Indien: Tibeter zündet sich vor chinesischer Botschaft an

Aus Protest gegen Chinas Vorgehen in Tibet hat sich ein Exiltibeter vor der chinesischen Botschaft in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi angezündet. Der Mann übergoss sich mit Benzin und zündete sich an, wie ein AFP-Fotograf heute berichtete.

Polizisten löschten die Flammen, indem sie sich auf den Mann stürzten. Der Tibeter erlitt offenbar leichte Verbrennungen an den Beinen. Er wurde in einem Polizeifahrzeug weggebracht. Ein Polizeisprecher konnte keine weiteren Angaben machen.

Seit März hat es eine Reihe von Selbstanzündungen gegeben, mit denen Tibeter gegen die chinesische Regierung protestieren - Menschenrechtsorganisationen zufolge ein Zeichen für die zunehmende Verzweiflung der Tibeter angesichts der Unterdrückung ihrer Landsleute durch China. Mindestens fünf tibetische Mönche und zwei Nonnen starben nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen. Erst gestern war eine 35-jährige buddhistische Nonne gestorben, die sich in der chinesischen Provinz Sichuan angezündet hatte.

Video dazu in iptv.ORF.at

Publiziert am 04.11.2011