Ausland

Romney will nicht zur US-Präsidentenwahl antreten

Der frühere US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney von den Republikanern will nicht noch einmal für das Weiße Haus kandidieren. Das habe der 67-Jährige heute seinen Unterstützern mitgeteilt, berichteten US-Medien übereinstimmend.

Romney unterlag bei der Wahl 2012 gegen Amtsinhaber Barack Obama. 2008 war er bei den Vorwahlen seiner Partei an Senator John McCain gescheitert. In den vergangenen Wochen war spekuliert worden, der Multimillionär könnte noch einen dritten Anlauf wagen.

Kurden schlagen großangelegte IS-Offensive in Kirkuk zurück

Mit Unterstützung der US-Luftwaffe haben kurdische Einheiten heute einen Großangriff von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak zurückgeschlagen. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Kirkuk, Nadschm al-Din Karim, griffen die Dschihadisten in der Nacht südlich und westlich der Stadt Kirkuk an.

Demnach stießen sie aus drei Richtungen auf Öl- und Erdgaseinrichtungen vor. Es habe heftige Gefechte gegeben. Der Angriff sei schließlich mit Hilfe der US-Luftwaffe zurückgeschlagen worden.

Ein Schaden an den Öl- und Gaseinrichtungen hätte für den Irak schwerwiegende Folgen. Im Haushalt 2015 ist der Export von täglich 300.000 Tonnen Erdöl aus der Provinz Kirkuk vorgesehen. Bei den Gefechten wurden den Angaben zufolge ein kurdischer General und fünf weitere Peschmerga-Kämpfer getötet.

UNO-Tribunal: Lebenslange Haft für Srebrenica-Massaker

Zwei ranghohe ehemalige serbische Offiziere sind für den Völkermord im bosnischen Srebrenica endgültig schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien bestätigte damit heute in Den Haag im Berufungsverfahren die Urteile der ersten Instanz.

Außerdem wurden drei weitere ehemalige Offiziere im damaligen bosnisch-serbischen Generalstab unter General Ratko Mladic zu Gefängnisstrafen von 13, 18 und 35 Jahren für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Mit diesem Urteil ist der bisher umfangreichste Prozess zum Völkermord in Srebrenica nach neun Jahren zu Ende gegangen.

Serbische Einheiten hatten während des Bosnien-Kriegs im Juli 1995 die damalige UNO-Schutzzone im Osten des Landes überrannt und anschließend rund 8.000 muslimische Männer und Buben ermordet. Srebrenica gilt als schlimmstes Kriegsverbrechen auf europäischem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg.

Flüchtlingsboot vor Marokko im Sturm gekentert - Tote

Beim Kentern eines Flüchtlingsboots vor der marokkanischen Mittelmeerküste sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Boot sei mit 20 Flüchtlingen besetzt gewesen und heute in der Nähe der Hafenstadt Nador verunglückt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur MAP. Zehn Insassen seien gerettet worden. Die Leichen von sechs Flüchtlingen seien an Land geschwemmt worden.

Nach Informationen der spanischen Behörden hatten die Flüchtlinge in die nahe gelegene Exklave Melilla gelangen wollen, die zu Spanien gehört. Ein starker Sturm habe das Boot wahrscheinlich zum Kentern gebracht, hieß es. Wegen des stürmischen Wetters waren die Fährverbindungen an der Meerenge von Gibraltar unterbrochen worden. Hilfsorganisationen äußerten die Vermutung, dass das Boot möglicherweise 30 Flüchtlinge an Bord hatte.

Präsidentenwahl in Rom: Dritter Wahlgang begonnen

In Rom hat heute Nachmittag der dritte Urnengang für die Wahl des Staatspräsidenten begonnen. Die stärksten politischen Parteien kündigten an, dass ihre Parlamentarier leere Stimmzettel abgeben werden. Beim dritten Wahlgang ist noch eine Zweidrittelmehrheit von 673 Stimmen notwendig, um einen Kandidaten durchzubringen. Ab dem vierten Wahlgang morgen genügt die einfache Stimmenmehrheit.

