Ausland

FBI tötete Verdächtigen mit Verbindung zu Boston-Attentäter

Ein Ermittler der US-Bundespolizei FBI hat einen Bekannten des getöteten mutmaßlichen Boston-Attentäters Tamerlan Zarnajew bei einer Befragung erschossen. Der Mann sei in der Nacht auf gestern (Ortszeit) in Orlando im Bundesstaat Florida getötet worden, teilte das FBI mit. Der Beamte habe in Notwehr gehandelt, weil der Befragte nach anfänglicher Kooperation plötzlich gewalttätig geworden sei und einen Polizisten verletzt habe.

Mehr dazu in Verbindung zu Attentaten unklar

US-Regierung gab Tötung von Amerikanern mit Drohnen zu

Die US-Regierung hat erstmals öffentlich die Tötung eigener Staatsbürger mit Drohnen zugegeben. Insgesamt seien vier Menschen mit amerikanischem Pass bei solchen Anti-Terror-Angriffen außerhalb von Kriegsgebieten wie Afghanistan ums Leben gekommen, heißt es in einem Schreiben von US-Justizminister Eric Holder an den Kongress, das die „New York Times“ gestern im Internet veröffentlichte.

Absichtlich getötet worden sei der Al-Kaida-Prediger Anwar al-Awlaki. Die drei anderen bei Drohnenschlägen ums Leben gekommenen Amerikaner seien nicht gezielt ins Visier genommen worden.

Obama-Rede über Anti-Terror-Kampf

Holder schrieb den Brief vor einer sicherheitspolitischen Rede des Präsidenten Barack Obama heute, die den Anti-Terror-Kampf seiner Regierung zum Inhalt haben soll. Das Schreiben rechtfertigt die Tötung Awlakis im September 2011 im Jemen als angemessen und legal.

Da das ranghohe Al-Kaida-Mitglied viele Terroristen aktiv zu Anschlägen angestachelt haben soll, sei es eine „unmittelbare Gefahr“ für das Leben von Amerikanern gewesen. Das Oberste Gericht erlaube „Maßnahmen“ zum Schutz vor Terroristen, die sich im Ausland versteckten, auch wenn sie US-Bürger seien, schreibt Holder.

Belgrad und Pristina fixieren Plan für Nordkosovo

Die Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo, Ivica Dacic und Hashim Thaci, haben sich bei ihren zweitägigen Gespräche in Brüssel auf einen Plan zur Umsetzung der Vereinbarung zum Nordkosovo festgelegt. Das bestätigte die EU-Außenpolitikbeauftragte Catherine Ashton gestern, wie der staatliche serbische TV-Sender RTS meldete.

Nun würden die beiden Seiten darüber in Belgrad und Pristina beraten, bevor sie noch vor dem Wochenende mit ihr erneut in Kontakt treten werden, wurde Ashton zitiert.

Thaci hatte zuvor erklärt, dass ein Aktivitätenplan für die kommenden sechs Monate grundsätzlich vereinbart worden sei und dass sich dazu nun auch die zwei Regierungen äußern sollten. Der serbische Regierungschef Dacic hat die Gespräche zuerst noch nicht kommentiert. Die Vereinbarung zum Nordkosovo sieht die Bildung einer Art Autonomie für die serbische Volksgruppe vor.

Kerry drohte Assad mit mehr Hilfe für syrische Rebellen

US-Außenminister John Kerry hat vom syrischen Präsidenten Baschar al-Assad die Bereitschaft zu einer politischen Lösung des Bürgerkrieges eingefordert. Anderenfalls würden die USA und andere Staaten über eine stärkere Unterstützung der Opposition beraten, sagte Kerry gestern bei einem Treffen der Freunde Syriens in der jordanischen Hauptstadt Amman. Der Gruppe gehören zahlreiche westliche und arabische Länder an.

Man bemühe sich darum, das Blutvergießen in Syrien zu beenden, sagte Kerry. Nach seinen Angaben kämpfen mehrere tausend Angehörige der libanesischen Hisbollah-Miliz an der Seite von Assads Soldaten. Die Hisbollah werde vom Iran unterstützt. Gemeinsam hätten die Assad-Getreuen in den vergangenen Tagen Boden gutgemacht, sagte Kerry mit Blick auf ihre am Wochenende gestartete Offensive auf die von Rebellen gehaltene Stadt al-Qusayr an der Grenze zum Libanon. Allerdings sei der Erfolg der Assad-Truppen nur von kurzer Dauer, fügte Kerry hinzu.

