Ausland

Russland: Syrische Führung nimmt an Friedenskonferenz teil

Die syrische Führung nimmt nach Angaben aus Russland an der geplanten internationalen Friedenskonferenz in Genf teil.

Das Regime in Damaskus habe Moskau seine „prinzipielle Bereitschaft“ übermittelt, sagte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch heute in Moskau. Es blieb unklar, ob Machthaber Baschar al-Assad an dem für Anfang Juni geplanten Treffen teilnehmen soll.

Teilnahme Assads für Großbritannien nicht akzeptabel

Lukaschewitsch betonte, es sei noch unmöglich, einen Termin zu nennen. Er forderte die syrische Opposition auf, eine Delegation zusammenzustellen, ohne Bedingungen zu stellen. Großbritannien hatte zuletzt eine Teilnahme Assads als nicht akzeptabel bezeichnet.

Fünfte Krawallnacht in Stockholm

Bei neuen Krawallen in den Vorstädten der schwedischen Hauptstadt Stockholm sind in der Nacht auf heute mindestens sechs Autos in Flammen aufgegangen.

Randalierer setzten in der fünften Krawallnacht in Folge zudem zwei Schulen und eine Polizeiwache in Brand, acht Menschen wurden festgenommen. Verletzt wurde laut Behörden niemand. Feuerwehrleute wurden beim Löschen brennender Autos mit Steinen beworfen.

Die gewaltsamen Krawalle begannen vor fünf Tagen. Die Proteste starteten, nachdem die Polizei einen Mann erschossen hatte, der mit einer Machete bewaffnet in der Öffentlichkeit aufgetreten war.

Türkei verschärft Alkoholverbot

Die türkische Regierungspartei AKP will geplante Neuregelungen des Alkoholverkaufs zusätzlich verschärfen. Bei Beratungen des Parlaments über einen Gesetzesentwurf, der unter anderem ein Werbeverbot für alkoholische Produkte vorsieht, habe die AKP in letzter Minute weitere Verbote vorgeschlagen, berichtete die türkische Presse heute.

Demnach sollen Geschäfte und Supermärkte künftig zwischen 22.00 und 6.00 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen. Die türkische Opposition spricht von einer Islamisierung. Im Parlament legte die AKP auch einen zusätzlichen Passus vor, laut dem im Fernsehen bei Filmen, Serien und Musikvideos alle Bilder von alkoholischen Getränken gerastert werden müssen, damit sie nicht mehr zu erkennen sind.

0,5 Promille im Straßenverkehr

Die zulässige Alkoholschwelle im Straßenverkehr soll von 1,0 auf 0,5 Promille gesenkt werden. Bei Übertretung droht ein Führerscheinentzug von einem halben Jahr. Die Alkoholnovelle wird mit Gesundheits- und Jugendschutzargumenten begründet.

Neben dem Werbeverbot für Alkohol sieht der Gesetzesentwurf auch räumliche Einschränkungen für den Alkoholausschank vor. Laut ursprünglichen Plänen der AKP sollte der Ausschank im Umkreis von 100 Metern um Gotteshäuser und Bildungseinrichtungen generell untersagt werden.

Da das aber in Innenstädten wie der von Istanbul Tausende Lokale und Restaurants betroffen hätte, stellte die AKP später klar, dass sich für bestehende Lokale nichts ändern werde.

Polizei untersucht Hintergrund von Londons Terror

Die britische Polizei arbeitet fieberhaft an der Aufklärung der Hintergründe der schockierenden mutmaßlichen Terrorattacke auf einen Soldaten in London. „Das sind große und komplexe Ermittlungen, die sich schnell verändern können“, hieß es von Scotland Yard. Man verfolge zahlreiche Spuren.

Erhöhte Alarmstufe in London

In London herrscht nach dem tödlichen Anschlag eine erhöhte Alarmstufe. Grund dafür sind die Tat selbst, die Angst vor möglichen Vergeltungsaktionen und auch der vorerst völlig unklare Hintergrund des Mordes selbst. Der Soldat war auf offener Straße getötet worden, die beiden mutmaßlichen Attentäter sollen dabei radikalislamische Parolen gerufen haben. Später kursierte ein Video von einem der Täter im Internet. Scotland Yard kündigte nun an, die Polizeipräsenz - insbesondere vor dem Champions-League-Finale am Wochenende - deutlich zu erhöhen.

