Ausland

Wahlkampfteam ausgespäht? Trump will Untersuchung

US-Präsident Donald Trump will eine Untersuchung einleiten, um herauszufinden, ob das FBI oder das Justizministerium sein Wahlkampfteam 2016 ausgespäht oder unterwandert haben. Das kündigte Trump gestern über Twitter an.

Das Justizministerium selbst solle die Ermittlung übernehmen und ein Augenmerk darauf legen, ob die Regierung von Präsident Barack Obama ein solches Vorgehen gefordert habe. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundesbehörde mitgeteilt, keinerlei Beweise für eine Abhöraktion durch die Obama-Regierung vorliegen zu haben.

Für Trump ist die angebliche Überwachung seines Wahlkampfteams aber immer wieder ein Thema. Heute will er laut Tweet offiziell eine Untersuchung beantragen.

Vertrauliche Quelle

Berichten zufolge hatte das FBI eine vertrauliche Quelle, um mit Beratern Trumps über mögliche Verbindungen seines Teams zu Russland und einer etwaigen Beeinflussung der Wahl zu sprechen.

Trump legt seit Tagen mit offensichtlich wachsendem Ärger nahe, dass diese FBI-Quelle in seinem Team platziert worden war. Unter Berufung auf Ermittler und Regierungsquellen schrieben US-Medien, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

Fünf-Sterne-Chef: „EU-Verträge im Dialog neu verhandeln“

Der Chef der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, will die EU-Verträge „im Dialog“ neu verhandeln. „Brüssel sage ich: Zuerst beobachtet, was wir konkret machen wollen“, sagte Di Maio gestern.

„In Italien haben 50 Prozent der Italiener zwei politische Kräfte gewählt, die eine Regierung bilden wollen. Diese Regierung will nicht mit Gewalt, sondern im Dialog einige EU-Verträge und -Regeln infrage stellen. Wir werden attackiert, bevor wir überhaupt die Regierungsarbeit aufgenommen haben“, sagte Di Maio.

Salvini soll Innenminister werden

Matteo Salvini, Parteichef der rechtspopulistischen Lega, stellte klar, dass weder er noch Di Maio als Regierungschef kandidieren. Als Premierkandidat ist der Florentiner Rechtsprofessor Giuseppe Conte im Gespräch, der der Fünf-Sterne-Bewegung nahe steht. Als Alternative kommt der Wirtschaftsprofessor Andrea Roventini infrage.

Medienberichten zufolge ist Salvini als Innenminister vorgesehen, während Di Maio das Arbeitsressort oder das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung übernehmen könnte. Auch das Wirtschaftsministerium beansprucht die Fünf-Sterne-Bewegung, während die Lega das Verteidigungsressort übernehmen will. Als Außenminister ist der erfahrene Diplomat Giampiero Massolo im Gespräch.

Heute Treffen mit Präsidenten

Die Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega wollen Staatschef Sergio Mattarella heute ihr Regierungsprogramm vorstellen und ihm einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorschlagen. Unklar ist, ob Mattarella noch am Montag einen Regierungsauftrag erteilen wird.

Lega: Grünes Licht für Koalitionsvertrag

Die Anhängerinnen und Anhänger der Lega haben indes mehrheitlich für den Regierungsvertrag mit der Fünf-Sterne-Bewegung gestimmt. Insgesamt hätten sich an Abstimmung am Wochenende rund 215.000 Menschen beteiligt, 91 Prozent davon hätten mit „Ja“ gestimmt, teilte die Partei mit und sprach von einem „ausgezeichneten Ergebnis“.

Gedenken an Opfer des Schulmassakers in Texas

Nach dem Blutbad an einer Schule in Texas haben die Menschen in dem US-Bundesstaat in Trauergottesdiensten der Opfer gedacht. In Kirchen in der Stadt Santa Fe versammelten sich heute betroffene Familien und Einwohner. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, nahm an einem Gottesdienst in der Arcadia First Baptist Church teil und sprach den Trauernden Trost zu.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, bei einem Gottesdienst

AP/Houston Chronicle/Marie D. De Jesus

„Wir sind hier, um Sie zu unterstützen“, sagte Abbott. An der nahen Santa Fe High School, dem Ort des Amoklaufs mit zehn Toten und 13 Verletzten, legten Menschen Blumen, Schilder mit Trauerbotschaften und Stofftiere nieder.

