Dutzende Tote im Kongo bei mutmaßlichen Hutu-Angriffen

Bei mutmaßlichen Angriffen ruandischer Rebellen sind im Osten der Demokratischen Republik Kongo nach UNO-Angaben seit Anfang Mai mindestens 50 Zivilisten getötet worden. Die ruandische Hutu-Miliz FDLR werfe der Zivilbevölkerung vor, mit einer bewaffneten Gruppierung zusammenzuarbeiten, teilte das UNO-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gestern mit.

Seit Monatsbeginn seien mehrere Orte überfallen und zahlreiche Häuser in Brand gesteckt worden. Bei einem Angriff auf ein Dorf in der Provinz Süd-Kivu wurden demnach in der Nacht zum Montag rund 20 Menschen getötet.

Die FDLR wird von der Demokratischen Republik Kongo beschuldigt, seit Jahren in der Grenzregion zu plündern, zu morden und zu vergewaltigen. Die Rebellen werden beschuldigt, 1994 am Völkermord in Ruanda teilgenommen zu haben, durch den nach UN-Angaben 800.000 Menschen getötet wurden.