Inland

Suchtmittelbericht: Drogendelikte gestiegen

Die österreichische Polizei hat im Vorjahr 33.000 Anzeigen wegen Drogendelikten erstattet. Im aktuellen Suchtmittelbericht bedeutet das einen Anstieg von fast neun Prozent gegenüber 2014. Die meisten Tatverdächtigen waren Österreicher, aber die Zahl der ausländischen Verdächtigen steigt, wie Ö1 berichtet.

Höchster Wert der letzten zehn Jahre

33.000 Anzeigen gegen Dealer und Drogenkonsumenten im Vorjahr, das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Aber die Zahl der Anzeigen hat immer auch zu tun damit, wie viel die Polizei kontrolliert, so Bundeskriminalamtschef Franz Lang bei der Präsentation des Suchtmittelberichts.

Außerdem haben sich die Ermittlungsmethoden verbessert. So können durch die Auswertung der Kontaktdaten in den Handys von Dealern ihre Käufer ausgeforscht werden - und umgekehrt. Lang spricht aber schon auch von einem leicht gestiegenen Drogenkonsum. Die meisten Angezeigten „sind nach wie vor Österreicher, aber bei den Dealern hält sich beinahe die Waage“.

Fast Hälfte der angezeigten Dealer aus dem Ausland

Fast die Hälfte der angezeigten Dealer sind also Ausländer. Bei den Anzeigen von schweren Delikten bzw. großen beschlagnahmten Suchtgiftmengen ist der Polizei sogar ein Anstieg um 24 Prozent gelungen.

Auf Platz eins bei ausländischen Tätern liegen hier Serben - auch im Zusammenhang mit Heroin-Handel. Rechnet man die weniger schweren Delikte und geringeren Suchtgiftmengen dazu, liegen Nigerianer hinter den Österreichern auf Platz zwei bei den Tatverdächtigen, gefolgt von Deutschen, Serben, Türken, Algeriern und Afghanen - letztere mit steigender Tendenz im heurigen Jahr.

Hofburg-Wahl: Auch Hofer präsentiert Plakate

FPÖ-Hofburg-Kandidat Norbert Hofer nimmt im Wahlkampf für die Wiederholungsstichwahl eine Anleihe beim früheren Bundespräsidenten Thomas Klestil: Er zieht wie das frühere Staatsoberhaupt mit dem Slogan „Macht braucht Kontrolle“ in die Auseinandersetzung. Die zweite von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl heute präsentierte Botschaft auf den Plakaten lautet: „Österreich braucht Sicherheit“.

Herbert Kickl bei der Präsentation der neuen Wahlplakate

APA/Hans Klaus Techt

Der damalige ÖVP-Kandidat Klestil hatte 1992 im Präsidentschaftswahlkampf mit „Macht braucht Kontrolle“ in der Stichwahl gegen den SPÖ-Anwärter Rudolf Streicher die Hofburg erobert. Kickl sagte bei der Plakatpräsentation heute jedoch, dass die Verwendung dieses Slogans kein Signal an ÖVP-Wähler sei, sondern ein Signal an den Hausverstand.

Kickl spricht von "Machtkartell

Dahinter stehe das Amtsverständnis, so der Wahlkampfleiter. Hofer sehe sich als „notwendiges Gegengewicht zum Machtkartell“. Das einzige Konzept seines Gegenkandidaten Alexander Van der Bellen sei es hingegen, die FPÖ und Hofer zu verhindern.

Damit mache er sich zum Teil des Systems; dass alles so weitergehe wie bisher. Außerdem wolle er die FPÖ auch als stimmenstärkste Partei in der Regierung verhindern. Deshalb sei Kontrolle wichtiger denn je, und diese würde durch Hofer gewährleistet, meinte Kickl.

