Ausland

Zusammenstöße zwischen Salafisten und Polizei in Tunesien

In Tunesien haben sich Anhänger der Salafistenbewegung Ansar Asharia und Sicherheitskräfte heute gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Zusammenstöße meldeten Reporter der Nachrichtenagentur AFP sowohl aus der Hauptstadt Tunis als auch aus Kairouan, 150 Kilometer südlich. In Kairouan wollten die Salafisten ursprünglich einen Kongress abhalten, der jedoch verboten wurde.

Nachdem das Verbot des Kongresses unter den Salafisten bekanntgeworden war, rief Ansar Asharia zu einem Treffen im Stadtteil Ettadhamen im Westen von Tunis auf. Hunderte Salafisten errichteten dort Straßensperren und warfen Steine auf die Sicherheitskräfte, die Tränengas einsetzten und Warnschüsse abfeuerten. Außer der Polizei waren auch Einheiten der Armee und der Nationalgarde im Einsatz.

Die regierende Ennahda-Partei, die selbst eine islamistische Ausrichtung hat, wendet sich neuerdings verstärkt gegen die militanten Islamisten. Diese erkennen zum Teil die Staatsgewalt nicht an, weil sie die Ansicht vertreten, die Gewalt gehe nur von Gott aus.

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Seoul: Nordkorea feuert erneut Rakete ab

Nordkorea hat nach Angaben der südkoreanischen Regierung heute erneut eine Kurzstreckenrakete getestet. Die Rakete sei am Nachmittag (Ortszeit) im Japanischen Meer gelandet, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Nähere Angaben machte er nicht.

Gestern hatte Nordkorea drei Kurzstreckenraketen abgefeuert, diese seien offenbar als Teil einer Militärübung abgefeuert worden, hatte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums gesagt. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte Nordkorea heute zum Verzicht auf Raketentests auf. „Ich hoffe, dass Nordkorea von weiteren derartigen Aktionen absieht“, sagte er der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Ban bittet Moskau um Vermittlung

Ban forderte die Führung in Pjöngjang auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Vereinten Nationen seien bereit, den Dialog zu unterstützen. Er hoffe, dass Russland „seine Kontakte dazu nutzen“ werde, „die Spannungen zu senken und den Dialog mit Nordkorea zu stärken“. Ban hielt sich in Moskau auf, nachdem er am Freitag in Sotschi Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt hatte.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit Monaten angespannt. Das isolierte kommunistische Nordkorea hatte Südkorea und den USA unter anderem mit Atomangriffen gedroht. Zuletzt schien sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel jedoch wieder leicht zu entspannen. Nach US-Angaben zog Nordkorea in Position gebrachte Mittelstreckenraketen wieder ab.

Ex-KZ-Wächter wird tausendfache Mordbeihilfe vorgeworfen

Die deutsche Staatsanwaltschaft wirft dem früheren KZ-Wachmann Hans Lipschis (93) nach Information der deutschen „Welt am Sonntag“ Beihilfe zum Mord in 9.515 Fällen vor. Das gehe aus dem Haftbefehl des Amtsgerichts Stuttgart hervor, der der Zeitung vorliege.

Laut der richterlichen Anordnung, die am 2. Mai erlassen worden sei und zehn Seiten umfasse, soll Lipschis demnach im Konzentrationslager Auschwitz bei den berüchtigten Selektionen eingesetzt gewesen sein, bei denen als arbeitsunfähig eingestufte Deportierte gleich bei ihrem Eintreffen in dem Lager aussortiert und direkt in die Gaskammern geschickt wurden.

Anwalt stellt Verhandlungsfähigkeit infrage

Dem Bericht zufolge gehen die Strafverfolger laut Haftbefehl davon aus, dass der frühere SS-Rottenführer an mindestens neun solcher Vernichtungsaktionen beteiligt gewesen ist. So habe Lipschis „zumindest Wachbereitschaft“ gehabt, als am 24. Jänner 1943 ein Transport aus Theresienstadt in Auschwitz angekommen und 1.773 Personen sofort ermordet worden seien.

