Inland

Hofburg-Wahl: Ab morgen wird gewählt

Nach der heutigen Ausschreibung der Stichwahl am 22. Mai geht es sofort los: Ab morgen können Stimmen abgegeben werden. Möglich ist das bereits Auslandsösterreichern und jenen Briefwählern, die gleich mit der ersten Wahlkarte einen leeren Stimmzettel für die zweite Runde bekommen haben. Ab morgen darf dieser ausgefüllt und an die Wahlbehörde gesendet werden.

Entscheiden müssen sich die 6.382.507 Wahlberechtigten, ob sie lieber Norbert Hofer (FPÖ) oder den von den Grünen unterstützten Alexander Van der Bellen zum nächsten Bundespräsidenten haben wollen. Wahlberechtigt sind dieselben Österreicher über 16 Jahren, die schon im ersten Wahlgang auf den Wählerlisten standen - also spätestens am 24. April 16 Jahre alt wurden.

Zweimal wurde Zweiter Präsident

Hofer geht mit großem Vorsprung in die große Runde: Er wurde am 24. April mit 35,05 Prozent Erster, Van der Bellen lag um fast 14 Prozentpunkte dahinter - mit 21,34 Prozent - auf Platz zwei. Bei den bisher drei Stichwahlen seit 1951 wurde zweimal auch der Zweite des ersten Wahlganges Bundespräsident.

Allerdings war der Vorsprung des Ersten nie so groß. Der größere waren noch die 3,5 Prozentpunkte, um die SPÖ-Kandidat Rudolf Streicher 1992 vor Thomas Klestil (ÖVP) lag - Klestil gewann die Stichwahl dann klar mit 56,9 Prozent.

Briefwahlstimmen entscheidend?

Geht die Urnenwahl am 22. Mai knapp aus, könnten auch dann wieder die Briefwähler den Ausschlag geben. Wahlberechtigte, die sich dieser Variante der Stimmabgabe bedienen wollen, müssen (allenfalls noch einmal) eine Wahlkarte beantragen.

Es sei denn, sie haben das schon für den ersten Wahlgang getan - und halten bereits einen leeren Stimmzettel für den 22. Mai in Händen. Das ist der Fall, wenn man angegeben hat, längere Zeit verreist zu sein. Auch alle Auslandsösterreicher haben die Unterlagen für beide Wahlgänge gleichzeitig erhalten.

Beantragen kann man Wahlkarten schon seit der Vorwoche. An die Wahlberechtigten versendet werden sie ab 3. Mai. Wie üblich, sind Anträge bei der Gemeinde zu stellen - schriftlich spätestens bis Mittwoch vor der Wahl und mündlich bis Freitag um 12.00 Uhr. Bei der Bezirkswahlbehörde eingelangt sein müssen sie am 22. Mai um 17.00 Uhr. Auch im zweiten Wahlgang werden die Briefwahlstimmen erst am Montag nach der Wahl ausgewertet.

Gipfel zu Bankomatgebühr im Finanzministerium

Heute Vormittag sind Bankenvertreter ins Finanzministerium geladen - es geht um die Bankomatgebühr, die immer mehr heimische Geldhäuser offenbar einzuführen überlegen. Das hatte unter anderem bei Konsumentenschützern und Pensionistenverbänden lauten Protest hervorgereufen. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) lud die Banken daraufhin zu einem Gipfel.

SPÖ-Konsumentenminister Alois Stöger hatte in der Vorwoche sogar laut über ein Verbot nachgedacht. Aus dem Finanzministerium hatte es am Freitag geheißen, Ziel sei es, dass es keine gesonderten Bankomatgebühren gibt. Der Minister werde vorschlagen, dass die Banken vorerst für Abhebungen an Automaten nichts verrechnen und in Zukunft die Kosten in ihren Kontopaketen berücksichtigen.

Unterschiedliche Pakete für Kunden?

Wer die Bank nur online nutzt und kaum Bargeld braucht, könnte dann ein Paket ohne oder mit wenigen Abhebungen nehmen, wer sich voll auf die Bankomatkarte verlässt, hätte ein anderes Paket - ähnlich wie es beim Handy verschiedene Paketlösungen gibt, stellt man sich im Finanzministerium vor.

Der Finanzminister wolle die Banken motivieren, noch kundenfreundlicher zu werden und vor allem auf Basis von Freiwilligkeit und Wahlmöglichkeit ihre Produkte den Kundenbedürfnissen anzupassen.

