Norwegens Sozialdemokraten: Heuer kein Utöya-Ferienlager
Nach dem Amoklauf von Anders Behring Breivik mit 69 Toten auf der Insel Utöya im vergangenen Juli meidet die Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten vorerst die Insel. Ihr diesjähriges Sommerlager auf Utöya wurde abgesagt. „Es hat sich nicht richtig angefühlt, ein Jahr nach dem 22. Juli“, sagte der Vorsitzende der Jugendorganisation AUF, Eskil Pedersen, dem Sender NRK heute.
Massenmörder Breivik hatte im vergangenen Juli erst acht Menschen im Zentrum von Oslo mit einer Bombe getötet und dann auf der Insel 69 Teilnehmer eines Zeltlagers der jungen Sozialdemokraten erschossen. Mit den beiden Anschlägen wollte der fanatische Islam-Hasser nach eigenen Angaben die Partei von Ministerpräsident Jens Stoltenberg wegen ihrer Zuwanderungspolitik bestrafen.
„Wir werden Utöya zurückerobern“, kündigte Pedersen an. In diesem Jahr aber könne das Ferienlager aus „praktischen Gründen“ nicht auf Utöya stattfinden. Am Jahrestag werde es dort wohl eine Trauerfeier geben, sagte Pedersen.
Publiziert am 22.02.2012