Damaskus überlegt Teilnahme an Krisenkonferenz

Die syrische Führung hat unterdessen noch nicht über eine Teilnahme an der geplanten internationalen Krisenkonferenz entschieden. „Wir besprechen derzeit diese Fragen“, sagte Vizeaußenminister Faisal al-Mikdad nach einem Treffen mit dem russischen Außenamtschef Sergej Lawrow in Moskau. Machthaber Assad hatte der von Russland und den USA vorgeschlagenen Friedenskonferenz keine Erfolgschancen ausgerechnet. Russland fordert die Teilnahme aller an den Kämpfen beteiligten Gruppen.

Debatte über Waffenembargo - Faymann drohte mit Golan-Abzug

Unterdessen drohte Österreich mit dem Abzug aus dem Golan. Die Republik sei „entschieden gegen die Aufhebung oder Teilaufhebung“ des Waffenembargos zugunsten der syrischen Opposition. Sollte das doch geschehen, „erwägen wir ernsthaft, uns die Situation anzuschauen“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Brüssel. Es gebe einen „Zeitpunkt, wo die Gefahr für unsere Soldaten so eingeschätzt wird, dass wir nicht mehr verantworten können, den UNO-Einsatz zu leisten“, sagte Faymann.

Der britische Premier David Cameron erklärte gleichzeitig, die EU sei nun bereit, das Waffenembargo gegen Syrien zugunsten der Opposition aufzuheben. „Ich denke, die EU sollte das Signal aussenden, dass wir bereit sind, das Waffenembargo aufzuheben, es zu ändern, um Druck auszuüben.“

Knapp 600.000 Kinder in Griechenland an der Armutsgrenze

Die Lage der Kinder in Griechenland wird wegen der schweren Finanzkrise immer schlimmer. „Die Situation ist sehr beunruhigend“, sagte gestern der Präsident der Niederlassung der UNO-Hilfsorganisation UNICEF, Lambros Kanellopoulos, bei einer Pressekonferenz in Athen.

Insgesamt leben 597.000 Kinder an der Armutsgrenze. 322.000 davon haben nicht einmal das, was ein Kind grundsätzlich braucht, hieß es. Das habe schwerwiegende Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Ausbildung. Am 28. Mai soll es eine landesweite Spendenaktion geben. Dabei soll Geld für Impfungen, Lebensmittel und Kleidung gesammelt werden.

Inland

Nationalrat beschließt Finanzrahmen bis 2017

Der Nationalrat beschließt heute den Finanzrahmen des Bundes für die Jahre 2014 bis 2017. Auch die Reform der Sportförderung und eine Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes stehen auf dem Programm. Zu Beginn stellt sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) den Fragen der Abgeordneten. Im Rahmen der Finanzdebatte will er zudem vom EU-Gipfel in Brüssel berichten.

Das Gleichbehandlungsgesetz bringt Verbesserungen beim Diskriminierungsschutz, allerdings nicht das von SPÖ und Grünen gewünschte „Levelling-up“. Dieses hätte Diskriminierung auch für öffentliche Güter und Dienstleistungen verboten, also etwa auf dem Wohnungsmarkt.

Beim Sport geht es um 80 Millionen Euro pro Jahr aus Glücksspieleinnahmen, von denen 50 Prozent für den Spitzensport, 45 Prozent für den Breitensport und fünf Prozent für die zentralen Sportorganisationen reserviert sind.

Verkehrs- und Umweltmaterien behandelt

Unter den Beschlüssen vom Vortag fand sich etwa eine Novelle des Luftfahrtgesetzes, die Regeln für Hubschrauberlandeplätze bei Krankenhäusern und für unbemannte Fluggeräte schafft. Im Umweltbereich wurden sektorale Emissionshöchstmengen bis 2020 verankert und zusätzliche Förderungsmittel für Investitionen in die Wasserver- und -entsorgung freigemacht. Eine Änderung des Strahlenschutzgesetzes diente der Rücknahme der Zuständigkeitsübertragung von den Ländern an die Bezirke.

Zum Abschluss startete die FPÖ einen weiteren Versuch, Untersuchungsausschüsse als Minderheitenrecht zu verankern. Der Antrag wurde dem Geschäftsordnungsausschuss zugewiesen.

