Inland

Doskozil: „Mittelmeer- anders als Balkan-Route“

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil wird Anfang Juli bekanntgeben, ob in Zukunft noch Eurofighter in Österreich fliegen sollen oder nicht. Die Entscheidung werde unabhängig von einem etwaigen Gerichtsverfahren nach der Strafanzeige der Republik getroffen, sagte Doskozil heute in der ORF-„Pressestunde“. Ziel der Anzeige sei eine Vertragsauflösung.

Doskozil will im Juli bekanntgeben, wie es mit den Eurofightern weitergehen soll.

Auch zum Thema Migration nahm Doskozil ausführlich Stellung: Man sollte die Lehren aus der Flüchtlingssituation 2015 ziehen, „wo Europa nicht Herr der Lage war, und so etwas darf grundsätzlich nicht mehr passieren“, betonte Doskozil zur Debatte über die Mittelmeer-Route. Man habe das auch in Brüssel deponiert, es brauche effektiven Außengrenzschutz, Verfahrenszentren für Asylwerber außerhalb der EU und Rückführungsabkommen. Da sei auf europäischer Ebene noch einiges zu diskutieren.

„Schließung nicht von heute auf morgen“

ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz betont im Disput mit Kanzler Kern um seine Forderung nach Schließung der Mittelmeer-Route stets, auf einer Linie mit dem Verteidigungsminister zu sein. Doskozil nahm zwar nicht Kerns Formulierung „Vollholler“ in den Mund, fühlt sich dem ÖVP-Chef aber trotzdem nicht näher als seinem eigenen Parteivorsitzenden: „Nein, überhaupt nicht“, meinte er auf eine entsprechende Frage, er sei im Gegenteil in dieser Frage „eng abgestimmt“ mit Kern, betonte Doskozil. Die Situation an der Mittelmeer-Route sei anders als am Westbalkan, eine Schließung werde „nicht von heute auf morgen gehen“.

Die Mittelmeer-Route sei anders als jene am Balkan, so der Minister. Eine Schließung dauere länger.

Die geforderten Verfahrenszentren strebe er nicht in instabilen Ländern wie Libyen an, erklärte Doskozil, sondern in stabilen Staaten wie dem Niger. Dort müsse dann ein ordentliches Asylverfahren abgewickelt werden, dann gäbe es eine legale Migration nach Europa - das setze aber voraus, dass es keine illegale Migration geben dürfe. Das alles werde Geld kosten, erklärte der Minister.

Kritik an Doskozil

Die FPÖ warf als Reaktion Doskozil vor, zu versuchen, die Bevölkerung zu täuschen. Die geforderten „Verfahrenszentren“ würden die Migration keinesfalls stoppen, im Ergebnis würden nur aus illegalen Migranten legale Migranten, kritisierte der blaue Vizeklubchef Walter Rosenkranz.

Der NEOS-Vertreter im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, Michael Bernhard, betonte wiederum im Zusammenhang mit den umstrittenen Jets, „wenn Doskozil sich als Aufklärer und Beschützer der Steuerzahlerinnen und Steuerzahlen präsentiert, muss er konsequent auch vor der eigenen Tür kehren“. Die SPÖ müsse sich für ein Wiedereinsetzen des U-Ausschusses nach der Neuwahl einsetzen und dürfe nicht weiter Politikern die Stange halten, „die der Republik geschadet haben“, forderte Bernhard den Rücktritt des früheren roten Ministers und nunmehrigen Landesrats Norbert Darabos.

Kurz mit Forderungsliste zu islamischen Kindergärten

Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) will bei der Stadt Wien weiter Druck gegen islamische Kindergärten machen. Per Forderungskatalog schlägt er strengere Voraussetzungen für die Bewilligung, Deutsch als Bildungssprache und häufigere Kontrollen vor.

Kurz will über eine Verschärfung der Qualitätskriterien alle islamischen Kindergärten in Wien zum Schließen bringen. In der Forderungsliste steht, welche Landesgesetze und Verordnungen die Stadt Wien laut Kurz ändern müsste: Zunächst wünscht sich Kurz eine genaue Definition „konfessioneller“ Kindergärten und dass im Wiener Kindergartengesetz Deutsch als Pflicht im Kindergarten und in Kindergruppen verankert werden soll.

