Ausland

Französische Reporter nach Geiselhaft in Syrien heimgekehrt

Nach zehn Monaten in der Gewalt ihrer Entführer in Syrien sind vier französische Journalisten wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Didier Francois, Edouard Elias, Nicolas Henin und Pierre Torres landeten heute Früh auf der Luftwaffenbasis Evreux in der Normandie, wie aus dem Elysee-Palast verlautete.

Nach einem kurzen Zwischenstopp sollen sie mit einem Hubschrauber zum Militärflughafen Villacoublay bei Paris gebracht werden, wo sie am Vormittag von Frankreichs Staatschef Francois Hollande und ihren Familien empfangen werden.

Der Radioreporter Francois vom Sender Europe-1 und der Fotograf Elias waren am 6. Juni 2013 nördlich von Aleppo verschleppt worden. Der Reporter Henin vom Magazin „Le Point“ und der freie Fotograf Torres wurden zwei Wochen später nahe der Stadt Rakka entführt.

An türkischer Grenze gefunden

Türkische Soldaten hatten die Männer in der Nacht auf gestern mit verbundenen Augen und gefesselten Händen an der Grenze gefunden, wie die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Sie trugen lange Bärte und Haare, wirkten erschöpft und zugleich sehr erleichtert.

„Ich bin sehr froh, frei zu sein“, sagte der 53-jährige Francois einem türkischen Reporter in Akcakale. „FREI!!!“ schrieb Henin wenig später auf seinem Facebook-Profil. Trotz der langen Geiselhaft seien die vier „bei guter Gesundheit“, erklärte Präsident Hollande.

Tote bei Angriff auf Sicherheitskräfte in Ägypten

Bei einem Angriff auf Sicherheitskräfte in Ägypten sind ein Polizist und ein Soldat getötet worden. Wie das Staatsfernsehen berichtete, hatten Bewaffnete aus einem Auto heraus das Feuer eröffnet, als sie heute an einer Straßenkontrolle östlich der Hauptstadt Kairo gestoppt wurden.

Seit den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär Anfang Juli 2013 häufen sich die Angriffe auf Sicherheitskräfte. Die Übergangsregierung macht die inzwischen verbotene Muslimbruderschaft dafür verantwortlich. Die Islamisten weisen die Vorwürfe zurück.

Ende Mai wählt Ägypten einen neuen Präsidenten. Beobachter rechnen mit der Wahl des früheren Militärchefs Abdul Fattah al-Sisi in das höchste Staatsamt.

Zusammenstöße auf dem Tempelberg

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Polizisten gekommen. Kurz nach der Öffnung des Geländes für Besucher und Touristen seien heute Früh Steine auf die dort eingesetzten Beamten geworfen worden, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld.

Die Polizei setzte daraufhin Blendgranaten ein, die Demonstranten zogen sich in die Al-Aksa-Moschee zurück, in die israelische Polizisten nicht eindringen dürfen. Bei den Zusammenstößen gab es nach Polizeiangaben 16 Festnahmen, zwei Polizisten wurden verletzt.

Die Lage am Tempelberg, einer der heiligsten Stätten des Judentums und des Islams, ist bereits seit einer Woche sehr angespannt. Gestern seien acht Palästinenser festgenommen worden, teilte die israelische Polizei mit. Am Mittwoch waren bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften dutzende Palästinenser verletzt worden, nachdem jüdische Besucher Zugang zu dem Gelände erhalten hatten, auf dem die al-Aksa-Moschee und der Felsendom stehen.

Zehntausende Pilger zum Pessachfest

In Jerusalem halten sich zurzeit Zehntausende christliche Pilger und andere ausländische Besucher auf. Das jüdische Pessachfest fällt in diesem Jahr mit dem christlichen Osterfest zusammen. Vor dem Pessachfest hatten jüdische Ultranationalisten dazu aufgerufen, in großer Zahl auf dem Tempelberg zu beten.

