Ausland

Über 30 Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Bei Angriffen der Taliban sind in Afghanistan mindestens 32 Menschen getötet worden. In der südafghanischen Provinz Helmand seien 19 Polizisten und sieben Soldaten getötet worden, als Dutzende Aufständische Kontrollstellen der Sicherheitskräfte im Distrikt Nausad angriffen, hieß es heute von der Polizei in Helmand.

Bei einem Angriff auf ein Gerichtsgebäude in der ostafghanischen Provinzhauptstadt Maidan Shahr wurden zwei Polizisten getötet und drei Zivilisten verletzt. Auch die drei Angreifer seien ums Legen gekommen, sagte der Polizeichef der Provinz Wardak, Khalil Andarabi. Einer der Angreifer habe sich in die Luft gesprengt, die anderen beiden seien von der Polizei erschossen worden.

Bei einem Gefecht in der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar wurden nach Angaben der Provinzregierung ein Zivilist getötet und drei Polizisten verletzt.

Al-Schabab tötete in Kenia Polizisten

Bei einem Angriff somalischer Islamisten der Al-Schabab-Miliz auf einen Konvoi kenianischer Sicherheitskräfte sind in der Nacht auf heute mindestens 20 Polizisten ums Leben gekommen. Die Attacke ereignete sich Augenzeugen zufolge erneut in der Provinz Garissa im Grenzgebiet, wo die Gruppe Anfang April eine Universität angegriffen und mehr als 150 Menschen getötet hatte.

Al-Schabab bekannte sich zu der Tat. „Unsere Kämpfer haben eine erfolgreiche Operation ausgeführt und mehr als 20 kenianische Polizeibeamte getötet“, sagte der Sprecher der Miliz, Scheich Abdiasis Abu Musab, dem Radiosender Andalus.

Es seien dabei auch fünf Fahrzeuge der Sicherheitskräfte zerstört worden. „Die Zahl der Toten könnte bedeutend höher sein, wir müssen das Ergebnis der Operation noch überprüfen.“

Mehrere Polizisten vermisst

Die Polizisten seien in einen Hinterhalt geraten, sagte ein Polizist, der die Attacke überlebte. Der Konvoi sei zunächst über eine Mine gefahren, die daraufhin explodiert sei. Anschließend wurde offenbar auf die Insassen der Autos geschossen. Es würden noch mehrere Polizisten vermisst, sagte ein Sicherheitsbeamter.

In der vergangenen Woche hatten Extremisten versucht, in den nahe gelegenen Ort Yumbis einzudringen, wurden jedoch von Sicherheitskräften vertrieben.

Al-Schabab fordert den Abzug kenianischer Truppen aus Somalia und greift immer wieder Ziele in dem Nachbarland an. Wegen der Gewalt ist die wichtige Tourismusindustrie in dem ostafrikanischen Safariland bereits weitgehend zusammengebrochen.

US-Vizepräsident Biden lobt irakische Soldaten

Nur wenige Stunden, nachdem US-Verteidigungsminister Ashton Carter über die Kampfmoral der irakischen Armee hergezogen war, musste US-Vizepräsident Joe Biden als diplomatische Feuerwehr einspringen: Biden versuchte, den sichtlich verärgerten Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu beruhigen.

Biden sprach von „enormen Opfern und Mut“, den die irakischen Soldaten beweisen würden. Carter hatte davor noch ganz anders geklungen: Die Truppen hätten beim verlorenen Kampf um Ramadi „offensichtlich keinen Kampfeswillen gezeigt“.

Mehr dazu in Telefonat mit Abadi

Russland: Häftlinge sollen für Fußball-WM arbeiten

Erst vor wenigen Tagen hat Amnesty International erneut scharfe Kritik an Katar geübt und dem Fußball-WM-Austragungsland vorgeworfen, kaum etwas gegen die offene Ausbeutung Hunderttausender Gastarbeiter zu unternehmen. Nun werden auch in Russland - hier findet die nächste Fußball-WM (2018) statt - Pläne laut, die für Aufsehen sorgen dürften.

