Ausland

US-Abgeordnetenhaus erlaubt Ausbildung syrischer Rebellen

Das US-Repräsentantenhaus hat den US-Streitkräften genehmigt, die moderaten Rebellen in Syrien für den Kampf gegen die Terrormilz Islamischer Staat (IS) auszubilden und auszurüsten. Die Kongresskammer folgte damit gestern der Bitte von Präsident Barack Obama, dem US-Militär diese Maßnahme zu gestatten.

Die Erlaubnis gilt zunächst bis Mitte Dezember. 273 Abgeordnete stimmten dafür, 156 waren dagegen. Viele oppositionelle Republikaner unterstützen mit ihrer Stimme die Strategie des Präsidenten. Bei Obamas Demokraten gab es dagegen viele Gegner. Als Nächstes muss das Gesetz den Senat passieren. Das gilt als wahrscheinlich.

Kerry: Kein neuer Irak-Krieg

US-Außenminister John Kerry warnte davor, den Kampf gegen die IS-Milizen mit dem Zweiten Golfkrieg von 1991 oder dem Irak-Krieg von 2003 zu vergleichen. Anders als bei den Operationen „Desert Storm“ und „Iraqi Freedom“ würden nun keine US-Bodentruppen in den Krieg geschickt, sagte Kerry bei einer Anhörung im Außenausschuss des Senats.

„Die Vereinigten Staaten werden es nicht im Alleingang machen“, betonte Kerry, der in der Region und in Europa um Unterstützung für den Anti-IS-Kampf geworben hatte. Der Schlüssel zum Sieg liege vielmehr darin, örtliche Kräfte für den Kampf gegen die Sunnitenmiliz zu wappnen. Im Irak seien das die dortigen Sicherheitskräfte, im benachbarten Syrien sei die „moderate“ Opposition das „beste Gegengewicht“ der IS-Kämpfer.

Absage an Bodentruppen im Irak

Zuvor hatte Obama einem erneuten Einsatz von US-Bodentruppen im Irak eine Absage erteilt. Vor Soldaten auf einem Luftwaffenstützpunkt in Florida erklärte er: „Als Ihr Oberkommandeur werde ich weder Sie noch unsere übrigen Streitkräfte in einen weiteren Bodenkrieg in den Irak schicken.“

Ein Sprecher des Präsidenten ergänzte später, Obama werde mögliche Anfragen des Irak zur Entsendung von US-Militärberatern im Einzelfall entscheiden. Sie würden aber nicht direkt in Kämpfe eingebunden.

Kritik an US-Generalstabschef

Obamas Absage an einen Einsatz von US-Bodentruppen folgt Äußerungen von US-Generalstabschef Martin Dempsey zu einem Irak-Einsatz, die am Vortag in Washington Kritik ausgelöst hatten. Dempsey hatte vor einem Kongressausschuss von der Möglichkeit gesprochen, dass US-Soldaten unter gewissen Bedingungen an Kampfeinsätzen irakischer Bodentruppen teilnehmen könnten.

OSZE: Ukraine-Waffenruhe muss stabilisiert werden

Der Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter hat gestern Abend zur Stabilisierung der Waffenruhe in der Ostukraine aufgerufen. Die Vereinbarung über die Waffenruhe, die am 5. September in Minsk getroffen wurde, dürfe nicht ausgehöhlt werden, wird Burkhalter in einer Mitteilung der OSZE zitiert.

Die Konfliktparteien müssten sich über die Details einer Überwachung der Waffenruhe einig werden, sagte Burkhalter laut der Mitteilung weiter. Die OSZE hilft derzeit mit, die Feuerpause zu überwachen.

Burkhalter lobte die Ukraine allerdings auch für die Fortschritte, die sie mit der Umsetzung der Waffenruhe mache. Er nannte dabei insbesondere den kürzlich beschlossenen Sonderstatus für die Ostukraine sowie die Ankündigung, dort örtliche Wahlen durchzuführen. Die Freilassung von Gefangenen auf beiden Seiten wertete Burkhalter als „ermutigendes Signal“. Das seien wichtige Schritte, die zu einer dauerhaften Lösung des Konflikts führen könnten.

Saudische Islamgelehrte erlassen Fatwa gegen IS

Hochrangige saudi-arabische Religionsgelehrte haben in einer Fatwa den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gutgeheißen.

