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„Trauma verursachte ihren Tod“

Der plötzliche Tod Tausender Vögel nach Silvester in einer Kleinstadt im US-Staat Arkansas ist wahrscheinlich auf die Schreckhaftigkeit der Tiere zurückzuführen. „Wir sind jetzt so gut wie sicher, dass ein Trauma ihren Tod verursacht hat“, sagte George Badley, Vertreter des Veterinärmedizinischen Dienstes von Arkansas, am Montag.

In der Silvesternacht waren in der Kleinstadt Beebe insgesamt 5.000 Vögel gestorben. Bewohner sprachen von einem „Regen“ toter Vögel. Ein Einwohner habe vor dem Vorfall eine Reihe von Explosionen gehört, die womöglich von einem Feuerwerk oder einer von Bauern eingesetzten Vorrichtung zur Abschreckung von Vögeln herrühren, sagte Badley. Darauf sei eine große Zahl von Vögeln ziellos umhergeflogen. „Er hat ihre Flügelschläge gehört und wie sie gegen Hindernisse flogen.“ Der Stress habe sie getötet.

Bei den meisten gefundenen Vogelkadavern handelte es sich um Rotschulterstärlinge. Sie sehen laut Badley nachts schlecht und flogen vermutlich gegen Bäume und Häuser, nachdem sie durch Lärm aufgeschreckt worden waren. Untersuchungen hätten jedenfalls gezeigt, dass die getöteten Vögel weder an Krankheiten gelitten hätten noch vergiftet worden seien.

Enten von Blitz erschlagen

Ein Sprecher der Jagd- und Fischereikommission betonte, es sei nicht das erste Mal, dass es Vögel vom Himmel „regne“. In einem anderen Fall seien rund zwei Dutzend Vögel tot vom Himmel gefallen, nachdem sie von einem Blitz getroffen worden waren. Während eines schweren Gewitters habe eine Reihe von Blitzen die Bewohner einer Nachbarschaft aufmerksam gemacht - „und wenige Sekunden später begann es Enten vom Himmel zu regnen“, so der Sprecher der Kommission. Schwerer Hagel tötete 1973 auch zahlreiche Vögel in der Nähe der Stadt Stuttgart im Norden von Arkansas.

Fischsterben weiter mysteriös

Rätselraten bereitet in Arkansas auch ein Fischsterben: Bereits am vergangenen Donnerstag waren rund 200 Kilometer von Beebe entfernt in einem Fluss etwa 100.000 tote Fische entdeckt worden. Massives Fischsterben komme jedes Jahr vor, zitierten Medien Keith Stephens von der Wild- und Fischbehörde in Arkansas. Aber ein derartiger Umfang sei ungewöhnlich.

Die toten Fische waren auf einem rund 30 Kilometer langen Abschnitt des Arkansas River gefunden worden - auf der Wasseroberfläche und am Ufer. Experten gehen in diesem Fall von einer Krankheit aus.

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