Ausland

USA verurteilen Angriff auf syrische Rebellenhochburg

Die USA haben die großangelegte Offensive der syrischen Armee auf die Rebellenhochburg Qusayr verurteilt. Mit den Angriffen heize die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad bewusst Spannungen zwischen verschiedenen Religionsgruppen an, sagte der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, Patrick Ventrell, gestern.

Washington kritisierte die Verwicklung der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Nachbarland Libanon in die Offensive. Die Hisbollah trage zu einer Eskalation der Gewalt bei und sorge für Instabilität auch im Libanon, sagt Ventrell. US-Präsident Barack Obama drückte nach Angaben des Weißen Hauses in einem Telefonat mit dem libanesischen Staatschef Michel Suleiman seine Besorgnis über die Einmischung der Schiiten-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg aus.

Dutzende Tote bei Angriffen

Die syrische Luftwaffe hatte am Tag zuvor mit den Angriffen auf Qusayr begonnen. Anschließend rückten Regierungstruppen und Hisbollah-Kämpfer auf die Stadt vor. Dutzende Menschen wurden getötet. Die Hisbollah verlor nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 28 eigene Kämpfer bei dem Angriff.

Assads Armee und regierungstreue Kämpfer versuchen seit Wochen, die strategisch wichtige Stadt zwischen Damaskus und der Mittelmeerküste unter Kontrolle zu bringen. Kusseir war seit mehr als einem Jahr in Rebellenhand.

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Ägyptischer Militäreinsatz auf dem Sinai mit Israel akkordiert

In Abstimmung mit Israel haben die ägyptischen Streitkräfte gestern Abend Truppen in das Grenzgebiet auf der Halbinsel Sinai geschickt. Das bestätigte ein Sprecher der Sicherheitskräfte der Deutschen Presse-Agentur. Beobachter deuteten den Vormarsch als Vorbereitung einer gewaltsamen Befreiung von sieben Soldaten und Polizisten, die von militanten Islamisten verschleppt worden waren.

Ägyptische Medien hatten Präsident Mohammed Mursi zuvor mit den Worten zitiert, mit „Verbrechern“ könne es keine Verhandlungen geben. Aus Armeekreisen hatte es geheißen: „Unsere Geduld ist aufgebraucht“.

Augenzeugen sahen Militärfahrzeuge in dem Ort Scheich Suwaid und anderen Bezirken der im Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten festgelegten entmilitarisierten Zone.

Geiseln droht laut Videobotschaft Folter

Die vier Soldaten und drei Polizisten waren am Donnerstag zwischen Rafah und Al-Arisch verschleppt worden. Am Sonntag tauchte ein erstes Lebenszeichen von ihnen auf. In einem Video baten die jungen Männer Mursi, „die politischen Gefangenen von der Sinai-Halbinsel freizulassen, vor allem Scheich Hamada Abu Scheita“. Andernfalls würden sie gefoltert, sagte einer der Soldaten. Die Geiseln sind in dem Video mit verbundenen Augen und erhobenen Armen zu sehen.

Europaparlament debattiert Bekämpfung von Steuerflucht

Das Europaparlament berät heute über eine wirksamere Bekämpfung von Steuerflucht und Steuerbetrug. Die Aussprache der EU-Abgeordneten in Straßburg findet einen Tag vor einem EU-Gipfel in Brüssel statt, der demselben Thema gewidmet ist. Die Abgeordneten wollen unter anderem über eine Resolution abstimmen, die von den EU-Staaten verlangt, eine vermutete Steuerlücke von einer Billion Euro bis 2020 zu halbieren.

In der Debatte soll es auch um die Aufstellung einer schwarzen Liste von Steueroasen gehen. Am Nachmittag debattieren die EU-Abgeordneten über das einheitliche EU-Bankenaufsichtssystem, das künftig bei der Europäischen Zentralbank angesiedelt sein wird und voraussichtlich Mitte 2014 in Kraft tritt.

USA beklagen Lage der Religionsfreiheit in Burma

Während der US-Reise von Burmas Staatschef Thein Sein hat Washington die Einschränkungen der Religionsfreiheit in dem südostasiatischen Land beklagt. Im burmesischen Bundesstaat Rakhine hätten Regierungsvertreter die Gewalt gegen muslimische Minderheiten angefacht, heißt es in einem gestern veröffentlichten Bericht des US-Außenministeriums.

Ungeachtet der politischen Reformen in Burma habe sich der Respekt für die Religionsfreiheit im vergangenen Jahr nicht sonderlich verbessert.