Die Demokratische Partei um Premier Matteo Renzi will ab dem vierten Wahlgang für Verfassungsrichter Sergio Mattarella stimmen. Gegen Mattarellas Kandidatur wehrt sich jedoch die Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi und die mit Renzi verbündete Rechtspartei NDC. Mattarella gilt als Widersacher Berlusconis. Die Protestbewegung Fünf Sterne bekräftigte ihre feste Absicht, weiterhin für ihren Kandidaten, den Ex-Richter Ferdinando Imposimato, zu stimmen.

An der Wahl des Staatschefs nahmen in Rom insgesamt 1.009 Wahlmänner und -frauen teil: Das sind die 630 Abgeordneten und 321 Senatoren (darunter sechs Senatoren auf Lebenszeit) sowie 58 Delegierte aus den 20 italienischen Regionen. Die Präsidentenwahl erfolgt in geheimer Abstimmung.

Napolitano nach acht Jahren zurückgetreten

Der neue Präsident soll den 89-jährigen Giorgio Napolitano ersetzen, der vor zwei Wochen aus Altersgründen zurückgetreten ist. Er war seit 2006 im Amt. Napolitano beteiligte sich als Senator auf Lebenszeit an der Wahl seines Nachfolgers.

Separatisten: Kiew sagt Krisentreffen ab

Das für heute geplante Krisentreffen der Ukraine-Kontaktgruppe kommt nach Informationen der prorussischen Separatisten aus dem Donbass wieder nicht zustande. Die Vertreter aus Kiew hätten eine Teilnahme an den Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk abgesagt, teilte der Separatistenanführer Denis Puschilin der Agentur Interfax mit.

Das weißrussische Außenministerium habe mitgeteilt, dass es keine Gespräche geben werde. Die Vertreter aus den nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk kündigten ihre Abreise aus Minsk an. Zuletzt waren wiederholt Pläne für ein Treffen der Kontaktgruppe gescheitert.

Massenflucht vor Fronteinsatz soll gestoppt werden

Wegen der Flucht vieler Ukrainer vor einer Mobilmachung hat Präsident Petro Poroschenko die Regierung angewiesen, die Ausreisebedingungen für wehrpflichtige Männer zu verschärfen. Zudem soll die Führung in Kiew die Rotation der Einheiten im Donbass besser gewährleisten. Das teilte das Präsidialamt mit.

Unter anderem dürfte die Regierung festlegen, wie lange Soldaten an der Front dienen sollen. Im Kampf gegen Separatisten hatte die Regierung in Kiew vor wenigen Tagen mit der Bewaffnung von etwa 100.000 Reservisten begonnen. Seitdem flohen zahlreiche Einberufene in benachbarte EU-Staaten und nach Russland.

Schnee nicht geräumt - 50 Dollar Strafe für US-Außenminister

US-Außenminister John Kerry soll ein Bußgeld von 50 Dollar zahlen, weil während des jüngsten Wintersturms der Schnee vor seinem Privathaus in Boston nicht ordnungsgemäß geräumt war.

Kerrys Sprecher Glen Johnson sagte heute, die von Kerry und seinen Nachbarn beauftragte Firma habe den Schnee zunächst nicht beseitigt, weil der Gehweg vor dem Haus mit einem gelben Absperrband gesperrt gewesen sei. Die Arbeiter hätten angenommen, das Flatterband sei aus Sicherheitsgründen zum Schutz des Ministers gespannt gewesen. Allerdings sei es angebracht worden, um Fußgänger vor der Glätte zu warnen. Nachdem das der Firma mitgeteilt worden sei, habe diese den Schnee gestern am späten Morgen geräumt.

An der US-Ostküste waren in dieser Woche mehr als 60 Zentimeter Schnee gefallen. Kerry war zu der Zeit nicht im Lande, sondern mit US-Präsident Barack Obama in Saudi-Arabien.

Blutige Attacke durch IS-Verbündete im Sinai

Gestern Abend hat eine Anschlagsserie den Norden der Sinai-Halbinsel erschüttert. Mit Autobomben und Granaten griffen Extremisten gleich mehrere Einrichtungen der Sicherheitskräfte in der ägyptischen Unruheregion an.

