Ausland

Regierungskrise in Athen: Vorerst keine Einigung

Die Regierungskrise in Griechenland wegen des Streits über die Schließung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ERT) ist noch nicht beigelegt. Ein Krisentreffen der Chefs der drei Koalitionsparteien ging heute Abend ohne konkretes Ergebnis zu Ende.

Zu einem Bruch des Regierungsbündnisses aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken kam es jedoch nicht. Morgen ist um 20.30 Uhr ein weiteres Treffen geplant, wie der Sozialist Evangelos Venizelos nach dem Treffen im Fernsehen sagte. Dann werde es definitiv eine Lösung geben.

Der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras hatte vor gut einer Woche über die ERT-Schließung, von der 2.700 Beschäftigte betroffen sind, ohne Zustimmung der Koalitionspartner entschieden. Diese sind über sein Vorgehen empört. Der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, sagte: „Unser Ziel ist, dass das Fernsehen wieder normal funktioniert.“ Die Koalition müsse neu definiert werden und sich neue Ziele setzen.

Proteste in Brasilien gehen weiter

Aus Wut über soziale Missstände und die Verschwendung von Steuergeld sind heute in ganz Brasilien erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Bei Straßenschlachten mit der Polizei wurden im nordöstlich gelegenen Fortaleza mindestens zwei Protestteilnehmer verletzt.

In Fortaleza blockierten Demonstranten vor einem Spiel der brasilianischen Fußballnationalmannschaft den Zugang zum Stadion. „Nein zum Fußball, wir wollen Bildung“, stand auf einem Banner der Protestierenden, die die Confederations-Cup-Begegnung gegen Mexiko als Bühne für ihre Forderungen nutzten. „Ein Professor ist mehr wert als Neymar“, skandierten sie mit Blick auf den populären Jungstar des Nationalteams, für dessen Wechsel der FC Barcelona 57 Millionen Euro zahlte.

Polizei reagierte mit Tränengas

Später warfen einige der rund 10.000 Demonstranten vor dem Stadion Steine auf Sicherheitskräfte, die mit Tränengas und Gummigeschossen zurückschlugen. Das Justizministerium entsandte Eliteeinheiten in fünf Bundesstaaten, wo der bis 30. Juni laufende Confederations Cup ausgetragen wird. Offiziell sollten die Sicherheitskräfte bloß „vermitteln“ und „nicht repressiv“ handeln.

Gestern waren allein durch die Millionenmetropole Sao Paulo etwa 50.000 Demonstranten gezogen, dabei gab es auch Plünderungen.

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UNO-Statistik: Trauriger Rekord bei Flüchtlingen

Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) schlägt Alarm. Die Zahl der Flüchtlinge ist so hoch wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Insgesamt befanden sich 2012 mehr als 45,2 Millionen Menschen auf der Flucht, wie das UNHCR heute bekanntgab.

Die meisten Vertriebenen stammen aus den Krisengebieten Afghanistan, Somalia, Irak und Syrien. Rund 15,4 Millionen flüchteten ins Ausland, etwa 30 Millionen sind Binnenflüchtlinge. Große Sorge bereitet dem UNHCR die steigende Zahl der Kinder und Jugendlichen, die oft alleine Schutz suchen müssen.

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Verfassungsgericht in Rom wies Berlusconi-Antrag ab

Das Verfassungsgericht in Rom hat heute einen Antrag von Ex-Premier Silvio Berlusconi abgewiesen und damit den Weg für eine Fortsetzung des Mediaset-Prozesses in letzter Instanz frei gemacht. Die Richter waren aufgerufen, über einen angeblichen Verfahrensfehler beim Mediaset-Prozess zu entscheiden, bei dem Berlusconi im Mai in zweiter Instanz wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft und zu einem fünfjährigen Ausschluss aus allen öffentlichen Ämtern verurteilt worden war.

Die Richter urteilten, dass Berlusconi im März 2010 als er noch als Ministerpräsident im Amt war, kein Recht hatte, die Verschiebung von Gerichtsterminen wegen seiner institutionellen Verpflichtungen zu beantragen, wie er es gefordert hatte. Daher sei der Mediaset-Prozess rechtskonform und könne drittinstanzlich vor dem Kassationsgericht weitergeführt werden. Mit einem definitiven Urteil in diesem Verfahren ist noch bis Ende dieses Jahres zu rechnen.

Berlusconi protestiert

Berlusconi reagierte seinerseits empört auf das Urteil. „Das Urteil der Verfassungsrichter widerspricht jeglicher Vernunft“, protestierte der Medienzar in einer Presseaussendung.