Die Gefängnisbehörde unterstützt das Projekt eines kremlnahen Politikers, Häftlinge für Arbeiten für die WM einzusetzen. Für FIFA-Präsident Joseph Blatter kommt all das zum falschen Zeitpunkt - unmittelbar vor der in dieser Woche anstehenden Wahl im Weltfußballverband.

Mehr dazu in 40.000 Sträflinge als Billigarbeiter

Australien will umstrittene „Tamponsteuer“ überdenken

Nach Protesten gegen eine „Tamponsteuer“ in Australien will Finanzminister Joe Hockey die Abgabe überdenken. Hygieneartikel für Frauen wie Tampons und Binden „sollten wohl“ als notwendige Produkte gelten und deshalb von der fraglichen zusätzlichen Mehrwertsteuer ausgenommen sein, räumte Hockey gestern Abend ein.

Eine entsprechende Änderung müsse aber von den regionalen Regierungen unterstützt werden, weil diese von den Steuereinnahmen profitierten. Der Minister kündigte an, das Thema im Juli bei einem Finanzministertreffen auf die Tagesordnung zu setzen.

Australiens Premierminister Tony Abbott verwies heute auf die Zuständigkeit der Bundesstaaten bei der Steuer. Die oppositionelle Labor-Partei erklärte, Schritte hin zu einer Abschaffung der Besteuerung von Tampons und Binden zu unterstützen.

„Sexistische und unfaire Steuer“

Die Studentin Subeta Vimalarajah hatte mit einer Onlinepetition unter dem Motto „Stoppt die Besteuerung meiner Periode!“ rund 93.500 Unterschriften gesammelt. Vimalarajah argumentierte, dass „Menschen, die die Periode bekommen, Binden und Tampons nicht zum Spaß kaufen - warum also müssen wir alle zwei, drei oder vier Wochen zusätzliche zehn Prozent bezahlen?“ Es handle sich „nicht nur um eine sexistische, sondern um eine zutiefst unfaire Steuer“.

Die Waren- und Dienstleistungssteuer war im Jahr 2000 eingeführt worden. Während Produkte wie Kondome und Sonnenschutzcreme sowie die meisten Nahrungsmittel von der Steuer ausgenommen sind, werden Tampons und andere Hygieneartikel für Frauen besteuert.

Auch in anderen Ländern gibt es ähnliche Aktionen. In Großbritannien wurden bei einer Petition gegen eine Tamponsteuer von fünf Prozent bereits mehr als 230.000 Unterschriften erzielt, eine Abschaffung ist aber aufgrund von EU-Richtlinien unwahrscheinlich. Ähnliche Petitionen gibt es auch in Frankreich, Italien, Malaysia und Kanada.

Inland

Asyl: Klug bietet erneut Kasernen als Unterkunft an

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hat heute sein Angebot erneuert, bis zu 800 Asylwerber in den nächsten Monaten auf Kasernengründen zu beherbergen. Erste Begehungen finden diese Woche statt. Bereits im Juni könnten Flüchtlinge in Kasernen unterkommen.

Wenn nötig könnten neben den Kasernenunterkünften später auch zusätzlich bis zu 2.000 Personen in Containern untergebracht werden, sagte Klug am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Sein Angebot sieht der Verteidigungsminister nur als „Überbrückung der Notstände“, um temporäre Unterkünfte zu schaffen.

Als mögliche Orte für die Asylunterkünfte nannte Klug die Kasernen in Vomp (Tirol), Tamsweg (Salzburg), Freistadt (Oberösterreich) und Horn (Niederösterreich).

Unterbringung bereits ab Juni

Diese Woche würden Begehungen der Kasernen stattfinden, um notwendige Adaptierungen der Gebäude abzuschätzen. Klug rechnet Ende der Woche mit ersten Ergebnissen der Begehungen. Erste Flüchtlinge könnten bereits im Juni in den Kasernen untergebracht werden.

Klug stellte zudem klar, dass das Bundesheer in den Kasernen selbst keine Asylunterkünfte betreiben wird. Als Unterkunftsbetreiber hatte Klug die Volkshilfe oder Caritas ins Spiel gebracht.

