SIM-Karte: Mobilfunker drohen Apple mit Boykott

Führende europäische Mobilfunker drohen Apple mit Konsequenzen, sollte der Smartphone-Hersteller seine Produkte künftig mit eigenen SIM-Karten ausstatten wollen.

Für den Fall haben die Mobilfunkanbieter einen Boykott geplant und angekündigt, das iPhone nicht mehr subventionieren zu wollen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ („FTD“) gestern.

Angst vor Geschäftsverluste

Mit der Integration der SIM-Funktionen in das iPhone würde Apple den Endkunden direkt an sich binden. Apple riskiere damit einen „Krieg mit den Mobilfunkbetreibern“ zitiert die „FTD“ einen Manager. Sie hätten die Sorge, dass Apple sein iPhone oder iPad in Zukunft vor allem online vertreiben wolle und nicht mehr über die Geschäfte der Mobilfunker.

Zudem solle „angeblich“ auch die Möglichkeit bestehen, über iTunes den Netzbetreiber auswählen zu können, was einen Wechsel der Anbieter erleichtern würde, so die „FTD“.

IPhone mit Vertrag billiger

Die heimischen Mobilfunkprovider bieten das Smartphone in Kombination mit einem Vertrag billiger oder sogar kostenlos an. Diesem Umstand verdankt Apple auch die starke Verbreitung des iPhone. Ende Oktober wurden die „nicht offiziellen Pläne“ bekannt, wonach Apple die Integration der SIM-Funktionen in sein iPhone und iPad erwäge.