Opel-Werk in Eisenach könnte Corsa-Produktion verlieren
Den deutschen Mitarbeitern des Autoherstellers Opel könnte einem Pressebericht zufolge eine weitere Produktionsverlagerung ins Ausland drohen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ gestern im Voraus aus seiner neuen Ausgabe zitierte, lässt Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke intern prüfen, ob er die Fertigung des Kleinwagens Corsa zum Modellwechsel nach dem Jahr 2014 aus Eisenach (Thüringen) abzieht.
Erst am Donnerstag hatte Opel bestätigt, dass die nächste Generation des Kompaktmodells Astra ab 2015 nur noch in Großbritannien und Polen gebaut wird und nicht mehr im Stammwerk Rüsselsheim (Hessen).
Hilfe für spanisches Werk?
Sollte die Corsa-Produktion aus Eisenach abgezogen werden, könnte laut „Focus“ das Werk im spanischen Saragossa davon profitieren. Dort liefen 2011 neben dem Minivan Meriva und dem Kleintransporter Combo auch etwa 216.000 Corsa vom Band. Wegen der schwachen Nachfrage nach Opel-Modellen sei das spanische Werk nur zu 59 Prozent ausgelastet, berichtete „Focus“.
Nach dem britischen Ellesmere Port sei Saragossa das am schlechtesten beschäftigte Pkw-Werk. Ein Opel-Sprecher sagte dem Magazin, „die Frage nach dem künftigen Corsa-Werk“ stehe „nicht an, weil sich das Auto mitten in seinem Lebenszyklus befindet“.