Ausland

UNO-Sicherheitsrat berät über Tempelberg-Konflikt

Angesichts der zunehmenden Gewalt im Streit um den Zugang zum Jerusalemer Tempelberg haben Schweden, Frankreich und Ägypten gestern eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beantragt. Die Sitzung soll morgen stattfinden, teilte Schwedens stellvertretender UNO-Botschafter Carl Skau über Twitter mit. Das Gremium werde darüber beraten, wie die schwerste Gewalt seit Jahren zwischen Israelis und Palästinensern wieder eingedämmt werden könne.

Streit über Metalldetektoren

Der Streit über Metalldetektoren und zusätzliche Überwachungskameras am Eingang zum Tempelberg hatte am Freitag eine neue Eskalationsstufe erreicht. Binnen 24 Stunden wurden in dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sechs Menschen getötet - unter ihnen drei Israelis, die von einem palästinensischen Angreifer in einer Siedlung im besetzten Westjordanland erstochen wurden.

Unruhen am Tempelberg eskaliert

Der Streit um den Tempelberg in Jerusalem ist eskaliert.

Die Auseinandersetzungen gingen auch gestern weiter. Dabei wurde erneut ein Palästinenser nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums getötet. Der 17-Jährige wurde demnach bei Zusammenstößen im Westjordanland von israelischen Sicherheitskräften beschossen und schwer verletzt, am Abend erlag er seinen Verletzungen.

Der Tempelberg gilt Juden, Muslimen und Christen gleichermaßen als bedeutendes Heiligtum. Verwaltet wird er von einer jordanischen muslimischen Stiftung. Wegen der Verschärfung der Zugangskontrollen zum Tempelberg fror Palästinenserpräsident Mahmud Abbas inzwischen alle Kontakte der Palästinenserführung zu Israel ein.

Orban unterstützt Polen bei Justizreform

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban ist der polnischen Regierung in der Frage der umstrittenen Neuregelung des Justizwesens zu Hilfe geeilt. Orban sagte gestern, die von der EU gegen Warschau angestrengte „Inquisitionskampagne“ sei „im Interesse Europas und im Geist der alten ungarisch-polnischen Freundschaft“ zum Scheitern verurteilt.

Ungarn werde innerhalb der EU alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um seine Solidarität mit Polen zu zeigen, so Orban während eines Besuchs in Rumänien. Nach dem polnischen Unterhaus hatte in der Nacht auf gestern auch der Senat der Gesetzesvorlage der nationalkonservativen Regierung zum Justizwesen zugestimmt.

Damit ignorierten die Volksvertreter sowohl die Warnungen der EU-Kommission als auch zahlreiche kritische Stimmen im In- und Ausland, die um die Unabhängigkeit der Justiz fürchten. Das letzte Wort hat Präsident Andrzej Duda. Setzt er das neue Justizgesetz in Kraft, drohen harte Sanktionen aus Brüssel.

Mehr dazu in Regierungskritiker hoffen nun auf Duda

Deutscher Präsident Steinmeier greift Erdogan scharf an

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat sich der deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier in den Streit der Bundesregierung mit der Türkei eingeschaltet. Erdogan versuche nicht nur, „das Land auf sich zuzuschneiden“, sagte Steinmeier laut im Voraus veröffentlichten Auszügen aus dem ZDF-Sommerinterview.

Vielmehr würden jetzt auch die „Reste an Kritik und Opposition“ verfolgt, ins Gefängnis gesteckt und mundtot gemacht. Er halte deshalb die Neuausrichtung der deutschen Türkei-Politik für richtig, sagte Steinmeier. Was in der Türkei passiere, „können wir nicht hinnehmen“. Das sei auch eine „Frage der Selbstachtung“ Deutschlands. Das Sommerinterview wurde am Samstag aufgezeichnet und soll am Sonntag um 19.10 Uhr im ZDF ausgestrahlt werden.

Gabriel für „Neuausrichtung“ der Politik

Angesichts der zahlreichen Konflikte mit der Türkei hatte der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel am Donnerstag eine „Neuausrichtung“ der Politik gegenüber Ankara angekündigt. Neben einer Verschärfung der Reisehinweise, die nun auch für Urlauber gelten, sollen staatliche Bürgschaften für Investitionen deutscher Unternehmer in der Türkei auf den Prüfstand kommen. Zudem will der Außenminister Gespräche mit den europäischen Partnern über die weitere Zahlung der EU-Finanzhilfen für den Beitrittskandidaten Türkei führen.