Der gebürtige Litauer Lipschis, der seit seiner Ausweisung aus den USA im Jahr 1983 in dem schwäbischen Städtchen Aalen wohnt, sitzt seit fast zwei Wochen in Untersuchungshaft. Sein Pflichtverteidiger Achim Bächle rechnet nicht mit einem Prozess vor Herbst dieses Jahres. „Ob mein Mandat dann noch verhandlungsfähig ist, bleibt offen“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Führende Reformpolitikerin in Pakistan getötet

Die Welle der Gewalt im Zuge der Parlamentswahl in Pakistan reißt nicht ab. Gestern wurde eine führende pakistanische Reformpolitikerin aus der Partei des ehemaligen Kricketstars Imran Khan (PTI) getötet. Zara Shahid Hussain sei der Polizei zufolge vor ihrem Haus in der Finanzmetropole Karachi von zwei Männern erschossen worden, erklärte Khan.

Die Tat wurde einen Tag vor der Nachwahl in einem von Wahlbetrugsvorwürfen erschütterten Bezirk der 18-Millionen-Einwohner-Stadt verübt. In dem Wahlkreis hat die PTI zahlreiche Anhänger. Khan legte die Tat dem von England aus agierenden Chef der Vereinigten Volksbewegung MQM, Altaf Hussain, zur Last. Hussain wird in Pakistan wegen Mordes gesucht, seine Gruppe als terroristisch eingestuft.

MQM dominierende Partei in Karachi

Karachi ist die Hochburg der MQM. Bei der Parlamentswahl vor einer Woche gewann sie 18 der dort zu holenden 19 Sitze in der Nationalversammlung. Die Vergabe des 19. Sitzes stand noch aus, denn in dem Wahlbezirk sollte die Abstimmung heute wiederholt werden, nachdem dort viele Stimmlokale am eigentlichen Wahltermin nicht geöffnet hatten.

Im Vorfeld der Abstimmung war es zu zahlreichen Anschlägen gekommen, etwa 150 Menschen wurden getötet. Stärkste Kraft im Land wurde mit großem Abstand die Partei des ehemaligen Regierungschefs Nawaz Sharif. Khans Partei schnitt am drittbesten ab. In Karachi werden täglich etwa ein Dutzend Menschen ermordet, teils aus politischen Gründen, teils werden sie aber auch Opfer von Straßenkriminalität oder Anschlägen der radikalislamischen Taliban.

Zwei angebliche Spione im Iran hingerichtet

Wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel sind zwei Iraner hingerichtet worden. Die Verurteilten seien heute Früh in Teheran gehängt worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit.

Einer der beiden habe gegen Bezahlung Informationen über iranische Sicherheitsangelegenheiten und Staatsgeheimnisse an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben. Der andere habe den US-Geheimdienst CIA mit Informationen versorgt, hieß es in der Mitteilung.

Teheran wirft den USA und Israel vor, das iranische Atomprogramm mit Spionageaktionen und tödlichen Attentaten auf beteiligte Mitarbeiter behindern zu wollen.

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Iran einen Mann hingerichtet, der für den Mossad spioniert haben soll. Ihm wurde zudem vorgeworfen, hinter einem Mordanschlag auf iranische Atomwissenschaftler zu stecken. Ein US-Iraner, Amir Mirzai Hekmati, sitzt seit August 2012 wegen Spionagevorwürfen im Gefängnis.

Burmas Präsident Thein Sein auf historischer USA-Reise

Der burmesische Präsident Thein Sein hat seine historische USA-Reise begonnen. Er sei gestern nach Washington geflogen und plane mehrere private Treffen im Laufe des Wochenendes, hieß es aus mit der Reise vertrauten Kreisen. Morgen soll Thein Sein US-Präsident Barack Obama treffen. Es ist der erste Besuch eines burmesischen Staatschefs in Washington seit fast 50 Jahren.

