Inland

Bundesheer: Commenda folgt Entacher nach

Generalleutnant Othmar Commenda folgt Edmund Entacher als Generalstabschef des österreichischen Bundesheeres nach. Das gab Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) heute bekannt. Commendas Stellvertreter wird Generalmajor Bernhard Bair, der zuletzt an der Spitze des Kommandos Einsatzunterstützung tätig war.

Dass Commenda, der Entachers Stellvertreter war, in die höchste militärische Funktion aufsteigt, ist wenig überraschend. Der bald 59-jährige Oberösterreicher galt immer als Favorit.

Klug bezeichnete den neuen „obersten Soldaten“ als „die ideale Besetzung“ und den Stellvertreter Bair als die „optimale Ergänzung“. Eine der ersten Aufgaben, die Commenda als neuer Generalstabschef angehen wird, ist die Reform des Grundwehrdienstes. Das sei nach der Pro-Wehrpflicht-Volksbefragung „eine Pflicht gegenüber der Bevölkerung“, so Commenda.

Salzburg: Auch Rössler für Schwarz-Grün-Gelb

Die grüne Salzburger Parteichefin Astrid Rössler wird ihrem Landesausschuss empfehlen, das Angebot der ÖVP anzunehmen und mit dieser über eine Dreierkoalition mit dem Team Stronach (TS) zu verhandeln.

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Das Salzburger ÖVP-Präsidium hatte gestern Abend einstimmig beschlossen, mit den Grünen und dem TS in konkrete Koalitionsverhandlungen zu treten. Gelingen diese, ist die SPÖ in der künftigen Regierung nicht vertreten.

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FPÖ veranstaltete Ausländerdebatte im Nationalrat

Die FPÖ hat dem Nationalrat heute eine Ausländerdebatte beschert. In einer Aktuellen Stunde, deren Thema von den Freiheitlichen vorgegeben wurde, wandte sich FPÖ-Klubchef Heinz-Christian Strache gegen Verdrängungsprozesse durch Zuwanderer und forderte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) auf, die Zulassung von Rumänen und Bulgaren zum österreichischen Arbeitsmarkt zu verhindern.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl plädierte für „Negativzuwanderung“ und erregte sich über „Asylbetrüger“ und „Gastarbeitslose“. Strache sah die Gefahr des Lohndumpings gegeben, wenn nun neue billige Arbeitskräfte aus dem Osten nach Österreich strömten.

Hundstorfer: „Demagogie“

Sozialminister Hundstorfer ärgerte sich im Gegenzug über die „Demagogie“ der Freiheitlichen, vor allem über Behauptungen, wonach die Zuwanderer Österreich mehr kosteten, als sie brächten. Der Ressortchef verwies darauf, dass die Zuwanderer mit ihren Abgaben das Gesamtsystem genauso finanzierten wie jene, die in Österreich geboren sind.

ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger verwies auf die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Österreich und den Höchststand an Beschäftigten. BZÖ-Klubchef Josef Bucher meinte wiederum, dass „von den Guten nur die Besten“ nach Österreich kommen sollten. Seitens des Teams Stronach (TS) gab Klubchef Robert Lugar zu bedenken, dass angesichts der demografischen Entwicklung der Bedarf an Zuwanderung noch steigen werde.

Ein klares Bekenntnis gegen Hetze kam von den Grünen. Deren Sozialsprecher Karl Öllinger betonte, dass die Menschen in Österreich in Würde und Respekt miteinander leben können müssten. Am Wohlstand zu partizipieren müsse unabhängig von Hautfarbe und Rasse möglich sein und unabhängig davon, ob man irgendwann einmal zugewandert sei.

920 Anzeigen wegen Rechtsextremismus

Die Zahl der Anzeigen rechtsextremer Straftaten in Österreich ist im Vorjahr ungefähr gleich geblieben. In Zusammenhang mit 519 Tathandlungen wurden 920 Anzeigen erstattet, geht aus einer Anfragebeantwortung durch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hervor. Im Jahr 2011 waren es 479 Tathandlungen, aber 963 Anzeigen gewesen.

940 Meldungen im Internet

Insgesamt 377 Personen wurden wegen rassistischer, fremdenfeindlicher oder rechtsextremer Aktivitäten angezeigt (2011: 341). Bei der Internetmeldestelle für NS-Wiederbetätigung gingen 2012 insgesamt 940 Informationen und Hinweise ein.