Obwohl seiner Ansicht nach das Urteil des Verfassungsgerichts politisch beeinflusst sei, werde er nicht aus Protest die Regierung verlassen, die seine Mitte-rechts-Partei Volk der Freiheit (PdL) seit zwei Monaten unterstützt. „Trotz eines seit 20 Jahren andauernden Versuchs, mich aus Italiens politischem Leben zu verbannen, wird niemand mein Engagement für ein freies und gerechteres Land schwächen können“, betonte Berlusconi. Er werde weiterhin loyal die Regierung Letta unterstützen.

Ungarns Ex-Premier Gyula Horn 81-jährig verstorben

Der sozialistische ungarische Ex-Premier Gyula Horn ist heute im Alter von 81 Jahren in Budapest verstorben. Das berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Horn war von Mai 1989 ein Jahr lang Außenminister der Nemeth-Regierung. In dieser Funktion durchschnitt er gemeinsam mit seinem österreichischen Amtskollegen Alois Mock (ÖVP) im Juni 1989 in einem symbolischen Akt den Eisernen Vorhang.

Im Oktober 1989 gehörte Horn zu den Gründern der Ungarischen Sozialistischen Partei (MSZP), deren Vorsitz er von 1990 bis 1998 innehatte. Von 1990 bis 2010 gehörte er zu den Abgeordneten des Parlaments, nahm jedoch ab September 2007 aus Gesundheitsgründen nicht mehr an der Parlamentsarbeit teil.

Umweltverschmutzern in China droht nun die Todesstrafe

In China können Umweltverschmutzer künftig auch zum Tode verurteilt werden. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete heute, die am selben Tag in Kraft getretenen neuen Rechtsvorschriften ermöglichten eine strengere und konsequentere Ahndung von Umweltstraftaten.

„In schwersten Fällen kann die Todesstrafe verhängt werden.“ Zudem sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um Umweltvergehen zeitnah aufzuklären.

In der immer städtischer werdenden chinesischen Bevölkerung regt sich Widerstand gegen eine Wachstumspolitik um jeden Preis. Sie hat dem Land in den vergangenen drei Jahrzehnten zwar hohe Wachstumsraten eingebracht, das geschah aber vielfach auf Kosten der Umwelt. Immer mehr Menschen gehen deshalb auf die Straße.

Nemcova für Ministerpräsidentenamt in Tschechien nominiert

Die bisherige tschechische Regierungspartei ODS schickt die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Miroslava Nemcova, als Bewerberin in das Rennen um das Ministerpräsidentenamt.

Das Präsidium der Partei entschied sich heute für die 60 Jahre alte konservative Politikerin. „In diesem schweren Augenblick muss man Verantwortung übernehmen und etwas an die Menschen zurückgeben“, sagte Nemcova.

Ihr Parteikollege Petr Necas war am Montag wegen eines spektakulären Bespitzelungs- und Bestechungsskandals als Regierungschef zurückgetreten. Präsident Milos Zeman will ab Freitag mehrtägige Gespräche mit Vertretern aller Parteien über eine mögliche Regierungsbildung oder eine Neuwahl führen.

Schweizer Parlament lehnt Gesetz zum US-Steuerstreit ab

Das Schweizer Parlament hat ein Gesetz zur Lösung des Steuerstreits mit den USA endgültig abgelehnt.

Mit den Stimmen der rechtskonservativen SVP, der Sozialdemokraten (SP) und der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) stimmte der Nationalrat heute zum zweiten Mal gegen den Gesetzentwurf, der Schweizer Banken die Herausgabe von Bankdaten an die USA erlaubt hätte.

123 Abgeordnete sprachen sich gegen die Vorlage aus, 63 waren dafür. Die Gegner der Vorlage argumentierten, es sei kein Gesetz nötig. Die Regierung könne die Datenherausgabe auch durch einfache Verordnungen regeln.

Inland

Dönmez nimmt „Türken-Sager“ zurück

Der grüne Bundesratsabgeordnete Efgani Dönmez hat seine Aussage, Anhänger des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan sollten in die Türkei zurückgeschickt werden, zurückgenommen. Für eine persönliche Stellungnahme war er laut Landespartei nicht erreichbar.

