Ukraine fährt im Gasstreit mit Russland harte Linie
Die Ukraine hat wenige Wochen vor neuen Verhandlungen im Dauerstreit mit Russland über Gaspreise eine harte Position angekündigt. Präsident Viktor Janukowitsch werde die Interessen des Landes niemals aufgeben, erklärte das Energieministerium heute.
Die Ukraine ist stark von russischen Gasimporten abhängig und bemüht sich seit über einem Jahr, eine deutliche Preissenkung durchzusetzen. Der Streit zwischen den beiden Ländern hat in der Vergangenheit mehrmals dazu geführt, dass russische Gasexporte nach Europa unterbrochen wurden.
Neue Gespräche ab Mitte Jänner
Die Regierung in Moskau beharrt darauf, im Gegenzug für Preissenkungen zum Mitbesitzer ukrainischer Pipelines zu werden, in denen das Gas nach Europa transportiert wird. Das lehnt die Ukraine aber ab, da das Land die Gasleitungen als strategisch wichtig betrachtet.
Die ehemalige Ministerpräsidentin und derzeit inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko hatte Janukowitsch davor gewarnt, gegenüber Russland einzuknicken und die Gasleitungen aufzugeben. Damit hatte sie den Eindruck erweckt, Janukowitsch wolle in dieser Frage nachgeben. Beide Länder wollen am 15. Jänner erneut Gespräche aufnehmen.
Publiziert am 27.12.2011