Historischer Besuch im Weißen Haus

Sein war am Samstag nach Washington gekommen, gestern stand ein Treffen mit Präsident Barack Obama auf dem Programm. Mit der Einladung ins Weiße Haus will Obama den Reformprozess in Burma unterstützen. Nach der jahrzehntelangen Herrschaft einer Militärjunta ist dort seit dem Frühjahr 2011 eine formal zivile Regierung unter dem früheren General Sein an der Macht. Sein besucht als erster burmesischer Staatschef seit fast einem halben Jahrhundert die US-Hauptstadt.

Die jüngste Gewaltwelle gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Burma trübt allerdings das Bild. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wurden seit Juni 2012 bei den Auseinandersetzungen mindestens 211 Menschen getötet, die meisten davon Rohingya. Zehntausende Angehörige der Volksgruppe seien vertrieben worden. HRW sprach von einer „ethnischen Säuberung“. Burmas Bevölkerung ist zu 90 Prozent buddhistisch, gut vier Prozent sind Muslime.

Verletzte Polizisten bei Ausschreitungen bei Stockholm

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei am Rande von Stockholm sind gestern mehrere Polizisten verletzt worden und schwere Sachschäden entstanden. Die Krawalle waren in der als sozialer Brennpunkt bekannten Vorstadt Husby ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Bei den insgesamt etwa 50 Randalierern habe es sich zumeist um junge Immigranten gehandelt. Vier Polizisten seien leicht verletzt worden.

Die Einsatzkräfte wurden nach eigenen Angaben mit Steinen beworfen. Autos gingen in Flammen auf, Schaufensterscheiben wurden eingeworfen. Wegen eines Feuers in einer Garage musste ein Wohnhaus zeitweise evakuiert werden.

Tödlicher Polizeieinsatz als möglicher Auslöser

Der für das nördliche Stockholm zuständige Polizeichef Joergen Karlsson sagte, Anlass der Ausschreitungen sei möglicherweise ein tödlicher Polizeieinsatz gegen einen mit einer Machete bewaffneten 69-jährigen Mann in Husby in der vergangenen Woche.

Die Sozialwohnblöcke in Husby wurden in den frühen 70er-Jahren im Zuge des umstrittenen sogenannten Millionenprogramms errichtet. Nach Schätzungen sind etwa 80 Prozent der rund 12.000 Bewohner Einwanderer. Ein im Jahr 2007 gestartetes Sanierungs- und Verschönerungsprogramm kam bisher nicht voran.

Terroranschlag in Moskau verhindert

Russische Terrorfahnder haben nach eigenen Angaben einen Anschlag in Moskau vereitelt und zwei Verdächtige getötet. Ein dritter sei festgenommen worden, erklärte das nationale Anti-Terrorismus-Komitee gestern Abend. „Unser starkes Eingreifen hat einen versuchten Terroranschlag in der Hauptstadt verhindert.“

Die drei Männer russischer Nationalität seien am Stadtrand von Moskau gestellt worden. Bei dem Versuch, sie festzunehmen, sei es zu einem Schusswechsel gekommen, ein Beamter sei leicht verletzt worden, hieß es weiter. Die Verdächtigen seien in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan ausgebildet worden. Angaben über das mutmaßliche Ziel der Pläne gab es zunächst nicht.

Iran: Rafsandschani droht Ausschluss bei Wahl

Der frühere iranische Staatschef Akbar Haschemi Rafsandschani wird möglicherweise von einer Kandidatur bei der bevorstehenden Präsidentenwahl ausgeschlossen. Es sei klar, dass die Kandidatur einer Person für ein hohes Amt zurückgewiesen werde, wenn diese nur für einige Stunden am Tag in der Lage sei, ihre Aufgaben wahrzunehmen, sagte ein Sprecher des Wächterrates gestern nach einer Meldung der Nachrichtenagentur ISNA. Der Wächterrat wird voraussichtlich morgen dem Innenministerium eine Liste mit Kandidaten überreichen, die dieses dann innerhalb von zwei weiteren Tagen veröffentlichen muss.

Kurswechsel angekündigt

Der Sprecher des Wächterrates nannte Rafsandschani aber nicht beim Namen. Anhänger des 78-jährigen Klerikers wiesen Spekulationen über dessen körperlichen Zustand zurück und forderten eine Zulassung. Rafsandschani, der viele einflussreiche Posten seit der islamischen Revolution 1979 innehatte, gilt als ernster Rivale für die anderen Kandidaten, die sämtlich ultraloyal zu Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei stehen.

