Missbrauch: Plattform stellt Klasnic-Kommission Bedingungen

Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt hat - schwer erfüllbare - Bedingungen für eine Zusammenarbeit mit der von Kardinal Christoph Schönborn eingesetzten Opferschutzanwaltschaft gestellt. Bei einem Treffen heute wurde etwa gefordert, dass sich die Kommission unter der Leitung von Waltraud Klasnic fortan nicht mehr als „unabhängig“ bezeichnen darf.

Weiters wird in einer der APA vorliegenden Stellungnahme die Unterstützung beim juristischen Vorgehen gegen Schönborn verlangt, dem die Opferplattform Mitwisserschaft bei Missbrauchsfällen vorwirft. Die Erzdiözese Wien hatte diese Anschuldigen bereits zurückgewiesen.

20 weitere Entschädigungen beschlossen

In ihrer heutigen Sitzung beschloss die Kommission 20 weitere Entschädigungszahlungen und zusätzliche Therapien. Die Gesamtzahl stieg damit auf 78, hieß es in einer Aussendung. Bis Anfang Dezember meldeten sich 708 Betroffene bei der Opferschutzanwaltschaft.

Eine Zwischenbilanz - auch finanziell - will die Kommission noch vor Weihnachten ziehen, davor ist noch eine Sitzung geplant, so Sprecher Herwig Hösele auf APA-Anfrage. Das Ausmaß der neu beschlossenen Entschädigungen nannte er nicht. Die Kommission gewährt Summen in den Kategorien 5.000 Euro, 15.000 Euro, 25.000 Euro und Beträge darüber.