Ausland

NY: Spezialeinheit zur Überwachung von Muslimen aufgelöst

Die New Yorker Polizei hat eine umstrittene Einheit aufgelöst, die mit Hilfe verdeckter Ermittler örtliche Muslime überwacht hatte. Die Polizei der US-Ostküstenmetropole erklärte gestern, die von der Einheit übernommenen Ermittlungen könnten im Verdachtsfall ebenso durch direkten Kontakt der Beamten zu den betroffenen Gruppen übernommen werden. Das habe sich bereits gezeigt.

Mit dem Schritt setzte der neue New Yorker Polizeichef William Bratton ein erstes Zeichen. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio begrüßte die Auflösung der „Zone Assessment Unit“, die zuvor „Demographics Unit“ hieß und nach den Terroranschlägen vom 11. September gegründet wurde.

Bürgerrechtler begrüßen den Schritt

„Diese Reform ist ein entscheidender Schritt zur Entspannung zwischen der Polizei und den gesellschaftlichen Gruppen, denen sie dient“, sagte De Blasio, der im Jänner als erster demokratischer Bürgermeister New Yorks seit 20 Jahren sein Amt antrat. So könnten Bürger und Polizisten einander dabei helfen, die echten Täter zu jagen.

Bürgerrechtsgruppen begrüßten die Auflösung, verlangten aber weitere Schritte. „Wir hoffen, dass die diskriminierenden Aktivitäten der Demographics Unit nicht in anderen Teilen der Polizei fortgesetzt werden“, sagte Donna Lieberman von der New York Civil Liberties Union. Ryan Mahoney vom Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen sagte, die Polizeieinheit habe Menschen allein aufgrund ihrer Religion zu Verdächtigen erklärt.

Verdächtige Taschen bei Boston-Marathon gesprengt

Kurz nach der Gedenkfeier zum Jahrestag des Anschlags auf den Boston-Marathon haben zwei verdächtige Rucksäcke in der Stadt im Nordosten der USA für Unruhe gesorgt.

Hunderte Menschen wurden laut Polizeiangaben in Sicherheit gebracht, nachdem die Rucksäcke in der Nähe des damaligen Anschlagsorts entdeckt worden waren. Ein Verdächtiger sei in Gewahrsam genommen worden.

Die Rucksäcke seien dann von Experten „vorsorglich“ gesprengt worden. Die verlassenen Taschen befanden sich laut Polizeiangaben nahe der Ziellinie des Marathons.

Ashton verurteilt Entführung von Schülerinnen in Nigeria

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat die Entführung von über hundert Schülerinnen in Nigeria „aufs Schärfste“ verurteilt. „Ich bin besorgt über die zunehmende Häufigkeit und Ausbreitung terroristischer Angriffe“, fügte Ashton in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung hinzu.

Schwerbewaffnete Islamisten hatten am Montagabend ein Mädchengymnasium im nordöstlichen Bundesstaat Borno überfallen und mehr als hundert Schülerinnen entführt. Für die Tat wurde die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich gemacht.

Bombenanschläge und Überfälle

Zuvor waren bei einem Doppelanschlag in einem Busbahnhof der Hauptstadt Abuja mehr als 70 Menschen getötet und rund 160 weitere verletzt worden. Auch hier fiel der Verdacht auf Boko Haram. Am Wochenende hatten mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder mehrere Dörfer im Bundesstaat Borno angegriffen und mindestens 60 Menschen getötet.

USA: Todesstrafe nach Attacke in jüdischen Zentren gefordert

Nach den tödlichen Schüssen in jüdischen Einrichtungen in den USA droht dem mutmaßlichen Täter die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft in Kansas legte Frazier Glenn Cross gestern dreifachen Mord zur Last und kündigte an, die Höchststrafe für den 73-Jährigen zu fordern.

Die Anklageschrift ist noch vorläufig und könnte um zusätzliche Punkte erweitert werden. Außerdem könnte das Verfahren an die Bundesjustiz abgegeben werden, die Cross wegen eines „Hassverbrechens“ anklagen will. Auch dort könnte dem Mann, der mit dem Ku-Klux-Klan und anderen rechtsextremen Gruppen in Verbindung steht, ein Todesurteil drohen.