Terrorismus sei ein „abscheuliches Verbrechen“ und das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere, begründete der Rat der Höchsten Religionsgelehrten nach Angaben der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Spa gestern seine Entscheidung. Demnach gab der Rat auch den Plänen der saudi-arabischen Regierung seinen Segen, die USA im Kampf gegen die IS-Milizen zu unterstützen.

IS-Miliz droht USA mit Widerstand

Zuletzt drohte IS den USA in einem neuen Video unverhohlen mit Widerstand im Irak. Der im Internet verbreitete Film trägt den Titel „Flammen des Krieges“ und zeigt unter anderem US-Soldaten. Das 52 Sekunden lange Video endet mit der Einblendung „Der Kampf hat erst begonnen“.

Beobachtern zufolge rekrutierte IS seit der Androhung weiterer US-Luftangriffe durch US-Präsident Barack Obama neue Kämpfer auch in Syrien. 162 Männer hätten sich seit dem 10. September dem IS angeschlossen und würden in zwei Lagern nahe Aleppo ausgebildet, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Darunter seien auch zahlreiche Ausländer. Vier Kämpfer seien Australier, 15 weitere stammten aus anderen arabischen Staaten. Sie seien aus der Türkei nach Syrien eingereist.

Mindestens 13 Tote bei Angriff auf Schule in Nigeria

Bei einem mutmaßlichen Angriff der Islamistengruppe Boko Haram auf eine Schule im Nordosten Nigerias sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Bei einem Feuergefecht mit der Polizei und mehreren Explosionen seien in der Schule in Kano 34 weitere Menschen verletzt worden, sagte der Polizeivertreter Adelere Shinaba gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach lieferten sich die Angreifer zunächst einen Schusswechsel mit Polizisten vor der Schule, bevor sie auf das Gelände stürmten und sich dort in die Luft sprengten. Studenten und Angestellte der Schule in Kano berichteten, sie seien geflohen, nachdem es Schüsse und Explosionen auf dem Gelände gegeben habe.

Laut Shinaba wurde mindestens ein Angreifer erschossen. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Die Extremistengruppe Boko Haram greift aber immer wieder Schulen, Universitäten und Wohnheime an. Die sektenartige Gruppe, deren Name übersetzt „Westliche Bildung ist Sünde“ bedeutet, kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat.

Machtstreit in Libyen: Parlament gegen neue Regierung

Das libysche Parlament hat gestern ein von Ministerpräsident Abdullah al-Thinni vorgeschlagenes Kabinett abgelehnt. Abgeordnete hätten Einwände gegen einige Ministerposten vorgebracht, berichtete die libysche Nachrichtenagentur LANA. Die Abstimmung sei daher um einige Tage verschoben worden.

Thinni fungiert als vorläufiger Regierungschef in einem unter kämpfenden Milizen zerfallenden Land. Ende August hatte Thinni den Rücktritt seiner Regierung erklärt, wenige Tage nachdem Islamisten in der Hauptstadt Tripolis eine Gegenregierung ausgerufen hatten. Das Parlament in Tobruk hatte Thinni jedoch aufgefordert, erneut die Regierungsverantwortung zu übernehmen und ein Kabinett zu bilden.

Die Abgeordneten in Tobruk leisten sich seit einem Monat einen Machtkampf mit dem alten Parlament in Tripolis. Das alte Parlament hatte seine Arbeit einfach wieder aufgenommen und die Bildung einer eigenen Regierung beschlossen - obwohl Anfang August das neu gewählte Parlament zusammengetreten war. Während im alten Parlament die Islamisten die Mehrheit hatten, sind sie im neuen in der Minderheit.

Inland

Vorarlberg-Wahl: Wallner schwört ÖVP auf Finale ein

Vorarlbergs Landeshauptmann und ÖVP-Chef Markus Wallner hat gestern Abend seine Partei auf das Wahlkampffinale eingeschworen. „Wir müssen als Team laufen“, die letzten Tage bis zur Wahl am Sonntag seien entscheidend. Er glaube nicht an Umfragen, diese - der ÖVP wird der Verlust der absoluten Mehrheit prophezeit - hätten noch nie recht gehabt, so der Landeshauptmann.

Wallner versuchte die Partei beim letzten großen Wahlkampfevent in seiner Heimatgemeinde Frastanz (Bezirk Feldkirch) in einer emotionalen Mischung aus Hochdeutsch und Dialekt zu motivieren. Er wurde von rund 1.500 Anhängern bejubelt und mit Standing Ovations bedacht.

