Krankenhauses an. Gerade als Ärzte und Patienten in das Gebäude zurückkehrten, ereignete sich die Explosion.

Das Sanatorio Aleman wurde 1897 in Concepcion gegründet. Heute ist es nach eigenen Angaben die größte Klinik in der Region.

Nach Explosion: Zwangspause für Hunderte Flugzeuge

Nach der Triebwerksexplosion einer Boeing 737 der Fluglinie Southwest Airlines in den USA zu Wochenbeginn, bei der eine Passagierin fast durch ein Fenster gezerrt wurde und daraufhin starb, müssen mit Anweisung von gestern weltweit fast 700 Maschinen gleichen Typs auf dem Boden bleiben. In der Zwangspause sollen die Triebwerke auf mögliche Schäden überprüft werden. Nach der Explosion am Dienstag hatten sich dramatische Szenen in dem Flugzeug abgespielt. Die Pilotin der Maschine, die notlanden musste, wurde danach als Heldin gefeiert.

Mehr dazu in Fast 700 Triebwerke betroffen

Glimmbrand in Linzer Krankenhaus - Patienten verlegt

Wegen eines Glimmbrandes in einer Zwischendecke des Spitals „Med Campus III“ in Linz sind heute Mittag 48 Patienten von drei Stationen auf andere Stationen des Spitals verlegt worden. Laut der Sprecherin des Kepler-Universitätsklinikums wurde niemand verletzt. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Linz stand im Einsatz.

Im Zuge von Sanierungsarbeiten am Dach des Bau A sei es in den oberen Stockwerken zu einem Glimmbrand in einer Dehnungsfuge gekommen, erläuterte die Kliniksprecherin. Durch die Rauchentwicklung sei man auf den Brand aufmerksam geworden. Patienten oder Mitarbeiter seien nicht gefährdet gewesen, so die Sprecherin. Es habe weder ein offenes Feuer noch Panik im Haus gegeben.

Laut Feuerwehr konnte der Dehnfugenbrand mit Wärmebildkameras rasch lokalisiert werden. Für die Löscharbeiten mussten Wände aufgestemmt werden. Die Klinik will den regulären Betrieb möglichst schnell wieder aufnehmen.

Kultur

Sophie Rois wird Ensemblemitglied am Deutschen Theater

Sophie Rois, langjährige Schauspielerin an der Berliner Volksbühne, wird Ensemblemitglied am Deutschen Theater (DT) Berlin. Ihren Einstand gibt die 56-jährige Österreicherin im Herbst in einer Inszenierung von Rene Pollesch, wie die „Berliner Zeitung“ (Wochenendausgabe) berichtet. Das Theater bestätigte den Wechsel von Rois zum Deutschen Theater.

Die deutsche Schauspielerin Sophie Rois

APA/dpa/Soeren Stache

Zu ihren Vertragsverhandlungen mit dem DT-Intendanten sagte Rois der Zeitung: „Ulrich Khuon hat mir das Angebot gemacht, ins Ensemble zu kommen. Und ich habe gesagt, dass das keine gute Idee ist, weil ich für einen Intendanten eine ziemliche Zumutung bin.“

Eigentlich habe sie frei als Schauspielerin arbeiten wollen, aber nach einigen Gesprächen hätten sie das Geschäft mit Handschlag besiegelt. „Er war extrem cool.“ Rois war lange Jahre an Frank Castorfs Volksbühne engagiert, unter dem neuen und per Mitte April bereits wieder abgegangenen Intendanten Chris Dercon hatte sie Ende vergangenen Jahres dort jedoch gekündigt.

„Zeit für Utopien“: Doku sucht Wege zu anderer Wirtschaft

Kritische österreichische Dokumentarfilme der Nullerjahre haben sich hauptsächlich dem Aufzeigen von Missständen gewidmet. „We feed the World“, „Darwin’s Nightmare“ und „Workingman’s Death“ richteten die Kamera dorthin, wo die negativen Auswirkungen der globalisierten Wirtschaft am sichtbarsten sind.