Am Montag nahm die israelische Polizei fünf Juden fest, die ein Lamm auf dem Tempelberg opfern wollten. Die Ultranationalisten wollen an der Stelle des Felsendoms den dritten jüdischen Tempel errichten. Das Gelände wird laut internationalen Abkommen von den Muslimen verwaltet. Wegen der gewaltsamen Zusammenstöße der vergangenen Tage hatte die israelische Polizei den Zugang zu dem Gelände zuletzt begrenzt. Männer unter 50 Jahren werden nicht mehr dorthin gelassen.

Ausschreitungen bei Rio nach Tod eines 21-Jährigen

Wütende Demonstranten haben in einer Nachbarstadt von Rio de Janeiro mehrere Busse und Autos angezündet, um gegen den gewaltsamen Tod eines jungen Mannes zu protestieren. Der 21-Jährige war am Freitag auf dem Weg zur Kirche in Niteroi bei einem Einsatz der militarisierten Polizei im Ortsteil Caramujo getötet worden.

Er wollte nach Angaben der Erzdiözese Niteroi seine Mutter und seine Schwester vor Angriffen schützen, wurde aber von einer Kugel tödlich getroffen. Auch seine neunjährige Schwester erlitt Schussverletzungen. Die Waffen der am Einsatz beteiligen Polizisten wurden für ballistische Untersuchungen sicher gestellt, wie die amtliche Nachrichtenagentur ABR berichtete.

Örtliche Medien berichteten, dass auch gegen den Tod eines 17-Jährigen protestiert wurde, der heute in Niteroi starb, als er mit seinem Motorrad gegen ein gepanzertes Polizeifahrzeug prallte, berichtete der Nachrichtensender Globo. Dutzende aufgebrachte Menschen beteiligten sich an den Protestaktionen. Dabei wurden auch Straßenbarrikaden errichtet. Niteroi liegt rund 30 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, wo am 13. Juli das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.

Algerien: Bouteflikas Hauptrivale will Partei gründen

Der Hauptrivale des wiedergewählten algerischen Staatschefs Abdelaziz Bouteflika hat gestern die Gründung einer neuen, der Jugend zugewandten Partei angekündigt. Der ehemalige Regierungschef Ali Benflis, der Bouteflikas Wahlsieg vom Donnerstag bestreitet, nahm bereits Beratungen auf, um die „im Wahlkampf entstandene Dynamik“ zu nutzen, wie sein Berater der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Jungen werden bei dem Projekt und in der Führung der künftigen Partei demnach eine Schlüsselrolle spielen.

Amtlichen Angaben zufolge wurde der 77-jährige Bouteflika mit fast 82 Prozent für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Benflis kam mit gut zwölf Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 52 Prozent. Ein Bündnis von Oppositionsparteien hatte zum Boykott aufgerufen. Benflis kündigte nach der Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses an, er werde es wegen „massiven Betrugs , gravierender Unregelmäßigkeiten und gekaufter Medien“ nicht anerkennen.

80 Prozent der syrischen Chemiewaffen abtransportiert

Etwa 80 Prozent der von Syrien deklarierten Chemiewaffen sind nach Angaben der internationalen Inspektoren inzwischen außer Landes gebracht oder vernichtet worden. Wenn es so weitergehe, könne Syrien die am 27. April ablaufende Frist einhalten, um alle Waffen abzugeben, sagte die Sonderkoordinatorin der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Sigrid Kaag, gestern.

Die Regierung des Bürgerkriegslandes hatte nach einem Chemiewaffenangriff nahe Damaskus im August der Vernichtung seiner Giftgasbestände zugestimmt, um einem US-Militärschlag zu entgehen.

Südsudan: Über 100 Tote nach Überfall auf Viehzüchter

Bei einem Überfall auf ein Lager von Viehzüchtern im Norden des Südsudan und der anschließenden Verfolgung der Täter sind nach amtlichen Angaben mehr als 100 Menschen getötet worden. Der Informationsminister des Bundesstaats Warrap, Bol Dhel, sagte dem von der UNO unterstützten Radiosender Miraya FM gestern: „Wir haben 28 Zivilisten verloren.“

Er fügte hinzu, Polizisten und Soldaten hätten die Angreifer verfolgt und 85 von ihnen getötet. Andere seien im Sumpfgebiet an der Grenze zum Bundesstaat Unity gefasst worden.

