Ausland

Mittelmeer: Tausende Flüchtlinge gerettet

Mehr als 5.800 Bootsflüchtlinge sind am Wochenende im Mittelmeer gerettet worden. Alleine gestern waren es über 2.100 Menschen, die bei mehreren Einsätzen in Sicherheit gebracht wurden, teilten die italienische und die griechische Küstenwache mit. Zu beklagen gibt es neuerlich aber auch Todesopfer: Für mindestens zehn Flüchtlinge kam nach Angaben der italienischen Küstenwache jede Hilfe zu spät.

Mehr dazu in Solidarität auf Sizilien „sehr groß“

Tel Aviv: Ausschreitungen bei Demo äthiopischer Juden

Bei Protestdemos Tausender aus Äthiopien stammender Juden ist es in Tel Aviv zu gewaltsamen Konfrontationen mit der Polizei gekommen. Auf dem zentralen Rabin-Platz wurden nach Medienberichten gestern mehrere Demonstranten verletzt. 20 Polizisten hätten ebenfalls Verletzungen erlitten, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Proteste richteten sich gegen eine Diskriminierung afrikanischer Juden.

Nach Augenzeugenberichten setzten die Beamten Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten ein. Diese hätten Polizisten wiederum mit Steinen und Flaschen beworfen, berichtete die Nachrichtenseite ynet. Im Stadtzentrum waren mehrere laute Explosionen zu hören. Über Tel Aviv kreisten stundenlang Polizeihubschrauber. Hunderte Polizisten bemühten sich am Abend um eine Beruhigung der Lage.

Die Demonstranten hatten zuvor die Autobahn zwischen Tel Aviv und Jerusalem sowie zentrale Straßen in der Küstenmetropole blockiert. Einige von ihnen legten sich auf die Straße. „Nicht schwarz, nicht weiß, wir sind alle Menschen“, skandierten Teilnehmer des Protests.

Auslöser der Proteste war ein Video, das zeigt, wie Polizisten einen äthiopischstämmigen israelischen Soldaten misshandeln. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte den Vorfall. Nach Angaben des israelischen Statistikbüros leben mehr als 135.000 Juden mit äthiopischen Wurzeln im Land. Viele von ihnen beklagen eine Benachteiligung in Beruf und Alltag.

Griechenland zuversichtlich bei Gesprächen mit Geldgebern

Bei den Gesprächen Griechenlands mit seinen internationalen Geldgebern über Finanzhilfen hat es Regierungskreisen zufolge Fortschritte gegeben. Alle Seiten strebten eine Einigung im Mai an, verlautete aus den Kreisen gestern.

Heute sollten die Beratungen mit den Vertretern von EU, IWF und EZB fortgesetzt werden. Auch in Kreisen der Euro-Zone war von einer Annäherung die Rede. Es gebe aber weiterhin Streitpunkte, hieß es.

Griechenland ringt seit Monaten mit der Euro-Zone und dem IWF um die Auflagen für dringend benötigte neue Hilfen. Es geht dabei um weitere 7,2 Milliarden Euro. Insgesamt wird das Land seit 2010 mit 240 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt. Die linksgerichtete griechische Regierung lehnt Pensionskürzungen und Arbeitsmarktreformen ab

Ausgangssperre in Baltimore aufgehoben

Rund eine Woche nach den schweren Ausschreitungen in Baltimore dürfen die Einwohner der US-Stadt wieder uneingeschränkt auf die Straße. Bürgermeisterin Stefanie Rawlings-Blake hob gestern eine nächtliche Ausgangssperre auf, die sie nach den Krawallen vom vergangenen Montag verhängt hatte.

Ausgelöst wurden die Unruhen durch den Tod des Afroamerikaners Freddie Gray, der in Polizeigewahrsam schwer verletzt worden war. Am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Polizisten erhoben. Seitdem hat sich die Lage in der Stadt zunehmend entspannt.

Neuer Korruptionsskandal in Rajoys Volkspartei

Drei Wochen vor den anstehenden Regional- und Kommunalwahlen in Spanien macht der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy ein neuer Korruptionsskandal zu schaffen. Auf einem - in den Medien verbreiteten - Tonbandmitschnitt ist der PP-Vorsitzende in der ostspanischen Provinz Valencia, Alfonso Rus, in einem Gespräch mit einem Unternehmer zu hören, wie er Geld zählt.