Thein Sein, früherer Chef der Militärregierung in Burma, wurde nach umstrittenen Wahlen mit zahlreichen Betrugsvorwürfen im Jahr 2011 Präsident. Seitdem hat das Land unter anderem die Zensur gelockert, die Wirtschaft liberalisiert und Aung San Suu Kyi die Wahrnehmung ihres Parlamentsmandats erlaubt.

Die USA haben in der Hoffnung auf weitere Reformen in Burma fast alle Sanktionen gegen das Land ausgesetzt. Menschenrechtsgruppen beklagen aber Gewalt gegen Muslime im buddhistisch geprägten Burma und werfen den Sicherheitskräften vor, religiös motivierte Angriffe nicht zu unterbinden oder sogar zu unterstützen.

Inland

Kärntner Valentinskonzerte kosteten 111.720 Euro

Die vom früheren Kärntner Volkskulturreferenten Harald Dobernig (FPK) im Vorfeld der Landtagswahl am 3. März veranstalteten Valentinskonzerte haben insgesamt 111.720 Euro gekostet. Der neue zuständige Referent, Wolfgang Waldner (ÖVP), bestätigte gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht der „Kleine Zeitung“ (Sonntag-Ausgabe).

Alleine Druck und Versand der Flugblätter hätten die Steuerzahler 28.000 Euro gekostet, heißt es in dem Blatt. Waldner stoppte nun die Auszahlung der Rechnungen, und Kärntens ÖVP-Chef Gabriel Obernosterer sieht einen „Fall für den Staatsanwalt“. Ex-Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) hatte wenige Tage vor der Wahl die Kosten für die Valentinskonzerte mit 50.000 Euro beziffert.

Dobernig selbst hatte der Öffentlichkeit gegenüber keine Zahl genannt, Vorwürfe von Wahlwerbung auf Steuerzahlerkosten oder verdeckter Parteienfinanzierung aber zurückgewiesen. Die „Kleine Zeitung“ zitiert außerdem aus Rechnungen für Dobernigs Neujahrsempfang, der mit 73.913 Euro zu Buche geschlagen habe. Gekommen waren laut Abrechnung 812 Gäste.

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Bienensterben: Länderallianz gegen Bund

Zuerst ist die Steiermark mit einem eigenen Pestizidverbot vorgeprescht, dann nahm Kärnten Kurs auf eigene Maßnahmen zum Kampf gegen das Bienensterben - und nun kommt aus Oberösterreich überhaupt die Aufforderung an alle Bundesländer, gemeinsam den Bund beim Verbot von Neonicotinoiden vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Die Chancen, dass die Allianz zustande kommt, stehen nicht schlecht. In diesem Fall dürfte der Bund sein Zögern bei dem Thema bereuen - denn Österreich könnte auf diesem Weg eine Verbotsregelung bekommen, die weit über das hinausgeht, was SPÖ und ÖVP auf Bundesebene diskutieren.

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Wirtschaft

Weltgrößtes Wasserkraftwerk soll am Kongo entstehen

Ab 2015 will die Demokratische Republik Kongo zusammen mit Südafrika das größte Wasserkraftwerk der Welt bauen. Den Starttermin für das Projekt am Kongofluss legten beide Länder gestern bei einem Treffen in Paris fest, wie es in einer heute veröffentlichten Erklärung hieß.

Demnach soll der Grundstein für den Megastaudamm in Inga im Westen des Landes im Oktober 2015 gelegt werden. 40.000 Megawatt (MW) Strom soll das Kraftwerk liefern, bereits nach Abschluss des ersten Bauabschnitts soll die Leistung bei 4.800 MW liegen.

Davon kauft Südafrika im Zuge der Projektpartnerschaft laut der Vereinbarung 2.500 MW. Anfang März hatten beide Länder in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo eine Zusammenarbeit im Energiesektor vereinbart. Die Vorüberlegungen für das Inga-Projekt reichen bis in die 70er Jahre zurück.