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Indische Soldaten in Kaschmir getötet

Bei einem Angriff mutmaßlicher muslimischer Separatisten auf eine Patrouille im indischen Teil Kaschmirs sind heute mindestens drei Soldaten getötet worden.

Sie waren 35 Kilometer südlich der Regionalhauptstadt Srinagar in einen Hinterhalt geraten, hieß es heute aus Polizeikreisen. Die Armee habe die Gegend abgeriegelt und suche nach den Angreifern.

Gestern waren bei einem Schusswechsel in Srinagar ein mutmaßlicher Anhänger der Terrorgruppe Lashkar-e Taiba getötet und drei Polizisten verletzt worden. Militante Gruppen kämpfen im indischen Teil der geteilten Region für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Pakistan.

Nordkorea öffnet Grenzstadt für westliche Touristen

Inmitten der Spannungen um Pjöngjangs Atomprogramm hat Nordkorea nach Angaben von Reiseveranstaltern eine Grenzstadt für ausländische Touristen geöffnet. Die Stadt Sinuiju an der Nordwestgrenze des streng abgeschotteten Landes sei neuerdings für westliche Besucher zugänglich, meldeten mehrere chinesische Reisebüros.

Damit würden künftig auch vergleichsweise günstige Tagesausflüge nach Nordkorea möglich, während bisher vor allem mehrtägige geführte Touren unter strikter Aufsicht üblich waren.

Bisher nur für chinesische Touristen offen

Sinuiju ist der wichtigste Grenzübergang zwischen Nordkorea und China und stand bisher nur chinesischen Touristen offen. Die auf Reisen nach Nordkorea spezialisierte Reiseagentur Koryo Tours in Peking hatte sich nach eigenen Angaben seit Jahren um die Aufnahme der Stadt ins eigene Reiseprogramm bemüht. Jetzt hoffe sein Unternehmen darauf, Tagesausflüge für 1.200 bis 2.000 Yuan (150 bis 250 Euro) anbieten zu können, sagte Mitgründer Simon Cockerell.

Ungeachtet dessen bleibt Nordkorea ein exotisches Reiseziel: So entfallen auf die fünf größten Tourismusbüros, die Ausflüge in das hermetisch abgeschottete Land anbieten, etwa 4.000 bis 5.000 westliche Touristen pro Jahr. „Natürlich ist das kein Massentourismus“, sagt Cockerell. Seine Kunden interessierten sich vor allem für Politik, soziale Fragen und die Entdeckung neuer Dinge. „Man reist ja nicht dorthin, um sich an den Swimmingpool zu legen.“

Inland

Tiroler schwarz-grüne Landesregierung angelobt

Im Innsbrucker Landhaus sind heute die neuen Abgeordneten des Tiroler Landtags angelobt worden. Zudem wurde Herwig van Staa (ÖVP) erneut zum Landtagspräsidenten gewählt. Derzeit werden die neuen Regierungsmitglieder gewählt.

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Neuer Generalstabschef gesteht Fehler im System ein

Der neue Generalstabschef Othmar Commenda möchte in seiner fünfjährigen Amtszeit – ganz seinem Ruf als eifriger Modernisierer entsprechend - das Bundesheer umkrempeln.

Das System sei derzeit zu langsam und der Verwaltungsaufwand zu hoch. „Wir müssen den Computer neu aufsetzen“, sagte Commenda im ersten Interview nach seiner Bestellung mit der APA.

Der Generalleutnant ließ zudem Sympathien für das Wehrpflichtsystem durchklingen und hält dieses auch für reformierbar. Er gab aber zu, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien.

Der Grundwehrdienst sei in der vergangenen Debatte „durch den Dreck gezogen worden“. Dabei sei nicht alles schlecht. So kämen durch das Mischsystem Leute zum Militär, die man sonst nie kriegen würde. Auch er wäre ohne den Grundwehrdienst nicht beim Bundesheer geblieben.