Zu den Anschlägen bekannte sich die Dschihadistengruppe Wilaja Sina („Staat Sinai“). Die Islamisten hatten im November der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihre Treue geschworen. Bis zuletzt war nicht klar, wie viele Menschen bei den Anschlägen ums Leben kamen. Das ägyptische Fernsehen nannte ab dem späten Abend keine Opferzahlen mehr.

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Inland

Zeitung: Ermittlungen gegen Grasser in „Enderledigung“

Die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser befinden sich in den Causen BUWOG und Terminal Nord in der „Enderledigung“. Das berichtete die „Presse“ vorab mit Verweis auf einen ihr vorliegenden Schriftsatz der Korruptionsstaatsanwaltschaft. Grasser-Anwalt Manfred Ainedter sagte der Zeitung, dass mittlerweile mit einer Anklage zu rechnen sei.

Ermittelt wird dem Bericht der „Presse“ (Samstag-Ausgabe) zufolge noch in den Causen Post-Privatisierung und Novomatic/Glücksspielgesetz.

Vorhabensbericht fertig

Zu den in Enderledigung befindlichen Fällen heißt es in dem Schriftstück der Korruptionsstaatsanwaltschaft: „Es ist festzuhalten, dass hinsichtlich des Ermittlungsverfahrens AZ 12 St 8/11x (Verkauf der BWBG - Anm.: Bundeswohnbaugesellschaften, kurz BUWOG - und Terminal Tower) bereits ein auf die Enderledigung gerichteter Vorhabensbericht an die OStA Wien (Oberstaatsanwaltschaft, Anm.) erstattet wurde.“

Grasser, der alle Vorwürfe zurückweist, will dem Bericht zufolge die Zusammenlegung der drei getrennt laufenden Verfahren BUWOG/Terminal, Post und Novomatic. Er sehe sich in seinem Recht beeinträchtigt, sich „gegen alle Vorwürfe in einem Verfahren zu verteidigen“.

Faymann in Integrationsdebatte um Kalmierung bemüht

SPÖ-Chef Werner Faymann (SPÖ) hat heute in der parteiinternen Integrationsdebatte zu kalmieren versucht. Vor dem SPÖ-Präsidium im Parlament plädierte er für eine inhaltliche Diskussion.

„Es ist richtig, darüber zu diskutieren, wie schaut es mit der Integration aus“, betonte Faymann. Einiges sei schon geschehen, verwies er auf das jüngst beschlossene Anti-Terror-Paket und Verschärfungen bei Schulpflichtverletzungen.

Auf den Schlagabtausch zwischen dem steirischen Parteichef Franz Voves und Wiens Bürgermeister Michael Häupl, speziell den PEGIDA-Vergleich des Wiener Parteigranden, wollte Faymann nicht weiter eingehen. „Eine Diskussion in der SPÖ werden Sie immer haben“, meinte er. „Die hat es schon immer gegeben und wird es auch in 20 Jahren geben.“

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Opposition mit bekannten Positionen

FPÖ und Grüne vertreten in der aktuellen Debatte über die Integration ihre bekannten Positionen: Die FPÖ würde Anträge auf die von Voves und Niessl propagierten Strafen für „Integrationsunwilligkeit“ im Parlament mittragen. Aber Generalsekretär Herbert Kickl geht davon aus, dass letztlich „rein gar nichts“ von den „vollmundigen Ankündigungen von Niessl und Voves“ übrig bleiben werde.

Die grüne Integrationssprecherin Alev Korun lehnt Strafen im Schulbereich ab. Desinteresse gebe es auch bei Eltern ohne Migrationshintergrund, und überhaupt sei es zu bezweifeln, ob eine Geldstrafe Mentalität und damit Verhalten ändern würde. Sie pochte auf eine sachliche Diskussion über die Förderung von Kindern aus solchen Familien, und zwar anhand von Zahlen und Fakten.

Mikl-Leitner: Länder kommen Asylquoten „nahe“

Das Innenministerium veröffentlicht vorerst keine aktuellen Zahlen zur Asylunterbringung mehr. Bis 31. Jänner müssen die Länder die vorgegebenen Quoten zu 100 Prozent erfüllen, doch derzeit sei die Flüchtlingsverteilung im Gange, seriöse Angaben seien daher schwierig. Ministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) geht davon aus, dass alle Länder der Vorgabe „nahe“ kommen werden, wie sie der APA sagte.