Einen Tag vor dem Pessach-Fest

Cross hatte am Sonntag in zwei jüdischen Einrichtungen in Overland Park nahe Kansas City das Feuer eröffnet. Zunächst erschoss er auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums einen 14-Jährigen und dessen 69-jährigen Großvater. Anschließend tötete er in einem Altersheim eine 53-jährige Frau, die gerade ihre Mutter besuchte. Die Polizei konnte Cross später auf dem Parkplatz einer Volksschule festnehmen.

Die Attacke ereignete sich am Tag vor dem Beginn des Pessach-Fests, mit dem die Juden des Auszugs des israelischen Volkes aus Ägypten gedenken. Vieles deutet auf eine Straftat mit antisemitischem Hintergrund hin.

US-Medien zeigten Aufnahmen des mutmaßlichen Schützen nach der Festnahme, wie er auf dem Rücksitz eines Polizeiautos „Heil Hitler“ schreit. Das Southern Poverty Law Center, das rechtsradikale Gruppen in den USA beobachtet, bezeichnete Cross als „langjährigen Antisemiten“. In den 80er Jahre führte er demnach einen „paramilitärischen“ Ableger des berüchtigten Ku-Klux-Klans an.

Saudi-Arabien löst einflussreichen Geheimdienstchef ab

Saudi-Arabien hat seinen einflussreichen Geheimdienstchef Prinz Bandar bin Sultan abgelöst. In einem königlichen Dekret wurde Bandar gestern „auf eigenen Wunsch“ von seinem Posten entlassen und durch seinen Stellvertreter Jusef al-Idrissi ersetzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.

Der langjährige Botschafter in Washington galt als einer der einflussreichste Männer in dem Königreich und darüber hinaus. Als Geheimdienstchef hatte er seit 2012 insbesondere eine Schlüsselrolle im Bürgerkrieg in Syrien.

Syrien-Politik läutete Fall ein

Als er im Dezember zur medizinischen Behandlung ins Ausland gereist war, hatten Diplomaten das als Zeichen gewertet, dass er den internen Streit über die Haltung zu den Rebellen in Syrien verloren hatte. Demnach wurde ihm die Zuständigkeit für Syrien entzogen und an Innenminister Prinz Mohammed bin Najef übertragen. Im Februar wurden diese Berichte bestätigt, als nicht Bandar, sondern der Innenminister an einem Treffen westlicher Geheimdienste in Washington zum Syrien-Konflikt teilnahm.

Gute Kontakte zu Familie Bush

Laut Diplomaten hatte Bandar den USA verübelt, dass sie in Syrien nicht militärisch aufseiten der Rebellen intervenierten und ihre Verbündeten auch an der Lieferung von Waffen hinderten. Die USA ihrerseits kritisierten die Unterstützung radikaler islamistischer Rebellengruppen in Syrien durch Saudi-Arabien. Bandar, der gute Kontakte zu den US-Präsidenten George Bush und George W. Bush unterhielt, spielte in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt eine zentrale Rolle bei Ereignissen im Irak, im Libanon und Syrien.

Cambadelis neuer Parteichef der französischen Sozialisten

Zwei Wochen nach ihrer verheerenden Niederlage bei den Kommunalwahlen haben die französischen Sozialisten einen neuen Parteichef gewählt: Der 62-jährige Abgeordnete Jean-Christophe Cambadelis erhielt gestern Abend im Parteirat der Sozialistischen Partei (PS) eine Mehrheit von 67,12 Prozent der Stimmen, wie sein Umfeld und Teilnehmer der Sitzung in Paris mitteilten.

Cambadelis tritt die Nachfolge von Harlem Desir an, der für das Kommunalwahldebakel mitverantwortlich gemacht wurde und als Staatssekretär in die sozialistische Regierung gewechselt war.