„Wahlkampftaktik“

Der Wiener Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) reagierte auf die Forderungen: „Ich freue mich, dass Minister Kurz zum ersten Mal konkrete Vorschläge macht, statt nur einen schlagzeilengerechten Satz zu sagen.“ Das Thema sei zu wichtig für „Wahlkampftaktik“.

Einige der angesprochenen Punkte seien bereits Realität, in manchen Dingen gehe Wien sogar noch weiter, wieder andere seien verfassungsrechtlich gar nicht umsetzbar, so Czernohorszky. Dennoch lade er den Minister ein, die Vorschläge gemeinsam zu diskutieren: „Denn im Mittelpunkt stehen ja die Kinder und keine parteipolitische Profilierung.“

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Rendi-Wagner will Einheitlichkeit bei Krankenkassen

Die von den Krankenkassen erbrachten Leistungen sollen einheitlicher werden. Eine entsprechende Initiative hat die Trägerkonferenz des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger (HVSV) vor Kurzem gesetzt. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) sieht hier einen guten Schritt, will aber, dass die Vereinheitlichung etwa auch auf die Zahnmedizin ausgedehnt wird.

Es gilt ja seit Jahren als Ärgernis, dass es oft von der Krankenkasse abhängt, welche Leistungen dem Versicherten zur Verfügung gestellt werden bzw. wie viel er dazu beizutragen hat - und das selbst wenn dieselben Beiträge gezahlt werden. Der neue HVSV-Chef Alexander Biach kann nun als Erfolg vorweisen, dass in mehr als zehn Gesundheitsfeldern eine Vereinheitlichung zustande kommt. Bis zum Herbst soll die Umsetzung erfolgen.

„Begonnener Weg muss weitergehen“

Einheitlich sind etwa künftig die Zuschüsse zu Rollstühlen, Windeln oder Zeckenimpfungen. Eine klare Verbesserung gibt es für chronisch Kranke, die Transportdienste in Anspruch nehmen müssen. Sie zahlen künftig keinen Selbstbehalt, wenn sie etwa zu Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie gebracht werden.

Rendi-Wagner betont nun in einem Statement, ihr sei wichtig, dass alle Menschen im Gesundheitssystem die gleichen Leistungen bekämen, unabhängig davon, wo sie versichert seien. Die Sozialversicherung habe mit den Leistungsangleichungen einen guten ersten Schritt gesetzt. Diesen begonnenen Weg müsse man jetzt weitergehen und sich auch andere Bereiche anschauen, wo es noch Verbesserungen und Angleichungen zwischen den verschiedenen Krankenkassenleistungen brauche, beispielsweise eben in der Zahnmedizin.

Ärztekammer skeptisch

Die Ärztekammer begrüßte zwar im Sinne der Patienten, dass Krankenkassenleistungen einheitlicher werden sollen - allerdings müsste sichergestellt werden, dass es dabei weder bei den Leistungen noch bei deren Finanzierung zu einer Nivellierung nach unten käme, meinte Präsident Thomas Szekeres in einer Aussendung. Ein „Spielraum nach unten“ bestehe jedenfalls nicht mehr.

Ausland

Mit Menschenkette gegen belgische Atommeiler

Atomkraftgegner aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien haben heute mit einer Menschenkette gegen die belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange demonstriert. Die Teilnehmer forderten ein sofortiges Abschalten der Kraftwerksblöcke Tihange 2 und Doel 3, deren Sicherheit wegen Tausender Mikrorisse umstritten ist.

Atomprotest in Aachen

APA/AP/dpa/Henning Kaiser

Für die Abschaltung der Kraftwerke macht sich seit Längerem ein breites Bündnis aus Politik, Gesellschaft und Kommunen stark. Die Städteregion Aachen klagt vor belgischen Gerichten gegen den Betrieb von Tihange 2, unterstützt von rund 100 Gemeinden aus der Grenzregion.

