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Zebrabeine mit Eselsfell

Ungewöhnlichen Nachwuchs hat ein Zoo in Kuba erhalten: Ein Zebraweibchen brachte einen „Zebresel“ auf die Welt. Das Fohlen ist das Ergebnis einer Zufallsliaison zwischen einem Esel und einem Zebra. Laut lokalen Medien wurde der „Zebresel“ vor sieben Tagen im Zoo der zentral gelegenen Stadt Ciego de Avila zur Welt geboren.

Ganz die Mutter sei der „Zebresel“ an den gestreifen Beinen und Ohren, berichtete Zoodirektor Fidel Yera. Bei Fellfarbe und Größe komme er dagegen nach dem Eselvater. Das junge Tier sei bei bester Gesundheit und eine „wirkliche Seltenheit“.

Zebroide

Als Zebroide werden Hybriden aus Kreuzungen zwischen einem Zebra und anderen Tieren der Gattung Pferd bezeichnet.

„Extrem wertvolles Exemplar“

Die Zebramutter lebt schon seit zwei Jahren in einem Gehege mit dem Esel zusammen. Offensichtlich kamen einander beide Huftiere näher. „Das ist ein extrem wertvolles Exemplar“, sagte der Tierarzt des Zoos mit Blick auf den „Zebresel“ im staatlichen Fernsehen.

Die erste bekannte Zebra-Esel-Mischling wurde 2003 in Japan geboren. Davor kamen zwar ebenfalls in Japan zwei „Zebresel“ zur Welt, diese lebten jedoch beide nicht sehr lange. Obwohl es extrem selten vorkommt, können Esel und Zebras gemeinsam Nachwuchs haben, da beide zur Gattung der Pferde gehören.

Zebra-Esel

APA/dpa/Bernd Thissen

2007 kam in Italien ein Zebroid zur Welt. Die Zebra-Pferd-Stute avancierte aufgrund ihrer eigenwilligen Fellzeichnung weltweit zum Medienstar.

„Zedonk“ im Vorjahr in Kenia

Im Vorjahr wurde in Kenia ein „Zebresel“ geboren. Ein verletztes Zebraweibchen, das in einer Missionsstation im nordkenianischen Maralal gesund gepflegt wurde, fand Gefallen an einem der dortigen Esel. Das Ergebnis der tierischen Affäre wurde von Wissenschaftern „Zedonk“ genannt - eine Zusammensetzung aus Zebra und dem englischen Wort für Esel, „Donkey“.

Auch dieses Tier hatte an den Beinen die typischen Zebrastreifen, deutlich kürzere Ohren als ein Esel und war auch größer als die meisten Hausesel. Nach dem Tod der Mutter wurde der „Zedonk“, der bis dahin gut in die Nutztierherde der Missionsstation integriert war, aggressiv und biss Ziegen und Schafe.

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