Ausland

„Welt“: EU will Türkei bei Visafreiheit mehr Zeit geben

Die Türkei soll einem Zeitungsbericht zufolge mehr Zeit bekommen, um die Voraussetzungen für die Visafreiheit zu erfüllen. Die EU-Kommission wolle nun erst Mitte Juni einen endgültigen Abschlussbericht vorlegen, in dem sie entscheide, ob die notwendigen Kriterien erfüllt seien, berichtete die deutsche „Welt“ heute unter Berufung auf EU-Kreise.

Die EU-Kommission werde am Mittwoch zwar generell eine Aufhebung der Visapflicht für türkische Staatsbürger empfehlen, sie werde diese Entscheidung aber unter Vorbehalt stellen. Ankara habe dann bis Mitte Juni Zeit, unter anderem bei der Datenschutzgesetzgebung, bei den Anti-Terror-Gesetzen und bei der Korruptionsbekämpfung nachzubessern.

Außerdem müssten bis Juni alle Voraussetzungen für die Ausgabe von biometrischen Pässen erfüllt werden. Für eine Aufhebung der Visapflicht muss die Türkei 72 Bedingungen erfüllen.

Fünf Jahre nach Bin-Laden-Tod: Al-Kaida unter Druck

Vor fünf Jahren, am 2. Mai 2011, haben US-Elitesoldaten den meistgesuchten Terroristen der Welt, Osama bin Laden, in dessen Haus im pakistanischen Abbottabad erschossen. Sein Tod schwächte Al-Kaida, das Terrornetzwerk konnte seinen charismatischen Gründer nicht adäquat ersetzen.

Gut sechs Wochen nach Bin Ladens Tod übernahm der Ägypter Aiman al-Sawahiri als bisherige Nummer zwei von Al-Kaida die Führung. Wie sein Vorgänger lebt Sawahiri im Untergrund. Als sein zweiter Mann gilt Nasser al-Wuhaischi. Der aus dem Jemen stammende Extremist stieg in den 1990er Jahren als Privatsekretär Bin Ladens in der Organisation auf.

„Diffuses globales Netztwerk“

Bereits in den Jahren vor Bin Ladens Tod hatte sich Al-Kaida strukturell gewandelt und zunehmend auf Regionalisierung gesetzt. Aus der einst straff organisierten Terrororganisation wurde ein „diffuses globales Netzwerk“, wie es in einer Analyse des wissenschaftlichen Dienstes im US-Kongress heißt.

Es gehe um eine über die Welt verstreute ideologische Bewegung - mehr oder minder unabhängig von der einstigen Kommandozentrale im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Diese blieb zwar der ideologische Kopf, Anschläge werden aber zunehmend von regionalen Ablegern organisiert und ausgeführt. Dazu gehören Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) und Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP).

IS als Konkurrenz

In den vergangen Jahren rief Al-Kaida in Internetbotschaften wiederholt zu „Einsamer Wolf“-Attacken auf, die keine große Organisation erfordern. Dezentral geplante Taten von Einzeltätern oder kleinen Gruppen sollen von Polizei und Geheimdiensten schwer vereitelt werden können.

Seit einigen Jahren sieht sich das Terrornetzwerk zunehmend in Konkurrenz zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Terrormiliz ging aus einem Al-Kaida-Ableger hervor und ging 2013 auf Expansionskurs.

Es entwickelte sich ein blutiger Konkurrenzkampf. Im Jänner 2015 bekannte sich Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel zum Angriff auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris. Einer der Attentäter von Paris bekannte sich vor seinem Tod allerdings zum IS. Während IS-Terroristen im November 2015 erneut in Paris und im April 2016 in Brüssel zuschlugen, griff der Al-Kaida-Ableger AQMI in Afrika Hotels in Mali, Burkina Faso und zuletzt in der Elfenbeinküste an.

Verletzte bei Anschlag im Südosten der Türkei

Im Südosten der Türkei sind bei einem Autobombenanschlag mindestens zehn Menschen verletzt worden. Der Anschlag habe sich vor einer Wache der Gendarmerie in der Stadt Dicle in der Provinz Diyarbakir ereignet, sagten Sicherheitskräfte gestern Abend. Zahlreiche Krankenwagen seien zur Station geeilt. Hinter dem Angriff werden kurdische Extremisten vermutet.

Seit dem Zusammenbruch eines zweieinhalb Jahre geltenden Waffenstillstands im vergangenen Sommer gibt es im türkischen Südosten regelmäßig Gefechte zwischen Armee und Rebellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Dabei wurden Tausende Extremisten und Hunderte Zivilisten getötet.

