ISS-Besatzung öffnete Schleuse zu „Dragon“

Nach dem Andocken der ersten privaten Raumkapsel an der Internationalen Raumstation (ISS) haben die Astronauten gestern den unbemannten Transporter betreten. „Dragon“ rieche „wie ein nagelneues Auto“, sagte der US-Astronaut Don Pettit, nachdem er mit dem russischen ISS-Kommandanten Oleg Kononenko in die Kapsel gestiegen war.

Die ISS-Besatzung hatte den unbemannten Transporter des US-Unternehmens SpaceX am Vortag mit einem Roboterarm an die Raumstation herangezogen, wenige Stunden später dockte „Dragon“ an.

Große Ladefläche

Er habe zunächst viel Zeit damit verbracht, die Kapsel zu untersuchen, berichtete Pettit in einer aus dem All übertragenen Pressekonferenz der sechs ISS-Astronauten. Er habe sich die Instrumente und die Ausstattung angesehen und sei „sehr zufrieden“.

Pettit lobte zudem die großzügige Ladefläche: „Man könnte meinen, dass sie genauso viel Ladung transportiert wie ich in meinem Kleintransporter“, sagte Pettit. „Sie ist geräumiger als eine Sojus“, fügte er mit Blick auf die russische Raumkapsel hinzu. In den kommenden Tagen werde die ISS-Besatzung mit dem Ent- und Beladen der Fracht beschäftigt sein, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Künftig auch Astronauten

„Dragon“ ist das erste private Frachtschiff, das Nachschub zur ISS bringt. Ab 2015 soll die Raumkapsel auch bis zu sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation bringen. Sollte die Mission erfolgreich zum Abschluss kommen, hätten die USA nach dem Einstellen ihres Shuttleprogramms im vergangenen Jahr wieder einen eigenen Zugang zur ISS.