Letzte Meldung

Ausland

Größtes Munitionslager der Ukraine in Flammen

Das größte Munitionslager der Ukraine in Balakleja in der Nähe von Charkiw ist in der Nacht auf heute von schweren Explosionen erschüttert worden. Das ukrainische Militär sprach von einem Sabotageakt.

Laut dem Militär wurde die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften in Sicherheit gebracht. Verletzte habe es keine gegeben, so die Armee.

Militärsprecher Oleksander Motuzjanik sagte, dass die Sicherheit rund um weitere Basen verstärkt worden sei. Der ukrainische Premier Wolodimir Groysman soll im Laufe des Tages in die Region reisen.

Macron weiter Umfragefavorit in Frankreich

In Frankreich wird einer Umfrage zufolge der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron die Präsidentenwahl klar gewinnen. In der ersten Runde am 23. April käme der frühere Wirtschaftsminister auf 26 Prozent der Stimmen, wie eine heute veröffentlichte Erhebung des Instituts Harris Interactive ergab.

Macrons Hauptrivalin Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National erreicht 25 Prozent. Auf den - durch eine Reihe von Finanzskandalen unter Druck geratenen - Konservativen Francois Fillon entfallen 18 Prozent, gefolgt vom Linkspolitiker Jean-Luc Melenchon (13,5 Prozent) und dem Sozialisten Benoit Hamon (12,5 Prozent).

In der entscheidenden zweiten Wahlrunde am 7. Mai wird sich der Umfrage zufolge Macron deutlich durchsetzen. Er werde dann 65 Prozent erhalten, Le Pen 35 Prozent. Das sind dieselben Werte wie bei der Erhebung vor zwei Wochen. Vor Kurzem waren die fünf Kandidaten in der ersten von drei TV-Debatten aufeinandergetroffen.

Griechenland will keine Flüchtlinge zurücknehmen

Griechenland sperrt sich gegen die von der EU-Kommission geforderte Rücknahme von Flüchtlingen aus anderen Ländern der Union.

„Ich sehe nicht, dass Griechenland die Kapazitäten und die finanziellen Mittel hat, Flüchtlinge aufzunehmen, die aus den nördlichen EU-Ländern zurückgeschickt werden“, sagte Außenminister Nikos Kotzias der deutschen „Welt“ (Donnerstag-Ausgabe).

„Es gibt einige EU-Staaten, die denken, dass sie Süditalien und Griechenland als geschlossene Boxen gebrauchen können, wo man Flüchtlinge lagern kann.“ Diese Haltung entspreche nicht europäischem Denken.

Dublin-Abkommen soll wieder in Kraft treten

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen ab Mitte des Monats Flüchtlinge, die in Griechenland ankommen und sich von dort auf den Weg in andere EU-Staaten machen, wieder zurückgebracht werden.

Hintergrund ist das Dublin-Abkommen, wonach ein Asylverfahren in dem EU-Staat abgewickelt werden muss, in dem Migranten zuerst registriert wurden. Diese Regel ist im Falle Griechenlands bereits seit 2011 ausgesetzt wegen der Mängel des dortigen Asylsystems.

Griechenland „am äußersten Limit seiner Möglichkeiten“

Im Sommer 2015 brach das Dublin-Verfahren unter dem Zustrom von Millionen Flüchtlingen komplett zusammen, von denen die meisten über Griechenland nach West- und Nordeuropa weiterreisten.

Kotzias forderte mehr Unterstützung aus den EU-Staaten bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. „Eine neue Flüchtlingswelle in diesem Sommer würde uns überfordern. Griechenland ist am äußersten Limit seiner Möglichkeiten“, sagte er laut Vorabbericht.

Trump Jr. kritisiert nach Anschlag Londons Bürgermeister

Der älteste Sohn des US-Präsidenten Donald Trump hat nach dem Londoner Terroranschlag den Bürgermeister der Metropole kritisiert - und sich damit selbst harsche Kritik eingebracht.

Donald Trump Jr. twitterte kurz nach dem Anschlag gestern einen Bericht der britischen Nachrichtenplattform The Independent vom vergangenen September. Dazu schrieb er: "Das ist wohl ein Scherz? Terroranschläge gehören zum Leben in einer Großstadt, sagt Londons Bürgermeister Sadiq Khan."

