Zwei Bergsteiger auf Mont Blanc im Sturm erfroren

Nur zwei Tage nach dem Lawinendrama im Mont-Blanc-Massiv sind dort erneut zwei Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein etwa 25-jähriger Spanier und eine fünf Jahre ältere Polin starben an Kälte und Erschöpfung. Sie waren beim Aufstieg in einer Höhe von 4.400 Metern von einem heftigen Sturm überrascht worden und saßen fest, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA gestern berichtete.

Die erfrorenen Alpinisten wurden bereits am Samstag von Rettungsdiensten des italienischen Aosta-Tals geborgen. Die anderen Mitglieder der insgesamt achtköpfigen Seilschaft konnten aus der Höhe absteigen und wurden später gerettet. Das Gebirgsmassiv liegt in der Grenzregion von Frankreich und Italien.

Erst am Donnerstag hatte eine Lawine auf dem Mont Blanc neun Bergsteiger in den Tod gerissen, darunter drei Deutsche. Bei einem Trauergottesdienst verabschiedeten sich gestern im französischen Chamonix etwa 150 Menschen von den Opfern. Auch zwei dänische Bergsteiger, die das Unglück überlebt hatten, kamen in die kleine Kirche.