Griechische Parteichefs offenbar zu Sparzusage bereit

Die griechischen Parteichefs sind allem Anschein nach nun dazu bereit, schriftlich gegenüber den Geldgebern ihren Sparwillen auch für die Zeit nach der Neuwahl zu versichern. Das berichtete die griechische Presse heute Früh übereinstimmend.

Eine Bestätigung seitens der beiden großen Parteien, der Konservativen und der Sozialisten, gab es zunächst nicht. Dementiert wurde das aber auf Anfrage der dpa auch nicht. Offiziell bestätigen wollten es Kreise der Regierung unter dem parteilosen Finanzexperten Lucas Papademos nicht. Die Versicherung der Parteichefs ist eine der Bedingungen der internationalen Geldgeber für die Freigabe weiterer Milliardenhilfen.

Am Vorabend hatte der Ministerrat in Athen zudem beschlossen, durch Kürzungen im Budget verschiedener Ministerien und vor allem von Pensionen die von den internationalen Geldgebern verlangten zusätzlichen Einsparungen von 325 Millionen Euro zusammenbringen. Bei dieser Summe handelt es sich um den noch nicht erfüllten Teil des mehr als drei Milliarden Euro schweren Sparpakets für Griechenland in diesem Jahr.

Venizelos: Offene Fragen noch heute klären

Griechenland will die noch ungeklärten Punkte für ein neues EU-IWF-Rettungspaket bis heute Abend klären. Das kündigte Finanzminister Evangelos Venizelos an. Griechenland habe den überwältigenden Teil der Verpflichtungen bereits erfüllt, sagte er.

„Es gibt nur noch wenige Punkte, die bis zum Beginn der Telefonkonferenz der Euro-Gruppe um 17.00 Uhr vollständig geklärt sein werden“, sagte der Minister in Athen. Er kritisierte zugleich, dass „einige mit dem Feuer spielten“ und es offenbar lieber sähen, wenn Griechenland aus der Euro-Zone ausscheide.