„Hier haben wir 3.000, 4.000, 5.000 (...) 12.000 Euro“, ist der Politiker zu vernehmen. „Das sind zwei Millionen Pesetas.“ Nach Vermutungen der Medien soll es sich bei der Summe um Schmiergeld gehandelt haben. Die PP schloss den Politiker vorläufig aus der Partei aus.

„Die Aufnahme ist beschämend“, sagte der Regierungschef und PP-Präsident der Region Valencia, Alberto Fabra. „So etwas hat in unserer Partei nichts zu suchen. Rus wird erklären müssen, weshalb er in einem Auto sitzend Geld zählte.“ Der beschuldigte Politiker bestritt demgegenüber die Vorwürfe und sprach von einem politischen Komplott. Er wies die Forderung zurück, von seinen Ämtern als Chef der Provinzverwaltung von Valencia und als Bürgermeister der Kleinstadt Xativa zurückzutreten.

Marine Le Pen will ihrem Vater das Wort verbieten

Im Führungsstreit beim rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich will Parteichefin Marine Le Pen ihrem Vater Jean-Marie Le Pen jegliche Äußerung im Namen des FN verbieten lassen. „Jean-Marie Le Pen soll sich nicht mehr im Namen des Front National äußern können, seine Äußerungen verstoßen gegen die Parteilinie“, sagte Marine Le Pen gestern.

„Es geht nicht, dass seine Äußerungen der Partei schaden.“ Die Parteichefin gab mehreren französischen Medien ein Interview - einen Tag vor der Entscheidung der FN-Gremien zu möglichen Strafmaßnahmen gegen ihren Vater. Konkret geht es bei einer Sitzung des Exekutivkomitees um jüngste Äußerungen des Gründers und langjährigen Patriarchen der rechtsextremen Partei.

Der 86-Jährige hatte unter anderem einmal mehr die Gaskammern der NS-Konzentrationslager als „Detail“ der Geschichte bezeichnet. Daraufhin brach Marine Le Pen mit ihrem Vater und zwang ihn zum Verzicht auf eine Spitzenkandidatur bei den Regionalwahlen im Dezember.

GB-Wahl: Cameron bekennt sich zu EU-Referendum

Großbritanniens Premierminister David Cameron hat sich zu seiner Ankündigung bekannt, im Fall seiner Wiederwahl am 7. Mai ein EU-Referendum abzuhalten. „Komme was will, ich werde nicht Premierminister einer Regierung sein, die dieses Referendum nicht liefert“, sagte Cameron gestern in einem BBC-Interview.

Großbritannien wählt am 7. Mai ein neues Parlament. Die Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Cameron und seinem Labour-Herausforderer Ed Miliband im Kampf um den Einzug in die Downing Street voraus. Cameron hatte wiederholt erklärt, er wolle im Herbst 2017 die Briten darüber abstimmen lassen, ob sie weiter Teil der Europäischen Union sein wollen. Vorher werde er aber die EU reformieren und die britische Position innerhalb der Union neu definieren.

Die britischen Liberaldemokraten als möglicher Koalitionspartner Camerons sind hinsichtlich der EU-Politik der Torys skeptisch. Sie halten unter anderem Camerons Versprechungen, Reformen durchsetzen zu können, für überhöht.

Inland

Nationalratssondersitzung zu Flüchtlingsdrama

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) informiert den Nationalrat heute über die Ergebnisse des EU-Sondergipfels vom 23. April zur Flüchtlingstragödie im Mittelmeer. Im Anschuss an seine Erklärung findet eine Debatte statt.

Der Europäische Rat hat bei seinem Treffen Ende April beschlossen, die Präsenz auf See zu verstärken, gegen die Schlepper vorzugehen, irreguläre Migrationsströme zu unterbinden und die interne Solidarität und Verantwortung zu stärken. Faymann selbst drängte am Wochenende in mehreren Zeitungsinterviews ein weiteres Mal auf eine Flüchtlingsquote innerhalb der EU, durch die Österreich verhältnismäßig weniger Asylverfahren hätte als derzeit.