In Tirol ist die Bankomatgebühr - zumindest bei manchen Instituten - schon längst Realität.

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Ausland

Flüchtlingsankünfte in Griechenland weiter niedrig

Die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei nach Griechenland kommen, bleibt niedrig. Von Samstagfrüh bis heute Früh seien insgesamt 112 Flüchtlinge aus der Türkei eingetroffen, teilte der Stab für die Flüchtlingskrise heute in Athen mit. Zum Vergleich: Noch im Februar kamen täglich rund 2.000 Menschen an.

Seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei am 20. März können Flüchtlinge in die Türkei abgeschoben werden; zuvor haben sie das Recht, einen Asylantrag zu stellen.

Weil sich die Bearbeitung dieser Anträge mangels Fachpersonals in die Länge zieht, nimmt die Zahl der Menschen in den „Hotspots“ allmählich zu. Bisher wurden knapp 400 Menschen in die Türkei zurückgeschickt.

2015 fast 90.000 unbegleitete Kinder in EU

Im Verlauf der Flüchtlingskrise sind im Vorjahr fast 90.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche in die EU gekommen. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen kamen aus Afghanistan. Die meisten unbegleiteten minderjährigen Asylwerber gab es in Schweden (35.250), Estland wies überhaupt keine auf.

In Österreich wurden 8.275 registriert, das ist laut Eurostat-Angaben von heute hinter Deutschland und Ungarn der vierthöchste Wert in der EU. Die Zahl dieser Altersgruppe hatte sich von 2008 bis 2013 immer lediglich zwischen 11.000 und 13.000 bewegt. 2014 stieg sie auf mehr als 23.000 Personen, und im Vorjahr gab es fast eine Vervierfachung.

Bei den Herkunftsländern der minderjährigen Asylwerber lag Afghanistan mit 45.295 deutlich vorn. Dann kamen Syrien (14.345), Eritrea (5.455), der Irak (4.685), Somalia (3.590), Gambia (1.450) und sonstige (13.455).

Dutzende vermisste Flüchtlinge im Mittelmeer

Bei einer neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer sind nach Angaben von Überlebenden vermutlich 20 bis 30 Menschen ums Leben gekommen.

Augenzeugen hätten der Polizei in Pozzallo auf Sizilien erzählt, dass sie am Freitag von ihrem Boot auf ein Handelsschiff umsteigen wollten. Als die Crew eine Leiter heruntergelassen habe, sei auf dem Boot Chaos ausgebrochen, und mehrere Dutzend Menschen seien ins Wasser gefallen, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA heute.

Laut den Angaben wurden bisher nur zwei Leichen geborgen. Die Überlebenden, unter ihnen zwei schwangere Frauen und ein Mann mit einer Schusswunde am Arm, seien nach Sizilien gebracht worden.

Ebenfalls am Freitag war ein weiteres Boot unweit der libyschen Stadt Sabrata an der Grenze zu Tunesien in Seenot geraten und gesunken. Nach Angaben der libyschen Marine werden mindestens 40 Menschen vermisst. 21 hätten gerettet werden können, zitierte ANSA am Wochenende Marinesprecher Ajub Kassem.

Jedoch gab es unterschiedliche Zahlen zu der Tragödie. Anderen Quellen zufolge, die sich auf die Aussagen Überlebender stützten,  könnte es mehr als doppelt so viele Vermisste geben. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) über Twitter mitteilte, sollen 26 Menschen überlebt haben. Sie hätten berichtet, auf dem Schlauchboot hätten sich 110 Menschen befunden. Laut den Angaben könnten bis zu 84 Flüchtlinge ums Leben gekommen sein. 

Polizei löste „Nuit debout“-Proteste in Paris gewaltsam auf

Die französische Polizei hat in der Nacht auf heute erneut eine Demonstration der Bewegung „Nuit debout“ in Paris gewaltsam aufgelöst. Die Sicherheitskräfte setzten nach eigenen Angaben Tränengas ein, nachdem sie mit Wurfgeschoßen attackiert worden seien.

Zudem seien am Rande der Demonstration Kisten und Mistkübel unter anderem an einem Eingang zu einer Metrostation in Brand gesetzt worden. Auch die Schaufenster eines Geschäftes seien eingeschlagen worden. Zwei Demonstranten wurden den Polizeiangaben zufolge festgenommen.