In dem Bericht wird Khan bei einem Besuch in New York zitiert: Er glaube, die Bedrohung durch Terroranschläge „gehöre zum Leben in einer Großstadt“, und man müsse vorbereitet sein. Er sprach wenige Tage, nachdem mehrere Bomben in New York und im angrenzenden Bundesstaat New Jersey explodiert waren.

Empörung und Kritik

Der Tweet von Trump Jr. löste Empörung und scharfe Kritik aus. „Sie nutzen einen Terroranschlag auf unsere Stadt, um Londons Bürgermeister für Ihre eigenen politischen Ziele anzugreifen. Sie sind eine Schande“, twitterte ein britischer Abgeordneter.

Andere warfen ihm vor, er habe die Äußerungen des Bürgermeisters aus dem Zusammenhang gerissen, oder kritisierten, der Tweet erwecke den Anschein, Khan habe die Aussagen kurz nach dem Londoner Anschlag gemacht. Donald Trump Jr. ist das erste Kind des US-Präsidenten. Er leitet zusammen mit seinem Bruder Eric das Firmenimperium seines Vaters.

Warnung vor Hungersnot für Millionen im Jemen

Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Jemen hat die Hilfsorganisation Oxfam vor einer drohenden Hungersnot in dem Land gewarnt. Zwei Jahre nach der Eskalation des Konflikts „leiden fast sieben Millionen Menschen extreme Not und sind von Hunger bedroht“, so die Organisation anlässlich eines heute veröffentlichten Berichts zur Lage im Jemen.

Mehr als zehn Millionen weitere Menschen seien von Nahrungsmangel bedroht und benötigten dringend humanitäre Hilfe. Die jemenitische Wirtschaft liege am Boden, dringend benötigte Nahrungsmittelimporte würden erschwert, und der Hilfsaufruf der Vereinten Nationen sei dramatisch unterfinanziert, heißt es in dem Bericht mit dem Titel „Yemen pushed towards man-made famine“.

Nicht gehaltene Hilfsversprechen

Die UNO habe den Bedarf für Nothilfe im Jemen auf 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Mrd. Euro) beziffert, doch nur sieben Prozent davon seien derzeit durch Finanzierungszusagen der Geberländer gedeckt. Die nahende Katastrophe werde „von den Konfliktparteien und ihren Unterstützern bisher weitgehend ignoriert“, kritisierte Oxfam.

Die internationale Gemeinschaft müsse schnell Hilfe leisten und zudem alle Waffenlieferungen in den Jemen stoppen, forderte die Hilfsorganisation. Weite Teile der jemenitischen Bevölkerung leben bestenfalls von Brot und Tee, Erwachsene verzichten zugunsten ihrer Kinder oft ganz auf Mahlzeiten.

Saudischer Militäreinsatz änderte nichts

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen schiitische Huthi-Rebellen und andere Milizen, die dem vorherigen Staatschef Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt ein von Riad angeführtes Militärbündnis Luftangriffe gegen die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen. In dem Konflikt wurden nach UNO-Angaben bereits fast 7.700 Menschen getötet und mehr als 42.000 weitere verletzt.

US-Kongress stimmt über Trumps Gesundheitspaket ab

Das US-Abgeordnetenhaus will heute über ein vom neuen Präsidenten Donal Trump versprochenes Gesundheitsgesetz abstimmen. Es soll die von als „Obamacare“ bekannte Reform seines Vorgängers Barack Obama ablösen. Allerdings hatte Trump zuletzt noch nicht die nötigen Stimmen dafür.

Die Republikaner haben zwar im Abgeordnetenhaus sowie Senat die Mehrheit, aber mehrere von ihnen lehnen das Gesetz ab: Den einen geht es nicht weit genug, den anderen zu weit. Daher war auch noch eine Verschiebung der Abstimmung möglich.

Versicherung für alle soll wieder fallen

Der neue Gesetzentwurf sieht im Gegensatz zu „Obamacare“ keine Versicherungspflicht für alle mehr vor. Ein Programm zur kostenlosen Versicherung für Bedürftige wird eingeschränkt, die Subventionierung von Beiträgen nach Alter und nicht mehr primär nach Einkommen gestaffelt. Die Abschaffung von „Obamacare“ war ein zentrales Wahlversprechen Trumps. Die Demokraten lehnen den neuen Gesetzentwurf geschlossen ab.