Hypo-U-Ausschuss: Sitzung zu Zeugenliste anberaumt

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Hypo Alpe Adria Bank geht heute weiter. Eine von FPÖ, Grünen und Team Stronach vorgelegte Zeugenliste für die Sitzungen bis Anfang Juli soll bei einer Sitzung um 14.00 Uhr besprochen werden. NEOS ist nicht dabei, weil die Partei mangelnde Flexibilität befürchtet.

Die nächsten Zeugenbefragungen finden dann am Mittwoch statt. Als Erster ist Nationalbank-Prüfer Roland Pipelka an der Reihe. Weiters sind Fimbag-Prokurist Thomas Capka und Hans-Georg Kramer, Generalsekretär im Finanzministerium, geladen. Sie sollen zu den umstrittenen Schwärzungen von Akten befragt werden.

Genpflanzen: Die Krux mit den nationalen Verboten

Seit Jahren ringen die EU-Staaten um einen Konsens beim Thema gentechnisch veränderter Pflanzen - vorerst ohne Erfolg. Als Ausweg stellt die EU seit März ihren Mitgliedsländern frei, mit nationalen Gesetzen den Anbau von Genpflanzen zu verbieten. Doch während Länder wie Österreich noch an Rahmengesetzen feilen, um Felder gentechnikfrei zu halten, preschte die EU unlängst mit einem neuen Vorschlag vor. Nun soll auch die Einfuhr von genveränderten Futter- und Lebensmitteln national geregelt werden. Nicht nur Umweltschutzorganisationen laufen dagegen Sturm.

„Fleckerlteppich“ und Gesetzeslücken

Sport

Fußball: HSV schafft in Mainz Befreiungsschlag

Der HSV hat gestern einen großen Schritt zum Verbleib in der deutschen Bundesliga gemacht. Mit einem glücklichen Sieg beim FSV Mainz 05 verließen die Norddeutschen erstmals seit dem 25. Spieltag die Abstiegsränge.

Das Team des neuen HSV-Trainers Bruno Labbadia war in der 37. Minute durch ein Eigentor von ÖFB-Teamspieler Julian Baumgartlinger in Führung gegangen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Mainzer schoss Gojko Kacar kurz vor dem Schlusspfiff noch das erlösende Tor für die Gäste.

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Fußball: Chelsea kürt sich vorzeitig zum Meister

Chelsea hat sich vorzeitig den Meistertitel in der englischen Premier League gesichert. Den „Blues“ reichte gestern ein knapper Heimsieg über Crystal Palace, um in den letzten drei Runden nicht mehr von Platz eins verdrängt zu werden.

Für Chelsea war es der fünfte Titel der Vereinsgeschichte, der erste seit fünf Jahren. Dreimal hatte dabei Trainer Jose Mourinho seine Hände im Spiel. Und der Portugiese stellt seinem Herzensclub bereits den Beginn einer neuen Erfolgsära in Aussicht.

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Boxen: Mayweather schlägt Pacquiao im Millionenkampf

Der „Boxkampf des Jahrhunderts“ hat am Samstag Abend in Las Vegas mit dem Sieg von Floyd Mayweather geendet. Der US-Amerikaner setzte sich im höchstdotierten Duell der Geschichte gegen Manny Pacquiao von den Philippinen klar nach Punkten durch.

Die Entscheidung fiel einstimmig aus und bescherte dem Sieger neben kolportieren 140 bis 180 Millionen US-Dollar auch den WBO-Gürtel im Weltergewicht. Weltmeister der Verbände WBC und WBA war Mayweather schon vor dem Kampf gewesen.

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Wirtschaft

Deutsche Lokführer kündigen sechstägigen Streik an

Bahnreisende in Deutschland müssen sich ab morgen auf den bisher längsten Streik der Lokführer im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn (DB) einstellen. Der Ausstand soll im Personenverkehr sechs Tage dauern, teilte die Gewerkschaft GDL heute in Frankfurt am Main mit.