Verzögerte Aufteilung

Man habe in den vergangenen Tagen noch jede Menge Quartiermeldungen seitens der Länder erhalten, die Aufteilung der Asylwerber führe aber zu Verzögerungen. Somit gebe es derzeit eine Differenz zwischen den vorhandenen Plätzen und den Personen, die tatsächlich schon in den Ländern wohnen, argumentiert man im Innenministerium. Daher möchte man erst Anfang kommender Woche wieder Bilanz ziehen.

In Wien sei das Übergangsquartier in alten WU-Räumlichkeiten am Alsergrund seit heute Früh leer, berichtete sie weiters. Das Heim in Erdberg werde Anfang nächster Woche geschlossen. Mikl-Leitner dankte Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) einmal mehr für die „Hilfsbereitschaft“.

Neue Asylregeln mit Jahresmitte

Das vom niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) angekündigte Ländertreffen zum Thema Asyl Mitte Februar begrüßt die Ministerin. Sie will den Länderchefs dort auch das von ihr geplante Asylschnellverfahren darlegen.

Die Neuerungen im Asylsystem inklusive Neuordnung der Grundversorgung und automatischer Quartierquoten sollen Mitte des Jahres in Kraft treten. Die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner SPÖ begännen „in den nächsten Tagen“, sagte die Ministerin.

Caritas-Präsident appelliert an Länder

Caritas-Präsident Michael Landau lobte im Gespräch mit der APA Wien, Niederösterreich und die Steiermark für die Erfüllung der Quote. Er dankte aber auch allen anderen Ländern „für die Anstrengungen der vergangenen Wochen“ und appellierte an sie, die Zusagen ebenfalls einzuhalten.

Das von Mikl-Leitner geforderte Aus für die staatliche Grundversorgung der Asylwerber schon nach einer negativen Erstentscheidung lehnt Landau ab. „Zu einem fairen Asylverfahren gehört auch, dass man es nicht unter der Brücke erlebt“, so der Caritas-Direktor.

Er hofft auch in diesem Punkt auf die Länder. „Ich glaube, dass kein Landeshauptmann sich rasche Verfahren um den Preis steigender Obdachlosigkeit in seinem Bundesland erkaufen möchte“, sagte er.

Wirtschaft

IWF mahnt: Portugal darf bei Reformen nicht einknicken

Das frühere Euro-Krisenland Portugal darf nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) trotz aller Sanierungserfolge bei den Sparbemühungen und Reformen auf keinen Fall nachlassen. Unter anderem auf dem Arbeitsmarkt seien weitere Reformen nötig, um höhere Wachstumsraten und ein dauerhaftes Gleichgewicht in der Wirtschaft zu erreichen. Das schreibt der IWF in einem heute veröffentlichten ersten Bericht nach dem Ende des Hilfsprogramms für Portugal im Mai 2014.

Warnung vor Rückschlägen

Die Risiken für das sowohl privat als auch öffentlich weiterhin hoch verschuldete Land liegen laut IWF nicht nur im außenwirtschaftlichen Sektor, wo finanzielle Schwankungen wieder zunähmen. Betroffen sei auch der interne Bereich. Gewarnt wird vor möglichen „juristischen und politischen Rückschlägen“. Das portugiesische Verfassungsgericht hat mehrere Sparbeschlüsse der Mitte-rechts-Regierung gekippt.

Im Herbst stehen zudem Parlamentswahlen an. Der IWF hebt allerdings auch die vielen Fortschritte im ärmsten Land Westeuropas hervor. So sei nach langer Rezession im vergangenen Jahr inmitten des strengen Sparprogramms ein geschätztes Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent erreicht worden. Für 2015 würden sogar 1,2 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote sei vom Rekordwert von 17,5 Prozent auf 13,1 Prozent zurückgegangen.

Milliardenhilfspaket für Bankrottabkehr

Mit einem Hilfspaket in Höhe von 78 Milliarden Euro hatten die EU und der IWF Portugal 2011 vor dem Bankrott bewahrt. Erst vor wenigen Tagen hatte Lissabon bekanntgegeben, dass man die vom IWF erhaltenen Kredite im Wert von 26 Milliarden Euro dank gestiegener Reserven schon vor dem Ablauf der vereinbarten Laufzeit tilgen werde.