Seit Jahresbeginn mehren sich die Attentate in der Türkei. Bei einem Autobombenanschlag auf eine Polizeiwache in der südosttürkischen Stadt Gaziantep waren am Sonntag zwei Beamte getötet worden. Nach Angaben des Provinzgouverneurs wurden dort zudem 19 Polizisten und vier Zivilisten verletzt.

Kerry zu Syrien-Gesprächen in Genf

US-Außenminister John Kerry hat gestern Abend diplomatische Gespräche in Genf aufgenommen, um ein Scheitern der Waffenruhe in Syrien abzuwenden. Bei seiner Ankunft erinnerte Kerry daran, dass der UNO-Sicherheitsrat eine „landesweite Einstellung der Kämpfe“ und einen Zugang für humanitäre Hilfe gefordert habe.

Er hoffe darauf, bei seinen Gesprächen „einigen Fortschritt“ in dieser Richtung zu erzielen. Auf seinem Programm standen Begegnungen mit den Außenministern Jordaniens und Saudi-Arabiens sowie mit dem UNO-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura.

In den vergangenen Tagen hatte Kerry wiederholt auch die Regierung in Moskau aufgefordert, ihren Einfluss auf die syrische Führung zu nutzen, um ein Ende der Luftangriffe auf die Stadt Aleppo zu erwirken. „Wir reden direkt mit den Russen, auch jetzt“, sagte Kerry in Genf.

Russland bemüht sich um Frieden

Mittlerweile bemüht sich Russland entgegen der zuvor ablehnenden Haltung nun doch um eine Einhaltung der Waffenruhe in der nordsyrischen Stadt Aleppo. „Es laufen aktive Verhandlungen, um ein ‚Regime des Schweigens‘ in der Provinz Aleppo zu etablieren“, sagte Generalleutnant Sergej Kuralenko laut russischen Nachrichtenagenturen.

Er rief „alle Seiten“ auf, die US-russischen Bemühungen um die Rettung der vor zwei Monaten ausgerufenen Feuerpause zu unterstützen. Noch am Vortag hatte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow gesagt, Moskau werde die syrische Regierung nicht zum Stopp der Luftangriffe auf Aleppo drängen. Die anhaltend schweren Kämpfe in Aleppo gefährend mittlerweile den ganzen Friedensplan.

Demonstranten ziehen aus Regierungsbezirk in Bagdad ab

Nach der Erstürmung des irakischen Parlaments haben sich die Demonstranten aus dem Regierungsviertel in Bagdad wieder zurückgezogen.

Hunderte Anhänger des schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr verließen gestern Abend den streng abgeriegelten Bezirk friedlich, nachdem sie ihre Forderungen nach politischen Reformen vorgebracht hatten. Eine Sprecherin sagte im Fernsehen, dass die Demonstranten am Freitag zu einer großen Kundgebung zurückkehren wollten, um den Druck auf die Regierung aufrechtzuerhalten.

Am Samstag stürmten wütende Demonstranten die Hochsicherheitszone im Zentrum Bagdads und drangen ins Parlament ein. Sie protestierten gegen ein dort kurz zuvor gescheitertes Votum über eine Regierungsreform, mit der Korruption bekämpft werden sollte.

Mehr dazu in Botschaften abgeriegelt

Steinmeier und Ayrault sicherten Mali Hilfe zu

Deutschland und Frankreich haben Mali Unterstützung bei der weiteren Stabilisierung des Landes zugesichert. Die beiden Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Jean-Marc Ayrault lobten zu Beginn eines gemeinsamen Besuchs in der Hauptstadt Bamako gestern Abend (Ortszeit) das ausgehandelte Friedensabkommen zwischen Zentralregierung und Rebellengruppen.

Allerdings sei „noch vieles zu tun, um dieses Friedensabkommen tatsächlich in die Tat umzusetzen“, sagte Steinmeier. Der Norden des Landes war 2012 für einige Monate in der Hand teils islamistischer Rebellen gewesen, bevor er Anfang 2013 von Truppen unter französischer Führung zurückerobert wurde. Ayrault sagte: „Ohne die Intervention wäre Mali heute unter Kontrolle der Terroristen.“ Islamistische Gruppierungen terrorisieren die Gegend bis heute.

