USA verurteilen Angriff auf syrische Rebellenhochburg
Die USA haben die großangelegte Offensive der syrischen Armee auf die Rebellenhochburg Qusayr verurteilt. Mit den Angriffen heize die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad bewusst Spannungen zwischen verschiedenen Religionsgruppen an, sagte der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, Patrick Ventrell, gestern.
Washington kritisierte die Verwicklung der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Nachbarland Libanon in die Offensive. Die Hisbollah trage zu einer Eskalation der Gewalt bei und sorge für Instabilität auch im Libanon, sagt Ventrell. US-Präsident Barack Obama drückte nach Angaben des Weißen Hauses in einem Telefonat mit dem libanesischen Staatschef Michel Suleiman seine Besorgnis über die Einmischung der Schiiten-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg aus.
Dutzende Tote bei Angriffen
Die syrische Luftwaffe hatte am Tag zuvor mit den Angriffen auf Qusayr begonnen. Anschließend rückten Regierungstruppen und Hisbollah-Kämpfer auf die Stadt vor. Dutzende Menschen wurden getötet. Die Hisbollah verlor nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 28 eigene Kämpfer bei dem Angriff.
Assads Armee und regierungstreue Kämpfer versuchen seit Wochen, die strategisch wichtige Stadt zwischen Damaskus und der Mittelmeerküste unter Kontrolle zu bringen. Kusseir war seit mehr als einem Jahr in Rebellenhand.
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