Gegen Parteilinke durchgesetzt

Der eher zur wirtschaftsfreundlichen Parteimitte zählende 62-Jährige war von Desir selbst als Nachfolger vorgeschlagen worden. Desir ist nun als Europastaatssekretär auch für die deutsch-französischen Beziehungen zuständig. Cambadelis setzte sich bei der Abstimmung im Parteirat - dem Parlament der PS zwischen der Parteitagen - deutlich gegen den in letzter Minute nominierten Kandidaten der Parteilinken, Sylvain Mathieu, durch.

Cambadelis war in der Partei bisher für Europa und Internationales zuständig. Er leitete auch den Europawahlkampf der französischen Sozialisten. Er war zudem der Hauptautor jenes umstrittenen Positionspapiers, in dem der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „egoistische Unnachgiebigkeit“ in der Europapolitik vorgeworfen worden war. Nach harscher Kritik waren die Attacken gegen die „Sparkanzlerin“ entschärft worden. Cambadelis, der Abgeordneter von Paris ist, war schon 2012 als Nachfolger der damaligen Parteichefin Martine Aubry im Gespräch.

Kritik an mangelnder interner Demokratie

An dem nun gewählten Verfahren zur Neubesetzung der Parteispitze hatte es parteiintern allerdings heftige Kritik gegeben. Vor allem die Parteilinke forderte ein Votum der PS-Mitglieder und sprach von mangelnder innerparteilicher Demokratie.

Als Konsequenz aus der schweren Niederlage bei den Kommunalwahlen hatte Frankreichs Präsident Francois Hollande auch seinen Premierminister ausgetauscht. Im Zuge dieser Regierungsumbildung bei den Sozialisten wurde auch Desir sein neuer Posten zugewiesen.

Inland

Justizministerium prüft Beschränkung für Kinderfotos

In Deutschland will Justizminister Heiko Maas den Kampf gegen Kinderpornografie verschärfen. Laut einem Gesetzesentwurf soll der Handel mit Fotos und Videos von nackten Kindern künftig hart bestraft werden. Auch in Österreich fordern Kinderschützer eine Verschärfung des Strafgesetzes, um die Rechte von Kindern besser zu schützen. Das Justizministerium prüft.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

U-Ausschuss: Reformverweigerung wäre „Harakiri“

An der Reform der Untersuchungsausschüsse führe kein Weg vorbei, und diese Reform werde bald kommen, sagt Klaus Hoffmann, Verfahrensanwalt im letzten Untersuchungsausschuss. Denn die Regierungsparteien seien unter so großem Druck, dass eine weitere Reformverweigerung politisches Harakiri wäre, so Hoffmann gegenüber Ö1.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Reform nimmt langsam Fahrt auf

Die von der Opposition vehement geforderte Reform nimmt langsam Formen an. Nachdem die SPÖ bereits vor einer Woche ihre Pläne vorgestellt hatte, konkretisierte gestern auch die ÖVP ihre Vorstellungen.

Beide sprechen sich klar für ein Minderheitsrecht bei der Einberufung aus - doch am Detail spießt es sich. So will die ÖVP Richter als Vorsitzende einsetzen, die SPÖ möchte die Leitung politisch nicht aus der Hand geben. Die Opposition zeigt sich kompromissbereit - wenn auch einigen die Reformvorschläge nicht weit genug gehen.

Mehr dazu in Grüne kompromissbereit

Sparen an Schulen: Ministerin will Landeshauptleute treffen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek will sich nach Kritik mehrerer Landeshauptleute an ihren Sparplänen für ihren Bereich mit diesen persönlich sprechen. „Ich will mich demnächst mit den Landeshauptleuten zusammensetzen und mit ihnen gemeinsam über mehr Qualität und Transparenz im Bildungswesen diskutieren“, sagte sie gestern in einer Aussendung.

„Gemeinsam über Wege diskutieren“

Es gehe darum, über die Details der geplanten Maßnahmen zu reden und gemeinsam über Wege zu diskutieren, das Bildungssystem noch besser zu machen, begründete Heinisch-Hosek ihre Einladung zu Gesprächen.

