2.400 Tote infolge von Spitalsinfektionen

In Europa erkranken jährlich 4,1 Millionen Menschen an einer nosokomialen Infektion, also einer Infektion, die im Rahmen eines Spitalsaufenthalts auftritt. In Österreich sterben jedes Jahr hochgerechnet 2.400 Menschen infolge solcher Infektionen. Diese Zahlen nannte Brigitte Ettl, Präsidentin der Österreichischen Plattform Patientensicherheit, heute bei einem Round Table in Wien.

Bei diesem Expertentreffen ging es darum, wie Patienten vor solchen Infektionen geschützt werden können. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) geht davon aus, dass immerhin 20 bis 30 Prozent aller nosokomialen Infektionen durch entsprechend intensive Hygiene- und Kontrollprogramme vermeidbar wären.

Schulungen und Bewusstsein

„Um das Bewusstsein nicht nur zu schaffen, sondern stets wach zu halten, haben wir im Alltag eine Reihe von Maßnahmen installiert. Jedes neue Teammitglied bekommt eine spezielle Schulung“, so Ettl, Ärztliche Direktorin am Krankenhaus Hietzing in Wien. Für Mitarbeiter, die schon länger tätig sind und bei denen sich bestimmte Gewohnheiten schon verfestigt haben, gebe es eigene Angebote.

Publiziert am 21.11.2017