Ausland

6.500 Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet

Etwa 6.500 Flüchtlinge sind binnen eines Tages im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa gestern berichtete, wurden sie in 40 Rettungsoperationen, die die italienische Küstenwache koordiniert hat, in Sicherheit gebracht.

Es handle sich dabei um eine der größten Zahlen von Geretteten an einem einzigen Tag. In den vergangenen vier Tagen seien etwa 10.000 Menschen zwischen der libyschen Küste und Italien gerettet worden.

USA erkennen zehntausendsten Flüchtling aus Syrien an

Die USA haben gestern den zehntausendsten Flüchtling aus Syrien anerkannt. Damit sei das bis Ende September gesteckte Ziel früher erreicht worden, teilte die nationale Sicherheitsberaterin, Susan Rice, mit.

Die USA stehen vor allem in Europa in der Kritik, weil sie vergleichsweise wenige Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen. Von 2011 bis in das vergangene Jahr wurden nur 1.800 Flüchtlinge aufgenommen.

Noch weiter Weg bis zum Jahresende

Für die Ausweitung auf 10.000 bekam Barack Obama starken Gegenwind der Republikaner und vieler Gouverneure in den Bundesstaaten. Sie begründen das mit der Sorge vor einer Welle islamistischer Terroristen. Insgesamt sollen in diesem Jahr 85.000 Flüchtlinge in den USA anerkannt werden.

Das Thema spielt auch im Wahlkampf eine große Rolle. Der Präsidentschaftskandidat der Republikanern, Donald Trump, unterstellt seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton, sie wolle die Politik Obamas fortsetzen und Zehntausende Syrer ohne nähere Überprüfung ins Land lassen. Generell durchlaufen Flüchtlinge in den USA vor ihrer Anerkennung aber einen rigorosen Prozess der Überprüfung.

Uni bestätigt Plagiatsverdacht gegen Mexikos Präsidenten

Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto hat nach Angaben seiner früheren Hochschule Teile seiner Jura-Examensarbeit abgeschrieben. Einige Passagen seien wörtliche Wiedergaben anderer Texte, ohne dass dies mit Fußnoten oder in der Literaturliste kenntlich gemacht worden sei, teilte die private Universidad Panamericana gestern mit. In anderen Fällen seien Zitate aus anderen Arbeiten nur unpräzise ausgezeichnet worden.

Uni ratlos

Die Universität erklärte, sie könne in dem Fall nichts unternehmen, da er zu lange zurückliege. Sie bat die größte Hochschule des Landes, die Nationale Autonome Universität von Mexiko, um Hilfe im Umgang mit dem „beispiellosen“ Vorgang.

Das Gutachten der Universidad Panamericana folgt auf Recherchen der Website Aristegui Noticias, die in der vergangenen Woche über den Plagiatsverdacht berichtet hatte. Sie warf dem Staatschef vor, bei „mindestens 197 der 682 Absätze“ der vor 25 Jahren verfassten Arbeit handle es sich um ein Plagiat.

Das Portal Aristegui Noticias wird von der bekannten mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui geleitet. Sie hatte 2014 eine Affäre um den Kauf eines Luxushauses durch Peña Nietos Ehefrau Angélica Rivera aufgedeckt - sie erwarb das Anwesen demnach von einer Firma, die auch Staatsaufträge erhielt. Der Kauf wurde schließlich annulliert.

Der mexikanische Staatschef befindet sich zurzeit in einem Umfragetief, seine Beliebtheitswerte liegen bei nur etwa 23 Prozent.

Türkische Stadt Kilis von Syrien aus mit Raketen beschossen

Die südtürkische Grenzstadt Kilis ist aus Gebieten unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien erneut mit Raketen beschossen worden. Unter sechs Verletzten seien zwei Kinder, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Insgesamt seien gestern Abend drei Raketen in Kilis eingeschlagen, zwei davon auf freiem Gelände, eine auf einer Straße.