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Sport

Ski alpin: ÖSV-Techniker gehen neue Wege

Das österreichische Slalom-Team der Herren bereitet sich in dieser Woche in Tirol auf den Olympiawinter vor. Der neue Cheftrainer Marko Pfeifer verzichtet damit nicht nur auf das in den letzten Jahren obligatorische Überseetraining, er setzt auch auf ungewöhnliche Spezialgeräte. Übungen am Slingtrainer sollen etwa den Rumpf stark und stabil machen. Und im Anti-Schwerkraft-Laufband steckt eine Menge NASA-Technologie, die die ÖSV-Techniker fit für Sotschi machen soll.

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Chronik: Ski-Olympiasieger Strolz bei Unfall verletzt

Olympiasieger Hubert Strolz ist bei einem Arbeitsunfall in seiner Vorarlberger Heimat schwer verletzt worden. Der 50-Jährige, der 1988 mit der Goldmedaille in der alpinen Kombination seine sportliche Sternstunde erlebte, kippte heute Nachmittag bei der Heuarbeit mit seinem Wagen in steilem Gelände um. Strolz musste laut Polizei mit dem Verdacht auf mehrere Beinbrüche ins Spital abtransportiert werden.

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Wirtschaft

Einigung über EU-Finanzplanung

Vertreter der Regierungen der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich nach monatelangem Streit auf die Finanzplanung der Europäischen Union für die Jahre 2014 bis 2020 geeinigt. Das teilte die irische EU-Ratspräsidentschaft heute in Brüssel mit.

Die Finanzplanung sieht Ausgaben in Höhe von rund einer Billion Euro vor. Details der Einigung sollten im Laufe des Abends mitgeteilt werden. Die letzte Verhandlungsrunde hatte gestern Abend begonnen.

Umstritten war vor allem die Forderung der Abgeordneten, nicht genutztes Geld in andere Haushaltspositionen verschieben zu dürfen. Sie verlangten auch, schon 2016 den Finanzrahmen wieder überprüfen und ändern zu dürfen. Zudem wollten sie einen Fahrplan für die Schaffung eigener Steuereinnahmen der EU.

US-Notenbank hält Kurs - Leitzins stabil

Die US-Notenbank hält bis auf weiteres Kurs. Bis zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wirtschaftslage würden weiter Monat für Monat für 85 Mrd. Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere gekauft, teilte die Federal Reserve heute in Washington nach einer Sitzung des für die US-Geldpolitik entscheidenden Offenmarktausschusses (FOMC) mit. Ihren Leitzins beließ die Zentralbank wie erwartet bei null bis 0,25 Prozent.

EU-Razzien bei Bahnen - auch ÖBB betroffen

Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen hat die EU-Kommission mehrere Bahntransportfirmen durchsucht, darunter auch die ÖBB. Es werde geprüft, ob die Unternehmen den Güterverkehr auf der Schiene untereinander aufgeteilt hätten, teilten die EU-Wettbewerbshüter heute mit.

Es gehe um Aktivitäten im Südosten Europas. Die Razzien in mehreren EU-Ländern seien bereits gestern erfolgt. Die EU-Kommission gab nicht bekannt, welche Firmen und Staaten ins Visier genommen wurden. Auf APA-Anfrage bestätigte ÖBB-Sprecherin Sonja Horner aber, dass die Österreichischen Bundesbahnen betroffen sind.

„Wir können bestätigen, dass es gestern am Standort der EXIF (Express Interfracht) Hausdurchsuchungen durch Mitarbeiter der EU-Kommission gegeben hat. Wir kooperieren im vollen Umfang mit den Behörden, bitten aber um Verständnis, dass wir aufgrund der laufenden Ermittlungen und der Jahre zurückliegenden Ereignisse keine weiteren Details nennen können“, heißt es in einer Stellungnahme der ÖBB. Express Interfracht ist ein Tochterunternehmen der ÖBB-Gütersparte Rail Cargo Austria (RCA).

Hypo NÖ: Ermittlungen eingestellt

Im Skandal um die Hypo NÖ können nun die Aufsichtsräte aufatmen. Wie der „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe) berichtet, hat die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien das Verfahren gegen sie eingestellt.

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Haftstrafe für Modeschöpfer Dolce und Gabbana

Die italienischen Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana sind laut Medienberichten heute wegen Steuerhinterziehung zu einem Jahr und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Laut dem Gericht haben die beiden Stardesigner des Modehauses Dolce & Gabbana rund eine Milliarde Euro an Steuern hinterzogen.

Die Modestars wurden schuldig befunden, die Kontrolle über ihre Marken an eine Strohfirma in Luxemburg übertragen zu haben, um in Italien keine Steuern zahlen zu müssen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert. Das Urteil fiel in erster Instanz, der Prozess wird voraussichtlich in Revision gehen.