Nächste Runde im Ringen um Lehrerdienstrecht

Die Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht gehen heute in die nächste Runde. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Kernpunkte Arbeitszeit oder Bezahlung, sondern das vor allem von der Gewerkschaft zuletzt ins Zentrum gerückte zusätzliche Unterstützungspersonal für Lehrer. Dieses soll die Pädagogen entlasten, um eine von der Regierung gewünschte Verlängerung der Unterrichtszeit zu ermöglichen.

Auch hier gibt es aber jede Menge Konfliktpotenzial: So ist etwa nach wie vor nicht klar, was für die Verhandlungspartner unter Unterstützungspersonal fällt - im Gespräch sind etwa pädagogische Unterstützungskräfte (Psychologen, Sozialarbeiter, Logopäden, Freizeitpädagogen etc.), aber auch administratives Supportpersonal (Administratoren, Sekretariatskräfte etc.) Die Gewerkschaft forderte zuletzt eine Aufstockung um 13.000 Posten in diesen Bereichen, die Regierung wies das zurück.

Salzburg: Grüne für Koalitionsgespräche mit ÖVP und TS

Das Beschlussgremium der Salzburger Grünen - der Landesausschuss - hat gestern Abend mit klarer Mehrheit entschieden, in gemeinsame Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP und dem Team Stronach (TS) zu treten. Von den 16 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern votierten trotz offen artikulierter Skepsis gegenüber der Partei des Austro-Kanadiers 14 mit Ja, zwei enthielten sich der Stimme.

Koalitionsverhandlungen schon morgen

Landessprecherin Astrid Rössler gab nach dem Treffen bekannt, eine Empfehlung für Verhandlungen mit Schwarz-Gelb auszusprechen, nach dem die von den Grünen angestrebte breite Koalition mit ÖVP und SPÖ (die auch eine Verfassungsmehrheit gehabt hätte) nicht zustande gekommen ist. Die Koalitionsverhandlungen werden bereits heute um 9.00 Uhr beginnen.

Was das TS betrifft, betonten die Grünen, noch seien offene Fragen hinsichtlich der Tragfähigkeit einer Regierung mit Beteiligung dieser Partei nicht restlos ausgeräumt, es gebe aber den Willen, diese zu klären.

Wirtschaft

„Offshore-Leaks“: RBI-Chef Stepic scheint in Datenbank auf

Der Chef der börsennotierten Raiffeisen Bank International (RBI), Herbert Stepic, befindet sich in der „Offshore-Leaks“-Datenbank mit Angaben über weltweite angebliche Steuerflüchtlinge, berichtet das Nachrichtenmagazin „News“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Stepic bestätigte gegenüber dem Magazin Berechtigter der Briefkastenfirmen Yatsenko International Limited und Takego Holdings Limited zu sein. Yatsenko war via Briefkasten auf den Britischen Jungferninseln erreichbar, die Takego wurde in Hongkong gegründet.

„Die Ihnen vorliegenden Informationen sind grundsätzlich zutreffend“, bestätigte der Raiffeisen-Banker. Über diese „Projektgesellschaften“ habe er drei Wohnungen in Singapur erworben, die Finanzierung des Investments sei mit „in Österreich versteuerten Einkünften“ erfolgt. Seinen Aufsichtsrat und die Finanzmarktaufsicht habe er aber darüber nicht informiert. „Wichtig ist mir aber festzuhalten, dass es sich bei den genannten Firmen nicht um Offshore-Konstruktionen handelt“, betonte Stepic.

US-Börsen schließen nach Bernanke-Aussagen mit Verlusten

An den US-Börsen hat sich nach diversen Aussagen zur ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Ernüchterung breitgemacht. Der Dow Jones Industrial, der nach ersten Äußerungen von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke bis auf 15 542,40 Punkte gestiegen war, ging gestern mit einem Abschlag von 0,52 Prozent auf 15 307,17 Punkte aus dem Tag.

Der breit gefasste S&P-500-Index war bei etwas mehr als 1687 Punkten ebenfalls auf ein Rekordhoch geklettert, schloss dann aber mit minus 0,83 Prozent auf 1655,35 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,90 Prozent auf 2999,13 Punkte.

Fed will an lockerer Geldpolitik festhalten

Einerseits hatte Bernanke vor dem US-Kongress gesagt, dass eine voreilige Straffung oder ein Ende der lockeren Geldpolitik Risiken berge. Daher werde sie solange locker bleiben, wie nötig. Er verwies unter anderem auf den US-Arbeitsmarkt, der trotz der jüngsten Erholung insgesamt weiterhin schwach sei.