Keine konkreten Vorschläge

Wie der Wehrdienst im Detail attraktiver gemacht werden wird, wollte Commenda nicht sagen, denn die konkreten Schritte würden von der Politik präsentiert werden. Für die geplante Reform müsse man aber nichts neu erfinden. Man habe zahlreiche Vorschläge bereits in der Schublade.

Dass das System nicht reformierbar sei, wie manche Kritiker behaupten, wies Commenda zurück. Wer so etwas sage, sei „fantasielos oder kennt sich nicht aus“. Das sei eine Schwarz-Weiß-Malerei, von der er nichts halte. Manchmal brauche es für Veränderungen eben einen Anstoß wie die Volksbefragung, so Commenda.

Was konkret umgesetzt wird und wie viel Geld man dafür in die Hand nehmen will oder muss, sei Sache der Politik. Sie müsse entscheiden, was sie wolle und was nicht. Eine Mindestsumme für die Umsetzung einer Reform gebe es nicht.

Wichtig sei es, vom Beamtendenken und den „pragmatisierten Schützenlöchern“ wegzukommen. Dafür brauche man Visionen, sonst sei es „langweilig“. “Ich möchte auch nicht gleich einen Flugzeugträger, aber man braucht Visionen“, sagte der begeisterte Panzermodellbauer.

Tier- und Wasserschutz in Verfassung „juristisch wertlos“

Der Schutz des Wassers und auch der Tierschutz sollen nun in der österreichischen Bundesverfassung verankert werden. SPÖ, ÖVP und FPÖ haben einen gemeinsamen Antrag im Nationalrat eingebracht. Der vorliegende Entwurf wurde allerdings im Ö1-Morgenjournal vom Verfassungsrechtler Heinz Mayer in Grund und Boden kritisiert - der Beschluss sei „juristisch wertlos“.

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Sportförderung neu im Nationalrat beschlossen

Der Nationalrat hat gestern Abend mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPÖ und ÖVP sowie jenen der FPÖ einer Reform der Sportförderung beschlossen. Sie soll eine verstärkte Leistungsförderung und bessere Kontrollmechanismen bringen.

Grüne, BZÖ und Team Stronach (TS) äußerten Zweifel daran, dass sich damit viel ändern wird, würden bei der Vergabe der Förderungen doch erst recht wieder die gleichen Zuständigen aus der Bundessportorganisation das Sagen haben wie bisher. Ungeachtet dessen sah Sportminister Gerald Klug (SPÖ) die größte Reform der Sportförderung in der Zweiten Republik.

Debatte nach Olympiapleite in London

Debattiert wird die Reform schon seit Jahren, richtigen Schwung bekam sie allerdings erst durch den Flop bei den Olympischen Spielen in London, bei denen Österreich im Vorjahr ohne Medaillen ausging.

Grundsätzlich sieht das neue Modell vor, dass den Verbänden 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. 50 Prozent der für die Sportförderung zweckgebundenen Mittel aus Glücksspieleinnahmen sind für den Bereich Spitzensport, 45 für den Breitensport reserviert. Fünf Prozent entfallen auf die zentralen Sportorganisationen. Der österreichische Behindertensport erhält künftig gesetzlich garantierte 1,6 Millionen Euro Gesamtförderung.

Telekom-Austria-Prozess: Rumpold in Erklärungsnot

Am Straflandesgericht Wien hat gestern der zweite Tag im Telekom-Austria-Prozess zu fragwürdigen Geschäften der Telekom Austria (TA) mit der FPÖ stattgefunden. Der angeklagte frühere FPÖ-Werber Gernot Rumpold kam in Zusammenhang mit den „Konzepten“, die er für 600.000 Euro für die TA erarbeitet haben soll, in Erklärungsnot: Die dem Gericht vorliegenden Papiere seien gar nicht die „Endkonzepte“, sondern Entwürfe. Die fertigen Konzepte seien wohl verloren gegangen.

