Liveticker

Ex-Hypo-AR: „Fühlte mich verpflichtet zu gehen“

Aufsichtsrat für Lugar „für die Fische“

Lugars Conclusio: „Dann ist der Aufsichtsrat ja für die Fische“ - wenn er Probleme nicht aufdecken könne. Bussfeld darauf: Für das Aufdecken krimineller Energien sei die Staatsanwaltschaft zuständig.

Ein - nicht ganz so ernstes - Dauerthema: Keksstatistik

Ausland

Bericht: Türkei griff erneut PKK-Stellungen an

Nach dem Tod eines Soldaten in der Südosttürkei hat die Luftwaffe heute laut einem Medienbericht einen Vergeltungsschlag gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) geflogen.

20 PKK-Kämpfer seien in der Provinz Hakkari getötet worden, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Sicherheitskreise.

F-16-Kampfflugzeuge seien aufgestiegen, nachdem der Soldat bei Gefechten zwischen Armee und PKK getötet worden war. Die Armee habe auch Maschinengewehrstellungen zerstört.

Zwei Rotkreuz-Mitarbeiter im Jemen getötet

Im Jemen sind zwei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erschossen worden. Die beiden Jemeniten seien auf dem Rückweg von der Rebellenhochburg Saada im Norden zur Hauptstadt Sanaa gewesen, als ein Mann das Feuer auf ihre Fahrzeuge eröffnet habe, sagte eine IKRK-Sprecherin heute.

Die Wagen seien klar als Fahrzeuge des Roten Kreuzes gekennzeichnet gewesen, sagte die Sprecherin und verurteilte den Angriff aufs Schärfste. Zwei weitere Mitarbeiter hätten den Beschuss unbeschadet überstanden.

Das IKRK hatte zuvor seine Arbeit in der südlichen Hafenstadt Aden ausgesetzt, nachdem bewaffnete Männer die örtliche Zentrale überfallen und geplündert hatten. Die humanitäre Lage im Jemen ist katastrophal.

Seit der Eskalation des Konflikts zwischen den Huthi-Rebellen und ihren Verbündeten in der Armee sowie den Regierungstruppen und ihren ausländischen Unterstützern Ende März wurden bereits mehr als 4.400 Menschen getötet. Ein Großteil der Bevölkerung des ohnehin armen Landes ist infolge des Konflikts von Hunger bedroht.

Den Haag: Prozessstart gegen kongolesischen Ex-Rebellen

Der frühere Warlord Bosco Ntaganda („Terminator“) aus der Demokratischen Republik Kongo muss sich seit heute wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verantworten.

Früherer kongolesischer Warlord Bosco Ntaganda vor Gericht

APA/AP/Michael Kooren

Gegen den 41-Jährigen liegen 18 Anklagen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Ntaganda sagte mit kaum hörbarer Stimme, er sei „in allen Punkten unschuldig“.

Richter Robert Fremr eröffnete die Verhandlung im Beisein des Angeklagten. Ntaganda soll als Kommandant der Rebellenmiliz Patriotische Front für die Befreiung des Kongo (FPLC) seinen Einheiten die Vergewaltigung von Kindersoldatinnen erlaubt und einen Priester mit mehreren Kopfschüssen getötet haben.

Dem Prozess wird besondere Bedeutung beigemessen, weil sich erstmals im internationalen Strafrecht ein Kommandant wegen Vergewaltigung und sexueller Versklavung in seiner eigenen Miliz verantworten muss.

Stellte sich 2013 freiwillig

Die Anklage beruft sich auf Aussagen von 2.149 Opfern. Etwa 80 Zeugen, unter ihnen drei ehemalige Kindersoldaten, sollen während des Prozesses gegen Ntaganda aussagen. Dem früheren Kriegsherrn werden vor allem Taten zur Last gelegt, die in der kongolesischen Provinz Ituri in den Jahren 2002 und 2003 begangen wurden.

Ungeklärt ist, warum sich Ntaganda im März 2013 in der US-Botschaft in der ruandischen Hauptstadt Kigali selbst stellte. Der IStGH hatte Ntaganda bereits im Jahr 2006 zur Fahndung ausgeschrieben und die Liste der Fahndungsgründe im Jahr 2012 verlängert. Vor Ntaganda stellte sich noch niemand freiwillig dem IStGH. Möglicherweise fürchtete Ntaganda um sein Leben.