Heftige Attacken gegen Van der Bellen

Auch die zweite Botschaft - „Österreich braucht Sicherheit“ - auf Plakaten mit Hofer vor einer rot-weiß-roten Fahne verband Kickl mit heftigen Attacken gegen Van der Bellen. Während Hofer ein „Garant für Sicherheit“ sei, stehe der von den Grünen unterstütze Kandidat für eine Fortsetzung von „falscher Toleranz“.

Österreich brauche angesichts der Vorgänge in der Türkei einen Bundespräsidenten, der Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) den Rücken stärke, statt ihm in den Rücken zu fallen, meinte Kickl.

Senioren geben sich mit 0,8 Prozent mehr nicht zufrieden

Die Seniorenvertreter geben sich mit den gesetzlich vorgesehenen 0,8 Prozent Pensionserhöhung für 2017 nicht zufrieden. Der Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes, Karl Blecha, forderte heute zusätzlich eine Einmalzahlung von 100 Euro.

Auch die Obfrau des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, will mehr als 0,8 Prozent, ihre konkrete Forderung will sie aber erst in den Verhandlungen nennen.

Blecha begründete seine Forderung nach einer zusätzlichen Einmalzahlung von 100 Euro damit, dass die 0,8 Prozent nicht ausgleichen könnten, was die Teuerung den Pensionisten „Tag für Tag aus dem Börsel frisst“, so Blecha. „Mieten, Lebensmittel, die Ausgaben des Alltags liegen deutlich über der statistischen Teuerungsrate, die durch z. B. billige Flachbildfernseher und Co. derzeit nur 0,6 Prozent beträgt. Aber wer kauft sich wöchentlich einen neuen Fernseher?“

Ausland

Angriff auf Amerikanische Universität in Kabul

Extremisten haben in der afghanischen Hauptstadt Kabul die Amerikanische Universität angegriffen. Das bestätigte ein Mitglied der Kabuler Polizei heute dem afghanischen Journalisten Bilal Sarwary. Spezialkräfte seien auf dem Weg. Der Sender Tolo TV berichtete, die Angreifer befänden sich bereits auf dem Gelände. Zuvor war gegen 19.00 Uhr (Ortszeit) eine laute Explosion zu hören gewesen.

Wie viele Studenten und Lehrer in der Universität sind, wurde nicht unmittelbar bekannt. Sie bietet Abendklassen an, die normalerweise rege besucht werden. Ein Student berichtete über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass er, andere Studenten und Lehrer entkommen konnten.

Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt

Der bekannte afghanische Fotograf Massud Hussaini berichtete ebenfalls per Twitter aus einem Klassenraum, er höre Schusswechsel. Mädchen weinten.

Erst vor zwei Wochen waren ein australischer und ein US-amerikanischer Professor nahe der Universität aus ihrem Auto heraus von Unbekannten verschleppt worden. Der Präsident der Universität, Mark English, hatte angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern.

Deutscher Altbundespräsident Scheel tot

Der frühere deutsche Bundespräsident Walter Scheel ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Das teilte ein FDP-Sprecher unter Berufung auf das Bundespräsidialamt heute mit. Zunächst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ vom Tod des Ex-Außenministers und FDP-Mitglieds berichtet.

Walter Scheel

APA/dpa/Hannibal Hanschke

Scheel führte die Liberalen von 1968 bis 1974 auch als Parteichef. Von 1969 bis 1974 war Scheel Außenminister und Vizekanzler in der Koalition von Sozialdemokraten und Liberalen unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD).

Singender Bundespräsident

Danach, von 1974 bis 1979, war Scheel Bundespräsident und damit viertes Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde als singender Bundespräsident („Hoch auf dem gelben Wagen“) äußerst populär.

In den vergangenen Jahren hatte sich Scheel, gesundheitlich angeschlagen und unter Demenz leidend, nur noch selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Ein Streit über seine Pflege machte zuletzt Schlagzeilen.

