IAEA-Experte bei Autounfall im Iran getötet

Ein Inspektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist bei einem Autounfall im Iran getötet worden. Ein zweiter Experte wurde verletzt. Das bestätigte die IAEA gestern in Wien.

Demnach stammt der getötete Inspektor aus Südkorea, sein verletzter Kollege aus Slowenien. Die Behörde sei in Kontakt mit den Familien und mit den iranischen Behörden, hieß es in einer Mitteilung.

Nach Medieninformationen aus dem Iran geschah der Unfall in der Provinz Marzaki südwestlich der Hauptstadt Teheran. In der Nähe wird ein Forschungsreaktor gebaut. Der Westen ist beunruhigt, weil in diesem Reaktortyp waffenfähiges Plutonium hergestellt werden könnte.

Experten der IAEA sind regelmäßig im Land, um Atomanlagen zu kontrollieren. Streitpunkt mit der IAEA ist der Zugang zu Einrichtungen, in denen der Westen Arbeiten an einem möglichen geheimen militärischen Programm vermutet. Der Iran hat stets bestritten, Atomwaffen bauen zu wollen.