Argentinien: Millionenstrafe für spanischen Telefonkonzern
Wegen eines Totalausfalls des Mobilfunknetzes fordert die argentinische Regierung vom spanischen Konzern Telefonica nun umgerechnet 33 Millionen Euro. Neben einer Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro müsse der Konzern allen betroffenen Handynutzern eine Entschädigung in Höhe von jeweils 1,70 Euro zahlen, teilte Planungsminister Julio De Vido gestern mit. Mit der Entscheidung wolle seine Regierung ein Exempel statuieren.
Wegen einer Panne war das Mobilfunknetz von Telefonicas Tochterunternehmen Movistar Anfang April mehrere Stunden lang komplett lahmgelegt, rund 18 Millionen Handynutzer waren davon betroffen. Der spanische Konzern kontrolliert bis zu 40 Prozent des Mobilfunkmarkts in Argentinien.
Erst in der vergangenen Woche hatte das argentinische Parlament die Teilverstaatlichung des Tochterunternehmens YPF des spanischen Energiekonzerns Repsol gebilligt. Die spanische Regierung hatte gegen die Enteignung protestiert und als Gegenmaßnahme die Einfuhr von Biodiesel aus Argentinien eingeschränkt.