Schmied kritisiert Töchterle

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wirft Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle mangelnde Unterstützung der Universitäten vor. In der heutigen Ausgabe des „Standard“ fordert Schmied von Töchterle „einen anderen Anspruch von Leitung und Verantwortung“. Es reiche nicht, „immer mit dem Etikett ,Autonomie’ zu winken und damit die Unis in der Mangelwirtschaft alleine zu lassen“.

Gerade der Lehramtsbereich, wo es um 110.000 Beschäftigte für den Dienstgeber öffentliche Hand gehe, dürfe „nicht dem Autonomiegedanken und dem freien Spiel der Kräfte überlassen“ werden.

Schmied sieht Zeichen, „dass man die Unis ziemlich in die Enge treibt“. Die TU Wien streicht Lehramtsstudien, die Uni Wien spart die Professur für Politische Bildung ein, der Konflikt um das Bachelor-Studium „Internationale Entwicklung“, der zur jüngsten Audimax-Besetzung geführt hat, und die „Rechtsunsicherheit“ in Sachen Studiengebühren sind für sie Beleg dafür. „Für mich zeigt das deutlich, dass es akuten Handlungsbedarf gibt.“