Davon führten 51 zur Anzeige bei inländischen Staatsanwaltschaften. Verdachtsmomente mit Auslandsbezug wurden an die zuständigen Stellen weitergeleitet, so das Ministerium zur Anfrage des grünen Justizsprechers Albert Steinhauser.

466 Anzeigen nach Verbotsgesetz

Unter den Tathandlungen wurden 293 als rechtsextremistisch, 59 als fremdenfeindlich/rassistisch, 27 als antisemitisch, vier als islamophob und 136 als „sonstige Motivlage/unspezifisch“ klassifiziert.

Bei den Anzeigen erfolgten 466 nach Verbotsgesetz, 83 wegen Verhetzung, 323 nach sonstigen StGB-Delikten, 31 nach dem Abzeichengesetz und 17 nach Art. III Abs. 1 Z 4 EGVG (Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut).

Causa Simandl: Gutachter am Zug

Die Ermittlungen gegen Ex-BEGAS-Direktor Rudolf Simandl laufen auf Hochtouren. Die Staatsanwaltschaft gab nun ein Gutachten in Auftrag.

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TV-Hinweis

NR-Sitzung in ORF III und im Livestream

Die Nationalratssitzung ist derzeit in ORF III und im Livestream in tvthek.ORF.at zu sehen.

Ausland

Erneut Ausschreitungen in Stockholmer Vororten

Die Ausschreitungen in Stockholmer Vororten ebben nicht ab. In der Nacht auf heute zündeten Jugendliche erneut Autos an und bewarfen Polizisten und Feuerwehrmänner mit Steinen. Rund 30 Autos gingen in Flammen auf. Die Polizei nahm acht Personen fest. Im Gegensatz zur Vornacht gab es keine Verletzten.

Es war bereits die dritte Krawallnacht in Folge. Die Ausschreitungen begannen am Sonntag im Vorort Husby und griffen nun auch auf andere, überwiegend von Immigranten bewohnte Stadtteile über. Auslöser der Krawalle in Husby war der Tod eines 69-jährigen Mannes, der vor einer Woche bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde.

Beobachter vermuten aber auch, dass sich jetzt vor allem aufgestaute Wut über die Ausgrenzung von Einwanderern entlädt. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt verurteilte die Ausschreitungen und äußerte die Befürchtung, dass die Krawalle weitergehen könnten. Gleichzeitig stellte er sich hinter die Arbeit der Polizei, die von zahlreichen Beobachtern kritisiert wurde.

Syrien-Konflikt dehnt sich auf Libanon aus: Mehrere Tote

Der Syrien-Konflikt dehnt sich immer stärker auf das Nachbarland Libanon aus. Bei schweren Ausschreitungen zwischen Unterstützern und Gegnern von Syriens Staatschef Baschar al-Assad in der nordlibanesischen Stadt Tripoli wurden gestern mindestens vier Menschen getötet und 35 weitere verletzt, wie die libanesischen Sicherheitskräfte mitteilten. Die Armee entsandte Soldaten.

Unter den Toten waren den Angaben zufolge zwei Männer aus dem sunnitischen Viertel Bab al-Tebana, dessen Bewohner die Aufständischen in Syrien unterstützen. Zudem wurden ein Mann aus einem weiteren sunnitischen Stadtteil getötet sowie ein Bewohner des Viertels Dschabal Mohsen, in dem Alawiten leben. Dieser Abspaltung des schiitischen Islam gehört auch Assad an.

Zuletzt hatte auch das Eingreifen der Hisbollah-Miliz aus dem Libanon aufseiten der Assad-Truppen in Syrien die Befürchtungen über eine Ausweitung zu einem regionalen Konflikt geschürt. US-Präsident Barack Obama äußerte am Montag in einem Telefonat mit dem libanesischen Staatschef Michel Suleiman seine Besorgnis über die Einmischung der Schiiten-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg.

US-Einwanderungsreform nimmt wichtige Hürde

Die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Einwanderungsreform hat eine wichtige Hürde genommen. Der Justizausschuss im US-Senat gab gestern (Ortszeit) parteiübergreifend grünes Licht für den Gesetzesentwurf, der Millionen illegal Eingewanderten einen Weg zu einem Aufenthaltsrecht und schließlich zu einer US-Staatsbürgerschaft eröffnen soll.

