Ausland

Bericht: Nordkorea feuerte erneut Rakete ab

Nordkorea hat nach einem südkoreanischen Medienbericht erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Das meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf das südkoreanische Militär. Mit dem sich zuspitzenden Streit über das umstrittene Atom- und Raketenprogramm Pjöngjangs hatte sich erst heute der UNO-Sicherheitsrat beschäftigt.

US-Außenminister Rex Tillerson warnte dabei vor einem nordkoreanischen Angriff auf die Millionenmetropolen Seoul und Tokio. Die Gefahr sei real, sagte Tillerson, das Gremium müsse handeln, bevor Nordkorea handle.

Tillerson fordert Umsetzung von Sanktionen

Der Minister forderte konkret, die bestehenden Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang vollständig umzusetzen und die diplomatischen Beziehungen zu dem kommunistischen Land einzuschränken oder auszusetzen. Nordkorea treibe die Region und die ganze Welt mit jedem weiteren Raketentest in einen größeren Konflikt. Wenn man diese drängenden Probleme jetzt nicht angehe, drohten „katastrophale Konsequenzen“. Notfalls sei man auch zu einem Militäreinsatz bereit.

Tillerson sagte aber auch, direkte Gespräche mit Nordkorea über dessen Atomprogramm seien möglich. „Das wäre eindeutig die Art, wie wir das gerne lösen würden“, sagte Tillerson im National Public Radio. Allerdings müsse die Führung in Pjöngjang entscheiden, „ob sie zu Gesprächen mit uns über die richtigen Inhalte bereit“ sei, fügte Tillerson hinzu.

NSA schränkt Überwachung von US-Bürgern ein

Der US-Geheimdienst NSA schränkt überraschend die Ausspähung von Amerikanern ein. Betroffen sei die digitale Kommunikation von US-Bürgern, in der ausländische Geheimdienstziele erwähnt würden, teilte die Behörde heute mit. Bisher konnte die National Security Agency solche Botschaften ohne richterlichen Beschluss überwachen. Künftig darf laut NSA nur noch die Kommunikation ausgewertet werden, die von oder zu einem ausländischen Spähziel gesandt wird.

Die Entscheidung ist eine der weitreichendsten der vergangenen Jahre und ein unerwarteter Sieg für Datenschützer. Sie hatten lange beklagt, dass mit dem Spähprogramm aus technischen Gründen auch E-Mails oder SMS-Nachrichten zwischen Amerikanern überwacht werden. Diese Art der Kommunikation ist allerdings per Verfassung geschützt.

Insidern zufolge gehen die jetzigen Änderungen auf Regeln zurück, die das für den Auslandsgeheimdienst zuständige Gericht schon 2011 aufstellte, berichtete Reuters. Die Aktivitäten der NSA sorgen seit den Enthüllungen des früheren Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden weltweit für Aufregung. Das Ausmaß wurde durch seine Enthüllungen deutlich.

Generalstreik lähmte Brasilien

Ein Generalstreik hat heute das öffentliche Leben in Brasilien beeinträchtigt. Im ganzen Land gab es beim ersten Generalstreik seit 21 Jahren starke Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr bei Bussen und Bahnen, Straßen wurden blockiert, die Metro Sao Paulo konnte nur sehr eingeschränkt fahren.

Streikende Brasilianer mit Gewerkschaftsfahnen

AP/Silvia Izquierdo

Der Protest richtet sich gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Präsident Michel Temer, die eine Ausweitung von Arbeitszeiten, eine Beschneidung der Mitsprache von Gewerkschaften und die Zahlung von Kosten bei Arbeitsprozessen durch die Angestellten vorsieht. Die Gewerkschaften sehen eine einseitige Stärkung von Unternehmen. Der Senat muss der Reform noch zustimmen.

In vielen Städten kam es zu Randalen, Barrikaden brannten. Alle großen Gewerkschaften hatten zu dem Streik aufgerufen. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge festgenommen.

Tote bei Autobombenanschlag in Bagdad

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei einem Anschlag mit einer Autobombe nach Angaben des Fernsehsenders al-Arabija mindestens sechs Menschen getötet worden. Mindestens sieben weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete der Sender heute Abend. Demnach ereignete sich der Anschlag im Stadtbezirk Karrada, im Stadtzentrum.