Seit Jänner wurden bei Raketenbeschuss nach Angaben von DHA mehr als 20 Menschen in Kilis getötet. Weiter östlich war die türkische Armee vor wenigen Tagen in Nordsyrien eingerückt. Sie geht dort nach eigenen Angaben gegen den IS, aber auch gegen von Kurden angeführte Milizen vor.

Kurden rüsten zum Kampf um Manbidsch

Der IS ist aus dem nordsyrischen Manbidsch bereits vertrieben worden, doch nun gerät die Stadt wieder ins Kampfgeschehen. Kurdische Kämpfer bereiten sich derzeit offenbar auf vorrückende türkische Truppen und von ihnen unterstützte Rebellen vor und rüsten auf. Die USA haben dafür wenig Verständnis. Sie drängten die Beteiligten dazu, die Auseinandersetzungen einzustellen und sich stattdessen auf den Kampf gegen den IS zu konzentrieren.

Mehr dazu in Stadt kürzlich vom IS befreit

Erdbeben in Italien: Wiederaufbau kostet zehn Mrd. Euro

Nach der Erdbebenkatastrophe bereitet sich Italien auf einen milliardenschweren Wiederaufbau vor. Ganze Ortschaften liegen in Schutt und Asche. Ihren Wiederaufbau beziffert eine erste Schätzung mit bis zu zehn Milliarden Euro. Regierungschef Matteo Renzi versprach, rasch zu handeln. Die EU signalisierte Bereitschaft, Italien eine Lockerung der Stabilitätskriterien zu gewähren. Die Anti-Mafia-Behörde warnte indes vor Korruption und Misswirtschaft beim Wiederaufbau.

Mehr dazu in 70 Prozent entsprechen nicht den Standards

Rousseff weist Verfahren als unberechtigt zurück

Die suspendierte brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat im Amtsenthebungsverfahren gestern die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Sie habe die Verbrechen, die ihr „zu Unrecht zur Last gelegt“ werden, „nicht begangen“, sagte die 68-Jährige bei ihrer Verteidigungsrede vor dem Senat in Brasilia.

Rousseff wiederholte ihren im Verlauf des Verfahrens mehrfach erhobenen Vorwurf, das Amtsenthebungsverfahren sei in Wirklichkeit ein „Putsch“ ihrer politischen Gegner. Diese wollten die Entscheidung der 54 Millionen Wähler missachten, die ihr bei ihrer Wiederwahl 2014 die Stimme gegeben hatten.

Anfang Mai vom Parlament des Amtes enthoben

Rousseff wird vorgeworfen, Haushaltszahlen geschönt und Geld ohne Zustimmung des Kongresses ausgegeben zu haben. Sie war Anfang Mai vom Parlament für zunächst 180 Tage ihres Amtes enthoben worden.

In dem Amtsenthebungsverfahren, das nun in seine letzte Etappe ging, kam Rousseff gestern erstmals zu Wort. Sie sollte eine halbe Stunde reden dürfen, im Anschluss war eine Befragung durch Anhänger und Gegner vorgesehen. Bei ihrem Eintreffen wurde Rousseff von ihrem Amtsvorgänger und Förderer, Luis Inacio Lula da Silva, begleitet. Mehrere hundert Anhänger hatten am Vorabend für ihren Verbleib im Amt demonstriert.

Südafrika: Schule zwang zu Glättung von krausem Haar

Eine Mädchenschule in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria steht wegen strenger Vorschriften für die Frisuren ihrer Schülerinnen unter Rassismusverdacht. Die Mädchen an der Pretoria High School for Girls beklagten, die Schulleitung habe sie gezwungen, krauses Haar mit Chemikalien zu glätten. Offen getragene Afrofrisuren seien an der Schule als unordentlich verpönt.