Die Modedesigner wiesen in einem Interview mit der Tageszeitung „Corriere della Sera“ im Jänner jede Schuld von sich. „Wir sind sicher, dass wir immer korrekt gehandelt haben“, sagte Gabbana. Der Verteidiger der beiden bezeichnete den Prozess als „paradox“. „Es ist nicht möglich, dass ein Bürger doppelt so viel Steuern zahlt, wie er verdient“, sagte er.

IWF: Irland wird Rettungsschirm 2013 wohl verlassen können

Irland ist dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge auf gutem Weg, den Euro-Rettungsschirm wie geplant noch 2013 verlassen zu können und finanziell wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Die Konsolidierung komme wie erwartet voran, teilte der IWF heute mit. Irland würde aber davon profitieren, wenn ihm die Europäer bei der Bereinigung des Bankensektors mehr helfen würden, hieß es in dem Prüfungsbericht.

Irland war 2010 als zweiter Staat nach Griechenland unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft und mit Krediten im Volumen von 85 Mrd. Euro gestützt worden. In dieser Woche erhielt Dublin die letzte Tranche daraus. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in der Euro-Zone hat sich die irische Wirtschaft auch in den beiden vergangenen Jahren gut entwickelt.

D: Commerzbank streicht gut jede zehnte Stelle

Die Commerzbank will in den nächsten dreieinhalb Jahren rund 5.200 Stellen abbauen. Das ist fast jede achte der 45.000 Vollzeitstellen im Konzern. „Unser Ziel ist es, den Stellenabbau in vollem Umfang ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu realisieren“, sagte Personalvorstand Ulrich Sieber heute.

Deutschlands zweitgrößte Bank hatte zuvor die Belegschaft über die Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat informiert. Im deutschen Kerngeschäft fallen 3.900 Stellen weg, zugleich sollen rund 1.000 an anderer Stelle neu geschaffen werden. Im Filialgeschäft betrifft der Stellenabbau allein 1.800 der 12.000 Mitarbeiter.

Chronik

Mindestens 30 Tote bei Busunfall in Peru

Ein Bus ist in Peru in einen Fluss gestürzt, mindestens 30 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Neun Insassen wurden zunächst noch vermisst, wie die Polizei heute mitteilte. 15 Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Der Bus fiel in den Fluss Tarma auf einer kurvenreichen Strecke im Departement Junin, rund 200 Kilometer nordöstlich von Lima, wie die Nachrichtenagentur Andina berichtete. Eine Vertreterin des Busunternehmens gab als Ursache des Unfalls die schlechte Ausschilderung der Landstraße an. Der Bus fuhr von Lima nach Satipo im ostperuanischen Amazonas-Gebiet.

F: 19-Jährige verkauft Baby für 15.000 Euro

Für 15.000 Euro hat in Frankreich eine 19-jährige Mutter ihr drei Wochen altes Baby verkauft. Die Polizei suchte heute nach dem Neugeborenen, nachdem die in Champs-sur-Marne im Großraum Paris festgenommene junge Frau den Verkauf des Kindes gestanden hatte, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Gegen die junge Frau und ihre 37-jährige Mutter, die ihre Tochter zum Verkauf des Kindes angestiftet haben soll, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bei der Festnahme der beiden Frauen wurden die 15.000 Euro gefunden, die für das kleine Mädchen gezahlt worden waren. Das Baby war Ende Mai in einem Krankenhaus auf die Welt gekommen. Die 19-Jährige hat bereits ein Kind, das die Behörden in ihre Obhut nahmen.

Fabrik in Estland explodiert: Ein Toter, zwei Verletzte

Bei einer Explosion in einer Industrieanlage der estnischen Hauptstadt Tallinn sind mindestens ein Mensch ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden. Durch die Wucht der Detonation stürzte ein Teil des Daches im Hafen der Ostsee-Stadt ein, wie Medien heute berichteten.

Umherfliegende Trümmer trafen nach Angaben der Rettungskräfte einen Mann tödlich, der sich in der Nähe des Unglücksortes aufhielt. In dem Fabrikgebäude brach ein Feuer aus, die Flammen verletzten zwei Männer. Experten untersuchten die Explosionsursache. Unbestätigten Angaben zufolge war Gas ausgetreten.