Bosnien: Leichenteile aus Massengrab geborgen

In einem Massengrab in der Ortschaft Jakarina Kosa auf dem Gebiet der bosnischen Gemeinde Prijedor sind in den vergangenen zwei Monaten 80 Leichenteile entdeckt worden. Wie bosnische Medien heute berichteten, soll es sich um ein sekundäres Massengrab handeln, in das Leichen aus dem bisher größten entdeckten Massengrab Tomasica verlegt worden waren.

Die Ausgrabungen in Jakarina Kosa werden fortgesetzt, teilte die bosnische Staatsanwaltschaft mit. Es würde sich allerdings um ein sehr schwieriges Terrain handeln, in dem sich Leichen einer größeren Opferzahl befinden dürften. Die Ausgrabungsarbeiten werden auch durch nicht explodierte Minen erschwert, hieß es.

Bei den Opfern dürfte es sich laut früheren Medienberichten um Bosniaken (bosnische Muslime) und Kroaten handeln. Bosnische Serben hatten zu Beginn des Krieges (1992-1995) auf dem Gebiet von Prijedor mehrere Gefangenenlager errichtet.

Inland

Flüchtlinge übersiedeln in Nova-Rock-Halle

Jene Flüchtlinge, die bisher in der Erstaufnahmestelle unter dem Flugdach des ehemaligen Grenzüberganges in Nickelsdorf (Burgenland) versorgt wurden, sind in die Nova-Rock-Halle übersiedelt. Rund 70 Menschen sind nun dort untergebracht.

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Schönborn kündigt 1.000 Flüchtlingsplätze an

Zuletzt wurde Kritik am fehlenden Engagement der katholischen Kirche in der Frage der Flüchtlingsversorgung laut. Nun kündigte Kardinal Christoph Schönborn an, in den nächsten Wochen „sicher gut 1.000 Flüchtlinge“ unterzubringen.

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Traiskirchen weiterhin überbelegt

Das Innenministerium sucht weiterhin Quartiere für Flüchtlinge, denn noch immer ist das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich mit 3.800 Asylwerbern überbelegt. 1.600 müssen die Nächte nach wie vor in Zelten verbringen.

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21 Flüchtlinge in zwei Autos gepfercht

21 Flüchtlinge, darunter fünf Kleinkinder, hat die Polizei in der Nacht auf heute aus den Händen mutmaßlicher Schlepper befreien können. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

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Flüchtlinge aus zugeschweißtem Lkw befreit

Verschweißte Türen, vergitterte Fenster: 24 junge Flüchtlinge hat die Polizei in der Nacht auf Dienstag aus einem Kastenwagen befreit und ihnen damit möglicherweise das Leben gerettet. Der Schlepper befindet sich in Haft.

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Asyl: „Alles ruhig“ in Wiener Westbahnhof

Im Gegensatz zur Lage in Budapest wird jene im Westbahnhof in Wien als „sehr ruhig“ beschrieben. 50 bis 60 Flüchtlinge kamen heute Vormittag aus Ungarn an. Rotes Kreuz, Caritas und Freiwillige betreuen die Menschen.

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Viele Sympathien für ÖBB

Für die ÖBB ist der Zugsverkehr von Budapest über Wien nach Deutschland derzeit nur schwer zu planen. Verspätungen sind programmiert, auch in den nächsten Tagen. Doch der Umgang mit den Flüchtlingen brachte den ÖBB viele Sympathien.

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Wirtschaft

Lego lässt Mattel bei Umsatz hinter sich

Der Spielzeugkonzern Lego hat im ersten Halbjahr seinen Konkurrenten und Barbie-Hersteller Mattel abgehängt. Die Dänen steigerten ihren Umsatz binnen Jahresfrist um 18 Prozent auf 14 Milliarden dänische Kronen (etwa 1,9 Mrd. Euro), wie der Konzern heute mitteilte. Der US-Rivale kam nur auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Der Markt für Spielzeug habe in den ersten sechs Monaten zugelegt, sagte Lego-Finanzchef John Goodwin dem Sender TV2. Man sei weiter bemüht, Innovationen rund um die Lego-Steine auf den Markt zu bringen. „Auch wenn es noch früh ist, um das Ergebnis für das Gesamtjahr einzuschätzen: Wir erwarten erneut ein zufriedenstellendes Ergebnis“, sagte Goodwin.