Bisher hat sich keine Organisation zu dem Angriff bekannt. In den vergangenen Monaten hatte die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) wiederholt Ziele in Bagdad angegriffen.

Israel plant Bau von 15.000 Wohnungen in Ostjerusalem

Israel hat den Bau von 15.000 Wohnungen in Ostjerusalem angekündigt. Das berichtete das israelische Internetportal Ynet heute. Die Ankündigung des Wohnbauministeriums erfolgt im Vorfeld des im Mai geplanten Israel-Besuchs von US-Präsident Donald Trump.

Der von der internationalen Gemeinschaft als illegal erachtete Siedlungsbau in den Palästinensergebieten einschließlich Ostjerusalems gilt als eines der Haupthindernisse für den Nahost-Friedensprozess. Israel betrachtet Jerusalem als seine „ewige und unteilbare“ Hauptstadt. Die Palästinenser dagegen wollen dort ebenfalls die Hauptstadt ihres künftigen Staates errichten.

Langfristig 25.000 Wohneinheiten geplant

Bauminister Joav Galant sagte gegenüber Radio Israel, sein Ministerium und die Jerusalemer Stadtverwaltung hätten einen Zweijahresplan ausgearbeitet, der die Errichtung von 25.000 Wohneinheiten vorsehe. 15.000 davon würden in Ostjerusalem errichtet werden, so Galant.

Der palästinensische Chefverhandler Saeb Erekat kritisierte, Israels Vorhaben sei eine systematische Verletzung internationalen Rechts und eine offene Sabotage der Friedensgespräche.

Terrorverdacht: Soldat sprach in Asylverfahren französisch

Im Fall des als Flüchtling getarnten, terrorverdächtigen Soldaten in Deutschland sind die Gespräche im Rahmen des Aufnahmeverfahrens nach offiziellen Angaben auf Französisch geführt worden. Laut Behörden gab der Mann dabei zunächst Arabisch und Französisch als Sprachen an. „Gespräche wurden und werden in der Sprache geführt, die der Flüchtling wünscht“, hieß es. „Auf Basis einer ersten Einschätzung bevorzugte die Person Französisch.“

Die Polizei hatte den 28 Jahre alten Oberleutnant am Mittwoch im unterfränkischen Hammelburg festgenommen. Der in Frankreich stationierte Soldat sitzt in Untersuchungshaft. Er soll als Flüchtling getarnt eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. Die Ermittler gehen von einem fremdenfeindlichen Motiv aus.

Als Flüchtling ausgegeben

Laut den Angaben meldete sich der terrorverdächtige Offizier am 29. Dezember 2015 als asylsuchender syrischer Flüchtling beim Polizeipräsidium im deutschen Offenbach. Dabei gab er an, am 27. Dezember 2015 in Deutschland eingereist zu sein. Am 30. Dezember sei der 28-Jährige in einer Erstaufnahmeeinrichtung eingetroffen. Wie viele der damals ankommenden Flüchtlinge habe der Mann angegeben, keine Ausweispapiere zu haben, hieß es weiter. Die Angaben in den Dokumenten des Aufnahmeverfahrens beruhten daher auf seiner Selbstauskunft. Konkretere Angaben wurden unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht gemacht.

Der Mann war Sicherheitsbehörden erstmals vor fast drei Monaten auf dem Flughafen Wien aufgefallen, weil er eine Pistole in einer Toilette vor den Sicherheitskontrollen versteckt hatte. Das rbb-inforadio berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dabei handle es sich um eine 60 bis 70 Jahre alte Pistole französischen Fabrikats.

Inland

Frauenvolksbegehren mit 15 Forderungen

Mit der Initiative „Frauenvolksbegehren 2.0“ startet 20 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren eine Neuauflage. Mit an Bord sind auch Mitstreiterinnen von 1997, die ihre Anliegen von damals nicht genügend umgesetzt sehen. Zu wenig habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zum Besseren geändert.

Gestern präsentierten die Initiatorinnen ihre Forderungen, die breit gefächert sind: Sie wollen etwa eine Koppelung von Klubförderung und Frauenquote im Parlament und besseren Zugang zu legalem Schwangerschaftsabbruch.