Betonung von Bildung und Energie

Inhaltlich betonte der Parteichef das Thema Bildung sowie die Zusammenarbeit mit den Gemeinden: Es werde mit ihm keine Zusammenlegungen „von oben“ geben. Die Eigenständigkeit der Energiewirtschaft sei ebenfalls unverhandelbar, stellte er einmal mehr fest.

Mögliche Koalitionspartner ließ er wissen, dass ein ausgeglichenes Landesbudget das „Einstiegsticket“ für Gespräche sein werde. In Sachen Verkehrsprojekte sei Mitarbeit gefragt, nicht Verhinderungspolitik. Den Eintritt Österreichs in die EU würdigte er als „großartige Entscheidung“.

Schelling: „Straffungen“ für Budgetvollzug 2015

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hat bei seinem ersten Auftritt im Budgetausschuss bekräftigt, dass der Budgetvollzug 2014 planmäßig laufe, obwohl sich die Konjunktur eingetrübt hat. Für den Vollzug 2015 kündigte der Ressortchef hingegen „Straffungen“ an, die Gespräche hierzu auf Regierungsebene werden bereits geführt, hieß es gestern in einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz.

Schelling erläuterte anhand von Quartalsberichten aktuelle Daten zum Budgetvollzug 2014. Demnach steigen die Budgeteinzahlungen weiterhin stark, die Auszahlungen nur mäßig. Bei den Einzahlungen sorgten Einmaleffekte beim Bankenpakt, stark zunehmende Einkünfte aus Lohn-, Einkommen- und Kapitalertragsteuern sowie aus der Alkoholsteuer und der motorbezogenen Versicherungssteuer für die starke Dynamik.

Experten arbeiten an Steuerreform

Schelling betonte vor den Abgeordneten erneut, die jüngsten Vorschläge für die Steuerreform genau auf deren Auswirkung hin zu bewerten. Er habe die Absicht, gute Vorschläge zu übernehmen, machte jedoch klar, dass das Modell „Lohnsteuer runter - Vermögenssteuern rauf“ für ihn keine Steuerreform sei.

Die Experten des Ministeriums werden nun bis Ende des Jahres Maßnahmen zur Vereinfachung und Entbürokratisierung des Steuersystems erarbeiten und bewerten. Dann werden diese Vorschläge von der politischen Arbeitsgruppe bewertet und schließlich dem Parlament vorgelegt.

Sport

Football: Skandalwelle überrollt die NFL

Vor Saisonbeginn hat die National Football League (NFL) geprahlt, den härtesten Strafenkatalog für häusliche Gewalt zu haben. Nur mit der Umsetzung scheint sich die Liga schwerzutun. Nach der jüngsten Skandalwelle um Starspieler, die ihre Frauen und Kinder verprügeln, wird die Kritik an den NFL-Funktionären - allen voran Commissioner Roger Goodell - immer lauter. Sponsoren und Politiker forderten mehr Konsequenz und „harte und notwendige Maßnahmen“, um die Wahrnehmung des Premiumprodukts nicht zu gefährden. Im Fall Adrian Peterson sahen sich die Minnesota Vikings schon einmal zu einem Kurswechsel veranlasst.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Handball: Leiden und Lernen mit dem ÖHB-Team

Dieser Dienstag im BSFZ Südstadt ist anders gewesen. Diese Erfahrung machten Sportjournalisten, die vom Österreichischen Handballbund (ÖHB) eingeladen wurden, einen Tag mit Teamchef Patrekur Johannesson und der Nationalmannschaft zu verbringen. Leistungstests, taktische Besprechungen und ein leidenschaftlich geführtes Trainingsspiel auf bescheidenem Niveau verschafften den sonst passiven Schreibern einen Eindruck, worauf es im schnellen und harten Handballsport ankommt. Dass der Shuttle Run mit einem Busfahrplan nichts zu tun hat, war danach ebenfalls klar.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Fed lässt weiterhin auf Zinswende warten

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will ihre Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur im kommenden Monat beenden, hält die Zeit aber noch nicht reif für eine baldige Leitzinserhöhung.

Wie die US-Zentralbank gestern in Washington bekräftigte, wird sie den Zins wohl für „beträchtliche Zeit“ in seiner jetzigen Spanne zwischen null und 0,25 Prozent halten. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008. Die Anleihenkäufe sollen im Oktober noch einmal um zehn Milliarden Dollar (7,7 Mrd. Euro) pro Monat auf 15 Milliarden Dollar reduziert werden. Im November ist dann ganz Schluss.