Dem Unternehmen gelang ein PR-Coup: Der erste dänische Astronaut Andreas Mogensen nahm bei seinem Flug in einer russischen Sojus-Rakete 20 Lego-Figuren mit dem Logo der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) mit ins All. Die Figuren sollen nach ihrer Rückkehr als Preis bei einem Wettbewerb ausgehändigt werden.

400-Megawatt-Windpark in Nordsee eingeweiht

In der deutschen Nordsee ist heute erneut ein großer Offshore-Windpark in Betrieb genommen worden. „Global Tech I“ liefere mit seinen 80 Windkraftanlagen eine Gesamtleistung von 400 Megawatt und könne damit etwa 445.000 Haushalte mit Strom versorgen, teilte das Betreiberkonsortium Global Tech I Offshore Wind GmbH in Hamburg mit.

Das Feld ist laut dem Betreiber mit einem Abstand von etwa 140 Kilometern zur niedersächsischen Küste zudem der am weitesten von Land entfernte deutsche Windpark. Erst einen Tag zuvor hatte der Stadtwerke-Verbund Trianel seinen neuen 200-Megawatt-Windpark „Trianel Windpark Borkum“ offiziell eingeweiht.

Auch an „Global Tech I“ sind mit den Münchner Stadtwerken und der hessischen Entega AG aus Darmstadt zwei große kommunale deutsche Versorger mit je knapp 25 Prozent führend beteiligt. Dazu kommen das Energieunternehmen Axpo, das sich im Besitz Schweizer Kantone und ihrer Energieversorger befindet, sowie eine Reihe privater Investoren.

Lufthansa will mehr Gewinn von AUA

Noch nicht gänzlich zufrieden ist Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit der Konzerntochter AUA. Diese mache zwar keine Verluste mehr, sei aber noch nicht dort, wo die Schweizer Tochter Swiss sei. In der AUA stecke noch mehr Substanz.

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Lufthansa-Piloten drohen wieder mit Streik

Die Piloten der Lufthansa drohen zum Ende der Ferienzeit erneut mit Streik. Der Lufthansa-Vorstand habe ein Angebot der Pilotengewerkschaft zu einem „Bündnis für Wachstum und Beschäftigung“ abgelehnt, teilte die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) heute mit.

„Ab sofort muss bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings jederzeit mit Arbeitskampfmaßnahmen gerechnet werden“, sagte VC-Sprecher Markus Wahl. Die Lufthansa lehnte zunächst eine Stellungnahme ab.

5.400 Piloten betroffen

In dem Tarifkonflikt geht es um die betriebsinterne Frühpension für 5.400 Piloten und die Konzernstrategie. Die Pilotengewerkschaft hatte der Lufthansa nach eigenen Angaben ein Angebot unterbreitet, das eine nachhaltige Kostenentlastung von über 500 Millionen Euro enthielt.

Zugleich machte die Gewerkschaft gegen Pläne der Konzernspitze mobil, wonach Piloten der Lufthansa-Billigtochter Eurowings künftig geringer bezahlt werden sollen als Flugzeugführer der Kernmarke.

„Ausflaggen ist das genaue Gegenteil eines Bündnisses für Wachstum und Beschäftigung“, sagte Wahl. „Wenn ein solches Paket von über einer halben Milliarde Euro abgelehnt wird, zeigt sich, dass es Lufthansa nicht um marktgerechte Bedingungen, sondern um Tarifflucht und Auslagerung von Arbeitsplätzen geht.“

Die Piloten legten die Lufthansa seit Frühjahr 2014 bereits zwölfmal lahm.