Mit Nacktfotos erpresst: Bewährungsstrafe

Über eine Partnerbörse sind fünf junge Frauen in die Fänge eines 20-Jährigen geraten. Nachdem er aufreizende Fotos geschickt bekommen hatte, setzte er die Frauen unter Druck. Vom Gericht wurde er jetzt wegen versuchter Nötigung zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

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Video von Lehrerin im Internet: Geldstrafe

Ein 15-Jähriger ist heute am Landesgericht Klagenfurt zivilrechtlich zu einer Geldstrafe von 2.300 Euro verurteilt worden. Er hatte eine Lehrerin gefilmt, wie sie von ihrem Sessel stürzte, und das Video auf Facebook gestellt. Sie klagte ihn auf Schmerzensgeld.

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Zug fährt in ÖBB-Arbeitstrupp: Zwei Tote

In der Oststeiermark ist ein Regionalzug in eine Gruppe ÖBB-Gleisarbeiter gefahren. Dabei wurden zwei Personen getötet, zwei Personen wurden verletzt. Die Unfallkomission geht mittlerweile von einem Kommunikationsfehler aus.

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Zwei Sechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der Ziehung von Lotto „6 aus 45“ haben zwei Teilnehmer die sechs Richtigen getippt. Sie bekommen je knapp eine Million dafür ausgezahlt.

Heute wurden folgende Gewinnzahlen gezogen:

10 16 19 25 31 40 / Zusatzzahl: 36

Ein Teilnehmer hat die richtigen Jokerzahlen auf der Quittung, er bekommt 112.754,80 Euro.

Die aktuelle Jokerzahl lautet:

9 7 2 0 5 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Gesundheit

Nach Kunstherz: 13-Jährige bekam Spenderherz

Pionierleistung der Medizin am Wiener AKH: In einem stundenlangen Eingriff erhielt - erstmals in Österreich - ein 13-jähriges Mädchen ein Spenderherz, nachdem ihm drei Monate zuvor ein voll implantierbares Kunstherz eingesetzt worden war.

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Kultur

„Sommerbilder“ im Essl Museum

Rechtzeitig zum Sommerstart ist im Essl Museum in Klosterneuburg die Ausstellung „Sommerbilder“ eröffnet worden. Die Bilder vom Eisstanitzel über den Freibadbesucher bis hin zur Blumenwiese sollen dabei zum längeren Verweilen einladen.

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Kommunistisches Manifest ist UNESCO-Welterbe

Das Kommunistische Manifest und der erste Band des „Kapitals“ von Karl Marx gehören künftig zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. Die deutsch-niederländische Gemeinschaftsnominierung ist ab sofort im „Memory of the World“-Register verzeichnet, wie die deutsche UNESCO-Kommission gestern Abend in Bonn nach einer Tagung des Internationalen Komitees im südkoreanischen Gwangju mitteilte.

Auch „Goldene Bulle“ aufgenommen

Weiters wurde als deutsch-österreichischer Eintrag das Verfassungsdokument „Goldene Bulle“ in die Liste aufgenommen.

Die Schriften von Marx seien aufgenommen worden, „weil diese weltweit einen großen Einfluss auf soziale Bewegungen hatten“, erklärte die UNESCO-Kommission. Vom Manifest der Kommunistischen Partei von 1848 existiere heute noch eine handschriftliche Seite, die in einem Amsterdamer Archiv lagere.

Die „Goldene Bulle“ aus dem Jahr 1356 wiederum war den Angaben zufolge „das wichtigste Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches“ bis zu dessen Ende im Jahr 1806. Zwei der sieben erhaltenen Originalexemplare befinden sich im Österreichischen Staatsarchiv, eine Prunkhandschrift des böhmischen Königs Wenzel in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Science

Wie das Hochwasser zustande kam

Die Auswirkungen des Juni-Hochwassers in Österreich waren verheerend. Die Ursachen dafür lagen nicht nur in außerordentlich hohen Regenmengen, sondern auch in der Überlagerung von zwei Niederschlagsspitzen. Auf seinem Weg donauabwärts nahm das Hochwasser so weniger stark ab als im Hochwasserjahr 2002.

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Naher Osten: Auch Christen aßen kein Schweinefleisch

Muslime und Christen im Nahen Osten haben nach Erkenntnissen des französischen Historikers Bernard Heyberger über Jahrhunderte ähnliche Bräuche und Rituale gepflegt. Unter anderem verzichteten Christen demnach wie Muslime auf den Verzehr von Schweinefleisch.

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Leute

Helmut Werner: Anklage nach Rauferei

Eine Schlägerei um den Schauspieler Helmut Berger in einem Salzburger Innenstadtlokal Anfang Februar endet nun vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft brachte einen Strafantrag gegen Bergers Manager Helmut Werner und zwei weitere Beteiligte ein.

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