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Wirtschaft

Rekordwinter für Tourismus

Das Winterhalbjahr 2012/13 (November bis April) hat dem Tourismus neue Rekordwerte gebracht. Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich gegenüber 2011/2012 um 1,8 Prozent auf 16,73 Millionen, die Nächtigungen stiegen um 1,9 Prozent auf 65,55 Millionen, geht aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria hervor.

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Linz gegen BAWAG: Swap-Prozess beginnt in Wien

Am Wiener Handelsgericht beginnt heute der Zivilprozess zwischen der Stadt Linz und der BAWAG zu einem Swap-Deal, der die Stadt weit über 400 Millionen Euro kosten könnte. Beide Seiten rechnen mit einem langwierigen Verfahren.

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US-Einzelhändler klagen Visa und MasterCard

Der langjährige Streit über Kreditkartengebühren in den USA geht in die nächste Runde. Eine Gruppe von Einzelhändlern klagte gestern die Kreditkartenanbieter Visa und MasterCard vor einem Bezirksgericht in Manhattan. Damit steht ein im vergangenen Jahr geschlossener milliardenschwerer Kartellvergleich auf der Kippe.

Mit einem Volumen von rund sieben Milliarden Dollar wäre es der wohl größte der USA geworden. Zu den Klägern gehören Größen der Branche wie Macy’s, Target und JC Penney. Visa und MasterCard lehnten eine Stellungnahme ab.

Der im Juli 2012 geschlossene Vergleich sah Milliardenzahlungen von Finanzkonzernen an US-Einzelhändler vor. Diese sollten zudem mehr Macht gegenüber den Kreditkartenfirmen erhalten, die für den Einsatz der Karten von den Händlern Gebühren kassieren. Die Händler werfen ihnen vor, sich bei der Festsetzung dieser Abgaben abzusprechen und so niedrigere Gebühren zu verhindern.

Am Dienstag hatte bereits Branchenprimus Wal-Mart wie 18 weitere Einzelhändler erklärt, sich nicht an dem Vergleich zu beteiligen und Einzelklagen zu erwägen.

EU-Verordnung gestoppt: Olivenöl bleibt auf dem Tisch

Die EU-Kommission zieht ihre Verbotspläne für offenes Olivenöl auf Restauranttischen nach harscher Kritik zurück. Die umstrittene Regelung sollte dem offenbar weit verbreiteten Etikettenschwindel bei Olivenöl einen Riegel vorschieben. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos räumte gestern ein, den Vorschlag nicht ausreichend mit Verbraucherschützern abgesprochen zu haben. Er will jetzt einen neuen Plan ausarbeiten lassen.

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Deutsche Brauer: Fracking bedroht Bier-Reinheit

Gegen Fracking gibt es viele Widerstände. Dass nun Bierbrauer dagegen aufbegehren, mag auf den ersten Blick verwundern. Doch in Deutschland sorgen sich Brauer um die Reinheit des Grundwassers - und damit um ihr Reinheitsgebot, das auf der Qualität des Wassers aufbaut. Die deutsche Regierung will Fracking zur Gewinnung von Erdgas zulassen. Damit das möglich ist, muss sie aber das deutsche Wasserrecht ändern, das in Deutschland noch dazu in vielen Bereichen Ländersache ist. Da bei Fracking Chemikalien in den Boden gepumpt werden, fürchten Kritiker, dass die Technologie das Grundwasser gefährden könnte.

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Sport

Formel 1: Mercedes für Monaco optimistisch

Im Qualifying an der Spitze, im Rennen hinterher - mit diesem Dilemma hatte sich Mercedes in den letzten Rennen stets herumzuschlagen. Beim Grand Prix von Monaco am Sonntag in den engen Straßen von Monte Carlo könnte es für die „Silberpfeile“ aber wieder besser laufen. Denn während die Reifen eine kleinere Rolle als zuletzt spielen dürften, kommt der Startaufstellung im Fürstentum besonders große Bedeutung zu. Ihre Favoritenrolle auf die Poleposition untermauerten die Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton in den Trainings gestern jedenfalls eindrucksvoll.

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Bundesliga: Austrias Meisterelf soll zusammenbleiben

Die Saison ist für den frischgebackenen Meister Austria zwar noch nicht zu Ende, unter anderem wartet noch das ÖFB-Cupfinale und damit die Chance auf das Double, dennoch denkt man bei den Wienern schon an die kommende Saison.

