Sportförderung neu im Nationalrat beschlossen
Der Nationalrat hat gestern Abend mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPÖ und ÖVP sowie jenen der FPÖ einer Reform der Sportförderung beschlossen. Sie soll eine verstärkte Leistungsförderung und bessere Kontrollmechanismen bringen.
Grüne, BZÖ und Team Stronach (TS) äußerten Zweifel daran, dass sich damit viel ändern wird, würden bei der Vergabe der Förderungen doch erst recht wieder die gleichen Zuständigen aus der Bundessportorganisation das Sagen haben wie bisher. Ungeachtet dessen sah Sportminister Gerald Klug (SPÖ) die größte Reform der Sportförderung in der Zweiten Republik.
Debatte nach Olympiapleite in London
Debattiert wird die Reform schon seit Jahren, richtigen Schwung bekam sie allerdings erst durch den Flop bei den Olympischen Spielen in London, bei denen Österreich im Vorjahr ohne Medaillen ausging.
Grundsätzlich sieht das neue Modell vor, dass den Verbänden 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. 50 Prozent der für die Sportförderung zweckgebundenen Mittel aus Glücksspieleinnahmen sind für den Bereich Spitzensport, 45 für den Breitensport reserviert. Fünf Prozent entfallen auf die zentralen Sportorganisationen. Der österreichische Behindertensport erhält künftig gesetzlich garantierte 1,6 Millionen Euro Gesamtförderung.