Dabei votierten nach wochenlanger Debatte und mehr als 200 Änderungsanträgen 13 Senatoren für die Reform und fünf dagegen. Drei Republikaner stimmten dabei für den Gesetzesentwurf.

Änderungen bei Visavergabe

Trotz der zahlreichen Änderungswünsche blieb der Kern des Gesetzesentwurfs weitgehend intakt. Er betrifft rund 11,5 Millionen Menschen, überwiegend Mexikaner, die illegal in den USA leben. Voraussetzung für ein Aufenthaltsrecht sind Strafzahlungen, keine Abhängigkeit von Sozialleistungen und eine polizeiliche Überprüfung. Nach 13 Jahren ist ein Antrag auf Staatsbürgerschaft möglich.

Auch das System der Vergabe von Visa und Arbeitserlaubnissen soll durch das Gesetz reformiert werden. Die neue Regelung soll mehr hoch qualifizierte Beschäftigte anziehen, aber nach Arbeitsmarktlage auch einfache Arbeiter etwa für die Landwirtschaft und den Bau. Die Republikaner setzten unter anderem durch, dass im Gegenzug die Grenzüberwachung deutlich verschärft wird.

Im Senatsplenum, wo die Reform im Juni debattiert werden soll, sind die Stimmen von 60 der insgesamt 100 Volksvertreter für eine Annahme notwendig. Danach muss das von den Republikanern dominierte Abgeordnetenhaus über die Reform befinden.

Italien: Berlusconi droht mit Regierungssturz

Die Mitte-rechts-Partei Popolo della Liberta (PdL) von Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi droht mit dem Sturz der Regierung um den Sozialdemokraten Enrico Letta, sollte dem umstrittenen Medienzaren wegen seiner Interessenkonflikte sein Senatssitz aberkannt werden, wie es die Protestbewegung Fünf Sterne um den Starkomiker Beppe Grillo verlangt.

„Das wäre eine gravierende Angelegenheit, die der Regierung Probleme verursachen würde“, warnte der Präsident der Justizkommission im Senat und enge Berlusconi-Vertraute Nitto Palma.

Berlusconi habe als Eigentümer der TV-Holding Fininvest Fernsehlizenzen vom Staat erhalten und sei daher nicht wählbar, behauptet die Grillo-Partei. Seit Jahren bemüht sich die Mitte-links-Allianz um ein Gesetz zur Bekämpfung von Interessenkonflikten. Ein solches wurde jedoch bisher noch nie im Parlament verabschiedet.

Spaniens Ex-Regierungschef Aznar erwägt Comeback

Spaniens früherer Ministerpräsident Jose Maria Aznar erwägt offenbar ein politisches Comeback. „Ich habe mich nie vor meiner Pflicht gedrückt“, sagte Aznar in einem Interview des Fernsehsenders Antena 3 gestern Abend. „Ich werde meine Pflicht gegenüber meinem Gewissen, meiner Partei und meinem Land erfüllen. Daran habe ich keinen Zweifel.“ Konkreter äußerte er sich nicht.

Eine Rückkehr in die Politik wäre ein Rückschlag für Aznars Parteifreund und politischen Erben, den konservativen Regierungschef Mariano Rajoy. Aznar wollte sich nicht dazu äußern, ob er Rajoy erneut unterstützen würde.

Aznar forderte die Regierung auf, Steuern zu senken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Rajoy steht wegen einer Arbeitslosenquote von 27 Prozent und der anhaltenden Rezession im Visier der Kritik. Aznars Amtszeit von 1996 bis 2004 wird zumeist mit einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs in Verbindung gebracht.

Sport

Bundesliga: Admira „scharf“ auf Klassenerhalt

Im Abstiegskampf der Bundesliga könnte heute in der Südstadt eine Vorentscheidung fallen. Admira Wacker Mödling könnte sich mit einem Sieg gegen Rapid bei Punkteverlust der direkten Konkurrenten Wr. Neustadt und Wacker Innsbruck aller Abstiegssorgen entledigen.

Trainer Dietmar Kühbauer und seine Truppe sind trotz personeller Probleme scharf darauf, ihren Teil dazu beizutragen. „Wenn wir alles abrufen und guten Fußball spielen, brauchen wir keine fremde Hilfe“, so Kühbauer. Rapid wird aber keine Punkte verschenken, denn auch für die Hütteldorfer geht es noch um viel.