Reiche Franzosen zahlen mehr an Steuern, als sie verdienen

Zahlreiche reiche Franzosen mussten im vergangenen Jahr einem Zeitungsbericht zufolge mehr Geld an den Fiskus abführen, als sie verdient haben. Bei rund 8.000 Haushalten habe die Steuerquote wegen einer einmaligen Reichenabgabe mehr als 100 Prozent der Einkommen betragen, berichtete die Wirtschaftszeitung „Les Echos“ gestern unter Berufung auf Daten des Finanzministeriums.

Präsident Francois Hollande hatte die Sonderabgabe für Haushalte mit einem Vermögen von mehr als 1,3 Millionen Euro kurz nach seiner Amtseinführung erhoben, um Steuererleichterungen seines Vorgängers rückgängig zu machen.

Gericht verhindert neuen Spitzensteuersatz

Hollande hatte während des Wahlkampfs versprochen, einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einzuführen. Das Verfassungsgericht hat diesen Plänen jedoch einen Riegel vorgeschoben, weil es eine so hohe Rate als unfair erachtet. Wegen der Sonderabgabe kamen dem Zeitungsbericht zufolge dennoch fast 12.000 Haushalte im vergangenen Jahr auf eine Steuerquote von mehr als 75 Prozent.

Sport

Bundesliga: Sturm und Ried unter Zugzwang

Sturm Graz und die SV Ried stehen zum Abschluss der 34. Runde der Bundesliga heute (16.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) unter Zugzwang. Beide brauchen im Finish des Kampfes um die noch freien Plätze im Europacup Punkte.

Für die Grazer steht nach dem miserablen Frühjahr das Saisonziel auf dem Spiel. Trainer Markus Schopp fordert von seinen Spielern mehr Disziplin. Um die Mannschaft nach den letzten Leistungen aufzurichten, wurde intensiv auf Mentalbetreuung gesetzt.

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Fußball: Kuriose Situation in Premier League

Zwei Teams am Ende der Saison ex aequo? In England könnte sich heute nach der 38. und letzten Runde diese kuriose Konstellation ergeben. Und zwar nicht um irgendeinen Rang, sondern um den letzten CL-Fixplatz. Bei einem Sieg von Arsenal und einem Remis von Chelsea mit den entsprechenden Ergebnissen müsste erstmals in der Premier-League-Geschichte ein Play-off-Spiel um Platz drei ausgetragen werden.

„Ich hätte Lust drauf“, zeigte sich Arsenal-Coach Arsene Wenger nicht abgeneigt. Die „Gunners“ könnten die Königsklasse allerdings auch überhaupt noch verpassen, sitzt ihnen doch Tottenham im Nacken.

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Chronik

Mann bei Raubüberfall in Rücken geschossen

Gestern ist ein 35-jähriger Mann von bewaffneten Männern in seinem Einfamilienhaus in Wien-Donaustadt überfallen und angeschossen worden. Laut Polizei ging es bei dem Überfall um Geld. Das Opfer befindet sich im Spital. Die Hintergründe sind noch unklar.

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Radfahrerin von Unbekannten niedergeschlagen

Eine 31-jährige Radfahrerin ist in der Nacht auf Samstag in Dornbirn (Vorarlberg) von vier Männern attackiert und schwer verletzt worden. Die Polizei sucht nun nach den unbekannten Tätern, die die Frau vom Rad rissen und traten.

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Autoüberschlag auf A10: Mehrere Verletzte

Ein Auto hat sich Sonntagnachmittag auf der Tauernautobahn (A10) bei Paternion (Kärnten) überschlagen. Ersten Informationen nach wurden mehrere Personen verletzt, eine davon schwer.

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Schwer Verletzter nach Unfall - Zeugen gesucht

In Gnadenwald (Tirol) wurde ein junger Mann schwer verletzt neben der Straße liegend gefunden. Die Umstände und Unfallursache sind noch völlig unklar. Die Polizei sucht nach möglichen Zeugen und bittet um Mithilfe.