1946 in FDP eingetreten

Scheel wurde am 8. Juli 1919 in Solingen als Sohn eines Stellmachers geboren. 1946 trat er in die FDP ein. Der gelernte Bankkaufmann und Wirtschaftsberater war fast 25 Jahre lang Abgeordneter.

Er amtierte als Bundesminister unter den christdemokratischen Kanzlern Adenauer und Erhard sowie später unter Brandt, er war unter Adenauer der erste Entwicklungshilfeminister der Republik.

An der Seite Brandts setzte Scheel die umstrittenen Ostverträge durch und vollzog eine Neuausrichtung der Ostpolitik. Annäherung war sein Ziel. Damals war diese neue Ostpolitik umstritten, heute wird sie als Grundstein für die deutsche Einheit 1990 angesehen.

Ausgeprägtes Redetalent

„Willy Brandt konnte nur deshalb das Land verändern, weil er mit Walter Scheel einen kongenialen Partner hatte“, sagte der heutige Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

In Erinnerung blieb Scheels ausgeprägtes Redetalent. Der Liberale mit dem markante,n von Silberlöckchen umrahmten Kopf gab dem Amt des Bundespräsidenten rhetorischen Glanz und betonte gleichzeitig die Nähe zum Volk.

Türkei entlässt erneut Tausende Richter und Staatsanwälte

Die türkische Regierung hat einem Medienbericht zufolge erneut Tausende Bedienstete des Justizapparates in Zusammenhang mit dem gescheiterten Putsch entlassen. Mehr als 2.800 Richter und Staatsanwälte seien von der jüngsten Aktion betroffen, berichtete der TV-Sender CNN Türk heute.

Seit dem Putschversuch Mitte Juli wurden bereits rund 80.000 Angehörige von Militär, Verwaltung, Justiz und Bildungswesen suspendiert oder entlassen.

Auslieferung Gülens formell beantragt

Ihnen wird vorgeworfen, zum Netzwerk des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen zu gehören, den die Regierung für den Umsturzversuch verantwortlich macht.

Gestern hatte die türkische Regierung in Washington formell die Auslieferung Gülens beantragt, der jegliche Verstrickung in den Umsturzversuch zurückweist. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will heute bei US-Vizepräsident Joe Biden persönlich auf die Auslieferung Gülens drängen.

Massiver Schutz für Schulen in Frankreich zu Schulanfang

Nach der Terrorserie will Frankreich Lehranstalten zum Schulbeginn nach den Sommerferien massiv schützen. Wie Innenminister Bernard Cazeneuve heute in Paris ankündigte, sollen dazu in der kommenden Woche 3.000 Reservisten der Gendarmerie eingesetzt werden. „Während des gesamten (Schul-)Jahres wird es für die Umgebung der (Lehr-)Anstalten besondere Aufmerksamkeit geben“, sagte er.

Frankreich noch immer unter Schock

Frankreich steht nach dem Terroranschlag von Nizza mit 86 Toten immer noch unter Schock. Ein extremistischer Gewalttäter raste am 14. Juli mit seinem Lastwagen in eine Menschenmenge. Ende Juli töteten zwei Angreifer in einer katholischen Kirche bei Rouen in der Normandie kaltblütig einen Priester. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Tat.

Burkini-Erfinderin: Verkauf seit Verbot stark gestiegen

Aheda Zanetti, jene Australieren, die für sich die Erfindung des Burkinis und die Warenzeichen „Burkini“ und „Burqini“ beansprucht, hat gegenüber der britischen BBC gesagt, dass die Verkaufszahlen seit dem Verbot an französischen Stränden um 200 Prozent gestiegen seien.

Der 48-Jährigen zufolge repräsentieren die Badeanzüge Freiheit und einen gesunden Lebensstil und nicht Unterdrückung. „Ich weiß, was Hadschib bedeutet. Ich weiß, was Verschleierung bedeutet. Ich weiß, was Islam bedeutet. Und ich weiß, wer ich bin“, so Zanetti zur BBC.