Im fünften Anlauf könnte endlich die Qualifikation für die Champions League geschafft werden, die Aussicht darauf soll der Austria auch dabei helfen, die Meistertruppe zusammenzuhalten.

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Chronik

Vierfachmord in Brno: Mutmaßlicher Täter in USA verhaftet

Ein 20 Jahre alte rAmerikaner, der den in der Nacht auf Mittwoch entdeckten Vierfachmord in Brno (Tschechien) begangen haben soll, ist in Washington verhaftet worden. Das gab die tschechische Polizei heute bekannt. Der Verdächtige war über Wien-Schwechat in die USA geflogen.

Der junge Mann wird für den Mord an einem Ehepaar und dessen zwei Söhnen verantwortlich gemacht, deren Leichen in deren Wohnhaus nach einem Brand entdeckt worden waren. Die tschechische Polizei hatte gewarnt, dass der 20-jährige Kevin D. möglicherweise noch bewaffnet sei, und einen internationalen Haftbefehl erwirkt.

Von Polizei auf Flughafen erwartet

Wie die APA erfuhr, war der Verdächtige gestern Vormittag von Schwechat abgeflogen und am frühen Nachmittag (Ortszeit) in Washington gelandet. Auf dem Flughafen wartete bereits die Polizei auf ihn.

Beim Bundeskriminalamt in Wien zeigte man sich mit Informationen zunächst zurückhaltend. „Der Verdächtige befindet sich nicht mehr in Österreich, es sind daher keine Fahndungsmaßnahmen mehr aufrecht“, sagte Sprecher Mario Hejl und verwies auf die Zuständigkeit der tschechischen Behörden.

Weitere Verbrechen befürchtet

Dort hatte man nach Angaben des Chefs der südmährischen Polizei, Leos Trzil, seit gestern Nachmittag gewusst, dass D. Richtung Washington unterwegs war, diese Information aber bewusst nicht veröffentlicht. Es sei nämlich zu befürchten gewesen, dass D. davon erfahre und weitere Verbrechen begehen würde. Die Besatzung des Flugzeuges sei informiert worden, wen sie an Bord habe, so Trzil.

Die tschechische Polizei hat laut Trzil mit den österreichischen Kollegen sowie mit einem FBI-Vertreter in Prag zusammengearbeitet. Eingeschaltet wurde auch das tschechische Außenministerium, das sich um die Auslieferung des mutmaßlichen Täters bemühe. Der junge Mann stammt aus der kalifornischen Stadt Palo Alto und war erst vor etwa drei Wochen nach Tschechien gereist. Auf Facebook offerierte er seine Dienste als Englischlehrer.

Flughafen Heathrow wegen Notlandung geschlossen

Auf Europas größtem Flughafen London Heathrow sind heute Früh wegen einer Notlandung vorübergehend beide Startbahnen geschlossen worden. Wenig später wurde die südliche Bahn wieder geöffnet.

Eine Maschine der Fluglinie British Airways habe notlanden müssen, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Alle Passagiere und die Crew seien in Sicherheit und hätten das Flugzeug verlassen können, hieß es. Laut Fluggesellschaft habe es sich um eine Maschine des Typs A219 mit 75 Passagieren an Bord gehandelt.

Zu den Ursachen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Laut Informationen der BBC soll es beim Start Feuer in einem der Triebwerke gegeben haben. Ursache könnte ein Vogelschwarm gewesen sein. Die Sperrung sorgte für Verspätungen im eng getakteten Flugplan. Bilder zeigten das Flugzeug auf der Startbahn mit ausgefahrenen Sicherheitsrutschen. Mehrere Feuerwehrwagen waren an Ort und Stelle.

Straßenbrücke im US-Bundesstaat Washington eingestürzt

Mehrere Fahrzeuge sind beim Einsturz einer Fernstraßen-Brücke im US-Bundesstaat Washington in einen Fluss gestürzt. Die Schreckensfahrt gestern Abend ging Medienberichten zufolge aber glimpflich aus.