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Vater attackierte Sohn mit Motorsäge

Unglaubliche Szenen haben sich in der Nacht in Glödnitz im Kärntner Bezirk St. Veit/Glan abgespielt: Ein 70 Jahre alter Mann attackierte seinen Sohn mit einer laufenden Motorsäge und verletzte ihn dabei schwer. Die Ermittlungen laufen.

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Feuer in alter Villa „aus Rache“ gelegt

Ein Obdachloser ist gestern Nachmittag wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden. Der 49-Jährige soll ein Feuer, das am Freitagnachmittag Teile einer leer stehenden alten Villa in Döbling vernichtete, „aus Rache“ gelegt haben.

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Großbrand in Badener Innenstadt

Gegen 4.00 Uhr in der Früh ist in der Innenstadt von Baden (Niederösterreich) im Dachstuhl eines Wohnhauses ein Brand ausgebrochen. 160 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Wohnungen wurden schwer beschädigt, die Bewohner können voerst nicht zurück.

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Fliegende Abdeckfolien stoppen Bahnverkehr

Der Föhn und mangelhaft befestigte Abdeckfolien haben vergangene Woche den Bahnverkehr im Tiroler Inntal mehrmals für längere Zeit unterbrochen. Jetzt appellieren die Österreichischen Bundesbahnen an die Verursacher, die Folien richtig zu befestigen.

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Auto rast in Wandererparade in USA - bis zu 60 Verletzte

Im US-Bundesstaat Virginia ist gestern ein Auto in eine Parade von rund 1.000 Wanderern gerast. 50 bis 60 Menschen wurden verletzt, wie der örtliche TV-Sender WCYB berichtete. Der Unfall ereignete sich auf einer Brücke in dem Ort Damascus, wo die Parade anlässlich eines Wandererfestivals stattfand.

Der Ort an der Grenze zum Bundesstaat Tennessee liegt am berühmten Appalachian Trail, einem der längsten Fernwanderwege der Welt. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Mehr als ein Dutzend Verletzte wurde mit Krankenwagen und Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht. Niemand schwebe in Lebensgefahr, hieß es.

US-Lotto-Jackpot von fast 600 Mio. Dollar geknackt

Die Spannung hat ein Ende: In den USA steht der Gewinner des Lotto-Jackpots von fast 600 Millionen Dollar fest. Ein in Florida gekaufter Schein mit den richtigen Gewinnzahlen wurde gestern Abend (Ortszeit) gezogen, wie die Lotterie Powerball auf ihrer Website bekanntgab.

Die richtigen Zahlen waren demnach 10, 13, 14, 22, 52, und die Zusatzzahl war 11. Der Jackpot von 590,5 Millionen Dollar (rund 460 Millionen Euro) hatte kurz vor der Ziehung noch einen Ansturm auf die Lottoscheine ausgelöst.

Hätte niemand die richtigen Zahlen getippt, wäre der Topf vor der nächsten Ziehung am kommenden Mittwoch auf knapp eine Milliarde Dollar angeschwollen. Es wäre dann der größte Jackpot in der Geschichte der USA gewesen. Bei der Powerball-Lotterie werden fünf aus 59 Zahlen gezogen sowie eine Zusatzzahl aus einem separaten Set von 35 Zahlen.

Science

Schweizer Physik-Nobelpreisträger Heinrich Rohrer ist tot

Heinrich Rohrer, einer der Väter der Nanotechnologie, ist tot. Der Schweizer Nobelpreisträger verstarb am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im 80. Altersjahr, wie die Familie heute mitteilte.

Heinrich Rohrer wurde am 6. Juni 1933 in Buchs im Kanton Sankt Gallen geboren. Er studierte Physik an der ETH Zürich, wo er sein Studium mit einer Dissertation zum Thema „Druck- und Volumeneffekte in der Supraleitung“ abschloss.

1963 kam er ans IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon im Kanton Zürich. 1978 holte Rohrer den deutschen Physiker Gerd Binnig dorthin, gemeinsam bauten sie das Raster-Tunnel-Mikroskop. Mit diesem Instrument ließen sich erstmals kleinste Teilchen - Atome und Moleküle - sichtbar machen, neu arrangieren und erforschen. Rohrer und Binnig legten damit den Grundstein für die Nanotechnologie. Für ihre Erfindung erhielten sie 1986 den Nobelpreis für Physik.