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Sport

Fußball: ÖFB-Duo glänzt bei Schalke-Sieg

Die ÖFB-Legionäre Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf haben heute Abend in der deutschen Bundesliga beim klaren Auswärtssieg von Schalke in Leverkusen dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt. Burgstaller steuerte einen Doppelpack bei, und auch Schöpf trug sich in die Torschützenliste ein. Das Duo hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich Schalke wieder auf Tuchfühlung zu den Europa-League-Plätzen befindet, während Leverkusen nur noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz liegt.

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Tennis: Nummer eins baut sich vor Thiem auf

Dominic Thiem hat in Barcelona die Chance auf seinen neunten ATP-Titel. Auf dem Weg dorthin baut sich vor dem 23-Jährigen aber im Semifinale am Samstag der Weltranglistenerste Andy Murray als hohe Hürde auf. Die bisherigen zwei Duelle hat der Brite gewonnen, in Barcelona kommt es aber erstmals zum Kräftemessen auf Sand - Thiems Lieblingsbelag. „Das wird wirklich interessant. Ich freue mich auf ein tolles Match“, sagte Österreichs Nummer eins, die sich in der katalanischen Metropole von Spiel zu Spiel steigern konnte.

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Formel 1: Ferrari gibt in Sotschi den Ton an

Sebastian Vettel ist am Freitag im zweiten Freien Russland-Training auf Rang eins gerast, dahinter folgte Teamkollege Kimi Räikkönen. Vettels WM-Widersacher Lewis Hamilton hatte hingegen ordentlich zu kämpfen und wurde mit Respektabstand hinter seinem Teamkollegen Valtteri Bottas Vierter. Vettel hofft nun im Qualifying am Samstag (14.00 Uhr, live in ORF eins) auf seine erste Poleposition seit September 2015.

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Wirtschaft

Werberat fordert Aus für umstrittene Palmers-Werbung

Der Werberat hat Palmers wegen eines Werbesujets verurteilt, das als „Osterhöschen“ auch zu medialen Wellen und insbesondere einer Auseinandersetzung zwischen dem Extremsportler Felix Baumgartner und der Puls4-Moderatorin Corinna Milborn geführt hat.

Der Werberat fordere Palmers „zum sofortigen Stopp der Kampagne bzw. sofortigen Sujetwechsel“ auf, heißt es auf der Website der Organisation. Die abgebildeten Models würden „in einer sexualisierten und entwürdigenden Weise dargestellt werden, an Minderjährige erinnern und rein als Blickfang dienen“. Das Sujet spiele „mit Konnotationen, die auch bei Unterwäschewerbung nicht zulässig sind“.

„Unrealistisches Körperbild propagiert“

Abgesehen von der herabwürdigenden Darstellung wirkten die Darstellerinnen „sehr jung und alleine durch ihren Körperbau kindlich. Aufgrund dessen wird von einer Vielzahl der Werberäte und Werberätinnen darauf hingewiesen, dass diese Werbemaßnahme ein unrealistisches Körperbild für junge Frauen propagiert und somit zum Schutz von Jugendlichen gestoppt werden soll.“

Insgesamt werde das Setting der gesichtslosen, sehr jung wirkenden Darstellerinnen als eine Reduktion auf den Körper und die Sexualität gesehen.

US-Wirtschaft wächst deutlich schwächer als erwartet

Die US-Wirtschaft ist deutlich schwächer ins Jahr gestartet als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent, wie das Handelsministerium heute in Washington mitteilte. Das ist deutlich schwächer als das Wachstum im Schlussquartal 2016 von 2,1 Prozent. Analysten hatten zwar eine Abschwächung erwartet, allerdings nur auf 1,0 Prozent.

Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Die annualisierten Raten geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet. Deshalb sind die Wachstumsraten geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Werten vergleichbar.

Air Berlin nahe an finanziellem Kollaps

Seit Jahren macht die deutsche Airline Air Berlin, die einmal eine ernsthafte Konkurrenz für die Lufthansa auf den Kurzstrecken war, hohe Verluste. Die Dauerkrise bekommen mittlerweile auch die Passagiere direkt zu spüren. Heute präsentierte der neue Air-Berlin-Chef nun einen neuen Rekordverlust von mehr als 780 Mio. Euro. Der radikale Umbau verursacht derzeit noch mehr Kosten, als er einspart. Die Zeichen, dass die Zeit für die Niki-Mutter aber endgültig ausläuft, mehren sich.