Hunderte auf dem Platz

Zum Zeitpunkt der Räumung befanden sich laut den Angaben etwa 600 Menschen auf dem Platz, wo sich seit dem 31. März jeden Abend Demonstranten versammeln, um gegen eine geplante Arbeitsrechtsreform zu protestieren und mehr soziale Gerechtigkeit zu fordern. Die Bewegung „Nuit debout“ (sinngemäß: „Die Aufrechten der Nacht“) hat sich inzwischen auf Dutzende französische Städte ausgebreitet.

Am Nachmittag war es in der französischen Hauptstadt am Rande von Demonstrationen zum 1. Mai bereits zu Ausschreitungen gekommen. Gegen mehrere Vermummte, die auf Sicherheitskräfte losgehen wollten, ging die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern vor. Knapp 20 Menschen wurden festgenommen.

Junge gegen Reformen

Der sozialistische Staatschef Francois Hollande will unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes und die Aufweichung der 35-Stunden-Woche durchsetzen. Dadurch erhofft sich die Regierung die Schaffung von Jobs. Besonders junge Menschen befürchten jedoch, dass durch die Reform die Arbeitsverhältnisse noch unsicherer werden.

Türkisches Militär meldet Angriffe auf IS-Ziele in Syrien

Das türkische Militär hat nach eigenen Angaben Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Dabei seien 34 Kämpfer getötet worden, teilte das Militär heute mit. Die private Nachrichtenagentur DHA ergänzte, Kampfdrohnen hätten weitere 29 Kämpfer getötet.

Der Beschuss sei am Wochenende zum einen durch die türkische Artillerie erfolgt, zum anderen durch Drohnen, die vom Luftwaffenstützpunkt in Incirlik starteten, so das Militär weiter. Dabei seien fünf Stützpunkte des IS getroffen und sechs Fahrzeuge zerstört worden. Der Militärschlag sei die Antwort auf Raketenangriffe des IS auf die im Süden der Türkei gelegene Provinz Kilis.

Sport

Tennis: „Schmerzhafte“ Niederlage für Thiem

Die Dreisatzniederlage im Finale von München gegen Philipp Kohlschreiber (GER) ist Dominic Thiem unmittelbar nach dem Match tief in den Knochen gesteckt. „Auch wenn das natürlich schwer zu sagen ist, die Niederlage ist natürlich extrem schmerzhaft“, sagte Österreichs Nummer eins nach zwei verlorenen Tiebreaks. Thiem kann aus Deutschland aber viel Positives mitnehmen: Drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt bei den French Open passt die Sandplatzform - Paris und davor noch Madrid können kommen.

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Fußball: Meisterfeier von Leicester vertagt

Leicester City ist dem Gewinn des englischen Meistertitels gestern einen weiteren Schritt näher gekommen. Ein 1:1 bei Rekordchampion Manchester United im Old Trafford reichte den „Foxes“ mit ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs aber noch nicht zur Krönung. Sollte Verfolger Tottenham aber heute beim entthronten Titelverteidiger Chelsea nicht gewinnen, ist die Sensation perfekt.

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Wirtschaft

Katars Staatsfonds will weniger in Europa investieren

Der katarische Staatsfonds QIA will Insidern zufolge seine Investitionen in Europa zurückschrauben. Der Fonds, der unter anderem an Volkswagen und Credit Suisse beteiligt ist, sei in der Region „zu stark engagiert“, sagten mit den Plänen vertraute Personen gestern. Das habe eine interne Überprüfung der Anlagestrategie ergeben.

Direkte Investitionen sollten deshalb verringert werden. Im Gegenzug strebe der Fonds an, mehr Kapital bei externen Vermögensverwaltern zu parken. Vor allem Asien und die USA seien im Blick.

VW und Glencore als Grund genannt

Ein Grund für den Sinneswandel sei die Entwicklung bei Volkswagen und dem Rohstoffhändler Glencore. Es gebe aber keine Anzeichen, dass Katar seine Beteiligungen an großen europäischen Firmen reduzieren werde, sagte einer der Insider.

Der Fonds ist schätzungsweise 256 Milliarden Dollar (rund 224,50 Mrd. Euro) schwer und hatte bisher Europa als Anlageschwerpunkt. Er besitzt unter anderem auch das Londoner Nobelkaufhaus Harrods. QIA wollte sich nicht dazu äußern.