Religion

Pfingsten: Wind, Feuer und mutige Jünger

Wie „Feuerzungen die vom Himmel herabkommen“: So beschreibt die Apostelgeschichte das Pfingstereignis. In der „Geburtsstunde“ der Kirche, vor rund 2.000 Jahren, sollen aus verängstigten Anhängern des Wanderpredigers Jesus von Nazaret mutige Verkünder seiner Lehre geworden sein. 50 Tage nach Ostern feiern heute Katholikinnen und Katholiken weltweit Pfingsten und glauben an die Gaben, die der Geist Gottes ihnen schenkt: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

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Kultur

Regisseur Spielberg in Cannes ausgezeichnet

US-Regisseur Steven Spielberg ist in Cannes vom Institut National de l’Audiovisuel (INA) ausgezeichnet worden. In der Filmfeststadt an der französischen Mittelmeer-Küste überreichte INA-Präsident Mathieu Gallet dem Filmemacher gestern eine digitalisierte Dokumentation sämtlicher Fernseh- und Hörfunkbeiträge Spielbergs seit 1974.

Die digitale Hommage umfasst auf 55 Dokumente verteilt insgesamt auf 13 Programmstunden, darunter zahlreiche Interviews Spielbergs mit französischen Sendern. Die älteste Aufzeichnung ist die Übertragung der Filmfestspiele in Cannes 1974, als Spielbergs zweiter Film „Sugarland Express“ für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.

Spielberg war Jury-Vorsitzender der diesjährigen Filmfestspiele. Zu dem von Festspielpräsident Gilles Jacob ausgerichteten festlichen Abendessen kam er in Begleitung seiner Frau Kate Capshaw. Unter den Gästen waren neben Kulturministerin Aurelie Filippetti auch der Oscar-prämierte Regisseur Jean-Pierre Jeunet („The Artist“) sowie die Schauspieler Berenice Bejo, Michel Piccoli und Andrea Ferreol.

Wien feiert Bruno Ganz

Es ist das Schlussbild, das von diesem gestrigen Abend in Erinnerung bleibt. Zwei große Männer herzen einander auf der Bühne: Bruno Ganz und Luc Bondy. Die französischsprachige Version des Harold-Pinter-Klassikers „Die Heimkehr“ wurde vor allem zum Festspiel für den großen Schweizer Schauspieler, der als machtbewusster Familienvater mit dem Auftauchen einer verführerischen Schwiegertochter, dargestellt von der französischen Filmdiva Emanuelle Seigner, seine liebe Not hat.

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Wiener Kurzfilmfestival: Musik, Porno und Katzen

Das Kurzfilmfestival Vienna Independent Shorts (VIS) feiert heuer Jubiläum: Mit einer poppigen „Pornonacht“, einem Fokus auf Musikvideos und einer neuen Festivalzentrale startet man heuer am 28. Mai in die zehnte Ausgabe. Als Draufgabe gibt es nach Festivalende noch ein eigenes „Cat Video Festival“.

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Leute

Beatles-Gitarre für über 400.000 Dollar versteigert

Eine Beatles-Gitarre, die von George Harrison und John Lennon in den 60er Jahren gespielt wurde, ist in New York für über 400.000 Dollar (311.000 Euro) versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Julien’s von gestern handelte es sich um eine seltene VOX Gitarre, die Lennon im Jahr 1967 „Magic Alex“ Mardas, einem Freund der Band, schenkte.

Harrison spielte auf der Gitarre unter anderem den Song „I am the Walrus“ im Film „Magical Mystery Tour“. Lennon soll das Instrument bei Videoaufnahmen für den Song „Hello, Goodbye“ benutzt haben. Über den Käufer wurde nichts bekannt. Die Versteigerung fand im New Yorker Hard Rock Cafe statt.