Zehn Menschen getötet

Bei den Todesopfern handelt es sich nach Informationen von US-Medien um zwei Mitglieder des Lehrpersonals und acht Schülerinnen und Schüler, darunter eine Austauschschülerin aus Pakistan. Zu den Verletzten zählte ein Schulpolizist, der lebensgefährlich verletzt wurde.

Der Schütze, ein 17-jähriger Schüler, wurde bereits kurz nach der Tat die Anklage wegen Mordes und schweren Angriffs auf einen öffentlichen Bediensteten verlesen. Dem Jugendlichen droht damit die Todesstrafe.

Verdächtiger von Marseille ist Bulgare

Einen Tag nach seiner Festnahme im Bahnhof von Marseille haben die Ermittler die Identität des Verdächtigen geklärt. Es sei ein 48 Jahre alter Bulgare, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Xavier Tarabeux, gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Sicherheitskräfte hatten am Samstag den Bahnhof geräumt und den Mann in Gewahrsam genommen. Er habe „elektrisches und elektronisches Material“ dabeigehabt, das zum Herstellen eines Sprengkörpers benutzt werden könnte, hatte Tarabeux erklärt.

Der Verdächtige hatte zunächst angeben, Tschetschene zu sein. Der Bahnhof St. Charles im Herzen der Hafenstadt blieb am Samstag fast vier Stunden lang gesperrt,

Namensstreit: Athen und Skopje verhandeln weiter

Im Rahmen der intensivierten Bemühungen um die Lösung des jahrelangen Namensstreites werden die Außenminister Griechenlands und Mazedoniens, Nikos Kotzias und Nikola Dimitrov, am Donnerstag und Freitag mit dem UNO-Sondervermittler Matthew Nimetz in New York zusammenkommen. Das teilten gestern die Außenministerin der zwei Staaten mit. Laut der griechischen Zeitung „To vima“ dürfte das Treffen die letzte Chance für eine Einigung darstellen.

Athen hatte zuletzt inoffiziell den jüngsten Namensvorschlag Skopjes - Republik Ilinden-Mazedonien - abgelehnt. Im Gespräch sind erneut zwei frühere Namensvorschläge - Republik Neues Mazedonien und Republik Ober-Mazedonien - hieß es in griechischen Medienberichten, auf welche sich Medien in Skopje beriefen.

Die mazedonische Regierung verteidigte trotzdem ihren Vorschlag. Er hätte eine „realistische Einigungschance“. Auch würde der Name Ilinden-Mazedonien keine Gebietsansprüche beinhalten. Der Ilinden-Aufstand war eine Volksrevolte in den damals zum Osmanischen Reich gehörenden Regionen Makedonien und Thrakien im Jahr 1903 gegen die Osmanen.

Inland

BKA: Ministerbüros sollen Personalstand anders darstellen

Nach einem Bericht über die steigende Mitarbeiterzahl in den ÖVP-FPÖ-Ministerbüros hat das Bundeskanzleramt (BKA) die Ministerien aufgefordert, den Personalstand ihrer Kabinette künftig einheitlich und schlanker darzustellen. Das geht aus einem Rundschreiben von Kanzleramtsgeneralsekretär Dieter Kandlhofer vom März hervor.

„Beschränkte“ Darstellung

Kandlhofer teilt den anderen Generalsekretären in dem mit 9. März datierten Schreiben mit, dass die Ministerbüros künftig „auf folgende Struktur (=Gruppen) beschränkt dargestellt werden“: Die Fachreferenten (inklusive Kabinettchefs und Pressesprecher), das Terminsekretariat des Ministers sowie das Sekretariat des Kabinetts. Andere „Personen der Kabinette“ (u. a. Fahrer, Kanzlei, Empfang) seien in der „Linienorganisation“ des Ministeriums abzubilden, wie Kandlhofer in Abstimmung mit dem Generalsekretär des Vizekanzlers, Roland Weinert, mitteilt.

„Damit wären diese Personen weiterhin sichtbar, jedoch strukturell nicht den Kabinetten direkt zuordenbar“, heißt es in dem Rundschreiben, das „aus gegebenem Anlass“ verschickt wurde: Im Anhang findet sich ein zwei Tage zuvor veröffentlichter Bericht des „Standard“ über die steigende Zahl der Mitarbeiter in den Ministerbüros. Mitarbeiter, die nicht in diese drei Gruppen fallen, können dem Bericht zufolge „bestehenden oder neuen Strukturelementen“ zugeordnet werden.