Am Wochenende protestierten Schülerinnen mit Afro- und Flechtfrisuren vor der Schule gegen Diskriminierung. Politiker bekundeten gestern ihr Entsetzen. „Meine Tochter hat einen Afro. Würde sie an der Mädchenschule von Pretoria aufgenommen werden?“, schrieb der Vorsitzende der Oppositionspartei Democratic Alilance, Mmusi Maimane, im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Auch Vorschriften zu Volkssprache

Der Bildungsminister der Provinz Gauteng, Panyanza Lesufi, besuchte die staatliche Schule, um mit Lehrern und Schülerinnen zu sprechen. Er wolle verhindern, dass die Lage außer Kontrolle gerate, sagte er vor Journalisten. Auf Facebook erhielt eine am Freitag gestartete Petition gegen die Vorschriften der Schule bis heute mehr als 10.000 Unterstützer.

Auch mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Rassismus in Südafrika noch weit verbreitet. Das prestigeträchtige Mädchengymnasium in Pretoria hatte bis zum Ende der Apartheid 1994 nur weiße Schülerinnen aufgenommen, inzwischen besuchen aber auch Schwarze die Schule. In Sozialen Netzwerken beklagten einige schwarze Schülerinnen neben den Frisurenregeln, dass sie an der Schule nicht in ihren Volkssprachen miteinander reden dürften.

Inland

Mindestens 151 Flüchtlingskinder vermisst

Zumindest 151 Flüchtlingskinder werden von den Behörden in Österreich als vermisst geführt. Im Vorjahr und im bisherigen Jahr 2016 seien im Flüchtlingslager Traiskirchen, das die meisten minderjährigen Flüchtlinge durchlaufen, insgesamt 193 abgängige unter 14-Jährige gemeldet worden, sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck gestern. Davon sind 42 wieder aufgetaucht.

Im Innenministerium geht man davon aus, dass viele der abgängigen Kinder in andere EU-Länder weitergereist sind. Der Sprecher verwies darauf, dass die Asylregeln der EU, die an sich ein Schutzansuchen im ersten Land der Einreise vorschreiben, nach der Dublin-III-Verordnung auf Minderjährige meist nicht anzuwenden seien.

Einige Kinder in Deutschland gelandet

Daher seien wohl einige der Kinder in Deutschland gelandet. Mögliche Hinweise auf Menschenhandel sehen die Behörden bei den vermissten Kindern nicht. „Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass Abgängigkeiten auf andere Umstände zurückzuführen sind“, sagte Grundböck.

Berichte über vermisste Flüchtlingskinder gab es in den vergangenen Monaten in einigen EU-Ländern. Zu Jahresbeginn schätzte die Polizeibehörde Europol ihre Zahl europaweit auf rund 10.000.

Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, Drogenschmuggel

Ein Bericht der Organisation „Missing Children Europe“ warnte davor, dass Kinder dem Risiko ausgesetzt seien, Opfer von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung, erzwungenem Drogenschmuggel oder Bettelei zu werden. Die Studienautoren riefen zur besseren Kooperation der einzelnen nationalen Behörden und innerhalb Europas auf, um alle Fälle vermisster Kinder aufzuklären.

Die deutschen Behörden teilten mit, dass in Deutschland derzeit knapp 9.000 junge Flüchtlinge offiziell als vermisst geführt werden. Vom Bundeskriminalamt hieß es aber auf Anfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass in der Regel kein Verdacht auf ein kriminelles Geschehen bestehe, vielmehr gehe man von weitergereisten Kindern und Mehrfachregistrierungen als Grund aus.

Sport

Formel 1: Hamilton in Spa lachender Dritter

Dass sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg mit dem Sieg beim Grand Prix von Belgien den Rückstand in der WM-Wertung auf neun Punkte verkürzt hat, wird Lewis Hamilton wohl verschmerzen können. Denn mit einer tollen Aufholjagd vom vorletzten auf den dritten Platz hielt der Weltmeister den Schaden in Spa in Grenzen. „Das ist wie Weihnachten, das hätte ich nie erwartet“, sagte Hamilton, der für den Rest der Saison nun auch bei den Motoren einen Vorteil hat.