Er soll morgen um 02.00 Uhr in der Früh starten und erst am Sonntag um 09.00 Uhr enden. Im Güterverkehr soll bereits ab heute um 15.00 Uhr gestreikt werden. Es wäre bereits der achte Streik im seit Monaten andauernden Tarifkonflikt. Frühere Streiks hatten in begrenztem Ausmaß auch Auswirkungen auf die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Langer Arbeitskampf angekündigt

Die Gewerkschaft hatte am Donnerstag das neue Tarifangebot des Unternehmens zurückgewiesen und einen weiteren, langen Arbeitskampf angekündigt. Die Bahn hatte angeboten, die Löhne sollten ab 1. Juli in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent steigen. Dazu komme eine Einmalzahlung von insgesamt 1.000 Euro bis zum 30. Juni.

Die GDL fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Den Knackpunkt in den Tarifverhandlungen sieht die GDL bei der Einstufung der Rangierlokführer im Tarifgefüge der Bahn.

Der Konflikt ist so schwierig, weil die GDL mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um Einfluss im Konzern ringt. Beide wollen zum Teil für dieselben Berufsgruppen verhandeln. Die Bahn will in getrennten Verhandlungen vergleichbare Ergebnisse erzielen.

Chronik

Griechenland: Zwei Tote bei Schlägereien in Gefängnis

Zwei Häftlinge sind gestern Abend bei Auseinandersetzungen zwischen Inhaftierten eines griechischen Gefängnisses ums Leben gekommen. Weitere 21 Häftlinge seien zum Teil schwer verletzt worden, berichtete der griechische Staatsrundfunk unter Berufung auf die Polizei.

Nach Erkenntnissen der Wärter des Gefängnisses von Korydallos nahe Piräus war es zu einer Massenschlägerei zwischen Häftlingen aus Albanien, Algerien und Pakistan gekommen. Die Gewalt habe ethnische Hintergründe, hieß es seitens der Polizei. Es seien Messer und andere Waffen eingesetzt worden, verlautete aus dem Umfeld der Gefängnisdirektion.

Die griechischen Gefängnisse seien restlos überfüllt, die Ordnung könne nicht mehr vollständig gewährleistet werden, sagte ein Gefängniswärter im Radio. Nach Medienberichten beruhigte sich die Lage am späteren Abend wieder.

Düngemittel vor Costa Ricas Küste ausgelaufen

Vor der Pazifikküste Costa Ricas sind bei einem Schiffsunglück 180 Tonnen Düngemittel ausgelaufen. Die Nationale Notfallkommission (CNE) rief gestern Umweltalarm auf einem 100 Kilometer langen Küstenstreifen im Golf von Nicoya aus. Das Ammoniumnitrat stamme aus einem am Samstag gekenterten Schiff. Die CNE erließ bis auf weiteres ein Bade- und Fischverbot. Der Nicoya-Golf, 100 Kilometer westlich der Hauptstadt San Jose, ist ein bedeutendes Fischerei- und Tourismusgebiet des Landes.

Medien

Syrischer Journalist Darwisch erhält UNESCO-Pressepreis

Der seit mehr als drei Jahren inhaftierte syrische Journalist und Menschenrechtsaktivist Masen Darwisch erhält den diesjährigen Guillermo Cano World Press Freedom Prize der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Damit werde Darwischs mehr als zehnjährige Arbeit gewürdigt, die er unter großen persönlichen Opfern und trotz Verfolgung, Inhaftierung und Folter geleistet habe, erklärte die UNESCO gestern.

Darwisch wurde am 16. Februar 2012 festgenommen, zusammen mit seinen Kollegen Hani Saitani und Hussein Ghreir vom Syrischen Zentrum für Presse- und Meinungsfreiheit (SCM). Ihnen wird die „Förderung von Terrorakten“ zur Last gelegt. Darwisch gehört zu den Mitgründern der Nachrichtenwebseite Syriaview, die 2006 von den syrischen Behörden verboten wurde. Menschenrechtsgruppen, Presseorganisationen und die UNO forderten wiederholt die Freilassung des Journalisten.