USA: Mehr Druck auf IS und Stabilitätszonen für Flüchtlinge

Die USA wollen den Kampf gegen Islamisten in Syrien und im Irak verschärfen und zugleich die Rückkehr von Flüchtlingen erleichtern.

„Die Vereinigten Staaten werden ihren Druck auf den IS und Al-Kaida erhöhen und daran arbeiten, durch Waffenruhen einstweilige Stabilitätszonen zu etablieren, um Flüchtlingen die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen“, sagte Außenminister Rex Tillerson gestern auf einem Treffen mit seinen Kollegen aus mehr als 60 Ländern in Washington. Wo genau diese Sicherheitszonen eingerichtet werden sollen, sagte der amerikanische Chefdiplomat nicht.

Vertreter aus 68 Staaten

Es war das erste Treffen der internationalen Koalition zur Bekämpfung des Islamischen Staats (IS), seit irakische Soldaten mit ausländischer Unterstützung die Islamisten aus mehreren Städten im vergangenen Jahr verdrängt und den Osten der Großstadt Mossul befreit haben. Vertreter aus insgesamt 68 Staaten nahmen teil.

Tillerson rief die Länder auf, mehr militärische und finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Gebiete, aus denen der IS verdrängt wurde, müssten gesichert und wiederaufgebaut werden. Die USA würden ihren Teil leisten, aber die Umstände dort erforderten mehr.

USA werfen Nordkorea laut Bericht Cyberraub vor

Gut ein Jahr nach dem spektakulären Cyberbankraub in Bangladesch planen die USA laut „Wall Street Journal“ offizielle Anschuldigungen gegen Nordkorea.

Die US-Ermittler werfen dem Land vor, bei der Tat Regie geführt zu haben, wie die Zeitung gestern unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Chinesische Mittelsmänner hätten Nordkorea dabei geholfen.

Das US-Justizministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Im Februar vergangenen Jahres hatten Kriminelle durch einen Hackerangriff 81 Millionen Dollar von der Zentralbank Bangladeschs erbeutet. Das Geld befand sich auf einem Konto beim US-Notenbankableger in New York. Der Bankraub war einer der größten der Neuzeit.

Zwei ausländische Geiseln auf Philippinen befreit

Auf den Philippinen haben Regierungstruppen heute zwei ausländische Geiseln aus den Händen der Terrorgruppe Abu Sayyaf befreit.

Die beiden Männer im Alter von 45 und 62 Jahren stammen nach Angaben eines Armeesprechers aus Malaysia, wo sie vor acht Monaten auch verschleppt worden waren. Befreit wurden sie nun auf der Insel Pata im Südwesten der Philippinen, einer Hochburg von Abu Sayyaf.

Deutsche Geisel ermordet

Die Gruppe kämpft seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat. Dabei finanziert sie sich mit Entführungen. Im vergangenen Monat hatte sie einen deutschen Segler nach fast vier Monaten Geiselhaft ermordet.

Dessen Lebensgefährtin war bereits im November 2016 bei der versuchten Entführung erschossen worden. Nach Schätzungen hat Abu Sayyaf aktuell noch mehr als 30 Geiseln in ihrer Gewalt.

Inland

Kurz stattet Frontex Besuch ab

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) reist heute zu einem Besuch nach Italien und Malta. Er will sich dort ein Bild von Einsatz der EU-Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer machen. Auch ein Besuch des Frontex-Einsatzzentrum in Catania ist geplant, in Malta einer auf einem Frontex-Schiff.

Nach der Schließung der Balkanroute im Vorjahr wirbt Kurz für eine Eindämmung der anhaltenden Flüchtlingsbewegung über das Mittelmeer. In Italien kamen 2016 mehr als 180.000 Flüchtlinge und Migranten an. Seit Jahresbeginn sind nach italienischen Angaben bereits mehr als 20.000 weitere eingetroffen. Mehr als 500 Menschen kamen seit Jahresbeginn bei der gefährlichen Überfahrt im Mittelmeer ums Leben.

Wirtschaft

Londoner Taxis bekommen Hybridmotoren

Die berühmten schwarzen Londoner Taxis werden in Zukunft teilweise mit Strom fahren. Der Hersteller der „Black Cabs“, das Unternehmen London Taxi Company (LTC), eröffnete gestern eine neue Fabrik, in der Taxis mit Hybridmotoren hergestellt werden.

