Andalusien-Wahl: Konservative verfehlen Absolute

Spaniens konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy hat erstmals in der jüngeren Geschichte eine Regionalwahl in der traditionellen Linken-Hochburg Andalusien gewonnen. Sie verfehlte gestern in der mit 8,4 Millionen Einwohnern bevölkerungsstärksten Region des Landes jedoch deutlich die von Umfragen prognostizierte absolute Mehrheit.

Der Sozialist Jose Antonio Grinan konnte darauf hoffen, mit Unterstützung der Vereinten Linken (IU) als Regierungschef der südspanischen Region im Amt bestätigt zu werden. Nach Auszählung von 96 Prozent der abgegebenen Stimmen gewann die PP 50 (2008: 47) der insgesamt 109 Sitze. Die PSOE erhielt 47 (56) Mandate, die Vereinte Linke zwölf (sechs).

In Asturien in Nordspanien (1,1 Mio. Einwohner), wo ebenfalls ein neues Regionalparlament gewählt wurde, erhielten die Sozialisten die meisten Sitze. Allerdings blieb die Regierungsbildung offen. An die PSOE gingen 16 der insgesamt 45 Sitze. Die konservative Partei Forum, eine Abspaltung der PP, errang 13 Mandate, die PP zehn. Von den 17 spanischen Regionen hat bisher neben Andalusien nur das Baskenland einen sozialistischen Ministerpräsidenten.