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Studie als Leitfaden für „ersten Kontakt“

Der „erste Kontakt“ mit intelligentem Leben aus dem All bildet die Grundlage zahlloser Science-Fiction-Blockbuster. Nun widmete sich auch eine NASA-Forschungsabteilung dem Thema und ortete dabei bisher wohl kaum beachtete Gefahren des Klimawandels, wie aus einer nun publizierten Studie hervorgeht.

Die sich durch den Treibhauseffekt verändernde Atmosphäre könne demnach nicht nur Außerirdische auf die Erde zunehmend aufmerksam machen - ein in der Studie „Would Contact with Extraterrestrial Benefit or Harm Humanity?“ (Wird der Kontakt mit Außerirdischen der Menschheit nützen oder schaden?, Anm.) durchgespieltes Szenario warnt auch vor drastischen Reaktionen der „ecofreundlichen ETs“ (Zitat „Daily Mail“, Anm.).

Die globalen Klimaveränderungen könnten dem Gedankenspiel zufolge als ernsthafte, von einer „außer Kontrolle geratenen Bevölkerung“ verursachten Gefahr für andere Zivilisationen interpretiert und die Erde Ziel eines „präventiven“ Angriffs aus dem All werden. Die Gefahr von „grünen“ Aliens „vom Planeten gewischt zu werden“, sei jedenfalls Grund genug, sich verstärkt der Bekämpfung des Klimawandels zu widmen, so die Studienautoren laut „Guardian“ über ihre „hochspekulative“ Zukunftprognose.

„Mars Attacks!“ lässt grüßen

Nach Ansicht der Experten von der NASA Planetary Science Division könne aber der Kontakt mit Außerirdischen alles andere als ausgeschlossen werden. Die in Kooperation mit der Meteorologischen Abteilung der Universität Pennsylvania erstellte Studie soll aus diesem Grund auch als eine Art Leitfaden zur Vorbereitung für den „ersten Kontakt“ verstanden werden.

Filmszene aus "Mars Attacks"

picturedesk.com/Mary Evans

Mögliche Vorlage für die Kategorie „Gefahr“: Tim Burtons „Mars Attacks!“

Das Schicksal der Menschheit hänge laut Shawn Domagal-Goldman und seinem Team dabei in erster Linie von der Intention der fernen Besucher ab, wobei gleichzeitig ein mehr als breiter Interpretationsrahmen vorgegeben wird. Ganz im Stil von Tim Burtons „Mars Attacks!“ steht etwa ein rein auf Zerstörung bzw. Ausbeutung ausgerichteter Angriff auf der Rechnung der Wissenschaftler. Aliens könnten „uns angreifen und töten, uns versklaven oder möglicherweise sogar essen“, wie das Szenario „Gefahr“ in der Analyse weiter ausgemalt wird.

„Bürokratisch“ und „langweilig“

Weit unspektakulärer mutet ein als „neutral“ gewerteter Besuch etwa durch nicht sichtbare Außerirdische an. In dieser Kategorie findet sich auch die „bürokratische“ Einladung zum „Galaktischen Klub“, die von der Erde sogar ausgeschlagen werden könnte, da die Außerirdischen schlichtweg zu langweilig sein könnten. Verborgen geblieben sein dürfte den Studienautoren auch nicht der Kassenschlager „District 9“ aus dem Jahr 2009, bei dem gestrandete Aliens ein tristes Dasein in südafrikanischen Asyllagern fristen.

Filmszene aus "District 9"

picturedesk.com/Rex Features

Gestrandetes Alienraumschiff in „District 9“

Hoffen auf neue Technologien

Weit rarer gesät sind indes Filmvorlagen für die Kategorie „Nutzen“, bei der im Optimalfall die Lösung sämtlicher globaler Probleme, geht es um Hunger, Armut oder Krankheiten, aus dem All erwartet wird. Dazu kommt die Hoffnung auf den Zugriff auf neue Technologien, die - im Falle einer „unkooperativen“ Extraterrestrischen Intelligenz (ETI) - eben durch einen „respekteinflößenden Triumph“ gesichert werden müssen.

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