Zudem hatte er gesagt, dass die Inflation auf Zweijahressicht unter dem 2-Prozent-Ziel bleiben dürfte. Andererseits hielt er sich aber auch die Tür für eine Straffung der ultralockeren Geldpolitik offen.

Novomatic gibt Dayli-Beteiligung an Haberleitner zurück

Novomatic steigt aus seiner Beteiligung am Einzelhändler dayli wieder aus, bleibt aber als „Finanzinvestor“ engagiert, teilte das Unternehmen gestern am späten Abend in einer Aussendung mit. Novomatic war erst im November 2012 bei dayli eingestiegen und hat laut Börsenprospekt für seine 45-Prozent-Beteiligung nur einen Euro gezahlt, zusätzlich aber ein Darlehen über zehn Mio. Euro gewährt.

Die TAP 09 Beteiligungs GmbH des Dayli-Eigentümers Rudolf Haberleitner „kauft die Novomatic-Anteile an der TAP DAYLI Vertriebs GmbH zurück, um weitere strategische Investoren an Bord zu holen und um die Finanzierung des neuen Filialkonzeptes zu optimieren“ heißt es in der Aussendung. Novomatic bleibe „als reiner Finanzinvestor am Ergebnis von dayli beteiligt“.

Ehrgeizige Expansionspläne

Dayli ist aus der Einzelhandelskette Schlecker hervorgegangen. Haberleitner hat ehrgeizige Expansionspläne. Im April gab er Kapitalbedarf für den Ausbau seines Unternehmens bekannt, damals hieß es schon, Novomatic wolle nicht aushelfen.

114 Mio. Euro will dayli heuer in Summe in den Umbau bestehender Filialen und in Neueröffnungen investieren, davon 52 Mio. Euro in Österreich. Haberleitner liegt außerdem im Clinch mit den Gewerkschaften, weil er unter Berufung auf eine Gastronomiekonzession auch Sonntags öffnen will. Auch hierbei hatte er keine Unterstützung von Novomatic.

TA-Prozess startet mit Teilgeständnis

Der mit Spannung erwartete Prozess zu fragwürdigen Geschäften der Telekom Austria (TA) mit der FPÖ hat gestern mit einem Teilgeständnis begonnen. Der Anwalt des wegen Untreue angeklagten Ex-TA-Vorstands Rudolf Fischer sagte, der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) habe seinen Mandanten ersucht, dem langjährigen FPÖ-Werber Gernot Rumpold Aufträge zu geben. Konkret geht es beim Prozess um Zahlungen an die Werbeagentur mediaConnection von Rumpold, der im Gegensatz zu Fischer und einem ehemaligen TA-Prokuristen auf nicht schuldig plädierte.

Mehr dazu in Haiders „Gunst“ erwartet

Indische Srei-Gruppe bietet 65,5 Mio. für Hypo-Tochter

Die indische Srei-Gruppe bietet für die Österreich-Tochter der Hypo Alpe Adria 65,5 Mio. Euro. Firmenchef Hemant Kanoria sei selbst nach Österreich gekommen, um über die Übernahme zu verhandeln und wolle „Ende Mai, Anfang Juni“ wieder kommen.

„Sobald die Srei-Gruppe den Erwerb bei der FMA angemeldet und den Businessplan vorgelegt hat, steht dem Signing nichts mehr entgegen“, schreibt die „Presse“ (Donnerstag-Ausgabe). Das Konzept der Inder - über die Hypo eine europäische Bankenkonzession zu erwerben und damit in Europa zu expandieren - habe überzeugt. Vorstand und Aufsichtsrat der Hypo haben zum Verkauf noch keine Entscheidungen getroffen, so ein Sprecher auf Nachfrage der APA.

Sport

Bundesliga: Admira übernimmt rote Laterne

Admira Wacker Mödling hat am vorletzten Spieltag der Bundesliga die rote Laterne übernommen. Die Niederösterreicher mussten sich zu Hause Rapid Wien mit 0:2 geschlagen geben und sitzen nun auf dem Schleuderstuhl Richtung Erste Liga. Wacker Innsbruck mit einem Last-Minute-Sieg über Sturm Graz und dezimierte Wiener Neustädter mit einem Erfolg über den WAC zogen an der Admira vorbei. Für Rapid bedeutete der Erfolg bei der Admira eine gute Nachricht: Die Wiener haben damit das Ticket für den Europacup in der Tasche.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Eishockey: Ära Page in Salzburg zu Ende

Die Ära Pierre Page bei Red Bull Salzburg ist nach sechs Jahren zu Ende gegangen. Der 65-jährige Kanadier wechselt ab kommender Saison zum deutschen Eishockey-Ableger des Getränkeimperiums nach München. Unter dem Trainer und Sportdirektor Page feierte Salzburg seine größten nationalen und internationalen Erfolge. Den Fans in Österreich wird er aber nicht nur aufgrund der Erfolge, sondern auch wegen der einen oder anderen Kontroverse in Erinnerung bleiben.