Gesamtschule: Grüne warnen vor „Husch-Pfusch“

Die Grünen glauben mittlerweile an die Umsetzung einer Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen und warnen vor „Husch-Pfusch“-Maßnahmen. Diese „österreichische Schulrevolution“ müsse „penibel vorbereitet“ werden, sagte Bildungssprecher Harald Walser heute vor Journalisten in Wien. Bei der ÖVP ortet er hier mittlerweile mehr Flexibilität.

Die Entscheidung in Vorarlberg, in den nächsten acht bis zehn Jahren eine gemeinsame Schule einzuführen, „wird nicht mehr rückgängig zu machen sein“, so Walser. Diese Pläne hätten bestimmt auch Auswirkungen auf Bundesebene.

Für den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gab es dafür Lob, und auch ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner sei in Bildungsfragen offener. Walser wies zudem darauf hin, dass sogar der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, in der Tageszeitung „Kurier“ (Montag-Ausgabe) einmal mehr betonte, „kein Gegner einer gemeinsamen Schule“ zu sein.

„Fehler wie bei NMS vermeiden“

Aus Sicht der Grünen fährt der Zug jedenfalls in die richtige Richtung. Allerdings gelte es Fehler, wie sie bei der Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) passiert seien, zu vermeiden. Laut Walser müssen einige Gesetze, in denen etwa die Aufnahmeverfahren an AHS geregelt sind, geändert werden. Die Frage, ob der Bund, die Länder oder die Gemeinden als Schulerhalter fungieren, müsse man ebenfalls klären.

Schließlich brauche es auch dienstrechtliche Änderungen und die Einführung eines neuen „Lehrertypus“ für die Sekundarstufe I (5. bis 8. Schulstufe). In der Lehrerausbildung müsse die Arbeit mit heterogenen Schülergruppen forciert werden, so Walser, denn in der gemeinsamen Schule gelte es, hochgradig personalisiert zu lernen, damit auch die hochbegabten Schüler mitgenommen werden.

Sport

Bundesliga: Salzburgs Berg-und-Tal-Fahrt zum Titel

Der als Favorit in die Saison gestartete österreichische Meister Salzburg hat am Sonntag mit einem klaren Heimsieg gegen den WAC die Titelverteidigung fixiert. Der Weg zum insgesamt sechsten Bundesliga-Triumph in der Red-Bull-Ära war allerdings steiniger als erwartet. Der Saisonstart lief noch fulminant, dem Aus im Champions-League-Play-off folgte aber auch ein Einbruch in der Liga. Zudem musste Salzburg den Abgang mehrerer Leistungsträger verkraften. Dadurch wurde die Mission Titelverteidigung zur Berg- und-Tal-Fahrt.

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Formel 1: Niederlage für Hamilton als Motivationsschub

Den sicheren Sieg vor Augen hat sich Lewis Hamilton am Sonntag in Monte Carlo nach einem taktischen Fehler von Mercedes mit Rang drei begnügen müssen. Der Weltmeister hielt sich danach mit Kritik zurück, versprach aber bereits via Twitter, beim nächsten Rennen in Kanada zurückschlagen zu wollen. Auch sein beim Monaco-Grand-Prix siegreicher Teamkollege Nico Rosberg erwartet für Montreal einen „noch gefährlicheren“ Hamilton.

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Wirtschaft

„Handelsblatt“: EU prüft Mindeststeuer für Firmen

Die EU-Kommission prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer Mindestbesteuerung für Unternehmen. Die Kommission erwäge, europaweit eine gemeinsame Untergrenze für die Körperschaftsteuer vorzuschreiben, berichtete das deutsche „Handelsblatt“ heute.

Morgen wolle Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit seinen 27 Kommissaren über die künftige Unternehmensbesteuerung in Europa debattieren. Dabei werde auch das Thema Mindeststeuer eine Rolle spielen, hieß es in der Zeitung unter Berufung auf EU-Kreise. Die Körperschaftssteuer ist von Kapitalgesellschaften wie Aktiengesellschaften und GmbHs zu entrichten.