Schweizer Notenbank schüttet eine Milliarde zusätzlich aus

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schüttet zusätzlich eine Milliarde Franken (0,96 Mrd. Euro) an Bund und Kantone aus. Die SNB habe sich mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) auf diesen Betrag geeinigt, teilte die Nationalbank heute mit.

Möglich sei die Zusatzausschüttung dank dem Jahresgewinn der SNB, heißt es in der Medienmitteilung. Anfang Jänner hatte die Nationalbank einen Rekordgewinn für das Jahr 2014 vermeldet. Sie rechne mit einem Gewinn in der Größenordnung von 38 Mrd. Franken, hieß es.

Bund und Kantone durften sich damit auf eine weitere Aufbesserung ihrer Finanzen einstellen. Der Betrag der Zusatzausschüttung war indes bisher noch unklar.

Mit der zusätzlichen Milliarde werden nun insgesamt zwei Mrd. Franken an Bund und Kantone ausgeschüttet. Die Kantone seien darüber in Kenntnis gesetzt worden, teilte die SNB mit. Die entsprechende Vereinbarung zwischen SNB und EFD werde nach dem Vorliegen der definitiven Zahlen für 2014 formell genehmigt. Diese veröffentlicht die SNB am 6. März.

Kroatien erlässt 60.000 Bürgern die Schulden

In Kroatien werden den rund 60.000 ärmsten Bürgern des Landes ihre Schulden erlassen. Um den sozial schwächeren Teil der Bevölkerung von seinen Schulden zu befreien, hat die kroatische Regierung entsprechende Vereinbarungen mit den Banken, der Steuerbehörde, Telekommunikationsbetreibern und etlichen Staatsunternehmen getroffen. Dem Schuldenschnitt traten auch Städte und Gemeinden bei.

Das von der Regierung Mitte Jänner initiierte Projekt, genannt „Neuer Anfang“, gilt für Sozialhilfeempfänger und Niedrigverdiener, deren Schulden insgesamt nicht mehr als 35.000 Kuna (rund 4.550 Euro) betragen.

Für den Schuldenerlass qualifizieren sich jene Bürger, die kein Vermögen besitzen, mit dem sie ihre Schulden begleichen können, und deren Bankkonten seit mehr als einem Jahr blockiert sind.

Unternehmen, Banken und Kommunen

Dem Projekt schlossen sich bisher neben Staatsunternehmen, darunter der Stromkonzern HEP, die Post und der öffentlich-rechtliche Rundfunk HRT, auch neun Banken sowie alle drei Mobilfunkanbieter an. Die Telekommunikationsunternehmen und Banken werden ihren Kunden die Schulden bis zur Maximalhöhe von 10.000 Kuna (1.300 Euro) erlassen.

Bei der Steuerbehörde und staatlichen Unternehmen werden die Abschreibungen bis zu 25.000 Kuna (3.250 Euro) betragen. Auch die vier größten Städte Zagreb, Rijeka, Split und Osijek sowie kleinere Städte und Gemeinden wollen ihren Bürgern die Schulden für Kommunaldienstleistungen bis zu einer Höhe von 25.000 Kuna (3.250 Euro) erlassen.

320.000 Kroaten haben blockierte Konten

Nach Daten der kroatischen Regierung haben rund 320.000 kroatische Bürger blockierte Konten wegen zu hoher Schulden. Ihre Schulden belaufen sich insgesamt auf 28 Mrd. Kuna (3,64 Mrd. Euro). Die Schulden der rund 60.000 ärmsten Bürger, denen nun ein Schuldenschnitt ermöglich wird, betragen 210 Mio. Kuna (27,3 Mio. Euro).

Neue Vignette ab 1. Februar Pflicht

Ab Sonntag muss die neue, azurblaue Jahresmautvignette für Autobahnen und Schnellstraßen auf jeder Windschutzscheibe kleben. Die alte, limettenfarbene Vignette gilt dann nicht mehr. Wer ohne gültige Vignette auf Autobahnen oder Schnellstraßen fährt, riskiert die Zahlung einer Ersatzmaut von 120 Euro. Wer nicht sofort bezahlen kann, dem droht eine Geldstrafe im Ausmaß von 300 bis 3.000 Euro.