Mit „Zeit für Utopien“ bringt Kurt Langbein nun einen Film in die Kinos, der Menschen und Projekte porträtiert, die versuchen, Alternativen zum vorherrschenden Wirtschaftssystem zu etablieren.

Ökologische Grenzen

Die aktuelle Situation sei alarmierend, sagt der Ökonom Niko Paech in „Zeit für Utopien“: Um die ökologischen Grenzen des Planeten nicht zu überschreiten, dürfte jedes Individuum heute nur noch 2,5 Tonnen CO2 pro Jahr emittieren. Der Durchschnitt in Mitteleuropa liegt allerdings bei rund elf Tonnen pro Jahr.

Diese „imperiale“ Lebensweise gehe auf Kosten der Umwelt sowie der Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten. Sie sei nicht nur tief in die täglichen Gewohnheiten eingeschrieben: Eine Wirtschaft ohne Wachstum scheine unvorstellbar. „Wir müssen also radikal umdenken“, sagt die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann im Film.

Langbein zeigt Projekte, in denen dieses Umdenken versucht wird: Er porträtiert Landwirtschaftsprojekte in Bayern, Österreich und Südkorea, ein gemeinschaftliches Wohnprojekt in Zürich, eine von Arbeitern in Selbstverwaltung geführte Teebeutelfabrik in Frankreich sowie Produktionsorte von Rohstoffen, die für das „Fairphone“ - ein „faires“ Smartphone – verwendet werden.

Petra Wähning, die im Film vorgestellt wird, war für den Werbezeitenverkauf bei Pro7/Sat1 zuständig, bevor sie sich der Landwirtschaft zuwandte. Heute arbeitet sie in einer genossenschaftlichen Struktur mit, die Kunden in Bayern mit lokalen biologischen Lebensmitteln versorgt.

Die Genossenschaft Hansalim aus Südkorea, die 600.000 Mitglieder zählt, arbeitet nach vergleichbaren Prinzipien, die Bauern werden in die Produktionsplanungen einbezogen.

Große Herausforderungen

Doch der Film zeigt auch, mit welchen Herausforderungen die Betreiberinnen und Betreiber der Projekte konfrontiert sind. Im Kongo sowie in Uganda zeigt der Film die entsetzlichen Bedingungen, unter denen Gold und Kupfer abgebaut werden.

Die Produktmanagerin des „Fairphones“ bemüht sich redlich, eine Art „Fairness“ herzustellen, stößt aber immer wieder an Grenzen. Schnitt nach Zürich, in das Wohnprojekt „Kalkbreite“: Hier lässt es sich gut leben, und zwar mit weit geringeren ökologischen Fußabdruck als in konventionellen Wohnungen.

Doch wird dieses Experiment auch von einem der reichsten Staaten der Welt abgesichert. Hier muss niemand vor Rebellengruppen flüchten oder in Minen schuften. Langbein zeigt die Diskrepanzen in den Lebensbedingungen und hat mit „Zeit für Utopien“ einen eindrücklichen und wichtigen Film in die Kinos gebracht.

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Religion

Frauen beraten erstmals Glaubenskongregation

Papst Franziskus hat erstmals Frauen als Beraterinnen für die Glaubenskongregation ernannt. Unter den fünf neu ernannten Beratern, die der Vatikan laut Kathpress heute bekanntgab, sind drei Frauen. Zu ihnen gehört die Juristin Linda Ghisoni, die im November bereits zur Untersekretärin im Dikasterium für Laien, Familie und Leben ernannt wurde.

Außerdem ernannte Franziskus die Fundamentaltheologin Michelina Tenace von der Päpstlichen Universität Gregoriana und die Pariser Theologin Laetitia Calmeyn zu Beraterinnen der Glaubenskongregation.