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Wirtschaft

Niemetz-Rettung gescheitert

Die Rettung des Schwedenbombenherstellers Niemetz ist gescheitert. Der zu Erfüllung des Sanierungsplans erforderliche Millionenbetrag wurde laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV) nicht überwiesen. Daher startet nun der Verkauf des Unternehmens.

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Peugeot schließt Entwicklungsstandort bei Paris

Der französische Autohersteller Peugeot treibt seine Sparpläne voran. Dazu will das angeschlagene Unternehmen einen Entwicklungs- und Verwaltungsstandort bei Paris schließen, wie aus einem internen Dokument hervorgeht. Die dort beschäftigten 660 Mitarbeiter sollten auf andere Standorte verteilt werden. Das betroffene Gebäude in Meudon solle verkauft werden.

Nach einem weiteren Umsatzeinbruch im ersten Quartal hatte Peugeot neue Einschnitte angedeutet. Der Konzern baut derzeit rund 8.000 Arbeitsplätze ab. Unter anderem schließt er sein Werk in Aulnay nördlich von Paris und streicht in der Fabrik in Rennes Stellen.

Peugeot steht im Mittelpunkt der Krise der französischen Autoindustrie und hat 2012 nach hohen Abschreibungen einen Rekordverlust von fünf Mrd. Euro eingefahren. Vor allem der Absatzeinbruch in Südeuropa macht dem Unternehmen zu schaffen.

Milliardenschaden durch Vogelgrippe in China

Die Vogelgrippe hat in China einen immensen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Die Einbußen in der Geflügelbranche beliefen sich auf rund 6,5 Milliarden Dollar, teilte ein hochrangiger Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern mit.

Der Vogelgrippeerreger H7N9 infizierte in China bisher 130 Menschen, 36 davon starben. Tausende Vögel, vor allem Hühner und Enten, wurden bereits getötet, um eine Ausweitung der Seuche zu verhindern.

Seit Anfang Mai habe es keine neuen Ansteckungen gegeben, teilte die WHO weiter mit. Das Virus scheine unter Kontrolle gebracht zu sein. Es sei aber unwahrscheinlich, dass der Erreger verschwunden sei. Eine weitere Saison bis Frühjahr sei nötig, um die Tendenz zu bestätigen.

Japan hält an lockerer Geldpolitik fest

Japans Notenbank hält an ihrer lockeren Geldpolitik unverändert fest. Einstimmig bekräftigten die Notenbanker in Tokio gestern ihren Kurs. Im Kampf gegen die Deflation wollen sie die Geldbasis jährlich um 60 bis 70 Billionen Yen (495 bis 577 Mrd. Euro) aufstocken.

Erklärtes Ziel der Notenbank ist es zudem, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Teuerungsrate von zwei Prozent zu erreichen. Notenbanker Takahide Kiuchi scheiterte damit, den Zeitrahmen dafür zu lockern. Er schlug vor, das Ziel mittel- bis langfristig erreichen zu müssen.

Ihre Konjunkturprognose hob die Bank of Japan indes an. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt habe angefangen, sich zu erholen. So gingen die wichtigen Exporte nicht mehr zurück. Wie das Finanzministerium zudem mitteilte, gab der billige Yen den Ausfuhren des Landes Auftrieb, sie legten den zweiten Monat in Folge um 3,8 Prozent zu, allerdings nicht in so hohem Maße, wie Analysten erwartet hatten.

Greißlersterben: Kritik an Gemeinden und Banken

Kleine Nahversorger fordern vom Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene und der Wirtschaftskammer mehr Unterstützung. Kritik gibt es an Banken, Bürgermeistern und Gemeinden, die einander einen Wettlauf um Großmärkte liefern würden.

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Chronik

Geschlossenes Ventil: Toter Taucher gibt Rätsel auf

Der vergangene Woche tot im Attersee (Oberösterreich) gefundene Taucher gibt den Ermittlern Rätsel auf. Laut Polizei war das Ventil seiner Pressluftflasche geschlossen, als er gefunden wurde. Der Pole war mehrere Wochen vermisst worden, bevor seine Leiche entdeckt wurde.

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Lindwurm droht der Schwanz abzubrechen

Dem Klagenfurter Wahrzeichen, dem Lindwurm auf dem Neuen Platz, droht der Schwanz abzubrechen. Grund ist die Witterung und vermutlich ein Vandalenakt. Seit gestern muss der Schwanz des steinernen Drachen abgestützt werden.