Mehr dazu in sport.ORF.at

WM-Qualifikation: ÖFB-Kader ohne Überraschungen

Im wichtigen WM-Quali-Duell mit Schweden setzt Teamchef Marcel Koller auf die gleichen Spieler, die schon gegen die Färöer und Irland Punkte geholt haben. „In diese Spieler haben wir Vertrauen“, betonte der Schweizer bei der Bekanntgabe des Kaders gestern Vormittag. Das gilt offenbar auch für „Bad Boy“ Marko Arnautovic, der bei seinem Club Werder Bremen suspendiert wurde.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Seibersdorf: Verbindung zu Strahlung an Innsbrucker Uni

Ein Zwischenfall in Seibersdorf, bei dem Anfang Mai zwei Arbeiter zu hoher Strahlung ausgesetzt gewesen sind, dürfte mit einem Strahlenzwischenfall an der „Alten Chemie“ der Innsbrucker Universität zusammenhängen. Das berichtet der „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe).

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Zehnjährige auf Zebrastreifen in Wien verletzt

Ein zehnjähriges Mädchen ist gestern bei einem Verkehrsunfall in Wien-Margareten schwer verletzt worden. Ein Auto stieß es auf einem Zebrastreifen nieder. Unklar blieb vorerst, ob das Mädchen oder die Lenkerin Rotlicht hatte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Alkolenker fast 40 Kilometer als Geisterfahrer unterwegs

Fast 40 Kilometer weit ist ein betrunkener Lenker in der Nacht auf gestern auf der Tauernautobahn (A10) unterwegs gewesen. Erst ein couragierter Lkw-Fahrer stoppte den Slowenen, als dieser seine Notdurft verrichtete.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Kein Spieler hat bei der aktuelle Ziehung von Lotto „6 aus 45“ die sechs Richtigen auf seinem Lottoschein gehabt. Im Topf liegen 695.623,80 Euro. Es wurden folgende Zahlen gezogen:

1 10 17 20 26 41 / Zusatzzahl 19

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

5 0 9 9 2 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Religion

Imame aus aller Welt besuchen ehemaliges KZ Auschwitz

Muslimische Geistliche aus aller Welt haben gestern im ehemaligen NS-Konzentrationslager Auschwitz gemeinsam für die Opfer des Holocaust gebetet. Imame aus Bosnien, Indien, Jordanien, den Palästinensergebieten, der Türkei, den USA und anderen Ländern nutzten einen Besuch der Gedenkstätte in dem früheren KZ in Polen für das gemeinsame Gebet.

„Was kann man da sagen? Da ist man sprachlos“, sagte der Präsident der Islamischen Gesellschaft Nordamerikas, Mohamed Magid, der Nachrichtenagentur AFP angesichts des Todes von Millionen Juden in den Gaskammern der Nazis. Er rief alle Menschen auf, Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen.

Der palästinensische Imam Barakat Hasan aus Ramallah sagte, er habe gegen die Tränen ankämpfen müssen, als er in der Gedenkstätte erfahren habe, „wie viele Menschen grundlos ermordet wurden“.

Der Besuch der Gedenkstätte ist Teil eines Programms des US-Außenministeriums zur Aufklärung über den Holocaust. Unter der NS-Herrschaft wurden sechs Millionen Juden ermordet, davon eine Million im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Oberster Exorzist: Papst hat Exorzismus durchgeführt

Der oberste Exorzist des Vatikans, Gabriele Amorth, hat in einem Radiointerview bekräftigt, dass Papst Franziskus am Pfingstsonntag sehr wohl einen Exorzismus an einem mexikanischen Gläubigen durchgeführt habe. Die Besessenheit des Mannes sei die Rache dafür, dass sich die Kirche Mexikos nicht ausreichend gegen das dortige Abtreibungsgesetz eingesetzt habe, so Amorth.

