Afghanische Familie bei NATO-Bombardement ausgelöscht

Bei einem NATO-Luftangriff in der ostafghanischen Provinz Paktia sind nach Angaben der Provinzregierung acht Zivilisten getötet worden, darunter sechs Kinder. Die Eltern und alle ihre Kinder seien ums Leben gekommen, als ihr Haus in der Nacht auf heute bombardiert worden sei, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Rohullah Samun. Anderen Quellen zufolge waren sogar sieben Kinder betroffen.

Es sei unklar, was das Ziel des Angriffs gewesen sei. Ein Sprecher der NATO-geführten Schutztruppe ISAF sagte, man untersuche die Vorwürfe über zivile Opfer. Die ISAF teilte heute mit, bei mehreren Sprengstoffanschlägen am Vortag seien im Süden des Landes vier ihrer Soldaten getötet worden. Die Schutztruppe machte wie üblich keine Angaben zur Nationalität der Opfer.

Seit Jahresbeginn kamen damit laut der unabhängigen Website Icasualties.org insgesamt 169 internationale Soldaten in Afghanistan ums Leben. In dem Land am Hindukusch sind derzeit rund 130.000 ausländische Soldaten stationiert. Bis Ende 2014 sollen alle NATO-Kampftruppen abgezogen werden.