Der Südsudan ist seit Juli 2013 vom Sudan unabhängig, zuvor gab es einen Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg. Im Südsudan war am 15. Dezember ein länger schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem abgesetzten Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Die beiden Politiker gehören unterschiedlichen Ethnien an, deren Verhältnis seit Jahren gespannt ist. Seit Beginn der Kämpfe wurden Tausende Menschen getötet. Etwa eine Million Menschen flohen vor der Gewalt. Ob der Überfall auf die Viehzüchter mit dem Konflikt im Zusammenhang steht, war zunächst unklar.

Inland

Österreich nimmt 1.000 syrische Flüchtlinge zusätzlich auf

Nach Kritik von allen Seiten will Österreich nun doch mehr Syrien-Flüchtlinge ins Land lassen: „Österreich wird - unabhängig von den laufenden Aufnahmen syrischer Asylwerber und zusätzlich zu den bereits zugesagten 500 Flüchtlingen - weitere 1.000 Flüchtlinge aus dem Krisengebiet aufnehmen“, kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe) an.

Vor allem Frauen und Kinder sollten es sein, ebenso werde erneut „besondere Rücksicht auf verfolgte Christen genommen", wird die Innenministerin “ zitiert, die den Sinneswandel damit begründet, dass die Lage in Syrien immer dramatischer werde. Wann die nächsten Flüchtlinge nach Österreich kommen werden - bisher ist noch nicht einmal das Kontingent der ersten 500 ausgeschöpft -, das liegt laut Mikl-Leitner „in der Hand des UNHCR (UNO-Flüchtlingshochkommissariat, Anm.). Ich hoffe, so rasch wie möglich.“ Finanziert werde die Hilfsaktion über Förderprogramme der EU.

Im Innenministerium betont man, „dass es bei diesem Kontingent darum geht, Menschen aus akuter Not und Gefahr aus dem Krisengebiet in Sicherheit zu bringen“. Es gehe nicht darum, syrischen Flüchtlingen, die bereits in einem anderen europäischen Staat Schutz gefunden haben, einen Ortswechsel nach Österreich zu ermöglichen.

Landau und Schönborn erfreut

Caritas-Präsident Michael Landau und Kardinal Christoph Schönborn zeigten sich erfreut über den Schritt. „Ich halte das für einen guten und wichtigen Schritt im Sinne der humanitären Tradition Österreichs“, sagte Landau der APA. Er brachte seinen „ausdrücklichen Dank“ an die Regierung und an Mikl-Leitner zum Ausdruck. Er sei froh darüber, dass Österreich Verantwortung übernehme und das Resettlement-Programm - wie andere europäische Staaten auch - ausbaue.

Auch der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn dankte laut Kathpress der Bundesregierung. Er sei froh über die Solidarität mit den syrischen Flüchtlingen, „die wirklich große, ja unvorstellbare Not leiden“, so Schönborn.

Strache sieht Putin als „reinen Demokraten“

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin verteidigt. Dieser sei „mit Sicherheit ein reiner Demokrat, aber mit einem autoritären Stil“, meinte Strache im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe) auf die Frage, ob er den Kreml-Chef für einen „lupenreinen Demokraten“ halte.

Als Letzteren hatte der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Putin einst bezeichnet. Putin sei als Präsident durch die Verfassung - wie in den USA - mit einer großen Machtfülle ausgestattet, so Strache. Er versuche aus seinem Blickwinkel heraus, die russischen Interessen zu bewahren. So würde US-Präsident Barack Obama auch vorgehen.

Erneut Kritik übte Strache an der österreichischen Außenpolitik. „Österreich ist von der Verfassung her neutral, wir verhalten uns aber in diesem Konflikt nicht als neutraler Staat“, kritisierte er einmal mehr. Die Eskalation in der Ukraine sei „von der EU und den USA provoziert“ worden, da solle und dürfe man als neutraler Staat nicht mitmachen. Es müsse doch jedem neutralen Beobachter sauer aufstoßen, mitanzusehen, wie die EU und die USA „mit Putschisten gemeinsame Sache machen“, so der FPÖ-Obmann.