Wachstum nur moderat

Bisher gehen die Märkte von einer Zinserhöhung im Sommer 2015 aus. Nach einer Serie ermutigender Wirtschaftsdaten meinten aber einige Fachleute, die Zinswende könnte schon früher kommen.

Der Fed-Offenmarktausschuss begründete sein unverändert behutsames Vorgehen nach einer zweitägigen Sitzung damit, dass sich die US-Konjunktur noch nicht genügend von der großen Rezession erholt habe, die vor rund fünf Jahren endete. Die Wirtschaft wachse nur mit „moderatem“ Tempo.

Keine Datum für Zinsanhebung

Für das kommende Jahr senkte die Fed sogar ihren Wachstumsausblick von 3,1 Prozent auf 2,8 Prozent. Auf dem Arbeitsmarkt herrsche noch immer eine „bedeutende Unterauslastung“. Auch die nachlassende Inflation hielt die Fed davon ab, konkrete Hinweise auf eine anstehende Zinswende zu geben.

Notenbank-Chefin Janet Yellen sagte in einer Pressekonferenz, dass sich die Inflation langsam dem Ziel nähern werde. Ihre Einschätzung der Wirtschaftslage habe sich aber kaum verändert. Es gebe noch große Unsicherheiten, darunter auch in der europäischen Wirtschaft. Sie betonte, dass abhängig von der Konjunktur eine fühere Zinsanhebung, aber auch eine spätere möglich sei.

Börsengang soll Zalando bis zu 633 Mio. Euro bringen

Der Onlinemodeversender Zalando hat den Startschuss für seinen Börsengang gegeben. Von heute an können Anleger Aktien des Berliner Internetunternehmens zu einem Preis von 18 bis 22,50 Euro zeichnen und sich damit mit bis zu 11,3 Prozent an Zalando beteiligen, wie das Unternehmen gestern Abend mitteilte.

Abhängig vom Zuteilungspreis fließen Zalando damit zwischen 507 und 633 Mio. Euro zu. Für 127 Mio. Euro habe das Unternehmen bereits feste Zusagen von Ankerinvestoren vorliegen. Alle bisherigen Gesellschafter behalten ihre Anteile. Die Zalando-Aktie soll am 1. Oktober erstmals an der Frankfurter Börse notiert werden.

Inflation: Steigende Mieten sind Dauerbrenner

In Europa geht seit Monaten die Angst vor einer Deflation um. Österreich ist von einem solchen Szenario noch weit weg. Während in der Euro-Zone die Preise zuletzt nur noch um 0,4 Prozent stiegen, lag die Teuerungsrate in Österreich im August bei 1,7 Prozent. Dämpfend wirken vor allem nachlassende Kosten für Treibstoffe und Energie - anders als noch vor drei Jahren, als vor allem der hohe Ölpreis die Inflation auf 3,5 Prozent hatte hochschnellen lassen. Doch Österreich hat auch seinen Dauerbrenner: die Kosten für Wohnen, vor allem Mieten.

Mehr dazu in Platz eins ex aequo mit Großbritannien

Europas Milliardäre überholen US-Kollegen

Es ist ein Bild, das in die Entwicklung seit der noch immer nachwirkenden Finanzkrise passt: Die Reichen werden weltweit immer reicher. Deren Vermögen stieg binnen eines Jahres rasant um zwölf Prozent auf unvorstellbare 7,3 Billionen Dollar (5,6 Billionen Euro). Erstmals haben Europas Milliardäre mehr Vermögen als jene in den USA und Kanada. 155 Europäer schafften laut einem Ranking der Schweizer Bank UBS im letzten Jahr erstmals den Sprung zum Milliardärsein.

Mehr dazu in 155 neue Milliardäre

Weltbank warnt vor Wirtschaftskatastrophe durch Ebola

Die Weltbank hat vor schwerwiegenden Folgen der Ebola-Epidemie für die Wirtschaft in den am schlimmsten betroffenen Staaten Westafrikas gewarnt. Bei einer weiteren Ausbreitung könnte das Virus dem wirtschaftlichen Leben in Guinea, Liberia und Sierra Leone einen „katastrophalen Schlag“ versetzen, schreiben Experten der Weltbank in einem gestern veröffentlichten Bericht.

Den Berechnungen zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt der drei armen Länder in diesem Jahr um insgesamt 359 Millionen Dollar (277 Mio. Euro) und im kommenden Jahr um 809 Millionen Dollar niedriger ausfallen.