Katar war vor einigen Jahren bei Volkswagen eingestiegen und ist mit 17 Prozent der Stimmrechte der drittgrößte Aktionär des Autoherstellers. Der Anteil ist aktuell gut elf Milliarden Euro wert. Doch hat die VW-Aktie nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals deutlich verloren. Zudem stößt Katar mit seinem Wunsch nach einem Sitz im mächtigen Präsidium des VW-Aufsichtsrats Eingeweihten zufolge auf erheblichen Widerstand.

Glencore leidet unter dem Verfall der Rohstoffpreise, seit 2015 hat die Aktie 49 Prozent verloren. Der Anteil Katars von neun Prozent ist aktuell rund 2,6 Milliarden Euro wert.

Halliburton sagt Übernahme von Baker Hughes ab

Der US-Ölfeldausrüster Halliburton hat die geplante Übernahme des Konkurrenten Baker Hughes wegen des anhaltenden Ölpreisverfalls und staatlicher Widerstände abgeblasen. Die im November 2014 geschlossene Fusionsvereinbarung sei aufgelöst worden, teilten beide Unternehmen gestern Abend in Houston mit. Halliburton muss dem kleineren Konkurrenten eine Konventionalstrafe in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar zahlen.

Der seit 2014 anhaltende Verfall der Ölpreise trifft nach den Ölkonzernen auch die Lieferanten von Fördertechnik. Viele Ölkonzerne wie BP und Statoil haben die Erkundung weiterer Öl- und Gasvorkommen auf Eis gelegt und ihre Investitionen drastisch zurückgefahren. Dadurch brechen den Ölfeldausrüstern wesentliche Einnahmen weg.

Zudem war der Fusionsplan bei Kartellbehörden in den USA und Europa auf Ablehnung gestoßen. Die Kartellwächter des US-Justizministeriums hatten im April eine Klage gegen das Zusammengehen eingereicht. Die EU-Kommission wollte verhindern, dass die Übernahme „zu einer geringeren Auswahl oder höheren Preisen bei Öl- und Gasexplorations- und Förderdienstleistungen in der EU führt“. Halliburton und Baker Hughes sind hinter Schlumberger die zweit- und drittgrößten Ölfeldausrüster in den USA.

Chronik

Paar in Deutschland gestand zweite Tötung

Das Paar aus dem nordrhein-westfälischen Höxter, das für den Tod einer wochenlang gefangen gehaltenen Frau verantwortlich sein soll, hat offenbar ein weiteres Tötungsdelikt gestanden. Dies meldeten die „Bild“-Zeitung und die „Neue Westfälische“ heute. Polizeikreise bestätigten die Berichte.

Das Paar aus Höxter soll eine 41-jährige Frau aus dem niedersächsischen Bad Gandersheim über Wochen in einem Haus in Höxter gefangen gehalten und so lange misshandelt haben, bis sie starb. Gegen den 46-jährigen Mann und seine 47-jährige Ex-Frau war am vergangenen Donnerstag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Opfer und Tatverdächtige hatten sich über eine Kontaktanzeige in einer Zeitung kennengelernt.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, soll noch unklar sein, ob das angebliche zweite Mordgeständnis mit dem bisher ungelösten Fall einer 21-Jährigen aus Paderborn in Verbindung steht. Die Staatsanwaltschaft Paderborn wollte sich nicht zum Stand der Ermittlungen äußern. Die Behörde verwies auf eine Pressekonferenz, die morgen stattfinden soll.

Tote bei Waldbränden in Indien und Nepal

Mindestens 17 Menschen sind bei ungewöhnlich starken Waldbränden in Indien und Nepal in den vergangenen Wochen ums Leben gekommen. Der indische Umweltminister Prakash Javadekar bezeichnete die Feuer heute als die schlimmsten seit 2012.

Besonders betroffen ist der nordindische Bundesstaat Uttarakhand. Dort sind zurzeit rund 6.000 Helfer und das Militär im Einsatz. In Nepal sind laut offiziellen Angaben mehr als 1.400 Familien vor dem Feuer auf der Flucht. Hohe Temperaturen und eine starke Dürre sorgen in diesem Jahr für ungewöhnlich viele Brände in der Region.

Australien will Tausende Wildpferde töten

Australiens Behörden machen rund 6.000 Wildpferde in einer Region südwestlich von Sydney für schwere Umweltschäden verantwortlich und wollen die Herde deshalb drastisch reduzieren. Tierfreunde protestieren scharf gegen Pläne, etliche der Tiere zu erschießen.

