Bericht: Anzeigenzahl in Österreich um 5,2 Prozent gesunken

509.792 gerichtlich strafbare Handlungen sind im Vorjahr in Österreich angezeigt worden. Das ist ein Minus von 28.000 Fällen bzw. 5,2 Prozent, berichtete der „Kurier“ (Onlineausgabe) heute unter Berufung auf Dokumente des Innenministeriums. Ebenfalls deutlich gesunken ist dem Bericht zufolge die Zahl tatverdächtiger Asylwerber. Offiziell wird die Kriminalstatistik voraussichtlich erst im März präsentiert.

Die Erfahrung zeige, „dass die Rohdaten im Wesentlichen den später veröffentlichen offiziellen Statistiken entsprechen“, sagte ein namentlich nicht genannter „Insider“ dem „Kurier“.

Größter Rückgang bei Einbrüchen

Den größten Rückgang gab es laut dem Bericht bei Einbruchsdelikten. Nach mehr als 10.000 Autoeinbrüchen im Jahr 2016, waren es im Vorjahr rund 7.500. Statt knapp 3.000 gestohlenen Autos wurden im Vorjahr 2.660 gemeldet. Die Zahl der Taschen- bzw. Trickdiebstähle sank um ein Fünftel, Raubdelikte um knapp 18 Prozent.

Die Anzeigen bei Gewaltdelikten dürften um 2,4 Prozent auf etwas mehr als 42.000 Fälle zurückgegangen sein. Auch bei Sachbeschädigung und Körperverletzung verzeichnete die Polizei laut den Rohdaten einen leichten Rückgang. Eine deutliche Zunahme gab es - wie von den Behörden bereits Ende 2017 verlautbart - bei Cybercrime-Delikten.

Publiziert am 12.01.2018