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Ski alpin: Svindal um weitere Karriere besorgt

Aksel Lund Svindal, der zweifache Gesamtsieger im alpinen Skiweltcup, hat nach seinem schweren Sturz im Jänner bei der Abfahrt in Kitzbühel immer noch Probleme mit dem Knie. Neben einem Riss von Kreuzband und Meniskus hatte der Norweger auch einen Knorpelschaden erlitten und ist noch immer nicht ganz von einem Comeback im Weltcup überzeugt. Vor allem die Knorpelprobleme machen den 33-Jährigen nachdenklich.

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Wirtschaft

EU entscheidet über Steuernachzahlung von Apple

Die EU-Kommission wird nach Angaben von Insidern die umstrittenen Steuerabkommen zwischen Apple und Irland für nicht zulässig erklären. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Sache vertrauten Personen erfuhr, soll eine entsprechende Entscheidung heute fallen.

Einer der Insider sagte, Irland werde dann angewiesen werden, mehr als eine Milliarde Euro an nicht gezahlten Steuern vom US-Konzern einzuholen.

Die Kommission lehnte am Montag eine Stellungnahme ab. Sie hatte Irland 2014 vorgeworfen, internationale Steuerregeln umgangen zu haben, um Arbeitsplätze ins Land zu holen. Apple habe auf diese Weise Milliardengewinne nicht versteuern müssen. Regierung und Unternehmensführung haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Mondelez gibt Hershey-Übernahmeversuch auf

Der Milka-Hersteller Mondelez hat das Werben um den US-Schokoladenkonzern Hershey aufgegeben. Die Gespräche über eine Übernahme des Konkurrenten seien eingestellt worden, teilte Mondelez gestern nach US-Börsenschluss mit. Vor zwei Monaten hatte Hershey ein Angebot von Mondelez über 23 Milliarden Dollar (aktuell 21 Mrd. Euro) abgelehnt.

Ein Zusammenschluss der beiden Firmen hätte den weltgrößten Süßwarenhersteller geschaffen. Mondelez-Chefin Irene Rosenfeld äußerte sich enttäuscht, dass die Übernahme nicht zustande gebracht werden konnte.

Bei Anlegern sorgte die Nachricht für heftige Reaktionen, die Hershey-Aktie fiel nachbörslich um mehr als elf Prozent. Die Papiere von Mondelez legten um zweieinhalb Prozent zu.

EZB verringert bei Anleihenkäufen das Tempo

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Ausklang der Hauptferienzeit ihre umstrittenen Anleihenkäufe gedrosselt. In der Woche bis zum 26. August nahmen die Währungshüter Staatstitel der Euro-Länder im Volumen von 10,31 Mrd. Euro in ihre Bücher, wie die EZB gestern in Frankfurt mitteilte. In der Woche zuvor waren es 11,86 Mrd. Euro.

Die EZB und die nationalen Notenbanken haben damit seit dem Start des Programms im März 2015 Staatspapiere im Umfang von 990,81 Mrd. Euro erworben.

Inflation soll nach oben getrieben werden

Mit den Transaktionen will die EZB der Wirtschaft im Währungsraum einen Schub geben und die aus ihrer Sicht unerwünscht niedrige Inflation nach oben treiben.

Durch die Käufe sollen die Anleihenzinsen gedrückt werden, wodurch diese Wertpapiere als Investment für Banken unattraktiv werden. Stattdessen sollen die Geldhäuser mehr Kredite an Firmen und Haushalte ausreichen, was der Wirtschaft zugutekommen würde.