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IT

Facebook räumt Desinformation durch Regierungen ein

Facebook hat erstmals eingeräumt, dass es staatlich unterstützte Versuche gibt, das weltgrößte Onlinenetzwerk als Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung zu missbrauchen. In einem Analysepapier erklärte die Sicherheitsabteilung unter anderem, dass mit Hilfe gefälschter Profile bestimmte Meinungen und zum Teil auch Falschinformationen in den Vordergrund gerückt werden sollen.

Das Onlinenetzwerk versicherte, dass es konsequent dagegen vorgehen werde. So sei Facebook zuletzt gegen 30.000 gefälschte Profile in Frankreich vorgegangen.

Der Text ist die bisher ausführlichste Stellungnahme von Facebook nach der Kritik an der Ausbreitung gefälschter Nachrichten im US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr.

„Bürger müssen selbst unterscheiden“

Das Onlinenetzwerk erklärte, dass sowohl Regierungen als auch andere Gruppen versuchten, über die Plattform mit unlauteren Mitteln die öffentliche Debatte zu beeinflussen. Zugleich wurde in dem Papier die bisherige Position bekräftigt, dass das Ausmaß der festgestellten „Informationsoperationen“ im Wahlkampf gemessen an der gesamten Aktivität zu politischen Themen „statistisch sehr gering“ gewesen sei. Die Daten von Facebook widersprächen nicht der Einschätzung der US-Geheimdienste, die Akteure mit Verbindung zu Russland als Urheber der Kampagnen ausgemacht hatten.

Insgesamt könnten Gesellschaften sich gegen solche Kampagnen aber nur zur Wehr setzen, wenn die Bürger selbst echte Nachrichten von Falschinformationen unterscheiden könnten, betonte Facebook.

Chronik

Großrazzia gegen Onlinedrogenhändler

In einer länderübergreifenden Razzia sind Ermittler gegen den Drogenhandel über das Darknet, einen Teil des Internets, vorgegangen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft im deutschen Frankfurt am Main heute Abend mitteilte, geht es um den Vorwurf des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in 20.500 Fällen.

Mit Unterstützung der Berliner Polizei seien fünf Wohnungen in Berlin durchsucht und drei dringend Tatverdächtige festgenommen worden. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen.

Eine Verdächtige noch auf der Flucht

Die Ermittlungen richten sich gegen einen 43-jährigen Japaner, einen 39-jährigen US-Bürger sowie zwei Japanerinnen im Alter von 38 und 40 Jahren. Davon befinde sich die 38-jährige Japanerin noch auf der Flucht, die Übrigen seien in Gewahrsam.

Der Gruppe werde der Handel vor allem mit Kokain, Cannabis und der Partydroge MDMA zur Last gelegt. Der Wert der verkauften Drogen wurde mit mindestens 2,3 Millionen Euro beziffert.

Unter Darknet werden Seiten im Internet verstanden, die nur mit Hilfe einer Entschlüsselung aufgerufen werden können und von üblichen Suchmaschinen nicht gefunden werden.

Mutmaßlicher BVB-Attentäter bestreitet Anschlag

Der mutmaßliche Attentäter bestreitet nach Angaben seines Anwalts, für den Sprengstoffanschlag auf den Bus der Fußballmannschaft Borussia Dortmund verantwortlich zu sein. Das berichten „Der Spiegel“ sowie „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Der dpa erläuterte Anwalt Reinhard Treimer heute, sein Mandant habe gegenüber dem Ermittlungsrichter nach der Festnahme gesagt: „Ich habe die Tat nicht begangen.“ Derzeit versuche die Polizei, zwischen der Tat und seinem Mandanten Zusammenhänge herzustellen.

