Psychiater wollen Breivik in Klinik einweisen

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik soll auf Antrag zweier Psychiater zu Beobachtungszwecken in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden.

Das sei notwendig, um Breiviks Verhalten zu bewerten und um zu schauen, wie er über einen längeren Zeitraum und in Kontakt mit anderen Menschen reagiert, heißt es in einem gestern von einem Osloer Gericht veröffentlichten Schreiben der Psychiater. Eine Entscheidung über den Antrag wird in der kommenden Woche erwartet.

Breivik soll auf Antrag der Experten für drei bis vier Wochen in eine Einrichtung in Dikemark südwestlich von Oslo eingewiesen werden. Selbst falls er isoliert untergebracht werden müsste, würde die Beobachtung wertvolle Informationen liefern, erklärten die Psychiater.

Prozessbeginn im April

Im November hatten zwei vom Gericht beauftragte Gutachter Breivik wegen „paranoider Schizophrenie“ für unzurechnungsfähig erklärt. Opferanwälte dagegen forderten ein neues Gutachten, da mehrere Nebenkläger das Vorgehen Breiviks während des Massakers auf Utöya als methodisch und rational wahrnahmen. Das neue Gutachten soll bis zum 10. April eingereicht werden, am 16. April beginnt der Prozess.

Publiziert am 25.01.2012