„Kein Mitarbeiter wird versteckt“

Das Kanzleramt begründet das Rundschreiben auf APA-Anfrage mit dem Wunsch nach „Transparenz und Vergleichbarkeit“. In der Vergangenheit habe es nämlich eine „verzerrte Gesamtdarstellung“ gegeben. Außerdem habe Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) das noch unter Christian Kern (SPÖ) übliche System der Arbeitsleihverträge in seinem Kabinett abgestellt und dort nun weniger Mitarbeiter als sein Vorgänger. Dass die Kabinette mit der neuen Vorgehensweise bewusst kleiner dargestellt werden sollen als in der Vergangenheit, weist der Kanzlersprecher zurück: „Kein Mitarbeiter eines Ressorts wird versteckt, denn alle sind entsprechend dem Organigramm öffentlich einsehbar.“

Das Organigramm des Kanzleramts listet außerhalb des eigentlichen Ministerbüros unter anderem Abteilungen für strategische Planung („Think Austria“) und für „strategische Kommunikation“ auf. Erstere untersteht zwar direkt dem Kanzler, wird aber dennoch nicht zu seinem Kabinett gezählt. Letztere untersteht, wie weitere Stabstellen für internationale Wirtschaft und Beziehungen, dem Generalsekretär.

Wirtschaft

US-Regierung widerspricht sich im Handelsstreit mit China

Im Handelsstreit mit China sendet die US-Regierung unterschiedliche Signale. Finanzminister Steven Mnuchin sagte gestern bei Fox News, während der nun laufenden Verhandlungsphase mit China seien die von Washington angedrohten Strafzölle für Stahl und Aluminium vom Tisch. Dagegen sagte US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow dem Sender CBS, die Zölle seien keineswegs vom Tisch.

Die beiden Vertreter der US-Regierung äußerten sich einen Tag, nachdem die USA und China erklärten hatten, sie hätten große Fortschritte beim Abbau ihrer Spannungen verhandelt. Kudlow sagte: „Zölle sind Teil jeder Verhandlung, und Zölle können womöglich Teil von Zwangsmaßnahmen sein. Unserer Ansicht nach muss China sich öffnen. Sie müssen fairen Handel betreiben.“

Am Vortag hatte das Weiße Haus mitgeteilt, Peking mache in dem Handelskonflikt einen Schritt auf Washington zu. Beide Seiten seien übereingekommen, dass China erheblich mehr amerikanische Güter und Dienstleistungen erwerben wolle. Das gemeinsame Papier nennt allerdings keine Zahlen, Zeiträume oder Einzelheiten. Mnuchin sagte nun, die Erklärung sei „ein Rahmen“.

Sport

Bundesliga: Rapid sichert dritten Rang ab

Nach der vorletzten Runde in der Bundesliga sind alle Positionen bezogen. Rapid sicherte gestern mit einem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Altach den dritten Tabellenrang ab und muss damit statt in der zweiten erst in der dritten Qualifikationsrunde in die Europa League einsteigen.

Der LASK bezog eine Heimniederlage gegen den WAC und verspielte damit seine Chance auf Platz drei. Für besonderen Jubel bei den Rapid-Fans sorgte Steffen Hofmann, der in seinem letzten Bundesliga-Heimspiel als „Joker“ stach.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Tennis: Nadal bezwingt Zverev im Rom-Finale

Rafael Nadal geht als Nummer eins der Weltrangliste in die French Open in Paris. Der Spanier rang gestern im Finale des ATP-Masetsr-1000-Turniers in Rom den deutschen Vorjahressieger Alexander Zverev in drei Sätzen nieder und löst damit den derzeit pausierenden Roger Federer wieder an der Spitze des Rankings ab.

Der „Sandplatzkönig“ lag gegen den zuletzt in Hochform spielenden Zverev im dritten Satz schon mit einem Break zurück, eine Regenunterbrechung verhalf Nadal aber noch zur Aufholjagd.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Italien: Vater stieß Tochter von Autobahnbrücke

Ein Vater hat Medienberichten zufolge gestern seine Tochter in Mittelitalien von einer Autobahnbrücke in den Tod gestoßen. Stunden später sprang er selbst von der Brücke bei Francavilla al Mare in den Abruzzen und starb, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete.