Das Unternehmen investierte für die neue Produktionsstätte an seinem Standort im zentralenglischen Coventry 300 Mio. Pfund (346 Mio. Euro). Laut einer Firmenmitteilung ist es die erste Fabrik allein für Hybridfahrzeuge in Großbritannien. In der neuen Fabrik können jährlich mehr als 20.000 Fahrzeuge vom Band rollen.

Erste Investition durch chinesischen Eigentümer

LTC baut seit 69 Jahren die berühmten „Black Cabs“. Die ersten Hybridtaxis sollen Ende dieses Jahres in London zum Einsatz kommen. „Der heutige Tag bedeutet die Wiedergeburt der London Taxi Company“, sagte LTC-Chef Chris Gubbey.

Durch die neue Fabrik schuf LTC 1.000 neue Arbeitsplätze, darunter 200 Jobs für Ingenieure. Die Fabrik in Coventry ist die erste Investition des chinesischen Konzerns Geely in der britischen Automobilindustrie. Geely hatte LTC 2013 übernommen, dem Konzern gehört auch Volvo. Die Taxis sollen mit einer Technologie betrieben werden, die bereits in Volvo-Motoren verwendet wird.

Neue Regeln ab 2018

Die Hybridtechnologie ermöglicht es Autos, zwischen dem Antrieb durch einen Benzinmotor und einen Elektromotor zu wechseln. Der aufladbare Elektromotor kann über eine gewisse Distanz emissionsfrei fahren. Bei längere Strecken kommt der Benzinmotor zum Einsatz.

In Großbritannien müssen neu verkaufte Taxis ab dem Jahr 2018 emissionsärmere Antriebe haben. Dieselmotoren werden dann gar nicht mehr zugelassen sein. Die britische Regierung unterstützte das Projekt von LTC mit 16,1 Mio. Pfund.

Neue Milliardenhilfe für südkoreanische Werft Daewoo

Die angeschlagene südkoreanische Werft Daewoo soll mit einer weiteren milliardenschweren Kapitalspritze vor dem Untergang bewahrt werden. Die Banken bereiteten gerade ein Paket im Volumen von umgerechnet 2,4 Milliarden Euro vor, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde heute mit.

Ohne das zusätzliche Geld wäre Daewoo wohl schon im April nicht mehr in der Lage, Kredite zurückzuzahlen. Eine Insolvenz wäre dann nicht mehr zu vermeiden.

Pleite hätte schwere Folgen

Zusammen mit Hyundai Heavy Industries und Samsung Heavy Industries gehört Daewoo zu den führenden Unternehmen der Branche. Der Schiffsmarkt leidet seit Jahren unter Überkapazitäten, was alle Firmen belastet.

Besonders schwierig ist die Lage aber bei Daewoo. Der Konzern wurde bereits nach der Asienkrise in den späten 90er Jahren vor dem Kollaps bewahrt. Seit 2015 spitzt sich die Lage aber wieder deutlich zu, weil es zu Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Bau von bestimmten Anlagen kam.

Bei einer Pleite droht der Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen, zudem könnten 1.300 Zulieferer in Existenznot geraten. Die südkoreanische Wirtschaft könnte das nach Berechnungen der Aufsicht in diesem Jahr knapp 40 Milliarden Euro kosten.

Sport

WM-Qualifikation: ÖFB-Matchplan mit zwei Hauptfiguren

Vor dem benötigten Pflichtsieg in der WM-Qualifikation mirgen (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) gegen Moldawien steht beim ÖFB-Team auch ein Systemwechsel im Raum. Bremen-Regisseur Zlatko Junuzovic würde die Rolle als „Achter“ jedenfalls auch im Team gefallen: „Ich habe gute Erfahrungen mit der Position. Ich habe darin viele Freiheiten nach vorne, das hat mir gutgetan.“ Neben Junuzovic wäre dann auch Platz für Schalke-Goalgetter Guido Burgstaller, der auf sein erstes Tor im Teamdress brennt.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Bröndby setzt auf „brave“ Pyrotechnik

Laut Polizei werden in Österreich jedes Jahr etwa drei Tonnen illegales pyrotechnisches Material sichergestellt, das anschließend vom Entschärfungsdienst vernichtet wird. Auch in Fußballstadien gilt ein Verbot, das aber durch Kompromisse und illegale Umgehungen nicht wirklich greift. Der dänische Spitzenclub Bröndby Kopenhagen glaubt, eine Lösung für das oft teure Problem der Feuerwerke im Stadion gefunden zu haben: „Brave“ Pyrotechnik, die weniger gefährlich ist, aber dem Fan dasselbe Gefühl geben soll.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Vier Tote nach Schüssen in US-Staat Wisconsin

Binnen drei Stunden sind in drei benachbarten Dörfern in den USA vier Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Ein Tatverdächtiger sei in Gewahrsam, es bestehe keine Gefahr mehr, hieß es gestern Abend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz der Polizei in Weston im nördlichen Bundesstaat Wisconsin.