Zanettis ursprüngliche Intention war, es muslimischen Frauen zu ermöglichen, am australischen Strandleben teilzunehmen. „Ich wollte, dass meine Mädchen in dem Bewusstsein aufwachsen, dass sie die Wahl haben.“

Zanetti weiter: „Mir ist es gleich, wenn sie einen Bikini tragen wollen. Das ist ihre Entscheidung. Kein Mann weltweit kann uns vorschreiben, was wir tragen und was wir nicht tragen.“

Verbote wegen islamistischer Terroranschläge

„Burkini“ ist ein Kofferwort aus „Burka“ und „Bikini“. Dabei lässt der islamische Ganzkörperbadeanzug lediglich Gesicht, Hände und Füße frei. Cannes und andere französische Städte untersagten zuletzt das Tragen des Burkini am Strand unter Verweis auf die jüngsten islamistischen Terroranschläge.

Polizei zwang offenbar Frau, Oberteil auszuziehen

Fotos von einer Polizeikontrolle am Strand von Nizza heizten indes die Debatte über Burkiniverbote an. In Sozialen Netzwerken sorgten zunächst in britischen Medien veröffentlichte Fotos, auf denen eine Frau vor den Augen von vier Polizisten ihr langes Oberteil auszieht, heute für einen Sturm der Entrüstung.

Zu sehen ist auf den Bildern, wie vier Angehörige der städtischen Polizei eine Frau umringen, die mit Leggings, einem langen türkisfarbenen Oberteil und mit einem um den Kopf gewickelten Tuch am Strand der südfranzösischen Stadt liegt - einen Burkini trägt sie nicht. Dann zieht die Frau das türkisfarbene Oberteil aus, unter dem sie noch ein ärmelfreies Oberteil trägt.

Unklar ist, ob die Polizisten die Frau zuvor aufgefordert hatten, das lange Oberteil auszuziehen, wie britische Medien es darstellen. Auf Twitter gab es trotzdem umgehend empörte Reaktionen: „Sie wollen ihr ihre Kleidung wegnehmen“, schrieb der Vorsitzende des Kollektivs gegen Islamfeindlichkeit in Frankreich, Marwan Muhammad.

Sport

Fußball: Deutsche Bundesliga setzt auf ÖFB-Legionäre

Mit dem Transfer von ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic zu Bayer Leverkusen hat sich der Österreicher-Anteil in der deutschen Bundesliga auf 18 erhöht, drei davon werden auch in der Champions League im Einsatz sein. Mit insgesamt drei heimischen Legionären sind die Leverkusener gemeinsam mit Werder Bremen die größte Österreicher-Filiale - zählt man auch den Trainer dazu, wird das Trio durch RB Leipzig komplettiert.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

US-Ölreserven überraschend gestiegen

In den USA haben die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche überraschend zugelegt. Die Vorräte seien um 2,5 Millionen auf 523,6 Millionen Barrel (je 159 Liter) gestiegen, teilte das Energieministerium heute in Washington mit. Experten hatten hingegen einen Rückgang um 0,85 Millionen Barrel erwartet. In der Woche zuvor waren die Ölreserven noch um 2,5 Millionen Barrel (Fass) gesunken.

Benzinbestände unverändert

Die Reserven an Benzin und Destillaten (Heizöl, Diesel) änderten sich in der vergangenen Woche kaum. Die Benzinbestände verharrten unverändert bei 232,7 Millionen Barrel. Die Vorräte an Destillaten stiegen um 0,1 Millionen auf 153,3 Millionen Barrel. Die US-Ölproduktion fiel laut Regierungsangaben um 0,6 Prozent auf 8,55 Millionen Barrel.