Steinmeier begrüßte es in dem Interview auch, dass Gabriel in einem offenen Brief an die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland um Verständnis für die verschärfte Gangart der deutschen Regierung warb. In dem am Samstag in der „Bild“-Zeitung erschienenen Schreiben heißt es: „Gleichgültig, wie schwierig die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind, bleibt für uns klar: Sie, die türkischstämmigen Menschen in Deutschland, gehören zu uns - ob mit oder ohne deutschen Pass“.

Gabriel nannte die Freundschaft zwischen Deutschen und Türken einen „großen Schatz“. Der Verhaftung „unbescholtener“ deutscher Staatsbürger könne die Bundesregierung aber nicht tatenlos zusehen. Der Brief „im Namen der gesamten Bundesregierung“ wurde auf Deutsch und auf Türkisch abgedruckt.

Trumps neuer Kommunikationschef will „aggressiver“ sein

Im Team von US-Präsident Donald Trump soll die Kommunikationsstrategie umgekrempelt werden: Nach dem Abgang des Präsidentensprechers Sean Spicer, der oft zur Zielscheibe von Trumps Unmut wurde, soll nun der Wall-Street-Banker Anthony Scaramucci als neuer Kommunikationsdirektor die Zügel in die Hand nehmen.

Trumps „phänomenale“ Leistungen müssten „aggressiver“ kommuniziert werden, so der neue Kommunikationschef. Mit Spicer ist Trump einen Dorn im Auge los - da gerät bereits der nächste in Ungnade gefallene Mitarbeiter in Bedrängnis: Justizminister Jeff Sessions soll in der Russland-Affäre die Öffentlichkeit hinters Licht geführt haben.

Mehr dazu in Spicer scheidet aus schwierigem Job

Erdogan besucht Saudi-Arabien, Kuwait und Katar

Vor dem Hintergrund der Spannungen in der Golfregion reist der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan heute und morgen nach Saudi-Arabien, Kuwait und Katar. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, ist heute unter anderem ein Treffen mit dem saudischen König Salman geplant. Dann wolle Erdogan nach Kuwait weiterreisen, das in der Krise eine Vermittlerrolle innehat.

Morgen wolle Erdogan dann Doha besuchen. Ankara gilt in dem Streit als Unterstützer Katars. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten hatten im Juni alle diplomatischen Kontakte zu dem Golf-Emirat Katar abgebrochen und die Grenzen geschlossen. Sie werfen Katar die Unterstützung von Terrororganisationen und zu enge Verbindungen zum Iran vor.

Sämtliche Vermittlungsbemühungen sind bisher gescheitert. Auch die Türkei hat ihre Hilfe angeboten, Analysten bezweifeln jedoch, dass dies von Saudi-Arabien und seinen Verbündeten angenommen wird.

Interpol verbreitet Liste mit 173 potenziellen IS-Terroristen

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat laut der britischen Zeitung „The Guardian“ (Online-Ausgabe) eine Liste mit 173 IS-Kämpfern verbreitet. Sie sollen eigens dafür trainiert worden sein, Selbstmordanschläge in Europa auszuführen, um Rache für den internationalen Militäreinsatz gegen den „Islamischen Staat“ (IS) zu üben.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist aber keine der 173 Personen nach Europa eingereist, so der „Guardian“. Durch das bereits am 27. Mai verbreitete Schreiben will Interpol die Zusammenarbeit mit europäischen Geheimdiensten in Bezug auf die genannten Personen verbessern und den Austausch möglicher Daten vorantreiben.

Ursprünglich sollen die Informationen über die potenziellen Terroristen von US-Geheimdiensten stammen, die diese wiederum aus „vertrauenswürdige Kanälen“ aus dem Umfeld der Terrororganisation IS bezogen hätten. Die US-Bundespolizei FBI habe die Liste dann an Interpol weitergeleitet. Auf der Liste finden sich laut „Guardian“ zu jeder Person Name, Fotos, das Datum, an dem sie vom IS rekrutiert wurde, den Namen der Mutter und Angaben zur Moschee, in der sie sich am meisten aufhielt.