Puerto Rico zahlt Schulden nicht zurück

Das hoch verschuldete US-Territorium Puerto Rico zahlt 422 Millionen Dollar (370 Mio. Euro) an Schulden der staatlichen Government Development Bank nicht zurück. Gouverneur Alejandro Garcia Padilla sagte in einer gestern im Fernsehen übertragenen Rede, er habe ein Moratorium verhängt.

Insgesamt 70 Mrd. Dollar

Puerto Rico sieht sich nicht in der Lage, seinen Schuldenberg von insgesamt 70 Milliarden Dollar abzutragen. Das Territorium befindet sich seit Jahren in der Krise. Der Tourismus wächst nicht so stark wie erhofft, die Zahl der Steuerzahler nimmt ab. Tausende ziehen jährlich auf das US-Festland.

Die Government Development Bank hätte die 422 Millionen Dollar schwere Rate heute zurückzahlen müssen. Das US-Territorium war schon früher Zahlungen schuldig geblieben, doch noch nie eine so hohe Summe. Mit seiner Entscheidung erhöht Garcia Padilla den Druck auf den US-Kongress, der Insel unter die Arme zu greifen. Bis zum 1. Juli muss Puerto Rico weitere 1,9 Milliarden Dollar zurückzahlen.

Puerto Rico ist kein US-Staat, sondern ein Außengebiet mit Selbstverwaltung. Die Bewohner der Insel sind zwar US-amerikanische Staatsbürger, haben aber beispielsweise bei der Präsidentenwahl kein Stimmrecht.

Inland

Sport

Tennis: „Schmerzhafte“ Niederlage für Thiem

Die Dreisatzniederlage im Finale von München gegen Philipp Kohlschreiber (GER) ist Dominic Thiem unmittelbar nach dem Match tief in den Knochen gesteckt. „Auch wenn das natürlich schwer zu sagen ist, die Niederlage ist natürlich extrem schmerzhaft“, sagte Österreichs Nummer eins nach zwei verlorenen Tiebreaks. Thiem kann aus Deutschland aber viel Positives mitnehmen: Drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt bei den French Open passt die Sandplatzform - Paris und davor noch Madrid können kommen.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Formel 1: Rosberg siegt auch in Sotschi souverän

Vizeweltmeister Nico Rosberg hat die Formel 1 weiter fest im Griff. In Sotschi dominierte der deutsche WM-Leader gestern auch das vierte Saisonrennen und feierte im Mercedes einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Sein Teamkollege Lewis Hamilton arbeitete sich noch auf Rang zwei vor.

Während das Mercedes-Duo über den neuen Rekord von 25 Doppelsiegen jubelte, hätte das Rennen für die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel nicht unterschiedlicher verlaufen können.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Meisterfeier von Leicester City vertagt

Leicester City ist dem Gewinn des englischen Meistertitels gestern einen weiteren Schritt näher gekommen. Ein 1:1 bei Rekordchampion Manchester United im Old Trafford reichte den „Foxes“ mit ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs aber noch nicht zur Krönung.

Sollte Verfolger Tottenham aber heute Abend beim entthronten Titelverteidiger Chelsea nicht gewinnen, ist die Sensation perfekt.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Katars Staatsfonds will weniger in Europa investieren

Der katarische Staatsfonds (QIA) will Insidern zufolge seine Investitionen in Europa zurückschrauben. Der Fonds, der unter anderem an Volkswagen und Credit Suisse beteiligt ist, sei in der Region „zu stark engagiert“, sagten mit den Plänen vertraute Personen gestern. Dies habe eine interne Überprüfung der Anlagestrategie ergeben.

Direkte Investitionen sollten deshalb verringert werden. Im Gegenzug strebe der Fonds an, mehr Kapital bei externen Vermögensverwaltern zu parken. Vor allem Asien und die USA seien im Blick.

VW und Glencore als Grund genannt

Ein Grund für den Sinneswandel sei die Entwicklung bei Volkswagen und dem Rohstoffhändler Glencore. Es gebe aber keine Anzeichen, dass Katar seine Beteiligungen an großen europäischen Firmen reduzieren werde, sagte einer der Insider. Der Fonds ist schätzungsweise 256 Milliarden Dollar (224,50 Mrd. Euro) schwer und hatte bisher Europa als Anlageschwerpunkt. Er besitzt unter anderem auch das Londoner Nobelkaufhaus Harrods. QIA wollte sich nicht dazu äußern.