Sport

Fußball: Englische Transfers sprengen Grenzen

Die Clubs der englischen Liga haben in der Sommertransferperiode erneut alle Grenzen gesprengt. Mehr als eine Milliarde Euro gaben die Vereine der Premier League insgesamt für neue Spieler aus - ein einsamer Rekord in der europäischen Fußballlandschaft. So gaben im Vergleich die Clubs der italienischen Serie A nicht einmal halb so viel Geld wie die Engländer aus. Möglich macht es ein milliardenschwerer TV-Deal auf der Insel. Der Plafond ist laut Experten noch nicht erreicht.

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Tennis: Thiem kann sich Geburtstag versüßen

Österreichs Tennis ist nach der ersten Runde der US Open in New York noch mit allen drei Spielern - Dominic Thiem, Jürgen Melzer und Andreas Haider-Maurer - vertreten. In der zweiten Runde darf sich aber nur Thiem laut Papierform Chancen auf den Aufstieg ausrechnen. Der Niederösterreicher könnte sich mit einem Sieg über den 50 Ränge schlechter platzierten Usbeken Denis Istomin zudem seinen 22. Geburtstag versüßen. „Aber es ist ein Match und ein Tag wie jeder andere“, sagte Thiem.

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Chronik

Australisches Schaf droht an eigener Wolle zu verenden

In Australien ist ein freilaufendes Merino-Schaf entdeckt worden, das so viel schwere Wolle mit sich herumträgt, dass das Leben des Tieres bedroht ist. Das extrem wollige Schaf wurde von Wanderern im Buschland Mulligan Flats nahe der Hauptstadt Canberra entdeckt, wie die Tierschutzorganisation RSPCA heute mitteilte.

Die örtliche RSPCA-Leiterin Tammy Ven Denge sagte, es sei „eindeutig eines der größten Schafe, die wir je gesehen haben“. Durch die riesige Menge Wolle sei das Tier „vier- bis fünfmal größer als gewöhnlich“.

Die Organisation richtete eine Hilfsappell an geübte Schafscherer, um das Tier von seiner Wolllast zu befreien. Daraufhin meldete sich der australische Landesmeister im Scheren, Ian Elkins. „Sie haben mir ein Foto geschickt, und ich habe niemals so viel Wolle auf einem Schaf gesehen“, sagte er.

Schaf steht stundenlage Schur bevor

Die anstehende Schur, die ein bis zwei Stunden dauern werde, könnte „eine meiner größten Herausforderungen werden“. Normalerweise wächst bei Schafen die Wolle rund sieben Zentimeter im Jahr. Das lässt darauf schließen, dass das Tier mehrere Jahre in der Wildnis verbrachte.

Laut Ven Denge reagiert das bisher unbenannte Schaf nervös auf die Gegenwart von Menschen. „Es ist im Moment völlig gestresst.“ Die Tierschützerin sagte, Merino-Schafe, die wegen ihrer feinen Wolle begehrt sind, könnten Gesundheitsbeschwerden entwickeln oder sogar verenden, wenn sie nicht regelmäßig geschoren werden.

Schaf Shrek

Reuters/Simon Baker

Schaf Shrek wurde 2004 zur Berühmtheit

Das jetzt entdeckte Schaf könnte noch größer als das berühmte Merino-Schaf Shrek sein, das 2004 in Neuseeland nach sechs Jahren in der Wildnis von 27 Kilogramm Wolle befreit worden war.

IT

Britische Klinik verbreitet Namen Hunderter HIV-Positiver

Ein Krankenhaus in London hat versehentlich die Namen von fast 800 Patienten verbreitet, von denen viele HIV-positiv sind. Die Klinik im Stadtteil Soho verschickte einen Newsletter für die Teilnehmer eines speziellen Programms für HIV-Patienten so, dass Namen und E-Mail-Adressen sichtbar waren.

Ein Sprecher sagte heute, es habe sich um „menschliches Versagen“ gehandelt. Der Fall werde untersucht, und man habe die Patienten in einer weiteren Mail um Entschuldigung gebeten. Nicht alle Betroffenen seien mit dem Aidserreger HIV infiziert. Die britische Aidshilfe forderte zügige Aufklärung.

Wikipedia sperrt „Erpressergruppe“

Wikipedia hat 381 Konten von Nutzern gesperrt, die gegen Geld Artikel für das Onlinenachschlagewerk geschrieben haben, ohne das öffentlich zu machen. Es habe sich um eine organisierte Gruppe gehandelt, die von Personen und Unternehmen teils sogar Geld für den „Schutz“ ihrer Wikipedia-Einträge erpresst habe, berichtete der „Independent“.