Rafsandschani selbst kündigte einen politischen Kurswechsel an. „Mit einer neuen Einstellung und neuen Programmen will ich den Kurs der Innen- und Außenpolitik korrigieren“, sagte Rafsandschani nach Angaben der Nachrichtenagentur ILNA. Das werde zwar ein schwieriger, aber durchaus machbarer Weg, fügte der moderate Kleriker hinzu. Rafsandschani nannte keine weiteren Details dazu. Allerdings hatte er kürzlich erklärt, dass auch der Atomstreit mit dem Westen mit einer rationalen Politik zu lösen sei.

Wahl am 14. Juni

Die Kandidatur des ehemaligen Präsidenten hat im Iran für sehr viel Gesprächsstoff gesorgt. Wegen seiner Kritik an Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Unterstützung für die reformorientierte Opposition war er in den vergangenen vier Jahren sowohl beim Klerus als auch im konservativen Lager in Ungnade gefallen.

Die Präsidentenwahl findet am 14. Juni statt. Rafsandschani war von 1989 bis 1997 bereits Präsident. Er dürfte einige Stimmen aus dem Reformerlager auf sich vereinigen, das seit 2009 massiv an Einfluss verloren hat. Insgesamt 400 Kandidaten haben ihre Bewerbungen eingereicht.

Inland

Grundsatzurteil: Schadenersatz bei Platzmangel an Uni

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat ein Grundsatzurteil mit Sprengkraft für die heimische Universitätslandschaft erlassen: Erstmals wurde einem ehemaligen Medizinstudenten Schadenersatz für Platzmangel an der Uni zugesprochen. Er habe sein Studium nicht wie geplant voranbringen können, sei deshalb verspätet ins Berufsleben eingestiegen und habe zudem quasi ohne Gegenleistung Studiengebühren bezahlt, argumentiert der OGH. Die Hochschülerschaft jubiliert - sie geht davon aus, dass die Unis nun ordnungsgemäßes Studieren ermöglichen werden, weil sie sonst „nach Strich und Faden verklagt“ würden.

Mehr dazu in „Nicht zu entschuldigen“

Heftiger Diskurs über Mehrsprachigkeit an Schulen

Mögliche Projekte für ein „multilingual orientiertes Bildungskonzept“ sorgen in Wien für Aufregung. „Mehrsprachigkeit als Chance“ und „Deutsch als Priorität“ sind die Pole, zwischen denen SPÖ und ÖVP sowie die FPÖ nun debattieren.

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Wirtschaft

IWF ermahnt Tschechien zu Mäßigung der Sparpolitik

Tschechien sollte nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf weitere drastische Sparmaßnahmen verzichten. Die Sanierung der öffentlichen Haushalte sollte nach Ansicht der Experten erst fortgesetzt werden, wenn die Wirtschaft wieder an Fahrt gewonnen hat. „Für dieses Jahr ist die Prognose schwach und die wirtschaftliche Erholung verläuft nur allmählich“, erklärte der Chef der IWF-Vertretung in Prag, Masanori Yoshida.

Präsident ruft zu mehr staatlichen Investitionen auf

Die liberal-konservative Regierung in Prag hat sich zum Ziel gesetzt, die Neuverschuldung erstmals wieder unter die Drei-Prozent-Hürde zu drücken. „Die ausländischen Märkte wissen unser Verhalten zu schätzen“, betonte Ministerpräsident Petr Necas. Der linke Präsident Milos Zeman rief indes zu mehr staatlichen Investitionen auf. „Es ist eine Illusion zu glauben, dass die privaten Haushalte Motor des Wachstums sein können“, sagte Zeman.

Der IWF rechnet für Tschechien mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im nächsten Jahr. Die Tschechische Republik steckt seit Ende 2011 in einer Rezession, der längsten seit Gründung des Landes vor 20 Jahren.

Spaniens Staatsschulden auf Rekordwert

Das Euro-Krisenland Spanien steht so tief in der Kreide wie nie zuvor. Trotz der drastischen Einsparungen der konservativen Regierung kletterten die Schulden des spanischen Staates zum 31. März auf 923,31 Mrd. Euro. Das seien 87,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), teilte die Zentralbank gestern in Madrid mit. Im Vergleich zum 31. Dezember (884 Mrd.) betrug der Anstieg 4,4 Prozent.

Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy will 2013 das Haushaltsdefizit, das sich im vergangenen Jahr auf rund 7 Prozent der Wirtschaftsleistung belief, auf 4,5 Prozent herunterschrauben. Nach amtlicher Schätzung sollen die öffentlichen Schulden dann auf 91,4 Prozent des BIP klettern. Im Zuge der Sparmaßnahmen wird die spanische Wirtschaft dieses Jahr vor dem Hintergrund einer Rekordarbeitslosigkeit von über 27 Prozent nach EU-Schätzung um 1,5 Prozent schrumpfen.

Wieder Milliardenübernahme in der Pharmabranche

In der Pharmabranche gibt es wieder eine milliardenschwere Übernahme: Der US-Generikahersteller Actavis will den Konkurrenten Warner Chilcott für 8,5 Mrd. Dollar (rund 6,6 Mrd. Euro) übernehmen. Die Anteilseigner des irischen Unternehmens sollen dabei je Aktie 0,160 Actavis-Papiere bekommen, wie beide Unternehmen gestern mitteilten.

Durch die Fusion würde ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von elf Mrd. Dollar entstehen. Der US-Konzern würde damit seine Position als einer der drei größten Generikahersteller der Welt festigen.

Die Pharmabranche ist derzeit stark in Bewegung. Viele große Konzerne suchen wegen auslaufender Patente und sinkender Margen nach neuen Feldern oder Partnern. Aus diesem Grund kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu milliardenschweren Übernahmen.

Goldschmiedgewerbe stirbt aus

In Niederösterreich gibt es 48 Gold- und Silberwerkstätten, aber nur einen einzigen Lehrling. Die meisten Unternehmen sind Ein-Mann-Betriebe und können es sich nicht leisten, Nachwuchs auszubilden.

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Neues Hafenprojekt: Antwerpen baut die Megaschleuse

Den Panamakanal in puncto Gigantomanie in den Schatten zu stellen ist keine Leichtigkeit. Doch der Hafen im belgischen Antwerpen, immerhin einer der größten Europas, arbeitet hartnäckig daran. Im Jahr 2016 wollen die Betreiber die weltgrößte Schiffsschleuse eröffnen. Zwar hält Antwerpen mit der Berendrecht-Schleuse bereits jetzt den Rekord der größten Anlage, doch das neue Projekt wird entscheidend mehr leisten können: Etwa vier Meter tiefer ins Erdreich gegraben, kann die Passage dann Schiffe mit dreimal so vielen Containern aufnehmen.

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Sport

Eishockey-WM: Schweizer umjubelte Verlierer

Die Enttäuschung nach dem klaren 1:5 im Finale der Eishockey-WM gegen Gastgeber Schweden war bei den Schweizer Spielern im ersten Moment groß. Doch mit etwas Abstand konnte sich nicht nur Kapitän Matthias Seger über einen „unglaublichen Erfolg“ freuen. Auch in der Heimat wurde die Nationalmannschaft als „Weltmeister der Herzen“ gefeiert.

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Fußball: Bewegender Abgang für Beckham

Mit dem Heimspiel von Paris Saint-Germain gegen Stade Brest ist eine Ära zu Ende gegangen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass David Beckham auch noch am nächsten Wochenende in Lorient zum Einsatz kommt, ist laut PSG-Trainer Carlo Ancelotti gering. So wurde der Engländer mit Tränen in den Augen vom Pariser Publikum gefeiert. „Das ist doch ein Traum“, meinte er nach seinem bewegenden Abgang. Neben sentimentalen Abschiedsgefühlen spürt der 38-Jährige auch Vorfreude auf ein Familienleben ohne Matchrhythmus. Endgültig wird Beckham dem Fußball aber wohl nicht abhanden kommen.

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Chronik

USA: Mindestens 51 Tote bei Tornado in Oklahoma

Bei dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma sind nach offiziellen Angaben mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete der TV-Sender CNN unter Berufung auf Gerichtsmediziner. Unter den Toten seien mindestens sieben Kinder einer völlig zerstörten Grundschule in einer Vorstadt von Oklahoma-City.

Die Zahl der Opfer könnte aber noch steigen, da unter den Trümmern der Schule im Vorort Moore möglicherweise noch Kindern eingeschlossen sein könnten. Das Fernsehen zeigte Rettungskräfte, die mit bloßen Händen in den Trümmern nach Überlebenden suchen.