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Große Schäden durch Krähen in der Steiermark

Die Meldungen von Schäden durch Krähen in der Steiermark häufen sich derzeit. Runde eine Million Euro Schaden verursachen die Vögel jährlich. Heuer müssen die Schäden erstmals gemeldet werden, um die Abschussquote für das nächste Jahr bestimmen zu können.

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Blitzeinschläge in mehreren Häusern in Niederösterreich

Über 800 Blitze sind gestern Abend in Niederösterreich gezählt worden. Das sei zwar kein außerordentlich hoher Wert, sagen Meteorologen, doch einige dieser Blitze führten zu Einschlägen und Bränden und somit zu Einsätzen für die Feuerwehr.

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13-Jähriger soll in Kärnten Achtjährige vergewaltigt haben

Ein 13-jähriger Schüler soll am Pfingstmontag in Klagenfurt ein achtjähriges Mädchen vergewaltigt haben, berichtet die „Kronen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe). Der Fall wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der mutmaßliche Täter beteuert, keine Gewalt angewendet zu haben.

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Großbrand nach Siloexplosion in der Obersteiermark

Rund 150 Mann der Feuerwehr sind in der Nacht auf heute nach einer Explosion in Kalwang (Steiermark) im Einsatz gestanden. Ein Silo und eine Lagerhalle standen in Vollbrand.

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Neuseeland: Betrunkener Großvater ließ Enkel ans Steuer

Ein betrunkener Großvater hat seinen siebenjährigen Enkel ans Steuer gelassen, um heil nach Hause zu kommen. Die Polizei stoppte die gefährliche Tour in Auckland in Neuseeland.

Wie lange der Siebenjährige das Auto steuerte, war unklar. Der Großvater war nach Angaben der Polizei sturzbetrunken. „Die meisten Siebenjährigen kommen kaum an die Pedale - wie sie dann noch über das Steuer schauen sollen, ist mir schleierhaft“, sagte ein Polizist zum „New Zealand Herald“.

Der Mann wurde unter anderem wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht angeklagt. Er bekannte sich vor Gericht schuldig, so der Zeitungsbericht. Das Strafmaß wird später verkündet.

Beinamputierter Frau gelang Besteigung des Everest

Erstmals ist einer unterschenkelamputierten Frau die Besteigung des Mount Everest gelungen. Die 26-jährige Inderin Arunima Sinha erreichte gestern den Gipfel des 8.848 Meter hohen Berges in Nepal, wie die Organisatoren der Expedition heute mitteilten. Sie habe das letzte Lager am Montagabend um 6.00 Uhr verlassen und den Gipfel gestern um 10.55 Uhr erreicht.

Die frühere Volleyball-Nationalspielerin war vor zwei Jahren von Dieben aus einem fahrenden Zug gestoßen worden. Dabei war sie mit einem Bein unter einen entgegenkommenden Zug geraten, so dass es unter dem Knie amputiert werden musste. „Damals waren alle um mich besorgt. Ich begriff daher, dass ich etwas in meinem Leben tun musste, damit die Menschen mich nicht länger voller Mitleid anschauen“, hatte Sinha vor dem Beginn ihrer Tour gesagt.

Mit dem Briten Tom Whittaker hatte 1998 zum ersten Mal ein körperbehinderter Mensch den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dem Bergsteiger war zwei Jahrzehnte zuvor nach einem Autounfall ein Fuß amputiert worden.

Science

Vögel: Gute Sänger sind schlechte Sucher

Die Talente von Singvögeln sind laut einer Studie gerecht verteilt: Virtuose Sänger haben ein schwaches räumliches Gedächtnis, unmusikalische Vögel hingegen einen überlegenen Orientierungssinn.

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Religion

Kopten-Papst kommt zu Besuch nach Österreich

Der koptische Papst-Patriarch Tawadros II. kommt morgen zu einem offiziellen Besuch nach Österreich. Während seines zwölftägigen Aufenthalts absolviert der Patriarch von Alexandrien, das Oberhaupt der orthodoxen koptischen Christen, ein intensives Programm. Kardinal Christoph Schönborn wird den hohen Würdenträger aus Ägypten in einem ökumenischen Festakt ehren.

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Kultur

Lyrikerin Sarah Kirsch ist tot

Die deutsche Schriftstellerin Sarah Kirsch ist tot. Das teilte die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) heute in München mit. Demnach starb die Lyrikerin bereits am 5. Mai im Alter von 78 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit im schleswig-holsteinischen Heide.