Finnen erhalten Steuererleichterungen für Gehaltsverzicht

Die Finnen sollen mit Steuersenkungen belohnt werden für ihre Bereitschaft zum Gehaltsverzicht. Dieses Versprechen werde nun eingelöst, sagte Außenminister Timo Soini gestern vor Parlamentariern. Um die schwächelnde Konjunktur zu beleben, hatten sich Regierung und Gewerkschaften im Juni auf eine Arbeitsmarktreform geeinigt.

Laut dieser sollen die Beschäftigten länger arbeiten und höhere Beiträge zur Altersvorsorge beisteuern. Zudem werden Feiertagszuschläge gestrichen und die Löhne heuer nicht erhöht.

Steuererleichterungen über 515 Mio. Euro

Die Regierung sagte Steuererleichterungen über insgesamt 515 Mio. Euro für 2017 zu, sollten 90 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer der Vereinbarung zustimmen. Diese Quote wurde gestern überschritten.

Die finnische Wirtschaft hat sich von der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 nicht erholt. Die Produktion liegt weiter unter Vorkrisenniveau. Das Land wurde vom Niedergang des Handypioniers Nokia hart getroffen und leidet überdies unter der Rezession im benachbarten Russland.

Chronik

Erneut schwere Unwetter in der Steiermark

Aufgrund von Starkregen und Gewitter sind in der Steiermark gestern Abend wieder die Feuerwehren im Einsatz. Am stärksten geregnet - aber auch gehagelt und gestürmt - hat es im Raum Kalsdorf und Werndorf in Graz-Umgebung.

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Heftige Gewitter auch in Kärnten

Auch in Kärnten sind gestern schwere Gewitter und Unwetter niedergegangen. Über 100 Feuerwehreinsätze waren nötig.

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Schweizer Luftwaffe vermisst Kampfflugzeug

Die Schweizer Luftwaffe vermisst seit gestern Nachmittag eine Kampfmaschine des US-Typs F/A-18C. Es laufe eine Suche im Gebiet von Susten im Wallis, teilte das Verteidigungsministerium heute mit. Über das Schicksal des Piloten der einsitzigen Maschine sei zurzeit nichts bekannt.

Erst im vergangenen Oktober war eine zweisitzige Maschine im gemeinsamen Trainingsraum mit Frankreich südöstlich von Besancon abgestürzt. Der Pilot wurde dabei verletzt. Im Juni dieses Jahres stürzte zudem ein F5-Kampfflugzeug der Patrouille Suisse in der Nähe des Militärflugplatzes Leeuwarden in den Niederlanden ab, nachdem sich zwei Jets bei einem Trainingsflug touchiert hatten. Der Pilot konnte sich mittels Schleudersitz retten.

Chinesischer „Jack the Ripper“ nach 28 Jahren gefasst

Die chinesische Polizei hat laut einem Zeitungsbericht einen als chinesischen „Jack the Ripper“ gesuchten Mann gefasst. Der 52-Jährige habe gestanden, zwischen 1988 und 2002 insgesamt elf Morde in der nordwestlichen Provinz Gansu und der benachbarten Inneren Mongolei begangen zu haben, berichtete die staatliche Zeitung „China Daily“ gestern.

Durch Zufall auf Spur gekommen

Den Berichten zufolge suchte sich der Mann in Rot gekleidete weibliche Opfer aus und verfolgte diese nach Hause, wo er sie vergewaltigte und tötete. Mehrere Opfer wurden verstümmelt. Das jüngste Opfer war acht Jahre alt. Erst 2004 zogen die Ermittler eine Verbindung zwischen den Morden.

Auf die Spur kamen die Ermittler dem Mann nun durch einen Zufall: Dem Bericht zufolge war bei einem Verwandten von ihm wegen eines kleineren Vergehens ein DNA-Test gemacht worden. Dabei entdeckten die Ermittler, dass dieser mit dem seit 28 Jahren gesuchten Mörder verwandt sein musste.