Umdenken durch „Luxleaks“-Affäre

„Deutschland und Frankreich verlangen einen Mindestschwellenwert. Darauf reagieren wir“, zitierte die Zeitung Kommissionskreise in Brüssel. Bisher stand in der Debatte über die Firmenbesteuerung innerhalb der EU die Harmonisierung der Bemessungsgrundlage im Vordergrund. Eingriffe in die Steuersätze lehnen die meisten Mitgliedsländer ab.

„Unter dem Eindruck der Luxleaks-Affäre hat nun aber offenbar ein Umdenken eingesetzt“, hieß es in dem Zeitungsbericht. Vergangenes Jahr war bekanntgeworden, dass Luxemburg ausländische Unternehmen mit der Zusicherung von Steuervergünstigungen ins Land gelockt hatte. Das löste eine Diskussion über unfaire Besteuerungspraktiken aus.

Amazon versteuert nun in mehreren Ländern

Der US-Internethändler Amazon versteuert seine in vier europäischen Ländern erzielten Gewinne inzwischen auch dort. Seit dem 1. Mai würden die Umsätze nicht mehr wie bisher in Luxemburg, sondern in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien verbucht, teilte Amazon heute mit. Frankreich solle bald als fünftes Land folgen.

Das Großherzogtum Luxemburg gilt als Steueroase. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob Amazons Steuerdeal in Luxemburg legal ist. Im Visier sind auch die US-Kaffeehauskette Starbucks und der italienische Autohersteller Fiat.

ESM warnt vor Staatspleite Griechenlands

Angesichts der akuten Finanzkrise Griechenlands hat der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, vor einer möglichen Staatspleite gewarnt.

„Die Zeit wird knapp“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Daher werde pausenlos an einer Einigung gearbeitet, denn ohne Einigung mit den Geldgebern könne sich Athen kein neues Geld leihen. „Dann droht eine Staatspleite.“

„Das hätte Auswirkungen auf andere Gläubiger wie uns“, sagte Regling weiter. „Andererseits vergibt der Rettungsschirm nur Kredite, wenn Reformen umgesetzt werden. Das gilt auch jetzt, nur so kann die griechische Wirtschaft gesunden.“

Regling sagte, dass der Rettungsschirm durchaus in der Lage sei, Griechenland weitere Milliardenhilfen auszuzahlen. Allerdings müsse sich Athen mit den Gläubigern auf eine verbindliche Reformliste einigen.

Kickstarter will nie an die Börse gehen

Die Finanzierungsplattform Kickstarter will im Gegensatz zu den meisten anderen Internetfirmen ohne einen Börsengang auskommen. „Wir versprechen weiterhin, das Unternehmen nie zu verkaufen und nie an die Börse zu gehen“, sagte Mitgründer und Chef Yancey Strickler der dpa.

Bei Kickstarter können Internetnutzer verschiedene Projekte von Musik und Filmen bis hin zu Gadgets wie Computeruhren unterstützen. Seit der Gründung 2009 kamen so rund 1,5 Milliarden Dollar für mehr als 85.000 Projekte zusammen. Erst vor zwei Wochen startete die New Yorker Firma eine Version in deutscher Sprache und ermöglichte das Bezahlen in Euro.

„Es geht um Unabhängigkeit und Kontrolle“

Kickstarter wolle nicht Teil eines riesigen Konzerns sein oder unter dem Profitdruck der Aktionäre stehen, so Strickler. „Es geht um Unabhängigkeit und Kontrolle. Wenn Geld für ein Unternehmen in den Mittelpunkt rückt, ist die Gefahr zu groß, dass man aus den Augen verliert, warum man das alles gestartet hat.“

Druck von aktuellen Investoren gebe es nicht. „Wir wollen sie mit Gewinnbeteiligungen an unserem Erfolg teilhaben lassen.“ Unter den Investoren von Kickstarter ist auch der bekannte Risikokapitalgeber Fred Wilson, dessen Geschäft es üblicherweise ist, Beteiligungen in Start-ups in hohe Profite bei Börsengang oder Verkauf umzumünzen.