„Ich will die Vorschläge der Länder zur Verbesserung unseres Bildungswesens diskutieren und auch darüber reden, wie wir durch Umschichtungen mehr Qualität schaffen“, so Heinisch-Hosek weiter. Sie will auch die Kosten für die Landeslehrer ansprechen: „Hier brauchen wir mehr Transparenz, das hat auch der Rechnungshof wiederholt gefordert, und darüber will ich mit den Ländern reden.“

Kritik von Häupl und Niessl

Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte gestern Kritik an der Bundesregierung geübt. 57 Millionen Euro sollen an den Schulen eingespart werden. „Ich halte Sparen im Bildungsbereich für falsch“, sagte er im ORF-Interview.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Auch von Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) kam Kritik an den Sparplänen im Bildungsbereich: Im Klassenzimmer zu sparen sei der falsche Weg.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Sport

Fußball: St. Pölten beendet Rieds Cuptraum

Der SKN St. Pölten hat im Viertelfinale des ÖFB-Samsung-Cups für eine Überraschung gesorgt. Der Zweitligist setzte sich gestern Abend im Duell gegen Bundesligist Ried durch und feierte damit den größten Erfolg in der Clubgeschichte.

Die Entscheidung zugunsten der Gäste, die sich nach rascher Führung auch vom ebenso raschen Ausgleich nicht aus dem Konzept hatten bringen lassen, sorgte Osman Bozkurt per Elfer. Zur Freude von SKN-Trainer Gerald Baumgartner, der damit seine imposante Erfolgsserie im Cup fortsetzte - mit Pasching hatte er in der vergangenen Saison sogar den Titel erobert. Ried dagegen verpasste das fünfte ÖFB-Cup-Halbfinale en suite.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Dortmund meistert Pokal-Hürde Wolfsburg

Borussia Dortmund hat gestern im DFB-Pokal das Finalticket gelöst. Die Auswahl von Trainer Jürgen Klopp setzte sich im mit 80.600 Zuschauern ausverkauften Signal-Iduna-Park gegen einen starken VfL Wolfsburg mit 2:0 durch und leistete damit ihren Beitrag für das prognostizierte Traumfinale gegen den FC Bayern, der heute gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern das zweite Halbfinale bestreitet. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, gestand Kapitän Sebastian Kehl nach dem Kraftakt. Einen besonderen Abend erlebte Torjäger Robert Lewandowski, der in seinem sechstletzten BVB-Spiel vor seinem Wechsel zum Erzrivalen nach München sein 100. Pflichtspieltor für die Borussia erzielte.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Kaufkraft: Wien verliert Spitzenplatz

Niederösterreich ist nun mit 20.630 Euro pro Kopf und Jahr das kaufkraftstärkste Bundesland gefolgt von Salzburg. Wien hat unterdessen seine Vormachtstellung verloren und liegt nur noch an dritter Stelle, so die aktuelle RegioData-Studie.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Campari kauft Averna

Wer demnächst Aperol Spritz, Campari Orange und als Digestif einen Averna ordert, bestellt Getränke aus einem Haus. Die börsennotierte Mailänder Davide-Campari-Gruppe verkündete gestern die Übernahme des sizilianischen Unternehmens Fratelli Averna. Die Campari-Gruppe, die fast ein Fünftel ihres Umsatzes für Werbung ausgibt, ist auf der Suche nach neuen Nischen auf dem doch einigermaßen gesättigten Spirituosenmarkt.

Mehr dazu in Lombardisch-sizilianische Hochzeit

EU-Parlament will Herkunftssiegel zur Pflicht machen

Das EU-Parlament will die Herkunftsbezeichnung „Made in ...“ für alle Waren zur Pflicht machen. Die Abgeordneten stimmten gestern in Straßburg mit großer Mehrheit für diesen Entwurf. Dadurch soll das bisherige freiwillige System ersetzt werden. Die Pflicht soll für alle Verbraucherprodukte außer Lebensmitteln gelten.

Eine Einigung ist wegen der Opposition zahlreicher Länder, angeführt von Deutschland, aber noch lange nicht in Sicht.