„Mit dem Tod Sarah Kirschs verlieren wir, verliert die deutschsprachige Literatur eine ihrer wichtigsten, eigenwilligsten und poetisch kraftvollsten Stimmen“, sagte Verlagsleiter Thomas Rathnow. Kirsch wurde 1935 in Limlingerode/Harz geboren, studierte Biologie und Literatur und lebte bis zu ihrer Ausbürgerung aus der DDR 1977 in Ostberlin.

Sie übersiedelte zunächst in den Westen der Stadt und lebte danach bis zu ihrem Tode als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein. Für ihr dichterisches Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis, dem Jean-Paul-Preis, dem Peter-Huchel-Preis und dem Johann-Heinrich-Voß-Preis.

Biennale-Eröffnung wohl ohne Ai Weiwei

Der bekannteste Teilnehmer wird wohl nicht zur Eröffnung der Kunstbiennale in Venedig kommen: Der chinesische Künstler Ai Weiwei habe bisher keine Ausreisegenehmigung bekommen, sagte die Kuratorin des deutschen Pavillons, Susanne Gaensheimer, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Der chinesische Künstler, Aktivist und Regimekritiker habe auch Angst, dass er im Falle einer Ausreise möglicherweise nicht nach China zurückkehren dürfe. „Wir hoffen aber bis zur letzten Minute, dass es doch noch klappt“, sagte Gaensheimer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main.

Für ihr Konzept hatte Gaensheimer schon im Vorfeld einiges an Kritik einstecken müssen. Ein Vorwurf: Ai stehle den anderen drei Künstlern, die mit ihm zusammen ausstellen, durch seine große Bekanntheit die Schau. „In der Ausstellung wird man sehen, dass das nicht der Fall ist“, sagte Gaensheimer, „seine Installation ist eine Art Metapher. Sie stellt eine Verbindung her zwischen den Arbeiten.“ Neben Ai stellen Dayanita Singh, Santu Mofokeng und Romuald Karmakar aus; sie zeigen Filme, Projektionen und Fotografien.

Leute

Hasselhoff bei „Gumball 3000“ in Wien

Das legendäre Luxusauto-Rennen „Gumball 3000“ macht morgen wieder Halt in Wien. Vor dem Parlament und bei der Diskothek Volksgarten werden die teuren Karossen präsentiert. Mit dabei ist auch „Baywatch“-Schauspieler David Hasselhoff.

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Gorbatschow in Umfrage unbeliebtester Kreml-Herrscher

Der Friedensnobelpreisträger und sowjetische Reformer Michail Gorbatschow ist in einer Umfrage zum unbeliebtesten Kreml-Herrscher der Geschichte gewählt worden. 66 Prozent der vom unabhängigen Meinungsforschungsinstitut Lewada befragten Russen gaben eine „negative“ Einstellung gegenüber dem Vater von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) an.

Lenin und Stalin am beliebtesten

Am beliebtesten mit jeweils rund 50 Prozent Zustimmung schnitten Revolutionsführer Lenin, der Sowjet-Diktator Josef Stalin und der sowjetische Dauerherrscher Leonid Breschnew ab. Mehrfache Stimmabgaben waren möglich.

„Die Ergebnisse zeugen von einem Fehlen geschichtlichen Wissens und mangelhafter historischer Reflexion“, meinte der Historiker Jan Ratschinski in der Zeitung „Kommersant“ (Mittwoch-Ausgabe). Die Menschen würden keine realen Personen bewerten, sondern Mythen, sagte der Experte vom Menschenrechtszentrum Memorial, das sich mit der Aufarbeitung der Sowjetdiktatur befasst. Lewada befragte für die repräsentative Studie nach eigenen Angaben 1.600 Menschen.

Lifestyle

Neues Internetportal für faire Kleidung

„Get Changed!“ heißt eine neue Internetplattform, mit der Geschäfte mit fair produzierter Mode im ganzen deutschsprachigen Raum gefunden werden können. Dahinter steht das Schweizer „Fair Fashion Network“, in Österreich ist die AK Oberösterreich an der Plattform beteiligt. Kernstück ist ein verpflichtendes Verbesserungsprogramm der Produktionsstätten. Zu den Unterzeichnern gehören große Namen der Textilbranche wie H&M, Benetton und C&A.

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