Die Wikipedia-Betreiber teilten in ihrem Blog mit, dass Mitarbeiter nach „wochenlanger Ermittlung“ die Nutzerkonten gesperrt und 210 Artikel gelöscht hätten. Firmen, Unternehmer und Künstler seien betroffen gewesen.

Gebühren für „Schutz und Pflege“

Die Artikel seien in der Regel werbend gewesen und oft einseitig. Das nun entdeckte Netzwerk „Orangemoody“ habe sich offenbar auf Selbstdarsteller spezialisiert, die nach den Relevanzkriterien nie einen eigenen Wikipedia-Artikel hätten bekommen dürfen. Wenn die Beiträge tatsächlich in dem Onlinelexikon erschienen waren, verlangten die Hintermänner zusätzliche Gebühren für den Schutz und die Pflege des Artikels.

Bei der Manipulation gingen die „Sockenpuppen“ offenbar äußerst planmäßig vor. Mit harmlosen Änderungen von bestehenden Artikeln versuchten sie zunächst, als vollwertige Wikipedia-Autoren anerkannt zu werden. Zusätzlich verifizierten sie gegenseitig ihre Accounts, um die Schutzmaßnahmen der Wikipedia-Commpunity gegen Spammer und Onlinevandalen zu unterlaufen.

Die Manipulationen fielen auf, nachdem sich Kunden von „Orangemoody“ öffentlich beschwert hatten, dass bezahlte Artikel gelöscht oder verändert worden waren.

Bei Wikipedia kann jeder zu jedem Thema schreiben und Artikel überarbeiten. Es gehört aber zu den Geschäftsbedingungen, dass dabei Interessen offengelegt werden - etwa, wenn Mitarbeiter eines Museums Einträge zu diesem Museum oder seinen Ausstellungen bearbeiten.

Hacker plündern Konten von 225.000 Apple-Nutzern

Unbekannte haben weltweit mehr als 225.000 Apple-Smartphones und -Tablets gehackt und die Anmeldedaten der Nutzerkonten gestohlen.

Mit einem Schadprogramm griffen sie auf Mobilgeräte zu, die für den Gebrauch nicht lizenzierter Apps umprogrammiert worden waren, wie die Firma Palo Alto Networks mitteilte. Das Sicherheitsunternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien sprach vom bisher größten bekannten Diebstahl von Apple-Konten.

Viele Smartphones können vom Nutzer so manipuliert werden, dass er Anwendungen herunterladen und installieren kann, die nicht aus dem App-Store des Herstellers stammen. Auf solche Geräte hatten es die Hacker nach Angaben von Palo Alto abgesehen.

Sie nutzten eine Schadsoftware namens „KeyRaider“, die auf denselben Wegen vertrieben wird wie andere nicht lizenzierte Programme, um Handys und Tablets des Herstellers Apple zu infiltrieren.

Nutzer in 18 Ländern betroffen

Das Programm liest den Datenverkehr eines Nutzers aus, wenn sich dieser mit seinem Gerät beim Apple-Musikdienst iTunes oder im App Store anmeldet, wie Palo Alto Networks erklärte. So seien die Täter an Apple-Konten in bis zu 18 Ländern gelangt, unter anderem in den USA, Frankreich und Australien. Schon im Juli hätten sich in China iPhone-Besitzer gemeldet, deren Zugangsdaten von Fremden für Einkäufe missbraucht worden seien.

Die Hacker könnten Smartphones und Tablets auch komplett sperren, um die Nutzer damit zu erpressen, erklärte die Sicherheitsfirma.

Kultur

Österreichischer Kabarettpreis an Florian Scheuba

Der Österreichische Kabarettpreis 2015 geht an Florian Scheuba für sein Programm „Bilanz mit Frisur“. Den Programmpreis erhalten Matthias Egersdörfer und Martin Puntigam für „Erlösung“, der undotierte Sonderpreis geht an das Onlinesatireprojekt „Die Tagespresse“. Das wurde heute bekanntgegeben. Die Verleihungsgala findet am 3. November in der Wiener Urania statt.