Zuvor hatten Einsatzkräfte stundenlang vergeblich versucht, den Mann von einem Suizid abzuhalten. Er hatte die Rettungskräfte aufgefordert, sich dem Mädchen nicht zu nähern.

Die Autobahn war gesperrt worden. Ermittler schließen den Berichten zufolge nicht aus, dass die Tat mit dem Sturz einer Frau - möglicherweise der Mutter - von einem Balkon in der Früh im nahe gelegenen Chieti zusammenhängen könnte.

Ex-Pilot kritisiert Airline nach Flugzeugcrash in Kuba

Nach dem Flugzeugabsturz in Kuba mit 110 Toten laufen die Ermittlungen zur Absturzursache auf Hochtouren. Zuletzt wurde einer der beiden Flugschreiber gefunden, eine Kommission zur Untersuchung analysiert bereits.

Unterdessen kam ein Ex-Pilot der mexikanischen Global Air, auch bekannt als Aerolineas Damojh, zu Wort - in einem Zeitungsinterview berichtete er über seine Erlebnisse und die Missstände bei der Fluglinie.

Mehr dazu in Blackbox soll Aufschlüsse bringen

Mindestens elf Tote bei Lkw-Unfall in Indonesien

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind in Indonesien mindestens elf Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Ein mit Zucker beladener Lastwagen raste erst in eine Gruppe Motorradfahrer und dann in mehrere Häuser, wie ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde gestern sagte. Der Lkw habe auf abschüssiger Straße im Bezirk Brebes offenbar nicht bremsen können.

Der Fahrer habe offenbar noch versucht, das Fahrzeug zu stoppen, indem er das Lenkrad nach links herumgerissen habe. Dabei sei er zunächst mit einem Auto kollidiert, dann in die 13 Motorräder gerast und schließlich in sieben Häuser.

Kultur

„Deadpool 2“ dominiert Kinocharts in Nordamerika

Der ungewöhnliche Comicheld Deadpool hat sich auch mit seinem zweiten Film an die Spitze der Kinocharts in Nordamerika gekämpft. Die Actionkomödie mit Ryan Reynolds hat am Startwochenende laut vorläufigen Zahlen des „Hollywood Reporter“ 125 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) eingespielt, rund sieben Millionen Dollar weniger als Teil eins vor zwei Jahren.

Trotzdem läuft es für Marvel 2018 in Nordamerika weiter fantastisch: In neun von zwanzig Wochenenden des Jahres lag bisher eine Comicadaption des Hauses an der Spitze der Charts.

Auf Platz zwei kam „Avengers: Infitiny War“ in der vierten Woche mit 29 Millionen Dollar. Insgesamt steht der Film bei knapp 600 Millionen Dollar in Nordamerika und mehr als 1,8 Milliarden Dollar weltweit. Die Komödie „Book Club“, in der Jane Fonda und Diane Keaton in einem Buchclub den Erotikthriller „50 Shades of Grey“ lesen, kam als zweitbester Neustart auf Rang drei.

Religion

Leute

Meghan bekam eigenen Eintrag auf Royal-Webseite

Nach ihrer Hochzeit mit Prinz Harry (33) in Windsor hat Meghan (36) nun ihre eigenen Eintrag auf der Webseite der britischen Königsfamilie. Darin findet sich ein kurzer Lebenslauf Meghans, die inzwischen den Titel Duchess of Sussex trägt. Er ist stark auf ihr soziales Engagement fokussiert. Ihre Schauspielkarriere kommt kaum darin vor.

Der Eintrag gibt auch einen kleinen Ausblick darauf, was Meghan in Zukunft machen wird. „Neben königlichen Pflichten zur Unterstützung der Queen, sowohl in Großbritannien als auch im Ausland, wird die Herzogin ihre Zeit damit verbringen, wohltätige Organisationen zu unterstützen“, heißt es dort zu ihren neuen Aufgaben.

Meghan Markle und Prince Harry verlassen Schloss Windsor

Reuters/Steve Parsons

Meghan war bereits vor ihrer Hochzeit mit Prinz Harry sozial stark engagiert und machte sich beispielsweise als Botschafterin für die Vereinten Nationen für politische Teilhabe von Frauen stark. Am Dienstag werden Meghan und Harry ihren ersten öffentlichen Auftritt als Ehepaar haben bei einem Empfang von Prinz Charles für die Vertreter von wohltätigen Organisationen im Buckingham-Palast in London.

Panorama