Den Behörden nach wurde niemand getötet oder schwer verletzt, berichtete die Lokalzeitung „Skagit Valley Herald“ in Mount Vernon. Drei Menschen seien aus dem Skagit River gerettet worden, berichteten Augenzeugen. Mehrere Boote und Taucher suchten den Fluss ab. Die Ursache des Einsturzes war zunächst unklar.

Video dazu in iptv.ORF.at

Teilstück eingebrochen

Zwischen zwei Betonpfeilern war ein Teilstück der mehrere Meter über dem Wasser liegenden Fahrbahn eingebrochen. Für die Retter habe es Beifall von Schaulustigen gegeben, als ein Mann vom Dach seines Autos aufs Trockene gebracht worden sei.

Die Interstate 5, die Seattle mit Vancouver in Kanada verbindet, führt über die eingestürzte Brücke. Stellenweise ist die Fernstraße stark befahren. Die vierspurige Brücke wurde 1955 gebaut. Ein Sprecher des Straßenverkehrsamtes teilte der Zeitung mit, man prüfe, ob ein Schwerlaster möglicherweise die Brücke gerammt und beschädigt habe.

Kurzzeitige Tsunami-Warnung nach Beben vor Russland

Ein Erdbeben der Stärke 8,2 hat heute auch die Ostküste Russlands erschüttert. Das Katastrophenministerium gab daraufhin eine Tsunami-Warnung für die erdöl- und erdgasreiche Insel Sachalin sowie die Kurilen-Inseln heraus, hob sie aber bereits nach wenigen Minuten wieder auf.

Das Epizentrum lag der US-Erdbebenwarte USGS zufolge im Pazifik rund 390 Kilometer vor der russischen Halbinsel Kamtschatka. Auf Sachalin betreibt Russland das größte Erdgasförderprojekt des Landes, in der Stadt Kamtschatka liegt ein Militärhafen für Atom-U-Boote. Ansonsten ist die Region relativ dünn besiedelt.

Erdbeben in Kalifornien

Auch eine dünn besiedelte Region Nordkaliforniens wurde gestern Abend (Ortszeit) von einem Erdbeben erschüttert. Nach Angaben der USGS erreichte der Erdstoß nahe der Ortschaft Susanville eine Stärke von 5,7. Das Beben sei in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento, rund 250 Kilometer südwestlich, zu spüren gewesen, berichteten US-Medien. Berichte über Verletzte oder Sachschäden gab es nicht.

Der Polizei in Susanville und Sacramento zufolge setzte der Erdstoß Alarmanlagen von Häusern und Autos in Gang.

Schüler der Waffen-HTL Klagenfurt vor Gericht

Am Landesgericht Klagenfurt muss sich heute ein 22 Jahre alter Schüler der Ferlacher HTL für Waffentechnik wegen gefährlicher Drohung und schwerer Nötigung verantworten. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Weil Schulkollegen bei einem geplanten Einbruch nicht mehr mitmachen wollten, soll er sie bedroht und dabei mit einer Pistole hantiert haben.

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Einbruch in Dorotheum: Diebe kamen durch die Wand

Spektakulär sind Diebe in der Nacht auf Mittwoch in Wien in das Auktionshaus Dorotheum eingebrochen: Sie durchstemmten eine Außenmauer und erbeuteten laut „Kronen Zeitung“ Schmuck um mehr als 10.000 Euro. Nach den Tätern wird gefahndet.

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Gasalarm beim Bahnhof Saalfelden

Gasalarm beim Bahnhof Saalfelden in Salzburg: Laut ersten Informationen wurde ein alter Gastank eines Hotels ausgebaut und zu einer Entsorgungsfirma beim Bahnhof gebracht. Aus dem vermeintlich leeren Tank strömt derzeit allerdings ein unbekanntes Gas. Die Bahnlinie wurde gesperrt.

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Leichtes Erdbeben in der Südsteiermark

Im Süden der Steiermark hat in der Nacht auf heute die Erde leicht gebebt. Laut dem Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurde die Erschütterung der Stärke 2,5 kurz nach 23.00 Uhr registriert.