Sport

Formel 1: Zwischenstand im GP von China

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist überlegen zur Poleposition für den Großen Preis von China gestürmt. Der britische Formel-1-Fahrer hatte am Samstag auf regennasser Piste in Schanghai 0,595 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Australier Daniel Ricciardo. Der Red-Bull-Pilot verwies seinen Teamkollegen und Titelverteidiger Sebastian Vettel auf den dritten Platz. Seit 9.00 Uhr kämpfen die Piloten auch um WM-Punkte. Sehen Sie das Rennen derzeit live in ORF eins und im Livestream.

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Fußball: Schlusslicht schockiert Chelsea

Der gegen den Abstieg kämpfende AFC Sunderland wird im englischen Titelrennen zum Zünglein an der Waage. Nur drei Tage, nachdem das Schlusslicht der Premier League ein völlig unerwartetes Auswärtsremis gegen Manchester City geholt hatte, schaffte Sunderland gestern in London mit einem 2:1 beim FC Chelsea die nächste Sensation. Der Premier-League-Spitzenreiter Liverpool hat nun heute bei Norwich City die große Chance, den Vorsprung mit einem Sieg auf wohl vorentscheidende fünf Punkte auszubauen.

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Bundesliga: Innsbruck gewinnt Kellerduell

Der seit Wochen fast schon aussichtslose Kampf um den Klassenerhalt ist für den FC Wacker Innsbruck noch immer nicht verloren. Durch einen hart erkämpften 3:1-Heimsieg im Kellerduell mit dem Vorletzten Wr. Neustadt hielt das Schlusslicht die kleine Chance auf die sportliche Rettung weiter am Leben. Drei Runden vor Schluss beträgt der Rückstand der Tiroler auf die Niederösterreicher „nur“ noch sechs Punkte. Das „Wunder“ am Tabellenende ist daher weiter möglich.

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Wirtschaft

Einheitliche Pkw-Maut für ganz Europa?

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat sich für die Einführung einer europaweiten Pkw-Maut ausgesprochen. „Wir haben längst keine Grenzkontrollen mehr. 28 verschiedene Mautsysteme wären da grotesk“, sagte der Deutsche der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Daher könne er sich an der Stelle einer deutschen Pkw-Maut, wie sie von der Großen Koalition geplant ist, eine „einheitliche Straßennutzungsgebühr für den europäischen Binnenmarkt vorstellen“. Der Ertrag daraus solle nicht in das Budget der EU fließen, sondern den Mitgliedstaaten zugutekommen.

Dieses Konzept finde er besser als die auf Betreiben der CSU von der Großen Koalition geplante Pkw-Maut für Ausländer, machte der Energiekommissar deutlich. Auch Verkehrskommissar Siim Kallas habe „seine Zweifel“ an dem deutschen Modell. Wenn der Gesetzentwurf des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) vorliege, werde die EU-Kommission prüfen, „ob mit der Regelung eine Diskriminierung verbunden ist“, kündigte der CDU-Politiker Oettinger an.

Dauerstreik: Signal für Wandel in China

Mit einem Streik legen Zehntausende Arbeiter seit Tagen einen chinesischen Zulieferer großer Sportartikelhersteller wie adidas und Nike lahm. Dabei handelt es sich nicht nur um den größten Arbeitskampf in China der jüngsten Vergangenheit. Experten werten den Konflikt auch als Signal für das zunehmende Selbstbewusstsein der chinesischen Arbeitnehmer: Trieben diese bisher fehlende Löhne auf die Straße, streikten sie jetzt für Sozialleistungen und mehr Rechte.