Mehr dazu in religion.ORF.at

IT

Hewlett-Packard brechen die PC-Verkäufe weg

Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard bekommt den Wandel in der Branche mit voller Wucht zu spüren. Im zweiten Geschäftsquartal (Februar bis April) schmolz die Zahl der abgesetzten Tischrechner um 18 Prozent und die der Notebooks um 24 Prozent. Auch die Drucker verkauften sich schlechter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Sitz im kalifornischen Palo Alto gestern mitteilte.

HP leidet darunter, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit ihrem Smartphone begnügen. Hier ist HP schwach aufgestellt. Das schlägt sich in den Geschäftszahlen nieder: Der Umsatz büßte insgesamt um 10 Prozent auf 27,6 Milliarden Dollar ein und der Gewinn schrumpfte um 32 Prozent auf unterm Strich 1,1 Milliarden Dollar (850 Mio Euro).

Auch Software- und Servicegeschäft geht zurück

Das Geschäft mit Privatkunden brach regelrecht ein und selbst das früher so solide Software- und Servicegeschäft mit Firmenkunden war rückläufig. Um sich auf die neue mobile Welt einzustellen, baut Konzernchefin Meg Whitman den Konzern momentan groß um, wobei auch Zehntausende Jobs wegfallen. „Wie ich schon so oft gesagt habe, ist dies eine mehrere Jahre andauernde Reise“, erklärte Whitman.

Twitter sorgt nach Hackerattacken für mehr Sicherheit

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter führt nach einer Welle von Hackerangriffen auf Profile einflussreicher Medien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein. Nutzer bekommen die Möglichkeit einer Anmeldung in zwei Stufen, wie Twitter gestern ankündigte. Ähnlich wie etwa beim Onlinebanking muss zusätzlich zum Passwort ein Code eingegeben werden, der bei jedem Anmelden neu per SMS verschickt wird.

Experten hatten schon länger eine solche zusätzliche Sicherheitsebene vorgeschlagen. In den vergangenen Wochen waren unter anderem die BBC, die Nachrichtenagentur AP und die „Financial Times“ Opfer von Hackerangriffen geworden. Über Phishingmails wurden Passwörter ausspioniert und Twitter-Accounts gekapert. Zu den Attacken bekannte sich eine Syrian Electronic Army, die westlichen Medien vorwirft, falsch über den Bürgerkrieg in Syrien zu informieren.

Der AP-Angriff war besonders schwerwiegend, weil die Hacker über das offizielle Twitter-Profil der Nachrichtenagentur Falschinformationen über Explosionen im Weißen Haus und eine Verletzung von Präsident Barack Obama verbreitet hatten. Der US-Aktienmarkt war daraufhin für kurze Zeit eingeknickt.

Science

Studie: Pilze lieben Füße

Von der Ferse bis zur Zehenspitze: Unsere Füße werden besonders gern von verschiedenen Pilzen besiedelt. Forschern zufolge befinden sich an der Ferse im Schnitt 80 verschiedene Gattungen dieser Mikroorganismen. Im Gegensatz dazu gebe es an zentraler gelegenen Hautstellen wie dem Rücken oder dem Kopf nur zwischen zwei und zehn Pilzgattungen.

Mehr dazu in science.ORF.at

Neandertaler stillten früh ab

Zähne können auch Stillgewohnheiten verraten - sogar bei den Neandertalern. Die Untersuchung eines uralten Zahnes zeigt: Neandertalerkinder wurden rund sieben Monate mit Muttermilch ernährt.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Einigung zwischen Festspiel-Kuratorium und Pereira

Das Kuratorium der Salzburger Festspiele und Intendant Alexander Pereira haben sich gestern doch noch auf ein Budget für das Jahr 2014 einigen können. Damit konnte ein Bruch in der Führungsetage des Klassikfestivals verhindert werden.

„Ich bin froh, dass das Kuratorium und das Direktorium einen gemeinsamen Weg für die Zukunft der Salzburger Festspiele gefunden haben. Und ich bin Teil dieses Weges“, sagte Pereira. Hauptstreitpunkt war eine geplante Ausweitung des Budgets, die das Kuratorium nicht in dem von Pereira geforderten Ausmaß mittragen wollte.

Lifestyle

Life-Ball-Einnahmen gegen Diskriminierung

Am Samstag steigt der Life Ball 2013. Die Einnahmen des Balls kommen nationalen und internationalen Aids-Projekten zugute. 2012 waren es 2,1 Mio. Euro, mit denen unter anderem auch das Projekt Job Impuls der Aids Hilfe Wien unterstützt wurde.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at