Zunächst waren Medienberichten zufolge zu Mittag bei einem Familienstreit in einer Bank im Ort Rothschild zwei Menschen erschossen worden. Später seien auch in einer Anwaltskanzlei in Schofield und schließlich in einem Mehrfamilienhaus in Weston Schüsse gefallen - in beiden Orten kam jeweils ein Mensch ums Leben.

In Wohnhaus verbarrikadiert

Das Wohnhaus wurde evakuiert, als die Polizei dort den mutmaßlichen Täter stellte. Er hatte sich dort verbarrikadiert, wie der Sender ABC berichtete. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei habe es einen Schusswechsel gegeben.

Der Verdächtige wurde verletzt abgeführt. Nahe gelegene Schulen und ein Krankenhaus wurden zwischenzeitlich abgeriegelt. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Mafia-Enkel Gotti nach Raubüberfall in Haft

Wie der Opa, so der Enkel: John Gotti, Nachfahre des gleichnamigen New Yorker Mafioso, eifert offenbar seinem Großvater nach - allerdings mit bescheidenem Erfolg. Der 23-Jährige wurde heute unter anderem wegen Verdachts auf Beteiligung an einem Raubüberfall inhaftiert, wie Staatsanwältin Bridget Rohde sagte.

Gotti soll sich bei einem Überfall im April 2012 auf eine Bank im New Yorker Stadtteil Queens beteiligt haben. Er habe mit einem Komplizen vor dem Gebäude aufgepasst, während ein weiterer Mann versucht habe, mit einer Bombendrohung von den Angestellten Geld zu erpressen. Nach Angaben der Justizbehörde wurden ihm aber nur 5.491 Dollar (etwas über 5.000 Euro) ausgehändigt.

Auto in Brand gesteckt

Zwei Tage vorher habe Gotti mit zwei Begleitern ein Auto in Brand gesteckt - auf Geheiß von Vincent Asaro, einem einflussreichen Mitglied der New Yorker Bonanno-Mafia-Clans.

Der Autobesitzer soll dem 82-jährigen Asaro die Vorfahrt genommen haben. Gotti junior wurde einem Bundesrichter in Brooklyn vorgeführt und wegen Diebstahls und Brandstiftung angeklagt. Er kam in Untersuchungshaft.

Mafia-Boss Asaro in Haft

Die Justizbehörden imhaftierten zudem sechs weitere Verdächtige, darunter auch Asaro. Asaro war 2015 von dem Vorwurf freigesprochen worden, an dem Lufthansa-Raub auf dem Flughafen John F. Kennedy beteiligt gewesen zu sein.

Bei dem brutalen Überfall erbeuteten die Täter Geld und Schmuck aus dem Frachtzentrum der deutschen Lufthansa. Der 2002 verstorbene Gotti senior war das einflussreiche Oberhaupt der Gambino-Familie in New York.

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat kein Teilnehmer die richtigen sechs Zahlen getippt. In der nächsten Spielrunde wartet ein Jackpot mit knapp 747.00 Euro.

Bei der gestrigen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

14 23 32 38 44 45, Zusatzzahl 33

Beim Joker gibt es einen Doppeljackpot mit über 430.000 Euro.

Die Joker-Zahl lautet:

8 5 0 8 5 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Die Sturm-und-Drang-Zeit von Marx und Engels als Film

Auch Karl Marx und Friedrich Engels waren einmal jung: Der 1953 auf Haiti geborene Regisseur Raul Peck hat den beiden mit „Der junge Karl Marx“ ein filmisches Denkmal gesetzt. Der allzu brav umgesetzte biografische Historienfilm kommt diese Woche in die Kinos.