Inland

Hammerschmid will mehr Personal für Volksschulen

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) verspricht in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ mehr Personal für die Volksschulen. Die Ministerin will 5.000 Pädagoginnen und Pädagogen mehr einsetzen, das sei eine Priorität vor allem in Richtung Sprachkompetenz.

So wenige Flüchtlingsklassen wie möglich

Auch eigene Flüchtlingsklassen wird es weiterhin geben, aber so wenige wie möglich. Das sei nicht Ziel ihrer Partei, so Hammerschmid. Ziel sei es vielmehr, die Flüchtlingskinder in die Regelklassen zu integrieren. Das fördere die Sprache und die Integration in der Gesellschaft. Und dazu seien in den letzten zwei Jahren 10.000 Lehrer zusätzlich ausgebildet worden.

Lehrerinnen und Lehrer an den Höheren Schulen werden nicht zur Fortbildung gezwungen - für sie gilt laut Hammerschmid weiterhin die Freiwilligkeit. Vor verpflichtenden Fortbildungen in den großen Ferien werden sie vorerst verschont, so Hammerschmid. Mittelfristig könnte sich daran allerdings etwas ändern, so die Ministerin.

Grüne mit parlamentarischer Anfrage

Die Grünen vermissten in einer Reaktion konkrete Antworten Hammerschmids. Was Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache betrifft, kündigte Bildungssprecher Harald Walser daher eine parlamentarische Anfrage an.

Thematisiert wurde im Interview mit der Bildungsministerin auch die Entscheidung der türkischen Regierung, Darwins Evolutionstheorie aus den Schulen zu verbannen. „Man kann die Evolutionstheorie nicht negieren“, so Hammerschmid. Zwar könne sie der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich nicht vorschreiben, wie sie denkt und handelt, die Evolutionstheorie sei aber „wissenschaftlich belegt und abgesichert“.

Audio dazu in oe1.ORF.at

Asylwerber laut Höchstgericht gegen Verhetzung geschützt

Das Strafrecht schützt Asylwerber vor Verhetzung, auch wenn sie nicht explizit unter die im Gesetz genannten Kriterien fallen. Das hat der Oberste Gerichtshof (OGH) entschieden, nachdem das Oberlandesgericht Graz einen Mann freigesprochen hatte, der auf Facebook das „Erledigen“ von Asylanträgen mit dem Maschinengewehr gefordert hatte. Der Freispruch bleibt trotz der rechtlichen Klarstellung aufrecht.

Anlass für die Klarstellung des OGH war ein unter Pseudonym verfasster Facebook-Eintrag eines Steirers. Der Mann hatte ein Bild von zwei Scharfschützen mit Maschinengewehr gepostet - mit dem Aufdruck: „Das schnellste Asylverfahren Deutschlands ... lehnt bis zu 1.400 Anträge pro Minute ab.“

Mann freigesprochen

Vom Landesgericht Leoben wurde der Mann freigesprochen, ebenso vom Oberlandesgericht Graz. Begründung: Das Posting stellte für das Oberlandesgericht zwar ein klares Aufstacheln zum Hass gegen Asylwerber dar. Und zwar, weil Asylwerbern damit generell der Anspruch auf ein Asylverfahren abgesprochen und weil gehässige Emotionen und Intoleranz gegenüber Flüchtlingen geschürt würden.

Dennoch blieb es beim Freispruch, weil das Berufungsgericht davon ausging, dass das Gesetz Asylwerber als Personengruppe nicht vor Verhetzung schützt.

Grazer Richter verneinten Schutz

Dieser Ansicht hat der Oberste Gerichtshof mit einer bereits im April getroffenen Entscheidung klar widersprochen. Demnach schützt der Verhetzungsparagraf (§ 283 Strafgesetzbuch) auch Asylwerber. Die Grazer Richter hatten diesen Schutz verneint, weil Asylwerber nicht durch die im Gesetz festgelegten Kriterien („Rasse“, Hautfarbe, Sprache, Religion, Weltanschauung, Staatsangehörigkeit etc.) definiert werden.

Nach Ansicht der Höchstrichter haben die Grazer Kollegen damit allerdings die 2015 erfolgte Verschärfung des Verhetzungsparagrafen ignoriert, die ja ausdrücklich der konsequenten Bekämpfung derartiger „Hasskriminalität“ dienen sollte.

