De Maiziere: Bombenattrappe in Namibia wirft viele Fragen auf

Im Fall des verdächtigen Gepäckstücks in Namibia hat der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) Entwarnung gegeben. Bei dem auf dem Flughafen von Windhuk gefundenen Gepäckstück habe es sich um einen Realtestkoffer einer Alarmsystemfirma aus den USA gehandelt, sagte de Maiziere heute in Hamburg. Solche Testkoffer würden genutzt, um Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen.

Wegen des Fundes hatte ein Airbus von Air Berlin erst mit mehrstündiger Verspätung von Windhuk nach München starten können.

Ermittlungen werden fortgesetzt

Nun werde geprüft, ob und - wenn ja - wann und an wen der Testkoffer verkauft worden sei. „Diese Realtestkoffer dienen dazu, Sicherheitsmängel aufzudecken. Deswegen wäre es nicht klug zu sagen, ob und welche und in welchem Umfang deutsche Sicherheitsbehörden so etwas in Gang gesetzt haben.“

Der Frage, ob befreundete oder weniger befreundete Nachrichtendienste den Koffer platziert haben könnten, wich de Maiziere aus. „Ich habe mich nicht an diesen Spekulationen beteiligt und werde mich daran nicht beteiligen.“

Es werde ermittelt, die Ergebnisse würden auch mitgeteilt und nicht unter den Teppich gekehrt. Auch er stelle in Bezug auf den Koffer viele Fragen, fügte de Maiziere hinzu.

Video dazu in iptv.ORF.at