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Kultur

Rechnungshof kritisiert Mozarteum-Orchester

Das renommierte Mozarteum-Orchester erhält von Stadt und Land Salzburg pro Jahr knapp sechs Millionen Euro Subvention. In seinem aktuellen Prüfbericht übt der Landesrechnungshof nun umfangreiche Kritik an der Finanzgebarung des Orchesters.

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Voodoo und Kernöl: „Design trifft Tradition“

Seit 2003 bringt das Designfestival assembly jährlich aktuelle Kunst- und Designtrends nach Graz. Heuer steht die Ausstellung im Grazer Volkskundemuseum unter dem Motto „Design trifft Tradition“ und deckt dabei eine sehr große Bandbreite ab.

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Festwochen-Konzerte: Philharmoniker geben Dänen-Debüt

Am Wochenende feiern die Wiener Philharmoniker eine Premiere, wenn sie im Konzerthaus mit der 8. Symphonie von Per Norgard das erste Mal überhaupt dänische Musik spielen. Das im Vorjahr uraufgeführte Werk des 80-jährigen Norgard erlebt damit im Rahmen der Wiener Festwochenkonzerte seine österreichische Erstaufführung unter dem Dirigat des Finnen Sakari Oramo, wobei weiters Werke von Jean Sibelius und Witold Lutoslawski erklingen und Stargeigerin Hilary Hahn den Solistenpart übernimmt.

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Lifestyle

Wien: Ankeruhr läuft nach aufwendiger Reparatur wieder

Die Touristen sind die vergangenen acht Wochen vergebens zur denkmalgeschützten Ankeruhr am Hohen Markt in Wien gepilgert: Die zwölf Figurenbilder streikten. Die Jugendstil-Uhr musste aufwendig repariert werden. Seit heute Früh läuft sie wieder.

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Science

Robotik: Wie Mensch und Maschine zum Team werden

Maschinen haben zwar bereits viele Arbeiten des Menschen übernommen, zur Gänze ersetzt haben sie ihn aber bisher nicht. Oft handeln beide als Team. Die Maschinen müssen dabei nicht nur ihren Arbeitsauftrag erfüllen, sondern auch so gut wie möglich auf die Zusammenarbeit mit Menschen ausgerichtet sein.

Diese Kooperation zwischen Mensch und Maschine zu optimieren, das hat sich Julie Shah vom Massachusetts Institute of Technology zur Aufgabe gemacht. Als Leiterin der Interactive Robotics Group beschäftigt sie sich mit der Teamfähigkeit von Maschinen, wie sie im Gespräch mit ORF.at erklärt.

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Manche Küchenschaben meiden Zucker

Zuckerhaltige Fressfallen scheinen einigen Küchenschaben mittlerweile bitter zu schmecken: Die süße Glukose aktiviert bei den Schädlingen einen Bitter-Rezeptor, woraufhin die Küchenschaben die Fallen meiden. Forschern zufolge zeigt das, wie schnell sich das Sinnessystem an veränderte Umweltbedingungen anpassen kann.

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Studie: Vogelgrippe kann sich durch die Luft verbreiten

Das Vogelgrippevirus H7N9 kann sich laut einer Studie auch in begrenzten Fällen über die Luft verbreiten. Das fand ein Forscherteam bei Tierversuchen heraus.

Beim direkten Kontakt zwischen Frettchen sei der Erreger übertragen worden und weniger effektiv sogar über die Luft, schrieben die Wissenschaftler in einem Artikel für das Journal „Science Express“. Schweine infizierten sich zwar auch mit dem Erreger, konnten ihn aber nicht weitergeben.

Bisher starben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 36 Menschen an H7N9 bei 131 Infektionen. Seit dem 8. Mai wurden keine neuen Infektionen mehr gemeldet.

Leute

Erste Life-Ball-Gäste im Anflug

Eva Longoria, Carmen Electra und weitere Stargäste mehr sind im Anflug auf Wien. Gery Keszler wird die prominenten Besucher des Life Ball 2013 unter dem Motto „1001 Nacht“ wieder persönlich auf dem Flughafen Wien-Schwechat begrüßen.

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