Die Weltbank sieht in ihrem Bericht weniger die „direkten Kosten“ der Epidemie wie Todesfälle, Gesundheitsausgaben und Verluste von Arbeitstagen als Grund für den Einbruch. Die Wirtschaft in Guinea, Liberia und Sierra Leone werde vor allem durch die Angst vor Ansteckung gelähmt, die Warenaustausch und Produktion zum Erliegen bringe. Die Weltbank rief die internationale Gemeinschaft daher auf, „mehrere Milliarden Dollar“ für die Eindämmung der Epidemie aufzubringen.

78 Mio. Euro Hilfe aus EU-Staaten

Die EU-Mitgliedsstaaten kündigten an, weitere 78 Millionen Euro für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie zu geben. Das Geld werde zusätzlich zu den 150 Millionen Euro bereitgestellt, die bereits von der EU-Kommission freigegeben wurden, wie die Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgieva, vor dem Europaparlament in Straßburg sagte. Die Zusagen wurden demnach auf einer EU-Konferenz zur Ebola-Krise am Montag in Brüssel gemacht.

Chronik

Doppeljackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ konnte kein Spielteilnehmer die richtigen Gewinnzahlen erraten. Im Topf bleiben fast zwei Mio. Euro.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

2 7 10 17 23 41, Zusatzzahl 40

Auch beim Joker hatte kein Spieler die richtigen Zahlen auf seinem Schein, es bleiben 208.000 Euro im Topf.

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

7 2 6 4 9 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Science

IT

Neue iPads sollen im Oktober vorgestellt werden

Nach den neuen iPhones will Apple Mitte Oktober laut Medienberichten auch die nächste iPad-Generation vorstellen. Erwartet werden erneuerte Modelle in den zwei bisherigen Bildschirmgrößen, spekuliert wurde aber bereits ebenfalls über ein größeres Apple-Tablet im kommenden Jahr.

Die Website „Daily Dot“ schrieb unter Berufung auf informierte Personen, die neuen iPads würden am 21. Oktober vorgestellt, der Finanzdienst Bloomberg nannte als Zeitraum Mitte Oktober ohne genaueres Datum.

Apple hatte die iPads zuletzt im vergangenen Oktober aktualisiert, es steht also die jährliche Erneuerung der Modellpalette an. Der iPad-Absatz war zuletzt zurückgegangen. Apple will seine Tablets unter anderem über eine Partnerschaft mit IBM stärker an Unternehmen verkaufen.

Kultur

„Sin City 2“: Schlachtfest im Sündenpfuhl

„Sin City“ von Robert Rodriguez war Kult vom ersten Tag an: Schwarz-Weiß mit nur einzelnen Farbklecksen, eine brutale 40er-Jahre-Comicwelt mit echten Schauspielern. Teil zwei wurde sehnsüchtig erwartet und kommt nun, nach neun langen Jahren, in die Kinos.

Wieder ist es ein in grandiosen Bildern umgesetztes Schlachtfest im Sündenpfuhl, wenn Mickey Rourke, Bruce Willis und Jessica Alba an der Seite von Nebendarstellern wie Lady Gaga und Stacy Keach zu den Waffen greifen. Dennoch floppte „Sin City 2: A Dame to Kill for“ an den Kinokassen - und das hat Gründe.

Mehr dazu in Hart statt Art

Chan­so­nni­e­re Liesl Müller-Johnson gestorben

Die seit 1947 in England lebende Wiener Chanso­nni­e­re und Geschäftsfrau Liesl Müller-Johnson ist gestern 92-jährig in Wien gestorben. Das erfuhr die APA aus Kreisen der Familie. Müller-Johnson war erst kurz zuvor in ihre Geburtsstadt gereist, da sie morgen an der Präsentation ihrer im Milena Verlag neu aufgelegten Autobiografie teilnehmen wollte.

Müller-Johnson wurde 1922 als Tochter des Kabarettstars Rosl Berndt und des ungarischen Impresarios und späteren „Simpl“-Eigentümers Karl Müller in Wien geboren. Nach ihrer Heirat mit dem Fliegerleutnant Johnnie Johnson übersiedelte sie nach England und gründete 1957 die „Elizabeth Johnson Organisation“, die bis 2002 Sprachstudenten aus aller Welt in England betreute. In ihrer Pension begann sie eine zweite Karriere als Chansonsängerin, veröffentlichte sieben CDs und gab zahlreiche Konzerte.

Leute