Ford ruft in Nordamerika Zehntausende Autos zurück

Ford ruft in Nordamerika gut 110.000 Fahrzeuge zurück. Bei rund 91.000 Autos gebe es Probleme mit den Kraftstoffpumpen, teilte der Volkswagen-Rivale aus den USA heute mit. Dadurch könnten die Wagen abrupt zum Stillstand kommen. Betroffen seien Limousinen, Geländewagen (SUV) und Kleinbusse verschiedener Modellreihen - darunter der Ford Taurus und der Ford Transit.

Keine Unfälle oder Verletzungen bekannt

Bei weiteren etwa 23.000 Ford-Escape-SUV müsse die Software für die elektrischen Fensterheber auf den neuesten Stand gebracht werden. Ford sei nicht bekannt, dass die Probleme zu Unfällen und Verletzungen geführt hätten.

Katar kauft ein Stück vom Empire State Building

Das weltberühmte Empire State Building in New York gehört jetzt zum Teil dem reichen Golfstaat Katar. Der katarische Staatsfonds QIA kaufte für 622 Mio. Dollar (rund 550 Mio. Euro).

Anteile an der Besitzergesellschaft Empire State Realty Trust, wie die amtliche Nachrichtenagentur QNA heute berichtete. Das entspricht einem Anteil von 9,9 Prozent. Dem US-Fonds gehören insgesamt neun Bürokomplexe in Manhattan.

Der milliardenschwere katarische Staatsfonds war im Jahr 2005 gegründet worden. Er soll die enormen Haushaltsüberschüsse des Emirats aus dem Öl- und Gasverkauf anlegen. Die QIA ist unter anderem an Volkswagen beteiligt. Ihr gehört außerdem das Londoner Traditionskaufhaus Harrods.

Gesundheit

Chronik

Schweres Erdbeben erschüttert Myanmar

Ein starkes Erdbeben hat Myanmar erschüttert. Das Beben um etwa 12.35 Uhr (MESZ) hatte nach Angaben des geophysischen Instituts im deutschen Potsdam eine Stärke von 7,0 und lag in 91 Kilometern Tiefe.

Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von 6,8 und einer Tiefe von 84,1 Kilometern. Das Zentrum liege 25 Kilometer westlich der Stadt Chauk im mittleren Teil des südostasiatischen Landes unweit der Hauptstadt Naypyidaw.

Tempelanlagen zerstört

Von den Erschütterungen wurden Berichten zufolge unter anderem die Tempelanlagen von Bagan beschädigt. Sie bestehen aus rund 3.000 Bauten aus dem 9. bis 14. Jahrhundert. Die Tempelebene 650 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun ist die bedeutendste Touristenattraktion des Landes.

Staubwolke währende Erdbeben in Bagan (Myanmar)

APA/AFP/Soe Moe Aung

Lokalen Medienberichten zufolge war das Beben auch in den benachbarten Ländern Indien, Bangladesch und Thailand zu spüren. Informationen zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

Verwahrloste Tiere aus Zoo in Gaza gerettet

Internationale Tierschützer haben die letzten 15 Tiere aus einem verwahrlosten Zoo im südlichen Gazastreifen gerettet. Sie sind über den Eres-Grenzübergang zu Israel aus der Küstenenklave verfrachtet worden.

Internationale Tierschützer haben die letzten 15 Tiere aus dem Zoo gerettet.

Auch angesichts starker israelischer Luftangriffe im Gazastreifen nach einem Raketenangriff auf eine israelische Grenzstadt während ihres Aufenthalts sei der Einsatz eine „unglaubliche Herausforderung“ gewesen. Das sagte die Mitarbeiterin der Organisation „Vier Pfoten“, Indra Kley, heute.

Tiger findet in Südafrika neues Zuhause

Ein Tiger soll nun in Südafrika eine neue Heimat bekommen, fünf Affen in Israel und die restlichen Tiere - Stachelschweine, Schildkröten, Bussarde, jeweils ein Pelikan, Emu und Reh - kommen in ein Schutzzentrum in Jordanien. Der Tierarzt und Teamleiter, Amir Khalil, untersuchte und behandelte sie vor dem Transport aus dem Gazastreifen.