Der Tornado hinterließ außerhalb von Oklahoma City eine mehr als drei Kilometer breite Schneise der Verwüstung.

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Explosion auf Elite-Militärbasis in Spanien: Drei Tote

Bei einer Explosion auf einem Militärstützpunkt der spanischen Eliteeinheit La Legion sind in Viator im Südspanien drei Unteroffiziere ums Leben gekommen. Wie Medien unter Berufung auf Sprecher der spanischen Streitkräfte berichteten, gab es bei dem mutmaßlichen Unfall gestern außerdem zwei Verletzte.

Die Gründe für die Explosion im Waffen- und Munitionslager der Basis blieben zunächst unbekannt. Alle Opfer seien Waffenexperten der ehemaligen spanischen Fremdenlegion gewesen, hieß es. Ermittlungen seien aufgenommen worden.

Passagierjet mit erkrankter Crew muss in Paris zwischenlanden

Mit vier plötzlich erkrankten Crew-Mitgliedern an Bord hat eine Passagiermaschine gestern einen Notstopp in Paris eingelegt. Die Maschine landete auf ihrem Flug von Zürich nach Philadelphia in den USA außerplanmäßig auf dem Airport Roissy-Charles-de-Gaulle, nachdem drei Flugbegleiterinnen und ein Flugbegleiter sich unwohl gefühlt hatten, wie ein Flughafenmitarbeiter sagte.

Bei den vier wurde demnach eine Lebensmittelvergiftung diagnostiziert. Passagiere seien nicht betroffen gewesen. Die Maschine setzte anschließend ihren Flug ohne die Erkrankten fort. Der Name der betroffenen Fluggesellschaft wurde nicht bekannt.

Argentinien: Schule mit Geld aus Drogenhandel finanziert

Eine Privatschule in Argentinien soll mit Geldern aus illegalem Drogenhandel finanziert worden sein. Die Direktorin der Schule in der Gemeinde Candelaria, in der nordargentinischen Provinz Misiones, sei in Drogengeschäfte verwickelt gewesen, befand ein Gericht der Stadt Corrientes, wie die Tageszeitung „Clarin“ gestern berichtete.

Das Gericht verurteilte sieben Menschen wegen Geldwäsche und Geschäften mit Drogengeld zu Haftstrafen zwischen sechs und sieben Jahren und bestimmte die Beschlagnahmung ihrer Güter. Darunter fällt auch das Schulgebäude, da sich unter den Verurteilten auch die Direktorin und gesetzliche Vertreterin der Schule befindet. Die Frau wollte Berufung gegen das Urteil einlegen.

Die Schule wurde 2008 gegründet und hat heute mehr als 400 Schüler. Das Bildungsministerium der Provinz Misiones garantierte den besorgten Eltern die Fortsetzung des Unterrichts.

Kärntner Bär „verschwunden“

Der 250 Kilo schwere Braunbär, der am Mittwoch auf der Egger Alm in Kärnten gefangen, betäubt und mit einem GPS-Sender ausgestattet wurde, ist „verschwunden“. Der Satellitenempfänger leitete bisher keine Signale weiter.

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Nach Felssturz auf Felbertauernstraße: Bussystem für Pendler

Nach dem riesigen Felssturz auf die Felbertauernstraße bleibt die Verbindung noch mindestens drei Wochen lang gesperrt. Ab heute gibt es für die Pendler aber eine Ausweichmöglichkeit - inklusive Fußmarsch.

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Erneut Tauchunfall im Attersee

Gestern hat sich erneut ein Tauchunfall im Attersee ereignet. Ein 50-jähriger Niederösterreicher konnte nicht mehr richtig atmen, nachdem er auftauchte. Erst am Sonntag war eine 40-jährige Weinviertlerin im Attersee verunglückt.

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Religion

Papst macht Latein wieder populär

Papst Franziskus hilft der lateinischen Sprache zu neuer Popularität: Seit Franziskus’ Wahl am 13. März verzeichnet der lateinischen Twitter-Account @pontifex einen unerwarteten Erfolg, 101.000 „Follower“ wurden bis heute registriert. Damit folgen mehr Menschen dem Papst in der Sprache Ciceros, als auf Polnisch oder Arabisch, und nur ein paar tausend weniger als auf Deutsch.