Keine Konsequenz für konkreten Fall

Für den konkreten Anlassfall hatte das Urteil des Obersten Gerichtshofs allerdings keine Konsequenzen. Gerichtssprecher Kurt Kirchbacher begründete das auf APA-Anfrage damit, dass das Urteil Folge einer Nichtigkeitsbeschwerde der Generalprokuratur zur Wahrung des Gesetzes war und dass der ordentliche Instanzenzug bereits erschöpft war - also beim OGH keine Berufung eingelegt werden konnte. Somit hätten die Entscheidungen der Untergerichte nicht zum Nachteil des Angeklagten verändert werden können: „Aber für die Zukunft ist das klargestellt.“

Sport

Bundesliga: Perfekter Auftakt für Aufsteiger LASK

Aufsteiger LASK ist ein perfekter Auftakt in die tipico-Bundesliga geglückt. Die Linzer setzten sich gestern zuhause gegen die Admira souverän mit 3:0 durch und kehrten damit fulminant in die oberste Spielklasse zurück. Auch Titelverteidiger Red Bull Salzburg meisterte die erste von 36 Aufgaben in der Meisterschaft beim WAC. Rapid ließ sich hingegen von Mattersburg im Finish noch die halbe Butter vom Brot nehmen.

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Fußball: Arnautovic wechselt um Rekordpreis zu West Ham

Die sportliche Zukunft von Marko Arnautovic in der englischen Premier League ist endgültig geklärt. Der 28-jährige Teamspieler unterschrieb gestern einen Fünfjahresvertrag bei den Londonern, nachdem West Ham und Stoke City sich unter der Woche über die Transfersumme geeinigt hatten.

Mit rund 27 Mio. Euro Ablöse ist Arnautovic ab sofort auch der teuerste österreichische Spieler aller Zeiten. Auch für West Ham bedeutet der Transfer des Wieners eine neue finanzielle Zeitrechnung.

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Radsport: Froome steht vor viertem Tour-de-France-Sieg

Christopher Froome ist der vierte Gesamtsieg bei der Tour de France seit gestern wohl endgültig nicht mehr zu nehmen. Der britische Titelverteidiger belegte im Einzelzeitfahren in Marseille den dritten Platz und baute damit seinen Vorsprung vor der heutigen Schlussetappe nach Paris aus. Neuer Zweiter ist der Kolumbianer Rigoberto Uran, der den Franzosen Romain Bardet auf Rang drei verdrängte. In der Tageswertung lagen zwei Polen voran.

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Wirtschaft

EU prüft Auto-Kartellverdacht in Deutschland

Die Europäische Kommission prüft Kartellvorwürfe gegen deutsche Autobauer. Das teilte die oberste Wettbewerbsbehörde im europäischen Binnenmarkt gestern mit. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sollen sich Vertreter von Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler schon seit den 90er Jahren gemeinsam über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben. Trifft dies zu, steht illegales Kartellverhalten im Raum.

„Die Europäische Kommission und das Bundeskartellamt haben diesbezüglich Informationen erhalten, welche zur Zeit von der Kommission geprüft werden“, hieß es in Brüssel. Die Kommission und die nationalen Wettbewerbsbehörden kooperierten bei solchen Themen eng miteinander. Es sei aber zu diesem Zeitpunkt verfrüht, weiter zu spekulieren.

Deutsche Autobauer stehen dem Bericht zufolge unter dem Verdacht jahrelanger illegaler Absprachen zu Lasten von Verbrauchern und Zulieferern. Das Magazin berief sich dabei auf einen Schriftsatz, den VW auch für Audi und Porsche bei den Wettbewerbsbehörden eingereicht haben soll. Auch Daimler habe eine „Art Selbstanzeige“ hinterlegt.

Hinweis

ORF.at: Verbesserte News-App zum 20-Jahr-Jubiläum

Rechtzeitig zum 20-Jahr-Jubiläum von ORF.at am 24. Juli gibt es eine verbesserte ORF.at-News-App. Leserinnen und Leser von ORF.at und Userinnen und User der ORF.at-News-App sind ab sofort noch schneller informiert: Sie können nun in Web und App Push-Notifikationen für die wichtigsten Eilmeldungen abonnieren. Wer die klassische Web- oder Mobilversion von ORF.at nutzt, kann sich auf der Seite ORF.at/push für Notifikationen anmelden.

