Steuerabkommen: Schweiz bremst Fekters Erwartungen

Eine Milliarde Euro erhofft sich Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) aus einem Steuerabkommen mit Bern. Das Schweizer Finanzministerium (EFD) bremst die hohen Erwartungen aus Wien, berichtet die Schweizer „SonntagsZeitung“.

„Ziel ist, das Steuerabkommen mit der Schweiz auf den 1. Jänner 2013 in Kraft zu setzen“, sagt Fekters Sprecher Harald Waiglein. Österreich würde das mit Großbritannien und Deutschland ausgehandelte Konzept übernehmen. „Da es nun bezüglich der Einwände der EU eine Lösung gibt, finden wir mit der Schweiz schnell eine Einigung.“

Der Betrag sei im Budget für das kommende Jahr auch schon eingeplant. „Wir sind uns aber bewusst, dass darüber mit der Schweiz noch Verhandlungen geführt werden müssen“, so Waiglein in der „SonntagsZeitung“ weiter.

„Sehr ehrgeiziger Plan aus Wien“

Mario Tuor, Sprecher des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), spricht von einem „sehr ehrgeizigen“ Plan aus Wien. Für formelle Verhandlungen mit Österreich oder auch mit Griechenland brauche es noch ein Mandat der Schweizer Regierung (Bundesrat). Zudem stehe zuerst eine Einigung mit Deutschland an. Laut dem Blatt ist der Schweiz ein Abkommen mit Österreich „nicht halb so wichtig“ wie das Abkommen mit Deutschland.