„Bilanz mit Frisur“ sei „ein grandioses Programm eines für dieses Land elementaren Künstlers“, hieß es in der Jurybegründung. Es werde ein Künstler ausgezeichnet, „der wie kein anderer derzeit einen scharfen Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Zustände unseres Heimatlandes wirft“.

Der Hauptpreis ist mit 5.001 Euro dotiert, der Programmpreis mit zwei Euro weniger. „Erlösung“ sei „ein Programm, das theatralisch brillant, vielseitig und effektvoll Grobes und Feines nebeneinanderstellt“, befand die Jury.

„Bodenloses Fass origineller Fantasie“

Fritz Jergitsch habe mit „Die Tagespresse“ „einen gewaltigen Erfolg gelandet“, hieß es weiter. „Dort nimmt er alle Verantwortungsträger und ihre Untaten auf die Schaufel. Und schöpft zu diesem Zweck aus einem offenbar bodenlosen Fass origineller Fantasie und böser Pointen. Eine Million User finden Jergitsch und sein Team gut - und schauen fast täglich vorbei. Um herzhaft zu lachen. Und sich nie sicher zu sein, was komischer ist: Realität oder Satire.“

Der Kabarettpreis wird seit 1999 verliehen, die Moderation der Verleihungsgala übernimmt erneut die Kabarettistin Verena Scheitz.

Religion

Caritas und Diakonie helfen Familien zum Schulstart

Als Unterstützung von einkommensschwachen Familien zum Schulstart bietet die Wiener Caritas in ihren „carla“-Läden preisgünstige Schulartikel. Auch die Stadtdiakonie Wien bietet Akuthilfe zum Schulstart. „Wir wissen: Bildungsniveau und Armut korrelieren, und Bildung ist der effektivste Schutz vor Armut. Daher wollen wir die Eltern schulpflichtiger Kinder auch heuer wieder mit unserer Schulstartaktion entlasten“, so Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner heute in einer Aussendung.

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Science

Lifestyle

J. K. Rowling wünscht Potter jr. schönen Schulbeginn

Zwei kurze Tweets - und „Harry Potter“-Fans auf der ganzen Welt sind in Aufruhr. Abgesetzt wurden die Nachrichten von der Schöpferin des Zauberlehrlings, J. K. Rowling, persönlich. „Ich bin in Edinburgh, könnte irgendjemand in King’s Cross in meinem Namen James S. Potter alles Gute wünschen? Er fängt heute in Hogwarts an“, schrieb die Schriftstellerin zum fiktiven Sohn ihrer Buchfigur.

Am Abend verbreitete Rowling, dass der Sprechende Hut bereits entschieden habe. „Habe gerade gehört, dass James S. Potter - nicht wirklich überraschend - nach Gryffindor gekommen ist“, also in das Haus, in dem schon sein Vater war.

Rowling versorgt die Fans von Harry Potter immer wieder mit sporadischen Neuigkeiten über ihren Held. Das letzte Buch der siebenbändigen Serie hatte die Autorin 2007 veröffentlicht. Die Gerüchte wollen jedoch nicht versiegen, dass Rowling nach nur bedingtem Erfolg etwa im Krimi-Genre wieder zu dem Zaubersujet zurückkehrt.

Stück vom Hochzeitskuchen der Queen versteigert

Ein fast 68 Jahre altes Stück vom Hochzeitskuchen Königin Elizabeths II. hat bei einer Auktion 500 Pfund (knapp 680 Euro) eingebracht. Bei dem Früchtekuchen, der wegen seines hohen Alkoholgehalts angeblich noch essbar ist, handelt es sich um eines der Stücke, die nach der Hochzeit von Elizabeth und Philip 1947 an Gäste verteilt wurden.

Gekauft hat das Stück ein anonymer Bieter aus Los Angeles, wie das Auktionshaus Gorringes heute im südengelischen Lewes mitteilte.

Der Kuchen ist noch in seiner Originalverpackung, einer elfenbeinfarbenen Schachtel verziert mit einem silbernen E und P und der Aufschrift „Buckingham Palace 20th November 1947“. Verkauft hat es eine Frau, deren Vater Gast auf der königlichen Hochzeit war.