Mehr dazu in Arbeiter fordern erstmals Sozialleistungen

Chronik

Bergungsarbeiten nach Lawine auf Mount Everest ausgesetzt

Zwei Tage nach dem schweren Lawinenunglück am Mount Everest ist die Suche nach den drei Vermissten wegen schlechten Wetters unterbrochen worden. Es sei zu bewölkt und zu windig, sagte ein Vertreter des Tourismusministeriums in der Hauptstadt Kathmandu, Dipendra Paudel, heute.

„Wir wollen keine weiteren Menschenleben aufs Spiel setzen“, fügte er hinzu. Die Suche solle fortgesetzt werden, sobald das Wetter wieder aufklare.

Die nepalesischen Bergführer waren Freitagfrüh auf 5.800 Metern Höhe im sogenannten Popcorn-Feld verschüttet worden, das auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall liegt. Sie hatten Zelte, Seile und Lebensmittel dabei, um eine Route zum Gipfel des Everest vorzubereiten - denn Ende April beginnt die Bergsteiger-Saison im Himalaya.

Sieben Sherpas gerettet

Am Freitag wurden nach Behördenangaben sieben Sherpas gerettet und zunächst zwölf Leichen geborgen. Gestern wurde eine weitere Leiche aus den Schnee- und Eismassen geholt. Drei Männer werden noch vermisst. Die Rettungskräfte haben jedoch keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Es handelt sich um das bisher schlimmste Unglück am höchsten Berg der Welt.

Der Mount Everest ist 8.848 Meter hoch. Jährlich versuchen hunderte Bergsteiger aus aller Welt den strapaziösen Aufstieg zum „Dach der Welt“. Seit der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 kamen dabei bereits mehr als 300 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen waren Sherpas.

Der Unfall vom Freitag unterstreicht die Gefahr, der die einheimischen Bergführer ausgesetzt sind, wenn sie sich vor Saison-Beginn zur Reparatur von Leitern und zum Befestigen von Seilen auf die mächtigen Berge begeben. Um den Andrang zu bewältigen und das Risiko zu verringern, beschlossen die Behörden, die Zahl der Seile an den Gletschern unterhalb des Gipfels zu verdoppeln. An den Basislagern sorgen seit Anfang April Soldaten und Polizisten für Ruhe und Ordnung - im vergangenen Jahr hatten sich Sherpas und europäische Alpinisten eine Prügelei geliefert.

Über 40 Tote bei schwerem Verkehrsunfall in Pakistan

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Süden Pakistans sind heute mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war ein Bus auf dem Weg nach Karachi in der Stadt Sukkur in der Provinz Sindh mit einem Traktor zusammengestoßen. Dabei seien mindestens 42 Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar.

In Pakistan ereignen sich immer wieder schwere Verkehrsunfälle. Gründe dafür sind schlechte Straßenverhältnisse, unzulänglich gewartete Fahrzeuge und riskante Fahrweisen.

Iranische Todeskandidatin könnte begnadigt werden

Eine junge Iranerin, die wegen der Ermordung eines Mannes zum Tode verurteilt wurde, könnte von dessen Sohn begnadigt werden. „In ihrem Geständnis hat sie gesagt, dass ein Mann sich in der Wohnung befand in dem Moment, da mein Vater erstochen wurde, doch sie weigert sich, seine Identität zu nennen“, sagte Dschlal, der Sohn des Mordopfers Mortesa Abdolali Sarbandi, der Zeitung „Etemad“ von gestern.

„Wenn sie die Wahrheit sagt, wird sie begnadigt“, sagte Dschalal. Wenn nicht, werde sie hingerichtet.

Gemäß der offiziellen Auslegung der Scharia im Iran kann ein Todeskandidat der Hinrichtung entgehen, wenn ihm die Verwandten seines Opfers vergeben und er ein Blutgeld zahlt, das derzeit bei 1,5 Milliarden Rial (rund 42.000 Euro) liegt. Die 26-jährige Reyhaneh Dschabbari wurde wegen des Mordes von Sarbandi, einem Chirurgen und früheren Mitarbeiter des Geheimdienstministeriums, im Juli 2007 verurteilt. Laut dem Sohn tötete Dschabbari seinen Vater vorsätzlich aus ihm unbekannten Gründen.

Nach sexuellem Übergriff in Notwehr gehandelt?

Der UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, rief den Iran auf, einen neuen Prozess zu organisieren, in dem die Rechte der Angeklagten respektiert und entlastende Elemente berücksichtigt würden. Shaheed sagte, es gebe „glaubhafte Quellen“ wonach Dschabbari, die von Sarbandi als Innenarchitektin engagiert worden war, in seiner Wohnung von ihm sexuell belästigt worden sei, woraufhin sie ihn in Selbstverteidigung erstochen habe.

Zukunft von MH370-Suche unklar

Weitere Tauchgänge der U-Boot-Drohne Bluefin-21 im Indischen Ozean haben sich als Fehlschläge entpuppt. Genau sechs Wochen nach dem Verschwinden von Flug MH370 konnten die Suchtrupps gestern keine Spur der malaysischen Boeing entdecken. Auch ohne Erfolg könnte die bisherige Suche schon innerhalb der nächsten Woche enden.

Malaysia und Australien wollen morgen entscheiden, wie der Sucheinsatz für die am 8. März verschwundene Malaysia-Airlines-Boeing weitergeführt werde, sagte Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein. Die sechs Drohneneinsätze auf dem Meeresboden vor der Küste Australiens hätten kein positives Ergebnis erzielt, sagte Hussein. „Ich kann bestätigen, dass die Bluefin-21 klare und scharfe Bilder vom Meeresboden aufgenommen hat“, sagte er in Kuala Lumpur. Dabei sei sie aber bisher mit nichts in Kontakt gekommen, das für die Suche interessant sei.

Suche soll abgebrochen werden

In der nächsten Woche werde der Einsatz der U-Boot-Drohne beendet, sagte Hussein. Dies bedeute aber nicht, dass die Suche abgebrochen werde. Es gehe darum, „auch andere Ansätze zu erwägen“, möglicherweise werde die Reichweite der Suche wieder ausgeweitet.

Auch der Koordinator des Suchzentrums, Angus Houston, deutete eine Ende der Suche in der bisherigen Form an. Die teure Suche könne nicht ewig weitergehen, räumte Houston gegenüber News Corp Australia ein. Er werde später in der kommenden Woche eine Aussage darüber treffen, wann die Suche eingestellt werde. Jede Entscheidung werde aber „in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern getroffen.“

Schottland: Siebenjähriger brennt auf Straße

Ein siebenjähriger Junge in Schottland hat auf offener Straße gebrannt und schwebt in Lebensgefahr. Es gebe bisher keinen Hinweis auf eine vorsätzliche Tat, teilte die Polizei gestern in Aberdeen mit. Möglicherweise sei Benzin im Spiel gewesen.

Anwohner hatten das Kind brennend auf der Straße entdeckt. Eine Zeugin berichtete dem schottischen Fernsehsender STV News, der Bub habe vom Hals abwärts in Flammen gestanden. „Wir hörten ihn schreien und er lag auf dem Boden“, sagte sie, „es war furchtbar.“ Der Siebenjährige wurde in eine Spezialklinik gebracht.

Feuerwehr kam per Seilbahn zum Löschen

Zu einem schwierigen Löscheinsatz musste am Osterwochenende die Feuerwehr im Bezirk Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) ausrücken. Im Sonnalm-Berggasthof auf der Wurzeralm in Spital am Pyhrn war Feuer ausgebrochen. Die Helfer wurden samt Einsatzauto kurzerhand auf die Seilbahn verladen.

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Gesundheit

E-Card ab Ende April mit erweiterter Funktion

Die E-Card erhält Ende April eine weitere Funktion. Es sind dann Informationen darüber abrufbar, welche Untersuchungen der Patient vor einer Operation benötigt. Das neue Befundsystem habe sich in Salzburg bereits bewährt und wird nun österreichweit zur Verfügung gestellt, erklärte Volker Schörghofer, stv. Generaldirektor im Hauptverband, gegenüber Ö1 heute.