Chronik

Hitzewelle in Indien: Mindestens 750 Tote

Eine besonders lange und gewaltige Hitzewelle mit bis zu 48 Grad setzt dem indischen Subkontinent zu. Bis heute starben nach offiziellen Angaben in Indien mindestens 750 Menschen infolge der hohen Temperaturen.

„Die meisten Opfer sind Menschen, die direkt der Sonne ausgesetzt waren. Viele von ihnen waren älter als 50 Jahre und arbeiteten im Freien“, sagte P. Thulasi Rani vom Katastrophenmanagement des Bundesstaates Andhra Pradesh.

Laut Meteorologen lagen die Temperaturen an vielen Orten mindestens vier Grad über dem Durchschnitt. Verantwortlich seien heiße Winde aus Nordwesten, sie brächten die Hitze aus dem Wüstenstaat Rajasthan mit.

Abkühlung erst Anfang Juni

Die Monsunfront, die Abkühlung mit sich bringen könnte, lag noch in der Bucht von Bengalen. Sie wird am 1. Juni an der Südspitze des Landes erwartet und zieht dann Richtung Norden und Westen. Der indische Sommer dauert von April bis zum Beginn der Regenzeit.

In Kolkata beschlossen viele Taxifahrer nach dem Tod zweier Kollegen, zwischen 11.00 und 16.00 Uhr nicht mehr zu fahren. Die Verwaltung der Landeshauptstadt Ahmedabad habe Poster mit Hinweisen aufgehängt, berichtete die Nachrichtenplattform Scroll. Sie raten dazu, Wasser und Buttermilch zu trinken, aber keine süßen Getränke.

China: 38 Tote bei Brand in Seniorenheim

Bei einem Brand in einem Altersheim in Zentralchina sind 38 Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere seien verletzt worden, berichtete heute die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Das Feuer sei gestern Abend in einem Apartmenthaus des privat betriebenen Pflegeheims in der Stadt Pingdingshan in der Provinz Henan ausgebrochen.

Ursache für das Feuer waren laut Medienberichten alte elektrische Kabel. (iptv.ORF.at)

Auf der Website der Behörde für Arbeitssicherheit in Henan hieß es, zwei der Verletzten schwebten in Lebensgefahr. Auf im Internet verbreiteten Bildern war eine dichte Rauchsäule über einer Tankstelle in der Nähe des Seniorenheims zu sehen.

Song Contest

Große Verlierer reagieren trotzig

Trotzreaktionen und Wundenlecken bei den Verlierern des Song Contest, vor allem bei den Großnationen, die nicht durch ein Semifinale mussten: Nach den null Punkten für Ann Sophie werden in Deutschland Rufe nach einer Änderung des Reglements laut.

Der Sängerin selbst wird keine Schuld gegeben. In Frankreich wird nach dem vorvorletzten Platz der Verbleib im Bewerb diskutiert. Und auch in Spanien und Großbritannien herrscht Katzenjammer.

Mehr dazu in songcontest.ORF.at

Science

Zentralmatura 2016 mit anderer Reihenfolge

Die Zentralmatura im kommenden Schuljahr geht von 9. bis 19. Mai 2016 über die Bühne - und zwar mit einer etwas veränderten Fächerreihenfolge gegenüber heuer. Mathematik (heuer am Anfang der zweiten Prüfungswoche) steht dann bereits am zweiten Prüfungstag auf dem Programm. 2016 sind neben den AHS auch alle BHS von der standardisierten schriftlichen Reifeprüfung umfasst.

Maturaauftakt bildet wie schon heuer das Fach Deutsch am 9. Mai. Gleich am zweiten Tag (10. Mai) folgt Mathematik, anschließend kommen Englisch (11. Mai), Französisch (12. Mai) und Italienisch (13. Mai).