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Sport

Tennis: Djokovic ringt Wawrinka in Melbourne nieder

Novak Djokovic greift am Sonntag nach seinem fünften Titel bei den Australian Open nach 2008, 2011, 2012 und 2013. Der serbische Weltranglistenerste rang heute im Semifinale den Schweizer Titelverteidiger Stan Wawrinka in einem dreieinhalb Stunden dauernden Kampf nieder, wobei nur der fünfte Satz eine klare Angelegenheit war. Im Finale trifft Djokovic auf den Briten Andy Murray.

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Formel 1: Neuer Ferrari für Vettel und Räikkönen

Neuzugang Sebastian Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen haben heute zusammen mit Millionen Ferrari-Fans den neuen Boliden der „Scuderia“ bewundert. Vorerst nur im Internet auf der Ferrari-Homepage, am Sonntag wird das hochkarätige Fahrerduo den SF15-T erstmals in Jerez über die Rennstrecke pilotieren. Neu am Design des roten Wagens sind markante schwarze Stellen an der Seite und am Heck. „Ich kann es kaum erwarten, ihn zu fahren“, sagte Vettel.

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Fußball: Kampl macht Dortmund Hoffnung

Für Ex-Salzburger Kevin Kampl bietet der Rückrundenstart in der deutschen Bundesliga reichlich Brisanz. Vom mit zwölf Millionen Euro Ablöse teuersten Wintertransfer wird in Dortmund viel erwartet. Zum Auftakt des Abstiegskampfes im Frühjahr trifft der 24-jährige Slowene mit dem BVB morgen ausgerechnet auf Bayer Leverkusen. Für den Werksclub hatte Kampl unter Förderer Jupp Heynckes schon in der Champions-League-Quali gespielt. Und der aktuelle Bayer-Coach Roger Schmidt war bei Red Bull Salzburg Kampls Mentor. In Dortmund gilt der Ex-„Bulle“ jedenfalls als großer Hoffnungsträger.

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Chronik

Räumfahrzeug versank im Silbersee

Auf dem Silbersee bei Villach in Kärnten ist heute Vormittag ein Räumfahrzeug des Eislaufvereins eingebrochen und vollständig versunken. Der Lenker konnte sich in letzter Sekunde durch ein Seitenfenster retten. Das Auto konnte mittlerweile geborgen werden.

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NÖ: 500 Feuerwehrleute im Schneeeinsatz

Wegen heftiger Schneefälle vor allem im südlichen Niederösterreich waren 500 Feuerwehrleute unermüdlich im Einsatz. Im Urlauberreiseverkehr haben sich zudem auf der Südautobahn (A2) im Wechselabschnitt kilometerlange Staus gebildet.

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Tödlicher Unfall im Schneechaos

Auf der Turracher Straße (B95) bei Laboisen in Kärnten geriet eine junge Frau mit ihrem Pkw im Schneetreiben ins Schleudern. Der Pkw prallte gegen einen Lkw, die Lenkerin starb noch an der Unfallstelle. In ganz Kärnten kam es zu weiteren Unfällen.

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Probleme auf den steirischen Straßen

Auch auf den steirischen Straßen sorgt heftiger Schneefall für Probleme: Immer wieder bleiben Lkws hängen, auf zahlreichen Verbindungen sind Ketten für Schwerfahrzeuge Pflicht, werden aber auch für Pkws empfohlen.

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Dutzende Skelette in indischer Polizeischule entdeckt

Säcke mit Dutzenden menschlichen Skeletten sind in einem ungenutzten Raum einer Polizeischule in Indien gefunden worden. Die Identität der Toten werde mittels DNA-Analyse ermittelt, teilten örtliche Behörden heute mit.

Medien berichteten von 60 bis 100 Skeletten, die auf dem Campus in Unnao im Bundesstaat Uttar Pradesh entdeckt worden seien. Der Raum, in dem der Fund gemacht wurde, habe früher zur Obduktion nicht identifizierter Leichen gedient, sagte ein indischer Polizeibeamter.