Chronik

Fünf Menschen auf Party erstochen: Student angeklagt

Der Student, der im kanadischen Calgary fünf Kommilitonen erstochen haben soll, ist des fünffachen Mordes angeklagt worden.

Der 22-Jährige wurde kurz nach der Tat in der Nähe des Hauses festgenommen, in dem die jungen Menschen getötet worden waren. Die Polizei in der größten Stadt der Provinz Alberta bestätigte, dass der mutmaßliche Täter der Sohn eines Polizisten sei. Sein Vater - seit 33 Jahren bei der Polizei - und seine Mutter drückten ihre Bestürzung über die Tat aus.

Hintergründe für Bluttat rätselhaft

Die Hintergründe der Tat am letzten Tag des Semesters sind völlig unklar. Etwa 20 Studenten hatten in dem Haus gefeiert, als der 22-Jährige ein großes Messer nahm und auf einige der Gäste einstach.

Polizisten hatten nach einem Notruf drei tote Männer in einem von Studenten angemieteten Haus entdeckt, in dem eine Party stattgefunden hatte. Ein weiterer Mann und eine Frau wurden wenig später im Krankenhaus für tot erklärt, hieß es von der Polizei. Drei waren 23 Jahre alt, einer 22 und einer 27 Jahre alt.

MH370: Mini-U-Boot nimmt Suche wieder auf

Nach dem Abbruch der ersten Mission hat ein Mini-U-Boot erneut die Suche nach Flug MH370 im Indischen Ozean aufgenommen.

Der Roboter „Bluefin-21“ startete gestern Abend (Ortszeit) von dem australischen Schiff „Ocean Shield“ aus zur zweiten Mission, wie die Koordinierungsbehörde JACC mitteilte. Einen ersten Tauchgang hatte das U-Boot wegen zu großer Wassertiefe abbrechen müssen.

Neue Programmierung

Der Roboter erreichte bei seiner ersten Suche nach wenigen Stunden seine maximale Tiefe von 4.500 Metern - und tauchte dann automatisch wieder auf. Zunächst fand das Mini-U-Boot nichts Verwertbares. Für die zweite Mission sei der Roboter neu programmiert worden, teilte die an den Sucharbeiten beteiligte US-Marine mit.

Suche nach Blackbox-Detektor eingestellt

Auf das Mini-U-Boot stützt sich derzeit die ganze Hoffnung, die seit über einem Monat verschollene Maschine der Malaysia Airlines zu finden. Die Suche per Blackbox-Detektor war am Montag eingestellt worden.

Reifenstecher in Bad Ischl ausgeforscht

Einen Ermittlungserfolg bei der Suche nach dem Verursacher einer Reihe von Sachbeschädigungen kann jetzt die Polizei in Bad Ischl in Oberösterreich melden. Sie stoppte einen Ladendieb. Bei den Ermittlungen gestand er, zig Reifen zerstochen zu haben.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Sechs Jahre Haft wegen Menschenhandels

Ein 33-jähriger Bulgare ist gestern in Wien wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, grenzüberschreitenden Prostitutionshandels, Menschenhandels, Zuhälterei und Freiheitsentziehung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Schädigt Twin City Liner Jungfische?

Umweltorganisationen und Forscher der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien schlagen Alarm: Die Wellen, die der Twin City Liner und andere Schiffe auf dem Donaukanal und auf der Donau machen, schädigen den Fischbestand. Die Betreiber des Twin City Liners weisen das zurück und verweisen auf eigene Untersuchungen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Gesundheit

Oberösterreich droht Landärztemangel

Es werde bald zu wenige Ärzte auf dem Land geben, schlägt die Ärztekammer Oberösterreich Alarm. In den kommenden zehn Jahren geht die Hälfte der oberösterreichischen Landärzte in Pension. Und für viele junge Mediziner sei der Beruf „Landarzt“ sogar abschreckend.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Religion

IT

Yahoo kann Umsatz leicht steigern

Beim einstigen US-Internetpionier Yahoo laufen die Geschäfte wieder etwas besser. Der Umsatz ohne Berücksichtigung der Gebühren für Partnerportale legte im ersten Quartal leicht auf 1,087 Milliarden Dollar (786,14 Mio. Euro) zu, wie das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Reingewinn betrug 311,6 Millionen Dollar oder 29 Cent je Aktie.