Ehe für alle als Koalitionsbedingung in Deutschland

Der Kanzlerkandidat der deutschen SPD, Martin Schulz, hat die Ehe für Schwule und Lesben zur Bedingung für jede Koalition nach der deutschen Wahl gemacht. „Ich werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem die Ehe für alle nicht verankert ist“, sagte Schulz heute beim Parteitag der SPD in Dortmund. Eine Woche zuvor hatten bereits die deutschen Grünen die Ehe für alle zur roten Linie für Koalitionen erklärt. Linke und FDP sind auch dafür, die Ehe zu öffnen, die Union von Kanzlerin Angela Merkel bisher nicht.

Schröder attackiert Merkel

Beim Parteitag, bei dem das SPD-Wahlprogramm einmütig beschlossen wurde, trat auch Deutschlands Altkanzler Gerhard Schröder auf und kritisierte dabei die Kritik Angela Merkels an den USA als unglaubwürdig. „Wenn ich gegenwärtig höre, wer sich im Moment so alles von Amerika emanzipieren will, da wundere ich mich schon - selbst über Auftritte in bayerischen Bierzelten“, sagte Schröder.

„Ich erinnere mich immer an diejenigen, die den Amerikanern in jeden, auch in den Irak-Krieg folgen wollten.“ Schröder spielte damit auf die „Bierzeltrede“ Merkels nach dem G-7-Gipfel in Sizilien an, in der Merkel im Mai sagte, die USA seien kein ganz verlässlicher Partner mehr und Europa müsse sein Schicksal in die eigene Hand nehmen. Schröder sieht darin einen Widerspruch zur früheren USA-Politik Merkels in der Opposition.

Schröder hatte 2003 als Kanzler eine Beteiligung Deutschlands am Irak-Krieg abgelehnt. Die damalige Oppositionsführerin Merkel hatte ihn dafür scharf kritisiert.

Parlamentswahl in Albanien stößt auf wenig Interesse

Die Parlamentswahl in Albanien, die nach schweren innen- und außenpolitischen Krisen klare politische Verhältnisse bringen soll, ist heute nur auf geringes Interesse gestoßen. Bis 10.00 Uhr hätten nur zwölf Prozent der rund 3,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, berichtete die staatliche Wahlkommission in Tirana.

Den regierenden Sozialisten unter Edi Rama werden in den Umfragen bessere Chancen als den oppositionellen Demokraten mit ihrem Parteichef Lulzim Basha eingeräumt. Beide tief zerstrittenen Lager haben den Bürgern versprochen, ihre Regierung werde tiefgreifende Reformen in Staat und Wirtschaft anstoßen. Albanien ist eines der ärmsten und korruptesten Länder Europas. Daneben ist das Land das mit Abstand größte Anbaugebiet von Cannabis.

Erneut Proteste gegen Regierung in Venezuela

Tausende Menschen haben in Venezuela erneut für den Rücktritt des Präsidenten Nicolas Maduro demonstriert. Sie zogen gestern in der Hauptstadt Caracas vor Militäreinrichtungen und forderten Neuwahlen und ein Ende der „brutalen Repressionen“. Maduro sagte derweil, mehrere Verdächtige seien wegen der Vorbereitung eines Staatsstreichs festgenommen worden. Sie würden „streng bestraft“.

Bisher 75 Tote

In Venezuela gehen seit Ende April beinahe täglich Tausende Menschen auf die Straße, um den Rücktritt des sozialistischen Staatschefs zu fordern. Bei den Protesten wurden bisher 75 Menschen getötet und mehr als tausend weitere verletzt.

Die konservative und bürgerliche Opposition kämpft für eine Amtsenthebung Maduros. Sie macht ihn für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Türkei: Erdogan erleidet Schwächeanfall bei Gebet

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Gebet zum Fest Id al-Fitr einen Schwächeanfall erlitten. Laut türkischen Medienberichten kollabierte er nach Angaben von Kathpress heute Früh in einer Moschee in Istanbul und musste auf eine Trage gelegt werden. Er erholte sich jedoch rasch wieder.

Anschließend sagte Erdogan, der Schwächeanfall sei auf Blutdruckprobleme in Zusammenhang mit seiner Diabetes-Erkrankung zurückzuführen.