Franziskus’ Vorgänger Benedikt XVI. hatte im Dezember die Papst-Präsenz auf Twitter eingerichtet. Inzwischen lassen sich 6,4 Millionen Menschen in neun Sprachen über den Kurznachrichtendienst mit Informationen vom Pontifex maximus versorgen. 2,5 Mio. Menschen machen dies auf Englisch. Schon an zweiter Stelle steht mit 2,4 Mio. die spanische Sprache - dank der argentinischen Herkunft von Franziskus. Auf Deutsch folgen dem Papst 106.000 Menschen.

Kultur

„The Doors“-Mitbegründer Ray Manzarek mit 74 gestorben

Der ehemalige Keyboarder der legendären US-Rockband „The Doors“, Ray Manzarek, ist tot. In einer Mitteilung auf der Facebookseite der Band hieß es gestern, dass der Musiker in einer Klinik im bayrischen Rosenheim gestorben sei. Er war 74 Jahre alt. Manzarek litt seit längerem an Krebs.

Mit Lead-Sänger Jim Morrison wurde die Band in den 60er Jahren durch Hits wie „Riders On The Storm“ und „Light My Fire“ berühmt. Morrison starb 1971 im Alter von 27 Jahren in Paris an Herzversagen. Danach löste sich die Band vorübergehen auf, bis Manzarek und Gitarrist Robby Krieger erneut zusammen auf die Bühne traten.

Krieger sagte in der Mitteilung, dass ihn der Tod seines Freundes und Bandkollegen „tief betrübt“ habe. „Ich bin froh, dass ich im letzten Jahrzehnt noch viele Doors-Lieder mit ihm spielen konnte.“

Mel Brooks wird für sein Lebenswerk geehrt

Mel Brooks (86) darf sich auf einen der wenigen Filmpreise freuen, die ihm noch fehlen. Das Amerikanische Filminstitut (AFI) will Brooks am 6. Juni in Los Angeles für dessen Lebenswerk auszeichnen, wie es gestern ankündigte. Regisseur Martin Scorsese soll die Laudatio auf seinen Kollegen halten.

Brooks war im Laufe seiner Karriere als Regisseur, Schauspieler, Komödiant, Drehbuchautor und Komponist erfolgreich. „Mel Brooks hat der Welt mehr als 50 Jahre lang das Lachen geschenkt“, sagte der AFI-Aufsichtsratsvorsitzende Howard Stringer.

Bereits große Sammlung an Auszeichungen

Der gebürtige New Yorker, machte sich 1968 mit dem Spielfilm „Frühling für Hitler“ („The Producers“) einen Namen. Das Stück bot er 2001 auch als Musical am Broadway an und gewann für ihn phänomenale zwölf Tony-Preise. Zu seinen Auszeichnungen gehören weiterhin ein Oscar, ein Emmy-Fernsehpreis und ein Grammy.

Brooks war 41 Jahre, bis zu ihrem Tod, mit der Schauspielerin Anne Bancroft verheiratet. Er stammt aus einer jüdischen Flüchtlingsfamilie. Der Vater kam aus Danzig, seine Mutter war russischer Herkunft.

Stardirigent Levine feiert Comeback im Rollstuhl

Der US-amerikanische Meisterdirigent James Levine ist zurück. Nach einer krankheitsbedingten Zwangspause von zwei Jahren stand Levine am Sonntag in New York erstmals wieder auf einer Konzertbühne. Sein Comeback - zunächst noch im Rollstuhl - wurde vom Publikum in der Carnegie Hall begeistert gefeiert.

Die „New York Times“ sprach gestern von einer „triumphalen“ Rückkehr des 69-Jährigen. Die Darbietung von Auszügen aus Wagners „Lohengrin“ und Schuberts Neunter Sinfonie habe ihn „von seiner besten Seite“ gezeigt, lobte das Blatt weiter.

Konzert mit Orchester der Metropolitan Opera

Levine gilt als einer der größten Dirigenten der Gegenwart. Er hatte seinen Posten als Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera (Met), der er seit vier Jahrzehnten angehört, trotz etlicher Rückenoperationen und einer Nierentransplantation beibehalten. Bei seinem Comebackauftritt habe er das Met-Orchester kraftvoll und einfühlsam wie eh und je dirigiert und keinerlei Ermüdung gezeigt, freute sich die „New York Times“.

Der gefragte Musiker gastierte auch bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth und war von 1999 bis 2003 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit trennte er sich vor zwei Jahren vom Boston Symphony Orchestra, einem anderen weltweit führenden Klangkörper. An der New Yorker Met ist er in der Saison 2013/14 als Dirigent von drei Opern für zahlreiche Vorstellungen eingeteilt.