Themenüberblick
Der weitere Fahrplan
8. März: Zunächst geht es am Donnerstag darum, ob der dringend benötigte Schuldenschnitt wie erhofft über die Bühne geht. Er ist nötig, um den Schuldenberg Athens um rund 107 Milliarden Euro zu kappen. Und er ist auch Voraussetzung dafür, dass das zweite Hilfspaket für Griechenland endgültig freigegeben wird.
Bis zum Abend - nach Angaben des Athener Finanzministeriums um 21.00 Uhr (MEZ) - können private Investoren demnach erklären, ob sie sich am „freiwilligen“ Forderungsverzicht zugunsten Griechenlands beteiligen. Athen strebt eine Zustimmungsquote von rund 90 Prozent an. Würde es deutlich weniger, müsste Athen die letzte Karte ziehen und einen Schuldenschnitt mittels nachträglicher Umschuldungsklauseln (CAC) erzwingen.
9. März: Die Finanzminister der Euro-Zone wollen telefonisch über die Ergebnisse der Gläubigerbeteiligung am Schuldenschnitt beraten - und das zweite, 130 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Griechenland endgültig freigeben. Grundsätzlich war das Programm zwar schon Anfang März gebilligt worden - allerdings nur unter der Voraussetzung eines erfolgreichen Schuldenschnitts mit hoher Beteiligung.
12. März: Nach bisherigen Planungen sollen die verschiedenen Verträge zum Tausch der alten in neue Staatsanleihen mit langen Laufzeiten und günstigeren Konditionen unterzeichnet werden.
12./13. März: Die Finanzminister der Euro-Gruppe und der EU treffen sich zu ihrer planmäßigen Sitzung in Brüssel. Auch bei diesem Treffen dürfte Griechenland eines der Themen sein.
20. März: Anleihen Griechenlands über 14,5 Milliarden Euro werden fällig. Ohne das neue Hilfspaket könnte das Euro-Land die Schulden nicht zurückzahlen.
April: Neuwahlen in Griechenland sollen für klare politische Verhältnisse sorgen. Die 17 Euro-Staaten erwarten, dass sich die Parteien über die Neuwahlen hinaus zum Sparen verpflichten.
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Publiziert am 08.03.2012