Mit dem mehrtägigen Id al-Fitr, auf Türkisch Seker Bayrami oder „Zuckerfest“ genannt, endet der muslimische Fastenmonat Ramadan. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben.

Sport

Motorrad: „Altmeister“ Rossi beendet Durststrecke

Valentino Rossi hat heute beim Grand Prix der Niederlande in Assen das MotoGP-Rennen in einem Fotofinish für sich entschieden. Der „Altmeister“ gewann nach einer rund einjährigen Durststrecke und hartem Kampf haarscharf vor seinem italienischem Landsmann Danilo Petrucci. Der bisherige WM-Spitzenreiter Maverick Vinales verpasste hingegen ebenso einen Spitzenplatz wie Johann Zarco, der sich erstmals die Pole in der Königsklasse gesichert hatte. Als neuer WM-Leader ließ sich der Italiener Andrea Dovizioso feiern.

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Confederations Cup: Noch viel Arbeit für Russland

Nach dem doch überraschenden Vorrunden-Aus beim Confed-Cup sind die Reaktionen bei WM-Gastgeber Russland recht gemischt ausgefallen. Während die Fans ihr Team nach der entscheidenden Niederlage gegen Mexiko mit aufmunterndem Applaus bedachten und laut Teamchef Stanislaw Tschertschessow „wichtige Schritte in die richtige Richtung“ gemacht wurden, hagelte es scharfe Worte von Parlamentsvizepräsident Igor Lebedew. Im Mittelpunkt seiner Kritik stand Juri Schirkow, der des Platzes verwiesen worden war.

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America’s Cup: Team USA schreibt erstmals an

Die Dominanz des Emirates Teams New Zealand beim 35. America’s Cup ist gebrochen. Titelverteidiger Oracle Team USA konnte in der sechsten Wettfahrt den ersten Sieg einfahren. Während die ersten fünf Wettfahrten klar an die Neuseeländer gingen, entwickelte sich im sechsten Rennen das bisher knappste Duell vor Bermuda. Vor dem fünften Gate konnte Skipper Jimmy Spithill seinen Gegner Peter Burling „ausbremsen“ und gab die Führung nicht mehr her.

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Wirtschaft

Deripaska könnte sich von STRABAG verabschieden

Die Partnerschaft zwischen Oleg Deripaska und der STRABAG, dem Baukonzern von Hans Peter Haselsteiner, dürfte zu Ende gehen. Eine Neuordnung der Eigentümerstruktur wird laut „Kronen Zeitung“ seit Wochen verhandelt, eine Entscheidung solle in den nächsten Tagen bekanntwerden.

Deripaska beteiligte sich 2007 zunächst mit 30 Prozent an der STRABAG. Ein Syndikatsvertrag mit den beiden weiteren STRABAG-Kernaktionären, Familie Haselsteiner und Raiffeisen Holding NÖ-Wien, wurde abgeschlossen. Derzeit hält Deripaska mit seiner Rasperia Trading Limited mit Sitz in Zypern 25,9 Prozent plus eine Aktie am Bauriesen. Beim Einstieg zahlte Deripaska 44 Euro je Aktie. Derzeit liegt der Kurs bei 38 Euro je Aktie.

Raiffeisen hält laut Firmencompass 27,5 Prozent an der STRABAG, die Familie Haselsteiner 26,4 Prozent. Es gibt gegenseitige Vorkaufsrechte. Die STRABAG erzielte zuletzt einen Jahresnettoumsatz von 13,5 Mrd. Euro. Der Konzern hat 71.800 Mitarbeiter.

Flixbus erschließt neue Geldquellen

Der deutsche Fernbus-Marktführer Flixbus, der nach der Übernahme der ÖBB-Bustochter Hellö auch in Österreich auf Expansionskurs ist, kopiert Bahn und Flieger. Reservierungen, Gepäckbuchungen und neue Ticketangebote sollen mehr Kunden in die grünen Busse locken und Einnahmequellen öffnen.

„Wir wollen dem Kunden genau das geben, was er will“, sagte Geschäftsführer Andre Schwämmlein. „Der eine Kunde will es flexibler haben, der andere will mehr Gepäck mitnehmen, der nächste will reservieren.“

Airlines als Vorbild

Man denke an „einen niedrigen Euro-Betrag“ je Reservierung. „Das hat den schönen Nebeneffekt, dass es zusätzliches Geld bringt.“ Bisher gilt im Bus die freie Platzwahl.

„Wir sind auch bei den Tickets noch lange nicht da, wo Airlines sind“, sagte Schwämmlein. „Bei uns bekommen sie im Grunde ein Ecoflex-Ticket - alles eine Klasse und voll flexibel.“ Es gebe aber Kunden, die fünf Wochen vorher wissen, wann sie fahren und die nur das billigste Ticket wollen. „Wir brauchen auch Produkte für diese Kunden.“

Bessere Information bei Verspätung angekündigt

Künftig soll bei Flixbus auch das Zusatzgepäck buchbar sein, damit die Menge planbar werde. Bisher haben Kunden neben dem Handgepäck zwei Gepäckstücke frei. Für weitere Koffer oder Taschen werden je fünf Euro fällig - sie können aber nur mit, wenn im Gepäckraum noch Platz ist. Flixbus will außerdem über Verspätungen besser informieren.

Gut vier Jahre nach der Liberalisierung hält Flixbus einen Anteil von 92 Prozent am deutschen Markt und macht dort Gewinn. „Das Wort Monopolist halte ich für falsch“, sagte Schwämmlein. „Das würde bedeuten, dass wir keinen Wettbewerb haben.“ Die Kunden wechselten aber je nach Preis zwischen Bus, Auto, Bahn oder Flugzeug.

„Wir haben im Prinzip seit vier Jahren dieselben Preise“, betonte Schwämmlein mit Blick auf das Preisgefüge und den Durchschnittspreis. Jedoch gelinge es Flixbus besser, die Busse besser auszulasten und so mehr Plätze zum Normalpreis als zu Sparpreisen zu verkaufen. Das Unternehmen steuert die Preise und Mengen damit ähnlich wie Fluggesellschaften.

Chronik

Königspython auf Joggingrunde in Niederösterreich

Beinahe wäre ein Spaziergänger heute Früh in Stockerau in Niederösterreich über eine Schlange gestolpert. Der Mann verständigte daraufhin die Polizei. Einem Reptilienexperten zufolge handelte es sich um einen Königspython.

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Auch in Kärnten sorgte eine Schlange für einen Schreck. Gestern fand eine Frau in Villach eine orange-gelbe Schlange in ihrer Wohnung. Wie sich herausstellte, handelte es sich hier um eine ungiftige Kornnatter.

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Feuerwehren im Einsatz nach Unwettern

Unwetter sorgten heute für zahlreiche Feuerwehreinsätze in Salzburg: Im Pongau, Pinzgau und Lungau mussten die Helfer ausrücken, um von Muren verlegte Straßen zu räumen und Keller auszupumpen.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Auch in Kärnten gab es schwere Gewitter. Besonders betroffen waren die Bezirke Villach- und Klagenfurt-Land und auch Völkermarkt. 2.000 Haushalte waren ohne Strom, es kam auch zu Überflutungen.

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Großbritannien: Frau steuert Auto in Fußgängergruppe

Ein Auto ist in Newcastle in Großbritannien in eine Fußgängergruppe gefahren und hat fünf Menschen verletzt. Es handle sich aber nicht um eine Terrorattacke, teilte die Polizei heute mit. Die genauen Umstände waren zunächst unklar. Die 42-jährige Fahrerin des Wagens wurde festgenommen. Der Vorfall in der Stadt im Osten Englands ereignete sich vor einem Sportzentrum.

Mehr als 120 Tote bei Brand von Tank-Lkw in Pakistan

Beim Brand eines Tanklastwagens sind in Pakistan mindestens 123 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere wurden nach Behördenangaben heute bei dem Unglück nahe der Stadt Ahmedpur East im Zentrum des Landes verletzt. Nach Angaben eines Verwaltungssprechers handelte es sich bei den Opfern um Menschen, die ausgelaufenen Treibstoff abfüllen wollten, nachdem der Tanklaster bei einem Unfall umgestürzt war.

Polizisten vor dem ausgebrannten Tankwagen

APA/AFP/Ss Mirza

Die Armee kündigte die Entsendung von Hubschraubern an, um die Verletzten in Krankenhäuser zu bringen. Sämtliche Kliniken der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die Ursache für den Unfall und das anschließende Feuer war zunächst unklar.

Kultur

Moss-Biennale im Grenzbereich von Kunst und Biologie

„Alienation“ („Entfremdung“) ist das Motto der Momentum-Biennale im norwegischen Moss. Eigentlich will die älteste skandinavische Kunstbiennale das oft überselbstbewusste nordische Selbstbewusstsein ein Stück auf die Schaufel nehmen. Doch in der neunten Auflage dieser kleinen documenta des Nordens wird gleich das ganze Selbstverständnis der Menschheit als Herrscher über die Schöpfung erschüttert.

Erstaunlich viele Arbeiten zielen auf den Grenzbereich von Kunst und Biologie. Der Alien, er hockt direkt auf uns. Daran erinnert die österreichische Künstlerin Sonja Bäumel, die in einem aufregenden Werk die Besucher mit ihren Fremdzellen in Kontakt treten lässt. Wer in seine eigene Biologie abtaucht, muss auch mit Selbstauflösung rechnen.

Religion

Panorama

„Trollpenis“: Felsspitze in Norwegen abgehackt

Eine Felsspitze im Südwesten Norwegens, die Leute aus der Gegend den „Trollpenis“ nennen, ist von Unbekannten abgehackt worden. Wanderer entdeckten den rund drei Meter langen Stein gestern am Boden liegend. Spuren im Fels weisen darauf hin, dass die phallusförmige Spitze mit einer Bohrmaschine abgetrennt wurde. Für den Fremdenverkehr ist der Vandalismus eine schlechte Nachricht.

Zerstörte Felsformation in Norwegen

APA/AP/NTB Scanpix/Carina Johansen

Denn eine Initiative aus Wirtschaft und Tourismus in Egersund hatte erst vor Kurzem beschlossen, den ungewöhnlichen Felsvorsprung als Attraktion für Urlauber zu vermarkten. Ein Pfad, ein Parkplatz und Infoschilder sollten angelegt werden. Die Initiatoren wollen den Stein wieder instandsetzen und haben zu Spenden aufgerufen. Zuletzt hatten sie bereits fast die Hälfte der benötigten 200.000 norwegischen Kronen (21.000 Euro) zusammen.

Leute

Prinz Harry: „Wollte raus aus königlicher Familie“

Großbritanniens Prinz Harry hat vor einigen Jahren genug gehabt vom Leben eines Royals. Er habe „rausgewollt“ aus der königlichen Familie und ein gewöhnliches Leben führen, sagte der 32-Jährige in einem Interview mit der britischen Journalistin Angela Levin, aus dem die Zeitung „Daily Mail“ und andere Medien zitierten.

Geblieben sei er aus Loyalität zu Queen Elizabeth II., seiner Großmutter. Rückblickend könne er sagen, dass er sich in seiner Zeit beim Militär am wohlsten gefühlt habe: „Ich war kein Prinz, ich war einfach Harry.“ Als er 2007 aus Afghanistan abgezogen wurde, sei er am Boden zerstört gewesen. „Bei der Armee zu sein war das beste Entkommen, das ich jemals hatte.“ Mit der Hilfe seines älteren Bruders William (35) habe er schließlich seine Rolle gefunden. Er nutze seine Position, um anderen Menschen zu helfen.

In der zurückliegenden Woche hatte bereits die US-Zeitschrift „Newsweek“ aus dem Interview zitiert. „Gibt es jemanden in der Königsfamilie, der König oder Königin werden möchte? Ich denke nicht, aber wir werden unsere Pflicht zur richtigen Zeit erfüllen“, sagte Harry demnach. Es war das erste Mal, dass ein Angehöriger des Königshauses so offen über dieses Thema spricht.