Katar war vor einigen Jahren bei Volkswagen eingestiegen und ist mit 17 Prozent der Stimmrechte der drittgrößte Aktionär des Autobauers. Der Anteil ist aktuell gut elf Milliarden Euro wert. Doch hat die VW-Aktie nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals deutlich verloren. Zudem stößt Katar mit seinem Wunsch nach einem Sitz im mächtigen Präsidium des VW-Aufsichtsrats Eingeweihten zufolge auf erheblichen Widerstand.

Glencore leidet unter dem Verfall der Rohstoffpreise, seit 2015 hat die Aktie 49 Prozent verloren. Der Anteil Katars von neun Prozent ist aktuell rund 2,6 Milliarden Euro wert.

Milliardenfusion im Ölgeschäft vor Aus

Die beiden US-Öldienstleister Halliburton und Baker Hughes nehmen einem Insider zufolge Abstand von ihrer geplanten milliardenschweren Fusion. Die Konzerne dürften bereits heute das Aus für das Vorhaben bekanntgeben, sagte eine mit der Angelegenheit vertrauter Person.

Grund für die Entscheidung sei der Widerstand der US-amerikanischen und europäischen Kartellbehörden. Halliburton werde Baker Hughes eine Konventionalstrafe von 3,5 Milliarden Dollar (3,07 Mrd. Euro) zahlen. Von Halliburton und Baker Hughes war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Durch die Fusion der Nummer zwei und Nummer drei wäre der weltgrößte Öldienstleister entstanden.

Die Unternehmen hatten ihre 35 Milliarden Dollar schweren Fusionspläne bereits im November 2014 bekanntgegeben. Danach kam es zu vielen Verzögerungen. Zuletzt hatten beide Seiten über Verkäufe von Geschäftsbereichen beraten. Halliburton setzen wie auch der Konkurrenz die stark gefallenen Ölpreise zu, da Kunden ihre Ausgaben zurückgefahren haben.

Abgasskandal: Deutschland erwartet noch mehr Rückrufe

Infolge des Abgasskandals werden in Europa voraussichtlich noch mehr Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen als bisher bekannt. Mit Suzuki und Renault hätten auch die ersten internationalen Hersteller Rückrufaktionen signalisiert, sagte Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).

Bisher haben deutsche Hersteller den Rückruf von 630.000 Autos angekündigt. Dobrindt hatte nach Bekanntwerden der massenhaften Abgasmanipulation bei Volkswagen Tests an „relevanten“ Dieselfahrzeugen in- und ausländischer Hersteller angeordnet. Dabei waren teils hohe Emissionen an gesundheitsschädlichem Stickoxid gemessen worden.

Ministerium erhöht Druck

Betroffen waren neben den deutschen Herstellern Audi, Mercedes, Opel, Porsche und VW auch ein Dutzend ausländischer Anbieter wie Ford, Jaguar, Chevrolet oder Dacia. Viele hatten zunächst offen gelassen, wie sie auf die Vorwürfe reagieren.

Daher erhöht das deutsche Verkehrsministerium nun auch auf internationale Behörden und Hersteller den Druck. „Wir sind in Kontakt mit allen betroffenen Zulassungsbehörden. Ich erwarte, dass sie so hart durchgreifen wie wir und für Rückrufe sorgen“, sagte Dobrindt der „SZ“. „Sollte ein Rückruf nicht freiwillig klappen, werden wir auch das öffentlich diskutieren.“

Die Abgastests sollen in den kommenden Monaten zudem weiter gehen. Die zuständige Kommission werde nicht aufgelöst, kündigte Dobrindt an. „Sie wird weiter benötigt.“ Im Vordergrund stehe momentan die Messung der Stickoxidemissionen. Dobrindt deutete jedoch auch eine mögliche Ausdehnung der Tests an. „Auch CO2 kann uns beschäftigen. Unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende.“

BAWAG „optimiert“ Filialen: Bis zu 200 Jobs weg

Die BAWAG „optimiert ihr Filialgeschäft“ und wird dabei weitere 180 bis 200 Beschäftigte abbauen. Das berichtet „Der Standard“ in seiner Wochenendausgabe. 70 bis 80 der betroffenen Mitarbeiter sollen an ihren eigentlichen Arbeitgeber, die Österreichische Post, zurückgeschickt werden, heißt es in dem Bericht.

Wie die „Optimierung des Filialnetzes“ genau aussehen wird, wollte eine BAWAG-Sprecherin der Zeitung nicht verraten. Man werde aber ins Onlinebanking investieren und „in den Ausbau unseres telefonisch zu erreichenden Kundenberatungscenters“.

Vertriebschef Arno Wohlfahrter werde die Restrukturierung nicht mit umsetzen, heißt es in dem Bericht weiter. Er habe das Unternehmen Ende April verlassen und werde Chef von Metro Österreich.

Chronik

Kultur

U2-Gitarrist The Edge rockt in Sixtinischer Kapelle

The Edge, Gitarrist der irischen Rockband U2, ist der erste Rockstar, der in der Sixtinischen Kapelle spielen durfte. Der Auftritt fand Samstagabend vor etwa 200 Medizinern, Forschern und Unterstützern statt, die sich für eine Konferenz zu Stammzellenmedizin unter dem Titel „Cellular Horizons“ im Vatikan eingefunden hatten. Den Ort bezeichnete er als „die schönste Pfarrhalle der Welt“.

The Edge trat mit einem Chor von sieben irischen Jugendlichen auf, trug sein typisches schwarzes Wollhauberl, spielte Akustikgitarre und sang eine Coverversion von Leonard Cohens „If It Be Your Will“ sowie die U2-Songs „Yahweh“, „Ordinary Love“ und „Walk On“, berichtete der englischsprachige Dienst der Nachrichtenagentur Reuters.

„Normalerweise dieser andere Typ“

Der Vater des Musikers sei vergangenen Monat an Krebs gestorben, seine Tochter habe eine Leukämie-Erkrankung überstanden. The Edge, der mit bürgerlichem Namen David Evans heißt, engagiere sich für mehrere Stiftungen für Krebsvorsorge.

Er erzählte dem Publikum scherzhaft, er sei erstaunt gewesen, als er gefragt wurde, ob er der erste zeitgenössische Künstler sein wolle, der in der von Michelangelo im 16. Jahrhundert ausgemalten Kapelle auftrete. „Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, denn normalerweise ist da dieser andere Typ, der singt“, spielte er auf U2-Frontman Bono an.

Gesundheit

Science

Lifestyle

„Solar Impulse 2“ macht sich auf Weg nach Arizona

Das Schweizer Sonnenflugzeug „Solar Impulse 2“ will heute in den US-Staat Arizona weiterfliegen. Nach rund einer Woche Pause im kalifornischen Mountain View solle das Solarflugzeug um 14.00 Uhr MESZ starten, teilten die Betreiber gestern (Ortszeit) mit.

Für die etwa 1.200 Kilometer in die Stadt Phoenix in Arizona werde das Flugzeug wohl rund 16 Stunden brauchen.

Mehr als 17.000 Solarzellen

Zuvor war das Solarflugzeug von Hawaii aus fast drei Tage nonstop nach Kalifornien geflogen. „Solar Impulse 2“ war im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi zu seiner Weltumrundung gestartet und über Indien und China nach Hawaii geflogen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team um Bertrand Piccard (58) und seinen Kollegen Andre Borschberg (63) auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen.

Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Tragflächen liefern die Energie für die Motoren der einsitzigen Karbonfasermaschine. Das Projekt soll die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufzeigen.

Zehntausende radelten für guten Zweck durch New York

Mehr als 30.000 Menschen sind bei strömendem Regen für den guten Zweck durch New York geradelt. Die „5 Boro Bike Tour“, die in diesem Jahr schon zum 39. Mal stattfand, führte gestern (Ortszeit) über rund 65 Kilometer durch fünf Stadtteile der Millionenmetropole: Manhattan, Queens, Brooklyn, Staten Island und Bronx.

Zahlreiche Straßen waren für die nach Veranstalterangaben größte Benefiz-Radtour der Welt abgesperrt. Am Straßenrand jubelten trotz des regnerischen Wetters Zuschauer, und Bands machten Musik. Mit dem Erlös der jährlichen Tour finanzieren die Veranstalter hauptsächlich Fahrradkurse für Kinder.

Österreichs Kinder schwimmen zu wenig

Das Thema Schwimmunterricht für Kinder ist, egal ob in Kindergärten oder Volksschulen, eine heiße Kartoffel: schwer zu organisieren, mit größerem Ortswechsel verbunden - und beladen mit Ängsten, meist der Eltern. Alle wollen, dass Kinder schwimmen lernen. Manche schaffen es sogar, es ihren Kindern selbst beizubringen. Doch in Kursen bleibt meist das Gefühl, dass alle erleichtert sind, wenn sich die Kleinen halbwegs über Wasser halten können. Dabei lernen fast alle Kinder einen falschen Brustschwimmstil - und nicht jene Wasserkompetenz, die in kritischen Situationen entscheidend sein kann.

Mehr dazu in „Viele glauben, strampeln reicht schon“