Betäubter Tiger wird untersucht

APA/AFP/Menahem Kahana

Vier Pfoten hatte den Tierpark in Chan Junis als „schlimmsten Zoo der Welt“ beschrieben. Dutzende Tiere waren elendiglich verendet, weil sie nicht genug Futter erhielten.

Anlage wird nun endgültig geschlossen

Der anhaltende Konflikt zwischen der im Gazastreifen herrschenden Hamas und Israel erschwert die Lebensbedingungen in dem seit zehn Jahren blockierten Palästinensergebiet. Das habe sich auch negativ auf die finanzielle Situation des Zoobesitzers ausgewirkt, sagte Kley.

Vier Pfoten war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach im Gazastreifen im Einsatz, um Tiere zu retten. Zuletzt waren sie im Juni in dem Zoo in Chan Junis, um Tiere mit Futter zu versorgen. Der Tierpark werde nun endgültig geschlossen, sagte Kley.

Religion

Martinspilgerweg nun auch durch Österreich

Der europäische Martinuspilgerweg, der im ungarischen Szombathely beginnt und im französischen Tours endet, führt künftig auch durch Österreich. Zusätzlich zur bestehenden Südroute über Slowenien und Italien wird in den kommenden Wochen eine neue Mittelroute des Pilgerwegs durch Ungarn, Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich etappenweise eröffnet.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Neue Führung bei Musikveranstalter Jeunesse

Der Musikveranstalter Jeunesse hat ein neues Leitungsduo. Die Zusammenarbeit mit Generalsekretär Alexander Moore, der diese Position seit April des Vorjahres innehatte, habe man „aufgrund von Auffassungsunterschieden“ beendet, hieß es heute in einer Aussendung.

Die künstlerische Leitung übernimmt ab sofort Antonia Grüner, für das Kaufmännische ist Andreas Farthofer zuständig. Mit Grüner und Farthofer habe man eine interne Lösung treffen können. Konkrete Angaben dazu, worin die Auffassungsunterschiede mit Moore bestanden haben, wollte man auf APA-Nachfrage nicht machen.

Der Dramaturg und Kulturmanager war 2015 als Nachfolger von Angelika Möser zur Jeunesse gekommen. Er hatte sich gegen mehr als 30 Bewerber aus dem In- und Ausland durchgesetzt. „Ich hätte gerne, dass wir mehr ins Gerede kommen“, hielt er erst vor wenigen Monaten fest, als er sein erstes eigenes Programm für die Saison 2016/17 vorstellte. An den geplanten Konzerten und Veranstaltungen werde man auch weiterhin festhalten, hieß es seitens der Jeunesse.

Science

IT

Japan: „Pokemon-Go“-Spieler verursachte tödlichen Unfall

Ein „Pokemon-Go“-Spieler hat in Japan einen tödlichen Unfall verursacht. Der 39-jährige Bauer habe in der Stadt Tokushima auf der südwestlichen Insel Shikoku zwei Frauen mit seinem Auto überfahren, weil er beim Fahren auf sein Handy schaute, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo News heute unter Berufung auf die Polizei.

79 Fahrrad- und Autounfälle seit Ende Juli

Eine der Frauen starb, die andere wurde schwer verletzt. Es handle sich um den ersten Todesfall aufgrund des Smartphonespiels, seit es im Juli in Japan auf den Markt kam. Die japanische Polizei hatte erst gestern von 79 Fahrrad- und Autounfällen mit „Pokemon-Go“-Spielern seit Ende Juli berichtet.

Lifestyle

New Yorker Riesen-Riesenrad soll sich erst 2018 drehen

Das ursprünglich für 2016 geplante größte Riesenrad der Welt soll sich nun erst ab 2018 in New York drehen. Derzeit werde eine Eröffnung im April 2018 angepeilt, sagte der Investmentbanker und Chef der Betreiberfirma New York Wheel, Rich Marin, in der Nacht auf heute.