Der Arzt bekommt über das Expertensystem einen genauen Plan, welche Untersuchungen vor einer OP durchzuführen sind. Doppeluntersuchungen würden dadurch vermieden, so Schörghofer. Dies spare dem Gesundheitssystem Kosten und könne die Qualität steigern.

Science

Können Tiere trauern?

Ein Unfall im brasilianischen Regenwald sorgt unter Verhaltensforschern für Diskussionen. Biologen haben den Tod eines weiblichen Krallenaffen auf Video dokumentiert. Das Männchen zeigte nach Ansicht der Forscher Anzeichen von Trauer.

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Max Webers „Wissenschaft als Beruf“ heute noch gültig

Morgen jährt sich der Geburtstag von Max Weber zum 150. Mal. Wirtschaftswissenschaft, Soziologie, Politologie - all diese Disziplinen wären ohne ihn ein Stück ärmer. In einem seiner wichtigsten Vorträge widmete er sich der „Wissenschaft als Beruf“. Vieles davon ist auch heute noch gültig, sagt der Soziologe Max Haller - etwa was die Voraussetzung für eine Forscherkarriere betrifft.

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Religion

Papst feiert Ostermesse mit Zehntausenden Gläubigen

Papst Franziskus hat heute mit Zehntausenden Menschen aus aller Welt die Ostermesse gefeiert. Auf dem mit Blumen festlich geschmücktem Petersplatz begann am Morgen die Messfeier zur Auferstehung Christi.

Danach wollte Franziskus zum Abschluss der traditionellen Osterfeierlichkeiten in Rom seine Osterbotschaft verkünden und von der Loggia des Petersdoms aus den Segen „Urbi et Orbi“ - der Stadt und dem Erdkreis - sprechen. Bei Sonnenschein begann der argentinische Papst im weißen Gewand die Liturgie mit einem Auferstehungsritus. Die Menschenmassen auf dem Petersplatz und darum herum verfolgten das Geschehen auf einigen Videoleinwänden.

Lifestyle

Größtes Freerunning-Zentrum in Tirol

Mauern, Geländer und Fassaden ziehen Freerunner magisch an. Mit spektakulären Tricks überwinden sie scheinbar mühelos jedes Hindernis. Doch dahinter steckt hartes Training. Das größte Freerunning-Zentrum Österreichs ist in Wattens in Tirol und boomt immer mehr.

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Wiener Öffis aus Lego-Bausteinen

Ob U-Bahn, Schnellbahn, Bim, Bus oder Flughafenzug: Robert Staringer aus Wien hat die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt originalgetreu aus Lego-Bausteinen nachgebaut. Seine Modelle sind bei Sammlern europaweit gefragt.

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Leute

Royals-Baby George als größte Attraktion im Zoo von Sydney

Der britische Prinz George hat bei seinem Besuch in Australien seinen ersten und wohl einzigen öffentlichen Auftritt absolviert. Das acht Monate alte Baby begleitete, wie von unzähligen Besuchern erhofft, seine Eltern Prinz William und Kate heute in den Taronga Zoo von Sydney. Dort besuchte er ein Gehege des nach ihm benannten Beuteltiers Bilby George.

Der Zoo hatte den Prinzen zu seiner Geburt im Juli 2013 ehrenhalber zum Besitzer des Geheges erklärt und eines der Kaninchennasenbeutler nach ihm benannt. George leistete sich einen Fauxpas bei seinem Auftritt: Ein als Geschenk überreichtes Plüsch-Bilby warf er sogleich auf den Boden. „Er liebt es, ehrlich“, versuchte sein Vater Prinz William, die Situation gegenüber den australischen Gastgebern zu retten.

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Miley Cyrus verschiebt alle US-Konzerte

Popstar Miley Cyrus hat wegen ihrer Erkrankung alle noch ausstehenden US-Konzerte ihrer „Bangerz“-Tour in den August verschoben. Ihre für Mai und Juni geplanten Auftritte in Europa seien nicht gefährdet, hieß es gestern auf ihrer Website. Die 21-Jährige wird seit Dienstag stationär in einer Klinik behandelt.

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