„Dringender Tatverdacht“

Die deutsche Bundesanwaltschaft ist weiter überzeugt, den richtigen Täter zu haben. „Der dringende Tatverdacht besteht nach wie vor“, sagte ein Sprecher der Behörde. Der 28-jährige Deutsch-Russe Sergej W. habe vor dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes „kein Geständnis“ abgelegt. Aber, so betonte ein Sprecher der obersten Anklagebehörde: „Der Tatvorwurf ist schon gewichtig.“ Die Ermittlungen dauern an.

Der Anschlag geschah am 11. April, kurz vor dem Champions-League-Viertelfinal-Spiel gegen AS Monaco bei der Abfahrt des Busses vom Dortmunder Mannschaftshotel. Ein Spieler und ein Polizist wurden verletzt. Das Spiel wurde daraufhin um einen Tag verschoben.

Religion

Papst ruft in Ägypten zu Kampf gegen Terror auf

Papst Franziskus hat bei seinem ersten Besuch in Ägypten alle Religionen zum gemeinsamen Kampf gegen Gewalt und Terror aufgerufen.

„Gemeinsam wiederholen wir von hier aus, (...) diesem Land der Bündnisse von Völkern und von Gläubigen, ein deutliches und eindeutiges Nein zu jeglicher Form von Gewalt, Rache und Hass, die im Namen der Religion oder im Namen Gottes begangen werden“, sagte Franziskus heute bei einer Friedenskonferenz in dem islamischen Lehrinstitut al-Ashar in Kairo.

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Kultur

„Toni Erdmann“ räumt bei Deutschem Filmpreis ab

Die Regisseurin Maren Ade ist mit der Tragikomödie „Toni Erdmann“ die große Gewinnerin beim Deutschen Filmpreis. Der Film bekam heute in Berlin sechs Lolas, neben dem Hauptpreis auch die Lolas für Regie, Drehbuch und Schnitt. Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden zudem für ihre Rollen in dem Vater-Tochter-Film zu den besten Hauptdarstellern gekürt.

Regisseurin Maren Ade mit dem Filmpreis Lola

APA/AFP/Jörg Carstensen

Ade darf sich über sechs Lolas freuen

Die Silber-Lola erhielt das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached, Bronze „Wild“ von Nicolette Krebitz. Der Favorit des Abends, „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus, ging leer aus. Bester Kinderfilm wurde „Auf Augenhöhe“, beste Dokumentation „Cahier Africain“. Weitere Preise gab es für Fritzi Haberlandt („Nebel im August“) und Georg Friedrich („Wild“) in der Kategorie Beste Nebenrolle.

Die Deutsche Filmakademie wählt die Gewinner der Lolas, die als wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino gelten. Von Til Schweiger bis Senta Berger war fast die komplette deutschsprachige Filmprominenz bei der Show im Palais am Funkturm dabei.

„Guardians Vol. 2“: Musik als Retterin der Galaxien

Im Jahr 2014 war „Guardians of the Galaxy“ der erfolgreichste Film an den nordamerikanischen Kinokassen. Nun schickt Marvel den zweiten Teil der Weltraumsaga um die bunte Heldentruppe ins Rennen. Auch wenn das Sequel für Marvel wohl zum Kassenschlager wird - an den Witz des Vorgängers kommt die Fortsetzung nicht heran. Dafür kann „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ mit einem perfekt durchdachten Soundtrack punkten.

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Panorama

US-Universität bietet „Game of Thrones“-Sprachkurs

Der Erfinder der Dothraki-Sprache aus der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ wird an der kalifornischen Universität in Berkeley einen Sprachkurs geben. Im kommenden Sommersemester steht „The Linguistics of Game of Thrones and the Art of Language Creation“ („Die Sprache von Game of Thrones und die Kunst der Spracherfindung“) des Linguisten David J. Peterson auf dem Lehrplan.

Nach Mitteilung der Universität Berkeley beschreibt er seine erfundene Sprache des Reitervolks Dothraki als eine Mischung vieler Sprachen, die Arabisch und Spanisch ähnelt. Petersen, der in Berkeley Linguistik studierte, hat sich in Film und Fernsehen einen Namen als Sprachschöpfer gemacht. Neben „Games of Thrones“ wirkte er auch an Serien wie „Defiance“, „Penny Dreadful“ und „Emerald City“ mit. Die Studenten sollen den Aufbau von Dothraki studieren und lernen, selbst eine Sprache zu entwickeln.