Bei den Investoren kamen die Zahlen gut an: Die Yahoo-Aktie legte nachbörslich um bis zu acht Prozent zu.

Die seit rund eineinhalb Jahren amtierende Yahoo-Chefin Marissa Mayer versucht mit diversen Übernahmen, wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Das Ziel ist es dabei, neue Trends nicht zu verpassen, die von kleinen Start-ups vorangetrieben werden.

Science

Studie: Die Schönheit von Bärten ist relativ

Koteletten, Schnauzer oder Vollbart: „Mann“ lässt in den vergangenen Jahren aus modischen Gründen wieder verstärkt Haare im Gesicht sprießen. Forscher haben nun untersucht, wie gut die Bärte tatsächlich ankommen. Ihr Schluss: Es kommt darauf an. Gibt es in der Umgebung viele Glattrasierte, werden Bartträger als besonders attraktiv empfunden.

Mehr dazu in science.ORF.at

Rohstoffe: Der Schatz unter dem Asphalt

Unter dem Schlagwort „Urban Mining“ suchen Forscher und Firmen nach Wegen, um Rohstoffe zu bergen, die in Mülldeponien vergessen oder unter Straßen vergraben wurden. In Schweden konsultieren Umweltwissenschaftler dafür nun sogar Hunderte Jahre alte Karten. Sie haben es auf alte und vergessene Kupferleitungen abgesehen.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Obere Belvedere im Zauber des Küssens

Bis 6. Juli bringt das Obere Belvedere mit Klimt und Warhol zwei Größen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts zusammen. Die Werke „Der Kuss“ und „Kiss“ werden einander in ihrem jeweiligen Kontext gegenübergestellt und diskutiert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Klage gegen Dylan wegen „Kroaten-Sager“ abgewiesen

Ein französisches Gericht hat eine Klage von Kroaten wegen einer Interview-Äußerung des US-Musikers Bob Dylan abgewiesen. Eine Richterin in Paris stellte fest, Dylan habe der Veröffentlichung des Interviews in der französischen Ausgabe des Magazins „Rolling Stone“ nicht zugestimmt, wie gestern aus Justizkreisen verlautete.

Die Autorisierung des Gesprächs galt demnach nur für die US-Ausgabe des Magazins. Wie es hieß, hätte bewiesen werden müssen, dass Dylan der Veröffentlichung des Interviews in Frankreich zustimmte. Nur dann hätte er überhaupt belangt werden können.

Fragwürdiges Rassismus-Interview

Der französische „Rolling Stone“-Ableger hatte das Interview im Oktober 2012 veröffentlicht. Darin hatte Dylan über den Rassismus in den USA gesprochen und die Verfolgung der Juden unter der NS-Herrschaft mit den Auseinandersetzungen zwischen Kroaten und Serben verglichen.

„Wenn du Ku-Klux-Klan-Anhänger als Vorfahren hast, spüren Schwarze das, sogar heute noch. Genauso wie Juden Nazi-Blut und die Serben kroatisches Blut spüren können.“ Der Rat der Kroaten in Frankreich warf Dylan vor, Kroaten mit Nazis verglichen zu haben.

Leute

Miley Cyrus wegen Allergie im Krankenhaus

US-Sängerin Miley Cyrus (21) wird derzeit wegen einer Medikamentenallergie im Krankenhaus behandelt. Cyrus habe eine „starke allergische Reaktion“ auf Antibiotika gezeigt, teilte ihr Sprecher mit. Ein Konzert in Kansas City im US-Staat Missouri wurde abgesagt.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter meldete sich Cyrus vom Krankenbett aus zu Wort. Die Ärzte kümmerten sich bestens um sie, teilte die 21-Jährige ihren Fans mit. Einzig über das miserable Programm im Krankenhausfernsehen beschwerte sie sich. Dazu postete sie ein Foto, das sie im Krankenhausbett zeigt.