Das rund 190 Meter hohe Riesenrad im Norden von Staten Island mit Blick auf die Skyline von Manhattan und die Freiheitsstatue hätte eigentlich schon dieses Jahr in Betrieb gehen sollen. Die sehr aufwendigen Bauarbeiten und Sicherheitsmaßnahmen hätten das aber verzögert, sagte Marin.

Aufwertung für Staten Island

Um das geplante Riesenrad herum entstehen derzeit ein Einkaufszentrum, ein Parkhaus und Grünflächen. Das Bauprojekt soll Staten Island, das derzeit trotz seiner fast 500.000 Einwohner als das unscheinbarste der fünf New Yorker Stadtviertel gilt, deutlich aufwerten.

Die meisten Touristen nehmen zwar die kostenlose Fähre dorthin, um den spektakulären Blick auf Freiheitsstatue und Skyline zu genießen, steigen dann in Staten Island aber nur kurz aus, um die Fähre zurück nach Manhattan zu nehmen.

Das Riesenrad wäre nach heutigem Stand das größte der Welt. Da weltweit mehrere ähnliche Projekte in Planung sind, könnte es aber vor seiner Fertigstellung noch überholt werden.

34 kg: Größte Perle der Welt entdeckt

Schon vor zehn Jahren hat ein Fischer auf den Philippinen eine Perle von ungewöhnlichem Ausmaß entdeckt. Das bestätigten nun philippinische Behörden in Palawan, wie die BBC berichtet.

Dabei soll es sich um die größte je auf natürlichem Wege zustande gekommene Perle handeln - mit einem Gewicht von 34 Kilogramm. Riesenmuscheln können bis zu 400 Kilogramm wiegen.

Fischer behielt Perle als Glücksbringer

Der Fischer behielt seinen Fund als Glücksbringer, ohne sich über dessen Wert im Klaren zu sein. Letztlich übergab er die Perle offiziellen Stellen.

Diese lassen jetzt von Experten prüfen, ob der Fund tatsächlich die größte bis dato gefundene Perle ist. Die Chancen stehen gut, ist sie doch 30,5 Zentimeter breit und 67 Zentimeter lang. Zudem bringt es die bisherige Rekordhalterin, die Perle von Lao Tzu, lediglich auf 6,4 Kilogramm.

Panorama

Kanadas Mounties erlauben Frauen in Uniform Hidschab

Die Royal Canadian Mounted Police, vor allem außerhalb Kanadas besser bekannt als Mounties, erlaubt Frauen in Uniform neuerdings das Tragen des Hidschab, einer islamischen Kopftuchvariante, berichtet die BBC. Regierungssprecher Scott Bardsley sagte, der Schritt solle die Vielfältigkeit in den kanadischen Gemeinden wiedergeben und darüber hinaus mehr muslimische Beamtinnen ansprechen.

Die Uniform, die mittlerweile Kultstatus genießt und zu der die berühmten Hüte mit weiten Krempen gehören, hat sich seit ihrer Einführung vor zwei Jahrhunderten kaum geändert. Jüngste Zahlen zeigen, dass ein Fünftel der Mounties Frauen sind. Allerdings ist noch unklar, wie viele diese Maßnahme tatsächlich betreffen wird.

Drei Varianten im Vorfeld getestet

Im Vorfeld wurden drei Varianten des Hidschab getestet, bis ein Typ gewählt wurde, der sich im Bedarfsfall schnell und einfach entfernen lässt. Darüber hinaus soll er die Beamtinnen nicht in ihrer Bewegungsfreihiet einschränken.

An die 30 Mounties hatten in den letzten beiden Jahren um eine Lockerung der Vorschriften für religiöse oder kulturelle Belange angesucht. In den meisten Fällen kamen die Gesuche von Männern, die sich Bärte wachsen lassen wollten.

Leute