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Screenshots der ORF.at-News-App

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In der App bringt das Update noch weitere Neuerungen: ein modernisiertes Design mit attraktiveren Bildelementen auf der Startseite, ein neues seitliches Menü mit der Wetterlage aus einem frei wählbaren Bundesland und einen verbesserten In-App-Browser für Inhalte aus dem ORF.at-Netzwerk, die nicht direkt in der App enthalten sind.

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Chronik

Fall Baby Charlie: Spital klagt über Morddrohungen

Ärzte und Krankenschwestern des Great-Ormond-Street-Hospitals, die das schwerkranke britische Baby Charlie Gard behandeln, haben nach Angaben des Spitals Morddrohungen erhalten. Das teilte das Londoner Krankenhaus gestern mit. Mitarbeiter seien in den vergangenen Wochen „einer infamen Flutwelle von Feindseligkeit und Belästigungen“ ausgesetzt gewesen, schrieb die Krankenhausleiterin.

Tausende ausfallende Nachrichten seien an Ärzte und Krankenschwester geschickt worden. „Viele davon sind Drohbotschaften, einschließlich Morddrohungen“, hieß es in der Mitteilung.

Urteil am Dienstag möglich

Die Klinik befindet sich in einem Rechtsstreit mit den Eltern des elf Monate alten Charlie Gard. Seine Ärzte glauben nicht, dass dem Buben noch geholfen werden kann. Er leidet an einer seltenen Erbkrankheit, die unter anderem zu irreparablen Schäden am Gehirn führt. Er muss künstlich beatmet und ernährt werden. Die Ärzte fordern, dass Charlie in Würde sterben soll.

Charlies Eltern wollen ihn für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Ein US-Experte hatte Charlie dafür Anfang der Woche untersucht. Am Dienstag (25.7.) könnte Medienberichten zufolge eine Entscheidung am Londoner High Court getroffen werden.

Berichte: Teenager ließen Mann in USA ertrinken

Eine Gruppe von Teenagern in Florida hat nach Medienberichten tatenlos zugesehen, wie ein Mann in einem Teich ertrank - und sich darüber auch noch amüsiert. Die Leiche des 31-Jährigen wurde erst fünf Tage nach dem Vorfall am 9. Juli in Cocoa nahe Orlando im Wasser aufgefunden, wie unter anderem die „New York Times“ schilderte.

Video auf Facebook gestellt

Demnach filmten die jungen Leute im Alter zwischen 14 und 18 Jahren den Kampf des Mannes ums Überleben auch noch mit einem Handy und stellten die Aufnahme auf Facebook. Eine Familienangehörige des Ertrunkenen habe dann die Polizei darauf aufmerksam gemacht.

Auf dem Video ist der „New York Times“ zufolge zu hören, wie jemand den Mann im Wasser einen „Junkie“ nennt. Eine andere Stimme sagt: „Es wird dir keiner zu Hilfe kommen, du dummes Miststück. Du hättest da nicht hineingehen sollen.“ Als der Mann schließlich im Wasser untergeht, sagt jemand: „Er ist gerade gestorben!“, und die anderen beginnen zu lachen.

Der Fall erweckt auch deshalb großes Aufsehen, weil es in Florida kein Gesetz gibt, das unterlassene Hilfeleistungen strafbar macht. Daher können die Teenager nicht belangt werden. Aber die örtliche Polizei will den Medienberichten zufolge der Staatsanwaltschaft eine Strafverfolgung unter einem anderen Gesetz vorschlagen: Demnach hätten die Teenager den Todesfall zumindest der Polizei melden müssen - was sie ebenfalls nicht taten.

Mit 238 km/h geblitzt: 79-Jährige in Belgien verurteilt

Weil sie mit 238 km/h unterwegs war, hat ein belgisches Gericht eine 79-Jährige zu einer Strafe von 1.200 Euro verurteilt. Ihren Führerschein ist die 1937 geborene Frau zudem für drei Monate los.

Wie belgische Medien berichteten, blitzte die Polizei die Großmutter aus der Stadt La Louviere im vergangenen Juni auf der Autobahn in einem Porsche. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit lag bei 120 km/h.

Wie die Nachrichten-Seite „DHnet.be“ berichtete, sagte die Frau, sie habe eine Spritztour machen wollen, weil sie nicht habe schlafen können. Ihr Anwalt sagte vor Gericht, es sei das erste Mal gewesen, dass man seine Mandantin beim Schnellfahren erwischt habe. Das Urteil erging bereits am Mittwoch.