Für fünf Jahre ernannt

In der Internationalen Theologischen Kommission, die der Glaubenskongregation angegliedert ist, gibt es schon länger Frauen. Die beiden anderen neu ernannten Konsultoren der Kongregation sind Sergio Paolo Bonanni, ebenfalls Theologe an der Gregoriana, sowie Manuel Jesus Arroba Conde, Kirchenjurist an der Päpstlichen Lateran-Universität.

Die insgesamt 30 Berater der Kongregation, Konsultoren genannt, werden für fünf Jahre ernannt und arbeiten den Mitgliedern der Glaubenskongregation zu. Die Konsultoren treffen sich in der Regel wöchentlich. Die behandelten Fragen sowie die Gutachten der Konsultoren werden anschließend dem Kollegium der Mitglieder der Kongregation zur Entscheidung vorgelegt. Dieses trifft sich in der Regel monatlich.

Leute

Vier ehemalige US-Präsidenten bei Bush-Begräbnis

Rund 1.500 Trauergäste und vier ehemalige US-Präsidenten haben heute in Houston (Texas) Abschied von der früheren First Lady Barbara Bush genommen. „Sie hat unser Leben mit Lachen und Freude erfüllt“, sagte ihr Sohn Jeb Bush in der St. Martin’s Episcopal Church sichtlich bewegt in seiner Trauerrede. Barbara Bush war am Dienstag im Alter von 92 Jahren gestorben.

Verabschiedung von Barbara Bush

APA/AFP/Jack Gruber

Die ehemaligen Präsidenten, Barbara Bushs Witwer George H.W. (93) und ihr Sohn George Bush, nahmen ebenso Abschied wie First Lady Melania Trump. Neben ihnen saßen Hillary und Bill Clinton und das vormalige First Couple Barack und Michelle Obama mit in der ersten Reihe.

Verabschiedung von Barbara Bush

Reuters/David Philip

Trump spielt Golf

US-Präsident Donald Trump war derweil in Florida zum Golfen. Er hatte zuvor ausrichten lassen, „aus Respekt vor der Bush-Familie“ nicht an der Zeremonie teilnehmen zu wollen. Trump twitterte heute, er denke an die Bush-Familie, bete für sie und werde die Feier an diesem „wundervollen Tag“ im Fernsehen verfolgen.

Im Anschluss an die Feier sollte die Verstorbene an der Bush Library an der Texas A&M University beigesetzt werden, gut 160 Kilometer nordwestlich von Houston. Barbara Bushs letzte Ruhestätte liegt ganz in der Nähe des Grabes ihrer Tochter Robin, die 1953 im Alter von drei Jahren an Leukämie gestorben war.

Ständchen und Kanonenschüsse zum Geburtstag der Queen

Zu Ehren des 92. Geburtstags der britischen Königin Elizabeth II. gab es heute zahlreiche Glückwünsche und ein Ständchen. Am Vormittag spielte die Kapelle der Gardesoldaten bei strahlendem Sonnenschein auf Schloss Windsor „Happy Birthday“ während des Wachwechsels, wie es auf dem Twitter-Account der Königsfamilie hieß.

Queen Elizabeth II.

Reuters/Toby Melville

Mittags donnerten die Kanonen am Tower von London und anderen Orten in der britischen Hauptstadt. Für den Abend war ein Konzert in der Royal Albert Hall mit Stars wie Tom Jones, Kylie Minogue, Craig David und Sting geplant. Auch weitere Mitglieder der Königsfamilie sollten daran teilnehmen.

Viele Glückwünsche kamen per Twitter. Der ehemalige Premierminister David Cameron schrieb: „Alles alles Gute zum Geburtstag für Ihre Majestät die Queen! Es kann keinen besseren Staatsdiener geben - haben Sie einen wundervollen Tag Ma’am.“ Die offizielle Geburtstagsfeier der Queen findet traditionell erst im Juni statt, wenn in Großbritannien für gewöhnlich besseres Wetter ist als im April.