Bei den Toten handelt es sich demnach um mutmaßliche Opfer des illegalen Organhandels und politische Oppositionelle. Ihre Leichen seien nach Abschluss der Ermittlungen nicht beseitigt worden.

Gesundheit

Song Contest

IT

BMW-Türen konnten per Handy geöffnet werden

Noch bis vor wenigen Wochen hat es eine eklatante Sicherheitslücke in der Software des Autobauers BMW gegeben. Autodiebe hätten per Mobilfunk unter Umständen die Türen von Millionen BMW-Fahrzeugen öffnen können, teilte der deutsche Autoclub ADAC heute in München mit.

Techniker des Clubs seien durch einen Zufall auf das Sicherheitsproblem gestoßen. BMW teilte mit, die Lücke bis zum 31. Jänner bei allen Fahrzeugen geschlossen zu haben.

Auch Mini und Rolls-Royce betroffen

Nach BMW-Angaben betraf die Sicherheitslücke die Connected-Drive-Software, die der Autobauer zur Vernetzung vieler seiner Fahrzeuge verwendet. Laut ADAC hätten geübte Hacker Türen per Handy in Minutenschnelle öffnen können, ohne Spuren zu hinterlassen. Von der Sicherheitslücke betroffen gewesen seien neben der Kernmarke BMW auch Fahrzeuge der BMW-Töchter Mini und Rolls-Royce.

Problem per Softwareaktualisierung behoben

Um keine kriminellen Nachahmer auf den Plan zu rufen, habe der ADAC mit der Veröffentlichung des Problems gewartet, bis BMW eine Lösung dafür gefunden hatte.

Der Autokonzern erklärte, dass der „Zugriff auf fahrrelevante Funktionen“ jederzeit ausgeschlossen gewesen sei. Zur Behebung des Problems sei zudem kein Werkstattaufenthalt nötig. Die Aktualisierung der Software laufe automatisch im Hintergrund, sobald sich das Fahrzeug mit dem BMW-Server verbinde - zum Beispiel dann, wenn das Navigationssystem eingeschaltet würde.

Kultur

Festival in Wien: Popbands lassen Nordlicht strahlen

Bands aus dem hohen Norden Europas gelten als die ganz großen Einflüsterer für vieles, was sich international in Sachen Popkultur tut. Das kommt nicht von ungefähr: Von Island bis Finnland werden junge Musiker intensiv gefördert, beginnend bei der Bandgründung und auch in Sachen internationales Standing. Heute Abend kann man sich in Wien beim „JaJaJa“-Festival davon überzeugen, dass sich diese Förderungen auszahlen. Bands wie Vök aus Island lassen in Wien ein Nordlicht erstrahlen.

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Science

Nanophysikerin lernt "von der Farbe des Schmetterlings“

Die Bionik oder auch Biomimetik beschäftigt sich mit der Nachahmung der Natur. Der Klettverschluss zum Beispiel heißt so, weil er - ganz biomimetisch - Kletten nachempfunden ist. Die österreichische Nanophysikerin Ille Gebeshuber glaubt, dass die Natur auf viele Fragen und Probleme Antworten geben kann. Sie forscht deswegen seit Jahren in Malaysien. Auf regelmäßigen Expeditionen in den malaysischen Regenwald sucht sie Inspiration, wie sie im Interview mit ORF.at erklärt.

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Religion

Medien: Schweizergarde vor dem Aus?

Seit Tagen spekulieren italienische und Schweizer Medien darüber, ob Papst Franziskus die Schweizergarde in ihrer derzeitigen Form abschaffen will - der Posten des Kommandanten ist jedenfalls vakant. Anlass der Spekulationen ist, dass der Papst noch keinen Nachfolger für den bereits im Dezember des Vorjahrs abgesetzten Kommandanten Daniel Anrig ernannt hat. Der Papst empfing Anrig heute zu einem Abschiedsbesuch.

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Nazi-Vergleich: Bischof Laun rechtfertigt sich

Nachdem Aussagen in einem Vortrag des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun heftig kritisiert worden waren, rechtfertigte sich der Bischof nun. Er habe entgegen den Vorwürfen „niemanden mit den Nazis verglichen“, so Laun.