Nach den Pfingstferien werden die schriftlichen Klausuren dann mit Spanisch sowie den Volksgruppensprachen Slowenisch, Ungarisch und Kroatisch (jeweils 18. Mai) sowie Latein bzw. Griechisch (jeweils 19. Mai) abgeschlossen. Die Kompensationsprüfungen für Schüler mit Fünfern sind für den 6. und 7. Juni angesetzt.

Noten werden morgen veröffentlicht

Die ersten Resultate der heurigen Zentralmatura werden morgen veröffentlicht. Sie enthalten eine Aufstellung über positive bzw. negative Noten nach Geschlecht und Bundesland für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.

Darin noch nicht aufgelistet sind die konkreten Noten sowie die Ergebnisse der erst am 1. und 2. Juni stattfindenden Kompensationsprüfungen, mit denen Fünfer ausgebessert werden können. Die endgültigen Ergebnisse der schriftlichen Reifeprüfung werden daher erst nach diesen Prüfungen feststehen und bekanntgegeben.

Genaue Vergleichswerte zu den Vorjahren gibt es dabei nicht: Bisher wurden die schriftlichen Maturaresultate aufgrund der unterschiedlichen Reifeprüfungen nicht zentral erfasst.

Religion

Kultur

Spanischer Regisseur Aranda verstorben

Der Filmemacher Vicente Aranda, einer der angesehensten und einflussreichsten Regisseure Spaniens, ist tot. Aranda sei heute Früh in seiner Madrider Wohnung im Alter von 88 Jahren gestorben, teilte die spanische Filmakademie mit. „Einer der ganz Großen hat uns verlassen“, sagte der spanische Schauspieler Antonio Resines.

Aranda drehte mehr als 30 Filme. Zu den bekanntesten Werken des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs und Drehbuchautors aus Barcelona gehört „Amantes“ (Die Liebenden), für das er 1992 den spanischen Goya-Preis für die beste Regie und den besten Film erhielt. Dieser Streifen und auch Arandas Romanverfilmung „Der Blick des Anderen“ wurden jeweils 1991 und 1998 auf der Berlinale für einen Goldenen Bären nominiert.

Aranda war einer der wichtigsten Vertreter der „Schule von Barcelona“, die sich in den 1960er Jahren an die französische Nouvelle Vague anlehnte und mit einer neuen, ausgeklügelten Ästhetik und der Behandlung von Tabuthemen wie Transsexualität gegen die eingefahrenen und politisch starren Strukturen des damaligen spanischen Films wandte.

„A World Beyond“ enttäuscht an US-Kinokassen

George Clooneys neuer Film hat zwar in den Kinos der USA und Kanadas die Führung übernommen, aber die Erwartungen enttäuscht. „A World Beyond“ spielte an seinem ersten Wochenende nach Angaben von Boxoffice Mojo etwas mehr als 40 Millionen Dollar (36 Mio. Euro) ein. Da der Film aber 190 Millionen gekostet haben soll, dürften die Produzenten enttäuscht sein.

Zumal gleich dahinter mit 38,5 Millionen „Pitch Perfect 2“ kommt - die Fortsetzung einer munteren Musikkomödie, die schon in der zweiten Woche läuft und noch nicht einmal 30 Millionen Dollar kostete. An dritter Stelle kommt „Mad Max - Fury Road“ mit 32,1 Millionen Dollar.

Leute

Martin Sheen „konnte Sohn Charlie nicht helfen“

Der US-Schauspieler Martin Sheen (74) hat sich angesichts des öffentlichen Zusammenbruchs seines Sohns Charlie (49) hilflos gefühlt. „Bei dem, was er damals durchmachte, konnten wir nicht viel tun außer für ihn beten und ihm aufhelfen“, sagte Sheen („Apocalypse Now“, „The West Wing“) dem britischen Magazin „Radio Times“.

Charlie Sheen war 2011 von den Produzenten der Erfolgsserie „Two and a Half Men“ gefeuert worden und hatte mit wirren Auftritten und öffentlichen Exzessen Aufsehen erregt.

„Nur die unter uns, die ihn gut kannten, verstanden, was los war“, sagte sein Vater. Die Situation sei für die Beteiligten „sehr schmerzhaft“ gewesen.