USA: Atomwaffenpersonal betrunken im Dienst

Eine interne Untersuchung der US-Regierung hat Alkoholprobleme von Bediensteten mit Zuständigkeit für den Transport von Atomwaffen offengelegt. Zwischen 2007 und 2009 seien 16 Fälle von Trunkenheit im Dienst festgestellt worden, heißt es in einem gestern vorgelegten Bericht des Energieministeriums in Washington.

Betroffen waren dabei Fahrer des Office of Secure Transportation (OST), das für den Bodentransport von Nuklearwaffen und verwandtem Material zuständig ist. Die Zahl der Fälle lege nahe, „dass weiteres Handeln nötig sein könnte“, resümiert der Bericht. Das OST beschäftigt knapp 600 Fahrer.

Strikte Regeln

Dem Bericht zufolge war ein OST-Beamter 2007 wegen öffentlicher Trunkenheit festgenommen worden. Zwei weitere wurden 2009 wegen eines „Vorfalls in einer Bar“ in Handschellen abgeführt. Die Behörde hat strikte Regeln im Umgang mit alkoholischen Getränken: Beschäftigte dürfen acht Stunden vor Dienstantritt keinen Alkohol mehr trinken.