Nach Angaben von Aktivisten wurden seit den Protesten gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im März 2011 etwa 100.000 Menschen inhaftiert, unter ihnen bekannte Bürgerrechtler. Assads Sicherheitskräfte waren brutal gegen die Demonstranten vorgegangen. Der Konflikt weitete sich zum Bürgerkrieg aus.

Seit 1997 verliehene Journalistenehrung

Der Preis der UNESCO wird seit 1997 verliehen. Die Auszeichnung ist nach dem kolumbianischen Journalisten Guillermo Cano benannt, der 1986 in Bogota vor dem Gebäude seiner Zeitung „El Espectador“ ermordet wurde.

Science

Kultur

Europäischer Kinderfilmpreis an „The Invisible Boy“

Kinderjurys aus 25 europäischen Städten haben den Film „The Invisible Boy“ zum Gewinner des Young Audience Award gekürt. Der undotierte Kinderfilmpreis der Europäischen Filmakademie wurde gestern Abend in der deutschen Stadt Erfurt übergeben. Der Film aus Italien erzählt die Abenteuer eines Teenagers, der plötzlich unsichtbar ist.

In Erfurt schauten sich etwa 80 Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren die nominierten Filme an. Sie gaben dann - ebenso wie ihre Altersgenossen in anderen europäischen Ländern - ihr Votum ab. Insgesamt nahmen nach Angaben der Deutschen Kindermedienstiftung gut 1.500 Mädchen und Buben an der europaweiten Abstimmung teil. Österreich war nicht dabei.

„Der mit dem Wolf tanzt“-Autor Michael Blake gestorben

Der Oscar-prämierte amerikanische Autor Michael Blake, der das Drehbuch zu dem Western „Der mit dem Wolf tanzt“ schrieb, ist tot. Nach Angaben seines Managers starb der Schriftsteller nach langer Krankheit am Samstag in Tuscon (US-Bundesstaat Arizona), wie der „Hollywood Reporter“ gestern berichtete. Blake wurde 69 Jahre alt.

„Der mit dem Wolf tanzt“ holte 1991 insgesamt sieben Oscars, darunter auch für Regisseur und Produzent Kevin Costner, der auch die Hauptrolle spielte. Blake gewann die Trophäe in der Sparte adaptiertes Drehbuch. Es war nach „Cimarron“ (1931) erst der zweite Western, dem die Mitglieder der Amerikanischen Filmakademie einen Oscar als bester Film zuerkannten.

Blake, der mit seiner Familie auf einer Ranch in Arizona lebte, galt als Kenner der Geschichte zwischen europäischen Auswanderern und den Indianerstämmen im US-Westen. 2011 hatte er von der Firma Constantin Film den Auftrag erhalten, Karl Mays Klassiker „Winnetou“ für die Leinwand zu adaptieren.

Leute

Lindsey Vonn gibt Trennung von Tiger Woods bekannt

Das Traumpaar des Sports, Lindsey Vonn und Tiger Woods, gehen wieder getrennte Wege. Die beiden haben sich nach fast drei gemeinsamen Jahren getrennt. Das gab die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin im alpinen Skisport auf ihrer Facebook-Seite bekannt. Auch Woods bestätigte die Trennung. Beide fanden trotz des Beziehungsendes höchst respektvolle Worte für den anderen. Die beiden Weltstars dürften jedoch eher eine Fernbeziehung geführt haben.

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Royal Baby II: Warten auf Namensbekanntgabe

Prinz William und seine Frau Kate werden den Namen ihrer neugeborenen Prinzessin von Cambridge vermutlich heute bekanntgeben. Der Kensington-Palast teilte gestern mit, das Paar bedanke sich herzlich für alle Glückwünsche und Gratulationen zur Geburt des kleinen Mädchens.

Einen Tag nach der Geburt hatten Kates Mutter Carole Middleton und ihre Schwester Pippa, sowie Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla das Kind im Kensington-Palast besucht. Die Eltern hatten es rund zehn Stunden nach der Geburt der Öffentlichkeit präsentiert. Onkel Prinz Harry erreichte die frohe Kunde bei einem Aufenthalt in Australien. „Sie ist total schön“, ließ Harry über den Palast mitteilen. „Ich kann es nicht erwarten, sie zu sehen.“

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