„Vatileaks“: Papst beriet mit Untersuchungskommission

In der Affäre um die Weitergabe vertraulicher Dokumente aus dem Vatikan hat Papst Benedikt XVI. gestern die Mitglieder der mit der Aufklärung beauftragten Untersuchungskommission empfangen. Das teilte der Vatikan mit, machte jedoch keinerlei Angaben über den genauen Inhalt und mögliche Ergebnisse des Gespräches.

Es war das erste Mal seit der Festnahme des Kammerdieners des Papstes, Paolo Gabriele, am 23. Mai, dass der Vatikan ein solches Treffen kommunizierte. Die Untersuchungskommission besteht aus drei emeritierten Kardinälen.

In den vergangenen Monaten waren immer wieder interne Dokumente des Vatikans an italienische Medien weitergegeben worden, in denen es unter anderem um Korruption, Geldwäsche und Kindesmissbrauch innerhalb der römisch-katholischen Kirche ging. Gabriele steht im Verdacht, eine der undichten Stellen im Kirchenstaat und damit mitverantwortlich für die „Vatileaks“-Affäre zu sein.