Vermisster Radfahrer in NÖ tot gefunden

Eine Suchaktion nach einem vermissten Radfahrer hat es gestern in Krems in Niederösterreich gegeben. Der 42-jährige Mann, der am Vormittag zu einem Radausflug aufgebrochen war, konnte am Abend nur noch tot am Ufer der Krems in unwegsamen Gelände gefunden werden.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Frau trieb bewusstlos in der Krems

Eine Frau ist gestern bewusstlos treibend in der Krems (Niederösterreich) entdeckt worden. Einsatzkräfte zogen die Frau aus dem Wasser und reanimierten sie. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Gesundheit

Viertägige Aids-Konferenz in Paris beginnt

6.000 Experten beraten von heute bis Mittwoch auf bei einer großen Aids-Konferenz in Paris über den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Bei dem von der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) organisierten viertägigen Treffen soll über den Forschungsstand bei der Entwicklung neuer HIV-Medikamente, die Verhinderung einer Ansteckung und mögliche Impfstoffe diskutiert werden.

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der UNO-Organisation UNAIDS eine Million Menschen an der Immunschwächekrankheit gestorben. Weltweit sind demnach fast 37 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Mit HIV-Medikamenten kann eine Vermehrung der Viren im Körper verhindert werden. Die Krankheit Aids an sich ist aber bis heute unheilbar. Einen Impfstoff gibt es nicht.

Science

Kultur

US-Schauspieler John Heard ist tot

Der amerikanische Film- und TV-Schauspieler John Heard ist im Alter von 71 Jahren im kalifornischen Palo Alto gestorben. Er war vor allem als Vater des von Macaulay Culkin gespielten Jungen in den Filmen „Kevin - Allein zu Haus“ (1990) und „Kevin - Allein in New York“ (1992) bekannt.

Eine Mitarbeiterin der Gerichtsmedizin von Santa Clara bestätigte gestern den Tod des Schauspielers. Demnach wurde Heard am Freitagabend (Ortszeit) ohne Lebenszeichen in einem Hotelzimmer gefunden. Die Todesursache werde noch ermittelt, sagte sie.

Schauspieler John Heard

APA/AFP/ Getty Images/Mark Mainz

Nach Angaben des Promi-Portals TMZ hatte sich Heard am Mittwoch einer „unkomplizierten Rückenoperation“ an der Klinik der Stanford Universität unterzogen. Er lebte nach Angaben der Polizei in Studio City (Kalifornien). Sein Sprecher war zunächst nicht erreichbar.

179 Rollen

Das Filmportal IMDb zählt insgesamt 179 Rollen auf, die Heard in den vergangenen Jahrzehnten im Kino und in Fernsehserien spielte. So war er jeweils in Nebenrollen in der Verfilmung des John-Grisham-Krimis „Die Akte“, als Gregor in „Der einzige Zeuge“ und als Polizist Gavin Makazian in fünf Folgen von „Die Sopranos“ zu sehen. Außerdem produzierte er zwei Filme mit, „Steel City“ und „Stealing Roses“. Laut IMDb war Heard bis kurz vor seinem Tod noch in sechs Filmprojekte eingebunden.

Heard stammte aus Washington und hatte 1973 in dem Theaterstück „Warp“ sein Broadway-Debüt. Zehn Jahre später kehrte er neben der Oscar-Preisträgerin Jessica Tandy in der „Glasmenagerie“ auf die New Yorker Theatermeile zurück. Er war dreimal verheiratet, darunter in seiner letzten Ehe 2010 mit Lana Pritchard für gerade sechs Monate.

Schwierige Rettungsmission für „Jedermann“ in Salzburg

Erst vor wenigen Monaten ist die Entscheidung gefallen, dass der Salzburger „Jedermann“ heuer komplett neu erarbeitet werden soll. Ganz fertig scheint Regisseur Michael Sturminger, der dem Traditionsstück hauptsächlich Traditionen abgeräumt hat, damit nicht geworden zu sein. Nichtsdestoweniger wurde die Premiere (wegen heftigen Regens nicht auf dem Domplatz, sondern im Festspielhaus) Freitagabend am Ende im großen Stil bejubelt - Standing Ovations inklusive.

Mehr dazu in ORF.at/salzburgerfestspiele17