„Entsetzlich“, zitierte die Zeitung „Sydney Morning Herald“ heute Jan Carter, die Vorsitzende der „Rettet die Brumbies“-Organisation. Die Wildpferde werden in Australien Brumbies genannt. „Sie gehören zu unserer Kultur, es sind Ikonen, und sie verdienen es, geschützt und artgerecht behandelt zu werden“, meinte sie.

„Einfangen, umsiedeln, erschießen“

Die Regierung des Bundesstaates New South Wales will im Kosciuszko-Nationalpark in 20 Jahren höchstens 600 Wildpferde dulden. Sie zerstörten die alpine Landschaft. „Wir schlagen angemessene Kontrollmethoden vor, darunter Einfangen, Umsiedeln, Erschießen, Geburtenkontrolle und Einzäunen“, heißt es in dem Plan der Regierung. Sie hat die Öffentlichkeit um Stellungnahmen gebeten.

Australien hat laut Schätzungen bis zu eine Million Wildpferde. Ihre Vorfahren wurden von den weißen Siedlern auf den fünften Kontinent gebracht. Gezähmt gelten sie als besonders intelligent und zäh.

Großbrand in serbisch-orthodoxer Kirche in New York

Bei einem Großbrand im Zentrum von New York ist eine serbisch-orthodoxe Kirche schwer beschädigt worden. Mindestens 170 Feuerwehrmänner kämpften in der Nähe des Broadway gegen die Flammen, wie die „New York Post“ gestern (Ortszeit) unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete.

Die Feuerwehr schrieb im Kurzmitteilungsdienst Twitter, sie habe den Brand im Stadtteil Manhattan unter Kontrolle gebracht.

Laut Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten. (iptv.ORF.at)

Als das Feuer ausbrach, hätten sich keine Menschen in der rund 160 Jahre alten Kirche befunden, berichteten Medien. Nur wenige Stunden zuvor hätten allerdings mehrere hundert Menschen dort bei einer Messe das orthodoxe Osterfest gefeiert. Zur Brandursache wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Kultur

„Bauernopfer“: Kalter Krieg auf dem Schachbrett

Das Aufeinandertreffen von Bobby Fischer und Boris Spasski im Jahr 1972 gilt als Höhepunkt des Schachsports und war weitaus mehr als der Kampf um die Weltmeisterschaft. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit trugen die USA und die Sowjetunion den Kalten Krieg auf das Schachbrett. Oscar-Preisträger Edward Zwick erzählt mit „Bauernopfer – Spiel der Könige” die Geschichte des dramatischen Matchs als spannungsgeladenes Biopic über Bobby Fischers ambivalente Persönlichkeit.

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Gerüchte über neues Radiohead-Album

Die britische Rockband Radiohead hat Gerüchte über ihr neuntes Album angeheizt. Gestern verschwanden alle Einträge auf ihrer Homepage sowie auf ihren Twitter- und Facebook-Seiten; außerdem bekamen einzelne Fans Karten mit dem Band-Logo und einer rätselhaften Nachricht per Post zugeschickt, wie die Zeitung „The Guardian“ berichtete.

Schon in der Vergangenheit war die Band um Frontsänger Thom Yorke (47) mit ungewöhnlichen Albumveröffentlichungen aufgefallen. Zum Verkaufsstart von „The King of Limbs“ 2011 hatte die Gruppe eine Zeitung produziert. Das vorherige Album „In Rainbows“ hatte sie gegen eine freiwillige Spende zum Download bereitgestellt.

„Dschungelbuch“ weiter Spitzenreiter an US-Kinokassen

Die Helden aus dem „Dschungelbuch“ halten klar am Spitzenplatz in den nordamerikanischen Kinocharts fest. Mit Einnahmen von gut 42 Millionen Dollar (37 Mio. Euro) hielt die Geschichte um den Buben Mogli die Konkurrenz auch am dritten Wochenende in Folge in Schach. Weltweit spielte der Film dem Branchendienst Box Office Mojo zufolge bereits knapp 685 Millionen Dollar (rund 600 Mio. Euro) ein.

„Keanu“ neu auf Platz drei

Das prominent besetzte 3-D-Actionabenteuer „The Huntsman & The Ice Queen“ mit Charlize Theron, Jessica Chastain und Chris Hemsworth hielt sich unterdessen auf Platz zwei mit Einnahmen von knapp 9,4 Millionen Dollar (8,2 Mio. Euro). Neu in die Charts kamen die Action-Komödie „Keanu“ auf Platz drei und die Romantikkomödie „Mother’s Day“ mit Jennifer Aniston auf Platz vier.