IT

Klage gegen Apple wegen Display-Ausfällen bei iPhones

Apple droht juristisches Ungemach: Besitzer von iPhones 6 und iPhones 6 Plus haben den US-Technologiekonzern verklagt. Sie sahen sich laut Klageschrift mit massiven Bildschirmproblemen konfrontiert, die die Benutzung des Smartphones in vielen Fällen unmöglicht machte.

Die iPhone-Besitzer streben eine US-weite Sammelklage an. Sie werfen Apple vor, seit langer Zeit von dem Defekt gewusst zu haben. Der Technologiekonzern soll aber eine Reparatur verweigert haben. Sie fordern eine Entschädigung in ungenannter Höhe. Apple wollte sich dazu nicht äußern.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Reparaturwebsite iFixit über das Problem berichtet. Zunächst komme es zu einem grauen Flackern am oberen Display-Rand. Anschließend reagiere der Bildschirm nicht mehr auf Berührungen, heißt es auf der Website. Apple verkaufte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 166 Mio. iPhones.

Fast 300 „Pokemon Go“-Vorfälle in Großbritannien

Seit Veröffentlichung von „Pokemon Go“ Anfang Juli hat die Polizei in Großbritannien fast 300 Vorfälle im Zusammenhang mit dem Smartphone-Spiel registriert. Das berichtete die BBC gestern unter Berufung auf eine eigene Umfrage bei allen Polizeidirektionen in England und Wales. Die Bandbreite reicht von Verkehrssünden über Raub und Körperverletzung bis hin zu Sexualdelikten.

Insgesamt verzeichneten die Polizeidirektionen 290 Vorfälle. „Pokemon Go“-Spieler traten dabei sowohl als Täter als auch als Opfer in Erscheinung. Immer wieder wurden beispielsweise Autofahrer dabei erwischt, wie sie hinter dem Steuer „Pokemon Go“ spielten. Mehrere Spieler meldeten der Polizei, ihre Handys seien ihnen während des Spielens entrissen worden.

Kinder liefen auf Gräbern herum

In der Nähe von Liverpool erhielt die Polizei einen Anruf, weil Kinder bei der Jagd auf Pokemons auf Gräbern in einem Friedhof herumliefen. Eine Person habe sich an die Polizei gewandt, weil sie im Zusammenhang mit dem Spiel „sexuelle Angebote“ erhalten habe.

Bei „Pokemon Go“ jagen die Spieler kleine Monster, die sich scheinbar an realen Orten aufhalten. Zu sehen sind sie aber nur auf dem Handydisplay. Das Spiel wurde bereits millionenfach heruntergeladen.

Gesundheit

Science

Leute

Sexskandal: Clinton-Beraterin Abedin verlässt Partner

Huma Abedin, engste Vertraute Hillary Clintons, verlässt ihren Mann Anthony Weiner nach Vorwürfen eines neuen Sexskandals. „Nach langen und schmerzhaften Überlegungen habe ich beschlossen, mich zu trennen“, teilte Abedin gestern mit.

Der frühere Kongressabgeordnete Weiner hatte 2011 mit dem Twittern erotischer Selfies seine hoffnungsvolle politische Karriere zerstört. Am Wochenende wurden neue Vorwürfe laut, Weiner solle erneut über Monate anzügliche Bilder von sich an eine andere Frau geschickt haben.

Austausch sei immer angemessen gewesen

Seit gestern Früh (Ortszeit) ist Weiners Twitter-Account stillgelegt. Der „New York Post“ sagte Weiner zu den neuen Vorwürfen, die Frau und er seien eine Zeit lang befreundet gewesen. Sie habe ihn gebeten, keinen Kommentar abzugeben, lege aber Wert darauf, dass ihr Austausch immer angemessen gewesen sei.

Abedin ist eine der wichtigsten Beraterinnen und Vertrauten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin. Wegen ihrer engen Verbundenheit mit Clinton ist sie immer wieder auch Zielscheibe des politischen Gegners, auch im Zusammenhang mit Clintons E-Mail-Affäre fällt oft der Name Abedins.