Marx war ständig pleite. Aber seine Prophezeiungen über die Verfasstheit einer kapitalistischen Weltordnung haben sich oft bewahrheitet.

Amüsant sind vor allem die Debatten in den linken Zirkeln der damaligen Zeit - sie unterscheiden sich kaum von jenen der Sponti-Szene der 70er Jahre und den Basisgruppendiskussionen an heutigen Unis. Die Auswirkungen freilich waren weitaus größer. Und auch wenn der junge Marx das noch nicht wissen konnte: In Pecks Version der Geschichte war er größenwahnsinnig genug, sich der historischen Bedeutung bewusst zu sein.

In der Rolle des jungen Marx überzeugt August Diehl, als Engels glänzt Stefan Konarske. Aber erst die Frauen an ihrer Seite, die junge irische Arbeiterin Mary Burns (hervorragend dargestellt von Hannah Steele) und Marx’ Ehefrau Jenny (ebenfalls herausragend: Vicky Krieps) machen aus den beiden Heißspornen ernstzunehmende Denker.

Finales Album von Chuck Berry erscheint am 16. Juni

„Chuck“, das finale Album der kürzlich verstorbenen Rock-’n’-Roll-Ikone Chuck Berry, erscheint am 16. Juni. Insgesamt wird die Platte zehn neue Aufnahmen beinhalten, teilte die Plattenfirma Decca Records gestern mit. Acht davon stammen aus der Feder von Berry selbst, der das Album noch im Vorjahr anlässlich seines 90. Geburtstages angekündigt hat.

Neben seiner langjährigen Band, zu der u. a. seine Kinder Charles Berry Jr. (Gitarre) und Ingrid Berry (Harmonika und Stimme) gehören, wurde Berry bei den Aufnahmen auch von namhaften Gästen unterstützt. So sind etwa Gary Clark Jr. und Tom Morello auf dem Album zu hören.

Der Ursprung einiger Stücke reicht laut Aussendung bis in die 1980er zurück und mit „Lady B. Goode“ ist offenbar eine geistige Fortführung von Berrys Hit „Johnny B. Goode“ enthalten. Einen ersten Höreindruck liefert der Song „Big Boys“, der bereits auf YouTube gestellt wurde.

Science

Wetterprognosen deutlich besser geworden

Die Wetterprognosen haben sich in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches verbessert. Den Meteorologen gelingt es im Durchschnitt alle zehn Jahre, das Wetter um einen Tag länger vorherzusagen, sagt der Meteorologe Georg Mayr von der Universität Innsbruck. Für ein Gebirgsland wie Tirol ist das Wetter aber nach wie vor schwieriger vorherzusagen. Wetterprognosen sind auch wirtschaftlich relevant.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Gesundheit

Warnung vor Verzehr von Red Snapper aus Vietnam

Nach mehreren Erkrankungsfällen hat das bayrische Verbraucherschutzministerium gestern vor dem Verzehr eines Tiefkühlfisches gewarnt. Red-Snapper-Fischfilet aus Vietnam mit Fanggebiet Westpazifik FAO 71 sowie den Losnummern Lot: VN/385/III/122 und -124 stünden in Verdacht, mit Algentoxinen belastet zu sein. Diese könnten zu Vergiftungen führen. Eine Charge gelangte auch nach Österreich.

Die betroffenen Chargen sind bis Juli beziehungsweise Dezember 2018 haltbar. „Nach aktuellem Kenntnisstand sind in verschiedenen Teilen Bayerns elf Erkrankungsfälle nach dem Verzehr (...) aufgetreten“, berichtete das Ministerium in München. „Die Krankheitssymptome lassen auf eine Ciguatera-Vergiftung durch Algentoxine schließen.“ Zu den Symptomen gehörten heftiges Erbrechen mit neurologischen Auffälligkeiten. Typisch sei die sogenannte Heiß-kalt-Umkehr, bei der der Betroffene Berührungen mit warmen Gegenständen als kalt und Berührung mit kalten Gegenständen als warm empfindet.

„Laut Europäischem Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) wurde eine Charge des betroffenen Produkts an vereinzelte Gastronomiebetriebe in Österreich geliefert“, hieß es bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Die Vertriebswege nach Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Wien seien zurückverfolgt worden. Die Produkte wurden „aus dem Verkehr gezogen und vernichtet“. Berichte über Krankheitsfälle in Österreich lagen nicht vor.

Lifestyle

Panorama