Kätzchen muss befreit werden

„Keanu“ handelt von zwei Freunden, die ein gestohlenes Kätzchen aus den Händen einer Gang befreien müssen und sich dafür als Drogendealer verkleiden. Im Fantasy-Film „The Huntsman & The Ice Queen“ kämpfen die beiden Königsschwestern Ravenna und Freya gegeneinander, während die Armee der Huntsmen Freya zur Seite steht. Der Neueinsteiger „Rachet & Clank“ nach einer Videospielserie der PlayStation schaffte es immerhin auf Platz sieben.

Die Komödie „Barbershop - The Next Cut“ mit den Rappern Ice Cube, Nicki Minaj und Common rutschte vom dritten auf den fünften Platz. Das Disney-Abenteuer „Zoomania“ schaffte es noch auf den sechsten Platz. Der Film handelt von einer von Tieren erschaffenen Stadt mit Wüste, Savanne und Regenwald, aber auch mit Schnee und Eis, in der Judy und Nick das Verschwinden eines Otters aufklären sollen.

Religion

IT

Australier will Bitcoin-Erfinder sein

Nach jahrelangen Spekulationen hat sich der australische Computerfachmann und Unternehmer Craig Steven Wright in Interviews mit mehreren Medien als Gründer der Digitalwährung Bitcoin präsentiert. Er habe seine Behauptung technisch untermauert: mit Bitcoins, die nur der Gründer besitzen könne, berichtete die BBC. Schon mehrfach waren in der Vergangenheit Personen in der Öffentlichkeit aufgetreten, die sich als Bitcoin-Erfinder präsentierten.

Der Bitcoin-Gründer war bisher nur als „Satoshi Nakamoto“ bekannt. Vor ein paar Monaten kam Wrights Name schon einmal auf, nachdem durchgesickerte Dokumente auf ihn hinwiesen. Damals äußerte er sich nicht. „Ich wollte keine Öffentlichkeit, aber ich will jetzt, dass die Sache ein für alle Mal geklärt ist“, sagte Wright nun dem „Economist“. Er habe sich für sein Pseudonym vom Namen eines japanischen Philosophen aus dem 17. Jahrhundert inspirieren lassen, Tominaga Nakamoto.

Der Bitcoin ist eine im Internet entstandene digitale Währung und seit 2009 in Umlauf. Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar und Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Die Identität des Bitcoin-Erfinders blieb bisher ein Geheimnis, das viele beschäftigte. Ein Grund ist auch, dass ihm nach einigen Schätzungen eine Million Bitcoins gehören soll. Das Paket wäre aktuell rund 400 Millionen Euro wert.

Science

Lifestyle

Karl Lagerfeld präsentiert in Kuba erste Chanel-Show

Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist in Kuba für die erste Show der französischen Modemarke Chanel in dem sozialistischen Karibik-Staat eingetroffen. Gestern Abend besichtigte Lagerfeld eine Ausstellung mit seinen Bildern in der Altstadt Havannas. Die Schau zeigt einer Mitteilung von Chanel zufolge mehr als 200 Fotos des Designers zu den Themen Mode, Architektur und Landschaften.

Die Ausstellung gibt zugleich einen Vorgeschmack auf die für morgen geplante Chanel-Show auf der berühmten Promenade Paseo del Prado in Kubas Hauptstadt. Das Modeevent ist im Zuge der politischen Öffnung des jahrzehntelang abgeschotteten Landes organisiert worden.

Wiener Freibadsaison startet

Die Saison in den Wiener Sommerbädern startet heute offiziell. Neben einem neuen, zehn Punkte umfassenden Sicherheitskonzept gibt es ab heuer erstmals gratis WLAN in allen städtischen Bädern.

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Österreichs Kinder schwimmen zu wenig

Das Thema Schwimmunterricht für Kinder ist, egal ob in Kindergärten oder Volksschulen, eine heiße Kartoffel: schwer zu organisieren, mit größerem Ortswechsel verbunden - und beladen mit Ängsten, meist der Eltern. Alle wollen, dass Kinder schwimmen lernen. Manche schaffen es sogar, es ihren Kindern selbst beizubringen.

Doch in Kursen bleibt meist das Gefühl, dass alle erleichtert sind, wenn sich die Kleinen halbwegs über Wasser halten können. Dabei lernen fast alle Kinder einen falschen Brustschwimmstil - und nicht jene Wasserkompetenz, die in kritischen Situationen entscheidend sein kann.

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