Die Kritik in österreichischen Medien und auch seitens des Minderheitensprechers der Grünen im Parlament, Wolfgang Zinggl, hatte sich an der Zusammenfassung eines bereits im vergangenen November in der deutschen Trappistenabtei Mariawald von Laun gehaltenen Vortrags entzündet.

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Leute

Rapper „Suge“ Knight unter Mordverdacht festgenommen

Der US-Rap-Mogul Marion „Suge“ Knight ist unter dem Verdacht des Mordes festgenommen worden. Der 49-jährige Produzent befinde sich in Polizeigewahrsam, sagte Polizeisprecherin Diane Hecht heute in Los Angeles. Nach Behördenangaben überfuhr Knight tags davor zwei Menschen - einer kam dabei ums Leben, der andere wurde verletzt. Davor soll es einen Streit gegeben haben.

Rapper stellte sich

Knight habe sich selbst zum Büro des Sheriffs im Bezirk West Hollywood begeben, sagte Polizeisprecherin Hecht. Er sei festgenommen worden, nachdem Beamte ihn wegen des Verdachts auf Mord verhört hätten. Es sei eine Kaution in Höhe von zwei Millionen Dollar (1,77 Mio. Euro) festgesetzt worden. „Mehrere Zeugen“ sagten laut Polizei aus, Knight habe sich mit den zwei Männern gestritten, bevor er sie mit einem roten Pick-up-Wagen überfuhr.

Zuvor hatte Knights Anwalt James Blatt dem Magazin „Entertainment Weekly“ gesagt, der Mitgründer von Death Row Records habe zwei Passanten überfahren, als er nach einer Schlägerei bei Filmaufnahmen in Compton im Süden von Los Angeles habe fliehen wollen.

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Schlägerei bei Aufnahmen mit Dr. Dre und Ice Cube

Laut der auf Prominentennachrichten spezialisierten Website TMZ kam es bei den Dreharbeiten zu einer Schlägerei zwischen Knight und zwei Männern. Bei den Aufnahmen sollen auch die US-Rapper Ice Cube und Dr. Dre dabei gewesen sein. Ice Cube hatte im Internetdienst Instagram ein Foto veröffentlicht und dazu geschrieben, er drehe einen Werbespot in Compton.

Knight hatte Anfang der 1990er Jahre gemeinsam mit Dr. Dre die Plattenfirma Death Row Records gegründet. Das Label verhalf Rappern wie Snoop Dogg und Tupac Shakur zu Ruhm.

Bei der Polizei ist Knight kein unbeschriebenes Blatt: Im Jahr 1992 saß er im Gefängnis, nachdem er gegen Bewährungsauflagen verstoßen und in Las Vegas einen Gangrivalen niedergeschlagen hatte. 1996 landete er erneut wegen des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen hinter Gittern. Und im Jahr 2003 kam er wegen einer Schlägerei vor einem Nachtclub in Hollywood abermals für zehn Monate ins Gefängnis. Im vergangenen Jahr wurden bei einer Party sechs Schüsse auf ihn abgefeuert.

Conchita Wurst als Stargast bei Sanremo-Festival

Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst nimmt als Stargast an dem am 10. Februar beginnenden Schlagerfestival von Sanremo teil. Conchita Wurst werde ein Lied singen, teilte der Moderator des viertägigen Festivals, Carlo Conti, mit.

„Conchita Wurst hat die letzte Ausgabe des Song Contests gewonnen. Zwischen diesem Event und dem Festival von Sanremo sollte es einen direkten Draht geben“, betonte Conti im Interview mit der Tageszeitung „Il Giornale“. Conchita Wurst wird mit Stars wie Charlize Theron, Will Smith, Gianna Nannini und Tiziano Ferro in San Remo auftreten. Verhandlungen mit Andrea Bocelli sind noch im Gange.

In Sanremo wird auch das Comeback des Sängerpaares Al Bano und Romina Power gefeiert. Das Ex-Ehepaar, das in den 1980ern mit Hits wie „Felicita“ und „Sharazan“ bekannt wurde, wird das Festival eröffnen, bei dem es zuletzt 1991 auftrat.