Neue Gaza-Flotte mit Österreich-Beteiligung

Die österreichische Delegation, die sich an der Protestaktion gegen die israelische Militärblockade des Gazastreifens beteiligt, ist gestern per Flugzeug in Richtung Athen gestartet.

Etwas mehr als ein Jahr nach der israelischen Kommandoaktion gegen das türkische Hilfsschiff „Mavi Marmara“, bei der neun Aktivisten getötet wurden, versucht die neue Gaza-Flotte wieder Hilfsgüter in das isolierte Gebiet zu transportieren. Die etwa zehn Aktivisten aus Österreich - die endgültige Anzahl steht noch nicht fest - werden beim internationalen Sammelpunkt in Athen auf die einzelnen Schiffe aufgeteilt.

„Freedom Flottilla II“ gestartet

Von der Mittelmeer-Insel Korsika bereits ein französisches Schiff gestartet. Das Boot soll sich in den kommenden Tagen im Mittelmeer weiteren zehn bis zwölf Schiffen anschließen. An der „Freedom Flottilla II“ getauften Aktion beteiligen sich 80 Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und politische Parteien aus aller Welt.

Warnung aus Israel

Israel hatte sich am Mittwoch entschlossen gezeigt, die neue internationale Hilfsflottille am Durchbrechen der Blockade zu hindern.

Am 31. Mai des vergangenen Jahres hatten israelische Soldaten die Schiffe eines ersten Hilfskonvois für den Gazastreifen gestürmt und neun türkische Aktivisten erschossen. Der Angriff auf die aus sechs Schiffen bestehende damalige Gaza-Hilfsflottille war international heftig kritisiert worden, unter anderem vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen.